<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Klaus Hart Brasilientexte &#187; Brasiliens Umweltpolitik</title>
	<atom:link href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-umweltpolitik/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.hart-brasilientexte.de</link>
	<description>Aktuelle Berichte aus Brasilien - Politik, Kultur und Naturschutz</description>
	<lastBuildDate>Sun, 26 Feb 2023 11:57:53 +0000</lastBuildDate>
	<language>de-DE</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=4.1.42</generator>
	<item>
		<title>Brasilien: Megacity Sao Paulo ruft wegen Giftluft und sehr geringer Luftfeuchtigkeit den Notstandsfall aus. Mehr Infarkte, Schlaganfälle, Atemprobleme, dazu Dauer-Kopfschmerz. Problematik seit Jahren bekannt &#8211; doch keinerlei Gegenmaßnahmen. „Herzrhythmusstörungen wegen dieser fürchterlichen Luft spürt hier jedermann an sich selbst.” Dr. Ubiratan de Paula Santos, Herzspezialist in Sao Paulo. Gesundheits-und Umweltpolitik unter Dilma Rousseff.</title>
		<link>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/08/21/brasilien-megacity-sao-paulo-ruft-wegen-giftluft-und-sehr-geringer-luftfeuchtigkeit-den-notstandsfall-aus-mehr-infarkte-schlaganfalle-atemprobleme/</link>
		<comments>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/08/21/brasilien-megacity-sao-paulo-ruft-wegen-giftluft-und-sehr-geringer-luftfeuchtigkeit-den-notstandsfall-aus-mehr-infarkte-schlaganfalle-atemprobleme/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 21 Aug 2012 20:38:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Naturschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Brasiliens Umweltpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Giftluft in Sao Paulo]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/08/21/brasilien-megacity-sao-paulo-ruft-wegen-giftluft-und-sehr-geringer-luftfeuchtigkeit-den-notstandsfall-aus-mehr-infarkte-schlaganfalle-atemprobleme/</guid>
		<description><![CDATA[http://g1.globo.com/sao-paulo/noticia/2012/08/em-dia-mais-seco-do-ano-sp-entra-em-estado-de-emergencia-diz-cge.html Die politisch Verantwortlichen von Sao Paulo und Brasilia haben trotz der für die Bewohner stetig zunehmenden Gesundheitsrisiken bisher auf wirksame Gegenmaßnahmen verzichtet &#8211; die Verkehrsdichte wird weiter erhöht, ebenso die Dichte des Betonmeers durch  zahlreiche neue Blocks und Wohntürme, bei abnehmender Grünfläche. Gemäß heutigen Kriterien erhält Brasilia daher für seine Sozialpolitik aus Ländern Mitteleuropas [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://g1.globo.com/sao-paulo/noticia/2012/08/em-dia-mais-seco-do-ano-sp-entra-em-estado-de-emergencia-diz-cge.html"><strong>http://g1.globo.com/sao-paulo/noticia/2012/08/em-dia-mais-seco-do-ano-sp-entra-em-estado-de-emergencia-diz-cge.html</strong></a></p>
<p><strong>Die politisch Verantwortlichen von Sao Paulo und Brasilia haben trotz der für die Bewohner stetig zunehmenden Gesundheitsrisiken bisher auf wirksame Gegenmaßnahmen verzichtet &#8211; die Verkehrsdichte wird weiter erhöht, ebenso die Dichte des Betonmeers durch  zahlreiche neue Blocks und Wohntürme, bei abnehmender Grünfläche. Gemäß heutigen Kriterien erhält Brasilia daher für seine Sozialpolitik aus Ländern Mitteleuropas sehr viel Lob.</strong></p>
<p><strong>Apathie und Passivität der Stadtbevölkerung Sao Paulos angesichts der Lage sprechen Bände.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/07/lulamaluf1.jpg" alt="lulamaluf1.jpg" /></p>
<p><strong>Ausriß, Qualitätszeitung Folha de Sao Paulo. “Jetzt verkauft Lula seine Seele dem Teufel wegen Maluf.”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/abgas-giftluft-automulti-forderung-in-brasilien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/tag/abgas-giftluft-automulti-forderung-in-brasilien/</strong></a></p>
<p><strong>Laut neuen Studien liegt Sao Paulo in der Welt-Städte-Statistik für Lebensqualität nur auf dem 92. Platz, in der Statistik der teuersten Städte indessen auf Platz 12.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/13/sao-paulos-folgenreiche-luftvergiftung-und-die-eliten-herzspezialist-dr-ubiratan-de-paula-santos-und-weltsozialforum-erfinder-oded-grajew-sexualitat-durch-luftvergiftung-betroffen/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/13/sao-paulos-folgenreiche-luftvergiftung-und-die-eliten-herzspezialist-dr-ubiratan-de-paula-santos-und-weltsozialforum-erfinder-oded-grajew-sexualitat-durch-luftvergiftung-betroffen/</strong></a></p>
<p><strong>Dr. Ubiratan de Paula Santos betreibt neben der Klinikarbeit ständig  Forschungsprojekte und hat festgestellt, wie der giftige Dauersmog sogar  die Fruchtbarkeit und die Sexualität der Stadtbewohner beeinträchtigt:  ”Die Luftvergiftung bewirkt auch genetische Veränderungen &#8211;  so werden  die Reproduktionszellen des Mannes regelrecht attackiert, in Sao Paulo  deshalb mehr Mädchen als Jungen geboren.” Zigarrettenrauch assoziiere  man mit Impotenz &#8211;  die chemischen Bestandteile einer Zigarette und der  Atemluft seien ähnlich. Da die giftige Luft den gesamten Organismus und  auch die Psyche beeinträchtige, Depressionen auslöse, sei natürlich  selbst die Sexualität betroffen.Der Herzspezialist wirkt resigniert, hat  nur wenig Hoffnung, daß von den verantwortlichen Politikern Sao Paulos  längst überfällige Schritte für eine gesunde Umwelt unternommen werden.  „Wir haben es hier offenbar mit einer Gesellschaft zu tun, die  Selbstmord begehen will.&#8220;</strong></p>
<h2>Rio+20: Brasiliens Megacity Sao Paulo hat  offiziell 2,6 Quadratmeter Grünfläche pro Einwohner, Berlin-Mitte 21  Quadratmeter, München 33,8 Quadratmeter. Methanproduzent Sao Paulo. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=13132" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/berlin/" rel="tag">Berlin</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/grunflache-in-sao-paulo/" rel="tag">Grünfläche in Sao Paulo</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/ma%c2%bcnchen/" rel="tag">MÃ¼nchen</a></p>
<p><strong>Wie es hieß, fehlen in der City und an der  Slumperipherie am meisten Grünflächen, gibt es zahlreiche Viertel mit  weniger als einem Quadratmeter pro Einwohner. Indessen wird Brasiliens  größte und wichtigste Stadt durch Neubauten weiter zügig verdichtet,  nehmen dadurch die Grünflächen weiter ab, die Luftvergiftung zu. Den  politisch verantwortlichen Autoritäten sind die internationalen  Vergleichsdaten bestens bekannt, auch die UNO-Mindestanforderungen.</strong></p>
<p><strong>&#8222;Das ist nicht normal&#8220;: </strong> <strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/16/das-ist-nicht-normal-neue-website-uber-lateinamerikas-fuhrende-megacity-sao-paulo-umweltvergiftung-stadtzerstorung-absurditaten/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/16/das-ist-nicht-normal-neue-website-uber-lateinamerikas-fuhrende-megacity-sao-paulo-umweltvergiftung-stadtzerstorung-absurditaten/</a></strong></p>
<p><span id="more-13528"></span></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/19/rio20-immer-mehr-brasilianische-umweltexperten-bezweifeln-sinn-und-erfolg-der-veranstaltungcronica-de-uma-morte-anunciadachronik-eines-angekundigten-todes/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/19/rio20-immer-mehr-brasilianische-umweltexperten-bezweifeln-sinn-und-erfolg-der-veranstaltungcronica-de-uma-morte-anunciadachronik-eines-angekundigten-todes/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/27/philip-fearnside-weltbekannter-amazonas-biologe-nennt-den-klimaschadlichen-methan-ausstos-des-umstrittenen-wasserkraftwerks-belo-monte-112-millionen-tonnen-jahrlich-mehr-als-die-nach-methan/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/27/philip-fearnside-weltbekannter-amazonas-biologe-nennt-den-klimaschadlichen-methan-ausstos-des-umstrittenen-wasserkraftwerks-belo-monte-112-millionen-tonnen-jahrlich-mehr-als-die-nach-methan/</strong></a></p>
<h2>Brasiliens Megacity Sao Paulo erlebt einen Boom identischer  Wohn-Hochhäuser, laut Landesmedien. Wohntürme in Gruppen, “arquitetura  conformista”. Pritzker-Preisträger Paulo Mendes da Rocha, Maria Rita  Kehl. Architektur der Slums. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=12726" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/architektur-der-slums/" rel="tag">architektur der slums</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-architektur/" rel="tag">brasiliens architektur</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/maria-rita-kehl/" rel="tag">maria rita kehl</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/sao-paulo/" rel="tag">sao paulo</a></p>
<p><strong>“Diktatur identischer Gebäude” (O Estado de Sao Paulo)</strong></p>
<p><strong>Durch das Kopieren von Wohntürmen sparen die Baufirmen bis zu 20 % der Kosten, heißt es.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/03/wohnblockssp.jpg" alt="wohnblockssp.jpg" /></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/505973/"><strong>http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/505973/</strong></a></p>
<p><a href="http://wissen.dradio.de/megastadt-sao-paulo-macht-krank.37.de.html?dram:article_id=4122&amp;sid=1"><strong>http://wissen.dradio.de/megastadt-sao-paulo-macht-krank.37.de.html?dram:article_id=4122&amp;sid=1</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/26/ausergewohnliche-frauen-brasiliens-maria-rita-kehl/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/26/ausergewohnliche-frauen-brasiliens-maria-rita-kehl/</strong></a></p>
<h2>“Sao Paulo sieht von oben eher aus wie eine bombardierte Stadt.”  Kolumnistin Maria Rita Kehl. “Immense Krater in allen Vierteln,  zahlreiche Häuser zerstört…Es scheint Krieg zu sein, aber ist nur  Kapitalismus.” Qualitätszeitung “O Estado de Sao Paulo”.  Pritzker-Preisträger Paulo Mendes da Rocha. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=5414" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://www.estadao.com.br/estadaodehoje/20100515/not_imp552129,0.php">http://www.estadao.com.br/estadaodehoje/20100515/not_imp552129,0.php</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/22/lula-spricht-auf-un-habitat-konferenz-in-rio-de-janeiro-soziale-ungleichheit-in-brasilien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/22/lula-spricht-auf-un-habitat-konferenz-in-rio-de-janeiro-soziale-ungleichheit-in-brasilien/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/09/mariaritakehl2.jpg" alt="mariaritakehl2.jpg" /></p>
<p><strong>Kolumnistin, Therapeutin Maria Rita Kehl.</strong></p>
<p><strong>Zeitung feuert Kolumnistin 2010: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/12/maria-rita-kehl-kolumnistin-und-therapeutin-von-zeitung-o-estado-de-sao-paulo-wegen-abweichender-meinungen-gefeuert-laut-landesmedien-der-mainstream-politische-interessen-und-die-wachsend/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/12/maria-rita-kehl-kolumnistin-und-therapeutin-von-zeitung-o-estado-de-sao-paulo-wegen-abweichender-meinungen-gefeuert-laut-landesmedien-der-mainstream-politische-interessen-und-die-wachsend/</a></strong></p>
<p><strong>Sao Paulo zählte noch vor etwa 60 Jahren zu den schönsten,  grünsten Gartenstädten der Welt, bevor u.a. im Interesse hemmungsloser  Immobilienspekulation ungezählte Preziosen der Architektur zerstört und  durch extrem häßliche Bauten ersetzt, Grünflächen systematisch  zubetoniert wurden. Die Häßlichkeit der größten und wirtschaftlich  führenden Megacity Lateinamerikas ist in der Tat “überwältigend”.</strong></p>
<p><strong><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/10/paulomendesdarocha1.jpg" alt="paulomendesdarocha1.jpg" /></strong></p>
<p><strong>Pritzker-Preisträger Paulo Mendes da Rocha:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/10/paulo-mendes-da-rocha-sao-paulo-pritzker-preistrager-warner-aus-der-betonwuste-gesichter-brasiliens/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/10/paulo-mendes-da-rocha-sao-paulo-pritzker-preistrager-warner-aus-der-betonwuste-gesichter-brasiliens/</a></p>
<p><strong>Wie analysiert Rocha die Stimmungslage im heutigen Brasilien?  „Wir verwandeln uns in eine Gesellschaft, die monstruös zynisch sowie  niedrig, gemein ist, die konformistisch das Desaster der Obdachlosen  akzeptiert. Wir haben eine Gesellschaft, die so kolonialistisch wird,  wie der originale Kolonialist. Sie ist ausbeuterisch, ohne jegliches  Gefühl des Mitleids und der Solidarität mit dem anderen.”</strong></p>
<p><strong>“O que serÃ¡ de uma cidade que destrÃ³i todas as suas  reservas de delicadeza, de graça, de modéstia? Caminhe um pouco pelas  ruas de seu bairro em busca dos cantinhos que ainda náo foram devastados  por alguma obra grandiosa e brega. O que serÃ¡ de uma cidade sem  varandas? Sem janelas dando para a rua &#8211; e o gato que espia pelo vidro  de uma delas? O que serÃ¡ de nosso convÃ­vio diÃ¡rio numa cidade sem o  pequeno comércio da rua, responsÃ¡vel pelo territÃ³rio coletivo onde as  pessoas aos poucos se conhecem, se cumprimentam, conversam? Uma cidade  sem zonas de familiaridade? O que serÃ¡ de uma cidade sem as vilas com  casas antigas onde o pedestre entra sem passar por uma guarita e  encontra um micro-oÃ¡sis de sombra e silÃªncio? Sem a minÃºscula  pracinha que sobrou numa esquina onde se esqueceram de construir outra  coisa? Procure os lugares em que ainda seja possÃ­vel o encontro entre o  pÃºblico e o privado, o Ã­ntimo e o estranho, o desafiante e o  acolhedor. O que serÃ¡ de uma cidade que é pura arrogÃ¢ncia,  exibicionismo e eficiÃªncia? O que serÃ¡ de nÃ³s, moradores de uma  cidade que despreza a vida urbana?” (Maria Rita Kehl)</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/13/regierung-des-teilstaates-sao-paulo-immer-besser-propaganda-von-gouverneur-goldman-an-gebauden-der-megacity-in-der-es-laut-kardinal-odilo-scherer-sogar-sklavenarbeit-gibt/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/13/regierung-des-teilstaates-sao-paulo-immer-besser-propaganda-von-gouverneur-goldman-an-gebauden-der-megacity-in-der-es-laut-kardinal-odilo-scherer-sogar-sklavenarbeit-gibt/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/05/california1.jpg" alt="california1.jpg" /></p>
<p><strong>Von Oscar Niemeyer projektiertes Gebäude in Sao Paulo.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/10/niemeyerauditorio.jpg" alt="niemeyerauditorio.jpg" /></p>
<p><strong>Konzertsaal von Oscar Niemeyer im Ibirapuera-Park, schlechte Akustik kritisiert. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/31/oscar-niemeyer-gebaude-in-sao-paulo-california-eiffel-montreal-copan/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/31/oscar-niemeyer-gebaude-in-sao-paulo-california-eiffel-montreal-copan/</a></strong></p>
<p><strong><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/05/paraisokate.jpg" alt="paraisokate.jpg" /></strong></p>
<p><strong>Eingang zu Slumkate: “…eine Armenbevölkerung von da nach dort  hingeworfen, auf der Suche nach einem Platz für neue Flüchtlingslager,  aus denen sie kurz darauf wieder vertrieben  wird.” (Maria Rita Kehl)</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/10/sparchitektur.jpg" alt="sparchitektur.jpg" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/17/lynchland-brasilien-meiste-opfer-lebendig-verbrannt/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/17/lynchland-brasilien-meiste-opfer-lebendig-verbrannt/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/15/uber-85000-kobras-in-sao-paulo-verbrannt-groste-sammlung-dieser-art-vernichtet/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/15/uber-85000-kobras-in-sao-paulo-verbrannt-groste-sammlung-dieser-art-vernichtet/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/25/sao-paulo-ist-456-interessanten-megacity-rundblick-anklicken/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/25/sao-paulo-ist-456-interessanten-megacity-rundblick-anklicken/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/19/martin-sorell-prasident-der-weltgrosten-werbe-holding-fur-mich-ist-brasilien-bereits-ein-entwickeltes-land-ich-kenne-das-land-gut-nie-war-es-so-leicht-die-marke-brasilien-zu-verkaufen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/19/martin-sorell-prasident-der-weltgrosten-werbe-holding-fur-mich-ist-brasilien-bereits-ein-entwickeltes-land-ich-kenne-das-land-gut-nie-war-es-so-leicht-die-marke-brasilien-zu-verkaufen/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/05/brasilien-auf-uno-index-fur-menschliche-entwicklung-jetzt-platz-75-hinter-argentinien-chile-und-kuba/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/05/brasilien-auf-uno-index-fur-menschliche-entwicklung-jetzt-platz-75-hinter-argentinien-chile-und-kuba/</a></p>
<h2>ZDF, Adveniat-Gottesdienst in Favela Cachoeirinha von Sao Paulo  2011. Brasiliens Kontraste. Fotoserie. Über 2600 Slums in der reichsten  Stadt Lateinamerikas. Leben in der siebtgrößten Wirtschaftsnation, als  “Gestaltungsmacht”, modern, fortschrittlich, boomend gerühmt. Effiziente  Auslandspropaganda, neoliberale Herzenskälte und Realität. Busfahrer  gelyncht in Sao Paulo am Tag des Adveniat-Gottesdiensts.  “Gestaltungsmacht” Brasilien. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11606" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/adveniat-gottesdienst-2011/" rel="tag">Adveniat-Gottesdienst 2011</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasilien/" rel="tag">Brasilien</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/favela-cachoeirinha/" rel="tag">Favela Cachoeirinha</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/sao-paulo/" rel="tag">Sao Paulo</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/zdf/" rel="tag">ZDF</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach1.JPG" alt="cach1.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/tagfuertag/1698492/"><strong>http://www.dradio.de/dlf/sendungen/tagfuertag/1698492/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/26/zdf-uber-adveniat-gottesdienst-in-favela-von-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/26/zdf-uber-adveniat-gottesdienst-in-favela-von-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><strong>Lateinamerikas teure Lebensmittel &#8211; Preissteigerungen um 40 Prozent in den letzten vier Jahren &#8211; Gefahr für Hungerbekämpfung:</strong> <a href="http://exame.abril.com.br/economia/mundo/noticias/precos-dos-alimentos-na-america-latina-sobem-40-em-4-anos--2"><strong>http://exame.abril.com.br/economia/mundo/noticias/precos-dos-alimentos-na-america-latina-sobem-40-em-4-anos–2</strong></a></p>
<p><strong>Bischof Bernardino sagte in Sao Paulo den Kirchenmedien vor  dem Adveniat-Gottesdienst, Brasiliens durchlebe derzeit eine enorme  politische Krise. Brasilien sei zwar theoretisch eine Republik, doch die  republikanischen Prinzipien würden mißachtet. In der Verfassung von  1988 heiße es, alle Brasilianer hätten die gleichen Rechte. “Doch in  Wahrheit ist dies eine Lüge.” Es reiche aus, in die Slums zu gehen. “Wir  müssen uns von der Diktatur der wirtschaftlichen Macht befreien &#8211; und  von einer politischen Macht, die sich der wirtschaftlichen Macht  unterwirft.”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/17/adveniat-in-brasilien-wie-lebt-es-sich-in-der-reichsten-stadt-lateinamerikas-der-siebtgrosten-wirtschaftsnation-nach-acht-jahren-lula-regierung-adveniat-gottesdienst-in-der-favela-cachoeirinha-von/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/17/adveniat-in-brasilien-wie-lebt-es-sich-in-der-reichsten-stadt-lateinamerikas-der-siebtgrosten-wirtschaftsnation-nach-acht-jahren-lula-regierung-adveniat-gottesdienst-in-der-favela-cachoeirinha-von/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach2.JPG" alt="cach2.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/26/zdf-und-adveniat-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-verschiedene-sichtweisen-der-gravierenden-menschenrechtslage-brasiliens-je-nach-wertvorstellungen-und-vorschriftenkatalog/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/26/zdf-und-adveniat-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-verschiedene-sichtweisen-der-gravierenden-menschenrechtslage-brasiliens-je-nach-wertvorstellungen-und-vorschriftenkatalog/</strong></a></p>
<p><strong>Leonardo Boff 2011:”Ratzinger wird als Feind der Armen in die Geschichte eingehen.”</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c7.JPG" alt="c7.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/04/21/lulas-crack-kinder-nach-sao-paulo-auch-in-rio-immer-mehr-cracolandias-eine-dosis-crack-umgerechnet-etwa-35-cents-crack-geschaft-stimuliert-kinderprostitution/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/04/21/lulas-crack-kinder-nach-sao-paulo-auch-in-rio-immer-mehr-cracolandias-eine-dosis-crack-umgerechnet-etwa-35-cents-crack-geschaft-stimuliert-kinderprostitution/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach3.JPG" alt="cach3.JPG" /></p>
<p><strong>“Die Wirtschaftskrise hat Brasilien kaum gespürt”(WAZ)  Kloakegraben &#8211; nur einige Schritte vom Platz des Adveniat-Gottesdienstes  entfernt. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/15/staatschef-lula-erklart-rezession-und-krise-in-brasilien-fur-beendet-offizielle-daten-als-begrundung-grund-zum-feiern/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/15/staatschef-lula-erklart-rezession-und-krise-in-brasilien-fur-beendet-offizielle-daten-als-begrundung-grund-zum-feiern/</a></strong></p>
<p><strong>“…das Land die globale Wirtschafts- und Finanzkrise 2008/2009 vergleichsweise unbeschadet überstanden hat.”  BDI 2011</strong></p>
<p><strong>Laut der Getulio-Vargas-Stiftung vom Oktober 2009 hatte die  Krise indessen von den sechs wichtigsten Wirtschaftszentren Brasiliens  die Megacity Sao Paulo am stärksten getroffen &#8211; das Elend habe deutlich  zugenommen, hieß es gemäß Landesmedien.</strong></p>
<p><strong>Deutsche Unternehmer erklärten im Website-Interview, daß 2009  als Krisenwirkung, “der Außenhandel Brasiliens total eingebrochen ist,  sowohl Export als auch Import”.</strong></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/15/deutscher-bundesausenminister-guido-westerwellefdp-2012-in-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/15/deutscher-bundesausenminister-guido-westerwellefdp-2012-in-sao-paulo/</strong></a></strong></p>
<p><strong>Auffällig, daß es nicht wenige ausländische und  brasilianische Journalisten bewußt vermeiden, die sozialen Brennpunkte  in den Slums aus der Nähe kennenzulernen. Selbst große Meinungsmacher  Brasiliens äußern sich entsetzt, schockiert, wenn sie zum erstenmal im  Leben die Realität einer Favela aus der Nähe sahen &#8211; gewöhnlich mit  Body-Guards und TV-Gefolge an der Seite, nicht einmal in den  gravierendsten Slums des Landes. Heute im marktgängigen Journalismus  erbrachte Verdrängungsleistungen sind rundum beachtlich. Entsprechend  gering sind die Chancen erfahrener Fotoreporter wie Barnabas Bosshart  aus der Schweiz.<br />
</strong></p>
<h2>“Wenn es ein Land gibt, in dem das Volk die Krise nicht erlebte, dann war es dieses hier!”(Lula)</h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/29/brasilien-leben-im-slum-favela-do-moinho-in-sao-paulos-innenstadt/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/29/brasilien-leben-im-slum-favela-do-moinho-in-sao-paulos-innenstadt/</strong></a></p>
<p><strong>Ungezählte Behinderte hausen in den Slums:<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/brasiliens-hohe-rate-von-behinderten-2391-prozent-der-bevolkerung-gegenuber-rund-1-prozent-in-hochentwickelten-landern-laut-studien/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/brasiliens-hohe-rate-von-behinderten-2391-prozent-der-bevolkerung-gegenuber-rund-1-prozent-in-hochentwickelten-landern-laut-studien/</a></strong></p>
<p><strong>Der soziale Aufstieg von Lula:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/04/lula-bekommt-500000-dollar-von-lg-fur-vortrag-in-sudkorea-laut-brasilianischen-landesmedien-uber-eine-million-dollar-damit-vier-monate-nach-ende-der-amtszeit-kassiert-laut-kalkulation-von-parte/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/04/lula-bekommt-500000-dollar-von-lg-fur-vortrag-in-sudkorea-laut-brasilianischen-landesmedien-uber-eine-million-dollar-damit-vier-monate-nach-ende-der-amtszeit-kassiert-laut-kalkulation-von-parte/</strong></a></p>
<p><strong>Wie in deutschsprachigen Zeitungen und Zeitschriften die  Situation interpretiert wird:</strong></p>
<h2>”Das Leben in Brasilien ist leicht und unbeschwert. Probieren Sie es selbst.” Deutschsprachige Tourismuspropaganda.</h2>
<p><strong>Deutliches Wachstum bei Slums:</strong><br />
<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/07/brasiliens-boom-und-die-slumhutten/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/07/brasiliens-boom-und-die-slumhutten/</strong></a></p>
<p><strong>Obdachlosenverbrennung: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/25/obdachlose-in-sao-paulo-protestieren-gegen-lebendiges-verbrennen-von-strasenbewohnern-und-andere-gewalttaten-in-brasilien-viele-greueltaten-garnicht-amtlich-registriert-obdachlosenvertreibung-bea/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/25/obdachlose-in-sao-paulo-protestieren-gegen-lebendiges-verbrennen-von-strasenbewohnern-und-andere-gewalttaten-in-brasilien-viele-greueltaten-garnicht-amtlich-registriert-obdachlosenvertreibung-bea/</strong></a></p>
<p><strong>„Die Milliardärsstatistik zeigt, daß sich unter der Regierung  von Präsident Lula an der grauenhaft ungerechten Einkommensverteilung,  dem Begünstigen der ohnehin Privilegierten nichts geändert hat“, sagt  Frei José Francisco, Leiter des Franziskaner-Sozialwerks von Sao Paulo  im Website-Interview. „Die neue Präsidentin Dilma Rousseff fährt diesen  Kurs weiter, tut nichts gegen Einkommenskonzentration in den Händen  weniger – trotz soviel Hunger und Massenelend. Nur bei sozialer  Ungleichheit ist Brasilien Weltspitze.“  </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/24/in-brasilien-existiert-weiter-hunger-das-problem-wurde-langst-nicht-beseitigt-jose-francisco-leiter-der-franziskaner-sozialprojekte-in-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/24/in-brasilien-existiert-weiter-hunger-das-problem-wurde-langst-nicht-beseitigt-jose-francisco-leiter-der-franziskaner-sozialprojekte-in-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.adveniat.de/blog/?p=960"><strong>http://www.adveniat.de/blog/?p=960</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/15/lulas-anti-hunger-programm-uber-40-prozent-der-empfanger-bleiben-weiter-im-elend-laut-regierungsstudie/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/15/lulas-anti-hunger-programm-uber-40-prozent-der-empfanger-bleiben-weiter-im-elend-laut-regierungsstudie/</strong></a></p>
<p><strong>“Krise &#8211; was denn für eine Krise?”  </strong><strong>Brasilien hat Wirtschafts-und Finanzkrise gut überstanden, lauten europäische Bewertungen zu Hunger und Elend im Tropenland.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/14/steinigen-im-iran-unter-ahmadinedschad-und-in-brasilien-unter-lula-lula-konnte-sich-uber-die-tatsache-beunruhigen-das-brasilien-zu-den-landern-gehort-in-denen-am-meisten-gelyncht-wird-jose/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/14/steinigen-im-iran-unter-ahmadinedschad-und-in-brasilien-unter-lula-lula-konnte-sich-uber-die-tatsache-beunruhigen-das-brasilien-zu-den-landern-gehort-in-denen-am-meisten-gelyncht-wird-jose/</strong></a></p>
<p><strong>Lynchen eines Busfahrers am Tag des Adveniat-Gottesdienstes in Sao Paulo:<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/28/brasiliens-lynchpraktiken-neuester-fall-in-sao-pauloeine-feige-tat-digeane-alves-ehefrau-des-gelynchten-busfahrers/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/28/brasiliens-lynchpraktiken-neuester-fall-in-sao-pauloeine-feige-tat-digeane-alves-ehefrau-des-gelynchten-busfahrers/</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach5.JPG" alt="cach5.JPG" /></p>
<p><a href="http://gottesdienste.zdf.de/ZDFde/inhalt/11/0,1872,8383083,00.html"><strong>http://gottesdienste.zdf.de/ZDFde/inhalt/11/0,1872,8383083,00.html</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/brasiliens-hohe-rate-von-behinderten-2391-prozent-der-bevolkerung-gegenuber-rund-1-prozent-in-hochentwickelten-landern-laut-studien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/brasiliens-hohe-rate-von-behinderten-2391-prozent-der-bevolkerung-gegenuber-rund-1-prozent-in-hochentwickelten-landern-laut-studien/</strong></a></p>
<p><strong>Nach der ZDF-Übertragung äußerten vor Ort katholische  Menschenrechtsaktivisten sowie Priester Sao Paulos auch Kritik an dem  Adveniat-Gottesdienst. Vermißt wurden u.a. klare, kritische Worte zur  konkreten Lage in der Favela Cachoeirinha, zum derzeitigen  Regierungskurs Brasiliens sowie zu den gravierenden  Menschenrechtsverletzungen im heutigen Brasilien, darunter  systematischer Folter, Todesschwadronen, Sklavenarbeit und andere Formen  struktureller Gewalt, von denen die brasilianischen Slums betroffen  seien.</strong></p>
<p><strong>Viele Schlüsselbegriffe zur brasilianischen Realität hätten  gefehlt, zudem Fakten zur krassen sozialen Ungleichheit in Brasilien,  den politisch Verantwortlichen. “Der Ausbau einer Stadtautobahn wird die  Favela Cachoeirinha schwer treffen, das Leben der Bewohner weiter  verschlechtern. Das hätte man ebenso ansprechen können wie die Rolle von  überbordender Gewalt und der sich epidemisch ausbreitenden harten  Drogen, darunter Crack.” Erwartet wurde zudem, daß die deutsche  Delegation sich gemeinsam mit Kardinal Scherer  beispielsweise nach dem  Gottesdienst in die engen Gassen des Slums just zu den erbärmlichsten  Hütten und Katen begibt, um den direkten, hautnahen Kontakt zu den von  Elend Betroffenen zu suchen. Dazu sei es indessen nicht gekommen &#8211; auch  ein vorgesehener gemeinsamer Morgenkaffee mit den Slumbewohnern, direkt  nach dem Gottesdienst, sei wenige Tage zuvor überraschend abgeblasen  worden. All dies weise auf Berührungsprobleme mit der Slumrealität.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/foltertododiapastoralglobo.JPG" alt="foltertododiapastoralglobo.JPG" /></p>
<p><strong>“Jeden Tag wird in Brasilien gefoltert.” Ausriß</strong> <strong>2011</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/23/unesco-zeichnet-lula-in-paris-wegen-forderung-des-friedens-und-der-rechtsgleichheit-aus-preis-mit-150000-dollar-dotiert-jury-von-henry-kissinger-gefuhrt/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/23/unesco-zeichnet-lula-in-paris-wegen-forderung-des-friedens-und-der-rechtsgleichheit-aus-preis-mit-150000-dollar-dotiert-jury-von-henry-kissinger-gefuhrt/</strong></a></p>
<p><strong>Geistliche Sao Paulos erklärten ferner im Website-Interview,  zwar sei eine schöne Messe zelebriert worden &#8211; doch habe Kardinal  Scherer vermieden, die deutschen Bischöfe zu den Orten krassen  Favela-Elends zu führen, um weder den Gouverneur noch den Präfekt von  Sao Paulo damit zu provozieren, das gute Verhältnis zu diesen Politikern  zu gefährden. Zu den Zeiten von Kardinal Paulo Evaristo Arns wäre ein  solcher Gottesdienst völlig anders abgelaufen, hieß es. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/14/parabens-dom-paulo-evaristo-arns-der-deutschstammige-kardinal-sao-paulos-ist-90-hochengagiert-im-kampf-gegen-das-militarregime-der-foltergenerale1964-1985-wer-mit-den-diktatoren-eng-kooperierte/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/14/parabens-dom-paulo-evaristo-arns-der-deutschstammige-kardinal-sao-paulos-ist-90-hochengagiert-im-kampf-gegen-das-militarregime-der-foltergenerale1964-1985-wer-mit-den-diktatoren-eng-kooperierte/</strong></a></p>
<p><strong>Auch der kirchliche Mainstream Deutschlands hatte  entsprechend ausgespart, auf das klare, unmißverständliche Benennen  politisch Verantwortlicher ebenso verzichtet wie auf die Frage, ob  Demokratie mit Slum-Elend, dem Vorenthalten zahlreicher, theoretisch  garantierter Bürgerrechte vereinbar ist. Im Falle Brasiliens drängt sich  der Vergleich mit anderen lateinamerikanischen Staaten auf, die im  UNO-Ranking 2011 für menschliche Entwicklung weit besser abschneiden als  die siebte Wirtschaftsnation, welche lediglich Platz 84 belegt. (Chile  44., Argentinien 45., Kuba 51. Platz)<br />
</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/23/brasilien-wenig-generos-kritik-an-geringem-spendenaufkommen-in-der-achtgrosten-wirtschaftsnation/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/23/brasilien-wenig-generos-kritik-an-geringem-spendenaufkommen-in-der-achtgrosten-wirtschaftsnation/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/08/hungernde-brasilianer-reisen-mullsacke-auf-wuhlen-nach-nahrung-schlingen-vergorene-teils-verdorbene-essensreste-in-sich-hinein-verstreuen-mull-auf-gehwegen-strasen-gewohnter-anblick-in-sao-paulo/"><strong> http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/08/hungernde-brasilianer-reisen-mullsacke-auf-wuhlen-nach-nahrung-schlingen-vergorene-teils-verdorbene-essensreste-in-sich-hinein-verstreuen-mull-auf-gehwegen-strasen-gewohnter-anblick-in-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach6.JPG" alt="cach6.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/21/katholisches-hilfswerk-adveniat-in-brasilien-land-der-vielen-milliardare-und-millionare-wie-es-kommt-das-in-deutschland-muhselig-spenden-fur-bedurftige-und-sozialprojekte-gesammelt-werden-obwohl-d/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/21/katholisches-hilfswerk-adveniat-in-brasilien-land-der-vielen-milliardare-und-millionare-wie-es-kommt-das-in-deutschland-muhselig-spenden-fur-bedurftige-und-sozialprojekte-gesammelt-werden-obwohl-d/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/06/patria-amada-mae-gentil-miguel-srougi-zum-brasilianischen-unabhangigkeitstag-como-ser-feliz-se-estamos-no-70-lugar-no-indice-de-desenvolvimento-humano/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/06/patria-amada-mae-gentil-miguel-srougi-zum-brasilianischen-unabhangigkeitstag-como-ser-feliz-se-estamos-no-70-lugar-no-indice-de-desenvolvimento-humano/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach7.JPG" alt="cach7.JPG" /></p>
<p><strong>“Terror-Rap statt Samba”:</strong></p>
<p><a href="http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/terror-rap-statt-samba/763272.html"><strong>http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/terror-rap-statt-samba/763272.html</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/22/luis-antonio-pereira-silva-leiter-der-slum-pastoral-in-der-erzdiozese-rio-de-janeiro-gesichter-brasiliens/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/22/luis-antonio-pereira-silva-leiter-der-slum-pastoral-in-der-erzdiozese-rio-de-janeiro-gesichter-brasiliens/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach8.JPG" alt="cach8.JPG" /></p>
<p><strong>“Leute aus unserer Elite lassen sich hier in den Favelas  nicht blicken, die wollen von all der Misere nichts wissen &#8211; erzählen  aber überall in der Welt, daß es soetwas in Brasilien nicht gibt &#8211;  besonders vor Fußball-WM und Olympischen Sommerspielen.”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach9.JPG" alt="cach9.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach10.JPG" alt="cach10.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/02/die-lula-regierung-war-bei-den-menschenrechten-eine-enttauschung-tim-cahill-brasilienexperte-von-amnesty-international-in-london-weiter-alltagliche-folter-todesschwadronen-sklavenarbeit-sc/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/02/die-lula-regierung-war-bei-den-menschenrechten-eine-enttauschung-tim-cahill-brasilienexperte-von-amnesty-international-in-london-weiter-alltagliche-folter-todesschwadronen-sklavenarbeit-sc/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach11.JPG" alt="cach11.JPG" /></p>
<p><strong>Das Blutbad in den Tagen vor dem Adveniat-Gottesdienst:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/22/brasiliens-alltagliche-blutbader-sechs-jugendliche-in-belem-mit-genickschus-polizeimunition-ermordet-todesschwadronen-in-der-grosten-demokratie-lateinamerikas/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/22/brasiliens-alltagliche-blutbader-sechs-jugendliche-in-belem-mit-genickschus-polizeimunition-ermordet-todesschwadronen-in-der-grosten-demokratie-lateinamerikas/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach12.JPG" alt="cach12.JPG" /></p>
<p><strong>Öffentliche Diskussion in Brasilien kurz vor der Adveniat-Messe:<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/25/brasilien-das-ungesuhnte-carandiru-massaker-von-sao-paulo-medienkritik-an-neuem-elitepolizei-chef-polizeipraktiken-erinnern-an-nazistisches-deutschland-laut-landesmedien/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/25/brasilien-das-ungesuhnte-carandiru-massaker-von-sao-paulo-medienkritik-an-neuem-elitepolizei-chef-polizeipraktiken-erinnern-an-nazistisches-deutschland-laut-landesmedien/</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach13.JPG" alt="cach13.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.bpb.de/publikationen/JU16H0,0,Vom_Umgang_mit_der_Diktaturvergangenheit.html"><strong>http://www.bpb.de/publikationen/JU16H0,0,Vom_Umgang_mit_der_Diktaturvergangenheit.html</strong></a></p>
<p><strong>Brasiliens interessanter Qualitätsjournalismus:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/18/matices-medien-staat-und-gesellschaft-in-lateinamerika-anklicken/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/18/matices-medien-staat-und-gesellschaft-in-lateinamerika-anklicken/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/07/tom-schimmeck-das-hat-in-deutschland-mit-dem-mauerfall-zu-tun/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/07/tom-schimmeck-das-hat-in-deutschland-mit-dem-mauerfall-zu-tun/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach14.JPG" alt="cach14.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/25/brasiliens-bischof-angelico-sandalo-bernardino-zur-politischen-krise-des-landes-zu-rechtsungleichheit-und-slums/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/25/brasiliens-bischof-angelico-sandalo-bernardino-zur-politischen-krise-des-landes-zu-rechtsungleichheit-und-slums/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach15.JPG" alt="cach15.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/28/brasiliens-kuriose-armutsgrenze-wer-umgerechnet-etwa-65-euro-verdient-gilt-nicht-mehr-als-arm/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/28/brasiliens-kuriose-armutsgrenze-wer-umgerechnet-etwa-65-euro-verdient-gilt-nicht-mehr-als-arm/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach16.JPG" alt="cach16.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/11/brasiliens-filmhit-tropa-de-elite-2-startet-in-den-us-kinos-konkurriert-um-oscar-unbequeme-realitat-dokumentarisch-umgesetzt-heutige-politiker-im-film-erkennbar/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/11/brasiliens-filmhit-tropa-de-elite-2-startet-in-den-us-kinos-konkurriert-um-oscar-unbequeme-realitat-dokumentarisch-umgesetzt-heutige-politiker-im-film-erkennbar/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach17.JPG" alt="cach17.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/17/brasiliens-korruptionskrise-wegen-dilma-rousseffs-bemerkenswerter-mitarbeiterauswahl-befreiungstheologe-frei-betto-zur-korruption/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/17/brasiliens-korruptionskrise-wegen-dilma-rousseffs-bemerkenswerter-mitarbeiterauswahl-befreiungstheologe-frei-betto-zur-korruption/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/11/ihr-konnt-nicht-gott-und-dem-geld-dienen-bischofliche-bruderlichkeitskampagne-2010-kritisiert-lulas-wirtschaftspolitik-radiospot-anklicken/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/11/ihr-konnt-nicht-gott-und-dem-geld-dienen-bischofliche-bruderlichkeitskampagne-2010-kritisiert-lulas-wirtschaftspolitik-radiospot-anklicken/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach18.JPG" alt="cach18.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/23/bischof-luiz-flavio-cappio-in-deutschland-vor-weihnachten/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/23/bischof-luiz-flavio-cappio-in-deutschland-vor-weihnachten/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach19.JPG" alt="cach19.JPG" /></p>
<p><strong>Sao Paulos Slumpriester Aecio Cordeiro da Silva.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/24/brasilien-wurde-unter-lula-rousseff-zum-auswanderungsland-bye-bye-brasil-sergio-costa-soziologie-professor-an-der-fu-berlin-bestatigt-die-entwicklung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/24/brasilien-wurde-unter-lula-rousseff-zum-auswanderungsland-bye-bye-brasil-sergio-costa-soziologie-professor-an-der-fu-berlin-bestatigt-die-entwicklung/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach20.JPG" alt="cach20.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/07/odilo-scherer-deutschstammiger-kardinal-von-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/07/odilo-scherer-deutschstammiger-kardinal-von-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><strong>Petra Pfaller zu Folter unter Lula-Rousseff:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/12/brasilienes-wird-immer-noch-sehr-viel-gefoltertdeutsche-petra-pfaller-aus-der-katholischen-gefangenenseelsorge-brasiliens-2011-uber-die-menschenrechtslage-unter-lula-rousseff/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/12/brasilienes-wird-immer-noch-sehr-viel-gefoltertdeutsche-petra-pfaller-aus-der-katholischen-gefangenenseelsorge-brasiliens-2011-uber-die-menschenrechtslage-unter-lula-rousseff/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach21.JPG" alt="cach21.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/24/brasiliens-fortdauernde-wirtschaftsflaute-boom-aus-mitteleuropaischer-sicht-industrie-rezessionsmonat-oktober-produktionsverlangsamung-seit-marz/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/24/brasiliens-fortdauernde-wirtschaftsflaute-boom-aus-mitteleuropaischer-sicht-industrie-rezessionsmonat-oktober-produktionsverlangsamung-seit-marz/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach22.JPG" alt="cach22.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/16/helmut-schmidt-und-lula-lulas-sonderbeziehungen-zu-deutschland/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/16/helmut-schmidt-und-lula-lulas-sonderbeziehungen-zu-deutschland/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach23.JPG" alt="cach23.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/12/buchkirchner-schuler-helfen-kindern-in-brasilien-spenden-fur-die-achtgroste-wirtschaftsnation-osterreichischer-gefangenenpriester-gunther-zgubic/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/12/buchkirchner-schuler-helfen-kindern-in-brasilien-spenden-fur-die-achtgroste-wirtschaftsnation-osterreichischer-gefangenenpriester-gunther-zgubic/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach24.JPG" alt="cach24.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/15/brasilias-u-boot-geschaft-mit-paris-so-teuer-wie-zwei-jahre-anti-hunger-programmbolsa-familia-meldet-o-globo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/15/brasilias-u-boot-geschaft-mit-paris-so-teuer-wie-zwei-jahre-anti-hunger-programmbolsa-familia-meldet-o-globo/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach25.JPG" alt="cach25.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/10/lepra-kranke-in-leprakolonie-bei-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/10/lepra-kranke-in-leprakolonie-bei-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach26.JPG" alt="cach26.JPG" /></p>
<p><strong>Brasiliens Kindersoldaten: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/22/brasiliens-kindersoldaten-junge-kinder-mit-waffen-die-einfach-anderre-kinder-erschossen-haben-die-sie-gerade-mal-schief-angeschaut-habenlesermail/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/22/brasiliens-kindersoldaten-junge-kinder-mit-waffen-die-einfach-anderre-kinder-erschossen-haben-die-sie-gerade-mal-schief-angeschaut-habenlesermail/</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach27.JPG" alt="cach27.JPG" /></p>
<p><a href="http://http//www.hart-brasilientexte.de/2010/02/25/padre-carlo-bianchi-aus-italien-und-maria-rodrigues-leiterin-der-kinderpastoral-im-armenviertel-vila-embratel-von-sao-luis-maranhao-gesichter-brasiliens/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/25/padre-carlo-bianchi-aus-italien-und-maria-rodrigues-leiterin-der-kinderpastoral-im-armenviertel-vila-embratel-von-sao-luis-maranhao-gesichter-brasiliens/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach28.JPG" alt="cach28.JPG" /></p>
<p><strong>“…das Land die globale Wirtschafts- und Finanzkrise 2008/2009 vergleichsweise unbeschadet überstanden hat.”  BDI 2011</strong></p>
<p><strong>Leonardo Boff 2010 :“Lula machte die größte Revolution der  sozialen Ökologie des Planeten, eine Revolution für die Bildung,  ethische Politik.“  </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/01/spenden-fur-die-achtgroste-wirtschaftsnation-benefizkonzert-mit-dem-konig-der-bachtrompete-fur-strasenkinder-bei-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/01/spenden-fur-die-achtgroste-wirtschaftsnation-benefizkonzert-mit-dem-konig-der-bachtrompete-fur-strasenkinder-bei-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach29.JPG" alt="cach29.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/28/lulas-anti-hunger-programm-wird-just-zielgruppe-der-armen-und-verelendeten-finanziert-uber-absurd-hohe-indirekte-steuern-kritisiert-uno-programas-sao-financiados-pelas-mesmas-pessoas-que-pedem-o/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/28/lulas-anti-hunger-programm-wird-just-zielgruppe-der-armen-und-verelendeten-finanziert-uber-absurd-hohe-indirekte-steuern-kritisiert-uno-programas-sao-financiados-pelas-mesmas-pessoas-que-pedem-o/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach30.JPG" alt="cach30.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/05/peter-scholl-latour-uber-brasilien-vielfaltige-harmonie-der-rassen-mauricio-pestana-uber-das-rassistischste-land-der-erde-jurandir-freire-costa-uber-ethisch-moralische-schizophrenie-m/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/05/peter-scholl-latour-uber-brasilien-vielfaltige-harmonie-der-rassen-mauricio-pestana-uber-das-rassistischste-land-der-erde-jurandir-freire-costa-uber-ethisch-moralische-schizophrenie-m/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach31.JPG" alt="cach31.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/22/prof-dr-marcus-mazzari-prasident-der-goethe-gesellschaft-brasiliens-associacao-goethe-do-brasil-gesichter-brasiliens/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/22/prof-dr-marcus-mazzari-prasident-der-goethe-gesellschaft-brasiliens-associacao-goethe-do-brasil-gesichter-brasiliens/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach35.JPG" alt="cach35.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/29/brasiliens-neue-prasidentin-dilma-rousseff-raumt-erstmals-moglichen-bruch-des-wahlversprechens-ein-das-elend-im-lande-auszutilgen/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/29/brasiliens-neue-prasidentin-dilma-rousseff-raumt-erstmals-moglichen-bruch-des-wahlversprechens-ein-das-elend-im-lande-auszutilgen/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach34.JPG" alt="cach34.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/24/sos-kinderdorfer-in-brasilien-unter-rousseff-lula-zahlreiche-hilfsprojekte-deutschlands-der-schweiz-und-osterreichs-in-boomland-global-player-rassismus-in-brasilien-mauricio-pestana-analysier/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/24/sos-kinderdorfer-in-brasilien-unter-rousseff-lula-zahlreiche-hilfsprojekte-deutschlands-der-schweiz-und-osterreichs-in-boomland-global-player-rassismus-in-brasilien-mauricio-pestana-analysier/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach33.JPG" alt="cach33.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/22/fabio-konder-comparato-wir-hatten-bis-heute-nie-demokratie-wir-leben-immer-unter-einem-oligarchischen-regime-menschenrechtsaktivist-rechtsprofessor-an-brasiliens-fuhrender-bundesuniversitat-us/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/22/fabio-konder-comparato-wir-hatten-bis-heute-nie-demokratie-wir-leben-immer-unter-einem-oligarchischen-regime-menschenrechtsaktivist-rechtsprofessor-an-brasiliens-fuhrender-bundesuniversitat-us/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach36.JPG" alt="cach36.JPG" /></p>
<p><strong>Aktivisten der katholischen Basisgemeinde von Cachoeirinha.  “Das ist gegen die Menschenwürde, so viele Leute in diesem Schlamm,  diesem Moder hausen zu lassen. So viele Familien, mit vielen Kindern,  leben hier nur in einem einzigen Hüttenraum, vor der Türöffnung hängt  ein Lappen &#8211; so ist das. Die Mafia der Drogengangster ist hier sehr  stark, die beobachten alles und jeden hier, das ist furchtbar. Wer  jemanden aus dem Drogenmilieu, aus der Sucht rausholen will &#8211; also  jemanden, der für deren Profit sorgt, da werden die böse, da wird man  gnadenlos verfolgt. Die Polizei kommt und geht wieder &#8211; aber die  Banditenkommandos bleiben, terrorisieren, zwingen den Bewohnern das  Gesetz des Schweigens auf. Wer sich nicht unterwirft, weiß, was ihn  erwartet. 2014 ist die Fußball-WM, da will man Brasilien als Land der  Ersten Welt erscheinen lassen &#8211; aber hier an der Peripherie ist es nach  wie vor triste. Die meist kinderreichen Familien haben monatlich nur so  um die 200, 220 Real maximal. Doch im Ausland wird verbreitet, alles  toll, alles gut in Brasilien. Wir merken, es ist schwierig, Menschen von  außerhalb für diese Situation zu sensibilisieren, die das hier nicht  kennen, es sich nicht vorstellen können. Wir haben unsere christlichen  Kriterien, und wir haben Ausdauer &#8211; das macht den Unterschied. Denn  entweder ist man Christ &#8211; oder ist mans nicht, halbe-halbe geht nicht.”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/14/brasiliens-milliardare-die-x-formel-fur-reichtum-der-spiegel-hunger-misere-die-sicht-der-kirche-weil-brasiliens-superreiche-so-geizig-und-unsozial-sind-mussen-engagierte-spender-aus-mittele/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/14/brasiliens-milliardare-die-x-formel-fur-reichtum-der-spiegel-hunger-misere-die-sicht-der-kirche-weil-brasiliens-superreiche-so-geizig-und-unsozial-sind-mussen-engagierte-spender-aus-mittele/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach37.JPG" alt="cach37.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/24/kolpingfamilie-friedewald-hilft-brasilien-hersfelder-zeitung-kleiderspenden-fur-boomland-global-player-achtgroste-wirtschaftsnation/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/24/kolpingfamilie-friedewald-hilft-brasilien-hersfelder-zeitung-kleiderspenden-fur-boomland-global-player-achtgroste-wirtschaftsnation/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach38.JPG" alt="cach38.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/24/wo-wir-helfen-sos-kinderdorfer-in-brasilien-anklicken-die-kinder-in-brasilien-brauchen-ihre-hilfe-auslandspropaganda-und-realitat/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/24/wo-wir-helfen-sos-kinderdorfer-in-brasilien-anklicken-die-kinder-in-brasilien-brauchen-ihre-hilfe-auslandspropaganda-und-realitat/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach39.JPG" alt="cach39.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/10/keine-verringerung-der-sozialen-ungleichheit-unter-lula-regierung-laut-soziologe-chico-de-oliveira-mitgrunder-von-arbeiterparteipt-und-gewerkschaftsdachverband-cut/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/10/keine-verringerung-der-sozialen-ungleichheit-unter-lula-regierung-laut-soziologe-chico-de-oliveira-mitgrunder-von-arbeiterparteipt-und-gewerkschaftsdachverband-cut/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach40.JPG" alt="cach40.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/25/franziskaner-sao-paulos-verteilen-weihnachten-nahrungsmittel-an-tausende-von-armen-und-verelendeten/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/25/franziskaner-sao-paulos-verteilen-weihnachten-nahrungsmittel-an-tausende-von-armen-und-verelendeten/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach41.JPG" alt="cach41.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/19/thyssenkrupp-in-rio-de-janeiro-neues-stahlwerk-wird-immer-teurer-laut-handelsblatt-lokale-militardiktatur-im-umfeld-laut-grunen-politiker-alfredo-sirkis-todesschwadronen-folter-scheiterhauf/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/19/thyssenkrupp-in-rio-de-janeiro-neues-stahlwerk-wird-immer-teurer-laut-handelsblatt-lokale-militardiktatur-im-umfeld-laut-grunen-politiker-alfredo-sirkis-todesschwadronen-folter-scheiterhauf/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach42.JPG" alt="cach42.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/11/brasilien-land-der-milliardare-wie-haust-eine-funfkopfige-obdachlosenfamilie-in-der-city-von-sao-paulo-familienpolitik-unter-der-regierung-von-prasidentin-dilma-rousseff-zuvor-chefministerin-unte/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/11/brasilien-land-der-milliardare-wie-haust-eine-funfkopfige-obdachlosenfamilie-in-der-city-von-sao-paulo-familienpolitik-unter-der-regierung-von-prasidentin-dilma-rousseff-zuvor-chefministerin-unte/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach44.JPG" alt="cach44.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/23/1400-euro-im-spendenkorberl-der-brasilienhilfe-kampf-des-vereins-das-elend-in-brasilien-zu-linderntraunsteiner-tagblatt-immer-mehr-milliardare-in-brasilien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/23/1400-euro-im-spendenkorberl-der-brasilienhilfe-kampf-des-vereins-das-elend-in-brasilien-zu-linderntraunsteiner-tagblatt-immer-mehr-milliardare-in-brasilien/</strong></a></p>
<p><strong>Elendsbeseitigung, Karikatur von Angeli:<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/12/elendsbeseitigung-in-brasilien-karikatur-von-angeli-in-der-grosten-qualitatszeitung-des-landes-folha-de-sao-paulo-von-2011/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/12/elendsbeseitigung-in-brasilien-karikatur-von-angeli-in-der-grosten-qualitatszeitung-des-landes-folha-de-sao-paulo-von-2011/</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach45.JPG" alt="cach45.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/20/brasiliens-burgerfreiheiten-uber-8o-prozent-veranderten-wegen-zunehmender-gewalt-und-kriminalitat-die-lebensgewohnheiten-54-prozent-verlassen-nachts-nicht-mehr-das-haus-laut-neuer-studie/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/20/brasiliens-burgerfreiheiten-uber-8o-prozent-veranderten-wegen-zunehmender-gewalt-und-kriminalitat-die-lebensgewohnheiten-54-prozent-verlassen-nachts-nicht-mehr-das-haus-laut-neuer-studie/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach47.JPG" alt="cach47.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/01/campanha-lula-no-sus-youtube-anklicken-gabe-es-sus-in-den-usa-ware-das-gut-fur-die-armenlula/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/01/campanha-lula-no-sus-youtube-anklicken-gabe-es-sus-in-den-usa-ware-das-gut-fur-die-armenlula/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/24/sebastiano-nicomedes-tiao-ex-obdachloser-stuckeschreiber-buchautor-einer-der-fuhrer-der-nationalen-obdachlosenbewegung-gesichter-brasiliens-obdachlosenvertreibung-und-fusball-wm-2014-olympisc/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/24/sebastiano-nicomedes-tiao-ex-obdachloser-stuckeschreiber-buchautor-einer-der-fuhrer-der-nationalen-obdachlosenbewegung-gesichter-brasiliens-obdachlosenvertreibung-und-fusball-wm-2014-olympisc/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach48.JPG" alt="cach48.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/09/die-anti-hunger-hilfe-bolsa-familia-der-lula-regierung-die-aktuellen-daten-erlautert-von-pt-kongressenator-eduardo-suplicy-vor-obdachlosen-im-franziskanerkloster-sao-paulos/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/09/die-anti-hunger-hilfe-bolsa-familia-der-lula-regierung-die-aktuellen-daten-erlautert-von-pt-kongressenator-eduardo-suplicy-vor-obdachlosen-im-franziskanerkloster-sao-paulos/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach49.JPG" alt="cach49.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/06/brasiliens-millionarsparlament-kongresabgeordnete-haben-ein-durchschnittsvermogen-von-umgerechnet-uber-einer-million-euro-viele-davon-aus-lulas-arbeiterpartei-pt/#more-6737"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/06/brasiliens-millionarsparlament-kongresabgeordnete-haben-ein-durchschnittsvermogen-von-umgerechnet-uber-einer-million-euro-viele-davon-aus-lulas-arbeiterpartei-pt/#more-6737</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach50.JPG" alt="cach50.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/23/unesco-zeichnet-lula-in-paris-wegen-forderung-des-friedens-und-der-rechtsgleichheit-aus-preis-mit-150000-dollar-dotiert-jury-von-henry-kissinger-gefuhrt/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/23/unesco-zeichnet-lula-in-paris-wegen-forderung-des-friedens-und-der-rechtsgleichheit-aus-preis-mit-150000-dollar-dotiert-jury-von-henry-kissinger-gefuhrt/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach51.JPG" alt="cach51.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/07/bolsa-familia-fur-arme-geht-an-312000-tote-reiche-und-politiker-titelt-o-dia-was-ist-das-fur-ein-land-vergonha-no-bolsa-familia-bischof-luiz-cappio-bolsa-familia-ist-programm/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/07/bolsa-familia-fur-arme-geht-an-312000-tote-reiche-und-politiker-titelt-o-dia-was-ist-das-fur-ein-land-vergonha-no-bolsa-familia-bischof-luiz-cappio-bolsa-familia-ist-programm/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach52.JPG" alt="cach52.JPG" /></p>
<p><strong>Benedita Maria dos Anjos, die Gründerin der wild gewachsenen  Favela Cachoeirinha. “In der reichsten Stadt Brasiliens solche Zustände &#8211;  das schreit zum Himmel! Wir müssen weiterkämpfen.”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/25/nine-most-horrible-places-in-the-world-favela-slums-von-rio-de-janeiro-aus-sicht-des-bric-staats-china-subkultur-von-umweltzerstorung-armut-und-gangstern-cubatao-bei-sao-paulo-an-sieb/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/25/nine-most-horrible-places-in-the-world-favela-slums-von-rio-de-janeiro-aus-sicht-des-bric-staats-china-subkultur-von-umweltzerstorung-armut-und-gangstern-cubatao-bei-sao-paulo-an-sieb/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach53.JPG" alt="cach53.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/20/crack-jugendpolitik-unter-lula-und-jose-serra-dunkelhautige-kinder-und-jugendliche-sind-crack-hauptkonsumenten/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/20/crack-jugendpolitik-unter-lula-und-jose-serra-dunkelhautige-kinder-und-jugendliche-sind-crack-hauptkonsumenten/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/28/brasilien-nach-acht-jahren-lula-regierungwarum-hat-sao-paulo-noch-2627-slums-fragt-die-wichtigste-qualitatszeitung-o-estado-de-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/28/brasilien-nach-acht-jahren-lula-regierungwarum-hat-sao-paulo-noch-2627-slums-fragt-die-wichtigste-qualitatszeitung-o-estado-de-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach54.JPG" alt="cach54.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/11/offizielle-deutsch-brasilianische-beziehungen-der-mutige-evangelische-gefangnispastor-wolfgang-lauer-gravierende-menschenrechtsverletzungen-in-brasilienes-sind-einfach-die-okonomischen-die-polit/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/11/offizielle-deutsch-brasilianische-beziehungen-der-mutige-evangelische-gefangnispastor-wolfgang-lauer-gravierende-menschenrechtsverletzungen-in-brasilienes-sind-einfach-die-okonomischen-die-polit/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/paisricoepaissem-pobreza.JPG" alt="paisricoepaissem-pobreza.JPG" /></p>
<p>Slogan der Regierungspropaganda.</p>
<h2>”Es sind einfach die ökonomischen, die politischen Interessen, die  zusammengehören &#8211; da gefährdet man nicht seine Beziehungen, indem man  sozusagen den Brasilianern mal den Spiegel vorhält und sagt, ihr habt  hier eine schöne Verfassung und schöne Gesetze &#8211; aber warum werden die  nicht eingehalten?”</h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/04/07/unsagliche-folterpraxis-in-brasilien-gunter-nooke-menschenrechtsbeauftragter-der-deutschen-bundesregierung-kritisiert-in-brasilien-folter-und-andere-menschenrechtsverletzungen-druck-ist-noti/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/04/07/unsagliche-folterpraxis-in-brasilien-gunter-nooke-menschenrechtsbeauftragter-der-deutschen-bundesregierung-kritisiert-in-brasilien-folter-und-andere-menschenrechtsverletzungen-druck-ist-noti/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach57.JPG" alt="cach57.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/21/brasilien-bau-des-milliardenteuren-atomkraftwerks-angra-3-bei-rio-de-janeiro-kommt-sehr-gut-voran-melden-landesmedien-deutsches-hilfswerk-adveniat-sammelt-spenden-fur-brasiliens-verelendete/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/21/brasilien-bau-des-milliardenteuren-atomkraftwerks-angra-3-bei-rio-de-janeiro-kommt-sehr-gut-voran-melden-landesmedien-deutsches-hilfswerk-adveniat-sammelt-spenden-fur-brasiliens-verelendete/</strong></a></p>
<p><strong>Favelakinder Sao Paulos &#8211; Fotoserie:<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/28/favelakinder-in-sao-paulo-gesichter-brasiliens/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/28/favelakinder-in-sao-paulo-gesichter-brasiliens/</a></strong></p>
<p><a href="http://www.adveniat.de/blog/?p=969"><strong>http://www.adveniat.de/blog/?p=969</strong></a></p>
<h2>ZDF, Adveniat in Sao Paulo: Welcher Slum aus Sicherheitsgründen für  den Gottesdienst nicht infragekam. Favela do Moinho. Wo bitte gehts hier  zum Boom? Was auf dem staatlich gesponserten Weltsozialforum in Porto  Alegre 2012 alles fehlt…“Wenn es ein Land gibt, in dem das Volk die  Krise nicht erlebte, dann war es dieses hier!”(Lula) <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=12208" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: , <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/adveniat/" rel="tag">Adveniat</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/favela-do-moinho/" rel="tag">Favela do Moinho</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/sao-paulo/" rel="tag">Sao Paulo</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/zdf/" rel="tag">ZDF</a></p>
<p><strong>In den aus Pappe und Holzresten sowie anderen leicht  brennbaren Materialien errichteten Elendsvierteln Sao Paulos brechen  immer wieder Großfeuer aus, kommen zahlreiche Verelendete in den Flammen  um. Dies gilt auch für die Innenstadt-Favela do Moinho, an deren Hütten  und Baracken unglaublich dicht Züge vorbeifahren. Nach dem letzten  Großbrand kampieren zahlreiche überlebende Slumbewohner auf dem Fußweg  einer nahen Straße. Was diese Menschen zusätzlich auszustehen haben,  wenn starke Tropengewitter toben, kann man sich leicht vorstellen.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/04/lula-bekommt-500000-dollar-von-lg-fur-vortrag-in-sudkorea-laut-brasilianischen-landesmedien-uber-eine-million-dollar-damit-vier-monate-nach-ende-der-amtszeit-kassiert-laut-kalkulation-von-parte/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/04/lula-bekommt-500000-dollar-von-lg-fur-vortrag-in-sudkorea-laut-brasilianischen-landesmedien-uber-eine-million-dollar-damit-vier-monate-nach-ende-der-amtszeit-kassiert-laut-kalkulation-von-parte/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/01/favelamoinhosp.JPG" alt="favelamoinhosp.JPG" /></p>
<p><strong>Ausriß. Letztes Großfeuer in der Favela do Moinho.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/28/brasilien-nach-acht-jahren-lula-regierungwarum-hat-sao-paulo-noch-2627-slums-fragt-die-wichtigste-qualitatszeitung-o-estado-de-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/28/brasilien-nach-acht-jahren-lula-regierungwarum-hat-sao-paulo-noch-2627-slums-fragt-die-wichtigste-qualitatszeitung-o-estado-de-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/01/moinho1.JPG" alt="moinho1.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/28/brasiliens-ausenminister-patriota-zu-kuba-keine-dringlichkeitssituation-bei-menschenrechten-guantanamo-jedoch-besorgniserregend-prasidentin-rousseff-reist-nach-kuba-lage-in-libyen/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/28/brasiliens-ausenminister-patriota-zu-kuba-keine-dringlichkeitssituation-bei-menschenrechten-guantanamo-jedoch-besorgniserregend-prasidentin-rousseff-reist-nach-kuba-lage-in-libyen/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/01/moinho2.JPG" alt="moinho2.JPG" /></p>
<p><strong>Fotos von Ende Januar 2012.  Lateinamerikas reichste Stadt Sao Paulo und die Überlebenden des Moinho-Großbrands.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-heranwachsende-in-extremer-armut-zahl-zunehmend-laut-neuer-unicef-studie-acht-jahre-lula-rousseff-regierung-und-resultate/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-heranwachsende-in-extremer-armut-zahl-zunehmend-laut-neuer-unicef-studie-acht-jahre-lula-rousseff-regierung-und-resultate/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/28/brasilias-blamierter-bildungs-agitprop-statt-13-millionen-jugendlichen-und-erwachsenen-nur-23-millionen-alphabetisiert-laut-landesmedien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/28/brasilias-blamierter-bildungs-agitprop-statt-13-millionen-jugendlichen-und-erwachsenen-nur-23-millionen-alphabetisiert-laut-landesmedien/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/01/moinho3.JPG" alt="moinho3.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/27/brasiliens-bergbaukonzern-vale-das-video-anklicken-brasiliens-regierung-hat-de-facto-die-kontrolle-uber-den-grosten-eisenerzproduzenten-der-welt-laut-handelsblatt/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/27/brasiliens-bergbaukonzern-vale-das-video-anklicken-brasiliens-regierung-hat-de-facto-die-kontrolle-uber-den-grosten-eisenerzproduzenten-der-welt-laut-handelsblatt/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/01/moinho4.JPG" alt="moinho4.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/26/brasiliens-medien-berichten-in-groser-aufmachung-uber-den-absturz-auf-dem-pressefreiheit-ranking-von-reporter-ohne-grenzen-warum-brasilien-aus-mitteleuropa-soviel-lob-erhalt/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/26/brasiliens-medien-berichten-in-groser-aufmachung-uber-den-absturz-auf-dem-pressefreiheit-ranking-von-reporter-ohne-grenzen-warum-brasilien-aus-mitteleuropa-soviel-lob-erhalt/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/01/moinho5.JPG" alt="moinho5.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/27/weltsozialforum-2012-in-porto-alegre-offenbar-weitgehend-brav-biederer-empfang-fur-politisch-verantwortliche-der-nationalen-umweltdesaster-keine-kritischen-fragen-an-sektenpredigerin-marina-silva-e/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/27/weltsozialforum-2012-in-porto-alegre-offenbar-weitgehend-brav-biederer-empfang-fur-politisch-verantwortliche-der-nationalen-umweltdesaster-keine-kritischen-fragen-an-sektenpredigerin-marina-silva-e/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/01/moinho6.JPG" alt="moinho6.JPG" /></p>
