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	<title>Klaus Hart Brasilientexte &#187; Paulo Sergio Pinheiro</title>
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	<description>Aktuelle Berichte aus Brasilien - Politik, Kultur und Naturschutz</description>
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		<title>Brasilien vor der Fußball-WM, Paulo Sergio Pinheiro, Leiter der UNO-Syrien-Kommission, zu den grauenhaften Menschenrechtsverletzungen in brasilianischen Haftanstalten. &#8222;Erbe der Militärdiktatur&#8220;. “Die Mehrzahl der Gefängnisse in Brasilien ist ein Attentat auf die Menschenwürde.&#8220;  &#8222;Dilma Rousseff hat eine große soziale Unsensibilität.&#8220; Boaventura de Souza Santos. Willy Brandt, Helmut Schmidt und Brasiliens Folterdiktatoren&#8230;</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Jan 2014 11:24:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Brasiliens Erbe der Militärdiktatur]]></category>
		<category><![CDATA[Brasiliens Gefängnis-Horror 2014]]></category>
		<category><![CDATA[Paulo Sergio Pinheiro]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie Barack Obama den Tropenstaat Brasilien bewertet: “Brasilien ist eine beispielhafte Demokratie. Dieses Land ist nicht länger das Land der Zukunft – die Menschen in Brasilien sollten wissen, daß die Zukunft gekommen ist, sie ist hier, jetzt”. http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/ Paulo Sergio Pinheiro, Leiter der brasilianischen Wahrheitskommission zur Aufklärung der Diktaturverbrechen, Chef der UNO-Syrien-Kommission, hat in Brasiliens [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h2 class="beitrags-titel">Wie Barack Obama den Tropenstaat Brasilien bewertet: “Brasilien ist eine beispielhafte Demokratie. Dieses Land ist nicht länger das Land der Zukunft – die Menschen in Brasilien sollten wissen, daß die Zukunft gekommen ist, sie ist hier, jetzt”.</h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/</a></p>
<p><strong>Paulo Sergio Pinheiro, Leiter der brasilianischen Wahrheitskommission zur Aufklärung der Diktaturverbrechen, Chef der UNO-Syrien-Kommission, hat in Brasiliens größter Qualitätszeitung &#8222;Folha de Sao Paulo&#8220; die Zustände in den Haftanstalten unter Dilma Rousseff scharf verurteilt, Parallelen zur Militärdiktatur gezogen. Brasiliens Gefängnisse seien überfüllt, dreckig, infiziert durch ansteckende Krankheiten. Es fehlten die minimalsten Bedingungen für eine menschenwürdige Existenz, was der demokratische Staat eigentlich zu garantieren hätte. Pinheiro erinnert an die Rebellion von 2010 in Maranhao, mit mindestens 18 Todesopfern. In den Haftanstalten von Maranhao existiere ein “Ambiente des Horrors, der barbarischen Verbrechen” &#8211; es werde geköpft, Augen würden herausgerissen. Politisch hauptverantwortlich seien die obersten Autoritäten. Vor deren Augen habe sich die Lage bereits 2012 zugespitzt. “Die Mehrzahl der Gefängnisse in Brasilien ist ein Attentat auf die Menschenwürde. Ein halbes Jahrhundert nach dem Militärputsch von 1964 und der Rückkehr zur verfassungsmäßigen Ordnung kann man Maßnahmen gegen dieses Diktaturerbe nicht länger aufschieben.”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/10/paulo-sergio-pinheiro-uno-sonderberichterstatter-menschenrechtsexperte-der-mehrheit-der-brasilianer-werden-deren-rechte-verweigert-in-allen-brasilianischen-polizeiwachen-wird-gefoltert-jeder-we/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/10/paulo-sergio-pinheiro-uno-sonderberichterstatter-menschenrechtsexperte-der-mehrheit-der-brasilianer-werden-deren-rechte-verweigert-in-allen-brasilianischen-polizeiwachen-wird-gefoltert-jeder-we/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/07/Diktaturopferex.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-54377" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/07/Diktaturopferex-754x1024.jpg" alt="Diktaturopferex" width="754" height="1024" /></a></p>
<p><strong>Diktaturopfer – getötete Regimegegnerin, Foto von kirchlichen Menschenrechtsaktivisten.</strong></p>
<h2 class="beitrags-titel"><strong>USA-Hinterhof Brasilien – Testlabor des Neoliberalismus, Exporteur seines Gewalt-Gesellschaftsmodells bis nach West-und Mitteleuropa(“Brasilianisierung”).Das Kalkül der brasilianischen Machteliten ging wie stets auf:</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2018/10/05/aus-brasilien-nichts-neues-machteliten-schicken-fuer-praesidentschaftswahlen-des-7-oktober-2018-mit-lula-ersatz-haddad-sowie-bolsonaro-zwei-der-oberschicht-sehr-genehme-zudem-bislang-politisch-mite/">http://www.hart-brasilientexte.de/2018/10/05/aus-brasilien-nichts-neues-machteliten-schicken-fuer-praesidentschaftswahlen-des-7-oktober-2018-mit-lula-ersatz-haddad-sowie-bolsonaro-zwei-der-oberschicht-sehr-genehme-zudem-bislang-politisch-mite/</a></h2>
<p><strong>“Vom Umgang mit der Diktaturvergangenheit” &#8211; Bundeszentrale für politische Bildung in Bonn: </strong> <a href="http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html">http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2013/03/paulosergiopinheiro131.jpg" alt="paulosergiopinheiro131.jpg" /></p>
<p><strong>Website-Interviewpartner Paulo Sergio Pinheiro in Sao Paulo bei Anhörung über grauenhaftes Foltern von Frauen während der Militärdiktatur. </strong></p>
<p><strong>In der Hölle hinter Gittern:  <a href="http://www.welt-sichten.org/artikel/221/der-hoelle-hinter-gittern">http://www.welt-sichten.org/artikel/221/der-hoelle-hinter-gittern</a></strong></p>
<p><strong>Wie die brasilianische Militärdiktatur Frauen folterte: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/26/brasiliens-komplizierte-vergangenheitsbewaltigung-maria-amelia-de-almeida-teles-grauenhaft-gefolterte-regimegnerin-heute-mitglied-der-wahrheitskommission-des-teilstaats-sao-paulo-zur-aufklarung-der/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/26/brasiliens-komplizierte-vergangenheitsbewaltigung-maria-amelia-de-almeida-teles-grauenhaft-gefolterte-regimegnerin-heute-mitglied-der-wahrheitskommission-des-teilstaats-sao-paulo-zur-aufklarung-der/</a></p>
<p><strong>Joachim Gauck im Mai 2013:  ”Und zweitens ist der weitere Erfolg Brasiliens auch deswegen für uns eine Chance, da Brasilien unsere Werte – Demokratie, Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit – teilt und seine wirtschaftliche Potenz in den Dienst auch dieser Werte stellt.”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/10/09/brasilien-gravierende-menschenrechtslage-uno-experte-paulo-sergio-pinheiro-polizei-foltert-nach-wie-vor-problem-bei-buchmesseeroffnung-in-frankfurt-2013-ausgeklammert/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/10/09/brasilien-gravierende-menschenrechtslage-uno-experte-paulo-sergio-pinheiro-polizei-foltert-nach-wie-vor-problem-bei-buchmesseeroffnung-in-frankfurt-2013-ausgeklammert/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/caran2.JPG" alt="caran2.JPG" /></p>
<p><strong>Padre Valdir Joao Silveira, Leiter der katholischen Gefangenenseelsorge,  erläutert gegenüber den nationalen TV-Sendern die weiterhin gravierende Situation in den brasilianischen Gefängnissen. Auffällig, welche Mikrophone/Kameras bekannter mitteleuropäischer TV-Anstalten bei derartigen Anlässen stets fehlen, seit vielen Jahren. Weilen mitteleuropäische Spitzenpolitiker in Brasilien, treffen sie den anerkannten kirchlichen Menschenrechtsaktivisten, seine deutsche Stellvertreterin Petra Pfaller,  natürlich nicht…</strong></p>
<p><strong>Padre Valdir prangert an, daß er und die weiblichen und männlichen Mitarbeiter der Gefangenenseelsorge bei Besuchen von Haftanstalten absurd und einschüchternd kontrolliert werden, sich u.a. nackt ausziehen müssen.  </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/01/09/brasiliens-gefangnishorror-alle-zwei-tage-ein-ermordeter-haftling-laut-neuen-studien-2013-mindestens-2018-opfer/">http://www.hart-brasilientexte.de/2014/01/09/brasiliens-gefangnishorror-alle-zwei-tage-ein-ermordeter-haftling-laut-neuen-studien-2013-mindestens-2018-opfer/</a></p>
<p><strong>Bezeichnend ist, wie auf der jüngsten Frankfurter Buchmesse &#8211; Gastland Brasilien &#8211; verhindert wurde, daß die gravierende Menschenrechtslage unter Staatschefin Dilma Rousseff debattiert wurde &#8211; die Experten, zahlreiche kritische brasilianische Autoren, waren schließlich in Frankfurt anwesend.</strong></p>
<p><strong>Auffällig ist zudem, welche mitteleuropäischen Spitzenpolitiker bei jüngsten Brasilienbesuchen zur grauenhaften Menschenrechtslage nicht Stellung nahmen.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2013/05/gauckrousseffoffizkl.jpg" alt="gauckrousseffoffizkl.jpg" /></p>
<p>Ausriß.  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/17/brasilien-historischer-besuch-des-deutschen-bundesprasidenten-joachim-gauck-im-tropenland-trotz-gravierender-menschenrechtslage-folter-todesschwadronen-gefangnis-horror-sklavenarbeit-etc-b/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/17/brasilien-historischer-besuch-des-deutschen-bundesprasidenten-joachim-gauck-im-tropenland-trotz-gravierender-menschenrechtslage-folter-todesschwadronen-gefangnis-horror-sklavenarbeit-etc-b/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2014/01/angelicineclubemaranhao.jpg" alt="angelicineclubemaranhao.jpg" /></p>
<p>Ausriß, “Filmclub Maranhao”, Januar 2014.</p>
<p><strong>“Frauenpower”: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/10/02/brasiliens-bildungsqualitat-nur-platz-88-in-ranking-des-weltwirtschaftsforums-2013-qualitat-des-bildungssystems-platz-105-grundschulen-qualitat-platz-109-qualitat-des-mathematik-und-wissenscha/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/10/02/brasiliens-bildungsqualitat-nur-platz-88-in-ranking-des-weltwirtschaftsforums-2013-qualitat-des-bildungssystems-platz-105-grundschulen-qualitat-platz-109-qualitat-des-mathematik-und-wissenscha/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/01/07/brasiliens-gefangnishorror-vor-fusball-wm-gefangene-filmen-gekopfte-laut-qualitatsmedien-immer-mehr-videos-dieser-art-im-internet/">http://www.hart-brasilientexte.de/2014/01/07/brasiliens-gefangnishorror-vor-fusball-wm-gefangene-filmen-gekopfte-laut-qualitatsmedien-immer-mehr-videos-dieser-art-im-internet/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/02/gekopfterpinheiroma.JPG" alt="gekopfterpinheiroma.JPG" /></p>
<p>Ausriß.</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/12/26/guido-westerwelle-war-gestern-der-spiegel-westerwelle-in-brasilien-keinerlei-kritik-an-gravierenden-menschenrechtsverletzungensystematische-folter-todesschwadronen-liquidierung-von-menschen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/12/26/guido-westerwelle-war-gestern-der-spiegel-westerwelle-in-brasilien-keinerlei-kritik-an-gravierenden-menschenrechtsverletzungensystematische-folter-todesschwadronen-liquidierung-von-menschen/</a></p>
<p><strong>Außenminister Westerwelle:</strong></p>
<p><strong> Brasilien ist mit seiner Lebendigkeit, Kreativität und kulturellen Vielfalt ein ungemein inspirierender Partner, der gleichzeitig durch Exzellenz in Wirtschaft und Wissenschaft besticht. Guido Westerwelle, FDP 2013</strong></p>
<p><strong>&#8222;Erbe der Militärdiktatur&#8220; &#8211; wer das Regime aktiv unterstützte. </strong> <strong>Fotoserie mit Helmut Schmidt, Willy Brandt, Hans-Dietrich Genscher, Helmut Kohl, Franz-Josef Strauß, Hans Filbinger etc.</strong> :</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/01/06/brasiliens-deutschstammiger-folterdiktator-ernesto-geisel-in-der-bundesrepublik-deutschland-1978-fotoserie/">http://www.hart-brasilientexte.de/2014/01/06/brasiliens-deutschstammiger-folterdiktator-ernesto-geisel-in-der-bundesrepublik-deutschland-1978-fotoserie/</a></p>
<p><strong>Bonner Parteistiftungen von CDU und SPD &#8211; und das Folterregime Brasiliens: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/01/01/brasiliens-militardiktatur-und-bonns-politische-stiftungen-unter-welchen-folterdiktatoren-sie-ins-tropenland-kamen-mit-dem-regime-kooperierten/">http://www.hart-brasilientexte.de/2014/01/01/brasiliens-militardiktatur-und-bonns-politische-stiftungen-unter-welchen-folterdiktatoren-sie-ins-tropenland-kamen-mit-dem-regime-kooperierten/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/11/GeiselBrandtex.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-54346" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/11/GeiselBrandtex.jpg" alt="???????????????????????????????" width="823" height="768" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Ausriß, Folterdiktator Ernesto Geisel mit Willy Brandt und Chiles Diktator Pinochet. </strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/07/geiselpinochet74.jpg" alt="geiselpinochet74.jpg" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/07/14/brasiliens-nazistisch-antisemitisch-orientierte-militardiktatur-lieferte-waffen-fur-repression-in-chile-laut-jetzt-veroffentlichten-geheimdokumenten-abkommen-von-diktator-medici-mit-pinochet-geschlo/">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/07/14/brasiliens-nazistisch-antisemitisch-orientierte-militardiktatur-lieferte-waffen-fur-repression-in-chile-laut-jetzt-veroffentlichten-geheimdokumenten-abkommen-von-diktator-medici-mit-pinochet-geschlo/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/11/GeiselSchmidtex.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-54341" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/11/GeiselSchmidtex.jpg" alt="???????????????????????????????" width="1021" height="768" /></a></p>
<p><strong>Ausriß, Diktator Geisel und Helmut Schmidt im Bonner Bundeskanzleramt.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/01/01/brasilien-2014-tropenland-begeht-50-jahrestag-des-militarputsches-von-1964-wie-ihn-die-usa-unterstutzten-westdeutscher-bundesprasident-heinrich-lubke-als-erster-hochrangiger-besucher-der-putschgen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2014/01/01/brasilien-2014-tropenland-begeht-50-jahrestag-des-militarputsches-von-1964-wie-ihn-die-usa-unterstutzten-westdeutscher-bundesprasident-heinrich-lubke-als-erster-hochrangiger-besucher-der-putschgen/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2014/01/geiselscheel1.jpg" alt="geiselscheel1.jpg" /></p>
<p><strong>Ausriß, Diktator Ernesto Geisel und  Bundespräsident Walter Scheel(FDP). “Die Reise war ein großer Erfolg.”(Scheel zu Geisel beim Abschied, Geisel weist besonders auf den Atomvertrag). Der Diktator des nazistisch-antisemitisch orientierten Militärregimes hatte u.a. den Chef seines Militärkabinetts, Brigadegeneral Gustavo Rego Reis, mitgebracht. Scheel zeichnete den Folterdiktator mit dem Großkreuz zum Bundesverdienstorden der Sonderklasse aus. </strong></p>
<p><strong>“Die Toleranz ist das Grundprinzip der brasilianischen Rassendemokratie. Konflikte friedlich zu lösen,  ist alte Tradition in ihrem Land.”(Scheel in Ansprache)</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/11/19/brasiliens-folter-diktatur1964-1985-mit-wem-bundesausenminister-willy-brandt-damals-bilaterale-vertrage-unterzeichnet-das-massaker-an-stahlarbeitern-unter-gouverneur-jose-magalhaes-pinto/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/11/19/brasiliens-folter-diktatur1964-1985-mit-wem-bundesausenminister-willy-brandt-damals-bilaterale-vertrage-unterzeichnet-das-massaker-an-stahlarbeitern-unter-gouverneur-jose-magalhaes-pinto/</a></p>
<p><strong>Wer damals keinen Besuch von hochrangigen deutschen Besuchern wie Willy Brandt und Helmut Schmidt bekam:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/14/parabens-dom-paulo-evaristo-arns-der-deutschstammige-kardinal-sao-paulos-ist-90-hochengagiert-im-kampf-gegen-das-militarregime-der-foltergenerale1964-1985-wer-mit-den-diktatoren-eng-kooperierte/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/14/parabens-dom-paulo-evaristo-arns-der-deutschstammige-kardinal-sao-paulos-ist-90-hochengagiert-im-kampf-gegen-das-militarregime-der-foltergenerale1964-1985-wer-mit-den-diktatoren-eng-kooperierte/</a></p>
<p><strong>Die Macht der Berichterstattungsbestimmungen: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/10/14/frankfurter-buchmesse-2013-gastland-brasilien-die-macht-der-berichterstattungsvorschriften-systemkritische-autoren-geschickt-ausgebremst-gravierende-menschenrechtsprobleme-systematische-folter/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/10/14/frankfurter-buchmesse-2013-gastland-brasilien-die-macht-der-berichterstattungsvorschriften-systemkritische-autoren-geschickt-ausgebremst-gravierende-menschenrechtsprobleme-systematische-folter/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/11/sarneydilmalula2010.JPG" alt="sarneydilmalula2010.JPG" /></p>
<p><strong>Ausriß &#8211; Diktaturaktivist José Sarney, Chef des Sarney-Clans von Maranhao, Dilma Rousseff und Lula.</strong></p>
<p><strong>Website-Texte über die Lage in dem 2014 von der UNO angeprangerten Teilstaat Maranhao: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/08/gefangenenaufstand-unter-dilma-rousseff-bisher-keine-unabhangige-untersuchungskommission-eingesetzt-nur-angaben-der-militarpolizei-relikt-der-militardiktatur-brasiliens/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/08/gefangenenaufstand-unter-dilma-rousseff-bisher-keine-unabhangige-untersuchungskommission-eingesetzt-nur-angaben-der-militarpolizei-relikt-der-militardiktatur-brasiliens/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/10/nach-aufstand-gegen-grausame-haftbedingungen-in-sao-luis-23-mutmasliche-anfuhrer-nach-sudbrasilien-transportiert/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/10/nach-aufstand-gegen-grausame-haftbedingungen-in-sao-luis-23-mutmasliche-anfuhrer-nach-sudbrasilien-transportiert/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/09/18-ermordete-bei-gefangenenaufstand-in-sao-luisbrasilien-laut-polizei-proteste-gegen-haftbedingungen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/09/18-ermordete-bei-gefangenenaufstand-in-sao-luisbrasilien-laut-polizei-proteste-gegen-haftbedingungen/</a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=yQep0iMXKd4">http://www.youtube.com/watch?v=yQep0iMXKd4</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2013/12/zellekopfma11.jpg" alt="zellekopfma11.jpg" /></p>
<p><strong>Ausriß: Die total überfüllte Haftzelle, der abgerissene Kopf &#8211;  weitere drei Köpfe an anderen Gitterstäben.</strong> <strong>Viel Lob aus Mitteleuropa für Sozialpolitik Brasilias, strategischer Partner Berlins.</strong></p>
<h2>“Südamerikas Vorzeigestaat” &#8211; Der Spiegel 2012.</h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/</a></p>
<p><strong>Website-Interviews mit katholischen Geistlichen, katholischen Menschenrechtsaktivisten in Maranhao:</strong> <strong>Brasilianische Systemkritikerin Cecilia Amin Castro:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/24/trotz-des-anti-folter-gesetzes-wird-in-ganz-brasilien-weitergefoltert-nicht-selten-aus-sadistischem-vergnugen-am-foltern-cecilia-amin-castro-exekutivsekretarin-der-kommission-fur-gerechtigkeit/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/24/trotz-des-anti-folter-gesetzes-wird-in-ganz-brasilien-weitergefoltert-nicht-selten-aus-sadistischem-vergnugen-am-foltern-cecilia-amin-castro-exekutivsekretarin-der-kommission-fur-gerechtigkeit/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/02/erzbischofjosebelisario.jpg" alt="erzbischofjosebelisario.jpg" /></p>
<p><strong>Franziskaner-Erzbischof José Belisario da Silva, in seiner Residenz von Sao Luis, beim Website-Interview.</strong></p>
<p><strong>Franziskaner-</strong> <strong>Erzbischof José Belisario da Silva: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/22/wir-leben-in-zeiten-in-denen-der-kapitalismus-die-liebe-zwischen-den-menschen-vernichtet-jose-belisario-da-silva-erzbischof-von-sao-luis-maranhao-zur-neuen-bruderlichkeitskampagne-der-katholi/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/22/wir-leben-in-zeiten-in-denen-der-kapitalismus-die-liebe-zwischen-den-menschen-vernichtet-jose-belisario-da-silva-erzbischof-von-sao-luis-maranhao-zur-neuen-bruderlichkeitskampagne-der-katholi/</a></strong></p>
<p><strong>Deutsche Comboni-Missionarin aus Dresden: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/11/barbara-ludewig-aus-dresden-comboni-missionarin-mit-einer-brasilianischen-projektmitarbeiterin-im-armenviertel-vila-embratel-von-sao-luis-maranhao-gesichter-brasiliens/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/11/barbara-ludewig-aus-dresden-comboni-missionarin-mit-einer-brasilianischen-projektmitarbeiterin-im-armenviertel-vila-embratel-von-sao-luis-maranhao-gesichter-brasiliens/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/28/jean-ziegler-regelmasig-bin-ich-in-sao-luis-brasilien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/28/jean-ziegler-regelmasig-bin-ich-in-sao-luis-brasilien/</a></p>
<p><strong>Hintergrund von 2011: </strong></p>
<h1>Dilma Rousseffs schlechter Start</h1>
<p><span id="more-17121"></span><br />
<strong>Brasiliens neue Staatspräsidentin, zuvor Lulas Chefministerin, verschont die Nation bisher mit dem vom Ziehvater gewohnten Schwall aus Propagandareden – dafür haben es die politischen Ereignisse in sich.<br />
Der angesehene kirchliche Menschenrechtsanwalt Sebastiao Bezerra da Silva wurde sadistisch gefoltert und ermordet – auch in den acht Regierungsjahren zuvor war das Verfolgen von Menschenrechtsaktivisten normal. Silva ermittelte gegen die landesweit aktiven, von Staatsangestellten geleiteten Todesschwadronen, gegen folternde Militärpolizisten und bekam deshalb Morddrohungen. Im archaischen nordöstlichen Teilstaat Maranhao, der laut Kirchenangaben bei Gefängnis-Folter an der Spitze steht, kam es zur ersten Häftlingsrevolte unter Rousseff – sechs Männer wurden getötet, Fotos der abgeschlagenen Köpfe waren in den Regionalzeitungen zu sehen. Maranhao wird von Gouverneurin Roseane Sarney regiert, die mit Dilma Rousseff befreundet ist, und bei nettem privaten Beisammensein mit ihr zur Laute allerlei populäre Liebeslieder sang. Eine unabhängige Untersuchungskommission zum Häftlingsaufstand gibt es nicht, Brasilia reichen die Angaben der Militärpolizei – ein Relikt der Militärdiktatur. Der Teilstaat ist zudem Herrschaftsgebiet des Oligarchen José Sarney, der einst die Folterdiktatorenpartei ARENA führte – und heute als Senatspräsident den brasilianischen Nationalkongress. Mit ihm, dem hochwichtigen politischen Bündnispartner, feierte Dilma Rousseff ihren Wahlsieg – auch das spricht Bände.<br />
Auch die neue Menschenrechtsministerin Maria do Rosario beschreibt – wie ihr Vorgänger – die größte lateinamerikanische Demokratie als Folterstaat, nennt Torturen in total überfüllten Gefängnissen und selbst in psychiatrischen Anstalten ein „gravierendes nationales Problem“. Als Dilma Rousseff noch zuständige Chefministerin war, hatten derartige Eingeständnisse allerdings keinerlei praktische Bedeutung. Gleiches gilt für den jetzt auf der Berlinale gezeigten sozialkritischen Streifen „Tropa de Elite 2“, der Brasiliens bedrückende Menschenrechtslage eindrücklich abbildet. Wie im Vorgängerfilm, der 2008 den Goldenen Bären gewann, gibt es wieder eine der für Rio de Janeiro typischen Scheiterhaufenszenen – weder Lula noch Rousseff haben sich jemals zu dieser in den Slums unweit des neuen ThyssenKrupp-Stahlwerks gängigen Hinrichtungs-und Einschüchterungspraxis geäußert.<br />
Wie es sich gehört, hat Brasilien als vielgelobte Demokratie und strategischer Partner auch der Berliner Regierung natürlich die UNO-Menschenrechtsabkommen unterzeichnet. Von möglichen Sofortmaßnahmen der Rousseff-Regierung zwecks Umsetzung ist aber nichts bekannt. Dafür erfährt man aus einer jetzt veröffentlichten Studie, was sich unter dem Gespann Lula-Rousseff noch so entwickelte. Bei Tötungen durch Schusswaffen liegt Brasilien weltweit an der Spitze – und von drei Ermordeten sind zwei schwarz. Der Soziologe Julio Waiselfisz, dessen Team die Studie erarbeitete, spricht von „Merkmalen der Ausrottung, Vernichtung“ und von fehlender öffentlicher Sicherheit für die arme, mehrheitlich schwarze Bevölkerung. Mit der öffentlichen Sicherheit passiere dasselbe wie bei Bildung, Gesundheit, Sozialversicherung – es werde privatisiert. „Wer kann, zahlt für privaten Sicherheitsdienst. Die Schwarzen gehören zu den Ärmsten, leben in Risikozonen und können nicht zahlen.“<br />
Laut unvollständigen Statistiken werden in Brasilien jährlich immerhin etwa 55.000 Menschen ermordet. Die UNICEF ergänzt: Bei Morden an 15-bis 19-Jährigen liegt Brasilien weltweit an der Spitze, 38 Prozent der brasilianischen Jugendlichen leben in Armut und Misere. Die Rousseff-Regierung sollte daher in Programme für Gesundheit, Bildung und Sicherheit investieren, die sich gezielt an die 33 Millionen Heranwachsenden zwischen 10 und 19 Jahren richten. Aber irgendwie scheint Brasilia gar nicht so gut bei Kasse zu sein, wie Lula unter Hinweis auf angeblich fette Devisenreserven stets verkündete. Als die hausgemachte Erdrutsch-Umweltkatastrophe im Januar bei Rio de Janeiro rund tausend Todesopfer forderte – etwa 500 Menschen werden noch vermisst – fehlte es den Rettungsmannschaften arg an Mitteln und Ausrüstung, weil zuvor beim Katastrophenschutz extrem gespart worden war. Als Präsidentin Rousseff die Region besuchte, wurde sie mit ihren eigenen Fehlleistungen aus der Zeit als Chefministerin direkt konfrontiert. Das großflächige Abholzen und Bebauen von Steilhang-Risikozonen war erlaubt und wurde sogar gefördert– doch nun bettelt Rousseff gar die Weltbank um einen Milliardenkredit an, damit Slumbewohner  aus entsprechenden Zonen umgesiedelt werden können. Bereits 2008 wurde die Region von einer solchen Umweltkatastrophe heimgesucht – und der Lula-Regierung vorgerechnet, für Präventivmaßnahmen nur 12 Prozent (!) der vorgesehenen Haushaltsmittel investiert zu haben. Sogar die UNO wirft Lula vor, bereits 2005 ein Katastrophenwarnsystem versprochen zu haben, das aber immer noch nicht funktioniere.<br />
Um 2010 Rousseffs Wahlsieg zu garantieren, wurden die Regierungsausgaben, darunter für Propaganda, stark erhöht. Derzeit werden sie, notgedrungen, drastisch zurückgefahren, denn die Sozialbewegungen protestieren heftig, weil Präsidentin Rousseff die Anhebung des Mindestlohns deutlich unter der kräftigen Teuerungsrate hielt. Die umgerechnet etwa 248 Euro brutto monatlich passen schwerlich zu den erneuten Versprechen, nun aber wirklich Hunger und Misere auszutilgen. Das Mindestsalär bekommen laut offiziellen Angaben 29,1 Millionen registriert oder unregistriert Beschäftigte sowie 18,6 Millionen Sozialversicherte, darunter zwei von drei Rentnern. Doch ein Großteil der unregistriert, ohne Arbeitsvertrag und rechtliche Absicherung Beschäftigten hat deutlich geringere Einkünfte – in einem Land mit inzwischen oft deutlich höheren Preisen als in Deutschland, gerade bei Grundnahrungsmitteln als in Deutschland – und in einer Phase schmerzhafter Preisanstiege.<br />
Vor diesem Hintergrund erklärt sich auch das Phänomen, dass Gewerkschaften inzwischen sogar Rechtsparteien applaudieren, weil die einen höheren Mindestlohn vorschlugen. Zugleich wird an die enormen Diätenerhöhungen der Kongresspolitiker sowie an das Einkommen von „Working Class Hero“ Lula erinnert. Seit Januar bekommt er monatlich allein als Ehrenpräsident der Arbeiterpartei umgerechnet rund 6.000 Euro, dazu die satten Bezüge als Ex-Staatschef. Zudem erhält er seit seinem 51. Lebensjahr eine Entschädigung von 1.900 Euro monatlich, weil er 31 Tage in Diktatur-Haft saß. Als ihm jetzt ein Unternehmen für einen Vortrag 100.000 Dollar Honorar anbot, lehnte Lula laut Landesmedien ab – entweder 200.000 Dollar oder kein Vortrag. Da bietet sich ein Vergleich mit den Hilfen des Anti-Hunger-Programms „Bolsa Familia“ an – denn 42 Prozent der Empfänger, also 5,3 Millionen Menschen, leben gemäß neuen Studien nach wie vor im Elend. Zwischen 14 und maximal 105 Euro werden monatlich ausbezahlt – pro Familie wohlgemerkt, meist sind sie kinderreich. Die Möglichkeit, Elend und Hunger unter den Bezugsempfängern rasch durch eine angemessene Hilfe zu beseitigen, werde nicht einmal erwogen, empören sich Kommentatoren. Die Regierung kürzt jetzt stattdessen sogar die Gelder eines Hausbauprogramms für die Unterschicht fast um die Hälfte.<br />
Im Zuge des Rousseff-Starts erfuhr man auch, wie Brasilien heute kulturell tickt. Nach der Umweltkatastrophe erklärte die Präsidentin für mehrere Tage Staatstrauer, der Teilstaat Rio de Janeiro sogar für eine ganze Woche – doch selbst am Zuckerhut gingen die Vorkarnevalsfeste der Sambaschulen und andere karnevalistische Aktivitäten auf vollen Touren weiter. Renommierte Therapeuten und Sozialwissenschaftler haben auf diesen befremdlichen Umgang mit Tragödien aufmerksam gemacht. Andererseits – beim Kulturexport kommt das Riesenland laut UNO-Daten nur auf 0,2 Prozent des Weltvolumens, liegt auf Platz 26, gleichauf mit Rumänien. Zum Rousseff-Start verließ der Komponist und Dirigent John Neschling nach 14 Jahren frustriert das Land in Richtung Schweiz. Er hatte das völlig unbedeutende Sinfonieorchester Sao Paulos zu einem international anerkannten aufgebaut, wurde jedoch von der reaktionären Teilstaatsregierung gefeuert. Beim Weggang verwies er auf fehlende Kulturpolitik, eine paralysierende und unsensible Staatsbürokratie, brutalen Umgang mit Kulturgütern. Neschlings Rückkehr nach Europa ist symptomatisch, ein schmerzhafter Verlust für Brasilien.</strong></p>
<p><strong>Der politische Pakt von Lula mit José Sarney, Aktivist der nazistisch-antisemitisch orientierten Militärdiktatur: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/02/03/jose-sarney-ex-diktaturaktivist-chef-der-regimepartei-arena-ist-neuer-prasident-des-brasilianischen-nationalkongresses-lula-erfreut/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/02/03/jose-sarney-ex-diktaturaktivist-chef-der-regimepartei-arena-ist-neuer-prasident-des-brasilianischen-nationalkongresses-lula-erfreut/</a></p>
<p><strong>Chico Whitaker, Weltsozialforum-Mitgründer, Träger des Alternativen Nobelpreises, katholischer</strong></p>
<p><strong>Menschenrechtsaktivist, im Website-Exklusivinterview:”Nichts verändern zu wollen, das ist das Drama hier. Die archaischen Oligarchien bleiben fortbestehen, bleiben am Ruder &#8211; Lula schloß Pakte mit Sarney und ACM, das ist schlimmer als Prinzipienverrat. Für mich ist geradezu ein Verbrechen, daß die Lula-Regierung mit übelsten, reaktionärsten Figuren und Parteien paktiert, ihnen das politische Überleben, eine starke Position garantiert.”</strong></p>
<p><strong>Nicht zufällig hat daher Lula auch bei Latino-NGO bestimmter Couleur sehr viel Sympathie.</strong></p>
<p><strong>Wohnungsnot in Brasilien nimmt massiv zu &#8211; Serie von Besetzungen durch arbeitslose Familien in Millionenstädten, immer mehr provisorische Elendsviertel vor der Fußball-WM: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/01/08/brasilien-extreme-wohnungsnot-hohe-obdachlosigkeit-rasches-slumwachstum-unter-dilma-rousseff-vor-der-fusball-wm-2014-wohnungslosen-camp-nova-palestinaneues-palastina-in-sao-paulo-mit-uber-8/">http://www.hart-brasilientexte.de/2014/01/08/brasilien-extreme-wohnungsnot-hohe-obdachlosigkeit-rasches-slumwachstum-unter-dilma-rousseff-vor-der-fusball-wm-2014-wohnungslosen-camp-nova-palestinaneues-palastina-in-sao-paulo-mit-uber-8/</a></p>
<p><strong>Brasilianischer Systemkritiker in Berlin: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/12/07/brasilien-lula-in-berlin-2012-brasilianischer-systemkritiker-marcelo-machado-pereira33-wurde-aus-lula-veranstaltung-entfernt-laut-medien-pereira-zeigte-spruchband-brasilien-ist-das-land-der-k/">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/12/07/brasilien-lula-in-berlin-2012-brasilianischer-systemkritiker-marcelo-machado-pereira33-wurde-aus-lula-veranstaltung-entfernt-laut-medien-pereira-zeigte-spruchband-brasilien-ist-das-land-der-k/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/11/08/brasilien-kultur-und-gesellschaft-sammelbandtexte/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/11/08/brasilien-kultur-und-gesellschaft-sammelbandtexte/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/11/05/brasilien-%E2%80%93-kirche-und-gesellschaft-sammelbandtexte/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/11/05/brasilien-%E2%80%93-kirche-und-gesellschaft-sammelbandtexte/</a></p>
<p><strong>Das Buch zum Land &#8211; “Brasilien fürs Handgepäck”, Unionsverlag Zürich:</strong> <a href="http://www.unionsverlag.com/info/title.asp?title_id=2720">http://www.unionsverlag.com/info/title.asp?title_id=2720</a></p>
<p><strong>Brasiliens bischöfliche Gefangenenseelsorge und der Horror in den Haftanstalten</strong></p>
<p><strong>Folter, Vergewaltigungen, Massaker, Herrschaft von Verbrecherkommandos,  Sklavenhaltermentalität</strong></p>
<p><strong>„Politik und organisiertes Verbrechen sind liiert “</strong></p>
<p><strong>Mehr als 50 Männer bei 45 Grad schwüler Tropenhitze eingepfercht in eine stockdunkle Zelle für höchstens 10 Häftlinge &#8211; nur eine  Kloschüssel,  barbarischer Fäkaliengestank, Hautkrankheiten, offene Wunden, Lepra, Tuberkulose. </strong></p>
<p><strong>In anderen Gefängnissen Nordbrasiliens sind die Frauen direkt neben den Männern untergebracht, wegen offener Zellentüren der Gewalt von machistischen Schwerverbrechern ausgeliefert. „Folter durch  Militärpolizisten oder Wärter ist üblich – Verbrennen der Haut, Kopf ins Wasser oder Plastiksack übergestülpt – Erstickungsanfälle bis zur Ohnmacht.“</strong></p>
<p><strong>Soll das alles wahr sein, was der katholische Padre Valdir Joao Silveira von jüngsten Seelsorgebesuchen berichtet? Das Bizarre – sogar hohe Regierungspolitiker geben ihm Recht. Wegen seines Kampfes gegen die Folter zeichnet ihn 2010 der damalige Staatschef Lula mit dem nationalen Menschenrechtspreis aus – doch heute sitzen  zahlreiche enge prominente Freunde Lulas wegen aktiver Korruption und Bandenbildung im Gefängnis. Sie genießen Vorzugsbehandlung, viele Privilegien – was Padre Silveira wie die allermeisten Brasilianer empört, die die Kerkerrealität kennen.</strong></p>
<p><strong> „Ich würde lieber sterben, als in solchen mittelalterlichen Strafanstalten eingesperrt zu sein“, gesteht 2012 sogar Justizminister José Cardozo ein. „Unsere Gefängnisse sind wahre Schulen des Verbrechens, unmenschlich, ermöglichen keine Reintegration, stärken die Gangstersyndikate. Wer im Knast überleben will, muß sich ihnen anschließen.“</strong></p>
<p><strong>Der Justizminister bestätigt damit die jahrzehntelange detaillierte Kritik der bischöflichen katholischen Gefangenenseelsorge sowie zahlreicher brasilianischer Menschenrechtsexperten.  Nur – den Worten des Ministers folgen keine Taten &#8211;  jährlich  kommen Zehntausenden in diesen Kerkern um, durch Mord, Seuchen, Krankheiten.</strong></p>
<p><strong> Unermüdlich sind daher Padre Silveira und seine Stellvertreterin, die Deutsche Petra Pfaller, fast das ganze Jahr in dem Riesenland unterwegs, besuchen mit den lokalen Pastoralgruppen eine Haftanstalt nach der anderen. „Wir ermitteln, sammeln Beweise – und gehen dann direkt zu den politisch Verantwortlichen, stellen Anzeige, fordern Sofortmaßnahmen – von lokalen Behörden bis hinauf zum Innen-und Justizministerium, dem  Palast von Staatspräsidentin Dilma Rousseff – natürlich schalten wir auch Amnesty International ein.“ Diese Zähigkeit führt zum Erfolg, leider nicht immer. „Im Teilstaat Amazonas mußten jetzt 20 Prozent aller Gefangenen entlassen werden – die waren alle illegal eingesperrt! Doch in anderen Teilstaaten sind 60 Prozent der Häftlinge garnicht abgeurteilt – warten viele bis zu vier Jahre auf einen Prozeß – wo man nur zu oft deren Unschuld feststellt. Unvorstellbare menschliche Dramen – Menschen vertieren und verfaulen da drinnen regelrecht!“ </strong></p>
<p><strong>Gegessen wird mit der Hand, ohne Bestecke – Wäschewechsel etwa einmal im Monat.</strong></p>
<p><strong> „Eine normale Person hält das nicht aus – also setzt man die Häftlinge unter harte Drogen.“ Ebenfalls kaum zu fassen: De facto dienen Brasiliens Gefängnisse heute dem Rauschgifthandel, werden vom organisierten Verbrechen administriert, das von Häftlingsangehörigen Gelder erpreßt &#8211;  alles geduldet vom Staat, „der sich den Gangsterorganisationen landesweit unterwirft.“ Haarsträubend, daß immer mehr Gefängnisse privatisiert werden. In „normalen“ Anstalten kostet ein Häftling den Steuerzahler monatlich umgerechnet rund 430 Euro, in privatisierten bekommen die Investoren dagegen über 1300 pro Kopf. „Ein phantastisches Geschäft“, so Padre Silveira. „Je voller die Gefängnisse, umso höher der Gewinn.“  Allein im Teilstaat Sao Paulo steigt die Gefangenenzahl monatlich(!) um mehr als 4000. </strong></p>
<p><strong>Nicht resozialisierte, animalisierte Häftlinge werden nach der Freilassung meist sofort rückfällig, viele sterben bei Schießereien mit der Polizei.  „Die jetzige Gefängnispolitik erhöht Gewalt und Kriminalität in Brasilien – viele Verbrechen werden in der Haft geplant!“ </strong></p>
<p><strong>Wie erträgt der Seelsorger diese seelische Belastung? „Unmöglich, das alles zu verkraften – manchmal fühle ich mich selber psychisch gestört.“ Zumal sein Lebensrisiko wächst. „Ich erfahre tagtäglich, was ich nicht wissen soll – Angst habe ich daher vor der Polizei.“ </strong></p>
<p><strong>In Brasilien beseitigt man Unbequeme auch durch vorgetäuschte Verkehrsunglücke, Raubüberfälle. „Daher gehe ich stets in Gruppen, übernachte im Haus des Bischofs.“</strong></p>
<p><strong> Woher nehmen er, seine Pastoral-Mitstreiter die Energie? „Der christliche Glaube verändert, gibt Hoffnung – darauf bauen wir.“</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> Sao Paulos deutschstämmiger Kardinal Odilo Scherer 2013 in einer Predigt: „Strukturelle Gewalt organisiert sich immer mehr als eine Parallelmacht – die innerhalb des Staates existiert und die Gesellschaft unterdrückt.“</strong></p>
<p><strong>Folterdiktatur und musikalischer Protest: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/01/05/brasiliens-folterdiktatur1964-1985-und-der-musikalische-protest-apesar-de-voce-und-jorge-maravilha-von-chico-buarque-die-diktatoren-medici-und-geisel-enge-kontakte-zu-bonner-politikern-w/">http://www.hart-brasilientexte.de/2014/01/05/brasiliens-folterdiktatur1964-1985-und-der-musikalische-protest-apesar-de-voce-und-jorge-maravilha-von-chico-buarque-die-diktatoren-medici-und-geisel-enge-kontakte-zu-bonner-politikern-w/</a></p>
<p><strong>Erst Libyen, dann Syrien &#8211; Köpfen durch sogenannte Rebellen: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/12/11/erst-libyen-dann-syrien-aus-der-libyen-intervention-bekannte-methoden-nun-auch-in-syrien-angewendet/">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/12/11/erst-libyen-dann-syrien-aus-der-libyen-intervention-bekannte-methoden-nun-auch-in-syrien-angewendet/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/12/syrienschariavideo1.jpg" alt="syrienschariavideo1.jpg" /></p>
<p><strong>Katholische Kirche und Folterdiktatur Brasiliens, der Kardinal des Widerstands: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/14/parabens-dom-paulo-evaristo-arns-der-deutschstammige-kardinal-sao-paulos-ist-90-hochengagiert-im-kampf-gegen-das-militarregime-der-foltergenerale1964-1985-wer-mit-den-diktatoren-eng-kooperierte/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/14/parabens-dom-paulo-evaristo-arns-der-deutschstammige-kardinal-sao-paulos-ist-90-hochengagiert-im-kampf-gegen-das-militarregime-der-foltergenerale1964-1985-wer-mit-den-diktatoren-eng-kooperierte/</a></p>
<p><strong>Katholischer Befreiungstheologe Frei Betto und die Diktatur: </strong> <a href="http://www.deutschlandradiokultur.de/ich-bin-christ-und-sehe-mich-als-revolutionaer.1278.de.html?dram:article_id=192247">http://www.deutschlandradiokultur.de/ich-bin-christ-und-sehe-mich-als-revolutionaer.1278.de.html?dram:article_id=192247</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/12/damarisoliveiralucena.jpg" alt="damarisoliveiralucena.jpg" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/damaris-oliveira-lucena-78-guerrilha-kampferin-gegen-die-militardiktatur-brasiliens-unbekannte-helden2/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/damaris-oliveira-lucena-78-guerrilha-kampferin-gegen-die-militardiktatur-brasiliens-unbekannte-helden2/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/11/08/brasilien-kultur-und-gesellschaft-sammelbandtexte/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/11/08/brasilien-kultur-und-gesellschaft-sammelbandtexte/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/11/05/brasilien-%E2%80%93-kirche-und-gesellschaft-sammelbandtexte/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/11/05/brasilien-%E2%80%93-kirche-und-gesellschaft-sammelbandtexte/</a></p>
<p><strong>Die Neue Zürcher Zeitung 1994 zum 30. Jahrestag des Militärputsches von 1964:</strong></p>
<p>…Exponenten der Diktatur als starke Männer demokratischer Parteien</p>
<p>Politik-und Wirtschaftswissenschaftler sowie die führenden Kommentatoren der Qualitätszeitungen begründen die Rückständigkeit Brasiliens in Artikelserien zum Putschjubiläum unter anderem damit, daß nach 1985 kein echter demokratischer Wandel begann, sondern die Kontinuität gewahrt blieb. Politiker, Bürokraten und Parteien, die die Diktatur aktiv unterstützten, behielten Einfluß und Macht.  Sie gehen heute auch Koalitionen mit einstigen Gegnern ein, was bisweilen irrational erscheint. Erster Zivilpräsident nach dem Generalsregime wurde der frühere Chef der Militärpartei PDS José Sarney. Der derzeitige Finanzminister Fernando Henrique Cardoso, Inhaber des wichtigsten Kabinettsressorts, fungierte damals als Sarneys Interessenvertreter(portugiesisch: „Lider do Governo“) im Senat. Bei der Übernahme des Ministerpostens sagte 1993 das bisher zu den Linksintellektuellen gerechnete Mitglied der Sozialdemokratischen Partei(PSDB):“Vergessen Sie alles, was ich bisher geschrieben habe.“…Führende Intellektuelle, wie etwa der Schriftsteller Antonio Callado, nennen es bezeichnend für Brasiliens Zustand, für fehlende politische Kultur und kollektiven Gedächtnisschwund, daß hohe Amtsinhaber der Diktaturregierungen , die sich damals schamlos bereicherten, heute immer noch zu den wichtigsten Meinungsmachern zählen und ihre Wochenkolumnen auch noch in den Provinzblättern der entlegensten Amazonasregionen erscheinen…Der ehemalige Justizminister Armando Falcao bekommt derzeit nicht weniger Platz  in den Medien für schönfärberische Interpretationen. Seiner Meinung nach begann 1964 eine vom Volk gewollte demokratische Revolution. Exekutionen, Folter, Gewalt und illegale Verhaftungen habe es nicht gegeben, von Diktatur könne keine Rede sein, behauptet er. Der damalige Planungsminister und heutige PPR-Abgeordnete Roberto Campos hebt seinerseits den „triumphalen Erfolg“ des sogenannten „brasilianischen Wunders“ 1968-1973 hervor, als Brasilien jährlich über zehnprozentige Wachstumsraten in der Wirtschaft verzeichnete.  Laut Campos erhöhten sich damals das Pro-Kopf-Einkommen und der Lebensstandard für die gesamte Bevölkerung. Davon kann indessen keine Rede sein; vom „Milagre brasileiro“ profitierten lediglich die Eliten, die Mittelschicht und nur ein Bruchteil der unterprivilegierten Bevölkerungsmehrheit, während die Arbeitslosigkeit erheblich zunahm. Campos verschweigt natürlich auch, daß 1964 Brasiliens Schuldenlast bei nur fünf Milliarden Dollar lag, von den Generalsregierungen aber auf über 100 Milliarden hochgetrieben wurde. Zu den hyperteuren pharaonischen Projekten jener Zeit ist auch das mit der Regierung des deutschen Bundeskanzlers Helmut Schmidt vereinbarte Nuklearprogramm zu zählen.</p>
<p>Spätfolgen in Mentalität und Psyche</p>
<p>Das autoritäre Regime von 1964 hinterließ in Mentalität und Psyche der Brasilianer tiefe Spuren.  Politische Gefangene wurden damals lebendig den Haien zum Fraß vorgeworfen, Studentenführer zuerst gefoltert und dann vor die Wahl gestellt, entweder zu sterben oder im Fernsehen vorfabrizierte Erklärungen abzugeben. Bis heute fordern Menschenrechtler und Angehörige vergeblich  Aufklärung über die „Verschwundenen“, deren Zahl nicht einmal annähernd bekannt ist.  Aus Angst vor Repressalien gehen wichtige Zeugen barbarischer Diktaturverbrechen nicht an die Öffentlichkeit – schließlich gibt es weiterhin die Todesschwadronen und auch die berüchtigte Militärpolizei, die immer noch nicht auf Folter verzichtet.</p>
<p>Für den Anthropologen Gilberto Velho  resultiert das Ausmaß an Gewalt in der heutigen brasilianischen Gesellschaft unter anderem aus der vom Militärregime entwickelten „Kultur der Brutalität“. Die seinerzeit institutionalisierte Gewalt und Korruption ist nach Darstellung von Rechtsexperten hauptverantwortlich  für die tiefe ethisch-moralische Krise Brasiliens, für den extremen Egoismus, das Fehlen von Solidarität und das Mißtrauen gegenüber den sogenannten demokratischen Institutionen, für die kalte Indifferenz und den Zynismus der Politiker…</p>
<p>Aus Neue Zürcher Zeitung, Brasiliens Last der Militärdiktatur, Klaus Hart, Freitag/Samstag 1./2.April 1994</p>
<p><strong>Zusammenarbeit von multinationalen Unternehmen mit dem Militärregime:</strong></p>
<p><strong>Wie brasilianische Medien unter Berufung auf Dossiers und Aktenfunde berichten, wurden bei VW und Mercedes-Benz Spitzel in die Versammlungen der Metallarbeiter und ihrer Gewerkschaften geschickt, die Spitzelberichte sofort  an die politische Polizei Deops weitergegeben. Brasilianische Qualitätsblätter wie das „Jornal do Brasil“ schrieben bereits vor über einem Jahrzehnt ausführlich darüber.  Gewerkschafter und andere „verdächtige“ Angestellte seien beim  Deops denunziert worden, auch Streikende.  Zudem sei angefragt worden, ob gegen Mitarbeiter, die eingestellt werden sollten,  „etwas vorliegt“. Unter Diktator Ernesto Geisel wurde  VW do Brasil  um Angaben über oppositionelle Arbeiterinnen gebeten – und gab derartige Daten  auch heraus, wie es hieß.</strong></p>
<p><strong>Andere Multis gingen nicht anders vor. Die Diktatur verhaftete daraufhin eine beträchtliche Zahl an Beschäftigten, ließ sie foltern.</strong></p>
<p><a href="http://www.cut.org.br/destaques/24137/em-dia-de-homenagens-as-vitimas-da-ditadura-trabalhadores-cobram-que-empresas-sejam-responsabilizadas#ad-image-0"> http://www.cut.org.br/destaques/24137/em-dia-de-homenagens-as-vitimas-da-ditadura-trabalhadores-cobram-que-empresas-sejam-responsabilizadas#ad-image-0</a></p>
<p><a href="http://www.pstu.org.br/node/20027"> http://www.pstu.org.br/node/20027</a></p>
<p><a href="http://veja.abril.com.br/blog/reinaldo/geral/a-comissao-da-verdade-vai-apurar-se-lula-colaborou-com-a-ditadura-ou-ainda-e-agora-jose-eduardo-cardozo-a-denuncia-de-tuma-junior-nao-e-nem-anonima-nem-apocrifa-o-ministro-vai-ou/"> http://veja.abril.com.br/blog/reinaldo/geral/a-comissao-da-verdade-vai-apurar-se-lula-colaborou-com-a-ditadura-ou-ainda-e-agora-jose-eduardo-cardozo-a-denuncia-de-tuma-junior-nao-e-nem-anonima-nem-apocrifa-o-ministro-vai-ou/</a></p>
<p><strong>Wie die brasilianische Qualitätszeitung “Jornal do Brasil” am 25.12. 1994 über die Zusammenarbeit von multinationalen Unternehmen, darunter Vokswagen, mit der Folterdiktatur berichtet:</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2014/02/jbvwdiktatur2.jpg" alt="jbvwdiktatur2.jpg" /></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2014/02/jbvwdiktatur3.jpg" alt="jbvwdiktatur3.jpg" /></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2014/02/jbvwdiktatur1.jpg" alt="jbvwdiktatur1.jpg" /></p>
<p><strong>Das Buch zum Land &#8211; “Brasilien fürs Handgepäck”, Unionsverlag Zürich:</strong> <a href="http://www.unionsverlag.com/info/title.asp?title_id=2720">http://www.unionsverlag.com/info/title.asp?title_id=2720</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.hart-brasilientexte.de/2014/01/09/brasilien-vor-der-fusball-wm-paulo-sergio-pinheiro-leiter-der-uno-syrien-kommission-zu-den-grauenhaften-menschenrechtsverletzungen-in-brasilianischen-haftanstalten-erbe-der-militardiktatur/feed/</wfw:commentRss>
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		<title>Brasiliens gravierende Menschenrechtslage, UNO-Experte Paulo Sergio Pinheiro: &#8222;Polizei foltert nach wie vor&#8220;. Problem bei Buchmesseeröffnung in Frankfurt 2013 clever &#8222;ausgeklammert&#8220;. Maria Rita Kehl, Mitarbeiterin von Pinheiro in der Wahrheitskommission, als Autorin auf der Frankfurter Buchmesse. Heutige strenge Berichterstattungsvorschriften&#8230;</title>
		<link>http://www.hart-brasilientexte.de/2013/10/09/brasilien-gravierende-menschenrechtslage-uno-experte-paulo-sergio-pinheiro-polizei-foltert-nach-wie-vor-problem-bei-buchmesseeroffnung-in-frankfurt-2013-ausgeklammert/</link>
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		<pubDate>Wed, 09 Oct 2013 16:29:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Brasilien-Folter 2013]]></category>
		<category><![CDATA[Paulo Sergio Pinheiro]]></category>

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		<description><![CDATA[http://www1.folha.uol.com.br/paineldoleitor/2013/10/1353769-para-leitor-tortura-ainda-e-regularmente-praticada-por-policiais.shtml http://www.hart-brasilientexte.de/2013/10/09/frankfurter-buchmesse-2013-luiz-ruffato-klagte-brasilien-an-scheinheilig-ignorant-rassistisch-homosexuellenfeindlich-gewalttatig-und-feige-zu-sein-erhielt-starken-beifall-qualitatszeitung/ Folter in Brasilien:  http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/ Todesschwadronen in Brasilien, strategischer Partner der Berliner Regierung:  http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/ Deutscher evangelischer Pastor Wolfgang Lauer in Sao Paulo &#8211; Gefangenenseelsorger:  http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/11/offizielle-deutsch-brasilianische-beziehungen-der-mutige-evangelische-gefangnispastor-wolfgang-lauer-gravierende-menschenrechtsverletzungen-in-brasilienes-sind-einfach-die-okonomischen-die-polit/ http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/10/evangelischer-pastor-wolfgang-lauer-gefangenenseelsorger-in-brasilien-ob-die-haftlinge-lutheraner-sind-christen-oder-nicht-ist-fur-mich-total-unwichtig/ Lula in Berlin &#8211; brasilianischer Systemkritiker “rasch entfernt” aus Veranstaltung:  http://www.hart-brasilientexte.de/2012/12/07/brasiliens-ex-prasident-lula-in-berlin-diskussion-mit-frank-walter-steinmeier/ Brasilien &#8211; nationale Wahrheitskommission zur Aufklärung der Diktaturverbrechen: Leiter Paulo Sergio Pinheiro(Mitte), Kommissionsmitglied Maria Rita Kehl, Diktatur-Widerstandskämpfer Ivan Seixas. [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www1.folha.uol.com.br/paineldoleitor/2013/10/1353769-para-leitor-tortura-ainda-e-regularmente-praticada-por-policiais.shtml">http://www1.folha.uol.com.br/paineldoleitor/2013/10/1353769-para-leitor-tortura-ainda-e-regularmente-praticada-por-policiais.shtml</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/10/09/frankfurter-buchmesse-2013-luiz-ruffato-klagte-brasilien-an-scheinheilig-ignorant-rassistisch-homosexuellenfeindlich-gewalttatig-und-feige-zu-sein-erhielt-starken-beifall-qualitatszeitung/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/10/09/frankfurter-buchmesse-2013-luiz-ruffato-klagte-brasilien-an-scheinheilig-ignorant-rassistisch-homosexuellenfeindlich-gewalttatig-und-feige-zu-sein-erhielt-starken-beifall-qualitatszeitung/</a></p>
<p><strong>Folter in Brasilien: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/</a></p>
<p><strong>Todesschwadronen in Brasilien, strategischer Partner der Berliner Regierung: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/</a></p>
<p><strong>Deutscher evangelischer Pastor Wolfgang Lauer in Sao Paulo &#8211; Gefangenenseelsorger:  </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/11/offizielle-deutsch-brasilianische-beziehungen-der-mutige-evangelische-gefangnispastor-wolfgang-lauer-gravierende-menschenrechtsverletzungen-in-brasilienes-sind-einfach-die-okonomischen-die-polit/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/11/offizielle-deutsch-brasilianische-beziehungen-der-mutige-evangelische-gefangnispastor-wolfgang-lauer-gravierende-menschenrechtsverletzungen-in-brasilienes-sind-einfach-die-okonomischen-die-polit/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/10/evangelischer-pastor-wolfgang-lauer-gefangenenseelsorger-in-brasilien-ob-die-haftlinge-lutheraner-sind-christen-oder-nicht-ist-fur-mich-total-unwichtig/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/10/evangelischer-pastor-wolfgang-lauer-gefangenenseelsorger-in-brasilien-ob-die-haftlinge-lutheraner-sind-christen-oder-nicht-ist-fur-mich-total-unwichtig/</a></p>
<p><strong>Lula in Berlin &#8211; brasilianischer Systemkritiker “rasch entfernt” aus Veranstaltung:  </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/12/07/brasiliens-ex-prasident-lula-in-berlin-diskussion-mit-frank-walter-steinmeier/">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/12/07/brasiliens-ex-prasident-lula-in-berlin-diskussion-mit-frank-walter-steinmeier/</a></p>
<h2>Brasilien &#8211; nationale Wahrheitskommission zur Aufklärung der Diktaturverbrechen: Leiter Paulo Sergio Pinheiro(Mitte), Kommissionsmitglied Maria Rita Kehl, Diktatur-Widerstandskämpfer Ivan Seixas. Gedenkveranstaltung 2013 im Teilstaats-Parlament(Sao Paulo) für Brasiliens Frauen im Widerstand gegen das von den USA gestützte Militärregime. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=15162" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasilien-nationale-wahrheitskommission-maria-rita-kehl/" rel="tag">brasilien-nationale wahrheitskommission-maria rita kehl</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/paulo-sergio-pinheiro-ivan-seixas/" rel="tag">paulo sergio pinheiro-ivan seixas.</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2013/03/kehlpinheiroseixas131.jpg" alt="kehlpinheiroseixas131.jpg" /></p>
<p><strong>Paulo Sergio Pinheiro ist auch als UNO-Beobachter tätig &#8211; derzeit u.a. während der Syrien-Intervention: </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/02/19/die-syrien-intervention-brasilianischer-uno-beobachter-paulo-sergio-pinheiro-weist-auf-kampfer-aus-mindestens-12-landern-europas-afrikas-und-asiens-auslandische-waffen/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2013/02/19/die-syrien-intervention-brasilianischer-uno-beobachter-paulo-sergio-pinheiro-weist-auf-kampfer-aus-mindestens-12-landern-europas-afrikas-und-asiens-auslandische-waffen/</a></p>
<p><strong>Maria Rita Kehl auf der Frankfurter Buchmesse 2013: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/10/04/frankfurter-buchmesse-2013-gastland-brasilien-schriftstellerin-und-therapeutin-maria-rita-kehleine-stadt-mit-ungleichheit-ist-die-hollees-wird-weiter-gefoltert-folter-bleibt-weiter-straffrei/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/10/04/frankfurter-buchmesse-2013-gastland-brasilien-schriftstellerin-und-therapeutin-maria-rita-kehleine-stadt-mit-ungleichheit-ist-die-hollees-wird-weiter-gefoltert-folter-bleibt-weiter-straffrei/</a></p>
<p><span id="more-16572"></span></p>
<p><strong>Syrien-Intervention und Waffen-Luftbrücke 2013:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/26/syrien-intervention-2013-brasiliens-medien-berichten-uber-vom-us-geheimdienst-cia-gestutzte-waffen-luftbrucke-fur-die-bereits-in-syrien-operierenden-kampfverbande-zahlreicher-staaten/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/26/syrien-intervention-2013-brasiliens-medien-berichten-uber-vom-us-geheimdienst-cia-gestutzte-waffen-luftbrucke-fur-die-bereits-in-syrien-operierenden-kampfverbande-zahlreicher-staaten/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/10/paulo-sergio-pinheiro-uno-sonderberichterstatter-menschenrechtsexperte-der-mehrheit-der-brasilianer-werden-deren-rechte-verweigert-in-allen-brasilianischen-polizeiwachen-wird-gefoltert-jeder-we/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/10/paulo-sergio-pinheiro-uno-sonderberichterstatter-menschenrechtsexperte-der-mehrheit-der-brasilianer-werden-deren-rechte-verweigert-in-allen-brasilianischen-polizeiwachen-wird-gefoltert-jeder-we/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/11/brasiliens-menschenrechtsexperte-paulo-sergio-pinheiro-leiter-der-uno-ermittlermission-fur-syrien-website-interviewpartner-seit-jahren/">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/11/brasiliens-menschenrechtsexperte-paulo-sergio-pinheiro-leiter-der-uno-ermittlermission-fur-syrien-website-interviewpartner-seit-jahren/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2013/03/mariaritakehl132.jpg" alt="mariaritakehl132.jpg" /></p>
<p><strong>Maria Rita Kehl, Mitglied der nationalen Wahrheitskommission &#8211; Teil der offiziellen brasilianischen Delegation zur Frankfurter Buchmesse 2013: </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/09/09/frankfurter-buchmesse-2013-gastland-brasilien-maria-rita-kehl-therapeutin-und-mitglied-der-wahrheitskommission-zur-aufarbeitung-der-diktaturverbrechen-uberraschend-teil-der-offiziellen-brasiliani/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/09/09/frankfurter-buchmesse-2013-gastland-brasilien-maria-rita-kehl-therapeutin-und-mitglied-der-wahrheitskommission-zur-aufarbeitung-der-diktaturverbrechen-uberraschend-teil-der-offiziellen-brasiliani/</a></p>
<p><strong>Ex-Mann von Präsidentin Dilma Rousseff, gefoltert: </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/04/10/brasilien-laut-ex-ehemann-von-prasidentin-dilma-rousseff-carlos-araujo-waren-unternehmer-des-industriellenverbands-fiesp-zur-diktaturzeit-bei-folterungen-prasent-stachelten-folter-an/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/04/10/brasilien-laut-ex-ehemann-von-prasidentin-dilma-rousseff-carlos-araujo-waren-unternehmer-des-industriellenverbands-fiesp-zur-diktaturzeit-bei-folterungen-prasent-stachelten-folter-an/</a></p>
<p><strong>Verfolgte katholische Kirche: </strong><a href="http://www.ila-web.de/brasilientexte/alencarcoimbra.htm"> http://www.ila-web.de/brasilientexte/alencarcoimbra.htm</a></p>
<p><strong>Brasiliens wichtigster Befreiungstheologe Frei Betto zu Interventionen: </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/08/12/befreiungstheologe-frei-betto-zwischen-1898-und-1994-haben-die-usa-48-lateinamerikanische-regierungen-gesturzt-unter-ihnen-die-von-joao-goulart-1964-in-brasilien/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2008/08/12/befreiungstheologe-frei-betto-zwischen-1898-und-1994-haben-die-usa-48-lateinamerikanische-regierungen-gesturzt-unter-ihnen-die-von-joao-goulart-1964-in-brasilien/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/02/19/brasilien-wahrheitskommission-sao-paulos-zur-aufarbeitung-der-diktaturverbrechen-entschied-von-us-regierung-erklarung-zu-us-diplomat-claris-halliwell-zu-erbitten-der-haufig-ein-beruchtigtes-folterz/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/02/19/brasilien-wahrheitskommission-sao-paulos-zur-aufarbeitung-der-diktaturverbrechen-entschied-von-us-regierung-erklarung-zu-us-diplomat-claris-halliwell-zu-erbitten-der-haufig-ein-beruchtigtes-folterz/</a></p>
<p><strong>“Diktatur light.” WeltTrends, Potsdam 2012</strong></p>
<p><strong>Bonns Haltung zu Brasiliens Diktaturgenerälen nach dem Militärputsch von 1964:</strong></p>
<p><strong>Laut Geschichtsdaten erfolgte der erste Besuch eines deutschen Bundespräsidenten mit Heinrich Lübke kurz nach dem Militärputsch vom 31. März 1964, vom 7. bis 14. Mai des betreffenden Jahres. Es war der erste offizielle Besuch eines ausländischen Staatschefs nach dem Militärputsch. Zum Lübke-Besuch wurde auch eine deutsche Sonderbriefmarke herausgegeben. </strong></p>
<p><strong>Laut Nationaler Wahrheitskommission waren bereits im Putschjahr 1964 über 50000 Menschen verhaftet worden.  Wie die Wahrheitskommission weiter mittteilte, wurden die Regimegegner in Fußballstadion und Schiffen gefangen gehalten. Zu den Stadien zählte das Fußballstadion “Caio Martins” in Rio de Janeiro. Schon im Putschjahr 1964 sei vom Militärregime die Folter eingeführt worden &#8211; dazu Mord, Verschwindenlassen und Entführung.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/07/14/brasiliens-nazistisch-antisemitisch-orientierte-militardiktatur-lieferte-waffen-fur-repression-in-chile-laut-jetzt-veroffentlichten-geheimdokumenten-abkommen-von-diktator-medici-mit-pinochet-geschlo/">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/07/14/brasiliens-nazistisch-antisemitisch-orientierte-militardiktatur-lieferte-waffen-fur-repression-in-chile-laut-jetzt-veroffentlichten-geheimdokumenten-abkommen-von-diktator-medici-mit-pinochet-geschlo/</a></p>
<p><strong>1969 schloß Bonn mit dem Militärregime laut Jahreschronik ein Kulturabkommen. </strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2013/03/paulosergiopinheiro131.jpg" alt="paulosergiopinheiro131.jpg" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/25/brasiliens-weiterhin-schwierige-bewaltigung-der-diktaturvergangenheit-maria-rita-kehl-mitglied-der-offiziellen-nationalen-wahrheitskommission-zur-aufklarung-der-diktaturverbrechen-beklagt-das-gehei/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/25/brasiliens-weiterhin-schwierige-bewaltigung-der-diktaturvergangenheit-maria-rita-kehl-mitglied-der-offiziellen-nationalen-wahrheitskommission-zur-aufklarung-der-diktaturverbrechen-beklagt-das-gehei/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2013/03/ivonegebara13.jpg" alt="ivonegebara13.jpg" /></p>
<p><strong>Ivone Gebara &#8211; Mitglied der Wahrheitskommission, katholische Menschenrechtsaktivistin, Theologin, im Website-Interview:”In der katholischen Kirche kämpfte der progressive Flügel gegen die Militärdiktatur &#8211; das waren Bischöfe wie Dom Helder Camara, Erzbischof Paulo Evaristo Arns, Dom José Maria Pires, Dom Fragoso, Kardinal Lorscheider &#8211; dazu die vielen Priester und Laien. Auch die Katholische Arbeiterjugend(Juventude Operaria Catolica, JOC) war im Widerstand &#8211; viele von denen wurden eingekerkert und gefoltert. Das war ganz einfache Menschen. Auch von den Dominikanern Brasiliens wurden viele verhaftet und gefoltert. Es gab zur Diktaturzeit eine sehr starke Zensur. Dom Helder Camara in Recife hatte an der Pforte seines Hauses stets Aufpasser der Diktatur, der wurde ständig überwacht, der wurde stark bedroht. Ich bin aus Recife. Padre Enrique der Diözese Recife wurde verhaftet und ermordet durch die Diktatur, der war gerade 27 Jahre alt. Andere Padres wurden auch verhaftet und gefoltert, sogar Ordensschwestern. Man erklärte die einfach alle zu Kommunisten, zu Gegnern des Regimes. Manche gehörten zur JOC, andere zur Juventude Estudantil Catolica/JEC, der katholischen Studentenbewegung.”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/23/brasilien-widerstandskampfer-und-regimegegner-protestieren-am-233-2013-in-sao-paulos-fruherem-dops-folterzentrum-gegen-diktatur-und-folter-befurworter-jair-bolsonaro-einflusreicher-kongrespolitike/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/23/brasilien-widerstandskampfer-und-regimegegner-protestieren-am-233-2013-in-sao-paulos-fruherem-dops-folterzentrum-gegen-diktatur-und-folter-befurworter-jair-bolsonaro-einflusreicher-kongrespolitike/</a></p>
<table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" border="0">
<tr>
<td align="left">25/03/2013 23:26</td>
</tr>
<tr>
<td height="10"></td>
</tr>
<tr>
<td align="left">Comissão da Verdade, ciclo Verdade e Gênero, homenageia Inês Etienne Romeu</td>
</tr>
<tr>
<td height="10"></td>
</tr>
<tr>
<td align="left"><strong>Audiência pública das comissões nacional e estadual recebe ministra Eleonora Menicucci</strong></td>
</tr>
<tr>
<td height="10"></td>
</tr>
<tr>
<td align="left">Da Redação: Blanca Camargo Fotos: Dulce Akemi</td>
</tr>
<tr>
<td height="10"></td>
</tr>
<tr>
<td align="left">
<p align="justify">&nbsp;</p>
<table bgcolor="#CCCCCC" width="80" border="0">
<tr>
<td><a href="http://www.al.sp.gov.br/repositorio/noticia/N-03-2013/fg122953.jpg"><img src="http://www.al.sp.gov.br/repositorio/noticia/N-03-2013/fm122953.jpg" border="0" alt="CLIQUE AQUI PARA FAZER DOWNLOAD DA FOTO ACIMA" align="left" width="240" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td bgcolor="#CCCCCC">Paulo Sérgio Pinheiro, Adriano Diogo, Amelinha, e Eleonora M. de Oliveira</td>
</tr>
</table>
<p>A Comissão da Verdade do Estado de São Paulo Rubens Paiva e a Comissão Nacional da Verdade, que têm como objetivo investigar as violações de direitos humanos durante a ditadura militar (1964/1985), no Brasil, promoveram, nesta segunda-feira, 25/3, audiência pública para homenagear Inês Etienne Romeu (leia o box), dentro do ciclo de debates Verdade e Gênero, na Assembleia. Inês, única sobrevivente da Casa da Morte, em Petrópolis (RJ), centro de tortura da repressão militar, denunciou a existência do centro desconhecido pela sociedade brasileira.<br />
A ministra Eleonora Menicucci de Oliveira, da Secretaria de Políticas Públicas para as Mulheres, da Presidência da República, veio a São Paulo homenagear a companheira de militância.<br />
Além da ministra, estiveram presentes o deputado Adriano Diogo, coordenador da Comissão da Verdade de São Paulo, Paulo Sérgio Pinheiro, coordenador da Comissão Nacional da Verdade, a teóloga e filósofa especialista em gênero, Ivone Gebara, que fez palestra sobre o tema Verdade e Gênero, a psicanalista Maria Rita Kehl e a advogada Rosa Maria Cardoso (ambas integrantes da comissão nacional), e Maria Amélia de Almeida Teles (da comissão estadual).</p>
<p><strong>A homenagem</strong></p>
<p>A ministra Eleonora Menicucci manifestou sentir um misto de alegria e sofrimento em participar da audiência. Alegria por ter sobrevivido à prisão e à tortura, integrar hoje o governo federal e poder assitistir o resgate da memória dos acontecimentos que a Comissão Nacional e a Estadual realizam. E de sofrimento em fazer e ouvir os relatos das torturas, “porque quando falamos, voltamos a viver o que sofremos”.<br />
Eleonora, que também foi presa pelos órgãos de repressão política, elogiou a iniciativa de se tratar da questão de gênero no período, resgatando a memória do sofrimento que especialmente as mulheres enfrentaram por sua militância em favor da restauração da democracia no país, “deixando no armário todos os nossos sonhos para lutar por um Brasil mais justo”.<br />
Segundo a ministra, se não fosse a determinação de Inês Etienne Romeu em denunciar as torturas que sofreu e os assassinatos de companheiros que testemunhou na Casa da Morte, a sociedade brasileira não saberia do que ali acontecia e não haveria como encerrar a violência ali praticada. “Inês não está aqui para receber esta homenagem devido à sua fragilidade de saúde. Sem sua coragem e ousadia, não haveria pistas da Casa da Morte.”<br />
Ao finalizar sua fala, Eleonora enfatizou que estava presente não como ministra, mas como mulher e amiga de Inês. “Não se recupera a memória dos fatos que ocorreram durante a ditadura se não se recuperar a memória do que essas mulheres viveram. A Inês representa todas essas mulheres. O que ela passa para mim hoje é que ela estava e nós estávamos certas ao lutar.”</p>
<p><strong>A memória</strong></p>
<p>Maria Amélia de Almeida Teles, assessora da Comissão da Verdade de São Paulo, relatou episódios de violência sexual de que foi vítima na prisão e o impacto do que isso provocu em sua vida e de outras mulheres que sofreram a mesma violência. Segundo ela, durante muito tempo as sobreviventes não podiam falar nem umas com as outras desses acontecimentos, por isso a importância de se buscar a recuperação dessa memória no âmbito da Comissão da Verdade, “porque a desigualdade entre os homens e as mulheres foi usada contra nós.”<br />
Paulo Sérgio Pinheiro, coordenador da Comissão Nacional, disse ser uma certeza a utilidade de audiências para debater a violação dos direitos das mulheres na época da ditadura. “Essas vozes trazem sofrimento, mas persistência na busca da verdade”, disse ao exaltar a busca das mulheres pela realidade do que aconteceu. O coordenador destacou ainda o empenho do governo Dilma Rousseff em instalar a comissão e dar-lhe todo apoio, “sem interferir”.</p>
<p><strong>A reflexão</strong></p>
<p>A palestrante Ivone Gerbara propôs uma reflexão sobre o que significa verdade, no contexto de uma comissão da verdade. “O que queremos dizer quando criamos a Comissão da Verdade? Buscamos a verdade porque vivemos um erro, um engano, uma mentira da história oficial. Há uma falta de clareza.” Para ela, há um caráter objetivo da verdade inscrito nas justificações subjetivas dos acontecimentos que merece exame.<br />
Maria Rita Kehl questionou: “O que seria violência específica de gênero?”, para concluir que havia uma natureza secundária na violência sexual praticada nos porões da ditadura, tanto contra mulheres como contra homens, que sofreram estupros e abusos desse tipo: a parceria com o machismo, que pressupõe a dominação de um sobre o outro, de quem tem poder diante do que está despido de poder.</p>
<p><strong>Inês</strong></p>
<p>Inês Etienne Romeu nasceu em Pouso Alegre, Minas Gerais, em1942, e é uma das vítimas da ditadura militar no Brasil. Integrante da VAR-Palmares e da PolOp, é a única sobrevivente da Casa da Morte de Petrópolis, local onde eram torturados e executados clandestinamente presos políticos brasileiros. Estudante de História, em Belo Horizonte, trabalhou como bancária e atuou no Sindicato dos Bancários e do movimento estudantil.<br />
Em 5 de maio de 1971, integrante da chefia da VAR-Palmares, foi presa na cidade de São Paulo pelo delegado Sérgio Paranhos Fleury, sob acusação de participar do sequestro do embaixador suíço Giovanni Enrico Bucher.<br />
Inês foi levada à Casa da Morte, em Petrópolis, permanecendo ali até agosto do mesmo ano, sob tortura e estupros. Durante esse período, a militante tentou suicídio duas vezes.<br />
Por força de uma campanha internacional de denúncia de sua prisão clandestina, acabou sendo solta sob a condição de aparecer em local público dois dias depois, para ser morta como que em reação à prisão.<br />
Ação familiar e de seu advogados, no entanto, permitiu a oficialização de sua prisão, tendo ela cumprido mais de oito anos de cadeia, no Rio de Janeiro. Após sua libertação, em 1979, graças à Lei da Anistia, Inês passou a dedicar-se à denúncia e esclarecimento dos crimes ocorridos nos porões da ditadura, com o apoio de entidades como a Ordem dos Advogados do Brasil e a Associação Brasileira de Imprensa, além das famílias de desaparecidos.<br />
Graças a ela, o médico e ex-militar Amílcar Lobo, que atuou nos porões da repressão teve seu registro cassado pelo Conselho Regional de Medicina do Rio de Janeiro.<br />
Em 2003, aos 61 anos, foi encontrada caída e ensanguentada em seu apartamento, com traumatismo cranioencefálico causado por golpes múltiplos.<br />
Em 2009, Inês recebeu o Prêmio Direitos Humanos de 2009, na categoria Direito à Memória e à Verdade.</td>
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<td align="center"><a href="http://www.al.sp.gov.br/repositorio/noticia/N-03-2013/fg122954.jpg"><img src="http://www.al.sp.gov.br/repositorio/noticia/N-03-2013/fm122954.jpg" border="0" width="240" /></a></td>
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<td align="center">Inês Etienne Romeu recebe homenagens da Comissão da Verdade, ciclo Verdade e Gênero</td>
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<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/diktaturopfercpi.JPG" alt="diktaturopfercpi.JPG" /></p>
<p><strong>Diktaturopfer &#8211; getötete Regimegegnerin, Foto von kirchlichen Menschenrechtsaktivisten.</strong></p>
<h2>Brasiliens komplizierte Vergangenheitsbewältigung: Maria Amélia de Almeida Teles, grauenhaft gefolterte Regimegnerin, heute Mitglied der Wahrheitskommission des Teilstaats Sao Paulo zur Aufklärung der Diktaturverbrechen. Gedenkveranstaltung im Teilstaatsparlament, März 2013. Wie die Militärdiktatur mit sexueller Gewalt folterte. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=15166" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasilien-maria-amelia-de-almeida-teles-wahrheitskomm/" rel="tag">brasilien &#8211; maria amélia de almeida teles-wahrheitskomm</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2013/03/mariaameliadealmeidateles.jpg" alt="mariaameliadealmeidateles.jpg" /></p>
<p><strong> Maria Amélia de Alkmeida Teles &#8211; zu den erlittenen Folterungen während der Militärdiktatur(1964-1985) zählte sexueller Mißbrauch in sadistischster Weise. “Mir fällt es sehr schwer, selbst 40 Jahre später darüber zu sprechen. Vor meinen Augen haben sie einen Widerstandskämpfer ermordet &#8211; meinen Mann ins Koma gefoltert. Sie haben meine schwangere Schwester verhaftet und gefoltert. Ich war mehrfach Opfer sexueller Gewalt. Wir weiblichen Regimegegner wurden ja stets nackt verhört. Ich erlitt Elektroschocks, wie die anderen auch, an der Vagina, am Anus, an den Brüsten. Meine kleinen Kinder mußten zusehen. Ich war voller Urin, voller Kot. Mein kleiner Sohn fragte mich: Warum bist du am ganzen Körper blau, warum ist der Vater jetzt grün? Er war im Koma. Ja, mein ganzer Körper war blau von den vielen Hämatomen. Ein Folterer masturbierte vor mir, spritzte sein Sperma auf meinen nackten Körper.” </strong></p>
<p><strong>Französischer General Aussaresses zum Fall einer totgefolterten Diktaturgegnerin in Brasilien:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/05/05/franzosischer-general-war-folter-lehrer-wahrend-brasiliens-diktaturzeit-regierung-in-paris-wuste-von-regime-verbrechen/#more-453">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/05/05/franzosischer-general-war-folter-lehrer-wahrend-brasiliens-diktaturzeit-regierung-in-paris-wuste-von-regime-verbrechen/#more-453</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/26/brasilien-nationale-wahrheitskommission-zur-aufklarung-der-diktaturverbrechen-leiter-paulo-sergio-pinheiromitte-kommissionsmitglied-maria-rita-kehl-diktatur-widerstandskampfer-ivan-seixas-ged/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/26/brasilien-nationale-wahrheitskommission-zur-aufklarung-der-diktaturverbrechen-leiter-paulo-sergio-pinheiromitte-kommissionsmitglied-maria-rita-kehl-diktatur-widerstandskampfer-ivan-seixas-ged/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/25/brasiliens-weiterhin-schwierige-bewaltigung-der-diktaturvergangenheit-maria-rita-kehl-mitglied-der-offiziellen-nationalen-wahrheitskommission-zur-aufklarung-der-diktaturverbrechen-beklagt-das-gehei/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/25/brasiliens-weiterhin-schwierige-bewaltigung-der-diktaturvergangenheit-maria-rita-kehl-mitglied-der-offiziellen-nationalen-wahrheitskommission-zur-aufklarung-der-diktaturverbrechen-beklagt-das-gehei/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/23/brasilien-widerstandskampfer-und-regimegegner-protestieren-am-233-2013-in-sao-paulos-fruherem-dops-folterzentrum-gegen-diktatur-und-folter-befurworter-jair-bolsonaro-einflusreicher-kongrespolitike/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/23/brasilien-widerstandskampfer-und-regimegegner-protestieren-am-233-2013-in-sao-paulos-fruherem-dops-folterzentrum-gegen-diktatur-und-folter-befurworter-jair-bolsonaro-einflusreicher-kongrespolitike/</a></p>
<p><strong>Brasiliens wichtigster Befreiungstheologe Frei Betto zu Interventionen: </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/08/12/befreiungstheologe-frei-betto-zwischen-1898-und-1994-haben-die-usa-48-lateinamerikanische-regierungen-gesturzt-unter-ihnen-die-von-joao-goulart-1964-in-brasilien/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2008/08/12/befreiungstheologe-frei-betto-zwischen-1898-und-1994-haben-die-usa-48-lateinamerikanische-regierungen-gesturzt-unter-ihnen-die-von-joao-goulart-1964-in-brasilien/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/02/19/brasilien-wahrheitskommission-sao-paulos-zur-aufarbeitung-der-diktaturverbrechen-entschied-von-us-regierung-erklarung-zu-us-diplomat-claris-halliwell-zu-erbitten-der-haufig-ein-beruchtigtes-folterz/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/02/19/brasilien-wahrheitskommission-sao-paulos-zur-aufarbeitung-der-diktaturverbrechen-entschied-von-us-regierung-erklarung-zu-us-diplomat-claris-halliwell-zu-erbitten-der-haufig-ein-beruchtigtes-folterz/</a></p>
<p><strong>Unterschiedliche Sichtweisen: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/04/06/brasilien-unterschiedliche-sichtweisen-auf-das-militarregime-kongressenator-aecio-neves-starker-mann-der-psdb-der-sich-in-brasilia-mit-yoani-sanchez-traf-nennt-den-militarputsch-von-1964-revol/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/04/06/brasilien-unterschiedliche-sichtweisen-auf-das-militarregime-kongressenator-aecio-neves-starker-mann-der-psdb-der-sich-in-brasilia-mit-yoani-sanchez-traf-nennt-den-militarputsch-von-1964-revol/</a></p>
<p><strong>Kongreßsenator Aecio Neves, starker Mann der PSDB, mit dem sich Yoani Sanchez in Brasilia traf, nennt den Militärputsch von 1964 eine “Revolution” &#8211; die brasilianischen Putschmilitärs verwenden dieselbe beschönigende Bezeichnung. </strong></p>
<p><strong>Kuba-Bloggerin Yoani Sanchez und ihr freundschaftliches Treffen mit Politikern der Rechten und Rechtsextremen Brasiliens, darunter dem Diktatur-und Folter-Befürworter Jair Bolsonaro:</strong></p>
<p><strong>Yoani Sanchez in Brasilia: </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/02/20/brasilien-kuba-bloggerin-wird-in-hauptstadt-brasilia-von-psdb-politikern-sowie-vom-fraktionsschef-der-rechtspartei-dem-empfangen-laut-landesmedien-dem-und-ihre-vorgangerpateien-sind-sammelbecken-vo/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2013/02/20/brasilien-kuba-bloggerin-wird-in-hauptstadt-brasilia-von-psdb-politikern-sowie-vom-fraktionsschef-der-rechtspartei-dem-empfangen-laut-landesmedien-dem-und-ihre-vorgangerpateien-sind-sammelbecken-vo/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2013/02/yoanisanchezbolsonaro1.jpg" alt="yoanisanchezbolsonaro1.jpg" /></p>
<p><strong>Ausriß. Yoani Sanchez und Kongreßabgeordneter Jair Bolsonaro &#8211; Verteidiger des Militärregimes und der Folter, damals und heute, laut brasilianischer Menschenrechtsbewegung.  Der Militärputsch von 1964, so Bolsonaro neben der Bloggerin, war eine Forderung des Volkes. Während der Militärdiktatur wurden sogar Kinder gefoltert.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/</a></p>
<p><strong>Kuba-Bloggerin Yoani Sanchez und ihr Treffen mit Rechten und Rechtsextremen in Brasilia: </strong> <strong>Daß sich Sanchez ausgerechnet für rechte und rechtsextreme Diktaturanhänger Brasiliens interessiert, erscheint zusätzlich bizarr angesichts des kaum zu beschreibenden Sadismus, den der Repressionsapparat der nazistisch-antisemitisch orientierten Militärdiktatur just an weiblichen Diktaturgegnern austobte: So war üblich, diese Frauen nahezu alle Formen entsetzlichsten sexuellen Mißbrauchs erleiden zu lassen &#8211; von massenhafter Vergewaltigung durch Folterknechte und andere Militärs bis hin zu schrecklichsten Folterungen an der Vagina und an den Brüsten. Sogar Genitalverstümmelung wurde angewendet. Am Ende stand fast stets die Ermordung. </strong></p>
<p><strong>Allgemein bekannt ist, daß brasilianische Folterer in den USA ausgebildet wurden, der US-Geheimdienst laut US-Quellen im Repressionsapparat der Militärdiktatur Brasiliens präsent war. </strong><a href="http://www.ila-web.de/brasilientexte/cia.htm"> http://www.ila-web.de/brasilientexte/cia.htm</a></p>
<p><strong>Französischer General Aussaresses zum Fall einer totgefolterten Diktaturgegnerin in Brasilien:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/05/05/franzosischer-general-war-folter-lehrer-wahrend-brasiliens-diktaturzeit-regierung-in-paris-wuste-von-regime-verbrechen/#more-453">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/05/05/franzosischer-general-war-folter-lehrer-wahrend-brasiliens-diktaturzeit-regierung-in-paris-wuste-von-regime-verbrechen/#more-453</a></p>
<p><strong>Sicherlich nicht nur für Medieninteressierte kurios, daß deutschsprachige Medien , die regelmäßig über Yoani Sanchez berichten, ihre Leserschaft über all diese Aspekte bisher immer noch nicht informieren wollen.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/02/23/brasilien-das-historische-foto-kuba-bloggerin-yoani-sanchez-und-der-als-rechtsextrem-eingestufte-politiker-jair-bolsonaro-im-nationalkongres-von-brasilia-bolsonaro-verteidigt-in-anwesenheit-von-s/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2013/02/23/brasilien-das-historische-foto-kuba-bloggerin-yoani-sanchez-und-der-als-rechtsextrem-eingestufte-politiker-jair-bolsonaro-im-nationalkongres-von-brasilia-bolsonaro-verteidigt-in-anwesenheit-von-s/</a></p>
<p><strong>Das Treffen wurde in Brasiliens Bloggerszene u.a. mit Karikaturen kommentiert:</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2013/02/yoanibolsonaroblogger1.jpg" alt="yoanibolsonaroblogger1.jpg" /></p>
<h2>Brasilien: “Memorial da Resistencia” in Sao Paulo. Goethe-Institut. “Hier gab es so ziemlich alles &#8211; außer Freiheit.” (Marcelo Araujo) ”There was Practically Everything here &#8211; Except Freedom.” <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=4481" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/30807/" rel="tag"></a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/30808/" rel="tag"></a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/clemens-schrage/" rel="tag">clemens schrage</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/goethe-institut/" rel="tag">goethe-institut</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/marcelo-araujo/" rel="tag">marcelo araujo</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/memorial-da-resistencia/" rel="tag">memorial da resistencia</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/sao-paulo/" rel="tag">sao paulo</a></p>
<p><strong>„Hier gab es so ziemlich alles “ außer Freiheit.”</strong></p>
<p><strong>Interview mit Marcelo Araujo, dem Direktor der „Estaçáo Pinacoteca do Estado de Sáo Paulo” und Leiter des Museumsprojektes „Memorial da Resistencia Sáo Paulo”.</strong>Â <a href="http://www.goethe.de/ges/pok/dos/dos/mau/ges/de5462723.htm">http://www.goethe.de/ges/pok/dos/dos/mau/ges/de5462723.htm</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/07/14/brasiliens-nazistisch-antisemitisch-orientierte-militardiktatur-lieferte-waffen-fur-repression-in-chile-laut-jetzt-veroffentlichten-geheimdokumenten-abkommen-von-diktator-medici-mit-pinochet-geschlo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/07/14/brasiliens-nazistisch-antisemitisch-orientierte-militardiktatur-lieferte-waffen-fur-repression-in-chile-laut-jetzt-veroffentlichten-geheimdokumenten-abkommen-von-diktator-medici-mit-pinochet-geschlo/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/04/dik2.JPG" alt="dik2.JPG" /></p>
<p><strong>“Wo sind unsere Toten?”</strong><strong> ”There was Practically Everything here &#8211; Except Freedom.”</strong> <a href="http://www.goethe.de/ges/pok/dos/dos/mau/ges/it5462723.htm">http://www.goethe.de/ges/pok/dos/dos/mau/ges/it5462723.htm</a></p>
<p><a href="http://www.bpb.de/publikationen/JU16H0,0,Vom_Umgang_mit_der_Diktaturvergangenheit.html">http://www.bpb.de/publikationen/JU16H0,0,Vom_Umgang_mit_der_Diktaturvergangenheit.html</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/02/13/papst-benedikt-xvi-und-die-auserordentlich-interessante-kritische-analyse-des-funktionierens-der-machtmechanismen-neoliberaler-staaten-beispiel-libyen-intervention/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/02/13/papst-benedikt-xvi-und-die-auserordentlich-interessante-kritische-analyse-des-funktionierens-der-machtmechanismen-neoliberaler-staaten-beispiel-libyen-intervention/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/04/marianachristus3.JPG" alt="marianachristus3.JPG" /></p>
<p><strong>Jesus in Mariana/Minas Gerais.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/26/osterprozession-2011-in-ouro-preto-gesichter-brasiliens/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/26/osterprozession-2011-in-ouro-preto-gesichter-brasiliens/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/04/danival-milagres-coelho-beliebtester-padre-in-ouro-preto-gesichter-brasiliens/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/04/danival-milagres-coelho-beliebtester-padre-in-ouro-preto-gesichter-brasiliens/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/09/20/brasiliens-menschenrechtspriester-julio-lancelotti-aus-sao-paulo-das-elend-wurde-nicht-unter-lula-ausgetilgt-und-wird-auch-nicht-unter-dilma-rousseff-verschwinden-drogen-und-drogenhandel-zahlen/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2012/09/20/brasiliens-menschenrechtspriester-julio-lancelotti-aus-sao-paulo-das-elend-wurde-nicht-unter-lula-ausgetilgt-und-wird-auch-nicht-unter-dilma-rousseff-verschwinden-drogen-und-drogenhandel-zahlen/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/04/ourojesus1.JPG" alt="ourojesus1.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/09/brasiliens-weltkulturerbe-stadt-ouro-preto-zu-ostern-2012-leiden-und-sterben-des-jesus-von-nazareth-interpretiert-von-der-jugendpastoral-beklemmende-aktuelle-bezuge/">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/09/brasiliens-weltkulturerbe-stadt-ouro-preto-zu-ostern-2012-leiden-und-sterben-des-jesus-von-nazareth-interpretiert-von-der-jugendpastoral-beklemmende-aktuelle-bezuge/</a></p>
<p>Hintergrund:</p>
<p><strong> Brasiliens Kardinal Paulo Evaristo Arns wird heute 85</strong></p>
<p><strong>“Bischof der Arbeiter und der Menschenrechte”</strong></p>
<p><strong>„Das ist doch Dom Paulo“, rufen sich die Menschen zu, wenn der 85-Jährige überraschend in einer Protestdemo der Megacity Sao Paulo gesichtet wird. Und dann umarmen sie ihren Kardinal, drücken ihm die Hand, wünschen ihm Gesundheit. Denn die braucht er derzeit am nötigsten. Wegen seines hohen Alters, gezeichnet von Krankheiten, kann Paulo Evaristo Arns längst nicht mehr so im öffentlichen Leben Brasiliens mitmischen, wie er gerne möchte. Zwar muß „Dom Paulo“ inzwischen auf den geliebten, scharf gerösteten Espresso verzichten, doch von eigentlichem Ruhestand, den er bereits 1998 antrat, kann keine Rede sein. Arns, den zu seinem Geburtstag ganz Brasilien feiert, schreibt weiterhin Bücher, spricht im Radio. Schon zur 21-jährigen Diktaturzeit zählte er zu den bestinformierten Brasilianern, wußte stets, wo gefoltert und gemordet wurde, stellte mutig die verantwortlichen Militärs zur Rede. Und auch heute weiß er genau, was sich hinter den Kulissen der Politik, im Präsidentenpalast Brasilias abspielt, verblüfft mit seinen scharfsinnigen Urteilen, Voraussagen. „O velho Conselheiro dos Catolicos“, der weise Ratgeber der Katholiken, wie man ihn rühmt, hatte selbst den Regierungsskandal um Abgeordneten-und Parteienkauf vorhergesagt, als die meisten Brasilianer derartiges noch für gänzlich unmöglich hielten. Massive Staatskorruption unter Präsident Lula, dem Hoffnungsträger der ganzen Dritten Welt? Doch in Fragen der christlichen Ethik kennt Dom Paulo nun einmal kein Pardon. Über ein halbes Jahr, bevor es Enthüllungen regnete, nennt er die Lula-Regierung unerträglich und enttäuschend, die Korruption den Hauptfeind Brasiliens und Lula für das höchste Staatsamt gar nicht präpariert. Im Grunde sei das Tropenland ohne Regierung, der Staat sehr schwach. Ex-Gewerkschaftsführer Lula, den der Kardinal zu Diktaturzeiten immerhin persönlich an die zwanzig Mal aus den Kerkern des Regimes herausgeholt hatte, beteuert stets, von den finsteren Machenschaften seiner engsten Vertrauten nichts gewußt zu haben. „Wir sind überzeugt, daß Lula es wußte“, kontert jetzt der Kardinal. „Wäre ich an Lulas Stelle, hätte ich den Rücktritt eingereicht, alle anderen Regierungsmitglieder ebenfalls darum gebeten, damit eine neue Phase authentischer Demokratie in Brasilien beginnen kann.“ Wieder einmal in seinem Kämpferleben vertritt der Franziskaner damit zunächst  eine Minderheitenposition, die vielen nicht paßt. Schließlich wird Staatschef Lula am 1. Oktober voraussichtlich mit großer Mehrheit wiedergewählt. Doch der Deutschstämmige weiß natürlich, wie man in Mitteleuropa bei einem solchen Regierungsskandal reagierte.</strong></p>
<p><strong>„Dom Paulo“ stammt aus dem relativ hochentwickelten, von vielen Deutschstämmigen bewohnten Süden Brasiliens, ist Nachfahre ausgewanderter Moselbauern. Er studierte an der Pariser Sorbonne und wurde 1970 zum Erzbischof Sao Paulos ernannt. Dort gründete er mitten in der Diktaturzeit Brasiliens erste katholische Kommission für Gerechtigkeit und Frieden. In Kooperation mit dem brasilianischen Presbyterianerpastor Jaime Wright und dem Weltkirchenrat veröffentlichte Arns das international Aufsehen erregende Werk „Brasil &#8211; nunca mais“ über die Diktaturverbrechen, eines seiner über fünfzig Bücher. Mehr als zwanzig Universitäten der Welt ernannten den Kardinal zum Ehrendoktor. Daß sein geliebtes Sao Paulo derzeit von Terroranschlägen des organisierten Verbrechens heimgesucht wird, schmerzt ihn sehr.Vor den Folgen des ausufernden Rauschgifthandels, der Straffreiheit für Drogengangster und der „Apartheid social“ hatte er die Autoritäten seit Jahrzehnten gewarnt. „Die Spirale der Gewalt führt uns in die Barbarei“.</strong></p>
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<h2>Brasilien: Populäres illegales Glücksspiel wuchs in Rio de Janeiro mit Hilfe von Folterknechten der Militärdiktatur, die auch Karneval von Rio mitdominierten, laut O Globo. Militärpolizist in Sao Vicente von Banditen auf Drogen-Baile Funk mit über 20 Schüssen getötet, zerhackt und verbrannt, laut Landesmedien. Kultur und Kulturpolitik in Brasilien. Frankfurter Buchmesse 2013. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=16542" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/frankfurter-buchmesse-2013-gastland-brasilien/" rel="tag">frankfurter buchmesse 2013 &#8211; gastland brasilien</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/glucksspiel-in-rio-und-folterer/" rel="tag">glücksspiel in rio und folterer</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/militardiktatur-brasiliens/" rel="tag">militärdiktatur brasiliens</a></p>
<p><a href="http://oglobo.globo.com/pais/bicho-cresceu-no-rio-com-ajuda-de-torturadores-10267365">http://oglobo.globo.com/pais/bicho-cresceu-no-rio-com-ajuda-de-torturadores-10267365</a></p>
<p><a href="http://oglobo.globo.com/pais/bicho-cresceu-no-rio-com-ajuda-de-torturadores-10267365">http://oglobo.globo.com/pais/bicho-cresceu-no-rio-com-ajuda-de-torturadores-10267365</a></p>
<p><strong>Starker Einfluß der Folterknechte im Karneval von Rio de Janeiro, laut Dokumenten.</strong></p>
<p><strong>Einer der bekanntesten Folterer war jahrelang Chef der Liga der besten Sambaschulen von Rio de Janeiro…</strong></p>
<p><a href="http://www.ila-web.de/brasilientexte/koks.htm">http://www.ila-web.de/brasilientexte/koks.htm</a></p>
<p><strong> Ausgerechnet ein Vizepräsident der Sozialistischen Internationale(SI), der inzwischen verstorbene Linkspopulist und Ex-Gouverneur Leonel Brizola, gilt als politisch hauptverantwortlich dafür, daß die Verbrechersyndikate in Rio de Janeiro seit den 80ern soviel Macht und Einfluß erreichten, sich derart mit der Politik verquickten. Soziologen, Kolumnisten, selbst Bischöfe der katholischen Kirche betonen einhellig, daß er in zwei Amtszeiten dem organisierten Verbrechen faktisch freien Lauf ließ &#8211; im Tausch gegen politische Unterstützung. Schließlich sind die Slumbewohner auch ein wichtiges Wählerreservoir, müssen gewöhnlich für jene Kandidaten stimmen, die die Slumbosse vorgeben. Brizola, reicher Großgrundbesitzer, Chef der „Demokratischen Arbeitspartei“(PDT), rühmte sich immer seiner Freundschaft zu Willy Brandt – und erntete von der SPD, in deren Gazetten, viel Lob für seine Politik. Nur ganz, ganz wenige in der Partei griffen sich deshalb stets an den Kopf, konnten sich aber nicht durchsetzen. Ein Filialleiter der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung räumte zumindest ein, Brizolas PDT sei aus „pragmatischen Gründen“ in die Sozialistische Internationale aufgenommen worden:“Man war froh, daß überhaupt eine Partei aus Lateinamerika wie die PDT dazugehört – und schaute nicht so genau hin, was diese tut.“ Brizola hielt beste Beziehungen zum letzten Diktaturpräsidenten, dem Geheimdienst-General Joao Figueiredo, seine PDT ging immer wieder Wahlbündnisse mit der Partei des Militärregimes ein. Alles kein Problem für SI und SPD. Die Gangsterbosse tauften eines ihrer wichtigsten Produkte, jene kleinen Kokaintütchen, auf „Brizola“ – ihm zu Ehren. Des PDT-Chefs rechte Hand, der von Europas Intelligentsia bis heute vergötterte „Anthropologe“, Schriftsteller und Kongreßsenator Darcy Ribeiro, verstand sich gemäß hiesigen Medienberichten ebenfalls bestens mit dem organisierten Verbrechen. Historisch wurde ein Foto von 1986: Gouverneurskandidat Ribeiro auf einem Wahlkampfbankett mit schwerreichen Unterwelt-Bossen – Capitao Guimaraes, laut Zeugenaussagen einer der berüchtigtsten Folterknechte aus der Diktaturzeit sagt neben ihm ins Mikrophon:“Wir unterstützen den Kandidaten, der uns unterstützt.“(Hintergrundtext)</strong></p>
<p align="justify">&nbsp;</p>
<p><font size="3" face="Times New Roman"><strong>Literatur: Jürgen Roth, Schmutzige Hände – Wie die westlichen Staaten mit der Drogenmafia kooperieren, Bertelsmann-Verlag München, 2000,</strong></font></p>
<p>“<strong>Höchstes Lob erntete der Diktator und Judenhasser stets von dem “Anthropologen” Darcy Ribeiro:”Getulio Vargas war der größte brasilianische Staatsmann. Er wurde vom Volk am meisten geliebt und von den Patronal-Eliten am meisten gehaßt.” Ribeiros Partei PDT ist Vollmitglied der  Sozialistischen Internationale und betrachtet Vargas als geistigen Ziehvater.”</strong></p>
<p><strong>“O ultimo amigo que enterrei, a pedido dele proprio, foi Darcy Ribeiro.”(Leonardo Boff) (”Der letzte Freund, den ich auf dessen Bitten beerdigt habe, war Darcy Ribeiro”)</strong></p>
<p><strong>Cecilia Coimbra, langjährige Leiterin von “Tortura nunca mais”(Nie mehr Folter):  ”Nach Ustra, sagt sie, sollte auch der berüchtigte Capitao Guimaraes angeklagt werden. In Rio de Janeiro gab er Folter-Lehrvorführungen für jeweils über einhundert Offiziere, demonstrierte laut Zeugenaussagen an politischen Gefangenen die sadistischsten Techniken. Seit dem Diktaturende mischt der Ex-Folterer im brasilianischen Kulturbetrieb mit, organisiert die weltberühmte Karnevalsparade der besten Sambaschulen Rios, ist Chef ihrer Liga. Für Angehörige der Diktaturopfer, für Gefolterte von damals ist besonders absurd, daß die zuständigen Autoritäten, welche genauestens von dessen Taten wissen, ihm diesen Posten nicht entziehen.”</strong></p>
<p><strong>Köln und Rio de Janeiro &#8211; Partnerschaft der politisch Verantwortlichen: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/rio-film-tropa-de-elite-2-fur-oscar-nominiertbester-auslandischer-streifen-stadtepartnerschaft-koln-rio-de-janeiro-trailer-anklicken/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/rio-film-tropa-de-elite-2-fur-oscar-nominiertbester-auslandischer-streifen-stadtepartnerschaft-koln-rio-de-janeiro-trailer-anklicken/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/10/04/frankfurter-buchmesse-2013-gastland-brasilien-schriftstellerin-und-therapeutin-maria-rita-kehleine-stadt-mit-ungleichheit-ist-die-hollees-wird-weiter-gefoltert-folter-bleibt-weiter-straffrei/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/10/04/frankfurter-buchmesse-2013-gastland-brasilien-schriftstellerin-und-therapeutin-maria-rita-kehleine-stadt-mit-ungleichheit-ist-die-hollees-wird-weiter-gefoltert-folter-bleibt-weiter-straffrei/</a></p>
<p><strong>“Folter ohne Ende”: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/</a></p>
<h2>”Die derzeitige brasilianische Regierung ist ein Desaster.” Paulo Coelho</h2>
<p><strong>Folter unter der Rousseff-Regierung: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/07/26/brasilien-folter-unter-der-rousseff-regierung-folter-ist-routine-in-gefangnissen-allgemein-verbreitet-und-institutionalisiert-seit-der-militardiktatur-rechnet-die-gewaltpraxis-in-den-brasiliani/">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/07/26/brasilien-folter-unter-der-rousseff-regierung-folter-ist-routine-in-gefangnissen-allgemein-verbreitet-und-institutionalisiert-seit-der-militardiktatur-rechnet-die-gewaltpraxis-in-den-brasiliani/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2013/10/carosamigosfoltercapa.jpg" alt="carosamigosfoltercapa.jpg" /></p>
<p><strong>Caros Amigos &#8211;  Zeitschrift, in der  auch Brasiliens wichtigster Befreiungstheologe Frei Betto in jeder Ausgabe eine große Kolumne hat.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/07/14/brasiliens-nazistisch-antisemitisch-orientierte-militardiktatur-lieferte-waffen-fur-repression-in-chile-laut-jetzt-veroffentlichten-geheimdokumenten-abkommen-von-diktator-medici-mit-pinochet-geschlo/">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/07/14/brasiliens-nazistisch-antisemitisch-orientierte-militardiktatur-lieferte-waffen-fur-repression-in-chile-laut-jetzt-veroffentlichten-geheimdokumenten-abkommen-von-diktator-medici-mit-pinochet-geschlo/</a></p>
<p><strong>Amnesty International:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/03/tim-cahill-amnesty-international-derzeit-gibt-es-weltweite-euphorie-um-brasilien-doch-wenn-brasilia-wirklich-internationalen-respekt-will-mus-es-die-menschenrechtsverletzungen-im-eigenen-land-b/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/03/tim-cahill-amnesty-international-derzeit-gibt-es-weltweite-euphorie-um-brasilien-doch-wenn-brasilia-wirklich-internationalen-respekt-will-mus-es-die-menschenrechtsverletzungen-im-eigenen-land-b/</a></p>
<p><strong>Günther Zgubic, Gefangenenpriester aus Österreich, zu Folter unter der Lula-Regierung:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/29/osterreichischer-pfarrer-und-gefangenenseelsorger-gunther-zgubic-in-brasilien-weiter-folter-in-allen-varianten-eine-deutsche-frau-wurde-unglaublich-mit-elektroschocks-kaputtgemacht-psychisch-ner/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/29/osterreichischer-pfarrer-und-gefangenenseelsorger-gunther-zgubic-in-brasilien-weiter-folter-in-allen-varianten-eine-deutsche-frau-wurde-unglaublich-mit-elektroschocks-kaputtgemacht-psychisch-ner/</a></p>
<p><strong>Brasiliens populäre Drogen-Baile-Funks &#8211; Massendiscos, häufig vom organisierten Verbrechen veranstaltet, vom Staat gewöhnlich toleriert:</strong></p>
<p><a href="http://g1.globo.com/sp/santos-regiao/noticia/2013/10/policia-encontra-carro-que-seria-de-assassinos-de-pm-em-baile-funk.html">http://g1.globo.com/sp/santos-regiao/noticia/2013/10/policia-encontra-carro-que-seria-de-assassinos-de-pm-em-baile-funk.html</a></p>
<p><strong>“In der Hölle hinter Gittern”: </strong> <a href="http://www.welt-sichten.org/artikel/221/der-hoelle-hinter-gittern">http://www.welt-sichten.org/artikel/221/der-hoelle-hinter-gittern</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2013/05/deutschlandjahrplakat1.jpg" alt="deutschlandjahrplakat1.jpg" /></p>
<p><strong>Scheiterhaufenopfer in Rio de Janeiro von 2013: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/16/brasilien-die-sondergerichte-des-organisierten-verbrechens-in-den-slums-polizei-konnte-zufallig-ein-gefesseltes-und-bereits-gefoltertes-opfer-in-rio-de-janeiro-befreien-am-tage-des-besuchs-von-bu/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/16/brasilien-die-sondergerichte-des-organisierten-verbrechens-in-den-slums-polizei-konnte-zufallig-ein-gefesseltes-und-bereits-gefoltertes-opfer-in-rio-de-janeiro-befreien-am-tage-des-besuchs-von-bu/</a></p>
<p><strong>Auf dem UNO-Ranking für menschliche Entwicklung liegt Brasilien auf Platz 85, Deutschland auf Platz 5.</strong></p>
<p><strong>Paulo Coelho: </strong> <strong> ”Die Gewalt in Rio de Janeiro ist ein Riesenproblem. Der Gouverneur versprach, es zu lösen. Das hat er aber nicht gemacht. Und egal wo man hinschaut, überall springt dich der Teufel der Korruption an.”(Die Welt)</strong></p>
<p><a href="http://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article120667025/Warum-ich-nicht-zur-Frankfurter-Buchmesse-fahre.html">http://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article120667025/Warum-ich-nicht-zur-Frankfurter-Buchmesse-fahre.html</a></p>
<p><strong>Die Sondergerichte des organisierten Verbrechens: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/16/brasilien-die-sondergerichte-des-organisierten-verbrechens-in-den-slums-polizei-konnte-zufallig-ein-gefesseltes-und-bereits-gefoltertes-opfer-in-rio-de-janeiro-befreien-am-tage-des-besuchs-von-bu/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/16/brasilien-die-sondergerichte-des-organisierten-verbrechens-in-den-slums-polizei-konnte-zufallig-ein-gefesseltes-und-bereits-gefoltertes-opfer-in-rio-de-janeiro-befreien-am-tage-des-besuchs-von-bu/</a></p>
<p><strong>Gilberto Gil als Kulturminister: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/22/kulturminister-gilberto-gils-amtszeit-eine-grausige-bilanz-fur-brasilien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/22/kulturminister-gilberto-gils-amtszeit-eine-grausige-bilanz-fur-brasilien/</a></p>
<p><strong>Luiz Ruffato, Mitglied der offiziellen brasilianischen Buchmesse-Delegation, in der Neuen Zürcher Zeitung 2013: </strong></p>
<p><strong>  ”Allerdings sind wir im Alltag noch immer mit einer institutionalisierten Barbarei konfrontiert, die sich nicht nur in einer konstanten physischen Bedrohung, sondern auch in der Korruption und in der absoluten Missachtung des menschlichen Lebens äussert. In Brasilien ist der Begriff des «wilden Kapitalismus» keine Metapher.”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/10/07/luiz-ruffato-mitglied-der-offiziellen-brasilianischen-buchmesse-delegation-in-der-neuen-zurcher-zeitung-2013-allerdings-sind-wir-im-alltag-noch-immer-mit-einer-institutionalisierten-barbarei/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/10/07/luiz-ruffato-mitglied-der-offiziellen-brasilianischen-buchmesse-delegation-in-der-neuen-zurcher-zeitung-2013-allerdings-sind-wir-im-alltag-noch-immer-mit-einer-institutionalisierten-barbarei/</a></p>
<p><strong>Marina Silva und die evangelikalen Wunderheilersekten: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/11/erst-bandit-und-gefurchteter-killer-dann-sektenpastor/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/11/erst-bandit-und-gefurchteter-killer-dann-sektenpastor/</a></p>
<p><strong>Menschenrechtssamba von Jorge Aragao, anklicken: </strong><a href="http://www.youtube.com/watch?v=XkvjkxERac4">http://www.youtube.com/watch?v=XkvjkxERac4</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/12/o-iraque-e-aqui-der-irak-ist-hier-hit-von-jorge-aragao/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/12/o-iraque-e-aqui-der-irak-ist-hier-hit-von-jorge-aragao/</a></p>
<p><strong>Brasiliens jüngste systemkritische Straßenproteste: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/10/08/brasiliens-systemkritikerproteste-2013-wieder-kundgebungen-der-streikenden-lehrer-von-rio-de-janeiro-citystrasen-besetzt/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/10/08/brasiliens-systemkritikerproteste-2013-wieder-kundgebungen-der-streikenden-lehrer-von-rio-de-janeiro-citystrasen-besetzt/</a></p>
<p><strong>Fotoserie &#8211; Systemkritikerproteste 2013: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/06/22/brasilien-systemkritikerproteste-2013-eh-dilma-vai-tomando-cu-skandiert-das-menschenmeer-der-avenida-paulista-in-sao-paulo-am-tag-nach-der-tv-ansprache-von-prasidentin-dilma-rousseff/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/06/22/brasilien-systemkritikerproteste-2013-eh-dilma-vai-tomando-cu-skandiert-das-menschenmeer-der-avenida-paulista-in-sao-paulo-am-tag-nach-der-tv-ansprache-von-prasidentin-dilma-rousseff/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/17/brasilien-offentliche-sicherheit-und-basis-menschenrechte-unter-der-rousseff-regierung-hier-wurde-ich-uberfallen-poster-aktion-in-sudbrasilianischer-millionenstadt-porto-alegre-weist-auf-gewalt/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/17/brasilien-offentliche-sicherheit-und-basis-menschenrechte-unter-der-rousseff-regierung-hier-wurde-ich-uberfallen-poster-aktion-in-sudbrasilianischer-millionenstadt-porto-alegre-weist-auf-gewalt/</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.hart-brasilientexte.de/2013/10/09/brasilien-gravierende-menschenrechtslage-uno-experte-paulo-sergio-pinheiro-polizei-foltert-nach-wie-vor-problem-bei-buchmesseeroffnung-in-frankfurt-2013-ausgeklammert/feed/</wfw:commentRss>
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		</item>
		<item>
		<title>Brasiliens Menschenrechtsexperte Paulo Sergio Pinheiro, Leiter der UNO-Ermittlermission für Syrien, Website-Interviewpartner seit Jahren. Mit seinen Bewertungen der gravierenden Menschenrechtslage Brasiliens chancenlos im gesteuerten mitteleuropäischen Mainstream.</title>
		<link>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/11/brasiliens-menschenrechtsexperte-paulo-sergio-pinheiro-leiter-der-uno-ermittlermission-fur-syrien-website-interviewpartner-seit-jahren/</link>
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		<pubDate>Fri, 11 May 2012 15:49:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[]]></category>
		<category><![CDATA[Paulo Sergio Pinheiro]]></category>
		<category><![CDATA[UNO-Beobachtermission für Syrien]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/11/brasiliens-menschenrechtsexperte-paulo-sergio-pinheiro-leiter-der-uno-ermittlermission-fur-syrien-website-interviewpartner-seit-jahren/</guid>
		<description><![CDATA[http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/10/paulo-sergio-pinheiro-uno-sonderberichterstatter-menschenrechtsexperte-der-mehrheit-der-brasilianer-werden-deren-rechte-verweigert-in-allen-brasilianischen-polizeiwachen-wird-gefoltert-jeder-we/ Pinheiro zum Ministerbesuch in der Favela: &#8222;Hier geschah das, als ob es das Normalste von der Welt wäre. Die Autoritäten wissen genau,  wie die Lage in den Slums ist&#8220;: http://www.dradio.de/dlr/sendungen/fazit/337614/ Menschenrechtsexperte Paulo Sergio Pinheiro, Mitglied der 2012 gegründeten Wahrheitskommission zur Ermittlung von Diktaturverbrechen, hat diese Favela-Zustände bereits seit den 90er Jahren immer wieder angeprangert, [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h2></h2>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/06/pinheirosgut.jpg" alt="pinheirosgut.jpg" /></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/10/paulo-sergio-pinheiro-uno-sonderberichterstatter-menschenrechtsexperte-der-mehrheit-der-brasilianer-werden-deren-rechte-verweigert-in-allen-brasilianischen-polizeiwachen-wird-gefoltert-jeder-we/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/10/paulo-sergio-pinheiro-uno-sonderberichterstatter-menschenrechtsexperte-der-mehrheit-der-brasilianer-werden-deren-rechte-verweigert-in-allen-brasilianischen-polizeiwachen-wird-gefoltert-jeder-we/</a></strong></p>
<p><strong>Pinheiro zum Ministerbesuch in der Favela: &#8222;Hier geschah das, als ob es das Normalste von der Welt wäre. Die Autoritäten wissen genau,  wie die Lage in den Slums ist&#8220;: </strong></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dlr/sendungen/fazit/337614/"><strong>http://www.dradio.de/dlr/sendungen/fazit/337614/</strong></a></p>
<p><strong>Menschenrechtsexperte Paulo Sergio Pinheiro, Mitglied der 2012  gegründeten Wahrheitskommission zur Ermittlung von Diktaturverbrechen,  hat diese Favela-Zustände bereits seit den 90er Jahren immer wieder  angeprangert, auch unter der Lula-Rousseff-Regierung &#8211; wie man sieht,  ohne nennenswerten Widerhall in  Mitteleuropa, was Bände spricht.  </strong></p>
<p><strong>&#8222;E preciso lutar para que o Estado no Brasil nao continue a ser destruido.&#8220;</strong></p>
<p><strong>Angesichts des neuen Mega-Skandals Cachoeiragate sind auch Pinheiros bereits in den 90er Jahren angestellte Analysen über Macht und Einfluß des organisierten Verbrechens der Glücksspielmafia sehr aufschlußreich.  </strong></p>
<p><strong>Pinheiro im Website-Interview zur Slum-Diktatur: &#8222;Es ist nötig, diese Gebiete von der Herrschaft des organisierten Verbrechens zu befreien. Hier zeigt sich, wie der brasilianische Staat die Kontrolle über Teile seines Territoriums verlor. All dies ist nur möglich, weil es Korruption gibt. Banditenkommandos beherrschen das gesamte Leben der Bevölkerung &#8211; durch Folter, Mord, eine Atmosphäre der Angst. Es ist evident, daß man von dieser Bevölkerung nicht erwarten kann, daß sie protestiert, revoltiert &#8211; angesichts der mit Granaten und MGs bewaffneten Banditenkommandos. Die Dinge kamen zu diesem Punkt wegen der Nachsicht, der Toleranz seitens der staatlichen Autoritäten. Man zeigte Nachsicht, weil man politische Vorteile aus dieser Situation zog. &#8222;</strong></p>
<p><a href="http://www.ila-web.de/brasilientexte/vidigal.htm"><strong>http://www.ila-web.de/brasilientexte/vidigal.htm</strong></a></p>
<p><strong>Brasiliens entsetzlich spät ernannte  Wahrheitskommission über Verbrechen der nazistisch-antisemitisch  orientierten Militärdiktatur(1964-1985): Paulo Sergio Pinheiro und Maria  Rita Kehl als hervorragende Experten. Holocaust, Günter Grass, Israel,  Antisemitismus, Lula, Ahmadinedschad, jüdische Gemeinde in Brasilien.</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=13063" title="Beitrag bearbeiten">**</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/05/pinheiropaulosergiomemorialla.jpg" alt="pinheiropaulosergiomemorialla.jpg" /></p>
<p>Tags: , <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-wahrheitskommission/" rel="tag">Brasiliens Wahrheitskommission</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/maria-rita-kehl/" rel="tag">Maria Rita Kehl</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/paulo-sergio-pinheiro/" rel="tag">Paulo Sergio Pinheiro</a></p>
<p><strong>Der Menschenrechtsexperte und UNO-Berater Paulo  Sergio Pinheiro war bereits unter der Lula-Regierung durch seine  gutfundierte, scharfe Kritik an der gravierenden Menschenrechtslage  Brasiliens aufgefallen &#8211; die Psychoanalytikerin Maria Rita Kehl gehörte  zur Jury eines internationalen Tribunals über Menschenrechtsverbrechen  des Staates in Brasilien. Leider kommt die Wahrheitskommission viel zu  spät, ungezählte wichtige Dokumente wurden aus geheimen  Regierungsarchiven bereits entfernt, auch unter der  Lula-Rousseff-Regierung, heißt es in Brasilien, leben zudem viele  wichtige Zeitzeugen nicht mehr. Die bewußte Verzögerung der  Diktatur-Aufarbeitung in Brasilien brachte für die Diktaturverbrecher  enorme Vorteile, wenn man mit Vorgehensweisen zur  Vergangenheitsbewältigung in Nachbarländern wie Argentinien  vergleicht.Hinweis auf die politische Ausrichtung der politisch  Verantwortlichen &#8211; und ihrer Sympathisanten im Ausland.</strong></p>
<p><strong><strong>Führende brasilianische Menschenrechtsaktivisten wie   UNO-Berater Paulo Sergio Pinheiro betonen, daß es nicht zur politischen   Tradition Brasiliens gehört, historische Wahrheiten klarzustellen.</strong></strong></p>
<p><span id="more-13064"></span></p>
<p><strong>Internationales Menschenrechtstribunal 2008 mit Waldemar  Rossi und Maria Rita Kehl in der Jury &#8211; Dilma Rousseff war zu diesem  Zeitpunkt Chefministerin der Lula-Regierung: </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/06/menschenrechtstribunal-in-sao-paulo-verurteilt-brasilianischen-staat-wegen-folter-gefangnis-horror-kriminalisierung-von-armen-und-sozialbewegungen-sowie-wegen-bruchs-internationaler-menschenrechtsab/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/06/menschenrechtstribunal-in-sao-paulo-verurteilt-brasilianischen-staat-wegen-folter-gefangnis-horror-kriminalisierung-von-armen-und-sozialbewegungen-sowie-wegen-bruchs-internationaler-menschenrechtsab/</strong></a></p>
<h2>Brasilien: Der Gefolterte und die unter  Lula-Rousseff fortdauernde  Straffreiheit für Folterer und andere  Diktaturverbrecher. Wer damals  mit dem Militärregime eng kooperierte. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=12976" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: , <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/arbeiterseelsorge-sao-paulo/" rel="tag">Arbeiterseelsorge Sao Paulo</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-militardiktatur/" rel="tag">Brasiliens Militärdiktatur</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/waldemar-rossi/" rel="tag">Waldemar Rossi</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/willy-brandt-flughafen-berlin/" rel="tag">Willy-Brandt-Flughafen Berlin</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/05/mairossibestrafungfolterer12.jpg" alt="mairossibestrafungfolterer12.jpg" /></p>
<p>Waldemar Rossi, Führer der bischöflichen Arbeiterseelsorge der Erzdiözese Sao Paulos, am 1. Mai 2012.</p>
<p><a href="http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html"><strong>http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html</strong></a></p>
<p><strong>“Die vergessene Diktatur”:</strong> <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/941885/"><strong>http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/941885/</strong></a></p>
<p><strong>Waldemar Rossi, Führer der Arbeiterpastoral der Erzdiözese    Sao Paulo, wurde damals vom Militärregime eingekerkert, gefoltert &#8211; die    auch von der SS benutzte Foltermethode der Papageienschaukel(das Opfer    wird mit den Kniekehlen mit dem Kopf nach unten an einer Eisenstange    aufgehängt,Handgelenke werden an den Fußgelenken oder der Stange    befestigt; dazu täglich stundenlang Elektroschocks. Der deutschstämmige   Kardinal Paulo Paulo Evaristo Arns macht  Druck, alarmiert den Vatikan,   holt Waldemar Rossi und andere  Widerstandskämpfer heraus, besucht sie   vorher in ihrer Zelle &#8211; heute  Teil des Widerstands-Memorials von Sao   Paulo.</strong></p>
<p><strong>In nicht wenigen deutschsprachigen Veröffentlichungen,    darunter Büchern, wird die brasilianische Militärdiktatur    auffälligerweise verharmlost.</strong></p>
<p><strong>Unterdessen hat der Ex-Offizier der politischen Polizei DOPS   des Militärregimes, Claudio Antonio Guerra, in einem neuen Buch  erklärt,  exekutierte und totgefolterte Diktaturgegner in den Öfen einer   Zuckerfabrik des Teilstaats Rio de Janeiro verbrannt zu haben. Der   Besitzer der Zuckerfabrik, hieß es, gehörte zur Diktaturpartei ARENA,   die von José Sarney geführt wurde &#8211; heute Chef des Nationalkongresses in   Brasilia und wichtigster politischer Verbündeter von Staatschefin  Dilma  Rousseff. Wer sich seit den 80er Jahren aufmerksam in Rio de  Janeiro  umhörte, erfuhr durch den DOPS-Offizier nichts Neues &#8211; viele  aus Chile  oder Argentinien bekannte Greueltaten der Militärs fanden  auch in  Brasilien ihre Entsprechung. Schließlich arbeiteten die  Militärregimes  dieser Zeit eng zusammen, bekamen entsprechende Hilfe  von interessierter  Seite des Auslands. In diesem Kontext wird auch in  Mitteleuropa alles  getan, um durch Verschweigen bestimmte Biographien  zu schützen.  Ebenfalls von interessierter Seite wurde ausgestreut,  Brasiliens  Militärdiktatur sei bei weitem nicht so grausam vorgegangen  wie Regimes  in Nachbarländern, im Chile Pinochets.</strong></p>
<p><font color="#bb0000"><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/04/dik2.JPG" alt="dik2.JPG" /></font></p>
<p><strong>“Wo sind unsere Toten?” (Protestkundgebung in Sao Paulo 2012)</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/15/brasiliens-militardiktatur-uberlebende-von-verfolgung-und-folter-clarice-herzog-witwe-des-ermordeten-judischen-journalisten-vladimir-herzog-und-regimegegner-waldemar-rossi-heute-fuhrer-der-bisch/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/15/brasiliens-militardiktatur-uberlebende-von-verfolgung-und-folter-clarice-herzog-witwe-des-ermordeten-judischen-journalisten-vladimir-herzog-und-regimegegner-waldemar-rossi-heute-fuhrer-der-bisch/</strong></a></p>
<h2>Brasiliens (Lateinamerikas?)genialster  Karikaturist Angeli, von der   größten Qualitätszeitung “Folha de Sao  Paulo”, mit einer aktuellen   Zeichnung zur “Vergangenheitsbewältigung” &#8211;  aus der Serie   “Bananenrepublik”. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=12608" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/angeli/" rel="tag">Angeli</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-vergangenheitsbewaltigung/" rel="tag">Brasiliens Vergangenheitsbewältigung.</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/folha-de-sao-paulo/" rel="tag">Folha de Sao Paulo</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/03/angelibananenrepublikdiktatur.JPG" alt="angelibananenrepublikdiktatur.JPG" /></p>
<p><strong>Ausriß März 2012.</strong></p>
<p><strong>“Boaventura hat Sehnsucht nach der Diktatur. Felinto betont,    daß die Folter nötig war. Olinto meint, daß Einkerkerungen und  Tötungen   gerechtfertigt waren. Frota sagte, daß man in dieser Zeit gut  lebte.”</strong></p>
<p><strong>Übereinstimmungen mit Einschätzungen von damals und heute in Brasilien lebenden Mitteleuropäern sind sicher reiner Zufall.  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/19/gestapo-folter-unter-brasiliens-diktator-getulio-vargas-trager-des-bundesverdienstkreuzes-der-fall-des-deutschen-harry-berger/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/19/gestapo-folter-unter-brasiliens-diktator-getulio-vargas-trager-des-bundesverdienstkreuzes-der-fall-des-deutschen-harry-berger/</a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/01/brasiliens-1-mai-2012-waldemar-rossi-fuhrer-der-bischoflichen-arbeiterseelsorge-der-erzdiozese-sao-paulos-predigt-in-der-kathedrale-beim-arbeitergottesdienst/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/01/brasiliens-1-mai-2012-waldemar-rossi-fuhrer-der-bischoflichen-arbeiterseelsorge-der-erzdiozese-sao-paulos-predigt-in-der-kathedrale-beim-arbeitergottesdienst/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/02/brasiliens-unbewaltigte-diktaturvergangenheit-demonstranten-fordern-am-1-mai-2012-die-bestrafung-der-diktatur-folterknechte/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/02/brasiliens-unbewaltigte-diktaturvergangenheit-demonstranten-fordern-am-1-mai-2012-die-bestrafung-der-diktatur-folterknechte/</strong></a></p>
<p><strong>Brasiliens katholischer Menschenrechtsaktivist Waldemar Rossi &#8211; Fotoserie:</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/gri5.JPG" alt="gri5.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/22/brasiliens-bildungswesen-waldemar-rossi-fuhrer-der-katholischen-arbeiterseelsorge-sao-paulos-analysiert/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/22/brasiliens-bildungswesen-waldemar-rossi-fuhrer-der-katholischen-arbeiterseelsorge-sao-paulos-analysiert/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/04/herzogrossi.JPG" alt="herzogrossi.JPG" /></p>
<p><strong>Clarice Herzog und Waldemar Rossi 2011 auf Veranstaltung des Stadtparlaments zu Ehren von Kardinal Paulo Evaristo Arns.</strong></p>
<p><strong>Waldemar Rossi und die nazistisch-antisemitisch orientierte Militärdiktatur Brasiliens:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/15/brasiliens-militardiktatur-uberlebende-von-verfolgung-und-folter-clarice-herzog-witwe-des-ermordeten-judischen-journalisten-vladimir-herzog-und-regimegegner-waldemar-rossi-heute-fuhrer-der-bisch/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/15/brasiliens-militardiktatur-uberlebende-von-verfolgung-und-folter-clarice-herzog-witwe-des-ermordeten-judischen-journalisten-vladimir-herzog-und-regimegegner-waldemar-rossi-heute-fuhrer-der-bisch/</font></strong></a></p>
<p><strong>Waldemar Rossis Einschätzung des Libyenkriegs: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/01/der-libyen-krieg-die-sicht-der-bischoflichen-arbeiterseelsorge-im-grosten-katholischen-land-brasilien-waldemar-rossi-pastoralleiter-in-der-erzdiozese-von-sao-paulo/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/01/der-libyen-krieg-die-sicht-der-bischoflichen-arbeiterseelsorge-im-grosten-katholischen-land-brasilien-waldemar-rossi-pastoralleiter-in-der-erzdiozese-von-sao-paulo/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/05/waldemarrossi2009grito.jpg" alt="waldemarrossi2009grito.jpg" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/09/19/aufschrei-der-ausgeschlossenen-2008-waldemar-rossi-leiter-der-arbeiterseelsorge-der-erzdiozese-sao-paulos/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/09/19/aufschrei-der-ausgeschlossenen-2008-waldemar-rossi-leiter-der-arbeiterseelsorge-der-erzdiozese-sao-paulos/</a></p>
<p><img src="http://www.ostblog.de/images/rossi1.jpg" alt="rossi1.jpg" height="660" width="500" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/30/brasiliens-bildungspolitik-unter-lula-rousseff-nur-durchschnittlich-27-stunden-unterricht-taglich-laut-grosunternehmer-jorge-gerdau-viele-unternehmer-stufen-lula-als-nicht-links-ein/">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/30/brasiliens-bildungspolitik-unter-lula-rousseff-nur-durchschnittlich-27-stunden-unterricht-taglich-laut-grosunternehmer-jorge-gerdau-viele-unternehmer-stufen-lula-als-nicht-links-ein/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/05/waldemarrossikathedrale.jpg" alt="waldemarrossikathedrale.jpg" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/02/sklavenarbeit-unter-lula-angeprangert-vom-deutschstammigen-kardinal-odilo-scherer-im-protest-gottesdienst-am-1-mai-in-der-kathedrale-sao-paulo/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/02/sklavenarbeit-unter-lula-angeprangert-vom-deutschstammigen-kardinal-odilo-scherer-im-protest-gottesdienst-am-1-mai-in-der-kathedrale-sao-paulo/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/05/widerstandskampferrossi.jpg" alt="widerstandskampferrossi.jpg" /></p>
<p>Rossi spricht in Sao Paulo vor Jugendlichen im früheren Folterzentrum der Militärdiktatur.</p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/05/widerstandskampferrossi2.jpg" alt="widerstandskampferrossi2.jpg" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/24/widerstandskampfer-brasiliens-zur-diktaturzeit-sadistisch-gefoltert-heute-im-kampf-gegen-die-fortdauernde-folter/#more-2360">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/24/widerstandskampfer-brasiliens-zur-diktaturzeit-sadistisch-gefoltert-heute-im-kampf-gegen-die-fortdauernde-folter/#more-2360</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/05/widerstandskampfer2.jpg" alt="widerstandskampfer2.jpg" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/03/waldemar-rossi-fuhrer-der-arbeiterpastoral-sao-paulos-wahrend-des-1mai-festes-vor-der-kathedrale/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/03/waldemar-rossi-fuhrer-der-arbeiterpastoral-sao-paulos-wahrend-des-1mai-festes-vor-der-kathedrale/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2008/09/waldemarkleinjpg.jpg" alt="waldemarkleinjpg.jpg" /></p>
<p><strong>”Lula hat das brasilianische Volk verraten, ist eine    Kanaille. Der Aufschrei der Ausgeschlossenen &#8211; das ist    Befreiungstheologie in der Praxis! Wir alle wissen hier, wie das ist:    Hunger zu leiden, verfolgt zu werden &#8211; oder abhängig zu sein von so    einem armseligen Mindestlohn wie dem heute gezahlten. So geht es    Millionen von Brasilianern.”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/09/07/die-franziskaner-und-der-aufschrei-der-ausgeschlossenen-in-sao-paulo-befreiungstheologe-frei-betto-hat-recht-unter-lula-hat-die-soziale-ungleichheit-zugenommen-vor-wenigen-tagen-wurde-wieder/#more-815">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/09/07/die-franziskaner-und-der-aufschrei-der-ausgeschlossenen-in-sao-paulo-befreiungstheologe-frei-betto-hat-recht-unter-lula-hat-die-soziale-ungleichheit-zugenommen-vor-wenigen-tagen-wurde-wieder/#more-815</a></p>
<p><strong><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/08/waldemarrossitribunal.jpg" alt="waldemarrossitribunal.jpg" /></strong></p>
<p>Rossi als Jurymitglied bei Internationalem Menschenrechtstribunal in der Rechtsfakultät von Sao Paulo.</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/31/renommierte-brasilianische-menschenrechtsaktivisten-fotoserie/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/31/renommierte-brasilianische-menschenrechtsaktivisten-fotoserie/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/baum2.JPG" alt="baum2.JPG" /></p>
<p><strong>Die Rossis.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/05/waldemarrossi1123.jpg" alt="waldemarrossi1123.jpg" /></p>
<p>Rossi predigt am 1. Mai 2012 in der Kathedrale Sao Paulos.</p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/05/waldemarrossigrito112.jpg" alt="waldemarrossigrito112.jpg" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/01/brasiliens-1-mai-2012-waldemar-rossi-fuhrer-der-bischoflichen-arbeiterseelsorge-der-erzdiozese-sao-paulos-predigt-in-der-kathedrale-beim-arbeitergottesdienst/">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/01/brasiliens-1-mai-2012-waldemar-rossi-fuhrer-der-bischoflichen-arbeiterseelsorge-der-erzdiozese-sao-paulos-predigt-in-der-kathedrale-beim-arbeitergottesdienst/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/05/waldemarrossigrito11.jpg" alt="waldemarrossigrito11.jpg" /></p>
<p><strong>Rossi über Lula und die Streiks in Brasilien: <a href="http://amaivos.uol.com.br/amaivos09/noticia/noticia.asp?cod_noticia=10273&amp;cod_canal=41"> http://amaivos.uol.com.br/amaivos09/noticia/noticia.asp?cod_noticia=10273&amp;cod_canal=41</a></strong></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=evQR567p15Q&amp;feature=related"><strong>http://www.youtube.com/watch?v=evQR567p15Q&amp;feature=related</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/05/waldemarrossigrito111.jpg" alt="waldemarrossigrito111.jpg" /></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=GcH4wRhxzB0"><strong> http://www.youtube.com/watch?v=GcH4wRhxzB0</strong></a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=w9JL5reEZlg&amp;feature=related"><strong>http://www.youtube.com/watch?v=w9JL5reEZlg&amp;feature=related</strong></a></p>
<p>Rossi und Chico Whitaker, Weltsozialforum: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/07/28/chico-whitaker-katholischer-menschenrechtsaktivist-brasiliens-trager-des-alternativen-nobelpreises-bereitet-das-sozialforum-sao-paulo-vor-gesichter-brasiliens/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/07/28/chico-whitaker-katholischer-menschenrechtsaktivist-brasiliens-trager-des-alternativen-nobelpreises-bereitet-das-sozialforum-sao-paulo-vor-gesichter-brasiliens/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/07/waldemarrossiforum1.JPG" alt="waldemarrossiforum1.JPG" /></p>
<p><strong>Waldemar Rossi, Führer der Arbeiterpastoral in der Erzdiözese, debattiert, macht Vorschläge.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/05/waldemarrossibaum.jpg" alt="waldemarrossibaum.jpg" /></p>
<p>Ein Baum für Kardinal Paulo Evaristo Arns &#8211; vorm Franziskanerkloster in Sao Paulo.</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/22/brasiliens-bildungswesen-waldemar-rossi-fuhrer-der-katholischen-arbeiterseelsorge-sao-paulos-analysiert/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/22/brasiliens-bildungswesen-waldemar-rossi-fuhrer-der-katholischen-arbeiterseelsorge-sao-paulos-analysiert/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/08/flughafen-willy-brandt-in-berlin-wird-verspatete-eingeweiht-was-brasilianer-mit-dem-namen-willy-brandt-verbinden/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/08/flughafen-willy-brandt-in-berlin-wird-verspatete-eingeweiht-was-brasilianer-mit-dem-namen-willy-brandt-verbinden/</strong></a></p>
<p><strong>Paulo Sergio Pinheiro, regelmäßig Interviewpartner der Website:</strong></p>
<h2>Brasilien: Paulo Sérgio Pinheiro,  UNO-Sonderberichterstatter,  Menschenrechtsexperte, Genf, Sao Paulo. “Der  Mehrheit der Brasilianer  werden die Rechte verweigert. In allen  brasilianischen Polizeiwachen  wird gefoltert, jeder weiß das.” Gesichter  Brasiliens. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=2580" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasilien/" rel="tag">Brasilien</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/city-of-god/" rel="tag">City of God</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/filmemacher-paulo-lins/" rel="tag">Filmemacher Paulo Lins</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/menschenrechtsaktivist/" rel="tag">Menschenrechtsaktivist</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/paulo-sergio-pinheiro/" rel="tag">Paulo Sergio Pinheiro</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/uno-sonderberichterstatter/" rel="tag">UNO-Sonderberichterstatter</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/06/pinheirosgut.jpg" alt="pinheirosgut.jpg" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/04/07/unsagliche-folterpraxis-in-brasilien-gunter-nooke-menschenrechtsbeauftragter-der-deutschen-bundesregierung-kritisiert-in-brasilien-folter-und-andere-menschenrechtsverletzungen-druck-ist-noti/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/04/07/unsagliche-folterpraxis-in-brasilien-gunter-nooke-menschenrechtsbeauftragter-der-deutschen-bundesregierung-kritisiert-in-brasilien-folter-und-andere-menschenrechtsverletzungen-druck-ist-noti/</a></p>
<p><strong>“Geschähe derartiges in Berlin, würde die Regierung stürzen”:</strong> <a href="http://www.dradio.de/dlr/sendungen/fazit/337614/">http://www.dradio.de/dlr/sendungen/fazit/337614/</a></p>
<p><strong>Filmemacher Paulo Lins(City of God):</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/20/paulo-lins-gesichter-brasiliens/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/20/paulo-lins-gesichter-brasiliens/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/07/weiter-folter-in-brasilien-lokale-militardiktatur-des-organisierten-verbrechens-uber-slums-unter-lula-regierung-laut-brasilianischem-grunen-politiker-alfredo-sirkis-peter-scholl-latour-uber-bra/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/07/weiter-folter-in-brasilien-lokale-militardiktatur-des-organisierten-verbrechens-uber-slums-unter-lula-regierung-laut-brasilianischem-grunen-politiker-alfredo-sirkis-peter-scholl-latour-uber-bra/</a></p>
<p><strong>“Brasilien ist eine <a href="http://www.brasilien-info.at/wirtschaft/index.html">Industriemacht</a>, die achtgrößte Wirtschaftsnation der Welt, modern und fortschrittlich.”</strong></p>
<p><strong>“Progressive Regierung”.</strong></p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/journal/2009/juni/kolumne-kopf-unter-wasser">http://www.amnesty.de/journal/2009/juni/kolumne-kopf-unter-wasser</a></p>
<p><strong>Amnesty Journal 2009:</strong></p>
<p><strong>“KOPF UNTER WASSER</strong></p>
<p><strong>Gravierende Menschenrechtsverletzungen offiziell abzustreiten    oder zu  vertuschen, kommt heutzutage bei der internationalen    Gemeinschaft  schlecht an. Das weiß auch die brasilianische Regierung    und geht deshalb  seit langem einen anderen Weg: Mit erstaunlicher,    entwaffnender  Offenheit wird in- wie ausländischen Kritikern bestätigt,    dass sie  völlig im Recht seien. Man sehe die Dinge ganz genau so und    habe bereits  wirksame Schritte, etwa zur Abschaffung der Folter,    eingeleitet. Doch  auf die Worte folgen meist keine Taten.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Menschenrechtsaktivisten wie der    österreichische Pfarrer Günther  Zgubic, der die bischöfliche    Gefangenenseelsorge in Brasilien leitet,  vermissen seit Jahren    deutliche Worte von deutscher Seite. Schließlich  ist Lateinamerikas    größte Demokratie ein wichtiger strategischer Partner  von Deutschland,    und die Regierung in Berlin spricht gerne von den  “gemeinsamen   Werten”,  die beide Staaten verbinden würden. Mit dem    Menschenrechtsbeauftragten  der Bundesregierung, Günter Nooke, hat jetzt    zum ersten Mal endlich  ein hochrangiger deutscher Politiker in der    Hauptstadt Brasilia die  Probleme offen angesprochen.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Zgubic erinnert immer wieder an die    wohlklingenden Versprechungen,  die Präsident Luiz Inácio Lula da Silva    bei seinem Amtsantritt 2003  verkündet hat: “Er hat öffentlich  erklärt,   dass er Folter und andere  grausame, unmenschliche Praktiken  nicht  mehr  duldet.” Leere Worte aus  Brasilia, denn nach Informationen  von  Zgubic  existiert die Folter in  allen Varianten, um Geständnisse  zu  erzwingen:  “Es werden Elektroschocks  eingesetzt, man presst den  Kopf  unter Wasser.  Auf allen Polizeiwachen  Brasiliens werden  Häftlinge  gefoltert”, meint  Zgubic.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Nun sieht er sich überraschend durch Nooke    bestätigt. “Stehen  Menschenrechtsprobleme wie die unsägliche    Folterpraxis beim  Staatspräsidenten ganz oben auf der Prioritätenliste?    Wieso wird nicht  stärker kritisiert, dass die Regierung alle    internationalen  Verpflichtungen eingeht, ohne sie dann auch konsequent    umzusetzen? Wir  merken, dass sich Brasilien beim Thema Menschenrechte    von Europa  entfernt”, erklärte Nooke kürzlich. Brasilien dürfe im     Menschenrechtsbereich nicht abdriften.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Doch vielleicht ist dies längst passiert.    Paulo Vannuchi, Leiter des  Staatssekretariats für Menschenrechte in    Brasilia, hatte in der Zeitung  “Folha de São Paulo” betont, dass das    brasilianische Strafgesetz die  ­Todesstrafe zwar nicht vorsehe, dennoch    aber täglich außergerichtliche  Exekutionen stattfinden würden.    Gemeinsame Werte? Pedro Ferreira, Anwalt  bei der bischöflichen    Gefangenenseelsorge, findet es bedrohlich, dass  selbst nach offiziellen    Angaben derzeit über 126.000 Häftlinge trotz  verbüßter Strafe  illegal   weiter festgehalten werden.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Ehemalige Gegner der Diktatur (1964 bis    1985) weisen zudem auf die  fatalen Folgen der nicht bewältigten    Gewaltherrschaft hin. Nicht einmal  die Öffnung der Geheimarchive aus    der Zeit der Diktatur sei unter Lula  veranlasst worden, kritisiert    Bundesstaatsanwalt Marlon Weichert aus São  Paulo. Die Straflosigkeit    inspiriert seiner Meinung nach jene  Staatsfunktionäre, die heute im    Polizeiapparat und im Gefängnissystem  “Folter und Ausrottung”    betrieben. Mit leeren Worte kann man an diesen  ­Zuständen wohl kaum    etwas ändern.</strong></p>
<h2>Außergewöhnliche Frauen Brasiliens &#8211; Maria  Rita Kehl.  Mainstream-Anhängerinnen haben an ihr keine Freude.  Wichtigster  brasilianischer Literaturpreis “Premio Jabuti” sowie   Menschenrechtspreis 2010 an Maria Rita Kehl. Jurymitglied bei   regierungskritischem internationalen Menschenrechtstribunal in Sao   Paulo. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=8337" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: , , <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasilien/" rel="tag">Brasilien</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/mainstream/" rel="tag">Mainstream</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/maria-rita-kehl/" rel="tag">Maria Rita Kehl</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/premio-jabuti/" rel="tag">Premio Jabuti</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/sao-paulo/" rel="tag">Sao Paulo</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/stefan-zweig/" rel="tag">Stefan Zweig</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/unabhangige-autoren/" rel="tag">unabhängige Autoren</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/08/05/brasiliens-streitkrafte-und-die-slum-diktatur3-o-impensavel-maria-rita-kehl-therapeutin-kolumnistin/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/08/05/brasiliens-streitkrafte-und-die-slum-diktatur3-o-impensavel-maria-rita-kehl-therapeutin-kolumnistin/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/12/massaker-vor-allem-an-jugendlichen-im-complexo-do-alemao-von-rio-de-janeiro-fakten-unterdruckt-von-autoritaten-betonen-kirchliche-menschenrechtsaktivisten-im-website-interview/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/12/massaker-vor-allem-an-jugendlichen-im-complexo-do-alemao-von-rio-de-janeiro-fakten-unterdruckt-von-autoritaten-betonen-kirchliche-menschenrechtsaktivisten-im-website-interview/</a></p>
<p><a href="http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html">http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/01/mariaritakehl2.jpg" alt="mariaritakehl2.jpg" /></p>
<p><strong><strong>Maria Rita Kehl beim Website-Interview.  <a href="http://www.mariaritakehl.psc.br/">http://www.mariaritakehl.psc.br/</a></strong></strong></p>
<p><strong><a href="http://wissen.dradio.de/index.37.de.html?dram:article_id=4122&amp;sid">http://wissen.dradio.de/index.37.de.html?dram:article_id=4122&amp;sid</a>=</strong></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/27/maria-rita-kehl-in-sao-paulo-therapeutin-kolumnistin-autorin-gesichter-brasiliens/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/27/maria-rita-kehl-in-sao-paulo-therapeutin-kolumnistin-autorin-gesichter-brasiliens/</a></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/12/maria-rita-kehl-kolumnistin-und-therapeutin-von-zeitung-o-estado-de-sao-paulo-wegen-abweichender-meinungen-gefeuert-laut-landesmedien-der-mainstream-politische-interessen-und-die-wachsend/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/12/maria-rita-kehl-kolumnistin-und-therapeutin-von-zeitung-o-estado-de-sao-paulo-wegen-abweichender-meinungen-gefeuert-laut-landesmedien-der-mainstream-politische-interessen-und-die-wachsend/</a></strong></p>
<p><strong><strong>Stefan Zweig:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/21/brasilien-ein-land-der-zukunft-ehrung-fur-propaganda-buch-von-stefan-zweig-fallt-wegen-umweltkatastrophe-in-petropolis-ins-wasser/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/21/brasilien-ein-land-der-zukunft-ehrung-fur-propaganda-buch-von-stefan-zweig-fallt-wegen-umweltkatastrophe-in-petropolis-ins-wasser/</a></strong></p>
<h2>Brasiliens systemkritischer Abgeordneter  Marcelo Freixo, in “Tropa  de Elite” nachgezeichnet, kandidiert in Rio de  Janeiro für  Bürgermeisterposten, machte den Musiker Marcelo Yuka zu  seinem Vize.  Amnesty International zu Marcelo Freixo.  Lula-Pressekonferenz in  Berlin… <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=12605" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/marcelo-freixo/" rel="tag">Marcelo Freixo</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/marcelo-yuka/" rel="tag">Marcelo Yuka</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/oppositionspartei-psol/" rel="tag">Oppositionspartei PSOL</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/11/der-brasilianische-musiker-und-poet-marcelo-yuka1/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/11/der-brasilianische-musiker-und-poet-marcelo-yuka1/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/tagfuertag/1698492/"><strong>http://www.dradio.de/dlf/sendungen/tagfuertag/1698492/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1624771/"><strong>http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1624771/</strong></a></p>
<p><strong><strong><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/06/marcelo-yuka.JPG" alt="marcelo-yuka.JPG" /></strong></strong></p>
<p><strong>Marcelo Yuka als Jurymitglied bei internationalem Menschenrechtstribunal in Sao Paulo.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/02/brasiliens-menschenrechtslage-todesschwadronen-attentate-in-rio-de-janeiro-verfolgter-abgeordneter-marcelo-freixo-rio-de-janeiro-ist-nicht-befriedet-die-mafia-wachst/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/02/brasiliens-menschenrechtslage-todesschwadronen-attentate-in-rio-de-janeiro-verfolgter-abgeordneter-marcelo-freixo-rio-de-janeiro-ist-nicht-befriedet-die-mafia-wachst/</strong></a></p>
<p><strong>Die andere Sicht:</strong> <a href="http://www.n-tv.de/reise/Favelas-dealerfrei-geraeumt-article1386351.html"><strong>http://www.n-tv.de/reise/Favelas-dealerfrei-geraeumt-article1386351.html</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/marcelofreixoglobo.JPG" alt="marcelofreixoglobo.JPG" /></p>
<p>Ausriß.</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/07/rio20-die-flucht-von-marcelo-freixo-ist-eine-nationale-schande-brasiliens-groste-qualitatszeitung-folha-de-sao-paulo-zum-zeitweiligen-exil-des-abgeordneten-und-menschenrechtsaktivisten-marcelo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/07/rio20-die-flucht-von-marcelo-freixo-ist-eine-nationale-schande-brasiliens-groste-qualitatszeitung-folha-de-sao-paulo-zum-zeitweiligen-exil-des-abgeordneten-und-menschenrechtsaktivisten-marcelo/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/23/unesco-verurteilt-jungste-morde-an-journalisten-in-brasilien-angriff-auf-journalismus-und-ausdrucksfreiheit-brasiliens-gravierende-menschenrechtslage/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/23/unesco-verurteilt-jungste-morde-an-journalisten-in-brasilien-angriff-auf-journalismus-und-ausdrucksfreiheit-brasiliens-gravierende-menschenrechtslage/</strong></a></p>
<p><strong>Lula-Pressekonferenz in Berlin:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/03/pressekonferenz-mit-lula-in-berlin-keine-einzige-frage-zu-gravierenden-von-amnesty-international-kritisierten-menschenrechtsverletzungen-wie-folter-scheiterhaufen-todesschwadronen-sklavenarbeit/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/03/pressekonferenz-mit-lula-in-berlin-keine-einzige-frage-zu-gravierenden-von-amnesty-international-kritisierten-menschenrechtsverletzungen-wie-folter-scheiterhaufen-todesschwadronen-sklavenarbeit/</strong></a></p>
<h2>Amnesty International zur Lage in Brasilien  unter der Regierung von   Dilma Rousseff: “Zunahme der organisierten  Kriminalität aus dem   staatlichen Sicherheitsapparat heraus &#8211; was zum  Mord an Richterin   Patricia Acioli und Morddrohungen gegen den  Abgeordneten Marcelo Freixo   führt.” (Atila Roque) Adveniat, Winfried  Kretschmann in Brasilien. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11570" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/amnesty-international-in-brasilien/" rel="tag"> </a></p>
<p><strong>Atila Roque, neuer Leiter des Büros von Amnesty    International in Brasilien, sagte gegenüber der Landespresse weiter, in    dem Tropenland würden jährlich etwa 50000 Menschen ermordet. “Mord ist    heute ein praktisch strafloses Verbrechen in Brasilien. Die Zahl der    aufgeklärten Morde ist extrem niedrig.”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/12/brasilienes-wird-immer-noch-sehr-viel-gefoltertdeutsche-petra-pfaller-aus-der-katholischen-gefangenenseelsorge-brasiliens-2011-uber-die-menschenrechtslage-unter-lula-rousseff/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/12/brasilienes-wird-immer-noch-sehr-viel-gefoltertdeutsche-petra-pfaller-aus-der-katholischen-gefangenenseelsorge-brasiliens-2011-uber-die-menschenrechtslage-unter-lula-rousseff/</strong></a></p>
<p><strong>Roque warnte  vor der Ausbreitung der paramilitärischen    Milizen: Ohne Gegenmaßnahmen könnte das Land in fünf Jahren in einer    gravierenderen Lage sein als durch die Besetzung von Territorien  durch    das organisierte Verbrechen.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/30/brasilienparamilitarische-milizen-breiten-sich-immer-mehr-im-land-auso-globo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/30/brasilienparamilitarische-milizen-breiten-sich-immer-mehr-im-land-auso-globo/</strong></a></p>
<p><strong>“Progressive Regierung”.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/17/adveniat-in-brasilien-wie-lebt-es-sich-in-der-reichsten-stadt-lateinamerikas-der-siebtgrosten-wirtschaftsnation-nach-acht-jahren-lula-regierung-adveniat-gottesdienst-in-der-favela-cachoeirinha-von/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/17/adveniat-in-brasilien-wie-lebt-es-sich-in-der-reichsten-stadt-lateinamerikas-der-siebtgrosten-wirtschaftsnation-nach-acht-jahren-lula-regierung-adveniat-gottesdienst-in-der-favela-cachoeirinha-von/</strong></a></p>
<p><strong>Amnesty International zur Lula-Regierung:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/02/die-lula-regierung-war-bei-den-menschenrechten-eine-enttauschung-tim-cahill-brasilienexperte-von-amnesty-international-in-london-weiter-alltagliche-folter-todesschwadronen-sklavenarbeit-sc/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/02/die-lula-regierung-war-bei-den-menschenrechten-eine-enttauschung-tim-cahill-brasilienexperte-von-amnesty-international-in-london-weiter-alltagliche-folter-todesschwadronen-sklavenarbeit-sc/</strong></a></p>
<p><strong>Brasiliens Kommentator Arnaldo Jabor zur Kompetenz von Staatschefin Dilma Rousseff:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/07/arnaldo-jabor-brasiliens-bekanntester-medienkommentator-uber-lula-und-dilma-rousseff-dilma-hat-keinerlei-kompetenz-lula-wolle-eine-frau-aus-machismus-grunden/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/07/arnaldo-jabor-brasiliens-bekanntester-medienkommentator-uber-lula-und-dilma-rousseff-dilma-hat-keinerlei-kompetenz-lula-wolle-eine-frau-aus-machismus-grunde</strong></a><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/12/timcahillpatrickwilcken.jpg" alt="timcahillpatrickwilcken.jpg" /></p>
<p><strong>Tim Cahill &#8211; Mitte &#8211; in Slum von Sao Paulo.</strong></p>
<p><strong>“Das Jahr vergeht und die Regierung von Dilma Rousseff hat noch nicht einmal angefangen zu agieren.” O Estado de Sao Paulo</strong></p>
<p><strong>Winfried Kretschmann in Brasilien &#8211; Baden-Württemberg exportiert mehr als das Tropenland:</strong></p>
<p><a href="http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt._.89a81242-508c-48ad-a7cd-bb295eba34b3.html"><strong>http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt._.89a81242-508c-48ad-a7cd-bb295eba34b3.html</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</strong></a></p>
<h2>Bundespräsident Christian Wulff, Dilma  Rousseff und der zügige Bau   des neuen Atomkraftwerks Angra 3 bei Rio de  Janeiro, mit deutscher   Bundesbürgschaft von über 1,3 Milliarden Euro.  “Energie für neue   Zeiten. Brasilien war noch nie so stark. Es ist eine  neue Zeit. Eine   Zeit von Wachstum und Entwicklung.”  Deutsch-brasilianisches Jahr   2013/2014. E.on und die Kohlekraftwerke  Brasiliens. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11989" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/atomkraftwerk-angra-3-bei-rio-de-janeiro/" rel="tag">Atomkraftwerk Angra 3 bei Rio de Janeiro</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-atompolitik-mit-deutscher-hilfe/" rel="tag">Brasiliens Atompolitik mit deutscher Hilfe</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/christian-wulff/" rel="tag">Christian Wulff</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/dilma-rousseff-appelliert-an-bundesprasident-wulff-sich-fur-den-bau-des-atomkraftwerks-angra-3-bei-rio-die-exportburgschaft-einzusetzen-melden-brasiliens-medien-die-grosen-atom-plane-brasilias/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/dilma-rousseff-appelliert-an-bundesprasident-wulff-sich-fur-den-bau-des-atomkraftwerks-angra-3-bei-rio-die-exportburgschaft-einzusetzen-melden-brasiliens-medien-die-grosen-atom-plane-brasilias/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1624771/"><strong>http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1624771/</strong></a></p>
<p><strong>Wie es hieß, habe Wulff gegenüber Rousseff auf internen Druck     zugunsten der Aufkündigung der Exportbürgschaft hingewiesen,  die  dem    zuständigen deutsch-französischen Nuklearkonzern AREVA gewährt  worden    sei. Ein brasilianischer Regierungsfunktionär habe  kommentiert, daß    bislang anzunehmen  sei, daß Deutschland den  Kontrakt nicht einseitig    breche &#8211; und sei es aus Imagegründen. Es  handele sich um eine  Bürgschaft   über 1,5 Milliarden Euro.  </strong></p>
<p><strong>E.on in Brasilien:<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/12/eon-in-brasilien-scharfe-kritik-an-umweltschadlicher-kohlebasis-fur-meiste-energieprojekte-mit-milliardar-eike-batista-laut-landesmedien-parceria-eike-eon-e-movido-a-carvao/">       http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/12/eon-in-brasilien-scharfe-kritik-an-umweltschadlicher-kohlebasis-fur-meiste-energieprojekte-mit-milliardar-eike-batista-laut-landesmedien-parceria-eike-eon-e-movido-a-carvao/</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/01/wulffsynagogesp.JPG" alt="wulffsynagogesp.JPG" /></p>
<p><strong>Wulff in Synagoge von Sao Paulo.</strong></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/15/deutscher-bundesausenminister-guido-westerwellefdp-2012-in-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/15/deutscher-bundesausenminister-guido-westerwellefdp-2012-in-sao-paulo/</strong></a></strong></p>
<p><strong>Foto Rousseff-Wulff &#8211; anklicken:</strong> <a href="http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Bilder/DE/Bilderstrecke/110507-Brasilien/110507-Brasilien.html#"><strong>http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Bilder/DE/Bilderstrecke/110507-Brasilien/110507-Brasilien.html#</strong></a></p>
<p><a href="http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Christian-Wulff/Reden/2011/05/110506-Brasilien-Aussenhandelskammer.html"><strong>http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Christian-Wulff/Reden/2011/05/110506-Brasilien-Aussenhandelskammer.html</strong></a></p>
<h2>Brasiliens neues Atomkraftwerk Angra 3 &#8211; weiter gute Baufortschritte, laut Landesmedien. ThyssenKrupp in Rio de Janeiro. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11890" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><strong>Wie es hieß, sind 3700 Menschen auf der Baustelle  bei Rio de    Janeiro beschäftigt, entsteht derzeit das Reaktorgebäude,  bewarben    sich fünf Firmen um die Montage der Nukleartechnik. Das nächste     Atomkraftwerk sei für das Hinterland des Nordostens geplant. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/21/brasilien-bau-des-milliardenteuren-atomkraftwerks-angra-3-bei-rio-de-janeiro-kommt-sehr-gut-voran-melden-landesmedien-deutsches-hilfswerk-adveniat-sammelt-spenden-fur-brasiliens-verelendete/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/21/brasilien-bau-des-milliardenteuren-atomkraftwerks-angra-3-bei-rio-de-janeiro-kommt-sehr-gut-voran-melden-landesmedien-deutsches-hilfswerk-adveniat-sammelt-spenden-fur-brasiliens-verelendete/</strong></a></p>
<p><strong>Doppelseitige Regierungspropaganda in Zeitungen für das neue Atomkraftwerk “Angra 3? bei Rio de Janeiro:</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/08/angra3anzeige2.JPG" alt="angra3anzeige2.JPG" /></p>
<p><strong>“Energia para novos tempos”. (Energie für neue Zeiten)<br />
</strong></p>
<p><strong>“Brasilien war noch nie so stark. Es ist eine neue Zeit. Eine Zeit von Wachstum und Entwicklung.”</strong></p>
<h2>Brasiliens Atomkraftwerke-Programm &#8211; Lula  dekretierte kurz vor    Amtsabtritt noch totale Steuerbefreiung für  Nuklearimporte, laut    Landesmedien. Norbert Suchaneks  Anti-Atom-Filmfestival in Rio de    Janeiro. Weltsozialforum-Erfinder Oded  Grajew zur    deutsch-brasilianischen Atomkooperation…AKW “Angra 3? bei Rio  mit    deutscher Hilfe. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=9552" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><strong>Am 30. Dezember 2010, während seiner letzten  Amtsstunden, so    die Landesmedien, unterzeichnete Lula das entsprechende  Dekret. Man    möge sich dabei an Japan erinnern, hieß es. </strong></p>
<p><strong>Aus welchen Ländern die Nuklearimporte kommen, ist leicht zu erraten.<br />
</strong></p>
<p><strong>Entsprechend stark ist das Lob für Lulas Politik aus Europa. </strong></p>
<p><strong>Einfach mal nachschauen, wer heute alles gegen Atomkraft     wettert, aber den deutsch-brasilianischen Atomvertrag aus der     Folterdiktaturzeit kurioserweise immer wieder verlängerte…Stoff für     Nachdenkliche, die politische Scheinheiligkeit nicht mögen. </strong></p>
<p>“<strong>Um die künftige Atomkooperation mit Brasilien nicht zu      erschweren, hatte die rot-grüne Bundesregierung im November 2005 das      umstrittene deutsch-brasilianische Nuklearabkommen aus der Diktaturzeit      nicht gekündigt, sondern offiziell und automatisch verlängert. 18      Umwelt-und Entwicklungsorganisationen hatten 2005 die rot-grüne      Regierung aufgefordert, mit der Atomkooperation Schluß zu machen.</strong> <strong>     “Das ist die Chance, ein Signal zu setzen, daß es der  Bundesregierung     mit ihrem Atomausstieg ernst ist, auch  international”, betonte  Sergio    Dialetachi von Greenpeace Brasilien.  Grüne wie Joseph     Fischer(Ex-”Revolutionärer Kampf”) und Jürgen  Trittin, dachten indessen     gar nicht daran, schließlich hätte man den  Atomvertrag gemäß den     fünfjährigen Kündigungsfristen bereits 1999  aufheben können.”</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/brandtgeisel.JPG" alt="brandtgeisel.JPG" /></p>
<p><strong>Der deutschstämmige Militärdiktator, General Ernesto Geisel, und Willy Brandt.</strong></p>
<p><strong>Die Diktatur begann mit dem Militärputsch von 1964 &#8211; 1969     schloß  Bonn mit dem Militärregime laut Jahreschronik ein     Kulturabkommen.  </strong></p>
<p><strong>Weltsozialforum-Erfinder Oded Grajew aus Sao Paulo über die deutsch-brasilianische Nuklearkooperation:</strong>  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/28/der-judische-weltsozialforum-erfinder-oded-grajew-uber-die-deutsch-brasilianische-atomkooperation-weltsozialforum-2010/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/28/der-judische-weltsozialforum-erfinder-oded-grajew-uber-die-deutsch-brasilianische-atomkooperation-weltsozialforum-2010/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/28/greenpeace-contra-atomkraftwerk-angra-3-in-brasilien-eine-deutsch-franzosische-firma-baut-es-bei-rio-de-janeiro-mit-hermes-burgschaft/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/28/greenpeace-contra-atomkraftwerk-angra-3-in-brasilien-eine-deutsch-franzosische-firma-baut-es-bei-rio-de-janeiro-mit-hermes-burgschaft/</a></p>
<p><strong>“Willkommen bei der AREVA NP GmbH<br />
</strong></p>
<p><strong>AREVA NP, ein Unternehmen von AREVA und Siemens, ist das       weltweit führende Kerntechnikunternehmen. An unseren Standorten in       Frankreich, Deutschland und den USA setzen sich rund 18.100       Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dafür ein, dass Kernkraftwerke rund um       den Globus ihren Beitrag zu einer sicheren, wettbewerbsfähigen       sowie Kohlendioxid-freien und damit umweltschonenden Stromversorgung       leisten.”(Zitat Firmenwebsite)</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/14/brasiliens-atomkraft-plane-und-norbert-suchaneks-anti-atom-filmfestival-in-rio-de-janeiro/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/14/brasiliens-atomkraft-plane-und-norbert-suchaneks-anti-atom-filmfestival-in-rio-de-janeiro/</a></p>
<p><strong>Deutsche Hilfe für AKW “Angra 3? bei Rio de Janeiro &#8211; Basis     ist der deutsch-brasilianische Atomvertrag, deshalb von Grün-Rot   zweimal   verlängert:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/22/berlin-hilft-brasilien-bei-akw-bau-financial-times-deutschland-propaganda-und-realpolitik/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/22/berlin-hilft-brasilien-bei-akw-bau-financial-times-deutschland-propaganda-und-realpolitik/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/27/philip-fearnside-weltbekannter-amazonas-biologe-nennt-den-klimaschadlichen-methan-ausstos-des-umstrittenen-wasserkraftwerks-belo-monte-112-millionen-tonnen-jahrlich-mehr-als-die-nach-methan/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/27/philip-fearnside-weltbekannter-amazonas-biologe-nennt-den-klimaschadlichen-methan-ausstos-des-umstrittenen-wasserkraftwerks-belo-monte-112-millionen-tonnen-jahrlich-mehr-als-die-nach-methan/</a></p>
<p><strong>Bundespräsident Christian Wulff nach Brasilien:</strong>  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/27/deutscher-bundesprasident-christian-wulff-besucht-vom-4-bis-7-mai-2011-brasilien-weilt-mit-seiner-hochrangigen-delegation-in-brasilia-sao-paulo-und-rio-de-janeiro-strategische-partnerschaft/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/27/deutscher-bundesprasident-christian-wulff-besucht-vom-4-bis-7-mai-2011-brasilien-weilt-mit-seiner-hochrangigen-delegation-in-brasilia-sao-paulo-und-rio-de-janeiro-strategische-partnerschaft/</a></p>
<p><strong>“Biosprit” und die Selbstverbrennung von Francelmo </strong></p>
<p><strong>2005 verbrennt sich Francisco Anselmo de Barros, genannt        Francelmo, selbst, um ein Zeichen gegen die immer brutalere Umwelt-und        Naturvernichtung in Brasilien zu setzen. Francelmo ist einer der        wichtigsten, bekanntesten Umweltaktivisten des Tropenlandes.  Direkter       Anlaß seines Protests ist die Ausweitung der  Ethanolproduktion auf       Kosten der Natur.Unter der Lula-Regierung  erklärt Francelmo, „in      Umweltfragen  werden wir heute hintergangen  durch Interessen  schlechter     Politiker,  schlechter Unternehmer. In  Bezug auf  Brasilien sehen wir,     wie das Schiff  untergeht – doch  niemand sagt  etwas dagegen. In den     Süden werden  genmanipulierte  Pflanzen  eingeschmuggelt – und die     Regierung unterstützt  das.  Brandrodungen  in Amazonien – die Regierung     ist unempfindlich,   gleichmütig.  Es  gibt Leute mit Landbesitz so groß     wie ein  Teilstaat –  und es gibt  die Landlosen. Der Rio Sao  Francisco    wird  umgeleitet, statt  ihn zu  revitalisieren.“</strong><strong> Brasiliens      Umweltministerin   Marina Silva gehört einer großen  Wunderheilersekte    an  – die  Resultate  von Silvas Politik sieht,  spürt man in Amazonien     genauso  wie in Sao  Paulo. </strong><strong>Europäische    Alibi-Umwelt-und     Menschenrechtsorganisationen, die der  Öffentlichkeit   vorgaukeln    sollen,  daß sich jemand für Natur und  Bürgerrechte   engagiert,  belassen   es wie im  Falle der  Selbstverbrennung Francelmos    gewöhnlich bei   Alibi-Erklärungen  –  echte, wirksame Aktionen werden,    weil unerwünscht,   unterlassen. Wie   es um Deutschlands Natur, die    biologische Vielfalt,   die  Artenentwicklung  und den Schutz der    Landschaften dank des    „Engagements“ dieser teils  hoch gesponserten    Alibi-Organisationen    steht, zeigen die Fakten  überdeutlich. </strong><strong>Und    daher  ist   auch Francelmo in Europa so  gut wie unbekannt, wird sein    Name,  sein   Protest in der Diskussion um  „Todes-Sprit“ (Frei Betto)    nur  selten   erwähnt. „Menschen ernähren, nicht  Autos“, fordern    hunderte    Umweltgruppen Lateinamerikas, zudem einen  EU-Verzicht auf       Agrotreibstoffe wie Ethanol.  Doch Wirtschaftsinteressen  von       Minoritäten setzen sich durch – mehr Autos, mehr Agrotreibstoffe  statt       Schutz von Umwelt und Gesundheit.</strong></p>
<p><strong>Francelmo setzte sich auch für den bedrohten Nordost-Strom        Rio Sao Francisco ein – 2005, im Jahr der Selbstverbrennung, startet        dort Bischof Luiz Flavio Cappio seinen ersten Hungerstreik gegen    jenes     gigantische Umleitungsprojekt der Regierung.</strong><strong>ThyssenKrupp:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/12/thyssenkrupp-in-rio-de-janeiro-rede-von-ekkehard-schulz-inzwischen-auch-aus-dem-aufsichtsrat-befordert-bei-der-einweihung-des-stahlwerks-im-mangrovensumpf/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/12/thyssenkrupp-in-rio-de-janeiro-rede-von-ekkehard-schulz-inzwischen-auch-aus-dem-aufsichtsrat-befordert-bei-der-einweihung-des-stahlwerks-im-mangrovensumpf/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/26/bye-bye-brasil-auslander-verlassen-sao-paulo-und-rio-de-janeiro-laut-offizieller-statistik-auswanderungsland-brasilien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/26/bye-bye-brasil-auslander-verlassen-sao-paulo-und-rio-de-janeiro-laut-offizieller-statistik-auswanderungsland-brasilien/</strong></a></p>
<h2>“Boom”-Land Brasilien:”Slum-Wachstum ist  Rückschritt.”(O Globo)     Mehr Slumbewohner &#8211; selbst laut offiziellen  Angaben. Erstes     Rousseff-Amtsjahr. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11866" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><strong>In Rio de Janeiro, WM-und Olympia-Stadt, haust laut      amtlichen Angaben rund ein Viertel der Bewohner in Slums, landesweit      nimmt die Wohndichte in den Favelas zu, wächst dort die Bewohnerzahl      stärker als im Rest des Stadtgebiets. Gravierende Probleme bestehen  dort     weiter, hieß es in Medienanalysen. Slums seien in den reichsten      Teilstaaten konzentriert. Die Geburtenrate der Favelas übersteige      deutlich den Landesdurchschnitt.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/26/brasiliens-systematische-morde-an-obdachlosen-prasidentin-rousseff-raumt-erstmals-sauberungsaktionen-limpeza-humana-gegen-strasenbewohner-ein/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/26/brasiliens-systematische-morde-an-obdachlosen-prasidentin-rousseff-raumt-erstmals-sauberungsaktionen-limpeza-humana-gegen-strasenbewohner-ein/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/26/bye-bye-brasil-auslander-verlassen-sao-paulo-und-rio-de-janeiro-laut-offizieller-statistik-auswanderungsland-brasilien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/26/bye-bye-brasil-auslander-verlassen-sao-paulo-und-rio-de-janeiro-laut-offizieller-statistik-auswanderungsland-brasilien/</strong></a></p>
<h2>Brasiliens “Boom” und die Slumhütten.  “Ratten, Unmassen von      Fiebermücken, Kloake bei jedem Gewitterregen in  der Kate.” “Warum hat      Sao Paulo noch 2627 Slums?” ThyssenKrupp in Rio. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11764" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c1.JPG" alt="c1.JPG" /></p>
<p><strong>Hausen  an stinkender Kloake &#8211; in Lateinamerikas reichster       Stadt Sao Paulo. “Ich lebe hier schon 14 Jahre so in dieser       Kate.”(Mutter von vier Kindern)</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/26/bye-bye-brasil-auslander-verlassen-sao-paulo-und-rio-de-janeiro-laut-offizieller-statistik-auswanderungsland-brasilien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/26/bye-bye-brasil-auslander-verlassen-sao-paulo-und-rio-de-janeiro-laut-offizieller-statistik-auswanderungsland-brasilien/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/07/eu-lateinamerika-karibik-stiftung-startet-in-hamburg/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/07/eu-lateinamerika-karibik-stiftung-startet-in-hamburg/</strong></a></p>
<p><strong>Der Teilstaat Sao Paulo ist die führende Wirtschaftsregion       Lateinamerikas mit der entsprechenden Konzentration von Ober-und       Mittelschicht &#8211; man kann sich daher vorstellen, wie die Slums in den       stark unterentwickelten Regionen des Nordens und Nordostens der       siebtgrößten Wirtschaftsnation aussehen.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/02/hochverschuldetes-brasilien-bietet-eu-wegen-krise-erneut-finanzhilfe-an-iwf-chefin-christine-lagarde-und-finanzminister-guido-mantega/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/02/hochverschuldetes-brasilien-bietet-eu-wegen-krise-erneut-finanzhilfe-an-iwf-chefin-christine-lagarde-und-finanzminister-guido-mantega/</strong></a></p>
<p><strong>Infolge der menschenunwürdigen Überlebensbedingungen sind in       den Favelas von Sao Paulo typische Slumkrankheiten überall sichtbar  &#8211;      von Behinderungen fast jeder Art bis hin zu Asthma,  verschiedenstem      Hautausschlag und Lepra. Der Slum Rocinha in Rio de  Janeiro hat  laut     Landesmedien die höchste Tuberkuloserate  Brasiliens. </strong></p>
<p><strong>“Brasilien ist eine <a href="http://www.brasilien-info.at/wirtschaft/index.html">Industriemacht</a>, die achtgrößte Wirtschaftsnation der Welt, modern und fortschrittlich.”</strong></p>
<p><strong>“Progressive Regierung”.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/</strong></a></p>
<p><strong> Derartige Lebensverhältnisse in der siebtgrößten       Wirtschaftsnation verletzen, legt man bestimmte Wertvorstellungen       zugrunde,  Basis-Menschenrechte, Gesetze, Verfassung, internationale       Konventionen &#8211; gemäß heute in neoliberalen Ländern wie Deutschland       dominierenden Bewertungskriterien ist die Situation in den Slumhütten,       das gesamte komplexe Spektrum der sozialen Lage Brasiliens,   indessen      Ausdruck fortschrittlicher, moderner Politik in einem  Boomland, das      daher, ebenso wie seine politisch Verantwortlichen,  entsprechend  viel     Lob erhält.  </strong></p>
<p><a href="http://www.adveniat.de/blog/?p=960"><strong>http://www.adveniat.de/blog/?p=960</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/brasiliens-obdachlose-drei-ermordet-in-campinas-bei-sao-paulo-regelmasig-gewalttaten-sogar-verbrennung-von-strasenbewohnern/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/brasiliens-obdachlose-drei-ermordet-in-campinas-bei-sao-paulo-regelmasig-gewalttaten-sogar-verbrennung-von-strasenbewohnern/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c2.JPG" alt="c2.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/21/katholisches-hilfswerk-adveniat-in-brasilien-land-der-vielen-milliardare-und-millionare-wie-es-kommt-das-in-deutschland-muhselig-spenden-fur-bedurftige-und-sozialprojekte-gesammelt-werden-obwohl-d/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/21/katholisches-hilfswerk-adveniat-in-brasilien-land-der-vielen-milliardare-und-millionare-wie-es-kommt-das-in-deutschland-muhselig-spenden-fur-bedurftige-und-sozialprojekte-gesammelt-werden-obwohl-d/</strong></a></p>
<p><strong>“Die Wirtschaftskrise hat Brasilien kaum gespürt”(WAZ)</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/06/der-alltag-brasilianischer-jugendlicher-unterscheidet-sich-gar-nicht-so-stark-von-dem-der-deutschen-schwabische-post-entspannt-und-fleisig-in-brasilien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/06/der-alltag-brasilianischer-jugendlicher-unterscheidet-sich-gar-nicht-so-stark-von-dem-der-deutschen-schwabische-post-entspannt-und-fleisig-in-brasilien/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/06/thyssenkrupp-stahlwerk-emittierte-2010-in-rio-de-janeiro-57-millionen-tonnen-co2-laut-landesmedien-818-millionen-tonnen-bei-vollbetrieb/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/06/thyssenkrupp-stahlwerk-emittierte-2010-in-rio-de-janeiro-57-millionen-tonnen-co2-laut-landesmedien-818-millionen-tonnen-bei-vollbetrieb/</strong></a></p>
<p><strong>Der soziale Aufstieg von Lula:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/04/lula-bekommt-500000-dollar-von-lg-fur-vortrag-in-sudkorea-laut-brasilianischen-landesmedien-uber-eine-million-dollar-damit-vier-monate-nach-ende-der-amtszeit-kassiert-laut-kalkulation-von-parte/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/04/lula-bekommt-500000-dollar-von-lg-fur-vortrag-in-sudkorea-laut-brasilianischen-landesmedien-uber-eine-million-dollar-damit-vier-monate-nach-ende-der-amtszeit-kassiert-laut-kalkulation-von-parte/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c10.JPG" alt="c10.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/07/brasiliens-boomwirtschaft-wachst-nicht-mehr-und-erholung-wird-dauern-folha-de-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/07/brasiliens-boomwirtschaft-wachst-nicht-mehr-und-erholung-wird-dauern-folha-de-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/04/brasiliens-korruptionskrise-dilma-rousseffs-arbeitsminister-carlos-lupi-kippt-staatschefin-wartete-mit-entlassung-trotz-der-gravierenden-verfehlungen-des-ministers-ubermasig-lange-kritisieren-land/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/04/brasiliens-korruptionskrise-dilma-rousseffs-arbeitsminister-carlos-lupi-kippt-staatschefin-wartete-mit-entlassung-trotz-der-gravierenden-verfehlungen-des-ministers-ubermasig-lange-kritisieren-land/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c3.JPG" alt="c3.JPG" /></p>
<p><strong>“Ich habe sechs Kinder &#8211; mit dem im Bauch sinds dann sieben.”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/06/brasiliens-industriellenverband-fiesp-zu-wirtschaftsstagnation-warnungen-seit-jahresbeginn-bestatigt-schadliche-wirkung-der-hohen-zinsen-uberbewertete-landeswahrung-real/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/06/brasiliens-industriellenverband-fiesp-zu-wirtschaftsstagnation-warnungen-seit-jahresbeginn-bestatigt-schadliche-wirkung-der-hohen-zinsen-uberbewertete-landeswahrung-real/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c17.JPG" alt="c17.JPG" /></p>
<p>Eingang zu völlig fensterloser Kate.</p>
<p><strong>“Wirtschaftsmacht der Zukunft”:</strong></p>
<p><a href="http://www.welt.de/dieweltbewegen/article13665169/Brasilien-ist-die-Wirtschaftsmacht-der-Zukunft.html"><strong>http://www.welt.de/dieweltbewegen/article13665169/Brasilien-ist-die-Wirtschaftsmacht-der-Zukunft.html</strong></a></p>
<p><strong>Spürbare Preissprünge bei  brasilianischen Lebensmitteln in den letzten Monaten.</strong><br />
<strong>Lateinamerikas teure Lebensmittel &#8211; Preissteigerungen um 40 Prozent in den letzten vier Jahren &#8211; Gefahr für Hungerbekämpfung:</strong> <a href="http://exame.abril.com.br/economia/mundo/noticias/precos-dos-alimentos-na-america-latina-sobem-40-em-4-anos--2"><strong>http://exame.abril.com.br/economia/mundo/noticias/precos-dos-alimentos-na-america-latina-sobem-40-em-4-anos–2</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-heranwachsende-in-extremer-armut-zahl-zunehmend-laut-neuer-unicef-studie-acht-jahre-lula-rousseff-regierung-und-resultate/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-heranwachsende-in-extremer-armut-zahl-zunehmend-laut-neuer-unicef-studie-acht-jahre-lula-rousseff-regierung-und-resultate/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c4.JPG" alt="c4.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/17/adveniat-in-brasilien-wie-lebt-es-sich-in-der-reichsten-stadt-lateinamerikas-der-siebtgrosten-wirtschaftsnation-nach-acht-jahren-lula-regierung-adveniat-gottesdienst-in-der-favela-cachoeirinha-von/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/17/adveniat-in-brasilien-wie-lebt-es-sich-in-der-reichsten-stadt-lateinamerikas-der-siebtgrosten-wirtschaftsnation-nach-acht-jahren-lula-regierung-adveniat-gottesdienst-in-der-favela-cachoeirinha-von/</strong></a></p>
<p><strong>Wie in deutschsprachigen Zeitungen und Zeitschriften die  Situation interpretiert wird:</strong></p>
<h2>”Das Leben in Brasilien ist leicht und unbeschwert. Probieren Sie es     selbst.” Deutschsprachige Tourismuspropaganda.</h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/28/brasilien-nach-acht-jahren-lula-regierungwarum-hat-sao-paulo-noch-2627-slums-fragt-die-wichtigste-qualitatszeitung-o-estado-de-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/28/brasilien-nach-acht-jahren-lula-regierungwarum-hat-sao-paulo-noch-2627-slums-fragt-die-wichtigste-qualitatszeitung-o-estado-de-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c5.JPG" alt="c5.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/brasiliens-hohe-rate-von-behinderten-2391-prozent-der-bevolkerung-gegenuber-rund-1-prozent-in-hochentwickelten-landern-laut-studien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/brasiliens-hohe-rate-von-behinderten-2391-prozent-der-bevolkerung-gegenuber-rund-1-prozent-in-hochentwickelten-landern-laut-studien/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c9.JPG" alt="c9.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/24/brasilien-wurde-unter-lula-rousseff-zum-auswanderungsland-bye-bye-brasil-sergio-costa-soziologie-professor-an-der-fu-berlin-bestatigt-die-entwicklung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/24/brasilien-wurde-unter-lula-rousseff-zum-auswanderungsland-bye-bye-brasil-sergio-costa-soziologie-professor-an-der-fu-berlin-bestatigt-die-entwicklung/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/13/carla-rocha-mutige-investigative-journalistin-recherchieren-unter-lebensgefahr-gesichter-brasiliens/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/13/carla-rocha-mutige-investigative-journalistin-recherchieren-unter-lebensgefahr-gesichter-brasiliens/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c6.JPG" alt="c6.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c8.JPG" alt="c8.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/24/sos-kinderdorfer-in-brasilien-unter-rousseff-lula-zahlreiche-hilfsprojekte-deutschlands-der-schweiz-und-osterreichs-in-boomland-global-player-rassismus-in-brasilien-mauricio-pestana-analysier/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/24/sos-kinderdorfer-in-brasilien-unter-rousseff-lula-zahlreiche-hilfsprojekte-deutschlands-der-schweiz-und-osterreichs-in-boomland-global-player-rassismus-in-brasilien-mauricio-pestana-analysier/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c7.JPG" alt="c7.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/08/brasiliens-favela-menschenrechtsaktivisten-eliana-takeko-kanashiro-de-araujo-prasidentin-der-associacao-futuro-melhor-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/08/brasiliens-favela-menschenrechtsaktivisten-eliana-takeko-kanashiro-de-araujo-prasidentin-der-associacao-futuro-melhor-sao-paulo/</strong></a></p>
<h2>“A desigualdade no Brasil é coisa da sociedade feudal”.</h2>
<p><strong>Brasiliens soziale Kontraste: </strong> <strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/soziale-ungleichheit-in-brasilien/">http://www.hart-brasilientexte.de/tag/soziale-ungleichheit-in-brasilien/</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c14.JPG" alt="c14.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/26/zdf-und-adveniat-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-verschiedene-sichtweisen-der-gravierenden-menschenrechtslage-brasiliens-je-nach-wertvorstellungen-und-vorschriftenkatalog/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/26/zdf-und-adveniat-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-verschiedene-sichtweisen-der-gravierenden-menschenrechtslage-brasiliens-je-nach-wertvorstellungen-und-vorschriftenkatalog/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c16.JPG" alt="c16.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/26/wohlhabende-verbrauchen-in-drei-tagen-wozu-arme-ein-ganzes-jahr-brauchen-brasiliens-soziale-kontraste-ipea-studie/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/26/wohlhabende-verbrauchen-in-drei-tagen-wozu-arme-ein-ganzes-jahr-brauchen-brasiliens-soziale-kontraste-ipea-studie/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c15.JPG" alt="c15.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/25/nine-most-horrible-places-in-the-world-favela-slums-von-rio-de-janeiro-aus-sicht-des-bric-staats-china-subkultur-von-umweltzerstorung-armut-und-gangstern-cubatao-bei-sao-paulo-an-sieb/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/25/nine-most-horrible-places-in-the-world-favela-slums-von-rio-de-janeiro-aus-sicht-des-bric-staats-china-subkultur-von-umweltzerstorung-armut-und-gangstern-cubatao-bei-sao-paulo-an-sieb/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c12.JPG" alt="c12.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/12/thyssenkrupp-in-rio-de-janeiro-rede-von-ekkehard-schulz-inzwischen-auch-aus-dem-aufsichtsrat-befordert-bei-der-einweihung-des-stahlwerks-im-mangrovensumpf/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/12/thyssenkrupp-in-rio-de-janeiro-rede-von-ekkehard-schulz-inzwischen-auch-aus-dem-aufsichtsrat-befordert-bei-der-einweihung-des-stahlwerks-im-mangrovensumpf/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach36.JPG" alt="cach36.JPG" /></p>
<p><strong>Aktivisten der katholischen Basisgemeinde von Cachoeirinha.        “Das ist gegen die Menschenwürde, so viele Leute in diesem Schlamm,        diesem Moder hausen zu lassen. So viele Familien, mit vielen   Kindern,      leben hier nur in einem einzigen Hüttenraum, vor der   Türöffnung  hängt     ein Lappen &#8211; so ist das. Die Mafia der   Drogengangster ist hier  sehr     stark, die beobachten alles und jeden   hier, das ist furchtbar.  Wer     jemanden aus dem Drogenmilieu, aus  der  Sucht rausholen will &#8211;  also     jemanden, der für deren Profit  sorgt,  da werden die böse, da  wird man     gnadenlos verfolgt. Die  Polizei  kommt und geht wieder &#8211;  aber die     Banditenkommandos  bleiben,  terrorisieren, zwingen den  Bewohnern das     Gesetz des  Schweigens auf.  Wer sich nicht unterwirft,  weiß, was ihn     erwartet.  2014 ist die  Fußball-WM, da will man  Brasilien als Land der      Ersten Welt  erscheinen lassen &#8211; aber hier an  der Peripherie ist es  nach     wie vor  triste. Die meist kinderreichen  Familien haben  monatlich nur   so   um  die 200, 220 Real maximal. Doch  im Ausland  wird verbreitet,   alles    toll, alles gut in Brasilien. Wir  merken,  es ist schwierig,   Menschen  von   außerhalb für diese Situation  zu  sensibilisieren, die das   hier  nicht   kennen, es sich nicht   vorstellen können. Wir haben unsere    christlichen   Kriterien, und wir   haben Ausdauer &#8211; das macht den    Unterschied. Denn   entweder ist man   Christ &#8211; oder ist mans nicht,    halbe-halbe geht nicht.” </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/16/brasilien-die-favela-paraisopolis-in-sao-paulo-tu-graz-achitektur-fakultat/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/16/brasilien-die-favela-paraisopolis-in-sao-paulo-tu-graz-achitektur-fakultat/</strong></a></p>
<h2>Brasiliens Armutsgrenze, staatliche Hilfen, aktuelle Zahlen 2011. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11827" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><strong>2011 hat die Rousseff-Regierung gemäß Landesmedien  die      Grenze für extreme Armut auf 70 Real pro Kopf monatlich, also       umgerechnet etwa 29 Euro, festgelegt.Faustao, Moderator der beliebten       Sendung “Domingao do Faustao” von TV Globo, erhält laut Landesmedien    für    jeden TV-Propagandaspot 2 Millionen Real. Richter bekommen    monatlich    über 40000 Real brutto.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/26/wohlhabende-verbrauchen-in-drei-tagen-wozu-arme-ein-ganzes-jahr-brauchen-brasiliens-soziale-kontraste-ipea-studie/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/26/wohlhabende-verbrauchen-in-drei-tagen-wozu-arme-ein-ganzes-jahr-brauchen-brasiliens-soziale-kontraste-ipea-studie/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/28/brasilien-ist-teuer-geworden-wirtschaftszeitschrift-exame-zu-den-erstaunlichen-preissteigerungen-der-jungsten-zeit/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/28/brasilien-ist-teuer-geworden-wirtschaftszeitschrift-exame-zu-den-erstaunlichen-preissteigerungen-der-jungsten-zeit/</strong></a></p>
<p><strong>In Rio de Janeiro, eine der inzwischen teuersten Städte der       Welt, definiert die Präfektur die Armutsgrenze, wie es hieß, auf 105       Real pro Kopf, umgerechnet etwa 45 Euro. Familien, die in Rio de    Janeiro    die staatliche Hilfe Bolsa Familia bekommen, erhalten im    Monat für   alle  Personen durchschnittlich 95 Real, umgerechnet etwa 39    Euro.    Indessen  wird diese Hilfe keineswegs allen    Anspruchsberechtigten   gezahlt &#8211; auch  in Slums von Sao Paulo fällt die    große Zahl in absolutem   Elend lebender  Familien auf, die keine   Bolsa  Familia erhalten.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/08/tropa-de-elite-2-noch-dokumentarischer-als-der-berlinale-gewinner-landeskunde-pur-uber-das-heutige-brasilien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/08/tropa-de-elite-2-noch-dokumentarischer-als-der-berlinale-gewinner-landeskunde-pur-uber-das-heutige-brasilien/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/07/brasiliens-boom-und-die-slumhutten/"><strong><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/07/brasiliens-boom-und-die-slumhutten/</strong></strong></a><br />
<img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c1.JPG" alt="c1.JPG" /></p>
<p><strong>Familie in Sao Paulo 2011, mit umgerechnet rund 31 Euro pro       Kopf, Bolsa Familia(sechs Personen in der Kate) leicht oberhalb der       offiziellen Grenze absoluter Armut. Hausen  an stinkender Kloake &#8211;  in      Lateinamerikas reichster  Stadt. “Ich lebe hier schon 14 Jahre  so  in     dieser  Kate.”(Mutter von vier Kindern)</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/11/brasiliens-zeitgeist-ende-des-ersten-amtsjahrs-von-prasidentin-dilma-rousseff-korruptionskrise-ohne-ende-angeli-bester-karikaturist-des-landes/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/11/brasiliens-zeitgeist-ende-des-ersten-amtsjahrs-von-prasidentin-dilma-rousseff-korruptionskrise-ohne-ende-angeli-bester-karikaturist-des-landes/</strong></a></p>
<p><strong>Hintergrund:</strong></p>
<p><strong>Brasiliens kuriose Armutsgrenze &#8211; ab 65 Euro schon nicht mehr arm, ab 500 Euro Familieneinkommen schon Mittelschicht:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/28/brasiliens-kuriose-armutsgrenze-wer-umgerechnet-etwa-65-euro-verdient-gilt-nicht-mehr-als-arm/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/28/brasiliens-kuriose-armutsgrenze-wer-umgerechnet-etwa-65-euro-verdient-gilt-nicht-mehr-als-arm/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/17/mit-rund-500-euro-familieneinkommen-in-brasilien-schon-mittelschicht-was-in-europa-gut-ankommt/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/17/mit-rund-500-euro-familieneinkommen-in-brasilien-schon-mittelschicht-was-in-europa-gut-ankommt/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-heranwachsende-in-extremer-armut-zahl-zunehmend-laut-neuer-unicef-studie-acht-jahre-lula-rousseff-regierung-und-resultate/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-heranwachsende-in-extremer-armut-zahl-zunehmend-laut-neuer-unicef-studie-acht-jahre-lula-rousseff-regierung-und-resultate/</strong></a></p>
<h2>              <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/11/gisele-bundchen-gisele-zeigt-warum-sie-sich-die-45-millionen-dollar-pro-jahr-wirklich-verdient-hat-die-selbst-von-der-uno-geforderten-leitbilder-der-neoliberalen-gesellschaft/" rel="bookmark">Gisele        Bündchen: “Gisele zeigt, warum sie sich die 45 Millionen Dollar   pro      Jahr wirklich verdient hat.” Die selbst von der UNO geförderten        Leitbilder der neoliberalen Gesellschaft. Unangenehm    instrumentalisierte     Sinnlichkeit.</a></h2>
<p>Mittwoch, 11. Mai 2011 von Klaus Hart   <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=9716" title="Beitrag bearbeiten">**</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/05/giselebundchenpaulista.JPG" alt="giselebundchenpaulista.JPG" /></p>
<p><strong>Avenida Paulista, Sao Paulo. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/29/gisele-bundchen-brasilien-wegen-makaber-dummlicher-reizwasche-propaganda-in-offentlicher-kritik-regierung-propaganda-verstarkt-stereotyp-der-brasilianischen-frau-als-sexualobjekt-ihres-mannes/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/29/gisele-bundchen-brasilien-wegen-makaber-dummlicher-reizwasche-propaganda-in-offentlicher-kritik-regierung-propaganda-verstarkt-stereotyp-der-brasilianischen-frau-als-sexualobjekt-ihres-mannes/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/20/deutschstammiges-model-gisele-bundchen-wird-uno-umweltbotschafterin-meldet-landespresse-bundchens-branche-zahlt-zu-den-umweltfeindlichsten-ressourcenverschwendern/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/20/deutschstammiges-model-gisele-bundchen-wird-uno-umweltbotschafterin-meldet-landespresse-bundchens-branche-zahlt-zu-den-umweltfeindlichsten-ressourcenverschwendern/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/10/wahlen-in-rusland-und-in-brasilien-wie-unterschiedlich-mainstream-und-politschauspieler-reagieren/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/10/wahlen-in-rusland-und-in-brasilien-wie-unterschiedlich-mainstream-und-politschauspieler-reagieren/</strong></a></p>
<p>Texte von 2011:</p>
<h1>Panzer und Crack</h1>
<p>Der Militär-und Medien-Zirkus um die „Erstürmung“ und „Eroberung“ der          Rio-Slumregion „Complexo do Alemão“ wäre schon jetzt ein heißes       Thema    auch für Deutschlands Kommunikationswissenschaftler –  aber   wie    es    aussieht, trauen sie sich nicht. Als „Farce“ hatten      brasilianische     Rechtsexperten und Menschenrechtspriester die      Slumbesetzung vom  letzten    November verurteilt – und schneller als      erwartet ausgerechnet  von der    Gegenseite die Beweise geliefert      bekommen. Die  schwerbewaffneten    Banditenkommandos des  organisierten     Verbrechens  sind rasch    zurückgekehrt, zitieren  Brasiliens     Landesmedien aus  vertraulichen    Militärberichten. Die  Gangster haben,     wie es heißt,  wieder    Verkaufspunkte für harte  Drogen  installiert,    der  hochprofitable    Rauschgifthandel geht  perfekt  neoliberal  weiter.   Der  Terror gegen    Bewohner des  Parallelstaats  der Slums  ebenfalls –   trotz  Militärpräsenz    sind  mindestens vier  Menschen  ermordet  worden.  Eine  Frau wird zur     Abschreckung  totgeschlagen,  weil sie an  der  Plünderung  eines     Banditenhauses  teilnahm –  TV-Teams auch des   Auslands hatten  solche      Volkszorn-Szenen am Start  der   Militäroperation gern gefilmt.   Doch  nun    beklagen sich die  Bewohner   ausgerechnet über eine    unzureichende Präsenz    von  brauchbaren   Polizisten – von den   Militärs  würden die     herumstreunenden Banditen   gar nicht bemerkt.   Viele  Soldaten stammen  ja    just aus diesen Slums.   Zudem seien 42    Militärpolizisten zwar  wegen  Raub,   Erpressung und   Übergriffen   gegen  die Bewohner  angezeigt, doch  bisher   nicht bestraft   worden.</p>
<p>Die militärische Besetzung ist Modell und Beispiel für das ganze          Land, sagt der neue Justizminister Cardozo – hat er es gar     böse-ironisch      gemeint? Panzer, martialisch wirkende     Militärpatrouillen, deren   Fotos    gern auch in die Erste Welt     durchgeschaltet werden, sind den   Angaben    zufolge jedenfalls     keinerlei Hindernis für die   Banditenkommandos des    organisierten     Verbrechens. Das mag für   Mitteleuropäer bizarr, grotesk,        unglaublich erscheinen, für   unsereinen hier ist es banale Normalität.<br />
Immer wieder wird in der Ersten Welt behauptet, in den          lateinamerikanischen Ländern zeige sich deutlich, dass die bisher          praktizierte Drogenbekämpfung per Polizei und Militär nichts bringe,   man        sich andere Konzepte überlegen müsse. Was denn für eine          Drogenbekämpfung, möchte man gegenfragen. In der Banken-City von Sao          Paulo beispielsweise, der führenden Wirtschaftsmetropole      Lateinamerikas,     wird Crack, die zerstörerischste harte Droge, direkt      neben     Polizeipräsidien, Polizeiwachen massenhaft und offen     verkauft  und ebenso     offen gleich von Hunderten konsumiert. Die     Beamten im  Hauptsitz der     Stadtgendarmerie schauen direkt auf eine      kilometerlange Straße, in  der    sich ganze Horden grauenhaft      verwahrloster und abgemagerter  Gestalten    mit Crack zügig ins      Jenseits befördern. Manche Brasilianer  fragen  daher,   ob es nicht      eher so ist, dass die Sicherheitskräfte,  von  Ausnahmen   abgesehen,      der unter Staatschef Lula aufgeblühten   Crack-Branche eine        ordentlich-angenehme Abwicklung der Geschäfte   garantieren. 1,2      Millionen   Brasilianer sind laut Expertenschätzungen   bereits      Crack-süchtig.   Kenarik Felippe von der angesehenen nationalen        Richtervereinigung für   Demokratie (AJD): „Der Staat ist ins        organisierte Verbrechen verwickelt.   Besonders die Slumbewohner leiden        stark unter der Gewalt durch  Polizei,  paramilitärische Milizen   und     die  Banditenkommandos. Im ganzen  Land, und  nicht nur in Rio   de     Janeiro,  foltern Staatsangestellte, gibt  es  Todesschwadronen,   zu     denen  Staatsbeamte gehören. Man redet nur von  den  kleinen   Fischen im      Rauschgiftgeschäft, nicht von den  Drogenbaronen.“ Der    Richter und      AJD-Präsident Luis Barros Vidal  fordert, die „Farce   von  Rio“ auf      keinen Fall zu unterstützen. „Die  Geheimdokumente   der Militärs   zeigen,     dass die Drogenmafia, der  Drogenhandel in   diesen Slums     fortbestehen.   Die regierenden Autoritäten,  die von   einem groß    angelegten  Krieg  gegen  die organisierte  Kriminalität   sprachen,    machten also leere,   falsche  Versprechen, handeln    unredlich. Wir    sehen die Resultate – Tote   und  nochmals Tote.   Selbst     UNO-Friedenstruppen wären erfolglos, weil    vordringlich   soziale und     wirtschaftliche Probleme gelöst werden  müssen,   die   Slumbewohner vor     allem feste Arbeitsplätze brauchen.“  Niemand    wisse  das besser als   die   brasilianische Regierung, früher  unter   Lula,  jetzt  unter Dilma     Rousseff. „Todesschwadronen sind  derzeit   in Rio  aktiv – doch  auch   in   Sao Paulo, landesweit, straflos“,    fügt Richter  Vidal gegenüber    dem <em>Blättchen</em>   hinzu, in    Brasilien fehle eine  Kultur der    Menschenrechte. Zu  erkennen  seien    „starke Merkmale eines   totalitären   Staates, der das  Gesetz nicht     respektiert“; mit Blick  auf   Fußball-WM und  Olympische  Spiele am     Zuckerhut werde ein    Medienspektakel veranstaltet.<br />
Und das hatte es von Anfang an in sich. In brasilianischen          Qualitätsmedien, die nur einen winzigen Bruchteil der Bevölkerung          erreichen, hieß es immerhin, die jüngsten Polizei-und   Militäroperationen        seien nur für das Ausland gedacht – de facto   ändere sich nichts.    Rio     habe wegen der geplanten Sportereignisse   international  Kompetenz       demonstrieren müssen, um   Milliardeninvestitionen zu  erhalten. Es   werde     wieder Wahlen geben   – und die Politiker würden  erneut Gelder   des     organisierten   Verbrechens brauchen.<br />
In mitteleuropäischen Medien weiß man’s offenbar viel besser. Rio de          Janeiro wolle mit dem Drogenhandel Schluss machen, wird          freundlicherweise unterstellt, obwohl sogar Rios Sicherheitschef          Beltrame öffentlich erklärt, dies keineswegs vorzuhaben.<br />
Aber richtig klasse ist der Mediengag über die „heldenhafte“ Einnahme          jenes „Complexo do Alemão“: Unentwegt ballern Polizei und Militär          fotogen auf nicht vorhandene Gegner, was das Zeug hält. Alles  wird   von       zahlreichen TV-Teams direkt an der Seite der Einheiten    begeistert       abgefilmt und teuer weltweit verbreitet. Sozusagen    „sturmreif       geschossen“ fehlt nur noch die „Eroberung“ des    Slumkomplexes. Dies geht       so vonstatten, dass Soldaten und    Elitepolizisten mit handverlesenen       Journalisten einfach die Gassen    zur Slumspitze hochgehen und dort   die     Landesfahne hissen.    Schließlich hatte man den Banditenkommandos    tage-und    nächtelang    reichlich Zeit und Möglichkeiten zum Rückzug  in   üblicher       Guerilla-Taktik gegeben und auf eine Einkesselung   verzichtet  – die       Gangster verteilten sich auf andere der weit über   1.000  Rio-Slums.<br />
Wohl einmalig in der Fernsehgeschichte, wie der          TV-Globo-Nachrichtenkanal vom Hubschrauber aus den problemlosen Rückzug          der schwerbewaffneten Banditenkommandos aus dem Slum Vila   Cruzeiro        direkt übertrug. Die Konditionen, um die Banditen zu   schnappen,   waren      bestens.Warum, so ist zu fragen, ließen Polizei   und Armee die    Gangster     entkommen? Man saß vor dem Fernseher und   traute seinen    Augen nicht.     Stundenlang sah man von nahem, wie   sich die    Verbrecherkommandos     davonmachten, und bekam es von   Polizeiexperten    auch noch kommentiert:     „Kampfhubschrauber wie die   im Vietnamkrieg    greifen jetzt nun mal leider     nicht ein.“<br />
Jahrzehntelang, so wird in Europa verbreitet, wagten sich die          Sicherheitskräfte angesichts übermächtiger Banditenpräsenz nicht in den          „Complexo do Alemão“ – umso mehr sei daher die Rückeroberung zu          würdigen. Sind Lula und seine Nachfolgerin Dilma Rousseff also     wahrhaft      todesmutig, weil sie den Slumkomplex noch vor der     „Erstürmung“      besuchten? Spaß beiseite – Lula war 2008, 2009 und     sogar im Oktober      2010, kurz vor dem Militäreinsatz, im „Complexo do     Alemão“, hatte teils      sogar Ehefrau Marisa dabei. Rios Polizei   und   Militär kennen die      Favela-Gegend bestens, 2002 wurden zur    Besetzung  gar 50.000 Mann      aufgeboten. Mehr Sicherheit gibt’s    deshalb nicht –  seit 2007 wurden in      Rio über 25.000 Gewalt-Tote    gezählt.<br />
Jetzt, nach vertraulichen Militärberichten, weist die Leiterin eines          angesehenen kirchlichen Rio-Sozialprojekts auf ein „großes Massaker    im       „Complexo do Alemão“, wobei vor allem Jugendliche getötet,   doch        keinerlei Informationen darüber freigegeben wurden. Laut          Uni-Anthropologen Luiz Mott, angesehenster Schwulenaktivist des          Tropenlandes, hält Brasilien bei Morden an Homosexuellen weltweit   eine        „grauenhafte Führungsrolle“, verschlechterte sich unter Lula   die        Situation der Gays. Bei Tötungen durch Schusswaffen liegt   Brasilien        gemäß NGO-Daten an der Spitze, 92 Prozent der Rio-Morde   bleiben        straffrei.<br />
Gregor Gysi von der deutschen Partei DIE LINKE gilt als Rechtsexperte,          war 2010 in Brasilien, kennt daher sicherlich die Positionen der          dortigen Richtervereinigung für Demokratie gut – und   schlussfolgert:        „Von allen linken Präsidenten hat Lula, der als   am wenigsten  links       eingeschätzt wird, die größten Erfolge.“</p>
<h1>Dilma Rousseffs schlechter Start</h1>
<p>Brasiliens neue Staatspräsidentin, zuvor Lulas Chefministerin,          verschont die Nation bisher mit dem vom Ziehvater gewohnten Schwall  aus         Propagandareden – dafür haben es die politischen Ereignisse  in    sich.</p>
<p>Der angesehene kirchliche Menschenrechtsanwalt Sebastiao Bezerra da          Silva wurde sadistisch gefoltert und ermordet – auch in den acht          Regierungsjahren zuvor war das Verfolgen von    Menschenrechtsaktivisten       normal. Silva ermittelte gegen die    landesweit aktiven, von       Staatsangestellten geleiteten    Todesschwadronen, gegen folternde       Militärpolizisten und bekam    deshalb Morddrohungen. Im archaischen       nordöstlichen Teilstaat    Maranhao, der laut Kirchenangaben bei       Gefängnis-Folter an der    Spitze steht, kam es zur ersten Häftlingsrevolte       unter Rousseff –    sechs Männer wurden getötet, Fotos der     abgeschlagenen   Köpfe  waren   in den Regionalzeitungen zu sehen. Maranhao     wird von     Gouverneurin  Roseane Sarney regiert, die mit Dilma   Rousseff     befreundet   ist, und  bei nettem privaten Beisammensein mit   ihr zur     Laute allerlei    populäre Liebeslieder sang. Eine unabhängige       Untersuchungskommission  zum   Häftlingsaufstand gibt es nicht,     Brasilia   reichen die Angaben  der   Militärpolizei – ein Relikt der       Militärdiktatur. Der  Teilstaat ist zudem   Herrschaftsgebiet des       Oligarchen José Sarney,  der einst die   Folterdiktatorenpartei ARENA       führte – und heute als  Senatspräsident den   brasilianischen       Nationalkongress. Mit ihm, dem  hochwichtigen  politischen        Bündnispartner, feierte Dilma Rousseff  ihren Wahlsieg –  auch das        spricht Bände.<br />
Auch die neue Menschenrechtsministerin Maria do Rosario beschreibt – wie          ihr Vorgänger – die größte lateinamerikanische Demokratie als          Folterstaat, nennt Torturen in total überfüllten Gefängnissen und     selbst      in psychiatrischen Anstalten ein „gravierendes  nationales    Problem“.     Als  Dilma Rousseff noch zuständige  Chefministerin war,    hatten   derartige    Eingeständnisse allerdings  keinerlei praktische    Bedeutung.   Gleiches   gilt  für den jetzt auf  der Berlinale gezeigten      sozialkritischen   Streifen  „Tropa de  Elite 2“, der Brasiliens      bedrückende   Menschenrechtslage   eindrücklich abbildet. Wie im      Vorgängerfilm, der   2008 den  Goldenen Bären  gewann, gibt es wieder      eine der für Rio de    Janeiro typischen  Scheiterhaufenszenen – weder      Lula noch Rousseff  haben   sich jemals zu  dieser in den Slums unweit      des neuen    ThyssenKrupp-Stahlwerks gängigen  Hinrichtungs-und         Einschüchterungspraxis geäußert.<br />
Wie es sich gehört, hat Brasilien als vielgelobte Demokratie und          strategischer Partner auch der Berliner Regierung natürlich die          UNO-Menschenrechtsabkommen unterzeichnet. Von möglichen Sofortmaßnahmen          der Rousseff-Regierung zwecks Umsetzung ist aber nichts  bekannt.      Dafür    erfährt man aus einer jetzt veröffentlichten  Studie, was  sich     unter  dem   Gespann Lula-Rousseff noch so  entwickelte. Bei  Tötungen     durch    Schusswaffen liegt Brasilien  weltweit an der  Spitze – und  von    drei    Ermordeten sind zwei  schwarz. Der Soziologe  Julio  Waiselfisz,    dessen    Team die Studie  erarbeitete, spricht  von  „Merkmalen der    Ausrottung,    Vernichtung“  und von fehlender   öffentlicher Sicherheit    für die arme,     mehrheitlich schwarze   Bevölkerung. Mit der öffentlichen    Sicherheit     passiere dasselbe wie   bei Bildung, Gesundheit,     Sozialversicherung – es    werde   privatisiert. „Wer kann, zahlt für     privaten Sicherheitsdienst.  Die     Schwarzen gehören zu den Ärmsten,     leben in Risikozonen und können     nicht  zahlen.“<br />
Laut unvollständigen Statistiken werden in Brasilien jährlich immerhin          etwa 55.000 Menschen ermordet. Die UNICEF ergänzt: Bei Morden an       15-bis    19-Jährigen liegt Brasilien weltweit an der Spitze, 38    Prozent    der    brasilianischen Jugendlichen leben in Armut und    Misere. Die       Rousseff-Regierung sollte daher in Programme für    Gesundheit, Bildung   und     Sicherheit investieren, die sich gezielt    an die 33 Millionen       Heranwachsenden zwischen 10 und 19 Jahren    richten. Aber irgendwie       scheint Brasilia gar nicht so gut bei    Kasse zu sein, wie Lula unter       Hinweis auf angeblich fette    Devisenreserven stets verkündete. Als die       hausgemachte    Erdrutsch-Umweltkatastrophe im Januar bei Rio de  Janeiro      rund    tausend Todesopfer forderte – etwa 500 Menschen werden  noch         vermisst – fehlte es den Rettungsmannschaften arg an Mitteln  und         Ausrüstung, weil zuvor beim Katastrophenschutz extrem gespart  worden         war. Als Präsidentin Rousseff die Region besuchte, wurde sie  mit    ihren      eigenen Fehlleistungen aus der Zeit als Chefministerin     direkt      konfrontiert. Das großflächige Abholzen und Bebauen von          Steilhang-Risikozonen war erlaubt und wurde sogar gefördert– doch  nun         bettelt Rousseff gar die Weltbank um einen Milliardenkredit  an,    damit      Slumbewohner  aus entsprechenden Zonen umgesiedelt  werden    können.      Bereits 2008 wurde die Region von einer solchen     Umweltkatastrophe      heimgesucht – und der Lula-Regierung     vorgerechnet, für      Präventivmaßnahmen nur 12 Prozent (!) der     vorgesehenen Haushaltsmittel      investiert zu haben. Sogar die UNO     wirft Lula vor, bereits 2005 ein      Katastrophenwarnsystem versprochen     zu haben, das aber immer noch  nicht     funktioniere.<br />
Um 2010 Rousseffs Wahlsieg zu garantieren, wurden die          Regierungsausgaben, darunter für Propaganda, stark erhöht. Derzeit          werden sie, notgedrungen, drastisch zurückgefahren, denn die          Sozialbewegungen protestieren heftig, weil Präsidentin Rousseff die          Anhebung des Mindestlohns deutlich unter der kräftigen Teuerungsrate          hielt. Die umgerechnet etwa 248 Euro brutto monatlich passen     schwerlich      zu den erneuten Versprechen, nun aber wirklich Hunger     und Misere      auszutilgen. Das Mindestsalär bekommen laut  offiziellen    Angaben 29,1      Millionen registriert oder  unregistriert  Beschäftigte   sowie 18,6      Millionen  Sozialversicherte, darunter  zwei von drei   Rentnern. Doch ein       Großteil der unregistriert, ohne  Arbeitsvertrag   und rechtliche       Absicherung Beschäftigten hat  deutlich geringere   Einkünfte – in einem       Land mit inzwischen oft  deutlich höheren   Preisen als in  Deutschland,      gerade bei  Grundnahrungsmitteln als in   Deutschland –  und in einer  Phase      schmerzhafter Preisanstiege.<br />
Vor diesem Hintergrund erklärt sich auch das Phänomen, dass          Gewerkschaften inzwischen sogar Rechtsparteien applaudieren, weil die          einen höheren Mindestlohn vorschlugen. Zugleich wird an die  enormen         Diätenerhöhungen der Kongresspolitiker sowie an das  Einkommen  von        „Working Class Hero“ Lula erinnert. Seit Januar  bekommt er   monatlich       allein als Ehrenpräsident der  Arbeiterpartei umgerechnet   rund 6.000       Euro, dazu die satten  Bezüge als Ex-Staatschef. Zudem   erhält er  seit      seinem 51.  Lebensjahr eine Entschädigung von  1.900  Euro  monatlich,  weil     er  31 Tage in Diktatur-Haft saß. Als  ihm  jetzt ein  Unternehmen  für     einen  Vortrag 100.000 Dollar  Honorar  anbot, lehnte  Lula laut      Landesmedien ab –  entweder  200.000 Dollar  oder kein  Vortrag. Da  bietet     sich ein Vergleich   mit den Hilfen des    Anti-Hunger-Programms „Bolsa     Familia“ an – denn  42  Prozent der    Empfänger, also 5,3 Millionen     Menschen, leben  gemäß neuen  Studien    nach wie vor im Elend. Zwischen 14     und  maximal 105 Euro werden     monatlich ausbezahlt – pro Familie      wohlgemerkt, meist sind sie     kinderreich. Die Möglichkeit, Elend und      Hunger unter den     Bezugsempfängern rasch durch eine angemessene  Hilfe zu     beseitigen,    werde  nicht einmal erwogen, empören sich  Kommentatoren.     Die    Regierung kürzt  jetzt stattdessen sogar die  Gelder eines        Hausbauprogramms für die  Unterschicht fast um die  Hälfte.<br />
Im Zuge des Rousseff-Starts erfuhr man auch, wie Brasilien heute          kulturell tickt. Nach der Umweltkatastrophe erklärte die Präsidentin  für         mehrere Tage Staatstrauer, der Teilstaat Rio de Janeiro  sogar  für      eine   ganze Woche – doch selbst am Zuckerhut gingen die        Vorkarnevalsfeste  der  Sambaschulen und andere karnevalistische        Aktivitäten auf vollen  Touren  weiter. Renommierte Therapeuten  und       Sozialwissenschaftler haben  auf  diesen befremdlichen Umgang  mit       Tragödien aufmerksam gemacht.   Andererseits – beim  Kulturexport kommt       das Riesenland laut UNO-Daten nur   auf 0,2  Prozent des  Weltvolumens,      liegt auf Platz 26, gleichauf mit    Rumänien. Zum  Rousseff-Start    verließ   der Komponist und Dirigent  John   Neschling  nach 14 Jahren    frustriert   das Land in Richtung  Schweiz. Er   hatte  das völlig    unbedeutende   Sinfonieorchester Sao  Paulos zu einem    international    anerkannten   aufgebaut, wurde  jedoch von der  reaktionären      Teilstaatsregierung   gefeuert. Beim  Weggang verwies  er auf fehlende      Kulturpolitik, eine    paralysierende und unsensible  Staatsbürokratie,      brutalen Umgang  mit   Kulturgütern. Neschlings  Rückkehr nach Europa  ist      symptomatisch, ein   schmerzhafter Verlust  für Brasilien.</p>
<h1>Leonardo Boffs Ungereimtheiten</h1>
<p>In Ländern wie Deutschland betreibt eine bestimmte Gutmenschen-Szene          um den einst interessanten brasilianischen Befreiungstheologen     einen      regelrechten Kult. Sie bewahrt ihn vor öffentlicher Kritik,     die als      politisch unkorrekt gälte. Im Tropenland dagegen wird  Boff    seit den      neunziger Jahren zunehmend heftig kritisiert.  Selbst    frühere  Anhänger     werfen ihm Fehleinschätzungen über die  katholische    Kirche,      intellektuelle Unehrlichkeit und  Opportunismus vor. Boff    sei eitel  auf     Medienpräsenz aus – was  mit Verbalattacken auf  Papst   und Vatikan      natürlich am  leichtesten gelinge.</p>
<p>In der Tat wirkt Boffs Eindreschen auf den Papst infantil und          lächerlich. Nationale Religionsexperten bescheinigen ihm eine          unbestreitbare Rolle in der Reflexionsgeschichte Brasiliens, nennen ihn          sehr intelligent und intuitiv. Boff spüre sehr gut bestimmte          gesellschaftliche Probleme und Tendenzen, sei ein brillanter   Professor.        Doch seine Äußerungen müssten kritisch analysiert   werden –     andernfalls    akzeptiere man häufig Dinge, die nicht der   Wahrheit     entsprächen.<br />
In Deutschland sind evangelikale Wunderheiler-Sekten unbeliebt – Boff          begrüßte indessen bereits im Jahr 2000 öffentlich die Expansion  der         Evangelikalen vorbehaltlos als Bereicherung. In Brasilien  fasste   man       sich an den Kopf. Denn die evangelikalen  Sektenkirchen   propagieren       massiv die „Theologie der  Prosperität“, wonach   materieller  Wohlstand      eine Gabe Gottes sei  und durch die Macht des   Glaubens  erreicht werden      könne. An  Misere, persönlichem   Misserfolg sei der  Teufel schuld,  den  man     auf speziellen   Tempelsitzungen austreibe –  wobei natürlich  jeder      Gläubige soviel   Geld wie möglich an die  Kirche spenden müsse.  Mit   dieser      Theologie, analysieren  Sozialwissenschaftler, verbreiten   die       Evangelikalen Illusionen,  beuten die Leute aus, schaffen  Leiden.  Und       fördern sogar Rassismus  und Diskriminierung, da die  schwarze     Bevölkerung    nunmehr nur  deshalb arm sei, weil sie  sündige. Gemäß aus     Afrika    ererbten  Schlechtigkeiten werde sie  als eine verfluchte   Rasse   angesehen,    die  sich von allen  Vorfahren und Wurzeln lösen   müsse.<br />
Wenn Boff diese wie Wirtschaftsunternehmen funktionierenden Kirchen als          Bereicherung auffasse, müsse man seine Bewertungen relativieren,       zeige    sich zunehmende Oberflächlichkeit. Im akademischen  Umfeld,   bei    den    Studenten sei Boffs frühere Attraktivität weg.<br />
Boff müsste wissen, dass evangelikale Kirchen im Christlich-Ethischen          mancherlei Sonderwege fahren. So wurde ein Bischof der politisch          einflussreichen „Universalkirche vom Reich Gottes“, der  Brasiliens         zweitgrößter TV-Sender gehört, wegen Mordes  eingesperrt. In  Salvador  da       Bahia hatte er laut Polizei im  Tempel gemeinsam mit  zwei  Pastoren     einen   14-jährigen Jungen  sexuell missbraucht und   danach lebendig     verbrannt.<br />
Manche mögen Boff zustimmen, wenn er die Evangelikalen-Ausbreitung          begrüßt, weil ihm „jede Art von Vielfalt“ so gefällt. Denn nun ist in          rappelvollen „Gotteshäusern“ endlich mal echt was los, ziehen      Ex-Killer     und Ex-Frauenaufreißer wie Pastor Salles vom Leder:„Ich      war reich,    hatte  Villen und tausende Frauen – in Rio hörten   tausende       schwerbewaffnete  Banditen auf mein Kommando. Ich war   Bankräuber,       Berufskiller, Monster,  Psychopath – so viele Opfer   flehten   vergeblich     um Barmherzigkeit! Wie  von den Dämonen   gefordert, habe   ich mit  meiner    Frau unseren sechs Monate  alten   Sohn getötet, in der   Pfanne  gebraten,    sein Fleisch gegessen – ich    war schon in der   Hölle!“<br />
Frei Betto, wichtigster Befreiungstheologe Brasiliens, hochangesehen bei          Kardinälen, Bischöfen und Padres der Kirche des Riesenlandes,          analysiert solche evangelikalen Sekten tiefgründig, fühlt sich   durch        ihre nervende Präsenz im Alltag nicht eben bereichert.   Leonardo  Boff       indessen wirft kurioserweise dieser Kirche „feudale    Mentalität“,       „totalitäre Ideologie“ und „mittelalterliche    Strukturen“ vor, gar die       Ablehnung von Kritik und Alternativen.     Damit hat er schlichtweg  die      Dynamik, Entwicklung und Komplexität    der katholischen Kirche  nicht      begriffen. Als anschauliches    Beispiel gilt, dass Rom zwar  Kondome      kritisiert, deren massive    Verteilung in der pastoralen  Aids-Prävention      indessen zulässt –    und fördert, gemäß katholischer  Moraltheologie.<br />
Der Soziologe Claudio Monteiro leitet in Sao Paulo die bischöfliche          Aids-Pastoral – direkt neben seiner Bürotür kann sich jedermann aus          einem stets gut gefüllten Plastikbehälter gratis und  überreichlich     mit      Kondomen eindecken. Monteiro lacht über Boffs  Vorwurf, dass    die      katholische Kirche in der Kondomfrage  lebensfeindlich,    verantwortungslos      und intolerant handele.  „Leonardo Boff gehörte    zum   Franziskanerorden,    der in Brasilien  eines der ersten      Aids-Präventionsprojekte startete  und   natürlich  Kondome verteilt –      seit über 16 Jahren. Unsere nationale     Aids-Pastoral, von einem      Bischof geführt, verfährt genauso. Völlig     unmöglich, daß Boff davon      nicht weiß. Wenn er die Ausbreitung  der    Evangelikalen, die   Expansion    des religiösen Fundamentalismus  positiv    bewertet, ist   dies   fragwürdig  und anfechtbar.“<br />
Boff greift immer wieder auch in die Politik ein. Im letzten          Präsidentschaftswahlkampf unterstützte er zuerst die evangelikale          Predigerin Marina Silva. Die Ex-Umweltministerin zählte zur          Revolutionären Kommunistischen Partei Brasiliens, wuchs im          befreiungstheologischen Spektrum der Katholiken auf und ging dann zur          „Assembleia de Deus“. Richtig, die von Pastor Salles, dem  Ex-Killer     und     Ex-Frauenaufreißer, die zudem laut  Eigendarstellung Homos zu     Heteros     umdreht und  Strich-Transvestiten zu Geistlichen macht.<br />
Zuletzt wechselte Marina Silva von Lulas Arbeiterpartei zu den          brasilianischen Grünen. Die verkaufen sie als lupenreine          Umweltschützerin – obwohl zahlreiche verhinderbare Umweltverbrechen in          ihre Amtszeit fallen. Amazonas- und Savannenwälder werden     vernichtet,      Brasilien avanciert zum weltgrößten     Agrargiftverbraucher, das   Geschäft    mit Gen-Pflanzen boomt.     Umweltschützer laufen Sturm gegen   das    gigantische Umleitungsprojekt     am Rio Sao Francisco – Marina Silva      verteidigt es als   „ökologisch   nachhaltig, wirtschaftlich machbar  und     sozial   gerecht“. Was sie  von  massenhafter Folter durch   Staatsangestellte      oder von den   landesweit operierenden   Todesschwadronen hält,  erfährt    man  bis   heute nicht.<br />
2002 nahm Leonardo Boff begeistert an der Wahlkampfkarawane von Lula          teil, verglich ihn mit Mahatma Gandhi, lobte sogar dessen Vize, den          Milliardär und Diktaturaktivisten José Alencar. Angesichts der          Korruptionsskandale schwenkte er später um, verurteilte Lulas   Politik        als niederträchtig neoliberal.<br />
2010 aber, als Marina Silva die Stichwahl nicht erreichte, wechselte          Boff flugs zu Lulas Wunschkandidatin und bisheriger Chefministerin      Dilma     Roussef – und wieder zu Lob über den grünen Klee: „Lula   machte    die     größte Revolution der sozialen Ökologie des Planeten,   eine    Revolution     für die Bildung, ethische Politik.“ Die   gravierenden        Menschenrechtsverletzungen, den strikt   antiökologischen Kurs von        Lula-Rousseff kritisiert er nicht, die   von ihm so heftig gescholtene,        stark systemkritische katholische   Kirche Brasiliens tut das umso        kräftiger: Fehlende soziale   Besorgnis bei Lula und Rousseff trotz        Hunger, Misere und rasch   wachsenden Slums, Zementierung der  grauenhaft       ungerechten   Einkommensverteilung, Begünstigen der  ohnehin       Privilegierten.   Boff faselt von sozialer  Ökologie-Revolution, dabei ist       längst   klar, dass Dilma Rousseff  das umweltvernichtende         Mega-Wasserkraftwerk „Belo Monte“ in  Amazonien unbedingt realisieren         will. Nach ihrem Wahlsieg erneut  ein Schwenk: Boff geißelt das         Belo-Monte-Projekt.<br />
Mancher hat vielleicht den desillusionierenden ARD-Weltspiegel-Beitrag          „Brasilien: Kindsmord am Amazonas“ über das Töten von Kindern bei          Indianerstämmen gesehen – rund 600 Babies werden danach  jährlich    allein      in Amazonien umgebracht. Viele Indianer sitzen  wegen Sex  mit    Kindern   im   Gefängnis, auch Indios sind als  Naturzerstörer   bekannt.   Yanomami    pflegen  gar das Verprügeln der  eigenen Ehefrau   mit   Freunden, bei     Fremdgeh-Verdacht – von  Schamanen als Hexen     beschuldigte Indiofrauen     wurden ermordet –  das Blättchen hatte über     diese Praktiken berichtet.     Boff  indessen ignoriert diese Fakten:     „Und ich habe sie immer  bewundert,     sie sind unsere großen Meister   im   Hinblick auf die Haltung   gegenüber    der Natur. Die sind     technologisch gesehen rückständig,   aber    zivilisatorisch, sie sind     vorwärts, sie sind reicher als  wir.  Wenn wir    lernen wollen, was wir     für eine Beziehung mit der  Natur  eingehen  sollen,   die Beziehung     zwischen dem Alter und den  Kindern,  den  Erwachsenen und   alten     Leuten, die Beziehung  zwischen Arbeit und   Freizeit, die Beziehung       zwischen Leben und  Tod, dann müssen wir die   Indianer hören. Die haben       eine große  Weisheit und vieles haben sie uns   zu sagen.“  Kommentar       überflüssig.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Obama in Brasilien</strong></p>
<p>Auf Gesten und Symbolik, sorgsam abgestimmt zwischen beiden Seiten,          sei besonders zu achten, hatte Brasilia vor der Ankunft des          US-Präsidenten verlauten lassen. Und als Barack Obama dann in den          Amtssitz von Präsidentin Dilma Rousseff schritt, ging es Schlag auf          Schlag. Mitten in der persönlichen Unterredung befahl Obama  über  einen        Mitarbeiter die Attacke auf Libyen mit zunächst 110     Tomahawk-Raketen.      Und etwas später, mitten im Bankett für Obama  im    brasilianischen      Außenministerium, ging es richtig los mit den     Bombardements. „Ein      historischer Tag“, titelten die Zeitungen –  und    „historisch“ verhielt      sich Brasiliens neue Staatschefin,  die   einst  als Guerilleira gegen die      Militärdiktatur kämpfte,    eingesperrt und  gefoltert wurde. Erst nach   der    Abreise Obamas    äußerte sie  Missfallen über die Kriegserklärung      ausgerechnet in    Brasilien –  vermied indessen, wie viele Brasilianer      erwartet    hatten, dies Obama  sofort und direkt zu sagen, womöglich  die        offiziellen Gespräche  abzubrechen. Mit einer Note, die einen         Waffenstillstand in Libyen  erbat, wurde ebenfalls solange gewartet, bis         Obama abgereist war.  Brasiliens wichtigster Befreiungstheologe,     Frei     Betto, nannte es  gegenüber dem <em>Blättchen</em>  „zumindest    takt-  und    geschmacklos,  den Krieg gegen Libyen just  in Brasilien  zu    erklären,  das   gegen  eine solche kriegerische  Aggression ist.“  Der    Diskurs des  Westens    sei Demokratie, das  Interesse indessen  Öl und    nicht etwa die     Verteidigung der  Menschenrechte in Libyen.   Brasilia   hatte sich im      UN-Sicherheitsrat, abgestimmt mit  Russland,  Indien und   China,   wenigstens    der Stimme enthalten, eine   friedliche Lösung     befürwortet.</p>
