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	<title>Klaus Hart Brasilientexte &#187; Davos</title>
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	<description>Aktuelle Berichte aus Brasilien - Politik, Kultur und Naturschutz</description>
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		<title>Brasiliens Vorzeige-Bergbaukonzern Vale und der Preis von Davos 2012 &#8211; Greenpeace-Mitteilung. Warum ThyssenKrupp mit Vale eng kooperiert. Große Entscheider in der Demokratie. Handelsblatt: Brasiliens Regierung hat de facto durch Beteiligungen die Kontrolle über den größten Eisenerzproduzenten der Welt.</title>
		<link>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/27/brasiliens-vorzeige-bergbaukonzern-vale-und-der-preis-von-davos-2012-greenpeace-mitteilung/</link>
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		<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 15:14:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[The Public Eye Awards 2012: Schmähpreise gehen an Barclays und Vale In Sichtweite des Weltwirtschaftsforums (WEF) haben die Erklärung von Bern (EvB) und Greenpeace Schweiz heute an einer Medienkonferenz besonders krasse Menschenrechtsverstösse und Umweltsünden von Unternehmen gebrandmarkt. Den Jurypreis erhielt der britische Bankkonzern Barclays für seine Spekulationen mit Nahrungsmitteln auf dem Buckel der Ärmsten. Der [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p> <strong>The Public Eye Awards 2012: Schmähpreise gehen an Barclays und Vale</strong></p>
<p><strong>In Sichtweite des Weltwirtschaftsforums (WEF) haben die Erklärung von Bern (EvB) und Greenpeace Schweiz heute an einer Medienkonferenz besonders krasse Menschenrechtsverstösse und Umweltsünden von Unternehmen gebrandmarkt. Den Jurypreis erhielt der britische Bankkonzern Barclays für seine Spekulationen mit Nahrungsmitteln auf dem Buckel der Ärmsten. Der Publikumspreis ging via Internet-Voting an Vale. An der Abstimmung beteiligten sich 88&#8217;766 Menschen. US-Starökonom und Nobelpreisträger Professor Joseph E. Sitiglitz hielt ein flammendes Plädoyer für mehr Verantwortung gegenüber den Menschen und der Umwelt.</strong></p>
<p><strong>Mit den Public Eye Awards 2012 prämieren die EvB und Greenpeace zwei Konzerne, die exemplarisch für jene WEF-Mitglieder und Unternehmen stehen, deren soziale und ökologische Vergehen die Kehrseite einer rein profitorientierten Globalisierung zeigen. </strong></p>
<p><strong>ThyssenKrupp will sich mit Gebäude in Ostberlin verewigen &#8211; Ostteil zunehmend häßlicher, umweltfeindlicher und seelenloser gestaltet:</strong> <a href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/neubau-am-schlossplatz-der-blick-fuers-ganze-fehlt/6122858.html"><strong>http://www.tagesspiegel.de/berlin/neubau-am-schlossplatz-der-blick-fuers-ganze-fehlt/6122858.html</strong></a></p>
<h2>              <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/27/vale-verschafft-thyssen-luft-manager-magazin-brasiliens-vorzeige-minenkonzern-in-davos-ausgezeichnet/" rel="bookmark">“Vale  verschafft Thyssen Luft.” Manager-Magazin. Brasiliens  Vorzeige-Minenkonzern in Davos ausgezeichnet. Pressefreiheit unter  Lula-Rousseff &#8211; “Reporter ohne Grenzen”.</a></h2>
<p><a href="http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,637723,00.html"><strong>http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,637723,00.html</strong></a></p>
<p><a href="http://www.onvista.de/news/alle-news/artikel/25.02.2011-20:07:34-rekordergebnis-fuer-brasiliens-eisenerz-giganten-vale"><strong>http://www.onvista.de/news/alle-news/artikel/25.02.2011-20:07:34-rekordergebnis-fuer-brasiliens-eisenerz-giganten-vale</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/27/brasiliens-minenkonzern-vale-unter-lula-rousseff-und-die-auszeichnung-in-davos-2012/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/27/brasiliens-minenkonzern-vale-unter-lula-rousseff-und-die-auszeichnung-in-davos-2012/</strong></a></p>
<p><strong>ThyssenKrupp und Vale: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/20/grose-deutsche-entscheider-thyssenkrupp-erwagt-verkauf-des-neuen-stahlwerks-in-rio-de-janeiro-laut-manager-magazin-wer-das-werk-bereits-uber-den-grunen-klee-lobte-lula-deutsche-politiker/">     http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/20/grose-deutsche-entscheider-thyssenkrupp-erwagt-verkauf-des-neuen-stahlwerks-in-rio-de-janeiro-laut-manager-magazin-wer-das-werk-bereits-uber-den-grunen-klee-lobte-lula-deutsche-politiker/</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/01/ruttgersthyssenkrupp.jpg" alt="ruttgersthyssenkrupp.jpg" /></p>
<p><strong>NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers auf der Super-Baustelle von ThyssenKrupp in Rio de Janeiro: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/23/thyssenkrupp-rio-de-janeiro-wichtige-investition-starkt-auch-den-industriestandort-nordrhein-westfalennrw-ministerprasident-dr-jurgen-ruttgers/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/23/thyssenkrupp-rio-de-janeiro-wichtige-investition-starkt-auch-den-industriestandort-nordrhein-westfalennrw-ministerprasident-dr-jurgen-ruttgers/</a>  </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/06/thyssenkrupp-neues-stahlwerk-erhoht-den-co2-ausstos-von-rio-de-janeiro-um-763-prozent-melden-landesmedien-der-preis-des-fortschritts-o-precocruel-do-progressonoblat/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/06/thyssenkrupp-neues-stahlwerk-erhoht-den-co2-ausstos-von-rio-de-janeiro-um-763-prozent-melden-landesmedien-der-preis-des-fortschritts-o-precocruel-do-progressonoblat/</strong></a></p>
<p><strong>Pressefreiheit:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/26/brasiliens-medien-berichten-in-groser-aufmachung-uber-den-absturz-auf-dem-pressefreiheit-ranking-von-reporter-ohne-grenzen-warum-brasilien-aus-mitteleuropa-soviel-lob-erhalt/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/26/brasiliens-medien-berichten-in-groser-aufmachung-uber-den-absturz-auf-dem-pressefreiheit-ranking-von-reporter-ohne-grenzen-warum-brasilien-aus-mitteleuropa-soviel-lob-erhalt/</strong></a></p>
<p><span id="more-12198"></span></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/14/steinigen-im-iran-unter-ahmadinedschad-und-in-brasilien-unter-lula-lula-konnte-sich-uber-die-tatsache-beunruhigen-das-brasilien-zu-den-landern-gehort-in-denen-am-meisten-gelyncht-wird-jose/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/14/steinigen-im-iran-unter-ahmadinedschad-und-in-brasilien-unter-lula-lula-konnte-sich-uber-die-tatsache-beunruhigen-das-brasilien-zu-den-landern-gehort-in-denen-am-meisten-gelyncht-wird-jose/</strong></a></p>
<p><!--more--></p>
<p>Für ihre Spekulationen mit Nahrungsmitteln verlieh die Fachjury der britischen Grossbank Barclays den Public Eye Global Award. Die weltweit wohl schnellstwachsende Nahrungsmittelspekulantin treibt die Nahrungsmittelpreise auf Kosten der Ärmsten in die Höhe. Allein im zweiten Halbjahr 2010 wurden weltweit 44 Millionen Menschen durch steigende Nahrungsmittelpreise in extreme Armut gedrängt. «Frauen im armen Süden werden durch Lebensmittelspekulation oft am härtesten getroffen», betonte Amy Horton vom World Development Movement, das Barclays für den Award nominiert hatte . Kumi Naidoo, Direktor von Greenpeace International und Mitglied der Jury sagte dazu: «Der Public Eye Award ist unsere Chance, den UnternehmensführerInnen, die in diesem Moment ganz in unserer Nähe hier in Davos sitzen, zu zeigen, dass die Menschheit und die Umwelt auch eine Stimme haben, und dass wir eine Stimme sind, die keine Ruhe geben wird.»</p>
<p>Noch nie haben so viele Menschen online über die Vergabe des Public Eye People’s Award abgestimmt. Am meisten Stimmen (25’041) gingen an Vale, knapp gefolgt von Tepco (24’245) und Samsung (19’014). Vale ist der zweitgrösste Konzern Brasiliens, weltweit der zweitgrösste Minenkonzern und global der grösste Eisenerzhersteller. Der Konzern hat eine 60-jährige Geschichte, in der immer wieder Menschenrechtsverstösse, unmenschliche Arbeitsbedingungen und rücksichtslose Naturausbeutung vorkommen. Momentan beteiligt sich Vale am Bau des Belo-Monte-Staudamms im Amazonas. Dieser hat voraussichtlich 40&#8217;000 Zwangsumsiedlungen zur Folge, die Betroffenen erhalten weder Mitsprache noch Entschädigung. Eine Fläche so gross wie der Bodensee würde unter Wasser gesetzt mit verheerenden Auswirkungen für die indigene Bevölkerung sowie für Flora und Fauna.</p>
<p>François Meienberg von der EvB: «Wir verfolgen mit den Public Eye Awards auch ein längerfristiges Ziel. All die Nominationen, die wir jährlich publizieren, zeigen einen eklatanten Mangel an Rechtstaatlichkeit. Sie sind ein Aufschrei gegen ein System, in welchem Menschenrechtsverbrecher und Umweltschänder sich vor keiner Strafe fürchten müssen. Dies muss geändert werden.»</p>
<p>Die Trägerorganisationen und Nominierenden der Public Eye Awards verlangen von der Politik schon lange rechtlich verbindliche Regeln für mehr Unternehmensverantwortung. Greenpeace und die EvB haben sich in der Schweiz mit fast 50 Menschenrechtsorganisationen und Hilfswerken, Gewerkschaften und Umweltverbänden, Frauenverbänden und aktionärskritischen Vereinigungen zur Allianz «Recht ohne Grenzen» zusammengeschlossen. Diese fordert Bundesrat und Parlament auf, Firmen mit Sitz in der Schweiz zur Achtung von Menschenrechten und Einhaltung vom Umweltstandards gesetzlich zu verpflichten.</p>
<p>Der heutige Stargast der Preisverleihung, Professor Joseph E. Stiglitz, richtete seinen Blick auf die Weltwirtschaftskrise: «Um unseren Planeten und unsere Gesellschaft zu schützen, sind zwei Sachen grundlegend. Zum Einen brauchen wir staatliche Regulierungen, um Missbrauch zu verhindern. Es braucht aber noch mehr; Einzelpersonen und Unternehmen müssen ihre Vorstellung von Eigeninteresse ausweiten. Die privilegiertesten Menschen und Gesellschaften dieser Erde werden nicht für immer von den Konsequenzen verschont bleiben. Es ist also im Interesse aller, – sogar der reichsten 1 % – dass es unserem Planeten gut geht, und dass der Graben zwischen den Reichen und den Armen sich nicht noch mehr vertieft.» In Bezug auf die Public Eye Awards fordert er: «Mit diesen Nominationen wurden einige der schlimmsten Auswüchse von unverantwortlichem Handeln von Unternehmen des letzten Jahres benannt. Nun ist es wichtig, nicht nur zu benennen, was genau an ihrem Verhalten gegenüber den Arbeitnehmenden und der Umwelt falsch ist, sondern auch systematische Verbesserungen zu fordern – des Anreizsystems, der rechtlichen Grundlagen und unserer eigenen Erwartungen und Forderungen an Unternehmen als Global Citizens. Nur dann können wir hoffen, dass nachhaltige und faire Unternehmenspraktiken zukünftig die Regel und nicht die Ausnahme sind.»</p>
<p>Weitere Infos auf www.publiceye.ch oder bei:</p>
<p>Kumi Naidoo, Direktor Greenpeace International, +31 6 29 00 11 48</p>
<p>Amy Horton, Food Justice Kampagne World Development Movement, +44 7905 482 707</p>
<p>Michael Baumgartner, Projektleiter Public Eye, Greenpeace, +41 79 946 75 79, michael.baumgartner@greenpeace.org</p>
<p>François Meienberg, Projektleiter Public Eye, Erklärung von Bern, +41 79 796 76 12, françois.meienberg@evb.ch</p>
<p>Yves Zenger, Medienverantwortlicher Public Eye, Greenpeace, +41 78 682 00 91, yves.zenger@greenpeace.org</p>
<p><strong>In den Medienmitteilungen fehlt jeglicher Hinweis auf die vom Handelsblatt betonte Regierungskontrolle über Vale.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/27/weltsozialforum-2012-in-porto-alegre-offenbar-weitgehend-brav-biederer-empfang-fur-politisch-verantwortliche-der-nationalen-umweltdesaster-keine-kritischen-fragen-an-sektenpredigerin-marina-silva-e/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/27/weltsozialforum-2012-in-porto-alegre-offenbar-weitgehend-brav-biederer-empfang-fur-politisch-verantwortliche-der-nationalen-umweltdesaster-keine-kritischen-fragen-an-sektenpredigerin-marina-silva-e/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/26/libyen-intervention-neues-von-der-nato-gestutztes-regime-foltert-gefangene-laut-mediziner-ohne-grenzen/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/26/libyen-intervention-neues-von-der-nato-gestutztes-regime-foltert-gefangene-laut-mediziner-ohne-grenzen/</strong></a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Brasiliens Minenkonzern Vale unter Lula-Rousseff &#8211; und die Auszeichnung in Davos 2012. Handelsblatt: Brasiliens Regierung hat de facto durch Beteiligungen die Kontrolle über den größten Eisenerzproduzenten der Welt. Die Rolle von Deutschlands Alibi-Umweltorganisationen. ThyssenKrupp und Vale. Menschenrechte und Umwelt in Deutschlands strategischem Partnerland Brasilien &#8211; deutsche Hilfe für Atomkraft-Aufschwung.</title>
		<link>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/27/brasiliens-minenkonzern-vale-unter-lula-rousseff-und-die-auszeichnung-in-davos-2012/</link>
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		<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 13:32:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Nominiert für den Publice Eye People&#8217;s Award 2012 von Justiça nos Trilhos, www.justicanostrilhos.org In Kürze Minen und Dämme auf Kosten von Mensch und Umwelt: Vale ist der zweitgrösste Konzern Brasiliens und weltweit der zweitgrösste Minenkonzern und grösste Eisenerzhersteller. Der Konzern hat eine 70-jährige Geschichte, in der immer wieder Menschenrechtsverstösse, unmenschliche Arbeitsbedingungen und rücksichtslose Naturausbeutung vorkommen. Momentan [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h2>Nominiert für den Publice Eye People&#8217;s Award 2012</h2>
<p>von Justiça nos Trilhos, <a href="http://www.justicanostrilhos.org/">www.justicanostrilhos.org</a></p>
<p><a href="http://www.publiceye.ch/media/medialibrary/2011/12/vale-spoof-2012-small.jpg"><img src="http://www.publiceye.ch/media/medialibrary/2011/12/vale-spoof-2012-small_thumb_700x1000.jpg" /></a></p>
<h3></h3>
<h2><strong>In Kürze</strong></h2>
<p><em>Minen  und Dämme auf Kosten von Mensch und Umwelt: Vale ist der zweitgrösste  Konzern Brasiliens und weltweit der zweitgrösste Minenkonzern und  grösste Eisenerzhersteller. Der Konzern hat eine 70-jährige Geschichte,  in der immer wieder Menschenrechtsverstösse, unmenschliche  Arbeitsbedingungen und rücksichtslose Naturausbeutung vorkommen.  Momentan beteiligt sich Vale am Bau des Belo-Monte-Staudamms im  Amazonas. Dieser hat voraussichtlich 40&#8217;000 Zwangsumsiedlungen zur  Folge, die Betroffenen haben weder Mitspracherecht noch erhalten sie  Entschädigung.</em></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/27/brasiliens-vorzeige-minenkonzern-vale-zum-ubelsten-unternehmen-der-welt-gekurt/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/27/brasiliens-vorzeige-minenkonzern-vale-zum-ubelsten-unternehmen-der-welt-gekurt/</strong></a></p>
<p><strong>Die jetzige Staatschefin Dilma Rousseff wurde 2002 nach dem  Wahlsieg Lulas zur Ministerin für Energie und Bergbau ernannt und  definiert seitdem auch die Atomenergiepolitik der “Gestaltungsmacht”  Brasilien, erhält entsprechend viel Lob aus neoliberalen Ländern wie  Deutschland.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/25/brasilien-lacht-uber-deutschlands-problem-mit-der-vom-steuerzahler-hochsubventionierten-solarenergieerzeugungsolarenergie-wird-zum-deutschen-albtraumo-estado-de-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/25/brasilien-lacht-uber-deutschlands-problem-mit-der-vom-steuerzahler-hochsubventionierten-solarenergieerzeugungsolarenergie-wird-zum-deutschen-albtraumo-estado-de-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><strong>Folter ohne Ende:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/</strong></a></p>
<h2>Unternehmensinfo</h2>
<p>Hauptsitz: Brasilien<br />
Branche: Berg- und Dammbau<br />
Gewinn / Umsatz: 52,5 Mrd. $ / 18,9 Mrd. $<br />
In Besitz von: börsenkotiert<br />
Mitarbeitende: 120’000<br />
CEO: Murilo Ferreira<br />
Website: www.vale.com</p>
<p><em><br />
</em></p>
<h2><strong>Unverantwortliches Konzernverhalten</strong></h2>
<p>Vale  hat eine lange Firmengeschichte, die von unmenschlichen  Arbeitsbedingungen, Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzung  geprägt ist. Derzeit beteiligt sich Vale massgeblich am Baukonsortium  NESA, das den höchst umstrittenen Belo-Monte-Staudamm im Herzen des  Amazonas errichtet. Das 17-Milliarden-Dollar Projekt ist geprägt von  autoritärer Planung ohne Rücksicht auf geltendes Recht. Betroffene  Indigene werden nicht in die Planung miteinbezogen. Vale beteiligt sich  offensichtlich am Staudamm, um sich damit billige Energie sichern zu  können. Vale betreibt in der Nähe mehrere Eisenerz-Minen. Auch in  anderen Regionen sind Menschenrechtsprobleme von Vale bekannt: So  berichtet beispielsweise eine Untersuchung der «International Federation  on Human Rights» von Gesundheitsproblemen mehrerer Gemeinschaften, die  in der Nähe von Vales Kohle- und Roheisen-Verbrennungsanlagen liegen.  Insgesamt wurden gegen Vale bereits über 100 Gerichtsverfahren und über  150 Untersuchungen eingeleitet. Die meisten davon standen im  Zusammenhang mit Arbeitsrechtsverstössen. Trotz einiger verhängter  Bussen kam der Konzern bisher nahezu ungeschoren davon. Vale ist zudem  verantwortlich für 4 % von Brasiliens CO2-Ausstoss und verbraucht  jährlich 1,2 Milliarden Kubikmeter Wasser – den Durchschnittsverbrauch  von 18 Millionen Menschen.</p>
<h2><strong>Folgen</strong></h2>
