http://sergyovitro.blogspot.com/2010/07/eliane-cantanhede-plinio-o-provocador.

“Jeder fünfte Pflichtwähler war nie in der Schule bzw. ist Analphabet.” Folha de Sao Paulo zu Oktober-Pflichtwahlen unter Lula.
Brasiliens Landesmedien melden einen bezeichnenden Fall enormer Diskrepanz zwischen offiziellen Gesundheitsdaten und der Realität. In der von einem Präfekten aus Lulas Arbeiterpartei PT geführten Stadt Esperantina des Teilstaats Piaui existierten laut Gesundheitsministerium nur drei Fälle von Lepra. Die Anti-Lepra-NGO MORHAN entdeckte 2010 indessen in Esperantina in nur einer Woche 41 nicht registrierte Leprakranke. Für MORHAN-Leiter Arthur Custodio ist dies ein Hinweis darauf, daß Lepra in ganz Brasilien unterschätzt und nicht korrekt statistisch erfaßt wird. Brasilien ist laut MORHAN das Land mit der weltweit größten Lepradichte. In Europa werden gewöhnlich offizielle Regierungsangaben Brasilias für bare Münze genommen und ohne Quellenangabe als Fakt hingestellt. Die Korruptionsrate des Landes ist sehr hoch.

Arthur Custodio de Sousa beim Website-Interview in Sao Paulo.

Davi Kopenawa Yanomami.
http://g1.globo.com/brasil/noticia/2010/07/cameras-flagram-assaltos-onibus-em-fortaleza.html
Abwasserfluß in Armenviertel Fortalezas, nahe Massengrab-Friedhof.
In Brasilien wird seit der Diktaturzeit die Praxis beibehalten, nicht identifizierte, zu „Unbekannten“ erklärte Tote in Massengräbern zu verscharren. Wie die Menschenrechtskommission des Stadtparlaments von Sao Paulo jetzt erfuhr, werden allein auf dem städtischen Friedhof “Dom Bosco” monatlich zwischen 130 und 140 sogenannte Indigentes in Massengräber geworfen. Während der 21-jährigen Diktaturzeit war laut Padre Julio Lancelotti von den Machthabern 1971 eigens dieser Friedhof geschaffen worden, um dort zahlreiche ermordete Regimegegner heimlich mit jenen unbekannten Toten zu verscharren - seit damals laut Menschenrechtskommission insgesamt rund 231000 Tote. Nach einem Massaker an Obdachlosen Sao Paulos beobachtete Padre Lancelotti auf diesem Friedhof: “Als der Lastwagen kommt und geöffnet wird, sehe ich mit Erschrecken, daß er bis obenhin voller Leichen ist. Alle sind nackt und werden direkt ins Massengrab geworfen. Das wird zugeschüttet -  und fertig.” Kirchliche Menschenrechtsaktivisten wie Lancelotti protestieren gegen diese Praxis, sehen darin ein gravierendes ethisch-moralisches Problem, weil es in einem Land der Todesschwadronen damit auch sehr leicht sei, unerwünschte Personen verschwinden zu lassen. In allen brasilianischen Millionenstädten gibt es den Angaben zufolge solche Massengräber.
Laut Lancelotti ist in Brasilien auch derzeit die Zahl der Verschwundenen auffällig hoch.
 Bürgerproteste in Fortaleza, mit einer annähernd gleichen Einwohnerzahl wie Berlin: „Die Toten werden oft schon verwest hergebracht, wie Tiere verscharrt, wir müssen zwangsläufig zusehen, es ist grauenhaft“, klagt eine Frau. „Fast jeden Tag kommt der Leichen-LKW – doch bei den heftigen Gewitterregen wird die dünne Erdschicht über den Toten weggeschwemmt, sehen wir die Massengräber offen, wird der Geruch im Stadtviertel so unerträglich, daß viele Kopfschmerzen kriegen, niemand hier eine Mahlzeit zu sich nimmt.“ Der Nachbar schildert, wie das vergiftete Regenwasser vom Friedhof durch die Straßen und Gassen des Viertels läuft: „Das Wasser ist grünlich und stinkt, manchmal werden sogar Leichenteile mitgeschwemmt – und weggeworfene Schutzhandschuhe der Leichenverscharrer. Die Kinder spielen damit – haben sich an die schrecklichen Vorgänge des Friedhofs gewöhnt. Wir alle haben Angst, daß hier Krankheiten, Seuchen ausbrechen.“
“Wenn die Toten da reingeschmissen werden, sind das Szenen wie in diesen Holocaustfilmen.”
Nach wie vor existieren in Brasilien geheime Friedhöfe, cemiterios clandestinos, in denen ebenfalls u.a. vom organisierten Verbrechen Mißliebige verscharrt werden. Die Folha de Sao Paulo publizierte im Juli 2010 das drastische Foto einer Menschenmenge, die sich in der Megacity wegen des Verwesungsgestanks von dem an einem geheimen Friedhof abgeworfenen Mordopfer die Nase zuhielt.

Der weltweit bekannte brasilianische Menschenrechtspriester Julio Lancelottti in Sao Paulo.
Die NGO organisiert viele Proteste an der Copacabana - einfach mal in neueren deutschsprachigen Reiseführern, Reiseinformationen nachschauen, was darüber berichtet wird.
http://www.riodepaz.org.br/home.html

Kinder-Protest an der Copacabana.
Wie es hieß, wurden auch 74 Militärpolizisten und 23 Zivilpolizisten des Teilstaats registriert, die im Dienst ermordet worden waren. Rio de Janeiro hat annähernd die gleiche Einwohnerzahl wie Kuba.
Laut Lula dürften die Fehler der Panamerikanischen Spiele von 2007 nicht wiederholt werden, als die Regierung statt anfänglicher 400 Millionen Real schließlich fast 2 Milliarden Real beisteuern mußte. Inländische Kritiker betonen, die Mittel sollten besser für Bildung, Gesundheit, sozialen Wohnungsbau statt Slums -  und öffentliche Sicherheit ausgegeben werden. Von mehr Sicherheit für von Feuergefechten bedrohte Schulen war nicht die Rede.
Vor allem aus dem brasilianischen Nordosten wird seit Jahrzehnten über häufigen Inzest berichtet. Mädchen beklagen danach gegenseitig, daß der eigene Vater regelmäßig mit ihnen schlafe, sie dazu zwinge. “Ich darfs aber der Mutter nicht sagen, sonst wirft sie mich rausâ€, zählt zu den üblichen Äußerungen.
http://www.lexuniversal.com/pt/articles/1185
À Folha, Sandra afirmou que foi estuprada pelo pai aos 12 anos. “Ele me procurava de três em três dias, de oito em oito dias, mas eu não pensava que isso fosse crime”, disse.