Slum-Großfeuer: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/12/slum-sao-paulos-in-flammen-tv-video-uber-2000-favelas-in-der-megacity/
In den aus Pappe und Holzresten sowie anderen leicht brennbaren Materialien errichteten Elendsvierteln Sao Paulos brechen immer wieder Großfeuer aus, kommen zahlreiche Verelendete in den Flammen um. Dies gilt auch für die Innenstadt-Favela do Moinho, an deren Hütten und Baracken unglaublich dicht Züge vorbeifahren. Nach dem letzten Großbrand kampieren zahlreiche überlebende Slumbewohner auf dem Fußweg einer nahen Straße. Was diese Menschen zusätzlich auszustehen haben, wenn starke Tropengewitter toben, kann man sich leicht vorstellen.
“…das Land die globale Wirtschafts- und Finanzkrise 2008/2009 vergleichsweise unbeschadet überstanden hat.” BDI 2011
Leonardo Boff: “Lula machte die größte Revolution der sozialen Ökologie des Planeten, eine Revolution für die Bildung, ethische Politik.“
Ausriß. Letztes Großfeuer in der Favela do Moinho.
Fotos von Ende Januar 2012. Lateinamerikas reichste Stadt Sao Paulo und die Überlebenden des Moinho-Großbrands.
Bischof Bernardino sagte in Sao Paulo den Kirchenmedien vor dem Adveniat-Gottesdienst, Brasiliens durchlebe derzeit eine enorme politische Krise. Brasilien sei zwar theoretisch eine Republik, doch die republikanischen Prinzipien würden mißachtet. In der Verfassung von 1988 heiße es, alle Brasilianer hätten die gleichen Rechte. “Doch in Wahrheit ist dies eine Lüge.” Es reiche aus, in die Slums zu gehen. “Wir müssen uns von der Diktatur der wirtschaftlichen Macht befreien - und von einer politischen Macht, die sich der wirtschaftlichen Macht unterwirft.”
Höhepunkt des Stadtgeburtstags - ein Freiluftkonzert mit Ney Matogrosso: http://www.folker.de/200905/08matogrosso.php
Kaum zu fassen, daß angesichts solcher Matogrosso-Qualität Brasiliens Musikszene derzeit von dermaßen viel Schrott und Primitivrhythmen heimgesucht wird wie nie zuvor.
Stadtfest 457: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/25/viva-sao-paulo-457-stadtfest-bis-der-grose-regen-kam/#more-8319
“Stolz, ein Brasilianer zu sein.” Aufschrift auf der Arbeitskleidung der Straßenkehrerin Sao Paulos am Stadtgeburtstag - Anregung für Arbeitskleidung bei deutscher Stadtreinigung?
http://www.trilhosurbanos.com/index.php/2012/01/novo-modelo-de-limpeza-centro/
http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/11/die-schlingensief-fotoserie3/
http://wissen.dradio.de/megastadt-sao-paulo-macht-krank.37.de.html?dram:article_id=4122
http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html
E -10 in Deutschland und die Sklavenarbeit: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/09/e-10-woruber-jetzt-in-der-offentlichen-diskussion-ganz-gezielt-nicht-geredet-diskutiert-wird-ethanol-aus-brasilien-und-die-folgen-fur-umwelt-natur-menschen/
Brasiliens Anti-Sklaverei-Dominikaneranwalt Xavier Plassat über Lula - dessen Politik nicht zufällig aus Mitteleuropa soviel Lob erhielt:
Montag, 27. Februar 2012 von Klaus Hart **
Vor den Karren spannen…Stellen Sie sich vor, das wäre Ihr Broterwerb.
Brasiliens Hungerproblem: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/04/brasiliens-hungerproblem-hungernde-essen-vergorenen-abfall-matsch-aus-mulltuten-an-der-strase/
“Linksruck”, neoliberale Werte und Sklavenarbeit: “Der Linksruck in Lateinamerika in den vergangenen Jahren weckt Hoffnungen.” Rosa-Luxemburg-Stiftung
In nicht wenigen deutschsprachigen Analysen über das erste Amtsjahr von Dilma Rousseff ist offenbar verboten, die gravierende Menschenrechtslage, darunter Folter und Todesschwadronen, auch nur zu erwähnen.
Laut nationalen Wirtschaftsexperten steht in kuriosem Kontrast zu den offiziellen Erfolgsmeldungen vom Wirtschaftsaufstieg Brasiliens, daß etwa die Hälfte der Einkommensbezieher täglich mit 6.27 bis maximal 12.50 Real auskommen muß. Dies einmal im Selbstversuch zu testen(Fixkosten für Miete etc. einbezogen), könnte für manche Drittwelt-Sozialromantiker recht lehrreich sein.