<p>Absolut symbolträchtig ging es beim Bankett zu – denn wie zu hören          war, hatte Rousseff offenbar mit Ziehvater Lula da Silva  abgemacht,      dass    am Tische direkt neben den beiden Obamas just  der   hochwichtige       Regierungspartner José Sarney sitzen sollte.  Die USA   hatten 1964  zur      Unterstützung des Militärputschs sogar  eine   Kriegsflotte vor  die  Küste     Brasiliens entsandt. Und nun  prosteten   sich just der  Präsident   dieses    Landes und der damalige  Chef der   brasilianischen    Folterdiktatorenpartei    ARENA  freundlichst zu,   unterhielten sich auch    Michelle Obama und  Sarney    sichtlich nett   miteinander. Er gilt in    Brasilien nach wie vor   als der     archaischste, reaktionärste und    politisch mächtigste  Oligarch,  ist     Präsident des Kongresssenats und    wurde trotz  seiner Verwicklung  in     zahllose Skandale von Lula stets     hochgeschätzt und umworben. „I    love   this guy“, sagte Obama einmal     über Lula – und wollte ihn  gerne   mit am   Tisch. Doch der mit  scharfem    politischen Instinkt   gesegnete    Ex-Gewerkschaftsführer  lehnte die    Einladung ab. Als   hochbezahlter    Ehrenpräsident seiner  Arbeiterpartei    PT hatte er   womöglich Rücksicht zu    nehmen auf  jenen Parteiflügel,   der  sich   scharf gegen einen Libyenkrieg     wandte, an die Kriege im   Irak  und   in Afghanistan erinnerte, die     Obama-Regierung als „Feind   des    Weltfriedens“ einstufte. Vor Obamas     Ankunft brodelte es in   diesem    Teil der PT, der sich den  Sozialbewegungen    eng verbunden   fühlt,  die   Obama zur „persona non  grata“ erklärt  hatten.   Zorn   erregte  daher,   dass Brasiliens  Regierung, eingeschlossen  Dilma     Rousseff,  und die   Führungsspitze  der Arbeiterpartei die von      PT-Mitgliedern    angekündigten  Proteste gegen den Besuch Obamas      verurteilten. Wie     durchsickerte, sollten solche Aktivitäten erstickt,      unzufriedene     Kader auf Linie gebracht werden. Zu den Abweichlern   gehörte    sogar     Rousseffs Frauenministerin Iriny Lopes. Zu   Kriegsbeginn nicht  am       Tische mit Obama sitzen zu wollen, könnte Lula   eines Tages    Lorbeeren     einbringen – wer erinnert sich dann noch an   die     Hintergrund-Details?    Sehr aufschlussreich, was dann in Chile   ganz     anders lief als in    Brasilia. Eine weit politisiertere      Öffentlichkeit  erreichte, dass beim    Obama-Besuch die      Diktaturproblematik nicht  ausgeklammert wurde.  Anders   als unter      Dilma Rousseff wurde im  chilenischen Regierungssitz  natürlich   eine      Pressekonferenz anberaumt,  konnte ein chilenischer  Journalist   offen      fragen, ob Obama und dessen  Regierung bereit seien,  sich  für die       Beteiligung am Militärputsch vom  11. September 1973 zu    entschuldigen  –     und bei den gerichtlichen  Ermittlungen über    Diktaturverbrechen  zu     kooperieren. Der Journalist  erinnerte an    bezeichnende Fälle,   darunter    die Ermordung von Orlando  Letelier,    Außenminister von   Salvador  Allende,   1976 in Washington. Dem     überraschten Obama blieb   nichts  weiter übrig,   als zuzustimmen – er     vermied indessen, um    Entschuldigung zu bitten.<br />
Obama plante vor Rio de Janeiros Opernhaus eine Rede ans Volk, zog sich          dann aber wegen der drohenden Proteste ins Innere des imposanten          Gebäudes zurück, wollte handverlesenes Publikum. Draußen   PT-Fahnen   und      „Obama-go-home“-Plakate – drinnen fragwürdigste   Symbolik. Die     nationale    Schwarzenbewegung forderte, dass sich der   erste     dunkelhäutige    US-Präsident zum grauenhaften Rassismus  klar      positionieren muss.    Schwarzen-Aktivist Mauricio Pestana:  ”Es  gibt     keinerlei Zweifel, dass im    ‚demokratischen’ Brasilien  von  heute     schwarze Bürger mehr Opfer von    Folter, Mord und   Verschwindenlassen     sind als in irgendeiner autoritären    Epoche   unserer Geschichte.“ Die     Schwarzenbewegung hatte versucht,  über     die neue Ministerin für     Rassengleichheit, Luiza Bairros, das      Rassismusthema auf die     Besuchs-Agenda zu setzen, wurde jedoch      abgeblockt. Der     Studentenverband UNEAFRO nannte Obama „den Verräter   der    Schwarzen in     aller Welt“ – und wird sich jetzt vermutlich   bestätigt    fühlen.   Obama   hatte nicht vor, den Rassismus, andere   gravierende        Menschenrechtsverletzungen in Brasilien zu   kritisieren. Seine        Besuchsvorbereiter griffen daher tief in die   Symbol-Kiste, ließen vor        der Rede eine Afro-Band aufspielen und   platzierten viele        Schwarzen-Aktivisten gut sichtbar vor dem   US-Präsidenten. Die Ansprache        wurde von Brasiliens wichtigsten   Kommentatoren arg verrissen: Denn       Obama  lobte ausgerechnet die   brasilianische Demokratie als       beispielhaft,  stellte damit klar,   welche Menschenrechtskriterien er       nach eigenem  Werteverständnis   an Brasilien anlegt. Systematische   Folter     durch    Staatsangestellte, Todesschwadronen, Scheiterhaufen,     neofeudale      Banditen-Diktatur in den Armenvierteln, Morde an          Menschenrechtsaktivisten, Sklavenarbeit – „no problem“ fürs Weiße Haus.          Brasilien werde zum Modell für die Welt, so Obama. In Rio wurde     ganz    in   der Nähe seines Copacabana-Hotels kurz nach der Abreise   der        Systemkritiker und Anwalt Ricardo Gama, der hohe Politiker   auf   seiner      Website aufs Korn nahm, bei einem Attentat von zwei     Kopfschüssen      getroffen. Er wird hoffentlich überleben. Zuvor war     ein kirchlicher      Menschenrechtsanwalt in Nordostbrasilien ermordet     worden. In Sao Paulo      liquidierten zwei     Militärpolizei-Todesschwadronen seit 2006  mindestens     150 Menschen,     steht in einem neuen Untersuchungsbericht.  Als     ausgesprochenen     Folterstaat beschrieb sogar Brasiliens neue          Menschenrechtsministerin Maria do Rosario ihr eigenes Land – kein          einziges Massenmedium brachte die Äußerung. Nicht zufällig ist   Brasilien        jetzt auf dem britischen Welt-Demokratie-Index vom 41.   auf den  47.       Platz zurückgefallen – liegt auf dem neuesten   UNO-Ranking für        menschliche Entwicklung nur auf Platz 73. –   Libyen immerhin auf  dem  53.,      Chile auf dem 45., Argentinien auf   dem 46 und der Iran  auf dem  70.      Platz.<br />
Aber heißt es nicht immer, seit Lula zeige Brasilia gegenüber den USA          zunehmend Selbstbewusstsein und Eigenständigkeit? Brasiliens          Qualitätsmedien analysierten ironisch Wikileaks- Enthüllungen.          Öffentlich habe es nur zu oft leere antiamerikanische Rhetorik gegeben  –         „ im vertraulich-privaten Umgang indessen Liebkosungen für  die      Brüder    im Norden, Anerkennung der Hegemonie des Partners.“          US-Diplomateneinschätzungen lauteten, das Tropenland sei noch gar  nicht         reif, um ein Global Player zu sein. Für  US-Sozialwissenschaftler     sind     die brasilianischen Regierenden  unfähig zu längst  überfälligen        strukturellen Reformen, gibt es  „gravierende interne  Probleme“.        Menschenrechtsaktivist Fabio  Konder Comparato,  Rechtsprofessor an        Brasiliens führender  Bundesuniversität in Sao  Paulo: “Wir hatten  bis       heute nie  Demokratie, leben immer unter  einem oligarchischen  Regime.        Unsere Politik hat stets zwei  Gesichter. Eines für außen,   zivilisiert  –      und eines für innen,  grausam. Wir halten diese    Doppelzüngigkeit des      Charakters im  gesamten politischen Leben    aufrecht. Die Wahlen sind      Theater.  Lula bewies, dass er für die    Oligarchie nicht gefährlich  ist.     Ich  widerspreche dem Begriff    Redemokratisierung.“</p>
<h1>Brasilien und der Libyenkrieg</h1>
<p>Frankreichs Rafale-Kampfflugzeuge starteten auf Befehl von Präsident          Nicolas Sarkozy als erste gen Libyen, bombten, was das Zeug   hielt,        feuerten neueste Hightech-Raketen auch auf zivile Ziele,   zeigten    aller     Welt, was in den Kisten steckt. Der überstürzt   wirkende     Rafale-Einsatz    hatte womöglich seinen besonderen,   zynischen     Hintersinn – denn    Lateinamerikas größte   Kriegswaffenmesse LAAD in Rio     de Janeiro stand vor    der Tür.   Rafale-Oberverkäufer Sarkozy bemüht     sich seit Jahren meist      vergeblich, bei seinen Auslandsreisen die     superteuren Jagdbomber an   den    Mann zu bringen, auch in Brasilien.     2010 schien der Ankauf   durch die    Lula-Regierung fast sicher – doch     selbst in   französischen Medien wurde    herumgemäkelt, größtes       Verkaufshindernis sei die fehlende    Praxiserprobung im Kriegseinsatz.       Das Argument ist nun wohl vom Tisch.    Am Tag der Messeeröffnung   von     Rio schrieb die „O Globo“, dass die    Rafales nun „mit Erfolg   bei  den    Attacken gegen Libyen“ getestet worden    seien, und in   einer     LAAD-Sonderbeilage warb der französische    Rüstungskonzern   gleich     ganzseitig, die Vortrefflichkeit der Bomber sei    im Kampf   bewiesen     worden. Deutsche Medien zitieren Jean-Pierre Maulny,          stellvertretender Direktor des französischen Instituts für          Internationale und Strategische Beziehungen (IRIS), wonach der          Libyen-Einsatz ein Weg sein könne, um für die nunmehr „kampferprobten“          Rafale-Bomber Propaganda zu machen. Dabei war es in Libyen       vorhersehbar    zu keinerlei Luftkämpfen gekommen, wurden durch die       Bombardements,  wie   man inzwischen weiß, aber zahlreiche Zivilisten       umgebracht, deren   Häuser  zerstört, immense Massenfluchten   ausgelöst.</p>
<p>Die brasilianische Öffentlichkeit hat, anders als die          mitteleuropäische, weit weniger Illusionen, worauf der Libyenkrieg          tatsächlich zielt. Schließlich hatten führende Blätter, darunter          Brasiliens auflagenstärkste Zeitung „Folha de Sao Paulo“, den          Europa-üblichen Mainstream von Anfang an der Lächerlichkeit          preisgegeben. Gleich auf einer ganzen Seite analysierte der renommierte          Politikexperte und Universitätsprofessor José Luis Fiori, dass  es    um      Libyens Öl und die Kontrolle einer Grenzregion zu Europa   gehe,    nicht     aber um Menschenrechte. Die würden von den großen   Mächten    stets  benutzt,    um geopolitische Entscheidungen zu   legitimieren.    Afrika  nannte Fiori    den Schauplatz eines neuen   imperialistischen    Wettkampfs –  es sei nicht    ausgeschlossen, dass   über eine neue Form    des  Kolonialismus ebenso    nachgedacht werde   wie über die Eroberung     bestimmter afrikanischer    Staaten, die   durch europäische  Kolonialisten    geschaffen worden waren.    Lokale   Konflikte würden  künftig immer    häufiger – und stets seien die USA      involviert.<br />
Wer das womöglich linkslastig fand, bekam „ausgewogen“ im selben Blatt          die Version des konservativen Politikers und Ex-Finanzministers    Luiz       Carlos Bresser-Pereira präsentiert, wonach Libyen lediglich      abgestraft     werde, weil es sich dem informellen Kolonialismus der      Großmächte  nicht    unterwerfe. Der Libyenkrieg werde nicht mit  guten     Absichten  geführt.  Man   versuche dort nicht, wie behauptet  werde,     „das Massaker  an einem    revoltierenden Volk zu  verhindern“,  sondern    wolle die  Herrschaft über    ein ölreiches  Land  wiedergewinnen. In    Libyen, so  Bresser-Pereira, gebe    es im  übrigen  gar kein    revoltierendes Volk.  Einzige     „Massenmanifestation“, von  der    Journalisten Fotos machten,  sei eine     Masse von Autos in  Bengasi    gewesen – zwecks Feier der      NATO-Bombardements. Nach dem  Zweiten    Weltkrieg sei der offene      Kolonialismus durch einen  informellen    ersetzt worden – die alten      Metropolen assoziierten  sich mit    korrupten Eliten der armen Länder.  Dies     treffe besonders  auf den    mittleren Osten sowie auf Staaten      Lateinamerikas und  Afrikas zu.    Lediglich asiatische Länder und  einige     Staaten wie  Libyen zeigten    sich nicht fügsam für diese  neue     Herrschaftsform.  „Deshalb    verzeichneten sie Wachstum und  verbesserten     den  Lebensstandard der    Bevölkerung.“ Der Anwalt und  Ex-Minister verwies      auf den UNO-Index    für menschliche  Entwicklung und verglich –  Libyen     liege auf dem  53.   Platz,  Lateinamerikas größte Demokratie  Brasilien     indessen nur  auf   dem  73. Platz. Für Unbotmäßigkeit  werde Libyen jetzt     bestraft  durch    zwei alte imperiale Mächte,  Frankreich und     Großbritannien,  gefolgt    von den USA. Sarkozy  meine, durch sein Vorgehen      wiedergewählt  zu   werden – „doch die  Franzosen wissen, dass dieser    Krieg   wenig  Sinn   hat und dass sie  Sarkozy nicht vertrauen können“.<br />
Kommentatoren, die solcher Sicht widersprechen? Keine. Leicht          nachvollziehbar, dass sich auch Brasiliens Künstlerschaft nicht vom          europäischen Mainstream beeindrucken lässt, darunter der populäre          Schriftsteller ÉnricoVeríssimo in seiner landesweit nachgedruckten          Kolumne: „Alles wiederholt sich in Libyen, angefangen mit der          Scheinheiligkeit der selektiven Empörung: Einige Tyrannen, zuvor          toleriert, wenn nicht gar offen unterstützt wie Saddam, werden          unakzeptabel und attackierbar, während der Knüppel andere schont,  die         noch nütze sind. Danach folgen die Verluste an Zivilisten,   angeklagt     von    der einen Seite und bestritten von der anderen,   Fotos     verstümmelter    Kinder und Diskussionen über die Effizienz   von     ‚chirurgischen’    Luftschlägen. Und so haben wir ein weiteres   Beispiel     eines modernen    Beitrags zu den Kriegstaktiken, die   eigenartige     Doktrin des humanitären    Bombardements.“<br />
Komponist Aldir Blanc fragt, wie viele unschuldige Zivilisten bereits          durch das westliche Bombardement auf Libyen umgekommen seien. Und      macht     sich bitter-ironisch über „Hilaria Clinton“ lustig, legt  ihr      folgendes    Zitat in den Mund: „Unsere Politik ist, das da zu       bombardieren und  das   Wort Petroleum durch Menschenrechte zu       ersetzen.“ Der Komponist    erinnerte zudem an das US-Geheimgefängnis  in      Ägypten, in dem des    islamischen Terrors Verdächtigte  gefoltert      worden seien.<br />
Da erübrigt es sich beinahe, Positionen aus der recht          befreiungstheologisch orientierten Kirche des größten katholischen          Landes zu erwähnen. Frei José Francisco, Leiter des          Franziskaner-Sozialwerks in der Megacity Sao Paulo, eine der          angesehensten Franziskaner-Persönlichkeiten Brasiliens, nennt die          Einschätzung des Weltsozialforum-Gründers Oded Grajew völlig korrekt,          wonach die Waffenverkäufer Regierungen wollen, die Kriege  führen.     „Eine     große Wirtschaft, zu deren Stützen die  Rüstungsindustrie     gehört,  muss    Kriege haben – denn zur  kapitalistischen Basis gehört     Konsum.  Für die    Rüstungsindustrie  bedeutet dies – sie wird durch     Kriege  stimuliert.  Die    unterstützen die Wirtschaft jener großen     Länder, die  heute die   Welt   beherrschen.“ Für Andersdenker  Francisco    versucht in  Libyen   lediglich   eine Gruppierung, an die  Macht zu    kommen – „doch  eine   Mobilisierung des   Volkes gibt es  dort nicht.    Bemerkenswert, dass    Vatikan und katholische    Friedensbewegung Pax    Christi mit ihrer    Position zum Libyenkrieg der    NATO-Haltung komplett    widersprechen.  Der   Krieg zeigt, wie oft  die UNO   leider    instrumentalisiert  wird.“ Für den   Franziskaner ist  völlig klar,   dass    das  Völkerrecht jetzt auf jene   anzuwenden ist,  die durch       Bombardements in Libyen ungezählte   Zivilisten  umbrachten. „Die an den       Luftangriffen beteiligten Länder   müssen  raschestmöglich     Wiedergutmachung   und Entschädigung an die    Hinterbliebenen der     Todesopfer sowie an   Verletzte und anderweitig    Geschädigte leisten.     Die Täter und ihre   politisch-militärischen    Auftraggeber müssen   gemäß   Völkerrecht bestraft   werden. Ich weiß,  dass   in der   brasilianischen   Kirche sehr viele denken   wie ich.“<br />
Zu ihnen zählt Waldemar Rossi. Einst war er aktiver Diktaturgegner,          bereitete mit Gewerkschaftsführer Lula Streiks vor – heute leitet er          unter einem deutschstämmigen Kardinal in Sao Paulo die   bischöfliche        Arbeiterseelsorge. „Seit den ersten Bombardements   hat die NATO  nicht   nur     die Streitkräfte Libyens attackiert,   sondern auch  Zivilisten,   die    dabei  umkamen. Auf normale libysche   Bürger wurde  keinerlei   Rücksicht     genommen. Notwendige   Entschädigung,  Wiedergutmachung   bringt indessen  die    Getöteten   nicht zurück ins  Leben. Zur   Verteidigung von  Ölinteressen    nehmen   sich die an den  Luftschlägen   beteiligten  Regierungen das Recht      heraus, jegliche  Verbrechen zu   begehen – wie  zuvor bereits im Irak   und    in anderen  Staaten. Absolut   verrückt, dass  Barack Obama den    Libyenkrieg    anfangs von einem   Copacabana-Hotel aus  koordiniert   hat.“  (Während   seines  jüngsten   Brasilienaufenthaltes – <em>Anm. d. Red.</em>)      Schwer   vorauszusagen,   ob auch westliche Libyenkrieger   Fronturlaub an    der   Copacabana   machen werden – die Kollegen aus   dem Irakkrieg  sind   längst da   und   sorgen als Sextouristen für   reichlich    Negativschlagzeilen. „Die     Truppe auf der Suche nach Sex   provoziert    Polemik“, titelte schon 2007     ein Rio-Blatt.   Washington finanziere    diesen Fronturlaub, habe das     US-Konsulat   bestätigt.</p>
<h1>Brasiliens vertrackter Rassismus</h1>
<p>Wie wäre das in Deutschland – dürfte man selbst nach richterlichem          Verbot noch offen auf der Straße und vor Konzertmikros singen,  dass         schwarze Frauen stinken und mit diesen Kraushaaren hässlich     aussehen?  In     Brasilien darf man – ein Lied dieses Inhalts  machte    1996 Furore,      Komponist Tiririca, ein Musikclown und  Kinderstar,    ging mit dem Song  in     die Fernsehshows und forderte  alle zum    Mitsingen, Mittanzen auf.  Bis     heute kann sich jedermann  „Veja os    cabelos dela“ von  brasilianischen     Websites  herunterladen. Obwohl    die nationalen  Schwarzenorganisationen      über ein Jahrzehnt lang    gegen Sony Music  wegen des rassistischen   Lieds    klagten – und jetzt    schließlich  gewonnen haben. Der   Musikkonzern muss    umgerechnet  über   eine halbe  Million Euro   Entschädigung zahlen und  durfte   das  Lied   bereits seit  Jahren  nicht  mehr vertreiben. Der Text  indessen    ist   überall greifbar   und hat es in  sich. Diese Negerin stinkt  wie      verrückt, mehr noch   als ein  Stinktier, singt Tiririca, der Geruch     dieser   Frau ist  nicht  zum  Aushalten. Ich habe ihr gesagt, sie  soll    sich   waschen –  aber sie  ist  stur, will nicht hören. Und dann  schau   dir  mal   die  grauenhaften   Kraushaare von der Negerin an –  die sind   wie  dieser    Putzschwamm,  mit  dem man Töpfe und Pfannen  scheuert.</p>
<p>Blonde Mädchen und Jungen Brasiliens trällern das Lied lustvoll in          den teuren Privatkindergärten der weißen Mittelschicht, es klingt      durch     Schulkorridore, wird auf Feten gesungen, eignet sich   prächtig,    um     Schwarze zu hänseln, zu beleidigen. Aber wieso kann     ausgerechnet  so ein     offen rassistisches Lied in Brasilien diesen     Erfolg haben?  Ein    führender  Schwarzenaktivist, Mauricio  Pestana,    Herausgeber der  einzigen     Schwarzenzeitschrift, „Raca  Brasil“,  sagte   dem <em>Blättchen </em>in     Sao  Paulo: „Brasilien  ist das    rassistischste Land der Erde – hier     wirken die   Strategien des    Rassismus seit jeher sehr intelligent. Es     gibt  keinerlei  Zweifel,    dass im `demokratischen` Brasilien von heute      schwarze Bürger  mehr    Opfer von Folter, Mord und Verschwindenlassen   sind    als in     irgendeiner autoritären Epoche unserer Geschichte.   Dagegen    kämpfen    wir  an.“<br />
Nicht einfach, wie der Fall des Tiririca-Lieds zeigt. Die          Schwarzenorganisationen protestierten 1996 sofort, beriefen sich auf ein          Gesetz gegen Rassendiskriminierung, reichten Klage ein – sogar   im        Nationalkongress wurde darüber diskutiert. Eine Richterin   verbot   den      Verkauf der Tiririca-CD wenigstens für den Teilstaat   Rio de   Janeiro –      Sony Music ging in Berufung. Die Lieder   Tiriricas seien   unschuldig,   für    Kinder gemacht und ohne   Vorurteile. „Die   Ausdrucksfreiheit   unserer    Künstler ist   unantastbar“, betonte ein   Sony-Music-Manager.   Der    Musikkonzern   musste das Lied schließlich   von der CD nehmen.<br />
Aber wieso ist wegen der erfolgreichen Entschädigungsklage eigentlich          Sony Music am Pranger – und nicht der Liedermacher Tiririca,  fragen         derzeit viele. Da zeigt sich ein Dilemma der  Schwarzenbewegung –    denn      dieser unheimlich populäre Tiririca ist  ja selber    dunkelhäutig. Auch  er     wurde gleich am Anfang mit  verklagt: „Aber    meine eigene Frau ist   doch    eine Schwarze – und  ich bin ein    Mulatte!“, sagte er den   Richtern.    Freispruch.<br />
Denn schmerzhafte Tatsache ist, dass sich in Brasilien Schwarze          gegenseitig rassistisch beschimpfen, herabsetzen – selbst als „hässlich          schwarz“ titulieren. Immer wieder kommt es vor, dass sogar    schwarze       Frauen, die schwarze Männer beleidigend als „preto“    beschimpften,   von     schwarzen Militärpolizisten vorübergehend    festgenommen werden.<br />
Mit acht Jahren arbeitete jener Francisco Everardo Oliveira Silva,          genannt Tiririca, bereits als Zirkusclown, sitzt heute, mit 45  Jahren,         sogar im Nationalkongress, gehört zum Regierungsbündnis  der  neuen        Präsidentin Dilma Rousseff. Und hievte durch ein   Rekordergebnis  von  1,3      Millionen Stimmen eine ganze Reihe   belasteter Politiker  seiner       Republikanischen Partei mit ins   Parlament. „Was macht so  ein       Kongressabgeordneter? Ich weiß es   nicht. Votiere für mich und  ich       erzähle es dir!“ Dieses banale   Wahlkampfmotto Tiriricas hat  bestens       funktioniert – viele   Brasilianer finden es zum Heulen,  doch bezeichnend       für den   Zustand des Politikbetriebs. Und der tief  verwurzelte     Rassismus     ist weiterhin vertrackt, äußert sich auf  überraschende     Weise,   selbst  im  öffentlichen Gesundheitswesen. „Man  muss sich das so       vorstellen“,  sagt  Lucia Xavier von der  Schwarzenorganisation     „Criola“   in Rio. „Eine   schwarze Frau geht  zur Behandlung und auch     zur   Krebsvorsorge in eine   öffentliche  Klinik, doch der weiße Arzt     tastet   nicht einmal ihre Brust   ab,  weil er sich vor der Frau   ekelt,   ja, wegen   ihrer Hautfarbe Ekel    empfindet. Und damit wird   die Frau   ihres Rechts   auf korrekte    medizinische Behandlung   beraubt. Die Frau   teilt mit,  dass  sie  Schmerzen   habe, doch den   Arzt interessiert das   nicht, dessen  Team   ebenso wenig –   weil man   die Frau wegen ihres   ganzen    Erscheinungsbildes nicht mag.“   Nicht   zufällig sind die      Sterblichkeitsraten der Schwarzen weit höher  als    die der Weißen.      Dunkelhäutige, immerhin die  Bevölkerungsmehrheit,    besetzen nur 3,5      Prozent der  Führungsposten, sind im höheren  Management   extrem selten.       Erklärt wird dies gewöhnlich mit dem  sehr begrenzten   Zugang  dieser      Bevölkerungsgruppe zu besserer  Qualifikation. Das    weitverbreitete      Vorurteil, dass Schwarze keine  intellektuelle  Kompetenz    besäßen,  wird    dagegen kaum einmal als  Hinderungsgrund  genannt.  Befragte    schwarze    Manager räumten ein,  sich lange Zeit   tatsächlich als weit    weniger    kompetent eingestuft  und unter einem   tiefsitzenden       Minderwertigkeitskomplex gelitten  zu haben. Eine   Folge dieses geringen       Selbstwertgefühls: Als  Lebenspartner,   Freunde oder Bekannte werden       erstaunlich häufig  hellhäutige   Personen bevorzugt. Es gibt dafür  sogar      eine gängige  Redewendung –   „melhorar a raça“, die Rasse  verbessern.   Und    das  heißt, Kinder   mit Weißen zu zeugen, um so die  Farbe der   Familie     aufzuhellen  und  dadurch in der Gesellschaft an  Wert zu   gewinnen. Als     eine  schwarze  Favela-Frau nach sechs  kaffeebraunen   Kindern zum  ersten     Mal eine  auffällig helle, beinahe  weiße Tochter   zur Welt  bringt,  bei    einem  dunkelhäutigen Vater,  freut sich die ganze    Sippe wie  wild und     feiert das Ereignis.  Schwamm drüber, dass da    irgendwas  mit der     Vaterschaft nicht stimmen  kann – der Papa freut    sich ja  auch, dass  die    Kleine so  überraschend hell geraten ist. In     ungezählten  Slumfamilien    bläut  man die Aufhell-Idee besonders  den    Mädchen  frühzeitig ein, sucht     ihnen Beziehungen zu schwarzen   Jungen    auszureden. Als ein Mädchen zum     ersten Mal zu Hause mit   dem  schwarzen   Freund auftaucht, fallen  schon  die   Schwestern über   sie  her: Willst   du denn die Rasse  verschlechtern,  die   Familie   noch  schwärzer machen,   bist du  verrückt? Dunkelhäutige  Frauen,     die sich  hocharbeiten und   dann auf  einmal in einem  Großraumbüro   allein    unter 100, 200 Weißen   sitzen,  berichten davon, als    „schwarzes Schaf“    tituliert zu werden,   sich  diskriminiert zu   fühlen.<br />
Besonders in den Slums von Sao Paulo sind auch andere Verhaltensmuster          möglich. Politisierte Schwarze suchen sich für ein Abenteuer,  eine         nicht-feste Beziehung, gern eine Hellhäutige – aber zum   Heiraten,   zum      Familiegründen muss es eine Schwarze sein. So werde   die eigene     Identität    gestärkt. Eigentlich auch eine Form des   Rassismus,     kommentiert eine    dunkle Paulistana. Auffällig   wiederum, dass schwarze     Männer, die    Karriere machen, gar als   Fußballspieler zu viel Geld     kommen, Blondinen    als Statussymbol   bevorzugen. Der dunkelhäutige     Historiker Joel dos    Santos   formulierte es bitter so: „Die Weiße ist     schöner als die Schwarze      – und wer vorankommt, wechselt nun  einmal    automatisch den Wagen.“</p>
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<p><strong>Wirtschaften in Brasilien</strong></p>
<p>Jetzt in der Erntezeit brennen sie wieder bis zum Horizont – die          riesigen Zuckerrohrplantagen des Tropenlandes. Fliegt man über das          Flammenmeer, vergisst man’s nie wieder. Nossa Senhora – der  ätzende         Qualm steigt ja höher als die Maschine! Unten kriegt man     Angstzustände,      wenn der Bus plötzlich von dichtem Rauch  eingehüllt    wird, an beiden      Straßenseiten Flammen züngeln,  Gluthitze   eindringt,  der Fahrer  flucht,     weil er nichts mehr  sieht. Während   der  gefürchteten  „Queimadas da  cana“    häufen sich  tödliche    Verkehrsunfälle,  explodieren gar  Tanklaster.    „Niemals  hatte ich    soviel Angst um die  Kinder, meine Frau  und mich wie    im  PKW in einer    solchen Feuerzone –  ich dachte, jetzt  sind wir alle     geliefert“,    sagt Mario Mantovani,  Präsident der  Umweltstiftung  „SOS Mata       Atlantica“, in Sao Paulo.  „Und dabei kam ich  grade von  einem       Umweltschutzkongress, hielt einen  Vortrag über den   Wahnsinn der       Treibstoffproduktion aus Zuckerrohr!“  Deutsche  Multis,  deutsche       Zuckerunternehmen, deutsche Banken und   Spekulanten sind seit  Jahren in       die Ethanol- und Zuckerbranche   Brasiliens groß  eingestiegen,    mischen    heftig mit, tragen   entsprechende  Mitverantwortung. Unter    Staatschef Lula    hat die   Branche einen Boom  erlebt, wuchs in seinen    acht Amtsjahren  der     Anteil ausländischer  Multis von fünf auf über    35 Prozent. In der      Megacity wirbt die  „Industria  Sucroalcooleira“   gerne mit Großfotos  des     grünen, wogenden  Meers  aus Zuckerrohr,   Cana. Das wirkt auf  viele   direkt   sympathisch,  wie  die so schön   gelben, doch extrem    umweltschädlichen,   massiv mit   gefährlichsten   Agrargiften  besprühten   Rapsfelder in   Deutschland.   Abgefackelt   werden seit  der Kolonialzeit   kurz vorm Ernten   die   störenden,   unnützen  Zuckerrohr-Seitenblätter.   Brasilianische     Wissenschaftler   nennen  die Flächenbrände „pervers“ und   ein     Umweltverbrechen – Mario    Mantovani machen sie  Naturschutzgebiete    kaputt.   Auch jetzt, 2011,    sind wieder reichlich  Schutzzonen    draufgegangen,  weil  das Feuer    außer Kontrolle gerät,  sich in Wälder    hineinfrisst. Und  immer     werden sogar  Plantagenarbeiter von den  Flammen   eingekreist und      verbrennen  lebendig – ebenso wie Unmengen  an   theoretisch streng      geschützten  Tieren. „Alle denkbaren  Vorteile des   Ethanoltreibstoffs      werden  allein durch das Abfackeln  aufgehoben. Man   braucht sich  nur   den    Ausstoß an klimaschädlichem  Dioxin und   Kohlenmonoxid    anzuschauen. Die    Gesundheitsposten in  Städten bei Sao   Paulo sind    voll von Leuten, die    wegen der  Plantagenbrände      Sauerstoff-Behandlungen machen müssen,  schwere    Atemprobleme haben.      Unser Staat dürfte diese  Ethanolunternehmen  nicht   auch noch      finanzieren, sogar über die  Entwicklungsbank! Es  gibt kein        Umweltbewusstsein in Brasilien. Die  Kultur des Landes  ist Zerstörung.“        Mantovani klassifiziert Brasilien  als  viertgrößten Erzeuger        klimaschädlicher Gase – wegen der   Brandrodungen im Regenwald und  dieser       Plantagenbrände. „Doch der   heutige Weltmarkt will  garnicht  wissen,  ob     das Zuckerrohr von   Sklavenarbeitern geerntet  wurde und  ob man  die     Plantagen  abgebrannt  hat.“</p>
<p>Hauptbetroffene sind die Zuckerrohrarbeiter, die zudem über Haut und          Atmung den krebserzeugenden Brandruß aufnehmen. Die Feuer    zerstören     die   Bodenfruchtbarkeit und kontaminieren Oberflächen-    und   Grundwasser,     vernichten zudem sämtliche natürlichen Feinde von      Schädlingen, daher     werden immer mehr Agrargifte eingesetzt.      Brasilien ist wegen der     Zuckerrohr-Monokulturen heute weltgrößter      Verbraucher selbst solcher     Gifte, die in der EU und in den USA      längst verboten sind. Klar, ein     Großteil kommt von deutschen  Multis.     Alles dummes Zeug, was Mantovani da     erzählt – ginge es  nach den     auch in Deutschland überreichlich     verbreiteten  Argumenten  zugunsten    der brasilianischen Ethanolproduktion.     Die  wird als  ökologisch  und   „Bio“ gerühmt. Bitte, es geht doch, so   wie    bei der  Windkraft.  „E 10  –  mehr Bio im Benzin“, wirbt das       Bundesumweltministerium:    „Biokraftstoffe spielen eine wichtige Rolle       beim Klimaschutz und bei    der Energieversorgung.“<br />
Francisco Anselmo de Barros, genannt Francelmo, einer der wichtigsten,          bekanntesten Umweltaktivisten Brasiliens, verbrannte sich 2005      selbst,     um gegen die Ausweitung der „Biosprit“-Produktion zu      protestieren.   Doch   das Tropenland bleibt weltweit führender      Zuckerproduzent und    -exporteur,  zudem zweitwichtigster Hersteller      von Ethanol. Zwischen    2009 und 2010  hat die EU ihre Zuckerkäufe in      Brasilien verdreifacht –    das  Bundesumweltministerium rechnet  mit     großen Ethanol-Importen. Für    Roberto  Malvezzi, kirchlicher      Umweltexperte wie Francelmo, ist    „Biosprit“  jedenfalls kein  sauberer     Kraftstoff: „Um die Anbauflächen zu    erweitern,   vertreibt das     exportorientierte Agrobusiness Indiostämme    und  Kleinbauern  sogar     durch Terror und Mord. Hinter moderner Fassade     verstecken  Großfirmen     nur zu oft Sklavenarbeit.“ Nur durch solch     abstoßendes      Sozialdumping seien brasilianischer Zucker und  Ethanol auf    dem     Weltmarkt  so billig und wettbewerbsfähig.<br />
Anfang 2011 passiert eine kuriose Panne, ist monatelang Ethanol an den          Tankstellen häufig teurer als Benzin, dieses die landesweit beste     und      billigste Kraftstoffalternative. Denn der Wirkungsgrad von     Benzin  ist     deutlich größer. Wegen der hohen Weltmarktpreise für     Zucker  stellten   die   Ethanolfabriken auf Zuckerproduktion um,     provozierten  eine     „Biosprit“-Versorgungskrise, musste die Regierung     große  Ethanol-Mengen     ausgerechnet aus den USA importieren. „Das     ist so,  als würde     Saudi-Arabien Öl einführen“, spottete die      Wirtschaftspresse.     Universitätsprofessor Dr. Eduardo Moreira,      Ethanolexperte aus Sao Paulo,     rechnet mit solchen Krisen immer      wieder. Ethanol könne Benzin nicht     ersetzen – nicht einmal in      Brasilien, sei nur eine Art   Neben-Treibstoff:   „Obwohl unsere      Produktionsbedingungen extrem   vorteilhaft sind, kann   dieser      Kraftstoff nicht einmal hier mit Benzin   konkurrieren.“ An diesen        Produktionsbedingungen sind in- und   ausländische Teilhaber natürlich        höchst interessiert, weil sich nur so   hohe Profite erzielen   lassen.      Deutsche und österreichische Landwirte   haben wiederholt    vergeblich   auf   das brasilianische Sozialdumping   hingewiesen und    faire   Spielregeln   gefordert. „Durch diese gewissenlose   Form der    Produktion   ist es der   Landwirtschafts-Industrie Brasiliens      möglich, die  Preise  am Weltmarkt zu   unterbieten”, hieß es in einer       Bauernzeitschrift.  „Weder europäische   Bauern noch solche aus den       Entwicklungsländern  können mithalten.” Wird   Brasilien die       gigantischen, durch die  Zucker- und Ethanolproduktion   verursachten       Umweltschäden rückgängig  machen, all die vernichteten   Tierarten  der      Natur zurückgeben? Über  politische Positionen dazu von    deutscher    Seite   ist nichts bekannt.<br />
„Wer Ethanol tankt, kippt sich Blut in den Tank“, sagt Brasiliens          katholischer Priester Tiago – „Biosprit ist Todessprit“, urteilt          Befreiungstheologe Frei Betto. „Denn die Ethanolproduktion bringt          zahllosen Armen und Hungernden der Erde den Tod.“ Zu den komplexen          Auswirkungen des Biosprit-Booms gehören derzeit in Brasilien  brutale         Preissprünge bei Lebensmitteln. „Wenn man die  Ackerflächen für         Nahrungsmittel verkleinert, steigen deren  Preise, sterben viele         Menschen, die sich keine guten  Grundnahrungsmittel leisten können.         Unsere Regierung spricht von  16,2 Millionen hungernden  Brasilianern in        absolutem Elend – aus  meiner Sicht sind es  doppelt so viel!“,  sagte   er     dem <em>Blättchen</em>.  Hungernde,  Unterernährte seien  besonders      anfällig  für viele  auch tödliche  Krankheiten, vegetieren  mit stark      geschwächtem   Immunsystem dahin,  verlieren Initiative  und       Konzentrationsfähigkeit.  „Wegen immer  mehr Zuckerrohrplantagen  wurden       riesige Urwaldgebiete  Amazoniens  abgeholzt, das  ökologische       Gleichgewicht, die Ökosysteme in  Nord-  und Südamerika  geschädigt,  was      sich auf die ganze Welt negativ   auswirkt. Denn  Amazoniens  Tropenwald      ist der größte des Planeten.  Und  die  Regenfälle, ob  im Süden   Floridas    oder Argentiniens,  hängen von der   Verdunstung  in Amazonien   ab.“<br />
Die Förderung des Zuckerrohranbaus bewirke zudem Landvertreibung,          starkes Slumwachstum, mehr Morde und Drogenhandel, mehr          Kinderprostitution. „84 Prozent der Brasilianer leben bereits in den          Städten“, so Frei Betto. „Die Menschen migrieren dorthin auf der    Suche       nach besseren Lebensbedingungen, was aber gravierende     zerstörerische      Konsequenzen hat, weil Risikozonen illegal mit Slums     bebaut werden.      Deshalb haben wir jedes Jahr   Erdrutschkatastrophen   mit vielen  Toten.  Ein    Heer von Arbeitslosen   zieht im Lande umher   und verdingt  sich bei  der    Zuckerrohrernte,   haust den Rest der Zeit   aber in  Armenvierteln  mit    Drogen,  Gewalt,  Prostitution. Es fehlt   eben  dringlich eine       Bodenverteilungsreform, um die Menschen auf  dem  Lande  zu halten.“</p>
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<p><strong>Brasiliens Kreuz mit dem Sex</strong></p>
<p>Bei Morden an Homosexuellen habe das Land im Weltvergleich „eine          grauenhafte Führungsrolle“, prangert der Schwulen-Führer und          Anthropologe Luiz Mott an. Es handele sich um „Hass-Verbrechen,          ausgeführt mit besonderer Grausamkeit“. In Brasilien würden mehr Gays          getötet als bei Homosexuellen-Hinrichtungen im Iran,  Saudi-Arabien,         Sudan, Nigeria und weiteren sieben Staaten, in  denen die   Todesstrafe   für     Schwule gelte. „In den USA, mit etwa  100 Millionen   mehr   Bewohnern,     tötet man 25 Gays pro Jahr, hier  250!“ Die   Dunkelziffer   sei indessen     sehr hoch, man erfahre nur  von einem   Bruchteil der   Morde. Ex-Präsident     Luiz Inácio Lula da  Silva gehe   in die Geschichte   als „Vampiro dos  Gays“    ein. Da  erschien   lobenswert, dass die neue   Regierung unter   Präsidentin    Dilma   Rousseff an 6.000 öffentlichen   Mittelschulen des   größten      bisexuellen Landes der Erde eine intensive   Aufklärungskampagne      zugunsten   der Rechte von Schwulen, Lesben und   Transvestiten starten,      einen so   genannten „kit anti-homofobia“   verteilen wollte. „Wir     machen  keine   Propaganda für sexuelle   Optionen“, erklärte dann    jedoch   überraschend die   Präsidentin, zog   den „kit“ zurück. Man    werde sich in   das Privatleben   der Leute nicht   einmischen.</p>
<p>Geplant war, den Heranwachsenden auch sehr anschauliche Videos          vorzuführen, in denen als Vorteil der Bisexualität genannt wird,   doppelt        so viele Chancen zu haben, eine attraktive Person, einen          Beziehungspartner zu finden. In einem Lande immerhin, in dem   entgegen        gängigen Klischees Einsamkeit ein Massenphänomen ist.   Der        Stimmungswandel bei Präsidentin Rousseff, hieß es in den   Landesmedien,        sei auf Druck der starken puritanischen Fraktion   evangelikaler   Sekten    im   Regierungsbündnis erreicht worden. Doch   nicht wenige   Brasilianer      meinen, dass man mit dem Aufklärungs-Kit   bei Brasiliens    Jugendlichen     ohnehin nur offene Türen eingerannt   hätte – alles  ist   den     Heranwachsenden ja aus ihrem Lebensumfeld   bekannt. Die   geplante      Anti-Homophobie-Kampagne ginge an den   Landesrealitäten   vorbei, weil  sie     die gravierendsten Probleme   aussparte – wohl um   keine  schlafenden   Hunde   zu wecken.<br />
Einen wichtigen Hinweis hatte 2010 der brasilianische Erzbischof Dadeus          Grings gegeben, der als Problem nannte, dass die heutige      Gesellschaft     pädophil sei – und die Menschen leicht dafür anfällig.      Als  Erzbischof    konnte er schwerlich in die Details gehen. Yvonne      Bezerra  da Silva,    bildende Künstlerin und Slum-Sozialexpertin   kann    das, nimmt  kein Blatt    vor den Mund. Bereits in den neunziger    Jahren   spricht sie  sich für    Sexualerziehung schon für    Siebenjährige aus,   will  Kenntnisvermittlung    über Familienplanung    für Arme an sämtlichen    Grundschulen. „Die große    Mehrheit der    Unterschichtskinder ist Teil    völlig zerrütteter Familien,    nicht    selten hausen auf nur neun    Quadratmetern zehn Personen; Jungen  und      Mädchen sehen täglich homo-    und heterosexuellen Verkehr,    betrachten    diesen Umstand gleichwohl  als   natürlich, nicht etwa als     unmoralisch oder   Sünde.“ Auch der  Umgang   mit Rauschgift sei     alltäglich. „Für die  Mädchen  gehört zu  den   gängigen Erfahrungen,    mit  acht, neun oder zehn  Jahren   vergewaltigt zu   werden. Alles ist    für sie  Teil eines bekannten  und   akzeptierten   Konzepts,    integrierender  Bestandteil ihrer Existenz.“   Als  sehr   dramatisch    stuft Yvonne Bezerra  de Mello die Situation der   Jungen    ein.    Bereits von sechs oder sieben  Jahren an ließen sie sich  von        Jugendlichen oder erwachsenen Männern  sexuell missbrauchen,  kennen bis        13 oder 14 nur homosexuellen Verkehr.  „Keineswegs selten  ist,    dass     bereits Zehnjährige zwei- bis dreimal  pro Tag Sex mit   Männern   haben –     und wie die anderen stets im Tausch  gegen   irgendetwas,   häufig     umgerechnet nur 75 Cents; im Unterschied zu   den  Mädchen,   die sich     sexuell missbrauchen lassen, als ob es ihr    Schicksal   wäre.” Nicht   wenige   Brasilianer nennen Fälle allgemein    bekannt,   dass sogar an   öffentlichen   Schulen schwächere Schüler  von  den    stärkeren selbst in   Gruppen   vergewaltigt, zu Analverkehr   gezwungen    werden, was für die   Betroffenen   keineswegs selten zu   einem    lebenslangen Trauma und   gestörten Beziehungen   zum anderen     Geschlecht  führt. Denn was jene   Jungen, die sich in der   brutalen      Macho-Gesellschaft nicht gegen   Vergewaltigung wehren konnten,    durch     andere erlitten haben, wird   verbreitet, herumerzählt – mit  den       entsprechenden psychologischen   Wirkungen.<br />
Den Roman „Ana in Venedig“ von Thomas-Mann-Experte Joao Silverio          Trevisan aus Sao Paulo hat vielleicht mancher gelesen – in Brasilien  ist         der Autor indessen auch ein angesehener Schwulen-Aktivist,  der   den       eigenen Haufen politisch unkorrekt immer wieder in die  Mangel    nimmt.   Als    Brasiliens Oberstes Gericht 2011   gleichgeschlechtlichen       Partnerschaften  die gleichen Rechte   zubilligt wie verheirateten       homosexuellen Paaren,  hat dies   Trevisan heftig begrüßt – und       kommentiert. ”Die Menge an    verheirateten Männern, die in Brasilien ihre       Homosexualität   heimlich  ausleben, ist skandalös und erschreckend      hoch.  Bei der   brasilianischen  Bisexualität handelt es sich um eine      heimlich    ausgelebte Homosexualität …  Männer schlafen gerne   miteinander    –   und  danach heiraten sie Frauen. Das  ist in Brasilien   historisch …      Es ist  die Scheinheiligkeit, in der wir  leben.   Brasiliens Kultur    ist    karnevalisiert. Es ist die Kultur der Maske  …   Wir benutzen  die   Maske  im   Guten wie im Bösen … Die falsche    Bisexualität  gehört zu   dieser  Maske …   Ich übe ernste Kritik an der      Homosexuellenbewegung.  Es ist  eine der   Elite, und was sie    erreichte,  war  durch Lobbyarbeit.  Die  brasilianische      Homosexuellengemeinde  ist  politisch entfremdet…”  Aber  warum fühlen      sich in Brasilien so  viele  Leute durch Gays  gestört,  warum gibt  es   all   diese Gewalt?  „Der Macho  fühlt sich  bedroht, man  frage  mich   nicht,   warum. Ich  persönlich denke,  dass  sich hinter den     ideologischen Motiven   sehr  ernste psychologische   verstecken.     Vereinfacht könnte man sagen:   Sie  sind bedroht, weil es   irgendeine     Art von Verzauberung, Anziehung    gibt, gegen die sie sich       verteidigen.”<br />
Karnevalisierte Kultur und Kultur der Maske – Trevisan gibt wichtige          Hinweise zum Verständnis soziokultureller Besonderheiten  Brasiliens,     die     im Alltagsleben teils extrem widersprüchlich  daherkommen.  Wer    wird     schon gerne zugeben, dass ihm Analverkehr  mit Tieren   unheimlich   liegt –     aber beinahe auf jedem Marktplatz,  bei großen    Kabarettisten  und     Musikclowns wie Caçarola ist die  verbreitete    Zoophilie ein  beliebtes     Thema. Zum „Tarado do  Sertao“, einem    lustigen Forró, im  Internet leicht     zu finden,  lässt es sich gut    tanzen – und mitsingen:  „Liebe machen  mit    der  Eselin im Wald – ach    war das schön!“ Wer  meint, hier werde      Sensationalismus betrieben,    wird bei <em>Wikipedia Brasilien</em>   über     Zoophilie geschrieben    finden, dass im Lande bekanntlich  viele  junge     Menschen    Geschlechtsverkehr mit Tieren pflegten.  Hühner  überleben ihn        gewöhnlich nicht, heißt es. Gruppen von  Jungen  liquidierten auf diese        Weise ganze Hühnerställe alter  Frauen.  Brasilianerinnen berichten,     dass    Sexpartner ihnen  gestanden hätten,  den ersten    Geschlechtsverkehr  des    Lebens mit  Tieren gehabt zu haben.  Den    Frauen war diese Praxis     männlicher  Jugendlicher und Männer  indessen    gut bekannt, überraschte  gar     nicht. Esel-Songs wie von  Caçarola    sind ja jedermann geläufig.<br />
Heitere Szenen würden besonders im brasilianischen Nordosten auf den          Straßen ausgelöst, wenn an Zoophilie gewöhnte Esel sich ihren    Partnern       näherten, an ihnen rieben und dadurch für jedermann das          Zoophilie-Verhältnis offenbar werde. Bekannt ist der Habitus   junger        Männer, mit ihrer neuen Freundin jene Ecken von Stadt oder   Dorf  zu       meiden, wo ein vorher zur Zoophilie genutzter Esel,  eine  Eselin        plötzlich auftauchen und diese Männer  kompromittieren  könnte. Ist  eine       Weide in Sicht, wo solche Esel  grasen, machten  diese Männer  mit  ihren      Partnerinnen schleunigst  kehrt oder einen  Bogen – ob im   Nordosten   oder    im südlichen  Paraná. Ein bekannter  Musiker   erläuterte im   Interview,  dass    Jungen im Nordosten bei  Eseln die   nötige Höhe   herstellten, indem   sie   hinter den Tieren  Ziegelsteine   aufschichten.   Genug der  Details,    höchstens noch ein  makabrer   Schlenker in die   Politik.  Leonel Brizola aus    Rio, zu  Lebzeiten   Vizepräsident der    Sozialistischen Internationale  und    nach eigenen   Angaben Freund von    Willy Brandt, sprengte 1994 zu   Ostern     eigenhändig einen  berüchtigten   Kerker auf der  paradiesischen  Ilha    Grande  in die  Luft, um sich von   dunklen  Punkten in seiner    politischen    Biographie zu befreien. Die    Explosion tötete, so ein     Gefängniswärter und   zahlreiche    Inselbewohner, auch etwa 300 zumeist     von Lepra und anderen      Krankheiten befallene Hunde, die von den    zuletzt  700 Häftlingen zum      Zwecke der Zoophilie gehalten wurden.</p>
<h1>Brasiliens umstrittene Wasserkraftwerke</h1>
<p>Was stimmt denn nun? Bis heute wird das Tropenland von europäischen          Öko-Parteien, Umweltorganisationen wie Germanwatch sowie vielen      Medien     heftig gelobt, weil es den Strombedarf zu etwa 80 Prozent   aus        Wasserkraftwerken decke. Das sei sehr klima- und    umweltfreundlich,   es     gebe keinerlei schädliche Emissionen, der    Strom sei sauber.  Beim      Klimaschutz habe Brasilien die Nase vorn,    hieß es in  Kopenhagen.  Doch     dann kommt so ein schnauzbärtiger    Öko-Ami wie  Philip Fearnside  daher,     der als Biologe auch noch für    ein  brasilianisches  Regierungsinstitut     arbeitet, und sagt  bereits   seit  1995, alles  Mumpitz – das Gegenteil  sei    richtig.</p>
<p>Die Bilder könnten ja nicht gegensätzlicher sein: Hier grausig          rauchende Schlote von Kohlekraftwerken, dort dagegen die Idylle von          Stauseen, in denen fröhliche Kinder baden und Touristendampfer  sowie         Segelboote unterwegs sind. Aber so einer wie Fearnside  will uns         weismachen, richtig schlimm seien die Staudämme  besonders in   Amazonien,       schlimmer als die mit fossilen  Brennstoffen betriebenen   Kraftwerke.     Der   geplante Staudamm von  Belo Monte am Rio Xingú  gar  werde eine      regelrechte   Treibhausgas-Fabrik. Komischerweise   behaupten so etwas  auch      andere  Wissenschaftler Brasiliens – aber   man muss nach ihnen       regelrecht suchen,  weil in der öffentlichen   Meinung die       Wasserkraft-Bewunderer dominieren.<br />
Dr. Sergio Pacca von der Bundesuniversität in Sao Paulo ist jedenfalls          so ein Quertreiber, der Wasserkraftwerke auch als extrem        klimafeindliche   Methan-Schleudern kritisiert. Giftiges Methan entstehe        im Staubecken –   durch Zersetzung organischer Materie mittels        Mikroorganismen unter   Ausschluss von Sauerstoff, bekommt man von   Pacca      zu hören. „Je höher die   Temperatur, umso schneller läuft   der    Prozess   ab. In tropischen Ländern   vermehren sich die   Mikroorganismen    rascher   und bilden entsprechend  mehr  Methangas   als in den  kühleren   Ländern.   Bei einem neuen Staubecken  wird  die   dortige  reiche  Biomasse   überflutet  – Basis der  Methanproduktion.“    Selbst  wenn die  teilweise   noch  vorhandenen Urwälder  vorher   abgeholzt   worden seien,  bleibe  noch  viel  Wurzelwerk im Boden.  Und   das  entstehende  Methan,  so Pacca,  werde  an  die Atmosphäre    abgegeben,  trage sehr stark  zum   Treibhauseffekt  bei.<br />
Darauf muss man erstmal kommen, zumal das klimaschädliche Potenzial          einer Tonne Methangas laut neueren Studien 34-mal größer als das   einer        Tonne Kohlendioxid ist, über das gewöhnlich immer geredet   wird.     „Selbst    kleinere Mengen Methan müssen daher beim globalen    Klimawandel    wichtig    genommen werden“, so Sergio Pacca. Es sei    einfach nicht    haltbar,    Wasserkraftwerke mit anderen    Energietechnologien zu    vergleichen, ohne    den Methan-Faktor zu    berücksichtigen. Doch genau    dies geschiehe.<br />
Würden nicht Indianerstämme aus ihrem Lebensraum vertrieben, wäre Belo          Monte eigentlich gar nicht so schlecht, ist auch in Deutschland  zu       hören   – Brasilien wollw sich ja schließlich entwickeln,     wirtschaftlich      wachsen, habe ein Recht darauf. Leute wie Pacca oder     gar Fearnside,    der   Amazoniens Stauwerke seit Jahrzehnten vor  Ort    am intensivsten     beforscht,  kommen mit ihren Einwänden da nie   vor,   was stutzig macht.  In    Brasilien  wird Fearnside auch von     Regierungsstellen kräftig  beharkt,    weil er Belo  Monte ablehnt, das     immerhin auch Ex-Präsident  Lula und    seine  Amtsnachfolgerin  Dilma    Rousseff unbedingt durchziehen  wollen.<br />
Fragt man den Biologen in der drückend heißen Amazonasmetropole Manaus,          etwa 4.000 Kilometer nördlich von Sao Paulo, wie das eigentlich          funktioniert – er als Ausländer am staatlichen Nationalinstitut   für        Amazonasstudien/INPE, aber in scharfer Gegnerschaft zu   Brasilias        gigantomanischen Wasserkraftprojekten – kommt als   Antwort nur ein   kurzes      ironisches Lachen. Vielleicht kann man   einem wie Fearnside   schlecht    an   den Karren fahren – der Mann   bekam den UN-Umweltpreis   „Global   500“,   dazu  den brasilianischen   Öko-Nationalpreis.Darüber   hinaus   gehört   Fearnside  zur Akademie   der Wissenschaften Brasiliens   und ist   weltweit   einer der    führenden Experten für Klimaerwärmung.   „Unter   jenen, die die     Erlaubnis  für alle derzeit im Bau   befindlichen       Amazonas-Wasserkraftwerke  erteilten, gibt es welche,   die alles       bestreiten, was ich sage. Ich  zitiere sie natürlich   ausführlich.“<br />
Spricht man Fearnside auf das überschwängliche Kopenhagen-Lob für          Brasilias Klimaschutzpolitik an, kommt noch so ein ironisches Lachen.          „Zwar gibt es viele Studien wie die von mir über den       Methan-Sachverhalt,    doch wird in der Presse und in politischen Reden       so oft wiederholt,    dass diese Energie sauber sei, dass die Leute       schließlich nur dies    gehört haben und sich daher nicht weiter  in   die    Sachlage vertiefen. Doch    an den Fakten über die    klimaschädlichen    Emissionen ändert das  nichts.“<br />
Fearnside nutzt gerne anschauliche Beispiele – wie den Hinweis auf das          beim Öffnen einer Colaflasche zischend entweichende Gas. „Alles          organische Material, Kohlenstoff im Boden, Bäume und  Wasserpflanzen         zersetzen sich auf dem Grund des Stausees – das  Wasser dort ist   also       unter hohem Druck stark methanhaltig und  gelangt schließlich   in die       Turbinen der Wasserkraftwerke, wo  ebenfalls noch hohe   Drücke  herrschen.      Aber danach gelangen die  Wassermassen dann an   die freie  Atmosphäre.    Die   im Wasser  gebundenen Gase, darunter   Methan, zischen  in Bläschen    heraus  –   deshalb mein Vergleich mit   der Colaflasche.  Und die      Sicherheitsabläufe  der Stauseen wirken   auf ähnliche Weise.  So wird  der     Treibhauseffekt  erheblich   befördert. In Amazonien  wirken      Wasserkraftwerke im Endeffekt    häufig schädlicher, negativer,  als  die     zur Elektrizitätsgewinnung    verbrannten fossilen   Energieträger.“ Die     bereits in Amazonien    existierenden   Wasserkraftwerke produzierten daher     keineswegs   saubere  Energie,   seien in Bezug auf den Klimaschutz     keineswegs   nützlich. Belo   Monte  treibe es auf die Spitze. „Vier Monate     im   Jahr kann man  wegen   tiefen Wasserstands keine einzige Turbine       betreiben, da  entsteht  dann  ein Schlammbecken von 3.500       Quadratkilometern, wo  üppig  Pflanzen  wachsen, die später zu Methan       zersetzt werden.  Doch in  amtlichen  Umweltgutachten für Brasiliens        Wasserkraftwerke wird  stets nur der  geringe Gasaustritt über die        Wasseroberfläche  berücksichtigt, nicht der  über Turbinen und        Sicherheitsabläufe.<br />
Ebenfalls in Manaus forscht André Muggiati von Greenpeace und kann          ebenso wenig Gründe für soviel deutsches Lob an Brasilias          Klimaschutzpolitik entdecken. „Die Abholzung ist Hauptursache der          Treibhausgase aus Brasilien. Das Land ist daher der viertgrößte          Luftvergifter der Welt – nach Indonesien, China und den USA.“ Und für          den brasilianischen Umweltexperten Dr. Fabio Olmos ist jene          Germanwatch-Statistik, die Brasilien an vorderste Stelle rückt, eine          „unehrliche Form, die Situation darzustellen. Es ist  unverständlich,         wieso jemand diese Germanwatch-Statistik  überhaupt für bare  Münze        nimmt.“<br />
Inzwischen haben Brasiliens Umweltschützer zusätzliche altbekannte          Sorgen, weil seit dem Start der Rousseff-Regierung gleich eine ganze          Serie systemkritischer Öko-Aktivisten ermordet worden ist –  allein    fünf      im April bei Curitiba, drei im Juni in Amazonien.  Auch ein         Menschenrechtsanwalt wurde erschossen. Entsprechend  stark ist das    Klima      der Einschüchterung und Angst. Brasiliens  neue       Menschenrechtsministerin   Maria do Rosario räumte ein, dass  auch in       Amazonien Todesschwadronen   aktiv sind, zu denen  bekanntlich       Staatsangestellte gehören. Laut    Landgewerkschaftsangaben wurden in den       letzten Jahren, also unter  der   Lula-Regierung, nach 17  derartigen      Morden nicht einmal    Ermittlungsverfahren durch die  Bundespolizei      eingeleitet.<br />
Indessen erhält die Rousseff-Regierung – ebenso wie die          Vorgängerregierung – aus Europa, darunter Deutschland, sehr viel Lob und          wird ausdrücklich als modern und progressiv eingestuft. Das  wird      wohl    mit dem neoliberalen Wertewandel zusammenhängen. Auf  dem      UNO-Index  für   menschliche Entwicklung rangiert Brasilien  jedenfalls      nur auf  Platz 73,   und die UNO-Bildungsstatistik  verzeichnet das      Tropenland gar  erst an  93.  Stelle.  Aufschlussreich ist da, welche      Länder bessere  Plätze  belegen:   Iran (89), Saudi-Arabien (84),      Botswana (81), Libyen  (66),   Bolivien  (61), Bahrein (49),  Argentinien     (40) Kuba (16).</p>
<h1>Brasiliens beneidenswerte (relative) Pressefreiheit</h1>
<p>Die Presselandschaft des Tropenlandes bietet ein eher erfreuliches          Bild. Investigativer Journalismus ist auffällig stark in     Qualitäts-und      Alternativmedien – unabhängig agierende Reporter und     Redakteure      widersetzen sich den weltweit üblichen    Medien-Eingriffen  durch Parteien      oder Regierungsfunktionäre und    enthüllen  kontinuierlich gravierende      Skandale um Machtmissbrauch    und  Korruption an der Staatsspitze.  Auch  der    Libyenkrieg zeigt es     plastisch – es gibt viel weniger  Mainstream  als   in  Deutschland.</p>
<p>Kurz vor seinem Abtreten sorgte Staatschef Lula Ende 2010 für ein          kommunikationswissenschaftlich bemerkenswertes Faktum: Vor   Vertretern        großer Auslandsmedien, besonders aus der Ersten Welt,   lobte er in   Rio   de    Janeiro die internationale Presse geradezu   euphorisch für   ihre      Berichterstattung über das heutige Brasilien.   Die günstige    Darstellung     sei verantwortlich für das gute Image,   das das Land    derzeit im Ausland     habe. Die brasilianischen   Landesmedien    kommentierten Lulas Auftreten     teils tief ironisch –   denn die    Auslandskorrespondenten behandelte er     völlig anders als   die    nationale Presse, die er konstant und sogar  wütend      kritisierte, ihr    sogar vorwarf, ihn zu verfolgen oder nicht  die   guten    Seiten seiner    Regierung zu zeigen. Auffällig war gerade in    den  letzten   Jahren:  Je   schärfer die Kritik von innen an Lula,   dessen   Arbeiterpartei    und   seiner Chefministerin Dilma Rousseff,   inzwischen   Nachfolgerin im      Präsidentenpalast, umso lauter das Lob   von außen.<br />
Noch mitten im Präsidentschaftswahlkampf von 2010 ärgerte sich Lula          öffentlich heftig über Zeitungsenthüllungen, die ihn zum Entlassen   von        Regierungsmitgliedern zwangen: Wunschkandidatin Dilma   Rousseff   hatte    für   ihren Chefministerposten eine enge Freundin,   Erenice   Guerra,    bestimmt.   Lula nahm sie zunächst in Schutz,   würdigte ihre   „enormen    Leistungen  für  das Land“. Doch Brasiliens   investigative   Journalisten    förderten Tag  für  Tag mehr  belastendes  Material gegen   Erenice Guerra    zutage – bis  Lula sie   schließlich  feuern musste.  Und  Dilma Rousseff    bricht bereits  im  ersten   Amtsjahr sämtliche   Entlassungsrekorde,    rutscht mit ihrer   ganzen   Regierung in eine   tiefe Korruptionskrise.    Wegen   Presseenthüllungen   musste sie sich   zuerst ausgerechnet von ihrem     engen  Freund,   Wahlkampfleiter und   wichtigstem Minister, dem Chef   des     Zivilkabinetts,  Antonio Palocci,   trennen. Dann stürzten der       Transportminister und über  zwanzig   weitere hohe   Regierungsfunktionäre.     Die Liste der Gefeuerten  wird   fast täglich   länger.<br />
Ohne wache, unabhängig agierenden Journalisten wäre im heutigen          Brasilien kaum ein realistischer Einblick in die weiter von Lula          mitbestimmte Regierungsarbeit unter Dilma Rousseff möglich. Aber immer          noch ist eine Unmenge zwielichtiger Figuren auf höchsten Posten.<br />
Brasiliens Presse unterscheidet sich soziokulturell erheblich von der          mitteleuropäischen. Der Mainstream wird häufiger durchbrochen, das          sachliche Gegenüberstellen von Positionen und Beobachtungen ist     normal.      Die Scheu vor unbequemen Fakten ist geringer, die     Schilderung  selbst     schockierender Alltagstatsachen gewöhnlich     authentischer,   unbefangener    und weit weniger <em>politisch korrekt</em>.     Als Anfang   2011 bei einem    Häftlingsaufstand Menschen geköpft     wurden, zeigten   Landesmedien die    abgeschlagenen Köpfe, um den     Brasilianern ein   realistisches Bild der    gravierenden     Menschenrechtsverletzungen zu   vermitteln.<br />
Brasiliens Qualitätsmedien stellen auch den Libyenkrieg anders dar als          der mitteleuropäische Mainstream – sie wiesen sofort auf die    zivilen       Opfer der Bombardements hin, nannten als Hauptmotiv der       Militäraktionen    strategische Ressourcen wie Erdöl und betonten       Parallelen zu den unter    einem Vorwand begonnenen Irakkrieg.<br />
Doch es gibt auch die andere Seite der Medaille. Eine Fundamentalkritik,          wie sie die Universitätsprofessorin Zilda Iokoi, eine frühere          politische Gefangene, auf einer Tagung des Goethe-Instituts Sao   Paulo        äußerte, ist durchaus zutreffend: „Die großen tonangebenden    Medien       Brasiliens berichten systematisch über viele brisante    Fakten nicht –   und     das ist Zensur. Neun Familien beherrschen das    nationale   Mediensystem  –    man liest nur, was die Zeitungsbosse    wollen. Oft   schreiben    Journalisten  über Unerwünschtes, doch deren    Texte werden   gekürzt,    zensiert. Mir sagen  Journalisten beim    Interview immer   wieder: Ich weiß    aber nicht, ob es  gedruckt,    gesendet wird.“ Welchem   Kollegen in    Mitteleuropa kommt dies  nicht    irgendwie bekannt vor …<br />
Vieles, was große kommerzielle Medienkonzerne wie „O Globo“ trotz          hervorragender, mit zahlreichen Publizistik-Preisen geehrter          investigativer Journalisten nicht liefern – oder nicht liefern wollen,          kommt allerdings seit Jahren wenigstens teilweise von  alternativen         Internet-Medien, darunter der befreiungstheologisch  orientierten         Nachrichtenagentur ADITAL, von der Wochenzeitung  „Brasil de  fato“  oder       der Radioagencia NP. Längst sind  Brasiliens Leitmedien   gezwungen,    Blogs    und Community Media zu  verfolgen und dort   geäußerten  Vorwürfen      nachzugehen.<br />
Anfang 2011 erinnerte Brasiliens nationaler Presseverband ANJ in          ganzseitigen Anzeigen an die enorme Leistung jener investigativen          Journalisten, die Lulas größtes politisches Desaster, den so  genannten         Mensalao-Skandal um Parteien-und Abgeordnetenkauf, an  die       Öffentlichkeit   brachten. Lula drohte sogar die Amtsenthebung  – in       nicht wenigen   Auslandsmedien wurde das Thema indessen auf  sehr  kleiner      Flamme   gehalten. Gleiches galt für die auffällig  engen       freundschaftlichen   Beziehungen des angeblich  linksorientierten       Ex-Gewerkschaftsführers   ausgerechnet zu  Oligarch José Sarney, Ex-Chef       der Folterdiktatorenpartei   ARENA,  starker Mann des  rechtsgewirkten      Partido do Movimento    Democrático Brasileiro  (PMDB) und  wichtigster     politischer    Regierungspartner auch derzeit  unter Dilma  Rousseff.  Als    Lula von  einem   Journalisten auf die  Unterstützung  durch die      „Sarney-Oligarchie“   angesprochen wurde,  entgegnete er  irritiert und      verärgert: „Sie müssen   sich  medizinisch behandeln  lassen,  vielleicht     eine Psychoanalyse machen,    um das Vorurteil zu   vermindern.“ Für die     Hilfe der Sarney-Gruppe  sei  er  durchaus   dankbar.<br />
Ein Hinweis darauf, dass in Brasilien die Uhren in der Politik und auch          im Journalismus tatsächlich anders gehen als in Mitteleuropa,   sind       zudem  die vom Steuerzahler finanzierten Ausgaben für      Propagandaanzeigen    der  Regierung, etwa in den Zeitungen, die      unverhältnismäßig hoch   sind.  Sie  übersteigen ganze Sozialetats – bei      fortdauerndem Hunger und    weiter  rasch wachsenden Slums.<br />
Kritik einheimischer Journalisten geht jedoch nur zu oft ins Leere, wird          kaum wahrgenommen. Laut José Arbex, Kommunikationsexperte und          Universitätsprofessor aus Sao Paulo, verhinderte der   Mensalao-Skandal        die Wiederwahl Lulas nicht, weil dieser von   einer   Gesellschaftsschicht      unterstützt werde, die keine Zeitung   lese und   sich daher nicht    betroffen   fühle. Aus dem gleichen   Grunde habe  auch  der Skandal um    Erenice Guerra   keine größeren   nachteiligen   Wirkungen für die Wahl von    Dilma Rousseff   gehabt.<br />
Ein TV-Wahlkampfspot zeigte die Verhältnisse ebenfalls exemplarisch: In          der UNO-Vollversammlung von New York erheben sich Staatschefs,          Außenminister und Diplomaten von den Plätzen und jubeln Lula   stehend   zu.      Brasilianische Journalisten gingen der Sache nach. An   jenem  Tag       nahmUNO-Generalsekretär Kofi Annan seinen Abschied  und  erhielt        entsprechende Ovationen. Wahlkampfmanager montierten   diese hinter  den       nur schwach applaudierten Lula-Auftritt. Als   vorhersehbar   beschrieben      und kommentierten lediglich zwei, drei     Qualitätszeitungen diesen  alten     PR-Trick und zitierten     Oppositionspolitiker, die von „großem   Betrug“,    Verletzung der     Wahlgesetze und „lächerlichen Lügen“ sprachen   – weitere    Reaktionen     der Öffentlichkeit gab es nicht.<br />
Doch Qualitätszeitungen sind im größten Teil des Landes gar nicht          erhältlich. Und Manipulationen dieser Art werden auch dadurch          erleichtert, dass aufgrund des laut Intellektuellen und kirchlichen          Menschenrechtsaktivisten absichtlich niedrig gehaltenen    Bildungsniveaus       drei Viertel der Erwachsenen nicht in der Lage    sind, einen simplen       Zeitungs- oder Buchtext auch nur zu lesen,    geschweige denn zu    verstehen.    So hat gemäß Umfragen das Gros der    Pflichtwähler gar nicht    begriffen,    um was es bei den zahlreichen    Korruptionsskandalen um    Lula und dessen    Regierung eigentlich  ging –   Skandale immerhin, die  in   Ländern wie    Deutschland zu  enormer   öffentlicher Empörung geführt    hätten. Auch die       Wirkungsmöglichkeiten alternativer  Internet-Medien   sind dadurch stark       eingeschränkt.<br />
Die Interamerikanische Pressegesellschaft (SIP) hat Attacken von Lula          und anderen hohen Politikern auf unbequeme Landesmedien scharf          verurteilt. Angesehene Diktaturgegner veröffentlichten sogar ein          „Manifest zur Verteidigung der Demokratie“, warfen Lula   „Autoritarismus“        vor und wandten, wenden sich gegen offene und   verdeckte       Einschüchterung  von Journalisten.<br />
Die Auslandsmedien ignorieren derartige Vorgänge in der Regel ebenso wie          die alltäglichen gravierenden Menschenrechtsverletzungen,    darunter       landesweite, systematische Folter durch    Staatsangestellte, das  Wüten   der    Todesschwadronen, die    Scheiterhaufen von Rio de Janeiro,  die      Massengräber für    „Nichtidentifizierbare“, die  außergerichtlichen      Exekutionen.    Brasiliens Qualitätsmedien  berichten darüber detailliert      und    kontinuierlich, kritisierten auch  die jüngsten Slum-Besetzungen  von        Rio de Janeiro durch Militär und  Polizei erstaunlich scharf. Von         Auslandsmedien kommt dagegen fast  nur Lob.<br />
Entsprechend zufrieden ist Brasilia, das in den letzten Jahren          erhebliche Summen in die Auslandspropaganda investierte. Laut          Wirtschaftszeitschrift <em>Brasil Economico</em> wurden allein 2009          umgerechnet über 40 Millionen Euro verausgabt. Zitiert wird ein          Regierungsfunktionär Brasilias: „Unsere Priorität ist, Brasiliens   Image        als das einer großen, sozial, politisch und wirtschaftlich    stabilen       Demokratie zu stärken.“ Auch die Inlandspropaganda  wurde   unter der       Lula-Rousseff-Regierung enorm forciert. 2003,  zum   Amtsantritt,  hätten      499 Medien Regierungsgelder für    Propaganda-Verbreitung  erhalten,  2009     seien es indes schon 7.047    Medien gewesen, heißt es  in  kritischen     Analysen. Viele    brasilianische Politiker besäßen   Zeitungen, Radio-und        TV-Stationen, und zahlreiche Medien seien von   Regierungspropaganda        regelrecht abhängig.<br />
Für Propagandazwecke ausgegebene Mittel fehlen dann natürlich für die Hunger-und Elendsbekämpfung, für Bildung und Gesundheit.<br />
Nicht ungewöhnlich ist schließlich, dass hohe Politiker, gegen die          ermittelt wird, Medien gerichtlich untersagen lassen, darüber zu          berichten.<br />
Fast täglich drucken die Zeitungen aber weiterhin interessante,          unbequeme, gut fundierte Texte, die Brasilienklischees und offiziellen          Versionen widersprechen. Als die Lula-Rousseff-Regierung weltweit          verbreiten ließ, dass die internationale Wirtschafts-und    Finanzkrise   auf     Brasilien nur geringe Auswirkungen gehabt habe,    belegten     investigative   Journalisten just das Gegenteil, weisen auf        Rekordentlassungen, den   Stopp vieler Industrieprojekte, auf        Exportprobleme und   Deindustrialisierung sowie auf geschönte   offizielle      Statistiken hin.<br />
Und Wikileaks rennt mit seinen Brasilien-Enthüllungen bei den          einheimischen Journalisten lediglich offene Türen ein. Leere          antiamerikanische Rhetorik Brasilias wurde stets gegeißelt und die jetzt          bekanntgewordene, ans Weiße Haus gerichtete „Bitte um   Verständnis     für    Sprüche gegen die USA in Wahlkampfzeiten“ daher   genüsslich     zitiert.  „Es   existierten zwei Beziehungen zwischen   Brasilien und den      Vereinigten   Staaten während der acht Lula-Jahre   im     Präsidentenpalast“,  analysierte   Fernando Rodrigues von der <em>Folha de Sao Paulo</em>,        Brasiliens  größter  Qualitätszeitung. „In der Öffentlichkeit gab    es     Prügel für die   Nordamerikaner – im vertraulich-privaten  Umgang       indessen Liebkosungen   für die Brüder im Norden.“ In der    Öffentlichkeit     dominiere zwar ein   bestimmter infantiler    Antiamerikanismus – im     Wirtschaftlichen dagegen   die Anerkennung    der Hegemonie des Partners.     „Im kulturellen Bereich, um   die    Schizophrenie komplett zu machen,     sieht man sogar eine      enthusiastische Übernahme von Sitten,  Gebräuchen,    Moden.“<br />
Dr. Claudio Guimaraes dos Santos in Sao Paulo zählt zu den wichtigsten          Denkern Brasiliens und liefert zum Verständnis der    widersprüchlichen       (Medien-)Realität des Landes wichtige Argumente:    „Das Volk schaut   den     schockierendsten Skandalen stumm zu – die    immense Passivität  des      Brasilianers wird teils durch fehlende    Bildung und Kultur   verursacht. Es     fehlt Bewusstsein dafür, dass    man eine solidarische   Gesellschaft     aufbauen müsste. Die    brasilianische Demokratie ist   krank. Eine der     Säulen der    Demokratie, der freie, mündige,   kritische, bewusste Bürger,        existiert in Brasilien nicht. In den   letzten zweihundert, dreihundert        Jahren hat man eine unkritische   Masse geschaffen – unfähig, zu        entscheiden. Unsere Eliten sind immer   kulturloser, ungebildeter.    Niemand     mag schlechtes, verdorbenes   Essen – doch schlechte    Informationen     schlucken alle massenweise und   völlig unkritisch.    Hier fehlt     intellektueller Dialog. Ich fordere   meine Kollegen    stets auf: Wenn ihr     es nicht aussprecht, wer wird es   dann tun? Der    Fußballer, der     Pagodesänger, der schlechte Politiker,   der jede    Chance zum Reden sofort     nutzt? Wenn wir schweigen,   beherrschen    diese Leute die Szene. Deshalb     dürfen wir auch Risiken   nicht    scheuen!“</p>
<h1>Juden in Sao Paulo</h1>
<p>Als Deutschlands Bundespräsident Christian Wulff 2011 die chaotische          Megacity, Lateinamerikas führenden Wirtschaftsstandort mit über      1.200     deutschen Firmen besucht, wird am Ankunftstag im Zentrum  ein       Obdachloser   lebendig verbrannt, am Abreisetag ein weiterer.  In  Sao      Paulo wüten   Todesschwadronen der Militärpolizei, gibt es     Massengräber,    über 2.000   grauenhafte Slums mit Hunger und Lepra,     prostituieren   sich  schon   zehnjährige Mädchen für weniger als  einen    Euro, um Crack   zu  kaufen – und   vor aller Augen in ganzen  Horden  zu   konsumieren. Man   muss  sich diese   Zustände  vergegenwärtigen,  die  von  den allermeisten    Paulistanos    apathisch-passiv hingenommen  oder   sogar verdrängt  werden,   um  Situation   und Rolle der etwa  70.000   Juden im Menschenmeer  der elf,    zwölf Millionen   zu  verstehen. Denn   diese „judeus“ scheinen   schärfer  zu  diskutieren,    sich effizienter   zu engagieren, bringen   Resultate,  von  denen dann  alle,   ob Arme oder   Reiche, etwas  haben.  Lateinamerikas   bestes  Hospital, ein     Riesenkomplex namens  „Albert  Einstein“ im  Viertel   Morumbi, haben die     Stadt-Juden  errichtet –  geleitet wird es  von  dem  weltbekannten   Mediziner    Claudio Lottenberg,  Präsident der   jüdischen  Gemeinde ganz    Brasiliens.</p>
<p>Der in Israel geborene Oded Grajew aus Sao Paulo, Erfinder, Aktivist          des Weltsozialforums, verweist auf dessen Bedeutung für die     jüngsten      arabischen Entwicklungen. „Für jene, die das     Weltsozialforum und   unsere    Spezialforen in Ägypten oder Tunesien     mit Interesse und   Sensibilität    frequentierten, ist alles, was     derzeit in der arabischen   Welt  geschieht,   keinerlei Überraschung.“<br />
Und dann Pedro Herz, dessen Kulturkaufhäuser, mit Kinos, Theatern,          Kursen und Konzerten in ganz Brasilien tonangebend sind. In einem  Land         des Analphabetismus, in dem sogar ungezählte Uni-Studenten  in   ihrem       Leben nicht einen einzigen Roman lasen, wird der    Deutschstämmige  zum      Kulturpionier – die größte „Livraria Cultura“    Sao Paulos ist  selbst  am     Wochenende voll wie ein Supermarkt,  dort   kaufen sogar       lateinamerikanische Staatspräsidenten. „Da bin  ich   stolz drauf – wir       verkaufen Ideen!“, sagt Pedro Herz.<br />
Nachvollziehbar daher, dass viele im kosmopolitischen Sao Paulo die          jüdische Gemeinde bewundern, stark und gut organisiert empfinden,          ausdrücklich als ein Beispiel für die anderen Einwanderergemeinden          nennen. Die Juden, heißt es, seien sich einig im Kampf für          Menschenrechte, bei der Hilfe für Bedürftige, leisteten gerade im          öffentlichen Gesundheitswesen, das außerhalb Sao Paulos oft   katastrophal        sei, ganz Erstaunliches, weit über ihr   Einstein-Hospital hinaus.   Ob     das  den „judeus“ bewusst ist, in   einer von Desorganisation und        Laissez-faire geprägten   Gesellschaft? Redet man mit ihnen, fällt  das       hohe Maß an   Selbstkritik auf, das Messen an höchsten    Qualitätsmaßstäben.     Für   Außenstehende scheint die seit über hundert    Jahren existierende       Gemeinde stabil zu sein – die Juden selbst    beobachten indessen     Rückgang,   gar Schwächung. Viele, die teils noch    vor den Nazis aus     Deutschland   flohen, erleben bestürzt, dass ihre    hoch   qualifizierten   Kinder just in   dieses Land, doch auch in die    USA,   nach Australien und   selbst Israel   auswandern, weil sie in      Brasilien keine  Arbeitsmarkt-und  Lebenschancen   sehen. Würde die       wirtschaftlich-soziale Lage besser,  sagt Nelson   Rozenchan, Direktor       des jüdischen Peretz-Gymnasiums, kämen  viele Juden   zurück oder       migrierten gar hierher. Manche junge Juden  Sao Paulos sagen   ihren       Eltern unumwunden, dass sie in einem Land mit  solch einer         reaktionären politischen Klasse, unglaubwürdigen  Politikern, soviel         Unehrlichkeit, ungesundem gesellschaftlichem Klima  nicht leben   wollen  –      und weggehen. Rozenchan nennt Zahlen: Vor 20  Jahren gab   es in  den      jüdischen Schulen von Sao Paulo etwa 5.000    Heranwachsende,  heute  nur     noch rund 3.000. In die Synagogen kamen   an  den Festtagen  bis zu   8.000    Juden, heute nur noch etwa 5.000.   „Vielen  in Sao  Paulo   Geborenen ist  es   anders als den vor   Pogromen, dem  Nazismus    Geflohenen leider nicht  mehr   so wichtig,   ihre jüdische  Identität zu    zeigen, zu stärken, zu  betonen –   sie   nutzen die Synagoge  nur noch    bei Taufe, Heirat Tod.  Viele Juden     geben ihr Judentum auf.“<br />
Medienmacher Roni Gotthilf sieht seine Gemeinde im gigantischen,          unübersichtlichen Sao Paulo in kleine Inseln zerstreut, deren Bewohnern          es lediglich um die eigenen Interessen, vielleicht auch die der        eigenen   Synagoge gehe. Gotthilf fiele es schwer, die Interessen   der      gesamten   Gemeinde klar zu benennen – doch dass sie  schrumpft,   steht     für ihn außer   Zweifel. Viele Juden haben sich  assimiliert,   dem     Lebensstil der  anderen  Brasilianer angepasst –  in einer von   Stress,     Hektik,  Kriminalität und  überraschend viel  Einsamkeit   geplagten     Metropole.  Junge Juden heiraten  immer öfter  Nicht-Juden,   schicken ihre     Kinder  nicht mehr in jüdische   Schulen, stehen dem   Judentum ihrer     Eltern fern.  „Im neoliberalen  Kontext  der heutigen   Welt kann man     sicher  relativieren.  In Sao  Paulo gehen die  Leute   eher oberflächlich      miteinander um –  wogegen wir Juden enger    zusammenleben, besser      zusammenhalten.  Doch das Klima hier prägt   alle:  Wenn die Gesellschaft      egoistisch  und individualistisch ist,   sind wir es  in gewisser Weise      dann  eben auch.“<br />
Durch die schicke Rua Oscar Freire ziehen bei Tropenhitze Gruppen          orthodoxer Juden in schwarzem Anzug mit Weste, schwarzem Mantel und          Filzhut, umringt von ihren Kinderscharen. Die Familien haben fünf   bis        sieben Sprösslinge – Liberale, Reformisten oder Konservative    bringen   es     dagegen auf höchstens zwei. Die Orthodoxen, etwa 15    Prozent der       Gemeinde, gleichen den Rückgang nicht aus und sind,    wie Roni  Gotthilf      betont, gar nicht gut angesehen. Andere    relativieren,  sehen bei  aller     Kritik auch positive Aktivitäten,    wie die der   Hilfsorganisation Ten  Yad    mit über 300 Freiwilligen    und einer   Garküche, die zudem  Sozialprojekte    der Präfektur leitet    und durchweg   öffentliches Lob  erntet. Die   orthodoxe    Kleiderordnung  gilt  indessen  als lächerlich und  für die   jüdische    Gemeinde  blamabel.  „Wer sogar  bei schwüler Hitze  mit diesen     dicken,   hochgeschlossenen  Klamotten  rumläuft, leidet,  schwitzt,   ermüdet    rasch –  das ist doch  kein  Judaismus, sondern    Fundamentalismus!“,    lauten  drastische  Kommentare.  Andere halten   den  Orthodoxen zugute,  dass   sie  besonders  intensiv  versuchen,   junge  abgedriftete Juden  ins   Gemeindeleben   zurückzuholen,  deren   jüdische  Identität  wiederzubeleben.<br />
Der konservative Schuldirektor Nelson Rozenchan stellt unbequeme Fragen.          „Zehn Rabbiner haben zur Abtreibung zehn verschiedenen       Auffassungen.“    Jetzt, nach Bin Ladens Tötung, erhitzt ihn das Thema       Folter. „Wäre  ich   absolut sicher, dass Folter Menschenleben   rettet,     würde ich sie    anwenden! Ich habe in Israel selbst   erlebt,wie es   durch   Folter gelang,    aus Jordanien eindringende   Terroristen zu   fangen und   dadurch etwa 50    Menschen vor dem Tod   durch   Selbstmordattentate zu   bewahren. An dieser    Lebenserfahrung   kann ich   nicht vorbei!“<br />
Mag die Mitgliederzahl der Gemeinde auch abnehmen, die Zahl ihrer          identitätsstiftenden Aktivitäten nicht. Herausragend wirkt dabei Sao          Paulos  Hebraica-Klub, das größte jüdische Gemeindezentrum   außerhalb        Israels, eine grüne Oase im Betonmeer der Megacity.   Viele der   jährlich      etwa 700 Veranstaltungen, ob Theater,   Filmfestival,   Konzerte oder    Sport,   laufen hier – dazu immer neue   Aktionen gegen   den    Antisemitismus.   Niemand in Lateinamerika hat   soviel über      Antisemitismus geforscht und   publiziert wie Maria   Luiza Tucci Carneiro      von der Bundesuniversität Sao   Paulo. „Die   Gemeinde ist sehr   besorgt    über zunehmenden Antisemitismus   nicht   nur in Brasilien,   sondern vor    allem in Europa – will, dass endlich     auch die Regierung   mehr  dagegen   tut.“ Der Lula-Regierung wird  von  den   Juden  allgemein   vorgeworfen,   nicht eben hilfreich  gewesen zu  sein – des     Staatschefs  Freundschaft   zum  Holocaust-Leugner  Ahmadinedschad  spreche    Bände.  Neonazi-Gruppen    wüchsen täglich  mehr in Brasilien,   nazistische    Symbole, Figuren  von   Hitler und  Himmler würden für 350   Euro ganz offen    in Sao  Paulo   verkauft,  Antisemitismus entlade  sich  auf bizarrste  Weise.    Taxifahrer    schimpfen, an Sao Paulos   irrwitzigen Verkehrsstaus   seien nur   die   Juden  schuld. Im auch von   15.000 Juden bewohnten   Viertel    Higienopolis   schimpft ein Vater   lautstark in der   Impf-Schlange,  dass er   nur wegen   dieser   „verdammten Juden“  solange  warten müsse.  „Den  Impfstoff  für   dein   Kind hat ein Jude  entwickelt“,  kontert  ein  Kipa-Träger. Sei  der     dann auch ein  „judeu maldito?“ Der  Vater  wird ganz  still.</p>
<h2>Brasiliens Heranwachsende in extremer Armut &#8211;  Zahl zunehmend, laut      neuer Unicef-Studie. Gewalt als großes Problem.  Acht Jahre      Lula-Rousseff-Regierung und Resultate.  “3,7 milhões de  adolescentes na      mesma faixa de idade, o correspondente a 17,6% da  população      adolescente, vivem na extrema pobreza, em famílias com até 1/4  do      salário mínimo per capita por mês (R$ 136,25).” &#8211; umgerechnet bis zu       rund 56 Euro pro Kopf monatlich. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11692" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/armut/" rel="tag">Armut</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/extreme-armut-in-brasilien/" rel="tag">extreme Armut in Brasilien</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/lula-rousseff/" rel="tag">Lula-Rousseff</a></p>
<p><a href="http://g1.globo.com/brasil/noticia/2011/11/cresce-o-numero-de-adolescentes-na-extrema-pobreza-aponta-unicef.html"><strong>http://g1.globo.com/brasil/noticia/2011/11/cresce-o-numero-de-adolescentes-na-extrema-pobreza-aponta-unicef.html</strong></a></p>
<p><strong>Wie es hieß, nutzte Unicef offizielle Regierungszahlen, nicht Daten regierungsunabhängiger Institutionen. </strong></p>
<p><strong>Gemäß November-Recherchen in Slums der reichsten       lateinamerikanischen Stadt Sao Paulo müssen kinderreiche Familien, die       in Hütten aus Pappe und Holzabfällen hausen, indessen häufig mit       deutlich weniger auskommen als den angegebenen  rund 56 Euro, haben       Eltern und Kinder im Monat pro Kopf nur um die 20 Euro umgerechnet  zur      Verfügung.</strong></p>
<p><a href="http://www.adveniat.de/blog/?p=960"><strong>http://www.adveniat.de/blog/?p=960</strong></a></p>
<p><strong>Lateinamerikas teure Lebensmittel &#8211; Preissteigerungen um 40 Prozent in den letzten vier Jahren &#8211; Gefahr für Hungerbekämpfung:</strong> <a href="http://exame.abril.com.br/economia/mundo/noticias/precos-dos-alimentos-na-america-latina-sobem-40-em-4-anos--2"><strong>http://exame.abril.com.br/economia/mundo/noticias/precos-dos-alimentos-na-america-latina-sobem-40-em-4-anos–2</strong></a></p>
<p><strong>Die Regierung der siebtgrößten Wirtschaftsnation erhält daher       aus neoliberalen  Ländern Mitteleuropas sehr viel Lob wegen der    unter    Lula-Rousseff verfolgten Sozialpolitik.<br />
</strong></p>
<p><strong>“O adolescente brasileiro está mais pobre e permanece exposto       a casos de  violência em nível preocupante, diz o relatório da      Situação  da  Adolescência Brasileira do Fundo das Nações Unidas para a      Infância,  o  Unicef, divulgado nesta quarta-feira (30).</strong></p>
<p><strong> </strong><strong> 	Dos 21 milhões de adolescentes       brasileiros de 12 a 17 anos, 38% &#8211; cerca  de 7,9 milhões &#8211; vivem em       situação de pobreza, em  famílias com renda  inferior a meio salário       mínimo per capita (R$ 272,5 considerando o  salário mínimo atual).  3,7      milhões de adolescentes na mesma faixa de  idade, o  correspondente a      17,6% da população adolescente, vivem na  extrema  pobreza, em  famílias     com até 1/4 do salário mínimo per capita  por  mês (R$  136,25).</strong></p>
<p><strong> 	Os dados do Unicef mostram que a participação de       adolescentes na faixa  mais pobre da população aumentou. De 2004 a 2009,       o número de  adolescentes na extrema pobreza passou de 16,3% para       17,6%, em  descompasso com a crescente redução da pobreza no  país.”(O      Globo)</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/17/adveniat-in-brasilien-wie-lebt-es-sich-in-der-reichsten-stadt-lateinamerikas-der-siebtgrosten-wirtschaftsnation-nach-acht-jahren-lula-regierung-adveniat-gottesdienst-in-der-favela-cachoeirinha-von/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/17/adveniat-in-brasilien-wie-lebt-es-sich-in-der-reichsten-stadt-lateinamerikas-der-siebtgrosten-wirtschaftsnation-nach-acht-jahren-lula-regierung-adveniat-gottesdienst-in-der-favela-cachoeirinha-von/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach28.JPG" alt="cach28.JPG" /></p>
<p><strong>“Die Wirtschaftskrise hat Brasilien kaum gespürt”(WAZ)</strong></p>
<p><strong>Leonardo Boff 2010 :“Lula machte die größte Revolution der            sozialen  Ökologie des Planeten, eine Revolution für die  Bildung,           ethische  Politik.“   </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-anti-hunger-programm-bolsa-familia-an-schulbesuch-der-begunstigten-kinder-gekoppelt-propaganda-und-realitat/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-anti-hunger-programm-bolsa-familia-an-schulbesuch-der-begunstigten-kinder-gekoppelt-propaganda-und-realitat/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/"><strong> http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach3.JPG" alt="cach3.JPG" /></p>
<p>Fotos vom November 2011 in Sao Paulo.</p>
<p><strong>Gemäß europäischen Sichtweisen hatte Brasilien die Finanz-und  Wirtschaftskrise von 2008/2009 recht gut überstanden. </strong></p>
<p><strong>Der soziale Aufstieg von Lula:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/04/lula-bekommt-500000-dollar-von-lg-fur-vortrag-in-sudkorea-laut-brasilianischen-landesmedien-uber-eine-million-dollar-damit-vier-monate-nach-ende-der-amtszeit-kassiert-laut-kalkulation-von-parte/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/04/lula-bekommt-500000-dollar-von-lg-fur-vortrag-in-sudkorea-laut-brasilianischen-landesmedien-uber-eine-million-dollar-damit-vier-monate-nach-ende-der-amtszeit-kassiert-laut-kalkulation-von-parte/</strong></a></p>
<p><strong>Wie in deutschsprachigen Zeitungen und Zeitschriften die  Situation interpretiert wird:</strong></p>
<h2>”Das Leben in Brasilien ist leicht und unbeschwert. Probieren Sie es      selbst.” Deutschsprachige Tourismuspropaganda.</h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/</strong></a></p>
<h2>Brasilien flog aus Ländergruppe, die  Aids-Infizierte am besten       betreut, laut Landesmedien. “Nur zwischen 60%  und 79% der  HIV-Patienten      werden behandelt.” Öffentliche Gesundheit  unter  Lula-Rousseff.      Sinkende Gesundheitsausgaben. Aids in Brasilien &#8211;   offizielle Versionen      und Realität. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11698" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/aids-in-brasilien/" rel="tag">Aids in Brasilien</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/sozialpolitik-brasiliens/" rel="tag">Sozialpolitik Brasiliens</a></p>
<p><strong>Unter Bezug auf ein neues Dokument  der  UNO-Organisation       Unaids hieß es, elf Länder, darunter Chile, Cuba und  Namibia,       verteilten an mindestens 80 Prozent der Infizierten  entsprechende       Aids-Medikamente. Brasilien folge nunmehr erst in der  nächsten       Länderkategorie. Laut Schätzungen wüßten bis zu 300000  Brasilianer       nichts von ihrer Aids-Infektion. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-probleme-beim-bekampfen-der-aids-epidemie-aus-expertensicht/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-probleme-beim-bekampfen-der-aids-epidemie-aus-expertensicht/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/29/brasilien-und-aids-2010-laut-offiziellen-angaben-rund-12000-aids-tote-daten-regierungsunabhangiger-institutionen-uber-tatsachliche-zahl-noch-nicht-vorhanden-analsex-gefahrlicher-risikosex-in/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/29/brasilien-und-aids-2010-laut-offiziellen-angaben-rund-12000-aids-tote-daten-regierungsunabhangiger-institutionen-uber-tatsachliche-zahl-noch-nicht-vorhanden-analsex-gefahrlicher-risikosex-in/</strong></a></p>
<p><strong>“Erfolge im Kampf gegen Aids”.</strong></p>
<p><a href="http://www.blickpunkt-lateinamerika.de/nachrichten/msgf/brasilien:_erfolge_im_kampf_gegen_aids.html"><strong>http://www.blickpunkt-lateinamerika.de/nachrichten/msgf/brasilien:_erfolge_im_kampf_gegen_aids.html</strong></a></p>
<p><strong>Die Aidslage in Brasilien aus Sicht der Franziskaner vor Ort &#8211;        wird die Zahl der Aidstoten korrekt registriert?  Warum Brasilien     aus    der Ländergruppe flog…</strong></p>
<p><strong>“Proportion of eligible population receiving antiretroviral        therapy in low- and middle-income countries at the end of     2010?(UNAIDS)</strong></p>
<table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0">
<tr>
<td valign="top" width="361">60%—79%ArgentinaBrazilCosta RicaDominican RepEcuadorEthiopiaGeorgiaKenyaMexicoParaguayRomaniaSwazilandThailand<strong>Uruguay </strong><strong>Zambia </strong></td>
<td valign="top" width="277"><strong>&gt;80% </strong><strong>Botswana </strong><strong>Cambodia </strong><strong>Chile </strong><strong>Comoros </strong><strong>Croatia </strong><strong>Cuba </strong><strong>Guyana </strong><strong>Namibia </strong><strong>Nicaragua </strong><strong>Rwanda </strong><strong>Slovakia </strong></td>
</tr>
</table>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<h2>Brasiliens hochgelobte Aids-Politik:  Öffentliche Proteste        landesweit gegen das Fehlen von mindestens vier  Medikamenten des        Aids-Cocktails, laut nationalen Medien. “Für die  Infizierten ist es das        Todesurteil, die sterben dann eben weg.” Indianer  und Aids. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=5157" title="Beitrag bearbeiten">**(2010)</a></h2>
<p><strong>Wie es heißt, fehlen die Medikamente Abacavir,  Lamivudina,        Nevirapina, Zidovudina, Efavirenz. “Das ist die Zerstörung  eines   als      beispielhaft bezeichneten Programms”, sagte William Amaral,    Leiter      eines Forums von Aids-NGO in Rio de Janeiro gegenüber der   Presse.  ”      Aids-Medikamente fehlten keineswegs zum erstenmal.   Angesichts der       zunehmend heftigeren Kritik in Brasilien an der   nationalen       Aids-Bekämpfung nimmt in Mitteleuropa das Lob an   Brasilias Aids-Politik       weiter zu.</strong></p>
<p><strong>Katholische Aids-Expertin im Website-Interview in Manaus:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/29/fehlende-aidsmedikamente-in-brasilien-fehlende-arzte-fur-aidskranke-fur-die-infizierten-ist-es-das-todesurteil-die-sterben-dann-eben-weg-kritik-von-experten-und-kirche/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/29/fehlende-aidsmedikamente-in-brasilien-fehlende-arzte-fur-aidskranke-fur-die-infizierten-ist-es-das-todesurteil-die-sterben-dann-eben-weg-kritik-von-experten-und-kirche/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/03/fehlende-aids-medikamente-in-brasilien-aids-ngo-beklagen-seit-jahren-mangelhafte-medizinische-versorgung-von-infizierten/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/03/fehlende-aids-medikamente-in-brasilien-aids-ngo-beklagen-seit-jahren-mangelhafte-medizinische-versorgung-von-infizierten/</a></p>
<h2><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/04/josefranciscofrei.jpg" alt="josefranciscofrei.jpg" /></h2>
<p><strong>José Francisco in Sao Paulo beim Website-Interview.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/22/der-papst-und-die-kondome-fortdauernde-desinformation-uber-katholische-praxis-bei-aids-pravention-kirchliche-kondomverteilung-seit-16-jahren-in-brasilien-dem-grosten-katholischen-land-unterstellt/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/22/der-papst-und-die-kondome-fortdauernde-desinformation-uber-katholische-praxis-bei-aids-pravention-kirchliche-kondomverteilung-seit-16-jahren-in-brasilien-dem-grosten-katholischen-land-unterstellt/</a></p>
<p><strong>Franziskaner José Francisco &#8211; Hintergrund:</strong></p>
<h2>Aids-Tod und fehlende Aids-Medikamente in Brasilien: Franziskaner         und Aids-NGO beklagen seit Jahren mangelhafte medizinische   Versorgung       von Infizierten. ”Wahrheit über Aids-Epidemie wird   versteckt”.</h2>
<p><strong>InÂ europäischen Medien wird seit Jahren das staatliche         brasilianische Aids-Programm als vorbildlich hingestellt und zudem         behauptet, die Gratis-Versorgung  Aids-Infizierter mit dem         Medikamenten-Cocktail sei garantiert. Wie der für die Sozialprojekte der         Franziskaner Sao Paulos verantwortliche Ordensbruder José    Francisco     dos  Santos gegenüber dieser Website erklärte, trifft dies    nur   teilweise   zu,  sterben deshalb Aids-Patienten, die den      Medikamenten-Cocktail    unbedingt ganz regelmäßig einnehmen müssen. </strong></p>
<p><strong>Laut Frei Santos war die Medikamentenversorgung der         Aidspatienten 2007 im reichsten brasilianischen Teilstaat Sao Paulo so         schlecht, daß über einen Monat der Medikamenten-Cocktail   schlichtweg       nicht ausgeteilt wurde. Die Franziskaner und Aids-NGO   seien   daraufhin     Ende 2007 gegen die Regierung vor Gericht  gezogen,  um die   Einhaltung  des    entsprechenden Gesundheitsgesetzes  zu  erreichen. Die    brasilianischen    Aids-Statistiken seien sehr   ungenau, die wahre    Datenlage werde    versteckt. Es existiere   verständlicherweise kein    politisches Interesse,    die Wahrheit über   die Aids-Situation    offenzulegen. Die behauptete    Qualität der   Aidspatienten-Versorgung    existiere nicht. Aids betreffe in      Brasilien heute vor allem die    Armen. Wenn indessen jemand an einer      Krankheit sterbe, die er sich    durch die Immunschwäche zugezogen   habe,    werde Aids auf dem    Totenschein nicht als Todesursache   benannt, sei nur    zu oft  gar nicht    bekannt, daß er Aids-infiziert   gewesen sei. </strong></p>
<p><strong>Bereits 2006 hatte das auf Aidspatienten spezialisierte         Hospital ”Gaffrée e Guinle” in Rio de Janeiro gegenüber der Presse         beklagt, daß wegen fehlender Medikamente Aids-Kranke sterben. Es   fehlten       sogar nötige Antibiotika.</strong></p>
<p><strong>Presse-Zitat von 2008 über fehlende Aids-Medikamente, was bei         Betroffenen zu schweren Konsequenzen und sogar zum Tode führen      könne:</strong>    Segundo a direçáo do Ã³rgáo, oito remédios para      doenças infecciosas e    anti-retrovirais que integram o coquetel      antiaids estáo em <strong>falta</strong>.    ”Pelo menos metade desses      medicamentos sáo de uso contÃ­nuo, o que    significa que a   interrupçáo    do uso, segundo especialistas, pode provocar    graves   conseqüÃªncias   Ã   saÃºde e até levar Ã  morte, afirma  Caetano.     JÃ¡ nas unidades    bÃ¡sicas de saÃºde do municÃ­pio outros  cinco    remédios  também estáo    em <strong>falta</strong>, alguns desde março.</p>
<p><strong>Indianer und Aids, Manaus, 2009:</strong></p>
<p><strong>Gerade ist eine Patientin des Pastoralzentrums gestorben &#8211;          eine Indianerin. Über eine halbe Million Indios gibt es in   Brasilien  “      etwa die Hälfte lebt bereits in Großstädten wie Manaus   am Rio  Negro   &#8211;     fast durchweg in Slums. Die brasilianischen   Aidsexperten  nennen   die    Präventionsarbeit bei Indiostämmen   besonders schwierig.  Kondome   würden    aus soziokulturellen Gründen,   vor allem der  Mannesehre,   gewöhnlich    abgelehnt. Krankheiten wie   Aids und  Tuberkulose schreibe   man dem Wirken    böser Geister aus der    übernatürlichen Welt zu, hoffe   auf Heilung durch    den Schamanen.    Zudem existiere das Problem der   Promiskuität,    derÂ häuslichen,  der   sexuellen Gewalt auch unter den   Indios, könne sich    eine    Indianerfrau schwerlich gegen einen Mann   durchsetzen, der kein       Kondom wolle. Indianerinnen arbeiteten als   Prostituierte. Indianer und       Indianerinnen, die zu evangelikalen   Sekten übertreten, sagen:    ”Wegen    meiner Religion kriege ich kein   Aids, sind weder Aidstests    noch Kondome    nötig. Jesus heilt &#8211;   Halleluja!”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/23/yanomami-runddorf-demini-video-anklicken-amazonas-musiktheater-munchner-biennale-2010/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/23/yanomami-runddorf-demini-video-anklicken-amazonas-musiktheater-munchner-biennale-2010/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/05/die-aids-epidemie-in-brasilien-ist-nicht-unter-kontrolle-analia-maria-de-paula-leiterin-der-bischoflichen-aids-pastoral-in-nordbrasilien-gesichter-brasiliens/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/05/die-aids-epidemie-in-brasilien-ist-nicht-unter-kontrolle-analia-maria-de-paula-leiterin-der-bischoflichen-aids-pastoral-in-nordbrasilien-gesichter-brasiliens/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/19/aids-und-die-praventive-funktion-von-kondomen-in-brasilien-die-halluzinierenden-nachte-der-kamikazeas-alucinantes-noites-dos-camicases-nachrichtenmagazin-veja-sexualpraktiken-bisexual/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/19/aids-und-die-praventive-funktion-von-kondomen-in-brasilien-die-halluzinierenden-nachte-der-kamikazeas-alucinantes-noites-dos-camicases-nachrichtenmagazin-veja-sexualpraktiken-bisexual/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/22/viele-aids-infizierte-brasilien-stecken-aus-rache-und-wutgefuhlen-heraus-sowie-aus-bosartigkeit-ganz-bewust-andere-menschen-mit-dem-hiv-virus-an-patienten-des-franziskaner-aids-projekts-in-sao-pa/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/22/viele-aids-infizierte-brasilien-stecken-aus-rache-und-wutgefuhlen-heraus-sowie-aus-bosartigkeit-ganz-bewust-andere-menschen-mit-dem-hiv-virus-an-patienten-des-franziskaner-aids-projekts-in-sao-pa/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/19/355-brasilianer-haben-aids-ohne-es-zu-wissen-laut-offizieller-regierungsschatzunggewohnlich-viel-zu-niedrig/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/19/355-brasilianer-haben-aids-ohne-es-zu-wissen-laut-offizieller-regierungsschatzunggewohnlich-viel-zu-niedrig/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/09/analsex-haufig-erste-sexuelle-erfahrung-von-mannlichen-jugendlichen-in-brasilien-troca-troca-brasil-ato-sexual-em-que-parceiros-masculinos-se-alternam-na-penetracao-anal/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/09/analsex-haufig-erste-sexuelle-erfahrung-von-mannlichen-jugendlichen-in-brasilien-troca-troca-brasil-ato-sexual-em-que-parceiros-masculinos-se-alternam-na-penetracao-anal/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/05/brasilien-auf-uno-index-fur-menschliche-entwicklung-jetzt-platz-75-hinter-argentinien-chile-und-kuba/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/05/brasilien-auf-uno-index-fur-menschliche-entwicklung-jetzt-platz-75-hinter-argentinien-chile-und-kuba/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/</a><strong>Laut        Landesmedien durchläuft Brasiliens Gesundheitswesen eine     “gravierende    Krise”, wurden in den letzten zehn Jahren 45,9     Milliarden Real, die  für   das Gesundheitswesen bestimmt waren, in     Wirklichkeit garnicht    investiert.  Brasiliens privates     Gesundheitswesen für die    Bessergestellten habe viermal mehr Ärzte als     das öffentliche    Gesundheitswesen für die übergroße Mehrheit der     Brasilianer. </strong></p>
<p><strong>Entsprechend groß ist das Lob für Brasiliens Sozialpolitik aus neoliberalen Ländern Mitteleuropas. </strong></p>
<p><a href="http://www.adveniat.de/blog/?p=960"><strong>http://www.adveniat.de/blog/?p=960</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-heranwachsende-in-extremer-armut-zahl-zunehmend-laut-neuer-unicef-studie-acht-jahre-lula-rousseff-regierung-und-resultate/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-heranwachsende-in-extremer-armut-zahl-zunehmend-laut-neuer-unicef-studie-acht-jahre-lula-rousseff-regierung-und-resultate/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/18/brasiliens-brutale-sozialkontraste-lula-ist-nacktfolha-de-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/18/brasiliens-brutale-sozialkontraste-lula-ist-nacktfolha-de-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><strong><strong>Leonardo Boff 2010 :“Lula machte die größte         Revolution der sozialen  Ökologie des Planeten, eine Revolution für die         Bildung, ethische  Politik.“  </strong></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/03/brasiliens-soziale-ungleichheit-laut-uno-index-2011-fur-menschliche-entwicklung-nur-platz-97-betonen-landesmedien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/03/brasiliens-soziale-ungleichheit-laut-uno-index-2011-fur-menschliche-entwicklung-nur-platz-97-betonen-landesmedien/</strong></a></strong></p>
<p><strong><strong>Lulas Krebsbehandlung:</strong></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/03/brasilien-lulas-krebsbehandlungsirio-libanes-fur-allefolha-de-sao-paulo-zur-therapie-im-teuren-elite-krankenhaus-sao-paulos/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/03/brasilien-lulas-krebsbehandlungsirio-libanes-fur-allefolha-de-sao-paulo-zur-therapie-im-teuren-elite-krankenhaus-sao-paulos/</strong></a></strong></p>
<p><strong>Lula über öffentliches Gesundheitswesen SUS:  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/01/campanha-lula-no-sus-youtube-anklicken-gabe-es-sus-in-den-usa-ware-das-gut-fur-die-armenlula/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/01/campanha-lula-no-sus-youtube-anklicken-gabe-es-sus-in-den-usa-ware-das-gut-fur-die-armenlula/</a></strong></p>
<p><strong>Sao Paulos Favela Cachoeirinha Sao Paulo 2011 &#8211; 70000        Bewohner, nicht einmal ein Gesundheitsposten, seit Jahren auch von der        katholischen Kirche gefordert.</strong></p>
<p><strong> </strong><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach3.JPG" alt="cach3.JPG" /></p>
<p><strong>Der soziale Aufstieg von Lula:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/04/lula-bekommt-500000-dollar-von-lg-fur-vortrag-in-sudkorea-laut-brasilianischen-landesmedien-uber-eine-million-dollar-damit-vier-monate-nach-ende-der-amtszeit-kassiert-laut-kalkulation-von-parte/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/04/lula-bekommt-500000-dollar-von-lg-fur-vortrag-in-sudkorea-laut-brasilianischen-landesmedien-uber-eine-million-dollar-damit-vier-monate-nach-ende-der-amtszeit-kassiert-laut-kalkulation-von-parte/</strong></a></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/</strong></a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/boomland-brasilien-stahl-flaute-stagnation-bei-olforderung-industriellenkritik-an-wachstumshemmender-hochzinspolitik/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/boomland-brasilien-stahl-flaute-stagnation-bei-olforderung-industriellenkritik-an-wachstumshemmender-hochzinspolitik/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/23/den-leuten-zu-sagen-in-was-fur-einer-verlogenen-scheise-wir-alle-leben-schlingensief-in-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/23/den-leuten-zu-sagen-in-was-fur-einer-verlogenen-scheise-wir-alle-leben-schlingensief-in-sao-paulo/</strong></a></p>
<h2>Brasiliens “Boom” und die Slumhütten.  “Ratten, Unmassen von       Fiebermücken, Kloake bei jedem Gewitterregen in  der Kate.” “Warum hat       Sao Paulo noch 2627 Slums?” <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11764" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-slums/" rel="tag">Brasiliens Slums</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-wirtschaft/" rel="tag">Brasiliens Wirtschaft</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c1.JPG" alt="c1.JPG" /></p>
<p><strong>Hausen  an stinkender Kloake &#8211; in Lateinamerikas reichster        Stadt Sao Paulo. “Ich lebe hier schon 14 Jahre so in dieser        Kate.”(Mutter von vier Kindern)</strong></p>
<p><strong>Der Teilstaat Sao Paulo ist die führende Wirtschaftsregion        Lateinamerikas mit der entsprechenden Konzentration von Ober-und        Mittelschicht &#8211; man kann sich daher vorstellen, wie die Slums in den        stark unterentwickelten Regionen des Nordens und Nordostens der        siebtgrößten Wirtschaftsnation aussehen.</strong></p>
<p><a href="http://www.adveniat.de/blog/?p=960"><strong>http://www.adveniat.de/blog/?p=960</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/brasiliens-obdachlose-drei-ermordet-in-campinas-bei-sao-paulo-regelmasig-gewalttaten-sogar-verbrennung-von-strasenbewohnern/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/brasiliens-obdachlose-drei-ermordet-in-campinas-bei-sao-paulo-regelmasig-gewalttaten-sogar-verbrennung-von-strasenbewohnern/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c2.JPG" alt="c2.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/21/katholisches-hilfswerk-adveniat-in-brasilien-land-der-vielen-milliardare-und-millionare-wie-es-kommt-das-in-deutschland-muhselig-spenden-fur-bedurftige-und-sozialprojekte-gesammelt-werden-obwohl-d/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/21/katholisches-hilfswerk-adveniat-in-brasilien-land-der-vielen-milliardare-und-millionare-wie-es-kommt-das-in-deutschland-muhselig-spenden-fur-bedurftige-und-sozialprojekte-gesammelt-werden-obwohl-d/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c10.JPG" alt="c10.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/07/brasiliens-boomwirtschaft-wachst-nicht-mehr-und-erholung-wird-dauern-folha-de-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/07/brasiliens-boomwirtschaft-wachst-nicht-mehr-und-erholung-wird-dauern-folha-de-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/04/brasiliens-korruptionskrise-dilma-rousseffs-arbeitsminister-carlos-lupi-kippt-staatschefin-wartete-mit-entlassung-trotz-der-gravierenden-verfehlungen-des-ministers-ubermasig-lange-kritisieren-land/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/04/brasiliens-korruptionskrise-dilma-rousseffs-arbeitsminister-carlos-lupi-kippt-staatschefin-wartete-mit-entlassung-trotz-der-gravierenden-verfehlungen-des-ministers-ubermasig-lange-kritisieren-land/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c3.JPG" alt="c3.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/06/brasiliens-industriellenverband-fiesp-zu-wirtschaftsstagnation-warnungen-seit-jahresbeginn-bestatigt-schadliche-wirkung-der-hohen-zinsen-uberbewertete-landeswahrung-real/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/06/brasiliens-industriellenverband-fiesp-zu-wirtschaftsstagnation-warnungen-seit-jahresbeginn-bestatigt-schadliche-wirkung-der-hohen-zinsen-uberbewertete-landeswahrung-real/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-heranwachsende-in-extremer-armut-zahl-zunehmend-laut-neuer-unicef-studie-acht-jahre-lula-rousseff-regierung-und-resultate/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-heranwachsende-in-extremer-armut-zahl-zunehmend-laut-neuer-unicef-studie-acht-jahre-lula-rousseff-regierung-und-resultate/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c4.JPG" alt="c4.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/17/adveniat-in-brasilien-wie-lebt-es-sich-in-der-reichsten-stadt-lateinamerikas-der-siebtgrosten-wirtschaftsnation-nach-acht-jahren-lula-regierung-adveniat-gottesdienst-in-der-favela-cachoeirinha-von/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/17/adveniat-in-brasilien-wie-lebt-es-sich-in-der-reichsten-stadt-lateinamerikas-der-siebtgrosten-wirtschaftsnation-nach-acht-jahren-lula-regierung-adveniat-gottesdienst-in-der-favela-cachoeirinha-von/</strong></a></p>
<p><strong>Wie in deutschsprachigen Zeitungen und Zeitschriften die  Situation interpretiert wird:</strong></p>
<h2>”Das Leben in Brasilien ist leicht und unbeschwert. Probieren Sie es     selbst.” Deutschsprachige Tourismuspropaganda.</h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/28/brasilien-nach-acht-jahren-lula-regierungwarum-hat-sao-paulo-noch-2627-slums-fragt-die-wichtigste-qualitatszeitung-o-estado-de-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/28/brasilien-nach-acht-jahren-lula-regierungwarum-hat-sao-paulo-noch-2627-slums-fragt-die-wichtigste-qualitatszeitung-o-estado-de-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c5.JPG" alt="c5.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/brasiliens-hohe-rate-von-behinderten-2391-prozent-der-bevolkerung-gegenuber-rund-1-prozent-in-hochentwickelten-landern-laut-studien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/brasiliens-hohe-rate-von-behinderten-2391-prozent-der-bevolkerung-gegenuber-rund-1-prozent-in-hochentwickelten-landern-laut-studien/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c9.JPG" alt="c9.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/24/brasilien-wurde-unter-lula-rousseff-zum-auswanderungsland-bye-bye-brasil-sergio-costa-soziologie-professor-an-der-fu-berlin-bestatigt-die-entwicklung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/24/brasilien-wurde-unter-lula-rousseff-zum-auswanderungsland-bye-bye-brasil-sergio-costa-soziologie-professor-an-der-fu-berlin-bestatigt-die-entwicklung/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c6.JPG" alt="c6.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c8.JPG" alt="c8.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/24/sos-kinderdorfer-in-brasilien-unter-rousseff-lula-zahlreiche-hilfsprojekte-deutschlands-der-schweiz-und-osterreichs-in-boomland-global-player-rassismus-in-brasilien-mauricio-pestana-analysier/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/24/sos-kinderdorfer-in-brasilien-unter-rousseff-lula-zahlreiche-hilfsprojekte-deutschlands-der-schweiz-und-osterreichs-in-boomland-global-player-rassismus-in-brasilien-mauricio-pestana-analysier/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c7.JPG" alt="c7.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/08/brasiliens-favela-menschenrechtsaktivisten-eliana-takeko-kanashiro-de-araujo-prasidentin-der-associacao-futuro-melhor-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/08/brasiliens-favela-menschenrechtsaktivisten-eliana-takeko-kanashiro-de-araujo-prasidentin-der-associacao-futuro-melhor-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/26/zdf-und-adveniat-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-verschiedene-sichtweisen-der-gravierenden-menschenrechtslage-brasiliens-je-nach-wertvorstellungen-und-vorschriftenkatalog/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/26/zdf-und-adveniat-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-verschiedene-sichtweisen-der-gravierenden-menschenrechtslage-brasiliens-je-nach-wertvorstellungen-und-vorschriftenkatalog/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/25/nine-most-horrible-places-in-the-world-favela-slums-von-rio-de-janeiro-aus-sicht-des-bric-staats-china-subkultur-von-umweltzerstorung-armut-und-gangstern-cubatao-bei-sao-paulo-an-sieb/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/25/nine-most-horrible-places-in-the-world-favela-slums-von-rio-de-janeiro-aus-sicht-des-bric-staats-china-subkultur-von-umweltzerstorung-armut-und-gangstern-cubatao-bei-sao-paulo-an-sieb/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/</strong></a></p>
<p><strong>Favelakinder Sao Paulos &#8211; Fotoserie:<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/28/favelakinder-in-sao-paulo-gesichter-brasiliens/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/28/favelakinder-in-sao-paulo-gesichter-brasiliens/</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/crackpaarhelvetia.JPG" alt="crackpaarhelvetia.JPG" /></p>
<p><strong>Zwei Crack-Süchtige, laut brasilianischen Augenzeugen, vor         Bahnhofseingang, Dezember 2011, nahe der Kulturbehörde des   Teilstaats       Sao Paulo.</strong></p>
<p><strong>Crack-Epidemie unter der Lula-Rousseff-Regierung:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/03/brasiliens-crack-epidemie-unter-der-rousseff-regierung-wie-crack-wirktverkehrsumleitung-wegen-offener-crack-szene-die-strasen-total-verstopft-in-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/03/brasiliens-crack-epidemie-unter-der-rousseff-regierung-wie-crack-wirktverkehrsumleitung-wegen-offener-crack-szene-die-strasen-total-verstopft-in-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/16/brasil-cazuza-und-gal-costa-1989-youtube-anklicken/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/16/brasil-cazuza-und-gal-costa-1989-youtube-anklicken/</strong></a></p>
<h2>Bundespräsident Christian Wulff in Brasilien  2011 &#8211; Texte, Fotos.    Bundespräsident Horst Köhler 2007 in Sao Paulo.  “Alemao renuncia por    falar demais. Gafe leva presidente a renuncia na  Alemanha”.    (Qualitätszeitung O Globo, Rio de Janeiro) “Se o procedimento  fosse    adotado por aqui…deixa pra la. Com todo o respeito.” <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11988" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/bundesprasident-christian-wulff-in-brasilien-2011/" rel="tag">Bundespräsident Christian Wulff in Brasilien 2011</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/05/wulfflancelotti1.JPG" alt="wulfflancelotti1.JPG" /></p>
<p><strong>Wulff und Menschenrechtspriester Julio Lancelotti.</strong></p>
<p><strong>Deutscher Bundespräsident Christian Wulff und die Obdachlosen Brasiliens:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/05/erneut-obdachloser-sao-paulos-verbrannt-polizei-ermittelt-wegen-verbrechenshintergrund-deutscher-bundesprasident-wulff-besucht-obdachlosengemeinde-der-megacity/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/05/erneut-obdachloser-sao-paulos-verbrannt-polizei-ermittelt-wegen-verbrechenshintergrund-deutscher-bundesprasident-wulff-besucht-obdachlosengemeinde-der-megacity/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/07/wulffwerkstatt2.JPG" alt="wulffwerkstatt2.JPG" /></p>
<p><strong>Deutscher Bundespräsident Christian Wulff 2011  in Obdachlosen-Werkstattprojekt der katholischen Kirche in Sao Paulo.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/17/obdachlose-in-sao-paulo-wahrend-des-wulff-besuchs-lebendig-verbrannt-brasiliens-wichtigster-befreiungstheologe-im-website-interview-ein-land-der-kontraste/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/17/obdachlose-in-sao-paulo-wahrend-des-wulff-besuchs-lebendig-verbrannt-brasiliens-wichtigster-befreiungstheologe-im-website-interview-ein-land-der-kontraste/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/deutscher-bundesprasident-christian-wulff-in-sao-paulo-mai-2011-obdachlosengemeinde-der-erzdiozese-hedwig-knist-vikar-julio-lancelotti/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/deutscher-bundesprasident-christian-wulff-in-sao-paulo-mai-2011-obdachlosengemeinde-der-erzdiozese-hedwig-knist-vikar-julio-lancelotti/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/05/brasiliens-obdachlose-video-anklicken-menschenrechtspriester-julio-lancelotti-von-sao-paulo-hedwig-knist-aus-der-diozese-mainz-deutscher-bundesprasident-christian-wulff/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/05/brasiliens-obdachlose-video-anklicken-menschenrechtspriester-julio-lancelotti-von-sao-paulo-hedwig-knist-aus-der-diozese-mainz-deutscher-bundesprasident-christian-wulff/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/09/ein-brasilianischer-obdachloser-wird-in-sao-paulo-lebendig-verbrannt-autos-fahren-vorbei-leute-schauen-zuvideo-anklicken/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/09/ein-brasilianischer-obdachloser-wird-in-sao-paulo-lebendig-verbrannt-autos-fahren-vorbei-leute-schauen-zuvideo-anklicken/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/07/deutscher-bundesprasident-christian-wulff-macht-ungeplante-stadtbesichtigung-in-sao-paulo-prasidentenmaschine-defekt/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/07/deutscher-bundesprasident-christian-wulff-macht-ungeplante-stadtbesichtigung-in-sao-paulo-prasidentenmaschine-defekt/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/07/wulff-lasst-thyssen-krupp-stehen-financial-times-der-deutsche-bundesprasident-in-brasilien-keine-station-mehr-in-der-scheiterhaufenstadt/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/07/wulff-lasst-thyssen-krupp-stehen-financial-times-der-deutsche-bundesprasident-in-brasilien-keine-station-mehr-in-der-scheiterhaufenstadt/</strong></a></p>
<h2>Deutscher Bundespräsident Christian Wulff in Sao Paulo, Mai 2011 &#8211; jüdische Gemeinde. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=9671" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/05/wulffsynagoge1.JPG" alt="wulffsynagoge1.JPG" /></p>
<p><strong>Wulff in der jüdischen Gemeinde Sao Paulos.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/05/wulffsynagoge2.JPG" alt="wulffsynagoge2.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/29/deutscher-bundesprasident-christian-wulff-besucht-am-6mai-2011-die-judische-gemeinde-sao-paulos/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/29/deutscher-bundesprasident-christian-wulff-besucht-am-6mai-2011-die-judische-gemeinde-sao-paulos/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/deutscher-bundesprasident-christian-wulff-in-sao-paulo-mai-2011-obdachlosengemeinde-der-erzdiozese-hedwig-knist-vikar-julio-lancelotti/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/deutscher-bundesprasident-christian-wulff-in-sao-paulo-mai-2011-obdachlosengemeinde-der-erzdiozese-hedwig-knist-vikar-julio-lancelotti/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/05/wulffsynagoge3.JPG" alt="wulffsynagoge3.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/dilma-rousseff-appelliert-an-bundesprasident-wulff-sich-fur-den-bau-des-atomkraftwerks-angra-3-bei-rio-die-exportburgschaft-einzusetzen-melden-brasiliens-medien-die-grosen-atom-plane-brasilias/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/dilma-rousseff-appelliert-an-bundesprasident-wulff-sich-fur-den-bau-des-atomkraftwerks-angra-3-bei-rio-die-exportburgschaft-einzusetzen-melden-brasiliens-medien-die-grosen-atom-plane-brasilias/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/05/wulffrabbiner1.JPG" alt="wulffrabbiner1.JPG" /></p>
<p><strong>Die Wulffs und der Rabbiner.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/dilma-rousseff-und-deutscher-bundesprasident-christian-wulff-brasiliens-medien-stellen-auserung-zum-libyenkrieg-heraus-interventionistische-gewalt-in-nordafrika-und-im-mittleren-ostenrousseff/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/dilma-rousseff-und-deutscher-bundesprasident-christian-wulff-brasiliens-medien-stellen-auserung-zum-libyenkrieg-heraus-interventionistische-gewalt-in-nordafrika-und-im-mittleren-ostenrousseff/</a></p>
<p><a href="http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html">http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html</a></p>
<h2>              <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/dilma-rousseff-appelliert-an-bundesprasident-wulff-sich-fur-den-bau-des-atomkraftwerks-angra-3-bei-rio-die-exportburgschaft-einzusetzen-melden-brasiliens-medien-die-grosen-atom-plane-brasilias/" rel="bookmark">Dilma      Rousseff appelliert an Bundespräsident Wulff, sich für den Bau des      Atomkraftwerks Angra 3 bei Rio, die deutsche Exportbürgschaft      einzusetzen, melden Brasiliens Medien. Die großen Atom-Pläne Brasilias.      “Dilma faz apelo por Angra 3 &#8211; Financiamento alemao á usina pode ser      cancelado.”</a></h2>
<p>Freitag, 06. Mai 2011 von Klaus Hart   <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=9668" title="Beitrag bearbeiten">**</a></p>
<p><strong>Wie es hieß, habe Wulff gegenüber Rousseff auf  internen     Druck zugunsten der Aufkündigung der Exportbürgschaft  hingewiesen,  die     dem zuständigen deutsch-französischen Nuklearkonzern  AREVA gewährt     worden sei. Ein brasilianischer Regierungsfunktionär habe   kommentiert,    daß bislang anzunehmen  sei, daß Deutschland den  Kontrakt  nicht    einseitig breche &#8211; und sei es aus Imagegründen. Es  handele sich um  eine    Bürgschaft über 1,5 Milliarden Euro. </strong></p>
<p><strong>Brasiliens Atomkraftwerke-Programm:</strong>  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/27/brasiliens-atomkraftwerke-programm-lula-dekretierte-kurz-vor-amtsabtritt-noch-totale-steuerbefreiung-fur-nuklearimporte-laut-landesmedien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/27/brasiliens-atomkraftwerke-programm-lula-dekretierte-kurz-vor-amtsabtritt-noch-totale-steuerbefreiung-fur-nuklearimporte-laut-landesmedien/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/28/greenpeace-contra-atomkraftwerk-angra-3-in-brasilien-eine-deutsch-franzosische-firma-baut-es-bei-rio-de-janeiro-mit-hermes-burgschaft/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/28/greenpeace-contra-atomkraftwerk-angra-3-in-brasilien-eine-deutsch-franzosische-firma-baut-es-bei-rio-de-janeiro-mit-hermes-burgschaft/</a></p>
<p><strong>Rousseff zur Libyen-Intervention: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/dilma-rousseff-und-deutscher-bundesprasident-christian-wulff-brasiliens-medien-stellen-auserung-zum-libyenkrieg-heraus-interventionistische-gewalt-in-nordafrika-und-im-mittleren-ostenrousseff/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/dilma-rousseff-und-deutscher-bundesprasident-christian-wulff-brasiliens-medien-stellen-auserung-zum-libyenkrieg-heraus-interventionistische-gewalt-in-nordafrika-und-im-mittleren-ostenrousseff/</a></p>
<p><strong>Wulff in Rio:</strong>  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/erneut-schuler-rio-de-janeiros-mitten-im-unterricht-getotet-durch-verirrte-kugel-eines-feuergefechts-weiter-gravierende-menschenrechtslage-folter-scheiterhaufen-todesschwadronen-paramilitarisch/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/erneut-schuler-rio-de-janeiros-mitten-im-unterricht-getotet-durch-verirrte-kugel-eines-feuergefechts-weiter-gravierende-menschenrechtslage-folter-scheiterhaufen-todesschwadronen-paramilitarisch/</a></p>
<p><strong>Brasiliens Scheiterhaufen:</strong>  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/29/brasiliens-scheiterhaufen-erstmals-in-einer-anklagenden-inszenierung-der-scheiterhaufenstadt-rio-de-janeiro-zu-sehen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/29/brasiliens-scheiterhaufen-erstmals-in-einer-anklagenden-inszenierung-der-scheiterhaufenstadt-rio-de-janeiro-zu-sehen/</a></p>
<p><a href="http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html">http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/dilma-rousseff-und-deutscher-bundesprasident-christian-wulff-brasiliens-medien-stellen-auserung-zum-libyenkrieg-heraus-interventionistische-gewalt-in-nordafrika-und-im-mittleren-ostenrousseff/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/dilma-rousseff-und-deutscher-bundesprasident-christian-wulff-brasiliens-medien-stellen-auserung-zum-libyenkrieg-heraus-interventionistische-gewalt-in-nordafrika-und-im-mittleren-ostenrousseff/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/brasiliens-prasidentin-rousseff-gibt-abkommen-mit-deutschland-uber-pac-sowie-projekte-fur-fusball-wm-und-olympische-spiele-bekannt-melden-landesmedien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/brasiliens-prasidentin-rousseff-gibt-abkommen-mit-deutschland-uber-pac-sowie-projekte-fur-fusball-wm-und-olympische-spiele-bekannt-melden-landesmedien/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/05/deutscher-bundesprasident-christian-wulff-trifft-brasiliens-prasidentin-dilma-rousseff-in-brasilia/"><strong> http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/05/deutscher-bundesprasident-christian-wulff-trifft-brasiliens-prasidentin-dilma-rousseff-in-brasilia/</strong></a></p>
<p><strong>Bundespräsident Horst Köhler in Sao Paulo.</strong></p>
<h2>Horst Köhler, Sao Paulo, Brasilien. “Alemao  renuncia por falar     demais. Gafe leva presidente Ã¡ renuncia na  Alemanha”.     (Qualitätszeitung O Globo, Rio de Janeiro) “Se o procedimento  fosse     adotado por aqui…deixa pra la. Com todo o respeito.” <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=5589" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/1194092/”&gt;http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/1194092/</p>
<p><a href="http://www.dradio.de/aktuell/1191138/">http://www.dradio.de/aktuell/1191138/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/05/horstkohlersp1.JPG" alt="horstkohlersp1.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/05/scheiterhaufen-in-sao-paulo-mindestens-15-menschen-in-der-megacity-seit-jahresbeginn-lebendig-verbrannt-laut-landesmedien-fogo-para-matar-rivais/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/05/scheiterhaufen-in-sao-paulo-mindestens-15-menschen-in-der-megacity-seit-jahresbeginn-lebendig-verbrannt-laut-landesmedien-fogo-para-matar-rivais/</a></p>
<p><a href="http://www.bundespraesident.de/-,2.636170/Bundespraesident-Horst-Koehler.htm?global.printview=2">http://www.bundespraesident.de/-,2.636170/Bundespraesident-Horst-Koehler.htm?global.printview=2</a></p>
<p><a href="http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57822">http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57822</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/05/horstkohlersp3.JPG" alt="horstkohlersp3.JPG" /></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/05/horstkohlersp2.JPG" alt="horstkohlersp2.JPG" /></p>
<p><a href="https://www2.gestao.presidencia.serpro.gov.br/clientes/presidencia/presidencia/casa_civil/noticias/banco_de_imagens/03122009G00047red.JPG/view">https://www2.gestao.presidencia.serpro.gov.br/clientes/presidencia/presidencia/casa_civil/noticias/banco_de_imagens/03122009G00047red.JPG/view</a></p>
<p><a href="http://www.welt.de/politik/ausland/article751532/Viele_Kinder_und_viele_Frauen.html"><strong>http://www.welt.de/politik/ausland/article751532/Viele_Kinder_und_viele_Frauen.html</strong></a></p>
<p><strong>Brasiliens Korruptionskrise &#8211; nationale Politikexperten vergleichen stets politisches Vorgehen in Deutschland und Brasilien:</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/03/brasiliens-endlose-korruptionskrise-der-rousseff-regierung-keine-bestrafung-der-sechs-nach-medienenthullungen-wegen-korruptionsverdacht-entlassenen-minister-laut-folha-de-sao-paulo/"><strong>          http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/03/brasiliens-endlose-korruptionskrise-der-rousseff-regierung-keine-bestrafung-der-sechs-nach-medienenthullungen-wegen-korruptionsverdacht-entlassenen-minister-laut-folha-de-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/12/brasilienes-wird-immer-noch-sehr-viel-gefoltertdeutsche-petra-pfaller-aus-der-katholischen-gefangenenseelsorge-brasiliens-2011-uber-die-menschenrechtslage-unter-lula-rousseff/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/12/brasilienes-wird-immer-noch-sehr-viel-gefoltertdeutsche-petra-pfaller-aus-der-katholischen-gefangenenseelsorge-brasiliens-2011-uber-die-menschenrechtslage-unter-lula-rousseff/</strong></a></p>
<h2>EU-Lateinamerika-Karibik-Stiftung startet in  Hamburg. “Wir teilen    die Werte der individuellen Freiheit, der  Herrschaft des Rechts und  der   Menschenrechte.” Bundesaußenminister  Westerwelle. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11470" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://www.welt.de/regionales/hamburg/article13703820/EU-Lateinamerika-Karibik-Stiftung-nimmt-Arbeit-auf.html"><strong>http://www.welt.de/regionales/hamburg/article13703820/EU-Lateinamerika-Karibik-Stiftung-nimmt-Arbeit-auf.html</strong></a></p>
<p><a href="http://www.brasil.diplo.de/Vertretung/brasilien/pt/01__Willkommen/Noticias_202010/Rede_20Westerwelle_20EULAK_20Stiftung.html"><strong>http://www.brasil.diplo.de/Vertretung/brasilien/pt/01__Willkommen/Noticias_202010/Rede_20Westerwelle_20EULAK_20Stiftung.html</strong></a></p>
<p><strong>Slumwachstum im “Boom”-Land: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/26/boom-land-brasilienslum-wachstum-ist-ruckschritto-globo-mehr-slumbewohner-selbst-laut-offiziellen-angaben-erstes-rousseff-amtsjahr/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/26/boom-land-brasilienslum-wachstum-ist-ruckschritto-globo-mehr-slumbewohner-selbst-laut-offiziellen-angaben-erstes-rousseff-amtsjahr/</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/foltertododiapastoralglobo.JPG" alt="foltertododiapastoralglobo.JPG" /></p>
<p><strong>“Jeden Tag wird in Brasilien gefoltert.” Ausriß</strong> <strong>2011</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/09/brasiliens-menschenrechtslage-in-den-slums-weiter-banditen-diktatur-selbst-im-complexo-do-alemao-von-rio-de-janeiro-bewaffnete-gangster-verkaufen-nach-wie-vor-drogen-trotz-militarprasenz-laut/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/09/brasiliens-menschenrechtslage-in-den-slums-weiter-banditen-diktatur-selbst-im-complexo-do-alemao-von-rio-de-janeiro-bewaffnete-gangster-verkaufen-nach-wie-vor-drogen-trotz-militarprasenz-laut/</strong></a></p>
<p><strong>Auswanderungsland:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/26/bye-bye-brasil-auslander-verlassen-sao-paulo-und-rio-de-janeiro-laut-offizieller-statistik-auswanderungsland-brasilien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/26/bye-bye-brasil-auslander-verlassen-sao-paulo-und-rio-de-janeiro-laut-offizieller-statistik-auswanderungsland-brasilien/</strong></a></p>
<p><strong>Hunger in Brasilien:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/24/in-brasilien-existiert-weiter-hunger-das-problem-wurde-langst-nicht-beseitigt-jose-francisco-leiter-der-franziskaner-sozialprojekte-in-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/24/in-brasilien-existiert-weiter-hunger-das-problem-wurde-langst-nicht-beseitigt-jose-francisco-leiter-der-franziskaner-sozialprojekte-in-sao-paulo/</strong></a></p>
<h2>Brasiliens Widersprüche, Stefan Zweig, die  Goethe-Gesellschaft.     “Diese tiefen Widersprüche in der brasilianischen  Gesellschaft sind     damals von Goethe nicht erfaßt worden. Heute sind  diese Widersprüche     noch tiefer.” Dr. Marcus Mazzari, Präsident der  Goethe-Gesellschaft     Brasiliens. Wie Stefan Zweig bewußt  beschönigte…Alberto Dines im     Website-Interview. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11467" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/07/rio-de-janeiro-der-tod-des-kameramanns-bei-feuergefecht/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/07/rio-de-janeiro-der-tod-des-kameramanns-bei-feuergefecht/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/stefan-zweig/" rel="tag"> </a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/01/albertodinesneu.JPG" alt="albertodinesneu.JPG" /></p>
<p><strong>Der jüdische Zweig-Experte Alberto Dines in Sao Paulo beim Website-Interview.</strong></p>
<h2>Prof. Dr. Marcus Mazzari, Präsident der  Goethe-Gesellschaft      Brasiliens. “Associacao Goethe do Brasil”. Gesichter  Brasiliens. Goethe      und Martius: “Neigung zum Harmonisieren der  Konflikte und     Widersprüche  Brasiliens.” Stefan Zweig habe ebenfalls  vieles     beschönigt. Wikileaks.</h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/stefan-zweig/" rel="tag"> </a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/09/marcusmazzari.jpg" alt="marcusmazzari.jpg" /></p>
<p><strong>Dr. Mazzari, Professor an der Bundesuniversität Sao       Paulo,  betonte im Website-Interview seine tiefe Bewunderung für Johann       Wolfgang von Goethe, ebenso für dessen engen Freund Carl Friedrich       Philipp von Martius. Dies verleitet Dr. Mazzari indessen keineswegs   zu     Einseitigkeiten, wie nicht selten in der Goethe-Szene zu   beobachten   ist.   Vielmehr besticht an dem Präsidenten der   Goethe-Gesellschaft    Brasiliens  neben der profunden   wissenschaftlichen Kenntnis beider    Persönlichkeiten  auch die   kritische Sicht: “Sowohl Goethe als auch    Martius haben eine  Neigung   zum Harmonisieren der Konflikte und    Widersprüche. Die haben über    vieles hinweggesehen in Brasilien. Martius    schrieb an Goethe, daß    Brasilien eine große Zukunft bevorstünde:    `Brasilien macht eine    harmonische Entwicklung durch.` Und so war es ja    nicht. Diese tiefen    Widersprüche in der brasilianischen Gesellschaft    sind damals von   Goethe  nicht erfaßt worden. Heute sind diese    Widersprüche noch   tiefer.” </strong></p>
<p><strong>Als Martius Brasilien bereiste, herrschte dort       u.a. grauenvollste Sklaverei. Bis heute ist die Sklavenarbeit nicht       abgeschafft worden. </strong></p>
<p><strong>Goethe-Kongreß in Sao Paulo 2009 mit Dr. Marcus Mazzari und Dr. Jochen Golz aus Weimar:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/04/goethe-institut-sao-paulo-erster-internationaler-kongres-der-neu-gegrundeten-goethe-gesellschaft-brasiliens/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/04/goethe-institut-sao-paulo-erster-internationaler-kongres-der-neu-gegrundeten-goethe-gesellschaft-brasiliens/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/</a></p>
<p><strong>“Martius spricht von Brasilien als einem glückseligen Land &#8211;       zur Sklavenzeit. Soviel Blut wurde in Brasilien vergossen. Das hat       Martius nicht sehen wollen. Und Goethe auch nicht.”</strong></p>
<p><strong>Bereits zu Goethes Zeiten war Brasilien ein berüchtigter Folterstaat, wurden schwarze Sklaven lebendig verbrannt. </strong></p>
<p><strong> <img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/10/angeloagostinosklavenverbrennung.JPG" alt="angeloagostinosklavenverbrennung.JPG" />Bild von Angelo Agostino.</strong></p>
<p><strong>Indianerstämme versklavten andere indianische Gemeinschaften,       folterten unterworfene Indios anderer Stämme.  Heute ist       in Lateinamerikas größter Demokratie laut UNO und Amnesty International       weiterhin Folter üblich, lodern Scheiterhaufen in Rio de Janeiro,   Sao     Paulo oder Salvador da Bahia. </strong></p>
<p>Â <a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/668242/">http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/668242/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/10/brasiliens-tupi-indianer-lehrbuch-mit-folterszenen-schockt-schuler-laut-zeitung-o-dia-franzosische-gravur-zeigt-foltern-gegnerischer-indiostamme/#more-2585">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/10/brasiliens-tupi-indianer-lehrbuch-mit-folterszenen-schockt-schuler-laut-zeitung-o-dia-franzosische-gravur-zeigt-foltern-gegnerischer-indiostamme/#more-2585</a></p>
<p><strong>Professor Mazzari kritisiert zudem  das Buch “Brasilien &#8211; ein       Land der Zukunft” von Stefan Zweig: “Er hat vieles beschönigt &#8211; es     ist   ein Wunschbild.” </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/21/stefan-zweig-und-judenhasser-getulio-vargas/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/21/stefan-zweig-und-judenhasser-getulio-vargas/</a></p>
<p><strong>Wikileaks:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/16/der-judesao-paulo-gouverneur-goldman-und-der-lula-minister-samuel-pinheiro-guimaraes-anhanger-der-nazifaschistischen-achse-existieren-noch-in-der-brasilianischen-diplomatie-in-erinnerung-an-di/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/16/der-judesao-paulo-gouverneur-goldman-und-der-lula-minister-samuel-pinheiro-guimaraes-anhanger-der-nazifaschistischen-achse-existieren-noch-in-der-brasilianischen-diplomatie-in-erinnerung-an-di/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/19/gestapo-folter-unter-brasiliens-diktator-getulio-vargas-trager-des-bundesverdienstkreuzes-der-fall-des-deutschen-harry-berger/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/19/gestapo-folter-unter-brasiliens-diktator-getulio-vargas-trager-des-bundesverdienstkreuzes-der-fall-des-deutschen-harry-berger/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/07/alberto-dines-stefan-zweig-experte-sao-paulo/#more-2523">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/07/alberto-dines-stefan-zweig-experte-sao-paulo/#more-2523</a></p>
<p><strong>Filmemacher Paulo Lins (City of God): <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/20/paulo-lins-gesichter-brasiliens/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/20/paulo-lins-gesichter-brasiliens/</a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/15/httpwwwgoethebrasilde/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/15/httpwwwgoethebrasilde/</a></p>
<p><strong>Goethe und der Kannibalismus:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/16/goethe-und-der-kannibalismus-in-brasilien-todeslied-eines-gefangenenbrasilianisch/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/16/goethe-und-der-kannibalismus-in-brasilien-todeslied-eines-gefangenenbrasilianisch/</a></p>
<p><strong> 1830 ging der deutsche Naturforscher F.J.F. Meyen  durch       Rios Sklavenmarkt in der Rua Camerino und schrieb in sein  Tagebuch:”Das      Schicksal wird sich an den Weißen für die Unthaten  rächen, die sie    seit   Jahrhunderten an Millionen von Negern begangen  haben. Die    Magazine der   Sclavenhändler waren mit das Erste, das  wir hier    besuchten, um endlich   selbst diesen, aller Würde der  Menschheit    entehrenden  Handel mit   anzusehen. Wir fanden mehrere  Hundert dieser    unglücklichen Geschöpfe in   solchen Läden. Sie saßen  reihenweise auf    kleinen Bänken oder   niedergekauert auf der Erde und  ihr Zustand war    schaudererregend. Es   waren meistens Kinder, die  hier angeboten  wurden,   fast alle waren   gezeichnet mit glühenden  Eisen. Zu unserem  Erstaunen   fanden wir auch zu   Rio Landsleute, die  durch ihre Bildung  und   Humanität allgemein bekannt   sind, und die  uns doch mit kalten  Worten   erklärten, wir mögten ja nicht   glauben,  daß die Neger zu  unserem   Menschen-Geschlecht gehörten und   gleiche  Ansprüche zu machen    berechtigt wären. Die Menschheit wird es   einst  nicht glauben, wenn  wir   mittheilen, da man zuweilen die Neger    selbst zur Zucht hält, wie  man   bei uns die Pferdezucht in Gestüten    betreibt. Man kauft junge    Negressen bloß zum Kinder-Erzeugen…Auch die    Milch der Negressen    benutzt man  zum Handel und verkauft sie als    Kuhmilch; deshalb kommt    zu Rio, in den Häusern der Fremden, wenn sie    nicht selbst Kühe    besitzen, niemals Milch zum Vorschein, die hier    überhaupt sehr teuer    ist. Erst der Mangel an Sclaven wird die    Brasilianer arbeiten    lehren,und dann wird eine neue Epoche für  Brasilien   beginnen. Schon    sehen sie mit neidischen Augen auf die  Fremden, die   sich in ihrem    Lande niedergelassen haben, und durch  bittere Erfahrungen   und harte    Arbeit mehr oder weniger zum  Wohlstande gekommen sind. Wenn   hier eine    vornehme Familie einen  Abend-Spaziergang macht, so gehen die   Töchter    voran; in einiger  Entfernung folgt das Elternpaar und eine Menge      Sclaven schließen  den Zug; langsamen und angemessenen Schrittes bewegt      sich die  Gesellschaft fort.” In der Rua Camerino, in der bis heute     nicht  ein  einziges Denkmal, keine Tafel an einen der größten     Sklavenmärkte   der Weltgeschichte erinnert, begingen viele Schwarze aus      Verzweiflung  Selbstmord. </strong></p>
<p><strong>…fanden wir auch zu Rio Landsleute…: Bezog sich Meyen etwa auf Personen auch aus dem Freundes-und Bekanntenkreis Goethes?</strong></p>
<p><strong>Brasilienreisender Martius: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/08/der-deutsche-brasilienreisende-martius-uber-kindstotung-kinderverkauf-kannibalismus-sklaverei-bei-den-indianern-brasiliens/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/08/der-deutsche-brasilienreisende-martius-uber-kindstotung-kinderverkauf-kannibalismus-sklaverei-bei-den-indianern-brasiliens/</a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/20/goethe-institut-sao-paulo-seminar-mit-marianne-birthler-uber-vergangenheitsbewaltigung-in-brasilien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/20/goethe-institut-sao-paulo-seminar-mit-marianne-birthler-uber-vergangenheitsbewaltigung-in-brasilien/</a></p>
<p><strong>Hans Magnus Enzensberger im Goethe-Institut Sao Paulo:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/22/shintoist-bairro-liberdade-sao-paulo-gesichter-brasiliens/">hthttp://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/13/hans-magnus-enzensberger-sao-paulo-goethe-institut/</a></p>
<p><strong>Sammlung von Theaterkritiken zur “Amazonasoper”:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/12/die-mit-grosen-medialen-vorschuslorbeeren-bedachte-amazonasoper-eine-sammlung-von-theaterkritiken-uber-das-resultat/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/12/die-mit-grosen-medialen-vorschuslorbeeren-bedachte-amazonasoper-eine-sammlung-von-theaterkritiken-uber-das-resultat/</a></p>
<p><strong>”Im Xingu-Reservat werden Zwillinge stets gleich bei der Geburt eliminiert. Gebrüder Villas-Boas, Indianerexperten.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/05/amazonasindianer-als-erfahrene-goldgraber-nach-dem-vorbild-mit-den-techniken-der-stets-offiziell-kritisierten-nichtindianischen-eindringlinge-laut-landesmedien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/05/amazonasindianer-als-erfahrene-goldgraber-nach-dem-vorbild-mit-den-techniken-der-stets-offiziell-kritisierten-nichtindianischen-eindringlinge-laut-landesmedien/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/20/brasiliens-massengraber-erschreckend-hohe-zahl-von-toten-monatlich-in-massengrabern-verscharrt-laut-menschenrechtspriester-julio-lancelotti-in-sao-paulo/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/20/brasiliens-massengraber-erschreckend-hohe-zahl-von-toten-monatlich-in-massengrabern-verscharrt-laut-menschenrechtspriester-julio-lancelotti-in-sao-paulo/</a></p>
<p><strong>Brasiliens Auslandspropaganda:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/</a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=XkvjkxERac4">http://www.youtube.com/watch?v=Xkv</a></p>
<h2>Stefan Zweig und Judenhasser Getulio Vargas,  Träger des      Bundesverdienstkreuzes. Die engen Beziehungen von Vargas zur  GESTAPO      Adolf Hitlers. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=131" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/stefan-zweig/" rel="tag"> </a></p>
<p><strong> Deutschlandradio Kultur &#8211; Hitlers “Mein Kampf” &#8211; ein Bestseller in Brasilien: <a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/676160/">http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/676160/</a></strong></p>
<p><strong>„Das erfundene Paradies”<br />
Biograph Alberto Dines: “Er hat die Augen vor vielem verschlossen”</strong><br />
<strong>Zu den geschicktesten Schachzügen der antisemitischen Diktatur       des Hitlerverehrers Getulio Vargas gehörte, den Schriftsteller  Stefan      Zweig in die Auslandspropaganda des Regimes einzuspannen und    gewünschte    Brasilienklischees weltweit zu verbreiten. Die  Wirkungen   sind bis  heute   spürbar: Vor 65 Jahren veröffentlichte  Stefan Zweig   sein Buch   “Brasilien  &#8211; ein Land der Zukunft” &#8211; bis  heute ist es ein     Weltbestseller, ein  Klassiker der  Brasilienliteratur und weckt auch   bei   Deutschen aller  Generationen  nach wie vor Interesse, sogar     Begeisterung für das  Tropenland.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/19/gestapo-folter-unter-brasiliens-diktator-getulio-vargas-trager-des-bundesverdienstkreuzes-der-fall-des-deutschen-harry-berger/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/19/gestapo-folter-unter-brasiliens-diktator-getulio-vargas-trager-des-bundesverdienstkreuzes-der-fall-des-deutschen-harry-berger/</a></p>
<p><strong> Wer Brasiliens gravierende  Menschenrechtsprobleme,      Rassismus und fortexistierende  Sklavenhaltermentalität, die keineswegs      neuen Sozialkontraste indessen  genauer kennt, fragt sich bei der      Lektüre des literarischen  Meisterwerks, ob Zweig nicht gelegentlich      irrte, idealisierte,  romantisierte, übertrieb, gar opportunistisch  mit     historischen  Wahrheiten umsprang, sich da realitätsfremd ein      Tropenparadies  zurechtschrieb. Der brasilianische Zweig-Biograph      Alberto Dines aus Sao  Paulo spart just aus solchen Gründen nicht mit      Kritik.<br />
Dines hat bei der edition Büchergilde in Frankfurt am Main seine rund       700 Seiten starke Zweig-Biographie „Tod im Paradies” veröffentlicht.<br />
Der Journalist und Autor zählt zu den bekannten jüdischen       Persönlichkeiten Brasiliens und hat als Junge Stefan Zweig in Rio de       Janeiro noch persönlich kennengelernt. Wer heute dessen Werk  „Brasilien  “     ein Land der Zukunft” lesen und verstehen wolle, so  Dines im      Website-Exklusivinterview, müsse stets die Persönlichkeit,  das      Charakterprofil des Dichters sowie den damaligen historischen  Kontext im      Blick haben. Dies betreffe Zweigs Lob für Brasiliens  Rassenharmonie      ebenso wie seine Beschönigung des Lebens in den  Slums. Neue Studien      brasilianischer Wissenschaftler, aber auch der  Vereinten Nationen,      beschreiben das grauenhafte Ausmaß von  Rassismus und Diskriminierung  in     Brasilien. „Just der  brasilianische Staat”, so 2006 Lucia Xavier  von    der  NGO „Criola” in  Rio, „welcher den Mythos von der  Rassendemokratie     konstruierte,  pflegt den institutionalisierten  Rassismus.” War er     während Stefan  Zweigs Aufenthalt etwa  abgemildert, schwächer als heute?     „Damals  war all das noch viel  grauenhafter”, konstatiert Alberto   Dines.    Laut Stefan Zweig löste  Brasilien die Rassenfrage geradezu     beispielhaft  und bewundernswert.  Alle Rassen, so der Dichter, lebten  in    vollster  Eintracht  miteinander. Dines setzt dagegen, daß von  einer    Lösung der   Rassenfrage weder damals noch heute die Rede sein  kann.    „Aber es gab   damals nicht jenen aggressiven Rassismus, den  Zweig aus    Europa  kannte.  Stefan Zweig war kein  Sozialwissenschaftler, kein     Anthropologe, kein  Wirtschaftsexperte &#8211;  und sprach auch nicht     portugiesisch.” Deshalb kommt  er wohl zu der  irrigen Annahme, in     Brasilien fehlten ein abfälliges,   rassistisches Vokabular,     herabsetzende Worte über Negros. „Solche   Begriffe gibt es durchaus”,     meint Dines. „Es ist unbestreitbar, daß  man  viele Jahre braucht, um in     das Leben Brasiliens wirklich  einzutauchen &#8211;  und Stefan Zweig sagt     selbst, er sei nur kurze Zeit  hier gewesen, habe  nur wenige Orte     besucht. Er war auch kein  politisierter Mensch, er  täuschte, irrte     sich, auch in politischen  Fragen Brasiliens. Ich denke,  er hat die     Augen vor vielem  verschlossen, ich bin da sehr kritisch.”<br />
So behauptet Zweig realitätswidrig, in Brasilien habe man noch nie von       Brutalität gegenüber Tieren, gar von Hahnenkämpfen gehört. Der große       Zweig kann für diese Anmerkung nur ungläubiges Kopfschütteln  ernten &#8211;      denn gerade die grausamen Hahnenkämpfe waren damals in  Brasilien &#8211;   und    auch in der Region von Rio de Janeiro &#8211;  außerordentlich beliebt.   Schwer    vorstellbar, daß Zweig davon nichts  mitbekommen hatte. Das    entsetzliche   Vergnügen hatten die  portugiesischen Kolonisatoren    mitgebracht, seit   1530 gibt es  darüber Berichte. Und selbst Staatschef    Lulas PR-Manager   Duda  Mendonca ist bis heute Fan von Hahnenkämpfen,    die ganze Spitze der    Arbeiterpartei wußte stets davon. Bei den von    Anbeginn der   Kolonisierung  bis heute üblichen Brandrodungen sterben    ungezählte,  auch  seltenste,  vom Aussterben bedrohte Tiere auf    grausamste Art,   verbrennen lebendig &#8211;  und jeder Brasilianer weiß das    genau.  Angesichts  des heute wie damals  extrem sozialdarwinistischen     Alltags von Brasilien  erscheint Zweigs  Beschreibung des     brasilianischen Nationalcharakters,  der  Landesmentalität teilweise wie     ein schlechter Witz. Hans Stern aus  Rio,  jüdischer Besitzer eines     Juwelierkonzerns, nennt Zweigs  Brasilienbuch  daher     „opportunistisch”:”Da schwärmt er von der Harmonie  der Rassen, von  der     Herzensgüte des Volkes, von den bunten, lebhaften  Tropen, in denen      alles blüht, auch wenn es mal welkt.” Zu Zweigs  Zeiten, in den     vierziger  Jahren sei Brasilien ein ganz primitiver Staat  gewesen.<br />
–Zweigs „Geschäft” mit der Vargas-Diktatur “ Buch im Tausch gegen Dauervisum<br />
Alberto Dines erinnert daran, daß damals, 1941, in Brasilien der       Diktator Getulio Vargas an der Macht war, es eine faschistische Partei       mit 600000 Mitgliedern gab, die Politik, die öffentliche Meinung von       grauenhaftem, aggressivem Antisemitismus geprägt waren. Das       Außenministerium “ voller Antisemiten. „1941 schrieben Zeitungen, die       Copacabana sei nicht wiederzuerkennen &#8211; verpestet von Leuten mit       Judennasen!” Regimegegner wurden gefoltert. Ein Vargas-Dekret verbot  zur      Hitlerzeit, europäischen Juden, die nach Brasilien flüchten   wollten,     ein Einreisevisum auszustellen “ ungezählte endeten deshalb   in den   KZs.   Für die brasilianische Historikern Maria Tucci  Carneiro  aus Sao   Paulo   ist die Vargas-Regierung mitschuldig an  nazistischer  Ausrottung,   was   sich jeder Brasilianer endlich einmal  bewußt machen  sollte.<br />
Schon 1936 hatte der als antisemitisch verschriene Diktator Vargas in       Rio taktisch geschickt Stefan Zweig empfangen “ genau zwei Tage  später      lieferte Vargas die Jüdin Olga Benario an Hitlerdeutschland  aus, in      Bernburg wurde sie vergast. „Am 27.August 1936 war die  Nachricht  von  der    Auslieferung in den brasilianischen Zeitungen.”<br />
Damals ist der deutschstämmige Filinto Müller gefürchteter Chef der       politischen Polizei, hält mit seinen Leuten enge Kontakte zur Gestapo,       läßt von ihr in Berlin seine Nachwuchskader ausbilden. Alberto  Dines      konstatiert: ”Dieses Visum war damals eine kostbare Sache für  jeden      Juden, der aus Europa flüchten wollte. Und Stefan Zweig  machte eben  ein     Negocio, Geschäft mit der Vargas-Regierung “ er  schrieb ein Buch      zugunsten Brasiliens im Tausch gegen ein  Dauervisum, erhielt es mit      unglaublicher Leichtigkeit. Und wenn er  ein Buch verfaßt, das  günstig     für das Land ist, wird er eben  bestimmte Dinge nicht sagen.”  Jorge  Amado    nennt es ein  Auftragswerk. Zweig, so heißt es, habe  enge  Kontakte zu    Diktator  Vargas unterhalten. Dieser wird stets  positiv  erwähnt.<br />
Das Vargas-Regime macht vorhersehbar offen Propaganda für „Brasilien “       ein Land der Zukunft”. Lourival Fontes, rechte Hand von Vargas und    sein    Propagandachef, charakterisiert das Buch als Dienst an der       brasilianischen Nation. Ausgerechnet vom Goebbels dieses Vargas ließ       sich Zweig, der sich mit Brasilianern nicht in ihrer Landessprache       unterhalten konnte(!), einen Übersetzer stellen sowie eine Reise in  den      Nordost-Teilstaat Pernambuco finanzieren. Biograph Dines  erinnert     daran,  daß ausgerechnet Mussolini jenen hochintelligenten      Propagandachef  überschwenglich lobte. In der ganzen Welt verstünden  nur     drei Personen  den Faschismus “ Fontes sei einer davon. „Mit  Stefan     Zweig und anderen  jüdischen Persönlichkeiten ging Fontes  sehr     freundschaftlich um &#8211; dem  vor den Nazis geflohenen  französischen Juden     Max Fischer half er sogar,  einen Verlag zu  gründen. Das ist wichtig “     man muß die brasilianische  Ambiguidade,  Zweideutigkeit verstehen,     Brasilien ist ein zweideutiges  Land.” Hat  Zweig dies verstanden? „Ah “     das weiß ich nicht.”<br />
Zudem war Stefan Zweig laut Dines eine empfindsame, ängstliche Person,       die nicht polemisierte und auch nicht diskutierte. „Ich hätte nicht    wie    Zweig reagiert “ der damals bereits tief depressiv war. Denn    Zweig   hatte  ja Angst vor dem Krieg, flüchtete deshalb nach Brasilien “    doch   der  Krieg kam ihm nach. In Rio wurden Zivilschutzübungen    abgehalten,   wegen  der deutschen U-Boote lag nachts die Copacabana im    Dunkel.”<br />
Dines zitiert Zweigs Gastgeber in Rio, Abrahao Koogan, der über den       Dichter auf einer Konferenz sagte: ”Er war ein feiger Mensch.”<br />
Als „Brasilien “ ein Land der Zukunft” herauskam, wurde es von der       Presse wegen verschiedenster Ungereimtheiten arg verrissen “ doch       jeglicher Hinweis auf politische Aspekte, gar auf die unterlassene       Kritik am Antisemitismus, fehlte durchweg. Denn wer dies gewagt hätte,       so Alberto Dines, wäre unter der Vargas-Diktatur womöglich verhaftet       worden. Zweig antwortet auf die Vorwürfe “ ausgerechnet in einer   wenig     gelesenen Zeitung der Vargas-Regierung. Manche Buch-Zitate   Zweigs   wirken   wie pure Vargas-PR:”Wer das Brasilien von heute   erlebt, hat   einen  Blick  in die Zukunft getan.” Oder:”Wer Brasilien   wirklich zu   erleben  weiß,  der hat Schönheit genug für sein halbes   Leben gesehen.”   Bis heute  werden  solche Zweig–Sprüche selbst von der   Reisebürowerbung   gerne  übernommen.<br />
In dem Brasilienbuch brilliert er mit anschaulichen Beschreibungen der       nationalen Industrie, der enormen Bodenschätze, der Landwirtschaft.       Nichts davon stammt von ihm, alles hat er von dem  Wirtschaftsexperten      Roberto Simonsen übernommen, wie Alberto Dines  betont.<br />
Dann zählt er verschiedene Irrtümer Zweigs auf. In Sao Paulo begeisterte       sich dieser an einem Modellgefängnis, das nach den Methoden eines       deutschen Pädagogen und Mediziners geführt wurde. ”Stefan Zweig   glaubte     damals, Brasilien nutze Wissen und Erfahrung anderer Völker    landesweit    und habe daher alle Möglichkeiten zum Wachsen. Doch just    dieses    Modellgefängnis von Sao Paulo wurde zu einer entsetzlichen    riesigen    Anstalt namens CarandirÃ¹ ausgebaut, zur Hölle für  unzählige   Häftlinge.    Zweig konnte nicht voraussehen, daß Brasilien  ins   Stocken, ja zum    Stillstand kommen würde. Man investierte weder  in die   Gefängnisse noch    in die Schulbildung. Statt echter  Entwicklung nur   pharaonische  Projekte,   dazu die Auswirkungen der    Bevölkerungsexplosion, der  Korruption und   vieler anderer negativer    Faktoren. Brasilien hat sich  brutalisiert.”<br />
Stefan Zweig hätte auch die Folgen der tiefverwurzelten       Sklavenhaltermentalität erwähnen, den Horror der brasilianischen       Sklaverei schildern müssen. Nichts davon “ stattdessen betont er, in       keinem anderen Land seien die Sklaven so relativ humanitär behandelt       worden. Er gewinnt dem elenden Leben der schwarzen Sklavennachfahren       sogar pittoreske Seiten ab, beschreibt die Schwarzen als fröhlich  und      glücklich.<br />
–Dichterisch-journalistische Sorgfaltspflicht”„Er erfand das Paradies”–<br />
”Nur ein einziges Mal war er in einem Slum und idealisierte daraufhin       das einfache Leben der Leute dort. Andere prominente Zugereiste,       darunter Soziologen und selbst Orson Welles, hoben ebenfalls nur die       pittoresken Aspekte der Armut hervor. Zweig täuschte sich “ aber das       entsprach ja seinem idealisierenden, romantisierenden Naturell. Er       erfand das Paradies. Sicherlich hatte er dafür einige konkrete   Elemente,     denn es gab gute Dinge in Brasilien. Doch jenes Paradies,   das er da     erdichtete, hat seinen Selbstmord nicht verhindert.”</strong></p>
<h2>Rio+20, Scheiterhaufenstadt Rio de Janeiro:  Der Tod des Kameramanns      Gelson Domingos bei Feuergefecht, Video  anklicken. “Abatido no      front.”(O Globo) Brasiliens Fotojournalismus. Wem  nützen      Banditendiktatur und immer mehr No-Go-Areas? Stadtpolitik unter  der      Regierung von Dilma Rousseff. Brasiliens unbequeme Realitäten.       Atomkraftwerk Angra 3 bei Rio im Bau. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11463" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-menschenrechtslage/" rel="tag">Brasiliens Menschenrechtslage</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/gelson-domingos/" rel="tag">Gelson Domingos</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/stadtkrieg-von-rio-de-janeiro/" rel="tag">Stadtkrieg von Rio de Janeiro</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/kameramannriotot.JPG" alt="kameramannriotot.JPG" /></p>
<p><strong>Ausriß. Gelson Domingos, verheiratet, drei Kinder &#8211; mehrfach preisgekrönt. Die MG-Salve durchdrang die Schutzweste.</strong></p>
<p>Video anklicken:</p>
<p><a href="http://exame.abril.com.br/economia/brasil/noticias/veja-ultimas-imagens-do-cinegrafista-da-band-que-morreu-em-tiroteio-em-favela"><strong>http://exame.abril.com.br/economia/brasil/noticias/veja-ultimas-imagens-do-cinegrafista-da-band-que-morreu-em-tiroteio-em-favela</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/02/baukultur-made-in-germany-ausstellung-in-sao-paulo-dr-ulrich-hatzfeld-bundesministerium-fur-verkehr-bau-und-stadtentwicklung-sigurd-trommer-prasident-der-bundesarchitektenkammer-bei-eroff/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/02/baukultur-made-in-germany-ausstellung-in-sao-paulo-dr-ulrich-hatzfeld-bundesministerium-fur-verkehr-bau-und-stadtentwicklung-sigurd-trommer-prasident-der-bundesarchitektenkammer-bei-eroff/</strong></a></p>
<p><strong>Wie starb der mehrfach preisgekrönte TV-Reporter Tim Lopes?       Laut  Polizeibericht entdeckten ihn Banditen in der Favela Vila     Cruzeiro   von  Rio de Janeiro &#8211; Tim Lopes wurde zuerst gefoltert, dann     rammten   ihm die  Gangster einen Spieß in den Brustkorb, hackten   seine   Füße ab   und  verbrannten ihn lebendig in Autoreifen &#8211; siehe   Szene  aus  ”Tropa de    Elite”.</strong></p>
<p><strong><a href="http://g1.globo.com/rio-de-janeiro/noticia/2011/11/patrulhamento-e-reforcado-em-favela-do-rio-onde-cinegrafista-foi-morto.html"><strong>http://g1.globo.com/rio-de-janeiro/noticia/2011/11/patrulhamento-e-reforcado-em-favela-do-rio-onde-cinegrafista-foi-morto.html</strong></a><br />
</strong></p>
<p><strong>YouTube-Video von Feuergefecht in Rio anklicken:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/17/krieg-auf-dem-morro-dos-macacos-von-rio-de-janeiro-youtube-anklicken-bope-im-einsatz/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/17/krieg-auf-dem-morro-dos-macacos-von-rio-de-janeiro-youtube-anklicken-bope-im-einsatz/</strong></a></p>
<p><strong>In europäischen Analysen ist häufig von einer energischen          Kriminalitätsbekämpfung im Vorfeld von Fußball-WM und olympischen          Spielen die Rede &#8211; in Brasilien selbst wird dies wie üblich  völlig         anders gesehen.   </strong></p>
<p><strong>Brasiliens Scheiterhaufen:</strong></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/668242/"><strong>http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/668242/</strong></a></p>
<p><strong>Scheiterhaufen-Theaterstück in Deutschland, Österreich, der Schweiz offenbar noch nicht aufgeführt:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/29/brasiliens-scheiterhaufen-erstmals-in-einer-anklagenden-inszenierung-der-scheiterhaufenstadt-rio-de-janeiro-zu-sehen/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/29/brasiliens-scheiterhaufen-erstmals-in-einer-anklagenden-inszenierung-der-scheiterhaufenstadt-rio-de-janeiro-zu-sehen/</strong></a></p>
<p><strong>Wem nützt die Banditendiktatur?</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/15/wem-nutzen-banditendiktatur-und-immer-mehr-no-go-areas/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/15/wem-nutzen-banditendiktatur-und-immer-mehr-no-go-areas/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/12/ein-guter-freund-und-langjahriger-nachbar-theaterregisseur-vicente-maiolino-in-rio-de-janeiro-bergstadtteil-santa-teresa-durch-12-schusse-getotet-kein-hinweis-auf-tater/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/12/ein-guter-freund-und-langjahriger-nachbar-theaterregisseur-vicente-maiolino-in-rio-de-janeiro-bergstadtteil-santa-teresa-durch-12-schusse-getotet-kein-hinweis-auf-tater/</strong></a></p>
<p><strong>Aus Europa erhält die Regierung unter Dilma Rousseff sehr viel Lob.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/24/mord-wichtigste-todesursache-bei-jungen-brasilianern-zwischen-15-und-24-jahren-sicherheits-und-menschenrechtspolitik-unter-lula-rousseff/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/24/mord-wichtigste-todesursache-bei-jungen-brasilianern-zwischen-15-und-24-jahren-sicherheits-und-menschenrechtspolitik-unter-lula-rousseff/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/zeitungsfotoermordeterziege.JPG" alt="zeitungsfotoermordeterziege.JPG" /></p>
<p><strong>Zeitungsfoto aus Rio, Ausriß: Ermordeter in Favela neben Ziege.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/</strong></a></p>
<p>Atomkraftwerk Angra 3:</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/19/brasilien-atomkraftwerke-angra-3-im-bau-bei-rio-de-janeiro-doppelseitige-regierungspropaganda-in-qualitatszeitungen-energie-fur-neue-zeiten/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/19/brasilien-atomkraftwerke-angra-3-im-bau-bei-rio-de-janeiro-doppelseitige-regierungspropaganda-in-qualitatszeitungen-energie-fur-neue-zeiten/</strong></a></p>
<p><strong>Was Brasiliens Fotoreporter u.a. in Rio de Janeiro festhielten &#8211; Brasiliens unbequeme Realitäten:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</strong></a></p>
<p><strong>Die Aufdringlichkeit der Sinne</strong></p>
<p><strong>Vom machtgeschützten Verlust der gesellschaftlichen Sehkraft &#8211; Oskar Negt(2000)</strong></p>
<p><strong>“Der Verlust jener in sinnlicher Erfahrung begründeten         Urteilsfähigkeit der Menschen hat in unserem Jahrhundert für viele         Menschen tödliche Folgen gehabt. Das Wegsehen, die machtgeschützte         Sinnenblindheit, wenn Menschen verfolgt und getrieben, vergewaltigt   und       öffentlich gequält werden &#8211; das gehört nicht der  Vergangenheit  an.”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/29/rio-de-janeiros-militar-zirkus-politik-feiert-sieg-gegen-nicht-vorhandene-feinde-der-slumregion-complexo-do-alemao-banditenkommandos-reichlich-zeit-zum-ruckzug-gelassen-wie-bei-uno-umweltg/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/29/rio-de-janeiros-militar-zirkus-politik-feiert-sieg-gegen-nicht-vorhandene-feinde-der-slumregion-complexo-do-alemao-banditenkommandos-reichlich-zeit-zum-ruckzug-gelassen-wie-bei-uno-umweltg/</strong></a></p>
<h2>Brasilianischer Fotograf Marcio Alexandre von  TV Globo in Rio de       Janeiro mit Mpi-Salve ermordet. Reisewarnungen,  öffentliche   Sicherheit     und Gewaltklima unter Lula. Fußball und  Mpi-Gangster &#8211;   Rocinha.  Tote    bei WM-Siegesfeier. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=5840" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/tv-globo/" rel="tag"> </a></p>
<p><strong>Laut Polizeiangaben kam der Fotograf mit seinem  elfjährigen       Sohn und zwei anderen Kindern am WM-Sonntag aus einem        FußballstadionÂ und war auf dem Weg nach Hause, als die Killer auf einem        Motorrad heranfuhren und aus einer Mpi und einer Pistole auf ihn        feuerten. Die Täter hätten lediglich das Handy geraubt, hieß es.        Alexandre war verheiratet, hatte drei Kinder.</strong></p>
<h2>“Im Complexo do Alemao geschah eine  Raubzug-Operation. Dutzende von       Reportern und Kameraleuten waren dort &#8211;  doch dies entging ihrer       Beobachtung.” (O Estado de Sao Paulo) Kritik an    Hurra-Berichterstattung     über die Farce des Polizei-und   Militäreinsatzes  von Rio de Janeiro.     Viele Fragen über gesteuerten   Journalismus. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=8617" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: , <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/complexo-do-alemao/" rel="tag">Complexo do Alemao</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/menschenrechte/" rel="tag">Menschenrechte</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/milita%c2%a4r/" rel="tag">MilitÃ¤r</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/polizei/" rel="tag">Polizei</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/rio-de-janeiro/" rel="tag">Rio de Janeiro</a></p>
<p><strong>Im Zuge der jüngsten Enthüllungen über die  tatsächlichen       Vorgänge bei der Besetzung der Slumregion “Complexo do  Alemao” von  Rio      de Janeiro geraten inzwischen immer mehr die  Mainstreammedien  und      Mainstreamjournalisten in die Kritik, die in heute  üblicher  Manier      offizielle Versionen des Militär-und Polizeieinsatzes   verbreitet      hatten. Brasiliens wichtigste Qualitätszeitung “O Estado  de  Sao  Paulo”     betont inzwischen, was brasilianische Richter und  kirchliche       Menschenrechtsexperten bereits seit dem Beginn der  Operation vom       vergangenen November scharf verurteilt hatten,  indessen vorhersehbar        bei in-und ausländischen Mainstreammedien  kein Gehör fanden. Gemäß  der      Analyse der Qualitätszeitung handelte  es sich um eine große       Raubzug-Operation. Die Reporter hätten sich  als Teil der  Kriegsoperation      gesehen und ihr kritisches Potential  verloren. “In  der Schilderung    war   alles schön und wunderbar &#8211;  während real im  Schatten Raub und     Plünderung  abliefen.” “O Garimpo  envolveu o saque  de varias casas de     cidadaos  comuns, perplexos  com a furia e a  ganancia de seus     salvadores…Aves de  rapina  agradecem.”</strong><strong>Brasilianische        Menschenrechtsaktivisten, die zu selber Zeit wie in-und  ausländische       Journalisten im Complexo do Alemao recherchierten,  berichteten    gegenüber    der Website vom vorherrschenden Klima der  Einschüchterung,     Angst   unter  den Slumbewohnern, von staatlichem  Terror, Raub.    Massakrierte   habe man  in der üblichen Weise zwecks  Beseitigung von    Schweinen   auffressen  lassen.  Menschenrechtsaktivisten im Complexo  do   Alemao   fürchteten   Repressalien und Ermordung, zögen es vor, daß    jegliche Art   von  Protesten  gegen die Menschenrechtsverletzungen  fern   der Slumregion    stattfinde und  von Gruppierungen außerhalb des    Teilstaats Rio de    Janeiro organisiert  werde. Ein Blick auf  Berichte   über die    Besetzungsaktion zeigt, daß in  nicht wenigen  Medien offenbar   verboten    war, derartige kritische Stimmen   überhaupt zu erwähnen. </strong></p>
<p><strong>Nicht nur in Brasilien ist allgemein bekannt, daß es bei        Polizei-und Militäraktionen in Favelas fast stets zu derartigen        gravierenden Menschenrechtsverletzungen kommt. Umso merkwürdiger mutet        an, daß just in Berichten von ausländischen Reportern, die vor Ort        waren,  solche nunmehr offengelegten Fakten komplett fehlen. Was  war   da     passiert, welche Abstimmungen erfolgten mit den zuständigen       Redaktionen?  Fragen über Fragen, viel Stoff für       Kommunikationswissenschaftler. </strong></p>
<p><strong>Zu den gerne weltweit verbreiteten offiziellen Versionen        zählte just im November 2010, mitten in den Raub-und Gewaltaktionen,         auch die Einschätzung eines Rio-Polizeichefs, wonach man den   Bewohnern      des Complexo do Alemao die Freiheit gebracht habe.   Präsidentin  Dilma     Rousseffs neuer Justizminister nannte laut   Landesmedien die      Besetzungsaktion ein “Modell und Beispiel für das   ganze Land”.</strong></p>
<p><strong> </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/11/militarische-besetzung-des-complexo-do-alemao-von-rio-de-janeiro-ist-modell-und-beispiel-fur-das-ganze-land-zitieren-brasiliens-landesmedien-neuen-justizminister/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/11/militarische-besetzung-des-complexo-do-alemao-von-rio-de-janeiro-ist-modell-und-beispiel-fur-das-ganze-land-zitieren-brasiliens-landesmedien-neuen-justizminister/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/17/rio-de-janeiros-bejubelter-militareinsatz-in-der-slumregion-complexo-do-alemao-neue-enthullungen-uber-tatsachliche-vorgange/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/17/rio-de-janeiros-bejubelter-militareinsatz-in-der-slumregion-complexo-do-alemao-neue-enthullungen-uber-tatsachliche-vorgange/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/02/riocomplexosoldaten2006.JPG" alt="riocomplexosoldaten2006.JPG" /></p>
<p><strong>Militäreinsatz von 2006 im Complexo do Alemao &#8211; mit den bekannten Resultaten… </strong></p>
<p><strong>Fotoserie:</strong>  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</a></p>
<p>Folter und Haftbedingungen in Brasilien – Amnesty-Bericht 2010</p>
<p>Nach wie vor waren Häftlinge grausamen, unmenschlichen oder        erniedrigenden Bedingungen ausgesetzt. Folter wurde als gängige        Verhörmethode zur Bestrafung, Kontrolle, Erniedrigung und Erpressung        eingesetzt. Auch die Überbelegung der Haftanstalten blieb ein        ernsthaftes Problem. Die Kontrolle der Hafteinrichtungen durch Banden        führte zu einer hohen Gewalttätigkeit unter den Häftlingen. Das   Fehlen      unabhängiger Kontrollinstanzen sowie ein hohes Maß an   Korruption    sorgten   für eine weitere Verfestigung der Gewaltprobleme   im Straf- und      Jugendstrafvollzug.</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/22/brasiliens-kulturexport-nur-02-prozent-vom-weltvolumen-retrato-de-um-pais-que-nao-exporta-sua-cultura-o-estado-de-sao-paulo-brasilianische-musik-verkauft-sich-garnicht-so-gut-im-ausland/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/22/brasiliens-kulturexport-nur-02-prozent-vom-weltvolumen-retrato-de-um-pais-que-nao-exporta-sua-cultura-o-estado-de-sao-paulo-brasilianische-musik-verkauft-sich-garnicht-so-gut-im-ausland/</a></p>
<p><strong>Hintergrund Favelas &#8211; Österreichs Südwind-Magazin:</strong></p>
<p><strong><a href="http://www.suedwind-magazin.at/start.asp?ID=234729&amp;rubrik=31&amp;ausg=200304"><strong>http://www.suedwind-magazin.at/start.asp?ID=234729&amp;rubrik=31&amp;a</strong></a></strong></p>
<h2>Brasilien: “Tropa de Elite 2? &#8211; noch  dokumentarischer als der       Berlinale-Gewinner. Landeskunde pur über die  Sicherheits-und       Menschenrechtspolitik unter Lula. “Porém, os principais  inimigos do       herói são mesmo os políticos, mostrados em vários formatos.”        USP-Studenten Sao Paulos: “Genauso ist leider unser Brasilien heute, da        wurde nichts übertrieben. Man muß um das Leben von Regisseur   Padilha      fürchten.” Constantin Costa-Gavras. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=6779" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/tropa-de-elite-2/" rel="tag"> </a></p>
<p><strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/14/wagner-moura-und-jose-padilha-bei-debatte-uber-tropa-de-elite-2-in-sao-paulo-ich-votiere-in-der-stichwahl-fur-keinen-der-beiden-kandidatenpadilha/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/14/wagner-moura-und-jose-padilha-bei-debatte-uber-tropa-de-elite-2-in-sao-paulo-ich-votiere-in-der-stichwahl-fur-keinen-der-beiden-kandidatenpadilha/</a></strong></p>
<p><strong>Der neue, ab sofort landesweit gezeigte Streifen von        Regisseur José Padilha ist noch erheblich näher an der derzeitigen        Realität der größten Demokratie Lateinamerikas als Vorläufer und        Berlinale-Gewinner “Tropa de Elite”. Wer die hiesigen Zustände aus der        Nähe kennt, ersetzt im Film gezeigte Figuren des öffentlichen  Lebens       beinahe zwangsläufig im Kopf sofort durch passende real    existierenden     Personen &#8211; denkt bei Opfern der Gewaltkultur, der        Menschenrechtssituation an brasilianische Freunde und Bekannte, die        ebenfalls sadistisch umgebracht, gar lebendig verbrannt worden sind.   In      dem Film werden eine Journalistin und ein Fotograf Rio de   Janeiros      verbrannt. Ein Menschenrechtsaktivist, der sich gegen die    Slum-Diktatur     auflehnt, Abgeordneter wird, erinnert sehr an einen    real  existierenden    politischen Gegner der paramilitärischen  Milizen,   an  Marcelo Freixo.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/10/tropa2scheiterhaufen.JPG" alt="tropa2scheiterhaufen.JPG" /></p>
<p><strong>Banditen verbrennen die Journalistin und den Fotografen &#8211; ein Gangster hält in der Hand einen verkohlten Menschenkopf.  <strong>Wie        starb der mehrfach preisgekrönte TV-Reporter Tim Lopes? Laut        Polizeibericht entdeckten ihn Banditen in der Favela Vila Cruzeiro von        Rio de Janeiro &#8211; Tim Lopes wurde zuerst gefoltert, dann rammten  ihm    die    Gangster einen Spieß in den Brustkorb, hackten seine Füße  ab  und      verbrannten ihn lebendig in Autoreifen &#8211; siehe Szene aus        Berlinale-Gewinner ”Tropa de Elite”. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</a></strong></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/28/cnn-brasilien-ist-coolste-nation-der-welt/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/28/cnn-brasilien-ist-coolste-nation-der-welt/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/10/tropmatiasbandit.JPG" alt="tropmatiasbandit.JPG" /></p>
<p><strong>BOPE-Capitao Matias und Rio-Bandit.</strong></p>
<p><strong>”Die Politiker erkennen sich wieder. Es gibt keinen        Politiker, der nicht auf Fotos an der Seite von Angehörigen        paramilitärischer Milizen abgebildet ist.” Regisseur José Padilha. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/19/erfolgsfilm-tropa-de-elite-2-und-ubersturzte-reaktionen-3-monate-vor-lulas-abtreten-besetzt-spezialeinheit-scheiterhaufen-hinrichtungsstatte-in-rio-slum/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/19/erfolgsfilm-tropa-de-elite-2-und-ubersturzte-reaktionen-3-monate-vor-lulas-abtreten-besetzt-spezialeinheit-scheiterhaufen-hinrichtungsstatte-in-rio-slum/</a></strong></p>
<p><strong>“Mit Tropa de Elite 2 klagt Padilha die Politik und die Politiker an.” Kritiker Luiz Zanin Oricchio in “O Estado de Sao Paulo”</strong></p>
<p><strong>Bizarre Rio-Realität November 2010: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/25/rio-de-janeiro-polizeipannen-ohne-ende-tv-helikopter-zeigt-live-lange-zeit-uber-250-schwerbewaffnete-slum-banditen-wahrend-die-spezialeinheiten-unfahig-zu-entsprechendem-eingreifen-sind/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/25/rio-de-janeiro-polizeipannen-ohne-ende-tv-helikopter-zeigt-live-lange-zeit-uber-250-schwerbewaffnete-slum-banditen-wahrend-die-spezialeinheiten-unfahig-zu-entsprechendem-eingreifen-sind/</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/10/padilhamoura4.JPG" alt="padilhamoura4.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/04/auch-am-wahltag-patrouillierten-mit-mpis-bewaffnete-banditen-sogar-auf-motorradern-in-rio-slums-wie-rocinha-berichtet-landespresse-politik-und-organisiertes-verbrechen-in-brasilien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/04/auch-am-wahltag-patrouillierten-mit-mpis-bewaffnete-banditen-sogar-auf-motorradern-in-rio-slums-wie-rocinha-berichtet-landespresse-politik-und-organisiertes-verbrechen-in-brasilien/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/08/jurandir-freire-costa-therapeut-professor-an-der-staatsuniversitat-von-rio-de-janeirouerj-in-brasilien-herrscht-ethisch-moralische-schizophrenie/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/08/jurandir-freire-costa-therapeut-professor-an-der-staatsuniversitat-von-rio-de-janeirouerj-in-brasilien-herrscht-ethisch-moralische-schizophrenie/</a></p>
<p><strong>Brasiliens Schriftsteller Zuenir Ventura aus Rio weist in        seiner Pressekolumne ebenfalls auf diese Ähnlichkeiten: “Um exercicio  é       identificar em “Tropa de elite 2? os personagens reais que se     escondem    ou se disfarcem em cada tipo criado pelo diretor José     Padilha. Eles    compoem a paisagem politica do Rio de Janeiro dos     ultimos anos. Esse    aqui lembra aquele ex-secretario de Seguranca que     teria virado    deputado federal com apoio dos milicianos. Esse outro  é   o  deputado    estadual Marcelo Freixo, ameacado de morte por sua  acao    contra as    milicias. O governador ficticio, porem, `nao é  nenhum e   sao  todos, como    informa o diretor…Mais complexo do que o  primeiro, o    numero 2 desvenda  a   promiscuidade etre as forcas da  ordem e da    desordem…Padilha nao    perdoa…A seguranca publica do Rio  estava nas    maos dos bandidos.”  Immer    wieder erstaunlich und sehr  beneidenswert    die Freiheit der    brasilianischen Journalisten, über  die Realität  des   eigenen Landes zu    berichten. </strong></p>
<p><strong>“Lula besser als Wagner Moura”: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/19/lula-ist-der-groste-schauspieler-des-landes-besser-als-wagner-moura-laut-regisseur-fernando-meirellescity-of-god-blindness/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/19/lula-ist-der-groste-schauspieler-des-landes-besser-als-wagner-moura-laut-regisseur-fernando-meirellescity-of-god-blindness/</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/10/wagnermoura1.JPG" alt="wagnermoura1.JPG" /></p>
<p><strong>Lulas Sicherheits-und Menschenrechtspolitik und der Tourismus: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/03/braslien-tourismus-stagniert-seit-zehn-jahren-degradierung-und-gefuhl-der-unsicherheit-helfen-erklaren-warum-der-jahresdurchschnitt-auslandischer-touristen-seit-1999-nicht-funf-millionen-uberste/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/03/braslien-tourismus-stagniert-seit-zehn-jahren-degradierung-und-gefuhl-der-unsicherheit-helfen-erklaren-warum-der-jahresdurchschnitt-auslandischer-touristen-seit-1999-nicht-funf-millionen-uberste/</a></strong></p>
<p><strong>Padilha erweist sich erneut als ausgezeichneter Kenner,        intimer Beobachter Brasiliens, das wegen seiner Politik auch aus        Mitteleuropa sehr viel Lob erhält &#8211; der Film macht mögliche Gründe        nachvollziehbar.  Teil der Film-Landeskunde ist ein Hubschrauberflug        über die Regierungsbauten von Oscar Niemeyer in Brasilia, von den        Ministerien bis zu Nationalkongreß und Präsidentenpalast &#8211;        politisch-soziologisch eingebunden in die Handlung des Streifens. Die        Realitätsnähe könnte dem Kunstwerk einen weiteren Berlinale-Gewinn        einbringen &#8211; oder noch mehr Verrisse als beim Vorläufer.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/04/16/achtung-bewohner-vermeidet-an-kriegstagen-die-hauser-zu-verlassen-danke-comando-vermelho/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/04/16/achtung-bewohner-vermeidet-an-kriegstagen-die-hauser-zu-verlassen-danke-comando-vermelho/</a></p>
<p><strong>Regisseur Constantin Costa-Gavras, der den Vorläufer “Tropa        de Elite” 2008 mit dem “Goldenen Bären” der Berlinale auszeichnete,     hat    gegenüber der Presse erneut gewürdigt,  wie Kollege José   Padilha   die    Schuld des Staates für die Gewalt herausstellt. </strong></p>
<p><strong>Wem nützt die Slum-Diktatur? <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/15/wem-nutzen-banditendiktatur-und-immer-mehr-no-go-areas/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/15/wem-nutzen-banditendiktatur-und-immer-mehr-no-go-areas/</a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/06/tropa-de-elite-2-offizieller-trailer-anklicken-interessante-politische-und-soziokulturelle-einblicke-in-den-alltag-des-strategischen-partners-brasilien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/06/tropa-de-elite-2-offizieller-trailer-anklicken-interessante-politische-und-soziokulturelle-einblicke-in-den-alltag-des-strategischen-partners-brasilien/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/10/tropadeelite2kino.JPG" alt="tropadeelite2kino.JPG" /></p>
<p><strong>Rua Augusta, Sao Paulo.</strong></p>
<p><strong>“Die Realität ist schlimmer als der Film”: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/13/tropa-de-elite-2-die-realitat-ist-schlimmer-als-der-film-laut-regisseur-jose-padilha/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/13/tropa-de-elite-2-die-realitat-ist-schlimmer-als-der-film-laut-regisseur-jose-padilha/</a></strong></p>
<p><a href="http://g1.globo.com/pop-arte/noticia/2010/10/infelizmente-o-brasil-vai-continuar-o-mesmo-depois-do-filme-diz-padilha.html">http://g1.globo.com/pop-arte/noticia/2010/10/infelizmente-o-brasil-vai-continuar-o-mesmo-depois-do-filme-diz-padilha.html</a></p>
<p><a href="http://cinema.uol.com.br/ultnot/2010/10/06/em-tropa-de-elite-2-jose-padilha-aponta-culpados-na-esfera-do-poder-publico.jhtm">http://cinema.uol.com.br/ultnot/2010/10/06/em-tropa-de-elite-2-jose-padilha-aponta-culpados-na-esfera-do-poder-publico.jhtm</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/01/hit-der-fusball-wm-in-sudafrika-rap-das-armas-aus-rio-de-janeiro-musik-des-berlinale-gewinners-tropa-de-elite-anklicken-zeitgeist/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/01/hit-der-fusball-wm-in-sudafrika-rap-das-armas-aus-rio-de-janeiro-musik-des-berlinale-gewinners-tropa-de-elite-anklicken-zeitgeist/</a></p>
<p><strong>“Das Leben in Brasilien ist leicht und unbeschwert. Probieren        Sie es selbst.” Deutschsprachige Tourismuspropaganda, meist      ganzseitig   geschaltet.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/01/rio-de-janeiro-schweine-fressen-getotete-auf-banditen-verliesen-slums-in-panzerwagen-bestochener-polizisten-massiver-raub-durch-beamte-und-soldaten-laut-berichten-der-folha-de-sao-paulo/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/01/rio-de-janeiro-schweine-fressen-getotete-auf-banditen-verliesen-slums-in-panzerwagen-bestochener-polizisten-massiver-raub-durch-beamte-und-soldaten-laut-berichten-der-folha-de-sao-paulo/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/10/padilhaklein.jpg" alt="padilhaklein.jpg" /></p>
<p><strong>Regisseur José Padilha in Sao Paulo.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/15/tropa-de-elite-2-neuer-film-uber-menschenrechtspolitik-in-brasilien-unter-lula-steuert-zuschauerrekord-an/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/15/tropa-de-elite-2-neuer-film-uber-menschenrechtspolitik-in-brasilien-unter-lula-steuert-zuschauerrekord-an/</a></p>
<p><strong>Film und Realität, Fotodokumentation:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/11/franz-josef-overbeck-neuer-vorsitzender-der-bischoflichen-aktion-adveniat-besucht-erstmals-lateinamerika-im-vorfeld-des-50-jahrigen-bestehens-von-adveniat-2011-overbeck-besucht-franziskanerbischo/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/11/franz-josef-overbeck-neuer-vorsitzender-der-bischoflichen-aktion-adveniat-besucht-erstmals-lateinamerika-im-vorfeld-des-50-jahrigen-bestehens-von-adveniat-2011-overbeck-besucht-franziskanerbischo/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/04/the-worlds-happiest-cities-forbes-rio-de-janeiro-top-of-our-list-good-humor-good-living-carnaval/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/04/the-worlds-happiest-cities-forbes-rio-de-janeiro-top-of-our-list-good-humor-good-living-carnaval/</a></p>
<h1>Das Erste: Drehstart für “Das Traumhotel &#8211; Brasilien”  (AT)</h1>
<p><abbr title="2011-08-29T00:00:00Z"> </abbr></p>
<p><strong>München (ots) &#8211; Am 29. August 2011 ist die erste  Klappe für        eine neue Folge  von “Das Traumhotel” gefallen. Dieses Mal    entführt     Das  Erste seine Zuschauer ins  farbenfrohe und   temperamentvolle      Brasilien.  Die Reise mit Hotelbesitzer Markus    Winter führt nach Rio  de     Janeiro  und Salvador da   Bahia.(Pressetext)</strong></p>
<p><strong>Köln schließt Städtpartnerschaft mit Rio de Janeiro:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/rio-de-janeiro-und-koln-rucken-naher-zusammen-die-neue-stadtepartnerschaft/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/rio-de-janeiro-und-koln-rucken-naher-zusammen-die-neue-stadtepartnerschaft/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/mordstatistikcopacabanaglobo.JPG" alt="mordstatistikcopacabanaglobo.JPG" /></p>
<p><strong>Ausriß &#8211; Rio de Janeiros Präfektur läßt Ausstellung von         Menschenrechts-NGO über Morde und Gewalt in Rio entfernen. Zur         Begründung hieß es, die Ausstellung schädige den Stadt-Tourismus. </strong> <strong>Die NGO “Rio de Paz” protestierte entsprechend.</strong></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2006/deu05/060?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Endstation Carandiru</a></strong>01.04.2006         | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN Endstation Carandiru Ein         brasilianisches Gericht spricht den Offizier frei, der das größte         efängnismassaker in der Geschichte des Landes zu verantworten  hat.  Von       Klaus Hart Ein Gericht in der brasilianischen   Wirtschaftsmetropole   São     Paulo hat im Februar eine mehrfach   lebenslängliche Gefängnisst …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2006/deu05/060?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2000/deu05/107?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Menschenrechtler besorgt über Terror von rechts</a></strong>01.11.2000         | Amnesty Journal Artikel | Brasilien Menschenrechtler besorgt    über      Terror von rechts Der brasilianische Schriftsteller Joao    Silvèrio      Trevisan, 56, Pionier und intellektueller Kopf der    nationalen      Schwulenbewegung, hat die Regierung von Präsident    Fernando Cardoso      aufgefordert, rigoros gegen rechtsextreme Gruppen    vorzugehen, um die      derzeiti …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2000/deu05/107?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/journal/2009/juni/kolumne-kopf-unter-wasser?destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Kolumne: Kopf unter Wasser</a></strong>04.06.2009 | Amnesty Journal Artikel | Kolumne zum Thema “Folter in Brasilien”.</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/journal/2009/juni/kolumne-kopf-unter-wasser?destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2001/deu05/066?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Ganz normales Vorgehen : Ein Fall von Folter beschäftigt die brasilianische Öffentlichkeit</a></strong>01.05.2001         | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN Ganz normales Vorgehen Ein      Fall    von Folter beschäftigt die brasilianische Öffentlichkeit.  Er     markiert    jedoch nur die Spitze des Eisbergs. Der Fall schien  klar:     Der  23-jährige   Bauarbeiter Alexandre de Oliveira aus Bom  Jardim  de    Minas,  einem Ort   etwa 200 Kilometer von Rio de Janeiro   entfernt,    hatte s …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2001/deu05/066?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2002/deu05/013?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Sklavenarbeit nimmt wieder zu</a></strong>01.02.2002         | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN SKLAVENARBEIT NIMMT WIEDER    ZU      Erst im Jahre 1888 hat Brasilien die Sklaverei offiziell     abgeschafft,     doch es gibt sie bis heute. Vor allem im Norden und     Nordosten wird  sie    von etlichen Großgrundbesitzern in modifizierter     Form  weitergeführt.    Gleichzeitig nimmt die Zahl der Morde an      Landgewerkschaftern …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2002/deu05/013?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1997/deu05/009?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Kein Ende des Mordens in Sicht</a></strong>01.04.1997         | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN Kein Ende des Mordens in     Sicht    In  Brasilien sind auch zehn Jahre nach Ende der Diktatur        Todesschwadronen  aktiv. Die Opfer sind Kinder, Jugendliche, Arme,        Menschenrechtler oder  politische Gegner &#8211; die Gewalt nimmt zu. An  einem       Februarnachmittag  geschieht in Rio de Janeiro wieder einmal  das,    was    …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1997/deu05/009?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2001/deu05/247?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Folter bleibt alltäglich</a></strong>01.11.2001         | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN Folter bleibt alltäglich  In        Brasilien hat die Regierung eine Kampagne gegen die Folter    gestartet.      Menschenrechtler sind eher skeptisch, was den Erfolg    betrifft. Denn   auch    das Anti-Folter-Gesetz von 1997 hat bisher    nicht die  gewünschte    Wirkung  gehabt. Der Dreißig-Sekunden-TV-Spot    ist gut  gemacht, drasti …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2001/deu05/247?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2000/deu05/033?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Sicherheitskräfte treiben Menschenrechtler in Exil</a></strong>01.10.2000         | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN Sicherheitskräfte treiben         Menschenrechtler ins Exil Der brasilianische Staatschef Cardoso  ist        stolz auf seine Menschenrechtspolitik. Doch engagierte    Menschenrechtler      und verfolgte Homosexuelle fliehen ins Ausland und     erhalten dort      politisches Asyl. Wer sich in Brasilien für die    Rechte von Minderh …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2000/deu05/033?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1998/deu05/046?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Brasilien: Schießen mit “Wildwest-Zulage”</a></strong>01.02.1998         | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN Schießen mit     “Wildwest-Zulage”     Die Militärpolizei Brasiliens ist heute     gewalttätiger als während  der    Diktatur. Massaker an Häftlingen,     Straßenkindern und Landlosen  häufen    sich. Menschenrechtler     protestieren gegen eine  “Wildwest-Zulage”, die    Ermordungen belohnt     und zum Töten Unschuldiger  anreizt.   …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1998/deu05/046?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong>1</strong><a href="http://www.amnesty.de/suche?page=1&amp;words=Klaus+Hart&amp;search_x=0&amp;search_y=0&amp;form_id=ai_search_form_block" title="Gehe zu Seite 2">2</a><a href="http://www.amnesty.de/suche?page=1&amp;words=Klaus+Hart&amp;search_x=0&amp;search_y=0&amp;form_id=ai_search_form_block" title="nächste Seite">nächste Seite</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2004/deu05/108?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Geld oder Gewehre: Mit Hilfe einer Kampagne versucht die Regierung Waffen abzukaufen</a></strong>01.09.2004         | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN Brasilianisches Roulette  In      kaum   einem anderen Land der Welt sterben so viele Einwohner  durch        Schusswaffen wie in Brasilien. Jetzt versucht die  Regierung, die        privaten Revolver und Gewehre einzusammeln. Was  soll ich noch mit  den       Schießeisen – in meinem Alter“, sagt die  89-jährige Zulmira de  Oli …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2004/deu05/108?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1996/deu05/062?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Die “Hölle auf Erden”</a></strong>01.12.1996         | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN Die “Hölle auf Erden”      Revolten,    Hungerstreiks und Aids bestimmen den Alltag in den völlig      überfüllten    brasilianischen Gefängnissen. Brasilien gilt zwar als    die   zehntgrößte    Wirtschaftsnation, leistet sich aber  Haftanstalten,   die   man eher in    Ruanda oder Burundi vermuten  würde. Eine im April     verkünde …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1996/deu05/062?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2002/deu05/101?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Staat im Staate</a></strong>01.10.2002         | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN STAAT IM STAATE In   Brasilien       haben sich einflussreiche Verbrechersyndikate   entwickelt, die vor    allem    in den Favelas, den Elendsvierteln der   Großstädte das soziale    Leben    kontrollieren. In den über   achthundert Favelas von Rio de    Janeiro häufen    sich Szenen wie   diese: Mehrere Dutzend schwer bewaff …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2002/deu05/101?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1999/deu05/199?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Ungesühnte Gewaltexzesse</a></strong>01.09.1999         | Amnesty Journal Artikel | Brasilien Ungesühnte Gewaltexzesse  In     den    Armenvierteln der brasilianischen Großstädte gehört der   Terror    zum    Alltag. Bewaffnete Banden, Paramilitärs und die Polizei   treiben    hier ihr    Unwesen. Der Staat schaut zu. Rio de Janeiro,   Ende Juli    1999: In    Sichtweite des Rathauses und einer   Polizeikaserne, ganz in …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1999/deu05/199?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2000/deu05/177?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Nachrichten</a></strong>01.11.2000         | Amnesty Journal Artikel | NACHRICHTEN Brasilien   Menschenrechtler       besorgt über Terror von rechts Der brasilianische   Schriftsteller   Joao     Silvèrio Trevisan, 56, Pionier und   intellektueller Kopf der    nationalen    Schwulenbewegung, hat die   Regierung von Präsident Fernando    Cardoso    aufgefordert, rigoros   gegen rechtsextreme Gruppen    vorzugehen,  …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2000/deu05/177?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1999/deu05/110?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Nachrichten</a></strong>01.06.1999         | Amnesty Journal Artikel | Nachrichten Brasilien/Deutschland    Keine      Schelte für Präsident Cardoso Menschenrechtler hatten sich    vor dem      Deutschland-Besuch des brasilianischen Präsidenten Fernando    Henrique      Cardoso gefragt, was diesmal wohl anders sein würde.  Kam   Cardoso zu      Bundeskanzler Kohl an den Rhein, schlugen ihm    Freundlichkeiten und   …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1999/deu05/110?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1998/deu05/029?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Nachrichten</a></strong>01.06.1998         | Amnesty Journal Artikel | NACHRICHTEN Brasilien Ein Folterer     macht     Karriere Ricardo Fayad ist heute Brigadegeneral &#8211; während  der     Diktatur    von 1964 bis 1985 hatte er sich als ausgebildeter    Mediziner   an    Folterungen politischer Gefangener beteiligt. In einer    Kaserne  in  Rio de    Janeiro bestimmte er die Methoden: Celia Manes    erhielt im …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1998/deu05/029?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong>“Cities of Terror” &#8211; WOXX:</strong><br />
<a href="http://archiv.woxx.lu/0700-0799/700-709/703/703p5.pdf"><strong> http://archiv.woxx.lu/0700-0799/700-709/703/703p5.pdf</strong></a></p>
<p><strong><a href="http://www.ila-web.de/brasilientexte/inhalt.htm"><strong>http://www.ila-web.de/brasilientexte/inhalt.</strong></a></strong></p>
<p><strong>Brasilianische Sozialwissenschaftler analysieren die        bürgerliche Demokratie des Tropenlandes  und spezielle        Menschenrechtsverletzungen.</strong></p>
<p><strong>Die rasch wachsenden Slums der brasilianischen        Millionenstädte sind nach Darstellung von Sozialwissenschaftlern und        Sicherheitsexperten regelrechte Parallel-Staaten, No-Go-Areas, in   denen      hochbewaffnete Banditenkommandos des organisierten   Verbrechens     neofeudal  die Normen bestimmen, die Bevölkerung   terrorisieren. Dies     habe  verheerende Auswirkungen auf die   Sozialbeziehungen der     Slumbewohner und  paralysiere   Protestpotential. In den     Diktaturjahrzehnten habe das  Militär die   Ghettos “niedergehalten “     heute habe das organisierte  Verbrechen   diese Rolle übernommen. Immer     wieder wird daher die Frage  gestellt,   wem derartige Slumstrukturen am     meisten nützen.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/01/zeitungsfotos3cabecas.jpg" alt="zeitungsfotos3cabecas.jpg" /></p>
<p><strong>Rio &#8211; Zeitungsausriß.</strong></p>
<p><strong>„Die Tyrannei des organisierten Verbrechens verhindert        jegliche demokratische Partizipation der Slumbewohner, das        Protestpotential der Armenviertel wird von den lokalen Despoten völlig        erstickt”, analysiert Luiz Eduardo Soares, einer der  renommiertesten       brasilianischen Sozialwissenschaftler, der das  Bestseller-Buch zum       sozialkritischen Berlinale-Film „Tropa de  Elite” mitverfaßt hatte,  im      Website-Exklusivinterview.</strong></p>
<p><strong>„Das Interessante ist: Beim  Übergang von der Militärdiktatur       zur Demokratie am Anfang der achtziger  Jahre wurden in den Slums       geradezu massenhaft Verbände, Organisationen,  Bürgerrechtsgruppen       gebildet, erlebten die Sozialbewegungen einen  enormen Aufschwung.   Doch     dann haben die schwerbewaffneten  Verbrecherkommandos dies   alles   wieder   zunichte gemacht. Sie  kontrollieren ihre Territorien   mit   brutaler   Gewalt “ und in Politik und  Wirtschaft kann es   durchaus   Leute geben,   die das begrüßen. Solche  Zustände gelten für   Rio de   Janeiro und alle   anderen brasilianischen  Städte “ überall   wird eine   Selbstorganisation   der Armen und Verelendeten  blockiert.”   </strong></p>
<p><strong>Die nordöstliche Küstenstadt Fortaleza hat annähernd so viele        Einwohner wie Berlin und belegt ebenfalls die These von        Sozialwissenschaftler Soares. In den riesigen Slums der Peripherie haben        die Bewohner geradezu panische Angst vor Greueltaten,    Gewaltexzessen     marodierender Banditenkommandos. Allein an den    Weihnachtsfeiertagen   von   2007 wurden mehr als einhundert Menschen    ermordet, waren selbst     Heiligabend überall Schüsse zu hören. Die    meisten Geschäfte sind sogar     tagsüber, während der Öffnungszeiten,    mit Stahlgittern verriegelt.     Abends und nachts sind die meisten    Straßen und Gassen der     dichtbesiedelten Peripherie wie ausgestorben,    haben sich viele Menschen     in ihren Katen hinter Gitterstäben und    dem überall frei verkauften     NATO-Stacheldraht verbarrikadiert.    Gesellschaftliche Apathie, Mißtrauen     und Entsolidarisierung sind in    diesen No-Go-Areas deutlich zu  spüren.    ”Das ist eine biblische   Plage  “ solche Gewalt wird bereits in  der    Heiligen Schrift   beschrieben”,  betont Ricardo Mendes, Pastor  einer der    vielen Sekten   in den Slums  von Fortaleza. „Hinter dieser  Gewalt steckt    der  Satan  “ ohne das  Evangelium hätten wir hier die  pure Barbarei.”</strong></p>
<p><strong>Die Anthropologin Alba Zaluar, eine der führenden        Gewalt-Forscherinnen Brasiliens, argumentiert indessen ähnlich wie der        Soziologe Soares: ”Die Slum-Assoziationen waren selbst in der        Diktaturzeit sozusagen die Seele der Ghettos, hatten eine enorme        Bedeutung für das kulturelle, soziale Leben, für den Karneval und selbst        für den Fußball. Doch dann intervenierten die      Verbrecherorganisationen   und haben diese Strukturen zerschlagen. Heute      können die Slumbewohner   nicht mehr gegen die Verletzung ihrer      Bürgerrechte protestieren “ denn   sie leben in einer brutalen  Diktatur.     Die Slums sind heute voller   psychisch gestörter Menschen  “ dort     herrschen soziales Chaos und   Verwahrlosung.”</strong></p>
<p><strong>José Murilo de Carvalho, Mitglied der brasilianischen        Dichterakademie und Lehrstuhlinhaber für Geschichte an der        Bundesuniversität von Rio de Janeiro, schlußfolgert, daß diese        bedrückende Lage indessen systemstabilisierend wirkt. ”Die Existenz des        organisierten Verbrechens in den Slums blockiert die Politisierung     der    Bewohner, hält sie ruhig, verhindert eine Rebellion,     Protestaktionen    jeder Art. Die Gangsterkommandos dienen damit der     Aufrechterhaltung  von   politischer Stabilität im Lande “ und das ist     den Autoritäten sehr    recht, ist gut für sie. Natürlich würden sie   das   nie eingestehen.  Ohne   Zweifel gehört zum strategischen Kalkül   auch   der jetzigen  Regierung, daß   es wegen der so hilfreichen     Gangsterkommandos keine  soziale Explosion   geben wird “ und das ist     natürlich reiner Zynismus.  Wir haben soviele   Gewalttote wie in     Bürgerkriegen.” Falls die Lage in  den Slums doch   einmal außer     Kontrolle gerät, setzt der Staat die Armee  oder   Sondereinheiten der     Polizei in Marsch. Nicht zufällig ist der  Spielfilm   „Tropa de  Elite”    der erfolgreichste und meistdiskutierte  Streifen der    letzten  Jahre.</strong></p>
<p><strong>Benedita da Silva &#8211; politisch verantwortliche       Staatssekretärin für  Menschenrechte im Teilstaat Rio de Janeiro, bei       Teilen der europäischen  NGO-Szene hoch angesehen. </strong></p>
<p><strong>Hintergrund von 2002:</strong></p>
<p><strong> </strong><strong><strong><font face="Arial">“PT-Gouverneurin für schwerste Menschenrechtsverletzungen verantwortlich</font></strong></strong></p>
<p><strong><font face="Arial">Erschwerend  kommt hinzu, daß die PT       derzeit nicht nur im Teilstaat Sao Paulo,  sondern auch in Rio de       Janeiro &#8211; mit einem Bruttosozialprodukt über dem  von ganz Chile &#8211; wegen       Mißwirtschaft und Skandalen stark an Ansehen  verliert. Am   Zuckerhut     regiert die schwarze, unangenehm populistische    PT-Gouverneurin   Benedita   da Silva, Mitglied einer Sektenkirche,    vorhersehbar   desaströs &#8211;   tolerierte bereits als privilegiensüchtige      Kongreßsenatorin in den   Slums schwerwiegendste      Menschenrechtsverletzungen, ließ den   hochgerüsteten, rivalisierenden      Verbrechersyndikaten und   Banditenmilizen freien Lauf, die bis heute      zahlreiche Schulen   schließen, in den Elendsvierteln der  Peripherie    sogar  Ausgangssperren   verhängen, die Bewohner  terrorisieren, einen     beträchtlichen Teil der   Slumkinder  rekrutieren. Besonders    schwerwiegend:  In den letzten Wochen    akzeptierte die von manchen    deutschen  Drittweltbewegten, sogar    Drittwelt-Gazetten gefeierte    Gouverneurin allen  Ernstes, daß    Banditenmilizen kinderreiche Familien    aus ihren Slumkaten   vertrieben.   Mit Maschinenpistolen bewaffnete    Polizisten sicherten   zumindest den   Abtransport der wenigen Habe aus    dem Elendsviertel.  Auch  unter Benedita   da Silva werden    Slum-Bürgerrechtler, die sich  dem Diktat  des   organisierten    Verbrechens widersetzen, zur  Abschreckung sadistisch    umgebracht.    Zuletzt ermordeten die  international vernetzten, politisch       einflußreichen  Gangstersyndikate den 47-jährigen Leiter einer        Slum-Bürgerassoziation, zudem Musikchef einer großen Sambaschule &#8211; in        den letzten Jahren starben auf gleiche Weise, aus gleichen Gründen    weit     über einhundert. Und selbst das ist unter der “progressiven”     Benedita   da  Silva weiter möglich: Zwei direkt benachbarte Slums     werden von    rivalisierenden Banditenmilizen dominiert, die den     Bewohnern verbieten,    sich dem anderen Elendsviertel auch nur zu     nähern. Ein Fischer stieg    jetzt zufällig, unbeabsichtigt am     “gegnerischen” Slum aus dem    Peripherie-Bus &#8211; wurde von Gangstern     identifiziert und auf der Stelle    erschossen. Indessen &#8211;     PT-Präsidentschaftskandidat Lula ist des Lobes    voll für die     Gouverneurin, verliert über derartige gravierende        Menschenrechtsverletzungen in seinen Wahlkampfreden nicht ein einziges        Wort. Seit unter Benedita da Silva selbst laut offiziellen Angaben   in      Rio de Janeiro monatlich mehr als sechshundert Menschen  ermordet     werden,   macht die Stadt erschreckend negative  Schlagzeilen, sind  die      Touristenhotels die letzten Monate nicht  einmal zur Hälfte  belegt.”</font></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html"><strong>http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html</strong></a></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.suedwind-magazin.at/start.asp?ID=234433&amp;rubrik=7&amp;ausg=200210"><strong>http://www.suedwind-magazin.at/start.asp?ID=234433&amp;rubrik=7&amp;ausg=200210</strong></a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/20/brasiliens-burgerfreiheiten-uber-8o-prozent-veranderten-wegen-zunehmender-gewalt-und-kriminalitat-die-lebensgewohnheiten-54-prozent-verlassen-nachts-nicht-mehr-das-haus-laut-neuer-studie/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/20/brasiliens-burgerfreiheiten-uber-8o-prozent-veranderten-wegen-zunehmender-gewalt-und-kriminalitat-die-lebensgewohnheiten-54-prozent-verlassen-nachts-nicht-mehr-das-haus-laut-neuer-studie/</strong></a></p>
<h2>Tourismus in Brasilien und das Menschenrecht  auf persönliche       Sicherheit unter Lula &#8211; die deutsche Botschaft in  Brasilia informiert.       Vorsicht vor Überfällen durch Motorradgangster in  Rio de Janeiro   und     Sao Paulo. Todesschwadronen, Scheiterhaufen,    Menschenrechtslage,   Günter   Nooke, Rogerio Reis. Feuergefechte in   Rio,  verirrte Kugeln.   Morde an   Geistlichen, Lynchjustiz häufig.    Massengräber. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=1915" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/schutz-des-lebens/" rel="tag"> </a></p>
<p><em><strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/21/brasilien-ein-land-der-zukunft-ehrung-fur-propaganda-buch-von-stefan-zweig-fallt-wegen-umweltkatastrophe-in-petropolis-ins-wasser/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/21/brasilien-ein-land-der-zukunft-ehrung-fur-propaganda-buch-von-stefan-zweig-fallt-wegen-umweltkatastrophe-in-petropolis-ins-wasser/</a></strong></em></p>
<p><em><strong>“Kriminalität</strong></em></p>
<p><strong>Die Großstädte Brasiliens, insbesondere Belem, Recife,        Salvador, Rio de Janeiro und Sáo Paulo, weisen eine hohe        Kriminalitätsrate auf (Eigentumsdelikte, Gewaltverbrechen, Entführungen;        siehe auch <em>Allgemeine Reiseinformationen</em>). Grundsätzlich ist Vorsicht angebracht, auch in als sicher geltenden Stadtteilen.”</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/09/microondaspensionista.jpg" alt="microondaspensionista.jpg" /></p>
<p><strong>Scheiterhaufen “microondas” in Rio de Janeiro &#8211; laut Lokalzeitung. Populärer Scheiterhaufen-Rap zum Anklicken: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/16/rio-de-janeiro-popularen-scheiterhaufen-rap-microondas-der-scheiterhaufen-stadt-anklicken-vacilou-bem-na-favela-microondas-te-torrou-a-tua-chance-acabou/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/16/rio-de-janeiro-popularen-scheiterhaufen-rap-microondas-der-scheiterhaufen-stadt-anklicken-vacilou-bem-na-favela-microondas-te-torrou-a-tua-chance-acabou/</a></strong></p>
<p><strong>Wie starb der mehrfach preisgekrönte TV-Reporter Tim Lopes?        Laut Polizeibericht entdeckten ihn Banditen in der Favela Vila     Cruzeiro    von Rio de Janeiro &#8211; Tim Lopes wurde zuerst gefoltert, dann     rammten  ihm   die Gangster einen Spieß in den Brustkorb, hackten   seine   Füße ab  und   verbrannten ihn lebendig in Autoreifen &#8211; siehe   Szene  aus  ”Tropa de    Elite”.</strong></p>
<p><font size="3"> </font><strong>Rio-Gefechte: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/17/krieg-auf-dem-morro-dos-macacos-von-rio-de-janeiro-youtube-anklicken-bope-im-einsatz/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/17/krieg-auf-dem-morro-dos-macacos-von-rio-de-janeiro-youtube-anklicken-bope-im-einsatz/</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/bosshartmpikinder.JPG" alt="bosshartmpikinder.JPG" />Zeitungsausriß NZZ.</p>
<p><strong>Scheiterhaufen in Sao Paulo: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/05/scheiterhaufen-in-sao-paulo-mindestens-15-menschen-in-der-megacity-seit-jahresbeginn-lebendig-verbrannt-laut-landesmedien-fogo-para-matar-rivais/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/05/scheiterhaufen-in-sao-paulo-mindestens-15-menschen-in-der-megacity-seit-jahresbeginn-lebendig-verbrannt-laut-landesmedien-fogo-para-matar-rivais/</a></strong></p>
<p><strong>(Brasiliens Presse, darunter die von Rio de Janeiro, hat in        den letzten Jahrzehnten noch weitaus grauenhaftere Nahaufnahmen von        Scheiterhaufenopfern veröffentlicht. Auf Scheiterhaufen Rio de    Janeiros     sind auch immer wieder Bürgerrechtler lebendig verbrannt    worden, die     sich gegen das Normendiktat der Slum-Diktatoren    aufgelehnt hatten.     Entsprechende Proteste von eigentlich zuständiger    Seite sind indessen     bis heute ausgeblieben.</strong> <strong>Eine    auf dem Uni-Campus von  Rio    vergewaltigte und danach lebendig    verbrannte 20-jährige Frau  wurde in    einer populären Zeitung als    „Presunto”(Schinken) bezeichnet.  Das  Opfer   wurde    sexistisch-appellativ fotografiert und  kannibalistisch mit       zubereitetem Grillfleisch verglichen, im Bildtext  mit Toastbrot. Der       Beitrag war humorig gehalten.) Siehe auch Rogerio  Reis: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/07/rogerio-reis-microwaves-microondas-fotoinstallation-uber-scheiterhaufen-brasiliens-vom-maison-de-la-europeenne-de-la-photographie-in-paris-angekauft/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/07/rogerio-reis-microwaves-microondas-fotoinstallation-uber-scheiterhaufen-brasiliens-vom-maison-de-la-europeenne-de-la-photographie-in-paris-angekauft/</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/angelivisiteobrasil.JPG" alt="angelivisiteobrasil.JPG" /></p>
<p>Ausr<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/20/rio-de-janeiros-scheiterhaufenmicroondas-und-die-gerichtsmedizinerin-antonieta-campos-xavier-verkohlte-leichen-sadismus-vergleiche-mit-sydney/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/20/rio-de-janeiros-scheiterhaufenmicroondas-und-die-gerichtsmedizinerin-antonieta-campos-xavier-verkohlte-leichen-sadismus-vergleiche-mit-sydney/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/09/zeitungsfotomatancatrio.jpg" alt="zeitungsfotomatancatrio.jpg" /></p>
<p><strong>Zeitungsfoto zur Faktenlage in den Slums. Das Desinteresse an den tatsächlichen Lebensbedingungen der Slumbewohner ist enorm. </strong></p>
<p><strong>Steinigen im Iran und in Brasilien: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/14/steinigen-im-iran-unter-ahmadinedschad-und-in-brasilien-unter-lula-lula-konnte-sich-uber-die-tatsache-beunruhigen-das-brasilien-zu-den-landern-gehort-in-denen-am-meisten-gelyncht-wird-jose/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/14/steinigen-im-iran-unter-ahmadinedschad-und-in-brasilien-unter-lula-lula-konnte-sich-uber-die-tatsache-beunruhigen-das-brasilien-zu-den-landern-gehort-in-denen-am-meisten-gelyncht-wird-jose/</a></strong></p>
<p><strong>Massengräber:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/20/brasiliens-massengraber-erschreckend-hohe-zahl-von-toten-monatlich-in-massengrabern-verscharrt-laut-menschenrechtspriester-julio-lancelotti-in-sao-paulo/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/20/brasiliens-massengraber-erschreckend-hohe-zahl-von-toten-monatlich-in-massengrabern-verscharrt-laut-menschenrechtspriester-julio-lancelotti-in-sao-paulo/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</a></p>
<p><strong>“Rüttgers-Besuch bei den Gangstern angemeldet”: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/11/01/nrw-ministerprasident-dr-jurgen-ruttgerscdu-im-kinderdorf-rio-ev/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/11/01/nrw-ministerprasident-dr-jurgen-ruttgerscdu-im-kinderdorf-rio-ev/</a></strong></p>
<p><strong>Tödliche Auskunftsbitte an Rio-Slums: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/25/brasiliens-no-go-areas-unter-lula-schon-eine-simple-auskunftsbitte-kann-todlich-sein/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/25/brasiliens-no-go-areas-unter-lula-schon-eine-simple-auskunftsbitte-kann-todlich-sein/</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/11/maranhaouberfallalcantara.jpg" alt="maranhaouberfallalcantara.jpg" /></p>
<p><strong>Überfallenes, von Banditen mit Messern verwundetes Ehepaar aus Frankreich mit Polizist am Tatort in Maranhao.</strong></p>
<p><strong>Formel-1-Fahrer Jenson Button: <a href="http://www.focus.de/panorama/boulevard/brasilien-button-entkommt-nur-knapp-ueberfall_aid_569564.html">http://www.focus.de/panorama/boulevard/brasilien-button-entkommt-nur-knapp-ueberfall_aid_569564.html</a></strong></p>
<p><strong>NGO “Rio de Paz”: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/20/rio-de-paz-brasilianische-ngo-mit-interessanten-angaben-uber-die-menschenrechtsbilanz-der-lula-regierung/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/20/rio-de-paz-brasilianische-ngo-mit-interessanten-angaben-uber-die-menschenrechtsbilanz-der-lula-regierung/</a></strong></p>
<p><strong>Moderne Wegelagerer in Rio de Janeiro: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/13/moderne-wegelagerer-in-rio-de-janeiro-bewaffnete-banditen-stoppen-serienweise-pkw-rauben-insassen-aus-uber-50-erstatten-anzeige-wegelagerei-dieser-art-auch-in-anderen-millionenstadten-ublich-offe/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/13/moderne-wegelagerer-in-rio-de-janeiro-bewaffnete-banditen-stoppen-serienweise-pkw-rauben-insassen-aus-uber-50-erstatten-anzeige-wegelagerei-dieser-art-auch-in-anderen-millionenstadten-ublich-offe/</a></strong></p>
<p><strong>Morde an Geistlichen: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/15/weiterer-katholischer-priester-in-brasilien-ermordet-alvino-broering-erstochen-in-santa-catarina-deutsche-schweizerische-reisenwarnungen-menschenrecht-auf-sicherheit-unter-lula/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/15/weiterer-katholischer-priester-in-brasilien-ermordet-alvino-broering-erstochen-in-santa-catarina-deutsche-schweizerische-reisenwarnungen-menschenrecht-auf-sicherheit-unter-lula/</a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/15/fall-christian-wolffer-keine-polizeiangaben-mehr-uber-fahndung-nach-killerboot-von-paraty/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/15/fall-christian-wolffer-keine-polizeiangaben-mehr-uber-fahndung-nach-killerboot-von-paraty/</a></p>
<p><strong>Bewaffnete Überfälle auf Busse in Rio de Janeiro:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/25/wieviele-bewaffnete-uberfalle-auf-nahverkehrsbusse-gibts-taglich-in-ihrer-stadt-in-rio-sinds-23-alle-elf-minuten-ein-mord-in-brasilien-deutsche-botschaft-warnt-das-menschenrecht-auf-sicherheit-unt/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/25/wieviele-bewaffnete-uberfalle-auf-nahverkehrsbusse-gibts-taglich-in-ihrer-stadt-in-rio-sinds-23-alle-elf-minuten-ein-mord-in-brasilien-deutsche-botschaft-warnt-das-menschenrecht-auf-sicherheit-unt/</a></p>
<p><strong><br />
<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/14/hinter-gittern-atras-das-grades-die-schweinestallchen-chiqueirinhos-von-sao-paulo-zwecks-banditenabwehr-im-eingangsbereich-von-wohnblocks-installiert-dennoch-werden-regelmasig-wohnan/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/14/hinter-gittern-atras-das-grades-die-schweinestallchen-chiqueirinhos-von-sao-paulo-zwecks-banditenabwehr-im-eingangsbereich-von-wohnblocks-installiert-dennoch-werden-regelmasig-wohnan/</a></strong><strong> </strong><strong>“Besonders        betroffen sind Elendsviertel (Favelas). Von Favela-Besuchen wird        dringend abgeraten.  Diese Gebiete werden teilweise von  Kriminellen       kontrolliert. Bewaffneten Auseinandersetzungen, auch  mit der  Polizei,      fallen häufig auch Unbeteiligte zum Opfer.<strong>Auf   auffällige      Kleidung und Wertgegenstände (Uhren, Schmuck) sollte   beim Straßenbummel      verzichtet werden. Bei Überfällen sollte kein   Widerstand geleistet      werden. <strong>Die oft unter Drogeneinfluss   stehenden Täter sind in      aller Regel bewaffnet und schrecken vor   Gewaltanwendung auch aus      nichtigem Anlass nicht zurück.</strong> <strong>Es ist ratsam, stets einen Geldbetrag im Wert von ca. 50,- Euro zur widerstandslosen Herausgabe mitzuführen.</strong></strong><strong>Überfälle        können überall stattfinden. Eine Häufung ist vor allem in weniger        belebten Straßen der Innenstädte, an Stränden sowie auf        Zubringerautobahnen zum Flughafen zu verzeichnen. Taxis sollten nach        Möglichkeit nur per Bestellservice in Anspruch genommen werden. In        größeren Flughäfen können Taxis auch schon im Flughafengebäude  gebucht       und bezahlt werden. Bei der Reise sollten Ausweispapiere  nicht im     Gepäck   aufbewahrt werden. Am Zielort ist es  empfehlenswert,  Originale    der   Ausweispapiere im Safe des Hotels zu  lassen und nur  Kopien und    eine   Broschüre/Visitenkarte des Hotels  mit sich zu  führen. Laptops    sollten   unauffällig, z.B. in einer  Reisetasche,  verstaut werden.</strong><strong>Auf      Straftaten im  Umfeld der  Prostitution (Diebstähle, Raub, Überfälle      etc.) wird  besonders  hingewiesen. Die sog. Beischlafdelikte erfolgen      häufig  nach  Verabreichung von Getränken mit Schlaf- bzw.       willensverändernden  Mitteln. Es wird dringend empfohlen, vor allem in       Bars und anderen  Lokalitäten Getränke nie unbeaufsichtigt zu  lassen.   Von    der  Mitnahme von Prostituierten oder flüchtigen  Bekannten in das     eigene   Hotelzimmer wird ausdrücklich abgeraten.</strong></strong><strong><strong><strong><strong>“Das Leben in Brasilien ist leicht und unbeschwert. Probieren Sie es selbst.” ( deutschsprachige Tourismuspropaganda)</strong></strong></strong></strong><strong> <strong><strong>Reisewarnung der Schweiz: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/09/gewaltkultur-in-brasilien-unter-lula-die-schweizer-botschaft-informiert-rio-de-janeiro-in-dieser-stadt-besteht-die-gefahr-auf-offener-strase-unversehens-in-eine-schieserei-zwischen-rivalisiere/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/09/gewaltkultur-in-brasilien-unter-lula-die-schweizer-botschaft-informiert-rio-de-janeiro-in-dieser-stadt-besteht-die-gefahr-auf-offener-strase-unversehens-in-eine-schieserei-zwischen-rivalisiere/</a></strong></strong><strong><strong> </strong></strong><strong><strong><strong><strong> </strong></strong></strong></strong></strong></p>
