Klaus Hart Brasilientexte

Aktuelle Berichte aus Brasilien - Politik, Kultur und Naturschutz

Brasilien - Senator Pedro Simon über Folter unter Lula:”Man amnestiert den Nazismus nicht. Und auch nicht die Folter.” José Sarney, Dilma Rousseff, Paulo Maluf…”Reife Demokratie”. Willy Brandt, Guido Westerwelle und Brasilien.

Dienstag, 13. Juli 2010 von Klaus Hart

“Wenn Brasilien verhindert, die Folterer der Diktatur zu bestrafen oder wenigstens zu benennen, banalisiert es jene Gewalt, die den Staatsbürger mitten in der Demokratie zum Opfer macht. Jene Straflosigkeit, die aus den Kasernen stammt, überdauert heute auf den Straßen. Die Folter ist eine Tatsache. Wir dürfen keine Komplizen sein. Die Folterer von damals und heute zu bestrafen, ist kein Revanchismus, sondern eine ethisch-moralische Verpflichtung des Landes.”

http://www.bpb.de/publikationen/JU16H0,0,Vom_Umgang_mit_der_Diktaturvergangenheit.html

Das Erbe der Diktatur in den Kasernen:  http://www.hart-brasilientexte.de/2012/07/17/brasiliens-armeepolizei-unter-der-rousseff-regierung-schlage-zu-prugele-schlage-zu-bis-zum-tod-reis-den-kopf-ab-und-wirf-ihn-ins-meer-trainingsgesange-der-soldaten-in-rio-de-janeiro-laut-lan/

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Pedro Simon in der Rechtsfakultät von Sao Paulo - in einer Ausstellung über die Oligarchie von Kongreßchef Jósé Sarney, der ebenfalls zur Partei PMDB gehört.

http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/26/was-gut-ist-stellen-wir-gros-heraus-was-schlecht-ist-verstecken-wir-rubens-ricupero-brasilianischer-politiker-ex-finanzminister-karrierediplomat-vertreter-brasiliens-in-uno-organisationen/

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Brasilien: “Lula ist autoritär und will Präsidentschaftskandidatin Dilma Rousseff an der Macht, um weiter im Land bestimmen zu können.” Helio Bicudo, Jurist, Mitgründer der Arbeiterpartei PT, kirchlicher Menschenrechtsaktivist. Pflichtwahlen unter Lula beibehalten.

Montag, 12. Juli 2010 von Klaus Hart

Die alltäglichen Blutbäder in Brasilien: “Diktatur eines sozialen Dualismus ohne Lösung, der sich immer mehr verschärft.” José de Souza Martins, Philosoph. Lynchen, Lynchjustiz. Gewalt als Mittel der sozialen Kontrolle. Brasilien auf UNO-Entwicklungs-und Bildungsranking - Vergleich mit lateinamerikanischen Staaten.

Sonntag, 28. März 2010 von Klaus Hart

http://www.estadao.com.br/noticias/suplementos,a-face-brutal-de-um-brasil-bifronte,530078,0.htm

“As chacinas, como os linchamentos, extensamente praticados entre nós, constituem modalidade peculiar de violência contra a vida porque tentam impor um castigo definitivo não apenas a determinada pessoa, mas também a seus circunstantes, parentes, vizinhos e amigos. Esses casos todos nos falam de sujeitos menos referidos ao protagonismo próprio de uma sociedade de indivíduos, que seria a dos ligados entre si pela trama racional dos direitos individuais e das responsabilidades individuais. Falam-nos muito mais de pessoas socialmente vinculadas como sujeitos coletivos, a família, a vizinhança, a comunidade, mesmo a comunidade delinquente de ladrões e traficantes.As chacinas constituem frequentemente lembrete às vítimas e testemunhas de que há esse pertencimento grupal e lembrete, também, de que é grupal o sujeito que as pratica, como sujeito de dominação, que invoca direitos corporativos e cobra lealdades corporativas através da imposição do medo. A disseminação entre nós das instituições republicanas se fez no pressuposto de que os setores retrógrados da sociedade brasileira, ainda presos nessas tramas sociais do poder pessoal, seriam naturalmente arrastados à civilidade pelo natural vencimento de seu rústico modo de vida e sua rústica visão do mundo e da vida social. Não foi isso o que aconteceu. Essas formas violentas e atrasadas de dominação e de controle social infiltraram-se na modernidade e nos impuseram a ditadura de um dualismo social e sem saída que se agrava cada vez mais.” http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/18/brasilien-land-der-lynchjustiz-3-bis-4-lynchmorde-pro-woche-laut-experte-jose-de-souza-martins/