<p><strong>Brasiliens katholische Kirche, Adveniat unterstützen die Slumbewohner.</strong></p>
<p><strong>Brasiliens Wachstumsbranche Crack &#8211; Havanna reagiert weiter zurückhaltend, anti-marktwirtschaftlich:</strong><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/16/brasiliens-crack-kinder-unter-lula-rousseff-trotz-offiziellem-kinderstatut-zahlreiche-kinder-landesweit-als-kunden-der-crack-wachstumsbrance/">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/16/brasiliens-crack-kinder-unter-lula-rousseff-trotz-offiziellem-kinderstatut-zahlreiche-kinder-landesweit-als-kunden-der-crack-wachstumsbrance/</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/01/moinho7.JPG" alt="moinho7.JPG" /></p>
<p><strong>Viele Slumbewohner überleben als Abfallsammler.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/26/boom-land-brasilienslum-wachstum-ist-ruckschritto-globo-mehr-slumbewohner-selbst-laut-offiziellen-angaben-erstes-rousseff-amtsjahr/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/26/boom-land-brasilienslum-wachstum-ist-ruckschritto-globo-mehr-slumbewohner-selbst-laut-offiziellen-angaben-erstes-rousseff-amtsjahr/</strong></a></p>
<h2>Ansprache von Erzbischof Zollitsch zum Empfang vor Vertretern von Kirche, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft</h2>
<p><strong>Ansprache von Erzbischof Dr. Robert Zollitsch zum Empfang des  Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz vor Vertretern von Kirche,  Politik, Wirtschaft und Gesellschaft am 27. November 2011 in São Paulo</strong>:</p>
<p><strong>Eminenzen, sehr verehrter Herr Kardinal Scherer, sehr verehrter Herr Kardinal Hummes,<br />
sehr verehrte Exzellenzen, liebe Mitbrüder,<br />
sehr geehrter Herr Gouverneur Dr. Alckmin, sehr geehrter Herr Bürgermeister Dr. Kassab,<br />
sehr geehrte Stellvertretende Bürgermeisterin, Frau Dr. Marco Antônio,<br />
sehr geehrte Damen und Herren, liebe Gäste,</strong></p>
<p><strong>es ist mir eine große Freude und Ehre, Sie zu diesem Empfang willkommen zu heißen.</strong></p>
<p><strong>Das Bischöfliche Hilfswerk Adveniat begeht in diesem Jahr  seinen 50. Geburtstag. Aus diesem Anlass haben wir heute Morgen mit  Kardinal Scherer die diesjährige Aktion in einem Armenviertel von São  Paulo eröffnet. In der Favela Cachoeirinha leben zurzeit rund 70.000  Menschen. Es gibt bisher keine Kirche in diesem ständig weiter  wachsenden Viertel. Deshalb fand der Eröffnungsgottesdienst auf einem  provisorischen Fußballplatz statt. Mit der Wahl dieses Ortes wollten wir  im Jubiläumsjahr von Adveniat ganz bewusst ein Zeichen setzen: Wir  wollten diesen Gottesdienst dort feiern, wo Adveniat hilft, nämlich bei  den Armen.<br />
</strong><strong>In den Tagen zuvor haben wir in Aparecida mit  Bischöfen, Theologen und Kirchenvertretern aus ganz Lateinamerika und  der Karibik über die aktuellen pastoralen Herausforderungen auf diesem  so wunderschönen Subkontinent beraten. Dabei stand immer wieder das  Abschlussdokument der Generalversammlung des Lateinamerikanischen  Bischofsrates CELAM im Jahr 2007 in Aparecida im Vordergrund. Mit Blick  auf die gesellschaftlichen Zustände in vielen Ländern Lateinamerikas  beklagen die Bischöfe in diesem Dokument, dass die Ärmsten der Armen oft  als „Müll der Gesellschaft“ angesehen werden – o lixo de sociedade.  Drastischer kann man die reale soziale Ausgrenzung nicht beschreiben.  Auch hier in São Paulo sind Arm und Reich dicht beieinander: Während es  in den Favelas oft am Notwendigen fehlt, findet nur wenige Kilometer  entfernt der „Große Preis von Brasilien“ statt. Das Abschlussrennen der  Formel-1-Weltmeisterschaft 2011 wird sicher auch in Deutschland von  vielen Fans am Fernsehschirm verfolgt. Doch die so unverbunden  nebeneinander existierenden Lebenswelten der Reichen und der Armen  gehören in der Perspektive des Glaubens unbedingt zusammen. Gott lässt  eine solche extreme soziale Trennung in seiner Menschheitsfamilie nicht  zu. Vielmehr hat er sich in Jesus Christus solidarisch mit den Armen und  Entrechteten gezeigt. Sie sind es, die uns zur Umkehr aufrufen.</strong></p>
<p><strong>Die große Stadt São Paulo bildet in unserer Welt keine  Ausnahme. Unter den Ländern, denen die Vereinten Nationen einen  insgesamt hohen Entwicklungsstand attestieren, nimmt Brasilien neben  Kolumbien einen traurigen Spitzenplatz ein: Die Ungleichheit bei den  Einkommen ist weltweit nirgendwo höher als hierzulande. Diese konkret  erfahrbare Ungerechtigkeit ist auch global gesehen eher die Regel als  die Ausnahme. Wir leben in einer Welt, die durch die Gleichzeitigkeit  von Geld und Macht auf der einen und von Not und Ohnmacht auf der  anderen Seite geprägt ist.</strong></p>
<p><strong>Diese globale Ungerechtigkeit ist keinesfalls ein Schicksal,  dem die Menschheit wie einer dunklen Macht ausgeliefert wäre. Vielmehr  sind alle wirtschaftlichen Prozesse auch im Kontext der Globalisierung  Menschenwerk. Sie sind zu analysieren, gegebenenfalls zu kritisieren und  immer zu gestalten.</strong></p>
<p><strong>Schauen wir uns die Bilanz der globalen wirtschaftlichen  Entwicklungen der letzten Jahrzehnte an: Auf der Weltebene haben die  Globalisierungsprozesse das wirtschaftliche Wachstum beschleunigt und  den Wohlstand vermehrt, dabei aber enorme ökologische Probleme  produziert. Es gibt in diesen Prozessen Gewinner und Verlierer, wobei  sich das klassische Schema des Nord-Süd-Konflikts zunehmend auflöst.  Einige Länder – vor allem in Asien und hier in Lateinamerika – konnten  die neuen Bedingungen nutzen und gesamtgesellschaftliche  Wohlstandsgewinne erzielen. In vielen Ländern Afrikas hat sich dagegen  der Trend zur Abkoppelung vom Weltmarkt eher noch verstärkt und die  Armut verfestigt. Gleichzeitig hat sich in vielen Ländern das nationale  Sozialgefüge verändert, oft nimmt die soziale Kluft zwischen den  gesellschaftlichen Schichten zu. Und auch in den traditionellen  Industrieländern des Nordens wie in Deutschland geht die Schere zwischen  Arm und Reich, zwischen Gewinnern und Verlierern der Globalisierung  zunehmend auseinander.</strong></p>
<p><strong>Welche Orientierung kann die Kirche in dieser Lage anbieten?  Welche Leitgedanken bringt sie in die internationale Debatte ein, wenn  es um das Zusammenleben einer immer enger zusammenrückenden Menschheit,  um die Gestaltung der Wirtschaft und um die Suche nach gerechteren  Verhältnissen für die Vielen geht, denen das tägliche Brot verweigert  ist? Die katholische Soziallehre weist hier auf den Begriff  „ganzheitliche Entwicklung“ hin. Dieses Leitbild für die Entwicklung der  sozialen, wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse ist tief im  christlichen Menschenbild verankert, aber prinzipiell auch jenen  zugänglich, die einer anderen Religion oder Weltanschauung anhängen. Wir  Christen glauben, dass jeder Mensch nach dem Bild Gottes geschaffen  ist. Wir sind als Geschöpf und Mit-Geschöpf auf die Beziehung zu Gott  und zu den Mitmenschen hin ausgerichtet. Unser Leben entfaltet sich in  diesem Beziehungsreichtum. Entwicklung wird in dieser Perspektive daher  als die Entwicklung des ganzen Menschen in all seinen  beziehungsrelevanten leiblichen und geistigen Dimensionen begriffen.  Eine Entwicklung, die den Menschen auf seine ökonomische Bedeutung  reduziert, wird dem christlichen Menschenbild ebenso wenig gerecht wie  ein Entwicklungsmodell, welches den Besitz von Gütern über die  Beziehungsfähigkeit des Menschen stellt. „Wahre Entwicklung“, so hat es  Papst Johannes Paul II. ausgedrückt, „darf nicht in der bloßen Anhäufung  von Reichtum und einem wachsenden Angebot von Gütern und  Dienstleistungen bestehen, wenn dies nur auf Kosten der Unterentwicklung  der Massen und ohne die geschuldete Rücksicht auf die soziale,  kulturelle und geistige Dimension des Menschen erreicht wird“ (Enzyklika  Sollicitudo rei socialis, Nr. 9).</strong></p>
<p><strong>Die ganzheitliche Entwicklung des einzelnen Menschen ist  nicht zu trennen von der Entwicklung aller Menschen. Was die  unmittelbare Lebenswelt der Menschen betrifft, ist dies leicht  einsichtig: Wir leben in Familien, Gruppen, Völkern und Nationen  zusammen. Die Entwicklung der Einzelnen und der Gemeinschaften bzw.  Gesellschaften bedingen sich wechselseitig. Diese Einsicht bezieht die  Kirche ausdrücklich aber auch auf die Weltgesellschaft. Denn die  ganzheitliche Entwicklung aller Menschen kann unter den heutigen  Bedingungen nur gelingen, wenn sich die Völker als eine globale  Gemeinschaft und nicht als Konkurrenten um die „Pole-Position“  verstehen.</strong></p>
<p><strong>Hier sind zwei Gesichtspunkte zu unterscheiden. Zum Einen  gebietet es das wohlverstandene Eigeninteresse der wohlhabenden wie der  ärmeren Nationen, neue Formen der Zusammenarbeit zu finden, die dem  globalen Charakter heutiger Probleme Rechnung tragen. Das gemeinsame  Interesse von Nord und Süd, Ost und West ist insofern zweifellos eine  gute Grundlage und Antriebskraft für die Errichtung einer neuen  internationalen Ordnung, die den Bedürfnissen aller Länder und aller  Menschen besser gerecht wird als der heutige Zustand der Welt, dessen  Krisenanfälligkeit und Zerbrechlichkeit die aktuelle Finanz- und  Wirtschaftskrise deutlich vor Augen geführt hat.</strong></p>
<p><strong>Zum Anderen kommen wir mit Blick auf das Weltgemeinwohl ohne  wache Solidarität, die auch ein Moment von Selbstlosigkeit einschließt,  nicht aus. Denn viele Menschen, die am Rande stehen, sind ökonomisch und  gesellschaftlich für den besser gestellten Teil der Menschheit nicht  von Bedeutung. Ihr Schicksal kommt im Interessenkalkül der Anderen nicht  vor. Deshalb hält das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland in  Artikel 14 fest: „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem  Wohle der Allgemeinheit dienen.“ Dieser Grundsatz ist in Deutschland  die verfassungsmäßige Basis für die Soziale Marktwirtschaft. Er  entspringt einem Gesellschaftsverständnis, welches das Gemeinwohl nicht  gegen die Individualinteressen ausspielt, sondern beide positiv  zueinander in Beziehung setzt.</strong></p>
<p><strong>Wir Christen glauben, dass die Armen, ja dass gerade die  Armen uns interessieren müssen. Denn wir sind überzeugt: Auch sie sind  nach dem Bild Gottes geschaffen. Auch sie sind unsere Brüder und  Schwestern in der einen Menschheitsfamilie. Und wir wissen: Jesus  Christus hat sich den Armen in besonderer Weise zugewandt und uns darauf  hingewiesen, dass wir ihm, unserem Herrn, in den Leidenden,  Ausgestoßenen und Zu-kurz-Gekommenen begegnen. Die Kirche spricht hier  von der vorrangigen Option für die Armen, die in ihrem Glauben  grundgelegt ist. Es braucht, so scheint mir, solcher Art von Motivation,  um den Kampf gegen die Armut und die Marginalisierung in unseren  Ländern und in der Weltgesellschaft immer neu aufzunehmen und nicht der  Resignation zu verfallen.</strong></p>
<p><strong>Was ist zu tun, um die Armut in der Welt wirksam zu  bekämpfen? Vor allem bedarf es struktureller Veränderungen, die auf  verschiedenen Ebenen ansetzen und, indem sie ineinander greifen, ihre  volle Wirksamkeit entfalten:</strong></p>
<p><strong>Was in Ihrem Land erforderlich ist, können Sie, werte Damen  und Herren, weit besser beurteilen als ich. Generell wird man sicher  sagen dürfen, dass die Gewährleistung von Rechtsstaatlichkeit und  Rechtssicherheit für alle, die Überwindung von Korruption und die  Verbesserung der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen  Teilhabemöglichkeiten, wesentliche Voraussetzungen für die Überwindung  von Armut darstellen. Dazu gehört auch, dass gesellschaftlicher Reichtum  so verteilt werden muss, dass alle – und gerade auch die Ärmsten –  davon profitieren.</strong></p>
<p><strong>Auf der internationalen Ebene müssen Handel und Finanzen in  eine tragfähige Ordnung eingebettet werden. Aus der Erfahrung Europas  wissen wir: Marktwirtschaft ist kein naturwüchsiger Zustand. Sie bedarf  eines politisch verantworteten Ordnungsrahmens, der verhindert, dass die  im Markt wirkenden Kräfte über Kurz oder Lang die Existenzgrundlagen  der Marktwirtschaft untergraben. Wie auf nationaler, so muss auch auf  internationaler Ebene dieser Ordnungsrahmen so ausgestaltet sein, dass  die wirtschaftlichen und sozialen Belange der Armen wirkungsvoll  berücksichtigt werden und ihnen faire Chancen der Beteiligung eröffnet  werden.</strong></p>
<p><strong>Erforderlich ist darüber hinaus aber auch eine  Strukturbildung von unten, die die Armen in die Lage versetzt, das Leben  in die eigene Hand zu nehmen und ihre Interessen eigenständig selbst zu  vertreten. Die Förderung von Basisgesundheitsdiensten, von Bildung und  Ausbildung, Kleinkreditprogramme und Gewerbeförderung, aber auch der  Aufbau von wirtschaftlichen und politischen Selbstorganisationen der  Armen tragen dazu bei, dass Marginalisierung überwunden und  gesellschaftliche Integration ermöglicht wird. Auch als Kirche – im  Norden wie im Süden – fühlen wir uns herausgefordert, auf vielfältige  Weise solche Prozesse zu unterstützen und so einen Beitrag zum  Gemeinwohl, national wie international, zu leisten.</strong></p>
<p><strong>Schließlich zeigt sich auch in dramatischer Weise, dass eine  nachhaltige wirtschaftliche und soziale Entwicklung nicht gelingen kann,  wenn die Menschheit weiterhin Entwicklungspfade wählt, die den Raubbau  an den natürlichen Lebensgrundlagen als unvermeidliches Nebenprodukt  achselzuckend in Kauf nehmen. Vor allem die klassischen  Industrienationen, neuerdings und in zunehmendem Maße aber auch die  Schwellenländer, verbrauchen die nicht nachwachsenden Rohstoffe in einem  menschheitsgeschichtlich atemberaubenden Tempo – vielfach ohne zu  wissen, was in absehbarer Zeit an die Stelle dieser Ressourcen treten  könnte. Das Artensterben, die Zerstörung ökologisch wichtiger  Landschaften und steigende Emissionen sind Zeichen einer auf Dauer nicht  tragfähigen Entwicklung. Dazu tritt der Klimawandel, der vor allem jene  Weltgegenden bedroht, deren Bewohner am wenigsten zum übermäßigen  Ausstoß von CO2 und anderen Klimagasen beigetragen haben. Wenn die  Menschheit eine gute Zukunft haben will, muss sie sich in anderer Weise  als bisher dieser ökologischen Herausforderungen stellen. Man kann hier  von einer dreifachen Verantwortung sprechen: 1.) der Verantwortung für  die natürliche Umwelt, die der Mensch zwar nutzen, aber nicht  verbrauchen darf; 2.) der Verantwortung für die Nachwelt, deren  Lebensbedingungen vom ökologischen Erbe vorangegangener Generationen  entscheidend mitbestimmt werden; und schließlich 3.) der Verantwortung  für die globale menschliche Mitwelt, die zunehmend die ökologischen  Konsequenzen einer nicht nachhaltigen Wirtschaftsweise zu spüren  bekommt.</strong></p>
<p><strong>Es ist eine Frage der Gerechtigkeit, dass allen voran die  wohlhabenden Länder einen entscheidenden Beitrag zur Überwindung der  ökologischen Krise leisten. Die Sorge um die Umwelt und die Sorge um die  Armen dürfen dabei nicht auseinanderfallen. Der Schutz der Armen und  der Schutz unseres Planeten dürfen nicht als Gegensatz, sondern müssen  als eine doppelte moralische Priorität der internationalen Politik  begriffen werden. Die Bekämpfung der Armut muss einhergehen mit den  Anstrengungen, den globalen Klimawandel abzuschwächen und darüber hinaus  armen Ländern zu helfen, sich an die negativen Folgen klimatischer  Veränderungen anzupassen.</strong></p>
<p><strong>Die katholische Kirche, Sie wissen es, ist Weltkirche. Als  Kirche stellen wir uns deshalb auch überall auf der Welt einer  gemeinsamen Verantwortung. Seien Sie gewiss: Wir mühen uns und werden  uns weiter mühen, die Weisheit, die Erfahrungen und die moralische  Kraft, die uns im Glauben zuwächst und über Kontinente hinweg verbindet,  in den Dienst einer Entwicklung zu stellen, die jedem Menschen und  allen Menschen zugute kommt. Wir wollen dabei helfen, Not und Ausbeutung  zu überwinden und eine Weltgesellschaft aufzubauen, in der die Würde  aller Menschen geachtet wird.</strong></p>
<h2>In der Favela von São Paulo</h2>
<p><strong>Eine Schnellstraße durchpflügt die Favelas von São Paulo.  Hochhausbauten am Horizont, so weit das Auge reicht, zwischendurch ein  wenig Grün, sonst Straßen, Brücken und Beton. Bevor wir am Sonntag die  Eucharistie in einer der Favelas feiern, bin ich dort schon einmal zu  Besuch. Der Erzbischof von São Paulo, Kardinal Odilo Scherer, nimmt mich  herzlich in Empfang, um uns herum spielen die Kinder. Kardinal Scherer  kennt einige von ihnen, segnet sie – ein kurzes Strahlen in den  Kinderaugen, weil sie spüren, dass ihnen hier für einen Moment  Aufmerksamkeit zuteil wird.</strong></p>
<p><strong>Die 16 Millionen-Einwohner-Metropole São Paulo kennt viel  Glanz und viel Elend. Am Sonntag wird hier die Formel-1 gefahren,  Tausende leben in parallelen Welten in bitterster Armut. Als wir von der  Schnellstraße abbiegen, führt der Weg über holprige Straßen, die zu  einer gefährlichen Piste werden, als es heftig zu regnen beginnt. Wild  hat sich hier ein ganzer Stadtteil den Hügel hochgebaut. Müll liegt an  den Straßenrändern und in dem kleinen Bach, der durch die Favela fließt.  Wenig Elektrizität gibt es hier, aber viel Aussichtslosigkeit. Die  zahlreichen Favelas unterscheiden sich fast nicht. Einige sind sicherer  als die anderen. Dort herrschen Drogenkartelle, an anderer Stelle  mafiöse Strukturen. Hier seien wir sicher – versichert man uns.</strong></p>
<p><strong>Wenn wir nicht zu den Ärmsten gehen, bleibt unsere Botschaft  vom Evangelium leer – das verstehe ich heute Abend noch besser. Grau  sind die Häuserfronten, unsicher die Blicke, die uns begegnen. Ein  beklommenes Gefühl breitet sich in mir aus. Es ist weniger Angst als  vielmehr die tiefe Betroffenheit über das Elend, das mir hier begegnet.</strong></p>
<p><strong>Während unser Wagen die Hügelkuppe erreicht hat, breitet sich  unter uns das Lichtermeer von São Paulo aus, im Dunst des Abendhimmels.  Manchmal gibt es Situationen, in denen mir die Worte fehlen. Eine  solche Situation spüre ich, während wir wieder einmal im Rückwärtsgang  fahren und den Verkehr vor uns vorbeilassen. Mein Blick fällt auf eine  Mutter mit ihren vier Kindern, die am Straßenrand steht. Das Gebet aber  hilft. Ich bin mir sicher: Diese Menschen schließe ich heute ganz  bewusst mit in mein Gebet ein.</strong></p>
<p><strong>Erzbischof Dr. Robert Zollitsch</strong></p>
<p>Hintergrund &#8211; das Elendsviertel neben dem Gottesdienst-Platz:</p>
<p><strong>Weihnachten im Slum &#8211; Christus in Brasilien</strong></p>
<p><strong>Kobras, Ratten, Gewalt und viel Überlebensmut</strong></p>
<p><strong>„Bei diesem Leben hier brauchen wir Hoffnung auf Gottes  Beistand“, sagt die tiefreligiöse Cleide de Souza Nascimento in ihrer  Elendskate – und wünscht sich nur eins:“Weihnachten darf es nicht  schütten – sonst sind wir geliefert.“ Direkt vor der Bretterhütte  schwillt bei starken Tropengewittern der barbarisch stinkende Kloakebach  an – ebenso übelriechendes Abwasser dringt dann von hinten in die Kate  herein und fließt wasserfallartig von der Eingangsluke, da, wo die  Dreißigjährige steht, den Grabenhang hinunter, trifft sich mit der  Kloake. „Abwasser läuft sogar aufs Bett – mein kleinster Sohn hat  chronische Asthma, für den ist das hier besonders schlecht.“</strong></p>
<p><strong>Modrig-feucht ist es auch bei Sonne in der fensterlosen Kate –   vier alte, zerschlissene Matratzen für die sechs Bewohner, ein Herd  mit blauem Kochgasbehälter, das bißchen Kleidung baumelt an Wandhaken.  „Weihnachten gibts keine Geschenke, nichts, dafür reicht das Geld nicht,  ein bißchen Weihnachtsschmuck ist auch nicht drin. Heiligabend wärs für  uns alle zu eng in der Kate – wir machens wie die Nachbarn, treffen uns  oben auf der Gasse, da ist mehr Platz.“</strong></p>
<p><strong>Als noch unter Staatschef Lula die Regierung 2003 das  Anti-Hunger-Programm startet, kämpft und streitet Cleide solange mit der  Staatsbürokratie, bis sie die sogenannte „Bolsa Familia“ endlich für  ihre vier Kinder kriegt – 198 Real monatlich, macht umgerechnet rund 21  Euro pro Kind. Der Liter pasteurisierte Frischmilch kostet in Sao Paulo  umgerechnet einen Euro dreißig, auch andere Grundnahrungsmittel sind in  Brasilien, dem Niedrigstlohnland, auffällig teurer als im Hochlohnland  Deutschland.</strong></p>
<p><strong>Was geben Sie so vor Weihnachten aus?</strong></p>
<p><strong>Brasilien zählt längst nicht mehr zu den Billigpreisländern, merken selbst deutsche Touristen verärgert an der Copacabana.</strong></p>
<p><strong>Cleide macht Gelegenheitsarbeit, Tagelöhnerei, wäscht bei  Mittelschichtsfamilien, putzt denen die Wohnung:“Mein Mann ist  behindert, taub – der macht manchmal den Einweiser auf Parkplätzen.“ So  werden es dann wenigstens 31 Euro pro Kopf, für  jeden der sechs  monatlich – der Fahrschein für den Bus raus aus der Favela kostet über  einen Euro.  42 Prozent aller Empfänger von Bolsa Familia seien nach wie  vor verelendet, melden die Landesmedien. Der Slum von Cleide zeigt es  anschaulich.</strong></p>
<p><strong>Wird es in der Weihnachtszeit ein bißchen besser, gibts da  spendenfreudige Leute? „Gottseidank kriegen wir von der  Kirche stets  Pakete mit Grundnahrungsmitteln – da sind Reis, Bohnen, Zucker, Speiseöl  dabei – Kleidung wird auch verteilt!“</strong></p>
<p><strong>Brasilien ist die siebtgrößte Wirtschaftsnation, Sao Paulo  die reichste Stadt ganz Lateinamerikas – läßt sich wenigstens mal ein  Sozialarbeiter in dieser Favela Cachoeirinha blicken, aus der am ersten  Advent vom ZDF der Adveniat-Gottesdienst übertragen wurde? Cleide  verneint:“Hier kommt nie mal einer von der Präfektur, vom Staat vorbei –  man muß unheimlich bei den Behörden hinterher sein, um Bolsa Familia zu  kriegen. Wer von den vielen Halb-und Voll-Analphabeten hier das nicht  weiß, geht leer aus. Sechs Monate haben sie mir die Bolsa Familia unter  einem Vorwand gesperrt – das war für uns grauenhaft. So viele haben  eigentlich ein Anrecht, kriegen aber keinen Centavo.“ Übertreibt sie da  nicht ein bißchen?    </strong></p>
<p><strong> Zahlreiche Katen kleben wie die von Cleide in dem  Kloakegraben, die Eingänge wirken wie dunkle Löcher – auch wegen der  Sicherheit, um nicht beklaut zu werden, gibts keine anderen Öffnungen,  in die Tageslicht fallen könnte. Starken Hautausschlag, viel Grind und  Bläschen am Mund bemerkt man bei vielen Slumbewohnern – Tuberkulose und  sogar Lepra finden beste Ausbreitungsbedingungen. Hier holt man sich  rasch Elendskrankheiten, sagen Slumpriester, weil das Immunsystem der  Bewohner  stark geschwächt ist.</strong></p>
<p><strong>Cleide haust seit 14 Jahren in dieser Hütte – nur einen  Steinwurf entfernt hat Cleyton dos Santos, 22,  für seine Frau Erica und  die zwei kleinen Kinder eine Holzkate direkt an einen breiten  Abwasserbach gebaut. „Die Kinder bitten uns, Lichter, ein bißchen  Weihnachtsschmuck an die Wand zu hängen – aber das ist unmöglich, wir  haben tagtäglich so viel Dringenderes im Kopf! Jetzt, im Hochsommer,  regnets alle paar Tage heftig, tritt der Bach über die Ufer, trägt  stinkenden Schlamm in die Gasse, waten wir notgedrungen drin herum. Hier  gibt es massenweise Ratten, die Krankheiten übertragen, müssen wir  besonders wegen der Kinder aufpassen.“ Cleyton, entsetzlich mager, ist  arbeitslos – Erica kriegt als Reinemachfrau  maximal 550 Real im Monat –  das macht für alle vier umgerechnet höchstens 57 Euro pro Kopf –  Weihnachtsgeschenke, Weihnachtsschmaus am Heiligabend? Fehlanzeige. „Wir  setzen uns zu den Hüttennachbarn auf die Gasse – jeder gibt was für  einen Teller mit Essen. Ich habe gehört, die Regierung erzählt draußen  in der Welt, daß es den Brasilianern jetzt viel besser geht und allen  geholfen wird. Das ist gelogen – man läßt uns hier im Slum total im  Stich!“</strong></p>
<p><strong>Rosilene, 33, Cleytons Nachbarin, wird just um Weihnachten  herum niederkommen – es ist das siebte Kind. „Weihnachten“, lacht sie  bitter-ironisch, „Gott im Himmel, was soll ich da schon machen? Ich  hocke in der Kate wie immer, hoffe auf die Hilfe der Nachbarn. Ich  kriege ja vom Staat garnichts, nur ein bißchen Geld von den Vätern  meiner Kinder. Wenns mal 200 Real im Monat werden, bin ich direkt  zufrieden…“</strong></p>
<p><strong>200 Real – umgerechnet  rund 12 Euro monatlich für jedes der  sechs Kinder, für Rosilene – wie soll das gehen, bei den Preisen? „Mein  ältester Sohn kann schon ein bißchen arbeiten, der organisiert uns immer  mal was zu essen, sorgt für ein bißchen Reis und Milch, das Kochgas –  meine Nachbarn sind zwar wunderbar, aber die haben ja selber nichts. Ich  schlage mich irgendwie durch – ja – ich lebe noch!“</strong></p>
<p><strong>Pedro, der Gelegenheitsarbeiter, kam mit seiner Frau, den  fünf Kindern zu spät – weil nirgendwo noch eine Hütte hingepaßt hätte,  baut er sie mitten in den Abwässerbach – ausgerechnet am Eingang mündet  ein Kloakegraben hinein, vergrößert den Gestank noch mehr. „Letzte  Weihnachten haben wir die Kate eingeweiht – feiern jetzt einjähriges  Überleben. Das Abwasser steigt bei Gewitterregen nicht zu uns hoch –  aber Ratten, sogar weiße, und Kobras klettern nachts hinein – wir müssen  unheimlich auf der Hut sein. Denn das Dumme ist – Hauskatzen helfen  nicht, die hauen vor den Rattenhorden ab. Egal, wir haben uns dran  gewöhnt. Ich beklage mich nicht – grade vor Weihnachten gibts für mich  mehr Jobs, schaufle ich mal Erde weg, repariere, streiche, schleppe was.  Aber Heiligabend sind wir alle in der Kate, feiern Christi Geburt. Die  Leute im Slum beten sehr viel – bitten Gott um spirituelle Kraft, um  Hilfe in dieser Misere. Der Mann da neben Dir – den kenne ich – das ist  doch der Padre, der jetzt vor Weihnachten die Lebensmittelpakete und das  Spielzeug verteilt!“</strong></p>
<p><strong>Pedro meint Slumpfarrer Bernardo Daly, einen Iren, der mit  seiner Schar hochengagierter kirchlicher Menschenrechtsaktivisten trotz  bescheidenster Mittel weit schlimmeres Elend und krassesten Hunger  verhindert – und die Räumung des Slums, die Vertreibung der Favelados  durch die Polizei. Todesschwadronen, Drogenbanditen-und Polizeigewalt,  dazu immer wieder Hüttenbrände, bei denen Kleinkinder verkohlen  &#8211; Daly  muß als Seelsorger tagtäglich mit Situationen fertigwerden, Dinge  verkraften, die das Vorstellungsvermögen der meisten Deutschen  übersteigt.</strong></p>
<p><strong>Der Padre wirkt erstaunlich ruhig und besonnen – doch  manchmal macht er seiner Empörung Luft. Wie an der Kate von Elise, die  direkt am Kloakegraben haust. „Ich kriege 134 Real Bolsa Familia, weil  die ältere meiner beiden Töchter geistig behindert ist, ständig meine  Betreuung braucht – mehr Geld haben wir nicht im Monat.“ 134 Real – also  umgerechnet rund 18 Euro für jede der drei. Padre Daly ist  geschockt:“Das ist doch unmöglich. Wer so lebt, muß manchmal das  eigentlich Unmögliche tun, weil es keinen anderen Ausweg gibt…“ Der  Geistliche läßt offen, was er konkret meint – nicht nötig.</strong></p>
<p><strong>„Jetzt, vor Weihnachten, kämpfe ich dafür, daß mehr  Nahrungsmittelspenden in den Slum gelangen – auch zu denen, die garnicht  wissen können, wo es Ausgabestellen gibt, also Alte, Behinderte,  Kranke“, sagt  Eliane Takeko, 46, engste Mitstreiterin von Padre Doty,  zudem Präsidentin der Bewohnerassoziation. “Ein bißchen  mehr Spielzeug  für die Kinder – das müßte doch drin sein, auch dafür streite ich mich  mit der Präfektur herum. Die Lage im Slum macht mich traurig und wütend   – Brasilien ist doch soooo reich – die Mittel sind da! Wir von der  katholischen Kirche akzeptieren nicht diese grauenhafte Logik, daß es  Arme, Verelendete nun mal gibt und immer geben wird. In den über 2600  Slums von São Paulo gibts viele sogenannte Kirchen, die nichts fürs  Soziale tun. Wir legen uns mit denen `oben` an.“</strong></p>
<p><strong>Dieses Jahr ist der Slum noch voller, noch dichter bewohnt  als letzte Weihnachten, meint Eliane Takeko. „Manche Slums werden  von  der Polizei geräumt und zerstört, vor der Fußball-WM werden Obdachlose  aus der City vertrieben – die kommen notgedrungen zu uns an die  Peripherie. Deswegen wird es immer enger in den Hütten.“ Aber warum gibt  es dann keine Massenproteste der Slumbewohner? „Die Menschen haben  Angst“, sagt Padre Doty. „Nicht wenige hatten sich engagiert, haben  resigniert aufgegeben. Zudem ist das Bildungsniveau in Brasilien  entsetzlich niedrig – Leute ohne Bildung, Analphabeten wissen garnicht,  wie man das macht – sich organisieren, auf die Straße gehen,  Bürgerrechte durchsetzen. Die kennen ihre Rechte já garnicht.“</strong></p>
<p><strong>Eliane Takeko stimmt zu: „Es liegt auch am Hunger – wer sich  nur schlecht ernährt, in solchen Katen haust, kann nicht richtig denken,  ist schnell kaputt, noch dazu bei Tropenhitze. Und wer zu oft den Mund  aufmacht, fliegt raus, kriegt nicht mal eine Tagelöhnerarbeit.  Auch ich  muß aufpassen.“</strong></p>
<p><strong>Selbst in ihrer engen Kate gibts keinen Weihnachtsschmuck –  denn auch sie schlägt sich mit Gelegenheitsarbeit durch, wie die  Tochter. „Wir beide kommen auf höchstens 500 Real im Monat – das muß für  alle sechs in der Kate reichen. Mein Mann ist behindert, hatte einen  Unfall. Da heißt es, irrsinnig sparen.“  Maximal umgerechnet 200 Euro  monatlich, für sechs Leute – wie macht sie das?</strong></p>
<p><strong>Körperlich und geistig Behinderte – auffällig, wie viele in  den Slums hausen. Laut Studien sind es 23, 91 Prozent der  brasilianischen Bevölkerung, gegenüber rund einem Prozent in  hochentwickelten Staaten wie Deutschland. Immer wieder geschieht, daß  geistig behinderte Mädchen und Frauen der Favelas vergewaltigt werden.</strong></p>
<p><strong>Über 30 Millionen Brasilianer leben laut Kirchenangaben noch  in extremer Armut. Nimmt man jedoch die offizielle Regierungseinstufung,  zählen Eliane Takeko und ihre Familie nicht mehr dazu, liegen oberhalb  der amtlich allen Ernstes auf umgerechnet etwa 29 Euro angesetzten  Pro-Kopf-Grenze, sind nur noch „arm“ &#8211;  Rosilene mit den sechs Kindern  und Elise aber liegen darunter…</strong></p>
<p><strong>Haben alle in gewisser Weise sogar „Glück“, Weihnachten im  Slum einer reichen Wirtschaftsmetropole wie Sao Paulo zu feiern? Denn  Brasiliens grauenhafteste Elendsviertel liegen nicht hier, sondern in  den kraß unterentwickelten Regionen des Nordens und Nordostens.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/12/paraisokate.jpg" alt="paraisokate.jpg" /></p>
<p><strong>“Krise bestens überstanden”: Eingang von Slumkate in Lateinamerikas reichster Stadt Sao Paulo.</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/01/bewohnerin-eines-der-uber-2000-slums-in-lateinamerikas-reichster-stadt-sao-paulo-gesichter-brasiliens/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/01/bewohnerin-eines-der-uber-2000-slums-in-lateinamerikas-reichster-stadt-sao-paulo-gesichter-brasiliens/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/crackpaarhelvetia.JPG" alt="crackpaarhelvetia.JPG" /></p>
<p><strong>Zwei Crack-Süchtige, laut brasilianischen Augenzeugen, vor  Bahnhofseingang, Dezember 2011, nahe der Kulturbehörde des Teilstaats  Sao Paulo.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/29/brasiliens-musik-und-tanzphanomen-baile-funk-in-europa-vom-kulturbetrieb-gelobt-gefordert-baile-funk-bringt-terror-und-tod-an-die-peripherie-zeitung-sao-paulos-zu-lynch-verbrechen-am-tag-d/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/29/brasiliens-musik-und-tanzphanomen-baile-funk-in-europa-vom-kulturbetrieb-gelobt-gefordert-baile-funk-bringt-terror-und-tod-an-die-peripherie-zeitung-sao-paulos-zu-lynch-verbrechen-am-tag-d/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-probleme-beim-bekampfen-der-aids-epidemie-aus-expertensicht/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-probleme-beim-bekampfen-der-aids-epidemie-aus-expertensicht/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/01/brasilien-flog-aus-landergruppe-die-aids-infizierte-am-besten-betreut-laut-landesmedien-nur-zwischen-60-und-79-der-hiv-patienten-werden-behandelt/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/01/brasilien-flog-aus-landergruppe-die-aids-infizierte-am-besten-betreut-laut-landesmedien-nur-zwischen-60-und-79-der-hiv-patienten-werden-behandelt/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-heranwachsende-in-extremer-armut-zahl-zunehmend-laut-neuer-unicef-studie-acht-jahre-lula-rousseff-regierung-und-resultate/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-heranwachsende-in-extremer-armut-zahl-zunehmend-laut-neuer-unicef-studie-acht-jahre-lula-rousseff-regierung-und-resultate/</strong></a></p>
<p><strong>Katholik Schlingensief:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/23/den-leuten-zu-sagen-in-was-fur-einer-verlogenen-scheise-wir-alle-leben-schlingensief-in-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/23/den-leuten-zu-sagen-in-was-fur-einer-verlogenen-scheise-wir-alle-leben-schlingensief-in-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Das_deutsche_Kettens%C3%A4genmassaker"><strong>http://de.wikipedia.org/wiki/Das_deutsche_Kettens%C3%A4genmassaker</strong></a></p>
<p><strong>Schlingensief: </strong><strong><a href="http://www.youtube.com/watch?v=OM8ZevwUf2A"> http://www.youtube.com/watch?v=OM8ZevwUf2A</a></strong></p>
<p><strong>Brasiliens Wirtschaftslage 2011:<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/06/boomland-brasilien-stagnierende-wirtschaft-im-dritten-quartal-industrieproduktion-schrumpfte-um-09-prozent-gegenuber-zweitem-quartal/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/06/boomland-brasilien-stagnierende-wirtschaft-im-dritten-quartal-industrieproduktion-schrumpfte-um-09-prozent-gegenuber-zweitem-quartal/</a></strong></p>
<h2><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/07/brasiliens-boom-und-die-slumhutten/" rel="bookmark">Brasiliens  “Boom” und die Slumhütten. “Ratten, Unmassen von Fiebermücken, Kloake  bei jedem Gewitterregen in der Kate.” “Warum hat Sao Paulo noch 2627  Slums?”</a></h2>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c1.JPG" alt="c1.JPG" /></p>
<p><strong>Hausen  an stinkender Kloake, nahe dem Platz des  Adveniat-Gottesdienstes &#8211; in Lateinamerikas reichster Stadt Sao Paulo.  “Ich lebe hier schon 14 Jahre so in dieser Kate.”(Mutter von vier  Kindern) Die<br />
</strong></p>
<p><strong>Der Teilstaat Sao Paulo ist die führende Wirtschaftsregion  Lateinamerikas mit der entsprechenden Konzentration von Ober-und  Mittelschicht &#8211; man kann sich daher vorstellen, wie die Slums in den  stark unterentwickelten Regionen des Nordens und Nordostens der  siebtgrößten Wirtschaftsnation aussehen.</strong></p>
<p><a href="http://www.adveniat.de/blog/?p=960"><strong>http://www.adveniat.de/blog/?p=960</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/brasiliens-obdachlose-drei-ermordet-in-campinas-bei-sao-paulo-regelmasig-gewalttaten-sogar-verbrennung-von-strasenbewohnern/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/brasiliens-obdachlose-drei-ermordet-in-campinas-bei-sao-paulo-regelmasig-gewalttaten-sogar-verbrennung-von-strasenbewohnern/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c2.JPG" alt="c2.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/21/katholisches-hilfswerk-adveniat-in-brasilien-land-der-vielen-milliardare-und-millionare-wie-es-kommt-das-in-deutschland-muhselig-spenden-fur-bedurftige-und-sozialprojekte-gesammelt-werden-obwohl-d/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/21/katholisches-hilfswerk-adveniat-in-brasilien-land-der-vielen-milliardare-und-millionare-wie-es-kommt-das-in-deutschland-muhselig-spenden-fur-bedurftige-und-sozialprojekte-gesammelt-werden-obwohl-d/</strong></a></p>
<p><strong>“Die Wirtschaftskrise hat Brasilien kaum gespürt”(WAZ)</strong></p>
<p><strong>Der soziale Aufstieg von Lula:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/04/lula-bekommt-500000-dollar-von-lg-fur-vortrag-in-sudkorea-laut-brasilianischen-landesmedien-uber-eine-million-dollar-damit-vier-monate-nach-ende-der-amtszeit-kassiert-laut-kalkulation-von-parte/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/04/lula-bekommt-500000-dollar-von-lg-fur-vortrag-in-sudkorea-laut-brasilianischen-landesmedien-uber-eine-million-dollar-damit-vier-monate-nach-ende-der-amtszeit-kassiert-laut-kalkulation-von-parte/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c10.JPG" alt="c10.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/07/brasiliens-boomwirtschaft-wachst-nicht-mehr-und-erholung-wird-dauern-folha-de-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/07/brasiliens-boomwirtschaft-wachst-nicht-mehr-und-erholung-wird-dauern-folha-de-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/04/brasiliens-korruptionskrise-dilma-rousseffs-arbeitsminister-carlos-lupi-kippt-staatschefin-wartete-mit-entlassung-trotz-der-gravierenden-verfehlungen-des-ministers-ubermasig-lange-kritisieren-land/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/04/brasiliens-korruptionskrise-dilma-rousseffs-arbeitsminister-carlos-lupi-kippt-staatschefin-wartete-mit-entlassung-trotz-der-gravierenden-verfehlungen-des-ministers-ubermasig-lange-kritisieren-land/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c3.JPG" alt="c3.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/06/brasiliens-industriellenverband-fiesp-zu-wirtschaftsstagnation-warnungen-seit-jahresbeginn-bestatigt-schadliche-wirkung-der-hohen-zinsen-uberbewertete-landeswahrung-real/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/06/brasiliens-industriellenverband-fiesp-zu-wirtschaftsstagnation-warnungen-seit-jahresbeginn-bestatigt-schadliche-wirkung-der-hohen-zinsen-uberbewertete-landeswahrung-real/</strong></a></p>
<p><strong>“Wirtschaftsmacht der Zukunft”:</strong></p>
<p><a href="http://www.welt.de/dieweltbewegen/article13665169/Brasilien-ist-die-Wirtschaftsmacht-der-Zukunft.html"><strong>http://www.welt.de/dieweltbewegen/article13665169/Brasilien-ist-die-Wirtschaftsmacht-der-Zukunft.html</strong></a></p>
<p><strong>Spürbare Preissprünge bei  brasilianischen Lebensmitteln in den letzten Monaten.</strong><br />
<strong>Lateinamerikas teure Lebensmittel &#8211; Preissteigerungen um 40 Prozent in den letzten vier Jahren &#8211; Gefahr für Hungerbekämpfung:</strong> <a href="http://exame.abril.com.br/economia/mundo/noticias/precos-dos-alimentos-na-america-latina-sobem-40-em-4-anos--2"><strong>http://exame.abril.com.br/economia/mundo/noticias/precos-dos-alimentos-na-america-latina-sobem-40-em-4-anos–2</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-heranwachsende-in-extremer-armut-zahl-zunehmend-laut-neuer-unicef-studie-acht-jahre-lula-rousseff-regierung-und-resultate/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-heranwachsende-in-extremer-armut-zahl-zunehmend-laut-neuer-unicef-studie-acht-jahre-lula-rousseff-regierung-und-resultate/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c4.JPG" alt="c4.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/17/adveniat-in-brasilien-wie-lebt-es-sich-in-der-reichsten-stadt-lateinamerikas-der-siebtgrosten-wirtschaftsnation-nach-acht-jahren-lula-regierung-adveniat-gottesdienst-in-der-favela-cachoeirinha-von/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/17/adveniat-in-brasilien-wie-lebt-es-sich-in-der-reichsten-stadt-lateinamerikas-der-siebtgrosten-wirtschaftsnation-nach-acht-jahren-lula-regierung-adveniat-gottesdienst-in-der-favela-cachoeirinha-von/</strong></a></p>
<p><strong>Wie in deutschsprachigen Zeitungen und Zeitschriften die  Situation interpretiert wird:</strong></p>
<h2>”Das Leben in Brasilien ist leicht und unbeschwert. Probieren Sie es selbst.” Deutschsprachige Tourismuspropaganda.</h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/28/brasilien-nach-acht-jahren-lula-regierungwarum-hat-sao-paulo-noch-2627-slums-fragt-die-wichtigste-qualitatszeitung-o-estado-de-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/28/brasilien-nach-acht-jahren-lula-regierungwarum-hat-sao-paulo-noch-2627-slums-fragt-die-wichtigste-qualitatszeitung-o-estado-de-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c5.JPG" alt="c5.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/06/der-alltag-brasilianischer-jugendlicher-unterscheidet-sich-gar-nicht-so-stark-von-dem-der-deutschen-schwabische-post-entspannt-und-fleisig-in-brasilien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/06/der-alltag-brasilianischer-jugendlicher-unterscheidet-sich-gar-nicht-so-stark-von-dem-der-deutschen-schwabische-post-entspannt-und-fleisig-in-brasilien/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/brasiliens-hohe-rate-von-behinderten-2391-prozent-der-bevolkerung-gegenuber-rund-1-prozent-in-hochentwickelten-landern-laut-studien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/brasiliens-hohe-rate-von-behinderten-2391-prozent-der-bevolkerung-gegenuber-rund-1-prozent-in-hochentwickelten-landern-laut-studien/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c9.JPG" alt="c9.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/24/brasilien-wurde-unter-lula-rousseff-zum-auswanderungsland-bye-bye-brasil-sergio-costa-soziologie-professor-an-der-fu-berlin-bestatigt-die-entwicklung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/24/brasilien-wurde-unter-lula-rousseff-zum-auswanderungsland-bye-bye-brasil-sergio-costa-soziologie-professor-an-der-fu-berlin-bestatigt-die-entwicklung/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c6.JPG" alt="c6.JPG" /></p>
<p><strong>“…das Land die globale Wirtschafts- und Finanzkrise 2008/2009 vergleichsweise unbeschadet überstanden hat.”  BDI 2011</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c8.JPG" alt="c8.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/24/sos-kinderdorfer-in-brasilien-unter-rousseff-lula-zahlreiche-hilfsprojekte-deutschlands-der-schweiz-und-osterreichs-in-boomland-global-player-rassismus-in-brasilien-mauricio-pestana-analysier/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/24/sos-kinderdorfer-in-brasilien-unter-rousseff-lula-zahlreiche-hilfsprojekte-deutschlands-der-schweiz-und-osterreichs-in-boomland-global-player-rassismus-in-brasilien-mauricio-pestana-analysier/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c7.JPG" alt="c7.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/08/brasiliens-favela-menschenrechtsaktivisten-eliana-takeko-kanashiro-de-araujo-prasidentin-der-associacao-futuro-melhor-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/08/brasiliens-favela-menschenrechtsaktivisten-eliana-takeko-kanashiro-de-araujo-prasidentin-der-associacao-futuro-melhor-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/26/zdf-und-adveniat-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-verschiedene-sichtweisen-der-gravierenden-menschenrechtslage-brasiliens-je-nach-wertvorstellungen-und-vorschriftenkatalog/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/26/zdf-und-adveniat-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-verschiedene-sichtweisen-der-gravierenden-menschenrechtslage-brasiliens-je-nach-wertvorstellungen-und-vorschriftenkatalog/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/25/nine-most-horrible-places-in-the-world-favela-slums-von-rio-de-janeiro-aus-sicht-des-bric-staats-china-subkultur-von-umweltzerstorung-armut-und-gangstern-cubatao-bei-sao-paulo-an-sieb/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/25/nine-most-horrible-places-in-the-world-favela-slums-von-rio-de-janeiro-aus-sicht-des-bric-staats-china-subkultur-von-umweltzerstorung-armut-und-gangstern-cubatao-bei-sao-paulo-an-sieb/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/</strong></a></p>
<p><strong>Favelakinder Sao Paulos &#8211; Fotoserie:<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/28/favelakinder-in-sao-paulo-gesichter-brasiliens/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/28/favelakinder-in-sao-paulo-gesichter-brasiliens/</a></strong><br />
<strong>Crack-Epidemie unter der Lula-Rousseff-Regierung:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/03/brasiliens-crack-epidemie-unter-der-rousseff-regierung-wie-crack-wirktverkehrsumleitung-wegen-offener-crack-szene-die-strasen-total-verstopft-in-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/03/brasiliens-crack-epidemie-unter-der-rousseff-regierung-wie-crack-wirktverkehrsumleitung-wegen-offener-crack-szene-die-strasen-total-verstopft-in-sao-paulo/</strong></a></p>
<h2><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/10/brasiliens-gefangenenseelsorge-der-deutsche-pastor-wolfgang-lauer/" rel="bookmark">Brasiliens Gefangenenseelsorge &#8211; der deutsche Pastor Wolfgang Lauer.</a></h2>
<p>Samstag, 10. Dezember 2011 von Klaus Hart   <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11804" title="Beitrag bearbeiten">**</a></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1624771/"><strong>http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1624771/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/caran6.JPG" alt="caran6.JPG" /></p>
<p><a href="http://brueckenbauer.blogspot.com/2011_05_01_archive.html"><strong>http://brueckenbauer.blogspot.com/2011_05_01_archive.html</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/03/bundesprasident-christian-wulff-dilma-rousseff-und-der-zugige-bau-des-neuen-atomkraftwerks-angra-3-bei-rio-de-janeiro-mit-deutscher-bundesburgschaft/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/03/bundesprasident-christian-wulff-dilma-rousseff-und-der-zugige-bau-des-neuen-atomkraftwerks-angra-3-bei-rio-de-janeiro-mit-deutscher-bundesburgschaft/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/30/brasilien-weiter-land-mit-weltweit-hochster-mord-zahl-stellen-landesmedien-zum-jahresende-heraus-regierungsprojekt-fur-mord-reduzierung-gestoppt-hies-es/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/30/brasilien-weiter-land-mit-weltweit-hochster-mord-zahl-stellen-landesmedien-zum-jahresende-heraus-regierungsprojekt-fur-mord-reduzierung-gestoppt-hies-es/</strong></a></p>
<h2>Rio+20. Brasilien: “Nach wie vor hemmungslose Aktionen der  Todesschwadronen, institutionalisierte Barbarei.” Lulas  Menschenrechtsminister Paulo Vannuchi räumt gegen Ende der zweiten  Amtszeit erneut Fortbestehen der brasilianischen Todesschwadronen ein.  “Folter ohne Ende”(Soziologiezeitschrift “Sociologia”) Lulas  Menschenrechtsbilanz. Strategischer Partner der Berliner Regierung.  Peter Scholl-Latour. Folter und Todesschwadronen als  Fortschrittskriterium: “fortschrittliche Schwellenländer wie Brasilien”.  José Zapatero, EU-Ratspräsident, Gregor Gysi. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=3950" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/folter-ohne-ende/" rel="tag">“Folter ohne Ende”</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/amnesty/" rel="tag">Amnesty</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/blogger-yoani/" rel="tag">Blogger Yoani</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasilien/" rel="tag">Brasilien</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/folter/" rel="tag">Folter</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/gregor-gysi/" rel="tag">Gregor Gysi</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/jose-zapatero/" rel="tag">José Zapatero</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/lula/" rel="tag">Lula</a>,<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/menschenrechte/" rel="tag">Menschenrechte</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/paulo-vannuchi/" rel="tag">Paulo Vannuchi</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/peter-scholl-latour/" rel="tag">Peter Scholl-Latour</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/scheiterhaufen/" rel="tag">Scheiterhaufen</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/slum-diktatur/" rel="tag">Slum-Diktatur</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/todesschwadronen/" rel="tag">Todesschwadronen</a></p>
<p><strong>Vannuchi wies gegenüber der Presse speziell auf  Todesschwadronen im brasilianischen Nordosten, aus dem Staatschef Lula  stammt. Die Organisation Amerikanischer Staaten prüfe derzeit 98  Anklagen gegen Brasilien wegen Menschenrechtsverletzungen gravierender  Art. Bei Brasiliens Todesschwadronen bestehe eine promiskuitive Allianz  zwischen Vertretern des Staates(agentes publicos) und Vertretern  außerhalb des Staatsapparats.</strong></p>
<p><strong>In meinungsbildenden deutschen Analysen wird die brasilianische Regierung ausdrücklich als “progressiv” eingestuft.</strong></p>
<p><strong>“Brasilien ist eine <a href="http://www.brasilien-info.at/wirtschaft/index.html">Industriemacht</a>, die achtgrößte Wirtschaftsnation der Welt, modern und fortschrittlich.”</strong></p>
<p><strong><a href="http://www.bpb.de/publikationen/JU16H0,0,Vom_Umgang_mit_der_Diktaturvergangenheit.html">http://www.bpb.de/publikationen/JU16H0,0,Vom_Umgang_mit_der_Diktaturvergangenheit.html</a></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/03/todesschwadronen-in-rio-de-janeiro-polizeioffizier-bei-attentat-erschossen-der-an-ermittlungen-teilnahm-militarpolizisten-anzeigte/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/03/todesschwadronen-in-rio-de-janeiro-polizeioffizier-bei-attentat-erschossen-der-an-ermittlungen-teilnahm-militarpolizisten-anzeigte/</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/03/todesschwadronenglobocapa.JPG" alt="todesschwadronenglobocapa.JPG" /></p>
<p><strong>Todesschwadronen 2011: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/09/todesschwadronen-in-brasilien-menschenrechtspolitik-unter-lula-rousseff-polizisten-kommandieren-ausrottungskommandos-im-ganzen-land-viel-lob-aus-europa-fur-brasilias-kurs/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/09/todesschwadronen-in-brasilien-menschenrechtspolitik-unter-lula-rousseff-polizisten-kommandieren-ausrottungskommandos-im-ganzen-land-viel-lob-aus-europa-fur-brasilias-kurs/</a></strong></p>
<p><strong>Auch aus europäischen Ländern erhält die sehr spezielle  Demokratie-Politik der Lula-Regierung sehr viel Lob. Beifall kommt auch  von alten und neuen Rechten. Im Gegensatz zu Amnesty International  London sind angesichts rasch zunehmender neoliberaler Herzenskälte für  die meisten europäischen Medien  gravierende Menschenrechtsverletzungen  in Brasilien, wie Scheiterhaufen sowie von Staatsangestellten  praktizierte Folter und Todesschwadronen, nicht der Rede und damit auch  nicht der Erwähnung wert.  Lulas Menschenrechtsbilanz zweier  Amtszeiten hat die politische Glaubwürdigkeit seiner Regierung in  europäischen Ländern offenbar sehr stark erhöht.</strong></p>
<p><strong>Menschenrechtsanwalt Bruno Alves de Souza Toledo:</strong> <strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/08/brasiliens-menschenrechtsanwalt-bruno-alves-de-souza-toledo-sein-energisches-auftreten-vor-dem-uno-menschenrechtsrat-in-genf-bewirkte-dort-proteste-gegen-einen-standigen-uno-sicherheitsratssitz-bras/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/08/brasiliens-menschenrechtsanwalt-bruno-alves-de-souza-toledo-sein-energisches-auftreten-vor-dem-uno-menschenrechtsrat-in-genf-bewirkte-dort-proteste-gegen-einen-standigen-uno-sicherheitsratssitz-bras/</a></strong></p>
<p><strong>Helio Bicudo: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/05/20/todesschwadronen-in-brasilien-unter-lula-katholischer-menschenrechtsaktivist-helio-bicudo-todesschwadronen-wuten-weiter/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/05/20/todesschwadronen-in-brasilien-unter-lula-katholischer-menschenrechtsaktivist-helio-bicudo-todesschwadronen-wuten-weiter/</a></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/14/brasiliens-gefangenenpriester-valdir-silveira-erhalt-von-lula-regierungs-menschenrechtspreis-wegen-kampf-gegen-folter-in-brasilien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/14/brasiliens-gefangenenpriester-valdir-silveira-erhalt-von-lula-regierungs-menschenrechtspreis-wegen-kampf-gegen-folter-in-brasilien/</a></strong></p>
<p><strong>Lula links oder rechts?</strong> <strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/21/lula-links-oder-rechts-selbst-einige-pt-mitglieder-beurteilen-seine-politik-als-eindeutig-rechts-als-fortsetzung-der-wirtschaftspolitik-von-fernando-henrique-cardoso-zugunsten-des-finanzkapitals/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/21/lula-links-oder-rechts-selbst-einige-pt-mitglieder-beurteilen-seine-politik-als-eindeutig-rechts-als-fortsetzung-der-wirtschaftspolitik-von-fernando-henrique-cardoso-zugunsten-des-finanzkapitals/</a></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/18/ermittlungen-gegen-weitere-todesschwadron-in-sao-paulo-bisher-offenbar-mindestens-elf-menschen-liquidiert/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/18/ermittlungen-gegen-weitere-todesschwadron-in-sao-paulo-bisher-offenbar-mindestens-elf-menschen-liquidiert/</a></strong></p>
<p><strong>Fotodokumentation und Slum-Dikatur:</strong> <strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</a></strong></p>
<p><strong>Gregor Gysi, Linkspartei, Deutschland: “Von allen linken  Präsidenten hat Lula, der als am wenigsten links eingeschätzt wird, die  größten Erfolge.”</strong></p>
<p><strong>“Lula Superstar”:</strong> <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-70569506.html">http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-70569506.html</a></p>
<p><strong>Peter Scholl-Latour:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/05/peter-scholl-latour-uber-brasilien-vielfaltige-harmonie-der-rassen-mauricio-pestana-uber-das-rassistischste-land-der-erde-jurandir-freire-costa-uber-ethisch-moralische-schizophrenie-m/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/05/peter-scholl-latour-uber-brasilien-vielfaltige-harmonie-der-rassen-mauricio-pestana-uber-das-rassistischste-land-der-erde-jurandir-freire-costa-uber-ethisch-moralische-schizophrenie-m/</a></p>
<p><strong><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/12/microondaspensionista.jpg" alt="microondaspensionista.jpg" /></strong></p>
<h2>”Das Leben in Brasilien ist leicht und unbeschwert. Probieren Sie es  selbst.” Deutschsprachige Tourismuspropaganda. Was in  Kommerz-Reiseführern fehlt…</h2>
<p><strong>Scheiterhaufen und Slum-Diktatur: </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/16/scheiterhaufenstadt-rio-de-janeiro-der-grausame-tod-einer-48-jahrigen-frau-in-der-microondas-laut-lokalzeitung/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/16/scheiterhaufenstadt-rio-de-janeiro-der-grausame-tod-einer-48-jahrigen-frau-in-der-microondas-laut-lokalzeitung/</a></p>
<p><strong>Die Aufdringlichkeit der Sinne</strong></p>
<p><strong>Vom machtgeschützten Verlust der gesellschaftlichen Sehkraft &#8211; Oskar Negt(2000)</strong></p>
<p><strong>“Der Verlust jener in sinnlicher Erfahrung begründeten  Urteilsfähigkeit der Menschen hat in unserem Jahrhundert für viele  Menschen tödliche Folgen gehabt. Das Wegsehen, die machtgeschützte  Sinnenblindheit, wenn Menschen verfolgt und getrieben, vergewaltigt und  öffentlich gequält werden &#8211; das gehört nicht der Vergangenheit an.”</strong></p>
<p><strong>José Zapatero, amtierender EU-Ratspräsident:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/11/jose-zapatero-spaniens-premierminister-lobt-lula-uber-alle-masen-der-mann-der-die-welt-uberrascht-esse-homem-honesto-integro-e-admiravel-von-amnesty-international-angeprangerte-folter/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/11/jose-zapatero-spaniens-premierminister-lobt-lula-uber-alle-masen-der-mann-der-die-welt-uberrascht-esse-homem-honesto-integro-e-admiravel-von-amnesty-international-angeprangerte-folter/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/03/zerstuckes.JPG" alt="zerstuckes.JPG" /></p>
<p><strong>Gefängnishorror unter Lula &#8211; UNO-Menschenrechtskommission in  Genf befaßt sich mit den Zuständen. Foto von brasilianischen  Menschenrechtsaktivisten.</strong></p>
<p><strong>Umgang mit Geschichte:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/11/brasilia-50-und-das-massaker-an-bauarbeitern/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/11/brasilia-50-und-das-massaker-an-bauarbeitern/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/13/deutschland-und-japan-wurden-nach-dem-zweiten-weltkrieg-jahrelang-dafur-bestraft-das-sie-der-angelsachsischen-welt-fuhrung-getrotzt-diese-herausgefordert-hatten-die-sicht-der-lula-regierung-zu/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/13/deutschland-und-japan-wurden-nach-dem-zweiten-weltkrieg-jahrelang-dafur-bestraft-das-sie-der-angelsachsischen-welt-fuhrung-getrotzt-diese-herausgefordert-hatten-die-sicht-der-lula-regierung-zu/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/23/laut-lula-zog-die-regierung-aus-der-diktatur-folterpraxis-dem-martyrium-der-verfolgten-die-richtigen-lehren-folha-de-sao-paulo-nennt-die-skandalos-folterer-wurden-nicht-bestraft-folter-ohne/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/23/laut-lula-zog-die-regierung-aus-der-diktatur-folterpraxis-dem-martyrium-der-verfolgten-die-richtigen-lehren-folha-de-sao-paulo-nennt-die-skandalos-folterer-wurden-nicht-bestraft-folter-ohne/</a></p>
<p><strong>Menschenrechtsminister Paulo Vannuchi zur Sklavenarbeit:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/22/a-censura-nunca-desiste-kampagne-gegen-zensur-von-pubaddict/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/22/a-censura-nunca-desiste-kampagne-gegen-zensur-von-pubaddict/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/23/die-zeit-interviewt-lula-der-pr-witz-aus-hamburg-was-alles-fehlt/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/23/die-zeit-interviewt-lula-der-pr-witz-aus-hamburg-was-alles-fehlt/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/08/06/offizielle-statistiken-brasiliens-und-ihre-kritiker-beispiel-mordrate/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/08/06/offizielle-statistiken-brasiliens-und-ihre-kritiker-beispiel-mordrate/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/09/zeitungsfotofarbe1.jpg" alt="zeitungsfotofarbe1.jpg" /></p>
<p><strong>Zeitungsfoto &#8211; Rio-Bewohner betrachten Ermordete. Das  Desinteresse an den tatsächlichen Lebensbedingungen der Slumbewohner ist  enorm.</strong></p>
<p><strong>”Die Praxis der Folter ist als Form institutioneller Gewalt  im Alltag des Sicherheitsapparats weiter präsent und richtet sich  besonders gegen die Armen.(brasilianische Soziologie-Zeitschrift  “Sociologia” in ihrer neuesten Ausgabe)</strong></p>
<p><strong>“Folter ohne Ende”: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/</a></strong></p>
<p><strong>Folter von Kindern: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/26/anzeigen-wegen-folter-von-heimkindern-unter-lula-die-organisation-amerikanischer-staaten-interveniert-morde-und-folterungen-verhindern-brasiliens-gefangnissystem-ahnelt-nazistischen-kzs/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/26/anzeigen-wegen-folter-von-heimkindern-unter-lula-die-organisation-amerikanischer-staaten-interveniert-morde-und-folterungen-verhindern-brasiliens-gefangnissystem-ahnelt-nazistischen-kzs/</a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/04/07/unsagliche-folterpraxis-in-brasilien-gunter-nooke-menschenrechtsbeauftragter-der-deutschen-bundesregierung-kritisiert-in-brasilien-folter-und-andere-menschenrechtsverletzungen-druck-ist-noti/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/04/07/unsagliche-folterpraxis-in-brasilien-gunter-nooke-menschenrechtsbeauftragter-der-deutschen-bundesregierung-kritisiert-in-brasilien-folter-und-andere-menschenrechtsverletzungen-druck-ist-noti/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/10/muttertote.jpg" alt="muttertote.jpg" /></p>
<p>Zeitungsfoto.</p>
<p><strong>Menschenrechtsminister Paulo Vannuchi zu außergerichtlichen Exekutionen und Blutbädern während der Lula-Regierung:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/10/taglich-ausergerichtliche-exekutionen-in-brasilien-menschenrechts-minister-paulo-vannuchi/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/10/taglich-ausergerichtliche-exekutionen-in-brasilien-menschenrechts-minister-paulo-vannuchi/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/05/20/todesschwadronen-in-brasilien-unter-lula-katholischer-menschenrechtsaktivist-helio-bicudo-todesschwadronen-wuten-weiter/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/05/20/todesschwadronen-in-brasilien-unter-lula-katholischer-menschenrechtsaktivist-helio-bicudo-todesschwadronen-wuten-weiter/</a></p>
<p><strong>Vannuchi zu täglichen Menschenrechtsverletzungen:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/11/lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gravierende-menschenrechtsverletzungen-eindie-menschenrechtsverletzungen-sind-routine-alltaglich-und-allgemein-verbreitet-das-gefangnissystem-ist/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/11/lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gravierende-menschenrechtsverletzungen-eindie-menschenrechtsverletzungen-sind-routine-alltaglich-und-allgemein-verbreitet-das-gefangnissystem-ist/</a></p>
<p><strong>Lula-Pressekonferenz vom Dezember 2009 in Berlin:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/03/pressekonferenz-mit-lula-in-berlin-keine-einzige-frage-zu-gravierenden-von-amnesty-international-kritisierten-menschenrechtsverletzungen-wie-folter-scheiterhaufen-todesschwadronen-sklavenarbeit/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/03/pressekonferenz-mit-lula-in-berlin-keine-einzige-frage-zu-gravierenden-von-amnesty-international-kritisierten-menschenrechtsverletzungen-wie-folter-scheiterhaufen-todesschwadronen-sklavenarbeit/</a></p>
<p><strong>Kopf unter Wasser:</strong> <a href="http://www.amnesty.de/journal/2009/juni/kolumne-kopf-unter-wasser">http://www.amnesty.de/journal/2009/juni/kolumne-kopf-unter-wasser</a></p>
<p><strong>“Krieg auf dem Morro dos Macacos”:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/17/krieg-auf-dem-morro-dos-macacos-von-rio-de-janeiro-youtube-anklicken-bope-im-einsatz/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/17/krieg-auf-dem-morro-dos-macacos-von-rio-de-janeiro-youtube-anklicken-bope-im-einsatz/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/07/lula-steht-rechts-ich-habe-ihn-immer-fur-einen-rechten-gehalten-ele-e-da-direitafrancisco-de-oliveira-renommierter-brasilianischer-soziologe-in-caros-amigos/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/07/lula-steht-rechts-ich-habe-ihn-immer-fur-einen-rechten-gehalten-ele-e-da-direitafrancisco-de-oliveira-renommierter-brasilianischer-soziologe-in-caros-amigos/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/05/leider-sind-es-nicht-mehr-so-viele-die-die-ganze-wahrheit-wissen-wollen-man-biegt-sehr-schnell-ab-um-bei-seiner-meinung-bleiben-zu-konnen-und-bei-den-als-angenehm-empfundenen-losungen-ich-hab/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/05/leider-sind-es-nicht-mehr-so-viele-die-die-ganze-wahrheit-wissen-wollen-man-biegt-sehr-schnell-ab-um-bei-seiner-meinung-bleiben-zu-konnen-und-bei-den-als-angenehm-empfundenen-losungen-ich-hab/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/30/die-top100-website-beitrage-des-2halbjahrs-2009-regelmasige-website-nutzer-in-uber-90-landern-das-meist-genutzte-google-foto-der-website-gefangenenpriester-gunther-zgubic-aus-osterreich-koordinat/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/30/die-top100-website-beitrage-des-2halbjahrs-2009-regelmasige-website-nutzer-in-uber-90-landern-das-meist-genutzte-google-foto-der-website-gefangenenpriester-gunther-zgubic-aus-osterreich-koordinat/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/11/brasilia-50-und-das-massaker-an-bauarbeitern/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/11/brasilia-50-und-das-massaker-an-bauarbeitern/</a></p>
<p><strong>Menschenrechts-Samba &#8211; anklicken:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/12/o-iraque-e-aqui-der-irak-ist-hier-hit-von-jorge-aragao/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/12/o-iraque-e-aqui-der-irak-ist-hier-hit-von-jorge-aragao/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/29/lula-macht-laut-wertekriterien-des-weltwirtschaftsforums-in-davos-alles-richtig-hohe-ehrung-mit-preis-global-statesmanship-wirtschaftsethik-und-menschenrechtslage-weltsozialforum-2010/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/29/lula-macht-laut-wertekriterien-des-weltwirtschaftsforums-in-davos-alles-richtig-hohe-ehrung-mit-preis-global-statesmanship-wirtschaftsethik-und-menschenrechtslage-weltsozialforum-2010/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/</a></p>
<p><strong>”Das Leben in Brasilien ist leicht und unbeschwert. Probieren Sie es selbst. Deutschsprachige Tourismuspropaganda.</strong></p>