<p><strong> </strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong>US-Reisewarnung für Brasilien: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/27/us-reisewarnung-fur-kustenstadte-brasiliens-wegen-mordserie-guaruja-santos-praia-grande-sao-vicente-vermeiden-freier-massenhafter-verkauf-von-raubgut-und-sogar-waffen-direkt-vor-polizeibasis/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/27/us-reisewarnung-fur-kustenstadte-brasiliens-wegen-mordserie-guaruja-santos-praia-grande-sao-vicente-vermeiden-freier-massenhafter-verkauf-von-raubgut-und-sogar-waffen-direkt-vor-polizeibasis/</a></strong></strong></strong></strong><strong> </strong></strong></strong><strong><strong><strong><strong><strong> </strong></strong></strong></strong></strong></strong></p>
<p><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/26/gunter-nooke-beauftragter-der-bundesregierung-fur-menschenrechtspolitik-und-humanitare-hilfe-im-auswartigen-amt-ist-am-642009-zu-gesprachen-in-brasilie-die-themenpalette-ist-reichhaltig-alltagli/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/26/gunter-nooke-beauftragter-der-bundesregierung-fur-menschenrechtspolitik-und-humanitare-hilfe-im-auswartigen-amt-ist-am-642009-zu-gesprachen-in-brasilie-die-themenpalette-ist-reichhaltig-alltagli/</a></strong></strong></strong></strong></strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong> </strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></p>
<p><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/11/21/ein-stadtguerillheiro-todesschwadronen-und-pistoleiros-die-alltagliche-kriminalitat-verschont-auch-die-reichsten-nicht-2001/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/11/21/ein-stadtguerillheiro-todesschwadronen-und-pistoleiros-die-alltagliche-kriminalitat-verschont-auch-die-reichsten-nicht-2001/</a></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong><strong><strong><strong> </strong></strong></strong></strong><strong><strong> </strong></strong></strong></p>
<p><strong><strong><strong><strong><strong>Copacabana-Protest gegen verirrte Kugeln, Menschenrechtsverletzungen: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/19/copacabana-protest-wegen-tod-des-schulers-wesley-durch-verirrte-kugel-menschenrechte-der-slum-bewohner-unter-lula/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/19/copacabana-protest-wegen-tod-des-schulers-wesley-durch-verirrte-kugel-menschenrechte-der-slum-bewohner-unter-lula/</a></strong></strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong> </strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/03/crackamor1.JPG" alt="crackamor1.JPG" /></p>
<p><strong>Crack und Kinderprostitution in Sao Paulo:  </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/13/crack-business-auch-unter-rousseff-regierung-weiter-auf-vollen-touren-crack-madchen-prostituieren-sich-fur-mini-preise/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/13/crack-business-auch-unter-rousseff-regierung-weiter-auf-vollen-touren-crack-madchen-prostituieren-sich-fur-mini-preise/</a></p>
<p><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/10/brasilianische-verbrecherorganisationen-pcc-und-cv-erhohen-auslandsprasenz-portugal-als-einfallstor-fur-europa-betont-us-state-department-in-washington/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/10/brasilianische-verbrecherorganisationen-pcc-und-cv-erhohen-auslandsprasenz-portugal-als-einfallstor-fur-europa-betont-us-state-department-in-washington/</a></strong></strong></strong></strong></strong></strong><strong><strong><strong> </strong></strong></strong></strong></strong><strong> </strong></strong><strong><strong><strong> </strong></strong></strong></p>
<p><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/18/schweizer-an-der-copacabana-erschossen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/18/schweizer-an-der-copacabana-erschossen/</a></strong></strong></strong></strong></strong></strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong> </strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong><strong> </strong></p>
<p><strong><strong><strong><strong> <strong><strong><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/02/wieder-europaischer-tourist-in-brasilien-ermordet-diesmal-ein-schwede/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/02/wieder-europaischer-tourist-in-brasilien-ermordet-diesmal-ein-schwede/</a></strong></strong></strong></strong></strong><strong><strong><strong><strong> </strong></strong></strong></strong></strong></strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong> </strong></strong></strong></strong></strong></strong></p>
<p><strong><strong><strong><strong><strong><strong>Lateinamerikas größte Demokratie liegt auf dem UNO-Index für menschliche Entwicklung an 73. Stelle.</strong></strong></strong><strong><strong><strong>Brasilianischer        Leserkommentar zu niedrigen Touristenzahlen Brasiliens: “Gewalt   hat      seinen Preis.”  Violencia tem seu preço. S o “desgoverno” náo     percebe    que a violencia e a impunidade destroi o pai­s. Eu mesmo  náo    viajo  mais   no Brasil. Náo é so tiro que o turista recebe no   Brasil.   Sáo  também   assaltados, furtados, enganados e explorados.”</strong></strong></strong></strong></strong></strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong> </strong></strong></strong></strong></strong></strong></p>
<p><strong><strong><strong><strong><strong><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/09/todesschwadron-im-teilstaat-sao-paulo-schlug-opfern-die-kopfe-ab-14-verdachtige-militarpolizisten-in-haft/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/09/todesschwadron-im-teilstaat-sao-paulo-schlug-opfern-die-kopfe-ab-14-verdachtige-militarpolizisten-in-haft/</a></strong></strong></strong></strong></strong><strong><strong> </strong></strong></strong><strong><strong> </strong></strong></p>
<p><strong><strong><strong><strong><strong><strong>Kuba hat annähernd        soviel Einwohner wie Rio de Janeiro &#8211; die deutsche Botschaft in    Havanna     informiert überraschend kurz, anders als in Rio de Janeiro    sind über     ermordete Touristen keine Angaben zu finden. Zudem fehlen    Hinweise  auf    sichere oder unsichere Stadtteile, auf Slums,    Todesschwadronen,   Massaker   sowie unter Drogeneinfluß stehende    bewaffnete Kriminelle und     Scheiterhaufen:<em>Kriminalität</em></strong></strong></strong><strong> </strong></strong></strong></strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong>Im        Vergleich zu anderen Fernreisezielen ist der Tourismus auf Kuba     immer    noch sicher. Allerdings werden auch auf Kuba Touristen Opfer     von    Eigentumsdelikten, von Körperverletzung, in seltenen Fällen  auch    von    Gewaltverbrechen. Vor allem Individualreisende sollten  daher    ähnliche    Vorkehrungen wie in anderen Ländern in der Region     treffen:Sie sollten    nicht Ihr gesamtes Bargeld bei sich führen und  es    auf mehrere Stellen am    Körper verteilen, den mitgeführten    Geldbetrag  nicht zur Schau stellen    sowie Bargeld und    Originalreisepass im  Hotelsafe verwahren.  Offizielle      Sicherheitshinweise der Schweiz(EDA):  </strong><strong>Kriminalität</strong></strong></strong></strong></strong></strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong>Die        Kleinkriminalität hat in den letzten Jahren infolge der        Wirtschaftskrise zugenommen. Gewarnt wird vor allem vor        Entreissdiebstählen, bei denen vereinzelt auch Waffengewalt angewendet        wird. Einbruchdiebstähle in Privatunterkünften (casas particulares)        kommen ebenfalls vor. Beachten Sie unter anderem nachstehende        Vorsichtsmassnahmen: </strong></strong></strong></strong></strong></strong></p>
<ul>
<li><strong>Tragen Sie keine Wertgegenstände (Uhren, Schmuck etc.) und        nur wenig Geld auf sich. Stellen Sie generell Ihre &#8211; im Vergleich  zu     den   lokalen Verhältnissen &#8211; Wohlhabenheit nicht zur Schau.</strong></li>
<li><strong>Deponieren Sie wichtige Dokumente im Hotelsafe (Pass,        Flugticket, Schecks etc.); tragen Sie jedoch eine Kopie Ihres Passes auf        sich.</strong></li>
<li><strong>Achten Sie bei den Casas particulares darauf, dass es sich        um offiziell anerkannte Unterkünfte handelt; sie sind durch ein    blaues     Dreieck an der Türe gekennzeichnet.</strong></li>
<li><strong>Benutzen Sie ausschliesslich gekennzeichnete, offizielle Taxis.</strong></li>
<li><strong>Machen Sie weder Autostopp noch nehmen Sie Anhalter mit.”</strong></li>
</ul>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/03/02/brasiliens-privilegiertenghettos-als-gesellschaftsmodell/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/03/02/brasiliens-privilegiertenghettos-als-gesellschaftsmodell/</strong></a></p>
<p><strong>Achtung, Gringos in Sao Paulo &#8211; Gefahr durch        Motorradgang-Überfälle: Der weiße David aus Südafrika war im April 2009        gerade in der Megacity angekommen, als er im Innenstadtbereich auf     dem    Weg zum Hotel Â Opfer eines der typischen Überfälle wurde.  Ein     Motorrad   stoppt neben ihm, der Mann auf dem Hintersitz bedroht   David    mit einer   Pistole, nimmt ihm sämtliche wertvollen Dinge ab,   auch den    Rucksack-   nach wenigen Sekunden prescht das Motorrad   davon. David    mußte   Ausländer(wie mich) daher um Geld anbetteln,   zeigte die Anzeige    bei der   brasilianischen Polizei vor. Auch in   bisher als sicher    geltenden   Küstenregionen Sao Paulos, darunter   sogar Militär-Areas von    Praia   Grande, sind derartige Überfälle so   häufig geworden, daß   nunmehr  ständig   bewaffnete Sicherheitsleute   auf dem Motorrad auch   tagsüber  durch die   betreffenden Viertel   fahren, mit laut tönender,   nervender  Warnsirene.   Interessanterweise   befinden sich in diesen   ViertelnÂ stets    Polizeiwachen, vor denen   jeweils bis zu sechs   Streifenwagen stehen &#8211;  auf   Motorrad-Gangster   hat das offensichtlich   keinerlei abschreckende    Wirkung. In Rio de   Janeiro sind Überfälle,   bestellte MordeÂ durch    Motorrad-Gangster  so  häufig geworden, daß auf   Gouverneursanweisung alle    mit zwei   Personen besetzten Motorräder  seit  Anfang 2009 von der  Polizei     zwecks Durchsuchung und   Leibesvisitation gestoppt werden  sollen.</strong></p>
<p><strong>In Rio de Janeiro besteht laut Presseberichten von 2010 nach        wie vor kein politischer Wille der Autoritäten, den Taxiverkehr zu        zivilisieren &#8211; immer wieder werden Fälle bekannt, in denen   bewaffnete      Taxifahrer ihre Insassen im Wagen ausrauben und dann   “aussteigen”      lassen, Betrugsversuche aller Art sind nach wie vor in   der  Olympia-und     Scheiterhaufenstadt an der Tagesordnung.</strong></p>
<p><strong>Herzschrittmacher und Metalldetektoren in Banken: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/14/bank-wachmann-erschiest-mann-mit-herzschrittmacher-der-wegen-des-gerats-nicht-durch-die-sicherheitspforte-kommt-und-dies-ankundigte-vielfaltige-folgen-immer-niedrigeren-bildungsniveaus-in-brasilien/#more-5410">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/14/bank-wachmann-erschiest-mann-mit-herzschrittmacher-der-wegen-des-gerats-nicht-durch-die-sicherheitspforte-kommt-und-dies-ankundigte-vielfaltige-folgen-immer-niedrigeren-bildungsniveaus-in-brasilien/#more-5410</a></strong></p>
<p><a href="http://www.tagesanzeiger.ch/panorama/vermischtes/Schweizer-Touristin-in-Brasilien-vergewaltigt/story/22996965"><strong>http://www.tagesanzeiger.ch/panorama/vermischtes/Schweizer-Touristin-in-Brasilien-vergewaltigt/story/22996965</strong></a></p>
<p><strong>Straßenverkehr: </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/17/weiter-stimmenkauf-mit-autofuhrerscheinen-in-brasilien-uber-40000-verkehrstote-jahrlich/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/17/weiter-stimmenkauf-mit-autofuhrerscheinen-in-brasilien-uber-40000-verkehrstote-jahrlich/</strong></a></p>
<p><strong>Kindersoldaten: </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/22/brasiliens-kindersoldaten-junge-kinder-mit-waffen-die-einfach-anderre-kinder-erschossen-haben-die-sie-gerade-mal-schief-angeschaut-habenlesermail/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/22/brasiliens-kindersoldaten-junge-kinder-mit-waffen-die-einfach-anderre-kinder-erschossen-haben-die-sie-gerade-mal-schief-angeschaut-habenlesermail/</strong></a></p>
<p><strong>Todesschwadronen, “Barbarei”: </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/</strong></a></p>
<p><strong>Nachrufe: </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/12/ein-guter-freund-und-langjahriger-nachbar-theaterregisseur-vicente-maiolino-in-rio-de-janeiro-bergstadtteil-santa-teresa-durch-12-schusse-getotet-kein-hinweis-auf-tater/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/12/ein-guter-freund-und-langjahriger-nachbar-theaterregisseur-vicente-maiolino-in-rio-de-janeiro-bergstadtteil-santa-teresa-durch-12-schusse-getotet-kein-hinweis-auf-tater/</strong></a></p>
<p><strong>Fotograf von TV Globo erschossen:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/21/brasilianischer-fotograf-von-tv-globo-in-rio-de-janeiro-mit-mpi-salve-exekutiert/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/21/brasilianischer-fotograf-von-tv-globo-in-rio-de-janeiro-mit-mpi-salve-exekutiert/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/11/02/ruttgers-im-nebelunglaublich-aber-wahr-die-sicherheitsbehorden-haben-den-ruttgers-besuch-bei-den-gangstern-angemeldet-um-misverstandnisse-wegen-der-polizeiprasenz-zu-klaren-die-bosse-stimmte/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/11/02/ruttgers-im-nebelunglaublich-aber-wahr-die-sicherheitsbehorden-haben-den-ruttgers-besuch-bei-den-gangstern-angemeldet-um-misverstandnisse-wegen-der-polizeiprasenz-zu-klaren-die-bosse-stimmte/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/07/mord-an-deutscher-jennifer-kloker-in-brasilien-polizei-stellt-anzeige-gegen-funf-tatbeteiligte-dreijahriger-sohn-war-offenbar-zeuge-des-mordes/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/07/mord-an-deutscher-jennifer-kloker-in-brasilien-polizei-stellt-anzeige-gegen-funf-tatbeteiligte-dreijahriger-sohn-war-offenbar-zeuge-des-mordes/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/14/198-homosexuelle-2009-in-brasilien-ermordet-meldet-grupo-gay-da-bahia-laut-radioagencia-np-alarmierende-statistik-hohe-dunkelziffer-laut-marcelo-cerqueira-klage-bei-uno-und-oea-geplant/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/14/198-homosexuelle-2009-in-brasilien-ermordet-meldet-grupo-gay-da-bahia-laut-radioagencia-np-alarmierende-statistik-hohe-dunkelziffer-laut-marcelo-cerqueira-klage-bei-uno-und-oea-geplant/</a></p>
<p>Behinderter Junge in Rio zu Tode geschleift(2007)Brasilianische        Öffentlichkeit reflektiert über Normalität sadistischer Verbrechen<br />
Bestsellerautor Paulo Coelho: Wir sind alle schuldig<br />
Rund eine Woche vor dem weltberühmten Karneval hat die barbarische Tat        mehrerer Slum-Banditen Rios in dem Tropenland eine sehr emotionale        Diskussion über zur Alltagsnormalität zählende sadistische   Verbrechen      ausgelöst.<br />
Die Banditen hatten gemäß den Polizei-und Medienberichten in der        Zuckerhutstadt zwecks Autoraub den Wagen einer Frau gestoppt, die mit        ihrer 13-jährigen Tochter und dem behinderten sechsjährigen Sohn        unterwegs war. Die Insassen wurden zum Aussteigen gezwungen, wobei es        nicht gelang, den Sitzgurt des auf der Hinterbank befindlichen   Jungen   zu    lösen. Die Banditen fuhren mit dem Wagen los, obwohl der   Junge   noch    außerhalb der hinteren Wagentür im Gurt festhing. Er   wurde auf   rund  zehn   Kilometern durch vier Stadtviertel Rios   mitgeschleift, was   eine  enorme   Blutspur hinterließ. Die Banditen   wollten durch   verschiedene  Manöver,   wie Zickzackkurs und nahes   Vorbeifahren an    Verkehrshindernissen, sich   des Körpers entledigen,   was indessen    mißlang. Zahlreiche Passanten,   andere   Verkehrsteilnehmer versuchten,    die Banditen im Interesse des   Lebens   des Jungen zum Anhalten zu    bewegen, wurden indessen mit der Waffe     bedroht. Einem Zeugen wurde    gesagt, bei dem Mitgeschleiften handele   es   sich um eine Judas-Puppe.    Die Gangster stoppten den Wagen   schließlich  an  ihrem Slum, gingen  kurz   zum Umziehen nach Hause,   amüsierten sich  dann  auf einem  Straßenfest.   Von dem behinderten   Jungen waren nur noch   zerfetzte  Reste übrig.   Aufgrund von   telefonischen Anzeigen konnte Rios   Polizei  mehrere Täter   rasch   fassen, die die Tat den Berichten zufolge    sofort gestanden   haben.   Wie in Brasilien üblich, wurden zwei im    Fernsehen interviewt &#8211;   ein   18-jähriger Bandit beschrieb dabei die Tat    und sagte, man habe  den    Jungen nicht gesehen. Der Bandit war, wie es    hieß, als    Minderjähriger  bereits wegen Raubmordes vor Gericht. Ein    16-jähriger    Mittäter dürfte  gemäß brasilianischen Gesetzen höchstens    drei   Jahre  in Gewahrsam  bleiben.<br />
An der Beerdigung des Jungen beteiligten sich sogar Rios Sicherheitschef        sowie der Chef der Militärpolizei. In Rio de Janeiro weinten    spontan     viele Menschen auf den Straßen, darunter auch Polizeibeamte.    Die   Medien   erhielten eine Rekordzahl von Leser-und   Hörerreaktionen,  in   denen unter   anderem die Einführung der von der    Bevölkerungsmehrheit   befürworteten   Todesstrafe gefordert sowie die    allgemeine Straffreiheit   angeprangert   wurde. In Rio de Janeiro    werden jährlich deutlich   weniger als fünf   Prozent der Morde    aufgeklärt.<br />
Angesichts dieser barbarischen Tat, hieß es außerdem, sollte man den        Rio-Karneval boykottieren. Erinnert wurde zudem an andere Verbrechen    der     jüngsten Zeit, bei denen u.a. Banditen Stadtbusse mit Benzin       angezündet  hatten, wodurch zahlreiche Menschen verbrannt waren.<br />
Indessen handelt es sich bei diesen bekanntgewordenen Untaten nur um die        Spitze des Eisberges, weil Brasiliens Medien im Interesse des        Landesimage nur über einen Bruchteil der sadistischsten Taten  überhaupt       berichten. Gewöhnlich wird nur über Verbrechen  informiert, die       Angehörige der Mittel-und Oberschicht betreffen,  nicht jedoch über       schier unbeschreiblichen Sadismus, dem die  Slumbevölkerung seit       Jahrzehnten ausgesetzt ist. Daß von den die  Slums neofeudal       beherrschenden Banditenmilizen Mißliebige lebendig  verbrannt oder       zerstückelt werden, mit abgeschlagenen Köpfen  Fußball gespielt wird, man       Menschen durch Schweine auffressen  läßt, haben zahlreiche Zeugen       bestätigt. Ein Großteil der  Slumbewohner, darunter bereits kleine       Kinder, hat solchen  Verbrechen zugesehen &#8211; mit den entsprechenden       Wirkungen auf die  Psyche. Es gibt zudem Berichte, demzufolge auf  Rap-und       HipHop-Massendiscos, die an der Slumperipherie Rios häufig  vom       organisierten Verbrechen veranstaltet werden, Jugendliche  lebendig       verbrannt worden sind. Die auf diesen “Bailes Funk”  gespielten Titel       sind extrem machistisch bzw. frauenfeindlich und  verherrlichen       detailliert sadistische Taten. Nicht zufällig wird in  Deutschland von       interessierter Seite versucht, derartige  brasilianische Musik aus    dieser    Gewaltkultur gesellschaftsfähig zu  machen, zu  popularisieren.<br />
Marina Maggessi, seit kurzem Kongreßabgeordnete und zuvor Rio de        Janeiros Chefinspektorin der Zivilpolizei, hatte immer wieder die vom        organisierten Verbrechen begangenen schweren    Menschenrechtsverletzungen     angeprangert. Die Banditenbosse, mit    denen sich sogar weltbekannte     Topathleten und Prominente einlassen,    nannte sie Tyrannen:”Sie     verbrennen Menschen lebendig, zerstückeln    Personen, begehen Greueltaten     jeder Art, herrschen über die Slums    mit aller Brutalität.”<br />
Auffällig, daß zahlreiche NGOs, die auch mit europäischen Spendengeldern        finanziert werden, in den Slums der größten bürgerlichen   Demokratie      Lateinamerikas zwar tätig sind, jedoch zu den Vorgängen    weitestgehend     schweigen. Gleiches gilt für teils vom Steuerzahler    finanzierte     Alibi-Menschenrechtsorganisationen.<br />
In Brasilien werden jährlich über 55000 Menschen ermordet. In Rio de        Janeiro wurde jetzt eine Website eingerichtet, die die aktuelle Zahl    der     Ermordeten angibt: <a href="http://www.riobodycount.com.br/"><font color="#003366">http://www.riobodycount.com.br/</font></a><br />
Im Teilstaate Rio de Janeiro wurde 2006 gemäß neuesten Angaben eine        Rekordzahl von Homosexuellen umgebracht. Wie es hieß, waren es        mindestens 45. “Dies zeigt den machistischen und gewalttätigen Charakter        der Gesellschaft Rio de Janeiros”, wurde betont. Rio de Janeiro   hat      etwa die gleiche Einwohnerzahl wie Kuba, das indessen auch   gemäß  dem     UNO-Index für menschliche Entwicklung völlig andere    soziokulturelle     Bedingungen aufweist.<br />
Auch in Deutschland nimmt machistische Gewalt ständig zu, wird sogar von        den Autoritäten ganz bewußt, u.a. durch Tolerierung, stark     gefördert.    Die deutsch-türkische Anwältin Seyran Ates, die jetzt den        Margherita-von-Brentano-Preis der FU Berlin erhielt, hat über     Machismus    und Gewaltbereitschaft sowie über Sexualität und Gewalt     zahlreiche    Analysen angestellt.<br />
Viele Deutsche, auch aus der Drittweltszene, reden gerne von der        sogenannten “Einen Welt”, lehnen es indessen ab, darüber zu        reflektieren, wie die Öffentlichkeit reagierte, wenn sich Verbrechen wie        die oben beschriebenen in deutschen Städten wie Berlin oder   München      ereignen würden. Verdrängungsmechanismen funktionieren gut.</p>
<p>Schriftsteller Paulo Coelho von der Copacabana zum sadistischen Verbrechen:<br />
“Wir sind alle schuldig”<br />
Entáo estamos nos aproximando cada vez mais do Mal Absoluto. Quando        rapazes, em pleno controle de suas faculdades mentais, sáo capazes de        arrastar um menino pelas ruas de uma cidade, isso náo é apenas um   ato      isolado: todos nÃ³s, em maior ou menor escala, somos culpados.   Somos      culpados pelo silÃªncio que permitiu que a situaçáo em  nossa  cidade      chegasse a este ponto. Somos culpados porque vivemos  em uma  época  de     ”tolerÃ¢ncia, e perdemos a capacidade de dizer  NÃƒO.  Somos  culpados     porque nos horrorizamos hoje, mas nos  esquecemos  amanhá,  quando hÃ¡     outras coisas mais importantes para  fazer e para  pensar.  Somos os olhos     que viram o carro passar, o  medo que nos  impediu de  telefonar para a     polÃ­cia. Somos a  polÃ­cia, que recebeu  alguns  telefonemas através do     nÃºmero 190, e  demorou para reagir,  porque o  Mal Absoluto parece jÃ¡   náo   pedir  urgÃªncia para nada.  Somos o  asfalto por onde se  espalharam  os    pedaços de corpo e os  restos de  sonhos do menino preso  ao cinto de     segurança. A cada dia  uma nova  barbÃ¡rie, em maior ou  menor escala. A     cada dia algum  protesto, mas o  resto é silÃªncio.  Estamos  acostumados,    náo é  verdade?Muitos  séculos atrÃ¡s, John Donner   escreveu: ”nenhum  homem   é  uma ilha, que  se basta a si mesma. Somos   parte de um  continente; se    um simples  pedaço de terra é levado  pelo  mar, a Europa  inteira fica    menor. A  morte de cada ser humano  me  diminui, porque sou  parte da    humanidade.  Portanto, náo me  perguntem  por quem os sinos  dobram:  eles   dobram  por ti. Na  verdade, podemos  pensar que os sinos  estáo  tocando    porque o menino  morreu, mas eles  dobram mesmo é por  nÃ³s.  Tentam nos    acordar  deste cansaço e torpor,  desta capacidade de   aceitar conviver  com   o  Mal Absoluto, sem reclamar  muito “ desde que   ele náo nos  toque. Mas    náo somos uma ilha, e a  cada momento  perdemos  um pouco  mais de  nossa   capacidade de reagir.  Ficamos  chocados,  assistimos Ã s   entrevistas,   olhamos para nossos  filhos,  pedimos a Deus  que nada   aconteça conosco.   SaÃ­mos para o  trabalho  ou para a escola  olhando   para os lados, com medo   de  crianças,  jovens, adultos. Entra  ano,  sai  ano, mudam-se governos, e    tudo  apenas piora. O que dizer? Que    palavra de esperança posso colocar     aqui nesta coluna?Nenhuma.  Talvez   apenas pedir que os sinos continuem     tocando por nÃ³s. Dia e  noite,   noite e dia, até que jÃ¡ náo   consigamos   mais fingir que  náo estamos   escutando, que náo é conosco,   que estas   coisas se  passam apenas com  os  outros. Que estes sinos   continuem   dobrando,  sem nos deixar  dormir,  nos obrigando a ir até a   rua, parar o    trÃ¢nsito, fechar as  lojas,  desligar as televisÃµes, e   dizer:  ”basta.   Náo agüento mais  estes  sinos. Preciso fazer alguma   coisa,  porque quero   de volta a  minha paz.  Neste momento,   entenderemos  que embora culpemos a    polÃ­cia, os  assaltantes, o   silÃªncio, os  polÃ­ticos, o hÃ¡bito,   apenas  nÃ³s  podemos parar estes   sinos.  Nosso poder é muito maior do  que   pensamos “  trata-se de   entender  que náo somos uma ilha, e  precisamos   usÃ¡-lo.  Enquanto isso   náo  acontecer, o Mal Absoluto  continuarÃ¡   ampliando seu  reinado, e  um   belo dia corremos o risco de  acreditar que   ele é a nossa  Ãºnica    alternativa, náo existe outra  maneira de viver,   melhor ficar     escutando os sinos e náo correr  riscos. Náo podemos deixar   que chegue     este dia. Náo tenho fÃ³rmulas  para resolver a situaçáo, mas   sou     consciente de que náo sou uma  ilha, e que a morte de cada ser  humano      me diminui. Preciso parar  minha cidade. Náo apenas por uma hora,   um     dia, mas pelo tempo que  for necessÃ¡rio. E recomeçar tudo de  novo.   E,   se  náo der certo,  tentar náo apenas mais uma vez, mas  setenta  vezes.    Chega  de culpar a  polÃ­cia, os assaltantes, as  diferenças  sociais, as     condiçÃµes  econÃ´micas, as milÃ­cias, os  traficantes,  os polÃ­ticos.  Eu    sou a  minha cidade, e sÃ³ eu posso  mudÃ¡-la.  Mesmo com o coraçáo  sem     esperança, mesmo sem saber  exatamente como  dar o primeiro passo,  mesmo     achando que um esforço  individual náo  serve para nada, preciso    colocar   máos Ã  obra. O  caminho irÃ¡ se  mostrar por si mesmo, se eu    vencer meus   medos e  aceitar um fato  muito simples: cada um de nÃ³s faz    uma grande    diferença no mundo.<a href="http://www.riobodycount.com.br/"><font color="#003366">http://www.riobodycount.com.br/</font></a>Â</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/24/italienischer-tourist-bei-raububerfall-in-fortaleza-erschossen-sinkende-zahl-auslandischer-besucher-in-brasilien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/24/italienischer-tourist-bei-raububerfall-in-fortaleza-erschossen-sinkende-zahl-auslandischer-besucher-in-brasilien/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/05/26/alle-11-minuten-ein-mord-alle-15-minuten-ein-todlicher-verkehrsunfall-alle-65-minuten-ein-selbstmord-wir-sind-eine-extrem-gewalttatige-gesellschaft-brasiliens-parlamentsprasident-arlindo-china/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/05/26/alle-11-minuten-ein-mord-alle-15-minuten-ein-todlicher-verkehrsunfall-alle-65-minuten-ein-selbstmord-wir-sind-eine-extrem-gewalttatige-gesellschaft-brasiliens-parlamentsprasident-arlindo-china/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/20/rio-de-janeiro-inspiriert-salvador-strasenpinkler-festzunehmen-o-globo-kardinal-primas-von-brasilien-protestiert-gegen-soziokulturelle-gepflogenheit/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/20/rio-de-janeiro-inspiriert-salvador-strasenpinkler-festzunehmen-o-globo-kardinal-primas-von-brasilien-protestiert-gegen-soziokulturelle-gepflogenheit/</a></p>
<p><strong>“Das Leben in Brasilien ist leicht und unbeschwert. Probieren Sie es selbst.” Deutschsprachige Tourismuspropaganda.</strong></p>
<p><strong>Brasiliens Massengräber</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>„Wenn die Toten da reingeschmissen werden,        sind das Szenen wie in diesen Holocaustfilmen“, beklagen sich     Anwohner    von Massengräber-Friedhöfen der größten lateinamerikanischen       Demokratie.  In der Tat wird seit der Diktaturzeit vom Staat die     Praxis   beibehalten,  nicht identifizierte, zu „Unbekannten“ erklärte     Tote in   Massengräbern  zu verscharren.  Die Kirche protestiert  seit    Jahrzehnten   dagegen und  sieht darin ein gravierendes     ethisch-moralisches Problem,   weil es in  einem Land der     Todesschwadronen damit auch sehr leicht sei,   unerwünschte  Personen     verschwinden zu lassen. In der Megacity Sao  Paulo  mit ihren  mehr als     23 Millionen Einwohnern empört sich der  weltweit  angesehene      Menschenrechtspriester Julio Lancelotti: „In  Brasilien wird  monatlich      eine erschreckend hohe Zahl von Toten anonym  in Massengräbern       verscharrt, verschwinden damit Menschen auf  offiziellem Wege, werden      als  Existenz für immer ausgelöscht. Wir von  der Kirche nehmen das     nicht   hin, versuchen möglichst viele Tote zu  identifizieren, um sie      dann  auf  würdige Weise christlich zu  bestatten. Wir brauchten  einen    großen   Apparat, ein großes Büro, um  alle Fälle aufklären zu  können  –   dabei ist   dies eigentlich Aufgabe des  Staates!“</strong><strong>Padre     Lancelotti   erinnert daran, daß  während der 21-jährigen   Diktaturzeit   in Sao Paulo   von den Machthabern  1971 eigens der   Friedhof Dom Bosco   geschaffen wurde,   um dort  zahlreiche ermordete   Regimegegner  heimlich  gemeinsam mit jenen    unbekannten Toten, den   sogenannten  „Indigentes“,  in Massengräber zu    werfen. Wie die    Menschenrechtskommission des  Stadtparlaments jetzt    erfuhr, wurden    seit damals allen Ernstes 231000  Tote als Namenlose    verscharrt –    allein auf d i e s e m Friedhof.  Heute  kommen Monat für    Monat dort    zwischen 130 und 140 weitere  Indigentes hinzu. Nach einem    Massaker    an Obdachlosen Sao Paulos kann  Priester Lancelotti zufällig auf      dem   Friedhof Dom Bosco beobachten,  wie sich der Staat der Namenlosen       entledigt: “Als der Lastwagen kommt  und geöffnet wird, sehe ich  mit      Erschrecken, daß er bis obenhin  voller Leichen ist. Alle sind   nackt und     werden direkt ins Massengrab  geworfen. Das wird   zugeschüttet &#8211; und     fertig. Sollten wir später noch  Angehörige   ermitteln, wäre es  unmöglich,    die Verstorbenen in der  Masse der   Leichen wiederzufinden.  Was sage  ich   als Geistlicher dann  einer   Mutter?“ </strong><strong>Lancelotti   hält   einen Moment inne,    reflektiert: „Heute hat das   Konzentrationslager   keinen Zaun mehr,   das  KZ ist sozusagen weit   verteilt – die Menschen sind   nach wie vor   klar  markiert, allerdings   nicht auf der Kleidung, sondern   auf dem    Gesicht, dem Körper. Und sie   werden verbrannt, verscharrt, wie    die   Gefangenen damals, und es gibt   weiter Massengräber.“ </strong><strong>Was      in Sao Paulo geschieht,  ist  keineswegs ein Einzelfall. In der      nordostbrasilianischen   Millionenstadt Fortaleza leiden die Anwohner   des    Friedhofs „Bom   Jardim“ seit Jahren bei den hohen   Tropentemperaturen    unter   grauenhaftem Leichengeruch. „Die Toten   werden oft schon verwest      hergebracht, wie Tiere verscharrt, wir   müssen zwangsläufig zusehen,  es     ist grauenhaft“, klagt eine Frau.   „Fast jeden Tag kommt der   Leichen-LKW  –   doch bei den heftigen   Gewitterregen wird die dünne   Erdschicht über  den   Toten   weggeschwemmt, sehen wir die Massengräber   offen, wird der  Geruch   im   Stadtviertel so unerträglich, daß viele   Kopfschmerzen  kriegen,     niemand hier eine Mahlzeit zu sich nimmt.“ Der   Nachbar  schildert, wie     das vergiftete Regenwasser vom Friedhof  durch  die  Straßen und   Gassen des   Viertels läuft: „Das Wasser ist  grünlich  und  stinkt,   manchmal werden   sogar Leichenteile  mitgeschwemmt – und   weggeworfene   Schutzhandschuhe der    Leichenverscharrer. Die Kinder   spielen damit  –  haben sich an die    schrecklichen Vorgänge des Friedhofs    gewöhnt.   Wir alle haben Angst,  daß   hier Krankheiten, Seuchen    ausbrechen.“</strong><strong>Selbst  in  Rio  de  Janeiro sind die    Zustände ähnlich, werden zahllose  Menschen  von   Banditenkommandos der    über 1000 Slums liquidiert und  gewöhnlich  bei   Hitze um die 35 bis  40   Grad erst nach Tagen in  fortgeschrittenem    Verwesungszustand  zum   gerichtsmedizinischen  Institut  abtransportiert.   Wie aus den    Statistiken hervorgeht,  werden in den  Großstädten monatlich   stets    ähnlich viele Tote als  „Namenlose“ in  Massengräber geworfen wie  in   Sao   Paulo, der  reichsten Stadt ganz  Lateinamerikas. </strong><strong>Priester       Julio Lancelotti und seine  Mitarbeiter stellen immer wieder       Merkwürdigkeiten und verdächtige  Tatbestände fest. „Werden Obdachlose       krank und gehen in bestimmte  öffentliche Hospitäler, bringt man an    ihrem    Körper eine Markierung  an, die bedeutet, daß der Person nach    dem Tode    zu Studienzwecken  Organe entnommen werden. Die Männer    registriert man    durchweg auf den  Namen Joao, alle Frauen als Maria.    Wir streiten  heftig   mit diesen  Hospitälern und wollen, daß die    Obdachlosen auch  nach dem   Tode mit  den echten Namen geführt werden.    Schließlich kennen  wir diese    Menschen, haben über sie Dokumente.   Man  meint eben, solche  Leute sind    von der Straße, besitzen also   weder  eine Würde noch  Bürgerrechte.  Wir   haben in der Kirche eine   Gruppe,  die den illegalen,  kriminellen    Organhandel aufklären will,   aber  rundum nur auf  Hindernisse stößt.  Denn   wir fragen uns   natürlich auch,  ob jenen  namenlos Verscharrten  vorher   illegal   Organe entnommen  werden.“</strong><strong>Fast  in  ganz   Brasilien    und auch in Sao  Paulo sind Todesschwadronen aktiv,   zu denen     Polizeibeamte gehören,  wie sogar das   Menschenrechtsministerium in     Brasilia einräumt.  Tagtäglich würden   mißliebige Personen     außergerichtlich exekutiert,  heißt es. Darunter   sind auch Obdachlose,     von denen allein in Sao  Paulos Zentrum weit  über  zehntausend auf   der   Straße hausen. Wie  Priester Julio  Lancelotti  betont, ist zudem   die Zahl   der  Verschwundenen auffällig  hoch. </strong><strong>„Auf    den Straßen  Sao   Paulos werden viele  Leichen gefunden. Denn es ist    sehr einfach, so    einen Namenlosen zu  fabrizieren. Man nimmt ihm  die   Personaldokumente    weg, tötet ihn und  wirft ihn irgendwo hin.  Wir  gehen  deshalb jeden  Monat   ins  gerichtsmedizinische Institut,  um  möglichst  viele Opfer zu     identifizieren. Die Polizei ist immer   überrascht und  fragt, warum uns     das interessiert. Das   Identifizieren ist für uns eine  furchtbare,     psychisch sehr   belastende Sache, denn wir müssen  monatlich stets     Hunderte von   Getöteten anschauen, die in großen  Leichenkühlschränken     liegen &#8211;   alle schon obduziert und wieder  zugenäht. Und man weiß eben     nicht,   ob da Organe entnommen wurden.“</strong><strong>Solchen   Verdacht      hegen nicht wenige Angehörige von Toten, die seltsamerweise   als      „Namenlose“ im Massengrab endeten. In der nordostbrasilianischen        Küstenstadt Maceio geht letztes Jahr der 69-jährige Sebastiao  Pereira       sogar mit einem Protestplakat voller Fotos seines ermordeten  Sohnes   auf     die Straße. Dem Vater hatte man im gerichtsmedizinischen    Institut  die    Identifizierung der Leiche verweigert – diese dann     mysteriöserweise  auf   einen Indigentes-Friedhof gebracht. Kaum zu     fassen – ein    Friedhofsverwalter bringt es fertig, Sebastiao Ferreira     später  mehrere    Leichenteile, darunter einen Kopf zu zeigen. „Mein     Sohn wurde allein  am   Kopf von vier MG-Schüssen getroffen – und   dieser   Kopf war doch  intakt!   Ich setzte eine DNA-Analyse durch –   der Kopf   war von einem  Mann, das   Bein von einem anderen, der Arm   wiederum von   einem anderen –  doch nichts   stammte von meinem Sohn“,   sagt er der   Presse. </strong><strong>In  Sao   Paulo hat Priester   Lancelotti   durchgesetzt, daß ein Mahnmal auf  dem   Friedhof Dom Bosco   an die   ermordeten Regimegegner, aber auch an  die mehr   als 200000     „Namenlosen“ erinnern wird.</strong><strong> Neuerdings    macht der     Friedhof in Brasilien immer wieder Schlagzeilen, allerdings    nicht     wegen der Massengräber von heute. Progressive Staatsanwälte     versuchen    das Oberste Gericht in Brasilia zu überzeugen, den zur      Diktaturzeit   für den Friedhof verantwortlichen Bürgermeister Paulo   Maluf    und den   damaligen Chef der Politischen Polizei, Romeu Tuma,   wegen des      Verschwindenlassens von Oppositionellen vor Gericht zu   stellen.      Erschwert wird dies jedoch durch den Politikerstatus der   Beschuldigten:      Paulo Maluf ist Kongreßabgeordneter und Romeu Tuma   sogar    Kongreßsenator  –  beide gehören zum Regierungsbündnis von      Staatspräsident Lula.</strong></p>
<p><strong>“Favela-Tours”: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/16/der-spiegel-favela-tour-in-rio-de-janeiro-vorzeige-favelas-und-die-uber-1000-anderen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/16/der-spiegel-favela-tour-in-rio-de-janeiro-vorzeige-favelas-und-die-uber-1000-anderen/</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/10/zeitungsfotopoderarmado.jpg" alt="zeitungsfotopoderarmado.jpg" /></p>
<p><strong>Junger Bandit &#8211; Zeitungsfoto.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/22/brisanter-nachfolgefilm-des-berlinale-gewinners-tropa-de-elite-darf-erst-nach-den-oktober-pflichtwahlen-brasiliens-gezeigt-werdenpersonliche-sicherheit-neben-gesundheit-die-hauptsorge-der-brasi/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/22/brisanter-nachfolgefilm-des-berlinale-gewinners-tropa-de-elite-darf-erst-nach-den-oktober-pflichtwahlen-brasiliens-gezeigt-werdenpersonliche-sicherheit-neben-gesundheit-die-hauptsorge-der-brasi/</a></p>
<p><strong>Feuergefechte 2010 in Rio de Janeiro, erneute Besetzung von Slums:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/25/rio-de-janeiro-weiter-panik-terror-brennende-busse-feuergefechte-autoritaten-haben-seit-sonntag-lage-nicht-im-griff-guerrillhataktik-der-banditenkommandos/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/25/rio-de-janeiro-weiter-panik-terror-brennende-busse-feuergefechte-autoritaten-haben-seit-sonntag-lage-nicht-im-griff-guerrillhataktik-der-banditenkommandos/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/29/rio-de-janeiros-militar-zirkus-politik-feiert-sieg-gegen-nicht-vorhandene-feinde-der-slumregion-complexo-do-alemao-banditenkommandos-reichlich-zeit-zum-ruckzug-gelassen-wie-bei-uno-umweltg/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/29/rio-de-janeiros-militar-zirkus-politik-feiert-sieg-gegen-nicht-vorhandene-feinde-der-slumregion-complexo-do-alemao-banditenkommandos-reichlich-zeit-zum-ruckzug-gelassen-wie-bei-uno-umweltg/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/01/rio-de-janeiro-schweine-fressen-getotete-auf-banditen-verliesen-slums-in-panzerwagen-bestochener-polizisten-massiver-raub-durch-beamte-und-soldaten-laut-berichten-der-folha-de-sao-paulo/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/01/rio-de-janeiro-schweine-fressen-getotete-auf-banditen-verliesen-slums-in-panzerwagen-bestochener-polizisten-massiver-raub-durch-beamte-und-soldaten-laut-berichten-der-folha-de-sao-paulo/</a></p>
<p><strong>Geköpfte in Brasilien:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/08/gekopfte-in-brasilien-landesmedien-zeigen-realitat-des-gefangnishorrors-haftlingsaufstand-beendet-laut-amtlichen-angaben/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/08/gekopfte-in-brasilien-landesmedien-zeigen-realitat-des-gefangnishorrors-haftlingsaufstand-beendet-laut-amtlichen-angaben/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/04/lula-lobt-in-rio-uberschwenglich-auslandsmedien-fur-deren-berichterstattung-stets-harsche-kritik-an-nationalen-medien-elogios-para-a-imprensa-de-fora/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/04/lula-lobt-in-rio-uberschwenglich-auslandsmedien-fur-deren-berichterstattung-stets-harsche-kritik-an-nationalen-medien-elogios-para-a-imprensa-de-fora/</a></p>
<p><strong>Brasilien auf Tourismus-Ranking des Weltwirtschaftsforums:</strong>   <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/09/brasilien-fallt-auf-tourismus-ranking-des-weltwirtschaftsforums-auf-52-platz-zuruckzuvor-45-rang-tourismuspolitik-unter-lula-und-rousseff/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/09/brasilien-fallt-auf-tourismus-ranking-des-weltwirtschaftsforums-auf-52-platz-zuruckzuvor-45-rang-tourismuspolitik-unter-lula-und-rousseff/</a></p>
<p><a href="http://www.wissen.de/wde/generator/wissen/ressorts/reisen/wke/index,page=1860564.html">http://www.wissen.de/wde/generator/wissen/ressorts/reisen/wke/index,page=1860564.html</a></p>
<p><strong>Rechtsanwälte &#8211; Brasilien:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/19/httpwwwrechtsanwalt-brasiliende-anwalte-infur-brasilien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/19/httpwwwrechtsanwalt-brasiliende-anwalte-infur-brasilien/</a></p>
<h1>Das Erste: Drehstart für “Das Traumhotel &#8211; Brasilien”  (AT)</h1>
<p><abbr title="2011-08-29T00:00:00Z"> </abbr></p>
<p><strong>München (ots) &#8211; Am 29. August 2011 ist die erste  Klappe für        eine neue Folge  von “Das Traumhotel” gefallen. Dieses Mal    entführt     Das  Erste seine Zuschauer ins  farbenfrohe und   temperamentvolle      Brasilien.  Die Reise mit Hotelbesitzer Markus    Winter führt nach Rio  de     Janeiro  und Salvador da   Bahia.(Pressetext)</strong></p>
<p><strong>Köln schließt eine Städtepartnerschaft mit Rio de Janeiro:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/rio-film-tropa-de-elite-2-fur-oscar-nominiertbester-auslandischer-streifen-stadtepartnerschaft-koln-rio-de-janeiro-trailer-anklicken/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/rio-film-tropa-de-elite-2-fur-oscar-nominiertbester-auslandischer-streifen-stadtepartnerschaft-koln-rio-de-janeiro-trailer-anklicken/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/18/brasilianische-systemkritiker-protestieren-in-vitoriaes-gegen-gefangnishorror-unter-lula-politisch-verantwortlicher-gouverneur-angeklagt-paulo-hartung-morder/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/18/brasilianische-systemkritiker-protestieren-in-vitoriaes-gegen-gefangnishorror-unter-lula-politisch-verantwortlicher-gouverneur-angeklagt-paulo-hartung-morder/</strong></a></p>
<p>Hintergrund 1997, Lateinamerika-Nachrichten:</p>
<h1>Im Dienst des organisierten Verbrechens</h1>
<h2>Rios Straßenkinder &#8211; neue Dimension eines alten Problems</h2>
<p>Immer  mehr Straßenkinder Brasiliens werden von der organisierten     Kriminalität  rekrutiert und landen damit in den Kreisläufen der     täglichen Barbarei  und Gewalt. Das „Missionsobjekt“ Straßenkind hat     hierdurch neue  Dimensionen erfahren, die bislang allerdings von den      Straßenkinderprojekten im Ausland kaum zur Kenntnis genommen wurden.      Unser Autor Klaus Hart aus Rio de Janeiro schildert die wenig      erfreuliche Entwicklug des Problems.</p>
<p>Bis zum entsetzlichen  Candelaria-Massaker von 1993 (vgl. LN Nr.     231/232) gehörten die Meninos  de Rua zum normalen Erscheinungsbild der     Sieben-Millionen-Stadt Rio de  Janeiro. Ob in Copacabana, Ipanema  oder    in der City &#8211; immer zogen sie in  Gruppen herum, bettelten,  stahlen.   Und  schlimmer noch: Eine sichtbare  Minderheit unter den   Straßenkindern   überfiel, terrorisierte regelrecht  bevorzugt   schwangere Frauen und  alte  Leute.<br />
Im Stadtzentrum bin auch ich mehrfach von Straßenkindern verfolgt      worden, flüchtete mich in Restaurants oder in von bewaffneten Pförtnern      bewachte Hauseingänge. Wenn die Gruppen mich dennoch erwischten,   waren    eben Geld und teures Arbeitsgerät wie Sony-Recorder oder Kamera   weg.    Eine Bande ritzte mir vorm Wegrennen in Richtung Polizeikabine   einmal    Arm und Hand blutig. Aber das ist alles harmlos im Vergleich   zu den    Erlebnissen vieler Einheimischer. Eine brasilianische  Bekannte  fuhr mit    dem Wagen die famose Avenida Atlantica entlang,  ihr  Kleinkind auf dem    Rücksitz. An der Ampel wird das Auto von   Straßenkindern umringt, eines    schneidet ihrer Tochter die Kehle   durch, sie verblutet. Einem    Nordamerikaner, zum Arbeiten in Rio,   schlägt eine Gruppe eine    abgeschlagene Flasche ins Gesicht, einfach   so, ohne Raubabsicht.<br />
Derzeit muß man in Rios Kernbereichen Meninos de Rua allerdings fast mit      der Lupe suchen. Statt der Tausenden von Anfang der 90er Jahre      verlieren sich im Straßengewühl bestenfalls einige hundert. Will ich zur      nächsten Metrostation, kommen mir gelegentlich ausgeraubte      traumatisierte Frauen entgegen: „Gehen Sie nicht weiter, an der Ecke      lauern drei Meninos mit Messern!“ Also laufe ich zurück, nehme am Stand      ein Taxi, fahre an den Kids vorbei, höre vom Motorista: „Die da   werden    nicht alt, hinter denen sind schon die Kollegen her.“   Diskutieren    sinnlos. Grundtenor an den Stehbars: Sofort umlegen,   bevor die Blödsinn    machen.<br />
Straßenkinder-Experten wie Roberto Santos, Leiter der angesehenen      Stiftung Sâo Martinho, bestätigen, daß die Gesellschaft, besonders die      Mittel- und Oberschicht, auf Repression setzt und Gewalt gegen die      Minderjährigen wie nie zuvor befürwortet. Gemäß einer neuen seriösen      Umfrage sind rund 52 Prozent der BewohnerInnen von Rio generell für      Lynchjustiz. Den Intellektuellen, ebenso wie den in-und ausländischen      NGOs, gelang es nicht, einen Meinungsumschwung herbeizuführen &#8211; die      brasilianische Gesellschaft ist neoliberaler, individualistischer  und     deutlich egoistischer geworden. Das früher bestehende Mitgefühl  etwa  der    Mittelschicht mit den Armen hat spürbar abgenommem. Weiter  gilt,  was    der inzwischen verstorbene Betinho konstatierte: Das  Beseitigen  von  als   störend empfundenen Minderjährigen wird von einem  Großteil  der    BrasilianerInnen hingenommen, toleriert, und im Sinne  einer  geistigen    Komplizenschaft mit den Mördern sogar befürwortet.</p>
<p>Anti-NGO-Kampagne</p>
<p>Inzwischen hat sich das Problemfeld verändert. Heute über gute oder      schlechte Straßenkinderprojekte, über die Unterschlagung von      Spendengeldern und über Kinderelend als Bereicherungsquelle für      unehrliche NGOs zu debattieren, wäre müßig. Regierungsunabhängige      Organisationen, die sich direkt den Straßenkindern widmen, gibt es kaum      noch. Die meisten sind schlichtweg eingegangen, seit das Ausland  weit     weniger Spenden überweist und die Regierung nach einer  geschickt     betriebenen Anti-NGO-Kampagne Gelder stoppte. Cristina  Leonardo, die     couragierte Leiterin des Centro Brasileiro de Defesa  dos Direitos da     Crianca e do Adolescente (Brasilianisches Zentrum  für die Verteidigung     der Rechte von Kindern und Jugendlichen) und  Verteidigerin von Opfern     und Überlebenden des Candelaria-Massakers,  wie auch Roberto Santos     bestreiten vehement, daß die Regierung etwa  durch gute  Präventivprojekte    die Zahl der Straßenkinder gesenkt  habe. Unter  Präsident Fernando    Henrique Cardoso sei die Situation  gerade im  Sozialbereich, ob Bildung    oder Gesundheit, so schlecht wie  noch nie.  Ausländische    Unterstützergruppen, so ist immer wieder zu  hören,  hätten eine völlig    falsche, oft sozialromantische Sicht der  Dinge.  Größtenteils werde    übersehen, was sich bereits vor dem   Candelaria-Massaker 1993 deutlich    abzeichnete: Das organisierte   Verbrechen offeriert den Kindern und    Jugendlichen vergleichsweise   gutbezahlte Jobs, bei keineswegs    geringerem, sondern weit höherem   Lebensrisiko, doch für umgerechnet bis    zu tausend Mark die Woche. In   sämtlichen Slums von Rio de Janeiro,  auch   dies ist inzwischen ein   Gemeinplatz, funktionieren selbst die vom    Ausland finanzierten   Hilfsprojekte nur, wenn das organisierte  Verbrechen   seine Zustimmung   gibt. In Europa denken immer noch viele,  Kinder und   Jugendliche der   Unterschicht würden mehrheitlich von der  Militärpolizei   erschossen.   Seriöse Untersuchungen stellten jedoch  bereits 1993  richtig,  daß der   große „Exterminador“ eben das  organisierte Verbrechen  ist.  Keiner   weiß das besser als die mit  Cristina Leonardo kooperierende     Künstlerin Yvonne Bezerra de Mello.  Kinder, die nicht richtig    mitziehen,  etwa drogensüchtig werden und  statt Profiten Verluste    bringen, werden  kurzerhand eliminiert. Die  Leichen, so Yvonne Bezerra    de Mello,  verschwinden meistens. Die großen  Bosse, sagt sie, wohnen    natürlich  nicht im Slum, sondern in den  Nobelvierteln Rios. In  diesen   Vierteln der  Geld- und Politikerelite  werden derzeit Drogen   verbraucht  wie nie zuvor  &#8211; daher die enorme  Nachfrage, die den   Straßenkindern Jobs  verschafft.<br />
Das beste Beispiel für die jüngeren Entwicklungen sind die      Candelaria-Überlebenden: Der Trafico, wie die auf Drogen-und      Waffenhandel, Entführungen und Rauberüberfälle spezialisierten      Gangsterkommandos genannt werden, hat sie adoptiert. Die Leute vom      organisierten Verbrechen, so Roberto Santos, zeigten sich in der Tat      weitaus besser organisiert und professioneller als der Staat und die      NGOs. Kinder und Jugendliche brauchen die rund 800 Slums von Rio nicht      mehr zu verlassen. Die Kleinsten verdienen als Fogueteiro    (Leuchtrakete)   über fünfzig Mark pro Tag. Sie warnen die    schwerbewaffneten Gangster   mittels Feuerwerksraketen vor herannahenden    gegnerischen   Verbrechermilizen oder der Polizei. Fünfjährige    transportieren als   sogenannte Aviôes, Flugzeuge, Drogen in der Stadt,    und bringen sie auch   zu den privaten Bestellern der Mittel-und    Oberschicht. Sieben- oder   Achtjährige haben für gewöhnlich schon    Pistole oder Revolver im   Hosenbund. Als Soldados schließlich gehören    sie zum martialischsten Teil   der nach militärischem Vorbild streng    hierarchisch gegliederten   wichtigsten Syndikate Comando Vermelho    (Rotes Kommando) und Terceiro   Comando (Drittes Komando). Soldados    kontrollieren die Ein- und Ausgänge   der Steilhangslums. Sie schießen    auf Verdächtige, nehmen an Gefechten   und Massakern teil, führen    Mordbefehle aus und sind bei Entführungen und   Banküberfällen dabei.</p>
<p>Kultur feudalistisch-machistischer Werte</p>
<p>Mit Reinaldo Guarany, militanter Diktaturgegner und einer der     Entführer  des deutschen Botschafters Ehrenfried von Holleben im Jahre     1970, fahre  ich eine enge steile Straße des malerisch wirkenden     Bergstadtteils Santa  Teresa hinunter. An der ersten Biegung richtet am     Favela-Eingang ein  nur mit Shorts und Sandalen bekleideter     Zwölfjähriger seine verchromte  MP auf uns. Er bräuchte nur einmal     durchzuziehen, und alle im Wagen  wären tot. Das passiert auch     gelegentlich &#8211; im Drogenrausch sehen die  Soldados in jedem einen     Gegner, erschießen sogar die eigene Freundin  oder Frau. Guaranys     Kommentar: „Noch vor zwei Jahren habe ich hier viele  von den Jungs, die     mir heute mit MPs begegnen, Murmeln spielen sehen &#8211;  sie wurden zu     Soldaten des organisierten Verbrechens, prahlen damit  herum und  rühmen    die Banditen als ihre Helden.“<br />
Guarany sieht es nicht anders als Anwältin Cristina Leonardo: „Daß heute      die große Mehrheit der Meninos de Rua beim Trafico ist, bedeutet,   daß    Staat und Regierung sie im Stich ließen und die Sozialprogramme      einschränkten. Wenn ein Junge mit acht Jahren schon mit einer      nordamerikanischen Heeres-MP umzugehen weiß, wird es kompliziert.      Darüber spricht niemand, aber genau das müßte das Hauptthema sein!“ Die      Drogenprobleme und das Ausmaß des organisierten Verbrechens      herunterzuspielen, ist für sie „scheinheilig“.<br />
Alba Zaluar, Brasiliens führende Gewaltexpertin, sieht inzwischen in den      Slums eine neue tyrannische Kultur feudalistisch-machistischer  Werte     fest installiert &#8211; hingenommen von den Autoritäten des  Staates. Denn   die   Herrschaft des organisierten Verbrechens über Rios  Slums   verhindert  auf  perfide Weise, daß deren BewohnerInnen  politisch für   ihre Rechte   kämpfen. Immer wieder werden engagierte    BürgerrechtlerInnen, die   Selbsthilfegruppen in den Slums leiten und    sich dem Normendiktat der   Gangster nicht beugen wollen, zur    Einschüchterung aller ermordet. Auch   von ehemaligen, vom Trafico    rekrutierten Straßenkinder.<br />
So wollte im September eine 83-jährige Frau nicht mehr akzeptieren, daß      Gangsterkommandos bei Gefahr stets ihr winziges Slum-Grundstück      passierten. Sie diskutierte mit den Banditen. Eines Nachts wurde sie      deshalb von einer Gruppe grausam ermordet. Ein brasilianischer  Bekannter     wohnt unglücklicherweise nur wenige Schritte von einem      Kommando-Treffpunkt entfernt. Er muß mitansehen, wie dort Kinder,      Jugendliche und Erwachsene gefoltert, gekreuzigt, mit Schüssen      durchsiebt werden. Mehrfach feuerten Jugendliche unter Drogeneinfluß in      seine Haustür, und hätten die zwei kleinen Söhne treffen können. Die      Kids tragen übrigens bevorzugt deutsche G-3 &#8211; und schweizerische      Sig-Sauer-Sturmgewehre. Weil diese eine besonders große Reichweite      haben, werden immer mehr Stadtbewohner durch verirrte Kugeln getötet      oder verwundet.<br />
In Rio ist die Gewöhnung an diese tägliche Barbarei die Regel &#8211; in      Deutschland dagegen, so scheint es, haben nur wenige die Entwicklungen      der letzten Jahre und deren politische Dimension zur Kenntnis   genommen.    Andere wollen sie nicht wahrnehmen. Sie müßten sich sonst   von ihren    liebgewordenen Brasilien-Klischees trennen.</p>
<h1>Vier zu drei gegen José Rainha</h1>
<h2>26 Jahre wegen “Beihilfe zum Doppelmord” &#8211; Brasiliens Justiz in Hochform</h2>
<p>In  einem 17stündigen Prozeß wurde der Führer der brasilianischen      Landlosenbewe­gung MST José Rainha zu 26 Jahren und sechs Mona­ten Haft      wegen angeblicher Beteiligung an einem Doppelmord ver­urteilt. Mit    vier   zu drei Stimmen befand die Jury den 36jährigen für schuldig,    obwohl  der  zur Tatzeit 1000 Kilometer vom Tatort entfernt war.</p>
<p>Lange vor dem  Prozeß gegen den populärsten, cha­ris­­ma­tischsten     Land­lo­senführer  kün­digte amnesty inter­national an, daß es im     Ver­fahren nicht mit  rechten Dingen zuge­hen wird. Aber die bösen     Erwartun­gen wurden noch  übertroffen. Der 36jährige José Rainha     er­hielt im Juni 26 Jahre und  sechs Mo­nate Haft wegen angeblicher     Be­tei­li­gung an einem  Doppel­mord, der 1989 im Bundesstaat Es­pírito     Santo began­gen wurde.  Amnesty in­ternational prote­stierte   um­ge­hend   und erklärte Rainha für  un­schul­dig: Das Ur­teil erinnere   an   Dik­taturzeiten. Bleibe es auch  beim zweiten Verfahren im   Sep­tem­ber   bei die­sem Strafmaß, wer­de er  zum po­litischen   Ge­fan­ge­nen erklärt   und ai rund um den Erd­ball für  seine   Freilassung mo­bilisie­ren.  Nicht  einmal die juristi­schen    Mindest­regeln seien im Prozeß  einge­halten  worden, kri­tisierte ai:    Weder durch Be­wei­se noch durch   Zeu­gen­aus­sa­gen konnte bestätigt    werden, daß Rainha am Tat­ort  war.  Im Ge­gen­teil gibt es  Nach­weise,   daß er sich tausend Kilometer   entfernt auf­gehalten hat.  Mit dem   Ge­richts­verfahren sollte viel  mehr  die  Land­lo­senbewe­gung MST   ein­ge­schüchtert werden, die zur    zweit­wichtigsten Stimme der   Op­posi­tion geworden ist.<br />
Auch die katholi­sche Kirche Bra­sili­ens, in der Rainha seine      po­litische Laufbahn begann, steht weiterhin zu ihm und unter­strich,      daß den 922 Morden an Bau­erngewerkschaftlerInnen, kirch­li­chen      Mit­arbeiterInnen, Landlo­sen, Kleinbau­ern und Klein­bäue­rinnen von      1990 bis 1995 nur 47 Ge­richtsverfahren und nur fünf verurteilte Täter      ge­gen­über­stehen, von denen zwei aus dem Ge­fängnis flohen.</p>
<p>Im Visier: Das MST</p>
<p>Daß Rainha noch lebt, grenzt fast an ein Wunder: Seit 1987 verfolgt     ihn  die berüchtigte To­des­schwadron Escuderie Le Cocq seines     Heimatstaa­tes  Espí­rito Santo, in dem er als Land­arbei­tersohn     aufwuchs. Rainha  ent­ging Hinterhal­ten, überlebte Mord­anschläge und     konnte nur ein­mal  durch Schüsse verwun­det wer­den. Zwei seiner  engen    Freun­de, Pfarrer  Gabriel Maire und Gewerk­schaftsführer Edson   Ra­mos,   dage­gen star­ben  1988 im Ku­gelha­gel der Pistole­ros.<br />
Ein Jahr später kam es zu ei­nem Schußwechsel zwi­schen  ei­nem      Groß­grundbesitzer, sei­nem ihn begleitenden Militärpolizi­sten und      einer Gruppe von Land­lo­sen. “In Wahrheit vertei­digten sich die Sem      Terra, die Landlo­sen, gegen jenen Fa­zendero, der ein Blutbad      anrich­ten wollte.” meint Anwalt Os­mar Barcellos. Zeu­gen wollen Rainha      bei der Schießerei gese­hen ha­ben, be­schreiben ihn als ziemlich     dick,  mit rundem Ge­sicht und ka­sta­ni­en­farbigen Haa­ren. Rainha  ist     je­doch geradezu dürre, hat ein längli­ches Gesicht und schwarze     Haare.  Und vor allem wurde er zur Tatzeit nicht nur von zwei      Lo­kalparlamentariern, sondern auch einem Obersten der      Mi­li­tär­po­li­zei des nordöstlichen Bun­des­staates Ceará gesehen.      Beim Prozeß wurden aber weder Zeu­gen der Anklage noch der      Ver­tei­digung angehört. Die laut Nach­rich­tenmagazin Veja      gra­vierendste Verur­teilung einer brasi­lianischen      Führungspersön­lich­keit seit der Rückkehr zur Demo­kratie wird deshalb      von zahl­reichen Ju­risten und Krimi­nalisten des Landes als     schlech­ter  Witz bezeichnet, die Strafe als “absurd”. Auch das     Pastoral­büro für  Landange­legenheiten der Bi­schofskonferenz     kritisierte, daß mit dem  Schauprozeß nicht Rainha, son­dern die     ge­samte Landlosenbewegung  ge­troffen wer­den sollte. In vielen Medien     da­gegen wurde das Urteil  einsei­tig darge­stellt und sogar begrüßt:     das MST also doch die Bande  von Mör­dern, ge­walttätigen Ge­sellen   und   Gesetzesbre­chern, wie die  mäch­ti­gen Großgrundbe­sitzer im­mer     be­haupten?<br />
Kä­me Rainha tatsächlich hin­ter Gitter, wäre das für das MST ein herber      Verlust. Niemand sonst hat in Brasi­lien so viele Be­setzungen      brachliegender La­ti­fundien mit durchgeführt, hat so große Erfahrungen      und kennt Bra­silien und die Landlosen­basis so gut. An die zwanzig      Prozesse wurden gegen Rainha geführt, etwa 50 Untersuchungsverfahren      ge­gen ihn ein­geleitet &#8211; ohne Er­folg. Hinter Gittern saß er  bereits     mehrfach, interna­tionale Proteste führ­ten jedoch stets zu  seiner     Frei­lassung.<br />
Ist Rainha nur eine Art MST-Pro­fi-Funktionär? Er be­sitzt vier Hektar      im Hinterland des Bun­des­staates Sâo Paulo, pflanzt Pap­rika, Mais,      Tomaten und Me­lo­nen, und gehört zu einer Asso­cia­çao comuni­taria   mit    16 Fa­mi­li­en. Von der bra­silianischen Zeit­schrift Imprensa   nach    seiner Schul­bildung gefragt, antwortete er: “Ich war nie in  der   Schule.   Le­sen und Schreiben habe ich mir mit fünfzehn zuhause    beige­bracht.   Wir waren eben ver­dammt arm, meine Brü­der    ar­bei­te­ten auf dem Feld,   um zu Über­le­ben. … Ich lese gerne. Von    Frei Betto kenne ich fast   alle Bücher &#8211; der ist mein Freund.”</p>
<h1>PC Farias: Tangotänzer und Mafioso</h1>
<h2>Brasiliens Justiz muß Mord an “Grauer Eminenz” wieder aufrollen</h2>
<p>Unter  dem Druck von Gerichtsmedizinern, Kriminalisten und der     Öffentlichkeit  sieht sich Brasiliens Justiz gezwungen, den Mord an     Paulo Cesar Farias,  Symbolfigur für Korruption in Politik und     Wirtschaft, erneut zu  untersuchen. Die bislang verbreitete offi­zielle     Tatversion ist nicht  mehr haltbar.</p>
<p>Mit der finanziel­len Unter­stützung des  Multimillionärs Paulo Cesar     Farias­, im Volks­mund PC,  gewann Collor de  Mello 1989 die     Präsident­schaftswahlen. Aber auch nach der Wahl  ver­sorgte PC seinen     Präsidenten, der 1992 wegen Korrup­tion und  Machtmiß­brauch seines     Am­tes enthoben wurde, mit reich­lich Geld (siehe  LN 222). “Wegen     Mangels an Be­weisen” 1994 in ei­nem offen­sicht­lich  politisch     motivier­ten Kor­ruptionspro­zeß frei­ge­spro­chen, lebt  Collor heute     in Miami. PC be­kam sieben Jah­re, die er größtenteils  höchst     kom­fortabel im of­fe­nen Straf­vollzug von Ma­ceio / Alagoas   absaß.     Damit könnte die Geschichte ein Ende haben.</p>
<p>PCs Comeback</p>
<p>Als ihn 1996 in seiner Wo­chenendvilla im Nord­oststaat Ala­goas der      tödli­che Schuß traf, hatte PC Farias gerade sein poli­tisches      Co­meback, die Gründung einer Tageszeitung angekündigt. Der zu­ständige      Po­lizeichef gab noch am selben Tag bekannt, der fünfzigjährige      kahl­köpfig-char­man­te Tangotän­zer sei wegen Be­ziehungspro­ble­men      von seiner Freundin Suzana Mar­colino er­schossen wor­den, die      anschlie­ßend an seiner Seite Selbst­mord be­gangen habe. &#8211; Spott und      Iro­nie war der Tenor von Brasiliens Leitar­tikeln. Als Tat­motiv  wurde     allgemein Quei­ma de Archivo, die Vernichtung von Archiven    angenom­men,   da PC exzellenter Kenner der brasi­lianischen    Kor­ruptionsme­chanismen   war und streng­gehütete Geheim­nisse der    jünge­ren Politik mit ins  Grab  nahm. Zur allgemei­nen Ver­blüf­fung    be­stätigte zwei Mo­nate  später der  bis dahin landes­weit    hoch­ange­sehene Gerichts­me­di­zi­ner  Badan  Palhares nach vor Ort    an­gestell­ten Untersu­chungen die  Ver­sion des  Polizei­chefs. Für die    Re­gie­rung schien der Fall damit  er­le­digt.<br />
Von Anfang an hatte der ala­goanische Gerichtsmedi­ziner und      Militärpolizei­oberst George San­guinette mit einem hohen Maß an      Zivil­courage öffentlich auf Un­gereimtheiten bei dem Mord      hin­ge­wiesen. Seine ermit­telnden Kol­legen würden von “oben”      ge­wal­tig unter Druck ge­setzt, bei dem Verbrechen han­dele es sich um      einen Doppel­mord. Sangui­nette erhielt da­raufhin Mord­droh­ungen   und    wurde we­gen seiner Aufmüpfig­eit zeit­weise unter Haus­arrest     gestellt.  Der Oberst ließ sich nicht ein­schüch­tern, wies  über­zeugend    grobe  Er­mitt­lungs­fehler nach, und ver­öf­fent­lichte  darüber  sogar   ein  Buch. Die Untersu­chungen wur­den schließlich    wiederaufge­nom­men.  Die  jüng­ste defini­tive Ex­per­tise vom Mai    macht die bis­he­rige   offizielle Version zu Ma­ku­la­tur. Suzana    Marco­lino konn­te nicht auf   PC geschossen und sich danach in der    beschrie­be­nen Weise umge­bracht   haben — ge­mäß der zu­ständigen    Staats­an­wäl­tin weisen die Indi­zien   nun­mehr auf Dop­pelmord hin.    Als PC und dessen Freundin be­reits tot   waren, wur­den nach­weis­lich    Te­lefongesprä­che mit der   Wo­chen­endvilla ge­führt. Die Lei­chen    “entdeckte” man aber erst rund   vier Stunden später.</p>
<p>Zivilcourage eines Gerichtsmediziners</p>
<p>Laut Sanguinetti steht die Ma­fia von Alagoas hinter der Tat.      Mitt­lerweile wurden auch Ver­bin­dungen PCs zur italienischen Mafia      nachgewiesen. Ein Partner soll in Geldwäsche, Drogen und Waf­fenhandel      verwickelt sein. Zwei Kinder von PC stu­dierten auf einem      Privatgymnasium der Schweiz, wo die ita­lienische Po­li­zei vier Konten      des Er­mordeten aus­machen konnte. Auf diesen und sechs weiteren    Konten   in den USA, den Niederlanden und Uruguay hatte PC über sechs    Millionen   Dollar de­poniert: Ein Bruch­teil seines Vermögens.<br />
PC Farias eigener Einschät­zung nach säßen bei strenge­ren Ge­setzen      gegen Korruption im Wahl­prozeß &#8211; wie zum Beispiel in Italien &#8211; die      Politiker, die Bau­un­ternehmer und Bankiers des Landes allesamt hinter      Git­tern. Und er muß es wohl am be­sten wis­sen.</p>
<p>KASTEN</p>
<p>Würden Sie Ihr Kind “Hitler” nennen?</p>
<p>Antonio Callade, der auch in Deutschland und Österreich viel­verlegte      brasi­lianische Roman­cier, stau­nte nicht schlecht, als er bei der      Pre­miere eines seiner Stücke im Teatro Ziembinski von Rio de  Janeiro     auf den Mosaik­fußboden schaute: auf über zehn Metern Länge  ein     Ha­kenkreuz nach dem an­deren kunstvoll aufge­reiht, saubere      Handwerksarbeit aus den 30er und 40er Jahren. Seit das alte Haus 1985      von ei­nem Schauspieler er­worben und in ein Theater umgewan­delt   worden    war, hatte nie­mand An­stoß an der auch vom angrenzenden    öffentli­chen   Platz deutlich erkennba­ren Haken­kreuz­or­na­men­tik    genommen.<br />
Obwohl in den brasiliani­schen Zeitungen häufig über      Hakenkreuz­schmierereien in Deutschland und anderen eu­ropäischen      Län­dern sowie über die entsprechen­den Proteste jü­discher      Organisa­tionen be­richtet wird, verkau­fen Straßenhändler in Rio oder      Sâo Paulo sogar nach­produzierte Me­tall-Erinne­rungsplaketten an den      “Gautag der Bayrischen Ost­mark, Pfingsten 1933 in Regens­burg”,   darauf    das Ha­kenkreuz unter’m Reichsad­ler. Bis heute tragen nicht   wenige    Brasilianer den Vor­namen Hitler &#8211; die Eltern wa­ren eben   Bewunderer  des   Naziführers. Richter Hitler Canta­lice läßt einen      Parlaments­abgeordneten we­gen Autoraubs verhaften &#8211; und als die      Insassen einer total überfüllten Haftanstalt re­voltieren, behält      Polizei­chef Hitler Mussolini Pacheco kühlen Kopf, führt persönlich die      Verhand­lungen über Geiselfreilassun­gen. Weiße Hitler sitzen in      Universitätshörsälen, schwarze Hitler hausen in Slums der      Sklavennachfah­ren. “Hitler” steht auch auf Straßenschildern: In der      Stadt Barra do Bugres befindet sich das Hospital in der “Avenida Hitler      Sansâo”. Auch der Vor­nahme “Rommel” ist sehr häufig.<br />
Viele Juden flüchteten vor der drohenden Verfolgung und Ermordung auch      nach Brasilien &#8211; die den Deutschen aus der Nazizeit bekannte üble      Verunglimpfung der jü­dischen Minderheit ist jedoch bis heute selbst in      Wörterbü­chern und Lexika beibehalten worden &#8211; trotz  entsprechen­der     Proteste. Ver­gangenes Jahr hat erstmals auch die  jü­dische     Weltorganisation B’NAT B’RITH scharf ver­urteilt, daß  sogar im     wichtig­sten brasilianischen Nach­schlagwerk Aureliano der  Jude als     “schlechter Mensch, Geizhals, Habgieriger, Wu­cherer”  definiert bzw.     charakteri­siert wird.</p>
<h1>Megaescândalo</h1>
<h2>Gesprächsmitschnitte weisen auf massiven Stimmenkauf im Kongreß hin, Nutznießer: Staatschef Cardoso</h2>
<p>Der  Präsident will wiedergewählt werden. Die entsprechende      Verfassungsänderung kam Ende Januar nur mittels Stimmenkauf und andere      Machenschaften durchs Par­lament &#8211; sagten damals Kirche, Opposition   und    Medien. Doch niemand konnte es be­weisen. Jetzt liegen      Gesprächsmitschnitte vor, denen zufolge Cardosos rechte Hand,      Kommuni­kationsminister Sergio Motta, den Stimmenkauf veranlaßte. Eine      un­bekannte Zahl von Abgeordneten erhielt demnach jeweils umgerechnet    an   die 300.000 DM in bar. Cardoso war noch nie so in der  Bredouille.</p>
<p>Was  Brasiliens größte Quali­tätszeitung, die Folha de Sâo Paulo,     Mitte Mai  abdruckte, schlug ein wie eine Bombe: Zwei zur Rechtspartei     PFL der  Re­gierungsallianz zählende Kon­greß­abgeordnete er­läutern     klar und  unzwei­deutig eine groß­an­ge­leg­te Stimmenkaufopera­tion.     Car­dosos  In­tim­freund Sergio Motta von der So­zi­aldemokrati­schen     Partei (PSDB)  habe veranlaßt, daß über die PFL-Gou­ver­neu­re der     Teil­staaten Acre  und Ama­zonas um­gerechnet rund 300.000 DM in bar &#8211;     oder sogar noch viel  mehr &#8211; an Parlamentarier aus­gezahlt wurde,  damit    sie Ende Januar für  die Wie­derwahl-Novelle vo­tie­rten. Der    Abstimmung  war von der  Mitte-Rechts-Regierung al­ler­größte  Be­deutung    bei­ge­mes­sen wor­den.<br />
Überraschend hatte eine große Zahl von Abgeord­neten, die die      Ver­fas­sungsänderung stets öf­fent­lich ablehnten, dann doch der      No­velle zuge­stimmt. In den ab­ge­druckten Gesprächsmitschnit­ten      wer­den fünf bestochene De­pu­tados aus Acre nament­lich genannt, doch      weit mehr sollen Sum­men zwischen 200.000 und 300.000 Reais  er­hal­ten     haben. Diese bezeichen die Darstel­lungen als falsch und  absurd. Die     PFL, stärkster Partner Cardosos, schloß indessen sofort  jene zwei     Acre-Abgeordneten aus der Par­tei aus, die den Stimmenkauf  erläuterten     und selber Geld er­hielten. Mit anderen Worten: Beide  werden als     geständig ange­sehen, die Mitschnitte somit als  authentisch be­trachtet.     Wa­rum nur diese beiden und nicht die  an­deren Deputados &#8211; die zwei     Gouverneure und der Mi­nis­ter?, fragt  sich alle Welt. Die in     Folha-Kommentaren gege­be­ne Antwort:  Entläßt Cardoso Mi­ni­ster Motta,     wie sogar die PFL-Spit­ze  empfiehlt, gesteht er auch seine eigene    Schuld  ein &#8211; und dann ist  alles möglich. Erinnert sei hier an das     Col­lor-Im­peach­ment von  1992.</p>
<p>Kurse der Stimmenbörse</p>
<p>Motta, der mit Cardoso eine Großfarm betreibt, ist in einer heiklen      Situation. Vorwürfe, daß er als Hauptorganisator des Stimmenkaufs      fungiert, er­hob sogar Paulo Maluf, Führer der nicht zur Re­gierung      gehörenden Rechtspartei PPD. Deren Kon­greßabgeordneter Jair Bolsonari      beschrieb, wie es am Tage der Abstimmung im Januar in den      Kon­greßkorridoren zuging: Wie bei Geschäftsverhandlungen auf ei­ner      Stimmenbörse. Am Mor­gen wurde ein Votum noch für 200.000 Reais      ge­handelt, weil die Regierung nicht sicher war, ob die      Verfassungsänderung pas­sieren würde. Einige Parla­men­ta­rier      verlangten sogar 300.000 Re­ais. Kurz vor der Ab­stimmung glaub­te die      Regierung an ihren Sieg und ging deshalb mit dem Kurs herunter,  zahlte     nur noch 50.000 Reais. “Ich weiß nicht, wer Stimmen an-      bezie­hungs­wei­se ver­kaufte, doch den Kauf und Verkauf gab es      tatsächlich.”<br />
Die Cardoso-Regierung hat seit dem Amtsantritt eine Reihe von      parlamenta­rischen Untersu­chungs­ausschüssen verhin­dert, die ihr      hätten gefährlich wer­den kön­nen. Zwar bekam die Oppo­si­tion die      nötigen Unter­schriften der Abgeordneten zusammen, oh­ne die ein      Ausschuß nicht ge­bil­det werden kann. PFL und PSDB entsandten je­doch      nicht die vor­geschriebenen Repräsen­tanten &#8211; und damit war die      Untersuchung ganz “demokra­tisch” blockiert.<br />
Nach dem Abdruck der Ge­sprächs­mitschnitte hatte die Op­po­si­tion die      Unterschrif­tenliste rasch komplett &#8211; auf Anwei­sung Cardosos mußten      indessen PFL- und PSDB-Abgeordnete ihre Unterschriften  zurückziehen.  Es    wurde öffentlich spekuliert, wieviel Reais sich die  Regierung die     Rückzieher wohl habe kosten las­sen &#8211; wieder 200.000  pro Kopf?<br />
Brasiliens Bischofskon­ferenz CNBB hat den Me­ga­es­cândalo nicht      kommentiert, sie verwies nur auf ein jüngst veröffent­lich­tes      CNBB-Dokument, in dem die Re­gie­rung der ak­tiven Kor­rup­tion      beschul­digt wird. Im Bezug auf die Wiederwahlno­velle heißt es, die      Regierung be­sorge sich bei für sie interessan­ten Vor­lagen die  nötigen     Stim­men ohne Skrupel. Cardosos Allianzpartner PFL, der den      Vizepräsidenten stellt, ist gemäß Un­ter­suchungen und  Zeugenaus­sa­gen     bereits seit langem in Wahlstimmenkauf ver­wickelt.  Im archai­schen     Nord­osten, so Anwälte ge­gen­über den  La­tein­a­me­rika Nach­richten,     sei all­ge­mein be­kannt, daß der  deutsch­stäm­mige PFL-Chef Jor­ge     Born­hau­sen mit prall­ge­füll­tem  Geld­koffer he­rum­rei­se,  Politiker    besteche und den Stim­menkauf  organi­sie­re. Born­hau­sen  ist   Mitgründer  der einstigen  Militärdiktatur-Par­tei Arena. Cardosos  Vize   Marco  Ma­ciel gehörte  ebenfalls zur Are­na und zählte zu den    ak­tiv­sten  Unter­stüt­zern  der Folter­ge­ne­räle.</p>
<p>Alte Kameraden</p>
<p>Die PFL stand an der Seite Präsident Fernando Collor de Mellos, der 1992 wegen Korrup­tion und Machtmißbrauch abge­setzt wurde.<br />
Jener Senhor X, von dem die Fol­ha de Sâo Paulo die Mit­schnitte      erhielt, hat in­zwischen be­tont, weitere Tonbänder zu be­sitzen, auf      denen noch mehr Per­so­nen belastet werden.<br />
Zwei Mitglieder der PSDB-Spitze erklärten interessanter­weise vor der      Veröf­fentlichung der Mitschnitte gegen­über dem Nachrich­tenmagazin      Veja, sie sei­en überzeugt davon, daß der PFL-Gou­verneur von  Amazo­nas     mit der Ab­sicht des Stimmen­kaufs nach Brasi­lia gekommen  sei. Mit     Kof­fern voll Geld sei der Gou­ver­neur in den  Wiederwahl-Pro­zeß     hi­neingegangen. Warum stell­te die  Cardoso-Regierung ihn nicht zur     Rede, fragt die Veja.<br />
Gemäß einer neuen Mei­nungs­umfrage führt die Popula­ri­täts­kurve des      Staatschefs nach lan­ger Stabilität erstmals deut­lich nach unten.      Brasiliens Bör­sen reagierten auf die Ver­öff­ent­li­chung der ersten,      brisanten Mit­schnit­te in der Folha am 13. Mai so­fort mit   Kursabfall.    Die Echt­heit der Mitschnitte wurde am 20. Mai bestätigt.   Je­ne zwei    Ab­ge­ordnete, die den Wortlaut des Ab­drucks  bestritten,  ste­hen bös’    da. Ganz zu schwei­gen von den an­deren  Ver­wickelten.</p>
<h1>Lebendige Fackeln</h1>
<h2>Immer häufiger werden Wohnungslose im Schlaf angezündet</h2>
<p>Sie  hatten angenommen es sei nur ein Bettler, verteidigten sich die     fünf  jungen Tä­ter, die in Brasilia das schlafende Oberhaupt der      Pataxó-Indianer Galdino Jesus dos Santos an­zün­deten. Der Fall erregte      gerade deshalb Aufmerksamkeit, weil es sich um einen In­digena     handelte,  reiht sich jedoch ein in die zunehmende Gewalt gegen     Woh­nungs­lo­se.  Die Täter kommen meist aus der Mittel- und     Oberschicht.</p>
<p>Die  Avenida Rio Branco, ein­stige Prachtstraße Rio de Janei­ros,     bietet  nachts ein deprimie­rendes Bild. Weil seit 1995 in­folge von      neoliberalen Regie­rungsprogrammen die Arbeitslo­sigkeit steil an­stieg      und Sozialein­richtungen schlossen, lie­gen so viele Obdachlose,      Bettler, psy­chisch Kranke und Stra­ßenkinder wie selten zuvor      aufgereiht ne­beneinander auf dem Bürger­steig; nicht wenige nutzen als      Unterlage oder zum Zudecken ledig­lich Zeitungs­pa­pier oder Pappe.      Neuerdings hat ein Großteil von ihnen Angst, Op­fer jener   Brandattacken    zu werden, die sich auch in Sâo Pau­lo und selbst in   der Haupt­stadt    Brasilia häu­fen: Nur Schrit­te von der Ave­nida Rio   Branco ent­fernt,    über­goß vormittags eine gut­geklei­dete Frau  einen  sit­zen­den  Bettler   mit reich­lich Al­ko­hol, warf zy­nisch  lachend  ein  bren­nendes   Streichholz auf ihn. Und ver­schwand im   Men­schen­ge­wühl,  während der   Mann die Flammen zu er­sticken suchte.   Dreißig Pro­zent  der Haut   ver­brann­ten, derzeit liegt er in ei­nem   öffentlichen  Hospital der   Sie­ben-Millionen-Stadt, das pro Mo­nat   mindestens zwei  woh­nungs­lose   Brandopfer behandelt. Oft kommt   in­dessen jede Hilfe zu  spät, wie die   fast täglich veröf­fentlichten   Fotos von ver­kohlten  Leichen bewei­sen.<br />
Ivan Bertanha, Leiter einer Hospi­talabteilung für Verbren­nungen in Sâo      Paulo, betont, daß die Eingelieferten fast nie ge­richtsverwertbare      Angaben lie­fern können: “Sie sagen, daß sie in Flammen stehend      aufge­wacht sind und keine Verdächtigen ge­sehen haben.”      Pataxó-Häupt­ling Jesus dos Santos verbrannte in Brasilia lebendig,      nachdem nicht weniger als zwei Liter Alkohol über ihn ausge­gossen      worden waren. Die in­zwischen gefaßten fünf Täter aus Elitefamilien      ver­teidigten mit dem Argu­ment, sie hätten ihn “nur” für einen Bettler      gehalten. Für regierungskriti­sche Men­schenrechtler und  So­ziolo­gen     spricht dieser Satz Bände. Her­bert de Souza Betinho,  Füh­rer der     natio­nalen Kampagne ge­gen Hunger und für  Bürger­rechte, nennt das     Handeln der jungen Männer einen Hinweis  “auf den Grad der Degenerierung     in be­stimmten höheren Schich­ten  der brasilianischen Gesellschaft.”     Helio Bi­cudo, enger Mitarbeiter  des Kardinals von Sâo Paulo und     Kongreßabgeordneter der  Ar­bei­ter­partei PT, konstatiert, die     bra­si­lianische Gesellschaft  ent­wür­dige die Armen und bana­li­sie­re     das Leben. Der angesehene  So­zi­al­wissenschaft­ler und The­ra­peut     Ju­randir Freire Costa  bringt so­gar die Globali­sierung mit ins  Spiel:    Junge Männer, wie  jene fünf von Bra­silia, kennen die rei­che  “Erste    Welt” sehr gut  und glau­ben, eher per Zufall in Bra­si­li­en  zu le­ben.    Widerwillig  sind sie dort mit einer Mehrheit von  “Häß­lichen, Armen,    Zahn­losen  und Nicht-Weißen” konfrontiert,  ana­ly­siert Co­sta weiter.    Eine  Art von Umgang mit dieser Realität  sei, sie nicht wahrzuneh­men,     eine andere, diese so­gar physisch zu  eliminieren. “Wir reden viel   über   die Modernisierung Brasili­ens,  doch wenig über die Befrie­dung   der   Gesell­schaft”, sagt Os­car  Vieira, Generalsekretär des     UN-Lateinamerika-Instituts und weist auf  die Straffreiheit hin, von der     besonders die High So­ciety  profitiert. Gemäß neuesten UNO-An­gaben     werden in Brasi­lien mehr  Menschen durch Feu­er­waffen getötet als  in    jedem an­deren nicht  durch Krieg gezeich­neten Land. In Sâo Paulo  kann    die Po­lizei  bestenfalls in zwan­zig Prozent der Fälle die  Täter    iden­tifizieren,  was nicht bedeu­tet, daß diese auch verhaftet  werden.</p>
<p>Der neue Sport der Besserbetuchten</p>
<p>Inzwischen wurden sehr un­vollständige Angaben über die Anzahl      wohnungsloser Brand­op­fer veröffentlicht. Allein in der Haupt­stadt      Brasilia sind seit 1988 minde­stens 29 Bettler an­ge­zün­det wor­den.  In     Sâo Paulo und Rio sind mehrere Woh­nungs­lose pro Mo­nat  betroffen.     Brand­attacken sind jedoch nicht alles: So gehört es in  den  ge­nannten    drei Städten zum ma­ka­bren Sport Besserbe­tuchter,  etwa  nach der  Disco   vom Wagen aus auf schlafende Woh­nungslose zu   schießen. Auch ein    Polizeiof­fi­zier Rios pflegte, gerichtlichen   Zeu­gen­aus­sagen von  1994   zu­fol­ge, seine Waffen nachts an   Bett­lern zu te­sten.<br />
Schließlich wurden 1990 in der Stadt Matupá drei arbeitslose      Landarbeiter, die ver­sucht hat­ten, eine Fazenda zu über­fallen, in      Anwesenheit von Po­li­zisten und einem Politiker auf offener Straße      lebendig ver­brannt: das von einem Amateur gedrehte Vi­deo der Untat      über­gab die katho­lische Kirche inter­nationalen      Men­schen­rechtsorga­ni­sa­tionen. 22 Personen wurden zwar ange­klagt &#8211;      zu einer Bestra­fung ist es aber bis heute nicht gekommen.<br />
Wegen des spektakulären Brand­an­schlags auf Galdino Je­sus dos Santos      interessiert sich die brasilianische Öf­fentlichkeit auf einmal für   das    Leben der Pa­ta­xó. Nach Angaben der Kir­che wur­den in den   letzten    Jah­ren in Südbahia 24 Pataxó-Indios von Pis­toleros der      Großgrundbe­sit­zer oder diesen selbst erschos­sen, 47 über­lebten      Mordver­su­che, 48 In­dios starben wegen un­ter­lassener Hil­feleistung.<br />
Ein Großteil Südbahias war ursprünglich Pataxó-Land. Doch vor und      wäh­rend der Militärdik­tatur legten Latifundistas im Stam­mesgebiet      Ka­kao­farmen an, von denen auch große interna­ti­o­na­le      Schokola­denmarken ihren Roh­stoff bezie­hen. Vor Gericht streiten die      Pa­taxó seit 15 Jahren um die Rück­gabe von etwa 36.000 Hektar &#8211; 788      Hektar waren ihnen zwar von der Justiz zugespro­chen, de facto aber   nie    übergeben worden. Der Stamm nutzt jetzt die Gunst der Stunde:  Zur     Beerdi­gung von Häuptling Je­sus dos Santos kamen TV-Teams,  Presse  und    so­gar der Chef der staatli­chen Indianer­schutz­behörde  FUNAI,  Julio    Gei­ger. Nach der Beisetzung durf­ten weder er noch die   Jour­na­listen    das Reservat verlassen, viel­mehr wurden sie   gezwun­gen, die Pataxó  beim   Be­setzen von vier benach­bar­ten   Kakaofarmen zu be­glei­ten.  Umringt   von Indios mit Fe­der-Kokarden,   Wurfspies­sen, Pfeil und  Bogen, mußte   Gei­ger grimmigen Blickes als   erster das aufge­brochene  Farm­tor jenes   Groß­grundbesitzers   durch­schrei­ten, der die Pataxó am  meisten   ter­ro­risiert &#8211; während   diese auf­paß­ten, daß die Szene für  die   TV-Abendnachrichten auch   or­dent­lich gefilmt wurde. Erst  nach­dem das   Gebiet ohne Ge­walt und   Zwi­schen­fälle be­setzt wor­den  war, ließen sie   den FU­NAI-Chef  und  den Me­dien­troß von dannen  zie­hen.</p>
<h1>Terror, Lügen und Videoaufnahmen</h1>
<h2>Kontroverse um Polizeiübergriffe in Sâo Paulo</h2>
<p>Die  Aufnahmen gehen um die Welt: Polizisten errichten eine     Straßensperre  und ter­rorisieren vorbeikommende PassantInnen. Niemand     wehrt sich: aus  Angst, er­schossen zu werden. Der Präsident ist     international entrüstet  und die heimischen Intellektuellen schweigen.</p>
<p>Zehn  Militärpolizisten Sâo Paulos machen sich einen sadi­stischen     Spaß  daraus, in einem Slum alle paar Tage eine Stras­sensperre zu     errichten  und zu­fällig vorbeikommende Bewoh­nerInnen auf brutalste Art     zu  foltern, mit Hartholzstücken blu­tig zu schlagen und  auszurauben.    Ein  völlig unschuldiger Mann wird vor aller Augen  erschossen, ein    anderer  schwer verwundet.<br />
Wer in brasilianischen Elendsvierteln lebt oder dort So­zial- und      Menschen­rechts­arbeit betreibt, weiß, daß Derartiges seit      Diktaturzeiten ab­solut nor­mal und alltäglich ist. Der jüng­ste Fall      von Polizeiter­ror erregt indessen enormes Auf­sehen, weil jemand gut      versteckt tagelang al­les filmt, das Video schließlich nicht nur im      brasilia­nischen, son­dern auch im nord­ame­ri­ka­ni­schen,   europäischen    und asiati­schen Fernsehen ge­zeigt wird.<br />
Sâo Paulos Kardinal Evaristo Arns und seine Bischöfe und Pa­dres      protestieren vehement, stel­len nicht an­ders als amnesty in­ternational      (ai) und Human Rights Watch klar, daß die Greu­eltaten nicht      überra­schen. In ganz Brasilien würden die Men­schenrechte von der      Mi­litär­po­li­zei gravierend verletzt, Opfer seien stets Angehörige der      unter­privilegierten Schichten, An­zeigen fruchteten gewöhnlich     nichts.<br />
Der neue Fall zeigt dies ex­emplarisch. Zwei der zehn Militärpolizisten      gelten als Mit­glieder einer Todesschwa­dron, die in jüngster Zeit      minde­stens dreizehn Menschen ermor­det hat. Fünf Beamte standen      be­reits we­gen acht Morden sowie Mord­ver­suchen und schwerer      Körper­verletzung unter Anklage, die Verfahren wurden, wie fast durchweg      üblich, eingestellt. Ganz offenkundig unter dem Druck der Medien  und     der Ent­rüstung im Ausland wurden in­zwischen alle zehn   Tatbeteiligten    verhaftet &#8211; die Mitte-Rechts-Re­gierung instruierte in   Windeseile  auch   die Botschaften in Bonn, Bern und Wien, wie zu   reagieren ist.</p>
<p>Scheinheiligkeit und fragwürdige Aufregung</p>
<p>Ricardo Ballestreri, Präsident der brasilianischen ai-Sektion, mag      ebensowenig wie die Kirche in den jetzt von den Medien ge­schürten  Chor     der Entrüstung einstimmen, wirft der Gesell­schaft  Scheinheiligkeit    vor.  Bei jenen, die sich über Polizeibru­talität  aufregen, handelt es    sich  ihm zufolge um dieselben, die mehr Gewalt  bei der    Verbre­chensbekämpfung  und auch die Todesstrafe verlangen.  ai hatte wie    die Erzdiözese Sâo  Paulos bereits vielfach  angeprangert, daß die   “High  Society” und auch  die Mittelschicht in  Lateinameri­kas erstem    Wirtschaftsstandort  Greueltaten gegen  Slumbewoh­nerInnen schlichtweg    ignorier­ten. In  Brasilien, so ai auf  An­frage, gebe es ein Kontingent    von Personen,  deren Folterung  absurderweise als sozial  gerecht­fertigt   angesehen  werde. Unter der  Folter hatten erst  kürzlich neun Männer  der   Unterschicht gestanden,  ein Nobellokal  über­fallen und dabei zwei  Gäste   er­schossen zu  haben.  Glücklicher­weise fand man eher durch  Zu­fall  die  wahren  Täter mit  der Beute, die Neun bleiben dennoch für  ihr Leben    gezeichnet.</p>
<p>“Beifall” für Todesschwadrone</p>
<p>Cecilia Coimbra, couragierte Präsidentin der brasilianischen      Menschenrechtsorganisation “Nie mehr Folter”, erinnert jetzt daran, daß      die sich in Sâo Paulo häufenden chacinas, Blut­bäder, sowie andere      Aktionen der To­desschwadronen von sehr vie­len BrasilianerInnen mit      “Beifall” aufgenommen werden. Nach der Ausstrahlung des  Amateurvideos     sei zu hoffen, daß es nie mehr zu derartigem Applaus  komme. Ju­randir     Freire Cos­ta, Therapeut und Direktor des Instituts  für  So­zialmedizin    an der Universität von Rio, teilt diesen  Optimismus  nicht. Die Mittel-    und Ober­schicht, so Costa, spreche   Slum­bewohne­rInnen den    Gleich­heits­grundsatz ab, definiere sie   quasi als “Nicht-Menschen” und    rea­giere daher mit extremer   Indiffe­renz und Akzeptanz auf jede Art   von  Ge­walt gegen diesen Teil   der Bevölkerung.<br />
Befreiungstheologe Frei Bet­to, enger Mitarbeiter von Kardi­nal Arns,      teilt den Stand­punkt von Costa, zählt den Sozi­alwissenschaftler      außerdem zu den ganz wenigen Mitgliedern der geistig-künstlerischen      Elite Brasiliens, die auf Massaker an Landlosen, Polizeiterror gegen      Arme und von Todesschwadro­nen begangene Morde nicht mit Schweigen      reagieren. Im Ge­spräch sagt Frei Betto, Hunderte von führenden      Intellektuellen Frankreichs oder Italiens prote­stierten in Manifesten      an die Mitte-Rechts-Regierung von Prä­sident Fernando Henrique   Car­doso    gegen all diese Greuel­taten und verlangten energische   Maß­nahmen.   Deren  brasiliani­sche KollegInnen duldeten in­dessen, von   wenigen   Ausnahmen  abge­sehen, die gravierende Ver­letzung der   Menschenrechte in   der  größten Demokratie Latein­amerikas, seien daher   mitschul­dig.<br />
Das Schweigen, so Frei Betto, sei Resultat der Unterstützung jener      Intellektu­ellen für die Cardoso-Regierung und deren neoliberale      Politik. Viele aus der geistigen Elite, die besonders hohes Prestige in      der öffent­lichen Meinung genössen, wür­den von Brasilia mit Posten,      Po­sitionen und Geldern begün­stigt. Oder klarer ausgedrückt:      kor­rum­piert. Der Theologe erin­nerte auch daran, daß viele      In­tel­lek­tuelle, aber auch in Deutschland sehr bekannte      Schrift­steller wie Jorge Amado oder Sänger wie Gil­berto Gil, Caetano      Veloso, Elba Ramalho und Joâo Bosco, Filme­macher wie Héctor  Ba­ben­co     sich 1994 in einem Manifest für die Wahl Cardosos  aus­ge­spro­chen     hatten. Positive Aus­nah­me: Chico Buar­que. “Daß  all diese Perso­nen     sich heute passiv ver­halten”, so Frei Betto  weiter, “wird von den     In­tel­lektuellen Eu­ropas na­türlich  be­merkt. Wa­rum prote­stieren     wir, fragt man dort, doch die  Kollegen in Bra­si­lien nicht &#8211; wie steht     es daher um deren  Se­riosität?” Sie sei nicht vorhan­den, fügt der     Theologe hinzu.<br />
Der schwarze Intellektuelle Milton Santos: “Brasiliens      Gei­steswissenschaftler kapitulieren vor der Situation ihres Landes,      nähern sich dem Establishment an.”<br />
Frei Betto wurde während der Diktatur im berüchtigten      Caran­diru-Gefängnis Sâo Paulos ein­gekerkert und gefoltert. 1992 wurde      er vom Gouverneur des Bundesstaats vor Gericht ge­stellt, weil er      Gewalttaten der Militärpolizei öffentlich ange­prangert hatte. Im  selben     Jahr er­schossen Spezialeinheiten jener policia militar in  Carandiru     min­destens 111 Häft­linge.<br />
Zum Lärm um das Amateur­video meint Frei Betto, das bra­silianische      Medienecho werde wie in vorangegangenen Fällen rasch verhallen.<br />
Für Präsident Cardoso kommt der Vorfall dop­pelt ungelegen. Denn Sâo      Paulo mit seinen weit über eintausend deutschen Fir­menfilialen wird  von     einem Gou­ver­neur und en­gem Vertrauten aus des Staats­chefs      Sozial­demo­kra­tischer Par­tei PSDB regiert. Glei­ches trifft auf den      politisch Haupt­verant­wortlichen des Land­losenmassa­kers von 1996  im     Amazonas­bundesstaat Pará zu &#8211; und auch auf den Gou­ver­neur Rio  de     Janeiros, wo ein Blut­bad an Minderjährigen dem an­deren folgt.</p>
<p>KASTEN</p>
<p>Männer des Gesetzes</p>
<p>Vorsicht, Leute aus Sâo Paulo, Osasco und ABC,<br />
Die Polizei von Sâo Paulo ist zum Beschützen da.<br />
Ist ein Polizist ein Verbrecher?<br />
Es gilt das Gesetz des Hundes.<br />
Die Polizei tötet das Volk,<br />
Aber ins Gefängnis kommt sie nicht.</p>
<p>Immer mehr Leute, deren Wege sich verlieren<br />
Aber sagen können wir nichts,<br />
Denn wir sind nicht auf der Seite des Gesetzes.<br />
Oh mein Gott, wann werden sie bemerken,<br />
Daß Sicherheit zu geben nicht bedeutet<br />
Angst einzujagen?</p>
<p>Song von Thaíde und DJ HUM</p>
<p>KASTEN</p>
<p>Männer des Gesetzes</p>
<p>Vorsicht, Leute aus Sâo Paulo, Osasco und ABC,<br />
Die Polizei von Sâo Paulo ist zum Beschützen da.<br />
Ist ein Polizist ein Verbrecher?<br />
Es gilt das Gesetz des Hundes.<br />
Die Polizei tötet das Volk,<br />
Aber ins Gefängnis kommt sie nicht.</p>
<p>Immer mehr Leute, deren Wege sich verlieren<br />
Aber sagen können wir nichts,<br />
Denn wir sind nicht auf der Seite des Gesetzes.<br />
Oh mein Gott, wann werden sie bemerken,<br />
Daß Sicherheit zu geben nicht bedeutet<br />
Angst einzujagen?</p>
<p>Song von Thaíde und DJ HUM</p>
<h1>Die Abwertung des Lebens</h1>
<h2>Die Regierung stoppt die Inflation &#8211; die Spirale der Gewalt dreht sich weiter</h2>
<p>In  der größten Demokratie Lateinamerikas gehören die berüchtigten      “Esquadrôes da Morte” auch über zehn Jahre nach Diktaturende zum   Alltag.    Sie ermorden Kin­der, Jugendliche, Menschenrechtsaktivisten   und    politische Gegner. Unter der Mitte-Rechts-Regierung von   Staatschef    Fernando Henrique Cardoso hat laut ai die Ge­walt stark   zugenommen.</p>
<p>An  einem Februarnachmittag geschieht in Rio de Janeiros Slumgürtel     Baixada  Fluminense erneut, was viele in der Ersten Welt für     unvorstellbar,  unmög­lich halten: Sechs aufgeweckte Jugendliche     zwischen fünfzehn und  siebzehn springen auf einen Linienbus auf und     machen sich zweier  “Vergehen” schuldig: Um nicht bezahlen zu müssen,     pas­sieren sie nicht  das Drehkreuz des Buskassierers sondern blei­ben,     wie es täglich  unzählige Schüler und Arbeitslose tun, auf den     hintersten Bänken,  lärmen, trom­meln Disco-Rhythmen. Dem Kassierer wird     es zu bunt. Er  fordert zwei bewaffnete Si­cherheitsleute der     Busgesell­schaft auf, die  Jungen zum Schweigen zu bringen. Der Fah­rer     hält an, die sechs werden  mit vor­gehaltener Pistole zum Aus­steigen     gezwungen, müssen sich in  einer Reihe auf die Erde knien. Dann  werden    sie kaltblü­tig mit  Kopfschüssen außerge­richt­lich  exekutiert, wie  es   ai und andere  Menschenrechtsor­ga­ni­sa­tio­nen  stets in    Untersu­chungs­be­rich­ten  nennen. Die Mörder un­ter­ziehen  sich, wie    üblich, nicht der Mühe, die  To­ten zu verstecken oder zu  ver­scharren.    Ein Jugendlicher über­lebte  die Schüsse noch eine  halbe Stunde,  hätte   gerettet wer­den können. Doch  niemand der vielen   herbeigelaufenen   Neugie­rigen rührte aus Angst vor  Rache eine Hand:   Die Killer hatten es   verboten, keiner der Gruppe sollte   davonkommen.</p>
<p>Schlag für Rios Olympia-Bewerbung</p>
<p>Bereits in den 80er Jahren war die Baixeda Fluminense von den     Vereinten  Nationen als gefähr­lichste Stadtzone der Welt einge­stuft     worden &#8211; bis  heute werden hier Morde selten aufgeklärt. Gemäß einer     neuen  Untersu­chung sahen über dreißig Prozent der minderjährigen      Slumbewoh­ner schon einen Mord.<br />
Auch diese Bluttat wäre ge­mäß jüngster Praxis von Öf­fent­lichkeit und      Medien über­gangen worden, wenn nicht das Inter­na­tionale  Olympische     Ko­mitee gerade über die Kandidatur der  Sieben-Millionen-Metropole  am    Zucker­hut für die Spiele 2004  entscheiden würde. In weltweit     verbreiteten Imagekampagnen hatten  Brasiliens Autoritäten für Rio     getrommelt und stets ar­gu­men­tiert,  daß sich Gewalttaten doch     schließlich heute in allen großen Städten  ereigneten. Die Ner­vo­sität     der Politiker war nach dem Massaker  groß. Anders als bei   vorangegangenen   Ver­bre­chen dieser Art mußten  Rios beste   Kriminalisten Tag und Nacht   nach den Tätern fahnden.  Zeu­gen hatten   sie laut Presse­angaben   zweifelsfrei erkannt. Einer  ge­hört zu Rios   Munizipal­garde und wird   gemäß der en­gagier­ten  Staatsanwältin und   Killer­kommando-Expertin   Tania Sal­les Moreira  stets dann als   Mittä­ter genannt, wenn es in   Bussen zu “Exekutionen”  ge­kommen sei.   Der andere leitet eine der   zahl­reichen regionalen  Todesschwa­dronen.</p>
<p>Morddrohungen gegen holländischen Men­schenrechtsaktivisten</p>
<p>Immer mehr brasilianische Pfarrer, Bischöfe, Sozialarbeiter, Künstler      und Menschenrechts­aktivisten, die gegen das Wüten der    Killerkommandos   protestie­ren, wer­den durch Mord­drohungen unter    Druck ge­setzt,  müssen  aus Sicherheits­gründen ihren Aktionsradius    stark einschränken.  Dies  gilt auch für das neueste Blutbad. Zwei der    Ermordeten stammten  aus  Slums, in denen das auch mit Geldern der    deutschen Bundes­regierung   arbeitende Sozialin­stitut IBISS seit    Jahren Projekte realisiert. Der   holländische Di­rektor Nanko van    Buuren hatte als Arzt im zuständigen   ge­richtsmedizinischen Institut    die beiden ihm bekannten Jugendli­chen   identifiziert &#8211; an der    Aus­gangspforte wurde er derweil von zwei   Bewaffneten erwartet. Sie    zeigten sich über alle Details der   IBISS-Projekte gut infor­miert und    drohten, den 48-jähri­gen   umzubringen, falls er sich in die    Ermittlungen einmische und juristisch   gegen jene Busgesell­schaft    vorgehe, zu deren Sicher­heitspersonal die   Todesschützen nach    bisherigen Ermittlungen ge­hören. Van Buuren hatte   1996    Bundespräsident Herzog wäh­rend dessen Rio-Aufenthalts mit den      IBISS-Projekten vertraut ge­macht, hält zu ihm ständig Kon­takt. “In      Europa”, so der Ex­perte, “schenkt man wahrheits­gemäßen Berichten über      die Re­alitäten Rios gewöhnlich keine Be­ach­tung. Das Ausmaß der      Greuel­taten gegen Arme und Ver­elendete wird für unwahr­schein­lich      gehalten.”</p>
<p>Politiker verwickelt</p>
<p>Duque de Caxias, Satelliten­stadt Rios in der Baixada Flumi­nense,     ist  seit langem wegen der Todesschwadronen berüchtigt. Gegen     Bürgermeister  Zito dos Santos läuft ein Prozeß, weil er den Mord an     einem seiner  politi­schen Gegner befohlen haben soll. Mehrere seiner     Kritiker, aber  auch Menschenrechtler be­schul­digen ihn, in     Killerkom­mando-Aktivitäten  verwickelt zu sein. Zito dos Santos gehört     zur Sozial­demokratischen  Partei von Staats­chef Fernando Henrique     Cardoso, dem Rios Pfarrer Caio  Fabio vorwirft, zwar die mone­täre     Inflation, nicht aber die Ab­wertung  des Lebens gestoppt zu haben.     Todesschwadronen sind in ganz Amazonien  und in Millio­nenstädten wie     Manaus, Sâo Paulo, Salvador de Bahia,  Re­cife, Fortaleza und Natal     aktiv. In letzterer Pro­vinz­haupt­stadt  hatte der an­ge­sehene     Men­schen­recht­ler und Anwalt Fran­cis­co  Negueira gegen die     größ­ten­teils aus Po­li­zi­sten be­ste­hen­den  Kom­mandos er­mittelt:     Ver­gan­genen Ok­tober wur­de er auf of­fener  Straße durch  MPi-Salven    er­mor­det. Da­rauf­hin forderte die   Men­schen­rechts­kommission der    Or­ga­ni­sa­tion Amerikanischer  Staa­ten  (OAS) Brasilia auf,  wei­te­ren   zehn von Kommandos in Na­tal  Ver­folgten  Personenschutz zu  ge­währen.</p>
<p>KASTEN</p>
<p>Was ist das für ein Land?</p>
<p>In den Favelas, im Senat<br />
Überall Dreck.<br />
Die Verfassung achtet niemand,<br />
Aber alle glauben an die Zukunft der Nation.<br />
Was ist das für ein Land?</p>
<p>In Amazonas, in Arraguaia, in der Baixada Fluminense,<br />
Mato Grosso, den Geraes und im Nordosten alles ruhig.<br />
Im Tod finde ich Frieden, aber das Blut fließt weiter,<br />
Befleckt die Papiere, die wahren Dokumente,<br />
Auf denen der Patron sich ausruht.<br />
Was ist das für ein Land?</p>
<p>Song von Renato Russo (Legiâo Urbana)</p>
<p>Schweine in Uniform</p>
<p>Die Männer des Gesetzes sind alle Verbrecher<br />
Sie töten unschuldige Leute und machen in Ruhe weiter.<br />
Unausgebildet, inkompetent handeln sie wider die Vernunft,<br />
Anstatt für Sicherheit zu sorgen<br />
Verängstigen sie die Bevölkerung.</p>
<p>Sie sind darauf trainiert, eine reiche Minderheit zu beschützen<br />
Vor der armen Mehrheit, die mit ihrem Leben bezahlt.<br />
Und wenn Du ein Arbeiter bist,<br />
Dann hast Du die idealen Voraussetzungen,<br />
Um in das Netz zu stürzen<br />
Der offiziellen Todesschwadronen,<br />
Schweine in Uniform.</p>
<p>Sie halten sich für Männer<br />
Aber in Wirklichkeit ehren sie<br />
Nicht einmal ihren Namen.<br />
Bulle, mit Verlaub,<br />
Ich werde die Dinge beim Namen nennen:<br />
“Mit der Pistole in der Hand bist Du ein grimmiges Tier, ohne sie      schwänzelst Du rum und Deine Stimme kiekst wie im Stimmbruch.”</p>
<p>Song von Marcelo D2 und Rafael (Planet Hemp)</p>
<p>Brasilianische Rapper- und Hip-Hop-Gruppen verarbeiten die brutale Realität in ihren Songs.<br />
Übersetzung: Alina González / Elisabeth Schumann</p>
<h1>Die USA und die brasilianischen Folterer</h1>
<h2>Dokumente beweisen CIA-Beteiligung an alltäglicher Repression</h2>
<p>Von  1964 bis 1985 unterdrückte Brasiliens Militärregime     Andersdenkende und  mi­li­tan­te Oppositionelle auf grausamste Weise:     Todesschwadronen  ermordeten unzäh­lige Gegner der Diktatur, politische     Gefangene wurden  Haien lebendig zum Fraß vor­geworfen oder aus     Helikoptern gestoßen, in  Stücke gehackt, verscharrt an Strän­den Rio de     Janeiros &#8211; Brutalität war  alltäglich. Daß der US-Geheimdienst CIA   den   Re­pressionsapparat der  Generäle auf vielfältige Weise   unterstützte,   wußten  Men­schen­rechtsgruppen aus dem In- und Ausland   schon damals.   Jetzt  sorgen Doku­men­te über die damaligen   CIA-Aktivitäten in   Brasilien für  Schlagzeilen.</p>
<p>Wie die angesehene Zeitung O Estado de Sâo Paulo  berichtet, kon­nte     die nordamerikanische So­ziologin Martha Huggins  bis­lang     geheimgehaltene Kongreß­do­kumente einsehen, die die  Kom­plizenschaft     des CIA mit dem Unterdrückungsapparat von da­mals  bestätigen. Das   Fazit   der 53-jährigen Wissenschaftlerin: “Die Teilnahme  der CIA am   All­tag   der politischen Repression ist be­wiesen &#8211; die  Dokumente   sprech­en   sogar von gemeinsa­men Operationen &#8211; die  ameri­ka­ni­sche   Demokratie   partizi­pierte an der Schaffung eines    un­ter­drüc­kerischen Staates.”<br />
Besonders gravierend ist für Mar­tha Huggins, daß die CIA      Spe­zialkommandos für die bra­silianische Polizei ausbildete. In Rio de      Janeiro wurde eine “E­li­te” von vierzig Beamten zum Grund­stock der      berüchtigten To­des­schwadrone: “CIA-Agenten nah­men an Operationen   in    den Slums teil, aber auch an der po­li­ti­schen Unterdrückung &#8211;   und    be­rich­teten alles, was sie sahen, nach Washington.” Bis heute   sei in    den USA wenig bekannt, daß die CIA bei der Ausbildung von   Po­li­zisten    in anderen Ländern mit­macht: “Unsere Demokratie   be­nutzte die    Polizeibeamten, um in anderen Ländern eine   ide­ologische Kontrolle    aus­zuüben.”</p>
<p>CIA läßt Dokumente verschwinden</p>
<p>Ein anderes interessantes De­tail der Recherchen von Martha Hug­gins:      Die CIA half beim Auf­bau des Diktaturgeheim­dien­stes SNI mit,      “lieferte sogar eine Li­ste mit den Namen ge­eigneter,      ver­trauenswürdiger Mitarbeiter.” Auf einer anderen Liste waren al­le      Personen ver­zeichnet, die ge­mäß CIA-Ein­schätzung nach dem      Militär­putsch von 1964 ver­haftet wer­den sollten.<br />
Ärgerlich für die Soziologin, die bereits drei Bücher über Bra­si­lien      veröffentlichte, ist, daß laut Gesetz zwar jeder US-Bür­ger  offizielle     Dokumente über Re­gierungsaktivitäten einsehen darf, wenn  diese  länger    als 25 Jah­re zurückliegen &#8211; jene Seiten je­doch der   Kongreßpapiere  mit   CIA-Berichten über Folterungen der politischen   Polizei Brasiliens  sind   unleserlich gemacht; manch­mal fehlen sogar   ganze Blätter.<br />
In mühseliger Kleinstarbeit ge­lang es der Expertin, 26 Folte­rer von      politischen Gefangenen aus­findig zu machen und unter Wah­rung der      Anonymität zu in­ter­viewen. Einer davon, Militär­po­lizist, mochte      nicht, wie seine Kol­legen, bei einem Einsatz ge­fan­gengenommene      “Subversive” mit Schlägen traktieren und die Frau­en vergewaltigen. “Ich      for­derte, daß es doch besser sei, alle zu töten, anstatt sie zu      foltern”, sagte der Militärpolizist zu Mar­tha Huggins und berichtete      auch über den Abschluß der Ope­ration: Alle Gefangenen wurden hoch  über     der Wildnis lebendig aus einem Helikopter gestoßen.</p>
<p>Folterer heute in führenden Positionen</p>
<p>Helio Bicudo, während der Dik­tatur Präsident einer kirchli­chen      Kommission für Gerechtig­keit und Frieden, hat die Aussa­gen der      Soziologin bestätigt. Bi­cudo untersuchte damals die CIA-Aktivitäten      ebenso wie das Wü­ten der Todesschwadronen. Po­lizisten und      Armeeoffiziere Bra­siliens seien in den USA aus­ge­bildet worden &#8211;      manche, die da­mals zum Repressionsapparat ge­hörten, machten und machen      Kar­riere. Romeu Tuma, nach der Dik­tatur Chef der Bundespolizei,   ist    heute Kongreßsenator der star­ken Rechtspartei PPB.   Regi­meaktivist    Marco Maciel wurde gar Vize des jetzigen   Staatsprä­si­den­ten Fernando    Henrique Car­do­so &#8211; für Bicude auch   Beleg da­für, daß von echter    Vergan­gen­heitsbewältigung keine Rede   sein kann: “Hier in Brasilien    ha­ben die Leute ein kurzes   Ge­dächtnis.”<br />
Wie die Jahresberichte von am­nesty international und Hu­man Rights      Watch zeigen, gehö­ren Folter und Todesschwadro­nen auch zwölf Jahre      nach dem of­fiziellen Ende der Diktatur wei­terhin zum Alltag      Brasiliens, es “verschwinden” sogar mehr Men­schen als damals nach der      po­lizeilichen Festnahme. Die ka­tholische Kirche beklagt, daß im­mer      mehr nichtidentifizierte Ge­waltopfer beerdigt werden, ein  Groß­teil   auf   den überall im Lan­de anzutreffenden “geheimen  Fried­höfen”.</p>
<h1>Die Kirche gegen den Strich</h1>
<h2>“Helfen statt verurteilen” beim Umgang mit Kinderprostitution in Nordostbrasilien</h2>
<p>Durch  die neoliberale Wirtschaftspolitik der jetzigen     Mitte-Rechts-Regierung  ist in ganz Brasilien die Arbeitslosigkeit     deutlich angestiegen; im  Hinterland von Maranhao wurde deshalb laut     Experteneinschätzung die  Prostitution von Kindern und Jugendlichen     erschreckenderweise zur  wichtigsten und manchmal einzigen     Einkommensquelle armer Familien. Nicht  zuletzt die Kirche hat sich dem     Problem angenommen.</p>
<p>Zu Dutzenden  stehen zwölf- und dreizehnjährige Mädchen bereits in     der  Nachmittagsschwüle an der Brücke über dem von Hütten gesäumten Rio      Mearim und bieten sich den Passanten für nur fünf Realen an,- das   sind    nicht einmal acht Mark. Andere warten in den von madames oder    früheren   Amazonas-Goldgräbern geführten Billigbordellen der neuen Rua    do Campo   auf Kunden. Doch auch dort sind sie keineswegs geschützt  vor   der   Brutalität, die das Milieu prägt: Messerstechereien,   Schußwechsel  mit   tödlichem Ausgang sind keine Seltenheit, wobei   häufig Drogenkonsum  die   Hemmschwelle herabsetzt. Ausländische   Sextouristen spielen hier  nur eine   geringe Rolle, da das im Nordosten   Brasiliens gelegene  Pedreiras zu   weit von Touristengebieten  entfernt  liegt. Geradezu  gierig auf möglichst   junge Mädchen sind  sexbesessene  Machos aller  sozialen Schichten aus  der  Stadt selbst:  Nachbarn,  Familienväter der  Rua do Campo, Polizisten,   Politiker.  “Viele Mädchen  prostituieren  sich, weil die eigenen Eltern   sie dazu  anregen oder  zwingen”, sagt die  52jährige Franziskanerin Maria    Oliveira von der  lokalen  Frauenpastorale gegenüber. Sie verweist auf   die  Gründe der  Misere: Von  den rund 50 000 BewohnerInnen hat nicht   einmal  ein  Viertel Arbeit,  von denen wiederum verdienen 40 Prozent   höchstens  den  Mindestlohn von  umgerechnet 160 Mark.</p>
<p>Versteigerung von Jungfrauen</p>
<p>Pedreiras hat auch deshalb traurige Berühmtheit erlangt, weil dort in      Bordellen makabere Auktionen abgehalten werden, wo   Großgrundbesitzer,    Politiker und Unternehmer Jungfrauen zwischen neun   und vierzehn  Jahren   ersteigern, für eine einzige Nacht in einem   besseren  Stundenhotel.   Anschließend werden die Mädchen gewöhnlich   gezwungen,  als Prostituierte   zu arbeiten; manche enden in den   Goldgräbercamps  Amazoniens.<br />
Die Kirchengemeinde von Pedreiras fand sich mit der Situation nie ab.      Pfarrer Luiz Mario Luís gründete bereits 1963 ein      Rehabilitationszentrum, in dem Prostituierte lesen und schreiben sowie      einen Beruf erlernen konnten.<br />
Da die Zahl der Lernwilligen rasch zunahm, mußte das Zentrum vergrößert      werden, und die Bezirksverwaltung stieg als finanzielle Trägerin mit      ein. Schulunterricht erhalten inzwischen auch die Kinder der  Frauen,     derzeit sind es über 160 Mädchen und Jungen. Mehrere Dutzend   jugendliche    oder erwachsene Prostituierte sitzen auf den Bänken des   Zentrums, das    eher einer einfachen Lagerhalle ähnelt, und lernen   Nähen sowie andere    Handarbeiten. Inzwischen haben sie zum Teil   Kolleginnen als  Lehrkräfte.   Die Direktorin und Mitbegründerin   Benedita Leite versucht,  sie davon   abzubringen, weiter auf den Strich   zu gehen, jedoch ohne  Erfolg. Denn   wie in tausenden anderen Städten   und Gemeinden der  zehntgrößten   Wirtschaftsnation der Welt erhalten   LehrerInnen und  andere öffentliche   Bedienstete auch in Pedreiras   nicht einmal den  gesetzlich   vorgeschriebenen Mindestlohn von   umgerechnet etwa 160 Mark.  Schlimmer   noch: Die Bezirksverwaltung, der   wichtigste lokale  Arbeitgeber, zahlt   das Hungersalär um bis zu elf   Monate verspätet aus.  “Ich gebe gerne   Unterricht”, sagt eine   Prostituierte, “doch das  letzte Mal habe ich im   August Geld   gekriegt”. Viel ist es ohnehin  nicht, nur an die neunzig   Mark. Und   Brasilien hat derzeit ein  ähnliches Preisniveau wie Europa.</p>
<p>Erfolge &#8211; Rückschläge</p>
<p>Daß krasse Armut brutalisieren, verrohen und abstumpfen kann und die      Betroffenen häufig dazu bringt, sich aufzugeben, beobachten Benedite      Leite und die Franziskanerin Maria Oliveira täglich. In den      Bretterhütten am Rio Mearim dominiert in den vielköpfigen Familien      Promiskuität; Die Mädchen lernen nur die Gesetze ihres Milieus kennen      und sehen die Prostitution als einzige &#8211; und attraktive &#8211; Möglichkeit,      im Leben voranzukommen. Ihnen Unterricht zu geben, ist extrem    schwierig,   denn die Mädchen sind nicht daran gewöhnt, sich zu    konzentrieren und   lange Zeit zuzuhören. “Wir dürfen sie nicht    verurteilen, sie uns zu   Feinden machen” betont Maria Oliveira,    “sondern müssen immer wieder auf   sie zugehen, ihnen helfen, den Raum    der Kirche als Alternative   anbieten.” Erfolge beim Schwimmen gegen  den   Strom gibt es. In der Straße   am Fluß treffen sich Kinder und    Erwachsene im neuen Gemeindesaal zu   kirchlichen Aktivitäten, eine    Jugendgruppe stabilisiert sich. Maria   Oliveira lehrt Katechismus,    feiert Weihnachten und Ostern in den   Familien, bringt diesen die    Brüderlichkeitskampagne der   Bischofskonferenz nahe, und hält Kontakt    zu denjenigen Frauen, die mit   ihrer Hilfe aus dem Bordell in einen    Beruf wechselten.<br />
Doch die madames besorgen sich immer wieder Mädchennachschub. Dabei      rekrutieren sie jetzt schon im Hinterland, ködern mit der Aussicht auf      “ehrliche Arbeit” und locken damit Jugendliche in den    Schuldenkreislauf.   Versucht Maria Oliveira, solche Minderjährigen zur    Rückkehr zu  bewegen,  hört sie immer wieder ein Argument: “Ich kann    nicht weg, weil  ich von  der madame neue, schicke Kleider angenommen    habe, die ich erst   abbezahlen muß!” Die Franziskanerin stellt deshalb    eine   Bordellbesitzerin zur Rede und bekommt wie stets eine    drastisch-grobe   Antwort: “Meine Schuld ist das nicht. Diese Hündinnen    kommen doch   angelaufen und bitten mich um Arbeit!” Weil die madames    den   Neuankömmlingen weder den Besuch des Zentrums noch der Kirche    gewähren,   geht die Franziskanerin selbst zu ihnen an den Brückenstrich    und setzt   sich notfalls an die Bordelltischchen: “Einmal spreche  ich   mit den   Mädchen über Gott, ein anderes Mal über   Geschlechtskrankheiten  und Aids.   An der Brücke kommen viele schon auf   mich zugerannt und  umarmen mich!”<br />
Kinderprostitution ist typisch für Brasiliens Norden und Nordosten.      UNICEF, Kirche und NGOs haben in Maranhao bereits eine Kampagne gegen      die praktisch straffreie sexuelle Ausbeutung Minderjähriger gestartet,      denn laut Menschenrechtsaktivistin Sandra Torres gehört es bereits   zur    Gesellschaftskultur, abnorme Situationen als normal zu  betrachten  und    hinzunehmen.<br />
Während in Pedreiras Kinder aus Hunger und Not ihren Körper verkaufen,      zeichnet der Staatspräsident Fernando Henrique Cardoso im nur 277      Kilometer entfernt Sao Luis, der Hauptstadt Maranhaos, vor Mikrophonen      ein positives Bild der Lage im Lande. Der Soziologe weist auch die      Kritik der Bischöfe an seiner neoliberalen Politik zurück, erwähnt  weder     Kindersklaverei noch Kinderprostitution oder     Jungfrauenversteigerungen.  Neben Cardoso steht der jetzige     Kongreßpräsident und Ex-Staatschef José  Sarney &#8211; seit Diktaturzeiten     reichster und mächtigster Mann in  Maranhao. Daß hier alles beim alten     bleibt, liegt nach Aussagen von  Menschenrechtlern vor allem an ihm  und    seinen politischen Freunden.</p>
<h1>“Ich könnte jederzeit fliehen”</h1>
<h2>Volmer do Nacimentos Alltag zwischen Gefängniszelle und Tropenlandschaft</h2>
<p>Der  47-jährige Schwarze Volmer do Nacimento wagte als einer der     ersten  Brasilia­ner, auf Straßenkinder spezialisierte Todesschwa­dronen     und  deren Drahtzieher öf­fentlich anzuzeigen. 1993 wurde er wegen      vorgetäuschter Entführung und “Ver­leumdung von Rich­tern” zu vier      Jahren und neun Monaten Haft verurteilt, die er im halboffenen      Strafvollzug verbringt (siehe LN 261). Die brasilia­nische      Men­schen­rechtsorganisation Projeto Legal in Rio de Janeiro kämpft für      seine Freilas­sung.</p>
<p>Am schlimmsten sind die Sonn- und Feiertage.  Dann muß Volmer den     ganzen Tag in einer engen Gefängniszelle  verbrin­gen, im fünf     Autostunden nörd­lich von Rio gelegenen  Provinz­städtchen Natividada.     Seine Frau und seine Kinder sitzen  der­weil traurig nur rund 300  Meter    von Nacimento entfernt. Der  Bürger­rechtler liest dann  stapel­weise    Bücher und Zeitungen, schmie­det  Pläne für die Zeit  nach der Haft,  und   erinnert sich auch an die  Gespräche mit dem  Präsi­denten des    Europaparla­ments. Wütend macht  Nacimento, daß er  die nach wie vor aus    Straß­burg her­einflatternden  Einladun­gen  nicht annehmen darf. “Ich    bin ein Gefangener, weil ich es  selbst  will, denn mit meinem Wagen    könnte ich fast jederzeit fliehen &#8211;  und  nie­mand würde mich finden.”    Der lang­jährige Koordinator der   nationalen Stra­ßenkinderbewegung tut    es nicht. Schließlich trägt   Nacimento die Ver­antwortung für mehrere    von ihm selbst gegründete   Projekte, die er selbst leitet. Zu einem  der   wichtig­sten, einer auch   mit deut­schen Geldern finanzierten    Land­wirtschaftsschule für   Ju­gend­li­che, eilt er an Arbeitsta­gen    je­den Morgen. Der gelernte   Buch­hal­ter, dessen sozialpoliti­sches    Engagement in  Basisge­meinden  und Pastoralen der ka­tholischen Kirche    begann,  emp­fängt die bislang  neunzig Schü­ler­Innen, berät sich mit     Agro­nom­In­nen,  Zootechniker­In­nen und Lehrer­Innen, verteilt     Auf­trä­ge: “Die El­tern  der mei­sten Ju­gend­lichen hier sind     ver­elen­dete Wanderar­beiter der  Re­gion, mit ihnen zie­hen sie herum,     schuften auf Plan­tagen der  Groß­grund­be­sit­zer, ge­hen so gut  wie    nie in die Schule, flüchten aus  Perspektiv­losigkkeit in die  Slums  von   Rio. Die Schule wurde gegründet,  da­mit die Kin­der hier  bleiben,  die   Landflucht gestoppt wird.”</p>
<p>Die Landflucht stoppen</p>
<p>Jeder Schüler be­kommt mo­natlich umgerechnet rund neun­zig Mark und      damit weit mehr als für Plantagenarbeit. Das Geld stammt von zwei      holländischen Un­ternehmern. Der deutsche Child­ren Mission Fund in      Über­lingen zahlt die Löhne der Leh­rer­Innen und beteiligte sich am  Bau     des Schulhauses am Rande von Nativi­dade in tropischer Idyl­le.  Es   ist   nur halbfertig, ein Pro­viso­rium &#8211; in Deutschland würde  niemand   darin   lernen und lehren wollen. Und auch die vom deut­schen  Konsulat   in Rio   fi­nan­zier­ten Ausrüstungen für ein La­bo­ratorium  zur   einfachen   Heil­mit­telherstellung können nicht in­stalliert,  rund 300     Kurs­an­wär­ter nicht aufgenommen werden. Die Schuld trägt  laut  Volmer    do Na­cimento die Mitte-Rechts-Re­gierung von  Staatsprä­sident     Fer­nan­do Henrique Cardoso und des­sen Freund aus  der     Sozialde­mo­kratischen Partei PSDP, Rio-Gou­verneur Marcello  Alencar.     Wäh­rend eines Belgienbesu­ches 1995 traf Cardoso  überraschen­der­weise     auf eine Gruppe von Men­schen­rechtlerInnen,  die ein Poster von     Nacimento tru­gen und dessen Freilassung  forder­ten. Wie stets in     solchen eigent­lich brenzligen Fällen  stimmte Car­doso taktisch     geschickt mit den KritikerIn­nen überein:  “Ihr habt recht &#8211; wir werden     damit auf­hören.” Das Ver­sprechen  blieb fol­genlos und auch die zum     Jah­resbeginn 1996 vertraglich  zu­gesicherten rund 90.000 DM von     Co­munidade Solidaria, dem von der  Präsi­dentengattin gelei­teten     Wohl­fahrtsprogramm, tra­fen bisher  nicht ein. Ebensowe­nig, trotz     mehrfacher Mahnung, die etwa 100.000  DM des Rio-Gouver­neurs. “Wir     werden im­mer nur mit Ausflüchten  abge­speist”, kom­mentiert Nacimento,     “aber viele andere NGOs  be­kom­men ver­sprochene Mittel eben­falls    nicht  &#8211; wofür ist die  Comu­nidade Solidaria dann ei­gentlich da? Wir    können  nicht im­mer  nur mit Geld aus dem Ausland ar­beiten &#8211; wo bleibt    da die  eigene  Ver­antwortung Brasi­liens?” Den briti­schen Konsul in    Rio, der  dem  Schulprojekt einen Traktor spen­dierte, verblüfft    ebenfalls, daß die   Regierung nichts über­weist. Dagegen wird laut    Pres­seangaben ein   existie­render “Sozialer Dringlichkeits­fonds” fast    täglich vom   Mitte-Rechts-Kabi­nett angezapft, um Diplo­matenempfänge,    Bankette  oder  üp­pige Geschenke für aus­ländische Gäste zu   finanzieren.<br />
Die achtzehnmona­tigen Kurse der Escola Fasenda laufen den­noch wei­ter.      “Fast alle, die mit amtlichem Zerti­fikat abschließen werden, haben      be­reits eine Ar­beitsstelle sicher,” freut sich Naci­mento, “nach   der    Präfektur sind wir hier der zweitgrößte Ar­beitgeber!” Abends  muß  der    nicht nur in Europa bekannteste Häftling Brasiliens wieder  in  die  Zelle.   Der Polizeichef von Nati­vidade bekam bereits aus  aller  Welt  über   tausend Protest- und Soli­daritätsbriefe, mindestens   ebenso­viele    landeten beim Gou­verneur von Rio und im   Justiz­ministerium.<br />
Nacimento leidet indessen sichtlich unter der Situation, wollte 1996      durch einen Hunger­streik die Wiederaufnahme sei­nes Verfahrens und      Ermittlungen ge­gen Todesschwadronen und de­ren Hinter­männer erreichen  &#8211;     was nicht gelang. Eine der wich­tigsten moralischen vor al­lem  aber     juristi­schen Stützen ist die Men­schenrechts­organisation  Projeto   Lagal   in Rio de Janeiro. Sie er­reichte bisher, daß  Naci­mento seine   Haft   nicht unter ständiger Lebens­gefahr in einer  völ­lig überfüllten   Zelle   Rios, sondern im halboffenen Vollzug in  Natividade ver­bringt.   Für   An­walt Carlos Nicodemos, Lei­ter des  ebenfalls vom deutschen   Child­ren   Mission Fund unter­stütz­ten  Projeto Legal, ist der Pro­zeß   gegen   Nacimento kaf­ka­esk: “In  Untersuchungsbe­richten des   Bun­desparlaments   und selbst der  Abgeordneten­kammer des   Bun­desstaates Rio über die   Er­mor­dung von  Kindern und   Ju­gend­lichen, ebenso in der Presse,   wer­den die­selben  Richter   we­gen ihrer Verwick­lung in Ak­tivitäten von    Todesschwadro­nen   auf­ge­führt, die auch Volmer do Naci­men­to   nannte.”<br />
Anwalt Nicodemos eilt min­destens ein­mal im Monat mit dem Wagen nach      Na­tividade, spricht seinem Mandanten Mut zu. Dessen Geburtstag im      ver­gan­genen November fiel ausge­rechnet auf einen Sonntag. Daß er ihn      dank Ni­codemos nicht durch­weg in der Zelle verbringen mußte,   sondern    mit seiner schwangeren Frau und den Kin­der zusammensein   konnte, war    wie­der ein kleiner Sieg.</p>
<p>Letzte Meldung: Seit Anfang Ja­nuar hat Volmer rund um die Uhr     Freigang,  d.h. er muß sich jetzt lediglich re­gelmäßig bei der Polizei     mel­den.  Und die schlech­te Nach­richt: Nach heftigen Re­gen­fällen     ver­sank das  Gelände der Land­wirt­schaftsschule unter ei­ner  vier­zig    Zentimeter  dicken Schlamm­schicht. Die Gebäude ste­hen zwar  noch,  aber   die Ernte  ist völlig zerstört.</p>
<h1>Fünf-Sterne-Rassismus</h1>
<h2>Schwarze fahren keine Importautos</h2>
<p>Der  Ehemann ist weiß, die Ehefrau ist schwarz. Am Hoteleingang     verwehrt ein  Wächter der Ehefrau den Zutritt: Prostituierte dür­fen     nicht mit aufs  Zimmer. Wer glaubt, dieser Vorfall wäre die Ausnahme,     irrt. Unter der  Oberfläche scheinbarer In­tegration zeigt sich das  Bild    einer verdeckten  Apartheid.</p>
<p>Die Schwarzen müs­sen wis­sen wo ihr Platz ist, lautet  eine uralte,     immer noch hochaktuelle Redewendung in Bra­silien.  Ge­meint ist   damit:   Sklavennachfah­ren haben nichts in der Mittel- und    Ober­schicht,  deren  Krei­sen und Ambiente zu suchen. Sie werden    entsprechend  stigmati­siert  und behandelt. Wie dies in der Praxis    funk­tioniert,  bekam jetzt der  Züricher Fritz Müller, Fach­direktor   der   Cre­dite-Suisse-Bank, in Rio  de Janeiro zu spü­ren. Als er mit   seiner   schwarzen, aus Rio stammenden  Ehefrau Adriana nach einem     Restaurant­be­such ins First-Class-Hotel  In­tercontinental     zu­rückkehrte, wur­de Adriana von einem mus­ku­lö­sen  Wachmann grob     ge­stoppt: Eine Garota de Programa, so hei­ßen  Prostitu­ierte im     Rio-Slang, dür­fe nicht mit aufs Zim­mer. Direktor  Müller ließ sich von     seiner Frau über­setzen worum es ging und schlug  gehö­rigen Krach,     stellte den Wach­mann zur Re­de, verlangte von der  Ho­tel­lei­tung   eine   formelle Entschul­di­gung. Denn ohne  ent­sprechende Vor­schrift   hätte   der Wächter kaum so gehandelt.</p>
<p>Rassismus &#8211; Machismus</p>
<p>Die Zeitung O Globo be­schrieb den Fall unter der tref­fenden      Überschrift “Fünf-Sterne-Ras­sismus”. Kaum ein mit einer dunkel­häutigen      Brasilia­nerin be­freundeter oder verheirateter Eu­ropäer, der in    Rio,   Sâo Paulo, Sal­vador de Bahia oder Fortaleza nicht ähnliche     Erfahrungen  ge­macht hat. Wer brasilianisches Portugiesisch nicht     versteht, be­kommt  kaum mit, daß der Gang über die Strandpromenade für     sei­ne Partnerin  ge­legentlich ei­nem Spießrutenlauf gleicht. Wei­ße      Mit­telschichtsmachos der übel­sten Sorte, in Brasilien alles  andere   als   dünn ge­sät, lassen eine Bösartigkeit oder Obszöni­tät  nach der    anderen  fallen, ge­hen davon aus, daß der tumbe Gringo  sicher nichts    ver­steht  und wohl im­mer noch glaubt, was die  mei­sten Reiseführer    kolportie­ren:  Brasilien, ein wun­dervoller  Schmelz­tiegel der Rassen,    ein Beispiel  gelun­gener Integration  ver­schiedener Hautfarben, von    Dis­kriminierung  keine Spur.<br />
Wer aber die Oberfläche, die schil­lernde Er­scheinungsebene ver­läßt,      stößt auf Brasiliens hocheffi­ziente verdeckte Apart­heid. Die ist  von     den schwachen, wenig respektierten Schwarzen­or­ganisationen  weit     schwerer zu packen und zu attackieren als die aus Süd­afrika  bekannte     of­fene Ras­sentren­nung. Schwarze, Mu­latt­Innen gehören  in die  Slums,    in die Unterschicht, in die drek­kig­sten,   schlechtbezahltesten    Be­ru­fe. Schwarze Frauen sind ge­mäß diesem   Denk- und    Ver­hal­tens­muster Hausdienerinnen, Rei­ne­machefrauen,   bestenfalls    Su­per­marktkassiererinnen. Oder aber: Schwarze Frauen   sind bis zum    Beweis des Gegen­teils Pro­sti­tuierte, Touristenhuren,   die man    entsprechend behandeln kann.<br />
Untersuchungen belegen, daß in­for­melle Mechanismen ge­wöhn­lich den      Auf­stieg Dunkel­häutiger in gutbezahlte qualifi­zierte      Mittel­schichtsberufe ver­hin­dern. Privatban­ken bilden da keine      Ausnahme. Bei meh­reren spricht das gängige System der zwei      Kundenschlangen Bände. Wer besser verdient und umge­rech­net mindestens      einige tau­send Mark auf seinem Konto hat, steht in der kürzeren   Fila,    wird bevorzugt behandelt und ist ge­wöhnlich weiß. Wer zu den      Schlecht­bezahlten gehört, aber glück­lich ist, dennoch ein Konto      besitzen zu dürfen, muß in der längeren Schlange gelegentlich Stunden      warten, schaut nei­disch, frustriert oder mit Groll auf die   Be­vorzugten    mit dem dickeren Geld­beutel. Welche Hautfarbe in der   langen Fila    domi­niert, läßt sich in Rio gut beobachten.<br />
Wer mit dunkler Haut den­noch den sozialen Aufstieg schafft, hat im      Alltag fast pau­sen­los Ärger. In Sâo Paulo wird eine er­folgreiche      schwarze Schau­spielerin von weißen Ma­dames im­mer wieder auf der      Straße gefragt, ob sie nicht als Haus­dienerin anfangen wolle, sie sehe      so gut und gesund aus. Der schwarze Sänger und Komponist Dicró wird   in    Rio de Janeiro von Si­cherheitsleuten zu seiner eige­nen Show   nicht  auf   die Bühne ge­lassen. Ironisch erklärt er: “Mehr­mals haben   sie  mich  auch  schon ge­schnappt, als ich meinen eigenen Wa­gen  klauen   wollte.”  Wie  überführte Au­todiebe wer­den ebenfalls immer  wieder    gut­ver­dienende  schwarze Fußball­spieler traktiert, die  teure    Im­portwagen fahren.  Oleude Ri­beiro vom Verein Portuguesa von  Sâo    Paulo wurde mit Blau­licht  in seinem Ford-Jeep ge­stoppt und  mit dem    Revolver am Kopf gründlich  durchsucht: “Mein tiefentsetzter  kleiner    Sohn woll­te danach wissen, ob  diese Männer Ban­diten waren.     Schwie­rig, ihm zu erklären, daß alles nur  geschah, weil wir  Schwarze    sind.”<br />
Der auch in Eu­ropa bekannte schwarze brasiliani­sche Musiker Djavan      erläutert: “Wenn du be­rühmt wirst, ver­lierst du sozusa­gen deine      Hautfarbe. Das heißt nicht, daß dich die Leute auf einmal mögen. Sie      beginnen nur, dich zuzulas­sen.”</p>
<h1>Weniger als ein Quadratmeter</h1>
<h2>Brasiliens Gefängnisse offenbaren Bilder wie aus einem Gruselfilm</h2>
<p>Unter  der Regierung von Präsident Cardoso verschlechtert sich die     Lage in den  total überfüllten Gefängnissen weiter. “Niemand ist an     einer  Resozialisierung der Häft­linge interessiert,” so Padre Mauzeroll     von  der Gefangenenseelsorge der katholi­schen Kirche.</p>
<p>Eine  mittelalter­lich anmu­ten­de Ge­fängniszelle in Rios Stadt­teil      Realengo. Gesetzlich hat je­der der mehreren Dut­zend In­sas­sen      Anspruch auf min­de­stens acht Quadrat­meter, hier da­gegen hat er  nicht     einmal ei­nen ein­zi­gen. Ge­schlafen wird des­halb in  Schichten.     Während ein Teil auf dem feuchten Beton liegt, hängt der  andere in     Stoff­schlau­fen da­rü­ber, die an den Git­ter­stäben  be­fe­stigt sind.     In ei­ner Zelle im Stadt­teil Bangu bie­tet sich  ein ähn­liches Bild:    35  fast nackte, schwit­zende Männer auf nur  sech­zehn Quadratmetern,     bei­ßen­der Fäkalienge­ruch, nachts  Rat­ten, die psychische  Span­nung    fast mit Händen greif­bar. Neun  von zehn haben Krätze und  Fu­run­kel.  In   der heißesten Jahres­zeit  herr­schen bis zu sech­zig  Grad in den    Zellen, täglich fallen dann  an die zwanzig In­sas­sen  ohn­mächtig um,    werden von den Wärtern  herausge­zerrt und durch  an­dere ersetzt. Um aus    die­ser Höl­le  herauszukommen, in eine  we­niger über­füllte Zelle    verlegt zu  werden, beste­chen Häftlinge  ih­re Aufseher mit um­gerechnet    bis zu  5.000 DM. Es gibt auch  Ge­fängnisse, in denen die In­sas­sen  das    nötige Geld  zu­sam­men­le­gen und dann den Be­günstigten wie in  einer    Lotterie  per Los be­stimmen. In Bangu kom­men die not­wendigen  Reais   von  der  Fa­mi­lie oder von Verbre­cher­syn­di­ka­ten. Je größer,  je     un­er­träg­li­cher die Hitze, umso hö­her stei­gen die Preise auf      die­sem Schwarz­markt. Nur einmal am Tag gibt es Essen von      haar­sträu­ben­der Qualität, Lebens­mittel­pa­ke­te der Angehörigen      werden ge­wöhn­lich nicht ausge­händigt. Fol­terungen sind die Regel,      nicht nur in Rios Gefäng­nissen. Ein An­walt be­schreibt einen Fall  aus     dem Jahr 1996: “Polizisten mit Ka­puzen miß­handelten 116   Ge­fan­gene    mit Elektroschocks, alle wie­sen Blutergüsse auf und   wur­den    dar­überhinaus zu sexu­ellen Hand­lungen gezwungen.”<br />
Fast täglich wer­den Fälle tot­ge­folterter, er­schlagener Häft­linge      bekannt. Doch die politisch Ver­ant­wortlichen rühren sich kaum, nur      we­nige Intellektuelle pro­testieren und die Gesellschaft scheint  sich     an die grauen­vollen Zustände ge­wöhnt zu haben.<br />
Nach dem letzten offiziellen Zen­sus bieten die 511 Gefäng­nis­se      Brasili­ens Platz für höch­stens 60.000 Per­sonen. Mit über 148.000      Gefangenen sind sie da­mit mehr als doppelt be­legt. Not­wen­dig, so      heißt es, seien 145 neue Gefängnisse. Rund 95 Pro­zent der Häft­linge      sind Arme, 96 Pro­zent Männer, etwa drei Vier­tel Voll- und      Halbanal­phabeten. Der typi­sche Gefangene, so eine Stu­die, ist      dunkelhäutig und jün­ger als 25 Jahre. Jeden Monat kommt es laut      Statistik zu min­de­stens drei großen Häftlingsre­vol­ten; die meisten      von ihnen wer­den aller­dings der Öf­fent­lich­keit ver­heimlicht.</p>
<p>Pervertieren statt resozialisieren</p>
<p>Amnesty international und Human Rights Watch/­Ame­ri­cas prangern die      Zu­stände in den bra­silianischen Haftan­stalten als “pu­ren  Horror”    an.  Aber auch die Gefange­nenseelsorge der katho­li­schen  Kirche  läßt   nicht  locker. Padre Geraldo Mau­zeroll von der Pa­storal   Carçeraria im    Bundes­staat Sâo Paulo: “Wer ins Ge­fängnis kommt,  wird  pervertiert,    wird angesehen und be­handelt wie ein Tier.  Niemand ist  an ei­ner    Besserung oder Resozialisie­rung der Insassen   interessiert. Die    Gesellschaft rächt sich an ihnen. Sie läßt sie   intellektu­ell, seelisch,    mora­lisch, kulturell und nicht selten   sogar physisch ster­ben.”  Padre   Mauzeroll hört auf Polizeiwachen und   in Gefängnis­sen sehr  häufig den   Spruch: “Nur ein toter Häftling ist   ein guter Häftling!”  Der Padre geht   seit 1973 in die Gefäng­nisse  und  leitete die letzten  sechs Jahren die   Seel­sorge. Was er täg­lich  zu  sehen be­kommt,  scheint kom­mer­ziellen   Horror­filmen ent­lehnt:   Häftlinge verfaulen  buch­stäb­lich in ih­ren   Zellen. Die   Ge­fängnisärzte sind selbst  Krimi­nelle, weil sie Kranke   be­wußt   nicht behan­deln, sie sterben  las­sen, dafür aber nie zur     Rechen­schaft gezogen werden.  Tuber­ku­lo­se grassiert, über die     Ge­sichter Tod­kran­ker laufen  Amei­sen. Kri­mi­nell handeln auch     Richter und Staats­anwälte, die  sehr wohl über Folter und alle an­deren     Men­schenrechtsverlet­zungen  de­tail­liert informiert sind und   den­noch   nicht ein­greifen.<br />
Gefängnisleitungen und Wär­ter ermögli­chen den Dro­gen­han­del und      -kon­sum hinter den Git­ter­stäben. Ein Direktor zu Padre Mauzeroll:      “Drogen müs­sen dort drin sein, damit die Ge­fangenen ruhig bleiben.”<br />
Ein besonders fin­steres Kapi­tel ist darüber hinaus die sexuelle      Ge­walt, die von perversen Auf­se­hern sogar ge­fördert wird. Padre      Mauzeroll: “Wird ein we­gen Vergewalti­gung Verurteilter ein­geliefert,      stecken ihn die Wär­ter extra in be­stimmte Mas­sen­zel­len, damit  er     dort von fünf­zehn, zwan­zig Häftlingen ver­ge­wal­tigt wird. Das   ist    Gesetz in den Kerkern, und so verbreitet sich Aids sehr  schnell.”   Selbst   nach amtlichen An­gaben haben sich bereits über  zwanzig   Pro­zent der   Insas­sen mit dem Aids-Vi­rus infiziert. Ein  Großteil der   rund 150.000   brasiliani­schen Ge­fan­genen hat  homosexuellen   Ver­kehr, gewöhnlich   unge­schützt, Pro­miskuität ist  normal.<br />
Vitor Carreiro teilte in Rio eine Zelle jahrelang mit 47 ande­ren      Häftlin­gen, hat jetzt sichtbar Aids und sagt es deutlich: “Alle Welt      weiß, daß die Frau des Ge­fan­genen der andere Gefangene ist.” José      Ferreira da Silva, eben­falls HIV-posi­tiv, berichtet von vier festen      und acht gelegentli­chen Partnern. Keiner hatte Prä­servative  benutzen     wollen.<br />
“Wenn die Lage in den Ge­fängnissen in Sâo Paulo und Rio de Janeiro      bereits so schlimm ist”, gibt Padre Mauzeroll zu be­denken, “wie muß sie      dann erst in den stark unterent­wickelten Gebieten des Nordens und      Nord­ostens sein?” Padre Mauzeroll drückt sich im Ge­gensatz zu so      vie­len Landsleuten um solche un­beque­men Wahrheiten nicht. Er hat      keine Probleme damit, die von den Autoritäten gerne ver­steckten und      verdrängten Pro­ble­me offen an­zusprechen. “Doch wer über die  Zu­stände     re­det und in­formiert, stirbt”, lautet eine an­dere Regel  &#8211;     Pistoleiros, Be­rufs­kil­ler, erle­digen dies. Padre Mau­zeroll  weiß,     daß auch sein Leben in Gefahr ist. Den­noch klagt er offen die  soziale     Ord­nung Brasi­liens an: “Sie ist schuld an der  grauenhaften     Si­tu­a­tion!”<br />
Wärter und Spe­zialeinheiten ge­hen gewöhnlich äußerst brutal gegen      meu­ternde Häftlinge vor. 1992 wurden im Gefängnis Ca­ran­diru von Sâo      Paulo minde­stens 111 In­sassen von Militär­polizisten massa­kriert.      Politisch Ver­antwortliche und di­rekt Be­tei­ligte blieben bisher      straffrei. Die letzte Revolte in Carandiru er­eignete sich Ende  Oktober.     670 Ge­fangene nahmen dort 27 Wär­ter als Gei­seln und  forderten die     Ver­legung in eine andere Haftan­stalt. Fünf  Gefan­gene versuchten  mit    einem Müll­fahrzeug zu flie­hen, vier von  ih­nen wurden von     Mi­litärpolizisten er­schossen.<br />
Die Rechtanwältin Zoraide Fer­nandez weist noch auf eine be­sondere      Absurdi­tät hin. Tau­sende von Häftlingen wer­den nach verbüßter Strafe      oft noch jahrelang festge­halten, allein in Rio waren es 1995      min­destens 560. Hinzu kommen jene, die unrechtmäßig in die Zellen von      Po­lizei­wachen gepfercht und dort mitunter regelrecht verges­sen      werden.</p>
<h1>Menschenrechte ja &#8211; aber nicht für Schwule</h1>
<h2>Todesschwadronen jagen Homosexuelle &#8211; 1300 Morde seit 1980</h2>
<p>Staatspräsident  Cardoso präsentierte in Brasilia mit großem Pomp     einen “Nationalen Plan  für Menschenrechte” &#8211; doch die Show stahl ihm     Luiz Mott,  intel­lektueller Führer der brasilianischen     Schwulenbewegung. Weil die  Homosexuellen in dem Dokument nicht einmal     erwähnt werden, entrollte  Mott ein Transparent “Gays querem Justiça”-     (Schwule wollen  Gerechtigkeit) und nannte Fakten zur  sy­stematischen    Verfolgung der  Homosexuellen in Brasilien.</p>
<p>Laercio, 22, und Mariquinhos, 30,  wohnten in Rios armseliger     Nordzone in einem simplen Häuschen, waren  beliebt und gal­ten als     hilfsbereit, fröhlich. In einer Novembernacht  werden sie von einem der     berüchtigten “Kom­mandos zur Jagd auf Gays”  überwältigt &#8211; fünf     Kapuzenmän­ner stoßen die beiden bis zur na­hen  Bahnlinie, dann krachen     Pi­stolenschüsse. Anwohner finden Laercio und  Mariquinhos in ih­rem     Blut, stellen erschüttert Ker­zen auf.<br />
Luiz Mott erläutert: “In Bra­silien sind mindestens vierzehn      Todesschwadronen hinter Ho­mosexuellen her. Seit 1980 wur­den über 1300      Schwule ermor­det, 1996 waren es bisher 85, aber unsere Statistik  ist     sehr un­vollständig.” Das stimmt, denn von den Serienmorden der    letz­ten   Wochen in Rio wußte Mott zu diesem Zeitpunkt noch nichts.    Hinzu kommt,   daß Angehörige wegen der bestehenden Vorur­teile gegen    die Schwulen   oftmals die Natur des Verbrechens ver­schweigen.<br />
Universitätsprofessor Mott, 50 Jahre alt, Präsident der Grupo Gay do      Bahia (GGB) und Se­kretär für Menschenrechte der Bra­silianischen      Vereinigung für Gays, Lesben und Transvestiten (ABGLT), lehrt in der      nordost­brasilianischen Küstenmetropole Sal­vador da Bahia &#8211; auch dort      werden Schwule diskriminiert, ver­folgt und ermordet. Mott spricht  von     “Opfern des Ma­chismus”, die Täter gingen ge­wöhnlich straffrei  aus.   So   seien bei über vierzig Prozent der Schwulenmorde die Täter    er­mittelt   worden, nur zehn Prozent kamen jedoch letztlich vor    Ge­richt und wurden   dann fast im­mer freigesprochen.</p>
<p>Archiv über Homosexualität</p>
<p>Ein schönes Kolonialhaus in Salvador da Bahia beherbergt im ersten     Stock  den kleinen Sitz der Grupo Gay do Brasil mit dem immerhin  größten     lateinameri­kanischen Archiv über Homose­xualität. Die GGB  ist die     älteste und aktivste Homosexuellenver­einigung in  Lateinamerika. Nach     dem Klingeln schaut der Leiter zunächst prüfend  auf den Besu­cher und     wirft danach den Schlüssel hinunter. Oben kann  man sich eine  Ausstellung    über homosexuelle Männer und Frauen  ansehen, von Platon,  Leonardo da    Vinci, Shakespeare, Cleopatra und  James Dean bis hin zu  der berühmten    Sängerin der Musica Popular  Brasileiro, Maria Bethânia.  Man wird    höf­lich zu den zwei  wöchentlichen Versammlungen  eingeladen, an denen    auch Bi- und  Heterosexu­elle teilnehmen. Vor dem  Ab­stieg über die    steile  Holztreppe teilt der GGB-Leiter  Präserva­tive, “Camisinhas”, aus &#8211;     schließlich ist die Gruppe  beson­ders aktives Mitglied in der vom     Gesundheitsministerium  geführ­ten Nationalen Kommission zur     AIDS-Bekämpfung.<br />
In der Stadt selbst machen die Homosexuellen drastisch auf sich, ihre      Freuden und Probleme aufmerksam. “Liebe mit Vor­sicht &#8211; suche Deine      amantes bes­ser aus”, steht groß auf Schauta­feln, und “Laß Dich nicht      von AIDS ins Jenseits befördern, aber laß Dich auch nicht  ermor­den!”     Die Warnung ist nicht un­begründet, druckte doch gar  eine große  lokale    Zeitung regelmäßig folgende Anzeige: “Halte  Salva­dor sauber &#8211;  töte    jeden Tag einen Homo!”</p>
<p>Erscheinungsebene &#8211; Wirklichkeit</p>
<p>Brasiliens Schwulenszene prä­sentiert sich anders als zum Beispiel     jene  in San Francisco oder gar in Deutschland. Gays fallen viel mehr     auf,  haben ihre Kneipen, Discos, Strände, Zeit­schriften. Der Terror     gegen  Schwule existiert indessen wei­ter, scheint sogar stark     zuzuneh­men.   Motts Grupo Gay do Bahia hat deshalb ein     “Über­le­benshandbuch”  publi­ziert, das zahl­reiche praktische Tips zur     Selbstverteidigung  gibt. Mott hat das Handbuch in Brasi­lia, Belo     Horizonte, Curitiba und  Recife vorgestellt. In jeder Stadt gab er die     Namen der dort in den  letzten Jahren ermordeten Schwulen be­kannt.  Die    meisten Verbrechen  ereigneten sich aber in Rio de Janeiro, Sâo  Paulo    und Salvador da Bahia.</p>
<p>Umfragen und Machismus</p>
<p>Daß Schwule diskriminiert werden, zeigen neue repräsenta­tive     Umfragen:  So würden 36 Pro­zent der BrasilianerInnen ei­nem     Homosexuellen selbst  dann nicht eine Arbeit geben, wenn er der     bestqualifizierte Bewerber  wäre. JedeR Fünfte würde sich von einem     homosexuellen Kol­legen bewußt  fernhalten, 56 Pro­zent würden zumindest     ihr Ver­halten ändern. 79  Prozent, im Nordosten sogar 87 Prozent,     ak­zeptierten auf gar keinen  Fall, daß ihr Sohn mit einem     Ho­mosexuellen ausginge. Und 62 Prozent  meinen, daß Eltern die Änderung     der homosexuellen Orientierung ihrer  Söhne er­zwingen müßten.</p>
<p>Politisches Asyl für Schwule</p>
<p>Gay-Menschenrechtsgruppen in San Francisco prangern seit Jahren die      Zustände in Brasilen an. 1993 gewährten die USA erstmals einem      brasilianischen Schwulen politisches Asyl. Der Begünstigte heißt Marcelo      Teno­rio, Luiz Mott trat in dem Asyl­verfahren als Zeuge auf und    wurde   dafür zuhause in den Me­dien niedergemacht. Das Asyl, hieß es,    basiere   auf einer Lüge über Brasilien; Schwule würden nicht    systematisch   getötet. In den letzten Wochen erhielten zwei weitere    Homosexuelle   Asylsta­tus, wollen aber anonym blei­ben, aus Angst, daß      Familienan­ge­hö­ri­ge in Brasilien Repressa­lien er­lei­den  könnten.     Eine un­bekannte Zahl brasilianischer Homo­sexu­el­ler lebt  illegal  in    den USA. Mög­licherweise werden jetzt wei­tere einen  Asylantrag   stellen.</p>
<p>KASTEN</p>
<p>Staatstrauer für Ex-Diktator</p>
<p>Nach dem Tod des Ex-Generalpräsidenten Ernesto Geisel im Sep­tember     1996  ordnete Fernando Henrique Cardoso per Dekret acht Tage     Staatstrauer an.  Geisel war von 1974 bis 1979 der dritte     Generalpräsident der  brasilianischen Militärdiktatur (1964-1985).     Geisel war bereits zur  Amtseinführung von Cardoso gela­den worden. 1995     traf sich der Präsident  mit dem EX-Diktator und wollte dies     ausdrücklich als “Würdigung”  verstanden wissen.<br />
Die Homenagem weckte in der Tat Aufmerksamkeit. Denn bei Gei­sel und      seinem ebenfalls im Regimeapparat dienenden Bruder Or­lando handelte es      sich um Vertreter der “harten Linie”, die kei­nes­wegs nur  militante     Diktaturgegner rücksichtslos verfolgen, fol­tern und  ermorden ließen.     Dies hat gerade ein wichtiger Zeit­zeuge bestätigt:  Reserveoberst   Jarbas   Passarinho, Mitautor der berüchtigten  Ausnahmegesetze von 1968   und   Minister unter drei Dik­taturgenerälen,  sagte im brasilianischen     Fersehen, daß ein Groß­teil der  Greueltaten an Linken in Geisels     Regierungszeit be­gangen worden  seien. Die Medien pflegten dagegen stets     dessen Amts­vorgänger  Emilio Garrastazzu Medici die Verantwortung  für    die größten  Schlechtigkeiten des Militärregimes aufzubürden.</p>
<p><a href="http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/der-schwierige-ausbruch-aus-dem-stahlkorsett/5810270.html"><strong>http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/der-schwierige-ausbruch-aus-dem-stahlkorsett/5810270.html</strong></a></p>
<p><strong>“Zwölf Jahre nach dieser Fusion ist der Ruhrkonzern aber mit      6,25  Milliarden Euro verschuldet. Das ist mehr als das Dreifache  des     für das  Geschäftsjahr 2010/11 geplanten operativen Gewinns.  Grund  für    die  Schuldenlast sind die neuen Stahlwerke in Brasilien  und den  USA,    die mit  zehn Milliarden Euro viel teurer wurden als  geplant.  Nun  fehlt   in allen  Geschäftsfeldern das Geld für  Investitionen.”</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/lulastatuspaulista.JPG" alt="lulastatuspaulista.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/27/das-thyssenkrupp-stahlwerk-und-die-von-der-who-konstatierte-luftvergiftung-von-rio-de-janeiro-brasiliens-umweltschutzer-weisen-auf-den-interessanten-zusammenhang/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/27/das-thyssenkrupp-stahlwerk-und-die-von-der-who-konstatierte-luftvergiftung-von-rio-de-janeiro-brasiliens-umweltschutzer-weisen-auf-den-interessanten-zusammenhang/</strong></a></p>
<p><strong>“Ein gutes Beispiel für gelungene Globalisierung”:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/19/thyssenkrupp-in-rio-de-janeiro-neues-stahlwerk-wird-immer-teurer-laut-handelsblatt-lokale-militardiktatur-im-umfeld-laut-grunen-politiker-alfredo-sirkis-todesschwadronen-folter-scheiterhauf/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/19/thyssenkrupp-in-rio-de-janeiro-neues-stahlwerk-wird-immer-teurer-laut-handelsblatt-lokale-militardiktatur-im-umfeld-laut-grunen-politiker-alfredo-sirkis-todesschwadronen-folter-scheiterhauf/</strong></a></p>
<h2>TODA UNANIMIDADE É BURRA. Nelson Rodrigues.</h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/07/brasiliens-boom-und-die-slumhutten/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/07/brasiliens-boom-und-die-slumhutten/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/04/leben-wie-die-halfte-der-einkommensbezieher-brasiliensamtliche-angaben-fur-samtliche-ausgaben-pro-tag-umgerechnet-zwischen-26-und-5-euro-zur-verfugung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/04/leben-wie-die-halfte-der-einkommensbezieher-brasiliensamtliche-angaben-fur-samtliche-ausgaben-pro-tag-umgerechnet-zwischen-26-und-5-euro-zur-verfugung/</strong></a></p>
<h2>              <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/10/brasiliens-gefangenenseelsorge-der-deutsche-pastor-wolfgang-lauer/" rel="bookmark">Brasiliens Gefangenenseelsorge &#8211; der deutsche Pastor Wolfgang Lauer.</a></h2>
<p>Samstag, 10. Dezember 2011 von Klaus Hart   <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11804" title="Beitrag bearbeiten">**</a></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1624771/"><strong>http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1624771/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/caran6.JPG" alt="caran6.JPG" /></p>
<p><a href="http://brueckenbauer.blogspot.com/2011_05_01_archive.html"><strong>http://brueckenbauer.blogspot.com/2011_05_01_archive.html</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/10/wahlen-in-rusland-und-in-brasilien-wie-unterschiedlich-mainstream-und-politschauspieler-reagieren/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/10/wahlen-in-rusland-und-in-brasilien-wie-unterschiedlich-mainstream-und-politschauspieler-reagieren/</strong></a></p>
<p><strong>Brasiliens hausgemachte Krisenfaktoren:<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/30/brasiliens-viele-hausgemachte-krisenfaktoren-hochzinspolitik-uberbewertete-landeswahrung-deindustrialisierung-absurd-ineffiziente-und-kostentrachtige-infrastruktur/">           http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/30/brasiliens-viele-hausgemachte-krisenfaktoren-hochzinspolitik-uberbewertete-landeswahrung-deindustrialisierung-absurd-ineffiziente-und-kostentrachtige-infrastruktur/</a></strong></p>
<p><strong>Einkommen im “Boomland” Brasilien:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/04/leben-wie-die-halfte-der-einkommensbezieher-brasiliensamtliche-angaben-fur-samtliche-ausgaben-pro-tag-umgerechnet-zwischen-26-und-5-euro-zur-verfugung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/04/leben-wie-die-halfte-der-einkommensbezieher-brasiliensamtliche-angaben-fur-samtliche-ausgaben-pro-tag-umgerechnet-zwischen-26-und-5-euro-zur-verfugung/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/26/die-fakten-widerlegen-das-wir-eine-reprasentative-demokratie-sind-streng-genommen-sind-wir-nicht-einmal-eine-demokratie-joao-ubaldo-ribeiro-bestsellerautor-in-einer-politischen-analyse-am-ta/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/26/die-fakten-widerlegen-das-wir-eine-reprasentative-demokratie-sind-streng-genommen-sind-wir-nicht-einmal-eine-demokratie-joao-ubaldo-ribeiro-bestsellerautor-in-einer-politischen-analyse-am-ta/</strong></a></p>
<p><strong><a href="http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html">http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html</a></strong></p>
<p><strong>Pressefreiheit in Brasilien:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/26/brasiliens-medien-berichten-in-groser-aufmachung-uber-den-absturz-auf-dem-pressefreiheit-ranking-von-reporter-ohne-grenzen-warum-brasilien-aus-mitteleuropa-soviel-lob-erhalt/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/26/brasiliens-medien-berichten-in-groser-aufmachung-uber-den-absturz-auf-dem-pressefreiheit-ranking-von-reporter-ohne-grenzen-warum-brasilien-aus-mitteleuropa-soviel-lob-erhalt/</strong></a></p>
<p><strong>Morde an systemkritischen Journalisten: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/23/unesco-verurteilt-jungste-morde-an-journalisten-in-brasilien-angriff-auf-journalismus-und-ausdrucksfreiheit-brasiliens-gravierende-menschenrechtslage/">       http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/23/unesco-verurteilt-jungste-morde-an-journalisten-in-brasilien-angriff-auf-journalismus-und-ausdrucksfreiheit-brasiliens-gravierende-menschenrechtslage/</a></strong></p>
<p><strong>Hintergrundtext von 2003:</strong><br />
<strong>„Guerra urbana” in der Megametropole Sao Paulo(2003) <font size="3"> </font>   <font size="3">Lulas PT-Bürgermeisterin Marta Suplicy überläßt<br />
Slumbewohner dem Terror der Banditenmilizen<br />
Afghanin aus Deutschland: „Das ist hier wie Bürgerkrieg” </font></strong></p>
<p><strong><font size="3">Maryam Alekozai, zwanzig, größtenteils in    Aachen aufgewachsen, wollte ihr soziales Jahr eigentlich in der Heimat,    in Afghanistan machen &#8211;  doch dann kam der Konflikt dazwischen,    entschied sie sich für ein Slumprojekt in Sao Paulo, betreut voller    Idealismus Slumkinder, gerät immer wieder in Lebensgefahr: „Es herrscht    hier eine Art Bürgerkrieg &#8211;  gar nicht mal so anders wie damals in    Afghanistan, als ich klein war. Tagsüber, nachts fallen Schüsse, immer    wieder wird jemand umgebracht, Kinder verlieren ihre Väter. Von den    Müttern, deren Kinder ich betreue, sind nicht wenige deshalb    alleinstehend. Das ist hier einer der gewalttätigsten Gebiete ganz Sao    Paulos.” Seit über zwei Jahren regiert  Präfektin Marta Suplicy aus    Staatschef Lulas Arbeiterpartei PT die Megametropole, hätte die    Machtmittel, um die neofeudalen Strukturen in den Slums, den Favelas, zu    brechen. Könnte zumindest Druck auf den für die öffentliche  Sicherheit   des gesamten Teilstaates Sao Paulo zuständigen Gouverneur  ausüben.   Doch  es  ändert sich nichts, die extrem krassen   Menschenrechtsverletzungen  sind nicht einmal Hauptthema der PT-Führung   &#8211;  wie während der Amtszeit  von PT-Gouverneurin Benedita da Silva in   Rio de Janeiro:  Neofeudale  Banditenmilizen sind weiterhin   unumschränkte Herrscher,  terrorisieren  die Bewohner, verhängen   Ausgangssperren &#8211;  manche minderjährigen  Kindersoldaten, bekannt und    gefürchtet,  killten bereits bis zu vierzig  Menschen. Angst dominiert,   jedermann spricht nur von „Guerra”. Auch  unter Präfektin Marta Suplicy   werden Kinder, Jugendliche von den  Drogenkartellen, ihren Milizen   rekrutiert, erleben nur zu oft das  Erwachsenenalter nicht, sterben bei   Gefechten mit rivalisierenden  Banden, Schießereien mit der Polizei.  Wer  nicht mitmachen will, kriegt  die Kugel.  José  Grigorio de Jesus,  66,  Präsident einer  Bewohnerinitiative des Slums Capao Redondo,  schildert,  wie es seinem   Sohn erging:”Er wollte endlich aussteigen,  hatte schon  eine feste  Arbeitsstelle &#8211;  doch am ersten Arbeitstag  haben sie ihn  erschossen.”  Jedermann muß sich an das „Lei do  Silencio”, das Gesetz  des Schweigens,  halten &#8211;  zu niemandem ein Wort  über Vorgänge im Slum.  „Wer als  Informant der Polizei gilt, stirbt.”</font></strong></p>
<p><strong><font size="3">„Genozid im Gange” &#8211;  Ausgangssperre an der „Copacabana”</font></strong></p>
<p><strong><font size="3">Monatlich werden an der Slumperipherie Sao    Paulos über achthundert Menschen umgebracht &#8211;  fast so viele wie in    Deutschland im ganzen Jahr, weit mehr als in den aktuellen    Konfliktgebieten der Erde. „Die Statistiken zeigen, daß hier ein Genozid    im Gange ist”, betont Padre Jaime Crowe in Jardim Angela, einem der    gewaltgeprägtesten  Favelas. </font><font size="3">Der dichtbevölkerte    Slum „Copacabana”, unweit von Maryam Alekozais Arbeitsplatz, wirkt    häufig sogar mitten am Tage wie eine Geisterstadt. Katen, Barracken    verriegelt,  kein Mensch, nicht mal spielende Kinder  auf der Straße, im    Gassenlabyrinth &#8211;  sämtliche Kramläden geschlossen, eigenartige   Stille.  „Toque de recolher”, Ausgangssperre, lautet die Erklärung,   erneut  verhängt von den Milizen des global vernetzten organisierten    Verbrechens. Einige Jungen lassen aber Drachen steigen &#8211;  wie paßt das    zusammen? Sie tuns im Auftrage der hiesigen Warlords &#8211;  mit den Drachen    werden Signale gegeben, falls Gefahr im Verzuge ist, sich   hochbewaffnete  gegnerische Milizen nähern. Auch in „Copacabana” stellt   man sich besser  mit den „Soldados” gut, heuchelt Unterwürfigkeit und   Sympathie, bietet  ihnen Getränke, Selbstgebrutzeltes an. Wer will schon   zerstückelt, gar  lebendig verbrannt enden? Täglich liegen irgendwo   Leichen, abgetrennte  Körperteile.</font><font size="3"> Mittel-und   Oberschicht blenden diese  Realität zynisch aus. Ein grotesker   Kriminalfall vom Februar 2003 zeigt  es exemplarisch: In Sao Paulo   zerstückelt ein angesehener Chirurg seine  Geliebte, Frau des   Hausmeisters, fein säuberlich mit Seziermessern, wird  indessen ertappt,   der Fall macht Schlagzeilen, ist auch in den seriösen  TV-Nachrichten.   Just jene Fotografien aus der Gerichtsmedizin, die die    aneinandergereihten Körperteile der Ermordeten in GroßaufnahmeÂ  zeigen    &#8211;  auch Brüste, Arme, Vagina, alles &#8211;  stellt jemand ins Internet,  halb   Brasilien schaut sie derzeit immer wieder an. Professorinnen,    Anwältinnen, Schickeria-Damen sind entsetzt, sahen sowas noch nie,    können deshalb nachts nicht schlafen, reden von nichts anderem. Daß die    in den Slums tagtäglich weit Schlimmeres sehen müssen, sogar   miterleben,  wie Menschen lebendig verbrannt werden, aufgedunsene   unbekleidete  Leichen von Männern, Frauen, Mädchen, oftÂ  mit   abgeschlagenemÂ  Kopf,  bei vierzig Grad auf Geheiß der Banditen   tagelang zur Abschreckung  mitten im Gassengewirr liegen, macht in   Brasilien nie Schlagzeilen, ist  für die „oben” kein Thema.  </font><font size="3">Maryam   Alekozai  blieben solche grauenhaften Szenen erspart &#8211;  nicht aber die    Schießereien. „Ich habe den Eindruck, das alles ist bereits Teil des    Lebens der Kinder hier”, sagt Maryam Alekozai, „ganz normal für sie,  daß   jemand erschossen wird &#8211;  die wachsen damit auf. Der Unterschied    zwischen einem fünfjährigen Mädchen hier und in Deutschland ist so    unglaublich groß! In den Augen der brasilianischen Kinder sehe ich Haß,    ganz tiefen Haß &#8211;  und Wut! Man blickt nicht in Kinderaugen, sondern    eigentlich in Augen von Erwachsenen, die voller Aggressionen sind. Die    Gewalt, die Ungerechtigkeit, die in diesem Land herrscht, spiegelt  sich   in den Augen der Kinder &#8211;  unübersehbar.” Doch gleichzeitig weist  sie   auf einen scheinbaren Widerspruch:”Ein Bewußtsein über soziale    Ungleichheiten existiert hier nicht &#8211;  weder bei den Armen noch bei den    Reichen. Aufklärung, kritisches Denken, das einem in Deutschland    beigebracht wird, fehlt hier.” Doch auch in den Slums täuscht die    Erscheinungsebene, der oberflächliche Eindruck nur zu oft. „Viele sagen    &#8211;  ihr kommt aus Deutschland, seht uns fröhlich und gut drauf, könnt    euch aber nicht vorstellen, wie es uns wirklich geht, wie es zuhause    hinter unseren vier Wänden aussieht.” </font></strong></p>
<p><strong><font size="3">Eine Frau kommentiert:”Brasilianer sind in der    Lage, über ihr eigenes Unglück zu lachen, darüber  groteske Witze zu    reißen; schwarzer Humor, schwärzer gehts nicht &#8211;  eine Art Ventil, um    damit fertigzuwerden &#8211;  wahrscheinlich ist das in Europa anders.”</font></strong></p>
<p><strong><font size="3">Sozialprojekte senken Gewaltrate nicht</font></strong></p>
<p><strong><font size="3">Jahrzehntelang hielt sich bei Gutmenschen    Brasiliens und Drittweltbewegten Europas die These, man müßte die Slums,    nur mit einem Netz von Sozialprojekten überziehen, um die entsetzlich    hohe Mordrate drastisch zu senken, die Herrschaft des hochgerüsteten    organisierten Verbrechens, der brasilianischen Warlords zu schwächen.    Kinder und Jugendliche würden sich dann nicht länger von den Milizen    anwerben lassen, den Drogen entsagen, einer glücklicheren Zukunft    entgegengehen. Auch europäische Hilfsorganisationen starteten deshalb    solche Projekte, investierten hohe Spendersummen. Indessen &#8211;  selbst    laut Unesco-Angaben wurden weder die Gewaltrate noch der Banditenterror    gegen die Bewohner gebremst. Nur zuviele Sozialprojekte werden von den    Banditenmilizen kontrolliert &#8211;  was Spender in Europa nicht erfahren    sollen.</font><font size="3">Auch Staatschef Lula und dessen  zuständige   Minister sprechen  beschönigend von einem  Sicherheitsproblem, um das   sich die Polizei zu kümmern habe. Doch die  erwarteten Sofortmaßnahmen   bleiben aus.  Menschenrechtsexperten und  selbst der schweizerische   UNO-Sonderberichterstatter Jean Ziegler  weisen auf unumstößliche   Tatsachen:”Für die Vereinten Nationen sind  15000 Gewalt-Tote jährlich in   einem Land ein Hinweis auf Krieg &#8211;  doch  in Brasilien werden sogar   gemäß offiziellen Statistiken rund  vierzigtausend umgebracht!”   Tatsächlich sind es weit mehr, getötet aus  politischen oder kriminellen   Motiven, oft vermischt &#8211;  doch auch in  Deutschland verbinden viele mit   dem Tropenstaat sozialromantische  Vorstellungen, verdrängen gewöhnlich,   daß gerade in Millionenstädten  wie Rio de Janeiro nur unweit der   Touristenstrände tagtäglich heftige  Gefechte im Gange sind &#8211;    ausgetragen auch mit NATO-Waffen, darunter  Granatwerfern. </font></strong></p>
<p><strong><font size="3">In Deutschland werden jährlich laut BKA rund    eintausend Menschen umgebracht, bei einer Gewaltrate wie in Brasilien    wären es indessen weit über zwanzigtausend. </font></strong></p>
<p><strong><font size="3">Zudem befänden sich dann mehr als zehn    Millionen illegaler Waffen fast jeden Kalibers in Privat-bzw.    Gangsterhand. Jeder kann erahnen, wie Deutschland dann aussähe.</font><font size="3">    Die größte brasilianische Qualitätszeitung „Folha de Sao Paulo” macht    2003 folgende Rechnung auf:”In den letzten zwanzig Jahren wurden 1,9    Millionen Brasilianer getötet &#8211;  1,5 Millionen davon waren junge    Menschen. Hätte Brasilien in diesen Jahren an einem Krieg teilgenommen,    wären garantiert nicht so viele Opfer zu beklagen.”</font><font size="3">Bereits    1992 hatte der PT- Abgeordnete Carlos Minc betont:”In Rio de Janeiro    sind Straftäter und Autoritäten Komplizen &#8211;  das organisierte    Verbrechen, das Drogenkartell herrscht in den Slums, pflegt enge    Beziehungen zur Geschäftswelt, zur Stadtregierung, zu Polizei und    Justiz, die daher Straffreiheit walten lassen, die Gesetze nicht    anwenden, die Menschenrechte der Rio-Bewohner mißachten.” Mincs Analyse    wurde unlängst  von einer parlamentarischen Untersuchungskommission  für   große Teile Brasiliens, zahlreiche andere Millionenstädte   bestätigt. </font><font size="3">Heute   sehen Soziologen und  Menschenrechtler viele Parallelen zur Lage in   Kolumbien, in Afrika.  Fernando Olinto, der als Mitarbeiter von „Ärzte   ohne Grenzen” bereits  in Ruanda und Bosnien im Einsatz war, konstatiert,   daß in Brasilien  ebenso wie in Afrika bewaffnete Jugendliche,   Kindersoldaten Terror  ausüben, sich die Bilder gleichen. Rio de Janeiros   Stadtautobahnen zum  internationalen Flughafen müssen regelmäßig wegen   Banditengefechten,  bewaffneten Raubüberfällen auf LKW, Busse, PKW   gesperrt werden. Es  reicht, sich ein solches Szenario für touristische   Städte Deutschlands  vorzustellen &#8211;  und die entsprechenden Wirkungen auf   die  Fremdenverkehrsbranche. Um so erstaunlicher, daß von Brasiliens    Autoritäten die enormen Einnahme- und Arbeitsplatzverluste etwa im    Tourismus hingenommen werden &#8211;  während die global vernetzten    neofeudalen Verbrechermilizen ihre Profite ständig steigern. Immerhin    werden alleine in Rio de Janeiro laut Polizeiangaben von Comando    Vermelho(Rotes Kommando) und Terceiro Comando(Drittes Kommando), den    beiden wichtigsten Gangsterkartellen Brasiliens, monatlich sechs Tonnen    Kokain verkauft &#8211;  in Lateinamerikas Wirtschaftsmetropole Sao Paulo,   mit  über tausend deutschen Firmen, etwa ebensoviel. Gleich nach den USA   ist  Brasilien zweitgrößter Kokainverbraucher. </font><font size="3">Die    rivalisierenden Milizen sind zudem auf illegalen Waffenhandel,    Serienentführungen, Frachtraub und Banküberfälle spezialisiert. Selbst    zur Machtdemonstration feuern sie täglich Mpi-Salven ab &#8211;  erhöhen  damit   den psychischen Druck besonders auf die Slumbewohner. </font><font size="3">    Würde, wie viele erwarteten,  Staatschef Lula sofort nach seinem    Amtsantritt die Armee einsetzen, um  den Stadtkrieg zu stoppen,    Millionen von Slumbewohnern zu ihren Basis-Menschenrechten zu verhelfen?    Immerhin hatte dies der neue Staatssekretär für öffentliche   Sicherheit,  Josias Quintal, gleich im Januar öffentlich vorgeschlagen.   Doch die  Lula-Regierung lehnte ab &#8211;  ein Einsatz der Streitkräfte  komme  nicht in  Frage. Auch Sozialexperten ist deshalb ein Rätsel, wie   Staatschef Lula  sein groß angekündigtes Anti-Hunger-Programm und  andere  Maßnahmen zur  Elendsbekämpfung durchsetzen will. Schließlich  lassen  die  Verbrechersyndikate bislang staatliche Präsenz in den  riesigen  Slums  kaum zu, verbieten häufig sogar kirchlichen  Sozialwerken und   Nicht-Regierungs-Organisationen den Zutritt. </font><font size="3">Nach    wie vor ist  in Brasilien, ebenso wie in Argentinien, das  Schicksal   der  zur Diktaturzeit  „Verschwundenen” ein heißdiskutiertes Thema &#8211;    jene  Ungezählten, die man im  „Guerra urbana” tötete, auf geheimen   Friedhöfen  verscharrte,  oder gar verbrannte, wird dagegen so gut wie   völlig   ignoriert.</font></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/08/jose-murilo-de-carvalho-mitglied-der-brasilianischen-dichterakademie-fuhrender-historiker-brasiliens/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/08/jose-murilo-de-carvalho-mitglied-der-brasilianischen-dichterakademie-fuhrender-historiker-brasiliens/</strong></a></p>
<h2>Brasiliens Gewaltkultur &#8211; Landesmedien zeigen  Foto von   patrouillierendem MPi-Banditen an Rio de Janeiros  Stadtautobahn Linha   Vermelha. Terror gegen Slumbewohner. Was in  Brasilien alles anders   ist…Deutsch-brasilianisches Jahr von 2013 bis  2014. “Gemeinsame   Werte”. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11963" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-soziokulturelle-faktoren/" rel="tag">Brasiliens soziokulturelle Faktoren</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/gewaltkultur-in-rio-de-janeiro/" rel="tag">Gewaltkultur in Rio de Janeiro</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/riobanditmpiglobo2011.JPG" alt="riobanditmpiglobo2011.JPG" /></p>
<p><strong>Ausriß O Globo.</strong></p>
<p><strong>In Brasilien werden täglich laut offiziellen Angaben durchschnittlich 137 Morde verübt, die Dunkelziffer dürfte sehr hoch sein.</strong> <strong>“Pais registra um Carandiru por dia.”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/</strong></a></p>
<p><strong>Zu den in Brasilien durchaus gut möglichen    Schnappschuß-Motiven gleich nach der Landung auf internationalen    Flughäfen wie in Rio de Janeiro zählen schwerbewaffnete Banditen der    Slum-Diktatur. Wie die Qualitätszeitung O Globo in einer    Jahresendausgabe berichtet, wurde der junge Mpi-Bandit von Autofahrern    der Stadtautobahn geknipst, Hinweis auf die sehr speziellen    Sicherheitsumstände unter der Regierung von Präsidentin Dilma Rousseff.    Die neoliberale Herzenskälte in Ländern wie Deutschland, der Schweiz   und  Österreich gegenüber den grauenhaftem Terror ausgelieferten    Slumbewohnern Brasiliens ist schockierend. Kulturverlust heute.<br />
</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/30/brasilien-weiter-land-mit-weltweit-hochster-mord-zahl-stellen-landesmedien-zum-jahresende-heraus-regierungsprojekt-fur-mord-reduzierung-gestoppt-hies-es/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/30/brasilien-weiter-land-mit-weltweit-hochster-mord-zahl-stellen-landesmedien-zum-jahresende-heraus-regierungsprojekt-fur-mord-reduzierung-gestoppt-hies-es/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/angeliolimpiada2016.jpg" alt="angeliolimpiada2016.jpg" /></p>
<p><strong>Das Foto erinnert an diese ironische Karikatur von Angeli in    Brasiliens größter Qualitätszeitung Folha de Sao Paulo, zur  Frage der    Sicherheit während der Olympischen Sommerspiele von 2016 in Rio de    Janeiro.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/angelivisiteobrasil.JPG" alt="angelivisiteobrasil.JPG" /></p>
<p><strong>Angeli, Ausriß.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/26/bye-bye-brasil-auslander-verlassen-sao-paulo-und-rio-de-janeiro-laut-offizieller-statistik-auswanderungsland-brasilien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/26/bye-bye-brasil-auslander-verlassen-sao-paulo-und-rio-de-janeiro-laut-offizieller-statistik-auswanderungsland-brasilien/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/20/feel-brazil-go-bayao-deutsche-getrankefirma-veltins-wirbt-mit-brasilianischem-lebensstil-trotz-der-menschenrechts-und-sozialdaten-brasiliens/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/20/feel-brazil-go-bayao-deutsche-getrankefirma-veltins-wirbt-mit-brasilianischem-lebensstil-trotz-der-menschenrechts-und-sozialdaten-brasiliens/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.afonteenoticia.com.br/simples/js/tiny_mce/plugins/ajaxfilemanager/upload/90378_W400Q100I2SASRFHFVRLRRCLCTCRCB.jpg"><img src="http://www.afonteenoticia.com.br/simples/js/tiny_mce/plugins/ajaxfilemanager/upload/90378_W400Q100I2SASRFHFVRLRRCLCTCRCB.jpg" border="0" height="248" width="330" /></a></p>
<p><strong>Erschossene Frau aus Finnland, brasilianisches Medienfoto, Dezember 2011.</strong></p>
<h2>              <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/24/brasilien-korruption-in-lulas-letztem-amtsjahr-2010-85-milliarden-real-abgezweigt-laut-nachrichtenmagazin-veja-zehn-grunde-um-sich-zu-emporen/" rel="bookmark">Brasilien    &#8211; Staats-Korruption in Lulas letztem Amtsjahr 2010 &#8211; 85 Milliarden   Real  abgezweigt, laut Nachrichtenmagazin “Veja”. “Zehn Gründe, um sich   zu  empören”.</a></h2>
<p>Montag, 24. Oktober 2011 von Klaus Hart   <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11322" title="Beitrag bearbeiten">**</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/korruptionveja85milliarden.JPG" alt="korruptionveja85milliarden.JPG" /></p>
<p><strong>Laut “Veja” hätte das abgezweigte Geld u.a. ausgereicht, das    Elend in Brasilien auszutilgen. Lula selbst ist laut Medienangaben    unterdessen zum Dollar-Millionär aufgestiegen &#8211; hat wegen seiner    Politik, vor dem Hintergrund der Korruptionsfakten, der sozialen Kosten,    aus Mitteleuropa enormes Lob erhalten, dazu Doktorhüte und Preise. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/08/brasilien-aufschrei-der-ausgeschlossenen-2011-proteste-in-sao-paulo-grito-dos-excluidos/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/08/brasilien-aufschrei-der-ausgeschlossenen-2011-proteste-in-sao-paulo-grito-dos-excluidos/</strong></a></p>
<p><strong>Laut Befreiungstheologe Frei Betto, Ex-Lula-Berater beim      Anti-Hungerprogramm,  liegt die Zahl der in   extremer Armut, also in      Hunger und Misere, lebenden Brasilianer, nicht   wie offiziell      angegeben, heute bei 16 Millionen, sondern ist doppelt so hoch. </strong><strong>Nach     derzeit geltendem mitteleuropäischen Werteverständnis hat damit die     internationale Wirtschafts-und Finanzkrise, wie die     Lula-Rousseff-Regierung verbreiten ließ, auf Brasilien nur geringe     Auswirkungen gehabt. </strong></p>
<p><strong>Brasiliens investigative Journalisten wiesen indessen auf     Rekordentlassungen, den Stopp vieler  Industrieprojekte, auf     Exportprobleme und Deindustrialisierung,  geschönte offizielle     Statistiken.  </strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/12/slumkloakesp1.JPG" alt="slumkloakesp1.JPG" /></p>
<p><strong>“Krise &#8211; was denn für eine Krise?” &#8211; Kloake-Slum in Sao Paulo.</strong></p>
<p><strong>Lula hat Krebs:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/01/brasilien-unmut-in-der-bevolkerung-uber-lulas-krebsbehandlung-in-einem-teuren-elite-hospital-lula-sollte-jetzt-jene-prekaren-offentlichen-gesundheitseinrichtungen-aufsuchen-die-er-immer-uberschweng/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/01/brasilien-unmut-in-der-bevolkerung-uber-lulas-krebsbehandlung-in-einem-teuren-elite-hospital-lula-sollte-jetzt-jene-prekaren-offentlichen-gesundheitseinrichtungen-aufsuchen-die-er-immer-uberschweng</strong></a></p>
<h2>Brasilien: Renommierte  Menschenrechtsaktivisten und Systemkritiker &#8211;   Fotoserie. Ativistas de  direitos humanos &#8211; Brasil.  Kaum Chancen in   marktbeherrschenden Medien. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=2770" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/arantes/" rel="tag">Arantes</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/barbosa/" rel="tag">Barbosa</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/bicudo/" rel="tag">Bicudo</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasilien/" rel="tag">Brasilien</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/comparato/" rel="tag">Comparato</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/frei-betto/" rel="tag">Frei Betto</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/iokoi/" rel="tag">Iokoi</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/jaime-crowe/" rel="tag">Jaime Crowe</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/jose-zapatero/" rel="tag">José Zapatero</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/lancelotti/" rel="tag">Lancelotti</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/pinheiro/" rel="tag">Pinheiro</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/piovesan/" rel="tag">Piovesan</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/prado/" rel="tag">Prado</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/renommierte-brasilianische-menschenrechtsaktivisten/" rel="tag">renommierte brasilianische Menschenrechtsaktivisten</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/rossi/" rel="tag">Rossi</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/santos/" rel="tag">Santos</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/sao-paulo/" rel="tag">Sao Paulo</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/seixas/" rel="tag">Seixas</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/weichert/" rel="tag">Weichert</a></p>
<p>Â <img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/08/fabiokonder-comparato.jpg" alt="fabiokonder-comparato.jpg" /></p>
<p><strong>Fabio Konder Comparato, Rechtsprofessor, USP</strong></p>
<p><strong><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/08/heliobicudogoethe.jpg" alt="heliobicudogoethe.jpg" /></strong></p>
<p><strong>Helio Bicudo, Ex-Präsident der Interamerikanischen Menschenrechtskommission der OAE in Washington</strong></p>
<p><strong><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/08/freibettogut.jpg" alt="freibettogut.jpg" /></strong></p>
<p><strong>Frei Betto, Dominikaner, Befreiungstheologe</strong></p>
<p><strong>Â <img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/08/marlonweichertgoethe2.jpg" alt="marlonweichertgoethe2.jpg" /></strong></p>
<p><strong>Marlon Weichert, Bundesstaatsanwalt in Sao Paulo</strong></p>
<p><strong><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/08/paulosergiopinheiro.JPG" alt="paulosergiopinheiro.JPG" /></strong></p>
<p><strong>Paulo Sergio Pinheiro, UNO-Berater, Mitglied der Interamerikanischen Menschenrechtskommission der OAE</strong></p>
<p><strong><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/08/ivanseixaslacht.JPG" alt="ivanseixaslacht.JPG" /></strong></p>
<p><strong>Ivan Seixas, Präsident der Menschenrechtskommission des Teilstaates Sao Paulo, Leiter des Widerstandsmemorials in Sao Paulo</strong></p>
<p><strong><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/08/waldemarrossitribunal.jpg" alt="waldemarrossitribunal.jpg" /></strong></p>
<p><strong>Waldemar Rossi, früherer politischer Gefangener, Führer der katholischen Arbeiterseelsorge</strong></p>
<p><strong><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/08/pauloarantesusp.jpg" alt="pauloarantesusp.jpg" /></strong></p>
<p><strong>Paulo Arantes, Philosophieprofessor, USP</strong></p>
<p><strong><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/08/marcoantoniobarbosa.jpg" alt="marcoantoniobarbosa.jpg" /></strong></p>
<p><strong>Marco Antonio Barbosa, Präsident der Sonderkommission für ermordete und verschwundene politische Gefangene(SEDH)</strong></p>
<p><strong><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/08/flaviapiovesanpuc.jpg" alt="flaviapiovesanpuc.jpg" /></strong></p>
<p><strong>Flavia Piovesan, Professorin der Katholischen Universität Sao Paulos</strong></p>
<p><strong><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/08/belisariodossantos.jpg" alt="belisariodossantos.jpg" /></strong></p>
<p><strong>Belisario dos Santos, Anwalt</strong></p>
<p><strong><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/09/franciscoprado1.jpg" alt="franciscoprado1.jpg" /></strong></p>
<p><strong>Francisco Prado &#8211; politischer Gefangener während der Diktatur</strong></p>
<p><strong><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/09/juliolancelotti1.jpg" alt="juliolancelotti1.jpg" /></strong></p>
<p><strong>Priester Julio Lancelotti, Sao Paulo</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/09/jaimecrowe2.jpg" alt="jaimecrowe2.jpg" /></p>
<p><strong>Priester Jaime Crowe, Sao Paulo, Jardim Angela.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/07/xavierpaolillo2010.JPG" alt="xavierpaolillo2010.JPG" /></p>
<p><strong>Padre Xavier Paolillo in Vitoria, Espirito Santo.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/03/unogenfbruno3portrat.JPG" alt="unogenfbruno3portrat.JPG" /></p>
<p><strong>Anwalt Bruno Alves de Souza Toledo , Präsident des    Menschenrechtsrates im Teilstaat Espirito Santo, vor    UNO-Menschenrechtsrat in Genf 2010.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/12/luisbarrosvidal1.JPG" alt="luisbarrosvidal1.JPG" /></p>
<p><strong>Luis Fernando Camargo de Barros Vidal &#8211; Präsident der brasilianischen Richtervereinigung für Demokratie(AJD)</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/09/zildaiokoigut.jpg" alt="zildaiokoigut.jpg" /></p>
<p><strong>Zilda Iokoi, Bundesuniversität Sao Paulo, frühere politische Gefangene.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/10/sandracarvalho.jpg" alt="sandracarvalho.jpg" /></p>
<p><strong>Sandra Carvalho, Justica Global, Rio de Janeiro</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/17/in-den-brasilianischen-gefangnissen-sind-die-opfer-des-politisch-wirtschaftlichen-systems-eingekerkert-anwalt-bruno-alves-de-souza-29-prasident-des-menschenrechtsrates-im-teilstaat-espirito-san/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/17/in-den-brasilianischen-gefangnissen-sind-die-opfer-des-politisch-wirtschaftlichen-systems-eingekerkert-anwalt-bruno-alves-de-souza-29-prasident-des-menschenrechtsrates-im-teilstaat-espirito-san/</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2006/deu05/060?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Endstation Carandiru</a></strong>01.04.2006     | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN Endstation Carandiru Ein     brasilianisches Gericht spricht den Offizier frei, der das größte     efängnismassaker in der Geschichte des Landes zu verantworten hat. Von     Klaus Hart Ein Gericht in der brasilianischen Wirtschaftsmetropole São     Paulo hat im Februar eine mehrfach lebenslängliche Gefängnisst …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2006/deu05/060?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2000/deu05/107?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Menschenrechtler besorgt über Terror von rechts</a></strong>01.11.2000     | Amnesty Journal Artikel | Brasilien Menschenrechtler besorgt über     Terror von rechts Der brasilianische Schriftsteller Joao Silvèrio     Trevisan, 56, Pionier und intellektueller Kopf der nationalen     Schwulenbewegung, hat die Regierung von Präsident Fernando Cardoso     aufgefordert, rigoros gegen rechtsextreme Gruppen vorzugehen, um die     derzeiti …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2000/deu05/107?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/journal/2009/juni/kolumne-kopf-unter-wasser?destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Kolumne: Kopf unter Wasser</a></strong>04.06.2009 | Amnesty Journal Artikel | Kolumne zum Thema “Folter in Brasilien”.</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/journal/2009/juni/kolumne-kopf-unter-wasser?destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2001/deu05/066?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Ganz normales Vorgehen : Ein Fall von Folter beschäftigt die brasilianische Öffentlichkeit</a></strong>01.05.2001     | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN Ganz normales Vorgehen Ein  Fall    von Folter beschäftigt die brasilianische Öffentlichkeit. Er  markiert    jedoch nur die Spitze des Eisbergs. Der Fall schien klar:  Der  23-jährige   Bauarbeiter Alexandre de Oliveira aus Bom Jardim de  Minas,  einem Ort   etwa 200 Kilometer von Rio de Janeiro entfernt,  hatte s …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2001/deu05/066?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2002/deu05/013?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Sklavenarbeit nimmt wieder zu</a></strong>01.02.2002     | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN SKLAVENARBEIT NIMMT WIEDER ZU     Erst im Jahre 1888 hat Brasilien die Sklaverei offiziell abgeschafft,     doch es gibt sie bis heute. Vor allem im Norden und Nordosten wird  sie    von etlichen Großgrundbesitzern in modifizierter Form  weitergeführt.    Gleichzeitig nimmt die Zahl der Morde an  Landgewerkschaftern …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2002/deu05/013?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1997/deu05/009?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Kein Ende des Mordens in Sicht</a></strong>01.04.1997     | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN Kein Ende des Mordens in Sicht    In  Brasilien sind auch zehn Jahre nach Ende der Diktatur    Todesschwadronen  aktiv. Die Opfer sind Kinder, Jugendliche, Arme,    Menschenrechtler oder  politische Gegner &#8211; die Gewalt nimmt zu. An einem    Februarnachmittag  geschieht in Rio de Janeiro wieder einmal das, was    …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1997/deu05/009?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2001/deu05/247?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Folter bleibt alltäglich</a></strong>01.11.2001     | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN Folter bleibt alltäglich In     Brasilien hat die Regierung eine Kampagne gegen die Folter gestartet.     Menschenrechtler sind eher skeptisch, was den Erfolg betrifft. Denn  auch    das Anti-Folter-Gesetz von 1997 hat bisher nicht die gewünschte    Wirkung  gehabt. Der Dreißig-Sekunden-TV-Spot ist gut gemacht, drasti …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2001/deu05/247?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2000/deu05/033?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Sicherheitskräfte treiben Menschenrechtler in Exil</a></strong>01.10.2000     | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN Sicherheitskräfte treiben     Menschenrechtler ins Exil Der brasilianische Staatschef Cardoso ist     stolz auf seine Menschenrechtspolitik. Doch engagierte Menschenrechtler     und verfolgte Homosexuelle fliehen ins Ausland und  erhalten dort     politisches Asyl. Wer sich in Brasilien für die Rechte von Minderh …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2000/deu05/033?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1998/deu05/046?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Brasilien: Schießen mit “Wildwest-Zulage”</a></strong>01.02.1998     | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN Schießen mit “Wildwest-Zulage”     Die Militärpolizei Brasiliens ist heute gewalttätiger als während  der    Diktatur. Massaker an Häftlingen, Straßenkindern und Landlosen  häufen    sich. Menschenrechtler protestieren gegen eine  “Wildwest-Zulage”, die    Ermordungen belohnt und zum Töten Unschuldiger  anreizt.   …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1998/deu05/046?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong>1</strong><a href="http://www.amnesty.de/suche?page=1&amp;words=Klaus+Hart&amp;search_x=0&amp;search_y=0&amp;form_id=ai_search_form_block" title="Gehe zu Seite 2">2</a><a href="http://www.amnesty.de/suche?page=1&amp;words=Klaus+Hart&amp;search_x=0&amp;search_y=0&amp;form_id=ai_search_form_block" title="nächste Seite">nächste Seite</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2004/deu05/108?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Geld oder Gewehre: Mit Hilfe einer Kampagne versucht die Regierung Waffen abzukaufen</a></strong>01.09.2004     | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN Brasilianisches Roulette In   kaum   einem anderen Land der Welt sterben so viele Einwohner durch     Schusswaffen wie in Brasilien. Jetzt versucht die Regierung, die     privaten Revolver und Gewehre einzusammeln. Was soll ich noch mit den     Schießeisen – in meinem Alter“, sagt die 89-jährige Zulmira de Oli …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2004/deu05/108?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1996/deu05/062?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Die “Hölle auf Erden”</a></strong>01.12.1996     | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN Die “Hölle auf Erden”  Revolten,    Hungerstreiks und Aids bestimmen den Alltag in den völlig  überfüllten    brasilianischen Gefängnissen. Brasilien gilt zwar als die  zehntgrößte    Wirtschaftsnation, leistet sich aber Haftanstalten, die  man eher in    Ruanda oder Burundi vermuten würde. Eine im April  verkünde …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1996/deu05/062?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2002/deu05/101?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Staat im Staate</a></strong>01.10.2002     | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN STAAT IM STAATE In Brasilien     haben sich einflussreiche Verbrechersyndikate entwickelt, die vor  allem    in den Favelas, den Elendsvierteln der Großstädte das soziale  Leben    kontrollieren. In den über achthundert Favelas von Rio de  Janeiro häufen    sich Szenen wie diese: Mehrere Dutzend schwer bewaff …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2002/deu05/101?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1999/deu05/199?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Ungesühnte Gewaltexzesse</a></strong>01.09.1999     | Amnesty Journal Artikel | Brasilien Ungesühnte Gewaltexzesse In  den    Armenvierteln der brasilianischen Großstädte gehört der Terror  zum    Alltag. Bewaffnete Banden, Paramilitärs und die Polizei treiben  hier ihr    Unwesen. Der Staat schaut zu. Rio de Janeiro, Ende Juli  1999: In    Sichtweite des Rathauses und einer Polizeikaserne, ganz in …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1999/deu05/199?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2000/deu05/177?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Nachrichten</a></strong>01.11.2000     | Amnesty Journal Artikel | NACHRICHTEN Brasilien Menschenrechtler     besorgt über Terror von rechts Der brasilianische Schriftsteller Joao     Silvèrio Trevisan, 56, Pionier und intellektueller Kopf der  nationalen    Schwulenbewegung, hat die Regierung von Präsident Fernando  Cardoso    aufgefordert, rigoros gegen rechtsextreme Gruppen  vorzugehen,  …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2000/deu05/177?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1999/deu05/110?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Nachrichten</a></strong>01.06.1999     | Amnesty Journal Artikel | Nachrichten Brasilien/Deutschland Keine     Schelte für Präsident Cardoso Menschenrechtler hatten sich vor dem     Deutschland-Besuch des brasilianischen Präsidenten Fernando Henrique     Cardoso gefragt, was diesmal wohl anders sein würde. Kam Cardoso zu     Bundeskanzler Kohl an den Rhein, schlugen ihm Freundlichkeiten und  …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1999/deu05/110?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1998/deu05/029?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Nachrichten</a></strong>01.06.1998     | Amnesty Journal Artikel | NACHRICHTEN Brasilien Ein Folterer macht     Karriere Ricardo Fayad ist heute Brigadegeneral &#8211; während der  Diktatur    von 1964 bis 1985 hatte er sich als ausgebildeter Mediziner  an    Folterungen politischer Gefangener beteiligt. In einer Kaserne in  Rio de    Janeiro bestimmte er die Methoden: Celia Manes erhielt im …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1998/deu05/029?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
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</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/20/goethe-institut-sao-paulo-seminar-mit-marianne-birthler-uber-vergangenheitsbewaltigung-in-brasilien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/20/goethe-institut-sao-paulo-seminar-mit-marianne-birthler-uber-vergangenheitsbewaltigung-in-brasilien/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/06/menschenrechtstribunal-in-sao-paulo-verurteilt-brasilianischen-staat-wegen-folter-gefangnis-horror-kriminalisierung-von-armen-und-sozialbewegungen-sowie-wegen-bruchs-internationaler-menschenrechtsab/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/06/menschenrechtstribunal-in-sao-paulo-verurteilt-brasilianischen-staat-wegen-folter-gefangnis-horror-kriminalisierung-von-armen-und-sozialbewegungen-sowie-wegen-bruchs-internationaler-menschenrechtsab/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/10/paulo-sergio-pinheiro-uno-sonderberichterstatter-menschenrechtsexperte-der-mehrheit-der-brasilianer-werden-deren-rechte-verweigert-in-allen-brasilianischen-polizeiwachen-wird-gefoltert-jeder-we/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/10/paulo-sergio-pinheiro-uno-sonderberichterstatter-menschenrechtsexperte-der-mehrheit-der-brasilianer-werden-deren-rechte-verweigert-in-allen-brasilianischen-polizeiwachen-wird-gefoltert-jeder-we/</a></p>
<p><strong>Website-Fotos bei images.google:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/30/wandmaler-rua-augusta-sao-paulo/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/30/wandmaler-rua-augusta-sao-paulo/</a></p>
<p><strong>Rogerio Reis:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/07/rogerio-reis-microwaves-microondas-fotoinstallation-uber-scheiterhaufen-brasiliens-vom-maison-de-la-europeenne-de-la-photographie-in-paris-angekauft/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/07/rogerio-reis-microwaves-microondas-fotoinstallation-uber-scheiterhaufen-brasiliens-vom-maison-de-la-europeenne-de-la-photographie-in-paris-angekauft/</a></p>
<p><strong>Massengräber:</strong> <a href="http://g1.globo.com/brasil/noticia/2010/07/cameras-flagram-assaltos-onibus-em-fortaleza.html">http://g1.globo.com/brasil/noticia/2010/07/cameras-flagram-assaltos-onibus-em-fortaleza.html</a></p>
<p><strong>José Zapatero, amtierender EU-Ratspräsident:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/11/jose-zapatero-spaniens-premierminister-lobt-lula-uber-alle-masen-der-mann-der-die-welt-uberrascht-esse-homem-honesto-integro-e-admiravel-von-amnesty-international-angeprangerte-folter/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/11/jose-zapatero-spaniens-premierminister-lobt-lula-uber-alle-masen-der-mann-der-die-welt-uberrascht-esse-homem-honesto-integro-e-admiravel-von-amnesty-international-angeprangerte-folter/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/13/lula-ruhmt-menschenrechtspolitik-seiner-amtszeit-landesmedien-lula-exalta-politica-de-direitos-humanos-em-seu-mandato/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/13/lula-ruhmt-menschenrechtspolitik-seiner-amtszeit-landesmedien-lula-exalta-politica-de-direitos-humanos-em-seu-mandato/</a></p>
<p><a href="http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html">http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html</a></p>
<p><strong>„Die Lula-Regierung war bei den Menschenrechten eine Enttäuschung“(2009)</strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>Tim Cahill, Brasilienexperte von Amnesty International, über     fortdauernde Folter, Todesschwadronen, paramilitärische Milizen und     Sklavenarbeit in Lateinamerikas größter Demokratie.</strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>Paraisopolis heißt Paradies-Stadt – doch paradiesisch ist     hier garnichts. Der Slum zählt zu den über 2000 in der reichsten     südamerikanischen Megacity und grenzt an ein Viertel der Wohlhabenden –     nicht wenige davon blicken von ihren luxuriösen  Penthouse-Appartements    direkt auf das unüberschaubare  Gassenlabyrinth, wo auf engstem Raum  in   Holz-und Backsteinkaten rund  100000 Menschen in Moder, Abwässer-und    Müllgestank hausen. Dabei gibt  es an der fernen Peripherie weit    grauenhaftere Slums. Auch für die  Kirche ist an Scheinheiligkeit nicht    zu überbieten, daß der von  bewaffneten Gangstern gemanagte Drogenhandel    in Paraisopolis nur dank  der reichen Großkunden von nebenan so  lukrativ   funktioniert. Der  junge schwarze Slumpriester Luciano Borges  Basilio   nimmt kein Blatt  vor den Mund:“Das organisierte Verbrechen ist  besser   organisiert als  die Polizei – oft sogar viel besser, während  die Polizei    desorganisiert ist.“ In Brasilien werden täglich mehrere  Beamte    ermordet. „Ein Polizeioffizier erhielt 2009 hier in  Paraisopolis einen    Bauchschuß – die Beamten haben ja auch Familie und  sind unter Streß  und   Hochspannung, wenn sie in einen Slum  hineinmüssen. Aber Willkür    rechtfertigt das nicht.“  Anstatt jener  kleinen Minderheit von    Kriminellen das Handwerk zu legen, verletzt die  Polizei bei Razzien    permanent Grundrechte der völlig unschuldigen  Bewohnermehrheit, was    weder die Kirche noch Amnesty International  hinnimmt. Tim Cahill ist    wiederholt vor Ort, spricht mit Zeugen. Sie  berichten von Folterungen,    ungerechtfertigtem Schußwaffengebrauch: Bei  der Verfolgung von    Gangstern, die in das Gassengewirr und  Menschengewimmel des Slums    flüchten, wird ein neunmonatiges Baby in  den Arm geschossen, eine    Sechzehnjährige an den Brüsten verwundet. </strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>Journal: Bewohner berichten, daß Elektroschocks zu den     gängigsten polizeilichen Foltermethoden in Paraisopolis gehören. Die     Beamten behandeln uns wie Tiere, lautet ein Vorwurf. </strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong> Cahill: Die brasilianische Regierung hat zwar die     Anti-Folter-Konvention unterzeichnet, doch wie wir hier vor Ort sehen,     fehlt jeglicher politischer Wille, Folterer zu bestrafen. Bei     Folter-Anzeigen wird gewöhnlich garnicht ermittelt. Die Polizei ist     landesweit zunehmend in kriminelle Aktivitäten verwickelt, bildet     Todesschwadronen und paramilitärische Milizen. Und ein beträchtlicher     Teil der Brasilianer, vor allem jene in den Slums, wird wie     Wegwerf-Bevölkerung behandelt. Paraisopolis ist dafür ein Beispiel. Es     fehlt die Verantwortung des Staates für diese Menschen. Öffentliche     Sicherheit muß für alle Brasilianer garantiert werden – die armen     Schichten darf man nicht einfach davon ausschließen.“</strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>Journal: „Öffentliche Sicherheit“ ist in Brasilien vor allem     Aufgabe der Militärpolizei – Relikt der Militärdiktatur. Weil     Diktaturverbrecher, Folterer von einst nicht bestraft werden, fördert     dies heutige Polizeigewalt und ermuntert die Folterer zum Weitermachen,     argumentieren selbst frühere politische Gefangene.</strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>Cahill: Das ist in der Tat ein zentraler Punkt –     Straffreiheit in Bezug auf Vergangenes stärkt die heutige Politik der     Straflosigkeit. Das wird weithin akzeptiert. Ich war in vielen     Polizeiwachen und Gefängnissen Brasiliens, habe hohe Amtsträger des     Sicherheitsapparats getroffen. Da fand ich immer Leute mit ganz direkter     Beziehung zu den Diktaturverbrechen. Das Ausmaß der Gewalt, die     alltäglichen Menschenrechtsverletzungen im heutigen Brasilien sind Erbe     der Diktaturvergangenheit. Amnesty macht Druck auf Brasilia, auf     Staatschef Lula, die Diktaturverbrechen zu bestrafen und die     Geheimarchive des Militärregimes endlich zu öffnen. Brasilien ist bei     der Vergangenheitsbewältigung deutlich hinter den anderen     lateinamerikanischen Staaten zurück. Das ist gravierend. </strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>Journal: Die Lula-Regierung hatte der UNO, den     Menschenrechtsorganisationen 2003, zu Beginn der ersten Amtszeit     versprochen, die eigenen Gesetze und internationalen Abkommen     einzuhalten. Doch nach wie vor werden in Brasilien sogar Menschen auf     Scheiterhaufen lebendig verbrannt.  Hielt Brasilia denn Wort?</strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>Cahill: Die Lula-Regierung war eine Enttäuschung. Es gab     große Versprechen, Pläne und Projekte, sogar einen konstruktiven Diskurs     – doch die Probleme sind tief verwurzelt geblieben. Es wird weiter     gefoltert und exekutiert, die Lage in den Gefängnissen ist nach wie  vor    grauenhaft, und es gibt sogar weiterhin Todesschwadronen und     Sklavenarbeit. Es fehlt der Regierung ganz klar politischer Wille. Echte     Reformen werden durch wirtschaftliche und politische Interessen     verhindert. Die paramilitärischen Milizen haben Macht, üben     wirtschaftliche Kontrolle aus – daraus wird politische Macht, eine reale     Bedrohung im heutigen Brasilien.“</strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>Journal: In der Olympia-Stadt Rio de Janeiro hat der Staat     mehrere Hangslums besetzt, gemäß überschwenglichen europäischen     Presseberichten die Verbrecherkommandos vertrieben und die Lage der     Bewohner deutlich verbessert. Sind das nicht gute Beispiele, die auf     positive Änderungen hindeuten?</strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>Cahill: Es handelt sich bei diesen Slums lediglich um Inseln,     während im großen Rest der Stadt sich an der staatlichen Politik, an     Diskriminierung und Polizeigewalt kein Deut ändert.  Für uns heißt   dies,   vor Ort noch intensiver zu recherchieren und    Menschenrechtsverletzungen  permanent anzuprangern. Die Situation    Brasiliens ist sehr komplex. </strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>Journal: Hochrangige Staatsvertreter geißeln die Lage     gelegentlich drastisch, was auf manchen entwaffnend wirkt.  Laut Gilmar     Mendes, Präsident des Obersten Gerichts, ähnelt Brasiliens     Gefängnissystem nazistischen Konzentrationslagern. Und Paulo Vannuchi,     Brasiliens Menschenrechtsminister, räumt ein, daß tagtäglich     außergerichtliche Exekutionen  und Blutbäder von Polizisten sowie     Todesschwadronen verübt würden. Gravierende Menschenrechtsverletzungen     seien Routine, alltäglich und allgemein verbreitet.</strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>Tim Cahill: Dies zählt zu den unglaublichen Dingen in     Brasilien – Teile der Autoritäten erkennen diese Tatsachen offen und     klar an – aber tun so, als seien sie dafür nicht verantwortlich. Denn     das Gefängnissystem wird eben einfach nicht reformiert, trotz der     häufigen Versprechen. Das große Problem Brasiliens ist heute, daß der     offizielle Diskurs nichts mit der politischen Praxis zu tun hat. Wenn     die Regierung in Brasilia weltweit mehr Anerkennung und Respekt will,      muß sie sich für die Menschenrechte der eigenen Bevölkerung  einsetzen,    besonders der Unterprivilegierten. Was falsch läuft, haben  wir bei    unseren Recherchen in der Sao-Paulo-Favela Paraisopolis, bei  den    Gesprächen mit Tatzeugen deutlich ermittelt: Der Staat  marginalisiert    diese Menschen – und das seit Jahrzehnten. Innerhalb  des Staatsapparats    herrscht Einverständnis, die Polizeistrukturen  nicht zu kontrollieren.    Angesichts extremer Kriminalität läßt man den  Sicherheitskräften die    Freiheit, Menschenrechte einfach zu  verletzen. Wichtig ist, beide  Seiten   zu sehen. </strong></p>
<p>Manche Medien berichten über die gravierende Menschenrechtslage in Brasilien &#8211; und manche nicht.</p>
<h2>“Die Zensur gibt nie auf.” “The censorship never gives up.” Zensur heute &#8211; auch dank Google relativ leicht zu entdecken. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11489" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/zensur-heute/" rel="tag"> </a></p>
<p>The best of non-profit advertising and marketing for social causes</p>
<p><img src="http://osocio.org/images/zwpx.gif" /></p>
<h1><a href="http://osocio.org/message/the_censorship_never_gives_up/">The censorship never gives up</a></h1>
<p>Posted by <a href="http://osocio.org/index.php?ACT=19&amp;result_path=search/results&amp;mbr=2" title="Show all entries from Marc">Marc</a> | 12-05-2008 23:21 | Category: <a href="http://osocio.org/category/human_rights/" title="Show all entries in the category Human rights">Human rights</a>, <a href="http://osocio.org/category/media/" title="Show all entries in the category Media">Media</a></p>
<p><a href="http://osocio.org/images/uploads/censura2_thumb.jpg"><img src="http://osocio.org/images/uploads/censura2_thumb.jpg" alt="image" height="646" width="468" /></a></p>
<p>Two ads from Associação Brasileira de imprensa, the Brazilian press organisation.<br />
Copy: “A censura nunca desiste. Ela sempre volta disfarçada. 3 de Maio Dia Mundial da Liberdade de Imprensa.”<br />
“The censorship never gives up. It always return disguised. 3th of May, world day for the freedom of press.”</p>
<p>I have seen more censorship ads from Brazil in the past. What going on? Is censorship a big problem in Brazil?</p>
<p><a href="http://osocio.org/images/uploads/censura1_thumb.jpg"><img src="http://osocio.org/images/uploads/censura1_thumb.jpg" alt="image" height="646" width="468" /></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/09/mentetododiasp.jpg" alt="mentetododiasp.jpg" /><br />
<strong>”Leider sind es nicht mehr so viele, die die ganze Wahrheit      wissen wollen. Man biegt sehr schnell ab, um bei seiner Meinung bleiben      zu können &#8211; und bei den als angenehm empfundenen Lösungen. Ich habe      mir angewöhnt, Leute danach zu beurteilen: Wieviel Wahrheit erträgt      jemand?” Deutscher Menschenrechtsbeauftragter Günter Nooke im      Website-Interview 2009.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/18/matices-medien-staat-und-gesellschaft-in-lateinamerika-anklicken/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/18/matices-medien-staat-und-gesellschaft-in-lateinamerika-anklicken/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/20/grose-deutsche-entscheider-thyssenkrupp-erwagt-verkauf-des-neuen-stahlwerks-in-rio-de-janeiro-laut-manager-magazin-wer-das-werk-bereits-uber-den-grunen-klee-lobte-lula-deutsche-politiker/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/20/grose-deutsche-entscheider-thyssenkrupp-erwagt-verkauf-des-neuen-stahlwerks-in-rio-de-janeiro-laut-manager-magazin-wer-das-werk-bereits-uber-den-grunen-klee-lobte-lula-deutsche-politiker/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/11/19/die-wahrheit-ist-schwer-zu-ertragen-medien-und-politik-moritz-schuller-deutschlandradio-schlimmer-ist-die-tatsache-das-die-meute-immer-in-dieselbe-richtung-lauft/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/11/19/die-wahrheit-ist-schwer-zu-ertragen-medien-und-politik-moritz-schuller-deutschlandradio-schlimmer-ist-die-tatsache-das-die-meute-immer-in-dieselbe-richtung-lauft/</strong></a></p>
<h2>“Lula und der herzliche Faschismus auf  brasilianisch” &#8211; José Arbex    in Zeitschrift “Caros Amigos”. “Wir erleben  die Barbarei in unserem    Alltag.” Frei Betto über fortbestehendes  Hungerproblem. “Wenn es ein    Land gibt, in dem das Volk die Krise nicht  erlebte, dann war es dieses    hier!”(Lula) “Menschenrechte außer der  Mode”. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=6469" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://carosamigos.terra.com.br/index_site.php?pag=revista&amp;id=146&amp;iditens=710">http://carosamigos.terra.com.br/index_site.php?pag=revista&amp;id=146&amp;iditens=710</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/09/josearbextribunal.JPG" alt="josearbextribunal.JPG" /></p>
<p><strong>José Arbex, Professor an der Katholischen Universität, auf     internationalem Menschenrechtstribunal von Sao Paulo &#8211; der jetzige     Präsidentschaftskandidat und kirchliche Menschenrechtsaktivist Plinio     Sampaio fungierte als Hauptankläger. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/11/plinio-sampaio-wie-tickt-der-einzige-kirchliche-menschenrechtsaktivist-unter-den-prasidentschaftskandidaten-fur-die-pflichtwahl-brasiliens-im-oktober/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/11/plinio-sampaio-wie-tickt-der-einzige-kirchliche-menschenrechtsaktivist-unter-den-prasidentschaftskandidaten-fur-die-pflichtwahl-brasiliens-im-oktober/</a></strong></p>
<p><strong>(In Caros Amigos haben der Befreiungstheologe Frei Betto und Landlosenführer Joao Pedro Stedile ihre ausführlichen Kolumnen)</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/14/steinigen-im-iran-unter-ahmadinedschad-und-in-brasilien-unter-lula-lula-konnte-sich-uber-die-tatsache-beunruhigen-das-brasilien-zu-den-landern-gehort-in-denen-am-meisten-gelyncht-wird-jose/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/14/steinigen-im-iran-unter-ahmadinedschad-und-in-brasilien-unter-lula-lula-konnte-sich-uber-die-tatsache-beunruhigen-das-brasilien-zu-den-landern-gehort-in-denen-am-meisten-gelyncht-wird-jose/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/</a></p>
<p><strong>Autoritarismus-und Faschismusvorwürfe gegen Lula:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/23/autoritarismus-von-lula-in-manifest-verurteilt-pt-grunder-helio-bicudolangst-ausgetreten-und-deutschstammiger-kardinal-evarista-arns-unterzeichnen-regierungsattacken-gegen-medien-zuruckgewies/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/23/autoritarismus-von-lula-in-manifest-verurteilt-pt-grunder-helio-bicudolangst-ausgetreten-und-deutschstammiger-kardinal-evarista-arns-unterzeichnen-regierungsattacken-gegen-medien-zuruckgewies/</a></p>
<p><strong>In meinungsbildenden deutschen Analysen wird die brasilianische Regierung ausdrücklich als “progressiv” eingestuft.</strong></p>
<p><strong>In derselben Ausgabe von “Caros Amigos”:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/08/warum-brasilia-in-europa-darunter-deutschen-parteien-wegen-fortschrittlicher-regierungspolitik-gelobt-wird-a-desigualdade-no-brasil-e-coisa-da-sociedade-feudal-ipea-prasident-marcio-pochm/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/08/warum-brasilia-in-europa-darunter-deutschen-parteien-wegen-fortschrittlicher-regierungspolitik-gelobt-wird-a-desigualdade-no-brasil-e-coisa-da-sociedade-feudal-ipea-prasident-marcio-pochm/</a></p>
<p><strong>Frei Betto: “Oito anos depois de o PT no poder, o Fome Zero se faz urgente para um terco da populacao brasileira!”</strong></p>
<p><strong>Deutsches katholisches Hilfswerk Misereor ermöglicht Folter-Dokumentation der brasilianischen Gefangenenseelsorge: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/13/misereor-deutsches-katholisches-hilfswerk-unterstutzt-brasilianische-folter-dokumentation-folter-unter-der-lula-regierung-youtube-video-25-jahre-nach-dem-ende-der-militardiktatur-weiter-folter/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/13/misereor-deutsches-katholisches-hilfswerk-unterstutzt-brasilianische-folter-dokumentation-folter-unter-der-lula-regierung-youtube-video-25-jahre-nach-dem-ende-der-militardiktatur-weiter-folter/</a></strong></p>
<p><strong>Den weltweit bekannten Menschenrechtspriester Julio     Lancelotti in Sao Paulo empört ebenfalls, daß 25 Jahre nach dem Ende der     Militärdiktatur Brasilien zwar zu den Unterzeichnern der     internationalen Anti-Folter-Konvention gehört, barbarische, sadistische     Torturen jedoch weiterhin zur ganz normalen Gefängnis-und   Polizeipraxis   gehören. Lancelotti sieht mehrere Gründe, warum   gravierende   Menschenrechtsprobleme im jetzigen   Präsidentschaftswahlkampf keine Rolle   spielen. </strong><strong> „Unsere   Demokratie ist noch unfertig, wir   haben nur eine Formaldemokratie.   Die Politiker scheuen sich davor, über   Menschenrechte zu sprechen,   weil sie andernfalls Stimmen verlieren   würden.  Zum nationalen   Bewußtsein zählt, die Ermordung von Obdachlosen   nicht wichtig zu   nehmen – und die Folter auch nicht. Man denkt,  Banditen  müßten eben   gefoltert werden. Die Deutschen werden das gut  verstehen,  weil ja   Hitler die Macht übernahm und das Volk dies  akzeptierte. All  dies   wiederholt sich in der Geschichte.“</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/10/kommunist-oscar-niemeyer-macht-wahlwerbung-fur-den-oligarchie-rechten-marco-macieldem-maciel-ist-intelligent-und-uberaus-ehrlich-wie-brasiliens-politik-funktioniert-stalin-war-phantasti/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/10/kommunist-oscar-niemeyer-macht-wahlwerbung-fur-den-oligarchie-rechten-marco-macieldem-maciel-ist-intelligent-und-uberaus-ehrlich-wie-brasiliens-politik-funktioniert-stalin-war-phantasti/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/29/unter-lula-hat-die-soziale-ungleichheit-zugenommen-chico-whitaker-trager-des-alternativen-nobelpreises-weltsozialforum-mitgrunder-katholischer-menschenrechtsaktivist/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/29/unter-lula-hat-die-soziale-ungleichheit-zugenommen-chico-whitaker-trager-des-alternativen-nobelpreises-weltsozialforum-mitgrunder-katholischer-menschenrechtsaktivist/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/06/daniel-cohn-bendit-im-grunen-wahlkampf-brasiliens-was-alles-fehlt/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/06/daniel-cohn-bendit-im-grunen-wahlkampf-brasiliens-was-alles-fehlt/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/16/lulas-palocci-skandal-hausmeister-der-den-finanzminister-und-jetzigen-dilma-rousseff-berater-sturzte-hohe-entschadigung-zugesprochen-orgien-viagra-huren/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/16/lulas-palocci-skandal-hausmeister-der-den-finanzminister-und-jetzigen-dilma-rousseff-berater-sturzte-hohe-entschadigung-zugesprochen-orgien-viagra-huren/</a></p>
<p><strong>Lula-Skandal um Chefministerin Erenice Guerra:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/17/lulas-neuester-skandal-prasidentenpalast-wuste-bereits-seit-februar-von-den-machenschaften-die-jetzt-zum-sturz-von-ministerin-erenice-guerra-fuhrten-berichten-die-landesmedien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/17/lulas-neuester-skandal-prasidentenpalast-wuste-bereits-seit-februar-von-den-machenschaften-die-jetzt-zum-sturz-von-ministerin-erenice-guerra-fuhrten-berichten-die-landesmedien/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/29/lula-benjamin-sexuelle-gewalt-offentliche-diskussion-o-menino-do-mep/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/29/lula-benjamin-sexuelle-gewalt-offentliche-diskussion-o-menino-do-mep/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/12/wenn-es-ein-land-gibt-in-dem-das-volk-die-krise-nicht-erlebte-war-es-dieses-hier-brasiliens-staatschef-lula-zu-den-wirkungen-der-finanz-und-wirtschaftskrise-der-verbrauch-pro-familie-stieg-u/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/12/wenn-es-ein-land-gibt-in-dem-das-volk-die-krise-nicht-erlebte-war-es-dieses-hier-brasiliens-staatschef-lula-zu-den-wirkungen-der-finanz-und-wirtschaftskrise-der-verbrauch-pro-familie-stieg-u/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/14/brasiliens-exporte-anteil-nichtbrasilianischer-multis-wachst-stetig/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/14/brasiliens-exporte-anteil-nichtbrasilianischer-multis-wachst-stetig/</a></p>
<p><a href="http://twitter.com/das_blaettchen/statuses/22874480814">http://twitter.com/das_blaettchen/statuses/22874480814</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/28/menschenrechte-auser-der-mode-brasiliens-groste-qualitatszeitung-folha-de-sao-paulo-zur-geringen-resonanz-der-amnesty-international-kritik-an-der-lage-im-tropenland/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/28/menschenrechte-auser-der-mode-brasiliens-groste-qualitatszeitung-folha-de-sao-paulo-zur-geringen-resonanz-der-amnesty-international-kritik-an-der-lage-im-tropenland/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/18/matices-medien-staat-und-gesellschaft-in-lateinamerika-anklicken/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/18/matices-medien-staat-und-gesellschaft-in-lateinamerika-anklicken/</strong></a></p>
<h2>              <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/30/das-monster-der-tausend-ideologien-angeli-folha-de-sao-paulo-ausris/" rel="bookmark">“Das Monster der tausend Ideologien.” Angeli, Folha de Sao Paulo, Ausriß.</a></h2>
<p>Donnerstag, 30. September 2010 von Klaus Hart   <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=6646" title="Beitrag bearbeiten">**</a></p>
<p><a href="http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html">http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/09/lulaangeliideologias.JPG" alt="lulaangeliideologias.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/28/mist-habe-ich-vergessen-dilma-abzuschalten/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/28/mist-habe-ich-vergessen-dilma-abzuschalten/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/17/mit-rund-500-euro-familieneinkommen-in-brasilien-schon-mittelschicht-was-in-europa-gut-ankommt/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/17/mit-rund-500-euro-familieneinkommen-in-brasilien-schon-mittelschicht-was-in-europa-gut-ankommt/</a></p>
<p><strong>Paulo Sergio Pinheiro und Israel, Antisemitismus:</strong></p>
<h2>Eduardo Suplicy, Kongreßsenator von Lulas  Arbeiterpartei,  distanziert sich von Israel-kritischer Erklärung der  Parteiführung:”Ich  hätte eine solche Erklärung, mit diesen  Formulierungen, nicht  geschrieben!” Grünen-Politiker und  Ex-Stadtguerrilheiro Fernando  Gabeira:”In Rio de Janeiro haben wir  Probleme wie in Gaza, ein  Slumviertel namens Gazastreifen!” <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=1601" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasilien/" rel="tag">Brasilien</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/eduardo-suplicy/" rel="tag">Eduardo Suplicy</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/fernando-gabeira/" rel="tag">Fernando Gabeira</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/gaza/" rel="tag">Gaza</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/israel/" rel="tag">Israel</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/paulo-sergio-pinheiro/" rel="tag">Paulo Sergio Pinheiro</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/sao-paulo/" rel="tag">Sao Paulo</a></p>
<p><font size="3"><strong>Brasilianische Intellektuelle,  Künstler,  Politiker und Menschenrechtsexperten haben an dem von Oscar  Niemeyer  entworfenenen Lateinamerika-Memorial in der Megacity Sao Paulo  in einem  symbolischen Akt zum friedlichen Zusammenleben von Moslems und  Juden  aufgerufen “ ob im Konfliktherd des Nahen Ostens oder in Brasilien   selbst. Die Friedensdemonstration verfolgte zugleich den Zweck, sich   von scharfen antiisraelischen Erklärungen Brasilias sowie der   Regierungspartei von Staatschef Lula zu distanzieren. Diese Erklärungen,   in denen Israel „Staatsterrorismus” und nazistische Praktiken   vorgeworfen werden, hatten die jüdische Gemeinde Brasiliens, das   Simon-Wiesenthal-Zentrum, aber auch die israelische Regierung zu   heftigen Protesten veranlaßt.</strong></font></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/07/lulas-arbeiterpartei-pt-verurteilt-staatsterrorismus-israels/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/07/lulas-arbeiterpartei-pt-verurteilt-staatsterrorismus-israels/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/01/suplicyedklein.JPG" alt="suplicyedklein.JPG" />Eduardo Suplicy</p>
<p><font size="3">Â </font><font size="3">Paulo  Sergio Pinheiro, der  den symbolischen Akt koordinierte, ist UNO-Berater  und gehört zur  Menschenrechtskommission der Organisation Amerikanischer  Staaten.</font><font size="3">”Die  regierende Arbeiterpartei”, so  Pinheiro, „hätte in ihrer Erklärung zum  Konflikt um Gaza sehr präzise  formulieren müssen. Sie redete  stattdessen von israelischem  Staatsterrorismus, von Völkermord und von  einem Vorgehen wie einst die  Nazis. Eine solche Ausdrucksweise halte  ich für oberflächlich und zudem  für riskant. Das brasilianische  Außenministerium redet völlig anders.”</font><font size="3">In  Tel Aviv  wurde kurz zuvor Außenminister Celso Amorim von seiner  israelischen  Amtskollegin Tzipi Livni auf die offiziellen Erklärungen  aus Brasilia  angesprochen und beteuerte, damit nichts zu tun zu haben.  Überraschend  schickte nun Brasiliens Außenamt mit Silvio Albuquerque  sogar einen  Vertreter im Ministerrang zum Lateinamerika-Memorial, um für   Klarstellungen zu sorgen.</font><font size="3">”Wir fordern derzeit von   beiden Konfliktparteien die Einhaltung der Menschenrechtskonventionen “   aber wir sind gegen die einseitige Verurteilung Israels und verhalten   uns unparteilich.”</font><font size="3">Mit besonderer Spannung wurde   erwartet, wie sich Kongreßsenator Eduardo Suplicy, einer der   angesehensten Politiker der regierenden Arbeiterpartei, positioniert:   Â Suplicy distanziert sich ausdrücklich von den antiisraelischen   Ã„ußerungen seiner Parteiführung “ vielmehr müsse man versuchen, die   Gründe beider Seiten für den Einsatz von soviel Gewalt zu verstehen.</font><font size="3">”Ich   fühle mich dem Geist dieses Treffens hier verpflichtet “ als Senator   der Arbeiterpartei unterstütze ich alle Versuche, die zum Frieden führen   können. Diese Erklärung meiner Parteiführung, noch dazu mit solchen   Formulierungen, hätte ich nicht geschrieben. Manifestationen, die die   Gemüter aufstacheln, sind nicht konstruktiv!” Der Kongreßabgeordnete   Fernando Gabeira von den brasilianischen Grünen, der zur Diktaturzeit   ein Stadtguerrilheiro war und im Westberliner Exil lebte, zog sogar   einen Vergleich zur Zuckerhutmetropole. ”In meiner Heimatstadt haben wir   Probleme wie in Gaza, gibt es sogar eine ganze Slumregion, die wegen   der vielen gewaltsamen Konflikte, der vielen verirrten Kugeln im   Volksmund Â´GazastreifenÂ´heißt. In Rio de Janeiro diskutieren wir   darüber, was mit Bevölkerungsteilen geschehen soll, die unter der   Herrschaft bewaffneter Gruppen stehen und deren Geiseln sind. Als   Bürgermeisterkandidat habe ich mich letztes Jahr dafür ausgesprochen,   diese bewaffneten Gruppen zu attackieren. Im Gazastreifen indessen wurde   die Hamas von der Bevölkerung gewählt und schießt permanent Raketen  auf  Israel ab “ das ist eine wichtige Frage. Wer von den Raketen  getroffen  wird, ist der Hamas egal. Indessen dürfte es nicht möglich  sein, die  Hamas militärisch zu schlagen.” Gabeira, der den  Kongreßkommissionen für  internationale Beziehungen sowie für nationale  Verteidigung angehört,  plädierte dafür, daß Brasilien in den  derzeitigen Vermittlungsbemühungen  seine realen Handlungsmöglichkeiten  beachtet. „Brasilien sollte nicht  den großen Protagonisten spielen,  sondern Bescheidenheit üben.” Der  Gaza-Krieg hat bisher über 1000  Menschenleben gefordert &#8211; in Brasilien  werden monatlich über 4800  Menschen getötet. </font></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/01/gabeiraklein.JPG" alt="gabeiraklein.JPG" />Fernando Gabeira <a href="http://pt.wikipedia.org/wiki/Fernando_Gabeira">http://pt.wikipedia.org/wiki/Fernando_Gabeira</a></p>
<p><font size="3">Die Universitätsprofessorin Marilene Chaui, die dem   israelischen Spinoza-Institut angehört, wandte sich gegen theologische   Konzeptionen der Politik. Problematisch sei, wenn Politik als göttliche   Offenbarung definiert werde, da sich hinter solchen Konzeptionen   wirtschaftliche und soziale Interessen versteckten. Der Rechtsexperte   Fabio Konder Comparato sagte:”Ich bin ein großer Bewunderer der   jüdischen Kultur, doch ich bin empört, daß der Staat Israel derzeit die   biblische Ethik mit Füßen tritt. Leider läßt sich die jüdische Gemeinde   Brasiliens derzeit bei ihren Bekundungen zugunsten Israels von   nationalistischem Geist leiten. Im Falle des Gazastreifens kann es für   Terrorismus keinerlei religiöse Rechtfertigung geben “ das gilt für   beide Seiten. Israel hat bereits auf derartige religiöse   Rechtfertigungen verzichtet, doch die arabische Seite bezieht sich nach   wie vor auf den Koran.”</font><font size="3">Â </font><font size="3">In   der Botschaft des Friedenstreffens vom Lateinamerika-Memorial werden   Israel und die Hamas aufgefordert, jegliche Militäraktionen sofort zu   stoppen. Die Zivilbevölkerung von Gaza dürfe nicht länger Ziel von   Vergeltungsmaßnahmen Israels wegen der Hamas-Attacken sein “ und die   israelische Zivilbevölkerung nicht länger mit Hamas-Rakten beschossen   werden. </font><font size="3">Â </font></p>
<p><font size="3">UNO-Berater Paulo Sergio Pinheiro hatte sich bereits   vor einigen Jahren sehr kritisch über den damaligen Arbeitsminister und   jetzigen Chef von Lulas Arbeiterpartei, Ricardo Berzoini, geäußert:</font><font size="3">Â </font><font size="3">Â </font><font size="3">Â <a href="http://www.dradio.de/dlr/sendungen/fazit/337614/">http://www.dradio.de/dlr/sendungen/fazit/337614/</a></font><font size="3">Â </font></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/01/pinheiroklein.JPG" alt="pinheiroklein.JPG" />Paulo Sergio Pinheiro</p>