<p>Der  weitere Ausbau des Belo-Monte-Staudamms hätte die Verwüstung von  riesigen Gebieten des Amazonas-Ökosystems zur Folge. 80% des Flusses  würden in ein künstliches Reservoir umgeleitet. Direkt davon betroffen  wären auch 40&#8217;000 Menschen in den anliegenden Gebieten. Darunter  befinden sich hunderte Indigene verschiedener Ethnien und zahlreiche  Flussanwohner, die am 100 Kilometer langen Ufer des Rio Xingu leben.  Nebst diesen direkten Auswirkungen des Staudammbaus würde die Region  aufgrund des einfacheren Zugangs und der billigen Energie noch stärker  ausgebeutet.</p>
<h2><strong>Aktueller Stand und Forderungen an das Unternehmen</strong></h2>
<p>Der  Belo-Monte-Staudamm darf nicht unter den jetzt geplanten  Voraussetzungen ausgebaut werden. Vale muss seine soziale Verantwortung  in Brasilien und weltweit endlich wahrnehmen, auf Ausbeutung von Mensch  und Natur verzichten und sich stattdessen an Gesetze und Vorschriften  halten. Obwohl schon über 100 Gerichtsfälle und über 150 Untersuchungen  gegen Vale eingeleitet wurden, sind Urteile selten und die Bussen meist  gering. Es braucht also strengere Regeln, die von den zuständigen  Behörden auch kontrolliert und durchgesetzt werden.</p>
<p><strong>Weitere Informationen</strong></p>
<p><a href="http://www.justicanostrilhos.org/">Website von Justica Nos Trilhos</a></p>
<p><a href="http://www.internationalrivers.org/">Website von International Rivers</a></p>
<p><a href="http://atingidospelavale.wordpress.com/">Informationen auf Portugiesisch</a></p>
<p><a href="http://www.xinguvivo.org.br/">Kampagne gegen Belo Monte</a></p>
<p><a href="http://www.fairdealnow.ca/">Fair Deal Now: Familien und Gemeinden betroffen von Vale</a></p>
<p><a href="http://www.gfbv.ch/de/aktiv_werden/petition_belomonte/">Senden Sie ein Protestmail an die brasilianische Präsidentin</a></p>
<p><strong>In den Medienmitteilungen fehlt jeglicher Hinweis auf die vom Handelsblatt betonte Regierungskontrolle über Vale.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/27/weltsozialforum-2012-in-porto-alegre-offenbar-weitgehend-brav-biederer-empfang-fur-politisch-verantwortliche-der-nationalen-umweltdesaster-keine-kritischen-fragen-an-sektenpredigerin-marina-silva-e/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/27/weltsozialforum-2012-in-porto-alegre-offenbar-weitgehend-brav-biederer-empfang-fur-politisch-verantwortliche-der-nationalen-umweltdesaster-keine-kritischen-fragen-an-sektenpredigerin-marina-silva-e/</strong></a></p>
<h2>Bundespräsident Christian Wulff, Dilma  Rousseff und der zügige Bau des neuen Atomkraftwerks Angra 3 bei Rio de  Janeiro, mit deutscher Bundesbürgschaft von über 1,3 Milliarden Euro.  “Energie für neue Zeiten. Brasilien war noch nie so stark. Es ist eine  neue Zeit. Eine Zeit von Wachstum und Entwicklung.”  Deutsch-brasilianisches Jahr 2013/2014. E.on und die Kohlekraftwerke  Brasiliens. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11989" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/atomkraftwerk-angra-3-bei-rio-de-janeiro/" rel="tag">Atomkraftwerk Angra 3 bei Rio de Janeiro</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-atompolitik-mit-deutscher-hilfe/" rel="tag">Brasiliens Atompolitik mit deutscher Hilfe</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/christian-wulff/" rel="tag">Christian Wulff</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/dilma-rousseff-appelliert-an-bundesprasident-wulff-sich-fur-den-bau-des-atomkraftwerks-angra-3-bei-rio-die-exportburgschaft-einzusetzen-melden-brasiliens-medien-die-grosen-atom-plane-brasilias/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/dilma-rousseff-appelliert-an-bundesprasident-wulff-sich-fur-den-bau-des-atomkraftwerks-angra-3-bei-rio-die-exportburgschaft-einzusetzen-melden-brasiliens-medien-die-grosen-atom-plane-brasilias/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1624771/"><strong>http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1624771/</strong></a></p>
<p><strong>Wie es hieß, habe Wulff gegenüber Rousseff auf internen Druck   zugunsten der Aufkündigung der Exportbürgschaft hingewiesen,  die dem   zuständigen deutsch-französischen Nuklearkonzern AREVA gewährt worden   sei. Ein brasilianischer Regierungsfunktionär habe kommentiert, daß   bislang anzunehmen  sei, daß Deutschland den Kontrakt nicht einseitig   breche &#8211; und sei es aus Imagegründen. Es handele sich um eine Bürgschaft   über 1,5 Milliarden Euro.  </strong></p>
<p><strong>E.on in Brasilien:<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/12/eon-in-brasilien-scharfe-kritik-an-umweltschadlicher-kohlebasis-fur-meiste-energieprojekte-mit-milliardar-eike-batista-laut-landesmedien-parceria-eike-eon-e-movido-a-carvao/">   http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/12/eon-in-brasilien-scharfe-kritik-an-umweltschadlicher-kohlebasis-fur-meiste-energieprojekte-mit-milliardar-eike-batista-laut-landesmedien-parceria-eike-eon-e-movido-a-carvao/</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/01/wulffsynagogesp.JPG" alt="wulffsynagogesp.JPG" /></p>
<p><strong>Wulff in Synagoge von Sao Paulo.</strong></p>
<p><strong>Foto Rousseff-Wulff &#8211; anklicken:</strong> <a href="http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Bilder/DE/Bilderstrecke/110507-Brasilien/110507-Brasilien.html#"><strong>http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Bilder/DE/Bilderstrecke/110507-Brasilien/110507-Brasilien.html#</strong></a></p>
<h2>Brasiliens neues Atomkraftwerk Angra 3 &#8211; weiter gute Baufortschritte, laut Landesmedien. ThyssenKrupp in Rio de Janeiro. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11890" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><span id="more-12196"></span></p>
<p><strong>Wie es hieß, sind 3700 Menschen auf der Baustelle  bei Rio de  Janeiro beschäftigt, entsteht derzeit das Reaktorgebäude,  bewarben  sich fünf Firmen um die Montage der Nukleartechnik. Das nächste   Atomkraftwerk sei für das Hinterland des Nordostens geplant. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/21/brasilien-bau-des-milliardenteuren-atomkraftwerks-angra-3-bei-rio-de-janeiro-kommt-sehr-gut-voran-melden-landesmedien-deutsches-hilfswerk-adveniat-sammelt-spenden-fur-brasiliens-verelendete/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/21/brasilien-bau-des-milliardenteuren-atomkraftwerks-angra-3-bei-rio-de-janeiro-kommt-sehr-gut-voran-melden-landesmedien-deutsches-hilfswerk-adveniat-sammelt-spenden-fur-brasiliens-verelendete/</strong></a></p>
<p><strong>Doppelseitige Regierungspropaganda in Zeitungen für das neue Atomkraftwerk “Angra 3? bei Rio de Janeiro:</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/08/angra3anzeige2.JPG" alt="angra3anzeige2.JPG" /></p>
<p><strong>“Energia para novos tempos”. (Energie für neue Zeiten)<br />
</strong></p>
<p><strong>“Brasilien war noch nie so stark. Es ist eine neue Zeit. Eine Zeit von Wachstum und Entwicklung.”</strong></p>
<h2>Brasiliens Atomkraftwerke-Programm &#8211; Lula  dekretierte kurz vor  Amtsabtritt noch totale Steuerbefreiung für  Nuklearimporte, laut  Landesmedien. Norbert Suchaneks  Anti-Atom-Filmfestival in Rio de  Janeiro. Weltsozialforum-Erfinder Oded  Grajew zur  deutsch-brasilianischen Atomkooperation…AKW “Angra 3? bei Rio  mit  deutscher Hilfe. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=9552" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><strong>Am 30. Dezember 2010, während seiner letzten  Amtsstunden, so  die Landesmedien, unterzeichnete Lula das entsprechende  Dekret. Man  möge sich dabei an Japan erinnern, hieß es. </strong></p>
<p><strong>Aus welchen Ländern die Nuklearimporte kommen, ist leicht zu erraten.<br />
</strong></p>
<p><strong>Entsprechend stark ist das Lob für Lulas Politik aus Europa. </strong></p>
<p><strong>Einfach mal nachschauen, wer heute alles gegen Atomkraft   wettert, aber den deutsch-brasilianischen Atomvertrag aus der   Folterdiktaturzeit kurioserweise immer wieder verlängerte…Stoff für   Nachdenkliche, die politische Scheinheiligkeit nicht mögen. </strong></p>
<p>“<strong>Um die künftige Atomkooperation mit Brasilien nicht zu    erschweren, hatte die rot-grüne Bundesregierung im November 2005 das    umstrittene deutsch-brasilianische Nuklearabkommen aus der Diktaturzeit    nicht gekündigt, sondern offiziell und automatisch verlängert. 18    Umwelt-und Entwicklungsorganisationen hatten 2005 die rot-grüne    Regierung aufgefordert, mit der Atomkooperation Schluß zu machen.</strong> <strong>   “Das ist die Chance, ein Signal zu setzen, daß es der Bundesregierung    mit ihrem Atomausstieg ernst ist, auch international”, betonte Sergio    Dialetachi von Greenpeace Brasilien. Grüne wie Joseph    Fischer(Ex-”Revolutionärer Kampf”) und Jürgen Trittin, dachten indessen    gar nicht daran, schließlich hätte man den Atomvertrag gemäß den    fünfjährigen Kündigungsfristen bereits 1999 aufheben können.”</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/brandtgeisel.JPG" alt="brandtgeisel.JPG" /></p>
<p><strong>Der deutschstämmige Militärdiktator, General Ernesto Geisel, und Willy Brandt.</strong></p>
<p><strong>Die Diktatur begann mit dem Militärputsch von 1964 &#8211; 1969   schloß  Bonn mit dem Militärregime laut Jahreschronik ein   Kulturabkommen.  </strong></p>
<p><strong>Weltsozialforum-Erfinder Oded Grajew aus Sao Paulo über die deutsch-brasilianische Nuklearkooperation:</strong>  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/28/der-judische-weltsozialforum-erfinder-oded-grajew-uber-die-deutsch-brasilianische-atomkooperation-weltsozialforum-2010/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/28/der-judische-weltsozialforum-erfinder-oded-grajew-uber-die-deutsch-brasilianische-atomkooperation-weltsozialforum-2010/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/28/greenpeace-contra-atomkraftwerk-angra-3-in-brasilien-eine-deutsch-franzosische-firma-baut-es-bei-rio-de-janeiro-mit-hermes-burgschaft/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/28/greenpeace-contra-atomkraftwerk-angra-3-in-brasilien-eine-deutsch-franzosische-firma-baut-es-bei-rio-de-janeiro-mit-hermes-burgschaft/</a></p>
<p><strong>“Willkommen bei der AREVA NP GmbH<br />
</strong></p>
<p><strong>AREVA NP, ein Unternehmen von AREVA und Siemens, ist das     weltweit führende Kerntechnikunternehmen. An unseren Standorten in     Frankreich, Deutschland und den USA setzen sich rund 18.100     Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dafür ein, dass Kernkraftwerke rund um     den Globus ihren Beitrag zu einer sicheren, wettbewerbsfähigen     sowie Kohlendioxid-freien und damit umweltschonenden Stromversorgung     leisten.”(Zitat Firmenwebsite)</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/14/brasiliens-atomkraft-plane-und-norbert-suchaneks-anti-atom-filmfestival-in-rio-de-janeiro/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/14/brasiliens-atomkraft-plane-und-norbert-suchaneks-anti-atom-filmfestival-in-rio-de-janeiro/</a></p>
<p><strong>Deutsche Hilfe für AKW “Angra 3? bei Rio de Janeiro &#8211; Basis   ist der deutsch-brasilianische Atomvertrag, deshalb von Grün-Rot zweimal   verlängert:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/22/berlin-hilft-brasilien-bei-akw-bau-financial-times-deutschland-propaganda-und-realpolitik/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/22/berlin-hilft-brasilien-bei-akw-bau-financial-times-deutschland-propaganda-und-realpolitik/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/27/philip-fearnside-weltbekannter-amazonas-biologe-nennt-den-klimaschadlichen-methan-ausstos-des-umstrittenen-wasserkraftwerks-belo-monte-112-millionen-tonnen-jahrlich-mehr-als-die-nach-methan/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/27/philip-fearnside-weltbekannter-amazonas-biologe-nennt-den-klimaschadlichen-methan-ausstos-des-umstrittenen-wasserkraftwerks-belo-monte-112-millionen-tonnen-jahrlich-mehr-als-die-nach-methan/</a></p>
<p><strong>Bundespräsident Christian Wulff nach Brasilien:</strong>  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/27/deutscher-bundesprasident-christian-wulff-besucht-vom-4-bis-7-mai-2011-brasilien-weilt-mit-seiner-hochrangigen-delegation-in-brasilia-sao-paulo-und-rio-de-janeiro-strategische-partnerschaft/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/27/deutscher-bundesprasident-christian-wulff-besucht-vom-4-bis-7-mai-2011-brasilien-weilt-mit-seiner-hochrangigen-delegation-in-brasilia-sao-paulo-und-rio-de-janeiro-strategische-partnerschaft/</a></p>
<p><strong>“Biosprit” und die Selbstverbrennung von Francelmo </strong></p>
<p><strong>2005 verbrennt sich Francisco Anselmo de Barros, genannt      Francelmo, selbst, um ein Zeichen gegen die immer brutalere Umwelt-und      Naturvernichtung in Brasilien zu setzen. Francelmo ist einer der      wichtigsten, bekanntesten Umweltaktivisten des Tropenlandes. Direkter      Anlaß seines Protests ist die Ausweitung der Ethanolproduktion auf      Kosten der Natur.Unter der Lula-Regierung erklärt Francelmo, „in     Umweltfragen  werden wir heute hintergangen durch Interessen schlechter     Politiker,  schlechter Unternehmer. In Bezug auf Brasilien sehen wir,     wie das Schiff  untergeht – doch niemand sagt etwas dagegen. In den     Süden werden  genmanipulierte Pflanzen eingeschmuggelt – und die     Regierung unterstützt  das. Brandrodungen in Amazonien – die Regierung     ist unempfindlich,  gleichmütig.  Es gibt Leute mit Landbesitz so groß     wie ein Teilstaat –  und es gibt die Landlosen. Der Rio Sao  Francisco    wird umgeleitet, statt  ihn zu revitalisieren.“</strong><strong> Brasiliens     Umweltministerin  Marina Silva gehört einer großen Wunderheilersekte    an  – die Resultate  von Silvas Politik sieht, spürt man in Amazonien     genauso wie in Sao  Paulo. </strong><strong>Europäische   Alibi-Umwelt-und    Menschenrechtsorganisationen, die der Öffentlichkeit   vorgaukeln   sollen,  daß sich jemand für Natur und Bürgerrechte   engagiert, belassen   es wie im  Falle der Selbstverbrennung Francelmos   gewöhnlich bei   Alibi-Erklärungen  – echte, wirksame Aktionen werden,   weil unerwünscht,   unterlassen. Wie  es um Deutschlands Natur, die   biologische Vielfalt,   die Artenentwicklung  und den Schutz der   Landschaften dank des   „Engagements“ dieser teils  hoch gesponserten   Alibi-Organisationen   steht, zeigen die Fakten  überdeutlich. </strong><strong>Und   daher ist   auch Francelmo in Europa so  gut wie unbekannt, wird sein   Name, sein   Protest in der Diskussion um  „Todes-Sprit“ (Frei Betto)   nur selten   erwähnt. „Menschen ernähren, nicht  Autos“, fordern   hunderte   Umweltgruppen Lateinamerikas, zudem einen  EU-Verzicht auf     Agrotreibstoffe wie Ethanol.  Doch Wirtschaftsinteressen  von     Minoritäten setzen sich durch – mehr Autos, mehr Agrotreibstoffe  statt     Schutz von Umwelt und Gesundheit.</strong></p>
<p><strong>Francelmo setzte sich auch für den bedrohten Nordost-Strom      Rio Sao Francisco ein – 2005, im Jahr der Selbstverbrennung, startet      dort Bischof Luiz Flavio Cappio seinen ersten Hungerstreik gegen  jenes     gigantische Umleitungsprojekt der Regierung.</strong><strong>ThyssenKrupp:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/12/thyssenkrupp-in-rio-de-janeiro-rede-von-ekkehard-schulz-inzwischen-auch-aus-dem-aufsichtsrat-befordert-bei-der-einweihung-des-stahlwerks-im-mangrovensumpf/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/12/thyssenkrupp-in-rio-de-janeiro-rede-von-ekkehard-schulz-inzwischen-auch-aus-dem-aufsichtsrat-befordert-bei-der-einweihung-des-stahlwerks-im-mangrovensumpf/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/26/bye-bye-brasil-auslander-verlassen-sao-paulo-und-rio-de-janeiro-laut-offizieller-statistik-auswanderungsland-brasilien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/26/bye-bye-brasil-auslander-verlassen-sao-paulo-und-rio-de-janeiro-laut-offizieller-statistik-auswanderungsland-brasilien/</strong></a></p>
<h2>“Boom”-Land Brasilien:”Slum-Wachstum ist  Rückschritt.”(O Globo)   Mehr Slumbewohner &#8211; selbst laut offiziellen  Angaben. Erstes   Rousseff-Amtsjahr. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11866" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><strong>In Rio de Janeiro, WM-und Olympia-Stadt, haust laut    amtlichen Angaben rund ein Viertel der Bewohner in Slums, landesweit    nimmt die Wohndichte in den Favelas zu, wächst dort die Bewohnerzahl    stärker als im Rest des Stadtgebiets. Gravierende Probleme bestehen dort    weiter, hieß es in Medienanalysen. Slums seien in den reichsten    Teilstaaten konzentriert. Die Geburtenrate der Favelas übersteige    deutlich den Landesdurchschnitt.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/26/brasiliens-systematische-morde-an-obdachlosen-prasidentin-rousseff-raumt-erstmals-sauberungsaktionen-limpeza-humana-gegen-strasenbewohner-ein/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/26/brasiliens-systematische-morde-an-obdachlosen-prasidentin-rousseff-raumt-erstmals-sauberungsaktionen-limpeza-humana-gegen-strasenbewohner-ein/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/26/bye-bye-brasil-auslander-verlassen-sao-paulo-und-rio-de-janeiro-laut-offizieller-statistik-auswanderungsland-brasilien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/26/bye-bye-brasil-auslander-verlassen-sao-paulo-und-rio-de-janeiro-laut-offizieller-statistik-auswanderungsland-brasilien/</strong></a></p>
<h2>Brasiliens “Boom” und die Slumhütten.  “Ratten, Unmassen von    Fiebermücken, Kloake bei jedem Gewitterregen in  der Kate.” “Warum hat    Sao Paulo noch 2627 Slums?” ThyssenKrupp in Rio. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11764" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c1.JPG" alt="c1.JPG" /></p>