http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/

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Opfer von Gefängnis-Gewalt in Brasilien. (Foto von Menschenrechtsaktivisten, die mit ihrer Systemkritik bisher in Europa noch auf fast totales Desinteresse stoßen)

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/30/brasilianischer-minister-nennt-gefangnishorror-ein-verbrechen-des-staates-gegen-die-haftlinge-monstruos-ein-fall-grauenhaften-prestigeverlustes-fur-das-land/

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“Brasilien unterzeichnete internationales Anti-Folter-Abkommen, setzte es aber nicht um.” UNO-Kritik in Genf an barbarischen Haftbedingungen unter Lula in Brasilien. “Szenen der Barbarei in brasilianischen Gefängnissen”, kommentiert “Folha de Sao Paulo”. Todesschwadronen, Blutbäder, EU-Ratspräsident José Zapatero. www.estadao.com.br/especiais/2009/11/crimesnobrasil_if_es.pdf

Dienstag, 16. März 2010 von Klaus Hart

Brasilia muß erstmals vor der UNO-Menschenrechtskommission zugeben, daß es Folter, Überfüllung und Tote gibt, sagte in Genf Anwalt Samuel Friedman von der Menschenrechtsorganisation CONECTAS in Sao Paulo. CONECTAS hatte die Menschenrechtsverletzungen in den Gefängnissen unter Lula besonders nachdrücklich und detailliert angeprangert. CONECTAS-Foto-Dokument, anklicken:  http://www.estadao.com.br/especiais/2009/11/crimesnobrasil_if_es.pdf

Angela Merkel und Menschenrechte in Brasilien:  http://www.hart-brasilientexte.de/2008/05/11/lateinamerika-reise-von-bundeskanzlerin-angela-merkel-und-die-menschenrechtelaut-dihk-prasident-braun-keine-notwendigkeit-das-thema-besonders-zu-betonen/

Angela Merkel - WM-Besuch 2014 in Brasilien: http://www.hart-brasilientexte.de/2014/06/16/deutsche-bundeskanzlerin-angela-merkel-reist-zur-wm-2014-nach-brasilien-trotz-gravierender-menschenrechtslage-bei-treffen-mit-staatschefin-dilma-rousseff-in-brasilia-waren-schwere-menschenrechtsve/

Die Lage in den brasilianischen Haftanstalten, das sadistische Vorgehen gegen Unterprivilegierte, die systematische Anwendung der Folter und die Verfolgung von Bürgerrechtlern und Systemkritikern  gilt auch in Europa offenbar vielerorts als Beleg für “fortschrittliche Regierungspolitik” und “stabile, moderne Demokratie”. Nicht zufällig erhielt die Lula-Regierung just in jenen Jahren begeistertes Lob auch aus Europa, wurde sogar ein “Linksruck” bejubelt, als das Wüten der Todesschwadronen konstatiert wurde, der Horror in brasilianischen Gefängnissen zunahm, die Zahl der zerhackten, geköpften, zerstückelten Häftlinge - mithin Opfer der politischen Verhältnisse - anwuchs, Proteste der Gefangenen gegen die gesetz-und verfassungswidrigen Haftbedingungen immer lauter wurden. Selbst als der Präsident des Obersten Gerichts von Brasilien einräumte, daß das Gefängnissystem nazistischen KZs ähnele, folgten aus europäischen Hauptstädten eindrückliche Positiv-Beurteilungen.