<p><strong>Comissao Teotonio Vilela &#8211; Dokument zum Treffen am Lateinamerika-Memorial:</strong> <a href="http://www.ctvdh.org/portal">http://www.ctvdh.org/portal</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/13/brasilianer-in-israel-protestieren-gegen-position-der-lula-regierung-und-der-regierungspartei-pt-zu-israelischen-militaraktionenstaatsterrorismus-praktiken-der-nazistischen-wehrmacht/#more-1598">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/13/brasilianer-in-israel-protestieren-gegen-position-der-lula-regierung-und-der-regierungspartei-pt-zu-israelischen-militaraktionenstaatsterrorismus-praktiken-der-nazistischen-wehrmacht/#more-1598</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/12/schwerer-fehler-irans-prasident-ahmadinejad-nach-brasilien-einzuladen-der-den-holocaust-leugnet-und-die-vernichtung-israels-predigt-roberto-abdenur-fruherer-botschafter-brasiliens-in-deutschla/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/12/schwerer-fehler-irans-prasident-ahmadinejad-nach-brasilien-einzuladen-der-den-holocaust-leugnet-und-die-vernichtung-israels-predigt-roberto-abdenur-fruherer-botschafter-brasiliens-in-deutschla/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/11/viva-hamas-der-kampf-von-hamas-ist-gerecht-brasiliens-regierungspartei-von-lula-protestiert-mit-parteien-und-sozialbewegungen-in-sao-paulo-gegen-israels-militaraktionen-gleichsetzung-von-israe/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/11/viva-hamas-der-kampf-von-hamas-ist-gerecht-brasiliens-regierungspartei-von-lula-protestiert-mit-parteien-und-sozialbewegungen-in-sao-paulo-gegen-israels-militaraktionen-gleichsetzung-von-israe/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/11/demo-gegen-israels-militaraktionen-avenida-paulista-sao-paulo-volkermorder-nazis-nein-zum-nazi-zionismus/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/11/demo-gegen-israels-militaraktionen-avenida-paulista-sao-paulo-volkermorder-nazis-nein-zum-nazi-zionismus/</a></p>
<p><strong>Hintergrund zu Fernando Gabeiras Gaza-Rio-Vergleich:</strong></p>
<p>Banditendiktatur in Slums immer grausamer(2008)</p>
<p>Angesichts der ausufernden Gewaltkriminalität hat Brasiliens   Staatschef Lula zum wiederholten Male energische Gegenmaßnahmen   versprochen. Mit Milliardenaufwand sollen danach der Polizeiapparat   ausgebaut und 160 Gefängnisse errichtet werden. Im Unterschied zu den   deutschen Medien haben jene in Brasilien über Lulas Ankündigungen nur   kurz oder gar nicht berichtet, da nach früheren „Maßnahmenpaketen”   dieser Art in Wahrheit die Ausgaben für öffentliche Sicherheit teils   drastisch gekürzt oder vorgesehene Haushaltsmittel gar nicht freigegeben   worden waren. In großer Aufmachung betont die Landespresse dagegen,  daß  seit Lulas Amtsantritt von 2003 ausgerechnet die ärmsten  Brasilianer  weiterhin am stärksten dem Terror der Banditenmilizen  ausgesetzt seien.  Allein in Rio de Janeiro, so die auflagenstarke  Qualitätszeitung „O  Globo”, sind 1, 5 Millionen Slumbewohner der  „Diktatur des Verbrechens”  unterworfen und nahezu sämtlicher  Menschenrechte beraubt. Es handele  sich um eine „kolumbianische”  Tragödie.„Wir haben daher in diesem Land  noch keinen demokratischen  Rechtsstaat”, analysiert die renommierte  Anthropologin und Kolumnistin  Alba Zaluar. Gemäß den neuesten Studien  ist allein in Rio, mit rund  ebensoviel Einwohnern wie Kuba, die Zahl der  Verschwundenen bis heute  mindestens 54-mal höher als während des  21-jährigen Militärregimes. Wie  damals sei unter der vom organisierten  Verbrechen sowie von  paramilitärischen Milizen errichteten Slum-Diktatur  das Foltern von  mißliebigen Bewohnern üblich. Zwecks Einschüchterung  würden Menschen in  aller Öffentlichkeit lebendig verbrannt oder in  Stücke gehackt, die  Opfer in geheimen Friedhöfen verscharrt. „Das  Verschwindenlassen und  die Folter sind häufig, Gewalt trifft heute viel  mehr Menschen als  unter der Militärdiktatur”, betont die  Universitätsprofessorin Cecilia  Coimbra, Präsidentin der  Menschenrechtsorganisation „Nie mehr  Folter”(Tortura nunca mais).  Toleriert von den Autoritäten, hat das  organisierte Verbrechen im  Parallelstaat der Slums seit Jahrzehnten  auch Sondergerichte  installiert, die meist drakonische Strafen  verhängen. Dazu zählen das  Handabhacken ebenso wie der Scheiterhaufen  aus Autoreifen. Ungezählte  Familien werden zudem aus ihren Slumkaten  vertrieben. Die  Banditenkommandos agieren zudem als Zensoren, verbieten  Musiktexte und  Bands, kontrollieren die gesamte Kulturproduktion,  hören  Telefongespräche ab, legen Sprachregelungen und  Kleidervorschriften  fest. Wer sich den Normen nicht fügt, muß zumeist  mit Folter oder Tod  rechnen.„All diese Grausamkeiten entsprechen der  Realität”, erklärte  jetzt Rio de Janeiros Gouverneur Sergio Cabral.  „Die Parallelmacht  agiert mit aller Rohheit.”Auch Brasiliens  katholische Kirche ist vom  Banditenterror direkt betroffen. Der  deutschstämmige Kardinal Eusebio  Scheid in Rio de Janeiro hat die  Verbrecherdiktatur häufig verurteilt.  Immer wieder werden Geistliche  ermordet, dringen Gangster mit NATO-MGs  und Handgranaten in Slumkirchen  ein, erzwingen sogar den Stopp von  Sozialprojekten.  Menschenrechtsaktivisten kritisierten, daß manche sogar  vom Ausland  finanzierte Nichtregierungsorganisationen mit dem  organisierten  Verbrechen kooperieren. Zudem wird an einen bezeichnenden  Vorfall  erinnert. So hatten Staatschef Lulas Kulturminister Gilberto Gil  und  der damalige Arbeitsminister Ricardo Berzoini, heute Chef der   Arbeiterpartei, vor rund zwei Jahren laut Presseberichten einen Rio-Slum   besucht und dafür die Genehmigung der Banditenbosse eingeholt. Der   renommierte brasilianische UNO-Berater und Experte für Gewaltfragen,   Sergio Pinheiro: ”All dies ist ein Skandal “ geschähe derartiges in   Berlin, Paris oder London, würde das im Parlament debattiert, würde die   Regierung stürzen.”Polizeiattacken gegen die Verbrecherhochburgen haben   bislang nur die Wirkung von Nadelstichen. Zudem gelten nicht wenige   Beamte als korrupt und brutal, werden immer wieder moderne Feuerwaffen   an die Gangstermilizen verkauft. In den Millionenstädten sterben   tagtäglich niedrig bezahlte Polizisten durch Attentate oder Racheakte.Im   Stadtpark von Sao Paulo trauern die ambulanten Fahrradmechaniker   derzeit um ihren Kollegen, einen Detektiv und Familienvater. Er flickte   dort in der Freizeit für ein Trinkgeld Schläuche, reparierte   Gangschaltungen, besserte damit sein mageres Gehalt auf. „Vier Kugeln in   den Hinterkopf, sonntagmorgens “ so geht das hier zu.” In Brasilien   werden jährlich über 50000 Menschen ermordet, nicht einmal fünf Prozent   der Täter ermittelt.Pressefreiheit und Slumdiktatur<br />
Journalisten arbeiten unter hohem Lebensrisiko<br />
Die Herrschaft des organisierten Verbrechens über erhebliche Teile der   brasilianischen Städte schränkt die Pressefreiheit, die   Recherchemöglichkeiten der Journalisten des Tropenlandes deutlich ein.   Falls sie die Aktivitäten der Banditenkommandos im Parallelstaat der   Slums konkret kritisieren, drohen zudem Racheakte.<br />
Vergangene Woche wurde auf den brasilianischen Journalisten Amaury   Ribeiro ein Attentat verübt. In Tageszeitungen hatte er eine   Artikelserie über den Terror des organisierten Verbrechens   veröffentlicht, erhielt deshalb Morddrohungen, wagte sich aber dennoch   erneut in die Slumperipherie der Hauptstadt Brasilia. Dort feuerte ein   junger Mann auf den Journalisten “ glücklicherweise konnte Ribeiro rasch   in ein Hospital gebracht werden und überlebte den Anschlag. Fälle   dieser Art sind in Brasilien nichts Neues. 2002 recherchierte der   bekannte Fernsehreporter Tim Lopes allein in einem Slum von Rio de   Janeiro, wurde von einem Banditenkommando entdeckt, bestialisch   gefoltert und auf einem Scheiterhaufen aus Autoreifen verbrannt. Carla   Rocha, eine Kollegin von Tim Lopes, zählt zu den wichtigsten   investigativen Journalistinnen des Landes.<br />
”In diesen Slumregionen gelten weder Gesetz noch Verfassung, nur das   Diktat bewaffneter Gruppen. Der Staat ist nicht präsent und läßt zu, daß   dort Verbrecherorganisationen, Gangsterbosse, paramilitärische Milizen   die Regeln gewaltsam bestimmen. Man hält dort die Menschen isoliert,  in  einer eng begrenzten Welt, diese Slumbewohner sind als Staatsbürger   anulliert. Und dies dient den übelsten, schlechtesten, reaktionärsten   Teilen unserer Elite, die keinen sozialen Fortschritt, keine   Veränderungen wollen. Wer sich den Normen der Verbrecherorganisationen   widersetzt, wird sogar mit dem Tode bestraft, lebendig verbrannt. Folter   ist gängige Praxis “ alles eine mittelalterliche Barbarei.”<br />
In dem neuen brasilianischen Spielfilm „Tropa de Elite”, der auf der   nächsten Berlinale gezeigt wird, ist in einer Szene die von Carla Rocha   genannte „Microondas”, Mikrowelle der Banditenkommandos zu sehen: Über   das Opfer werden an einer gut sichtbaren Stelle hoch über Rio  Autoreifen  gestapelt und dann mit Benzin angezündet.<br />
Rio-Funk, HipHop aus den Slums, der derzeit auch in Deutschland   popularisiert wird, ist laut Carla Rocha keineswegs eine eigenständige   Musik unabhängiger, frei arbeitender Komponisten.<br />
„HipHop und Funk sind heute die typische Musik der Slums von Rio, es   gibt viele Gruppen, Bands. Doch die gesamte kulturelle Produktion der   Ghettos wird heute vom organisierten Verbrechen kontrolliert, zensiert.   Dies geht soweit, daß DJs, HipHop-Formationen eines Slums auf keinen   Fall die Namen eines anderen Slums nennen dürfen, weil dort eine   rivalisierende Gangsterorganisation herrscht. Es ist verboten, in eine   Band Mitglieder aus gegnerischen Slums aufzunehmen. Und natürlich darf   in Musiktiteln nur die Polizei kritisiert werden, nie das organisierte   Verbrechen. Andernfalls würden die Musiker mit dem Tode bestraft. Um die   Kontrolle über den Informationsfluß des Slums zu halten, hören die   Banditenkommandos sogar die Telefongespräche der Bewohner ab, überwachen   selbst den Austausch von E-Mails.Gangsterkommandos befehlen, daß   Kleidung bestimmter Marken, aus bestimmten Geschäften nicht getragen   werden darf. Die NGOs in Slums müssen sich ebenfalls dem Normendiktat   unterwerfen. ”<br />
Jetzt hat Carla Rocha gemeinsam mit ihren Kollegen Dimmi Amora, Fabio   Vasconcelos und Sergio Ramalho zum wiederholten Male in einer großen   Artikelserie der Qualitätszeitung „O Globo” die Herrschaftsmethoden der   Slumdiktatoren ausführlich dokumentiert. Die Serie trägt den Titel „Os   Brasileiros que ainda vivem na Ditadura”, Brasilianer, die noch in der   Diktatur leben. Didaktisch werden stets jene wichtigen   Verfassungsparagraphen und Gesetze Brasiliens genannt, die für Millionen   von Landesbewohnern nicht gelten. Berichtet wird über die   Sondergerichte, die drakonischen Strafen und die Scheiterhaufen, über   Vertreibungen, Ausgangssperren und Zensur. Und belegt wird auch, daß   Gewalt heute viel mehr Menschen trifft als unter der Militärdiktatur,   daß die Zahl der Verschwundenen viel höher ist als in den 21   Diktaturjahren. Wer über all das schreibt, so die Journalistin Carla   Rocha, erleidet ein hohes Lebensrisiko.<br />
”Wir müssen sehr aufpassen, denn Tim Lopes wurde ja in einem solchen   Slum von Rio ermordet. Seitdem gehen wir nicht mehr in die Ghettos   hinein. Da wir gegen die Interessen der Verbrecherbanden handeln, sind   wir vom Tode bedroht, müssen ständig bestimmte Sicherheitsregeln   einhalten. Nicht anders als die Polizeibeamten oder Richter und   Staatsanwälte.”<br />
Entsprechend schwierig war es für Carla Rocha und ihre Kollegen,   handfeste Informationen, Fakten aus den rund 800 Slums von Rio de   Janeiro zu bekommen.<br />
”Wir wußten, daß es sehr leicht sein würde, kritische Stellungnahmen   über Polizeieinsätze zu bekommen. Doch wir wollten ja alle Aspekte der   Unterdrückung in den Slums zeigen, die Aktivitäten der   Banditenkommandos, der paramilitärischen Milizen. Indessen hat die   Menschenrechtskomission des Stadtparlaments von Rio seit zehn Jahren   noch nie eine Anzeige gegen das organisierte Verbrechen erhalten. Nur   die Polizei wird dort gelegentlich angeklagt “ was stets von den   Verbrechersyndikaten unterstützt wird, die ja ein Interesse an solchen   Anzeigen haben. Für uns Journalisten schafft das eine komplizierte   Situation. Wir haben in unserer Artikelserie über den Präsidenten einer   Assoziation von Slumbewohnern berichtet “ er wurde jetzt ermordet.”<br />
Carla Rocha ist bedrückt, daß auch die neuesten genau dokumentierten   Menschenrechtsverletzungen wiederum typischerweise im Ausland, also auch   in Ländern wie Deutschland, keinerlei Echo fanden. Aus den bekannten   Gründen.<br />
”In Rio de Janeiro ist es unmöglich, all diese Vorgänge, diese   Tatbestände nicht wahrzunehmen. Daher finde ich es traurig, daß es dafür   kein internationales Interesse, keinerlei internationalen Druck gibt.   Denn Druck aus dem Ausland ist am wichtigsten, damit sich an der Lage  in  den Ghettos etwas ändert. Unglücklicherweise wird wohl bis dahin  noch  sehr viel Zeit vergehen, werden bis dahin noch sehr viele Menschen   getötet. Im Ausland denken eben noch viele, Brasilien sei das Land des   Samba, des Fußball und der fröhlichen, sonnengebräunten Leute. Wir   hatten erwartet, daß unsere Artikelserie größere Reaktionen, Empörung   auslöst “ aber das ist leider nicht passiert.”</p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/marktundmedien/761337/">http://www.dradio.de/dlf/sendungen/marktundmedien/761337/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/08/03/brasiliens-armee-und-die-slum-diktatur-rio-streitkrafte-lassen-drei-jugendliche-durch-banditenkommando-foltern-und-ermorden/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/08/03/brasiliens-armee-und-die-slum-diktatur-rio-streitkrafte-lassen-drei-jugendliche-durch-banditenkommando-foltern-und-ermorden/</a></p>
<h2>“Viva Hamas &#8211; der Kampf von Hamas ist  gerecht!” Brasiliens  Regierungspartei von Lula protestiert mit Parteien  und Sozialbewegungen  in Sao Paulo gegen Israels Militäraktionen.  Gleichsetzung von Israel  mit Nazismus und Hitler-Wehrmacht. “Holocaust  in Palästina”. “Raus mit  Israel aus Palästina”. Demo-Fotoserie. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=1569" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: , <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/arbeiterpartei/" rel="tag">Arbeiterpartei</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasilien/" rel="tag">Brasilien</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/gaza/" rel="tag">Gaza</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/hamas/" rel="tag">Hamas</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/israel/" rel="tag">Israel</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/lula/" rel="tag">Lula</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/pala%c2%a4stina/" rel="tag">PalÃ¤stina</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/sao-paulo/" rel="tag">Sao Paulo</a></p>
<p><strong>Die brasilianische Regierungspartei (PT)Â von  Staatschef  Lula hatÂ  in Sao Paulo auf einer Kundgebung und einem  Protestmarsch  ihreÂ jüngsten offiziellen Positionen gegenüber den  jüngsten  Militäraktionen Israels bekräftigt, die als “Staatsterrorismus”   klassifiziert und mit der Hitler-Wehrmacht verglichen worden waren.   Führer der Regierungspartei, darunter Abgeordnete sowie der Sekretär für   internationale Beziehungen, Valter Pomar, demonstrierten gemeinsam mit   Organisationen und Politikern der arabischen, islamischen Gemeinde   Brasiliens, Anhängern von Hamas und Hizbollah, geistlichen islamischen   Würdenträgern,  dem linken Spektrum zugeordneten Parteien sowie   Sozialbewegungen wie der Landlosenbewegung MST.</strong></p>
<p><a href="http://www.bpb.de/themen/YYCLMJ,0,Antisemitismus_und_Antizionismus_in_der_Charta_der_Hamas.html"><strong>http://www.bpb.de/themen/YYCLMJ,0,Antisemitismus_und_Antizionismus_in_der_Charta_der_Hamas.html</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/01/demoisrael.JPG" alt="demoisrael.JPG" /></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/01/demohamas.JPG" alt="demohamas.JPG" /></p>
<p>Pomar sagte weiter, Israel bediene sich Ausrottungspraktiken wie   einst die Wehrmacht &#8211; ein ganzes Volk werde liquidiert. In Gaza würden   derzeit von Israel Massaker verübt &#8211; daher unterstützte die   Arbeiterpartei voll und ganz die palästinensische Sache. Jamil Mourad,   Abgeordneter der Kommunistischen Partei Brasiliens, warf Israel vor,   derzeit Kinder zu töten wie einst König Herodes, als Jesus Christus   geboren worden sei. Die palästinenische Frau, so Mourad, zeige indessen   derzeit großen Heldenmut, bringe sechs, acht oder zehn Kinder zur Welt.   Je mehr palästinensische Kinder von Israel getötet würden, umso mehr   würden geboren. Während der Demonstration durch Sao Paulo erklangen   immer wiederÂ Sprechchöre wie “Viva Hamas” und “Tod dem Staate Israel”,   wurde der Kampf der Hamas als gerecht bezeichnet. Auf Spruchbändern war   “Holocaust in Palästina” zu lesen. Sprecher verschiedener Parteien und   Organisationen forderten Staatschef Lula auf, den israelischen   Botschafter des Landes zu verweisen und die wirtschaftlichen Beziehungen   mit Israel zu kappen. Zahlreiche Demonstranten trugen Hamas-und   Hizbollah-T-Shirts. Auf der Abschlußkundgebung am Bandeirantes &#8211;   Memorial nebenÂ Sao Paulos Stadtpark Ibirapuera wurden Israel-Fahnen   verbrannt. Islamische Geistliche beteten mit den anwesenden Moslems zu   Allah. Verschiedene islamische Sprecher betonten unter anderem, es werde   erst dann Frieden geben, wenn die palästinensische Fahne über ganz   Palästina wehen werde. “Nein zum Holocaust in Gaza”. Ferner wurde dazu   aufgerufen, keine Waren aus Israel und den USA Â mehr zu kaufen.</p>
<p>An der Kundgebung beteiligten sich keine Persönlichkeiten der   katholischen Kirche bzw. bekannte katholische Personlichkeiten, die   bestimmten Linksparteien angehören.</p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/01/demozionazismus.JPG" alt="demozionazismus.JPG" /><strong>“Jüdischer Weltzionismus &#8211; gleich Nazismus”</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/01/demozionazi.JPG" alt="demozionazi.JPG" />“<strong>Nein zum Nazi-Zionismus”</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/01/demomoslbeter.JPG" alt="demomoslbeter.JPG" /></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/01/demoisrfahne1.JPG" alt="demoisrfahne1.JPG" /><strong>Brennende Israel-Fahne</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/01/demohamashizbo.JPG" alt="demohamashizbo.JPG" /></p>
<p><strong>“Hamas und Hizbollah &#8211; gemeinsam gegen Israel”</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/01/demorausisrael.JPG" alt="demorausisrael.JPG" /><strong>“Raus mit Israel aus Palästina”.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/01/demoptscheichs.JPG" alt="demoptscheichs.JPG" />Â <strong>Islamische Würdenträger unter der Fahne von Lulas Regierungspartei PT</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/01/demoschleieulen.JPG" alt="demoschleieulen.JPG" /></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/01/demoalteterro.JPG" alt="demoalteterro.JPG" /></p>
<p><strong>Domingo (11) &#8211; Sáo Paulo<br />
Grande Marcha Contra o Massacre de Israel</strong><br />
<strong>HorÃ¡rio: 10 horas<br />
Local: Concentraçáo no Váo Livre do Masp, Avenida Paulista. </strong></p>
<p><strong><br />
Convocam: CMS (Coordenaçáo dos Movimentos Sociais); CTB (Central dos   Trabalhadores e Trabalhadoras do Brasil); CUT; Conlutas; Intersindical;   Afubesp (Associaçáo dos FuncionÃ¡rios do Banespa); UNE; Ubes; Upes   (Uniáo Paulista dos Estudantes Secundaristas); DCE da USP; UJS (Uniáo da   Juventude Socialista); Juventude Revoluçáo; Movimento pelo Passe  Livre;  MST; MLT (Movimento de Luta pela Terra); Conselho Mundial da Paz  (CMP);  Cebrapaz (Centro de Solidariedade aos Povos e Luta pela Paz);  ComitÃª  de Solidariedade a Cuba; Mulheres em Luta pela Paz; PCdoB; PT;  PSTU;  Psol; PCB; Fepal (Federaçáo Ãrabe Palestina do Brasil); Fearab   (Federaçáo das Entidades Ãrabes Brasileiras); Mopat (Movimento   Palestina para Todos); Uniáo da Juventude Ãrabe para a América Latina   (UJAAL); Instituto Jerusalém; Instituto da Comunidade Ãrabe; Centro   Cultural Ãrabe-SÃ­rio; Sociedade Palestina de SP; Instituto Futuro;   Uniáo Nacional de Entidades IslÃ¢micas (UNI); Federaçáo das Entidades   Ãrabes Muçulmanas do Brasil (Fambras); Sociedade Beneficente Muçulmana   do Brasil (SBM); Associaçáo Beneficente IslÃ¢mica do Brasil (ABIB);   Uniáo dos Estudantes Muçulmanos do Brasil (Uemb); Sociedade IslÃ¢mica de   JundiaÃ­; Sociedade Beneficente Muçulmana de Santo Amaro; Conselho   Superior dos TeÃ³logos Muçulmanos do Brasil; Igreja Ortodoxa Antioquina   do Brasil; Igreja Presbiteriana; Deputado estadual Simáo Pedro (PT-SP);   Deputado estadual Said Mourad (PSC-SP); Vereador de Sáo Paulo Jamil   Murad (PCdoB); Portal Vermelho; CMI (Centro de MÃ­dia Independente); <em>Jornal Al Baian</em>.</strong>Â</p>
<h2>“Der Antisemitismus in Brasilien und den  anderen Ländern Nord-und  Südamerikas tarnt sich heute gewöhnlich als  Antizionismus, als Haß auf  Israel. Doch wenn man genau hinschaut, geht  es gegen die Juden, sehen  wir jenen tiefsitzenden traditionellen  Antisemitismus.” Maria Luiza  Tucci Carneiro, Antisemitismus-Expertin von  der Bundesuniversität in  Sao Paulo. ” A raça indesejavel” &#8211; die  unerwünschte Rasse. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=1543" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: , <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/antisemitismus/" rel="tag">Antisemitismus</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/antizionismus/" rel="tag">Antizionismus</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasilien/" rel="tag">Brasilien</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/juden/" rel="tag">Juden</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/lateinamerikam/" rel="tag">Lateinamerikam</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/maria-luiza-tucci-carneiro/" rel="tag">Maria Luiza Tucci Carneiro</a></p>
<p><font face="Times New Roman" size="3"><a href="http://www.revistapesquisa.fapesp.br/?art=3489&amp;bd=1&amp;pg=1&amp;lg">http://www.revistapesquisa.fapesp.br/?art=3489&amp;bd=1&amp;pg=1&amp;lg</a></font></p>
<p><font face="Times New Roman" size="3"><strong>“Seit dem 19.   Jahrhundert wurden die wichtigsten Rassentheorien aus Deutschland und   Frankreich übernommen, von renommierten Intellektuellen propagiert. Man   wollte hier eine reine Rasse &#8211; weiß, nichtjüdisch und katholisch.”</strong></font></p>
<p><strong><font face="Times New Roman" size="3">“Bad People”: <a href="http://www.jcrelations.net/de/?item=3039">http://www.jcrelations.net/de/?item=3039</a></font></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/07/17/von-den-juden-und-ihren-lugen1543-martin-luther-und-die-antisemitismus-diskussion/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/07/17/von-den-juden-und-ihren-lugen1543-martin-luther-und-die-antisemitismus-diskussion/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/09/26/brasilien-ist-das-rassistischste-land-der-erde-mauricio-pestana-herausgeber-von-raca-brasil-der-einzigen-schwarzen-zeitschrift-des-tropenlandes/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/09/26/brasilien-ist-das-rassistischste-land-der-erde-mauricio-pestana-herausgeber-von-raca-brasil-der-einzigen-schwarzen-zeitschrift-des-tropenlandes/</a></p>
<p><strong>“Adolf Hitler hätte es nicht besser gesagt”:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/13/grass-gedicht-und-kritische-reaktion-in-brasilien-sein-fuhrer-in-der-jugend-adolf-hitler-hatte-es-nicht-besser-gesagt-groste-qualitatszeitung-folha-de-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/13/grass-gedicht-und-kritische-reaktion-in-brasilien-sein-fuhrer-in-der-jugend-adolf-hitler-hatte-es-nicht-besser-gesagt-groste-qualitatszeitung-folha-de-sao-paulo/</strong></a></p>
<h2>Pro-Israel-Kundgebung der jüdischen Gemeinde  Sao Paulos am Lateinamerika-Memorial. “Das Bild sagt alles.” Fotoserie. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=1645" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/gaza/" rel="tag">Gaza</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/israel/" rel="tag">Israel</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/palastina/" rel="tag">PalÃ¤stina</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/sao-paulo/" rel="tag">Sao Paulo</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/01/demoisraelschutzen.JPG" alt="demoisraelschutzen.JPG" /></p>
<p>“Falsos Humanistas”: <a href="http://www.estadao.com.br/estadaodehoje/20090119/not_imp309253,0.php">http://www.estadao.com.br/estadaodehoje/20090119/not_imp309253,0.php</a></p>
<p>Â <img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/01/demoisraelrabbiner3.JPG" alt="demoisraelrabbiner3.JPG" /></p>
<p><strong>Rabbiner beim Kundgebungsgebet</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/01/demoisraelleute.JPG" alt="demoisraelleute.JPG" /></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/01/demoisraelhamas.JPG" alt="demoisraelhamas.JPG" /></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/01/demoisraelconibchef.JPG" alt="demoisraelconibchef.JPG" /><strong>Boris Ber, Präsident der Israelitischen Konföderation Brasiliens(CONIB)</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/01/demoisraelmann.JPG" alt="demoisraelmann.JPG" /></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/01/demoisraelrabbiner.JPG" alt="demoisraelrabbiner.JPG" /></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/01/demoisraelalter.JPG" alt="demoisraelalter.JPG" /></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/01/demoisraelhutmann.JPG" alt="demoisraelhutmann.JPG" /></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/01/demoisraelkappimann.JPG" alt="demoisraelkappimann.JPG" /></p>
<p>Israel in den Medien &#8211; kritische Analysen: <a href="http://www.deolhonamidia.org.br/">http://www.deolhonamidia.org.br/</a></p>
<h2>Jüdische Gemeinde Sao Paulos verurteilt  Regierungssicht zum Zweiten  Weltkrieg:”Äußerungen des Ministers für  Strategische Angelegenheiten  zeigen Ignoranz oder böse Absicht.”  “Anti-Semitism in South-America”.  Maria Luiza Tucci Carneiro, jüdischer  Gouverneur Goldman. Wikileaks. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=4015" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/adidas/" rel="tag">Adidas</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/aleksander-laks/" rel="tag">Aleksander Laks</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/boris-ber/" rel="tag">Boris Ber</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/ja%c2%bcdische-gemeinde-sao-paulos/" rel="tag">jÃ¼dische Gemeinde Sao Paulos</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/jewish-christian-relations/" rel="tag">Jewish-Christian Relations</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/maria-luiza-tucci-carneiro/" rel="tag">Maria Luiza Tucci Carneiro</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/minister-fa%c2%bcr-strategische-angelegenheiten-brasiliens/" rel="tag">Minister fÃ¼r Strategische Angelegenheiten Brasiliens</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/zweiter-weltkrieg/" rel="tag">Zweiter Weltkrieg</a></p>
<p><strong>Minister Guimaraes sagte in einer Rede im  Außenministerium  von Brasilia:”Deutschland und Japan wurden nach dem  Zweiten Weltkrieg  jahrelang dafür bestraft, litten im Fegefeuer dafür,  daß sie der  angelsächsischen Welt-Führung getrotzt, diese  herausgefordert hatten.”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/10/bad-people-anti-semitism-in-south-america-widespread-and-rarely-explored-jewish-christian-relations/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/10/bad-people-anti-semitism-in-south-america-widespread-and-rarely-explored-jewish-christian-relations/</a></p>
<p><strong>Boris Ber, Präsident der jüdischen Gemeinde Sao Paulos,   betonte dazu im Website-Interview, es sei beklagenswert, wenn jemand wie   der Minister in dieser Weise denke, historische Tatsachen verzerre und   andere Menschen mit Lügen beeinflussen wolle. “Es handelt sich um   Ignoranz oder böse Absicht.” Bei brasilianischen Historikern hatten die   Minister-Äußerungen Empörung und Entsetzen hervorgerufen.</strong></p>
<p><strong>Jüdischer Gouverneur Goldman: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/16/der-judesao-paulo-gouverneur-goldman-und-der-lula-minister-samuel-pinheiro-guimaraes-anhanger-der-nazifaschistischen-achse-existieren-noch-in-der-brasilianischen-diplomatie-in-erinnerung-an-di/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/16/der-judesao-paulo-gouverneur-goldman-und-der-lula-minister-samuel-pinheiro-guimaraes-anhanger-der-nazifaschistischen-achse-existieren-noch-in-der-brasilianischen-diplomatie-in-erinnerung-an-di/</a></strong></p>
<p><strong>Wikileaks: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/16/wikileaks-und-brasilien-der-interessante-fall-des-usa-hassers-und-strategieministers-samuel-pinheiro-guimaraes/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/16/wikileaks-und-brasilien-der-interessante-fall-des-usa-hassers-und-strategieministers-samuel-pinheiro-guimaraes/</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/12/borisber.jpg" alt="borisber.jpg" /></p>
<p><strong>Boris Ber, Sao Paulo.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/13/deutschland-und-japan-wurden-nach-dem-zweiten-weltkrieg-jahrelang-dafur-bestraft-das-sie-der-angelsachsischen-welt-fuhrung-getrotzt-diese-herausgefordert-hatten-die-sicht-der-lula-regierung-zu/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/13/deutschland-und-japan-wurden-nach-dem-zweiten-weltkrieg-jahrelang-dafur-bestraft-das-sie-der-angelsachsischen-welt-fuhrung-getrotzt-diese-herausgefordert-hatten-die-sicht-der-lula-regierung-zu/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/21/der-mythos-lula-und-adolf-hitler-historiker-marco-antonio-villa-analysiert/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/21/der-mythos-lula-und-adolf-hitler-historiker-marco-antonio-villa-analysiert/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/12/hitlerminhalutacapagros.jpg" alt="hitlerminhalutacapagros.jpg" /></p>
<p><strong>Übersetzte Prachtausgabe &#8211; Bestseller in Brasilien. <a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/676160/">http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/676160/</a></strong></p>
<p><strong>Lula 1979 als Gewerkschaftsführer mit einer seither   vielbeachteten Aussage zu Adolf Hitler: ”Hitler irrte zwar, hatte aber   etwas, das ich an einem Manne bewundere &#8211; dieses Feuer, sich   einzubringen, um etwas zu erreichen. Was ich bewundere, ist die   Bereitschaft, die Kraft, die Hingabe. Die Einschätzung brachte Lula   offenbar bei alten und neuen Rechten(auch den verdeckten) auch in   Ländern wie Deutschland viele Sympathien ein und wird seitdem weltweit   zu den wichtigsten, markantesten Äußerungen Lulas gerechnet.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/19/folterstaat-brasilien-verurteilt-folter-in-iran-und-nordkorea-nicht-stimmenthaltung-bei-neuer-uno-resolutionbrasilia-will-sich-bei-menschenrechtsverletzungen-nicht-positionieren-kritisiert-cone/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/19/folterstaat-brasilien-verurteilt-folter-in-iran-und-nordkorea-nicht-stimmenthaltung-bei-neuer-uno-resolutionbrasilia-will-sich-bei-menschenrechtsverletzungen-nicht-positionieren-kritisiert-cone/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/</a></p>
<p><strong>Holocaust und Antisemitismus:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/07/holocaust-und-antisemitismus-ein-wichtiges-neues-archiv-httpwwwarqshoahcombr-maria-luiza-tucci-carneiro/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/07/holocaust-und-antisemitismus-ein-wichtiges-neues-archiv-httpwwwarqshoahcombr-maria-luiza-tucci-carneiro/</a></p>
<p><strong>Von KZ-Arzt Mengele selektiert:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/08/aleksander-laks-rio-de-janeiro-auschwitz-uberlebender-von-kz-arzt-mengele-selektiert/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/08/aleksander-laks-rio-de-janeiro-auschwitz-uberlebender-von-kz-arzt-mengele-selektiert/</a></p>
<p><strong>ADIDAS und der Hakenkreuz-Swimmingpool in Rio de Janeiro:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/26/adidas-festa-nazistanazi-fest-in-rio-de-janeiro-titelt-o-globo-judische-gemeinde-kritisiert-nazi-symbole/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/26/adidas-festa-nazistanazi-fest-in-rio-de-janeiro-titelt-o-globo-judische-gemeinde-kritisiert-nazi-symbole/</a></p>
<p><strong>Adolf Hitler anrufen?</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/11/02/hitler-anrufen-telefonnummern-anklicken-brasiliens-internet-telefonlisten-haben-unzahlige-nummern-parat/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/11/02/hitler-anrufen-telefonnummern-anklicken-brasiliens-internet-telefonlisten-haben-unzahlige-nummern-parat/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/29/osterreichischer-pfarrer-und-gefangenenseelsorger-gunther-zgubic-in-brasilien-weiter-folter-in-allen-varianten-eine-deutsche-frau-wurde-unglaublich-mit-elektroschocks-kaputtgemacht-psychisch-ner/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/29/osterreichischer-pfarrer-und-gefangenenseelsorger-gunther-zgubic-in-brasilien-weiter-folter-in-allen-varianten-eine-deutsche-frau-wurde-unglaublich-mit-elektroschocks-kaputtgemacht-psychisch-ner/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/lutherjudenlugengroser.JPG" alt="lutherjudenlugengroser.JPG" /></p>
<h2>Brasilien: “Aleksander Laks &#8211; ein  Auschwitz-Überlebender erzählt.”  Saarländische Zeitung. Laks lebt in Rio  de Janeiro &#8211; Hintergrundtexte.  “Von den Juden und ihren Lügen.”(Martin  Luther) Margot Käßmann zu  Luthers Schattenseiten. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=10007" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: , <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/aleksander-laks/" rel="tag">Aleksander Laks</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasilien/" rel="tag">Brasilien</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/friedrich-schorlemmer/" rel="tag">Friedrich Schorlemmer</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/holocaust/" rel="tag">Holocaust</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/juden/" rel="tag">Juden</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/margot-kasmann/" rel="tag">Margot Käßmann</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/martin-luther/" rel="tag">Martin Luther</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/sondershausen/" rel="tag">Sondershausen</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/thuringen/" rel="tag">Thüringen</a></p>
<p><a href="http://www.s-o-z.de/?p=49646">http://www.s-o-z.de/?p=49646</a></p>
<p><strong>Saarlouis – Aleksander Laks hat den Holocaust überlebt. Am   Samstag, 23.  Juli um 19.30 Uhr wird er im Offizierskasino der   Graf-Werder-Kaserne aus  seinem bewegenden Leben erzählen. „Halt’s Maul.   Du bist in Ausschwitz  und da gibt es nur einen Ausgang: durch den   Kamin!“ (Saarländische Zeitung)</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/08/aleksander-laks-rio-de-janeiro-auschwitz-uberlebender-von-kz-arzt-mengele-selektiert/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/08/aleksander-laks-rio-de-janeiro-auschwitz-uberlebender-von-kz-arzt-mengele-selektiert/</a></p>
<p><strong>Kurios, bemerkenswert &#8211; einer der wichtigsten Texte von   Martin Luther, den Juden gewidmet, ist nach wie vor selbst in   Deutschland vielen nicht bekannt, wird in den gegenwärtigen Würdigungen   Luthers bzw. auf Kirchentagen keineswegs entsprechend herausgestellt.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/07/17/von-den-juden-und-ihren-lugen1543-martin-luther-und-die-antisemitismus-diskussion/"><strong>“Von den  Juden und ihren Lügen”: </strong>       http://www.hart-brasilientexte.de/2008/07/17/von-den-juden-und-ihren-lugen1543-martin-luther-und-die-antisemitismus-diskussion/   </a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/17/martin-luther-judentumsfeindliche-auserungenein-sachverhalt-der-von-der-lutherforschung-immer-wieder-auch-vertuscht-wurde/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/17/martin-luther-judentumsfeindliche-auserungenein-sachverhalt-der-von-der-lutherforschung-immer-wieder-auch-vertuscht-wurde/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/13/judas-verbrennenqueima-do-judas-antisemitisches-ritual-in-brasilien-bayerisches-brauchtum-bizarr-der-jud-mus-verbrannt-werden/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/13/judas-verbrennenqueima-do-judas-antisemitisches-ritual-in-brasilien-bayerisches-brauchtum-bizarr-der-jud-mus-verbrannt-werden/</a></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/668242/"><strong>http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/668242/</strong></a></p>
<p><strong><strong>Käßmann: Es wird keinen Luther-Kult geben</strong></strong></p>
<p><strong> Käßmann erklärte, sie verstehe sich weiterhin als Frau der   Kirche und  freue sich, in neuer Funktion wieder für die EKD tätig zu   sein. Sie  wolle mit „Herzen, Mund und Händen“ zum Gelingen des   Jubiläums  beitragen. Es werde weder einen Luther- noch einen   Käßmann-Kult geben.  Zu Luthers Schattenseiten gehöre etwa seine Haltung   gegenüber den Juden  sowie zu den Bauernkriegen. Dies werde man auch   thematisieren.(Pressezitat)</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/07/kasmannsond.JPG" alt="kasmannsond.JPG" /></p>
<p><strong>Margot Käßmann auf Kirchentag 2011 in Sondershausen(Thüringen).</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/07/kasmannschorlemmer.JPG" alt="kasmannschorlemmer.JPG" /></p>
<p><strong>Margot Käßmann mit Friedrich Schorlemmer in Trinitatis-Kirche von Sondershausen.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/07/schorlemmer.JPG" alt="schorlemmer.JPG" /></p>
<p><strong>Friedrich Schorlemmer in Sondershausen.</strong></p>
<p><strong>Jüdische Allgemeine:</strong> <a href="http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/9895">http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/9895</a></p>
<p><a href="http://www.berliner-zeitung.de/newsticker/in-brasilien-gibt-es-leute--die-heissen-eisenhower--rambo-oder-beckenbauer--einige-heissen-hitler---aber-das-scheint-niemanden-zu-stoeren-die-namen-der-vaeter,10917074,10099090.html"><strong>http://www.berliner-zeitung.de/newsticker/in-brasilien-gibt-es-leute–die-heissen-eisenhower–rambo-oder-beckenbauer–einige-heissen-hitler—aber-das-scheint-niemanden-zu-stoeren-die-namen-der-vaeter,10917074,10099090.html</strong></a></p>
<p><a href="http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/11212/highlight/Klaus&amp;Hart"><strong>http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/11212/highlight/Klaus&amp;Hart</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/03/die-kontinuitat-der-eliten-frankfurter-rundschau-die-bundesrepublik-deutschland-und-brasiliens-judenhasser-getulio-vargas/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/03/die-kontinuitat-der-eliten-frankfurter-rundschau-die-bundesrepublik-deutschland-und-brasiliens-judenhasser-getulio-vargas/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/05/zwei-obdachlose-bei-sao-paulo-lebendig-mit-benzin-verbrannt-laut-landesmedien-steinigen-in-brasilien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/05/zwei-obdachlose-bei-sao-paulo-lebendig-mit-benzin-verbrannt-laut-landesmedien-steinigen-in-brasilien/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/18/matices-medien-staat-und-gesellschaft-in-lateinamerika-anklicken/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/18/matices-medien-staat-und-gesellschaft-in-lateinamerika-anklicken/</a></p>
<p>Dieser Beitrag wurde am Mittwoch, 20. Juli 2011 um 14:43 Uhr veröffentlicht</p>
<h2>Lula konferiert mit Ahmadinedschad in New  York:”Iran ist ein großer  Partner.” Ahmadinedschad reist im November  nach Brasilia. Scharfe  Kritik Israels und der jüdischen Gemeinde  Brasiliens. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=3061" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: , <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/ahmadinedschad/" rel="tag">Ahmadinedschad</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasilien/" rel="tag">Brasilien</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/holocaust/" rel="tag">Holocaust</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/iran/" rel="tag">Iran</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/juden/" rel="tag">Juden</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/lula/" rel="tag">Lula</a></p>
<p><strong>Lula sagte nach seinem einstündigen Treffen mit   Ahmadinedschad auf Journalistenfragen zu dessen bekannter   Holocaust-Position, es sei keineswegs bedrückend, sich mit dem   iranischen Führer zu treffen. “Ich bin nicht verpflichtet, jemanden   nicht zu mögen, nur weil er von anderen nicht gemocht wird.” Als   Ahmadinedschad vor der UNO-Vollversammlung sprach, waren verschiedene   westliche Delegationen, darunter Kanadas und der Vereinigten Staaten,   aufgestanden und hatten demonstrativ den Saal verlassen. </strong></p>
<p><strong>Hintergrund zur abgesagten Ahmadinedschad-Visite vom Mai 2009:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/04/30/israels-regierung-kritisiert-erneut-ahmadinedschad-besuch-in-brasilia-am-6-mai-brasilianischer-botschafter-in-jerusalem-einbestellt/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/04/30/israels-regierung-kritisiert-erneut-ahmadinedschad-besuch-in-brasilia-am-6-mai-brasilianischer-botschafter-in-jerusalem-einbestellt/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/04/ahmadinedschad-am-mittwoch-bei-lula-juden-kirchen-menschenrechtsorganisationen-homosexuelle-feministinnen23-ngo-protestieren-in-brasilia-fur-einen-antisemitischen-fuhrer-darf-man-keinen-rote/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/04/ahmadinedschad-am-mittwoch-bei-lula-juden-kirchen-menschenrechtsorganisationen-homosexuelle-feministinnen23-ngo-protestieren-in-brasilia-fur-einen-antisemitischen-fuhrer-darf-man-keinen-rote/</a></p>
<p><strong>“Viva Hamas” &#8211; Regierungspartei Lulas demonstriert mit Hamas-Anhängern in Sao Paulo:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/11/viva-hamas-der-kampf-von-hamas-ist-gerecht-brasiliens-regierungspartei-von-lula-protestiert-mit-parteien-und-sozialbewegungen-in-sao-paulo-gegen-israels-militaraktionen-gleichsetzung-von-israe/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/11/viva-hamas-der-kampf-von-hamas-ist-gerecht-brasiliens-regierungspartei-von-lula-protestiert-mit-parteien-und-sozialbewegungen-in-sao-paulo-gegen-israels-militaraktionen-gleichsetzung-von-israe/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/09/demogenoznazistas.JPG" alt="demogenoznazistas.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/05/ahmadinedschad-kommt-nicht-erleichterung-in-brasilia-und-washington-ah-ahmadinedschad-nao-vem-ala-e-grandezeitungskarikatur-mit-lula-auf-gebetsteppich/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/05/ahmadinedschad-kommt-nicht-erleichterung-in-brasilia-und-washington-ah-ahmadinedschad-nao-vem-ala-e-grandezeitungskarikatur-mit-lula-auf-gebetsteppich/</a></p>
<p><strong>“Ahmadinedschad-Einladung ein schwerer Fehler”:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/04/20/ahmadinejad-und-lula-kritik-an-offizieller-einladung-nach-brasilien-antisemitismus-im-tropenland-bad-people/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/04/20/ahmadinejad-und-lula-kritik-an-offizieller-einladung-nach-brasilien-antisemitismus-im-tropenland-bad-people/</a></p>
<p><strong>“Judas verbrennen”:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/13/judas-verbrennenqueima-do-judas-antisemitisches-ritual-in-brasilien-bayerisches-brauchtum-bizarr-der-jud-mus-verbrannt-werden/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/13/judas-verbrennenqueima-do-judas-antisemitisches-ritual-in-brasilien-bayerisches-brauchtum-bizarr-der-jud-mus-verbrannt-werden/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/09/demogenocnazistas2.JPG" alt="demogenocnazistas2.JPG" /></p>
<h2>Neue Sanktionen gegen Iran &#8211; Brasilien und  Türkei stimmen dagegen.  Lula: “Sanktionsbeschluß schwächt  UN-Sicherheitsrat”. Israelische  Lula-Satire… <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=5727" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: , , <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/atomwaffen/" rel="tag">Atomwaffen</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasilien/" rel="tag">Brasilien</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/holocaust/" rel="tag">Holocaust</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/iran/" rel="tag">Iran</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/israel/" rel="tag">Israel</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/lula/" rel="tag">Lula</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/menschenrechte/" rel="tag">Menschenrechte</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/turkei/" rel="tag">TÃ¼rkei</a></p>
<p><a href="http://g1.globo.com/mundo/noticia/2010/06/conselho-de-seguranca-da-onu-aprova-nova-rodada-de-sancoes-ao-ira.html">http://g1.globo.com/mundo/noticia/2010/06/conselho-de-seguranca-da-onu-aprova-nova-rodada-de-sancoes-ao-ira.html</a></p>
<p><strong>Brasilias Gegenvotum ist bei den Landesmedien in ersten   Analysen auf scharfe Kritik gestoßen &#8211; die wichtigste Qualitätszeitung   “O Estado de Sao Paulo” schrieb von “stupider Diplomatie” der   Lula-Regierung:Â </strong></p>
<p><strong>“JÃ¡ o voto brasileiro é aparentemente incompreensÃ­vel. Os   negÃ³cios do Brasil com o Irá sáo incomparavelmente menores do que os de   China, RÃºssia e Turquia. E náo é possÃ­vel levar a sério a pretensáo   brasileira de apresentar o paÃ­s como mediador da crise no Oriente   Médio, por pelo menos duas razÃµes: primeira, que o Brasil náo foi capaz   de mediar nem mesmo crises bem menos complexas em sua suposta Ã¡rea de   influÃªncia, a América Latina, como o episÃ³dio em Honduras e a crise   entre Venezuela e ColÃ´mbia, para ficarmos apenas em casos mais   recentes; segunda, que o Brasil náo tem ”caninos para se envolver numa   regiáo em que a força militar e a capacidade de impor pressáo  econÃ´mica  sáo Ã³bvios e indispensÃ¡veis elementos de dissuasáo.</strong><strong>Resta   como explicaçáo que o Brasil votou contra as sançÃµes por causa de uma   agenda ideolÃ³gica na qual o paÃ­s busca se afirmar como ator   internacional Ã  custa da oposiçáo aos EUA. Isso talvez faça sucesso   entre os antiamericanos, mas, como diplomacia, é apenas estÃºpido.”</strong>Â</p>
<p><strong>“Diplomatischer Selbstmord”:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/24/diplomatischer-selbstmord-brasilianische-tageszeitung-o-globo-zu-lulas-iran-initiative-weil-brasilia-den-iran-praktisch-beim-erlangen-der-atombombe-unterstutzte-verlor-es-einen-teil-der/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/24/diplomatischer-selbstmord-brasilianische-tageszeitung-o-globo-zu-lulas-iran-initiative-weil-brasilia-den-iran-praktisch-beim-erlangen-der-atombombe-unterstutzte-verlor-es-einen-teil-der/</a></p>
<p><strong>Fünf Jahre nach dem 1975 unterzeichneten   deutsch-brasilianischen Atomvertrag vereinbarten laut Landesmedien die   Regierungen in Brasilia und Bagdad ein Geheimabkommen zur nuklearen   Kooperation. Ehemalige Minister der Militärdiktatur haben danach   zugegeben, daß der Irak unter anderem angereichertes Uran erhalten hat.   Brasilianische Kernkraftexperten seien auch an der Errichtung des 1981   von der israelischen Luftwaffe bombardierten Atomreaktors Ozirak   beteiligt gewesen. </strong></p>
<p><strong>“Lula Superstar”:</strong> <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-70569506.html">http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-70569506.html</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/06/lulaahmadinedschadcharge.jpg" alt="lulaahmadinedschadcharge.jpg" /></p>
<p><strong>“Den Holocaust gabs nicht!”  “Den Mensalao auch nicht!!”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/20/brasiliens-nukleare-vision-o-globo-kolumnist-merval-pereira-analysiert-die-position-von-vizeprasident-jose-alencar-wonach-eine-atombombe-des-iran-der-abschreckung-diente-den-frieden-garantierte/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/20/brasiliens-nukleare-vision-o-globo-kolumnist-merval-pereira-analysiert-die-position-von-vizeprasident-jose-alencar-wonach-eine-atombombe-des-iran-der-abschreckung-diente-den-frieden-garantierte/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/07/lula-steht-rechts-ich-habe-ihn-immer-fur-einen-rechten-gehalten-ele-e-da-direitafrancisco-de-oliveira-renommierter-brasilianischer-soziologe-in-caros-amigos/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/07/lula-steht-rechts-ich-habe-ihn-immer-fur-einen-rechten-gehalten-ele-e-da-direitafrancisco-de-oliveira-renommierter-brasilianischer-soziologe-in-caros-amigos/</a></p>
<p><strong>Israelische Lula-Satire:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/11/satire-uber-lula-wegen-iran-im-tv-israels-anklicken/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/11/satire-uber-lula-wegen-iran-im-tv-israels-anklicken/</a></p>
<p><strong>New York Times:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/27/is-there-anything-uglier-than-watching-democrats-sell-out-other-democrats-to-a-holocaust-denying-vote-stealing-iranian-thug-just-to-tweak-the-us-and-show-that-they-too-can-play-at-the-big-power/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/27/is-there-anything-uglier-than-watching-democrats-sell-out-other-democrats-to-a-holocaust-denying-vote-stealing-iranian-thug-just-to-tweak-the-us-and-show-that-they-too-can-play-at-the-big-power/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/26/deutsch-brasilianische-nuklearkooperation-genscher-westerwelle-text-der-burgerinitiative-umweltschutz-hamm-e-v/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/26/deutsch-brasilianische-nuklearkooperation-genscher-westerwelle-text-der-burgerinitiative-umweltschutz-hamm-e-v/</a></p>
<p><strong>Menschenrechtskriterium:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/09/summarische-exekutionen-in-brasilien-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-bestatigt-richtigkeit-neuer-uno-studie/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/09/summarische-exekutionen-in-brasilien-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-bestatigt-richtigkeit-neuer-uno-studie/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/08/those-troublesome-jews-the-washington-post/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/08/those-troublesome-jews-the-washington-post/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/05/brasilien-auf-uno-index-fur-menschliche-entwicklung-jetzt-platz-75-hinter-argentinien-chile-und-kuba/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/05/brasilien-auf-uno-index-fur-menschliche-entwicklung-jetzt-platz-75-hinter-argentinien-chile-und-kuba/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/07/lula-steht-rechts-ich-habe-ihn-immer-fur-einen-rechten-gehalten-ele-e-da-direitafrancisco-de-oliveira-renommierter-brasilianischer-soziologe-in-caros-amigos/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/07/lula-steht-rechts-ich-habe-ihn-immer-fur-einen-rechten-gehalten-ele-e-da-direitafrancisco-de-oliveira-renommierter-brasilianischer-soziologe-in-caros-amigos/</a></p>
<h2>Ney Matogrosso &#8211; “Por debaixo dos pano”. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=12469" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/ney-matogrosso/" rel="tag">Ney Matogrosso</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/por-debaixo-dos-pano/" rel="tag">Por debaixo dos pano&#8220;</a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=rfQk82p6jLk"><strong>http://www.youtube.com/watch?v=rfQk82p6jLk</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/02/neymatogrossopano.JPG" alt="neymatogrossopano.JPG" /></p>
<p>Clip, Ausriß.</p>
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			<wfw:commentRss>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/11/brasiliens-menschenrechtsexperte-paulo-sergio-pinheiro-leiter-der-uno-ermittlermission-fur-syrien-website-interviewpartner-seit-jahren/feed/</wfw:commentRss>
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		</item>
		<item>
		<title>Brasiliens entsetzlich spät ernannte Wahrheitskommission über Verbrechen der nazistisch-antisemitisch orientierten Militärdiktatur(1964-1985): Paulo Sergio Pinheiro und Maria Rita Kehl als hervorragende Experten. Holocaust, Günter Grass, Israel, Antisemitismus, Lula, Ahmadinedschad, jüdische Gemeinde in Brasilien. &#8222;Das Nazi-Gesicht der brasilianischen Diktatur&#8220; &#8211; Frei Betto. Willy Brandt und Brasilien.</title>
		<link>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/11/brasiliens-entsetzlich-spat-ernannte-wahrheitskommission-uber-diktaturverbrechen-paulo-sergio-pinheiro-und-maria-rita-kehl-als-hervorragende-experten/</link>
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		<pubDate>Fri, 11 May 2012 13:47:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[]]></category>
		<category><![CDATA[Brasiliens Wahrheitskommission]]></category>
		<category><![CDATA[Maria Rita Kehl]]></category>
		<category><![CDATA[Paulo Sergio Pinheiro]]></category>

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		<description><![CDATA[ Lula war Informant der Diktatur-Geheimpolizei Dops, laut neuem Buch:  http://www.hart-brasilientexte.de/2014/02/12/brasilien-die-folterdiktatur-lula-und-die-arbeiterpartei-pt-rufmord-ein-kapitalverbrechen-buch557-seiten-mit-schweren-vorwurfen-gegen-lula-macht-schlagzeilen/ Der Menschenrechtsexperte und UNO-Berater Paulo Sergio Pinheiro war bereits unter der Lula-Regierung durch seine gutfundierte, scharfe Kritik an der gravierenden Menschenrechtslage Brasiliens aufgefallen &#8211; die Psychoanalytikerin Maria Rita Kehl gehörte zur Jury eines internationalen Tribunals über Menschenrechtsverbrechen des Staates in Brasilien. Hätte Brasilia, das bisher gemäß [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p> <strong>Lula war Informant der Diktatur-Geheimpolizei Dops, laut neuem Buch: </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/02/12/brasilien-die-folterdiktatur-lula-und-die-arbeiterpartei-pt-rufmord-ein-kapitalverbrechen-buch557-seiten-mit-schweren-vorwurfen-gegen-lula-macht-schlagzeilen/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2014/02/12/brasilien-die-folterdiktatur-lula-und-die-arbeiterpartei-pt-rufmord-ein-kapitalverbrechen-buch557-seiten-mit-schweren-vorwurfen-gegen-lula-macht-schlagzeilen/</a></p>
<p><strong>Der Menschenrechtsexperte und UNO-Berater Paulo Sergio Pinheiro war bereits unter der Lula-Regierung durch seine gutfundierte, scharfe Kritik an der gravierenden Menschenrechtslage Brasiliens aufgefallen &#8211; die Psychoanalytikerin Maria Rita Kehl gehörte zur Jury eines internationalen Tribunals über Menschenrechtsverbrechen des Staates in Brasilien. Hätte Brasilia, das bisher gemäß der Faktenlage die Aufklärung der Diktaturverbrechen nach Kräften verhinderte, diese beiden Namen abgelehnt, wäre die Wahrheitskommission wegen fehlender Glaubwürdigkeit vermutlich nur Hohn und Spott ausgesetzt. Leider kommt die Wahrheitskommission viel zu spät, ungezählte wichtige Dokumente wurden aus geheimen Regierungsarchiven bereits entfernt, auch unter der Lula-Rousseff-Regierung, heißt es in Brasilien, leben zudem viele wichtige Zeitzeugen nicht mehr. Daher werden die Chancen der Wahrheitskommission allgemein sehr, sehr skeptisch beurteilt.  Die bewußte Verzögerung der Diktatur-Aufarbeitung in Brasilien brachte für die Diktaturverbrecher enorme Vorteile, wenn man mit Vorgehensweisen zur Vergangenheitsbewältigung in Nachbarländern wie Argentinien vergleicht.Hinweis auf die politische Ausrichtung der politisch Verantwortlichen &#8211; und ihrer Sympathisanten im Ausland.</strong></p>
<p><strong>Willy Brandt und sein Diktatur-Amtskollege José Magalhaes Pinto:  </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/11/19/brasiliens-folter-diktatur1964-1985-mit-wem-bundesausenminister-willy-brandt-damals-bilaterale-vertrage-unterzeichnet-das-massaker-an-stahlarbeitern-unter-gouverneur-jose-magalhaes-pinto/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/11/19/brasiliens-folter-diktatur1964-1985-mit-wem-bundesausenminister-willy-brandt-damals-bilaterale-vertrage-unterzeichnet-das-massaker-an-stahlarbeitern-unter-gouverneur-jose-magalhaes-pinto/</a></p>
<p><strong>Zudem ist es auch unter Lula-Rousseff gemäß der Faktenlage sehr gut gelungen, das Unwissen gerade in der jüngeren Generation über die 21 Jahre des Militärregimes  deutlich zu erhöhen &#8211; die Qualität des brasilianischen Bildungswesens ist bekannt. Zudem liegen entsprechende Studien vor: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/16/die-beruchtigten-ausnahmegesetzeai-5-der-brasilianischen-folter-diktatur-82-prozent-der-brasilianer-haben-noch-nie-davon-gehort/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/16/die-beruchtigten-ausnahmegesetzeai-5-der-brasilianischen-folter-diktatur-82-prozent-der-brasilianer-haben-noch-nie-davon-gehort/</a></strong></p>
<p><strong>Bislang fiel kein Wort über die Frage, ob auch europäische Staaten, die sehr eng mit der nazistisch-antisemitisch orientierten Militärdikatur kooperierten, Geheimdokumente herausgeben.</strong></p>
<p><strong>Kriegsverbrecher Gustav Wagner, stellvertretender Kommandant des KZ Sobibor, SS-Oberscharführer,  berüchtigter sadistischer Judenmörder &#8211; von der Militärdiktatur Brasiliens nicht ausgeliefert: </strong> <strong> ”Die deutsche Regierung stellte ebenfalls ein Ersuchen auf Auslieferung, das jedoch vom Obersten Gerichtshof Brasiliens am 22. Juni 1979 zurückgewiesen wurde.” Wikipedia</strong></p>
<p><strong>Im KZ Sobibor wurden etwa 250000 Juden ermordet.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/03/sarneydilmalula2010.JPG" alt="sarneydilmalula2010.JPG" /></p>
<p><strong>Dilma Rousseff feiert mit dem Ex-Chef der Diktatorenpartei  ARENA, José Sarney, 2010 ihren Wahlsieg. Ausriß. Heute ist Sarney als  starker Mann der größten Koalitionspartei PMDB der wichtigste politische  Partner Rousseffs, zudem Chef des Kongreßsenats…</strong></p>
<p><strong><strong>Führende brasilianische Menschenrechtsaktivisten wie  UNO-Berater Paulo Sergio Pinheiro betonen, daß es nicht zur politischen  Tradition Brasiliens gehört, historische Wahrheiten klarzustellen.</strong></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/12/das-nazi-gesicht-der-brasilianischen-diktatur-brasiliens-wichtigster-befreiungstheologe-frei-betto/">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/12/das-nazi-gesicht-der-brasilianischen-diktatur-brasiliens-wichtigster-befreiungstheologe-frei-betto/</a></p>
<p><strong>Internationales Menschenrechtstribunal 2008 mit Waldemar Rossi und Maria Rita Kehl in der Jury &#8211; Dilma Rousseff war zu diesem Zeitpunkt Chefministerin der Lula-Regierung: </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/06/menschenrechtstribunal-in-sao-paulo-verurteilt-brasilianischen-staat-wegen-folter-gefangnis-horror-kriminalisierung-von-armen-und-sozialbewegungen-sowie-wegen-bruchs-internationaler-menschenrechtsab/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/06/menschenrechtstribunal-in-sao-paulo-verurteilt-brasilianischen-staat-wegen-folter-gefangnis-horror-kriminalisierung-von-armen-und-sozialbewegungen-sowie-wegen-bruchs-internationaler-menschenrechtsab/</strong></a></p>
<h2>Brasilien: Der Gefolterte und die unter  Lula-Rousseff fortdauernde Straffreiheit für Folterer und andere  Diktaturverbrecher. Wer damals mit dem Militärregime eng kooperierte. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=12976" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: , <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/arbeiterseelsorge-sao-paulo/" rel="tag">Arbeiterseelsorge Sao Paulo</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-militardiktatur/" rel="tag">Brasiliens Militärdiktatur</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/waldemar-rossi/" rel="tag">Waldemar Rossi</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/willy-brandt-flughafen-berlin/" rel="tag">Willy-Brandt-Flughafen Berlin</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/05/mairossibestrafungfolterer12.jpg" alt="mairossibestrafungfolterer12.jpg" /></p>
<p>Waldemar Rossi, Führer der bischöflichen Arbeiterseelsorge der Erzdiözese Sao Paulos, am 1. Mai 2012.</p>
<p><a href="http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html"><strong>http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html</strong></a></p>
<p><strong>“Die vergessene Diktatur”:</strong> <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/941885/"><strong>http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/941885/</strong></a></p>
<p><span id="more-13063"></span></p>
<p><strong>Waldemar Rossi, Führer der Arbeiterpastoral der Erzdiözese   Sao Paulo, wurde damals vom Militärregime eingekerkert, gefoltert &#8211; die   auch von der SS benutzte Foltermethode der Papageienschaukel(das Opfer   wird mit den Kniekehlen mit dem Kopf nach unten an einer Eisenstange   aufgehängt,Handgelenke werden an den Fußgelenken oder der Stange   befestigt; dazu täglich stundenlang Elektroschocks. Der deutschstämmige  Kardinal Paulo Paulo Evaristo Arns macht  Druck, alarmiert den Vatikan,  holt Waldemar Rossi und andere  Widerstandskämpfer heraus, besucht sie  vorher in ihrer Zelle &#8211; heute  Teil des Widerstands-Memorials von Sao  Paulo.</strong></p>
<p><strong>In nicht wenigen deutschsprachigen Veröffentlichungen,   darunter Büchern, wird die brasilianische Militärdiktatur   auffälligerweise verharmlost.</strong></p>
<p><strong>Unterdessen hat der Ex-Offizier der politischen Polizei DOPS  des Militärregimes, Claudio Antonio Guerra, in einem neuen Buch erklärt,  exekutierte und totgefolterte Diktaturgegner in den Öfen einer  Zuckerfabrik des Teilstaats Rio de Janeiro verbrannt zu haben. Der  Besitzer der Zuckerfabrik, hieß es, gehörte zur Diktaturpartei ARENA,  die von José Sarney geführt wurde &#8211; heute Chef des Nationalkongresses in  Brasilia und wichtigster politischer Verbündeter von Staatschefin Dilma  Rousseff. Wer sich seit den 80er Jahren aufmerksam in Rio de Janeiro  umhörte, erfuhr durch den DOPS-Offizier nichts Neues &#8211; viele aus Chile  oder Argentinien bekannte Greueltaten der Militärs fanden auch in  Brasilien ihre Entsprechung. Schließlich arbeiteten die Militärregimes  dieser Zeit eng zusammen, bekamen entsprechende Hilfe von interessierter  Seite des Auslands. In diesem Kontext wird auch in Mitteleuropa alles  getan, um durch Verschweigen bestimmte Biographien zu schützen.  Ebenfalls von interessierter Seite wurde ausgestreut, Brasiliens  Militärdiktatur sei bei weitem nicht so grausam vorgegangen wie Regimes  in Nachbarländern, im Chile Pinochets.</strong></p>
<p><font color="#bb0000"><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/04/dik2.JPG" alt="dik2.JPG" /></font></p>
<p><strong>“Wo sind unsere Toten?” (Protestkundgebung in Sao Paulo 2012)</strong></p>
<h2>Brasiliens Militärdiktatur &#8211; Überlebende von  Verfolgung und Folter: Clarice Herzog, Witwe des ermordeten jüdischen  Journalisten Vladimir Herzog, und Regimegegner Waldemar Rossi, heute  Führer der bischöflichen Arbeiterseelsorge in Sao Paulo. Wer mit den  Folterdiktatoren eng kooperierte. Brasiliens Massengräber.  Diktaturgeneräle und deutsch-brasilianischer Atomvertrag unter  Schmidt-Genscher-Brandt, geheimes Atomwaffenprogramm. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=12904" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><!--more--></p>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/berliner-brandt-flughafen/" rel="tag">Berliner Brandt-Flughafen</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-militardiktatur/" rel="tag">Brasiliens Militärdiktatur</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/clarice-herzog/" rel="tag">Clarice Herzog</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/deutsch-brasilianischer-atomvertrag/" rel="tag">deutsch-brasilianischer Atomvertrag</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/erzbischof-dom-helder-camara/" rel="tag">Erzbischof Dom Helder Camara</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/geheimes-atomwaffenprogramm/" rel="tag">geheimes Atomwaffenprogramm</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/hans-dietrich-genscher/" rel="tag">Hans-Dietrich Genscher</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/ricardo-medeiros-de-castro/" rel="tag">Ricardo Medeiros de Castro</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/waldemar-rossi/" rel="tag">Waldemar Rossi</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/willy-brandt/" rel="tag">Willy Brandt</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/04/herzogrossi.JPG" alt="herzogrossi.JPG" /></p>
<p><strong>Clarice Herzog und Waldemar Rossi 2011 auf Veranstaltung des Stadtparlaments zu Ehren von Kardinal Paulo Evaristo Arns.</strong></p>
<p><a href="http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html"><strong>http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html</strong></a></p>
<p><strong>“Die vergessene Diktatur”:</strong> <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/941885/"><strong>http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/941885/</strong></a></p>
<p><strong>Waldemar Rossi, Führer der Arbeiterpastoral der Erzdiözese  Sao Paulo, wurde damals vom Militärregime eingekerkert, gefoltert &#8211; die  auch von der SS benutzte Foltermethode der Papageienschaukel(das Opfer  wird mit den Kniekehlen mit dem Kopf nach unten an einer Eisenstange  aufgehängt,Handgelenke werden an den Fußgelenken oder der Stange  befestigt; dazu täglich stundenlang Elektroschocks. Dom Paulo macht  Druck, alarmiert den Vatikan, holt Waldemar Rossi und andere  Widerstandskämpfer heraus, besucht sie vorher in ihrer Zelle &#8211; heute  Teil des Widerstands-Memorials von Sao Paulo.</strong></p>
<p><strong>In nicht wenigen deutschsprachigen Veröffentlichungen,  darunter Büchern, wird die brasilianische Militärdiktatur  auffälligerweise verharmlost.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/30/brasiliens-geschichtslehrbucher-unter-lula-rousseff-der-militarputsch-von-1964-war-von-demokratischem-geist-durchdrungen-die-pressezensur-war-bedingung-fur-den-fortschritt/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/30/brasiliens-geschichtslehrbucher-unter-lula-rousseff-der-militarputsch-von-1964-war-von-demokratischem-geist-durchdrungen-die-pressezensur-war-bedingung-fur-den-fortschritt/</strong></a></p>
<p><strong>Dem Vernehmen nach sind Clarice Herzog und Kardinal Paulo  Evaristo Arns für eine brasilianische Wahrheitskommission vorgesehen,  die sich mit der Aufklärung der Diktaturverbrechen befassen soll.  </strong></p>
<p><strong>Wie Bundesstaatsanwalt Marlon Weichert im  Website-Exklusivinterview sagte, werden Diktaturverbrechen vertuscht, um  “Biographien bestimmter Leute  zu schützen,  Biographien in der  jetzigen Form aufrechterhalten zu können. Viele Leute wollen nicht  Rechenschaft darüber ablegen, was sie damals taten.” Käme die Wahrheit  heraus, so Weichert, müßten einige Biographien erheblich umformuliert  werden. Dies könnte auch Persönlichkeiten der Regierungsallianz  betreffen.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/14/parabens-dom-paulo-evaristo-arns-der-deutschstammige-kardinal-sao-paulos-ist-90-hochengagiert-im-kampf-gegen-das-militarregime-der-foltergenerale1964-1985-wer-mit-den-diktatoren-eng-kooperierte/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/14/parabens-dom-paulo-evaristo-arns-der-deutschstammige-kardinal-sao-paulos-ist-90-hochengagiert-im-kampf-gegen-das-militarregime-der-foltergenerale1964-1985-wer-mit-den-diktatoren-eng-kooperierte/</strong></a></p>
<h2>Deutsch-brasilianischer Atomvertrag und Ermordung des jüdischen  Journalisten Herzog durch die Militärdiktatur 1975 unter General Ernesto  Geisel &#8211; Brasiliens größte Qualitätszeitung “Folha de Sao Paulo”  erinnert an historische Fakten. Willy Brandt, Hans-Dietrich Genscher.  Grass-Gedicht und Reaktionen in Brasilien. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=12901" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/20/goethe-institut-sao-paulo-seminar-mit-marianne-birthler-uber-vergangenheitsbewaltigung-in-brasilien/"><strong> http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/20/goethe-institut-sao-paulo-seminar-mit-marianne-birthler-uber-vergangenheitsbewaltigung-in-brasilien/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/willy-brandt-und-ernesto-geisel/" rel="tag"> </a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/04/folhaatomherzog5.JPG" alt="folhaatomherzog5.JPG" /></p>
<p><strong>In einer großen Ausstellung in der City Sao Paulos erinnert  die Qualitätszeitung an die beiden für das Jahr 1975 bedeutenden  historischen Fakten &#8211; die Unterzeichnung des Atomvertrages unter  Schmidt-Genscher mit der brasilianischen Militärdiktatur sowie die  Folterung und Ermordung des jüdischen Journalisten Herzog durch das  Militärregime unter dem deutschstämmigen General Ernesto Geisel. Die  Herzog-Familie war aus Jugoslawien vor dem Nazismus nach Brasilien  geflüchtet &#8211; die brasilianische Militärdiktatur war laut  Historikerbewertung nazistisch-antisemitisch orientiert. </strong></p>
<p><strong>Deutsche Kriegsverbrecher, darunter Josef Mengele und Gustav  Wagner, hatten mit Unterstützung der Autoritäten in Brasilien  Unterschlupf gefunden, betonten brasilianische Holocaust-Forscher.</strong></p>
<p>“Dom Paulo Evaristo Arns, então Cardeal Arcebispo de São Paulo e  Franco Montoro, líder da oposição ao governo no Senado, compareceram ao  velório de Herzog no Hospital Albert Einstein. O Culto Ecumênico, em  homenagem a Wladimir Herzog aconteceu no dia 31 de outubro de 1975, na  Catedral da Sé, em São Paulo, que contou com a presença dos dois líderes  religiosos mais odiados pelos militares – Dom Paulo Evaristo Arns,  Cardeal Arcebispo de São Paulo, e Dom Hélder Câmara, Arcebispo de Olinda  e Recife. Participaram também o pastor protestante James Wright e o  rabino Henry Sobel. O ato teve a presença de 8 mil pessoas e foi  observado de perto um aparato militar, os participantes foram filmados  por militares disfarçados de jornalistas.”</p>
<p><strong>Vladimir-Herzog-Award: <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Vladimir_Herzog_Award">http://en.wikipedia.org/wiki/Vladimir_Herzog_Award</a></strong></p>
<p><strong>Laut historischen Daten startete die brasilianische  Militärdiktatur nach dem Abschluß des mit der Bundesrepublik Deutschland  geschlossenen  Atomvertrages ein geheimes Atomwaffenprogramm,  errichtete ein Atomtestgelände in Amazonien. 1990 wird es vom damaligen  Präsidenten Collor de Mello geschlossen.</strong></p>
<p><a href="http://www.brasil.diplo.de/Vertretung/brasilien/de/__pr/140_20Bilaterale_20Beziehungen__dt.html">http://www.brasil.diplo.de/Vertretung/brasilien/de/__pr/140_20Bilaterale_20Beziehungen__dt.html</a></p>
<p><strong>Fünf Jahre nach dem 1975 unterzeichneten  deutsch-brasilianischen Atomvertrag vereinbarten laut Landesmedien die  Regierungen in Brasilia und Bagdad ein Geheimabkommen zur nuklearen  Kooperation. Ehemalige Minister der Militärdiktatur haben danach  zugegeben, daß der Irak unter anderem angereichertes Uran erhalten hat.  Brasilianische Kernkraftexperten seien auch an der Errichtung des 1981  von der israelischen Luftwaffe bombardierten Atomreaktors Ozirak  beteiligt gewesen.  </strong></p>
<p><strong>Ricardo Medeiros de Castro, Dissertation über die Atomprogramme Brasiliens und Argentiniens, militärische Aspekte:  <a href="http://www.lume.ufrgs.br/bitstream/handle/10183/8288/000572700.pdf?sequence=1">http://www.lume.ufrgs.br/bitstream/handle/10183/8288/000572700.pdf?sequence=1</a></strong></p>
<p><a href="http://www.dw.de/dw/article/0,,1165227_page_0,00.html"><strong>http://www.dw.de/dw/article/0,,1165227_page_0,00.html</strong></a></p>
<p><strong>Brasiliens nukleare Vision:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/20/brasiliens-nukleare-vision-o-globo-kolumnist-merval-pereira-analysiert-die-position-von-vizeprasident-jose-alencar-wonach-eine-atombombe-des-iran-der-abschreckung-diente-den-frieden-garantierte/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/20/brasiliens-nukleare-vision-o-globo-kolumnist-merval-pereira-analysiert-die-position-von-vizeprasident-jose-alencar-wonach-eine-atombombe-des-iran-der-abschreckung-diente-den-frieden-garantierte/</strong></a></p>
<p><strong>“Mit Atomwaffen würde Brasilien international mehr respektiert sein.”  </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/25/lulas-vize-jose-alencar-fur-nukleartechnologie-zur-entwicklung-von-atomwaffen-lander-mit-atomwaffen-verschaffen-sich-mehr-respekt/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/25/lulas-vize-jose-alencar-fur-nukleartechnologie-zur-entwicklung-von-atomwaffen-lander-mit-atomwaffen-verschaffen-sich-mehr-respekt/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/15/brasiliens-militardiktatur-uberlebende-von-verfolgung-und-folter-clarice-herzog-witwe-des-ermordeten-judischen-journalisten-vladimir-herzog-und-regimegegner-waldemar-rossi-heute-fuhrer-der-bisch/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/15/brasiliens-militardiktatur-uberlebende-von-verfolgung-und-folter-clarice-herzog-witwe-des-ermordeten-judischen-journalisten-vladimir-herzog-und-regimegegner-waldemar-rossi-heute-fuhrer-der-bisch/</strong></a></p>
<p><strong>“Juni 1975. Brasilien und Deutschland schließen Abkommen zum Bau von Atomkraftwerken in Angra dos Reis.</strong></p>
<p><strong>1. November 1975. Etwa 8000 Menschen nehmen am Gottesdienst  auf dem Sé-Platz zur Erinnerung an den Journalisten Vladimir Herzog  teil, ermordet unter der Folter.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/08/brandtgeisel.JPG" alt="brandtgeisel.JPG" /></p>
<p><strong>Diktator General Ernesto Geisel, in dessen Amtszeit der  jüdische Journalist Herzog gefoltert und ermordet wurde &#8211;  und  Friedensnobelpreistraeger Willy Brandt, Ausriß. </strong></p>
<p><font size="3"></p>
<p align="justify">Die offenbar aus Angehörigen der Sicherheitsorgane bestehenden „Todesschwadronen” liquidierten Andersdenkende.</p>
<p align="justify">Die Entwicklung in Lateinamerika, insbesondere aber  in Brasilien, geriet voll in die deutsche innen- und außenpolitische  Debatte. Dies war wohl Hauptanlass, dass die Angehörigen der  brasilianischen Botschaft sich aus dem Präsidium der DBG zurückzogen.  Trotz der damit implizierten Distanz zum „amtlichen Brasilien” blieb die  DBG ihrem selbst gestellten Auftrag treu – auch unter erschwerten  Bedingungen.</p>
<p>In Köln trat unter Leitung des WDR-Journalisten J. H. Casdorff ein  „Brasilien-Tribunal” zusammen. Hauptanklagepunkt, vertreten von Amnesty  International und anderen Organisationen, war „Folter”. Als Verteidiger  wurde Prof. Görgen bestellt. Er spielte diese Rolle „mit Umsicht, Ruhe,  Sachlichkeit und Wissen” – so ein in den Deutsch-Brasilianischen Heften  abgedruckter Pressebericht. Er wandte sich gleich eingangs gegen  „anti-brasilianische Hysterie” und stellte unter Berufung auf seine  Quellen in der brasilianischen Nationalen Bischofskonferenz CNBB fest: „<em><font size="3" face="Arial,Arial"><font size="3" face="Arial,Arial">Brasilien lehnt Folterungen ab und bekämpft die Todesschwadronen” </font></font></em><font size="3">(BODENS 1972, S.314)</font><em><font size="3" face="Arial,Arial"><font size="3" face="Arial,Arial">. </font></font></em><font size="3">Etwa 120 nachgewiesene Fälle von Gefangenenmisshandlung wurden als vergleichsweise gering bezeichnet. </font></p>
<p></font><font size="3"></p>
<p align="justify">Dem widersprachen die Ankläger aufs heftigste: ihre  viel höheren Zahlen stammten aus Kreisen der Befreiungstheologie und aus  Basisgemeinden, die z. T. von deutschen kirchlichen Hilfswerken  unterstützt wurden und in denen auch deutsche Ordensgeistliche wirkten.</p>
<p>Hiermit war eine weitere Gefechtslinie der innerbrasilianischen  Auseinandersetzung angedeutet: Konservative Kirchenführer gegen  progressive Theologen und niederen Klerus. (Topicos)</p>
<p>“Brazil. Never again?”, Fiona Macaulay:  <a href="http://hwj.oxfordjournals.org/content/72/1/275.extract">http://hwj.oxfordjournals.org/content/72/1/275.extract</a></p>
<p><strong>“Bereits im Juni 1968 hatte BRD-Außenminister Willy Brandt  bei einem Besuch in Brasilien das deutsche Interesse dargelegt,  Brasilien mit Nukleartechnologie zu beliefern.  1969 unterzeichneten  Brasilien und Deutschland ein bilaterales Abkommen zu wissenschaftlicher  und technischer Kooperation. “Dominik Hauber, “Was passiert in Resende?</strong></p>
<p><a href="http://www.spd.de/Partei/Personen/">http://www.spd.de/Partei/Personen/</a></p>
<p><font size="2" face="Verdana">…em 1967 o chanceler Willy Barndt, em visita ao Brasil, mostrou interesse em ampliar a cooperação no campo da energia nuclear. </font></p>
<p>Das politische Umfeld des deutsch-brasilianischen Atomvertrags:  <a href="http://www.ila-web.de/brasilientexte/2007/ciasekten.htm"><font color="#bb0000">http://www.ila-web.de/brasilientexte/2007/ciasekten.htm</font></a></p>
<p><font size="2" face="Verdana">Die Bundesrepublik Deutschland und der Militärputsch von 1964:</font></p>
<p><font size="3">Auch die amtliche Politik betonte Kontinuität:  Bundespräsident Heinrich Lübke stattete kurz nach dem April-Putsch  Brasilien einen – schon vorher geplanten – Staatsbesuch ab.  Außenminister Willy Brandt besuchte Brasilien 1967 und konferierte mit  seinem brasilianischen Kollegen Juracy Magalhães, der als Gouverneur von  Minas Gerais ziviles Haupt des Putsches gewesen war; dieser erwiderte  den Besuch 1969 und empfing das Präsidium der DBG. (Topicos)</font></p>
<p></font></p>
<h1>Viagem do presidente Geisel à República Federal da Alemanha:</h1>
<p>registro histórico, repercussões(Buch)</p>
<p>Amnesty International und die brasilianische Militärdiktatur: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/25/amnesty-international-und-die-militardiktatur-brasiliens-erste-urgent-action-zugunsten-des-verhafteten-brasilianers-luiz-basilio-rossi-1973/">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/25/amnesty-international-und-die-militardiktatur-brasiliens-erste-urgent-action-zugunsten-des-verhafteten-brasilianers-luiz-basilio-rossi-1973/</a></p>
<p><strong>Der gut deutsch sprechende Militärdiktator Ernesto Geisel und Helmut Schmidt:</strong> <a href="http://www.reebd.org/2011/05/questao-nuclear-brasil-argentina.html">http://www.reebd.org/2011/05/questao-nuclear-brasil-argentina.html</a></p>
<p>Ausriß:</p>
<p><strong>A questão nuclear no Brasil</strong></p>
<p><a href="http://2.bp.blogspot.com/-1Bm0LCXnyXE/TcoEvjmTdtI/AAAAAAAAEf0/i2gd-KoGen8/s1600/Geisel+e+Schmidt.jpg"><img src="http://2.bp.blogspot.com/-1Bm0LCXnyXE/TcoEvjmTdtI/AAAAAAAAEf0/i2gd-KoGen8/s320/Geisel+e+Schmidt.jpg" width="320" height="173" border="0" /></a></p>
<p><strong>Presidente Ernesto Geisel e Primeiro-Ministro Helmut Schmidt/ </strong></p>
<p><strong>`Konvergenz der Ziele, Uebereinstimmung der Werte`:</strong></p>
<p><strong>Im März 1978 stattete der damals amtierende brasilianische  Präsident, General Geisel, der Bundesrepublik einen offiziellen Besuch  ab. In einer Tischrede (die in die Geschichte der deutschen  Sozialdemokratie eingehen sollte) lobte Bundeskanzler Schmidt die  “Konvergenz der Ziele” und die “Übereinstimmung der Werte” der  sozialliberalen Bundesregierung und der brasilianischen Militärdiktatur.  Vor dem Kölner Gürzenich, in dem anläßlich des Geisel-Besuchs ein  Staatsbankett der brasilianischen Regierung für “tausend Bestecke”  gegeben wurde, prügelte die Polizei der demokratischen Bundesregierung  deutsche Atomkritiker und brasilianische Opponenten der Militärdiktatur  nieder; auf einem Polizeirevier wurden Festgenommene mit Fäkalien  beschmiert. Brasilianische Presse-Beobachter, die diesem Schauspiel als  Augenzeugen beiwohnten, erlebten gewöhnliche Szenen aus dem  brasilianischen Alltag: in Köln. Quelle: FDCL in Berlin</strong></p>
<p><strong><font color="#bb0000">Hintergrund:  </font><a href="http://fdcl-berlin.de/publikationen/fdcl-veroeffentlichungen/ln-fdcl-1980-das-deutsch-brasilianische-bombengeschaeft/"><font color="#bb0000">http://fdcl-berlin.de/publikationen/fdcl-veroeffentlichungen/ln-fdcl-1980-das-deutsch-brasilianische-bombengeschaeft/</font></a></strong></p>
<p><a href="http://www.dw.de/dw/article/0,,1165227,00.html">http://www.dw.de/dw/article/0,,1165227,00.html</a></p>
<p><strong>Nach unterschriebenem Vertrag lädt Kanzler Schmidt den  damaligen deutschstämmigen Diktator Ernesto Geisel 1978 nach Bonn ein “  über dessen Wagenkolonne ergießt sich dort laut Zeitzeugen ein”Regen aus  Scheißebeuteln”. General Geisel reist im Land umher, wird vom Chef der  Sozialistischen Internationale, Willy Brandt, ebenso freundlich  empfangen wie von Kanzler Schmidt und den Herren Kohl, Strauß und  Ex-Nazi-Marinerichter Hans Filbinger(</strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Filbinger"><strong><font color="#bb0000">http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Filbinger</font></strong></a><strong>)  hat eine blendende Presse. Proteste regnet es dagegen von Amnesty  International, der Anti-AKW-Bewegung und den Jungsozialisten. Der  Juso-Bundesvorstand erklärt:”Es ist geradezu eine abenteuerliche  Politik, einer Diktatur, die zur Nutzung ihrer machtpolitischen  Interessen noch nie Skrupel bei der Auslöschung von Menschenleben  gezeigt hat, die radikalsten Vernichtungsmöglichkeiten in die Hand zu  geben.Die Anwesenheit des Diktators Geisel in der BRD ist eine  Provokation für alle Demokraten.” Der damalige Juso-Vorsitzende heißt  Gerhard Schröder. </strong></p>
<p><strong>Bei Demos in Köln und Düsseldorf, gegen die Polizeieinheiten  des damaligen SPD-Ministerpräsidenten Kühn mit aller Härte vorgehen,  werden Parolen wie”Völkermorde und KZ findet der Herr Geisel nett” oder  „Kein Atomgeschäft mit Folterern” gerufen. Laut brasilianischen  Qualitätszeitungen ist durch Dokumente nachgewiesen, wie Multis,  darunter VW, Mercedes und Saab-Scania damals mit der politischen Polizei  DOPS der Geisel-Ära kooperierten. So gaben, wie es heißt, diese Firmen  Namen und andere Angaben über Gewerkschafter oder Streikende an DOPS  weiter oder fragten nach, ob gegen bestimmte Mitarbeiter, die man  einstellen wolle,”etwas vorliegt”. Ironie der Geschichte: Der aus einer  Generalsfamilie stammende FU- Berlin-Ehrendoktor Cardoso, Mitgründer der  stark rechtsdurchwirkten „Sozialdemokratischen Partei”/PSDB Brasiliens,  hält freundschaftliche Beziehungen zu Geisel, würdigt ihn öffentlich,  erklärt sogar eine einwöchige Staatstrauer, als dieser 1996 stirbt. Der  seinerzeit gefürchtete Diktator , so Cardoso allen Ernstes, habe sich  große Verdienste um die „Redemokratisierung” erworben.</strong></p>
<p><strong>In Jahrzehnten der Militärdiktatur (1964-1985) war die  katholische Kirche in Brasilien die einzige Institutionen des Landes,  die ihre Kritik an Folterungen, Massenverhaftungen, Erschießungen  öffentlich erhob. Für Tausende politischer Gefangener und verfolgter  Indios waren Gotteshäuser als Unterschlupf ihre letzte Hoffnung. In dem  Terror- und Willkürstaat des früheren General-Präsidenten Ernesto Geisel  leistete die Kirche Roms beachtlichen Widerstand. Geheime  Todesschwadronen hatten damals den Priestern ihren Kampf angesagt.  Killer- und Folterkommandos entführten, quälten und erschossen  Geistliche, nur weil sie für Menschenrechte eintraten. (Reimar Oltmans)</strong></p>
<p><strong>Bonn schloß mit der Militärdiktatur auch ein Abkommen über militärische Zusammenarbeit, laut brasilianischen Quellen.</strong></p>
<p><strong>Berlins neuer Willy-Brandt-Flughafen: <a href="http://www.flughafen-willy-brandt.de/">http://www.flughafen-willy-brandt.de/</a> </strong></p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Flughafen_Berlin_Brandenburg#Namensgebung"><strong>http://de.wikipedia.org/wiki/Flughafen_Berlin_Brandenburg#Namensgebung</strong></a></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/16/helmut-schmidt-und-lula-lulas-sonderbeziehungen-zu-deutschland/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/16/helmut-schmidt-und-lula-lulas-sonderbeziehungen-zu-deutschland/</a></strong></p>
<p><strong>“Die Zeit” 1974 über den General der Folter-Diktatur, Ernesto  Geisel, damalige Medien-Bezeichnungen fuer Diktatoren wie Pinochet:</strong> <strong>“In  Brasilien ist am Freitag voriger Woche der 65-jährige Ernesto Geisel  als brasilianischer Präsident vereidigt worden. Die Zeremonie fand unter  strengen Sicherheitsmaßnahmen statt: die Kontrolleure verweigerten  sogar dem neuen Industrieminister, einem aus Japan stammendem  Brasilianer, wegen seines „fremden” Aussehens den Zutritt. Ehrengäste  waren die drei Staats- bzw. Regierungschefs Pinochet (Chile), Banzer  (Bolivien) und Bordaberry (Uruguay). Die Vereinigten Staaten wurden  durch Patricia Nixon und den stellvertretenden Leiter des CIA  vertreten.”</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/diktaturopfercpi.JPG" alt="diktaturopfercpi.JPG" /></p>
<p><strong>Diktaturopfer &#8211; getötete Regimegegnerin, Foto von kirchlichen Menschenrechtsaktivisten.</strong></p>
<p><strong>Treffen Nixon &#8211; Brandt in Florida 1971, laut US-Dokumenten &#8211; die Frage des Verhältnisses zur Militärdiktatur der Foltergeneräle:</strong></p>
<p><strong>“President Nixon asked for the Chancellor’s view on Brazil.</strong></p>
<p><strong>Chancellor Brandt stated that Germany has some trade and  investment there, especially in the Sao Paolo area. He noted that  political relations are good.”</strong></p>
<p><strong>Nixon über Militärdiktator General Ernesto Geisel :</strong> <strong>“On the other hand, the Brazilian leader<a name="fnref9" title="fnref9"></a><a href="http://history.state.gov/historicaldocuments/frus1969-76v40/d336#fn9" title="fnref9"><sup>9</sup></a>  has been good for Brazil and we continue to maintain that if he takes  no foreign policy actions against us, then what he does is acceptable.”</strong></p>
<p><strong>Wer war Herzog?</strong> <a href="http://educacao.uol.com.br/biografias/vladimir-herzog.jhtm"><strong>http://educacao.uol.com.br/biografias/vladimir-herzog.jhtm</strong></a></p>
<p><strong>Nach Folter und Mord an dem jüdischen Journalisten Herzog  rief der deutschstämmige Kardinal Paulo Evaristo Arns in Sao Paulo zu  einer ökumenischen Trauerfeier in die Kathedrale, zelebrierte mit  Erzbischof Dom Helder Camara und zwei Rabbinern die Messe,die mit etwa  8000 Teilnehmern zu einem Symbol des Protestes gegen die Folter-Diktatur  wurde. Nach der Beerdigung von Herzog auf dem jüdischen Friedhof von  Butantá streikten etwa 30000 von 35000 Studenten der Bundesuniversität  USP von Sao Paulo &#8211; Herzog war dort Professor. </strong></p>
<p><strong>Auffällig, daß außer Brandts Äußerung,  die politischen  Beziehungen  zur Militärdiktatur unter General Ernesto Geisel seien gut,  zumindest im Internet keinerlei Brandt-Bewertung der Diktaturverbrechen  zu finden ist. Ebenso auffaellig ist, dass in historischen Texten und  Biographien die speziellen Beziehungen von Brandt, aber auch Schmidt und  Genscher, zu den brasilianischen Militaerdiktatoren groesstenteils  weggelassen wurden. Selbst das brasilianische Aussenministerum Itamaraty  vermerkt in seiner Datenaufstellung, dass Willy Brandt (MNE da RFA)  1968 der Militaerdiktatur einen offiziellen Besuch abstattete und eine  erweiterte Partnerschaft(parceria ampliada)vorschlug. Weiter ist  vermerkt, dass 1978 Geisel offiziell die Bundesrepublik besucht, 1979  Schmidt offiziell nach Brasilien reist. 1981 reiste danach der letzte  brasilianische Militaerdiktator, General Joao Figueiredo, offiziell in  die Bundesrepublik. </strong></p>
<p><strong>Viele Positionen, Bewertungen deutscher Politiker aus dieser  Zeit haetten besonders interessiert &#8211; immerhin war beispielsweise  allgemein bekannt, dass gemaess brasilianischen Zeitzeugen nahe dem  Bauplatz für die gemäß Atomabkommen vom Siemens-Konzern zu errichtenden  Atomkraftwerke bei Rio damals Regimegegner den Haien lebendig zum Fraß  vorgeworfen wurden. Mutige brasilianische Politiker wie Lysaneas Maciel  protestierten waehrend der Diktatur gegen Folter, Verschwindenlassen,  Ermordung von Regimegegnern, darunter Parlamentsabgeordneten, sogar im  Kongress von Brasilia, wurden deren Redetexte gegen den `Terror da  repressao` entsprechend zensiert, in Europa aber von bestimmten  Institutionen in voller Laenge abgedruckt.</strong></p>
<p><strong>Das Interesse Bonns an engen Beziehungen zur brasilianischen  Militärdiktatur bedeutete für diese naturgemäß Anerkennung,  internationale Aufwertung, Prestigegewinn. </strong></p>
<p><strong>Der Spiegel 1977:Es ist auch kein Zufall, daß die katholische Kirche gerade jetzt ihren Hirtenbrief verfaßte, der</strong></p>
<p><strong>Repression und Terror härter geißelt, als es irgendeine Gruppe im Land seit Beginn der Diktatur je wagte.</strong></p>
<p><strong>Sie predigt gegen die schrankenlose “Macht des Geldes”, gegen  “wachsende Verrohung, eine neue Art von Fanatismus, eine Atmosphäre von  Gewalttätigkeit und Angst”.</strong></p>
<p><strong>Wahre, mutige, notwendige Worte. Nur, die Brasilianer  vernahmen sie erst, nachdem der Versuch des Militärregimes, ihre  Veröffentlichung zu verhindern, durch den Abdruck des Hirtenbriefes in  der internationalen Presse unterlaufen wurde.</strong></p>
<p><strong>“Niemand bremst Brasilien”, ist einer der Slogans, den die  herrschenden Militärs mangels Ideen erfunden haben. Er stimmt nur nicht.  Brasilien bremst sich selbst.</strong><strong> </strong></p>
<p><strong>Wer den wichtigsten brasilianischen Menschenrechts-und Medienpreis, den Herzog-Preis erhielt: <a href="http://www.berliner-journalisten.com/heft12_artikel4.php">http://www.berliner-journalisten.com/heft12_artikel4.php</a> </strong></p>
<p><strong>Lula lobt Militärdiktatoren Medici und Geisel, anklicken: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=td1ywn3SoWc&amp;feature=relmfu">http://www.youtube.com/watch?v=td1ywn3SoWc&amp;feature=relmfu</a></strong></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=R3-CXgn_6Dc&amp;feature=relmfu">http://www.youtube.com/watch?v=R3-CXgn_6Dc&amp;feature=relmfu</a></p>
<p><strong>Nachrichtenmagazin Veja &#8211; die Frage an Brandt:  <a href="http://veja.abril.com.br/idade/exclusivo/energia_nuclear/materia_200972.html">http://veja.abril.com.br/idade/exclusivo/energia_nuclear/materia_200972.html</a></strong></p>
<p><a href="http://womblog.de/die-brasilianische-bombe"><strong>http://womblog.de/die-brasilianische-bombe</strong></a></p>
<p><strong>Die Diktatur begann mit dem Militärputsch von 1964 &#8211; 1969  schloß Bonn mit dem Militärregime laut Jahreschronik ein  Kulturabkommen.  </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/16/die-beruchtigten-ausnahmegesetzeai-5-der-brasilianischen-folter-diktatur-82-prozent-der-brasilianer-haben-noch-nie-davon-gehort/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/16/die-beruchtigten-ausnahmegesetzeai-5-der-brasilianischen-folter-diktatur-82-prozent-der-brasilianer-haben-noch-nie-davon-gehort/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/04/dik2.JPG" alt="dik2.JPG" /></p>
<p><strong>“Wo sind unsere Toten?” (Protestkundgebung in Sao Paulo 2012)<br />
</strong></p>
<p><strong>Wie Brasiliens katholische Kirche betont, wissen sehr viele  Angehörige von “Verschwundenen” der Militärdiktatur bis heute nicht, was  mit diesen geschah.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/02/brasiliens-vergangenheitsbewaltigung-wo-sind-unsere-toten/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/02/brasiliens-vergangenheitsbewaltigung-wo-sind-unsere-toten/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/03/dilmasarneyhandkus.jpg" alt="dilmasarneyhandkus.jpg" /></p>
<p><strong>Ausstellungsfoto &#8211; Rousseff und der Chef der Diktatorenpartei ARENA, José Sarney, heute Kongreßchef in Brasilia.</strong></p>
<p><strong>Brasiliens Militärdiktator Emilio Medici, Vorgänger von Geisel,  laut Wikipedia: </strong></p>
<ul>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/19._M%C3%A4rz" title="19. März">19. März</a>: Der deutsche <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bundeskanzler_%28Deutschland%29" title="Bundeskanzler (Deutschland)">Bundeskanzler</a> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Willy_Brandt" title="Willy Brandt">Willy Brandt</a> trifft sich im <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Erfurt" title="Erfurt">Erfurter</a> Hotel <em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Erfurter_Hof" title="Erfurter Hof">Erfurter Hof</a></em> mit dem Ministerpräsidenten der DDR <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Stoph" title="Willi Stoph">Willi Stoph</a>.</li>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/25._M%C3%A4rz" title="25. März">25. März</a>: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_Brasiliens#Milit.C3.A4rdiktatur" title="Geschichte Brasiliens">Brasilien</a> erweitert durch ein Dekret seines Präsidenten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Em%C3%ADlio_Garrastazu_M%C3%A9dici" title="Em?lio Garrastazu Médici">Emílio Garrastazu Médici</a> sein maritimes Hoheitsgebiet von zwölf auf <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/200-Meilen-Zone" title="200-Meilen-Zone">200 Seemeilen</a>.</li>
</ul>
<p><a href="http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html"><strong>http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html</strong></a></p>
<p><strong>“Bereits im Juni 1968 hatte BRD-Außenminister Willy Brandt  bei einem Besuch in Brasilien das deutsche Interesse dargelegt,  Brasilien mit Nukleartechnologie zu beliefern.  1969 unterzeichneten  Brasilien und Deutschland ein bilaterales Abkommen zu wissenschaftlicher  und technischer Kooperation. “Dominik Hauber, “Was passiert in Resende?</strong></p>
<p><strong>Der Spiegel 1975, im Jahr der Ermordung des jüdischen  Journalisten Herzog, zu den Beziehungen des Außenministers Hans-Dietrich  Genscher(FDP) zur brasilianischen Militärdiktatur:</strong></p>
<p><strong>Zugleich hofft Genscher, seiner FDP mit solchen Ideen das  Image einer Fortschrittspartei zu erhalten, zumal die Freidemokraten  nach seiner Ansicht “das Wählerpotential haben, das das am ehesten  versteht”.</strong></p>
<p><strong>Die außenpolitische Tauglichkeit seines Plans wollte Genscher  vor allem in Brasilien überprüfen, das ihm als “Schwellenmacht zum  Industriestaat” (AA-Definition) als Testobjekt besonders geeignet  scheint. Das Regime des deutschstämmigen Generals Ernesto Geisel  versucht sich mit Macht aus der alten Abhängigkeit von Washington zu  lösen und hält in Europa nach potenten Partnern für seine ehrgeizigen  Industrialisierungspläne Ausschau.</strong></p>
<p><strong>Die Bundesrepublik gilt den Brasilianern als erste Wahl, denn  die Deutschen halten im volkreichsten Staat Südamerikas (über 100  Millionen Einwohner) in der Rangliste ausländischer Investoren hinter  den USA den zweiten Platz. Mehr als 500 westdeutsche Unternehmen  produzieren bereits im Lande. Friedrich Wilhelm Christians,  Vorstandsmitglied der Deutschen Bank und gemeinsam mit anderen  Wirtschaftsgrößen in Genschers Begleitung, schätzt die Summe der  westdeutschen Anlagewerte auf mittlerweile vier bis viereinhalb  Milliarden Mark.</strong></p>
<p><strong>Erst recht als Schlaraffenland für Exporteure gilt Brasilien,  seit es der deutschen Wirtschaft den fettesten Ausfuhrauftrag ihrer  Geschichte versprochen hat: den Bezug von acht Kernkraftwerken samt  Zusatzeinrichtungen im Wert von mindestens zwölf Milliarden Mark.</strong></p>
<p><strong>Politisch ist das Atomgeschäft nicht ohne Sprengkraft. Um den  Vorwurf zu entkräften, Brasilien könne mit deutscher Hilfe künftig  Atombomben bauen, machte die Bundesregierung ihre Zustimmung von einem  Abkommen zwischen Bonn, Brasilia und der Internationalen  Atomenergiebehörde (IAEO) in Wien abhängig, das regelmäßige  Überwachungen durch IAEO-Inspektoren garantieren soll.</strong></p>
<p><strong>Damit geriet die Bundesregierung unversehens in Konflikt mit  der verzwickten brasilianischen Innenpolitik. Denn starke  nationalistische Gruppen fordern nun von der Regierung Geisel, sie  müsse, um den Großmachtanspruch Brasiliens zu wahren, die Option für den  Bau der Bombe offenhalten.</strong></p>
<p><strong>Unmittelbar nach Genschers Abflug reiste eine Bonner  Expertendelegation an, die in Brasilia die dreiseitige Übereinkunft  aushandeln soll. Prompt verbreiteten “gut unterrichtete Kreise”  (Nachrichtenagentur Reuter), Brasilien werde sich gegen jede Verabredung  wehren, die IAEO-Mitarbeiter jederzeit ins Land lasse. Setzen sich die  Kontrollgegner durch, wäre das Atomgeschäft gefährdet, und Genscher, der  die Nuklear-Allianz mit den Südamerikanern befürwortet, müßte erkennen,  daß sich die Vision vom weltweiten Engagement der Bundesrepublik  leichter entwickeln als durchsetzen läßt.</strong></p>
<p><strong>Auf seinem Südamerika-Trip konnten derlei Widrigkeiten die  gute Laune des Bonner Chefdiplomaten nicht beeinträchtigen. Da sonnte er  sich, zwischen Rio und Lima, im Gefühl, den großen Wurf gelandet zu  haben. Bankier Christians: “Dem Genscher macht das richtig Spaß, der  kriegt eine ganz lange Zunge.”</strong></p>
<p><strong>Der Spiegel zum deutsch-brasilianischen Atomgeschäft:</strong> <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41019615.html"><strong>http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41019615.html</strong></a></p>
<p><a href="http://www.investidura.com.br/biblioteca-juridica/artigos/relacoes-internacionais/168037-o-acordo-teuto-brasileiro-de-cooperacao-nuclear.html"><strong> http://www.investidura.com.br/biblioteca-juridica/artigos/relacoes-internacionais/168037-o-acordo-teuto-brasileiro-de-cooperacao-nuclear.html</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/03/bundesprasident-christian-wulff-dilma-rousseff-und-der-zugige-bau-des-neuen-atomkraftwerks-angra-3-bei-rio-de-janeiro-mit-deutscher-bundesburgschaft/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/03/bundesprasident-christian-wulff-dilma-rousseff-und-der-zugige-bau-des-neuen-atomkraftwerks-angra-3-bei-rio-de-janeiro-mit-deutscher-bundesburgschaft/</strong></a></p>
<p><strong>In den Archiven des Weltkirchenrates in Genf lagern Dokumente  der brasilianischen Kirche, die laut Brasiliens Medien für das  Diktaturjahr 1970 von “Bürgerkrieg” und etwa 12000 politischen  Gefangenen sprechen. Die Diktatur erlaubte dem Internationalen Roten  Kreuz nicht den Zugang zu den Gefängnissen, Diktator Medici erklärte, es  gebe keine politischen Gefangenen in Brasilien. 1971 wurde ein Appell  an die UNO wegen der gravierenden Menschenrechtsverletzungen gerichtet.  In den Dokumenten des Weltkirchenrates werden die sadistischen  Foltertechniken detailliert beschrieben, Folter werde als politische  Waffe angewendet. Die Zahl der Folterzentren wird mit 242 angegeben,  weibliche Gefangene seien häufig vergewaltigt worden. Zu den Taktiken  gehörte, Oppositionelle in Gegenwart ihrer Ehepartner, teils sogar ihrer  Kinder zu foltern.  </strong></p>
<p><strong>Der französische General und Folter-Lehrer in Brasilien in  den siebziger Jahren, als der jüdische Journalist Herzog gefoltert und  ermordet wurde:</strong></p>
<h2>Französischer General war Folter-Lehrer während Brasiliens  Diktaturzeit in den siebziger Jahren. Regierung in Paris wußte von  Regime-Verbrechen. Helio Bicudo, CIA. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=453" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasilien/" rel="tag">Brasilien</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/diktatur/" rel="tag">Diktatur</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/folter/" rel="tag">Folter</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/fort-bragg/" rel="tag">Fort Bragg</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/frankreich/" rel="tag">Frankreich</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/general-aussaresses/" rel="tag">General Aussaresses</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/us-spezialeinheiten/" rel="tag">US-Spezialeinheiten</a></p>
<p><strong> Der französische General Paul Aussaresses hat gegenüber der  brasilianischen Qualitätszeitung “Folha de Sao Paulo” 2008 bestätigt, in  den siebziger Jahren brasilianischen Diktaturmilitärs in der  Kriegsschule von Manaus das Foltern von Regimegegnern gelehrt zu haben.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/20/libyen-intervention-gaddafi-offenbar-ermordet/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/20/libyen-intervention-gaddafi-offenbar-ermordet/</strong></a></p>
<p><strong>“Ich gab in dieser Militärschule Unterricht, weil ich in Fort  Bragg Instrukteur der US-Spezialeinheiten gewesen war. Ich wurde auch   zum Fallschirmjäger-Instrukteur der US-Infanterie in Fort Bennin, in  Georgia, berufen…” General Aussaresses, der auch am Vietnamkrieg  teilgenommen hatte,  betonte, daß das brasilianische Militärregime aktiv  am Putsch gegen Chiles Präsident Salvador Allende beteiligt gewesen  war. Brasilien habe Offiziere, Flugzeuge und Waffen nach Chile  geschickt. Die Militärflugzeuge seien aus französischer Produktion  gewesen, ebenfalls deren Raketen.  Aussaresses bestätigte zudem, enger  Freund des letzten Diktaturpräsidenten Figueiredo sowie des für die  Todesschwadronen verantwortlichen Polizeichefs Sergio Fleury gewesen zu  sein. Die Zeitung befragte den General auch zum Fall einer  totgefolterten Frau, aus der man Informationen herauspressen wollte.  Aussaresses betonte, die Foltermethoden nie in Frage gestellt zu haben.  “Der Tod dieser Frau war ein Akt der Verteidigung.” Der General stellte  klar, keine von seinen Aktivitäten in Brasilien zu bereuen.<br />
In der Regierungsallianz des heutigen brasilianischen Staatschefs Lula arbeiten zahlreiche Diktaturaktivisten von einst mit.</strong></p>
<p><strong>Die Diktatur begann mit dem Militärputsch von 1964 &#8211; 1969  schloß Bonn mit dem Militärregime laut Jahreschronik ein  Kulturabkommen.  </strong></p>
<p><strong>Wie Bundesstaatsanwalt Marlon Weichert im  Website-Exklusivinterview sagte, werden Diktaturverbrechen vertuscht, um  “Biographien bestimmter Leute  zu schützen,  Biographien in der  jetzigen Form aufrechterhalten zu können. Viele Leute wollen nicht  Rechenschaft darüber ablegen, was sie damals taten.” Käme die Wahrheit  heraus, so Weichert, müßten einige Biographien erheblich umformuliert  werden. Dies könnte auch Persönlichkeiten der Regierungsallianz  betreffen.</strong></p>
<p><strong>Hintergrund:</strong></p>
<p><strong>Regierung in Paris wußte von Regimeverbrechen<br />
In den siebziger Jahren war Frankreich laut Medienberichten in  Repression und Folter gegen Regimegegner Brasiliens, Argentiniens und  Chiles verwickelt. Wie die brasilianische Qualitätszeitung “O Estado de  Sao Paulo” meldet, sei französisches Wissen über Repression dank des  damaligen Militärattachees und Generals Paul Aussaresses genutzt worden.  “Er ist Autor der Doktrin, wonach jeder Gefolterte eliminiert werden  muß.” Gemäß Aussagen des damaligen Chefs der Pinochet-Geheimpolizei  DINA, General Manuel Contreras, hätten zahlreiche chilenische Offiziere  eine Ausbildung in Brasilien absolviert und seien dort von dem  französischen General Aussaresses angeleitet worden. 1957 habe dieser im  Algerienkrieg Frankreichs dortigen Geheimdienst koordiniert. Wie “O  Estado de Sao Paulo” weiter schreibt, werde er als einer der  Inspiratoren des militärischen Ausbildungszentrums der brasilianischen  Urwaldstadt Manaus genannt, in dem brasilianische, chilenische und  argentinische Offiziere für Repression und Folter geschult worden seien.  “Am gravierendsten ist, daß der französische Staat wußte, was in  Südamerika geschah…Auch der argentinische General Albano Harguideguy,  Innenminister während des Videla-Regimes, zitiert Frankreich: Wir haben  alles von den Franzosen gelernt. Das Modell wurde im Algerienkrieg 1957  genutzt, während des Kampfes der französischen Fallschirmjäger gegen die  Front zur Nationalen Befreiung(FLN)”.<br />
Argentinische und brasilianische Militärs, so das Blatt weiter, warfen  gemäß den Ratschlägen der Franzosen die Leichen totgefolterter Menschen  ins Meer &#8211; eine Praxis, die die Franzosen in der Bucht von Algerien  entwickelt hatten.<br />
Nahe dem Bauplatz für die gemäß Atomabkommen vom Siemens-Konzern zu  errichtenden Atomkraftwerke bei Rio waren damals Regimegegner gemäß  Zeugenaussagen den Haien lebendig zum Fraß vorgeworfen worden.<br />
Laut “O Estado de Sao Paulo” wurden in Frankreich jetzt Dokumente über  praktizierte Gewalttaten in Brasilien während der Amtszeit des  Diktaturgenerals Joao Figueiredo veröffentlicht. Zu Figueiredo hielt der  damalige brasilianische Vizepräsident der Sozialistischen  Internationale, Leonel Brizola, beste Beziehungen. Brizola, Chef der  linkspopulistischen PDT, rühmte sich stets seiner Freundschaft zu Willy  Brandt. Mit der Diktaturpartei PDS ging Brizola Wahlbündnisse ein.<br />
Über die von der brasilianischen Qualitätszeitung aufgegriffene  Problematik dürften auch in Deutschland zahlreiche Regierungs-und  Parteidokumente existieren &#8211; deutsche Historiker, Sozialwissenschaftler,  Geschichtsstudenten hätten hier, falls sie sich trauen, ein reiches  Forschungsfeld.</strong></p>
<h3>Die ”furchtbaren Fehler” der USA in Brasilien</h3>
<p><strong>CIA kooperierte mit Repressionsapparat der Diktatur<br />
Brasiliens Militärregime herrschte von 1964 bis 1985 ebenso grausam und  perfide wie Diktaturgeneräle benachbarter Staaten &#8211; Todesschwadronen  ermordeten Ungezählte vor allem in den Elendsvierteln der Großstädte,  politische Gefangene wurden Haien lebendig zum Fraß vorgeworfen oder  über Amazonien aus Helikoptern gestoßen. In Stücke gehackt, verscharrte  man Diktaturgegner selbst an Traumstränden Rio de Janeiros. Folter war  Normalität &#8211; und die CIA immer dabei.</strong></p>
<p><strong>Helio Bicudo aus Sao Paulo, kirchlicher  Menschenrechtsaktivist der achtgrößten Wirtschaftsnation, untersuchte  bereits damals die CIA-Aktivitäten ebenso wie das Wüten der  Todesschwadronen, die Verfolgung von Geistlichen, schrieb darüber ein  Buch. Es blieb außerhalb des Landes unbeachtet. Späte Genugtuung für  Bicudo, daß ein neues, aufsehenerregendes Buch der nordamerikanischen  Uni-Soziologin Martha Huggins seine Recherchen vollauf bestätigt, das  State Department sprach von ”furchtbaren Fehlern”.</strong></p>
<p><strong>In den Archiven des Weltkirchenrates in Genf lagern Dokumente  der brasilianischen Kirche, die laut Brasiliens Medien für das  Diktaturjahr 1970 von “Bürgerkrieg” und etwa 12000 politischen  Gefangenen sprechen. Die Diktatur erlaubte dem Internationalen Roten  Kreuz nicht den Zugang zu den Gefängnissen, Diktator Medici erklärte, es  gebe keine politischen Gefangenen in Brasilien. 1971 wurde ein Appell  an die UNO wegen der gravierenden Menschenrechtsverletzungen gerichtet.  In den Dokumenten des Weltkirchenrates werden die sadistischen  Foltertechniken detailliert beschrieben, Folter werde als politische  Waffe angewendet. Die Zahl der Folterzentren wird mit 242 angegeben,  weibliche Gefangene seien häufig vergewaltigt worden. Zu den Taktiken  gehörte, Oppositionelle in Gegenwart ihrer Ehepartner, teils sogar ihrer  Kinder zu foltern.  </strong></p>
<p>Â <img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/09/heliobicudo.jpg" alt="heliobicudo.jpg" /></p>
<p><strong>Helio Bicudo &#8211; unter den führenden brasilianischen  Menschenrechtsaktivisten, jahrelang Präsident der  Menschenrechtskommission der Organisation Amerikanischer Staaten in  Washington. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/31/renommierte-brasilianische-menschenrechtsaktivisten-fotoserie/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/31/renommierte-brasilianische-menschenrechtsaktivisten-fotoserie/</a></strong></p>
<p><strong> Die Brasilienexpertin konnte als erste in Washington über  600 bislang geheimgehaltene Dossiers und Akten einsehen. In Interviews  brachte die 54-Jährige ihre Untersuchungsergebnisse auf den Punkt:”Die  Teilnahme der CIA am Alltag der politischen Repression ist bewiesen &#8211;  die Dokumente sprechen sogar von gemeinsamen Operationen &#8211; die  amerikanische Demokratie partizipierte an der Schaffung eines  unterdrückerischen Staates”. Besonders gravierend, daß die CIA  Polizei-Eliteeinheiten ausbildete, bei denen es sich um „staatlich  legalisierte Todesschwadronen” gehandelt habe. CIA-Agenten hätten diese  bei den Einsätzen begleitet, sich generell völlig frei im  Repressionsapparat bewegt, alles Gesehene ausführlich nach Washington  berichtet. Die politische Polizei DOI-CODI, auf US-Anregung entstanden,  sei trotz ihrer Methoden, darunter Folter aller Art, nie kritisiert,  sondern stets als „gute Sache” gelobt worden. Bis heute, so die Autorin,  sei in den USA wenig bekannt, daß die CIA beim Schulen von Polizisten  aus der Dritten Welt mitwirkte, allein rund 100 000 brasilianische  Beamte trainierte:”Sie lernten Bombenbasteln, Verhörtechniken,  Psycho-Operationen, bekamen außerdem beigebracht, wie man sich in  Demonstrationen, Kundgebungen infiltriert und Verwirrung, Durcheinander  erzeugt.” Ein anderes interessantes Detail: Die CIA half beim Aufbau des  brasilianischen Diktaturgeheimdienstes SNI mit,”lieferte sogar eine  Liste mit den Namen geigneter, vertrauenswürdiger Mitarbeiter.” Auf  einer anderen Liste waren alle Personen verzeichnet, die gemäß  CIA-Einschätzung nach dem Militärputsch von 1964 verhaftet werden  sollten. Man habe, so Martha Huggins, „still lächelnd mit Folterknechten  und Mördern zusammengearbeitet.” In mühseliger Kleinarbeit gelang es  der Expertin, sechsundzwanzig Folterer politischer Gefangener ausfindig  zu machen und unter Wahrung der Anonymität zu interviewen.  Einer davon,  Militärpolizist, mochte nicht, wie seine Kol­legen, bei einem Einsatz  ge­fan­gengenommene ”Subversive” mit Schlägen traktieren und die Frau­en  vergewaltigen. ”Ich for­derte, daß es doch besser sei, alle zu töten,  anstatt sie zu foltern”, sagte der Militärpolizist zu Mar­tha Huggins  und berichtete auch über den Abschluß der OpeÂ­ration: Alle Gefangenen  wurden hoch über der Wildnis lebendig aus einem Helikopter gestoßen.</strong></p>
<p><strong>Menschenrechtsaktivist Helio Bicudo:”Polizisten, aber auch  Armeeoffiziere, sind in den USA selbst, darunter in Washington,  ausgebildet worden “ manche, die zum Repressionsapparat gehörten,  machten “ und machen Karriere.” Bicudo nennt Romeu Tuma &#8211; nach der  Diktatur Chef der Bundespolizei, heute Kongreßsenator der starken  Rechtspartei PPB, dessen gerade wiedergewählter Parlaments-Flügelmann  Jair Bolsonaro offen für Folter und Massaker an Landlosen oder  Gefängnisinsassen plädiert. Ausgerechnet der belastete Diktaturaktivist  Marco Maciel war einflußreicher Vize von Staatschef Lulas Vorgänger  Fernando Henrique Cardoso, Ehrendoktor der Freien Universität Berlin.  Die Generalität würdigt nach wie vor den Militärputsch von 1964, lud  lange Zeit regelmäßig den hochverehrten Kollegen Pinochet nach Brasilien  ein. In Berlin oder Frankfurt hätte dieser schwerlich ungestört von  Protesten, lediglich mit zwei diskreten Leigbwächtern einen lockeren  Einkaufsbummel machen können &#8211; in Rio de Janeiro schon. Nach Seminaren,  Konferenzen, Vorträgen in der Militärakademie direkt unterm Zuckerhut  schlenderte der Ex-Diktator gerne durch den von vielen Künstlern und  Intellektuellen bewohnten Strandstadtteil Ipanema, kaufte in Buch-und  Musikläden, trank hier und da einen Expresso, wurde zwar bemerkt, aber  bestenfalls durch aufdringliche Pressefotografen belästigt.<br />
Wie die Jahresberichte von Amnesty International und Human Rights Watch  zeigen, gehören Folter und Todesschwadronen weiterhin zum Alltag der  führenden Wirtschaftsmacht Lateinamerikas, „verschwinden” weiterhin  Menschen nach der polizeilichen Festnahme. Washingtons „furchtbare  Fehler” hatten entsetzliche Folgen.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/11/21/uno-berichterstatter-fur-die-folter-manfred-nowak-aus-osterreich-lula-regierung-mus-diktaturverbrechen-aufklaren-und-bestrafen-ruckenstarkung-fur-deutschstammigen-bundesstaatsanwalt-marlon-weichert/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/11/21/uno-berichterstatter-fur-die-folter-manfred-nowak-aus-osterreich-lula-regierung-mus-diktaturverbrechen-aufklaren-und-bestrafen-ruckenstarkung-fur-deutschstammigen-bundesstaatsanwalt-marlon-weichert/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/25/brasilien-rund-3500-arbeiter-errichten-das-neue-atomkraftwerk-angra-3-bei-rio-de-janeiro-laut-nationalen-wirtschaftsmedien-nuklearteile-aus-deutschland-doppelseitige-regierungspropaganda-fur-angra/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/25/brasilien-rund-3500-arbeiter-errichten-das-neue-atomkraftwerk-angra-3-bei-rio-de-janeiro-laut-nationalen-wirtschaftsmedien-nuklearteile-aus-deutschland-doppelseitige-regierungspropaganda-fur-angra/</strong></a></p>
<p><strong>Grass-Gedicht:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/13/grass-gedicht-und-kritische-reaktion-in-brasilien-sein-fuhrer-in-der-jugend-adolf-hitler-hatte-es-nicht-besser-gesagt-groste-qualitatszeitung-folha-de-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/13/grass-gedicht-und-kritische-reaktion-in-brasilien-sein-fuhrer-in-der-jugend-adolf-hitler-hatte-es-nicht-besser-gesagt-groste-qualitatszeitung-folha-de-sao-paulo/</strong></a></p>
<p>Hintergrundtext:</p>
<h1>Brasiliens Massengräber</h1>
<p><em><br />
</em></p>
<p><strong>„Wenn die Toten da reingeschmissen werden, sind das Szenen wie in diesen<br />
Holocaustfilmen“, beklagen sich Anwohner von Massengräber-Friedhöfen der  größten lateinamerikanischen Demokratie. In der Tat wird seit der  Diktaturzeit vom Staat die Praxis beibehalten, nicht identifizierte, zu  „Unbekannten“ erklärte Tote in Massengräbern zu verscharren.</strong></p>
<p><strong>Die Kirche protestiert seit Jahrzehnten dagegen und sieht  darin ein gravierendes ethisch-moralisches Problem, weil es in einem  Land der Todesschwadronen damit auch sehr leicht sei, unerwünschte  Personen verschwinden zu lassen. In der Megacity Sao Paulo mit ihren  mehr als 23 Millionen Einwohnern empört sich der weltweit angesehene  Menschenrechtspriester Julio Lancelotti: „In Brasilien wird monatlich  eine erschreckend hohe Zahl von Toten anonym in Massengräbern  verscharrt, verschwinden damit Menschen auf offiziellem Wege, werden als  Existenz für immer ausgelöscht. Wir von der Kirche nehmen das nicht  hin, versuchen möglichst viele Tote zu identifizieren, um sie  dann auf  würdige Weise christlich zu bestatten. Wir brauchten einen großen  Apparat, ein großes Büro, um alle Fälle aufklären zu können – dabei ist  dies eigentlich Aufgabe des Staates!“</strong></p>
<p><strong>Padre Lancelotti erinnert daran, daß während der 21-jährigen Diktaturzeit in<br />
Sao Paulo von den Machthabern 1971 eigens der Friedhof Dom Bosco  geschaffen wurde, um dort zahlreiche ermordete Regimegegner heimlich  gemeinsam mit jenen unbekannten Toten, den sogenannten Indigentes, in  Massengräber zu werfen. Wie die Menschenrechtskommission des  Stadtparlaments jetzt erfuhr, wurden seit damals allen Ernstes 231.000  Tote als Namenlose verscharrt – allein auf <em>diesem </em>Friedhof. Heute kommen Monat für Monat dort zwischen 130 und 140 weitere Indigentes hinzu.</strong></p>
<p><strong>Nach einem Massaker an Obdachlosen Sao Paulos kann Priester  Lancelotti zufällig auf dem  Friedhof Dom Bosco beobachten, wie sich der  Staat der Namenlosen entledigt: “Als der Lastwagen kommt und geöffnet  wird, sehe ich mit Erschrecken, daß er bis obenhin voller Leichen ist.  Alle sind nackt und werden direkt ins Massengrab geworfen. Das wird  zugeschüttet – und fertig. Sollten wir später noch Angehörige ermitteln,  wäre es unmöglich, die Verstorbenen in der Masse der Leichen  wiederzufinden. Was sage ich als Geistlicher dann einer Mutter?“  Lancelotti hält einen Moment inne, reflektiert: „Heute hat das  Konzentrationslager keinen Zaun mehr, das KZ ist sozusagen weit verteilt  – die Menschen sind nach wie vor klar markiert, allerdings nicht auf  der Kleidung, sondern auf dem Gesicht, dem Körper. Und sie werden  verbrannt, verscharrt, wie die Gefangenen damals, und es gibt weiter  Massengräber.“</strong></p>
<p><strong>Was in Sao Paulo geschieht, ist keineswegs ein Einzelfall. In  der nordostbrasilianischen Millionenstadt Fortaleza leiden die Anwohner  des Friedhofs „Bom Jardim“ seit Jahren bei den hohen Tropentemperaturen  unter grauenhaftem Leichengeruch. „Die Toten werden oft schon verwest  hergebracht, wie Tiere verscharrt, wir müssen zwangsläufig zusehen, es  ist grauenhaft“, klagt eine Frau. „Fast jeden Tag kommt der Leichen-LKW –  doch bei den heftigen Gewitterregen wird die dünne Erdschicht über den  Toten weggeschwemmt, sehen wir die Massengräber offen, wird der Geruch  im Stadtviertel so unerträglich, daß viele Kopfschmerzen kriegen,  niemand hier eine Mahlzeit zu sich nimmt.“ Der Nachbar schildert, wie  das vergiftete Regenwasser vom Friedhof durch die Straßen und Gassen des  Viertels läuft: „Das Wasser ist grünlich und stinkt, manchmal werden  sogar Leichenteile mitgeschwemmt – und weggeworfene Schutzhandschuhe der  Leichenverscharrer. Die Kinder spielen damit – haben sich an die  schrecklichen Vorgänge des Friedhofs gewöhnt. Wir alle haben Angst, daß  hier Krankheiten, Seuchen ausbrechen.“</strong></p>
<p><strong>Selbst in Rio de Janeiro sind die Zustände ähnlich, werden  zahllose Menschen von Banditenkommandos der über 1.000 Slums liquidiert  und gewöhnlich bei Hitze um die 35 bis 40 Grad erst nach Tagen in  fortgeschrittenem Verwesungszustand zum gerichtsmedizinischen Institut  abtransportiert. Wie aus den Statistiken hervorgeht, werden in den  Großstädten monatlich stets ähnlich viele Tote als „Namenlose“ in  Massengräber geworfen wie in Sao Paulo, der reichsten Stadt ganz  Lateinamerikas.</strong></p>
<p><strong>Priester Julio Lancelotti und seine Mitarbeiter stellen immer  wieder Merkwürdigkeiten und verdächtige Tatbestände fest. „Werden  Obdachlose krank und gehen in bestimmte öffentliche Hospitäler, bringt  man an ihrem Körper eine Markierung an, die bedeutet, daß der Person  nach dem Tode zu Studienzwecken Organe entnommen werden. Die Männer  registriert man durchweg auf den Namen Joao, alle Frauen als Maria. Wir  streiten heftig mit diesen Hospitälern und wollen, daß die Obdachlosen  auch nach dem Tode mit den echten Namen geführt werden. Schließlich  kennen wir diese Menschen, haben über sie Dokumente. Man meint eben,  solche Leute sind von der Straße, besitzen also weder eine Würde noch  Bürgerrechte. Wir haben in der Kirche eine Gruppe, die den illegalen,  kriminellen Organhandel aufklären will, aber rundum nur auf Hindernisse  stößt. Denn wir fragen uns natürlich auch, ob jenen namenlos  Verscharrten vorher illegal Organe entnommen werden.“</strong></p>
<p><strong>Fast in ganz Brasilien  und auch in Sao Paulo sind  Todesschwadronen aktiv, zu denen Polizeibeamte gehören, wie sogar das  Menschenrechtsministerium in Brasilia einräumt. Tagtäglich würden  mißliebige Personen außergerichtlich exekutiert, heißt es. Darunter sind  auch Obdachlose, von denen allein in Sao Paulos Zentrum weit über  zehntausend auf der Straße hausen. Wie Priester Julio Lancelotti betont,  ist zudem die Zahl der Verschwundenen auffällig hoch. „Auf den Straßen  Sao Paulos werden viele Leichen gefunden. Denn es ist sehr einfach, so  einen Namenlosen zu fabrizieren. Man nimmt ihm die Personaldokumente  weg, tötet ihn und wirft ihn irgendwo hin. Wir gehen deshalb jeden Monat  ins gerichtsmedizinische Institut, um möglichst viele Opfer zu  identifizieren. Die Polizei ist immer überrascht und fragt, warum uns  das interessiert. Das Identifizieren ist für uns eine furchtbare,  psychisch sehr belastende Sache, denn wir müssen monatlich stets  Hunderte von Getöteten anschauen, die in großen Leichenkühlschränken  liegen – alle schon obduziert und wieder zugenäht. Und man weiß eben  nicht, ob da Organe<br />
entnommen wurden.“</strong></p>
<p><strong>Solchen Verdacht hegen nicht wenige Angehörige von Toten, die  seltsamerweise als „Namenlose“ im Massengrab endeten. In der  nordostbrasilianischen Küstenstadt Maceio ging letztes Jahr der  69-jährige Sebastiao Pereira sogar mit einem Protestplakat voller Fotos  seines ermordeten Sohnes auf die Straße. Dem Vater hatte man im  gerichtsmedizinischen Institut die Identifizierung der Leiche verweigert  – diese dann mysteriöserweise auf einen Indigentes-Friedhof gebracht.  Kaum zu fassen – ein Friedhofsverwalter bringt es fertig, Sebastiao  Ferreira später  mehrere Leichenteile zu zeigen, darunter einen Kopf.  „Mein Sohn wurde allein am Kopf von vier MG-Schüssen getroffen – und  dieser Kopf war doch intakt! Ich setzte eine DNA-Analyse durch – der  Kopf war von einem Mann, das Bein von einem anderen, der Arm wiederum  von einem anderen – doch nichts stammte von meinem Sohn“, sagt er der  Presse.</strong></p>
<p><strong>In Sao Paulo hat Priester Lancelotti durchgesetzt, daß ein  Mahnmal auf dem Friedhof Dom Bosco an die ermordeten Regimegegner, aber  auch an die mehr als 200.000 „Namenlosen“ erinnern wird.</strong></p>
<p><strong>Neuerdings macht der Friedhof in Brasilien immer wieder  Schlagzeilen, allerdings nicht wegen der Massengräber von heute.  Progressive Staatsanwälte versuchen das Oberste Gericht in Brasilia zu  überzeugen, den zur Diktaturzeit für den Friedhof verantwortlichen  Bürgermeister Paulo Maluf und den damaligen Chef der Politischen  Polizei, Romeu Tuma, wegen des Verschwindenlassens von Oppositionellen  vor Gericht zu stellen. Erschwert wird dies jedoch durch den  Politikerstatus der Beschuldigten: Paulo Maluf ist Kongreßabgeordneter  und Romeu Tuma sogar Kongreßsenator – beide gehören zum  Regierungsbündnis von Staatspräsident Lula.</strong></p>
<p><strong>Waldemar Rossi &#8211; Fotoserie: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/02/brasilien-der-gefolterte-und-die-unter-lula-rousseff-fortdauernde-straffreiheit-fur-folterer-und-andere-diktaturverbrecher-wer-damals-mit-dem-militarregime-eng-kooperierte/">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/02/brasilien-der-gefolterte-und-die-unter-lula-rousseff-fortdauernde-straffreiheit-fur-folterer-und-andere-diktaturverbrecher-wer-damals-mit-dem-militarregime-eng-kooperierte/</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/03/annetteschavanrezende.jpg" alt="annetteschavanrezende.jpg" /></p>
<p><strong>Forschungsminister Sergio Rezende mit der deutschen Amtskollegin Annette Schavan in Sao Paulo.</strong></p>
<p><strong>Rezende zu Lieferboykott:</strong>  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/17/brasilien-erleidet-wegen-seines-atomprogramms-bereits-einen-lieferboykott-sagt-wissenschafts-und-technologieminister-sergio-rezende-der-landespresse-brasilien-bekommt-aus-nachvollziehbaren-motiven/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/17/brasilien-erleidet-wegen-seines-atomprogramms-bereits-einen-lieferboykott-sagt-wissenschafts-und-technologieminister-sergio-rezende-der-landespresse-brasilien-bekommt-aus-nachvollziehbaren-motiven/</font></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/15/brasiliens-militardiktatur-uberlebende-von-verfolgung-und-folter-clarice-herzog-witwe-des-ermordeten-judischen-journalisten-vladimir-herzog-und-regimegegner-waldemar-rossi-heute-fuhrer-der-bisch/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/15/brasiliens-militardiktatur-uberlebende-von-verfolgung-und-folter-clarice-herzog-witwe-des-ermordeten-judischen-journalisten-vladimir-herzog-und-regimegegner-waldemar-rossi-heute-fuhrer-der-bisch/</strong></a></p>
<h2>Brasiliens (Lateinamerikas?)genialster  Karikaturist Angeli, von der  größten Qualitätszeitung “Folha de Sao  Paulo”, mit einer aktuellen  Zeichnung zur “Vergangenheitsbewältigung” &#8211;  aus der Serie  “Bananenrepublik”. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=12608" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/angeli/" rel="tag">Angeli</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-vergangenheitsbewaltigung/" rel="tag">Brasiliens Vergangenheitsbewältigung.</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/folha-de-sao-paulo/" rel="tag">Folha de Sao Paulo</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/03/angelibananenrepublikdiktatur.JPG" alt="angelibananenrepublikdiktatur.JPG" /></p>
<p><strong>Ausriß März 2012.</strong></p>
<p><strong>“Boaventura hat Sehnsucht nach der Diktatur. Felinto betont,   daß die Folter nötig war. Olinto meint, daß Einkerkerungen und Tötungen   gerechtfertigt waren. Frota sagte, daß man in dieser Zeit gut lebte.”</strong></p>
<p><strong>Übereinstimmungen mit Einschätzungen von damals und heute in Brasilien lebenden Mitteleuropäern sind sicher reiner Zufall.  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/19/gestapo-folter-unter-brasiliens-diktator-getulio-vargas-trager-des-bundesverdienstkreuzes-der-fall-des-deutschen-harry-berger/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/19/gestapo-folter-unter-brasiliens-diktator-getulio-vargas-trager-des-bundesverdienstkreuzes-der-fall-des-deutschen-harry-berger/</a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/01/brasiliens-1-mai-2012-waldemar-rossi-fuhrer-der-bischoflichen-arbeiterseelsorge-der-erzdiozese-sao-paulos-predigt-in-der-kathedrale-beim-arbeitergottesdienst/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/01/brasiliens-1-mai-2012-waldemar-rossi-fuhrer-der-bischoflichen-arbeiterseelsorge-der-erzdiozese-sao-paulos-predigt-in-der-kathedrale-beim-arbeitergottesdienst/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/02/brasiliens-unbewaltigte-diktaturvergangenheit-demonstranten-fordern-am-1-mai-2012-die-bestrafung-der-diktatur-folterknechte/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/02/brasiliens-unbewaltigte-diktaturvergangenheit-demonstranten-fordern-am-1-mai-2012-die-bestrafung-der-diktatur-folterknechte/</strong></a></p>
<p><strong>Brasiliens katholischer Menschenrechtsaktivist Waldemar Rossi &#8211; Fotoserie:</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/gri5.JPG" alt="gri5.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/22/brasiliens-bildungswesen-waldemar-rossi-fuhrer-der-katholischen-arbeiterseelsorge-sao-paulos-analysiert/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/22/brasiliens-bildungswesen-waldemar-rossi-fuhrer-der-katholischen-arbeiterseelsorge-sao-paulos-analysiert/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/04/herzogrossi.JPG" alt="herzogrossi.JPG" /></p>
<p><strong>Clarice Herzog und Waldemar Rossi 2011 auf Veranstaltung des Stadtparlaments zu Ehren von Kardinal Paulo Evaristo Arns.</strong></p>
<p><strong>Waldemar Rossi und die nazistisch-antisemitisch orientierte Militärdiktatur Brasiliens:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/15/brasiliens-militardiktatur-uberlebende-von-verfolgung-und-folter-clarice-herzog-witwe-des-ermordeten-judischen-journalisten-vladimir-herzog-und-regimegegner-waldemar-rossi-heute-fuhrer-der-bisch/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/15/brasiliens-militardiktatur-uberlebende-von-verfolgung-und-folter-clarice-herzog-witwe-des-ermordeten-judischen-journalisten-vladimir-herzog-und-regimegegner-waldemar-rossi-heute-fuhrer-der-bisch/</font></strong></a></p>
<p><strong>Waldemar Rossis Einschätzung des Libyenkriegs: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/01/der-libyen-krieg-die-sicht-der-bischoflichen-arbeiterseelsorge-im-grosten-katholischen-land-brasilien-waldemar-rossi-pastoralleiter-in-der-erzdiozese-von-sao-paulo/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/01/der-libyen-krieg-die-sicht-der-bischoflichen-arbeiterseelsorge-im-grosten-katholischen-land-brasilien-waldemar-rossi-pastoralleiter-in-der-erzdiozese-von-sao-paulo/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/05/waldemarrossi2009grito.jpg" alt="waldemarrossi2009grito.jpg" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/09/19/aufschrei-der-ausgeschlossenen-2008-waldemar-rossi-leiter-der-arbeiterseelsorge-der-erzdiozese-sao-paulos/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/09/19/aufschrei-der-ausgeschlossenen-2008-waldemar-rossi-leiter-der-arbeiterseelsorge-der-erzdiozese-sao-paulos/</a></p>
<p><img src="http://www.ostblog.de/images/rossi1.jpg" width="500" height="660" alt="rossi1.jpg" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/30/brasiliens-bildungspolitik-unter-lula-rousseff-nur-durchschnittlich-27-stunden-unterricht-taglich-laut-grosunternehmer-jorge-gerdau-viele-unternehmer-stufen-lula-als-nicht-links-ein/">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/30/brasiliens-bildungspolitik-unter-lula-rousseff-nur-durchschnittlich-27-stunden-unterricht-taglich-laut-grosunternehmer-jorge-gerdau-viele-unternehmer-stufen-lula-als-nicht-links-ein/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/05/waldemarrossikathedrale.jpg" alt="waldemarrossikathedrale.jpg" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/02/sklavenarbeit-unter-lula-angeprangert-vom-deutschstammigen-kardinal-odilo-scherer-im-protest-gottesdienst-am-1-mai-in-der-kathedrale-sao-paulo/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/02/sklavenarbeit-unter-lula-angeprangert-vom-deutschstammigen-kardinal-odilo-scherer-im-protest-gottesdienst-am-1-mai-in-der-kathedrale-sao-paulo/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/05/widerstandskampferrossi.jpg" alt="widerstandskampferrossi.jpg" /></p>
<p>Rossi spricht in Sao Paulo vor Jugendlichen im früheren Folterzentrum der Militärdiktatur.</p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/05/widerstandskampferrossi2.jpg" alt="widerstandskampferrossi2.jpg" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/24/widerstandskampfer-brasiliens-zur-diktaturzeit-sadistisch-gefoltert-heute-im-kampf-gegen-die-fortdauernde-folter/#more-2360">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/24/widerstandskampfer-brasiliens-zur-diktaturzeit-sadistisch-gefoltert-heute-im-kampf-gegen-die-fortdauernde-folter/#more-2360</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/05/widerstandskampfer2.jpg" alt="widerstandskampfer2.jpg" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/03/waldemar-rossi-fuhrer-der-arbeiterpastoral-sao-paulos-wahrend-des-1mai-festes-vor-der-kathedrale/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/03/waldemar-rossi-fuhrer-der-arbeiterpastoral-sao-paulos-wahrend-des-1mai-festes-vor-der-kathedrale/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2008/09/waldemarkleinjpg.jpg" alt="waldemarkleinjpg.jpg" /></p>
<p><strong>”Lula hat das brasilianische Volk verraten, ist eine   Kanaille. Der Aufschrei der Ausgeschlossenen &#8211; das ist   Befreiungstheologie in der Praxis! Wir alle wissen hier, wie das ist:   Hunger zu leiden, verfolgt zu werden &#8211; oder abhängig zu sein von so   einem armseligen Mindestlohn wie dem heute gezahlten. So geht es   Millionen von Brasilianern.”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/09/07/die-franziskaner-und-der-aufschrei-der-ausgeschlossenen-in-sao-paulo-befreiungstheologe-frei-betto-hat-recht-unter-lula-hat-die-soziale-ungleichheit-zugenommen-vor-wenigen-tagen-wurde-wieder/#more-815">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/09/07/die-franziskaner-und-der-aufschrei-der-ausgeschlossenen-in-sao-paulo-befreiungstheologe-frei-betto-hat-recht-unter-lula-hat-die-soziale-ungleichheit-zugenommen-vor-wenigen-tagen-wurde-wieder/#more-815</a></p>
<p><strong><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/08/waldemarrossitribunal.jpg" alt="waldemarrossitribunal.jpg" /></strong></p>
<p>Rossi als Jurymitglied bei Internationalem Menschenrechtstribunal in der Rechtsfakultät von Sao Paulo.</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/31/renommierte-brasilianische-menschenrechtsaktivisten-fotoserie/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/31/renommierte-brasilianische-menschenrechtsaktivisten-fotoserie/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/baum2.JPG" alt="baum2.JPG" /></p>
<p><strong>Die Rossis.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/05/waldemarrossi1123.jpg" alt="waldemarrossi1123.jpg" /></p>
<p>Rossi predigt am 1. Mai 2012 in der Kathedrale Sao Paulos.</p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/05/waldemarrossigrito112.jpg" alt="waldemarrossigrito112.jpg" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/01/brasiliens-1-mai-2012-waldemar-rossi-fuhrer-der-bischoflichen-arbeiterseelsorge-der-erzdiozese-sao-paulos-predigt-in-der-kathedrale-beim-arbeitergottesdienst/">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/01/brasiliens-1-mai-2012-waldemar-rossi-fuhrer-der-bischoflichen-arbeiterseelsorge-der-erzdiozese-sao-paulos-predigt-in-der-kathedrale-beim-arbeitergottesdienst/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/05/waldemarrossigrito11.jpg" alt="waldemarrossigrito11.jpg" /></p>
<p><strong>Rossi über Lula und die Streiks in Brasilien: <a href="http://amaivos.uol.com.br/amaivos09/noticia/noticia.asp?cod_noticia=10273&amp;cod_canal=41"> http://amaivos.uol.com.br/amaivos09/noticia/noticia.asp?cod_noticia=10273&amp;cod_canal=41</a></strong></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=evQR567p15Q&amp;feature=related"><strong>http://www.youtube.com/watch?v=evQR567p15Q&amp;feature=related</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/05/waldemarrossigrito111.jpg" alt="waldemarrossigrito111.jpg" /></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=GcH4wRhxzB0"><strong> http://www.youtube.com/watch?v=GcH4wRhxzB0</strong></a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=w9JL5reEZlg&amp;feature=related"><strong>http://www.youtube.com/watch?v=w9JL5reEZlg&amp;feature=related</strong></a></p>
<p>Rossi und Chico Whitaker, Weltsozialforum: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/07/28/chico-whitaker-katholischer-menschenrechtsaktivist-brasiliens-trager-des-alternativen-nobelpreises-bereitet-das-sozialforum-sao-paulo-vor-gesichter-brasiliens/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/07/28/chico-whitaker-katholischer-menschenrechtsaktivist-brasiliens-trager-des-alternativen-nobelpreises-bereitet-das-sozialforum-sao-paulo-vor-gesichter-brasiliens/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/07/waldemarrossiforum1.JPG" alt="waldemarrossiforum1.JPG" /></p>
<p><strong>Waldemar Rossi, Führer der Arbeiterpastoral in der Erzdiözese, debattiert, macht Vorschläge.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/05/waldemarrossibaum.jpg" alt="waldemarrossibaum.jpg" /></p>
<p>Ein Baum für Kardinal Paulo Evaristo Arns &#8211; vorm Franziskanerkloster in Sao Paulo.</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/22/brasiliens-bildungswesen-waldemar-rossi-fuhrer-der-katholischen-arbeiterseelsorge-sao-paulos-analysiert/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/22/brasiliens-bildungswesen-waldemar-rossi-fuhrer-der-katholischen-arbeiterseelsorge-sao-paulos-analysiert/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/08/flughafen-willy-brandt-in-berlin-wird-verspatete-eingeweiht-was-brasilianer-mit-dem-namen-willy-brandt-verbinden/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/08/flughafen-willy-brandt-in-berlin-wird-verspatete-eingeweiht-was-brasilianer-mit-dem-namen-willy-brandt-verbinden/</strong></a></p>
<p><strong>Paulo Sergio Pinheiro, regelmäßig Interviewpartner der Website:</strong></p>
<h2>Brasilien: Paulo Sérgio Pinheiro,  UNO-Sonderberichterstatter, Menschenrechtsexperte, Genf, Sao Paulo. “Der  Mehrheit der Brasilianer werden die Rechte verweigert. In allen  brasilianischen Polizeiwachen wird gefoltert, jeder weiß das.” Gesichter  Brasiliens. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=2580" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasilien/" rel="tag">Brasilien</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/city-of-god/" rel="tag">City of God</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/filmemacher-paulo-lins/" rel="tag">Filmemacher Paulo Lins</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/menschenrechtsaktivist/" rel="tag">Menschenrechtsaktivist</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/paulo-sergio-pinheiro/" rel="tag">Paulo Sergio Pinheiro</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/uno-sonderberichterstatter/" rel="tag">UNO-Sonderberichterstatter</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/06/pinheirosgut.jpg" alt="pinheirosgut.jpg" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/04/07/unsagliche-folterpraxis-in-brasilien-gunter-nooke-menschenrechtsbeauftragter-der-deutschen-bundesregierung-kritisiert-in-brasilien-folter-und-andere-menschenrechtsverletzungen-druck-ist-noti/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/04/07/unsagliche-folterpraxis-in-brasilien-gunter-nooke-menschenrechtsbeauftragter-der-deutschen-bundesregierung-kritisiert-in-brasilien-folter-und-andere-menschenrechtsverletzungen-druck-ist-noti/</a></p>
<p><strong>“Geschähe derartiges in Berlin, würde die Regierung stürzen”:</strong> <a href="http://www.dradio.de/dlr/sendungen/fazit/337614/">http://www.dradio.de/dlr/sendungen/fazit/337614/</a></p>
<p><strong>Filmemacher Paulo Lins(City of God):</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/20/paulo-lins-gesichter-brasiliens/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/20/paulo-lins-gesichter-brasiliens/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/07/weiter-folter-in-brasilien-lokale-militardiktatur-des-organisierten-verbrechens-uber-slums-unter-lula-regierung-laut-brasilianischem-grunen-politiker-alfredo-sirkis-peter-scholl-latour-uber-bra/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/07/weiter-folter-in-brasilien-lokale-militardiktatur-des-organisierten-verbrechens-uber-slums-unter-lula-regierung-laut-brasilianischem-grunen-politiker-alfredo-sirkis-peter-scholl-latour-uber-bra/</a></p>
<p><strong>“Brasilien ist eine <a href="http://www.brasilien-info.at/wirtschaft/index.html">Industriemacht</a>, die achtgrößte Wirtschaftsnation der Welt, modern und fortschrittlich.”</strong></p>
<p><strong>“Progressive Regierung”.</strong></p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/journal/2009/juni/kolumne-kopf-unter-wasser">http://www.amnesty.de/journal/2009/juni/kolumne-kopf-unter-wasser</a></p>
<p><strong>Amnesty Journal 2009:</strong></p>
<p><strong>“KOPF UNTER WASSER</strong></p>
<p><strong>Gravierende Menschenrechtsverletzungen offiziell abzustreiten   oder zu  vertuschen, kommt heutzutage bei der internationalen   Gemeinschaft  schlecht an. Das weiß auch die brasilianische Regierung   und geht deshalb  seit langem einen anderen Weg: Mit erstaunlicher,   entwaffnender  Offenheit wird in- wie ausländischen Kritikern bestätigt,   dass sie  völlig im Recht seien. Man sehe die Dinge ganz genau so und   habe bereits  wirksame Schritte, etwa zur Abschaffung der Folter,   eingeleitet. Doch  auf die Worte folgen meist keine Taten.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Menschenrechtsaktivisten wie der   österreichische Pfarrer Günther  Zgubic, der die bischöfliche   Gefangenenseelsorge in Brasilien leitet,  vermissen seit Jahren   deutliche Worte von deutscher Seite. Schließlich  ist Lateinamerikas   größte Demokratie ein wichtiger strategischer Partner  von Deutschland,   und die Regierung in Berlin spricht gerne von den  “gemeinsamen  Werten”,  die beide Staaten verbinden würden. Mit dem   Menschenrechtsbeauftragten  der Bundesregierung, Günter Nooke, hat jetzt   zum ersten Mal endlich  ein hochrangiger deutscher Politiker in der   Hauptstadt Brasilia die  Probleme offen angesprochen.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Zgubic erinnert immer wieder an die   wohlklingenden Versprechungen,  die Präsident Luiz Inácio Lula da Silva   bei seinem Amtsantritt 2003  verkündet hat: “Er hat öffentlich erklärt,   dass er Folter und andere  grausame, unmenschliche Praktiken nicht  mehr  duldet.” Leere Worte aus  Brasilia, denn nach Informationen von  Zgubic  existiert die Folter in  allen Varianten, um Geständnisse zu  erzwingen:  “Es werden Elektroschocks  eingesetzt, man presst den Kopf  unter Wasser.  Auf allen Polizeiwachen  Brasiliens werden Häftlinge  gefoltert”, meint  Zgubic.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Nun sieht er sich überraschend durch Nooke   bestätigt. “Stehen  Menschenrechtsprobleme wie die unsägliche   Folterpraxis beim  Staatspräsidenten ganz oben auf der Prioritätenliste?   Wieso wird nicht  stärker kritisiert, dass die Regierung alle   internationalen  Verpflichtungen eingeht, ohne sie dann auch konsequent   umzusetzen? Wir  merken, dass sich Brasilien beim Thema Menschenrechte   von Europa  entfernt”, erklärte Nooke kürzlich. Brasilien dürfe im    Menschenrechtsbereich nicht abdriften.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Doch vielleicht ist dies längst passiert.   Paulo Vannuchi, Leiter des  Staatssekretariats für Menschenrechte in   Brasilia, hatte in der Zeitung  “Folha de São Paulo” betont, dass das   brasilianische Strafgesetz die  ­Todesstrafe zwar nicht vorsehe, dennoch   aber täglich außergerichtliche  Exekutionen stattfinden würden.   Gemeinsame Werte? Pedro Ferreira, Anwalt  bei der bischöflichen   Gefangenenseelsorge, findet es bedrohlich, dass  selbst nach offiziellen   Angaben derzeit über 126.000 Häftlinge trotz  verbüßter Strafe illegal   weiter festgehalten werden.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Ehemalige Gegner der Diktatur (1964 bis   1985) weisen zudem auf die  fatalen Folgen der nicht bewältigten   Gewaltherrschaft hin. Nicht einmal  die Öffnung der Geheimarchive aus   der Zeit der Diktatur sei unter Lula  veranlasst worden, kritisiert   Bundesstaatsanwalt Marlon Weichert aus São  Paulo. Die Straflosigkeit   inspiriert seiner Meinung nach jene  Staatsfunktionäre, die heute im   Polizeiapparat und im Gefängnissystem  “Folter und Ausrottung”   betrieben. Mit leeren Worte kann man an diesen  ­Zuständen wohl kaum   etwas ändern.</strong></p>
<h2>Außergewöhnliche Frauen Brasiliens &#8211; Maria  Rita Kehl. Mainstream-Anhängerinnen haben an ihr keine Freude.  Wichtigster brasilianischer Literaturpreis “Premio Jabuti” sowie  Menschenrechtspreis 2010 an Maria Rita Kehl. Jurymitglied bei  regierungskritischem internationalen Menschenrechtstribunal in Sao  Paulo. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=8337" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: , , <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasilien/" rel="tag">Brasilien</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/mainstream/" rel="tag">Mainstream</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/maria-rita-kehl/" rel="tag">Maria Rita Kehl</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/premio-jabuti/" rel="tag">Premio Jabuti</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/sao-paulo/" rel="tag">Sao Paulo</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/stefan-zweig/" rel="tag">Stefan Zweig</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/unabhangige-autoren/" rel="tag">unabhängige Autoren</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/08/05/brasiliens-streitkrafte-und-die-slum-diktatur3-o-impensavel-maria-rita-kehl-therapeutin-kolumnistin/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/08/05/brasiliens-streitkrafte-und-die-slum-diktatur3-o-impensavel-maria-rita-kehl-therapeutin-kolumnistin/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/12/massaker-vor-allem-an-jugendlichen-im-complexo-do-alemao-von-rio-de-janeiro-fakten-unterdruckt-von-autoritaten-betonen-kirchliche-menschenrechtsaktivisten-im-website-interview/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/12/massaker-vor-allem-an-jugendlichen-im-complexo-do-alemao-von-rio-de-janeiro-fakten-unterdruckt-von-autoritaten-betonen-kirchliche-menschenrechtsaktivisten-im-website-interview/</a></p>
<p><a href="http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html">http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/01/mariaritakehl2.jpg" alt="mariaritakehl2.jpg" /></p>
<p><strong><strong>Maria Rita Kehl beim Website-Interview.  <a href="http://www.mariaritakehl.psc.br/">http://www.mariaritakehl.psc.br/</a></strong></strong></p>
<p><strong><a href="http://wissen.dradio.de/index.37.de.html?dram:article_id=4122&amp;sid">http://wissen.dradio.de/index.37.de.html?dram:article_id=4122&amp;sid</a>=</strong></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/27/maria-rita-kehl-in-sao-paulo-therapeutin-kolumnistin-autorin-gesichter-brasiliens/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/27/maria-rita-kehl-in-sao-paulo-therapeutin-kolumnistin-autorin-gesichter-brasiliens/</a></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/12/maria-rita-kehl-kolumnistin-und-therapeutin-von-zeitung-o-estado-de-sao-paulo-wegen-abweichender-meinungen-gefeuert-laut-landesmedien-der-mainstream-politische-interessen-und-die-wachsend/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/12/maria-rita-kehl-kolumnistin-und-therapeutin-von-zeitung-o-estado-de-sao-paulo-wegen-abweichender-meinungen-gefeuert-laut-landesmedien-der-mainstream-politische-interessen-und-die-wachsend/</a></strong></p>
<p><strong><strong>Stefan Zweig:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/21/brasilien-ein-land-der-zukunft-ehrung-fur-propaganda-buch-von-stefan-zweig-fallt-wegen-umweltkatastrophe-in-petropolis-ins-wasser/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/21/brasilien-ein-land-der-zukunft-ehrung-fur-propaganda-buch-von-stefan-zweig-fallt-wegen-umweltkatastrophe-in-petropolis-ins-wasser/</a></strong></p>
<h2>Brasiliens systemkritischer Abgeordneter  Marcelo Freixo, in “Tropa de Elite” nachgezeichnet, kandidiert in Rio de  Janeiro für Bürgermeisterposten, machte den Musiker Marcelo Yuka zu  seinem Vize. Amnesty International zu Marcelo Freixo.  Lula-Pressekonferenz in Berlin… <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=12605" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/marcelo-freixo/" rel="tag">Marcelo Freixo</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/marcelo-yuka/" rel="tag">Marcelo Yuka</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/oppositionspartei-psol/" rel="tag">Oppositionspartei PSOL</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/11/der-brasilianische-musiker-und-poet-marcelo-yuka1/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/11/der-brasilianische-musiker-und-poet-marcelo-yuka1/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/tagfuertag/1698492/"><strong>http://www.dradio.de/dlf/sendungen/tagfuertag/1698492/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1624771/"><strong>http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1624771/</strong></a></p>
<p><strong><strong><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/06/marcelo-yuka.JPG" alt="marcelo-yuka.JPG" /></strong></strong></p>
<p><strong>Marcelo Yuka als Jurymitglied bei internationalem Menschenrechtstribunal in Sao Paulo.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/02/brasiliens-menschenrechtslage-todesschwadronen-attentate-in-rio-de-janeiro-verfolgter-abgeordneter-marcelo-freixo-rio-de-janeiro-ist-nicht-befriedet-die-mafia-wachst/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/02/brasiliens-menschenrechtslage-todesschwadronen-attentate-in-rio-de-janeiro-verfolgter-abgeordneter-marcelo-freixo-rio-de-janeiro-ist-nicht-befriedet-die-mafia-wachst/</strong></a></p>
<p><strong>Die andere Sicht:</strong> <a href="http://www.n-tv.de/reise/Favelas-dealerfrei-geraeumt-article1386351.html"><strong>http://www.n-tv.de/reise/Favelas-dealerfrei-geraeumt-article1386351.html</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/marcelofreixoglobo.JPG" alt="marcelofreixoglobo.JPG" /></p>
<p>Ausriß.</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/07/rio20-die-flucht-von-marcelo-freixo-ist-eine-nationale-schande-brasiliens-groste-qualitatszeitung-folha-de-sao-paulo-zum-zeitweiligen-exil-des-abgeordneten-und-menschenrechtsaktivisten-marcelo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/07/rio20-die-flucht-von-marcelo-freixo-ist-eine-nationale-schande-brasiliens-groste-qualitatszeitung-folha-de-sao-paulo-zum-zeitweiligen-exil-des-abgeordneten-und-menschenrechtsaktivisten-marcelo/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/23/unesco-verurteilt-jungste-morde-an-journalisten-in-brasilien-angriff-auf-journalismus-und-ausdrucksfreiheit-brasiliens-gravierende-menschenrechtslage/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/23/unesco-verurteilt-jungste-morde-an-journalisten-in-brasilien-angriff-auf-journalismus-und-ausdrucksfreiheit-brasiliens-gravierende-menschenrechtslage/</strong></a></p>
<p><strong>Lula-Pressekonferenz in Berlin:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/03/pressekonferenz-mit-lula-in-berlin-keine-einzige-frage-zu-gravierenden-von-amnesty-international-kritisierten-menschenrechtsverletzungen-wie-folter-scheiterhaufen-todesschwadronen-sklavenarbeit/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/03/pressekonferenz-mit-lula-in-berlin-keine-einzige-frage-zu-gravierenden-von-amnesty-international-kritisierten-menschenrechtsverletzungen-wie-folter-scheiterhaufen-todesschwadronen-sklavenarbeit/</strong></a></p>
<h2>Amnesty International zur Lage in Brasilien  unter der Regierung von  Dilma Rousseff: “Zunahme der organisierten  Kriminalität aus dem  staatlichen Sicherheitsapparat heraus &#8211; was zum  Mord an Richterin  Patricia Acioli und Morddrohungen gegen den  Abgeordneten Marcelo Freixo  führt.” (Atila Roque) Adveniat, Winfried  Kretschmann in Brasilien. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11570" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/amnesty-international-in-brasilien/" rel="tag"> </a></p>
<p><strong>Atila Roque, neuer Leiter des Büros von Amnesty   International in Brasilien, sagte gegenüber der Landespresse weiter, in   dem Tropenland würden jährlich etwa 50000 Menschen ermordet. “Mord ist   heute ein praktisch strafloses Verbrechen in Brasilien. Die Zahl der   aufgeklärten Morde ist extrem niedrig.”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/12/brasilienes-wird-immer-noch-sehr-viel-gefoltertdeutsche-petra-pfaller-aus-der-katholischen-gefangenenseelsorge-brasiliens-2011-uber-die-menschenrechtslage-unter-lula-rousseff/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/12/brasilienes-wird-immer-noch-sehr-viel-gefoltertdeutsche-petra-pfaller-aus-der-katholischen-gefangenenseelsorge-brasiliens-2011-uber-die-menschenrechtslage-unter-lula-rousseff/</strong></a></p>
<p><strong>Roque warnte  vor der Ausbreitung der paramilitärischen   Milizen: Ohne Gegenmaßnahmen könnte das Land in fünf Jahren in einer   gravierenderen Lage sein als durch die Besetzung von Territorien  durch   das organisierte Verbrechen.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/30/brasilienparamilitarische-milizen-breiten-sich-immer-mehr-im-land-auso-globo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/30/brasilienparamilitarische-milizen-breiten-sich-immer-mehr-im-land-auso-globo/</strong></a></p>
<p><strong>“Progressive Regierung”.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/17/adveniat-in-brasilien-wie-lebt-es-sich-in-der-reichsten-stadt-lateinamerikas-der-siebtgrosten-wirtschaftsnation-nach-acht-jahren-lula-regierung-adveniat-gottesdienst-in-der-favela-cachoeirinha-von/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/17/adveniat-in-brasilien-wie-lebt-es-sich-in-der-reichsten-stadt-lateinamerikas-der-siebtgrosten-wirtschaftsnation-nach-acht-jahren-lula-regierung-adveniat-gottesdienst-in-der-favela-cachoeirinha-von/</strong></a></p>
<p><strong>Amnesty International zur Lula-Regierung:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/02/die-lula-regierung-war-bei-den-menschenrechten-eine-enttauschung-tim-cahill-brasilienexperte-von-amnesty-international-in-london-weiter-alltagliche-folter-todesschwadronen-sklavenarbeit-sc/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/02/die-lula-regierung-war-bei-den-menschenrechten-eine-enttauschung-tim-cahill-brasilienexperte-von-amnesty-international-in-london-weiter-alltagliche-folter-todesschwadronen-sklavenarbeit-sc/</strong></a></p>
<p><strong>Brasiliens Kommentator Arnaldo Jabor zur Kompetenz von Staatschefin Dilma Rousseff:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/07/arnaldo-jabor-brasiliens-bekanntester-medienkommentator-uber-lula-und-dilma-rousseff-dilma-hat-keinerlei-kompetenz-lula-wolle-eine-frau-aus-machismus-grunden/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/07/arnaldo-jabor-brasiliens-bekanntester-medienkommentator-uber-lula-und-dilma-rousseff-dilma-hat-keinerlei-kompetenz-lula-wolle-eine-frau-aus-machismus-grunde</strong></a><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/12/timcahillpatrickwilcken.jpg" alt="timcahillpatrickwilcken.jpg" /></p>
<p><strong>Tim Cahill &#8211; Mitte &#8211; in Slum von Sao Paulo.</strong></p>
<p><strong>“Das Jahr vergeht und die Regierung von Dilma Rousseff hat noch nicht einmal angefangen zu agieren.” O Estado de Sao Paulo</strong></p>
<p><strong>Winfried Kretschmann in Brasilien &#8211; Baden-Württemberg exportiert mehr als das Tropenland:</strong></p>
<p><a href="http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt._.89a81242-508c-48ad-a7cd-bb295eba34b3.html"><strong>http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt._.89a81242-508c-48ad-a7cd-bb295eba34b3.html</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</strong></a></p>
<h2>Bundespräsident Christian Wulff, Dilma  Rousseff und der zügige Bau  des neuen Atomkraftwerks Angra 3 bei Rio de  Janeiro, mit deutscher  Bundesbürgschaft von über 1,3 Milliarden Euro.  “Energie für neue  Zeiten. Brasilien war noch nie so stark. Es ist eine  neue Zeit. Eine  Zeit von Wachstum und Entwicklung.”  Deutsch-brasilianisches Jahr  2013/2014. E.on und die Kohlekraftwerke  Brasiliens. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11989" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/atomkraftwerk-angra-3-bei-rio-de-janeiro/" rel="tag">Atomkraftwerk Angra 3 bei Rio de Janeiro</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-atompolitik-mit-deutscher-hilfe/" rel="tag">Brasiliens Atompolitik mit deutscher Hilfe</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/christian-wulff/" rel="tag">Christian Wulff</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/dilma-rousseff-appelliert-an-bundesprasident-wulff-sich-fur-den-bau-des-atomkraftwerks-angra-3-bei-rio-die-exportburgschaft-einzusetzen-melden-brasiliens-medien-die-grosen-atom-plane-brasilias/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/dilma-rousseff-appelliert-an-bundesprasident-wulff-sich-fur-den-bau-des-atomkraftwerks-angra-3-bei-rio-die-exportburgschaft-einzusetzen-melden-brasiliens-medien-die-grosen-atom-plane-brasilias/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1624771/"><strong>http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1624771/</strong></a></p>
<p><strong>Wie es hieß, habe Wulff gegenüber Rousseff auf internen Druck    zugunsten der Aufkündigung der Exportbürgschaft hingewiesen,  die dem    zuständigen deutsch-französischen Nuklearkonzern AREVA gewährt worden    sei. Ein brasilianischer Regierungsfunktionär habe kommentiert, daß    bislang anzunehmen  sei, daß Deutschland den Kontrakt nicht einseitig    breche &#8211; und sei es aus Imagegründen. Es handele sich um eine  Bürgschaft   über 1,5 Milliarden Euro.  </strong></p>
<p><strong>E.on in Brasilien:<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/12/eon-in-brasilien-scharfe-kritik-an-umweltschadlicher-kohlebasis-fur-meiste-energieprojekte-mit-milliardar-eike-batista-laut-landesmedien-parceria-eike-eon-e-movido-a-carvao/">     http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/12/eon-in-brasilien-scharfe-kritik-an-umweltschadlicher-kohlebasis-fur-meiste-energieprojekte-mit-milliardar-eike-batista-laut-landesmedien-parceria-eike-eon-e-movido-a-carvao/</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/01/wulffsynagogesp.JPG" alt="wulffsynagogesp.JPG" /></p>
<p><strong>Wulff in Synagoge von Sao Paulo.</strong></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/15/deutscher-bundesausenminister-guido-westerwellefdp-2012-in-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/15/deutscher-bundesausenminister-guido-westerwellefdp-2012-in-sao-paulo/</strong></a></strong></p>
<p><strong>Foto Rousseff-Wulff &#8211; anklicken:</strong> <a href="http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Bilder/DE/Bilderstrecke/110507-Brasilien/110507-Brasilien.html#"><strong>http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Bilder/DE/Bilderstrecke/110507-Brasilien/110507-Brasilien.html#</strong></a></p>
<p><a href="http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Christian-Wulff/Reden/2011/05/110506-Brasilien-Aussenhandelskammer.html"><strong>http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Christian-Wulff/Reden/2011/05/110506-Brasilien-Aussenhandelskammer.html</strong></a></p>
<h2>Brasiliens neues Atomkraftwerk Angra 3 &#8211; weiter gute Baufortschritte, laut Landesmedien. ThyssenKrupp in Rio de Janeiro. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11890" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><strong>Wie es hieß, sind 3700 Menschen auf der Baustelle  bei Rio de   Janeiro beschäftigt, entsteht derzeit das Reaktorgebäude,  bewarben   sich fünf Firmen um die Montage der Nukleartechnik. Das nächste    Atomkraftwerk sei für das Hinterland des Nordostens geplant. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/21/brasilien-bau-des-milliardenteuren-atomkraftwerks-angra-3-bei-rio-de-janeiro-kommt-sehr-gut-voran-melden-landesmedien-deutsches-hilfswerk-adveniat-sammelt-spenden-fur-brasiliens-verelendete/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/21/brasilien-bau-des-milliardenteuren-atomkraftwerks-angra-3-bei-rio-de-janeiro-kommt-sehr-gut-voran-melden-landesmedien-deutsches-hilfswerk-adveniat-sammelt-spenden-fur-brasiliens-verelendete/</strong></a></p>
<p><strong>Doppelseitige Regierungspropaganda in Zeitungen für das neue Atomkraftwerk “Angra 3? bei Rio de Janeiro:</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/08/angra3anzeige2.JPG" alt="angra3anzeige2.JPG" /></p>
<p><strong>“Energia para novos tempos”. (Energie für neue Zeiten)<br />
</strong></p>
<p><strong>“Brasilien war noch nie so stark. Es ist eine neue Zeit. Eine Zeit von Wachstum und Entwicklung.”</strong></p>
<h2>Brasiliens Atomkraftwerke-Programm &#8211; Lula  dekretierte kurz vor   Amtsabtritt noch totale Steuerbefreiung für  Nuklearimporte, laut   Landesmedien. Norbert Suchaneks  Anti-Atom-Filmfestival in Rio de   Janeiro. Weltsozialforum-Erfinder Oded  Grajew zur   deutsch-brasilianischen Atomkooperation…AKW “Angra 3? bei Rio  mit   deutscher Hilfe. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=9552" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><strong>Am 30. Dezember 2010, während seiner letzten  Amtsstunden, so   die Landesmedien, unterzeichnete Lula das entsprechende  Dekret. Man   möge sich dabei an Japan erinnern, hieß es. </strong></p>
<p><strong>Aus welchen Ländern die Nuklearimporte kommen, ist leicht zu erraten.<br />
</strong></p>
<p><strong>Entsprechend stark ist das Lob für Lulas Politik aus Europa. </strong></p>
<p><strong>Einfach mal nachschauen, wer heute alles gegen Atomkraft    wettert, aber den deutsch-brasilianischen Atomvertrag aus der    Folterdiktaturzeit kurioserweise immer wieder verlängerte…Stoff für    Nachdenkliche, die politische Scheinheiligkeit nicht mögen. </strong></p>
<p>“<strong>Um die künftige Atomkooperation mit Brasilien nicht zu     erschweren, hatte die rot-grüne Bundesregierung im November 2005 das     umstrittene deutsch-brasilianische Nuklearabkommen aus der Diktaturzeit     nicht gekündigt, sondern offiziell und automatisch verlängert. 18     Umwelt-und Entwicklungsorganisationen hatten 2005 die rot-grüne     Regierung aufgefordert, mit der Atomkooperation Schluß zu machen.</strong> <strong>    “Das ist die Chance, ein Signal zu setzen, daß es der Bundesregierung     mit ihrem Atomausstieg ernst ist, auch international”, betonte  Sergio    Dialetachi von Greenpeace Brasilien. Grüne wie Joseph     Fischer(Ex-”Revolutionärer Kampf”) und Jürgen Trittin, dachten indessen     gar nicht daran, schließlich hätte man den Atomvertrag gemäß den     fünfjährigen Kündigungsfristen bereits 1999 aufheben können.”</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/brandtgeisel.JPG" alt="brandtgeisel.JPG" /></p>
<p><strong>Der deutschstämmige Militärdiktator, General Ernesto Geisel, und Willy Brandt.</strong></p>
<p><strong>Die Diktatur begann mit dem Militärputsch von 1964 &#8211; 1969    schloß  Bonn mit dem Militärregime laut Jahreschronik ein    Kulturabkommen.  </strong></p>
<p><strong>Weltsozialforum-Erfinder Oded Grajew aus Sao Paulo über die deutsch-brasilianische Nuklearkooperation:</strong>  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/28/der-judische-weltsozialforum-erfinder-oded-grajew-uber-die-deutsch-brasilianische-atomkooperation-weltsozialforum-2010/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/28/der-judische-weltsozialforum-erfinder-oded-grajew-uber-die-deutsch-brasilianische-atomkooperation-weltsozialforum-2010/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/28/greenpeace-contra-atomkraftwerk-angra-3-in-brasilien-eine-deutsch-franzosische-firma-baut-es-bei-rio-de-janeiro-mit-hermes-burgschaft/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/28/greenpeace-contra-atomkraftwerk-angra-3-in-brasilien-eine-deutsch-franzosische-firma-baut-es-bei-rio-de-janeiro-mit-hermes-burgschaft/</a></p>
<p><strong>“Willkommen bei der AREVA NP GmbH<br />
</strong></p>
<p><strong>AREVA NP, ein Unternehmen von AREVA und Siemens, ist das      weltweit führende Kerntechnikunternehmen. An unseren Standorten in      Frankreich, Deutschland und den USA setzen sich rund 18.100      Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dafür ein, dass Kernkraftwerke rund um      den Globus ihren Beitrag zu einer sicheren, wettbewerbsfähigen      sowie Kohlendioxid-freien und damit umweltschonenden Stromversorgung      leisten.”(Zitat Firmenwebsite)</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/14/brasiliens-atomkraft-plane-und-norbert-suchaneks-anti-atom-filmfestival-in-rio-de-janeiro/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/14/brasiliens-atomkraft-plane-und-norbert-suchaneks-anti-atom-filmfestival-in-rio-de-janeiro/</a></p>
<p><strong>Deutsche Hilfe für AKW “Angra 3? bei Rio de Janeiro &#8211; Basis    ist der deutsch-brasilianische Atomvertrag, deshalb von Grün-Rot  zweimal   verlängert:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/22/berlin-hilft-brasilien-bei-akw-bau-financial-times-deutschland-propaganda-und-realpolitik/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/22/berlin-hilft-brasilien-bei-akw-bau-financial-times-deutschland-propaganda-und-realpolitik/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/27/philip-fearnside-weltbekannter-amazonas-biologe-nennt-den-klimaschadlichen-methan-ausstos-des-umstrittenen-wasserkraftwerks-belo-monte-112-millionen-tonnen-jahrlich-mehr-als-die-nach-methan/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/27/philip-fearnside-weltbekannter-amazonas-biologe-nennt-den-klimaschadlichen-methan-ausstos-des-umstrittenen-wasserkraftwerks-belo-monte-112-millionen-tonnen-jahrlich-mehr-als-die-nach-methan/</a></p>
<p><strong>Bundespräsident Christian Wulff nach Brasilien:</strong>  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/27/deutscher-bundesprasident-christian-wulff-besucht-vom-4-bis-7-mai-2011-brasilien-weilt-mit-seiner-hochrangigen-delegation-in-brasilia-sao-paulo-und-rio-de-janeiro-strategische-partnerschaft/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/27/deutscher-bundesprasident-christian-wulff-besucht-vom-4-bis-7-mai-2011-brasilien-weilt-mit-seiner-hochrangigen-delegation-in-brasilia-sao-paulo-und-rio-de-janeiro-strategische-partnerschaft/</a></p>
<p><strong>“Biosprit” und die Selbstverbrennung von Francelmo </strong></p>
<p><strong>2005 verbrennt sich Francisco Anselmo de Barros, genannt       Francelmo, selbst, um ein Zeichen gegen die immer brutalere Umwelt-und       Naturvernichtung in Brasilien zu setzen. Francelmo ist einer der       wichtigsten, bekanntesten Umweltaktivisten des Tropenlandes. Direkter       Anlaß seines Protests ist die Ausweitung der Ethanolproduktion auf       Kosten der Natur.Unter der Lula-Regierung erklärt Francelmo, „in      Umweltfragen  werden wir heute hintergangen durch Interessen  schlechter     Politiker,  schlechter Unternehmer. In Bezug auf  Brasilien sehen wir,     wie das Schiff  untergeht – doch niemand sagt  etwas dagegen. In den     Süden werden  genmanipulierte Pflanzen  eingeschmuggelt – und die     Regierung unterstützt  das. Brandrodungen  in Amazonien – die Regierung     ist unempfindlich,  gleichmütig.  Es  gibt Leute mit Landbesitz so groß     wie ein Teilstaat –  und es gibt  die Landlosen. Der Rio Sao  Francisco    wird umgeleitet, statt  ihn zu  revitalisieren.“</strong><strong> Brasiliens     Umweltministerin   Marina Silva gehört einer großen Wunderheilersekte    an  – die  Resultate  von Silvas Politik sieht, spürt man in Amazonien     genauso  wie in Sao  Paulo. </strong><strong>Europäische   Alibi-Umwelt-und     Menschenrechtsorganisationen, die der Öffentlichkeit   vorgaukeln    sollen,  daß sich jemand für Natur und Bürgerrechte   engagiert,  belassen   es wie im  Falle der Selbstverbrennung Francelmos    gewöhnlich bei   Alibi-Erklärungen  – echte, wirksame Aktionen werden,    weil unerwünscht,   unterlassen. Wie  es um Deutschlands Natur, die    biologische Vielfalt,   die Artenentwicklung  und den Schutz der    Landschaften dank des   „Engagements“ dieser teils  hoch gesponserten    Alibi-Organisationen   steht, zeigen die Fakten  überdeutlich. </strong><strong>Und    daher ist   auch Francelmo in Europa so  gut wie unbekannt, wird sein    Name, sein   Protest in der Diskussion um  „Todes-Sprit“ (Frei Betto)    nur selten   erwähnt. „Menschen ernähren, nicht  Autos“, fordern    hunderte   Umweltgruppen Lateinamerikas, zudem einen  EU-Verzicht auf      Agrotreibstoffe wie Ethanol.  Doch Wirtschaftsinteressen  von      Minoritäten setzen sich durch – mehr Autos, mehr Agrotreibstoffe  statt      Schutz von Umwelt und Gesundheit.</strong></p>
<p><strong>Francelmo setzte sich auch für den bedrohten Nordost-Strom       Rio Sao Francisco ein – 2005, im Jahr der Selbstverbrennung, startet       dort Bischof Luiz Flavio Cappio seinen ersten Hungerstreik gegen   jenes     gigantische Umleitungsprojekt der Regierung.</strong><strong>ThyssenKrupp:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/12/thyssenkrupp-in-rio-de-janeiro-rede-von-ekkehard-schulz-inzwischen-auch-aus-dem-aufsichtsrat-befordert-bei-der-einweihung-des-stahlwerks-im-mangrovensumpf/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/12/thyssenkrupp-in-rio-de-janeiro-rede-von-ekkehard-schulz-inzwischen-auch-aus-dem-aufsichtsrat-befordert-bei-der-einweihung-des-stahlwerks-im-mangrovensumpf/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/26/bye-bye-brasil-auslander-verlassen-sao-paulo-und-rio-de-janeiro-laut-offizieller-statistik-auswanderungsland-brasilien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/26/bye-bye-brasil-auslander-verlassen-sao-paulo-und-rio-de-janeiro-laut-offizieller-statistik-auswanderungsland-brasilien/</strong></a></p>
<h2>“Boom”-Land Brasilien:”Slum-Wachstum ist  Rückschritt.”(O Globo)    Mehr Slumbewohner &#8211; selbst laut offiziellen  Angaben. Erstes    Rousseff-Amtsjahr. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11866" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><strong>In Rio de Janeiro, WM-und Olympia-Stadt, haust laut     amtlichen Angaben rund ein Viertel der Bewohner in Slums, landesweit     nimmt die Wohndichte in den Favelas zu, wächst dort die Bewohnerzahl     stärker als im Rest des Stadtgebiets. Gravierende Probleme bestehen dort     weiter, hieß es in Medienanalysen. Slums seien in den reichsten     Teilstaaten konzentriert. Die Geburtenrate der Favelas übersteige     deutlich den Landesdurchschnitt.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/26/brasiliens-systematische-morde-an-obdachlosen-prasidentin-rousseff-raumt-erstmals-sauberungsaktionen-limpeza-humana-gegen-strasenbewohner-ein/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/26/brasiliens-systematische-morde-an-obdachlosen-prasidentin-rousseff-raumt-erstmals-sauberungsaktionen-limpeza-humana-gegen-strasenbewohner-ein/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/26/bye-bye-brasil-auslander-verlassen-sao-paulo-und-rio-de-janeiro-laut-offizieller-statistik-auswanderungsland-brasilien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/26/bye-bye-brasil-auslander-verlassen-sao-paulo-und-rio-de-janeiro-laut-offizieller-statistik-auswanderungsland-brasilien/</strong></a></p>
<h2>Brasiliens “Boom” und die Slumhütten.  “Ratten, Unmassen von     Fiebermücken, Kloake bei jedem Gewitterregen in  der Kate.” “Warum hat     Sao Paulo noch 2627 Slums?” ThyssenKrupp in Rio. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11764" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c1.JPG" alt="c1.JPG" /></p>
<p><strong>Hausen  an stinkender Kloake &#8211; in Lateinamerikas reichster      Stadt Sao Paulo. “Ich lebe hier schon 14 Jahre so in dieser      Kate.”(Mutter von vier Kindern)</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/26/bye-bye-brasil-auslander-verlassen-sao-paulo-und-rio-de-janeiro-laut-offizieller-statistik-auswanderungsland-brasilien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/26/bye-bye-brasil-auslander-verlassen-sao-paulo-und-rio-de-janeiro-laut-offizieller-statistik-auswanderungsland-brasilien/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/07/eu-lateinamerika-karibik-stiftung-startet-in-hamburg/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/07/eu-lateinamerika-karibik-stiftung-startet-in-hamburg/</strong></a></p>
<p><strong>Der Teilstaat Sao Paulo ist die führende Wirtschaftsregion      Lateinamerikas mit der entsprechenden Konzentration von Ober-und      Mittelschicht &#8211; man kann sich daher vorstellen, wie die Slums in den      stark unterentwickelten Regionen des Nordens und Nordostens der      siebtgrößten Wirtschaftsnation aussehen.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/02/hochverschuldetes-brasilien-bietet-eu-wegen-krise-erneut-finanzhilfe-an-iwf-chefin-christine-lagarde-und-finanzminister-guido-mantega/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/02/hochverschuldetes-brasilien-bietet-eu-wegen-krise-erneut-finanzhilfe-an-iwf-chefin-christine-lagarde-und-finanzminister-guido-mantega/</strong></a></p>
<p><strong>Infolge der menschenunwürdigen Überlebensbedingungen sind in      den Favelas von Sao Paulo typische Slumkrankheiten überall sichtbar &#8211;      von Behinderungen fast jeder Art bis hin zu Asthma, verschiedenstem      Hautausschlag und Lepra. Der Slum Rocinha in Rio de Janeiro hat  laut     Landesmedien die höchste Tuberkuloserate Brasiliens. </strong></p>
<p><strong>“Brasilien ist eine <a href="http://www.brasilien-info.at/wirtschaft/index.html">Industriemacht</a>, die achtgrößte Wirtschaftsnation der Welt, modern und fortschrittlich.”</strong></p>
<p><strong>“Progressive Regierung”.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/</strong></a></p>
<p><strong> Derartige Lebensverhältnisse in der siebtgrößten      Wirtschaftsnation verletzen, legt man bestimmte Wertvorstellungen      zugrunde,  Basis-Menschenrechte, Gesetze, Verfassung, internationale      Konventionen &#8211; gemäß heute in neoliberalen Ländern wie Deutschland      dominierenden Bewertungskriterien ist die Situation in den Slumhütten,      das gesamte komplexe Spektrum der sozialen Lage Brasiliens,  indessen      Ausdruck fortschrittlicher, moderner Politik in einem Boomland, das      daher, ebenso wie seine politisch Verantwortlichen, entsprechend  viel     Lob erhält.  </strong></p>
<p><a href="http://www.adveniat.de/blog/?p=960"><strong>http://www.adveniat.de/blog/?p=960</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/brasiliens-obdachlose-drei-ermordet-in-campinas-bei-sao-paulo-regelmasig-gewalttaten-sogar-verbrennung-von-strasenbewohnern/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/brasiliens-obdachlose-drei-ermordet-in-campinas-bei-sao-paulo-regelmasig-gewalttaten-sogar-verbrennung-von-strasenbewohnern/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c2.JPG" alt="c2.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/21/katholisches-hilfswerk-adveniat-in-brasilien-land-der-vielen-milliardare-und-millionare-wie-es-kommt-das-in-deutschland-muhselig-spenden-fur-bedurftige-und-sozialprojekte-gesammelt-werden-obwohl-d/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/21/katholisches-hilfswerk-adveniat-in-brasilien-land-der-vielen-milliardare-und-millionare-wie-es-kommt-das-in-deutschland-muhselig-spenden-fur-bedurftige-und-sozialprojekte-gesammelt-werden-obwohl-d/</strong></a></p>
<p><strong>“Die Wirtschaftskrise hat Brasilien kaum gespürt”(WAZ)</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/06/der-alltag-brasilianischer-jugendlicher-unterscheidet-sich-gar-nicht-so-stark-von-dem-der-deutschen-schwabische-post-entspannt-und-fleisig-in-brasilien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/06/der-alltag-brasilianischer-jugendlicher-unterscheidet-sich-gar-nicht-so-stark-von-dem-der-deutschen-schwabische-post-entspannt-und-fleisig-in-brasilien/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/06/thyssenkrupp-stahlwerk-emittierte-2010-in-rio-de-janeiro-57-millionen-tonnen-co2-laut-landesmedien-818-millionen-tonnen-bei-vollbetrieb/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/06/thyssenkrupp-stahlwerk-emittierte-2010-in-rio-de-janeiro-57-millionen-tonnen-co2-laut-landesmedien-818-millionen-tonnen-bei-vollbetrieb/</strong></a></p>
<p><strong>Der soziale Aufstieg von Lula:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/04/lula-bekommt-500000-dollar-von-lg-fur-vortrag-in-sudkorea-laut-brasilianischen-landesmedien-uber-eine-million-dollar-damit-vier-monate-nach-ende-der-amtszeit-kassiert-laut-kalkulation-von-parte/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/04/lula-bekommt-500000-dollar-von-lg-fur-vortrag-in-sudkorea-laut-brasilianischen-landesmedien-uber-eine-million-dollar-damit-vier-monate-nach-ende-der-amtszeit-kassiert-laut-kalkulation-von-parte/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c10.JPG" alt="c10.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/07/brasiliens-boomwirtschaft-wachst-nicht-mehr-und-erholung-wird-dauern-folha-de-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/07/brasiliens-boomwirtschaft-wachst-nicht-mehr-und-erholung-wird-dauern-folha-de-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/04/brasiliens-korruptionskrise-dilma-rousseffs-arbeitsminister-carlos-lupi-kippt-staatschefin-wartete-mit-entlassung-trotz-der-gravierenden-verfehlungen-des-ministers-ubermasig-lange-kritisieren-land/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/04/brasiliens-korruptionskrise-dilma-rousseffs-arbeitsminister-carlos-lupi-kippt-staatschefin-wartete-mit-entlassung-trotz-der-gravierenden-verfehlungen-des-ministers-ubermasig-lange-kritisieren-land/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c3.JPG" alt="c3.JPG" /></p>
<p><strong>“Ich habe sechs Kinder &#8211; mit dem im Bauch sinds dann sieben.”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/06/brasiliens-industriellenverband-fiesp-zu-wirtschaftsstagnation-warnungen-seit-jahresbeginn-bestatigt-schadliche-wirkung-der-hohen-zinsen-uberbewertete-landeswahrung-real/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/06/brasiliens-industriellenverband-fiesp-zu-wirtschaftsstagnation-warnungen-seit-jahresbeginn-bestatigt-schadliche-wirkung-der-hohen-zinsen-uberbewertete-landeswahrung-real/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c17.JPG" alt="c17.JPG" /></p>
<p>Eingang zu völlig fensterloser Kate.</p>
<p><strong>“Wirtschaftsmacht der Zukunft”:</strong></p>
<p><a href="http://www.welt.de/dieweltbewegen/article13665169/Brasilien-ist-die-Wirtschaftsmacht-der-Zukunft.html"><strong>http://www.welt.de/dieweltbewegen/article13665169/Brasilien-ist-die-Wirtschaftsmacht-der-Zukunft.html</strong></a></p>
<p><strong>Spürbare Preissprünge bei  brasilianischen Lebensmitteln in den letzten Monaten.</strong><br />
<strong>Lateinamerikas teure Lebensmittel &#8211; Preissteigerungen um 40 Prozent in den letzten vier Jahren &#8211; Gefahr für Hungerbekämpfung:</strong> <a href="http://exame.abril.com.br/economia/mundo/noticias/precos-dos-alimentos-na-america-latina-sobem-40-em-4-anos--2"><strong>http://exame.abril.com.br/economia/mundo/noticias/precos-dos-alimentos-na-america-latina-sobem-40-em-4-anos–2</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-heranwachsende-in-extremer-armut-zahl-zunehmend-laut-neuer-unicef-studie-acht-jahre-lula-rousseff-regierung-und-resultate/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-heranwachsende-in-extremer-armut-zahl-zunehmend-laut-neuer-unicef-studie-acht-jahre-lula-rousseff-regierung-und-resultate/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c4.JPG" alt="c4.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/17/adveniat-in-brasilien-wie-lebt-es-sich-in-der-reichsten-stadt-lateinamerikas-der-siebtgrosten-wirtschaftsnation-nach-acht-jahren-lula-regierung-adveniat-gottesdienst-in-der-favela-cachoeirinha-von/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/17/adveniat-in-brasilien-wie-lebt-es-sich-in-der-reichsten-stadt-lateinamerikas-der-siebtgrosten-wirtschaftsnation-nach-acht-jahren-lula-regierung-adveniat-gottesdienst-in-der-favela-cachoeirinha-von/</strong></a></p>
<p><strong>Wie in deutschsprachigen Zeitungen und Zeitschriften die  Situation interpretiert wird:</strong></p>
<h2>”Das Leben in Brasilien ist leicht und unbeschwert. Probieren Sie es     selbst.” Deutschsprachige Tourismuspropaganda.</h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/28/brasilien-nach-acht-jahren-lula-regierungwarum-hat-sao-paulo-noch-2627-slums-fragt-die-wichtigste-qualitatszeitung-o-estado-de-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/28/brasilien-nach-acht-jahren-lula-regierungwarum-hat-sao-paulo-noch-2627-slums-fragt-die-wichtigste-qualitatszeitung-o-estado-de-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c5.JPG" alt="c5.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/brasiliens-hohe-rate-von-behinderten-2391-prozent-der-bevolkerung-gegenuber-rund-1-prozent-in-hochentwickelten-landern-laut-studien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/brasiliens-hohe-rate-von-behinderten-2391-prozent-der-bevolkerung-gegenuber-rund-1-prozent-in-hochentwickelten-landern-laut-studien/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c9.JPG" alt="c9.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/24/brasilien-wurde-unter-lula-rousseff-zum-auswanderungsland-bye-bye-brasil-sergio-costa-soziologie-professor-an-der-fu-berlin-bestatigt-die-entwicklung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/24/brasilien-wurde-unter-lula-rousseff-zum-auswanderungsland-bye-bye-brasil-sergio-costa-soziologie-professor-an-der-fu-berlin-bestatigt-die-entwicklung/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/13/carla-rocha-mutige-investigative-journalistin-recherchieren-unter-lebensgefahr-gesichter-brasiliens/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/13/carla-rocha-mutige-investigative-journalistin-recherchieren-unter-lebensgefahr-gesichter-brasiliens/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c6.JPG" alt="c6.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c8.JPG" alt="c8.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/24/sos-kinderdorfer-in-brasilien-unter-rousseff-lula-zahlreiche-hilfsprojekte-deutschlands-der-schweiz-und-osterreichs-in-boomland-global-player-rassismus-in-brasilien-mauricio-pestana-analysier/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/24/sos-kinderdorfer-in-brasilien-unter-rousseff-lula-zahlreiche-hilfsprojekte-deutschlands-der-schweiz-und-osterreichs-in-boomland-global-player-rassismus-in-brasilien-mauricio-pestana-analysier/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c7.JPG" alt="c7.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/08/brasiliens-favela-menschenrechtsaktivisten-eliana-takeko-kanashiro-de-araujo-prasidentin-der-associacao-futuro-melhor-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/08/brasiliens-favela-menschenrechtsaktivisten-eliana-takeko-kanashiro-de-araujo-prasidentin-der-associacao-futuro-melhor-sao-paulo/</strong></a></p>
<h2>“A desigualdade no Brasil é coisa da sociedade feudal”.</h2>
<p><strong>Brasiliens soziale Kontraste: </strong> <strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/soziale-ungleichheit-in-brasilien/">http://www.hart-brasilientexte.de/tag/soziale-ungleichheit-in-brasilien/</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c14.JPG" alt="c14.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/26/zdf-und-adveniat-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-verschiedene-sichtweisen-der-gravierenden-menschenrechtslage-brasiliens-je-nach-wertvorstellungen-und-vorschriftenkatalog/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/26/zdf-und-adveniat-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-verschiedene-sichtweisen-der-gravierenden-menschenrechtslage-brasiliens-je-nach-wertvorstellungen-und-vorschriftenkatalog/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c16.JPG" alt="c16.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/26/wohlhabende-verbrauchen-in-drei-tagen-wozu-arme-ein-ganzes-jahr-brauchen-brasiliens-soziale-kontraste-ipea-studie/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/26/wohlhabende-verbrauchen-in-drei-tagen-wozu-arme-ein-ganzes-jahr-brauchen-brasiliens-soziale-kontraste-ipea-studie/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c15.JPG" alt="c15.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/25/nine-most-horrible-places-in-the-world-favela-slums-von-rio-de-janeiro-aus-sicht-des-bric-staats-china-subkultur-von-umweltzerstorung-armut-und-gangstern-cubatao-bei-sao-paulo-an-sieb/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/25/nine-most-horrible-places-in-the-world-favela-slums-von-rio-de-janeiro-aus-sicht-des-bric-staats-china-subkultur-von-umweltzerstorung-armut-und-gangstern-cubatao-bei-sao-paulo-an-sieb/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c12.JPG" alt="c12.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/12/thyssenkrupp-in-rio-de-janeiro-rede-von-ekkehard-schulz-inzwischen-auch-aus-dem-aufsichtsrat-befordert-bei-der-einweihung-des-stahlwerks-im-mangrovensumpf/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/12/thyssenkrupp-in-rio-de-janeiro-rede-von-ekkehard-schulz-inzwischen-auch-aus-dem-aufsichtsrat-befordert-bei-der-einweihung-des-stahlwerks-im-mangrovensumpf/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach36.JPG" alt="cach36.JPG" /></p>
<p><strong>Aktivisten der katholischen Basisgemeinde von Cachoeirinha.       “Das ist gegen die Menschenwürde, so viele Leute in diesem Schlamm,       diesem Moder hausen zu lassen. So viele Familien, mit vielen  Kindern,      leben hier nur in einem einzigen Hüttenraum, vor der  Türöffnung  hängt     ein Lappen &#8211; so ist das. Die Mafia der  Drogengangster ist hier  sehr     stark, die beobachten alles und jeden  hier, das ist furchtbar.  Wer     jemanden aus dem Drogenmilieu, aus der  Sucht rausholen will &#8211;  also     jemanden, der für deren Profit sorgt,  da werden die böse, da  wird man     gnadenlos verfolgt. Die Polizei  kommt und geht wieder &#8211;  aber die     Banditenkommandos bleiben,  terrorisieren, zwingen den  Bewohnern das     Gesetz des Schweigens auf.  Wer sich nicht unterwirft,  weiß, was ihn     erwartet. 2014 ist die  Fußball-WM, da will man  Brasilien als Land der     Ersten Welt  erscheinen lassen &#8211; aber hier an  der Peripherie ist es nach     wie vor  triste. Die meist kinderreichen  Familien haben monatlich nur   so   um  die 200, 220 Real maximal. Doch  im Ausland wird verbreitet,   alles    toll, alles gut in Brasilien. Wir  merken, es ist schwierig,   Menschen  von   außerhalb für diese Situation  zu sensibilisieren, die das   hier  nicht   kennen, es sich nicht  vorstellen können. Wir haben unsere    christlichen   Kriterien, und wir  haben Ausdauer &#8211; das macht den    Unterschied. Denn   entweder ist man  Christ &#8211; oder ist mans nicht,    halbe-halbe geht nicht.” </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/16/brasilien-die-favela-paraisopolis-in-sao-paulo-tu-graz-achitektur-fakultat/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/16/brasilien-die-favela-paraisopolis-in-sao-paulo-tu-graz-achitektur-fakultat/</strong></a></p>
<h2>Brasiliens Armutsgrenze, staatliche Hilfen, aktuelle Zahlen 2011. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11827" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><strong>2011 hat die Rousseff-Regierung gemäß Landesmedien  die     Grenze für extreme Armut auf 70 Real pro Kopf monatlich, also      umgerechnet etwa 29 Euro, festgelegt.Faustao, Moderator der beliebten      Sendung “Domingao do Faustao” von TV Globo, erhält laut Landesmedien   für    jeden TV-Propagandaspot 2 Millionen Real. Richter bekommen   monatlich    über 40000 Real brutto.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/26/wohlhabende-verbrauchen-in-drei-tagen-wozu-arme-ein-ganzes-jahr-brauchen-brasiliens-soziale-kontraste-ipea-studie/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/26/wohlhabende-verbrauchen-in-drei-tagen-wozu-arme-ein-ganzes-jahr-brauchen-brasiliens-soziale-kontraste-ipea-studie/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/28/brasilien-ist-teuer-geworden-wirtschaftszeitschrift-exame-zu-den-erstaunlichen-preissteigerungen-der-jungsten-zeit/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/28/brasilien-ist-teuer-geworden-wirtschaftszeitschrift-exame-zu-den-erstaunlichen-preissteigerungen-der-jungsten-zeit/</strong></a></p>
<p><strong>In Rio de Janeiro, eine der inzwischen teuersten Städte der      Welt, definiert die Präfektur die Armutsgrenze, wie es hieß, auf 105      Real pro Kopf, umgerechnet etwa 45 Euro. Familien, die in Rio de   Janeiro    die staatliche Hilfe Bolsa Familia bekommen, erhalten im   Monat für   alle  Personen durchschnittlich 95 Real, umgerechnet etwa 39   Euro.    Indessen  wird diese Hilfe keineswegs allen   Anspruchsberechtigten   gezahlt &#8211; auch  in Slums von Sao Paulo fällt die   große Zahl in absolutem   Elend lebender  Familien auf, die keine  Bolsa  Familia erhalten.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/08/tropa-de-elite-2-noch-dokumentarischer-als-der-berlinale-gewinner-landeskunde-pur-uber-das-heutige-brasilien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/08/tropa-de-elite-2-noch-dokumentarischer-als-der-berlinale-gewinner-landeskunde-pur-uber-das-heutige-brasilien/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/07/brasiliens-boom-und-die-slumhutten/"><strong><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/07/brasiliens-boom-und-die-slumhutten/</strong></strong></a><br />
<img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c1.JPG" alt="c1.JPG" /></p>
<p><strong>Familie in Sao Paulo 2011, mit umgerechnet rund 31 Euro pro      Kopf, Bolsa Familia(sechs Personen in der Kate) leicht oberhalb der      offiziellen Grenze absoluter Armut. Hausen  an stinkender Kloake &#8211; in      Lateinamerikas reichster  Stadt. “Ich lebe hier schon 14 Jahre so  in     dieser  Kate.”(Mutter von vier Kindern)</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/11/brasiliens-zeitgeist-ende-des-ersten-amtsjahrs-von-prasidentin-dilma-rousseff-korruptionskrise-ohne-ende-angeli-bester-karikaturist-des-landes/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/11/brasiliens-zeitgeist-ende-des-ersten-amtsjahrs-von-prasidentin-dilma-rousseff-korruptionskrise-ohne-ende-angeli-bester-karikaturist-des-landes/</strong></a></p>
<p><strong>Hintergrund:</strong></p>
<p><strong>Brasiliens kuriose Armutsgrenze &#8211; ab 65 Euro schon nicht mehr arm, ab 500 Euro Familieneinkommen schon Mittelschicht:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/28/brasiliens-kuriose-armutsgrenze-wer-umgerechnet-etwa-65-euro-verdient-gilt-nicht-mehr-als-arm/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/28/brasiliens-kuriose-armutsgrenze-wer-umgerechnet-etwa-65-euro-verdient-gilt-nicht-mehr-als-arm/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/17/mit-rund-500-euro-familieneinkommen-in-brasilien-schon-mittelschicht-was-in-europa-gut-ankommt/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/17/mit-rund-500-euro-familieneinkommen-in-brasilien-schon-mittelschicht-was-in-europa-gut-ankommt/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-heranwachsende-in-extremer-armut-zahl-zunehmend-laut-neuer-unicef-studie-acht-jahre-lula-rousseff-regierung-und-resultate/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-heranwachsende-in-extremer-armut-zahl-zunehmend-laut-neuer-unicef-studie-acht-jahre-lula-rousseff-regierung-und-resultate/</strong></a></p>
<h2>              <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/11/gisele-bundchen-gisele-zeigt-warum-sie-sich-die-45-millionen-dollar-pro-jahr-wirklich-verdient-hat-die-selbst-von-der-uno-geforderten-leitbilder-der-neoliberalen-gesellschaft/" rel="bookmark">Gisele       Bündchen: “Gisele zeigt, warum sie sich die 45 Millionen Dollar  pro      Jahr wirklich verdient hat.” Die selbst von der UNO geförderten       Leitbilder der neoliberalen Gesellschaft. Unangenehm   instrumentalisierte     Sinnlichkeit.</a></h2>
<p>Mittwoch, 11. Mai 2011 von Klaus Hart   <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=9716" title="Beitrag bearbeiten">**</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/05/giselebundchenpaulista.JPG" alt="giselebundchenpaulista.JPG" /></p>
<p><strong>Avenida Paulista, Sao Paulo. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/29/gisele-bundchen-brasilien-wegen-makaber-dummlicher-reizwasche-propaganda-in-offentlicher-kritik-regierung-propaganda-verstarkt-stereotyp-der-brasilianischen-frau-als-sexualobjekt-ihres-mannes/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/29/gisele-bundchen-brasilien-wegen-makaber-dummlicher-reizwasche-propaganda-in-offentlicher-kritik-regierung-propaganda-verstarkt-stereotyp-der-brasilianischen-frau-als-sexualobjekt-ihres-mannes/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/20/deutschstammiges-model-gisele-bundchen-wird-uno-umweltbotschafterin-meldet-landespresse-bundchens-branche-zahlt-zu-den-umweltfeindlichsten-ressourcenverschwendern/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/20/deutschstammiges-model-gisele-bundchen-wird-uno-umweltbotschafterin-meldet-landespresse-bundchens-branche-zahlt-zu-den-umweltfeindlichsten-ressourcenverschwendern/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/10/wahlen-in-rusland-und-in-brasilien-wie-unterschiedlich-mainstream-und-politschauspieler-reagieren/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/10/wahlen-in-rusland-und-in-brasilien-wie-unterschiedlich-mainstream-und-politschauspieler-reagieren/</strong></a></p>
<p>Texte von 2011:</p>
<h1>Panzer und Crack</h1>
<p>Der Militär-und Medien-Zirkus um die „Erstürmung“ und „Eroberung“ der         Rio-Slumregion „Complexo do Alemão“ wäre schon jetzt ein heißes      Thema    auch für Deutschlands Kommunikationswissenschaftler – aber   wie    es    aussieht, trauen sie sich nicht. Als „Farce“ hatten     brasilianische     Rechtsexperten und Menschenrechtspriester die     Slumbesetzung vom  letzten    November verurteilt – und schneller als     erwartet ausgerechnet  von der    Gegenseite die Beweise geliefert     bekommen. Die  schwerbewaffneten    Banditenkommandos des organisierten     Verbrechens  sind rasch    zurückgekehrt, zitieren Brasiliens     Landesmedien aus  vertraulichen    Militärberichten. Die Gangster haben,     wie es heißt,  wieder    Verkaufspunkte für harte Drogen  installiert,    der  hochprofitable    Rauschgifthandel geht perfekt  neoliberal  weiter.   Der  Terror gegen    Bewohner des Parallelstaats  der Slums  ebenfalls –   trotz  Militärpräsenz    sind mindestens vier  Menschen  ermordet  worden.  Eine  Frau wird zur    Abschreckung  totgeschlagen,  weil sie an  der  Plünderung  eines    Banditenhauses  teilnahm –  TV-Teams auch des   Auslands hatten  solche     Volkszorn-Szenen am Start  der   Militäroperation gern gefilmt.  Doch  nun    beklagen sich die  Bewohner   ausgerechnet über eine   unzureichende Präsenz    von  brauchbaren   Polizisten – von den  Militärs  würden die     herumstreunenden Banditen   gar nicht bemerkt.  Viele  Soldaten stammen  ja    just aus diesen Slums.   Zudem seien 42   Militärpolizisten zwar  wegen  Raub,   Erpressung und   Übergriffen  gegen  die Bewohner  angezeigt, doch  bisher   nicht bestraft   worden.</p>
<p>Die militärische Besetzung ist Modell und Beispiel für das ganze         Land, sagt der neue Justizminister Cardozo – hat er es gar    böse-ironisch      gemeint? Panzer, martialisch wirkende    Militärpatrouillen, deren   Fotos    gern auch in die Erste Welt    durchgeschaltet werden, sind den   Angaben    zufolge jedenfalls    keinerlei Hindernis für die   Banditenkommandos des    organisierten    Verbrechens. Das mag für   Mitteleuropäer bizarr, grotesk,       unglaublich erscheinen, für   unsereinen hier ist es banale Normalität.<br />
Immer wieder wird in der Ersten Welt behauptet, in den         lateinamerikanischen Ländern zeige sich deutlich, dass die bisher         praktizierte Drogenbekämpfung per Polizei und Militär nichts bringe,  man        sich andere Konzepte überlegen müsse. Was denn für eine         Drogenbekämpfung, möchte man gegenfragen. In der Banken-City von Sao         Paulo beispielsweise, der führenden Wirtschaftsmetropole     Lateinamerikas,     wird Crack, die zerstörerischste harte Droge, direkt     neben     Polizeipräsidien, Polizeiwachen massenhaft und offen    verkauft  und ebenso     offen gleich von Hunderten konsumiert. Die    Beamten im  Hauptsitz der     Stadtgendarmerie schauen direkt auf eine     kilometerlange Straße, in  der    sich ganze Horden grauenhaft     verwahrloster und abgemagerter  Gestalten    mit Crack zügig ins     Jenseits befördern. Manche Brasilianer  fragen  daher,   ob es nicht     eher so ist, dass die Sicherheitskräfte,  von  Ausnahmen   abgesehen,     der unter Staatschef Lula aufgeblühten   Crack-Branche eine       ordentlich-angenehme Abwicklung der Geschäfte   garantieren. 1,2     Millionen   Brasilianer sind laut Expertenschätzungen   bereits     Crack-süchtig.   Kenarik Felippe von der angesehenen nationalen       Richtervereinigung für   Demokratie (AJD): „Der Staat ist ins       organisierte Verbrechen verwickelt.   Besonders die Slumbewohner leiden       stark unter der Gewalt durch  Polizei,  paramilitärische Milizen  und     die  Banditenkommandos. Im ganzen  Land, und  nicht nur in Rio  de     Janeiro,  foltern Staatsangestellte, gibt  es  Todesschwadronen,  zu     denen  Staatsbeamte gehören. Man redet nur von  den  kleinen  Fischen im      Rauschgiftgeschäft, nicht von den  Drogenbaronen.“ Der   Richter und      AJD-Präsident Luis Barros Vidal  fordert, die „Farce  von  Rio“ auf      keinen Fall zu unterstützen. „Die  Geheimdokumente  der Militärs   zeigen,     dass die Drogenmafia, der  Drogenhandel in  diesen Slums     fortbestehen.   Die regierenden Autoritäten,  die von  einem groß    angelegten  Krieg  gegen  die organisierte  Kriminalität  sprachen,    machten also leere,   falsche  Versprechen, handeln   unredlich. Wir    sehen die Resultate – Tote   und  nochmals Tote.  Selbst     UNO-Friedenstruppen wären erfolglos, weil    vordringlich  soziale und     wirtschaftliche Probleme gelöst werden  müssen,   die  Slumbewohner vor     allem feste Arbeitsplätze brauchen.“  Niemand   wisse  das besser als   die   brasilianische Regierung, früher  unter  Lula,  jetzt  unter Dilma     Rousseff. „Todesschwadronen sind  derzeit  in Rio  aktiv – doch  auch   in   Sao Paulo, landesweit, straflos“,   fügt Richter  Vidal gegenüber    dem <em>Blättchen</em>   hinzu, in   Brasilien fehle eine  Kultur der    Menschenrechte. Zu  erkennen  seien   „starke Merkmale eines   totalitären   Staates, der das  Gesetz nicht    respektiert“; mit Blick  auf   Fußball-WM und  Olympische  Spiele am    Zuckerhut werde ein    Medienspektakel veranstaltet.<br />
Und das hatte es von Anfang an in sich. In brasilianischen         Qualitätsmedien, die nur einen winzigen Bruchteil der Bevölkerung         erreichen, hieß es immerhin, die jüngsten Polizei-und  Militäroperationen        seien nur für das Ausland gedacht – de facto  ändere sich nichts.    Rio     habe wegen der geplanten Sportereignisse  international  Kompetenz       demonstrieren müssen, um  Milliardeninvestitionen zu  erhalten. Es   werde     wieder Wahlen geben  – und die Politiker würden  erneut Gelder   des     organisierten  Verbrechens brauchen.<br />
In mitteleuropäischen Medien weiß man’s offenbar viel besser. Rio de         Janeiro wolle mit dem Drogenhandel Schluss machen, wird         freundlicherweise unterstellt, obwohl sogar Rios Sicherheitschef         Beltrame öffentlich erklärt, dies keineswegs vorzuhaben.<br />
Aber richtig klasse ist der Mediengag über die „heldenhafte“ Einnahme         jenes „Complexo do Alemão“: Unentwegt ballern Polizei und Militär         fotogen auf nicht vorhandene Gegner, was das Zeug hält. Alles wird   von       zahlreichen TV-Teams direkt an der Seite der Einheiten   begeistert       abgefilmt und teuer weltweit verbreitet. Sozusagen   „sturmreif       geschossen“ fehlt nur noch die „Eroberung“ des   Slumkomplexes. Dies geht       so vonstatten, dass Soldaten und   Elitepolizisten mit handverlesenen       Journalisten einfach die Gassen   zur Slumspitze hochgehen und dort   die     Landesfahne hissen.   Schließlich hatte man den Banditenkommandos    tage-und    nächtelang   reichlich Zeit und Möglichkeiten zum Rückzug  in   üblicher      Guerilla-Taktik gegeben und auf eine Einkesselung   verzichtet  – die      Gangster verteilten sich auf andere der weit über   1.000  Rio-Slums.<br />
Wohl einmalig in der Fernsehgeschichte, wie der         TV-Globo-Nachrichtenkanal vom Hubschrauber aus den problemlosen Rückzug         der schwerbewaffneten Banditenkommandos aus dem Slum Vila  Cruzeiro        direkt übertrug. Die Konditionen, um die Banditen zu  schnappen,   waren      bestens.Warum, so ist zu fragen, ließen Polizei  und Armee die    Gangster     entkommen? Man saß vor dem Fernseher und  traute seinen    Augen nicht.     Stundenlang sah man von nahem, wie  sich die    Verbrecherkommandos     davonmachten, und bekam es von  Polizeiexperten    auch noch kommentiert:     „Kampfhubschrauber wie die  im Vietnamkrieg    greifen jetzt nun mal leider     nicht ein.“<br />
Jahrzehntelang, so wird in Europa verbreitet, wagten sich die         Sicherheitskräfte angesichts übermächtiger Banditenpräsenz nicht in den         „Complexo do Alemão“ – umso mehr sei daher die Rückeroberung zu         würdigen. Sind Lula und seine Nachfolgerin Dilma Rousseff also    wahrhaft      todesmutig, weil sie den Slumkomplex noch vor der    „Erstürmung“      besuchten? Spaß beiseite – Lula war 2008, 2009 und    sogar im Oktober      2010, kurz vor dem Militäreinsatz, im „Complexo do    Alemão“, hatte teils      sogar Ehefrau Marisa dabei. Rios Polizei  und   Militär kennen die      Favela-Gegend bestens, 2002 wurden zur   Besetzung  gar 50.000 Mann      aufgeboten. Mehr Sicherheit gibt’s   deshalb nicht –  seit 2007 wurden in      Rio über 25.000 Gewalt-Tote   gezählt.<br />
Jetzt, nach vertraulichen Militärberichten, weist die Leiterin eines         angesehenen kirchlichen Rio-Sozialprojekts auf ein „großes Massaker   im       „Complexo do Alemão“, wobei vor allem Jugendliche getötet,  doch        keinerlei Informationen darüber freigegeben wurden. Laut         Uni-Anthropologen Luiz Mott, angesehenster Schwulenaktivist des         Tropenlandes, hält Brasilien bei Morden an Homosexuellen weltweit  eine        „grauenhafte Führungsrolle“, verschlechterte sich unter Lula  die        Situation der Gays. Bei Tötungen durch Schusswaffen liegt  Brasilien        gemäß NGO-Daten an der Spitze, 92 Prozent der Rio-Morde  bleiben        straffrei.<br />
Gregor Gysi von der deutschen Partei DIE LINKE gilt als Rechtsexperte,         war 2010 in Brasilien, kennt daher sicherlich die Positionen der         dortigen Richtervereinigung für Demokratie gut – und  schlussfolgert:        „Von allen linken Präsidenten hat Lula, der als  am wenigsten  links       eingeschätzt wird, die größten Erfolge.“</p>
<h1>Dilma Rousseffs schlechter Start</h1>
<p>Brasiliens neue Staatspräsidentin, zuvor Lulas Chefministerin,         verschont die Nation bisher mit dem vom Ziehvater gewohnten Schwall aus         Propagandareden – dafür haben es die politischen Ereignisse in    sich.</p>
<p>Der angesehene kirchliche Menschenrechtsanwalt Sebastiao Bezerra da         Silva wurde sadistisch gefoltert und ermordet – auch in den acht         Regierungsjahren zuvor war das Verfolgen von   Menschenrechtsaktivisten       normal. Silva ermittelte gegen die   landesweit aktiven, von       Staatsangestellten geleiteten   Todesschwadronen, gegen folternde       Militärpolizisten und bekam   deshalb Morddrohungen. Im archaischen       nordöstlichen Teilstaat   Maranhao, der laut Kirchenangaben bei       Gefängnis-Folter an der   Spitze steht, kam es zur ersten Häftlingsrevolte       unter Rousseff –   sechs Männer wurden getötet, Fotos der     abgeschlagenen   Köpfe waren   in den Regionalzeitungen zu sehen. Maranhao     wird von    Gouverneurin  Roseane Sarney regiert, die mit Dilma   Rousseff    befreundet   ist, und  bei nettem privaten Beisammensein mit   ihr zur    Laute allerlei    populäre Liebeslieder sang. Eine unabhängige      Untersuchungskommission  zum   Häftlingsaufstand gibt es nicht,    Brasilia   reichen die Angaben  der   Militärpolizei – ein Relikt der      Militärdiktatur. Der  Teilstaat ist zudem   Herrschaftsgebiet des      Oligarchen José Sarney,  der einst die   Folterdiktatorenpartei ARENA      führte – und heute als  Senatspräsident den   brasilianischen      Nationalkongress. Mit ihm, dem  hochwichtigen  politischen       Bündnispartner, feierte Dilma Rousseff  ihren Wahlsieg –  auch das       spricht Bände.<br />
Auch die neue Menschenrechtsministerin Maria do Rosario beschreibt – wie         ihr Vorgänger – die größte lateinamerikanische Demokratie als         Folterstaat, nennt Torturen in total überfüllten Gefängnissen und    selbst      in psychiatrischen Anstalten ein „gravierendes nationales    Problem“.     Als  Dilma Rousseff noch zuständige Chefministerin war,    hatten   derartige    Eingeständnisse allerdings keinerlei praktische    Bedeutung.   Gleiches   gilt  für den jetzt auf der Berlinale gezeigten      sozialkritischen   Streifen  „Tropa de Elite 2“, der Brasiliens      bedrückende   Menschenrechtslage  eindrücklich abbildet. Wie im      Vorgängerfilm, der   2008 den Goldenen Bären  gewann, gibt es wieder      eine der für Rio de   Janeiro typischen  Scheiterhaufenszenen – weder      Lula noch Rousseff haben   sich jemals zu  dieser in den Slums unweit      des neuen   ThyssenKrupp-Stahlwerks gängigen  Hinrichtungs-und        Einschüchterungspraxis geäußert.<br />
Wie es sich gehört, hat Brasilien als vielgelobte Demokratie und         strategischer Partner auch der Berliner Regierung natürlich die         UNO-Menschenrechtsabkommen unterzeichnet. Von möglichen Sofortmaßnahmen         der Rousseff-Regierung zwecks Umsetzung ist aber nichts bekannt.      Dafür    erfährt man aus einer jetzt veröffentlichten Studie, was  sich     unter  dem   Gespann Lula-Rousseff noch so entwickelte. Bei  Tötungen     durch    Schusswaffen liegt Brasilien weltweit an der  Spitze – und  von    drei    Ermordeten sind zwei schwarz. Der Soziologe  Julio  Waiselfisz,    dessen    Team die Studie erarbeitete, spricht  von  „Merkmalen der    Ausrottung,    Vernichtung“ und von fehlender   öffentlicher Sicherheit    für die arme,    mehrheitlich schwarze   Bevölkerung. Mit der öffentlichen    Sicherheit    passiere dasselbe wie   bei Bildung, Gesundheit,    Sozialversicherung – es    werde   privatisiert. „Wer kann, zahlt für    privaten Sicherheitsdienst.  Die     Schwarzen gehören zu den Ärmsten,    leben in Risikozonen und können     nicht  zahlen.“<br />
Laut unvollständigen Statistiken werden in Brasilien jährlich immerhin         etwa 55.000 Menschen ermordet. Die UNICEF ergänzt: Bei Morden an      15-bis    19-Jährigen liegt Brasilien weltweit an der Spitze, 38   Prozent    der    brasilianischen Jugendlichen leben in Armut und   Misere. Die       Rousseff-Regierung sollte daher in Programme für   Gesundheit, Bildung   und     Sicherheit investieren, die sich gezielt   an die 33 Millionen       Heranwachsenden zwischen 10 und 19 Jahren   richten. Aber irgendwie       scheint Brasilia gar nicht so gut bei   Kasse zu sein, wie Lula unter       Hinweis auf angeblich fette   Devisenreserven stets verkündete. Als die       hausgemachte   Erdrutsch-Umweltkatastrophe im Januar bei Rio de  Janeiro      rund   tausend Todesopfer forderte – etwa 500 Menschen werden  noch        vermisst – fehlte es den Rettungsmannschaften arg an Mitteln  und        Ausrüstung, weil zuvor beim Katastrophenschutz extrem gespart  worden        war. Als Präsidentin Rousseff die Region besuchte, wurde sie  mit   ihren      eigenen Fehlleistungen aus der Zeit als Chefministerin    direkt      konfrontiert. Das großflächige Abholzen und Bebauen von         Steilhang-Risikozonen war erlaubt und wurde sogar gefördert– doch nun         bettelt Rousseff gar die Weltbank um einen Milliardenkredit an,    damit      Slumbewohner  aus entsprechenden Zonen umgesiedelt werden    können.      Bereits 2008 wurde die Region von einer solchen    Umweltkatastrophe      heimgesucht – und der Lula-Regierung    vorgerechnet, für      Präventivmaßnahmen nur 12 Prozent (!) der    vorgesehenen Haushaltsmittel      investiert zu haben. Sogar die UNO    wirft Lula vor, bereits 2005 ein      Katastrophenwarnsystem versprochen    zu haben, das aber immer noch  nicht     funktioniere.<br />
Um 2010 Rousseffs Wahlsieg zu garantieren, wurden die         Regierungsausgaben, darunter für Propaganda, stark erhöht. Derzeit         werden sie, notgedrungen, drastisch zurückgefahren, denn die         Sozialbewegungen protestieren heftig, weil Präsidentin Rousseff die         Anhebung des Mindestlohns deutlich unter der kräftigen Teuerungsrate         hielt. Die umgerechnet etwa 248 Euro brutto monatlich passen    schwerlich      zu den erneuten Versprechen, nun aber wirklich Hunger    und Misere      auszutilgen. Das Mindestsalär bekommen laut offiziellen    Angaben 29,1      Millionen registriert oder unregistriert  Beschäftigte   sowie 18,6      Millionen Sozialversicherte, darunter  zwei von drei   Rentnern. Doch ein      Großteil der unregistriert, ohne  Arbeitsvertrag   und rechtliche      Absicherung Beschäftigten hat  deutlich geringere   Einkünfte – in einem      Land mit inzwischen oft  deutlich höheren   Preisen als in Deutschland,      gerade bei  Grundnahrungsmitteln als in   Deutschland – und in einer  Phase      schmerzhafter Preisanstiege.<br />
Vor diesem Hintergrund erklärt sich auch das Phänomen, dass         Gewerkschaften inzwischen sogar Rechtsparteien applaudieren, weil die         einen höheren Mindestlohn vorschlugen. Zugleich wird an die enormen         Diätenerhöhungen der Kongresspolitiker sowie an das Einkommen  von        „Working Class Hero“ Lula erinnert. Seit Januar bekommt er   monatlich       allein als Ehrenpräsident der Arbeiterpartei umgerechnet   rund 6.000       Euro, dazu die satten Bezüge als Ex-Staatschef. Zudem   erhält er  seit      seinem 51. Lebensjahr eine Entschädigung von  1.900  Euro  monatlich,  weil     er 31 Tage in Diktatur-Haft saß. Als  ihm  jetzt ein  Unternehmen  für    einen  Vortrag 100.000 Dollar  Honorar  anbot, lehnte  Lula laut     Landesmedien ab –  entweder  200.000 Dollar  oder kein  Vortrag. Da bietet     sich ein Vergleich   mit den Hilfen des   Anti-Hunger-Programms „Bolsa     Familia“ an – denn  42  Prozent der   Empfänger, also 5,3 Millionen     Menschen, leben  gemäß neuen  Studien   nach wie vor im Elend. Zwischen 14     und  maximal 105 Euro werden    monatlich ausbezahlt – pro Familie      wohlgemerkt, meist sind sie    kinderreich. Die Möglichkeit, Elend und      Hunger unter den    Bezugsempfängern rasch durch eine angemessene  Hilfe zu     beseitigen,   werde  nicht einmal erwogen, empören sich  Kommentatoren.     Die   Regierung kürzt  jetzt stattdessen sogar die  Gelder eines       Hausbauprogramms für die  Unterschicht fast um die  Hälfte.<br />
Im Zuge des Rousseff-Starts erfuhr man auch, wie Brasilien heute         kulturell tickt. Nach der Umweltkatastrophe erklärte die Präsidentin für         mehrere Tage Staatstrauer, der Teilstaat Rio de Janeiro sogar  für      eine   ganze Woche – doch selbst am Zuckerhut gingen die       Vorkarnevalsfeste  der  Sambaschulen und andere karnevalistische       Aktivitäten auf vollen  Touren  weiter. Renommierte Therapeuten und       Sozialwissenschaftler haben  auf  diesen befremdlichen Umgang mit       Tragödien aufmerksam gemacht.   Andererseits – beim Kulturexport kommt       das Riesenland laut UNO-Daten nur   auf 0,2 Prozent des  Weltvolumens,      liegt auf Platz 26, gleichauf mit   Rumänien. Zum  Rousseff-Start    verließ   der Komponist und Dirigent John   Neschling  nach 14 Jahren    frustriert   das Land in Richtung Schweiz. Er   hatte  das völlig    unbedeutende   Sinfonieorchester Sao Paulos zu einem    international    anerkannten   aufgebaut, wurde jedoch von der  reaktionären      Teilstaatsregierung   gefeuert. Beim Weggang verwies  er auf fehlende      Kulturpolitik, eine   paralysierende und unsensible  Staatsbürokratie,      brutalen Umgang mit   Kulturgütern. Neschlings  Rückkehr nach Europa  ist     symptomatisch, ein   schmerzhafter Verlust  für Brasilien.</p>
<h1>Leonardo Boffs Ungereimtheiten</h1>
<p>In Ländern wie Deutschland betreibt eine bestimmte Gutmenschen-Szene         um den einst interessanten brasilianischen Befreiungstheologen    einen      regelrechten Kult. Sie bewahrt ihn vor öffentlicher Kritik,    die als      politisch unkorrekt gälte. Im Tropenland dagegen wird Boff    seit den      neunziger Jahren zunehmend heftig kritisiert. Selbst    frühere  Anhänger     werfen ihm Fehleinschätzungen über die katholische    Kirche,      intellektuelle Unehrlichkeit und Opportunismus vor. Boff    sei eitel  auf     Medienpräsenz aus – was mit Verbalattacken auf  Papst   und Vatikan      natürlich am leichtesten gelinge.</p>
<p>In der Tat wirkt Boffs Eindreschen auf den Papst infantil und         lächerlich. Nationale Religionsexperten bescheinigen ihm eine         unbestreitbare Rolle in der Reflexionsgeschichte Brasiliens, nennen ihn         sehr intelligent und intuitiv. Boff spüre sehr gut bestimmte         gesellschaftliche Probleme und Tendenzen, sei ein brillanter  Professor.        Doch seine Äußerungen müssten kritisch analysiert  werden –     andernfalls    akzeptiere man häufig Dinge, die nicht der  Wahrheit     entsprächen.<br />
In Deutschland sind evangelikale Wunderheiler-Sekten unbeliebt – Boff         begrüßte indessen bereits im Jahr 2000 öffentlich die Expansion der         Evangelikalen vorbehaltlos als Bereicherung. In Brasilien fasste   man       sich an den Kopf. Denn die evangelikalen Sektenkirchen   propagieren       massiv die „Theologie der Prosperität“, wonach   materieller  Wohlstand      eine Gabe Gottes sei und durch die Macht des   Glaubens  erreicht werden      könne. An Misere, persönlichem   Misserfolg sei der  Teufel schuld,  den  man    auf speziellen   Tempelsitzungen austreibe –  wobei natürlich  jeder     Gläubige soviel   Geld wie möglich an die  Kirche spenden müsse.  Mit  dieser      Theologie, analysieren  Sozialwissenschaftler, verbreiten  die       Evangelikalen Illusionen,  beuten die Leute aus, schaffen Leiden.  Und       fördern sogar Rassismus  und Diskriminierung, da die schwarze     Bevölkerung    nunmehr nur  deshalb arm sei, weil sie sündige. Gemäß aus     Afrika    ererbten  Schlechtigkeiten werde sie als eine verfluchte   Rasse   angesehen,    die  sich von allen Vorfahren und Wurzeln lösen   müsse.<br />
Wenn Boff diese wie Wirtschaftsunternehmen funktionierenden Kirchen als         Bereicherung auffasse, müsse man seine Bewertungen relativieren,      zeige    sich zunehmende Oberflächlichkeit. Im akademischen Umfeld,   bei    den    Studenten sei Boffs frühere Attraktivität weg.<br />
Boff müsste wissen, dass evangelikale Kirchen im Christlich-Ethischen         mancherlei Sonderwege fahren. So wurde ein Bischof der politisch         einflussreichen „Universalkirche vom Reich Gottes“, der Brasiliens         zweitgrößter TV-Sender gehört, wegen Mordes eingesperrt. In  Salvador  da       Bahia hatte er laut Polizei im Tempel gemeinsam mit  zwei  Pastoren     einen   14-jährigen Jungen sexuell missbraucht und   danach lebendig     verbrannt.<br />
Manche mögen Boff zustimmen, wenn er die Evangelikalen-Ausbreitung         begrüßt, weil ihm „jede Art von Vielfalt“ so gefällt. Denn nun ist in         rappelvollen „Gotteshäusern“ endlich mal echt was los, ziehen     Ex-Killer     und Ex-Frauenaufreißer wie Pastor Salles vom Leder:„Ich     war reich,    hatte  Villen und tausende Frauen – in Rio hörten  tausende       schwerbewaffnete  Banditen auf mein Kommando. Ich war  Bankräuber,       Berufskiller, Monster,  Psychopath – so viele Opfer  flehten   vergeblich     um Barmherzigkeit! Wie  von den Dämonen  gefordert, habe   ich mit  meiner    Frau unseren sechs Monate  alten  Sohn getötet, in der   Pfanne  gebraten,    sein Fleisch gegessen – ich   war schon in der   Hölle!“<br />
Frei Betto, wichtigster Befreiungstheologe Brasiliens, hochangesehen bei         Kardinälen, Bischöfen und Padres der Kirche des Riesenlandes,         analysiert solche evangelikalen Sekten tiefgründig, fühlt sich  durch        ihre nervende Präsenz im Alltag nicht eben bereichert.  Leonardo  Boff       indessen wirft kurioserweise dieser Kirche „feudale   Mentalität“,       „totalitäre Ideologie“ und „mittelalterliche   Strukturen“ vor, gar die       Ablehnung von Kritik und Alternativen.    Damit hat er schlichtweg  die      Dynamik, Entwicklung und Komplexität   der katholischen Kirche  nicht      begriffen. Als anschauliches   Beispiel gilt, dass Rom zwar  Kondome      kritisiert, deren massive   Verteilung in der pastoralen  Aids-Prävention      indessen zulässt –   und fördert, gemäß katholischer  Moraltheologie.<br />