Der Erwerb eines Liters Frischmilch in Sao Paulo zum Preise von umgerechnet 1,27 Euro fällt für jene, die mit 2,6 Euro täglich auskommen müssen, wohl flach. Aufschlußreich ist, mit wieviel Real Familien in den rasch wachsenden Slums von Brasilien überleben. Gemäß November-2011–Recherchen in Slums der reichsten lateinamerikanischen Stadt Sao Paulo haben kinderreiche Familien, die in Hütten aus Pappe und Holzabfällen hausen, häufig im Monat pro Kopf nur um die 20 Euro umgerechnet zur Verfügung, pro Tag also etwa 65 Cents.
Wieviel geben Sie so pro Tag aus?
Sklavenarbeit unter Lula-Rousseff: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/03/sklavenarbeit-in-brasilien-neuer-rekord-bei-zahl-moderner-sklavenhalter-laut-landesmedien/
Löhne bei ThyssenKrupp in Rio de Janeiro: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/24/thyssenkrupp-500-euro-brutto-umgerechnet-verdienen-arbeiter-im-neuen-stahlwerk-bei-rio-de-janeiro-durchschnittlich-laut-gewerkschaftsangaben-viel-viel-niedrigere-lohne-als-in-deutschland/
Wo gehts hier bitte zum Boom?
“Die Wirtschaftskrise hat Brasilien kaum gespürt”(WAZ) Kloakegraben - nur einige Schritte vom Platz des Adveniat-Gottesdienstes entfernt.
(red). Die Volkshochschule Lampertheim lädt am Donnerstag, 8. Dezember, um 20 Uhr ins Haus am Römer, Römersaal, Domgasse 2, zum Vortrag „Brasilien - ein faszinierendes Land?“ ein. Referent ist Fritz-Ludwig Schmidt. Die Veranstalter schreiben: „Ob der mächtigste Strom, der noch größte zusammenhängende Regenwald, das größte katholische Land der Erde, ob die unglaubliche Vielfalt von Menschen unterschiedlicher Kulturen und Abstammungen, die eindrucksvolle Architektur und die oft unbeschreibliche Schönheit der Natur - all das hat einen Namen: Brasilien. Oberflächliche Vorurteile über Fußball, Rumba, Samba, Copacabana und Karneval täuschen über Probleme dieses aufstrebenden Landes hinweg. Wellblechbaracken in den Urwäldern oder auch Favelas an den Rändern der Großstädte neben vornehmen Anwesen im Landhausstil zeigen sehr oft das wahre Bild der Probleme, unter denen bis zu 80 Prozent der 190 Millionen Einwohner dieses Landes leben müssen. Brasilien ist ein junges Land mit uralter Tradition und ein Erdteil für sich, in dem Ureinwohner, Europäer und Afrikaner leben.“ Der Referent, Fritz-Ludwig Schmidt, hat Brasilien auf vielen Informations- und Missions-Reisen mit Freunden erlebt. Der Eintritt ist frei. (Wormser Zeitung)
Laut Landesmedien reisen vor allem europäische Botschafter und deren diplomatisches Personal in ihre Heimatländer zurück und sind dort überrascht wegen des Aufsehens um Brasilien, das gemäß der Version der dortigen Medien mit der Armut Schluß machte, von der Krise unberührt bleibt und zu einem Führer in der Region wird, vielleicht zu einer Weltmacht. Wenn diese Botschafter nach Brasilien zurückkehren, fallen sie wieder auf den harten Boden der Realitäten, tauschen Eindrücke aus, kritisieren die Infrastruktur, die Bürokratie, fehlende Planung, kommentieren den Sumpf der Skandale, heißt es weiter. “Dort, in Europa und in Asien, scheint Brasilien geradezu wunderbar zu sein. Aus der Nähe ist es indessen so nicht.” Es fehle noch viel, bevor Brasilien jener aufsteigende Gigant ist, den der Mythos Lula und die offizielle Propaganda schufen. Unter anderem wird auf das Entwicklungsmerkmal Gewalt verwiesen, entsprechende internationale Vergleichsstatistiken - zudem fehle Bildung, Gesundheit, Produktivität, Innovation, Kampf gegen Korruption, Einkommensverteilung. “E, enquanto os brasileiros na pararem de se matar a toa, e melhor deixar o oba-oba para a midia estrangeira e pensar o estagio e as fraquezas do pais com um minimo de racionalidade.”(Folha de Sao Paulo, Brasiliens größte Qualitätszeitung)
Die brasilianischen Landesmedien machen sich regelmäßig in Kommentaren und Analysen darüber lustig, wie über ihr Land besonders in europäischen Medien berichtet wird, weisen auf Übereinstimmungen mit der offiziellen Propaganda der Regierung in Brasilia.