<p><strong>Hausen  an stinkender Kloake &#8211; in Lateinamerikas reichster     Stadt Sao Paulo. “Ich lebe hier schon 14 Jahre so in dieser     Kate.”(Mutter von vier Kindern)</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/26/bye-bye-brasil-auslander-verlassen-sao-paulo-und-rio-de-janeiro-laut-offizieller-statistik-auswanderungsland-brasilien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/26/bye-bye-brasil-auslander-verlassen-sao-paulo-und-rio-de-janeiro-laut-offizieller-statistik-auswanderungsland-brasilien/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/07/eu-lateinamerika-karibik-stiftung-startet-in-hamburg/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/07/eu-lateinamerika-karibik-stiftung-startet-in-hamburg/</strong></a></p>
<p><strong>Der Teilstaat Sao Paulo ist die führende Wirtschaftsregion     Lateinamerikas mit der entsprechenden Konzentration von Ober-und     Mittelschicht &#8211; man kann sich daher vorstellen, wie die Slums in den     stark unterentwickelten Regionen des Nordens und Nordostens der     siebtgrößten Wirtschaftsnation aussehen.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/02/hochverschuldetes-brasilien-bietet-eu-wegen-krise-erneut-finanzhilfe-an-iwf-chefin-christine-lagarde-und-finanzminister-guido-mantega/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/02/hochverschuldetes-brasilien-bietet-eu-wegen-krise-erneut-finanzhilfe-an-iwf-chefin-christine-lagarde-und-finanzminister-guido-mantega/</strong></a></p>
<p><strong>Infolge der menschenunwürdigen Überlebensbedingungen sind in     den Favelas von Sao Paulo typische Slumkrankheiten überall sichtbar &#8211;     von Behinderungen fast jeder Art bis hin zu Asthma, verschiedenstem     Hautausschlag und Lepra. Der Slum Rocinha in Rio de Janeiro hat laut     Landesmedien die höchste Tuberkuloserate Brasiliens. </strong></p>
<p><strong>“Brasilien ist eine <a href="http://www.brasilien-info.at/wirtschaft/index.html">Industriemacht</a>, die achtgrößte Wirtschaftsnation der Welt, modern und fortschrittlich.”</strong></p>
<p><strong>“Progressive Regierung”.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/</strong></a></p>
<p><strong> Derartige Lebensverhältnisse in der siebtgrößten     Wirtschaftsnation verletzen, legt man bestimmte Wertvorstellungen     zugrunde,  Basis-Menschenrechte, Gesetze, Verfassung, internationale     Konventionen &#8211; gemäß heute in neoliberalen Ländern wie Deutschland     dominierenden Bewertungskriterien ist die Situation in den Slumhütten,     das gesamte komplexe Spektrum der sozialen Lage Brasiliens,  indessen     Ausdruck fortschrittlicher, moderner Politik in einem Boomland, das     daher, ebenso wie seine politisch Verantwortlichen, entsprechend viel     Lob erhält.  </strong></p>
<p><a href="http://www.adveniat.de/blog/?p=960"><strong>http://www.adveniat.de/blog/?p=960</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/brasiliens-obdachlose-drei-ermordet-in-campinas-bei-sao-paulo-regelmasig-gewalttaten-sogar-verbrennung-von-strasenbewohnern/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/brasiliens-obdachlose-drei-ermordet-in-campinas-bei-sao-paulo-regelmasig-gewalttaten-sogar-verbrennung-von-strasenbewohnern/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c2.JPG" alt="c2.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/21/katholisches-hilfswerk-adveniat-in-brasilien-land-der-vielen-milliardare-und-millionare-wie-es-kommt-das-in-deutschland-muhselig-spenden-fur-bedurftige-und-sozialprojekte-gesammelt-werden-obwohl-d/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/21/katholisches-hilfswerk-adveniat-in-brasilien-land-der-vielen-milliardare-und-millionare-wie-es-kommt-das-in-deutschland-muhselig-spenden-fur-bedurftige-und-sozialprojekte-gesammelt-werden-obwohl-d/</strong></a></p>
<p><strong>“Die Wirtschaftskrise hat Brasilien kaum gespürt”(WAZ)</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/06/der-alltag-brasilianischer-jugendlicher-unterscheidet-sich-gar-nicht-so-stark-von-dem-der-deutschen-schwabische-post-entspannt-und-fleisig-in-brasilien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/06/der-alltag-brasilianischer-jugendlicher-unterscheidet-sich-gar-nicht-so-stark-von-dem-der-deutschen-schwabische-post-entspannt-und-fleisig-in-brasilien/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/06/thyssenkrupp-stahlwerk-emittierte-2010-in-rio-de-janeiro-57-millionen-tonnen-co2-laut-landesmedien-818-millionen-tonnen-bei-vollbetrieb/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/06/thyssenkrupp-stahlwerk-emittierte-2010-in-rio-de-janeiro-57-millionen-tonnen-co2-laut-landesmedien-818-millionen-tonnen-bei-vollbetrieb/</strong></a></p>
<p><strong>Der soziale Aufstieg von Lula:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/04/lula-bekommt-500000-dollar-von-lg-fur-vortrag-in-sudkorea-laut-brasilianischen-landesmedien-uber-eine-million-dollar-damit-vier-monate-nach-ende-der-amtszeit-kassiert-laut-kalkulation-von-parte/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/04/lula-bekommt-500000-dollar-von-lg-fur-vortrag-in-sudkorea-laut-brasilianischen-landesmedien-uber-eine-million-dollar-damit-vier-monate-nach-ende-der-amtszeit-kassiert-laut-kalkulation-von-parte/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c10.JPG" alt="c10.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/07/brasiliens-boomwirtschaft-wachst-nicht-mehr-und-erholung-wird-dauern-folha-de-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/07/brasiliens-boomwirtschaft-wachst-nicht-mehr-und-erholung-wird-dauern-folha-de-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/04/brasiliens-korruptionskrise-dilma-rousseffs-arbeitsminister-carlos-lupi-kippt-staatschefin-wartete-mit-entlassung-trotz-der-gravierenden-verfehlungen-des-ministers-ubermasig-lange-kritisieren-land/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/04/brasiliens-korruptionskrise-dilma-rousseffs-arbeitsminister-carlos-lupi-kippt-staatschefin-wartete-mit-entlassung-trotz-der-gravierenden-verfehlungen-des-ministers-ubermasig-lange-kritisieren-land/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c3.JPG" alt="c3.JPG" /></p>
<p><strong>“Ich habe sechs Kinder &#8211; mit dem im Bauch sinds dann sieben.”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/06/brasiliens-industriellenverband-fiesp-zu-wirtschaftsstagnation-warnungen-seit-jahresbeginn-bestatigt-schadliche-wirkung-der-hohen-zinsen-uberbewertete-landeswahrung-real/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/06/brasiliens-industriellenverband-fiesp-zu-wirtschaftsstagnation-warnungen-seit-jahresbeginn-bestatigt-schadliche-wirkung-der-hohen-zinsen-uberbewertete-landeswahrung-real/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c17.JPG" alt="c17.JPG" /></p>
<p>Eingang zu völlig fensterloser Kate.</p>
<p><strong>“Wirtschaftsmacht der Zukunft”:</strong></p>
<p><a href="http://www.welt.de/dieweltbewegen/article13665169/Brasilien-ist-die-Wirtschaftsmacht-der-Zukunft.html"><strong>http://www.welt.de/dieweltbewegen/article13665169/Brasilien-ist-die-Wirtschaftsmacht-der-Zukunft.html</strong></a></p>
<p><strong>Spürbare Preissprünge bei  brasilianischen Lebensmitteln in den letzten Monaten.</strong><br />
<strong>Lateinamerikas teure Lebensmittel &#8211; Preissteigerungen um 40 Prozent in den letzten vier Jahren &#8211; Gefahr für Hungerbekämpfung:</strong> <a href="http://exame.abril.com.br/economia/mundo/noticias/precos-dos-alimentos-na-america-latina-sobem-40-em-4-anos--2"><strong>http://exame.abril.com.br/economia/mundo/noticias/precos-dos-alimentos-na-america-latina-sobem-40-em-4-anos–2</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-heranwachsende-in-extremer-armut-zahl-zunehmend-laut-neuer-unicef-studie-acht-jahre-lula-rousseff-regierung-und-resultate/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-heranwachsende-in-extremer-armut-zahl-zunehmend-laut-neuer-unicef-studie-acht-jahre-lula-rousseff-regierung-und-resultate/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c4.JPG" alt="c4.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/17/adveniat-in-brasilien-wie-lebt-es-sich-in-der-reichsten-stadt-lateinamerikas-der-siebtgrosten-wirtschaftsnation-nach-acht-jahren-lula-regierung-adveniat-gottesdienst-in-der-favela-cachoeirinha-von/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/17/adveniat-in-brasilien-wie-lebt-es-sich-in-der-reichsten-stadt-lateinamerikas-der-siebtgrosten-wirtschaftsnation-nach-acht-jahren-lula-regierung-adveniat-gottesdienst-in-der-favela-cachoeirinha-von/</strong></a></p>
<p><strong>Wie in deutschsprachigen Zeitungen und Zeitschriften die  Situation interpretiert wird:</strong></p>
<h2>”Das Leben in Brasilien ist leicht und unbeschwert. Probieren Sie es     selbst.” Deutschsprachige Tourismuspropaganda.</h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/28/brasilien-nach-acht-jahren-lula-regierungwarum-hat-sao-paulo-noch-2627-slums-fragt-die-wichtigste-qualitatszeitung-o-estado-de-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/28/brasilien-nach-acht-jahren-lula-regierungwarum-hat-sao-paulo-noch-2627-slums-fragt-die-wichtigste-qualitatszeitung-o-estado-de-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c5.JPG" alt="c5.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/brasiliens-hohe-rate-von-behinderten-2391-prozent-der-bevolkerung-gegenuber-rund-1-prozent-in-hochentwickelten-landern-laut-studien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/brasiliens-hohe-rate-von-behinderten-2391-prozent-der-bevolkerung-gegenuber-rund-1-prozent-in-hochentwickelten-landern-laut-studien/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c9.JPG" alt="c9.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/24/brasilien-wurde-unter-lula-rousseff-zum-auswanderungsland-bye-bye-brasil-sergio-costa-soziologie-professor-an-der-fu-berlin-bestatigt-die-entwicklung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/24/brasilien-wurde-unter-lula-rousseff-zum-auswanderungsland-bye-bye-brasil-sergio-costa-soziologie-professor-an-der-fu-berlin-bestatigt-die-entwicklung/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/13/carla-rocha-mutige-investigative-journalistin-recherchieren-unter-lebensgefahr-gesichter-brasiliens/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/13/carla-rocha-mutige-investigative-journalistin-recherchieren-unter-lebensgefahr-gesichter-brasiliens/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c6.JPG" alt="c6.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c8.JPG" alt="c8.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/24/sos-kinderdorfer-in-brasilien-unter-rousseff-lula-zahlreiche-hilfsprojekte-deutschlands-der-schweiz-und-osterreichs-in-boomland-global-player-rassismus-in-brasilien-mauricio-pestana-analysier/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/24/sos-kinderdorfer-in-brasilien-unter-rousseff-lula-zahlreiche-hilfsprojekte-deutschlands-der-schweiz-und-osterreichs-in-boomland-global-player-rassismus-in-brasilien-mauricio-pestana-analysier/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c7.JPG" alt="c7.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/08/brasiliens-favela-menschenrechtsaktivisten-eliana-takeko-kanashiro-de-araujo-prasidentin-der-associacao-futuro-melhor-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/08/brasiliens-favela-menschenrechtsaktivisten-eliana-takeko-kanashiro-de-araujo-prasidentin-der-associacao-futuro-melhor-sao-paulo/</strong></a></p>
<h2>“A desigualdade no Brasil é coisa da sociedade feudal”.</h2>
<p><strong>Brasiliens soziale Kontraste: </strong> <strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/soziale-ungleichheit-in-brasilien/">http://www.hart-brasilientexte.de/tag/soziale-ungleichheit-in-brasilien/</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c14.JPG" alt="c14.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/26/zdf-und-adveniat-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-verschiedene-sichtweisen-der-gravierenden-menschenrechtslage-brasiliens-je-nach-wertvorstellungen-und-vorschriftenkatalog/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/26/zdf-und-adveniat-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-verschiedene-sichtweisen-der-gravierenden-menschenrechtslage-brasiliens-je-nach-wertvorstellungen-und-vorschriftenkatalog/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c16.JPG" alt="c16.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/26/wohlhabende-verbrauchen-in-drei-tagen-wozu-arme-ein-ganzes-jahr-brauchen-brasiliens-soziale-kontraste-ipea-studie/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/26/wohlhabende-verbrauchen-in-drei-tagen-wozu-arme-ein-ganzes-jahr-brauchen-brasiliens-soziale-kontraste-ipea-studie/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c15.JPG" alt="c15.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/25/nine-most-horrible-places-in-the-world-favela-slums-von-rio-de-janeiro-aus-sicht-des-bric-staats-china-subkultur-von-umweltzerstorung-armut-und-gangstern-cubatao-bei-sao-paulo-an-sieb/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/25/nine-most-horrible-places-in-the-world-favela-slums-von-rio-de-janeiro-aus-sicht-des-bric-staats-china-subkultur-von-umweltzerstorung-armut-und-gangstern-cubatao-bei-sao-paulo-an-sieb/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c12.JPG" alt="c12.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/12/thyssenkrupp-in-rio-de-janeiro-rede-von-ekkehard-schulz-inzwischen-auch-aus-dem-aufsichtsrat-befordert-bei-der-einweihung-des-stahlwerks-im-mangrovensumpf/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/12/thyssenkrupp-in-rio-de-janeiro-rede-von-ekkehard-schulz-inzwischen-auch-aus-dem-aufsichtsrat-befordert-bei-der-einweihung-des-stahlwerks-im-mangrovensumpf/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach36.JPG" alt="cach36.JPG" /></p>
<p><strong>Aktivisten der katholischen Basisgemeinde von Cachoeirinha.      “Das ist gegen die Menschenwürde, so viele Leute in diesem Schlamm,      diesem Moder hausen zu lassen. So viele Familien, mit vielen Kindern,      leben hier nur in einem einzigen Hüttenraum, vor der Türöffnung  hängt     ein Lappen &#8211; so ist das. Die Mafia der Drogengangster ist hier  sehr     stark, die beobachten alles und jeden hier, das ist furchtbar.  Wer     jemanden aus dem Drogenmilieu, aus der Sucht rausholen will &#8211;  also     jemanden, der für deren Profit sorgt, da werden die böse, da  wird man     gnadenlos verfolgt. Die Polizei kommt und geht wieder &#8211;  aber die     Banditenkommandos bleiben, terrorisieren, zwingen den  Bewohnern das     Gesetz des Schweigens auf. Wer sich nicht unterwirft,  weiß, was ihn     erwartet. 2014 ist die Fußball-WM, da will man  Brasilien als Land der     Ersten Welt erscheinen lassen &#8211; aber hier an  der Peripherie ist es nach     wie vor triste. Die meist kinderreichen  Familien haben monatlich nur   so   um die 200, 220 Real maximal. Doch  im Ausland wird verbreitet,   alles   toll, alles gut in Brasilien. Wir  merken, es ist schwierig,   Menschen von   außerhalb für diese Situation  zu sensibilisieren, die das   hier nicht   kennen, es sich nicht  vorstellen können. Wir haben unsere   christlichen   Kriterien, und wir  haben Ausdauer &#8211; das macht den   Unterschied. Denn   entweder ist man  Christ &#8211; oder ist mans nicht,   halbe-halbe geht nicht.” </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/16/brasilien-die-favela-paraisopolis-in-sao-paulo-tu-graz-achitektur-fakultat/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/16/brasilien-die-favela-paraisopolis-in-sao-paulo-tu-graz-achitektur-fakultat/</strong></a></p>
<h2>Brasiliens Armutsgrenze, staatliche Hilfen, aktuelle Zahlen 2011. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11827" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><strong>2011 hat die Rousseff-Regierung gemäß Landesmedien  die    Grenze für extreme Armut auf 70 Real pro Kopf monatlich, also     umgerechnet etwa 29 Euro, festgelegt.Faustao, Moderator der beliebten     Sendung “Domingao do Faustao” von TV Globo, erhält laut Landesmedien  für    jeden TV-Propagandaspot 2 Millionen Real. Richter bekommen  monatlich    über 40000 Real brutto.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/26/wohlhabende-verbrauchen-in-drei-tagen-wozu-arme-ein-ganzes-jahr-brauchen-brasiliens-soziale-kontraste-ipea-studie/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/26/wohlhabende-verbrauchen-in-drei-tagen-wozu-arme-ein-ganzes-jahr-brauchen-brasiliens-soziale-kontraste-ipea-studie/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/28/brasilien-ist-teuer-geworden-wirtschaftszeitschrift-exame-zu-den-erstaunlichen-preissteigerungen-der-jungsten-zeit/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/28/brasilien-ist-teuer-geworden-wirtschaftszeitschrift-exame-zu-den-erstaunlichen-preissteigerungen-der-jungsten-zeit/</strong></a></p>
<p><strong>In Rio de Janeiro, eine der inzwischen teuersten Städte der     Welt, definiert die Präfektur die Armutsgrenze, wie es hieß, auf 105     Real pro Kopf, umgerechnet etwa 45 Euro. Familien, die in Rio de  Janeiro    die staatliche Hilfe Bolsa Familia bekommen, erhalten im  Monat für   alle  Personen durchschnittlich 95 Real, umgerechnet etwa 39  Euro.    Indessen  wird diese Hilfe keineswegs allen  Anspruchsberechtigten   gezahlt &#8211; auch  in Slums von Sao Paulo fällt die  große Zahl in absolutem   Elend lebender  Familien auf, die keine Bolsa  Familia erhalten.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/08/tropa-de-elite-2-noch-dokumentarischer-als-der-berlinale-gewinner-landeskunde-pur-uber-das-heutige-brasilien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/08/tropa-de-elite-2-noch-dokumentarischer-als-der-berlinale-gewinner-landeskunde-pur-uber-das-heutige-brasilien/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/07/brasiliens-boom-und-die-slumhutten/"><strong><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/07/brasiliens-boom-und-die-slumhutten/</strong></strong></a><br />
<img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c1.JPG" alt="c1.JPG" /></p>
<p><strong>Familie in Sao Paulo 2011, mit umgerechnet rund 31 Euro pro     Kopf, Bolsa Familia(sechs Personen in der Kate) leicht oberhalb der     offiziellen Grenze absoluter Armut. Hausen  an stinkender Kloake &#8211; in     Lateinamerikas reichster  Stadt. “Ich lebe hier schon 14 Jahre so in     dieser  Kate.”(Mutter von vier Kindern)</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/11/brasiliens-zeitgeist-ende-des-ersten-amtsjahrs-von-prasidentin-dilma-rousseff-korruptionskrise-ohne-ende-angeli-bester-karikaturist-des-landes/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/11/brasiliens-zeitgeist-ende-des-ersten-amtsjahrs-von-prasidentin-dilma-rousseff-korruptionskrise-ohne-ende-angeli-bester-karikaturist-des-landes/</strong></a></p>
<p><strong>Hintergrund:</strong></p>
<p><strong>Brasiliens kuriose Armutsgrenze &#8211; ab 65 Euro schon nicht mehr arm, ab 500 Euro Familieneinkommen schon Mittelschicht:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/28/brasiliens-kuriose-armutsgrenze-wer-umgerechnet-etwa-65-euro-verdient-gilt-nicht-mehr-als-arm/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/28/brasiliens-kuriose-armutsgrenze-wer-umgerechnet-etwa-65-euro-verdient-gilt-nicht-mehr-als-arm/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/17/mit-rund-500-euro-familieneinkommen-in-brasilien-schon-mittelschicht-was-in-europa-gut-ankommt/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/17/mit-rund-500-euro-familieneinkommen-in-brasilien-schon-mittelschicht-was-in-europa-gut-ankommt/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-heranwachsende-in-extremer-armut-zahl-zunehmend-laut-neuer-unicef-studie-acht-jahre-lula-rousseff-regierung-und-resultate/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-heranwachsende-in-extremer-armut-zahl-zunehmend-laut-neuer-unicef-studie-acht-jahre-lula-rousseff-regierung-und-resultate/</strong></a></p>
<h2>              <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/11/gisele-bundchen-gisele-zeigt-warum-sie-sich-die-45-millionen-dollar-pro-jahr-wirklich-verdient-hat-die-selbst-von-der-uno-geforderten-leitbilder-der-neoliberalen-gesellschaft/" rel="bookmark">Gisele      Bündchen: “Gisele zeigt, warum sie sich die 45 Millionen Dollar pro      Jahr wirklich verdient hat.” Die selbst von der UNO geförderten      Leitbilder der neoliberalen Gesellschaft. Unangenehm  instrumentalisierte     Sinnlichkeit.</a></h2>
<p>Mittwoch, 11. Mai 2011 von Klaus Hart   <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=9716" title="Beitrag bearbeiten">**</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/05/giselebundchenpaulista.JPG" alt="giselebundchenpaulista.JPG" /></p>
<p><strong>Avenida Paulista, Sao Paulo. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/29/gisele-bundchen-brasilien-wegen-makaber-dummlicher-reizwasche-propaganda-in-offentlicher-kritik-regierung-propaganda-verstarkt-stereotyp-der-brasilianischen-frau-als-sexualobjekt-ihres-mannes/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/29/gisele-bundchen-brasilien-wegen-makaber-dummlicher-reizwasche-propaganda-in-offentlicher-kritik-regierung-propaganda-verstarkt-stereotyp-der-brasilianischen-frau-als-sexualobjekt-ihres-mannes/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/20/deutschstammiges-model-gisele-bundchen-wird-uno-umweltbotschafterin-meldet-landespresse-bundchens-branche-zahlt-zu-den-umweltfeindlichsten-ressourcenverschwendern/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/20/deutschstammiges-model-gisele-bundchen-wird-uno-umweltbotschafterin-meldet-landespresse-bundchens-branche-zahlt-zu-den-umweltfeindlichsten-ressourcenverschwendern/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/10/wahlen-in-rusland-und-in-brasilien-wie-unterschiedlich-mainstream-und-politschauspieler-reagieren/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/10/wahlen-in-rusland-und-in-brasilien-wie-unterschiedlich-mainstream-und-politschauspieler-reagieren/</strong></a></p>
<p>Texte von 2011:</p>
<h1>Panzer und Crack</h1>
<p>Der Militär-und Medien-Zirkus um die „Erstürmung“ und „Eroberung“ der        Rio-Slumregion „Complexo do Alemão“ wäre schon jetzt ein heißes     Thema    auch für Deutschlands Kommunikationswissenschaftler – aber  wie    es    aussieht, trauen sie sich nicht. Als „Farce“ hatten    brasilianische     Rechtsexperten und Menschenrechtspriester die    Slumbesetzung vom  letzten    November verurteilt – und schneller als    erwartet ausgerechnet  von der    Gegenseite die Beweise geliefert    bekommen. Die  schwerbewaffneten    Banditenkommandos des organisierten    Verbrechens  sind rasch    zurückgekehrt, zitieren Brasiliens    Landesmedien aus  vertraulichen    Militärberichten. Die Gangster haben,    wie es heißt,  wieder    Verkaufspunkte für harte Drogen installiert,    der  hochprofitable    Rauschgifthandel geht perfekt neoliberal  weiter.   Der  Terror gegen    Bewohner des Parallelstaats der Slums  ebenfalls –   trotz  Militärpräsenz    sind mindestens vier Menschen  ermordet  worden.  Eine  Frau wird zur    Abschreckung totgeschlagen,  weil sie an  der  Plünderung  eines    Banditenhauses teilnahm –  TV-Teams auch des   Auslands hatten  solche    Volkszorn-Szenen am Start  der   Militäroperation gern gefilmt.  Doch nun    beklagen sich die  Bewohner   ausgerechnet über eine  unzureichende Präsenz    von  brauchbaren   Polizisten – von den Militärs  würden die     herumstreunenden Banditen   gar nicht bemerkt. Viele  Soldaten stammen  ja    just aus diesen Slums.   Zudem seien 42  Militärpolizisten zwar  wegen  Raub,   Erpressung und   Übergriffen gegen  die Bewohner  angezeigt, doch  bisher   nicht bestraft   worden.</p>
<p>Die militärische Besetzung ist Modell und Beispiel für das ganze        Land, sagt der neue Justizminister Cardozo – hat er es gar   böse-ironisch      gemeint? Panzer, martialisch wirkende   Militärpatrouillen, deren   Fotos    gern auch in die Erste Welt   durchgeschaltet werden, sind den   Angaben    zufolge jedenfalls   keinerlei Hindernis für die   Banditenkommandos des    organisierten   Verbrechens. Das mag für   Mitteleuropäer bizarr, grotesk,      unglaublich erscheinen, für   unsereinen hier ist es banale Normalität.<br />
Immer wieder wird in der Ersten Welt behauptet, in den        lateinamerikanischen Ländern zeige sich deutlich, dass die bisher        praktizierte Drogenbekämpfung per Polizei und Militär nichts bringe, man        sich andere Konzepte überlegen müsse. Was denn für eine        Drogenbekämpfung, möchte man gegenfragen. In der Banken-City von Sao        Paulo beispielsweise, der führenden Wirtschaftsmetropole    Lateinamerikas,     wird Crack, die zerstörerischste harte Droge, direkt    neben     Polizeipräsidien, Polizeiwachen massenhaft und offen   verkauft  und ebenso     offen gleich von Hunderten konsumiert. Die   Beamten im  Hauptsitz der     Stadtgendarmerie schauen direkt auf eine    kilometerlange Straße, in  der    sich ganze Horden grauenhaft    verwahrloster und abgemagerter  Gestalten    mit Crack zügig ins    Jenseits befördern. Manche Brasilianer  fragen  daher,   ob es nicht    eher so ist, dass die Sicherheitskräfte,  von  Ausnahmen   abgesehen,    der unter Staatschef Lula aufgeblühten   Crack-Branche eine      ordentlich-angenehme Abwicklung der Geschäfte   garantieren. 1,2    Millionen   Brasilianer sind laut Expertenschätzungen   bereits    Crack-süchtig.   Kenarik Felippe von der angesehenen nationalen      Richtervereinigung für   Demokratie (AJD): „Der Staat ist ins      organisierte Verbrechen verwickelt.   Besonders die Slumbewohner leiden      stark unter der Gewalt durch  Polizei,  paramilitärische Milizen und     die  Banditenkommandos. Im ganzen  Land, und  nicht nur in Rio de     Janeiro,  foltern Staatsangestellte, gibt  es  Todesschwadronen, zu     denen  Staatsbeamte gehören. Man redet nur von  den  kleinen Fischen im      Rauschgiftgeschäft, nicht von den  Drogenbaronen.“ Der  Richter und      AJD-Präsident Luis Barros Vidal  fordert, die „Farce von  Rio“ auf      keinen Fall zu unterstützen. „Die  Geheimdokumente der Militärs   zeigen,     dass die Drogenmafia, der  Drogenhandel in diesen Slums     fortbestehen.   Die regierenden Autoritäten,  die von einem groß    angelegten  Krieg  gegen  die organisierte  Kriminalität sprachen,    machten also leere,   falsche  Versprechen, handeln  unredlich. Wir    sehen die Resultate – Tote   und  nochmals Tote. Selbst     UNO-Friedenstruppen wären erfolglos, weil    vordringlich soziale und     wirtschaftliche Probleme gelöst werden  müssen,   die Slumbewohner vor     allem feste Arbeitsplätze brauchen.“  Niemand  wisse  das besser als   die   brasilianische Regierung, früher  unter Lula,  jetzt  unter Dilma     Rousseff. „Todesschwadronen sind  derzeit in Rio  aktiv – doch  auch   in   Sao Paulo, landesweit, straflos“,  fügt Richter  Vidal gegenüber    dem <em>Blättchen</em>   hinzu, in  Brasilien fehle eine  Kultur der    Menschenrechte. Zu  erkennen  seien  „starke Merkmale eines   totalitären   Staates, der das  Gesetz nicht   respektiert“; mit Blick  auf   Fußball-WM und  Olympische  Spiele am   Zuckerhut werde ein    Medienspektakel veranstaltet.<br />
Und das hatte es von Anfang an in sich. In brasilianischen        Qualitätsmedien, die nur einen winzigen Bruchteil der Bevölkerung        erreichen, hieß es immerhin, die jüngsten Polizei-und Militäroperationen        seien nur für das Ausland gedacht – de facto ändere sich nichts.    Rio     habe wegen der geplanten Sportereignisse international  Kompetenz       demonstrieren müssen, um Milliardeninvestitionen zu  erhalten. Es   werde     wieder Wahlen geben – und die Politiker würden  erneut Gelder   des     organisierten Verbrechens brauchen.<br />
In mitteleuropäischen Medien weiß man’s offenbar viel besser. Rio de        Janeiro wolle mit dem Drogenhandel Schluss machen, wird        freundlicherweise unterstellt, obwohl sogar Rios Sicherheitschef        Beltrame öffentlich erklärt, dies keineswegs vorzuhaben.<br />
Aber richtig klasse ist der Mediengag über die „heldenhafte“ Einnahme        jenes „Complexo do Alemão“: Unentwegt ballern Polizei und Militär        fotogen auf nicht vorhandene Gegner, was das Zeug hält. Alles wird  von       zahlreichen TV-Teams direkt an der Seite der Einheiten  begeistert       abgefilmt und teuer weltweit verbreitet. Sozusagen  „sturmreif       geschossen“ fehlt nur noch die „Eroberung“ des  Slumkomplexes. Dies geht       so vonstatten, dass Soldaten und  Elitepolizisten mit handverlesenen       Journalisten einfach die Gassen  zur Slumspitze hochgehen und dort   die     Landesfahne hissen.  Schließlich hatte man den Banditenkommandos    tage-und    nächtelang  reichlich Zeit und Möglichkeiten zum Rückzug  in   üblicher     Guerilla-Taktik gegeben und auf eine Einkesselung   verzichtet  – die     Gangster verteilten sich auf andere der weit über   1.000  Rio-Slums.<br />
Wohl einmalig in der Fernsehgeschichte, wie der        TV-Globo-Nachrichtenkanal vom Hubschrauber aus den problemlosen Rückzug        der schwerbewaffneten Banditenkommandos aus dem Slum Vila Cruzeiro        direkt übertrug. Die Konditionen, um die Banditen zu schnappen,   waren      bestens.Warum, so ist zu fragen, ließen Polizei und Armee die    Gangster     entkommen? Man saß vor dem Fernseher und traute seinen    Augen nicht.     Stundenlang sah man von nahem, wie sich die    Verbrecherkommandos     davonmachten, und bekam es von Polizeiexperten    auch noch kommentiert:     „Kampfhubschrauber wie die im Vietnamkrieg    greifen jetzt nun mal leider     nicht ein.“<br />
Jahrzehntelang, so wird in Europa verbreitet, wagten sich die        Sicherheitskräfte angesichts übermächtiger Banditenpräsenz nicht in den        „Complexo do Alemão“ – umso mehr sei daher die Rückeroberung zu        würdigen. Sind Lula und seine Nachfolgerin Dilma Rousseff also   wahrhaft      todesmutig, weil sie den Slumkomplex noch vor der   „Erstürmung“      besuchten? Spaß beiseite – Lula war 2008, 2009 und   sogar im Oktober      2010, kurz vor dem Militäreinsatz, im „Complexo do   Alemão“, hatte teils      sogar Ehefrau Marisa dabei. Rios Polizei und   Militär kennen die      Favela-Gegend bestens, 2002 wurden zur  Besetzung  gar 50.000 Mann      aufgeboten. Mehr Sicherheit gibt’s  deshalb nicht –  seit 2007 wurden in      Rio über 25.000 Gewalt-Tote  gezählt.<br />
Jetzt, nach vertraulichen Militärberichten, weist die Leiterin eines        angesehenen kirchlichen Rio-Sozialprojekts auf ein „großes Massaker  im       „Complexo do Alemão“, wobei vor allem Jugendliche getötet, doch        keinerlei Informationen darüber freigegeben wurden. Laut        Uni-Anthropologen Luiz Mott, angesehenster Schwulenaktivist des        Tropenlandes, hält Brasilien bei Morden an Homosexuellen weltweit eine        „grauenhafte Führungsrolle“, verschlechterte sich unter Lula die        Situation der Gays. Bei Tötungen durch Schusswaffen liegt Brasilien        gemäß NGO-Daten an der Spitze, 92 Prozent der Rio-Morde bleiben        straffrei.<br />
Gregor Gysi von der deutschen Partei DIE LINKE gilt als Rechtsexperte,        war 2010 in Brasilien, kennt daher sicherlich die Positionen der        dortigen Richtervereinigung für Demokratie gut – und schlussfolgert:        „Von allen linken Präsidenten hat Lula, der als am wenigsten  links       eingeschätzt wird, die größten Erfolge.“</p>
<h1>Dilma Rousseffs schlechter Start</h1>
<p>Brasiliens neue Staatspräsidentin, zuvor Lulas Chefministerin,        verschont die Nation bisher mit dem vom Ziehvater gewohnten Schwall aus        Propagandareden – dafür haben es die politischen Ereignisse in   sich.</p>
<p>Der angesehene kirchliche Menschenrechtsanwalt Sebastiao Bezerra da        Silva wurde sadistisch gefoltert und ermordet – auch in den acht        Regierungsjahren zuvor war das Verfolgen von  Menschenrechtsaktivisten       normal. Silva ermittelte gegen die  landesweit aktiven, von       Staatsangestellten geleiteten  Todesschwadronen, gegen folternde       Militärpolizisten und bekam  deshalb Morddrohungen. Im archaischen       nordöstlichen Teilstaat  Maranhao, der laut Kirchenangaben bei       Gefängnis-Folter an der  Spitze steht, kam es zur ersten Häftlingsrevolte       unter Rousseff –  sechs Männer wurden getötet, Fotos der     abgeschlagenen   Köpfe waren  in den Regionalzeitungen zu sehen. Maranhao     wird von   Gouverneurin  Roseane Sarney regiert, die mit Dilma   Rousseff   befreundet   ist, und  bei nettem privaten Beisammensein mit   ihr zur   Laute allerlei    populäre Liebeslieder sang. Eine unabhängige     Untersuchungskommission  zum   Häftlingsaufstand gibt es nicht,   Brasilia   reichen die Angaben  der   Militärpolizei – ein Relikt der     Militärdiktatur. Der  Teilstaat ist zudem   Herrschaftsgebiet des     Oligarchen José Sarney,  der einst die   Folterdiktatorenpartei ARENA     führte – und heute als  Senatspräsident den   brasilianischen     Nationalkongress. Mit ihm, dem  hochwichtigen  politischen      Bündnispartner, feierte Dilma Rousseff  ihren Wahlsieg –  auch das      spricht Bände.<br />
Auch die neue Menschenrechtsministerin Maria do Rosario beschreibt – wie        ihr Vorgänger – die größte lateinamerikanische Demokratie als        Folterstaat, nennt Torturen in total überfüllten Gefängnissen und   selbst      in psychiatrischen Anstalten ein „gravierendes nationales   Problem“.     Als  Dilma Rousseff noch zuständige Chefministerin war,   hatten   derartige    Eingeständnisse allerdings keinerlei praktische   Bedeutung.   Gleiches   gilt  für den jetzt auf der Berlinale gezeigten     sozialkritischen   Streifen  „Tropa de Elite 2“, der Brasiliens     bedrückende   Menschenrechtslage  eindrücklich abbildet. Wie im     Vorgängerfilm, der   2008 den Goldenen Bären  gewann, gibt es wieder     eine der für Rio de   Janeiro typischen  Scheiterhaufenszenen – weder     Lula noch Rousseff haben   sich jemals zu  dieser in den Slums unweit     des neuen   ThyssenKrupp-Stahlwerks gängigen  Hinrichtungs-und       Einschüchterungspraxis geäußert.<br />
Wie es sich gehört, hat Brasilien als vielgelobte Demokratie und        strategischer Partner auch der Berliner Regierung natürlich die        UNO-Menschenrechtsabkommen unterzeichnet. Von möglichen Sofortmaßnahmen        der Rousseff-Regierung zwecks Umsetzung ist aber nichts bekannt.     Dafür    erfährt man aus einer jetzt veröffentlichten Studie, was sich     unter  dem   Gespann Lula-Rousseff noch so entwickelte. Bei Tötungen     durch    Schusswaffen liegt Brasilien weltweit an der Spitze – und  von    drei    Ermordeten sind zwei schwarz. Der Soziologe Julio  Waiselfisz,    dessen    Team die Studie erarbeitete, spricht von  „Merkmalen der    Ausrottung,    Vernichtung“ und von fehlender  öffentlicher Sicherheit    für die arme,    mehrheitlich schwarze  Bevölkerung. Mit der öffentlichen    Sicherheit    passiere dasselbe wie  bei Bildung, Gesundheit,    Sozialversicherung – es    werde  privatisiert. „Wer kann, zahlt für    privaten Sicherheitsdienst.  Die    Schwarzen gehören zu den Ärmsten,    leben in Risikozonen und können    nicht  zahlen.“<br />