Der Soziologe Claudio Monteiro leitet in Sao Paulo die bischöfliche         Aids-Pastoral – direkt neben seiner Bürotür kann sich jedermann aus         einem stets gut gefüllten Plastikbehälter gratis und überreichlich     mit      Kondomen eindecken. Monteiro lacht über Boffs Vorwurf, dass    die      katholische Kirche in der Kondomfrage lebensfeindlich,    verantwortungslos      und intolerant handele. „Leonardo Boff gehörte    zum   Franziskanerorden,    der in Brasilien eines der ersten      Aids-Präventionsprojekte startete  und   natürlich Kondome verteilt –      seit über 16 Jahren. Unsere nationale    Aids-Pastoral, von einem      Bischof geführt, verfährt genauso. Völlig    unmöglich, daß Boff davon      nicht weiß. Wenn er die Ausbreitung der    Evangelikalen, die   Expansion    des religiösen Fundamentalismus positiv    bewertet, ist   dies   fragwürdig  und anfechtbar.“<br />
Boff greift immer wieder auch in die Politik ein. Im letzten         Präsidentschaftswahlkampf unterstützte er zuerst die evangelikale         Predigerin Marina Silva. Die Ex-Umweltministerin zählte zur         Revolutionären Kommunistischen Partei Brasiliens, wuchs im         befreiungstheologischen Spektrum der Katholiken auf und ging dann zur         „Assembleia de Deus“. Richtig, die von Pastor Salles, dem Ex-Killer     und     Ex-Frauenaufreißer, die zudem laut Eigendarstellung Homos zu     Heteros     umdreht und Strich-Transvestiten zu Geistlichen macht.<br />
Zuletzt wechselte Marina Silva von Lulas Arbeiterpartei zu den         brasilianischen Grünen. Die verkaufen sie als lupenreine         Umweltschützerin – obwohl zahlreiche verhinderbare Umweltverbrechen in         ihre Amtszeit fallen. Amazonas- und Savannenwälder werden    vernichtet,      Brasilien avanciert zum weltgrößten    Agrargiftverbraucher, das   Geschäft    mit Gen-Pflanzen boomt.    Umweltschützer laufen Sturm gegen   das    gigantische Umleitungsprojekt    am Rio Sao Francisco – Marina Silva      verteidigt es als  „ökologisch   nachhaltig, wirtschaftlich machbar  und     sozial  gerecht“. Was sie  von  massenhafter Folter durch   Staatsangestellte     oder von den   landesweit operierenden   Todesschwadronen hält, erfährt    man  bis   heute nicht.<br />
2002 nahm Leonardo Boff begeistert an der Wahlkampfkarawane von Lula         teil, verglich ihn mit Mahatma Gandhi, lobte sogar dessen Vize, den         Milliardär und Diktaturaktivisten José Alencar. Angesichts der         Korruptionsskandale schwenkte er später um, verurteilte Lulas  Politik        als niederträchtig neoliberal.<br />
2010 aber, als Marina Silva die Stichwahl nicht erreichte, wechselte         Boff flugs zu Lulas Wunschkandidatin und bisheriger Chefministerin     Dilma     Roussef – und wieder zu Lob über den grünen Klee: „Lula  machte    die     größte Revolution der sozialen Ökologie des Planeten,  eine    Revolution     für die Bildung, ethische Politik.“ Die  gravierenden        Menschenrechtsverletzungen, den strikt  antiökologischen Kurs von        Lula-Rousseff kritisiert er nicht, die  von ihm so heftig gescholtene,        stark systemkritische katholische  Kirche Brasiliens tut das umso        kräftiger: Fehlende soziale  Besorgnis bei Lula und Rousseff trotz        Hunger, Misere und rasch  wachsenden Slums, Zementierung der  grauenhaft       ungerechten  Einkommensverteilung, Begünstigen der  ohnehin       Privilegierten.  Boff faselt von sozialer  Ökologie-Revolution, dabei ist       längst  klar, dass Dilma Rousseff  das umweltvernichtende        Mega-Wasserkraftwerk „Belo Monte“ in  Amazonien unbedingt realisieren        will. Nach ihrem Wahlsieg erneut  ein Schwenk: Boff geißelt das        Belo-Monte-Projekt.<br />
Mancher hat vielleicht den desillusionierenden ARD-Weltspiegel-Beitrag         „Brasilien: Kindsmord am Amazonas“ über das Töten von Kindern bei         Indianerstämmen gesehen – rund 600 Babies werden danach jährlich    allein      in Amazonien umgebracht. Viele Indianer sitzen wegen Sex  mit    Kindern   im   Gefängnis, auch Indios sind als Naturzerstörer   bekannt.   Yanomami    pflegen  gar das Verprügeln der eigenen Ehefrau   mit   Freunden, bei     Fremdgeh-Verdacht – von Schamanen als Hexen     beschuldigte Indiofrauen     wurden ermordet – das Blättchen hatte über     diese Praktiken berichtet.     Boff indessen ignoriert diese Fakten:     „Und ich habe sie immer  bewundert,    sie sind unsere großen Meister   im   Hinblick auf die Haltung  gegenüber    der Natur. Die sind     technologisch gesehen rückständig,  aber    zivilisatorisch, sie sind     vorwärts, sie sind reicher als wir.  Wenn wir    lernen wollen, was wir     für eine Beziehung mit der Natur  eingehen  sollen,   die Beziehung     zwischen dem Alter und den Kindern,  den  Erwachsenen und   alten     Leuten, die Beziehung zwischen Arbeit und   Freizeit, die Beziehung       zwischen Leben und Tod, dann müssen wir die   Indianer hören. Die haben       eine große Weisheit und vieles haben sie uns   zu sagen.“  Kommentar      überflüssig.</p>
<p><strong>Obama in Brasilien</strong></p>
<p>Auf Gesten und Symbolik, sorgsam abgestimmt zwischen beiden Seiten,         sei besonders zu achten, hatte Brasilia vor der Ankunft des         US-Präsidenten verlauten lassen. Und als Barack Obama dann in den         Amtssitz von Präsidentin Dilma Rousseff schritt, ging es Schlag auf         Schlag. Mitten in der persönlichen Unterredung befahl Obama über  einen        Mitarbeiter die Attacke auf Libyen mit zunächst 110    Tomahawk-Raketen.      Und etwas später, mitten im Bankett für Obama im    brasilianischen      Außenministerium, ging es richtig los mit den    Bombardements. „Ein      historischer Tag“, titelten die Zeitungen – und    „historisch“ verhielt      sich Brasiliens neue Staatschefin, die   einst  als Guerilleira gegen die      Militärdiktatur kämpfte,   eingesperrt und  gefoltert wurde. Erst nach   der    Abreise Obamas   äußerte sie  Missfallen über die Kriegserklärung      ausgerechnet in   Brasilien –  vermied indessen, wie viele Brasilianer      erwartet   hatten, dies Obama  sofort und direkt zu sagen, womöglich  die       offiziellen Gespräche  abzubrechen. Mit einer Note, die einen        Waffenstillstand in Libyen  erbat, wurde ebenfalls solange gewartet, bis        Obama abgereist war.  Brasiliens wichtigster Befreiungstheologe,    Frei     Betto, nannte es  gegenüber dem <em>Blättchen</em> „zumindest    takt-  und    geschmacklos,  den Krieg gegen Libyen just in Brasilien  zu    erklären,  das   gegen  eine solche kriegerische Aggression ist.“  Der    Diskurs des  Westens    sei Demokratie, das Interesse indessen  Öl und    nicht etwa die     Verteidigung der Menschenrechte in Libyen.   Brasilia   hatte sich im     UN-Sicherheitsrat, abgestimmt mit  Russland,  Indien und   China,  wenigstens    der Stimme enthalten, eine   friedliche Lösung    befürwortet.</p>
<p>Absolut symbolträchtig ging es beim Bankett zu – denn wie zu hören         war, hatte Rousseff offenbar mit Ziehvater Lula da Silva abgemacht,      dass    am Tische direkt neben den beiden Obamas just der   hochwichtige       Regierungspartner José Sarney sitzen sollte. Die USA   hatten 1964  zur      Unterstützung des Militärputschs sogar eine   Kriegsflotte vor  die  Küste     Brasiliens entsandt. Und nun prosteten   sich just der  Präsident   dieses    Landes und der damalige Chef der   brasilianischen    Folterdiktatorenpartei    ARENA freundlichst zu,   unterhielten sich auch    Michelle Obama und  Sarney   sichtlich nett   miteinander. Er gilt in    Brasilien nach wie vor  als der     archaischste, reaktionärste und    politisch mächtigste Oligarch,  ist     Präsident des Kongresssenats und    wurde trotz seiner Verwicklung  in     zahllose Skandale von Lula stets    hochgeschätzt und umworben. „I    love   this guy“, sagte Obama einmal    über Lula – und wollte ihn  gerne   mit am   Tisch. Doch der mit scharfem    politischen Instinkt   gesegnete    Ex-Gewerkschaftsführer lehnte die    Einladung ab. Als   hochbezahlter    Ehrenpräsident seiner Arbeiterpartei    PT hatte er   womöglich Rücksicht zu    nehmen auf jenen Parteiflügel,   der  sich   scharf gegen einen Libyenkrieg    wandte, an die Kriege im   Irak  und   in Afghanistan erinnerte, die    Obama-Regierung als „Feind   des    Weltfriedens“ einstufte. Vor Obamas    Ankunft brodelte es in   diesem    Teil der PT, der sich den Sozialbewegungen    eng verbunden   fühlt,  die   Obama zur „persona non grata“ erklärt  hatten.   Zorn   erregte  daher,   dass Brasiliens Regierung, eingeschlossen  Dilma     Rousseff,  und die   Führungsspitze der Arbeiterpartei die von      PT-Mitgliedern    angekündigten Proteste gegen den Besuch Obamas      verurteilten. Wie    durchsickerte, sollten solche Aktivitäten erstickt,      unzufriedene    Kader auf Linie gebracht werden. Zu den Abweichlern   gehörte    sogar    Rousseffs Frauenministerin Iriny Lopes. Zu   Kriegsbeginn nicht  am      Tische mit Obama sitzen zu wollen, könnte Lula   eines Tages   Lorbeeren     einbringen – wer erinnert sich dann noch an   die    Hintergrund-Details?    Sehr aufschlussreich, was dann in Chile   ganz    anders lief als in    Brasilia. Eine weit politisiertere     Öffentlichkeit  erreichte, dass beim    Obama-Besuch die     Diktaturproblematik nicht  ausgeklammert wurde.  Anders   als unter     Dilma Rousseff wurde im  chilenischen Regierungssitz  natürlich   eine     Pressekonferenz anberaumt,  konnte ein chilenischer  Journalist  offen      fragen, ob Obama und dessen  Regierung bereit seien,  sich für die       Beteiligung am Militärputsch vom  11. September 1973 zu   entschuldigen  –     und bei den gerichtlichen  Ermittlungen über   Diktaturverbrechen  zu     kooperieren. Der Journalist  erinnerte an   bezeichnende Fälle,   darunter    die Ermordung von Orlando  Letelier,   Außenminister von   Salvador  Allende,   1976 in Washington. Dem    überraschten Obama blieb   nichts  weiter übrig,   als zuzustimmen – er    vermied indessen, um    Entschuldigung zu bitten.<br />
Obama plante vor Rio de Janeiros Opernhaus eine Rede ans Volk, zog sich         dann aber wegen der drohenden Proteste ins Innere des imposanten         Gebäudes zurück, wollte handverlesenes Publikum. Draußen  PT-Fahnen   und      „Obama-go-home“-Plakate – drinnen fragwürdigste  Symbolik. Die     nationale    Schwarzenbewegung forderte, dass sich der  erste     dunkelhäutige    US-Präsident zum grauenhaften Rassismus klar      positionieren muss.    Schwarzen-Aktivist Mauricio Pestana: ”Es  gibt     keinerlei Zweifel, dass im    ‚demokratischen’ Brasilien von  heute     schwarze Bürger mehr Opfer von    Folter, Mord und  Verschwindenlassen     sind als in irgendeiner autoritären    Epoche  unserer Geschichte.“ Die     Schwarzenbewegung hatte versucht,  über    die neue Ministerin für     Rassengleichheit, Luiza Bairros, das     Rassismusthema auf die     Besuchs-Agenda zu setzen, wurde jedoch     abgeblockt. Der     Studentenverband UNEAFRO nannte Obama „den Verräter  der    Schwarzen in     aller Welt“ – und wird sich jetzt vermutlich  bestätigt    fühlen.   Obama   hatte nicht vor, den Rassismus, andere  gravierende        Menschenrechtsverletzungen in Brasilien zu  kritisieren. Seine        Besuchsvorbereiter griffen daher tief in die  Symbol-Kiste, ließen vor        der Rede eine Afro-Band aufspielen und  platzierten viele        Schwarzen-Aktivisten gut sichtbar vor dem  US-Präsidenten. Die Ansprache        wurde von Brasiliens wichtigsten  Kommentatoren arg verrissen: Denn       Obama  lobte ausgerechnet die  brasilianische Demokratie als       beispielhaft,  stellte damit klar,  welche Menschenrechtskriterien er       nach eigenem  Werteverständnis  an Brasilien anlegt. Systematische   Folter     durch   Staatsangestellte, Todesschwadronen, Scheiterhaufen,     neofeudale     Banditen-Diktatur in den Armenvierteln, Morde an         Menschenrechtsaktivisten, Sklavenarbeit – „no problem“ fürs Weiße Haus.         Brasilien werde zum Modell für die Welt, so Obama. In Rio wurde    ganz    in   der Nähe seines Copacabana-Hotels kurz nach der Abreise  der        Systemkritiker und Anwalt Ricardo Gama, der hohe Politiker  auf   seiner      Website aufs Korn nahm, bei einem Attentat von zwei    Kopfschüssen      getroffen. Er wird hoffentlich überleben. Zuvor war    ein kirchlicher      Menschenrechtsanwalt in Nordostbrasilien ermordet    worden. In Sao Paulo      liquidierten zwei    Militärpolizei-Todesschwadronen seit 2006  mindestens     150 Menschen,    steht in einem neuen Untersuchungsbericht.  Als     ausgesprochenen    Folterstaat beschrieb sogar Brasiliens neue         Menschenrechtsministerin Maria do Rosario ihr eigenes Land – kein         einziges Massenmedium brachte die Äußerung. Nicht zufällig ist  Brasilien        jetzt auf dem britischen Welt-Demokratie-Index vom 41.  auf den  47.       Platz zurückgefallen – liegt auf dem neuesten  UNO-Ranking für        menschliche Entwicklung nur auf Platz 73. –  Libyen immerhin auf  dem  53.,      Chile auf dem 45., Argentinien auf  dem 46 und der Iran  auf dem  70.      Platz.<br />
Aber heißt es nicht immer, seit Lula zeige Brasilia gegenüber den USA         zunehmend Selbstbewusstsein und Eigenständigkeit? Brasiliens         Qualitätsmedien analysierten ironisch Wikileaks- Enthüllungen.         Öffentlich habe es nur zu oft leere antiamerikanische Rhetorik gegeben –         „ im vertraulich-privaten Umgang indessen Liebkosungen für die      Brüder    im Norden, Anerkennung der Hegemonie des Partners.“         US-Diplomateneinschätzungen lauteten, das Tropenland sei noch gar nicht         reif, um ein Global Player zu sein. Für US-Sozialwissenschaftler     sind     die brasilianischen Regierenden unfähig zu längst  überfälligen        strukturellen Reformen, gibt es „gravierende interne  Probleme“.        Menschenrechtsaktivist Fabio Konder Comparato,  Rechtsprofessor an        Brasiliens führender Bundesuniversität in Sao  Paulo: “Wir hatten  bis       heute nie Demokratie, leben immer unter  einem oligarchischen  Regime.       Unsere Politik hat stets zwei  Gesichter. Eines für außen,   zivilisiert –      und eines für innen,  grausam. Wir halten diese   Doppelzüngigkeit des      Charakters im  gesamten politischen Leben   aufrecht. Die Wahlen sind      Theater.  Lula bewies, dass er für die   Oligarchie nicht gefährlich  ist.     Ich  widerspreche dem Begriff   Redemokratisierung.“</p>
<h1>Brasilien und der Libyenkrieg</h1>
<p>Frankreichs Rafale-Kampfflugzeuge starteten auf Befehl von Präsident         Nicolas Sarkozy als erste gen Libyen, bombten, was das Zeug  hielt,        feuerten neueste Hightech-Raketen auch auf zivile Ziele,  zeigten    aller     Welt, was in den Kisten steckt. Der überstürzt  wirkende     Rafale-Einsatz    hatte womöglich seinen besonderen,  zynischen     Hintersinn – denn    Lateinamerikas größte  Kriegswaffenmesse LAAD in Rio     de Janeiro stand vor    der Tür.  Rafale-Oberverkäufer Sarkozy bemüht     sich seit Jahren meist     vergeblich, bei seinen Auslandsreisen die     superteuren Jagdbomber an  den    Mann zu bringen, auch in Brasilien.     2010 schien der Ankauf  durch die    Lula-Regierung fast sicher – doch     selbst in  französischen Medien wurde    herumgemäkelt, größtes      Verkaufshindernis sei die fehlende    Praxiserprobung im Kriegseinsatz.      Das Argument ist nun wohl vom Tisch.    Am Tag der Messeeröffnung  von     Rio schrieb die „O Globo“, dass die    Rafales nun „mit Erfolg  bei  den    Attacken gegen Libyen“ getestet worden    seien, und in  einer     LAAD-Sonderbeilage warb der französische    Rüstungskonzern  gleich     ganzseitig, die Vortrefflichkeit der Bomber sei    im Kampf  bewiesen     worden. Deutsche Medien zitieren Jean-Pierre Maulny,         stellvertretender Direktor des französischen Instituts für         Internationale und Strategische Beziehungen (IRIS), wonach der         Libyen-Einsatz ein Weg sein könne, um für die nunmehr „kampferprobten“         Rafale-Bomber Propaganda zu machen. Dabei war es in Libyen      vorhersehbar    zu keinerlei Luftkämpfen gekommen, wurden durch die      Bombardements,  wie   man inzwischen weiß, aber zahlreiche Zivilisten      umgebracht, deren   Häuser  zerstört, immense Massenfluchten  ausgelöst.</p>
<p>Die brasilianische Öffentlichkeit hat, anders als die         mitteleuropäische, weit weniger Illusionen, worauf der Libyenkrieg         tatsächlich zielt. Schließlich hatten führende Blätter, darunter         Brasiliens auflagenstärkste Zeitung „Folha de Sao Paulo“, den         Europa-üblichen Mainstream von Anfang an der Lächerlichkeit         preisgegeben. Gleich auf einer ganzen Seite analysierte der renommierte         Politikexperte und Universitätsprofessor José Luis Fiori, dass es    um      Libyens Öl und die Kontrolle einer Grenzregion zu Europa  gehe,    nicht     aber um Menschenrechte. Die würden von den großen  Mächten    stets  benutzt,    um geopolitische Entscheidungen zu  legitimieren.    Afrika  nannte Fiori    den Schauplatz eines neuen  imperialistischen    Wettkampfs –  es sei nicht    ausgeschlossen, dass  über eine neue Form    des  Kolonialismus ebenso    nachgedacht werde  wie über die Eroberung     bestimmter afrikanischer    Staaten, die  durch europäische  Kolonialisten    geschaffen worden waren.    Lokale  Konflikte würden  künftig immer    häufiger – und stets seien die USA     involviert.<br />
Wer das womöglich linkslastig fand, bekam „ausgewogen“ im selben Blatt         die Version des konservativen Politikers und Ex-Finanzministers   Luiz       Carlos Bresser-Pereira präsentiert, wonach Libyen lediglich     abgestraft     werde, weil es sich dem informellen Kolonialismus der     Großmächte  nicht    unterwerfe. Der Libyenkrieg werde nicht mit guten     Absichten  geführt.  Man   versuche dort nicht, wie behauptet werde,     „das Massaker  an einem    revoltierenden Volk zu verhindern“,  sondern    wolle die  Herrschaft über    ein ölreiches Land  wiedergewinnen. In    Libyen, so  Bresser-Pereira, gebe    es im übrigen  gar kein    revoltierendes Volk.  Einzige    „Massenmanifestation“, von  der    Journalisten Fotos machten,  sei eine    Masse von Autos in  Bengasi    gewesen – zwecks Feier der     NATO-Bombardements. Nach dem  Zweiten    Weltkrieg sei der offene     Kolonialismus durch einen  informellen    ersetzt worden – die alten     Metropolen assoziierten  sich mit    korrupten Eliten der armen Länder. Dies     treffe besonders  auf den    mittleren Osten sowie auf Staaten     Lateinamerikas und  Afrikas zu.    Lediglich asiatische Länder und einige     Staaten wie  Libyen zeigten    sich nicht fügsam für diese neue     Herrschaftsform.  „Deshalb    verzeichneten sie Wachstum und verbesserten     den  Lebensstandard der    Bevölkerung.“ Der Anwalt und Ex-Minister verwies      auf den UNO-Index    für menschliche Entwicklung und verglich –  Libyen     liege auf dem  53.   Platz, Lateinamerikas größte Demokratie  Brasilien     indessen nur  auf   dem 73. Platz. Für Unbotmäßigkeit  werde Libyen jetzt     bestraft  durch   zwei alte imperiale Mächte,  Frankreich und     Großbritannien,  gefolgt   von den USA. Sarkozy  meine, durch sein Vorgehen      wiedergewählt zu   werden – „doch die  Franzosen wissen, dass dieser    Krieg   wenig Sinn   hat und dass sie  Sarkozy nicht vertrauen können“.<br />
Kommentatoren, die solcher Sicht widersprechen? Keine. Leicht         nachvollziehbar, dass sich auch Brasiliens Künstlerschaft nicht vom         europäischen Mainstream beeindrucken lässt, darunter der populäre         Schriftsteller ÉnricoVeríssimo in seiner landesweit nachgedruckten         Kolumne: „Alles wiederholt sich in Libyen, angefangen mit der         Scheinheiligkeit der selektiven Empörung: Einige Tyrannen, zuvor         toleriert, wenn nicht gar offen unterstützt wie Saddam, werden         unakzeptabel und attackierbar, während der Knüppel andere schont, die         noch nütze sind. Danach folgen die Verluste an Zivilisten,  angeklagt     von    der einen Seite und bestritten von der anderen,  Fotos     verstümmelter    Kinder und Diskussionen über die Effizienz  von     ‚chirurgischen’    Luftschlägen. Und so haben wir ein weiteres  Beispiel     eines modernen    Beitrags zu den Kriegstaktiken, die  eigenartige     Doktrin des humanitären    Bombardements.“<br />
Komponist Aldir Blanc fragt, wie viele unschuldige Zivilisten bereits         durch das westliche Bombardement auf Libyen umgekommen seien. Und     macht     sich bitter-ironisch über „Hilaria Clinton“ lustig, legt ihr      folgendes    Zitat in den Mund: „Unsere Politik ist, das da zu      bombardieren und  das   Wort Petroleum durch Menschenrechte zu      ersetzen.“ Der Komponist    erinnerte zudem an das US-Geheimgefängnis in      Ägypten, in dem des    islamischen Terrors Verdächtigte gefoltert      worden seien.<br />
Da erübrigt es sich beinahe, Positionen aus der recht         befreiungstheologisch orientierten Kirche des größten katholischen         Landes zu erwähnen. Frei José Francisco, Leiter des         Franziskaner-Sozialwerks in der Megacity Sao Paulo, eine der         angesehensten Franziskaner-Persönlichkeiten Brasiliens, nennt die         Einschätzung des Weltsozialforum-Gründers Oded Grajew völlig korrekt,         wonach die Waffenverkäufer Regierungen wollen, die Kriege führen.     „Eine     große Wirtschaft, zu deren Stützen die Rüstungsindustrie     gehört,  muss    Kriege haben – denn zur kapitalistischen Basis gehört     Konsum.  Für die    Rüstungsindustrie bedeutet dies – sie wird durch     Kriege  stimuliert.  Die   unterstützen die Wirtschaft jener großen     Länder, die  heute die  Welt   beherrschen.“ Für Andersdenker  Francisco    versucht in  Libyen  lediglich   eine Gruppierung, an die  Macht zu    kommen – „doch  eine  Mobilisierung des   Volkes gibt es  dort nicht.    Bemerkenswert, dass   Vatikan und katholische    Friedensbewegung Pax    Christi mit ihrer   Position zum Libyenkrieg der    NATO-Haltung komplett    widersprechen. Der   Krieg zeigt, wie oft  die UNO   leider    instrumentalisiert wird.“ Für den   Franziskaner ist  völlig klar,   dass    das Völkerrecht jetzt auf jene   anzuwenden ist,  die durch      Bombardements in Libyen ungezählte   Zivilisten  umbrachten. „Die an den      Luftangriffen beteiligten Länder   müssen  raschestmöglich    Wiedergutmachung   und Entschädigung an die    Hinterbliebenen der    Todesopfer sowie an   Verletzte und anderweitig    Geschädigte leisten.    Die Täter und ihre   politisch-militärischen    Auftraggeber müssen  gemäß   Völkerrecht bestraft   werden. Ich weiß,  dass   in der  brasilianischen   Kirche sehr viele denken   wie ich.“<br />
Zu ihnen zählt Waldemar Rossi. Einst war er aktiver Diktaturgegner,         bereitete mit Gewerkschaftsführer Lula Streiks vor – heute leitet er         unter einem deutschstämmigen Kardinal in Sao Paulo die  bischöfliche        Arbeiterseelsorge. „Seit den ersten Bombardements  hat die NATO  nicht   nur     die Streitkräfte Libyens attackiert,  sondern auch  Zivilisten,   die    dabei  umkamen. Auf normale libysche  Bürger wurde  keinerlei   Rücksicht     genommen. Notwendige  Entschädigung,  Wiedergutmachung   bringt indessen  die    Getöteten  nicht zurück ins  Leben. Zur   Verteidigung von  Ölinteressen    nehmen  sich die an den  Luftschlägen   beteiligten  Regierungen das Recht     heraus, jegliche  Verbrechen zu   begehen – wie  zuvor bereits im Irak  und    in anderen  Staaten. Absolut   verrückt, dass  Barack Obama den   Libyenkrieg    anfangs von einem   Copacabana-Hotel aus  koordiniert  hat.“  (Während   seines  jüngsten   Brasilienaufenthaltes – <em>Anm. d. Red.</em>)     Schwer   vorauszusagen,   ob auch westliche Libyenkrieger  Fronturlaub an    der   Copacabana   machen werden – die Kollegen aus  dem Irakkrieg  sind   längst da   und   sorgen als Sextouristen für  reichlich    Negativschlagzeilen. „Die     Truppe auf der Suche nach Sex  provoziert    Polemik“, titelte schon 2007     ein Rio-Blatt.  Washington finanziere    diesen Fronturlaub, habe das     US-Konsulat  bestätigt.</p>
<h1>Brasiliens vertrackter Rassismus</h1>
<p>Wie wäre das in Deutschland – dürfte man selbst nach richterlichem         Verbot noch offen auf der Straße und vor Konzertmikros singen, dass         schwarze Frauen stinken und mit diesen Kraushaaren hässlich    aussehen?  In     Brasilien darf man – ein Lied dieses Inhalts machte    1996 Furore,      Komponist Tiririca, ein Musikclown und Kinderstar,    ging mit dem Song  in     die Fernsehshows und forderte alle zum    Mitsingen, Mittanzen auf.  Bis     heute kann sich jedermann „Veja os    cabelos dela“ von  brasilianischen     Websites herunterladen. Obwohl    die nationalen  Schwarzenorganisationen     über ein Jahrzehnt lang    gegen Sony Music  wegen des rassistischen  Lieds    klagten – und jetzt    schließlich  gewonnen haben. Der  Musikkonzern muss    umgerechnet  über   eine halbe  Million Euro  Entschädigung zahlen und  durfte   das  Lied   bereits seit  Jahren nicht  mehr vertreiben. Der Text  indessen    ist   überall greifbar  und hat es in  sich. Diese Negerin stinkt  wie      verrückt, mehr noch  als ein  Stinktier, singt Tiririca, der Geruch     dieser   Frau ist nicht  zum  Aushalten. Ich habe ihr gesagt, sie  soll    sich   waschen – aber sie  ist  stur, will nicht hören. Und dann  schau   dir  mal   die grauenhaften   Kraushaare von der Negerin an –  die sind   wie  dieser   Putzschwamm,  mit  dem man Töpfe und Pfannen  scheuert.</p>
<p>Blonde Mädchen und Jungen Brasiliens trällern das Lied lustvoll in         den teuren Privatkindergärten der weißen Mittelschicht, es klingt     durch     Schulkorridore, wird auf Feten gesungen, eignet sich  prächtig,    um     Schwarze zu hänseln, zu beleidigen. Aber wieso kann    ausgerechnet  so ein     offen rassistisches Lied in Brasilien diesen    Erfolg haben?  Ein    führender  Schwarzenaktivist, Mauricio Pestana,    Herausgeber der  einzigen     Schwarzenzeitschrift, „Raca Brasil“,  sagte   dem <em>Blättchen </em>in     Sao  Paulo: „Brasilien ist das    rassistischste Land der Erde – hier     wirken die  Strategien des    Rassismus seit jeher sehr intelligent. Es     gibt keinerlei  Zweifel,    dass im `demokratischen` Brasilien von heute     schwarze Bürger  mehr    Opfer von Folter, Mord und Verschwindenlassen  sind    als in     irgendeiner autoritären Epoche unserer Geschichte.  Dagegen    kämpfen    wir  an.“<br />
Nicht einfach, wie der Fall des Tiririca-Lieds zeigt. Die         Schwarzenorganisationen protestierten 1996 sofort, beriefen sich auf ein         Gesetz gegen Rassendiskriminierung, reichten Klage ein – sogar  im        Nationalkongress wurde darüber diskutiert. Eine Richterin  verbot   den      Verkauf der Tiririca-CD wenigstens für den Teilstaat  Rio de   Janeiro –      Sony Music ging in Berufung. Die Lieder  Tiriricas seien   unschuldig,   für    Kinder gemacht und ohne  Vorurteile. „Die   Ausdrucksfreiheit   unserer    Künstler ist  unantastbar“, betonte ein   Sony-Music-Manager.   Der    Musikkonzern  musste das Lied schließlich   von der CD nehmen.<br />
Aber wieso ist wegen der erfolgreichen Entschädigungsklage eigentlich         Sony Music am Pranger – und nicht der Liedermacher Tiririca, fragen         derzeit viele. Da zeigt sich ein Dilemma der Schwarzenbewegung –    denn      dieser unheimlich populäre Tiririca ist ja selber    dunkelhäutig. Auch  er     wurde gleich am Anfang mit verklagt: „Aber    meine eigene Frau ist   doch    eine Schwarze – und ich bin ein    Mulatte!“, sagte er den   Richtern.    Freispruch.<br />
Denn schmerzhafte Tatsache ist, dass sich in Brasilien Schwarze         gegenseitig rassistisch beschimpfen, herabsetzen – selbst als „hässlich         schwarz“ titulieren. Immer wieder kommt es vor, dass sogar   schwarze       Frauen, die schwarze Männer beleidigend als „preto“   beschimpften,   von     schwarzen Militärpolizisten vorübergehend   festgenommen werden.<br />
Mit acht Jahren arbeitete jener Francisco Everardo Oliveira Silva,         genannt Tiririca, bereits als Zirkusclown, sitzt heute, mit 45 Jahren,         sogar im Nationalkongress, gehört zum Regierungsbündnis der  neuen        Präsidentin Dilma Rousseff. Und hievte durch ein  Rekordergebnis  von  1,3      Millionen Stimmen eine ganze Reihe  belasteter Politiker  seiner       Republikanischen Partei mit ins  Parlament. „Was macht so  ein       Kongressabgeordneter? Ich weiß es  nicht. Votiere für mich und  ich       erzähle es dir!“ Dieses banale  Wahlkampfmotto Tiriricas hat  bestens       funktioniert – viele  Brasilianer finden es zum Heulen,  doch bezeichnend       für den  Zustand des Politikbetriebs. Und der tief  verwurzelte     Rassismus    ist weiterhin vertrackt, äußert sich auf  überraschende     Weise,  selbst  im  öffentlichen Gesundheitswesen. „Man  muss sich das so      vorstellen“,  sagt  Lucia Xavier von der  Schwarzenorganisation    „Criola“   in Rio. „Eine   schwarze Frau geht  zur Behandlung und auch    zur   Krebsvorsorge in eine   öffentliche  Klinik, doch der weiße Arzt    tastet   nicht einmal ihre Brust   ab,  weil er sich vor der Frau  ekelt,   ja, wegen   ihrer Hautfarbe Ekel    empfindet. Und damit wird  die Frau   ihres Rechts   auf korrekte    medizinische Behandlung  beraubt. Die Frau   teilt mit,  dass  sie  Schmerzen   habe, doch den  Arzt interessiert das   nicht, dessen  Team   ebenso wenig –   weil man  die Frau wegen ihres   ganzen    Erscheinungsbildes nicht mag.“   Nicht  zufällig sind die      Sterblichkeitsraten der Schwarzen weit höher als    die der Weißen.      Dunkelhäutige, immerhin die Bevölkerungsmehrheit,    besetzen nur 3,5      Prozent der Führungsposten, sind im höheren  Management   extrem selten.      Erklärt wird dies gewöhnlich mit dem  sehr begrenzten   Zugang  dieser     Bevölkerungsgruppe zu besserer  Qualifikation. Das    weitverbreitete     Vorurteil, dass Schwarze keine  intellektuelle  Kompetenz   besäßen,  wird    dagegen kaum einmal als  Hinderungsgrund  genannt. Befragte    schwarze    Manager räumten ein,  sich lange Zeit  tatsächlich als weit    weniger    kompetent eingestuft  und unter einem  tiefsitzenden       Minderwertigkeitskomplex gelitten  zu haben. Eine  Folge dieses geringen       Selbstwertgefühls: Als  Lebenspartner,  Freunde oder Bekannte werden       erstaunlich häufig  hellhäutige  Personen bevorzugt. Es gibt dafür  sogar      eine gängige  Redewendung –  „melhorar a raça“, die Rasse  verbessern.   Und    das  heißt, Kinder  mit Weißen zu zeugen, um so die  Farbe der   Familie     aufzuhellen und  dadurch in der Gesellschaft an  Wert zu   gewinnen. Als     eine schwarze  Favela-Frau nach sechs  kaffeebraunen   Kindern zum  ersten    Mal eine  auffällig helle, beinahe  weiße Tochter   zur Welt  bringt, bei    einem  dunkelhäutigen Vater,  freut sich die ganze    Sippe wie wild und     feiert das Ereignis.  Schwamm drüber, dass da    irgendwas mit der     Vaterschaft nicht stimmen  kann – der Papa freut    sich ja auch, dass  die    Kleine so  überraschend hell geraten ist. In    ungezählten  Slumfamilien    bläut  man die Aufhell-Idee besonders  den   Mädchen  frühzeitig ein, sucht     ihnen Beziehungen zu schwarzen  Jungen    auszureden. Als ein Mädchen zum     ersten Mal zu Hause mit  dem  schwarzen   Freund auftaucht, fallen  schon  die   Schwestern über  sie  her: Willst   du denn die Rasse  verschlechtern,  die   Familie  noch  schwärzer machen,   bist du  verrückt? Dunkelhäutige  Frauen,    die sich  hocharbeiten und   dann auf  einmal in einem  Großraumbüro  allein    unter 100, 200 Weißen   sitzen,  berichten davon, als   „schwarzes Schaf“    tituliert zu werden,   sich  diskriminiert zu  fühlen.<br />
Besonders in den Slums von Sao Paulo sind auch andere Verhaltensmuster         möglich. Politisierte Schwarze suchen sich für ein Abenteuer, eine         nicht-feste Beziehung, gern eine Hellhäutige – aber zum  Heiraten,   zum      Familiegründen muss es eine Schwarze sein. So werde  die eigene     Identität    gestärkt. Eigentlich auch eine Form des  Rassismus,     kommentiert eine    dunkle Paulistana. Auffällig  wiederum, dass schwarze     Männer, die    Karriere machen, gar als  Fußballspieler zu viel Geld     kommen, Blondinen    als Statussymbol  bevorzugen. Der dunkelhäutige     Historiker Joel dos    Santos  formulierte es bitter so: „Die Weiße ist     schöner als die Schwarze     – und wer vorankommt, wechselt nun  einmal    automatisch den Wagen.“</p>
<p><strong>Wirtschaften in Brasilien</strong></p>
<p>Jetzt in der Erntezeit brennen sie wieder bis zum Horizont – die         riesigen Zuckerrohrplantagen des Tropenlandes. Fliegt man über das         Flammenmeer, vergisst man’s nie wieder. Nossa Senhora – der ätzende         Qualm steigt ja höher als die Maschine! Unten kriegt man    Angstzustände,      wenn der Bus plötzlich von dichtem Rauch eingehüllt    wird, an beiden      Straßenseiten Flammen züngeln, Gluthitze   eindringt,  der Fahrer  flucht,     weil er nichts mehr sieht. Während   der  gefürchteten  „Queimadas da  cana“    häufen sich tödliche    Verkehrsunfälle,  explodieren gar  Tanklaster.    „Niemals hatte ich    soviel Angst um die  Kinder, meine Frau  und mich wie    im PKW in einer    solchen Feuerzone –  ich dachte, jetzt  sind wir alle    geliefert“,    sagt Mario Mantovani,  Präsident der  Umweltstiftung „SOS Mata       Atlantica“, in Sao Paulo.  „Und dabei kam ich  grade von einem       Umweltschutzkongress, hielt einen  Vortrag über den  Wahnsinn der       Treibstoffproduktion aus Zuckerrohr!“  Deutsche Multis,  deutsche       Zuckerunternehmen, deutsche Banken und  Spekulanten sind seit  Jahren in       die Ethanol- und Zuckerbranche  Brasiliens groß  eingestiegen,    mischen    heftig mit, tragen  entsprechende  Mitverantwortung. Unter    Staatschef Lula    hat die  Branche einen Boom  erlebt, wuchs in seinen    acht Amtsjahren  der    Anteil ausländischer  Multis von fünf auf über    35 Prozent. In der     Megacity wirbt die  „Industria  Sucroalcooleira“   gerne mit Großfotos des     grünen, wogenden  Meers  aus Zuckerrohr,   Cana. Das wirkt auf viele   direkt   sympathisch,  wie  die so schön   gelben, doch extrem   umweltschädlichen,   massiv mit   gefährlichsten   Agrargiften besprühten   Rapsfelder in   Deutschland.   Abgefackelt   werden seit der Kolonialzeit   kurz vorm Ernten   die   störenden,   unnützen Zuckerrohr-Seitenblätter.   Brasilianische     Wissenschaftler   nennen die Flächenbrände „pervers“ und   ein     Umweltverbrechen – Mario   Mantovani machen sie  Naturschutzgebiete    kaputt.   Auch jetzt, 2011,   sind wieder reichlich  Schutzzonen    draufgegangen,  weil  das Feuer   außer Kontrolle gerät,  sich in Wälder    hineinfrisst. Und  immer    werden sogar  Plantagenarbeiter von den  Flammen   eingekreist und     verbrennen  lebendig – ebenso wie Unmengen  an   theoretisch streng     geschützten  Tieren. „Alle denkbaren  Vorteile des   Ethanoltreibstoffs     werden  allein durch das Abfackeln  aufgehoben. Man   braucht sich nur   den    Ausstoß an klimaschädlichem  Dioxin und   Kohlenmonoxid   anzuschauen. Die    Gesundheitsposten in  Städten bei Sao   Paulo sind   voll von Leuten, die    wegen der  Plantagenbrände     Sauerstoff-Behandlungen machen müssen,  schwere    Atemprobleme haben.     Unser Staat dürfte diese  Ethanolunternehmen  nicht   auch noch     finanzieren, sogar über die  Entwicklungsbank! Es  gibt kein       Umweltbewusstsein in Brasilien. Die  Kultur des Landes  ist Zerstörung.“       Mantovani klassifiziert Brasilien  als  viertgrößten Erzeuger       klimaschädlicher Gase – wegen der   Brandrodungen im Regenwald und dieser       Plantagenbrände. „Doch der   heutige Weltmarkt will garnicht  wissen,  ob     das Zuckerrohr von   Sklavenarbeitern geerntet wurde und  ob man  die     Plantagen  abgebrannt  hat.“</p>
<p>Hauptbetroffene sind die Zuckerrohrarbeiter, die zudem über Haut und         Atmung den krebserzeugenden Brandruß aufnehmen. Die Feuer   zerstören     die   Bodenfruchtbarkeit und kontaminieren Oberflächen-   und   Grundwasser,     vernichten zudem sämtliche natürlichen Feinde von     Schädlingen, daher     werden immer mehr Agrargifte eingesetzt.     Brasilien ist wegen der     Zuckerrohr-Monokulturen heute weltgrößter     Verbraucher selbst solcher     Gifte, die in der EU und in den USA     längst verboten sind. Klar, ein     Großteil kommt von deutschen Multis.     Alles dummes Zeug, was Mantovani da     erzählt – ginge es nach den     auch in Deutschland überreichlich     verbreiteten Argumenten  zugunsten    der brasilianischen Ethanolproduktion.     Die wird als  ökologisch  und   „Bio“ gerühmt. Bitte, es geht doch, so   wie   bei der  Windkraft.  „E 10  –  mehr Bio im Benzin“, wirbt das      Bundesumweltministerium:    „Biokraftstoffe spielen eine wichtige Rolle      beim Klimaschutz und bei    der Energieversorgung.“<br />
Francisco Anselmo de Barros, genannt Francelmo, einer der wichtigsten,         bekanntesten Umweltaktivisten Brasiliens, verbrannte sich 2005     selbst,     um gegen die Ausweitung der „Biosprit“-Produktion zu     protestieren.   Doch   das Tropenland bleibt weltweit führender     Zuckerproduzent und    -exporteur,  zudem zweitwichtigster Hersteller     von Ethanol. Zwischen    2009 und 2010  hat die EU ihre Zuckerkäufe in     Brasilien verdreifacht –    das  Bundesumweltministerium rechnet mit     großen Ethanol-Importen. Für    Roberto  Malvezzi, kirchlicher     Umweltexperte wie Francelmo, ist    „Biosprit“  jedenfalls kein sauberer     Kraftstoff: „Um die Anbauflächen zu    erweitern,  vertreibt das     exportorientierte Agrobusiness Indiostämme    und Kleinbauern  sogar     durch Terror und Mord. Hinter moderner Fassade    verstecken  Großfirmen     nur zu oft Sklavenarbeit.“ Nur durch solch    abstoßendes      Sozialdumping seien brasilianischer Zucker und Ethanol auf    dem     Weltmarkt  so billig und wettbewerbsfähig.<br />
Anfang 2011 passiert eine kuriose Panne, ist monatelang Ethanol an den         Tankstellen häufig teurer als Benzin, dieses die landesweit beste    und      billigste Kraftstoffalternative. Denn der Wirkungsgrad von    Benzin  ist     deutlich größer. Wegen der hohen Weltmarktpreise für    Zucker  stellten   die   Ethanolfabriken auf Zuckerproduktion um,    provozierten  eine     „Biosprit“-Versorgungskrise, musste die Regierung    große  Ethanol-Mengen     ausgerechnet aus den USA importieren. „Das    ist so,  als würde     Saudi-Arabien Öl einführen“, spottete die     Wirtschaftspresse.     Universitätsprofessor Dr. Eduardo Moreira,     Ethanolexperte aus Sao Paulo,     rechnet mit solchen Krisen immer     wieder. Ethanol könne Benzin nicht     ersetzen – nicht einmal in     Brasilien, sei nur eine Art   Neben-Treibstoff:   „Obwohl unsere     Produktionsbedingungen extrem   vorteilhaft sind, kann   dieser     Kraftstoff nicht einmal hier mit Benzin   konkurrieren.“ An diesen       Produktionsbedingungen sind in- und   ausländische Teilhaber natürlich       höchst interessiert, weil sich nur so   hohe Profite erzielen  lassen.      Deutsche und österreichische Landwirte   haben wiederholt   vergeblich   auf   das brasilianische Sozialdumping   hingewiesen und   faire   Spielregeln   gefordert. „Durch diese gewissenlose   Form der   Produktion   ist es der   Landwirtschafts-Industrie Brasiliens     möglich, die  Preise  am Weltmarkt zu   unterbieten”, hieß es in einer      Bauernzeitschrift.  „Weder europäische   Bauern noch solche aus den      Entwicklungsländern  können mithalten.” Wird   Brasilien die      gigantischen, durch die  Zucker- und Ethanolproduktion   verursachten      Umweltschäden rückgängig  machen, all die vernichteten   Tierarten der      Natur zurückgeben? Über  politische Positionen dazu von   deutscher    Seite   ist nichts bekannt.<br />
„Wer Ethanol tankt, kippt sich Blut in den Tank“, sagt Brasiliens         katholischer Priester Tiago – „Biosprit ist Todessprit“, urteilt         Befreiungstheologe Frei Betto. „Denn die Ethanolproduktion bringt         zahllosen Armen und Hungernden der Erde den Tod.“ Zu den komplexen         Auswirkungen des Biosprit-Booms gehören derzeit in Brasilien brutale         Preissprünge bei Lebensmitteln. „Wenn man die Ackerflächen für         Nahrungsmittel verkleinert, steigen deren Preise, sterben viele         Menschen, die sich keine guten Grundnahrungsmittel leisten können.         Unsere Regierung spricht von 16,2 Millionen hungernden  Brasilianern in        absolutem Elend – aus meiner Sicht sind es  doppelt so viel!“,  sagte   er     dem <em>Blättchen</em>. Hungernde,  Unterernährte seien  besonders      anfällig  für viele auch tödliche  Krankheiten, vegetieren  mit stark      geschwächtem  Immunsystem dahin,  verlieren Initiative  und      Konzentrationsfähigkeit.  „Wegen immer  mehr Zuckerrohrplantagen  wurden      riesige Urwaldgebiete  Amazoniens  abgeholzt, das  ökologische      Gleichgewicht, die Ökosysteme in  Nord-  und Südamerika  geschädigt, was      sich auf die ganze Welt negativ   auswirkt. Denn  Amazoniens Tropenwald      ist der größte des Planeten.  Und  die  Regenfälle, ob im Süden   Floridas    oder Argentiniens,  hängen von der   Verdunstung in Amazonien   ab.“<br />
Die Förderung des Zuckerrohranbaus bewirke zudem Landvertreibung,         starkes Slumwachstum, mehr Morde und Drogenhandel, mehr         Kinderprostitution. „84 Prozent der Brasilianer leben bereits in den         Städten“, so Frei Betto. „Die Menschen migrieren dorthin auf der   Suche       nach besseren Lebensbedingungen, was aber gravierende    zerstörerische      Konsequenzen hat, weil Risikozonen illegal mit Slums    bebaut werden.      Deshalb haben wir jedes Jahr  Erdrutschkatastrophen   mit vielen  Toten.  Ein    Heer von Arbeitslosen  zieht im Lande umher   und verdingt  sich bei  der    Zuckerrohrernte,  haust den Rest der Zeit   aber in  Armenvierteln  mit    Drogen, Gewalt,  Prostitution. Es fehlt   eben  dringlich eine      Bodenverteilungsreform, um die Menschen auf  dem  Lande  zu halten.“</p>
<p><strong>Brasiliens Kreuz mit dem Sex</strong></p>
<p>Bei Morden an Homosexuellen habe das Land im Weltvergleich „eine         grauenhafte Führungsrolle“, prangert der Schwulen-Führer und         Anthropologe Luiz Mott an. Es handele sich um „Hass-Verbrechen,         ausgeführt mit besonderer Grausamkeit“. In Brasilien würden mehr Gays         getötet als bei Homosexuellen-Hinrichtungen im Iran, Saudi-Arabien,         Sudan, Nigeria und weiteren sieben Staaten, in denen die   Todesstrafe   für     Schwule gelte. „In den USA, mit etwa 100 Millionen   mehr   Bewohnern,     tötet man 25 Gays pro Jahr, hier 250!“ Die   Dunkelziffer   sei indessen     sehr hoch, man erfahre nur von einem   Bruchteil der   Morde. Ex-Präsident     Luiz Inácio Lula da Silva gehe   in die Geschichte   als „Vampiro dos  Gays“    ein. Da erschien   lobenswert, dass die neue   Regierung unter   Präsidentin   Dilma   Rousseff an 6.000 öffentlichen   Mittelschulen des   größten     bisexuellen Landes der Erde eine intensive   Aufklärungskampagne     zugunsten   der Rechte von Schwulen, Lesben und   Transvestiten starten,     einen so   genannten „kit anti-homofobia“   verteilen wollte. „Wir    machen  keine   Propaganda für sexuelle   Optionen“, erklärte dann   jedoch   überraschend die   Präsidentin, zog   den „kit“ zurück. Man   werde sich in   das Privatleben   der Leute nicht   einmischen.</p>
<p>Geplant war, den Heranwachsenden auch sehr anschauliche Videos         vorzuführen, in denen als Vorteil der Bisexualität genannt wird,  doppelt        so viele Chancen zu haben, eine attraktive Person, einen         Beziehungspartner zu finden. In einem Lande immerhin, in dem  entgegen        gängigen Klischees Einsamkeit ein Massenphänomen ist.  Der        Stimmungswandel bei Präsidentin Rousseff, hieß es in den  Landesmedien,        sei auf Druck der starken puritanischen Fraktion  evangelikaler   Sekten    im   Regierungsbündnis erreicht worden. Doch  nicht wenige   Brasilianer      meinen, dass man mit dem Aufklärungs-Kit  bei Brasiliens    Jugendlichen     ohnehin nur offene Türen eingerannt  hätte – alles  ist   den     Heranwachsenden ja aus ihrem Lebensumfeld  bekannt. Die   geplante      Anti-Homophobie-Kampagne ginge an den  Landesrealitäten   vorbei, weil  sie     die gravierendsten Probleme  aussparte – wohl um   keine  schlafenden   Hunde   zu wecken.<br />
Einen wichtigen Hinweis hatte 2010 der brasilianische Erzbischof Dadeus         Grings gegeben, der als Problem nannte, dass die heutige     Gesellschaft     pädophil sei – und die Menschen leicht dafür anfällig.     Als  Erzbischof    konnte er schwerlich in die Details gehen. Yvonne     Bezerra  da Silva,    bildende Künstlerin und Slum-Sozialexpertin  kann    das, nimmt  kein Blatt    vor den Mund. Bereits in den neunziger   Jahren   spricht sie  sich für    Sexualerziehung schon für   Siebenjährige aus,   will  Kenntnisvermittlung    über Familienplanung   für Arme an sämtlichen    Grundschulen. „Die große    Mehrheit der   Unterschichtskinder ist Teil    völlig zerrütteter Familien,    nicht   selten hausen auf nur neun    Quadratmetern zehn Personen; Jungen  und     Mädchen sehen täglich homo-    und heterosexuellen Verkehr,   betrachten    diesen Umstand gleichwohl  als   natürlich, nicht etwa als    unmoralisch oder   Sünde.“ Auch der  Umgang   mit Rauschgift sei    alltäglich. „Für die  Mädchen  gehört zu  den   gängigen Erfahrungen,   mit  acht, neun oder zehn  Jahren   vergewaltigt zu   werden. Alles ist   für sie  Teil eines bekannten  und   akzeptierten   Konzepts,   integrierender  Bestandteil ihrer Existenz.“   Als  sehr   dramatisch   stuft Yvonne Bezerra  de Mello die Situation der   Jungen    ein.   Bereits von sechs oder sieben  Jahren an ließen sie sich  von       Jugendlichen oder erwachsenen Männern  sexuell missbrauchen,  kennen bis       13 oder 14 nur homosexuellen Verkehr.  „Keineswegs selten  ist,   dass     bereits Zehnjährige zwei- bis dreimal  pro Tag Sex mit  Männern   haben –     und wie die anderen stets im Tausch  gegen  irgendetwas,   häufig     umgerechnet nur 75 Cents; im Unterschied zu  den  Mädchen,   die sich     sexuell missbrauchen lassen, als ob es ihr   Schicksal   wäre.” Nicht   wenige   Brasilianer nennen Fälle allgemein   bekannt,   dass sogar an   öffentlichen   Schulen schwächere Schüler von  den    stärkeren selbst in   Gruppen   vergewaltigt, zu Analverkehr  gezwungen    werden, was für die   Betroffenen   keineswegs selten zu  einem    lebenslangen Trauma und   gestörten Beziehungen   zum anderen    Geschlecht  führt. Denn was jene   Jungen, die sich in der   brutalen     Macho-Gesellschaft nicht gegen   Vergewaltigung wehren konnten,   durch     andere erlitten haben, wird   verbreitet, herumerzählt – mit den       entsprechenden psychologischen   Wirkungen.<br />
Den Roman „Ana in Venedig“ von Thomas-Mann-Experte Joao Silverio         Trevisan aus Sao Paulo hat vielleicht mancher gelesen – in Brasilien ist         der Autor indessen auch ein angesehener Schwulen-Aktivist, der   den       eigenen Haufen politisch unkorrekt immer wieder in die Mangel    nimmt.   Als    Brasiliens Oberstes Gericht 2011  gleichgeschlechtlichen       Partnerschaften  die gleichen Rechte  zubilligt wie verheirateten       homosexuellen Paaren,  hat dies  Trevisan heftig begrüßt – und       kommentiert. ”Die Menge an   verheirateten Männern, die in Brasilien ihre       Homosexualität  heimlich  ausleben, ist skandalös und erschreckend      hoch.  Bei der  brasilianischen  Bisexualität handelt es sich um eine      heimlich   ausgelebte Homosexualität …  Männer schlafen gerne   miteinander    –  und  danach heiraten sie Frauen. Das  ist in Brasilien   historisch …     Es ist  die Scheinheiligkeit, in der wir  leben.   Brasiliens Kultur   ist    karnevalisiert. Es ist die Kultur der Maske  …   Wir benutzen die   Maske  im   Guten wie im Bösen … Die falsche    Bisexualität gehört zu   dieser  Maske …   Ich übe ernste Kritik an der     Homosexuellenbewegung.  Es ist  eine der   Elite, und was sie   erreichte,  war  durch Lobbyarbeit.  Die  brasilianische     Homosexuellengemeinde  ist  politisch entfremdet…”  Aber  warum fühlen     sich in Brasilien so  viele  Leute durch Gays  gestört,  warum gibt es   all   diese Gewalt?  „Der Macho  fühlt sich  bedroht, man  frage mich   nicht,   warum. Ich  persönlich denke,  dass  sich hinter den    ideologischen Motiven   sehr  ernste psychologische   verstecken.    Vereinfacht könnte man sagen:   Sie  sind bedroht, weil es   irgendeine    Art von Verzauberung, Anziehung    gibt, gegen die sie sich      verteidigen.”<br />
Karnevalisierte Kultur und Kultur der Maske – Trevisan gibt wichtige         Hinweise zum Verständnis soziokultureller Besonderheiten Brasiliens,     die     im Alltagsleben teils extrem widersprüchlich daherkommen.  Wer    wird     schon gerne zugeben, dass ihm Analverkehr mit Tieren   unheimlich   liegt –     aber beinahe auf jedem Marktplatz, bei großen    Kabarettisten  und     Musikclowns wie Caçarola ist die verbreitete    Zoophilie ein  beliebtes     Thema. Zum „Tarado do Sertao“, einem    lustigen Forró, im  Internet leicht     zu finden, lässt es sich gut    tanzen – und mitsingen:  „Liebe machen  mit    der Eselin im Wald – ach    war das schön!“ Wer  meint, hier werde     Sensationalismus betrieben,    wird bei <em>Wikipedia Brasilien</em>  über     Zoophilie geschrieben    finden, dass im Lande bekanntlich viele  junge     Menschen    Geschlechtsverkehr mit Tieren pflegten. Hühner  überleben ihn        gewöhnlich nicht, heißt es. Gruppen von Jungen  liquidierten auf diese        Weise ganze Hühnerställe alter Frauen.  Brasilianerinnen berichten,     dass    Sexpartner ihnen gestanden hätten,  den ersten    Geschlechtsverkehr  des    Lebens mit Tieren gehabt zu haben.  Den    Frauen war diese Praxis     männlicher Jugendlicher und Männer  indessen    gut bekannt, überraschte  gar    nicht. Esel-Songs wie von  Caçarola    sind ja jedermann geläufig.<br />
Heitere Szenen würden besonders im brasilianischen Nordosten auf den         Straßen ausgelöst, wenn an Zoophilie gewöhnte Esel sich ihren   Partnern       näherten, an ihnen rieben und dadurch für jedermann das         Zoophilie-Verhältnis offenbar werde. Bekannt ist der Habitus  junger        Männer, mit ihrer neuen Freundin jene Ecken von Stadt oder  Dorf  zu       meiden, wo ein vorher zur Zoophilie genutzter Esel, eine  Eselin        plötzlich auftauchen und diese Männer kompromittieren  könnte. Ist  eine       Weide in Sicht, wo solche Esel grasen, machten  diese Männer  mit  ihren      Partnerinnen schleunigst kehrt oder einen  Bogen – ob im   Nordosten   oder    im südlichen Paraná. Ein bekannter  Musiker   erläuterte im   Interview,  dass   Jungen im Nordosten bei  Eseln die   nötige Höhe   herstellten, indem  sie   hinter den Tieren  Ziegelsteine   aufschichten.   Genug der Details,    höchstens noch ein  makabrer   Schlenker in die   Politik. Leonel Brizola aus    Rio, zu  Lebzeiten   Vizepräsident der   Sozialistischen Internationale  und    nach eigenen   Angaben Freund von   Willy Brandt, sprengte 1994 zu   Ostern     eigenhändig einen berüchtigten   Kerker auf der  paradiesischen  Ilha    Grande  in die Luft, um sich von   dunklen  Punkten in seiner    politischen   Biographie zu befreien. Die    Explosion tötete, so ein    Gefängniswärter und   zahlreiche    Inselbewohner, auch etwa 300 zumeist    von Lepra und anderen      Krankheiten befallene Hunde, die von den   zuletzt  700 Häftlingen zum      Zwecke der Zoophilie gehalten wurden.</p>
<h1>Brasiliens umstrittene Wasserkraftwerke</h1>
<p>Was stimmt denn nun? Bis heute wird das Tropenland von europäischen         Öko-Parteien, Umweltorganisationen wie Germanwatch sowie vielen     Medien     heftig gelobt, weil es den Strombedarf zu etwa 80 Prozent  aus        Wasserkraftwerken decke. Das sei sehr klima- und   umweltfreundlich,   es     gebe keinerlei schädliche Emissionen, der   Strom sei sauber.  Beim      Klimaschutz habe Brasilien die Nase vorn,   hieß es in  Kopenhagen.  Doch     dann kommt so ein schnauzbärtiger   Öko-Ami wie  Philip Fearnside  daher,     der als Biologe auch noch für   ein  brasilianisches  Regierungsinstitut     arbeitet, und sagt bereits   seit  1995, alles  Mumpitz – das Gegenteil  sei    richtig.</p>
<p>Die Bilder könnten ja nicht gegensätzlicher sein: Hier grausig         rauchende Schlote von Kohlekraftwerken, dort dagegen die Idylle von         Stauseen, in denen fröhliche Kinder baden und Touristendampfer sowie         Segelboote unterwegs sind. Aber so einer wie Fearnside will uns         weismachen, richtig schlimm seien die Staudämme besonders in   Amazonien,       schlimmer als die mit fossilen Brennstoffen betriebenen   Kraftwerke.     Der   geplante Staudamm von Belo Monte am Rio Xingú  gar  werde eine      regelrechte  Treibhausgas-Fabrik. Komischerweise   behaupten so etwas  auch     andere  Wissenschaftler Brasiliens – aber   man muss nach ihnen      regelrecht suchen,  weil in der öffentlichen   Meinung die      Wasserkraft-Bewunderer dominieren.<br />
Dr. Sergio Pacca von der Bundesuniversität in Sao Paulo ist jedenfalls         so ein Quertreiber, der Wasserkraftwerke auch als extrem       klimafeindliche   Methan-Schleudern kritisiert. Giftiges Methan entstehe       im Staubecken –   durch Zersetzung organischer Materie mittels       Mikroorganismen unter   Ausschluss von Sauerstoff, bekommt man von  Pacca      zu hören. „Je höher die   Temperatur, umso schneller läuft  der    Prozess   ab. In tropischen Ländern   vermehren sich die  Mikroorganismen    rascher   und bilden entsprechend  mehr  Methangas  als in den  kühleren   Ländern.   Bei einem neuen Staubecken  wird  die  dortige  reiche  Biomasse   überflutet  – Basis der  Methanproduktion.“   Selbst  wenn die  teilweise   noch  vorhandenen Urwälder  vorher  abgeholzt   worden seien,  bleibe  noch  viel  Wurzelwerk im Boden.  Und  das  entstehende  Methan,  so Pacca,  werde  an  die Atmosphäre   abgegeben,  trage sehr stark  zum   Treibhauseffekt  bei.<br />
Darauf muss man erstmal kommen, zumal das klimaschädliche Potenzial         einer Tonne Methangas laut neueren Studien 34-mal größer als das  einer        Tonne Kohlendioxid ist, über das gewöhnlich immer geredet  wird.     „Selbst    kleinere Mengen Methan müssen daher beim globalen   Klimawandel    wichtig    genommen werden“, so Sergio Pacca. Es sei   einfach nicht    haltbar,    Wasserkraftwerke mit anderen   Energietechnologien zu    vergleichen, ohne    den Methan-Faktor zu   berücksichtigen. Doch genau    dies geschiehe.<br />
Würden nicht Indianerstämme aus ihrem Lebensraum vertrieben, wäre Belo         Monte eigentlich gar nicht so schlecht, ist auch in Deutschland zu       hören   – Brasilien wollw sich ja schließlich entwickeln,    wirtschaftlich      wachsen, habe ein Recht darauf. Leute wie Pacca oder    gar Fearnside,    der   Amazoniens Stauwerke seit Jahrzehnten vor Ort    am intensivsten     beforscht,  kommen mit ihren Einwänden da nie  vor,   was stutzig macht.  In    Brasilien  wird Fearnside auch von    Regierungsstellen kräftig  beharkt,    weil er Belo  Monte ablehnt, das    immerhin auch Ex-Präsident  Lula und    seine  Amtsnachfolgerin Dilma    Rousseff unbedingt durchziehen  wollen.<br />
Fragt man den Biologen in der drückend heißen Amazonasmetropole Manaus,         etwa 4.000 Kilometer nördlich von Sao Paulo, wie das eigentlich         funktioniert – er als Ausländer am staatlichen Nationalinstitut  für        Amazonasstudien/INPE, aber in scharfer Gegnerschaft zu  Brasilias        gigantomanischen Wasserkraftprojekten – kommt als  Antwort nur ein   kurzes      ironisches Lachen. Vielleicht kann man  einem wie Fearnside   schlecht    an   den Karren fahren – der Mann  bekam den UN-Umweltpreis   „Global   500“,   dazu  den brasilianischen  Öko-Nationalpreis.Darüber   hinaus   gehört   Fearnside  zur Akademie  der Wissenschaften Brasiliens   und ist   weltweit   einer der   führenden Experten für Klimaerwärmung.   „Unter   jenen, die die    Erlaubnis  für alle derzeit im Bau   befindlichen      Amazonas-Wasserkraftwerke  erteilten, gibt es welche,   die alles      bestreiten, was ich sage. Ich  zitiere sie natürlich   ausführlich.“<br />
Spricht man Fearnside auf das überschwängliche Kopenhagen-Lob für         Brasilias Klimaschutzpolitik an, kommt noch so ein ironisches Lachen.         „Zwar gibt es viele Studien wie die von mir über den      Methan-Sachverhalt,    doch wird in der Presse und in politischen Reden      so oft wiederholt,    dass diese Energie sauber sei, dass die Leute      schließlich nur dies    gehört haben und sich daher nicht weiter in   die    Sachlage vertiefen. Doch    an den Fakten über die   klimaschädlichen    Emissionen ändert das  nichts.“<br />
Fearnside nutzt gerne anschauliche Beispiele – wie den Hinweis auf das         beim Öffnen einer Colaflasche zischend entweichende Gas. „Alles         organische Material, Kohlenstoff im Boden, Bäume und Wasserpflanzen         zersetzen sich auf dem Grund des Stausees – das Wasser dort ist   also       unter hohem Druck stark methanhaltig und gelangt schließlich   in die       Turbinen der Wasserkraftwerke, wo ebenfalls noch hohe   Drücke  herrschen.      Aber danach gelangen die Wassermassen dann an   die freie  Atmosphäre.    Die   im Wasser gebundenen Gase, darunter   Methan, zischen  in Bläschen    heraus  –  deshalb mein Vergleich mit   der Colaflasche.  Und die     Sicherheitsabläufe  der Stauseen wirken   auf ähnliche Weise.  So wird der     Treibhauseffekt  erheblich   befördert. In Amazonien  wirken     Wasserkraftwerke im Endeffekt    häufig schädlicher, negativer,  als die     zur Elektrizitätsgewinnung    verbrannten fossilen  Energieträger.“ Die     bereits in Amazonien    existierenden  Wasserkraftwerke produzierten daher     keineswegs   saubere  Energie,  seien in Bezug auf den Klimaschutz     keineswegs   nützlich. Belo  Monte  treibe es auf die Spitze. „Vier Monate     im   Jahr kann man wegen   tiefen Wasserstands keine einzige Turbine       betreiben, da entsteht  dann  ein Schlammbecken von 3.500       Quadratkilometern, wo üppig  Pflanzen  wachsen, die später zu Methan       zersetzt werden. Doch in  amtlichen  Umweltgutachten für Brasiliens       Wasserkraftwerke wird  stets nur der  geringe Gasaustritt über die       Wasseroberfläche  berücksichtigt, nicht der  über Turbinen und       Sicherheitsabläufe.<br />
Ebenfalls in Manaus forscht André Muggiati von Greenpeace und kann         ebenso wenig Gründe für soviel deutsches Lob an Brasilias         Klimaschutzpolitik entdecken. „Die Abholzung ist Hauptursache der         Treibhausgase aus Brasilien. Das Land ist daher der viertgrößte         Luftvergifter der Welt – nach Indonesien, China und den USA.“ Und für         den brasilianischen Umweltexperten Dr. Fabio Olmos ist jene         Germanwatch-Statistik, die Brasilien an vorderste Stelle rückt, eine         „unehrliche Form, die Situation darzustellen. Es ist unverständlich,         wieso jemand diese Germanwatch-Statistik überhaupt für bare  Münze        nimmt.“<br />
Inzwischen haben Brasiliens Umweltschützer zusätzliche altbekannte         Sorgen, weil seit dem Start der Rousseff-Regierung gleich eine ganze         Serie systemkritischer Öko-Aktivisten ermordet worden ist – allein    fünf      im April bei Curitiba, drei im Juni in Amazonien. Auch ein         Menschenrechtsanwalt wurde erschossen. Entsprechend stark ist das    Klima      der Einschüchterung und Angst. Brasiliens neue       Menschenrechtsministerin   Maria do Rosario räumte ein, dass auch in       Amazonien Todesschwadronen   aktiv sind, zu denen bekanntlich       Staatsangestellte gehören. Laut   Landgewerkschaftsangaben wurden in den       letzten Jahren, also unter der   Lula-Regierung, nach 17  derartigen      Morden nicht einmal   Ermittlungsverfahren durch die  Bundespolizei      eingeleitet.<br />
Indessen erhält die Rousseff-Regierung – ebenso wie die         Vorgängerregierung – aus Europa, darunter Deutschland, sehr viel Lob und         wird ausdrücklich als modern und progressiv eingestuft. Das wird      wohl    mit dem neoliberalen Wertewandel zusammenhängen. Auf dem      UNO-Index  für   menschliche Entwicklung rangiert Brasilien jedenfalls      nur auf  Platz 73,   und die UNO-Bildungsstatistik verzeichnet das      Tropenland gar  erst an  93.  Stelle. Aufschlussreich ist da, welche      Länder bessere  Plätze  belegen:  Iran (89), Saudi-Arabien (84),      Botswana (81), Libyen  (66),  Bolivien  (61), Bahrein (49),  Argentinien     (40) Kuba (16).</p>
<h1>Brasiliens beneidenswerte (relative) Pressefreiheit</h1>
<p>Die Presselandschaft des Tropenlandes bietet ein eher erfreuliches         Bild. Investigativer Journalismus ist auffällig stark in    Qualitäts-und      Alternativmedien – unabhängig agierende Reporter und    Redakteure      widersetzen sich den weltweit üblichen   Medien-Eingriffen  durch Parteien      oder Regierungsfunktionäre und   enthüllen  kontinuierlich gravierende      Skandale um Machtmissbrauch   und  Korruption an der Staatsspitze.  Auch  der    Libyenkrieg zeigt es    plastisch – es gibt viel weniger  Mainstream  als   in  Deutschland.</p>
<p>Kurz vor seinem Abtreten sorgte Staatschef Lula Ende 2010 für ein         kommunikationswissenschaftlich bemerkenswertes Faktum: Vor  Vertretern        großer Auslandsmedien, besonders aus der Ersten Welt,  lobte er in   Rio   de    Janeiro die internationale Presse geradezu  euphorisch für   ihre      Berichterstattung über das heutige Brasilien.  Die günstige    Darstellung     sei verantwortlich für das gute Image,  das das Land    derzeit im Ausland     habe. Die brasilianischen  Landesmedien    kommentierten Lulas Auftreten     teils tief ironisch –  denn die    Auslandskorrespondenten behandelte er     völlig anders als  die    nationale Presse, die er konstant und sogar  wütend     kritisierte, ihr    sogar vorwarf, ihn zu verfolgen oder nicht  die  guten    Seiten seiner    Regierung zu zeigen. Auffällig war gerade in   den  letzten   Jahren:  Je   schärfer die Kritik von innen an Lula,  dessen   Arbeiterpartei    und   seiner Chefministerin Dilma Rousseff,  inzwischen   Nachfolgerin im      Präsidentenpalast, umso lauter das Lob  von außen.<br />
Noch mitten im Präsidentschaftswahlkampf von 2010 ärgerte sich Lula         öffentlich heftig über Zeitungsenthüllungen, die ihn zum Entlassen  von        Regierungsmitgliedern zwangen: Wunschkandidatin Dilma  Rousseff   hatte    für   ihren Chefministerposten eine enge Freundin,  Erenice   Guerra,    bestimmt.   Lula nahm sie zunächst in Schutz,  würdigte ihre   „enormen    Leistungen  für  das Land“. Doch Brasiliens  investigative   Journalisten    förderten Tag  für  Tag mehr belastendes  Material gegen   Erenice Guerra    zutage – bis  Lula sie  schließlich  feuern musste.  Und  Dilma Rousseff    bricht bereits  im ersten   Amtsjahr sämtliche   Entlassungsrekorde,    rutscht mit ihrer  ganzen   Regierung in eine   tiefe Korruptionskrise.    Wegen  Presseenthüllungen   musste sie sich   zuerst ausgerechnet von ihrem    engen  Freund,   Wahlkampfleiter und   wichtigstem Minister, dem Chef  des     Zivilkabinetts,  Antonio Palocci,   trennen. Dann stürzten der      Transportminister und über  zwanzig   weitere hohe  Regierungsfunktionäre.     Die Liste der Gefeuerten  wird   fast täglich  länger.<br />
Ohne wache, unabhängig agierenden Journalisten wäre im heutigen         Brasilien kaum ein realistischer Einblick in die weiter von Lula         mitbestimmte Regierungsarbeit unter Dilma Rousseff möglich. Aber immer         noch ist eine Unmenge zwielichtiger Figuren auf höchsten Posten.<br />
Brasiliens Presse unterscheidet sich soziokulturell erheblich von der         mitteleuropäischen. Der Mainstream wird häufiger durchbrochen, das         sachliche Gegenüberstellen von Positionen und Beobachtungen ist    normal.      Die Scheu vor unbequemen Fakten ist geringer, die    Schilderung  selbst     schockierender Alltagstatsachen gewöhnlich    authentischer,   unbefangener    und weit weniger <em>politisch korrekt</em>.    Als Anfang   2011 bei einem    Häftlingsaufstand Menschen geköpft    wurden, zeigten   Landesmedien die    abgeschlagenen Köpfe, um den    Brasilianern ein   realistisches Bild der    gravierenden    Menschenrechtsverletzungen zu   vermitteln.<br />
Brasiliens Qualitätsmedien stellen auch den Libyenkrieg anders dar als         der mitteleuropäische Mainstream – sie wiesen sofort auf die   zivilen       Opfer der Bombardements hin, nannten als Hauptmotiv der      Militäraktionen    strategische Ressourcen wie Erdöl und betonten      Parallelen zu den unter    einem Vorwand begonnenen Irakkrieg.<br />
Doch es gibt auch die andere Seite der Medaille. Eine Fundamentalkritik,         wie sie die Universitätsprofessorin Zilda Iokoi, eine frühere         politische Gefangene, auf einer Tagung des Goethe-Instituts Sao  Paulo        äußerte, ist durchaus zutreffend: „Die großen tonangebenden   Medien       Brasiliens berichten systematisch über viele brisante   Fakten nicht –   und     das ist Zensur. Neun Familien beherrschen das   nationale   Mediensystem  –    man liest nur, was die Zeitungsbosse   wollen. Oft   schreiben    Journalisten  über Unerwünschtes, doch deren   Texte werden   gekürzt,    zensiert. Mir sagen  Journalisten beim   Interview immer   wieder: Ich weiß    aber nicht, ob es  gedruckt,   gesendet wird.“ Welchem   Kollegen in    Mitteleuropa kommt dies  nicht   irgendwie bekannt vor …<br />
Vieles, was große kommerzielle Medienkonzerne wie „O Globo“ trotz         hervorragender, mit zahlreichen Publizistik-Preisen geehrter         investigativer Journalisten nicht liefern – oder nicht liefern wollen,         kommt allerdings seit Jahren wenigstens teilweise von alternativen         Internet-Medien, darunter der befreiungstheologisch orientierten         Nachrichtenagentur ADITAL, von der Wochenzeitung „Brasil de  fato“  oder       der Radioagencia NP. Längst sind Brasiliens Leitmedien   gezwungen,    Blogs    und Community Media zu verfolgen und dort   geäußerten  Vorwürfen      nachzugehen.<br />
Anfang 2011 erinnerte Brasiliens nationaler Presseverband ANJ in         ganzseitigen Anzeigen an die enorme Leistung jener investigativen         Journalisten, die Lulas größtes politisches Desaster, den so genannten         Mensalao-Skandal um Parteien-und Abgeordnetenkauf, an die       Öffentlichkeit   brachten. Lula drohte sogar die Amtsenthebung – in       nicht wenigen   Auslandsmedien wurde das Thema indessen auf sehr  kleiner      Flamme   gehalten. Gleiches galt für die auffällig engen       freundschaftlichen   Beziehungen des angeblich linksorientierten       Ex-Gewerkschaftsführers   ausgerechnet zu Oligarch José Sarney, Ex-Chef       der Folterdiktatorenpartei   ARENA, starker Mann des  rechtsgewirkten      Partido do Movimento   Democrático Brasileiro  (PMDB) und  wichtigster     politischer   Regierungspartner auch derzeit  unter Dilma  Rousseff.  Als    Lula von einem   Journalisten auf die  Unterstützung  durch die     „Sarney-Oligarchie“   angesprochen wurde,  entgegnete er  irritiert und     verärgert: „Sie müssen   sich  medizinisch behandeln  lassen, vielleicht     eine Psychoanalyse machen,    um das Vorurteil zu  vermindern.“ Für die     Hilfe der Sarney-Gruppe  sei  er  durchaus  dankbar.<br />
Ein Hinweis darauf, dass in Brasilien die Uhren in der Politik und auch         im Journalismus tatsächlich anders gehen als in Mitteleuropa,  sind       zudem  die vom Steuerzahler finanzierten Ausgaben für     Propagandaanzeigen    der  Regierung, etwa in den Zeitungen, die     unverhältnismäßig hoch   sind.  Sie  übersteigen ganze Sozialetats – bei     fortdauerndem Hunger und    weiter  rasch wachsenden Slums.<br />
Kritik einheimischer Journalisten geht jedoch nur zu oft ins Leere, wird         kaum wahrgenommen. Laut José Arbex, Kommunikationsexperte und         Universitätsprofessor aus Sao Paulo, verhinderte der  Mensalao-Skandal        die Wiederwahl Lulas nicht, weil dieser von  einer   Gesellschaftsschicht      unterstützt werde, die keine Zeitung  lese und   sich daher nicht    betroffen   fühle. Aus dem gleichen  Grunde habe  auch  der Skandal um    Erenice Guerra   keine größeren  nachteiligen   Wirkungen für die Wahl von    Dilma Rousseff   gehabt.<br />
Ein TV-Wahlkampfspot zeigte die Verhältnisse ebenfalls exemplarisch: In         der UNO-Vollversammlung von New York erheben sich Staatschefs,         Außenminister und Diplomaten von den Plätzen und jubeln Lula  stehend   zu.      Brasilianische Journalisten gingen der Sache nach. An  jenem  Tag       nahmUNO-Generalsekretär Kofi Annan seinen Abschied und  erhielt        entsprechende Ovationen. Wahlkampfmanager montierten  diese hinter  den       nur schwach applaudierten Lula-Auftritt. Als  vorhersehbar   beschrieben      und kommentierten lediglich zwei, drei    Qualitätszeitungen diesen  alten     PR-Trick und zitierten    Oppositionspolitiker, die von „großem   Betrug“,    Verletzung der    Wahlgesetze und „lächerlichen Lügen“ sprachen   – weitere    Reaktionen    der Öffentlichkeit gab es nicht.<br />
Doch Qualitätszeitungen sind im größten Teil des Landes gar nicht         erhältlich. Und Manipulationen dieser Art werden auch dadurch         erleichtert, dass aufgrund des laut Intellektuellen und kirchlichen         Menschenrechtsaktivisten absichtlich niedrig gehaltenen   Bildungsniveaus       drei Viertel der Erwachsenen nicht in der Lage   sind, einen simplen       Zeitungs- oder Buchtext auch nur zu lesen,   geschweige denn zu    verstehen.    So hat gemäß Umfragen das Gros der   Pflichtwähler gar nicht    begriffen,    um was es bei den zahlreichen   Korruptionsskandalen um    Lula und dessen    Regierung eigentlich ging –   Skandale immerhin, die  in   Ländern wie    Deutschland zu enormer   öffentlicher Empörung geführt    hätten. Auch die      Wirkungsmöglichkeiten alternativer  Internet-Medien   sind dadurch stark      eingeschränkt.<br />
Die Interamerikanische Pressegesellschaft (SIP) hat Attacken von Lula         und anderen hohen Politikern auf unbequeme Landesmedien scharf         verurteilt. Angesehene Diktaturgegner veröffentlichten sogar ein         „Manifest zur Verteidigung der Demokratie“, warfen Lula  „Autoritarismus“        vor und wandten, wenden sich gegen offene und  verdeckte       Einschüchterung  von Journalisten.<br />
Die Auslandsmedien ignorieren derartige Vorgänge in der Regel ebenso wie         die alltäglichen gravierenden Menschenrechtsverletzungen,   darunter       landesweite, systematische Folter durch   Staatsangestellte, das  Wüten   der    Todesschwadronen, die   Scheiterhaufen von Rio de Janeiro,  die      Massengräber für   „Nichtidentifizierbare“, die  außergerichtlichen      Exekutionen.   Brasiliens Qualitätsmedien  berichten darüber detailliert      und   kontinuierlich, kritisierten auch  die jüngsten Slum-Besetzungen  von       Rio de Janeiro durch Militär und  Polizei erstaunlich scharf. Von        Auslandsmedien kommt dagegen fast  nur Lob.<br />
Entsprechend zufrieden ist Brasilia, das in den letzten Jahren         erhebliche Summen in die Auslandspropaganda investierte. Laut         Wirtschaftszeitschrift <em>Brasil Economico</em> wurden allein 2009         umgerechnet über 40 Millionen Euro verausgabt. Zitiert wird ein         Regierungsfunktionär Brasilias: „Unsere Priorität ist, Brasiliens  Image        als das einer großen, sozial, politisch und wirtschaftlich   stabilen       Demokratie zu stärken.“ Auch die Inlandspropaganda wurde   unter der       Lula-Rousseff-Regierung enorm forciert. 2003, zum   Amtsantritt,  hätten      499 Medien Regierungsgelder für   Propaganda-Verbreitung  erhalten,  2009     seien es indes schon 7.047   Medien gewesen, heißt es  in  kritischen     Analysen. Viele   brasilianische Politiker besäßen   Zeitungen, Radio-und       TV-Stationen, und zahlreiche Medien seien von   Regierungspropaganda       regelrecht abhängig.<br />
Für Propagandazwecke ausgegebene Mittel fehlen dann natürlich für die Hunger-und Elendsbekämpfung, für Bildung und Gesundheit.<br />
Nicht ungewöhnlich ist schließlich, dass hohe Politiker, gegen die         ermittelt wird, Medien gerichtlich untersagen lassen, darüber zu         berichten.<br />
Fast täglich drucken die Zeitungen aber weiterhin interessante,         unbequeme, gut fundierte Texte, die Brasilienklischees und offiziellen         Versionen widersprechen. Als die Lula-Rousseff-Regierung weltweit         verbreiten ließ, dass die internationale Wirtschafts-und   Finanzkrise   auf     Brasilien nur geringe Auswirkungen gehabt habe,   belegten     investigative   Journalisten just das Gegenteil, weisen auf       Rekordentlassungen, den   Stopp vieler Industrieprojekte, auf       Exportprobleme und   Deindustrialisierung sowie auf geschönte  offizielle      Statistiken hin.<br />
Und Wikileaks rennt mit seinen Brasilien-Enthüllungen bei den         einheimischen Journalisten lediglich offene Türen ein. Leere         antiamerikanische Rhetorik Brasilias wurde stets gegeißelt und die jetzt         bekanntgewordene, ans Weiße Haus gerichtete „Bitte um  Verständnis     für    Sprüche gegen die USA in Wahlkampfzeiten“ daher  genüsslich     zitiert.  „Es   existierten zwei Beziehungen zwischen  Brasilien und den      Vereinigten   Staaten während der acht Lula-Jahre  im     Präsidentenpalast“,  analysierte   Fernando Rodrigues von der <em>Folha de Sao Paulo</em>,       Brasiliens  größter  Qualitätszeitung. „In der Öffentlichkeit gab   es     Prügel für die   Nordamerikaner – im vertraulich-privaten Umgang       indessen Liebkosungen   für die Brüder im Norden.“ In der   Öffentlichkeit     dominiere zwar ein   bestimmter infantiler   Antiamerikanismus – im     Wirtschaftlichen dagegen   die Anerkennung   der Hegemonie des Partners.     „Im kulturellen Bereich, um   die   Schizophrenie komplett zu machen,     sieht man sogar eine     enthusiastische Übernahme von Sitten,  Gebräuchen,    Moden.“<br />
Dr. Claudio Guimaraes dos Santos in Sao Paulo zählt zu den wichtigsten         Denkern Brasiliens und liefert zum Verständnis der   widersprüchlichen       (Medien-)Realität des Landes wichtige Argumente:   „Das Volk schaut   den     schockierendsten Skandalen stumm zu – die   immense Passivität  des      Brasilianers wird teils durch fehlende   Bildung und Kultur   verursacht. Es     fehlt Bewusstsein dafür, dass   man eine solidarische   Gesellschaft     aufbauen müsste. Die   brasilianische Demokratie ist   krank. Eine der     Säulen der   Demokratie, der freie, mündige,   kritische, bewusste Bürger,       existiert in Brasilien nicht. In den   letzten zweihundert, dreihundert       Jahren hat man eine unkritische   Masse geschaffen – unfähig, zu       entscheiden. Unsere Eliten sind immer   kulturloser, ungebildeter.   Niemand     mag schlechtes, verdorbenes   Essen – doch schlechte   Informationen     schlucken alle massenweise und   völlig unkritisch.   Hier fehlt     intellektueller Dialog. Ich fordere   meine Kollegen   stets auf: Wenn ihr     es nicht aussprecht, wer wird es   dann tun? Der   Fußballer, der     Pagodesänger, der schlechte Politiker,   der jede   Chance zum Reden sofort     nutzt? Wenn wir schweigen,   beherrschen   diese Leute die Szene. Deshalb     dürfen wir auch Risiken   nicht   scheuen!“</p>
<h1>Juden in Sao Paulo</h1>
<p>Als Deutschlands Bundespräsident Christian Wulff 2011 die chaotische         Megacity, Lateinamerikas führenden Wirtschaftsstandort mit über     1.200     deutschen Firmen besucht, wird am Ankunftstag im Zentrum ein       Obdachloser   lebendig verbrannt, am Abreisetag ein weiterer. In  Sao      Paulo wüten   Todesschwadronen der Militärpolizei, gibt es    Massengräber,    über 2.000   grauenhafte Slums mit Hunger und Lepra,    prostituieren   sich  schon   zehnjährige Mädchen für weniger als einen    Euro, um Crack   zu  kaufen – und   vor aller Augen in ganzen Horden  zu   konsumieren. Man   muss  sich diese   Zustände vergegenwärtigen,  die  von  den allermeisten    Paulistanos   apathisch-passiv hingenommen  oder   sogar verdrängt  werden,   um Situation   und Rolle der etwa  70.000   Juden im Menschenmeer  der elf,   zwölf Millionen   zu  verstehen. Denn   diese „judeus“ scheinen  schärfer  zu  diskutieren,    sich effizienter   zu engagieren, bringen  Resultate,  von  denen dann  alle,   ob Arme oder   Reiche, etwas haben.  Lateinamerikas   bestes  Hospital, ein     Riesenkomplex namens „Albert  Einstein“ im  Viertel   Morumbi, haben die     Stadt-Juden errichtet –  geleitet wird es  von  dem  weltbekannten   Mediziner   Claudio Lottenberg,  Präsident der   jüdischen  Gemeinde ganz   Brasiliens.</p>
<p>Der in Israel geborene Oded Grajew aus Sao Paulo, Erfinder, Aktivist         des Weltsozialforums, verweist auf dessen Bedeutung für die    jüngsten      arabischen Entwicklungen. „Für jene, die das    Weltsozialforum und   unsere    Spezialforen in Ägypten oder Tunesien    mit Interesse und   Sensibilität    frequentierten, ist alles, was    derzeit in der arabischen   Welt  geschieht,   keinerlei Überraschung.“<br />
Und dann Pedro Herz, dessen Kulturkaufhäuser, mit Kinos, Theatern,         Kursen und Konzerten in ganz Brasilien tonangebend sind. In einem Land         des Analphabetismus, in dem sogar ungezählte Uni-Studenten in   ihrem       Leben nicht einen einzigen Roman lasen, wird der   Deutschstämmige  zum      Kulturpionier – die größte „Livraria Cultura“   Sao Paulos ist  selbst  am     Wochenende voll wie ein Supermarkt, dort   kaufen sogar       lateinamerikanische Staatspräsidenten. „Da bin ich   stolz drauf – wir       verkaufen Ideen!“, sagt Pedro Herz.<br />
Nachvollziehbar daher, dass viele im kosmopolitischen Sao Paulo die         jüdische Gemeinde bewundern, stark und gut organisiert empfinden,         ausdrücklich als ein Beispiel für die anderen Einwanderergemeinden         nennen. Die Juden, heißt es, seien sich einig im Kampf für         Menschenrechte, bei der Hilfe für Bedürftige, leisteten gerade im         öffentlichen Gesundheitswesen, das außerhalb Sao Paulos oft  katastrophal        sei, ganz Erstaunliches, weit über ihr  Einstein-Hospital hinaus.   Ob     das  den „judeus“ bewusst ist, in  einer von Desorganisation und        Laissez-faire geprägten  Gesellschaft? Redet man mit ihnen, fällt  das       hohe Maß an  Selbstkritik auf, das Messen an höchsten    Qualitätsmaßstäben.     Für  Außenstehende scheint die seit über hundert    Jahren existierende      Gemeinde stabil zu sein – die Juden selbst    beobachten indessen    Rückgang,   gar Schwächung. Viele, die teils noch    vor den Nazis aus    Deutschland   flohen, erleben bestürzt, dass ihre    hoch  qualifizierten   Kinder just in   dieses Land, doch auch in die    USA,  nach Australien und   selbst Israel   auswandern, weil sie in     Brasilien keine  Arbeitsmarkt-und  Lebenschancen   sehen. Würde die      wirtschaftlich-soziale Lage besser,  sagt Nelson   Rozenchan, Direktor      des jüdischen Peretz-Gymnasiums, kämen  viele Juden   zurück oder      migrierten gar hierher. Manche junge Juden  Sao Paulos sagen   ihren      Eltern unumwunden, dass sie in einem Land mit  solch einer        reaktionären politischen Klasse, unglaubwürdigen  Politikern, soviel        Unehrlichkeit, ungesundem gesellschaftlichem Klima  nicht leben  wollen  –      und weggehen. Rozenchan nennt Zahlen: Vor 20  Jahren gab  es in  den      jüdischen Schulen von Sao Paulo etwa 5.000   Heranwachsende,  heute  nur     noch rund 3.000. In die Synagogen kamen  an  den Festtagen  bis zu   8.000    Juden, heute nur noch etwa 5.000.  „Vielen  in Sao  Paulo   Geborenen ist  es   anders als den vor  Pogromen, dem  Nazismus    Geflohenen leider nicht  mehr   so wichtig,  ihre jüdische  Identität zu    zeigen, zu stärken, zu  betonen –   sie  nutzen die Synagoge  nur noch    bei Taufe, Heirat Tod.  Viele Juden    geben ihr Judentum auf.“<br />
Medienmacher Roni Gotthilf sieht seine Gemeinde im gigantischen,         unübersichtlichen Sao Paulo in kleine Inseln zerstreut, deren Bewohnern         es lediglich um die eigenen Interessen, vielleicht auch die der       eigenen   Synagoge gehe. Gotthilf fiele es schwer, die Interessen  der      gesamten   Gemeinde klar zu benennen – doch dass sie schrumpft,   steht     für ihn außer   Zweifel. Viele Juden haben sich assimiliert,   dem     Lebensstil der  anderen  Brasilianer angepasst – in einer von   Stress,     Hektik,  Kriminalität und  überraschend viel Einsamkeit   geplagten     Metropole.  Junge Juden heiraten  immer öfter Nicht-Juden,   schicken ihre     Kinder  nicht mehr in jüdische  Schulen, stehen dem   Judentum ihrer     Eltern fern.  „Im neoliberalen Kontext  der heutigen   Welt kann man     sicher  relativieren.  In Sao Paulo gehen die  Leute   eher oberflächlich      miteinander um – wogegen wir Juden enger    zusammenleben, besser      zusammenhalten. Doch das Klima hier prägt   alle:  Wenn die Gesellschaft      egoistisch und individualistisch ist,   sind wir es  in gewisser Weise      dann eben auch.“<br />
Durch die schicke Rua Oscar Freire ziehen bei Tropenhitze Gruppen         orthodoxer Juden in schwarzem Anzug mit Weste, schwarzem Mantel und         Filzhut, umringt von ihren Kinderscharen. Die Familien haben fünf  bis        sieben Sprösslinge – Liberale, Reformisten oder Konservative   bringen   es     dagegen auf höchstens zwei. Die Orthodoxen, etwa 15   Prozent der       Gemeinde, gleichen den Rückgang nicht aus und sind,   wie Roni  Gotthilf      betont, gar nicht gut angesehen. Andere   relativieren,  sehen bei  aller     Kritik auch positive Aktivitäten,   wie die der   Hilfsorganisation Ten  Yad    mit über 300 Freiwilligen   und einer   Garküche, die zudem  Sozialprojekte    der Präfektur leitet   und durchweg   öffentliches Lob  erntet. Die   orthodoxe   Kleiderordnung  gilt  indessen  als lächerlich und  für die   jüdische   Gemeinde  blamabel.  „Wer sogar  bei schwüler Hitze  mit diesen    dicken,   hochgeschlossenen  Klamotten  rumläuft, leidet,  schwitzt,  ermüdet    rasch –  das ist doch  kein  Judaismus, sondern   Fundamentalismus!“,    lauten  drastische  Kommentare.  Andere halten  den  Orthodoxen zugute,  dass   sie  besonders  intensiv  versuchen,  junge  abgedriftete Juden  ins   Gemeindeleben   zurückzuholen,  deren  jüdische  Identität  wiederzubeleben.<br />
Der konservative Schuldirektor Nelson Rozenchan stellt unbequeme Fragen.         „Zehn Rabbiner haben zur Abtreibung zehn verschiedenen      Auffassungen.“    Jetzt, nach Bin Ladens Tötung, erhitzt ihn das Thema      Folter. „Wäre  ich   absolut sicher, dass Folter Menschenleben  rettet,     würde ich sie    anwenden! Ich habe in Israel selbst  erlebt,wie es   durch   Folter gelang,    aus Jordanien eindringende  Terroristen zu   fangen und   dadurch etwa 50    Menschen vor dem Tod  durch   Selbstmordattentate zu   bewahren. An dieser    Lebenserfahrung  kann ich   nicht vorbei!“<br />
Mag die Mitgliederzahl der Gemeinde auch abnehmen, die Zahl ihrer         identitätsstiftenden Aktivitäten nicht. Herausragend wirkt dabei Sao         Paulos  Hebraica-Klub, das größte jüdische Gemeindezentrum  außerhalb        Israels, eine grüne Oase im Betonmeer der Megacity.  Viele der   jährlich      etwa 700 Veranstaltungen, ob Theater,  Filmfestival,   Konzerte oder    Sport,   laufen hier – dazu immer neue  Aktionen gegen   den    Antisemitismus.   Niemand in Lateinamerika hat  soviel über      Antisemitismus geforscht und   publiziert wie Maria  Luiza Tucci Carneiro      von der Bundesuniversität Sao   Paulo. „Die  Gemeinde ist sehr   besorgt    über zunehmenden Antisemitismus   nicht  nur in Brasilien,   sondern vor    allem in Europa – will, dass endlich    auch die Regierung   mehr  dagegen   tut.“ Der Lula-Regierung wird von  den   Juden  allgemein   vorgeworfen,   nicht eben hilfreich gewesen zu  sein – des     Staatschefs  Freundschaft   zum Holocaust-Leugner  Ahmadinedschad  spreche    Bände.  Neonazi-Gruppen   wüchsen täglich  mehr in Brasilien,   nazistische    Symbole, Figuren von   Hitler und  Himmler würden für 350   Euro ganz offen    in Sao Paulo   verkauft,  Antisemitismus entlade  sich  auf bizarrste  Weise.   Taxifahrer    schimpfen, an Sao Paulos   irrwitzigen Verkehrsstaus  seien nur   die   Juden  schuld. Im auch von   15.000 Juden bewohnten  Viertel    Higienopolis   schimpft ein Vater   lautstark in der  Impf-Schlange,  dass er   nur wegen   dieser   „verdammten Juden“ solange  warten müsse.  „Den  Impfstoff  für   dein   Kind hat ein Jude entwickelt“,  kontert  ein  Kipa-Träger. Sei  der     dann auch ein „judeu maldito?“ Der  Vater  wird ganz  still.</p>
<h2>Brasiliens Heranwachsende in extremer Armut &#8211;  Zahl zunehmend, laut     neuer Unicef-Studie. Gewalt als großes Problem.  Acht Jahre     Lula-Rousseff-Regierung und Resultate.  “3,7 milhões de  adolescentes na     mesma faixa de idade, o correspondente a 17,6% da  população     adolescente, vivem na extrema pobreza, em famílias com até 1/4  do     salário mínimo per capita por mês (R$ 136,25).” &#8211; umgerechnet bis zu      rund 56 Euro pro Kopf monatlich. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11692" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/armut/" rel="tag">Armut</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/extreme-armut-in-brasilien/" rel="tag">extreme Armut in Brasilien</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/lula-rousseff/" rel="tag">Lula-Rousseff</a></p>
<p><a href="http://g1.globo.com/brasil/noticia/2011/11/cresce-o-numero-de-adolescentes-na-extrema-pobreza-aponta-unicef.html"><strong>http://g1.globo.com/brasil/noticia/2011/11/cresce-o-numero-de-adolescentes-na-extrema-pobreza-aponta-unicef.html</strong></a></p>
<p><strong>Wie es hieß, nutzte Unicef offizielle Regierungszahlen, nicht Daten regierungsunabhängiger Institutionen. </strong></p>
<p><strong>Gemäß November-Recherchen in Slums der reichsten      lateinamerikanischen Stadt Sao Paulo müssen kinderreiche Familien, die      in Hütten aus Pappe und Holzabfällen hausen, indessen häufig mit      deutlich weniger auskommen als den angegebenen  rund 56 Euro, haben      Eltern und Kinder im Monat pro Kopf nur um die 20 Euro umgerechnet zur      Verfügung.</strong></p>
<p><a href="http://www.adveniat.de/blog/?p=960"><strong>http://www.adveniat.de/blog/?p=960</strong></a></p>
<p><strong>Lateinamerikas teure Lebensmittel &#8211; Preissteigerungen um 40 Prozent in den letzten vier Jahren &#8211; Gefahr für Hungerbekämpfung:</strong> <a href="http://exame.abril.com.br/economia/mundo/noticias/precos-dos-alimentos-na-america-latina-sobem-40-em-4-anos--2"><strong>http://exame.abril.com.br/economia/mundo/noticias/precos-dos-alimentos-na-america-latina-sobem-40-em-4-anos–2</strong></a></p>
<p><strong>Die Regierung der siebtgrößten Wirtschaftsnation erhält daher      aus neoliberalen  Ländern Mitteleuropas sehr viel Lob wegen der   unter    Lula-Rousseff verfolgten Sozialpolitik.<br />
</strong></p>
<p><strong>“O adolescente brasileiro está mais pobre e permanece exposto      a casos de  violência em nível preocupante, diz o relatório da     Situação  da  Adolescência Brasileira do Fundo das Nações Unidas para a     Infância,  o  Unicef, divulgado nesta quarta-feira (30).</strong></p>
<p><strong> </strong><strong> 	Dos 21 milhões de adolescentes      brasileiros de 12 a 17 anos, 38% &#8211; cerca  de 7,9 milhões &#8211; vivem em      situação de pobreza, em  famílias com renda  inferior a meio salário      mínimo per capita (R$ 272,5 considerando o  salário mínimo atual). 3,7      milhões de adolescentes na mesma faixa de  idade, o correspondente a      17,6% da população adolescente, vivem na  extrema pobreza, em  famílias     com até 1/4 do salário mínimo per capita  por mês (R$  136,25).</strong></p>
<p><strong> 	Os dados do Unicef mostram que a participação de      adolescentes na faixa  mais pobre da população aumentou. De 2004 a 2009,      o número de  adolescentes na extrema pobreza passou de 16,3% para      17,6%, em  descompasso com a crescente redução da pobreza no país.”(O      Globo)</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/17/adveniat-in-brasilien-wie-lebt-es-sich-in-der-reichsten-stadt-lateinamerikas-der-siebtgrosten-wirtschaftsnation-nach-acht-jahren-lula-regierung-adveniat-gottesdienst-in-der-favela-cachoeirinha-von/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/17/adveniat-in-brasilien-wie-lebt-es-sich-in-der-reichsten-stadt-lateinamerikas-der-siebtgrosten-wirtschaftsnation-nach-acht-jahren-lula-regierung-adveniat-gottesdienst-in-der-favela-cachoeirinha-von/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach28.JPG" alt="cach28.JPG" /></p>
<p><strong>“Die Wirtschaftskrise hat Brasilien kaum gespürt”(WAZ)</strong></p>
<p><strong>Leonardo Boff 2010 :“Lula machte die größte Revolution der           sozialen  Ökologie des Planeten, eine Revolution für die Bildung,           ethische  Politik.“   </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-anti-hunger-programm-bolsa-familia-an-schulbesuch-der-begunstigten-kinder-gekoppelt-propaganda-und-realitat/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-anti-hunger-programm-bolsa-familia-an-schulbesuch-der-begunstigten-kinder-gekoppelt-propaganda-und-realitat/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/"><strong> http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach3.JPG" alt="cach3.JPG" /></p>
<p>Fotos vom November 2011 in Sao Paulo.</p>
<p><strong>Gemäß europäischen Sichtweisen hatte Brasilien die Finanz-und  Wirtschaftskrise von 2008/2009 recht gut überstanden. </strong></p>
<p><strong>Der soziale Aufstieg von Lula:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/04/lula-bekommt-500000-dollar-von-lg-fur-vortrag-in-sudkorea-laut-brasilianischen-landesmedien-uber-eine-million-dollar-damit-vier-monate-nach-ende-der-amtszeit-kassiert-laut-kalkulation-von-parte/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/04/lula-bekommt-500000-dollar-von-lg-fur-vortrag-in-sudkorea-laut-brasilianischen-landesmedien-uber-eine-million-dollar-damit-vier-monate-nach-ende-der-amtszeit-kassiert-laut-kalkulation-von-parte/</strong></a></p>
<p><strong>Wie in deutschsprachigen Zeitungen und Zeitschriften die  Situation interpretiert wird:</strong></p>
<h2>”Das Leben in Brasilien ist leicht und unbeschwert. Probieren Sie es      selbst.” Deutschsprachige Tourismuspropaganda.</h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/</strong></a></p>
<h2>Brasilien flog aus Ländergruppe, die  Aids-Infizierte am besten      betreut, laut Landesmedien. “Nur zwischen 60%  und 79% der HIV-Patienten      werden behandelt.” Öffentliche Gesundheit  unter Lula-Rousseff.      Sinkende Gesundheitsausgaben. Aids in Brasilien &#8211;  offizielle Versionen      und Realität. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11698" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/aids-in-brasilien/" rel="tag">Aids in Brasilien</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/sozialpolitik-brasiliens/" rel="tag">Sozialpolitik Brasiliens</a></p>
<p><strong>Unter Bezug auf ein neues Dokument  der  UNO-Organisation      Unaids hieß es, elf Länder, darunter Chile, Cuba und  Namibia,      verteilten an mindestens 80 Prozent der Infizierten  entsprechende      Aids-Medikamente. Brasilien folge nunmehr erst in der  nächsten      Länderkategorie. Laut Schätzungen wüßten bis zu 300000  Brasilianer      nichts von ihrer Aids-Infektion. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-probleme-beim-bekampfen-der-aids-epidemie-aus-expertensicht/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-probleme-beim-bekampfen-der-aids-epidemie-aus-expertensicht/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/29/brasilien-und-aids-2010-laut-offiziellen-angaben-rund-12000-aids-tote-daten-regierungsunabhangiger-institutionen-uber-tatsachliche-zahl-noch-nicht-vorhanden-analsex-gefahrlicher-risikosex-in/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/29/brasilien-und-aids-2010-laut-offiziellen-angaben-rund-12000-aids-tote-daten-regierungsunabhangiger-institutionen-uber-tatsachliche-zahl-noch-nicht-vorhanden-analsex-gefahrlicher-risikosex-in/</strong></a></p>
<p><strong>“Erfolge im Kampf gegen Aids”.</strong></p>
<p><a href="http://www.blickpunkt-lateinamerika.de/nachrichten/msgf/brasilien:_erfolge_im_kampf_gegen_aids.html"><strong>http://www.blickpunkt-lateinamerika.de/nachrichten/msgf/brasilien:_erfolge_im_kampf_gegen_aids.html</strong></a></p>
<p><strong>Die Aidslage in Brasilien aus Sicht der Franziskaner vor Ort &#8211;       wird die Zahl der Aidstoten korrekt registriert?  Warum Brasilien    aus    der Ländergruppe flog…</strong></p>
<p><strong>“Proportion of eligible population receiving antiretroviral       therapy in low- and middle-income countries at the end of    2010?(UNAIDS)</strong></p>
<table cellspacing="0" cellpadding="0" border="1">
<tr>
<td width="361" valign="top">60%—79%ArgentinaBrazilCosta RicaDominican RepEcuadorEthiopiaGeorgiaKenyaMexicoParaguayRomaniaSwazilandThailand<strong>Uruguay </strong><strong>Zambia </strong></td>
<td width="277" valign="top"><strong>&gt;80% </strong><strong>Botswana </strong><strong>Cambodia </strong><strong>Chile </strong><strong>Comoros </strong><strong>Croatia </strong><strong>Cuba </strong><strong>Guyana </strong><strong>Namibia </strong><strong>Nicaragua </strong><strong>Rwanda </strong><strong>Slovakia </strong></td>
</tr>
</table>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<h2>Brasiliens hochgelobte Aids-Politik:  Öffentliche Proteste       landesweit gegen das Fehlen von mindestens vier  Medikamenten des       Aids-Cocktails, laut nationalen Medien. “Für die  Infizierten ist es das       Todesurteil, die sterben dann eben weg.” Indianer  und Aids. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=5157" title="Beitrag bearbeiten">**(2010)</a></h2>
<p><strong>Wie es heißt, fehlen die Medikamente Abacavir,  Lamivudina,       Nevirapina, Zidovudina, Efavirenz. “Das ist die Zerstörung  eines  als      beispielhaft bezeichneten Programms”, sagte William Amaral,   Leiter      eines Forums von Aids-NGO in Rio de Janeiro gegenüber der  Presse.  ”      Aids-Medikamente fehlten keineswegs zum erstenmal.  Angesichts der       zunehmend heftigeren Kritik in Brasilien an der  nationalen       Aids-Bekämpfung nimmt in Mitteleuropa das Lob an  Brasilias Aids-Politik       weiter zu.</strong></p>
<p><strong>Katholische Aids-Expertin im Website-Interview in Manaus:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/29/fehlende-aidsmedikamente-in-brasilien-fehlende-arzte-fur-aidskranke-fur-die-infizierten-ist-es-das-todesurteil-die-sterben-dann-eben-weg-kritik-von-experten-und-kirche/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/29/fehlende-aidsmedikamente-in-brasilien-fehlende-arzte-fur-aidskranke-fur-die-infizierten-ist-es-das-todesurteil-die-sterben-dann-eben-weg-kritik-von-experten-und-kirche/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/03/fehlende-aids-medikamente-in-brasilien-aids-ngo-beklagen-seit-jahren-mangelhafte-medizinische-versorgung-von-infizierten/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/03/fehlende-aids-medikamente-in-brasilien-aids-ngo-beklagen-seit-jahren-mangelhafte-medizinische-versorgung-von-infizierten/</a></p>
<h2><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/04/josefranciscofrei.jpg" alt="josefranciscofrei.jpg" /></h2>
<p><strong>José Francisco in Sao Paulo beim Website-Interview.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/22/der-papst-und-die-kondome-fortdauernde-desinformation-uber-katholische-praxis-bei-aids-pravention-kirchliche-kondomverteilung-seit-16-jahren-in-brasilien-dem-grosten-katholischen-land-unterstellt/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/22/der-papst-und-die-kondome-fortdauernde-desinformation-uber-katholische-praxis-bei-aids-pravention-kirchliche-kondomverteilung-seit-16-jahren-in-brasilien-dem-grosten-katholischen-land-unterstellt/</a></p>
<p><strong>Franziskaner José Francisco &#8211; Hintergrund:</strong></p>
<h2>Aids-Tod und fehlende Aids-Medikamente in Brasilien: Franziskaner        und Aids-NGO beklagen seit Jahren mangelhafte medizinische  Versorgung       von Infizierten. ”Wahrheit über Aids-Epidemie wird  versteckt”.</h2>
<p><strong>InÂ europäischen Medien wird seit Jahren das staatliche        brasilianische Aids-Programm als vorbildlich hingestellt und zudem        behauptet, die Gratis-Versorgung  Aids-Infizierter mit dem        Medikamenten-Cocktail sei garantiert. Wie der für die Sozialprojekte der        Franziskaner Sao Paulos verantwortliche Ordensbruder José   Francisco     dos  Santos gegenüber dieser Website erklärte, trifft dies   nur   teilweise   zu,  sterben deshalb Aids-Patienten, die den     Medikamenten-Cocktail    unbedingt ganz regelmäßig einnehmen müssen. </strong></p>
<p><strong>Laut Frei Santos war die Medikamentenversorgung der        Aidspatienten 2007 im reichsten brasilianischen Teilstaat Sao Paulo so        schlecht, daß über einen Monat der Medikamenten-Cocktail  schlichtweg       nicht ausgeteilt wurde. Die Franziskaner und Aids-NGO  seien   daraufhin     Ende 2007 gegen die Regierung vor Gericht gezogen,  um die   Einhaltung  des    entsprechenden Gesundheitsgesetzes zu  erreichen. Die    brasilianischen    Aids-Statistiken seien sehr  ungenau, die wahre    Datenlage werde    versteckt. Es existiere  verständlicherweise kein    politisches Interesse,    die Wahrheit über  die Aids-Situation    offenzulegen. Die behauptete    Qualität der  Aidspatienten-Versorgung    existiere nicht. Aids betreffe in     Brasilien heute vor allem die    Armen. Wenn indessen jemand an einer     Krankheit sterbe, die er sich    durch die Immunschwäche zugezogen  habe,    werde Aids auf dem    Totenschein nicht als Todesursache  benannt, sei nur    zu oft  gar nicht    bekannt, daß er Aids-infiziert  gewesen sei. </strong></p>
<p><strong>Bereits 2006 hatte das auf Aidspatienten spezialisierte        Hospital ”Gaffrée e Guinle” in Rio de Janeiro gegenüber der Presse        beklagt, daß wegen fehlender Medikamente Aids-Kranke sterben. Es  fehlten       sogar nötige Antibiotika.</strong></p>
<p><strong>Presse-Zitat von 2008 über fehlende Aids-Medikamente, was bei        Betroffenen zu schweren Konsequenzen und sogar zum Tode führen     könne:</strong>    Segundo a direçáo do Ã³rgáo, oito remédios para     doenças infecciosas e    anti-retrovirais que integram o coquetel     antiaids estáo em <strong>falta</strong>.    ”Pelo menos metade desses     medicamentos sáo de uso contÃ­nuo, o que    significa que a  interrupçáo    do uso, segundo especialistas, pode provocar    graves  conseqüÃªncias   Ã   saÃºde e até levar Ã  morte, afirma  Caetano.    JÃ¡ nas unidades    bÃ¡sicas de saÃºde do municÃ­pio outros  cinco   remédios  também estáo    em <strong>falta</strong>, alguns desde março.</p>
<p><strong>Indianer und Aids, Manaus, 2009:</strong></p>
<p><strong>Gerade ist eine Patientin des Pastoralzentrums gestorben &#8211;         eine Indianerin. Über eine halbe Million Indios gibt es in  Brasilien  “      etwa die Hälfte lebt bereits in Großstädten wie Manaus  am Rio  Negro   &#8211;     fast durchweg in Slums. Die brasilianischen  Aidsexperten  nennen   die    Präventionsarbeit bei Indiostämmen  besonders schwierig.  Kondome   würden    aus soziokulturellen Gründen,  vor allem der  Mannesehre,   gewöhnlich    abgelehnt. Krankheiten wie  Aids und  Tuberkulose schreibe   man dem Wirken    böser Geister aus der   übernatürlichen Welt zu, hoffe   auf Heilung durch    den Schamanen.   Zudem existiere das Problem der   Promiskuität,    derÂ häuslichen, der   sexuellen Gewalt auch unter den   Indios, könne sich    eine   Indianerfrau schwerlich gegen einen Mann   durchsetzen, der kein      Kondom wolle. Indianerinnen arbeiteten als   Prostituierte. Indianer und      Indianerinnen, die zu evangelikalen   Sekten übertreten, sagen:   ”Wegen    meiner Religion kriege ich kein   Aids, sind weder Aidstests   noch Kondome    nötig. Jesus heilt &#8211;   Halleluja!”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/23/yanomami-runddorf-demini-video-anklicken-amazonas-musiktheater-munchner-biennale-2010/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/23/yanomami-runddorf-demini-video-anklicken-amazonas-musiktheater-munchner-biennale-2010/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/05/die-aids-epidemie-in-brasilien-ist-nicht-unter-kontrolle-analia-maria-de-paula-leiterin-der-bischoflichen-aids-pastoral-in-nordbrasilien-gesichter-brasiliens/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/05/die-aids-epidemie-in-brasilien-ist-nicht-unter-kontrolle-analia-maria-de-paula-leiterin-der-bischoflichen-aids-pastoral-in-nordbrasilien-gesichter-brasiliens/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/19/aids-und-die-praventive-funktion-von-kondomen-in-brasilien-die-halluzinierenden-nachte-der-kamikazeas-alucinantes-noites-dos-camicases-nachrichtenmagazin-veja-sexualpraktiken-bisexual/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/19/aids-und-die-praventive-funktion-von-kondomen-in-brasilien-die-halluzinierenden-nachte-der-kamikazeas-alucinantes-noites-dos-camicases-nachrichtenmagazin-veja-sexualpraktiken-bisexual/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/22/viele-aids-infizierte-brasilien-stecken-aus-rache-und-wutgefuhlen-heraus-sowie-aus-bosartigkeit-ganz-bewust-andere-menschen-mit-dem-hiv-virus-an-patienten-des-franziskaner-aids-projekts-in-sao-pa/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/22/viele-aids-infizierte-brasilien-stecken-aus-rache-und-wutgefuhlen-heraus-sowie-aus-bosartigkeit-ganz-bewust-andere-menschen-mit-dem-hiv-virus-an-patienten-des-franziskaner-aids-projekts-in-sao-pa/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/19/355-brasilianer-haben-aids-ohne-es-zu-wissen-laut-offizieller-regierungsschatzunggewohnlich-viel-zu-niedrig/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/19/355-brasilianer-haben-aids-ohne-es-zu-wissen-laut-offizieller-regierungsschatzunggewohnlich-viel-zu-niedrig/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/09/analsex-haufig-erste-sexuelle-erfahrung-von-mannlichen-jugendlichen-in-brasilien-troca-troca-brasil-ato-sexual-em-que-parceiros-masculinos-se-alternam-na-penetracao-anal/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/09/analsex-haufig-erste-sexuelle-erfahrung-von-mannlichen-jugendlichen-in-brasilien-troca-troca-brasil-ato-sexual-em-que-parceiros-masculinos-se-alternam-na-penetracao-anal/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/05/brasilien-auf-uno-index-fur-menschliche-entwicklung-jetzt-platz-75-hinter-argentinien-chile-und-kuba/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/05/brasilien-auf-uno-index-fur-menschliche-entwicklung-jetzt-platz-75-hinter-argentinien-chile-und-kuba/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/</a><strong>Laut       Landesmedien durchläuft Brasiliens Gesundheitswesen eine    “gravierende    Krise”, wurden in den letzten zehn Jahren 45,9    Milliarden Real, die  für   das Gesundheitswesen bestimmt waren, in    Wirklichkeit garnicht    investiert.  Brasiliens privates    Gesundheitswesen für die    Bessergestellten habe viermal mehr Ärzte als    das öffentliche    Gesundheitswesen für die übergroße Mehrheit der    Brasilianer. </strong></p>
<p><strong>Entsprechend groß ist das Lob für Brasiliens Sozialpolitik aus neoliberalen Ländern Mitteleuropas. </strong></p>
<p><a href="http://www.adveniat.de/blog/?p=960"><strong>http://www.adveniat.de/blog/?p=960</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-heranwachsende-in-extremer-armut-zahl-zunehmend-laut-neuer-unicef-studie-acht-jahre-lula-rousseff-regierung-und-resultate/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-heranwachsende-in-extremer-armut-zahl-zunehmend-laut-neuer-unicef-studie-acht-jahre-lula-rousseff-regierung-und-resultate/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/18/brasiliens-brutale-sozialkontraste-lula-ist-nacktfolha-de-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/18/brasiliens-brutale-sozialkontraste-lula-ist-nacktfolha-de-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><strong><strong>Leonardo Boff 2010 :“Lula machte die größte        Revolution der sozialen  Ökologie des Planeten, eine Revolution für die        Bildung, ethische  Politik.“  </strong></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/03/brasiliens-soziale-ungleichheit-laut-uno-index-2011-fur-menschliche-entwicklung-nur-platz-97-betonen-landesmedien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/03/brasiliens-soziale-ungleichheit-laut-uno-index-2011-fur-menschliche-entwicklung-nur-platz-97-betonen-landesmedien/</strong></a></strong></p>
<p><strong><strong>Lulas Krebsbehandlung:</strong></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/03/brasilien-lulas-krebsbehandlungsirio-libanes-fur-allefolha-de-sao-paulo-zur-therapie-im-teuren-elite-krankenhaus-sao-paulos/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/03/brasilien-lulas-krebsbehandlungsirio-libanes-fur-allefolha-de-sao-paulo-zur-therapie-im-teuren-elite-krankenhaus-sao-paulos/</strong></a></strong></p>
<p><strong>Lula über öffentliches Gesundheitswesen SUS:  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/01/campanha-lula-no-sus-youtube-anklicken-gabe-es-sus-in-den-usa-ware-das-gut-fur-die-armenlula/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/01/campanha-lula-no-sus-youtube-anklicken-gabe-es-sus-in-den-usa-ware-das-gut-fur-die-armenlula/</a></strong></p>
<p><strong>Sao Paulos Favela Cachoeirinha Sao Paulo 2011 &#8211; 70000       Bewohner, nicht einmal ein Gesundheitsposten, seit Jahren auch von der       katholischen Kirche gefordert.</strong></p>
<p><strong> </strong><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach3.JPG" alt="cach3.JPG" /></p>
<p><strong>Der soziale Aufstieg von Lula:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/04/lula-bekommt-500000-dollar-von-lg-fur-vortrag-in-sudkorea-laut-brasilianischen-landesmedien-uber-eine-million-dollar-damit-vier-monate-nach-ende-der-amtszeit-kassiert-laut-kalkulation-von-parte/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/04/lula-bekommt-500000-dollar-von-lg-fur-vortrag-in-sudkorea-laut-brasilianischen-landesmedien-uber-eine-million-dollar-damit-vier-monate-nach-ende-der-amtszeit-kassiert-laut-kalkulation-von-parte/</strong></a></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/</strong></a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/boomland-brasilien-stahl-flaute-stagnation-bei-olforderung-industriellenkritik-an-wachstumshemmender-hochzinspolitik/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/boomland-brasilien-stahl-flaute-stagnation-bei-olforderung-industriellenkritik-an-wachstumshemmender-hochzinspolitik/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/23/den-leuten-zu-sagen-in-was-fur-einer-verlogenen-scheise-wir-alle-leben-schlingensief-in-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/23/den-leuten-zu-sagen-in-was-fur-einer-verlogenen-scheise-wir-alle-leben-schlingensief-in-sao-paulo/</strong></a></p>
<h2>Brasiliens “Boom” und die Slumhütten.  “Ratten, Unmassen von      Fiebermücken, Kloake bei jedem Gewitterregen in  der Kate.” “Warum hat      Sao Paulo noch 2627 Slums?” <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11764" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-slums/" rel="tag">Brasiliens Slums</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-wirtschaft/" rel="tag">Brasiliens Wirtschaft</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c1.JPG" alt="c1.JPG" /></p>
<p><strong>Hausen  an stinkender Kloake &#8211; in Lateinamerikas reichster       Stadt Sao Paulo. “Ich lebe hier schon 14 Jahre so in dieser       Kate.”(Mutter von vier Kindern)</strong></p>
<p><strong>Der Teilstaat Sao Paulo ist die führende Wirtschaftsregion       Lateinamerikas mit der entsprechenden Konzentration von Ober-und       Mittelschicht &#8211; man kann sich daher vorstellen, wie die Slums in den       stark unterentwickelten Regionen des Nordens und Nordostens der       siebtgrößten Wirtschaftsnation aussehen.</strong></p>
<p><a href="http://www.adveniat.de/blog/?p=960"><strong>http://www.adveniat.de/blog/?p=960</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/brasiliens-obdachlose-drei-ermordet-in-campinas-bei-sao-paulo-regelmasig-gewalttaten-sogar-verbrennung-von-strasenbewohnern/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/brasiliens-obdachlose-drei-ermordet-in-campinas-bei-sao-paulo-regelmasig-gewalttaten-sogar-verbrennung-von-strasenbewohnern/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c2.JPG" alt="c2.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/21/katholisches-hilfswerk-adveniat-in-brasilien-land-der-vielen-milliardare-und-millionare-wie-es-kommt-das-in-deutschland-muhselig-spenden-fur-bedurftige-und-sozialprojekte-gesammelt-werden-obwohl-d/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/21/katholisches-hilfswerk-adveniat-in-brasilien-land-der-vielen-milliardare-und-millionare-wie-es-kommt-das-in-deutschland-muhselig-spenden-fur-bedurftige-und-sozialprojekte-gesammelt-werden-obwohl-d/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c10.JPG" alt="c10.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/07/brasiliens-boomwirtschaft-wachst-nicht-mehr-und-erholung-wird-dauern-folha-de-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/07/brasiliens-boomwirtschaft-wachst-nicht-mehr-und-erholung-wird-dauern-folha-de-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/04/brasiliens-korruptionskrise-dilma-rousseffs-arbeitsminister-carlos-lupi-kippt-staatschefin-wartete-mit-entlassung-trotz-der-gravierenden-verfehlungen-des-ministers-ubermasig-lange-kritisieren-land/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/04/brasiliens-korruptionskrise-dilma-rousseffs-arbeitsminister-carlos-lupi-kippt-staatschefin-wartete-mit-entlassung-trotz-der-gravierenden-verfehlungen-des-ministers-ubermasig-lange-kritisieren-land/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c3.JPG" alt="c3.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/06/brasiliens-industriellenverband-fiesp-zu-wirtschaftsstagnation-warnungen-seit-jahresbeginn-bestatigt-schadliche-wirkung-der-hohen-zinsen-uberbewertete-landeswahrung-real/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/06/brasiliens-industriellenverband-fiesp-zu-wirtschaftsstagnation-warnungen-seit-jahresbeginn-bestatigt-schadliche-wirkung-der-hohen-zinsen-uberbewertete-landeswahrung-real/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-heranwachsende-in-extremer-armut-zahl-zunehmend-laut-neuer-unicef-studie-acht-jahre-lula-rousseff-regierung-und-resultate/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-heranwachsende-in-extremer-armut-zahl-zunehmend-laut-neuer-unicef-studie-acht-jahre-lula-rousseff-regierung-und-resultate/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c4.JPG" alt="c4.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/17/adveniat-in-brasilien-wie-lebt-es-sich-in-der-reichsten-stadt-lateinamerikas-der-siebtgrosten-wirtschaftsnation-nach-acht-jahren-lula-regierung-adveniat-gottesdienst-in-der-favela-cachoeirinha-von/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/17/adveniat-in-brasilien-wie-lebt-es-sich-in-der-reichsten-stadt-lateinamerikas-der-siebtgrosten-wirtschaftsnation-nach-acht-jahren-lula-regierung-adveniat-gottesdienst-in-der-favela-cachoeirinha-von/</strong></a></p>
<p><strong>Wie in deutschsprachigen Zeitungen und Zeitschriften die  Situation interpretiert wird:</strong></p>
<h2>”Das Leben in Brasilien ist leicht und unbeschwert. Probieren Sie es     selbst.” Deutschsprachige Tourismuspropaganda.</h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/28/brasilien-nach-acht-jahren-lula-regierungwarum-hat-sao-paulo-noch-2627-slums-fragt-die-wichtigste-qualitatszeitung-o-estado-de-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/28/brasilien-nach-acht-jahren-lula-regierungwarum-hat-sao-paulo-noch-2627-slums-fragt-die-wichtigste-qualitatszeitung-o-estado-de-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c5.JPG" alt="c5.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/brasiliens-hohe-rate-von-behinderten-2391-prozent-der-bevolkerung-gegenuber-rund-1-prozent-in-hochentwickelten-landern-laut-studien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/brasiliens-hohe-rate-von-behinderten-2391-prozent-der-bevolkerung-gegenuber-rund-1-prozent-in-hochentwickelten-landern-laut-studien/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c9.JPG" alt="c9.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/24/brasilien-wurde-unter-lula-rousseff-zum-auswanderungsland-bye-bye-brasil-sergio-costa-soziologie-professor-an-der-fu-berlin-bestatigt-die-entwicklung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/24/brasilien-wurde-unter-lula-rousseff-zum-auswanderungsland-bye-bye-brasil-sergio-costa-soziologie-professor-an-der-fu-berlin-bestatigt-die-entwicklung/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c6.JPG" alt="c6.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c8.JPG" alt="c8.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/24/sos-kinderdorfer-in-brasilien-unter-rousseff-lula-zahlreiche-hilfsprojekte-deutschlands-der-schweiz-und-osterreichs-in-boomland-global-player-rassismus-in-brasilien-mauricio-pestana-analysier/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/24/sos-kinderdorfer-in-brasilien-unter-rousseff-lula-zahlreiche-hilfsprojekte-deutschlands-der-schweiz-und-osterreichs-in-boomland-global-player-rassismus-in-brasilien-mauricio-pestana-analysier/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c7.JPG" alt="c7.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/08/brasiliens-favela-menschenrechtsaktivisten-eliana-takeko-kanashiro-de-araujo-prasidentin-der-associacao-futuro-melhor-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/08/brasiliens-favela-menschenrechtsaktivisten-eliana-takeko-kanashiro-de-araujo-prasidentin-der-associacao-futuro-melhor-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/26/zdf-und-adveniat-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-verschiedene-sichtweisen-der-gravierenden-menschenrechtslage-brasiliens-je-nach-wertvorstellungen-und-vorschriftenkatalog/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/26/zdf-und-adveniat-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-verschiedene-sichtweisen-der-gravierenden-menschenrechtslage-brasiliens-je-nach-wertvorstellungen-und-vorschriftenkatalog/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/25/nine-most-horrible-places-in-the-world-favela-slums-von-rio-de-janeiro-aus-sicht-des-bric-staats-china-subkultur-von-umweltzerstorung-armut-und-gangstern-cubatao-bei-sao-paulo-an-sieb/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/25/nine-most-horrible-places-in-the-world-favela-slums-von-rio-de-janeiro-aus-sicht-des-bric-staats-china-subkultur-von-umweltzerstorung-armut-und-gangstern-cubatao-bei-sao-paulo-an-sieb/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/</strong></a></p>
<p><strong>Favelakinder Sao Paulos &#8211; Fotoserie:<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/28/favelakinder-in-sao-paulo-gesichter-brasiliens/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/28/favelakinder-in-sao-paulo-gesichter-brasiliens/</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/crackpaarhelvetia.JPG" alt="crackpaarhelvetia.JPG" /></p>
<p><strong>Zwei Crack-Süchtige, laut brasilianischen Augenzeugen, vor        Bahnhofseingang, Dezember 2011, nahe der Kulturbehörde des  Teilstaats       Sao Paulo.</strong></p>
<p><strong>Crack-Epidemie unter der Lula-Rousseff-Regierung:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/03/brasiliens-crack-epidemie-unter-der-rousseff-regierung-wie-crack-wirktverkehrsumleitung-wegen-offener-crack-szene-die-strasen-total-verstopft-in-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/03/brasiliens-crack-epidemie-unter-der-rousseff-regierung-wie-crack-wirktverkehrsumleitung-wegen-offener-crack-szene-die-strasen-total-verstopft-in-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/16/brasil-cazuza-und-gal-costa-1989-youtube-anklicken/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/16/brasil-cazuza-und-gal-costa-1989-youtube-anklicken/</strong></a></p>
<h2>Bundespräsident Christian Wulff in Brasilien  2011 &#8211; Texte, Fotos.   Bundespräsident Horst Köhler 2007 in Sao Paulo.  “Alemao renuncia por   falar demais. Gafe leva presidente a renuncia na  Alemanha”.   (Qualitätszeitung O Globo, Rio de Janeiro) “Se o procedimento  fosse   adotado por aqui…deixa pra la. Com todo o respeito.” <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11988" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/bundesprasident-christian-wulff-in-brasilien-2011/" rel="tag">Bundespräsident Christian Wulff in Brasilien 2011</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/05/wulfflancelotti1.JPG" alt="wulfflancelotti1.JPG" /></p>
<p><strong>Wulff und Menschenrechtspriester Julio Lancelotti.</strong></p>
<p><strong>Deutscher Bundespräsident Christian Wulff und die Obdachlosen Brasiliens:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/05/erneut-obdachloser-sao-paulos-verbrannt-polizei-ermittelt-wegen-verbrechenshintergrund-deutscher-bundesprasident-wulff-besucht-obdachlosengemeinde-der-megacity/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/05/erneut-obdachloser-sao-paulos-verbrannt-polizei-ermittelt-wegen-verbrechenshintergrund-deutscher-bundesprasident-wulff-besucht-obdachlosengemeinde-der-megacity/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/07/wulffwerkstatt2.JPG" alt="wulffwerkstatt2.JPG" /></p>
<p><strong>Deutscher Bundespräsident Christian Wulff 2011  in Obdachlosen-Werkstattprojekt der katholischen Kirche in Sao Paulo.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/17/obdachlose-in-sao-paulo-wahrend-des-wulff-besuchs-lebendig-verbrannt-brasiliens-wichtigster-befreiungstheologe-im-website-interview-ein-land-der-kontraste/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/17/obdachlose-in-sao-paulo-wahrend-des-wulff-besuchs-lebendig-verbrannt-brasiliens-wichtigster-befreiungstheologe-im-website-interview-ein-land-der-kontraste/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/deutscher-bundesprasident-christian-wulff-in-sao-paulo-mai-2011-obdachlosengemeinde-der-erzdiozese-hedwig-knist-vikar-julio-lancelotti/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/deutscher-bundesprasident-christian-wulff-in-sao-paulo-mai-2011-obdachlosengemeinde-der-erzdiozese-hedwig-knist-vikar-julio-lancelotti/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/05/brasiliens-obdachlose-video-anklicken-menschenrechtspriester-julio-lancelotti-von-sao-paulo-hedwig-knist-aus-der-diozese-mainz-deutscher-bundesprasident-christian-wulff/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/05/brasiliens-obdachlose-video-anklicken-menschenrechtspriester-julio-lancelotti-von-sao-paulo-hedwig-knist-aus-der-diozese-mainz-deutscher-bundesprasident-christian-wulff/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/09/ein-brasilianischer-obdachloser-wird-in-sao-paulo-lebendig-verbrannt-autos-fahren-vorbei-leute-schauen-zuvideo-anklicken/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/09/ein-brasilianischer-obdachloser-wird-in-sao-paulo-lebendig-verbrannt-autos-fahren-vorbei-leute-schauen-zuvideo-anklicken/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/07/deutscher-bundesprasident-christian-wulff-macht-ungeplante-stadtbesichtigung-in-sao-paulo-prasidentenmaschine-defekt/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/07/deutscher-bundesprasident-christian-wulff-macht-ungeplante-stadtbesichtigung-in-sao-paulo-prasidentenmaschine-defekt/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/07/wulff-lasst-thyssen-krupp-stehen-financial-times-der-deutsche-bundesprasident-in-brasilien-keine-station-mehr-in-der-scheiterhaufenstadt/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/07/wulff-lasst-thyssen-krupp-stehen-financial-times-der-deutsche-bundesprasident-in-brasilien-keine-station-mehr-in-der-scheiterhaufenstadt/</strong></a></p>
<h2>Deutscher Bundespräsident Christian Wulff in Sao Paulo, Mai 2011 &#8211; jüdische Gemeinde. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=9671" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/05/wulffsynagoge1.JPG" alt="wulffsynagoge1.JPG" /></p>
<p><strong>Wulff in der jüdischen Gemeinde Sao Paulos.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/05/wulffsynagoge2.JPG" alt="wulffsynagoge2.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/29/deutscher-bundesprasident-christian-wulff-besucht-am-6mai-2011-die-judische-gemeinde-sao-paulos/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/29/deutscher-bundesprasident-christian-wulff-besucht-am-6mai-2011-die-judische-gemeinde-sao-paulos/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/deutscher-bundesprasident-christian-wulff-in-sao-paulo-mai-2011-obdachlosengemeinde-der-erzdiozese-hedwig-knist-vikar-julio-lancelotti/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/deutscher-bundesprasident-christian-wulff-in-sao-paulo-mai-2011-obdachlosengemeinde-der-erzdiozese-hedwig-knist-vikar-julio-lancelotti/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/05/wulffsynagoge3.JPG" alt="wulffsynagoge3.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/dilma-rousseff-appelliert-an-bundesprasident-wulff-sich-fur-den-bau-des-atomkraftwerks-angra-3-bei-rio-die-exportburgschaft-einzusetzen-melden-brasiliens-medien-die-grosen-atom-plane-brasilias/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/dilma-rousseff-appelliert-an-bundesprasident-wulff-sich-fur-den-bau-des-atomkraftwerks-angra-3-bei-rio-die-exportburgschaft-einzusetzen-melden-brasiliens-medien-die-grosen-atom-plane-brasilias/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/05/wulffrabbiner1.JPG" alt="wulffrabbiner1.JPG" /></p>
<p><strong>Die Wulffs und der Rabbiner.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/dilma-rousseff-und-deutscher-bundesprasident-christian-wulff-brasiliens-medien-stellen-auserung-zum-libyenkrieg-heraus-interventionistische-gewalt-in-nordafrika-und-im-mittleren-ostenrousseff/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/dilma-rousseff-und-deutscher-bundesprasident-christian-wulff-brasiliens-medien-stellen-auserung-zum-libyenkrieg-heraus-interventionistische-gewalt-in-nordafrika-und-im-mittleren-ostenrousseff/</a></p>
<p><a href="http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html">http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html</a></p>
<h2>              <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/dilma-rousseff-appelliert-an-bundesprasident-wulff-sich-fur-den-bau-des-atomkraftwerks-angra-3-bei-rio-die-exportburgschaft-einzusetzen-melden-brasiliens-medien-die-grosen-atom-plane-brasilias/" rel="bookmark">Dilma     Rousseff appelliert an Bundespräsident Wulff, sich für den Bau des     Atomkraftwerks Angra 3 bei Rio, die deutsche Exportbürgschaft     einzusetzen, melden Brasiliens Medien. Die großen Atom-Pläne Brasilias.     “Dilma faz apelo por Angra 3 &#8211; Financiamento alemao á usina pode ser     cancelado.”</a></h2>
<p>Freitag, 06. Mai 2011 von Klaus Hart   <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=9668" title="Beitrag bearbeiten">**</a></p>
<p><strong>Wie es hieß, habe Wulff gegenüber Rousseff auf  internen    Druck zugunsten der Aufkündigung der Exportbürgschaft  hingewiesen,  die    dem zuständigen deutsch-französischen Nuklearkonzern  AREVA gewährt    worden sei. Ein brasilianischer Regierungsfunktionär habe  kommentiert,    daß bislang anzunehmen  sei, daß Deutschland den Kontrakt  nicht    einseitig breche &#8211; und sei es aus Imagegründen. Es handele sich um  eine    Bürgschaft über 1,5 Milliarden Euro. </strong></p>
<p><strong>Brasiliens Atomkraftwerke-Programm:</strong>  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/27/brasiliens-atomkraftwerke-programm-lula-dekretierte-kurz-vor-amtsabtritt-noch-totale-steuerbefreiung-fur-nuklearimporte-laut-landesmedien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/27/brasiliens-atomkraftwerke-programm-lula-dekretierte-kurz-vor-amtsabtritt-noch-totale-steuerbefreiung-fur-nuklearimporte-laut-landesmedien/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/28/greenpeace-contra-atomkraftwerk-angra-3-in-brasilien-eine-deutsch-franzosische-firma-baut-es-bei-rio-de-janeiro-mit-hermes-burgschaft/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/28/greenpeace-contra-atomkraftwerk-angra-3-in-brasilien-eine-deutsch-franzosische-firma-baut-es-bei-rio-de-janeiro-mit-hermes-burgschaft/</a></p>
<p><strong>Rousseff zur Libyen-Intervention: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/dilma-rousseff-und-deutscher-bundesprasident-christian-wulff-brasiliens-medien-stellen-auserung-zum-libyenkrieg-heraus-interventionistische-gewalt-in-nordafrika-und-im-mittleren-ostenrousseff/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/dilma-rousseff-und-deutscher-bundesprasident-christian-wulff-brasiliens-medien-stellen-auserung-zum-libyenkrieg-heraus-interventionistische-gewalt-in-nordafrika-und-im-mittleren-ostenrousseff/</a></p>
<p><strong>Wulff in Rio:</strong>  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/erneut-schuler-rio-de-janeiros-mitten-im-unterricht-getotet-durch-verirrte-kugel-eines-feuergefechts-weiter-gravierende-menschenrechtslage-folter-scheiterhaufen-todesschwadronen-paramilitarisch/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/erneut-schuler-rio-de-janeiros-mitten-im-unterricht-getotet-durch-verirrte-kugel-eines-feuergefechts-weiter-gravierende-menschenrechtslage-folter-scheiterhaufen-todesschwadronen-paramilitarisch/</a></p>
<p><strong>Brasiliens Scheiterhaufen:</strong>  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/29/brasiliens-scheiterhaufen-erstmals-in-einer-anklagenden-inszenierung-der-scheiterhaufenstadt-rio-de-janeiro-zu-sehen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/29/brasiliens-scheiterhaufen-erstmals-in-einer-anklagenden-inszenierung-der-scheiterhaufenstadt-rio-de-janeiro-zu-sehen/</a></p>
<p><a href="http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html">http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/dilma-rousseff-und-deutscher-bundesprasident-christian-wulff-brasiliens-medien-stellen-auserung-zum-libyenkrieg-heraus-interventionistische-gewalt-in-nordafrika-und-im-mittleren-ostenrousseff/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/dilma-rousseff-und-deutscher-bundesprasident-christian-wulff-brasiliens-medien-stellen-auserung-zum-libyenkrieg-heraus-interventionistische-gewalt-in-nordafrika-und-im-mittleren-ostenrousseff/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/brasiliens-prasidentin-rousseff-gibt-abkommen-mit-deutschland-uber-pac-sowie-projekte-fur-fusball-wm-und-olympische-spiele-bekannt-melden-landesmedien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/brasiliens-prasidentin-rousseff-gibt-abkommen-mit-deutschland-uber-pac-sowie-projekte-fur-fusball-wm-und-olympische-spiele-bekannt-melden-landesmedien/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/05/deutscher-bundesprasident-christian-wulff-trifft-brasiliens-prasidentin-dilma-rousseff-in-brasilia/"><strong> http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/05/deutscher-bundesprasident-christian-wulff-trifft-brasiliens-prasidentin-dilma-rousseff-in-brasilia/</strong></a></p>
<p><strong>Bundespräsident Horst Köhler in Sao Paulo.</strong></p>
<h2>Horst Köhler, Sao Paulo, Brasilien. “Alemao  renuncia por falar    demais. Gafe leva presidente Ã¡ renuncia na  Alemanha”.    (Qualitätszeitung O Globo, Rio de Janeiro) “Se o procedimento  fosse    adotado por aqui…deixa pra la. Com todo o respeito.” <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=5589" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/1194092/”&gt;http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/1194092/</p>
<p><a href="http://www.dradio.de/aktuell/1191138/">http://www.dradio.de/aktuell/1191138/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/05/horstkohlersp1.JPG" alt="horstkohlersp1.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/05/scheiterhaufen-in-sao-paulo-mindestens-15-menschen-in-der-megacity-seit-jahresbeginn-lebendig-verbrannt-laut-landesmedien-fogo-para-matar-rivais/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/05/scheiterhaufen-in-sao-paulo-mindestens-15-menschen-in-der-megacity-seit-jahresbeginn-lebendig-verbrannt-laut-landesmedien-fogo-para-matar-rivais/</a></p>
<p><a href="http://www.bundespraesident.de/-,2.636170/Bundespraesident-Horst-Koehler.htm?global.printview=2">http://www.bundespraesident.de/-,2.636170/Bundespraesident-Horst-Koehler.htm?global.printview=2</a></p>
<p><a href="http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57822">http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57822</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/05/horstkohlersp3.JPG" alt="horstkohlersp3.JPG" /></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/05/horstkohlersp2.JPG" alt="horstkohlersp2.JPG" /></p>
<p><a href="https://www2.gestao.presidencia.serpro.gov.br/clientes/presidencia/presidencia/casa_civil/noticias/banco_de_imagens/03122009G00047red.JPG/view">https://www2.gestao.presidencia.serpro.gov.br/clientes/presidencia/presidencia/casa_civil/noticias/banco_de_imagens/03122009G00047red.JPG/view</a></p>
<p><a href="http://www.welt.de/politik/ausland/article751532/Viele_Kinder_und_viele_Frauen.html"><strong>http://www.welt.de/politik/ausland/article751532/Viele_Kinder_und_viele_Frauen.html</strong></a></p>
<p><strong>Brasiliens Korruptionskrise &#8211; nationale Politikexperten vergleichen stets politisches Vorgehen in Deutschland und Brasilien:</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/03/brasiliens-endlose-korruptionskrise-der-rousseff-regierung-keine-bestrafung-der-sechs-nach-medienenthullungen-wegen-korruptionsverdacht-entlassenen-minister-laut-folha-de-sao-paulo/"><strong>        http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/03/brasiliens-endlose-korruptionskrise-der-rousseff-regierung-keine-bestrafung-der-sechs-nach-medienenthullungen-wegen-korruptionsverdacht-entlassenen-minister-laut-folha-de-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/12/brasilienes-wird-immer-noch-sehr-viel-gefoltertdeutsche-petra-pfaller-aus-der-katholischen-gefangenenseelsorge-brasiliens-2011-uber-die-menschenrechtslage-unter-lula-rousseff/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/12/brasilienes-wird-immer-noch-sehr-viel-gefoltertdeutsche-petra-pfaller-aus-der-katholischen-gefangenenseelsorge-brasiliens-2011-uber-die-menschenrechtslage-unter-lula-rousseff/</strong></a></p>
<h2>EU-Lateinamerika-Karibik-Stiftung startet in  Hamburg. “Wir teilen   die Werte der individuellen Freiheit, der  Herrschaft des Rechts und der   Menschenrechte.” Bundesaußenminister  Westerwelle. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11470" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://www.welt.de/regionales/hamburg/article13703820/EU-Lateinamerika-Karibik-Stiftung-nimmt-Arbeit-auf.html"><strong>http://www.welt.de/regionales/hamburg/article13703820/EU-Lateinamerika-Karibik-Stiftung-nimmt-Arbeit-auf.html</strong></a></p>
<p><a href="http://www.brasil.diplo.de/Vertretung/brasilien/pt/01__Willkommen/Noticias_202010/Rede_20Westerwelle_20EULAK_20Stiftung.html"><strong>http://www.brasil.diplo.de/Vertretung/brasilien/pt/01__Willkommen/Noticias_202010/Rede_20Westerwelle_20EULAK_20Stiftung.html</strong></a></p>
<p><strong>Slumwachstum im “Boom”-Land: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/26/boom-land-brasilienslum-wachstum-ist-ruckschritto-globo-mehr-slumbewohner-selbst-laut-offiziellen-angaben-erstes-rousseff-amtsjahr/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/26/boom-land-brasilienslum-wachstum-ist-ruckschritto-globo-mehr-slumbewohner-selbst-laut-offiziellen-angaben-erstes-rousseff-amtsjahr/</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/foltertododiapastoralglobo.JPG" alt="foltertododiapastoralglobo.JPG" /></p>
<p><strong>“Jeden Tag wird in Brasilien gefoltert.” Ausriß</strong> <strong>2011</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/09/brasiliens-menschenrechtslage-in-den-slums-weiter-banditen-diktatur-selbst-im-complexo-do-alemao-von-rio-de-janeiro-bewaffnete-gangster-verkaufen-nach-wie-vor-drogen-trotz-militarprasenz-laut/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/09/brasiliens-menschenrechtslage-in-den-slums-weiter-banditen-diktatur-selbst-im-complexo-do-alemao-von-rio-de-janeiro-bewaffnete-gangster-verkaufen-nach-wie-vor-drogen-trotz-militarprasenz-laut/</strong></a></p>
<p><strong>Auswanderungsland:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/26/bye-bye-brasil-auslander-verlassen-sao-paulo-und-rio-de-janeiro-laut-offizieller-statistik-auswanderungsland-brasilien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/26/bye-bye-brasil-auslander-verlassen-sao-paulo-und-rio-de-janeiro-laut-offizieller-statistik-auswanderungsland-brasilien/</strong></a></p>
<p><strong>Hunger in Brasilien:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/24/in-brasilien-existiert-weiter-hunger-das-problem-wurde-langst-nicht-beseitigt-jose-francisco-leiter-der-franziskaner-sozialprojekte-in-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/24/in-brasilien-existiert-weiter-hunger-das-problem-wurde-langst-nicht-beseitigt-jose-francisco-leiter-der-franziskaner-sozialprojekte-in-sao-paulo/</strong></a></p>
<h2>Brasiliens Widersprüche, Stefan Zweig, die  Goethe-Gesellschaft.    “Diese tiefen Widersprüche in der brasilianischen  Gesellschaft sind    damals von Goethe nicht erfaßt worden. Heute sind  diese Widersprüche    noch tiefer.” Dr. Marcus Mazzari, Präsident der  Goethe-Gesellschaft    Brasiliens. Wie Stefan Zweig bewußt  beschönigte…Alberto Dines im    Website-Interview. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11467" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/07/rio-de-janeiro-der-tod-des-kameramanns-bei-feuergefecht/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/07/rio-de-janeiro-der-tod-des-kameramanns-bei-feuergefecht/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/stefan-zweig/" rel="tag"> </a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/01/albertodinesneu.JPG" alt="albertodinesneu.JPG" /></p>
<p><strong>Der jüdische Zweig-Experte Alberto Dines in Sao Paulo beim Website-Interview.</strong></p>
<h2>Prof. Dr. Marcus Mazzari, Präsident der  Goethe-Gesellschaft     Brasiliens. “Associacao Goethe do Brasil”. Gesichter  Brasiliens. Goethe     und Martius: “Neigung zum Harmonisieren der  Konflikte und    Widersprüche  Brasiliens.” Stefan Zweig habe ebenfalls  vieles    beschönigt. Wikileaks.</h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/stefan-zweig/" rel="tag"> </a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/09/marcusmazzari.jpg" alt="marcusmazzari.jpg" /></p>
<p><strong>Dr. Mazzari, Professor an der Bundesuniversität Sao      Paulo,  betonte im Website-Interview seine tiefe Bewunderung für Johann      Wolfgang von Goethe, ebenso für dessen engen Freund Carl Friedrich      Philipp von Martius. Dies verleitet Dr. Mazzari indessen keineswegs  zu     Einseitigkeiten, wie nicht selten in der Goethe-Szene zu  beobachten   ist.   Vielmehr besticht an dem Präsidenten der  Goethe-Gesellschaft    Brasiliens  neben der profunden  wissenschaftlichen Kenntnis beider    Persönlichkeiten  auch die  kritische Sicht: “Sowohl Goethe als auch    Martius haben eine  Neigung  zum Harmonisieren der Konflikte und    Widersprüche. Die haben über   vieles hinweggesehen in Brasilien. Martius    schrieb an Goethe, daß   Brasilien eine große Zukunft bevorstünde:    `Brasilien macht eine   harmonische Entwicklung durch.` Und so war es ja    nicht. Diese tiefen   Widersprüche in der brasilianischen Gesellschaft    sind damals von  Goethe  nicht erfaßt worden. Heute sind diese    Widersprüche noch  tiefer.” </strong></p>
<p><strong>Als Martius Brasilien bereiste, herrschte dort      u.a. grauenvollste Sklaverei. Bis heute ist die Sklavenarbeit nicht      abgeschafft worden. </strong></p>
<p><strong>Goethe-Kongreß in Sao Paulo 2009 mit Dr. Marcus Mazzari und Dr. Jochen Golz aus Weimar:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/04/goethe-institut-sao-paulo-erster-internationaler-kongres-der-neu-gegrundeten-goethe-gesellschaft-brasiliens/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/04/goethe-institut-sao-paulo-erster-internationaler-kongres-der-neu-gegrundeten-goethe-gesellschaft-brasiliens/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/</a></p>
<p><strong>“Martius spricht von Brasilien als einem glückseligen Land &#8211;      zur Sklavenzeit. Soviel Blut wurde in Brasilien vergossen. Das hat      Martius nicht sehen wollen. Und Goethe auch nicht.”</strong></p>
<p><strong>Bereits zu Goethes Zeiten war Brasilien ein berüchtigter Folterstaat, wurden schwarze Sklaven lebendig verbrannt. </strong></p>
<p><strong> <img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/10/angeloagostinosklavenverbrennung.JPG" alt="angeloagostinosklavenverbrennung.JPG" />Bild von Angelo Agostino.</strong></p>
<p><strong>Indianerstämme versklavten andere indianische Gemeinschaften,      folterten unterworfene Indios anderer Stämme.  Heute ist      in Lateinamerikas größter Demokratie laut UNO und Amnesty International      weiterhin Folter üblich, lodern Scheiterhaufen in Rio de Janeiro,  Sao     Paulo oder Salvador da Bahia. </strong></p>
<p>Â <a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/668242/">http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/668242/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/10/brasiliens-tupi-indianer-lehrbuch-mit-folterszenen-schockt-schuler-laut-zeitung-o-dia-franzosische-gravur-zeigt-foltern-gegnerischer-indiostamme/#more-2585">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/10/brasiliens-tupi-indianer-lehrbuch-mit-folterszenen-schockt-schuler-laut-zeitung-o-dia-franzosische-gravur-zeigt-foltern-gegnerischer-indiostamme/#more-2585</a></p>
<p><strong>Professor Mazzari kritisiert zudem  das Buch “Brasilien &#8211; ein      Land der Zukunft” von Stefan Zweig: “Er hat vieles beschönigt &#8211; es    ist   ein Wunschbild.” </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/21/stefan-zweig-und-judenhasser-getulio-vargas/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/21/stefan-zweig-und-judenhasser-getulio-vargas/</a></p>
<p><strong>Wikileaks:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/16/der-judesao-paulo-gouverneur-goldman-und-der-lula-minister-samuel-pinheiro-guimaraes-anhanger-der-nazifaschistischen-achse-existieren-noch-in-der-brasilianischen-diplomatie-in-erinnerung-an-di/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/16/der-judesao-paulo-gouverneur-goldman-und-der-lula-minister-samuel-pinheiro-guimaraes-anhanger-der-nazifaschistischen-achse-existieren-noch-in-der-brasilianischen-diplomatie-in-erinnerung-an-di/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/19/gestapo-folter-unter-brasiliens-diktator-getulio-vargas-trager-des-bundesverdienstkreuzes-der-fall-des-deutschen-harry-berger/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/19/gestapo-folter-unter-brasiliens-diktator-getulio-vargas-trager-des-bundesverdienstkreuzes-der-fall-des-deutschen-harry-berger/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/07/alberto-dines-stefan-zweig-experte-sao-paulo/#more-2523">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/07/alberto-dines-stefan-zweig-experte-sao-paulo/#more-2523</a></p>
<p><strong>Filmemacher Paulo Lins (City of God): <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/20/paulo-lins-gesichter-brasiliens/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/20/paulo-lins-gesichter-brasiliens/</a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/15/httpwwwgoethebrasilde/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/15/httpwwwgoethebrasilde/</a></p>
<p><strong>Goethe und der Kannibalismus:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/16/goethe-und-der-kannibalismus-in-brasilien-todeslied-eines-gefangenenbrasilianisch/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/16/goethe-und-der-kannibalismus-in-brasilien-todeslied-eines-gefangenenbrasilianisch/</a></p>
<p><strong> 1830 ging der deutsche Naturforscher F.J.F. Meyen  durch      Rios Sklavenmarkt in der Rua Camerino und schrieb in sein Tagebuch:”Das      Schicksal wird sich an den Weißen für die Unthaten rächen, die sie    seit   Jahrhunderten an Millionen von Negern begangen haben. Die    Magazine der   Sclavenhändler waren mit das Erste, das wir hier    besuchten, um endlich   selbst diesen, aller Würde der Menschheit    entehrenden  Handel mit   anzusehen. Wir fanden mehrere Hundert dieser    unglücklichen Geschöpfe in   solchen Läden. Sie saßen reihenweise auf    kleinen Bänken oder   niedergekauert auf der Erde und ihr Zustand war    schaudererregend. Es   waren meistens Kinder, die hier angeboten  wurden,   fast alle waren   gezeichnet mit glühenden Eisen. Zu unserem  Erstaunen   fanden wir auch zu   Rio Landsleute, die durch ihre Bildung  und   Humanität allgemein bekannt   sind, und die uns doch mit kalten  Worten   erklärten, wir mögten ja nicht   glauben, daß die Neger zu  unserem   Menschen-Geschlecht gehörten und   gleiche Ansprüche zu machen    berechtigt wären. Die Menschheit wird es   einst nicht glauben, wenn  wir   mittheilen, da man zuweilen die Neger   selbst zur Zucht hält, wie  man   bei uns die Pferdezucht in Gestüten   betreibt. Man kauft junge    Negressen bloß zum Kinder-Erzeugen…Auch die   Milch der Negressen    benutzt man  zum Handel und verkauft sie als   Kuhmilch; deshalb kommt    zu Rio, in den Häusern der Fremden, wenn sie   nicht selbst Kühe    besitzen, niemals Milch zum Vorschein, die hier   überhaupt sehr teuer    ist. Erst der Mangel an Sclaven wird die   Brasilianer arbeiten    lehren,und dann wird eine neue Epoche für Brasilien   beginnen. Schon    sehen sie mit neidischen Augen auf die Fremden, die   sich in ihrem    Lande niedergelassen haben, und durch bittere Erfahrungen   und harte    Arbeit mehr oder weniger zum Wohlstande gekommen sind. Wenn   hier eine    vornehme Familie einen Abend-Spaziergang macht, so gehen die   Töchter    voran; in einiger Entfernung folgt das Elternpaar und eine Menge      Sclaven schließen den Zug; langsamen und angemessenen Schrittes bewegt      sich die Gesellschaft fort.” In der Rua Camerino, in der bis heute     nicht  ein einziges Denkmal, keine Tafel an einen der größten     Sklavenmärkte  der Weltgeschichte erinnert, begingen viele Schwarze aus     Verzweiflung  Selbstmord. </strong></p>
<p><strong>…fanden wir auch zu Rio Landsleute…: Bezog sich Meyen etwa auf Personen auch aus dem Freundes-und Bekanntenkreis Goethes?</strong></p>
<p><strong>Brasilienreisender Martius: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/08/der-deutsche-brasilienreisende-martius-uber-kindstotung-kinderverkauf-kannibalismus-sklaverei-bei-den-indianern-brasiliens/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/08/der-deutsche-brasilienreisende-martius-uber-kindstotung-kinderverkauf-kannibalismus-sklaverei-bei-den-indianern-brasiliens/</a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/20/goethe-institut-sao-paulo-seminar-mit-marianne-birthler-uber-vergangenheitsbewaltigung-in-brasilien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/20/goethe-institut-sao-paulo-seminar-mit-marianne-birthler-uber-vergangenheitsbewaltigung-in-brasilien/</a></p>
<p><strong>Hans Magnus Enzensberger im Goethe-Institut Sao Paulo:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/22/shintoist-bairro-liberdade-sao-paulo-gesichter-brasiliens/">hthttp://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/13/hans-magnus-enzensberger-sao-paulo-goethe-institut/</a></p>
<p><strong>Sammlung von Theaterkritiken zur “Amazonasoper”:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/12/die-mit-grosen-medialen-vorschuslorbeeren-bedachte-amazonasoper-eine-sammlung-von-theaterkritiken-uber-das-resultat/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/12/die-mit-grosen-medialen-vorschuslorbeeren-bedachte-amazonasoper-eine-sammlung-von-theaterkritiken-uber-das-resultat/</a></p>
<p><strong>”Im Xingu-Reservat werden Zwillinge stets gleich bei der Geburt eliminiert. Gebrüder Villas-Boas, Indianerexperten.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/05/amazonasindianer-als-erfahrene-goldgraber-nach-dem-vorbild-mit-den-techniken-der-stets-offiziell-kritisierten-nichtindianischen-eindringlinge-laut-landesmedien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/05/amazonasindianer-als-erfahrene-goldgraber-nach-dem-vorbild-mit-den-techniken-der-stets-offiziell-kritisierten-nichtindianischen-eindringlinge-laut-landesmedien/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/20/brasiliens-massengraber-erschreckend-hohe-zahl-von-toten-monatlich-in-massengrabern-verscharrt-laut-menschenrechtspriester-julio-lancelotti-in-sao-paulo/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/20/brasiliens-massengraber-erschreckend-hohe-zahl-von-toten-monatlich-in-massengrabern-verscharrt-laut-menschenrechtspriester-julio-lancelotti-in-sao-paulo/</a></p>
<p><strong>Brasiliens Auslandspropaganda:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/</a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=XkvjkxERac4">http://www.youtube.com/watch?v=Xkv</a></p>
<h2>Stefan Zweig und Judenhasser Getulio Vargas,  Träger des     Bundesverdienstkreuzes. Die engen Beziehungen von Vargas zur  GESTAPO     Adolf Hitlers. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=131" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/stefan-zweig/" rel="tag"> </a></p>
<p><strong> Deutschlandradio Kultur &#8211; Hitlers “Mein Kampf” &#8211; ein Bestseller in Brasilien: <a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/676160/">http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/676160/</a></strong></p>
<p><strong>„Das erfundene Paradies”<br />
Biograph Alberto Dines: “Er hat die Augen vor vielem verschlossen”</strong><br />
<strong>Zu den geschicktesten Schachzügen der antisemitischen Diktatur      des Hitlerverehrers Getulio Vargas gehörte, den Schriftsteller Stefan      Zweig in die Auslandspropaganda des Regimes einzuspannen und   gewünschte    Brasilienklischees weltweit zu verbreiten. Die Wirkungen   sind bis  heute   spürbar: Vor 65 Jahren veröffentlichte Stefan Zweig   sein Buch   “Brasilien  &#8211; ein Land der Zukunft” &#8211; bis heute ist es ein     Weltbestseller, ein  Klassiker der Brasilienliteratur und weckt auch   bei   Deutschen aller  Generationen nach wie vor Interesse, sogar     Begeisterung für das  Tropenland.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/19/gestapo-folter-unter-brasiliens-diktator-getulio-vargas-trager-des-bundesverdienstkreuzes-der-fall-des-deutschen-harry-berger/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/19/gestapo-folter-unter-brasiliens-diktator-getulio-vargas-trager-des-bundesverdienstkreuzes-der-fall-des-deutschen-harry-berger/</a></p>
<p><strong> Wer Brasiliens gravierende  Menschenrechtsprobleme,     Rassismus und fortexistierende  Sklavenhaltermentalität, die keineswegs     neuen Sozialkontraste indessen  genauer kennt, fragt sich bei der     Lektüre des literarischen  Meisterwerks, ob Zweig nicht gelegentlich     irrte, idealisierte,  romantisierte, übertrieb, gar opportunistisch mit     historischen  Wahrheiten umsprang, sich da realitätsfremd ein     Tropenparadies  zurechtschrieb. Der brasilianische Zweig-Biograph     Alberto Dines aus Sao  Paulo spart just aus solchen Gründen nicht mit     Kritik.<br />
Dines hat bei der edition Büchergilde in Frankfurt am Main seine rund      700 Seiten starke Zweig-Biographie „Tod im Paradies” veröffentlicht.<br />
Der Journalist und Autor zählt zu den bekannten jüdischen      Persönlichkeiten Brasiliens und hat als Junge Stefan Zweig in Rio de      Janeiro noch persönlich kennengelernt. Wer heute dessen Werk „Brasilien  “     ein Land der Zukunft” lesen und verstehen wolle, so Dines im      Website-Exklusivinterview, müsse stets die Persönlichkeit, das      Charakterprofil des Dichters sowie den damaligen historischen Kontext im      Blick haben. Dies betreffe Zweigs Lob für Brasiliens Rassenharmonie      ebenso wie seine Beschönigung des Lebens in den Slums. Neue Studien      brasilianischer Wissenschaftler, aber auch der Vereinten Nationen,      beschreiben das grauenhafte Ausmaß von Rassismus und Diskriminierung  in     Brasilien. „Just der brasilianische Staat”, so 2006 Lucia Xavier  von    der  NGO „Criola” in Rio, „welcher den Mythos von der  Rassendemokratie     konstruierte, pflegt den institutionalisierten  Rassismus.” War er     während Stefan Zweigs Aufenthalt etwa  abgemildert, schwächer als heute?     „Damals war all das noch viel  grauenhafter”, konstatiert Alberto   Dines.   Laut Stefan Zweig löste  Brasilien die Rassenfrage geradezu    beispielhaft  und bewundernswert.  Alle Rassen, so der Dichter, lebten in    vollster  Eintracht  miteinander. Dines setzt dagegen, daß von einer    Lösung der   Rassenfrage weder damals noch heute die Rede sein kann.    „Aber es gab   damals nicht jenen aggressiven Rassismus, den Zweig aus    Europa  kannte.  Stefan Zweig war kein Sozialwissenschaftler, kein     Anthropologe, kein  Wirtschaftsexperte &#8211; und sprach auch nicht     portugiesisch.” Deshalb kommt  er wohl zu der irrigen Annahme, in     Brasilien fehlten ein abfälliges,  rassistisches Vokabular,     herabsetzende Worte über Negros. „Solche  Begriffe gibt es durchaus”,     meint Dines. „Es ist unbestreitbar, daß man  viele Jahre braucht, um in     das Leben Brasiliens wirklich einzutauchen &#8211;  und Stefan Zweig sagt     selbst, er sei nur kurze Zeit hier gewesen, habe  nur wenige Orte     besucht. Er war auch kein politisierter Mensch, er  täuschte, irrte     sich, auch in politischen Fragen Brasiliens. Ich denke,  er hat die     Augen vor vielem verschlossen, ich bin da sehr kritisch.”<br />
So behauptet Zweig realitätswidrig, in Brasilien habe man noch nie von      Brutalität gegenüber Tieren, gar von Hahnenkämpfen gehört. Der große      Zweig kann für diese Anmerkung nur ungläubiges Kopfschütteln ernten &#8211;      denn gerade die grausamen Hahnenkämpfe waren damals in Brasilien &#8211;   und    auch in der Region von Rio de Janeiro &#8211; außerordentlich beliebt.   Schwer    vorstellbar, daß Zweig davon nichts mitbekommen hatte. Das    entsetzliche   Vergnügen hatten die portugiesischen Kolonisatoren    mitgebracht, seit   1530 gibt es darüber Berichte. Und selbst Staatschef    Lulas PR-Manager   Duda Mendonca ist bis heute Fan von Hahnenkämpfen,    die ganze Spitze der   Arbeiterpartei wußte stets davon. Bei den von    Anbeginn der  Kolonisierung  bis heute üblichen Brandrodungen sterben    ungezählte, auch  seltenste,  vom Aussterben bedrohte Tiere auf    grausamste Art,  verbrennen lebendig &#8211;  und jeder Brasilianer weiß das    genau. Angesichts  des heute wie damals  extrem sozialdarwinistischen    Alltags von Brasilien  erscheint Zweigs  Beschreibung des    brasilianischen Nationalcharakters,  der  Landesmentalität teilweise wie    ein schlechter Witz. Hans Stern aus  Rio,  jüdischer Besitzer eines    Juwelierkonzerns, nennt Zweigs  Brasilienbuch  daher    „opportunistisch”:”Da schwärmt er von der Harmonie  der Rassen, von  der    Herzensgüte des Volkes, von den bunten, lebhaften  Tropen, in denen     alles blüht, auch wenn es mal welkt.” Zu Zweigs  Zeiten, in den    vierziger  Jahren sei Brasilien ein ganz primitiver Staat  gewesen.<br />
–Zweigs „Geschäft” mit der Vargas-Diktatur “ Buch im Tausch gegen Dauervisum<br />
Alberto Dines erinnert daran, daß damals, 1941, in Brasilien der      Diktator Getulio Vargas an der Macht war, es eine faschistische Partei      mit 600000 Mitgliedern gab, die Politik, die öffentliche Meinung von      grauenhaftem, aggressivem Antisemitismus geprägt waren. Das      Außenministerium “ voller Antisemiten. „1941 schrieben Zeitungen, die      Copacabana sei nicht wiederzuerkennen &#8211; verpestet von Leuten mit      Judennasen!” Regimegegner wurden gefoltert. Ein Vargas-Dekret verbot zur      Hitlerzeit, europäischen Juden, die nach Brasilien flüchten  wollten,     ein Einreisevisum auszustellen “ ungezählte endeten deshalb  in den   KZs.   Für die brasilianische Historikern Maria Tucci Carneiro  aus Sao   Paulo   ist die Vargas-Regierung mitschuldig an nazistischer  Ausrottung,   was   sich jeder Brasilianer endlich einmal bewußt machen  sollte.<br />
Schon 1936 hatte der als antisemitisch verschriene Diktator Vargas in      Rio taktisch geschickt Stefan Zweig empfangen “ genau zwei Tage später      lieferte Vargas die Jüdin Olga Benario an Hitlerdeutschland aus, in      Bernburg wurde sie vergast. „Am 27.August 1936 war die Nachricht  von  der    Auslieferung in den brasilianischen Zeitungen.”<br />
Damals ist der deutschstämmige Filinto Müller gefürchteter Chef der      politischen Polizei, hält mit seinen Leuten enge Kontakte zur Gestapo,      läßt von ihr in Berlin seine Nachwuchskader ausbilden. Alberto Dines      konstatiert: ”Dieses Visum war damals eine kostbare Sache für jeden      Juden, der aus Europa flüchten wollte. Und Stefan Zweig machte eben  ein     Negocio, Geschäft mit der Vargas-Regierung “ er schrieb ein Buch      zugunsten Brasiliens im Tausch gegen ein Dauervisum, erhielt es mit      unglaublicher Leichtigkeit. Und wenn er ein Buch verfaßt, das  günstig     für das Land ist, wird er eben bestimmte Dinge nicht sagen.”  Jorge  Amado    nennt es ein Auftragswerk. Zweig, so heißt es, habe  enge  Kontakte zu    Diktator Vargas unterhalten. Dieser wird stets  positiv  erwähnt.<br />
Das Vargas-Regime macht vorhersehbar offen Propaganda für „Brasilien “      ein Land der Zukunft”. Lourival Fontes, rechte Hand von Vargas und   sein    Propagandachef, charakterisiert das Buch als Dienst an der      brasilianischen Nation. Ausgerechnet vom Goebbels dieses Vargas ließ      sich Zweig, der sich mit Brasilianern nicht in ihrer Landessprache      unterhalten konnte(!), einen Übersetzer stellen sowie eine Reise in den      Nordost-Teilstaat Pernambuco finanzieren. Biograph Dines erinnert     daran,  daß ausgerechnet Mussolini jenen hochintelligenten     Propagandachef  überschwenglich lobte. In der ganzen Welt verstünden nur     drei Personen  den Faschismus “ Fontes sei einer davon. „Mit Stefan     Zweig und anderen  jüdischen Persönlichkeiten ging Fontes sehr     freundschaftlich um &#8211; dem  vor den Nazis geflohenen französischen Juden     Max Fischer half er sogar,  einen Verlag zu gründen. Das ist wichtig “     man muß die brasilianische  Ambiguidade, Zweideutigkeit verstehen,     Brasilien ist ein zweideutiges  Land.” Hat Zweig dies verstanden? „Ah “     das weiß ich nicht.”<br />
Zudem war Stefan Zweig laut Dines eine empfindsame, ängstliche Person,      die nicht polemisierte und auch nicht diskutierte. „Ich hätte nicht   wie    Zweig reagiert “ der damals bereits tief depressiv war. Denn   Zweig   hatte  ja Angst vor dem Krieg, flüchtete deshalb nach Brasilien “   doch   der  Krieg kam ihm nach. In Rio wurden Zivilschutzübungen   abgehalten,   wegen  der deutschen U-Boote lag nachts die Copacabana im   Dunkel.”<br />
Dines zitiert Zweigs Gastgeber in Rio, Abrahao Koogan, der über den      Dichter auf einer Konferenz sagte: ”Er war ein feiger Mensch.”<br />
Als „Brasilien “ ein Land der Zukunft” herauskam, wurde es von der      Presse wegen verschiedenster Ungereimtheiten arg verrissen “ doch      jeglicher Hinweis auf politische Aspekte, gar auf die unterlassene      Kritik am Antisemitismus, fehlte durchweg. Denn wer dies gewagt hätte,      so Alberto Dines, wäre unter der Vargas-Diktatur womöglich verhaftet      worden. Zweig antwortet auf die Vorwürfe “ ausgerechnet in einer  wenig     gelesenen Zeitung der Vargas-Regierung. Manche Buch-Zitate  Zweigs   wirken   wie pure Vargas-PR:”Wer das Brasilien von heute  erlebt, hat   einen  Blick  in die Zukunft getan.” Oder:”Wer Brasilien  wirklich zu   erleben  weiß,  der hat Schönheit genug für sein halbes  Leben gesehen.”   Bis heute  werden  solche Zweig–Sprüche selbst von der  Reisebürowerbung   gerne  übernommen.<br />
In dem Brasilienbuch brilliert er mit anschaulichen Beschreibungen der      nationalen Industrie, der enormen Bodenschätze, der Landwirtschaft.      Nichts davon stammt von ihm, alles hat er von dem Wirtschaftsexperten      Roberto Simonsen übernommen, wie Alberto Dines betont.<br />
Dann zählt er verschiedene Irrtümer Zweigs auf. In Sao Paulo begeisterte      sich dieser an einem Modellgefängnis, das nach den Methoden eines      deutschen Pädagogen und Mediziners geführt wurde. ”Stefan Zweig  glaubte     damals, Brasilien nutze Wissen und Erfahrung anderer Völker   landesweit    und habe daher alle Möglichkeiten zum Wachsen. Doch just   dieses    Modellgefängnis von Sao Paulo wurde zu einer entsetzlichen   riesigen    Anstalt namens CarandirÃ¹ ausgebaut, zur Hölle für unzählige   Häftlinge.    Zweig konnte nicht voraussehen, daß Brasilien ins   Stocken, ja zum    Stillstand kommen würde. Man investierte weder in die   Gefängnisse noch    in die Schulbildung. Statt echter Entwicklung nur   pharaonische  Projekte,   dazu die Auswirkungen der   Bevölkerungsexplosion, der  Korruption und   vieler anderer negativer   Faktoren. Brasilien hat sich  brutalisiert.”<br />
Stefan Zweig hätte auch die Folgen der tiefverwurzelten      Sklavenhaltermentalität erwähnen, den Horror der brasilianischen      Sklaverei schildern müssen. Nichts davon “ stattdessen betont er, in      keinem anderen Land seien die Sklaven so relativ humanitär behandelt      worden. Er gewinnt dem elenden Leben der schwarzen Sklavennachfahren      sogar pittoreske Seiten ab, beschreibt die Schwarzen als fröhlich und      glücklich.<br />
–Dichterisch-journalistische Sorgfaltspflicht”„Er erfand das Paradies”–<br />
”Nur ein einziges Mal war er in einem Slum und idealisierte daraufhin      das einfache Leben der Leute dort. Andere prominente Zugereiste,      darunter Soziologen und selbst Orson Welles, hoben ebenfalls nur die      pittoresken Aspekte der Armut hervor. Zweig täuschte sich “ aber das      entsprach ja seinem idealisierenden, romantisierenden Naturell. Er      erfand das Paradies. Sicherlich hatte er dafür einige konkrete  Elemente,     denn es gab gute Dinge in Brasilien. Doch jenes Paradies,  das er da     erdichtete, hat seinen Selbstmord nicht verhindert.”</strong></p>
<h2>Rio+20, Scheiterhaufenstadt Rio de Janeiro:  Der Tod des Kameramanns     Gelson Domingos bei Feuergefecht, Video  anklicken. “Abatido no     front.”(O Globo) Brasiliens Fotojournalismus. Wem  nützen     Banditendiktatur und immer mehr No-Go-Areas? Stadtpolitik unter  der     Regierung von Dilma Rousseff. Brasiliens unbequeme Realitäten.      Atomkraftwerk Angra 3 bei Rio im Bau. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11463" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-menschenrechtslage/" rel="tag">Brasiliens Menschenrechtslage</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/gelson-domingos/" rel="tag">Gelson Domingos</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/stadtkrieg-von-rio-de-janeiro/" rel="tag">Stadtkrieg von Rio de Janeiro</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/kameramannriotot.JPG" alt="kameramannriotot.JPG" /></p>
<p><strong>Ausriß. Gelson Domingos, verheiratet, drei Kinder &#8211; mehrfach preisgekrönt. Die MG-Salve durchdrang die Schutzweste.</strong></p>
<p>Video anklicken:</p>
<p><a href="http://exame.abril.com.br/economia/brasil/noticias/veja-ultimas-imagens-do-cinegrafista-da-band-que-morreu-em-tiroteio-em-favela"><strong>http://exame.abril.com.br/economia/brasil/noticias/veja-ultimas-imagens-do-cinegrafista-da-band-que-morreu-em-tiroteio-em-favela</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/02/baukultur-made-in-germany-ausstellung-in-sao-paulo-dr-ulrich-hatzfeld-bundesministerium-fur-verkehr-bau-und-stadtentwicklung-sigurd-trommer-prasident-der-bundesarchitektenkammer-bei-eroff/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/02/baukultur-made-in-germany-ausstellung-in-sao-paulo-dr-ulrich-hatzfeld-bundesministerium-fur-verkehr-bau-und-stadtentwicklung-sigurd-trommer-prasident-der-bundesarchitektenkammer-bei-eroff/</strong></a></p>
<p><strong>Wie starb der mehrfach preisgekrönte TV-Reporter Tim Lopes?      Laut  Polizeibericht entdeckten ihn Banditen in der Favela Vila    Cruzeiro   von  Rio de Janeiro &#8211; Tim Lopes wurde zuerst gefoltert, dann    rammten   ihm die  Gangster einen Spieß in den Brustkorb, hackten  seine   Füße ab   und  verbrannten ihn lebendig in Autoreifen &#8211; siehe  Szene  aus  ”Tropa de    Elite”.</strong></p>
<p><strong><a href="http://g1.globo.com/rio-de-janeiro/noticia/2011/11/patrulhamento-e-reforcado-em-favela-do-rio-onde-cinegrafista-foi-morto.html"><strong>http://g1.globo.com/rio-de-janeiro/noticia/2011/11/patrulhamento-e-reforcado-em-favela-do-rio-onde-cinegrafista-foi-morto.html</strong></a><br />
</strong></p>
<p><strong>YouTube-Video von Feuergefecht in Rio anklicken:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/17/krieg-auf-dem-morro-dos-macacos-von-rio-de-janeiro-youtube-anklicken-bope-im-einsatz/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/17/krieg-auf-dem-morro-dos-macacos-von-rio-de-janeiro-youtube-anklicken-bope-im-einsatz/</strong></a></p>
<p><strong>In europäischen Analysen ist häufig von einer energischen         Kriminalitätsbekämpfung im Vorfeld von Fußball-WM und olympischen         Spielen die Rede &#8211; in Brasilien selbst wird dies wie üblich völlig         anders gesehen.   </strong></p>
<p><strong>Brasiliens Scheiterhaufen:</strong></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/668242/"><strong>http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/668242/</strong></a></p>
<p><strong>Scheiterhaufen-Theaterstück in Deutschland, Österreich, der Schweiz offenbar noch nicht aufgeführt:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/29/brasiliens-scheiterhaufen-erstmals-in-einer-anklagenden-inszenierung-der-scheiterhaufenstadt-rio-de-janeiro-zu-sehen/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/29/brasiliens-scheiterhaufen-erstmals-in-einer-anklagenden-inszenierung-der-scheiterhaufenstadt-rio-de-janeiro-zu-sehen/</strong></a></p>
<p><strong>Wem nützt die Banditendiktatur?</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/15/wem-nutzen-banditendiktatur-und-immer-mehr-no-go-areas/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/15/wem-nutzen-banditendiktatur-und-immer-mehr-no-go-areas/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/12/ein-guter-freund-und-langjahriger-nachbar-theaterregisseur-vicente-maiolino-in-rio-de-janeiro-bergstadtteil-santa-teresa-durch-12-schusse-getotet-kein-hinweis-auf-tater/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/12/ein-guter-freund-und-langjahriger-nachbar-theaterregisseur-vicente-maiolino-in-rio-de-janeiro-bergstadtteil-santa-teresa-durch-12-schusse-getotet-kein-hinweis-auf-tater/</strong></a></p>
<p><strong>Aus Europa erhält die Regierung unter Dilma Rousseff sehr viel Lob.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/24/mord-wichtigste-todesursache-bei-jungen-brasilianern-zwischen-15-und-24-jahren-sicherheits-und-menschenrechtspolitik-unter-lula-rousseff/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/24/mord-wichtigste-todesursache-bei-jungen-brasilianern-zwischen-15-und-24-jahren-sicherheits-und-menschenrechtspolitik-unter-lula-rousseff/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/zeitungsfotoermordeterziege.JPG" alt="zeitungsfotoermordeterziege.JPG" /></p>
<p><strong>Zeitungsfoto aus Rio, Ausriß: Ermordeter in Favela neben Ziege.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/</strong></a></p>
<p>Atomkraftwerk Angra 3:</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/19/brasilien-atomkraftwerke-angra-3-im-bau-bei-rio-de-janeiro-doppelseitige-regierungspropaganda-in-qualitatszeitungen-energie-fur-neue-zeiten/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/19/brasilien-atomkraftwerke-angra-3-im-bau-bei-rio-de-janeiro-doppelseitige-regierungspropaganda-in-qualitatszeitungen-energie-fur-neue-zeiten/</strong></a></p>
<p><strong>Was Brasiliens Fotoreporter u.a. in Rio de Janeiro festhielten &#8211; Brasiliens unbequeme Realitäten:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</strong></a></p>
<p><strong>Die Aufdringlichkeit der Sinne</strong></p>
<p><strong>Vom machtgeschützten Verlust der gesellschaftlichen Sehkraft &#8211; Oskar Negt(2000)</strong></p>
<p><strong>“Der Verlust jener in sinnlicher Erfahrung begründeten        Urteilsfähigkeit der Menschen hat in unserem Jahrhundert für viele        Menschen tödliche Folgen gehabt. Das Wegsehen, die machtgeschützte        Sinnenblindheit, wenn Menschen verfolgt und getrieben, vergewaltigt  und       öffentlich gequält werden &#8211; das gehört nicht der Vergangenheit  an.”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/29/rio-de-janeiros-militar-zirkus-politik-feiert-sieg-gegen-nicht-vorhandene-feinde-der-slumregion-complexo-do-alemao-banditenkommandos-reichlich-zeit-zum-ruckzug-gelassen-wie-bei-uno-umweltg/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/29/rio-de-janeiros-militar-zirkus-politik-feiert-sieg-gegen-nicht-vorhandene-feinde-der-slumregion-complexo-do-alemao-banditenkommandos-reichlich-zeit-zum-ruckzug-gelassen-wie-bei-uno-umweltg/</strong></a></p>
<h2>Brasilianischer Fotograf Marcio Alexandre von  TV Globo in Rio de      Janeiro mit Mpi-Salve ermordet. Reisewarnungen,  öffentliche  Sicherheit     und Gewaltklima unter Lula. Fußball und  Mpi-Gangster &#8211;  Rocinha.  Tote    bei WM-Siegesfeier. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=5840" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/tv-globo/" rel="tag"> </a></p>
<p><strong>Laut Polizeiangaben kam der Fotograf mit seinem  elfjährigen      Sohn und zwei anderen Kindern am WM-Sonntag aus einem       FußballstadionÂ und war auf dem Weg nach Hause, als die Killer auf einem       Motorrad heranfuhren und aus einer Mpi und einer Pistole auf ihn       feuerten. Die Täter hätten lediglich das Handy geraubt, hieß es.       Alexandre war verheiratet, hatte drei Kinder.</strong></p>
<h2>“Im Complexo do Alemao geschah eine  Raubzug-Operation. Dutzende von      Reportern und Kameraleuten waren dort &#8211;  doch dies entging ihrer      Beobachtung.” (O Estado de Sao Paulo) Kritik an   Hurra-Berichterstattung     über die Farce des Polizei-und  Militäreinsatzes  von Rio de Janeiro.     Viele Fragen über gesteuerten  Journalismus. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=8617" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: , <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/complexo-do-alemao/" rel="tag">Complexo do Alemao</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/menschenrechte/" rel="tag">Menschenrechte</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/milita%c2%a4r/" rel="tag">MilitÃ¤r</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/polizei/" rel="tag">Polizei</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/rio-de-janeiro/" rel="tag">Rio de Janeiro</a></p>
<p><strong>Im Zuge der jüngsten Enthüllungen über die  tatsächlichen      Vorgänge bei der Besetzung der Slumregion “Complexo do  Alemao” von Rio      de Janeiro geraten inzwischen immer mehr die  Mainstreammedien und      Mainstreamjournalisten in die Kritik, die in heute  üblicher Manier      offizielle Versionen des Militär-und Polizeieinsatzes  verbreitet      hatten. Brasiliens wichtigste Qualitätszeitung “O Estado de  Sao  Paulo”     betont inzwischen, was brasilianische Richter und kirchliche       Menschenrechtsexperten bereits seit dem Beginn der Operation vom       vergangenen November scharf verurteilt hatten, indessen vorhersehbar        bei in-und ausländischen Mainstreammedien kein Gehör fanden. Gemäß  der      Analyse der Qualitätszeitung handelte es sich um eine große       Raubzug-Operation. Die Reporter hätten sich als Teil der  Kriegsoperation      gesehen und ihr kritisches Potential verloren. “In  der Schilderung    war   alles schön und wunderbar &#8211; während real im  Schatten Raub und     Plünderung  abliefen.” “O Garimpo envolveu o saque  de varias casas de     cidadaos  comuns, perplexos com a furia e a  ganancia de seus     salvadores…Aves de  rapina agradecem.”</strong><strong>Brasilianische       Menschenrechtsaktivisten, die zu selber Zeit wie in-und  ausländische      Journalisten im Complexo do Alemao recherchierten,  berichteten   gegenüber    der Website vom vorherrschenden Klima der  Einschüchterung,    Angst   unter  den Slumbewohnern, von staatlichem  Terror, Raub.   Massakrierte   habe man  in der üblichen Weise zwecks  Beseitigung von   Schweinen   auffressen  lassen.  Menschenrechtsaktivisten im Complexo do   Alemao   fürchteten   Repressalien und Ermordung, zögen es vor, daß   jegliche Art   von  Protesten  gegen die Menschenrechtsverletzungen fern   der Slumregion    stattfinde und  von Gruppierungen außerhalb des   Teilstaats Rio de    Janeiro organisiert  werde. Ein Blick auf Berichte   über die    Besetzungsaktion zeigt, daß in  nicht wenigen Medien offenbar   verboten    war, derartige kritische Stimmen  überhaupt zu erwähnen. </strong></p>
<p><strong>Nicht nur in Brasilien ist allgemein bekannt, daß es bei       Polizei-und Militäraktionen in Favelas fast stets zu derartigen       gravierenden Menschenrechtsverletzungen kommt. Umso merkwürdiger mutet       an, daß just in Berichten von ausländischen Reportern, die vor Ort       waren,  solche nunmehr offengelegten Fakten komplett fehlen. Was war   da     passiert, welche Abstimmungen erfolgten mit den zuständigen      Redaktionen?  Fragen über Fragen, viel Stoff für      Kommunikationswissenschaftler. </strong></p>
<p><strong>Zu den gerne weltweit verbreiteten offiziellen Versionen       zählte just im November 2010, mitten in den Raub-und Gewaltaktionen,        auch die Einschätzung eines Rio-Polizeichefs, wonach man den  Bewohnern      des Complexo do Alemao die Freiheit gebracht habe.  Präsidentin  Dilma     Rousseffs neuer Justizminister nannte laut  Landesmedien die      Besetzungsaktion ein “Modell und Beispiel für das  ganze Land”.</strong></p>
<p><strong> </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/11/militarische-besetzung-des-complexo-do-alemao-von-rio-de-janeiro-ist-modell-und-beispiel-fur-das-ganze-land-zitieren-brasiliens-landesmedien-neuen-justizminister/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/11/militarische-besetzung-des-complexo-do-alemao-von-rio-de-janeiro-ist-modell-und-beispiel-fur-das-ganze-land-zitieren-brasiliens-landesmedien-neuen-justizminister/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/17/rio-de-janeiros-bejubelter-militareinsatz-in-der-slumregion-complexo-do-alemao-neue-enthullungen-uber-tatsachliche-vorgange/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/17/rio-de-janeiros-bejubelter-militareinsatz-in-der-slumregion-complexo-do-alemao-neue-enthullungen-uber-tatsachliche-vorgange/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/02/riocomplexosoldaten2006.JPG" alt="riocomplexosoldaten2006.JPG" /></p>
<p><strong>Militäreinsatz von 2006 im Complexo do Alemao &#8211; mit den bekannten Resultaten… </strong></p>
<p><strong>Fotoserie:</strong>  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</a></p>
<p>Folter und Haftbedingungen in Brasilien – Amnesty-Bericht 2010</p>
<p>Nach wie vor waren Häftlinge grausamen, unmenschlichen oder       erniedrigenden Bedingungen ausgesetzt. Folter wurde als gängige       Verhörmethode zur Bestrafung, Kontrolle, Erniedrigung und Erpressung       eingesetzt. Auch die Überbelegung der Haftanstalten blieb ein       ernsthaftes Problem. Die Kontrolle der Hafteinrichtungen durch Banden       führte zu einer hohen Gewalttätigkeit unter den Häftlingen. Das  Fehlen      unabhängiger Kontrollinstanzen sowie ein hohes Maß an  Korruption    sorgten   für eine weitere Verfestigung der Gewaltprobleme  im Straf- und      Jugendstrafvollzug.</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/22/brasiliens-kulturexport-nur-02-prozent-vom-weltvolumen-retrato-de-um-pais-que-nao-exporta-sua-cultura-o-estado-de-sao-paulo-brasilianische-musik-verkauft-sich-garnicht-so-gut-im-ausland/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/22/brasiliens-kulturexport-nur-02-prozent-vom-weltvolumen-retrato-de-um-pais-que-nao-exporta-sua-cultura-o-estado-de-sao-paulo-brasilianische-musik-verkauft-sich-garnicht-so-gut-im-ausland/</a></p>
<p><strong>Hintergrund Favelas &#8211; Österreichs Südwind-Magazin:</strong></p>
<p><strong><a href="http://www.suedwind-magazin.at/start.asp?ID=234729&amp;rubrik=31&amp;ausg=200304"><strong>http://www.suedwind-magazin.at/start.asp?ID=234729&amp;rubrik=31&amp;a</strong></a></strong></p>
<h2>Brasilien: “Tropa de Elite 2? &#8211; noch  dokumentarischer als der      Berlinale-Gewinner. Landeskunde pur über die  Sicherheits-und      Menschenrechtspolitik unter Lula. “Porém, os principais  inimigos do      herói são mesmo os políticos, mostrados em vários formatos.”       USP-Studenten Sao Paulos: “Genauso ist leider unser Brasilien heute, da       wurde nichts übertrieben. Man muß um das Leben von Regisseur  Padilha      fürchten.” Constantin Costa-Gavras. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=6779" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/tropa-de-elite-2/" rel="tag"> </a></p>
<p><strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/14/wagner-moura-und-jose-padilha-bei-debatte-uber-tropa-de-elite-2-in-sao-paulo-ich-votiere-in-der-stichwahl-fur-keinen-der-beiden-kandidatenpadilha/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/14/wagner-moura-und-jose-padilha-bei-debatte-uber-tropa-de-elite-2-in-sao-paulo-ich-votiere-in-der-stichwahl-fur-keinen-der-beiden-kandidatenpadilha/</a></strong></p>
<p><strong>Der neue, ab sofort landesweit gezeigte Streifen von       Regisseur José Padilha ist noch erheblich näher an der derzeitigen       Realität der größten Demokratie Lateinamerikas als Vorläufer und       Berlinale-Gewinner “Tropa de Elite”. Wer die hiesigen Zustände aus der       Nähe kennt, ersetzt im Film gezeigte Figuren des öffentlichen Lebens       beinahe zwangsläufig im Kopf sofort durch passende real   existierenden     Personen &#8211; denkt bei Opfern der Gewaltkultur, der       Menschenrechtssituation an brasilianische Freunde und Bekannte, die       ebenfalls sadistisch umgebracht, gar lebendig verbrannt worden sind.  In      dem Film werden eine Journalistin und ein Fotograf Rio de  Janeiros      verbrannt. Ein Menschenrechtsaktivist, der sich gegen die   Slum-Diktatur     auflehnt, Abgeordneter wird, erinnert sehr an einen   real  existierenden    politischen Gegner der paramilitärischen Milizen,   an  Marcelo Freixo.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/10/tropa2scheiterhaufen.JPG" alt="tropa2scheiterhaufen.JPG" /></p>
<p><strong>Banditen verbrennen die Journalistin und den Fotografen &#8211; ein Gangster hält in der Hand einen verkohlten Menschenkopf.  <strong>Wie       starb der mehrfach preisgekrönte TV-Reporter Tim Lopes? Laut       Polizeibericht entdeckten ihn Banditen in der Favela Vila Cruzeiro von       Rio de Janeiro &#8211; Tim Lopes wurde zuerst gefoltert, dann rammten ihm    die    Gangster einen Spieß in den Brustkorb, hackten seine Füße ab  und      verbrannten ihn lebendig in Autoreifen &#8211; siehe Szene aus       Berlinale-Gewinner ”Tropa de Elite”. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</a></strong></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/28/cnn-brasilien-ist-coolste-nation-der-welt/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/28/cnn-brasilien-ist-coolste-nation-der-welt/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/10/tropmatiasbandit.JPG" alt="tropmatiasbandit.JPG" /></p>
<p><strong>BOPE-Capitao Matias und Rio-Bandit.</strong></p>
<p><strong>”Die Politiker erkennen sich wieder. Es gibt keinen       Politiker, der nicht auf Fotos an der Seite von Angehörigen       paramilitärischer Milizen abgebildet ist.” Regisseur José Padilha. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/19/erfolgsfilm-tropa-de-elite-2-und-ubersturzte-reaktionen-3-monate-vor-lulas-abtreten-besetzt-spezialeinheit-scheiterhaufen-hinrichtungsstatte-in-rio-slum/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/19/erfolgsfilm-tropa-de-elite-2-und-ubersturzte-reaktionen-3-monate-vor-lulas-abtreten-besetzt-spezialeinheit-scheiterhaufen-hinrichtungsstatte-in-rio-slum/</a></strong></p>
<p><strong>“Mit Tropa de Elite 2 klagt Padilha die Politik und die Politiker an.” Kritiker Luiz Zanin Oricchio in “O Estado de Sao Paulo”</strong></p>
<p><strong>Bizarre Rio-Realität November 2010: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/25/rio-de-janeiro-polizeipannen-ohne-ende-tv-helikopter-zeigt-live-lange-zeit-uber-250-schwerbewaffnete-slum-banditen-wahrend-die-spezialeinheiten-unfahig-zu-entsprechendem-eingreifen-sind/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/25/rio-de-janeiro-polizeipannen-ohne-ende-tv-helikopter-zeigt-live-lange-zeit-uber-250-schwerbewaffnete-slum-banditen-wahrend-die-spezialeinheiten-unfahig-zu-entsprechendem-eingreifen-sind/</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/10/padilhamoura4.JPG" alt="padilhamoura4.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/04/auch-am-wahltag-patrouillierten-mit-mpis-bewaffnete-banditen-sogar-auf-motorradern-in-rio-slums-wie-rocinha-berichtet-landespresse-politik-und-organisiertes-verbrechen-in-brasilien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/04/auch-am-wahltag-patrouillierten-mit-mpis-bewaffnete-banditen-sogar-auf-motorradern-in-rio-slums-wie-rocinha-berichtet-landespresse-politik-und-organisiertes-verbrechen-in-brasilien/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/08/jurandir-freire-costa-therapeut-professor-an-der-staatsuniversitat-von-rio-de-janeirouerj-in-brasilien-herrscht-ethisch-moralische-schizophrenie/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/08/jurandir-freire-costa-therapeut-professor-an-der-staatsuniversitat-von-rio-de-janeirouerj-in-brasilien-herrscht-ethisch-moralische-schizophrenie/</a></p>
<p><strong>Brasiliens Schriftsteller Zuenir Ventura aus Rio weist in       seiner Pressekolumne ebenfalls auf diese Ähnlichkeiten: “Um exercicio é       identificar em “Tropa de elite 2? os personagens reais que se    escondem    ou se disfarcem em cada tipo criado pelo diretor José    Padilha. Eles    compoem a paisagem politica do Rio de Janeiro dos    ultimos anos. Esse    aqui lembra aquele ex-secretario de Seguranca que    teria virado    deputado federal com apoio dos milicianos. Esse outro é   o  deputado    estadual Marcelo Freixo, ameacado de morte por sua acao    contra as    milicias. O governador ficticio, porem, `nao é nenhum e   sao  todos, como    informa o diretor…Mais complexo do que o primeiro, o    numero 2 desvenda  a   promiscuidade etre as forcas da ordem e da    desordem…Padilha nao    perdoa…A seguranca publica do Rio estava nas    maos dos bandidos.”  Immer    wieder erstaunlich und sehr beneidenswert    die Freiheit der    brasilianischen Journalisten, über die Realität  des   eigenen Landes zu    berichten. </strong></p>
<p><strong>“Lula besser als Wagner Moura”: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/19/lula-ist-der-groste-schauspieler-des-landes-besser-als-wagner-moura-laut-regisseur-fernando-meirellescity-of-god-blindness/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/19/lula-ist-der-groste-schauspieler-des-landes-besser-als-wagner-moura-laut-regisseur-fernando-meirellescity-of-god-blindness/</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/10/wagnermoura1.JPG" alt="wagnermoura1.JPG" /></p>
<p><strong>Lulas Sicherheits-und Menschenrechtspolitik und der Tourismus: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/03/braslien-tourismus-stagniert-seit-zehn-jahren-degradierung-und-gefuhl-der-unsicherheit-helfen-erklaren-warum-der-jahresdurchschnitt-auslandischer-touristen-seit-1999-nicht-funf-millionen-uberste/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/03/braslien-tourismus-stagniert-seit-zehn-jahren-degradierung-und-gefuhl-der-unsicherheit-helfen-erklaren-warum-der-jahresdurchschnitt-auslandischer-touristen-seit-1999-nicht-funf-millionen-uberste/</a></strong></p>
<p><strong>Padilha erweist sich erneut als ausgezeichneter Kenner,       intimer Beobachter Brasiliens, das wegen seiner Politik auch aus       Mitteleuropa sehr viel Lob erhält &#8211; der Film macht mögliche Gründe       nachvollziehbar.  Teil der Film-Landeskunde ist ein Hubschrauberflug       über die Regierungsbauten von Oscar Niemeyer in Brasilia, von den       Ministerien bis zu Nationalkongreß und Präsidentenpalast &#8211;       politisch-soziologisch eingebunden in die Handlung des Streifens. Die       Realitätsnähe könnte dem Kunstwerk einen weiteren Berlinale-Gewinn       einbringen &#8211; oder noch mehr Verrisse als beim Vorläufer.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/04/16/achtung-bewohner-vermeidet-an-kriegstagen-die-hauser-zu-verlassen-danke-comando-vermelho/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/04/16/achtung-bewohner-vermeidet-an-kriegstagen-die-hauser-zu-verlassen-danke-comando-vermelho/</a></p>
<p><strong>Regisseur Constantin Costa-Gavras, der den Vorläufer “Tropa       de Elite” 2008 mit dem “Goldenen Bären” der Berlinale auszeichnete,    hat    gegenüber der Presse erneut gewürdigt,  wie Kollege José  Padilha   die    Schuld des Staates für die Gewalt herausstellt. </strong></p>
<p><strong>Wem nützt die Slum-Diktatur? <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/15/wem-nutzen-banditendiktatur-und-immer-mehr-no-go-areas/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/15/wem-nutzen-banditendiktatur-und-immer-mehr-no-go-areas/</a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/06/tropa-de-elite-2-offizieller-trailer-anklicken-interessante-politische-und-soziokulturelle-einblicke-in-den-alltag-des-strategischen-partners-brasilien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/06/tropa-de-elite-2-offizieller-trailer-anklicken-interessante-politische-und-soziokulturelle-einblicke-in-den-alltag-des-strategischen-partners-brasilien/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/10/tropadeelite2kino.JPG" alt="tropadeelite2kino.JPG" /></p>
<p><strong>Rua Augusta, Sao Paulo.</strong></p>
<p><strong>“Die Realität ist schlimmer als der Film”: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/13/tropa-de-elite-2-die-realitat-ist-schlimmer-als-der-film-laut-regisseur-jose-padilha/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/13/tropa-de-elite-2-die-realitat-ist-schlimmer-als-der-film-laut-regisseur-jose-padilha/</a></strong></p>
<p><a href="http://g1.globo.com/pop-arte/noticia/2010/10/infelizmente-o-brasil-vai-continuar-o-mesmo-depois-do-filme-diz-padilha.html">http://g1.globo.com/pop-arte/noticia/2010/10/infelizmente-o-brasil-vai-continuar-o-mesmo-depois-do-filme-diz-padilha.html</a></p>
<p><a href="http://cinema.uol.com.br/ultnot/2010/10/06/em-tropa-de-elite-2-jose-padilha-aponta-culpados-na-esfera-do-poder-publico.jhtm">http://cinema.uol.com.br/ultnot/2010/10/06/em-tropa-de-elite-2-jose-padilha-aponta-culpados-na-esfera-do-poder-publico.jhtm</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/01/hit-der-fusball-wm-in-sudafrika-rap-das-armas-aus-rio-de-janeiro-musik-des-berlinale-gewinners-tropa-de-elite-anklicken-zeitgeist/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/01/hit-der-fusball-wm-in-sudafrika-rap-das-armas-aus-rio-de-janeiro-musik-des-berlinale-gewinners-tropa-de-elite-anklicken-zeitgeist/</a></p>
<p><strong>“Das Leben in Brasilien ist leicht und unbeschwert. Probieren       Sie es selbst.” Deutschsprachige Tourismuspropaganda, meist     ganzseitig   geschaltet.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/01/rio-de-janeiro-schweine-fressen-getotete-auf-banditen-verliesen-slums-in-panzerwagen-bestochener-polizisten-massiver-raub-durch-beamte-und-soldaten-laut-berichten-der-folha-de-sao-paulo/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/01/rio-de-janeiro-schweine-fressen-getotete-auf-banditen-verliesen-slums-in-panzerwagen-bestochener-polizisten-massiver-raub-durch-beamte-und-soldaten-laut-berichten-der-folha-de-sao-paulo/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/10/padilhaklein.jpg" alt="padilhaklein.jpg" /></p>
<p><strong>Regisseur José Padilha in Sao Paulo.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/15/tropa-de-elite-2-neuer-film-uber-menschenrechtspolitik-in-brasilien-unter-lula-steuert-zuschauerrekord-an/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/15/tropa-de-elite-2-neuer-film-uber-menschenrechtspolitik-in-brasilien-unter-lula-steuert-zuschauerrekord-an/</a></p>
<p><strong>Film und Realität, Fotodokumentation:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/11/franz-josef-overbeck-neuer-vorsitzender-der-bischoflichen-aktion-adveniat-besucht-erstmals-lateinamerika-im-vorfeld-des-50-jahrigen-bestehens-von-adveniat-2011-overbeck-besucht-franziskanerbischo/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/11/franz-josef-overbeck-neuer-vorsitzender-der-bischoflichen-aktion-adveniat-besucht-erstmals-lateinamerika-im-vorfeld-des-50-jahrigen-bestehens-von-adveniat-2011-overbeck-besucht-franziskanerbischo/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/04/the-worlds-happiest-cities-forbes-rio-de-janeiro-top-of-our-list-good-humor-good-living-carnaval/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/04/the-worlds-happiest-cities-forbes-rio-de-janeiro-top-of-our-list-good-humor-good-living-carnaval/</a></p>
<h1>Das Erste: Drehstart für “Das Traumhotel &#8211; Brasilien”  (AT)</h1>
<p><abbr title="2011-08-29T00:00:00Z"> </abbr></p>
<p><strong>München (ots) &#8211; Am 29. August 2011 ist die erste  Klappe für       eine neue Folge  von “Das Traumhotel” gefallen. Dieses Mal   entführt     Das  Erste seine Zuschauer ins  farbenfrohe und  temperamentvolle      Brasilien.  Die Reise mit Hotelbesitzer Markus   Winter führt nach Rio  de     Janeiro  und Salvador da  Bahia.(Pressetext)</strong></p>
<p><strong>Köln schließt Städtpartnerschaft mit Rio de Janeiro:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/rio-de-janeiro-und-koln-rucken-naher-zusammen-die-neue-stadtepartnerschaft/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/rio-de-janeiro-und-koln-rucken-naher-zusammen-die-neue-stadtepartnerschaft/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/mordstatistikcopacabanaglobo.JPG" alt="mordstatistikcopacabanaglobo.JPG" /></p>
<p><strong>Ausriß &#8211; Rio de Janeiros Präfektur läßt Ausstellung von        Menschenrechts-NGO über Morde und Gewalt in Rio entfernen. Zur        Begründung hieß es, die Ausstellung schädige den Stadt-Tourismus. </strong> <strong>Die NGO “Rio de Paz” protestierte entsprechend.</strong></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2006/deu05/060?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Endstation Carandiru</a></strong>01.04.2006        | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN Endstation Carandiru Ein        brasilianisches Gericht spricht den Offizier frei, der das größte        efängnismassaker in der Geschichte des Landes zu verantworten hat.  Von       Klaus Hart Ein Gericht in der brasilianischen  Wirtschaftsmetropole   São     Paulo hat im Februar eine mehrfach  lebenslängliche Gefängnisst …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2006/deu05/060?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2000/deu05/107?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Menschenrechtler besorgt über Terror von rechts</a></strong>01.11.2000        | Amnesty Journal Artikel | Brasilien Menschenrechtler besorgt   über      Terror von rechts Der brasilianische Schriftsteller Joao   Silvèrio      Trevisan, 56, Pionier und intellektueller Kopf der   nationalen      Schwulenbewegung, hat die Regierung von Präsident   Fernando Cardoso      aufgefordert, rigoros gegen rechtsextreme Gruppen   vorzugehen, um die      derzeiti …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2000/deu05/107?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/journal/2009/juni/kolumne-kopf-unter-wasser?destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Kolumne: Kopf unter Wasser</a></strong>04.06.2009 | Amnesty Journal Artikel | Kolumne zum Thema “Folter in Brasilien”.</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/journal/2009/juni/kolumne-kopf-unter-wasser?destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2001/deu05/066?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Ganz normales Vorgehen : Ein Fall von Folter beschäftigt die brasilianische Öffentlichkeit</a></strong>01.05.2001        | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN Ganz normales Vorgehen Ein     Fall    von Folter beschäftigt die brasilianische Öffentlichkeit. Er     markiert    jedoch nur die Spitze des Eisbergs. Der Fall schien klar:     Der  23-jährige   Bauarbeiter Alexandre de Oliveira aus Bom Jardim  de    Minas,  einem Ort   etwa 200 Kilometer von Rio de Janeiro  entfernt,    hatte s …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2001/deu05/066?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2002/deu05/013?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Sklavenarbeit nimmt wieder zu</a></strong>01.02.2002        | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN SKLAVENARBEIT NIMMT WIEDER   ZU      Erst im Jahre 1888 hat Brasilien die Sklaverei offiziell    abgeschafft,     doch es gibt sie bis heute. Vor allem im Norden und    Nordosten wird  sie    von etlichen Großgrundbesitzern in modifizierter    Form  weitergeführt.    Gleichzeitig nimmt die Zahl der Morde an     Landgewerkschaftern …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2002/deu05/013?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1997/deu05/009?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Kein Ende des Mordens in Sicht</a></strong>01.04.1997        | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN Kein Ende des Mordens in    Sicht    In  Brasilien sind auch zehn Jahre nach Ende der Diktatur       Todesschwadronen  aktiv. Die Opfer sind Kinder, Jugendliche, Arme,       Menschenrechtler oder  politische Gegner &#8211; die Gewalt nimmt zu. An einem       Februarnachmittag  geschieht in Rio de Janeiro wieder einmal das,    was    …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1997/deu05/009?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2001/deu05/247?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Folter bleibt alltäglich</a></strong>01.11.2001        | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN Folter bleibt alltäglich In        Brasilien hat die Regierung eine Kampagne gegen die Folter   gestartet.      Menschenrechtler sind eher skeptisch, was den Erfolg   betrifft. Denn   auch    das Anti-Folter-Gesetz von 1997 hat bisher   nicht die  gewünschte    Wirkung  gehabt. Der Dreißig-Sekunden-TV-Spot   ist gut  gemacht, drasti …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2001/deu05/247?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2000/deu05/033?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Sicherheitskräfte treiben Menschenrechtler in Exil</a></strong>01.10.2000        | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN Sicherheitskräfte treiben        Menschenrechtler ins Exil Der brasilianische Staatschef Cardoso ist        stolz auf seine Menschenrechtspolitik. Doch engagierte   Menschenrechtler      und verfolgte Homosexuelle fliehen ins Ausland und    erhalten dort      politisches Asyl. Wer sich in Brasilien für die   Rechte von Minderh …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2000/deu05/033?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1998/deu05/046?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Brasilien: Schießen mit “Wildwest-Zulage”</a></strong>01.02.1998        | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN Schießen mit    “Wildwest-Zulage”     Die Militärpolizei Brasiliens ist heute    gewalttätiger als während  der    Diktatur. Massaker an Häftlingen,    Straßenkindern und Landlosen  häufen    sich. Menschenrechtler    protestieren gegen eine  “Wildwest-Zulage”, die    Ermordungen belohnt    und zum Töten Unschuldiger  anreizt.   …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1998/deu05/046?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong>1</strong><a href="http://www.amnesty.de/suche?page=1&amp;words=Klaus+Hart&amp;search_x=0&amp;search_y=0&amp;form_id=ai_search_form_block" title="Gehe zu Seite 2">2</a><a href="http://www.amnesty.de/suche?page=1&amp;words=Klaus+Hart&amp;search_x=0&amp;search_y=0&amp;form_id=ai_search_form_block" title="nächste Seite">nächste Seite</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2004/deu05/108?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Geld oder Gewehre: Mit Hilfe einer Kampagne versucht die Regierung Waffen abzukaufen</a></strong>01.09.2004        | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN Brasilianisches Roulette In      kaum   einem anderen Land der Welt sterben so viele Einwohner durch        Schusswaffen wie in Brasilien. Jetzt versucht die Regierung, die        privaten Revolver und Gewehre einzusammeln. Was soll ich noch mit  den       Schießeisen – in meinem Alter“, sagt die 89-jährige Zulmira de  Oli …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2004/deu05/108?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1996/deu05/062?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Die “Hölle auf Erden”</a></strong>01.12.1996        | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN Die “Hölle auf Erden”     Revolten,    Hungerstreiks und Aids bestimmen den Alltag in den völlig     überfüllten    brasilianischen Gefängnissen. Brasilien gilt zwar als   die   zehntgrößte    Wirtschaftsnation, leistet sich aber Haftanstalten,   die   man eher in    Ruanda oder Burundi vermuten würde. Eine im April     verkünde …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1996/deu05/062?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2002/deu05/101?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Staat im Staate</a></strong>01.10.2002        | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN STAAT IM STAATE In  Brasilien       haben sich einflussreiche Verbrechersyndikate  entwickelt, die vor    allem    in den Favelas, den Elendsvierteln der  Großstädte das soziale    Leben    kontrollieren. In den über  achthundert Favelas von Rio de    Janeiro häufen    sich Szenen wie  diese: Mehrere Dutzend schwer bewaff …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2002/deu05/101?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1999/deu05/199?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Ungesühnte Gewaltexzesse</a></strong>01.09.1999        | Amnesty Journal Artikel | Brasilien Ungesühnte Gewaltexzesse In     den    Armenvierteln der brasilianischen Großstädte gehört der  Terror    zum    Alltag. Bewaffnete Banden, Paramilitärs und die Polizei  treiben    hier ihr    Unwesen. Der Staat schaut zu. Rio de Janeiro,  Ende Juli    1999: In    Sichtweite des Rathauses und einer  Polizeikaserne, ganz in …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1999/deu05/199?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2000/deu05/177?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Nachrichten</a></strong>01.11.2000        | Amnesty Journal Artikel | NACHRICHTEN Brasilien  Menschenrechtler       besorgt über Terror von rechts Der brasilianische  Schriftsteller   Joao     Silvèrio Trevisan, 56, Pionier und  intellektueller Kopf der    nationalen    Schwulenbewegung, hat die  Regierung von Präsident Fernando    Cardoso    aufgefordert, rigoros  gegen rechtsextreme Gruppen    vorzugehen,  …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2000/deu05/177?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1999/deu05/110?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Nachrichten</a></strong>01.06.1999        | Amnesty Journal Artikel | Nachrichten Brasilien/Deutschland   Keine      Schelte für Präsident Cardoso Menschenrechtler hatten sich   vor dem      Deutschland-Besuch des brasilianischen Präsidenten Fernando   Henrique      Cardoso gefragt, was diesmal wohl anders sein würde. Kam   Cardoso zu      Bundeskanzler Kohl an den Rhein, schlugen ihm   Freundlichkeiten und   …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1999/deu05/110?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1998/deu05/029?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Nachrichten</a></strong>01.06.1998        | Amnesty Journal Artikel | NACHRICHTEN Brasilien Ein Folterer    macht     Karriere Ricardo Fayad ist heute Brigadegeneral &#8211; während der     Diktatur    von 1964 bis 1985 hatte er sich als ausgebildeter   Mediziner   an    Folterungen politischer Gefangener beteiligt. In einer   Kaserne  in  Rio de    Janeiro bestimmte er die Methoden: Celia Manes   erhielt im …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1998/deu05/029?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong>“Cities of Terror” &#8211; WOXX:</strong><br />
<a href="http://archiv.woxx.lu/0700-0799/700-709/703/703p5.pdf"><strong> http://archiv.woxx.lu/0700-0799/700-709/703/703p5.pdf</strong></a></p>
<p><strong><a href="http://www.ila-web.de/brasilientexte/inhalt.htm"><strong>http://www.ila-web.de/brasilientexte/inhalt.</strong></a></strong></p>
<p><strong>Brasilianische Sozialwissenschaftler analysieren die       bürgerliche Demokratie des Tropenlandes  und spezielle       Menschenrechtsverletzungen.</strong></p>
<p><strong>Die rasch wachsenden Slums der brasilianischen       Millionenstädte sind nach Darstellung von Sozialwissenschaftlern und       Sicherheitsexperten regelrechte Parallel-Staaten, No-Go-Areas, in  denen      hochbewaffnete Banditenkommandos des organisierten  Verbrechens     neofeudal  die Normen bestimmen, die Bevölkerung  terrorisieren. Dies     habe  verheerende Auswirkungen auf die  Sozialbeziehungen der     Slumbewohner und  paralysiere  Protestpotential. In den     Diktaturjahrzehnten habe das  Militär die  Ghettos “niedergehalten “     heute habe das organisierte  Verbrechen  diese Rolle übernommen. Immer     wieder wird daher die Frage  gestellt,  wem derartige Slumstrukturen am     meisten nützen.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/01/zeitungsfotos3cabecas.jpg" alt="zeitungsfotos3cabecas.jpg" /></p>
<p><strong>Rio &#8211; Zeitungsausriß.</strong></p>
<p><strong>„Die Tyrannei des organisierten Verbrechens verhindert       jegliche demokratische Partizipation der Slumbewohner, das       Protestpotential der Armenviertel wird von den lokalen Despoten völlig       erstickt”, analysiert Luiz Eduardo Soares, einer der renommiertesten       brasilianischen Sozialwissenschaftler, der das Bestseller-Buch zum       sozialkritischen Berlinale-Film „Tropa de Elite” mitverfaßt hatte,  im      Website-Exklusivinterview.</strong></p>
<p><strong>„Das Interessante ist: Beim  Übergang von der Militärdiktatur      zur Demokratie am Anfang der achtziger  Jahre wurden in den Slums      geradezu massenhaft Verbände, Organisationen,  Bürgerrechtsgruppen      gebildet, erlebten die Sozialbewegungen einen  enormen Aufschwung.  Doch     dann haben die schwerbewaffneten  Verbrecherkommandos dies  alles   wieder   zunichte gemacht. Sie  kontrollieren ihre Territorien  mit   brutaler   Gewalt “ und in Politik und  Wirtschaft kann es  durchaus   Leute geben,   die das begrüßen. Solche  Zustände gelten für  Rio de   Janeiro und alle   anderen brasilianischen  Städte “ überall  wird eine   Selbstorganisation   der Armen und Verelendeten  blockiert.”  </strong></p>
<p><strong>Die nordöstliche Küstenstadt Fortaleza hat annähernd so viele       Einwohner wie Berlin und belegt ebenfalls die These von       Sozialwissenschaftler Soares. In den riesigen Slums der Peripherie haben       die Bewohner geradezu panische Angst vor Greueltaten,   Gewaltexzessen     marodierender Banditenkommandos. Allein an den   Weihnachtsfeiertagen   von   2007 wurden mehr als einhundert Menschen   ermordet, waren selbst     Heiligabend überall Schüsse zu hören. Die   meisten Geschäfte sind sogar     tagsüber, während der Öffnungszeiten,   mit Stahlgittern verriegelt.     Abends und nachts sind die meisten   Straßen und Gassen der     dichtbesiedelten Peripherie wie ausgestorben,   haben sich viele Menschen     in ihren Katen hinter Gitterstäben und   dem überall frei verkauften     NATO-Stacheldraht verbarrikadiert.   Gesellschaftliche Apathie, Mißtrauen     und Entsolidarisierung sind in   diesen No-Go-Areas deutlich zu  spüren.    ”Das ist eine biblische  Plage  “ solche Gewalt wird bereits in  der    Heiligen Schrift  beschrieben”,  betont Ricardo Mendes, Pastor  einer der    vielen Sekten  in den Slums  von Fortaleza. „Hinter dieser  Gewalt steckt    der Satan  “ ohne das  Evangelium hätten wir hier die  pure Barbarei.”</strong></p>
<p><strong>Die Anthropologin Alba Zaluar, eine der führenden       Gewalt-Forscherinnen Brasiliens, argumentiert indessen ähnlich wie der       Soziologe Soares: ”Die Slum-Assoziationen waren selbst in der       Diktaturzeit sozusagen die Seele der Ghettos, hatten eine enorme       Bedeutung für das kulturelle, soziale Leben, für den Karneval und selbst       für den Fußball. Doch dann intervenierten die     Verbrecherorganisationen   und haben diese Strukturen zerschlagen. Heute     können die Slumbewohner   nicht mehr gegen die Verletzung ihrer     Bürgerrechte protestieren “ denn   sie leben in einer brutalen Diktatur.     Die Slums sind heute voller   psychisch gestörter Menschen “ dort     herrschen soziales Chaos und   Verwahrlosung.”</strong></p>
<p><strong>José Murilo de Carvalho, Mitglied der brasilianischen       Dichterakademie und Lehrstuhlinhaber für Geschichte an der       Bundesuniversität von Rio de Janeiro, schlußfolgert, daß diese       bedrückende Lage indessen systemstabilisierend wirkt. ”Die Existenz des       organisierten Verbrechens in den Slums blockiert die Politisierung    der    Bewohner, hält sie ruhig, verhindert eine Rebellion,    Protestaktionen    jeder Art. Die Gangsterkommandos dienen damit der    Aufrechterhaltung  von   politischer Stabilität im Lande “ und das ist    den Autoritäten sehr    recht, ist gut für sie. Natürlich würden sie  das   nie eingestehen.  Ohne   Zweifel gehört zum strategischen Kalkül  auch   der jetzigen  Regierung, daß   es wegen der so hilfreichen    Gangsterkommandos keine  soziale Explosion   geben wird “ und das ist    natürlich reiner Zynismus.  Wir haben soviele   Gewalttote wie in    Bürgerkriegen.” Falls die Lage in  den Slums doch   einmal außer    Kontrolle gerät, setzt der Staat die Armee  oder   Sondereinheiten der    Polizei in Marsch. Nicht zufällig ist der  Spielfilm   „Tropa de Elite”    der erfolgreichste und meistdiskutierte  Streifen der   letzten  Jahre.</strong></p>
<p><strong>Benedita da Silva &#8211; politisch verantwortliche      Staatssekretärin für  Menschenrechte im Teilstaat Rio de Janeiro, bei      Teilen der europäischen  NGO-Szene hoch angesehen. </strong></p>
<p><strong>Hintergrund von 2002:</strong></p>
<p><strong> </strong><strong><strong><font face="Arial">“PT-Gouverneurin für schwerste Menschenrechtsverletzungen verantwortlich</font></strong></strong></p>
<p><strong><font face="Arial">Erschwerend  kommt hinzu, daß die PT      derzeit nicht nur im Teilstaat Sao Paulo,  sondern auch in Rio de      Janeiro &#8211; mit einem Bruttosozialprodukt über dem  von ganz Chile &#8211; wegen      Mißwirtschaft und Skandalen stark an Ansehen  verliert. Am  Zuckerhut     regiert die schwarze, unangenehm populistische   PT-Gouverneurin   Benedita   da Silva, Mitglied einer Sektenkirche,   vorhersehbar   desaströs &#8211;   tolerierte bereits als privilegiensüchtige     Kongreßsenatorin in den   Slums schwerwiegendste     Menschenrechtsverletzungen, ließ den   hochgerüsteten, rivalisierenden     Verbrechersyndikaten und   Banditenmilizen freien Lauf, die bis heute     zahlreiche Schulen   schließen, in den Elendsvierteln der Peripherie    sogar  Ausgangssperren   verhängen, die Bewohner terrorisieren, einen     beträchtlichen Teil der   Slumkinder rekrutieren. Besonders    schwerwiegend:  In den letzten Wochen   akzeptierte die von manchen    deutschen  Drittweltbewegten, sogar   Drittwelt-Gazetten gefeierte    Gouverneurin allen  Ernstes, daß   Banditenmilizen kinderreiche Familien    aus ihren Slumkaten  vertrieben.   Mit Maschinenpistolen bewaffnete    Polizisten sicherten  zumindest den   Abtransport der wenigen Habe aus    dem Elendsviertel. Auch  unter Benedita   da Silva werden    Slum-Bürgerrechtler, die sich dem Diktat  des   organisierten    Verbrechens widersetzen, zur Abschreckung sadistisch    umgebracht.    Zuletzt ermordeten die international vernetzten, politisch       einflußreichen Gangstersyndikate den 47-jährigen Leiter einer       Slum-Bürgerassoziation, zudem Musikchef einer großen Sambaschule &#8211; in       den letzten Jahren starben auf gleiche Weise, aus gleichen Gründen   weit     über einhundert. Und selbst das ist unter der “progressiven”    Benedita   da  Silva weiter möglich: Zwei direkt benachbarte Slums    werden von    rivalisierenden Banditenmilizen dominiert, die den    Bewohnern verbieten,    sich dem anderen Elendsviertel auch nur zu    nähern. Ein Fischer stieg    jetzt zufällig, unbeabsichtigt am    “gegnerischen” Slum aus dem    Peripherie-Bus &#8211; wurde von Gangstern    identifiziert und auf der Stelle    erschossen. Indessen &#8211;    PT-Präsidentschaftskandidat Lula ist des Lobes    voll für die    Gouverneurin, verliert über derartige gravierende       Menschenrechtsverletzungen in seinen Wahlkampfreden nicht ein einziges       Wort. Seit unter Benedita da Silva selbst laut offiziellen Angaben  in      Rio de Janeiro monatlich mehr als sechshundert Menschen ermordet     werden,   macht die Stadt erschreckend negative Schlagzeilen, sind  die      Touristenhotels die letzten Monate nicht einmal zur Hälfte  belegt.”</font></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html"><strong>http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html</strong></a></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.suedwind-magazin.at/start.asp?ID=234433&amp;rubrik=7&amp;ausg=200210"><strong>http://www.suedwind-magazin.at/start.asp?ID=234433&amp;rubrik=7&amp;ausg=200210</strong></a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/20/brasiliens-burgerfreiheiten-uber-8o-prozent-veranderten-wegen-zunehmender-gewalt-und-kriminalitat-die-lebensgewohnheiten-54-prozent-verlassen-nachts-nicht-mehr-das-haus-laut-neuer-studie/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/20/brasiliens-burgerfreiheiten-uber-8o-prozent-veranderten-wegen-zunehmender-gewalt-und-kriminalitat-die-lebensgewohnheiten-54-prozent-verlassen-nachts-nicht-mehr-das-haus-laut-neuer-studie/</strong></a></p>
<h2>Tourismus in Brasilien und das Menschenrecht  auf persönliche      Sicherheit unter Lula &#8211; die deutsche Botschaft in  Brasilia informiert.      Vorsicht vor Überfällen durch Motorradgangster in  Rio de Janeiro  und     Sao Paulo. Todesschwadronen, Scheiterhaufen,   Menschenrechtslage,   Günter   Nooke, Rogerio Reis. Feuergefechte in  Rio,  verirrte Kugeln.   Morde an   Geistlichen, Lynchjustiz häufig.   Massengräber. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=1915" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/schutz-des-lebens/" rel="tag"> </a></p>
<p><em><strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/21/brasilien-ein-land-der-zukunft-ehrung-fur-propaganda-buch-von-stefan-zweig-fallt-wegen-umweltkatastrophe-in-petropolis-ins-wasser/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/21/brasilien-ein-land-der-zukunft-ehrung-fur-propaganda-buch-von-stefan-zweig-fallt-wegen-umweltkatastrophe-in-petropolis-ins-wasser/</a></strong></em></p>
<p><em><strong>“Kriminalität</strong></em></p>
<p><strong>Die Großstädte Brasiliens, insbesondere Belem, Recife,       Salvador, Rio de Janeiro und Sáo Paulo, weisen eine hohe       Kriminalitätsrate auf (Eigentumsdelikte, Gewaltverbrechen, Entführungen;       siehe auch <em>Allgemeine Reiseinformationen</em>). Grundsätzlich ist Vorsicht angebracht, auch in als sicher geltenden Stadtteilen.”</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/09/microondaspensionista.jpg" alt="microondaspensionista.jpg" /></p>
<p><strong>Scheiterhaufen “microondas” in Rio de Janeiro &#8211; laut Lokalzeitung. Populärer Scheiterhaufen-Rap zum Anklicken: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/16/rio-de-janeiro-popularen-scheiterhaufen-rap-microondas-der-scheiterhaufen-stadt-anklicken-vacilou-bem-na-favela-microondas-te-torrou-a-tua-chance-acabou/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/16/rio-de-janeiro-popularen-scheiterhaufen-rap-microondas-der-scheiterhaufen-stadt-anklicken-vacilou-bem-na-favela-microondas-te-torrou-a-tua-chance-acabou/</a></strong></p>
<p><strong>Wie starb der mehrfach preisgekrönte TV-Reporter Tim Lopes?       Laut Polizeibericht entdeckten ihn Banditen in der Favela Vila    Cruzeiro    von Rio de Janeiro &#8211; Tim Lopes wurde zuerst gefoltert, dann    rammten  ihm   die Gangster einen Spieß in den Brustkorb, hackten  seine   Füße ab  und   verbrannten ihn lebendig in Autoreifen &#8211; siehe  Szene  aus  ”Tropa de    Elite”.</strong></p>
<p><font size="3"> </font><strong>Rio-Gefechte: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/17/krieg-auf-dem-morro-dos-macacos-von-rio-de-janeiro-youtube-anklicken-bope-im-einsatz/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/17/krieg-auf-dem-morro-dos-macacos-von-rio-de-janeiro-youtube-anklicken-bope-im-einsatz/</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/bosshartmpikinder.JPG" alt="bosshartmpikinder.JPG" />Zeitungsausriß NZZ.</p>
<p><strong>Scheiterhaufen in Sao Paulo: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/05/scheiterhaufen-in-sao-paulo-mindestens-15-menschen-in-der-megacity-seit-jahresbeginn-lebendig-verbrannt-laut-landesmedien-fogo-para-matar-rivais/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/05/scheiterhaufen-in-sao-paulo-mindestens-15-menschen-in-der-megacity-seit-jahresbeginn-lebendig-verbrannt-laut-landesmedien-fogo-para-matar-rivais/</a></strong></p>
<p><strong>(Brasiliens Presse, darunter die von Rio de Janeiro, hat in       den letzten Jahrzehnten noch weitaus grauenhaftere Nahaufnahmen von       Scheiterhaufenopfern veröffentlicht. Auf Scheiterhaufen Rio de   Janeiros     sind auch immer wieder Bürgerrechtler lebendig verbrannt   worden, die     sich gegen das Normendiktat der Slum-Diktatoren   aufgelehnt hatten.     Entsprechende Proteste von eigentlich zuständiger   Seite sind indessen     bis heute ausgeblieben.</strong> <strong>Eine   auf dem Uni-Campus von  Rio    vergewaltigte und danach lebendig   verbrannte 20-jährige Frau  wurde in    einer populären Zeitung als   „Presunto”(Schinken) bezeichnet.  Das  Opfer   wurde   sexistisch-appellativ fotografiert und  kannibalistisch mit      zubereitetem Grillfleisch verglichen, im Bildtext  mit Toastbrot. Der      Beitrag war humorig gehalten.) Siehe auch Rogerio  Reis: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/07/rogerio-reis-microwaves-microondas-fotoinstallation-uber-scheiterhaufen-brasiliens-vom-maison-de-la-europeenne-de-la-photographie-in-paris-angekauft/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/07/rogerio-reis-microwaves-microondas-fotoinstallation-uber-scheiterhaufen-brasiliens-vom-maison-de-la-europeenne-de-la-photographie-in-paris-angekauft/</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/angelivisiteobrasil.JPG" alt="angelivisiteobrasil.JPG" /></p>
<p>Ausr<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/20/rio-de-janeiros-scheiterhaufenmicroondas-und-die-gerichtsmedizinerin-antonieta-campos-xavier-verkohlte-leichen-sadismus-vergleiche-mit-sydney/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/20/rio-de-janeiros-scheiterhaufenmicroondas-und-die-gerichtsmedizinerin-antonieta-campos-xavier-verkohlte-leichen-sadismus-vergleiche-mit-sydney/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/09/zeitungsfotomatancatrio.jpg" alt="zeitungsfotomatancatrio.jpg" /></p>
<p><strong>Zeitungsfoto zur Faktenlage in den Slums. Das Desinteresse an den tatsächlichen Lebensbedingungen der Slumbewohner ist enorm. </strong></p>
<p><strong>Steinigen im Iran und in Brasilien: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/14/steinigen-im-iran-unter-ahmadinedschad-und-in-brasilien-unter-lula-lula-konnte-sich-uber-die-tatsache-beunruhigen-das-brasilien-zu-den-landern-gehort-in-denen-am-meisten-gelyncht-wird-jose/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/14/steinigen-im-iran-unter-ahmadinedschad-und-in-brasilien-unter-lula-lula-konnte-sich-uber-die-tatsache-beunruhigen-das-brasilien-zu-den-landern-gehort-in-denen-am-meisten-gelyncht-wird-jose/</a></strong></p>
<p><strong>Massengräber:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/20/brasiliens-massengraber-erschreckend-hohe-zahl-von-toten-monatlich-in-massengrabern-verscharrt-laut-menschenrechtspriester-julio-lancelotti-in-sao-paulo/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/20/brasiliens-massengraber-erschreckend-hohe-zahl-von-toten-monatlich-in-massengrabern-verscharrt-laut-menschenrechtspriester-julio-lancelotti-in-sao-paulo/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</a></p>
<p><strong>“Rüttgers-Besuch bei den Gangstern angemeldet”: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/11/01/nrw-ministerprasident-dr-jurgen-ruttgerscdu-im-kinderdorf-rio-ev/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/11/01/nrw-ministerprasident-dr-jurgen-ruttgerscdu-im-kinderdorf-rio-ev/</a></strong></p>
<p><strong>Tödliche Auskunftsbitte an Rio-Slums: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/25/brasiliens-no-go-areas-unter-lula-schon-eine-simple-auskunftsbitte-kann-todlich-sein/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/25/brasiliens-no-go-areas-unter-lula-schon-eine-simple-auskunftsbitte-kann-todlich-sein/</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/11/maranhaouberfallalcantara.jpg" alt="maranhaouberfallalcantara.jpg" /></p>
<p><strong>Überfallenes, von Banditen mit Messern verwundetes Ehepaar aus Frankreich mit Polizist am Tatort in Maranhao.</strong></p>
<p><strong>Formel-1-Fahrer Jenson Button: <a href="http://www.focus.de/panorama/boulevard/brasilien-button-entkommt-nur-knapp-ueberfall_aid_569564.html">http://www.focus.de/panorama/boulevard/brasilien-button-entkommt-nur-knapp-ueberfall_aid_569564.html</a></strong></p>
<p><strong>NGO “Rio de Paz”: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/20/rio-de-paz-brasilianische-ngo-mit-interessanten-angaben-uber-die-menschenrechtsbilanz-der-lula-regierung/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/20/rio-de-paz-brasilianische-ngo-mit-interessanten-angaben-uber-die-menschenrechtsbilanz-der-lula-regierung/</a></strong></p>
<p><strong>Moderne Wegelagerer in Rio de Janeiro: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/13/moderne-wegelagerer-in-rio-de-janeiro-bewaffnete-banditen-stoppen-serienweise-pkw-rauben-insassen-aus-uber-50-erstatten-anzeige-wegelagerei-dieser-art-auch-in-anderen-millionenstadten-ublich-offe/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/13/moderne-wegelagerer-in-rio-de-janeiro-bewaffnete-banditen-stoppen-serienweise-pkw-rauben-insassen-aus-uber-50-erstatten-anzeige-wegelagerei-dieser-art-auch-in-anderen-millionenstadten-ublich-offe/</a></strong></p>
<p><strong>Morde an Geistlichen: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/15/weiterer-katholischer-priester-in-brasilien-ermordet-alvino-broering-erstochen-in-santa-catarina-deutsche-schweizerische-reisenwarnungen-menschenrecht-auf-sicherheit-unter-lula/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/15/weiterer-katholischer-priester-in-brasilien-ermordet-alvino-broering-erstochen-in-santa-catarina-deutsche-schweizerische-reisenwarnungen-menschenrecht-auf-sicherheit-unter-lula/</a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/15/fall-christian-wolffer-keine-polizeiangaben-mehr-uber-fahndung-nach-killerboot-von-paraty/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/15/fall-christian-wolffer-keine-polizeiangaben-mehr-uber-fahndung-nach-killerboot-von-paraty/</a></p>
<p><strong>Bewaffnete Überfälle auf Busse in Rio de Janeiro:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/25/wieviele-bewaffnete-uberfalle-auf-nahverkehrsbusse-gibts-taglich-in-ihrer-stadt-in-rio-sinds-23-alle-elf-minuten-ein-mord-in-brasilien-deutsche-botschaft-warnt-das-menschenrecht-auf-sicherheit-unt/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/25/wieviele-bewaffnete-uberfalle-auf-nahverkehrsbusse-gibts-taglich-in-ihrer-stadt-in-rio-sinds-23-alle-elf-minuten-ein-mord-in-brasilien-deutsche-botschaft-warnt-das-menschenrecht-auf-sicherheit-unt/</a></p>
<p><strong><br />
<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/14/hinter-gittern-atras-das-grades-die-schweinestallchen-chiqueirinhos-von-sao-paulo-zwecks-banditenabwehr-im-eingangsbereich-von-wohnblocks-installiert-dennoch-werden-regelmasig-wohnan/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/14/hinter-gittern-atras-das-grades-die-schweinestallchen-chiqueirinhos-von-sao-paulo-zwecks-banditenabwehr-im-eingangsbereich-von-wohnblocks-installiert-dennoch-werden-regelmasig-wohnan/</a></strong><strong> </strong><strong>“Besonders       betroffen sind Elendsviertel (Favelas). Von Favela-Besuchen wird       dringend abgeraten.  Diese Gebiete werden teilweise von Kriminellen       kontrolliert. Bewaffneten Auseinandersetzungen, auch mit der  Polizei,      fallen häufig auch Unbeteiligte zum Opfer.<strong>Auf  auffällige      Kleidung und Wertgegenstände (Uhren, Schmuck) sollte  beim Straßenbummel      verzichtet werden. Bei Überfällen sollte kein  Widerstand geleistet      werden. <strong>Die oft unter Drogeneinfluss  stehenden Täter sind in      aller Regel bewaffnet und schrecken vor  Gewaltanwendung auch aus      nichtigem Anlass nicht zurück.</strong> <strong>Es ist ratsam, stets einen Geldbetrag im Wert von ca. 50,- Euro zur widerstandslosen Herausgabe mitzuführen.</strong></strong><strong>Überfälle       können überall stattfinden. Eine Häufung ist vor allem in weniger       belebten Straßen der Innenstädte, an Stränden sowie auf       Zubringerautobahnen zum Flughafen zu verzeichnen. Taxis sollten nach       Möglichkeit nur per Bestellservice in Anspruch genommen werden. In       größeren Flughäfen können Taxis auch schon im Flughafengebäude gebucht       und bezahlt werden. Bei der Reise sollten Ausweispapiere nicht im     Gepäck   aufbewahrt werden. Am Zielort ist es empfehlenswert,  Originale    der   Ausweispapiere im Safe des Hotels zu lassen und nur  Kopien und    eine   Broschüre/Visitenkarte des Hotels mit sich zu  führen. Laptops    sollten   unauffällig, z.B. in einer Reisetasche,  verstaut werden.</strong><strong>Auf      Straftaten im Umfeld der  Prostitution (Diebstähle, Raub, Überfälle      etc.) wird besonders  hingewiesen. Die sog. Beischlafdelikte erfolgen      häufig nach  Verabreichung von Getränken mit Schlaf- bzw.      willensverändernden  Mitteln. Es wird dringend empfohlen, vor allem in      Bars und anderen  Lokalitäten Getränke nie unbeaufsichtigt zu lassen.   Von    der  Mitnahme von Prostituierten oder flüchtigen Bekannten in das     eigene   Hotelzimmer wird ausdrücklich abgeraten.</strong></strong><strong><strong><strong><strong>“Das Leben in Brasilien ist leicht und unbeschwert. Probieren Sie es selbst.” ( deutschsprachige Tourismuspropaganda)</strong></strong></strong></strong><strong> <strong><strong>Reisewarnung der Schweiz: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/09/gewaltkultur-in-brasilien-unter-lula-die-schweizer-botschaft-informiert-rio-de-janeiro-in-dieser-stadt-besteht-die-gefahr-auf-offener-strase-unversehens-in-eine-schieserei-zwischen-rivalisiere/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/09/gewaltkultur-in-brasilien-unter-lula-die-schweizer-botschaft-informiert-rio-de-janeiro-in-dieser-stadt-besteht-die-gefahr-auf-offener-strase-unversehens-in-eine-schieserei-zwischen-rivalisiere/</a></strong></strong><strong><strong> </strong></strong><strong><strong><strong><strong> </strong></strong></strong></strong></strong></p>
<p><strong> </strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong>US-Reisewarnung für Brasilien: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/27/us-reisewarnung-fur-kustenstadte-brasiliens-wegen-mordserie-guaruja-santos-praia-grande-sao-vicente-vermeiden-freier-massenhafter-verkauf-von-raubgut-und-sogar-waffen-direkt-vor-polizeibasis/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/27/us-reisewarnung-fur-kustenstadte-brasiliens-wegen-mordserie-guaruja-santos-praia-grande-sao-vicente-vermeiden-freier-massenhafter-verkauf-von-raubgut-und-sogar-waffen-direkt-vor-polizeibasis/</a></strong></strong></strong></strong><strong> </strong></strong></strong><strong><strong><strong><strong><strong> </strong></strong></strong></strong></strong></strong></p>
<p><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/26/gunter-nooke-beauftragter-der-bundesregierung-fur-menschenrechtspolitik-und-humanitare-hilfe-im-auswartigen-amt-ist-am-642009-zu-gesprachen-in-brasilie-die-themenpalette-ist-reichhaltig-alltagli/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/26/gunter-nooke-beauftragter-der-bundesregierung-fur-menschenrechtspolitik-und-humanitare-hilfe-im-auswartigen-amt-ist-am-642009-zu-gesprachen-in-brasilie-die-themenpalette-ist-reichhaltig-alltagli/</a></strong></strong></strong></strong></strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong> </strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></p>
<p><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/11/21/ein-stadtguerillheiro-todesschwadronen-und-pistoleiros-die-alltagliche-kriminalitat-verschont-auch-die-reichsten-nicht-2001/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/11/21/ein-stadtguerillheiro-todesschwadronen-und-pistoleiros-die-alltagliche-kriminalitat-verschont-auch-die-reichsten-nicht-2001/</a></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong><strong><strong><strong> </strong></strong></strong></strong><strong><strong> </strong></strong></strong></p>
<p><strong><strong><strong><strong><strong>Copacabana-Protest gegen verirrte Kugeln, Menschenrechtsverletzungen: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/19/copacabana-protest-wegen-tod-des-schulers-wesley-durch-verirrte-kugel-menschenrechte-der-slum-bewohner-unter-lula/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/19/copacabana-protest-wegen-tod-des-schulers-wesley-durch-verirrte-kugel-menschenrechte-der-slum-bewohner-unter-lula/</a></strong></strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong> </strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/03/crackamor1.JPG" alt="crackamor1.JPG" /></p>
<p><strong>Crack und Kinderprostitution in Sao Paulo:  </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/13/crack-business-auch-unter-rousseff-regierung-weiter-auf-vollen-touren-crack-madchen-prostituieren-sich-fur-mini-preise/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/13/crack-business-auch-unter-rousseff-regierung-weiter-auf-vollen-touren-crack-madchen-prostituieren-sich-fur-mini-preise/</a></p>
<p><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/10/brasilianische-verbrecherorganisationen-pcc-und-cv-erhohen-auslandsprasenz-portugal-als-einfallstor-fur-europa-betont-us-state-department-in-washington/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/10/brasilianische-verbrecherorganisationen-pcc-und-cv-erhohen-auslandsprasenz-portugal-als-einfallstor-fur-europa-betont-us-state-department-in-washington/</a></strong></strong></strong></strong></strong></strong><strong><strong><strong> </strong></strong></strong></strong></strong><strong> </strong></strong><strong><strong><strong> </strong></strong></strong></p>
<p><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/18/schweizer-an-der-copacabana-erschossen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/18/schweizer-an-der-copacabana-erschossen/</a></strong></strong></strong></strong></strong></strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong> </strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong><strong> </strong></p>
<p><strong><strong><strong><strong> <strong><strong><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/02/wieder-europaischer-tourist-in-brasilien-ermordet-diesmal-ein-schwede/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/02/wieder-europaischer-tourist-in-brasilien-ermordet-diesmal-ein-schwede/</a></strong></strong></strong></strong></strong><strong><strong><strong><strong> </strong></strong></strong></strong></strong></strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong> </strong></strong></strong></strong></strong></strong></p>
<p><strong><strong><strong><strong><strong><strong>Lateinamerikas größte Demokratie liegt auf dem UNO-Index für menschliche Entwicklung an 73. Stelle.</strong></strong></strong><strong><strong><strong>Brasilianischer       Leserkommentar zu niedrigen Touristenzahlen Brasiliens: “Gewalt  hat      seinen Preis.”  Violencia tem seu preço. S o “desgoverno” náo    percebe    que a violencia e a impunidade destroi o pai­s. Eu mesmo náo    viajo  mais   no Brasil. Náo é so tiro que o turista recebe no  Brasil.   Sáo  também   assaltados, furtados, enganados e explorados.”</strong></strong></strong></strong></strong></strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong> </strong></strong></strong></strong></strong></strong></p>
<p><strong><strong><strong><strong><strong><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/09/todesschwadron-im-teilstaat-sao-paulo-schlug-opfern-die-kopfe-ab-14-verdachtige-militarpolizisten-in-haft/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/09/todesschwadron-im-teilstaat-sao-paulo-schlug-opfern-die-kopfe-ab-14-verdachtige-militarpolizisten-in-haft/</a></strong></strong></strong></strong></strong><strong><strong> </strong></strong></strong><strong><strong> </strong></strong></p>
<p><strong><strong><strong><strong><strong><strong>Kuba hat annähernd       soviel Einwohner wie Rio de Janeiro &#8211; die deutsche Botschaft in   Havanna     informiert überraschend kurz, anders als in Rio de Janeiro   sind über     ermordete Touristen keine Angaben zu finden. Zudem fehlen   Hinweise  auf    sichere oder unsichere Stadtteile, auf Slums,   Todesschwadronen,   Massaker   sowie unter Drogeneinfluß stehende   bewaffnete Kriminelle und     Scheiterhaufen:<em>Kriminalität</em></strong></strong></strong><strong> </strong></strong></strong></strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong>Im       Vergleich zu anderen Fernreisezielen ist der Tourismus auf Kuba    immer    noch sicher. Allerdings werden auch auf Kuba Touristen Opfer    von    Eigentumsdelikten, von Körperverletzung, in seltenen Fällen auch    von    Gewaltverbrechen. Vor allem Individualreisende sollten daher    ähnliche    Vorkehrungen wie in anderen Ländern in der Region    treffen:Sie sollten    nicht Ihr gesamtes Bargeld bei sich führen und es    auf mehrere Stellen am    Körper verteilen, den mitgeführten   Geldbetrag  nicht zur Schau stellen    sowie Bargeld und   Originalreisepass im  Hotelsafe verwahren.  Offizielle     Sicherheitshinweise der Schweiz(EDA):  </strong><strong>Kriminalität</strong></strong></strong></strong></strong></strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong>Die       Kleinkriminalität hat in den letzten Jahren infolge der       Wirtschaftskrise zugenommen. Gewarnt wird vor allem vor       Entreissdiebstählen, bei denen vereinzelt auch Waffengewalt angewendet       wird. Einbruchdiebstähle in Privatunterkünften (casas particulares)       kommen ebenfalls vor. Beachten Sie unter anderem nachstehende       Vorsichtsmassnahmen: </strong></strong></strong></strong></strong></strong></p>
<ul>
<li><strong>Tragen Sie keine Wertgegenstände (Uhren, Schmuck etc.) und       nur wenig Geld auf sich. Stellen Sie generell Ihre &#8211; im Vergleich zu     den   lokalen Verhältnissen &#8211; Wohlhabenheit nicht zur Schau.</strong></li>
<li><strong>Deponieren Sie wichtige Dokumente im Hotelsafe (Pass,       Flugticket, Schecks etc.); tragen Sie jedoch eine Kopie Ihres Passes auf       sich.</strong></li>
<li><strong>Achten Sie bei den Casas particulares darauf, dass es sich       um offiziell anerkannte Unterkünfte handelt; sie sind durch ein   blaues     Dreieck an der Türe gekennzeichnet.</strong></li>
<li><strong>Benutzen Sie ausschliesslich gekennzeichnete, offizielle Taxis.</strong></li>
<li><strong>Machen Sie weder Autostopp noch nehmen Sie Anhalter mit.”</strong></li>
</ul>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/03/02/brasiliens-privilegiertenghettos-als-gesellschaftsmodell/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/03/02/brasiliens-privilegiertenghettos-als-gesellschaftsmodell/</strong></a></p>
<p><strong>Achtung, Gringos in Sao Paulo &#8211; Gefahr durch       Motorradgang-Überfälle: Der weiße David aus Südafrika war im April 2009       gerade in der Megacity angekommen, als er im Innenstadtbereich auf    dem    Weg zum Hotel Â Opfer eines der typischen Überfälle wurde. Ein     Motorrad   stoppt neben ihm, der Mann auf dem Hintersitz bedroht  David    mit einer   Pistole, nimmt ihm sämtliche wertvollen Dinge ab,  auch den    Rucksack-   nach wenigen Sekunden prescht das Motorrad  davon. David    mußte   Ausländer(wie mich) daher um Geld anbetteln,  zeigte die Anzeige    bei der   brasilianischen Polizei vor. Auch in  bisher als sicher    geltenden   Küstenregionen Sao Paulos, darunter  sogar Militär-Areas von    Praia   Grande, sind derartige Überfälle so  häufig geworden, daß   nunmehr  ständig   bewaffnete Sicherheitsleute  auf dem Motorrad auch   tagsüber  durch die   betreffenden Viertel  fahren, mit laut tönender,   nervender  Warnsirene.   Interessanterweise  befinden sich in diesen   ViertelnÂ stets    Polizeiwachen, vor denen  jeweils bis zu sechs   Streifenwagen stehen &#8211;  auf   Motorrad-Gangster  hat das offensichtlich   keinerlei abschreckende    Wirkung. In Rio de  Janeiro sind Überfälle,   bestellte MordeÂ durch    Motorrad-Gangster so  häufig geworden, daß auf   Gouverneursanweisung alle    mit zwei  Personen besetzten Motorräder  seit  Anfang 2009 von der  Polizei    zwecks Durchsuchung und   Leibesvisitation gestoppt werden  sollen.</strong></p>
<p><strong>In Rio de Janeiro besteht laut Presseberichten von 2010 nach       wie vor kein politischer Wille der Autoritäten, den Taxiverkehr zu       zivilisieren &#8211; immer wieder werden Fälle bekannt, in denen  bewaffnete      Taxifahrer ihre Insassen im Wagen ausrauben und dann  “aussteigen”      lassen, Betrugsversuche aller Art sind nach wie vor in  der  Olympia-und     Scheiterhaufenstadt an der Tagesordnung.</strong></p>
<p><strong>Herzschrittmacher und Metalldetektoren in Banken: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/14/bank-wachmann-erschiest-mann-mit-herzschrittmacher-der-wegen-des-gerats-nicht-durch-die-sicherheitspforte-kommt-und-dies-ankundigte-vielfaltige-folgen-immer-niedrigeren-bildungsniveaus-in-brasilien/#more-5410">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/14/bank-wachmann-erschiest-mann-mit-herzschrittmacher-der-wegen-des-gerats-nicht-durch-die-sicherheitspforte-kommt-und-dies-ankundigte-vielfaltige-folgen-immer-niedrigeren-bildungsniveaus-in-brasilien/#more-5410</a></strong></p>
<p><a href="http://www.tagesanzeiger.ch/panorama/vermischtes/Schweizer-Touristin-in-Brasilien-vergewaltigt/story/22996965"><strong>http://www.tagesanzeiger.ch/panorama/vermischtes/Schweizer-Touristin-in-Brasilien-vergewaltigt/story/22996965</strong></a></p>
<p><strong>Straßenverkehr: </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/17/weiter-stimmenkauf-mit-autofuhrerscheinen-in-brasilien-uber-40000-verkehrstote-jahrlich/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/17/weiter-stimmenkauf-mit-autofuhrerscheinen-in-brasilien-uber-40000-verkehrstote-jahrlich/</strong></a></p>
<p><strong>Kindersoldaten: </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/22/brasiliens-kindersoldaten-junge-kinder-mit-waffen-die-einfach-anderre-kinder-erschossen-haben-die-sie-gerade-mal-schief-angeschaut-habenlesermail/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/22/brasiliens-kindersoldaten-junge-kinder-mit-waffen-die-einfach-anderre-kinder-erschossen-haben-die-sie-gerade-mal-schief-angeschaut-habenlesermail/</strong></a></p>
<p><strong>Todesschwadronen, “Barbarei”: </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/</strong></a></p>
<p><strong>Nachrufe: </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/12/ein-guter-freund-und-langjahriger-nachbar-theaterregisseur-vicente-maiolino-in-rio-de-janeiro-bergstadtteil-santa-teresa-durch-12-schusse-getotet-kein-hinweis-auf-tater/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/12/ein-guter-freund-und-langjahriger-nachbar-theaterregisseur-vicente-maiolino-in-rio-de-janeiro-bergstadtteil-santa-teresa-durch-12-schusse-getotet-kein-hinweis-auf-tater/</strong></a></p>
<p><strong>Fotograf von TV Globo erschossen:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/21/brasilianischer-fotograf-von-tv-globo-in-rio-de-janeiro-mit-mpi-salve-exekutiert/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/21/brasilianischer-fotograf-von-tv-globo-in-rio-de-janeiro-mit-mpi-salve-exekutiert/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/11/02/ruttgers-im-nebelunglaublich-aber-wahr-die-sicherheitsbehorden-haben-den-ruttgers-besuch-bei-den-gangstern-angemeldet-um-misverstandnisse-wegen-der-polizeiprasenz-zu-klaren-die-bosse-stimmte/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/11/02/ruttgers-im-nebelunglaublich-aber-wahr-die-sicherheitsbehorden-haben-den-ruttgers-besuch-bei-den-gangstern-angemeldet-um-misverstandnisse-wegen-der-polizeiprasenz-zu-klaren-die-bosse-stimmte/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/07/mord-an-deutscher-jennifer-kloker-in-brasilien-polizei-stellt-anzeige-gegen-funf-tatbeteiligte-dreijahriger-sohn-war-offenbar-zeuge-des-mordes/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/07/mord-an-deutscher-jennifer-kloker-in-brasilien-polizei-stellt-anzeige-gegen-funf-tatbeteiligte-dreijahriger-sohn-war-offenbar-zeuge-des-mordes/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/14/198-homosexuelle-2009-in-brasilien-ermordet-meldet-grupo-gay-da-bahia-laut-radioagencia-np-alarmierende-statistik-hohe-dunkelziffer-laut-marcelo-cerqueira-klage-bei-uno-und-oea-geplant/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/14/198-homosexuelle-2009-in-brasilien-ermordet-meldet-grupo-gay-da-bahia-laut-radioagencia-np-alarmierende-statistik-hohe-dunkelziffer-laut-marcelo-cerqueira-klage-bei-uno-und-oea-geplant/</a></p>
<p>Behinderter Junge in Rio zu Tode geschleift(2007)Brasilianische       Öffentlichkeit reflektiert über Normalität sadistischer Verbrechen<br />
Bestsellerautor Paulo Coelho: Wir sind alle schuldig<br />
Rund eine Woche vor dem weltberühmten Karneval hat die barbarische Tat       mehrerer Slum-Banditen Rios in dem Tropenland eine sehr emotionale       Diskussion über zur Alltagsnormalität zählende sadistische  Verbrechen      ausgelöst.<br />
Die Banditen hatten gemäß den Polizei-und Medienberichten in der       Zuckerhutstadt zwecks Autoraub den Wagen einer Frau gestoppt, die mit       ihrer 13-jährigen Tochter und dem behinderten sechsjährigen Sohn       unterwegs war. Die Insassen wurden zum Aussteigen gezwungen, wobei es       nicht gelang, den Sitzgurt des auf der Hinterbank befindlichen  Jungen   zu    lösen. Die Banditen fuhren mit dem Wagen los, obwohl der  Junge   noch    außerhalb der hinteren Wagentür im Gurt festhing. Er  wurde auf   rund  zehn   Kilometern durch vier Stadtviertel Rios  mitgeschleift, was   eine  enorme   Blutspur hinterließ. Die Banditen  wollten durch   verschiedene  Manöver,   wie Zickzackkurs und nahes  Vorbeifahren an    Verkehrshindernissen, sich   des Körpers entledigen,  was indessen    mißlang. Zahlreiche Passanten,   andere  Verkehrsteilnehmer versuchten,    die Banditen im Interesse des   Lebens  des Jungen zum Anhalten zu    bewegen, wurden indessen mit der Waffe    bedroht. Einem Zeugen wurde    gesagt, bei dem Mitgeschleiften handele  es   sich um eine Judas-Puppe.    Die Gangster stoppten den Wagen  schließlich  an  ihrem Slum, gingen  kurz   zum Umziehen nach Hause,  amüsierten sich  dann  auf einem  Straßenfest.   Von dem behinderten  Jungen waren nur noch   zerfetzte  Reste übrig.   Aufgrund von  telefonischen Anzeigen konnte Rios   Polizei  mehrere Täter   rasch  fassen, die die Tat den Berichten zufolge    sofort gestanden   haben.  Wie in Brasilien üblich, wurden zwei im    Fernsehen interviewt &#8211;   ein  18-jähriger Bandit beschrieb dabei die Tat    und sagte, man habe  den   Jungen nicht gesehen. Der Bandit war, wie es    hieß, als   Minderjähriger  bereits wegen Raubmordes vor Gericht. Ein    16-jähriger   Mittäter dürfte  gemäß brasilianischen Gesetzen höchstens    drei  Jahre  in Gewahrsam  bleiben.<br />
An der Beerdigung des Jungen beteiligten sich sogar Rios Sicherheitschef       sowie der Chef der Militärpolizei. In Rio de Janeiro weinten   spontan     viele Menschen auf den Straßen, darunter auch Polizeibeamte.   Die   Medien   erhielten eine Rekordzahl von Leser-und  Hörerreaktionen,  in   denen unter   anderem die Einführung der von der   Bevölkerungsmehrheit   befürworteten   Todesstrafe gefordert sowie die   allgemeine Straffreiheit   angeprangert   wurde. In Rio de Janeiro   werden jährlich deutlich   weniger als fünf   Prozent der Morde   aufgeklärt.<br />
Angesichts dieser barbarischen Tat, hieß es außerdem, sollte man den       Rio-Karneval boykottieren. Erinnert wurde zudem an andere Verbrechen   der     jüngsten Zeit, bei denen u.a. Banditen Stadtbusse mit Benzin      angezündet  hatten, wodurch zahlreiche Menschen verbrannt waren.<br />
Indessen handelt es sich bei diesen bekanntgewordenen Untaten nur um die       Spitze des Eisberges, weil Brasiliens Medien im Interesse des       Landesimage nur über einen Bruchteil der sadistischsten Taten überhaupt       berichten. Gewöhnlich wird nur über Verbrechen informiert, die       Angehörige der Mittel-und Oberschicht betreffen, nicht jedoch über       schier unbeschreiblichen Sadismus, dem die Slumbevölkerung seit       Jahrzehnten ausgesetzt ist. Daß von den die Slums neofeudal       beherrschenden Banditenmilizen Mißliebige lebendig verbrannt oder       zerstückelt werden, mit abgeschlagenen Köpfen Fußball gespielt wird, man       Menschen durch Schweine auffressen läßt, haben zahlreiche Zeugen       bestätigt. Ein Großteil der Slumbewohner, darunter bereits kleine       Kinder, hat solchen Verbrechen zugesehen &#8211; mit den entsprechenden       Wirkungen auf die Psyche. Es gibt zudem Berichte, demzufolge auf  Rap-und      HipHop-Massendiscos, die an der Slumperipherie Rios häufig  vom      organisierten Verbrechen veranstaltet werden, Jugendliche  lebendig      verbrannt worden sind. Die auf diesen “Bailes Funk”  gespielten Titel      sind extrem machistisch bzw. frauenfeindlich und  verherrlichen      detailliert sadistische Taten. Nicht zufällig wird in  Deutschland von      interessierter Seite versucht, derartige  brasilianische Musik aus   dieser    Gewaltkultur gesellschaftsfähig zu  machen, zu popularisieren.<br />
Marina Maggessi, seit kurzem Kongreßabgeordnete und zuvor Rio de       Janeiros Chefinspektorin der Zivilpolizei, hatte immer wieder die vom       organisierten Verbrechen begangenen schweren   Menschenrechtsverletzungen     angeprangert. Die Banditenbosse, mit   denen sich sogar weltbekannte     Topathleten und Prominente einlassen,   nannte sie Tyrannen:”Sie     verbrennen Menschen lebendig, zerstückeln   Personen, begehen Greueltaten     jeder Art, herrschen über die Slums   mit aller Brutalität.”<br />
Auffällig, daß zahlreiche NGOs, die auch mit europäischen Spendengeldern       finanziert werden, in den Slums der größten bürgerlichen  Demokratie      Lateinamerikas zwar tätig sind, jedoch zu den Vorgängen   weitestgehend     schweigen. Gleiches gilt für teils vom Steuerzahler   finanzierte     Alibi-Menschenrechtsorganisationen.<br />
In Brasilien werden jährlich über 55000 Menschen ermordet. In Rio de       Janeiro wurde jetzt eine Website eingerichtet, die die aktuelle Zahl   der     Ermordeten angibt: <a href="http://www.riobodycount.com.br/"><font color="#003366">http://www.riobodycount.com.br/</font></a><br />
Im Teilstaate Rio de Janeiro wurde 2006 gemäß neuesten Angaben eine       Rekordzahl von Homosexuellen umgebracht. Wie es hieß, waren es       mindestens 45. “Dies zeigt den machistischen und gewalttätigen Charakter       der Gesellschaft Rio de Janeiros”, wurde betont. Rio de Janeiro  hat      etwa die gleiche Einwohnerzahl wie Kuba, das indessen auch  gemäß  dem     UNO-Index für menschliche Entwicklung völlig andere   soziokulturelle     Bedingungen aufweist.<br />
Auch in Deutschland nimmt machistische Gewalt ständig zu, wird sogar von       den Autoritäten ganz bewußt, u.a. durch Tolerierung, stark    gefördert.    Die deutsch-türkische Anwältin Seyran Ates, die jetzt den       Margherita-von-Brentano-Preis der FU Berlin erhielt, hat über    Machismus    und Gewaltbereitschaft sowie über Sexualität und Gewalt    zahlreiche    Analysen angestellt.<br />
Viele Deutsche, auch aus der Drittweltszene, reden gerne von der       sogenannten “Einen Welt”, lehnen es indessen ab, darüber zu       reflektieren, wie die Öffentlichkeit reagierte, wenn sich Verbrechen wie       die oben beschriebenen in deutschen Städten wie Berlin oder  München      ereignen würden. Verdrängungsmechanismen funktionieren gut.</p>
<p>Schriftsteller Paulo Coelho von der Copacabana zum sadistischen Verbrechen:<br />
“Wir sind alle schuldig”<br />
Entáo estamos nos aproximando cada vez mais do Mal Absoluto. Quando       rapazes, em pleno controle de suas faculdades mentais, sáo capazes de       arrastar um menino pelas ruas de uma cidade, isso náo é apenas um  ato      isolado: todos nÃ³s, em maior ou menor escala, somos culpados.  Somos      culpados pelo silÃªncio que permitiu que a situaçáo em nossa  cidade      chegasse a este ponto. Somos culpados porque vivemos em uma  época  de     ”tolerÃ¢ncia, e perdemos a capacidade de dizer NÃƒO.  Somos  culpados     porque nos horrorizamos hoje, mas nos esquecemos  amanhá,  quando hÃ¡     outras coisas mais importantes para fazer e para  pensar.  Somos os olhos     que viram o carro passar, o medo que nos  impediu de  telefonar para a     polÃ­cia. Somos a polÃ­cia, que recebeu  alguns  telefonemas através do     nÃºmero 190, e demorou para reagir,  porque o  Mal Absoluto parece jÃ¡   náo   pedir urgÃªncia para nada.  Somos o  asfalto por onde se  espalharam  os   pedaços de corpo e os  restos de  sonhos do menino preso  ao cinto de    segurança. A cada dia  uma nova  barbÃ¡rie, em maior ou  menor escala. A    cada dia algum  protesto, mas o  resto é silÃªncio.  Estamos acostumados,    náo é  verdade?Muitos  séculos atrÃ¡s, John Donner  escreveu: ”nenhum  homem   é  uma ilha, que  se basta a si mesma. Somos  parte de um  continente; se    um simples  pedaço de terra é levado pelo  mar, a Europa  inteira fica    menor. A  morte de cada ser humano me  diminui, porque sou  parte da    humanidade.  Portanto, náo me perguntem  por quem os sinos  dobram:  eles   dobram  por ti. Na verdade, podemos  pensar que os sinos  estáo  tocando    porque o menino morreu, mas eles  dobram mesmo é por  nÃ³s.  Tentam nos    acordar deste cansaço e torpor,  desta capacidade de   aceitar conviver  com   o Mal Absoluto, sem reclamar  muito “ desde que   ele náo nos  toque. Mas   náo somos uma ilha, e a  cada momento  perdemos  um pouco  mais de nossa   capacidade de reagir.  Ficamos  chocados,  assistimos Ã s  entrevistas,   olhamos para nossos  filhos,  pedimos a Deus  que nada  aconteça conosco.   SaÃ­mos para o  trabalho  ou para a escola  olhando  para os lados, com medo   de  crianças,  jovens, adultos. Entra  ano, sai  ano, mudam-se governos, e    tudo  apenas piora. O que dizer? Que   palavra de esperança posso colocar     aqui nesta coluna?Nenhuma. Talvez   apenas pedir que os sinos continuem     tocando por nÃ³s. Dia e noite,   noite e dia, até que jÃ¡ náo   consigamos   mais fingir que náo estamos   escutando, que náo é conosco,   que estas   coisas se passam apenas com  os  outros. Que estes sinos   continuem   dobrando, sem nos deixar  dormir,  nos obrigando a ir até a   rua, parar o   trÃ¢nsito, fechar as  lojas,  desligar as televisÃµes, e   dizer: ”basta.   Náo agüento mais  estes  sinos. Preciso fazer alguma   coisa, porque quero   de volta a  minha paz.  Neste momento,   entenderemos que embora culpemos a    polÃ­cia, os  assaltantes, o   silÃªncio, os polÃ­ticos, o hÃ¡bito,   apenas  nÃ³s  podemos parar estes   sinos. Nosso poder é muito maior do  que   pensamos “  trata-se de   entender que náo somos uma ilha, e  precisamos   usÃ¡-lo.  Enquanto isso   náo acontecer, o Mal Absoluto  continuarÃ¡   ampliando seu  reinado, e  um  belo dia corremos o risco de  acreditar que   ele é a nossa  Ãºnica   alternativa, náo existe outra  maneira de viver,   melhor ficar    escutando os sinos e náo correr  riscos. Náo podemos deixar   que chegue    este dia. Náo tenho fÃ³rmulas  para resolver a situaçáo, mas   sou    consciente de que náo sou uma  ilha, e que a morte de cada ser  humano     me diminui. Preciso parar  minha cidade. Náo apenas por uma hora,  um     dia, mas pelo tempo que  for necessÃ¡rio. E recomeçar tudo de novo.   E,   se  náo der certo,  tentar náo apenas mais uma vez, mas setenta  vezes.    Chega  de culpar a  polÃ­cia, os assaltantes, as diferenças  sociais, as     condiçÃµes  econÃ´micas, as milÃ­cias, os traficantes,  os polÃ­ticos.  Eu    sou a  minha cidade, e sÃ³ eu posso mudÃ¡-la.  Mesmo com o coraçáo  sem     esperança, mesmo sem saber exatamente como  dar o primeiro passo,  mesmo     achando que um esforço individual náo  serve para nada, preciso    colocar   máos Ã  obra. O caminho irÃ¡ se  mostrar por si mesmo, se eu    vencer meus   medos e aceitar um fato  muito simples: cada um de nÃ³s faz    uma grande   diferença no mundo.<a href="http://www.riobodycount.com.br/"><font color="#003366">http://www.riobodycount.com.br/</font></a>Â</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/24/italienischer-tourist-bei-raububerfall-in-fortaleza-erschossen-sinkende-zahl-auslandischer-besucher-in-brasilien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/24/italienischer-tourist-bei-raububerfall-in-fortaleza-erschossen-sinkende-zahl-auslandischer-besucher-in-brasilien/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/05/26/alle-11-minuten-ein-mord-alle-15-minuten-ein-todlicher-verkehrsunfall-alle-65-minuten-ein-selbstmord-wir-sind-eine-extrem-gewalttatige-gesellschaft-brasiliens-parlamentsprasident-arlindo-china/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/05/26/alle-11-minuten-ein-mord-alle-15-minuten-ein-todlicher-verkehrsunfall-alle-65-minuten-ein-selbstmord-wir-sind-eine-extrem-gewalttatige-gesellschaft-brasiliens-parlamentsprasident-arlindo-china/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/20/rio-de-janeiro-inspiriert-salvador-strasenpinkler-festzunehmen-o-globo-kardinal-primas-von-brasilien-protestiert-gegen-soziokulturelle-gepflogenheit/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/20/rio-de-janeiro-inspiriert-salvador-strasenpinkler-festzunehmen-o-globo-kardinal-primas-von-brasilien-protestiert-gegen-soziokulturelle-gepflogenheit/</a></p>
<p><strong>“Das Leben in Brasilien ist leicht und unbeschwert. Probieren Sie es selbst.” Deutschsprachige Tourismuspropaganda.</strong></p>
<p><strong>Brasiliens Massengräber</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>„Wenn die Toten da reingeschmissen werden,       sind das Szenen wie in diesen Holocaustfilmen“, beklagen sich    Anwohner    von Massengräber-Friedhöfen der größten lateinamerikanischen      Demokratie.  In der Tat wird seit der Diktaturzeit vom Staat die    Praxis   beibehalten,  nicht identifizierte, zu „Unbekannten“ erklärte    Tote in   Massengräbern  zu verscharren.  Die Kirche protestiert seit    Jahrzehnten   dagegen und  sieht darin ein gravierendes    ethisch-moralisches Problem,   weil es in  einem Land der    Todesschwadronen damit auch sehr leicht sei,   unerwünschte  Personen    verschwinden zu lassen. In der Megacity Sao  Paulo  mit ihren  mehr als    23 Millionen Einwohnern empört sich der  weltweit  angesehene     Menschenrechtspriester Julio Lancelotti: „In  Brasilien wird  monatlich     eine erschreckend hohe Zahl von Toten anonym  in Massengräbern      verscharrt, verschwinden damit Menschen auf  offiziellem Wege, werden     als  Existenz für immer ausgelöscht. Wir von  der Kirche nehmen das    nicht   hin, versuchen möglichst viele Tote zu  identifizieren, um sie     dann  auf  würdige Weise christlich zu  bestatten. Wir brauchten einen    großen   Apparat, ein großes Büro, um  alle Fälle aufklären zu können  –   dabei ist   dies eigentlich Aufgabe des  Staates!“</strong><strong>Padre    Lancelotti   erinnert daran, daß  während der 21-jährigen  Diktaturzeit   in Sao Paulo   von den Machthabern  1971 eigens der  Friedhof Dom Bosco   geschaffen wurde,   um dort  zahlreiche ermordete  Regimegegner  heimlich  gemeinsam mit jenen    unbekannten Toten, den  sogenannten  „Indigentes“,  in Massengräber zu    werfen. Wie die   Menschenrechtskommission des  Stadtparlaments jetzt    erfuhr, wurden   seit damals allen Ernstes 231000  Tote als Namenlose    verscharrt –   allein auf d i e s e m Friedhof.  Heute  kommen Monat für    Monat dort   zwischen 130 und 140 weitere  Indigentes hinzu. Nach einem    Massaker   an Obdachlosen Sao Paulos kann  Priester Lancelotti zufällig auf     dem   Friedhof Dom Bosco beobachten,  wie sich der Staat der Namenlosen      entledigt: “Als der Lastwagen kommt  und geöffnet wird, sehe ich mit      Erschrecken, daß er bis obenhin  voller Leichen ist. Alle sind  nackt und     werden direkt ins Massengrab  geworfen. Das wird  zugeschüttet &#8211; und     fertig. Sollten wir später noch  Angehörige  ermitteln, wäre es  unmöglich,    die Verstorbenen in der  Masse der  Leichen wiederzufinden.  Was sage  ich   als Geistlicher dann  einer  Mutter?“ </strong><strong>Lancelotti   hält   einen Moment inne,   reflektiert: „Heute hat das   Konzentrationslager   keinen Zaun mehr,  das  KZ ist sozusagen weit   verteilt – die Menschen sind   nach wie vor  klar  markiert, allerdings   nicht auf der Kleidung, sondern   auf dem   Gesicht, dem Körper. Und sie   werden verbrannt, verscharrt, wie   die   Gefangenen damals, und es gibt   weiter Massengräber.“ </strong><strong>Was     in Sao Paulo geschieht,  ist  keineswegs ein Einzelfall. In der     nordostbrasilianischen   Millionenstadt Fortaleza leiden die Anwohner  des    Friedhofs „Bom   Jardim“ seit Jahren bei den hohen  Tropentemperaturen    unter   grauenhaftem Leichengeruch. „Die Toten  werden oft schon verwest      hergebracht, wie Tiere verscharrt, wir  müssen zwangsläufig zusehen,  es     ist grauenhaft“, klagt eine Frau.  „Fast jeden Tag kommt der   Leichen-LKW  –   doch bei den heftigen  Gewitterregen wird die dünne   Erdschicht über  den   Toten  weggeschwemmt, sehen wir die Massengräber   offen, wird der  Geruch   im  Stadtviertel so unerträglich, daß viele   Kopfschmerzen  kriegen,    niemand hier eine Mahlzeit zu sich nimmt.“ Der   Nachbar  schildert, wie    das vergiftete Regenwasser vom Friedhof  durch  die  Straßen und  Gassen des   Viertels läuft: „Das Wasser ist  grünlich  und  stinkt,  manchmal werden   sogar Leichenteile  mitgeschwemmt – und   weggeworfene  Schutzhandschuhe der    Leichenverscharrer. Die Kinder   spielen damit –  haben sich an die    schrecklichen Vorgänge des Friedhofs   gewöhnt.   Wir alle haben Angst,  daß   hier Krankheiten, Seuchen   ausbrechen.“</strong><strong>Selbst  in  Rio  de  Janeiro sind die   Zustände ähnlich, werden zahllose  Menschen  von   Banditenkommandos der   über 1000 Slums liquidiert und  gewöhnlich  bei   Hitze um die 35 bis 40   Grad erst nach Tagen in  fortgeschrittenem    Verwesungszustand zum   gerichtsmedizinischen  Institut  abtransportiert.   Wie aus den   Statistiken hervorgeht,  werden in den  Großstädten monatlich   stets   ähnlich viele Tote als  „Namenlose“ in  Massengräber geworfen wie  in  Sao   Paulo, der  reichsten Stadt ganz  Lateinamerikas. </strong><strong>Priester      Julio Lancelotti und seine  Mitarbeiter stellen immer wieder      Merkwürdigkeiten und verdächtige  Tatbestände fest. „Werden Obdachlose      krank und gehen in bestimmte  öffentliche Hospitäler, bringt man an   ihrem    Körper eine Markierung  an, die bedeutet, daß der Person nach   dem Tode    zu Studienzwecken  Organe entnommen werden. Die Männer   registriert man    durchweg auf den  Namen Joao, alle Frauen als Maria.   Wir streiten  heftig   mit diesen  Hospitälern und wollen, daß die   Obdachlosen auch  nach dem   Tode mit  den echten Namen geführt werden.   Schließlich kennen  wir diese    Menschen, haben über sie Dokumente.  Man  meint eben, solche  Leute sind    von der Straße, besitzen also  weder  eine Würde noch  Bürgerrechte.  Wir   haben in der Kirche eine  Gruppe,  die den illegalen,  kriminellen    Organhandel aufklären will,  aber  rundum nur auf  Hindernisse stößt.  Denn   wir fragen uns  natürlich auch,  ob jenen  namenlos Verscharrten  vorher   illegal  Organe entnommen  werden.“</strong><strong>Fast  in  ganz   Brasilien   und auch in Sao  Paulo sind Todesschwadronen aktiv,   zu denen    Polizeibeamte gehören,  wie sogar das   Menschenrechtsministerium in    Brasilia einräumt.  Tagtäglich würden   mißliebige Personen    außergerichtlich exekutiert,  heißt es. Darunter   sind auch Obdachlose,    von denen allein in Sao  Paulos Zentrum weit  über  zehntausend auf  der   Straße hausen. Wie  Priester Julio  Lancelotti  betont, ist zudem  die Zahl   der  Verschwundenen auffällig  hoch. </strong><strong>„Auf   den Straßen  Sao   Paulos werden viele  Leichen gefunden. Denn es ist   sehr einfach, so    einen Namenlosen zu  fabrizieren. Man nimmt ihm die   Personaldokumente    weg, tötet ihn und  wirft ihn irgendwo hin. Wir  gehen  deshalb jeden  Monat   ins  gerichtsmedizinische Institut, um  möglichst  viele Opfer zu     identifizieren. Die Polizei ist immer  überrascht und  fragt, warum uns     das interessiert. Das  Identifizieren ist für uns eine  furchtbare,     psychisch sehr  belastende Sache, denn wir müssen  monatlich stets     Hunderte von  Getöteten anschauen, die in großen  Leichenkühlschränken     liegen &#8211;  alle schon obduziert und wieder  zugenäht. Und man weiß eben     nicht,  ob da Organe entnommen wurden.“</strong><strong>Solchen   Verdacht     hegen nicht wenige Angehörige von Toten, die seltsamerweise   als     „Namenlose“ im Massengrab endeten. In der nordostbrasilianischen       Küstenstadt Maceio geht letztes Jahr der 69-jährige Sebastiao  Pereira      sogar mit einem Protestplakat voller Fotos seines ermordeten  Sohnes  auf     die Straße. Dem Vater hatte man im gerichtsmedizinischen   Institut  die    Identifizierung der Leiche verweigert – diese dann    mysteriöserweise  auf   einen Indigentes-Friedhof gebracht. Kaum zu    fassen – ein    Friedhofsverwalter bringt es fertig, Sebastiao Ferreira    später  mehrere    Leichenteile, darunter einen Kopf zu zeigen. „Mein    Sohn wurde allein  am   Kopf von vier MG-Schüssen getroffen – und  dieser   Kopf war doch  intakt!   Ich setzte eine DNA-Analyse durch –  der Kopf   war von einem  Mann, das   Bein von einem anderen, der Arm  wiederum von   einem anderen –  doch nichts   stammte von meinem Sohn“,  sagt er der   Presse. </strong><strong>In  Sao   Paulo hat Priester  Lancelotti   durchgesetzt, daß ein Mahnmal auf  dem   Friedhof Dom Bosco  an die   ermordeten Regimegegner, aber auch an  die mehr   als 200000    „Namenlosen“ erinnern wird.</strong><strong> Neuerdings    macht der    Friedhof in Brasilien immer wieder Schlagzeilen, allerdings    nicht    wegen der Massengräber von heute. Progressive Staatsanwälte    versuchen    das Oberste Gericht in Brasilia zu überzeugen, den zur     Diktaturzeit   für den Friedhof verantwortlichen Bürgermeister Paulo  Maluf    und den   damaligen Chef der Politischen Polizei, Romeu Tuma,  wegen des      Verschwindenlassens von Oppositionellen vor Gericht zu  stellen.      Erschwert wird dies jedoch durch den Politikerstatus der  Beschuldigten:      Paulo Maluf ist Kongreßabgeordneter und Romeu Tuma  sogar    Kongreßsenator  –  beide gehören zum Regierungsbündnis von     Staatspräsident Lula.</strong></p>
<p><strong>“Favela-Tours”: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/16/der-spiegel-favela-tour-in-rio-de-janeiro-vorzeige-favelas-und-die-uber-1000-anderen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/16/der-spiegel-favela-tour-in-rio-de-janeiro-vorzeige-favelas-und-die-uber-1000-anderen/</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/10/zeitungsfotopoderarmado.jpg" alt="zeitungsfotopoderarmado.jpg" /></p>
<p><strong>Junger Bandit &#8211; Zeitungsfoto.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/22/brisanter-nachfolgefilm-des-berlinale-gewinners-tropa-de-elite-darf-erst-nach-den-oktober-pflichtwahlen-brasiliens-gezeigt-werdenpersonliche-sicherheit-neben-gesundheit-die-hauptsorge-der-brasi/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/22/brisanter-nachfolgefilm-des-berlinale-gewinners-tropa-de-elite-darf-erst-nach-den-oktober-pflichtwahlen-brasiliens-gezeigt-werdenpersonliche-sicherheit-neben-gesundheit-die-hauptsorge-der-brasi/</a></p>
<p><strong>Feuergefechte 2010 in Rio de Janeiro, erneute Besetzung von Slums:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/25/rio-de-janeiro-weiter-panik-terror-brennende-busse-feuergefechte-autoritaten-haben-seit-sonntag-lage-nicht-im-griff-guerrillhataktik-der-banditenkommandos/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/25/rio-de-janeiro-weiter-panik-terror-brennende-busse-feuergefechte-autoritaten-haben-seit-sonntag-lage-nicht-im-griff-guerrillhataktik-der-banditenkommandos/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/29/rio-de-janeiros-militar-zirkus-politik-feiert-sieg-gegen-nicht-vorhandene-feinde-der-slumregion-complexo-do-alemao-banditenkommandos-reichlich-zeit-zum-ruckzug-gelassen-wie-bei-uno-umweltg/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/29/rio-de-janeiros-militar-zirkus-politik-feiert-sieg-gegen-nicht-vorhandene-feinde-der-slumregion-complexo-do-alemao-banditenkommandos-reichlich-zeit-zum-ruckzug-gelassen-wie-bei-uno-umweltg/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/01/rio-de-janeiro-schweine-fressen-getotete-auf-banditen-verliesen-slums-in-panzerwagen-bestochener-polizisten-massiver-raub-durch-beamte-und-soldaten-laut-berichten-der-folha-de-sao-paulo/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/01/rio-de-janeiro-schweine-fressen-getotete-auf-banditen-verliesen-slums-in-panzerwagen-bestochener-polizisten-massiver-raub-durch-beamte-und-soldaten-laut-berichten-der-folha-de-sao-paulo/</a></p>
<p><strong>Geköpfte in Brasilien:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/08/gekopfte-in-brasilien-landesmedien-zeigen-realitat-des-gefangnishorrors-haftlingsaufstand-beendet-laut-amtlichen-angaben/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/08/gekopfte-in-brasilien-landesmedien-zeigen-realitat-des-gefangnishorrors-haftlingsaufstand-beendet-laut-amtlichen-angaben/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/04/lula-lobt-in-rio-uberschwenglich-auslandsmedien-fur-deren-berichterstattung-stets-harsche-kritik-an-nationalen-medien-elogios-para-a-imprensa-de-fora/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/04/lula-lobt-in-rio-uberschwenglich-auslandsmedien-fur-deren-berichterstattung-stets-harsche-kritik-an-nationalen-medien-elogios-para-a-imprensa-de-fora/</a></p>
<p><strong>Brasilien auf Tourismus-Ranking des Weltwirtschaftsforums:</strong>   <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/09/brasilien-fallt-auf-tourismus-ranking-des-weltwirtschaftsforums-auf-52-platz-zuruckzuvor-45-rang-tourismuspolitik-unter-lula-und-rousseff/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/09/brasilien-fallt-auf-tourismus-ranking-des-weltwirtschaftsforums-auf-52-platz-zuruckzuvor-45-rang-tourismuspolitik-unter-lula-und-rousseff/</a></p>
<p><a href="http://www.wissen.de/wde/generator/wissen/ressorts/reisen/wke/index,page=1860564.html">http://www.wissen.de/wde/generator/wissen/ressorts/reisen/wke/index,page=1860564.html</a></p>
<p><strong>Rechtsanwälte &#8211; Brasilien:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/19/httpwwwrechtsanwalt-brasiliende-anwalte-infur-brasilien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/19/httpwwwrechtsanwalt-brasiliende-anwalte-infur-brasilien/</a></p>
<h1>Das Erste: Drehstart für “Das Traumhotel &#8211; Brasilien”  (AT)</h1>
<p><abbr title="2011-08-29T00:00:00Z"> </abbr></p>
<p><strong>München (ots) &#8211; Am 29. August 2011 ist die erste  Klappe für       eine neue Folge  von “Das Traumhotel” gefallen. Dieses Mal   entführt     Das  Erste seine Zuschauer ins  farbenfrohe und  temperamentvolle      Brasilien.  Die Reise mit Hotelbesitzer Markus   Winter führt nach Rio  de     Janeiro  und Salvador da  Bahia.(Pressetext)</strong></p>
<p><strong>Köln schließt eine Städtepartnerschaft mit Rio de Janeiro:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/rio-film-tropa-de-elite-2-fur-oscar-nominiertbester-auslandischer-streifen-stadtepartnerschaft-koln-rio-de-janeiro-trailer-anklicken/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/rio-film-tropa-de-elite-2-fur-oscar-nominiertbester-auslandischer-streifen-stadtepartnerschaft-koln-rio-de-janeiro-trailer-anklicken/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/18/brasilianische-systemkritiker-protestieren-in-vitoriaes-gegen-gefangnishorror-unter-lula-politisch-verantwortlicher-gouverneur-angeklagt-paulo-hartung-morder/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/18/brasilianische-systemkritiker-protestieren-in-vitoriaes-gegen-gefangnishorror-unter-lula-politisch-verantwortlicher-gouverneur-angeklagt-paulo-hartung-morder/</strong></a></p>
<p>Hintergrund 1997, Lateinamerika-Nachrichten:</p>
<h1>Im Dienst des organisierten Verbrechens</h1>
<h2>Rios Straßenkinder &#8211; neue Dimension eines alten Problems</h2>
<p>Immer  mehr Straßenkinder Brasiliens werden von der organisierten    Kriminalität  rekrutiert und landen damit in den Kreisläufen der    täglichen Barbarei  und Gewalt. Das „Missionsobjekt“ Straßenkind hat    hierdurch neue  Dimensionen erfahren, die bislang allerdings von den     Straßenkinderprojekten im Ausland kaum zur Kenntnis genommen wurden.     Unser Autor Klaus Hart aus Rio de Janeiro schildert die wenig     erfreuliche Entwicklug des Problems.</p>
<p>Bis zum entsetzlichen  Candelaria-Massaker von 1993 (vgl. LN Nr.    231/232) gehörten die Meninos  de Rua zum normalen Erscheinungsbild der    Sieben-Millionen-Stadt Rio de  Janeiro. Ob in Copacabana, Ipanema oder    in der City &#8211; immer zogen sie in  Gruppen herum, bettelten, stahlen.   Und  schlimmer noch: Eine sichtbare  Minderheit unter den  Straßenkindern   überfiel, terrorisierte regelrecht  bevorzugt  schwangere Frauen und  alte  Leute.<br />
Im Stadtzentrum bin auch ich mehrfach von Straßenkindern verfolgt     worden, flüchtete mich in Restaurants oder in von bewaffneten Pförtnern     bewachte Hauseingänge. Wenn die Gruppen mich dennoch erwischten,  waren    eben Geld und teures Arbeitsgerät wie Sony-Recorder oder Kamera  weg.    Eine Bande ritzte mir vorm Wegrennen in Richtung Polizeikabine  einmal    Arm und Hand blutig. Aber das ist alles harmlos im Vergleich  zu den    Erlebnissen vieler Einheimischer. Eine brasilianische Bekannte  fuhr mit    dem Wagen die famose Avenida Atlantica entlang, ihr  Kleinkind auf dem    Rücksitz. An der Ampel wird das Auto von  Straßenkindern umringt, eines    schneidet ihrer Tochter die Kehle  durch, sie verblutet. Einem    Nordamerikaner, zum Arbeiten in Rio,  schlägt eine Gruppe eine    abgeschlagene Flasche ins Gesicht, einfach  so, ohne Raubabsicht.<br />
Derzeit muß man in Rios Kernbereichen Meninos de Rua allerdings fast mit     der Lupe suchen. Statt der Tausenden von Anfang der 90er Jahre     verlieren sich im Straßengewühl bestenfalls einige hundert. Will ich zur     nächsten Metrostation, kommen mir gelegentlich ausgeraubte     traumatisierte Frauen entgegen: „Gehen Sie nicht weiter, an der Ecke     lauern drei Meninos mit Messern!“ Also laufe ich zurück, nehme am Stand     ein Taxi, fahre an den Kids vorbei, höre vom Motorista: „Die da  werden    nicht alt, hinter denen sind schon die Kollegen her.“  Diskutieren    sinnlos. Grundtenor an den Stehbars: Sofort umlegen,  bevor die Blödsinn    machen.<br />
Straßenkinder-Experten wie Roberto Santos, Leiter der angesehenen     Stiftung Sâo Martinho, bestätigen, daß die Gesellschaft, besonders die     Mittel- und Oberschicht, auf Repression setzt und Gewalt gegen die     Minderjährigen wie nie zuvor befürwortet. Gemäß einer neuen seriösen     Umfrage sind rund 52 Prozent der BewohnerInnen von Rio generell für     Lynchjustiz. Den Intellektuellen, ebenso wie den in-und ausländischen     NGOs, gelang es nicht, einen Meinungsumschwung herbeizuführen &#8211; die     brasilianische Gesellschaft ist neoliberaler, individualistischer und     deutlich egoistischer geworden. Das früher bestehende Mitgefühl etwa  der    Mittelschicht mit den Armen hat spürbar abgenommem. Weiter gilt,  was    der inzwischen verstorbene Betinho konstatierte: Das Beseitigen  von  als   störend empfundenen Minderjährigen wird von einem Großteil  der    BrasilianerInnen hingenommen, toleriert, und im Sinne einer  geistigen    Komplizenschaft mit den Mördern sogar befürwortet.</p>
<p>Anti-NGO-Kampagne</p>
<p>Inzwischen hat sich das Problemfeld verändert. Heute über gute oder     schlechte Straßenkinderprojekte, über die Unterschlagung von     Spendengeldern und über Kinderelend als Bereicherungsquelle für     unehrliche NGOs zu debattieren, wäre müßig. Regierungsunabhängige     Organisationen, die sich direkt den Straßenkindern widmen, gibt es kaum     noch. Die meisten sind schlichtweg eingegangen, seit das Ausland weit     weniger Spenden überweist und die Regierung nach einer geschickt     betriebenen Anti-NGO-Kampagne Gelder stoppte. Cristina Leonardo, die     couragierte Leiterin des Centro Brasileiro de Defesa dos Direitos da     Crianca e do Adolescente (Brasilianisches Zentrum für die Verteidigung     der Rechte von Kindern und Jugendlichen) und Verteidigerin von Opfern     und Überlebenden des Candelaria-Massakers, wie auch Roberto Santos     bestreiten vehement, daß die Regierung etwa durch gute  Präventivprojekte    die Zahl der Straßenkinder gesenkt habe. Unter  Präsident Fernando    Henrique Cardoso sei die Situation gerade im  Sozialbereich, ob Bildung    oder Gesundheit, so schlecht wie noch nie.  Ausländische    Unterstützergruppen, so ist immer wieder zu hören,  hätten eine völlig    falsche, oft sozialromantische Sicht der Dinge.  Größtenteils werde    übersehen, was sich bereits vor dem  Candelaria-Massaker 1993 deutlich    abzeichnete: Das organisierte  Verbrechen offeriert den Kindern und    Jugendlichen vergleichsweise  gutbezahlte Jobs, bei keineswegs    geringerem, sondern weit höherem  Lebensrisiko, doch für umgerechnet bis    zu tausend Mark die Woche. In  sämtlichen Slums von Rio de Janeiro,  auch   dies ist inzwischen ein  Gemeinplatz, funktionieren selbst die vom    Ausland finanzierten  Hilfsprojekte nur, wenn das organisierte  Verbrechen   seine Zustimmung  gibt. In Europa denken immer noch viele,  Kinder und   Jugendliche der  Unterschicht würden mehrheitlich von der  Militärpolizei   erschossen.  Seriöse Untersuchungen stellten jedoch  bereits 1993  richtig,  daß der  große „Exterminador“ eben das  organisierte Verbrechen  ist.  Keiner  weiß das besser als die mit  Cristina Leonardo kooperierende    Künstlerin Yvonne Bezerra de Mello.  Kinder, die nicht richtig   mitziehen,  etwa drogensüchtig werden und  statt Profiten Verluste   bringen, werden  kurzerhand eliminiert. Die  Leichen, so Yvonne Bezerra   de Mello,  verschwinden meistens. Die großen  Bosse, sagt sie, wohnen   natürlich  nicht im Slum, sondern in den  Nobelvierteln Rios. In diesen   Vierteln der  Geld- und Politikerelite  werden derzeit Drogen  verbraucht  wie nie zuvor  &#8211; daher die enorme  Nachfrage, die den  Straßenkindern Jobs  verschafft.<br />
Das beste Beispiel für die jüngeren Entwicklungen sind die     Candelaria-Überlebenden: Der Trafico, wie die auf Drogen-und     Waffenhandel, Entführungen und Rauberüberfälle spezialisierten     Gangsterkommandos genannt werden, hat sie adoptiert. Die Leute vom     organisierten Verbrechen, so Roberto Santos, zeigten sich in der Tat     weitaus besser organisiert und professioneller als der Staat und die     NGOs. Kinder und Jugendliche brauchen die rund 800 Slums von Rio nicht     mehr zu verlassen. Die Kleinsten verdienen als Fogueteiro   (Leuchtrakete)   über fünfzig Mark pro Tag. Sie warnen die   schwerbewaffneten Gangster   mittels Feuerwerksraketen vor herannahenden   gegnerischen   Verbrechermilizen oder der Polizei. Fünfjährige   transportieren als   sogenannte Aviôes, Flugzeuge, Drogen in der Stadt,   und bringen sie auch   zu den privaten Bestellern der Mittel-und   Oberschicht. Sieben- oder   Achtjährige haben für gewöhnlich schon   Pistole oder Revolver im   Hosenbund. Als Soldados schließlich gehören   sie zum martialischsten Teil   der nach militärischem Vorbild streng   hierarchisch gegliederten   wichtigsten Syndikate Comando Vermelho   (Rotes Kommando) und Terceiro   Comando (Drittes Komando). Soldados   kontrollieren die Ein- und Ausgänge   der Steilhangslums. Sie schießen   auf Verdächtige, nehmen an Gefechten   und Massakern teil, führen   Mordbefehle aus und sind bei Entführungen und   Banküberfällen dabei.</p>
<p>Kultur feudalistisch-machistischer Werte</p>
<p>Mit Reinaldo Guarany, militanter Diktaturgegner und einer der    Entführer  des deutschen Botschafters Ehrenfried von Holleben im Jahre    1970, fahre  ich eine enge steile Straße des malerisch wirkenden    Bergstadtteils Santa  Teresa hinunter. An der ersten Biegung richtet am    Favela-Eingang ein  nur mit Shorts und Sandalen bekleideter    Zwölfjähriger seine verchromte  MP auf uns. Er bräuchte nur einmal    durchzuziehen, und alle im Wagen  wären tot. Das passiert auch    gelegentlich &#8211; im Drogenrausch sehen die  Soldados in jedem einen    Gegner, erschießen sogar die eigene Freundin  oder Frau. Guaranys    Kommentar: „Noch vor zwei Jahren habe ich hier viele  von den Jungs, die    mir heute mit MPs begegnen, Murmeln spielen sehen &#8211;  sie wurden zu    Soldaten des organisierten Verbrechens, prahlen damit  herum und rühmen    die Banditen als ihre Helden.“<br />
Guarany sieht es nicht anders als Anwältin Cristina Leonardo: „Daß heute     die große Mehrheit der Meninos de Rua beim Trafico ist, bedeutet,  daß    Staat und Regierung sie im Stich ließen und die Sozialprogramme     einschränkten. Wenn ein Junge mit acht Jahren schon mit einer     nordamerikanischen Heeres-MP umzugehen weiß, wird es kompliziert.     Darüber spricht niemand, aber genau das müßte das Hauptthema sein!“ Die     Drogenprobleme und das Ausmaß des organisierten Verbrechens     herunterzuspielen, ist für sie „scheinheilig“.<br />
Alba Zaluar, Brasiliens führende Gewaltexpertin, sieht inzwischen in den     Slums eine neue tyrannische Kultur feudalistisch-machistischer Werte     fest installiert &#8211; hingenommen von den Autoritäten des Staates. Denn   die   Herrschaft des organisierten Verbrechens über Rios Slums   verhindert  auf  perfide Weise, daß deren BewohnerInnen politisch für   ihre Rechte   kämpfen. Immer wieder werden engagierte   BürgerrechtlerInnen, die   Selbsthilfegruppen in den Slums leiten und   sich dem Normendiktat der   Gangster nicht beugen wollen, zur   Einschüchterung aller ermordet. Auch   von ehemaligen, vom Trafico   rekrutierten Straßenkinder.<br />
So wollte im September eine 83-jährige Frau nicht mehr akzeptieren, daß     Gangsterkommandos bei Gefahr stets ihr winziges Slum-Grundstück     passierten. Sie diskutierte mit den Banditen. Eines Nachts wurde sie     deshalb von einer Gruppe grausam ermordet. Ein brasilianischer Bekannter     wohnt unglücklicherweise nur wenige Schritte von einem     Kommando-Treffpunkt entfernt. Er muß mitansehen, wie dort Kinder,     Jugendliche und Erwachsene gefoltert, gekreuzigt, mit Schüssen     durchsiebt werden. Mehrfach feuerten Jugendliche unter Drogeneinfluß in     seine Haustür, und hätten die zwei kleinen Söhne treffen können. Die     Kids tragen übrigens bevorzugt deutsche G-3 &#8211; und schweizerische     Sig-Sauer-Sturmgewehre. Weil diese eine besonders große Reichweite     haben, werden immer mehr Stadtbewohner durch verirrte Kugeln getötet     oder verwundet.<br />
In Rio ist die Gewöhnung an diese tägliche Barbarei die Regel &#8211; in     Deutschland dagegen, so scheint es, haben nur wenige die Entwicklungen     der letzten Jahre und deren politische Dimension zur Kenntnis  genommen.    Andere wollen sie nicht wahrnehmen. Sie müßten sich sonst  von ihren    liebgewordenen Brasilien-Klischees trennen.</p>
<h1>Vier zu drei gegen José Rainha</h1>
<h2>26 Jahre wegen “Beihilfe zum Doppelmord” &#8211; Brasiliens Justiz in Hochform</h2>
<p>In  einem 17stündigen Prozeß wurde der Führer der brasilianischen     Landlosenbewe­gung MST José Rainha zu 26 Jahren und sechs Mona­ten Haft     wegen angeblicher Beteiligung an einem Doppelmord ver­urteilt. Mit   vier   zu drei Stimmen befand die Jury den 36jährigen für schuldig,   obwohl  der  zur Tatzeit 1000 Kilometer vom Tatort entfernt war.</p>
<p>Lange vor dem  Prozeß gegen den populärsten, cha­ris­­ma­tischsten    Land­lo­senführer  kün­digte amnesty inter­national an, daß es im    Ver­fahren nicht mit  rechten Dingen zuge­hen wird. Aber die bösen    Erwartun­gen wurden noch  übertroffen. Der 36jährige José Rainha    er­hielt im Juni 26 Jahre und  sechs Mo­nate Haft wegen angeblicher    Be­tei­li­gung an einem  Doppel­mord, der 1989 im Bundesstaat Es­pírito    Santo began­gen wurde.  Amnesty in­ternational prote­stierte  um­ge­hend   und erklärte Rainha für  un­schul­dig: Das Ur­teil erinnere  an   Dik­taturzeiten. Bleibe es auch  beim zweiten Verfahren im  Sep­tem­ber   bei die­sem Strafmaß, wer­de er  zum po­litischen  Ge­fan­ge­nen erklärt   und ai rund um den Erd­ball für  seine  Freilassung mo­bilisie­ren.  Nicht  einmal die juristi­schen   Mindest­regeln seien im Prozeß  einge­halten  worden, kri­tisierte ai:   Weder durch Be­wei­se noch durch   Zeu­gen­aus­sa­gen konnte bestätigt   werden, daß Rainha am Tat­ort  war.  Im Ge­gen­teil gibt es Nach­weise,   daß er sich tausend Kilometer   entfernt auf­gehalten hat. Mit dem   Ge­richts­verfahren sollte viel  mehr  die Land­lo­senbewe­gung MST   ein­ge­schüchtert werden, die zur   zweit­wichtigsten Stimme der   Op­posi­tion geworden ist.<br />
Auch die katholi­sche Kirche Bra­sili­ens, in der Rainha seine     po­litische Laufbahn begann, steht weiterhin zu ihm und unter­strich,     daß den 922 Morden an Bau­erngewerkschaftlerInnen, kirch­li­chen     Mit­arbeiterInnen, Landlo­sen, Kleinbau­ern und Klein­bäue­rinnen von     1990 bis 1995 nur 47 Ge­richtsverfahren und nur fünf verurteilte Täter     ge­gen­über­stehen, von denen zwei aus dem Ge­fängnis flohen.</p>
<p>Im Visier: Das MST</p>
<p>Daß Rainha noch lebt, grenzt fast an ein Wunder: Seit 1987 verfolgt    ihn  die berüchtigte To­des­schwadron Escuderie Le Cocq seines    Heimatstaa­tes  Espí­rito Santo, in dem er als Land­arbei­tersohn    aufwuchs. Rainha  ent­ging Hinterhal­ten, überlebte Mord­anschläge und    konnte nur ein­mal  durch Schüsse verwun­det wer­den. Zwei seiner engen    Freun­de, Pfarrer  Gabriel Maire und Gewerk­schaftsführer Edson  Ra­mos,   dage­gen star­ben  1988 im Ku­gelha­gel der Pistole­ros.<br />
Ein Jahr später kam es zu ei­nem Schußwechsel zwi­schen  ei­nem     Groß­grundbesitzer, sei­nem ihn begleitenden Militärpolizi­sten und     einer Gruppe von Land­lo­sen. “In Wahrheit vertei­digten sich die Sem     Terra, die Landlo­sen, gegen jenen Fa­zendero, der ein Blutbad     anrich­ten wollte.” meint Anwalt Os­mar Barcellos. Zeu­gen wollen Rainha     bei der Schießerei gese­hen ha­ben, be­schreiben ihn als ziemlich    dick,  mit rundem Ge­sicht und ka­sta­ni­en­farbigen Haa­ren. Rainha ist     je­doch geradezu dürre, hat ein längli­ches Gesicht und schwarze    Haare.  Und vor allem wurde er zur Tatzeit nicht nur von zwei     Lo­kalparlamentariern, sondern auch einem Obersten der     Mi­li­tär­po­li­zei des nordöstlichen Bun­des­staates Ceará gesehen.     Beim Prozeß wurden aber weder Zeu­gen der Anklage noch der     Ver­tei­digung angehört. Die laut Nach­rich­tenmagazin Veja     gra­vierendste Verur­teilung einer brasi­lianischen     Führungspersön­lich­keit seit der Rückkehr zur Demo­kratie wird deshalb     von zahl­reichen Ju­risten und Krimi­nalisten des Landes als    schlech­ter  Witz bezeichnet, die Strafe als “absurd”. Auch das    Pastoral­büro für  Landange­legenheiten der Bi­schofskonferenz    kritisierte, daß mit dem  Schauprozeß nicht Rainha, son­dern die    ge­samte Landlosenbewegung  ge­troffen wer­den sollte. In vielen Medien    da­gegen wurde das Urteil  einsei­tig darge­stellt und sogar begrüßt:    das MST also doch die Bande  von Mör­dern, ge­walttätigen Ge­sellen  und   Gesetzesbre­chern, wie die  mäch­ti­gen Großgrundbe­sitzer im­mer    be­haupten?<br />
Kä­me Rainha tatsächlich hin­ter Gitter, wäre das für das MST ein herber     Verlust. Niemand sonst hat in Brasi­lien so viele Be­setzungen     brachliegender La­ti­fundien mit durchgeführt, hat so große Erfahrungen     und kennt Bra­silien und die Landlosen­basis so gut. An die zwanzig     Prozesse wurden gegen Rainha geführt, etwa 50 Untersuchungsverfahren     ge­gen ihn ein­geleitet &#8211; ohne Er­folg. Hinter Gittern saß er bereits     mehrfach, interna­tionale Proteste führ­ten jedoch stets zu seiner     Frei­lassung.<br />
Ist Rainha nur eine Art MST-Pro­fi-Funktionär? Er be­sitzt vier Hektar     im Hinterland des Bun­des­staates Sâo Paulo, pflanzt Pap­rika, Mais,     Tomaten und Me­lo­nen, und gehört zu einer Asso­cia­çao comuni­taria  mit    16 Fa­mi­li­en. Von der bra­silianischen Zeit­schrift Imprensa  nach    seiner Schul­bildung gefragt, antwortete er: “Ich war nie in der   Schule.   Le­sen und Schreiben habe ich mir mit fünfzehn zuhause   beige­bracht.   Wir waren eben ver­dammt arm, meine Brü­der   ar­bei­te­ten auf dem Feld,   um zu Über­le­ben. … Ich lese gerne. Von   Frei Betto kenne ich fast   alle Bücher &#8211; der ist mein Freund.”</p>
<h1>PC Farias: Tangotänzer und Mafioso</h1>
<h2>Brasiliens Justiz muß Mord an “Grauer Eminenz” wieder aufrollen</h2>
<p>Unter  dem Druck von Gerichtsmedizinern, Kriminalisten und der    Öffentlichkeit  sieht sich Brasiliens Justiz gezwungen, den Mord an    Paulo Cesar Farias,  Symbolfigur für Korruption in Politik und    Wirtschaft, erneut zu  untersuchen. Die bislang verbreitete offi­zielle    Tatversion ist nicht  mehr haltbar.</p>
<p>Mit der finanziel­len Unter­stützung des  Multimillionärs Paulo Cesar    Farias­, im Volks­mund PC,  gewann Collor de  Mello 1989 die    Präsident­schaftswahlen. Aber auch nach der Wahl  ver­sorgte PC seinen    Präsidenten, der 1992 wegen Korrup­tion und  Machtmiß­brauch seines    Am­tes enthoben wurde, mit reich­lich Geld (siehe  LN 222). “Wegen    Mangels an Be­weisen” 1994 in ei­nem offen­sicht­lich  politisch    motivier­ten Kor­ruptionspro­zeß frei­ge­spro­chen, lebt  Collor heute    in Miami. PC be­kam sieben Jah­re, die er größtenteils  höchst    kom­fortabel im of­fe­nen Straf­vollzug von Ma­ceio / Alagoas   absaß.    Damit könnte die Geschichte ein Ende haben.</p>
<p>PCs Comeback</p>
<p>Als ihn 1996 in seiner Wo­chenendvilla im Nord­oststaat Ala­goas der     tödli­che Schuß traf, hatte PC Farias gerade sein poli­tisches     Co­meback, die Gründung einer Tageszeitung angekündigt. Der zu­ständige     Po­lizeichef gab noch am selben Tag bekannt, der fünfzigjährige     kahl­köpfig-char­man­te Tangotän­zer sei wegen Be­ziehungspro­ble­men     von seiner Freundin Suzana Mar­colino er­schossen wor­den, die     anschlie­ßend an seiner Seite Selbst­mord be­gangen habe. &#8211; Spott und     Iro­nie war der Tenor von Brasiliens Leitar­tikeln. Als Tat­motiv wurde     allgemein Quei­ma de Archivo, die Vernichtung von Archiven   angenom­men,   da PC exzellenter Kenner der brasi­lianischen   Kor­ruptionsme­chanismen   war und streng­gehütete Geheim­nisse der   jünge­ren Politik mit ins  Grab  nahm. Zur allgemei­nen Ver­blüf­fung   be­stätigte zwei Mo­nate  später der  bis dahin landes­weit   hoch­ange­sehene Gerichts­me­di­zi­ner  Badan  Palhares nach vor Ort   an­gestell­ten Untersu­chungen die  Ver­sion des  Polizei­chefs. Für die   Re­gie­rung schien der Fall damit  er­le­digt.<br />
Von Anfang an hatte der ala­goanische Gerichtsmedi­ziner und     Militärpolizei­oberst George San­guinette mit einem hohen Maß an     Zivil­courage öffentlich auf Un­gereimtheiten bei dem Mord     hin­ge­wiesen. Seine ermit­telnden Kol­legen würden von “oben”     ge­wal­tig unter Druck ge­setzt, bei dem Verbrechen han­dele es sich um     einen Doppel­mord. Sangui­nette erhielt da­raufhin Mord­droh­ungen  und    wurde we­gen seiner Aufmüpfig­eit zeit­weise unter Haus­arrest    gestellt.  Der Oberst ließ sich nicht ein­schüch­tern, wies über­zeugend    grobe  Er­mitt­lungs­fehler nach, und ver­öf­fent­lichte darüber  sogar   ein  Buch. Die Untersu­chungen wur­den schließlich   wiederaufge­nom­men.  Die  jüng­ste defini­tive Ex­per­tise vom Mai   macht die bis­he­rige   offizielle Version zu Ma­ku­la­tur. Suzana   Marco­lino konn­te nicht auf   PC geschossen und sich danach in der   beschrie­be­nen Weise umge­bracht   haben — ge­mäß der zu­ständigen   Staats­an­wäl­tin weisen die Indi­zien   nun­mehr auf Dop­pelmord hin.   Als PC und dessen Freundin be­reits tot   waren, wur­den nach­weis­lich   Te­lefongesprä­che mit der   Wo­chen­endvilla ge­führt. Die Lei­chen   “entdeckte” man aber erst rund   vier Stunden später.</p>
<p>Zivilcourage eines Gerichtsmediziners</p>
<p>Laut Sanguinetti steht die Ma­fia von Alagoas hinter der Tat.     Mitt­lerweile wurden auch Ver­bin­dungen PCs zur italienischen Mafia     nachgewiesen. Ein Partner soll in Geldwäsche, Drogen und Waf­fenhandel     verwickelt sein. Zwei Kinder von PC stu­dierten auf einem     Privatgymnasium der Schweiz, wo die ita­lienische Po­li­zei vier Konten     des Er­mordeten aus­machen konnte. Auf diesen und sechs weiteren   Konten   in den USA, den Niederlanden und Uruguay hatte PC über sechs   Millionen   Dollar de­poniert: Ein Bruch­teil seines Vermögens.<br />
PC Farias eigener Einschät­zung nach säßen bei strenge­ren Ge­setzen     gegen Korruption im Wahl­prozeß &#8211; wie zum Beispiel in Italien &#8211; die     Politiker, die Bau­un­ternehmer und Bankiers des Landes allesamt hinter     Git­tern. Und er muß es wohl am be­sten wis­sen.</p>
<p>KASTEN</p>
<p>Würden Sie Ihr Kind “Hitler” nennen?</p>
<p>Antonio Callade, der auch in Deutschland und Österreich viel­verlegte     brasi­lianische Roman­cier, stau­nte nicht schlecht, als er bei der     Pre­miere eines seiner Stücke im Teatro Ziembinski von Rio de Janeiro     auf den Mosaik­fußboden schaute: auf über zehn Metern Länge ein     Ha­kenkreuz nach dem an­deren kunstvoll aufge­reiht, saubere     Handwerksarbeit aus den 30er und 40er Jahren. Seit das alte Haus 1985     von ei­nem Schauspieler er­worben und in ein Theater umgewan­delt  worden    war, hatte nie­mand An­stoß an der auch vom angrenzenden   öffentli­chen   Platz deutlich erkennba­ren Haken­kreuz­or­na­men­tik   genommen.<br />
Obwohl in den brasiliani­schen Zeitungen häufig über     Hakenkreuz­schmierereien in Deutschland und anderen eu­ropäischen     Län­dern sowie über die entsprechen­den Proteste jü­discher     Organisa­tionen be­richtet wird, verkau­fen Straßenhändler in Rio oder     Sâo Paulo sogar nach­produzierte Me­tall-Erinne­rungsplaketten an den     “Gautag der Bayrischen Ost­mark, Pfingsten 1933 in Regens­burg”,  darauf    das Ha­kenkreuz unter’m Reichsad­ler. Bis heute tragen nicht  wenige    Brasilianer den Vor­namen Hitler &#8211; die Eltern wa­ren eben  Bewunderer  des   Naziführers. Richter Hitler Canta­lice läßt einen     Parlaments­abgeordneten we­gen Autoraubs verhaften &#8211; und als die     Insassen einer total überfüllten Haftanstalt re­voltieren, behält     Polizei­chef Hitler Mussolini Pacheco kühlen Kopf, führt persönlich die     Verhand­lungen über Geiselfreilassun­gen. Weiße Hitler sitzen in     Universitätshörsälen, schwarze Hitler hausen in Slums der     Sklavennachfah­ren. “Hitler” steht auch auf Straßenschildern: In der     Stadt Barra do Bugres befindet sich das Hospital in der “Avenida Hitler     Sansâo”. Auch der Vor­nahme “Rommel” ist sehr häufig.<br />
Viele Juden flüchteten vor der drohenden Verfolgung und Ermordung auch     nach Brasilien &#8211; die den Deutschen aus der Nazizeit bekannte üble     Verunglimpfung der jü­dischen Minderheit ist jedoch bis heute selbst in     Wörterbü­chern und Lexika beibehalten worden &#8211; trotz entsprechen­der     Proteste. Ver­gangenes Jahr hat erstmals auch die jü­dische     Weltorganisation B’NAT B’RITH scharf ver­urteilt, daß sogar im     wichtig­sten brasilianischen Nach­schlagwerk Aureliano der Jude als     “schlechter Mensch, Geizhals, Habgieriger, Wu­cherer” definiert bzw.     charakteri­siert wird.</p>
<h1>Megaescândalo</h1>
<h2>Gesprächsmitschnitte weisen auf massiven Stimmenkauf im Kongreß hin, Nutznießer: Staatschef Cardoso</h2>
<p>Der  Präsident will wiedergewählt werden. Die entsprechende     Verfassungsänderung kam Ende Januar nur mittels Stimmenkauf und andere     Machenschaften durchs Par­lament &#8211; sagten damals Kirche, Opposition  und    Medien. Doch niemand konnte es be­weisen. Jetzt liegen     Gesprächsmitschnitte vor, denen zufolge Cardosos rechte Hand,     Kommuni­kationsminister Sergio Motta, den Stimmenkauf veranlaßte. Eine     un­bekannte Zahl von Abgeordneten erhielt demnach jeweils umgerechnet   an   die 300.000 DM in bar. Cardoso war noch nie so in der Bredouille.</p>
<p>Was  Brasiliens größte Quali­tätszeitung, die Folha de Sâo Paulo,    Mitte Mai  abdruckte, schlug ein wie eine Bombe: Zwei zur Rechtspartei    PFL der  Re­gierungsallianz zählende Kon­greß­abgeordnete er­läutern    klar und  unzwei­deutig eine groß­an­ge­leg­te Stimmenkaufopera­tion.    Car­dosos  In­tim­freund Sergio Motta von der So­zi­aldemokrati­schen    Partei (PSDB)  habe veranlaßt, daß über die PFL-Gou­ver­neu­re der    Teil­staaten Acre  und Ama­zonas um­gerechnet rund 300.000 DM in bar &#8211;    oder sogar noch viel  mehr &#8211; an Parlamentarier aus­gezahlt wurde, damit    sie Ende Januar für  die Wie­derwahl-Novelle vo­tie­rten. Der   Abstimmung  war von der  Mitte-Rechts-Regierung al­ler­größte Be­deutung    bei­ge­mes­sen wor­den.<br />
Überraschend hatte eine große Zahl von Abgeord­neten, die die     Ver­fas­sungsänderung stets öf­fent­lich ablehnten, dann doch der     No­velle zuge­stimmt. In den ab­ge­druckten Gesprächsmitschnit­ten     wer­den fünf bestochene De­pu­tados aus Acre nament­lich genannt, doch     weit mehr sollen Sum­men zwischen 200.000 und 300.000 Reais er­hal­ten     haben. Diese bezeichen die Darstel­lungen als falsch und absurd. Die     PFL, stärkster Partner Cardosos, schloß indessen sofort jene zwei     Acre-Abgeordneten aus der Par­tei aus, die den Stimmenkauf erläuterten     und selber Geld er­hielten. Mit anderen Worten: Beide werden als     geständig ange­sehen, die Mitschnitte somit als authentisch be­trachtet.     Wa­rum nur diese beiden und nicht die an­deren Deputados &#8211; die zwei     Gouverneure und der Mi­nis­ter?, fragt sich alle Welt. Die in     Folha-Kommentaren gege­be­ne Antwort: Entläßt Cardoso Mi­ni­ster Motta,     wie sogar die PFL-Spit­ze empfiehlt, gesteht er auch seine eigene    Schuld  ein &#8211; und dann ist alles möglich. Erinnert sei hier an das     Col­lor-Im­peach­ment von 1992.</p>
<p>Kurse der Stimmenbörse</p>
<p>Motta, der mit Cardoso eine Großfarm betreibt, ist in einer heiklen     Situation. Vorwürfe, daß er als Hauptorganisator des Stimmenkaufs     fungiert, er­hob sogar Paulo Maluf, Führer der nicht zur Re­gierung     gehörenden Rechtspartei PPD. Deren Kon­greßabgeordneter Jair Bolsonari     beschrieb, wie es am Tage der Abstimmung im Januar in den     Kon­greßkorridoren zuging: Wie bei Geschäftsverhandlungen auf ei­ner     Stimmenbörse. Am Mor­gen wurde ein Votum noch für 200.000 Reais     ge­handelt, weil die Regierung nicht sicher war, ob die     Verfassungsänderung pas­sieren würde. Einige Parla­men­ta­rier     verlangten sogar 300.000 Re­ais. Kurz vor der Ab­stimmung glaub­te die     Regierung an ihren Sieg und ging deshalb mit dem Kurs herunter, zahlte     nur noch 50.000 Reais. “Ich weiß nicht, wer Stimmen an-     bezie­hungs­wei­se ver­kaufte, doch den Kauf und Verkauf gab es     tatsächlich.”<br />
Die Cardoso-Regierung hat seit dem Amtsantritt eine Reihe von     parlamenta­rischen Untersu­chungs­ausschüssen verhin­dert, die ihr     hätten gefährlich wer­den kön­nen. Zwar bekam die Oppo­si­tion die     nötigen Unter­schriften der Abgeordneten zusammen, oh­ne die ein     Ausschuß nicht ge­bil­det werden kann. PFL und PSDB entsandten je­doch     nicht die vor­geschriebenen Repräsen­tanten &#8211; und damit war die     Untersuchung ganz “demokra­tisch” blockiert.<br />
Nach dem Abdruck der Ge­sprächs­mitschnitte hatte die Op­po­si­tion die     Unterschrif­tenliste rasch komplett &#8211; auf Anwei­sung Cardosos mußten     indessen PFL- und PSDB-Abgeordnete ihre Unterschriften zurückziehen.  Es    wurde öffentlich spekuliert, wieviel Reais sich die Regierung die     Rückzieher wohl habe kosten las­sen &#8211; wieder 200.000 pro Kopf?<br />
Brasiliens Bischofskon­ferenz CNBB hat den Me­ga­es­cândalo nicht     kommentiert, sie verwies nur auf ein jüngst veröffent­lich­tes     CNBB-Dokument, in dem die Re­gie­rung der ak­tiven Kor­rup­tion     beschul­digt wird. Im Bezug auf die Wiederwahlno­velle heißt es, die     Regierung be­sorge sich bei für sie interessan­ten Vor­lagen die nötigen     Stim­men ohne Skrupel. Cardosos Allianzpartner PFL, der den     Vizepräsidenten stellt, ist gemäß Un­ter­suchungen und Zeugenaus­sa­gen     bereits seit langem in Wahlstimmenkauf ver­wickelt. Im archai­schen     Nord­osten, so Anwälte ge­gen­über den La­tein­a­me­rika Nach­richten,     sei all­ge­mein be­kannt, daß der deutsch­stäm­mige PFL-Chef Jor­ge     Born­hau­sen mit prall­ge­füll­tem Geld­koffer he­rum­rei­se,  Politiker    besteche und den Stim­menkauf organi­sie­re. Born­hau­sen  ist   Mitgründer  der einstigen Militärdiktatur-Par­tei Arena. Cardosos  Vize   Marco  Ma­ciel gehörte ebenfalls zur Are­na und zählte zu den    ak­tiv­sten  Unter­stüt­zern der Folter­ge­ne­räle.</p>
<p>Alte Kameraden</p>
<p>Die PFL stand an der Seite Präsident Fernando Collor de Mellos, der 1992 wegen Korrup­tion und Machtmißbrauch abge­setzt wurde.<br />
Jener Senhor X, von dem die Fol­ha de Sâo Paulo die Mit­schnitte     erhielt, hat in­zwischen be­tont, weitere Tonbänder zu be­sitzen, auf     denen noch mehr Per­so­nen belastet werden.<br />
Zwei Mitglieder der PSDB-Spitze erklärten interessanter­weise vor der     Veröf­fentlichung der Mitschnitte gegen­über dem Nachrich­tenmagazin     Veja, sie sei­en überzeugt davon, daß der PFL-Gou­verneur von Amazo­nas     mit der Ab­sicht des Stimmen­kaufs nach Brasi­lia gekommen sei. Mit     Kof­fern voll Geld sei der Gou­ver­neur in den Wiederwahl-Pro­zeß     hi­neingegangen. Warum stell­te die Cardoso-Regierung ihn nicht zur     Rede, fragt die Veja.<br />
Gemäß einer neuen Mei­nungs­umfrage führt die Popula­ri­täts­kurve des     Staatschefs nach lan­ger Stabilität erstmals deut­lich nach unten.     Brasiliens Bör­sen reagierten auf die Ver­öff­ent­li­chung der ersten,     brisanten Mit­schnit­te in der Folha am 13. Mai so­fort mit  Kursabfall.    Die Echt­heit der Mitschnitte wurde am 20. Mai bestätigt.  Je­ne zwei    Ab­ge­ordnete, die den Wortlaut des Ab­drucks bestritten,  ste­hen bös’    da. Ganz zu schwei­gen von den an­deren Ver­wickelten.</p>
<h1>Lebendige Fackeln</h1>
<h2>Immer häufiger werden Wohnungslose im Schlaf angezündet</h2>
<p>Sie  hatten angenommen es sei nur ein Bettler, verteidigten sich die    fünf  jungen Tä­ter, die in Brasilia das schlafende Oberhaupt der     Pataxó-Indianer Galdino Jesus dos Santos an­zün­deten. Der Fall erregte     gerade deshalb Aufmerksamkeit, weil es sich um einen In­digena    handelte,  reiht sich jedoch ein in die zunehmende Gewalt gegen    Woh­nungs­lo­se.  Die Täter kommen meist aus der Mittel- und    Oberschicht.</p>
<p>Die  Avenida Rio Branco, ein­stige Prachtstraße Rio de Janei­ros,    bietet  nachts ein deprimie­rendes Bild. Weil seit 1995 in­folge von     neoliberalen Regie­rungsprogrammen die Arbeitslo­sigkeit steil an­stieg     und Sozialein­richtungen schlossen, lie­gen so viele Obdachlose,     Bettler, psy­chisch Kranke und Stra­ßenkinder wie selten zuvor     aufgereiht ne­beneinander auf dem Bürger­steig; nicht wenige nutzen als     Unterlage oder zum Zudecken ledig­lich Zeitungs­pa­pier oder Pappe.     Neuerdings hat ein Großteil von ihnen Angst, Op­fer jener  Brandattacken    zu werden, die sich auch in Sâo Pau­lo und selbst in  der Haupt­stadt    Brasilia häu­fen: Nur Schrit­te von der Ave­nida Rio  Branco ent­fernt,    über­goß vormittags eine gut­geklei­dete Frau einen  sit­zen­den  Bettler   mit reich­lich Al­ko­hol, warf zy­nisch lachend  ein  bren­nendes   Streichholz auf ihn. Und ver­schwand im  Men­schen­ge­wühl,  während der   Mann die Flammen zu er­sticken suchte.  Dreißig Pro­zent  der Haut   ver­brann­ten, derzeit liegt er in ei­nem  öffentlichen  Hospital der   Sie­ben-Millionen-Stadt, das pro Mo­nat  mindestens zwei  woh­nungs­lose   Brandopfer behandelt. Oft kommt  in­dessen jede Hilfe zu  spät, wie die   fast täglich veröf­fentlichten  Fotos von ver­kohlten  Leichen bewei­sen.<br />
Ivan Bertanha, Leiter einer Hospi­talabteilung für Verbren­nungen in Sâo     Paulo, betont, daß die Eingelieferten fast nie ge­richtsverwertbare     Angaben lie­fern können: “Sie sagen, daß sie in Flammen stehend     aufge­wacht sind und keine Verdächtigen ge­sehen haben.”     Pataxó-Häupt­ling Jesus dos Santos verbrannte in Brasilia lebendig,     nachdem nicht weniger als zwei Liter Alkohol über ihn ausge­gossen     worden waren. Die in­zwischen gefaßten fünf Täter aus Elitefamilien     ver­teidigten mit dem Argu­ment, sie hätten ihn “nur” für einen Bettler     gehalten. Für regierungskriti­sche Men­schenrechtler und So­ziolo­gen     spricht dieser Satz Bände. Her­bert de Souza Betinho, Füh­rer der     natio­nalen Kampagne ge­gen Hunger und für Bürger­rechte, nennt das     Handeln der jungen Männer einen Hinweis “auf den Grad der Degenerierung     in be­stimmten höheren Schich­ten der brasilianischen Gesellschaft.”     Helio Bi­cudo, enger Mitarbeiter des Kardinals von Sâo Paulo und     Kongreßabgeordneter der Ar­bei­ter­partei PT, konstatiert, die     bra­si­lianische Gesellschaft ent­wür­dige die Armen und bana­li­sie­re     das Leben. Der angesehene So­zi­al­wissenschaft­ler und The­ra­peut     Ju­randir Freire Costa bringt so­gar die Globali­sierung mit ins  Spiel:    Junge Männer, wie jene fünf von Bra­silia, kennen die rei­che  “Erste    Welt” sehr gut und glau­ben, eher per Zufall in Bra­si­li­en  zu le­ben.    Widerwillig sind sie dort mit einer Mehrheit von  “Häß­lichen, Armen,    Zahn­losen und Nicht-Weißen” konfrontiert,  ana­ly­siert Co­sta weiter.    Eine Art von Umgang mit dieser Realität  sei, sie nicht wahrzuneh­men,    eine andere, diese so­gar physisch zu  eliminieren. “Wir reden viel  über   die Modernisierung Brasili­ens,  doch wenig über die Befrie­dung  der   Gesell­schaft”, sagt Os­car  Vieira, Generalsekretär des    UN-Lateinamerika-Instituts und weist auf  die Straffreiheit hin, von der    besonders die High So­ciety  profitiert. Gemäß neuesten UNO-An­gaben    werden in Brasi­lien mehr  Menschen durch Feu­er­waffen getötet als in    jedem an­deren nicht  durch Krieg gezeich­neten Land. In Sâo Paulo kann    die Po­lizei  bestenfalls in zwan­zig Prozent der Fälle die Täter    iden­tifizieren,  was nicht bedeu­tet, daß diese auch verhaftet werden.</p>
<p>Der neue Sport der Besserbetuchten</p>
<p>Inzwischen wurden sehr un­vollständige Angaben über die Anzahl     wohnungsloser Brand­op­fer veröffentlicht. Allein in der Haupt­stadt     Brasilia sind seit 1988 minde­stens 29 Bettler an­ge­zün­det wor­den. In     Sâo Paulo und Rio sind mehrere Woh­nungs­lose pro Mo­nat betroffen.     Brand­attacken sind jedoch nicht alles: So gehört es in den  ge­nannten    drei Städten zum ma­ka­bren Sport Besserbe­tuchter, etwa  nach der  Disco   vom Wagen aus auf schlafende Woh­nungslose zu  schießen. Auch ein    Polizeiof­fi­zier Rios pflegte, gerichtlichen  Zeu­gen­aus­sagen von  1994   zu­fol­ge, seine Waffen nachts an  Bett­lern zu te­sten.<br />
Schließlich wurden 1990 in der Stadt Matupá drei arbeitslose     Landarbeiter, die ver­sucht hat­ten, eine Fazenda zu über­fallen, in     Anwesenheit von Po­li­zisten und einem Politiker auf offener Straße     lebendig ver­brannt: das von einem Amateur gedrehte Vi­deo der Untat     über­gab die katho­lische Kirche inter­nationalen     Men­schen­rechtsorga­ni­sa­tionen. 22 Personen wurden zwar ange­klagt &#8211;     zu einer Bestra­fung ist es aber bis heute nicht gekommen.<br />
Wegen des spektakulären Brand­an­schlags auf Galdino Je­sus dos Santos     interessiert sich die brasilianische Öf­fentlichkeit auf einmal für  das    Leben der Pa­ta­xó. Nach Angaben der Kir­che wur­den in den  letzten    Jah­ren in Südbahia 24 Pataxó-Indios von Pis­toleros der     Großgrundbe­sit­zer oder diesen selbst erschos­sen, 47 über­lebten     Mordver­su­che, 48 In­dios starben wegen un­ter­lassener Hil­feleistung.<br />
Ein Großteil Südbahias war ursprünglich Pataxó-Land. Doch vor und     wäh­rend der Militärdik­tatur legten Latifundistas im Stam­mesgebiet     Ka­kao­farmen an, von denen auch große interna­ti­o­na­le     Schokola­denmarken ihren Roh­stoff bezie­hen. Vor Gericht streiten die     Pa­taxó seit 15 Jahren um die Rück­gabe von etwa 36.000 Hektar &#8211; 788     Hektar waren ihnen zwar von der Justiz zugespro­chen, de facto aber  nie    übergeben worden. Der Stamm nutzt jetzt die Gunst der Stunde: Zur     Beerdi­gung von Häuptling Je­sus dos Santos kamen TV-Teams, Presse  und    so­gar der Chef der staatli­chen Indianer­schutz­behörde FUNAI,  Julio    Gei­ger. Nach der Beisetzung durf­ten weder er noch die  Jour­na­listen    das Reservat verlassen, viel­mehr wurden sie  gezwun­gen, die Pataxó  beim   Be­setzen von vier benach­bar­ten  Kakaofarmen zu be­glei­ten.  Umringt   von Indios mit Fe­der-Kokarden,  Wurfspies­sen, Pfeil und  Bogen, mußte   Gei­ger grimmigen Blickes als  erster das aufge­brochene  Farm­tor jenes   Groß­grundbesitzers  durch­schrei­ten, der die Pataxó am  meisten   ter­ro­risiert &#8211; während  diese auf­paß­ten, daß die Szene für  die   TV-Abendnachrichten auch  or­dent­lich gefilmt wurde. Erst  nach­dem das   Gebiet ohne Ge­walt und  Zwi­schen­fälle be­setzt wor­den  war, ließen sie   den FU­NAI-Chef und  den Me­dien­troß von dannen  zie­hen.</p>
<h1>Terror, Lügen und Videoaufnahmen</h1>
<h2>Kontroverse um Polizeiübergriffe in Sâo Paulo</h2>
<p>Die  Aufnahmen gehen um die Welt: Polizisten errichten eine    Straßensperre  und ter­rorisieren vorbeikommende PassantInnen. Niemand    wehrt sich: aus  Angst, er­schossen zu werden. Der Präsident ist    international entrüstet  und die heimischen Intellektuellen schweigen.</p>
<p>Zehn  Militärpolizisten Sâo Paulos machen sich einen sadi­stischen    Spaß  daraus, in einem Slum alle paar Tage eine Stras­sensperre zu    errichten  und zu­fällig vorbeikommende Bewoh­nerInnen auf brutalste Art    zu  foltern, mit Hartholzstücken blu­tig zu schlagen und auszurauben.    Ein  völlig unschuldiger Mann wird vor aller Augen erschossen, ein    anderer  schwer verwundet.<br />
Wer in brasilianischen Elendsvierteln lebt oder dort So­zial- und     Menschen­rechts­arbeit betreibt, weiß, daß Derartiges seit     Diktaturzeiten ab­solut nor­mal und alltäglich ist. Der jüng­ste Fall     von Polizeiter­ror erregt indessen enormes Auf­sehen, weil jemand gut     versteckt tagelang al­les filmt, das Video schließlich nicht nur im     brasilia­nischen, son­dern auch im nord­ame­ri­ka­ni­schen,  europäischen    und asiati­schen Fernsehen ge­zeigt wird.<br />
Sâo Paulos Kardinal Evaristo Arns und seine Bischöfe und Pa­dres     protestieren vehement, stel­len nicht an­ders als amnesty in­ternational     (ai) und Human Rights Watch klar, daß die Greu­eltaten nicht     überra­schen. In ganz Brasilien würden die Men­schenrechte von der     Mi­litär­po­li­zei gravierend verletzt, Opfer seien stets Angehörige der     unter­privilegierten Schichten, An­zeigen fruchteten gewöhnlich    nichts.<br />
Der neue Fall zeigt dies ex­emplarisch. Zwei der zehn Militärpolizisten     gelten als Mit­glieder einer Todesschwa­dron, die in jüngster Zeit     minde­stens dreizehn Menschen ermor­det hat. Fünf Beamte standen     be­reits we­gen acht Morden sowie Mord­ver­suchen und schwerer     Körper­verletzung unter Anklage, die Verfahren wurden, wie fast durchweg     üblich, eingestellt. Ganz offenkundig unter dem Druck der Medien und     der Ent­rüstung im Ausland wurden in­zwischen alle zehn  Tatbeteiligten    verhaftet &#8211; die Mitte-Rechts-Re­gierung instruierte in  Windeseile  auch   die Botschaften in Bonn, Bern und Wien, wie zu  reagieren ist.</p>
<p>Scheinheiligkeit und fragwürdige Aufregung</p>
<p>Ricardo Ballestreri, Präsident der brasilianischen ai-Sektion, mag     ebensowenig wie die Kirche in den jetzt von den Medien ge­schürten Chor     der Entrüstung einstimmen, wirft der Gesell­schaft Scheinheiligkeit    vor.  Bei jenen, die sich über Polizeibru­talität aufregen, handelt es    sich  ihm zufolge um dieselben, die mehr Gewalt bei der    Verbre­chensbekämpfung  und auch die Todesstrafe verlangen. ai hatte wie    die Erzdiözese Sâo  Paulos bereits vielfach angeprangert, daß die   “High  Society” und auch  die Mittelschicht in Lateinameri­kas erstem    Wirtschaftsstandort  Greueltaten gegen Slumbewoh­nerInnen schlichtweg    ignorier­ten. In  Brasilien, so ai auf An­frage, gebe es ein Kontingent    von Personen,  deren Folterung absurderweise als sozial  gerecht­fertigt   angesehen  werde. Unter der Folter hatten erst  kürzlich neun Männer  der   Unterschicht gestanden, ein Nobellokal  über­fallen und dabei zwei  Gäste   er­schossen zu haben.  Glücklicher­weise fand man eher durch  Zu­fall  die  wahren Täter mit  der Beute, die Neun bleiben dennoch für  ihr Leben   gezeichnet.</p>
<p>“Beifall” für Todesschwadrone</p>
<p>Cecilia Coimbra, couragierte Präsidentin der brasilianischen     Menschenrechtsorganisation “Nie mehr Folter”, erinnert jetzt daran, daß     die sich in Sâo Paulo häufenden chacinas, Blut­bäder, sowie andere     Aktionen der To­desschwadronen von sehr vie­len BrasilianerInnen mit     “Beifall” aufgenommen werden. Nach der Ausstrahlung des Amateurvideos     sei zu hoffen, daß es nie mehr zu derartigem Applaus komme. Ju­randir     Freire Cos­ta, Therapeut und Direktor des Instituts für  So­zialmedizin    an der Universität von Rio, teilt diesen Optimismus  nicht. Die Mittel-    und Ober­schicht, so Costa, spreche  Slum­bewohne­rInnen den    Gleich­heits­grundsatz ab, definiere sie  quasi als “Nicht-Menschen” und    rea­giere daher mit extremer  Indiffe­renz und Akzeptanz auf jede Art   von  Ge­walt gegen diesen Teil  der Bevölkerung.<br />
Befreiungstheologe Frei Bet­to, enger Mitarbeiter von Kardi­nal Arns,     teilt den Stand­punkt von Costa, zählt den Sozi­alwissenschaftler     außerdem zu den ganz wenigen Mitgliedern der geistig-künstlerischen     Elite Brasiliens, die auf Massaker an Landlosen, Polizeiterror gegen     Arme und von Todesschwadro­nen begangene Morde nicht mit Schweigen     reagieren. Im Ge­spräch sagt Frei Betto, Hunderte von führenden     Intellektuellen Frankreichs oder Italiens prote­stierten in Manifesten     an die Mitte-Rechts-Regierung von Prä­sident Fernando Henrique  Car­doso    gegen all diese Greuel­taten und verlangten energische  Maß­nahmen.   Deren  brasiliani­sche KollegInnen duldeten in­dessen, von  wenigen   Ausnahmen  abge­sehen, die gravierende Ver­letzung der  Menschenrechte in   der  größten Demokratie Latein­amerikas, seien daher  mitschul­dig.<br />
Das Schweigen, so Frei Betto, sei Resultat der Unterstützung jener     Intellektu­ellen für die Cardoso-Regierung und deren neoliberale     Politik. Viele aus der geistigen Elite, die besonders hohes Prestige in     der öffent­lichen Meinung genössen, wür­den von Brasilia mit Posten,     Po­sitionen und Geldern begün­stigt. Oder klarer ausgedrückt:     kor­rum­piert. Der Theologe erin­nerte auch daran, daß viele     In­tel­lek­tuelle, aber auch in Deutschland sehr bekannte     Schrift­steller wie Jorge Amado oder Sänger wie Gil­berto Gil, Caetano     Veloso, Elba Ramalho und Joâo Bosco, Filme­macher wie Héctor Ba­ben­co     sich 1994 in einem Manifest für die Wahl Cardosos aus­ge­spro­chen     hatten. Positive Aus­nah­me: Chico Buar­que. “Daß all diese Perso­nen     sich heute passiv ver­halten”, so Frei Betto weiter, “wird von den     In­tel­lektuellen Eu­ropas na­türlich be­merkt. Wa­rum prote­stieren     wir, fragt man dort, doch die Kollegen in Bra­si­lien nicht &#8211; wie steht     es daher um deren Se­riosität?” Sie sei nicht vorhan­den, fügt der     Theologe hinzu.<br />
Der schwarze Intellektuelle Milton Santos: “Brasiliens     Gei­steswissenschaftler kapitulieren vor der Situation ihres Landes,     nähern sich dem Establishment an.”<br />
Frei Betto wurde während der Diktatur im berüchtigten     Caran­diru-Gefängnis Sâo Paulos ein­gekerkert und gefoltert. 1992 wurde     er vom Gouverneur des Bundesstaats vor Gericht ge­stellt, weil er     Gewalttaten der Militärpolizei öffentlich ange­prangert hatte. Im selben     Jahr er­schossen Spezialeinheiten jener policia militar in Carandiru     min­destens 111 Häft­linge.<br />
Zum Lärm um das Amateur­video meint Frei Betto, das bra­silianische     Medienecho werde wie in vorangegangenen Fällen rasch verhallen.<br />
Für Präsident Cardoso kommt der Vorfall dop­pelt ungelegen. Denn Sâo     Paulo mit seinen weit über eintausend deutschen Fir­menfilialen wird von     einem Gou­ver­neur und en­gem Vertrauten aus des Staats­chefs     Sozial­demo­kra­tischer Par­tei PSDB regiert. Glei­ches trifft auf den     politisch Haupt­verant­wortlichen des Land­losenmassa­kers von 1996 im     Amazonas­bundesstaat Pará zu &#8211; und auch auf den Gou­ver­neur Rio de     Janeiros, wo ein Blut­bad an Minderjährigen dem an­deren folgt.</p>
<p>KASTEN</p>
<p>Männer des Gesetzes</p>
<p>Vorsicht, Leute aus Sâo Paulo, Osasco und ABC,<br />
Die Polizei von Sâo Paulo ist zum Beschützen da.<br />
Ist ein Polizist ein Verbrecher?<br />
Es gilt das Gesetz des Hundes.<br />
Die Polizei tötet das Volk,<br />
Aber ins Gefängnis kommt sie nicht.</p>
<p>Immer mehr Leute, deren Wege sich verlieren<br />
Aber sagen können wir nichts,<br />
Denn wir sind nicht auf der Seite des Gesetzes.<br />
Oh mein Gott, wann werden sie bemerken,<br />
Daß Sicherheit zu geben nicht bedeutet<br />
Angst einzujagen?</p>
<p>Song von Thaíde und DJ HUM</p>
<p>KASTEN</p>
<p>Männer des Gesetzes</p>
<p>Vorsicht, Leute aus Sâo Paulo, Osasco und ABC,<br />
Die Polizei von Sâo Paulo ist zum Beschützen da.<br />
Ist ein Polizist ein Verbrecher?<br />
Es gilt das Gesetz des Hundes.<br />
Die Polizei tötet das Volk,<br />
Aber ins Gefängnis kommt sie nicht.</p>
<p>Immer mehr Leute, deren Wege sich verlieren<br />
Aber sagen können wir nichts,<br />
Denn wir sind nicht auf der Seite des Gesetzes.<br />
Oh mein Gott, wann werden sie bemerken,<br />
Daß Sicherheit zu geben nicht bedeutet<br />
Angst einzujagen?</p>
<p>Song von Thaíde und DJ HUM</p>
<h1>Die Abwertung des Lebens</h1>
<h2>Die Regierung stoppt die Inflation &#8211; die Spirale der Gewalt dreht sich weiter</h2>
<p>In  der größten Demokratie Lateinamerikas gehören die berüchtigten     “Esquadrôes da Morte” auch über zehn Jahre nach Diktaturende zum  Alltag.    Sie ermorden Kin­der, Jugendliche, Menschenrechtsaktivisten  und    politische Gegner. Unter der Mitte-Rechts-Regierung von  Staatschef    Fernando Henrique Cardoso hat laut ai die Ge­walt stark  zugenommen.</p>
<p>An  einem Februarnachmittag geschieht in Rio de Janeiros Slumgürtel    Baixada  Fluminense erneut, was viele in der Ersten Welt für    unvorstellbar,  unmög­lich halten: Sechs aufgeweckte Jugendliche    zwischen fünfzehn und  siebzehn springen auf einen Linienbus auf und    machen sich zweier  “Vergehen” schuldig: Um nicht bezahlen zu müssen,    pas­sieren sie nicht  das Drehkreuz des Buskassierers sondern blei­ben,    wie es täglich  unzählige Schüler und Arbeitslose tun, auf den    hintersten Bänken,  lärmen, trom­meln Disco-Rhythmen. Dem Kassierer wird    es zu bunt. Er  fordert zwei bewaffnete Si­cherheitsleute der    Busgesell­schaft auf, die  Jungen zum Schweigen zu bringen. Der Fah­rer    hält an, die sechs werden  mit vor­gehaltener Pistole zum Aus­steigen    gezwungen, müssen sich in  einer Reihe auf die Erde knien. Dann werden    sie kaltblü­tig mit  Kopfschüssen außerge­richt­lich exekutiert, wie  es   ai und andere  Menschenrechtsor­ga­ni­sa­tio­nen stets in    Untersu­chungs­be­rich­ten  nennen. Die Mörder un­ter­ziehen sich, wie    üblich, nicht der Mühe, die  To­ten zu verstecken oder zu ver­scharren.    Ein Jugendlicher über­lebte  die Schüsse noch eine halbe Stunde,  hätte   gerettet wer­den können. Doch  niemand der vielen  herbeigelaufenen   Neugie­rigen rührte aus Angst vor  Rache eine Hand:  Die Killer hatten es   verboten, keiner der Gruppe sollte  davonkommen.</p>
<p>Schlag für Rios Olympia-Bewerbung</p>
<p>Bereits in den 80er Jahren war die Baixeda Fluminense von den    Vereinten  Nationen als gefähr­lichste Stadtzone der Welt einge­stuft    worden &#8211; bis  heute werden hier Morde selten aufgeklärt. Gemäß einer    neuen  Untersu­chung sahen über dreißig Prozent der minderjährigen     Slumbewoh­ner schon einen Mord.<br />
Auch diese Bluttat wäre ge­mäß jüngster Praxis von Öf­fent­lichkeit und     Medien über­gangen worden, wenn nicht das Inter­na­tionale Olympische     Ko­mitee gerade über die Kandidatur der Sieben-Millionen-Metropole  am    Zucker­hut für die Spiele 2004 entscheiden würde. In weltweit     verbreiteten Imagekampagnen hatten Brasiliens Autoritäten für Rio     getrommelt und stets ar­gu­men­tiert, daß sich Gewalttaten doch     schließlich heute in allen großen Städten ereigneten. Die Ner­vo­sität     der Politiker war nach dem Massaker groß. Anders als bei   vorangegangenen   Ver­bre­chen dieser Art mußten Rios beste   Kriminalisten Tag und Nacht   nach den Tätern fahnden. Zeu­gen hatten   sie laut Presse­angaben   zweifelsfrei erkannt. Einer ge­hört zu Rios   Munizipal­garde und wird   gemäß der en­gagier­ten Staatsanwältin und   Killer­kommando-Expertin   Tania Sal­les Moreira stets dann als   Mittä­ter genannt, wenn es in   Bussen zu “Exekutionen” ge­kommen sei.   Der andere leitet eine der   zahl­reichen regionalen Todesschwa­dronen.</p>
<p>Morddrohungen gegen holländischen Men­schenrechtsaktivisten</p>
<p>Immer mehr brasilianische Pfarrer, Bischöfe, Sozialarbeiter, Künstler     und Menschenrechts­aktivisten, die gegen das Wüten der   Killerkommandos   protestie­ren, wer­den durch Mord­drohungen unter   Druck ge­setzt,  müssen  aus Sicherheits­gründen ihren Aktionsradius   stark einschränken.  Dies  gilt auch für das neueste Blutbad. Zwei der   Ermordeten stammten  aus  Slums, in denen das auch mit Geldern der   deutschen Bundes­regierung   arbeitende Sozialin­stitut IBISS seit   Jahren Projekte realisiert. Der   holländische Di­rektor Nanko van   Buuren hatte als Arzt im zuständigen   ge­richtsmedizinischen Institut   die beiden ihm bekannten Jugendli­chen   identifiziert &#8211; an der   Aus­gangspforte wurde er derweil von zwei   Bewaffneten erwartet. Sie   zeigten sich über alle Details der   IBISS-Projekte gut infor­miert und   drohten, den 48-jähri­gen   umzubringen, falls er sich in die   Ermittlungen einmische und juristisch   gegen jene Busgesell­schaft   vorgehe, zu deren Sicher­heitspersonal die   Todesschützen nach   bisherigen Ermittlungen ge­hören. Van Buuren hatte   1996   Bundespräsident Herzog wäh­rend dessen Rio-Aufenthalts mit den     IBISS-Projekten vertraut ge­macht, hält zu ihm ständig Kon­takt. “In     Europa”, so der Ex­perte, “schenkt man wahrheits­gemäßen Berichten über     die Re­alitäten Rios gewöhnlich keine Be­ach­tung. Das Ausmaß der     Greuel­taten gegen Arme und Ver­elendete wird für unwahr­schein­lich     gehalten.”</p>
<p>Politiker verwickelt</p>
<p>Duque de Caxias, Satelliten­stadt Rios in der Baixada Flumi­nense,    ist  seit langem wegen der Todesschwadronen berüchtigt. Gegen    Bürgermeister  Zito dos Santos läuft ein Prozeß, weil er den Mord an    einem seiner  politi­schen Gegner befohlen haben soll. Mehrere seiner    Kritiker, aber  auch Menschenrechtler be­schul­digen ihn, in    Killerkom­mando-Aktivitäten  verwickelt zu sein. Zito dos Santos gehört    zur Sozial­demokratischen  Partei von Staats­chef Fernando Henrique    Cardoso, dem Rios Pfarrer Caio  Fabio vorwirft, zwar die mone­täre    Inflation, nicht aber die Ab­wertung  des Lebens gestoppt zu haben.    Todesschwadronen sind in ganz Amazonien  und in Millio­nenstädten wie    Manaus, Sâo Paulo, Salvador de Bahia,  Re­cife, Fortaleza und Natal    aktiv. In letzterer Pro­vinz­haupt­stadt  hatte der an­ge­sehene    Men­schen­recht­ler und Anwalt Fran­cis­co  Negueira gegen die    größ­ten­teils aus Po­li­zi­sten be­ste­hen­den  Kom­mandos er­mittelt:    Ver­gan­genen Ok­tober wur­de er auf of­fener  Straße durch MPi-Salven    er­mor­det. Da­rauf­hin forderte die  Men­schen­rechts­kommission der    Or­ga­ni­sa­tion Amerikanischer Staa­ten  (OAS) Brasilia auf,  wei­te­ren   zehn von Kommandos in Na­tal Ver­folgten  Personenschutz zu  ge­währen.</p>
<p>KASTEN</p>
<p>Was ist das für ein Land?</p>
<p>In den Favelas, im Senat<br />
Überall Dreck.<br />
Die Verfassung achtet niemand,<br />
Aber alle glauben an die Zukunft der Nation.<br />
Was ist das für ein Land?</p>
<p>In Amazonas, in Arraguaia, in der Baixada Fluminense,<br />
Mato Grosso, den Geraes und im Nordosten alles ruhig.<br />
Im Tod finde ich Frieden, aber das Blut fließt weiter,<br />
Befleckt die Papiere, die wahren Dokumente,<br />
Auf denen der Patron sich ausruht.<br />
Was ist das für ein Land?</p>
<p>Song von Renato Russo (Legiâo Urbana)</p>
<p>Schweine in Uniform</p>
<p>Die Männer des Gesetzes sind alle Verbrecher<br />
Sie töten unschuldige Leute und machen in Ruhe weiter.<br />
Unausgebildet, inkompetent handeln sie wider die Vernunft,<br />
Anstatt für Sicherheit zu sorgen<br />
Verängstigen sie die Bevölkerung.</p>
<p>Sie sind darauf trainiert, eine reiche Minderheit zu beschützen<br />
Vor der armen Mehrheit, die mit ihrem Leben bezahlt.<br />
Und wenn Du ein Arbeiter bist,<br />
Dann hast Du die idealen Voraussetzungen,<br />
Um in das Netz zu stürzen<br />
Der offiziellen Todesschwadronen,<br />
Schweine in Uniform.</p>
<p>Sie halten sich für Männer<br />
Aber in Wirklichkeit ehren sie<br />
Nicht einmal ihren Namen.<br />
Bulle, mit Verlaub,<br />
Ich werde die Dinge beim Namen nennen:<br />
“Mit der Pistole in der Hand bist Du ein grimmiges Tier, ohne sie     schwänzelst Du rum und Deine Stimme kiekst wie im Stimmbruch.”</p>
<p>Song von Marcelo D2 und Rafael (Planet Hemp)</p>
<p>Brasilianische Rapper- und Hip-Hop-Gruppen verarbeiten die brutale Realität in ihren Songs.<br />
Übersetzung: Alina González / Elisabeth Schumann</p>
<h1>Die USA und die brasilianischen Folterer</h1>
<h2>Dokumente beweisen CIA-Beteiligung an alltäglicher Repression</h2>
<p>Von  1964 bis 1985 unterdrückte Brasiliens Militärregime    Andersdenkende und  mi­li­tan­te Oppositionelle auf grausamste Weise:    Todesschwadronen  ermordeten unzäh­lige Gegner der Diktatur, politische    Gefangene wurden  Haien lebendig zum Fraß vor­geworfen oder aus    Helikoptern gestoßen, in  Stücke gehackt, verscharrt an Strän­den Rio de    Janeiros &#8211; Brutalität war  alltäglich. Daß der US-Geheimdienst CIA  den   Re­pressionsapparat der  Generäle auf vielfältige Weise  unterstützte,   wußten  Men­schen­rechtsgruppen aus dem In- und Ausland  schon damals.   Jetzt  sorgen Doku­men­te über die damaligen  CIA-Aktivitäten in   Brasilien für  Schlagzeilen.</p>
<p>Wie die angesehene Zeitung O Estado de Sâo Paulo  berichtet, kon­nte    die nordamerikanische So­ziologin Martha Huggins  bis­lang    geheimgehaltene Kongreß­do­kumente einsehen, die die  Kom­plizenschaft    des CIA mit dem Unterdrückungsapparat von da­mals  bestätigen. Das  Fazit   der 53-jährigen Wissenschaftlerin: “Die Teilnahme  der CIA am  All­tag   der politischen Repression ist be­wiesen &#8211; die  Dokumente  sprech­en   sogar von gemeinsa­men Operationen &#8211; die  ameri­ka­ni­sche  Demokratie   partizi­pierte an der Schaffung eines   un­ter­drüc­kerischen Staates.”<br />
Besonders gravierend ist für Mar­tha Huggins, daß die CIA     Spe­zialkommandos für die bra­silianische Polizei ausbildete. In Rio de     Janeiro wurde eine “E­li­te” von vierzig Beamten zum Grund­stock der     berüchtigten To­des­schwadrone: “CIA-Agenten nah­men an Operationen  in    den Slums teil, aber auch an der po­li­ti­schen Unterdrückung &#8211;  und    be­rich­teten alles, was sie sahen, nach Washington.” Bis heute  sei in    den USA wenig bekannt, daß die CIA bei der Ausbildung von  Po­li­zisten    in anderen Ländern mit­macht: “Unsere Demokratie  be­nutzte die    Polizeibeamten, um in anderen Ländern eine  ide­ologische Kontrolle    aus­zuüben.”</p>
<p>CIA läßt Dokumente verschwinden</p>
<p>Ein anderes interessantes De­tail der Recherchen von Martha Hug­gins:     Die CIA half beim Auf­bau des Diktaturgeheim­dien­stes SNI mit,     “lieferte sogar eine Li­ste mit den Namen ge­eigneter,     ver­trauenswürdiger Mitarbeiter.” Auf einer anderen Liste waren al­le     Personen ver­zeichnet, die ge­mäß CIA-Ein­schätzung nach dem     Militär­putsch von 1964 ver­haftet wer­den sollten.<br />
Ärgerlich für die Soziologin, die bereits drei Bücher über Bra­si­lien     veröffentlichte, ist, daß laut Gesetz zwar jeder US-Bür­ger offizielle     Dokumente über Re­gierungsaktivitäten einsehen darf, wenn diese  länger    als 25 Jah­re zurückliegen &#8211; jene Seiten je­doch der  Kongreßpapiere  mit   CIA-Berichten über Folterungen der politischen  Polizei Brasiliens  sind   unleserlich gemacht; manch­mal fehlen sogar  ganze Blätter.<br />
In mühseliger Kleinstarbeit ge­lang es der Expertin, 26 Folte­rer von     politischen Gefangenen aus­findig zu machen und unter Wah­rung der     Anonymität zu in­ter­viewen. Einer davon, Militär­po­lizist, mochte     nicht, wie seine Kol­legen, bei einem Einsatz ge­fan­gengenommene     “Subversive” mit Schlägen traktieren und die Frau­en vergewaltigen. “Ich     for­derte, daß es doch besser sei, alle zu töten, anstatt sie zu     foltern”, sagte der Militärpolizist zu Mar­tha Huggins und berichtete     auch über den Abschluß der Ope­ration: Alle Gefangenen wurden hoch über     der Wildnis lebendig aus einem Helikopter gestoßen.</p>
<p>Folterer heute in führenden Positionen</p>
<p>Helio Bicudo, während der Dik­tatur Präsident einer kirchli­chen     Kommission für Gerechtig­keit und Frieden, hat die Aussa­gen der     Soziologin bestätigt. Bi­cudo untersuchte damals die CIA-Aktivitäten     ebenso wie das Wü­ten der Todesschwadronen. Po­lizisten und     Armeeoffiziere Bra­siliens seien in den USA aus­ge­bildet worden &#8211;     manche, die da­mals zum Repressionsapparat ge­hörten, machten und machen     Kar­riere. Romeu Tuma, nach der Dik­tatur Chef der Bundespolizei,  ist    heute Kongreßsenator der star­ken Rechtspartei PPB.  Regi­meaktivist    Marco Maciel wurde gar Vize des jetzigen  Staatsprä­si­den­ten Fernando    Henrique Car­do­so &#8211; für Bicude auch  Beleg da­für, daß von echter    Vergan­gen­heitsbewältigung keine Rede  sein kann: “Hier in Brasilien    ha­ben die Leute ein kurzes  Ge­dächtnis.”<br />
Wie die Jahresberichte von am­nesty international und Hu­man Rights     Watch zeigen, gehö­ren Folter und Todesschwadro­nen auch zwölf Jahre     nach dem of­fiziellen Ende der Diktatur wei­terhin zum Alltag     Brasiliens, es “verschwinden” sogar mehr Men­schen als damals nach der     po­lizeilichen Festnahme. Die ka­tholische Kirche beklagt, daß im­mer     mehr nichtidentifizierte Ge­waltopfer beerdigt werden, ein Groß­teil   auf   den überall im Lan­de anzutreffenden “geheimen Fried­höfen”.</p>
<h1>Die Kirche gegen den Strich</h1>
<h2>“Helfen statt verurteilen” beim Umgang mit Kinderprostitution in Nordostbrasilien</h2>
<p>Durch  die neoliberale Wirtschaftspolitik der jetzigen    Mitte-Rechts-Regierung  ist in ganz Brasilien die Arbeitslosigkeit    deutlich angestiegen; im  Hinterland von Maranhao wurde deshalb laut    Experteneinschätzung die  Prostitution von Kindern und Jugendlichen    erschreckenderweise zur  wichtigsten und manchmal einzigen    Einkommensquelle armer Familien. Nicht  zuletzt die Kirche hat sich dem    Problem angenommen.</p>
<p>Zu Dutzenden  stehen zwölf- und dreizehnjährige Mädchen bereits in    der  Nachmittagsschwüle an der Brücke über dem von Hütten gesäumten Rio     Mearim und bieten sich den Passanten für nur fünf Realen an,- das  sind    nicht einmal acht Mark. Andere warten in den von madames oder   früheren   Amazonas-Goldgräbern geführten Billigbordellen der neuen Rua   do Campo   auf Kunden. Doch auch dort sind sie keineswegs geschützt vor   der   Brutalität, die das Milieu prägt: Messerstechereien,  Schußwechsel  mit   tödlichem Ausgang sind keine Seltenheit, wobei  häufig Drogenkonsum  die   Hemmschwelle herabsetzt. Ausländische  Sextouristen spielen hier  nur eine   geringe Rolle, da das im Nordosten  Brasiliens gelegene  Pedreiras zu   weit von Touristengebieten entfernt  liegt. Geradezu  gierig auf möglichst   junge Mädchen sind sexbesessene  Machos aller  sozialen Schichten aus  der  Stadt selbst: Nachbarn,  Familienväter der  Rua do Campo, Polizisten,   Politiker. “Viele Mädchen  prostituieren  sich, weil die eigenen Eltern   sie dazu anregen oder  zwingen”, sagt die  52jährige Franziskanerin Maria   Oliveira von der  lokalen  Frauenpastorale gegenüber. Sie verweist auf  die  Gründe der  Misere: Von  den rund 50 000 BewohnerInnen hat nicht  einmal  ein  Viertel Arbeit,  von denen wiederum verdienen 40 Prozent  höchstens  den  Mindestlohn von  umgerechnet 160 Mark.</p>
<p>Versteigerung von Jungfrauen</p>
<p>Pedreiras hat auch deshalb traurige Berühmtheit erlangt, weil dort in     Bordellen makabere Auktionen abgehalten werden, wo  Großgrundbesitzer,    Politiker und Unternehmer Jungfrauen zwischen neun  und vierzehn  Jahren   ersteigern, für eine einzige Nacht in einem  besseren  Stundenhotel.   Anschließend werden die Mädchen gewöhnlich  gezwungen,  als Prostituierte   zu arbeiten; manche enden in den  Goldgräbercamps  Amazoniens.<br />
Die Kirchengemeinde von Pedreiras fand sich mit der Situation nie ab.     Pfarrer Luiz Mario Luís gründete bereits 1963 ein     Rehabilitationszentrum, in dem Prostituierte lesen und schreiben sowie     einen Beruf erlernen konnten.<br />
Da die Zahl der Lernwilligen rasch zunahm, mußte das Zentrum vergrößert     werden, und die Bezirksverwaltung stieg als finanzielle Trägerin mit     ein. Schulunterricht erhalten inzwischen auch die Kinder der Frauen,     derzeit sind es über 160 Mädchen und Jungen. Mehrere Dutzend  jugendliche    oder erwachsene Prostituierte sitzen auf den Bänken des  Zentrums, das    eher einer einfachen Lagerhalle ähnelt, und lernen  Nähen sowie andere    Handarbeiten. Inzwischen haben sie zum Teil  Kolleginnen als  Lehrkräfte.   Die Direktorin und Mitbegründerin  Benedita Leite versucht,  sie davon   abzubringen, weiter auf den Strich  zu gehen, jedoch ohne  Erfolg. Denn   wie in tausenden anderen Städten  und Gemeinden der  zehntgrößten   Wirtschaftsnation der Welt erhalten  LehrerInnen und  andere öffentliche   Bedienstete auch in Pedreiras  nicht einmal den  gesetzlich   vorgeschriebenen Mindestlohn von  umgerechnet etwa 160 Mark.  Schlimmer   noch: Die Bezirksverwaltung, der  wichtigste lokale  Arbeitgeber, zahlt   das Hungersalär um bis zu elf  Monate verspätet aus.  “Ich gebe gerne   Unterricht”, sagt eine  Prostituierte, “doch das  letzte Mal habe ich im   August Geld  gekriegt”. Viel ist es ohnehin  nicht, nur an die neunzig   Mark. Und  Brasilien hat derzeit ein  ähnliches Preisniveau wie Europa.</p>
<p>Erfolge &#8211; Rückschläge</p>
<p>Daß krasse Armut brutalisieren, verrohen und abstumpfen kann und die     Betroffenen häufig dazu bringt, sich aufzugeben, beobachten Benedite     Leite und die Franziskanerin Maria Oliveira täglich. In den     Bretterhütten am Rio Mearim dominiert in den vielköpfigen Familien     Promiskuität; Die Mädchen lernen nur die Gesetze ihres Milieus kennen     und sehen die Prostitution als einzige &#8211; und attraktive &#8211; Möglichkeit,     im Leben voranzukommen. Ihnen Unterricht zu geben, ist extrem   schwierig,   denn die Mädchen sind nicht daran gewöhnt, sich zu   konzentrieren und   lange Zeit zuzuhören. “Wir dürfen sie nicht   verurteilen, sie uns zu   Feinden machen” betont Maria Oliveira,   “sondern müssen immer wieder auf   sie zugehen, ihnen helfen, den Raum   der Kirche als Alternative   anbieten.” Erfolge beim Schwimmen gegen den   Strom gibt es. In der Straße   am Fluß treffen sich Kinder und   Erwachsene im neuen Gemeindesaal zu   kirchlichen Aktivitäten, eine   Jugendgruppe stabilisiert sich. Maria   Oliveira lehrt Katechismus,   feiert Weihnachten und Ostern in den   Familien, bringt diesen die   Brüderlichkeitskampagne der   Bischofskonferenz nahe, und hält Kontakt   zu denjenigen Frauen, die mit   ihrer Hilfe aus dem Bordell in einen   Beruf wechselten.<br />
Doch die madames besorgen sich immer wieder Mädchennachschub. Dabei     rekrutieren sie jetzt schon im Hinterland, ködern mit der Aussicht auf     “ehrliche Arbeit” und locken damit Jugendliche in den   Schuldenkreislauf.   Versucht Maria Oliveira, solche Minderjährigen zur   Rückkehr zu  bewegen,  hört sie immer wieder ein Argument: “Ich kann   nicht weg, weil  ich von  der madame neue, schicke Kleider angenommen   habe, die ich erst   abbezahlen muß!” Die Franziskanerin stellt deshalb   eine   Bordellbesitzerin zur Rede und bekommt wie stets eine   drastisch-grobe   Antwort: “Meine Schuld ist das nicht. Diese Hündinnen   kommen doch   angelaufen und bitten mich um Arbeit!” Weil die madames   den   Neuankömmlingen weder den Besuch des Zentrums noch der Kirche   gewähren,   geht die Franziskanerin selbst zu ihnen an den Brückenstrich   und setzt   sich notfalls an die Bordelltischchen: “Einmal spreche ich   mit den   Mädchen über Gott, ein anderes Mal über  Geschlechtskrankheiten  und Aids.   An der Brücke kommen viele schon auf  mich zugerannt und  umarmen mich!”<br />
Kinderprostitution ist typisch für Brasiliens Norden und Nordosten.     UNICEF, Kirche und NGOs haben in Maranhao bereits eine Kampagne gegen     die praktisch straffreie sexuelle Ausbeutung Minderjähriger gestartet,     denn laut Menschenrechtsaktivistin Sandra Torres gehört es bereits  zur    Gesellschaftskultur, abnorme Situationen als normal zu betrachten  und    hinzunehmen.<br />
Während in Pedreiras Kinder aus Hunger und Not ihren Körper verkaufen,     zeichnet der Staatspräsident Fernando Henrique Cardoso im nur 277     Kilometer entfernt Sao Luis, der Hauptstadt Maranhaos, vor Mikrophonen     ein positives Bild der Lage im Lande. Der Soziologe weist auch die     Kritik der Bischöfe an seiner neoliberalen Politik zurück, erwähnt weder     Kindersklaverei noch Kinderprostitution oder    Jungfrauenversteigerungen.  Neben Cardoso steht der jetzige    Kongreßpräsident und Ex-Staatschef José  Sarney &#8211; seit Diktaturzeiten    reichster und mächtigster Mann in  Maranhao. Daß hier alles beim alten    bleibt, liegt nach Aussagen von  Menschenrechtlern vor allem an ihm und    seinen politischen Freunden.</p>
<h1>“Ich könnte jederzeit fliehen”</h1>
<h2>Volmer do Nacimentos Alltag zwischen Gefängniszelle und Tropenlandschaft</h2>
<p>Der  47-jährige Schwarze Volmer do Nacimento wagte als einer der    ersten  Brasilia­ner, auf Straßenkinder spezialisierte Todesschwa­dronen    und  deren Drahtzieher öf­fentlich anzuzeigen. 1993 wurde er wegen     vorgetäuschter Entführung und “Ver­leumdung von Rich­tern” zu vier     Jahren und neun Monaten Haft verurteilt, die er im halboffenen     Strafvollzug verbringt (siehe LN 261). Die brasilia­nische     Men­schen­rechtsorganisation Projeto Legal in Rio de Janeiro kämpft für     seine Freilas­sung.</p>
<p>Am schlimmsten sind die Sonn- und Feiertage.  Dann muß Volmer den    ganzen Tag in einer engen Gefängniszelle  verbrin­gen, im fünf    Autostunden nörd­lich von Rio gelegenen  Provinz­städtchen Natividada.    Seine Frau und seine Kinder sitzen  der­weil traurig nur rund 300 Meter    von Nacimento entfernt. Der  Bürger­rechtler liest dann stapel­weise    Bücher und Zeitungen, schmie­det  Pläne für die Zeit nach der Haft,  und   erinnert sich auch an die  Gespräche mit dem Präsi­denten des    Europaparla­ments. Wütend macht  Nacimento, daß er die nach wie vor aus    Straß­burg her­einflatternden  Einladun­gen nicht annehmen darf. “Ich    bin ein Gefangener, weil ich es  selbst will, denn mit meinem Wagen    könnte ich fast jederzeit fliehen &#8211;  und nie­mand würde mich finden.”    Der lang­jährige Koordinator der  nationalen Stra­ßenkinderbewegung tut    es nicht. Schließlich trägt  Nacimento die Ver­antwortung für mehrere    von ihm selbst gegründete  Projekte, die er selbst leitet. Zu einem  der   wichtig­sten, einer auch  mit deut­schen Geldern finanzierten    Land­wirtschaftsschule für  Ju­gend­li­che, eilt er an Arbeitsta­gen    je­den Morgen. Der gelernte  Buch­hal­ter, dessen sozialpoliti­sches    Engagement in Basisge­meinden  und Pastoralen der ka­tholischen Kirche    begann, emp­fängt die bislang  neunzig Schü­ler­Innen, berät sich mit    Agro­nom­In­nen,  Zootechniker­In­nen und Lehrer­Innen, verteilt    Auf­trä­ge: “Die El­tern  der mei­sten Ju­gend­lichen hier sind    ver­elen­dete Wanderar­beiter der  Re­gion, mit ihnen zie­hen sie herum,    schuften auf Plan­tagen der  Groß­grund­be­sit­zer, ge­hen so gut wie    nie in die Schule, flüchten aus  Perspektiv­losigkkeit in die Slums  von   Rio. Die Schule wurde gegründet,  da­mit die Kin­der hier bleiben,  die   Landflucht gestoppt wird.”</p>
<p>Die Landflucht stoppen</p>
<p>Jeder Schüler be­kommt mo­natlich umgerechnet rund neun­zig Mark und     damit weit mehr als für Plantagenarbeit. Das Geld stammt von zwei     holländischen Un­ternehmern. Der deutsche Child­ren Mission Fund in     Über­lingen zahlt die Löhne der Leh­rer­Innen und beteiligte sich am Bau     des Schulhauses am Rande von Nativi­dade in tropischer Idyl­le. Es   ist   nur halbfertig, ein Pro­viso­rium &#8211; in Deutschland würde niemand   darin   lernen und lehren wollen. Und auch die vom deut­schen Konsulat   in Rio   fi­nan­zier­ten Ausrüstungen für ein La­bo­ratorium zur   einfachen   Heil­mit­telherstellung können nicht in­stalliert, rund 300     Kurs­an­wär­ter nicht aufgenommen werden. Die Schuld trägt laut  Volmer    do Na­cimento die Mitte-Rechts-Re­gierung von Staatsprä­sident     Fer­nan­do Henrique Cardoso und des­sen Freund aus der     Sozialde­mo­kratischen Partei PSDP, Rio-Gou­verneur Marcello Alencar.     Wäh­rend eines Belgienbesu­ches 1995 traf Cardoso überraschen­der­weise     auf eine Gruppe von Men­schen­rechtlerInnen, die ein Poster von     Nacimento tru­gen und dessen Freilassung forder­ten. Wie stets in     solchen eigent­lich brenzligen Fällen stimmte Car­doso taktisch     geschickt mit den KritikerIn­nen überein: “Ihr habt recht &#8211; wir werden     damit auf­hören.” Das Ver­sprechen blieb fol­genlos und auch die zum     Jah­resbeginn 1996 vertraglich zu­gesicherten rund 90.000 DM von     Co­munidade Solidaria, dem von der Präsi­dentengattin gelei­teten     Wohl­fahrtsprogramm, tra­fen bisher nicht ein. Ebensowe­nig, trotz     mehrfacher Mahnung, die etwa 100.000 DM des Rio-Gouver­neurs. “Wir     werden im­mer nur mit Ausflüchten abge­speist”, kom­mentiert Nacimento,     “aber viele andere NGOs be­kom­men ver­sprochene Mittel eben­falls    nicht  &#8211; wofür ist die Comu­nidade Solidaria dann ei­gentlich da? Wir    können  nicht im­mer nur mit Geld aus dem Ausland ar­beiten &#8211; wo bleibt    da die  eigene Ver­antwortung Brasi­liens?” Den briti­schen Konsul in    Rio, der  dem Schulprojekt einen Traktor spen­dierte, verblüfft    ebenfalls, daß die  Regierung nichts über­weist. Dagegen wird laut    Pres­seangaben ein  existie­render “Sozialer Dringlichkeits­fonds” fast    täglich vom  Mitte-Rechts-Kabi­nett angezapft, um Diplo­matenempfänge,    Bankette oder  üp­pige Geschenke für aus­ländische Gäste zu   finanzieren.<br />
Die achtzehnmona­tigen Kurse der Escola Fasenda laufen den­noch wei­ter.     “Fast alle, die mit amtlichem Zerti­fikat abschließen werden, haben     be­reits eine Ar­beitsstelle sicher,” freut sich Naci­mento, “nach  der    Präfektur sind wir hier der zweitgrößte Ar­beitgeber!” Abends muß  der    nicht nur in Europa bekannteste Häftling Brasiliens wieder in  die  Zelle.   Der Polizeichef von Nati­vidade bekam bereits aus aller  Welt  über   tausend Protest- und Soli­daritätsbriefe, mindestens  ebenso­viele    landeten beim Gou­verneur von Rio und im  Justiz­ministerium.<br />
Nacimento leidet indessen sichtlich unter der Situation, wollte 1996     durch einen Hunger­streik die Wiederaufnahme sei­nes Verfahrens und     Ermittlungen ge­gen Todesschwadronen und de­ren Hinter­männer erreichen &#8211;     was nicht gelang. Eine der wich­tigsten moralischen vor al­lem aber     juristi­schen Stützen ist die Men­schenrechts­organisation Projeto   Lagal   in Rio de Janeiro. Sie er­reichte bisher, daß Naci­mento seine   Haft   nicht unter ständiger Lebens­gefahr in einer völ­lig überfüllten   Zelle   Rios, sondern im halboffenen Vollzug in Natividade ver­bringt.   Für   An­walt Carlos Nicodemos, Lei­ter des ebenfalls vom deutschen   Child­ren   Mission Fund unter­stütz­ten Projeto Legal, ist der Pro­zeß   gegen   Nacimento kaf­ka­esk: “In Untersuchungsbe­richten des   Bun­desparlaments   und selbst der Abgeordneten­kammer des   Bun­desstaates Rio über die   Er­mor­dung von Kindern und   Ju­gend­lichen, ebenso in der Presse,   wer­den die­selben Richter   we­gen ihrer Verwick­lung in Ak­tivitäten von   Todesschwadro­nen   auf­ge­führt, die auch Volmer do Naci­men­to  nannte.”<br />
Anwalt Nicodemos eilt min­destens ein­mal im Monat mit dem Wagen nach     Na­tividade, spricht seinem Mandanten Mut zu. Dessen Geburtstag im     ver­gan­genen November fiel ausge­rechnet auf einen Sonntag. Daß er ihn     dank Ni­codemos nicht durch­weg in der Zelle verbringen mußte,  sondern    mit seiner schwangeren Frau und den Kin­der zusammensein  konnte, war    wie­der ein kleiner Sieg.</p>
<p>Letzte Meldung: Seit Anfang Ja­nuar hat Volmer rund um die Uhr    Freigang,  d.h. er muß sich jetzt lediglich re­gelmäßig bei der Polizei    mel­den.  Und die schlech­te Nach­richt: Nach heftigen Re­gen­fällen    ver­sank das  Gelände der Land­wirt­schaftsschule unter ei­ner vier­zig    Zentimeter  dicken Schlamm­schicht. Die Gebäude ste­hen zwar noch,  aber   die Ernte  ist völlig zerstört.</p>
<h1>Fünf-Sterne-Rassismus</h1>
<h2>Schwarze fahren keine Importautos</h2>
<p>Der  Ehemann ist weiß, die Ehefrau ist schwarz. Am Hoteleingang    verwehrt ein  Wächter der Ehefrau den Zutritt: Prostituierte dür­fen    nicht mit aufs  Zimmer. Wer glaubt, dieser Vorfall wäre die Ausnahme,    irrt. Unter der  Oberfläche scheinbarer In­tegration zeigt sich das Bild    einer verdeckten  Apartheid.</p>
<p>Die Schwarzen müs­sen wis­sen wo ihr Platz ist, lautet  eine uralte,    immer noch hochaktuelle Redewendung in Bra­silien.  Ge­meint ist  damit:   Sklavennachfah­ren haben nichts in der Mittel- und   Ober­schicht,  deren  Krei­sen und Ambiente zu suchen. Sie werden   entsprechend  stigmati­siert  und behandelt. Wie dies in der Praxis   funk­tioniert,  bekam jetzt der  Züricher Fritz Müller, Fach­direktor  der   Cre­dite-Suisse-Bank, in Rio  de Janeiro zu spü­ren. Als er mit  seiner   schwarzen, aus Rio stammenden  Ehefrau Adriana nach einem    Restaurant­be­such ins First-Class-Hotel  In­tercontinental    zu­rückkehrte, wur­de Adriana von einem mus­ku­lö­sen  Wachmann grob    ge­stoppt: Eine Garota de Programa, so hei­ßen  Prostitu­ierte im    Rio-Slang, dür­fe nicht mit aufs Zim­mer. Direktor  Müller ließ sich von    seiner Frau über­setzen worum es ging und schlug  gehö­rigen Krach,    stellte den Wach­mann zur Re­de, verlangte von der  Ho­tel­lei­tung  eine   formelle Entschul­di­gung. Denn ohne  ent­sprechende Vor­schrift  hätte   der Wächter kaum so gehandelt.</p>
<p>Rassismus &#8211; Machismus</p>
<p>Die Zeitung O Globo be­schrieb den Fall unter der tref­fenden     Überschrift “Fünf-Sterne-Ras­sismus”. Kaum ein mit einer dunkel­häutigen     Brasilia­nerin be­freundeter oder verheirateter Eu­ropäer, der in   Rio,   Sâo Paulo, Sal­vador de Bahia oder Fortaleza nicht ähnliche    Erfahrungen  ge­macht hat. Wer brasilianisches Portugiesisch nicht    versteht, be­kommt  kaum mit, daß der Gang über die Strandpromenade für    sei­ne Partnerin  ge­legentlich ei­nem Spießrutenlauf gleicht. Wei­ße     Mit­telschichtsmachos der übel­sten Sorte, in Brasilien alles andere   als   dünn ge­sät, lassen eine Bösartigkeit oder Obszöni­tät nach der    anderen  fallen, ge­hen davon aus, daß der tumbe Gringo sicher nichts    ver­steht  und wohl im­mer noch glaubt, was die mei­sten Reiseführer    kolportie­ren:  Brasilien, ein wun­dervoller Schmelz­tiegel der Rassen,    ein Beispiel  gelun­gener Integration ver­schiedener Hautfarben, von    Dis­kriminierung  keine Spur.<br />
Wer aber die Oberfläche, die schil­lernde Er­scheinungsebene ver­läßt,     stößt auf Brasiliens hocheffi­ziente verdeckte Apart­heid. Die ist von     den schwachen, wenig respektierten Schwarzen­or­ganisationen weit     schwerer zu packen und zu attackieren als die aus Süd­afrika bekannte     of­fene Ras­sentren­nung. Schwarze, Mu­latt­Innen gehören in die  Slums,    in die Unterschicht, in die drek­kig­sten,  schlechtbezahltesten    Be­ru­fe. Schwarze Frauen sind ge­mäß diesem  Denk- und    Ver­hal­tens­muster Hausdienerinnen, Rei­ne­machefrauen,  bestenfalls    Su­per­marktkassiererinnen. Oder aber: Schwarze Frauen  sind bis zum    Beweis des Gegen­teils Pro­sti­tuierte, Touristenhuren,  die man    entsprechend behandeln kann.<br />
Untersuchungen belegen, daß in­for­melle Mechanismen ge­wöhn­lich den     Auf­stieg Dunkel­häutiger in gutbezahlte qualifi­zierte     Mittel­schichtsberufe ver­hin­dern. Privatban­ken bilden da keine     Ausnahme. Bei meh­reren spricht das gängige System der zwei     Kundenschlangen Bände. Wer besser verdient und umge­rech­net mindestens     einige tau­send Mark auf seinem Konto hat, steht in der kürzeren  Fila,    wird bevorzugt behandelt und ist ge­wöhnlich weiß. Wer zu den     Schlecht­bezahlten gehört, aber glück­lich ist, dennoch ein Konto     besitzen zu dürfen, muß in der längeren Schlange gelegentlich Stunden     warten, schaut nei­disch, frustriert oder mit Groll auf die  Be­vorzugten    mit dem dickeren Geld­beutel. Welche Hautfarbe in der  langen Fila    domi­niert, läßt sich in Rio gut beobachten.<br />
Wer mit dunkler Haut den­noch den sozialen Aufstieg schafft, hat im     Alltag fast pau­sen­los Ärger. In Sâo Paulo wird eine er­folgreiche     schwarze Schau­spielerin von weißen Ma­dames im­mer wieder auf der     Straße gefragt, ob sie nicht als Haus­dienerin anfangen wolle, sie sehe     so gut und gesund aus. Der schwarze Sänger und Komponist Dicró wird  in    Rio de Janeiro von Si­cherheitsleuten zu seiner eige­nen Show  nicht  auf   die Bühne ge­lassen. Ironisch erklärt er: “Mehr­mals haben  sie  mich  auch  schon ge­schnappt, als ich meinen eigenen Wa­gen klauen   wollte.”  Wie  überführte Au­todiebe wer­den ebenfalls immer wieder    gut­ver­dienende  schwarze Fußball­spieler traktiert, die teure    Im­portwagen fahren.  Oleude Ri­beiro vom Verein Portuguesa von Sâo    Paulo wurde mit Blau­licht  in seinem Ford-Jeep ge­stoppt und mit dem    Revolver am Kopf gründlich  durchsucht: “Mein tiefentsetzter kleiner    Sohn woll­te danach wissen, ob  diese Männer Ban­diten waren.    Schwie­rig, ihm zu erklären, daß alles nur  geschah, weil wir Schwarze    sind.”<br />
Der auch in Eu­ropa bekannte schwarze brasiliani­sche Musiker Djavan     erläutert: “Wenn du be­rühmt wirst, ver­lierst du sozusa­gen deine     Hautfarbe. Das heißt nicht, daß dich die Leute auf einmal mögen. Sie     beginnen nur, dich zuzulas­sen.”</p>
<h1>Weniger als ein Quadratmeter</h1>
<h2>Brasiliens Gefängnisse offenbaren Bilder wie aus einem Gruselfilm</h2>
<p>Unter  der Regierung von Präsident Cardoso verschlechtert sich die    Lage in den  total überfüllten Gefängnissen weiter. “Niemand ist an    einer  Resozialisierung der Häft­linge interessiert,” so Padre Mauzeroll    von  der Gefangenenseelsorge der katholi­schen Kirche.</p>
<p>Eine  mittelalter­lich anmu­ten­de Ge­fängniszelle in Rios Stadt­teil     Realengo. Gesetzlich hat je­der der mehreren Dut­zend In­sas­sen     Anspruch auf min­de­stens acht Quadrat­meter, hier da­gegen hat er nicht     einmal ei­nen ein­zi­gen. Ge­schlafen wird des­halb in Schichten.     Während ein Teil auf dem feuchten Beton liegt, hängt der andere in     Stoff­schlau­fen da­rü­ber, die an den Git­ter­stäben be­fe­stigt sind.     In ei­ner Zelle im Stadt­teil Bangu bie­tet sich ein ähn­liches Bild:    35  fast nackte, schwit­zende Männer auf nur sech­zehn Quadratmetern,     bei­ßen­der Fäkalienge­ruch, nachts Rat­ten, die psychische  Span­nung    fast mit Händen greif­bar. Neun von zehn haben Krätze und  Fu­run­kel.  In   der heißesten Jahres­zeit herr­schen bis zu sech­zig  Grad in den    Zellen, täglich fallen dann an die zwanzig In­sas­sen  ohn­mächtig um,    werden von den Wärtern herausge­zerrt und durch  an­dere ersetzt. Um aus    die­ser Höl­le herauszukommen, in eine  we­niger über­füllte Zelle    verlegt zu werden, beste­chen Häftlinge  ih­re Aufseher mit um­gerechnet    bis zu 5.000 DM. Es gibt auch  Ge­fängnisse, in denen die In­sas­sen  das   nötige Geld  zu­sam­men­le­gen und dann den Be­günstigten wie in  einer   Lotterie  per Los be­stimmen. In Bangu kom­men die not­wendigen  Reais  von  der  Fa­mi­lie oder von Verbre­cher­syn­di­ka­ten. Je größer,  je    un­er­träg­li­cher die Hitze, umso hö­her stei­gen die Preise auf     die­sem Schwarz­markt. Nur einmal am Tag gibt es Essen von     haar­sträu­ben­der Qualität, Lebens­mittel­pa­ke­te der Angehörigen     werden ge­wöhn­lich nicht ausge­händigt. Fol­terungen sind die Regel,     nicht nur in Rios Gefäng­nissen. Ein An­walt be­schreibt einen Fall aus     dem Jahr 1996: “Polizisten mit Ka­puzen miß­handelten 116  Ge­fan­gene    mit Elektroschocks, alle wie­sen Blutergüsse auf und  wur­den    dar­überhinaus zu sexu­ellen Hand­lungen gezwungen.”<br />
Fast täglich wer­den Fälle tot­ge­folterter, er­schlagener Häft­linge     bekannt. Doch die politisch Ver­ant­wortlichen rühren sich kaum, nur     we­nige Intellektuelle pro­testieren und die Gesellschaft scheint sich     an die grauen­vollen Zustände ge­wöhnt zu haben.<br />
Nach dem letzten offiziellen Zen­sus bieten die 511 Gefäng­nis­se     Brasili­ens Platz für höch­stens 60.000 Per­sonen. Mit über 148.000     Gefangenen sind sie da­mit mehr als doppelt be­legt. Not­wen­dig, so     heißt es, seien 145 neue Gefängnisse. Rund 95 Pro­zent der Häft­linge     sind Arme, 96 Pro­zent Männer, etwa drei Vier­tel Voll- und     Halbanal­phabeten. Der typi­sche Gefangene, so eine Stu­die, ist     dunkelhäutig und jün­ger als 25 Jahre. Jeden Monat kommt es laut     Statistik zu min­de­stens drei großen Häftlingsre­vol­ten; die meisten     von ihnen wer­den aller­dings der Öf­fent­lich­keit ver­heimlicht.</p>
<p>Pervertieren statt resozialisieren</p>
<p>Amnesty international und Human Rights Watch/­Ame­ri­cas prangern die     Zu­stände in den bra­silianischen Haftan­stalten als “pu­ren Horror”    an.  Aber auch die Gefange­nenseelsorge der katho­li­schen Kirche  läßt   nicht  locker. Padre Geraldo Mau­zeroll von der Pa­storal  Carçeraria im    Bundes­staat Sâo Paulo: “Wer ins Ge­fängnis kommt, wird  pervertiert,    wird angesehen und be­handelt wie ein Tier. Niemand ist  an ei­ner    Besserung oder Resozialisie­rung der Insassen  interessiert. Die    Gesellschaft rächt sich an ihnen. Sie läßt sie  intellektu­ell, seelisch,    mora­lisch, kulturell und nicht selten  sogar physisch ster­ben.”  Padre   Mauzeroll hört auf Polizeiwachen und  in Gefängnis­sen sehr  häufig den   Spruch: “Nur ein toter Häftling ist  ein guter Häftling!”  Der Padre geht   seit 1973 in die Gefäng­nisse und  leitete die letzten  sechs Jahren die   Seel­sorge. Was er täg­lich zu  sehen be­kommt,  scheint kom­mer­ziellen   Horror­filmen ent­lehnt:  Häftlinge verfaulen  buch­stäb­lich in ih­ren   Zellen. Die  Ge­fängnisärzte sind selbst  Krimi­nelle, weil sie Kranke   be­wußt  nicht behan­deln, sie sterben  las­sen, dafür aber nie zur    Rechen­schaft gezogen werden.  Tuber­ku­lo­se grassiert, über die    Ge­sichter Tod­kran­ker laufen  Amei­sen. Kri­mi­nell handeln auch    Richter und Staats­anwälte, die  sehr wohl über Folter und alle an­deren    Men­schenrechtsverlet­zungen  de­tail­liert informiert sind und  den­noch   nicht ein­greifen.<br />
Gefängnisleitungen und Wär­ter ermögli­chen den Dro­gen­han­del und     -kon­sum hinter den Git­ter­stäben. Ein Direktor zu Padre Mauzeroll:     “Drogen müs­sen dort drin sein, damit die Ge­fangenen ruhig bleiben.”<br />
Ein besonders fin­steres Kapi­tel ist darüber hinaus die sexuelle     Ge­walt, die von perversen Auf­se­hern sogar ge­fördert wird. Padre     Mauzeroll: “Wird ein we­gen Vergewalti­gung Verurteilter ein­geliefert,     stecken ihn die Wär­ter extra in be­stimmte Mas­sen­zel­len, damit er     dort von fünf­zehn, zwan­zig Häftlingen ver­ge­wal­tigt wird. Das  ist    Gesetz in den Kerkern, und so verbreitet sich Aids sehr schnell.”   Selbst   nach amtlichen An­gaben haben sich bereits über zwanzig   Pro­zent der   Insas­sen mit dem Aids-Vi­rus infiziert. Ein Großteil der   rund 150.000   brasiliani­schen Ge­fan­genen hat homosexuellen   Ver­kehr, gewöhnlich   unge­schützt, Pro­miskuität ist normal.<br />
Vitor Carreiro teilte in Rio eine Zelle jahrelang mit 47 ande­ren     Häftlin­gen, hat jetzt sichtbar Aids und sagt es deutlich: “Alle Welt     weiß, daß die Frau des Ge­fan­genen der andere Gefangene ist.” José     Ferreira da Silva, eben­falls HIV-posi­tiv, berichtet von vier festen     und acht gelegentli­chen Partnern. Keiner hatte Prä­servative benutzen     wollen.<br />
“Wenn die Lage in den Ge­fängnissen in Sâo Paulo und Rio de Janeiro     bereits so schlimm ist”, gibt Padre Mauzeroll zu be­denken, “wie muß sie     dann erst in den stark unterent­wickelten Gebieten des Nordens und     Nord­ostens sein?” Padre Mauzeroll drückt sich im Ge­gensatz zu so     vie­len Landsleuten um solche un­beque­men Wahrheiten nicht. Er hat     keine Probleme damit, die von den Autoritäten gerne ver­steckten und     verdrängten Pro­ble­me offen an­zusprechen. “Doch wer über die Zu­stände     re­det und in­formiert, stirbt”, lautet eine an­dere Regel &#8211;     Pistoleiros, Be­rufs­kil­ler, erle­digen dies. Padre Mau­zeroll weiß,     daß auch sein Leben in Gefahr ist. Den­noch klagt er offen die soziale     Ord­nung Brasi­liens an: “Sie ist schuld an der grauenhaften     Si­tu­a­tion!”<br />
Wärter und Spe­zialeinheiten ge­hen gewöhnlich äußerst brutal gegen     meu­ternde Häftlinge vor. 1992 wurden im Gefängnis Ca­ran­diru von Sâo     Paulo minde­stens 111 In­sassen von Militär­polizisten massa­kriert.     Politisch Ver­antwortliche und di­rekt Be­tei­ligte blieben bisher     straffrei. Die letzte Revolte in Carandiru er­eignete sich Ende Oktober.     670 Ge­fangene nahmen dort 27 Wär­ter als Gei­seln und forderten die     Ver­legung in eine andere Haftan­stalt. Fünf Gefan­gene versuchten  mit    einem Müll­fahrzeug zu flie­hen, vier von ih­nen wurden von     Mi­litärpolizisten er­schossen.<br />
Die Rechtanwältin Zoraide Fer­nandez weist noch auf eine be­sondere     Absurdi­tät hin. Tau­sende von Häftlingen wer­den nach verbüßter Strafe     oft noch jahrelang festge­halten, allein in Rio waren es 1995     min­destens 560. Hinzu kommen jene, die unrechtmäßig in die Zellen von     Po­lizei­wachen gepfercht und dort mitunter regelrecht verges­sen     werden.</p>
<h1>Menschenrechte ja &#8211; aber nicht für Schwule</h1>
<h2>Todesschwadronen jagen Homosexuelle &#8211; 1300 Morde seit 1980</h2>
<p>Staatspräsident  Cardoso präsentierte in Brasilia mit großem Pomp    einen “Nationalen Plan  für Menschenrechte” &#8211; doch die Show stahl ihm    Luiz Mott,  intel­lektueller Führer der brasilianischen    Schwulenbewegung. Weil die  Homosexuellen in dem Dokument nicht einmal    erwähnt werden, entrollte  Mott ein Transparent “Gays querem Justiça”-    (Schwule wollen  Gerechtigkeit) und nannte Fakten zur sy­stematischen    Verfolgung der  Homosexuellen in Brasilien.</p>
<p>Laercio, 22, und Mariquinhos, 30,  wohnten in Rios armseliger    Nordzone in einem simplen Häuschen, waren  beliebt und gal­ten als    hilfsbereit, fröhlich. In einer Novembernacht  werden sie von einem der    berüchtigten “Kom­mandos zur Jagd auf Gays”  überwältigt &#8211; fünf    Kapuzenmän­ner stoßen die beiden bis zur na­hen  Bahnlinie, dann krachen    Pi­stolenschüsse. Anwohner finden Laercio und  Mariquinhos in ih­rem    Blut, stellen erschüttert Ker­zen auf.<br />
Luiz Mott erläutert: “In Bra­silien sind mindestens vierzehn     Todesschwadronen hinter Ho­mosexuellen her. Seit 1980 wur­den über 1300     Schwule ermor­det, 1996 waren es bisher 85, aber unsere Statistik ist     sehr un­vollständig.” Das stimmt, denn von den Serienmorden der   letz­ten   Wochen in Rio wußte Mott zu diesem Zeitpunkt noch nichts.   Hinzu kommt,   daß Angehörige wegen der bestehenden Vorur­teile gegen   die Schwulen   oftmals die Natur des Verbrechens ver­schweigen.<br />
Universitätsprofessor Mott, 50 Jahre alt, Präsident der Grupo Gay do     Bahia (GGB) und Se­kretär für Menschenrechte der Bra­silianischen     Vereinigung für Gays, Lesben und Transvestiten (ABGLT), lehrt in der     nordost­brasilianischen Küstenmetropole Sal­vador da Bahia &#8211; auch dort     werden Schwule diskriminiert, ver­folgt und ermordet. Mott spricht von     “Opfern des Ma­chismus”, die Täter gingen ge­wöhnlich straffrei aus.   So   seien bei über vierzig Prozent der Schwulenmorde die Täter   er­mittelt   worden, nur zehn Prozent kamen jedoch letztlich vor   Ge­richt und wurden   dann fast im­mer freigesprochen.</p>
<p>Archiv über Homosexualität</p>
<p>Ein schönes Kolonialhaus in Salvador da Bahia beherbergt im ersten    Stock  den kleinen Sitz der Grupo Gay do Brasil mit dem immerhin größten     lateinameri­kanischen Archiv über Homose­xualität. Die GGB ist die     älteste und aktivste Homosexuellenver­einigung in Lateinamerika. Nach     dem Klingeln schaut der Leiter zunächst prüfend auf den Besu­cher und     wirft danach den Schlüssel hinunter. Oben kann man sich eine  Ausstellung    über homosexuelle Männer und Frauen ansehen, von Platon,  Leonardo da    Vinci, Shakespeare, Cleopatra und James Dean bis hin zu  der berühmten    Sängerin der Musica Popular Brasileiro, Maria Bethânia.  Man wird    höf­lich zu den zwei wöchentlichen Versammlungen  eingeladen, an denen    auch Bi- und Heterosexu­elle teilnehmen. Vor dem  Ab­stieg über die    steile Holztreppe teilt der GGB-Leiter  Präserva­tive, “Camisinhas”, aus &#8211;    schließlich ist die Gruppe  beson­ders aktives Mitglied in der vom    Gesundheitsministerium  geführ­ten Nationalen Kommission zur    AIDS-Bekämpfung.<br />
In der Stadt selbst machen die Homosexuellen drastisch auf sich, ihre     Freuden und Probleme aufmerksam. “Liebe mit Vor­sicht &#8211; suche Deine     amantes bes­ser aus”, steht groß auf Schauta­feln, und “Laß Dich nicht     von AIDS ins Jenseits befördern, aber laß Dich auch nicht ermor­den!”     Die Warnung ist nicht un­begründet, druckte doch gar eine große  lokale    Zeitung regelmäßig folgende Anzeige: “Halte Salva­dor sauber &#8211;  töte    jeden Tag einen Homo!”</p>
<p>Erscheinungsebene &#8211; Wirklichkeit</p>
<p>Brasiliens Schwulenszene prä­sentiert sich anders als zum Beispiel    jene  in San Francisco oder gar in Deutschland. Gays fallen viel mehr    auf,  haben ihre Kneipen, Discos, Strände, Zeit­schriften. Der Terror    gegen  Schwule existiert indessen wei­ter, scheint sogar stark    zuzuneh­men.   Motts Grupo Gay do Bahia hat deshalb ein    “Über­le­benshandbuch”  publi­ziert, das zahl­reiche praktische Tips zur    Selbstverteidigung  gibt. Mott hat das Handbuch in Brasi­lia, Belo    Horizonte, Curitiba und  Recife vorgestellt. In jeder Stadt gab er die    Namen der dort in den  letzten Jahren ermordeten Schwulen be­kannt. Die    meisten Verbrechen  ereigneten sich aber in Rio de Janeiro, Sâo Paulo    und Salvador da Bahia.</p>
<p>Umfragen und Machismus</p>
<p>Daß Schwule diskriminiert werden, zeigen neue repräsenta­tive    Umfragen:  So würden 36 Pro­zent der BrasilianerInnen ei­nem    Homosexuellen selbst  dann nicht eine Arbeit geben, wenn er der    bestqualifizierte Bewerber  wäre. JedeR Fünfte würde sich von einem    homosexuellen Kol­legen bewußt  fernhalten, 56 Pro­zent würden zumindest    ihr Ver­halten ändern. 79  Prozent, im Nordosten sogar 87 Prozent,    ak­zeptierten auf gar keinen  Fall, daß ihr Sohn mit einem    Ho­mosexuellen ausginge. Und 62 Prozent  meinen, daß Eltern die Änderung    der homosexuellen Orientierung ihrer  Söhne er­zwingen müßten.</p>
<p>Politisches Asyl für Schwule</p>
<p>Gay-Menschenrechtsgruppen in San Francisco prangern seit Jahren die     Zustände in Brasilen an. 1993 gewährten die USA erstmals einem     brasilianischen Schwulen politisches Asyl. Der Begünstigte heißt Marcelo     Teno­rio, Luiz Mott trat in dem Asyl­verfahren als Zeuge auf und   wurde   dafür zuhause in den Me­dien niedergemacht. Das Asyl, hieß es,   basiere   auf einer Lüge über Brasilien; Schwule würden nicht   systematisch   getötet. In den letzten Wochen erhielten zwei weitere   Homosexuelle   Asylsta­tus, wollen aber anonym blei­ben, aus Angst, daß     Familienan­ge­hö­ri­ge in Brasilien Repressa­lien er­lei­den könnten.     Eine un­bekannte Zahl brasilianischer Homo­sexu­el­ler lebt illegal  in    den USA. Mög­licherweise werden jetzt wei­tere einen Asylantrag   stellen.</p>
<p>KASTEN</p>
<p>Staatstrauer für Ex-Diktator</p>
<p>Nach dem Tod des Ex-Generalpräsidenten Ernesto Geisel im Sep­tember    1996  ordnete Fernando Henrique Cardoso per Dekret acht Tage    Staatstrauer an.  Geisel war von 1974 bis 1979 der dritte    Generalpräsident der  brasilianischen Militärdiktatur (1964-1985).    Geisel war bereits zur  Amtseinführung von Cardoso gela­den worden. 1995    traf sich der Präsident  mit dem EX-Diktator und wollte dies    ausdrücklich als “Würdigung”  verstanden wissen.<br />
Die Homenagem weckte in der Tat Aufmerksamkeit. Denn bei Gei­sel und     seinem ebenfalls im Regimeapparat dienenden Bruder Or­lando handelte es     sich um Vertreter der “harten Linie”, die kei­nes­wegs nur militante     Diktaturgegner rücksichtslos verfolgen, fol­tern und ermorden ließen.     Dies hat gerade ein wichtiger Zeit­zeuge bestätigt: Reserveoberst   Jarbas   Passarinho, Mitautor der berüchtigten Ausnahmegesetze von 1968   und   Minister unter drei Dik­taturgenerälen, sagte im brasilianischen     Fersehen, daß ein Groß­teil der Greueltaten an Linken in Geisels     Regierungszeit be­gangen worden seien. Die Medien pflegten dagegen stets     dessen Amts­vorgänger Emilio Garrastazzu Medici die Verantwortung  für    die größten Schlechtigkeiten des Militärregimes aufzubürden.</p>
<p><a href="http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/der-schwierige-ausbruch-aus-dem-stahlkorsett/5810270.html"><strong>http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/der-schwierige-ausbruch-aus-dem-stahlkorsett/5810270.html</strong></a></p>
<p><strong>“Zwölf Jahre nach dieser Fusion ist der Ruhrkonzern aber mit     6,25  Milliarden Euro verschuldet. Das ist mehr als das Dreifache des     für das  Geschäftsjahr 2010/11 geplanten operativen Gewinns. Grund  für    die  Schuldenlast sind die neuen Stahlwerke in Brasilien und den  USA,    die mit  zehn Milliarden Euro viel teurer wurden als geplant.  Nun  fehlt   in allen  Geschäftsfeldern das Geld für Investitionen.”</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/lulastatuspaulista.JPG" alt="lulastatuspaulista.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/27/das-thyssenkrupp-stahlwerk-und-die-von-der-who-konstatierte-luftvergiftung-von-rio-de-janeiro-brasiliens-umweltschutzer-weisen-auf-den-interessanten-zusammenhang/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/27/das-thyssenkrupp-stahlwerk-und-die-von-der-who-konstatierte-luftvergiftung-von-rio-de-janeiro-brasiliens-umweltschutzer-weisen-auf-den-interessanten-zusammenhang/</strong></a></p>
<p><strong>“Ein gutes Beispiel für gelungene Globalisierung”:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/19/thyssenkrupp-in-rio-de-janeiro-neues-stahlwerk-wird-immer-teurer-laut-handelsblatt-lokale-militardiktatur-im-umfeld-laut-grunen-politiker-alfredo-sirkis-todesschwadronen-folter-scheiterhauf/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/19/thyssenkrupp-in-rio-de-janeiro-neues-stahlwerk-wird-immer-teurer-laut-handelsblatt-lokale-militardiktatur-im-umfeld-laut-grunen-politiker-alfredo-sirkis-todesschwadronen-folter-scheiterhauf/</strong></a></p>
<h2>TODA UNANIMIDADE É BURRA. Nelson Rodrigues.</h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/07/brasiliens-boom-und-die-slumhutten/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/07/brasiliens-boom-und-die-slumhutten/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/04/leben-wie-die-halfte-der-einkommensbezieher-brasiliensamtliche-angaben-fur-samtliche-ausgaben-pro-tag-umgerechnet-zwischen-26-und-5-euro-zur-verfugung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/04/leben-wie-die-halfte-der-einkommensbezieher-brasiliensamtliche-angaben-fur-samtliche-ausgaben-pro-tag-umgerechnet-zwischen-26-und-5-euro-zur-verfugung/</strong></a></p>
<h2>              <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/10/brasiliens-gefangenenseelsorge-der-deutsche-pastor-wolfgang-lauer/" rel="bookmark">Brasiliens Gefangenenseelsorge &#8211; der deutsche Pastor Wolfgang Lauer.</a></h2>
<p>Samstag, 10. Dezember 2011 von Klaus Hart   <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11804" title="Beitrag bearbeiten">**</a></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1624771/"><strong>http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1624771/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/caran6.JPG" alt="caran6.JPG" /></p>
<p><a href="http://brueckenbauer.blogspot.com/2011_05_01_archive.html"><strong>http://brueckenbauer.blogspot.com/2011_05_01_archive.html</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/10/wahlen-in-rusland-und-in-brasilien-wie-unterschiedlich-mainstream-und-politschauspieler-reagieren/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/10/wahlen-in-rusland-und-in-brasilien-wie-unterschiedlich-mainstream-und-politschauspieler-reagieren/</strong></a></p>
<p><strong>Brasiliens hausgemachte Krisenfaktoren:<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/30/brasiliens-viele-hausgemachte-krisenfaktoren-hochzinspolitik-uberbewertete-landeswahrung-deindustrialisierung-absurd-ineffiziente-und-kostentrachtige-infrastruktur/">         http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/30/brasiliens-viele-hausgemachte-krisenfaktoren-hochzinspolitik-uberbewertete-landeswahrung-deindustrialisierung-absurd-ineffiziente-und-kostentrachtige-infrastruktur/</a></strong></p>
<p><strong>Einkommen im “Boomland” Brasilien:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/04/leben-wie-die-halfte-der-einkommensbezieher-brasiliensamtliche-angaben-fur-samtliche-ausgaben-pro-tag-umgerechnet-zwischen-26-und-5-euro-zur-verfugung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/04/leben-wie-die-halfte-der-einkommensbezieher-brasiliensamtliche-angaben-fur-samtliche-ausgaben-pro-tag-umgerechnet-zwischen-26-und-5-euro-zur-verfugung/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/26/die-fakten-widerlegen-das-wir-eine-reprasentative-demokratie-sind-streng-genommen-sind-wir-nicht-einmal-eine-demokratie-joao-ubaldo-ribeiro-bestsellerautor-in-einer-politischen-analyse-am-ta/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/26/die-fakten-widerlegen-das-wir-eine-reprasentative-demokratie-sind-streng-genommen-sind-wir-nicht-einmal-eine-demokratie-joao-ubaldo-ribeiro-bestsellerautor-in-einer-politischen-analyse-am-ta/</strong></a></p>
<p><strong><a href="http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html">http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html</a></strong></p>
<p><strong>Pressefreiheit in Brasilien:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/26/brasiliens-medien-berichten-in-groser-aufmachung-uber-den-absturz-auf-dem-pressefreiheit-ranking-von-reporter-ohne-grenzen-warum-brasilien-aus-mitteleuropa-soviel-lob-erhalt/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/26/brasiliens-medien-berichten-in-groser-aufmachung-uber-den-absturz-auf-dem-pressefreiheit-ranking-von-reporter-ohne-grenzen-warum-brasilien-aus-mitteleuropa-soviel-lob-erhalt/</strong></a></p>
<p><strong>Morde an systemkritischen Journalisten: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/23/unesco-verurteilt-jungste-morde-an-journalisten-in-brasilien-angriff-auf-journalismus-und-ausdrucksfreiheit-brasiliens-gravierende-menschenrechtslage/">     http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/23/unesco-verurteilt-jungste-morde-an-journalisten-in-brasilien-angriff-auf-journalismus-und-ausdrucksfreiheit-brasiliens-gravierende-menschenrechtslage/</a></strong></p>
<p><strong>Hintergrundtext von 2003:</strong><br />
<strong>„Guerra urbana” in der Megametropole Sao Paulo(2003) <font size="3"> </font>   <font size="3">Lulas PT-Bürgermeisterin Marta Suplicy überläßt<br />
Slumbewohner dem Terror der Banditenmilizen<br />
Afghanin aus Deutschland: „Das ist hier wie Bürgerkrieg” </font></strong></p>
<p><strong><font size="3">Maryam Alekozai, zwanzig, größtenteils in   Aachen aufgewachsen, wollte ihr soziales Jahr eigentlich in der Heimat,   in Afghanistan machen &#8211;  doch dann kam der Konflikt dazwischen,   entschied sie sich für ein Slumprojekt in Sao Paulo, betreut voller   Idealismus Slumkinder, gerät immer wieder in Lebensgefahr: „Es herrscht   hier eine Art Bürgerkrieg &#8211;  gar nicht mal so anders wie damals in   Afghanistan, als ich klein war. Tagsüber, nachts fallen Schüsse, immer   wieder wird jemand umgebracht, Kinder verlieren ihre Väter. Von den   Müttern, deren Kinder ich betreue, sind nicht wenige deshalb   alleinstehend. Das ist hier einer der gewalttätigsten Gebiete ganz Sao   Paulos.” Seit über zwei Jahren regiert  Präfektin Marta Suplicy aus   Staatschef Lulas Arbeiterpartei PT die Megametropole, hätte die   Machtmittel, um die neofeudalen Strukturen in den Slums, den Favelas, zu   brechen. Könnte zumindest Druck auf den für die öffentliche Sicherheit   des gesamten Teilstaates Sao Paulo zuständigen Gouverneur ausüben.   Doch  es  ändert sich nichts, die extrem krassen  Menschenrechtsverletzungen  sind nicht einmal Hauptthema der PT-Führung  &#8211;  wie während der Amtszeit  von PT-Gouverneurin Benedita da Silva in  Rio de Janeiro:  Neofeudale  Banditenmilizen sind weiterhin  unumschränkte Herrscher,  terrorisieren  die Bewohner, verhängen  Ausgangssperren &#8211;  manche minderjährigen  Kindersoldaten, bekannt und   gefürchtet,  killten bereits bis zu vierzig  Menschen. Angst dominiert,  jedermann spricht nur von „Guerra”. Auch  unter Präfektin Marta Suplicy  werden Kinder, Jugendliche von den  Drogenkartellen, ihren Milizen  rekrutiert, erleben nur zu oft das  Erwachsenenalter nicht, sterben bei  Gefechten mit rivalisierenden  Banden, Schießereien mit der Polizei. Wer  nicht mitmachen will, kriegt  die Kugel.  José  Grigorio de Jesus, 66,  Präsident einer  Bewohnerinitiative des Slums Capao Redondo, schildert,  wie es seinem   Sohn erging:”Er wollte endlich aussteigen, hatte schon  eine feste  Arbeitsstelle &#8211;  doch am ersten Arbeitstag haben sie ihn  erschossen.”  Jedermann muß sich an das „Lei do Silencio”, das Gesetz  des Schweigens,  halten &#8211;  zu niemandem ein Wort über Vorgänge im Slum.  „Wer als  Informant der Polizei gilt, stirbt.”</font></strong></p>
<p><strong><font size="3">„Genozid im Gange” &#8211;  Ausgangssperre an der „Copacabana”</font></strong></p>
<p><strong><font size="3">Monatlich werden an der Slumperipherie Sao   Paulos über achthundert Menschen umgebracht &#8211;  fast so viele wie in   Deutschland im ganzen Jahr, weit mehr als in den aktuellen   Konfliktgebieten der Erde. „Die Statistiken zeigen, daß hier ein Genozid   im Gange ist”, betont Padre Jaime Crowe in Jardim Angela, einem der   gewaltgeprägtesten  Favelas. </font><font size="3">Der dichtbevölkerte   Slum „Copacabana”, unweit von Maryam Alekozais Arbeitsplatz, wirkt   häufig sogar mitten am Tage wie eine Geisterstadt. Katen, Barracken   verriegelt,  kein Mensch, nicht mal spielende Kinder  auf der Straße, im   Gassenlabyrinth &#8211;  sämtliche Kramläden geschlossen, eigenartige  Stille.  „Toque de recolher”, Ausgangssperre, lautet die Erklärung,  erneut  verhängt von den Milizen des global vernetzten organisierten   Verbrechens. Einige Jungen lassen aber Drachen steigen &#8211;  wie paßt das   zusammen? Sie tuns im Auftrage der hiesigen Warlords &#8211;  mit den Drachen   werden Signale gegeben, falls Gefahr im Verzuge ist, sich  hochbewaffnete  gegnerische Milizen nähern. Auch in „Copacabana” stellt  man sich besser  mit den „Soldados” gut, heuchelt Unterwürfigkeit und  Sympathie, bietet  ihnen Getränke, Selbstgebrutzeltes an. Wer will schon  zerstückelt, gar  lebendig verbrannt enden? Täglich liegen irgendwo  Leichen, abgetrennte  Körperteile.</font><font size="3"> Mittel-und  Oberschicht blenden diese  Realität zynisch aus. Ein grotesker  Kriminalfall vom Februar 2003 zeigt  es exemplarisch: In Sao Paulo  zerstückelt ein angesehener Chirurg seine  Geliebte, Frau des  Hausmeisters, fein säuberlich mit Seziermessern, wird  indessen ertappt,  der Fall macht Schlagzeilen, ist auch in den seriösen  TV-Nachrichten.  Just jene Fotografien aus der Gerichtsmedizin, die die   aneinandergereihten Körperteile der Ermordeten in GroßaufnahmeÂ  zeigen   &#8211;  auch Brüste, Arme, Vagina, alles &#8211;  stellt jemand ins Internet, halb   Brasilien schaut sie derzeit immer wieder an. Professorinnen,   Anwältinnen, Schickeria-Damen sind entsetzt, sahen sowas noch nie,   können deshalb nachts nicht schlafen, reden von nichts anderem. Daß die   in den Slums tagtäglich weit Schlimmeres sehen müssen, sogar  miterleben,  wie Menschen lebendig verbrannt werden, aufgedunsene  unbekleidete  Leichen von Männern, Frauen, Mädchen, oftÂ  mit  abgeschlagenemÂ  Kopf,  bei vierzig Grad auf Geheiß der Banditen  tagelang zur Abschreckung  mitten im Gassengewirr liegen, macht in  Brasilien nie Schlagzeilen, ist  für die „oben” kein Thema.  </font><font size="3">Maryam  Alekozai  blieben solche grauenhaften Szenen erspart &#8211;  nicht aber die   Schießereien. „Ich habe den Eindruck, das alles ist bereits Teil des   Lebens der Kinder hier”, sagt Maryam Alekozai, „ganz normal für sie, daß   jemand erschossen wird &#8211;  die wachsen damit auf. Der Unterschied   zwischen einem fünfjährigen Mädchen hier und in Deutschland ist so   unglaublich groß! In den Augen der brasilianischen Kinder sehe ich Haß,   ganz tiefen Haß &#8211;  und Wut! Man blickt nicht in Kinderaugen, sondern   eigentlich in Augen von Erwachsenen, die voller Aggressionen sind. Die   Gewalt, die Ungerechtigkeit, die in diesem Land herrscht, spiegelt sich   in den Augen der Kinder &#8211;  unübersehbar.” Doch gleichzeitig weist sie   auf einen scheinbaren Widerspruch:”Ein Bewußtsein über soziale   Ungleichheiten existiert hier nicht &#8211;  weder bei den Armen noch bei den   Reichen. Aufklärung, kritisches Denken, das einem in Deutschland   beigebracht wird, fehlt hier.” Doch auch in den Slums täuscht die   Erscheinungsebene, der oberflächliche Eindruck nur zu oft. „Viele sagen   &#8211;  ihr kommt aus Deutschland, seht uns fröhlich und gut drauf, könnt   euch aber nicht vorstellen, wie es uns wirklich geht, wie es zuhause   hinter unseren vier Wänden aussieht.” </font></strong></p>
<p><strong><font size="3">Eine Frau kommentiert:”Brasilianer sind in der   Lage, über ihr eigenes Unglück zu lachen, darüber  groteske Witze zu   reißen; schwarzer Humor, schwärzer gehts nicht &#8211;  eine Art Ventil, um   damit fertigzuwerden &#8211;  wahrscheinlich ist das in Europa anders.”</font></strong></p>
<p><strong><font size="3">Sozialprojekte senken Gewaltrate nicht</font></strong></p>
<p><strong><font size="3">Jahrzehntelang hielt sich bei Gutmenschen   Brasiliens und Drittweltbewegten Europas die These, man müßte die Slums,   nur mit einem Netz von Sozialprojekten überziehen, um die entsetzlich   hohe Mordrate drastisch zu senken, die Herrschaft des hochgerüsteten   organisierten Verbrechens, der brasilianischen Warlords zu schwächen.   Kinder und Jugendliche würden sich dann nicht länger von den Milizen   anwerben lassen, den Drogen entsagen, einer glücklicheren Zukunft   entgegengehen. Auch europäische Hilfsorganisationen starteten deshalb   solche Projekte, investierten hohe Spendersummen. Indessen &#8211;  selbst   laut Unesco-Angaben wurden weder die Gewaltrate noch der Banditenterror   gegen die Bewohner gebremst. Nur zuviele Sozialprojekte werden von den   Banditenmilizen kontrolliert &#8211;  was Spender in Europa nicht erfahren   sollen.</font><font size="3">Auch Staatschef Lula und dessen zuständige   Minister sprechen  beschönigend von einem Sicherheitsproblem, um das   sich die Polizei zu kümmern habe. Doch die erwarteten Sofortmaßnahmen   bleiben aus.  Menschenrechtsexperten und selbst der schweizerische   UNO-Sonderberichterstatter Jean Ziegler weisen auf unumstößliche   Tatsachen:”Für die Vereinten Nationen sind 15000 Gewalt-Tote jährlich in   einem Land ein Hinweis auf Krieg &#8211;  doch in Brasilien werden sogar   gemäß offiziellen Statistiken rund vierzigtausend umgebracht!”   Tatsächlich sind es weit mehr, getötet aus politischen oder kriminellen   Motiven, oft vermischt &#8211;  doch auch in Deutschland verbinden viele mit   dem Tropenstaat sozialromantische Vorstellungen, verdrängen gewöhnlich,   daß gerade in Millionenstädten wie Rio de Janeiro nur unweit der   Touristenstrände tagtäglich heftige Gefechte im Gange sind &#8211;    ausgetragen auch mit NATO-Waffen, darunter Granatwerfern. </font></strong></p>
<p><strong><font size="3">In Deutschland werden jährlich laut BKA rund   eintausend Menschen umgebracht, bei einer Gewaltrate wie in Brasilien   wären es indessen weit über zwanzigtausend. </font></strong></p>
<p><strong><font size="3">Zudem befänden sich dann mehr als zehn   Millionen illegaler Waffen fast jeden Kalibers in Privat-bzw.   Gangsterhand. Jeder kann erahnen, wie Deutschland dann aussähe.</font><font size="3">   Die größte brasilianische Qualitätszeitung „Folha de Sao Paulo” macht   2003 folgende Rechnung auf:”In den letzten zwanzig Jahren wurden 1,9   Millionen Brasilianer getötet &#8211;  1,5 Millionen davon waren junge   Menschen. Hätte Brasilien in diesen Jahren an einem Krieg teilgenommen,   wären garantiert nicht so viele Opfer zu beklagen.”</font><font size="3">Bereits   1992 hatte der PT- Abgeordnete Carlos Minc betont:”In Rio de Janeiro   sind Straftäter und Autoritäten Komplizen &#8211;  das organisierte   Verbrechen, das Drogenkartell herrscht in den Slums, pflegt enge   Beziehungen zur Geschäftswelt, zur Stadtregierung, zu Polizei und   Justiz, die daher Straffreiheit walten lassen, die Gesetze nicht   anwenden, die Menschenrechte der Rio-Bewohner mißachten.” Mincs Analyse   wurde unlängst  von einer parlamentarischen Untersuchungskommission für   große Teile Brasiliens, zahlreiche andere Millionenstädte  bestätigt. </font><font size="3">Heute   sehen Soziologen und Menschenrechtler viele Parallelen zur Lage in   Kolumbien, in Afrika. Fernando Olinto, der als Mitarbeiter von „Ärzte   ohne Grenzen” bereits in Ruanda und Bosnien im Einsatz war, konstatiert,   daß in Brasilien ebenso wie in Afrika bewaffnete Jugendliche,   Kindersoldaten Terror ausüben, sich die Bilder gleichen. Rio de Janeiros   Stadtautobahnen zum internationalen Flughafen müssen regelmäßig wegen   Banditengefechten, bewaffneten Raubüberfällen auf LKW, Busse, PKW   gesperrt werden. Es reicht, sich ein solches Szenario für touristische   Städte Deutschlands vorzustellen &#8211;  und die entsprechenden Wirkungen auf   die Fremdenverkehrsbranche. Um so erstaunlicher, daß von Brasiliens   Autoritäten die enormen Einnahme- und Arbeitsplatzverluste etwa im   Tourismus hingenommen werden &#8211;  während die global vernetzten   neofeudalen Verbrechermilizen ihre Profite ständig steigern. Immerhin   werden alleine in Rio de Janeiro laut Polizeiangaben von Comando   Vermelho(Rotes Kommando) und Terceiro Comando(Drittes Kommando), den   beiden wichtigsten Gangsterkartellen Brasiliens, monatlich sechs Tonnen   Kokain verkauft &#8211;  in Lateinamerikas Wirtschaftsmetropole Sao Paulo,  mit  über tausend deutschen Firmen, etwa ebensoviel. Gleich nach den USA  ist  Brasilien zweitgrößter Kokainverbraucher. </font><font size="3">Die   rivalisierenden Milizen sind zudem auf illegalen Waffenhandel,   Serienentführungen, Frachtraub und Banküberfälle spezialisiert. Selbst   zur Machtdemonstration feuern sie täglich Mpi-Salven ab &#8211;  erhöhen damit   den psychischen Druck besonders auf die Slumbewohner. </font><font size="3">   Würde, wie viele erwarteten,  Staatschef Lula sofort nach seinem   Amtsantritt die Armee einsetzen, um  den Stadtkrieg zu stoppen,   Millionen von Slumbewohnern zu ihren Basis-Menschenrechten zu verhelfen?   Immerhin hatte dies der neue Staatssekretär für öffentliche  Sicherheit,  Josias Quintal, gleich im Januar öffentlich vorgeschlagen.  Doch die  Lula-Regierung lehnte ab &#8211;  ein Einsatz der Streitkräfte komme  nicht in  Frage. Auch Sozialexperten ist deshalb ein Rätsel, wie  Staatschef Lula  sein groß angekündigtes Anti-Hunger-Programm und andere  Maßnahmen zur  Elendsbekämpfung durchsetzen will. Schließlich lassen  die  Verbrechersyndikate bislang staatliche Präsenz in den riesigen  Slums  kaum zu, verbieten häufig sogar kirchlichen Sozialwerken und   Nicht-Regierungs-Organisationen den Zutritt. </font><font size="3">Nach   wie vor ist  in Brasilien, ebenso wie in Argentinien, das  Schicksal  der  zur Diktaturzeit  „Verschwundenen” ein heißdiskutiertes Thema &#8211;   jene  Ungezählten, die man im  „Guerra urbana” tötete, auf geheimen  Friedhöfen  verscharrte,  oder gar verbrannte, wird dagegen so gut wie  völlig   ignoriert.</font></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/08/jose-murilo-de-carvalho-mitglied-der-brasilianischen-dichterakademie-fuhrender-historiker-brasiliens/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/08/jose-murilo-de-carvalho-mitglied-der-brasilianischen-dichterakademie-fuhrender-historiker-brasiliens/</strong></a></p>
<h2>Brasiliens Gewaltkultur &#8211; Landesmedien zeigen  Foto von  patrouillierendem MPi-Banditen an Rio de Janeiros  Stadtautobahn Linha  Vermelha. Terror gegen Slumbewohner. Was in  Brasilien alles anders  ist…Deutsch-brasilianisches Jahr von 2013 bis  2014. “Gemeinsame  Werte”. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11963" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-soziokulturelle-faktoren/" rel="tag">Brasiliens soziokulturelle Faktoren</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/gewaltkultur-in-rio-de-janeiro/" rel="tag">Gewaltkultur in Rio de Janeiro</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/riobanditmpiglobo2011.JPG" alt="riobanditmpiglobo2011.JPG" /></p>
<p><strong>Ausriß O Globo.</strong></p>
<p><strong>In Brasilien werden täglich laut offiziellen Angaben durchschnittlich 137 Morde verübt, die Dunkelziffer dürfte sehr hoch sein.</strong> <strong>“Pais registra um Carandiru por dia.”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/</strong></a></p>
<p><strong>Zu den in Brasilien durchaus gut möglichen   Schnappschuß-Motiven gleich nach der Landung auf internationalen   Flughäfen wie in Rio de Janeiro zählen schwerbewaffnete Banditen der   Slum-Diktatur. Wie die Qualitätszeitung O Globo in einer   Jahresendausgabe berichtet, wurde der junge Mpi-Bandit von Autofahrern   der Stadtautobahn geknipst, Hinweis auf die sehr speziellen   Sicherheitsumstände unter der Regierung von Präsidentin Dilma Rousseff.   Die neoliberale Herzenskälte in Ländern wie Deutschland, der Schweiz  und  Österreich gegenüber den grauenhaftem Terror ausgelieferten   Slumbewohnern Brasiliens ist schockierend. Kulturverlust heute.<br />
</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/30/brasilien-weiter-land-mit-weltweit-hochster-mord-zahl-stellen-landesmedien-zum-jahresende-heraus-regierungsprojekt-fur-mord-reduzierung-gestoppt-hies-es/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/30/brasilien-weiter-land-mit-weltweit-hochster-mord-zahl-stellen-landesmedien-zum-jahresende-heraus-regierungsprojekt-fur-mord-reduzierung-gestoppt-hies-es/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/angeliolimpiada2016.jpg" alt="angeliolimpiada2016.jpg" /></p>
<p><strong>Das Foto erinnert an diese ironische Karikatur von Angeli in   Brasiliens größter Qualitätszeitung Folha de Sao Paulo, zur  Frage der   Sicherheit während der Olympischen Sommerspiele von 2016 in Rio de   Janeiro.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/angelivisiteobrasil.JPG" alt="angelivisiteobrasil.JPG" /></p>
<p><strong>Angeli, Ausriß.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/26/bye-bye-brasil-auslander-verlassen-sao-paulo-und-rio-de-janeiro-laut-offizieller-statistik-auswanderungsland-brasilien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/26/bye-bye-brasil-auslander-verlassen-sao-paulo-und-rio-de-janeiro-laut-offizieller-statistik-auswanderungsland-brasilien/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/20/feel-brazil-go-bayao-deutsche-getrankefirma-veltins-wirbt-mit-brasilianischem-lebensstil-trotz-der-menschenrechts-und-sozialdaten-brasiliens/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/20/feel-brazil-go-bayao-deutsche-getrankefirma-veltins-wirbt-mit-brasilianischem-lebensstil-trotz-der-menschenrechts-und-sozialdaten-brasiliens/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.afonteenoticia.com.br/simples/js/tiny_mce/plugins/ajaxfilemanager/upload/90378_W400Q100I2SASRFHFVRLRRCLCTCRCB.jpg"><img src="http://www.afonteenoticia.com.br/simples/js/tiny_mce/plugins/ajaxfilemanager/upload/90378_W400Q100I2SASRFHFVRLRRCLCTCRCB.jpg" width="330" height="248" border="0" /></a></p>
<p><strong>Erschossene Frau aus Finnland, brasilianisches Medienfoto, Dezember 2011.</strong></p>
<h2>              <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/24/brasilien-korruption-in-lulas-letztem-amtsjahr-2010-85-milliarden-real-abgezweigt-laut-nachrichtenmagazin-veja-zehn-grunde-um-sich-zu-emporen/" rel="bookmark">Brasilien   &#8211; Staats-Korruption in Lulas letztem Amtsjahr 2010 &#8211; 85 Milliarden  Real  abgezweigt, laut Nachrichtenmagazin “Veja”. “Zehn Gründe, um sich  zu  empören”.</a></h2>
<p>Montag, 24. Oktober 2011 von Klaus Hart   <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11322" title="Beitrag bearbeiten">**</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/korruptionveja85milliarden.JPG" alt="korruptionveja85milliarden.JPG" /></p>
<p><strong>Laut “Veja” hätte das abgezweigte Geld u.a. ausgereicht, das   Elend in Brasilien auszutilgen. Lula selbst ist laut Medienangaben   unterdessen zum Dollar-Millionär aufgestiegen &#8211; hat wegen seiner   Politik, vor dem Hintergrund der Korruptionsfakten, der sozialen Kosten,   aus Mitteleuropa enormes Lob erhalten, dazu Doktorhüte und Preise. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/08/brasilien-aufschrei-der-ausgeschlossenen-2011-proteste-in-sao-paulo-grito-dos-excluidos/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/08/brasilien-aufschrei-der-ausgeschlossenen-2011-proteste-in-sao-paulo-grito-dos-excluidos/</strong></a></p>
<p><strong>Laut Befreiungstheologe Frei Betto, Ex-Lula-Berater beim     Anti-Hungerprogramm,  liegt die Zahl der in   extremer Armut, also in     Hunger und Misere, lebenden Brasilianer, nicht   wie offiziell     angegeben, heute bei 16 Millionen, sondern ist doppelt so hoch. </strong><strong>Nach    derzeit geltendem mitteleuropäischen Werteverständnis hat damit die    internationale Wirtschafts-und Finanzkrise, wie die    Lula-Rousseff-Regierung verbreiten ließ, auf Brasilien nur geringe    Auswirkungen gehabt. </strong></p>
<p><strong>Brasiliens investigative Journalisten wiesen indessen auf    Rekordentlassungen, den Stopp vieler  Industrieprojekte, auf    Exportprobleme und Deindustrialisierung,  geschönte offizielle    Statistiken.  </strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/12/slumkloakesp1.JPG" alt="slumkloakesp1.JPG" /></p>
<p><strong>“Krise &#8211; was denn für eine Krise?” &#8211; Kloake-Slum in Sao Paulo.</strong></p>
<p><strong>Lula hat Krebs:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/01/brasilien-unmut-in-der-bevolkerung-uber-lulas-krebsbehandlung-in-einem-teuren-elite-hospital-lula-sollte-jetzt-jene-prekaren-offentlichen-gesundheitseinrichtungen-aufsuchen-die-er-immer-uberschweng/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/01/brasilien-unmut-in-der-bevolkerung-uber-lulas-krebsbehandlung-in-einem-teuren-elite-hospital-lula-sollte-jetzt-jene-prekaren-offentlichen-gesundheitseinrichtungen-aufsuchen-die-er-immer-uberschweng</strong></a></p>
<h2>Brasilien: Renommierte  Menschenrechtsaktivisten und Systemkritiker &#8211;  Fotoserie. Ativistas de  direitos humanos &#8211; Brasil.  Kaum Chancen in  marktbeherrschenden Medien. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=2770" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/arantes/" rel="tag">Arantes</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/barbosa/" rel="tag">Barbosa</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/bicudo/" rel="tag">Bicudo</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasilien/" rel="tag">Brasilien</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/comparato/" rel="tag">Comparato</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/frei-betto/" rel="tag">Frei Betto</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/iokoi/" rel="tag">Iokoi</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/jaime-crowe/" rel="tag">Jaime Crowe</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/jose-zapatero/" rel="tag">José Zapatero</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/lancelotti/" rel="tag">Lancelotti</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/pinheiro/" rel="tag">Pinheiro</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/piovesan/" rel="tag">Piovesan</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/prado/" rel="tag">Prado</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/renommierte-brasilianische-menschenrechtsaktivisten/" rel="tag">renommierte brasilianische Menschenrechtsaktivisten</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/rossi/" rel="tag">Rossi</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/santos/" rel="tag">Santos</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/sao-paulo/" rel="tag">Sao Paulo</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/seixas/" rel="tag">Seixas</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/weichert/" rel="tag">Weichert</a></p>
<p>Â <img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/08/fabiokonder-comparato.jpg" alt="fabiokonder-comparato.jpg" /></p>
<p><strong>Fabio Konder Comparato, Rechtsprofessor, USP</strong></p>
<p><strong><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/08/heliobicudogoethe.jpg" alt="heliobicudogoethe.jpg" /></strong></p>
<p><strong>Helio Bicudo, Ex-Präsident der Interamerikanischen Menschenrechtskommission der OAE in Washington</strong></p>
<p><strong><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/08/freibettogut.jpg" alt="freibettogut.jpg" /></strong></p>
<p><strong>Frei Betto, Dominikaner, Befreiungstheologe</strong></p>
<p><strong>Â <img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/08/marlonweichertgoethe2.jpg" alt="marlonweichertgoethe2.jpg" /></strong></p>
<p><strong>Marlon Weichert, Bundesstaatsanwalt in Sao Paulo</strong></p>
<p><strong><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/08/paulosergiopinheiro.JPG" alt="paulosergiopinheiro.JPG" /></strong></p>
<p><strong>Paulo Sergio Pinheiro, UNO-Berater, Mitglied der Interamerikanischen Menschenrechtskommission der OAE</strong></p>
<p><strong><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/08/ivanseixaslacht.JPG" alt="ivanseixaslacht.JPG" /></strong></p>
<p><strong>Ivan Seixas, Präsident der Menschenrechtskommission des Teilstaates Sao Paulo, Leiter des Widerstandsmemorials in Sao Paulo</strong></p>
<p><strong><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/08/waldemarrossitribunal.jpg" alt="waldemarrossitribunal.jpg" /></strong></p>
<p><strong>Waldemar Rossi, früherer politischer Gefangener, Führer der katholischen Arbeiterseelsorge</strong></p>
<p><strong><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/08/pauloarantesusp.jpg" alt="pauloarantesusp.jpg" /></strong></p>
<p><strong>Paulo Arantes, Philosophieprofessor, USP</strong></p>
<p><strong><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/08/marcoantoniobarbosa.jpg" alt="marcoantoniobarbosa.jpg" /></strong></p>
<p><strong>Marco Antonio Barbosa, Präsident der Sonderkommission für ermordete und verschwundene politische Gefangene(SEDH)</strong></p>
<p><strong><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/08/flaviapiovesanpuc.jpg" alt="flaviapiovesanpuc.jpg" /></strong></p>
<p><strong>Flavia Piovesan, Professorin der Katholischen Universität Sao Paulos</strong></p>
<p><strong><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/08/belisariodossantos.jpg" alt="belisariodossantos.jpg" /></strong></p>
<p><strong>Belisario dos Santos, Anwalt</strong></p>
<p><strong><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/09/franciscoprado1.jpg" alt="franciscoprado1.jpg" /></strong></p>
<p><strong>Francisco Prado &#8211; politischer Gefangener während der Diktatur</strong></p>
<p><strong><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/09/juliolancelotti1.jpg" alt="juliolancelotti1.jpg" /></strong></p>
<p><strong>Priester Julio Lancelotti, Sao Paulo</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/09/jaimecrowe2.jpg" alt="jaimecrowe2.jpg" /></p>
<p><strong>Priester Jaime Crowe, Sao Paulo, Jardim Angela.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/07/xavierpaolillo2010.JPG" alt="xavierpaolillo2010.JPG" /></p>
<p><strong>Padre Xavier Paolillo in Vitoria, Espirito Santo.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/03/unogenfbruno3portrat.JPG" alt="unogenfbruno3portrat.JPG" /></p>
<p><strong>Anwalt Bruno Alves de Souza Toledo , Präsident des   Menschenrechtsrates im Teilstaat Espirito Santo, vor   UNO-Menschenrechtsrat in Genf 2010.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/12/luisbarrosvidal1.JPG" alt="luisbarrosvidal1.JPG" /></p>
<p><strong>Luis Fernando Camargo de Barros Vidal &#8211; Präsident der brasilianischen Richtervereinigung für Demokratie(AJD)</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/09/zildaiokoigut.jpg" alt="zildaiokoigut.jpg" /></p>
<p><strong>Zilda Iokoi, Bundesuniversität Sao Paulo, frühere politische Gefangene.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/10/sandracarvalho.jpg" alt="sandracarvalho.jpg" /></p>
<p><strong>Sandra Carvalho, Justica Global, Rio de Janeiro</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/17/in-den-brasilianischen-gefangnissen-sind-die-opfer-des-politisch-wirtschaftlichen-systems-eingekerkert-anwalt-bruno-alves-de-souza-29-prasident-des-menschenrechtsrates-im-teilstaat-espirito-san/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/17/in-den-brasilianischen-gefangnissen-sind-die-opfer-des-politisch-wirtschaftlichen-systems-eingekerkert-anwalt-bruno-alves-de-souza-29-prasident-des-menschenrechtsrates-im-teilstaat-espirito-san/</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2006/deu05/060?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Endstation Carandiru</a></strong>01.04.2006    | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN Endstation Carandiru Ein    brasilianisches Gericht spricht den Offizier frei, der das größte    efängnismassaker in der Geschichte des Landes zu verantworten hat. Von    Klaus Hart Ein Gericht in der brasilianischen Wirtschaftsmetropole São    Paulo hat im Februar eine mehrfach lebenslängliche Gefängnisst …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2006/deu05/060?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2000/deu05/107?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Menschenrechtler besorgt über Terror von rechts</a></strong>01.11.2000    | Amnesty Journal Artikel | Brasilien Menschenrechtler besorgt über    Terror von rechts Der brasilianische Schriftsteller Joao Silvèrio    Trevisan, 56, Pionier und intellektueller Kopf der nationalen    Schwulenbewegung, hat die Regierung von Präsident Fernando Cardoso    aufgefordert, rigoros gegen rechtsextreme Gruppen vorzugehen, um die    derzeiti …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2000/deu05/107?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/journal/2009/juni/kolumne-kopf-unter-wasser?destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Kolumne: Kopf unter Wasser</a></strong>04.06.2009 | Amnesty Journal Artikel | Kolumne zum Thema “Folter in Brasilien”.</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/journal/2009/juni/kolumne-kopf-unter-wasser?destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2001/deu05/066?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Ganz normales Vorgehen : Ein Fall von Folter beschäftigt die brasilianische Öffentlichkeit</a></strong>01.05.2001    | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN Ganz normales Vorgehen Ein Fall    von Folter beschäftigt die brasilianische Öffentlichkeit. Er markiert    jedoch nur die Spitze des Eisbergs. Der Fall schien klar: Der  23-jährige   Bauarbeiter Alexandre de Oliveira aus Bom Jardim de Minas,  einem Ort   etwa 200 Kilometer von Rio de Janeiro entfernt, hatte s …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2001/deu05/066?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2002/deu05/013?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Sklavenarbeit nimmt wieder zu</a></strong>01.02.2002    | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN SKLAVENARBEIT NIMMT WIEDER ZU    Erst im Jahre 1888 hat Brasilien die Sklaverei offiziell abgeschafft,    doch es gibt sie bis heute. Vor allem im Norden und Nordosten wird sie    von etlichen Großgrundbesitzern in modifizierter Form weitergeführt.    Gleichzeitig nimmt die Zahl der Morde an Landgewerkschaftern …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2002/deu05/013?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1997/deu05/009?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Kein Ende des Mordens in Sicht</a></strong>01.04.1997    | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN Kein Ende des Mordens in Sicht   In  Brasilien sind auch zehn Jahre nach Ende der Diktatur   Todesschwadronen  aktiv. Die Opfer sind Kinder, Jugendliche, Arme,   Menschenrechtler oder  politische Gegner &#8211; die Gewalt nimmt zu. An einem   Februarnachmittag  geschieht in Rio de Janeiro wieder einmal das, was   …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1997/deu05/009?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2001/deu05/247?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Folter bleibt alltäglich</a></strong>01.11.2001    | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN Folter bleibt alltäglich In    Brasilien hat die Regierung eine Kampagne gegen die Folter gestartet.    Menschenrechtler sind eher skeptisch, was den Erfolg betrifft. Denn auch    das Anti-Folter-Gesetz von 1997 hat bisher nicht die gewünschte   Wirkung  gehabt. Der Dreißig-Sekunden-TV-Spot ist gut gemacht, drasti …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2001/deu05/247?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2000/deu05/033?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Sicherheitskräfte treiben Menschenrechtler in Exil</a></strong>01.10.2000    | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN Sicherheitskräfte treiben    Menschenrechtler ins Exil Der brasilianische Staatschef Cardoso ist    stolz auf seine Menschenrechtspolitik. Doch engagierte Menschenrechtler    und verfolgte Homosexuelle fliehen ins Ausland und  erhalten dort    politisches Asyl. Wer sich in Brasilien für die Rechte von Minderh …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2000/deu05/033?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1998/deu05/046?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Brasilien: Schießen mit “Wildwest-Zulage”</a></strong>01.02.1998    | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN Schießen mit “Wildwest-Zulage”    Die Militärpolizei Brasiliens ist heute gewalttätiger als während der    Diktatur. Massaker an Häftlingen, Straßenkindern und Landlosen häufen    sich. Menschenrechtler protestieren gegen eine “Wildwest-Zulage”, die    Ermordungen belohnt und zum Töten Unschuldiger anreizt.   …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1998/deu05/046?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong>1</strong><a href="http://www.amnesty.de/suche?page=1&amp;words=Klaus+Hart&amp;search_x=0&amp;search_y=0&amp;form_id=ai_search_form_block" title="Gehe zu Seite 2">2</a><a href="http://www.amnesty.de/suche?page=1&amp;words=Klaus+Hart&amp;search_x=0&amp;search_y=0&amp;form_id=ai_search_form_block" title="nächste Seite">nächste Seite</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2004/deu05/108?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Geld oder Gewehre: Mit Hilfe einer Kampagne versucht die Regierung Waffen abzukaufen</a></strong>01.09.2004    | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN Brasilianisches Roulette In  kaum   einem anderen Land der Welt sterben so viele Einwohner durch    Schusswaffen wie in Brasilien. Jetzt versucht die Regierung, die    privaten Revolver und Gewehre einzusammeln. Was soll ich noch mit den    Schießeisen – in meinem Alter“, sagt die 89-jährige Zulmira de Oli …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2004/deu05/108?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1996/deu05/062?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Die “Hölle auf Erden”</a></strong>01.12.1996    | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN Die “Hölle auf Erden” Revolten,    Hungerstreiks und Aids bestimmen den Alltag in den völlig überfüllten    brasilianischen Gefängnissen. Brasilien gilt zwar als die zehntgrößte    Wirtschaftsnation, leistet sich aber Haftanstalten, die man eher in    Ruanda oder Burundi vermuten würde. Eine im April verkünde …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1996/deu05/062?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2002/deu05/101?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Staat im Staate</a></strong>01.10.2002    | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN STAAT IM STAATE In Brasilien    haben sich einflussreiche Verbrechersyndikate entwickelt, die vor allem    in den Favelas, den Elendsvierteln der Großstädte das soziale Leben    kontrollieren. In den über achthundert Favelas von Rio de Janeiro häufen    sich Szenen wie diese: Mehrere Dutzend schwer bewaff …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2002/deu05/101?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1999/deu05/199?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Ungesühnte Gewaltexzesse</a></strong>01.09.1999    | Amnesty Journal Artikel | Brasilien Ungesühnte Gewaltexzesse In den    Armenvierteln der brasilianischen Großstädte gehört der Terror zum    Alltag. Bewaffnete Banden, Paramilitärs und die Polizei treiben hier ihr    Unwesen. Der Staat schaut zu. Rio de Janeiro, Ende Juli 1999: In    Sichtweite des Rathauses und einer Polizeikaserne, ganz in …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1999/deu05/199?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2000/deu05/177?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Nachrichten</a></strong>01.11.2000    | Amnesty Journal Artikel | NACHRICHTEN Brasilien Menschenrechtler    besorgt über Terror von rechts Der brasilianische Schriftsteller Joao    Silvèrio Trevisan, 56, Pionier und intellektueller Kopf der nationalen    Schwulenbewegung, hat die Regierung von Präsident Fernando Cardoso    aufgefordert, rigoros gegen rechtsextreme Gruppen vorzugehen,  …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2000/deu05/177?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1999/deu05/110?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Nachrichten</a></strong>01.06.1999    | Amnesty Journal Artikel | Nachrichten Brasilien/Deutschland Keine    Schelte für Präsident Cardoso Menschenrechtler hatten sich vor dem    Deutschland-Besuch des brasilianischen Präsidenten Fernando Henrique    Cardoso gefragt, was diesmal wohl anders sein würde. Kam Cardoso zu    Bundeskanzler Kohl an den Rhein, schlugen ihm Freundlichkeiten und  …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1999/deu05/110?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1998/deu05/029?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Nachrichten</a></strong>01.06.1998    | Amnesty Journal Artikel | NACHRICHTEN Brasilien Ein Folterer macht    Karriere Ricardo Fayad ist heute Brigadegeneral &#8211; während der Diktatur    von 1964 bis 1985 hatte er sich als ausgebildeter Mediziner an    Folterungen politischer Gefangener beteiligt. In einer Kaserne in Rio de    Janeiro bestimmte er die Methoden: Celia Manes erhielt im …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1998/deu05/029?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
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</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/20/goethe-institut-sao-paulo-seminar-mit-marianne-birthler-uber-vergangenheitsbewaltigung-in-brasilien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/20/goethe-institut-sao-paulo-seminar-mit-marianne-birthler-uber-vergangenheitsbewaltigung-in-brasilien/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/06/menschenrechtstribunal-in-sao-paulo-verurteilt-brasilianischen-staat-wegen-folter-gefangnis-horror-kriminalisierung-von-armen-und-sozialbewegungen-sowie-wegen-bruchs-internationaler-menschenrechtsab/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/06/menschenrechtstribunal-in-sao-paulo-verurteilt-brasilianischen-staat-wegen-folter-gefangnis-horror-kriminalisierung-von-armen-und-sozialbewegungen-sowie-wegen-bruchs-internationaler-menschenrechtsab/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/10/paulo-sergio-pinheiro-uno-sonderberichterstatter-menschenrechtsexperte-der-mehrheit-der-brasilianer-werden-deren-rechte-verweigert-in-allen-brasilianischen-polizeiwachen-wird-gefoltert-jeder-we/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/10/paulo-sergio-pinheiro-uno-sonderberichterstatter-menschenrechtsexperte-der-mehrheit-der-brasilianer-werden-deren-rechte-verweigert-in-allen-brasilianischen-polizeiwachen-wird-gefoltert-jeder-we/</a></p>
<p><strong>Website-Fotos bei images.google:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/30/wandmaler-rua-augusta-sao-paulo/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/30/wandmaler-rua-augusta-sao-paulo/</a></p>
<p><strong>Rogerio Reis:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/07/rogerio-reis-microwaves-microondas-fotoinstallation-uber-scheiterhaufen-brasiliens-vom-maison-de-la-europeenne-de-la-photographie-in-paris-angekauft/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/07/rogerio-reis-microwaves-microondas-fotoinstallation-uber-scheiterhaufen-brasiliens-vom-maison-de-la-europeenne-de-la-photographie-in-paris-angekauft/</a></p>
<p><strong>Massengräber:</strong> <a href="http://g1.globo.com/brasil/noticia/2010/07/cameras-flagram-assaltos-onibus-em-fortaleza.html">http://g1.globo.com/brasil/noticia/2010/07/cameras-flagram-assaltos-onibus-em-fortaleza.html</a></p>
<p><strong>José Zapatero, amtierender EU-Ratspräsident:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/11/jose-zapatero-spaniens-premierminister-lobt-lula-uber-alle-masen-der-mann-der-die-welt-uberrascht-esse-homem-honesto-integro-e-admiravel-von-amnesty-international-angeprangerte-folter/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/11/jose-zapatero-spaniens-premierminister-lobt-lula-uber-alle-masen-der-mann-der-die-welt-uberrascht-esse-homem-honesto-integro-e-admiravel-von-amnesty-international-angeprangerte-folter/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/13/lula-ruhmt-menschenrechtspolitik-seiner-amtszeit-landesmedien-lula-exalta-politica-de-direitos-humanos-em-seu-mandato/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/13/lula-ruhmt-menschenrechtspolitik-seiner-amtszeit-landesmedien-lula-exalta-politica-de-direitos-humanos-em-seu-mandato/</a></p>
<p><a href="http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html">http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html</a></p>
<p><strong>„Die Lula-Regierung war bei den Menschenrechten eine Enttäuschung“(2009)</strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>Tim Cahill, Brasilienexperte von Amnesty International, über    fortdauernde Folter, Todesschwadronen, paramilitärische Milizen und    Sklavenarbeit in Lateinamerikas größter Demokratie.</strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>Paraisopolis heißt Paradies-Stadt – doch paradiesisch ist    hier garnichts. Der Slum zählt zu den über 2000 in der reichsten    südamerikanischen Megacity und grenzt an ein Viertel der Wohlhabenden –    nicht wenige davon blicken von ihren luxuriösen Penthouse-Appartements    direkt auf das unüberschaubare Gassenlabyrinth, wo auf engstem Raum  in   Holz-und Backsteinkaten rund 100000 Menschen in Moder, Abwässer-und    Müllgestank hausen. Dabei gibt es an der fernen Peripherie weit    grauenhaftere Slums. Auch für die Kirche ist an Scheinheiligkeit nicht    zu überbieten, daß der von bewaffneten Gangstern gemanagte Drogenhandel    in Paraisopolis nur dank der reichen Großkunden von nebenan so  lukrativ   funktioniert. Der junge schwarze Slumpriester Luciano Borges  Basilio   nimmt kein Blatt vor den Mund:“Das organisierte Verbrechen ist  besser   organisiert als die Polizei – oft sogar viel besser, während  die Polizei   desorganisiert ist.“ In Brasilien werden täglich mehrere  Beamte   ermordet. „Ein Polizeioffizier erhielt 2009 hier in  Paraisopolis einen   Bauchschuß – die Beamten haben ja auch Familie und  sind unter Streß und   Hochspannung, wenn sie in einen Slum  hineinmüssen. Aber Willkür   rechtfertigt das nicht.“  Anstatt jener  kleinen Minderheit von   Kriminellen das Handwerk zu legen, verletzt die  Polizei bei Razzien   permanent Grundrechte der völlig unschuldigen  Bewohnermehrheit, was   weder die Kirche noch Amnesty International  hinnimmt. Tim Cahill ist   wiederholt vor Ort, spricht mit Zeugen. Sie  berichten von Folterungen,   ungerechtfertigtem Schußwaffengebrauch: Bei  der Verfolgung von   Gangstern, die in das Gassengewirr und  Menschengewimmel des Slums   flüchten, wird ein neunmonatiges Baby in  den Arm geschossen, eine   Sechzehnjährige an den Brüsten verwundet. </strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>Journal: Bewohner berichten, daß Elektroschocks zu den    gängigsten polizeilichen Foltermethoden in Paraisopolis gehören. Die    Beamten behandeln uns wie Tiere, lautet ein Vorwurf. </strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong> Cahill: Die brasilianische Regierung hat zwar die    Anti-Folter-Konvention unterzeichnet, doch wie wir hier vor Ort sehen,    fehlt jeglicher politischer Wille, Folterer zu bestrafen. Bei    Folter-Anzeigen wird gewöhnlich garnicht ermittelt. Die Polizei ist    landesweit zunehmend in kriminelle Aktivitäten verwickelt, bildet    Todesschwadronen und paramilitärische Milizen. Und ein beträchtlicher    Teil der Brasilianer, vor allem jene in den Slums, wird wie    Wegwerf-Bevölkerung behandelt. Paraisopolis ist dafür ein Beispiel. Es    fehlt die Verantwortung des Staates für diese Menschen. Öffentliche    Sicherheit muß für alle Brasilianer garantiert werden – die armen    Schichten darf man nicht einfach davon ausschließen.“</strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>Journal: „Öffentliche Sicherheit“ ist in Brasilien vor allem    Aufgabe der Militärpolizei – Relikt der Militärdiktatur. Weil    Diktaturverbrecher, Folterer von einst nicht bestraft werden, fördert    dies heutige Polizeigewalt und ermuntert die Folterer zum Weitermachen,    argumentieren selbst frühere politische Gefangene.</strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>Cahill: Das ist in der Tat ein zentraler Punkt –    Straffreiheit in Bezug auf Vergangenes stärkt die heutige Politik der    Straflosigkeit. Das wird weithin akzeptiert. Ich war in vielen    Polizeiwachen und Gefängnissen Brasiliens, habe hohe Amtsträger des    Sicherheitsapparats getroffen. Da fand ich immer Leute mit ganz direkter    Beziehung zu den Diktaturverbrechen. Das Ausmaß der Gewalt, die    alltäglichen Menschenrechtsverletzungen im heutigen Brasilien sind Erbe    der Diktaturvergangenheit. Amnesty macht Druck auf Brasilia, auf    Staatschef Lula, die Diktaturverbrechen zu bestrafen und die    Geheimarchive des Militärregimes endlich zu öffnen. Brasilien ist bei    der Vergangenheitsbewältigung deutlich hinter den anderen    lateinamerikanischen Staaten zurück. Das ist gravierend. </strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>Journal: Die Lula-Regierung hatte der UNO, den    Menschenrechtsorganisationen 2003, zu Beginn der ersten Amtszeit    versprochen, die eigenen Gesetze und internationalen Abkommen    einzuhalten. Doch nach wie vor werden in Brasilien sogar Menschen auf    Scheiterhaufen lebendig verbrannt.  Hielt Brasilia denn Wort?</strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>Cahill: Die Lula-Regierung war eine Enttäuschung. Es gab    große Versprechen, Pläne und Projekte, sogar einen konstruktiven Diskurs    – doch die Probleme sind tief verwurzelt geblieben. Es wird weiter    gefoltert und exekutiert, die Lage in den Gefängnissen ist nach wie vor    grauenhaft, und es gibt sogar weiterhin Todesschwadronen und    Sklavenarbeit. Es fehlt der Regierung ganz klar politischer Wille. Echte    Reformen werden durch wirtschaftliche und politische Interessen    verhindert. Die paramilitärischen Milizen haben Macht, üben    wirtschaftliche Kontrolle aus – daraus wird politische Macht, eine reale    Bedrohung im heutigen Brasilien.“</strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>Journal: In der Olympia-Stadt Rio de Janeiro hat der Staat    mehrere Hangslums besetzt, gemäß überschwenglichen europäischen    Presseberichten die Verbrecherkommandos vertrieben und die Lage der    Bewohner deutlich verbessert. Sind das nicht gute Beispiele, die auf    positive Änderungen hindeuten?</strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>Cahill: Es handelt sich bei diesen Slums lediglich um Inseln,    während im großen Rest der Stadt sich an der staatlichen Politik, an    Diskriminierung und Polizeigewalt kein Deut ändert.  Für uns heißt  dies,   vor Ort noch intensiver zu recherchieren und   Menschenrechtsverletzungen  permanent anzuprangern. Die Situation   Brasiliens ist sehr komplex. </strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>Journal: Hochrangige Staatsvertreter geißeln die Lage    gelegentlich drastisch, was auf manchen entwaffnend wirkt.  Laut Gilmar    Mendes, Präsident des Obersten Gerichts, ähnelt Brasiliens    Gefängnissystem nazistischen Konzentrationslagern. Und Paulo Vannuchi,    Brasiliens Menschenrechtsminister, räumt ein, daß tagtäglich    außergerichtliche Exekutionen  und Blutbäder von Polizisten sowie    Todesschwadronen verübt würden. Gravierende Menschenrechtsverletzungen    seien Routine, alltäglich und allgemein verbreitet.</strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>Tim Cahill: Dies zählt zu den unglaublichen Dingen in    Brasilien – Teile der Autoritäten erkennen diese Tatsachen offen und    klar an – aber tun so, als seien sie dafür nicht verantwortlich. Denn    das Gefängnissystem wird eben einfach nicht reformiert, trotz der    häufigen Versprechen. Das große Problem Brasiliens ist heute, daß der    offizielle Diskurs nichts mit der politischen Praxis zu tun hat. Wenn    die Regierung in Brasilia weltweit mehr Anerkennung und Respekt will,     muß sie sich für die Menschenrechte der eigenen Bevölkerung einsetzen,    besonders der Unterprivilegierten. Was falsch läuft, haben wir bei    unseren Recherchen in der Sao-Paulo-Favela Paraisopolis, bei den    Gesprächen mit Tatzeugen deutlich ermittelt: Der Staat marginalisiert    diese Menschen – und das seit Jahrzehnten. Innerhalb des Staatsapparats    herrscht Einverständnis, die Polizeistrukturen nicht zu kontrollieren.    Angesichts extremer Kriminalität läßt man den Sicherheitskräften die    Freiheit, Menschenrechte einfach zu verletzen. Wichtig ist, beide  Seiten   zu sehen. </strong></p>
<p>Manche Medien berichten über die gravierende Menschenrechtslage in Brasilien &#8211; und manche nicht.</p>
<h2>“Die Zensur gibt nie auf.” “The censorship never gives up.” Zensur heute &#8211; auch dank Google relativ leicht zu entdecken. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11489" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/zensur-heute/" rel="tag"> </a></p>
<p>The best of non-profit advertising and marketing for social causes</p>
<p><img src="http://osocio.org/images/zwpx.gif" /></p>
<h1><a href="http://osocio.org/message/the_censorship_never_gives_up/">The censorship never gives up</a></h1>
<p>Posted by <a href="http://osocio.org/index.php?ACT=19&amp;result_path=search/results&amp;mbr=2" title="Show all entries from Marc">Marc</a> | 12-05-2008 23:21 | Category: <a href="http://osocio.org/category/human_rights/" title="Show all entries in the category Human rights">Human rights</a>, <a href="http://osocio.org/category/media/" title="Show all entries in the category Media">Media</a></p>
<p><a href="http://osocio.org/images/uploads/censura2_thumb.jpg"><img src="http://osocio.org/images/uploads/censura2_thumb.jpg" width="468" height="646" alt="image" /></a></p>
<p>Two ads from Associação Brasileira de imprensa, the Brazilian press organisation.<br />
Copy: “A censura nunca desiste. Ela sempre volta disfarçada. 3 de Maio Dia Mundial da Liberdade de Imprensa.”<br />
“The censorship never gives up. It always return disguised. 3th of May, world day for the freedom of press.”</p>
<p>I have seen more censorship ads from Brazil in the past. What going on? Is censorship a big problem in Brazil?</p>
<p><a href="http://osocio.org/images/uploads/censura1_thumb.jpg"><img src="http://osocio.org/images/uploads/censura1_thumb.jpg" width="468" height="646" alt="image" /></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/09/mentetododiasp.jpg" alt="mentetododiasp.jpg" /><br />
<strong>”Leider sind es nicht mehr so viele, die die ganze Wahrheit     wissen wollen. Man biegt sehr schnell ab, um bei seiner Meinung bleiben     zu können &#8211; und bei den als angenehm empfundenen Lösungen. Ich habe     mir angewöhnt, Leute danach zu beurteilen: Wieviel Wahrheit erträgt     jemand?” Deutscher Menschenrechtsbeauftragter Günter Nooke im     Website-Interview 2009.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/18/matices-medien-staat-und-gesellschaft-in-lateinamerika-anklicken/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/18/matices-medien-staat-und-gesellschaft-in-lateinamerika-anklicken/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/20/grose-deutsche-entscheider-thyssenkrupp-erwagt-verkauf-des-neuen-stahlwerks-in-rio-de-janeiro-laut-manager-magazin-wer-das-werk-bereits-uber-den-grunen-klee-lobte-lula-deutsche-politiker/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/20/grose-deutsche-entscheider-thyssenkrupp-erwagt-verkauf-des-neuen-stahlwerks-in-rio-de-janeiro-laut-manager-magazin-wer-das-werk-bereits-uber-den-grunen-klee-lobte-lula-deutsche-politiker/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/11/19/die-wahrheit-ist-schwer-zu-ertragen-medien-und-politik-moritz-schuller-deutschlandradio-schlimmer-ist-die-tatsache-das-die-meute-immer-in-dieselbe-richtung-lauft/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/11/19/die-wahrheit-ist-schwer-zu-ertragen-medien-und-politik-moritz-schuller-deutschlandradio-schlimmer-ist-die-tatsache-das-die-meute-immer-in-dieselbe-richtung-lauft/</strong></a></p>
<h2>“Lula und der herzliche Faschismus auf  brasilianisch” &#8211; José Arbex   in Zeitschrift “Caros Amigos”. “Wir erleben  die Barbarei in unserem   Alltag.” Frei Betto über fortbestehendes  Hungerproblem. “Wenn es ein   Land gibt, in dem das Volk die Krise nicht  erlebte, dann war es dieses   hier!”(Lula) “Menschenrechte außer der  Mode”. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=6469" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://carosamigos.terra.com.br/index_site.php?pag=revista&amp;id=146&amp;iditens=710">http://carosamigos.terra.com.br/index_site.php?pag=revista&amp;id=146&amp;iditens=710</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/09/josearbextribunal.JPG" alt="josearbextribunal.JPG" /></p>
<p><strong>José Arbex, Professor an der Katholischen Universität, auf    internationalem Menschenrechtstribunal von Sao Paulo &#8211; der jetzige    Präsidentschaftskandidat und kirchliche Menschenrechtsaktivist Plinio    Sampaio fungierte als Hauptankläger. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/11/plinio-sampaio-wie-tickt-der-einzige-kirchliche-menschenrechtsaktivist-unter-den-prasidentschaftskandidaten-fur-die-pflichtwahl-brasiliens-im-oktober/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/11/plinio-sampaio-wie-tickt-der-einzige-kirchliche-menschenrechtsaktivist-unter-den-prasidentschaftskandidaten-fur-die-pflichtwahl-brasiliens-im-oktober/</a></strong></p>
<p><strong>(In Caros Amigos haben der Befreiungstheologe Frei Betto und Landlosenführer Joao Pedro Stedile ihre ausführlichen Kolumnen)</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/14/steinigen-im-iran-unter-ahmadinedschad-und-in-brasilien-unter-lula-lula-konnte-sich-uber-die-tatsache-beunruhigen-das-brasilien-zu-den-landern-gehort-in-denen-am-meisten-gelyncht-wird-jose/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/14/steinigen-im-iran-unter-ahmadinedschad-und-in-brasilien-unter-lula-lula-konnte-sich-uber-die-tatsache-beunruhigen-das-brasilien-zu-den-landern-gehort-in-denen-am-meisten-gelyncht-wird-jose/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/</a></p>
<p><strong>Autoritarismus-und Faschismusvorwürfe gegen Lula:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/23/autoritarismus-von-lula-in-manifest-verurteilt-pt-grunder-helio-bicudolangst-ausgetreten-und-deutschstammiger-kardinal-evarista-arns-unterzeichnen-regierungsattacken-gegen-medien-zuruckgewies/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/23/autoritarismus-von-lula-in-manifest-verurteilt-pt-grunder-helio-bicudolangst-ausgetreten-und-deutschstammiger-kardinal-evarista-arns-unterzeichnen-regierungsattacken-gegen-medien-zuruckgewies/</a></p>
<p><strong>In meinungsbildenden deutschen Analysen wird die brasilianische Regierung ausdrücklich als “progressiv” eingestuft.</strong></p>
<p><strong>In derselben Ausgabe von “Caros Amigos”:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/08/warum-brasilia-in-europa-darunter-deutschen-parteien-wegen-fortschrittlicher-regierungspolitik-gelobt-wird-a-desigualdade-no-brasil-e-coisa-da-sociedade-feudal-ipea-prasident-marcio-pochm/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/08/warum-brasilia-in-europa-darunter-deutschen-parteien-wegen-fortschrittlicher-regierungspolitik-gelobt-wird-a-desigualdade-no-brasil-e-coisa-da-sociedade-feudal-ipea-prasident-marcio-pochm/</a></p>
<p><strong>Frei Betto: “Oito anos depois de o PT no poder, o Fome Zero se faz urgente para um terco da populacao brasileira!”</strong></p>
<p><strong>Deutsches katholisches Hilfswerk Misereor ermöglicht Folter-Dokumentation der brasilianischen Gefangenenseelsorge: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/13/misereor-deutsches-katholisches-hilfswerk-unterstutzt-brasilianische-folter-dokumentation-folter-unter-der-lula-regierung-youtube-video-25-jahre-nach-dem-ende-der-militardiktatur-weiter-folter/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/13/misereor-deutsches-katholisches-hilfswerk-unterstutzt-brasilianische-folter-dokumentation-folter-unter-der-lula-regierung-youtube-video-25-jahre-nach-dem-ende-der-militardiktatur-weiter-folter/</a></strong></p>
<p><strong>Den weltweit bekannten Menschenrechtspriester Julio    Lancelotti in Sao Paulo empört ebenfalls, daß 25 Jahre nach dem Ende der    Militärdiktatur Brasilien zwar zu den Unterzeichnern der    internationalen Anti-Folter-Konvention gehört, barbarische, sadistische    Torturen jedoch weiterhin zur ganz normalen Gefängnis-und  Polizeipraxis   gehören. Lancelotti sieht mehrere Gründe, warum  gravierende   Menschenrechtsprobleme im jetzigen  Präsidentschaftswahlkampf keine Rolle   spielen. </strong><strong> „Unsere  Demokratie ist noch unfertig, wir   haben nur eine Formaldemokratie.  Die Politiker scheuen sich davor, über   Menschenrechte zu sprechen,  weil sie andernfalls Stimmen verlieren   würden.  Zum nationalen  Bewußtsein zählt, die Ermordung von Obdachlosen   nicht wichtig zu  nehmen – und die Folter auch nicht. Man denkt,  Banditen  müßten eben  gefoltert werden. Die Deutschen werden das gut  verstehen,  weil ja  Hitler die Macht übernahm und das Volk dies  akzeptierte. All  dies  wiederholt sich in der Geschichte.“</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/10/kommunist-oscar-niemeyer-macht-wahlwerbung-fur-den-oligarchie-rechten-marco-macieldem-maciel-ist-intelligent-und-uberaus-ehrlich-wie-brasiliens-politik-funktioniert-stalin-war-phantasti/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/10/kommunist-oscar-niemeyer-macht-wahlwerbung-fur-den-oligarchie-rechten-marco-macieldem-maciel-ist-intelligent-und-uberaus-ehrlich-wie-brasiliens-politik-funktioniert-stalin-war-phantasti/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/29/unter-lula-hat-die-soziale-ungleichheit-zugenommen-chico-whitaker-trager-des-alternativen-nobelpreises-weltsozialforum-mitgrunder-katholischer-menschenrechtsaktivist/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/29/unter-lula-hat-die-soziale-ungleichheit-zugenommen-chico-whitaker-trager-des-alternativen-nobelpreises-weltsozialforum-mitgrunder-katholischer-menschenrechtsaktivist/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/06/daniel-cohn-bendit-im-grunen-wahlkampf-brasiliens-was-alles-fehlt/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/06/daniel-cohn-bendit-im-grunen-wahlkampf-brasiliens-was-alles-fehlt/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/16/lulas-palocci-skandal-hausmeister-der-den-finanzminister-und-jetzigen-dilma-rousseff-berater-sturzte-hohe-entschadigung-zugesprochen-orgien-viagra-huren/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/16/lulas-palocci-skandal-hausmeister-der-den-finanzminister-und-jetzigen-dilma-rousseff-berater-sturzte-hohe-entschadigung-zugesprochen-orgien-viagra-huren/</a></p>
<p><strong>Lula-Skandal um Chefministerin Erenice Guerra:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/17/lulas-neuester-skandal-prasidentenpalast-wuste-bereits-seit-februar-von-den-machenschaften-die-jetzt-zum-sturz-von-ministerin-erenice-guerra-fuhrten-berichten-die-landesmedien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/17/lulas-neuester-skandal-prasidentenpalast-wuste-bereits-seit-februar-von-den-machenschaften-die-jetzt-zum-sturz-von-ministerin-erenice-guerra-fuhrten-berichten-die-landesmedien/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/29/lula-benjamin-sexuelle-gewalt-offentliche-diskussion-o-menino-do-mep/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/29/lula-benjamin-sexuelle-gewalt-offentliche-diskussion-o-menino-do-mep/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/12/wenn-es-ein-land-gibt-in-dem-das-volk-die-krise-nicht-erlebte-war-es-dieses-hier-brasiliens-staatschef-lula-zu-den-wirkungen-der-finanz-und-wirtschaftskrise-der-verbrauch-pro-familie-stieg-u/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/12/wenn-es-ein-land-gibt-in-dem-das-volk-die-krise-nicht-erlebte-war-es-dieses-hier-brasiliens-staatschef-lula-zu-den-wirkungen-der-finanz-und-wirtschaftskrise-der-verbrauch-pro-familie-stieg-u/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/14/brasiliens-exporte-anteil-nichtbrasilianischer-multis-wachst-stetig/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/14/brasiliens-exporte-anteil-nichtbrasilianischer-multis-wachst-stetig/</a></p>
<p><a href="http://twitter.com/das_blaettchen/statuses/22874480814">http://twitter.com/das_blaettchen/statuses/22874480814</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/28/menschenrechte-auser-der-mode-brasiliens-groste-qualitatszeitung-folha-de-sao-paulo-zur-geringen-resonanz-der-amnesty-international-kritik-an-der-lage-im-tropenland/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/28/menschenrechte-auser-der-mode-brasiliens-groste-qualitatszeitung-folha-de-sao-paulo-zur-geringen-resonanz-der-amnesty-international-kritik-an-der-lage-im-tropenland/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/18/matices-medien-staat-und-gesellschaft-in-lateinamerika-anklicken/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/18/matices-medien-staat-und-gesellschaft-in-lateinamerika-anklicken/</strong></a></p>
<h2>              <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/30/das-monster-der-tausend-ideologien-angeli-folha-de-sao-paulo-ausris/" rel="bookmark">“Das Monster der tausend Ideologien.” Angeli, Folha de Sao Paulo, Ausriß.</a></h2>
<p>Donnerstag, 30. September 2010 von Klaus Hart   <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=6646" title="Beitrag bearbeiten">**</a></p>
<p><a href="http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html">http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/09/lulaangeliideologias.JPG" alt="lulaangeliideologias.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/28/mist-habe-ich-vergessen-dilma-abzuschalten/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/28/mist-habe-ich-vergessen-dilma-abzuschalten/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/17/mit-rund-500-euro-familieneinkommen-in-brasilien-schon-mittelschicht-was-in-europa-gut-ankommt/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/17/mit-rund-500-euro-familieneinkommen-in-brasilien-schon-mittelschicht-was-in-europa-gut-ankommt/</a></p>
<p><strong>Paulo Sergio Pinheiro und Israel, Antisemitismus:</strong></p>
<h2>Eduardo Suplicy, Kongreßsenator von Lulas  Arbeiterpartei, distanziert sich von Israel-kritischer Erklärung der  Parteiführung:”Ich hätte eine solche Erklärung, mit diesen  Formulierungen, nicht geschrieben!” Grünen-Politiker und  Ex-Stadtguerrilheiro Fernando Gabeira:”In Rio de Janeiro haben wir  Probleme wie in Gaza, ein Slumviertel namens Gazastreifen!” <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=1601" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasilien/" rel="tag">Brasilien</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/eduardo-suplicy/" rel="tag">Eduardo Suplicy</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/fernando-gabeira/" rel="tag">Fernando Gabeira</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/gaza/" rel="tag">Gaza</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/israel/" rel="tag">Israel</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/paulo-sergio-pinheiro/" rel="tag">Paulo Sergio Pinheiro</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/sao-paulo/" rel="tag">Sao Paulo</a></p>
<p><font size="3"><strong>Brasilianische Intellektuelle,  Künstler, Politiker und Menschenrechtsexperten haben an dem von Oscar  Niemeyer entworfenenen Lateinamerika-Memorial in der Megacity Sao Paulo  in einem symbolischen Akt zum friedlichen Zusammenleben von Moslems und  Juden aufgerufen “ ob im Konfliktherd des Nahen Ostens oder in Brasilien  selbst. Die Friedensdemonstration verfolgte zugleich den Zweck, sich  von scharfen antiisraelischen Erklärungen Brasilias sowie der  Regierungspartei von Staatschef Lula zu distanzieren. Diese Erklärungen,  in denen Israel „Staatsterrorismus” und nazistische Praktiken  vorgeworfen werden, hatten die jüdische Gemeinde Brasiliens, das  Simon-Wiesenthal-Zentrum, aber auch die israelische Regierung zu  heftigen Protesten veranlaßt.</strong></font></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/07/lulas-arbeiterpartei-pt-verurteilt-staatsterrorismus-israels/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/07/lulas-arbeiterpartei-pt-verurteilt-staatsterrorismus-israels/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/01/suplicyedklein.JPG" alt="suplicyedklein.JPG" />Eduardo Suplicy</p>
<p><font size="3">Â </font><font size="3">Paulo  Sergio Pinheiro, der den symbolischen Akt koordinierte, ist UNO-Berater  und gehört zur Menschenrechtskommission der Organisation Amerikanischer  Staaten.</font><font size="3">”Die regierende Arbeiterpartei”, so  Pinheiro, „hätte in ihrer Erklärung zum Konflikt um Gaza sehr präzise  formulieren müssen. Sie redete stattdessen von israelischem  Staatsterrorismus, von Völkermord und von einem Vorgehen wie einst die  Nazis. Eine solche Ausdrucksweise halte ich für oberflächlich und zudem  für riskant. Das brasilianische Außenministerium redet völlig anders.”</font><font size="3">In  Tel Aviv wurde kurz zuvor Außenminister Celso Amorim von seiner  israelischen Amtskollegin Tzipi Livni auf die offiziellen Erklärungen  aus Brasilia angesprochen und beteuerte, damit nichts zu tun zu haben.  Überraschend schickte nun Brasiliens Außenamt mit Silvio Albuquerque  sogar einen Vertreter im Ministerrang zum Lateinamerika-Memorial, um für  Klarstellungen zu sorgen.</font><font size="3">”Wir fordern derzeit von  beiden Konfliktparteien die Einhaltung der Menschenrechtskonventionen “  aber wir sind gegen die einseitige Verurteilung Israels und verhalten  uns unparteilich.”</font><font size="3">Mit besonderer Spannung wurde  erwartet, wie sich Kongreßsenator Eduardo Suplicy, einer der  angesehensten Politiker der regierenden Arbeiterpartei, positioniert:  Â Suplicy distanziert sich ausdrücklich von den antiisraelischen  Ã„ußerungen seiner Parteiführung “ vielmehr müsse man versuchen, die  Gründe beider Seiten für den Einsatz von soviel Gewalt zu verstehen.</font><font size="3">”Ich  fühle mich dem Geist dieses Treffens hier verpflichtet “ als Senator  der Arbeiterpartei unterstütze ich alle Versuche, die zum Frieden führen  können. Diese Erklärung meiner Parteiführung, noch dazu mit solchen  Formulierungen, hätte ich nicht geschrieben. Manifestationen, die die  Gemüter aufstacheln, sind nicht konstruktiv!” Der Kongreßabgeordnete  Fernando Gabeira von den brasilianischen Grünen, der zur Diktaturzeit  ein Stadtguerrilheiro war und im Westberliner Exil lebte, zog sogar  einen Vergleich zur Zuckerhutmetropole. ”In meiner Heimatstadt haben wir  Probleme wie in Gaza, gibt es sogar eine ganze Slumregion, die wegen  der vielen gewaltsamen Konflikte, der vielen verirrten Kugeln im  Volksmund Â´GazastreifenÂ´heißt. In Rio de Janeiro diskutieren wir  darüber, was mit Bevölkerungsteilen geschehen soll, die unter der  Herrschaft bewaffneter Gruppen stehen und deren Geiseln sind. Als  Bürgermeisterkandidat habe ich mich letztes Jahr dafür ausgesprochen,  diese bewaffneten Gruppen zu attackieren. Im Gazastreifen indessen wurde  die Hamas von der Bevölkerung gewählt und schießt permanent Raketen auf  Israel ab “ das ist eine wichtige Frage. Wer von den Raketen getroffen  wird, ist der Hamas egal. Indessen dürfte es nicht möglich sein, die  Hamas militärisch zu schlagen.” Gabeira, der den Kongreßkommissionen für  internationale Beziehungen sowie für nationale Verteidigung angehört,  plädierte dafür, daß Brasilien in den derzeitigen Vermittlungsbemühungen  seine realen Handlungsmöglichkeiten beachtet. „Brasilien sollte nicht  den großen Protagonisten spielen, sondern Bescheidenheit üben.” Der  Gaza-Krieg hat bisher über 1000 Menschenleben gefordert &#8211; in Brasilien  werden monatlich über 4800 Menschen getötet. </font></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/01/gabeiraklein.JPG" alt="gabeiraklein.JPG" />Fernando Gabeira <a href="http://pt.wikipedia.org/wiki/Fernando_Gabeira">http://pt.wikipedia.org/wiki/Fernando_Gabeira</a></p>