<p><strong>Brasiliens Massengräber</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>„Wenn die Toten da reingeschmissen werden,  sind das Szenen wie in diesen Holocaustfilmen“, beklagen sich Anwohner  von Massengräber-Friedhöfen der größten lateinamerikanischen Demokratie.  In der Tat wird seit der Diktaturzeit vom Staat die Praxis beibehalten,  nicht identifizierte, zu „Unbekannten“ erklärte Tote in Massengräbern  zu verscharren.  Die Kirche protestiert seit Jahrzehnten dagegen und  sieht darin ein gravierendes ethisch-moralisches Problem, weil es in  einem Land der Todesschwadronen damit auch sehr leicht sei, unerwünschte  Personen verschwinden zu lassen. In der Megacity Sao Paulo mit ihren  mehr als 23 Millionen Einwohnern empört sich der weltweit angesehene  Menschenrechtspriester Julio Lancelotti: „In Brasilien wird monatlich  eine erschreckend hohe Zahl von Toten anonym in Massengräbern  verscharrt, verschwinden damit Menschen auf offiziellem Wege, werden als  Existenz für immer ausgelöscht. Wir von der Kirche nehmen das nicht  hin, versuchen möglichst viele Tote zu identifizieren, um sie  dann auf  würdige Weise christlich zu bestatten. Wir brauchten einen großen  Apparat, ein großes Büro, um alle Fälle aufklären zu können – dabei ist  dies eigentlich Aufgabe des Staates!“</strong><strong>Padre Lancelotti  erinnert daran, daß während der 21-jährigen Diktaturzeit in Sao Paulo  von den Machthabern 1971 eigens der Friedhof Dom Bosco geschaffen wurde,  um dort zahlreiche ermordete Regimegegner heimlich gemeinsam mit jenen  unbekannten Toten, den sogenannten „Indigentes“, in Massengräber zu  werfen. Wie die Menschenrechtskommission des Stadtparlaments jetzt  erfuhr, wurden seit damals allen Ernstes 231000 Tote als Namenlose  verscharrt – allein auf d i e s e m Friedhof. Heute  kommen Monat für  Monat dort zwischen 130 und 140 weitere Indigentes hinzu. Nach einem  Massaker an Obdachlosen Sao Paulos kann Priester Lancelotti zufällig auf  dem  Friedhof Dom Bosco beobachten, wie sich der Staat der Namenlosen  entledigt: “Als der Lastwagen kommt und geöffnet wird, sehe ich mit  Erschrecken, daß er bis obenhin voller Leichen ist. Alle sind nackt und  werden direkt ins Massengrab geworfen. Das wird zugeschüttet &#8211; und  fertig. Sollten wir später noch Angehörige ermitteln, wäre es unmöglich,  die Verstorbenen in der Masse der Leichen wiederzufinden. Was sage ich  als Geistlicher dann einer Mutter?“ </strong><strong>Lancelotti hält  einen Moment inne, reflektiert: „Heute hat das Konzentrationslager  keinen Zaun mehr, das KZ ist sozusagen weit verteilt – die Menschen sind  nach wie vor klar markiert, allerdings nicht auf der Kleidung, sondern  auf dem Gesicht, dem Körper. Und sie werden verbrannt, verscharrt, wie  die Gefangenen damals, und es gibt weiter Massengräber.“ </strong><strong>Was  in Sao Paulo geschieht, ist keineswegs ein Einzelfall. In der  nordostbrasilianischen Millionenstadt Fortaleza leiden die Anwohner des  Friedhofs „Bom Jardim“ seit Jahren bei den hohen Tropentemperaturen  unter grauenhaftem Leichengeruch. „Die Toten werden oft schon verwest  hergebracht, wie Tiere verscharrt, wir müssen zwangsläufig zusehen, es  ist grauenhaft“, klagt eine Frau. „Fast jeden Tag kommt der Leichen-LKW –  doch bei den heftigen Gewitterregen wird die dünne Erdschicht über den  Toten weggeschwemmt, sehen wir die Massengräber offen, wird der Geruch  im Stadtviertel so unerträglich, daß viele Kopfschmerzen kriegen,  niemand hier eine Mahlzeit zu sich nimmt.“ Der Nachbar schildert, wie  das vergiftete Regenwasser vom Friedhof durch die Straßen und Gassen des  Viertels läuft: „Das Wasser ist grünlich und stinkt, manchmal werden  sogar Leichenteile mitgeschwemmt – und weggeworfene Schutzhandschuhe der  Leichenverscharrer. Die Kinder spielen damit – haben sich an die  schrecklichen Vorgänge des Friedhofs gewöhnt.  Wir alle haben Angst, daß  hier Krankheiten, Seuchen ausbrechen.“</strong><strong>Selbst in Rio de  Janeiro sind die Zustände ähnlich, werden zahllose Menschen von  Banditenkommandos der über 1000 Slums liquidiert und gewöhnlich bei  Hitze um die 35 bis 40 Grad erst nach Tagen in fortgeschrittenem  Verwesungszustand zum gerichtsmedizinischen Institut abtransportiert.  Wie aus den Statistiken hervorgeht, werden in den Großstädten monatlich  stets ähnlich viele Tote als „Namenlose“ in Massengräber geworfen wie in  Sao Paulo, der reichsten Stadt ganz Lateinamerikas. </strong><strong>Priester  Julio Lancelotti und seine Mitarbeiter stellen immer wieder  Merkwürdigkeiten und verdächtige Tatbestände fest. „Werden Obdachlose  krank und gehen in bestimmte öffentliche Hospitäler, bringt man an ihrem  Körper eine Markierung an, die bedeutet, daß der Person nach dem Tode  zu Studienzwecken Organe entnommen werden. Die Männer registriert man  durchweg auf den Namen Joao, alle Frauen als Maria. Wir streiten heftig  mit diesen Hospitälern und wollen, daß die Obdachlosen auch nach dem  Tode mit den echten Namen geführt werden. Schließlich kennen wir diese  Menschen, haben über sie Dokumente. Man meint eben, solche Leute sind  von der Straße, besitzen also weder eine Würde noch Bürgerrechte. Wir  haben in der Kirche eine Gruppe, die den illegalen, kriminellen  Organhandel aufklären will, aber rundum nur auf Hindernisse stößt. Denn  wir fragen uns natürlich auch, ob jenen namenlos Verscharrten vorher  illegal Organe entnommen werden.“</strong><strong>Fast in ganz  Brasilien  und auch in Sao Paulo sind Todesschwadronen aktiv, zu denen  Polizeibeamte gehören, wie sogar das Menschenrechtsministerium in  Brasilia einräumt. Tagtäglich würden mißliebige Personen  außergerichtlich exekutiert, heißt es. Darunter sind auch Obdachlose,  von denen allein in Sao Paulos Zentrum weit über zehntausend auf der  Straße hausen. Wie Priester Julio Lancelotti betont, ist zudem die Zahl  der Verschwundenen auffällig hoch. </strong><strong>„Auf den Straßen Sao  Paulos werden viele Leichen gefunden. Denn es ist sehr einfach, so  einen Namenlosen zu fabrizieren. Man nimmt ihm die Personaldokumente  weg, tötet ihn und wirft ihn irgendwo hin. Wir gehen deshalb jeden Monat  ins gerichtsmedizinische Institut, um möglichst viele Opfer zu  identifizieren. Die Polizei ist immer überrascht und fragt, warum uns  das interessiert. Das Identifizieren ist für uns eine furchtbare,  psychisch sehr belastende Sache, denn wir müssen monatlich stets  Hunderte von Getöteten anschauen, die in großen Leichenkühlschränken  liegen &#8211; alle schon obduziert und wieder zugenäht. Und man weiß eben  nicht, ob da Organe entnommen wurden.“</strong><strong>Solchen Verdacht  hegen nicht wenige Angehörige von Toten, die seltsamerweise als  „Namenlose“ im Massengrab endeten. In der nordostbrasilianischen  Küstenstadt Maceio geht letztes Jahr der 69-jährige Sebastiao Pereira  sogar mit einem Protestplakat voller Fotos seines ermordeten Sohnes auf  die Straße. Dem Vater hatte man im gerichtsmedizinischen Institut die  Identifizierung der Leiche verweigert – diese dann mysteriöserweise auf  einen Indigentes-Friedhof gebracht. Kaum zu fassen – ein  Friedhofsverwalter bringt es fertig, Sebastiao Ferreira später  mehrere  Leichenteile, darunter einen Kopf zu zeigen. „Mein Sohn wurde allein am  Kopf von vier MG-Schüssen getroffen – und dieser Kopf war doch intakt!  Ich setzte eine DNA-Analyse durch – der Kopf war von einem Mann, das  Bein von einem anderen, der Arm wiederum von einem anderen – doch nichts  stammte von meinem Sohn“, sagt er der Presse. </strong><strong>In Sao  Paulo hat Priester Lancelotti durchgesetzt, daß ein Mahnmal auf dem  Friedhof Dom Bosco an die ermordeten Regimegegner, aber auch an die mehr  als 200000 „Namenlosen“ erinnern wird.</strong><strong> Neuerdings  macht der Friedhof in Brasilien immer wieder Schlagzeilen, allerdings  nicht wegen der Massengräber von heute. Progressive Staatsanwälte  versuchen das Oberste Gericht in Brasilia zu überzeugen, den zur  Diktaturzeit für den Friedhof verantwortlichen Bürgermeister Paulo Maluf  und den damaligen Chef der Politischen Polizei, Romeu Tuma, wegen des  Verschwindenlassens von Oppositionellen vor Gericht zu stellen.  Erschwert wird dies jedoch durch den Politikerstatus der Beschuldigten:  Paulo Maluf ist Kongreßabgeordneter und Romeu Tuma sogar Kongreßsenator –  beide gehören zum Regierungsbündnis von Staatspräsident Lula.</strong></p>
<p><strong><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/10/torturasemfimcapa.jpg" alt="torturasemfimcapa.jpg" /></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/06/der-alltag-brasilianischer-jugendlicher-unterscheidet-sich-gar-nicht-so-stark-von-dem-der-deutschen-schwabische-post-entspannt-und-fleisig-in-brasilien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/06/der-alltag-brasilianischer-jugendlicher-unterscheidet-sich-gar-nicht-so-stark-von-dem-der-deutschen-schwabische-post-entspannt-und-fleisig-in-brasilien/</a></p>
<p><strong>Kindstötung bei Indianerstämmen:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/18/brasilien-kindsmord-am-amazonas-ard-weltspiegel-berichtet-erstmals-uber-infantizid-bei-brasilianischen-indianerstammen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/18/brasilien-kindsmord-am-amazonas-ard-weltspiegel-berichtet-erstmals-uber-infantizid-bei-brasilianischen-indianerstammen/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/09/wikileaks-lula-und-die-leere-antiamerikanische-rhetorik-engste-freundschaftliche-beziehungen-zum-weisen-haus-doch-bitte-um-verstandnis-fur-spruche-gegen-die-usa-in-wahlkampfzeiten/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/09/wikileaks-lula-und-die-leere-antiamerikanische-rhetorik-engste-freundschaftliche-beziehungen-zum-weisen-haus-doch-bitte-um-verstandnis-fur-spruche-gegen-die-usa-in-wahlkampfzeiten/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/12/atherino2009.jpg" alt="atherino2009.jpg" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/19/httpwwwrechtsanwalt-brasiliende-anwalte-infur-brasilien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/19/httpwwwrechtsanwalt-brasiliende-anwalte-infur-brasilien/</a></p>
<p><strong>Brasilianische Protestsongs:</strong></p>
<p><strong>Paralamas do Sucesso:</strong>  <a href="http://www.youtube.com/watch?v=sI4ZF2qEzpE">http://www.youtube.com/watch?v=sI4ZF2qEzpE</a></p>
<p><strong>Jorge Aragao:</strong>  <a href="http://www.youtube.com/watch?v=XkvjkxERac4">http://www.youtube.com/watch?v=XkvjkxERac4</a></p>
<p><strong>Bezerra da Silva:</strong>  <a href="http://www.youtube.com/watch?v=8i69t5BI3KI">http://www.youtube.com/watch?v=8i69t5BI3KI</a></p>
<p><strong>Legiao Urbana: </strong> <a href="http://www.youtube.com/watch?v=zy2-b8Ze90A&amp;feature=fvwrel">http://www.youtube.com/watch?v=zy2-b8Ze90A&amp;feature=fvwrel</a></p>
<p><strong>Rita Lee:</strong>  <a href="http://www.youtube.com/watch?v=XTPV8cJoqSU">http://www.youtube.com/watch?v=XTPV8cJoqSU</a></p>
<p><strong>Cazuza:</strong>  <a href="http://www.youtube.com/watch?v=NkNv2BflaSU">http://www.youtube.com/watch?v=NkNv2BflaSU</a></p>
<p><strong>Capital Inicial:</strong>  <a href="http://www.youtube.com/watch?v=5xShbngQdaI">http://www.youtube.com/watch?v=5xShbngQdaI</a></p>
<p><strong>Titas:</strong>  <a href="http://www.youtube.com/watch?v=0LXil87V6jQ">http://www.youtube.com/watch?v=0LXil87V6jQ</a></p>
<p><strong>Biquini Cavadao:</strong>  <a href="http://www.youtube.com/watch?v=lR4GeUpk-LE">http://www.youtube.com/watch?v=lR4GeUpk-LE</a></p>
<p><strong>Raul Seixas:</strong>  <a href="https://www.youtube.com/watch?v=S2cWf8lrQAQ">https://www.youtube.com/watch?v=S2cWf8lrQAQ</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/29/herzlich-willkommen-zum-letzten-fokus-amerika-ich-bin-sven-toniges-2532011/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/29/herzlich-willkommen-zum-letzten-fokus-amerika-ich-bin-sven-toniges-2532011/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/foltertododiapastoralglobo.JPG" alt="foltertododiapastoralglobo.JPG" /></p>
<p><strong>“Folter noch jeden Tag.”(2011)</strong></p>
<p><strong>Amnesty Journal 2009:</strong></p>
<p><strong>“KOPF UNTER WASSER</strong></p>
<p><strong>Gravierende Menschenrechtsverletzungen offiziell abzustreiten  oder zu vertuschen, kommt heutzutage bei der internationalen  Gemeinschaft schlecht an. Das weiß auch die brasilianische Regierung und  geht deshalb seit langem einen anderen Weg: Mit erstaunlicher,  entwaffnender Offenheit wird in- wie ausländischen Kritikern bestätigt,  dass sie völlig im Recht seien. Man sehe die Dinge ganz genau so und  habe bereits wirksame Schritte, etwa zur Abschaffung der Folter,  eingeleitet. Doch auf die Worte folgen meist keine Taten.</strong></p>
<p><strong>Menschenrechtsaktivisten wie der österreichische Pfarrer  Günther Zgubic, der die bischöfliche Gefangenenseelsorge in Brasilien  leitet, vermissen seit Jahren deutliche Worte von deutscher Seite.  Schließlich ist Lateinamerikas größte Demokratie ein wichtiger  strategischer Partner von Deutschland, und die Regierung in Berlin  spricht gerne von den “gemeinsamen Werten”, die beide Staaten verbinden  würden. Mit dem Menschenrechtsbeauftragten der Bundesregierung, Günter  Nooke, hat jetzt zum ersten Mal endlich ein hochrangiger deutscher  Politiker in der Hauptstadt Brasilia die Probleme offen angesprochen.</strong></p>
<p><strong>Zgubic erinnert immer wieder an die wohlklingenden  Versprechungen, die Präsident Luiz Inácio Lula da Silva bei seinem  Amtsantritt 2003 verkündet hat: “Er hat öffentlich erklärt, dass er  Folter und andere grausame, unmenschliche Praktiken nicht mehr duldet.”  Leere Worte aus Brasilia, denn nach Informationen von Zgubic existiert  die Folter in allen Varianten, um Geständnisse zu erzwingen: “Es werden  Elektroschocks eingesetzt, man presst den Kopf unter Wasser. Auf allen  Polizeiwachen Brasiliens werden Häftlinge gefoltert”, meint Zgubic.</strong></p>
<p><strong>Nun sieht er sich überraschend durch Nooke bestätigt. “Stehen  Menschenrechtsprobleme wie die unsägliche Folterpraxis beim  Staatspräsidenten ganz oben auf der Prioritätenliste? Wieso wird nicht  stärker kritisiert, dass die Regierung alle internationalen  Verpflichtungen eingeht, ohne sie dann auch konsequent umzusetzen? Wir  merken, dass sich Brasilien beim Thema Menschenrechte von Europa  entfernt”, erklärte Nooke kürzlich. Brasilien dürfe im  Menschenrechtsbereich nicht abdriften.</strong></p>
<p><strong>Doch vielleicht ist dies längst passiert. Paulo Vannuchi,  Leiter des Staatssekretariats für Menschenrechte in Brasilia, hatte in  der Zeitung “Folha de São Paulo” betont, dass das brasilianische  Strafgesetz die ­Todesstrafe zwar nicht vorsehe, dennoch aber täglich  außergerichtliche Exekutionen stattfinden würden. Gemeinsame Werte?  Pedro Ferreira, Anwalt bei der bischöflichen Gefangenenseelsorge, findet  es bedrohlich, dass selbst nach offiziellen Angaben derzeit über  126.000 Häftlinge trotz verbüßter Strafe illegal weiter festgehalten  werden.</strong></p>
<p><strong>Ehemalige Gegner der Diktatur (1964 bis 1985) weisen zudem  auf die fatalen Folgen der nicht bewältigten Gewaltherrschaft hin. Nicht  einmal die Öffnung der Geheimarchive aus der Zeit der Diktatur sei  unter Lula veranlasst worden, kritisiert Bundesstaatsanwalt Marlon  Weichert aus São Paulo. Die Straflosigkeit inspiriert seiner Meinung  nach jene Staatsfunktionäre, die heute im Polizeiapparat und im  Gefängnissystem “Folter und Ausrottung” betrieben. Mit leeren Worte kann  man an diesen ­Zuständen wohl kaum etwas ändern.</strong></p>
<p><strong><em>Von Klaus Hart.<br />
Der Autor ist Journalist und lebt in São Paulo.</em></strong></p>
<h3>ai-Journal Dezember 1996</h3>
<h2>Die “Hölle auf Erden”</h2>
<p><strong>BRASILIEN</strong></p>
<p><strong>Die “Hölle auf Erden”</strong></p>
<p><strong>Revolten, Hungerstreiks und Aids bestimmen den Alltag in den  völlig überfüllten brasilianischen Gefängnissen. Brasilien gilt zwar als  die zehntgrößte Wirtschaftsnation, leistet sich aber Haftanstalten, die  man eher in Ruanda oder Burundi vermuten würde. Eine im April  verkündete Amnestie entspannte die Situation nicht.</strong></p>
<p><strong>Eine mittelalterlich anmutende Gefangenenzelle in Rios  Stadtteil Realengo: Jeder der mehreren Dutzend Insassen hat laut Gesetz  Anspruch auf mindestens acht Quadratmeter &#8211; hier ist es nicht mal ein  einziger. Geschlafen wird deshalb in Schichten. Während ein Teil der  Gefangenen auf feuchtem Boden liegt, schlafen die anderen in  Hängematten, die an den Gitterstäben befestigt sind. In einer Zelle im  Stadtteil Bangu ein ähnliches Bild: 35 fast nackte, schwitzende Männer  auf nur sechzehn Quadratmetern bei beißendem Fäkaliengeruch und  nächtlichem Besuch von Ratten. Die psychische Spannung ist fast mit  Händen greifbar. Neun von zehn Gefangenen haben Furunkel, in der  heißesten Jahreszeit herrschen bis zu 60 Grad. Dann fallen täglich etwa  20 Insassen ohnmächtig um, werden von den Wärtern herausgezerrt und  durch andere ersetzt.</strong></p>
<p><strong>Um aus dieser Hölle herauszukommen und in eine weniger  überfüllte Zelle verlegt zu werden, bestechen Häftlinge ihre Aufseher  mit bis zu umgerechnet 5.000 Mark. Es gibt brasilianische Gefängnisse,  in denen die Insassen das nötige Geld sammeln, um dann die Begünstigten  auszulosen. In Bangu kommen die notwendigen “Real” von der Familie oder  Verbrechersyndikaten &#8211; je unerträglicher die Hitze, desto höher die  Preise auf diesem Schwarzmarkt. Einmal am Tag gibt es schlechtes Essen;  die Lebensmittelpakete der Angehörigen werden gewöhnlich nicht  ausgehändigt.</strong></p>
<p><strong>Folter ist üblich. Ein Anwalt beschreibt einen Fall von 1996:  “Polizisten mit Kapuzen mißhandelten 116 Gefangene, unter anderem mit  Elektroschocks. Alle wiesen Blutergüsse auf, wurden zudem zu sexuellen  Handlungen gezwungen.” Fast täglich werden Fälle zu Tode gefolterter,  erschlagener Häftlinge bekannt &#8211; die politisch Verantwortlichen bleiben  meist passiv. Nur wenige Intellektuelle protestieren, die Gesellschaft  scheint sich an die grauenvollen Zustände gewöhnt zu haben.</strong></p>
<p><strong>Pervertieren statt resozialisieren</strong></p>
<p><strong>Menschenrechtsorganisationen wie amnesty international oder  “Human Rights Watch” prangern die Zustände in den brasilianischen  Haftanstalten an &#8211; und auch die Gefangenenseelsorge der Katholischen  Kirche läßt nicht locker. Padre Geraldo Mauzeroll von der “Pastoral  Carceraria” im Teilstaat Sao Paulo gegenüber dem ai-Journal: “Wer ins  Gefängnis kommt, wird pervertiert, wird angesehen und behandelt wie ein  Tier &#8211; niemand ist an einer Besserung oder Resozialisierung  interessiert. Die Gesellschaft rächt sich an ihnen, läßt sie  intellektuell, spirituell, moralisch und kulturell und nicht selten  sogar physisch sterben.” Mauzeroll hört in Polizeiwachen und  Gefängnissen sehr häufig den Ausspruch: “Nur ein toter Häftling ist ein  guter Häftling!” Der Padre geht seit 1973 in die “Presidios” &#8211; was er  täglich sieht, sind Bilder wie aus Horrorfilmen: Tuberkulose grassiert,  über die Gesichter Todkranker laufen Ameisen. Häftlinge verfaulen  buchstäblich in Zellen. Die Gefängnisärzte sind selbst kriminell, weil  sie Kranke bewußt</strong></p>
<p><strong>nicht behandeln, sondern sterben lassen. Sie werden aber nie  zur Rechenschaft gezogen. Kriminell handeln auch Richter und  Staatsanwälte, die über Folter und alle anderen  Menschenrechtsverletzungen detailliert informiert sind, jedoch nicht  eingreifen.</strong></p>
<p><strong>Das Gefängnispersonal verkauft Lebensmittel, die für  Häftlinge bestimmt sind und ermöglicht Rauschgifthandel und -konsum  hinter Gitterstäben. Ein Gefängnisdirektor: “Drogen müssen dort drin  sein, damit die Gefangenen ruhig bleiben.”</strong></p>
<p><strong>Erzwungenes Schweigen, Morddrohungen</strong></p>
<p><strong>Ein dunkles Kapitel ist auch die sexuelle Gewalt, von  Aufsehern sogar gefördert. Mauzeroll zum ai-Journal: “Wird ein wegen  Vergewaltigung Verurteilter eingeliefert, stecken die Wärter ihn in  bestimmte Massenzellen, damit er dort von 15 oder 20 Häftlingen  vergewaltigt wird. Dies ist Gesetz in den Kerkern, und so verbreitet  sich Aids sehr schnell.” Nach amtlichen Angaben infizierten sich bereits  mehr als 20 Prozent aller Inhaftierten mit dem HIV-Virus &#8211; ein Großteil  der rund 150.000 brasilianischen Gefangenen hat homosexuellen Verkehr,  gewöhnlich ungeschützt.</strong></p>
<p><strong>Vitor Carreiro teilte in Rio de Janeiro jahrelang eine Zelle  mit 47 Gefangenen. Er ist von Aids gezeichnet und sagt: “Alle Welt weiß,  daß die Frau des Gefangenen der andere Gefangene ist.” Promiskuität ist  der Alltag: José Ferreira da Silva, HIV-positiv, berichtet von vier  festen und acht gelegentlichen Partnern &#8211; keiner benutzt Präservative.</strong></p>
<p><strong>Padre Mauzeroll drückt sich im Gegensatz zu vielen “politisch  korrekten” Landsleuten nicht um unbequeme und unangenehme Wahrheiten.  Er hat keine Probleme, die von den Autoritäten gerne versteckten und  verdrängten Probleme offen anzusprechen. “Wer über die Zustände redet  und informiert, stirbt”, lautet eine andere Regel. Berufskiller  erledigen das &#8211; Mauzeroll weiß, daß auch sein Leben in Gefahr ist.  Dennoch klagt er offen die soziale Ordnung Brasiliens an: “Diese ist  schuld an der Situation.”</strong></p>
<p><strong>Gemäß einer neuen Studie der Vereinten Nationen lebt heute  fast die Hälfte der 150 Millionen Brasilianer in verhältnismäßig  entwickelten Gebieten. “Wenn in Sao Paulo und Rio de Janeiro die Lage in  den Gefängnissen bereits so schlimm ist”, gibt Padre Mauzeroll zu  bedenken, “wie muß sie dann erst in den stark unterentwickelten Regionen  des Nordens und Nordostens sein?”</strong></p>
<p><strong>Amnestie nur Kosmetik</strong></p>
<p><strong>Die Rechtsanwältin Zoraide Fernandez weist darauf hin, daß  Häftlinge nach verbüßter Strafe oft noch jahrelang gefangengehalten  werden. 1995 waren es allein in Rio mindestens 560.</strong></p>
<p><strong>Brasiliens Staatschef Fernando Henrique Cardoso verkündete im  April die, wie es offiziell hieß, größte Amnestie in der Geschichte des  Landes: Etwa zehn Prozent der Gefangenen sollten freikommen. Wie die  Gefängnisbehörden inzwischen einräumten, werden beispielsweise im  Teilstaat Rio de Janeiro nur wenig mehr als ein Prozent amnestiert. Die  511 Gefängnisse bieten Platz für höchstens 60.000 Personen, sind aber  nach jüngsten offiziellen Angaben mit 148.760 Häftlingen belegt &#8211; das  sind 15 Prozent mehr als 1994. Notwendig, so hieß es, sei der Bau von  145 zusätzlichen Haftanstalten. Die Lage in der Metropole Sao Paulo ist  den Angaben zufolge am dramatischsten. Eine Besserung ist nicht in  Sicht: Per Haftbefehl suchte man allein 1996 rund 275.000 Straftäter.</strong></p>
<p><strong>Rund 95 Prozent der Häftlinge sind Arme, 96 Prozent sind  männlich und etwa drei Viertel Voll- und Halbanalphabeten. Der typische  Gefangene, so eine Studie, ist dunkelhäutig und jünger als 25 Jahre.  Jeden Monat kommt es laut Statistik zu mindestens drei großen  Häftlingsrevolten, die meisten werden allerdings der Öffentlichkeit  verschwiegen. Eine Ausnahme bildet lediglich der südliche, relativ  hochentwickelte Teilstaat Rio Grande do Sul &#8211; nur dort soll es auch  keine irregulär festgehaltenen Häftlinge geben.</strong></p>
<p><strong>Wärter und Spezialeinheiten gehen gewöhnlich äußerst brutal  gegen meuternde Häftlinge vor: 1992 wurden im berüchtigten Gefängnis  “Carandiru” von Sao Paulo mindestens 111 Insassen erschossen. Die  politisch Verantwortlichen und die direkt Beteiligten blieben bisher  straffrei. In “Carandiru” ereignete sich auch Ende Oktober wieder eine  Revolte: 670 Gefangene nahmen 27 Wärter als Geiseln und forderten die  Verlegung in eine andere Haftanstalt. Fünf Häftlinge versuchten  währenddessen in einem Müllwagen zu fliehen, vier von ihnen wurden von  Militärpolizisten erschossen.<br />
Klaus Hart<br />
Der Autor ist freier Korrespondent in Rio de Janeiro</strong></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2006/deu05/060?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Endstation Carandiru</a></strong>01.04.2006  | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN Endstation Carandiru Ein  brasilianisches Gericht spricht den Offizier frei, der das größte  efängnismassaker in der Geschichte des Landes zu verantworten hat. Von  Klaus Hart Ein Gericht in der brasilianischen Wirtschaftsmetropole São  Paulo hat im Februar eine mehrfach lebenslängliche Gefängnisst …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2006/deu05/060?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2000/deu05/107?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Menschenrechtler besorgt über Terror von rechts</a></strong>01.11.2000  | Amnesty Journal Artikel | Brasilien Menschenrechtler besorgt über  Terror von rechts Der brasilianische Schriftsteller Joao Silvèrio  Trevisan, 56, Pionier und intellektueller Kopf der nationalen  Schwulenbewegung, hat die Regierung von Präsident Fernando Cardoso  aufgefordert, rigoros gegen rechtsextreme Gruppen vorzugehen, um die  derzeiti …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2000/deu05/107?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/journal/2009/juni/kolumne-kopf-unter-wasser?destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Kolumne: Kopf unter Wasser</a></strong>04.06.2009 | Amnesty Journal Artikel | Kolumne zum Thema “Folter in Brasilien”.</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/journal/2009/juni/kolumne-kopf-unter-wasser?destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2001/deu05/066?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Ganz normales Vorgehen : Ein Fall von Folter beschäftigt die brasilianische Öffentlichkeit</a></strong>01.05.2001  | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN Ganz normales Vorgehen Ein Fall  von Folter beschäftigt die brasilianische Öffentlichkeit. Er markiert  jedoch nur die Spitze des Eisbergs. Der Fall schien klar: Der 23-jährige  Bauarbeiter Alexandre de Oliveira aus Bom Jardim de Minas, einem Ort  etwa 200 Kilometer von Rio de Janeiro entfernt, hatte s …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2001/deu05/066?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2002/deu05/013?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Sklavenarbeit nimmt wieder zu</a></strong>01.02.2002  | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN SKLAVENARBEIT NIMMT WIEDER ZU  Erst im Jahre 1888 hat Brasilien die Sklaverei offiziell abgeschafft,  doch es gibt sie bis heute. Vor allem im Norden und Nordosten wird sie  von etlichen Großgrundbesitzern in modifizierter Form weitergeführt.  Gleichzeitig nimmt die Zahl der Morde an Landgewerkschaftern …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2002/deu05/013?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1997/deu05/009?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Kein Ende des Mordens in Sicht</a></strong>01.04.1997  | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN Kein Ende des Mordens in Sicht In  Brasilien sind auch zehn Jahre nach Ende der Diktatur Todesschwadronen  aktiv. Die Opfer sind Kinder, Jugendliche, Arme, Menschenrechtler oder  politische Gegner &#8211; die Gewalt nimmt zu. An einem Februarnachmittag  geschieht in Rio de Janeiro wieder einmal das, was …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1997/deu05/009?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2001/deu05/247?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Folter bleibt alltäglich</a></strong>01.11.2001  | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN Folter bleibt alltäglich In  Brasilien hat die Regierung eine Kampagne gegen die Folter gestartet.  Menschenrechtler sind eher skeptisch, was den Erfolg betrifft. Denn auch  das Anti-Folter-Gesetz von 1997 hat bisher nicht die gewünschte Wirkung  gehabt. Der Dreißig-Sekunden-TV-Spot ist gut gemacht, drasti …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2001/deu05/247?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2000/deu05/033?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Sicherheitskräfte treiben Menschenrechtler in Exil</a></strong>01.10.2000  | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN Sicherheitskräfte treiben  Menschenrechtler ins Exil Der brasilianische Staatschef Cardoso ist  stolz auf seine Menschenrechtspolitik. Doch engagierte Menschenrechtler  und verfolgte Homosexuelle fliehen ins Ausland und erhalten dort  politisches Asyl. Wer sich in Brasilien für die Rechte von Minderh …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2000/deu05/033?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1998/deu05/046?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Brasilien: Schießen mit “Wildwest-Zulage”</a></strong>01.02.1998  | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN Schießen mit “Wildwest-Zulage”  Die Militärpolizei Brasiliens ist heute gewalttätiger als während der  Diktatur. Massaker an Häftlingen, Straßenkindern und Landlosen häufen  sich. Menschenrechtler protestieren gegen eine “Wildwest-Zulage”, die  Ermordungen belohnt und zum Töten Unschuldiger anreizt. …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1998/deu05/046?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong>1</strong><a href="http://www.amnesty.de/suche?page=1&amp;words=Klaus+Hart&amp;search_x=0&amp;search_y=0&amp;form_id=ai_search_form_block" title="Gehe zu Seite 2">2</a><a href="http://www.amnesty.de/suche?page=1&amp;words=Klaus+Hart&amp;search_x=0&amp;search_y=0&amp;form_id=ai_search_form_block" title="nächste Seite">nächste Seite</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2004/deu05/108?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Geld oder Gewehre: Mit Hilfe einer Kampagne versucht die Regierung Waffen abzukaufen</a></strong>01.09.2004  | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN Brasilianisches Roulette In kaum  einem anderen Land der Welt sterben so viele Einwohner durch  Schusswaffen wie in Brasilien. Jetzt versucht die Regierung, die  privaten Revolver und Gewehre einzusammeln. Was soll ich noch mit den  Schießeisen – in meinem Alter“, sagt die 89-jährige Zulmira de Oli …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2004/deu05/108?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1996/deu05/062?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Die “Hölle auf Erden”</a></strong>01.12.1996  | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN Die “Hölle auf Erden” Revolten,  Hungerstreiks und Aids bestimmen den Alltag in den völlig überfüllten  brasilianischen Gefängnissen. Brasilien gilt zwar als die zehntgrößte  Wirtschaftsnation, leistet sich aber Haftanstalten, die man eher in  Ruanda oder Burundi vermuten würde. Eine im April verkünde …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1996/deu05/062?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2002/deu05/101?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Staat im Staate</a></strong>01.10.2002  | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN STAAT IM STAATE In Brasilien  haben sich einflussreiche Verbrechersyndikate entwickelt, die vor allem  in den Favelas, den Elendsvierteln der Großstädte das soziale Leben  kontrollieren. In den über achthundert Favelas von Rio de Janeiro häufen  sich Szenen wie diese: Mehrere Dutzend schwer bewaff …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2002/deu05/101?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1999/deu05/199?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Ungesühnte Gewaltexzesse</a></strong>01.09.1999  | Amnesty Journal Artikel | Brasilien Ungesühnte Gewaltexzesse In den  Armenvierteln der brasilianischen Großstädte gehört der Terror zum  Alltag. Bewaffnete Banden, Paramilitärs und die Polizei treiben hier ihr  Unwesen. Der Staat schaut zu. Rio de Janeiro, Ende Juli 1999: In  Sichtweite des Rathauses und einer Polizeikaserne, ganz in …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1999/deu05/199?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2000/deu05/177?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Nachrichten</a></strong>01.11.2000  | Amnesty Journal Artikel | NACHRICHTEN Brasilien Menschenrechtler  besorgt über Terror von rechts Der brasilianische Schriftsteller Joao  Silvèrio Trevisan, 56, Pionier und intellektueller Kopf der nationalen  Schwulenbewegung, hat die Regierung von Präsident Fernando Cardoso  aufgefordert, rigoros gegen rechtsextreme Gruppen vorzugehen, …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2000/deu05/177?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1999/deu05/110?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Nachrichten</a></strong>01.06.1999  | Amnesty Journal Artikel | Nachrichten Brasilien/Deutschland Keine  Schelte für Präsident Cardoso Menschenrechtler hatten sich vor dem  Deutschland-Besuch des brasilianischen Präsidenten Fernando Henrique  Cardoso gefragt, was diesmal wohl anders sein würde. Kam Cardoso zu  Bundeskanzler Kohl an den Rhein, schlugen ihm Freundlichkeiten und …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1999/deu05/110?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1998/deu05/029?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Nachrichten</a></strong>01.06.1998  | Amnesty Journal Artikel | NACHRICHTEN Brasilien Ein Folterer macht  Karriere Ricardo Fayad ist heute Brigadegeneral &#8211; während der Diktatur  von 1964 bis 1985 hatte er sich als ausgebildeter Mediziner an  Folterungen politischer Gefangener beteiligt. In einer Kaserne in Rio de  Janeiro bestimmte er die Methoden: Celia Manes erhielt im …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1998/deu05/029?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong>„Die Lula-Regierung war bei den Menschenrechten eine Enttäuschung“(2009)</strong></p>
<p><strong>Tim Cahill, Brasilienexperte von Amnesty International, über  fortdauernde Folter, Todesschwadronen, paramilitärische Milizen und  Sklavenarbeit in Lateinamerikas größter Demokratie.</strong></p>
<p><strong>Paraisopolis heißt Paradies-Stadt – doch paradiesisch ist  hier garnichts. Der Slum zählt zu den über 2000 in der reichsten  südamerikanischen Megacity und grenzt an ein Viertel der Wohlhabenden –  nicht wenige davon blicken von ihren luxuriösen Penthouse-Appartements  direkt auf das unüberschaubare Gassenlabyrinth, wo auf engstem Raum in  Holz-und Backsteinkaten rund 100000 Menschen in Moder, Abwässer-und  Müllgestank hausen. Dabei gibt es an der fernen Peripherie weit  grauenhaftere Slums. Auch für die Kirche ist an Scheinheiligkeit nicht  zu überbieten, daß der von bewaffneten Gangstern gemanagte Drogenhandel  in Paraisopolis nur dank der reichen Großkunden von nebenan so lukrativ  funktioniert. Der junge schwarze Slumpriester Luciano Borges Basilio  nimmt kein Blatt vor den Mund:“Das organisierte Verbrechen ist besser  organisiert als die Polizei – oft sogar viel besser, während die Polizei  desorganisiert ist.“ In Brasilien werden täglich mehrere Beamte  ermordet. „Ein Polizeioffizier erhielt 2009 hier in Paraisopolis einen  Bauchschuß – die Beamten haben ja auch Familie und sind unter Streß und  Hochspannung, wenn sie in einen Slum hineinmüssen. Aber Willkür  rechtfertigt das nicht.“  Anstatt jener kleinen Minderheit von  Kriminellen das Handwerk zu legen, verletzt die Polizei bei Razzien  permanent Grundrechte der völlig unschuldigen Bewohnermehrheit, was  weder die Kirche noch Amnesty International hinnimmt. Tim Cahill ist  wiederholt vor Ort, spricht mit Zeugen. Sie berichten von Folterungen,  ungerechtfertigtem Schußwaffengebrauch: Bei der Verfolgung von  Gangstern, die in das Gassengewirr und Menschengewimmel des Slums  flüchten, wird ein neunmonatiges Baby in den Arm geschossen, eine  Sechzehnjährige an den Brüsten verwundet.</strong></p>
<p><strong>Journal: Bewohner berichten, daß Elektroschocks zu den  gängigsten polizeilichen Foltermethoden in Paraisopolis gehören. Die  Beamten behandeln uns wie Tiere, lautet ein Vorwurf.</strong></p>
<p><strong> Cahill: Die brasilianische Regierung hat zwar die  Anti-Folter-Konvention unterzeichnet, doch wie wir hier vor Ort sehen,  fehlt jeglicher politischer Wille, Folterer zu bestrafen. Bei  Folter-Anzeigen wird gewöhnlich garnicht ermittelt. Die Polizei ist  landesweit zunehmend in kriminelle Aktivitäten verwickelt, bildet  Todesschwadronen und paramilitärische Milizen. Und ein beträchtlicher  Teil der Brasilianer, vor allem jene in den Slums, wird wie  Wegwerf-Bevölkerung behandelt. Paraisopolis ist dafür ein Beispiel. Es  fehlt die Verantwortung des Staates für diese Menschen. Öffentliche  Sicherheit muß für alle Brasilianer garantiert werden – die armen  Schichten darf man nicht einfach davon ausschließen.“</strong></p>
<p><strong>Journal: „Öffentliche Sicherheit“ ist in Brasilien vor allem  Aufgabe der Militärpolizei – Relikt der Militärdiktatur. Weil  Diktaturverbrecher, Folterer von einst nicht bestraft werden, fördert  dies heutige Polizeigewalt und ermuntert die Folterer zum Weitermachen,  argumentieren selbst frühere politische Gefangene.</strong></p>
<p><strong>Cahill: Das ist in der Tat ein zentraler Punkt –  Straffreiheit in Bezug auf Vergangenes stärkt die heutige Politik der  Straflosigkeit. Das wird weithin akzeptiert. Ich war in vielen  Polizeiwachen und Gefängnissen Brasiliens, habe hohe Amtsträger des  Sicherheitsapparats getroffen. Da fand ich immer Leute mit ganz direkter  Beziehung zu den Diktaturverbrechen. Das Ausmaß der Gewalt, die  alltäglichen Menschenrechtsverletzungen im heutigen Brasilien sind Erbe  der Diktaturvergangenheit. Amnesty macht Druck auf Brasilia, auf  Staatschef Lula, die Diktaturverbrechen zu bestrafen und die  Geheimarchive des Militärregimes endlich zu öffnen. Brasilien ist bei  der Vergangenheitsbewältigung deutlich hinter den anderen  lateinamerikanischen Staaten zurück. Das ist gravierend.</strong></p>
<p><strong>Journal: Die Lula-Regierung hatte der UNO, den  Menschenrechtsorganisationen 2003, zu Beginn der ersten Amtszeit  versprochen, die eigenen Gesetze und internationalen Abkommen  einzuhalten. Doch nach wie vor werden in Brasilien sogar Menschen auf  Scheiterhaufen lebendig verbrannt.  Hielt Brasilia denn Wort?</strong></p>
<p><strong>Cahill: Die Lula-Regierung war eine Enttäuschung. Es gab  große Versprechen, Pläne und Projekte, sogar einen konstruktiven Diskurs  – doch die Probleme sind tief verwurzelt geblieben. Es wird weiter  gefoltert und exekutiert, die Lage in den Gefängnissen ist nach wie vor  grauenhaft, und es gibt sogar weiterhin Todesschwadronen und  Sklavenarbeit. Es fehlt der Regierung ganz klar politischer Wille. Echte  Reformen werden durch wirtschaftliche und politische Interessen  verhindert. Die paramilitärischen Milizen haben Macht, üben  wirtschaftliche Kontrolle aus – daraus wird politische Macht, eine reale  Bedrohung im heutigen Brasilien.“</strong></p>
<p><strong>Journal: In der Olympia-Stadt Rio de Janeiro hat der Staat  mehrere Hangslums besetzt, gemäß überschwenglichen europäischen  Presseberichten die Verbrecherkommandos vertrieben und die Lage der  Bewohner deutlich verbessert. Sind das nicht gute Beispiele, die auf  positive Änderungen hindeuten?</strong></p>
<p><strong>Cahill: Es handelt sich bei diesen Slums lediglich um Inseln,  während im großen Rest der Stadt sich an der staatlichen Politik, an  Diskriminierung und Polizeigewalt kein Deut ändert.  Für uns heißt dies,  vor Ort noch intensiver zu recherchieren und Menschenrechtsverletzungen  permanent anzuprangern. Die Situation Brasiliens ist sehr komplex.</strong></p>
<p><strong>Journal: Hochrangige Staatsvertreter geißeln die Lage  gelegentlich drastisch, was auf manchen entwaffnend wirkt.  Laut Gilmar  Mendes, Präsident des Obersten Gerichts, ähnelt Brasiliens  Gefängnissystem nazistischen Konzentrationslagern. Und Paulo Vannuchi,  Brasiliens Menschenrechtsminister, räumt ein, daß tagtäglich  außergerichtliche Exekutionen  und Blutbäder von Polizisten sowie  Todesschwadronen verübt würden. Gravierende Menschenrechtsverletzungen  seien Routine, alltäglich und allgemein verbreitet.</strong></p>
<p><strong>Tim Cahill: Dies zählt zu den unglaublichen Dingen in  Brasilien – Teile der Autoritäten erkennen diese Tatsachen offen und  klar an – aber tun so, als seien sie dafür nicht verantwortlich. Denn  das Gefängnissystem wird eben einfach nicht reformiert, trotz der  häufigen Versprechen. Das große Problem Brasiliens ist heute, daß der  offizielle Diskurs nichts mit der politischen Praxis zu tun hat. Wenn  die Regierung in Brasilia weltweit mehr Anerkennung und Respekt will,   muß sie sich für die Menschenrechte der eigenen Bevölkerung einsetzen,  besonders der Unterprivilegierten. Was falsch läuft, haben wir bei  unseren Recherchen in der Sao-Paulo-Favela Paraisopolis, bei den  Gesprächen mit Tatzeugen deutlich ermittelt: Der Staat marginalisiert  diese Menschen – und das seit Jahrzehnten. Innerhalb des Staatsapparats  herrscht Einverständnis, die Polizeistrukturen nicht zu kontrollieren.  Angesichts extremer Kriminalität läßt man den Sicherheitskräften die  Freiheit, Menschenrechte einfach zu verletzen. Wichtig ist, beide Seiten  zu sehen.</strong></p>
<p><strong>“Cities of Terror” &#8211; WOXX:</strong><br />
<a href="http://archiv.woxx.lu/0700-0799/700-709/703/703p5.pdf"><strong> http://archiv.woxx.lu/0700-0799/700-709/703/703p5.pdf</strong></a></p>
<p><strong><a href="http://www.ila-web.de/brasilientexte/inhalt.htm"><strong>http://www.ila-web.de/brasilientexte/inhalt.htm</strong></a></strong></p>
<h2>EU-Lateinamerika-Karibik-Stiftung startet in Hamburg. “Wir teilen  die Werte der individuellen Freiheit, der Herrschaft des Rechts und der  Menschenrechte.” Bundesaußenminister Westerwelle. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11470" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://www.welt.de/regionales/hamburg/article13703820/EU-Lateinamerika-Karibik-Stiftung-nimmt-Arbeit-auf.html"><strong>http://www.welt.de/regionales/hamburg/article13703820/EU-Lateinamerika-Karibik-Stiftung-nimmt-Arbeit-auf.html</strong></a></p>
<p><a href="http://www.brasil.diplo.de/Vertretung/brasilien/pt/01__Willkommen/Noticias_202010/Rede_20Westerwelle_20EULAK_20Stiftung.html"><strong>http://www.brasil.diplo.de/Vertretung/brasilien/pt/01__Willkommen/Noticias_202010/Rede_20Westerwelle_20EULAK_20Stiftung.</strong></a></p>
<p><strong>Hintergrund von 1997 &#8211; veröffentlichte Texte in Lateinamerika-Nachrichten &#8211; hat sich seitdem an der Lage viel verändert?</strong></p>
<h1>Im Dienst des organisierten Verbrechens</h1>
<h2>Rios Straßenkinder &#8211; neue Dimension eines alten Problems</h2>
<p>Immer mehr Straßenkinder Brasiliens werden von der organisierten  Kriminalität rekrutiert und landen damit in den Kreisläufen der  täglichen Barbarei und Gewalt. Das „Missionsobjekt“ Straßenkind hat  hierdurch neue Dimensionen erfahren, die bislang allerdings von den  Straßenkinderprojekten im Ausland kaum zur Kenntnis genommen wurden.  Unser Autor Klaus Hart aus Rio de Janeiro schildert die wenig  erfreuliche Entwicklug des Problems.</p>
<p>Bis zum entsetzlichen Candelaria-Massaker von 1993 (vgl. LN Nr.  231/232) gehörten die Meninos de Rua zum normalen Erscheinungsbild der  Sieben-Millionen-Stadt Rio de Janeiro. Ob in Copacabana, Ipanema oder in  der City &#8211; immer zogen sie in Gruppen herum, bettelten, stahlen. Und  schlimmer noch: Eine sichtbare Minderheit unter den Straßenkindern  überfiel, terrorisierte regelrecht bevorzugt schwangere Frauen und alte  Leute.<br />
Im Stadtzentrum bin auch ich mehrfach von Straßenkindern verfolgt  worden, flüchtete mich in Restaurants oder in von bewaffneten Pförtnern  bewachte Hauseingänge. Wenn die Gruppen mich dennoch erwischten, waren  eben Geld und teures Arbeitsgerät wie Sony-Recorder oder Kamera weg.  Eine Bande ritzte mir vorm Wegrennen in Richtung Polizeikabine einmal  Arm und Hand blutig. Aber das ist alles harmlos im Vergleich zu den  Erlebnissen vieler Einheimischer. Eine brasilianische Bekannte fuhr mit  dem Wagen die famose Avenida Atlantica entlang, ihr Kleinkind auf dem  Rücksitz. An der Ampel wird das Auto von Straßenkindern umringt, eines  schneidet ihrer Tochter die Kehle durch, sie verblutet. Einem  Nordamerikaner, zum Arbeiten in Rio, schlägt eine Gruppe eine  abgeschlagene Flasche ins Gesicht, einfach so, ohne Raubabsicht.<br />
Derzeit muß man in Rios Kernbereichen Meninos de Rua allerdings fast mit  der Lupe suchen. Statt der Tausenden von Anfang der 90er Jahre  verlieren sich im Straßengewühl bestenfalls einige hundert. Will ich zur  nächsten Metrostation, kommen mir gelegentlich ausgeraubte  traumatisierte Frauen entgegen: „Gehen Sie nicht weiter, an der Ecke  lauern drei Meninos mit Messern!“ Also laufe ich zurück, nehme am Stand  ein Taxi, fahre an den Kids vorbei, höre vom Motorista: „Die da werden  nicht alt, hinter denen sind schon die Kollegen her.“ Diskutieren  sinnlos. Grundtenor an den Stehbars: Sofort umlegen, bevor die Blödsinn  machen.<br />
Straßenkinder-Experten wie Roberto Santos, Leiter der angesehenen  Stiftung Sâo Martinho, bestätigen, daß die Gesellschaft, besonders die  Mittel- und Oberschicht, auf Repression setzt und Gewalt gegen die  Minderjährigen wie nie zuvor befürwortet. Gemäß einer neuen seriösen  Umfrage sind rund 52 Prozent der BewohnerInnen von Rio generell für  Lynchjustiz. Den Intellektuellen, ebenso wie den in-und ausländischen  NGOs, gelang es nicht, einen Meinungsumschwung herbeizuführen &#8211; die  brasilianische Gesellschaft ist neoliberaler, individualistischer und  deutlich egoistischer geworden. Das früher bestehende Mitgefühl etwa der  Mittelschicht mit den Armen hat spürbar abgenommem. Weiter gilt, was  der inzwischen verstorbene Betinho konstatierte: Das Beseitigen von als  störend empfundenen Minderjährigen wird von einem Großteil der  BrasilianerInnen hingenommen, toleriert, und im Sinne einer geistigen  Komplizenschaft mit den Mördern sogar befürwortet.</p>
<p>Anti-NGO-Kampagne</p>
<p>Inzwischen hat sich das Problemfeld verändert. Heute über gute oder  schlechte Straßenkinderprojekte, über die Unterschlagung von  Spendengeldern und über Kinderelend als Bereicherungsquelle für  unehrliche NGOs zu debattieren, wäre müßig. Regierungsunabhängige  Organisationen, die sich direkt den Straßenkindern widmen, gibt es kaum  noch. Die meisten sind schlichtweg eingegangen, seit das Ausland weit  weniger Spenden überweist und die Regierung nach einer geschickt  betriebenen Anti-NGO-Kampagne Gelder stoppte. Cristina Leonardo, die  couragierte Leiterin des Centro Brasileiro de Defesa dos Direitos da  Crianca e do Adolescente (Brasilianisches Zentrum für die Verteidigung  der Rechte von Kindern und Jugendlichen) und Verteidigerin von Opfern  und Überlebenden des Candelaria-Massakers, wie auch Roberto Santos  bestreiten vehement, daß die Regierung etwa durch gute Präventivprojekte  die Zahl der Straßenkinder gesenkt habe. Unter Präsident Fernando  Henrique Cardoso sei die Situation gerade im Sozialbereich, ob Bildung  oder Gesundheit, so schlecht wie noch nie. Ausländische  Unterstützergruppen, so ist immer wieder zu hören, hätten eine völlig  falsche, oft sozialromantische Sicht der Dinge. Größtenteils werde  übersehen, was sich bereits vor dem Candelaria-Massaker 1993 deutlich  abzeichnete: Das organisierte Verbrechen offeriert den Kindern und  Jugendlichen vergleichsweise gutbezahlte Jobs, bei keineswegs  geringerem, sondern weit höherem Lebensrisiko, doch für umgerechnet bis  zu tausend Mark die Woche. In sämtlichen Slums von Rio de Janeiro, auch  dies ist inzwischen ein Gemeinplatz, funktionieren selbst die vom  Ausland finanzierten Hilfsprojekte nur, wenn das organisierte Verbrechen  seine Zustimmung gibt. In Europa denken immer noch viele, Kinder und  Jugendliche der Unterschicht würden mehrheitlich von der Militärpolizei  erschossen. Seriöse Untersuchungen stellten jedoch bereits 1993 richtig,  daß der große „Exterminador“ eben das organisierte Verbrechen ist.  Keiner weiß das besser als die mit Cristina Leonardo kooperierende  Künstlerin Yvonne Bezerra de Mello. Kinder, die nicht richtig mitziehen,  etwa drogensüchtig werden und statt Profiten Verluste bringen, werden  kurzerhand eliminiert. Die Leichen, so Yvonne Bezerra de Mello,  verschwinden meistens. Die großen Bosse, sagt sie, wohnen natürlich  nicht im Slum, sondern in den Nobelvierteln Rios. In diesen Vierteln der  Geld- und Politikerelite werden derzeit Drogen verbraucht wie nie zuvor  &#8211; daher die enorme Nachfrage, die den Straßenkindern Jobs verschafft.<br />
Das beste Beispiel für die jüngeren Entwicklungen sind die  Candelaria-Überlebenden: Der Trafico, wie die auf Drogen-und  Waffenhandel, Entführungen und Rauberüberfälle spezialisierten  Gangsterkommandos genannt werden, hat sie adoptiert. Die Leute vom  organisierten Verbrechen, so Roberto Santos, zeigten sich in der Tat  weitaus besser organisiert und professioneller als der Staat und die  NGOs. Kinder und Jugendliche brauchen die rund 800 Slums von Rio nicht  mehr zu verlassen. Die Kleinsten verdienen als Fogueteiro (Leuchtrakete)  über fünfzig Mark pro Tag. Sie warnen die schwerbewaffneten Gangster  mittels Feuerwerksraketen vor herannahenden gegnerischen  Verbrechermilizen oder der Polizei. Fünfjährige transportieren als  sogenannte Aviôes, Flugzeuge, Drogen in der Stadt, und bringen sie auch  zu den privaten Bestellern der Mittel-und Oberschicht. Sieben- oder  Achtjährige haben für gewöhnlich schon Pistole oder Revolver im  Hosenbund. Als Soldados schließlich gehören sie zum martialischsten Teil  der nach militärischem Vorbild streng hierarchisch gegliederten  wichtigsten Syndikate Comando Vermelho (Rotes Kommando) und Terceiro  Comando (Drittes Komando). Soldados kontrollieren die Ein- und Ausgänge  der Steilhangslums. Sie schießen auf Verdächtige, nehmen an Gefechten  und Massakern teil, führen Mordbefehle aus und sind bei Entführungen und  Banküberfällen dabei.</p>
<p>Kultur feudalistisch-machistischer Werte</p>
<p>Mit Reinaldo Guarany, militanter Diktaturgegner und einer der  Entführer des deutschen Botschafters Ehrenfried von Holleben im Jahre  1970, fahre ich eine enge steile Straße des malerisch wirkenden  Bergstadtteils Santa Teresa hinunter. An der ersten Biegung richtet am  Favela-Eingang ein nur mit Shorts und Sandalen bekleideter Zwölfjähriger  seine verchromte MP auf uns. Er bräuchte nur einmal durchzuziehen, und  alle im Wagen wären tot. Das passiert auch gelegentlich &#8211; im  Drogenrausch sehen die Soldados in jedem einen Gegner, erschießen sogar  die eigene Freundin oder Frau. Guaranys Kommentar: „Noch vor zwei Jahren  habe ich hier viele von den Jungs, die mir heute mit MPs begegnen,  Murmeln spielen sehen &#8211; sie wurden zu Soldaten des organisierten  Verbrechens, prahlen damit herum und rühmen die Banditen als ihre  Helden.“<br />
Guarany sieht es nicht anders als Anwältin Cristina Leonardo: „Daß heute  die große Mehrheit der Meninos de Rua beim Trafico ist, bedeutet, daß  Staat und Regierung sie im Stich ließen und die Sozialprogramme  einschränkten. Wenn ein Junge mit acht Jahren schon mit einer  nordamerikanischen Heeres-MP umzugehen weiß, wird es kompliziert.  Darüber spricht niemand, aber genau das müßte das Hauptthema sein!“ Die  Drogenprobleme und das Ausmaß des organisierten Verbrechens  herunterzuspielen, ist für sie „scheinheilig“.<br />
Alba Zaluar, Brasiliens führende Gewaltexpertin, sieht inzwischen in den  Slums eine neue tyrannische Kultur feudalistisch-machistischer Werte  fest installiert &#8211; hingenommen von den Autoritäten des Staates. Denn die  Herrschaft des organisierten Verbrechens über Rios Slums verhindert auf  perfide Weise, daß deren BewohnerInnen politisch für ihre Rechte  kämpfen. Immer wieder werden engagierte BürgerrechtlerInnen, die  Selbsthilfegruppen in den Slums leiten und sich dem Normendiktat der  Gangster nicht beugen wollen, zur Einschüchterung aller ermordet. Auch  von ehemaligen, vom Trafico rekrutierten Straßenkinder.<br />
So wollte im September eine 83-jährige Frau nicht mehr akzeptieren, daß  Gangsterkommandos bei Gefahr stets ihr winziges Slum-Grundstück  passierten. Sie diskutierte mit den Banditen. Eines Nachts wurde sie  deshalb von einer Gruppe grausam ermordet. Ein brasilianischer Bekannter  wohnt unglücklicherweise nur wenige Schritte von einem  Kommando-Treffpunkt entfernt. Er muß mitansehen, wie dort Kinder,  Jugendliche und Erwachsene gefoltert, gekreuzigt, mit Schüssen  durchsiebt werden. Mehrfach feuerten Jugendliche unter Drogeneinfluß in  seine Haustür, und hätten die zwei kleinen Söhne treffen können. Die  Kids tragen übrigens bevorzugt deutsche G-3 &#8211; und schweizerische  Sig-Sauer-Sturmgewehre. Weil diese eine besonders große Reichweite  haben, werden immer mehr Stadtbewohner durch verirrte Kugeln getötet  oder verwundet.<br />
In Rio ist die Gewöhnung an diese tägliche Barbarei die Regel &#8211; in  Deutschland dagegen, so scheint es, haben nur wenige die Entwicklungen  der letzten Jahre und deren politische Dimension zur Kenntnis genommen.  Andere wollen sie nicht wahrnehmen. Sie müßten sich sonst von ihren  liebgewordenen Brasilien-Klischees trennen.</p>
<h1>Vier zu drei gegen José Rainha</h1>
<h2>26 Jahre wegen “Beihilfe zum Doppelmord” &#8211; Brasiliens Justiz in Hochform</h2>
<p>In einem 17stündigen Prozeß wurde der Führer der brasilianischen  Landlosenbewe­gung MST José Rainha zu 26 Jahren und sechs Mona­ten Haft  wegen angeblicher Beteiligung an einem Doppelmord ver­urteilt. Mit vier  zu drei Stimmen befand die Jury den 36jährigen für schuldig, obwohl der  zur Tatzeit 1000 Kilometer vom Tatort entfernt war.</p>
<p>Lange vor dem Prozeß gegen den populärsten, cha­ris­­ma­tischsten  Land­lo­senführer kün­digte amnesty inter­national an, daß es im  Ver­fahren nicht mit rechten Dingen zuge­hen wird. Aber die bösen  Erwartun­gen wurden noch übertroffen. Der 36jährige José Rainha er­hielt  im Juni 26 Jahre und sechs Mo­nate Haft wegen angeblicher  Be­tei­li­gung an einem Doppel­mord, der 1989 im Bundesstaat Es­pírito  Santo began­gen wurde. Amnesty in­ternational prote­stierte um­ge­hend  und erklärte Rainha für un­schul­dig: Das Ur­teil erinnere an  Dik­taturzeiten. Bleibe es auch beim zweiten Verfahren im Sep­tem­ber  bei die­sem Strafmaß, wer­de er zum po­litischen Ge­fan­ge­nen erklärt  und ai rund um den Erd­ball für seine Freilassung mo­bilisie­ren. Nicht  einmal die juristi­schen Mindest­regeln seien im Prozeß einge­halten  worden, kri­tisierte ai: Weder durch Be­wei­se noch durch  Zeu­gen­aus­sa­gen konnte bestätigt werden, daß Rainha am Tat­ort war.  Im Ge­gen­teil gibt es Nach­weise, daß er sich tausend Kilometer  entfernt auf­gehalten hat. Mit dem Ge­richts­verfahren sollte viel mehr  die Land­lo­senbewe­gung MST ein­ge­schüchtert werden, die zur  zweit­wichtigsten Stimme der Op­posi­tion geworden ist.<br />
Auch die katholi­sche Kirche Bra­sili­ens, in der Rainha seine  po­litische Laufbahn begann, steht weiterhin zu ihm und unter­strich,  daß den 922 Morden an Bau­erngewerkschaftlerInnen, kirch­li­chen  Mit­arbeiterInnen, Landlo­sen, Kleinbau­ern und Klein­bäue­rinnen von  1990 bis 1995 nur 47 Ge­richtsverfahren und nur fünf verurteilte Täter  ge­gen­über­stehen, von denen zwei aus dem Ge­fängnis flohen.</p>
<p>Im Visier: Das MST</p>
<p>Daß Rainha noch lebt, grenzt fast an ein Wunder: Seit 1987 verfolgt  ihn die berüchtigte To­des­schwadron Escuderie Le Cocq seines  Heimatstaa­tes Espí­rito Santo, in dem er als Land­arbei­tersohn  aufwuchs. Rainha ent­ging Hinterhal­ten, überlebte Mord­anschläge und  konnte nur ein­mal durch Schüsse verwun­det wer­den. Zwei seiner engen  Freun­de, Pfarrer Gabriel Maire und Gewerk­schaftsführer Edson Ra­mos,  dage­gen star­ben 1988 im Ku­gelha­gel der Pistole­ros.<br />
Ein Jahr später kam es zu ei­nem Schußwechsel zwi­schen ei­nem  Groß­grundbesitzer, sei­nem ihn begleitenden Militärpolizi­sten und  einer Gruppe von Land­lo­sen. “In Wahrheit vertei­digten sich die Sem  Terra, die Landlo­sen, gegen jenen Fa­zendero, der ein Blutbad  anrich­ten wollte.” meint Anwalt Os­mar Barcellos. Zeu­gen wollen Rainha  bei der Schießerei gese­hen ha­ben, be­schreiben ihn als ziemlich dick,  mit rundem Ge­sicht und ka­sta­ni­en­farbigen Haa­ren. Rainha ist  je­doch geradezu dürre, hat ein längli­ches Gesicht und schwarze Haare.  Und vor allem wurde er zur Tatzeit nicht nur von zwei  Lo­kalparlamentariern, sondern auch einem Obersten der  Mi­li­tär­po­li­zei des nordöstlichen Bun­des­staates Ceará gesehen.  Beim Prozeß wurden aber weder Zeu­gen der Anklage noch der  Ver­tei­digung angehört. Die laut Nach­rich­tenmagazin Veja  gra­vierendste Verur­teilung einer brasi­lianischen  Führungspersön­lich­keit seit der Rückkehr zur Demo­kratie wird deshalb  von zahl­reichen Ju­risten und Krimi­nalisten des Landes als schlech­ter  Witz bezeichnet, die Strafe als “absurd”. Auch das Pastoral­büro für  Landange­legenheiten der Bi­schofskonferenz kritisierte, daß mit dem  Schauprozeß nicht Rainha, son­dern die ge­samte Landlosenbewegung  ge­troffen wer­den sollte. In vielen Medien da­gegen wurde das Urteil  einsei­tig darge­stellt und sogar begrüßt: das MST also doch die Bande  von Mör­dern, ge­walttätigen Ge­sellen und Gesetzesbre­chern, wie die  mäch­ti­gen Großgrundbe­sitzer im­mer be­haupten?<br />
Kä­me Rainha tatsächlich hin­ter Gitter, wäre das für das MST ein herber  Verlust. Niemand sonst hat in Brasi­lien so viele Be­setzungen  brachliegender La­ti­fundien mit durchgeführt, hat so große Erfahrungen  und kennt Bra­silien und die Landlosen­basis so gut. An die zwanzig  Prozesse wurden gegen Rainha geführt, etwa 50 Untersuchungsverfahren  ge­gen ihn ein­geleitet &#8211; ohne Er­folg. Hinter Gittern saß er bereits  mehrfach, interna­tionale Proteste führ­ten jedoch stets zu seiner  Frei­lassung.<br />
Ist Rainha nur eine Art MST-Pro­fi-Funktionär? Er be­sitzt vier Hektar  im Hinterland des Bun­des­staates Sâo Paulo, pflanzt Pap­rika, Mais,  Tomaten und Me­lo­nen, und gehört zu einer Asso­cia­çao comuni­taria mit  16 Fa­mi­li­en. Von der bra­silianischen Zeit­schrift Imprensa nach  seiner Schul­bildung gefragt, antwortete er: “Ich war nie in der Schule.  Le­sen und Schreiben habe ich mir mit fünfzehn zuhause beige­bracht.  Wir waren eben ver­dammt arm, meine Brü­der ar­bei­te­ten auf dem Feld,  um zu Über­le­ben. … Ich lese gerne. Von Frei Betto kenne ich fast alle  Bücher &#8211; der ist mein Freund.”</p>
<h1>PC Farias: Tangotänzer und Mafioso</h1>
<h2>Brasiliens Justiz muß Mord an “Grauer Eminenz” wieder aufrollen</h2>
<p>Unter dem Druck von Gerichtsmedizinern, Kriminalisten und der  Öffentlichkeit sieht sich Brasiliens Justiz gezwungen, den Mord an Paulo  Cesar Farias, Symbolfigur für Korruption in Politik und Wirtschaft,  erneut zu untersuchen. Die bislang verbreitete offi­zielle Tatversion  ist nicht mehr haltbar.</p>
<p>Mit der finanziel­len Unter­stützung des Multimillionärs Paulo Cesar  Farias­, im Volks­mund PC, gewann Collor de Mello 1989 die  Präsident­schaftswahlen. Aber auch nach der Wahl ver­sorgte PC seinen  Präsidenten, der 1992 wegen Korrup­tion und Machtmiß­brauch seines  Am­tes enthoben wurde, mit reich­lich Geld (siehe LN 222). “Wegen  Mangels an Be­weisen” 1994 in ei­nem offen­sicht­lich politisch  motivier­ten Kor­ruptionspro­zeß frei­ge­spro­chen, lebt Collor heute in  Miami. PC be­kam sieben Jah­re, die er größtenteils höchst kom­fortabel  im of­fe­nen Straf­vollzug von Ma­ceio / Alagoas absaß. Damit könnte  die Geschichte ein Ende haben.</p>
<p>PCs Comeback</p>
<p>Als ihn 1996 in seiner Wo­chenendvilla im Nord­oststaat Ala­goas der  tödli­che Schuß traf, hatte PC Farias gerade sein poli­tisches  Co­meback, die Gründung einer Tageszeitung angekündigt. Der zu­ständige  Po­lizeichef gab noch am selben Tag bekannt, der fünfzigjährige  kahl­köpfig-char­man­te Tangotän­zer sei wegen Be­ziehungspro­ble­men  von seiner Freundin Suzana Mar­colino er­schossen wor­den, die  anschlie­ßend an seiner Seite Selbst­mord be­gangen habe. &#8211; Spott und  Iro­nie war der Tenor von Brasiliens Leitar­tikeln. Als Tat­motiv wurde  allgemein Quei­ma de Archivo, die Vernichtung von Archiven angenom­men,  da PC exzellenter Kenner der brasi­lianischen Kor­ruptionsme­chanismen  war und streng­gehütete Geheim­nisse der jünge­ren Politik mit ins Grab  nahm. Zur allgemei­nen Ver­blüf­fung be­stätigte zwei Mo­nate später der  bis dahin landes­weit hoch­ange­sehene Gerichts­me­di­zi­ner Badan  Palhares nach vor Ort an­gestell­ten Untersu­chungen die Ver­sion des  Polizei­chefs. Für die Re­gie­rung schien der Fall damit er­le­digt.<br />
Von Anfang an hatte der ala­goanische Gerichtsmedi­ziner und  Militärpolizei­oberst George San­guinette mit einem hohen Maß an  Zivil­courage öffentlich auf Un­gereimtheiten bei dem Mord  hin­ge­wiesen. Seine ermit­telnden Kol­legen würden von “oben”  ge­wal­tig unter Druck ge­setzt, bei dem Verbrechen han­dele es sich um  einen Doppel­mord. Sangui­nette erhielt da­raufhin Mord­droh­ungen und  wurde we­gen seiner Aufmüpfig­eit zeit­weise unter Haus­arrest gestellt.  Der Oberst ließ sich nicht ein­schüch­tern, wies über­zeugend grobe  Er­mitt­lungs­fehler nach, und ver­öf­fent­lichte darüber sogar ein  Buch. Die Untersu­chungen wur­den schließlich wiederaufge­nom­men. Die  jüng­ste defini­tive Ex­per­tise vom Mai macht die bis­he­rige  offizielle Version zu Ma­ku­la­tur. Suzana Marco­lino konn­te nicht auf  PC geschossen und sich danach in der beschrie­be­nen Weise umge­bracht  haben — ge­mäß der zu­ständigen Staats­an­wäl­tin weisen die Indi­zien  nun­mehr auf Dop­pelmord hin. Als PC und dessen Freundin be­reits tot  waren, wur­den nach­weis­lich Te­lefongesprä­che mit der  Wo­chen­endvilla ge­führt. Die Lei­chen “entdeckte” man aber erst rund  vier Stunden später.</p>
<p>Zivilcourage eines Gerichtsmediziners</p>
<p>Laut Sanguinetti steht die Ma­fia von Alagoas hinter der Tat.  Mitt­lerweile wurden auch Ver­bin­dungen PCs zur italienischen Mafia  nachgewiesen. Ein Partner soll in Geldwäsche, Drogen und Waf­fenhandel  verwickelt sein. Zwei Kinder von PC stu­dierten auf einem  Privatgymnasium der Schweiz, wo die ita­lienische Po­li­zei vier Konten  des Er­mordeten aus­machen konnte. Auf diesen und sechs weiteren Konten  in den USA, den Niederlanden und Uruguay hatte PC über sechs Millionen  Dollar de­poniert: Ein Bruch­teil seines Vermögens.<br />
PC Farias eigener Einschät­zung nach säßen bei strenge­ren Ge­setzen  gegen Korruption im Wahl­prozeß &#8211; wie zum Beispiel in Italien &#8211; die  Politiker, die Bau­un­ternehmer und Bankiers des Landes allesamt hinter  Git­tern. Und er muß es wohl am be­sten wis­sen.</p>
<p>KASTEN</p>
<p>Würden Sie Ihr Kind “Hitler” nennen?</p>
<p>Antonio Callade, der auch in Deutschland und Österreich viel­verlegte  brasi­lianische Roman­cier, stau­nte nicht schlecht, als er bei der  Pre­miere eines seiner Stücke im Teatro Ziembinski von Rio de Janeiro  auf den Mosaik­fußboden schaute: auf über zehn Metern Länge ein  Ha­kenkreuz nach dem an­deren kunstvoll aufge­reiht, saubere  Handwerksarbeit aus den 30er und 40er Jahren. Seit das alte Haus 1985  von ei­nem Schauspieler er­worben und in ein Theater umgewan­delt worden  war, hatte nie­mand An­stoß an der auch vom angrenzenden öffentli­chen  Platz deutlich erkennba­ren Haken­kreuz­or­na­men­tik genommen.<br />
Obwohl in den brasiliani­schen Zeitungen häufig über  Hakenkreuz­schmierereien in Deutschland und anderen eu­ropäischen  Län­dern sowie über die entsprechen­den Proteste jü­discher  Organisa­tionen be­richtet wird, verkau­fen Straßenhändler in Rio oder  Sâo Paulo sogar nach­produzierte Me­tall-Erinne­rungsplaketten an den  “Gautag der Bayrischen Ost­mark, Pfingsten 1933 in Regens­burg”, darauf  das Ha­kenkreuz unter’m Reichsad­ler. Bis heute tragen nicht wenige  Brasilianer den Vor­namen Hitler &#8211; die Eltern wa­ren eben Bewunderer des  Naziführers. Richter Hitler Canta­lice läßt einen  Parlaments­abgeordneten we­gen Autoraubs verhaften &#8211; und als die  Insassen einer total überfüllten Haftanstalt re­voltieren, behält  Polizei­chef Hitler Mussolini Pacheco kühlen Kopf, führt persönlich die  Verhand­lungen über Geiselfreilassun­gen. Weiße Hitler sitzen in  Universitätshörsälen, schwarze Hitler hausen in Slums der  Sklavennachfah­ren. “Hitler” steht auch auf Straßenschildern: In der  Stadt Barra do Bugres befindet sich das Hospital in der “Avenida Hitler  Sansâo”. Auch der Vor­nahme “Rommel” ist sehr häufig.<br />
Viele Juden flüchteten vor der drohenden Verfolgung und Ermordung auch  nach Brasilien &#8211; die den Deutschen aus der Nazizeit bekannte üble  Verunglimpfung der jü­dischen Minderheit ist jedoch bis heute selbst in  Wörterbü­chern und Lexika beibehalten worden &#8211; trotz entsprechen­der  Proteste. Ver­gangenes Jahr hat erstmals auch die jü­dische  Weltorganisation B’NAT B’RITH scharf ver­urteilt, daß sogar im  wichtig­sten brasilianischen Nach­schlagwerk Aureliano der Jude als  “schlechter Mensch, Geizhals, Habgieriger, Wu­cherer” definiert bzw.  charakteri­siert wird.</p>
<h1>Megaescândalo</h1>
<h2>Gesprächsmitschnitte weisen auf massiven Stimmenkauf im Kongreß hin, Nutznießer: Staatschef Cardoso</h2>
<p>Der Präsident will wiedergewählt werden. Die entsprechende  Verfassungsänderung kam Ende Januar nur mittels Stimmenkauf und andere  Machenschaften durchs Par­lament &#8211; sagten damals Kirche, Opposition und  Medien. Doch niemand konnte es be­weisen. Jetzt liegen  Gesprächsmitschnitte vor, denen zufolge Cardosos rechte Hand,  Kommuni­kationsminister Sergio Motta, den Stimmenkauf veranlaßte. Eine  un­bekannte Zahl von Abgeordneten erhielt demnach jeweils umgerechnet an  die 300.000 DM in bar. Cardoso war noch nie so in der Bredouille.</p>
<p>Was Brasiliens größte Quali­tätszeitung, die Folha de Sâo Paulo,  Mitte Mai abdruckte, schlug ein wie eine Bombe: Zwei zur Rechtspartei  PFL der Re­gierungsallianz zählende Kon­greß­abgeordnete er­läutern klar  und unzwei­deutig eine groß­an­ge­leg­te Stimmenkaufopera­tion.  Car­dosos In­tim­freund Sergio Motta von der So­zi­aldemokrati­schen  Partei (PSDB) habe veranlaßt, daß über die PFL-Gou­ver­neu­re der  Teil­staaten Acre und Ama­zonas um­gerechnet rund 300.000 DM in bar &#8211;  oder sogar noch viel mehr &#8211; an Parlamentarier aus­gezahlt wurde, damit  sie Ende Januar für die Wie­derwahl-Novelle vo­tie­rten. Der Abstimmung  war von der Mitte-Rechts-Regierung al­ler­größte Be­deutung  bei­ge­mes­sen wor­den.<br />
Überraschend hatte eine große Zahl von Abgeord­neten, die die  Ver­fas­sungsänderung stets öf­fent­lich ablehnten, dann doch der  No­velle zuge­stimmt. In den ab­ge­druckten Gesprächsmitschnit­ten  wer­den fünf bestochene De­pu­tados aus Acre nament­lich genannt, doch  weit mehr sollen Sum­men zwischen 200.000 und 300.000 Reais er­hal­ten  haben. Diese bezeichen die Darstel­lungen als falsch und absurd. Die  PFL, stärkster Partner Cardosos, schloß indessen sofort jene zwei  Acre-Abgeordneten aus der Par­tei aus, die den Stimmenkauf erläuterten  und selber Geld er­hielten. Mit anderen Worten: Beide werden als  geständig ange­sehen, die Mitschnitte somit als authentisch be­trachtet.  Wa­rum nur diese beiden und nicht die an­deren Deputados &#8211; die zwei  Gouverneure und der Mi­nis­ter?, fragt sich alle Welt. Die in  Folha-Kommentaren gege­be­ne Antwort: Entläßt Cardoso Mi­ni­ster Motta,  wie sogar die PFL-Spit­ze empfiehlt, gesteht er auch seine eigene Schuld  ein &#8211; und dann ist alles möglich. Erinnert sei hier an das  Col­lor-Im­peach­ment von 1992.</p>
<p>Kurse der Stimmenbörse</p>
<p>Motta, der mit Cardoso eine Großfarm betreibt, ist in einer heiklen  Situation. Vorwürfe, daß er als Hauptorganisator des Stimmenkaufs  fungiert, er­hob sogar Paulo Maluf, Führer der nicht zur Re­gierung  gehörenden Rechtspartei PPD. Deren Kon­greßabgeordneter Jair Bolsonari  beschrieb, wie es am Tage der Abstimmung im Januar in den  Kon­greßkorridoren zuging: Wie bei Geschäftsverhandlungen auf ei­ner  Stimmenbörse. Am Mor­gen wurde ein Votum noch für 200.000 Reais  ge­handelt, weil die Regierung nicht sicher war, ob die  Verfassungsänderung pas­sieren würde. Einige Parla­men­ta­rier  verlangten sogar 300.000 Re­ais. Kurz vor der Ab­stimmung glaub­te die  Regierung an ihren Sieg und ging deshalb mit dem Kurs herunter, zahlte  nur noch 50.000 Reais. “Ich weiß nicht, wer Stimmen an-  bezie­hungs­wei­se ver­kaufte, doch den Kauf und Verkauf gab es  tatsächlich.”<br />
Die Cardoso-Regierung hat seit dem Amtsantritt eine Reihe von  parlamenta­rischen Untersu­chungs­ausschüssen verhin­dert, die ihr  hätten gefährlich wer­den kön­nen. Zwar bekam die Oppo­si­tion die  nötigen Unter­schriften der Abgeordneten zusammen, oh­ne die ein  Ausschuß nicht ge­bil­det werden kann. PFL und PSDB entsandten je­doch  nicht die vor­geschriebenen Repräsen­tanten &#8211; und damit war die  Untersuchung ganz “demokra­tisch” blockiert.<br />
Nach dem Abdruck der Ge­sprächs­mitschnitte hatte die Op­po­si­tion die  Unterschrif­tenliste rasch komplett &#8211; auf Anwei­sung Cardosos mußten  indessen PFL- und PSDB-Abgeordnete ihre Unterschriften zurückziehen. Es  wurde öffentlich spekuliert, wieviel Reais sich die Regierung die  Rückzieher wohl habe kosten las­sen &#8211; wieder 200.000 pro Kopf?<br />
Brasiliens Bischofskon­ferenz CNBB hat den Me­ga­es­cândalo nicht  kommentiert, sie verwies nur auf ein jüngst veröffent­lich­tes  CNBB-Dokument, in dem die Re­gie­rung der ak­tiven Kor­rup­tion  beschul­digt wird. Im Bezug auf die Wiederwahlno­velle heißt es, die  Regierung be­sorge sich bei für sie interessan­ten Vor­lagen die nötigen  Stim­men ohne Skrupel. Cardosos Allianzpartner PFL, der den  Vizepräsidenten stellt, ist gemäß Un­ter­suchungen und Zeugenaus­sa­gen  bereits seit langem in Wahlstimmenkauf ver­wickelt. Im archai­schen  Nord­osten, so Anwälte ge­gen­über den La­tein­a­me­rika Nach­richten,  sei all­ge­mein be­kannt, daß der deutsch­stäm­mige PFL-Chef Jor­ge  Born­hau­sen mit prall­ge­füll­tem Geld­koffer he­rum­rei­se, Politiker  besteche und den Stim­menkauf organi­sie­re. Born­hau­sen ist Mitgründer  der einstigen Militärdiktatur-Par­tei Arena. Cardosos Vize Marco  Ma­ciel gehörte ebenfalls zur Are­na und zählte zu den ak­tiv­sten  Unter­stüt­zern der Folter­ge­ne­räle.</p>
<p>Alte Kameraden</p>
<p>Die PFL stand an der Seite Präsident Fernando Collor de Mellos, der 1992 wegen Korrup­tion und Machtmißbrauch abge­setzt wurde.<br />
Jener Senhor X, von dem die Fol­ha de Sâo Paulo die Mit­schnitte  erhielt, hat in­zwischen be­tont, weitere Tonbänder zu be­sitzen, auf  denen noch mehr Per­so­nen belastet werden.<br />
Zwei Mitglieder der PSDB-Spitze erklärten interessanter­weise vor der  Veröf­fentlichung der Mitschnitte gegen­über dem Nachrich­tenmagazin  Veja, sie sei­en überzeugt davon, daß der PFL-Gou­verneur von Amazo­nas  mit der Ab­sicht des Stimmen­kaufs nach Brasi­lia gekommen sei. Mit  Kof­fern voll Geld sei der Gou­ver­neur in den Wiederwahl-Pro­zeß  hi­neingegangen. Warum stell­te die Cardoso-Regierung ihn nicht zur  Rede, fragt die Veja.<br />
Gemäß einer neuen Mei­nungs­umfrage führt die Popula­ri­täts­kurve des  Staatschefs nach lan­ger Stabilität erstmals deut­lich nach unten.  Brasiliens Bör­sen reagierten auf die Ver­öff­ent­li­chung der ersten,  brisanten Mit­schnit­te in der Folha am 13. Mai so­fort mit Kursabfall.  Die Echt­heit der Mitschnitte wurde am 20. Mai bestätigt. Je­ne zwei  Ab­ge­ordnete, die den Wortlaut des Ab­drucks bestritten, ste­hen bös’  da. Ganz zu schwei­gen von den an­deren Ver­wickelten.</p>
<h1>Lebendige Fackeln</h1>
<h2>Immer häufiger werden Wohnungslose im Schlaf angezündet</h2>
<p>Sie hatten angenommen es sei nur ein Bettler, verteidigten sich die  fünf jungen Tä­ter, die in Brasilia das schlafende Oberhaupt der  Pataxó-Indianer Galdino Jesus dos Santos an­zün­deten. Der Fall erregte  gerade deshalb Aufmerksamkeit, weil es sich um einen In­digena handelte,  reiht sich jedoch ein in die zunehmende Gewalt gegen Woh­nungs­lo­se.  Die Täter kommen meist aus der Mittel- und Oberschicht.</p>
<p>Die Avenida Rio Branco, ein­stige Prachtstraße Rio de Janei­ros,  bietet nachts ein deprimie­rendes Bild. Weil seit 1995 in­folge von  neoliberalen Regie­rungsprogrammen die Arbeitslo­sigkeit steil an­stieg  und Sozialein­richtungen schlossen, lie­gen so viele Obdachlose,  Bettler, psy­chisch Kranke und Stra­ßenkinder wie selten zuvor  aufgereiht ne­beneinander auf dem Bürger­steig; nicht wenige nutzen als  Unterlage oder zum Zudecken ledig­lich Zeitungs­pa­pier oder Pappe.  Neuerdings hat ein Großteil von ihnen Angst, Op­fer jener Brandattacken  zu werden, die sich auch in Sâo Pau­lo und selbst in der Haupt­stadt  Brasilia häu­fen: Nur Schrit­te von der Ave­nida Rio Branco ent­fernt,  über­goß vormittags eine gut­geklei­dete Frau einen sit­zen­den Bettler  mit reich­lich Al­ko­hol, warf zy­nisch lachend ein bren­nendes  Streichholz auf ihn. Und ver­schwand im Men­schen­ge­wühl, während der  Mann die Flammen zu er­sticken suchte. Dreißig Pro­zent der Haut  ver­brann­ten, derzeit liegt er in ei­nem öffentlichen Hospital der  Sie­ben-Millionen-Stadt, das pro Mo­nat mindestens zwei woh­nungs­lose  Brandopfer behandelt. Oft kommt in­dessen jede Hilfe zu spät, wie die  fast täglich veröf­fentlichten Fotos von ver­kohlten Leichen bewei­sen.<br />
Ivan Bertanha, Leiter einer Hospi­talabteilung für Verbren­nungen in Sâo  Paulo, betont, daß die Eingelieferten fast nie ge­richtsverwertbare  Angaben lie­fern können: “Sie sagen, daß sie in Flammen stehend  aufge­wacht sind und keine Verdächtigen ge­sehen haben.”  Pataxó-Häupt­ling Jesus dos Santos verbrannte in Brasilia lebendig,  nachdem nicht weniger als zwei Liter Alkohol über ihn ausge­gossen  worden waren. Die in­zwischen gefaßten fünf Täter aus Elitefamilien  ver­teidigten mit dem Argu­ment, sie hätten ihn “nur” für einen Bettler  gehalten. Für regierungskriti­sche Men­schenrechtler und So­ziolo­gen  spricht dieser Satz Bände. Her­bert de Souza Betinho, Füh­rer der  natio­nalen Kampagne ge­gen Hunger und für Bürger­rechte, nennt das  Handeln der jungen Männer einen Hinweis “auf den Grad der Degenerierung  in be­stimmten höheren Schich­ten der brasilianischen Gesellschaft.”  Helio Bi­cudo, enger Mitarbeiter des Kardinals von Sâo Paulo und  Kongreßabgeordneter der Ar­bei­ter­partei PT, konstatiert, die  bra­si­lianische Gesellschaft ent­wür­dige die Armen und bana­li­sie­re  das Leben. Der angesehene So­zi­al­wissenschaft­ler und The­ra­peut  Ju­randir Freire Costa bringt so­gar die Globali­sierung mit ins Spiel:  Junge Männer, wie jene fünf von Bra­silia, kennen die rei­che “Erste  Welt” sehr gut und glau­ben, eher per Zufall in Bra­si­li­en zu le­ben.  Widerwillig sind sie dort mit einer Mehrheit von “Häß­lichen, Armen,  Zahn­losen und Nicht-Weißen” konfrontiert, ana­ly­siert Co­sta weiter.  Eine Art von Umgang mit dieser Realität sei, sie nicht wahrzuneh­men,  eine andere, diese so­gar physisch zu eliminieren. “Wir reden viel über  die Modernisierung Brasili­ens, doch wenig über die Befrie­dung der  Gesell­schaft”, sagt Os­car Vieira, Generalsekretär des  UN-Lateinamerika-Instituts und weist auf die Straffreiheit hin, von der  besonders die High So­ciety profitiert. Gemäß neuesten UNO-An­gaben  werden in Brasi­lien mehr Menschen durch Feu­er­waffen getötet als in  jedem an­deren nicht durch Krieg gezeich­neten Land. In Sâo Paulo kann  die Po­lizei bestenfalls in zwan­zig Prozent der Fälle die Täter  iden­tifizieren, was nicht bedeu­tet, daß diese auch verhaftet werden.</p>
<p>Der neue Sport der Besserbetuchten</p>
<p>Inzwischen wurden sehr un­vollständige Angaben über die Anzahl  wohnungsloser Brand­op­fer veröffentlicht. Allein in der Haupt­stadt  Brasilia sind seit 1988 minde­stens 29 Bettler an­ge­zün­det wor­den. In  Sâo Paulo und Rio sind mehrere Woh­nungs­lose pro Mo­nat betroffen.  Brand­attacken sind jedoch nicht alles: So gehört es in den ge­nannten  drei Städten zum ma­ka­bren Sport Besserbe­tuchter, etwa nach der Disco  vom Wagen aus auf schlafende Woh­nungslose zu schießen. Auch ein  Polizeiof­fi­zier Rios pflegte, gerichtlichen Zeu­gen­aus­sagen von 1994  zu­fol­ge, seine Waffen nachts an Bett­lern zu te­sten.<br />
Schließlich wurden 1990 in der Stadt Matupá drei arbeitslose  Landarbeiter, die ver­sucht hat­ten, eine Fazenda zu über­fallen, in  Anwesenheit von Po­li­zisten und einem Politiker auf offener Straße  lebendig ver­brannt: das von einem Amateur gedrehte Vi­deo der Untat  über­gab die katho­lische Kirche inter­nationalen  Men­schen­rechtsorga­ni­sa­tionen. 22 Personen wurden zwar ange­klagt &#8211;  zu einer Bestra­fung ist es aber bis heute nicht gekommen.<br />
Wegen des spektakulären Brand­an­schlags auf Galdino Je­sus dos Santos  interessiert sich die brasilianische Öf­fentlichkeit auf einmal für das  Leben der Pa­ta­xó. Nach Angaben der Kir­che wur­den in den letzten  Jah­ren in Südbahia 24 Pataxó-Indios von Pis­toleros der  Großgrundbe­sit­zer oder diesen selbst erschos­sen, 47 über­lebten  Mordver­su­che, 48 In­dios starben wegen un­ter­lassener Hil­feleistung.<br />
Ein Großteil Südbahias war ursprünglich Pataxó-Land. Doch vor und  wäh­rend der Militärdik­tatur legten Latifundistas im Stam­mesgebiet  Ka­kao­farmen an, von denen auch große interna­ti­o­na­le  Schokola­denmarken ihren Roh­stoff bezie­hen. Vor Gericht streiten die  Pa­taxó seit 15 Jahren um die Rück­gabe von etwa 36.000 Hektar &#8211; 788  Hektar waren ihnen zwar von der Justiz zugespro­chen, de facto aber nie  übergeben worden. Der Stamm nutzt jetzt die Gunst der Stunde: Zur  Beerdi­gung von Häuptling Je­sus dos Santos kamen TV-Teams, Presse und  so­gar der Chef der staatli­chen Indianer­schutz­behörde FUNAI, Julio  Gei­ger. Nach der Beisetzung durf­ten weder er noch die Jour­na­listen  das Reservat verlassen, viel­mehr wurden sie gezwun­gen, die Pataxó beim  Be­setzen von vier benach­bar­ten Kakaofarmen zu be­glei­ten. Umringt  von Indios mit Fe­der-Kokarden, Wurfspies­sen, Pfeil und Bogen, mußte  Gei­ger grimmigen Blickes als erster das aufge­brochene Farm­tor jenes  Groß­grundbesitzers durch­schrei­ten, der die Pataxó am meisten  ter­ro­risiert &#8211; während diese auf­paß­ten, daß die Szene für die  TV-Abendnachrichten auch or­dent­lich gefilmt wurde. Erst nach­dem das  Gebiet ohne Ge­walt und Zwi­schen­fälle be­setzt wor­den war, ließen sie  den FU­NAI-Chef und den Me­dien­troß von dannen zie­hen.</p>
<h1>Terror, Lügen und Videoaufnahmen</h1>
<h2>Kontroverse um Polizeiübergriffe in Sâo Paulo</h2>
<p>Die Aufnahmen gehen um die Welt: Polizisten errichten eine  Straßensperre und ter­rorisieren vorbeikommende PassantInnen. Niemand  wehrt sich: aus Angst, er­schossen zu werden. Der Präsident ist  international entrüstet und die heimischen Intellektuellen schweigen.</p>
<p>Zehn Militärpolizisten Sâo Paulos machen sich einen sadi­stischen  Spaß daraus, in einem Slum alle paar Tage eine Stras­sensperre zu  errichten und zu­fällig vorbeikommende Bewoh­nerInnen auf brutalste Art  zu foltern, mit Hartholzstücken blu­tig zu schlagen und auszurauben. Ein  völlig unschuldiger Mann wird vor aller Augen erschossen, ein anderer  schwer verwundet.<br />
Wer in brasilianischen Elendsvierteln lebt oder dort So­zial- und  Menschen­rechts­arbeit betreibt, weiß, daß Derartiges seit  Diktaturzeiten ab­solut nor­mal und alltäglich ist. Der jüng­ste Fall  von Polizeiter­ror erregt indessen enormes Auf­sehen, weil jemand gut  versteckt tagelang al­les filmt, das Video schließlich nicht nur im  brasilia­nischen, son­dern auch im nord­ame­ri­ka­ni­schen, europäischen  und asiati­schen Fernsehen ge­zeigt wird.<br />
Sâo Paulos Kardinal Evaristo Arns und seine Bischöfe und Pa­dres  protestieren vehement, stel­len nicht an­ders als amnesty in­ternational  (ai) und Human Rights Watch klar, daß die Greu­eltaten nicht  überra­schen. In ganz Brasilien würden die Men­schenrechte von der  Mi­litär­po­li­zei gravierend verletzt, Opfer seien stets Angehörige der  unter­privilegierten Schichten, An­zeigen fruchteten gewöhnlich nichts.<br />
Der neue Fall zeigt dies ex­emplarisch. Zwei der zehn Militärpolizisten  gelten als Mit­glieder einer Todesschwa­dron, die in jüngster Zeit  minde­stens dreizehn Menschen ermor­det hat. Fünf Beamte standen  be­reits we­gen acht Morden sowie Mord­ver­suchen und schwerer  Körper­verletzung unter Anklage, die Verfahren wurden, wie fast durchweg  üblich, eingestellt. Ganz offenkundig unter dem Druck der Medien und  der Ent­rüstung im Ausland wurden in­zwischen alle zehn Tatbeteiligten  verhaftet &#8211; die Mitte-Rechts-Re­gierung instruierte in Windeseile auch  die Botschaften in Bonn, Bern und Wien, wie zu reagieren ist.</p>
<p>Scheinheiligkeit und fragwürdige Aufregung</p>
<p>Ricardo Ballestreri, Präsident der brasilianischen ai-Sektion, mag  ebensowenig wie die Kirche in den jetzt von den Medien ge­schürten Chor  der Entrüstung einstimmen, wirft der Gesell­schaft Scheinheiligkeit vor.  Bei jenen, die sich über Polizeibru­talität aufregen, handelt es sich  ihm zufolge um dieselben, die mehr Gewalt bei der Verbre­chensbekämpfung  und auch die Todesstrafe verlangen. ai hatte wie die Erzdiözese Sâo  Paulos bereits vielfach angeprangert, daß die “High Society” und auch  die Mittelschicht in Lateinameri­kas erstem Wirtschaftsstandort  Greueltaten gegen Slumbewoh­nerInnen schlichtweg ignorier­ten. In  Brasilien, so ai auf An­frage, gebe es ein Kontingent von Personen,  deren Folterung absurderweise als sozial gerecht­fertigt angesehen  werde. Unter der Folter hatten erst kürzlich neun Männer der  Unterschicht gestanden, ein Nobellokal über­fallen und dabei zwei Gäste  er­schossen zu haben. Glücklicher­weise fand man eher durch Zu­fall die  wahren Täter mit der Beute, die Neun bleiben dennoch für ihr Leben  gezeichnet.</p>
<p>“Beifall” für Todesschwadrone</p>
<p>Cecilia Coimbra, couragierte Präsidentin der brasilianischen  Menschenrechtsorganisation “Nie mehr Folter”, erinnert jetzt daran, daß  die sich in Sâo Paulo häufenden chacinas, Blut­bäder, sowie andere  Aktionen der To­desschwadronen von sehr vie­len BrasilianerInnen mit  “Beifall” aufgenommen werden. Nach der Ausstrahlung des Amateurvideos  sei zu hoffen, daß es nie mehr zu derartigem Applaus komme. Ju­randir  Freire Cos­ta, Therapeut und Direktor des Instituts für So­zialmedizin  an der Universität von Rio, teilt diesen Optimismus nicht. Die Mittel-  und Ober­schicht, so Costa, spreche Slum­bewohne­rInnen den  Gleich­heits­grundsatz ab, definiere sie quasi als “Nicht-Menschen” und  rea­giere daher mit extremer Indiffe­renz und Akzeptanz auf jede Art von  Ge­walt gegen diesen Teil der Bevölkerung.<br />
Befreiungstheologe Frei Bet­to, enger Mitarbeiter von Kardi­nal Arns,  teilt den Stand­punkt von Costa, zählt den Sozi­alwissenschaftler  außerdem zu den ganz wenigen Mitgliedern der geistig-künstlerischen  Elite Brasiliens, die auf Massaker an Landlosen, Polizeiterror gegen  Arme und von Todesschwadro­nen begangene Morde nicht mit Schweigen  reagieren. Im Ge­spräch sagt Frei Betto, Hunderte von führenden  Intellektuellen Frankreichs oder Italiens prote­stierten in Manifesten  an die Mitte-Rechts-Regierung von Prä­sident Fernando Henrique Car­doso  gegen all diese Greuel­taten und verlangten energische Maß­nahmen. Deren  brasiliani­sche KollegInnen duldeten in­dessen, von wenigen Ausnahmen  abge­sehen, die gravierende Ver­letzung der Menschenrechte in der  größten Demokratie Latein­amerikas, seien daher mitschul­dig.<br />
Das Schweigen, so Frei Betto, sei Resultat der Unterstützung jener  Intellektu­ellen für die Cardoso-Regierung und deren neoliberale  Politik. Viele aus der geistigen Elite, die besonders hohes Prestige in  der öffent­lichen Meinung genössen, wür­den von Brasilia mit Posten,  Po­sitionen und Geldern begün­stigt. Oder klarer ausgedrückt:  kor­rum­piert. Der Theologe erin­nerte auch daran, daß viele  In­tel­lek­tuelle, aber auch in Deutschland sehr bekannte  Schrift­steller wie Jorge Amado oder Sänger wie Gil­berto Gil, Caetano  Veloso, Elba Ramalho und Joâo Bosco, Filme­macher wie Héctor Ba­ben­co  sich 1994 in einem Manifest für die Wahl Cardosos aus­ge­spro­chen  hatten. Positive Aus­nah­me: Chico Buar­que. “Daß all diese Perso­nen  sich heute passiv ver­halten”, so Frei Betto weiter, “wird von den  In­tel­lektuellen Eu­ropas na­türlich be­merkt. Wa­rum prote­stieren  wir, fragt man dort, doch die Kollegen in Bra­si­lien nicht &#8211; wie steht  es daher um deren Se­riosität?” Sie sei nicht vorhan­den, fügt der  Theologe hinzu.<br />
Der schwarze Intellektuelle Milton Santos: “Brasiliens  Gei­steswissenschaftler kapitulieren vor der Situation ihres Landes,  nähern sich dem Establishment an.”<br />
Frei Betto wurde während der Diktatur im berüchtigten  Caran­diru-Gefängnis Sâo Paulos ein­gekerkert und gefoltert. 1992 wurde  er vom Gouverneur des Bundesstaats vor Gericht ge­stellt, weil er  Gewalttaten der Militärpolizei öffentlich ange­prangert hatte. Im selben  Jahr er­schossen Spezialeinheiten jener policia militar in Carandiru  min­destens 111 Häft­linge.<br />
Zum Lärm um das Amateur­video meint Frei Betto, das bra­silianische  Medienecho werde wie in vorangegangenen Fällen rasch verhallen.<br />
Für Präsident Cardoso kommt der Vorfall dop­pelt ungelegen. Denn Sâo  Paulo mit seinen weit über eintausend deutschen Fir­menfilialen wird von  einem Gou­ver­neur und en­gem Vertrauten aus des Staats­chefs  Sozial­demo­kra­tischer Par­tei PSDB regiert. Glei­ches trifft auf den  politisch Haupt­verant­wortlichen des Land­losenmassa­kers von 1996 im  Amazonas­bundesstaat Pará zu &#8211; und auch auf den Gou­ver­neur Rio de  Janeiros, wo ein Blut­bad an Minderjährigen dem an­deren folgt.</p>
<p>KASTEN</p>
<p>Männer des Gesetzes</p>
<p>Vorsicht, Leute aus Sâo Paulo, Osasco und ABC,<br />
Die Polizei von Sâo Paulo ist zum Beschützen da.<br />
Ist ein Polizist ein Verbrecher?<br />
Es gilt das Gesetz des Hundes.<br />
Die Polizei tötet das Volk,<br />
Aber ins Gefängnis kommt sie nicht.</p>
<p>Immer mehr Leute, deren Wege sich verlieren<br />
Aber sagen können wir nichts,<br />
Denn wir sind nicht auf der Seite des Gesetzes.<br />
Oh mein Gott, wann werden sie bemerken,<br />
Daß Sicherheit zu geben nicht bedeutet<br />
Angst einzujagen?</p>
<p>Song von Thaíde und DJ HUM</p>
<p>KASTEN</p>
<p>Männer des Gesetzes</p>
<p>Vorsicht, Leute aus Sâo Paulo, Osasco und ABC,<br />
Die Polizei von Sâo Paulo ist zum Beschützen da.<br />
Ist ein Polizist ein Verbrecher?<br />
Es gilt das Gesetz des Hundes.<br />
Die Polizei tötet das Volk,<br />
Aber ins Gefängnis kommt sie nicht.</p>
<p>Immer mehr Leute, deren Wege sich verlieren<br />
Aber sagen können wir nichts,<br />
Denn wir sind nicht auf der Seite des Gesetzes.<br />
Oh mein Gott, wann werden sie bemerken,<br />
Daß Sicherheit zu geben nicht bedeutet<br />
Angst einzujagen?</p>
<p>Song von Thaíde und DJ HUM</p>
<h1>Die Abwertung des Lebens</h1>
<h2>Die Regierung stoppt die Inflation &#8211; die Spirale der Gewalt dreht sich weiter</h2>
<p>In der größten Demokratie Lateinamerikas gehören die berüchtigten  “Esquadrôes da Morte” auch über zehn Jahre nach Diktaturende zum Alltag.  Sie ermorden Kin­der, Jugendliche, Menschenrechtsaktivisten und  politische Gegner. Unter der Mitte-Rechts-Regierung von Staatschef  Fernando Henrique Cardoso hat laut ai die Ge­walt stark zugenommen.</p>
<p>An einem Februarnachmittag geschieht in Rio de Janeiros Slumgürtel  Baixada Fluminense erneut, was viele in der Ersten Welt für  unvorstellbar, unmög­lich halten: Sechs aufgeweckte Jugendliche zwischen  fünfzehn und siebzehn springen auf einen Linienbus auf und machen sich  zweier “Vergehen” schuldig: Um nicht bezahlen zu müssen, pas­sieren sie  nicht das Drehkreuz des Buskassierers sondern blei­ben, wie es täglich  unzählige Schüler und Arbeitslose tun, auf den hintersten Bänken,  lärmen, trom­meln Disco-Rhythmen. Dem Kassierer wird es zu bunt. Er  fordert zwei bewaffnete Si­cherheitsleute der Busgesell­schaft auf, die  Jungen zum Schweigen zu bringen. Der Fah­rer hält an, die sechs werden  mit vor­gehaltener Pistole zum Aus­steigen gezwungen, müssen sich in  einer Reihe auf die Erde knien. Dann werden sie kaltblü­tig mit  Kopfschüssen außerge­richt­lich exekutiert, wie es ai und andere  Menschenrechtsor­ga­ni­sa­tio­nen stets in Untersu­chungs­be­rich­ten  nennen. Die Mörder un­ter­ziehen sich, wie üblich, nicht der Mühe, die  To­ten zu verstecken oder zu ver­scharren. Ein Jugendlicher über­lebte  die Schüsse noch eine halbe Stunde, hätte gerettet wer­den können. Doch  niemand der vielen herbeigelaufenen Neugie­rigen rührte aus Angst vor  Rache eine Hand: Die Killer hatten es verboten, keiner der Gruppe sollte  davonkommen.</p>
<p>Schlag für Rios Olympia-Bewerbung</p>
<p>Bereits in den 80er Jahren war die Baixeda Fluminense von den  Vereinten Nationen als gefähr­lichste Stadtzone der Welt einge­stuft  worden &#8211; bis heute werden hier Morde selten aufgeklärt. Gemäß einer  neuen Untersu­chung sahen über dreißig Prozent der minderjährigen  Slumbewoh­ner schon einen Mord.<br />
Auch diese Bluttat wäre ge­mäß jüngster Praxis von Öf­fent­lichkeit und  Medien über­gangen worden, wenn nicht das Inter­na­tionale Olympische  Ko­mitee gerade über die Kandidatur der Sieben-Millionen-Metropole am  Zucker­hut für die Spiele 2004 entscheiden würde. In weltweit  verbreiteten Imagekampagnen hatten Brasiliens Autoritäten für Rio  getrommelt und stets ar­gu­men­tiert, daß sich Gewalttaten doch  schließlich heute in allen großen Städten ereigneten. Die Ner­vo­sität  der Politiker war nach dem Massaker groß. Anders als bei vorangegangenen  Ver­bre­chen dieser Art mußten Rios beste Kriminalisten Tag und Nacht  nach den Tätern fahnden. Zeu­gen hatten sie laut Presse­angaben  zweifelsfrei erkannt. Einer ge­hört zu Rios Munizipal­garde und wird  gemäß der en­gagier­ten Staatsanwältin und Killer­kommando-Expertin  Tania Sal­les Moreira stets dann als Mittä­ter genannt, wenn es in  Bussen zu “Exekutionen” ge­kommen sei. Der andere leitet eine der  zahl­reichen regionalen Todesschwa­dronen.</p>
<p>Morddrohungen gegen holländischen Men­schenrechtsaktivisten</p>
<p>Immer mehr brasilianische Pfarrer, Bischöfe, Sozialarbeiter, Künstler  und Menschenrechts­aktivisten, die gegen das Wüten der Killerkommandos  protestie­ren, wer­den durch Mord­drohungen unter Druck ge­setzt, müssen  aus Sicherheits­gründen ihren Aktionsradius stark einschränken. Dies  gilt auch für das neueste Blutbad. Zwei der Ermordeten stammten aus  Slums, in denen das auch mit Geldern der deutschen Bundes­regierung  arbeitende Sozialin­stitut IBISS seit Jahren Projekte realisiert. Der  holländische Di­rektor Nanko van Buuren hatte als Arzt im zuständigen  ge­richtsmedizinischen Institut die beiden ihm bekannten Jugendli­chen  identifiziert &#8211; an der Aus­gangspforte wurde er derweil von zwei  Bewaffneten erwartet. Sie zeigten sich über alle Details der  IBISS-Projekte gut infor­miert und drohten, den 48-jähri­gen  umzubringen, falls er sich in die Ermittlungen einmische und juristisch  gegen jene Busgesell­schaft vorgehe, zu deren Sicher­heitspersonal die  Todesschützen nach bisherigen Ermittlungen ge­hören. Van Buuren hatte  1996 Bundespräsident Herzog wäh­rend dessen Rio-Aufenthalts mit den  IBISS-Projekten vertraut ge­macht, hält zu ihm ständig Kon­takt. “In  Europa”, so der Ex­perte, “schenkt man wahrheits­gemäßen Berichten über  die Re­alitäten Rios gewöhnlich keine Be­ach­tung. Das Ausmaß der  Greuel­taten gegen Arme und Ver­elendete wird für unwahr­schein­lich  gehalten.”</p>
<p>Politiker verwickelt</p>
<p>Duque de Caxias, Satelliten­stadt Rios in der Baixada Flumi­nense,  ist seit langem wegen der Todesschwadronen berüchtigt. Gegen  Bürgermeister Zito dos Santos läuft ein Prozeß, weil er den Mord an  einem seiner politi­schen Gegner befohlen haben soll. Mehrere seiner  Kritiker, aber auch Menschenrechtler be­schul­digen ihn, in  Killerkom­mando-Aktivitäten verwickelt zu sein. Zito dos Santos gehört  zur Sozial­demokratischen Partei von Staats­chef Fernando Henrique  Cardoso, dem Rios Pfarrer Caio Fabio vorwirft, zwar die mone­täre  Inflation, nicht aber die Ab­wertung des Lebens gestoppt zu haben.  Todesschwadronen sind in ganz Amazonien und in Millio­nenstädten wie  Manaus, Sâo Paulo, Salvador de Bahia, Re­cife, Fortaleza und Natal  aktiv. In letzterer Pro­vinz­haupt­stadt hatte der an­ge­sehene  Men­schen­recht­ler und Anwalt Fran­cis­co Negueira gegen die  größ­ten­teils aus Po­li­zi­sten be­ste­hen­den Kom­mandos er­mittelt:  Ver­gan­genen Ok­tober wur­de er auf of­fener Straße durch MPi-Salven  er­mor­det. Da­rauf­hin forderte die Men­schen­rechts­kommission der  Or­ga­ni­sa­tion Amerikanischer Staa­ten (OAS) Brasilia auf, wei­te­ren  zehn von Kommandos in Na­tal Ver­folgten Personenschutz zu ge­währen.</p>
<p>KASTEN</p>
<p>Was ist das für ein Land?</p>
<p>In den Favelas, im Senat<br />
Überall Dreck.<br />
Die Verfassung achtet niemand,<br />
Aber alle glauben an die Zukunft der Nation.<br />
Was ist das für ein Land?</p>
<p>In Amazonas, in Arraguaia, in der Baixada Fluminense,<br />
Mato Grosso, den Geraes und im Nordosten alles ruhig.<br />
Im Tod finde ich Frieden, aber das Blut fließt weiter,<br />
Befleckt die Papiere, die wahren Dokumente,<br />
Auf denen der Patron sich ausruht.<br />
Was ist das für ein Land?</p>
<p>Song von Renato Russo (Legiâo Urbana)</p>
<p>Schweine in Uniform</p>
<p>Die Männer des Gesetzes sind alle Verbrecher<br />
Sie töten unschuldige Leute und machen in Ruhe weiter.<br />
Unausgebildet, inkompetent handeln sie wider die Vernunft,<br />
Anstatt für Sicherheit zu sorgen<br />
Verängstigen sie die Bevölkerung.</p>
<p>Sie sind darauf trainiert, eine reiche Minderheit zu beschützen<br />
Vor der armen Mehrheit, die mit ihrem Leben bezahlt.<br />
Und wenn Du ein Arbeiter bist,<br />
Dann hast Du die idealen Voraussetzungen,<br />
Um in das Netz zu stürzen<br />
Der offiziellen Todesschwadronen,<br />
Schweine in Uniform.</p>
<p>Sie halten sich für Männer<br />
Aber in Wirklichkeit ehren sie<br />
Nicht einmal ihren Namen.<br />
Bulle, mit Verlaub,<br />
Ich werde die Dinge beim Namen nennen:<br />
“Mit der Pistole in der Hand bist Du ein grimmiges Tier, ohne sie schwänzelst Du rum und Deine Stimme kiekst wie im Stimmbruch.”</p>
<p>Song von Marcelo D2 und Rafael (Planet Hemp)</p>
<p>Brasilianische Rapper- und Hip-Hop-Gruppen verarbeiten die brutale Realität in ihren Songs.<br />
Übersetzung: Alina González / Elisabeth Schumann</p>
<h1>Die USA und die brasilianischen Folterer</h1>
<h2>Dokumente beweisen CIA-Beteiligung an alltäglicher Repression</h2>
<p>Von 1964 bis 1985 unterdrückte Brasiliens Militärregime  Andersdenkende und mi­li­tan­te Oppositionelle auf grausamste Weise:  Todesschwadronen ermordeten unzäh­lige Gegner der Diktatur, politische  Gefangene wurden Haien lebendig zum Fraß vor­geworfen oder aus  Helikoptern gestoßen, in Stücke gehackt, verscharrt an Strän­den Rio de  Janeiros &#8211; Brutalität war alltäglich. Daß der US-Geheimdienst CIA den  Re­pressionsapparat der Generäle auf vielfältige Weise unterstützte,  wußten Men­schen­rechtsgruppen aus dem In- und Ausland schon damals.  Jetzt sorgen Doku­men­te über die damaligen CIA-Aktivitäten in Brasilien  für Schlagzeilen.</p>
<p>Wie die angesehene Zeitung O Estado de Sâo Paulo berichtet, kon­nte  die nordamerikanische So­ziologin Martha Huggins bis­lang  geheimgehaltene Kongreß­do­kumente einsehen, die die Kom­plizenschaft  des CIA mit dem Unterdrückungsapparat von da­mals bestätigen. Das Fazit  der 53-jährigen Wissenschaftlerin: “Die Teilnahme der CIA am All­tag der  politischen Repression ist be­wiesen &#8211; die Dokumente sprech­en sogar  von gemeinsa­men Operationen &#8211; die ameri­ka­ni­sche Demokratie  partizi­pierte an der Schaffung eines un­ter­drüc­kerischen Staates.”<br />
Besonders gravierend ist für Mar­tha Huggins, daß die CIA  Spe­zialkommandos für die bra­silianische Polizei ausbildete. In Rio de  Janeiro wurde eine “E­li­te” von vierzig Beamten zum Grund­stock der  berüchtigten To­des­schwadrone: “CIA-Agenten nah­men an Operationen in  den Slums teil, aber auch an der po­li­ti­schen Unterdrückung &#8211; und  be­rich­teten alles, was sie sahen, nach Washington.” Bis heute sei in  den USA wenig bekannt, daß die CIA bei der Ausbildung von Po­li­zisten  in anderen Ländern mit­macht: “Unsere Demokratie be­nutzte die  Polizeibeamten, um in anderen Ländern eine ide­ologische Kontrolle  aus­zuüben.”</p>
<p>CIA läßt Dokumente verschwinden</p>
<p>Ein anderes interessantes De­tail der Recherchen von Martha Hug­gins:  Die CIA half beim Auf­bau des Diktaturgeheim­dien­stes SNI mit,  “lieferte sogar eine Li­ste mit den Namen ge­eigneter,  ver­trauenswürdiger Mitarbeiter.” Auf einer anderen Liste waren al­le  Personen ver­zeichnet, die ge­mäß CIA-Ein­schätzung nach dem  Militär­putsch von 1964 ver­haftet wer­den sollten.<br />
Ärgerlich für die Soziologin, die bereits drei Bücher über Bra­si­lien  veröffentlichte, ist, daß laut Gesetz zwar jeder US-Bür­ger offizielle  Dokumente über Re­gierungsaktivitäten einsehen darf, wenn diese länger  als 25 Jah­re zurückliegen &#8211; jene Seiten je­doch der Kongreßpapiere mit  CIA-Berichten über Folterungen der politischen Polizei Brasiliens sind  unleserlich gemacht; manch­mal fehlen sogar ganze Blätter.<br />
In mühseliger Kleinstarbeit ge­lang es der Expertin, 26 Folte­rer von  politischen Gefangenen aus­findig zu machen und unter Wah­rung der  Anonymität zu in­ter­viewen. Einer davon, Militär­po­lizist, mochte  nicht, wie seine Kol­legen, bei einem Einsatz ge­fan­gengenommene  “Subversive” mit Schlägen traktieren und die Frau­en vergewaltigen. “Ich  for­derte, daß es doch besser sei, alle zu töten, anstatt sie zu  foltern”, sagte der Militärpolizist zu Mar­tha Huggins und berichtete  auch über den Abschluß der Ope­ration: Alle Gefangenen wurden hoch über  der Wildnis lebendig aus einem Helikopter gestoßen.</p>
<p>Folterer heute in führenden Positionen</p>
<p>Helio Bicudo, während der Dik­tatur Präsident einer kirchli­chen  Kommission für Gerechtig­keit und Frieden, hat die Aussa­gen der  Soziologin bestätigt. Bi­cudo untersuchte damals die CIA-Aktivitäten  ebenso wie das Wü­ten der Todesschwadronen. Po­lizisten und  Armeeoffiziere Bra­siliens seien in den USA aus­ge­bildet worden &#8211;  manche, die da­mals zum Repressionsapparat ge­hörten, machten und machen  Kar­riere. Romeu Tuma, nach der Dik­tatur Chef der Bundespolizei, ist  heute Kongreßsenator der star­ken Rechtspartei PPB. Regi­meaktivist  Marco Maciel wurde gar Vize des jetzigen Staatsprä­si­den­ten Fernando  Henrique Car­do­so &#8211; für Bicude auch Beleg da­für, daß von echter  Vergan­gen­heitsbewältigung keine Rede sein kann: “Hier in Brasilien  ha­ben die Leute ein kurzes Ge­dächtnis.”<br />
Wie die Jahresberichte von am­nesty international und Hu­man Rights  Watch zeigen, gehö­ren Folter und Todesschwadro­nen auch zwölf Jahre  nach dem of­fiziellen Ende der Diktatur wei­terhin zum Alltag  Brasiliens, es “verschwinden” sogar mehr Men­schen als damals nach der  po­lizeilichen Festnahme. Die ka­tholische Kirche beklagt, daß im­mer  mehr nichtidentifizierte Ge­waltopfer beerdigt werden, ein Groß­teil auf  den überall im Lan­de anzutreffenden “geheimen Fried­höfen”.</p>
<h1>Die Kirche gegen den Strich</h1>
<h2>“Helfen statt verurteilen” beim Umgang mit Kinderprostitution in Nordostbrasilien</h2>
<p>Durch die neoliberale Wirtschaftspolitik der jetzigen  Mitte-Rechts-Regierung ist in ganz Brasilien die Arbeitslosigkeit  deutlich angestiegen; im Hinterland von Maranhao wurde deshalb laut  Experteneinschätzung die Prostitution von Kindern und Jugendlichen  erschreckenderweise zur wichtigsten und manchmal einzigen  Einkommensquelle armer Familien. Nicht zuletzt die Kirche hat sich dem  Problem angenommen.</p>
<p>Zu Dutzenden stehen zwölf- und dreizehnjährige Mädchen bereits in der  Nachmittagsschwüle an der Brücke über dem von Hütten gesäumten Rio  Mearim und bieten sich den Passanten für nur fünf Realen an,- das sind  nicht einmal acht Mark. Andere warten in den von madames oder früheren  Amazonas-Goldgräbern geführten Billigbordellen der neuen Rua do Campo  auf Kunden. Doch auch dort sind sie keineswegs geschützt vor der  Brutalität, die das Milieu prägt: Messerstechereien, Schußwechsel mit  tödlichem Ausgang sind keine Seltenheit, wobei häufig Drogenkonsum die  Hemmschwelle herabsetzt. Ausländische Sextouristen spielen hier nur eine  geringe Rolle, da das im Nordosten Brasiliens gelegene Pedreiras zu  weit von Touristengebieten entfernt liegt. Geradezu gierig auf möglichst  junge Mädchen sind sexbesessene Machos aller sozialen Schichten aus der  Stadt selbst: Nachbarn, Familienväter der Rua do Campo, Polizisten,  Politiker. “Viele Mädchen prostituieren sich, weil die eigenen Eltern  sie dazu anregen oder zwingen”, sagt die 52jährige Franziskanerin Maria  Oliveira von der lokalen Frauenpastorale gegenüber. Sie verweist auf die  Gründe der Misere: Von den rund 50 000 BewohnerInnen hat nicht einmal  ein Viertel Arbeit, von denen wiederum verdienen 40 Prozent höchstens  den Mindestlohn von umgerechnet 160 Mark.</p>
<p>Versteigerung von Jungfrauen</p>
<p>Pedreiras hat auch deshalb traurige Berühmtheit erlangt, weil dort in  Bordellen makabere Auktionen abgehalten werden, wo Großgrundbesitzer,  Politiker und Unternehmer Jungfrauen zwischen neun und vierzehn Jahren  ersteigern, für eine einzige Nacht in einem besseren Stundenhotel.  Anschließend werden die Mädchen gewöhnlich gezwungen, als Prostituierte  zu arbeiten; manche enden in den Goldgräbercamps Amazoniens.<br />
Die Kirchengemeinde von Pedreiras fand sich mit der Situation nie ab.  Pfarrer Luiz Mario Luís gründete bereits 1963 ein  Rehabilitationszentrum, in dem Prostituierte lesen und schreiben sowie  einen Beruf erlernen konnten.<br />
Da die Zahl der Lernwilligen rasch zunahm, mußte das Zentrum vergrößert  werden, und die Bezirksverwaltung stieg als finanzielle Trägerin mit  ein. Schulunterricht erhalten inzwischen auch die Kinder der Frauen,  derzeit sind es über 160 Mädchen und Jungen. Mehrere Dutzend jugendliche  oder erwachsene Prostituierte sitzen auf den Bänken des Zentrums, das  eher einer einfachen Lagerhalle ähnelt, und lernen Nähen sowie andere  Handarbeiten. Inzwischen haben sie zum Teil Kolleginnen als Lehrkräfte.  Die Direktorin und Mitbegründerin Benedita Leite versucht, sie davon  abzubringen, weiter auf den Strich zu gehen, jedoch ohne Erfolg. Denn  wie in tausenden anderen Städten und Gemeinden der zehntgrößten  Wirtschaftsnation der Welt erhalten LehrerInnen und andere öffentliche  Bedienstete auch in Pedreiras nicht einmal den gesetzlich  vorgeschriebenen Mindestlohn von umgerechnet etwa 160 Mark. Schlimmer  noch: Die Bezirksverwaltung, der wichtigste lokale Arbeitgeber, zahlt  das Hungersalär um bis zu elf Monate verspätet aus. “Ich gebe gerne  Unterricht”, sagt eine Prostituierte, “doch das letzte Mal habe ich im  August Geld gekriegt”. Viel ist es ohnehin nicht, nur an die neunzig  Mark. Und Brasilien hat derzeit ein ähnliches Preisniveau wie Europa.</p>
<p>Erfolge &#8211; Rückschläge</p>
<p>Daß krasse Armut brutalisieren, verrohen und abstumpfen kann und die  Betroffenen häufig dazu bringt, sich aufzugeben, beobachten Benedite  Leite und die Franziskanerin Maria Oliveira täglich. In den  Bretterhütten am Rio Mearim dominiert in den vielköpfigen Familien  Promiskuität; Die Mädchen lernen nur die Gesetze ihres Milieus kennen  und sehen die Prostitution als einzige &#8211; und attraktive &#8211; Möglichkeit,  im Leben voranzukommen. Ihnen Unterricht zu geben, ist extrem schwierig,  denn die Mädchen sind nicht daran gewöhnt, sich zu konzentrieren und  lange Zeit zuzuhören. “Wir dürfen sie nicht verurteilen, sie uns zu  Feinden machen” betont Maria Oliveira, “sondern müssen immer wieder auf  sie zugehen, ihnen helfen, den Raum der Kirche als Alternative  anbieten.” Erfolge beim Schwimmen gegen den Strom gibt es. In der Straße  am Fluß treffen sich Kinder und Erwachsene im neuen Gemeindesaal zu  kirchlichen Aktivitäten, eine Jugendgruppe stabilisiert sich. Maria  Oliveira lehrt Katechismus, feiert Weihnachten und Ostern in den  Familien, bringt diesen die Brüderlichkeitskampagne der  Bischofskonferenz nahe, und hält Kontakt zu denjenigen Frauen, die mit  ihrer Hilfe aus dem Bordell in einen Beruf wechselten.<br />
Doch die madames besorgen sich immer wieder Mädchennachschub. Dabei  rekrutieren sie jetzt schon im Hinterland, ködern mit der Aussicht auf  “ehrliche Arbeit” und locken damit Jugendliche in den Schuldenkreislauf.  Versucht Maria Oliveira, solche Minderjährigen zur Rückkehr zu bewegen,  hört sie immer wieder ein Argument: “Ich kann nicht weg, weil ich von  der madame neue, schicke Kleider angenommen habe, die ich erst  abbezahlen muß!” Die Franziskanerin stellt deshalb eine  Bordellbesitzerin zur Rede und bekommt wie stets eine drastisch-grobe  Antwort: “Meine Schuld ist das nicht. Diese Hündinnen kommen doch  angelaufen und bitten mich um Arbeit!” Weil die madames den  Neuankömmlingen weder den Besuch des Zentrums noch der Kirche gewähren,  geht die Franziskanerin selbst zu ihnen an den Brückenstrich und setzt  sich notfalls an die Bordelltischchen: “Einmal spreche ich mit den  Mädchen über Gott, ein anderes Mal über Geschlechtskrankheiten und Aids.  An der Brücke kommen viele schon auf mich zugerannt und umarmen mich!”<br />
Kinderprostitution ist typisch für Brasiliens Norden und Nordosten.  UNICEF, Kirche und NGOs haben in Maranhao bereits eine Kampagne gegen  die praktisch straffreie sexuelle Ausbeutung Minderjähriger gestartet,  denn laut Menschenrechtsaktivistin Sandra Torres gehört es bereits zur  Gesellschaftskultur, abnorme Situationen als normal zu betrachten und  hinzunehmen.<br />
Während in Pedreiras Kinder aus Hunger und Not ihren Körper verkaufen,  zeichnet der Staatspräsident Fernando Henrique Cardoso im nur 277  Kilometer entfernt Sao Luis, der Hauptstadt Maranhaos, vor Mikrophonen  ein positives Bild der Lage im Lande. Der Soziologe weist auch die  Kritik der Bischöfe an seiner neoliberalen Politik zurück, erwähnt weder  Kindersklaverei noch Kinderprostitution oder Jungfrauenversteigerungen.  Neben Cardoso steht der jetzige Kongreßpräsident und Ex-Staatschef José  Sarney &#8211; seit Diktaturzeiten reichster und mächtigster Mann in  Maranhao. Daß hier alles beim alten bleibt, liegt nach Aussagen von  Menschenrechtlern vor allem an ihm und seinen politischen Freunden.</p>
<h1>“Ich könnte jederzeit fliehen”</h1>
<h2>Volmer do Nacimentos Alltag zwischen Gefängniszelle und Tropenlandschaft</h2>
<p>Der 47-jährige Schwarze Volmer do Nacimento wagte als einer der  ersten Brasilia­ner, auf Straßenkinder spezialisierte Todesschwa­dronen  und deren Drahtzieher öf­fentlich anzuzeigen. 1993 wurde er wegen  vorgetäuschter Entführung und “Ver­leumdung von Rich­tern” zu vier  Jahren und neun Monaten Haft verurteilt, die er im halboffenen  Strafvollzug verbringt (siehe LN 261). Die brasilia­nische  Men­schen­rechtsorganisation Projeto Legal in Rio de Janeiro kämpft für  seine Freilas­sung.</p>
<p>Am schlimmsten sind die Sonn- und Feiertage. Dann muß Volmer den  ganzen Tag in einer engen Gefängniszelle verbrin­gen, im fünf  Autostunden nörd­lich von Rio gelegenen Provinz­städtchen Natividada.  Seine Frau und seine Kinder sitzen der­weil traurig nur rund 300 Meter  von Nacimento entfernt. Der Bürger­rechtler liest dann stapel­weise  Bücher und Zeitungen, schmie­det Pläne für die Zeit nach der Haft, und  erinnert sich auch an die Gespräche mit dem Präsi­denten des  Europaparla­ments. Wütend macht Nacimento, daß er die nach wie vor aus  Straß­burg her­einflatternden Einladun­gen nicht annehmen darf. “Ich bin  ein Gefangener, weil ich es selbst will, denn mit meinem Wagen könnte  ich fast jederzeit fliehen &#8211; und nie­mand würde mich finden.” Der  lang­jährige Koordinator der nationalen Stra­ßenkinderbewegung tut es  nicht. Schließlich trägt Nacimento die Ver­antwortung für mehrere von  ihm selbst gegründete Projekte, die er selbst leitet. Zu einem der  wichtig­sten, einer auch mit deut­schen Geldern finanzierten  Land­wirtschaftsschule für Ju­gend­li­che, eilt er an Arbeitsta­gen  je­den Morgen. Der gelernte Buch­hal­ter, dessen sozialpoliti­sches  Engagement in Basisge­meinden und Pastoralen der ka­tholischen Kirche  begann, emp­fängt die bislang neunzig Schü­ler­Innen, berät sich mit  Agro­nom­In­nen, Zootechniker­In­nen und Lehrer­Innen, verteilt  Auf­trä­ge: “Die El­tern der mei­sten Ju­gend­lichen hier sind  ver­elen­dete Wanderar­beiter der Re­gion, mit ihnen zie­hen sie herum,  schuften auf Plan­tagen der Groß­grund­be­sit­zer, ge­hen so gut wie nie  in die Schule, flüchten aus Perspektiv­losigkkeit in die Slums von Rio.  Die Schule wurde gegründet, da­mit die Kin­der hier bleiben, die  Landflucht gestoppt wird.”</p>
<p>Die Landflucht stoppen</p>
<p>Jeder Schüler be­kommt mo­natlich umgerechnet rund neun­zig Mark und  damit weit mehr als für Plantagenarbeit. Das Geld stammt von zwei  holländischen Un­ternehmern. Der deutsche Child­ren Mission Fund in  Über­lingen zahlt die Löhne der Leh­rer­Innen und beteiligte sich am Bau  des Schulhauses am Rande von Nativi­dade in tropischer Idyl­le. Es ist  nur halbfertig, ein Pro­viso­rium &#8211; in Deutschland würde niemand darin  lernen und lehren wollen. Und auch die vom deut­schen Konsulat in Rio  fi­nan­zier­ten Ausrüstungen für ein La­bo­ratorium zur einfachen  Heil­mit­telherstellung können nicht in­stalliert, rund 300  Kurs­an­wär­ter nicht aufgenommen werden. Die Schuld trägt laut Volmer  do Na­cimento die Mitte-Rechts-Re­gierung von Staatsprä­sident  Fer­nan­do Henrique Cardoso und des­sen Freund aus der  Sozialde­mo­kratischen Partei PSDP, Rio-Gou­verneur Marcello Alencar.  Wäh­rend eines Belgienbesu­ches 1995 traf Cardoso überraschen­der­weise  auf eine Gruppe von Men­schen­rechtlerInnen, die ein Poster von  Nacimento tru­gen und dessen Freilassung forder­ten. Wie stets in  solchen eigent­lich brenzligen Fällen stimmte Car­doso taktisch  geschickt mit den KritikerIn­nen überein: “Ihr habt recht &#8211; wir werden  damit auf­hören.” Das Ver­sprechen blieb fol­genlos und auch die zum  Jah­resbeginn 1996 vertraglich zu­gesicherten rund 90.000 DM von  Co­munidade Solidaria, dem von der Präsi­dentengattin gelei­teten  Wohl­fahrtsprogramm, tra­fen bisher nicht ein. Ebensowe­nig, trotz  mehrfacher Mahnung, die etwa 100.000 DM des Rio-Gouver­neurs. “Wir  werden im­mer nur mit Ausflüchten abge­speist”, kom­mentiert Nacimento,  “aber viele andere NGOs be­kom­men ver­sprochene Mittel eben­falls nicht  &#8211; wofür ist die Comu­nidade Solidaria dann ei­gentlich da? Wir können  nicht im­mer nur mit Geld aus dem Ausland ar­beiten &#8211; wo bleibt da die  eigene Ver­antwortung Brasi­liens?” Den briti­schen Konsul in Rio, der  dem Schulprojekt einen Traktor spen­dierte, verblüfft ebenfalls, daß die  Regierung nichts über­weist. Dagegen wird laut Pres­seangaben ein  existie­render “Sozialer Dringlichkeits­fonds” fast täglich vom  Mitte-Rechts-Kabi­nett angezapft, um Diplo­matenempfänge, Bankette oder  üp­pige Geschenke für aus­ländische Gäste zu finanzieren.<br />
Die achtzehnmona­tigen Kurse der Escola Fasenda laufen den­noch wei­ter.  “Fast alle, die mit amtlichem Zerti­fikat abschließen werden, haben  be­reits eine Ar­beitsstelle sicher,” freut sich Naci­mento, “nach der  Präfektur sind wir hier der zweitgrößte Ar­beitgeber!” Abends muß der  nicht nur in Europa bekannteste Häftling Brasiliens wieder in die Zelle.  Der Polizeichef von Nati­vidade bekam bereits aus aller Welt über  tausend Protest- und Soli­daritätsbriefe, mindestens ebenso­viele  landeten beim Gou­verneur von Rio und im Justiz­ministerium.<br />
Nacimento leidet indessen sichtlich unter der Situation, wollte 1996  durch einen Hunger­streik die Wiederaufnahme sei­nes Verfahrens und  Ermittlungen ge­gen Todesschwadronen und de­ren Hinter­männer erreichen &#8211;  was nicht gelang. Eine der wich­tigsten moralischen vor al­lem aber  juristi­schen Stützen ist die Men­schenrechts­organisation Projeto Lagal  in Rio de Janeiro. Sie er­reichte bisher, daß Naci­mento seine Haft  nicht unter ständiger Lebens­gefahr in einer völ­lig überfüllten Zelle  Rios, sondern im halboffenen Vollzug in Natividade ver­bringt. Für  An­walt Carlos Nicodemos, Lei­ter des ebenfalls vom deutschen Child­ren  Mission Fund unter­stütz­ten Projeto Legal, ist der Pro­zeß gegen  Nacimento kaf­ka­esk: “In Untersuchungsbe­richten des Bun­desparlaments  und selbst der Abgeordneten­kammer des Bun­desstaates Rio über die  Er­mor­dung von Kindern und Ju­gend­lichen, ebenso in der Presse,  wer­den die­selben Richter we­gen ihrer Verwick­lung in Ak­tivitäten von  Todesschwadro­nen auf­ge­führt, die auch Volmer do Naci­men­to nannte.”<br />
Anwalt Nicodemos eilt min­destens ein­mal im Monat mit dem Wagen nach  Na­tividade, spricht seinem Mandanten Mut zu. Dessen Geburtstag im  ver­gan­genen November fiel ausge­rechnet auf einen Sonntag. Daß er ihn  dank Ni­codemos nicht durch­weg in der Zelle verbringen mußte, sondern  mit seiner schwangeren Frau und den Kin­der zusammensein konnte, war  wie­der ein kleiner Sieg.</p>
<p>Letzte Meldung: Seit Anfang Ja­nuar hat Volmer rund um die Uhr  Freigang, d.h. er muß sich jetzt lediglich re­gelmäßig bei der Polizei  mel­den. Und die schlech­te Nach­richt: Nach heftigen Re­gen­fällen  ver­sank das Gelände der Land­wirt­schaftsschule unter ei­ner vier­zig  Zentimeter dicken Schlamm­schicht. Die Gebäude ste­hen zwar noch, aber  die Ernte ist völlig zerstört.</p>
<h1>Fünf-Sterne-Rassismus</h1>
<h2>Schwarze fahren keine Importautos</h2>
<p>Der Ehemann ist weiß, die Ehefrau ist schwarz. Am Hoteleingang  verwehrt ein Wächter der Ehefrau den Zutritt: Prostituierte dür­fen  nicht mit aufs Zimmer. Wer glaubt, dieser Vorfall wäre die Ausnahme,  irrt. Unter der Oberfläche scheinbarer In­tegration zeigt sich das Bild  einer verdeckten Apartheid.</p>
<p>Die Schwarzen müs­sen wis­sen wo ihr Platz ist, lautet eine uralte,  immer noch hochaktuelle Redewendung in Bra­silien. Ge­meint ist damit:  Sklavennachfah­ren haben nichts in der Mittel- und Ober­schicht, deren  Krei­sen und Ambiente zu suchen. Sie werden entsprechend stigmati­siert  und behandelt. Wie dies in der Praxis funk­tioniert, bekam jetzt der  Züricher Fritz Müller, Fach­direktor der Cre­dite-Suisse-Bank, in Rio de  Janeiro zu spü­ren. Als er mit seiner schwarzen, aus Rio stammenden  Ehefrau Adriana nach einem Restaurant­be­such ins First-Class-Hotel  In­tercontinental zu­rückkehrte, wur­de Adriana von einem mus­ku­lö­sen  Wachmann grob ge­stoppt: Eine Garota de Programa, so hei­ßen  Prostitu­ierte im Rio-Slang, dür­fe nicht mit aufs Zim­mer. Direktor  Müller ließ sich von seiner Frau über­setzen worum es ging und schlug  gehö­rigen Krach, stellte den Wach­mann zur Re­de, verlangte von der  Ho­tel­lei­tung eine formelle Entschul­di­gung. Denn ohne ent­sprechende  Vor­schrift hätte der Wächter kaum so gehandelt.</p>
<p>Rassismus &#8211; Machismus</p>
<p>Die Zeitung O Globo be­schrieb den Fall unter der tref­fenden  Überschrift “Fünf-Sterne-Ras­sismus”. Kaum ein mit einer dunkel­häutigen  Brasilia­nerin be­freundeter oder verheirateter Eu­ropäer, der in Rio,  Sâo Paulo, Sal­vador de Bahia oder Fortaleza nicht ähnliche Erfahrungen  ge­macht hat. Wer brasilianisches Portugiesisch nicht versteht, be­kommt  kaum mit, daß der Gang über die Strandpromenade für sei­ne Partnerin  ge­legentlich ei­nem Spießrutenlauf gleicht. Wei­ße  Mit­telschichtsmachos der übel­sten Sorte, in Brasilien alles andere als  dünn ge­sät, lassen eine Bösartigkeit oder Obszöni­tät nach der anderen  fallen, ge­hen davon aus, daß der tumbe Gringo sicher nichts ver­steht  und wohl im­mer noch glaubt, was die mei­sten Reiseführer kolportie­ren:  Brasilien, ein wun­dervoller Schmelz­tiegel der Rassen, ein Beispiel  gelun­gener Integration ver­schiedener Hautfarben, von Dis­kriminierung  keine Spur.<br />
Wer aber die Oberfläche, die schil­lernde Er­scheinungsebene ver­läßt,  stößt auf Brasiliens hocheffi­ziente verdeckte Apart­heid. Die ist von  den schwachen, wenig respektierten Schwarzen­or­ganisationen weit  schwerer zu packen und zu attackieren als die aus Süd­afrika bekannte  of­fene Ras­sentren­nung. Schwarze, Mu­latt­Innen gehören in die Slums,  in die Unterschicht, in die drek­kig­sten, schlechtbezahltesten  Be­ru­fe. Schwarze Frauen sind ge­mäß diesem Denk- und  Ver­hal­tens­muster Hausdienerinnen, Rei­ne­machefrauen, bestenfalls  Su­per­marktkassiererinnen. Oder aber: Schwarze Frauen sind bis zum  Beweis des Gegen­teils Pro­sti­tuierte, Touristenhuren, die man  entsprechend behandeln kann.<br />
Untersuchungen belegen, daß in­for­melle Mechanismen ge­wöhn­lich den  Auf­stieg Dunkel­häutiger in gutbezahlte qualifi­zierte  Mittel­schichtsberufe ver­hin­dern. Privatban­ken bilden da keine  Ausnahme. Bei meh­reren spricht das gängige System der zwei  Kundenschlangen Bände. Wer besser verdient und umge­rech­net mindestens  einige tau­send Mark auf seinem Konto hat, steht in der kürzeren Fila,  wird bevorzugt behandelt und ist ge­wöhnlich weiß. Wer zu den  Schlecht­bezahlten gehört, aber glück­lich ist, dennoch ein Konto  besitzen zu dürfen, muß in der längeren Schlange gelegentlich Stunden  warten, schaut nei­disch, frustriert oder mit Groll auf die Be­vorzugten  mit dem dickeren Geld­beutel. Welche Hautfarbe in der langen Fila  domi­niert, läßt sich in Rio gut beobachten.<br />
Wer mit dunkler Haut den­noch den sozialen Aufstieg schafft, hat im  Alltag fast pau­sen­los Ärger. In Sâo Paulo wird eine er­folgreiche  schwarze Schau­spielerin von weißen Ma­dames im­mer wieder auf der  Straße gefragt, ob sie nicht als Haus­dienerin anfangen wolle, sie sehe  so gut und gesund aus. Der schwarze Sänger und Komponist Dicró wird in  Rio de Janeiro von Si­cherheitsleuten zu seiner eige­nen Show nicht auf  die Bühne ge­lassen. Ironisch erklärt er: “Mehr­mals haben sie mich auch  schon ge­schnappt, als ich meinen eigenen Wa­gen klauen wollte.” Wie  überführte Au­todiebe wer­den ebenfalls immer wieder gut­ver­dienende  schwarze Fußball­spieler traktiert, die teure Im­portwagen fahren.  Oleude Ri­beiro vom Verein Portuguesa von Sâo Paulo wurde mit Blau­licht  in seinem Ford-Jeep ge­stoppt und mit dem Revolver am Kopf gründlich  durchsucht: “Mein tiefentsetzter kleiner Sohn woll­te danach wissen, ob  diese Männer Ban­diten waren. Schwie­rig, ihm zu erklären, daß alles nur  geschah, weil wir Schwarze sind.”<br />
Der auch in Eu­ropa bekannte schwarze brasiliani­sche Musiker Djavan  erläutert: “Wenn du be­rühmt wirst, ver­lierst du sozusa­gen deine  Hautfarbe. Das heißt nicht, daß dich die Leute auf einmal mögen. Sie  beginnen nur, dich zuzulas­sen.”</p>
<h1>Weniger als ein Quadratmeter</h1>
<h2>Brasiliens Gefängnisse offenbaren Bilder wie aus einem Gruselfilm</h2>
<p>Unter der Regierung von Präsident Cardoso verschlechtert sich die  Lage in den total überfüllten Gefängnissen weiter. “Niemand ist an einer  Resozialisierung der Häft­linge interessiert,” so Padre Mauzeroll von  der Gefangenenseelsorge der katholi­schen Kirche.</p>
<p>Eine mittelalter­lich anmu­ten­de Ge­fängniszelle in Rios Stadt­teil  Realengo. Gesetzlich hat je­der der mehreren Dut­zend In­sas­sen  Anspruch auf min­de­stens acht Quadrat­meter, hier da­gegen hat er nicht  einmal ei­nen ein­zi­gen. Ge­schlafen wird des­halb in Schichten.  Während ein Teil auf dem feuchten Beton liegt, hängt der andere in  Stoff­schlau­fen da­rü­ber, die an den Git­ter­stäben be­fe­stigt sind.  In ei­ner Zelle im Stadt­teil Bangu bie­tet sich ein ähn­liches Bild: 35  fast nackte, schwit­zende Männer auf nur sech­zehn Quadratmetern,  bei­ßen­der Fäkalienge­ruch, nachts Rat­ten, die psychische Span­nung  fast mit Händen greif­bar. Neun von zehn haben Krätze und Fu­run­kel. In  der heißesten Jahres­zeit herr­schen bis zu sech­zig Grad in den  Zellen, täglich fallen dann an die zwanzig In­sas­sen ohn­mächtig um,  werden von den Wärtern herausge­zerrt und durch an­dere ersetzt. Um aus  die­ser Höl­le herauszukommen, in eine we­niger über­füllte Zelle  verlegt zu werden, beste­chen Häftlinge ih­re Aufseher mit um­gerechnet  bis zu 5.000 DM. Es gibt auch Ge­fängnisse, in denen die In­sas­sen das  nötige Geld zu­sam­men­le­gen und dann den Be­günstigten wie in einer  Lotterie per Los be­stimmen. In Bangu kom­men die not­wendigen Reais von  der Fa­mi­lie oder von Verbre­cher­syn­di­ka­ten. Je größer, je  un­er­träg­li­cher die Hitze, umso hö­her stei­gen die Preise auf  die­sem Schwarz­markt. Nur einmal am Tag gibt es Essen von  haar­sträu­ben­der Qualität, Lebens­mittel­pa­ke­te der Angehörigen  werden ge­wöhn­lich nicht ausge­händigt. Fol­terungen sind die Regel,  nicht nur in Rios Gefäng­nissen. Ein An­walt be­schreibt einen Fall aus  dem Jahr 1996: “Polizisten mit Ka­puzen miß­handelten 116 Ge­fan­gene  mit Elektroschocks, alle wie­sen Blutergüsse auf und wur­den  dar­überhinaus zu sexu­ellen Hand­lungen gezwungen.”<br />
Fast täglich wer­den Fälle tot­ge­folterter, er­schlagener Häft­linge  bekannt. Doch die politisch Ver­ant­wortlichen rühren sich kaum, nur  we­nige Intellektuelle pro­testieren und die Gesellschaft scheint sich  an die grauen­vollen Zustände ge­wöhnt zu haben.<br />
Nach dem letzten offiziellen Zen­sus bieten die 511 Gefäng­nis­se  Brasili­ens Platz für höch­stens 60.000 Per­sonen. Mit über 148.000  Gefangenen sind sie da­mit mehr als doppelt be­legt. Not­wen­dig, so  heißt es, seien 145 neue Gefängnisse. Rund 95 Pro­zent der Häft­linge  sind Arme, 96 Pro­zent Männer, etwa drei Vier­tel Voll- und  Halbanal­phabeten. Der typi­sche Gefangene, so eine Stu­die, ist  dunkelhäutig und jün­ger als 25 Jahre. Jeden Monat kommt es laut  Statistik zu min­de­stens drei großen Häftlingsre­vol­ten; die meisten  von ihnen wer­den aller­dings der Öf­fent­lich­keit ver­heimlicht.</p>
<p>Pervertieren statt resozialisieren</p>
<p>Amnesty international und Human Rights Watch/­Ame­ri­cas prangern die  Zu­stände in den bra­silianischen Haftan­stalten als “pu­ren Horror”  an. Aber auch die Gefange­nenseelsorge der katho­li­schen Kirche läßt  nicht locker. Padre Geraldo Mau­zeroll von der Pa­storal Carçeraria im  Bundes­staat Sâo Paulo: “Wer ins Ge­fängnis kommt, wird pervertiert,  wird angesehen und be­handelt wie ein Tier. Niemand ist an ei­ner  Besserung oder Resozialisie­rung der Insassen interessiert. Die  Gesellschaft rächt sich an ihnen. Sie läßt sie intellektu­ell, seelisch,  mora­lisch, kulturell und nicht selten sogar physisch ster­ben.” Padre  Mauzeroll hört auf Polizeiwachen und in Gefängnis­sen sehr häufig den  Spruch: “Nur ein toter Häftling ist ein guter Häftling!” Der Padre geht  seit 1973 in die Gefäng­nisse und leitete die letzten sechs Jahren die  Seel­sorge. Was er täg­lich zu sehen be­kommt, scheint kom­mer­ziellen  Horror­filmen ent­lehnt: Häftlinge verfaulen buch­stäb­lich in ih­ren  Zellen. Die Ge­fängnisärzte sind selbst Krimi­nelle, weil sie Kranke  be­wußt nicht behan­deln, sie sterben las­sen, dafür aber nie zur  Rechen­schaft gezogen werden. Tuber­ku­lo­se grassiert, über die  Ge­sichter Tod­kran­ker laufen Amei­sen. Kri­mi­nell handeln auch  Richter und Staats­anwälte, die sehr wohl über Folter und alle an­deren  Men­schenrechtsverlet­zungen de­tail­liert informiert sind und den­noch  nicht ein­greifen.<br />
Gefängnisleitungen und Wär­ter ermögli­chen den Dro­gen­han­del und  -kon­sum hinter den Git­ter­stäben. Ein Direktor zu Padre Mauzeroll:  “Drogen müs­sen dort drin sein, damit die Ge­fangenen ruhig bleiben.”<br />
Ein besonders fin­steres Kapi­tel ist darüber hinaus die sexuelle  Ge­walt, die von perversen Auf­se­hern sogar ge­fördert wird. Padre  Mauzeroll: “Wird ein we­gen Vergewalti­gung Verurteilter ein­geliefert,  stecken ihn die Wär­ter extra in be­stimmte Mas­sen­zel­len, damit er  dort von fünf­zehn, zwan­zig Häftlingen ver­ge­wal­tigt wird. Das ist  Gesetz in den Kerkern, und so verbreitet sich Aids sehr schnell.” Selbst  nach amtlichen An­gaben haben sich bereits über zwanzig Pro­zent der  Insas­sen mit dem Aids-Vi­rus infiziert. Ein Großteil der rund 150.000  brasiliani­schen Ge­fan­genen hat homosexuellen Ver­kehr, gewöhnlich  unge­schützt, Pro­miskuität ist normal.<br />
Vitor Carreiro teilte in Rio eine Zelle jahrelang mit 47 ande­ren  Häftlin­gen, hat jetzt sichtbar Aids und sagt es deutlich: “Alle Welt  weiß, daß die Frau des Ge­fan­genen der andere Gefangene ist.” José  Ferreira da Silva, eben­falls HIV-posi­tiv, berichtet von vier festen  und acht gelegentli­chen Partnern. Keiner hatte Prä­servative benutzen  wollen.<br />
“Wenn die Lage in den Ge­fängnissen in Sâo Paulo und Rio de Janeiro  bereits so schlimm ist”, gibt Padre Mauzeroll zu be­denken, “wie muß sie  dann erst in den stark unterent­wickelten Gebieten des Nordens und  Nord­ostens sein?” Padre Mauzeroll drückt sich im Ge­gensatz zu so  vie­len Landsleuten um solche un­beque­men Wahrheiten nicht. Er hat  keine Probleme damit, die von den Autoritäten gerne ver­steckten und  verdrängten Pro­ble­me offen an­zusprechen. “Doch wer über die Zu­stände  re­det und in­formiert, stirbt”, lautet eine an­dere Regel &#8211;  Pistoleiros, Be­rufs­kil­ler, erle­digen dies. Padre Mau­zeroll weiß,  daß auch sein Leben in Gefahr ist. Den­noch klagt er offen die soziale  Ord­nung Brasi­liens an: “Sie ist schuld an der grauenhaften  Si­tu­a­tion!”<br />
Wärter und Spe­zialeinheiten ge­hen gewöhnlich äußerst brutal gegen  meu­ternde Häftlinge vor. 1992 wurden im Gefängnis Ca­ran­diru von Sâo  Paulo minde­stens 111 In­sassen von Militär­polizisten massa­kriert.  Politisch Ver­antwortliche und di­rekt Be­tei­ligte blieben bisher  straffrei. Die letzte Revolte in Carandiru er­eignete sich Ende Oktober.  670 Ge­fangene nahmen dort 27 Wär­ter als Gei­seln und forderten die  Ver­legung in eine andere Haftan­stalt. Fünf Gefan­gene versuchten mit  einem Müll­fahrzeug zu flie­hen, vier von ih­nen wurden von  Mi­litärpolizisten er­schossen.<br />
Die Rechtanwältin Zoraide Fer­nandez weist noch auf eine be­sondere  Absurdi­tät hin. Tau­sende von Häftlingen wer­den nach verbüßter Strafe  oft noch jahrelang festge­halten, allein in Rio waren es 1995  min­destens 560. Hinzu kommen jene, die unrechtmäßig in die Zellen von  Po­lizei­wachen gepfercht und dort mitunter regelrecht verges­sen  werden.</p>
<h1>Menschenrechte ja &#8211; aber nicht für Schwule</h1>
<h2>Todesschwadronen jagen Homosexuelle &#8211; 1300 Morde seit 1980</h2>
<p>Staatspräsident Cardoso präsentierte in Brasilia mit großem Pomp  einen “Nationalen Plan für Menschenrechte” &#8211; doch die Show stahl ihm  Luiz Mott, intel­lektueller Führer der brasilianischen Schwulenbewegung.  Weil die Homosexuellen in dem Dokument nicht einmal erwähnt werden,  entrollte Mott ein Transparent “Gays querem Justiça”- (Schwule wollen  Gerechtigkeit) und nannte Fakten zur sy­stematischen Verfolgung der  Homosexuellen in Brasilien.</p>
<p>Laercio, 22, und Mariquinhos, 30, wohnten in Rios armseliger Nordzone  in einem simplen Häuschen, waren beliebt und gal­ten als hilfsbereit,  fröhlich. In einer Novembernacht werden sie von einem der berüchtigten  “Kom­mandos zur Jagd auf Gays” überwältigt &#8211; fünf Kapuzenmän­ner stoßen  die beiden bis zur na­hen Bahnlinie, dann krachen Pi­stolenschüsse.  Anwohner finden Laercio und Mariquinhos in ih­rem Blut, stellen  erschüttert Ker­zen auf.<br />
Luiz Mott erläutert: “In Bra­silien sind mindestens vierzehn  Todesschwadronen hinter Ho­mosexuellen her. Seit 1980 wur­den über 1300  Schwule ermor­det, 1996 waren es bisher 85, aber unsere Statistik ist  sehr un­vollständig.” Das stimmt, denn von den Serienmorden der letz­ten  Wochen in Rio wußte Mott zu diesem Zeitpunkt noch nichts. Hinzu kommt,  daß Angehörige wegen der bestehenden Vorur­teile gegen die Schwulen  oftmals die Natur des Verbrechens ver­schweigen.<br />
Universitätsprofessor Mott, 50 Jahre alt, Präsident der Grupo Gay do  Bahia (GGB) und Se­kretär für Menschenrechte der Bra­silianischen  Vereinigung für Gays, Lesben und Transvestiten (ABGLT), lehrt in der  nordost­brasilianischen Küstenmetropole Sal­vador da Bahia &#8211; auch dort  werden Schwule diskriminiert, ver­folgt und ermordet. Mott spricht von  “Opfern des Ma­chismus”, die Täter gingen ge­wöhnlich straffrei aus. So  seien bei über vierzig Prozent der Schwulenmorde die Täter er­mittelt  worden, nur zehn Prozent kamen jedoch letztlich vor Ge­richt und wurden  dann fast im­mer freigesprochen.</p>
<p>Archiv über Homosexualität</p>
<p>Ein schönes Kolonialhaus in Salvador da Bahia beherbergt im ersten  Stock den kleinen Sitz der Grupo Gay do Brasil mit dem immerhin größten  lateinameri­kanischen Archiv über Homose­xualität. Die GGB ist die  älteste und aktivste Homosexuellenver­einigung in Lateinamerika. Nach  dem Klingeln schaut der Leiter zunächst prüfend auf den Besu­cher und  wirft danach den Schlüssel hinunter. Oben kann man sich eine Ausstellung  über homosexuelle Männer und Frauen ansehen, von Platon, Leonardo da  Vinci, Shakespeare, Cleopatra und James Dean bis hin zu der berühmten  Sängerin der Musica Popular Brasileiro, Maria Bethânia. Man wird  höf­lich zu den zwei wöchentlichen Versammlungen eingeladen, an denen  auch Bi- und Heterosexu­elle teilnehmen. Vor dem Ab­stieg über die  steile Holztreppe teilt der GGB-Leiter Präserva­tive, “Camisinhas”, aus &#8211;  schließlich ist die Gruppe beson­ders aktives Mitglied in der vom  Gesundheitsministerium geführ­ten Nationalen Kommission zur  AIDS-Bekämpfung.<br />
In der Stadt selbst machen die Homosexuellen drastisch auf sich, ihre  Freuden und Probleme aufmerksam. “Liebe mit Vor­sicht &#8211; suche Deine  amantes bes­ser aus”, steht groß auf Schauta­feln, und “Laß Dich nicht  von AIDS ins Jenseits befördern, aber laß Dich auch nicht ermor­den!”  Die Warnung ist nicht un­begründet, druckte doch gar eine große lokale  Zeitung regelmäßig folgende Anzeige: “Halte Salva­dor sauber &#8211; töte  jeden Tag einen Homo!”</p>
<p>Erscheinungsebene &#8211; Wirklichkeit</p>
<p>Brasiliens Schwulenszene prä­sentiert sich anders als zum Beispiel  jene in San Francisco oder gar in Deutschland. Gays fallen viel mehr  auf, haben ihre Kneipen, Discos, Strände, Zeit­schriften. Der Terror  gegen Schwule existiert indessen wei­ter, scheint sogar stark  zuzuneh­men. Motts Grupo Gay do Bahia hat deshalb ein  “Über­le­benshandbuch” publi­ziert, das zahl­reiche praktische Tips zur  Selbstverteidigung gibt. Mott hat das Handbuch in Brasi­lia, Belo  Horizonte, Curitiba und Recife vorgestellt. In jeder Stadt gab er die  Namen der dort in den letzten Jahren ermordeten Schwulen be­kannt. Die  meisten Verbrechen ereigneten sich aber in Rio de Janeiro, Sâo Paulo und  Salvador da Bahia.</p>
<p>Umfragen und Machismus</p>
<p>Daß Schwule diskriminiert werden, zeigen neue repräsenta­tive  Umfragen: So würden 36 Pro­zent der BrasilianerInnen ei­nem  Homosexuellen selbst dann nicht eine Arbeit geben, wenn er der  bestqualifizierte Bewerber wäre. JedeR Fünfte würde sich von einem  homosexuellen Kol­legen bewußt fernhalten, 56 Pro­zent würden zumindest  ihr Ver­halten ändern. 79 Prozent, im Nordosten sogar 87 Prozent,  ak­zeptierten auf gar keinen Fall, daß ihr Sohn mit einem Ho­mosexuellen  ausginge. Und 62 Prozent meinen, daß Eltern die Änderung der  homosexuellen Orientierung ihrer Söhne er­zwingen müßten.</p>
<p>Politisches Asyl für Schwule</p>
<p>Gay-Menschenrechtsgruppen in San Francisco prangern seit Jahren die  Zustände in Brasilen an. 1993 gewährten die USA erstmals einem  brasilianischen Schwulen politisches Asyl. Der Begünstigte heißt Marcelo  Teno­rio, Luiz Mott trat in dem Asyl­verfahren als Zeuge auf und wurde  dafür zuhause in den Me­dien niedergemacht. Das Asyl, hieß es, basiere  auf einer Lüge über Brasilien; Schwule würden nicht systematisch  getötet. In den letzten Wochen erhielten zwei weitere Homosexuelle  Asylsta­tus, wollen aber anonym blei­ben, aus Angst, daß  Familienan­ge­hö­ri­ge in Brasilien Repressa­lien er­lei­den könnten.  Eine un­bekannte Zahl brasilianischer Homo­sexu­el­ler lebt illegal in  den USA. Mög­licherweise werden jetzt wei­tere einen Asylantrag stellen.</p>
<p>KASTEN</p>
<p>Staatstrauer für Ex-Diktator</p>
<p>Nach dem Tod des Ex-Generalpräsidenten Ernesto Geisel im Sep­tember  1996 ordnete Fernando Henrique Cardoso per Dekret acht Tage Staatstrauer  an. Geisel war von 1974 bis 1979 der dritte Generalpräsident der  brasilianischen Militärdiktatur (1964-1985). Geisel war bereits zur  Amtseinführung von Cardoso gela­den worden. 1995 traf sich der Präsident  mit dem EX-Diktator und wollte dies ausdrücklich als “Würdigung”  verstanden wissen.<br />
Die Homenagem weckte in der Tat Aufmerksamkeit. Denn bei Gei­sel und  seinem ebenfalls im Regimeapparat dienenden Bruder Or­lando handelte es  sich um Vertreter der “harten Linie”, die kei­nes­wegs nur militante  Diktaturgegner rücksichtslos verfolgen, fol­tern und ermorden ließen.  Dies hat gerade ein wichtiger Zeit­zeuge bestätigt: Reserveoberst Jarbas  Passarinho, Mitautor der berüchtigten Ausnahmegesetze von 1968 und  Minister unter drei Dik­taturgenerälen, sagte im brasilianischen  Fersehen, daß ein Groß­teil der Greueltaten an Linken in Geisels  Regierungszeit be­gangen worden seien. Die Medien pflegten dagegen stets  dessen Amts­vorgänger Emilio Garrastazzu Medici die Verantwortung für  die größten Schlechtigkeiten des Militärregimes aufzubürden.</p>
<p><strong>Hintergrund von 2001:</strong></p>
<p><strong>„Unerklärter Bürgerkrieg“ in Brasilien<br />
Über 40000 Morde jährlich/Zunahme von Attentaten</strong></p>
<p><strong>Im Kontext der jüngsten internationalen Konflikte weisen  brasillianische Experten immer nachdrücklicher darauf hin, welche hohen  Menschenopfer der sogenannte „unerklärte Bürgerkrieg“ in Brasilien  kostet. Wie die Universitätsprofessor und Politik-Berater Gaudencio  Torquato jetzt  in einer Analyse mit dem Titel „Wir und Afghanistan“  betonte, werden aus politischen und kriminellen Motiven selbst laut den  geschönten offiziellen Angaben jährlich rund 40000 Menschen ermordet.</strong></p>
<p><strong>     Hätte  Deutschland, mit einer etwa halb so großen  Bevölkerung, diese Rate, wären es pro Jahr etwa 20000 Getötete.  Tatsächlich waren es im Jahr 2000 laut BKA-Angaben nur 1015.</strong></p>
<p><strong>Torquato zählte zu den Gründen der hohen Opferzahlen, daß die  zehntgrößte Wirtschaftsnation anders als Afghanistan zwar sämtliche  Hochtechnologie der letzten Generation nutze, die soziale Polarisierung  zwischen den Privilegierten und den armen Schichten sich jedoch weiter  verschärft habe. Die hohe Gewaltrate habe dazu geführt, daß  nachbarschaftliches Zusammenleben immer weniger gepflegt werde, die  brasilianische Gesellschaft sich von der menschlichen Solidarität  verabschiede. Gängige Reaktion angesichts der täglichen Morde sei leider  nur:“Gut, daß es mir nicht passiert ist.“</strong></p>
<p><strong>Derartige Verfallsprozesse resultieren laut Torquato aus  einer „politisch-institutionellen Kultur“, die sich mit den alltäglichen  Skandalen um hohe Volksvertreter und den Fällen von  Regierungskorruption weiter degradiere. </strong></p>
<p><strong>Brasilianischer Menschenrechtsaktivist<br />
“Generation eiskalter Killer“ wächst heran</strong></p>
<p><strong>Brasilien züchtet nach den Worten des angesehenen  Menschenrechtsaktivisten Eduardo Capobianco „eine Generation eiskalter  Killer“heran.“Sie töten einen Menschen mit der selben Leichtigkeit, mit  der sie eine Coca-Cola trinken“, sagte er im Dezember während der  Auszeichnung mit einem Bürgerrechtler-Preis in Sao Paulo. Capobianco,  Präsident von zwei regierungsunabhängigen Institutionen, die das  organisierte Verbrechen sowie die tiefverwurzelte Korruption in Politik  und Wirtschaft bekämpfen, hatte erst Anfang Dezember in der City der  17-Millionen-Stadt ein Attentat überlebt. „Brasilien hat gravierende  soziale Ungleichheiten und eine kapitalistische Kultur, die auf dem  Konsum basiert, Städte des Konsumismus wie Sao Paulo. Das stimuliert  letztlich Gewalt – Armut allein ist dafür nicht verantwortlich zu  machen.“ In entwickelten Ländern wie Japan entfalle statistisch pro Jahr  ein Mord auf hunderttausend Einwohner – in einer Stadt wie Sao Paulo  seien es dagegen gemäß offiziellen Zahlen immerhin fünfzig. Indessen  gebe es bereits leichte Fortschritte bei der Verbrechensbekämpfung, die  Arbeit seiner beiden Institutionen mißfalle der Gegenseite sehr und habe  das Attentat bewirkt.</strong></p>
<p><strong>Capobianco überlebte den Anschlag nur, weil er eine Mappe mit  Büchern vor die Herzgegend hielt, Kugeln darin steckenblieben bzw. nur  seine Beine trafen. Weder die Polizei noch er selbst haben einen Hinweis  auf die Täter und deren Hintermänner.</strong></p>
<p><strong>In den letzten drei Monaten kam es in Brasilien zu einer  Attentatsserie, bei der mehrere Gewerkschaftsführer, ein progressiver  Großstadtbürgermeister sowie Umweltaktivisten getötet wurden,  Bombenanschläge forderten glücklicherweise keine Opfer. Eine bislang  unbekannte rechtsextreme Organisation schickte Morddrohungen an 37  Bürgermeister der linkssozialdemokratischen Arbeiterpartei PT im  Industrie- Teilstaat Sao Paulo, dessen Bruttosozialprodukt das von ganz   Argentinien übertrifft. </strong></p>
<p><strong>Systematische Folterungen weiter alltäglich – trotz Anti-Folter-Gesetz<br />
Menschenrechtler skeptisch über  offizielle PR-Kampagne</strong></p>
<p><strong>Der Dreißig-Sekunden-TV-Spot ist gut gemacht,  drastisch-realistisch: Ein Mann, halbnackt, blutend, gefesselt, wird von  einem Sadisten gequält, mit dem Kopf immer wieder in einen Wassertank  getaucht, soll Informationen preisgeben, ein Geständnis ablegen. Ein  Dritter sieht die Szene, rennt zum Telefon, wählt die neue Gratis-Nummer  von „SOS Tortura“, erstattet anonym Anzeige. Jeder sollte ab sofort  genauso handeln, lautet der Appell an die Fernsehzuschauer – „denn  Folter ist ein Verbrechen!“ Daß Brasiliens Staatspräsident Fernando  Henrique Cardoso, Ehrendoktor der FU Berlin, jetzt auch in Rundfunk und  Presse eine solche Medienkampagne starten ließ, einmalig in der  Geschichte Brasilien, könnte die Menschenrechtler des In-und Auslands  optimistisch stimmen. Doch Skepsis überwiegt. Befürchtet wird, daß  Brasilia damit lediglich  auf Imageverbesserung bei den Vereinten  Nationen zielt. Deren Experte für Folterfälle, Nigel Rodley, hatte  letztes Jahr nach einer Reise durch mehrere Teilstaaten die Zustände als  erschreckend und eigentlich unbeschreiblich angeprangert. Nicht anders  sieht es Amnesty International, stellte deshalb  in der  17-Millionen-Stadt São Paulo, Lateinamerikas führendem  Wirtschaftszentrum, im Oktober kurz vor Kampagnebeginn der  brasilianischen Öffentlichkeit den neuesten Bericht über Folter und  Mißhandlungen vor. Tatverdächtige, Festgenommene, Untersuchungshäftlinge  und Strafgefangene systematisch Torturen zu unterwerfen, auch von  völlig Unschuldigen Geständnisse unter Folter zu erpressen, gehört  danach weiterhin zur  Alltagsroutine im Apparat der Militär-und  Zivilpolizei. Laut Patrick Kopischke, Brasilien-Experte von Amnesty  International, hat der starke politische Druck, die überbordende  Kriminalität zu bekämpfen, dazu geführt, daß Folter andere  Ermittlungsmethoden ersetzt. Allein in São Paulo, wo über eintausend  deutsche Unternehmen, von VW bis Daimler-Benz, ansässig sind, werden  laut offiziellen Angaben monatlich über 440 Menschen ermordet. Zum  üblichen Nachrichtenangebot der  Radio-und TV-Stationen gehören die  unaufhörlichen Gefangenenrevolten in den mit fast 100000 Insassen völlig  überfüllten Polizeiwachen, Haftanstalten und provisorischen  Gefängnissen der Metropole. Pro Monat werden rund eintausend weitere  mutmaßliche oder tatsächliche Straftäter in teils fensterlose Zellen  gepreßt, wo bereits bis zu 168 Männer auf einem Raum zusammenhocken  müssen, der eigentlich nur für höchstens dreißig gedacht war. Wegen der  schlechten Luft, der unhygienischen Zustände, des ständigen  Fäkaliengeruchs und des damit verbundenen psychischen Drucks sind  Aufstände die logische Folge – niedergeschlagen werden sie mit äußerster  Brutalität, gibt es fast immer Tote. „Man greift auf Folter und  Mißhandlungen zurück, um ein katastrophales Gefängnissystem unter  Kontrolle zu halten“, betont deshalb Kopischke, grundlegende Reformen  seien nötig, nicht nur kosmetische Verschönerungen. Aktivisten von  Amnesty und anderen Menschenrechtsgruppen Brasiliens empört zudem   besonders, daß das auf ihren Druck hin erlassene Anti-Folter-Gesetz von  1997 an den Zuständen kaum etwas änderte, Täter gewöhnlich straffrei  ausgehen, selbst aus der Diktaturzeit berüchtigte Folterer weiter im  Dienst sind. Gemäß neuen UNO-Angaben verzeichnet der Teilstaat Minas  Gerais die meisten bekanntgewordenen Folterfälle, ist die  Polizeibrutalität traditionell besonders hoch. Dies gilt als Erbe des  Militärregimes(1964-1985), als Fachleute der CIA gemäß Angaben von  Zeitzeugen  den Militär-und Zivilpolizisten in Kursen auch  Foltertechniken beibrachten. „Heute noch sind es die gleichen“, so der  renommierte Menschenrechtsanwalt Antonio Aurelio, „vor allem  Elektroschocks, Aufhängen kopfunter an einer Stange, Eintauchen in  Wassertanks, Schläge auf beide Ohren, Erstickungsanfälle mittels über  den Kopf gestülpten Plastiksäcken“. Im Juni letzten Jahres wurden in  einer Polizeiwache São Paulos etwa zweihundert Gefangene, einer nach dem  anderen, völlig unbekleidet,  mit Elektroschocks gepeinigt. Bei  weiteren Mißhandlungen starb ein Insasse, dreißig weitere erlitten teils  schwere Verletzungen. Die beteiligten Polizeikommissare sind weiterhin  im Dienst.  Beim Interview  mit dem Polizeichef einer  nordostbrasilianischen Stadt fand dieser nichts dabei, den an den  landesüblichen Elektroschock-Apparaturen verwendeten Regler sichtbar   auf seinem Schreibtisch liegen zu lassen.</strong></p>
<p><strong>Über 40000 brasilianische Kinder arbeiten auf stinkenden Müllbergen<br />
Unicef und NGO entwickeln Alternativprojekte</strong></p>
<p><strong> Im Kriechgang, fast mit Vollgas, arbeitet sich der Müll-LKW  in Serpentinen fast bis zur Haldenspitze vor, kippt dort, an der  Peripherie der 17-Millionen-Stadt São Paulo, bei 35, 40  Grad  Tropenhitze stinkende Abfälle aller Art ab. Auf diesen Moment haben  Schwärme von Schmeißfliegen, aber auch Dutzende von Kindern und  Jugendlichen nur gewartet. Mit Säcken über der Schulter stürzen sie sich  auf  die Ladung, sinken bis zu den Knien ein, wühlen neben schwarzen  Aasgeiern nach Essensresten, Glas-und Plastikflaschen, Papier und  Getränkebüchsen aus Aluminium. Alles wird getrennt, sortiert, ein Stück  entfernt bei  anderen Familienmitgliedern angehäuft, Alu-Büchsen tritt  man mit dem Fuß platt. Metallfirmen oder Papier-und Textilfabriken  nehmen alles für lächerlich geringe Preise ab – jedes dreckverschmierte,  oft von Hautkrankheiten gezeichnete Müll-Kind kommt pro Tag höchstens  auf umgerechnet vier, fünf Mark – überlebenswichtig für die Familien an  der Slum-Peripherie von Lateinamerikas reichster Stadt und  Wirtschaftslokomotive, aber auch von Rio de Janeiro, Salvador da Bahia  oder Recife. In ganz Brasilien sind es über vierzigtausend „Crianças do  Lixo“, Müll-Kinder – die nie zur Schule gehen, oder es aufgaben, weil  man sie lächerlich machte, diskriminierte. Vor ein, zwei Jahren waren es  indessen noch über dreizehntausend mehr – bevor das UN-Kinderhilfswerk  Unicef  und die regierungsunabhängige Organisation „Agua e Vida“(Wasser  und Leben) Projekte starteten, Druck auf den Staat, lokale Behörden  ausübten, um diese schändliche Form der Kinderarbeit zu bekämpfen.</strong></p>
<p><strong>Hautkrankheiten, Cholera</strong></p>
<p><strong>Daß Minderjährige in einem Land, das zu den zehn größten  Wirtschaftsnationen gehört, den ganzen Tag im Müll waten müssen, anstatt  zu spielen und zu lernen, nennt Afonso Lima, Unicef-Mitarbeiter in São  Paulo, einfach entsetzlich, unmenschlich. Die Regierung hat zudem  internationale Konventionen, darunter gegen Kinderarbeit unterzeichnet,  die derartiges eigentlich verbieten. „Weil die meisten Kliniken  ihre  sämtlichen Abfälle unsortiert und unbehandelt ebenfalls auf die Halde  kippen, können sich die Kinder sogar gefährliche Krankheiten holen,  finden Spritzennadeln, Chemikalien aller Art.“ Für seine Kollegin Paula  Claycomb aus den USA fehlt es auch an politischem Willen. „Die  brasilianische Gesellschaft muß endlich verstehen, daß stinkende  Abfallhalden nicht der richtige Ort für Kinder sind.“ Dabei wurde  bereits eine Menge erreicht: Unicef und die NGO „Agua e Vida“ brachten  in geduldiger Überzeugungsarbeit Gouverneure und viele Gemeinden dazu,  Mittel für die Gründung von Müll-Recycling-Kooperativen freizugeben,  sogar Gebäude bereitzustellen. Der Vorteil: Wiederverwertbares wird  bereits an Wohngebäuden, Supermärkten, Bürohäusern aussortiert – und  nicht erst,  mit organischen Abfällen verschmutzt, auf der Halde.  Resultat: Das Familieneinkommen steigt, die Kinder brauchen nicht mehr  mitzuarbeiten, gehen stattdessen zur Schule. Eine geringe staatliche  Hilfe von  monatlich umgerechnet über zehn Mark pro Kind wird auch an  viele andere verelendete Familien nur gezahlt, wenn sie ihre Kinder  kontinuierlich in die Schule schicken. „Und das funktioniert“,  bekräftigt die NGO-Koordinatorin Teia Magalhaes in São Paulo. „Nur ist  es leider oft so: Wir holen eine Familie aus dem Müll, doch andere  treten sofort an deren Stelle – Folge der Misere in Brasilien.“ Da die  Cholera im Lande längst nicht ausgerottet ist, man sich gerade auf den  riesigen Abfallbergen leicht anstecken kann, verbreitet Teia Magalhaes  auch ein entsprechendes Aufklärungs-Video, organisiert zusammen mit  Präfekturen Musik-und Tanzkurse, um frühere „Crianças do Lixo“ in der  Schule zu halten, an Kultur heranzuführen.</strong></p>
<p><strong>Banker und Müllsammler</strong></p>
<p><strong>Auch über  Lateinamerikas Wallstreet, die Banken-Avenida  Paulista, zerren täglich ungezählte schwitzende, zerlumpte Catadores do  Lixo, Müllsammler, ihre hölzernen Karren, hochbeladen mit Verpackungen  und anderem Material. Eigentlich sollten  die Catadores allen Respekt  verdienen: Nur ihnen ist es zu verdanken, daß immerhin achtzig Prozent  der Aluminium-Getränkebüchsen, siebzig Prozent der Pappe und  dreißig  Prozent der Flaschen recycelt werden. Nur hier und da trifft man bereits  auf jene Hausmüll-Container wie in Deutschland – ausgerechnet in einem  Drittweltland wie Brasilien ist Ressourcenverschwendung weiterhin die  Regel. Was vergeudet wird, ob Nahrungsmittel, Strom oder Wasser, hat  laut neuesten Studien immerhin einen Wert von jährlich umgerechnet über  einhundert Milliarden Mark. Besonders provozierend in einem Land mit  ernsten Hungerproblemen: Was São Paulos Supermärkte an Lebensmitteln  wegwerfen, reichte wertmäßig bequem aus, um monatlich 600000  Slum-Familien mit Grundnahrungsmitteln zu versorgen.</strong></p>
<p><strong>Padre Julio Lancelotti kämpft gegen Folter an Kindern und Jugendlichen<br />
Hohes Lebensrisiko, Morddrohungen, tätliche Angriffe<br />
Auch von Unicef wegen Engagements für Kinderrechte ausgezeichnet</strong></p>
<p><strong>„Erstmals konnten wir jetzt achtzehn Aufseher, sogar drei  Direktoren, wegen Folter vor Gericht bringen“, sagt Padre Julio  Lancelotti im Büro des von ihm geleiteten „Zentrums zur Verteidigung von  Kindern und Jugendlichen“ der Millionenstadt São Paulo. Aber Freude,  Zufriedenheit über diesen kleinen Sieg ist ihm nicht anzumerken. Denn  auf einen Schlag hat er damit noch mehr erbitterte Feinde unter den  Mitarbeitern der gefängnisähnlichen Anstalten für straffällig gewordene  Minderjährige(Febem). Von den letzten Attacken hat er sich noch nicht  erholt: Als in einer Febem-Einheit wiederum Jugendliche gegen  Mißhandlungen, Überfüllung rebellierten, fuhr er sofort hin – eine  Gruppe von Febem-Angestellten schlug ihm Zähne aus, trat auf ihn ein,  zerbrach die Brille. Militärpolizisten schauten bewußt eine ganze Weile  zu, griffen erst spät ein. „Sogar  das Kreuz, das ich um den Hals trug,  ein Geschenk aus Osnabrück, wurde mir abgerissen – hier ist die  Situation eben längst außer Kontrolle.“ Lancelotti, der auch ein Heim  für Aids-infizierte Kinder führt,  erhält regelmäßig Morddrohungen &#8211;  andere Pfarrer São Paulos haben ihr Engagement für Menschenrechte  bereits mit dem Leben bezahlt – in Brasilien kommt es täglich zu  politischen Morden, Attentaten.  Theoretisch können er und seine Anwälte  sich auf das Anti-Folter-Gesetz, das Statut zum Schutze der  Heranwachsenden berufen. „In Brasilien dominiert aber leider  Straflosigkeit, Folterer bleiben gewöhnlich ungeschoren, werden nicht  einmal entlassen, sind durch die Autoritäten geschützt.“</strong></p>
<p><strong>„Kultur der Folter“</strong></p>
<p><strong>Daß die Gesetze nicht funktionieren, erklärt Lancelotti mit  für manchen Europäer sicher  überraschenden Gründen:“In diesem Land  existiert die Sklavenhalterkultur, auch eine Kultur der Folter weiter –  ein Großteil der Brasilianer befürwortet Torturen, die Todesstrafe, die  Herabsenkung des Strafmündigkeitsalters auf sechzehn, teils sogar  vierzehn Jahre.“ Im Teilstaate São Paulo, dem reichsten ganz Brasiliens,  mit weit über eintausend deutschen Unternehmen, sind in den  Febem-Anstalten derzeit mehr als viertausend Heranwachsende  konzentriert, täglich kommen etwa dreißig hinzu. Wo eigentlich gemäß den  Vorschriften nur Platz für sechzig Minderjährige ist, werden in Zellen  bis zu vierhundert zusammengepfercht, sind gewöhnlich völlig sich selbst  überlassen. „Als letztes Jahr der UNO-Sonderberichterstatter für  Folter, Nigel Rodley, hier war, erklärte man ihm allen Ernstes,  Jugendliche hätten sich Verletzungen selber beigebracht, im Streit  miteinander.“ Der Padre, die eng mit ihm kooperierende Anwältin  Francisca de Assis Soares, wissen von solchen Fällen, auch von sexueller  Gewalt unter den Jugendlichen. Doch das sind Ausnahmen. Die Struktur  dieser Anstalten ziele auf  Unterdrückung, Entwürdigung, Verrohung –  „über viele besonders sadistische Folterungen“, so Lancelotti“,  reden  wir öffentlich gar nicht mehr, weil es uns ja doch keiner glaubt.“ In  einer Febem-Anstalt hatte man allen Ernstes Skinheads angestellt,  wegen  ihrer Aggressivität von den Minderjährigen  nur „Pitbulls“ genannt.</strong></p>
<p><strong>Sadismus der Aufseher</strong></p>
<p><strong> Bekommen Lancelotti und sein Team Wind von Mißhandlungen,  fahren alle sofort los, um gerichtsverwertbare Beweise zu sammeln,  Torturen zu unterbrechen. „In einer Anstalt trafen wir auf über vierzig  gefolterte Jugendliche – mit schweren Verletzungen, gebrochenen Armen  und Beinen!“ Rebellieren Insassen einer Febem-Einheit, toben sich bei  der Niederschlagung Aufseher, herbeigerufene Polizisten sadistisch  aus.“Jugendliche mußten tagelang nackt hintereinander aufgereiht und  aneinandergepreßt auf dem Boden hocken, das Geschlechtsteil am Gesäß des  Vordermanns, durften nur in Plastikflaschen urinieren, die man dann  über ihnen ausschüttete. Scharfe Hunde wurden rudelweise zwischen die  Insassen gehetzt – wer deshalb aufstand, erhielt sofort Schläge. Und  selbst das – Wärter zwingen Jugendliche, auf andere Insassen zu  urinieren. Alles Folterpraktiken, tief entwürdigend!“</strong></p>
<p><strong>Aber könnte die Mitte-Rechts-Regierung unter  Staatspräsident  Fernando Henrique Cardoso, Bewohner São Paulos, Ehrendoktor der Freien  Universität Berlin, diese Zustände nicht ändern? „Brasilien ist nur eine  formale Demokratie“, analysiert Lancelotti, „die Politiker in Brasilia  leben wie auf einem anderen Planeten, fern der Realität, wollen von  diesen Dingen nichts wissen – Zugang zu Präsident Cardoso haben wir  nicht.“ Bestenfalls mit Galgenhumor registriert der Padre, welches  Prestige Cardoso gerade in Europa, auch in  Deutschland genießt:“Der  Präsident führt sich wie ein Prinz auf, erhält überall Doktortitel. Aber  wenn man in europäischen Zeitungen oder in der Genfer  UN-Menschenrechtskommission über diese Zustände hier spricht – das mag  er, seine Regierung, garnicht.“</strong></p>
<p><strong>Lancelotti räumt ein, daß ihn die Menschenrechtsarbeit  zugunsten der Minderjährigen Brasiliens streßt, psychisch ermüdet. „Der  Haß auf uns ist groß, wir werden verfolgt, lächerlich gemacht, sind nur  wenige – und die Folter nimmt zu!“ Mit seiner Wochenkolumne in einer  Tageszeitung São Paulos erreicht er wenigstens einen Teil der  Öffentlichkeit. Und ein bißchen Mut macht, daß ihn das  UN-Kinderhilfswerk Unicef im neuesten Jahresbericht ausdrücklich als  Anwalt der Heranwachsenden Brasiliens hervorhebt.</strong></p>
<p>Manche Medien berichten über Brasiliens gravierende Menschenrechtslage &#8211; andere nicht.</p>
<h2>“Die Zensur gibt nie auf.” “The censorship never gives up.” Zensur heute &#8211; auch dank Google relativ leicht zu entdecken. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11489" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>The best of non-profit advertising and marketing for social causes</p>
<p><img src="http://osocio.org/images/zwpx.gif" /></p>
<h1><a href="http://osocio.org/message/the_censorship_never_gives_up/">The censorship never gives up</a></h1>
<p>Posted by <a href="http://osocio.org/index.php?ACT=19&amp;result_path=search/results&amp;mbr=2" title="Show all entries from Marc">Marc</a> | 12-05-2008 23:21 | Category: <a href="http://osocio.org/category/human_rights/" title="Show all entries in the category Human rights">Human rights</a>, <a href="http://osocio.org/category/media/" title="Show all entries in the category Media">Media</a></p>
<p><a href="http://osocio.org/images/uploads/censura2_thumb.jpg"><img src="http://osocio.org/images/uploads/censura2_thumb.jpg" alt="image" height="646" width="468" /></a></p>
<p>Two ads from Associação Brasileira de imprensa, the Brazilian press organisation.<br />
Copy: “A censura nunca desiste. Ela sempre volta disfarçada. 3 de Maio Dia Mundial da Liberdade de Imprensa.”<br />
“The censorship never gives up. It always return disguised. 3th of May, world day for the freedom of press.”</p>
<p>I have seen more censorship ads from Brazil in the past. What going on? Is censorship a big problem in Brazil?</p>
<p><a href="http://osocio.org/images/uploads/censura1_thumb.jpg"><img src="http://osocio.org/images/uploads/censura1_thumb.jpg" alt="image" height="646" width="468" /></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/09/mentetododiasp.jpg" alt="mentetododiasp.jpg" /><br />
<strong>”Leider sind es nicht mehr so viele, die die ganze Wahrheit  wissen wollen. Man biegt sehr schnell ab, um bei seiner Meinung bleiben  zu können &#8211; und bei den als angenehm empfundenen Lösungen. Ich habe mir  angewöhnt, Leute danach zu beurteilen: Wieviel Wahrheit erträgt jemand?”  Deutscher Menschenrechtsbeauftragter Günter Nooke im Website-Interview  2009.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/18/matices-medien-staat-und-gesellschaft-in-lateinamerika-anklicken/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/18/matices-medien-staat-und-gesellschaft-in-lateinamerika-ankli</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/07/eu-lateinamerika-karibik-stiftung-startet-in-hamburg/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/07/eu-lateinamerika-karibik-stiftung-startet-in-hamburg/</strong></a></p>
<h2><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/10/brasiliens-gefangenenseelsorge-der-deutsche-pastor-wolfgang-lauer/" rel="bookmark">Brasiliens Gefangenenseelsorge &#8211; der deutsche Pastor Wolfgang Lauer.</a></h2>
<p>Samstag, 10. Dezember 2011 von Klaus Hart   <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11804" title="Beitrag bearbeiten">**</a></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1624771/"><strong>http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1624771/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/caran6.JPG" alt="caran6.JPG" /></p>
<p><a href="http://brueckenbauer.blogspot.com/2011_05_01_archive.html"><strong>http://brueckenbauer.blogspot.com/2011_05_01_archive.html</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/03/bundesprasident-christian-wulff-dilma-rousseff-und-der-zugige-bau-des-neuen-atomkraftwerks-angra-3-bei-rio-de-janeiro-mit-deutscher-bundesburgschaft/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/03/bundesprasident-christian-wulff-dilma-rousseff-und-der-zugige-bau-des-neuen-atomkraftwerks-angra-3-bei-rio-de-janeiro-mit-deutscher-bundesburgs</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/11/20/afro-missa-im-franziskanerkloster-von-sao-paulo/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/11/20/afro-missa-im-franziskanerkloster-von-sao-paulo/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/06/missaafrokopf2.jpg" alt="missaafrokopf2.jpg" /></p>
<p><strong>Sklavenarbeit in der Demokratie unter Lula-Rousseff:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/06/brasiliens-spezialdemokratiefirmen-behandeln-arbeiter-wie-sklaven-frankfurter-rundschau-deutsch-brasilianisches-jahr-20132014-gemeinsame-werte-politik-von-lula-rousseff/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/06/brasiliens-spezialdemokratiefirmen-behandeln-arbeiter-wie-sklaven-frankfurter-rundschau-deutsch-brasilianisches-jahr-20132014-gemeinsame-werte-politik-von-lula-rousseff/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/26/die-fakten-widerlegen-das-wir-eine-reprasentative-demokratie-sind-streng-genommen-sind-wir-nicht-einmal-eine-demokratie-joao-ubaldo-ribeiro-bestsellerautor-in-einer-politischen-analyse-am-ta/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/26/die-fakten-widerlegen-das-wir-eine-reprasentative-demokratie-sind-streng-genommen-sind-wir-nicht-einmal-eine-demokratie-joao-ubaldo-ribeiro-bestsellerautor-in-einer-politischen-analyse-am-ta/</strong></a></p>
<p><strong>“Stolz, ein Brasilianer zu sein”: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/25/stolz-ein-brasilianer-zu-sein-aufschrift-auf-der-arbeitskleidung-der-strasenkehrer-in-der-megacity-sao-paulo-anregung-fur-deutsche-stadtreinigungen/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/25/stolz-ein-brasilianer-zu-sein-aufschrift-auf-der-arbeitskleidung-der-strasenkehrer-in-der-megacity-sao-paulo-anregung-fur-deutsche-stadtreinigungen/</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/01/stolzgari.JPG" alt="stolzgari.JPG" /></p>
<p>Ausriß.</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/26/pressefreiheit-in-brasilien-von-58-auf-99-platz-zuruckgefallen-auf-welt-ranking-von-reporter-ohne-grenzen/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/26/pressefreiheit-in-brasilien-von-58-auf-99-platz-zuruckgefallen-auf-welt-ranking-von-reporter-ohne-grenzen/</strong></a></p>
<h1>Leonardo Boffs Ungereimtheiten</h1>
<p>In Ländern wie Deutschland betreibt eine bestimmte Gutmenschen-Szene  um den einst interessanten brasilianischen Befreiungstheologen einen  regelrechten Kult. Sie bewahrt ihn vor öffentlicher Kritik, die als  politisch unkorrekt gälte. Im Tropenland dagegen wird Boff seit den  neunziger Jahren zunehmend heftig kritisiert. Selbst frühere Anhänger  werfen ihm Fehleinschätzungen über die katholische Kirche,  intellektuelle Unehrlichkeit und Opportunismus vor. Boff sei eitel auf  Medienpräsenz aus – was mit Verbalattacken auf Papst und Vatikan  natürlich am leichtesten gelinge.<br />
In der Tat wirkt Boffs Eindreschen auf den Papst infantil und  lächerlich. Nationale Religionsexperten bescheinigen ihm eine  unbestreitbare Rolle in der Reflexionsgeschichte Brasiliens, nennen ihn  sehr intelligent und intuitiv. Boff spüre sehr gut bestimmte  gesellschaftliche Probleme und Tendenzen, sei ein brillanter Professor.  Doch seine Äußerungen müssten kritisch analysiert werden – andernfalls  akzeptiere man häufig Dinge, die nicht der Wahrheit entsprächen.<br />
In Deutschland sind evangelikale Wunderheiler-Sekten unbeliebt – Boff  begrüßte indessen bereits im Jahr 2000 öffentlich die Expansion der  Evangelikalen vorbehaltlos als Bereicherung. In Brasilien fasste man  sich an den Kopf. Denn die evangelikalen Sektenkirchen propagieren  massiv die „Theologie der Prosperität“, wonach materieller Wohlstand  eine Gabe Gottes sei und durch die Macht des Glaubens erreicht werden  könne. An Misere, persönlichem Misserfolg sei der Teufel schuld, den man  auf speziellen Tempelsitzungen austreibe – wobei natürlich jeder  Gläubige soviel Geld wie möglich an die Kirche spenden müsse. Mit dieser  Theologie, analysieren Sozialwissenschaftler, verbreiten die  Evangelikalen Illusionen, beuten die Leute aus, schaffen Leiden. Und  fördern sogar Rassismus und Diskriminierung, da die schwarze Bevölkerung  nunmehr nur deshalb arm sei, weil sie sündige. Gemäß aus Afrika  ererbten Schlechtigkeiten werde sie als eine verfluchte Rasse angesehen,  die sich von allen Vorfahren und Wurzeln lösen müsse.<br />
Wenn Boff diese wie Wirtschaftsunternehmen funktionierenden Kirchen als  Bereicherung auffasse, müsse man seine Bewertungen relativieren, zeige  sich zunehmende Oberflächlichkeit. Im akademischen Umfeld, bei den  Studenten sei Boffs frühere Attraktivität weg.<br />
Boff müsste wissen, dass evangelikale Kirchen im Christlich-Ethischen  mancherlei Sonderwege fahren. So wurde ein Bischof der politisch  einflussreichen „Universalkirche vom Reich Gottes“, der Brasiliens  zweitgrößter TV-Sender gehört, wegen Mordes eingesperrt. In Salvador da  Bahia hatte er laut Polizei im Tempel gemeinsam mit zwei Pastoren einen  14-jährigen Jungen sexuell missbraucht und danach lebendig verbrannt.<br />
Manche mögen Boff zustimmen, wenn er die Evangelikalen-Ausbreitung  begrüßt, weil ihm „jede Art von Vielfalt“ so gefällt. Denn nun ist in  rappelvollen „Gotteshäusern“ endlich mal echt was los, ziehen Ex-Killer  und Ex-Frauenaufreißer wie Pastor Salles vom Leder:„Ich war reich, hatte  Villen und tausende Frauen – in Rio hörten tausende schwerbewaffnete  Banditen auf mein Kommando. Ich war Bankräuber, Berufskiller, Monster,  Psychopath – so viele Opfer flehten vergeblich um Barmherzigkeit! Wie  von den Dämonen gefordert, habe ich mit meiner Frau unseren sechs Monate  alten Sohn getötet, in der Pfanne gebraten, sein Fleisch gegessen – ich  war schon in der Hölle!“<br />
Frei Betto, wichtigster Befreiungstheologe Brasiliens, hochangesehen bei  Kardinälen, Bischöfen und Padres der Kirche des Riesenlandes,  analysiert solche evangelikalen Sekten tiefgründig, fühlt sich durch  ihre nervende Präsenz im Alltag nicht eben bereichert. Leonardo Boff  indessen wirft kurioserweise dieser Kirche „feudale Mentalität“,  „totalitäre Ideologie“ und „mittelalterliche Strukturen“ vor, gar die  Ablehnung von Kritik und Alternativen.  Damit hat er schlichtweg die  Dynamik, Entwicklung und Komplexität der katholischen Kirche nicht  begriffen. Als anschauliches Beispiel gilt, dass Rom zwar Kondome  kritisiert, deren massive Verteilung in der pastoralen Aids-Prävention  indessen zulässt – und fördert, gemäß katholischer Moraltheologie.<br />
Der Soziologe Claudio Monteiro leitet in Sao Paulo die bischöfliche  Aids-Pastoral – direkt neben seiner Bürotür kann sich jedermann aus  einem stets gut gefüllten Plastikbehälter gratis und überreichlich  mit  Kondomen eindecken. Monteiro lacht über Boffs Vorwurf, dass die  katholische Kirche in der Kondomfrage lebensfeindlich, verantwortungslos  und intolerant handele. „Leonardo Boff gehörte zum Franziskanerorden,  der in Brasilien eines der ersten Aids-Präventionsprojekte startete und  natürlich Kondome verteilt – seit über 16 Jahren. Unsere nationale  Aids-Pastoral, von einem Bischof geführt, verfährt genauso. Völlig  unmöglich, daß Boff davon nicht weiß. Wenn er die Ausbreitung der  Evangelikalen, die Expansion des religiösen Fundamentalismus positiv  bewertet, ist dies fragwürdig und anfechtbar.“<br />
Boff greift immer wieder auch in die Politik ein. Im letzten  Präsidentschaftswahlkampf unterstützte er zuerst die evangelikale  Predigerin Marina Silva. Die Ex-Umweltministerin zählte zur  Revolutionären Kommunistischen Partei Brasiliens, wuchs im  befreiungstheologischen Spektrum der Katholiken auf und ging dann zur  „Assembleia de Deus“. Richtig, die von Pastor Salles, dem Ex-Killer und  Ex-Frauenaufreißer, die zudem laut Eigendarstellung Homos zu Heteros  umdreht und Strich-Transvestiten zu Geistlichen macht.<br />
Zuletzt wechselte Marina Silva von Lulas Arbeiterpartei zu den  brasilianischen Grünen. Die verkaufen sie als lupenreine  Umweltschützerin – obwohl zahlreiche verhinderbare Umweltverbrechen in  ihre Amtszeit fallen. Amazonas- und Savannenwälder werden vernichtet,  Brasilien avanciert zum weltgrößten Agrargiftverbraucher, das Geschäft  mit Gen-Pflanzen boomt. Umweltschützer laufen Sturm gegen das  gigantische Umleitungsprojekt am Rio Sao Francisco – Marina Silva  verteidigt es als „ökologisch nachhaltig, wirtschaftlich machbar und  sozial gerecht“. Was sie von massenhafter Folter durch Staatsangestellte  oder von den landesweit operierenden Todesschwadronen hält, erfährt man  bis heute nicht.<br />
2002 nahm Leonardo Boff begeistert an der Wahlkampfkarawane von Lula  teil, verglich ihn mit Mahatma Gandhi, lobte sogar dessen Vize, den  Milliardär und Diktaturaktivisten José Alencar. Angesichts der  Korruptionsskandale schwenkte er später um, verurteilte Lulas Politik  als niederträchtig neoliberal.<br />
2010 aber, als Marina Silva die Stichwahl nicht erreichte, wechselte  Boff flugs zu Lulas Wunschkandidatin und bisheriger Chefministerin Dilma  Roussef – und wieder zu Lob über den grünen Klee: „Lula machte die  größte Revolution der sozialen Ökologie des Planeten, eine Revolution  für die Bildung, ethische Politik.“ Die gravierenden  Menschenrechtsverletzungen, den strikt antiökologischen Kurs von  Lula-Rousseff kritisiert er nicht, die von ihm so heftig gescholtene,  stark systemkritische katholische Kirche Brasiliens tut das umso  kräftiger: Fehlende soziale Besorgnis bei Lula und Rousseff trotz  Hunger, Misere und rasch wachsenden Slums, Zementierung der grauenhaft  ungerechten Einkommensverteilung, Begünstigen der ohnehin  Privilegierten. Boff faselt von sozialer Ökologie-Revolution, dabei ist  längst klar, dass Dilma Rousseff das umweltvernichtende  Mega-Wasserkraftwerk „Belo Monte“ in Amazonien unbedingt realisieren  will. Nach ihrem Wahlsieg erneut ein Schwenk: Boff geißelt das  Belo-Monte-Projekt.<br />
Mancher hat vielleicht den desillusionierenden ARD-Weltspiegel-Beitrag  „Brasilien: Kindsmord am Amazonas“ über das Töten von Kindern bei  Indianerstämmen gesehen – rund 600 Babies werden danach jährlich allein  in Amazonien umgebracht. Viele Indianer sitzen wegen Sex mit Kindern im  Gefängnis, auch Indios sind als Naturzerstörer bekannt. Yanomami pflegen  gar das Verprügeln der eigenen Ehefrau mit Freunden, bei  Fremdgeh-Verdacht – von Schamanen als Hexen beschuldigte Indiofrauen  wurden ermordet – das Blättchen hatte über diese Praktiken berichtet.  Boff indessen ignoriert diese Fakten: „Und ich habe sie immer bewundert,  sie sind unsere großen Meister im Hinblick auf die Haltung gegenüber  der Natur. Die sind technologisch gesehen rückständig, aber  zivilisatorisch, sie sind vorwärts, sie sind reicher als wir. Wenn wir  lernen wollen, was wir für eine Beziehung mit der Natur eingehen sollen,  die Beziehung zwischen dem Alter und den Kindern, den Erwachsenen und  alten Leuten, die Beziehung zwischen Arbeit und Freizeit, die Beziehung  zwischen Leben und Tod, dann müssen wir die Indianer hören. Die haben  eine große Weisheit und vieles haben sie uns zu sagen.“ Kommentar  überflüssig.</p>
<p><strong>Deutsche Missionarin Marianne Diemer:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/03/elend-in-brasilien-unter-lula-rousseff-die-deutsche-missionarin-marianne-diener/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/03/elend-in-brasilien-unter-lula-rousseff-die-deutsche-missionarin-marianne-diener/</strong></a></p>
<h2>Brasiliens Wohnungsnot unter Lula-Rousseff.(Wo bitte gehts hier zum  Boom?) Brutale Vertreibung von Hausbesetzern landesweit &#8211; auch in Sao  Paulo. Kampieren auf der Straße in Abgasgestank und Autokrach bei  Tropenhitze. FLM &#8211; Frente de Luta por Moradia”. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=12295" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: , , <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/menschenrechtspriester-julio-lancelotti/" rel="tag">Menschenrechtspriester Julio Lancelotti</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/wohnungsnot-in-brasilien-unter-lula-rousseff/" rel="tag">Wohnungsnot in Brasilien unter Lula-Rousseff</a></p>
<p><strong>Die Existenz von weit über 2600 Slums, das Heer der  Obdachlosen in Lateinamerikas reichster Stadt Sao Paulo weisen auf den  bemerkenswerten Umgang der Regierung mit dem Problem der Wohnungsnot in  der achtgrößten Wirtschaftsnation hin. Unweit jenes Elite-Hospitals, in  dem Lula derzeit wegen Krebs behandelt wird, kampieren jetzt vertriebene  Hausbesetzer auf offener Straße, bei Hitze über 35 Grad, ohne jegliche  staatliche Unterstützung. Wie der Sprecher der  Vertriebenen im  Website-Interview erläuterte, ließen sich bisher beispielsweise  Vertreter von Lulas Arbeiterpartei PT oder anderer Parteien nicht  blicken &#8211; Unterstützung komme lediglich von dem katholischen  Menschenrechtspriester Julio Lancelotti. Militärpolizei sei nach der  Räumung mit Tränengas gegen die kampierenden Hausbesetzer vorgegangen.  Allein in der City von Sao Paulo gebe es zahlreiche seit Jahren  leerstehende Gebäude mit Wohnungen für weit über 10000 Menschen. Der  Sprecher erinnerte daran, daß seine Bewegung der Wohnungslosen vor  Jahren auch von “Brot für die Welt” unterstützt worden sei.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/03/brasiliens-carandiru-massaker-an-haftlingen-in-sao-paulo-okumenischer-gedenkgottesdienst-der-katholischen-gefangenenseelsorge-die-massaker-und-blutbader-gehen-weiter/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/03/brasiliens-carandiru-massaker-an-haftlingen-in-sao-paulo-okumenischer-gedenkgottesdienst-der-katholischen-gefangenenseelsorge-die-massaker-und-blutbader-gehen-weiter/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/02/raumung1.JPG" alt="raumung1.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/05/brasiliens-stadtpolitik-unter-lula-rousseff-wieder-hutten-elendsviertel-sao-paulos-durch-feuer-zerstort-mindestens-zwei-slumbewohner-verbrannt/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/05/brasiliens-stadtpolitik-unter-lula-rousseff-wieder-hutten-elendsviertel-sao-paulos-durch-feuer-zerstort-mindestens-zwei-slumbewohner-verbrannt/</strong></a></p>
<p><a href="http://pt.wikipedia.org/wiki/Frente_de_Luta_por_Moradia"><strong>http://pt.wikipedia.org/wiki/Frente_de_Luta_por_Moradia</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/02/raumung2.JPG" alt="raumung2.JPG" /></p>
<p><strong>Attacke auf die kampierenden Wohnungslosen: </strong> <a href="http://www.portalflm.com.br/noticias/inspetor-queiros-da-gcm-prometeu-violencia-e-cumpriu-mas-a-ocupacao-continua-feridos-foram-levados-para-santa-casa/2035"><strong>http://www.portalflm.com.br/noticias/inspetor-queiros-da-gcm-prometeu-violencia-e-cumpriu-mas-a-ocupacao-continua-feridos-foram-levados-para-santa-casa/2035</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/03/elend-in-brasilien-unter-lula-rousseff-die-deutsche-missionarin-marianne-diener/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/03/elend-in-brasilien-unter-lula-rousseff-die-deutsche-missionarin-marianne-diener/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/02/raumung3.JPG" alt="raumung3.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.portalflm.com.br/categoria/noticias"><strong>http://www.portalflm.com.br/categoria/noticias</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/02/brasilien-der-kranke-sich-krummende-hustende-barfusige-schwarze-und-die-indifferenz-city-sao-paulos/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/02/brasilien-der-kranke-sich-krummende-hustende-barfusige-schwarze-und-die-indifferenz-city-sao-paulos/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/02/raumung4.JPG" alt="raumung4.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/04/brasiliens-hungerproblem-hungernde-essen-vergorenen-abfall-matsch-aus-mulltuten-an-der-strase/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/04/brasiliens-hungerproblem-hungernde-essen-vergorenen-abfall-matsch-aus-mulltuten-an-der-strase/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/02/raumung5.JPG" alt="raumung5.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/28/zdf-adveniat-in-sao-paulo-welcher-slum-aus-sicherheitsgrunden-fur-den-gottesdienst-nicht-infragekam-favela-do-moinho-wo-bitte-gehts-hier-zum-boom/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/28/zdf-adveniat-in-sao-paulo-welcher-slum-aus-sicherheitsgrunden-fur-den-gottesdienst-nicht-infragekam-favela-do-moinho-wo-bitte-gehts-hier-zum-boom/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/02/raumung6.JPG" alt="raumung6.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/16/brasiliens-crack-kinder-unter-lula-rousseff-trotz-offiziellem-kinderstatut-zahlreiche-kinder-landesweit-als-kunden-der-crack-wachstumsbrance/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/16/brasiliens-crack-kinder-unter-lula-rousseff-trotz-offiziellem-kinderstatut-zahlreiche-kinder-landesweit-als-kunden-der-crack-wachstumsbrance/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/02/raumung7.JPG" alt="raumung7.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/17/obdachlose-in-sao-paulo-wahrend-des-wulff-besuchs-lebendig-verbrannt-brasiliens-wichtigster-befreiungstheologe-im-website-interview-ein-land-der-kontraste/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/17/obdachlose-in-sao-paulo-wahrend-des-wulff-besuchs-lebendig-verbrannt-brasiliens-wichtigster-befreiungstheologe-im-website-interview-ein-land-der-kontraste/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/02/raumung8.JPG" alt="raumung8.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/04/parabens-dom-paulo-evaristo-arns5-ehrung-im-stadtparlament-erinnerung-an-des-kardinals-leitspruchcoragem-viva-dom-paulo/"><strong> http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/04/parabens-dom-paulo-evaristo-arns5-ehrung-im-stadtparlament-erinnerung-an-des-kardinals-leitspruchcoragem-viva-dom-paulo/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/05/lance1.JPG" alt="lance1.JPG" /></p>
<p><strong>Menschenrechtspriester Julio Lancelotti:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/26/julio-lancelotti-brasiliens-ausergewohnlicher-hochst-unbequemer-menschenrechtspriester-ziel-von-morddrohungen-prozessen-verleumdungen-psycho-terror-medienkampagnen/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/26/julio-lancelotti-brasiliens-ausergewohnlicher-hochst-unbequemer-menschenrechtspriester-ziel-von-morddrohungen-prozessen-verleumdungen-psycho-terror-medienkampagnen/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/02/raumunghausleer.JPG" alt="raumunghausleer.JPG" /></p>
<p><strong>Eines der zahlreichen, seit Jahren leerstehenden City-Gebäude Sao Paulos &#8211; angesichts von gravierender Wohnungsnot.</strong></p>
<h2>Brasilien, Sklavennachfahrin 2012, vor in-und ausländischen Großbanken der Avenida Paulista in Sao Paulo. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=12479" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasilien/" rel="tag">Brasilien</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/sao-paulo/" rel="tag">Sao Paulo</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/sklavennachfahrin/" rel="tag">Sklavennachfahrin</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/02/karrenschwarzepaulista.JPG" alt="karrenschwarzepaulista.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/31/brasiliens-katholische-kirche-definiert-die-unter-lula-rousseff-fortdauernde-sklavenarbeit-als-barbarisches-verbrechen-sklavenarbeit-als-interessanter-kostenfaktor-im-internationalen-wettbewerb/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/31/brasiliens-katholische-kirche-definiert-die-unter-lula-rousseff-fortdauernde-sklavenarbeit-als-barbarisches-verbrechen-sklavenarbeit-als-interessanter-kostenfaktor-im-internationalen-wettbewerb/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/02/brasilien-der-kranke-sich-krummende-hustende-barfusige-schwarze-und-die-indifferenz-city-sao-paulos/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/02/brasilien-der-kranke-sich-krummende-hustende-barfusige-schwarze-und-die-indifferenz-city-sao-paulos/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/02/karrenschwarzepaulista2.JPG" alt="karrenschwarzepaulista2.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/24/morde-an-schwarzen-in-brasilien-starke-zunahme-unter-der-lula-regierung-von-drei-ermordeten-sind-zwei-schwarz-wikileaks-und-rassismus-in-brasilien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/24/morde-an-schwarzen-in-brasilien-starke-zunahme-unter-der-lula-regierung-von-drei-ermordeten-sind-zwei-schwarz-wikileaks-und-rassismus-in-brasilien/</strong></a></p>
<h2>Slum-Mädchen in Sao Paulo. Gesichter Brasiliens. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=12501" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/slummadchen-in-sao-paulo/" rel="tag">Slummädchen in Sao Paulo</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/02/cachomadchen1.JPG" alt="cachomadchen1.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/29/empfang-in-sao-paulo-gesichter-brasiliens/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/29/empfang-in-sao-paulo-gesichter-brasiliens/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/02/cachomadchen2.JPG" alt="cachomadchen2.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/02/cachomadchen3.JPG" alt="cachomadchen3.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/21/katholisches-hilfswerk-adveniat-in-brasilien-land-der-vielen-milliardare-und-millionare-wie-es-kommt-das-in-deutschland-muhselig-spenden-fur-bedurftige-und-sozialprojekte-gesammelt-werden-obwohl-d/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/21/katholisches-hilfswerk-adveniat-in-brasilien-land-der-vielen-milliardare-und-millionare-wie-es-kommt-das-in-deutschland-muhselig-spenden-fur-bedurftige-und-sozialprojekte-gesammelt-werden-obwohl-d/</strong></a></p>
<p><strong>Brasiliens wichtigster Befreiungstheologe Frei Betto über die Präsenz hochbewaffneter Banditen in Slums von Sao Paulo:</strong></p>
<p><strong>“Ao percorrer a favela, por becos e vielas, avistei a  barreira humana formada pelo pessoal do narcotráfico, que em plena tarde  de uma sexta-feira exibia armas.” (2012)</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/03/rousseffmerkelcebit2012.JPG" alt="rousseffmerkelcebit2012.JPG" />Ausriß.</p>
<p>Hintergrund:</p>
<p>Banditendiktatur über Brasiliens Slumbewohner nützt Regierung und Eliten, verhindert Kampf für Menschenrechte</p>
<p>Historiker bestätigt Kirchenposition</p>
<p>Unten, an den Stränden der schicken Viertel Ipanema und Copacabana,  tummeln sich die ausländischen Touristen, wohnen in feinen Hotels – oben  an den Steilhängen kleben die Elendsviertel, Favelas der  Zuckerhutmetropole, hausen über anderthalb Millionen Menschen  dichtgedrängt wie Ameisen. Viele Besucher fragen sich angesichts  extremer Sozialkontraste, warum die Favelados eigentlich nicht von den  Hügeln in die Mittel-und Oberschichtsviertel heruntersteigen,  protestieren und rebellieren,  ihre Menschenrechte einfordern.  Schließlich ist Brasilien die dreizehnte Wirtschaftsnation der Erde,  dazu größte Demokratie Lateinamerikas. Etwa fünfzig Millionen Menschen  unterhalb der Armutsgrenze, die hohen Einkommen mehr als das  dreißigfache über den niedrigen. „Warum gibt es einfach keine soziale  Explosion?“, fragt auch der angesehene Historiker Josè Murilo de  Carvalho, „warum organisieren sich die Massen der Slums nicht nach dem  Vorbild der Landlosenbewegung?“  Er weist auf die Banditendiktatur über  die Slumbewohner, hat eine brisante Erklärung parat:“Die Herrschaft des  organisierten Verbrechens blockiert die Politisierung der Favelados,  hält sie ruhig, verhindert eine Rebellion. Die hochbewaffneten  Gangsterkommandos dienen somit der Aufrechterhaltung politischer  Stabilität – und das ist den Autoritäten sehr recht, ist gut für sie.  Natürlich würde man das nie eingestehen.“ Professor Carvalho, 65,  von  der Bundesuniversität in Rio de Janeiro, wirft auch der Regierung von  Staatschef Luis Inacio da Silva, dem ehemaligen Gewerkschaftsführer,  vor, am grauenhaften Status Quo der Favelas nichts ändern zu wollen.  „Zum strategischen Kalkül Brasilias gehört, daß es wegen der so  hilfreichen Verbrechersyndikate keine sozialen Unruhen geben wird – und  das ist natürlich reiner Zynismus. Wir haben so viele Gewalttote wie in  Bürgerkriegen. Die Slumbewohner besitzen nicht einmal die elementarsten  Bürgerrechte, können sich nicht frei bewegen, haben nicht einmal das  Recht auf das eigene Leben, von den sozialen Rechten ganz zu schweigen.“  Historiker Carvalho erregte mit seiner Analyse jetzt auf einer   nationalen Wissenschaftlertagung großes Aufsehen.</p>
<p>Doch auch Rios deutschstämmiger Kardinal und Erzbischof Eusebio  Scheid prangert seit Jahren den Banditenterror gegen die Favelados, die  Ausgangssperren, das neofeudale Normendiktat an, die Verantwortung der  Eliten. „Wenn in der Favela einer den Mund aufmacht“ so Scheid, „werden  ihm von den Gangstern die Ohren abgeschnitten, wird er völlig  verstümmelt. Die Verbrechersyndikate sind eine Parallelmacht, ein Staat  im Staate, gestützt auf die Feuerkraft ihres großen Waffenarsenals.“  Zu  den drakonischen Strafen gehört auch Handabhacken, lebendig Verbrennen.  Viele Slumpfarrer und selbst der Dominikaner Frei Betto, heute  Staatschef Lulas Sonderberater für Hungerfragen, argumentieren genauso.  „Die Deutschen haben offenbar keine Vorstellung von der gravierenden  Situation hier.“</p>
<p>Die von den deutschen Kirchen stark unterstützte Landlosenbewegung  MST, so Historiker Carvalho, vertritt zwar nur die Minderheit der  Brasilianer des Hinterlands, ist aber politisch sehr erfolgreich,  hervorragend organisiert und effizient, zwingt die Regierung, den Boden  gerechter zu verteilen. Doch über achtzig Prozent der mehr als 175  Millionen Brasilianer, das Gros der sozial Ausgeschlossenen, leben in  großen Städten. Dort, so der Historiker, hätte eine Bewegung der  Slumbewohner, der Arbeitslosen, die beispielsweise leerstehende Gebäude  und Wohnungen besetzen, natürlich ganz andere Wirkungen. „Nicht zufällig  sind in den Großstädten enorme Truppenkontingente konzentriert, falls  die Lage doch einmal außer Kontrolle gerät. Jetzt organisiert der MST  wieder viele Bodenbesetzungen – derartige Aktionen in den Städten, mit  Millionen von Favelados, wären  ein Schlag gegen die Stabilität des  Systems. Man müßte Truppen einsetzen, um die Ruhe wiederherzustellen.“   Für Kardinal Scheid und Historiker Carvalho ist keine Lösung der  Favelaprobleme in Sicht. Mit ironischem Galgenhumor fragt der  Wissenschaftler:“Warum wohl werden aber weder Brasiliens Grenzen noch  die Drogenmafia in der Bucht von Rio streng überwacht, greifen die  Streitkräfte nicht ein, um den Gangstersyndikaten das Rückgrat zu  brechen?“</p>
<p><strong>Im mitteleuropäischen Mainstream wird auffälligerweise beim  Thema Brasilien die gravierende Menschenrechtslage &#8211; ob alltägliche  Folter, Todesschwadronen, Scheiterhaufen, Slum-Diktatur, Verfolgung von  Menschenrechtsaktivisten, Morde an Systemkritikern oder Sklavenarbeit,  durchweg u.a. von der Kirche und Amnesty International mit Fakten belegt  &#8211; fast ausnahmslos gezielt ausgeklammert &#8211;  was Bände spricht,  zahlreiche interessante Rückschlüsse zuläßt.</strong></p>
<p>Banditen-Okay für Brasiliens Kulturminister Gilberto Gil</p>
<p>„In Deutschland würde deshalb die Regierung gestürzt“</p>
<p>Völlig ohne Begleitschutz, nicht einmal Body-Guards, fahren  Kulturminister Gilberto Gil und Arbeitsminister Ricardo Berzoini  scheinbar tollkühn und todesmutig mit der schwarzen Regierungslimousine  in Rios riesigen Slum „Complexo da Marè“ ein. Denn der wird von  berüchtigten, mit Mpis und Granaten bewaffneten Banditenmilizen  beherrscht, die beide Minister rasch in ihre Gewalt bringen könnten.    Doch die Gangsterkommandos lassen den ganzen Troß völlig in Ruhe &#8211;  Gil  und Berzoini belustigen sich bei Breakdance und Rap, stellen  Qualifizierungsprogramme für Jugendliche vor. Laut Landespresse hatte  man zuvor die lokalen Verbrecherbosse um eine Besuchserlaubnis gebeten  und diese auch bekommen. Zum Banditen-Okay gehörte natürlich, auf  Polizeischutz zu verzichten. „Ein Skandal erster Ordnung“, erregt sich  Anfang Januar Paulo Sergio Pinheiro, Experte für Gewaltfragen an der  Universität von Sao Paulo. „Geschähe derartiges in Deutschland,  Frankreich oder Großbritannien, würde das im Parlament heiß debattiert,  würde die Regierung gestürzt!“ Doch in Brasilien passiere gar nichts,  als wären Ministervisiten mit Banditenerlaubnis das Normalste von der  Welt. Für Pinheiro und zahlreiche andere Sozialwissenschaftler wurde  damit die neofeudale Diktatur der Banditenmilizen über ihren  Parallelstaat der Armenviertel sozusagen offiziell anerkannt. „Die  Gangsterkommandos verbreiten in ihrem Territorium des Terrors Angst,  foltern und morden, beherrschen das gesamte Leben der Slumbewohner –  alles toleriert vom Staat, von den Autoritäten.“ Durch Gil und Berzoini  sei bestätigt worden, daß der brasilianische Staat große Teile seines  Territoriums nicht mehr kontrolliere. Im „Complexo da Marè“, unweit des  internationalen Flughafens, hausen immerhin mehr als 135000 Menschen.  Vor der Ministervisite sagten Bewohner:“Wir sind Geiseln der Banditen,  die im Gassenlabyrinth mit ihren chromblitzenden Maschinenpistolen  patrouillieren, sich fast jede Nacht Gefechte mit rivalisierenden  Kommandos liefern. Es ist die Hölle!“ Viele Hütten und Katen haben  Einschüsse, immer wieder werden Unbeteiligte, sogar Kinder, durch  verirrte Kugeln getötet.</p>
<p>Rio de Janeiros deutschstämmiger Kardinal und Erzbischof Eusebio  Scheid, die gesamte Bischofskonferenz prangern ebenso wie die nationale  Slum-Seelsorge seit Jahren die gravierenden Menschenrechtsverletzungen  in den Elendsvierteln Brasiliens an, fordern energische Maßnahmen. Wenn  Staatsminister mit Verbrechersyndikaten verhandeln, diese als  Parallelmacht akzeptieren und legitimieren, gilt dies auch für   Menschenrechtler als bedrückendes Signal an die Slumbewohner, daß man  sie im Stich läßt, der Banditenwillkür ausliefert. „Ein Eingeständnis  der Schwäche, der Niederlage durch die Regierung, ein schwerwiegender  politischer Fehler – doch kein Einzelfall“, betont Historiker Josè  Murilo de Carvalho, Mitglied der nationalen Dichterakademie. „Die  lokalen und regionalen Autoritäten schließen mit den Gangsterbossen  häufig Abkommen – das zeigt die Probleme unserer Demokratie, ich bin  tief pessimistisch, sehe keinerlei Lösung.“</p>
<p>Heiligabend und zum Jahreswechsel feuerten die Banditenmilizen der  über sechshundert Rio-Slums wie üblich aus zehntausenden  Maschinenpistolen stundenlang Salut zur Machtdemonstration.  Kulturminister Gilberto Gil konnte es von seinem luxuriösen  Strandappartement aus hören. In Deutschland, Österreich und der Schweiz  ist er auch als Star der Weltmusik sehr bekannt – singt in einem seiner  größten Hits:“In den Hütten der Stadt hat niemand mehr Illusionen über  die Macht der Autoritäten, Maßnahmen zu ergreifen, sich den Haien  entgegenzustellen – so viele stupide, scheinheilige Leute…“  Nach  Minister Gils Slumvisite wirkt der Text auf manche wie böse Ironie.</p>
<p>Des Kulturministers Tochter, die bekannte Schauspielerin und Sängerin  Preta Gil, spricht indessen anders als der Vater die Zustände offen  an:“Die Polizei ist korrumpiert, die Regierung ist korrumpiert, nicht  nur die Slums werden von der gutorganisierten Drogenmafia beherrscht.  Alle sind doch verwickelt! Das ändert sich nie mehr, ist zu tief  verwurzelt.“</p>
<p>Brasiliens Medien stellen Rolle der Deutschen in der Landeskirche heraus</p>
<p>„Deutsche gewinnen an Kraft in der brasilianischen Kirche“(titelt größte nationale Qualitätszeitung „Folha de Sao Paulo)</p>
<p>Angesichts der Ernennung von Odilo Scherer zum Erzbischof der Diözese  Sao Paulo im März haben Brasiliens Qualitätsmedien in ausführlichen  Analysen auf die wachsende Bedeutung von Deutschstämmigen in der Kirche  des größten katholischen Landes verwiesen. Danach wird mit Scherer, der  zudem Generalsekretär der Bischofskonferenz(CNBB) ist, zum drittenmal  hintereinander das Amt des Erzbischofs der Megametropole von einem  Geistlichen bekleidet, der in einer deutschen Familie von Südbrasilien  aufwuchs. Diese von Deutschstämmigen geprägte Region ist die mit großem  Abstand am meisten entwickelte des Riesenlandes von der 24-fachen Größe  Deutschlands. Vor Scherer, 57, wirkten dort Claudio Hummes und Evaristo  Arns. Bei Lateinamerikas Wirtschaftslokomotive Sao Paulo, so heißt es,  handele es sich immerhin um die größte und wichtigste Erzdiözese  Brasiliens sowie die drittgrößte der Erde. Durch die Ernennung Scherers  habe sich bestätigt, daß keine andere Einwanderergruppe so viele  Vertreter in hohe Ämter der Kirche entsende wie die deutsche. Von den  acht lebenden brasilianischen Kardinälen seien immerhin vier  deutschstämmig: Evaristo Arns, Aloisio Lorscheiter, Claudio Hummes und  Eusebio Scheid. Nur zwei Kardinäle Brasiliens seien italienischer  Abstammung, obwohl weit mehr Italiener als Deutsche in das Tropenland  auswanderten. Von den 41 Erzdiözesen werden sechs von Deutschstämmigen  geleitet – mit Sao Paulo, Rio de Janeiro und Porto Alegre indessen die  wichtigsten.</p>
<p>Die Qualitätsmedien sehen sehr viel Affinität zwischen dem deutschen  Papst und dem deutschstämmigen Scherer. Benedikt XVI. wolle eine  kämpferische, entscheidungsfreudige Kirche, die ihre Prinzipien klar und  deutlich vertrete, in der Gesellschaft Einfluß habe. Diesem Profil  entspreche Scherer viel mehr als sein Amtsvorgänger Hummes. Häufig  zitiert wird daher der renommierte Theologieprofessor Fernando Altemeyer  von der Katholischen Universität Sao Paulos, dem zufolge Hummes in  seinem Auftreten eher schüchtern und scheu gewesen sei – Scherer dagegen  den Ruf des konsequenten, durchsetzungsfreudigen Administrators habe.  Nicht erst in seiner Funktion als CNBB-Generalsekretär war Scherer  dagegen meist sofort zu Stellungnahmen und langen Interviews bereit.  Während sich Hummes stets als Freund des jetzigen Staatschefs Luis  Inacio Lula da Silva bezeichnete und dessen zahlreiche Skandale und  Verfehlungen selten und dazu vorsichtig ansprach, äußerte der sehr  dynamisch wirkende Scherer gegenüber den In-und Auslandsmedien stets  deutliche, ausführliche und wohlfundierte, an den Fakten orientierte  Regierungskritik. Wenn Benedikt XVI. , so die Analysen der  Qualitätsmedien weiter, einen solchen Erzbischof für Sao Paulo ernenne,  sei dies eine Form, auf das ganze Land Einfluß auszuüben. „Und auf den  ganzen lateinamerikanischen Kontinent.“ Mit fast sechs Millionen  Katholiken sei die Erzdiözese größer als manche Länder. Welche Probleme  man in Sao Paulo aufgreife, welche Lösungen man dort durchsetze,  beeinflusse in der Tat das ganze Land.  Wie der Papst, sei auch Scherer  der Auffassung, daß die moderne Welt keineswegs Antworten auf drängende  aktuelle Fragen biete. „Die Kirche darf nicht der Logik des Marktes  folgen“, wird Scherer ebenso zitiert wie mit seiner permanenten  Forderung an die brasilianischen Katholiken, sich politisch zu  engagieren. Unter Berufung auf Vatikanexperten heißt es ferner, Scherer  habe bei seiner Ernennung zum Erzbischof bezeichnenderweise Etappen  überspringen können und werde in spätestens zwei Jahren, also mit 59,  schon Kardinal sein.</p>
<h2>“Boomland” Brasiliens Sozial-und Menschenrechtsprobleme unter der  Rousseff-Regierung: Wo die alte Frau jetzt haust, nachdem im Dezember  ihre Slumkate der “Favela do Moinho” in der City von Sao Paulo  abbrannte. Brasiliens Hungerproblem. Prinz Harry in Sao Paulo. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=12592" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: , <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/favela-do-moinho/" rel="tag">Favela do Moinho</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/prinz-harry-in-sao-paulo-und-rio/" rel="tag">Prinz Harry in Sao Paulo und Rio</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/sao-paulo/" rel="tag">Sao Paulo</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/03/moinhofraustrase1.JPG" alt="moinhofraustrase1.JPG" /></p>
<p><strong>Könnten Sie so hausen &#8211; bei jedem Wetter, in den Tropen?  Verschlag mit Matratze an einer Mauer &#8211; bei heftigen Tropenregen läuft  alles voll, auch bei den Nachbarn. Direkt hinter der Mauer donnern  Güterzüge vorbei. Theoretisch existieren auch in dem als  “Wirtschaftswunderland” gepriesenen Brasilien für solche Fälle die  Sozialbehörden und andere Dienste…Sao Paulo ist Lateinamerikas reichste  Stadt.</strong></p>
<p><strong>Angesichts der realen Situation des Tropenlandes nimmt die  Kritik der Politikexperten an der Regierung von Dilma Rousseff auch  unter Hinweis auf das im Vergleich mit Nachbarländern sowie anderen  BRIC-Staaten schwache Bruttoinlandsprodukt 2011(offiziell 2,7 %  Wachstum, Deutschland 3 %) deutlich zu.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/06/wirtschaftliche-falschprognosen-fur-2011-alles-lacht-uber-die-analytiker-und-ihre-hochbezahlten-verstarker-in-den-wirtschaftsmedien/"><strong> http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/06/wirtschaftliche-falschprognosen-fur-2011-alles-lacht-uber-die-analytiker-und-ihre-hochbezahlten-verstarker-in-den-wirtschaftsmedien/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/30/das-tropische-norwegen-von-lula-brasiliens-landesmedien-machen-sich-uber-lulas-groteske-einschatzungen-in-financial-times-lustig-lula-spricht-uber-brasilien-75-platz-auf-dem-uno-index-f/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/30/das-tropische-norwegen-von-lula-brasiliens-landesmedien-machen-sich-uber-lulas-groteske-einschatzungen-in-financial-times-lustig-lula-spricht-uber-brasilien-75-platz-auf-dem-uno-index-f/</strong></a></p>
<p><strong>“die tiefe Unkenntnis der Gringos über uns”:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/06/arnaldo-jabor-popularster-kommentator-brasiliens-analysiert-lula-die-tiefe-unkenntnis-der-gringos-uber-uns-warum-lula-die-auslandsmedien-lobt-uber-brasiliens-medien-verargert-ist/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/06/arnaldo-jabor-popularster-kommentator-brasiliens-analysiert-lula-die-tiefe-unkenntnis-der-gringos-uber-uns-warum-lula-die-auslandsmedien-lobt-uber-brasiliens-medien-verargert-ist/</strong></a></p>
<p><strong>Kein einziger Sektor der Regierung funktioniere gut &#8211; im  Führungsstil dominierten Improvisation und fehlende Planung. Der  Politiker der Arbeiterpartei Lulas, Luiz Sergio de Oliveira, sei  innerhalb von nur acht Monaten von zwei verschiedenen, von ihm  bekleideten Ministerposten, entfernt worden.</strong></p>
<p><strong>“Die Wirtschaftskrise hat Brasilien kaum gespürt.”(WAZ) <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/15/staatschef-lula-erklart-rezession-und-krise-in-brasilien-fur-beendet-offizielle-daten-als-begrundung-grund-zum-feiern/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/15/staatschef-lula-erklart-rezession-und-krise-in-brasilien-fur-beendet-offizielle-daten-als-begrundung-grund-zum-feiern/</a></strong></p>
<p><strong>“…das Land die globale Wirtschafts- und Finanzkrise 2008/2009 vergleichsweise unbeschadet überstanden hat.”  BDI 2011</strong></p>
<p><strong>Laut der Getulio-Vargas-Stiftung vom Oktober 2009 hatte die  Krise indessen von den sechs wichtigsten Wirtschaftszentren Brasiliens  die Megacity Sao Paulo am stärksten getroffen &#8211; das Elend habe deutlich  zugenommen, hieß es gemäß Landesmedien.</strong></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/tagfuertag/1698492/"><strong>http://www.dradio.de/dlf/sendungen/tagfuertag/1698492/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1624771/"><strong>http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1624771/</strong></a></p>
<p><strong>Propaganda und Realität:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/25/obdachlose-in-sao-paulo-protestieren-gegen-lebendiges-verbrennen-von-strasenbewohnern-und-andere-gewalttaten-in-brasilien-viele-greueltaten-garnicht-amtlich-registriert-obdachlosenvertreibung-bea/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/25/obdachlose-in-sao-paulo-protestieren-gegen-lebendiges-verbrennen-von-strasenbewohnern-und-andere-gewalttaten-in-brasilien-viele-greueltaten-garnicht-amtlich-registriert-obdachlosenvertreibung-bea/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-heranwachsende-in-extremer-armut-zahl-zunehmend-laut-neuer-unicef-studie-acht-jahre-lula-rousseff-regierung-und-resultate/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-heranwachsende-in-extremer-armut-zahl-zunehmend-laut-neuer-unicef-studie-acht-jahre-lula-rousseff-regierung-und-resultate/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/03/moinhofraustrase2.JPG" alt="moinhofraustrase2.JPG" /></p>
<p><strong>“Hilfe kriegen wir nur von der Kirche.”<br />
</strong></p>
<p><strong>Lage in den Slums:<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/03/moinhofraustrase3.JPG" alt="moinhofraustrase3.JPG" /></p>
<p><strong>Die Frau und ihr Nachbar, vor dessen Verschlag. Prinz Harry ist am selben Tag in Sao Paulo:<a href="http://g1.globo.com/sp/campinas-regiao/noticia/2012/03/principe-harry-vence-jogo-de-polo-e-ganha-beijo-de-modelo-em-monte-mor.html">http://g1.globo.com/sp/campinas-regiao/noticia/2012/03/principe-harry-vence-jogo-de-polo-e-ganha-beijo-de-modelo-em-monte-mor.html</a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/11/prinz-harry-in-rio-de-janeiro-kurioser-medien-und-propagandazirkus-vor-allem-wegen-besuch-in-slumregion-complexo-do-alemao-wegen-bewaffneten-banditenkommandos-wurden-sogar-panzer-zur-harry-visit/"><strong> http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/11/prinz-harry-in-rio-de-janeiro-kurioser-medien-und-propagandazirkus-vor-allem-wegen-besuch-in-slumregion-complexo-do-alemao-wegen-bewaffneten-banditenkommandos-wurden-sogar-panzer-zur-harry-visit/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/11/brasiliens-heer-der-obdachlosen-und-die-angst-vor-ermordung-sozial-und-menschenrechtsprobleme-brasilien-nur-auf-platz-84-des-uno-index-fur-menschliche-entwicklung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/11/brasiliens-heer-der-obdachlosen-und-die-angst-vor-ermordung-sozial-und-menschenrechtsprobleme-brasilien-nur-auf-platz-84-des-uno-index-fur-menschliche-entwicklung/</strong></a></p>
<p><strong>Hungerproblem: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/04/brasiliens-hungerproblem-hungernde-essen-vergorenen-abfall-matsch-aus-mulltuten-an-der-strase/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/04/brasiliens-hungerproblem-hungernde-essen-vergorenen-abfall-matsch-aus-mulltuten-an-der-strase/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/03/moinhofraustrase4.JPG" alt="moinhofraustrase4.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/03/bundesprasident-christian-wulff-dilma-rousseff-und-der-zugige-bau-des-neuen-atomkraftwerks-angra-3-bei-rio-de-janeiro-mit-deutscher-bundesburgschaft/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/03/bundesprasident-christian-wulff-dilma-rousseff-und-der-zugige-bau-des-neuen-atomkraftwerks-angra-3-bei-rio-de-janeiro-mit-deutscher-bundesburgschaft/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/</strong></a></p>
<p><strong>Morde an Journalisten Brasiliens:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/06/morde-an-journalisten-in-brasilien-unter-der-rousseff-regierung-brasilianische-menschenrechtsorganisation-conectas-vor-dem-uno-menschenrechtsrat-in-genf-2012/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/06/morde-an-journalisten-in-brasilien-unter-der-rousseff-regierung-brasilianische-menschenrechtsorganisation-conectas-vor-dem-uno-menschenrechtsrat-in-genf-2012/</strong></a></p>
<h2>Brasiliens Heer der Obdachlosen und die Angst vor Ermordung.  Sozial-und Menschenrechtsprobleme &#8211; Brasilien nur auf Platz 84 des  UNO-Index für menschliche Entwicklung. Über 2600 Slums in der reichsten  lateinamerikanischen Stadt Sao Paulo…Brasiliens Hungerproblem. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=12588" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/obdachlose-in-brasilien/" rel="tag">Obdachlose in Brasilien</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/sozial-und-menschenrechtsprobleme-in-brasilien/" rel="tag">Sozial-und Menschenrechtsprobleme in Brasilien</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/03/obdeinkaufswagen12.JPG" alt="obdeinkaufswagen12.JPG" /></p>
<p><strong>Leben mit dem Einkaufswagen 2012 &#8211; einziger “Besitz”.  Wegen  Minimalernährung, schlechtem Gesundheitszustand brechen viele Obdachlose  in Städten &#8211; wie hier in Sao Paulo &#8211; regelrecht erschöpft zusammen,  schlafen direkt an sehr lauten Straßen.</strong></p>
<p><strong>“Die Wirtschaftskrise hat Brasilien kaum gespürt.”(WAZ) <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/15/staatschef-lula-erklart-rezession-und-krise-in-brasilien-fur-beendet-offizielle-daten-als-begrundung-grund-zum-feiern/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/15/staatschef-lula-erklart-rezession-und-krise-in-brasilien-fur-beendet-offizielle-daten-als-begrundung-grund-zum-feiern/</a></strong></p>
<p><strong>“…das Land die globale Wirtschafts- und Finanzkrise 2008/2009 vergleichsweise unbeschadet überstanden hat.”  BDI 2011</strong></p>
<p><strong>Laut der Getulio-Vargas-Stiftung vom Oktober 2009 hatte die  Krise indessen von den sechs wichtigsten Wirtschaftszentren Brasiliens  die Megacity Sao Paulo am stärksten getroffen &#8211; das Elend habe deutlich  zugenommen, hieß es gemäß Landesmedien.</strong></p>
<p><strong>“die tiefe Unkenntnis der Gringos über uns”:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/06/arnaldo-jabor-popularster-kommentator-brasiliens-analysiert-lula-die-tiefe-unkenntnis-der-gringos-uber-uns-warum-lula-die-auslandsmedien-lobt-uber-brasiliens-medien-verargert-ist/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/06/arnaldo-jabor-popularster-kommentator-brasiliens-analysiert-lula-die-tiefe-unkenntnis-der-gringos-uber-uns-warum-lula-die-auslandsmedien-lobt-uber-brasiliens-medien-verargert-ist/</strong></a></p>