Laut unvollständigen Statistiken werden in Brasilien jährlich immerhin        etwa 55.000 Menschen ermordet. Die UNICEF ergänzt: Bei Morden an     15-bis    19-Jährigen liegt Brasilien weltweit an der Spitze, 38  Prozent    der    brasilianischen Jugendlichen leben in Armut und  Misere. Die       Rousseff-Regierung sollte daher in Programme für  Gesundheit, Bildung   und     Sicherheit investieren, die sich gezielt  an die 33 Millionen       Heranwachsenden zwischen 10 und 19 Jahren  richten. Aber irgendwie       scheint Brasilia gar nicht so gut bei  Kasse zu sein, wie Lula unter       Hinweis auf angeblich fette  Devisenreserven stets verkündete. Als die       hausgemachte  Erdrutsch-Umweltkatastrophe im Januar bei Rio de  Janeiro      rund  tausend Todesopfer forderte – etwa 500 Menschen werden  noch       vermisst – fehlte es den Rettungsmannschaften arg an Mitteln  und       Ausrüstung, weil zuvor beim Katastrophenschutz extrem gespart  worden       war. Als Präsidentin Rousseff die Region besuchte, wurde sie  mit  ihren      eigenen Fehlleistungen aus der Zeit als Chefministerin   direkt      konfrontiert. Das großflächige Abholzen und Bebauen von        Steilhang-Risikozonen war erlaubt und wurde sogar gefördert– doch nun        bettelt Rousseff gar die Weltbank um einen Milliardenkredit an,   damit      Slumbewohner  aus entsprechenden Zonen umgesiedelt werden   können.      Bereits 2008 wurde die Region von einer solchen   Umweltkatastrophe      heimgesucht – und der Lula-Regierung   vorgerechnet, für      Präventivmaßnahmen nur 12 Prozent (!) der   vorgesehenen Haushaltsmittel      investiert zu haben. Sogar die UNO   wirft Lula vor, bereits 2005 ein      Katastrophenwarnsystem versprochen   zu haben, das aber immer noch  nicht     funktioniere.<br />
Um 2010 Rousseffs Wahlsieg zu garantieren, wurden die        Regierungsausgaben, darunter für Propaganda, stark erhöht. Derzeit        werden sie, notgedrungen, drastisch zurückgefahren, denn die        Sozialbewegungen protestieren heftig, weil Präsidentin Rousseff die        Anhebung des Mindestlohns deutlich unter der kräftigen Teuerungsrate        hielt. Die umgerechnet etwa 248 Euro brutto monatlich passen   schwerlich      zu den erneuten Versprechen, nun aber wirklich Hunger   und Misere      auszutilgen. Das Mindestsalär bekommen laut offiziellen   Angaben 29,1      Millionen registriert oder unregistriert Beschäftigte   sowie 18,6      Millionen Sozialversicherte, darunter zwei von drei   Rentnern. Doch ein      Großteil der unregistriert, ohne Arbeitsvertrag   und rechtliche      Absicherung Beschäftigten hat deutlich geringere   Einkünfte – in einem      Land mit inzwischen oft deutlich höheren   Preisen als in Deutschland,      gerade bei Grundnahrungsmitteln als in   Deutschland – und in einer  Phase     schmerzhafter Preisanstiege.<br />
Vor diesem Hintergrund erklärt sich auch das Phänomen, dass        Gewerkschaften inzwischen sogar Rechtsparteien applaudieren, weil die        einen höheren Mindestlohn vorschlugen. Zugleich wird an die enormen        Diätenerhöhungen der Kongresspolitiker sowie an das Einkommen von        „Working Class Hero“ Lula erinnert. Seit Januar bekommt er  monatlich       allein als Ehrenpräsident der Arbeiterpartei umgerechnet  rund 6.000       Euro, dazu die satten Bezüge als Ex-Staatschef. Zudem  erhält er  seit      seinem 51. Lebensjahr eine Entschädigung von 1.900  Euro  monatlich,  weil     er 31 Tage in Diktatur-Haft saß. Als ihm  jetzt ein  Unternehmen  für    einen  Vortrag 100.000 Dollar Honorar  anbot, lehnte  Lula laut     Landesmedien ab –  entweder 200.000 Dollar  oder kein  Vortrag. Da bietet     sich ein Vergleich  mit den Hilfen des   Anti-Hunger-Programms „Bolsa     Familia“ an – denn 42  Prozent der   Empfänger, also 5,3 Millionen     Menschen, leben gemäß neuen  Studien   nach wie vor im Elend. Zwischen 14     und maximal 105 Euro werden    monatlich ausbezahlt – pro Familie     wohlgemerkt, meist sind sie    kinderreich. Die Möglichkeit, Elend und     Hunger unter den    Bezugsempfängern rasch durch eine angemessene Hilfe zu     beseitigen,   werde  nicht einmal erwogen, empören sich Kommentatoren.     Die   Regierung kürzt  jetzt stattdessen sogar die Gelder eines       Hausbauprogramms für die  Unterschicht fast um die Hälfte.<br />
Im Zuge des Rousseff-Starts erfuhr man auch, wie Brasilien heute        kulturell tickt. Nach der Umweltkatastrophe erklärte die Präsidentin für        mehrere Tage Staatstrauer, der Teilstaat Rio de Janeiro sogar für      eine   ganze Woche – doch selbst am Zuckerhut gingen die      Vorkarnevalsfeste  der  Sambaschulen und andere karnevalistische      Aktivitäten auf vollen  Touren  weiter. Renommierte Therapeuten und      Sozialwissenschaftler haben  auf  diesen befremdlichen Umgang mit      Tragödien aufmerksam gemacht.   Andererseits – beim Kulturexport kommt      das Riesenland laut UNO-Daten nur   auf 0,2 Prozent des Weltvolumens,      liegt auf Platz 26, gleichauf mit   Rumänien. Zum Rousseff-Start    verließ   der Komponist und Dirigent John   Neschling nach 14 Jahren    frustriert   das Land in Richtung Schweiz. Er   hatte das völlig    unbedeutende   Sinfonieorchester Sao Paulos zu einem   international    anerkannten   aufgebaut, wurde jedoch von der reaktionären      Teilstaatsregierung   gefeuert. Beim Weggang verwies er auf fehlende      Kulturpolitik, eine   paralysierende und unsensible Staatsbürokratie,      brutalen Umgang mit   Kulturgütern. Neschlings Rückkehr nach Europa  ist     symptomatisch, ein   schmerzhafter Verlust für Brasilien.</p>
<h1>Leonardo Boffs Ungereimtheiten</h1>
<p>In Ländern wie Deutschland betreibt eine bestimmte Gutmenschen-Szene        um den einst interessanten brasilianischen Befreiungstheologen   einen      regelrechten Kult. Sie bewahrt ihn vor öffentlicher Kritik,   die als      politisch unkorrekt gälte. Im Tropenland dagegen wird Boff   seit den      neunziger Jahren zunehmend heftig kritisiert. Selbst   frühere  Anhänger     werfen ihm Fehleinschätzungen über die katholische   Kirche,      intellektuelle Unehrlichkeit und Opportunismus vor. Boff   sei eitel  auf     Medienpräsenz aus – was mit Verbalattacken auf Papst   und Vatikan      natürlich am leichtesten gelinge.</p>
<p>In der Tat wirkt Boffs Eindreschen auf den Papst infantil und        lächerlich. Nationale Religionsexperten bescheinigen ihm eine        unbestreitbare Rolle in der Reflexionsgeschichte Brasiliens, nennen ihn        sehr intelligent und intuitiv. Boff spüre sehr gut bestimmte        gesellschaftliche Probleme und Tendenzen, sei ein brillanter Professor.        Doch seine Äußerungen müssten kritisch analysiert werden –     andernfalls    akzeptiere man häufig Dinge, die nicht der Wahrheit     entsprächen.<br />
In Deutschland sind evangelikale Wunderheiler-Sekten unbeliebt – Boff        begrüßte indessen bereits im Jahr 2000 öffentlich die Expansion der        Evangelikalen vorbehaltlos als Bereicherung. In Brasilien fasste  man       sich an den Kopf. Denn die evangelikalen Sektenkirchen  propagieren       massiv die „Theologie der Prosperität“, wonach  materieller  Wohlstand      eine Gabe Gottes sei und durch die Macht des  Glaubens  erreicht werden      könne. An Misere, persönlichem  Misserfolg sei der  Teufel schuld,  den  man    auf speziellen  Tempelsitzungen austreibe –  wobei natürlich  jeder     Gläubige soviel  Geld wie möglich an die  Kirche spenden müsse.  Mit  dieser     Theologie, analysieren  Sozialwissenschaftler, verbreiten  die      Evangelikalen Illusionen,  beuten die Leute aus, schaffen Leiden.  Und      fördern sogar Rassismus  und Diskriminierung, da die schwarze    Bevölkerung    nunmehr nur  deshalb arm sei, weil sie sündige. Gemäß aus    Afrika    ererbten  Schlechtigkeiten werde sie als eine verfluchte  Rasse   angesehen,    die  sich von allen Vorfahren und Wurzeln lösen  müsse.<br />
Wenn Boff diese wie Wirtschaftsunternehmen funktionierenden Kirchen als        Bereicherung auffasse, müsse man seine Bewertungen relativieren,     zeige    sich zunehmende Oberflächlichkeit. Im akademischen Umfeld,  bei    den    Studenten sei Boffs frühere Attraktivität weg.<br />
Boff müsste wissen, dass evangelikale Kirchen im Christlich-Ethischen        mancherlei Sonderwege fahren. So wurde ein Bischof der politisch        einflussreichen „Universalkirche vom Reich Gottes“, der Brasiliens        zweitgrößter TV-Sender gehört, wegen Mordes eingesperrt. In Salvador  da       Bahia hatte er laut Polizei im Tempel gemeinsam mit zwei  Pastoren     einen   14-jährigen Jungen sexuell missbraucht und  danach lebendig     verbrannt.<br />
Manche mögen Boff zustimmen, wenn er die Evangelikalen-Ausbreitung        begrüßt, weil ihm „jede Art von Vielfalt“ so gefällt. Denn nun ist in        rappelvollen „Gotteshäusern“ endlich mal echt was los, ziehen    Ex-Killer     und Ex-Frauenaufreißer wie Pastor Salles vom Leder:„Ich    war reich,    hatte  Villen und tausende Frauen – in Rio hörten tausende       schwerbewaffnete  Banditen auf mein Kommando. Ich war Bankräuber,       Berufskiller, Monster,  Psychopath – so viele Opfer flehten   vergeblich     um Barmherzigkeit! Wie  von den Dämonen gefordert, habe   ich mit  meiner    Frau unseren sechs Monate  alten Sohn getötet, in der   Pfanne  gebraten,    sein Fleisch gegessen – ich  war schon in der   Hölle!“<br />
Frei Betto, wichtigster Befreiungstheologe Brasiliens, hochangesehen bei        Kardinälen, Bischöfen und Padres der Kirche des Riesenlandes,        analysiert solche evangelikalen Sekten tiefgründig, fühlt sich durch        ihre nervende Präsenz im Alltag nicht eben bereichert. Leonardo  Boff       indessen wirft kurioserweise dieser Kirche „feudale  Mentalität“,       „totalitäre Ideologie“ und „mittelalterliche  Strukturen“ vor, gar die       Ablehnung von Kritik und Alternativen.   Damit hat er schlichtweg  die      Dynamik, Entwicklung und Komplexität  der katholischen Kirche  nicht      begriffen. Als anschauliches  Beispiel gilt, dass Rom zwar  Kondome      kritisiert, deren massive  Verteilung in der pastoralen  Aids-Prävention      indessen zulässt –  und fördert, gemäß katholischer  Moraltheologie.<br />
Der Soziologe Claudio Monteiro leitet in Sao Paulo die bischöfliche        Aids-Pastoral – direkt neben seiner Bürotür kann sich jedermann aus        einem stets gut gefüllten Plastikbehälter gratis und überreichlich    mit      Kondomen eindecken. Monteiro lacht über Boffs Vorwurf, dass   die      katholische Kirche in der Kondomfrage lebensfeindlich,   verantwortungslos      und intolerant handele. „Leonardo Boff gehörte   zum   Franziskanerorden,    der in Brasilien eines der ersten     Aids-Präventionsprojekte startete  und   natürlich Kondome verteilt –     seit über 16 Jahren. Unsere nationale    Aids-Pastoral, von einem     Bischof geführt, verfährt genauso. Völlig    unmöglich, daß Boff davon     nicht weiß. Wenn er die Ausbreitung der    Evangelikalen, die  Expansion    des religiösen Fundamentalismus positiv    bewertet, ist  dies   fragwürdig  und anfechtbar.“<br />
Boff greift immer wieder auch in die Politik ein. Im letzten        Präsidentschaftswahlkampf unterstützte er zuerst die evangelikale        Predigerin Marina Silva. Die Ex-Umweltministerin zählte zur        Revolutionären Kommunistischen Partei Brasiliens, wuchs im        befreiungstheologischen Spektrum der Katholiken auf und ging dann zur        „Assembleia de Deus“. Richtig, die von Pastor Salles, dem Ex-Killer    und     Ex-Frauenaufreißer, die zudem laut Eigendarstellung Homos zu    Heteros     umdreht und Strich-Transvestiten zu Geistlichen macht.<br />
Zuletzt wechselte Marina Silva von Lulas Arbeiterpartei zu den        brasilianischen Grünen. Die verkaufen sie als lupenreine        Umweltschützerin – obwohl zahlreiche verhinderbare Umweltverbrechen in        ihre Amtszeit fallen. Amazonas- und Savannenwälder werden   vernichtet,      Brasilien avanciert zum weltgrößten   Agrargiftverbraucher, das   Geschäft    mit Gen-Pflanzen boomt.   Umweltschützer laufen Sturm gegen   das    gigantische Umleitungsprojekt   am Rio Sao Francisco – Marina Silva      verteidigt es als „ökologisch   nachhaltig, wirtschaftlich machbar  und     sozial gerecht“. Was sie  von  massenhafter Folter durch   Staatsangestellte    oder von den   landesweit operierenden   Todesschwadronen hält, erfährt   man  bis   heute nicht.<br />
2002 nahm Leonardo Boff begeistert an der Wahlkampfkarawane von Lula        teil, verglich ihn mit Mahatma Gandhi, lobte sogar dessen Vize, den        Milliardär und Diktaturaktivisten José Alencar. Angesichts der        Korruptionsskandale schwenkte er später um, verurteilte Lulas Politik        als niederträchtig neoliberal.<br />
2010 aber, als Marina Silva die Stichwahl nicht erreichte, wechselte        Boff flugs zu Lulas Wunschkandidatin und bisheriger Chefministerin    Dilma     Roussef – und wieder zu Lob über den grünen Klee: „Lula machte    die     größte Revolution der sozialen Ökologie des Planeten, eine    Revolution     für die Bildung, ethische Politik.“ Die gravierenden        Menschenrechtsverletzungen, den strikt antiökologischen Kurs von        Lula-Rousseff kritisiert er nicht, die von ihm so heftig gescholtene,        stark systemkritische katholische Kirche Brasiliens tut das umso        kräftiger: Fehlende soziale Besorgnis bei Lula und Rousseff trotz        Hunger, Misere und rasch wachsenden Slums, Zementierung der  grauenhaft       ungerechten Einkommensverteilung, Begünstigen der  ohnehin       Privilegierten. Boff faselt von sozialer  Ökologie-Revolution, dabei ist       längst klar, dass Dilma Rousseff  das umweltvernichtende       Mega-Wasserkraftwerk „Belo Monte“ in  Amazonien unbedingt realisieren       will. Nach ihrem Wahlsieg erneut  ein Schwenk: Boff geißelt das       Belo-Monte-Projekt.<br />
Mancher hat vielleicht den desillusionierenden ARD-Weltspiegel-Beitrag        „Brasilien: Kindsmord am Amazonas“ über das Töten von Kindern bei        Indianerstämmen gesehen – rund 600 Babies werden danach jährlich   allein      in Amazonien umgebracht. Viele Indianer sitzen wegen Sex mit    Kindern   im   Gefängnis, auch Indios sind als Naturzerstörer  bekannt.   Yanomami    pflegen  gar das Verprügeln der eigenen Ehefrau  mit   Freunden, bei     Fremdgeh-Verdacht – von Schamanen als Hexen    beschuldigte Indiofrauen     wurden ermordet – das Blättchen hatte über    diese Praktiken berichtet.     Boff indessen ignoriert diese Fakten:    „Und ich habe sie immer  bewundert,    sie sind unsere großen Meister  im   Hinblick auf die Haltung  gegenüber    der Natur. Die sind    technologisch gesehen rückständig,  aber    zivilisatorisch, sie sind    vorwärts, sie sind reicher als wir.  Wenn wir    lernen wollen, was wir    für eine Beziehung mit der Natur  eingehen  sollen,   die Beziehung    zwischen dem Alter und den Kindern,  den  Erwachsenen und   alten    Leuten, die Beziehung zwischen Arbeit und   Freizeit, die Beziehung      zwischen Leben und Tod, dann müssen wir die   Indianer hören. Die haben      eine große Weisheit und vieles haben sie uns   zu sagen.“ Kommentar      überflüssig.</p>
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<p><strong>Obama in Brasilien</strong></p>
<p>Auf Gesten und Symbolik, sorgsam abgestimmt zwischen beiden Seiten,        sei besonders zu achten, hatte Brasilia vor der Ankunft des        US-Präsidenten verlauten lassen. Und als Barack Obama dann in den        Amtssitz von Präsidentin Dilma Rousseff schritt, ging es Schlag auf        Schlag. Mitten in der persönlichen Unterredung befahl Obama über einen        Mitarbeiter die Attacke auf Libyen mit zunächst 110   Tomahawk-Raketen.      Und etwas später, mitten im Bankett für Obama im   brasilianischen      Außenministerium, ging es richtig los mit den   Bombardements. „Ein      historischer Tag“, titelten die Zeitungen – und   „historisch“ verhielt      sich Brasiliens neue Staatschefin, die  einst  als Guerilleira gegen die      Militärdiktatur kämpfte,  eingesperrt und  gefoltert wurde. Erst nach   der    Abreise Obamas  äußerte sie  Missfallen über die Kriegserklärung      ausgerechnet in  Brasilien –  vermied indessen, wie viele Brasilianer      erwartet  hatten, dies Obama  sofort und direkt zu sagen, womöglich  die      offiziellen Gespräche  abzubrechen. Mit einer Note, die einen       Waffenstillstand in Libyen  erbat, wurde ebenfalls solange gewartet, bis       Obama abgereist war.  Brasiliens wichtigster Befreiungstheologe,   Frei     Betto, nannte es  gegenüber dem <em>Blättchen</em> „zumindest   takt-  und    geschmacklos,  den Krieg gegen Libyen just in Brasilien zu    erklären,  das   gegen  eine solche kriegerische Aggression ist.“ Der    Diskurs des  Westens    sei Demokratie, das Interesse indessen Öl und    nicht etwa die     Verteidigung der Menschenrechte in Libyen.  Brasilia   hatte sich im     UN-Sicherheitsrat, abgestimmt mit Russland,  Indien und   China,  wenigstens    der Stimme enthalten, eine  friedliche Lösung    befürwortet.</p>