“Die Wirtschaftskrise hat Brasilien kaum gespürt”(WAZ)
Wie in deutschsprachigen Zeitungen und Zeitschriften die Situation interpretiert wird:
Gemäß europäischen Sichtweisen hatte Brasilien die Finanz-und Wirtschaftskrise recht gut überstanden. “Krise - was denn für eine Krise?”
http://www.youtube.com/watch?v=ZlTPEmjyyvI
“…a Rota , policia para incidentes carandirus de todos os portes…”
Auch während der achtjährigen Regierungszeit von Lula blieb ein Prozeß gegen die Teilnehmer, politischen Verantwortlichen des Massakers aus.
http://www.bpb.de/publikationen/JU16H0,0,Vom_Umgang_mit_der_Diktaturvergangenheit.html
Fotoserie - Adveniat, Sao Paulo: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/
Wie aus den von der Qualitätszeitung unter Berufung auf unabhängige Experten und Präfekturangaben veröffentlichten Daten hervorgeht, hat sich die Zahl der Slums in der reichsten Stadt Lateinamerikas damit innerhalb weniger Jahre um etwa 500, auf nunmehr 2627 erhöht, hausen die Verelendeten zunehmend dichtgedrängter. Rund eine Million Familien, meist kinderreich, leben damit in Risikozonen, für Wohnbebauung ungeeigneten Stadtregionen bzw. auf illegal besetztem Grund, etwa in Trinkwasser-Einzugsgebieten, zerstörten Wäldern, als Stadtparks ausgewiesenen Grünflächen. Die Verslumungs-und Verwahrlosungsprozesse haben sich in ganz Brasiliens während der achtjährigen Amtszeit von Staatschef Lula deutlich beschleunigt - sichtbar besonders in den Millionenstädten, darunter Rio de Janeiro, Fortaleza oder Manaus. Der Großraum von Sao Paulo ist die Hochburg von Lulas Arbeiterpartei PT.
Armutsgrenze in Deutschland und Brasilien: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/28/deutschlands-armutsgrenze-940-euro-monatseinkommen-in-brasilien-umgerechnet-rund-50-euro/
Um in Sao Paulo das Wohndefizit einigermaßen zu beseitigen, müßten nach Angaben der Qualitätszeitung in den nächsten 14 Jahren etwa 58 Milliarden Real, umgerechnet lediglich 24 Milliarden Euro, investiert werden. Bis 2014 würden in Sao Paulo wegen öffentlicher Projekte, darunter Stadtautobahnen, etwa 12000 Wohnbauten, meist in den Slums, enteignet. Da die betroffenen Slumbewohner nicht Besitzer ihres Wohnterrains sind, müssen sie, wie es hieß, die Gegend verlassen, bekämen eine Entschädigung. Diese reiche indessen nicht aus, um beispielsweise( zu derzeitigen Höchstpreisen) wenigstens eine Mini-Wohnung zu kaufen - so daß die Vertriebenen notgedrungen in einen anderen Slum umzögen.
Ausriß.
Deutliches Wachstum bei Slums:
http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/07/brasiliens-boom-und-die-slumhutten/
Die Adveniat-Weihnachtsaktion von 2011 hat anschaulich daran erinnert, wie die Lage in den brasilianischen Slums ist:
Gemäß europäischen Sichtweisen hatte Brasilien die Finanz-und Wirtschaftskrise recht gut überstanden.
“…das Land die globale Wirtschafts- und Finanzkrise 2008/2009 vergleichsweise unbeschadet überstanden hat.” BDI 2011
Bischof Bernardino sagte in Sao Paulo den Kirchenmedien vor dem Adveniat-Gottesdienst, Brasiliens durchlebe derzeit eine enorme politische Krise. Brasilien sei zwar theoretisch eine Republik, doch die republikanischen Prinzipien würden mißachtet. In der Verfassung von 1988 heiße es, alle Brasilianer hätten die gleichen Rechte. “Doch in Wahrheit ist dies eine Lüge.” Es reiche aus, in die Slums zu gehen. “Wir müssen uns von der Diktatur der wirtschaftlichen Macht befreien - und von einer politischen Macht, die sich der wirtschaftlichen Macht unterwirft.”
Häufige Slum-Barackenbrände, anklicken: http://g1.globo.com/sao-paulo/noticia/2010/09/moradores-dizem-que-outro-incendio-havia-atingido-favela-na-madrugada.html
“Krise - was denn für eine Krise?”
http://gottesdienste.zdf.de/ZDFde/inhalt/11/0,1872,8383083,00.html
Fotoserie Gottesdienst: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/
„Die Milliardärsstatistik zeigt, daß sich unter der Regierung von Präsident Lula an der grauenhaft ungerechten Einkommensverteilung, dem Begünstigen der ohnehin Privilegierten nichts geändert hat“, sagt Frei José Francisco, Leiter des Franziskaner-Sozialwerks von Sao Paulo im Website-Interview. „Die neue Präsidentin Dilma Rousseff fährt diesen Kurs weiter, tut nichts gegen Einkommenskonzentration in den Händen weniger – trotz soviel Hunger und Massenelend. Nur bei sozialer Ungleichheit ist Brasilien Weltspitze.“
http://www.adveniat.de/blog/?p=960
“Terror-Rap statt Samba”:
http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/terror-rap-statt-samba/763272.html
Wie in deutschsprachigen Zeitungen und Zeitschriften die Situation interpretiert wird: