Klaus Hart Brasilientexte

Aktuelle Berichte aus Brasilien - Politik, Kultur und Naturschutz

Brasilien: Lulas Einkommen allein als Ehrenpräsident der Arbeiterpartei PT 13000 Real monatlich - aufschlußreich ist der Vergleich mit dem brasilianischen Mindestlohn, den Sätzen von Bolsa-Familia, den Arbeiter-Durchschnittslöhnen…Hunger in Brasilien unter Lula. Wikileaks - viel zu entdecken in Brasilien…”Working Class Hero”.

http://www.estadao.com.br/estadaodehoje/20110128/not_imp672171,0.php

Laut Landesmedien erhielt Lula als Januar-PT-Gehalt 13000 Real.  Lula bekommt für 31 während der Diktatur erlittene Hafttage seit seinem 51. Lebensjahr eine monatliche Entschädigung von umgerechnet über 1900 Euro, laut Landespresse, hinzu kommen sonstige Bezüge.

 http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/04/lula-bekommt-500000-dollar-von-lg-fur-vortrag-in-sudkorea-laut-brasilianischen-landesmedien-uber-eine-million-dollar-damit-vier-monate-nach-ende-der-amtszeit-kassiert-laut-kalkulation-von-parte/

Insider der Arbeiterpartei PT betonen, Lula sei einst von den deutschen Automultis aufgebaut worden. Dies würde die Sonderstellung dieser Unternehmen in Brasilien, die vielfältigen staatlichen Vergünstigungen erklären, betonen brasilianische Wirtschaftsfachleute.

http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/26/wohlhabende-verbrauchen-in-drei-tagen-wozu-arme-ein-ganzes-jahr-brauchen-brasiliens-soziale-kontraste-ipea-studie/

Neuer brasilianischer Mindestlohn 2011:  http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/17/neuer-mindestlohn-brasiliens-ohne-teuerungsausgleich-scharfe-gewerkschaftsproteste-im-nationalkongres-kunftig-545-real-brutto-monatlich-lula-bekommt-als-parteichef-13000/bettelndealtese.JPG

Kranke alte Frau in der City Sao Paulos. (Brasilien hat Wirtschafts-und Finanzkrise gut überstanden, lauten europäische Bewertungen zu Hunger und Elend im Tropenland)

Laut Befreiungstheologe Frei Betto, Ex-Lula-Berater beim Anti-Hungerprogramm,  liegt die Zahl der in extremer Armut, also in Hunger und Misere, lebenden Brasilianer, nicht wie offiziell angegeben, heute bei 16 Millionen, sondern ist doppelt so hoch. Nach derzeit geltendem mitteleuropäischen Werteverständnis hat damit die internationale Wirtschafts-und Finanzkrise, wie die Lula-Rousseff-Regierung verbreiten ließ, auf Brasilien nur geringe Auswirkungen gehabt.

Brasiliens investigative Journalisten wiesen indessen auf Rekordentlassungen, den Stopp vieler Industrieprojekte, auf Exportprobleme und Deindustrialisierung, geschönte offizielle Statistiken. 

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/15/brasilia-gibt-erstmals-starkere-krisenwirkungen-zu-rezession-heftiger-als-bisher-stets-betont/

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/14/29575-pas-deutsche-leben-in-brasilien-89000-brasilianer-laut-schatzungen-des-brasilianischen-ausenministeriums-in-deutschland-melden-landesmedien/

Hintergrund: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/27/lula-erhalt-fur-31-diktatur-hafttage-4200-real-entschadigung-betont-brasilianische-landespresse/

http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/08/brasiliens-mindestlohn-kaufkraft-unter-lula-rousseff-zahlt-zu-niedrigsten-des-kontinents-laut-internationaler-arbeitsorganisation-nur-16-platz-von-24-lateinamerikanischen-staaten/obdachloserkruckenwahltag2010.JPG

Sao Paulo, City, 2010.

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/15/lulas-anti-hunger-programm-uber-40-prozent-der-empfanger-bleiben-weiter-im-elend-laut-regierungsstudie/

Mehr Arbeitslosigkeit unter ärmsten Brasilianern: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/10/arbeitslosigkeit-unter-armsten-brasilianer-wuchs-in-letzten-funf-jahren-unter-lula-regierung-laut-neuer-studie-lulas-einkommen/Brasilien und Folter unter Lula-Rousseff: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/27/brasiliens-neue-menschenrechtsministerin-maria-do-rosario-definiert-das-tropenland-als-folterstaat-laut-landesmedieno-brasil-reconhece-a-existencia-e-a-presenca-da-tortura/schwarzerkrucke1.JPG

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/09/obdachloser-schwarzer-in-sao-paulo-reichste-stadt-lateinamerikas-gesichter-brasiliens

/http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/24/wovon-lula-in-europa-komischerweise-nie-was-erzahlt-hat-riesige-planmasig-gelegte-flachenbrande-auf-den-zuckerrohrplantagen-kurz-vor-der-ernte-nicht-selten-durch-sklavenarbeiter/paisdetolos.JPG

Ironischer Internet-Protest.

Auslandspropaganda: http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/22/wahltricks-in-brasilien-beifall-fur-uno-generalsekretar-in-new-york-wird-in-pr-spot-als-drohnender-applaus-fur-lula-ausgegeben/

Hunger: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/20/hunger-in-brasilien-verelendete-sao-paulos-wuhlen-nach-esbarem-in-abfallsacken-haufiger-anblick-in-den-grosstadten/

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/17/der-albtraum-wurde-realitat-im-klassenzimmer-getoteter-junge-hatte-schusse-als-hauptproblem-seines-von-banditenkommandos-beherrschten-slums-bezeichnet/

http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/19/lula-ist-der-groste-schauspieler-des-landes-besser-als-wagner-moura-laut-regisseur-fernando-meirellescity-of-god-blindness/

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/14/29575-pas-deutsche-leben-in-brasilien-89000-brasilianer-laut-schatzungen-des-brasilianischen-ausenministeriums-in-deutschland-melden-landesmedien/

Wikileaks und Brasilien: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/28/wikileaks-in-sao-paulo-wikileaks-zeigt-wunden/

http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/29/lula-benjamin-sexuelle-gewalt-offentliche-diskussion-o-menino-do-mep/

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/08/brasiliens-menschenrechtsanwalt-bruno-alves-de-souza-toledo-ebenso-wie-amazonasbischof-erwin-krautler-trager-des-alternativen-nobelpreises-wegen-morddrohungen-standig-unter-polizeischutz/http://www.brasiliennachrichten.de/index.php?option=com_content&task=view&id=87&Itemid=17

Hintergrund von 2007:Arbeiterpartei PT verliert mit Klage gegen Nachrichtenmagazin „Veja“ - Chefredakteur Euripides Alcantara im Website-Interview zu Hintergründen, neuen Skandalen(2007)

In Brasilien machten 2005 Staatschef Lula und seine regierende Arbeiterpartei wegen einer Serie von Korruptionsskandalen tagtäglich Negativschlagzeilen. Ein parlamentarischer Untersuchungsausschuß, immerhin von einem Kongreßsenator der Arbeiterpartei geführt, enthüllte ein raffiniertes System von Abgeordnetenbestechung und Parteienkauf. Brasiliens Generalstaatsanwalt erhob gegen zahlreiche enge Weggefährten und Freunde Lulas, die Ministerposten und Parteiämter bekleideten, Anzeige beim Obersten Gericht, nannte sie Mitglieder einer hochentwickelten kriminellen Organisation, einer Bande. Brasiliens Nachrichtenmagazin Veja, gemessen an der verkauften Auflage immerhin das viertgrößte der Welt, berichtete ausführlich und wurde von Lulas Arbeiterpartei prompt wegen Verleumdung verklagt. 2007 fiel das Urteil, ein Sieg für die Pressefreiheit.

Richterin Ana Carolina de Castro in Sao Paulo wies die Klage ab. Das Nachrichtenmagazin Veja sei journalistisch verpflichtet gewesen, jene Fakten über Korruption, den Bruch ethisch-moralischer Normen durch die Arbeiterpartei zu publizieren. Veja habe damit völlig korrekt und im öffentlichen Interesse gehandelt. Chefredakteur Euripides Alcantara erinnert sich mit einem Schuß Ironie an die aufregenden Wochen von 2005.

“Die Arbeiterpartei hat in sehr kurzer Zeit unglaublich viele politische Dummheiten begangen. Sie entpuppte sich als tief korrupt und unehrlich. Das hat viele von uns in der Veja überrascht, ja erschreckt – und so haben wir auch berichtet. Viele dieser Sachverhalte waren ja nicht neu. Nur wußte der größte Teil der brasilianischen Öffentlichkeit nichts davon, weil es in der Presse eine übertriebene Sympathie für die als progressiv geltende Arbeiterpartei gab und über Verfehlungen daher nicht berichtet wurde. Im Zuge der Regierungsskandale ereigneten sich sehr bizarre Vorfälle, in Deutschland wäre darüber die Regierung gestürzt. Doch wir haben es hier mit einem sehr hohen Grad von Straffreiheit zu tun – für Deutsche ist dies sicherlich unverständlich, nicht nachvollziehbar.“

Veja-Chefredakteur Alcantara erinnert unter anderem an den Fall eines Parteifunktionärs, der auf dem Flughafen in Sao Paulo mit hunderttausend Dollar in der Unterhose ertappt wurde.

Staatschef Lula wurde letztes Jahr trotz aller Skandale wiedergewählt, sein tief verwickelter früherer Arbeitsminister Ricardo Berzoini ist jetzt Parteipräsident.

“Die Arbeiterpartei ist als Partei der Ethik und des Fortschritts hinüber, erledigt, verbraucht“, analysiert Chefredakteur Alcantara.“ Sie überlebt nur durch Lula, ist von ihm hundertprozentig abhängig, ist seine Geisel. Politisch ist das für ihn sehr bequem.“

Bereits vor über einem Jahr hatte Brasiliens Generalstaatsanwalt beim Obersten Gericht Anzeige gegen vierzig Beteiligte am Skandal um Abgeordnetenbestechung und Parteienkauf gestellt. Doch der Prozeß ruht völlig, die Anschuldigungen werden von der Regierung schlichtweg ignoriert.

“Das ist eine Schande. Immerhin spricht der Generalstaatsanwalt von einer kriminellen Bande, deren Auftrag es war, mittels öffentlicher Gelder die Arbeiterpartei an der Macht zu halten.“

Wegen der neuesten Korruptionsaffäre ist Lulas Bergbau-und Energieminister Silas Rondeau zurückgetreten, wurden von der Bundespolizei dutzende Politiker, hohe Staatsangestellte und ein Bauunternehmer festgenommen. Wie es heißt, ist die Firmenlobby in Regierung und Kongreß sehr stark. Unternehmen finanzierten den Wahlkampf von Abgeordneten, bekämen im Gegenzug Aufträge mit enormen Gewinnspannen zugeschanzt. Bestechungsgelder, Geschenke an Politiker seien häufig.

“Lula hat sich Leute mit übelster Vergangenheit in die Regierung geholt. Wenn diese weiterhin eine Politik der Zerstörung des nationalen Reichtums, der Aneignung von Mitteln für Gesundheit oder Bildung betreiben, wird Lula dafür zur Rechenschaft gezogen.“

Befreiungstheologe Frei Betto, Ex-Berater Lulas: Wie biegt man einen “Linken” zurecht **

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HOW TO RIGHTEN A LEFTIST

Ever since the phrase ”to be on the left” was used in reference to the French Revolution it has meant to opt for the poor, to feel indignation regarding social exclusion, to believe that any kind of injustice is unacceptable and according to Bobbio , to consider social inequality as an aberration.

To be on the right is to tolerate injustice, to consider the imperatives of the market above human rights, to see poverty as an incurable blemish, to judge that there are peoples and nations who are intrinsically superior to others.

To be a leftist “ a pathology diagnosed by Lenin as a ”childish disease of communism “ is to be against all bourgeois power until one enters into it. The leftist is a fundamentalist for his own sake. He incarnates all the religious models proper to religious fundamentalists¦  If the leader sneezes, he claps his hands, if he cries he becomes sad, if he changes his opinion he quickly analyses the conjuncture and tries to prove that today™s power relations are¦

The leftist loves academic categories from the left but he is like General Figueiredo on one point: he cannot stand the smell of the people.  For him ”people” is an abstract noun which only becomes concrete when it comes to obtaining votes. Then, the leftist gets closer to the poor not because he is concerned about their lot but for one simple reason: to get votes for himself and/or for his gang. After the elections, goodbye suckers, until the next election!

Since the leftist only has interests and not principles, nothing is easier than to straighten him out. Give him a good job. It cannot be the sort of work which obliges common mortals to earn their bread and butter with blood, sweat and tears.  It has to be one of those jobs which pay good wages and where there are more rights than obligations, particularly one in the civil service. It could even be in a private company. The important thing is that the leftist must feel he has received his share with a significant increase to his personal income.

 This occurs when he is elected or named for public office or is given a management position in a private company. He will then undeniably lower his guard. He doesn™t even question himself. The mere smell of money, together with the position of power will produce the unbeatable alchemy capable of turning the head of the most rhetorical revolutionary.

 Good pay, a position of power and plenty of perks, these are the ingredients which will intoxicate the leftist on his journey towards the shameful right “ which acts as such but won™t admit it. Right away the leftist will change his friendships and his luxuries. Instead of cachaça he drinks imported wine, Scotch whiskey instead of beer; he exchanges his flat for a condo and his evenings in the pub for elegant parties.

 If a colleague from the past contacts him he beats around the bush, changes the subject, asks his secretary to deal with him and in a low voice grumbles about the ”pain in the neck”. Now all his steps move with surgical precision towards his rise to power. He loves to mix with businessmen, the rich and ranchers. He delights in his pleasures and gifts. The worst thing that could happen to him would be to return to what he once was, when he received no strokes or salaams, a common citizen struggling for survival.

 Goodbye ideals, utopias, dreams! Long live pragmatism, the politics of results, co-optation, the expert practise of fraud (although there will be mistakes. In this case, the leftist depends on rapid help from his equals: accommodating silence, the pretending that nothing happened, today it was you, tomorrow it could be me¦)

 I thought of this description because a few days ago at a ”do I met an old friend from the popular movements who had been a partner in the struggle against the dictatorship. He asked me if I was still involved with ”those people from the periphery[5] <#_ftn5>  as he pontificated ”How silly of you to give up your job in the government. You could have done much more for those people if you had remained in it.

 I felt like laughing in his face, he was someone who in the past would have made Che Guevara feel like a small bourgeois, this was how big his revolutionary fervor had been. I contained myself so as not to be rude to that ridiculous figure, with his hair smarmed down with gel, his expensive suit and his shoes fit for angels. I simply responded ”I have become a reactionary, faithful to my old principles. I prefer to run the risk of making a mistake next to the poor than to be pretentious enough to think that I can win without them.

 *Frei Betto is a writer, author of ”Calendário do Poder (A Calendar of Power) (Rocco).

About the Author

He is a Brazilian Dominican with an international reputation as a liberation theologian.
Within Brazil he is equally famous as a writer, with over 52 books to his name.  In 1985 he won Brazil™s most important literary prize, the Jabuti, and was elected Intellectual of the Year by the members of the Brazilian Writers™ Union.

Frei Betto has always been active in Brazilian social movements, and has been an adviser to the Church™s ministry to workers in Sáo Paulo™s industrial belt, to the Church base communities, and to the Landless Rural Workers™ Movement (MST).

In 2003-2004, he was Special Adviser to President Lula and Coordinator of Social Mobilisation for the Brazilian Government™s Zero Hunger programme.

Dieser Beitrag wurde am Freitag, 28. Januar 2011 um 15:47 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Kultur, Politik abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen.

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