<p>Absolut symbolträchtig ging es beim Bankett zu – denn wie zu hören        war, hatte Rousseff offenbar mit Ziehvater Lula da Silva abgemacht,     dass    am Tische direkt neben den beiden Obamas just der  hochwichtige       Regierungspartner José Sarney sitzen sollte. Die USA  hatten 1964  zur      Unterstützung des Militärputschs sogar eine  Kriegsflotte vor  die  Küste     Brasiliens entsandt. Und nun prosteten  sich just der  Präsident   dieses    Landes und der damalige Chef der  brasilianischen    Folterdiktatorenpartei    ARENA freundlichst zu,  unterhielten sich auch    Michelle Obama und  Sarney   sichtlich nett  miteinander. Er gilt in    Brasilien nach wie vor  als der    archaischste, reaktionärste und    politisch mächtigste Oligarch,  ist    Präsident des Kongresssenats und    wurde trotz seiner Verwicklung  in    zahllose Skandale von Lula stets    hochgeschätzt und umworben. „I   love   this guy“, sagte Obama einmal    über Lula – und wollte ihn gerne   mit am   Tisch. Doch der mit scharfem    politischen Instinkt  gesegnete    Ex-Gewerkschaftsführer lehnte die    Einladung ab. Als  hochbezahlter    Ehrenpräsident seiner Arbeiterpartei    PT hatte er  womöglich Rücksicht zu    nehmen auf jenen Parteiflügel,   der  sich  scharf gegen einen Libyenkrieg    wandte, an die Kriege im   Irak  und  in Afghanistan erinnerte, die    Obama-Regierung als „Feind   des   Weltfriedens“ einstufte. Vor Obamas    Ankunft brodelte es in   diesem   Teil der PT, der sich den Sozialbewegungen    eng verbunden   fühlt, die   Obama zur „persona non grata“ erklärt  hatten.   Zorn   erregte daher,   dass Brasiliens Regierung, eingeschlossen  Dilma     Rousseff, und die   Führungsspitze der Arbeiterpartei die von      PT-Mitgliedern   angekündigten Proteste gegen den Besuch Obamas      verurteilten. Wie   durchsickerte, sollten solche Aktivitäten erstickt,      unzufriedene   Kader auf Linie gebracht werden. Zu den Abweichlern   gehörte    sogar   Rousseffs Frauenministerin Iriny Lopes. Zu   Kriegsbeginn nicht  am     Tische mit Obama sitzen zu wollen, könnte Lula   eines Tages  Lorbeeren     einbringen – wer erinnert sich dann noch an   die   Hintergrund-Details?    Sehr aufschlussreich, was dann in Chile   ganz   anders lief als in    Brasilia. Eine weit politisiertere    Öffentlichkeit  erreichte, dass beim    Obama-Besuch die    Diktaturproblematik nicht  ausgeklammert wurde.  Anders   als unter    Dilma Rousseff wurde im  chilenischen Regierungssitz  natürlich   eine    Pressekonferenz anberaumt,  konnte ein chilenischer  Journalist  offen     fragen, ob Obama und dessen  Regierung bereit seien,  sich für die      Beteiligung am Militärputsch vom  11. September 1973 zu  entschuldigen  –     und bei den gerichtlichen  Ermittlungen über  Diktaturverbrechen  zu     kooperieren. Der Journalist  erinnerte an  bezeichnende Fälle,   darunter    die Ermordung von Orlando  Letelier,  Außenminister von   Salvador  Allende,   1976 in Washington. Dem   überraschten Obama blieb   nichts  weiter übrig,   als zuzustimmen – er   vermied indessen, um    Entschuldigung zu bitten.<br />
Obama plante vor Rio de Janeiros Opernhaus eine Rede ans Volk, zog sich        dann aber wegen der drohenden Proteste ins Innere des imposanten        Gebäudes zurück, wollte handverlesenes Publikum. Draußen PT-Fahnen   und      „Obama-go-home“-Plakate – drinnen fragwürdigste Symbolik. Die     nationale    Schwarzenbewegung forderte, dass sich der erste     dunkelhäutige    US-Präsident zum grauenhaften Rassismus klar     positionieren muss.    Schwarzen-Aktivist Mauricio Pestana: ”Es gibt     keinerlei Zweifel, dass im    ‚demokratischen’ Brasilien von heute     schwarze Bürger mehr Opfer von    Folter, Mord und Verschwindenlassen     sind als in irgendeiner autoritären    Epoche unserer Geschichte.“ Die     Schwarzenbewegung hatte versucht,  über   die neue Ministerin für     Rassengleichheit, Luiza Bairros, das    Rassismusthema auf die     Besuchs-Agenda zu setzen, wurde jedoch    abgeblockt. Der     Studentenverband UNEAFRO nannte Obama „den Verräter der    Schwarzen in     aller Welt“ – und wird sich jetzt vermutlich bestätigt    fühlen.   Obama   hatte nicht vor, den Rassismus, andere gravierende        Menschenrechtsverletzungen in Brasilien zu kritisieren. Seine        Besuchsvorbereiter griffen daher tief in die Symbol-Kiste, ließen vor        der Rede eine Afro-Band aufspielen und platzierten viele        Schwarzen-Aktivisten gut sichtbar vor dem US-Präsidenten. Die Ansprache        wurde von Brasiliens wichtigsten Kommentatoren arg verrissen: Denn       Obama  lobte ausgerechnet die brasilianische Demokratie als       beispielhaft,  stellte damit klar, welche Menschenrechtskriterien er       nach eigenem  Werteverständnis an Brasilien anlegt. Systematische   Folter     durch  Staatsangestellte, Todesschwadronen, Scheiterhaufen,     neofeudale    Banditen-Diktatur in den Armenvierteln, Morde an        Menschenrechtsaktivisten, Sklavenarbeit – „no problem“ fürs Weiße Haus.        Brasilien werde zum Modell für die Welt, so Obama. In Rio wurde   ganz    in   der Nähe seines Copacabana-Hotels kurz nach der Abreise der        Systemkritiker und Anwalt Ricardo Gama, der hohe Politiker auf   seiner      Website aufs Korn nahm, bei einem Attentat von zwei   Kopfschüssen      getroffen. Er wird hoffentlich überleben. Zuvor war   ein kirchlicher      Menschenrechtsanwalt in Nordostbrasilien ermordet   worden. In Sao Paulo      liquidierten zwei   Militärpolizei-Todesschwadronen seit 2006  mindestens     150 Menschen,   steht in einem neuen Untersuchungsbericht.  Als     ausgesprochenen   Folterstaat beschrieb sogar Brasiliens neue        Menschenrechtsministerin Maria do Rosario ihr eigenes Land – kein        einziges Massenmedium brachte die Äußerung. Nicht zufällig ist Brasilien        jetzt auf dem britischen Welt-Demokratie-Index vom 41. auf den  47.       Platz zurückgefallen – liegt auf dem neuesten UNO-Ranking für        menschliche Entwicklung nur auf Platz 73. – Libyen immerhin auf  dem  53.,      Chile auf dem 45., Argentinien auf dem 46 und der Iran  auf dem  70.      Platz.<br />
Aber heißt es nicht immer, seit Lula zeige Brasilia gegenüber den USA        zunehmend Selbstbewusstsein und Eigenständigkeit? Brasiliens        Qualitätsmedien analysierten ironisch Wikileaks- Enthüllungen.        Öffentlich habe es nur zu oft leere antiamerikanische Rhetorik gegeben –        „ im vertraulich-privaten Umgang indessen Liebkosungen für die     Brüder    im Norden, Anerkennung der Hegemonie des Partners.“        US-Diplomateneinschätzungen lauteten, das Tropenland sei noch gar nicht        reif, um ein Global Player zu sein. Für US-Sozialwissenschaftler    sind     die brasilianischen Regierenden unfähig zu längst überfälligen        strukturellen Reformen, gibt es „gravierende interne Probleme“.        Menschenrechtsaktivist Fabio Konder Comparato, Rechtsprofessor an        Brasiliens führender Bundesuniversität in Sao Paulo: “Wir hatten  bis       heute nie Demokratie, leben immer unter einem oligarchischen  Regime.       Unsere Politik hat stets zwei Gesichter. Eines für außen,   zivilisiert –      und eines für innen, grausam. Wir halten diese   Doppelzüngigkeit des      Charakters im gesamten politischen Leben   aufrecht. Die Wahlen sind      Theater. Lula bewies, dass er für die   Oligarchie nicht gefährlich  ist.     Ich widerspreche dem Begriff   Redemokratisierung.“</p>
<h1>Brasilien und der Libyenkrieg</h1>
<p>Frankreichs Rafale-Kampfflugzeuge starteten auf Befehl von Präsident        Nicolas Sarkozy als erste gen Libyen, bombten, was das Zeug hielt,        feuerten neueste Hightech-Raketen auch auf zivile Ziele, zeigten    aller     Welt, was in den Kisten steckt. Der überstürzt wirkende     Rafale-Einsatz    hatte womöglich seinen besonderen, zynischen     Hintersinn – denn    Lateinamerikas größte Kriegswaffenmesse LAAD in Rio     de Janeiro stand vor    der Tür. Rafale-Oberverkäufer Sarkozy bemüht     sich seit Jahren meist    vergeblich, bei seinen Auslandsreisen die     superteuren Jagdbomber an den    Mann zu bringen, auch in Brasilien.     2010 schien der Ankauf durch die    Lula-Regierung fast sicher – doch     selbst in französischen Medien wurde    herumgemäkelt, größtes     Verkaufshindernis sei die fehlende    Praxiserprobung im Kriegseinsatz.     Das Argument ist nun wohl vom Tisch.    Am Tag der Messeeröffnung von     Rio schrieb die „O Globo“, dass die    Rafales nun „mit Erfolg bei  den    Attacken gegen Libyen“ getestet worden    seien, und in einer     LAAD-Sonderbeilage warb der französische    Rüstungskonzern gleich     ganzseitig, die Vortrefflichkeit der Bomber sei    im Kampf bewiesen     worden. Deutsche Medien zitieren Jean-Pierre Maulny,        stellvertretender Direktor des französischen Instituts für        Internationale und Strategische Beziehungen (IRIS), wonach der        Libyen-Einsatz ein Weg sein könne, um für die nunmehr „kampferprobten“        Rafale-Bomber Propaganda zu machen. Dabei war es in Libyen     vorhersehbar    zu keinerlei Luftkämpfen gekommen, wurden durch die     Bombardements,  wie   man inzwischen weiß, aber zahlreiche Zivilisten     umgebracht, deren   Häuser  zerstört, immense Massenfluchten ausgelöst.</p>
<p>Die brasilianische Öffentlichkeit hat, anders als die        mitteleuropäische, weit weniger Illusionen, worauf der Libyenkrieg        tatsächlich zielt. Schließlich hatten führende Blätter, darunter        Brasiliens auflagenstärkste Zeitung „Folha de Sao Paulo“, den        Europa-üblichen Mainstream von Anfang an der Lächerlichkeit        preisgegeben. Gleich auf einer ganzen Seite analysierte der renommierte        Politikexperte und Universitätsprofessor José Luis Fiori, dass es   um      Libyens Öl und die Kontrolle einer Grenzregion zu Europa gehe,    nicht     aber um Menschenrechte. Die würden von den großen Mächten    stets  benutzt,    um geopolitische Entscheidungen zu legitimieren.    Afrika  nannte Fiori    den Schauplatz eines neuen imperialistischen    Wettkampfs –  es sei nicht    ausgeschlossen, dass über eine neue Form    des  Kolonialismus ebenso    nachgedacht werde wie über die Eroberung     bestimmter afrikanischer    Staaten, die durch europäische  Kolonialisten    geschaffen worden waren.    Lokale Konflikte würden  künftig immer    häufiger – und stets seien die USA    involviert.<br />
Wer das womöglich linkslastig fand, bekam „ausgewogen“ im selben Blatt        die Version des konservativen Politikers und Ex-Finanzministers  Luiz       Carlos Bresser-Pereira präsentiert, wonach Libyen lediglich    abgestraft     werde, weil es sich dem informellen Kolonialismus der    Großmächte  nicht    unterwerfe. Der Libyenkrieg werde nicht mit guten    Absichten  geführt.  Man   versuche dort nicht, wie behauptet werde,    „das Massaker  an einem    revoltierenden Volk zu verhindern“, sondern    wolle die  Herrschaft über    ein ölreiches Land wiedergewinnen. In    Libyen, so  Bresser-Pereira, gebe    es im übrigen gar kein    revoltierendes Volk.  Einzige    „Massenmanifestation“, von der    Journalisten Fotos machten,  sei eine    Masse von Autos in Bengasi    gewesen – zwecks Feier der     NATO-Bombardements. Nach dem Zweiten    Weltkrieg sei der offene     Kolonialismus durch einen informellen    ersetzt worden – die alten     Metropolen assoziierten sich mit    korrupten Eliten der armen Länder. Dies     treffe besonders auf den    mittleren Osten sowie auf Staaten     Lateinamerikas und Afrikas zu.    Lediglich asiatische Länder und einige     Staaten wie Libyen zeigten    sich nicht fügsam für diese neue     Herrschaftsform. „Deshalb    verzeichneten sie Wachstum und verbesserten     den Lebensstandard der    Bevölkerung.“ Der Anwalt und Ex-Minister verwies     auf den UNO-Index    für menschliche Entwicklung und verglich – Libyen     liege auf dem  53.   Platz, Lateinamerikas größte Demokratie Brasilien     indessen nur  auf   dem 73. Platz. Für Unbotmäßigkeit werde Libyen jetzt     bestraft  durch   zwei alte imperiale Mächte, Frankreich und     Großbritannien,  gefolgt   von den USA. Sarkozy meine, durch sein Vorgehen      wiedergewählt zu   werden – „doch die Franzosen wissen, dass dieser    Krieg   wenig Sinn   hat und dass sie Sarkozy nicht vertrauen können“.<br />
Kommentatoren, die solcher Sicht widersprechen? Keine. Leicht        nachvollziehbar, dass sich auch Brasiliens Künstlerschaft nicht vom        europäischen Mainstream beeindrucken lässt, darunter der populäre        Schriftsteller ÉnricoVeríssimo in seiner landesweit nachgedruckten        Kolumne: „Alles wiederholt sich in Libyen, angefangen mit der        Scheinheiligkeit der selektiven Empörung: Einige Tyrannen, zuvor        toleriert, wenn nicht gar offen unterstützt wie Saddam, werden        unakzeptabel und attackierbar, während der Knüppel andere schont, die        noch nütze sind. Danach folgen die Verluste an Zivilisten, angeklagt     von    der einen Seite und bestritten von der anderen, Fotos     verstümmelter    Kinder und Diskussionen über die Effizienz von     ‚chirurgischen’    Luftschlägen. Und so haben wir ein weiteres Beispiel     eines modernen    Beitrags zu den Kriegstaktiken, die eigenartige     Doktrin des humanitären    Bombardements.“<br />
Komponist Aldir Blanc fragt, wie viele unschuldige Zivilisten bereits        durch das westliche Bombardement auf Libyen umgekommen seien. Und    macht     sich bitter-ironisch über „Hilaria Clinton“ lustig, legt ihr     folgendes    Zitat in den Mund: „Unsere Politik ist, das da zu     bombardieren und  das   Wort Petroleum durch Menschenrechte zu     ersetzen.“ Der Komponist    erinnerte zudem an das US-Geheimgefängnis in     Ägypten, in dem des    islamischen Terrors Verdächtigte gefoltert     worden seien.<br />
Da erübrigt es sich beinahe, Positionen aus der recht        befreiungstheologisch orientierten Kirche des größten katholischen        Landes zu erwähnen. Frei José Francisco, Leiter des        Franziskaner-Sozialwerks in der Megacity Sao Paulo, eine der        angesehensten Franziskaner-Persönlichkeiten Brasiliens, nennt die        Einschätzung des Weltsozialforum-Gründers Oded Grajew völlig korrekt,        wonach die Waffenverkäufer Regierungen wollen, die Kriege führen.    „Eine     große Wirtschaft, zu deren Stützen die Rüstungsindustrie    gehört,  muss    Kriege haben – denn zur kapitalistischen Basis gehört    Konsum.  Für die    Rüstungsindustrie bedeutet dies – sie wird durch    Kriege  stimuliert.  Die   unterstützen die Wirtschaft jener großen    Länder, die  heute die  Welt   beherrschen.“ Für Andersdenker Francisco    versucht in  Libyen  lediglich   eine Gruppierung, an die Macht zu    kommen – „doch  eine  Mobilisierung des   Volkes gibt es dort nicht.    Bemerkenswert, dass   Vatikan und katholische   Friedensbewegung Pax    Christi mit ihrer   Position zum Libyenkrieg der   NATO-Haltung komplett    widersprechen. Der   Krieg zeigt, wie oft die UNO   leider    instrumentalisiert wird.“ Für den   Franziskaner ist völlig klar,   dass    das Völkerrecht jetzt auf jene   anzuwenden ist, die durch      Bombardements in Libyen ungezählte   Zivilisten umbrachten. „Die an den      Luftangriffen beteiligten Länder   müssen raschestmöglich    Wiedergutmachung   und Entschädigung an die   Hinterbliebenen der    Todesopfer sowie an   Verletzte und anderweitig   Geschädigte leisten.    Die Täter und ihre   politisch-militärischen   Auftraggeber müssen  gemäß   Völkerrecht bestraft   werden. Ich weiß, dass   in der  brasilianischen   Kirche sehr viele denken   wie ich.“<br />
Zu ihnen zählt Waldemar Rossi. Einst war er aktiver Diktaturgegner,        bereitete mit Gewerkschaftsführer Lula Streiks vor – heute leitet er        unter einem deutschstämmigen Kardinal in Sao Paulo die bischöfliche        Arbeiterseelsorge. „Seit den ersten Bombardements hat die NATO  nicht   nur     die Streitkräfte Libyens attackiert, sondern auch  Zivilisten,   die    dabei  umkamen. Auf normale libysche Bürger wurde  keinerlei   Rücksicht     genommen. Notwendige Entschädigung,  Wiedergutmachung   bringt indessen  die    Getöteten nicht zurück ins  Leben. Zur   Verteidigung von  Ölinteressen    nehmen sich die an den  Luftschlägen   beteiligten  Regierungen das Recht    heraus, jegliche  Verbrechen zu   begehen – wie  zuvor bereits im Irak und    in anderen  Staaten. Absolut   verrückt, dass  Barack Obama den  Libyenkrieg    anfangs von einem   Copacabana-Hotel aus  koordiniert hat.“  (Während   seines  jüngsten   Brasilienaufenthaltes – <em>Anm. d. Red.</em>)    Schwer   vorauszusagen,   ob auch westliche Libyenkrieger Fronturlaub an    der   Copacabana   machen werden – die Kollegen aus dem Irakkrieg  sind   längst da   und   sorgen als Sextouristen für reichlich    Negativschlagzeilen. „Die     Truppe auf der Suche nach Sex provoziert    Polemik“, titelte schon 2007     ein Rio-Blatt. Washington finanziere    diesen Fronturlaub, habe das     US-Konsulat bestätigt.</p>
<h1>Brasiliens vertrackter Rassismus</h1>
<p>Wie wäre das in Deutschland – dürfte man selbst nach richterlichem        Verbot noch offen auf der Straße und vor Konzertmikros singen, dass        schwarze Frauen stinken und mit diesen Kraushaaren hässlich   aussehen?  In     Brasilien darf man – ein Lied dieses Inhalts machte   1996 Furore,      Komponist Tiririca, ein Musikclown und Kinderstar,   ging mit dem Song  in     die Fernsehshows und forderte alle zum   Mitsingen, Mittanzen auf.  Bis     heute kann sich jedermann „Veja os   cabelos dela“ von  brasilianischen     Websites herunterladen. Obwohl   die nationalen  Schwarzenorganisationen     über ein Jahrzehnt lang   gegen Sony Music  wegen des rassistischen  Lieds    klagten – und jetzt   schließlich  gewonnen haben. Der  Musikkonzern muss    umgerechnet über   eine halbe  Million Euro  Entschädigung zahlen und  durfte   das Lied   bereits seit  Jahren nicht  mehr vertreiben. Der Text  indessen   ist   überall greifbar  und hat es in  sich. Diese Negerin stinkt  wie     verrückt, mehr noch  als ein  Stinktier, singt Tiririca, der Geruch    dieser   Frau ist nicht  zum  Aushalten. Ich habe ihr gesagt, sie soll    sich   waschen – aber sie  ist  stur, will nicht hören. Und dann schau   dir  mal   die grauenhaften   Kraushaare von der Negerin an – die sind   wie  dieser   Putzschwamm,  mit  dem man Töpfe und Pfannen scheuert.</p>
<p>Blonde Mädchen und Jungen Brasiliens trällern das Lied lustvoll in        den teuren Privatkindergärten der weißen Mittelschicht, es klingt    durch     Schulkorridore, wird auf Feten gesungen, eignet sich prächtig,    um     Schwarze zu hänseln, zu beleidigen. Aber wieso kann   ausgerechnet  so ein     offen rassistisches Lied in Brasilien diesen   Erfolg haben?  Ein    führender  Schwarzenaktivist, Mauricio Pestana,   Herausgeber der  einzigen     Schwarzenzeitschrift, „Raca Brasil“, sagte   dem <em>Blättchen </em>in     Sao  Paulo: „Brasilien ist das   rassistischste Land der Erde – hier     wirken die  Strategien des   Rassismus seit jeher sehr intelligent. Es     gibt keinerlei  Zweifel,   dass im `demokratischen` Brasilien von heute     schwarze Bürger  mehr   Opfer von Folter, Mord und Verschwindenlassen  sind    als in    irgendeiner autoritären Epoche unserer Geschichte.  Dagegen    kämpfen   wir  an.“<br />
Nicht einfach, wie der Fall des Tiririca-Lieds zeigt. Die        Schwarzenorganisationen protestierten 1996 sofort, beriefen sich auf ein        Gesetz gegen Rassendiskriminierung, reichten Klage ein – sogar im        Nationalkongress wurde darüber diskutiert. Eine Richterin verbot   den      Verkauf der Tiririca-CD wenigstens für den Teilstaat Rio de   Janeiro –      Sony Music ging in Berufung. Die Lieder Tiriricas seien   unschuldig,   für    Kinder gemacht und ohne Vorurteile. „Die   Ausdrucksfreiheit   unserer    Künstler ist unantastbar“, betonte ein   Sony-Music-Manager.   Der    Musikkonzern musste das Lied schließlich   von der CD nehmen.<br />
Aber wieso ist wegen der erfolgreichen Entschädigungsklage eigentlich        Sony Music am Pranger – und nicht der Liedermacher Tiririca, fragen        derzeit viele. Da zeigt sich ein Dilemma der Schwarzenbewegung –   denn      dieser unheimlich populäre Tiririca ist ja selber   dunkelhäutig. Auch  er     wurde gleich am Anfang mit verklagt: „Aber   meine eigene Frau ist   doch    eine Schwarze – und ich bin ein   Mulatte!“, sagte er den   Richtern.    Freispruch.<br />
Denn schmerzhafte Tatsache ist, dass sich in Brasilien Schwarze        gegenseitig rassistisch beschimpfen, herabsetzen – selbst als „hässlich        schwarz“ titulieren. Immer wieder kommt es vor, dass sogar  schwarze       Frauen, die schwarze Männer beleidigend als „preto“  beschimpften,   von     schwarzen Militärpolizisten vorübergehend  festgenommen werden.<br />
Mit acht Jahren arbeitete jener Francisco Everardo Oliveira Silva,        genannt Tiririca, bereits als Zirkusclown, sitzt heute, mit 45 Jahren,        sogar im Nationalkongress, gehört zum Regierungsbündnis der neuen        Präsidentin Dilma Rousseff. Und hievte durch ein Rekordergebnis  von  1,3      Millionen Stimmen eine ganze Reihe belasteter Politiker  seiner       Republikanischen Partei mit ins Parlament. „Was macht so  ein       Kongressabgeordneter? Ich weiß es nicht. Votiere für mich und  ich       erzähle es dir!“ Dieses banale Wahlkampfmotto Tiriricas hat  bestens       funktioniert – viele Brasilianer finden es zum Heulen,  doch bezeichnend       für den Zustand des Politikbetriebs. Und der tief  verwurzelte     Rassismus   ist weiterhin vertrackt, äußert sich auf  überraschende     Weise, selbst  im  öffentlichen Gesundheitswesen. „Man  muss sich das so     vorstellen“,  sagt  Lucia Xavier von der  Schwarzenorganisation   „Criola“   in Rio. „Eine   schwarze Frau geht  zur Behandlung und auch   zur   Krebsvorsorge in eine   öffentliche  Klinik, doch der weiße Arzt   tastet   nicht einmal ihre Brust   ab,  weil er sich vor der Frau ekelt,   ja, wegen   ihrer Hautfarbe Ekel    empfindet. Und damit wird die Frau   ihres Rechts   auf korrekte    medizinische Behandlung beraubt. Die Frau   teilt mit,  dass  sie  Schmerzen   habe, doch den Arzt interessiert das   nicht, dessen  Team   ebenso wenig –   weil man die Frau wegen ihres   ganzen    Erscheinungsbildes nicht mag.“   Nicht zufällig sind die      Sterblichkeitsraten der Schwarzen weit höher als   die der Weißen.      Dunkelhäutige, immerhin die Bevölkerungsmehrheit,   besetzen nur 3,5      Prozent der Führungsposten, sind im höheren Management   extrem selten.      Erklärt wird dies gewöhnlich mit dem sehr begrenzten   Zugang  dieser     Bevölkerungsgruppe zu besserer Qualifikation. Das    weitverbreitete     Vorurteil, dass Schwarze keine intellektuelle  Kompetenz   besäßen,  wird    dagegen kaum einmal als Hinderungsgrund  genannt. Befragte    schwarze    Manager räumten ein, sich lange Zeit  tatsächlich als weit    weniger    kompetent eingestuft und unter einem  tiefsitzenden       Minderwertigkeitskomplex gelitten zu haben. Eine  Folge dieses geringen       Selbstwertgefühls: Als Lebenspartner,  Freunde oder Bekannte werden       erstaunlich häufig hellhäutige  Personen bevorzugt. Es gibt dafür  sogar      eine gängige Redewendung –  „melhorar a raça“, die Rasse  verbessern.   Und    das heißt, Kinder  mit Weißen zu zeugen, um so die  Farbe der   Familie    aufzuhellen und  dadurch in der Gesellschaft an  Wert zu   gewinnen. Als    eine schwarze  Favela-Frau nach sechs  kaffeebraunen   Kindern zum ersten    Mal eine  auffällig helle, beinahe  weiße Tochter   zur Welt bringt, bei    einem  dunkelhäutigen Vater,  freut sich die ganze   Sippe wie wild und     feiert das Ereignis.  Schwamm drüber, dass da   irgendwas mit der     Vaterschaft nicht stimmen  kann – der Papa freut   sich ja auch, dass  die    Kleine so  überraschend hell geraten ist. In   ungezählten  Slumfamilien    bläut  man die Aufhell-Idee besonders den   Mädchen  frühzeitig ein, sucht     ihnen Beziehungen zu schwarzen Jungen    auszureden. Als ein Mädchen zum     ersten Mal zu Hause mit dem  schwarzen   Freund auftaucht, fallen  schon  die   Schwestern über sie  her: Willst   du denn die Rasse  verschlechtern,  die   Familie noch  schwärzer machen,   bist du  verrückt? Dunkelhäutige  Frauen,   die sich  hocharbeiten und   dann auf  einmal in einem  Großraumbüro allein    unter 100, 200 Weißen   sitzen,  berichten davon, als  „schwarzes Schaf“    tituliert zu werden,   sich  diskriminiert zu fühlen.<br />
Besonders in den Slums von Sao Paulo sind auch andere Verhaltensmuster        möglich. Politisierte Schwarze suchen sich für ein Abenteuer, eine        nicht-feste Beziehung, gern eine Hellhäutige – aber zum Heiraten,   zum      Familiegründen muss es eine Schwarze sein. So werde die eigene     Identität    gestärkt. Eigentlich auch eine Form des Rassismus,     kommentiert eine    dunkle Paulistana. Auffällig wiederum, dass schwarze     Männer, die    Karriere machen, gar als Fußballspieler zu viel Geld     kommen, Blondinen    als Statussymbol bevorzugen. Der dunkelhäutige     Historiker Joel dos    Santos formulierte es bitter so: „Die Weiße ist     schöner als die Schwarze    – und wer vorankommt, wechselt nun  einmal    automatisch den Wagen.“</p>
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<p><strong>Wirtschaften in Brasilien</strong></p>
<p>Jetzt in der Erntezeit brennen sie wieder bis zum Horizont – die        riesigen Zuckerrohrplantagen des Tropenlandes. Fliegt man über das        Flammenmeer, vergisst man’s nie wieder. Nossa Senhora – der ätzende        Qualm steigt ja höher als die Maschine! Unten kriegt man   Angstzustände,      wenn der Bus plötzlich von dichtem Rauch eingehüllt   wird, an beiden      Straßenseiten Flammen züngeln, Gluthitze  eindringt,  der Fahrer  flucht,     weil er nichts mehr sieht. Während  der  gefürchteten  „Queimadas da  cana“    häufen sich tödliche   Verkehrsunfälle,  explodieren gar  Tanklaster.    „Niemals hatte ich   soviel Angst um die  Kinder, meine Frau  und mich wie    im PKW in einer   solchen Feuerzone –  ich dachte, jetzt  sind wir alle    geliefert“,   sagt Mario Mantovani,  Präsident der  Umweltstiftung „SOS Mata      Atlantica“, in Sao Paulo.  „Und dabei kam ich  grade von einem      Umweltschutzkongress, hielt einen  Vortrag über den  Wahnsinn der      Treibstoffproduktion aus Zuckerrohr!“  Deutsche Multis,  deutsche      Zuckerunternehmen, deutsche Banken und  Spekulanten sind seit  Jahren in      die Ethanol- und Zuckerbranche  Brasiliens groß  eingestiegen,   mischen    heftig mit, tragen  entsprechende  Mitverantwortung. Unter   Staatschef Lula    hat die  Branche einen Boom  erlebt, wuchs in seinen   acht Amtsjahren  der    Anteil ausländischer  Multis von fünf auf über   35 Prozent. In der     Megacity wirbt die  „Industria Sucroalcooleira“   gerne mit Großfotos des     grünen, wogenden  Meers aus Zuckerrohr,   Cana. Das wirkt auf viele   direkt   sympathisch,  wie die so schön   gelben, doch extrem   umweltschädlichen,   massiv mit  gefährlichsten   Agrargiften besprühten   Rapsfelder in   Deutschland.  Abgefackelt   werden seit der Kolonialzeit   kurz vorm Ernten   die  störenden,   unnützen Zuckerrohr-Seitenblätter.   Brasilianische    Wissenschaftler   nennen die Flächenbrände „pervers“ und   ein    Umweltverbrechen – Mario   Mantovani machen sie  Naturschutzgebiete   kaputt.   Auch jetzt, 2011,   sind wieder reichlich  Schutzzonen   draufgegangen,  weil  das Feuer   außer Kontrolle gerät,  sich in Wälder   hineinfrisst. Und  immer    werden sogar  Plantagenarbeiter von den Flammen   eingekreist und     verbrennen  lebendig – ebenso wie Unmengen an   theoretisch streng     geschützten  Tieren. „Alle denkbaren Vorteile des   Ethanoltreibstoffs     werden  allein durch das Abfackeln aufgehoben. Man   braucht sich nur   den    Ausstoß an klimaschädlichem Dioxin und   Kohlenmonoxid   anzuschauen. Die    Gesundheitsposten in Städten bei Sao   Paulo sind   voll von Leuten, die    wegen der Plantagenbrände     Sauerstoff-Behandlungen machen müssen,  schwere   Atemprobleme haben.     Unser Staat dürfte diese  Ethanolunternehmen nicht   auch noch     finanzieren, sogar über die  Entwicklungsbank! Es gibt kein       Umweltbewusstsein in Brasilien. Die  Kultur des Landes ist Zerstörung.“       Mantovani klassifiziert Brasilien  als viertgrößten Erzeuger       klimaschädlicher Gase – wegen der  Brandrodungen im Regenwald und dieser       Plantagenbrände. „Doch der  heutige Weltmarkt will garnicht  wissen,  ob     das Zuckerrohr von  Sklavenarbeitern geerntet wurde und  ob man  die     Plantagen abgebrannt  hat.“</p>
<p>Hauptbetroffene sind die Zuckerrohrarbeiter, die zudem über Haut und        Atmung den krebserzeugenden Brandruß aufnehmen. Die Feuer  zerstören     die   Bodenfruchtbarkeit und kontaminieren Oberflächen-  und   Grundwasser,     vernichten zudem sämtliche natürlichen Feinde von    Schädlingen, daher     werden immer mehr Agrargifte eingesetzt.    Brasilien ist wegen der     Zuckerrohr-Monokulturen heute weltgrößter    Verbraucher selbst solcher     Gifte, die in der EU und in den USA    längst verboten sind. Klar, ein     Großteil kommt von deutschen Multis.    Alles dummes Zeug, was Mantovani da     erzählt – ginge es nach den    auch in Deutschland überreichlich     verbreiteten Argumenten zugunsten    der brasilianischen Ethanolproduktion.     Die wird als ökologisch  und   „Bio“ gerühmt. Bitte, es geht doch, so   wie   bei der Windkraft.  „E 10  –  mehr Bio im Benzin“, wirbt das     Bundesumweltministerium:    „Biokraftstoffe spielen eine wichtige Rolle     beim Klimaschutz und bei    der Energieversorgung.“<br />
Francisco Anselmo de Barros, genannt Francelmo, einer der wichtigsten,        bekanntesten Umweltaktivisten Brasiliens, verbrannte sich 2005    selbst,     um gegen die Ausweitung der „Biosprit“-Produktion zu    protestieren.   Doch   das Tropenland bleibt weltweit führender    Zuckerproduzent und    -exporteur,  zudem zweitwichtigster Hersteller    von Ethanol. Zwischen    2009 und 2010  hat die EU ihre Zuckerkäufe in    Brasilien verdreifacht –    das  Bundesumweltministerium rechnet mit    großen Ethanol-Importen. Für    Roberto  Malvezzi, kirchlicher    Umweltexperte wie Francelmo, ist    „Biosprit“  jedenfalls kein sauberer    Kraftstoff: „Um die Anbauflächen zu    erweitern,  vertreibt das    exportorientierte Agrobusiness Indiostämme    und Kleinbauern  sogar    durch Terror und Mord. Hinter moderner Fassade    verstecken  Großfirmen    nur zu oft Sklavenarbeit.“ Nur durch solch    abstoßendes     Sozialdumping seien brasilianischer Zucker und Ethanol auf    dem    Weltmarkt  so billig und wettbewerbsfähig.<br />
Anfang 2011 passiert eine kuriose Panne, ist monatelang Ethanol an den        Tankstellen häufig teurer als Benzin, dieses die landesweit beste   und      billigste Kraftstoffalternative. Denn der Wirkungsgrad von   Benzin  ist     deutlich größer. Wegen der hohen Weltmarktpreise für   Zucker  stellten   die   Ethanolfabriken auf Zuckerproduktion um,   provozierten  eine     „Biosprit“-Versorgungskrise, musste die Regierung   große  Ethanol-Mengen     ausgerechnet aus den USA importieren. „Das   ist so,  als würde     Saudi-Arabien Öl einführen“, spottete die    Wirtschaftspresse.     Universitätsprofessor Dr. Eduardo Moreira,    Ethanolexperte aus Sao Paulo,     rechnet mit solchen Krisen immer    wieder. Ethanol könne Benzin nicht     ersetzen – nicht einmal in    Brasilien, sei nur eine Art   Neben-Treibstoff:   „Obwohl unsere    Produktionsbedingungen extrem   vorteilhaft sind, kann   dieser    Kraftstoff nicht einmal hier mit Benzin   konkurrieren.“ An diesen      Produktionsbedingungen sind in- und   ausländische Teilhaber natürlich      höchst interessiert, weil sich nur so   hohe Profite erzielen lassen.      Deutsche und österreichische Landwirte   haben wiederholt  vergeblich   auf   das brasilianische Sozialdumping   hingewiesen und  faire   Spielregeln   gefordert. „Durch diese gewissenlose   Form der  Produktion   ist es der   Landwirtschafts-Industrie Brasiliens    möglich, die  Preise  am Weltmarkt zu   unterbieten”, hieß es in einer     Bauernzeitschrift.  „Weder europäische   Bauern noch solche aus den     Entwicklungsländern  können mithalten.” Wird   Brasilien die     gigantischen, durch die  Zucker- und Ethanolproduktion   verursachten     Umweltschäden rückgängig  machen, all die vernichteten   Tierarten der     Natur zurückgeben? Über  politische Positionen dazu von   deutscher   Seite   ist nichts bekannt.<br />
„Wer Ethanol tankt, kippt sich Blut in den Tank“, sagt Brasiliens        katholischer Priester Tiago – „Biosprit ist Todessprit“, urteilt        Befreiungstheologe Frei Betto. „Denn die Ethanolproduktion bringt        zahllosen Armen und Hungernden der Erde den Tod.“ Zu den komplexen        Auswirkungen des Biosprit-Booms gehören derzeit in Brasilien brutale        Preissprünge bei Lebensmitteln. „Wenn man die Ackerflächen für        Nahrungsmittel verkleinert, steigen deren Preise, sterben viele        Menschen, die sich keine guten Grundnahrungsmittel leisten können.        Unsere Regierung spricht von 16,2 Millionen hungernden Brasilianern in        absolutem Elend – aus meiner Sicht sind es doppelt so viel!“,  sagte   er     dem <em>Blättchen</em>. Hungernde, Unterernährte seien  besonders      anfällig  für viele auch tödliche Krankheiten, vegetieren  mit stark      geschwächtem  Immunsystem dahin, verlieren Initiative  und      Konzentrationsfähigkeit.  „Wegen immer mehr Zuckerrohrplantagen  wurden      riesige Urwaldgebiete  Amazoniens abgeholzt, das  ökologische      Gleichgewicht, die Ökosysteme in  Nord- und Südamerika  geschädigt, was      sich auf die ganze Welt negativ  auswirkt. Denn  Amazoniens Tropenwald      ist der größte des Planeten. Und  die  Regenfälle, ob im Süden   Floridas    oder Argentiniens, hängen von der   Verdunstung in Amazonien   ab.“<br />
Die Förderung des Zuckerrohranbaus bewirke zudem Landvertreibung,        starkes Slumwachstum, mehr Morde und Drogenhandel, mehr        Kinderprostitution. „84 Prozent der Brasilianer leben bereits in den        Städten“, so Frei Betto. „Die Menschen migrieren dorthin auf der  Suche       nach besseren Lebensbedingungen, was aber gravierende   zerstörerische      Konsequenzen hat, weil Risikozonen illegal mit Slums   bebaut werden.      Deshalb haben wir jedes Jahr Erdrutschkatastrophen   mit vielen  Toten.  Ein    Heer von Arbeitslosen zieht im Lande umher   und verdingt  sich bei  der    Zuckerrohrernte, haust den Rest der Zeit   aber in  Armenvierteln  mit    Drogen, Gewalt, Prostitution. Es fehlt   eben  dringlich eine     Bodenverteilungsreform, um die Menschen auf  dem  Lande  zu halten.“</p>
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<p><strong>Brasiliens Kreuz mit dem Sex</strong></p>
<p>Bei Morden an Homosexuellen habe das Land im Weltvergleich „eine        grauenhafte Führungsrolle“, prangert der Schwulen-Führer und        Anthropologe Luiz Mott an. Es handele sich um „Hass-Verbrechen,        ausgeführt mit besonderer Grausamkeit“. In Brasilien würden mehr Gays        getötet als bei Homosexuellen-Hinrichtungen im Iran, Saudi-Arabien,        Sudan, Nigeria und weiteren sieben Staaten, in denen die  Todesstrafe   für     Schwule gelte. „In den USA, mit etwa 100 Millionen  mehr   Bewohnern,     tötet man 25 Gays pro Jahr, hier 250!“ Die  Dunkelziffer   sei indessen     sehr hoch, man erfahre nur von einem  Bruchteil der   Morde. Ex-Präsident     Luiz Inácio Lula da Silva gehe  in die Geschichte   als „Vampiro dos  Gays“    ein. Da erschien  lobenswert, dass die neue   Regierung unter   Präsidentin   Dilma  Rousseff an 6.000 öffentlichen   Mittelschulen des   größten    bisexuellen Landes der Erde eine intensive   Aufklärungskampagne    zugunsten   der Rechte von Schwulen, Lesben und   Transvestiten starten,    einen so   genannten „kit anti-homofobia“   verteilen wollte. „Wir   machen  keine   Propaganda für sexuelle   Optionen“, erklärte dann  jedoch   überraschend die   Präsidentin, zog   den „kit“ zurück. Man  werde sich in   das Privatleben   der Leute nicht   einmischen.</p>