Zeit-Leser:

“Hätte jedes Land einen Präsidenten wie Lula, dann wäre unsere Welt ein besserer Ort. Er ist kein Politiker, er ist ein Staatsmann.” Deutscher Leserbrief an die “Zeit”. 

 http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/17/in-den-brasilianischen-gefangnissen-sind-die-opfer-des-politisch-wirtschaftlichen-systems-eingekerkert-anwalt-bruno-alves-de-souza-29-prasident-des-menschenrechtsrates-im-teilstaat-espirito-san/

In Vitoria, der Hauptstadt des jetzt wegen der Haftbedingungen ganz besonders in Genf am Pranger stehenden Teilstaates Espirito Santo, waren 2009 die deutsch-brasilianischen Wirtschaftstage abgehalten worden. Lula hatte dabei auch den für die Zustände politisch verantwortlichen Gouverneur Hartung sehr herzlich begrüßt: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/18/lulas-rede-auf-deutsch-brasilianischen-wirtschaftstagen-2009-in-vitoria-zeitdokument-die-rolle-einer-regierung-ist-die-einer-mutter/   Vitoria war sogar Schauplatz einer Demonstration von brasilianischen Menschenrechtsaktivisten, die die Reste eines zerstückelten Häftlings durch die Stadt trugen.

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/15/barbarische-zustande-in-brasilianischen-gefangnissen-gravierende-menschenrechtslage-stost-auch-in-mitteleuropa-bisher-auf-massives-desinteresse/

http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/19/brasiliens-gefangnissystem-ahnelt-nazistischen-kzs-kritisiert-gilmar-mendes-prasident-des-obersten-gerichts-unmenschliche-absurde-zustande/

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“Folter ohne Ende”: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/

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Brasilien, Gefängnishorror unter Lula: UNO-Menschenrechtskommission in Genf befaßt sich erstmals mit gegen Gesetz und Verfassung verstoßenden Haftbedingungen im Teilstaat Espirito Santo. Dossier mit Fotos von Zerstückelten. Günter Nooke, Oded Grajew. Deutscher Außenminister Guido Westerwelle besucht Brasilien. www.estadao.com.br/especiais/2009/11/crimesnobrasil_if_es.pdf

Montag, 08. März 2010 von Klaus Hart

Der deutsche Außenminister Guido Westerwelle weilt in dieser Woche für mehrere Tage in Brasilien, besucht neben der Hauptstadt Brasilia auch Sao Paulo und Rio de Janeiro. http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/08/berlin-wirbt-um-brasilien-financial-times-deutschland-besuch-von-ausenminister-guido-westerwelle-gunter-nooke-unsagliche-folterpraxis-in-brasilien/

“Die Kerker von Hartung erscheinen vor der UNO: http://oglobo.globo.com/pais/noblat/posts/2010/03/07/as-masmorras-de-hartung-aparecerao-na-onu-272212.asp

CONECTAS-Foto-Dokument anklicken: http://www.estadao.com.br/especiais/2009/11/crimesnobrasil_if_es.pdf

Espirito-Santo-Gouverneur Paulo Hartung gehört zu Staatschef Lulas wichtigstem Bündnispartner, der Partei PMDB.

Lula, Hartung, Espirito Santo: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/18/lulas-rede-auf-deutsch-brasilianischen-wirtschaftstagen-2009-in-vitoria-zeitdokument-die-rolle-einer-regierung-ist-die-einer-mutter/

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/18/haftlinge-wurden-in-stucke-gehackt-anderen-wurde-das-herz-herausgerissen-zerstuckelte-gefangene-wurden-in-abfallkubeln-gefunden-padre-xavier-paolillo-leiter-der-gefangenenseelsorge-im-brasilia/

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(Fotos übermittelt von Menschenrechtsaktivisten aus Espirito Santo)

Fotos anklicken: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/31/gefangnis-horror-in-vitoria-espirito-santo-expertenkommission-des-nationalrats-fur-justiz-schockiert-nao-havia-banheiro-os-menores-eram-obrigados-a-defecar-e-urinar-dentro-do-conteiner/

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/12/gefangnishorror-und-systemkritiker-in-brasilien-menschenrechtsverteidiger-prangern-vor-uno-in-genf-morddrohungen-mangelnden-staatlichen-schutz-an-hiperviolencia-extreme-gewalt-in-gefangnissen/

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Brasilien: Politisch gezielt betriebene Zerstörung des Schienenverkehrs. Erneuter Ausbau der LKW-und Bus-Produktion. Ineffizienter Güter-und Personentransport auf Straßen auch ökologisch verheerend in Brasilien. Sojaexport nach Europa und wachsender LKW-Verkehr, Kritik der Logistikexperten.

Samstag, 06. März 2010 von Klaus Hart

Die Lula-Rousseff-Regierung fördert gemäß brasilianischen Quellen auch dieses neue Automulti-Projekt mit staatlichen Geldern. Daimler-Benz erhalte für den Ausbau der Produktionskapazitäten von der Nationalbank für ökonomische und soziale Entwicklung(BNDES)  1,2 Milliarden Real. In auffälligem Kontrast dazu steht der fehlende Wiederausbau des weit effizienteren und umweltfreundlicheren Bahntransports. Ein Blick auf den Zustand des Verkehrs in Millionenstädten wie Sao Paulo und Rio de Janeiro spricht in diesem Kontext Bände über die Umwelt-Philosophie der Lula-Rousseff-Regierung.

In der Tat wurden besonders unter der Regierung von Lula und Dilma Rousseff die Interessen der Autoindustrie sehr gut bedient. Wie vor der WM von 2012 von Transportexperten konstatiert wurde, hat Sao Paulo inzwischen nur 71 Kilometer Metro, Mexiko;City dagegen ueber 200 Kilometer, Seoul fast 400 Kilometer, London 408 Kilometer. Es gibt weder Schnellbahnen wie etwa in Berlin, noch ein Radwegenetz, um den Verkehr mit PKW absolut zu bevorzugen.

Bemerkenswert sind die kritischen Analysen der brasilianischen Logistikexperten, die seit Jahrzehnten auf die immensen wirtschaftlich-sozialen Kosten einer solchen Infrastrukturpolitik verweisen.

2012 führte zu öffentlichen Diskussionen, daß die Dauerstaus auf den Fernstraßen zu den Stränden bei Sao Paulo ständig zunähmen, die Fahrt statt der früher ein bis zwei Stunden inzwischen bis zu sieben Stunden dauere. Von nicht wenigen Brasilianern wird dies auf die unter Lula-Rousseff verfolgte Verkehrspolitik zurückgeführt, die zwecks Begünstigung der Automultis den ökologischen, preisgünstigen Schienen-Nahverkehr, der der Bevölkerungsmehrheit dienen würde,   zielgerichtet benachteilige. In den Informationsradios wurde 2012 von Brasilianern  auf den Bahn-und S-Bahn-Verkehr in Mitteleuropa als nachahmenswertes Beispiel verwiesen. Hätte Brasilien ein solches Verkehrssystem, käme es nicht zu den immer absurderen Staus, die mit enormer Luftvergiftung, viel höherem Kraftstoffverbrauch und Streß verbunden seien. Indessen existierte bereits ein relativ gut ausgebautes Schienennetz in Brasilien, konnte man sogar von Sao Paulo mit dem Zug an die Küste fahren, gab es Bahnstrecken entlang der Küste. Indessen wurden diese Zugverbindungen von interessierter Seite aus den bekannten Gründen gestoppt, zerstört. In diesem Zusammenhang werden stets Lulas sehr gute Beziehungen zu den Automultis betont. 

4160 Verkehrstote 2009 in Deutschland offiziell - Brasilien zum Vergleich: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/06/in-brasilien-taglich-etwa-100-verkehrstote-weltweit-groste-opferzahl-uma-guerra-nas-estradas-brasileiras/

Experte Washington Novaes: http://ecourbana.wordpress.com/2009/07/19/esse-insano-mundo-do-nosso-transporte/

Allein der Stopp des Personen-Zugverkehrs zwischen Sao Paulo und Rio de Janeiro hatte den multinationalen Busherstellern Brasiliens geradezu märchenhafte Zusatzprofite beschert - den Reisenden aber gravierende Verschlechterungen. Zudem nahm die Umweltvergiftung stark zu. Entsprechend groß ist das entsprechende Lob für Brasilias Politik aus Europa. Während man in Ländern wie Deutschland oder der Schweiz alle wichtigen Städte mit dem Zug erreicht, ist dies im Flächenland Brasilien nur per Bus oder Flugzeug möglich, früher bestehende Zugverbindungen sogar zwischen Provinzhauptstädten wurden aus offensichtlichen Gründen gekappt.

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Straßenbahn in Manaus - natürlich abgeschafft.

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/08/berlin-wirbt-um-brasilien-financial-times-deutschland-besuch-von-ausenminister-guido-westerwelle-gunter-nooke-unsagliche-folterpraxis-in-brasilien/

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Brasilianischer Staat erfüllt nur ein Drittel der gesetzlichen Bildungsvorgaben, laut neuer Studie. “Fortschrittliche Regierungspolitik” - Lob aus Europa. Oscar Niemeyer und die CIEP-Schulen von Rio. Peter Scholl-Latour. Lepra und WHO-Vorgaben.

Mittwoch, 03. März 2010 von Klaus Hart

“Trotz des Anti-Folter-Gesetzes wird in ganz Brasilien weitergefoltert - nicht selten aus sadistischem Vergnügen am Foltern.” Cecilia Amin Castro, Exekutivsekretärin der Kommission für Gerechtigkeit und Frieden der Erzdiözese Sao Luis, Maranhao. Gefangenenaufstand in Sao Luis. José Zapatero, EU-Ratspräsident. Barack Obama und José Sarney.

Mittwoch, 24. Februar 2010 von Klaus Hart

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Cecilia Amin Castro in der Kathedrale von Sao Luis, nach dem Website-Interview. “Die Polizei foltert auf der Straße, im Gefängnis, in den Polizeiwachen. Sie foltern jemanden, weil er ein Schwarzer ist, weil er arm ist, oder weil sie ihn häßlich finden. Der Teilstaat Maranhao wurde bereits wegen Folter vor der Organisation Amerikanischer Staaten in Washington angeklagt. Auch in Maranhao ist die Wahlkorruption, darunter Stimmenkauf und Stimmenverkauf, noch sehr stark, selbst bei Gouverneurswahlen.” Der Nordost-Teilstaat Maranhao ist annähernd so groß wie Deutschland und hat rund 6,3 Millionen Einwohner.

Angela Merkel und Menschenrechte in Brasilien:  http://www.hart-brasilientexte.de/2008/05/11/lateinamerika-reise-von-bundeskanzlerin-angela-merkel-und-die-menschenrechtelaut-dihk-prasident-braun-keine-notwendigkeit-das-thema-besonders-zu-betonen/

Gefangenenrebellion in total überfüllter Haftanstalt von Sao Luis/Maranhao: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/09/gefangenenrebellion-in-sao-luismaranhao-bisher-mindestens-neun-getotete/

rousseffmerkelcebit2012.JPGAusriß.

Obama und Sarney:  http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/21/das-historische-foto-barack-obama-und-diktaturaktivist-jose-sarney-damaliger-chef-der-folterdiktatorenpartei-arena-des-militarregimes1964-1985-prosten-sich-in-brasilia-2011-zu/

http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/11/jose-zapatero-spaniens-premierminister-lobt-lula-uber-alle-masen-der-mann-der-die-welt-uberrascht-esse-homem-honesto-integro-e-admiravel-von-amnesty-international-angeprangerte-folter/

. Bemerkenswert ist Zapateros Lob für Lula und dessen Politik auch angesichts der in einer Analyse der deutschen Bundeszentrale für politische Bildung bereits 2007 getroffenen Feststellung, ”daß Brasilien kein Rechtsstaat ist und nie ein Rechtsstaat war.(Lateinamerikaexperte Rüdiger Zoller)

In meinungsbildenden deutschen Analysen wird die brasilianische Regierung ausdrücklich als “progressiv” eingestuft.

Erzbischof José Belisario da Silva: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/22/wir-leben-in-zeiten-in-denen-der-kapitalismus-die-liebe-zwischen-den-menschen-vernichtet-jose-belisario-da-silva-erzbischof-von-sao-luis-maranhao-zur-neuen-bruderlichkeitskampagne-der-katholi/

Helio Bicudo, langjähriges Mitglied der Kommission für Gerechtigkeit und Frieden in der Erzdiözese Sao Paulo: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/11/impeachment-gegen-lula-wegen-des-parteien-und-stimmenkauf-skandals-ware-gerechtfertig-gewesen-lula-war-kommandant-der-mensalao-bande-betont-helio-bicudo-prasident-der-interamerikanischen-mensc/

“Folter ohne Ende”: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/

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” Das Impeachment gegen Lula wegen des Parteien-und Stimmenkauf-Skandals wäre gerechtfertigt gewesen - Lula war Kommandant der Mensalao-Bande”, betont Helio Bicudo, Präsident der Interamerikanischen Menschenrechtsstiftung FIDH, renommierter katholischer Menschenrechtsaktivist, im Website-Exklusivinterview. José Zapatero, EU-Ratspräsident.

Donnerstag, 11. Februar 2010 von Klaus Hart

Bicudo, Ex-Präsident der Interamerikanischen Menschenrechtskommission in Washington, bekräftigte im Interview: “Lula steht mitten im Mensalao-Problem. Wenn der Chef der der Mensalao-Bande, wie der Minister des Obersten Gerichts sagte, José Dirceu war, dann war Lula der Kommandant! Denn Lula stand über Dirceu - beide arbeiteten zusammen und tun dies bis heute. Präsident Fernando Collor ist seinerzeit für viel weniger per Impeachment aus dem Amt entfernt worden. Ich gehörte früher zur Arbeiterpartei PT, habe sie aber vor 4,5 Jahren exakt wegen der Korruption verlassen, die sich in der Regierung mit dem Mensalao einnistete. Und diese Lula-Regierung tat nichts, um aus dem Korruptionssumpf herauszukommen.

Leonardo Boff 2010 :“Lula machte die größte Revolution der sozialen Ökologie des Planeten, eine Revolution für die Bildung, ethische Politik.“ 

“Hätte jedes Land einen Präsidenten wie Lula, dann wäre unsere Welt ein besserer Ort. Er ist kein Politiker, er ist ein Staatsmann.” Deutscher Leserbrief an die “Zeit”. 

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 Als die Dinge diesen Punkt erreichten, dachte ich, weiter in dieser Partei zu bleiben, heißt, mit der Korruption zu kollaborieren. Also ging ich raus, wechselte aber zu keiner anderen Partei. Heute denke ich, die Arbeiterpartei PT ließ ihre Ideale beiseite - auch, daß wir eine Polizei brauchen, die mit dem Volk zusammenwirkt, und eine Justiz, näher an den Menschen. Die Arbeiterpartei ist heute von der Macht bezaubert, übt sie nur zum eigenen Nutzen, nicht zum Nutzen des brasilianischen Volkes aus. Nur ein bißchen wird getan - doch viel mehr könnte getan werden! Doch dazu kommt es nicht, weil man die Macht für die Interessen derer nutzt, die sich der Arbeiterpartei bemächtigt haben. Diese Partei ist nicht mehr das, was sie vor 20 Jahren war.”

Bezerra da Silva:  http://www.youtube.com/watch?v=8i69t5BI3KI

Leonardo Boff :“Lula machte die größte Revolution der sozialen Ökologie des Planeten, eine Revolution für die Bildung, ethische Politik.“

 In der deutschen Parteipropaganda wird die brasilianische Regierung als progressiv eingestuft.

