
Nicht wenige brasilianische Menschenrechtsaktivisten sehen nur geringe Chancen, daß die “Wahrheitskommission” nach so langer Zeit, die von den Tätern zum Verwischen von Spuren, Verstecken bzw. Vernichten belastender Dokumente genutzt worden war, noch wesentliche Dinge ans Tageslicht bringen kann. Auch Universitätsstudenten in Sao Paulo sagten auf Website-Anfrage, die Wahrheitskommission werde keinerlei Wirkung haben, gelte für viele als Zeitverschwendung, zumal - man erinnere an das Beispiel Hitlerdeutschland - ein beträchtlicher Teil der Brasilianer die Militärdiktatur völlig in Ordnung fand, bis heute.
Zuviele wichtige Zeugen sind gestorben, das Erinnerungsvermögen der noch lebenden Zeugen, zumeist in sehr hohem Alter, ist nicht mehr frisch.
Bemerkenswert, welche Strukturen und Praktiken der Militärdiktatur weiterexistieren: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/
Bei der Zeremonie in Brasilia zum Start der Wahrheitskommission waren mit den zivilen Präsidenten José Sarney, Fernando Henrique Cardoso, Fernando Collor, Lula und Dilma Rousseff just jene Autoritäten anwesend, in deren Amtszeit eine organisierte Aufklärung der Diktaturverbrechen zwar besonders von den katholischen Menschenrechtsaktivisten, der Bischofskonferenz vehement gefordert, jedoch abgelehnt, verhindert wurde. Die enge freundschaftliche Beziehung von Lula und Dilma Rousseff just zum Ex-Chef der Diktatorenpartei ARENA, das intensive politische Zusammenwirken, ist bekannt - und gilt vielen Brasilianern als weiterer Hinweis darauf, wie “links” Lula und Rousseff sind. Nicht wenigen erschien daher die Zeremonie von Brasilia als ein Musterbeispiel von heute mehr denn je üblicher Politschauspielerei.
http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html
Dilma Rousseff feiert mit dem Ex-Chef der Diktatorenpartei ARENA, José Sarney, 2010 ihren Wahlsieg. Ausriß. Heute ist Sarney als starker Mann der größten Koalitionspartei PMDB der wichtigste politische Partner Rousseffs, zudem Chef des Kongreßsenats…
Tags: Brasiliens Militärdiktatur, Ivan Seixas
Ivan Seixas, Präsident der Menschenrechtskommission des Teilstaates Sao Paulo, Leiter des Widerstandsmemorials in Sao Paulo, beim Website-Interview.

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/sonntagsspaziergang/1028582/
Montag, 14. Mai 2012 von Klaus Hart **


http://www.dradio.de/dlf/sendungen/sonntagsspaziergang/1028582/
Tags: Brasilien, Ostern 2012, Ouro Preto, Páscoa, Weltkulturerbe

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/sonntagsspaziergang/1028582/

http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/14/brasilien-katholische-jugend-in-ouro-pretominas-gerais/

http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/07/fischstand-in-fortaleza-gesichter-brasiliens/

http://www.thyssenkrupp-steel-europe.com/csa/de/index.jsp
http://jusclip.com.br/apos-intervencao-da-oabrj-siderurgica-retira-acao-contra-cientistas/
“Wir waren uns immer sicher, die richtigen Entscheidungen getroffen zu haben.” Ekkehard Schulz, Einweihung, Juni 2010
Brasiliens Qualitätsmedien erinnern daran, daß das ThyssenKrupp-Stahlwerk wegen angerichteter Umweltschäden sowie Schäden für die Gesundheit der Anwohner mehrmals habe Bußgelder in Millionenhöhe zahlen müssen. Für Millionensummen habe ThyssenKrupp zusätzliche, nicht eingeplante Anlagen errichten müssen, um die Umweltbelastung zu senken. Erst in den letzten Tagen war das Stahlwerk erneut von den staatlichen Umweltbehörden inspiziert worden.
“Das Werk ist das modernste und das umweltschonendste weltweit.”
“Managementfehler”: http://www.presseportal.de/pm/55903/2253691/waz-thyssen-krupp-betriebsrat-verluste-in-uebersee-koennten-gesamten-konzern-gefaehrden
Außerordentlich interessant für Medieninteressierte könnte sein, noch einmal die ungezählten Lob-und-Hudel-Beiträge nachzulesen, anzuschauen, die über das einstige Vorzeigeprojekt massiv verbreitet worden waren - heutiger Propagandajournalismus in Bestform .Wer das Projekt journalistisch umfassend kritisierte, hatte und hat nur Nachteile.
http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/
“Die Megainvestition zeigt, daß endlich das deutsche Unternehmertum mit totaler Wucht nach Rio de Janeiro kommt.”
“ThyssenKrupp und Vale weihen eine neue Ära der Eisen-und Stahlindustrie Brasiliens ein.”
Lula redet im Stahlwerk: http://www.youtube.com/watch?v=wNYmYlFdox0&feature=related
http://www.youtube.com/watch?v=aMj7YknPR8Q
http://www.revistafator.com.br/ver_noticia.php?not=121816
“Sie haben unseren Bau von Anfang an mit größtem Rückhalt begleitet. Ihre Regierung war in der Projekt-wie in der Bauphase immer ein verlässlicher und kompetenter Partner.”

NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers auf der Super-Baustelle von ThyssenKrupp in Rio de Janeiro: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/23/thyssenkrupp-rio-de-janeiro-wichtige-investition-starkt-auch-den-industriestandort-nordrhein-westfalennrw-ministerprasident-dr-jurgen-ruttgers/
Presse-Mitteilung, 30.10.2008, 16:00 Uhr (MEZ)
In den Wirtschaftsmedien wird der Regierung von Dilma Rousseff “Ineffizienz, willkürliches Handeln” vorgeworfen - in mitteleuropäischen Lob-Analysen wie üblich das Gegenteil. Die Regierung zeichne sich durch “Führungsinkompetenz” aus und sei nicht fähig, Programme und Projekte für eine allgemeine Produktionssteigerung im Lande zu verwirklichen, urteilen dagegen brasilianische Wirtschaftsexperten.
Der BRIC-Partner China hat Brasilien seit Jahren vergeblich geraten, endlich die niedrige Wettbewerbsfähigkeit durch massive Investitionen in effizienzsteigernde Projekte, darunter die stark zurückgebliebene Infrastruktur zu verbessern. Von chinesischer Seite werden zudem überbordende Bürokratie und Korruption in Brasilien kritisiert.
China ist inzwischen wichtigster Wirtschaftspartner des Tropenlandes. Vergleiche zwischen beiden Ländern, darunter beim Bildungsniveau, sprechen Bände.
Verluste des Milliardärs Eike Batista: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/15/brasiliens-milliardar-macht-mit-firmen-konglomerat-zunehmend-hohere-verluste-selbst-im-angeblich-erfolgreichen-olfordergeschaft-partner-von-eon/
Wirtschaftszeitschrift Exame:
Tags:
“Goldman-Stratege Wilson etwa prophezeit Brasilien und Russland ein Plus von weniger als fünf Prozent pro Jahr.”
Gemäß den mit großer Vorsicht zu betrachtenden offiziellen Zahlen Brasilias gab es bereits 2011 ein BIP von nur 2,7 Prozent, die offizielle Voraussage hatte indessen bei 5,5 Prozent gelegen. Einschätzungen brasilianischer Experten, etwa des Industrieverbandes FIESP, geben seit Jahren ein völlig anderes Bild.
In den Wirtschaftsmedien wird der Regierung von Dilma Rousseff “Ineffizienz, willkürliches Handeln” vorgeworfen - in mitteleuropäischen Lob-Analysen wie üblich das Gegenteil. Die Regierung zeichne sich durch “Führungsinkompetenz” aus und sei nicht fähig, Programme und Projekte für eine allgemeine Produktionssteigerung im Lande zu verwirklichen, urteilen dagegen brasilianische Wirtschaftsexperten.
Der BRIC-Partner China hat Brasilien seit Jahren vergeblich geraten, endlich die niedrige Wettbewerbsfähigkeit durch massive Investitionen in effizienzsteigernde Projekte, darunter die stark zurückgebliebene Infrastruktur zu verbessern. Von chinesischer Seite werden zudem überbordende Bürokratie und Korruption in Brasilien kritisiert.
China ist inzwischen wichtigster Wirtschaftspartner des Tropenlandes. Vergleiche zwischen beiden Ländern, darunter beim Bildungsniveau, sprechen Bände.