<p><font size="3">Die Universitätsprofessorin Marilene Chaui, die dem  israelischen Spinoza-Institut angehört, wandte sich gegen theologische  Konzeptionen der Politik. Problematisch sei, wenn Politik als göttliche  Offenbarung definiert werde, da sich hinter solchen Konzeptionen  wirtschaftliche und soziale Interessen versteckten. Der Rechtsexperte  Fabio Konder Comparato sagte:”Ich bin ein großer Bewunderer der  jüdischen Kultur, doch ich bin empört, daß der Staat Israel derzeit die  biblische Ethik mit Füßen tritt. Leider läßt sich die jüdische Gemeinde  Brasiliens derzeit bei ihren Bekundungen zugunsten Israels von  nationalistischem Geist leiten. Im Falle des Gazastreifens kann es für  Terrorismus keinerlei religiöse Rechtfertigung geben “ das gilt für  beide Seiten. Israel hat bereits auf derartige religiöse  Rechtfertigungen verzichtet, doch die arabische Seite bezieht sich nach  wie vor auf den Koran.”</font><font size="3">Â </font><font size="3">In  der Botschaft des Friedenstreffens vom Lateinamerika-Memorial werden  Israel und die Hamas aufgefordert, jegliche Militäraktionen sofort zu  stoppen. Die Zivilbevölkerung von Gaza dürfe nicht länger Ziel von  Vergeltungsmaßnahmen Israels wegen der Hamas-Attacken sein “ und die  israelische Zivilbevölkerung nicht länger mit Hamas-Rakten beschossen  werden. </font><font size="3">Â </font></p>
<p><font size="3">UNO-Berater Paulo Sergio Pinheiro hatte sich bereits  vor einigen Jahren sehr kritisch über den damaligen Arbeitsminister und  jetzigen Chef von Lulas Arbeiterpartei, Ricardo Berzoini, geäußert:</font><font size="3">Â </font><font size="3">Â </font><font size="3">Â <a href="http://www.dradio.de/dlr/sendungen/fazit/337614/">http://www.dradio.de/dlr/sendungen/fazit/337614/</a></font><font size="3">Â </font></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/01/pinheiroklein.JPG" alt="pinheiroklein.JPG" />Paulo Sergio Pinheiro</p>
<p><strong>Comissao Teotonio Vilela &#8211; Dokument zum Treffen am Lateinamerika-Memorial:</strong> <a href="http://www.ctvdh.org/portal">http://www.ctvdh.org/portal</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/13/brasilianer-in-israel-protestieren-gegen-position-der-lula-regierung-und-der-regierungspartei-pt-zu-israelischen-militaraktionenstaatsterrorismus-praktiken-der-nazistischen-wehrmacht/#more-1598">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/13/brasilianer-in-israel-protestieren-gegen-position-der-lula-regierung-und-der-regierungspartei-pt-zu-israelischen-militaraktionenstaatsterrorismus-praktiken-der-nazistischen-wehrmacht/#more-1598</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/12/schwerer-fehler-irans-prasident-ahmadinejad-nach-brasilien-einzuladen-der-den-holocaust-leugnet-und-die-vernichtung-israels-predigt-roberto-abdenur-fruherer-botschafter-brasiliens-in-deutschla/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/12/schwerer-fehler-irans-prasident-ahmadinejad-nach-brasilien-einzuladen-der-den-holocaust-leugnet-und-die-vernichtung-israels-predigt-roberto-abdenur-fruherer-botschafter-brasiliens-in-deutschla/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/11/viva-hamas-der-kampf-von-hamas-ist-gerecht-brasiliens-regierungspartei-von-lula-protestiert-mit-parteien-und-sozialbewegungen-in-sao-paulo-gegen-israels-militaraktionen-gleichsetzung-von-israe/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/11/viva-hamas-der-kampf-von-hamas-ist-gerecht-brasiliens-regierungspartei-von-lula-protestiert-mit-parteien-und-sozialbewegungen-in-sao-paulo-gegen-israels-militaraktionen-gleichsetzung-von-israe/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/11/demo-gegen-israels-militaraktionen-avenida-paulista-sao-paulo-volkermorder-nazis-nein-zum-nazi-zionismus/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/11/demo-gegen-israels-militaraktionen-avenida-paulista-sao-paulo-volkermorder-nazis-nein-zum-nazi-zionismus/</a></p>
<p><strong>Hintergrund zu Fernando Gabeiras Gaza-Rio-Vergleich:</strong></p>
<p>Banditendiktatur in Slums immer grausamer(2008)</p>
<p>Angesichts der ausufernden Gewaltkriminalität hat Brasiliens  Staatschef Lula zum wiederholten Male energische Gegenmaßnahmen  versprochen. Mit Milliardenaufwand sollen danach der Polizeiapparat  ausgebaut und 160 Gefängnisse errichtet werden. Im Unterschied zu den  deutschen Medien haben jene in Brasilien über Lulas Ankündigungen nur  kurz oder gar nicht berichtet, da nach früheren „Maßnahmenpaketen”  dieser Art in Wahrheit die Ausgaben für öffentliche Sicherheit teils  drastisch gekürzt oder vorgesehene Haushaltsmittel gar nicht freigegeben  worden waren. In großer Aufmachung betont die Landespresse dagegen, daß  seit Lulas Amtsantritt von 2003 ausgerechnet die ärmsten Brasilianer  weiterhin am stärksten dem Terror der Banditenmilizen ausgesetzt seien.  Allein in Rio de Janeiro, so die auflagenstarke Qualitätszeitung „O  Globo”, sind 1, 5 Millionen Slumbewohner der „Diktatur des Verbrechens”  unterworfen und nahezu sämtlicher Menschenrechte beraubt. Es handele  sich um eine „kolumbianische” Tragödie.„Wir haben daher in diesem Land  noch keinen demokratischen Rechtsstaat”, analysiert die renommierte  Anthropologin und Kolumnistin Alba Zaluar. Gemäß den neuesten Studien  ist allein in Rio, mit rund ebensoviel Einwohnern wie Kuba, die Zahl der  Verschwundenen bis heute mindestens 54-mal höher als während des  21-jährigen Militärregimes. Wie damals sei unter der vom organisierten  Verbrechen sowie von paramilitärischen Milizen errichteten Slum-Diktatur  das Foltern von mißliebigen Bewohnern üblich. Zwecks Einschüchterung  würden Menschen in aller Öffentlichkeit lebendig verbrannt oder in  Stücke gehackt, die Opfer in geheimen Friedhöfen verscharrt. „Das  Verschwindenlassen und die Folter sind häufig, Gewalt trifft heute viel  mehr Menschen als unter der Militärdiktatur”, betont die  Universitätsprofessorin Cecilia Coimbra, Präsidentin der  Menschenrechtsorganisation „Nie mehr Folter”(Tortura nunca mais).  Toleriert von den Autoritäten, hat das organisierte Verbrechen im  Parallelstaat der Slums seit Jahrzehnten auch Sondergerichte  installiert, die meist drakonische Strafen verhängen. Dazu zählen das  Handabhacken ebenso wie der Scheiterhaufen aus Autoreifen. Ungezählte  Familien werden zudem aus ihren Slumkaten vertrieben. Die  Banditenkommandos agieren zudem als Zensoren, verbieten Musiktexte und  Bands, kontrollieren die gesamte Kulturproduktion, hören  Telefongespräche ab, legen Sprachregelungen und Kleidervorschriften  fest. Wer sich den Normen nicht fügt, muß zumeist mit Folter oder Tod  rechnen.„All diese Grausamkeiten entsprechen der Realität”, erklärte  jetzt Rio de Janeiros Gouverneur Sergio Cabral. „Die Parallelmacht  agiert mit aller Rohheit.”Auch Brasiliens katholische Kirche ist vom  Banditenterror direkt betroffen. Der deutschstämmige Kardinal Eusebio  Scheid in Rio de Janeiro hat die Verbrecherdiktatur häufig verurteilt.  Immer wieder werden Geistliche ermordet, dringen Gangster mit NATO-MGs  und Handgranaten in Slumkirchen ein, erzwingen sogar den Stopp von  Sozialprojekten. Menschenrechtsaktivisten kritisierten, daß manche sogar  vom Ausland finanzierte Nichtregierungsorganisationen mit dem  organisierten Verbrechen kooperieren. Zudem wird an einen bezeichnenden  Vorfall erinnert. So hatten Staatschef Lulas Kulturminister Gilberto Gil  und der damalige Arbeitsminister Ricardo Berzoini, heute Chef der  Arbeiterpartei, vor rund zwei Jahren laut Presseberichten einen Rio-Slum  besucht und dafür die Genehmigung der Banditenbosse eingeholt. Der  renommierte brasilianische UNO-Berater und Experte für Gewaltfragen,  Sergio Pinheiro: ”All dies ist ein Skandal “ geschähe derartiges in  Berlin, Paris oder London, würde das im Parlament debattiert, würde die  Regierung stürzen.”Polizeiattacken gegen die Verbrecherhochburgen haben  bislang nur die Wirkung von Nadelstichen. Zudem gelten nicht wenige  Beamte als korrupt und brutal, werden immer wieder moderne Feuerwaffen  an die Gangstermilizen verkauft. In den Millionenstädten sterben  tagtäglich niedrig bezahlte Polizisten durch Attentate oder Racheakte.Im  Stadtpark von Sao Paulo trauern die ambulanten Fahrradmechaniker  derzeit um ihren Kollegen, einen Detektiv und Familienvater. Er flickte  dort in der Freizeit für ein Trinkgeld Schläuche, reparierte  Gangschaltungen, besserte damit sein mageres Gehalt auf. „Vier Kugeln in  den Hinterkopf, sonntagmorgens “ so geht das hier zu.” In Brasilien  werden jährlich über 50000 Menschen ermordet, nicht einmal fünf Prozent  der Täter ermittelt.Pressefreiheit und Slumdiktatur<br />
Journalisten arbeiten unter hohem Lebensrisiko<br />
Die Herrschaft des organisierten Verbrechens über erhebliche Teile der  brasilianischen Städte schränkt die Pressefreiheit, die  Recherchemöglichkeiten der Journalisten des Tropenlandes deutlich ein.  Falls sie die Aktivitäten der Banditenkommandos im Parallelstaat der  Slums konkret kritisieren, drohen zudem Racheakte.<br />
Vergangene Woche wurde auf den brasilianischen Journalisten Amaury  Ribeiro ein Attentat verübt. In Tageszeitungen hatte er eine  Artikelserie über den Terror des organisierten Verbrechens  veröffentlicht, erhielt deshalb Morddrohungen, wagte sich aber dennoch  erneut in die Slumperipherie der Hauptstadt Brasilia. Dort feuerte ein  junger Mann auf den Journalisten “ glücklicherweise konnte Ribeiro rasch  in ein Hospital gebracht werden und überlebte den Anschlag. Fälle  dieser Art sind in Brasilien nichts Neues. 2002 recherchierte der  bekannte Fernsehreporter Tim Lopes allein in einem Slum von Rio de  Janeiro, wurde von einem Banditenkommando entdeckt, bestialisch  gefoltert und auf einem Scheiterhaufen aus Autoreifen verbrannt. Carla  Rocha, eine Kollegin von Tim Lopes, zählt zu den wichtigsten  investigativen Journalistinnen des Landes.<br />
”In diesen Slumregionen gelten weder Gesetz noch Verfassung, nur das  Diktat bewaffneter Gruppen. Der Staat ist nicht präsent und läßt zu, daß  dort Verbrecherorganisationen, Gangsterbosse, paramilitärische Milizen  die Regeln gewaltsam bestimmen. Man hält dort die Menschen isoliert, in  einer eng begrenzten Welt, diese Slumbewohner sind als Staatsbürger  anulliert. Und dies dient den übelsten, schlechtesten, reaktionärsten  Teilen unserer Elite, die keinen sozialen Fortschritt, keine  Veränderungen wollen. Wer sich den Normen der Verbrecherorganisationen  widersetzt, wird sogar mit dem Tode bestraft, lebendig verbrannt. Folter  ist gängige Praxis “ alles eine mittelalterliche Barbarei.”<br />
In dem neuen brasilianischen Spielfilm „Tropa de Elite”, der auf der  nächsten Berlinale gezeigt wird, ist in einer Szene die von Carla Rocha  genannte „Microondas”, Mikrowelle der Banditenkommandos zu sehen: Über  das Opfer werden an einer gut sichtbaren Stelle hoch über Rio Autoreifen  gestapelt und dann mit Benzin angezündet.<br />
Rio-Funk, HipHop aus den Slums, der derzeit auch in Deutschland  popularisiert wird, ist laut Carla Rocha keineswegs eine eigenständige  Musik unabhängiger, frei arbeitender Komponisten.<br />
„HipHop und Funk sind heute die typische Musik der Slums von Rio, es  gibt viele Gruppen, Bands. Doch die gesamte kulturelle Produktion der  Ghettos wird heute vom organisierten Verbrechen kontrolliert, zensiert.  Dies geht soweit, daß DJs, HipHop-Formationen eines Slums auf keinen  Fall die Namen eines anderen Slums nennen dürfen, weil dort eine  rivalisierende Gangsterorganisation herrscht. Es ist verboten, in eine  Band Mitglieder aus gegnerischen Slums aufzunehmen. Und natürlich darf  in Musiktiteln nur die Polizei kritisiert werden, nie das organisierte  Verbrechen. Andernfalls würden die Musiker mit dem Tode bestraft. Um die  Kontrolle über den Informationsfluß des Slums zu halten, hören die  Banditenkommandos sogar die Telefongespräche der Bewohner ab, überwachen  selbst den Austausch von E-Mails.Gangsterkommandos befehlen, daß  Kleidung bestimmter Marken, aus bestimmten Geschäften nicht getragen  werden darf. Die NGOs in Slums müssen sich ebenfalls dem Normendiktat  unterwerfen. ”<br />
Jetzt hat Carla Rocha gemeinsam mit ihren Kollegen Dimmi Amora, Fabio  Vasconcelos und Sergio Ramalho zum wiederholten Male in einer großen  Artikelserie der Qualitätszeitung „O Globo” die Herrschaftsmethoden der  Slumdiktatoren ausführlich dokumentiert. Die Serie trägt den Titel „Os  Brasileiros que ainda vivem na Ditadura”, Brasilianer, die noch in der  Diktatur leben. Didaktisch werden stets jene wichtigen  Verfassungsparagraphen und Gesetze Brasiliens genannt, die für Millionen  von Landesbewohnern nicht gelten. Berichtet wird über die  Sondergerichte, die drakonischen Strafen und die Scheiterhaufen, über  Vertreibungen, Ausgangssperren und Zensur. Und belegt wird auch, daß  Gewalt heute viel mehr Menschen trifft als unter der Militärdiktatur,  daß die Zahl der Verschwundenen viel höher ist als in den 21  Diktaturjahren. Wer über all das schreibt, so die Journalistin Carla  Rocha, erleidet ein hohes Lebensrisiko.<br />
”Wir müssen sehr aufpassen, denn Tim Lopes wurde ja in einem solchen  Slum von Rio ermordet. Seitdem gehen wir nicht mehr in die Ghettos  hinein. Da wir gegen die Interessen der Verbrecherbanden handeln, sind  wir vom Tode bedroht, müssen ständig bestimmte Sicherheitsregeln  einhalten. Nicht anders als die Polizeibeamten oder Richter und  Staatsanwälte.”<br />
Entsprechend schwierig war es für Carla Rocha und ihre Kollegen,  handfeste Informationen, Fakten aus den rund 800 Slums von Rio de  Janeiro zu bekommen.<br />
”Wir wußten, daß es sehr leicht sein würde, kritische Stellungnahmen  über Polizeieinsätze zu bekommen. Doch wir wollten ja alle Aspekte der  Unterdrückung in den Slums zeigen, die Aktivitäten der  Banditenkommandos, der paramilitärischen Milizen. Indessen hat die  Menschenrechtskomission des Stadtparlaments von Rio seit zehn Jahren  noch nie eine Anzeige gegen das organisierte Verbrechen erhalten. Nur  die Polizei wird dort gelegentlich angeklagt “ was stets von den  Verbrechersyndikaten unterstützt wird, die ja ein Interesse an solchen  Anzeigen haben. Für uns Journalisten schafft das eine komplizierte  Situation. Wir haben in unserer Artikelserie über den Präsidenten einer  Assoziation von Slumbewohnern berichtet “ er wurde jetzt ermordet.”<br />
Carla Rocha ist bedrückt, daß auch die neuesten genau dokumentierten  Menschenrechtsverletzungen wiederum typischerweise im Ausland, also auch  in Ländern wie Deutschland, keinerlei Echo fanden. Aus den bekannten  Gründen.<br />
”In Rio de Janeiro ist es unmöglich, all diese Vorgänge, diese  Tatbestände nicht wahrzunehmen. Daher finde ich es traurig, daß es dafür  kein internationales Interesse, keinerlei internationalen Druck gibt.  Denn Druck aus dem Ausland ist am wichtigsten, damit sich an der Lage in  den Ghettos etwas ändert. Unglücklicherweise wird wohl bis dahin noch  sehr viel Zeit vergehen, werden bis dahin noch sehr viele Menschen  getötet. Im Ausland denken eben noch viele, Brasilien sei das Land des  Samba, des Fußball und der fröhlichen, sonnengebräunten Leute. Wir  hatten erwartet, daß unsere Artikelserie größere Reaktionen, Empörung  auslöst “ aber das ist leider nicht passiert.”</p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/marktundmedien/761337/">http://www.dradio.de/dlf/sendungen/marktundmedien/761337/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/08/03/brasiliens-armee-und-die-slum-diktatur-rio-streitkrafte-lassen-drei-jugendliche-durch-banditenkommando-foltern-und-ermorden/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/08/03/brasiliens-armee-und-die-slum-diktatur-rio-streitkrafte-lassen-drei-jugendliche-durch-banditenkommando-foltern-und-ermorden/</a></p>
<h2>“Viva Hamas &#8211; der Kampf von Hamas ist  gerecht!” Brasiliens Regierungspartei von Lula protestiert mit Parteien  und Sozialbewegungen in Sao Paulo gegen Israels Militäraktionen.  Gleichsetzung von Israel mit Nazismus und Hitler-Wehrmacht. “Holocaust  in Palästina”. “Raus mit Israel aus Palästina”. Demo-Fotoserie. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=1569" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: , <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/arbeiterpartei/" rel="tag">Arbeiterpartei</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasilien/" rel="tag">Brasilien</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/gaza/" rel="tag">Gaza</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/hamas/" rel="tag">Hamas</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/israel/" rel="tag">Israel</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/lula/" rel="tag">Lula</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/pala%c2%a4stina/" rel="tag">PalÃ¤stina</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/sao-paulo/" rel="tag">Sao Paulo</a></p>
<p><strong>Die brasilianische Regierungspartei (PT)Â von  Staatschef Lula hatÂ  in Sao Paulo auf einer Kundgebung und einem  Protestmarsch ihreÂ jüngsten offiziellen Positionen gegenüber den  jüngsten Militäraktionen Israels bekräftigt, die als “Staatsterrorismus”  klassifiziert und mit der Hitler-Wehrmacht verglichen worden waren.  Führer der Regierungspartei, darunter Abgeordnete sowie der Sekretär für  internationale Beziehungen, Valter Pomar, demonstrierten gemeinsam mit  Organisationen und Politikern der arabischen, islamischen Gemeinde  Brasiliens, Anhängern von Hamas und Hizbollah, geistlichen islamischen  Würdenträgern,  dem linken Spektrum zugeordneten Parteien sowie  Sozialbewegungen wie der Landlosenbewegung MST.</strong></p>
<p><a href="http://www.bpb.de/themen/YYCLMJ,0,Antisemitismus_und_Antizionismus_in_der_Charta_der_Hamas.html"><strong>http://www.bpb.de/themen/YYCLMJ,0,Antisemitismus_und_Antizionismus_in_der_Charta_der_Hamas.html</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/01/demoisrael.JPG" alt="demoisrael.JPG" /></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/01/demohamas.JPG" alt="demohamas.JPG" /></p>
<p>Pomar sagte weiter, Israel bediene sich Ausrottungspraktiken wie  einst die Wehrmacht &#8211; ein ganzes Volk werde liquidiert. In Gaza würden  derzeit von Israel Massaker verübt &#8211; daher unterstützte die  Arbeiterpartei voll und ganz die palästinensische Sache. Jamil Mourad,  Abgeordneter der Kommunistischen Partei Brasiliens, warf Israel vor,  derzeit Kinder zu töten wie einst König Herodes, als Jesus Christus  geboren worden sei. Die palästinenische Frau, so Mourad, zeige indessen  derzeit großen Heldenmut, bringe sechs, acht oder zehn Kinder zur Welt.  Je mehr palästinensische Kinder von Israel getötet würden, umso mehr  würden geboren. Während der Demonstration durch Sao Paulo erklangen  immer wiederÂ Sprechchöre wie “Viva Hamas” und “Tod dem Staate Israel”,  wurde der Kampf der Hamas als gerecht bezeichnet. Auf Spruchbändern war  “Holocaust in Palästina” zu lesen. Sprecher verschiedener Parteien und  Organisationen forderten Staatschef Lula auf, den israelischen  Botschafter des Landes zu verweisen und die wirtschaftlichen Beziehungen  mit Israel zu kappen. Zahlreiche Demonstranten trugen Hamas-und  Hizbollah-T-Shirts. Auf der Abschlußkundgebung am Bandeirantes &#8211;  Memorial nebenÂ Sao Paulos Stadtpark Ibirapuera wurden Israel-Fahnen  verbrannt. Islamische Geistliche beteten mit den anwesenden Moslems zu  Allah. Verschiedene islamische Sprecher betonten unter anderem, es werde  erst dann Frieden geben, wenn die palästinensische Fahne über ganz  Palästina wehen werde. “Nein zum Holocaust in Gaza”. Ferner wurde dazu  aufgerufen, keine Waren aus Israel und den USA Â mehr zu kaufen.</p>
<p>An der Kundgebung beteiligten sich keine Persönlichkeiten der  katholischen Kirche bzw. bekannte katholische Personlichkeiten, die  bestimmten Linksparteien angehören.</p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/01/demozionazismus.JPG" alt="demozionazismus.JPG" /><strong>“Jüdischer Weltzionismus &#8211; gleich Nazismus”</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/01/demozionazi.JPG" alt="demozionazi.JPG" />“<strong>Nein zum Nazi-Zionismus”</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/01/demomoslbeter.JPG" alt="demomoslbeter.JPG" /></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/01/demoisrfahne1.JPG" alt="demoisrfahne1.JPG" /><strong>Brennende Israel-Fahne</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/01/demohamashizbo.JPG" alt="demohamashizbo.JPG" /></p>
<p><strong>“Hamas und Hizbollah &#8211; gemeinsam gegen Israel”</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/01/demorausisrael.JPG" alt="demorausisrael.JPG" /><strong>“Raus mit Israel aus Palästina”.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/01/demoptscheichs.JPG" alt="demoptscheichs.JPG" />Â <strong>Islamische Würdenträger unter der Fahne von Lulas Regierungspartei PT</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/01/demoschleieulen.JPG" alt="demoschleieulen.JPG" /></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/01/demoalteterro.JPG" alt="demoalteterro.JPG" /></p>
<p><strong>Domingo (11) &#8211; Sáo Paulo<br />
Grande Marcha Contra o Massacre de Israel</strong><br />
<strong>HorÃ¡rio: 10 horas<br />
Local: Concentraçáo no Váo Livre do Masp, Avenida Paulista. </strong></p>
<p><strong><br />
Convocam: CMS (Coordenaçáo dos Movimentos Sociais); CTB (Central dos  Trabalhadores e Trabalhadoras do Brasil); CUT; Conlutas; Intersindical;  Afubesp (Associaçáo dos FuncionÃ¡rios do Banespa); UNE; Ubes; Upes  (Uniáo Paulista dos Estudantes Secundaristas); DCE da USP; UJS (Uniáo da  Juventude Socialista); Juventude Revoluçáo; Movimento pelo Passe Livre;  MST; MLT (Movimento de Luta pela Terra); Conselho Mundial da Paz (CMP);  Cebrapaz (Centro de Solidariedade aos Povos e Luta pela Paz); ComitÃª  de Solidariedade a Cuba; Mulheres em Luta pela Paz; PCdoB; PT; PSTU;  Psol; PCB; Fepal (Federaçáo Ãrabe Palestina do Brasil); Fearab  (Federaçáo das Entidades Ãrabes Brasileiras); Mopat (Movimento  Palestina para Todos); Uniáo da Juventude Ãrabe para a América Latina  (UJAAL); Instituto Jerusalém; Instituto da Comunidade Ãrabe; Centro  Cultural Ãrabe-SÃ­rio; Sociedade Palestina de SP; Instituto Futuro;  Uniáo Nacional de Entidades IslÃ¢micas (UNI); Federaçáo das Entidades  Ãrabes Muçulmanas do Brasil (Fambras); Sociedade Beneficente Muçulmana  do Brasil (SBM); Associaçáo Beneficente IslÃ¢mica do Brasil (ABIB);  Uniáo dos Estudantes Muçulmanos do Brasil (Uemb); Sociedade IslÃ¢mica de  JundiaÃ­; Sociedade Beneficente Muçulmana de Santo Amaro; Conselho  Superior dos TeÃ³logos Muçulmanos do Brasil; Igreja Ortodoxa Antioquina  do Brasil; Igreja Presbiteriana; Deputado estadual Simáo Pedro (PT-SP);  Deputado estadual Said Mourad (PSC-SP); Vereador de Sáo Paulo Jamil  Murad (PCdoB); Portal Vermelho; CMI (Centro de MÃ­dia Independente); <em>Jornal Al Baian</em>.</strong>Â</p>
<h2>“Der Antisemitismus in Brasilien und den  anderen Ländern Nord-und Südamerikas tarnt sich heute gewöhnlich als  Antizionismus, als Haß auf Israel. Doch wenn man genau hinschaut, geht  es gegen die Juden, sehen wir jenen tiefsitzenden traditionellen  Antisemitismus.” Maria Luiza Tucci Carneiro, Antisemitismus-Expertin von  der Bundesuniversität in Sao Paulo. ” A raça indesejavel” &#8211; die  unerwünschte Rasse. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=1543" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: , <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/antisemitismus/" rel="tag">Antisemitismus</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/antizionismus/" rel="tag">Antizionismus</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasilien/" rel="tag">Brasilien</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/juden/" rel="tag">Juden</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/lateinamerikam/" rel="tag">Lateinamerikam</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/maria-luiza-tucci-carneiro/" rel="tag">Maria Luiza Tucci Carneiro</a></p>
<p><font size="3" face="Times New Roman"><a href="http://www.revistapesquisa.fapesp.br/?art=3489&amp;bd=1&amp;pg=1&amp;lg">http://www.revistapesquisa.fapesp.br/?art=3489&amp;bd=1&amp;pg=1&amp;lg</a></font></p>
<p><font size="3" face="Times New Roman"><strong>“Seit dem 19.  Jahrhundert wurden die wichtigsten Rassentheorien aus Deutschland und  Frankreich übernommen, von renommierten Intellektuellen propagiert. Man  wollte hier eine reine Rasse &#8211; weiß, nichtjüdisch und katholisch.”</strong></font></p>
<p><strong><font size="3" face="Times New Roman">“Bad People”: <a href="http://www.jcrelations.net/de/?item=3039">http://www.jcrelations.net/de/?item=3039</a></font></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/07/17/von-den-juden-und-ihren-lugen1543-martin-luther-und-die-antisemitismus-diskussion/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/07/17/von-den-juden-und-ihren-lugen1543-martin-luther-und-die-antisemitismus-diskussion/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/09/26/brasilien-ist-das-rassistischste-land-der-erde-mauricio-pestana-herausgeber-von-raca-brasil-der-einzigen-schwarzen-zeitschrift-des-tropenlandes/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/09/26/brasilien-ist-das-rassistischste-land-der-erde-mauricio-pestana-herausgeber-von-raca-brasil-der-einzigen-schwarzen-zeitschrift-des-tropenlandes/</a></p>
<p><strong>&#8222;Adolf Hitler hätte es nicht besser gesagt&#8220;:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/13/grass-gedicht-und-kritische-reaktion-in-brasilien-sein-fuhrer-in-der-jugend-adolf-hitler-hatte-es-nicht-besser-gesagt-groste-qualitatszeitung-folha-de-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/13/grass-gedicht-und-kritische-reaktion-in-brasilien-sein-fuhrer-in-der-jugend-adolf-hitler-hatte-es-nicht-besser-gesagt-groste-qualitatszeitung-folha-de-sao-paulo/</strong></a></p>
<h2>Pro-Israel-Kundgebung der jüdischen Gemeinde  Sao Paulos am Lateinamerika-Memorial. “Das Bild sagt alles.” Fotoserie. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=1645" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/gaza/" rel="tag">Gaza</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/israel/" rel="tag">Israel</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/palastina/" rel="tag">PalÃ¤stina</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/sao-paulo/" rel="tag">Sao Paulo</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/01/demoisraelschutzen.JPG" alt="demoisraelschutzen.JPG" /></p>
<p>“Falsos Humanistas”: <a href="http://www.estadao.com.br/estadaodehoje/20090119/not_imp309253,0.php">http://www.estadao.com.br/estadaodehoje/20090119/not_imp309253,0.php</a></p>
<p>Â <img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/01/demoisraelrabbiner3.JPG" alt="demoisraelrabbiner3.JPG" /></p>
<p><strong>Rabbiner beim Kundgebungsgebet</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/01/demoisraelleute.JPG" alt="demoisraelleute.JPG" /></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/01/demoisraelhamas.JPG" alt="demoisraelhamas.JPG" /></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/01/demoisraelconibchef.JPG" alt="demoisraelconibchef.JPG" /><strong>Boris Ber, Präsident der Israelitischen Konföderation Brasiliens(CONIB)</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/01/demoisraelmann.JPG" alt="demoisraelmann.JPG" /></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/01/demoisraelrabbiner.JPG" alt="demoisraelrabbiner.JPG" /></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/01/demoisraelalter.JPG" alt="demoisraelalter.JPG" /></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/01/demoisraelhutmann.JPG" alt="demoisraelhutmann.JPG" /></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/01/demoisraelkappimann.JPG" alt="demoisraelkappimann.JPG" /></p>
<p>Israel in den Medien &#8211; kritische Analysen: <a href="http://www.deolhonamidia.org.br/">http://www.deolhonamidia.org.br/</a></p>
<h2>Jüdische Gemeinde Sao Paulos verurteilt  Regierungssicht zum Zweiten Weltkrieg:”Äußerungen des Ministers für  Strategische Angelegenheiten zeigen Ignoranz oder böse Absicht.”  “Anti-Semitism in South-America”. Maria Luiza Tucci Carneiro, jüdischer  Gouverneur Goldman. Wikileaks. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=4015" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/adidas/" rel="tag">Adidas</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/aleksander-laks/" rel="tag">Aleksander Laks</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/boris-ber/" rel="tag">Boris Ber</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/ja%c2%bcdische-gemeinde-sao-paulos/" rel="tag">jÃ¼dische Gemeinde Sao Paulos</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/jewish-christian-relations/" rel="tag">Jewish-Christian Relations</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/maria-luiza-tucci-carneiro/" rel="tag">Maria Luiza Tucci Carneiro</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/minister-fa%c2%bcr-strategische-angelegenheiten-brasiliens/" rel="tag">Minister fÃ¼r Strategische Angelegenheiten Brasiliens</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/zweiter-weltkrieg/" rel="tag">Zweiter Weltkrieg</a></p>
<p><strong>Minister Guimaraes sagte in einer Rede im  Außenministerium von Brasilia:”Deutschland und Japan wurden nach dem  Zweiten Weltkrieg jahrelang dafür bestraft, litten im Fegefeuer dafür,  daß sie der angelsächsischen Welt-Führung getrotzt, diese  herausgefordert hatten.”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/10/bad-people-anti-semitism-in-south-america-widespread-and-rarely-explored-jewish-christian-relations/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/10/bad-people-anti-semitism-in-south-america-widespread-and-rarely-explored-jewish-christian-relations/</a></p>
<p><strong>Boris Ber, Präsident der jüdischen Gemeinde Sao Paulos,  betonte dazu im Website-Interview, es sei beklagenswert, wenn jemand wie  der Minister in dieser Weise denke, historische Tatsachen verzerre und  andere Menschen mit Lügen beeinflussen wolle. “Es handelt sich um  Ignoranz oder böse Absicht.” Bei brasilianischen Historikern hatten die  Minister-Äußerungen Empörung und Entsetzen hervorgerufen.</strong></p>
<p><strong>Jüdischer Gouverneur Goldman: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/16/der-judesao-paulo-gouverneur-goldman-und-der-lula-minister-samuel-pinheiro-guimaraes-anhanger-der-nazifaschistischen-achse-existieren-noch-in-der-brasilianischen-diplomatie-in-erinnerung-an-di/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/16/der-judesao-paulo-gouverneur-goldman-und-der-lula-minister-samuel-pinheiro-guimaraes-anhanger-der-nazifaschistischen-achse-existieren-noch-in-der-brasilianischen-diplomatie-in-erinnerung-an-di/</a></strong></p>
<p><strong>Wikileaks: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/16/wikileaks-und-brasilien-der-interessante-fall-des-usa-hassers-und-strategieministers-samuel-pinheiro-guimaraes/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/16/wikileaks-und-brasilien-der-interessante-fall-des-usa-hassers-und-strategieministers-samuel-pinheiro-guimaraes/</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/12/borisber.jpg" alt="borisber.jpg" /></p>
<p><strong>Boris Ber, Sao Paulo.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/13/deutschland-und-japan-wurden-nach-dem-zweiten-weltkrieg-jahrelang-dafur-bestraft-das-sie-der-angelsachsischen-welt-fuhrung-getrotzt-diese-herausgefordert-hatten-die-sicht-der-lula-regierung-zu/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/13/deutschland-und-japan-wurden-nach-dem-zweiten-weltkrieg-jahrelang-dafur-bestraft-das-sie-der-angelsachsischen-welt-fuhrung-getrotzt-diese-herausgefordert-hatten-die-sicht-der-lula-regierung-zu/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/21/der-mythos-lula-und-adolf-hitler-historiker-marco-antonio-villa-analysiert/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/21/der-mythos-lula-und-adolf-hitler-historiker-marco-antonio-villa-analysiert/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/12/hitlerminhalutacapagros.jpg" alt="hitlerminhalutacapagros.jpg" /></p>
<p><strong>Übersetzte Prachtausgabe &#8211; Bestseller in Brasilien. <a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/676160/">http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/676160/</a></strong></p>
<p><strong>Lula 1979 als Gewerkschaftsführer mit einer seither  vielbeachteten Aussage zu Adolf Hitler: ”Hitler irrte zwar, hatte aber  etwas, das ich an einem Manne bewundere &#8211; dieses Feuer, sich  einzubringen, um etwas zu erreichen. Was ich bewundere, ist die  Bereitschaft, die Kraft, die Hingabe. Die Einschätzung brachte Lula  offenbar bei alten und neuen Rechten(auch den verdeckten) auch in  Ländern wie Deutschland viele Sympathien ein und wird seitdem weltweit  zu den wichtigsten, markantesten Äußerungen Lulas gerechnet.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/19/folterstaat-brasilien-verurteilt-folter-in-iran-und-nordkorea-nicht-stimmenthaltung-bei-neuer-uno-resolutionbrasilia-will-sich-bei-menschenrechtsverletzungen-nicht-positionieren-kritisiert-cone/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/19/folterstaat-brasilien-verurteilt-folter-in-iran-und-nordkorea-nicht-stimmenthaltung-bei-neuer-uno-resolutionbrasilia-will-sich-bei-menschenrechtsverletzungen-nicht-positionieren-kritisiert-cone/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/</a></p>
<p><strong>Holocaust und Antisemitismus:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/07/holocaust-und-antisemitismus-ein-wichtiges-neues-archiv-httpwwwarqshoahcombr-maria-luiza-tucci-carneiro/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/07/holocaust-und-antisemitismus-ein-wichtiges-neues-archiv-httpwwwarqshoahcombr-maria-luiza-tucci-carneiro/</a></p>
<p><strong>Von KZ-Arzt Mengele selektiert:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/08/aleksander-laks-rio-de-janeiro-auschwitz-uberlebender-von-kz-arzt-mengele-selektiert/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/08/aleksander-laks-rio-de-janeiro-auschwitz-uberlebender-von-kz-arzt-mengele-selektiert/</a></p>
<p><strong>ADIDAS und der Hakenkreuz-Swimmingpool in Rio de Janeiro:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/26/adidas-festa-nazistanazi-fest-in-rio-de-janeiro-titelt-o-globo-judische-gemeinde-kritisiert-nazi-symbole/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/26/adidas-festa-nazistanazi-fest-in-rio-de-janeiro-titelt-o-globo-judische-gemeinde-kritisiert-nazi-symbole/</a></p>
<p><strong>Adolf Hitler anrufen?</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/11/02/hitler-anrufen-telefonnummern-anklicken-brasiliens-internet-telefonlisten-haben-unzahlige-nummern-parat/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/11/02/hitler-anrufen-telefonnummern-anklicken-brasiliens-internet-telefonlisten-haben-unzahlige-nummern-parat/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/29/osterreichischer-pfarrer-und-gefangenenseelsorger-gunther-zgubic-in-brasilien-weiter-folter-in-allen-varianten-eine-deutsche-frau-wurde-unglaublich-mit-elektroschocks-kaputtgemacht-psychisch-ner/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/29/osterreichischer-pfarrer-und-gefangenenseelsorger-gunther-zgubic-in-brasilien-weiter-folter-in-allen-varianten-eine-deutsche-frau-wurde-unglaublich-mit-elektroschocks-kaputtgemacht-psychisch-ner/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/lutherjudenlugengroser.JPG" alt="lutherjudenlugengroser.JPG" /></p>
<h2>Brasilien: “Aleksander Laks &#8211; ein  Auschwitz-Überlebender erzählt.” Saarländische Zeitung. Laks lebt in Rio  de Janeiro &#8211; Hintergrundtexte. “Von den Juden und ihren Lügen.”(Martin  Luther) Margot Käßmann zu Luthers Schattenseiten. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=10007" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: , <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/aleksander-laks/" rel="tag">Aleksander Laks</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasilien/" rel="tag">Brasilien</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/friedrich-schorlemmer/" rel="tag">Friedrich Schorlemmer</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/holocaust/" rel="tag">Holocaust</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/juden/" rel="tag">Juden</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/margot-kasmann/" rel="tag">Margot Käßmann</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/martin-luther/" rel="tag">Martin Luther</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/sondershausen/" rel="tag">Sondershausen</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/thuringen/" rel="tag">Thüringen</a></p>
<p><a href="http://www.s-o-z.de/?p=49646">http://www.s-o-z.de/?p=49646</a></p>
<p><strong>Saarlouis – Aleksander Laks hat den Holocaust überlebt. Am  Samstag, 23.  Juli um 19.30 Uhr wird er im Offizierskasino der  Graf-Werder-Kaserne aus  seinem bewegenden Leben erzählen. „Halt’s Maul.  Du bist in Ausschwitz  und da gibt es nur einen Ausgang: durch den  Kamin!“ (Saarländische Zeitung)</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/08/aleksander-laks-rio-de-janeiro-auschwitz-uberlebender-von-kz-arzt-mengele-selektiert/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/08/aleksander-laks-rio-de-janeiro-auschwitz-uberlebender-von-kz-arzt-mengele-selektiert/</a></p>
<p><strong>Kurios, bemerkenswert &#8211; einer der wichtigsten Texte von  Martin Luther, den Juden gewidmet, ist nach wie vor selbst in  Deutschland vielen nicht bekannt, wird in den gegenwärtigen Würdigungen  Luthers bzw. auf Kirchentagen keineswegs entsprechend herausgestellt.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/07/17/von-den-juden-und-ihren-lugen1543-martin-luther-und-die-antisemitismus-diskussion/"><strong>“Von den  Juden und ihren Lügen”: </strong>     http://www.hart-brasilientexte.de/2008/07/17/von-den-juden-und-ihren-lugen1543-martin-luther-und-die-antisemitismus-diskussion/  </a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/17/martin-luther-judentumsfeindliche-auserungenein-sachverhalt-der-von-der-lutherforschung-immer-wieder-auch-vertuscht-wurde/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/17/martin-luther-judentumsfeindliche-auserungenein-sachverhalt-der-von-der-lutherforschung-immer-wieder-auch-vertuscht-wurde/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/13/judas-verbrennenqueima-do-judas-antisemitisches-ritual-in-brasilien-bayerisches-brauchtum-bizarr-der-jud-mus-verbrannt-werden/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/13/judas-verbrennenqueima-do-judas-antisemitisches-ritual-in-brasilien-bayerisches-brauchtum-bizarr-der-jud-mus-verbrannt-werden/</a></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/668242/"><strong>http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/668242/</strong></a></p>
<p><strong><strong>Käßmann: Es wird keinen Luther-Kult geben</strong></strong></p>
<p><strong> Käßmann erklärte, sie verstehe sich weiterhin als Frau der  Kirche und  freue sich, in neuer Funktion wieder für die EKD tätig zu  sein. Sie  wolle mit „Herzen, Mund und Händen“ zum Gelingen des  Jubiläums  beitragen. Es werde weder einen Luther- noch einen  Käßmann-Kult geben.  Zu Luthers Schattenseiten gehöre etwa seine Haltung  gegenüber den Juden  sowie zu den Bauernkriegen. Dies werde man auch  thematisieren.(Pressezitat)</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/07/kasmannsond.JPG" alt="kasmannsond.JPG" /></p>
<p><strong>Margot Käßmann auf Kirchentag 2011 in Sondershausen(Thüringen).</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/07/kasmannschorlemmer.JPG" alt="kasmannschorlemmer.JPG" /></p>
<p><strong>Margot Käßmann mit Friedrich Schorlemmer in Trinitatis-Kirche von Sondershausen.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/07/schorlemmer.JPG" alt="schorlemmer.JPG" /></p>
<p><strong>Friedrich Schorlemmer in Sondershausen.</strong></p>
<p><strong>Jüdische Allgemeine:</strong> <a href="http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/9895">http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/9895</a></p>
<p><a href="http://www.berliner-zeitung.de/newsticker/in-brasilien-gibt-es-leute--die-heissen-eisenhower--rambo-oder-beckenbauer--einige-heissen-hitler---aber-das-scheint-niemanden-zu-stoeren-die-namen-der-vaeter,10917074,10099090.html"><strong>http://www.berliner-zeitung.de/newsticker/in-brasilien-gibt-es-leute–die-heissen-eisenhower–rambo-oder-beckenbauer–einige-heissen-hitler—aber-das-scheint-niemanden-zu-stoeren-die-namen-der-vaeter,10917074,10099090.html</strong></a></p>
<p><a href="http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/11212/highlight/Klaus&amp;Hart"><strong>http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/11212/highlight/Klaus&amp;Hart</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/03/die-kontinuitat-der-eliten-frankfurter-rundschau-die-bundesrepublik-deutschland-und-brasiliens-judenhasser-getulio-vargas/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/03/die-kontinuitat-der-eliten-frankfurter-rundschau-die-bundesrepublik-deutschland-und-brasiliens-judenhasser-getulio-vargas/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/05/zwei-obdachlose-bei-sao-paulo-lebendig-mit-benzin-verbrannt-laut-landesmedien-steinigen-in-brasilien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/05/zwei-obdachlose-bei-sao-paulo-lebendig-mit-benzin-verbrannt-laut-landesmedien-steinigen-in-brasilien/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/18/matices-medien-staat-und-gesellschaft-in-lateinamerika-anklicken/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/18/matices-medien-staat-und-gesellschaft-in-lateinamerika-anklicken/</a></p>
<p>Dieser Beitrag wurde am Mittwoch, 20. Juli 2011 um 14:43 Uhr veröffentlicht</p>
<h2>Lula konferiert mit Ahmadinedschad in New  York:”Iran ist ein großer Partner.” Ahmadinedschad reist im November  nach Brasilia. Scharfe Kritik Israels und der jüdischen Gemeinde  Brasiliens. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=3061" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: , <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/ahmadinedschad/" rel="tag">Ahmadinedschad</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasilien/" rel="tag">Brasilien</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/holocaust/" rel="tag">Holocaust</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/iran/" rel="tag">Iran</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/juden/" rel="tag">Juden</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/lula/" rel="tag">Lula</a></p>
<p><strong>Lula sagte nach seinem einstündigen Treffen mit  Ahmadinedschad auf Journalistenfragen zu dessen bekannter  Holocaust-Position, es sei keineswegs bedrückend, sich mit dem  iranischen Führer zu treffen. “Ich bin nicht verpflichtet, jemanden  nicht zu mögen, nur weil er von anderen nicht gemocht wird.” Als  Ahmadinedschad vor der UNO-Vollversammlung sprach, waren verschiedene  westliche Delegationen, darunter Kanadas und der Vereinigten Staaten,  aufgestanden und hatten demonstrativ den Saal verlassen. </strong></p>
<p><strong>Hintergrund zur abgesagten Ahmadinedschad-Visite vom Mai 2009:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/04/30/israels-regierung-kritisiert-erneut-ahmadinedschad-besuch-in-brasilia-am-6-mai-brasilianischer-botschafter-in-jerusalem-einbestellt/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/04/30/israels-regierung-kritisiert-erneut-ahmadinedschad-besuch-in-brasilia-am-6-mai-brasilianischer-botschafter-in-jerusalem-einbestellt/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/04/ahmadinedschad-am-mittwoch-bei-lula-juden-kirchen-menschenrechtsorganisationen-homosexuelle-feministinnen23-ngo-protestieren-in-brasilia-fur-einen-antisemitischen-fuhrer-darf-man-keinen-rote/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/04/ahmadinedschad-am-mittwoch-bei-lula-juden-kirchen-menschenrechtsorganisationen-homosexuelle-feministinnen23-ngo-protestieren-in-brasilia-fur-einen-antisemitischen-fuhrer-darf-man-keinen-rote/</a></p>
<p><strong>“Viva Hamas” &#8211; Regierungspartei Lulas demonstriert mit Hamas-Anhängern in Sao Paulo:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/11/viva-hamas-der-kampf-von-hamas-ist-gerecht-brasiliens-regierungspartei-von-lula-protestiert-mit-parteien-und-sozialbewegungen-in-sao-paulo-gegen-israels-militaraktionen-gleichsetzung-von-israe/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/11/viva-hamas-der-kampf-von-hamas-ist-gerecht-brasiliens-regierungspartei-von-lula-protestiert-mit-parteien-und-sozialbewegungen-in-sao-paulo-gegen-israels-militaraktionen-gleichsetzung-von-israe/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/09/demogenoznazistas.JPG" alt="demogenoznazistas.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/05/ahmadinedschad-kommt-nicht-erleichterung-in-brasilia-und-washington-ah-ahmadinedschad-nao-vem-ala-e-grandezeitungskarikatur-mit-lula-auf-gebetsteppich/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/05/ahmadinedschad-kommt-nicht-erleichterung-in-brasilia-und-washington-ah-ahmadinedschad-nao-vem-ala-e-grandezeitungskarikatur-mit-lula-auf-gebetsteppich/</a></p>
<p><strong>“Ahmadinedschad-Einladung ein schwerer Fehler”:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/04/20/ahmadinejad-und-lula-kritik-an-offizieller-einladung-nach-brasilien-antisemitismus-im-tropenland-bad-people/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/04/20/ahmadinejad-und-lula-kritik-an-offizieller-einladung-nach-brasilien-antisemitismus-im-tropenland-bad-people/</a></p>
<p><strong>“Judas verbrennen”:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/13/judas-verbrennenqueima-do-judas-antisemitisches-ritual-in-brasilien-bayerisches-brauchtum-bizarr-der-jud-mus-verbrannt-werden/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/13/judas-verbrennenqueima-do-judas-antisemitisches-ritual-in-brasilien-bayerisches-brauchtum-bizarr-der-jud-mus-verbrannt-werden/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/09/demogenocnazistas2.JPG" alt="demogenocnazistas2.JPG" /></p>
<h2>Neue Sanktionen gegen Iran &#8211; Brasilien und  Türkei stimmen dagegen. Lula: “Sanktionsbeschluß schwächt  UN-Sicherheitsrat”. Israelische Lula-Satire… <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=5727" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: , , <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/atomwaffen/" rel="tag">Atomwaffen</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasilien/" rel="tag">Brasilien</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/holocaust/" rel="tag">Holocaust</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/iran/" rel="tag">Iran</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/israel/" rel="tag">Israel</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/lula/" rel="tag">Lula</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/menschenrechte/" rel="tag">Menschenrechte</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/turkei/" rel="tag">TÃ¼rkei</a></p>
<p><a href="http://g1.globo.com/mundo/noticia/2010/06/conselho-de-seguranca-da-onu-aprova-nova-rodada-de-sancoes-ao-ira.html">http://g1.globo.com/mundo/noticia/2010/06/conselho-de-seguranca-da-onu-aprova-nova-rodada-de-sancoes-ao-ira.html</a></p>
<p><strong>Brasilias Gegenvotum ist bei den Landesmedien in ersten  Analysen auf scharfe Kritik gestoßen &#8211; die wichtigste Qualitätszeitung  “O Estado de Sao Paulo” schrieb von “stupider Diplomatie” der  Lula-Regierung:Â </strong></p>
<p><strong>“JÃ¡ o voto brasileiro é aparentemente incompreensÃ­vel. Os  negÃ³cios do Brasil com o Irá sáo incomparavelmente menores do que os de  China, RÃºssia e Turquia. E náo é possÃ­vel levar a sério a pretensáo  brasileira de apresentar o paÃ­s como mediador da crise no Oriente  Médio, por pelo menos duas razÃµes: primeira, que o Brasil náo foi capaz  de mediar nem mesmo crises bem menos complexas em sua suposta Ã¡rea de  influÃªncia, a América Latina, como o episÃ³dio em Honduras e a crise  entre Venezuela e ColÃ´mbia, para ficarmos apenas em casos mais  recentes; segunda, que o Brasil náo tem ”caninos para se envolver numa  regiáo em que a força militar e a capacidade de impor pressáo econÃ´mica  sáo Ã³bvios e indispensÃ¡veis elementos de dissuasáo.</strong><strong>Resta  como explicaçáo que o Brasil votou contra as sançÃµes por causa de uma  agenda ideolÃ³gica na qual o paÃ­s busca se afirmar como ator  internacional Ã  custa da oposiçáo aos EUA. Isso talvez faça sucesso  entre os antiamericanos, mas, como diplomacia, é apenas estÃºpido.”</strong>Â</p>
<p><strong>“Diplomatischer Selbstmord”:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/24/diplomatischer-selbstmord-brasilianische-tageszeitung-o-globo-zu-lulas-iran-initiative-weil-brasilia-den-iran-praktisch-beim-erlangen-der-atombombe-unterstutzte-verlor-es-einen-teil-der/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/24/diplomatischer-selbstmord-brasilianische-tageszeitung-o-globo-zu-lulas-iran-initiative-weil-brasilia-den-iran-praktisch-beim-erlangen-der-atombombe-unterstutzte-verlor-es-einen-teil-der/</a></p>
<p><strong>Fünf Jahre nach dem 1975 unterzeichneten  deutsch-brasilianischen Atomvertrag vereinbarten laut Landesmedien die  Regierungen in Brasilia und Bagdad ein Geheimabkommen zur nuklearen  Kooperation. Ehemalige Minister der Militärdiktatur haben danach  zugegeben, daß der Irak unter anderem angereichertes Uran erhalten hat.  Brasilianische Kernkraftexperten seien auch an der Errichtung des 1981  von der israelischen Luftwaffe bombardierten Atomreaktors Ozirak  beteiligt gewesen. </strong></p>
<p><strong>“Lula Superstar”:</strong> <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-70569506.html">http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-70569506.html</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/06/lulaahmadinedschadcharge.jpg" alt="lulaahmadinedschadcharge.jpg" /></p>
<p><strong>“Den Holocaust gabs nicht!”  “Den Mensalao auch nicht!!”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/20/brasiliens-nukleare-vision-o-globo-kolumnist-merval-pereira-analysiert-die-position-von-vizeprasident-jose-alencar-wonach-eine-atombombe-des-iran-der-abschreckung-diente-den-frieden-garantierte/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/20/brasiliens-nukleare-vision-o-globo-kolumnist-merval-pereira-analysiert-die-position-von-vizeprasident-jose-alencar-wonach-eine-atombombe-des-iran-der-abschreckung-diente-den-frieden-garantierte/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/07/lula-steht-rechts-ich-habe-ihn-immer-fur-einen-rechten-gehalten-ele-e-da-direitafrancisco-de-oliveira-renommierter-brasilianischer-soziologe-in-caros-amigos/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/07/lula-steht-rechts-ich-habe-ihn-immer-fur-einen-rechten-gehalten-ele-e-da-direitafrancisco-de-oliveira-renommierter-brasilianischer-soziologe-in-caros-amigos/</a></p>
<p><strong>Israelische Lula-Satire:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/11/satire-uber-lula-wegen-iran-im-tv-israels-anklicken/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/11/satire-uber-lula-wegen-iran-im-tv-israels-anklicken/</a></p>
<p><strong>New York Times:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/27/is-there-anything-uglier-than-watching-democrats-sell-out-other-democrats-to-a-holocaust-denying-vote-stealing-iranian-thug-just-to-tweak-the-us-and-show-that-they-too-can-play-at-the-big-power/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/27/is-there-anything-uglier-than-watching-democrats-sell-out-other-democrats-to-a-holocaust-denying-vote-stealing-iranian-thug-just-to-tweak-the-us-and-show-that-they-too-can-play-at-the-big-power/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/26/deutsch-brasilianische-nuklearkooperation-genscher-westerwelle-text-der-burgerinitiative-umweltschutz-hamm-e-v/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/26/deutsch-brasilianische-nuklearkooperation-genscher-westerwelle-text-der-burgerinitiative-umweltschutz-hamm-e-v/</a></p>
<p><strong>Menschenrechtskriterium:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/09/summarische-exekutionen-in-brasilien-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-bestatigt-richtigkeit-neuer-uno-studie/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/09/summarische-exekutionen-in-brasilien-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-bestatigt-richtigkeit-neuer-uno-studie/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/08/those-troublesome-jews-the-washington-post/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/08/those-troublesome-jews-the-washington-post/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/05/brasilien-auf-uno-index-fur-menschliche-entwicklung-jetzt-platz-75-hinter-argentinien-chile-und-kuba/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/05/brasilien-auf-uno-index-fur-menschliche-entwicklung-jetzt-platz-75-hinter-argentinien-chile-und-kuba/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/07/lula-steht-rechts-ich-habe-ihn-immer-fur-einen-rechten-gehalten-ele-e-da-direitafrancisco-de-oliveira-renommierter-brasilianischer-soziologe-in-caros-amigos/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/07/lula-steht-rechts-ich-habe-ihn-immer-fur-einen-rechten-gehalten-ele-e-da-direitafrancisco-de-oliveira-renommierter-brasilianischer-soziologe-in-caros-amigos/</a></p>
<h2>Brasilien: “Lula für immer” &#8211; O Globo(Lula  para sempre) Marco Antonio Villa, Historiker und Professor an der  Bundesuniversität von Sao Carlos. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=13004" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: , <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasilien/" rel="tag">Brasilien</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/lula/" rel="tag">Lula</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/marco-antonio-villa/" rel="tag">Marco Antonio Villa</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/romeu-tuma-und-lula/" rel="tag">Romeu Tuma und Lula</a></p>
<p><strong>Marco Antonio Villa weist in seiner  scharfsichtigen Analyse auf zahlreiche wichtige Aspekte der Biographie  Lulas hin, erinnert auch an dessen Verhältnis zu dem Diktaturaktivisten  Romeu Tuma, berüchtigter Chef der politischen Polizei(DOPS) von Sao  Paulo, nach dem Militärregime einflußreicher Kongreßpolitiker und Freund  des Präsidenten:”Er erklärte Romeu Tuma, Chef des DOPS, wo Hunderte von  Brasilianern gefoltert und Dutzende ermordet wurden, zum Demokraten.  Lula wurde 1980 eingesperrt, als es keine Folter mehr gab.” Lula sei  privilegiert behandelt worden, nahm niemals zu den Folterungen    Stellung. Lula habe sogar Tumas Sohn zum nationalen Justiz-Sekretär  ernannt,  hielt zudem eine starke Beziehung zum größten Symbol der  politischen Rückständigkeit des Landes, zu José Sarney, dem früheren  Chef der Diktatorenpartei ARENA und heutigen Senatspräsidenten.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/13/lulas-chef-fur-mafiabekampfung-ist-laut-landespresse-mit-chinesischem-mafiabos-befreundet-und-wird-auf-druck-der-offentlichkeit-beurlaubt/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/13/lulas-chef-fur-mafiabekampfung-ist-laut-landespresse-mit-chinesischem-mafiabos-befreundet-und-wird-auf-druck-der-offentlichkeit-beurlaubt/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/03/sarneydilmalula2010.JPG" alt="sarneydilmalula2010.JPG" /></p>
<p><strong>Dilma Rousseff feiert mit dem Ex-Chef der Diktatorenpartei     ARENA, José Sarney, 2010 ihren Wahlsieg. Ausriß. Heute ist Sarney als     starker Mann der größten Koalitionspartei PMDB der wichtigste  politische    Partner Rousseffs, zudem Chef des Kongreßsenats…</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/26/fernando-gabeira-ist-eine-kanaille-ein-opportunist-menschenrechtsaktivist-ivan-seixas-reagiert-auf-haltung-des-grunen-politikers-zu-diktaturaktivist-romeu-tuma-gabeira-erweist-seinem-land-de/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/26/fernando-gabeira-ist-eine-kanaille-ein-opportunist-menschenrechtsaktivist-ivan-seixas-reagiert-auf-haltung-des-grunen-politikers-zu-diktaturaktivist-romeu-tuma-gabeira-erweist-seinem-land-de/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.marcovilla.com.br/"><strong>http://www.marcovilla.com.br/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/02/brasilien-der-gefolterte-und-die-unter-lula-rousseff-fortdauernde-straffreiheit-fur-folterer-und-andere-diktaturverbrecher-wer-damals-mit-dem-militarregime-eng-kooperierte/"><strong> http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/02/brasilien-der-gefolterte-und-die-unter-lula-rousseff-fortdauernde-straffreiheit-fur-folterer-und-andere-diktaturverbrecher-wer-damals-mit-dem-militarregime-eng-kooperierte/</strong></a></p>
<p>Luiz  Inácio Lula da Silva não é um homem de palavra. Proclamou  diversas  vezes que, ao terminar o seu mandato presidencial, iria se  recolher à  vida privada e se afastar da política. Mentiu. Foi mais uma  manobra  astuta, entre tantas que realizou, desde 1972, quando chegou à  diretoria  do sindicato de São Bernardo, indicado pelo irmão, para ser  uma espécie  de porta-voz do Partidão (depois de eleito, esqueceu do  acordo).</p>
<p>A  permanente ação política do ex-presidente é um mau exemplo para o  país.  Não houve nenhuma acusação de corrupção no governo Dilma sem que  ele  apoiasse enfaticamente o acusado. Lula pressionou o governo para  não  “aceitar as pressões da mídia”. Apresentou a sua gestão como  exemplo, ou  seja, nunca apurou nenhuma denúncia, mesmo em casos com  abundantes  provas de mau uso dos recursos públicos. Contudo, seus  conselhos não  foram obedecidos.</p>
<p>Não deve causar estranheza este desprezo  pelo  interesse público. É típico de Lula. Para ele, o que vale é ter  poder.  Qualquer princípio pode ser instrumento para uma transação.  Correção,  ética e moralidade são palavras desconhecidas no seu  vocabulário. Para  impor a sua vontade passa por cima de qualquer ideia  ou de pessoas. Tem  obtido êxito. Claro que o ambiente político do país,  do herói sem nenhum  caráter, ajudou. E muito.</p>
<p>Ao longo do tempo, a doença do eterno  poder foi crescendo. Começou  na sala de um sindicato e terminou no  Palácio do Planalto. E pretende  retornar ao posto que considera seu.  Para isso, desde o dia 1 de  janeiro deste ano, não pensa em outra coisa.  E toda ação política passa  por este objetivo maior. Como de hábito, o  interesse pessoal é o que  conta. Qualquer obstáculo colocado no caminho  será ultrapassado a  qualquer custo.</p>
<p>O episódio envolvendo o  ministro do Esporte é ilustrativo. A defesa  enfática de Orlando Silva  não dependeu da apresentação de provas da  inocência do ministro. Não,  muito pelo contrário. O que contou foi a  importância para o seu projeto  presidencial do apoio do PCdoB ao  candidato petista na capital paulista.  Lula sabe que o primeiro passo  rumo ao terceiro governo é vencer em São  Paulo. 2014 começa em 2012. O  mesmo se repetiu no caso do Ministério  dos Transportes e a importância  do suporte do PR, independentemente dos  “malfeitos”, como diria a  presidente Dilma, realizados naquela pasta. E,  no caso, ainda envolvia o  interesse pessoal: o suplente de Nascimento  no Senado era o seu amigo  João Pedro.</p>
<p>O egocentrismo do  ex-presidente é antigo. Tudo passa pela mediação  pessoal. Transformou o  delegado Romeu Tuma, chefe do Dops paulista,  onde centenas de  brasileiros foram torturados e dezenas foram  assassinados, em democrata.  Lula foi detido em 1980, quando não havia  mais torturas. Recebeu  tratamento privilegiado, como mesmo confessou,  diversas vezes, em  entrevistas, que foram utilizadas até na campanha do  delegado ao Senado.  Nunca fez referência às torturas. Transformou a  casa dos horrores em  hotel de luxo. E até chegou a nomear o filho de  Tuma secretário nacional  de Justiça!!</p>
<p>O desprezo pela História é permanente. Estabeleceu  uma forte relação  com o símbolo maior do atraso político do país: o  senador José Ribamar  da Costa, vulgo José Sarney. Retirou o político  maranhense do ocaso  político. Fez o que Sílvio Romero chamou de “suprema  degradação de  retrogradar, dando, de novo, um sentido histórico às  oligarquias locais  e outorgando-lhes nova função política e social”. E  pior: entregou  parte da máquina estatal para o deleite dos interesses  familiares, com  resultados já conhecidos.</p>
<p>O desprezo pelos  valores democráticos e republicanos serve para  explicar a simpatia de  Lula para com os ditadores. Estabeleceu uma  relação amistosa com Muamar  Kadafi (o chamou de “amigo, irmão e líder”)  e com Fidel Castro (outro  “amigo”). Concedeu a tiranos africanos ajuda  econômica a fundo perdido.  Nunca &#8211; nunca mesmo &#8211; em oito anos de  Presidência deu uma declaração  contra as violações dos direitos humanos  nas ditaduras do antigo  Terceiro Mundo. Mas, diversas vezes, atacou os  Estados Unidos.</p>
<p>Desta  forma, é considerável a sua ojeriza a qualquer forma de  oposição. Ele  gosta somente de ouvir a sua própria voz. Não sabe  conviver com as  críticas. E nem com o passado. Nada pode se rivalizar  ao que acredita  ser o seu papel na história. Daí a demonização dos  líderes sindicais que  não rezavam pela sua cartilha, a desqualificação  dos políticos que não  aceitaram segui-lo. Além do discurso, usou do  “convencimento”  financeiro. Cooptou muitos dos antigos opositores  utilizando-se dos  recursos do Erário. Transformou as empresas estatais  em apêndices dos  seus desejos. Amarrou os destinos do país ao seu  projeto de poder.</p>
<p>Como  o conde de Monte Cristo, o ex-presidente conta cada dia que  passa. A  sua “vingança” é o retorno, em 2014. Conta com a complacência  de um país  que tem uma oposição omissa, ou, na melhor das hipóteses,  tímida. Detém  o controle absoluto do PT. Usa e abusa do partido para  fortalecer a sua  capacidade de negociação com outros partidos e setores  da sociedade. É  obedecido sem questionamentos.</p>
<p>Lula é uma avis rara da política  brasileira. Nada o liga à nossa  tradição. É um típico caudilho, tão  característico da América  Hispânica. Personalista, ególatra, sem  princípios e obcecado pelo poder  absoluto. E, como todo caudilho, quer  se perpetuar no governo. Mas os  retornos na América Latina nunca deram  certo. Basta recordar dois  exemplos: Getúlio Vargas e Juan Domingo  Perón.</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/29/brasiliens-demokratie-der-renommierte-historiker-marco-antonio-villabundesuniversitat-sao-carlos-zur-lage/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/29/brasiliens-demokratie-der-renommierte-historiker-marco-antonio-villabundesuniversitat-sao-carlos-zur-lage/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/15/brasiliens-militardiktatur-uberlebende-von-verfolgung-und-folter-clarice-herzog-witwe-des-ermordeten-judischen-journalisten-vladimir-herzog-und-regimegegner-waldemar-rossi-heute-fuhrer-der-bisch/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/15/brasiliens-militardiktatur-uberlebende-von-verfolgung-und-folter-clarice-herzog-witwe-des-ermordeten-judischen-journalisten-vladimir-herzog-und-regimegegner-waldemar-rossi-heute-fuhrer-der-bisch/</strong></a></p>
<h2>Ney Matogrosso &#8211; “Por debaixo dos pano”. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=12469" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/ney-matogrosso/" rel="tag">Ney Matogrosso</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/por-debaixo-dos-pano/" rel="tag">Por debaixo dos pano&#8220;</a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=rfQk82p6jLk"><strong>http://www.youtube.com/watch?v=rfQk82p6jLk</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/02/neymatogrossopano.JPG" alt="neymatogrossopano.JPG" /></p>
<p>Clip, Ausriß.</p>
<h2>Hakenkreuz-Kleiderständer für Textilgeschäfte kosten in Sao Paulo/Brasilien derzeit verchromt 179 Real, schwarz 128 Real, anklicken. “Arara suastica”. Besonders Juden fühlen sich provoziert, sind entsetzt, erinnern sich sofort an das Grauen des Holocaust. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=13096" title="Beitrag bearbeiten"><font size="3" color="#bb0000">**</font></a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/aleksander-laks/" rel="tag"><font color="#bb0000">Aleksander Laks</font></a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/auschwitz/" rel="tag"><font color="#bb0000">Auschwitz</font></a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/kleiderstander-in-hakenkreuz-form-in-brasilien/" rel="tag"><font color="#bb0000">Kleiderständer in Hakenkreuz-Form in Brasilien</font></a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/mengele/" rel="tag"><font color="#bb0000">Mengele</font></a></p>
<p><a href="http://www.smexpositores.com.br/detalhes.php?id=359&amp;categoria=1&amp;subcategoria=1"><strong><font color="#bb0000">http://www.smexpositores.com.br/detalhes.php?id=359&amp;categoria=1&amp;subcategoria=1</font></strong></a></p>
<p><a href="http://www.equipandoloja.com.br/prod,IDLoja,11498,IDProduto,3339082,araras-de-chao-arara-suastica"><strong><font color="#bb0000">http://www.equipandoloja.com.br/prod,IDLoja,11498,IDProduto,3339082,araras-de-chao-arara-suastica</font></strong></a></p>
<p><a href="http://www.tudoparaloja.com.br/19193/aRaRa-SuaSTiCa-GiRaToRia"><strong><font color="#bb0000">http://www.tudoparaloja.com.br/19193/aRaRa-SuaSTiCa-GiRaToRia</font></strong></a></p>
<p><font color="#bb0000"><img src="http://www.ila-web.de/brasilientexte/bilderbras/katalog.gif" width="255" height="153" border="0" /></font></p>
<p><strong>Fotos der Varianten:<a href="http://www.google.com.br/search?q=arara+suastica&amp;hl=pt-BR&amp;client=firefox-a&amp;hs=kbk&amp;rls=org.mozilla:pt-BR:official&amp;prmd=imvns&amp;tbm=isch&amp;tbo=u&amp;source=univ&amp;sa=X&amp;ei=TIyxT6zmDI2m8QT07tjRCA&amp;ved=0CJEBELAE&amp;biw=1440&amp;bih=797"><font color="#bb0000">  http://www.google.com.br/search?q=arara+suastica&amp;hl=pt-BR&amp;client=firefox-a&amp;hs=kbk&amp;rls=org.mozilla:pt-BR:official&amp;prmd=imvns&amp;tbm=isch&amp;tbo=u&amp;source=univ&amp;sa=X&amp;ei=TIyxT6zmDI2m8QT07tjRCA&amp;ved=0CJEBELAE&amp;biw=1440&amp;bih=797</font></a></strong></p>
<h2>Jude Aleksander Laks, Rio  de Janeiro. Auschwitz-Überlebender, von KZ-Arzt Mengele selektiert &#8211; sieht fast täglich in der Rio+20-Stadt die Hakenkreuz-Kleiderständer.</h2>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/06/laksgut.jpg" alt="laksgut.jpg" /></p>
<p><strong>Hintergrundtext von 2005:</strong></p>
<p><a href="http://www.ila-web.de/brasilientexte/hakenkreuz.htm"><strong><font color="#bb0000">http://www.ila-web.de/brasilientexte/hakenkreuz.htm</font></strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/12/das-nazi-gesicht-der-brasilianischen-diktatur-brasiliens-wichtigster-befreiungstheologe-frei-betto/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/12/das-nazi-gesicht-der-brasilianischen-diktatur-brasiliens-wichtigster-befreiungstheologe-frei-betto/</font></strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/15/brasiliens-militardiktatur-uberlebende-von-verfolgung-und-folter-clarice-herzog-witwe-des-ermordeten-judischen-journalisten-vladimir-herzog-und-regimegegner-waldemar-rossi-heute-fuhrer-der-bisch/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/15/brasiliens-militardiktatur-uberlebende-von-verfolgung-und-folter-clarice-herzog-witwe-des-ermordeten-judischen-journalisten-vladimir-herzog-und-regimegegner-waldemar-rossi-heute-fuhrer-der-bisch/</font></strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/12/hakenkreuzdrachenneu.JPG" alt="hakenkreuzdrachenneu.JPG" /></p>
<p><strong>Schwarzer Junge mit Hakenkreuz-Drachen in den siebziger Jahren im Ibirapuera-Park von Sao Paulo.</strong></p>
<p><strong>Wie war es im Kalten Krieg vor 1990 &#8211; Der Spiegel 2013:</strong> <img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2013/03/geheimdienstespiegel13.jpg" alt="geheimdienstespiegel13.jpg" /></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2014/02/ukrainessuniformen1.jpg" alt="ukrainessuniformen1.jpg" /></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8222;Putschversuch gegen Lula 2005&#8243; und das Weltsozialforum 2010 in Porto Alegre und Salvador da Bahia. Komplexe Hintergründe des fast durchweg von der Lula-Regierung finanzierten Weltsozialforums 2010 in Brasilien. &#8222;a tentativa de golpe contra Lula em 2005&#8243;. (Gemeint ist der Mensalao-Skandal) Kritik an Mensalao-Korruption in Porto Alegre. Oded Grajew verurteilt Mensalao.</title>
		<link>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/05/putschversuch-gegen-lula-2005-und-das-weltsozialforum-in-salvador-da-bahia-komplexe-hintergrunde-des-fast-durchweg-von-der-lula-regierung-finanzierten-weltsozialforums-2010-in-brasilien-a-tent/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Feb 2010 12:49:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Lula]]></category>
		<category><![CDATA[Oded Grajew]]></category>
		<category><![CDATA[Paulo Sergio Pinheiro]]></category>
		<category><![CDATA[Porto Alegre]]></category>
		<category><![CDATA[Putschversuch gegen Lula]]></category>
		<category><![CDATA[Salvador da Bahia]]></category>
		<category><![CDATA[Weltsozialforum 2010]]></category>

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		<description><![CDATA[In der Erklärung der &#8222;Versammlung der Sozialbewegungen&#8220; in Porto Alegre und auchÂ in Salvador wird jener &#8222;Putschversuch&#8220; genannt, ohne genau zu erläutern, was wohl damit gemeint ist&#8230;Gouverneur von Bahia ist Jaques Wagner aus Lulas Arbeiterpartei PT. 10 ANOS DO FSM &#8211; OUTRO MUNDO é POSSIVEL E NECESSÃRIO ASSEMBLEIA DOS MOVIMENTOS SOCIAIS Salvador, 31 de janeiro de [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In der Erklärung der &#8222;Versammlung der Sozialbewegungen&#8220; in Porto Alegre und auchÂ in Salvador wird jener &#8222;Putschversuch&#8220; genannt, ohne genau zu erläutern, was wohl damit gemeint ist&#8230;Gouverneur von Bahia ist Jaques Wagner aus Lulas Arbeiterpartei PT.<br />
</strong></p>
<p><strong>10 ANOS DO FSM &#8211; OUTRO MUNDO é POSSIVEL E NECESSÃRIO</strong></p>
<p align="center"><font size="3"><strong>ASSEMBLEIA DOS MOVIMENTOS SOCIAIS</strong></font></p>
<p align="center"><strong>Salvador, 31 de janeiro de 2010.</strong></p>
<p align="center">&nbsp;</p>
<p><strong>NÃ³s, militantes de diversas organizaçÃµes dos movimentos sociais reunidos no FSMT de Salvador, realizamos a Assembleia dos Movimentos Sociais com o intuito de consolidar uma plataforma de bandeiras unitÃ¡rias e calendÃ¡rio de lutas.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/29/weltsozialforum-2010-in-porto-alegreund-nahen-stadten-mit-burgermeistern-der-arbeiterpartei-lulas-wer-sind-die-finanziers/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/29/weltsozialforum-2010-in-porto-alegreund-nahen-stadten-mit-burgermeistern-der-arbeiterpartei-lulas-wer-sind-die-finanziers/</a></p>
<p><strong>Lula zu &#8222;Umsturzversuch&#8220;:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/13/lula-definiert-parteien-und-stimmenkauf-skandal-mensalaoals-versuch-der-opposition-ihn-zu-sturzen-lula-hat-politische-alzheimer/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/13/lula-definiert-parteien-und-stimmenkauf-skandal-mensalaoals-versuch-der-opposition-ihn-zu-sturzen-lula-hat-politische-alzheimer/</a></p>
<p><strong>Jüdischer Weltsozialforum-Erfinder Oded Grajew:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/20/weltsozialforum-2010-in-porto-alegre-und-brasilien-das-system-hier-ist-einfach-verfault-weltsozialforum-erfinder-oded-grajew-in-sao-paulo/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/20/weltsozialforum-2010-in-porto-alegre-und-brasilien-das-system-hier-ist-einfach-verfault-weltsozialforum-erfinder-oded-grajew-in-sao-paulo/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/02/mensalaolulario.jpg" alt="mensalaolulario.jpg" /></p>
<p><strong>Protest gegen Mensalao-Korruption.</strong></p>
<p><strong>&#8222;Ich stelle die ehrlichste Regierung in der Geschichte des Landes.&#8220; Lula auf Weltsozialforum 2003 in Porto Alegre.</strong></p>
<p><!--adsense--></p>
<p><span id="more-4525"></span><br />
Â<br />
O FÃ³rum Social Mundial surgiu em 2001 como uma forma de resistÃªncia dos povos de todo o planeta contra a avalanche neoliberal dos anos 90. Dessa forma ganhou força e se tornou um grande pÃ³lo contra hegemÃ´nico ao capital financeiro. Ao longo desses 10 anos passou pelo Brasil, Venezuela, Ãndia e QuÃªnia, e outros paÃ­ses, levando a esperança de um mundo novo.<br />
Â<br />
Foi dessa maneira que o FSM conseguiu contagiar coraçÃµes e mentes para a ideia de que é sim possÃ­vel construir outro mundo com justiça social, democracia, sem destruir o planeta e valorizando as culturas nacionais. O FSM foi fundamental para a construçáo de uma nova conjuntura que valorize a integraçáo e a solidariedade entre os povos. E é assim que partiremos para novas lutas e para construir o prÃ³ximo FÃ³rum Social Mundial em Dakar em janeiro de 2011.<br />
Â<br />
Com o declÃ­nio do neoliberalismo e a crise do capitalismo os valores representados por esse sistema passam a ser questionados pela sociedade. Assim, o capitalismo predatÃ³rio que destrÃ³i o meio ambiente causando graves desequilÃ­brios climÃ¡ticos, que desrespeita os povos de todo o mundo e suas soberanias, que explora o trabalhador e desestrutura o mundo do trabalho, que exclui o jovem, discrimina o homossexual, oprime a mulher, marginaliza o negro, mercantiliza a cultura é agora visto com ressalvas.<br />
Â<br />
A crise financeira mundial é uma crise do sistema capitalista. Ela expÃ´s as contradiçÃµes intrÃ­nsecas a esse modelo e quebrou as certezas e a hegemonia do mercado como um deus regulador das relaçÃµes comercias e sociais. Essa crise abriu a possibilidade de se rediscutir o ordenamento mundial, os rumos da sociedade, o papel do Estado e um novo modelo de desenvolvimento. Porém, sabemos que esse momento pelo qual passamos é de profundas adversidades para a classe trabalhadora de todo o mundo em funçáo das crises financeira e climÃ¡tica em curso. A consequÃªncia das crises é o aumento da desigualdade e por esse motivo reafirmamos o nosso desafio com as lutas e com a solidariedade de classe .<br />
Â<br />
Nosso continente, a América Latina, atrai os olhos de todo o planeta diante de sua onda transformadora. Por outro lado, a hegemonia mundial ainda é capitalista e as elites náo entregaráo o continente que sempre foi tido como o quintal do imperialismo de máo beijada. Náo é Ã  toa a promoçáo do golpe contra ChÃ¡vez em 2002, em Honduras em 2009<strong>, a tentativa de golpe contra Lula em 2005</strong> ou mesmo a desestabilizaçáo de Fernando Lugo que estÃ¡ em curso no Paraguai.<br />
Ao mesmo tempo, as elites se utilizam e fortalecem novos instrumentos de dominaçáo. Sua principal arma hoje é a grande mÃ­dia e os monopÃ³lios de comunicaçáo. Esses organismos funcionam como verdadeiros porta-vozes das elites conservadoras e golpistas. Por isso ganham força os movimentos de cultura livre e as rÃ¡dios e jornais comunitÃ¡rios que conseguem driblar o monopÃ³lio midiÃ¡tico.<br />
Â<br />
O povo estadunidense elegeu Barack Obama em um grande movimento de massas carregando consigo as esperanças de superar a era Bush. Entretanto, mesmo com Obama o imperialismo continua sendo imperialismo. Os EUA crescem seu olho diante das grandes riquezas naturais do nosso continente, como a recente descoberta do Pré-sal. No mesmo momento em que os EUA reativam a quarta frota marÃ­tima também instalam mais bases militares na ColÃ´mbia e no PanamÃ¡, além de insistir no retrÃ³grado bloqueio a Cuba.<br />
Â<br />
Atentos a esses movimentos do imperialismo, os movimentos sociais reunidos no FÃ³rum Social Mundial TemÃ¡tico em Salvador reafirmam seu compromisso com a luta por justiça social, democracia, soberania, pela integraçáo solidÃ¡ria da América Latina e de todos os povos do mundo, pelo fortalecimento da integraçáo dos povos, pela autodeterminaçáo dos povos e contra todas as formas de opressáo.<br />
Â<br />
No Brasil, muitos avanços foram conquistados pelo povo durante os 7 anos do Governo Lula. O Estado foi fortalecido alcançando maior ritmo de desenvolvimento, a distribuiçáo de renda e o progresso social avançaram com a valorizaçáo do salÃ¡rio mÃ­nimo e polÃ­ticas sociais como o Bolsa FamÃ­lia, a integraçáo solidÃ¡ria do continente foi estimulada. Porém, muito mais hÃ¡ para ser feito. As Reformas estruturais capazes de enraizar as conquistas democrÃ¡ticas náo foram realizadas e a grave desigualdade social perpetrada por mais de 5 séculos em nosso pais estÃ¡ longe de ser resolvida. Por isso, devemos lutar pelo aprofundamento das conquistas nesse perÃ­odo de embate polÃ­tico que se aproxima.<br />
Â<br />
Reafirmamos a luta contra os monocultivos predatÃ³rios, os desmatamentos, o uso de agrotÃ³xicos que gera a poluiçáo dos rios e do ar. Seguiremos na luta contra o latifÃºndio e em defesa da biodiversidade e dos recursos naturais como forma de preservaçáo do meio ambiente, dos ecossistemas, da fauna e flora integradas com o homem.<br />
Â<br />
Nos unimos no combate ao machismo, ao racismo e Ã  homofobia. Lutamos por uma sociedade justa e igualitÃ¡ria, livre de qualquer forma de opressáo, onde as mulheres tenham seus direitos respeitados e náo sofram abusos e violÃªncias, os negros náo sofram preconceito e saiam da condiçáo histÃ³rica de pobreza que lhes é reservada desde os tempos da escravidáo, os homossexuais tenham acesso a direitos civis e náo sofram discriminaçáo.<br />
Â<br />
Sabemos que essas conquistas viráo da luta do povo organizado. Por isso, convocamos todos os militantes a fazer um grande mutiráo de debates envolvendo estados, municÃ­pios e segmentos sociais no intuito de construir um projeto de desenvolvimento soberano, democrÃ¡tico e com distribuiçáo de renda para o Brasil. SÃ³ assim seremos capazes de aprofundar as mudanças que estamos construindo e derrotar a direita conservadora e reacionÃ¡ria do nosso paÃ­s nas eleiçÃµes que se avizinham.<br />
Â<br />
Esse grito que expressa nosso anseio liberdade e mais direitos náo poderia ser dado em lugar melhor. Estamos na Bahia, terra de todos os santos e de bravos lutadores, valorosos intelectuais e lÃ­ricos poetas e artistas como a banda tambores das raças que abriu a Assembleia entoando versos que afirmam que:<br />
Zumbi náo morreu, estÃ¡ presente entre nÃ³s. Palmares referÃªncia que sustenta nossa voz.Liberdade, igualdade, revolta dos buzios, levante malÃªs, herança ancestral que alimenta a uniáo é a força pra vencer!<br />
Â<br />
De Salvador conclamamos o povo brasileiro a lutar por um Brasil livre, independente, democrÃ¡tico e justo socialmente.<br />
Â<br />
Para isso, o conjunto dos movimentos sociais brasileiros convoca a Assembleia Nacional dos Movimentos Sociais para o dia 31 de maio em Sáo Paulo e definem as seguintes bandeiras de luta:<br />
Â<br />
<strong>SOBERANIA NACIONAL</strong><br />
&#8211; Defesa do Pré-sal 100% para o povo brasileiro;<br />
&#8211; Pela retirada das bases estrangeiras da América Latina e Caribe;<br />
&#8211; Defesa da autodeterminaçáo dos povos;<br />
&#8211; Pela retirada imediata das tropas dos EUA do Afeganistáo e do Iraque;<br />
&#8211; Pela criaçáo do Estado Palestino;<br />
&#8211; Contra os Golpes de Estado a exemplo de Honduras;<br />
&#8211; Contra a presença da 4Âª Frota na América Latina;<br />
&#8211; Pela integraçáo solidÃ¡ria da América Latina;<br />
&#8211; Contra a volta do neoliberalismo<br />
&#8211; Pelo fortalecimento do MERCOSUL, UNASUL e da ALBA;<br />
&#8211; Pela democratizaçáo e o fortalecimento das forças armadas;<br />
&#8211; Pela defesa da AmazÃ´nia e da nossa biodiversidade como patrimÃ´nio nacional.<br />
Â<br />
<strong>DESENVOLVIMENTO</strong><br />
&#8211; Por uma polÃ­tica nacional de desenvolvimento ambientalmente sustentÃ¡vel, que preserve o meio ambiente e a biodiversidade, e que resguarde a soberania sobre a AmazÃ´nia brasileira.<br />
&#8211; Por um Projeto popular de Desenvolvimento nacional com distribuiçáo de renda e valorizaçáo do trabalho;<br />
&#8211; Pelo fortalecimento da indÃºstria nacional;<br />
&#8211; Contra o latifÃºndio e os monocultivos que depredam o meio ambiente<br />
&#8211; Em defesa da Reforma AgrÃ¡ria.<br />
&#8211; Reduçáo da jornada de trabalho sem reduçáo de salÃ¡rios;<br />
&#8211; Por polÃ­ticas PÃºblicas para a Juventude;<br />
&#8211; Defesa de formas de organizaçáo econÃ´mica baseadas na cooperaçáo, autogestáo e culturas locais;<br />
&#8211; Pela alteraçáo da Lei Geral do Cooperativismo e da conquista de um Sistema de Finanças SolidÃ¡rias e Programa de Desenvolvimento da Economia SolidÃ¡ria (PRONADES), do Direito ao Trabalho Associado e AutogestionÃ¡rio, e de um Sistema de Comércio Justo e SolidÃ¡rio;<br />
&#8211; Por um desenvolvimento local sustentÃ¡vel.<br />
&#8211; Por PolÃ­ticas PÃºblicas de Igualdade Racial;<br />
Â<br />
<strong>DEMOCRACIA</strong><br />
&#8211; Contra os monopÃ³lios midiÃ¡ticos e pela democratizaçáo dos meios de comunicaçáo.<br />
&#8211; Contra a criminalizaçáo dos movimentos sociais;<br />
&#8211; Em defesa da Cultura livre<br />
&#8211; Pela ampliaçáo da participaçáo do povo nas decisÃµes através de plebiscitos e referendum;<br />
&#8211; Contra o golpe em Honduras;<br />
&#8211; Contra a desestabilizaçáo dos governos democrÃ¡ticos e populares da América Latina;<br />
&#8211; Pelo fim das patentes de remédios<br />
&#8211; Contra a intolerÃ¢ncia religiosa, em defesa do Estado laico.<br />
Â<br />
<strong>MAIS DIREITOS AO POVO</strong><br />
&#8211; Educaçáo pÃºblica, gratuita e de qualidade para todos e todas, com a universalizaçáo do acesso, promoçáo da qualidade e incentivo Ã  permanÃªncia, seja na educaçáo infantil, no ensino fundamental, médio e superior. Por uma campanha efetiva de erradicaçáo do analfabetismo. Adoçáo de medidas que democratizem o acesso ao ensino superior pÃºblico;<br />
&#8211; Defesa da saÃºde pÃºblica garantindo acesso da populaçáo a atendimento de qualidade. Tratamento preventivo Ã s doenças, atendimento digno Ã s pessoas nas instituiçÃµes pÃºblicas;<br />
&#8211; Pela garantia e ampliaçáo dos direitos sexuais reprodutivos;<br />
&#8211; Contra a exploraçáo sexual das mulheres;<br />
&#8211; Pelo fim do fator previdenciÃ¡rio e por reajuste digno para os aposentados.</p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/02/grajewneu1.jpg" alt="grajewneu1.jpg" /></p>
<p><strong>Oded Grajew im Website-Exklusivinterview zum Mensalao-Skandal: </strong></p>
<p><strong>Sind sie noch Mitglied der Arbeiterpartei Lulas? &#8222;Nein, ich bin längst ausgetreten. Als Korruptionsfälle wie der Mensalao ans Licht kamen, gab es eine parteiinterne Wahl. Bei dieser wurde ausgerechnet die alte Führung unter Berzoini wiedergewählt &#8211; das hieß also, alles okay, alles in bester Ordnung. Da bin ich sofort raus aus der Arbeiterpartei, zu derartigem will ich nicht gehören. Das war etwa 2005, noch bevor mein Freund Chico Whitaker ebenfalls austrat. Es geht heute um all die Mensaloes, betroffen ist ja nicht nur diese eine Partei. Das ganze politische System ist verfault.&#8220;</strong></p>
<p><strong>Grajew und Whitaker sahenÂ sich beim diesjährigen Weltsozialforum in Porto Alegre zahlreichen Parteifunktionären des kritisierten Typs sowie PT-Mitläufern und PressefunktionärenÂ gegenüber. Auch 2010 zählt offenbar zur Taktik der Kommerzmedien, das Forum zu verharmlosen und möglichst langweilig darzustellen, die Brisanz der Debatten, Argumente und Hintergründe zu verschweigen. Wichtige Persönlichkeiten wie Oded Grajew haben daher mit ihren Ideen und Vorschlägen keinerlei Chancen auf dem Medienmarkt. </strong></p>
<p><strong>Lula in Porto Alegre:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/27/lula-redet-vor-weltsozialforum-in-porto-alegre-weiterflug-nach-davos-zum-weltwirtschaftsforum/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/27/lula-redet-vor-weltsozialforum-in-porto-alegre-weiterflug-nach-davos-zum-weltwirtschaftsforum/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/29/lula-macht-laut-wertekriterien-des-weltwirtschaftsforums-in-davos-alles-richtig-hohe-ehrung-mit-preis-global-statesmanship-wirtschaftsethik-und-menschenrechtslage-weltsozialforum-2010/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/29/lula-macht-laut-wertekriterien-des-weltwirtschaftsforums-in-davos-alles-richtig-hohe-ehrung-mit-preis-global-statesmanship-wirtschaftsethik-und-menschenrechtslage-weltsozialforum-2010/</a></p>
<p><strong>Systemkritiker Oded Grajew:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/22/warum-kopenhagen-scheiterte-weltsozialforum-erfinder-oded-grajewdie-regierenden-unterwarfen-sich-der-okonomischen-macht-die-ihre-wahlkampagnen-finanziert-diese-politiker-sind-angestellte-inter/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/22/warum-kopenhagen-scheiterte-weltsozialforum-erfinder-oded-grajewdie-regierenden-unterwarfen-sich-der-okonomischen-macht-die-ihre-wahlkampagnen-finanziert-diese-politiker-sind-angestellte-inter/</a></p>
<p><strong>Paulo Sergio Pinheiro:&#8220;Der Mehrheit der Brasilianer werden deren Rechte vorenthalten&#8220;</strong>Â  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/11/weltsozialforum-2010-in-porto-alegre-25-29januar/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/11/weltsozialforum-2010-in-porto-alegre-25-29januar/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/04/oscar-niemeyer-das-lateinamerika-memorial-in-sao-paulo-kritisiert-von-architekt-joaquim-guedes-der-text-ein-klassiker-der-architekturkritik-1989-oscar-niemeyer-na-barra-funda-em-sao-paulo/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/04/oscar-niemeyer-das-lateinamerika-memorial-in-sao-paulo-kritisiert-von-architekt-joaquim-guedes-der-text-ein-klassiker-der-architekturkritik-1989-oscar-niemeyer-na-barra-funda-em-sao-paulo/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/15/brasiliens-fuhrende-medienzeitschrift-imprensa-bewertet-erstmals-diese-hobby-website-in-einer-kolumne/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/15/brasiliens-fuhrende-medienzeitschrift-imprensa-bewertet-erstmals-diese-hobby-website-in-einer-kolumne/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/</a><br />
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			<wfw:commentRss>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/05/putschversuch-gegen-lula-2005-und-das-weltsozialforum-in-salvador-da-bahia-komplexe-hintergrunde-des-fast-durchweg-von-der-lula-regierung-finanzierten-weltsozialforums-2010-in-brasilien-a-tent/feed/</wfw:commentRss>
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		</item>
		<item>
		<title>Lula redet 43 Minuten vor Weltsozialforum 2010 in Porto Alegre. Kritik von WSF-Teilnehmern an Lulas Mensalao-Skandal. &#8222;Ich stelle die ehrlichste Regierung in der Geschichte des Landes&#8220;(Lula 2003 in Porto Alegre). Indischer Experte kritisiert Atom-U-Boot-Bau in Brasilien. Lula-Ehrung in Davos: &#8222;Global Statesmanship&#8220;. Oded Grajew über Obama-Politik. &#8222;Putschversuch gegen Lula 2005&#8243;.</title>
		<link>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/27/lula-redet-vor-weltsozialforum-in-porto-alegre-weiterflug-nach-davos-zum-weltwirtschaftsforum/</link>
		<comments>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/27/lula-redet-vor-weltsozialforum-in-porto-alegre-weiterflug-nach-davos-zum-weltwirtschaftsforum/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 27 Jan 2010 01:20:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Â Gesamte Rede anhören: http://www.jornalnh.com.br/site/podcasts/playeraudios,canal-8,ed-60,ct-508,cd-240554,midia-336122,tp-3.htm Laut Presseberichten boykottierten die Landlosenbewegung MST und linksgerichtete Parteien wie der PSTU den populistischen Lula-Auftritt. Ironisch wurde von Forumsteilnehmern an Lulas Rede von 2003 in Porto Alegre erinnert, als er versprochen hatte, die &#8222;ehrlichste Regierung in der Geschichte des Landes zu stellen&#8220; &#8211; später folgte der Mensalao-Skandal um Abgeordneten-und Parteienkauf, die [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Â Gesamte Rede anhören: <a href="http://www.jornalnh.com.br/site/podcasts/playeraudios,canal-8,ed-60,ct-508,cd-240554,midia-336122,tp-3.htm">http://www.jornalnh.com.br/site/podcasts/playeraudios,canal-8,ed-60,ct-508,cd-240554,midia-336122,tp-3.htm</a></strong></p>
<p><strong>Laut Presseberichten boykottierten die Landlosenbewegung MST und linksgerichtete Parteien wie der PSTU den populistischen Lula-Auftritt. Ironisch wurde von Forumsteilnehmern an Lulas Rede von 2003 in Porto Alegre erinnert, als er versprochen hatte, die &#8222;ehrlichste Regierung in der Geschichte des Landes zu stellen&#8220; &#8211; später folgte der Mensalao-Skandal um Abgeordneten-und Parteienkauf, die starke Herabstufung Brasiliens auf dem Korruptionsindex von Transparency International. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/13/lula-definiert-parteien-und-stimmenkauf-skandal-mensalaoals-versuch-der-opposition-ihn-zu-sturzen-lula-hat-politische-alzheimer/"></a></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/13/lula-definiert-parteien-und-stimmenkauf-skandal-mensalaoals-versuch-der-opposition-ihn-zu-sturzen-lula-hat-politische-alzheimer/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/13/lula-definiert-parteien-und-stimmenkauf-skandal-mensalaoals-versuch-der-opposition-ihn-zu-sturzen-lula-hat-politische-alzheimer/</a></strong></p>
<p><strong>Ein Großteil der Lula-Zuhörer waren teils von weither herangekarrte Mitglieder der Arbeiterpartei PT sowie regierungstreuer Gewerkschaften &#8211; skandiert wurde unter anderem &#8222;Lula &#8211; Krieger des Volkes!&#8220;</strong></p>
<p><strong>Oded Grajew, der die Idee zum Weltsozialforum hatte,  gehörte der Arbeiterpartei(PT) Lulas an, verließ sie indessen nach den Mensalao-Korruptionsskandalen der Lula-Regierung sowie aus Unzufriedenheit mit dem Verbleib hochbelasteter PT-Leute in der Parteiführung. Auch der Weltsozialforum-Mitgründer Chico Whitaker, Träger des Alternativen Nobelpreises, hatte aus ähnlichen Gründen die PT verlassen. Beide sehen sich beim diesjährigen Weltsozialforum in Porto Alegre zahlreichen Parteifunktionären des kritisierten Typs sowie PT-Mitläufern gegenüber.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/pele-ex-profifusballstar-und-multimillionar-zur-korruption-unter-lulawenn-man-die-korruption-in-der-regierung-sieht-ist-es-fur-unsereinen-der-viel-herumreist-oft-schwierig-brasilien-zu-vertei/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/pele-ex-profifusballstar-und-multimillionar-zur-korruption-unter-lulawenn-man-die-korruption-in-der-regierung-sieht-ist-es-fur-unsereinen-der-viel-herumreist-oft-schwierig-brasilien-zu-vertei/</a></p>
<p><strong>Lula sei jetzt ausgerechnet politischer Kongreß-Bündnispartner von Fernando Collor, per Impeachment wegen Korruption und Machtmißbrauch aus dem Präsidentenpalast entfernt. Oded Grajew kritisierte scharf, daß Lula nicht die versprochene politische Reform realisiert habe.</strong></p>
<p><strong>Gesamte Lula-Rede mit Video anklicken: http://<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/27/lula-video-von-weltsozialforum-2010-in-porto-alegre-anklicken-gesamte-lula-rede-horen/">.hart-brasilientexte.de/2010/01/27/lula-video-von-weltsozialforum-2010-in-porto-alegre-anklicken-gesamte-lula-rede-horen/</a></strong></p>
<p><strong><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/01/gritoprotestler.jpg" alt="gritoprotestler.jpg" /></strong></p>
<p><strong>&#8222;Korrupte ins Gefängnis&#8220; &#8211; Protest in Sao Paulo. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/05/putschversuch-gegen-lula-2005-und-das-weltsozialforum-in-salvador-da-bahia-komplexe-hintergrunde-des-fast-durchweg-von-der-lula-regierung-finanzierten-weltsozialforums-2010-in-brasilien-a-tent/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/05/putschversuch-gegen-lula-2005-und-das-weltsozialforum-in-salvador-da-bahia-komplexe-hintergrunde-des-fast-durchweg-von-der-lula-regierung-finanzierten-weltsozialforums-2010-in-brasilien-a-tent/</a></strong></p>
<p><a href="http://www.estadao.com.br/noticias/nacional,lula-viajara-ao-haiti-no-proximo-dia-25,501920,0.htm">http://www.estadao.com.br/noticias/nacional,lula-viajara-ao-haiti-no-proximo-dia-25,501920,0.htm</a></p>
<p><strong>Grajew warf zudem US-Präsident Obama vor, seine Wahlversprechen nicht zu erfüllen, was die Nordamerikaner, die ganze Welt enttäusche. Guantanamo bleibe, nach Afghanistan würden noch mehr Truppen geschickt, KopenhagenÂ sei gescheitert. Das Mißtrauen in die USA sei weltweit zurückgekehrt.</strong></p>
<p><strong>&#8222;Der Mehrheit der Brasilianer werden deren Rechte verweigert&#8220;:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/10/paulo-sergio-pinheiro-uno-sonderberichterstatter-menschenrechtsexperte-der-mehrheit-der-brasilianer-werden-deren-rechte-verweigert-in-allen-brasilianischen-polizeiwachen-wird-gefoltert-jeder-we/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/10/paulo-sergio-pinheiro-uno-sonderberichterstatter-menschenrechtsexperte-der-mehrheit-der-brasilianer-werden-deren-rechte-verweigert-in-allen-brasilianischen-polizeiwachen-wird-gefoltert-jeder-we/</a></p>
<p><strong>Grünen-Politiker Alfredo Sirkis:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/07/weiter-folter-in-brasilien-lokale-militardiktatur-des-organisierten-verbrechens-uber-slums-unter-lula-regierung-laut-brasilianischem-grunen-politiker-alfredo-sirkis-peter-scholl-latour-uber-bra/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/07/weiter-folter-in-brasilien-lokale-militardiktatur-des-organisierten-verbrechens-uber-slums-unter-lula-regierung-laut-brasilianischem-grunen-politiker-alfredo-sirkis-peter-scholl-latour-uber-bra/</a></p>
<p><span id="more-4397"></span></p>
<p><strong>Preis für Lula in Davos &#8211; &#8222;Global Statesmanship&#8220;:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/21/lula-wird-auf-weltwirtschaftsforum-in-davos-als-globaler-staatsmann-ausgezeichnet-debatte-uber-brasiliens-zukunft-geplant/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/21/lula-wird-auf-weltwirtschaftsforum-in-davos-als-globaler-staatsmann-ausgezeichnet-debatte-uber-brasiliens-zukunft-geplant/</a></p>
<p><strong>Oded Grajew:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/26/weltsozialforum-2010-oded-grajew-unzufrieden-mit-mangelnder-radikalitat-der-bewegung-langst-uberfalliges-werde-nicht-getan-die-menschen-mussen-an-radikalere-schritte-denken/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/26/weltsozialforum-2010-oded-grajew-unzufrieden-mit-mangelnder-radikalitat-der-bewegung-langst-uberfalliges-werde-nicht-getan-die-menschen-mussen-an-radikalere-schritte-denken/</a></p>
<p><strong>Der indischeÂ Wissenschaftler und WSF-Teilnehmer Prabir Purkayastha kritisierte gegenüber der Presse in Porto Alegre den Bau eines brasilianischen Atom-U-Boots. Ein solches Unterseeboot ohne Atomwaffen ergebe keinen Sinn. Es wäre schwer verständlich, dafür soviel Geld auszugeben, ohne Atomwaffen zu besitzen.</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/25/lulas-vize-jose-alencar-fur-nukleartechnologie-zur-entwicklung-von-atomwaffen-lander-mit-atomwaffen-verschaffen-sich-mehr-respekt/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/25/lulas-vize-jose-alencar-fur-nukleartechnologie-zur-entwicklung-von-atomwaffen-lander-mit-atomwaffen-verschaffen-sich-mehr-respekt/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/08/brasilien-rustet-auf-um-regionalmacht-zu-werden-stockholmer-friedensforschungsinstitut-rustungsausgaben-sudamerikas-stiegen-letzte-10-jahre-um-50-prozent/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/08/brasilien-rustet-auf-um-regionalmacht-zu-werden-stockholmer-friedensforschungsinstitut-rustungsausgaben-sudamerikas-stiegen-letzte-10-jahre-um-50-prozent/</a></p>
<p><strong>&#8222;Folter ohne Ende&#8220;:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/17/krieg-auf-dem-morro-dos-macacos-von-rio-de-janeiro-youtube-anklicken-bope-im-einsatz/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/17/krieg-auf-dem-morro-dos-macacos-von-rio-de-janeiro-youtube-anklicken-bope-im-einsatz/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/23/unesco-zeichnet-lula-in-paris-wegen-forderung-des-friedens-und-der-rechtsgleichheit-aus-preis-mit-150000-dollar-dotiert-jury-von-henry-kissinger-gefuhrt/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/23/unesco-zeichnet-lula-in-paris-wegen-forderung-des-friedens-und-der-rechtsgleichheit-aus-preis-mit-150000-dollar-dotiert-jury-von-henry-kissinger-gefuhrt/</a></p>
<p><strong>ThyssenKrupp in Rio de Janeiro &#8211; &#8222;deutsch-brasilianisches Prestigeprojekt&#8220;, von Lula während Bauplatzbesuch gewürdigt:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/19/thyssenkrupp-in-rio-de-janeiro-neues-stahlwerk-wird-immer-teurer-laut-handelsblatt-lokale-militardiktatur-im-umfeld-laut-grunen-politiker-alfredo-sirkis-todesschwadronen-folter-scheiterhauf/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/19/thyssenkrupp-in-rio-de-janeiro-neues-stahlwerk-wird-immer-teurer-laut-handelsblatt-lokale-militardiktatur-im-umfeld-laut-grunen-politiker-alfredo-sirkis-todesschwadronen-folter-scheiterhauf/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/06/lula-o-filho-do-brasil-viel-lob-in-europa-fur-lula-spielfilm-atzende-kritik-dagegen-in-brasilien-selbst/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/06/lula-o-filho-do-brasil-viel-lob-in-europa-fur-lula-spielfilm-atzende-kritik-dagegen-in-brasilien-selbst/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/11/brasilia-50-und-das-massaker-an-bauarbeitern/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/11/brasilia-50-und-das-massaker-an-bauarbeitern/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/01/mensalaolulario.jpg" alt="mensalaolulario.jpg" /></p>
<p><strong>Anti-Mensalao-Protest in Rio de Janeiro.</strong></p>
<p><strong>Lula-Regierung und Militärdiktatur: Auf dem Weltsozialforum 2010 wurde Lula auch wegen seinerÂ Position zurÂ  Bestrafung von Diktaturverbrechern sowie zur Gründung der längst überfälligen Wahrheitskommission kritisiert. Laut Presseberichten antwortete Lula nicht konkret auf eine entsprechende Frage des Forum-Mitorganisators Candido Grzybowski undÂ äußerte lediglich, man habe einen Mittelweg gefunden. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/14/lula-regierung-verwassert-unter-druck-der-militars-das-dekret-uber-vergangenheitsbewaltigung-neues-dekret-ist-gravierendste-tat-der-lula-regierung-betont-folha-de-sao-paulo-diktaturgegner-d/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/14/lula-regierung-verwassert-unter-druck-der-militars-das-dekret-uber-vergangenheitsbewaltigung-neues-dekret-ist-gravierendste-tat-der-lula-regierung-betont-folha-de-sao-paulo-diktaturgegner-d/</a></strong></p>
<p><strong>Lula-RedeÂ auf deutsch-brasilianischen Wirtschaftstagen: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/18/lulas-rede-auf-deutsch-brasilianischen-wirtschaftstagen-2009-in-vitoria-zeitdokument-die-rolle-einer-regierung-ist-die-einer-mutter/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/18/lulas-rede-auf-deutsch-brasilianischen-wirtschaftstagen-2009-in-vitoria-zeitdokument-die-rolle-einer-regierung-ist-die-einer-mutter/</a></strong></p>
<p><!--more--></p>
<p><strong>Kultur unter Lula &#8211; Scheiterhaufen-Rap in Rio de Janeiro: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/16/rio-de-janeiro-popularen-scheiterhaufen-rap-microondas-der-scheiterhaufen-stadt-anklicken-vacilou-bem-na-favela-microondas-te-torrou-a-tua-chance-acabou/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/16/rio-de-janeiro-popularen-scheiterhaufen-rap-microondas-der-scheiterhaufen-stadt-anklicken-vacilou-bem-na-favela-microondas-te-torrou-a-tua-chance-acabou/</a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/22/wahltricks-in-brasilien-beifall-fur-uno-generalsekretar-in-new-york-wird-in-pr-spot-als-drohnender-applaus-fur-lula-ausgegeben/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/22/wahltricks-in-brasilien-beifall-fur-uno-generalsekretar-in-new-york-wird-in-pr-spot-als-drohnender-applaus-fur-lula-ausgegeben/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/14/leonardo-boff-frei-betto-chico-whitaker-plinio-sampaio-gilmar-mauromst-und-die-soziale-ungleichheit-in-brasilien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/14/leonardo-boff-frei-betto-chico-whitaker-plinio-sampaio-gilmar-mauromst-und-die-soziale-ungleichheit-in-brasilien/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/05/peter-scholl-latour-uber-brasilien-vielfaltige-harmonie-der-rassen-mauricio-pestana-uber-das-rassistischste-land-der-erde-jurandir-freire-costa-uber-ethisch-moralische-schizophrenie-m/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/05/peter-scholl-latour-uber-brasilien-vielfaltige-harmonie-der-rassen-mauricio-pestana-uber-das-rassistischste-land-der-erde-jurandir-freire-costa-uber-ethisch-moralische-schizophrenie-m/</a></p>
<p><strong>Gefangenenpriester Günther Zgubic über die Ziele der Lula-Regierung:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/09/gunther-zgubic-gefangenenpriester-aus-osterreich-etwa-15-millionen-brasilianer-leiden-hunger-das-offentliche-gesundheitswesen-ist-eine-katastrophe-die-offentlichen-schulen-sind-miserabel-doch/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/09/gunther-zgubic-gefangenenpriester-aus-osterreich-etwa-15-millionen-brasilianer-leiden-hunger-das-offentliche-gesundheitswesen-ist-eine-katastrophe-die-offentlichen-schulen-sind-miserabel-doch/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/19/ulrich-wickert-uber-die-informationspolitik-in-deutschland/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/19/ulrich-wickert-uber-die-informationspolitik-in-deutschland/</a></p>
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			<wfw:commentRss>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/27/lula-redet-vor-weltsozialforum-in-porto-alegre-weiterflug-nach-davos-zum-weltwirtschaftsforum/feed/</wfw:commentRss>
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		<item>
		<title>&#8222;Gestaltungsmacht&#8220; Brasilien, &#8222;Folter ohne Ende&#8220;. (Tortura sem fim). Brasiliens Soziologiezeitschrift &#8222;Sociologia&#8220; über Folter unter der Lula-Rousseff-Regierung. Amnesty International, Tim Cahill, forcierter Wertewandel, strategischer Partner Brasilien. Menschenrechtsbilanz von zwei Lula-Amtszeiten. Peter Scholl-Latour. Menschenrechtslage als Positiv-Kriterium: &#8222;fortschrittliche Schwellenländer wie Brasilien&#8220;, &#8222;fortschrittliche Regierungspolitik&#8220;. José Zapatero, EU-Ratspräsident, Gregor Gysi. www.estadao.com.br/especiais/2009/11/crimesnobrasil_if_es.pdf</title>
		<link>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/</link>
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		<pubDate>Sat, 12 Dec 2009 21:24:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA["fortschrittliche Regierungspolitik"]]></category>
		<category><![CDATA[Amnesty International]]></category>
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		<category><![CDATA[Weltwirtschaftsforum 2010]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/</guid>
		<description><![CDATA[&#160; Wie Barack Obama den Tropenstaat Brasilien bewertet: “Brasilien ist eine beispielhafte Demokratie. Dieses Land ist nicht länger das Land der Zukunft – die Menschen in Brasilien sollten wissen, daß die Zukunft gekommen ist, sie ist hier, jetzt”. Demokratie und alltägliche Folter: &#8222;Die Praxis der Folter ist als Form institutioneller Gewalt im Alltag des Sicherheitsapparats weiter [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<h2 class="beitrags-titel">Wie Barack Obama den Tropenstaat Brasilien bewertet: “Brasilien ist eine beispielhafte Demokratie. Dieses Land ist nicht länger das Land der Zukunft – die Menschen in Brasilien sollten wissen, daß die Zukunft gekommen ist, sie ist hier, jetzt”.</h2>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/12/torturasemfimcapa.jpg" alt="torturasemfimcapa.jpg" /></p>
<h2 class="beitrags-titel"><strong>Demokratie und alltägliche Folter: &#8222;Die Praxis der Folter ist als Form institutioneller Gewalt im Alltag des Sicherheitsapparats weiter präsent und richtet sich besonders gegen die Armen.&#8220; (Textzitat aus der Soziologiezeitschrift)</strong></h2>
<p>&#8211;</p>
<h2 class="beitrags-titel"><strong>&#8222;In den brasilianischen Gefängnissen sind die Opfer des politisch-wirtschaftlichen Systems eingekerkert&#8220;: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/17/in-den-brasilianischen-gefangnissen-sind-die-opfer-des-politisch-wirtschaftlichen-systems-eingekerkert-anwalt-bruno-alves-de-souza-29-prasident-des-menschenrechtsrates-im-teilstaat-espirito-san/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/17/in-den-brasilianischen-gefangnissen-sind-die-opfer-des-politisch-wirtschaftlichen-systems-eingekerkert-anwalt-bruno-alves-de-souza-29-prasident-des-menschenrechtsrates-im-teilstaat-espirito-san/</a></strong></h2>
<p>&#8211;</p>
<h2 class="beitrags-titel">“Ich glaube, ihr seid auf einem fabelhaft guten Wege.” Helmut Schmidt(SPD) zu Lula 2009 in Hamburg…</h2>
<p>&#8211;</p>
<h2 class="beitrags-titel">Gregor Gysi 70:<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2018/01/14/gregor-gysi-70/">http://www.hart-brasilientexte.de/2018/01/14/gregor-gysi-70/</a></h2>
<p><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1624771/"><strong>http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1624771/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.suedwind-magazin.at/start.asp?ID=234433&amp;rubrik=7&amp;ausg=200210"><strong>http://www.suedwind-magazin.at/start.asp?ID=234433&amp;rubrik=7&amp;ausg=200210</strong></a></p>
<p><strong>“Südamerikas Vorzeigestaat” &#8211; Der Spiegel 2012.</strong></p>
<p><strong>Militärdiktatur, Folter, Karneval in Rio de Janeiro, Kulturpolitik: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/10/06/brasilien-populares-glucksspiel-wuchs-in-rio-de-janeiro-mit-hilfe-von-folterknechten-der-militardiktatur-laut-o-globo/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/10/06/brasilien-populares-glucksspiel-wuchs-in-rio-de-janeiro-mit-hilfe-von-folterknechten-der-militardiktatur-laut-o-globo/</a></p>
<p><strong>Joachim Gauck im Mai 2013 in Sao  Paulo:  ”Und zweitens ist der weitere Erfolg Brasiliens auch deswegen für uns eine Chance, da Brasilien unsere Werte – Demokratie, Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit – teilt und seine wirtschaftliche Potenz in den Dienst auch dieser Werte stellt.”</strong></p>
<p><a href="http://www.spiegel.de/karriere/ausland/auswandern-nach-brasilien-ingenieur-arbeitet-in-belo-horizonte-a-888447.html#spCommentsBoxPager"> http://www.spiegel.de/karriere/ausland/auswandern-nach-brasilien-ingenieur-arbeitet-in-belo-horizonte-a-888447.html#spCommentsBoxPager</a></p>
<p><strong>&#8222;Hätte jedes Land einen Präsidenten wie Lula, dann wäre unsere Welt ein besserer Ort. Er ist kein Politiker, er ist ein Staatsmann.&#8220; Deutscher Leserbrief an die &#8222;Zeit&#8220;.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2013/07/lulaspdvideo.jpg" alt="lulaspdvideo.jpg" /></p>
<p><strong>Ausriß. “Mit der SPD bin ich schon seit den Zeiten verbunden, als ich Gewerkschaftsführer war.” Hochrangige SPD-Politiker wie Willy Brandt und Helmut Schmidt pflegten enge Beziehungen zur nazistisch-antisemitisch orientierten brasilianischen Folterdiktatur. </strong></p>
<h2 class="beitrags-titel">Lula – Brasiliens Ex-Staatschef – im Juli 2017 zu 9,5 Jahren Gefängnis verurteilt. “Lula Superstar”. “Die Brasilianer lieben ihren Präsidenten Lula da Silva, die Mächtigen der Welt reißen sich um ihn – jetzt besucht der “beliebteste Politiker der Erde” Bundeskanzlerin Merkel in Berlin.” Süddeutsche Zeitung 2010…Lula und das “betreute Denken”:<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2017/07/12/lllll/">http://www.hart-brasilientexte.de/2017/07/12/lllll/</a></h2>
<p><strong>Wie die Evangelische Akademie in Tutzing tickt:</strong></p>
<h1 class="title">“Toleranzpreis für Frank-Walter Steinmeier</h1>
<p><strong><span class="post-meta"><span class="hrsg">von Pressestelle</span> <span class="separator">×</span> <span class="date">am 16. September 2016</span></span></strong></p>
<div class="entry">
<p><strong>Außenminister Frank-Walter Steinmeier ist gestern, am 15. September 2016, mit dem Toleranzpreis der Evangelischen Akademie Tutzing geehrt worden. Gewürdigt wurden damit seine Bemühungen um Menschenrechte, Freiheit und Gerechtigkeit.”</strong></p>
</div>
<p>-<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/02/01/brasilien-2014-50-jahre-nach-dem-militarputsch-von-1964-historiker-erinnern-an-sympathie-der-folterdiktatur-fur-lula-militardiktator-golbery-uber-lula-%E2%80%9Cder-mann-der-brasiliens-linke-vern/">http://www.hart-brasilientexte.de/2014/02/01/brasilien-2014-50-jahre-nach-dem-militarputsch-von-1964-historiker-erinnern-an-sympathie-der-folterdiktatur-fur-lula-militardiktator-golbery-uber-lula-%E2%80%9Cder-mann-der-brasiliens-linke-vern/</a></p>
<p><strong>”Hitler irrte zwar, hatte aber etwas, das ich an einem Manne bewundere – dieses Feuer, sich einzubringen, um etwas zu erreichen. Was ich bewundere, ist die Bereitschaft, die Kraft, die Hingabe.” Ist das Zitat von Lutz Bachmann, Björn Höcke oder von SPD-Idol Lula?</strong></p>
<h2 class="beitrags-titel"><strong>Merkel und die Brasilianisierung Deutschlands:<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2015/08/18/brasilien-praesentiert-vor-merkel-ankunft-2015-sehr-anschaulich-sein-gewalt-gesellschaftsmodell-mord-und-ueberfallserien-in-rio-und-sao-paulo-feuergefechte-brennende-busse-chaos-und-panik-verschi/">http://www.hart-brasilientexte.de/2015/08/18/brasilien-praesentiert-vor-merkel-ankunft-2015-sehr-anschaulich-sein-gewalt-gesellschaftsmodell-mord-und-ueberfallserien-in-rio-und-sao-paulo-feuergefechte-brennende-busse-chaos-und-panik-verschi/</a></strong></h2>
<p><strong>Folter 2013: </strong><strong> </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/09/02/brasilien-und-alltagliche-folter-polizeichef-entlassen-zehn-polizisten-verhaftet-vier-unschuldige-manner-per-folter-zu-vergewaltigungs-gestandnis-gezwungen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/09/02/brasilien-und-alltagliche-folter-polizeichef-entlassen-zehn-polizisten-verhaftet-vier-unschuldige-manner-per-folter-zu-vergewaltigungs-gestandnis-gezwungen/</a></p>
<p><strong>Schwarzer 2010 in Sao Paulo totgefoltert: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/24/neun-militarpolizisten-sao-paulos-folterten-schwarzen-tot-laut-sicherheitschef-prasidentschaftskandidat-jose-serra-bisher-als-gouverneur-fur-die-polizei-zustandig-sehr-besorgt-heist-es/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/24/neun-militarpolizisten-sao-paulos-folterten-schwarzen-tot-laut-sicherheitschef-prasidentschaftskandidat-jose-serra-bisher-als-gouverneur-fur-die-polizei-zustandig-sehr-besorgt-heist-es/</a></strong></p>
<p><strong>Bundesaußenminister Steinmeier vor seiner Reise 2015 nach Brasilien:”Wir teilen ein Fundament gemeinsamer Werte und kultureller Verbundenheit.”</strong></p>
<p><strong>Die Europäische Union macht ihre Beziehungen zu Brasilien nicht von der gravierenden Menschenrechtslage abhängig &#8211; bei entsprechenden Verhandlungen blieb jegliche Kritik Brüssels an systematischer Folter, Todesschwadronen, Verfolgung und Ermordung von Menschenrechtsaktivisten und systemkritischen Journalisten etc. aus. Die spricht Bände, da die Europäische Union bei bestimmten anderen Staaten die Menschenrechtslage als ausschlaggebend betrachtet. </strong></p>
<p>http://www.welt-sichten.org/artikel/221/der-hoelle-hinter-gittern</p>
<p><strong>“Der Linksruck in Lateinamerika in den vergangenen Jahren weckt Hoffnungen.” Rosa-Luxemburg-Stiftung   </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/07/26/brasilien-folter-unter-der-rousseff-regierung-folter-ist-routine-in-gefangnissen-allgemein-verbreitet-und-institutionalisiert-seit-der-militardiktatur-rechnet-die-gewaltpraxis-in-den-brasiliani/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/07/26/brasilien-folter-unter-der-rousseff-regierung-folter-ist-routine-in-gefangnissen-allgemein-verbreitet-und-institutionalisiert-seit-der-militardiktatur-rechnet-die-gewaltpraxis-in-den-brasiliani/</strong></a></p>
<p><strong>Willy Brandt und sein Diktatur-Amtskollege José Magalhaes Pinto:  </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/11/19/brasiliens-folter-diktatur1964-1985-mit-wem-bundesausenminister-willy-brandt-damals-bilaterale-vertrage-unterzeichnet-das-massaker-an-stahlarbeitern-unter-gouverneur-jose-magalhaes-pinto/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/11/19/brasiliens-folter-diktatur1964-1985-mit-wem-bundesausenminister-willy-brandt-damals-bilaterale-vertrage-unterzeichnet-das-massaker-an-stahlarbeitern-unter-gouverneur-jose-magalhaes-pinto/</a></p>
<p><strong>“Brasilien ist eine stabile Demokratie und respektiert die Menschenrechte.” Staatspräsidentin Dilma Rousseff bei der Stimmabgabe 2012 in Porto Alegre, laut Landesmedien.</strong></p>
<p><strong>In der deutschen Parteipropaganda wird die brasilianische Regierung als progressiv eingestuft.</strong></p>
<p><strong>In nicht wenigen deutschsprachigen Analysen über das erste Amtsjahr von Dilma Rousseff ist offenbar verboten, die gravierende Menschenrechtslage, darunter Folter und Todesschwadronen, auch nur zu erwähnen. </strong></p>
<p><strong>2013 startet Deutschlandjahr in Brasilien: </strong> <a href="http://www.alemanha-e-brasil.org/de"><strong>http://www.alemanha-e-brasil.org/de</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/torturasemfimduplo.jpg" alt="torturasemfimduplo.jpg" /></p>
<p><strong>In meinungsbildenden deutschen Analysen wird die brasilianische Regierung ausdrücklich als “progressiv” eingestuft.</strong></p>
<p><strong>Leonardo Boff 2010 :“Lula machte die größte Revolution der sozialen Ökologie des Planeten, eine Revolution für die Bildung, ethische Politik.“  </strong></p>
<p><a href="http://www.suedwind-magazin.at/start.asp?ID=242992&amp;rubrik=2&amp;ausg=201102"><strong>http://www.suedwind-magazin.at/start.asp?ID=242992&amp;rubrik=2&amp;ausg=201102</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/foltertododiapastoralglobo.JPG" alt="foltertododiapastoralglobo.JPG" /></p>
<p><strong>&#8222;Jeden Tag wird in Brasilien gefoltert.&#8220; Ausriß</strong> <strong>2011</strong><strong>2011 &#8211;  Menschenrechtsministerin Mario do Rosario zu Folter in Gefängnissen und psychiatrischen Anstalten: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/27/brasiliens-neue-menschenrechtsministerin-maria-do-rosario-definiert-das-tropenland-als-folterstaat-laut-landesmedieno-brasil-reconhece-a-existencia-e-a-presenca-da-tortura/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/27/brasiliens-neue-menschenrechtsministerin-maria-do-rosario-definiert-das-tropenland-als-folterstaat-laut-landesmedieno-brasil-reconhece-a-existencia-e-a-presenca-da-tortura/</a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/12/MerkelBrasilienZgubicSampaio2008.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-86258" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/12/MerkelBrasilienZgubicSampaio2008-1024x941.jpg" alt="MerkelBrasilienZgubicSampaio2008" width="1024" height="941" /></a></p>
<p><strong>Ausriß, Radio Vatikan. “Die Stimme des Papstes und der Weltkirche”. “Brasilien: Kirchliche Menschenrechtler enttäuscht über Merkel”. Österreichischer Priester Günther Zgubic, Plinio Sampaio…</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/08/BundeswehrOlympiaE16.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-75874" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/08/BundeswehrOlympiaE16-802x1024.jpg" alt="BundeswehrOlympiaE16" width="802" height="1024" /></a></p>
<p><strong>2016, Olympische Sommerspiele und Bundeswehr, Theater. “Wir kämpfen für die Freiheit. Und um Medaillen.”</strong></p>
<p><strong>Die Rio-Äußerung 2010 von Bundesaußenminister Guido Westerwelle(FDP), die wegen der grauenhaften Menschenrechtslage in Brasilien besonders aufhorchen ließ:”Erneut lobte Westerwelle in seiner Rede Brasilien als wichtigen “strategischen Partner” Deutschlands. Die Interessen reichten weit über Wirtschaftsinteressen hinaus. “Wir wissen, dass wir im Geiste sehr eng verbunden sind.” (Tagesspiegel) Außenminister Westerwelle traf diese Bewertung vor dem Hintergrund sehr genauer Kenntnis der gravierenden, von Staat und Regierung begangenen Menschenrechtsverletzungen in Brasilien. Dies läßt wichtige Rückschlüsse auf aktuelle Politikziele in Deutschland zu. </strong></p>
<p><strong>&#8222;Sowohl im wirtschaftlichen als auch im sozialen Bereich ist das größte Land Südamerikas zu einem Vorbild in der Region geworden. &#8220; WeltTrends, Potsdam 2012</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/07/26/brasilien-folter-unter-der-rousseff-regierung-folter-ist-routine-in-gefangnissen-allgemein-verbreitet-und-institutionalisiert-seit-der-militardiktatur-rechnet-die-gewaltpraxis-in-den-brasiliani/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/07/26/brasilien-folter-unter-der-rousseff-regierung-folter-ist-routine-in-gefangnissen-allgemein-verbreitet-und-institutionalisiert-seit-der-militardiktatur-rechnet-die-gewaltpraxis-in-den-brasiliani/</strong></a></p>
<p><strong>Angela Merkel und Menschenrechte in Brasilien: </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/05/11/lateinamerika-reise-von-bundeskanzlerin-angela-merkel-und-die-menschenrechtelaut-dihk-prasident-braun-keine-notwendigkeit-das-thema-besonders-zu-betonen/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2008/05/11/lateinamerika-reise-von-bundeskanzlerin-angela-merkel-und-die-menschenrechtelaut-dihk-prasident-braun-keine-notwendigkeit-das-thema-besonders-zu-betonen/</a><br />
<img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/torturasemfimpaulista.jpg" alt="torturasemfimpaulista.jpg" /></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/16/brasilien-unterzeichnete-internationales-anti-folter-abkommen-setzte-es-aber-nicht-um-uno-kritik-in-genf-an-barbarischen-haftbedingungen-unter-lula-in-brasilien-szenen-der-barbarei-in-brasili/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/16/brasilien-unterzeichnete-internationales-anti-folter-abkommen-setzte-es-aber-nicht-um-uno-kritik-in-genf-an-barbarischen-haftbedingungen-unter-lula-in-brasilien-szenen-der-barbarei-in-brasili/</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/03/xavierpaolillo2010.JPG" alt="xavierpaolillo2010.JPG" /></p>
<p><strong>Couragierter Kämpfer gegen die Folter in Brasilien: Gefangenenpriester Xavier Paolillo in Vitoria/Espirito Santo.</strong></p>
<p><strong>&#8222;In den brasilianischen Gefängnissen sind die Opfer des politisch-wirtschaftlichen Systems eingekerkert&#8220;: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/17/in-den-brasilianischen-gefangnissen-sind-die-opfer-des-politisch-wirtschaftlichen-systems-eingekerkert-anwalt-bruno-alves-de-souza-29-prasident-des-menschenrechtsrates-im-teilstaat-espirito-san/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/17/in-den-brasilianischen-gefangnissen-sind-die-opfer-des-politisch-wirtschaftlichen-systems-eingekerkert-anwalt-bruno-alves-de-souza-29-prasident-des-menschenrechtsrates-im-teilstaat-espirito-san/</a></strong></p>
<p><strong>Nicht zufällig findet daher die Politik der Lula-Regierung bei alten und neuen Rechten europäischer Länder soviel Anklang, erhält Lula soviel Lob. Folter als &#8222;Form institutioneller Gewalt&#8220; und &#8222;hemmungslose Aktionen der Todesschwadronen, institutionalisierte Barbarei&#8220;  zählen im Falle Brasiliens offenbar zu den Positiv-Kriterien, bleibt auf andere Länder üblicherweise angewendete Kritik des Auslands aus. Bemerkenswert, daß auch die sonst üblichen Medien-und Kolumnisten-Proteste unterbleiben. Als bemerkenswert wurde offensichtlich auch diese Einschätzung empfunden: </strong><strong>Brasiliens heutiger Staatspräsident Luis Inacio Lula da Silva hatte bereits als Gewerkschaftsführer im Jahre 1979 klargestellt, wie er zu Hitler steht. In einem Interview sagte Lula damals: &#8222;Hitler irrte zwar, hatte aber etwas, das ich an einem Manne bewundere &#8211; dieses Feuer, sich einzubringen, um etwas zu erreichen. Was ich bewundere, ist die Bereitschaft, die Kraft, die Hingabe.&#8220;</strong></p>
<p>&#8211;</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2018/01/LulaLINKE17.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-106594" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2018/01/LulaLINKE17-1024x816.jpg" alt="LulaLINKE17" width="1024" height="816" /></a></p>
<p>Ausriß. “Wir sind alle Lula”.</p>
<div class="csc-header csc-header-n23"><strong><span class="csc-header-date datum">14. JULI 2017</span></strong></p>
<h1><strong>„Lula Resiste! – Lula, halte durch!“: Solidarität mit Lula!/LINKE-Presseerklärung 2017</strong></h1>
<p class="subheader subheader-0"><strong>Vor wenigen Tagen wurde der in Brasilien noch immer sehr populäre Ex-Präsident Luiz Inácio „Lula“ da Silca wegen vermeintlicher passiver Korruption zu neuneinhalb Jahren Haft verurteilt – von einem dem großbürgerlichen Block willfährigen Richter</strong></p>
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<dl class="csc-textpic-image csc-textpic-firstcol csc-textpic-lastcol image-num-0">
<dt><strong>Katja Kipping, Bernd Riexinger (Parteivorsitzende der LINKEN) und Heinz Bierbaum (Vorsitzender der Internationalen Kommission der Partei DIE LINKE) erklären dazu:</strong></dt>
</dl>
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<p class="bodytext"><strong>„Wir sind bestürzt über die Verurteilung des brasilianischen Ex-Präsidenten Lula wegen angeblicher Korruption. Die Anklage wirkt konstruiert und politisch motiviert, die mehr als dürftige Beweislage stützt sich auf Kronzeugenaussagen. Erneut scheint die Justiz für politische Zwecke instrumentalisiert zu werden. Lulas Partei, die Partei der Arbeiter (Partido dos Trabalhadores – PT), sieht darin einen Anschlag auf die Demokratie und die Verfassung. Bereits im letzten Jahr wurde Dilma Rousseff durch einen parlamentarischen Putsch ihres Amtes enthoben. Nun entsteht der Eindruck, dass Lula, der die Umfragen zu den nächsten Präsidentschaftswahlen im Jahr 2018 anführt, mit einem fadenscheinigen Urteil aus dem Verkehr gezogen werden soll. Mit der PT hoffen wir darauf, dass in den nächsten Instanzen die Gerechtigkeit zum Zuge kommt. Unsere Solidarität gehört der PT und Luiz Inácio Lula da Silva.“</strong></p>
<p class="bodytext">&#8211;</p>
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<p><strong>CONECTAS-Foto-Dokument: <a href="http://www.estadao.com.br/especiais/2009/11/crimesnobrasil_if_es.pdf">http://www.estadao.com.br/especiais/2009/11/crimesnobrasil_if_es.pdf</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/caran2.JPG" alt="caran2.JPG" /></p>
<p><strong>Couragierter Kämpfer gegen die Folter: Padre Valdir Joao Silveira erläutert gegenüber den nationalen TV-Sendern die weiterhin gravierende Situation in den brasilianischen Gefängnissen.</strong></p>
<p><strong>&#8222;Folter in Polizeiwachen stark zugenommen&#8220;: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/12/die-folter-in-polizeiwachen-hat-in-ganz-brasilien-stark-zugenommen-gefangenenpriester-valdir-joao-silveira-die-anti-folter-konvention-wird-nicht-eingehalten-was-tut-denn-die-uno-damit-die-k/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/12/die-folter-in-polizeiwachen-hat-in-ganz-brasilien-stark-zugenommen-gefangenenpriester-valdir-joao-silveira-die-anti-folter-konvention-wird-nicht-eingehalten-was-tut-denn-die-uno-damit-die-k/</a></strong></p>
<p><strong>Leonardo Boff :“Lula machte die größte Revolution der sozialen Ökologie des Planeten, eine Revolution für die Bildung, ethische Politik.“ </strong></p>
<p><strong>Vergangenheitsbewältigung in Brasilien:</strong></p>
<p><strong><a href="http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html">http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html</a></strong></p>
<p><strong>Lula links oder rechts?  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/21/lula-links-oder-rechts-selbst-einige-pt-mitglieder-beurteilen-seine-politik-als-eindeutig-rechts-als-fortsetzung-der-wirtschaftspolitik-von-fernando-henrique-cardoso-zugunsten-des-finanzkapitals/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/21/lula-links-oder-rechts-selbst-einige-pt-mitglieder-beurteilen-seine-politik-als-eindeutig-rechts-als-fortsetzung-der-wirtschaftspolitik-von-fernando-henrique-cardoso-zugunsten-des-finanzkapitals/</a></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/30/brasilianischer-minister-nennt-gefangnishorror-ein-verbrechen-des-staates-gegen-die-haftlinge-monstruos-ein-fall-grauenhaften-prestigeverlustes-fur-das-land/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/30/brasilianischer-minister-nennt-gefangnishorror-ein-verbrechen-des-staates-gegen-die-haftlinge-monstruos-ein-fall-grauenhaften-prestigeverlustes-fur-das-land/</a></strong></p>
<p><strong>Deutscher Menschenrechtsbeauftragter Günter Nooke:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/04/07/unsagliche-folterpraxis-in-brasilien-gunter-nooke-menschenrechtsbeauftragter-der-deutschen-bundesregierung-kritisiert-in-brasilien-folter-und-andere-menschenrechtsverletzungen-druck-ist-noti/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/04/07/unsagliche-folterpraxis-in-brasilien-gunter-nooke-menschenrechtsbeauftragter-der-deu</strong><strong>tschen-bundesregierung-kritisiert-in-brasilien-folter-und-andere-menschenrechtsverletzungen-druck-ist-noti/</strong></a></p>
<p><strong>&#8222;Lula Superstar&#8220;: <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-70569506.html">http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-70569506.html</a></strong></p>
<p><strong>Gregor Gysi, Deutschland:</strong> <strong>&#8222;Von allen linken Präsidenten hat Lula, der als am wenigsten links eingeschätzt wird, die größten Erfolge.&#8220;</strong> <strong>(Die Zeit)</strong></p>
<p><strong>Welle des Konservativismus unter Lula, Zustimmung zu Folter: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/03/13/unter-lula-starke-welle-des-konservativismus-in-brasilien-betont-aktion-der-christen-fur-die-abschaffung-der-folteracat/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/03/13/unter-lula-starke-welle-des-konservativismus-in-brasilien-betont-aktion-der-christen-fur-die-abschaffung-der-folteracat/</a></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/07/lula-steht-rechts-ich-habe-ihn-immer-fur-einen-rechten-gehalten-ele-e-da-direitafrancisco-de-oliveira-renommierter-brasilianischer-soziologe-in-caros-amigos/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/07/lula-steht-rechts-ich-habe-ihn-immer-fur-einen-rechten-gehalten-ele-e-da-direitafrancisco-de-oliveira-renommierter-brasilianischer-soziologe-in-caros-amigos/</a></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/28/brasilien-ist-kein-rechtsstaat-war-nie-ein-rechtsstaat-konstatiert-bundeszentrale-fur-politische-bildungbonn-in-einer-analyse-des-lateinamerikaexperten-rudiger-zoller-lulas-brasilienweiterhin/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/28/brasilien-ist-kein-rechtsstaat-war-nie-ein-rechtsstaat-konstatiert-bundeszentrale-fur-politische-bildungbonn-in-einer-analyse-des-lateinamerikaexperten-rudiger-zoller-lulas-brasilienweiterhin/</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/diktaturopfercpi.JPG" alt="diktaturopfercpi.JPG" /></p>
<p><strong>Diktaturopfer &#8211; getötete Regimegegnerin, Foto von kirchlichen Menschenrechtsaktivisten.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/11/LulaHelmutSchmidtHH.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-51890" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/11/LulaHelmutSchmidtHH.jpg" alt="LulaHelmutSchmidtHH" width="776" height="768" /></a></p>
<p><strong>Ausriß. Lula bei Schmidt in Hamburg.</strong></p>
<p><strong>“Ich glaube, ihr seid auf einem fabelhaft gutem Wege.” Schmidt zu Lula 2009…</strong></p>
<p><strong>Schmidt:”Ich kenne Oscar Niemeyer – und ich habe einen großen Respekt vor ihm…Ich war einer, der dafür gesorgt hat, daß er den japanischen kaiserlichen Kunstpreis für Architektur bekommen hat. So habe ich Oscar Niemeyer in Tokio kennengelernt.”(Extrem stark beschnittenes Gespräch Schmidt-Lula auf youtube)</strong></p>
<p><strong>Henry Kissinger spricht auf Trauerfeier für Helmut Schmidt in Hamburg:<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2015/11/17/henry-kissinger-haelt-rede-auf-staatsakt-fuer-helmut-schmidtspd-am-23-11-2015-in-hamburg-kissinger-und-schmidt-viele-gemeinsame-wertvorstellungen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2015/11/17/henry-kissinger-haelt-rede-auf-staatsakt-fuer-helmut-schmidtspd-am-23-11-2015-in-hamburg-kissinger-und-schmidt-viele-gemeinsame-wertvorstellungen/</a></strong></p>
<p><strong>DIE ZEIT und der Tod des Mitherausgebers Helmut Schmidt/SPD 2015 – was alles in den Nachrufen fehlt:<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2015/11/12/die-zeit-und-der-tod-des-mitherausgebers-helmut-schmidtspd-2015-was-alles-in-den-zeit-nachrufen-fehlt/">http://www.hart-brasilientexte.de/2015/11/12/die-zeit-und-der-tod-des-mitherausgebers-helmut-schmidtspd-2015-was-alles-in-den-zeit-nachrufen-fehlt/</a></strong></p>
<p><strong>Kuriose Mythenbildung um Schmidt und Lula:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2015/11/11/helmut-schmidt-2015-gestorben-mainstream-verbreitet-falschmeldungen-kuriose-mythen-schmidt-hatte-angeblich-den-damaligen-gewerkschaftsfuehrer-lula-begehrt-bei-unternehmern-als-verhandlungs-und-g/">http://www.hart-brasilientexte.de/2015/11/11/helmut-schmidt-2015-gestorben-mainstream-verbreitet-falschmeldungen-kuriose-mythen-schmidt-hatte-angeblich-den-damaligen-gewerkschaftsfuehrer-lula-begehrt-bei-unternehmern-als-verhandlungs-und-g/</a></p>
<p><strong>Kreuz und Gedenkstein am Ort des Massakers:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/16/kreuz-und-gedenkstein-am-ort-des-massakers-an-bauarbeitern-brasilias-oscar-niemeyer-der-die-errichtung-brasilias-leitete-sagt-im-dokumentarfilm-von-dem-blutbad-nie-etwas-gehort-zu-haben/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/16/kreuz-und-gedenkstein-am-ort-des-massakers-an-bauarbeitern-brasilias-oscar-niemeyer-der-die-errichtung-brasilias-leitete-sagt-im-dokumentarfilm-von-dem-blutbad-nie-etwas-gehort-zu-haben/</a></p>
<h2 class="beitrags-titel">Deutscher Bundespräsident Walter Scheel, FDP: “Die Toleranz ist das Grundprinzip der brasilianischen Rassendemokratie. Konflikte friedlich zu lösen, ist alte Tradition in ihrem Land.” Scheel zeichnete den Folterdiktator Ernesto Geisel während der Militärdiktatur mit dem Großkreuz zum Bundesverdienstorden der Sonderklasse aus.</h2>
<p><strong>Die Diktatur begann mit dem Militärputsch von 1964 &#8211; 1969 schloß Bonn mit dem Militärregime laut Jahreschronik ein Kulturabkommen.  </strong></p>
<p><strong><a href="http://www.bpb.de/publikationen/JU16H0,0,Vom_Umgang_mit_der_Diktaturvergangenheit.html">http://www.bpb.de/publikationen/JU16H0,0,Vom_Umgang_mit_der_Diktaturvergangenheit.html</a></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/16/die-beruchtigten-ausnahmegesetzeai-5-der-brasilianischen-folter-diktatur-82-prozent-der-brasilianer-haben-noch-nie-davon-gehort/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/16/die-beruchtigten-ausnahmegesetzeai-5-der-brasilianischen-folter-diktatur-82-prozent-der-brasilianer-haben-noch-nie-davon-gehort/</a></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/08/06/offizielle-statistiken-brasiliens-und-ihre-kritiker-beispiel-mordrate/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/08/06/offizielle-statistiken-brasiliens-und-ihre-kritiker-beispiel-mordrate/</a></strong></p>
<p><strong>Das Weltwirtschaftsforum 2010 hat angesichts dieser Sachlage Staatschef Lula mit dem &#8222;Global Statesmanship Award&#8220; ausgezeichnet. </strong><strong>”Hintergrund der Auszeichnung sei die hervorragende Art, in welcher der Präsident das Land seit acht Jahren führe. ”</strong></p>
<p><strong>  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/29/lula-macht-laut-wertekriterien-des-weltwirtschaftsforums-in-davos-alles-richtig-hohe-ehrung-mit-preis-global-statesmanship-wirtschaftsethik-und-menschenrechtslage-weltsozialforum-2010/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/29/lula-macht-laut-wertekriterien-des-weltwirtschaftsforums-in-davos-alles-richtig-hohe-ehrung-mit-preis-global-statesmanship-wirtschaftsethik-und-menschenrechtslage-weltsozialforum-2010/</a></strong></p>
<p><strong>José Zapatero, amtierender EU-Ratspräsident</strong>: <strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/11/jose-zapatero-spaniens-premierminister-lobt-lula-uber-alle-masen-der-mann-der-die-welt-uberrascht-esse-homem-honesto-integro-e-admiravel-von-amnesty-international-angeprangerte-folter/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/11/jose-zapatero-spaniens-premierminister-lobt-lula-uber-alle-masen-der-mann-der-die-welt-uberrascht-esse-homem-honesto-integro-e-admiravel-von-amnesty-international-angeprangerte-folter/</a></strong></p>
<p><strong>Folter von Kindern: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/26/anzeigen-wegen-folter-von-heimkindern-unter-lula-die-organisation-amerikanischer-staaten-interveniert-morde-und-folterungen-verhindern-brasiliens-gefangnissystem-ahnelt-nazistischen-kzs/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/26/anzeigen-wegen-folter-von-heimkindern-unter-lula-die-organisation-amerikanischer-staaten-interveniert-morde-und-folterungen-verhindern-brasiliens-gefangnissystem-ahnelt-nazistischen-kzs/</a></strong></p>
<p><strong>&#8222;Trotz des Anti-Folter-Gesetzes wird in ganz Brasilien weitergefoltert&#8220;:</strong> <strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/24/trotz-des-anti-folter-gesetzes-wird-in-ganz-brasilien-weitergefoltert-nicht-selten-aus-sadistischem-vergnugen-am-foltern-cecilia-amin-castro-exekutivsekretarin-der-kommission-fur-gerechtigkeit/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/24/trotz-des-anti-folter-gesetzes-wird-in-ganz-brasilien-weitergefoltert-nicht-selten-aus-sadistischem-vergnugen-am-foltern-cecilia-amin-castro-exekutivsekretarin-der-kommission-fur-gerechtigkeit/</a></strong></p>
<p><strong>Folter einst und jetzt: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/02/memorial-da-resistencia-in-sao-paulo-goethe-institut/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/02/memorial-da-resistencia-in-sao-paulo-goethe-institut/</a></strong></p>
<p><strong>Peter Scholl-Latour: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/05/peter-scholl-latour-uber-brasilien-vielfaltige-harmonie-der-rassen-mauricio-pestana-uber-das-rassistischste-land-der-erde-jurandir-freire-costa-uber-ethisch-moralische-schizophrenie-m/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/05/peter-scholl-latour-uber-brasilien-vielfaltige-harmonie-der-rassen-mauricio-pestana-uber-das-rassistischste-land-der-erde-jurandir-freire-costa-uber-ethisch-moralische-schizophrenie-m/</a></strong></p>
<p><strong>Fotodokumentation:</strong> <strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</a></strong></p>
<p><strong>In den letzten Jahrzehnten, etwa nach Rio &#8211; 92, ließen sich aus nächster Nähe die Denkweisen hoher, meist demokratisch bestimmter Staatsgäste aus Europa und den USA sowie deren Anhang, darunter der mitreisenden Journaille, registrieren: Scheiterhaufen &#8211; na und? Todesschwadronen &#8211; na und? Folter &#8211; na und? Slum-Diktatur mit Sondergerichten &#8211; na und? Nicht wenige dieser Leute nannten sich kurioserweise sogar offiziell Christen&#8230;</strong></p>
<p><strong>Deutscher Gefangenenpastor Wolfgang Lauer in Sao Paulo:</strong></p>
<p><strong> &#8222;Es sind einfach die ökonomischen Interessen, die politischen, das gehört zusammen. Da gefährdet man nicht seine Beziehung, indem man den Brasilianern sozusagen mal den Spiegel vorhält und sagt, ihr habt hier ne schöne Verfassung und schöne Gesetze, aber warum werden die nicht eingehalten?&#8220;</strong></p>
<p><strong>Kirchliche Bürgerrechtler Brasiliens vermissen seit langem klare Stellungnahmen hochrangiger europäischer Besucher zur gravierenden Menschenrechtslage in Lateinamerikas größter Demokratie. Weil damit der Eindruck entstehe, Wirtschaftsinteressen hätten Vorrang vor den Menschenrechten.</strong></p>
<p><strong>Wie analysiert Pritzker-Preisträger Paulo Mendes da Rocha in Sao Paulo die Stimmungslage im heutigen Brasilien? „Wir verwandeln uns in eine Gesellschaft, die monstruös zynisch sowie niedrig, gemein ist, die konformistisch das Desaster der Obdachlosen akzeptiert. Wir haben eine Gesellschaft, die so kolonialistisch wird wie der originale Kolonialist. Sie ist ausbeuterisch, ohne jegliches Gefühl des Mitleids und der Solidarität mit dem anderen.”</strong></p>
<p><strong>Pfarrer und Gefangenenseelsorger Günther Zgubic, mit mehreren Menschenrechtspreisen geehrt, immer wieder mit Mord bedroht</strong></p>
<p align="center"><strong><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2008/02/zgubicguntherklein.jpg" alt="zgubicguntherklein.jpg" /></strong></p>
<p><strong>Österreichischer Priester und Gefangenenseelsorger Günther Zgubic zu Folter unter der Lula-Regierung:</strong> <strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/29/osterreichischer-pfarrer-und-gefangenenseelsorger-gunther-zgubic-in-brasilien-weiter-folter-in-allen-varianten-eine-deutsche-frau-wurde-unglaublich-mit-elektroschocks-kaputtgemacht-psychisch-ner/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/29/osterreichischer-pfarrer-und-gefangenenseelsorger-gunther-zgubic-in-brasilien-weiter-folter-in-allen-varianten-eine-deutsche-frau-wurde-unglaublich-mit-elektroschocks-kaputtgemacht-psychisch-ner/</a></strong></p>
<p><strong>&#8222;Brasilien ist eine <a href="http://www.brasilien-info.at/wirtschaft/index.html">Industriemacht</a>, die achtgrößte Wirtschaftsnation der Welt, modern und fortschrittlich.&#8220;</strong></p>
<p><strong>&#8222;Kopf unter Wasser&#8220;: <a href="http://www.amnesty.de/journal/2009/juni/kolumne-kopf-unter-wasser">http://www.amnesty.de/journal/2009/juni/kolumne-kopf-unter-wasser</a></strong></p>
<p><strong>Clemens Schrage aus Köln &#8211; in Brasilien gefoltert:</strong> <strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/23/clemens-schrage-in-brasilien-zur-diktaturzeit-gefoltert-torturen-einst-und-jetzt/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/23/clemens-schrage-in-brasilien-zur-diktaturzeit-gefoltert-torturen-einst-und-jetzt/</a></strong></p>
<p><strong>Protest der jüdischen Gemeinde Sao Paulos: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/21/judische-gemeinde-sao-paulos-verurteilt-regierungssicht-zum-zweiten-weltkriegauserungen-des-ministers-fur-strategische-angelegenheiten-zeigen-ignoranz-oder-bose-absicht/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/21/judische-gemeinde-sao-paulos-verurteilt-regierungssicht-zum-zweiten-weltkriegauserungen-des-ministers-fur-strategische-angelegenheiten-zeigen-ignoranz-oder-bose-absicht/</a></strong></p>
<p><strong>Menschenrecht auf Bildung unter Lula: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/22/fast-60-prozent-der-brasilianer-ab-15-sind-laut-pisa-kriterien-funktionelle-analphabeten-warnt-bildungsexperte-joao-batista-araujo-e-oliveira/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/22/fast-60-prozent-der-brasilianer-ab-15-sind-laut-pisa-kriterien-funktionelle-analphabeten-warnt-bildungsexperte-joao-batista-araujo-e-oliveira/</a></strong></p>
<p><span id="more-3912"></span></p>
<p><strong>Lula zu Gefängnis-Folter:</strong> <strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/03/03/menschenrechtsexperten-lula-ironisiert-alltagliche-folter-in-staatsgefangnissen-brasiliens/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/03/03/menschenrechtsexperten-lula-ironisiert-alltagliche-folter-in-staatsgefangnissen-brasiliens/</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/09/lulaporradabandido.JPG" alt="lulaporradabandido.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/09/gegen-amnestie-fur-folterer-brasilianische-menschenrechtsaktivisten-mobilisieren-die-offentlichkeit/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/09/gegen-amnestie-fur-folterer-brasilianische-menschenrechtsaktivisten-mobilisieren-die-offentlichkeit/</a></p>
<p><strong>Paulo Sergio Pinheiro: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/10/paulo-sergio-pinheiro-uno-sonderberichterstatter-menschenrechtsexperte-der-mehrheit-der-brasilianer-werden-deren-rechte-verweigert-in-allen-brasilianischen-polizeiwachen-wird-gefoltert-jeder-we/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/10/paulo-sergio-pinheiro-uno-sonderberichterstatter-menschenrechtsexperte-der-mehrheit-der-brasilianer-werden-deren-rechte-verweigert-in-allen-brasilianischen-polizeiwachen-wird-gefoltert-jeder-we/</a></strong></p>
<h2>Brasilien: “Allianz mit der Rechten verhindert Fortschritte bei den Menschenrechten”. Brasiliens Zeitschrift “Caros Amigos” in einer politischen Analyse der aktuellen Situation. Menschenrechtsanwalt ermordet. <a title="Beitrag bearbeiten" href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=8679">**</a></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Bei den Menschenrechten, so “Caros Amigos”, sei Brasilien deutlich gegenüber Argentinien, Chile und Uruguay im Rückstand. Zu den Gründen zähle, daß praktisch alle Unternehmen, die den Militärputsch finanzierten und die Diktatur über mehr als zwei Jahrzehnte trugen, in Brasilien weiterhin wirtschaftlich aktiv seien.</strong></p>
<p><a href="http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html">http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/07/lula-steht-rechts-ich-habe-ihn-immer-fur-einen-rechten-gehalten-ele-e-da-direitafrancisco-de-oliveira-renommierter-brasilianischer-soziologe-in-caros-amigos/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/07/lula-steht-rechts-ich-habe-ihn-immer-fur-einen-rechten-gehalten-ele-e-da-direitafrancisco-de-oliveira-renommierter-brasilianischer-soziologe-in-caros-amigos/</a></p>
<p><strong>In “Caros Amigos” publizieren Brasiliens wichtigster Befreiungstheologe Frei Betto sowie Landlosenführer Joao Pedro Stedile.  </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/14/steinigen-im-iran-unter-ahmadinedschad-und-in-brasilien-unter-lula-lula-konnte-sich-uber-die-tatsache-beunruhigen-das-brasilien-zu-den-landern-gehort-in-denen-am-meisten-gelyncht-wird-jose/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/14/steinigen-im-iran-unter-ahmadinedschad-und-in-brasilien-unter-lula-lula-konnte-sich-uber-die-tatsache-beunruhigen-das-brasilien-zu-den-landern-gehort-in-denen-am-meisten-gelyncht-wird-jose/</a></p>
<p><strong>Folter in Brasilien, Lateinamerikas größte Demokratie, strategischer Partner der Regierung in Berlin: </strong> <strong>Folter ohne Ende &#8211; das Erbe der Militärdiktatur: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2013/10/carosamigosfoltercapa.jpg" alt="carosamigosfoltercapa.jpg" /></p>
<p><strong>Caros Amigos &#8211;  Zeitschrift, in der  auch Brasiliens wichtigster katholischer Befreiungstheologe Frei Betto in jeder Ausgabe eine große Kolumne hat, über manchem unbequeme Realitäten der größten Demokratie Lateinamerikas. “Barbarei amnestiert man nicht”. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/26/folter-unter-der-lula-dilma-regierung-amnesty-international-analysiert-viel-lob-fur-brasilias-politik-aus-europa-von-europaischen-regierungen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/26/folter-unter-der-lula-dilma-regierung-amnesty-international-analysiert-viel-lob-fur-brasilias-politik-aus-europa-von-europaischen-regierungen/</a></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/16/scheiterhaufenstadt-rio-de-janeiro-der-grausame-tod-einer-48-jahrigen-frau-in-der-microondas-laut-lokalzeitung/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/16/scheiterhaufenstadt-rio-de-janeiro-der-grausame-tod-einer-48-jahrigen-frau-in-der-microondas-laut-lokalzeitung/</a></strong></p>
<p><strong>Menschenrechtsminister Vannuchi: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/11/lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gravierende-menschenrechtsverletzungen-eindie-menschenrechtsverletzungen-sind-routine-alltaglich-und-allgemein-verbreitet-das-gefangnissystem-ist/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/11/lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gravierende-menschenrechtsverletzungen-eindie-menschenrechtsverletzungen-sind-routine-alltaglich-und-allgemein-verbreitet-das-gefangnissystem-ist/</a></strong></p>
<p><strong>Tim Cahill, Brasilien-Experte von Amnesty International aus London, im Website-Interview: &#8222;Dies zählt zu den unglaublichen Dingen in Brasilien &#8211; Teile der Autoritäten erkennen diese Tatsachen offen und klar an &#8211; aber tun so, als seien sie dafür nicht verantwortlich. Das große Problem Brasiliens ist heute, daß der offizielle Diskurs nichts mit der politischen Praxis zu tun hat.&#8220;</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/01/timcahillpatrickwilcken.jpg" alt="timcahillpatrickwilcken.jpg" /></p>
<p><strong>Tim Cahill, Mitte, in Slum von Sao Paulo 2009.</strong></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/29/foltertechnologie-der-bundesrepublik-deutschland-an-brasilianische-folter-diktatur-in-den-siebziger-jahren-erlautert-menschenrechtsaktivist-ivan-seixas-auf-expertenseminar-des-goethe-instituts-sao-pa/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/29/foltertechnologie-der-bundesrepublik-deutschland-an-brasilianische-folter-diktatur-in-den-siebziger-jahren-erlautert-menschenrechtsaktivist-ivan-seixas-auf-expertenseminar-des-goethe-instituts-sao-pa/</a></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/16/amnesty-international-charakterisiert-brasilien-als-folterstaat-folter-durch-strafvollzugsbeamte-bei-der-festnahme-wahrend-des-verhors-und-in-der-haft-immer-noch-ublich-offizielle-kritik-aus-de/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/16/amnesty-international-charakterisiert-brasilien-als-folterstaat-folter-durch-strafvollzugsbeamte-bei-der-festnahme-wahrend-des-verhors-und-in-der-haft-immer-noch-ublich-offizielle-kritik-aus-de/</a></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/03/09/jeder-vierte-brasilianer-wurde-verdachtige-foltern-neue-meinungsumfrage/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/03/09/jeder-vierte-brasilianer-wurde-verdachtige-foltern-neue-meinungsumfrage/</a></strong></p>
<p><strong>Glücklich sein in Brasilien: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/03/08/glucklich-sein-im-tropenland/#more-202">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/03/08/glucklich-sein-im-tropenland/#more-202</a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/10/brasilianisierung/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/10/brasilianisierung/</a></p>
<p><strong>Hunger in der achtgrößten Wirtschaftsnation unter Lula:</strong> <strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/09/gunther-zgubic-gefangenenpriester-aus-osterreich-etwa-15-millionen-brasilianer-leiden-hunger-das-offentliche-gesundheitswesen-ist-eine-katastrophe-die-offentlichen-schulen-sind-miserabel-doch/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/09/gunther-zgubic-gefangenenpriester-aus-osterreich-etwa-15-millionen-brasilianer-leiden-hunger-das-offentliche-gesundheitswesen-ist-eine-katastrophe-die-offentlichen-schulen-sind-miserabel-doch/</a></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/03/13/unter-lula-starke-welle-des-konservativismus-in-brasilien-betont-aktion-der-christen-fur-die-abschaffung-der-folteracat/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/03/13/unter-lula-starke-welle-des-konservativismus-in-brasilien-betont-aktion-der-christen-fur-die-abschaffung-der-folteracat/</a></strong></p>
<p><strong>Franziskaner in Brasilien:</strong> <strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/25/franziskaner-sao-paulos-verteilen-weihnachten-nahrungsmittel-an-tausende-von-armen-und-verelendeten/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/25/franziskaner-sao-paulos-verteilen-weihnachten-nahrungsmittel-an-tausende-von-armen-und-verelendeten/</a></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/23/laut-lula-zog-die-regierung-aus-der-diktatur-folterpraxis-dem-martyrium-der-verfolgten-die-richtigen-lehren-folha-de-sao-paulo-nennt-die-skandalos-folterer-wurden-nicht-bestraft-folter-ohne/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/23/laut-lula-zog-die-regierung-aus-der-diktatur-folterpraxis-dem-martyrium-der-verfolgten-die-richtigen-lehren-folha-de-sao-paulo-nennt-die-skandalos-folterer-wurden-nicht-bestraft-folter-ohne/</a></strong></p>
<p><strong>Copacabana-Protest gegen Scheiterhaufen: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/09/copacabana-mit-microondas-menschenrechtsaktivisten-demonstrieren-gegen-verschwinden-tausender-in-rio-de-janeiro-auch-durch-verbrennen-auf-autoreifen-scheiterhaufen-wie-in-tropa-de-elite/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/09/copacabana-mit-microondas-menschenrechtsaktivisten-demonstrieren-gegen-verschwinden-tausender-in-rio-de-janeiro-auch-durch-verbrennen-auf-autoreifen-scheiterhaufen-wie-in-tropa-de-elite/</a></strong></p>
<p><strong>Kaum Interesse in Europa für Brasiliens systemkritische Blogger. Blogger Yoani in Kuba:</strong> <strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/11/blogger-yoani-and-her-contradicitions-brasiliens-wichtigster-befreiungstheologe-frei-betto-und-der-mainstream/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/11/blogger-yoani-and-her-contradicitions-brasiliens-wichtigster-befreiungstheologe-frei-betto-und-der-mainstream/</a></strong></p>
<p><strong>Befreiungstheologe Frei Betto: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/08/21/a-green-light-for-torture-befreiungstheologe-frei-betto-uber-die-respektierung-der-menschenrechte-durch-hochgeschatzte-westliche-demokratien-wie-usa-und-brasilien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/08/21/a-green-light-for-torture-befreiungstheologe-frei-betto-uber-die-respektierung-der-menschenrechte-durch-hochgeschatzte-westliche-demokratien-wie-usa-und-brasilien/</a></strong></p>
<p><strong>Entwicklungshindernis Gewalt: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/04/12/entwicklungshindernis-gewalt-ein-arbeitsbuch-uber-neue-kriege-und-erzwungene-armut-fur-oberstufe-und-erwachsenenbildung/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/04/12/entwicklungshindernis-gewalt-ein-arbeitsbuch-uber-neue-kriege-und-erzwungene-armut-fur-oberstufe-und-erwachsenenbildung/</a></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/08/menschenrechtstribunal-und-die-grunen-trotz-der-fortschrittlichen-regierungspolitik-steht-brasilien-weltweit-an-vorderster-stelle-bei-morden-an-homosexuellen-und-transgendern/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/08/menschenrechtstribunal-und-die-grunen-trotz-der-fortschrittlichen-regierungspolitik-steht-brasilien-weltweit-an-vorderster-stelle-bei-morden-an-homosexuellen-und-transgendern/</a></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/30/die-top100-website-beitrage-des-2halbjahrs-2009-regelmasige-website-nutzer-in-uber-90-landern-das-meist-genutzte-google-foto-der-website-gefangenenpriester-gunther-zgubic-aus-osterreich-koordinat/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/30/die-top100-website-beitrage-des-2halbjahrs-2009-regelmasige-website-nutzer-in-uber-90-landern-das-meist-genutzte-google-foto-der-website-gefangenenpriester-gunther-zgubic-aus-osterreich-koordinat/</a></strong></p>
<p><strong>Umgang mit Geschichte: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/11/brasilia-50-und-das-massaker-an-bauarbeitern/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/11/brasilia-50-und-das-massaker-an-bauarbeitern/</a></strong></p>
<p><strong>Menschenrechts-Samba &#8211; anklicken:</strong> <strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/12/o-iraque-e-aqui-der-irak-ist-hier-hit-von-jorge-aragao/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/12/o-iraque-e-aqui-der-irak-ist-hier-hit-von-jorge-aragao/</a></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/15/brasiliens-fuhrende-medienzeitschrift-imprensa-bewertet-erstmals-diese-hobby-website-in-einer-kolumne/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/15/brasiliens-fuhrende-medienzeitschrift-imprensa-bewertet-erstmals-diese-hobby-website-in-einer-kolumne/</a></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/</a></strong></p>
<p><strong>Behinderter Junge in Rio zu Tode geschleift(2007)Brasilianische Öffentlichkeit reflektiert über Normalität sadistischer Verbrechen<br />
Bestsellerautor Paulo Coelho: Wir sind alle schuldig<br />
Rund eine Woche vor dem weltberühmten Karneval hat die barbarische Tat mehrerer Slum-Banditen Rios in dem Tropenland eine sehr emotionale Diskussion über zur Alltagsnormalität zählende sadistische Verbrechen ausgelöst.<br />
Die Banditen hatten gemäß den Polizei-und Medienberichten in der Zuckerhutstadt zwecks Autoraub den Wagen einer Frau gestoppt, die mit ihrer 13-jährigen Tochter und dem behinderten sechsjährigen Sohn unterwegs war. Die Insassen wurden zum Aussteigen gezwungen, wobei es nicht gelang, den Sitzgurt des auf der Hinterbank befindlichen Jungen zu lösen. Die Banditen fuhren mit dem Wagen los, obwohl der Junge noch außerhalb der hinteren Wagentür im Gurt festhing. Er wurde auf rund zehn Kilometern durch vier Stadtviertel Rios mitgeschleift, was eine enorme Blutspur hinterließ. Die Banditen wollten durch verschiedene Manöver, wie Zickzackkurs und nahes Vorbeifahren an Verkehrshindernissen, sich des Körpers entledigen, was indessen mißlang. Zahlreiche Passanten, andere Verkehrsteilnehmer versuchten, die Banditen im Interesse des Lebens des Jungen zum Anhalten zu bewegen, wurden indessen mit der Waffe bedroht. Einem Zeugen wurde gesagt, bei dem Mitgeschleiften handele es sich um eine Judas-Puppe. Die Gangster stoppten den Wagen schließlich an ihrem Slum, gingen kurz zum Umziehen nach Hause, amüsierten sich dann auf einem Straßenfest. Von dem behinderten Jungen waren nur noch zerfetzte Reste übrig. Aufgrund von telefonischen Anzeigen konnte Rios Polizei mehrere Täter rasch fassen, die die Tat den Berichten zufolge sofort gestanden haben. Wie in Brasilien üblich, wurden zwei im Fernsehen interviewt &#8211; ein 18-jähriger Bandit beschrieb dabei die Tat und sagte, man habe den Jungen nicht gesehen. Der Bandit war, wie es hieß, als Minderjähriger bereits wegen Raubmordes vor Gericht. Ein 16-jähriger Mittäter dürfte gemäß brasilianischen Gesetzen höchstens drei Jahre in Gewahrsam bleiben.<br />
An der Beerdigung des Jungen beteiligten sich sogar Rios Sicherheitschef sowie der Chef der Militärpolizei. In Rio de Janeiro weinten spontan viele Menschen auf den Straßen, darunter auch Polizeibeamte. Die Medien erhielten eine Rekordzahl von Leser-und Hörerreaktionen, in denen unter anderem die Einführung der von der Bevölkerungsmehrheit befürworteten Todesstrafe gefordert sowie die allgemeine Straffreiheit angeprangert wurde. In Rio de Janeiro werden jährlich deutlich weniger als fünf Prozent der Morde aufgeklärt.<br />
Angesichts dieser barbarischen Tat, hieß es außerdem, sollte man den Rio-Karneval boykottieren. Erinnert wurde zudem an andere Verbrechen der jüngsten Zeit, bei denen u.a. Banditen Stadtbusse mit Benzin angezündet hatten, wodurch zahlreiche Menschen verbrannt waren.<br />
Indessen handelt es sich bei diesen bekanntgewordenen Untaten nur um die Spitze des Eisberges, weil Brasiliens Medien im Interesse des Landesimage nur über einen Bruchteil der sadistischsten Taten überhaupt berichten. Gewöhnlich wird nur über Verbrechen informiert, die Angehörige der Mittel-und Oberschicht betreffen, nicht jedoch über schier unbeschreiblichen Sadismus, dem die Slumbevölkerung seit Jahrzehnten ausgesetzt ist. Daß von den die Slums neofeudal beherrschenden Banditenmilizen Mißliebige lebendig verbrannt oder zerstückelt werden, mit abgeschlagenen Köpfen Fußball gespielt wird, man Menschen durch Schweine auffressen läßt, haben zahlreiche Zeugen bestätigt. Ein Großteil der Slumbewohner, darunter bereits kleine Kinder, hat solchen Verbrechen zugesehen &#8211; mit den entsprechenden Wirkungen auf die Psyche. Es gibt zudem Berichte, demzufolge auf Rap-und HipHop-Massendiscos, die an der Slumperipherie Rios häufig vom organisierten Verbrechen veranstaltet werden, Jugendliche lebendig verbrannt worden sind. Die auf diesen &#8222;Bailes Funk&#8220; gespielten Titel sind extrem machistisch bzw. frauenfeindlich und verherrlichen detailliert sadistische Taten. Nicht zufällig wird in Deutschland von interessierter Seite versucht, derartige brasilianische Musik aus dieser Gewaltkultur gesellschaftsfähig zu machen, zu popularisieren.<br />
Marina Maggessi, seit kurzem Kongreßabgeordnete und zuvor Rio de Janeiros Chefinspektorin der Zivilpolizei, hatte immer wieder die vom organisierten Verbrechen begangenen schweren Menschenrechtsverletzungen angeprangert. Die Banditenbosse, mit denen sich sogar weltbekannte Topathleten und Prominente einlassen, nannte sie Tyrannen:&#8220;Sie verbrennen Menschen lebendig, zerstückeln Personen, begehen Greueltaten jeder Art, herrschen über die Slums mit aller Brutalität.&#8220;<br />
Auffällig, daß zahlreiche NGOs, die auch mit europäischen Spendengeldern finanziert werden, in den Slums der größten bürgerlichen Demokratie Lateinamerikas zwar tätig sind, jedoch zu den Vorgängen weitestgehend schweigen. Gleiches gilt für teils vom Steuerzahler finanzierte Alibi-Menschenrechtsorganisationen.<br />
In Brasilien werden jährlich über 55000 Menschen ermordet. In Rio de Janeiro wurde jetzt eine Website eingerichtet, die die aktuelle Zahl der Ermordeten angibt: </strong><a href="http://www.riobodycount.com.br/"><span style="color: #003366"><strong>http://www.riobodycount.com.br/</strong></span></a><br />
<strong>Im Teilstaate Rio de Janeiro wurde 2006 gemäß neuesten Angaben eine Rekordzahl von Homosexuellen umgebracht. Wie es hieß, waren es mindestens 45. &#8222;Dies zeigt den machistischen und gewalttätigen Charakter der Gesellschaft Rio de Janeiros&#8220;, wurde betont. Rio de Janeiro hat etwa die gleiche Einwohnerzahl wie Kuba, das indessen auch gemäß dem UNO-Index für menschliche Entwicklung völlig andere soziokulturelle Bedingungen aufweist.<br />
Auch in Deutschland nimmt machistische Gewalt ständig zu, wird sogar von den Autoritäten ganz bewußt, u.a. durch Tolerierung, stark gefördert. Die deutsch-türkische Anwältin Seyran Ates, die jetzt den Margherita-von-Brentano-Preis der FU Berlin erhielt, hat über Machismus und Gewaltbereitschaft sowie über Sexualität und Gewalt zahlreiche Analysen angestellt.<br />
Viele Deutsche, auch aus der Drittweltszene, reden gerne von der sogenannten &#8222;Einen Welt&#8220;, lehnen es indessen ab, darüber zu reflektieren, wie die Öffentlichkeit reagierte, wenn sich Verbrechen wie die oben beschriebenen in deutschen Städten wie Berlin oder München ereignen würden. Verdrängungsmechanismen funktionieren gut.</strong></p>
<p><strong>Schriftsteller Paulo Coelho von der Copacabana zum sadistischen Verbrechen:<br />
&#8222;Wir sind alle schuldig&#8220;<br />
Entáo estamos nos aproximando cada vez mais do Mal Absoluto. Quando rapazes, em pleno controle de suas faculdades mentais, sáo capazes de arrastar um menino pelas ruas de uma cidade, isso náo é apenas um ato isolado: todos nÃ³s, em maior ou menor escala, somos culpados. Somos culpados pelo silÃªncio que permitiu que a situaçáo em nossa cidade chegasse a este ponto. Somos culpados porque vivemos em uma época de ”tolerÃ¢ncia, e perdemos a capacidade de dizer NÃƒO. Somos culpados porque nos horrorizamos hoje, mas nos esquecemos amanhá, quando hÃ¡ outras coisas mais importantes para fazer e para pensar. Somos os olhos que viram o carro passar, o medo que nos impediu de telefonar para a polÃ­cia. Somos a polÃ­cia, que recebeu alguns telefonemas através do nÃºmero 190, e demorou para reagir, porque o Mal Absoluto parece jÃ¡ náo pedir urgÃªncia para nada. Somos o asfalto por onde se espalharam os pedaços de corpo e os restos de sonhos do menino preso ao cinto de segurança. A cada dia uma nova barbÃ¡rie, em maior ou menor escala. A cada dia algum protesto, mas o resto é silÃªncio. Estamos acostumados, náo é verdade?Muitos séculos atrÃ¡s, John Donner escreveu: ”nenhum homem é uma ilha, que se basta a si mesma. Somos parte de um continente; se um simples pedaço de terra é levado pelo mar, a Europa inteira fica menor. A morte de cada ser humano me diminui, porque sou parte da humanidade. Portanto, náo me perguntem por quem os sinos dobram: eles dobram por ti. Na verdade, podemos pensar que os sinos estáo tocando porque o menino morreu, mas eles dobram mesmo é por nÃ³s. Tentam nos acordar deste cansaço e torpor, desta capacidade de aceitar conviver com o Mal Absoluto, sem reclamar muito “ desde que ele náo nos toque. Mas náo somos uma ilha, e a cada momento perdemos um pouco mais de nossa capacidade de reagir. Ficamos chocados, assistimos Ã s entrevistas, olhamos para nossos filhos, pedimos a Deus que nada aconteça conosco. SaÃ­mos para o trabalho ou para a escola olhando para os lados, com medo de crianças, jovens, adultos. Entra ano, sai ano, mudam-se governos, e tudo apenas piora. O que dizer? Que palavra de esperança posso colocar aqui nesta coluna?Nenhuma. Talvez apenas pedir que os sinos continuem tocando por nÃ³s. Dia e noite, noite e dia, até que jÃ¡ náo consigamos mais fingir que náo estamos escutando, que náo é conosco, que estas coisas se passam apenas com os outros. Que estes sinos continuem dobrando, sem nos deixar dormir, nos obrigando a ir até a rua, parar o trÃ¢nsito, fechar as lojas, desligar as televisÃµes, e dizer: ”basta. Náo agüento mais estes sinos. Preciso fazer alguma coisa, porque quero de volta a minha paz. Neste momento, entenderemos que embora culpemos a polÃ­cia, os assaltantes, o silÃªncio, os polÃ­ticos, o hÃ¡bito, apenas nÃ³s podemos parar estes sinos. Nosso poder é muito maior do que pensamos “ trata-se de entender que náo somos uma ilha, e precisamos usÃ¡-lo. Enquanto isso náo acontecer, o Mal Absoluto continuarÃ¡ ampliando seu reinado, e um belo dia corremos o risco de acreditar que ele é a nossa Ãºnica alternativa, náo existe outra maneira de viver, melhor ficar escutando os sinos e náo correr riscos. Náo podemos deixar que chegue este dia. Náo tenho fÃ³rmulas para resolver a situaçáo, mas sou consciente de que náo sou uma ilha, e que a morte de cada ser humano me diminui. Preciso parar minha cidade. Náo apenas por uma hora, um dia, mas pelo tempo que for necessÃ¡rio. E recomeçar tudo de novo. E, se náo der certo, tentar náo apenas mais uma vez, mas setenta vezes. Chega de culpar a polÃ­cia, os assaltantes, as diferenças sociais, as condiçÃµes econÃ´micas, as milÃ­cias, os traficantes, os polÃ­ticos. Eu sou a minha cidade, e sÃ³ eu posso mudÃ¡-la. Mesmo com o coraçáo sem esperança, mesmo sem saber exatamente como dar o primeiro passo, mesmo achando que um esforço individual náo serve para nada, preciso colocar máos Ã  obra. O caminho irÃ¡ se mostrar por si mesmo, se eu vencer meus medos e aceitar um fato muito simples: cada um de nÃ³s faz uma grande diferença no mundo.</strong><a href="http://www.riobodycount.com.br/"><span style="color: #003366">http://www.riobodycount.com.br/</span></a>Â</p>
<p><strong>Scheiterhaufen in Sao Paulo:</strong> <strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/05/scheiterhaufen-in-sao-paulo-mindestens-15-menschen-in-der-megacity-seit-jahresbeginn-lebendig-verbrannt-laut-landesmedien-fogo-para-matar-rivais/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/05/scheiterhaufen-in-sao-paulo-mindestens-15-menschen-in-der-megacity-seit-jahresbeginn-lebendig-verbrannt-laut-landesmedien-fogo-para-matar-rivais/</a></strong></p>
<p><strong>&#8222;Reife Demokratie&#8220;: <a href="http://www.fondsprofessionell.de/redsys/newsText.php?endDate=&amp;per=&amp;kat=&amp;sid=39540">http://www.fondsprofessionell.de/redsys/newsText.php?endDate=&amp;per=&amp;kat=&amp;sid=39540</a></strong></p>
<p><strong>”Das Leben in Brasilien ist leicht und unbeschwert. Probieren Sie es selbst. Deutschsprachige Tourismuspropaganda.</strong></p>
<p><strong>Brasiliens Massengräber</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>„Wenn die Toten da reingeschmissen werden, sind das Szenen wie in diesen Holocaustfilmen“, beklagen sich Anwohner von Massengräber-Friedhöfen der größten lateinamerikanischen Demokratie. In der Tat wird seit der Diktaturzeit vom Staat die Praxis beibehalten, nicht identifizierte, zu „Unbekannten“ erklärte Tote in Massengräbern zu verscharren.  Die Kirche protestiert seit Jahrzehnten dagegen und sieht darin ein gravierendes ethisch-moralisches Problem, weil es in einem Land der Todesschwadronen damit auch sehr leicht sei, unerwünschte Personen verschwinden zu lassen. In der Megacity Sao Paulo mit ihren mehr als 23 Millionen Einwohnern empört sich der weltweit angesehene Menschenrechtspriester Julio Lancelotti: „In Brasilien wird monatlich eine erschreckend hohe Zahl von Toten anonym in Massengräbern verscharrt, verschwinden damit Menschen auf offiziellem Wege, werden als Existenz für immer ausgelöscht. Wir von der Kirche nehmen das nicht hin, versuchen möglichst viele Tote zu identifizieren, um sie  dann auf würdige Weise christlich zu bestatten. Wir brauchten einen großen Apparat, ein großes Büro, um alle Fälle aufklären zu können – dabei ist dies eigentlich Aufgabe des Staates!“</strong><strong>Padre Lancelotti erinnert daran, daß während der 21-jährigen Diktaturzeit in Sao Paulo von den Machthabern 1971 eigens der Friedhof Dom Bosco geschaffen wurde, um dort zahlreiche ermordete Regimegegner heimlich gemeinsam mit jenen unbekannten Toten, den sogenannten „Indigentes“, in Massengräber zu werfen. Wie die Menschenrechtskommission des Stadtparlaments jetzt erfuhr, wurden seit damals allen Ernstes 231000 Tote als Namenlose verscharrt – allein auf d i e s e m Friedhof. Heute  kommen Monat für Monat dort zwischen 130 und 140 weitere Indigentes hinzu. Nach einem Massaker an Obdachlosen Sao Paulos kann Priester Lancelotti zufällig auf dem  Friedhof Dom Bosco beobachten, wie sich der Staat der Namenlosen entledigt: “Als der Lastwagen kommt und geöffnet wird, sehe ich mit Erschrecken, daß er bis obenhin voller Leichen ist. Alle sind nackt und werden direkt ins Massengrab geworfen. Das wird zugeschüttet &#8211; und fertig. Sollten wir später noch Angehörige ermitteln, wäre es unmöglich, die Verstorbenen in der Masse der Leichen wiederzufinden. Was sage ich als Geistlicher dann einer Mutter?“ </strong><strong>Lancelotti hält einen Moment inne, reflektiert: „Heute hat das Konzentrationslager keinen Zaun mehr, das KZ ist sozusagen weit verteilt – die Menschen sind nach wie vor klar markiert, allerdings nicht auf der Kleidung, sondern auf dem Gesicht, dem Körper. Und sie werden verbrannt, verscharrt, wie die Gefangenen damals, und es gibt weiter Massengräber.“ </strong><strong>Was in Sao Paulo geschieht, ist keineswegs ein Einzelfall. In der nordostbrasilianischen Millionenstadt Fortaleza leiden die Anwohner des Friedhofs „Bom Jardim“ seit Jahren bei den hohen Tropentemperaturen unter grauenhaftem Leichengeruch. „Die Toten werden oft schon verwest hergebracht, wie Tiere verscharrt, wir müssen zwangsläufig zusehen, es ist grauenhaft“, klagt eine Frau. „Fast jeden Tag kommt der Leichen-LKW – doch bei den heftigen Gewitterregen wird die dünne Erdschicht über den Toten weggeschwemmt, sehen wir die Massengräber offen, wird der Geruch im Stadtviertel so unerträglich, daß viele Kopfschmerzen kriegen, niemand hier eine Mahlzeit zu sich nimmt.“ Der Nachbar schildert, wie das vergiftete Regenwasser vom Friedhof durch die Straßen und Gassen des Viertels läuft: „Das Wasser ist grünlich und stinkt, manchmal werden sogar Leichenteile mitgeschwemmt – und weggeworfene Schutzhandschuhe der Leichenverscharrer. Die Kinder spielen damit – haben sich an die schrecklichen Vorgänge des Friedhofs gewöhnt.  Wir alle haben Angst, daß hier Krankheiten, Seuchen ausbrechen.“</strong><strong>Selbst in Rio de Janeiro sind die Zustände ähnlich, werden zahllose Menschen von Banditenkommandos der über 1000 Slums liquidiert und gewöhnlich bei Hitze um die 35 bis 40 Grad erst nach Tagen in fortgeschrittenem Verwesungszustand zum gerichtsmedizinischen Institut abtransportiert. Wie aus den Statistiken hervorgeht, werden in den Großstädten monatlich stets ähnlich viele Tote als „Namenlose“ in Massengräber geworfen wie in Sao Paulo, der reichsten Stadt ganz Lateinamerikas. </strong><strong>Priester Julio Lancelotti und seine Mitarbeiter stellen immer wieder Merkwürdigkeiten und verdächtige Tatbestände fest. „Werden Obdachlose krank und gehen in bestimmte öffentliche Hospitäler, bringt man an ihrem Körper eine Markierung an, die bedeutet, daß der Person nach dem Tode zu Studienzwecken Organe entnommen werden. Die Männer registriert man durchweg auf den Namen Joao, alle Frauen als Maria. Wir streiten heftig mit diesen Hospitälern und wollen, daß die Obdachlosen auch nach dem Tode mit den echten Namen geführt werden. Schließlich kennen wir diese Menschen, haben über sie Dokumente. Man meint eben, solche Leute sind von der Straße, besitzen also weder eine Würde noch Bürgerrechte. Wir haben in der Kirche eine Gruppe, die den illegalen, kriminellen Organhandel aufklären will, aber rundum nur auf Hindernisse stößt. Denn wir fragen uns natürlich auch, ob jenen namenlos Verscharrten vorher illegal Organe entnommen werden.“</strong><strong>Fast in ganz Brasilien  und auch in Sao Paulo sind Todesschwadronen aktiv, zu denen Polizeibeamte gehören, wie sogar das Menschenrechtsministerium in Brasilia einräumt. Tagtäglich würden mißliebige Personen außergerichtlich exekutiert, heißt es. Darunter sind auch Obdachlose, von denen allein in Sao Paulos Zentrum weit über zehntausend auf der Straße hausen. Wie Priester Julio Lancelotti betont, ist zudem die Zahl der Verschwundenen auffällig hoch. </strong><strong>„Auf den Straßen Sao Paulos werden viele Leichen gefunden. Denn es ist sehr einfach, so einen Namenlosen zu fabrizieren. Man nimmt ihm die Personaldokumente weg, tötet ihn und wirft ihn irgendwo hin. Wir gehen deshalb jeden Monat ins gerichtsmedizinische Institut, um möglichst viele Opfer zu identifizieren. Die Polizei ist immer überrascht und fragt, warum uns das interessiert. Das Identifizieren ist für uns eine furchtbare, psychisch sehr belastende Sache, denn wir müssen monatlich stets Hunderte von Getöteten anschauen, die in großen Leichenkühlschränken liegen &#8211; alle schon obduziert und wieder zugenäht. Und man weiß eben nicht, ob da Organe entnommen wurden.“</strong><strong>Solchen Verdacht hegen nicht wenige Angehörige von Toten, die seltsamerweise als „Namenlose“ im Massengrab endeten. In der nordostbrasilianischen Küstenstadt Maceio geht letztes Jahr der 69-jährige Sebastiao Pereira sogar mit einem Protestplakat voller Fotos seines ermordeten Sohnes auf die Straße. Dem Vater hatte man im gerichtsmedizinischen Institut die Identifizierung der Leiche verweigert – diese dann mysteriöserweise auf einen Indigentes-Friedhof gebracht. Kaum zu fassen – ein Friedhofsverwalter bringt es fertig, Sebastiao Ferreira später  mehrere Leichenteile, darunter einen Kopf zu zeigen. „Mein Sohn wurde allein am Kopf von vier MG-Schüssen getroffen – und dieser Kopf war doch intakt! Ich setzte eine DNA-Analyse durch – der Kopf war von einem Mann, das Bein von einem anderen, der Arm wiederum von einem anderen – doch nichts stammte von meinem Sohn“, sagt er der Presse. </strong><strong>In Sao Paulo hat Priester Lancelotti durchgesetzt, daß ein Mahnmal auf dem Friedhof Dom Bosco an die ermordeten Regimegegner, aber auch an die mehr als 200000 „Namenlosen“ erinnern wird.</strong><strong> Neuerdings macht der Friedhof in Brasilien immer wieder Schlagzeilen, allerdings nicht wegen der Massengräber von heute. Progressive Staatsanwälte versuchen das Oberste Gericht in Brasilia zu überzeugen, den zur Diktaturzeit für den Friedhof verantwortlichen Bürgermeister Paulo Maluf und den damaligen Chef der Politischen Polizei, Romeu Tuma, wegen des Verschwindenlassens von Oppositionellen vor Gericht zu stellen. Erschwert wird dies jedoch durch den Politikerstatus der Beschuldigten: Paulo Maluf ist Kongreßabgeordneter und Romeu Tuma sogar Kongreßsenator – beide gehören zum Regierungsbündnis von Staatspräsident Lula.</strong></p>
<p><strong>In den Archiven des Weltkirchenrates in Genf lagern Dokumente der brasilianischen Kirche, die laut Brasiliens Medien für das Diktaturjahr 1970 von “Bürgerkrieg” und etwa 12000 politischen Gefangenen sprechen. Die Diktatur erlaubte dem Internationalen Roten Kreuz nicht den Zugang zu den Gefängnissen, Diktator Medici erklärte, es gebe keine politischen Gefangenen in Brasilien. 1971 wurde ein Appell an die UNO wegen der gravierenden Menschenrechtsverletzungen gerichtet. In den Dokumenten des Weltkirchenrates werden die sadistischen Foltertechniken detailliert beschrieben, Folter werde als politische Waffe angewendet. Die Zahl der Folterzentren wird mit 242 angegeben, weibliche Gefangene seien häufig vergewaltigt worden. Zu den Taktiken gehörte, Oppositionelle in Gegenwart ihrer Ehepartner, teils sogar ihrer Kinder zu foltern.  </strong></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/08/21/a-green-light-for-torture-befreiungstheologe-frei-betto-uber-die-respektierung-der-menschenrechte-durch-hochgeschatzte-westliche-demokratien-wie-usa-und-brasilien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/08/21/a-green-light-for-torture-befreiungstheologe-frei-betto-uber-die-respektierung-der-menschenrechte-durch-hochgeschatzte-westliche-demokratien-wie-usa-und-brasilien/</a></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/09/wikileaks-lula-und-die-leere-antiamerikanische-rhetorik-engste-freundschaftliche-beziehungen-zum-weisen-haus-doch-bitte-um-verstandnis-fur-spruche-gegen-die-usa-in-wahlkampfzeiten/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/09/wikileaks-lula-und-die-leere-antiamerikanische-rhetorik-engste-freundschaftliche-beziehungen-zum-weisen-haus-doch-bitte-um-verstandnis-fur-spruche-gegen-die-usa-in-wahlkampfzeiten/</a></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/20/lulas-menschenrechtsbilanz-nach-acht-jahren-selbst-im-ngo-business-meist-kein-thema-alltagliche-folter-todesschwadronen-gefangnishorror-sklavenarbeit-slum-elendvollig-uninteressant/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/20/lulas-menschenrechtsbilanz-nach-acht-jahren-selbst-im-ngo-business-meist-kein-thema-alltagliche-folter-todesschwadronen-gefangnishorror-sklavenarbeit-slum-elendvollig-uninteressant/</a></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/19/httpwwwrechtsanwalt-brasiliende-anwalte-infur-brasilien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/19/httpwwwrechtsanwalt-brasiliende-anwalte-infur-brasilien/</a></strong></p>
<p><strong>Brasilianische Protestsongs: </strong></p>
<p><strong>Paralamas do Sucesso:</strong>  <a href="http://www.youtube.com/watch?v=sI4ZF2qEzpE">http://www.youtube.com/watch?v=sI4ZF2qEzpE</a></p>
<p><strong>Bezerra da Silva:</strong>  <a href="http://www.youtube.com/watch?v=8i69t5BI3KI">http://www.youtube.com/watch?v=8i69t5BI3KI</a></p>
<p><strong>Legiao Urbana: </strong> <a href="http://www.youtube.com/watch?v=zy2-b8Ze90A&amp;feature=fvwrel">http://www.youtube.com/watch?v=zy2-b8Ze90A&amp;feature=fvwrel</a></p>
<p><strong>Rita Lee:</strong>  <a href="http://www.youtube.com/watch?v=XTPV8cJoqSU">http://www.youtube.com/watch?v=XTPV8cJoqSU</a></p>
<p><strong>Jorge Aragao:</strong>  <a href="http://www.youtube.com/watch?v=XkvjkxERac4">http://www.youtube.com/watch?v=XkvjkxERac4</a></p>
<p><strong>Cazuza:</strong>  <a href="http://www.youtube.com/watch?v=NkNv2BflaSU">http://www.youtube.com/watch?v=NkNv2BflaSU</a></p>
<p><strong>Capital Inicial:</strong>  <a href="http://www.youtube.com/watch?v=5xShbngQdaI">http://www.youtube.com/watch?v=5xShbngQdaI</a></p>
<p><strong>Titas:</strong>  <a href="http://www.youtube.com/watch?v=0LXil87V6jQ">http://www.youtube.com/watch?v=0LXil87V6jQ</a></p>
<p><strong>Biquini Cavadao:</strong>  <a href="http://www.youtube.com/watch?v=lR4GeUpk-LE">http://www.youtube.com/watch?v=lR4GeUpk-LE</a></p>
<p><strong>Raul Seixas:</strong>  <a href="https://www.youtube.com/watch?v=S2cWf8lrQAQ">https://www.youtube.com/watch?v=S2cWf8lrQ</a></p>
<p><a href="http://das-blaettchen.de/schlagwort/klaus-hart">http://das-blaettchen.de/schlagwort/klaus-hart</a></p>
<h2>“Leider sind es nicht mehr so viele, die die ganze Wahrheit wissen wollen. Man biegt sehr schnell ab, um bei seiner Meinung bleiben zu können &#8211; und bei den als angenehm empfundenen Lösungen. Ich habe mir angewöhnt, Leute danach zu beurteilen: Wieviel Wahrheit erträgt jemand?” Günter Nooke, deutscher Menschenrechtsbeauftragter, im Website-Interview.</h2>
<p><strong>Die Adenauer-Stiftung und Brasilien:</strong></p>
<p><strong><a href="http://www.kas.de/wf/doc/kas_22736-544-1-30.pdf?110509143349">http://www.kas.de/wf/doc/kas_22736-544-1-30.pdf?110509143349</a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/29/herzlich-willkommen-zum-letzten-fokus-amerika-ich-bin-sven-toniges-2532011/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/29/herzlich-willkommen-zum-letzten-fokus-amerika-ich-bin-sven-toniges-2532011/</a></p>
<p><strong>Köln schließt eine Städtepartnerschaft mit Rio de Janeiro:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/rio-film-tropa-de-elite-2-fur-oscar-nominiertbester-auslandischer-streifen-stadtepartnerschaft-koln-rio-de-janeiro-trailer-anklicken/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/rio-film-tropa-de-elite-2-fur-oscar-nominiertbester-auslandischer-streifen-stadtepartnerschaft-koln-rio-de-janeiro-trailer-anklicken/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/foltertododiapastoralglobo.JPG" alt="foltertododiapastoralglobo.JPG" /></p>
<p><strong>&#8222;Folter noch jeden Tag.&#8220;(2011)</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/caran6.JPG" alt="caran6.JPG" /></p>
<p><strong>Deutscher Gefangenenseelsorger Wolfgang Lauer in Sao Paulo.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/10/evangelischer-pastor-wolfgang-lauer-gefangenenseelsorger-in-brasilien-ob-die-haftlinge-lutheraner-sind-christen-oder-nicht-ist-fur-mich-total-unwichtig/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/10/evangelischer-pastor-wolfgang-lauer-gefangenenseelsorger-in-brasilien-ob-die-haftlinge-lutheraner-sind-christen-oder-nicht-ist-fur-mich-total-unwichtig/</strong></a></p>
<h3><a href="http://www.google.com/url?sa=t&amp;source=web&amp;cd=242&amp;ved=0CCEQFjABOPAB&amp;url=http%3A%2F%2Fln-berlin.de%2Findex.php%3F%2Fartikel%2F2445.html&amp;rct=j&amp;q=Klaus%20Hart&amp;ei=tCybTr-KE5S5twekv9iCBA&amp;usg=AFQjCNG8grOzsWsGab52OZ417uv3KyrtCg&amp;cad=rja">Lateinamerika Nachrichten Online &#8211; Brasilien: Terror, Lügen und <strong>&#8230;</strong></a></h3>
<p>ln-berlin.de/index.php?/artikel/2445.html</p>
<p>Song von Thaíde und DJ HUM. Text: <em>Klaus Hart</em> Ausgabe: Nummer 275 &#8211; Mai 1997. Weitere Artikel zum Thema Brasilien: Die im Haus arbeiten sieht man nicht <strong>&#8230;</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/12/slumkloakesp1.JPG" alt="slumkloakesp1.JPG" /></p>
<p><strong>“Krise &#8211; was denn für eine Krise?” &#8211; Kloake-Slum in Sao Paulo.</strong></p>
<p><strong>Amnesty Journal 2009:</strong></p>
<p><strong>“KOPF UNTER WASSER</strong></p>
<p><strong>Gravierende Menschenrechtsverletzungen offiziell abzustreiten oder zu vertuschen, kommt heutzutage bei der internationalen Gemeinschaft schlecht an. Das weiß auch die brasilianische Regierung und geht deshalb seit langem einen anderen Weg: Mit erstaunlicher, entwaffnender Offenheit wird in- wie ausländischen Kritikern bestätigt, dass sie völlig im Recht seien. Man sehe die Dinge ganz genau so und habe bereits wirksame Schritte, etwa zur Abschaffung der Folter, eingeleitet. Doch auf die Worte folgen meist keine Taten.</strong></p>
<p><strong>Menschenrechtsaktivisten wie der österreichische Pfarrer Günther Zgubic, der die bischöfliche Gefangenenseelsorge in Brasilien leitet, vermissen seit Jahren deutliche Worte von deutscher Seite. Schließlich ist Lateinamerikas größte Demokratie ein wichtiger strategischer Partner von Deutschland, und die Regierung in Berlin spricht gerne von den “gemeinsamen Werten”, die beide Staaten verbinden würden. Mit dem Menschenrechtsbeauftragten der Bundesregierung, Günter Nooke, hat jetzt zum ersten Mal endlich ein hochrangiger deutscher Politiker in der Hauptstadt Brasilia die Probleme offen angesprochen.</strong></p>
<p><strong>Zgubic erinnert immer wieder an die wohlklingenden Versprechungen, die Präsident Luiz Inácio Lula da Silva bei seinem Amtsantritt 2003 verkündet hat: “Er hat öffentlich erklärt, dass er Folter und andere grausame, unmenschliche Praktiken nicht mehr duldet.” Leere Worte aus Brasilia, denn nach Informationen von Zgubic existiert die Folter in allen Varianten, um Geständnisse zu erzwingen: “Es werden Elektroschocks eingesetzt, man presst den Kopf unter Wasser. Auf allen Polizeiwachen Brasiliens werden Häftlinge gefoltert”, meint Zgubic.</strong></p>
<p><strong>Nun sieht er sich überraschend durch Nooke bestätigt. “Stehen Menschenrechtsprobleme wie die unsägliche Folterpraxis beim Staatspräsidenten ganz oben auf der Prioritätenliste? Wieso wird nicht stärker kritisiert, dass die Regierung alle internationalen Verpflichtungen eingeht, ohne sie dann auch konsequent umzusetzen? Wir merken, dass sich Brasilien beim Thema Menschenrechte von Europa entfernt”, erklärte Nooke kürzlich. Brasilien dürfe im Menschenrechtsbereich nicht abdriften.</strong></p>
<p><strong>Doch vielleicht ist dies längst passiert. Paulo Vannuchi, Leiter des Staatssekretariats für Menschenrechte in Brasilia, hatte in der Zeitung “Folha de São Paulo” betont, dass das brasilianische Strafgesetz die ­Todesstrafe zwar nicht vorsehe, dennoch aber täglich außergerichtliche Exekutionen stattfinden würden. Gemeinsame Werte? Pedro Ferreira, Anwalt bei der bischöflichen Gefangenenseelsorge, findet es bedrohlich, dass selbst nach offiziellen Angaben derzeit über 126.000 Häftlinge trotz verbüßter Strafe illegal weiter festgehalten werden.</strong></p>
<p><strong>Ehemalige Gegner der Diktatur (1964 bis 1985) weisen zudem auf die fatalen Folgen der nicht bewältigten Gewaltherrschaft hin. Nicht einmal die Öffnung der Geheimarchive aus der Zeit der Diktatur sei unter Lula veranlasst worden, kritisiert Bundesstaatsanwalt Marlon Weichert aus São Paulo. Die Straflosigkeit inspiriert seiner Meinung nach jene Staatsfunktionäre, die heute im Polizeiapparat und im Gefängnissystem “Folter und Ausrottung” betrieben. Mit leeren Worte kann man an diesen ­Zuständen wohl kaum etwas ändern.</strong></p>
<p><strong><em>Von Klaus Hart.<br />
Der Autor ist Journalist und lebt in São Paulo.</em></strong></p>
<h3>ai-Journal Dezember 1996</h3>
<h2>Die &#8222;Hölle auf Erden&#8220;</h2>
<p><strong>BRASILIEN</strong></p>
<p><strong>Die &#8222;Hölle auf Erden&#8220;</strong></p>
<p><strong>Revolten, Hungerstreiks und Aids bestimmen den Alltag in den völlig überfüllten brasilianischen Gefängnissen. Brasilien gilt zwar als die zehntgrößte Wirtschaftsnation, leistet sich aber Haftanstalten, die man eher in Ruanda oder Burundi vermuten würde. Eine im April verkündete Amnestie entspannte die Situation nicht.</strong></p>
<p><strong>Eine mittelalterlich anmutende Gefangenenzelle in Rios Stadtteil Realengo: Jeder der mehreren Dutzend Insassen hat laut Gesetz Anspruch auf mindestens acht Quadratmeter &#8211; hier ist es nicht mal ein einziger. Geschlafen wird deshalb in Schichten. Während ein Teil der Gefangenen auf feuchtem Boden liegt, schlafen die anderen in Hängematten, die an den Gitterstäben befestigt sind. In einer Zelle im Stadtteil Bangu ein ähnliches Bild: 35 fast nackte, schwitzende Männer auf nur sechzehn Quadratmetern bei beißendem Fäkaliengeruch und nächtlichem Besuch von Ratten. Die psychische Spannung ist fast mit Händen greifbar. Neun von zehn Gefangenen haben Furunkel, in der heißesten Jahreszeit herrschen bis zu 60 Grad. Dann fallen täglich etwa 20 Insassen ohnmächtig um, werden von den Wärtern herausgezerrt und durch andere ersetzt.</strong></p>
<p><strong>Um aus dieser Hölle herauszukommen und in eine weniger überfüllte Zelle verlegt zu werden, bestechen Häftlinge ihre Aufseher mit bis zu umgerechnet 5.000 Mark. Es gibt brasilianische Gefängnisse, in denen die Insassen das nötige Geld sammeln, um dann die Begünstigten auszulosen. In Bangu kommen die notwendigen &#8222;Real&#8220; von der Familie oder Verbrechersyndikaten &#8211; je unerträglicher die Hitze, desto höher die Preise auf diesem Schwarzmarkt. Einmal am Tag gibt es schlechtes Essen; die Lebensmittelpakete der Angehörigen werden gewöhnlich nicht ausgehändigt.</strong></p>
<p><strong>Folter ist üblich. Ein Anwalt beschreibt einen Fall von 1996: &#8222;Polizisten mit Kapuzen mißhandelten 116 Gefangene, unter anderem mit Elektroschocks. Alle wiesen Blutergüsse auf, wurden zudem zu sexuellen Handlungen gezwungen.&#8220; Fast täglich werden Fälle zu Tode gefolterter, erschlagener Häftlinge bekannt &#8211; die politisch Verantwortlichen bleiben meist passiv. Nur wenige Intellektuelle protestieren, die Gesellschaft scheint sich an die grauenvollen Zustände gewöhnt zu haben.</strong></p>
<p><strong>Pervertieren statt resozialisieren</strong></p>
<p><strong>Menschenrechtsorganisationen wie amnesty international oder &#8222;Human Rights Watch&#8220; prangern die Zustände in den brasilianischen Haftanstalten an &#8211; und auch die Gefangenenseelsorge der Katholischen Kirche läßt nicht locker. Padre Geraldo Mauzeroll von der &#8222;Pastoral Carceraria&#8220; im Teilstaat Sao Paulo gegenüber dem ai-Journal: &#8222;Wer ins Gefängnis kommt, wird pervertiert, wird angesehen und behandelt wie ein Tier &#8211; niemand ist an einer Besserung oder Resozialisierung interessiert. Die Gesellschaft rächt sich an ihnen, läßt sie intellektuell, spirituell, moralisch und kulturell und nicht selten sogar physisch sterben.&#8220; Mauzeroll hört in Polizeiwachen und Gefängnissen sehr häufig den Ausspruch: &#8222;Nur ein toter Häftling ist ein guter Häftling!&#8220; Der Padre geht seit 1973 in die &#8222;Presidios&#8220; &#8211; was er täglich sieht, sind Bilder wie aus Horrorfilmen: Tuberkulose grassiert, über die Gesichter Todkranker laufen Ameisen. Häftlinge verfaulen buchstäblich in Zellen. Die Gefängnisärzte sind selbst kriminell, weil sie Kranke bewußt </strong></p>
<p><strong>nicht behandeln, sondern sterben lassen. Sie werden aber nie zur Rechenschaft gezogen. Kriminell handeln auch Richter und Staatsanwälte, die über Folter und alle anderen Menschenrechtsverletzungen detailliert informiert sind, jedoch nicht eingreifen.</strong></p>
<p><strong>Das Gefängnispersonal verkauft Lebensmittel, die für Häftlinge bestimmt sind und ermöglicht Rauschgifthandel und -konsum hinter Gitterstäben. Ein Gefängnisdirektor: &#8222;Drogen müssen dort drin sein, damit die Gefangenen ruhig bleiben.&#8220;</strong></p>
<p><strong>Erzwungenes Schweigen, Morddrohungen</strong></p>
<p><strong>Ein dunkles Kapitel ist auch die sexuelle Gewalt, von Aufsehern sogar gefördert. Mauzeroll zum ai-Journal: &#8222;Wird ein wegen Vergewaltigung Verurteilter eingeliefert, stecken die Wärter ihn in bestimmte Massenzellen, damit er dort von 15 oder 20 Häftlingen vergewaltigt wird. Dies ist Gesetz in den Kerkern, und so verbreitet sich Aids sehr schnell.&#8220; Nach amtlichen Angaben infizierten sich bereits mehr als 20 Prozent aller Inhaftierten mit dem HIV-Virus &#8211; ein Großteil der rund 150.000 brasilianischen Gefangenen hat homosexuellen Verkehr, gewöhnlich ungeschützt. </strong></p>
<p><strong>Vitor Carreiro teilte in Rio de Janeiro jahrelang eine Zelle mit 47 Gefangenen. Er ist von Aids gezeichnet und sagt: &#8222;Alle Welt weiß, daß die Frau des Gefangenen der andere Gefangene ist.&#8220; Promiskuität ist der Alltag: José Ferreira da Silva, HIV-positiv, berichtet von vier festen und acht gelegentlichen Partnern &#8211; keiner benutzt Präservative. </strong></p>
<p><strong>Padre Mauzeroll drückt sich im Gegensatz zu vielen &#8222;politisch korrekten&#8220; Landsleuten nicht um unbequeme und unangenehme Wahrheiten. Er hat keine Probleme, die von den Autoritäten gerne versteckten und verdrängten Probleme offen anzusprechen. &#8222;Wer über die Zustände redet und informiert, stirbt&#8220;, lautet eine andere Regel. Berufskiller erledigen das &#8211; Mauzeroll weiß, daß auch sein Leben in Gefahr ist. Dennoch klagt er offen die soziale Ordnung Brasiliens an: &#8222;Diese ist schuld an der Situation.&#8220; </strong></p>
<p><strong>Gemäß einer neuen Studie der Vereinten Nationen lebt heute fast die Hälfte der 150 Millionen Brasilianer in verhältnismäßig entwickelten Gebieten. &#8222;Wenn in Sao Paulo und Rio de Janeiro die Lage in den Gefängnissen bereits so schlimm ist&#8220;, gibt Padre Mauzeroll zu bedenken, &#8222;wie muß sie dann erst in den stark unterentwickelten Regionen des Nordens und Nordostens sein?&#8220;</strong></p>
<p><strong> Amnestie nur Kosmetik</strong></p>
<p><strong>Die Rechtsanwältin Zoraide Fernandez weist darauf hin, daß Häftlinge nach verbüßter Strafe oft noch jahrelang gefangengehalten werden. 1995 waren es allein in Rio mindestens 560.</strong></p>
<p><strong>Brasiliens Staatschef Fernando Henrique Cardoso verkündete im April die, wie es offiziell hieß, größte Amnestie in der Geschichte des Landes: Etwa zehn Prozent der Gefangenen sollten freikommen. Wie die Gefängnisbehörden inzwischen einräumten, werden beispielsweise im Teilstaat Rio de Janeiro nur wenig mehr als ein Prozent amnestiert. Die 511 Gefängnisse bieten Platz für höchstens 60.000 Personen, sind aber nach jüngsten offiziellen Angaben mit 148.760 Häftlingen belegt &#8211; das sind 15 Prozent mehr als 1994. Notwendig, so hieß es, sei der Bau von 145 zusätzlichen Haftanstalten. Die Lage in der Metropole Sao Paulo ist den Angaben zufolge am dramatischsten. Eine Besserung ist nicht in Sicht: Per Haftbefehl suchte man allein 1996 rund 275.000 Straftäter.</strong></p>
<p><strong>Rund 95 Prozent der Häftlinge sind Arme, 96 Prozent sind männlich und etwa drei Viertel Voll- und Halbanalphabeten. Der typische Gefangene, so eine Studie, ist dunkelhäutig und jünger als 25 Jahre. Jeden Monat kommt es laut Statistik zu mindestens drei großen Häftlingsrevolten, die meisten werden allerdings der Öffentlichkeit verschwiegen. Eine Ausnahme bildet lediglich der südliche, relativ hochentwickelte Teilstaat Rio Grande do Sul &#8211; nur dort soll es auch keine irregulär festgehaltenen Häftlinge geben.</strong></p>
<p><strong>Wärter und Spezialeinheiten gehen gewöhnlich äußerst brutal gegen meuternde Häftlinge vor: 1992 wurden im berüchtigten Gefängnis &#8222;Carandiru&#8220; von Sao Paulo mindestens 111 Insassen erschossen. Die politisch Verantwortlichen und die direkt Beteiligten blieben bisher straffrei. In &#8222;Carandiru&#8220; ereignete sich auch Ende Oktober wieder eine Revolte: 670 Gefangene nahmen 27 Wärter als Geiseln und forderten die Verlegung in eine andere Haftanstalt. Fünf Häftlinge versuchten währenddessen in einem Müllwagen zu fliehen, vier von ihnen wurden von Militärpolizisten erschossen.<br />
Klaus Hart<br />
Der Autor ist freier Korrespondent in Rio de Janeiro</strong></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2006/deu05/060?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Endstation Carandiru</a></strong>01.04.2006 | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN Endstation Carandiru Ein brasilianisches Gericht spricht den Offizier frei, der das größte efängnismassaker in der Geschichte des Landes zu verantworten hat. Von Klaus Hart Ein Gericht in der brasilianischen Wirtschaftsmetropole São Paulo hat im Februar eine mehrfach lebenslängliche Gefängnisst …</p>
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<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2000/deu05/107?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Menschenrechtler besorgt über Terror von rechts</a></strong>01.11.2000 | Amnesty Journal Artikel | Brasilien Menschenrechtler besorgt über Terror von rechts Der brasilianische Schriftsteller Joao Silvèrio Trevisan, 56, Pionier und intellektueller Kopf der nationalen Schwulenbewegung, hat die Regierung von Präsident Fernando Cardoso aufgefordert, rigoros gegen rechtsextreme Gruppen vorzugehen, um die derzeiti …</p>
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<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/journal/2009/juni/kolumne-kopf-unter-wasser?destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Kolumne: Kopf unter Wasser</a></strong>04.06.2009 | Amnesty Journal Artikel | Kolumne zum Thema “Folter in Brasilien”.</p>
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<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2001/deu05/066?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Ganz normales Vorgehen : Ein Fall von Folter beschäftigt die brasilianische Öffentlichkeit</a></strong>01.05.2001 | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN Ganz normales Vorgehen Ein Fall von Folter beschäftigt die brasilianische Öffentlichkeit. Er markiert jedoch nur die Spitze des Eisbergs. Der Fall schien klar: Der 23-jährige Bauarbeiter Alexandre de Oliveira aus Bom Jardim de Minas, einem Ort etwa 200 Kilometer von Rio de Janeiro entfernt, hatte s …</p>
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<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1997/deu05/009?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Kein Ende des Mordens in Sicht</a></strong>01.04.1997 | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN Kein Ende des Mordens in Sicht In Brasilien sind auch zehn Jahre nach Ende der Diktatur Todesschwadronen aktiv. Die Opfer sind Kinder, Jugendliche, Arme, Menschenrechtler oder politische Gegner &#8211; die Gewalt nimmt zu. An einem Februarnachmittag geschieht in Rio de Janeiro wieder einmal das, was …</p>
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<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2001/deu05/247?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Folter bleibt alltäglich</a></strong>01.11.2001 | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN Folter bleibt alltäglich In Brasilien hat die Regierung eine Kampagne gegen die Folter gestartet. Menschenrechtler sind eher skeptisch, was den Erfolg betrifft. Denn auch das Anti-Folter-Gesetz von 1997 hat bisher nicht die gewünschte Wirkung gehabt. Der Dreißig-Sekunden-TV-Spot ist gut gemacht, drasti …</p>
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<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2000/deu05/033?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Sicherheitskräfte treiben Menschenrechtler in Exil</a></strong>01.10.2000 | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN Sicherheitskräfte treiben Menschenrechtler ins Exil Der brasilianische Staatschef Cardoso ist stolz auf seine Menschenrechtspolitik. Doch engagierte Menschenrechtler und verfolgte Homosexuelle fliehen ins Ausland und erhalten dort politisches Asyl. Wer sich in Brasilien für die Rechte von Minderh …</p>
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<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1998/deu05/046?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Brasilien: Schießen mit “Wildwest-Zulage”</a></strong>01.02.1998 | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN Schießen mit “Wildwest-Zulage” Die Militärpolizei Brasiliens ist heute gewalttätiger als während der Diktatur. Massaker an Häftlingen, Straßenkindern und Landlosen häufen sich. Menschenrechtler protestieren gegen eine “Wildwest-Zulage”, die Ermordungen belohnt und zum Töten Unschuldiger anreizt. …</p>
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<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1996/deu05/062?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Die “Hölle auf Erden”</a></strong>01.12.1996 | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN Die “Hölle auf Erden” Revolten, Hungerstreiks und Aids bestimmen den Alltag in den völlig überfüllten brasilianischen Gefängnissen. Brasilien gilt zwar als die zehntgrößte Wirtschaftsnation, leistet sich aber Haftanstalten, die man eher in Ruanda oder Burundi vermuten würde. Eine im April verkünde …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1996/deu05/062?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2002/deu05/101?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Staat im Staate</a></strong>01.10.2002 | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN STAAT IM STAATE In Brasilien haben sich einflussreiche Verbrechersyndikate entwickelt, die vor allem in den Favelas, den Elendsvierteln der Großstädte das soziale Leben kontrollieren. In den über achthundert Favelas von Rio de Janeiro häufen sich Szenen wie diese: Mehrere Dutzend schwer bewaff …</p>
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<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1999/deu05/199?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Ungesühnte Gewaltexzesse</a></strong>01.09.1999 | Amnesty Journal Artikel | Brasilien Ungesühnte Gewaltexzesse In den Armenvierteln der brasilianischen Großstädte gehört der Terror zum Alltag. Bewaffnete Banden, Paramilitärs und die Polizei treiben hier ihr Unwesen. Der Staat schaut zu. Rio de Janeiro, Ende Juli 1999: In Sichtweite des Rathauses und einer Polizeikaserne, ganz in …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1999/deu05/199?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2000/deu05/177?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Nachrichten</a></strong>01.11.2000 | Amnesty Journal Artikel | NACHRICHTEN Brasilien Menschenrechtler besorgt über Terror von rechts Der brasilianische Schriftsteller Joao Silvèrio Trevisan, 56, Pionier und intellektueller Kopf der nationalen Schwulenbewegung, hat die Regierung von Präsident Fernando Cardoso aufgefordert, rigoros gegen rechtsextreme Gruppen vorzugehen, …</p>
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<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1999/deu05/110?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Nachrichten</a></strong>01.06.1999 | Amnesty Journal Artikel | Nachrichten Brasilien/Deutschland Keine Schelte für Präsident Cardoso Menschenrechtler hatten sich vor dem Deutschland-Besuch des brasilianischen Präsidenten Fernando Henrique Cardoso gefragt, was diesmal wohl anders sein würde. Kam Cardoso zu Bundeskanzler Kohl an den Rhein, schlugen ihm Freundlichkeiten und …</p>
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<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1998/deu05/029?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Nachrichten</a></strong>01.06.1998 | Amnesty Journal Artikel | NACHRICHTEN Brasilien Ein Folterer macht Karriere Ricardo Fayad ist heute Brigadegeneral &#8211; während der Diktatur von 1964 bis 1985 hatte er sich als ausgebildeter Mediziner an Folterungen politischer Gefangener beteiligt. In einer Kaserne in Rio de Janeiro bestimmte er die Methoden: Celia Manes erhielt im …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1998/deu05/029?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong>„Die Lula-Regierung war bei den Menschenrechten eine Enttäuschung“(2009)</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Tim Cahill, Brasilienexperte von Amnesty International, über fortdauernde Folter, Todesschwadronen, paramilitärische Milizen und Sklavenarbeit in Lateinamerikas größter Demokratie.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Paraisopolis heißt Paradies-Stadt – doch paradiesisch ist hier garnichts. Der Slum zählt zu den über 2000 in der reichsten südamerikanischen Megacity und grenzt an ein Viertel der Wohlhabenden – nicht wenige davon blicken von ihren luxuriösen Penthouse-Appartements direkt auf das unüberschaubare Gassenlabyrinth, wo auf engstem Raum in Holz-und Backsteinkaten rund 100000 Menschen in Moder, Abwässer-und Müllgestank hausen. Dabei gibt es an der fernen Peripherie weit grauenhaftere Slums. Auch für die Kirche ist an Scheinheiligkeit nicht zu überbieten, daß der von bewaffneten Gangstern gemanagte Drogenhandel in Paraisopolis nur dank der reichen Großkunden von nebenan so lukrativ funktioniert. Der junge schwarze Slumpriester Luciano Borges Basilio nimmt kein Blatt vor den Mund:“Das organisierte Verbrechen ist besser organisiert als die Polizei – oft sogar viel besser, während die Polizei desorganisiert ist.“ In Brasilien werden täglich mehrere Beamte ermordet. „Ein Polizeioffizier erhielt 2009 hier in Paraisopolis einen Bauchschuß – die Beamten haben ja auch Familie und sind unter Streß und Hochspannung, wenn sie in einen Slum hineinmüssen. Aber Willkür rechtfertigt das nicht.“  Anstatt jener kleinen Minderheit von Kriminellen das Handwerk zu legen, verletzt die Polizei bei Razzien permanent Grundrechte der völlig unschuldigen Bewohnermehrheit, was weder die Kirche noch Amnesty International hinnimmt. Tim Cahill ist wiederholt vor Ort, spricht mit Zeugen. Sie berichten von Folterungen, ungerechtfertigtem Schußwaffengebrauch: Bei der Verfolgung von Gangstern, die in das Gassengewirr und Menschengewimmel des Slums flüchten, wird ein neunmonatiges Baby in den Arm geschossen, eine Sechzehnjährige an den Brüsten verwundet. </strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Journal: Bewohner berichten, daß Elektroschocks zu den gängigsten polizeilichen Foltermethoden in Paraisopolis gehören. Die Beamten behandeln uns wie Tiere, lautet ein Vorwurf. </strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong> Cahill: Die brasilianische Regierung hat zwar die Anti-Folter-Konvention unterzeichnet, doch wie wir hier vor Ort sehen, fehlt jeglicher politischer Wille, Folterer zu bestrafen. Bei Folter-Anzeigen wird gewöhnlich garnicht ermittelt. Die Polizei ist landesweit zunehmend in kriminelle Aktivitäten verwickelt, bildet Todesschwadronen und paramilitärische Milizen. Und ein beträchtlicher Teil der Brasilianer, vor allem jene in den Slums, wird wie Wegwerf-Bevölkerung behandelt. Paraisopolis ist dafür ein Beispiel. Es fehlt die Verantwortung des Staates für diese Menschen. Öffentliche Sicherheit muß für alle Brasilianer garantiert werden – die armen Schichten darf man nicht einfach davon ausschließen.“</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Journal: „Öffentliche Sicherheit“ ist in Brasilien vor allem Aufgabe der Militärpolizei – Relikt der Militärdiktatur. Weil Diktaturverbrecher, Folterer von einst nicht bestraft werden, fördert dies heutige Polizeigewalt und ermuntert die Folterer zum Weitermachen, argumentieren selbst frühere politische Gefangene.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Cahill: Das ist in der Tat ein zentraler Punkt – Straffreiheit in Bezug auf Vergangenes stärkt die heutige Politik der Straflosigkeit. Das wird weithin akzeptiert. Ich war in vielen Polizeiwachen und Gefängnissen Brasiliens, habe hohe Amtsträger des Sicherheitsapparats getroffen. Da fand ich immer Leute mit ganz direkter Beziehung zu den Diktaturverbrechen. Das Ausmaß der Gewalt, die alltäglichen Menschenrechtsverletzungen im heutigen Brasilien sind Erbe der Diktaturvergangenheit. Amnesty macht Druck auf Brasilia, auf Staatschef Lula, die Diktaturverbrechen zu bestrafen und die Geheimarchive des Militärregimes endlich zu öffnen. Brasilien ist bei der Vergangenheitsbewältigung deutlich hinter den anderen lateinamerikanischen Staaten zurück. Das ist gravierend. </strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Journal: Die Lula-Regierung hatte der UNO, den Menschenrechtsorganisationen 2003, zu Beginn der ersten Amtszeit versprochen, die eigenen Gesetze und internationalen Abkommen einzuhalten. Doch nach wie vor werden in Brasilien sogar Menschen auf Scheiterhaufen lebendig verbrannt.  Hielt Brasilia denn Wort?</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Cahill: Die Lula-Regierung war eine Enttäuschung. Es gab große Versprechen, Pläne und Projekte, sogar einen konstruktiven Diskurs – doch die Probleme sind tief verwurzelt geblieben. Es wird weiter gefoltert und exekutiert, die Lage in den Gefängnissen ist nach wie vor grauenhaft, und es gibt sogar weiterhin Todesschwadronen und Sklavenarbeit. Es fehlt der Regierung ganz klar politischer Wille. Echte Reformen werden durch wirtschaftliche und politische Interessen verhindert. Die paramilitärischen Milizen haben Macht, üben wirtschaftliche Kontrolle aus – daraus wird politische Macht, eine reale Bedrohung im heutigen Brasilien.“</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Journal: In der Olympia-Stadt Rio de Janeiro hat der Staat mehrere Hangslums besetzt, gemäß überschwenglichen europäischen Presseberichten die Verbrecherkommandos vertrieben und die Lage der Bewohner deutlich verbessert. Sind das nicht gute Beispiele, die auf positive Änderungen hindeuten?</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Cahill: Es handelt sich bei diesen Slums lediglich um Inseln, während im großen Rest der Stadt sich an der staatlichen Politik, an Diskriminierung und Polizeigewalt kein Deut ändert.  Für uns heißt dies, vor Ort noch intensiver zu recherchieren und Menschenrechtsverletzungen permanent anzuprangern. Die Situation Brasiliens ist sehr komplex. </strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Journal: Hochrangige Staatsvertreter geißeln die Lage gelegentlich drastisch, was auf manchen entwaffnend wirkt.  Laut Gilmar Mendes, Präsident des Obersten Gerichts, ähnelt Brasiliens Gefängnissystem nazistischen Konzentrationslagern. Und Paulo Vannuchi, Brasiliens Menschenrechtsminister, räumt ein, daß tagtäglich außergerichtliche Exekutionen  und Blutbäder von Polizisten sowie Todesschwadronen verübt würden. Gravierende Menschenrechtsverletzungen seien Routine, alltäglich und allgemein verbreitet.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Tim Cahill: Dies zählt zu den unglaublichen Dingen in Brasilien – Teile der Autoritäten erkennen diese Tatsachen offen und klar an – aber tun so, als seien sie dafür nicht verantwortlich. Denn das Gefängnissystem wird eben einfach nicht reformiert, trotz der häufigen Versprechen. Das große Problem Brasiliens ist heute, daß der offizielle Diskurs nichts mit der politischen Praxis zu tun hat. Wenn die Regierung in Brasilia weltweit mehr Anerkennung und Respekt will,  muß sie sich für die Menschenrechte der eigenen Bevölkerung einsetzen, besonders der Unterprivilegierten. Was falsch läuft, haben wir bei unseren Recherchen in der Sao-Paulo-Favela Paraisopolis, bei den Gesprächen mit Tatzeugen deutlich ermittelt: Der Staat marginalisiert diese Menschen – und das seit Jahrzehnten. Innerhalb des Staatsapparats herrscht Einverständnis, die Polizeistrukturen nicht zu kontrollieren. Angesichts extremer Kriminalität läßt man den Sicherheitskräften die Freiheit, Menschenrechte einfach zu verletzen. Wichtig ist, beide Seiten zu sehen. </strong></p>
<p><strong><a href="http://www.ila-web.de/brasilientexte/inhalt.htm"><strong>http://www.ila-web.de/brasilientexte/inhalt.htm</strong></a></strong></p>
<p><strong>Die Aufdringlichkeit der Sinne</strong></p>
<p><strong>Vom machtgeschützten Verlust der gesellschaftlichen Sehkraft &#8211; Oskar Negt(2000)</strong></p>
<p><strong>“Der Verlust jener in sinnlicher Erfahrung begründeten Urteilsfähigkeit der Menschen hat in unserem Jahrhundert für viele Menschen tödliche Folgen gehabt. Das Wegsehen, die machtgeschützte Sinnenblindheit, wenn Menschen verfolgt und getrieben, vergewaltigt und öffentlich gequält werden &#8211; das gehört nicht der Vergangenheit an.”</strong></p>
<p><strong>Reimar Oltmans:</strong></p>
<p><a href="http://www.reimaroltmanns.com/2008/06/jeder-kann.html"><strong>http://www.reimaroltmanns.com/2008/06/jeder-kann.html</strong></a></p>
<h2>EU-Lateinamerika-Karibik-Stiftung startet in Hamburg. “Wir teilen die Werte der individuellen Freiheit, der Herrschaft des Rechts und der Menschenrechte.” Bundesaußenminister Westerwelle. <a title="Beitrag bearbeiten" href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11470">**</a></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.welt.de/regionales/hamburg/article13703820/EU-Lateinamerika-Karibik-Stiftung-nimmt-Arbeit-auf.html"><strong>http://www.welt.de/regionales/hamburg/article13703820/EU-Lateinamerika-Karibik-Stiftung-nimmt-Arbeit-auf.html</strong></a></p>
<p><a href="http://www.brasil.diplo.de/Vertretung/brasilien/pt/01__Willkommen/Noticias_202010/Rede_20Westerwelle_20EULAK_20Stiftung.html"><strong>http://www.brasil.diplo.de/Vertretung/brasilien/pt/01__Willkommen/Noticias_202010/Rede_20Westerwelle_20EULAK_20Stiftung.</strong></a></p>
<p><strong>Hintergrund von 1997 &#8211; veröffentlichte Texte in Lateinamerika-Nachrichten &#8211; hat sich seitdem an der Lage viel verändert?</strong></p>
<h1>Im Dienst des organisierten Verbrechens</h1>
<h2>Rios Straßenkinder &#8211; neue Dimension eines alten Problems</h2>
<p>Immer mehr Straßenkinder Brasiliens werden von der organisierten Kriminalität rekrutiert und landen damit in den Kreisläufen der täglichen Barbarei und Gewalt. Das „Missionsobjekt“ Straßenkind hat hierdurch neue Dimensionen erfahren, die bislang allerdings von den Straßenkinderprojekten im Ausland kaum zur Kenntnis genommen wurden. Unser Autor Klaus Hart aus Rio de Janeiro schildert die wenig erfreuliche Entwicklug des Problems.</p>
<p>Bis zum entsetzlichen Candelaria-Massaker von 1993 (vgl. LN Nr. 231/232) gehörten die Meninos de Rua zum normalen Erscheinungsbild der Sieben-Millionen-Stadt Rio de Janeiro. Ob in Copacabana, Ipanema oder in der City &#8211; immer zogen sie in Gruppen herum, bettelten, stahlen. Und schlimmer noch: Eine sichtbare Minderheit unter den Straßenkindern überfiel, terrorisierte regelrecht bevorzugt schwangere Frauen und alte Leute.<br />
Im Stadtzentrum bin auch ich mehrfach von Straßenkindern verfolgt worden, flüchtete mich in Restaurants oder in von bewaffneten Pförtnern bewachte Hauseingänge. Wenn die Gruppen mich dennoch erwischten, waren eben Geld und teures Arbeitsgerät wie Sony-Recorder oder Kamera weg. Eine Bande ritzte mir vorm Wegrennen in Richtung Polizeikabine einmal Arm und Hand blutig. Aber das ist alles harmlos im Vergleich zu den Erlebnissen vieler Einheimischer. Eine brasilianische Bekannte fuhr mit dem Wagen die famose Avenida Atlantica entlang, ihr Kleinkind auf dem Rücksitz. An der Ampel wird das Auto von Straßenkindern umringt, eines schneidet ihrer Tochter die Kehle durch, sie verblutet. Einem Nordamerikaner, zum Arbeiten in Rio, schlägt eine Gruppe eine abgeschlagene Flasche ins Gesicht, einfach so, ohne Raubabsicht.<br />
Derzeit muß man in Rios Kernbereichen Meninos de Rua allerdings fast mit der Lupe suchen. Statt der Tausenden von Anfang der 90er Jahre verlieren sich im Straßengewühl bestenfalls einige hundert. Will ich zur nächsten Metrostation, kommen mir gelegentlich ausgeraubte traumatisierte Frauen entgegen: „Gehen Sie nicht weiter, an der Ecke lauern drei Meninos mit Messern!“ Also laufe ich zurück, nehme am Stand ein Taxi, fahre an den Kids vorbei, höre vom Motorista: „Die da werden nicht alt, hinter denen sind schon die Kollegen her.“ Diskutieren sinnlos. Grundtenor an den Stehbars: Sofort umlegen, bevor die Blödsinn machen.<br />
Straßenkinder-Experten wie Roberto Santos, Leiter der angesehenen Stiftung Sâo Martinho, bestätigen, daß die Gesellschaft, besonders die Mittel- und Oberschicht, auf Repression setzt und Gewalt gegen die Minderjährigen wie nie zuvor befürwortet. Gemäß einer neuen seriösen Umfrage sind rund 52 Prozent der BewohnerInnen von Rio generell für Lynchjustiz. Den Intellektuellen, ebenso wie den in-und ausländischen NGOs, gelang es nicht, einen Meinungsumschwung herbeizuführen &#8211; die brasilianische Gesellschaft ist neoliberaler, individualistischer und deutlich egoistischer geworden. Das früher bestehende Mitgefühl etwa der Mittelschicht mit den Armen hat spürbar abgenommem. Weiter gilt, was der inzwischen verstorbene Betinho konstatierte: Das Beseitigen von als störend empfundenen Minderjährigen wird von einem Großteil der BrasilianerInnen hingenommen, toleriert, und im Sinne einer geistigen Komplizenschaft mit den Mördern sogar befürwortet.</p>
<p>Anti-NGO-Kampagne</p>
<p>Inzwischen hat sich das Problemfeld verändert. Heute über gute oder schlechte Straßenkinderprojekte, über die Unterschlagung von Spendengeldern und über Kinderelend als Bereicherungsquelle für unehrliche NGOs zu debattieren, wäre müßig. Regierungsunabhängige Organisationen, die sich direkt den Straßenkindern widmen, gibt es kaum noch. Die meisten sind schlichtweg eingegangen, seit das Ausland weit weniger Spenden überweist und die Regierung nach einer geschickt betriebenen Anti-NGO-Kampagne Gelder stoppte. Cristina Leonardo, die couragierte Leiterin des Centro Brasileiro de Defesa dos Direitos da Crianca e do Adolescente (Brasilianisches Zentrum für die Verteidigung der Rechte von Kindern und Jugendlichen) und Verteidigerin von Opfern und Überlebenden des Candelaria-Massakers, wie auch Roberto Santos bestreiten vehement, daß die Regierung etwa durch gute Präventivprojekte die Zahl der Straßenkinder gesenkt habe. Unter Präsident Fernando Henrique Cardoso sei die Situation gerade im Sozialbereich, ob Bildung oder Gesundheit, so schlecht wie noch nie. Ausländische Unterstützergruppen, so ist immer wieder zu hören, hätten eine völlig falsche, oft sozialromantische Sicht der Dinge. Größtenteils werde übersehen, was sich bereits vor dem Candelaria-Massaker 1993 deutlich abzeichnete: Das organisierte Verbrechen offeriert den Kindern und Jugendlichen vergleichsweise gutbezahlte Jobs, bei keineswegs geringerem, sondern weit höherem Lebensrisiko, doch für umgerechnet bis zu tausend Mark die Woche. In sämtlichen Slums von Rio de Janeiro, auch dies ist inzwischen ein Gemeinplatz, funktionieren selbst die vom Ausland finanzierten Hilfsprojekte nur, wenn das organisierte Verbrechen seine Zustimmung gibt. In Europa denken immer noch viele, Kinder und Jugendliche der Unterschicht würden mehrheitlich von der Militärpolizei erschossen. Seriöse Untersuchungen stellten jedoch bereits 1993 richtig, daß der große „Exterminador“ eben das organisierte Verbrechen ist. Keiner weiß das besser als die mit Cristina Leonardo kooperierende Künstlerin Yvonne Bezerra de Mello. Kinder, die nicht richtig mitziehen, etwa drogensüchtig werden und statt Profiten Verluste bringen, werden kurzerhand eliminiert. Die Leichen, so Yvonne Bezerra de Mello, verschwinden meistens. Die großen Bosse, sagt sie, wohnen natürlich nicht im Slum, sondern in den Nobelvierteln Rios. In diesen Vierteln der Geld- und Politikerelite werden derzeit Drogen verbraucht wie nie zuvor &#8211; daher die enorme Nachfrage, die den Straßenkindern Jobs verschafft.<br />