Lula feuerte Erenice Guerra: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/16/feuert-lula-sicherheitshalber-seine-schwer-angeschlagene-zivilkabinettsminister-erenice-guerra-miriam-belchior-als-nachfolgerin-genannt/

José Zapatero, amtierender EU-Ratspräsident, bewertet Lula indessen völlig anders als Helio Bicudo: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/11/jose-zapatero-spaniens-premierminister-lobt-lula-uber-alle-masen-der-mann-der-die-welt-uberrascht-esse-homem-honesto-integro-e-admiravel-von-amnesty-international-angeprangerte-folter/

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/23/deutschland-unterstutzt-kirchliche-initiative-gegen-polizeigewalt-in-brasilien-menschenrechtsaktivist-helio-bicudo-federfuhrend/

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Warum Kopenhagen scheiterte - jüdischer Weltsozialforum-Erfinder Oded Grajew:”Die Regierenden unterwarfen sich der ökonomischen Macht, die ihre Wahlkampagnen finanziert. Diese Politiker sind Angestellte, Interessenvertreter der Großunternehmen.” Weltsozialforum 2010, Bye-bye Brasil. “Die Waffenverkäufer wollen Regierungen, die Kriege führen.” Hans Magnus Enzensberger, Peter Scholl-Latour. José Zapatero, EU-Ratspräsident.

Freitag, 22. Januar 2010 von Klaus Hart

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/wissenschaft/1897202/

Der jüdische, in Israel geborene Unternehmer, Präsident des von progressiven Unternehmern getragenen Ethos-Instituts in Sao Paulo, sagte im Website-Interview weiter: “Das politische System ist verfault - man muß es ändern und nicht nur die Regierenden auswechseln, die stets in diesem System gefangen bleiben. Ich will echte, wahre Demokratie - doch frei von den ökonomischen Machthabern. Die Politik der ökonomischen Macht unterworfen - dies ist heute das Krebsgeschwür, das zum Ende der Menschheit führen kann. In Kopenhagen sah man das ganz genau - die Regierenden wollen sich nicht gegen jene stellen, die ihre Wahlkampagnen finanzieren. Die Öl-und Autoindustrie beispielsweise will nun einmal Regierungen, die das jetzige zerstörerische System der Mobilität und des Transports beibehalten. Die Waffenverkäufer wollen Regierungen, die Kriege führen. Daher muß die Macht der Wirtschaft über die Politik gebrochen werden. “

Jeder kennt heute meist sogar persönlich Leute, die nach dem Motto vorgehen:  “Grün” öffentlich daherreden, umweltfeindlich denken und handeln - die Resultate sprechen Bände.

Lula war Informant der Diktatur-Geheimpolizei Dops, laut neuem Buch:  http://www.hart-brasilientexte.de/2014/02/12/brasilien-die-folterdiktatur-lula-und-die-arbeiterpartei-pt-rufmord-ein-kapitalverbrechen-buch557-seiten-mit-schweren-vorwurfen-gegen-lula-macht-schlagzeilen/

Systemkritiker Grajew gehörte der Arbeiterpartei(PT) Lulas an, verließ sie indessen nach den Mensalao-Korruptionsskandalen der Regierung sowie aus Unzufriedenheit mit dem Verbleib hochbelasteter PT-Leute in der Parteiführung. Auch der Weltsozialforum-Mitgründer Chico Whitaker, Träger des Alternativen Nobelpreises, hatte aus ähnlichen Gründen die PT verlassen. Beide sehen sich beim diesjährigen Weltsozialforum in Porto Alegre zahlreichen Parteifunktionären des kritisierten Typs sowie PT-Mitläufern und Pressefunktionären gegenüber.

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“Klimaneutrale” Zucker-und Ethanolproduktion in Brasilien.

“Putschversuch gegen Lula 2005″: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/05/putschversuch-gegen-lula-2005-und-das-weltsozialforum-in-salvador-da-bahia-komplexe-hintergrunde-des-fast-durchweg-von-der-lula-regierung-finanzierten-weltsozialforums-2010-in-brasilien-a-tent/

José Zapatero, amtierender EU-Ratspräsident: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/11/jose-zapatero-spaniens-premierminister-lobt-lula-uber-alle-masen-der-mann-der-die-welt-uberrascht-esse-homem-honesto-integro-e-admiravel-von-amnesty-international-angeprangerte-folter/

http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/15/brasilias-u-boot-geschaft-mit-paris-so-teuer-wie-zwei-jahre-anti-hunger-programmbolsa-familia-meldet-o-globo/

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/29/die-lula-regierung-bezahlt-seit-funf-jahren-eine-firma-um-aktionen-der-gewerkschaften-der-landlosenbewegung-und-der-indianer-auszuspionieren-laut-folha-de-sao-paulo-weltsozialforum-2010/

Chico Whitaker, Träger des Alternativen Nobelpreises, Lula-Kritiker: http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/21/lula-kritiker-francisco-whitaker-trager-des-alternativen-nobelpreises-mitgrunder-des-weltsozialforums-katholischer-menschenrechtsaktivist/

Grajew kritisiert speziell das Verhalten der deutschen Multis, vor allem der Auto-Multis, in Brasilien - “damit sollte sich die deutsche Regierung eingehend befassen - schließlich eine lange Geschichte. Multis agieren hier völlig anders als in ihren Herkunftsländern. Ethisches Verhalten muß globalisiert werden.”

“Lula versprach eine politische Reform, um das Vertrauen der Bevölkerung in die Politik wiederherzustellen, die Korruption zu bekämpfen - auch bei Wahlen, zudem das Pflichtwahlsystem zu reformieren. Doch das wurde nicht realisiert - ebensowenig wie eine überfällige Steuerreform: Wer bis zu drei Mindestlöhne verdient, zahlt 48 Prozent direkte und indirekte Steuern - wer indessen über 30 Mindestlöhne bekommt, zahlt nur 24 Prozent! Es fehlt Steuergerechtigkeit in Brasilien. Wer mehr verdient, soll auch mehr Steuern zahlen. Eine Steuerreform, die dies bewirkt, wäre praktische Sozial-und Entwicklungspolitik. Auch eine Sozialfürsorgereform wurde nicht realisiert - es fehlen eben Basisreformen.”

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/29/lula-macht-laut-wertekriterien-des-weltwirtschaftsforums-in-davos-alles-richtig-hohe-ehrung-mit-preis-global-statesmanship-wirtschaftsethik-und-menschenrechtslage-weltsozialforum-2010/

“Hier in Brasilien sind die Besitzer der Privatschulen, Privatuniversitäten große Finanziers der Politiker-Wahlkampagnen. Gäbe es ein öffentliches Bildungswesen mit Qualität, wären die Geschäfte dieser Besitzer am Ende.  Denn mit Sicherheit geben die kein Geld aus, damit ein gutes öffentliches Schulwesen entsteht. Bei den privaten Gesundheitsfirmen das gleiche - die sind ebenfalls große Wahlkampagne-Finanziers - und mit Sicherheit wollen die kein gutes öffentliches Gesundheitswesen, wegen den eigenen Geschäften.”

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http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/20/weltsozialforum-2010-in-porto-alegre-und-brasilien-das-system-hier-ist-einfach-verfault-weltsozialforum-erfinder-oded-grajew-in-sao-paulo/

Grajew für mehr Radikalität der Weltsozialforum-Bewegung: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/26/weltsozialforum-2010-oded-grajew-unzufrieden-mit-mangelnder-radikalitat-der-bewegung-langst-uberfalliges-werde-nicht-getan-die-menschen-mussen-an-radikalere-schritte-denken/

Grajew zum Massenexodus von Brasilianern in die Erste Welt: http://www.hart-brasilientexte.de/2008/08/05/bye-bye-brasil-weltsozialforum-erfinder-oded-grajew-aus-sao-paulo-zum-massenexodus-von-brasilianern-in-die-erste-welt/

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/21/lula-wird-auf-weltwirtschaftsforum-in-davos-als-globaler-staatsmann-ausgezeichnet-debatte-uber-brasiliens-zukunft-geplant/

torturasemfimduplo.jpg

“Folter ohne Ende”: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/

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    NEU: Fotoserie Gesichter Brasiliens

    Fotostrecken Wasserfälle Iguacu und Karneval 2008

    23' K23

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