<p><strong>Was Prinz Harry in Sao Paulo und Rio nicht zu sehen bekommt:<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/11/prinz-harry-in-rio-de-janeiro-kurioser-medien-und-propagandazirkus-vor-allem-wegen-besuch-in-slumregion-complexo-do-alemao-wegen-bewaffneten-banditenkommandos-wurden-sogar-panzer-zur-harry-visit/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/11/prinz-harry-in-rio-de-janeiro-kurioser-medien-und-propagandazirkus-vor-allem-wegen-besuch-in-slumregion-complexo-do-alemao-wegen-bewaffneten-banditenkommandos-wurden-sogar-panzer-zur-harry-visit/</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/03/obdminhocao12.JPG" alt="obdminhocao12.JPG" /></p>
<p><strong>Obdachlose Frauen und Männer 2012  direkt unter einer  Hochstraße der City Sao Paulos,  an einer Straßenkreuzung voller  giftiger Abgase &#8211; solche Stellen werden oft als Schlafplätze bevorzugt,  weil es im Falle von Mordanschlägen und anderen Gewalttaten mit großer  Sicherheit Zeugen gäbe, die möglicherweise die Polizei benachrichtigen  könnten.</strong></p>
<p><strong>Angesichts der realen Situation des Tropenlandes nimmt die  Kritik der Politikexperten an der Regierung von Dilma Rousseff auch  unter Hinweis auf das im Vergleich mit Nachbarländern sowie anderen  BRIC-Staaten schwache Bruttoinlandsprodukt 2011(offiziell 2,7 %  Wachstum, Deutschland 3 %) deutlich zu.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/06/wirtschaftliche-falschprognosen-fur-2011-alles-lacht-uber-die-analytiker-und-ihre-hochbezahlten-verstarker-in-den-wirtschaftsmedien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/06/wirtschaftliche-falschprognosen-fur-2011-alles-lacht-uber-die-analytiker-und-ihre-hochbezahlten-verstarker-in-den-wirtschaftsmedien/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/30/das-tropische-norwegen-von-lula-brasiliens-landesmedien-machen-sich-uber-lulas-groteske-einschatzungen-in-financial-times-lustig-lula-spricht-uber-brasilien-75-platz-auf-dem-uno-index-f/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/30/das-tropische-norwegen-von-lula-brasiliens-landesmedien-machen-sich-uber-lulas-groteske-einschatzungen-in-financial-times-lustig-lula-spricht-uber-brasilien-75-platz-auf-dem-uno-index-f/</strong></a></p>
<p><strong>Kein einziger Sektor der Regierung funktioniere gut &#8211; im  Führungsstil dominierten Improvisation und fehlende Planung. Der  Politiker der Arbeiterpartei Lulas, Luiz Sergio de Oliveira, sei  innerhalb von nur acht Monaten gar von zwei verschiedenen, von ihm  bekleideten Ministerposten, entfernt worden.</strong></p>
<p><strong>Hungerproblem: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/04/brasiliens-hungerproblem-hungernde-essen-vergorenen-abfall-matsch-aus-mulltuten-an-der-strase/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/04/brasiliens-hungerproblem-hungernde-essen-vergorenen-abfall-matsch-aus-mulltuten-an-der-strase/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/03/bundesprasident-christian-wulff-dilma-rousseff-und-der-zugige-bau-des-neuen-atomkraftwerks-angra-3-bei-rio-de-janeiro-mit-deutscher-bundesburgschaft/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/03/bundesprasident-christian-wulff-dilma-rousseff-und-der-zugige-bau-des-neuen-atomkraftwerks-angra-3-bei-rio-de-janeiro-mit-deutscher-bundesburgschaft/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/03/obdminhocao121.JPG" alt="obdminhocao121.JPG" /></p>
<p><strong>Foto von 2012. Durch das ständige Einatmen von Autoabgasen  wird das Immunsystem der Frauen und Männer noch rascher geschwächt &#8211; die  Folgen sind gerade den zuständigen Autoritäten bestens bekannt,  entsprechende medizinische Studien liegen vor.</strong></p>
<p><strong>Morde an Journalisten Brasiliens:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/06/morde-an-journalisten-in-brasilien-unter-der-rousseff-regierung-brasilianische-menschenrechtsorganisation-conectas-vor-dem-uno-menschenrechtsrat-in-genf-2012/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/06/morde-an-journalisten-in-brasilien-unter-der-rousseff-regierung-brasilianische-menschenrechtsorganisation-conectas-vor-dem-uno-menschenrechtsrat-in-genf-2012/</strong></a></p>
<p><strong>Lage in den Slums:<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/</a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/</strong></a></p>
<h2>Brasiliens Morde an Obdachlosen &#8211; wieder zwei im Schlaf erschossen  in Brasilia. Gravierende Menschenrechtslage des Tropenlandes. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=12585" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://g1.globo.com/distrito-federal/noticia/2012/03/moradores-de-rua-sao-mortos-tiros-no-distrito-federal.html"><strong>http://g1.globo.com/distrito-federal/noticia/2012/03/moradores-de-rua-sao-mortos-tiros-no-distrito-federal.html</strong></a></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/tagfuertag/1698492/"><strong>http://www.dradio.de/dlf/sendungen/tagfuertag/1698492/</strong></a></p>
<h2>Brasiliens Obdachlose &#8211; erneut einer an Brandwunden gestorben &#8211; in  Hauptstadt Brasilia. Zweites Opfer mit lebensgefährlichen Brandwunden,  Täter offenbar Jugendliche. Wie Brasilien unter Lulas Chefministerin  Dilma Rousseff funktioniert. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=12466" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://g1.globo.com/distrito-federal/noticia/2012/02/morre-um-dos-moradores-de-rua-que-teve-corpo-queimado-em-brasilia.html"><strong>http://g1.globo.com/distrito-federal/noticia/2012/02/morre-um-dos-moradores-de-rua-que-teve-corpo-queimado-em-brasilia.html</strong></a></p>
<p><strong>1997 war in Brasilia der Indianerhäuptling Galdino von fünf jungen Männern der Mittelschicht verbrannt worden.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/27/brasiliens-staatschefin-dilma-rousseff-und-ihr-erstes-amtsjahr-viel-kritik-an-regierungsstil-und-deren-resultaten-von-brasilianischen-politik-und-wirtschaftsexperten-viel-lob-aus-mitteleuropa/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/27/brasiliens-staatschefin-dilma-rousseff-und-ihr-erstes-amtsjahr-viel-kritik-an-regierungsstil-und-deren-resultaten-von-brasilianischen-politik-und-wirtschaftsexperten-viel-lob-aus-mitteleuropa/</strong></a></p>
<p><strong>Christian Wulff &#8211; und die während seines Brasilienbesuchs 2011 verbrannten Obdachlosen:</strong></p>
<p><strong><a href="http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html">http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/05/wulfflancelotti1.JPG" alt="wulfflancelotti1.JPG" /></p>
<p><strong>Wulff und Menschenrechtspriester Julio Lancelotti.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/26/brasiliens-systematische-morde-an-obdachlosen-prasidentin-rousseff-raumt-erstmals-sauberungsaktionen-limpeza-humana-gegen-strasenbewohner-ein/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/26/brasiliens-systematische-morde-an-obdachlosen-prasidentin-rousseff-raumt-erstmals-sauberungsaktionen-limpeza-humana-gegen-strasenbewohner-ein/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/02/wu1.JPG" alt="wu1.JPG" /></p>
<p><strong>Deutscher Bundespräsident Christian Wulff und die Obdachlosen Brasiliens:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/05/erneut-obdachloser-sao-paulos-verbrannt-polizei-ermittelt-wegen-verbrechenshintergrund-deutscher-bundesprasident-wulff-besucht-obdachlosengemeinde-der-megacity/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/05/erneut-obdachloser-sao-paulos-verbrannt-polizei-ermittelt-wegen-verbrechenshintergrund-deutscher-bundesprasident-wulff-besucht-obdachlosengemeinde-der-megacity/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/05/obdachloserverbranntbras.JPG" alt="obdachloserverbranntbras.JPG" /></p>
<p><strong>Überreste des Mannes und des Müllkarrens, Zeitungsausriß.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/</strong></a></p>
<p><strong>Obdachlosenverbrennung: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/25/obdachlose-in-sao-paulo-protestieren-gegen-lebendiges-verbrennen-von-strasenbewohnern-und-andere-gewalttaten-in-brasilien-viele-greueltaten-garnicht-amtlich-registriert-obdachlosenvertreibung-bea/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/25/obdachlose-in-sao-paulo-protestieren-gegen-lebendiges-verbrennen-von-strasenbewohnern-und-andere-gewalttaten-in-brasilien-viele-greueltaten-garnicht-amtlich-registriert-obdachlosenvertreibung-bea/</strong></a></p>
<p><strong>Hintergrund:</strong></p>
<p><strong>Brasilien: Die Milliardäre und die Hungernden(2011)</strong></p>
<p><strong>Kirche empört über starke Zunahme der Superreichen angesichts von Massenelend</strong></p>
<p><strong>Die Zahl der Milliardäre des Tropenlands ist laut neuester  Forbes-Statistik  auf 30 angestiegen – 2010 waren es noch 18. Platz acht  der Weltrangliste belegt Unternehmer Eike Batista aus Rio, mit 30  Milliarden US-Dollar. Der Reichtum der brasilianischen Milliardäre sei  dreimal so groß wie das Bruttosozialprodukt des entwickelten  Nachbarlands Uruguay. Bankiers und Börsianer feiern den Zuwachs bei  Brasiliens Superreichen als Beweis wirtschaftlichen Aufwärtstrends – die  Kirche des größten katholischen Landes äußert dagegen Empörung, weist  auf Hunger, Misere und rasch wachsende Elendsviertel. „Die  Milliardärsstatistik zeigt, daß sich unter der Regierung von Präsident  Lula an der grauenhaft ungerechten Einkommensverteilung, dem Begünstigen  der ohnehin Privilegierten nichts geändert hat“, sagt Frei José  Francisco, Leiter des Franziskaner-Sozialwerks von Sao Paulo. „Die neue  Präsidentin Dilma Rousseff fährt diesen Kurs weiter, tut nichts gegen  Einkommenskonzentration in den Händen weniger – trotz soviel Hunger und  Massenelend. Nur bei sozialer Ungleichheit ist Brasilien Weltspitze.“  Der Franziskaner hat Riesenprobleme, Spender und Förderer für die  zahlreichen Sozialprojekte der Megacity zu finden, ob für Straßenkinder  oder obdachlose Familien. „Mit einem Quentchen des Gelds der Milliardäre  könnte ich einen Großteil meiner Finanzierungsnöte beheben, müßte nicht  sogar deutsche Hilfswerke wie Misereor und Adveniat um Mittel bitten.  Denn Brasiliens Reiche geben nur, wenn es ihnen Profit, Status und  Steuererleichterungen bringt. Wer aber wie wir mit echter Sozialarbeit  jene Strukturen in Frage stellt, die Elend und Hunger schaffen, kriegt  keinen Centavo.“</strong></p>
<p><strong>Hedwig Knist aus der Diözese Mainz leitet in Lateinamerikas  reichster Stadt Sao Paulo die Obdachlosengemeinde und ist über die  Milliardärsstatistik ebenfalls aufgebracht, kennt die unpatriotische  Knickrigkeit der brasilianischen Superreichen nur zu gut. „Gäben die was  ab, müßte ich derzeit nicht das deutsche Generalkonsulat um Gelder für  ein Projekt anbetteln, das ausschließlich Brasilianern zugute kommt,   könnte ich dem Heer der Straßenbewohner viel besser helfen. Das  Anti-Hunger-Programm der Regierung holt die Menschen nicht aus dem  Elend, Brasiliens Sozialkontraste werden nicht geringer – die Reichen  indessen immer reicher. Die Milliardärsstatistik beweist es  drastisch-provozierend.“</strong></p>
<p><strong>Priester Aecio Cordeiro da Silva betreut in Sao Paulo 13 der  über 2000 Slums und erinnert daran, daß Brasiliens Parlamentsmitglieder  ein Durchschnittsvermögen von umgerechnet einer Million Euro besitzen  und sich erst kürzlich eine 60-prozentige Diätenerhöhung genehmigten.  „Dennoch votierten sie jetzt für eine Mindestlohn-Anhebung auf rund 248  Euro brutto, deutlich unterhalb der Teuerungsrate – sowas ist doch  skandalös, wie die Milliardärsstatistik! Es gibt weiter Hunger – das  Gesundheitswesen ist so grauenhaft, daß Menschen in den Warteschlangen  der Hospitäler sterben. Gerade ersuche ich einen Italiener um Geld für  ein Projekt, das Jugendliche vor dem Abrutschen in die  Drogenkriminalität bewahren soll – denn wir können nicht mal die  Stromrechnung aufbringen.“</strong></p>
<p><strong>Hintergrundtext von 2003:</strong><br />
<strong>„Guerra urbana” in der Megametropole Sao Paulo(2003) <font size="3"> </font> <font size="3">Lulas PT-Bürgermeisterin Marta Suplicy überläßt<br />
Slumbewohner dem Terror der Banditenmilizen<br />
Afghanin aus Deutschland: „Das ist hier wie Bürgerkrieg”</font></strong></p>
<p><strong><font size="3">Maryam Alekozai, zwanzig, größtenteils in  Aachen aufgewachsen, wollte ihr soziales Jahr eigentlich in der Heimat,  in Afghanistan machen &#8211;  doch dann kam der Konflikt dazwischen,  entschied sie sich für ein Slumprojekt in Sao Paulo, betreut voller  Idealismus Slumkinder, gerät immer wieder in Lebensgefahr: „Es herrscht  hier eine Art Bürgerkrieg &#8211;  gar nicht mal so anders wie damals in  Afghanistan, als ich klein war. Tagsüber, nachts fallen Schüsse, immer  wieder wird jemand umgebracht, Kinder verlieren ihre Väter. Von den  Müttern, deren Kinder ich betreue, sind nicht wenige deshalb  alleinstehend. Das ist hier einer der gewalttätigsten Gebiete ganz Sao  Paulos.” Seit über zwei Jahren regiert  Präfektin Marta Suplicy aus  Staatschef Lulas Arbeiterpartei PT die Megametropole, hätte die  Machtmittel, um die neofeudalen Strukturen in den Slums, den Favelas, zu  brechen. Könnte zumindest Druck auf den für die öffentliche Sicherheit  des gesamten Teilstaates Sao Paulo zuständigen Gouverneur ausüben.  Doch  es  ändert sich nichts, die extrem krassen Menschenrechtsverletzungen  sind nicht einmal Hauptthema der PT-Führung &#8211;  wie während der Amtszeit  von PT-Gouverneurin Benedita da Silva in Rio de Janeiro:  Neofeudale  Banditenmilizen sind weiterhin unumschränkte Herrscher,  terrorisieren  die Bewohner, verhängen Ausgangssperren &#8211;  manche minderjährigen  Kindersoldaten, bekannt und  gefürchtet,  killten bereits bis zu vierzig  Menschen. Angst dominiert, jedermann spricht nur von „Guerra”. Auch  unter Präfektin Marta Suplicy werden Kinder, Jugendliche von den  Drogenkartellen, ihren Milizen rekrutiert, erleben nur zu oft das  Erwachsenenalter nicht, sterben bei Gefechten mit rivalisierenden  Banden, Schießereien mit der Polizei. Wer nicht mitmachen will, kriegt  die Kugel.  José  Grigorio de Jesus, 66, Präsident einer  Bewohnerinitiative des Slums Capao Redondo, schildert, wie es seinem   Sohn erging:”Er wollte endlich aussteigen, hatte schon eine feste  Arbeitsstelle &#8211;  doch am ersten Arbeitstag haben sie ihn erschossen.”  Jedermann muß sich an das „Lei do Silencio”, das Gesetz des Schweigens,  halten &#8211;  zu niemandem ein Wort über Vorgänge im Slum. „Wer als  Informant der Polizei gilt, stirbt.”</font></strong></p>
<p><strong><font size="3">„Genozid im Gange” &#8211;  Ausgangssperre an der „Copacabana”</font></strong></p>
<p><strong><font size="3">Monatlich werden an der Slumperipherie Sao  Paulos über achthundert Menschen umgebracht &#8211;  fast so viele wie in  Deutschland im ganzen Jahr, weit mehr als in den aktuellen  Konfliktgebieten der Erde. „Die Statistiken zeigen, daß hier ein Genozid  im Gange ist”, betont Padre Jaime Crowe in Jardim Angela, einem der  gewaltgeprägtesten  Favelas. </font><font size="3">Der dichtbevölkerte  Slum „Copacabana”, unweit von Maryam Alekozais Arbeitsplatz, wirkt  häufig sogar mitten am Tage wie eine Geisterstadt. Katen, Barracken  verriegelt,  kein Mensch, nicht mal spielende Kinder  auf der Straße, im  Gassenlabyrinth &#8211;  sämtliche Kramläden geschlossen, eigenartige Stille.  „Toque de recolher”, Ausgangssperre, lautet die Erklärung, erneut  verhängt von den Milizen des global vernetzten organisierten  Verbrechens. Einige Jungen lassen aber Drachen steigen &#8211;  wie paßt das  zusammen? Sie tuns im Auftrage der hiesigen Warlords &#8211;  mit den Drachen  werden Signale gegeben, falls Gefahr im Verzuge ist, sich hochbewaffnete  gegnerische Milizen nähern. Auch in „Copacabana” stellt man sich besser  mit den „Soldados” gut, heuchelt Unterwürfigkeit und Sympathie, bietet  ihnen Getränke, Selbstgebrutzeltes an. Wer will schon zerstückelt, gar  lebendig verbrannt enden? Täglich liegen irgendwo Leichen, abgetrennte  Körperteile.</font><font size="3"> Mittel-und Oberschicht blenden diese  Realität zynisch aus. Ein grotesker Kriminalfall vom Februar 2003 zeigt  es exemplarisch: In Sao Paulo zerstückelt ein angesehener Chirurg seine  Geliebte, Frau des Hausmeisters, fein säuberlich mit Seziermessern, wird  indessen ertappt, der Fall macht Schlagzeilen, ist auch in den seriösen  TV-Nachrichten. Just jene Fotografien aus der Gerichtsmedizin, die die  aneinandergereihten Körperteile der Ermordeten in GroßaufnahmeÂ  zeigen  &#8211;  auch Brüste, Arme, Vagina, alles &#8211;  stellt jemand ins Internet, halb  Brasilien schaut sie derzeit immer wieder an. Professorinnen,  Anwältinnen, Schickeria-Damen sind entsetzt, sahen sowas noch nie,  können deshalb nachts nicht schlafen, reden von nichts anderem. Daß die  in den Slums tagtäglich weit Schlimmeres sehen müssen, sogar miterleben,  wie Menschen lebendig verbrannt werden, aufgedunsene unbekleidete  Leichen von Männern, Frauen, Mädchen, oftÂ  mit abgeschlagenemÂ  Kopf,  bei vierzig Grad auf Geheiß der Banditen tagelang zur Abschreckung  mitten im Gassengewirr liegen, macht in Brasilien nie Schlagzeilen, ist  für die „oben” kein Thema.  </font><font size="3">Maryam Alekozai  blieben solche grauenhaften Szenen erspart &#8211;  nicht aber die  Schießereien. „Ich habe den Eindruck, das alles ist bereits Teil des  Lebens der Kinder hier”, sagt Maryam Alekozai, „ganz normal für sie, daß  jemand erschossen wird &#8211;  die wachsen damit auf. Der Unterschied  zwischen einem fünfjährigen Mädchen hier und in Deutschland ist so  unglaublich groß! In den Augen der brasilianischen Kinder sehe ich Haß,  ganz tiefen Haß &#8211;  und Wut! Man blickt nicht in Kinderaugen, sondern  eigentlich in Augen von Erwachsenen, die voller Aggressionen sind. Die  Gewalt, die Ungerechtigkeit, die in diesem Land herrscht, spiegelt sich  in den Augen der Kinder &#8211;  unübersehbar.” Doch gleichzeitig weist sie  auf einen scheinbaren Widerspruch:”Ein Bewußtsein über soziale  Ungleichheiten existiert hier nicht &#8211;  weder bei den Armen noch bei den  Reichen. Aufklärung, kritisches Denken, das einem in Deutschland  beigebracht wird, fehlt hier.” Doch auch in den Slums täuscht die  Erscheinungsebene, der oberflächliche Eindruck nur zu oft. „Viele sagen  &#8211;  ihr kommt aus Deutschland, seht uns fröhlich und gut drauf, könnt  euch aber nicht vorstellen, wie es uns wirklich geht, wie es zuhause  hinter unseren vier Wänden aussieht.”</font></strong></p>
<p><strong><font size="3">Eine Frau kommentiert:”Brasilianer sind in der  Lage, über ihr eigenes Unglück zu lachen, darüber  groteske Witze zu  reißen; schwarzer Humor, schwärzer gehts nicht &#8211;  eine Art Ventil, um  damit fertigzuwerden &#8211;  wahrscheinlich ist das in Europa anders.”</font></strong></p>
<p><strong><font size="3">Sozialprojekte senken Gewaltrate nicht</font></strong></p>
<p><strong><font size="3">Jahrzehntelang hielt sich bei Gutmenschen  Brasiliens und Drittweltbewegten Europas die These, man müßte die Slums,  nur mit einem Netz von Sozialprojekten überziehen, um die entsetzlich  hohe Mordrate drastisch zu senken, die Herrschaft des hochgerüsteten  organisierten Verbrechens, der brasilianischen Warlords zu schwächen.  Kinder und Jugendliche würden sich dann nicht länger von den Milizen  anwerben lassen, den Drogen entsagen, einer glücklicheren Zukunft  entgegengehen. Auch europäische Hilfsorganisationen starteten deshalb  solche Projekte, investierten hohe Spendersummen. Indessen &#8211;  selbst  laut Unesco-Angaben wurden weder die Gewaltrate noch der Banditenterror  gegen die Bewohner gebremst. Nur zuviele Sozialprojekte werden von den  Banditenmilizen kontrolliert &#8211;  was Spender in Europa nicht erfahren  sollen.</font><font size="3">Auch Staatschef Lula und dessen zuständige  Minister sprechen  beschönigend von einem Sicherheitsproblem, um das  sich die Polizei zu kümmern habe. Doch die erwarteten Sofortmaßnahmen  bleiben aus.  Menschenrechtsexperten und selbst der schweizerische  UNO-Sonderberichterstatter Jean Ziegler weisen auf unumstößliche  Tatsachen:”Für die Vereinten Nationen sind 15000 Gewalt-Tote jährlich in  einem Land ein Hinweis auf Krieg &#8211;  doch in Brasilien werden sogar  gemäß offiziellen Statistiken rund vierzigtausend umgebracht!”  Tatsächlich sind es weit mehr, getötet aus politischen oder kriminellen  Motiven, oft vermischt &#8211;  doch auch in Deutschland verbinden viele mit  dem Tropenstaat sozialromantische Vorstellungen, verdrängen gewöhnlich,  daß gerade in Millionenstädten wie Rio de Janeiro nur unweit der  Touristenstrände tagtäglich heftige Gefechte im Gange sind &#8211;   ausgetragen auch mit NATO-Waffen, darunter Granatwerfern.</font></strong></p>
<p><strong><font size="3">In Deutschland werden jährlich laut BKA rund  eintausend Menschen umgebracht, bei einer Gewaltrate wie in Brasilien  wären es indessen weit über zwanzigtausend.</font></strong></p>
<p><strong><font size="3">Zudem befänden sich dann mehr als zehn  Millionen illegaler Waffen fast jeden Kalibers in Privat-bzw.  Gangsterhand. Jeder kann erahnen, wie Deutschland dann aussähe.</font><font size="3"> Die  größte brasilianische Qualitätszeitung „Folha de Sao Paulo” macht 2003  folgende Rechnung auf:”In den letzten zwanzig Jahren wurden 1,9  Millionen Brasilianer getötet &#8211;  1,5 Millionen davon waren junge  Menschen. Hätte Brasilien in diesen Jahren an einem Krieg teilgenommen,  wären garantiert nicht so viele Opfer zu beklagen.”</font><font size="3">Bereits  1992 hatte der PT- Abgeordnete Carlos Minc betont:”In Rio de Janeiro  sind Straftäter und Autoritäten Komplizen &#8211;  das organisierte  Verbrechen, das Drogenkartell herrscht in den Slums, pflegt enge  Beziehungen zur Geschäftswelt, zur Stadtregierung, zu Polizei und  Justiz, die daher Straffreiheit walten lassen, die Gesetze nicht  anwenden, die Menschenrechte der Rio-Bewohner mißachten.” Mincs Analyse  wurde unlängst  von einer parlamentarischen Untersuchungskommission für  große Teile Brasiliens, zahlreiche andere Millionenstädte  bestätigt. </font><font size="3">Heute  sehen Soziologen und Menschenrechtler viele Parallelen zur Lage in  Kolumbien, in Afrika. Fernando Olinto, der als Mitarbeiter von „Ärzte  ohne Grenzen” bereits in Ruanda und Bosnien im Einsatz war, konstatiert,  daß in Brasilien ebenso wie in Afrika bewaffnete Jugendliche,  Kindersoldaten Terror ausüben, sich die Bilder gleichen. Rio de Janeiros  Stadtautobahnen zum internationalen Flughafen müssen regelmäßig wegen  Banditengefechten, bewaffneten Raubüberfällen auf LKW, Busse, PKW  gesperrt werden. Es reicht, sich ein solches Szenario für touristische  Städte Deutschlands vorzustellen &#8211;  und die entsprechenden Wirkungen auf  die Fremdenverkehrsbranche. Um so erstaunlicher, daß von Brasiliens  Autoritäten die enormen Einnahme- und Arbeitsplatzverluste etwa im  Tourismus hingenommen werden &#8211;  während die global vernetzten  neofeudalen Verbrechermilizen ihre Profite ständig steigern. Immerhin  werden alleine in Rio de Janeiro laut Polizeiangaben von Comando  Vermelho(Rotes Kommando) und Terceiro Comando(Drittes Kommando), den  beiden wichtigsten Gangsterkartellen Brasiliens, monatlich sechs Tonnen  Kokain verkauft &#8211;  in Lateinamerikas Wirtschaftsmetropole Sao Paulo, mit  über tausend deutschen Firmen, etwa ebensoviel. Gleich nach den USA ist  Brasilien zweitgrößter Kokainverbraucher. </font><font size="3">Die  rivalisierenden Milizen sind zudem auf illegalen Waffenhandel,  Serienentführungen, Frachtraub und Banküberfälle spezialisiert. Selbst  zur Machtdemonstration feuern sie täglich Mpi-Salven ab &#8211;  erhöhen damit  den psychischen Druck besonders auf die Slumbewohner. </font><font size="3"> Würde,  wie viele erwarteten,  Staatschef Lula sofort nach seinem Amtsantritt  die Armee einsetzen, um  den Stadtkrieg zu stoppen, Millionen von  Slumbewohnern zu ihren Basis-Menschenrechten zu verhelfen? Immerhin  hatte dies der neue Staatssekretär für öffentliche Sicherheit, Josias  Quintal, gleich im Januar öffentlich vorgeschlagen. Doch die  Lula-Regierung lehnte ab &#8211;  ein Einsatz der Streitkräfte komme nicht in  Frage. Auch Sozialexperten ist deshalb ein Rätsel, wie Staatschef Lula  sein groß angekündigtes Anti-Hunger-Programm und andere Maßnahmen zur  Elendsbekämpfung durchsetzen will. Schließlich lassen die  Verbrechersyndikate bislang staatliche Präsenz in den riesigen Slums  kaum zu, verbieten häufig sogar kirchlichen Sozialwerken und  Nicht-Regierungs-Organisationen den Zutritt. </font><font size="3">Nach  wie vor ist  in Brasilien, ebenso wie in Argentinien, das  Schicksal der  zur Diktaturzeit  „Verschwundenen” ein heißdiskutiertes Thema &#8211;  jene  Ungezählten, die man im  „Guerra urbana” tötete, auf geheimen Friedhöfen  verscharrte,  oder gar verbrannte, wird dagegen so gut wie völlig   ignoriert.</font></strong></p>
<h2>Brasiliens (Lateinamerikas?)genialster Karikaturist Angeli, von der  größten Qualitätszeitung “Folha de Sao Paulo”, mit einer aktuellen  Zeichnung zur “Vergangenheitsbewältigung” &#8211; aus der Serie  “Bananenrepublik”. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=12608" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/angeli/" rel="tag">Angeli</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-vergangenheitsbewaltigung/" rel="tag">Brasiliens Vergangenheitsbewältigung.</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/folha-de-sao-paulo/" rel="tag">Folha de Sao Paulo</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/03/angelibananenrepublikdiktatur.JPG" alt="angelibananenrepublikdiktatur.JPG" /></p>
<p><strong>Ausriß März 2012.</strong></p>
<p><strong>“Boaventura hat Sehnsucht nach der Diktatur. Felinto betont,  daß die Folter nötig war. Olinto meint, daß Einkerkerungen und Tötungen  gerechtfertigt waren. Frota sagte, daß man in dieser Zeit gut lebte.”</strong></p>
<p><strong>Übereinstimmungen mit Einschätzungen von damals und heute in Brasilien lebenden Mitteleuropäern sind sicher reiner Zufall.  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/19/gestapo-folter-unter-brasiliens-diktator-getulio-vargas-trager-des-bundesverdienstkreuzes-der-fall-des-deutschen-harry-berger/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/19/gestapo-folter-unter-brasiliens-diktator-getulio-vargas-trager-des-bundesverdienstkreuzes-der-fall-des-deutschen-harry-berger/</a></strong><strong><br />
</strong></p>
<p><strong><a href="http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html">http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html</a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/diktaturopfercpi.JPG" alt="diktaturopfercpi.JPG" /></p>
<p><strong>Diktaturopfer &#8211; getötete Regimegegnerin, Foto von kirchlichen Menschenrechtsaktivisten.</strong></p>
<p><strong>Die 21 Jahre währende Diktatur begann mit dem Militärputsch  von 1964 &#8211; 1969 schloß Bonn mit dem Militärregime laut Jahreschronik ein  Kulturabkommen. </strong></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/tagfuertag/1698492/"><strong>http://www.dradio.de/dlf/sendungen/tagfuertag/1698492/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1624771/"><strong>http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1624771/</strong></a></p>
<p><strong>Pressefreiheit in Brasilien:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/26/brasiliens-medien-berichten-in-groser-aufmachung-uber-den-absturz-auf-dem-pressefreiheit-ranking-von-reporter-ohne-grenzen-warum-brasilien-aus-mitteleuropa-soviel-lob-erhalt/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/26/brasiliens-medien-berichten-in-groser-aufmachung-uber-den-absturz-auf-dem-pressefreiheit-ranking-von-reporter-ohne-grenzen-warum-brasilien-aus-mitteleuropa-soviel-lob-erhalt/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/14/brasiliens-atomkraft-ausbau-mit-deutscher-hilfe-mit-der-ublichen-immer-groseren-verspatung-kommen-manche-uralt-fakten-irgendwann-doch-noch-sogar-in-der-deutschen-provinz-an-rio20-und-die-spesenrit/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/14/brasiliens-atomkraft-ausbau-mit-deutscher-hilfe-mit-der-ublichen-immer-groseren-verspatung-kommen-manche-uralt-fakten-irgendwann-doch-noch-sogar-in-der-deutschen-provinz-an-rio20-und-die-spesenrit/</strong></a></p>
<h2><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/24/brasilien-korruption-in-lulas-letztem-amtsjahr-2010-85-milliarden-real-abgezweigt-laut-nachrichtenmagazin-veja-zehn-grunde-um-sich-zu-emporen/" rel="bookmark">Brasilien  &#8211; Staats-Korruption in Lulas letztem Amtsjahr 2010 &#8211; 85 Milliarden Real  abgezweigt, laut Nachrichtenmagazin “Veja”. “Zehn Gründe, um sich zu  empören”.</a></h2>
<p>Montag, 24. Oktober 2011 von Klaus Hart   <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11322" title="Beitrag bearbeiten">**</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/korruptionveja85milliarden.JPG" alt="korruptionveja85milliarden.JPG" /></p>
<p><strong>Laut “Veja” hätte das abgezweigte Geld u.a. ausgereicht, das  Elend in Brasilien auszutilgen. Lula selbst ist laut Medienangaben  unterdessen zum Dollar-Millionär aufgestiegen &#8211; hat wegen seiner  Politik, vor dem Hintergrund der Korruptionsfakten, der sozialen Kosten,  aus Mitteleuropa enormes Lob erhalten, dazu Doktorhüte und Preise.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/08/brasilien-aufschrei-der-ausgeschlossenen-2011-proteste-in-sao-paulo-grito-dos-excluidos/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/08/brasilien-aufschrei-der-ausgeschlossenen-2011-proteste-in-sao-paulo-grito-dos-excluidos/</strong></a></p>
<p><strong>Laut Befreiungstheologe Frei Betto, Ex-Lula-Berater beim  Anti-Hungerprogramm,  liegt die Zahl der in extremer Armut, also in  Hunger und Misere, lebenden Brasilianer, nicht wie offiziell angegeben,  heute bei 16 Millionen, sondern ist doppelt so hoch. </strong><strong>Nach  derzeit geltendem mitteleuropäischen Werteverständnis hat damit die  internationale Wirtschafts-und Finanzkrise, wie die  Lula-Rousseff-Regierung verbreiten ließ, auf Brasilien nur geringe  Auswirkungen gehabt.</strong></p>
<p><strong>Brasiliens investigative Journalisten wiesen indessen auf  Rekordentlassungen, den Stopp vieler Industrieprojekte, auf  Exportprobleme und Deindustrialisierung, geschönte offizielle  Statistiken. </strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/12/slumkloakesp1.JPG" alt="slumkloakesp1.JPG" /></p>
<p><strong>“Krise &#8211; was denn für eine Krise?” &#8211; Kloake-Slum in Sao Paulo.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/15/brasiliens-slum-sondergerichte-der-banditenkommandos-existieren-weiter-todesurteile-folter-verstummelungen-laut-landesmedien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/15/brasiliens-slum-sondergerichte-der-banditenkommandos-existieren-weiter-todesurteile-folter-verstummelungen-laut-landesmedien/</strong></a></p>
<h2>Brasilien, Sao Paulo, Avenida Tiradentes: Geld “verdienen” bei Rot. Nur sehr wenige geben ihm was. Fotoserie Sao Paulo. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=12621" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-arme/" rel="tag">Brasiliens Arme</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-unterbeschaftigung/" rel="tag">Brasiliens Unterbeschäftigung</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/03/rot1.JPG" alt="rot1.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/03/rot2.JPG" alt="rot2.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/18/sao-paulo-fotoserie-uber-brasiliens-megacity/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/18/sao-paulo-fotoserie-uber-brasiliens-megacity/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/03/rot3.JPG" alt="rot3.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/15/brasiliens-obdachlose-wieder-ganze-schlafende-gruppe-nachts-von-unbekannten-angezundet-56-jahrige-in-lebensgefahr/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/15/brasiliens-obdachlose-wieder-ganze-schlafende-gruppe-nachts-von-unbekannten-angezundet-56-jahrige-in-lebensgefahr/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/03/rot4.JPG" alt="rot4.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/29/brasiliens-neue-prasidentin-dilma-rousseff-raumt-erstmals-moglichen-bruch-des-wahlversprechens-ein-das-elend-im-lande-auszutilgen/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/29/brasiliens-neue-prasidentin-dilma-rousseff-raumt-erstmals-moglichen-bruch-des-wahlversprechens-ein-das-elend-im-lande-auszutilgen/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/03/rot5.JPG" alt="rot5.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/03/rot6.JPG" alt="rot6.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/15/brasilias-u-boot-geschaft-mit-paris-so-teuer-wie-zwei-jahre-anti-hunger-programmbolsa-familia-meldet-o-globo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/15/brasilias-u-boot-geschaft-mit-paris-so-teuer-wie-zwei-jahre-anti-hunger-programmbolsa-familia-meldet-o-globo/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/03/lulamantegachico.JPG" alt="lulamantegachico.JPG" /></p>
<p>Ausriß O Globo.</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-heranwachsende-in-extremer-armut-zahl-zunehmend-laut-neuer-unicef-studie-acht-jahre-lula-rousseff-regierung-und-resultate/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-heranwachsende-in-extremer-armut-zahl-zunehmend-laut-neuer-unicef-studie-acht-jahre-lula-rousseff-regierung-und-resultate/</strong></a></p>
<h2>Brasiliens Slum-Sondergerichte der Banditenkommandos existieren auch  unter der Rousseff-Regierung weiter &#8211; Todesurteile, Folter,  Verstümmelungen, laut Landesmedien. Brasiliens Wachstumsbranche Crack  und das organisierte Verbrechen. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=12613" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-sondergerichte-des-organisierten-verbrechens/" rel="tag">Brasiliens Sondergerichte des organisierten Verbrechens</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/folter/" rel="tag">Folter</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/15/brasiliens-slum-sondergerichte-der-banditen-diktatur-in-zeiten-neoliberaler-herzenskalte-video-anklicken/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/15/brasiliens-slum-sondergerichte-der-banditen-diktatur-in-zeiten-neoliberaler-herzenskalte-video-anklicken/</strong></a></p>
<p><strong>In Rio de Janeiros Slum-Region “Complexo da Maré” ist die  Polizei bei einem Einsatz den Angaben zufolge zufällig auf ein  Sondergericht gestoßen, das bereits einen Mann gefoltert und erschossen  hatte, während ein weiterer zur Exekution vorgesehen war und gerade  sadistische Folterungen erlitt. Die Banditen des Sondergerichts hatten  ihm bereits einen Teil des Fußes abgetrennt, er schwebt in Lebensgefahr.  Sondergerichte dieser Art sorgen in den brasilianischen Slums unter  Millionen von Menschen für ein Klima von Angst und Terror &#8211; in in  neoliberalen Ländern Europas stoßen derartige Fakten seit Jahren fast  durchweg lediglich auf Desinteresse und extreme Herzenskälte.</strong></p>
<p><strong>“As <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/15/brasiliens-slum-sondergerichte-der-banditenkommandos-existieren-weiter-todesurteile-folter-verstummelungen-laut-landesmedien/" rel="nofollow">cenas</a> de  terror eram feitas próximo ao corpo de um outro homem com sinais de  espancamentos. O homem torturado de 34 anos, foi levado para o Hospital  Souza Aguiar, no Centro, com ferimentos feitos com machado, um tiro na  barriga, outro na perna direita, e o braço quebrado.” (O Dia)</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/09/microondaspensionista.jpg" alt="microondaspensionista.jpg" /></p>
<p><strong>Opfer der Banditen-Diktatur in Rio, Ausriß. In Lula-Amtszeit lebendig verbrannt &#8211; laut Presseberichte.</strong><strong>“julgada,  queimada e morta”. Den Angaben zufolge wurde die Frau von einem  Banditen-Sondergericht vor der grausamen Hinrichtung auch sadistisch  gefoltert, wie entsprechende Wunden am Körper zeigten. Die Frau befand  sich mit ihren fünf kleinen Enkeln in der Kate, als sie von den Banditen  herausgezerrt und zur “microondas”-Stelle gestoßen wurde. Der Fall  erregte bei sogenannten Dritt-Welt-NGO keinerlei Aufmerksamkeit &#8211; die  Fortexistenz der Slum-Sondergerichte war natürlich auch auf den  Weltsozialforen in Brasilien nie ein Thema. Entsprechende brasilianische  Presseberichte waren keineswegs selten, erschienen teilweise als  Aufmacher mit Schlagzeilen in Qualitätsmedien &#8211; just während der  Lula-Rousseff-Amtszeit:”O Tribunal do trafico em acao.”</strong><strong> Auch  der gefolterte und lebendig verbrannte TV-Reporter Tim Lopes wurde  Opfer eines Slum-Sondergerichts. In Sao Paulo berichteten die Medien  u.a. 2010 über derartige Sondergerichte in der Megacity, die Menschen  lebendig verbrennen. Ein Foto zeigt Polizisten mit Überresten einer  Leiche &#8211; die Bildunterschrift lautet:”Leiche des Opfers eines Tribunals  des Verbrechens wird abtransportiert.”</strong></p>
<p><strong><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/668242/">http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/668242/</a></strong></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/ewelten/1651902/"><strong>http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/ewelten/1651902/</strong></a></p>
<p><strong>Der katholische Favela-Priester Luis Antonio Pereira Silva in  Rio de Janeiro im Website-Interview:”Die Polizei kommt in die Favelas  und ist morgen wieder weg &#8211; doch die Banditenkommandos bleiben.”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/21/brasiliens-diktatur-verbrechen-wie-unter-lula-und-seiner-chefministerin-dilma-rousseff-die-aufklarung-behindert-wurde-diktaturverbrecher-einen-wichtigen-aufschub-erhielten/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/21/brasiliens-diktatur-verbrechen-wie-unter-lula-und-seiner-chefministerin-dilma-rousseff-die-aufklarung-behindert-wurde-diktaturverbrecher-einen-wichtigen-aufschub-erhielten/</strong></a></p>
<h2>Brasiliens Privilegiertenghettos als Gesellschaftsmodell &#8211; jetzt auch in Deutschland. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=174" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: , <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasilianisierung/" rel="tag">Brasilianisierung</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasilien/" rel="tag">Brasilien</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/eliten/" rel="tag">Eliten</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/frei-betto/" rel="tag">Frei Betto</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/menschenrechte/" rel="tag">Menschenrechte</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/sao-paulo/" rel="tag">Sao Paulo</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/ulrich-peltzer/" rel="tag">Ulrich Peltzer</a></p>
<p><strong>“Die Flucht der Elite. Sie schicken ihre Kinder in  Privatschulen, ziehen in bewachte Viertel und verlassen das  Sozialsystem.Die deutschen Eliten fangen an, sich aus der  Solidargemeinschaft zu verabschieden.” Der Spiegel über  ”Brazilianization, vor der in den USA längst gewarnt wird.</strong></p>
<p><strong>“Koloniales Denken und Handeln”</strong></p>
<p><strong>Schriftsteller Ulrich PeltzerÂ kritisiert in Sao Paulo  Â Gated Comunities: “Das ist ein Umbau, der zur Zeit in Europa auch  stattfindet.”</strong></p>
<p>Übermannshohe Mauern, obendrauf zusätzlich  Hochspannungs-Drahtverhaue, Überwachungskameras, mißtrauisch  dreinblickende Privatpolizei mit Walky-Talkies am pompösen Tor &#8211;  dahinter Villen oder luxuriöse Penthouse-Blocks, viel Grün,  Swimmingpools, Tennisplätze: Brasiliens Betuchte schotten sich immer  perfekter gegen Misere und ausufernde Kriminalität in einem Land mit  jährlich über 50000 MordenÂ Â ab &#8211; angesichts forcierter neoliberaler  Spaltung der Gesellschaft, deutlicher Förderung von Gewaltkriminalität  selbst in früher nahezu kriminalitätsfreien RegionenÂ sowie der  Einführung von stark machistisch geprägten GewaltformenÂ Â macht Â das  BeispielÂ inzwischen auch in Deutschland Schule. Der Spiegel 2008:”Die  Elite ist dabei, sich vom Rest der Gesellschaft abzukoppeln. Es sind  Symptome einer Zweiklassengesellschaft zu beobachten, die bis vor  wenigen Jahren eher in Schwellenländern vorkamen.” Der “Tagesspiegel”,  Berlin: “Zu bestimmten Tageszeiten und in bestimmten Gegenden Berlins  ist die Gefahr, als Einzelner Opfer einer Gewalttat zu werden, ein nicht  mehr zu vernachlässigendes Risiko.”</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/17/lynchland-brasilien-meiste-opfer-lebendig-verbrannt/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/17/lynchland-brasilien-meiste-opfer-lebendig-verbrannt/</a></p>
<p>Fährt derÂ Befreiungstheologe und DominikanerÂ Frei Betto durch die  besseren Viertel derÂ Megacity Â Sao Paulo, kommt er immer wieder an  solchen “Condominios fechados”, geschlossenen Wohnanlagen, vorbei, nennt  sie ironisch “Luxusgefängnisse”. Über dreihundert gibt es bereits im  größten deutschen Wirtschaftsstandort außerhalb Deutschlands, die  Nachfrage ist enorm, auf den Wartelisten stehen auch deutsche Manager.  Kein Tag ohne ganzseitige Farbanzeigen in den großen Blättern:”Komm und  lebe in Freiheit, Sicherheit, Grün!” &#8211; ob im neuen “Swiss Park”, im  “Liberty Village”, der “Ville Versailles”.</p>
<p>Familienfreundlichkeit ist ein wichtiges Werbeargument:”Hier werden  Deine Kinder wie VIPs behandelt!”. Zehn Megaprojekte, jedes mit  durchschnittlich 1300 Villen-Geländen, sind brasilienweit im Bau. Vor  sechs Jahren lebte nur rund eine halbe Million in solchen  Privilegiertenghettos, heute etwa dreimal soviel. Nimmt man die  abgesperrten Villen-Privatstraßen der besseren Viertel hinzu kommt man  brasilienweit sogar auf über sechs Millionen. Pionier-„Ghetto” Sao  Paulos war Alphaville, gegründet vor fast dreißig Jahren “ heute eine  Stadt in der Stadt mit rund vierzigtausend Bewohnern, einziges  Condominio Brasiliens in dieser Größenordnung. Zwischen Lateinamerikas  Wallstreet, der Avenida Paulista in Sao Paulos City, und Alphaville  pendeln ständig komfortable Sonderbusse.<br />
Alles nicht nur für den in Deutschland durch Bücher, soziologische  Vorträge bekannten Frei Betto ein Absurdum:”Die Stadt sollte Ort des  Zusammentreffens, Austauschs, der Solidarität sein “ wurde stattdessen  zur Geisel der Banditengewalt “ mit Condominios provozierender Opulenz,  eingekesselt von Misere. Wir sind Fußball-Weltmeister “ aber  unglücklichweise auch Weltmeister in sozialer Ungleichheit.”  Vierundsechzig Prozent des Volkseinkommens, so der frühere enge Berater  von Staatschef Luis Inacio Lula da Silva, seien in der Hand von nur zehn  Prozent der Brasilianer, also von nur siebzehn Millionen. Ein  Bauarbeiter, der solche”Luxusgefängnisse” miterrichtet, verdient nur  umgerechnet zwischen siebzig Cents und zwei Euro die Stunde, wohnt  deshalb an der ausgedehnten Slumperipherie. „Anstatt die Ursachen von  Misere, Armut und Massenarbeitslosigkeit zu beseitigen, flieht  Lateinamerikas Elite vor den Folgen eigener Politik, zieht es vor, den  eigenen Reichtum herauszustellen, baut deshalb diese Condominios  fechados, Inseln der Phantasie “ voller Angst vor denen auf der Straße,  vor dem öffentlichen Raum.” Denn dort schlägt dieser Elite nur zu oft  blanker Haß der in Jahrhunderten durch Elend Brutalisierten entgegen,  wie Brasiliens größte Qualitätszeitung, die „Folha de Sao Paulo,  kommentiert.<br />
Die Gewaltbereitschaft vor allem der perspektivlosen Unterschichtsjugend  ist so groß, daß etwa in Sao Paulo selbst Großdiskotheken und  Samba-Ballhäuser nachts vorsorglich von schwerbewaffneter Militärpolizei  und Munizipalgarde umstellt werden. Bis auf weiteres in Deutschland  noch unvorstellbar &#8211; Â Brasilien gilt weiterhin nur zu vielen Deutschen  als Traumland, Kenntnisse über andere Länder werden auch dank “politisch  korrekter”Â Informationssteuerung immer geringer.</p>
<p>“Das sind wahre Inseln des Reichtums in einer Metropole voller  Armuts-und Gewaltprobleme”, sagt die Stadtsoziologin Eva Turin über die  Condominios fechados. “Auf diesen Inseln wohnt die Elite des Landes, die  ja hier in Sao Paulo konzentriert ist. Diesen Leute geht es nicht nur  um mehr Sicherheit, für sie ist es eine Frage des Status, in einer  geschlossenen Wohnanlage zu leben, die von einer brutalen Privatpolizei  bewacht wird. Ja, es ist nicht zu übersehen &#8211; Sao Paulo ist auch eine  geteilte Stadt. Zwischen den Slums, mitten in der Misere wirken diese  Wohnanlagen wie Festungen. Hier wird augenfällig, wie sich der Staat aus  der sozialen Problematik zurückzieht und wie er eine Stadtpolitik  betreibt, die die gesellschaftlichen Spannungen weiter verschärft.  Gleichzeitig erkennen wir, welche Visionen unsere Eliten pflegen.Â  Sie  suchen extrem individualistische Lösungen nur für sich &#8211; und lassen den  Rest des Landes völligÂ  außer Acht, also 98 Prozent der brasilianischen  Bevölkerung. Kein Zweifel, das ist koloniales Denken und Handeln.”</p>
<p>Sollten in Deutschland Kriminalität und Gewalt weiter gefördert  werden, dürften nach dem Vorbild der USA &#8211; und Brasiliens &#8211; Â bald  ebensolche Condominios sowie immer mehr No-Go-Areas entstehen. Mit einer  strengen Einlaßkontrolle an den Privilegiertenghettos, die der an  deutschen Militärobjekten ähnelt: Bewaffnete Wächter, die von der Straße  aus hinter ihren schwarzen Spezialfenstern nicht zu erkennen sind,  mustern die Ankommenden. Dann wird für die jeweiligen Personen bzw. für  deren Wagen der erste Metallgitterzaun geöffnet, der sich sofort wieder  hinterÂ ihnen schließt. Daraufhin muß man sich bei den mißtrauischen  Wächtern ausweisen, die sofort bei dem jeweiligen Appartement, der  jeweiligen Villa telefonisch anfragen, ob man tatsächlich erwartet wird.  Erst dann öffnet sich der zweite Metallgitterzaun, darf man passieren.<br />
Man muß sich nur einige Basisfakten vor Augen führen: In Südamerikas  reichster Stadt genießen gemäß einer neueren Präfekturstudie gerade 3,46  Prozent der Bevölkerung einen europäischen Sozialstandard und nur zehn  Prozent den durchschnittlich asiatischen “ doch über die Hälfte lebt wie  in Afrika, fast ein Drittel wie in Indien. Etwa alle acht Tage entsteht  ein neuer Slum, obwohl allein in der City ganze Wohnblocks, mit über  vierzigtausend meist gutausgestatteten Appartements, teils seit sieben  Jahren leerstehen. Besetzer werden gnadenlos von der Polizei  herausgeprügelt.<br />
Die größtenteils in Aachen aufgewachsene Afghanin Maryam Alekozai machte  in einem Slum Sao Paulos, der jährlich über fünfhundert Mordtote zählt,  ihr soziales Jahr, zeigte sich über die Sozialkontraste  schockiert:”Tagsüber, nachts fallen Schüsse, immer wieder verlieren  Kinder ihre Väter. Das ist hier gar nicht so anders wie damals in  Afghanistan, als ich klein war. Der Unterschied zwischen einem  fünfjährigen Mädchen hier und in Deutschland ist so groß! In den Augen  der brasilianischen Kinder sehe ich Haß, ganz tiefen Haß “ und Wut. Man  blickt nicht in Kinderaugen, sondern eigentlich in Augen von  Erwachsenen, die voller Aggressionen sind. Gewalt und Ungerechtigkeit,  die in diesem Land herrschen, spiegeln sich in deren Augen “  unübersehbar!” In Sichtweite glitzernder Hightech-Geschäftshäuser und  Condominios sind neofeudale Banditenmilizen, die Maschinenpistolen der  NATO-Armeen tragen, unumschränkte Herrscher, terrorisieren Bewohner,  verhängen Ausgangssperren “ manche minderjährige Kindersoldaten Sao  Paulos killten bereits bis zu vierzig Menschen. Immer wieder werden auch  in Rio de Janeiro Slumbewohner, die sich dem Normendiktat widersetzen,  zur Abschreckung lebendig verbrannt. Hätte Deutschland eine Gewaltrate  wie Brasilien, würden dort jährlich nicht über tausend, sondern weit  über zwanzigtausend Menschen umgebracht, befänden sich mehr als zehn  Millionen illegaler Waffen fast jeden Kalibers in Privat-bzw.  Gangsterhand.<br />
–granatensichere Bunker im Penthouse “<br />
Der neueste Hit “ Spezialbunker in der Villa, im Luxusappartement, sogar  granatensicher. Falls doch einmal hochspezialisierte Einbrecherbanden,  Geiselnehmer die „erste Verteidigungslinie” des Condominio fechado  durchbrechen sollten, was immer wieder passiert, hätte man hier noch  eine Rückzugsmöglichkeit. Kostenpunkt “ ab umgerechnet 150000 Euro  aufwärts. Damit es möglichst nicht soweit kommt, haben manche  Condominios mehr als 180 Überwachungskameras in Korridoren,  Treppenhäusern, Liften, Garagen, Sportanlagen, am Schwimmbad “ Big  Brother is watching you. Das Verrückteste &#8211; neuerdings haben vielerorts  auch die Bewohner per Internet Zugang zum Monitor der Sicherheitsleute,  können damit beobachten, was Nachbarn, Gäste gerade im Aufzug oder  anderswo tun und treiben.<br />
Lateinamerikas Betuchten geht es materiell prächtig “ wie das  Handelsblatt Anfang 2008 meldet, wächst die Zahl der MillionäreÂ in  Brasilien täglich um 164 Personen.Â Â Auch die meisten Milliardäre des  Tropenlandes leben in Sao Paulo, haben allerdings wie die anderen  Begüterten an den traditionellen Elitedistrikten nicht mehr viel Freude.  Entführungen gleich in Serie schlagen aufs Gemüt; auch fast alle  ausländischen Manager, darunter die deutschen, fahren nur in gepanzerten  Limousinen. Und nur in Indien gibt es mehr Arbeitslose als in  Brasilien, Misere und Kriminalität nehmen unaufhörlich zu; pro Jahr  werden selbst nach den geschönten offiziellen Daten in der  immerhinÂ zehntrößten Wirtschaftsnation über 50000 Â Menschen ermordet.  Daher dauert die Flucht in die Condominios Â an, freuen sich Baufirmen  und Architektenbüros über ein regelrechtes „Boom-Fieber”.<br />
Aber nehmen wir den Jugendlichen Alvaro, aus guter Anwaltsfamilie, der  in Rio de Janeiros Strandviertel Barra da Tijuca realitätsfremd fast  ständig hinter Gittern lebt “ in einem weitläufigen  Bilderbuch-Kondominium der Mittel-und Oberschicht mit allem Drum und  Dran. Swimmingpools, Spiel-und Tennisplätze, Golfwiesen und etwas Park,  ferner eine Bäckerei, eine Apotheke, ein Fitneß-Center und vor allem  Sicherheit im Übermaß. Denn der ganze CondomÃ­nio ist von hohen  Gitterstäben umgeben und wird von einer bewaffneten Spezialgarde  überwacht “ ein Berufsstand, dreimal so kopfstark wie die  brasilianischen Streitkräfte. Auch Alvaros Familie hat natürlich mehrere  Hausangestellte “ am stabilen Portal mit den TV-Kameras werden sie wie  andere Ortsfremde gefilzt, die Gutbetuchten der immerhin achtgrößten  Wirtschaftsnation lassen sich ihre Sicherheit jährlich nicht weniger als  28 Milliarden Dollar kosten.<br />
Ein Fahrer bringt den jungen Alvaro morgens zur Privatschule,  nachmittags zurück. Für ihn besteht kaum noch die Notwendigkeit, den  CondomÃ­nio, gelegentlich „goldener Käfig” genannt, zu verlassen, andere  Viertel oder gar den nahen Atlantikstrand zu frequentieren. In Barra da  Tijuca, einer Miami-Kopie für Neureiche und Aufsteiger, zählt Alvaro zu  jenen Kids, die von Rest-Rio weit weniger kennen als der  oberflächlichste Copacabana-Tourist. Das berühmte Opernhaus, Klöster und  Kirchen der Altstadt haben sie bestenfalls auf Prospektfotos gesehen.  Besorgte bildungsbeflissene Eltern organisieren deshalb regelmäßig  Bustouren, die den Sightseeing-Trips für Ausländer aufs Haar gleichen “  auch Alvaro mußte einmal mit. Sein bester Freund Patrick wohnt im selben  Condominio, der Vater, ein Unternehmer, bedauert: ”Mit meinen  Geschwistern habe ich früher noch vor dem Elternhaus auf der Straße  Fußball gespielt, sind wir mit dem Rad einfach so rumgefahren “ für  meine Kinder wäre das alles heute dort völlig unmöglich, wegen der  Kidnapper und Straßenräuber viel zu gefährlich. Nur hier, im Condominio,  brauche ich mir um sie keinerlei Sorgen zu machen.”<br />
Schon absurd “ in Barra da Tijuca werden die neuesten Wohnanlagen mit  immer größeren Freizeitparks, Pools, Spaßbädern bestückt “ als läge  einer der schönsten, saubersten Strände der Welt nicht wenige Fußminuten  entfernt. „Das ist der neueste Trend beim Condominio-Bau”, erläutert  ein Chefarchitekt, „keineswegs zusätzlicher Luxus, sondern eine  Notwendigkeit.” Denn die Zehn-Millionen-Stadt Rio sei nun einmal nicht  sicher. Für Sao Paulo und die anderen Millionenstädte gilt das gleiche “  und solange die Prominentenghettos noch nicht über Privatschulen  verfügen, wird für Alvaros Altersgenossen an den College-Toren täglich  ein Sicherheits-Zirkus veranstaltet, der Mitteleuropäern den Mund  offenstehen läßt: Damit nach Schulschluß alle Privilegiertenkids  wohlbehütet wieder zu ihren Condominios und Villen gelangen, sperrt die  Verkehrspolizei Rios und Sao Paulos sogar Straßen ab, damit die  Panzerlimousinen zügig davonbrausen können.</p>
<p><strong>Auffällig “flexible”Eliten-Ethik</strong><br />
Hat diese sogenannte Condominio-Generation ein bestimmtes Profil?  Soziologen, Anthropologen haben sich der Frage bereits ausführlich  gewidmet, Fallstudien angefertigt. Denn so nobel, kultiviert, geordnet,  zvilisiert, wie manche denken, geht es in den Elite-Enklaven keineswegs  zu “ vieles erinnert vielmehr an Gepflogenheiten aus der Kolonialzeit.  In einem Luxus-Condominio bei Sao Paulo bespielsweise wurden sogar schon  Elf-und Zwölfjährige beim Haschischrauchen angetroffen, den Eltern  offenbar egal. Gar nicht wenige erlauben zudem ihren Kindern, im  Condominio mit dem schweren Wagen der Familie heraumzubrausen, dort  sogar Rennen zu veranstalten. Natürlich versuchten die Wachleute  einzugreifen, das Treiben unter Hinweis auf die Condominio-Ordnung zu  beenden. Doch da griffen sofort die betuchten Eltern ein, verteidigten  ihre Kids, verbaten sich solche Verbote. Und die schlechtbezahlten  Wachleute ignorierten künftig alles, aus Angst, die Stelle zu verlieren.  Gewöhnlich haben weder Militär-noch Zivilpolizei Zutritt zu den  Condominios. Als ein besorgter Vater den ausufernden Konsum auch harter  Drogen beenden wollte, deshalb eine Gruppe von Polizeibeamten  hineinließ, wurde er von einer Elternkommission beinahe gelyncht: „Im  Condominio bestimmen nur wir.” Sogar Diebstähle werden in Brasiliens  Reichenghettos vertuscht. Auch andere Straftaten, die außerhalb der  Condominio-Mauern natürlich ein Fall für Justiz und Polizei wären,  werden vergeben.</p>
<p>In Rio de Janeiro stieß die Polizei 2008 zufällig auf ein großes  Wasserrohr, das gleich zwei Nobel-Condominios illegal seit 1992 mit  Trinkwasser versorgte. Das Rohr war heimlich an eine Hauptleitung der  städtischen Wasserbetriebe angeschlossen worden. Über all die Jahre  hatten die weit über eintausend betuchten Bewohner der Condominios  keinen Centavo Wassergeld bezahlt &#8211; und den Wasserraub gedeckt. Andere  Condominios in Brasilien verfuhren genauso, üblich ist auch Stromraub.</p>
<p>Deshalb betont die angesehene Psychoanalytikerin Maria Rita Kehl, daß  die schlimmsten Beispiele von Verantwortungslosigkeit und fehlender  Bildung stets die nationale Elite liefere, seit jeher daran gewöhnt, mit  einer Serie illegaler Praktiken verschiedenster Schwere zu leben.  „Väter bieten dem Verkehrspolizisten ein Bestechungsgeld an, damit er  von einer Bestrafung läßt, fordern in der Privatschule die Entlassung  jenes Lehrers, der aus objektiven Gründen den Sohn nicht versetzte.” Den  Kindern werde von klein an gezeigt, daß sich mit Geld aber wirklich  alles kaufen, erkaufen lasse. Und daß selbst aus Luxuskarossen immer  wieder Flaschen, Büchsen, anderer Müll auf die Straße geworfen werden,  beobachtet jeder einmal in Brasilien “ dieser Teil der Stadt, so Maria  Rita Kehl, sei schließlich nicht ihrer, sondern jener „der anderen”.  Zynismus und illegale Praktiken der Elite korrumpierten, bildeten für  das Verbrechen sehr effizient einen beträchtlichen Teil der jungen  Generation heran, schlußfolgert die Therapeutin. Elitekids, jene  zukünftigen neoliberalen Entscheidungsträger der Mittel-und Oberschicht,  werden in repräsentativen Studien als antisozial,  superindividualistisch, apolitisch sowie zu Autoritarismus und Gewalt  neigend beschrieben. Fast 98 Prozent nennen als allerersten Lebensinhalt  einen guten Posten und ein hohes Gehalt, um absolut desinteressiert am  Zustand und der Zukunft des Landes ein sorgenfreies Leben führen zu  können. Ein Gefühl von Verantwortlichkeit für die soziale Misere, die  kraß ungerechte Einkommensverteilung existiere nicht. Auffällig zudem,  daß unter diesem Jugend-Segment der Einfluß der nordamerikanischen  Kultur am stärksten sei.<br />
Aber ist es wirklich nur das immer wieder herausgestellte  Sicherheitsargument, das Betuchte in die Condominio-Ghettos zieht? Die  Soziologin Ana Roberts verneint dies nach ausgedehnten Untersuchungen.  Am meisten habe sie überrascht, daß es den Bewohnern sehr wesentlich um  Status gehe. Wer im Condominio lebe, betone damit vor aller Welt, „ich  bin anders”, gehöre zu den Privilegierten. Ebenso werde immer die  „bessere Bildung und Erziehung der Kinder” als Wohnargument betont. Auch  da sind laut Ana Roberts große Zweifel angebracht, weil innerhalb des  Condominios nur zu oft den Heranwachsenden kaum Grenzen gesetzt würden.  Sie nannte den Fall einer Mutter, die ihr Kind zwar seit sage und  schreibe drei Tagen überhaupt nicht gesehen habe, dennoch völlig  unbesorgt sei “ in der Gewißheit, daß es irgendwo im Condominio stecke.<br />
–USA fürchten „Brazilianization”–<br />
Michel Lind, Buchautor, neokonservativer Herausgeber der US-Zeitschrift  „The New Republic”, hat diese seit Jahrzehnten existierenden  Sozialstrukturen nicht nur in Rio, sondern auch in Sáo Paulo ausgiebig  studiert, im Buch „The Next American Nation” eine ernste Warnung an  seine Landsleute gerichtet:” Wir befinden uns in einem  besorgniserregenden Prozeß der Brasilianisierung, hin zu einem  tyrannischen System immer ungleicherer sozialer Klassen.” Für Lind  bedeutet Brazilianization, ”daß sich die dominierende weiße  amerikanische Klasse innerhalb der eigenen Nation noch weiter in eine  Art Barrikadennation zurückzieht “ in eine Welt abgeschirmter Viertel  mit Privatschulen, Privatpolizei, privater Gesundheitsbetreuung und  selbst Privatstraßen.” Nicht anders als eine lateinamerikanische  Oligarchie könnten die reichen und mit wohlfeilen Kontakten  ausgestatteten Mitglieder der herrschenden Oberschicht prosperieren &#8211;  draußen das dekadente Amerika mit Ungleichheit und Kriminalitätsraten  ähnlich Brasilien, all die Miserablen, Bettler, Straßenkinder. Und  ebenso wie in Brasilien sei dann die Mehrheit der Schwarzen und  Mischlinge in der Unterschicht anzutreffen “ und zwar für immer.</p>
<p>Längst werden in europäischen Ländern ähnliche gesellschaftliche  Konzepte verfolgt. “Der Spiegel” im Text “Flucht der Elite” von  2008:”Die wachsende Spaltung zwischen Arm und Reich zeigt sich vor allem  in der Verteilung der Vermögen. Die wohlhabendsten 10 Prozent der  Haushalte besitzen fast 60 Prozent des gesamten Reichtums…Georg Glasze  ist ein weitgereister Mann, seinem Forschungsgebiet sei Dank. Der  Wissenschaftler des Geografischen Instituts der Universität Mainz  untersucht gated Comunities, bewachte Wohnanlagen. Es handelt sich um  ein Thema mit großer Zukunft, wie er heute weiß. Glasze kennt  Alphaville, ein Luxusghetto nahe Sao Paulo für mehr als 50000 Menschen,  das über eigenen Schulen und eine eigene Wacharmee  verfügt…Beispielsweise im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg. Das  beliebte Altbauviertel ist seit neuestem um eine Attraktion reicher. 18  Jahre nach dem Mauerfall gibt es wieder eine mit Schlagbaum abgeriegelte  Straße. Hinein darf nur, wer hier wohnt oder als Besucher angemeldet  ist. Ein Wachmann registriert, wer draußen am Eisenzaun  vorbeikommt…Gated Comunities sind noch ein Nischenmarkt in Deutschland,  sagt Glasze, aber ein wachsender. In fast allen GroßstädtenÂ  entstehen  solche Wohneinheiten für Gutsituierte.” Nach dem Sieg im Kalten Krieg,  dem Wegfall der Systemkonkurrenz, sind die einst aus taktischen Gründen  gepflegten sozialen Rücksichten nicht mehr nötig. Der Spiegel:”Früher,  sagt Birger Priddat, Präsident der privaten Universität Witten/Herdecke,  hat sich die Elite für die Gesellschaft verantwortlich gefühlt. Doch  damit sei es weitgehend vorbei. Nun konzentriere man sich auf das eigene  Wohl.”<br />
Victor Bulmer-Thomas, Direktor des Zentrums für lateinamerikanische  Studien an der Londoner Universität, urteilt: ”Ebenso wie die alte  französische Aristokratie, fühlen sich die Eliten Lateinamerikas nur  dann erst richtig reich, wenn sie von Armen umgeben sind.” Senator  Cristovam Buarque geht sogar soweit, die Eliteangehörigen nicht zu den  Staatsbürgern zu zählen:”Die Ungleichheit zwischen Reichen und Armen, ob  in Einkommen, Bildung, Wohnniveau, Transport, Freizeitverhalten,  Ernährung und Umgangsformen, ist so gewaltig, daß die Elite im Grunde  nicht mit am gleichen Tisch sitzt, nicht über die gleichen Themen  spricht, nicht jenes Gefühl hat, zum selben Volk zu gehören…Im Brasilien  des 21. Jahrhunderts sieht sich die Elite so entfernt vom Volke wie im  19.Jahrhundert.”<br />
Kirchliche Soziologen wie Eva Turin aus Sao Paulo machen bei vielen  betuchten Deutschen der Megametropole ähnliche Haltungen aus:”Sie  benehmen sich wie die Elite der Elite, noch über den reichsten  Brasilianern, mischen sich nicht mit uns, solidarisieren sich nicht.”  Teile von Deutschlands Eliten pflegen eine große Vorliebe für Brasilien.  Man ist dem Tropenlande tief dankbar, daß es nach dem Ende des Regimes  von Adolf Hitler so vielen seiner schwerbelasteten Getreuen, darunter  Kriegsverbrechern wie Josef Mengele,Â Unterschlupf, gar neue  Aufstiegschancen, politische Mitwirkung während der Militärdiktatur von  1964 bis 1985 ermöglichte.<br />
–„Sklavenhaltermentalität””<br />
Brasiliens katholische Kirche hat die Abschottungs-und  Ausgrenzungspolitik der Geld-und Politikerelite stets hart kritisiert “  deutliche Worte kamen vor allem von dem deutschstämmigen Kardinal  Aloisio Lorscheider und natürlich Kardinal Evaristo Arns in Sao Paulo,  der die „Sklavenhaltermentalität” immer noch tief verwurzelt sieht.  Schwarze, Mulatten sind in Brasilien die typischen Slumbewohner und  werden mittels eines verdeckten Systems der Apartheid am sozialen  Aufstieg gehindert. Der zu PR-Zwecken noch von jeder brasilianischen  Regierung um die Welt geschickte Multimillionär, Ex-Fußballspieler und  Ex-Sportminister PelÃ¨ ist jene Ausnahme, die die Regel bestätigt.<br />
Die Brasilianisierungsdebatte wurde auch durch Roberto da Matta, einen  der bekanntesten, derzeit in den USA lehrenden brasilianischen  Anthropologen bereichert. Michel Lind habe die Dinge korrekt  charakterisiert, die hierarchische Gesellschaftsstruktur genau  beschrieben:”Die Elite hat immer Paris, London und New York viel mehr  geliebt; im Grunde genommen heißt, zur Brasiliens Elite zu gehören,  Ausländer im eigenen Land zu sein.” Als schwerwiegendes Problem sieht Da  Matta, daß die Oberschicht Brasilien nicht mag, „und was man nicht gern  hat, kann man nicht kultivieren, pflegen.”<br />
Seine Kollegin Teresa Caldeira hat über Condominios fechados sogar ein  vielbeachtetetes Buch, „Stadt der Mauern”, geschrieben. Sie nennt es  verhängnisvoll, daß sich die Elite einmauere, aus dem öffentlichen Raum  der Städte zurückziehe, anstatt diesen zu verbessern.”Die Begüterten  bewegen sich in gepanzerten Limousinen oder Helikoptern, mit  Leibwächtern fort, kaufen in gutbewachten Shopping Centers ein, arbeiten  in abgeschirmten Bürokomplexen, wohnen in den Condominios fechados.”<br />
Der Vorgänger von Staatschef Luis Inacio Lula da Silva, der heutige  UNO-Berater und FU-Berlin-Ehrendoktor Fernando Henrique Cardoso, war  gerne in den Condominios, mied die Slums, verdrängte die dortigen  Zustände, den Banditenterror. Für Marcelo Rubens Paiva, Kolumnist der  auflagenstärksten Qualitätszeitung „Folha de Sao Paulo”, und  Bestseller-Autor, ein besonders kurioser Sachverhalt: Der neoliberale  Interessenvertreter der Oligarchien, Eliten war in den 50ern  eingeschriebenes KP-Mitglied, ist gleichzeitig Großgrundbesitzer und  Soziologe, der sich immer noch gelegentlich rühmt, einst als Dozent in  Frankreich auch Daniel Cohn-Bendit unterrichtet zu haben. Für Paiva  führte Cardoso eine Mitte-Rechts-Regierung aus Intellektuellen und  Akademikern “ auf dem Throne sitzend, schauten sie auf Brasilien aus der  Distanz, seien der Ersten Welt indessen nahe. Vanilda Paiva,  Schriftstellerin und Soziologie-Doktorin der Uni Frankfurt,  schlußfolgert nicht zufällig, daß sich in der neoliberalen  brasilianischen Gesellschaft heute „Ultraarchaisches mit Ultramodernem  mischt.”<br />
Unterdessen haben Sozialforscher und Demographen nachgezählt “ über vier  Millionen Nordamerikaner wohnen bereits in Condominios fechados a la  Rio de Janeiro und Sao Paulo. In den USA werden die größten Fortschritte  aus Kalifornien gemeldet “ Brasilianization-Experte Dale Maharidge  zeichnet es im Buch „The Coming White Minority” ausführlich nach: Weiße  konzentrieren sich zunehmend in städtischen „Inseln” “ eingekreist von  Minoritäten in regelrechten Enklaven und Ethno-Ghettos. Stabile  Gitterstäbe vor sämtlichen Fenstern parterre und im ersten Stock “ auch  das wird in vielen nordamerikanischen Städten zunehmend normaler.  Condominios fechados trifft man zunehmend häufiger in Johannesburg und  Lagos &#8211; doch auch in anderen afrikanischen Millionenstädten schreitet  diese Art der Ghettoisierung munter fort.</p>
<p><strong>Der deutsche Schriftsteller Ulrich Peltzer, scharfer  Beobachter der neoliberalen Sozialkontraste Brasiliens, reflektiert  gegenüber dieser Website über Brasiliens Privilegiertenghettos, die  geschlossenen Wohnanlagen mit Privatpolizei, stellt in Sao Paulo 2008  Â entsprechende Recherchen an:”Das ist ein Umbau, der zur Zeit in Europa  auch stattfindet, daß es immer mehr solcher Gated Comunities gibt,  Häuser mit Doorleuten. Städtische Räume, die plötzlich keine  öffentlichen Räume mehr sind, sondern privatisiert werden &#8211;  daß sich  sowas wie ne Security-Industrie herausbildet, die in Brasilien ja  tatsächlich schon Industriestatus zu haben scheint, also ein  grundsätzlicher postfordistischer Umbau von Gesellschaft, der  möglicherweise bei den Gated Comunities, den privaten  Sicherheitsdiensten in disfunktional werdenden Städten anfängt “ und bei  den privaten Söldnern im Irak aufhört.”</strong></p>
<h3>Condominio-Eingang in Sao Paulo</h3>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2008/03/condominioklein.jpg" alt="condominioklein.jpg" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/04/08/lateinamerikas-katholische-nachrichtenagentur-adital-der-individualistische-und-wenig-solidarische-charakter-des-brasilianers/#more-288">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/04/08/lateinamerikas-katholische-nachrichtenagentur-adital-der-individualistische-und-wenig-solidarische-charakter-des-brasilianers/#more-288</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/09/condominiocantareira.jpg" alt="condominiocantareira.jpg" /></p>
<p><strong>Doppelte Metall-Eingangstore für Menschen und Autos.</strong></p>
<h2>“Baukultur Made in Germany”: Ausstellung in Sao Paulo. Dr. Ulrich  Hatzfeld, Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung &#8211;  Sigurd Trommer, Präsident der Bundesarchitektenkammer, bei Eröffnung.  “Ist die Stadt möglicherweise auch Beute &#8211; Beute, die man konsumiert,  die man ausweidet und liegenläßt.” Architektur-Biennale 2011. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11419" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/baukultur-made-in-germany/" rel="tag">Baukultur Made in Germany</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/sao-paulo/" rel="tag">Sao Paulo</a></p>
<p><a href="http://www.baukultur-made-in-germany.de/index.php/de/"><strong>http://www.baukultur-made-in-germany.de/index.php/de/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/hatzfeld1.JPG" alt="hatzfeld1.JPG" /></p>
<p><strong>Dr. Ulrich Hatzfeld: “Wir wollen zeigen, was die deutschen Architekten, Städtebauer können.</strong></p>
<p><strong>Deutschland als Exportnation muß sich Gedanken machen, wenn  die Exportquote in einem so wichtigen Bereich wie der Architektur etwas  steigerungsfähig ist.</strong></p>
<p><strong>Und wer wie wir gestern mal durch diese riesige Stadt Sao  Paulo gefahren ist, der wird gespürt haben, was hier für eine Dynamik  ist.</strong></p>
<p><strong>Wir haben eine Ausbildung Architektur, Städtebau,  Ingenieurwesen, die, glaube ich, weltweit ihresgleichen sucht.Und auch  wenn wir Deutschen uns unentwegt über uns selber ärgern wegen der vielen  Normen und der Verfahren &#8211; ich glaube, der Rest der Welt beneidet uns  darum.”</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/trommer2.JPG" alt="trommer2.JPG" /></p>
<p><strong>Sigurd Trommer:”Ist die Stadt noch Verheißung für die  Gesellschaft, für uns Menschen &#8211; Verheißung von Sicherheit, Gesundheit,  Freude, Entfaltung der Persönlichkeit, Lebensglück?</strong></p>
<p><strong>Das ist die Frage, die wir weltweit stellen müssen &#8211; ist die  Stadt möglicherweise auch Beute &#8211; Beute, die man konsumiert, die man  ausweidet und liegenläßt.”</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/baukultur1.JPG" alt="baukultur1.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/31/oscar-niemeyer-gebaude-in-sao-paulo-california-eiffel-montreal-copan/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/31/oscar-niemeyer-gebaude-in-sao-paulo-california-eiffel-montreal-copan/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/baukultur2.JPG" alt="baukultur2.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/15/sao-paulo-sieht-von-oben-eher-aus-wie-eine-bombardierte-stadt-maria-rita-kehl-immense-krater-in-allen-vierteln-zahlreiche-hauser-zerstortes-scheint-krieg-aber-ist-nur-kapitalismus-qual/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/15/sao-paulo-sieht-von-oben-eher-aus-wie-eine-bombardierte-stadt-maria-rita-kehl-immense-krater-in-allen-vierteln-zahlreiche-hauser-zerstortes-scheint-krieg-aber-ist-nur-kapitalismus-qual/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/baukultur4.JPG" alt="baukultur4.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/07/oscar-niemeyer-memorial-da-america-latina-in-sao-paulo-architekturkritik-von-joaquim-guedes-fotoserie/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/07/oscar-niemeyer-memorial-da-america-latina-in-sao-paulo-architekturkritik-von-joaquim-guedes-fotoserie/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/baukultur3.JPG" alt="baukultur3.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/10/paulo-mendes-da-rocha-sao-paulo-pritzker-preistrager-warner-aus-der-betonwuste-gesichter-brasiliens/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/10/paulo-mendes-da-rocha-sao-paulo-pritzker-preistrager-warner-aus-der-betonwuste-gesichter-brasiliens/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/baukultur5.JPG" alt="baukultur5.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/07/29/groser-brasilianischer-architekt-joaquim-guedes-wichtigster-kritiker-von-oscar-niemeyer-tot-in-sao-paulo-von-stadtjeeplenker-uberrollt-der-fahrerflucht-beging/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/07/29/groser-brasilianischer-architekt-joaquim-guedes-wichtigster-kritiker-von-oscar-niemeyer-tot-in-sao-paulo-von-stadtjeeplenker-uberrollt-der-fahrerflucht-beging/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/trommer3.JPG" alt="trommer3.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/04/oscar-niemeyer-das-lateinamerika-memorial-in-sao-paulo-kritisiert-von-architekt-joaquim-guedes-der-text-ein-klassiker-der-architekturkritik-1989-oscar-niemeyer-na-barra-funda-em-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/04/oscar-niemeyer-das-lateinamerika-memorial-in-sao-paulo-kritisiert-von-architekt-joaquim-guedes-der-text-ein-klassiker-der-architekturkritik-1989-oscar-niemeyer-na-barra-funda-em-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/baukultur6.JPG" alt="baukultur6.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/20/thyssenkrupp-in-rio-de-janeiro-neffe-von-architekt-oscar-niemeyer-entwarf-verwaltungsgebaude-laut-presseberichten-projekt-hat-den-segen-von-oskar-niemeyer/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/20/thyssenkrupp-in-rio-de-janeiro-neffe-von-architekt-oscar-niemeyer-entwarf-verwaltungsgebaude-laut-presseberichten-projekt-hat-den-segen-von-oskar-niemeyer/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/baukultur7.JPG" alt="baukultur7.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/03/02/schlingensief-in-sao-paulo-texte-fotos-reflexionen/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/03/02/schlingensief-in-sao-paulo-texte-fotos-reflexionen/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/baukultur8.JPG" alt="baukultur8.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/11/offizielle-deutsch-brasilianische-beziehungen-der-mutige-evangelische-gefangnispastor-wolfgang-lauer-gravierende-menschenrechtsverletzungen-in-brasilienes-sind-einfach-die-okonomischen-die-polit/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/11/offizielle-deutsch-brasilianische-beziehungen-der-mutige-evangelische-gefangnispastor-wolfgang-lauer-gravierende-menschenrechtsverletzungen-in-brasilienes-sind-einfach-die-okonomischen-die-polit/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/baukultur9.JPG" alt="baukultur9.JPG" /></p>
<table cellpadding="0" cellspacing="0" width="590" border="0">
<tr>
<td>PM 18/2011: “Baukultur made in Germany” auf der 9. Architekturbiennale Sao Paulo 2011 eröffnet</td>
<td colspan="2"><img src="http://www.bak.de/Design/Themes/bak/bfc/pixel.gif" height="1" width="1" /></td>
</tr>
<tr>
<td>02.11.2011</td>
<td colspan="2"><img src="http://www.bak.de/Design/Themes/bak/bfc/pixel.gif" height="1" width="1" /></td>
</tr>
<tr>
<td colspan="3"><img src="http://www.bak.de/Design/Themes/bak/bfc/pixel.gif" height="8" width="1" /></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Der diesjährige deutsche Beitrag zur 9.  Architekturbiennale São Paulo, der nonaBia, wird von der  Bundesarchitektenkammer (BAK) im Auftrag des Bundesministeriums für  Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) unter dem Motto „Baukultur  made in Germany“ präsentiert. Nach dem Start der nonaBia am 1. November  wurde heute die Projektschau deutscher Architektur- und  Ingenieurbaukunst in einem der größten brasilianischen Kulturzentren,  dem Centro Cultural São Paulo, eröffnet.</p>
<p align="left">Von einer Jury waren 20 nationale wie internationale  Projekte deutscher Architekten und Ingenieure ausgewählt worden, um  sowohl hohe baukulturelle und städtebauliche als auch  ingenieurtechnische Qualität deutscher Planerleistung vorzustellen. Bei  der Auswahl spielten neben der internationalen Relevanz vor allem gute  Beispiele nachhaltigen Bauens und besondere landes- und klimaspezifische  Lösungen eine Rolle.</p>
<p>Das Ausstellungsdesign wurde von dem Berliner Architekten Jürgen  Mayer H. entworfen. Der Ausstellungsort ist ein gigantisches,  vielschichtiges Gebäude im Zentrum São Paulos, in dem alle Kunstsparten  zuhause sind: Monatlich erfreuen sich über 70.000 Menschen an Theater,  Musik, Tanz, Ausstellungen, Lesungen und Diskussionen. So erreicht man  ein breites Publikum, wie es auch Anliegen der nonaBia insgesamt ist.  Ihr Kurator, der brasilianische Architekt Valter Caldana, hat die  diesjährige Architekturschau unter das Motto gestellt „Architektur für  alle – Zivilgesellschaft bauen“.</p>
<p>Partner des deutschen Beitrags sind die Bundesingenieurkammer, das  Goethe-Institut São Paulo, Deutsche Welle, Centro Cultural São Paulo,  GEZE und light+building. (Ausführliche Informationen unter <a href="http://www.baukultur-made-in-germany.de/">www.baukultur-made-in-germany.de</a>)</td>
</tr>
</table>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/03/brasiliens-carandiru-massaker-an-haftlingen-in-sao-paulo-okumenischer-gedenkgottesdienst-der-katholischen-gefangenenseelsorge-die-massaker-und-blutbader-gehen-weiter/#more-11085"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/03/brasiliens-carandiru-massaker-an-haftlingen-in-sao-paulo-okumenischer-gedenkgottesdienst-der-katholischen-gefangenenseelsorge-die-massaker-und-blutbader-gehen-weiter/#more-11085</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/12/paraisokate.jpg" alt="paraisokate.jpg" /></p>
<p><strong>“Krise bestens überstanden”: Eingang von Slumkate in Lateinamerikas reichster Stadt Sao Paulo.</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/05/scheiterhaufen-in-sao-paulo-mindestens-15-menschen-in-der-megacity-seit-jahresbeginn-lebendig-verbrannt-laut-landesmedien-fogo-para-matar-rivais/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/05/scheiterhaufen-in-sao-paulo-mindestens-15-menschen-in-der-megacity-seit-jahresbeginn-lebendig-verbrannt-laut-landesmedien-fogo-para-matar-rivais/</strong></a></p>
<p><strong>Sao Paulo &#8211; Fotoserie:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/18/sao-paulo-fotoserie-uber-brasiliens-megacity/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/18/sao-paulo-fotoserie-uber-brasiliens-megacity/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/20/29-biennale-in-sao-paulo-kunst-scheiterhaufen-widerspruche-einer-megacity/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/20/29-biennale-in-sao-paulo-kunst-scheiterhaufen-widerspruche-einer-megacity/</strong></a></p>
<p><strong>Hintergrundtext:</strong></p>
<p><strong>Internationale Architekturbiennale 2007 in Sao Paulo</strong></p>
<p><strong>Noch bis Mitte Dezember ist in Lateinamerikas  Kulturhauptstadt, der brasilianischen Megametropole Sao Paulo, die  siebte Internationale Architekturbiennale zu sehen, eine der wichtigsten  Biennalen dieser Art auf der Welt. 25000 Quadratmeter  Ausstellungsfläche, 200000 erwartete Besucher, rund eintausend  präsentierte Projekte, darunter viele von großen Namen der modernen  Architektur aus den USA, Japan, Europa.  Dieses Jahr steht die Biennale  unter dem Motto „Architektur – das Öffentliche und das Private“. In  Brasilien, aber auch vielen afrikanischen Ländern ein Generalthema  voller Brisanz – da der öffentliche Raum u.a. durch ein in Europa kaum  vorstellbares Ausmaß an Gewaltkriminalität für den Bürger immer stärker  reduziert wird, sich die Mittel-und Oberschicht in festungsartigen  Privilegiertenghettos, den  „Condominios fechados“gesprochen:  Kondominiusch feschadusch) den „Gated Communities“ abschottet.  Österreich ist auf der Biennale gleich zweimal sehr originell vertreten –  durch das Architekturbüro von Gernot Hertl aus Steyr und das  Architektenkollektiv „feld72“ aus Wien.</strong></p>
<p><strong>Die Megacity Sao Paulo hat etwa dreimal so viele Einwohner  wie Österreich, ist Lateinamerikas reichste Stadt und zählt doch weit  über 2000 Slums, in denen Lepra und Tuberkulose grassieren. Neben den  Ghettos der Verelendeten die Privilegiertenghettos der Mittel-und  Oberschicht, umgeben von übermannshohen Mauern, bewacht durch  Privatpolizei. Einige besonders luxuriöse Wohnsiedlungen dieser Art  grenzen direkt an Sao Paulos tropisch-üppigen Stadtpark Ibirapuera und  könnten der dortigen Architekturbiennale glatt die Idee für das brisante  Motto geliefert haben: O publico e o privado, das Öffentliche und das  Private. Biennale-Präsident und Architekt Jose Magalhaes Junior</strong></p>
<p><strong>“Wir wollen eine schönere, eine kollektive Architektur für  ein menschliches Zusammenleben – doch stattdessen haben wir diese  boomenden Privilegiertensiedlungen, wahre Festungen. Da wird eine Art  des Wohnens, eine Lebensform produziert, die nicht gerade ideal ist.  Deshalb diskutieren wir auf der Biennale über eine multifunktionelle,  multikulturelle Stadt, wo sich alle Bewohner überall treffen können –  trotz unterschiedlicher Einkommen. Die Autoindustrie überschüttet uns  mit Fahrzeugen, während eine Metro bis zum Biennale-Park immer noch  fehlt. Unsere Häuser hier in Sao Paulo sind von hohen Stahlgittern  umgeben – jedes Gebäude hat genau davor ein Haus für den Wachschutz. Bis  in die sechziger Jahre gab es so etwas  nicht.“</strong></p>
<p><strong>Josè Wolf, schweizerischer Abstammung, und vom Institut der  Architekten Brasiliens, nennt das Biennale-Motto eine große  Herausforderung:</strong></p>
<p><strong>“Unser Dilemma ist, daß der öffentliche Raum immer mehr  reduziert wird, weil wir in Angst leben. Ich selbst kann zu bestimmten  Tageszeiten, vor allem abends und nachts aus Sicherheitsgründen nicht  mehr auf die Straße gehen. Wir haben hier eine Stadtguerillha.“</strong></p>
<p><strong>Mit um so größerer Neugier betrachten die fast ausschließlich  brasilianischen Biennale-Besucher, wie man sich in Ländern wie  Österreich dieser Problematik stellt. Das Architekturbüro von Gernot  Hertl in Steyr zeigt auf Großfotos zahlreiche realisierte Projekte,  darunter Geschäfts-und Wohngebäude, durchweg stimmige und elegante  Lösungen &#8211;  mit fließenden Übergängen zwischen dem Öffentlichen und dem  Privaten, wie es in Gesellschaften mit extrem starken Sozialkontrasten  nicht zu verwirklichen wäre. Kuratorin Lilli Hollein wählte zudem das  Architektenkollektiv „feld72“ aus Wien für die Biennale aus.  „feld72“zeigt zwanzig architektonisch-künstlerische Arbeiten und eine  provozierende Installation namens „urbanism for sale“: 74  Schaufensterpuppen mit bedruckten T-Shirts, Poster sowie 20000 verteilte   Sticker mit 15 verschiedenen Statements zu öffentlichen und  kommerziellen Räumen: This place has no soul/Here I am only a  number/This place is full of joy – oder Be polite, you are being filmed  here! „Einer nur versprochenen Welt an nie umsetzbaren Möglichkeiten“,  so betont feld72, „setzen wir eine Welt an gelebten Erfahrungen im  sozialen Raum gegenüber.“</strong></p>
<p><strong>Architekt Henning Rasmus leitet die Biennale-Ausstellung  Südafrikas und sieht zahlreiche Parallelen zwischen seinem Kontinent und  Brasilien. Und ist überzeugt, daß jene Privilegiertenghettos auch in  Europa Mode werden.</strong></p>
<p><strong>“Unsere Kinder müssen das ausbaden, was wir jetzt bauen. Das  sind die Städte von morgen. Man baut physisch sehr schnell Lebensmuster  in die Landschaft, die man dann nicht mehr loswerden kann. Wir machen  Wohnungsbauprojekte in Angola – jeder will in Angola in so einer Gated  Community leben, weil das das Superluxusding überhaupt ist. Keiner  versteht, daß das langfristig sehr schlecht ist, deprimental, ja.“</strong></p>
<p><strong>Das mehrstöckige Gebäude der Biennale und mehrere andere  Parkbauten wurden von Architekt Oscar Niemeyer entworfen. Am 15.  Dezember wird er hundert Jahre alt,  weshalb man ihm zwei  Sonderausstellungen widmete, die pure Würdigungen seiner Werke sind.  Brasilianische Architekturkritiker wie Paulo Basilè aus Sao Paulo sind  damit nicht einverstanden.  </strong></p>
<p><strong>“Ich finde, man kann würdigen u n d kritisieren. Niemeyers  Bauten sind ästhetisch sehr schön – doch manche haben in Bezug auf die  Funktion, die Nutzung, die Akustik zahlreiche Probleme. Viele  kritisieren diese fehlende Funktionalität. Denn Bauten sollten ja nicht  nur schön sein, sondern eben auch funktionieren.“</strong></p>
<p><strong>Architekt Rasmus aus Südafrika bewertet Oscar Niemeyer ähnlich:</strong></p>
<p><strong>“Mir gefällt natürlich auch der große Wurf, die Skizze – das  ist, wie er sich auch verkauft, wie er auch verkauft wird. Das ist halt  ein Kulturkult, wer kritisiert schon das Leben von Popstars, macht auch  keiner, alle finden das toll. Natürlich muß Architektur funktionieren,  für Akustik und sowas kann man sich auch Leute anstellen. Im Grunde ist  das nicht zu entschuldigen. Es wäre gut, wenn wir alle mehr Kritik an  den, wie sagt man auf Englisch – the Starchitects, die Stararchitekten ,  wenn wir die mal kritischer unter die Lupe nehmen würden – alle. Die  Architekten versuchen mitzudümpeln in diesem Spiel – dieses  Fashion-Ding, mit Design und Architektur, das ist ein zweischneidiges  Schwert. Wir können alle Fehler machen – ich weiß auch, manche Sachen  kann ich als Architekt gut und andere kann ich nicht.“</strong></p>
<h2><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/30/brasiliens-architektur-oscar-niemeyers-california-gebaude-in-der-city-von-sao-paulo/" rel="bookmark">Brasiliens Architektur: Oscar Niemeyers California-Gebäude in der City von Sao Paulo.</a></h2>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/californianiemeyer2011.JPG" alt="californianiemeyer2011.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/10/oscar-niemeyer-103-niemeyer-inacabadofolha-de-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/10/oscar-niemeyer-103-niemeyer-inacabadofolha-de-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/11/brasilia-50-und-das-massaker-an-bauarbeitern/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/11/brasilia-50-und-das-massaker-an-bauarbeitern/</strong></a></p>
<p><strong>Sao Paulos Architektur der weit über 2000 Slums:</strong></p>
<h2>Brasilien: Die Favela Paraisopolis in Sao Paulo. TU Graz,  Achitektur-Fakultät. Autorinnen Verena Auer, Agnieszka Backiel,  Christina Windisch. Website-Quellen. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=10802" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasilien/" rel="tag">Brasilien</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/favela-paraisopolis/" rel="tag">Favela Paraisopolis</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/sao-paulo/" rel="tag">Sao Paulo</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/tu-graz/" rel="tag">TU Graz</a></p>
<p><strong><a href="ftp://ftp.tugraz.at/pub/landsaving/caboverde/AK%20WB%20Abgabe/Broshure%20Material/6-Paraispolis/Brosch%C3%BCre%20Parais%C3%B3polis.pdf">ftp://ftp.tugraz.at/pub/landsaving/caboverde/AK%20WB%20Abgabe/Broshure%20Material/6-Paraispolis/Brosch%C3%BCre%20Parais%C3%B3polis.pdf</a></strong></p>
<p><a href="http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html"><strong>http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html</strong></a></p>
<p><a href="http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/terror-rap-statt-samba/763272.html"><strong>http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/terror-rap-statt-samba/763272.html</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/paraisosenhora.jpg" alt="paraisosenhora.jpg" /></p>
<p><strong>Bewohnerin der Favela Paraisopolis.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/03/verelendeter-krank-verdreckt-abgehungert-bettelt-vor-kirche-im-zentrum-fortalezas/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/03/verelendeter-krank-verdreckt-abgehungert-bettelt-vor-kirche-im-zentrum-fortalezas/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/01/rio-de-janeiro-neue-proteste-gegen-gewaltkultur-in-der-wm-und-olympiastadt-92-prozent-der-morde-straffrei/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/01/rio-de-janeiro-neue-proteste-gegen-gewaltkultur-in-der-wm-und-olympiastadt-92-prozent-der-morde-straffrei/</strong></a></p>
<p><strong>Der mutige Priester von Paraisopolis(2009)</strong></p>
<p><strong>Morddrohungen, Banditenkommandos, Polizeiwillkür</strong></p>
<p><strong>Deutsche Christen helfen/Amnesty International greift ein</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/07/sehnsucht-und-realitat-brasilien-nach-der-lula-ara-zundfunk-generator-br2/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/07/sehnsucht-und-realitat-brasilien-nach-der-lula-ara-zundfunk-generator-br2/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/timcahillpatrickwilcken.jpg" alt="timcahillpatrickwilcken.jpg" /></p>
<p><strong>Tim Cahill(Mitte), Brasilienexperte von Amnesty International in London &#8211; in der Paraisopolis-Broschüre zitiert.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/28/brasilien-sadistische-intiationsriten-an-universitaten-und-hochschulen-auch-unter-rousseff-regierung-laut-landesmedien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/28/brasilien-sadistische-intiationsriten-an-universitaten-und-hochschulen-auch-unter-rousseff-regierung-laut-landesmedien/</strong></a></p>
<p><strong>„Mein größter Wunsch ist, daß all die deutschen Christen, die  für unseren Kirchenbau spendeten, uns hier besuchen und die schier  unbeschreiblichen, bizarren Probleme kennenlernen“, sagt der junge  schwarze Slumpfarrer Luciano Borges Basilio mitten in einer der  ungewöhnlichsten Regionen ganz Brasiliens.</strong></p>
<p><strong>Paraisopolis heißt Paradies-Stadt – doch paradiesisch ist  hier garnichts. Lateinamerikas reichste Megacity Sao Paulo zählt über  2000 Slums – doch der von Padre Basilio zeigt die schmerzhaftesten  Kontraste. Denn Paraisopolis grenzt direkt an ein Viertel der  Wohlhabenden – nicht wenige davon blicken von ihren luxuriösen  Penthouse-Appartements direkt auf das unüberschaubare Gassenlabyrinth,  wo auf engstem Raum in Holz-und Backsteinkaten sage und schreibe 100000  Menschen in Moder, Abwässer-und Müllgestank hausen. Und das scheint  einem Polizei-Thriller entlehnt: Zwar regiert Sao Paulos Gouverneur José  Serra von seinem nahen Palast aus die führende lateinamerikanische  Wirtschaftsregion mit ihren mehr als 1000 deutschen Firmen – doch in  Paraisopolis herrscht unangefochten Brasiliens mächtigstes  Gangstersyndikat PCC(Primeiro Comando da Capital – Erstes Kommando der  Hauptstadt). „Das organisierte Verbrechen ist besser organisiert als die  Polizei – oft sogar viel besser – während die Polizei desorganisiert  ist“, analysiert Priester Basilio. „Das Verbrechen, der massive Handel  mit harten Drogen sind ein ernstes Problem in Paraisopolis – doch wie  überall in Brasilien schützt der Staat die Slumbewohner nicht, läßt sie  in der Hand der Banditen.“ Für den Padre ist an Scheinheiligkeit nicht  zu überbieten, daß just der wichtigste Banditen-Geschäftszweig, nämlich  der Drogenhandel, nur dank der reichen Großkunden von nebenan  funktioniert. „Nachts kommen sie sogar in den Slum oder lassen sich das  Rauschgift von hier bringen.“ Das symbolisiert die widersprüchliche  Situation – in Rio de Janeiro ist es nicht anders. Anstatt dort – oder  in Paraisopolis – jener kleinen Minderheit der Gangster das Handwerk zu  legen und das hochlukrative Drogengeschäft zu stoppen, verletzt die  Polizei bei Razzien permanent Grundrechte der völllig unschuldigen  Bewohnermehrheit. „Dazu können wir als Kirche nicht schweigen,  Polizeiwillkür darf man nicht hinnehmen. Padre Basilio nennt jüngste  Fälle: Bei der Verfolgung von Gangstern, die in das Gassengewirr und  Menschengewimmel des Slums flüchten, feuern die Beamten gewöhnlich blind  drauflos. Ein Baby von 9 Monaten bekommt eine Kugel in den Arm, eine  Sechzehnjährige in die Brüste. „Es wäre doch besser, die Banditen nicht  zu kriegen, aber das Leben der Slumbewohner zu garantieren, anstatt wild  herumzuballern!“</strong></p>
<p><strong>Der Priester macht es sich nicht so einfach wie manche  politisch korrekten Menschenrechtsaktivisten, die nur Polizeiübergriffe  anprangern, den Terror der hochbewaffneten Banditen aber verschweigen.  „Ein Polizeioffizier erhielt 2009 hier in Paraisopolis einen Bauchschuss  – die Beamten haben ja auch Familie und sind natürlich unter Streß und  Hochspannung, wenn sie in einen Slum hineinmüssen.“Täglich werden in  Brasilien mehrere Polizeibeamte ermordet. „Aber Willkür rechtfertigt das  nicht.“ Die Kirche hält für verheerend, wenn wegen solcher  diskriminierenden Vorgehensweisen die Kinder mit höllischer Angst vor  der Polizei aufwachsen und sich auch als Erwachsene beinahe instinktiv  vor ihr fürchten. Für Padre Basilio sind die Slumbewohner ohnehin  bereits in einer grauenhaften Lage, werden erniedrigt und gedemütigt von  den Bessergestellten: „Es gibt viel Elend und Hunger in Paraisopolis –  trotz aller aufopferungsvollen Arbeit von Caritas. Die Arbeitslosigkeit  ist hoch – und jene 15 Prozent, die weder lesen noch schreiben können,  finden schwerlich einen Job. Slumbewohner kriegen meist nur  Gelegenheitsarbeit. Für diese Menschen gebe ich mein Leben – denn mit  Ermordung muß ich rechnen.“</strong></p>
<p><strong>Der Priester erhält seit Jahren immer wieder Morddrohungen,  sogar per Internet, läßt sich aber nicht einschüchtern. „Aus dem Slum  kommen die Drohungen mit Sicherheit nicht – die Leute hoffen hier stark  auf die Kirche.“ Basilio weiß, daß in ganz Brasilien, und auch in Sao  Paulo, immer wieder Geistliche ermordet werden.</strong></p>
<p><strong>Inzwischen hat er Amnesty International, die weltweit  angesehenste Menschenrechtsorganisation, auf seiner Seite. Der Brite Tim  Cahill,  Brasilienexperte von Amnesty, hat sich jetzt vor Ort über die  Zustände informiert, mit zahlreichen Augenzeugen gesprochen. Daß die  Polizei weiterhin nicht auf Folterungen verzichtet, hält Cahill für  schwerwiegend. “Die brasilianische Regierung hat zwar die  Anti-Folter-Konvention unterzeichnet, doch wie wir hier in Paraisopolis  sehen, fehlt jeglicher politischer Wille, Folterer zu bestrafen“, sagt  er. „Die Polizei ist landesweit zunehmend in kriminelle Aktivitäten  verwickelt, bildet Todesschwadronen und paramilitärische Milizen. Ein  beträchtlicher Teil der Brasilianer, vor allem jene in den Slums, wird  wie Wegwerf-Bevölkerung behandelt.“</strong></p>
<p><strong>Ein schwarzer Bürgerrechtler schildert Tim Cahill die  Folterpraktiken in Paraisopolis: „Die Beamten haben zwei Lichtdrähte aus  der Wand gerissen und meinem Freund in seiner eigenen Kate damit immer  wieder Elektroschocks versetzt. Dann haben sie ihn auf den Kopf  geschlagen, zu Boden getreten. Schließlich haben sie ihn in Ruhe  gelassen, sind weggegangen – man kann nichts dagegen machen. Folter mit  Elektroschocks zu sehen, sind wir hier im Slum schon richtig gewöhnt. “</strong></p>
<p><strong>Eine junge Frau beschreibt andere Formen von Polizeiwillkür:  “Beamte pressen den Leuten Geld ab, rauben aus den Katen sogar  Fernseher. Ja – die Polizisten behandeln uns wie Tiere. Hier verteidigt  uns nur der katholische Padre – der hat schon viele Festgenommene aus  dem Gefängnis rausgeholt, der hilft uns.“</strong></p>
<p><strong>Außergerichtliche Exekutionen seien weder in Paraisopolis  noch in den anderen Slums von Sao Paulo oder Rio de Janeiro eine  Seltenheit.</strong></p>
<p><strong>Tim Cahill von Amnesty International erinnert daran, daß die  Regierung von Staatspräsident Luis Inacio Lula da Silva zu Beginn der  Amtszeit 2003 sowohl den Vereinten Nationen als auch den  Menschenrechtsorganisationen versprochen hatte, die eigenen Gesetze und  internationalen Abkommen strikt einzuhalten. Gegen Ende von Lulas  zweiter Amtszeit vermißt Cahill indessen ebenso wie die Kirche echte  Fortschritte: “Die Lula-Regierung war eine Enttäuschung. Es gab große  Versprechen, Pläne und Projekte, sogar einen konstruktiven Diskurs –  doch die Probleme sind tief verwurzelt geblieben. Es wird weiter  gefoltert und exekutiert, die Lage in den Gefängnissen ist nach wie vor  grauenhaft, und es gibt sogar weiterhin Todesschwadronen und  Sklavenarbeit. Echte Reformen werden durch wirtschaftliche und  politische Interessen verhindert.“</strong></p>
<p><strong>Gilmar Mendes, Präsident des Obersten Gerichts, sagte  unlängst, Brasiliens Gefängnissystem ähnele nazistischen  Konzentrationslagern. Und Paulo Vannuchi, Brasiliens  Menschenrechtsminister, räumt ein, daß tagtäglich außergerichtliche  Exekutionen  und Blutbäder von Polizisten sowie Todesschwadronen verübt  würden. Für Tim Cahill ein unglaubliches Eingeständnis: “Dies zählt zu  den absurden Dingen in Brasilien – Teile der Autoritäten erkennen diese  Tatsachen an – aber tun so, als seien sie dafür nicht verantwortlich.  Das große Problem Brasiliens ist heute, daß der offizielle Diskurs  nichts mit der politischen Praxis zu tun hat. Wenn die Regierung in  Brasilia weltweit mehr Anerkennung und Respekt will,  muß sie sich für  die Menschenrechte der eigenen Bevölkerung einsetzen, besonders der  Unterprivilegierten.“</strong></p>
<p><strong>Für den schwarzen Priester Luciano Borges Basilio bedeuten  solche Worte eine enorme Rückenstärkung. Von einem anderen Briten,  seinem  Priesterkollegen Jaime Crowe aus dem riesigen Slumviertel Jardim  Angela mit über 300000 Bewohnern, erhält er moralische Unterstützung  beinahe alle Tage. „Man kämpft und kämpft, sieht nur zu oft kein  Resultat, wird frustriert. Dann sagt mir Jaime Crowe, mach weiter, gibt  nie auf! Crowe hat in fast vierzig Jahren aus dem grauenvollen Jardim  Angela eine weitgehend friedliche Stadtregion gemacht – das versuchen  wir hier auch.“ Noch 1996 hatte die UNO Priester Crowes Gemeindebereich  zur gewaltgeprägtesten Region des ganzen Erdballs(!) erklärt, gab es  täglich Morde. „Wir haben in Brasilien eine Kultur der Gewalt und der  Korruption – das alles ist sehr tief verwurzelt“, sagt Crowe. „Doch wir  dürfen unsere Träume nicht aufgeben.“</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/paraisokate.jpg" alt="paraisokate.jpg" /></p>
<p><strong>Eingang zu Kate in Paraisopolis.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/26/unicef-brasilien-bei-morden-an-15-bis-19-jahrigen-weltweit-an-der-spitze-38-prozent-der-brasilianischen-jugendlichen-in-armut-und-misere/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/26/unicef-brasilien-bei-morden-an-15-bis-19-jahrigen-weltweit-an-der-spitze-38-prozent-der-brasilianischen-jugendlichen-in-armut-und-misere/</strong></a></p>
<p><strong>Hintergrund Favelas &#8211; Österreichs Südwind-Magazin:</strong></p>
<p><strong><a href="http://www.suedwind-magazin.at/start.asp?ID=234729&amp;rubrik=31&amp;ausg=200304"><strong>http://www.suedwind-magazin.at/start.asp?ID=234729&amp;rubrik=31&amp;ausg=200304</strong></a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/16/koln-schliest-stadtepartnerschaft-mit-rio-de-janeiro-oberburgermeister-jurgen-roters-reiste-zum-zuckerhut/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/16/koln-schliest-stadtepartnerschaft-mit-rio-de-janeiro-oberburgermeister-jurgen-roters-reiste-zum-zuckerhut/</strong></a></p>
<p><strong>Sao Paulos Kardinal Paulo Evaristo Arns: </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/14/parabens-dom-paulo-evaristo-arns-der-deutschstammige-kardinal-sao-paulos-ist-90-hochengagiert-im-kampf-gegen-das-militarregime-der-foltergenerale1964-1985-wer-mit-den-diktatoren-eng-kooperierte/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/14/parabens-dom-paulo-evaristo-arns-der-deutschstammige-kardinal-sao-paulos-ist-90-hochengagiert-im-kampf-gegen-das-militarregime-der-foltergenerale1964-1985-wer-mit-den-diktatoren-eng-kooperierte/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/28/soziale-sauberungen-in-brasilien-film-von-regisseurin-teresa-aguiar-uber-das-systematische-toten-von-obdachlosen-in-rio-de-janeiro-vor-dem-besuch-von-konigin-elizabeth-wegen-der-fusball-wm-201/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/28/soziale-sauberungen-in-brasilien-film-von-regisseurin-teresa-aguiar-uber-das-systematische-toten-von-obdachlosen-in-rio-de-janeiro-vor-dem-besuch-von-konigin-elizabeth-wegen-der-fusball-wm-201/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.dw-world.de/dw/article/0,,5318083,00.html">http://www.dw-world.de/dw/article/0,,5318083,00.html</a></p>
<p><a href="http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4281011,00.html">http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4281011,00.html</a></p>
<p><a href="http://www.dw-world.de/dw/article/0,,1857985,00.html">http://www.dw-world.de/dw/article/0,,1857985,00.html</a></p>
<p><a href="http://www.dw-world.de/dw/article/0,,1165227,00.html">http://www.dw-world.de/dw/article/0,,1165227,00.html</a></p>
<p><a href="http://www.dw-world.de/dw/article/0,,5017299,00.html">http://www.dw-world.de/dw/article/0,,5017299,00.html</a></p>
<p><a href="http://www.dw-world.de/dw/article/0,,6259125,00.html">http://www.dw-world.de/dw/article/0,,6259125,00.html</a></p>
<p><a href="http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4202051,00.html">http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4202051,00.html</a></p>
<p><a href="http://www.dw-world.de/dw/article/0,,2368848,00.html">http://www.dw-world.de/dw/article/0,,2368848,00.html</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/09/cacau-rio-negro-amazonien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/09/cacau-rio-negro-amazonien/</strong></a></p>
<p><strong>Menschenrechtssamba von Jorge Aragao aus Rio de Janeiro, anklicken:</strong></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=XkvjkxERac4"><strong>http://www.youtube.com/watch?v=XkvjkxERac4</strong></a></p>
<h2>“…den Leuten zu sagen, in was für einer verlogenen Scheiße wir alle leben…” Schlingensief in Sao Paulo. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=6576" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/sao-paulo/" rel="tag">Sao Paulo</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/schlingensief/" rel="tag">Schlingensief</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/09/schlingensiefklein1.jpg" alt="schlingensiefklein1.jpg" /></p>
<p><strong>Christoph Schlingensief beim Website-Interview in Sao Paulo.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/09/christoph-schlingensief-sao-paulo/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/09/christoph-schlingensief-sao-paulo/</a></p>
<p><strong>“Für mich ist der kleine Moment der Verunsicherung wichtig,  der Moment der Irritation, auch der Schnelligkeit, und manchmal auch der  Metaphysik, wo sich etwas verselbständigt, wo ich nicht mehr eingreifen  kann, und ich plötzlich merke, hier sind Schwebezustände erreicht, was  ist da eigentlich los?…Wenn ich jetzt über Deutschland rede, aus der  Distanz mal wieder, dann denke ich, was haben wir da eigentlich für  Probleme &#8211; das sind Luxusleiden &#8211; und in diesem Luxusleiden vergißt man  den Blick auf ganz zentrale Sachen &#8211; z.B. wie kann man andere Regionen  integrieren?…Ich glaube, in Deutschland habe ich das Staunen verlernt,  habe ich dort immer das Gefühl, alles schon mal gesehen zu haben, schon  zu kennen…Ich merk das auch bei Mitarbeitern &#8211; wenn die nachher ihre  Ideen nur aus dem Internet rausholen, ja dann sieht das alles so aus  wie!…Man muß eigentlich Sao Paulo in Berlin vertreiben…Am Ende, wenn ich  in den Todeskrampf komme, dann atme ich noch einmal aus, verschwinde  wohin auch immer…Die wahre Provokation ist, wenn man versucht, das Leben  zu berühren &#8211; das ist das, was die meisten nicht mehr aushalten. Und  wenn man das mal macht und einfach sagt, Moment mal, das ist doch ein  Teil unseres Lebens &#8211;  was ich hier zeige, ist doch garnicht so  abnorm!…Jetzt bin ich in Sao Paulo und bin der glücklichste Mensch im  Moment, weil das hier so toll läuft. Das muß man bekanntmachen in  Deutschland! Ich erlebe hier etwas, das gibt mir Gänsehautzustände &#8211; ich  erlebe was, das ich da nicht habe. Und das kann man jetzt auch nicht  transportieren, exportieren &#8211; man kann aber erzählen von Dingen, die  noch geschehen,  die möglich sind. Und die verlernt man eben in dem  Zeitalter, in dem wir da angekommen sind… Gottseidank oder leider &#8211; ich  kann die Schnauze nicht immer halten. So Sachen darf man einfach nicht  sagen, ich weiß es von Kollegen, man sagt es lieber nicht &#8211; man will es  sich ja nicht verderben. Bloß keine Position beziehen!…Ich habe hier  zwei ausführliche Vorträge gehalten, daß ich das Gefühl habe, daß man  hier nicht richtig im Gleichgewicht ist. Daß auf der einen Seite zur  Selbstdarstellung unheimlich Farbe verbraucht wird &#8211; und der andere  läuft in Schuhen rum, wo man sagt, das sind ja gar keine Schuhe mehr,  keine Sohle &#8211; und daß ich das garnicht mag.” </strong></p>
<p><strong>Die Aufdringlichkeit der Sinne</strong></p>
<p><strong>Vom machtgeschützten Verlust der gesellschaftlichen Sehkraft &#8211; Oskar Negt(2000)</strong></p>
<p><strong>“Der Verlust jener in sinnlicher Erfahrung begründeten  Urteilsfähigkeit der Menschen hat in unserem Jahrhundert für viele  Menschen tödliche Folgen gehabt. Das Wegsehen, die machtgeschützte  Sinnenblindheit, wenn Menschen verfolgt und getrieben, vergewaltigt und  öffentlich gequält werden &#8211; das gehört nicht der Vergangenheit an.”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/04/23/christoph-schlingensief-so-schon-wie-hier-kanns-im-himmel-gar-nicht-sein-sao-paulo/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/04/23/christoph-schlingensief-so-schon-wie-hier-kanns-im-himmel-gar-nicht-sein-sao-paulo/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/27/brasilien-sanger-crioloes-gibt-keine-liebe-in-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/27/brasilien-sanger-crioloes-gibt-keine-liebe-in-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/05/schuhputzersp.JPG" alt="schuhputzersp.JPG" /></p>
<p><strong>Schuhputzer in Sao Paulo.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/ernst-feder-stefan-zweig-sylk-schneider-weimar-goethe-brasilien/"><strong> http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/ernst-feder-stefan-zweig-sylk-schneider-weimar-goethe-brasilien/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/19/lsd-estamos-com-voce-eu-sou-maconheiro-com-muito-orgulho-e-muito-amor-machtvolle-demonstration-fur-rauschgiftlegalisierung-in-der-city-von-sao-paulo-brasiliens-prasidentin-dilma-rouss/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/19/lsd-estamos-com-voce-eu-sou-maconheiro-com-muito-orgulho-e-muito-amor-machtvolle-demonstration-fur-rauschgiftlegalisierung-in-der-city-von-sao-paulo-brasiliens-prasidentin-dilma-rouss/</strong></a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/08/21/brasilien-megacity-sao-paulo-ruft-wegen-giftluft-und-sehr-geringer-luftfeuchtigkeit-den-notstandsfall-aus-mehr-infarkte-schlaganfalle-atemprobleme/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Brasilien: Lulas Mega-Umleitungsprojekt am Rio Sao Francisco, Propaganda und Resultate der Milliardeninvestitionen &#8211; der katholische Umweltpriester Sebastiao Goncalves, Diözese Floresta, anklicken. Warum Sektenpredigerin Marina Silva für das Projekt ist&#8230;</title>
		<link>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/04/brasilien-lulas-mega-umleitungsprojekt-am-rio-sao-francisco-propaganda-und-resultat-der-katholische-umweltpriester-sebastiao-goncalves-anklicken/</link>
		<comments>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/04/brasilien-lulas-mega-umleitungsprojekt-am-rio-sao-francisco-propaganda-und-resultat-der-katholische-umweltpriester-sebastiao-goncalves-anklicken/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 04 Dec 2011 12:28:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Naturschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[]]></category>
		<category><![CDATA[Bischof Cappio]]></category>
		<category><![CDATA[Brasiliens Umweltpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Padre Sebastiao Goncalves]]></category>
		<category><![CDATA[Rio Sao Francisco]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/04/brasilien-lulas-mega-umleitungsprojekt-am-rio-sao-francisco-propaganda-und-resultat-der-katholische-umweltpriester-sebastiao-goncalves-anklicken/</guid>
		<description><![CDATA[Ausriß Estadao. http://tv.estadao.com.br/videos,obras-de-transposicao-do-rio-sao-francisco-estao-abandonadas,154174,260,0.htm Laut Zeitungsangaben erhielt Dilma Rousseff, die im Wahlkampf das Megaprojekt für die Propaganda einsetzte, in der Dürreregion besonders viele Wählerstimmen &#8211; bevor dann die Arbeiten an dem Milliardenprojekt stockten. Zu der für das Ende der Lula-Amtszeit angekündigten Einweihung kam es nicht &#8211; jetzt werden dafür in Brasilia keine Angaben mehr gemacht. http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/04/brasilien-lulas-megaprojekt-am-rio-sao-francisco-die-resultate-der-franziskanerbischof-steuergeldereinsatz-unter-der-lula-rousseff-regierung/ [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/umleitungpadresebastiaogaoncalves.JPG" alt="umleitungpadresebastiaogaoncalves.JPG" /></p>
<p>Ausriß Estadao.</p>
<p><a href="http://tv.estadao.com.br/videos,obras-de-transposicao-do-rio-sao-francisco-estao-abandonadas,154174,260,0.htm"><strong>http://tv.estadao.com.br/videos,obras-de-transposicao-do-rio-sao-francisco-estao-abandonadas,154174,260,0.htm</strong></a></p>
<p><strong>Laut Zeitungsangaben erhielt Dilma Rousseff, die im Wahlkampf das Megaprojekt für die Propaganda einsetzte, in der Dürreregion besonders viele Wählerstimmen &#8211; bevor dann die Arbeiten an dem Milliardenprojekt stockten. Zu der für das Ende der Lula-Amtszeit angekündigten Einweihung kam es nicht &#8211; jetzt werden dafür in Brasilia keine Angaben mehr gemacht. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/04/brasilien-lulas-megaprojekt-am-rio-sao-francisco-die-resultate-der-franziskanerbischof-steuergeldereinsatz-unter-der-lula-rousseff-regierung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/04/brasilien-lulas-megaprojekt-am-rio-sao-francisco-die-resultate-der-franziskanerbischof-steuergeldereinsatz-unter-der-lula-rousseff-regierung/</strong></a><br />
<strong>Marina Silva verteidigt das  Umleitungsprojekt am Rio Sao Francisco  als “ökologisch nachhaltig,  wirtschaftlich machbar und sozial gerecht”.  Kirche, Umweltschützer,  Indianer sind gegen das Projekt…</strong></p>
<p><a href="http://www.adveniat.de/blog/?p=960"><strong>http://www.adveniat.de/blog/?p=960</strong></a></p>
<p><strong>(Hier die offizielle Position der deutschen Bundesregierung:    “Nach der Überzeugung von Staatspräsident Lula da Silva, der selbst    einer armen Familie aus Pernambuco entstammt, bietet die Ableitung des    Flusswassers die Chance, die Grundlagen für die humanitäre und    wirtschaftliche Entwicklung dieser Trocken- und Armutsgebiete    entscheidend zu verbessern und die Trinkwasserversorgung zu sichern. In    der Endphase sollen rund 15 &#8211; 20 <abbr title="Millionen">Mio.</abbr>   der Ärmsten Brasiliens eine neue Existenzgrundlage erhalten.”    Staatsminister Gernot Erler bei der Verleihung des    Kant-Weltbürgerpreises an Bischof Cappio in Freiburg)</strong></p>
<p><strong>Lateinamerikas teure Lebensmittel &#8211; Preissteigerungen um 40 Prozent in den letzten vier Jahren &#8211; Gefahr für Hungerbekämpfung:</strong> <a href="http://exame.abril.com.br/economia/mundo/noticias/precos-dos-alimentos-na-america-latina-sobem-40-em-4-anos--2"><strong>http://exame.abril.com.br/economia/mundo/noticias/precos-dos-alimentos-na-america-latina-sobem-40-em-4-anos&#8211;2</strong></a></p>
<p><span id="more-11740"></span></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach3.JPG" alt="cach3.JPG" /></p>
<p><strong>Slum in Sao Paulo, 2011.</strong></p>
<p><strong>Der soziale Aufstieg von Lula:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/04/lula-bekommt-500000-dollar-von-lg-fur-vortrag-in-sudkorea-laut-brasilianischen-landesmedien-uber-eine-million-dollar-damit-vier-monate-nach-ende-der-amtszeit-kassiert-laut-kalkulation-von-parte/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/04/lula-bekommt-500000-dollar-von-lg-fur-vortrag-in-sudkorea-laut-brasilianischen-landesmedien-uber-eine-million-dollar-damit-vier-monate-nach-ende-der-amtszeit-kassiert-laut-kalkulation-von-parte/</strong></a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/04/brasilien-lulas-mega-umleitungsprojekt-am-rio-sao-francisco-propaganda-und-resultat-der-katholische-umweltpriester-sebastiao-goncalves-anklicken/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Brasilien: Lulas Megaprojekt am Rio Sao Francisco, die Resultate, der Franziskanerbischof. Steuergeldereinsatz unter der Lula-Rousseff-Regierung.</title>
		<link>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/04/brasilien-lulas-megaprojekt-am-rio-sao-francisco-die-resultate-der-franziskanerbischof-steuergeldereinsatz-unter-der-lula-rousseff-regierung/</link>
		<comments>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/04/brasilien-lulas-megaprojekt-am-rio-sao-francisco-die-resultate-der-franziskanerbischof-steuergeldereinsatz-unter-der-lula-rousseff-regierung/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 04 Dec 2011 12:15:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Naturschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Brasiliens Umweltpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Lulas Umleitungsprojekt am Rio Sao Francisco]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/04/brasilien-lulas-megaprojekt-am-rio-sao-francisco-die-resultate-der-franziskanerbischof-steuergeldereinsatz-unter-der-lula-rousseff-regierung/</guid>
		<description><![CDATA[Ausriß O Estado de Sao  Paulo. Brasiliens Lula-Megaprojekt der Umleitung des Rio Sao Francisco gestoppt, laut Landesmedien. Wahlpropagandatrumpf von Dilma Rousseff. Milliarden-Bauten verfallen vor Einweihung. Hungerstreikbischof Cappio. Sektenpredigerin Marina Silva für Umleitung. “Wirtschaftsboom” und knappe Kassen. ThyssenKrupp und Rios Umwelt. ** Ausriß O Estado de Sao Paulo. http://www.estadao.com.br/noticias/nacional,governo-abandona-transposicao-do-sao-francisco-apos-eleicao-de-dilma,806292,0.htm “A obra está atualmente orçada em R$ 6,8 [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/umleitungrioestadao1.JPG" alt="umleitungrioestadao1.JPG" /></p>
<p>Ausriß O Estado de Sao  Paulo.</p>
<h2>Brasiliens Lula-Megaprojekt der Umleitung des  Rio Sao Francisco gestoppt, laut Landesmedien. Wahlpropagandatrumpf von  Dilma Rousseff. Milliarden-Bauten verfallen vor Einweihung.  Hungerstreikbischof Cappio. Sektenpredigerin Marina Silva für Umleitung.  “Wirtschaftsboom” und knappe Kassen. ThyssenKrupp und Rios Umwelt. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11723" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/umleitungrioestadao2.JPG" alt="umleitungrioestadao2.JPG" /><br />
Ausriß O Estado de Sao Paulo.<br />
<a href="http://www.estadao.com.br/noticias/nacional,governo-abandona-transposicao-do-sao-francisco-apos-eleicao-de-dilma,806292,0.htm"><strong>http://www.estadao.com.br/noticias/nacional,governo-abandona-transposicao-do-sao-francisco-apos-eleicao-de-dilma,806292,0.htm</strong></a></p>
<p><strong>“A obra está atualmente orçada em R$ 6,8 bilhões, 36% a mais  do que a  projeção inicial. Segundo o ministério, foram empenhados R$  3,8 bilhões  para a obra e pagos R$ 2,7 bilhões às construtoras.”</strong></p>
<p><strong>Hungerstreikbischof Cappio vor Weihnachten in Deutschland: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/23/bischof-luiz-flavio-cappio-in-deutschland-vor-weihnachten/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/23/bischof-luiz-flavio-cappio-in-deutschland-vor-weihnachten/</a></strong></p>
<p><a href="http://www.adveniat.de/blog/?p=960"><strong>http://www.adveniat.de/blog/?p=960</strong></a></p>
<p><span id="more-11737"></span></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/wissenschaft/1375344/"><strong>http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/wissenschaft/1375344/</strong></a></p>
<p><strong>Bischof Cappio:</strong></p>
<p><strong>“Diese Regierung dient nicht dem  Volk, sondern nur   wirtschaftlichen Interessengruppen.Derzeit treibt die  brasilianische   Armee am Nordoststrom Rio Sao Francisco die Bauarbeiten  voran &#8211;  doch   wir kämpfen weiter gegen das Projekt, lassen uns nicht  beirren. Denn   dieses Milliarden teure Vorhaben ist unsozial, ungerecht  und unethisch.   Es wurde der Nation, den Steuerzahlern aufgezwungen und  nicht einmal   mit den Experten, den Betroffenen vor Ort diskutiert.  Nutznießer sind   Baukonzerne, Industrie und Exportlandwirtschaft, während  der  Lebensraum  von Kleinbauern und sogar von vielen Indianerstämmen   vernichtet, Natur  mißhandelt wird.” </strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/05/cappiosp2009.jpg" alt="cappiosp2009.jpg" /></p>
<p><strong>(Hier die offizielle Position der deutschen Bundesregierung:    “Nach der Überzeugung von Staatspräsident Lula da Silva, der selbst    einer armen Familie aus Pernambuco entstammt, bietet die Ableitung des    Flusswassers die Chance, die Grundlagen für die humanitäre und    wirtschaftliche Entwicklung dieser Trocken- und Armutsgebiete    entscheidend zu verbessern und die Trinkwasserversorgung zu sichern. In    der Endphase sollen rund 15 &#8211; 20 <abbr title="Millionen">Mio.</abbr>   der  Ã„rmsten Brasiliens eine neue Existenzgrundlage erhalten.”    Staatsminister Gernot Erler bei der Verleihung des    Kant-Weltbürgerpreises in Freiburg)</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2008/08/cappiokleinsp2.jpg" alt="cappiokleinsp2.jpg" /></p>
<p><strong>Franziskanerbischof Cappio, Slumpriester Aecio Cordeiro da Silva in Sao Paulo.</strong></p>
<p><a href="http://www.agroecologia.org.br/noticias/transposicao-do-rio-sao-francisco-uma-jogada-eleitoral-entrevista-com-dom-luiz-cappio"><strong>http://www.agroecologia.org.br/noticias/transposicao-do-rio-sao-francisco-uma-jogada-eleitoral-entrevista-com-dom-luiz-cappio</strong></a></p>
<h2>Brasilien: Marina Silva verteidigt das  Umleitungsprojekt am Rio Sao  Francisco als “ökologisch nachhaltig,  wirtschaftlich machbar und  sozial gerecht”. Kirche, Umweltschützer,  Indianer sind gegen das  Projekt… <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=8436" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/lulaangelidilmakarneval.jpg" alt="lulaangelidilmakarneval.jpg" /></p>
<p>Angeli: “Karneval das ganze Jahr”.</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/rio-sao-francisco/" rel="tag"> </a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/16/kennt-jemand-francelmo-cappio-hintergrundtextvon-2005/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/16/kennt-jemand-francelmo-cappio-hintergrundtextvon-2005/</a></p>
<p><strong>Marina Silva, vom Mainstream zu Brasiliens   Ober-Umweltschützerin hochgelobt, publiziert 2005 als Ministerin just   zusammen mit dem damaligen Integrationsminister Ciro Gomes in den   Landesmedien ein Pamphlet zugunsten des heftig umstrittenen   Umleitungsprojekts. Das Pamphlet sprach Bände über ihre tatsächliche   Haltung zum Umweltschutz. Interessant war, was in dem Pamphlet alles   fehlte.Aus Europa bekommt die Predigerin einer evangelikalen   Wunderheilerkirche weiterhin sehr viel Lob für angeblichen   Umweltschutz-Einsatz. </strong></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/wissenschaft/1375344/">http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/wissenschaft/1375344/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/01/canabrand4.JPG" alt="canabrand4.JPG" /></p>
<p><strong>“Revitalisierung” am Rio Sao Francisco 2011.</strong>  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/26/dieser-weltmarkt-heute-will-garnicht-wissen-ob-das-zuckerrohr-von-sklavenarbeitern-geerntet-wurde-ob-man-die-plantagen-umweltfeindlich-abfackelte-mario-mantovani-prasident-der-renommierten-umw/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/26/dieser-weltmarkt-heute-will-garnicht-wissen-ob-das-zuckerrohr-von-sklavenarbeitern-geerntet-wurde-ob-man-die-plantagen-umweltfeindlich-abfackelte-mario-mantovani-prasident-der-renommierten-umw/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/08/antonio-gomes-dos-santos-genannt-toinho-pescador-mit-seiner-frau-in-penedo-beide-kampfen-gegen-die-brutale-naturvernichtung-am-rio-sao-francisco-toinho-pescador-ist-grunder-und-prasident-der-natur/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/08/antonio-gomes-dos-santos-genannt-toinho-pescador-mit-seiner-frau-in-penedo-beide-kampfen-gegen-die-brutale-naturvernichtung-am-rio-sao-francisco-toinho-pescador-ist-grunder-und-prasident-der-natur/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/07/marina-silva-brasiliens-evangelikaler-grunen-star-predigt-anklicken/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/07/marina-silva-brasiliens-evangelikaler-grunen-star-predigt-anklicken/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/28/lulas-einkommen-allein-als-ehrenprasident-der-arbeiterpartei-aufschlusreich-ist-der-vergleich-mit-dem-brasilianischen-mindestlohn-den-satzen-von-bolsa-familia-den-arbeiter-durchschnittslohnen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/28/lulas-einkommen-allein-als-ehrenprasident-der-arbeiterpartei-aufschlusreich-ist-der-vergleich-mit-dem-brasilianischen-mindestlohn-den-satzen-von-bolsa-familia-den-arbeiter-durchschnittslohnen/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/08/brasiliens-menschenrechtsanwalt-bruno-alves-de-souza-toledo-ebenso-wie-amazonasbischof-erwin-krautler-trager-des-alternativen-nobelpreises-wegen-morddrohungen-standig-unter-polizeischutz/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/08/brasiliens-menschenrechtsanwalt-bruno-alves-de-souza-toledo-ebenso-wie-amazonasbischof-erwin-krautler-trager-des-alternativen-nobelpreises-wegen-morddrohungen-standig-unter-polizeischutz/</a></p>
<p><strong>Brasiliens Wirtschaftslage 2011:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/03/boomland-brasilien-die-sicht-der-landesmedien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/03/boomland-brasilien-die-sicht-der-landesmedien/</strong></a></p>
<p>Hintergrund:</p>
<p>Brasiliens Hungerstreik-Bischof Cappio kämpft weiter„Leben wir in einer Diktatur?”</p>
<p>Schweizer Entwicklungsexperte René¨ Schärer:”Flußumleitungsprojekt der Lula-Regierung basiert nur auf Lügen”</p>
<p>In Nordostbrasilien hat das Militär ungeachtet öffentlicher Proteste  den Bau der gigantischen und heftig umstrittenen Umleitung des Rio Sao  Francisco wiederaufgenommen. Â Franziskanerbischof Luiz Flavio Cappio,  der gegen das Projekt bis kurz vor Weihnachten einen 24-tägigen  Hungerstreik geführt hatte, kündigte deshalb neue Protestaktionen der  nationalen Sozialbewegungen an. „Der Kampf geht weiter.” Die Regierung  von Staatschef Luis Inacio Lula da Silva sei ausgerechnet gegenüber  jenen gesellschaftlichen Gruppen „total unsensibel”, die seinen Wahlsieg  garantierten. Der Dialog mit dem Volk werde verweigert. „Leben wir in  einer Diktatur?” Lulas Anti-Hunger-Programm verteile nur „Almosen” und  halte das Volk in Abhängigkeit. „Lula ist tot “ wir haben eine Regierung  Inacio da Silva. Die Sozialbewegungen wurden erdrückt, verloren  Artikulierungsmöglichkeiten, sehen sich heute an den Rand gestellt.” Die  hohen Umfragewerte für Lula kämen zustande, weil das in Armut und  Misere lebende Volk Brasiliens hinter einem Präsidenten herrenne, der  Almosen gebe. Â Der stark abgemagerte 61-jährige Cappio erholt sich nur  langsam von den zurückliegenden Strapazen und trinkt viel Kokosmilch. Er  lächelt hintergründig-weise, wirkt keineswegs gebrochen, sondern tief  zufrieden. Denn mit seiner Aktion hat er die Nation weit stärker  aufgerüttelt als mit den elf Tagen Hunger-Protest von 2005. Wie  durchsickerte, hatte die Lula-Regierung durch Druck auf die Medienbosse  erreicht, daß anfangs kaum oder gar nicht über den Hungerstreik und die  Argumente Cappios berichtet werden durfte. Das verärgerte offenbar viele  Journalisten, traf sie in der Berufsehre. Überraschendes Resultat: Nach  dem Abbruch der Aktion publizierten gerade die brasilianischen  Qualitätsmedien soviel gutfundierte Kritik an dem Umleitungsprojekt wie  nie zuvor “ der anfangs verlachte, verhöhnte Cappio wurde  Sympathieträger. Staatschef Lula blamierte sich mit seiner Empfehlung an  Cappio, Vernunft anzunehmen und sich nicht in technische Fragen  einzumischen, von denen er nichts verstehe. Denn just für die  technisch-wirtschaftlichen Details der Flußumleitung interessiert sich  die neugierig, aufmerksam gewordene Öffentlichkeit mehr denn je und  entdeckt zunehmend Schwachstellen der Regierungspropaganda. Laut Lula  sollen 12 Millionen Arme in Dürreregionen durch das Projekt endlich  Trinkwasser erhalten. Doch auch Befreiungstheologe Leonardo Boff nennt  dies falsch “ über neunzig Prozent der umgeleiteten Wassermassen seien  schließlich für Industrie und Export-Landwirtschaft bestimmt, nur fünf  Prozent für bedürftige Menschen. Zudem fehle in jenen Regionen gar kein  Trinkwasser, regne es mehr als in Frankreich, müsse Wasser nur sinnvoll  gespeichert und verteilt werden. „Bischof Cappios Hungerstreik-Aktion  war siegreich “ denn die brasilianische Gesellschaft wurde gezwungen,  über die Nordostregion zu diskutieren.” Ex-Innenminister Joao Alves  Filho argumentiert wie Boff: Wasser gebe es im Nordosten überreichlich,  Brasilia sage nicht die Wahrheit. Die Umleitung könne zum „Tod” des Rio  Sao Francisco führen “ nur 700000 Menschen würden tatsächlich  Trinkwasser erhalten. Zusätzlich ärgerlich für die Lula-Regierung, daß  selbst der derzeit populärste Film-und TV-Schauspieler Wagner  Moura(Berlinale-Wettbewerbs-Streifen „Tropa de Elite”, Globo-Telenovela  „Paraiso Tropical”) in der Öffentlichkeit Cappio und dessen Ziele  unterstützt. Mouras Kollegin Leticia Sabatella,ebenfalls  Publikumsliebling, besuchte den hungerstreikenden Cappio, nennt in den  Medien die Umleitung, Lulas Entwicklungsmodell „neocolonial”. –Schweizer  Entwicklungsexperte gegen Umleitung–„Lula hat Cappio direkt angelogen,  indem er einen gesellschaftlichen Dialog versprach “ das gesamte Projekt  basiert nur auf Lügen”, betont der Schweizer Entwicklungsexperte RenÃ¨  Schärer im Exklusivinterview in Prainha do Canto Verde, Teilstaat  CearÃ . In Wahrheit zähle der Bau eines Stahlwerks im überflüssigen,  derzeit nur zu 30 Prozent ausgelasteten Nordost-Hafen Pecem zu den  wichtigen Gründen der Flußumleitung. „Die Steinkohle soll aus China  herangeschafft werden “ absurder gehts nimmer.” Für das Stahlwerk eines  italienisch-südkoreanischen Konsortiums habe Lula Subventionen  versprochen. Das Werk werde ausgerechnet auf einem schönen Strand  errichtet. „Brauchte man das Wasser nicht für Stahlwerk,  Export-Landwirtschaft und Krabbenzucht, wäre die Umleitung unnötig.”  Denn Â genügend Trinkwasser sei in der Region vorhanden, werde bisher  jedoch falsch verteilt oder vergeudet. Allein in der Küstenstadt  Fortaleza, mit etwa soviel Einwohnern wie Berlin, geht rund die Hälfte  des Trinkwassers auf dem Weg zu den Nutzern verloren.Â  Laut Schärer  besitzt Brasilien ein vorbildliches Gesetz, das den seit zehn Jahren  bestehenden öffentlichen Verbraucherkomitees der  Trinkwasser-Einzugsgebiete die Entscheidungsbefugnis über  Wasserprojekte, das Wassermanagement überträgt. „Lula hat die Komitees  einfach übergangen “ das ist ein Schlag gegen die Demokratie!” Allein  wegen der Position des Komitees vom Rio Sao Francisco dürfte die  Umleitung eigentlich gar nicht realisiert werden. Paraibas Erzbischof  Aldo Pagotti, der in der Bischofskonferenz und in der Öffentlichkeit am  heftigsten für die Umleitung streitet, zählt laut Scherer zum extrem  rechtskonservativen Lager, steht auf Seiten der Eliten, der Regierung,  ist gegen die katholischen Pastoralen.Â Die von der katholischen Kirche,  der Caritas Brasilien geförderten 220000 Zisternen zum Auffangen von  Regenwasser hätten sich bewährt und seien eine der Alternativen zur  Flußumleitung. „Lula hat es fertiggebracht, daß die Medien anfangs fast  nichts über die Hungerstreikaktion berichteten “ die  Presseberichterstattung war katastrophal. Auch die großen Zeitungen der  Ersten Welt brachten nichts.” Die internationale Mobilisierung zugunsten  Cappios nannte Schärer „schwach”, internationale NGO hätten sich nur  sehr wenig eingeschaltet. Druck von außen habe völlig gefehlt. Für die  Qualitätszeitung „O Estado de Sao Paulo” preist der Staatschef sein  milliardenteures Projekt lediglich mit „abgedroschenen Sprüchen”. „Die  brasilianische Gesellschaft muß den Bau bezahlen und hat daher das  Recht, klare Antworten zu fordern.”</p>
<p><strong>ThyssenKrupp in Rio de Janeiro:<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/02/thyssenkrupp-in-rio-de-janeiro-stahlkonzern-gesteht-erst-jetzt-ein-was-selbst-laien-bereits-vor-baubeginn-wustenkatholische-kirche-brasiliens-kritisierte-das-stahlwert-katholische-kirche-deutsc/">   http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/02/thyssenkrupp-in-rio-de-janeiro-stahlkonzern-gesteht-erst-jetzt-ein-was-selbst-laien-bereits-vor-baubeginn-wustenkatholische-kirche-brasiliens-kritisierte-das-stahlwert-katholische-kirche-deutsc/</a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/26/was-gut-ist-stellen-wir-gros-heraus-was-schlecht-ist-verstecken-wir-rubens-ricupero-brasilianischer-politiker-ex-finanzminister-karrierediplomat-vertreter-brasiliens-in-uno-organisationen/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/26/was-gut-ist-stellen-wir-gros-heraus-was-schlecht-ist-verstecken-wir-rubens-ricupero-brasilianischer-politiker-ex-finanzminister-karrierediplomat-vertreter-brasiliens-in-uno-organisationen/</strong></a></p>
<h2>Brasilien: Antonio Gomes dos Santos, genannt  Toinho Pescador, mit  seiner Frau in Penedo/Nordostbrasilien. Beide  kämpfen gegen die brutale  Naturvernichtung am Rio Sao Francisco. Toinho  Pescador ist Gründer und  Präsident der Naturschutzbewegung “Filhos do  Velho Chico”,  Ehrenpräsident der Fischervereinigung von Alagoas,  engagiertes Mitglied  einer katholischen Basisgemeinde, publiziert  Gedichtbände. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=8022" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: , <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/alagoas/" rel="tag">Alagoas</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/antonio-gomes-dos-santos/" rel="tag">Antonio Gomes dos Santos</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/bischof-luiz-cappio/" rel="tag">Bischof Luiz Cappio</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasilien/" rel="tag">Brasilien</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/naturschutz/" rel="tag">Naturschutz</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/penedo/" rel="tag">Penedo</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/toinho-pescador/" rel="tag">Toinho Pescador</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/01/antoniogomesdossantos1.JPG" alt="antoniogomesdossantos1.JPG" /></p>
<p><strong>Toinho Pescador mit seiner Frau beim Website-Interview in   Penedo. Beide haben engen Kontakt zu den Franziskanern von Alagoas &#8211; er   weilte bereits auf Einladung der Kirche einen Monat in Deutschland und   Österreich, um die dortige Öffentlichkeit über die Folgen der   staatlichen Sozial-und Umweltpolitik am Rio Sao Francisco zu   informieren. Das Paar unterstützt Franziskanerbischof Luiz Cappio, der   mit Hungerstreiks auf die gravierende Situation des Nordoststroms   aufmerksam machte.  </strong></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/05/europaisches-parlament-uber-umstrittenes-umleitungsprojekt-am-rio-sao-francisco-in-brasilien-informiert-indianer-und-saulo-feitosa-bischoflicher-indianermissionsrat-cimi-in-brussel-argumente-v/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/05/europaisches-parlament-uber-umstrittenes-umleitungsprojekt-am-rio-sao-francisco-in-brasilien-informiert-indianer-und-saulo-feitosa-bischoflicher-indianermissionsrat-cimi-in-brussel-argumente-v/</a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/06/franziskaner-jose-teixeira-rodriguesfrei-zezinho-im-konvent-von-penedo-am-rio-sao-francisco-gesichter-brasiliens/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/06/franziskaner-jose-teixeira-rodriguesfrei-zezinho-im-konvent-von-penedo-am-rio-sao-francisco-gesichter-brasiliens/</a></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1421022/">http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1421022/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/01/piafischerhaus1.JPG" alt="piafischerhaus1.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/06/fischerhaus-in-piacabucu-am-rio-sao-francisco/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/06/fischerhaus-in-piacabucu-am-rio-sao-francisco/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/09/dioxin-in-rauhen-mengen-warum-brasiliens-regierung-soviel-lob-fur-klimaschutz-erhalt-massenhaftes-abbrennen-von-zuckerrohrblattern-in-nordostbrasilien-im-wirtschaftlich-fuhrenden-teilstaat-sao-pa/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/09/dioxin-in-rauhen-mengen-warum-brasiliens-regierung-soviel-lob-fur-klimaschutz-erhalt-massenhaftes-abbrennen-von-zuckerrohrblattern-in-nordostbrasilien-im-wirtschaftlich-fuhrenden-teilstaat-sao-pa/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/01/lulacollor.jpg" alt="lulacollor.jpg" /></p>
<p><strong>Lula und Collor, Zuckerrohr-Teilstaat Alagoas, Ausstellungsfoto.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/17/brasilien-auf-britischem-welt-demokratie-index-vom-41-auf-47-platz-zuruckgefallen-economist-intelligence-unit/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/17/brasilien-auf-britischem-welt-demokratie-index-vom-41-auf-47-platz-zuruckgefallen-economist-intelligence-unit/</a></p>
<h2>Europäisches Parlament über umstrittenes  Umleitungsprojekt am “Rio  Sao Francisco” in Brasilien informiert:  Indianer und Saulo Feitosa,  bischöflicher Indianermissionsrat CIMI, in  Brüssel. Argumente von  Franziskanerbischof Luiz Cappio,  Kant-Preisträger. Bischof Kräutler  gegen Belo-Monte-Staudamm.  Atomkraftwerksprojekte. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=4537" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: , <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/36-rafale-jagdbomber/" rel="tag">36 Rafale-Jagdbomber</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/atomkraftwerke/" rel="tag">Atomkraftwerke</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasilien/" rel="tag">Brasilien</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/cimi/" rel="tag">CIMI</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/europa%c2%a4isches-parlament/" rel="tag">EuropÃ¤isches Parlament</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/indianer/" rel="tag">Indianer</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/johannes-gierse/" rel="tag">Johannes Gierse</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/lula/" rel="tag">Lula</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/putschversuch-gegen-lula-2005/" rel="tag">Putschversuch gegen Lula 2005</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/rio-sao-francisco/" rel="tag">Rio Sao Francisco</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/saulo-feitosa/" rel="tag">Saulo Feitosa</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/toinho-pescador/" rel="tag">Toinho Pescador</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/umleitungsprojekt/" rel="tag">Umleitungsprojekt</a></p>