Das beste Beispiel für die jüngeren Entwicklungen sind die Candelaria-Überlebenden: Der Trafico, wie die auf Drogen-und Waffenhandel, Entführungen und Rauberüberfälle spezialisierten Gangsterkommandos genannt werden, hat sie adoptiert. Die Leute vom organisierten Verbrechen, so Roberto Santos, zeigten sich in der Tat weitaus besser organisiert und professioneller als der Staat und die NGOs. Kinder und Jugendliche brauchen die rund 800 Slums von Rio nicht mehr zu verlassen. Die Kleinsten verdienen als Fogueteiro (Leuchtrakete) über fünfzig Mark pro Tag. Sie warnen die schwerbewaffneten Gangster mittels Feuerwerksraketen vor herannahenden gegnerischen Verbrechermilizen oder der Polizei. Fünfjährige transportieren als sogenannte Aviôes, Flugzeuge, Drogen in der Stadt, und bringen sie auch zu den privaten Bestellern der Mittel-und Oberschicht. Sieben- oder Achtjährige haben für gewöhnlich schon Pistole oder Revolver im Hosenbund. Als Soldados schließlich gehören sie zum martialischsten Teil der nach militärischem Vorbild streng hierarchisch gegliederten wichtigsten Syndikate Comando Vermelho (Rotes Kommando) und Terceiro Comando (Drittes Komando). Soldados kontrollieren die Ein- und Ausgänge der Steilhangslums. Sie schießen auf Verdächtige, nehmen an Gefechten und Massakern teil, führen Mordbefehle aus und sind bei Entführungen und Banküberfällen dabei.</p>
<p>Kultur feudalistisch-machistischer Werte</p>
<p>Mit Reinaldo Guarany, militanter Diktaturgegner und einer der Entführer des deutschen Botschafters Ehrenfried von Holleben im Jahre 1970, fahre ich eine enge steile Straße des malerisch wirkenden Bergstadtteils Santa Teresa hinunter. An der ersten Biegung richtet am Favela-Eingang ein nur mit Shorts und Sandalen bekleideter Zwölfjähriger seine verchromte MP auf uns. Er bräuchte nur einmal durchzuziehen, und alle im Wagen wären tot. Das passiert auch gelegentlich &#8211; im Drogenrausch sehen die Soldados in jedem einen Gegner, erschießen sogar die eigene Freundin oder Frau. Guaranys Kommentar: „Noch vor zwei Jahren habe ich hier viele von den Jungs, die mir heute mit MPs begegnen, Murmeln spielen sehen &#8211; sie wurden zu Soldaten des organisierten Verbrechens, prahlen damit herum und rühmen die Banditen als ihre Helden.“<br />
Guarany sieht es nicht anders als Anwältin Cristina Leonardo: „Daß heute die große Mehrheit der Meninos de Rua beim Trafico ist, bedeutet, daß Staat und Regierung sie im Stich ließen und die Sozialprogramme einschränkten. Wenn ein Junge mit acht Jahren schon mit einer nordamerikanischen Heeres-MP umzugehen weiß, wird es kompliziert. Darüber spricht niemand, aber genau das müßte das Hauptthema sein!“ Die Drogenprobleme und das Ausmaß des organisierten Verbrechens herunterzuspielen, ist für sie „scheinheilig“.<br />
Alba Zaluar, Brasiliens führende Gewaltexpertin, sieht inzwischen in den Slums eine neue tyrannische Kultur feudalistisch-machistischer Werte fest installiert &#8211; hingenommen von den Autoritäten des Staates. Denn die Herrschaft des organisierten Verbrechens über Rios Slums verhindert auf perfide Weise, daß deren BewohnerInnen politisch für ihre Rechte kämpfen. Immer wieder werden engagierte BürgerrechtlerInnen, die Selbsthilfegruppen in den Slums leiten und sich dem Normendiktat der Gangster nicht beugen wollen, zur Einschüchterung aller ermordet. Auch von ehemaligen, vom Trafico rekrutierten Straßenkinder.<br />
So wollte im September eine 83-jährige Frau nicht mehr akzeptieren, daß Gangsterkommandos bei Gefahr stets ihr winziges Slum-Grundstück passierten. Sie diskutierte mit den Banditen. Eines Nachts wurde sie deshalb von einer Gruppe grausam ermordet. Ein brasilianischer Bekannter wohnt unglücklicherweise nur wenige Schritte von einem Kommando-Treffpunkt entfernt. Er muß mitansehen, wie dort Kinder, Jugendliche und Erwachsene gefoltert, gekreuzigt, mit Schüssen durchsiebt werden. Mehrfach feuerten Jugendliche unter Drogeneinfluß in seine Haustür, und hätten die zwei kleinen Söhne treffen können. Die Kids tragen übrigens bevorzugt deutsche G-3 &#8211; und schweizerische Sig-Sauer-Sturmgewehre. Weil diese eine besonders große Reichweite haben, werden immer mehr Stadtbewohner durch verirrte Kugeln getötet oder verwundet.<br />
In Rio ist die Gewöhnung an diese tägliche Barbarei die Regel &#8211; in Deutschland dagegen, so scheint es, haben nur wenige die Entwicklungen der letzten Jahre und deren politische Dimension zur Kenntnis genommen. Andere wollen sie nicht wahrnehmen. Sie müßten sich sonst von ihren liebgewordenen Brasilien-Klischees trennen.</p>
<h1>Vier zu drei gegen José Rainha</h1>
<h2>26 Jahre wegen “Beihilfe zum Doppelmord” &#8211; Brasiliens Justiz in Hochform</h2>
<p>In einem 17stündigen Prozeß wurde der Führer der brasilianischen Landlosenbewe­gung MST José Rainha zu 26 Jahren und sechs Mona­ten Haft wegen angeblicher Beteiligung an einem Doppelmord ver­urteilt. Mit vier zu drei Stimmen befand die Jury den 36jährigen für schuldig, obwohl der zur Tatzeit 1000 Kilometer vom Tatort entfernt war.</p>
<p>Lange vor dem Prozeß gegen den populärsten, cha­ris­­ma­tischsten Land­lo­senführer kün­digte amnesty inter­national an, daß es im Ver­fahren nicht mit rechten Dingen zuge­hen wird. Aber die bösen Erwartun­gen wurden noch übertroffen. Der 36jährige José Rainha er­hielt im Juni 26 Jahre und sechs Mo­nate Haft wegen angeblicher Be­tei­li­gung an einem Doppel­mord, der 1989 im Bundesstaat Es­pírito Santo began­gen wurde. Amnesty in­ternational prote­stierte um­ge­hend und erklärte Rainha für un­schul­dig: Das Ur­teil erinnere an Dik­taturzeiten. Bleibe es auch beim zweiten Verfahren im Sep­tem­ber bei die­sem Strafmaß, wer­de er zum po­litischen Ge­fan­ge­nen erklärt und ai rund um den Erd­ball für seine Freilassung mo­bilisie­ren. Nicht einmal die juristi­schen Mindest­regeln seien im Prozeß einge­halten worden, kri­tisierte ai: Weder durch Be­wei­se noch durch Zeu­gen­aus­sa­gen konnte bestätigt werden, daß Rainha am Tat­ort war. Im Ge­gen­teil gibt es Nach­weise, daß er sich tausend Kilometer entfernt auf­gehalten hat. Mit dem Ge­richts­verfahren sollte viel mehr die Land­lo­senbewe­gung MST ein­ge­schüchtert werden, die zur zweit­wichtigsten Stimme der Op­posi­tion geworden ist.<br />
Auch die katholi­sche Kirche Bra­sili­ens, in der Rainha seine po­litische Laufbahn begann, steht weiterhin zu ihm und unter­strich, daß den 922 Morden an Bau­erngewerkschaftlerInnen, kirch­li­chen Mit­arbeiterInnen, Landlo­sen, Kleinbau­ern und Klein­bäue­rinnen von 1990 bis 1995 nur 47 Ge­richtsverfahren und nur fünf verurteilte Täter ge­gen­über­stehen, von denen zwei aus dem Ge­fängnis flohen.</p>
<p>Im Visier: Das MST</p>
<p>Daß Rainha noch lebt, grenzt fast an ein Wunder: Seit 1987 verfolgt ihn die berüchtigte To­des­schwadron Escuderie Le Cocq seines Heimatstaa­tes Espí­rito Santo, in dem er als Land­arbei­tersohn aufwuchs. Rainha ent­ging Hinterhal­ten, überlebte Mord­anschläge und konnte nur ein­mal durch Schüsse verwun­det wer­den. Zwei seiner engen Freun­de, Pfarrer Gabriel Maire und Gewerk­schaftsführer Edson Ra­mos, dage­gen star­ben 1988 im Ku­gelha­gel der Pistole­ros.<br />
Ein Jahr später kam es zu ei­nem Schußwechsel zwi­schen ei­nem Groß­grundbesitzer, sei­nem ihn begleitenden Militärpolizi­sten und einer Gruppe von Land­lo­sen. “In Wahrheit vertei­digten sich die Sem Terra, die Landlo­sen, gegen jenen Fa­zendero, der ein Blutbad anrich­ten wollte.” meint Anwalt Os­mar Barcellos. Zeu­gen wollen Rainha bei der Schießerei gese­hen ha­ben, be­schreiben ihn als ziemlich dick, mit rundem Ge­sicht und ka­sta­ni­en­farbigen Haa­ren. Rainha ist je­doch geradezu dürre, hat ein längli­ches Gesicht und schwarze Haare. Und vor allem wurde er zur Tatzeit nicht nur von zwei Lo­kalparlamentariern, sondern auch einem Obersten der Mi­li­tär­po­li­zei des nordöstlichen Bun­des­staates Ceará gesehen. Beim Prozeß wurden aber weder Zeu­gen der Anklage noch der Ver­tei­digung angehört. Die laut Nach­rich­tenmagazin Veja gra­vierendste Verur­teilung einer brasi­lianischen Führungspersön­lich­keit seit der Rückkehr zur Demo­kratie wird deshalb von zahl­reichen Ju­risten und Krimi­nalisten des Landes als schlech­ter Witz bezeichnet, die Strafe als “absurd”. Auch das Pastoral­büro für Landange­legenheiten der Bi­schofskonferenz kritisierte, daß mit dem Schauprozeß nicht Rainha, son­dern die ge­samte Landlosenbewegung ge­troffen wer­den sollte. In vielen Medien da­gegen wurde das Urteil einsei­tig darge­stellt und sogar begrüßt: das MST also doch die Bande von Mör­dern, ge­walttätigen Ge­sellen und Gesetzesbre­chern, wie die mäch­ti­gen Großgrundbe­sitzer im­mer be­haupten?<br />
Kä­me Rainha tatsächlich hin­ter Gitter, wäre das für das MST ein herber Verlust. Niemand sonst hat in Brasi­lien so viele Be­setzungen brachliegender La­ti­fundien mit durchgeführt, hat so große Erfahrungen und kennt Bra­silien und die Landlosen­basis so gut. An die zwanzig Prozesse wurden gegen Rainha geführt, etwa 50 Untersuchungsverfahren ge­gen ihn ein­geleitet &#8211; ohne Er­folg. Hinter Gittern saß er bereits mehrfach, interna­tionale Proteste führ­ten jedoch stets zu seiner Frei­lassung.<br />
Ist Rainha nur eine Art MST-Pro­fi-Funktionär? Er be­sitzt vier Hektar im Hinterland des Bun­des­staates Sâo Paulo, pflanzt Pap­rika, Mais, Tomaten und Me­lo­nen, und gehört zu einer Asso­cia­çao comuni­taria mit 16 Fa­mi­li­en. Von der bra­silianischen Zeit­schrift Imprensa nach seiner Schul­bildung gefragt, antwortete er: “Ich war nie in der Schule. Le­sen und Schreiben habe ich mir mit fünfzehn zuhause beige­bracht. Wir waren eben ver­dammt arm, meine Brü­der ar­bei­te­ten auf dem Feld, um zu Über­le­ben. … Ich lese gerne. Von Frei Betto kenne ich fast alle Bücher &#8211; der ist mein Freund.”</p>
<h1>PC Farias: Tangotänzer und Mafioso</h1>
<h2>Brasiliens Justiz muß Mord an “Grauer Eminenz” wieder aufrollen</h2>
<p>Unter dem Druck von Gerichtsmedizinern, Kriminalisten und der Öffentlichkeit sieht sich Brasiliens Justiz gezwungen, den Mord an Paulo Cesar Farias, Symbolfigur für Korruption in Politik und Wirtschaft, erneut zu untersuchen. Die bislang verbreitete offi­zielle Tatversion ist nicht mehr haltbar.</p>
<p>Mit der finanziel­len Unter­stützung des Multimillionärs Paulo Cesar Farias­, im Volks­mund PC, gewann Collor de Mello 1989 die Präsident­schaftswahlen. Aber auch nach der Wahl ver­sorgte PC seinen Präsidenten, der 1992 wegen Korrup­tion und Machtmiß­brauch seines Am­tes enthoben wurde, mit reich­lich Geld (siehe LN 222). “Wegen Mangels an Be­weisen” 1994 in ei­nem offen­sicht­lich politisch motivier­ten Kor­ruptionspro­zeß frei­ge­spro­chen, lebt Collor heute in Miami. PC be­kam sieben Jah­re, die er größtenteils höchst kom­fortabel im of­fe­nen Straf­vollzug von Ma­ceio / Alagoas absaß. Damit könnte die Geschichte ein Ende haben.</p>
<p>PCs Comeback</p>
<p>Als ihn 1996 in seiner Wo­chenendvilla im Nord­oststaat Ala­goas der tödli­che Schuß traf, hatte PC Farias gerade sein poli­tisches Co­meback, die Gründung einer Tageszeitung angekündigt. Der zu­ständige Po­lizeichef gab noch am selben Tag bekannt, der fünfzigjährige kahl­köpfig-char­man­te Tangotän­zer sei wegen Be­ziehungspro­ble­men von seiner Freundin Suzana Mar­colino er­schossen wor­den, die anschlie­ßend an seiner Seite Selbst­mord be­gangen habe. &#8211; Spott und Iro­nie war der Tenor von Brasiliens Leitar­tikeln. Als Tat­motiv wurde allgemein Quei­ma de Archivo, die Vernichtung von Archiven angenom­men, da PC exzellenter Kenner der brasi­lianischen Kor­ruptionsme­chanismen war und streng­gehütete Geheim­nisse der jünge­ren Politik mit ins Grab nahm. Zur allgemei­nen Ver­blüf­fung be­stätigte zwei Mo­nate später der bis dahin landes­weit hoch­ange­sehene Gerichts­me­di­zi­ner Badan Palhares nach vor Ort an­gestell­ten Untersu­chungen die Ver­sion des Polizei­chefs. Für die Re­gie­rung schien der Fall damit er­le­digt.<br />
Von Anfang an hatte der ala­goanische Gerichtsmedi­ziner und Militärpolizei­oberst George San­guinette mit einem hohen Maß an Zivil­courage öffentlich auf Un­gereimtheiten bei dem Mord hin­ge­wiesen. Seine ermit­telnden Kol­legen würden von “oben” ge­wal­tig unter Druck ge­setzt, bei dem Verbrechen han­dele es sich um einen Doppel­mord. Sangui­nette erhielt da­raufhin Mord­droh­ungen und wurde we­gen seiner Aufmüpfig­eit zeit­weise unter Haus­arrest gestellt. Der Oberst ließ sich nicht ein­schüch­tern, wies über­zeugend grobe Er­mitt­lungs­fehler nach, und ver­öf­fent­lichte darüber sogar ein Buch. Die Untersu­chungen wur­den schließlich wiederaufge­nom­men. Die jüng­ste defini­tive Ex­per­tise vom Mai macht die bis­he­rige offizielle Version zu Ma­ku­la­tur. Suzana Marco­lino konn­te nicht auf PC geschossen und sich danach in der beschrie­be­nen Weise umge­bracht haben — ge­mäß der zu­ständigen Staats­an­wäl­tin weisen die Indi­zien nun­mehr auf Dop­pelmord hin. Als PC und dessen Freundin be­reits tot waren, wur­den nach­weis­lich Te­lefongesprä­che mit der Wo­chen­endvilla ge­führt. Die Lei­chen “entdeckte” man aber erst rund vier Stunden später.</p>
<p>Zivilcourage eines Gerichtsmediziners</p>
<p>Laut Sanguinetti steht die Ma­fia von Alagoas hinter der Tat. Mitt­lerweile wurden auch Ver­bin­dungen PCs zur italienischen Mafia nachgewiesen. Ein Partner soll in Geldwäsche, Drogen und Waf­fenhandel verwickelt sein. Zwei Kinder von PC stu­dierten auf einem Privatgymnasium der Schweiz, wo die ita­lienische Po­li­zei vier Konten des Er­mordeten aus­machen konnte. Auf diesen und sechs weiteren Konten in den USA, den Niederlanden und Uruguay hatte PC über sechs Millionen Dollar de­poniert: Ein Bruch­teil seines Vermögens.<br />
PC Farias eigener Einschät­zung nach säßen bei strenge­ren Ge­setzen gegen Korruption im Wahl­prozeß &#8211; wie zum Beispiel in Italien &#8211; die Politiker, die Bau­un­ternehmer und Bankiers des Landes allesamt hinter Git­tern. Und er muß es wohl am be­sten wis­sen.</p>
<p>KASTEN</p>
<p>Würden Sie Ihr Kind “Hitler” nennen?</p>
<p>Antonio Callade, der auch in Deutschland und Österreich viel­verlegte brasi­lianische Roman­cier, stau­nte nicht schlecht, als er bei der Pre­miere eines seiner Stücke im Teatro Ziembinski von Rio de Janeiro auf den Mosaik­fußboden schaute: auf über zehn Metern Länge ein Ha­kenkreuz nach dem an­deren kunstvoll aufge­reiht, saubere Handwerksarbeit aus den 30er und 40er Jahren. Seit das alte Haus 1985 von ei­nem Schauspieler er­worben und in ein Theater umgewan­delt worden war, hatte nie­mand An­stoß an der auch vom angrenzenden öffentli­chen Platz deutlich erkennba­ren Haken­kreuz­or­na­men­tik genommen.<br />
Obwohl in den brasiliani­schen Zeitungen häufig über Hakenkreuz­schmierereien in Deutschland und anderen eu­ropäischen Län­dern sowie über die entsprechen­den Proteste jü­discher Organisa­tionen be­richtet wird, verkau­fen Straßenhändler in Rio oder Sâo Paulo sogar nach­produzierte Me­tall-Erinne­rungsplaketten an den “Gautag der Bayrischen Ost­mark, Pfingsten 1933 in Regens­burg”, darauf das Ha­kenkreuz unter’m Reichsad­ler. Bis heute tragen nicht wenige Brasilianer den Vor­namen Hitler &#8211; die Eltern wa­ren eben Bewunderer des Naziführers. Richter Hitler Canta­lice läßt einen Parlaments­abgeordneten we­gen Autoraubs verhaften &#8211; und als die Insassen einer total überfüllten Haftanstalt re­voltieren, behält Polizei­chef Hitler Mussolini Pacheco kühlen Kopf, führt persönlich die Verhand­lungen über Geiselfreilassun­gen. Weiße Hitler sitzen in Universitätshörsälen, schwarze Hitler hausen in Slums der Sklavennachfah­ren. “Hitler” steht auch auf Straßenschildern: In der Stadt Barra do Bugres befindet sich das Hospital in der “Avenida Hitler Sansâo”. Auch der Vor­nahme “Rommel” ist sehr häufig.<br />
Viele Juden flüchteten vor der drohenden Verfolgung und Ermordung auch nach Brasilien &#8211; die den Deutschen aus der Nazizeit bekannte üble Verunglimpfung der jü­dischen Minderheit ist jedoch bis heute selbst in Wörterbü­chern und Lexika beibehalten worden &#8211; trotz entsprechen­der Proteste. Ver­gangenes Jahr hat erstmals auch die jü­dische Weltorganisation B’NAT B’RITH scharf ver­urteilt, daß sogar im wichtig­sten brasilianischen Nach­schlagwerk Aureliano der Jude als “schlechter Mensch, Geizhals, Habgieriger, Wu­cherer” definiert bzw. charakteri­siert wird.</p>
<h1>Megaescândalo</h1>
<h2>Gesprächsmitschnitte weisen auf massiven Stimmenkauf im Kongreß hin, Nutznießer: Staatschef Cardoso</h2>
<p>Der Präsident will wiedergewählt werden. Die entsprechende Verfassungsänderung kam Ende Januar nur mittels Stimmenkauf und andere Machenschaften durchs Par­lament &#8211; sagten damals Kirche, Opposition und Medien. Doch niemand konnte es be­weisen. Jetzt liegen Gesprächsmitschnitte vor, denen zufolge Cardosos rechte Hand, Kommuni­kationsminister Sergio Motta, den Stimmenkauf veranlaßte. Eine un­bekannte Zahl von Abgeordneten erhielt demnach jeweils umgerechnet an die 300.000 DM in bar. Cardoso war noch nie so in der Bredouille.</p>
<p>Was Brasiliens größte Quali­tätszeitung, die Folha de Sâo Paulo, Mitte Mai abdruckte, schlug ein wie eine Bombe: Zwei zur Rechtspartei PFL der Re­gierungsallianz zählende Kon­greß­abgeordnete er­läutern klar und unzwei­deutig eine groß­an­ge­leg­te Stimmenkaufopera­tion. Car­dosos In­tim­freund Sergio Motta von der So­zi­aldemokrati­schen Partei (PSDB) habe veranlaßt, daß über die PFL-Gou­ver­neu­re der Teil­staaten Acre und Ama­zonas um­gerechnet rund 300.000 DM in bar &#8211; oder sogar noch viel mehr &#8211; an Parlamentarier aus­gezahlt wurde, damit sie Ende Januar für die Wie­derwahl-Novelle vo­tie­rten. Der Abstimmung war von der Mitte-Rechts-Regierung al­ler­größte Be­deutung bei­ge­mes­sen wor­den.<br />
Überraschend hatte eine große Zahl von Abgeord­neten, die die Ver­fas­sungsänderung stets öf­fent­lich ablehnten, dann doch der No­velle zuge­stimmt. In den ab­ge­druckten Gesprächsmitschnit­ten wer­den fünf bestochene De­pu­tados aus Acre nament­lich genannt, doch weit mehr sollen Sum­men zwischen 200.000 und 300.000 Reais er­hal­ten haben. Diese bezeichen die Darstel­lungen als falsch und absurd. Die PFL, stärkster Partner Cardosos, schloß indessen sofort jene zwei Acre-Abgeordneten aus der Par­tei aus, die den Stimmenkauf erläuterten und selber Geld er­hielten. Mit anderen Worten: Beide werden als geständig ange­sehen, die Mitschnitte somit als authentisch be­trachtet. Wa­rum nur diese beiden und nicht die an­deren Deputados &#8211; die zwei Gouverneure und der Mi­nis­ter?, fragt sich alle Welt. Die in Folha-Kommentaren gege­be­ne Antwort: Entläßt Cardoso Mi­ni­ster Motta, wie sogar die PFL-Spit­ze empfiehlt, gesteht er auch seine eigene Schuld ein &#8211; und dann ist alles möglich. Erinnert sei hier an das Col­lor-Im­peach­ment von 1992.</p>
<p>Kurse der Stimmenbörse</p>
<p>Motta, der mit Cardoso eine Großfarm betreibt, ist in einer heiklen Situation. Vorwürfe, daß er als Hauptorganisator des Stimmenkaufs fungiert, er­hob sogar Paulo Maluf, Führer der nicht zur Re­gierung gehörenden Rechtspartei PPD. Deren Kon­greßabgeordneter Jair Bolsonari beschrieb, wie es am Tage der Abstimmung im Januar in den Kon­greßkorridoren zuging: Wie bei Geschäftsverhandlungen auf ei­ner Stimmenbörse. Am Mor­gen wurde ein Votum noch für 200.000 Reais ge­handelt, weil die Regierung nicht sicher war, ob die Verfassungsänderung pas­sieren würde. Einige Parla­men­ta­rier verlangten sogar 300.000 Re­ais. Kurz vor der Ab­stimmung glaub­te die Regierung an ihren Sieg und ging deshalb mit dem Kurs herunter, zahlte nur noch 50.000 Reais. “Ich weiß nicht, wer Stimmen an- bezie­hungs­wei­se ver­kaufte, doch den Kauf und Verkauf gab es tatsächlich.”<br />
Die Cardoso-Regierung hat seit dem Amtsantritt eine Reihe von parlamenta­rischen Untersu­chungs­ausschüssen verhin­dert, die ihr hätten gefährlich wer­den kön­nen. Zwar bekam die Oppo­si­tion die nötigen Unter­schriften der Abgeordneten zusammen, oh­ne die ein Ausschuß nicht ge­bil­det werden kann. PFL und PSDB entsandten je­doch nicht die vor­geschriebenen Repräsen­tanten &#8211; und damit war die Untersuchung ganz “demokra­tisch” blockiert.<br />
Nach dem Abdruck der Ge­sprächs­mitschnitte hatte die Op­po­si­tion die Unterschrif­tenliste rasch komplett &#8211; auf Anwei­sung Cardosos mußten indessen PFL- und PSDB-Abgeordnete ihre Unterschriften zurückziehen. Es wurde öffentlich spekuliert, wieviel Reais sich die Regierung die Rückzieher wohl habe kosten las­sen &#8211; wieder 200.000 pro Kopf?<br />
Brasiliens Bischofskon­ferenz CNBB hat den Me­ga­es­cândalo nicht kommentiert, sie verwies nur auf ein jüngst veröffent­lich­tes CNBB-Dokument, in dem die Re­gie­rung der ak­tiven Kor­rup­tion beschul­digt wird. Im Bezug auf die Wiederwahlno­velle heißt es, die Regierung be­sorge sich bei für sie interessan­ten Vor­lagen die nötigen Stim­men ohne Skrupel. Cardosos Allianzpartner PFL, der den Vizepräsidenten stellt, ist gemäß Un­ter­suchungen und Zeugenaus­sa­gen bereits seit langem in Wahlstimmenkauf ver­wickelt. Im archai­schen Nord­osten, so Anwälte ge­gen­über den La­tein­a­me­rika Nach­richten, sei all­ge­mein be­kannt, daß der deutsch­stäm­mige PFL-Chef Jor­ge Born­hau­sen mit prall­ge­füll­tem Geld­koffer he­rum­rei­se, Politiker besteche und den Stim­menkauf organi­sie­re. Born­hau­sen ist Mitgründer der einstigen Militärdiktatur-Par­tei Arena. Cardosos Vize Marco Ma­ciel gehörte ebenfalls zur Are­na und zählte zu den ak­tiv­sten Unter­stüt­zern der Folter­ge­ne­räle.</p>
<p>Alte Kameraden</p>
<p>Die PFL stand an der Seite Präsident Fernando Collor de Mellos, der 1992 wegen Korrup­tion und Machtmißbrauch abge­setzt wurde.<br />
Jener Senhor X, von dem die Fol­ha de Sâo Paulo die Mit­schnitte erhielt, hat in­zwischen be­tont, weitere Tonbänder zu be­sitzen, auf denen noch mehr Per­so­nen belastet werden.<br />
Zwei Mitglieder der PSDB-Spitze erklärten interessanter­weise vor der Veröf­fentlichung der Mitschnitte gegen­über dem Nachrich­tenmagazin Veja, sie sei­en überzeugt davon, daß der PFL-Gou­verneur von Amazo­nas mit der Ab­sicht des Stimmen­kaufs nach Brasi­lia gekommen sei. Mit Kof­fern voll Geld sei der Gou­ver­neur in den Wiederwahl-Pro­zeß hi­neingegangen. Warum stell­te die Cardoso-Regierung ihn nicht zur Rede, fragt die Veja.<br />
Gemäß einer neuen Mei­nungs­umfrage führt die Popula­ri­täts­kurve des Staatschefs nach lan­ger Stabilität erstmals deut­lich nach unten. Brasiliens Bör­sen reagierten auf die Ver­öff­ent­li­chung der ersten, brisanten Mit­schnit­te in der Folha am 13. Mai so­fort mit Kursabfall. Die Echt­heit der Mitschnitte wurde am 20. Mai bestätigt. Je­ne zwei Ab­ge­ordnete, die den Wortlaut des Ab­drucks bestritten, ste­hen bös’ da. Ganz zu schwei­gen von den an­deren Ver­wickelten.</p>
<h1>Lebendige Fackeln</h1>
<h2>Immer häufiger werden Wohnungslose im Schlaf angezündet</h2>
<p>Sie hatten angenommen es sei nur ein Bettler, verteidigten sich die fünf jungen Tä­ter, die in Brasilia das schlafende Oberhaupt der Pataxó-Indianer Galdino Jesus dos Santos an­zün­deten. Der Fall erregte gerade deshalb Aufmerksamkeit, weil es sich um einen In­digena handelte, reiht sich jedoch ein in die zunehmende Gewalt gegen Woh­nungs­lo­se. Die Täter kommen meist aus der Mittel- und Oberschicht.</p>
<p>Die Avenida Rio Branco, ein­stige Prachtstraße Rio de Janei­ros, bietet nachts ein deprimie­rendes Bild. Weil seit 1995 in­folge von neoliberalen Regie­rungsprogrammen die Arbeitslo­sigkeit steil an­stieg und Sozialein­richtungen schlossen, lie­gen so viele Obdachlose, Bettler, psy­chisch Kranke und Stra­ßenkinder wie selten zuvor aufgereiht ne­beneinander auf dem Bürger­steig; nicht wenige nutzen als Unterlage oder zum Zudecken ledig­lich Zeitungs­pa­pier oder Pappe. Neuerdings hat ein Großteil von ihnen Angst, Op­fer jener Brandattacken zu werden, die sich auch in Sâo Pau­lo und selbst in der Haupt­stadt Brasilia häu­fen: Nur Schrit­te von der Ave­nida Rio Branco ent­fernt, über­goß vormittags eine gut­geklei­dete Frau einen sit­zen­den Bettler mit reich­lich Al­ko­hol, warf zy­nisch lachend ein bren­nendes Streichholz auf ihn. Und ver­schwand im Men­schen­ge­wühl, während der Mann die Flammen zu er­sticken suchte. Dreißig Pro­zent der Haut ver­brann­ten, derzeit liegt er in ei­nem öffentlichen Hospital der Sie­ben-Millionen-Stadt, das pro Mo­nat mindestens zwei woh­nungs­lose Brandopfer behandelt. Oft kommt in­dessen jede Hilfe zu spät, wie die fast täglich veröf­fentlichten Fotos von ver­kohlten Leichen bewei­sen.<br />
Ivan Bertanha, Leiter einer Hospi­talabteilung für Verbren­nungen in Sâo Paulo, betont, daß die Eingelieferten fast nie ge­richtsverwertbare Angaben lie­fern können: “Sie sagen, daß sie in Flammen stehend aufge­wacht sind und keine Verdächtigen ge­sehen haben.” Pataxó-Häupt­ling Jesus dos Santos verbrannte in Brasilia lebendig, nachdem nicht weniger als zwei Liter Alkohol über ihn ausge­gossen worden waren. Die in­zwischen gefaßten fünf Täter aus Elitefamilien ver­teidigten mit dem Argu­ment, sie hätten ihn “nur” für einen Bettler gehalten. Für regierungskriti­sche Men­schenrechtler und So­ziolo­gen spricht dieser Satz Bände. Her­bert de Souza Betinho, Füh­rer der natio­nalen Kampagne ge­gen Hunger und für Bürger­rechte, nennt das Handeln der jungen Männer einen Hinweis “auf den Grad der Degenerierung in be­stimmten höheren Schich­ten der brasilianischen Gesellschaft.” Helio Bi­cudo, enger Mitarbeiter des Kardinals von Sâo Paulo und Kongreßabgeordneter der Ar­bei­ter­partei PT, konstatiert, die bra­si­lianische Gesellschaft ent­wür­dige die Armen und bana­li­sie­re das Leben. Der angesehene So­zi­al­wissenschaft­ler und The­ra­peut Ju­randir Freire Costa bringt so­gar die Globali­sierung mit ins Spiel: Junge Männer, wie jene fünf von Bra­silia, kennen die rei­che “Erste Welt” sehr gut und glau­ben, eher per Zufall in Bra­si­li­en zu le­ben. Widerwillig sind sie dort mit einer Mehrheit von “Häß­lichen, Armen, Zahn­losen und Nicht-Weißen” konfrontiert, ana­ly­siert Co­sta weiter. Eine Art von Umgang mit dieser Realität sei, sie nicht wahrzuneh­men, eine andere, diese so­gar physisch zu eliminieren. “Wir reden viel über die Modernisierung Brasili­ens, doch wenig über die Befrie­dung der Gesell­schaft”, sagt Os­car Vieira, Generalsekretär des UN-Lateinamerika-Instituts und weist auf die Straffreiheit hin, von der besonders die High So­ciety profitiert. Gemäß neuesten UNO-An­gaben werden in Brasi­lien mehr Menschen durch Feu­er­waffen getötet als in jedem an­deren nicht durch Krieg gezeich­neten Land. In Sâo Paulo kann die Po­lizei bestenfalls in zwan­zig Prozent der Fälle die Täter iden­tifizieren, was nicht bedeu­tet, daß diese auch verhaftet werden.</p>
<p>Der neue Sport der Besserbetuchten</p>
<p>Inzwischen wurden sehr un­vollständige Angaben über die Anzahl wohnungsloser Brand­op­fer veröffentlicht. Allein in der Haupt­stadt Brasilia sind seit 1988 minde­stens 29 Bettler an­ge­zün­det wor­den. In Sâo Paulo und Rio sind mehrere Woh­nungs­lose pro Mo­nat betroffen. Brand­attacken sind jedoch nicht alles: So gehört es in den ge­nannten drei Städten zum ma­ka­bren Sport Besserbe­tuchter, etwa nach der Disco vom Wagen aus auf schlafende Woh­nungslose zu schießen. Auch ein Polizeiof­fi­zier Rios pflegte, gerichtlichen Zeu­gen­aus­sagen von 1994 zu­fol­ge, seine Waffen nachts an Bett­lern zu te­sten.<br />
Schließlich wurden 1990 in der Stadt Matupá drei arbeitslose Landarbeiter, die ver­sucht hat­ten, eine Fazenda zu über­fallen, in Anwesenheit von Po­li­zisten und einem Politiker auf offener Straße lebendig ver­brannt: das von einem Amateur gedrehte Vi­deo der Untat über­gab die katho­lische Kirche inter­nationalen Men­schen­rechtsorga­ni­sa­tionen. 22 Personen wurden zwar ange­klagt &#8211; zu einer Bestra­fung ist es aber bis heute nicht gekommen.<br />
Wegen des spektakulären Brand­an­schlags auf Galdino Je­sus dos Santos interessiert sich die brasilianische Öf­fentlichkeit auf einmal für das Leben der Pa­ta­xó. Nach Angaben der Kir­che wur­den in den letzten Jah­ren in Südbahia 24 Pataxó-Indios von Pis­toleros der Großgrundbe­sit­zer oder diesen selbst erschos­sen, 47 über­lebten Mordver­su­che, 48 In­dios starben wegen un­ter­lassener Hil­feleistung.<br />
Ein Großteil Südbahias war ursprünglich Pataxó-Land. Doch vor und wäh­rend der Militärdik­tatur legten Latifundistas im Stam­mesgebiet Ka­kao­farmen an, von denen auch große interna­ti­o­na­le Schokola­denmarken ihren Roh­stoff bezie­hen. Vor Gericht streiten die Pa­taxó seit 15 Jahren um die Rück­gabe von etwa 36.000 Hektar &#8211; 788 Hektar waren ihnen zwar von der Justiz zugespro­chen, de facto aber nie übergeben worden. Der Stamm nutzt jetzt die Gunst der Stunde: Zur Beerdi­gung von Häuptling Je­sus dos Santos kamen TV-Teams, Presse und so­gar der Chef der staatli­chen Indianer­schutz­behörde FUNAI, Julio Gei­ger. Nach der Beisetzung durf­ten weder er noch die Jour­na­listen das Reservat verlassen, viel­mehr wurden sie gezwun­gen, die Pataxó beim Be­setzen von vier benach­bar­ten Kakaofarmen zu be­glei­ten. Umringt von Indios mit Fe­der-Kokarden, Wurfspies­sen, Pfeil und Bogen, mußte Gei­ger grimmigen Blickes als erster das aufge­brochene Farm­tor jenes Groß­grundbesitzers durch­schrei­ten, der die Pataxó am meisten ter­ro­risiert &#8211; während diese auf­paß­ten, daß die Szene für die TV-Abendnachrichten auch or­dent­lich gefilmt wurde. Erst nach­dem das Gebiet ohne Ge­walt und Zwi­schen­fälle be­setzt wor­den war, ließen sie den FU­NAI-Chef und den Me­dien­troß von dannen zie­hen.</p>
<h1>Terror, Lügen und Videoaufnahmen</h1>
<h2>Kontroverse um Polizeiübergriffe in Sâo Paulo</h2>
<p>Die Aufnahmen gehen um die Welt: Polizisten errichten eine Straßensperre und ter­rorisieren vorbeikommende PassantInnen. Niemand wehrt sich: aus Angst, er­schossen zu werden. Der Präsident ist international entrüstet und die heimischen Intellektuellen schweigen.</p>
<p>Zehn Militärpolizisten Sâo Paulos machen sich einen sadi­stischen Spaß daraus, in einem Slum alle paar Tage eine Stras­sensperre zu errichten und zu­fällig vorbeikommende Bewoh­nerInnen auf brutalste Art zu foltern, mit Hartholzstücken blu­tig zu schlagen und auszurauben. Ein völlig unschuldiger Mann wird vor aller Augen erschossen, ein anderer schwer verwundet.<br />
Wer in brasilianischen Elendsvierteln lebt oder dort So­zial- und Menschen­rechts­arbeit betreibt, weiß, daß Derartiges seit Diktaturzeiten ab­solut nor­mal und alltäglich ist. Der jüng­ste Fall von Polizeiter­ror erregt indessen enormes Auf­sehen, weil jemand gut versteckt tagelang al­les filmt, das Video schließlich nicht nur im brasilia­nischen, son­dern auch im nord­ame­ri­ka­ni­schen, europäischen und asiati­schen Fernsehen ge­zeigt wird.<br />
Sâo Paulos Kardinal Evaristo Arns und seine Bischöfe und Pa­dres protestieren vehement, stel­len nicht an­ders als amnesty in­ternational (ai) und Human Rights Watch klar, daß die Greu­eltaten nicht überra­schen. In ganz Brasilien würden die Men­schenrechte von der Mi­litär­po­li­zei gravierend verletzt, Opfer seien stets Angehörige der unter­privilegierten Schichten, An­zeigen fruchteten gewöhnlich nichts.<br />
Der neue Fall zeigt dies ex­emplarisch. Zwei der zehn Militärpolizisten gelten als Mit­glieder einer Todesschwa­dron, die in jüngster Zeit minde­stens dreizehn Menschen ermor­det hat. Fünf Beamte standen be­reits we­gen acht Morden sowie Mord­ver­suchen und schwerer Körper­verletzung unter Anklage, die Verfahren wurden, wie fast durchweg üblich, eingestellt. Ganz offenkundig unter dem Druck der Medien und der Ent­rüstung im Ausland wurden in­zwischen alle zehn Tatbeteiligten verhaftet &#8211; die Mitte-Rechts-Re­gierung instruierte in Windeseile auch die Botschaften in Bonn, Bern und Wien, wie zu reagieren ist.</p>
<p>Scheinheiligkeit und fragwürdige Aufregung</p>
<p>Ricardo Ballestreri, Präsident der brasilianischen ai-Sektion, mag ebensowenig wie die Kirche in den jetzt von den Medien ge­schürten Chor der Entrüstung einstimmen, wirft der Gesell­schaft Scheinheiligkeit vor. Bei jenen, die sich über Polizeibru­talität aufregen, handelt es sich ihm zufolge um dieselben, die mehr Gewalt bei der Verbre­chensbekämpfung und auch die Todesstrafe verlangen. ai hatte wie die Erzdiözese Sâo Paulos bereits vielfach angeprangert, daß die “High Society” und auch die Mittelschicht in Lateinameri­kas erstem Wirtschaftsstandort Greueltaten gegen Slumbewoh­nerInnen schlichtweg ignorier­ten. In Brasilien, so ai auf An­frage, gebe es ein Kontingent von Personen, deren Folterung absurderweise als sozial gerecht­fertigt angesehen werde. Unter der Folter hatten erst kürzlich neun Männer der Unterschicht gestanden, ein Nobellokal über­fallen und dabei zwei Gäste er­schossen zu haben. Glücklicher­weise fand man eher durch Zu­fall die wahren Täter mit der Beute, die Neun bleiben dennoch für ihr Leben gezeichnet.</p>
<p>“Beifall” für Todesschwadrone</p>
<p>Cecilia Coimbra, couragierte Präsidentin der brasilianischen Menschenrechtsorganisation “Nie mehr Folter”, erinnert jetzt daran, daß die sich in Sâo Paulo häufenden chacinas, Blut­bäder, sowie andere Aktionen der To­desschwadronen von sehr vie­len BrasilianerInnen mit “Beifall” aufgenommen werden. Nach der Ausstrahlung des Amateurvideos sei zu hoffen, daß es nie mehr zu derartigem Applaus komme. Ju­randir Freire Cos­ta, Therapeut und Direktor des Instituts für So­zialmedizin an der Universität von Rio, teilt diesen Optimismus nicht. Die Mittel- und Ober­schicht, so Costa, spreche Slum­bewohne­rInnen den Gleich­heits­grundsatz ab, definiere sie quasi als “Nicht-Menschen” und rea­giere daher mit extremer Indiffe­renz und Akzeptanz auf jede Art von Ge­walt gegen diesen Teil der Bevölkerung.<br />
Befreiungstheologe Frei Bet­to, enger Mitarbeiter von Kardi­nal Arns, teilt den Stand­punkt von Costa, zählt den Sozi­alwissenschaftler außerdem zu den ganz wenigen Mitgliedern der geistig-künstlerischen Elite Brasiliens, die auf Massaker an Landlosen, Polizeiterror gegen Arme und von Todesschwadro­nen begangene Morde nicht mit Schweigen reagieren. Im Ge­spräch sagt Frei Betto, Hunderte von führenden Intellektuellen Frankreichs oder Italiens prote­stierten in Manifesten an die Mitte-Rechts-Regierung von Prä­sident Fernando Henrique Car­doso gegen all diese Greuel­taten und verlangten energische Maß­nahmen. Deren brasiliani­sche KollegInnen duldeten in­dessen, von wenigen Ausnahmen abge­sehen, die gravierende Ver­letzung der Menschenrechte in der größten Demokratie Latein­amerikas, seien daher mitschul­dig.<br />
Das Schweigen, so Frei Betto, sei Resultat der Unterstützung jener Intellektu­ellen für die Cardoso-Regierung und deren neoliberale Politik. Viele aus der geistigen Elite, die besonders hohes Prestige in der öffent­lichen Meinung genössen, wür­den von Brasilia mit Posten, Po­sitionen und Geldern begün­stigt. Oder klarer ausgedrückt: kor­rum­piert. Der Theologe erin­nerte auch daran, daß viele In­tel­lek­tuelle, aber auch in Deutschland sehr bekannte Schrift­steller wie Jorge Amado oder Sänger wie Gil­berto Gil, Caetano Veloso, Elba Ramalho und Joâo Bosco, Filme­macher wie Héctor Ba­ben­co sich 1994 in einem Manifest für die Wahl Cardosos aus­ge­spro­chen hatten. Positive Aus­nah­me: Chico Buar­que. “Daß all diese Perso­nen sich heute passiv ver­halten”, so Frei Betto weiter, “wird von den In­tel­lektuellen Eu­ropas na­türlich be­merkt. Wa­rum prote­stieren wir, fragt man dort, doch die Kollegen in Bra­si­lien nicht &#8211; wie steht es daher um deren Se­riosität?” Sie sei nicht vorhan­den, fügt der Theologe hinzu.<br />
Der schwarze Intellektuelle Milton Santos: “Brasiliens Gei­steswissenschaftler kapitulieren vor der Situation ihres Landes, nähern sich dem Establishment an.”<br />
Frei Betto wurde während der Diktatur im berüchtigten Caran­diru-Gefängnis Sâo Paulos ein­gekerkert und gefoltert. 1992 wurde er vom Gouverneur des Bundesstaats vor Gericht ge­stellt, weil er Gewalttaten der Militärpolizei öffentlich ange­prangert hatte. Im selben Jahr er­schossen Spezialeinheiten jener policia militar in Carandiru min­destens 111 Häft­linge.<br />
Zum Lärm um das Amateur­video meint Frei Betto, das bra­silianische Medienecho werde wie in vorangegangenen Fällen rasch verhallen.<br />
Für Präsident Cardoso kommt der Vorfall dop­pelt ungelegen. Denn Sâo Paulo mit seinen weit über eintausend deutschen Fir­menfilialen wird von einem Gou­ver­neur und en­gem Vertrauten aus des Staats­chefs Sozial­demo­kra­tischer Par­tei PSDB regiert. Glei­ches trifft auf den politisch Haupt­verant­wortlichen des Land­losenmassa­kers von 1996 im Amazonas­bundesstaat Pará zu &#8211; und auch auf den Gou­ver­neur Rio de Janeiros, wo ein Blut­bad an Minderjährigen dem an­deren folgt.</p>
<p>KASTEN</p>
<p>Männer des Gesetzes</p>
<p>Vorsicht, Leute aus Sâo Paulo, Osasco und ABC,<br />
Die Polizei von Sâo Paulo ist zum Beschützen da.<br />
Ist ein Polizist ein Verbrecher?<br />
Es gilt das Gesetz des Hundes.<br />
Die Polizei tötet das Volk,<br />
Aber ins Gefängnis kommt sie nicht.</p>
<p>Immer mehr Leute, deren Wege sich verlieren<br />
Aber sagen können wir nichts,<br />
Denn wir sind nicht auf der Seite des Gesetzes.<br />
Oh mein Gott, wann werden sie bemerken,<br />
Daß Sicherheit zu geben nicht bedeutet<br />
Angst einzujagen?</p>
<p>Song von Thaíde und DJ HUM</p>
<p>KASTEN</p>
<p>Männer des Gesetzes</p>
<p>Vorsicht, Leute aus Sâo Paulo, Osasco und ABC,<br />
Die Polizei von Sâo Paulo ist zum Beschützen da.<br />
Ist ein Polizist ein Verbrecher?<br />
Es gilt das Gesetz des Hundes.<br />
Die Polizei tötet das Volk,<br />
Aber ins Gefängnis kommt sie nicht.</p>
<p>Immer mehr Leute, deren Wege sich verlieren<br />
Aber sagen können wir nichts,<br />
Denn wir sind nicht auf der Seite des Gesetzes.<br />
Oh mein Gott, wann werden sie bemerken,<br />
Daß Sicherheit zu geben nicht bedeutet<br />
Angst einzujagen?</p>
<p>Song von Thaíde und DJ HUM</p>
<h1>Die Abwertung des Lebens</h1>
<h2>Die Regierung stoppt die Inflation &#8211; die Spirale der Gewalt dreht sich weiter</h2>
<p>In der größten Demokratie Lateinamerikas gehören die berüchtigten “Esquadrôes da Morte” auch über zehn Jahre nach Diktaturende zum Alltag. Sie ermorden Kin­der, Jugendliche, Menschenrechtsaktivisten und politische Gegner. Unter der Mitte-Rechts-Regierung von Staatschef Fernando Henrique Cardoso hat laut ai die Ge­walt stark zugenommen.</p>
<p>An einem Februarnachmittag geschieht in Rio de Janeiros Slumgürtel Baixada Fluminense erneut, was viele in der Ersten Welt für unvorstellbar, unmög­lich halten: Sechs aufgeweckte Jugendliche zwischen fünfzehn und siebzehn springen auf einen Linienbus auf und machen sich zweier “Vergehen” schuldig: Um nicht bezahlen zu müssen, pas­sieren sie nicht das Drehkreuz des Buskassierers sondern blei­ben, wie es täglich unzählige Schüler und Arbeitslose tun, auf den hintersten Bänken, lärmen, trom­meln Disco-Rhythmen. Dem Kassierer wird es zu bunt. Er fordert zwei bewaffnete Si­cherheitsleute der Busgesell­schaft auf, die Jungen zum Schweigen zu bringen. Der Fah­rer hält an, die sechs werden mit vor­gehaltener Pistole zum Aus­steigen gezwungen, müssen sich in einer Reihe auf die Erde knien. Dann werden sie kaltblü­tig mit Kopfschüssen außerge­richt­lich exekutiert, wie es ai und andere Menschenrechtsor­ga­ni­sa­tio­nen stets in Untersu­chungs­be­rich­ten nennen. Die Mörder un­ter­ziehen sich, wie üblich, nicht der Mühe, die To­ten zu verstecken oder zu ver­scharren. Ein Jugendlicher über­lebte die Schüsse noch eine halbe Stunde, hätte gerettet wer­den können. Doch niemand der vielen herbeigelaufenen Neugie­rigen rührte aus Angst vor Rache eine Hand: Die Killer hatten es verboten, keiner der Gruppe sollte davonkommen.</p>
<p>Schlag für Rios Olympia-Bewerbung</p>
<p>Bereits in den 80er Jahren war die Baixeda Fluminense von den Vereinten Nationen als gefähr­lichste Stadtzone der Welt einge­stuft worden &#8211; bis heute werden hier Morde selten aufgeklärt. Gemäß einer neuen Untersu­chung sahen über dreißig Prozent der minderjährigen Slumbewoh­ner schon einen Mord.<br />
Auch diese Bluttat wäre ge­mäß jüngster Praxis von Öf­fent­lichkeit und Medien über­gangen worden, wenn nicht das Inter­na­tionale Olympische Ko­mitee gerade über die Kandidatur der Sieben-Millionen-Metropole am Zucker­hut für die Spiele 2004 entscheiden würde. In weltweit verbreiteten Imagekampagnen hatten Brasiliens Autoritäten für Rio getrommelt und stets ar­gu­men­tiert, daß sich Gewalttaten doch schließlich heute in allen großen Städten ereigneten. Die Ner­vo­sität der Politiker war nach dem Massaker groß. Anders als bei vorangegangenen Ver­bre­chen dieser Art mußten Rios beste Kriminalisten Tag und Nacht nach den Tätern fahnden. Zeu­gen hatten sie laut Presse­angaben zweifelsfrei erkannt. Einer ge­hört zu Rios Munizipal­garde und wird gemäß der en­gagier­ten Staatsanwältin und Killer­kommando-Expertin Tania Sal­les Moreira stets dann als Mittä­ter genannt, wenn es in Bussen zu “Exekutionen” ge­kommen sei. Der andere leitet eine der zahl­reichen regionalen Todesschwa­dronen.</p>
<p>Morddrohungen gegen holländischen Men­schenrechtsaktivisten</p>
<p>Immer mehr brasilianische Pfarrer, Bischöfe, Sozialarbeiter, Künstler und Menschenrechts­aktivisten, die gegen das Wüten der Killerkommandos protestie­ren, wer­den durch Mord­drohungen unter Druck ge­setzt, müssen aus Sicherheits­gründen ihren Aktionsradius stark einschränken. Dies gilt auch für das neueste Blutbad. Zwei der Ermordeten stammten aus Slums, in denen das auch mit Geldern der deutschen Bundes­regierung arbeitende Sozialin­stitut IBISS seit Jahren Projekte realisiert. Der holländische Di­rektor Nanko van Buuren hatte als Arzt im zuständigen ge­richtsmedizinischen Institut die beiden ihm bekannten Jugendli­chen identifiziert &#8211; an der Aus­gangspforte wurde er derweil von zwei Bewaffneten erwartet. Sie zeigten sich über alle Details der IBISS-Projekte gut infor­miert und drohten, den 48-jähri­gen umzubringen, falls er sich in die Ermittlungen einmische und juristisch gegen jene Busgesell­schaft vorgehe, zu deren Sicher­heitspersonal die Todesschützen nach bisherigen Ermittlungen ge­hören. Van Buuren hatte 1996 Bundespräsident Herzog wäh­rend dessen Rio-Aufenthalts mit den IBISS-Projekten vertraut ge­macht, hält zu ihm ständig Kon­takt. “In Europa”, so der Ex­perte, “schenkt man wahrheits­gemäßen Berichten über die Re­alitäten Rios gewöhnlich keine Be­ach­tung. Das Ausmaß der Greuel­taten gegen Arme und Ver­elendete wird für unwahr­schein­lich gehalten.”</p>
<p>Politiker verwickelt</p>
<p>Duque de Caxias, Satelliten­stadt Rios in der Baixada Flumi­nense, ist seit langem wegen der Todesschwadronen berüchtigt. Gegen Bürgermeister Zito dos Santos läuft ein Prozeß, weil er den Mord an einem seiner politi­schen Gegner befohlen haben soll. Mehrere seiner Kritiker, aber auch Menschenrechtler be­schul­digen ihn, in Killerkom­mando-Aktivitäten verwickelt zu sein. Zito dos Santos gehört zur Sozial­demokratischen Partei von Staats­chef Fernando Henrique Cardoso, dem Rios Pfarrer Caio Fabio vorwirft, zwar die mone­täre Inflation, nicht aber die Ab­wertung des Lebens gestoppt zu haben. Todesschwadronen sind in ganz Amazonien und in Millio­nenstädten wie Manaus, Sâo Paulo, Salvador de Bahia, Re­cife, Fortaleza und Natal aktiv. In letzterer Pro­vinz­haupt­stadt hatte der an­ge­sehene Men­schen­recht­ler und Anwalt Fran­cis­co Negueira gegen die größ­ten­teils aus Po­li­zi­sten be­ste­hen­den Kom­mandos er­mittelt: Ver­gan­genen Ok­tober wur­de er auf of­fener Straße durch MPi-Salven er­mor­det. Da­rauf­hin forderte die Men­schen­rechts­kommission der Or­ga­ni­sa­tion Amerikanischer Staa­ten (OAS) Brasilia auf, wei­te­ren zehn von Kommandos in Na­tal Ver­folgten Personenschutz zu ge­währen.</p>
<p>KASTEN</p>
<p>Was ist das für ein Land?</p>
<p>In den Favelas, im Senat<br />
Überall Dreck.<br />
Die Verfassung achtet niemand,<br />
Aber alle glauben an die Zukunft der Nation.<br />
Was ist das für ein Land?</p>
<p>In Amazonas, in Arraguaia, in der Baixada Fluminense,<br />
Mato Grosso, den Geraes und im Nordosten alles ruhig.<br />
Im Tod finde ich Frieden, aber das Blut fließt weiter,<br />
Befleckt die Papiere, die wahren Dokumente,<br />
Auf denen der Patron sich ausruht.<br />
Was ist das für ein Land?</p>
<p>Song von Renato Russo (Legiâo Urbana)</p>
<p>Schweine in Uniform</p>
<p>Die Männer des Gesetzes sind alle Verbrecher<br />
Sie töten unschuldige Leute und machen in Ruhe weiter.<br />
Unausgebildet, inkompetent handeln sie wider die Vernunft,<br />
Anstatt für Sicherheit zu sorgen<br />
Verängstigen sie die Bevölkerung.</p>
<p>Sie sind darauf trainiert, eine reiche Minderheit zu beschützen<br />
Vor der armen Mehrheit, die mit ihrem Leben bezahlt.<br />
Und wenn Du ein Arbeiter bist,<br />
Dann hast Du die idealen Voraussetzungen,<br />
Um in das Netz zu stürzen<br />
Der offiziellen Todesschwadronen,<br />
Schweine in Uniform.</p>
<p>Sie halten sich für Männer<br />
Aber in Wirklichkeit ehren sie<br />
Nicht einmal ihren Namen.<br />
Bulle, mit Verlaub,<br />
Ich werde die Dinge beim Namen nennen:<br />
“Mit der Pistole in der Hand bist Du ein grimmiges Tier, ohne sie schwänzelst Du rum und Deine Stimme kiekst wie im Stimmbruch.”</p>
<p>Song von Marcelo D2 und Rafael (Planet Hemp)</p>
<p>Brasilianische Rapper- und Hip-Hop-Gruppen verarbeiten die brutale Realität in ihren Songs.<br />
Übersetzung: Alina González / Elisabeth Schumann</p>
<h1>Die USA und die brasilianischen Folterer</h1>
<h2>Dokumente beweisen CIA-Beteiligung an alltäglicher Repression</h2>
<p>Von 1964 bis 1985 unterdrückte Brasiliens Militärregime Andersdenkende und mi­li­tan­te Oppositionelle auf grausamste Weise: Todesschwadronen ermordeten unzäh­lige Gegner der Diktatur, politische Gefangene wurden Haien lebendig zum Fraß vor­geworfen oder aus Helikoptern gestoßen, in Stücke gehackt, verscharrt an Strän­den Rio de Janeiros &#8211; Brutalität war alltäglich. Daß der US-Geheimdienst CIA den Re­pressionsapparat der Generäle auf vielfältige Weise unterstützte, wußten Men­schen­rechtsgruppen aus dem In- und Ausland schon damals. Jetzt sorgen Doku­men­te über die damaligen CIA-Aktivitäten in Brasilien für Schlagzeilen.</p>
<p>Wie die angesehene Zeitung O Estado de Sâo Paulo berichtet, kon­nte die nordamerikanische So­ziologin Martha Huggins bis­lang geheimgehaltene Kongreß­do­kumente einsehen, die die Kom­plizenschaft des CIA mit dem Unterdrückungsapparat von da­mals bestätigen. Das Fazit der 53-jährigen Wissenschaftlerin: “Die Teilnahme der CIA am All­tag der politischen Repression ist be­wiesen &#8211; die Dokumente sprech­en sogar von gemeinsa­men Operationen &#8211; die ameri­ka­ni­sche Demokratie partizi­pierte an der Schaffung eines un­ter­drüc­kerischen Staates.”<br />
Besonders gravierend ist für Mar­tha Huggins, daß die CIA Spe­zialkommandos für die bra­silianische Polizei ausbildete. In Rio de Janeiro wurde eine “E­li­te” von vierzig Beamten zum Grund­stock der berüchtigten To­des­schwadrone: “CIA-Agenten nah­men an Operationen in den Slums teil, aber auch an der po­li­ti­schen Unterdrückung &#8211; und be­rich­teten alles, was sie sahen, nach Washington.” Bis heute sei in den USA wenig bekannt, daß die CIA bei der Ausbildung von Po­li­zisten in anderen Ländern mit­macht: “Unsere Demokratie be­nutzte die Polizeibeamten, um in anderen Ländern eine ide­ologische Kontrolle aus­zuüben.”</p>
<p>CIA läßt Dokumente verschwinden</p>
<p>Ein anderes interessantes De­tail der Recherchen von Martha Hug­gins: Die CIA half beim Auf­bau des Diktaturgeheim­dien­stes SNI mit, “lieferte sogar eine Li­ste mit den Namen ge­eigneter, ver­trauenswürdiger Mitarbeiter.” Auf einer anderen Liste waren al­le Personen ver­zeichnet, die ge­mäß CIA-Ein­schätzung nach dem Militär­putsch von 1964 ver­haftet wer­den sollten.<br />
Ärgerlich für die Soziologin, die bereits drei Bücher über Bra­si­lien veröffentlichte, ist, daß laut Gesetz zwar jeder US-Bür­ger offizielle Dokumente über Re­gierungsaktivitäten einsehen darf, wenn diese länger als 25 Jah­re zurückliegen &#8211; jene Seiten je­doch der Kongreßpapiere mit CIA-Berichten über Folterungen der politischen Polizei Brasiliens sind unleserlich gemacht; manch­mal fehlen sogar ganze Blätter.<br />
In mühseliger Kleinstarbeit ge­lang es der Expertin, 26 Folte­rer von politischen Gefangenen aus­findig zu machen und unter Wah­rung der Anonymität zu in­ter­viewen. Einer davon, Militär­po­lizist, mochte nicht, wie seine Kol­legen, bei einem Einsatz ge­fan­gengenommene “Subversive” mit Schlägen traktieren und die Frau­en vergewaltigen. “Ich for­derte, daß es doch besser sei, alle zu töten, anstatt sie zu foltern”, sagte der Militärpolizist zu Mar­tha Huggins und berichtete auch über den Abschluß der Ope­ration: Alle Gefangenen wurden hoch über der Wildnis lebendig aus einem Helikopter gestoßen.</p>
<p>Folterer heute in führenden Positionen</p>
<p>Helio Bicudo, während der Dik­tatur Präsident einer kirchli­chen Kommission für Gerechtig­keit und Frieden, hat die Aussa­gen der Soziologin bestätigt. Bi­cudo untersuchte damals die CIA-Aktivitäten ebenso wie das Wü­ten der Todesschwadronen. Po­lizisten und Armeeoffiziere Bra­siliens seien in den USA aus­ge­bildet worden &#8211; manche, die da­mals zum Repressionsapparat ge­hörten, machten und machen Kar­riere. Romeu Tuma, nach der Dik­tatur Chef der Bundespolizei, ist heute Kongreßsenator der star­ken Rechtspartei PPB. Regi­meaktivist Marco Maciel wurde gar Vize des jetzigen Staatsprä­si­den­ten Fernando Henrique Car­do­so &#8211; für Bicude auch Beleg da­für, daß von echter Vergan­gen­heitsbewältigung keine Rede sein kann: “Hier in Brasilien ha­ben die Leute ein kurzes Ge­dächtnis.”<br />
Wie die Jahresberichte von am­nesty international und Hu­man Rights Watch zeigen, gehö­ren Folter und Todesschwadro­nen auch zwölf Jahre nach dem of­fiziellen Ende der Diktatur wei­terhin zum Alltag Brasiliens, es “verschwinden” sogar mehr Men­schen als damals nach der po­lizeilichen Festnahme. Die ka­tholische Kirche beklagt, daß im­mer mehr nichtidentifizierte Ge­waltopfer beerdigt werden, ein Groß­teil auf den überall im Lan­de anzutreffenden “geheimen Fried­höfen”.</p>
<p><strong>CIA und evangelikale Sektenkirchen in Brasilien &#8211; warum die antikatholischen &#8222;Freikirchen&#8220; Brasiliens in den deutschsprachigen Ländern  soviel Sympathie finden.</strong></p>
<p><strong>Hintergrund: </strong></p>
<p><strong>„CIA spionierte Brasiliens Kirche aus, fördert Sekten”</strong><strong><br />
<strong>Bischofskonferenz analysiert freigegebene Geheimdokumente</strong></strong></p>
<p><strong>Bischöfe und Theologen des Tropenlandes befassen sich derzeit mit ungewöhnlicher Lektüre: Das Weiße Haus hat weitere hochbrisante Geheimdokumente über CIA-Operationen vor und während der brasilianischen Militärdiktatur freigegeben, die auch die katholische Kirche betreffen. Renommierte Menschenrechtsaktivisten, Intellektuelle wie Helio Bicudo und der Befreiungstheologe Frei Betto aus Sao Paulo sehen ihre früheren Recherchen bestätigt. „Dank dieser Geheimdokumente wissen wir nun genau, daß Washington die südamerikanischen Militärputsche der sechziger und siebziger Jahre vorbereitete.” Auch in Brasilien, so der Dominikanerbruder und Bestsellerautor mit Millionenauflagen, sei mit CIA-Hilfe 1964 ein Willkürregime an die Macht gebracht worden, das bis 1985 währte. Der damalige US-Botschafter in Brasilia habe sogar finanzielle und militärische Hilfe für die Putschisten angefordert. „Argumentiert wurde mit dem Hirngespinst von der kommunistischen Gefahr &#8211; obwohl die katholische Kirche und speziell deren befreiungstheologischer Flügel bedrohlicher für die Interessen der USA angesehen wurden als der Marxismus.”Auf die Veröffentlichungen reagierte auch die Familie des 1964 weggeputschten demokratischen Präsidenten Joao Goulart. „Wir gehen jetzt vor den Internationalen Gerichtshof in Den Haag und werden beweisen, daß es eine Intervention der USA gab”, erklärten Joao Vicente und Denise Goulart, Kinder des damaligen Staatschefs, vor der Presse. „Sie haben einen gewählten Präsidenten gestürzt, Brasiliens Souveränität gebrochen.” Vicente und Denise Goulart verweisen zudem auf Dokumente, denen zufolge damals tatsächlich im Rahmen der sogenannten „Operation Brother Sam” eine US-Militärflotte vor der brasilianischen Küste bereitgestanden habe. Die Familie will eine hohe Entschädigungssumme von Washington &#8211;  umgerechnet über 1,3 Milliarden Euro. Brasiliens Kirche war zur Diktaturzeit weitgehend regimekritisch, war Opposition. Um ein Gegengewicht zu schaffen, so Frei Betto, habe die CIA deshalb die Ausbreitung von Sekten gefördert &#8211; und tue dies offenbar bis heute. ”Die USA finanzierten jene Sektenkirchen, denen es darum geht, Brasiliens Christen zu spalten und progressive Tendenzen in der katholischen Kirche auszulöschen. Jene „elektronischen Kirchen” propagierten sogar eine Theologie des Wohlstands. Dagegen stehe die Botschaft Jesu für Gerechtigkeit und Frieden in der Welt. Dies sollten die Gläubigen nicht entdecken. Bezeichnend sei, daß die brasilianischen Chefs wichtiger evangelikaler Kirchen heute alle in den Vereinigten Staaten wohnten, nicht in Brasilien.</strong></p>
<p><strong>Nicht zufällig herrscht Frohlocken, klammheimliche bis offene Freude über ein Anwachsen der CIA-geförderten Sekten bei jenen, denen der weltweite Kampf der katholischen Kirche für Menschenrechte, darunter in Ländern wie Brasilien, sehr ungelegen kommt.  Auch in deutschsprachigen Ländern stoßen daher solche Sekten auf viel Wohlwollen, werden häufig beschönigend als Freikirchen eingestuft.</strong></p>
<p><strong>Befreiungstheologe Frei Betto verbrachte als politischer Gefangener mehrere Jahre in den Foltergefängnissen der Diktatur, erlebte all den Horror am eigenen Leibe mit. In den CIA-Dokumenten steht, daß die USA über die Folterpraxis sehr genau Bescheid wußten. „Das Verhör politischer Gefangener ist häufig begleitet von Folter, unter anderem Aufhängen mit dem Kopf nach unten, Elektroschocks, Hunger”, heißt es in einem Geheimtelegramm von 1973. Zitiert wird auch ein CIA-Informant aus dem Repressionsapparat:”Er beschrieb uns den Mord an einem der Subversion Verdächtigten, der er „genäht” habe, wie er es nannte &#8211;  indem er auf ihn mit einer automatischen Waffe vom Kopf bis zu den Zehen des Fußes gefeuert habe.” Kurz vor dem Putsch telegraphierte der damalige US-Botschafter Gordon nach Washington, man müsse Hilfe leisten, „um ein größeres Desaster zu verhindern, welches Brasilien zu einem China der sechziger Jahre machen könnte”. Der damalige US-Präsident Lyndon Johnson erklärte unter Bezug auf Brasilien:”Wir können das dort nicht tolerieren.” Öffentliche Kritik an diesen Menschenrechtsverletzungen und der laut US-Gesetzen mögliche Stopp von Wirtschaftshilfe seien unterblieben, um die Gewinne aus den rasch wachsenden Rüstungslieferungen an die Militärdiktatur nicht zu gefährden, betont der Dominikaner. ”Kardinal Evaristo Arns aus Sao Paulo zählte zum Widerstand gegen die Diktatur und schlug den USA sogar ein Wirtschaftsembargo gegen Brasilien vor.” Seine Bitte habe natürlich kein Gehör gefunden. „Denn die USA finanzierten ja die Diktatur.” Die CIA habe zudem Persönlichkeiten wie Kardinal Arns oder Erzbischof Helder Camara ausspioniert, Geistliche beispielsweise als progressiv, als hilfreich für die Interessen der USA oder gar als Feinde klassifiziert.Viele Dollars flossen gemäß den nordamerikanischen Quellen auch in die Ausbildung von Todesschwadronen, von Eliteeinheiten der politischen Polizei Brasiliens. „Ab 1968 ging die Diktatur brutaler, aggressiver gegen Regimegegner vor, wurde gemordet, ließ man Menschen verschwinden”, erinnert sich Frei Betto. Der Repressionsapparat sei mit Washingtoner Hilfe besser organisiert worden. „An US-Militärakademien wurden Folterer für verschiedene lateinamerikanische Diktaturen, darunter für Brasilien ausgebildet.”</strong></p>
<p><strong>Brasiliens Bischofskonferenz fordert seit Jahren, daß die Regierung von Staatschef Luis Inacio Lula da Silva endlich die geheimen Diktaturarchive der Streitkräfte öffnet. „Damit würde mehr über die Zusammenarbeit mit der CIA bekannt.” Doch genau dies solle verhindert werden. Länder wie Chile oder Argentinien seien bei der Vergangenheitsbewältigung schon viel weiter. ”Die Lula-Regierung ist eigentlich dazu verpflichtet, die Öffentlichkeit über diese dunkle Phase unserer Geschichte aufzuklären, damit man weiß, wer verantwortlich war für all die Verbrechen.” Lula, so sieht es Frei Betto, müßte als Chef der Streitkräfte die Militärs zwingen, alle Repressionsarchive zu öffnen. „Unerklärlich, ja verrückt, daß er es nicht tut.” Schließlich legten selbst die USA ihre Geheimdokumente über diese Zeit, die Beteiligung am Militärputsch offen.</strong></p>
<p><strong>“Nicht ohne Grund hat etwa der frühere US-Präsident Ronald Reagan in Südamerika die Sekten gefördert, weil sie individualisierend und systemstabilisierend wirken.”</strong> <strong>Franziskaner </strong><strong>Paulo Suess in Publik-Forum</strong></p>
<h1>Die Kirche gegen den Strich</h1>
<h2>“Helfen statt verurteilen” beim Umgang mit Kinderprostitution in Nordostbrasilien</h2>
<p>Durch die neoliberale Wirtschaftspolitik der jetzigen Mitte-Rechts-Regierung ist in ganz Brasilien die Arbeitslosigkeit deutlich angestiegen; im Hinterland von Maranhao wurde deshalb laut Experteneinschätzung die Prostitution von Kindern und Jugendlichen erschreckenderweise zur wichtigsten und manchmal einzigen Einkommensquelle armer Familien. Nicht zuletzt die Kirche hat sich dem Problem angenommen.</p>
<p>Zu Dutzenden stehen zwölf- und dreizehnjährige Mädchen bereits in der Nachmittagsschwüle an der Brücke über dem von Hütten gesäumten Rio Mearim und bieten sich den Passanten für nur fünf Realen an,- das sind nicht einmal acht Mark. Andere warten in den von madames oder früheren Amazonas-Goldgräbern geführten Billigbordellen der neuen Rua do Campo auf Kunden. Doch auch dort sind sie keineswegs geschützt vor der Brutalität, die das Milieu prägt: Messerstechereien, Schußwechsel mit tödlichem Ausgang sind keine Seltenheit, wobei häufig Drogenkonsum die Hemmschwelle herabsetzt. Ausländische Sextouristen spielen hier nur eine geringe Rolle, da das im Nordosten Brasiliens gelegene Pedreiras zu weit von Touristengebieten entfernt liegt. Geradezu gierig auf möglichst junge Mädchen sind sexbesessene Machos aller sozialen Schichten aus der Stadt selbst: Nachbarn, Familienväter der Rua do Campo, Polizisten, Politiker. “Viele Mädchen prostituieren sich, weil die eigenen Eltern sie dazu anregen oder zwingen”, sagt die 52jährige Franziskanerin Maria Oliveira von der lokalen Frauenpastorale gegenüber. Sie verweist auf die Gründe der Misere: Von den rund 50 000 BewohnerInnen hat nicht einmal ein Viertel Arbeit, von denen wiederum verdienen 40 Prozent höchstens den Mindestlohn von umgerechnet 160 Mark.</p>
<p>Versteigerung von Jungfrauen</p>
<p>Pedreiras hat auch deshalb traurige Berühmtheit erlangt, weil dort in Bordellen makabere Auktionen abgehalten werden, wo Großgrundbesitzer, Politiker und Unternehmer Jungfrauen zwischen neun und vierzehn Jahren ersteigern, für eine einzige Nacht in einem besseren Stundenhotel. Anschließend werden die Mädchen gewöhnlich gezwungen, als Prostituierte zu arbeiten; manche enden in den Goldgräbercamps Amazoniens.<br />
Die Kirchengemeinde von Pedreiras fand sich mit der Situation nie ab. Pfarrer Luiz Mario Luís gründete bereits 1963 ein Rehabilitationszentrum, in dem Prostituierte lesen und schreiben sowie einen Beruf erlernen konnten.<br />
Da die Zahl der Lernwilligen rasch zunahm, mußte das Zentrum vergrößert werden, und die Bezirksverwaltung stieg als finanzielle Trägerin mit ein. Schulunterricht erhalten inzwischen auch die Kinder der Frauen, derzeit sind es über 160 Mädchen und Jungen. Mehrere Dutzend jugendliche oder erwachsene Prostituierte sitzen auf den Bänken des Zentrums, das eher einer einfachen Lagerhalle ähnelt, und lernen Nähen sowie andere Handarbeiten. Inzwischen haben sie zum Teil Kolleginnen als Lehrkräfte. Die Direktorin und Mitbegründerin Benedita Leite versucht, sie davon abzubringen, weiter auf den Strich zu gehen, jedoch ohne Erfolg. Denn wie in tausenden anderen Städten und Gemeinden der zehntgrößten Wirtschaftsnation der Welt erhalten LehrerInnen und andere öffentliche Bedienstete auch in Pedreiras nicht einmal den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn von umgerechnet etwa 160 Mark. Schlimmer noch: Die Bezirksverwaltung, der wichtigste lokale Arbeitgeber, zahlt das Hungersalär um bis zu elf Monate verspätet aus. “Ich gebe gerne Unterricht”, sagt eine Prostituierte, “doch das letzte Mal habe ich im August Geld gekriegt”. Viel ist es ohnehin nicht, nur an die neunzig Mark. Und Brasilien hat derzeit ein ähnliches Preisniveau wie Europa.</p>
<p>Erfolge &#8211; Rückschläge</p>
<p>Daß krasse Armut brutalisieren, verrohen und abstumpfen kann und die Betroffenen häufig dazu bringt, sich aufzugeben, beobachten Benedite Leite und die Franziskanerin Maria Oliveira täglich. In den Bretterhütten am Rio Mearim dominiert in den vielköpfigen Familien Promiskuität; Die Mädchen lernen nur die Gesetze ihres Milieus kennen und sehen die Prostitution als einzige &#8211; und attraktive &#8211; Möglichkeit, im Leben voranzukommen. Ihnen Unterricht zu geben, ist extrem schwierig, denn die Mädchen sind nicht daran gewöhnt, sich zu konzentrieren und lange Zeit zuzuhören. “Wir dürfen sie nicht verurteilen, sie uns zu Feinden machen” betont Maria Oliveira, “sondern müssen immer wieder auf sie zugehen, ihnen helfen, den Raum der Kirche als Alternative anbieten.” Erfolge beim Schwimmen gegen den Strom gibt es. In der Straße am Fluß treffen sich Kinder und Erwachsene im neuen Gemeindesaal zu kirchlichen Aktivitäten, eine Jugendgruppe stabilisiert sich. Maria Oliveira lehrt Katechismus, feiert Weihnachten und Ostern in den Familien, bringt diesen die Brüderlichkeitskampagne der Bischofskonferenz nahe, und hält Kontakt zu denjenigen Frauen, die mit ihrer Hilfe aus dem Bordell in einen Beruf wechselten.<br />
Doch die madames besorgen sich immer wieder Mädchennachschub. Dabei rekrutieren sie jetzt schon im Hinterland, ködern mit der Aussicht auf “ehrliche Arbeit” und locken damit Jugendliche in den Schuldenkreislauf. Versucht Maria Oliveira, solche Minderjährigen zur Rückkehr zu bewegen, hört sie immer wieder ein Argument: “Ich kann nicht weg, weil ich von der madame neue, schicke Kleider angenommen habe, die ich erst abbezahlen muß!” Die Franziskanerin stellt deshalb eine Bordellbesitzerin zur Rede und bekommt wie stets eine drastisch-grobe Antwort: “Meine Schuld ist das nicht. Diese Hündinnen kommen doch angelaufen und bitten mich um Arbeit!” Weil die madames den Neuankömmlingen weder den Besuch des Zentrums noch der Kirche gewähren, geht die Franziskanerin selbst zu ihnen an den Brückenstrich und setzt sich notfalls an die Bordelltischchen: “Einmal spreche ich mit den Mädchen über Gott, ein anderes Mal über Geschlechtskrankheiten und Aids. An der Brücke kommen viele schon auf mich zugerannt und umarmen mich!”<br />
Kinderprostitution ist typisch für Brasiliens Norden und Nordosten. UNICEF, Kirche und NGOs haben in Maranhao bereits eine Kampagne gegen die praktisch straffreie sexuelle Ausbeutung Minderjähriger gestartet, denn laut Menschenrechtsaktivistin Sandra Torres gehört es bereits zur Gesellschaftskultur, abnorme Situationen als normal zu betrachten und hinzunehmen.<br />
Während in Pedreiras Kinder aus Hunger und Not ihren Körper verkaufen, zeichnet der Staatspräsident Fernando Henrique Cardoso im nur 277 Kilometer entfernt Sao Luis, der Hauptstadt Maranhaos, vor Mikrophonen ein positives Bild der Lage im Lande. Der Soziologe weist auch die Kritik der Bischöfe an seiner neoliberalen Politik zurück, erwähnt weder Kindersklaverei noch Kinderprostitution oder Jungfrauenversteigerungen. Neben Cardoso steht der jetzige Kongreßpräsident und Ex-Staatschef José Sarney &#8211; seit Diktaturzeiten reichster und mächtigster Mann in Maranhao. Daß hier alles beim alten bleibt, liegt nach Aussagen von Menschenrechtlern vor allem an ihm und seinen politischen Freunden.</p>
<h1>“Ich könnte jederzeit fliehen”</h1>
<h2>Volmer do Nacimentos Alltag zwischen Gefängniszelle und Tropenlandschaft</h2>
<p>Der 47-jährige Schwarze Volmer do Nacimento wagte als einer der ersten Brasilia­ner, auf Straßenkinder spezialisierte Todesschwa­dronen und deren Drahtzieher öf­fentlich anzuzeigen. 1993 wurde er wegen vorgetäuschter Entführung und “Ver­leumdung von Rich­tern” zu vier Jahren und neun Monaten Haft verurteilt, die er im halboffenen Strafvollzug verbringt (siehe LN 261). Die brasilia­nische Men­schen­rechtsorganisation Projeto Legal in Rio de Janeiro kämpft für seine Freilas­sung.</p>
<p>Am schlimmsten sind die Sonn- und Feiertage. Dann muß Volmer den ganzen Tag in einer engen Gefängniszelle verbrin­gen, im fünf Autostunden nörd­lich von Rio gelegenen Provinz­städtchen Natividada. Seine Frau und seine Kinder sitzen der­weil traurig nur rund 300 Meter von Nacimento entfernt. Der Bürger­rechtler liest dann stapel­weise Bücher und Zeitungen, schmie­det Pläne für die Zeit nach der Haft, und erinnert sich auch an die Gespräche mit dem Präsi­denten des Europaparla­ments. Wütend macht Nacimento, daß er die nach wie vor aus Straß­burg her­einflatternden Einladun­gen nicht annehmen darf. “Ich bin ein Gefangener, weil ich es selbst will, denn mit meinem Wagen könnte ich fast jederzeit fliehen &#8211; und nie­mand würde mich finden.” Der lang­jährige Koordinator der nationalen Stra­ßenkinderbewegung tut es nicht. Schließlich trägt Nacimento die Ver­antwortung für mehrere von ihm selbst gegründete Projekte, die er selbst leitet. Zu einem der wichtig­sten, einer auch mit deut­schen Geldern finanzierten Land­wirtschaftsschule für Ju­gend­li­che, eilt er an Arbeitsta­gen je­den Morgen. Der gelernte Buch­hal­ter, dessen sozialpoliti­sches Engagement in Basisge­meinden und Pastoralen der ka­tholischen Kirche begann, emp­fängt die bislang neunzig Schü­ler­Innen, berät sich mit Agro­nom­In­nen, Zootechniker­In­nen und Lehrer­Innen, verteilt Auf­trä­ge: “Die El­tern der mei­sten Ju­gend­lichen hier sind ver­elen­dete Wanderar­beiter der Re­gion, mit ihnen zie­hen sie herum, schuften auf Plan­tagen der Groß­grund­be­sit­zer, ge­hen so gut wie nie in die Schule, flüchten aus Perspektiv­losigkkeit in die Slums von Rio. Die Schule wurde gegründet, da­mit die Kin­der hier bleiben, die Landflucht gestoppt wird.”</p>
<p>Die Landflucht stoppen</p>
<p>Jeder Schüler be­kommt mo­natlich umgerechnet rund neun­zig Mark und damit weit mehr als für Plantagenarbeit. Das Geld stammt von zwei holländischen Un­ternehmern. Der deutsche Child­ren Mission Fund in Über­lingen zahlt die Löhne der Leh­rer­Innen und beteiligte sich am Bau des Schulhauses am Rande von Nativi­dade in tropischer Idyl­le. Es ist nur halbfertig, ein Pro­viso­rium &#8211; in Deutschland würde niemand darin lernen und lehren wollen. Und auch die vom deut­schen Konsulat in Rio fi­nan­zier­ten Ausrüstungen für ein La­bo­ratorium zur einfachen Heil­mit­telherstellung können nicht in­stalliert, rund 300 Kurs­an­wär­ter nicht aufgenommen werden. Die Schuld trägt laut Volmer do Na­cimento die Mitte-Rechts-Re­gierung von Staatsprä­sident Fer­nan­do Henrique Cardoso und des­sen Freund aus der Sozialde­mo­kratischen Partei PSDP, Rio-Gou­verneur Marcello Alencar. Wäh­rend eines Belgienbesu­ches 1995 traf Cardoso überraschen­der­weise auf eine Gruppe von Men­schen­rechtlerInnen, die ein Poster von Nacimento tru­gen und dessen Freilassung forder­ten. Wie stets in solchen eigent­lich brenzligen Fällen stimmte Car­doso taktisch geschickt mit den KritikerIn­nen überein: “Ihr habt recht &#8211; wir werden damit auf­hören.” Das Ver­sprechen blieb fol­genlos und auch die zum Jah­resbeginn 1996 vertraglich zu­gesicherten rund 90.000 DM von Co­munidade Solidaria, dem von der Präsi­dentengattin gelei­teten Wohl­fahrtsprogramm, tra­fen bisher nicht ein. Ebensowe­nig, trotz mehrfacher Mahnung, die etwa 100.000 DM des Rio-Gouver­neurs. “Wir werden im­mer nur mit Ausflüchten abge­speist”, kom­mentiert Nacimento, “aber viele andere NGOs be­kom­men ver­sprochene Mittel eben­falls nicht &#8211; wofür ist die Comu­nidade Solidaria dann ei­gentlich da? Wir können nicht im­mer nur mit Geld aus dem Ausland ar­beiten &#8211; wo bleibt da die eigene Ver­antwortung Brasi­liens?” Den briti­schen Konsul in Rio, der dem Schulprojekt einen Traktor spen­dierte, verblüfft ebenfalls, daß die Regierung nichts über­weist. Dagegen wird laut Pres­seangaben ein existie­render “Sozialer Dringlichkeits­fonds” fast täglich vom Mitte-Rechts-Kabi­nett angezapft, um Diplo­matenempfänge, Bankette oder üp­pige Geschenke für aus­ländische Gäste zu finanzieren.<br />
Die achtzehnmona­tigen Kurse der Escola Fasenda laufen den­noch wei­ter. “Fast alle, die mit amtlichem Zerti­fikat abschließen werden, haben be­reits eine Ar­beitsstelle sicher,” freut sich Naci­mento, “nach der Präfektur sind wir hier der zweitgrößte Ar­beitgeber!” Abends muß der nicht nur in Europa bekannteste Häftling Brasiliens wieder in die Zelle. Der Polizeichef von Nati­vidade bekam bereits aus aller Welt über tausend Protest- und Soli­daritätsbriefe, mindestens ebenso­viele landeten beim Gou­verneur von Rio und im Justiz­ministerium.<br />
Nacimento leidet indessen sichtlich unter der Situation, wollte 1996 durch einen Hunger­streik die Wiederaufnahme sei­nes Verfahrens und Ermittlungen ge­gen Todesschwadronen und de­ren Hinter­männer erreichen &#8211; was nicht gelang. Eine der wich­tigsten moralischen vor al­lem aber juristi­schen Stützen ist die Men­schenrechts­organisation Projeto Lagal in Rio de Janeiro. Sie er­reichte bisher, daß Naci­mento seine Haft nicht unter ständiger Lebens­gefahr in einer völ­lig überfüllten Zelle Rios, sondern im halboffenen Vollzug in Natividade ver­bringt. Für An­walt Carlos Nicodemos, Lei­ter des ebenfalls vom deutschen Child­ren Mission Fund unter­stütz­ten Projeto Legal, ist der Pro­zeß gegen Nacimento kaf­ka­esk: “In Untersuchungsbe­richten des Bun­desparlaments und selbst der Abgeordneten­kammer des Bun­desstaates Rio über die Er­mor­dung von Kindern und Ju­gend­lichen, ebenso in der Presse, wer­den die­selben Richter we­gen ihrer Verwick­lung in Ak­tivitäten von Todesschwadro­nen auf­ge­führt, die auch Volmer do Naci­men­to nannte.”<br />
Anwalt Nicodemos eilt min­destens ein­mal im Monat mit dem Wagen nach Na­tividade, spricht seinem Mandanten Mut zu. Dessen Geburtstag im ver­gan­genen November fiel ausge­rechnet auf einen Sonntag. Daß er ihn dank Ni­codemos nicht durch­weg in der Zelle verbringen mußte, sondern mit seiner schwangeren Frau und den Kin­der zusammensein konnte, war wie­der ein kleiner Sieg.</p>
<p>Letzte Meldung: Seit Anfang Ja­nuar hat Volmer rund um die Uhr Freigang, d.h. er muß sich jetzt lediglich re­gelmäßig bei der Polizei mel­den. Und die schlech­te Nach­richt: Nach heftigen Re­gen­fällen ver­sank das Gelände der Land­wirt­schaftsschule unter ei­ner vier­zig Zentimeter dicken Schlamm­schicht. Die Gebäude ste­hen zwar noch, aber die Ernte ist völlig zerstört.</p>
<h1>Fünf-Sterne-Rassismus</h1>
<h2>Schwarze fahren keine Importautos</h2>
<p>Der Ehemann ist weiß, die Ehefrau ist schwarz. Am Hoteleingang verwehrt ein Wächter der Ehefrau den Zutritt: Prostituierte dür­fen nicht mit aufs Zimmer. Wer glaubt, dieser Vorfall wäre die Ausnahme, irrt. Unter der Oberfläche scheinbarer In­tegration zeigt sich das Bild einer verdeckten Apartheid.</p>
<p>Die Schwarzen müs­sen wis­sen wo ihr Platz ist, lautet eine uralte, immer noch hochaktuelle Redewendung in Bra­silien. Ge­meint ist damit: Sklavennachfah­ren haben nichts in der Mittel- und Ober­schicht, deren Krei­sen und Ambiente zu suchen. Sie werden entsprechend stigmati­siert und behandelt. Wie dies in der Praxis funk­tioniert, bekam jetzt der Züricher Fritz Müller, Fach­direktor der Cre­dite-Suisse-Bank, in Rio de Janeiro zu spü­ren. Als er mit seiner schwarzen, aus Rio stammenden Ehefrau Adriana nach einem Restaurant­be­such ins First-Class-Hotel In­tercontinental zu­rückkehrte, wur­de Adriana von einem mus­ku­lö­sen Wachmann grob ge­stoppt: Eine Garota de Programa, so hei­ßen Prostitu­ierte im Rio-Slang, dür­fe nicht mit aufs Zim­mer. Direktor Müller ließ sich von seiner Frau über­setzen worum es ging und schlug gehö­rigen Krach, stellte den Wach­mann zur Re­de, verlangte von der Ho­tel­lei­tung eine formelle Entschul­di­gung. Denn ohne ent­sprechende Vor­schrift hätte der Wächter kaum so gehandelt.</p>
<p>Rassismus &#8211; Machismus</p>
<p>Die Zeitung O Globo be­schrieb den Fall unter der tref­fenden Überschrift “Fünf-Sterne-Ras­sismus”. Kaum ein mit einer dunkel­häutigen Brasilia­nerin be­freundeter oder verheirateter Eu­ropäer, der in Rio, Sâo Paulo, Sal­vador de Bahia oder Fortaleza nicht ähnliche Erfahrungen ge­macht hat. Wer brasilianisches Portugiesisch nicht versteht, be­kommt kaum mit, daß der Gang über die Strandpromenade für sei­ne Partnerin ge­legentlich ei­nem Spießrutenlauf gleicht. Wei­ße Mit­telschichtsmachos der übel­sten Sorte, in Brasilien alles andere als dünn ge­sät, lassen eine Bösartigkeit oder Obszöni­tät nach der anderen fallen, ge­hen davon aus, daß der tumbe Gringo sicher nichts ver­steht und wohl im­mer noch glaubt, was die mei­sten Reiseführer kolportie­ren: Brasilien, ein wun­dervoller Schmelz­tiegel der Rassen, ein Beispiel gelun­gener Integration ver­schiedener Hautfarben, von Dis­kriminierung keine Spur.<br />
Wer aber die Oberfläche, die schil­lernde Er­scheinungsebene ver­läßt, stößt auf Brasiliens hocheffi­ziente verdeckte Apart­heid. Die ist von den schwachen, wenig respektierten Schwarzen­or­ganisationen weit schwerer zu packen und zu attackieren als die aus Süd­afrika bekannte of­fene Ras­sentren­nung. Schwarze, Mu­latt­Innen gehören in die Slums, in die Unterschicht, in die drek­kig­sten, schlechtbezahltesten Be­ru­fe. Schwarze Frauen sind ge­mäß diesem Denk- und Ver­hal­tens­muster Hausdienerinnen, Rei­ne­machefrauen, bestenfalls Su­per­marktkassiererinnen. Oder aber: Schwarze Frauen sind bis zum Beweis des Gegen­teils Pro­sti­tuierte, Touristenhuren, die man entsprechend behandeln kann.<br />
Untersuchungen belegen, daß in­for­melle Mechanismen ge­wöhn­lich den Auf­stieg Dunkel­häutiger in gutbezahlte qualifi­zierte Mittel­schichtsberufe ver­hin­dern. Privatban­ken bilden da keine Ausnahme. Bei meh­reren spricht das gängige System der zwei Kundenschlangen Bände. Wer besser verdient und umge­rech­net mindestens einige tau­send Mark auf seinem Konto hat, steht in der kürzeren Fila, wird bevorzugt behandelt und ist ge­wöhnlich weiß. Wer zu den Schlecht­bezahlten gehört, aber glück­lich ist, dennoch ein Konto besitzen zu dürfen, muß in der längeren Schlange gelegentlich Stunden warten, schaut nei­disch, frustriert oder mit Groll auf die Be­vorzugten mit dem dickeren Geld­beutel. Welche Hautfarbe in der langen Fila domi­niert, läßt sich in Rio gut beobachten.<br />
Wer mit dunkler Haut den­noch den sozialen Aufstieg schafft, hat im Alltag fast pau­sen­los Ärger. In Sâo Paulo wird eine er­folgreiche schwarze Schau­spielerin von weißen Ma­dames im­mer wieder auf der Straße gefragt, ob sie nicht als Haus­dienerin anfangen wolle, sie sehe so gut und gesund aus. Der schwarze Sänger und Komponist Dicró wird in Rio de Janeiro von Si­cherheitsleuten zu seiner eige­nen Show nicht auf die Bühne ge­lassen. Ironisch erklärt er: “Mehr­mals haben sie mich auch schon ge­schnappt, als ich meinen eigenen Wa­gen klauen wollte.” Wie überführte Au­todiebe wer­den ebenfalls immer wieder gut­ver­dienende schwarze Fußball­spieler traktiert, die teure Im­portwagen fahren. Oleude Ri­beiro vom Verein Portuguesa von Sâo Paulo wurde mit Blau­licht in seinem Ford-Jeep ge­stoppt und mit dem Revolver am Kopf gründlich durchsucht: “Mein tiefentsetzter kleiner Sohn woll­te danach wissen, ob diese Männer Ban­diten waren. Schwie­rig, ihm zu erklären, daß alles nur geschah, weil wir Schwarze sind.”<br />
Der auch in Eu­ropa bekannte schwarze brasiliani­sche Musiker Djavan erläutert: “Wenn du be­rühmt wirst, ver­lierst du sozusa­gen deine Hautfarbe. Das heißt nicht, daß dich die Leute auf einmal mögen. Sie beginnen nur, dich zuzulas­sen.”</p>
<h1>Weniger als ein Quadratmeter</h1>
<h2>Brasiliens Gefängnisse offenbaren Bilder wie aus einem Gruselfilm</h2>
<p>Unter der Regierung von Präsident Cardoso verschlechtert sich die Lage in den total überfüllten Gefängnissen weiter. “Niemand ist an einer Resozialisierung der Häft­linge interessiert,” so Padre Mauzeroll von der Gefangenenseelsorge der katholi­schen Kirche.</p>
<p>Eine mittelalter­lich anmu­ten­de Ge­fängniszelle in Rios Stadt­teil Realengo. Gesetzlich hat je­der der mehreren Dut­zend In­sas­sen Anspruch auf min­de­stens acht Quadrat­meter, hier da­gegen hat er nicht einmal ei­nen ein­zi­gen. Ge­schlafen wird des­halb in Schichten. Während ein Teil auf dem feuchten Beton liegt, hängt der andere in Stoff­schlau­fen da­rü­ber, die an den Git­ter­stäben be­fe­stigt sind. In ei­ner Zelle im Stadt­teil Bangu bie­tet sich ein ähn­liches Bild: 35 fast nackte, schwit­zende Männer auf nur sech­zehn Quadratmetern, bei­ßen­der Fäkalienge­ruch, nachts Rat­ten, die psychische Span­nung fast mit Händen greif­bar. Neun von zehn haben Krätze und Fu­run­kel. In der heißesten Jahres­zeit herr­schen bis zu sech­zig Grad in den Zellen, täglich fallen dann an die zwanzig In­sas­sen ohn­mächtig um, werden von den Wärtern herausge­zerrt und durch an­dere ersetzt. Um aus die­ser Höl­le herauszukommen, in eine we­niger über­füllte Zelle verlegt zu werden, beste­chen Häftlinge ih­re Aufseher mit um­gerechnet bis zu 5.000 DM. Es gibt auch Ge­fängnisse, in denen die In­sas­sen das nötige Geld zu­sam­men­le­gen und dann den Be­günstigten wie in einer Lotterie per Los be­stimmen. In Bangu kom­men die not­wendigen Reais von der Fa­mi­lie oder von Verbre­cher­syn­di­ka­ten. Je größer, je un­er­träg­li­cher die Hitze, umso hö­her stei­gen die Preise auf die­sem Schwarz­markt. Nur einmal am Tag gibt es Essen von haar­sträu­ben­der Qualität, Lebens­mittel­pa­ke­te der Angehörigen werden ge­wöhn­lich nicht ausge­händigt. Fol­terungen sind die Regel, nicht nur in Rios Gefäng­nissen. Ein An­walt be­schreibt einen Fall aus dem Jahr 1996: “Polizisten mit Ka­puzen miß­handelten 116 Ge­fan­gene mit Elektroschocks, alle wie­sen Blutergüsse auf und wur­den dar­überhinaus zu sexu­ellen Hand­lungen gezwungen.”<br />
Fast täglich wer­den Fälle tot­ge­folterter, er­schlagener Häft­linge bekannt. Doch die politisch Ver­ant­wortlichen rühren sich kaum, nur we­nige Intellektuelle pro­testieren und die Gesellschaft scheint sich an die grauen­vollen Zustände ge­wöhnt zu haben.<br />
Nach dem letzten offiziellen Zen­sus bieten die 511 Gefäng­nis­se Brasili­ens Platz für höch­stens 60.000 Per­sonen. Mit über 148.000 Gefangenen sind sie da­mit mehr als doppelt be­legt. Not­wen­dig, so heißt es, seien 145 neue Gefängnisse. Rund 95 Pro­zent der Häft­linge sind Arme, 96 Pro­zent Männer, etwa drei Vier­tel Voll- und Halbanal­phabeten. Der typi­sche Gefangene, so eine Stu­die, ist dunkelhäutig und jün­ger als 25 Jahre. Jeden Monat kommt es laut Statistik zu min­de­stens drei großen Häftlingsre­vol­ten; die meisten von ihnen wer­den aller­dings der Öf­fent­lich­keit ver­heimlicht.</p>
<p>Pervertieren statt resozialisieren</p>
<p>Amnesty international und Human Rights Watch/­Ame­ri­cas prangern die Zu­stände in den bra­silianischen Haftan­stalten als “pu­ren Horror” an. Aber auch die Gefange­nenseelsorge der katho­li­schen Kirche läßt nicht locker. Padre Geraldo Mau­zeroll von der Pa­storal Carçeraria im Bundes­staat Sâo Paulo: “Wer ins Ge­fängnis kommt, wird pervertiert, wird angesehen und be­handelt wie ein Tier. Niemand ist an ei­ner Besserung oder Resozialisie­rung der Insassen interessiert. Die Gesellschaft rächt sich an ihnen. Sie läßt sie intellektu­ell, seelisch, mora­lisch, kulturell und nicht selten sogar physisch ster­ben.” Padre Mauzeroll hört auf Polizeiwachen und in Gefängnis­sen sehr häufig den Spruch: “Nur ein toter Häftling ist ein guter Häftling!” Der Padre geht seit 1973 in die Gefäng­nisse und leitete die letzten sechs Jahren die Seel­sorge. Was er täg­lich zu sehen be­kommt, scheint kom­mer­ziellen Horror­filmen ent­lehnt: Häftlinge verfaulen buch­stäb­lich in ih­ren Zellen. Die Ge­fängnisärzte sind selbst Krimi­nelle, weil sie Kranke be­wußt nicht behan­deln, sie sterben las­sen, dafür aber nie zur Rechen­schaft gezogen werden. Tuber­ku­lo­se grassiert, über die Ge­sichter Tod­kran­ker laufen Amei­sen. Kri­mi­nell handeln auch Richter und Staats­anwälte, die sehr wohl über Folter und alle an­deren Men­schenrechtsverlet­zungen de­tail­liert informiert sind und den­noch nicht ein­greifen.<br />
Gefängnisleitungen und Wär­ter ermögli­chen den Dro­gen­han­del und -kon­sum hinter den Git­ter­stäben. Ein Direktor zu Padre Mauzeroll: “Drogen müs­sen dort drin sein, damit die Ge­fangenen ruhig bleiben.”<br />
Ein besonders fin­steres Kapi­tel ist darüber hinaus die sexuelle Ge­walt, die von perversen Auf­se­hern sogar ge­fördert wird. Padre Mauzeroll: “Wird ein we­gen Vergewalti­gung Verurteilter ein­geliefert, stecken ihn die Wär­ter extra in be­stimmte Mas­sen­zel­len, damit er dort von fünf­zehn, zwan­zig Häftlingen ver­ge­wal­tigt wird. Das ist Gesetz in den Kerkern, und so verbreitet sich Aids sehr schnell.” Selbst nach amtlichen An­gaben haben sich bereits über zwanzig Pro­zent der Insas­sen mit dem Aids-Vi­rus infiziert. Ein Großteil der rund 150.000 brasiliani­schen Ge­fan­genen hat homosexuellen Ver­kehr, gewöhnlich unge­schützt, Pro­miskuität ist normal.<br />
Vitor Carreiro teilte in Rio eine Zelle jahrelang mit 47 ande­ren Häftlin­gen, hat jetzt sichtbar Aids und sagt es deutlich: “Alle Welt weiß, daß die Frau des Ge­fan­genen der andere Gefangene ist.” José Ferreira da Silva, eben­falls HIV-posi­tiv, berichtet von vier festen und acht gelegentli­chen Partnern. Keiner hatte Prä­servative benutzen wollen.<br />
“Wenn die Lage in den Ge­fängnissen in Sâo Paulo und Rio de Janeiro bereits so schlimm ist”, gibt Padre Mauzeroll zu be­denken, “wie muß sie dann erst in den stark unterent­wickelten Gebieten des Nordens und Nord­ostens sein?” Padre Mauzeroll drückt sich im Ge­gensatz zu so vie­len Landsleuten um solche un­beque­men Wahrheiten nicht. Er hat keine Probleme damit, die von den Autoritäten gerne ver­steckten und verdrängten Pro­ble­me offen an­zusprechen. “Doch wer über die Zu­stände re­det und in­formiert, stirbt”, lautet eine an­dere Regel &#8211; Pistoleiros, Be­rufs­kil­ler, erle­digen dies. Padre Mau­zeroll weiß, daß auch sein Leben in Gefahr ist. Den­noch klagt er offen die soziale Ord­nung Brasi­liens an: “Sie ist schuld an der grauenhaften Si­tu­a­tion!”<br />
Wärter und Spe­zialeinheiten ge­hen gewöhnlich äußerst brutal gegen meu­ternde Häftlinge vor. 1992 wurden im Gefängnis Ca­ran­diru von Sâo Paulo minde­stens 111 In­sassen von Militär­polizisten massa­kriert. Politisch Ver­antwortliche und di­rekt Be­tei­ligte blieben bisher straffrei. Die letzte Revolte in Carandiru er­eignete sich Ende Oktober. 670 Ge­fangene nahmen dort 27 Wär­ter als Gei­seln und forderten die Ver­legung in eine andere Haftan­stalt. Fünf Gefan­gene versuchten mit einem Müll­fahrzeug zu flie­hen, vier von ih­nen wurden von Mi­litärpolizisten er­schossen.<br />
Die Rechtanwältin Zoraide Fer­nandez weist noch auf eine be­sondere Absurdi­tät hin. Tau­sende von Häftlingen wer­den nach verbüßter Strafe oft noch jahrelang festge­halten, allein in Rio waren es 1995 min­destens 560. Hinzu kommen jene, die unrechtmäßig in die Zellen von Po­lizei­wachen gepfercht und dort mitunter regelrecht verges­sen werden.</p>
<h1>Menschenrechte ja &#8211; aber nicht für Schwule</h1>
<h2>Todesschwadronen jagen Homosexuelle &#8211; 1300 Morde seit 1980</h2>
<p>Staatspräsident Cardoso präsentierte in Brasilia mit großem Pomp einen “Nationalen Plan für Menschenrechte” &#8211; doch die Show stahl ihm Luiz Mott, intel­lektueller Führer der brasilianischen Schwulenbewegung. Weil die Homosexuellen in dem Dokument nicht einmal erwähnt werden, entrollte Mott ein Transparent “Gays querem Justiça”- (Schwule wollen Gerechtigkeit) und nannte Fakten zur sy­stematischen Verfolgung der Homosexuellen in Brasilien.</p>
<p>Laercio, 22, und Mariquinhos, 30, wohnten in Rios armseliger Nordzone in einem simplen Häuschen, waren beliebt und gal­ten als hilfsbereit, fröhlich. In einer Novembernacht werden sie von einem der berüchtigten “Kom­mandos zur Jagd auf Gays” überwältigt &#8211; fünf Kapuzenmän­ner stoßen die beiden bis zur na­hen Bahnlinie, dann krachen Pi­stolenschüsse. Anwohner finden Laercio und Mariquinhos in ih­rem Blut, stellen erschüttert Ker­zen auf.<br />
Luiz Mott erläutert: “In Bra­silien sind mindestens vierzehn Todesschwadronen hinter Ho­mosexuellen her. Seit 1980 wur­den über 1300 Schwule ermor­det, 1996 waren es bisher 85, aber unsere Statistik ist sehr un­vollständig.” Das stimmt, denn von den Serienmorden der letz­ten Wochen in Rio wußte Mott zu diesem Zeitpunkt noch nichts. Hinzu kommt, daß Angehörige wegen der bestehenden Vorur­teile gegen die Schwulen oftmals die Natur des Verbrechens ver­schweigen.<br />
Universitätsprofessor Mott, 50 Jahre alt, Präsident der Grupo Gay do Bahia (GGB) und Se­kretär für Menschenrechte der Bra­silianischen Vereinigung für Gays, Lesben und Transvestiten (ABGLT), lehrt in der nordost­brasilianischen Küstenmetropole Sal­vador da Bahia &#8211; auch dort werden Schwule diskriminiert, ver­folgt und ermordet. Mott spricht von “Opfern des Ma­chismus”, die Täter gingen ge­wöhnlich straffrei aus. So seien bei über vierzig Prozent der Schwulenmorde die Täter er­mittelt worden, nur zehn Prozent kamen jedoch letztlich vor Ge­richt und wurden dann fast im­mer freigesprochen.</p>
<p>Archiv über Homosexualität</p>
<p>Ein schönes Kolonialhaus in Salvador da Bahia beherbergt im ersten Stock den kleinen Sitz der Grupo Gay do Brasil mit dem immerhin größten lateinameri­kanischen Archiv über Homose­xualität. Die GGB ist die älteste und aktivste Homosexuellenver­einigung in Lateinamerika. Nach dem Klingeln schaut der Leiter zunächst prüfend auf den Besu­cher und wirft danach den Schlüssel hinunter. Oben kann man sich eine Ausstellung über homosexuelle Männer und Frauen ansehen, von Platon, Leonardo da Vinci, Shakespeare, Cleopatra und James Dean bis hin zu der berühmten Sängerin der Musica Popular Brasileiro, Maria Bethânia. Man wird höf­lich zu den zwei wöchentlichen Versammlungen eingeladen, an denen auch Bi- und Heterosexu­elle teilnehmen. Vor dem Ab­stieg über die steile Holztreppe teilt der GGB-Leiter Präserva­tive, “Camisinhas”, aus &#8211; schließlich ist die Gruppe beson­ders aktives Mitglied in der vom Gesundheitsministerium geführ­ten Nationalen Kommission zur AIDS-Bekämpfung.<br />
In der Stadt selbst machen die Homosexuellen drastisch auf sich, ihre Freuden und Probleme aufmerksam. “Liebe mit Vor­sicht &#8211; suche Deine amantes bes­ser aus”, steht groß auf Schauta­feln, und “Laß Dich nicht von AIDS ins Jenseits befördern, aber laß Dich auch nicht ermor­den!” Die Warnung ist nicht un­begründet, druckte doch gar eine große lokale Zeitung regelmäßig folgende Anzeige: “Halte Salva­dor sauber &#8211; töte jeden Tag einen Homo!”</p>
<p>Erscheinungsebene &#8211; Wirklichkeit</p>
<p>Brasiliens Schwulenszene prä­sentiert sich anders als zum Beispiel jene in San Francisco oder gar in Deutschland. Gays fallen viel mehr auf, haben ihre Kneipen, Discos, Strände, Zeit­schriften. Der Terror gegen Schwule existiert indessen wei­ter, scheint sogar stark zuzuneh­men. Motts Grupo Gay do Bahia hat deshalb ein “Über­le­benshandbuch” publi­ziert, das zahl­reiche praktische Tips zur Selbstverteidigung gibt. Mott hat das Handbuch in Brasi­lia, Belo Horizonte, Curitiba und Recife vorgestellt. In jeder Stadt gab er die Namen der dort in den letzten Jahren ermordeten Schwulen be­kannt. Die meisten Verbrechen ereigneten sich aber in Rio de Janeiro, Sâo Paulo und Salvador da Bahia.</p>
<p>Umfragen und Machismus</p>
<p>Daß Schwule diskriminiert werden, zeigen neue repräsenta­tive Umfragen: So würden 36 Pro­zent der BrasilianerInnen ei­nem Homosexuellen selbst dann nicht eine Arbeit geben, wenn er der bestqualifizierte Bewerber wäre. JedeR Fünfte würde sich von einem homosexuellen Kol­legen bewußt fernhalten, 56 Pro­zent würden zumindest ihr Ver­halten ändern. 79 Prozent, im Nordosten sogar 87 Prozent, ak­zeptierten auf gar keinen Fall, daß ihr Sohn mit einem Ho­mosexuellen ausginge. Und 62 Prozent meinen, daß Eltern die Änderung der homosexuellen Orientierung ihrer Söhne er­zwingen müßten.</p>
<p>Politisches Asyl für Schwule</p>
<p>Gay-Menschenrechtsgruppen in San Francisco prangern seit Jahren die Zustände in Brasilen an. 1993 gewährten die USA erstmals einem brasilianischen Schwulen politisches Asyl. Der Begünstigte heißt Marcelo Teno­rio, Luiz Mott trat in dem Asyl­verfahren als Zeuge auf und wurde dafür zuhause in den Me­dien niedergemacht. Das Asyl, hieß es, basiere auf einer Lüge über Brasilien; Schwule würden nicht systematisch getötet. In den letzten Wochen erhielten zwei weitere Homosexuelle Asylsta­tus, wollen aber anonym blei­ben, aus Angst, daß Familienan­ge­hö­ri­ge in Brasilien Repressa­lien er­lei­den könnten. Eine un­bekannte Zahl brasilianischer Homo­sexu­el­ler lebt illegal in den USA. Mög­licherweise werden jetzt wei­tere einen Asylantrag stellen.</p>
<p>KASTEN</p>
<p>Staatstrauer für Ex-Diktator</p>
<p>Nach dem Tod des Ex-Generalpräsidenten Ernesto Geisel im Sep­tember 1996 ordnete Fernando Henrique Cardoso per Dekret acht Tage Staatstrauer an. Geisel war von 1974 bis 1979 der dritte Generalpräsident der brasilianischen Militärdiktatur (1964-1985). Geisel war bereits zur Amtseinführung von Cardoso gela­den worden. 1995 traf sich der Präsident mit dem EX-Diktator und wollte dies ausdrücklich als “Würdigung” verstanden wissen.<br />
Die Homenagem weckte in der Tat Aufmerksamkeit. Denn bei Gei­sel und seinem ebenfalls im Regimeapparat dienenden Bruder Or­lando handelte es sich um Vertreter der “harten Linie”, die kei­nes­wegs nur militante Diktaturgegner rücksichtslos verfolgen, fol­tern und ermorden ließen. Dies hat gerade ein wichtiger Zeit­zeuge bestätigt: Reserveoberst Jarbas Passarinho, Mitautor der berüchtigten Ausnahmegesetze von 1968 und Minister unter drei Dik­taturgenerälen, sagte im brasilianischen Fersehen, daß ein Groß­teil der Greueltaten an Linken in Geisels Regierungszeit be­gangen worden seien. Die Medien pflegten dagegen stets dessen Amts­vorgänger Emilio Garrastazzu Medici die Verantwortung für die größten Schlechtigkeiten des Militärregimes aufzubürden.</p>
<p><strong>Hintergrund von 2001:</strong></p>
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<p><strong>„Unerklärter Bürgerkrieg“ in Brasilien<br />
Über 40000 Morde jährlich/Zunahme von Attentaten </strong></p>
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<p><strong>Im Kontext der jüngsten internationalen Konflikte weisen brasillianische Experten immer nachdrücklicher darauf hin, welche hohen Menschenopfer der sogenannte „unerklärte Bürgerkrieg“ in Brasilien kostet. Wie die Universitätsprofessor und Politik-Berater Gaudencio Torquato jetzt  in einer Analyse mit dem Titel „Wir und Afghanistan“ betonte, werden aus politischen und kriminellen Motiven selbst laut den geschönten offiziellen Angaben jährlich rund 40000 Menschen ermordet. </strong></p>
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<p><strong>     Hätte  Deutschland, mit einer etwa halb so großen Bevölkerung, diese Rate, wären es pro Jahr etwa 20000 Getötete. Tatsächlich waren es im Jahr 2000 laut BKA-Angaben nur 1015. </strong></p>
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<p><strong>Torquato zählte zu den Gründen der hohen Opferzahlen, daß die zehntgrößte Wirtschaftsnation anders als Afghanistan zwar sämtliche Hochtechnologie der letzten Generation nutze, die soziale Polarisierung zwischen den Privilegierten und den armen Schichten sich jedoch weiter verschärft habe. Die hohe Gewaltrate habe dazu geführt, daß nachbarschaftliches Zusammenleben immer weniger gepflegt werde, die brasilianische Gesellschaft sich von der menschlichen Solidarität verabschiede. Gängige Reaktion angesichts der täglichen Morde sei leider nur:“Gut, daß es mir nicht passiert ist.“ </strong></p>
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<p><strong>Derartige Verfallsprozesse resultieren laut Torquato aus einer „politisch-institutionellen Kultur“, die sich mit den alltäglichen Skandalen um hohe Volksvertreter und den Fällen von Regierungskorruption weiter degradiere. </strong></p>
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<p><strong>Brasilianischer Menschenrechtsaktivist<br />
“Generation eiskalter Killer“ wächst heran </strong></p>
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<p><strong>Brasilien züchtet nach den Worten des angesehenen Menschenrechtsaktivisten Eduardo Capobianco „eine Generation eiskalter Killer“heran.“Sie töten einen Menschen mit der selben Leichtigkeit, mit der sie eine Coca-Cola trinken“, sagte er im Dezember während der Auszeichnung mit einem Bürgerrechtler-Preis in Sao Paulo. Capobianco, Präsident von zwei regierungsunabhängigen Institutionen, die das organisierte Verbrechen sowie die tiefverwurzelte Korruption in Politik und Wirtschaft bekämpfen, hatte erst Anfang Dezember in der City der 17-Millionen-Stadt ein Attentat überlebt. „Brasilien hat gravierende soziale Ungleichheiten und eine kapitalistische Kultur, die auf dem Konsum basiert, Städte des Konsumismus wie Sao Paulo. Das stimuliert letztlich Gewalt – Armut allein ist dafür nicht verantwortlich zu machen.“ In entwickelten Ländern wie Japan entfalle statistisch pro Jahr ein Mord auf hunderttausend Einwohner – in einer Stadt wie Sao Paulo seien es dagegen gemäß offiziellen Zahlen immerhin fünfzig. Indessen gebe es bereits leichte Fortschritte bei der Verbrechensbekämpfung, die Arbeit seiner beiden Institutionen mißfalle der Gegenseite sehr und habe das Attentat bewirkt. </strong></p>
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<p><strong>Capobianco überlebte den Anschlag nur, weil er eine Mappe mit Büchern vor die Herzgegend hielt, Kugeln darin steckenblieben bzw. nur seine Beine trafen. Weder die Polizei noch er selbst haben einen Hinweis auf die Täter und deren Hintermänner. </strong></p>
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<p><strong>In den letzten drei Monaten kam es in Brasilien zu einer Attentatsserie, bei der mehrere Gewerkschaftsführer, ein progressiver Großstadtbürgermeister sowie Umweltaktivisten getötet wurden, Bombenanschläge forderten glücklicherweise keine Opfer. Eine bislang unbekannte rechtsextreme Organisation schickte Morddrohungen an 37 Bürgermeister der linkssozialdemokratischen Arbeiterpartei PT im Industrie- Teilstaat Sao Paulo, dessen Bruttosozialprodukt das von ganz  Argentinien übertrifft. </strong></p>
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<p><strong>Systematische Folterungen weiter alltäglich – trotz Anti-Folter-Gesetz<br />
Menschenrechtler skeptisch über  offizielle PR-Kampagne </strong></p>
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<p><strong>Der Dreißig-Sekunden-TV-Spot ist gut gemacht, drastisch-realistisch: Ein Mann, halbnackt, blutend, gefesselt, wird von einem Sadisten gequält, mit dem Kopf immer wieder in einen Wassertank getaucht, soll Informationen preisgeben, ein Geständnis ablegen. Ein Dritter sieht die Szene, rennt zum Telefon, wählt die neue Gratis-Nummer von „SOS Tortura“, erstattet anonym Anzeige. Jeder sollte ab sofort genauso handeln, lautet der Appell an die Fernsehzuschauer – „denn Folter ist ein Verbrechen!“ Daß Brasiliens Staatspräsident Fernando Henrique Cardoso, Ehrendoktor der FU Berlin, jetzt auch in Rundfunk und Presse eine solche Medienkampagne starten ließ, einmalig in der Geschichte Brasilien, könnte die Menschenrechtler des In-und Auslands optimistisch stimmen. Doch Skepsis überwiegt. Befürchtet wird, daß Brasilia damit lediglich  auf Imageverbesserung bei den Vereinten Nationen zielt. Deren Experte für Folterfälle, Nigel Rodley, hatte letztes Jahr nach einer Reise durch mehrere Teilstaaten die Zustände als erschreckend und eigentlich unbeschreiblich angeprangert. Nicht anders sieht es Amnesty International, stellte deshalb  in der 17-Millionen-Stadt São Paulo, Lateinamerikas führendem Wirtschaftszentrum, im Oktober kurz vor Kampagnebeginn der brasilianischen Öffentlichkeit den neuesten Bericht über Folter und Mißhandlungen vor. Tatverdächtige, Festgenommene, Untersuchungshäftlinge und Strafgefangene systematisch Torturen zu unterwerfen, auch von völlig Unschuldigen Geständnisse unter Folter zu erpressen, gehört danach weiterhin zur  Alltagsroutine im Apparat der Militär-und Zivilpolizei. Laut Patrick Kopischke, Brasilien-Experte von Amnesty International, hat der starke politische Druck, die überbordende Kriminalität zu bekämpfen, dazu geführt, daß Folter andere Ermittlungsmethoden ersetzt. Allein in São Paulo, wo über eintausend deutsche Unternehmen, von VW bis Daimler-Benz, ansässig sind, werden laut offiziellen Angaben monatlich über 440 Menschen ermordet. Zum üblichen Nachrichtenangebot der  Radio-und TV-Stationen gehören die unaufhörlichen Gefangenenrevolten in den mit fast 100000 Insassen völlig überfüllten Polizeiwachen, Haftanstalten und provisorischen Gefängnissen der Metropole. Pro Monat werden rund eintausend weitere mutmaßliche oder tatsächliche Straftäter in teils fensterlose Zellen gepreßt, wo bereits bis zu 168 Männer auf einem Raum zusammenhocken müssen, der eigentlich nur für höchstens dreißig gedacht war. Wegen der schlechten Luft, der unhygienischen Zustände, des ständigen Fäkaliengeruchs und des damit verbundenen psychischen Drucks sind Aufstände die logische Folge – niedergeschlagen werden sie mit äußerster Brutalität, gibt es fast immer Tote. „Man greift auf Folter und Mißhandlungen zurück, um ein katastrophales Gefängnissystem unter Kontrolle zu halten“, betont deshalb Kopischke, grundlegende Reformen seien nötig, nicht nur kosmetische Verschönerungen. Aktivisten von Amnesty und anderen Menschenrechtsgruppen Brasiliens empört zudem  besonders, daß das auf ihren Druck hin erlassene Anti-Folter-Gesetz von 1997 an den Zuständen kaum etwas änderte, Täter gewöhnlich straffrei ausgehen, selbst aus der Diktaturzeit berüchtigte Folterer weiter im Dienst sind. Gemäß neuen UNO-Angaben verzeichnet der Teilstaat Minas Gerais die meisten bekanntgewordenen Folterfälle, ist die Polizeibrutalität traditionell besonders hoch. Dies gilt als Erbe des Militärregimes(1964-1985), als Fachleute der CIA gemäß Angaben von Zeitzeugen  den Militär-und Zivilpolizisten in Kursen auch Foltertechniken beibrachten. „Heute noch sind es die gleichen“, so der renommierte Menschenrechtsanwalt Antonio Aurelio, „vor allem Elektroschocks, Aufhängen kopfunter an einer Stange, Eintauchen in Wassertanks, Schläge auf beide Ohren, Erstickungsanfälle mittels über den Kopf gestülpten Plastiksäcken“. Im Juni letzten Jahres wurden in einer Polizeiwache São Paulos etwa zweihundert Gefangene, einer nach dem anderen, völlig unbekleidet,  mit Elektroschocks gepeinigt. Bei weiteren Mißhandlungen starb ein Insasse, dreißig weitere erlitten teils schwere Verletzungen. Die beteiligten Polizeikommissare sind weiterhin im Dienst.  Beim Interview  mit dem Polizeichef einer nordostbrasilianischen Stadt fand dieser nichts dabei, den an den landesüblichen Elektroschock-Apparaturen verwendeten Regler sichtbar  auf seinem Schreibtisch liegen zu lassen.</strong></p>
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<p><strong>Über 40000 brasilianische Kinder arbeiten auf stinkenden Müllbergen<br />
Unicef und NGO entwickeln Alternativprojekte </strong></p>
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<p><strong> Im Kriechgang, fast mit Vollgas, arbeitet sich der Müll-LKW in Serpentinen fast bis zur Haldenspitze vor, kippt dort, an der Peripherie der 17-Millionen-Stadt São Paulo, bei 35, 40  Grad Tropenhitze stinkende Abfälle aller Art ab. Auf diesen Moment haben Schwärme von Schmeißfliegen, aber auch Dutzende von Kindern und Jugendlichen nur gewartet. Mit Säcken über der Schulter stürzen sie sich auf  die Ladung, sinken bis zu den Knien ein, wühlen neben schwarzen Aasgeiern nach Essensresten, Glas-und Plastikflaschen, Papier und Getränkebüchsen aus Aluminium. Alles wird getrennt, sortiert, ein Stück entfernt bei  anderen Familienmitgliedern angehäuft, Alu-Büchsen tritt man mit dem Fuß platt. Metallfirmen oder Papier-und Textilfabriken nehmen alles für lächerlich geringe Preise ab – jedes dreckverschmierte, oft von Hautkrankheiten gezeichnete Müll-Kind kommt pro Tag höchstens auf umgerechnet vier, fünf Mark – überlebenswichtig für die Familien an der Slum-Peripherie von Lateinamerikas reichster Stadt und Wirtschaftslokomotive, aber auch von Rio de Janeiro, Salvador da Bahia oder Recife. In ganz Brasilien sind es über vierzigtausend „Crianças do Lixo“, Müll-Kinder – die nie zur Schule gehen, oder es aufgaben, weil man sie lächerlich machte, diskriminierte. Vor ein, zwei Jahren waren es indessen noch über dreizehntausend mehr – bevor das UN-Kinderhilfswerk Unicef  und die regierungsunabhängige Organisation „Agua e Vida“(Wasser und Leben) Projekte starteten, Druck auf den Staat, lokale Behörden ausübten, um diese schändliche Form der Kinderarbeit zu bekämpfen. </strong></p>
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<p><strong>Hautkrankheiten, Cholera </strong></p>
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<p><strong>Daß Minderjährige in einem Land, das zu den zehn größten Wirtschaftsnationen gehört, den ganzen Tag im Müll waten müssen, anstatt zu spielen und zu lernen, nennt Afonso Lima, Unicef-Mitarbeiter in São Paulo, einfach entsetzlich, unmenschlich. Die Regierung hat zudem internationale Konventionen, darunter gegen Kinderarbeit unterzeichnet, die derartiges eigentlich verbieten. „Weil die meisten Kliniken  ihre sämtlichen Abfälle unsortiert und unbehandelt ebenfalls auf die Halde kippen, können sich die Kinder sogar gefährliche Krankheiten holen, finden Spritzennadeln, Chemikalien aller Art.“ Für seine Kollegin Paula Claycomb aus den USA fehlt es auch an politischem Willen. „Die brasilianische Gesellschaft muß endlich verstehen, daß stinkende Abfallhalden nicht der richtige Ort für Kinder sind.“ Dabei wurde bereits eine Menge erreicht: Unicef und die NGO „Agua e Vida“ brachten in geduldiger Überzeugungsarbeit Gouverneure und viele Gemeinden dazu, Mittel für die Gründung von Müll-Recycling-Kooperativen freizugeben, sogar Gebäude bereitzustellen. Der Vorteil: Wiederverwertbares wird bereits an Wohngebäuden, Supermärkten, Bürohäusern aussortiert – und nicht erst,  mit organischen Abfällen verschmutzt, auf der Halde. Resultat: Das Familieneinkommen steigt, die Kinder brauchen nicht mehr mitzuarbeiten, gehen stattdessen zur Schule. Eine geringe staatliche Hilfe von  monatlich umgerechnet über zehn Mark pro Kind wird auch an viele andere verelendete Familien nur gezahlt, wenn sie ihre Kinder kontinuierlich in die Schule schicken. „Und das funktioniert“, bekräftigt die NGO-Koordinatorin Teia Magalhaes in São Paulo. „Nur ist es leider oft so: Wir holen eine Familie aus dem Müll, doch andere treten sofort an deren Stelle – Folge der Misere in Brasilien.“ Da die Cholera im Lande längst nicht ausgerottet ist, man sich gerade auf den riesigen Abfallbergen leicht anstecken kann, verbreitet Teia Magalhaes auch ein entsprechendes Aufklärungs-Video, organisiert zusammen mit Präfekturen Musik-und Tanzkurse, um frühere „Crianças do Lixo“ in der Schule zu halten, an Kultur heranzuführen. </strong></p>
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<p><strong>Banker und Müllsammler </strong></p>
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<p><strong>Auch über  Lateinamerikas Wallstreet, die Banken-Avenida Paulista, zerren täglich ungezählte schwitzende, zerlumpte Catadores do Lixo, Müllsammler, ihre hölzernen Karren, hochbeladen mit Verpackungen und anderem Material. Eigentlich sollten  die Catadores allen Respekt verdienen: Nur ihnen ist es zu verdanken, daß immerhin achtzig Prozent der Aluminium-Getränkebüchsen, siebzig Prozent der Pappe und  dreißig Prozent der Flaschen recycelt werden. Nur hier und da trifft man bereits auf jene Hausmüll-Container wie in Deutschland – ausgerechnet in einem Drittweltland wie Brasilien ist Ressourcenverschwendung weiterhin die Regel. Was vergeudet wird, ob Nahrungsmittel, Strom oder Wasser, hat laut neuesten Studien immerhin einen Wert von jährlich umgerechnet über einhundert Milliarden Mark. Besonders provozierend in einem Land mit ernsten Hungerproblemen: Was São Paulos Supermärkte an Lebensmitteln wegwerfen, reichte wertmäßig bequem aus, um monatlich 600000 Slum-Familien mit Grundnahrungsmitteln zu versorgen. </strong></p>
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<p><strong>Padre Julio Lancelotti kämpft gegen Folter an Kindern und Jugendlichen<br />
Hohes Lebensrisiko, Morddrohungen, tätliche Angriffe<br />
Auch von Unicef wegen Engagements für Kinderrechte ausgezeichnet </strong></p>
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<p><strong>„Erstmals konnten wir jetzt achtzehn Aufseher, sogar drei Direktoren, wegen Folter vor Gericht bringen“, sagt Padre Julio Lancelotti im Büro des von ihm geleiteten „Zentrums zur Verteidigung von Kindern und Jugendlichen“ der Millionenstadt São Paulo. Aber Freude, Zufriedenheit über diesen kleinen Sieg ist ihm nicht anzumerken. Denn auf einen Schlag hat er damit noch mehr erbitterte Feinde unter den Mitarbeitern der gefängnisähnlichen Anstalten für straffällig gewordene Minderjährige(Febem). Von den letzten Attacken hat er sich noch nicht erholt: Als in einer Febem-Einheit wiederum Jugendliche gegen Mißhandlungen, Überfüllung rebellierten, fuhr er sofort hin – eine Gruppe von Febem-Angestellten schlug ihm Zähne aus, trat auf ihn ein, zerbrach die Brille. Militärpolizisten schauten bewußt eine ganze Weile zu, griffen erst spät ein. „Sogar  das Kreuz, das ich um den Hals trug, ein Geschenk aus Osnabrück, wurde mir abgerissen – hier ist die Situation eben längst außer Kontrolle.“ Lancelotti, der auch ein Heim für Aids-infizierte Kinder führt,  erhält regelmäßig Morddrohungen &#8211; andere Pfarrer São Paulos haben ihr Engagement für Menschenrechte bereits mit dem Leben bezahlt – in Brasilien kommt es täglich zu politischen Morden, Attentaten.  Theoretisch können er und seine Anwälte sich auf das Anti-Folter-Gesetz, das Statut zum Schutze der Heranwachsenden berufen. „In Brasilien dominiert aber leider Straflosigkeit, Folterer bleiben gewöhnlich ungeschoren, werden nicht einmal entlassen, sind durch die Autoritäten geschützt.“ </strong></p>
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<p><strong>„Kultur der Folter“ </strong></p>
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<p><strong>Daß die Gesetze nicht funktionieren, erklärt Lancelotti mit für manchen Europäer sicher  überraschenden Gründen:“In diesem Land existiert die Sklavenhalterkultur, auch eine Kultur der Folter weiter – ein Großteil der Brasilianer befürwortet Torturen, die Todesstrafe, die Herabsenkung des Strafmündigkeitsalters auf sechzehn, teils sogar vierzehn Jahre.“ Im Teilstaate São Paulo, dem reichsten ganz Brasiliens, mit weit über eintausend deutschen Unternehmen, sind in den Febem-Anstalten derzeit mehr als viertausend Heranwachsende konzentriert, täglich kommen etwa dreißig hinzu. Wo eigentlich gemäß den Vorschriften nur Platz für sechzig Minderjährige ist, werden in Zellen bis zu vierhundert zusammengepfercht, sind gewöhnlich völlig sich selbst überlassen. „Als letztes Jahr der UNO-Sonderberichterstatter für Folter, Nigel Rodley, hier war, erklärte man ihm allen Ernstes, Jugendliche hätten sich Verletzungen selber beigebracht, im Streit miteinander.“ Der Padre, die eng mit ihm kooperierende Anwältin Francisca de Assis Soares, wissen von solchen Fällen, auch von sexueller Gewalt unter den Jugendlichen. Doch das sind Ausnahmen. Die Struktur dieser Anstalten ziele auf  Unterdrückung, Entwürdigung, Verrohung – „über viele besonders sadistische Folterungen“, so Lancelotti“,  reden wir öffentlich gar nicht mehr, weil es uns ja doch keiner glaubt.“ In einer Febem-Anstalt hatte man allen Ernstes Skinheads angestellt,  wegen ihrer Aggressivität von den Minderjährigen  nur „Pitbulls“ genannt. </strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Sadismus der Aufseher </strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong> Bekommen Lancelotti und sein Team Wind von Mißhandlungen, fahren alle sofort los, um gerichtsverwertbare Beweise zu sammeln, Torturen zu unterbrechen. „In einer Anstalt trafen wir auf über vierzig gefolterte Jugendliche – mit schweren Verletzungen, gebrochenen Armen und Beinen!“ Rebellieren Insassen einer Febem-Einheit, toben sich bei der Niederschlagung Aufseher, herbeigerufene Polizisten sadistisch aus.“Jugendliche mußten tagelang nackt hintereinander aufgereiht und aneinandergepreßt auf dem Boden hocken, das Geschlechtsteil am Gesäß des Vordermanns, durften nur in Plastikflaschen urinieren, die man dann über ihnen ausschüttete. Scharfe Hunde wurden rudelweise zwischen die Insassen gehetzt – wer deshalb aufstand, erhielt sofort Schläge. Und selbst das – Wärter zwingen Jugendliche, auf andere Insassen zu urinieren. Alles Folterpraktiken, tief entwürdigend!“ </strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Aber könnte die Mitte-Rechts-Regierung unter  Staatspräsident Fernando Henrique Cardoso, Bewohner São Paulos, Ehrendoktor der Freien Universität Berlin, diese Zustände nicht ändern? „Brasilien ist nur eine formale Demokratie“, analysiert Lancelotti, „die Politiker in Brasilia leben wie auf einem anderen Planeten, fern der Realität, wollen von diesen Dingen nichts wissen – Zugang zu Präsident Cardoso haben wir nicht.“ Bestenfalls mit Galgenhumor registriert der Padre, welches Prestige Cardoso gerade in Europa, auch in  Deutschland genießt:“Der Präsident führt sich wie ein Prinz auf, erhält überall Doktortitel. Aber wenn man in europäischen Zeitungen oder in der Genfer UN-Menschenrechtskommission über diese Zustände hier spricht – das mag er, seine Regierung, garnicht.“ </strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Lancelotti räumt ein, daß ihn die Menschenrechtsarbeit zugunsten der Minderjährigen Brasiliens streßt, psychisch ermüdet. „Der Haß auf uns ist groß, wir werden verfolgt, lächerlich gemacht, sind nur wenige – und die Folter nimmt zu!“ Mit seiner Wochenkolumne in einer Tageszeitung São Paulos erreicht er wenigstens einen Teil der Öffentlichkeit. Und ein bißchen Mut macht, daß ihn das UN-Kinderhilfswerk Unicef im neuesten Jahresbericht ausdrücklich als Anwalt der Heranwachsenden Brasiliens hervorhebt.</strong></p>
<p>Manche Medien berichten über Brasiliens gravierende Menschenrechtslage &#8211; andere nicht.</p>
<h2>“Die Zensur gibt nie auf.” “The censorship never gives up.” Zensur heute &#8211; auch dank Google relativ leicht zu entdecken. <a title="Beitrag bearbeiten" href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11489">**</a></h2>
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<p>The best of non-profit advertising and marketing for social causes</p>
<p><img src="http://osocio.org/images/zwpx.gif" alt="" /></p>
<h1><a href="http://osocio.org/message/the_censorship_never_gives_up/">The censorship never gives up</a></h1>
<p>Posted by <a title="Show all entries from Marc" href="http://osocio.org/index.php?ACT=19&amp;result_path=search/results&amp;mbr=2">Marc</a> | 12-05-2008 23:21 | Category: <a title="Show all entries in the category Human rights" href="http://osocio.org/category/human_rights/">Human rights</a>, <a title="Show all entries in the category Media" href="http://osocio.org/category/media/">Media</a></p>
<p><a href="http://osocio.org/images/uploads/censura2_thumb.jpg"><img src="http://osocio.org/images/uploads/censura2_thumb.jpg" alt="image" width="468" height="646" /></a></p>
<p>Two ads from Associação Brasileira de imprensa, the Brazilian press organisation.<br />
Copy: “A censura nunca desiste. Ela sempre volta disfarçada. 3 de Maio Dia Mundial da Liberdade de Imprensa.”<br />
“The censorship never gives up. It always return disguised. 3th of May, world day for the freedom of press.”</p>
<p>I have seen more censorship ads from Brazil in the past. What going on? Is censorship a big problem in Brazil?</p>
<p><a href="http://osocio.org/images/uploads/censura1_thumb.jpg"><img src="http://osocio.org/images/uploads/censura1_thumb.jpg" alt="image" width="468" height="646" /></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/09/mentetododiasp.jpg" alt="mentetododiasp.jpg" /><br />
<strong>”Leider sind es nicht mehr so viele, die die ganze Wahrheit wissen wollen. Man biegt sehr schnell ab, um bei seiner Meinung bleiben zu können &#8211; und bei den als angenehm empfundenen Lösungen. Ich habe mir angewöhnt, Leute danach zu beurteilen: Wieviel Wahrheit erträgt jemand?” Deutscher Menschenrechtsbeauftragter Günter Nooke im Website-Interview 2009.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/18/matices-medien-staat-und-gesellschaft-in-lateinamerika-anklicken/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/18/matices-medien-staat-und-gesellschaft-in-lateinamerika-ankli</strong></a></p>
<h2>Brasilien: Renommierte Menschenrechtsaktivisten und Systemkritiker &#8211; Fotoserie. Ativistas de direitos humanos &#8211; Brasil. Kaum Chancen in marktbeherrschenden Medien. <a title="Beitrag bearbeiten" href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=2770">**</a></h2>
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<p>Â <img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/08/fabiokonder-comparato.jpg" alt="fabiokonder-comparato.jpg" /></p>
<p><strong>Fabio Konder Comparato, Rechtsprofessor, USP</strong></p>
<p><strong><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/08/heliobicudogoethe.jpg" alt="heliobicudogoethe.jpg" /></strong></p>
<p><strong>Helio Bicudo, Ex-Präsident der Interamerikanischen Menschenrechtskommission der OAE in Washington</strong></p>
<p><strong><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/08/freibettogut.jpg" alt="freibettogut.jpg" /></strong></p>
<p><strong>Frei Betto, Dominikaner, Befreiungstheologe</strong></p>
<p><strong>Â <img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/08/marlonweichertgoethe2.jpg" alt="marlonweichertgoethe2.jpg" /></strong></p>
<p><strong>Marlon Weichert, Bundesstaatsanwalt in Sao Paulo</strong></p>
<p><strong><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/08/paulosergiopinheiro.JPG" alt="paulosergiopinheiro.JPG" /></strong></p>
<p><strong>Paulo Sergio Pinheiro, UNO-Berater, Mitglied der Interamerikanischen Menschenrechtskommission der OAE</strong></p>
<p><strong><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/08/ivanseixaslacht.JPG" alt="ivanseixaslacht.JPG" /></strong></p>
<p><strong>Ivan Seixas, Präsident der Menschenrechtskommission des Teilstaates Sao Paulo, Leiter des Widerstandsmemorials in Sao Paulo</strong></p>
<p><strong><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/08/waldemarrossitribunal.jpg" alt="waldemarrossitribunal.jpg" /></strong></p>
<p><strong>Waldemar Rossi, früherer politischer Gefangener, Führer der katholischen Arbeiterseelsorge</strong></p>
<p><strong><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/08/pauloarantesusp.jpg" alt="pauloarantesusp.jpg" /></strong></p>
<p><strong>Paulo Arantes, Philosophieprofessor, USP</strong></p>
<p><strong><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/08/marcoantoniobarbosa.jpg" alt="marcoantoniobarbosa.jpg" /></strong></p>
<p><strong>Marco Antonio Barbosa, Präsident der Sonderkommission für ermordete und verschwundene politische Gefangene(SEDH)</strong></p>
<p><strong><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/08/flaviapiovesanpuc.jpg" alt="flaviapiovesanpuc.jpg" /></strong></p>
<p><strong>Flavia Piovesan, Professorin der Katholischen Universität Sao Paulos</strong></p>
<p><strong><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/08/belisariodossantos.jpg" alt="belisariodossantos.jpg" /></strong></p>
<p><strong>Belisario dos Santos, Anwalt</strong></p>
<p><strong><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/09/franciscoprado1.jpg" alt="franciscoprado1.jpg" /></strong></p>
<p><strong>Francisco Prado &#8211; politischer Gefangener während der Diktatur</strong></p>
<p><strong><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/09/juliolancelotti1.jpg" alt="juliolancelotti1.jpg" /></strong></p>
<p><strong>Priester Julio Lancelotti, Sao Paulo</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/09/jaimecrowe2.jpg" alt="jaimecrowe2.jpg" /></p>
<p><strong>Priester Jaime Crowe, Sao Paulo, Jardim Angela.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/07/xavierpaolillo2010.JPG" alt="xavierpaolillo2010.JPG" /></p>
<p><strong>Padre Xavier Paolillo in Vitoria, Espirito Santo.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/03/unogenfbruno3portrat.JPG" alt="unogenfbruno3portrat.JPG" /></p>
<p><strong>Anwalt Bruno Alves de Souza Toledo , Präsident des Menschenrechtsrates im Teilstaat Espirito Santo, vor UNO-Menschenrechtsrat in Genf 2010.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/12/luisbarrosvidal1.JPG" alt="luisbarrosvidal1.JPG" /></p>
<p><strong>Luis Fernando Camargo de Barros Vidal &#8211; Präsident der brasilianischen Richtervereinigung für Demokratie(AJD)</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/09/zildaiokoigut.jpg" alt="zildaiokoigut.jpg" /></p>
<p><strong>Zilda Iokoi, Bundesuniversität Sao Paulo, frühere politische Gefangene.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/10/sandracarvalho.jpg" alt="sandracarvalho.jpg" /></p>
<p><strong>Sandra Carvalho, Justica Global, Rio de Janeiro</strong></p>
<h2><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/08/brasiliens-favela-menschenrechtsaktivisten-eliana-takeko-kanashiro-de-araujo-prasidentin-der-associacao-futuro-melhor-sao-paulo/" rel="bookmark">Brasiliens Favela-Menschenrechtsaktivisten: Eliana Takeko Kanashiro de Araujo, Präsidentin der “Associacao Futuro Melhor”, Sao Paulo.</a></h2>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/elianatakeko1.JPG" alt="elianatakeko1.JPG" /></p>
<p><strong>“Wegen der neuen Stadtautobahn Rodoanel von Sao Paulo werden Favelas geräumt &#8211; viele Leute ziehen notgedrungen hierher &#8211; deswegen wird es in den Hütten immer enger. Obdachlose werden aus dem Zentrum Sao Paulos vertrieben &#8211; auch die kommen hierher. Dieses Elend hier macht mich triste &#8211; denn Brasilien ist doch eigentlich sooo reich! Die Geldmittel sind vorhanden! Niemand müßte eigentlich im Land so hausen wie die Menschen hier!” </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/07/brasiliens-boom-und-die-slumhutten/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/07/brasiliens-boom-und-die-slumhutten/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/23/brasiliens-ungesuhntes-carandiru-massaker-von-1992-angeklagter-polizeioffizier-wird-chef-der-gefurchteten-polizei-sondereinheit-rota/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/23/brasiliens-ungesuhntes-carandiru-massaker-von-1992-angeklagter-polizeioffizier-wird-chef-der-gefurchteten-polizei-sondereinheit-rota/</strong></a></p>
<h2>”Es sind einfach die ökonomischen, die politischen Interessen, die zusammengehören &#8211; da gefährdet man nicht seine Beziehungen, indem man sozusagen den Brasilianern mal den Spiegel vorhält und sagt, ihr habt hier eine schöne Verfassung und schöne Gesetze &#8211; aber warum werden die nicht eingehalten?”</h2>
<p><strong>Deutscher Gefangenenpastor 2011 Wolfgang Lauer in Sao Paulo, im Website-Interview.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/08/brasiliens-favela-kinder/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/08/brasiliens-favela-kinder/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/07/eu-lateinamerika-karibik-stiftung-startet-in-hamburg/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/07/eu-lateinamerika-karibik-stiftung-startet-in-hamburg/</strong></a></p>
<h2><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/10/brasiliens-gefangenenseelsorge-der-deutsche-pastor-wolfgang-lauer/" rel="bookmark">Brasiliens Gefangenenseelsorge &#8211; der deutsche Pastor Wolfgang Lauer.</a></h2>
<p>Samstag, 10. Dezember 2011 von Klaus Hart   <a title="Beitrag bearbeiten" href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11804">**</a></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1624771/"><strong>http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1624771/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/caran6.JPG" alt="caran6.JPG" /></p>
<p><a href="http://brueckenbauer.blogspot.com/2011_05_01_archive.html"><strong>http://brueckenbauer.blogspot.com/2011_05_01_archive.html</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/03/bundesprasident-christian-wulff-dilma-rousseff-und-der-zugige-bau-des-neuen-atomkraftwerks-angra-3-bei-rio-de-janeiro-mit-deutscher-bundesburgschaft/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/03/bundesprasident-christian-wulff-dilma-rousseff-und-der-zugige-bau-des-neuen-atomkraftwerks-angra-3-bei-rio-de-janeiro-mit-deutscher-bundesburgschaft/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/26/die-fakten-widerlegen-das-wir-eine-reprasentative-demokratie-sind-streng-genommen-sind-wir-nicht-einmal-eine-demokratie-joao-ubaldo-ribeiro-bestsellerautor-in-einer-politischen-analyse-am-ta/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/26/die-fakten-widerlegen-das-wir-eine-reprasentative-demokratie-sind-streng-genommen-sind-wir-nicht-einmal-eine-demokratie-joao-ubaldo-ribeiro-bestsellerautor-in-einer-politischen-analyse-am-ta/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/08/lynchjustizistoe.JPG" alt="lynchjustizistoe.JPG" /></p>
<p><strong>Ausriß. Zuschauen, wie jemand in Rio de Janeiro lebendig verbrennt…Könnten Sies?</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/01/brasiliens-absturzende-pressefreiheit-medien-und-kommentatoren-blamieren-sich-weiter-beim-rousseff-besuch-in-kuba-folter-todesschwadronen-slum-diktatur-und-gefanghorror-brasiliens-nicht-einmal-er/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/01/brasiliens-absturzende-pressefreiheit-medien-und-kommentatoren-blamieren-sich-weiter-beim-rousseff-besuch-in-kuba-folter-todesschwadronen-slum-diktatur-und-gefanghorror-brasiliens-nicht-einmal-er/</strong></a></p>
<h2>Offizielle deutsch-brasilianische Beziehungen, der mutige evangelische Gefängnispastor Wolfgang Lauer, gravierende Menschenrechtsverletzungen in Brasilien. <a title="Beitrag bearbeiten" href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11134">**</a></h2>
<p>Tags: , <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-menschenrechtslage/" rel="tag">Brasiliens Menschenrechtslage</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/evangelisch-lutheranische-landeskirche-hannover/" rel="tag">Evangelisch-Lutheranische Landeskirche Hannover</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/pastor-wolfgang-lauer/" rel="tag">Pastor Wolfgang Lauer</a></p>
<h2>”Es sind einfach die ökonomischen, die politischen Interessen, die zusammengehören &#8211; da gefährdet man nicht seine Beziehungen, indem man sozusagen den Brasilianern mal den Spiegel vorhält und sagt, ihr habt hier eine schöne Verfassung und schöne Gesetze &#8211; aber warum werden die nicht eingehalten?”</h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/10/evangelischer-pastor-wolfgang-lauer-gefangenenseelsorger-in-brasilien-ob-die-haftlinge-lutheraner-sind-christen-oder-nicht-ist-fur-mich-total-unwichtig/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/10/evangelischer-pastor-wolfgang-lauer-gefangenenseelsorger-in-brasilien-ob-die-haftlinge-lutheraner-sind-christen-oder-nicht-ist-fur-mich-total-unwichtig/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/caran6.JPG" alt="caran6.JPG" /></p>
<p><strong>“Die Deutschen und die Brasilianer hatten ein gegenseitiges Abkommen zur Auslieferung, Überstellung von verurteilten Gefangenen. Wenn ein Deutscher hier geschnappt und verurteilt wurde, dann hat er einen Teil der Strafe abgesessen &#8211; und das gab es &#8211; konnte dann nach Deutschland gehen und die dort vom deutschen Staat anerkannte Reststrafe absitzen.  Das gibt es aber nicht mehr. Was ich aus gutem Munde hörte &#8211; die Richter in Deutschland haben gesagt, Brasilianer, die in Deutschland verurteilt werden, können wir nicht ausliefern in ein unrechtes Gerichtswesen, Justizwesen &#8211; denn dort werden sie gefoltert, das weiß ja jeder Mensch. Allein schon die menschenunwürdigen Zustände in den brasilianischen Gefängnissen! Bloß &#8211; die deutsche Regierung setzt sich nicht für die eigenen Gefangenen ein &#8211; die schmoren dort, wo die deutschen Richter die Brasilianer nicht schmoren lassen! Das heißt, der deutsche Staat wendet andere Standards an als die deutschen Richter! Das ist interessant!” </strong></p>
<p><strong>Lula und die Doktorhut-Kriterien von Paris:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/27/lula-erhalt-ehrendoktor-in-paris-als-erste-personlichkeit-lateinamerikas-lulas-siebter-ehrendoktorhut/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/27/lula-erhalt-ehrendoktor-in-paris-als-erste-personlichkeit-lateinamerikas-lulas-siebter-ehrendoktorhut/</strong></a></p>
<p><strong>Amnesty Journal 2009:</strong></p>
<p><strong>KOPF UNTER WASSER</strong></p>
<p><strong>Gravierende Menschenrechtsverletzungen offiziell abzustreiten oder zu vertuschen, kommt heutzutage bei der internationalen Gemeinschaft schlecht an. Das weiß auch die brasilianische Regierung und geht deshalb seit langem einen anderen Weg: Mit erstaunlicher, entwaffnender Offenheit wird in- wie ausländischen Kritikern bestätigt, dass sie völlig im Recht seien. Man sehe die Dinge ganz genau so und habe bereits wirksame Schritte, etwa zur Abschaffung der Folter, eingeleitet. Doch auf die Worte folgen meist keine Taten.</strong></p>
<p><strong>Menschenrechtsaktivisten wie der österreichische Pfarrer Günther Zgubic, der die bischöfliche Gefangenenseelsorge in Brasilien leitet, vermissen seit Jahren deutliche Worte von deutscher Seite. Schließlich ist Lateinamerikas größte Demokratie ein wichtiger strategischer Partner von Deutschland, und die Regierung in Berlin spricht gerne von den “gemeinsamen Werten”, die beide Staaten verbinden würden. Mit dem Menschenrechtsbeauftragten der Bundesregierung, Günter Nooke, hat jetzt zum ersten Mal endlich ein hochrangiger deutscher Politiker in der Hauptstadt Brasilia die Probleme offen angesprochen.</strong></p>
<p><strong>Zgubic erinnert immer wieder an die wohlklingenden Versprechungen, die Präsident Luiz Inácio Lula da Silva bei seinem Amtsantritt 2003 verkündet hat: “Er hat öffentlich erklärt, dass er Folter und andere grausame, unmenschliche Praktiken nicht mehr duldet.” Leere Worte aus Brasilia, denn nach Informationen von Zgubic existiert die Folter in allen Varianten, um Geständnisse zu erzwingen: “Es werden Elektroschocks eingesetzt, man presst den Kopf unter Wasser. Auf allen Polizeiwachen Brasiliens werden Häftlinge gefoltert”, meint Zgubic.</strong></p>
<p><strong>Nun sieht er sich überraschend durch Nooke bestätigt. “Stehen Menschenrechtsprobleme wie die unsägliche Folterpraxis beim Staatspräsidenten ganz oben auf der Prioritätenliste? Wieso wird nicht stärker kritisiert, dass die Regierung alle internationalen Verpflichtungen eingeht, ohne sie dann auch konsequent umzusetzen? Wir merken, dass sich Brasilien beim Thema Menschenrechte von Europa entfernt”, erklärte Nooke kürzlich. Brasilien dürfe im Menschenrechtsbereich nicht abdriften.</strong></p>
<p><strong>Doch vielleicht ist dies längst passiert. Paulo Vannuchi, Leiter des Staatssekretariats für Menschenrechte in Brasilia, hatte in der Zeitung “Folha de São Paulo” betont, dass das brasilianische Strafgesetz die ­Todesstrafe zwar nicht vorsehe, dennoch aber täglich außergerichtliche Exekutionen stattfinden würden. Gemeinsame Werte? Pedro Ferreira, Anwalt bei der bischöflichen Gefangenenseelsorge, findet es bedrohlich, dass selbst nach offiziellen Angaben derzeit über 126.000 Häftlinge trotz verbüßter Strafe illegal weiter festgehalten werden.</strong></p>
<p><strong>Ehemalige Gegner der Diktatur (1964 bis 1985) weisen zudem auf die fatalen Folgen der nicht bewältigten Gewaltherrschaft hin. Nicht einmal die Öffnung der Geheimarchive aus der Zeit der Diktatur sei unter Lula veranlasst worden, kritisiert Bundesstaatsanwalt Marlon Weichert aus São Paulo. Die Straflosigkeit inspiriert seiner Meinung nach jene Staatsfunktionäre, die heute im Polizeiapparat und im Gefängnissystem “Folter und Ausrottung” betrieben. Mit leeren Worte kann man an diesen ­Zuständen wohl kaum etwas ändern.</strong></p>
<p><strong>Auswärtiges Amt, Berlin:</strong></p>
<p><strong>“Ziele für die Zusammenarbeit mit</strong></p>
<p><strong>neuen Gestaltungsmächten im Bereich</strong></p>
<p><strong>Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit</strong></p>
<p><strong>Gemeinsam mit den neuen Gestaltungsmachten</strong></p>
<p><strong>streben wir ein klares Bekenntnis zu den</strong></p>
<p><strong>grundlegenden Werten des Rechtsstaates</strong></p>
<p><strong>und dem weltweiten Engagement fur die</strong></p>
<p><strong>Durchsetzung und Achtung der Menschenrechte</strong></p>
<p><strong>an.</strong></p>
<p><strong>Der Richtungspunkt unserer Initiativen</strong></p>
<p><strong>zum standigen Rechtsdialog muss sein, zugleich</strong></p>
<p><strong>das bessere Verstandnis der jeweiligen</strong></p>
<p><strong>Traditionen und der jeweiligen Kulturen</strong></p>
<p><strong>unserer Partner zu fordern. Die effektive</strong></p>
<p><strong>Durchsetzung von rechtsstaatlichen Denkens</strong></p>
<p><strong>und Handelns sowie der Menschenrechte</strong></p>
<p><strong>und einer demokratischen Gesetzgebung</strong></p>
<p><strong>wollen wir gemeinsam fordern.</strong></p>
<p><strong>Wir wollen zusammen ein Justizsystem</strong></p>
<p><strong>fordern, in dem Rechte nicht nur gewahr t</strong></p>
<p><strong>werden, sondern auch durchgesetzt werden</strong></p>
<p><strong>konnen mit einer unabhangigen Justiz, die</strong></p>
<p><strong>die Moglichkeit hat, staatliches Handeln zu</strong></p>
<p><strong>kontrollieren.”</strong></p>
<p><strong>Attentate auf Systemkritiker:<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/10/gestaltungsmacht-brasilien-erneut-systemkritischer-journalist-erschossen-nationale-journalistenvereinigung-protestiert-reporter-ohne-grenzen-zur-pressefreiheit-unter-lula-rousseff-bundesau/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/10/gestaltungsmacht-brasilien-erneut-systemkritischer-journalist-erschossen-nationale-journalistenvereinigung-protestiert-reporter-ohne-grenzen-zur-pressefreiheit-unter-lula-rousseff-bundesau/</a></strong></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/tagfuertag/1698492/"><strong>http://www.dradio.de/dlf/sendungen/tagfuertag/1698492/</strong></a></p>
<h2>Brasiliens (Lateinamerikas?)genialster Karikaturist Angeli, von der größten Qualitätszeitung “Folha de Sao Paulo”, mit einer aktuellen Zeichnung zur “Vergangenheitsbewältigung” &#8211; aus der Serie “Bananenrepublik”. <a title="Beitrag bearbeiten" href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=12608">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/angeli/" rel="tag">Angeli</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-vergangenheitsbewaltigung/" rel="tag">Brasiliens Vergangenheitsbewältigung.</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/folha-de-sao-paulo/" rel="tag">Folha de Sao Paulo</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/03/angelibananenrepublikdiktatur.JPG" alt="angelibananenrepublikdiktatur.JPG" /></p>
<p><strong>Ausriß März 2012.</strong></p>
<p><strong>“Boaventura hat Sehnsucht nach der Diktatur. Felinto betont, daß die Folter nötig war. Olinto meint, daß Einkerkerungen und Tötungen gerechtfertigt waren. Frota sagte, daß man in dieser Zeit gut lebte.”</strong></p>
<p><strong>Übereinstimmungen mit Einschätzungen von damals und heute in Brasilien lebenden Mitteleuropäern sind sicher reiner Zufall.</strong></p>
<h2>Deutsch-brasilianischer Atomvertrag und Ermordung des jüdischen Journalisten Herzog durch die Militärdiktatur 1975 unter General Ernesto Geisel &#8211; Brasiliens größte Qualitätszeitung “Folha de Sao Paulo” erinnert an historische Fakten. Grass-Gedicht und Reaktionen in Brasilien. <a title="Beitrag bearbeiten" href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=12901">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-militardiktatur/" rel="tag">Brasiliens Militärdiktatur</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/deutsch-brasilianischer-atomvertrag/" rel="tag">deutsch-brasilianischer Atomvertrag</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/judischer-journalist-vladimir-herzog/" rel="tag">jüdischer Journalist Vladimir Herzog</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/willy-brandt-und-ernesto-geisel/" rel="tag">Willy Brandt und Ernesto Geisel</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/04/folhaatomherzog5.JPG" alt="folhaatomherzog5.JPG" /></p>
<p><strong>In einer großen Ausstellung in der City Sao Paulos erinnert die Qualitätszeitung an die beiden für das Jahr 1975 bedeutenden historischen Fakten &#8211; die Unterzeichnung des Atomvertrages unter Schmidt-Genscher mit der brasilianischen Militärdiktatur sowie die Folterung und Ermordung des jüdischen Journalisten Herzog durch das Militärregime unter dem deutschstämmigen General Ernesto Geisel. Die Herzog-Familie war aus Jugoslawien vor dem Nazismus nach Brasilien geflüchtet &#8211; die brasilianische Militärdiktatur war laut Historikerbewertung nazistisch-antisemitisch orientiert. </strong></p>
<p><strong>“Juni 1975. Brasilien und Deutschland schließen Abkommen zum Bau von Atomkraftwerken in Angra dos Reis.</strong></p>
<p><strong>1. November 1975. Etwa 8000 Menschen nehmen am Gottesdienst auf dem Sé-Platz zur Erinnerung an den Journalisten Vladimir Herzog teil, ermordet unter der Folter.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/08/brandtgeisel.JPG" alt="brandtgeisel.JPG" /></p>
<p><strong>Diktator Ernesto Geisel, in dessen Amtszeit der jüdische Journalist Herzog gefoltert und ermordet wurde &#8211;  und Willy Brandt, Ausriß.   <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/16/helmut-schmidt-und-lula-lulas-sonderbeziehungen-zu-deutschland/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/16/helmut-schmidt-und-lula-lulas-sonderbeziehungen-zu-deutschland/</a></strong></p>
<p><strong>“Die Zeit” 1974 über den General der Folter-Diktatur, Ernesto Geisel:</strong> <strong>“In Brasilien ist am Freitag voriger Woche der 65jährige Ernesto Geisel als brasilianischer Präsident vereidigt worden. Die Zeremonie fand unter strengen Sicherheitsmaßnahmen statt: die Kontrolleure verweigerten sogar dem neuen Industrieminister, einem aus Japan stammendem Brasilianer, wegen seines „fremden” Aussehens den Zutritt. Ehrengäste waren die drei Staats- bzw. Regierungschefs Pinochet (Chile), Banzer (Bolivien) und Bordaberry (Uruguay). Die Vereinigten Staaten wurden durch Patricia Nixon und den stellvertretenden Leiter des CIA vertreten.”</strong></p>
<p><strong>Treffen Nixon &#8211; Brandt in Florida 1971, laut US-Dokumenten &#8211; die Frage des Verhältnisses zur Militärdiktatur der Foltergeneräle:</strong></p>
<p><strong>“President Nixon asked for the Chancellor’s view on Brazil.</strong></p>
<p><strong>Chancellor Brandt stated that Germany has some trade and investment there, especially in the Sao Paolo area. He noted that political relations are good.”</strong></p>
<p><strong>Nixon über Militärdiktator General Ernesto Geisel :</strong> <strong>“On the other hand, the Brazilian leader<a title="fnref9" href="http://history.state.gov/historicaldocuments/frus1969-76v40/d336#fn9" name="fnref9"><sup>9</sup></a> has been good for Brazil and we continue to maintain that if he takes no foreign policy actions against us, then what he does is acceptable.”</strong></p>
<p><strong>Wer war Herzog?</strong> <a href="http://educacao.uol.com.br/biografias/vladimir-herzog.jhtm"><strong>http://educacao.uol.com.br/biografias/vladimir-herzog.jhtm</strong></a></p>
<p><strong>Nach Folter und Mord an dem jüdischen Journalisten Herzog rief der deutschstämmige Kardinal Paulo Evaristo Arns in Sao Paulo zu einer ökumenischen Trauerfeier in die Kathedrale, zelebrierte mit zwei Rabbinern die Messe,die mit etwa 8000 Teilnehmern zu einem Symbol des Protestes gegen die Folter-Diktatur wurde. Nach der Beerdigung von Herzog auf dem jüdischen Friedhof von Butantá streikten etwa 30000 von 35000 Studenten der Bundesuniversität USP von Sao Paulo &#8211; Herzog war dort Professor. </strong></p>
<p><strong>Auffällig, daß außer Brandts Äußerung,  die politischen Beziehungen  zur Militärdiktatur unter General Ernesto Geisel seien gut, zumindest im Internet keinerlei Brandt-Bewertung der Diktaturverbrechen zu finden ist. </strong></p>
<p><a href="http://womblog.de/die-brasilianische-bombe"><strong>http://womblog.de/die-brasilianische-bombe</strong></a></p>
<p><strong>Die Diktatur begann mit dem Militärputsch von 1964 &#8211; 1969 schloß Bonn mit dem Militärregime laut Jahreschronik ein Kulturabkommen.  </strong></p>
<p><a href="http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html"><strong>http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/03/bundesprasident-christian-wulff-dilma-rousseff-und-der-zugige-bau-des-neuen-atomkraftwerks-angra-3-bei-rio-de-janeiro-mit-deutscher-bundesburgschaft/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/03/bundesprasident-christian-wulff-dilma-rousseff-und-der-zugige-bau-des-neuen-atomkraftwerks-angra-3-bei-rio-de-janeiro-mit-deutscher-bundesburgschaft/</strong></a></p>
<p><strong>In den Archiven des Weltkirchenrates in Genf lagern Dokumente der brasilianischen Kirche, die laut Brasiliens Medien für das Diktaturjahr 1970 von “Bürgerkrieg” und etwa 12000 politischen Gefangenen sprechen. Die Diktatur erlaubte dem Internationalen Roten Kreuz nicht den Zugang zu den Gefängnissen, Diktator Medici erklärte, es gebe keine politischen Gefangenen in Brasilien. 1971 wurde ein Appell an die UNO wegen der gravierenden Menschenrechtsverletzungen gerichtet. In den Dokumenten des Weltkirchenrates werden die sadistischen Foltertechniken detailliert beschrieben, Folter werde als politische Waffe angewendet. Die Zahl der Folterzentren wird mit 242 angegeben, weibliche Gefangene seien häufig vergewaltigt worden. Zu den Taktiken gehörte, Oppositionelle in Gegenwart ihrer Ehepartner, teils sogar ihrer Kinder zu foltern.  </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/25/brasilien-rund-3500-arbeiter-errichten-das-neue-atomkraftwerk-angra-3-bei-rio-de-janeiro-laut-nationalen-wirtschaftsmedien-nuklearteile-aus-deutschland-doppelseitige-regierungspropaganda-fur-angra/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/25/brasilien-rund-3500-arbeiter-errichten-das-neue-atomkraftwerk-angra-3-bei-rio-de-janeiro-laut-nationalen-wirtschaftsmedien-nuklearteile-aus-deutschland-doppelseitige-regierungspropaganda-fur-angra/</strong></a></p>
<p><strong>Grass-Gedicht:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/13/grass-gedicht-und-kritische-reaktion-in-brasilien-sein-fuhrer-in-der-jugend-adolf-hitler-hatte-es-nicht-besser-gesagt-groste-qualitatszeitung-folha-de-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/13/grass-gedicht-und-kritische-reaktion-in-brasilien-sein-fuhrer-in-der-jugend-adolf-hitler-hatte-es-nicht-besser-gesagt-groste-qualitatszeitung-folha-de-sao-paulo/</strong></a></p>
<h1>Strategische Partnerschaft</h1>
<p><strong> Zwischen Deutschland und Brasilien besteht eine strategische Partnerschaft. Der 2008 beim Besuch von Bundeskanzlerin Merkel mit Präsident Lula in Brasília vereinbarte Aktionsplan verfolgt das Ziel, die bi- und multilaterale Zusammenarbeit beider Länder zu intensivieren. Die deutsch-brasilianischen Beziehungen basieren auf gemeinsamen Werten und übereinstimmenden Auffassungen bei einer Vielzahl von internationalen Themen und gehen weit über den wirtschaftlichen Bereich hinaus.</strong> (Auswärtiges Amt)</p>
<p><strong>Brasiliens katholische Kirche im Widerstand gegen die Militärdiktatur-</strong></p>
<p><strong> viele Geistliche gefoltert und ermordet &#8211;  sexuelle Gewalt sogar gegen Ordensschwestern</strong></p>
<p><strong>Massenvergewaltigungen, Sadismus jeder Art</strong></p>
<p><strong>Nationale Wahrheitskommission enthüllt bisher verschwiegenen Repressions-Horror</strong></p>
<p><strong>Oppositionelle Geistliche werden totgefoltert, Regimegegnerinnen, darunter Ordensschwestern, auf perverseste Weise sexuell mißbraucht, immer wieder vergewaltigt. Jene, die jetzt vor der Wahrheitskommission aussagen, haben sichtlich das vor mehreren Jahrzehnten Erlittene psychisch und körperlich keineswegs verkraftet.</strong></p>
<p><strong>Im Vergleich zu Chile oder Argentinien war Brasiliens Militärregime direkt harmlos, lauten indessen auch in Europa gängige Urteile, begründet mit bemerkenswert niedrigen amtlichen Opferzahlen: Gerade mal 376 Menschen seien in den 21 Jahren der Generalsherrschaft durch Diktaturangehörige getötet worden – im benachbarten Argentinien dagegen zwischen 11000 und 30000.  Brasiliens katholische Menschenrechtsaktivisten, die Folter und Verfolgung überlebten, haben die offiziellen Zahlen stets als absurd niedrig eingestuft &#8211; und als pervers geschönt. Das Militärregime, so der mehrere Jahre eingekerkerte Dominikaner Frei Betto, Brasiliens wichtigster Befreiungstheologe, sei schließlich nazistisch-antisemitisch gewesen – und entsprechend vorgegangen.</strong></p>
<p><strong>Während in Argentinien, dem Land des neuen Papstes, die Vergangenheitsbewältigung zügig vorankommt, mehrere Tausend hohe Diktaturoffiziere abgeurteilt werden, ein Teil bereits hinter Gittern sitzt, wußten Brasiliens politisch einflußreiche Militärs derartiges bisher zu verhindern. Erst jetzt, und eigentlich viel zu spät, kann eine Nationale Wahrheitskommission gegen den Druck des starken rechtsextremen Lagers wenigstens ermitteln, wird fast sofort fündig, rückt sicher auch bei europäischen Christen mancherlei Klischeevorstellungen über Brasilien zurecht: Bereits im Putschjahr 1964 über 50000 Verhaftete, systematisches „Verschwindenlassen“ von Regimegegnern.</strong></p>
<p><strong>In Amazonien verliert ein einziger Indianerstamm durch die Repression mindestens 2000 Angehörige – Hinweis darauf, wie kräftig  jene amtlichen Opferzahlen nach oben „korrigiert“ werden dürften. Da der Wahrheitskommission auch katholische Regimegegner angehören, werden  oberflächliche Fehlurteile fallen, die Kirche sei damals, etwa verglichen mit Argentinien,  recht glimpflich davongekommen.</strong></p>
<p><strong> „Sie haben unsern Padre Henrique gefoltert und ermordet, gleich darauf einen katholischen Studentenführer erschossen“, schildert Ordensschwester Maria Zelina Leite  den Diktatur-Terror damals in ihrer Heimatstadt, dem nordöstlichen Recife. „Erzbischof Dom Helder Camara, eine der Symbolfiguren des Widerstands, führte den Trauerzug von über 10000 zur Beerdigung von Padre Henrique an. Soldaten sprangen von Militär-LKW, prügelten auf uns ein. Doch Dom Helder Camara war regelrecht genial, wußte ein Blutbad und Verhaftungen zu verhindern, instruierte auf dem Friedhof die Regimegegner, den am Eingang lauernden Soldaten nicht ins offene Messer zu laufen.“</strong></p>
<p><strong>Vor dem Bischofssitz stehen rund um die Uhr Schergen der Foltergenerale, sollen all jene einschüchtern, die es wagen, Dom Helder Camara und seine Mitarbeiter der Kurie aufzusuchen. „Er appelliert damals an die Militärs: Verhaftet mich, aber laßt meine Priester in Ruhe! Wegen des vorhersehbaren Welt-Echos kerkern sie den Erzbischof nicht ein – halten sich an die Geistlichen.“</strong></p>
<p><strong>Aber ging das denn so leicht? Ivone Gebara, Ordensschwester, Mitglied der Wahrheitskommission: „Man erklärte regimekritische Padres einfach zu Kommunisten – oppositionelle Ordensschwestern zu Kommunistinnen. Auch die Katholische Arbeiterjugend JOC und die katholische Studentenbewegung JEC  waren  im Widerstand – wurden verfolgt.“ Klassisch ist ein Ausspruch von Dom Helder Camara aus dieser Zeit:  ”Wenn ich den Armen zu essen gebe, nennt man mich einen Heiligen. Doch wenn ich frage, warum sie arm sind, nennt man mich einen Kommunisten”.  Der Erzbischof überlebt  mehrere Attentate, sein Sekretär, der Priester Antonio Pereira Neto, wird ermordet.</strong></p>
<p><strong>Ivone Gebara und Maria Zeline Leite aus Recife werden Anfang 2013 auf einer Anhörung im Parlament des Teilstaats Sao Paulo noch einmal sehr schmerzhaft an ein besonders finsteres Diktatur-Kapitel, das perverse Foltern von Frauen, erinnert. Neben Paulo Sergio Pinheiro, Leiter der Wahrheitskommission und angesehener UNO-Sonderberichterstatter für Menschenrechtsfragen, spricht Maria Amélia de Alkmeida Teles: „Vor meinen Augen haben sie einen Widerstandskämpfer ermordet &#8211; meinen Mann ins Koma gefoltert. Sie haben meine schwangere Schwester verhaftet und gefoltert. Ich war mehrfach Opfer sexueller Gewalt. Wir weiblichen Regimegegner wurden ja stets nackt verhört. Ich erlitt Elektroschocks, wie die anderen auch, an den Geschlechtsteilen. Meine kleinen Kinder mußten zusehen. Ich war voller Urin, voller Kot. Mein kleiner Sohn fragte: Warum bist du am ganzen Körper blau, warum ist der Vater jetzt grün? Er war im Koma. Ja, mein ganzer Körper war blau von den vielen Hämatomen.“</strong></p>
<p><strong>Auch die Widerstandskämpferin Marise Egger schilderte gegenüber der Wahrheitskommission die erlittene sexuelle Gewalt. „Die Elektroschocks ließen mein Brustgewebe absterben, sodaß ich später meine Tochter nicht mehr stillen konnte.” Laut Marise Eggers wird auch heute noch in Brasiliens Polizeiwachen mit sexueller Gewalt gefoltert.</strong></p>
<p><strong>Fotos auf Flugblättern machen zur Diktaturzeit die Runde, die populäre Padres mit Ordensschwestern nackt in Stundenhotel-Betten zeigen. Was war da passiert? Um die katholische Opposition zu diskreditieren, werden engagierte Priester von der Geheimpolizei entführt und unter Drogen gesetzt,  mit Ordensschwestern unbekleidet fotografiert.</strong></p>
<p><strong>1976 trifft es sogar den als „Roten“ beschimpften Bischof Adriano Hipolito bei Rio de Janeiro.  Zunächst will man ihn zwingen, Zuckerrohrschnaps zu trinken – wohl um dann  einen total betrunkenen Bischof ablichten zu können. Doch Hipolito wehrt sich erfolgreich, wird geschlagen, völlig entkleidet, komplett mit roter Farbe beschmiert und in den Staub einer abgelegenen Straße geworfen.  Das Regime druckt und verbreitet gefälschte Diözesezeitungen, die enorme Konfusion in den kirchlichen Bewegungen bewirken – Bischof Hipolito bleibt nichts anderes übrig, als  das Blatt einzustellen. In die Kathedrale werden immer wieder Bomben geworfen, die sogar das Allerheiligste zerstören.</strong></p>
<p><strong> Weit abgelegen in Amazonien, will die Diktatur gar einen Bischof ermorden: Neofeudal herrschende Großgrundbesitzer, deren mittelalterliche Sklaverei  bringen den Katalanier Pedro Casaldáliga derart auf, daß er mit gesunder Radikalität für christliche Werte, die Menschenrechte ficht. Während der 21 Diktaturjahre wird er von seinen Beschattern unter dem Codewort „Palito eletrico“, verrückt-elektrisierter Zahnstocher, geführt. Treffend gewählt. Denn Casaldáliga ist dünn, energiegeladen, hochaktiv. Rasch wird er wie Dom Helder Camara zu einem Symbol des Widerstands, bestgehaßt von den Machteliten. In Sao Felix de Araguaia schildert er auf der schlichten Holzbank vor der „Bischofsresidenz“, einer kleinen Kate an einem Schlammweg, das bedrückendste Diktatur-Erlebnis:“Als ich 1976 mit Priester Joao Bosco Burnier in einer Polizeiwache gegen die schon von weitem zu hörende sadistische Folterung zweier Frauen protestiere, halten Militärpolizisten ihn, und nicht mich, für das seit Wochen eingekreiste Opfer.“ Denn Padre Burnier wirkt weit mehr als der sportlich-quirlige Casaldáliga wie ein Bischof. „Erst schlagen sie ihm mit dem Gewehrkolben auf den Kopf, dann fallen Schüssen, ein Dum-Dum-Geschoß durchschlägt seine Stirn – Burnier fällt neben mir zu Boden, stirbt kurz darauf.“</strong></p>
<p><strong>Weil Diktatursoldateska sein Häuschen umstellt, lebt er dort häufig wie ein Gefangener. Kein anderer Geistlicher Brasiliens hat wohl so viele Extremsituationen erlebt – die daraus resultierende Radikalität wird  selbst in Rom gelegentlich mißverstanden. „Ich diskutierte dort sogar mit Kardinal Ratzinger“, sagt er schmunzelnd..</strong></p>
<p><strong>In der südlichen Megacity Sao Paulo bringt 1980 der Besuch von Papst Johannes Paul dem Zweiten die Foltermilitärs in arge Schwierigkeiten.  Alarmiert vom dortigen deutschstämmigen Stadt-Erzbischof Paulo Evaristo Arns ebenso wie von Casaldáliga, will sich der Papst vor Ort informieren, trifft sich mit den Arbeitern der Industriebetriebe im überfüllten Morumbi-Fußballstadion. An seiner Seite, zum Ärger des Repressionsapparats ausgerechnet der populäre Regimegegner Waldemar Rossi als Sprecher der Fabrikarbeiter. „Da mich die Geheimpolizei nicht ins Stadion lassen will, gibt mir Arns seine Bischofs-Sondererlaubnis, mit der ich doch noch hineinschlüpfen kann.“ Rossi hatte zuvor barbarische Folterungen überlebt:“Sie haben mich wie bei Hitler die SS mit der Papageienschaukel-Methode traktiert, den Kopf nach unten, an einer Eisenstange aufgehängt, dazu Schläge, stundenlang Elektroschocks. Als der Erzbischof davon erfährt, schaltet er den Vatikan ein, macht Druck, holt mich und andere Eingesperrte heraus, besucht uns vorher sogar in der Zelle.“ „Dom Paulo“ gründet  mitten in der Diktaturzeit Brasiliens erste katholische Kommission für Gerechtigkeit und Frieden, bringt später das weltweit Aufsehen erregende Buch „Brasil – nunca mais“ über die Diktaturverbrechen heraus. Todesschwadronen ermorden damals Ungezählte vor allem in den Elendsvierteln der Großstädte, politische Gefangene werden den Haien lebendig zum Fraß vorgeworfen oder über Amazonien aus Helikoptern gestoßen. In Stücke gehackt, verscharrt man Diktaturgegner selbst an Traumstränden Rio de Janeiros. Die Diktatur erlaubt dem Internationalen Roten Kreuz nicht den Zugang zu den Gefängnissen. Doch Diktator Medici erklärt, es gebe keine politischen Gefangenen. Laut Weltkirchenrat existieren mindestens 242 Folterzentren, gehöre zu den Taktiken, Oppositionelle in Gegenwart ihrer Ehepartner, teils sogar ihrer Kinder zu foltern.</strong></p>
<p><strong>1975 ermorden die Militärs in Sao Paulo den jüdischen Journalisten Vladimir Herzog, stellen es offiziell als Selbstmord hin.<br />
Arns ruft in Sao Paulo zu einer ökumenischen Trauerfeier in die Kathedrale, zelebriert  mit Erzbischof Dom Helder Camara und zwei Rabbinern die Messe, die mit etwa 8000 Teilnehmern zu einem Fanal des Protestes gegen die Folter-Diktatur wird.</strong></p>
<p><strong>Ganz seinem Temperament entsprechend, dringt der Erzbischof bis in Generalstab und Kasernen vor, stellt hohe Offiziere heftig  zur Rede.</strong></p>
<p><strong> In Rio de Janeiro dagegen hat der höchste katholische Würdenträger Eugenio Sales den Beinamen „Kardinal der Diktatur“, gilt als unterwürfiger Generals-Kollaborateur, Schande für die ganze Kirche.</strong></p>
<p><strong> Erst über ein Jahrzehnt nach Regimeende müssen sich auch viele linke Widerständler unter dem Druck der Fakten korrigieren.  Als Bischof in seiner Nordostheimat wird Sales ebenfalls als „Roter“ beschimpft, weil er weitreichende Sozialprogramme startet, beim Gründen von Gewerkschaften hilft. Wertkonservativ und eher zurückhaltend im Auftreten, agiert Kardinal Sales in den Diktaturjahren anders als Arns diskret, aber hocheffizient, hält sich Gesprächskanäle zu den Diktatoren offen. In Rio de Janeiro organisiert er Asyl für mindestens 5000 Verfolgte der Diktaturen in Chile, Argentinien und Uruguay, mietet für sie auf Diözesekosten sogar Wohnungen an, baut mit der Caritas ein Hilfenetz auf. Überliefert ist ein Sales-Telefongespräch mit dem Diktaturgeneral Silvio Frota: „Wenn Sie die amtliche Mitteilung erhalten, daß im Bischofspalast Kommunisten untergebracht seien, ich Kommunisten schütze, sollen Sie wissen, daß dies wahr ist – ich bin dafür verantwortlich. Und Punkt. Wiederhören.“</strong></p>
<p><strong>Sales, stellt sich später heraus, erreicht die Freilassung von „Subversiven“, besucht die politischen Gefangenen der Hochsicherheitsgefängnisse, wird zu deren Sprecher und Vermittler. „Der war konservativ, aber integer“, lauten Urteile über den inzwischen verstorbenen Kardinal. Die Vorwürfe sind verstummt.</strong></p>
<p><strong>Ob die Wahrheitskommission vollen Erfolg hat? Schon klagt sie an, daß die geheimen Archive der Streitkräfte weiter unzugänglich bleiben &#8211;  „mitten in der Demokratie“…</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/01/09/brasilien-weltweite-verurteilung-brasilianische-landesmedien-stellen-scharfe-kritik-von-uno-organisation-amerikanischer-staaten-und-menschenrechts-ngo-wie-amnesty-international-am-strategischen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2014/01/09/brasilien-weltweite-verurteilung-brasilianische-landesmedien-stellen-scharfe-kritik-von-uno-organisation-amerikanischer-staaten-und-menschenrechts-ngo-wie-amnesty-international-am-strategischen/</a></p>
<p><strong>&#8222;Erbe der Militärdiktatur&#8220;: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/01/09/brasilien-vor-der-fusball-wm-paulo-sergio-pinheiro-leiter-der-uno-syrien-kommission-zu-den-grauenhaften-menschenrechtsverletzungen-in-brasilianischen-haftanstalten-erbe-der-militardiktatur/">http://www.hart-brasilientexte.de/2014/01/09/brasilien-vor-der-fusball-wm-paulo-sergio-pinheiro-leiter-der-uno-syrien-kommission-zu-den-grauenhaften-menschenrechtsverletzungen-in-brasilianischen-haftanstalten-erbe-der-militardiktatur/</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Brasilia wird 50 &#8211; und das Massaker an Bauarbeitern? Stalin-Fan Oscar Niemeyer. &#8222;Stalin war phantastisch.&#8220; Niemeyer-Bauten in Sao Paulo &#8211; Fotos. Chris Dercon. Wie Niemeyer mit der Folter-Diktatur zusammenarbeitete&#8230;&#8220;Während der Militärdiktatur (1964-1985) wurde Niemeyer verfolgt und mit einem Arbeitsverbot belegt.&#8220;(deutscher Medientext) Wahlhilfe für Diktaturaktivist. Helmut Schmidt und Oscar Niemeyer&#8230;</title>
		<link>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/11/brasilia-50-und-das-massaker-an-bauarbeitern/</link>
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		<pubDate>Wed, 11 Nov 2009 12:26:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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		<category><![CDATA[Brasilia 50]]></category>
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		<description><![CDATA[http://veja.abril.com.br/especiais/brasilia/index.html Das Massaker, in Mitteleuropa gewöhnlich verschwiegen &#8211; ebenso wie die grauenhaften, inhumanen Arbeitsbedingungen bei der Hauptstadt-Errichtung. http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/14/art-das-kunstmagazin-uber-oscar-niemeyer-das-leben-ist-ein-hauch/ Hintergrund: http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/11/67/ “Schönheit und Fäulnis”. Neue Zürcher Zeitung/NZZ – Klaus Hart:https://www.nzz.ch/schoenheit_und_faeulnis-1.700750 Das Buch und der Film &#8211; nur zu oft in Europa beim Thema &#8222;Brasilia&#8220; verschwiegen. Deutsche Filmkritiker kehren das Massaker, die grauenhaften Arbeitsbedingungen beim Bau Brasilias [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://veja.abril.com.br/especiais/brasilia/index.html">http://veja.abril.com.br/especiais/brasilia/index.html</a></p>
<p><strong>Das Massaker, in Mitteleuropa gewöhnlich verschwiegen &#8211; ebenso wie die grauenhaften, inhumanen Arbeitsbedingungen bei der Hauptstadt-Errichtung.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/14/art-das-kunstmagazin-uber-oscar-niemeyer-das-leben-ist-ein-hauch/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/14/art-das-kunstmagazin-uber-oscar-niemeyer-das-leben-ist-ein-hauch/</a></p>
<p><strong>Hintergrund:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/11/67/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/11/67/</a></p>
<p><strong>“Schönheit und Fäulnis”. Neue Zürcher Zeitung/NZZ – Klaus Hart:</strong><a href="https://www.nzz.ch/schoenheit_und_faeulnis-1.700750">https://www.nzz.ch/schoenheit_und_faeulnis-1.700750</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/11/vladimircarvalhobuch.jpg" alt="vladimircarvalhobuch.jpg" /></p>
<p><strong>Das Buch und der Film &#8211; nur zu oft in Europa beim Thema &#8222;Brasilia&#8220; verschwiegen. Deutsche Filmkritiker kehren das Massaker, die grauenhaften Arbeitsbedingungen beim Bau Brasilias gewöhnlich unter den Tisch &#8211; brasilianische Kritiker dagegen erinnern ihr Publikum ausdrücklich daran. Unterschiedliche Ethik, Interessenlagen? </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/21/brasilia-50-eine-postkartenansicht-umzingelt-von-misere-brasiliens-qualitatszeitung-o-estado-de-sao-paulo/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/21/brasilia-50-eine-postkartenansicht-umzingelt-von-misere-brasiliens-qualitatszeitung-o-estado-de-sao-paulo/</a></p>
<p><strong>Niemeyer und das Blutbad von Brasilia</strong></p>
<p><strong>In bestimmten europäischen Medien, in Feuilletonredaktionen, Verlagen und PR-Agenturen herrscht seit Jahrzehnten panische Angst vor diesem Thema, jeder kleinste Hinweis wird unterdrückt. Indessen existieren die Fakten: Der vielfach preisgekrönte brasilianische Dokumentarfilmer Vladimir Carvalho hörte von einem Blutbad, gar einem Massaker an protestierenden Bauarbeitern Brasilias im Jahre 1959, und holte zahlreiche Zeitzeugen vor die Kamera. Für den – das erste Mal auf dem Brasilia-Filmfestival von 1990 gezeigten – Streifen erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, sogar von der brasilianischen Bischofskonferenz CNBB und von der Kritikerassoziation São Paulos. In einem langen Exklusivinterview äußerte sich Carvalho zu den Vorgängen und Hintergründen bei der Errichtung Brasilias. Einer, der die Bauarbeiten beaufsichtigte, war Oscar Niemeyer. Es wird gern und häufig jene Heldensage, jener regelrechte Mythos um die Errichtung der brasilianischen Hauptstadt verbreitet, nach dem der große Architekt Niemeyer immer nahe bei seinen geliebten Arbeitern gewesen sei, im Staub der Savanne. Alle hätten an einem Strang gezogen und gemeinsam das gigantische Werk vollbracht, das schon bald darauf zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde. Aber es existieren auch dem widersprechende Darstellungen, darunter Carvalhos Dokumentarfilm “Conterraneos Velhos de Guerra” und ein Exklusivinterview mit einem der Bauarbeiter. »Der Bauplatz von Brasilia war damals ein Wilder Westen«, sagt Carvalho, »alles mußte schnell gehen, die Fristen waren kurz. Entsprechend wurden die Arbeiter behandelt. Wie berichtet wird, gab es sogar verdorbenes Essen. Und während eines Karnevals verstieg sich die Bauleitung dazu, das Wasser im Bauarbeiterlager abzustellen, um zu verhindern, daß sich die Arbeiter waschen konnten, um danach in Nachbarstädten des Teilstaates Goias Karneval zu feiern. Eines Tages war das Essen wieder verdorben – das brachte das Faß zum Überlaufen. Die Arbeiter verloren die Geduld, warfen die Teller mit dem Essen aus dem Fenster, aus Protest. Da rief man die Bauplatzpolizei, die Guarda Especial de Brasilia, die sollte eingreifen. Die Arbeiter wehrten sich nach Kräften, schafften es sogar, die Bauplatzpolizei zurückzutreiben. Der Tag verging – doch nachts, als alle im Bauarbeitercamp schliefen, kam die Polizei erneut und feuerte mit Maschinenpistolen in das Lager. In Brasilien sagt man, das Volk übertreibe, aber erfinde nichts – O povo aumenta, mas nao inventa. Das Volk könnte also die Vorfälle übertrieben geschildert haben – es hat aber nichts erfunden, sondern ging von einem konkreten Fall aus. So könnte man die Zahl der Ermordeten zu hoch angegeben haben. Im Film sagt einer dreißig Tote, ein anderer sechzig, wieder ein anderer 120, einer sogar etwa fünfhundert. Ich habe im Dokumentarfilm Positionen von Personen aneinandergereiht, die damals dabei waren, oder die Vorfälle mitbekommen hatten. Ich kann nichts beweisen. Der Film ist lediglich ein Wort gegen alle, die heute behaupten, es habe kein Blutbad gegeben – und die in der Regel mit der damaligen Administration liiert waren und den damaligen Staatspräsidenten Juscelino Kubitschek loben. Es handelte sich damals um eine Repressalie gegen revoltierende Arbeiter. In Brasilia kann man noch heute Ältere, darunter Taxifahrer von damals, treffen, die davon berichten und deutlich sagen: Ja, es gab diese Toten! Nur eine einzige Zeitung, O Binomio aus Belo Horizonte, die in Opposition zur Kubitschek-Regierung stand, wagte über eine Revolte von Bauarbeitern zu berichten, die gewaltsam unterdrückt worden sei und daß es offenbar Tote gegeben habe. Wegen dieser Toten, wegen des ganzen Falles wurde übrigens Brasiliens erste Bauarbeitergewerkschaft gegründet. Es gab damals viele Unfälle. Viele Bauarbeiter fielen von den Gerüsten, Tote wurden rasch beseitigt, damit die Lebenden nicht die Lust verloren, und der Bau in hohem Tempo fortgesetzt werden konnte. Zeugen sagten: Die Bauarbeiter konnten nur wenige Stunden schlafen, sich nur wenig ausruhen, sie sollten den Bau ja beenden. Die Arbeiter waren schlichtweg fix und fertig, deshalb kam es zu diesen Unfällen. Weil man eben die Sicherheitsbestimmungen stark gelockerte hatte.« Vladimir Carvalho befragte für den Dokumentarfilm auch Oscar Niemeyer: »Ich ging zu ihm, weil ich dachte, er kenne die ganze Geschichte, könne alles bezeugen, könne bestätigen, was die anderen mir sagten. So wie eine einfache Wäscherin: Am Tage des Massakers wollte sie den Arbeitern die gewaschenen Sachen ins Lager bringen, doch man ließ sie nicht hinein. Sie hob die Sachen ein ganzes Jahr lang auf – und als sie erfuhr, was da im Lager passiert war, verschenkte sie die Sachen der Bauarbeiter an andere Leute. Doch Oscar Niemeyer verneinte, daß das Blutbad geschehen sei, er sagte: Davon weiß ich nichts, davon habe ich noch nie etwas gehört. Er war ein großer Freund von Juscelino Kubitschek. Auch über die Arbeitsunfälle wollte Niemeyer nicht reden. Und heute will gleich gar keiner von den Leuten oben über die Vorfälle sprechen. Niemeyer wird jetzt hundert Jahre alt, niemand will ihn verärgern. Für dessen Biographie ist der Fall nicht gut.« Carvalho befragte für den Film auch den Architekten Lucio Costa, der mit Niemeyer in Brasilia zusammenarbeitete. »Als ich Costa auf den Fall ansprach, sagte er mir: Was willst du denn, das war der Bau einer Stadt, kein Duett tanzender Kavaliere.« Laut Carvalho wurde zwar eine Untersuchung zu den Vorgängen gestartet, doch seien, wie es heiße, die Unterlagen verbrannt. Laut der Aussagen eines Zeitzeugens im Film wurden die ermordeten Bauarbeiter dort verscharrt, wo heute in Brasilia der Fernsehturm steht. Einige hätten noch gelebt, als die Planierraupe die Erde über sie schob. 1997 wurde in Brasilien das Buch “Conterraneos Velhos de Guerra” herausgegeben, das das gesamte Drehbuch sowie die Kritike rstimmen über den Dokumentarfilm enthält. Es steht allen zur Verfügung, die über Niemeyer und Brasilia schreiben sowie Ausstellungen und PR organisieren.</strong></p>
<p><strong>Brasilia-Bauarbeiter Wagner M. , 2007 bei Sao Paulo  auf das Blutbad angesprochen, erinnert sich im Website-Exklusivinterview sofort: „Ja, das ist damals tatsächlich passiert.”</strong></p>
<p><strong>Es heißt, bei Protesten, etwa gegen verdorbenes Essen, seien Hunderte von der Bauplatzpolizei erschossen worden? „Das gab es immer wieder, ich habe das gesehen, ich war Zeuge. Es war diese Bauplatzpolizei, die gemordet hat. Doch man konnte sie nicht anzeigen, alle hatten Angst vor ihr. Es gab Repression. Und wer gar etwas gesehen hatte und darüber offen redete &#8211;  solche Zeugen wurden liquidiert. So war das damals in Brasilia.”</strong></p>
<p><a href="http://das-blaettchen.de/projektierte-apartheid/">http://das-blaettchen.de/projektierte-apartheid/</a></p>
<p><strong>Die Gysi-LINKE und Oscar Niemeyer:</strong><a href="https://www.die-linke.de/disput/disput-archiv/detail/news/der-poet-des-beton/">https://www.die-linke.de/disput/disput-archiv/detail/news/der-poet-des-beton/</a></p>
<h2 class="beitrags-titel">Gregor Gysi 70:<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2018/01/14/gregor-gysi-70/">http://www.hart-brasilientexte.de/2018/01/14/gregor-gysi-70/</a></h2>
<p><strong>Brasiliens heutiger Staatspräsident Luis Inacio Lula da Silva hatte bereits als Gewerkschaftsführer im Jahre 1979 klargestellt, wie er zu Hitler steht. In einem Interview sagte Lula damals: “Hitler irrte zwar, hatte aber etwas, das ich an einem Manne bewundere – dieses Feuer, sich einzubringen, um etwas zu erreichen. Was ich bewundere, ist die Bereitschaft, die Kraft, die Hingabe.”</strong></p>
<p>—</p>
<p>-<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2018/01/LulaLINKE17.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-106594" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2018/01/LulaLINKE17-1024x816.jpg" alt="LulaLINKE17" width="1024" height="816" /></a></p>
<p>Ausriß. “Wir sind alle Lula”.</p>
<div class="csc-header csc-header-n23"><strong><span class="csc-header-date datum">14. JULI 2017</span></strong></p>
<h1><strong>„Lula Resiste! – Lula, halte durch!“: Solidarität mit Lula!/LINKE-Presseerklärung 2017</strong></h1>
<p class="subheader subheader-0"><strong>Vor wenigen Tagen wurde der in Brasilien noch immer sehr populäre Ex-Präsident Luiz Inácio „Lula“ da Silca wegen vermeintlicher passiver Korruption zu neuneinhalb Jahren Haft verurteilt – von einem dem großbürgerlichen Block willfährigen Richter</strong></p>
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<dl class="csc-textpic-image csc-textpic-firstcol csc-textpic-lastcol image-num-0">
<dt><strong>Katja Kipping, Bernd Riexinger (Parteivorsitzende der LINKEN) und Heinz Bierbaum (Vorsitzender der Internationalen Kommission der Partei DIE LINKE) erklären dazu:</strong></dt>
</dl>
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<p class="bodytext"><strong>„Wir sind bestürzt über die Verurteilung des brasilianischen Ex-Präsidenten Lula wegen angeblicher Korruption. Die Anklage wirkt konstruiert und politisch motiviert, die mehr als dürftige Beweislage stützt sich auf Kronzeugenaussagen. Erneut scheint die Justiz für politische Zwecke instrumentalisiert zu werden. Lulas Partei, die Partei der Arbeiter (Partido dos Trabalhadores – PT), sieht darin einen Anschlag auf die Demokratie und die Verfassung. Bereits im letzten Jahr wurde Dilma Rousseff durch einen parlamentarischen Putsch ihres Amtes enthoben. Nun entsteht der Eindruck, dass Lula, der die Umfragen zu den nächsten Präsidentschaftswahlen im Jahr 2018 anführt, mit einem fadenscheinigen Urteil aus dem Verkehr gezogen werden soll. Mit der PT hoffen wir darauf, dass in den nächsten Instanzen die Gerechtigkeit zum Zuge kommt. Unsere Solidarität gehört der PT und Luiz Inácio Lula da Silva.“</strong></p>
</div>
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<p class="ts-intro"><strong>Chris Dercon wird Intendant der Berliner Volksbühne?</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2015/04/23/berliner-volksbuehne-chris-dercon-wird-intendant-illustrierte-der-spiegel-chris-dercon-ueber-oscar-niemeyer-eine-unglaublich-sinnliche-architektur/#more-33926">http://www.hart-brasilientexte.de/2015/04/23/berliner-volksbuehne-chris-dercon-wird-intendant-illustrierte-der-spiegel-chris-dercon-ueber-oscar-niemeyer-eine-unglaublich-sinnliche-architektur/#more-33926</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/11/LulaHelmutSchmidtHH.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-51890" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/11/LulaHelmutSchmidtHH.jpg" alt="LulaHelmutSchmidtHH" width="776" height="768" /></a></p>
<p><strong>Ausriß. Lula bei Schmidt in Hamburg.</strong></p>
<p><strong>“Ich glaube, ihr seid auf einem fabelhaft gutem Wege.” Schmidt zu Lula 2009…</strong></p>
<p><strong>Schmidt:”Ich kenne Oscar Niemeyer – und ich habe einen großen Respekt vor ihm…Ich war einer, der dafür gesorgt hat, daß er den japanischen kaiserlichen Kunstpreis für Architektur bekommen hat. So habe ich Oscar Niemeyer in Tokio kennengelernt.”(Extrem stark beschnittenes Gespräch Schmidt-Lula auf youtube)</strong></p>
<p><strong>&#8222;Ist Brasilia unmenschlich?&#8220; DIE ZEIT 1967, Helmut Schmidt/SPD ist noch nicht Mitherausgeber, steuert noch nicht die Inhalte:</strong><a href="http://www.zeit.de/1967/50/ist-brasilia-unmenschlich/komplettansicht?print=true">http://www.zeit.de/1967/50/ist-brasilia-unmenschlich/komplettansicht?print=true</a></p>
<p><strong>Henry Kissinger spricht auf Trauerfeier für Helmut Schmidt in Hamburg:<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2015/11/17/henry-kissinger-haelt-rede-auf-staatsakt-fuer-helmut-schmidtspd-am-23-11-2015-in-hamburg-kissinger-und-schmidt-viele-gemeinsame-wertvorstellungen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2015/11/17/henry-kissinger-haelt-rede-auf-staatsakt-fuer-helmut-schmidtspd-am-23-11-2015-in-hamburg-kissinger-und-schmidt-viele-gemeinsame-wertvorstellungen/</a></strong></p>
<p><strong>DIE ZEIT und der Tod des Mitherausgebers Helmut Schmidt/SPD 2015 – was alles in den Nachrufen fehlt:<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2015/11/12/die-zeit-und-der-tod-des-mitherausgebers-helmut-schmidtspd-2015-was-alles-in-den-zeit-nachrufen-fehlt/">http://www.hart-brasilientexte.de/2015/11/12/die-zeit-und-der-tod-des-mitherausgebers-helmut-schmidtspd-2015-was-alles-in-den-zeit-nachrufen-fehlt/</a></strong></p>
<p><strong>Kuriose Mythenbildung um Schmidt und Lula:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2015/11/11/helmut-schmidt-2015-gestorben-mainstream-verbreitet-falschmeldungen-kuriose-mythen-schmidt-hatte-angeblich-den-damaligen-gewerkschaftsfuehrer-lula-begehrt-bei-unternehmern-als-verhandlungs-und-g/">http://www.hart-brasilientexte.de/2015/11/11/helmut-schmidt-2015-gestorben-mainstream-verbreitet-falschmeldungen-kuriose-mythen-schmidt-hatte-angeblich-den-damaligen-gewerkschaftsfuehrer-lula-begehrt-bei-unternehmern-als-verhandlungs-und-g/</a></p>
<p><strong>Kreuz und Gedenkstein am Ort des Massakers:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/16/kreuz-und-gedenkstein-am-ort-des-massakers-an-bauarbeitern-brasilias-oscar-niemeyer-der-die-errichtung-brasilias-leitete-sagt-im-dokumentarfilm-von-dem-blutbad-nie-etwas-gehort-zu-haben/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/16/kreuz-und-gedenkstein-am-ort-des-massakers-an-bauarbeitern-brasilias-oscar-niemeyer-der-die-errichtung-brasilias-leitete-sagt-im-dokumentarfilm-von-dem-blutbad-nie-etwas-gehort-zu-haben/</a></p>
<p><strong>Stalin und Niemeyer: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/14/stalin-und-oscar-niemeyer-die-erfindung-niemeyers-brasiliens-nachrichtenmagazin-veja-uber-den-umgang-des-in-europa-bejubelten-stararchitekten-mit-historischen-fakten/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/14/stalin-und-oscar-niemeyer-die-erfindung-niemeyers-brasiliens-nachrichtenmagazin-veja-uber-den-umgang-des-in-europa-bejubelten-stararchitekten-mit-historischen-fakten/</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/01/niemeyerdokfilmcarvalho.jpg" alt="niemeyerdokfilmcarvalho.jpg" /></p>
<p><strong>Niemeyer-Szene im Dokfilm von Carvalho: &#8222;Niemeyer &#8211; der Bau von Brasilia und die Revolte der Arbeiter&#8220;.</strong></p>
<p><strong>&#8222;Stalin war phantastisch&#8220;: <a href="http://diariodonordeste.globo.com/materia.asp?codigo=494208">http://diariodonordeste.globo.com/materia.asp?codigo=494208</a></strong></p>
<p><strong>Wahlhilfe für Diktaturaktivist: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/10/kommunist-oscar-niemeyer-macht-wahlwerbung-fur-den-oligarchie-rechten-marco-macieldem-maciel-ist-intelligent-und-uberaus-ehrlich-wie-brasiliens-politik-funktioniert-stalin-war-phantasti/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/10/kommunist-oscar-niemeyer-macht-wahlwerbung-fur-den-oligarchie-rechten-marco-macieldem-maciel-ist-intelligent-und-uberaus-ehrlich-wie-brasiliens-politik-funktioniert-stalin-war-phantasti/</a></strong></p>
<p><strong>Chris Dercon, Direktor des Hauses der Kunst in München:&#8220;Aber immerhin erreicht er mit seiner Ideologie unglaublich sinnliche Architektur.&#8220;</strong></p>
<h2 class="beitrags-titel">Die soziokulturelle Dekadenz der deutschen Hauptstadt Berlin – Belgier Chris Dercon, komplett ungeeignet, wird zum Volksbühnen-Intendanten gemacht – und kapituliert vorhersehbar bereits im April 2018.</h2>
<p><strong>Niemeyers Bauten für die Militärdiktatur: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/13/wie-oscar-niemeyer-mit-der-brasilianischen-militardiktatur-zusammenarbeitete-die-liste-aller-projekte-in-den-jahren-des-folterregimes-von-1964-bis-1985/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/13/wie-oscar-niemeyer-mit-der-brasilianischen-militardiktatur-zusammenarbeitete-die-liste-aller-projekte-in-den-jahren-des-folterregimes-von-1964-bis-1985/</a></strong></p>
<p><strong>Willy Brandt und sein Diktatur-Amtskollege José Magalhaes Pinto:  </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/11/19/brasiliens-folter-diktatur1964-1985-mit-wem-bundesausenminister-willy-brandt-damals-bilaterale-vertrage-unterzeichnet-das-massaker-an-stahlarbeitern-unter-gouverneur-jose-magalhaes-pinto/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/11/19/brasiliens-folter-diktatur1964-1985-mit-wem-bundesausenminister-willy-brandt-damals-bilaterale-vertrage-unterzeichnet-das-massaker-an-stahlarbeitern-unter-gouverneur-jose-magalhaes-pinto/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/11/staatsarchitekt-oscar-niemeyer-und-sein-kritiker-joaquim-guedes/#more-52">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/11/staatsarchitekt-oscar-niemeyer-und-sein-kritiker-joaquim-guedes/#more-52</a></p>
<p><strong>Brasilia 50 &#8211; TV-Bericht:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/26/brasilia-monument-der-moderne-wird-50-tv-bericht-auf-youtube/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/26/brasilia-monument-der-moderne-wird-50-tv-bericht-auf-youtube/</a></p>
<p><strong>Film &#8222;Oscar Niemeyer &#8211; Das Leben ist ein Hauch&#8220;:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/14/oscar-niemeyer-das-leben-ist-ein-hauch-pr-film-nun-auch-in-den-deutschsprachigen-kinos-was-alles-fehlt/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/14/oscar-niemeyer-das-leben-ist-ein-hauch-pr-film-nun-auch-in-den-deutschsprachigen-kinos-was-alles-fehlt/</a></p>
<p><strong>Brasilia wird 50:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/13/brasilia-wird-am-21-april-50-aufwendige-reparatur-und-restauration-von-pfuschbauten-prasidentenpalast-und-kathedrale-werden-nicht-bis-zum-jubilaum-fertig-lula-amtiert-weiter-in-bank-kulturzentru/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/13/brasilia-wird-am-21-april-50-aufwendige-reparatur-und-restauration-von-pfuschbauten-prasidentenpalast-und-kathedrale-werden-nicht-bis-zum-jubilaum-fertig-lula-amtiert-weiter-in-bank-kulturzentru/</a></p>
<p><strong>Niemeyer-Bauten in Sao Paulo:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/31/oscar-niemeyer-gebaude-in-sao-paulo-california-eiffel-montreal-copan/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/31/oscar-niemeyer-gebaude-in-sao-paulo-california-eiffel-montreal-copan/</a></p>
<p><strong>Deutschlandfunk: &#8222;Der Betonmythos bröckelt &#8211; Oscar Niemeyer&#8220;</strong> <strong>- <a href="http://www.podcast.de/episode/1467036/Der_Betonmythos_br%C3%B6ckelt_-_Oscar_Niemeyer">http://www.podcast.de/episode/1467036/Der_Betonmythos_br%C3%B6ckelt_-_Oscar_Niemeyer</a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/18/the-massacre-of-pacheco-fernandes-us-anthropologe-james-holston-uber-das-massaker-an-bauarbeitern-von-brasilia-in-the-modernist-city-1989-369-seiten-the-worst-food-riot/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/18/the-massacre-of-pacheco-fernandes-us-anthropologe-james-holston-uber-das-massaker-an-bauarbeitern-von-brasilia-in-the-modernist-city-1989-369-seiten-the-worst-food-riot/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/07/29/groser-brasilianischer-architekt-joaquim-guedes-wichtigster-kritiker-von-oscar-niemeyer-tot-in-sao-paulo-von-stadtjeeplenker-uberrollt-der-fahrerflucht-beging/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/07/29/groser-brasilianischer-architekt-joaquim-guedes-wichtigster-kritiker-von-oscar-niemeyer-tot-in-sao-paulo-von-stadtjeeplenker-uberrollt-der-fahrerflucht-beging/</a></p>
<p><strong>Stalin und Oscar Niemeyer:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/20/brasiliens-stararchitekt-oscar-niemeyer-liebt-weiter-stalin-buch-von-simon-sebag-montefiore-rehabilitiert-stalin-viele-brasilianer-greifen-sich-an-den-kopf/#more-1671">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/20/brasiliens-stararchitekt-oscar-niemeyer-liebt-weiter-stalin-buch-von-simon-sebag-montefiore-rehabilitiert-stalin-viele-brasilianer-greifen-sich-an-den-kopf/#more-1671</a></p>
<p><strong>New York Times über Oscar Niemeyer: &#8222;Outro exemplo de um aspecto da cultura brasileira elogiado muito mais do que ele provavelmente merece é a obra do arquiteto Oscar Niemeyer. Sei que isso pode soar chocante, porque há um consenso quase universal aqui no Brasil de que Niemeyer é um génio. (&#8230;) Deixando de lado a poli­tica stalinista de Niemeyer, que é execravel, há uma contradiçáo fundamental e irreconciliavel entre o que ele professa e a obra que ele produziu. Ele afirma querer uma sociedade baseada em principios igualitarios, mas sua arquitetura, para usar a linguagem do mundo da computaçáo, náo é user-friendly. Ao contrario: ela é profundamente elitista e mesmo egoista, concentrada principalmente em fazer declaraçoees grandiosas e eloqüentes por si mesmas, para satisfaçáo de Niemeyer e seus admiradores, mesmo que cause desconforto ou inconveniencia ao usuario&#8220;.</strong></p>
<p><strong>Architekt Joaquim Guedes, bestinformierter Niemeyer-Kritiker:”In der Menscheitsgeschichte gab es keinen anderen Architekten, für den der Staat soviel nationale und internationale Reklame organisierte wie für Niemeyer &#8211;  denn Niemeyer machte ja auch kräftig Reklame für den Staat. Über Niemeyer wurde nur verbreitet, was dieser selber hören wollte. Er arbeitete für das Militärregime, obwohl er es gleichzeitig kritisierte. Gerade während der Militärdiktatur von 1964 bis 1985 realisierte Niemeyer viele Projekte. Ich bin traurig &#8211;  mit dieser formalistischen Prestigearchitektur, die nichts taugt, aber furchtbar teuer ist, hat Niemeyer meiner Architektengeneration objektiv sehr geschadet. Doch leider leben wir heute in einer Zeit, in der die Erscheinung, die Fassade, das Spektakel, die Propaganda so ungemein wichtig genommen werden. ”</strong></p>
<p>Brasiliens Staatsarchitekt Oscar Niemeyer:</p>
<p><strong>Die Kurven-Idee hat er vom Barock, nicht von den Frauen</strong> (2007)</p>
<p>Selbst zum hundertsten Geburtstag wiederholt Niemeyer die seit Jahrzehnten immergleichen Klischee-Phrasen, amüsieren sich in diesen Tagen brasilianische Kulturkritiker. Niemeyer weiß, daß der Spruch, wonach seine Inspiration die Formen, die sinnlichen Kurven schöner Frauen seien, gerade im Ausland, selbst bei weiblichen Autoren, am meisten ankommt. Daniel Piza, wichtigster Feuilleton-Kritiker der Qualitätszeitung &#8222;O Estado de Sao Paulo&#8220;, erinnert ein weiteres Mal daran, daß Niemeyers PR-Idee mit den Frauen-Kurven natürlich Unsinn ist. &#8222;Niemeyer inspirierte sich ausschließlich am Barock und dessen geschwungenen Linien, an den kurvigen Barockbauten des Teilstaates Minas Gerais und an Brasiliens berühmtestem Barock-Architekten Aleijadinho.&#8220; Doch in einer Zeit, in der man zu banalen Vereinfachungen neigt, werde es nur zu oft so hingestellt, als seien die Rundungen, Wölbungen, geschwungenen Linien in der Architektur geradezu Niemeyers Erfindung, dessen Markenzeichen. &#8222;Ich gebe hier einen Hinweis. Niemeyer mag es, sich als den Pionier des Gebrauchs von Kurven, Bögen hinzustellen und erklärt, er sei es gewesen, der Le Corbusier angeregt habe, diese zu verwenden &#8211; was der Schweizer Architekt dann so brillant an der Kapelle von Ronchamps umgesetzt habe. Doch die Kurven waren keine Neuheit in der Architektur &#8211; beginnend mit Aleijadinho und seiner Kirche des Heiligen Franziskus in Ouro Preto&#8230;&#8220;</p>
<p>Daniel Piza vom &#8222;O Estado de Sao Paulo&#8220; ist natürlich aufgefallen, daß im In-und Ausland die jetzigen Würdigungen zum hundertsten Geburtstag Niemeyers in Bezug auf Lob und Hudel oft nahezu deckungsgleich sind. &#8222;Niemeyer e a unanimidade&#8220; (Niemeyer und die Einstimmigkeit) überschreibt Piza deshalb seine vielgelesene Kolumne &#8211; und erinnert damit hintergründig gleichzeitig an einen populären Ausspruch des großen brasilianischen Theatermachers Nelson Rodrigues: Toda unanimidade è burra &#8211; Alle Einstimmigkeit ist blödsinnig, dumm. Von solcher, so Piza, könne indessen, was Oscar Niemeyer betrifft, keine Rede sein, selbst wenn manche es so interpretierten. Der &#8222;Stararchitekt&#8220; ernte reichlich ätzende Kritik. In Brasilien sei ein gängiger Vorwurf, daß Niemeyer-Bauten nicht funktionierten. Häufig beeindruckten diese am meisten, wenn man sie aus der Ferne, in günstigem Panorama betrachte. Daß Niemeyer große, öde, leblose Plätze aus Beton schaffe, werde von ausländischen Essayisten wie Kenneth Frampton und Marshall Berman auf seine stalinistische Ideologie zurückgeführt. Fehlende Belüftung und Beleuchtung, schlechte Raumverteilung zählt Piza ebenfalls zu den großen Mankos der Niemeyer-Architektur, welche zwischen genialen Momenten und beklagenswerten Fehlleistungen oszilliere.</p>
<p>Der Kulturkritiker analysiert ähnlich wie der Architekt und Uni-Professor Joaquim Guedes, der angesichts des überbordenden Personenkults zum hundertsten Geburtstag Niemeyers einige Dinge klarstellt. Guedes zählt ebenso wie Niemeyer zu den Größen der brasilianischen Architektur, bekam viele Preise, realisierte hunderte Projekte. Andreas Hempel, Präsident des Internationalen Architekturkongresses von 2002 in Berlin, holt Guedes nicht zufällig ins wissenschaftliche Komitee des Expertentreffens. &#8222;Niemeyers Diskurs paßt weder zu seinen professionellen Kontrakten aus einer inakzeptablen offiziellen Marktreserve &#8211; seit Juscelino Kubitschek, von 1960 &#8211; noch zu seiner Architektur, der eine echte soziale Funktion fehlt&#8220;, betont Guedes. Der Hundertjährige habe in den letzten Monaten mehrere Staatsaufträge erhalten, darunter die Restaurierung des Präsidentenpalasts von Brasilia &#8211; was ihm, seinen Angehörigen, seinem Team Millionenhonorare einbringen werde. &#8222;Alles ohne Ausschreibung&#8220;, betont Guedes, &#8222;Niemeyer hat seine garantierte Marktreserve, braucht sich um Ausschreibungen, gar Mitbewerber nicht zu scheren.&#8220; Derartige Staatsprojekte dienten Politikern und deren Anhang dazu, sich schamlos zu bereichern, stets sei viel Betrug im Spiel. &#8222;Ich habe keinerlei Möglichkeiten, all dies öffentlich zu machen &#8211; viele Intellektuelle Brasiliens schweigen über Niemeyer.&#8220;</p>
<p>Während der Militärdiktatur war Guedes im französischen Exil, lehrte als Professor an der Universität von Strasbourg Architektur. &#8222;Brasilianische Intellektuelle gaben in Frankreich die Parole aus, wer hierzulande Niemeyer kritisiere, sei für das Militärregime. Man wollte auch von mir, daß ich den Mund halte und in meinen Uni-Vorlesungen nicht sage, was ich über Niemeyer denke. Ich antwortete diesen Figuren, ich werde mir meine intellektuelle Freiheit von euch nicht rauben lassen, werde mich diesem Druck, all diesen Pressionen nicht beugen.&#8220; Guedes erinnert heute an Kurioses: &#8222;Oscar Niemeyer erhielt die höchsten, jemals an einen Architekten gezahlten Honorare just während der Militärdiktatur, weil ja vieles in der Hauptstadt Brasilia erst nach dem Putsch von 1964 fertiggestellt wurde. Für mich ist Niemeyer kein echter Architekt, weil er keine Ahnung vom Menschen, von der menschlichen Persönlichkeit hat.&#8220;</p>
<p>Unterdessen wird vereinzelt an Niemeyersche Fehlleistungen erinnert, darunter an die Probleme mit den halbhohen, nicht bis zur Decke hochgezogenen Wänden in über 500 öffentlichen Schulen Rio de Janeiros. Oder an fehlende Funktionalität in Regierungsgebäuden Brasilias, wo weder ein günstiger Lichteinfall noch eine ordentliche Belüftung bedacht wurden: &#8222;Wenn die Air Condition ausfällt, müssen die Staatsangestellten wegen der extremen Hitze und des Fehlens von Fenstern, die für Ventilation sorgen, nach Hause geschickt werden.&#8220; Die Kulturkritikerin Lisandra Paraguassu hat sich in diesen Tagen solche Bauten Brasilias angesehen: &#8222;In Brasilia, das für seine besondere Helligkeit und ein mildes Klima bekannt ist, sind die Nutzer eines Großteils der Niemeyer-Gebäude dazu gezwungen, den ganzen Tag mit Klimaanlage und künstlicher Beleuchtung zu verbringen.&#8220; Das betreffe immerhin den Nationalkongreß, die Bundesanwaltschaft, das neue Museum der Republik sowie einen Teil des Außenministeriums.</p>
<p>Sylvia Ficher, Professorin für Architektur und Urbanismus an der Bundesuniversität von Brasilia: &#8222;Ich halte das für tragisch, gegen die Umwelt und eine sinnvolle Energienutzung gerichtet.&#8220; Die Expertin erinnert daran, daß Brasilia-Architekt Lucio Costa ursprünglich vorhatte, kulturelle Gebäude Brasilias mit einem Wäldchen zu umgeben, damit die Leute dort Schatten suchen könnten, um nicht auf nacktem Beton heißer Tropensonne ausgesetzt zu sein. &#8222;Niemeyer hat das gar nicht gefallen. Er dachte, das Wäldchen würde seine Gebäude verdecken.&#8220; All diese Fehlkonstruktionen seien sehr triste. Der bekannte brasilianische Umweltexperte Fabio Feldmann aus Sao Paulo erklärte während seiner Zeit als Kongreßabgeordneter über Brasilias Niemeyer-Bauten: &#8222;Hier sieht man überall, daß die Architektur von Oscar Niemeyer nicht funktional ist, schlecht in Bezug auf Komfort und inadequat in Bezug auf Belüftung und Beleuchtung. Seine Gebäude sind wunderbar für jenen, der sie von außen betrachtet, doch unbewohnbar, unangenehm, wenn man darin arbeiten, leben soll.&#8220;</p>
<p>Schlecht nur für Menschen? Ein Blick in etwas Fachliteratur, beispielsweise aus Europa, hätte Niemeyer davor warnen müssen, ein Gebäude wie Brasiliens Bundesanwaltschaft in der jetzigen Form zu entwerfen. Jeder einigermaßen ökologisch gebildete Schüler Mitteleuropas hätte Niemeyer gesagt, daß sein Entwurf die reinste Vogelfalle ist. Kurz nach der Einweihung im August 2002 fand man täglich getötete, stark verletzte Vögel direkt unter der kurvigen, wie ein Spiegel funktionierenden Total-Glasfassade, andere verendeten weiter entfernt. Unter den Opfern viele streng geschützte Arten, wie seltene Kolibris. Niemeyers naturfeindliches Werk sorgte für soviel Unruhe und Diskussion, daß schließlich eine Expertengruppe der Universität Brasilias gerufen wurde. In Europa, so hiesige Qualitätsmedien, pflanze man vor derartige Fassaden im Interesse des Naturschutzes hohe Bäume oder realisiere andere Lösungen gegen Vogelschlag. Miguel Marini, Leiter der Expertenstudie: &#8222;Die Leute von Architektur und Bau pflegen sich um mögliche Umweltschäden nicht zu kümmern. Die schauen nur auf die Ästhetik. Es fehlt einfach Verantwortungsbewußtsein bei der Planung.&#8220;</p>
<p>Ist die offizielle Liste der Werke Niemeyers komplett &#8211; oder fehlt da gewöhnlich einiges? Die über 500 Betonmonster-Schulen Rio de Janeiros werden häufig unterschlagen. Und wie die brasilianische Kunsthistorikerin Daniela Viana Leal herausfand, fehlen auch zahlreiche Kommerzbauten in und um Sao Paulo, weil diese im Widerspruch zu Niemeyers Diskurs über dessen eigene Architektur stünden. Laut Diana Viana Leal unterhielt Niemeyer in Sao Paulo ein Architekturbüro, dessen Existenz er heute abstreite. Die Kunsthistorikerin mußte daher nach dem Dementi Niemeyers mühselig und aufwendig alte Zeitungs-und Anzeigenarchive durchsuchen, um mehr über die sogenannte &#8222;fase renegada&#8220; des Architekten zu erfahren.</p>
<p>Architekturprofessor Paulo Bruna von der Bundesuniversität Sao Paulo charakterisiert mehrere lokale Bauten Niemeyers schlichtweg als &#8222;Fiasko, schlechte Projekte.&#8220;</p>
<p><strong>Niemeyers Memorial da Amerika Latina, Fotoserie: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/07/oscar-niemeyer-memorial-da-america-latina-in-sao-paulo-architekturkritik-von-joaquim-guedes-fotoserie/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/07/oscar-niemeyer-memorial-da-america-latina-in-sao-paulo-architekturkritik-von-joaquim-guedes-fotoserie/</a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/17/krieg-auf-dem-morro-dos-macacos-von-rio-de-janeiro-youtube-anklicken-bope-im-einsatz/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/17/krieg-auf-dem-morro-dos-macacos-von-rio</a></p>
<p>-de-janeiro-youtube-anklicken-bope-im-einsatz/</p>
<p><span id="more-3516"></span></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/12/torturasemfimcapa.jpg" alt="torturasemfimcapa.jpg" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/18/folter-unter-lula-in-diesem-land-wird-taglich-gefoltert-ich-bin-es-mude-auf-soviel-folter-achtzugeben-jose-de-jesus-filho-bischofliche-gefangnispastoral-brasiliens/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/18/folter-unter-lula-in-diesem-land-wird-taglich-gefoltert-ich-bin-es-mude-auf-soviel-folter-achtzugeben-jose-de-jesus-filho-bischofliche-gefangnispastoral-brasiliens/</a></p>
<p>Â <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/14/art-das-kunstmagazin-uber-oscar-niemeyer-das-leben-ist-ein-hauch/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/14/art-das-kunstmagazin-uber-oscar-niemeyer-das-leben-ist-ein-hauch/</a></p>
<p><strong>ThyssenKrupp und Niemeyer:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/20/thyssenkrupp-in-rio-de-janeiro-neffe-von-architekt-oscar-niemeyer-entwarf-verwaltungsgebaude-laut-presseberichten-projekt-hat-den-segen-von-oskar-niemeyer/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/20/thyssenkrupp-in-rio-de-janeiro-neffe-von-architekt-oscar-niemeyer-entwarf-verwaltungsgebaude-laut-presseberichten-projekt-hat-den-segen-von-oskar-niemeyer/</a></p>
<p><strong>Führende brasilianische Menschenrechtsaktivisten wie der UNO-Berater Paulo Sergio Pinheiro betonen, daß es nicht zur politischen Traditionen Brasiliens gehört, historische Wahrheiten klarzustellen:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/14/lula-regierung-verwassert-unter-druck-der-militars-das-dekret-uber-vergangenheitsbewaltigung-neues-dekret-ist-gravierendste-tat-der-lula-regierung-betont-folha-de-sao-paulo-diktaturgegner-d/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/14/lula-regierung-verwassert-unter-druck-der-militars-das-dekret-uber-vergangenheitsbewaltigung-neues-dekret-ist-gravierendste-tat-der-lula-regierung-betont-folha-de-sao-paulo-diktaturgegner-d/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/26/wohlhabende-verbrauchen-in-drei-tagen-wozu-arme-ein-ganzes-jahr-brauchen-brasiliens-soziale-kontraste-ipea-studie/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/26/wohlhabende-verbrauchen-in-drei-tagen-wozu-arme-ein-ganzes-jahr-brauchen-brasiliens-soziale-kontraste-ipea-studie/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/05/leider-sind-es-nicht-mehr-so-viele-die-die-ganze-wahrheit-wissen-wollen-man-biegt-sehr-schnell-ab-um-bei-seiner-meinung-bleiben-zu-konnen-und-bei-den-als-angenehm-empfundenen-losungen-ich-hab/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/05/leider-sind-es-nicht-mehr-so-viele-die-die-ganze-wahrheit-wissen-wollen-man-biegt-sehr-schnell-ab-um-bei-seiner-meinung-bleiben-zu-konnen-und-bei-den-als-angenehm-empfundenen-losungen-ich-hab/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/01/niemeyerauditorio.jpg" alt="niemeyerauditorio.jpg" /></p>
<p><strong>Niemeyer-Konzertsaal in Sao Paulo.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/04/oscar-niemeyer-das-lateinamerika-memorial-in-sao-paulo-kritisiert-von-architekt-joaquim-guedes-der-text-ein-klassiker-der-architekturkritik-1989-oscar-niemeyer-na-barra-funda-em-sao-paulo/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/04/oscar-niemeyer-das-lateinamerika-memorial-in-sao-paulo-kritisiert-von-architekt-joaquim-guedes-der-text-ein-klassiker-der-architekturkritik-1989-oscar-niemeyer-na-barra-funda-em-sao-paulo/</a></p>
<p><strong>Brasiliens Massengräber</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>„Wenn die Toten da reingeschmissen werden, sind das Szenen wie in diesen Holocaustfilmen“, beklagen sich Anwohner von Massengräber-Friedhöfen der größten lateinamerikanischen Demokratie. In der Tat wird seit der Diktaturzeit vom Staat die Praxis beibehalten, nicht identifizierte, zu „Unbekannten“ erklärte Tote in Massengräbern zu verscharren.  Die Kirche protestiert seit Jahrzehnten dagegen und sieht darin ein gravierendes ethisch-moralisches Problem, weil es in einem Land der Todesschwadronen damit auch sehr leicht sei, unerwünschte Personen verschwinden zu lassen. In der Megacity Sao Paulo mit ihren mehr als 23 Millionen Einwohnern empört sich der weltweit angesehene Menschenrechtspriester Julio Lancelotti: „In Brasilien wird monatlich eine erschreckend hohe Zahl von Toten anonym in Massengräbern verscharrt, verschwinden damit Menschen auf offiziellem Wege, werden als Existenz für immer ausgelöscht. Wir von der Kirche nehmen das nicht hin, versuchen möglichst viele Tote zu identifizieren, um sie  dann auf würdige Weise christlich zu bestatten. Wir brauchten einen großen Apparat, ein großes Büro, um alle Fälle aufklären zu können – dabei ist dies eigentlich Aufgabe des Staates!“</strong><strong>Padre Lancelotti erinnert daran, daß während der 21-jährigen Diktaturzeit in Sao Paulo von den Machthabern 1971 eigens der Friedhof Dom Bosco geschaffen wurde, um dort zahlreiche ermordete Regimegegner heimlich gemeinsam mit jenen unbekannten Toten, den sogenannten „Indigentes“, in Massengräber zu werfen. Wie die Menschenrechtskommission des Stadtparlaments jetzt erfuhr, wurden seit damals allen Ernstes 231000 Tote als Namenlose verscharrt – allein auf d i e s e m Friedhof. Heute  kommen Monat für Monat dort zwischen 130 und 140 weitere Indigentes hinzu. Nach einem Massaker an Obdachlosen Sao Paulos kann Priester Lancelotti zufällig auf dem  Friedhof Dom Bosco beobachten, wie sich der Staat der Namenlosen entledigt: “Als der Lastwagen kommt und geöffnet wird, sehe ich mit Erschrecken, daß er bis obenhin voller Leichen ist. Alle sind nackt und werden direkt ins Massengrab geworfen. Das wird zugeschüttet &#8211; und fertig. Sollten wir später noch Angehörige ermitteln, wäre es unmöglich, die Verstorbenen in der Masse der Leichen wiederzufinden. Was sage ich als Geistlicher dann einer Mutter?“ </strong><strong>Lancelotti hält einen Moment inne, reflektiert: „Heute hat das Konzentrationslager keinen Zaun mehr, das KZ ist sozusagen weit verteilt – die Menschen sind nach wie vor klar markiert, allerdings nicht auf der Kleidung, sondern auf dem Gesicht, dem Körper. Und sie werden verbrannt, verscharrt, wie die Gefangenen damals, und es gibt weiter Massengräber.“ </strong><strong>Was in Sao Paulo geschieht, ist keineswegs ein Einzelfall. In der nordostbrasilianischen Millionenstadt Fortaleza leiden die Anwohner des Friedhofs „Bom Jardim“ seit Jahren bei den hohen Tropentemperaturen unter grauenhaftem Leichengeruch. „Die Toten werden oft schon verwest hergebracht, wie Tiere verscharrt, wir müssen zwangsläufig zusehen, es ist grauenhaft“, klagt eine Frau. „Fast jeden Tag kommt der Leichen-LKW – doch bei den heftigen Gewitterregen wird die dünne Erdschicht über den Toten weggeschwemmt, sehen wir die Massengräber offen, wird der Geruch im Stadtviertel so unerträglich, daß viele Kopfschmerzen kriegen, niemand hier eine Mahlzeit zu sich nimmt.“ Der Nachbar schildert, wie das vergiftete Regenwasser vom Friedhof durch die Straßen und Gassen des Viertels läuft: „Das Wasser ist grünlich und stinkt, manchmal werden sogar Leichenteile mitgeschwemmt – und weggeworfene Schutzhandschuhe der Leichenverscharrer. Die Kinder spielen damit – haben sich an die schrecklichen Vorgänge des Friedhofs gewöhnt.  Wir alle haben Angst, daß hier Krankheiten, Seuchen ausbrechen.“</strong><strong>Selbst in Rio de Janeiro sind die Zustände ähnlich, werden zahllose Menschen von Banditenkommandos der über 1000 Slums liquidiert und gewöhnlich bei Hitze um die 35 bis 40 Grad erst nach Tagen in fortgeschrittenem Verwesungszustand zum gerichtsmedizinischen Institut abtransportiert. Wie aus den Statistiken hervorgeht, werden in den Großstädten monatlich stets ähnlich viele Tote als „Namenlose“ in Massengräber geworfen wie in Sao Paulo, der reichsten Stadt ganz Lateinamerikas. </strong><strong>Priester Julio Lancelotti und seine Mitarbeiter stellen immer wieder Merkwürdigkeiten und verdächtige Tatbestände fest. „Werden Obdachlose krank und gehen in bestimmte öffentliche Hospitäler, bringt man an ihrem Körper eine Markierung an, die bedeutet, daß der Person nach dem Tode zu Studienzwecken Organe entnommen werden. Die Männer registriert man durchweg auf den Namen Joao, alle Frauen als Maria. Wir streiten heftig mit diesen Hospitälern und wollen, daß die Obdachlosen auch nach dem Tode mit den echten Namen geführt werden. Schließlich kennen wir diese Menschen, haben über sie Dokumente. Man meint eben, solche Leute sind von der Straße, besitzen also weder eine Würde noch Bürgerrechte. Wir haben in der Kirche eine Gruppe, die den illegalen, kriminellen Organhandel aufklären will, aber rundum nur auf Hindernisse stößt. Denn wir fragen uns natürlich auch, ob jenen namenlos Verscharrten vorher illegal Organe entnommen werden.“</strong><strong>Fast in ganz Brasilien  und auch in Sao Paulo sind Todesschwadronen aktiv, zu denen Polizeibeamte gehören, wie sogar das Menschenrechtsministerium in Brasilia einräumt. Tagtäglich würden mißliebige Personen außergerichtlich exekutiert, heißt es. Darunter sind auch Obdachlose, von denen allein in Sao Paulos Zentrum weit über zehntausend auf der Straße hausen. Wie Priester Julio Lancelotti betont, ist zudem die Zahl der Verschwundenen auffällig hoch. </strong><strong>„Auf den Straßen Sao Paulos werden viele Leichen gefunden. Denn es ist sehr einfach, so einen Namenlosen zu fabrizieren. Man nimmt ihm die Personaldokumente weg, tötet ihn und wirft ihn irgendwo hin. Wir gehen deshalb jeden Monat ins gerichtsmedizinische Institut, um möglichst viele Opfer zu identifizieren. Die Polizei ist immer überrascht und fragt, warum uns das interessiert. Das Identifizieren ist für uns eine furchtbare, psychisch sehr belastende Sache, denn wir müssen monatlich stets Hunderte von Getöteten anschauen, die in großen Leichenkühlschränken liegen &#8211; alle schon obduziert und wieder zugenäht. Und man weiß eben nicht, ob da Organe entnommen wurden.“</strong><strong>Solchen Verdacht hegen nicht wenige Angehörige von Toten, die seltsamerweise als „Namenlose“ im Massengrab endeten. In der nordostbrasilianischen Küstenstadt Maceio geht letztes Jahr der 69-jährige Sebastiao Pereira sogar mit einem Protestplakat voller Fotos seines ermordeten Sohnes auf die Straße. Dem Vater hatte man im gerichtsmedizinischen Institut die Identifizierung der Leiche verweigert – diese dann mysteriöserweise auf einen Indigentes-Friedhof gebracht. Kaum zu fassen – ein Friedhofsverwalter bringt es fertig, Sebastiao Ferreira später  mehrere Leichenteile, darunter einen Kopf zu zeigen. „Mein Sohn wurde allein am Kopf von vier MG-Schüssen getroffen – und dieser Kopf war doch intakt! Ich setzte eine DNA-Analyse durch – der Kopf war von einem Mann, das Bein von einem anderen, der Arm wiederum von einem anderen – doch nichts stammte von meinem Sohn“, sagt er der Presse. </strong><strong>In Sao Paulo hat Priester Lancelotti durchgesetzt, daß ein Mahnmal auf dem Friedhof Dom Bosco an die ermordeten Regimegegner, aber auch an die mehr als 200000 „Namenlosen“ erinnern wird.</strong><strong> Neuerdings macht der Friedhof in Brasilien immer wieder Schlagzeilen, allerdings nicht wegen der Massengräber von heute. Progressive Staatsanwälte versuchen das Oberste Gericht in Brasilia zu überzeugen, den zur Diktaturzeit für den Friedhof verantwortlichen Bürgermeister Paulo Maluf und den damaligen Chef der Politischen Polizei, Romeu Tuma, wegen des Verschwindenlassens von Oppositionellen vor Gericht zu stellen. Erschwert wird dies jedoch durch den Politikerstatus der Beschuldigten: Paulo Maluf ist Kongreßabgeordneter und Romeu Tuma sogar Kongreßsenator – beide gehören zum Regierungsbündnis von Staatspräsident Lula.</strong></p>
<p><strong>Deutsche Baukultur: </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/02/baukultur-made-in-germany-ausstellung-in-sao-paulo-dr-ulrich-hatzfeld-bundesministerium-fur-verkehr-bau-und-stadtentwicklung-sigurd-trommer-prasident-der-bundesarchitektenkammer-bei-eroff/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/02/baukultur-made-in-germany-ausstellung-in-sao-paulo-dr-ulrich-hatzfeld-bundesministerium-fur-verkehr-bau-und-stadtentwicklung-sigurd-trommer-prasident-der-bundesarchitektenkammer-bei-eroff/</strong></a></p>
<p>&#8211;</p>
<h1>Klaus Hart: Gangster, Favelados, Bischöfe. Sozialreportagen aus Brasilien. Brasilienkunde-Verlag Mettingen, 307 Seiten.</h1>
<p align="left"><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/GangsterFaveladosBisch%C3%B6fe.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-119810" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/GangsterFaveladosBisch%C3%B6fe-715x1024.jpg" alt="GangsterFaveladosBischöfe" width="715" height="1024" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Brasilien &#8211; total überfüllte Gefängnisse: &#8222;200 inmates in a cell in Brazil.&#8220; YouTube anklicken. Nova Iguacu bei Rio de Janeiro.</title>
		<link>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/04/220-inmates-in-a-cell-in-brazil-youtube-anklicken-nova-iguacu-bei-rio-de-janeiro/</link>
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		<pubDate>Sat, 03 Oct 2009 23:42:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<category><![CDATA[GefÃ¤ngnissystem]]></category>
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		<category><![CDATA[Paulo Sergio Pinheiro]]></category>

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				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=QBMYeiXDc8I&amp;feature=related">http://www.youtube.com/watch?v=QBMYeiXDc8I&amp;feature=related</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/02/carandiru-brasilien-erinnert-sich-an-grostes-massaker-der-weltgeschichte-an-haftlingen-ich-sah-den-holocaust-30-laut-umfragen-fur-polizeieinsatz-von-sao-paulo-80-der-getoteten-waren-nicht-v/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/02/carandiru-brasilien-erinnert-sich-an-grostes-massaker-der-weltgeschichte-an-haftlingen-ich-sah-den-holocaust-30-laut-umfragen-fur-polizeieinsatz-von-sao-paulo-80-der-getoteten-waren-nicht-v/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/06/demo-mit-zerstuckeltem-haftling-in-vitoria-extremsituationen-extremreaktionen-maria-nacort-eine-couragierte-menschenrechtsaktivistin-appelliert-an-amnesty-international-und-uno/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/06/demo-mit-zerstuckeltem-haftling-in-vitoria-extremsituationen-extremreaktionen-maria-nacort-eine-couragierte-menschenrechtsaktivistin-appelliert-an-amnesty-international-und-uno/</a></p>
<p><span id="more-3160"></span></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/03/todesschwadronen-in-rio-de-janeiro-polizeioffizier-bei-attentat-erschossen-der-an-ermittlungen-teilnahm-militarpolizisten-anzeigte/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/03/todesschwadronen-in-rio-de-janeiro-polizeioffizier-bei-attentat-erschossen-der-an-ermittlungen-teilnahm-militarpolizisten-anzeigte/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/08/jurandir-freire-costa-therapeut-professor-an-der-staatsuniversitat-von-rio-de-janeirouerj-in-brasilien-herrscht-ethisch-moralische-schizophrenie/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/08/jurandir-freire-costa-therapeut-professor-an-der-staatsuniversitat-von-rio-de-janeirouerj-in-brasilien-herrscht-ethisch-moralische-schizophrenie/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/10/paulo-sergio-pinheiro-uno-sonderberichterstatter-menschenrechtsexperte-der-mehrheit-der-brasilianer-werden-deren-rechte-verweigert-in-allen-brasilianischen-polizeiwachen-wird-gefoltert-jeder-we/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/10/paulo-sergio-pinheiro-uno-sonderberichterstatter-menschenrechtsexperte-der-mehrheit-der-brasilianer-werden-deren-rechte-verweigert-in-allen-brasilianischen-polizeiwachen-wird-gefoltert-jeder-we/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/31/renommierte-brasilianische-menschenrechtsaktivisten-fotoserie/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/31/renommierte-brasilianische-menschenrechtsaktivisten-fotoserie/</a></p>
<p><strong>Goethe-Gesellschaft Brasiliens:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/22/prof-dr-marcus-mazzari-prasident-der-goethe-gesellschaft-brasiliens-associacao-goethe-do-brasil-gesichter-brasiliens/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/22/prof-dr-marcus-mazzari-prasident-der-goethe-gesellschaft-brasiliens-associacao-goethe-do-brasil-gesichter-brasiliens/</a></p>
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		<item>
		<title>Paulo Sergio Pinheiro, UNO-Berater, Mitglied der Interamerikanischen Menschenrechtskommission, Expertenseminar des Goethe-Instituts Sao Paulo über Vergangenheitsbewältigung. &#8222;Geschähe derartiges in Berlin, würde die Regierung stürzen.&#8220; Gesichter Brasiliens.</title>
		<link>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/24/paulo-sergio-pinheiro-uno-berater-mitglied-der-interamerikanischen-menschenrechtskommission-expertenseminar-des-goethe-instituts-sao-paulo-uber-vergangenheitsbewaltigung-geschahe-derartiges-in-b/</link>
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		<pubDate>Mon, 24 Aug 2009 19:43:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Exekutionen]]></category>
		<category><![CDATA[Goethe-Institut Sao Paulo]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Paulo Sergio Pinheiro]]></category>

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		<description><![CDATA[http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/20/goethe-institut-sao-paulo-seminar-mit-marianne-birthler-uber-vergangenheitsbewaltigung-in-brasilien/ Willy Brandt und sein Diktatur-Amtskollege José Magalhaes Pinto:  http://www.hart-brasilientexte.de/2013/11/19/brasiliens-folter-diktatur1964-1985-mit-wem-bundesausenminister-willy-brandt-damals-bilaterale-vertrage-unterzeichnet-das-massaker-an-stahlarbeitern-unter-gouverneur-jose-magalhaes-pinto/ http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/10/paulo-sergio-pinheiro-uno-sonderberichterstatter-menschenrechtsexperte-der-mehrheit-der-brasilianer-werden-deren-rechte-verweigert-in-allen-brasilianischen-polizeiwachen-wird-gefoltert-jeder-we/ Hintergrund von 2007: Neue Menschenrechtsstudie in Brasilien Rückschritt unter Staatschef Lula Außergerichtliche Exekutionen von Kindern und Jugendlichen Wirtschaftsentwicklung auf Kosten der Menschenrechte Manchem wird es aufgefallen sein: Bei der Berichterstattung deutscher Medien über den Besuch von Bundespräsident Köhler in Brasilien, über dessen Treffen mit [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/08/pinheirosgut.jpg" alt="pinheirosgut.jpg" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/20/goethe-institut-sao-paulo-seminar-mit-marianne-birthler-uber-vergangenheitsbewaltigung-in-brasilien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/20/goethe-institut-sao-paulo-seminar-mit-marianne-birthler-uber-vergangenheitsbewaltigung-in-brasilien/</a></p>
<p><strong>Willy Brandt und sein Diktatur-Amtskollege José Magalhaes Pinto:  </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/11/19/brasiliens-folter-diktatur1964-1985-mit-wem-bundesausenminister-willy-brandt-damals-bilaterale-vertrage-unterzeichnet-das-massaker-an-stahlarbeitern-unter-gouverneur-jose-magalhaes-pinto/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/11/19/brasiliens-folter-diktatur1964-1985-mit-wem-bundesausenminister-willy-brandt-damals-bilaterale-vertrage-unterzeichnet-das-massaker-an-stahlarbeitern-unter-gouverneur-jose-magalhaes-pinto/</a></p>
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<p><span id="more-2714"></span></p>
<p><strong>Hintergrund von 2007:</strong></p>
<h3></h3>
<h3>Neue Menschenrechtsstudie in Brasilien</h3>
<p><strong><font size="3">Rückschritt unter Staatschef Lula<br />
Außergerichtliche Exekutionen von Kindern und Jugendlichen<br />
Wirtschaftsentwicklung auf Kosten der Menschenrechte<br />
Manchem wird es aufgefallen sein: Bei der Berichterstattung deutscher Medien über den Besuch von Bundespräsident Köhler in Brasilien, über dessen Treffen mit Lula fehlte das Thema Menschenrechte fast völlig. Dabei lag den deutschen Medien sehr ausführliches Material neuester Studien zur gravierenden Lage vor. Viele Drittweltbewegte in Deutschland, die Lula als einen Progressiven definieren, bejubelten auch dessen zum Amtsantritt von 2003 abgegebenes Versprechen, sich energisch für die Menschenrechte der 185 Millionen Brasilianer einzusetzen. </font><font size="3">Obwohl schon damals sehr ernste Zweifel angebracht waren. Jetzt betont eine neue, von Experten der Bundesuniversität von Sao Paulo erarbeitete Studie, daß es unter Lula just bei den Menschenrechten deutliche Rückschritte gegeben hat.<br />
Bei der Vorstellung der brisanten Studie in der Bundesuniversität von Sao Paulo saßen besonders hochkarätige Experten auf dem Podium. Unter ihnen Paulo Vanucci, der für Menschenrechtsfragen zuständige Minister in der Lula-Regierung, sowie Paulo Sergio Pinheiro, Senior der brasilianischen Menschenrechtsbewegung, und seit einigen Jahren Mitglied der UNO-Menschenrechtskomission in Genf sowie der entsprechenden Komission der Organisation Amerikanischer Staaten. Die mehrere Kilo schwere Studie konstatiert, daß in jedem der 26 Teilstaaten Brasiliens die Bürgerrechte gravierend verletzt werden. Pinheiro im Exklusivinterview: ”Es gab einen Rückschritt bei den Menschenrechten &#8211;  entgegen allen Hoffnungen, die wir beim Übergang zur Demokratie hatten. In Brasilien werden heute viel mehr Kinder und Jugendliche außergerichtlich exekutiert als 1980.”<br />
Mit anderen Worten: Unter dem von interessierter Seite als progressiv, gar als links eingestuften Lula gibt es also mehr Exekutionen als 1980, unter der Diktatur der Foltergeneräle.<br />
Pinheiro weiter:”Was in den brasilianischen Ghettos, Slums geschieht, interessiert die Autoritäten einfach nicht. Evident, daß die Kinder und Jugendlichen dort ein sehr hohes Lebensrisiko erleiden. Da muß man einfach Solidarität zeigen! In Brasilien bleiben die meisten Morde unaufgeklärt, nur zwei Prozent der Mörder kommen vor Gericht. Mittels Korruption der Politiker, der Regierenden &#8211;  und oft auch mit Hilfe der Politiker &#8211; konnte sich das organisierte Verbrechen über Jahrzehnte in den Elendsvierteln von Rio de Janeiro, Sao Paulo und anderen Millionenstädten festsetzen &#8211; beherrscht, terrorisiert mit hochgerüsteten Banden die dortige Bevölkerung, macht den Menschen das Leben zur Hölle. Evident, daß diese keine Basis-Menschenrechte haben.”<br />
UNO-Experte Pinheiro kritisierte bereits 2005 öffentlich, daß zwei Minister der Lula-Regierung, also Kulturminister Gilberto Gil und der heutige Chef von Lulas Arbeiterpartei, Ricardo Berzoini, vom organisierten Verbrechen die Erlaubnis zum Besuch eines Rio-Slums eingeholt hatten, wie die Zeitungen berichteten. Pinheiro sagte damals, daß der brasilianische Staat große Teile seines Territoriums nicht mehr kontrolliere. Beide Minister hätten sich zudem im Slum von 15 Männern unterstützen lassen, die just von den Gangstern ausgesucht worden seien:”All dies ist ein Skandal &#8211;  geschähe derartiges in Berlin, Paris oder London, würde das im Parlament diskutiert, würde die Regierung stürzen.”<br />
Jetzt, am Rande der Pressekonferenz zur Vorstellung der Studie, betont Pinheiro: ”Der Staat ist in den Elendsvierteln nicht präsent, man überläßt die Bewohner dem eigenen Schicksal &#8211;  und dem organisierten Verbrechen. Die Gangstersyndikate artikulieren sich weiterhin mit Politikern, Regierenden &#8211;  die jedermann bekannten, wirklichen Bandenchefs werden nicht behelligt.”<br />
Der Sozialwissenschaftler und Professor Paulo Mesquita von der Bundesuniversität Sao Paulo zählt ebenfalls zu den Autoren der Studie:<br />
”Es gab einen Rückschritt bei den Menschenrechten, weil eine Serie wichtiger Programme durch die Regierung abgeschwächt oder sogar gestoppt wurde, man Mittel kürzte, politische Unterstützung versagte, Organisationsstrukturen reduzierte. Und das waren immerhin Programme gegen die Gewalt, für die Garantie von Menschenrechten für bestimmte soziale Gruppen. Internationale Abkommen wurden ebenso mißachtet wie die Verfassung.”<br />
Bei der Präsentation der Studie ließ aufhorchen, daß neben der Lula-Regierung auch die Privatwirtschaft als mitschuldig, mitverantwortlich für gravierende Menschenrechtsverletzungen genannt wurde. Paulo Mesquita: ”Die Regierung fördert Wirtschaftsentwicklung häufig um jeden Preis, auf Kosten der Menschenrechte, läßt den Schutz ganzer Bevölkerungsgruppen, darunter der Indianer, außer Acht. Diese Menschen werden als Entwicklungshindernis gesehen. So wird beispielsweise in Amazonien Urwald vernichtet, wird dort die großtechnische Landwirtschaft, das Agrobusiness ausgeweitet, werden Staudämme gebaut, gibt es deshalb scharfe soziale Konflikte, nimmt in diesen Regionen die Mordrate stark zu. Das ist ein sehr ernstes Problem! Der Schutz der Menschen und der Umwelt muß garantiert sein.”</font></strong><font size="3"> </font></p>
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