<p><strong>ViolaçÃµes da Transposiçáo apresentadas ao Parlamento Europeu<br />
Â </strong><strong>Bruxelas, 3 de fevereiro 2010 &#8211; Quatro frentes   parlamentares do Parlamento da Uniáo Européia receberam a delegaçáo da   “Campanha OparÃ¡ &#8211; Povos IndÃ­genas em defesa do rio Sáo Francisco”.</strong><strong>Os parlamentares sáo membros da Delegaçáo Mercosul do Parlamento Europeu.</strong><strong>Foram   os deputados Antonello Antinoro, Federica Ferreti, Vittorio Prodi e   Monica Frassoni, essa Ãºltima presidente do partido Verde Europeu, que   receberam a delegaçáo da campanha OparÃ¡. </strong><strong>Edilene   TrukÃ¡, Uilton dos Santos TuxÃ¡ e Saulo Feitosa (CIMI) apresentaram a   problemÃ¡tica da Transposiçáo, as denÃºncias das violÃªncias e das   violaçÃµes de direitos humanos decorrentes da obra. Entregaram também o   relatÃ³rio de denÃºncia publicada pela APOINME.</strong></p>
<p><strong>Protest-Argumente gegen Umleitungsprojekt:</strong> <a href="http://www.apoinme.org.br/">http://www.apoinme.org.br/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/02/cappiosp.jpg" alt="cappiosp.jpg" /></p>
<p><strong>Franziskanerbischof Cappio in Berlin:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/16/bischof-luiz-cappio-auf-misereor-tagung-in-berlin-hunger-armut-biokraftstoffe-deutsche-importeure/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/16/bischof-luiz-cappio-auf-misereor-tagung-in-berlin-hunger-armut-biokraftstoffe-deutsche-importeure/</a></p>
<p><strong>Leonardo Boff 2010 :“Lula machte die größte Revolution der   sozialen  Ökologie des Planeten, eine Revolution für die Bildung,   ethische  Politik.“  </strong></p>
<p><strong>Kant-Preis für Cappio:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/11/franziskaner-luiz-cappio-erhalt-kant-weltburgerpreis-in-freiburg-solidarisch-gegen-das-system-des-todes/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/11/franziskaner-luiz-cappio-erhalt-kant-weltburgerpreis-in-freiburg-solidarisch-gegen-das-system-des-todes/</a></p>
<p><strong>Am Rio Sao Francisco ist der Bau von zwei Atomkraftwerken geplant.</strong></p>
<p><strong>Toinho Pescador:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/08/antonio-gomes-dos-santos-genannt-toinho-pescador-mit-seiner-frau-in-penedo-beide-kampfen-gegen-die-brutale-naturvernichtung-am-rio-sao-francisco-toinho-pescador-ist-grunder-und-prasident-der-natur/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/08/antonio-gomes-dos-santos-genannt-toinho-pescador-mit-seiner-frau-in-penedo-beide-kampfen-gegen-die-brutale-naturvernichtung-am-rio-sao-francisco-toinho-pescador-ist-grunder-und-prasident-der-natur/</a></p>
<p><strong>Por parte dos parlamentares houve uma grande receptividade,   todos demonstraram grande preocupaçáo com as mudanças climÃ¡ticas e o   aquecimento global. No prÃ³ximo mÃªs de novembro haverÃ¡ em Salvador,   BA, um encontro sobre o Mercosul com a participaçáo de representantes do   Parlamento Europeu. Os parlamentares membros da delegaçáo mercosul se   comprometeram em pautar o tema da transposiçáo durante o encontro.</strong></p>
<p><strong>Sociedade civil<br />
Ainda de noite, houve um encontro com vÃ¡rias entidades da sociedade civil na cidade de LiÃ¨ge.<font face="Arial" size="2">Hoje e manhá, 6 de fevereiro, a delegaçáo estÃ¡ em Berlim (Alemanha).</font></strong></p>
<p><strong>Bischof Erwin Kräutler zu Belo-Monte-Staudamm:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/03/belo-monte-staudammprojekt-scharfe-proteste-von-greenpeace-wwf-indianern-bischof-erwin-krautlerindios-wurden-nicht-konsultiert/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/03/belo-monte-staudammprojekt-scharfe-proteste-von-greenpeace-wwf-indianern-bischof-erwin-krautlerindios-wurden-nicht-konsultiert/</a></p>
<p><strong>Atomkraftwerke:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/28/atom-burgschaft-fur-brasilien-bundesverband-christliche-demokraten-gegen-atomkraftcdak-kritisiert-mogliche-fdp-interessenkollision-der-fdp-politikerin-ulrike-flach/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/28/atom-burgschaft-fur-brasilien-bundesverband-christliche-demokraten-gegen-atomkraftcdak-kritisiert-mogliche-fdp-interessenkollision-der-fdp-politikerin-ulrike-flach/</a></p>
<p><strong>36 Rafale-Jagdbomber:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/04/36-franzosische-jagdbomber-rafale-an-brasilien-milliardengeschaft-von-lula-regierung-endgultig-beschlossen-laut-medienberichten-frankreich-ist-strategischer-partner/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/04/36-franzosische-jagdbomber-rafale-an-brasilien-milliardengeschaft-von-lula-regierung-endgultig-beschlossen-laut-medienberichten-frankreich-ist-strategischer-partner/</a></p>
<p><strong>Lula und Weltwirtschaftsforum in Davos:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/29/lula-macht-laut-wertekriterien-des-weltwirtschaftsforums-in-davos-alles-richtig-hohe-ehrung-mit-preis-global-statesmanship-wirtschaftsethik-und-menschenrechtslage-weltsozialforum-2010/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/29/lula-macht-laut-wertekriterien-des-weltwirtschaftsforums-in-davos-alles-richtig-hohe-ehrung-mit-preis-global-statesmanship-wirtschaftsethik-und-menschenrechtslage-weltsozialforum-2010/</a></p>
<p><strong>“Putschversuch gegen Lula 2005?:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/05/putschversuch-gegen-lula-2005-und-das-weltsozialforum-in-salvador-da-bahia-komplexe-hintergrunde-des-fast-durchweg-von-der-lula-regierung-finanzierten-weltsozialforums-2010-in-brasilien-a-tent/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/05/putschversuch-gegen-lula-2005-und-das-weltsozialforum-in-salvador-da-bahia-komplexe-hintergrunde-des-fast-durchweg-von-der-lula-regierung-finanzierten-weltsozialforums-2010-in-brasilien-a-tent/</a></p>
<p><strong>Bischof Cappio zu Stimmenkauf:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/07/bolsa-familia-fur-arme-geht-an-312000-tote-reiche-und-politiker-titelt-o-dia-was-ist-das-fur-ein-land-vergonha-no-bolsa-familia-bischof-luiz-cappio-bolsa-familia-ist-programm/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/07/bolsa-familia-fur-arme-geht-an-312000-tote-reiche-und-politiker-titelt-o-dia-was-ist-das-fur-ein-land-vergonha-no-bolsa-familia-bischof-luiz-cappio-bolsa-familia-ist-programm/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/01/canabrand2.JPG" alt="canabrand2.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/06/was-heute-als-bio-und-oko-bejubelt-wird-ubliches-abbrennen-von-zuckerrohrblattern-kurz-vor-der-ernte-des-rohrschafts-schauplatz-penedo-am-rio-sao-francisco-nordost-teilstaat-alagoas-janua/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/06/was-heute-als-bio-und-oko-bejubelt-wird-ubliches-abbrennen-von-zuckerrohrblattern-kurz-vor-der-ernte-des-rohrschafts-schauplatz-penedo-am-rio-sao-francisco-nordost-teilstaat-alagoas-janua/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/05/tony-blair-als-olympia-berater-rio-de-janeiros-paulo-coelho-zuenir-ventura-und-auch-politiker-protestieren-marcelo-freixopsol-para-ingles-ver/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/05/tony-blair-als-olympia-berater-rio-de-janeiros-paulo-coelho-zuenir-ventura-und-auch-politiker-protestieren-marcelo-freixopsol-para-ingles-ver/</a></p>
<p><strong>Deutscher Franziskaner Johannes Gierse:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/28/deutscher-franziskaner-johannes-gierse-uber-die-rolle-der-regierungen-deutschlands-frankreichs-und-brasiliens-oded-grajew-weltsozialforum-2010/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/28/deutscher-franziskaner-johannes-gierse-uber-die-rolle-der-regierungen-deutschlands-frankreichs-und-brasiliens-oded-grajew-weltsozialforum-2010/</a></p>
<p><strong>Lula und evangelikale Sekten:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/04/jesus-marsch-tag-dank-lula-apostel-estevam-und-bischofin-sonia-frisch-aus-usa-knast-zum-staatschef-halleluja/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/04/jesus-marsch-tag-dank-lula-apostel-estevam-und-bischofin-sonia-frisch-aus-usa-knast-zum-staatschef-halleluja/</a></p>
<h2>Rio+20. Krebserzeugendes Dioxin und Ozon in  rauhen Mengen &#8211; warum  Brasiliens Regierung soviel Lob für Klimaschutz  auch aus Deutschland  erhält. Massenhaftes Abbrennen von  Zuckerrohrblättern in  Nordostbrasilien &#8211; im wirtschaftlich führenden  Teilstaat Sao Paulo der  Auto-Multis noch viel mehr. Viel deutsches  Kapital in brasilianischer  Zuckerrohrbranche…Sklavenarbeit,  Sozialdumping. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=8029" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: , <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/klimaneutrale-produktion/" rel="tag">“klimaneutrale Produktion”</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasilien/" rel="tag">Brasilien</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/dioxin/" rel="tag">Dioxin</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/ethanol/" rel="tag">Ethanol</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/franziskaner/" rel="tag">Franziskaner</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/krebs/" rel="tag">Krebs</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/sklavenarbeit/" rel="tag">Sklavenarbeit</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/sozialdumping/" rel="tag">Sozialdumping</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/zucker/" rel="tag">Zucker</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/zuckerrohr/" rel="tag">Zuckerrohr</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/17/lula-ankundigung-zur-senkung-des-ausstoses-klimaschadlicher-giftgase-ist-reine-rhetorik-laut-roberto-smeraldi-direktor-der-ngo-amigos-da-terra/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/17/lula-ankundigung-zur-senkung-des-ausstoses-klimaschadlicher-giftgase-ist-reine-rhetorik-laut-roberto-smeraldi-direktor-der-ngo-amigos-da-terra/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/01/canabrand4.JPG" alt="canabrand4.JPG" /></p>
<p><strong>Wer kann sich mitteleuropäische Landschaften mit solchen   Großfeuern, solcher Rauchentwicklung vorstellen, alle paar Monate, wie   auf dem Foto von 2011 in Nordostbrasilien, am Rio Sao Francisco?   Zahlreiche wissenschaftliche Studien Brasiliens belegen die   “hochökologische, klimaneutrale” Zucker-und Ethanolproduktion &#8211; die   Umwelt-und Gesundheitsschäden sind immens, die Produktion   klimaschädlicher Gase ist gigantisch, besonders  betroffen sind die   Zuckerrohrarbeiter. Von den Schäden für Flora und Fauna, die   Bodenstruktur, ganz zu schweigen. Natürliche Feinde von Schadinsekten   werden vernichtet, werden daraufhin immer mehr Agrargifte eingesetzt.   Biologen versuchen Tiere, darunter Säugetiere, wie Rehe, Wildkatzen,   Wölfe, Tatus und Ameisenbären, sowie Schlangen, vor dem lebendigen   Verbrennen zu retten, was gewöhnlich mißlingt. Das Abbrennen vergiftet   auch das Grundwasser, macht den Boden unfruchtbar &#8211; Dioxin reichert sich   in Wasser und Erde an. Dabei ginge es auch ohne die alljährlichen,   regelmäßigen Flächenbrände &#8211; würden indessen die Gewinne der Unternehmer   verringert, wäre der Konkurrenzvorteil gegenüber ausländischen   Erzeugern der Ersten Welt nicht mehr so hoch. In Gazetten, die viel Geld   mit Autopropagandaanzeigen verdienen, fehlen gewöhnlich Angaben über   die “klimaneutrale” Erzeugung hochgelobten “Biosprits”.</strong></p>
<p><strong>Deutsche Unternehmen zählen zu den Hauptkäufern extrem umweltfeindlich erzeugter Produkte der Zuckerrohrbranche.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/06/was-heute-als-bio-und-oko-bejubelt-wird-ubliches-abbrennen-von-zuckerrohrblattern-kurz-vor-der-ernte-des-rohrschafts-schauplatz-penedo-am-rio-sao-francisco-nordost-teilstaat-alagoas-janua/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/06/was-heute-als-bio-und-oko-bejubelt-wird-ubliches-abbrennen-von-zuckerrohrblattern-kurz-vor-der-ernte-des-rohrschafts-schauplatz-penedo-am-rio-sao-francisco-nordost-teilstaat-alagoas-janua/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/12/der-zuckerrohrboom-und-die-ausrottung-der-tierwelt-brasiliens-was-auch-europas-alibi-umweltorganisationen-nicht-interessiert/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/12/der-zuckerrohrboom-und-die-ausrottung-der-tierwelt-brasiliens-was-auch-europas-alibi-umweltorganisationen-nicht-interessiert/</a></p>
<p><strong>Franziskaner, Menschenrechte, Naturschutz, Lula-Bilanz:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/06/franziskaner-jose-teixeira-rodriguesfrei-zezinho-im-konvent-von-penedo-am-rio-sao-francisco-gesichter-brasiliens/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/06/franziskaner-jose-teixeira-rodriguesfrei-zezinho-im-konvent-von-penedo-am-rio-sao-francisco-gesichter-brasiliens/</a></p>
<h2>  Hintergrundtext von 2008:</h2>
<h2>Umweltminister Gabriel in Brasilien. Deutsche Unternehmen steigen zunehmend in brasilianische Ethanolbranche ein.</h2>
<p>Laut Angaben des ”Handelsblatts” steigen derzeit immer mehr deutsche   Unternehmen in die hoch lukrative Ethanolerzeugung des Tropenlandes  ein.  So werde der börsennotierte Hamburger Konzern ”Conergy AG  gemeinsam  mit einem alteingesessenen brasilianischen Zucker-und  Alkoholkonzern  zwei Ethanolfabriken für rund 200 Millionen Dollar  errichten.</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/05/10/ethanolexport-in-die-eu-brasilien-gegen-festlegung-von-sozial-und-umweltkriterien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/05/10/ethanolexport-in-die-eu-brasilien-gegen-festlegung-von-sozial-und-umweltkriterien/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/05/10/ethanolexport-in-die-eu-brasilien-gegen-festlegung-von-sozial-und-umweltkriterien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/05/10/ethanolexport-in-die-eu-brasilien-gegen-festlegung-von-sozial-und-umweltkriterien/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/06/uber-die-halfte-der-brasilianischen-savannenwaldercerrado-bereits-abgeholzt-in-der-amtszeit-von-umweltministerin-marina-silva-rund-100000-quadratkilometer-zerstort/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/06/uber-die-halfte-der-brasilianischen-savannenwaldercerrado-bereits-abgeholzt-in-der-amtszeit-von-umweltministerin-marina-silva-rund-100000-quadratkilometer-zerstort/</a></p>
<p>Die Hälfte der Investitionssumme stamme von der Conergy AG. Von 2009   an solle die brasilianische Tochter nach Wunsch der Conergy-Führung   entscheidend zum Konzernumsatz beitragen, hieß es weiter. Gemäß anderen   Wirtschaftsblättern haben derzeit auch die deutschen Zucker-und   Ethanol-Konzerne Südzucker und Nordzucker Investitionsinteressen in   Brasilien. Bereits von 2006 bis 2007 hatten ausländische Investoren,   darunter deutsche, ihren Anteil an der Zucker-und Ethanolproduktion   Brasiliens von 5,7 auf über 12 Prozent erhöht. Inzwischen dürfte der   Prozentsatz weit höher liegen, da u.a. der britische Mineralölkonzern BP   2008 die Hälfte eines Joint Venture zwischen den brasilianischen   Konzernen Santelisa Vale und Grupo Maeda gekauft hatte und durch diese   Beteiligung im brasilianischen Teilstaat Goias Ethanol herstellen wird.   Die Investitionen wurden mit über einer halben Milliarde Euro  angegeben.  Französische Konzerne kauften bereits reihenweise  brasilianische  Ethanolfabrikena auf; europäische Großbanken, auch  ausÂ der Schweiz und  Frankreich, sind ebenfalls längst in der  brasilianischen Ethanolbranche  tätig. Multinationale Unternehmen aus  den USA, darunter Bunge, kaufen  seit Jahren immer mehr brasilianische  Ethanolfabriken sowie zugehörige  Zuckerrohrplantagen auf. Bill Gates  und Google sind ebenfalls dabei, ins  Ethanolgeschäft des Tropenlandes  einzusteigen. Gemäß brasilianischen  Wirtschafts-und  SozialwissenschaftlernÂ erhöhen sich wegen der  ausländischen  Investitionen derzeit die brasilianischen Bodenpreise  geradezu  explosionsartig. Laut ”Handelsblatt entfallen derzeit rund die  Hälfte  der Ethanolexporte Brasiliens auf die USA und 28 Prozent auf  Europa.  Der Zeitung zufolge wiederholt der brasilianische   Ethanol-Branchenverband kurioserweise ungerührt Argumente, die seit   Jahren laut Experten-und Presseberichten als komplett widerlegt gelten:   ”Es wird in Brasilien kein Zuckerrohr im Amazonas angebaut.</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/09/uraltbekanntes-in-neuer-studie-uber-amazonas-regenwaldzerstorung-durch-agrotreibstoff-forderung-mechanismen-seit-mehreren-jahren-bestens-bekannt-auch-von-brasiliens-kirche-permanent-angeprangert/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/09/uraltbekanntes-in-neuer-studie-uber-amazonas-regenwaldzerstorung-durch-agrotreibstoff-forderung-mechanismen-seit-mehreren-jahren-bestens-bekannt-auch-von-brasiliens-kirche-permanent-angeprangert/</a></p>
<p>2007 wurden über tausend Sklavenarbeiter auf einer Ethanol-und   Zuckerrohrfarm befreit, die just in Amazonien lag. Weiter hieß es vom   Ethanol-Branchenverband, der Zuckerrohranbau nehme in Brasilien so   geringe Flächen ein, daß überhaupt keine Rinderzucht verdrängt werde.   Das erscheint angesichts der gegenteiligen Faktenlage wie ein schlechter   Witz. Ein Hinweis darauf, mit welchen Methoden in der weltweiten   Diskussion um Ethanol und die Nahrungsmittelkrise gearbeitet wird.</p>
<p>Am 13. Mai kommt Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Brasilien, um ein bilaterales Energieabkommen zu unterzeichnen.</p>
<p>Â Der deutsche Umweltjournalist Norbert Suchanek zu den Konsequenzen   und Hintergründen des Einstiegs von Wirtschaftsunternehmen der Ersten   Welt in Brasiliens Ethanolbranche:</p>
<p>”<strong>Gabriel (und der sehr geschaetzte Jean Ziegler) haben sich   leider von der brasilianischen Ethanol-Biodiesel-Lobby einwickeln   lassen. Was aber auch schon im Vorfeld des Gabriel-Besuchs 100 Prozent   klar war &#8211; Â sind es doch gerade auch deutsche Experten (GTZ), die   Bioenergie in Brasilien mit eingefuehrt haben und sich weiter dafuer in   Brasilien (unter dem Vorzeichen der Kleinbauernfoerderung) einsetzen.</strong><strong>Ausserdem   geht es effektiv um mehrere Milliarden US-Dollar, die von grossen   Finanzfonds und Spekulanten wie George Soros in die brasilianische   Bioenergieproduktion seit 2005 gepumpt wurden. Falls Deutschland, bzw.   Europa auf brasilianisches Ethanol (und in der 2. Phase auf   brasilianischen Biodiesel aus Soja und Palmoel) verzichtet haette,   waeren diese Millliarden Dollar in den SAND gesetzt¦</strong></p>
<p><strong>Schlagzeilen der brasilianischen Qualitätszeitungen seit April 2007(!) zur Ethanolproblematik:</strong></p>
<p><strong>”Cana invade os pastos e expulsa os rebanhos</strong></p>
<p><strong>”Etanol na Floresta. Dados oficiais mostram que cana avanca na Amazonia apesar de governo federal negar</strong></p>
<p><strong>”Plantio de Cana avanca no Norte do pais</strong></p>
<p><strong>”Cana toma espaco de alimentos</strong></p>
<p><strong>”Governo libera cana na Amazonia em areas desmatadas</strong></p>
<p><strong>”Cana na Floresta cria mal-estar entre ministros</strong></p>
<p><strong>”Etanol &#8211; negocio para ricos e famosos</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/15/brandrodungen-brasiliens-hausgemachte-katastrophe-video-aus-dem-teilstaat-tocantins-anklicken-an-einem-einzigen-tag-fast-700-brande/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/15/brandrodungen-brasiliens-hausgemachte-katastrophe-video-aus-dem-teilstaat-tocantins-anklicken-an-einem-einzigen-tag-fast-700-brande/</a></p>
<p><strong>HIntergrund:</strong></p>
<p><strong></p>
<h2>Misereor-Partner Roberto Malvezzi zu Sigmar Gabriel und Marina   Silva: Ethanolerzeugung schädlich für Nahrungsproduktion und Umwelt.Â <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=437" title="Beitrag bearbeiten"><font color="#bb0000">**</font></a></h2>
<p>Tags:</p>
<p><font face="Arial" size="2">Bei der Ethanol-Produktion aus   ZuckerrohrÂ  werden in Brasilien nach Angaben des Umweltexperten der   Bischofskonferenz, Roberto Malvezzi, keinerlei Nachhaltigkeitskriterien   erfüllt. Jüngste Ã„ußerungen des deutschen Umweltministers Sigmar   Gabriel und seiner Amtskollegin Marina Silva in Brasilia, wonach   derartige Kriterien eingehalten würden, seien daher falsch. </font></p>
<p><font face="Arial" size="2">Bei Zuckerrrohr handele es sich um eine   sehr umweltschädliche Monokultur. Immer mehr Regenwälder würden   fürÂ zusätzliche Plantagen abgeholzt, auf denen man ungezählte   Sklavenarbeiter grauenhaft ausbeute. Die brasilianische Regierung übe   derzeit Druck auf die Europäische Union und auch auf die deutsche   Regierung aus, Sklavenarbeit nicht in den Kriterienkatalog für   Ethanolimporte aufzunehmen. Daß der von Brasilia geförderte Ethanol-Boom   der Nahrungsmittelproduktion schade, sei längst nachgewiesen. Laut   Malvezzi, der gerade von einer Misereor-Vortragsreise aus Deutschland   zurückgekehrt war, wurde in den letzten Jahren die Anbaufläche des   wichtigen Grundnahrungsmittels Reis um die Hälfte reduziert, damit mehr   Zuckerrohr gepflanzt werden konnte. Bei schwarzen Bohnen, einem  weiteren  Grundnahrungsmittel der Brasilianer, seien die Relationen  ähnlich. In  Sao Paulo, Brasiliens größter Stadt, waren innerhalb der  letzten zwölf  Monate allein die Bohnenpreise um 168 Prozent erhöht  worden, hatte man  andere Lebensmittel, wie Fleisch, Milch oder Mehl  ebenfalls stark  verteuert. Der Zuckerrohr-Anbau für die  Ethanolerzeugung zerstöre nicht  nur Amazonien, sondern auch die  wertvollen Savannenregionen und das  Pantanal, tierreichstes  Feuchtgebiet der Erde. Â Im wasserarmen  Nordosten, so Malvezzi, würden  für die Herstellung von einem Liter  Ethanol-Kraftstoff aus Zuckerrohr  insgesamt 3600 Liter Wasser benötigt.  Dies sei völlig inakzeptabel.  Entgegen den Regierungsangaben werde  Ethanol auch in Amazonien  hergestellt. Wenn die brasilianische  Umweltministerin Marina Silva  erkläre, daß die Ethanolerzeugung nicht zu  Lasten des Regenwaldes und  der Nahrungsmittelproduktion gehe, sei just  das Gegenteil richtig. Um  die Anbauflächen zu erweitern, vertreibe das  exportorientierte  Agrobusiness Indiostämme und Kleinbauern sogar durch  Terror und Mord.  Den Verbrauchern in Ländern wie Deutschland sei dies  gewöhnlich  überhaupt nicht bekannt. </font></p>
<p><font face="Arial" size="2">Umweltminister Gabriel hält sich derzeit   im Amazonas-Teilstaate ParÃ¡ auf, in dem 2005 die katholische   Umweltaktivistin und Missionarin Dorothy Stang im Auftrage von Farmern   und illegalen HolzunternehmernÂ liquidiert worden war. Wenige Tage vor   dem Eintreffen Gabriels in ParÃ¡ war dort der Umweltaktivist Emival   Barbosa Machado erschossen worden, der wiederholt illegale Rodungen und   Holztransporte angeprangert und deshalb Morddrohungen erhalten hatte.</font></p>
<p><font face="Arial">Ministerin Marina Silva, die einer   Wunderheilersekte angehört und Verfechterin des fundamentalistischen   Kreationismus ist, hatte gemäß offiziellen Angaben gegenüber Gabriel   erklärt:Wir wenden bereits ökologisch und sozial korrekte Kriterien der   Ethanolproduktion an. Es sei möglich, die Ethanolproduktion zu   verdoppeln, ohne einen Baum zu fällen. Gemäß weiteren amtlichen Angaben   wird Gabriel der zehntgrößten Wirtschaftsnation 30 Millionen Euros   schenken, die für Schutzgebietsprogramme gedacht seien. Laut Gabriel   werde damit das internationale Vertrauen in Brasiliens Waldschutz   bekräftigt. </font></p>
<p><font face="Arial">Der französische Menschenrechtsanwalt Xavier   Plassat, der in Brasilien die Anti-Sklaverei-Aktionen der   Bischofskonferenz leitet, hatte Staatschef Lula vorgeworfen, in Europa   Desinformation über die Agrotreibstoff-Erzeugung in Amazonien zu   betreiben. Die Zuckerrohr-Anbaugebiete, so Lula bei Europareisen   wörtlich, seien von Amazonien sehr weit entfernt &#8211; denn dieser   Landesteil eigne sich nicht für solche Kulturen. Dies, so Plassat, sei   indessen die Unwahrheit. Besonders bedenklich sei, daß er all dies in   Europa just an jenem Tage erklärte, als auf einer Zuckerrohrplantage   mitten in Amazonien über eintausend Sklavenarbeiter befreit worden   seien. </font></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/01/lulacollor.jpg" alt="lulacollor.jpg" /></p>
<p><font face="Arial">Lula und Collor, Zuckerrohr-Teilstaat Alagoas, Ausstellungsfoto.</font></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/08/brasilien-unter-lula-rousseff-vier-von-funf-agrarreform-ansiedlungen-illegal-ohne-umweltlizenz-laut-landesmedien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/08/brasilien-unter-lula-rousseff-vier-von-funf-agrarreform-ansiedlungen-illegal-ohne-umweltlizenz-laut-landesmedien/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/06/brasilien-politisch-gezielt-betriebene-zerstorung-des-schienenverkehrs-weiter-segensreich-fur-daimler-benz-erneuter-ausbau-der-lkw-und-bus-produktion-ineffizienter-guter-und-personentransport-auf-s/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/06/brasilien-politisch-gezielt-betriebene-zerstorung-des-schienenverkehrs-weiter-segensreich-fur-daimler-benz-erneuter-ausbau-der-lkw-und-bus-produktion-ineffizienter-guter-und-personentransport-auf-s/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/23/stihl-motorsagen-und-fallende-urwaldriesen-am-amazonas-firma-verlagert-produktion-teilweise-nach-deutschland-zuruck-laut-handelsblatt/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/23/stihl-motorsagen-und-fallende-urwaldriesen-am-amazonas-firma-verlagert-produktion-teilweise-nach-deutschland-zuruck-laut-handelsblatt/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/07/thyssenkrupp-in-rio-europaische-medien-nehmen-das-neue-problem-stahlwerk-starker-zur-kenntnis-vorhergesagte-pannen-ohne-ende-geldbusen-klagen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/07/thyssenkrupp-in-rio-europaische-medien-nehmen-das-neue-problem-stahlwerk-starker-zur-kenntnis-vorhergesagte-pannen-ohne-ende-geldbusen-klagen/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/07/zuschlag-fur-vier-weitere-atomkraftwerke-in-brasilien-erwartet-neuer-energieminister-fur-2011/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/07/zuschlag-fur-vier-weitere-atomkraftwerke-in-brasilien-erwartet-neuer-energieminister-fur-2011/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/08/antonio-gomes-dos-santos-genannt-toinho-pescador-mit-seiner-frau-in-penedo-beide-kampfen-gegen-die-brutale-naturvernichtung-am-rio-sao-francisco-toinho-pescador-ist-grunder-und-prasident-der-natur/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/08/antonio-gomes-dos-santos-genannt-toinho-pescador-mit-seiner-frau-in-penedo-beide-kampfen-gegen-die-brutale-naturvernichtung-am-rio-sao-francisco-toinho-pescador-ist-grunder-und-prasident-der-natur/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/13/indianer-begehen-umweltverbrechen-verkaufen-palmherz-aus-kustenurwald-mata-atlantica-laut-umweltschutzbehorde-ibama-crime-ambiental/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/13/indianer-begehen-umweltverbrechen-verkaufen-palmherz-aus-kustenurwald-mata-atlantica-laut-umweltschutzbehorde-ibama-crime-ambiental/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/02/wasserkraftwerksprojekt-belo-monte-in-amazonien-vorlaufige-umweltlizenz-der-regierungsbehorde-ibama-lula-war-fruher-gegen-das-belo-monte-projekt/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/02/wasserkraftwerksprojekt-belo-monte-in-amazonien-vorlaufige-umweltlizenz-der-regierungsbehorde-ibama-lula-war-fruher-gegen-das-belo-monte-projekt/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/13/sao-paulos-folgenreiche-luftvergiftung-und-die-eliten-herzspezialist-dr-ubiratan-de-paula-santos-und-weltsozialforum-erfinder-oded-grajew-sexualitat-durch-luftvergiftung-betroffen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/13/sao-paulos-folgenreiche-luftvergiftung-und-die-eliten-herzspezialist-dr-ubiratan-de-paula-santos-und-weltsozialforum-erfinder-oded-grajew-sexualitat-durch-luftvergiftung-betroffen/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/01/mentetododiasp.jpg" alt="mentetododiasp.jpg" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/22/prof-dr-marcus-mazzari-prasident-der-goethe-gesellschaft-brasiliens-associacao-goethe-do-brasil-gesichter-brasiliens/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/22/prof-dr-marcus-mazzari-prasident-der-goethe-gesellschaft-brasiliens-associacao-goethe-do-brasil-gesichter-brasiliens/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/05/brasilien-auf-uno-index-fur-menschliche-entwicklung-jetzt-platz-75-hinter-argentinien-chile-und-kuba/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/05/brasilien-auf-uno-index-fur-menschliche-entwicklung-jetzt-platz-75-hinter-argentinien-chile-und-kuba/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/30/baden-wurttemberg-exportiert-mehr-als-ganz-brasilien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/30/baden-wurttemberg-exportiert-mehr-als-ganz-brasilien/</a></p>
<p></strong></p>
<h2>Franziskaner José Teixeira Rodrigues(Frei Zezinho) im Konvent von Penedo am Rio Sao Francisco. Gesichter Brasiliens <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=7981" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/alagoas/" rel="tag">Alagoas</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasilien/" rel="tag">Brasilien</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/franziskaner/" rel="tag">Franziskaner</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/frei-zezinho/" rel="tag">Frei Zezinho</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/penedo/" rel="tag">Penedo</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/01/freijoseteixeirarodrigues.JPG" alt="freijoseteixeirarodrigues.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1421022/"><strong>Franziskaner:</strong> http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1421022/</a></p>
<p><strong>“Ich wurde hier fast nur von deutschen Franziskanern geformt &#8211;   die Bewohner Penedos verdanken ihre Bildung, Ausbildung den deutschen   Franziskanern, die die ersten Schulen gründeten, dazu Schulen für   Literatur und Musik, auch Chöre, sich um Hygiene und Abwasser sorgten.   In einer solch archaischen Region wie Alagoas war all dies viel   schwieriger zu bewältigen als in Südbrasilien, wo sich Franziskaner   beinahe wie zuhause in Deutschland fühlen konnten.”</strong></p>
<p><a href="http://santaritabocamata.blogspot.com/p/diocese-de-penedo.html">http://santaritabocamata.blogspot.com/p/diocese-de-penedo.html</a></p>
<p><a href="http://franziskaner.de/Singleview.85.0.html?&amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=628&amp;tx_ttnews%5BbackPid%5D=1&amp;cHash=27893b83583fff756bb85c5b3237b443">http://franziskaner.de/Singleview.85.0.html?&amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=628&amp;tx_ttnews%5BbackPid%5D=1&amp;cHash=27893b83583fff756bb85c5b3237b443</a></p>
<p><a href="http://www.domradio.de/aktuell/37525/die-fruechte-des-hungerstreiks.html">http://www.domradio.de/aktuell/37525/die-fruechte-des-hungerstreiks.html</a></p>
<p><strong>Franziskanerbischof Cappio:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/05/europaisches-parlament-uber-umstrittenes-umleitungsprojekt-am-rio-sao-francisco-in-brasilien-informiert-indianer-und-saulo-feitosa-bischoflicher-indianermissionsrat-cimi-in-brussel-argumente-v/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/05/europaisches-parlament-uber-umstrittenes-umleitungsprojekt-am-rio-sao-francisco-in-brasilien-informiert-indianer-und-saulo-feitosa-bischoflicher-indianermissionsrat-cimi-in-brussel-argumente-v/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/08/antonio-gomes-dos-santos-genannt-toinho-pescador-mit-seiner-frau-in-penedo-beide-kampfen-gegen-die-brutale-naturvernichtung-am-rio-sao-francisco-toinho-pescador-ist-grunder-und-prasident-der-natur/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/08/antonio-gomes-dos-santos-genannt-toinho-pescador-mit-seiner-frau-in-penedo-beide-kampfen-gegen-die-brutale-naturvernichtung-am-rio-sao-francisco-toinho-pescador-ist-grunder-und-prasident-der-natur/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/25/franziskaner-sao-paulos-verteilen-weihnachten-nahrungsmittel-an-tausende-von-armen-und-verelendeten/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/25/franziskaner-sao-paulos-verteilen-weihnachten-nahrungsmittel-an-tausende-von-armen-und-verelendeten/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/06/was-heute-als-bio-und-oko-bejubelt-wird-ubliches-abbrennen-von-zuckerrohrblattern-kurz-vor-der-ernte-des-rohrschafts-schauplatz-penedo-am-rio-sao-francisco-nordost-teilstaat-alagoas-janua/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/06/was-heute-als-bio-und-oko-bejubelt-wird-ubliches-abbrennen-von-zuckerrohrblattern-kurz-vor-der-ernte-des-rohrschafts-schauplatz-penedo-am-rio-sao-francisco-nordost-teilstaat-alagoas-janua/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/27/acht-jahre-lula-regierung-aus-franziskaner-sicht/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/27/acht-jahre-lula-regierung-aus-franziskaner-sicht/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/01/lulacollor.jpg" alt="lulacollor.jpg" /></p>
<p><strong>Lula und Collor in Alagoas &#8211; Ausstellungsfoto.</strong></p>
<p><strong>“Laut Statistikinstitut IBGE haben wir in Alagoas die höchste   Rate an Analphabetismus, Arbeitslosigkeit und Gewalt. Alle   Zuckerbarone, alle Besitzer der Zucker-und Ethanolfabriken wechselten   aus strategischen Gründen auf die Seite von Lula, um nicht angegriffen   zu werden. Doch politisch macht die herrschende Elite weiter wie seit   jeher. Lula trägt Schuld, weil er sich mit den Oligarchien solcher   Teilstaaten wie Alagoas, Maranhao und Piaui verbündete.” (Frei Zezinho,   “Guardiao” des Konvents)</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/06/fischerhaus-in-piacabucu-am-rio-sao-francisco/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/06/fischerhaus-in-piacabucu-am-rio-sao-francisco/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/22/interamerikanische-pressegesellschaftsip-verurteilt-lulas-attacken-auf-medien-die-regierungsskandale-enthullen-freier-informationsflus-ist-das-recht-aller-es-ist-evident-das-die-korruption/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/22/interamerikanische-pressegesellschaftsip-verurteilt-lulas-attacken-auf-medien-die-regierungsskandale-enthullen-freier-informationsflus-ist-das-recht-aller-es-ist-evident-das-die-korruption/</a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=XkvjkxERac4">http://www.youtube.com/watch?v=XkvjkxERac4</a></p>
<h2>Brasiliens Ölkatastrophe: Beteiligung von  nationalem Ölkonzern  Petrobras an Chevron-Förderprojekt erst jetzt  bekanntgeben &#8211; auch  Mitverursacher Petrobras zahlt daher Bußgeld.  “Petrobras suchte den  angerichteten Schaden kleinzureden und versteckte  Informationen über  die Katastrophe.” <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11598" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-olkatastrophe/" rel="tag">Brasiliens Ölkatastrophe</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/chevron/" rel="tag">Chevron</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/petrobras/" rel="tag">Petrobras</a></p>
<p><strong>Erst über zwei Wochen nach der neuesten  Ölkatastrophe vor  der brasilianischen Küste wurde von den zuständigen  Regierungsstellen  eingeräumt, daß der staatlich dominierte Ölkonzern  Petrobras gemeinsam  mit dem US-Ölkonzern Chevron in dem Fördergebiet  tätig ist. An dem  Konsortium hält Chevron 51,7 Prozent, Petrobras 30  Prozent &#8211; der Rest  entfällt auf japanische Unternehmen. Wie es hieß,  müsse daher auch  Petrobras entsprechend der Beteiligung nunmehr Bußgeld  zahlen.  Petrobras erklärte bereits, sämtliche entstandenen Kosten würden  unter  den Teilhabern diskutiert und dann entsprechend beglichen.  Petrobras  hatte 2000 in der Bucht von Rio eine Ölkatastrophe verursacht &#8211;  1,3  Millionen Liter Öl liefen aus, Petrobras zahlte nur ein Bußgeld und   legte gegen die übrigen Bußgelder erfolgreich Berufung ein, laut   Landesmedien.</strong></p>
<p><strong>“Petrobras suchte den angerichteten Schaden kleinzureden und   versteckte Informationen über die Katastrophe.”(Brasiliens   Justizbehörden, laut Landesmedien)</strong></p>
<p><strong>Daß immer wieder Öl in kleineren Mengen an Touristenstrände   Brasiliens schwappt, man dann als Badegast tief in das unter einen   dünnen Sandschicht verborgene Petroleum tritt, gehört bereits seit   langem zur Normalität. </strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/06/nacktenahe2.jpg" alt="nacktenahe2.jpg" /></p>
<p>Öko-Protest in Sao Paulo.</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/23/brasiliens-neueste-olkatastrophe-verursacher-chevron-mit-vorlaufigem-bohr-und-forderverbot-belegt/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/23/brasiliens-neueste-olkatastrophe-verursacher-chevron-mit-vorlaufigem-bohr-und-forderverbot-belegt/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/05/viradanackte4.jpg" alt="viradanackte4.jpg" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/23/brasiliens-amazonas-staudammprojekt-belo-monte-protestvideo-von-schauspielern-anklicken/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/23/brasiliens-amazonas-staudammprojekt-belo-monte-protestvideo-von-schauspielern-anklicken/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/24/es-gibt-kein-umweltbewustsein-in-brasilien-die-kultur-des-landes-ist-zerstorung-mario-mantovani-umweltexperte-nao-ha-consciencia-ecologica-no-pais-a-cultura-do-brasil-e-de-degradacao/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/24/es-gibt-kein-umweltbewustsein-in-brasilien-die-kultur-des-landes-ist-zerstorung-mario-mantovani-umweltexperte-nao-ha-consciencia-ecologica-no-pais-a-cultura-do-brasil-e-de-degradacao/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/05/viradanackte6.jpg" alt="viradanackte6.jpg" /></p>
<p><strong>“Coletivo Urubus” &#8211; Künstlerischer Protest gegen    Naturzerstörung, hohe Luftvergiftung in Sao Paulo, die City-Bäume    absterben läßt. “Praca da Republica”. </strong></p>
<p><strong>Flaute oder Boom?</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/24/brasiliens-fortdauernde-wirtschaftsflaute-boom-aus-mitteleuropaischer-sicht-industrie-rezessionsmonat-oktober-produktionsverlangsamung-seit-marz/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/24/brasiliens-fortdauernde-wirtschaftsflaute-boom-aus-mitteleuropaischer-sicht-industrie-rezessionsmonat-oktober-produktionsverlangsamung-seit-marz/</strong></a></p>
<h2>Brasiliens Amazonas-Staudammprojekt “Belo  Monte” &#8211; Protestvideo von  Schauspielern, anklicken. Bau des  Atomkraftwerks “Angra 3? bei Rio de  Janeiro kommt zügig  voran. Grüner  Winfried Kretschmann in Brasilien.  Adveniat. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11597" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: , <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/atomkraftwerk-angra-3/" rel="tag">Atomkraftwerk Angra 3</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/belo-monte/" rel="tag">Belo Monte</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasilien/" rel="tag">Brasilien</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/winfried-kretschmann/" rel="tag">Winfried Kretschmann</a></p>
<p><a href="http://movimentogotadagua.com.br/"><strong>http://movimentogotadagua.com.br/</strong></a></p>
<p><strong>Menschenrechtslage im Amazonasteilstaat Pará, in dem derzeit das Wasserkraftwerk entsteht:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/22/brasiliens-alltagliche-blutbader-sechs-jugendliche-in-belem-mit-genickschus-polizeimunition-ermordet-todesschwadronen-in-der-grosten-demokratie-lateinamerikas/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/22/brasiliens-alltagliche-blutbader-sechs-jugendliche-in-belem-mit-genickschus-polizeimunition-ermordet-todesschwadronen-in-der-grosten-demokratie-lateinamerikas/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-atomkraftwerk-angra-3-bei-rio/" rel="tag"> </a></p>
<p><strong>Wie es hieß, wurden für das AKW “Angra3? bei Rio de Janeiro   bereits über 50000 Kubikmeter Beton verarbeitet, zudem große Mengen an   Stahl.</strong></p>
<h2>              <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/28/brasiliens-atomkraft-ausbau-unter-der-rousseff-regierung-mit-deutscher-hilfe-brasilianischer-energieexperte-bermann-uber-militarische-aspekte/" rel="bookmark">Brasiliens     Atomkraft-Ausbau unter der Rousseff-Regierung, mit deutscher Hilfe.     Brasilianischer Energieexperte Bermann über militärische Aspekte.     Lulas-Atom-U-Boot-Deal mit Sarkozy.</a></h2>
<p><strong>“Das Militär will einen neuen Reaktor, um als Atommacht auf     internationaler Ebene mehr Gewicht zu haben. Das wird aber nicht offen     ausgesprochen. Es gibt bereits ein Programm mit dem Ziel, einen   Reaktor   in einem U-Boot zu haben. Wenn ein Land aber ein Atomprogramm   hat ohne   kommerzielle Reaktoren zu betreiben, kriegt das einen faden     Beigeschmack. Deswegen ist es für die Regierung wichtig, die  Atomkraft    auch zivil zu nutzen. Die Welt soll den Eindruck haben,  dass es um die    Stromgewinnung geht. In Wirklichkeit ist das Ganze ein  Theaterspiel.”  Brasilianischer Energieexperte Celio Bermann aus Sao  Paulo, in  “Freitag”</strong></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/12/brasiliens-massive-brandrodungen-wie-jedes-jahr-nasa-foto-zeigt-das-ausmas-anklicken-viel-lob-fur-brasilias-regierungspolitik-aus-europa/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/12/brasiliens-massive-brandrodungen-wie-jedes-jahr-nasa-foto-zeigt-das-ausmas-anklicken-viel-lob-fur-brasilias-regierungspolitik-aus-europa/</strong></a></strong></p>
<p><strong>Brasiliens Kommentator Arnaldo Jabor zur Kompetenz von Staatschefin Dilma Rousseff:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/07/arnaldo-jabor-brasiliens-bekanntester-medienkommentator-uber-lula-und-dilma-rousseff-dilma-hat-keinerlei-kompetenz-lula-wolle-eine-frau-aus-machismus-grunden/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/07/arnaldo-jabor-brasiliens-bekanntester-medienkommentator-uber-lula-und-dilma-rousseff-dilma-hat-keinerlei-kompetenz-lula-wolle-eine-frau-aus-machismus-grunde</strong></a><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/brandtgeisel.JPG" alt="brandtgeisel.JPG" /></p>
<p><strong>Das deutsch-brasilianische Atomabkommen von 1975. Der   deutschstämmige General und Militärdiktator Ernesto Geisel mit Willy   Brandt, Ausriß.</strong></p>
<p><a href="http://womblog.de/die-brasilianische-bombe"><strong>http://womblog.de/die-brasilianische-bombe</strong></a></p>
<p><strong>Die Diktatur begann mit dem Militärputsch von 1964 &#8211; 1969     schloß  Bonn mit dem Militärregime laut Jahreschronik ein     Kulturabkommen.  </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/21/katholisches-hilfswerk-adveniat-in-brasilien-land-der-vielen-milliardare-und-millionare-wie-es-kommt-das-in-deutschland-muhselig-spenden-fur-bedurftige-und-sozialprojekte-gesammelt-werden-obwohl-d/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/21/katholisches-hilfswerk-adveniat-in-brasilien-land-der-vielen-milliardare-und-millionare-wie-es-kommt-das-in-deutschland-muhselig-spenden-fur-bedurftige-und-sozialprojekte-gesammelt-werden-obwohl-d/</strong></a></p>
<p><strong>Doppelseitige Regierungspropaganda in Zeitungen für das neue Atomkraftwerk “Angra 3? bei Rio de Janeiro:</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/08/angra3anzeige2.JPG" alt="angra3anzeige2.JPG" /></p>
<p><strong>“Energia para novos tempos”.</strong></p>
<p><strong>“Brasilien war noch nie so stark. Es ist eine neue Zeit. Eine Zeit von Wachstum und Entwicklung.”</strong></p>
<p><strong>Brasiliens Todesschwadronen heute:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/25/brasilien-rund-3500-arbeiter-errichten-das-neue-atomkraftwerk-angra-3-bei-rio-de-janeiro-laut-nationalen-wirtschaftsmedien-nuklearteile-aus-deutschland-doppelseitige-regierungspropaganda-fur-angra/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/25/brasilien-rund-3500-arbeiter-errichten-das-neue-atomkraftwerk-angra-3-bei-rio-de-janeiro-laut-nationalen-wirtschaftsmedien-nuklearteile-aus-deutschland-doppelseitige-regierungspropaganda-fur-angra/</strong></a></p>
<p><strong>Lula hatte kurz vor dem Ende seiner Amtszeit noch die totale Steuerbefreiung für Kernkrafttechnologie-Importe dekretiert:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/27/brasiliens-atomkraftwerke-programm-lula-dekretierte-kurz-vor-amtsabtritt-noch-totale-steuerbefreiung-fur-nuklearimporte-laut-landesmedien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/27/brasiliens-atomkraftwerke-programm-lula-dekretierte-kurz-vor-amtsabtritt-noch-totale-steuerbefreiung-fur-nuklearimporte-laut-landesmedien/</strong></a></p>
<p><strong>Atom-U-Boot-Deal mit Sarkozy:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/13/cleverer-sarkozy-brasiliens-landesmedien-uber-rio-werft-fur-atom-u-boote-mit-franzosischer-technologie/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/13/cleverer-sarkozy-brasiliens-landesmedien-uber-rio-werft-fur-atom-u-boote-mit-franzosischer-technologie/</strong></a></p>
<p><strong>Die sozialen Kosten des U-Boot-Geschäfts mit Frankreich:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/15/brasilias-u-boot-geschaft-mit-paris-so-teuer-wie-zwei-jahre-anti-hunger-programmbolsa-familia-meldet-o-globo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/15/brasilias-u-boot-geschaft-mit-paris-so-teuer-wie-zwei-jahre-anti-hunger-programmbolsa-familia-meldet-o-globo/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/22/berlin-hilft-brasilien-bei-akw-bau-financial-times-deutschland-propaganda-und-realpolitik/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/22/berlin-hilft-brasilien-bei-akw-bau-financial-times-deutschland-propaganda-und-realpolitik/</strong></a></p>
<p><strong>Lulas siebter Ehrendoktor &#8211; diesmal in Paris, vor jubelnden     Politikwissenschaft-Studenten verliehen, die ihn laut Landesmedien     enthusiastisch wie einen Popstar feierten &#8211;  “Olé, Lula”:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/27/lula-erhalt-ehrendoktor-in-paris-als-erste-personlichkeit-lateinamerikas-lulas-siebter-ehrendoktorhut/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/27/lula-erhalt-ehrendoktor-in-paris-als-erste-personlichkeit-lateinamerikas-lulas-siebter-ehrendoktorhut/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/brasilienkarteeconomist.JPG" alt="brasilienkarteeconomist.JPG" /></p>
<p><strong>Die andere Brasilienkarte:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/27/die-andere-brasilienkarte-the-economist-vergleicht-die-teilstaaten-mit-landern-der-erde/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/27/die-andere-brasilienkarte-the-economist-vergleicht-die-teilstaaten-mit-landern-der-erde/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/29/brasilien-wirtschaft-und-soziales-2011-kompakt-stark-verlangsamtes-wachstum-stagnierende-industrie-hohe-borsen-wertverluste-wichtiger-unternehmen-deindustrialisierung-weiter-hunger-und-massenele/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/29/brasilien-wirtschaft-und-soziales-2011-kompakt-stark-verlangsamtes-wachstum-stagnierende-industrie-hohe-borsen-wertverluste-wichtiger-unternehmen-deindustrialisierung-weiter-hunger-und-massen</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/01/paisdetolos.JPG" alt="paisdetolos.JPG" /></p>
<p><strong>Ironischer Internetprotest</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/23/gruner-ministerprasident-winfried-kretschmann-in-brasilien-2011/"></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/23/gruner-ministerprasident-winfried-kretschmann-in-brasilien-2011/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/23/gruner-ministerprasident-winfried-kretschmann-in-brasilien-2011/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/23/bischof-luiz-flavio-cappio-in-deutschland-vor-weihnachten/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/23/bischof-luiz-flavio-cappio-in-deutschland-vor-weihnachten/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/25/brasiliens-bischof-angelico-sandalo-bernardino-zur-politischen-krise-des-landes-zu-rechtsungleichheit-und-slums/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/25/brasiliens-bischof-angelico-sandalo-bernardino-zur-politischen-krise-des-landes-zu-rechtsungleichheit-und-slums/</strong></a></p>
<h2>Befreiungstheologe Frei Betto, Ex-Berater Lulas: Wie biegt man einen “Linken” zurecht <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=157" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/befreiungstheologie/" rel="tag">Befreiungstheologie</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasilien/" rel="tag">Brasilien</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/demokratie/" rel="tag">Demokratie</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/frei-betto/" rel="tag">Frei Betto</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/lula/" rel="tag">Lula</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/westliche-werte/" rel="tag">westliche Werte</a></p>
<p><strong>HOW TO RIGHTEN A LEFTIST<br />
</strong><strong><br />
Ever since the phrase ”to be on the left” was used in reference to the  French Revolution it has meant to opt for the poor, to feel indignation  regarding social exclusion, to believe that any kind of injustice is  unacceptable and according to Bobbio , to consider social inequality as  an aberration.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>To be on the right is to tolerate  injustice, to consider the imperatives of the market above human rights,  to see poverty as an incurable blemish, to judge that there are peoples  and nations who are intrinsically superior to others.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong></strong></p>
<p><strong> </strong><strong>To be a leftist “ a pathology diagnosed by  Lenin as a ”childish disease of communism “ is to be against all  bourgeois power until one enters into it. The leftist is a  fundamentalist for his own sake. He incarnates all the religious models  proper to religious fundamentalists¦ Â If the leader sneezes, he claps  his hands, if he cries he becomes sad, if he changes his opinion he  quickly analyses the conjuncture and tries to prove that today™s power  relations are¦</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>The leftist loves academic categories from  the left but he is like General Figueiredo on one point: he cannot stand  the smell of the people.  For him ”people” is an abstract noun which  only becomes concrete when it comes to obtaining votes. Then, the  leftist gets closer to the poor not because he is concerned about their  lot but for one simple reason: to get votes for himself and/or for his  gang. After the elections, goodbye suckers, until the next election!</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Since the leftist only has interests and  not principles, nothing is easier than to straighten him out. Give him a  good job. It cannot be the sort of work which obliges common mortals to  earn their bread and butter with blood, sweat and tears. Â It has to be  one of those jobs which pay good wages and where there are more rights  than obligations, particularly one in the civil service. It could even  be in a private company. The important thing is that the leftist must  feel he has received his share with a significant increase to his  personal income.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong> This occurs when he is elected or named  for public office or is given a management position in a private  company. He will then undeniably lower his guard. He doesn™t even  question himself. The mere smell of money, together with the position of  power will produce the unbeatable alchemy capable of turning the head  of the most rhetorical revolutionary.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong> Good pay, a position of power and plenty  of perks, these are the ingredients which will intoxicate the leftist on  his journey towards the shameful right “ which acts as such but won™t  admit it. Right away the leftist will change his friendships and his  luxuries. Instead of cachaça he drinks imported wine, Scotch whiskey  instead of beer; he exchanges his flat for a condo and his evenings in  the pub for elegant parties.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong> If a colleague from the past contacts him  he beats around the bush, changes the subject, asks his secretary to  deal with him and in a low voice grumbles about the ”pain in the neck”.  Now all his steps move with surgical precision towards his rise to  power. He loves to mix with businessmen, the rich and ranchers. He  delights in his pleasures and gifts. The worst thing that could happen  to him would be to return to what he once was, when he received no  strokes or salaams, a common citizen struggling for survival.<br />
</strong></p>
<p><strong> </strong><strong> Goodbye ideals, utopias, dreams! Long live  pragmatism, the politics of results, co-optation, the expert practise  of fraud (although there will be mistakes. In this case, the leftist  depends on rapid help from his equals: accommodating silence, the  pretending that nothing happened, today it was you, tomorrow it could be  me¦)</strong></p>
<p><strong> </strong><strong> I thought of this description because a  few days ago at a ”do I met an old friend from the popular movements  who had been a partner in the struggle against the dictatorship. He  asked me if I was still involved with ”those people from the  periphery[5] &lt;#_ftn5&gt;  as he pontificated ”How silly of you to  give up your job in the government. You could have done much more for  those people if you had remained in it.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong> I felt like laughing in his face, he was  someone who in the past would have made Che Guevara feel like a small  bourgeois, this was how big his revolutionary fervor had been. I  contained myself so as not to be rude to that ridiculous figure, with  his hair smarmed down with gel, his expensive suit and his shoes fit for  angels. I simply responded ”I have become a reactionary, faithful to my  old principles. I prefer to run the risk of making a mistake next to  the poor than to be pretentious enough to think that I can win without  them.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong> *Frei Betto is a writer, author of ”CalendÃ¡rio do Poder (A Calendar of Power) (Rocco).</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>About the Author</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>He is a Brazilian Dominican with an international reputation as a liberation theologian.<br />
Within Brazil he is equally famous as a writer, with over 52 books to  his name. Â In 1985 he won Brazil™s most important literary prize, the  Jabuti, and was elected Intellectual of the Year by the members of the  Brazilian Writers™ Union.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Frei Betto has always been active in  Brazilian social movements, and has been an adviser to the Church™s  ministry to workers in Sáo Paulo™s industrial belt, to the Church base  communities, and to the Landless Rural Workers™ Movement (MST).</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>In 2003-2004, he was Special Adviser to  President Lula and Coordinator of Social Mobilisation for the Brazilian  Government™s Zero Hunger programme.</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/04/brasilien-lulas-megaprojekt-am-rio-sao-francisco-die-resultate-der-franziskanerbischof-steuergeldereinsatz-unter-der-lula-rousseff-regierung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Das ThyssenKrupp-Stahlwerk und die von der WHO konstatierte Luftvergiftung von Rio de Janeiro. Brasiliens Umweltschützer weisen auf den interessanten Zusammenhang&#8230;Deutsche Umweltpolitik im Ausland.</title>
		<link>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/27/das-thyssenkrupp-stahlwerk-und-die-von-der-who-konstatierte-luftvergiftung-von-rio-de-janeiro-brasiliens-umweltschutzer-weisen-auf-den-interessanten-zusammenhang/</link>
		<comments>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/27/das-thyssenkrupp-stahlwerk-und-die-von-der-who-konstatierte-luftvergiftung-von-rio-de-janeiro-brasiliens-umweltschutzer-weisen-auf-den-interessanten-zusammenhang/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 27 Sep 2011 20:11:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Naturschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Brasiliens Umweltpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Rio de Janeiro]]></category>
		<category><![CDATA[Thyssenkrupp]]></category>
		<category><![CDATA[WHO]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/27/das-thyssenkrupp-stahlwerk-und-die-von-der-who-konstatierte-luftvergiftung-von-rio-de-janeiro-brasiliens-umweltschutzer-weisen-auf-den-interessanten-zusammenhang/</guid>
		<description><![CDATA[http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/26/rio-de-janeiro-und-sao-paulo-unter-welt-stadten-mit-hochster-luftvergiftung-laut-who-rio-luft-dreckiger-als-die-von-sao-paulo-laut-statistik/ “Gutes Beispiel für gelungene Globalisierung”: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/19&#8222;Der Preis des Fortschritts&#8220;:  http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/06/thyssenkrupp-neues-stahlwerk-erhoht-den-co2-ausstos-von-rio-de-janeiro-um-763-prozent-melden-landesmedien-der-preis-des-fortschritts-o-precocruel-do-progressonoblat/ http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/11/thyssenkrupp-in-rio-de-janeiro-umweltbehorde-stoppt-ausbau-des-stahlwerks-laut-landesmedien-ex-umweltminister-carlos-minckrasse-fehler-erstmals-drohung-mit-werksschliesung/ &#8222;Ein gutes Beispiel für gelungene Globalisierung&#8220;: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/19/thyssenkrupp-in-rio-de-janeiro-neues-stahlwerk-wird-immer-teurer-laut-handelsblatt-lokale-militardiktatur-im-umfeld-laut-grunen-politiker-alfredo-sirkis-todesschwadronen-folter-scheiterhauf/ http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/27/die-zeit-druckt-erstmals-uralt-kritik-an-lula-nach-dessen-amtszeit-in-der-er-aus-mitteleuropa-massiv-lob-fur-seine-politik-erhielt/ Die andere Brasilienkarte: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/27/die-andere-brasilienkarte-the-economist-vergleicht-die-teilstaaten-mit-landern-der-erde/]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/26/rio-de-janeiro-und-sao-paulo-unter-welt-stadten-mit-hochster-luftvergiftung-laut-who-rio-luft-dreckiger-als-die-von-sao-paulo-laut-statistik/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/26/rio-de-janeiro-und-sao-paulo-unter-welt-stadten-mit-hochster-luftvergiftung-laut-who-rio-luft-dreckiger-als-die-von-sao-paulo-laut-statistik/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/01/ruttgersthyssenkrupp.jpg" alt="ruttgersthyssenkrupp.jpg" /></p>
<p><strong>“Gutes Beispiel für gelungene Globalisierung”:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/19/thyssenkrupp-in-rio-de-janeiro-neues-stahlwerk-wird-immer-teurer-laut-handelsblatt-lokale-militardiktatur-im-umfeld-laut-grunen-politiker-alfredo-sirkis-todesschwadronen-folter-scheiterhauf/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/19</a><strong>&#8222;Der Preis des Fortschritts&#8220;: </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/06/thyssenkrupp-neues-stahlwerk-erhoht-den-co2-ausstos-von-rio-de-janeiro-um-763-prozent-melden-landesmedien-der-preis-des-fortschritts-o-precocruel-do-progressonoblat/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/06/thyssenkrupp-neues-stahlwerk-erhoht-den-co2-ausstos-von-rio-de-janeiro-um-763-prozent-melden-landesmedien-der-preis-des-fortschritts-o-precocruel-do-progressonoblat/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/11/thyssenkrupp-in-rio-de-janeiro-umweltbehorde-stoppt-ausbau-des-stahlwerks-laut-landesmedien-ex-umweltminister-carlos-minckrasse-fehler-erstmals-drohung-mit-werksschliesung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/11/thyssenkrupp-in-rio-de-janeiro-umweltbehorde-stoppt-ausbau-des-stahlwerks-laut-landesmedien-ex-umweltminister-carlos-minckrasse-fehler-erstmals-drohung-mit-werksschliesung/</strong></a></p>
<p><strong>&#8222;Ein gutes Beispiel für gelungene Globalisierung&#8220;:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/19/thyssenkrupp-in-rio-de-janeiro-neues-stahlwerk-wird-immer-teurer-laut-handelsblatt-lokale-militardiktatur-im-umfeld-laut-grunen-politiker-alfredo-sirkis-todesschwadronen-folter-scheiterhauf/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/19/thyssenkrupp-in-rio-de-janeiro-neues-stahlwerk-wird-immer-teurer-laut-handelsblatt-lokale-militardiktatur-im-umfeld-laut-grunen-politiker-alfredo-sirkis-todesschwadronen-folter-scheiterhauf/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/27/die-zeit-druckt-erstmals-uralt-kritik-an-lula-nach-dessen-amtszeit-in-der-er-aus-mitteleuropa-massiv-lob-fur-seine-politik-erhielt/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/27/die-zeit-druckt-erstmals-uralt-kritik-an-lula-nach-dessen-amtszeit-in-der-er-aus-mitteleuropa-massiv-lob-fur-seine-politik-erhielt/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/brasilienkarteeconomist.JPG" alt="brasilienkarteeconomist.JPG" /></p>
<p><strong>Die andere Brasilienkarte:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/27/die-andere-brasilienkarte-the-economist-vergleicht-die-teilstaaten-mit-landern-der-erde/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/27/die-andere-brasilienkarte-the-economist-vergleicht-die-teilstaaten-mit-landern-der-erde/</strong></a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/27/das-thyssenkrupp-stahlwerk-und-die-von-der-who-konstatierte-luftvergiftung-von-rio-de-janeiro-brasiliens-umweltschutzer-weisen-auf-den-interessanten-zusammenhang/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Brasilien: Umweltpolitik unter Lula, Marina Silva, Dilma Rousseff. Beispiel Sao Paulo. Getötete Radfahrer.</title>
		<link>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/07/25/brasilien-umweltpolitik-unter-lula-marina-silva-dilma-rousseff-beispiel-sao-paulo/</link>
		<comments>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/07/25/brasilien-umweltpolitik-unter-lula-marina-silva-dilma-rousseff-beispiel-sao-paulo/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 24 Jul 2011 22:30:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Naturschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Atemluft in Sao Paulo]]></category>
		<category><![CDATA[Brasilien]]></category>
		<category><![CDATA[Brasiliens Umweltpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Dilma Rousseff]]></category>
		<category><![CDATA[Lula]]></category>
		<category><![CDATA[Marina Silva]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/07/25/brasilien-umweltpolitik-unter-lula-marina-silva-dilma-rousseff-beispiel-sao-paulo/</guid>
		<description><![CDATA[Nachrichtenmagazin &#8222;Veja&#8220; über Zustand der Atemluft in Lateinamerikas führender Metropole Sao Paulo, Ausriß. http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/13/sao-paulos-folgenreiche-luftvergiftung-und-die-eliten-herzspezialist-dr-ubiratan-de-paula-santos-und-weltsozialforum-erfinder-oded-grajew-sexualitat-durch-luftvergiftung-betroffen/ http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/08/klimawandel-in-der-megacity-sao-paulo-starke-regenfalle-mit-verheerenden-uberschwemmungen-und-vielen-toten-noch-in-den-50er-jahren-vollig-unbekannt-betonen-stadtbewohner-und-weisen-auf-systematische/ http://wissen.dradio.de/megastadt-sao-paulo-macht-krank.37.de.html?dram:article_id=4122 Getötete Radfahrer:    http://www.hart-brasilientexte.de/2011/07/21/uber-110-getotete-radfahrer-in-chaos-verkehr-von-sao-paulo-seit-209-laut-offizieller-statistik-68-jahriger-italienischer-unternehmer-jungstes-todesopfer/ http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/18/sao-paulo-fotoserie-uber-brasiliens-megacity/]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/07/luftgiftigspveja.JPG" alt="luftgiftigspveja.JPG" /></p>
<p><strong>Nachrichtenmagazin &#8222;Veja&#8220; über Zustand der Atemluft in Lateinamerikas führender Metropole Sao Paulo, Ausriß.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/13/sao-paulos-folgenreiche-luftvergiftung-und-die-eliten-herzspezialist-dr-ubiratan-de-paula-santos-und-weltsozialforum-erfinder-oded-grajew-sexualitat-durch-luftvergiftung-betroffen/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/13/sao-paulos-folgenreiche-luftvergiftung-und-die-eliten-herzspezialist-dr-ubiratan-de-paula-santos-und-weltsozialforum-erfinder-oded-grajew-sexualitat-durch-luftvergiftung-betroffen/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/08/klimawandel-in-der-megacity-sao-paulo-starke-regenfalle-mit-verheerenden-uberschwemmungen-und-vielen-toten-noch-in-den-50er-jahren-vollig-unbekannt-betonen-stadtbewohner-und-weisen-auf-systematische/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/08/klimawandel-in-der-megacity-sao-paulo-starke-regenfalle-mit-verheerenden-uberschwemmungen-und-vielen-toten-noch-in-den-50er-jahren-vollig-unbekannt-betonen-stadtbewohner-und-weisen-auf-systematische/</a></p>
<p><a href="http://wissen.dradio.de/megastadt-sao-paulo-macht-krank.37.de.html?dram:article_id=4122"><strong>http://wissen.dradio.de/megastadt-sao-paulo-macht-krank.37.de.html?dram:article_id=4122</strong></a></p>
<p>Getötete Radfahrer:    <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/07/21/uber-110-getotete-radfahrer-in-chaos-verkehr-von-sao-paulo-seit-209-laut-offizieller-statistik-68-jahriger-italienischer-unternehmer-jungstes-todesopfer/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/07/21/uber-110-getotete-radfahrer-in-chaos-verkehr-von-sao-paulo-seit-209-laut-offizieller-statistik-68-jahriger-italienischer-unternehmer-jungstes-todesopfer/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/18/sao-paulo-fotoserie-uber-brasiliens-megacity/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/18/sao-paulo-fotoserie-uber-brasiliens-megacity/</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/07/25/brasilien-umweltpolitik-unter-lula-marina-silva-dilma-rousseff-beispiel-sao-paulo/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