<p>Geplant war, den Heranwachsenden auch sehr anschauliche Videos        vorzuführen, in denen als Vorteil der Bisexualität genannt wird, doppelt        so viele Chancen zu haben, eine attraktive Person, einen        Beziehungspartner zu finden. In einem Lande immerhin, in dem entgegen        gängigen Klischees Einsamkeit ein Massenphänomen ist. Der        Stimmungswandel bei Präsidentin Rousseff, hieß es in den Landesmedien,        sei auf Druck der starken puritanischen Fraktion evangelikaler   Sekten    im   Regierungsbündnis erreicht worden. Doch nicht wenige   Brasilianer      meinen, dass man mit dem Aufklärungs-Kit bei Brasiliens    Jugendlichen     ohnehin nur offene Türen eingerannt hätte – alles  ist   den     Heranwachsenden ja aus ihrem Lebensumfeld bekannt. Die   geplante      Anti-Homophobie-Kampagne ginge an den Landesrealitäten   vorbei, weil  sie     die gravierendsten Probleme aussparte – wohl um   keine  schlafenden   Hunde   zu wecken.<br />
Einen wichtigen Hinweis hatte 2010 der brasilianische Erzbischof Dadeus        Grings gegeben, der als Problem nannte, dass die heutige    Gesellschaft     pädophil sei – und die Menschen leicht dafür anfällig.    Als  Erzbischof    konnte er schwerlich in die Details gehen. Yvonne    Bezerra  da Silva,    bildende Künstlerin und Slum-Sozialexpertin kann    das, nimmt  kein Blatt    vor den Mund. Bereits in den neunziger  Jahren   spricht sie  sich für    Sexualerziehung schon für  Siebenjährige aus,   will  Kenntnisvermittlung    über Familienplanung  für Arme an sämtlichen    Grundschulen. „Die große    Mehrheit der  Unterschichtskinder ist Teil    völlig zerrütteter Familien,    nicht  selten hausen auf nur neun    Quadratmetern zehn Personen; Jungen  und    Mädchen sehen täglich homo-    und heterosexuellen Verkehr,  betrachten    diesen Umstand gleichwohl  als   natürlich, nicht etwa als   unmoralisch oder   Sünde.“ Auch der  Umgang   mit Rauschgift sei   alltäglich. „Für die  Mädchen  gehört zu  den   gängigen Erfahrungen,  mit  acht, neun oder zehn  Jahren   vergewaltigt zu   werden. Alles ist  für sie  Teil eines bekannten  und   akzeptierten   Konzepts,  integrierender  Bestandteil ihrer Existenz.“   Als  sehr   dramatisch  stuft Yvonne Bezerra  de Mello die Situation der   Jungen    ein.  Bereits von sechs oder sieben  Jahren an ließen sie sich  von      Jugendlichen oder erwachsenen Männern  sexuell missbrauchen,  kennen bis      13 oder 14 nur homosexuellen Verkehr.  „Keineswegs selten  ist,  dass     bereits Zehnjährige zwei- bis dreimal  pro Tag Sex mit  Männern  haben –     und wie die anderen stets im Tausch  gegen  irgendetwas,  häufig     umgerechnet nur 75 Cents; im Unterschied zu  den  Mädchen,  die sich     sexuell missbrauchen lassen, als ob es ihr   Schicksal  wäre.” Nicht   wenige   Brasilianer nennen Fälle allgemein   bekannt,  dass sogar an   öffentlichen   Schulen schwächere Schüler von  den   stärkeren selbst in   Gruppen   vergewaltigt, zu Analverkehr  gezwungen   werden, was für die   Betroffenen   keineswegs selten zu  einem   lebenslangen Trauma und   gestörten Beziehungen   zum anderen   Geschlecht  führt. Denn was jene   Jungen, die sich in der   brutalen    Macho-Gesellschaft nicht gegen   Vergewaltigung wehren konnten,   durch    andere erlitten haben, wird   verbreitet, herumerzählt – mit den      entsprechenden psychologischen   Wirkungen.<br />
Den Roman „Ana in Venedig“ von Thomas-Mann-Experte Joao Silverio        Trevisan aus Sao Paulo hat vielleicht mancher gelesen – in Brasilien ist        der Autor indessen auch ein angesehener Schwulen-Aktivist, der  den       eigenen Haufen politisch unkorrekt immer wieder in die Mangel   nimmt.   Als    Brasiliens Oberstes Gericht 2011 gleichgeschlechtlichen       Partnerschaften  die gleichen Rechte zubilligt wie verheirateten       homosexuellen Paaren,  hat dies Trevisan heftig begrüßt – und       kommentiert. ”Die Menge an  verheirateten Männern, die in Brasilien ihre       Homosexualität heimlich  ausleben, ist skandalös und erschreckend      hoch.  Bei der brasilianischen  Bisexualität handelt es sich um eine      heimlich  ausgelebte Homosexualität …  Männer schlafen gerne   miteinander    – und  danach heiraten sie Frauen. Das  ist in Brasilien   historisch …    Es ist  die Scheinheiligkeit, in der wir  leben.   Brasiliens Kultur  ist    karnevalisiert. Es ist die Kultur der Maske  …   Wir benutzen die  Maske  im   Guten wie im Bösen … Die falsche    Bisexualität gehört zu  dieser  Maske …   Ich übe ernste Kritik an der    Homosexuellenbewegung.  Es ist  eine der   Elite, und was sie  erreichte,  war  durch Lobbyarbeit.  Die  brasilianische    Homosexuellengemeinde  ist  politisch entfremdet…”  Aber  warum fühlen    sich in Brasilien so  viele  Leute durch Gays  gestört,  warum gibt es  all   diese Gewalt?  „Der Macho  fühlt sich  bedroht, man  frage mich  nicht,   warum. Ich  persönlich denke,  dass  sich hinter den   ideologischen Motiven   sehr  ernste psychologische   verstecken.   Vereinfacht könnte man sagen:   Sie  sind bedroht, weil es   irgendeine   Art von Verzauberung, Anziehung    gibt, gegen die sie sich     verteidigen.”<br />
Karnevalisierte Kultur und Kultur der Maske – Trevisan gibt wichtige        Hinweise zum Verständnis soziokultureller Besonderheiten Brasiliens,    die     im Alltagsleben teils extrem widersprüchlich daherkommen. Wer    wird     schon gerne zugeben, dass ihm Analverkehr mit Tieren  unheimlich   liegt –     aber beinahe auf jedem Marktplatz, bei großen   Kabarettisten  und     Musikclowns wie Caçarola ist die verbreitete   Zoophilie ein  beliebtes     Thema. Zum „Tarado do Sertao“, einem   lustigen Forró, im  Internet leicht     zu finden, lässt es sich gut   tanzen – und mitsingen:  „Liebe machen  mit    der Eselin im Wald – ach   war das schön!“ Wer  meint, hier werde     Sensationalismus betrieben,   wird bei <em>Wikipedia Brasilien</em>  über     Zoophilie geschrieben   finden, dass im Lande bekanntlich viele  junge     Menschen   Geschlechtsverkehr mit Tieren pflegten. Hühner  überleben ihn       gewöhnlich nicht, heißt es. Gruppen von Jungen  liquidierten auf diese       Weise ganze Hühnerställe alter Frauen.  Brasilianerinnen berichten,    dass    Sexpartner ihnen gestanden hätten,  den ersten   Geschlechtsverkehr  des    Lebens mit Tieren gehabt zu haben.  Den   Frauen war diese Praxis     männlicher Jugendlicher und Männer  indessen   gut bekannt, überraschte  gar    nicht. Esel-Songs wie von  Caçarola   sind ja jedermann geläufig.<br />
Heitere Szenen würden besonders im brasilianischen Nordosten auf den        Straßen ausgelöst, wenn an Zoophilie gewöhnte Esel sich ihren  Partnern       näherten, an ihnen rieben und dadurch für jedermann das        Zoophilie-Verhältnis offenbar werde. Bekannt ist der Habitus junger        Männer, mit ihrer neuen Freundin jene Ecken von Stadt oder Dorf  zu       meiden, wo ein vorher zur Zoophilie genutzter Esel, eine Eselin        plötzlich auftauchen und diese Männer kompromittieren könnte. Ist  eine       Weide in Sicht, wo solche Esel grasen, machten diese Männer  mit  ihren      Partnerinnen schleunigst kehrt oder einen Bogen – ob im   Nordosten   oder    im südlichen Paraná. Ein bekannter Musiker   erläuterte im   Interview,  dass   Jungen im Nordosten bei Eseln die   nötige Höhe   herstellten, indem  sie   hinter den Tieren Ziegelsteine   aufschichten.   Genug der Details,    höchstens noch ein makabrer   Schlenker in die   Politik. Leonel Brizola aus    Rio, zu Lebzeiten   Vizepräsident der   Sozialistischen Internationale  und   nach eigenen   Angaben Freund von   Willy Brandt, sprengte 1994 zu  Ostern     eigenhändig einen berüchtigten   Kerker auf der paradiesischen  Ilha    Grande  in die Luft, um sich von   dunklen Punkten in seiner    politischen   Biographie zu befreien. Die   Explosion tötete, so ein    Gefängniswärter und   zahlreiche   Inselbewohner, auch etwa 300 zumeist    von Lepra und anderen     Krankheiten befallene Hunde, die von den   zuletzt  700 Häftlingen zum     Zwecke der Zoophilie gehalten wurden.</p>
<h1>Brasiliens umstrittene Wasserkraftwerke</h1>
<p>Was stimmt denn nun? Bis heute wird das Tropenland von europäischen        Öko-Parteien, Umweltorganisationen wie Germanwatch sowie vielen    Medien     heftig gelobt, weil es den Strombedarf zu etwa 80 Prozent aus        Wasserkraftwerken decke. Das sei sehr klima- und  umweltfreundlich,   es     gebe keinerlei schädliche Emissionen, der  Strom sei sauber.  Beim      Klimaschutz habe Brasilien die Nase vorn,  hieß es in  Kopenhagen.  Doch     dann kommt so ein schnauzbärtiger  Öko-Ami wie  Philip Fearnside  daher,     der als Biologe auch noch für  ein  brasilianisches  Regierungsinstitut     arbeitet, und sagt bereits  seit  1995, alles  Mumpitz – das Gegenteil  sei    richtig.</p>
<p>Die Bilder könnten ja nicht gegensätzlicher sein: Hier grausig        rauchende Schlote von Kohlekraftwerken, dort dagegen die Idylle von        Stauseen, in denen fröhliche Kinder baden und Touristendampfer sowie        Segelboote unterwegs sind. Aber so einer wie Fearnside will uns        weismachen, richtig schlimm seien die Staudämme besonders in  Amazonien,       schlimmer als die mit fossilen Brennstoffen betriebenen  Kraftwerke.     Der   geplante Staudamm von Belo Monte am Rio Xingú gar  werde eine      regelrechte  Treibhausgas-Fabrik. Komischerweise  behaupten so etwas  auch     andere  Wissenschaftler Brasiliens – aber  man muss nach ihnen      regelrecht suchen,  weil in der öffentlichen  Meinung die      Wasserkraft-Bewunderer dominieren.<br />
Dr. Sergio Pacca von der Bundesuniversität in Sao Paulo ist jedenfalls        so ein Quertreiber, der Wasserkraftwerke auch als extrem      klimafeindliche   Methan-Schleudern kritisiert. Giftiges Methan entstehe      im Staubecken –   durch Zersetzung organischer Materie mittels      Mikroorganismen unter   Ausschluss von Sauerstoff, bekommt man von Pacca      zu hören. „Je höher die   Temperatur, umso schneller läuft der    Prozess   ab. In tropischen Ländern   vermehren sich die Mikroorganismen    rascher   und bilden entsprechend  mehr  Methangas als in den  kühleren   Ländern.   Bei einem neuen Staubecken  wird  die dortige  reiche  Biomasse   überflutet  – Basis der  Methanproduktion.“  Selbst  wenn die  teilweise   noch  vorhandenen Urwälder  vorher abgeholzt   worden seien,  bleibe  noch  viel  Wurzelwerk im Boden.  Und das  entstehende  Methan,  so Pacca,  werde  an  die Atmosphäre  abgegeben,  trage sehr stark  zum   Treibhauseffekt  bei.<br />
Darauf muss man erstmal kommen, zumal das klimaschädliche Potenzial        einer Tonne Methangas laut neueren Studien 34-mal größer als das einer        Tonne Kohlendioxid ist, über das gewöhnlich immer geredet wird.     „Selbst    kleinere Mengen Methan müssen daher beim globalen  Klimawandel    wichtig    genommen werden“, so Sergio Pacca. Es sei  einfach nicht    haltbar,    Wasserkraftwerke mit anderen  Energietechnologien zu    vergleichen, ohne    den Methan-Faktor zu  berücksichtigen. Doch genau    dies geschiehe.<br />
Würden nicht Indianerstämme aus ihrem Lebensraum vertrieben, wäre Belo        Monte eigentlich gar nicht so schlecht, ist auch in Deutschland zu      hören   – Brasilien wollw sich ja schließlich entwickeln,   wirtschaftlich      wachsen, habe ein Recht darauf. Leute wie Pacca oder   gar Fearnside,    der   Amazoniens Stauwerke seit Jahrzehnten vor Ort   am intensivsten     beforscht,  kommen mit ihren Einwänden da nie vor,   was stutzig macht.  In    Brasilien  wird Fearnside auch von   Regierungsstellen kräftig  beharkt,    weil er Belo  Monte ablehnt, das   immerhin auch Ex-Präsident  Lula und    seine  Amtsnachfolgerin Dilma   Rousseff unbedingt durchziehen  wollen.<br />
Fragt man den Biologen in der drückend heißen Amazonasmetropole Manaus,        etwa 4.000 Kilometer nördlich von Sao Paulo, wie das eigentlich        funktioniert – er als Ausländer am staatlichen Nationalinstitut für        Amazonasstudien/INPE, aber in scharfer Gegnerschaft zu Brasilias        gigantomanischen Wasserkraftprojekten – kommt als Antwort nur ein   kurzes      ironisches Lachen. Vielleicht kann man einem wie Fearnside   schlecht    an   den Karren fahren – der Mann bekam den UN-Umweltpreis   „Global   500“,   dazu  den brasilianischen Öko-Nationalpreis.Darüber   hinaus   gehört   Fearnside  zur Akademie der Wissenschaften Brasiliens   und ist   weltweit   einer der  führenden Experten für Klimaerwärmung.   „Unter   jenen, die die   Erlaubnis  für alle derzeit im Bau   befindlichen     Amazonas-Wasserkraftwerke  erteilten, gibt es welche,   die alles     bestreiten, was ich sage. Ich  zitiere sie natürlich   ausführlich.“<br />
Spricht man Fearnside auf das überschwängliche Kopenhagen-Lob für        Brasilias Klimaschutzpolitik an, kommt noch so ein ironisches Lachen.        „Zwar gibt es viele Studien wie die von mir über den     Methan-Sachverhalt,    doch wird in der Presse und in politischen Reden     so oft wiederholt,    dass diese Energie sauber sei, dass die Leute     schließlich nur dies    gehört haben und sich daher nicht weiter in  die    Sachlage vertiefen. Doch    an den Fakten über die  klimaschädlichen    Emissionen ändert das  nichts.“<br />
Fearnside nutzt gerne anschauliche Beispiele – wie den Hinweis auf das        beim Öffnen einer Colaflasche zischend entweichende Gas. „Alles        organische Material, Kohlenstoff im Boden, Bäume und Wasserpflanzen        zersetzen sich auf dem Grund des Stausees – das Wasser dort ist  also       unter hohem Druck stark methanhaltig und gelangt schließlich  in die       Turbinen der Wasserkraftwerke, wo ebenfalls noch hohe  Drücke  herrschen.      Aber danach gelangen die Wassermassen dann an  die freie  Atmosphäre.    Die   im Wasser gebundenen Gase, darunter  Methan, zischen  in Bläschen    heraus  –  deshalb mein Vergleich mit  der Colaflasche.  Und die     Sicherheitsabläufe  der Stauseen wirken  auf ähnliche Weise.  So wird der     Treibhauseffekt  erheblich  befördert. In Amazonien  wirken     Wasserkraftwerke im Endeffekt   häufig schädlicher, negativer,  als die     zur Elektrizitätsgewinnung   verbrannten fossilen  Energieträger.“ Die     bereits in Amazonien   existierenden  Wasserkraftwerke produzierten daher     keineswegs  saubere  Energie,  seien in Bezug auf den Klimaschutz     keineswegs  nützlich. Belo  Monte  treibe es auf die Spitze. „Vier Monate     im  Jahr kann man wegen   tiefen Wasserstands keine einzige Turbine      betreiben, da entsteht  dann  ein Schlammbecken von 3.500      Quadratkilometern, wo üppig  Pflanzen  wachsen, die später zu Methan      zersetzt werden. Doch in  amtlichen  Umweltgutachten für Brasiliens      Wasserkraftwerke wird  stets nur der  geringe Gasaustritt über die      Wasseroberfläche  berücksichtigt, nicht der  über Turbinen und      Sicherheitsabläufe.<br />
Ebenfalls in Manaus forscht André Muggiati von Greenpeace und kann        ebenso wenig Gründe für soviel deutsches Lob an Brasilias        Klimaschutzpolitik entdecken. „Die Abholzung ist Hauptursache der        Treibhausgase aus Brasilien. Das Land ist daher der viertgrößte        Luftvergifter der Welt – nach Indonesien, China und den USA.“ Und für        den brasilianischen Umweltexperten Dr. Fabio Olmos ist jene        Germanwatch-Statistik, die Brasilien an vorderste Stelle rückt, eine        „unehrliche Form, die Situation darzustellen. Es ist unverständlich,        wieso jemand diese Germanwatch-Statistik überhaupt für bare Münze        nimmt.“<br />
Inzwischen haben Brasiliens Umweltschützer zusätzliche altbekannte        Sorgen, weil seit dem Start der Rousseff-Regierung gleich eine ganze        Serie systemkritischer Öko-Aktivisten ermordet worden ist – allein   fünf      im April bei Curitiba, drei im Juni in Amazonien. Auch ein        Menschenrechtsanwalt wurde erschossen. Entsprechend stark ist das   Klima      der Einschüchterung und Angst. Brasiliens neue      Menschenrechtsministerin   Maria do Rosario räumte ein, dass auch in      Amazonien Todesschwadronen   aktiv sind, zu denen bekanntlich      Staatsangestellte gehören. Laut   Landgewerkschaftsangaben wurden in den      letzten Jahren, also unter der   Lula-Regierung, nach 17 derartigen      Morden nicht einmal   Ermittlungsverfahren durch die Bundespolizei      eingeleitet.<br />
Indessen erhält die Rousseff-Regierung – ebenso wie die        Vorgängerregierung – aus Europa, darunter Deutschland, sehr viel Lob und        wird ausdrücklich als modern und progressiv eingestuft. Das wird     wohl    mit dem neoliberalen Wertewandel zusammenhängen. Auf dem     UNO-Index  für   menschliche Entwicklung rangiert Brasilien jedenfalls     nur auf  Platz 73,   und die UNO-Bildungsstatistik verzeichnet das     Tropenland gar  erst an  93.  Stelle. Aufschlussreich ist da, welche     Länder bessere  Plätze  belegen:  Iran (89), Saudi-Arabien (84),     Botswana (81), Libyen  (66),  Bolivien  (61), Bahrein (49), Argentinien     (40) Kuba (16).</p>
<h1>Brasiliens beneidenswerte (relative) Pressefreiheit</h1>
<p>Die Presselandschaft des Tropenlandes bietet ein eher erfreuliches        Bild. Investigativer Journalismus ist auffällig stark in   Qualitäts-und      Alternativmedien – unabhängig agierende Reporter und   Redakteure      widersetzen sich den weltweit üblichen  Medien-Eingriffen  durch Parteien      oder Regierungsfunktionäre und  enthüllen  kontinuierlich gravierende      Skandale um Machtmissbrauch  und  Korruption an der Staatsspitze.  Auch  der    Libyenkrieg zeigt es   plastisch – es gibt viel weniger  Mainstream  als   in  Deutschland.</p>
<p>Kurz vor seinem Abtreten sorgte Staatschef Lula Ende 2010 für ein        kommunikationswissenschaftlich bemerkenswertes Faktum: Vor Vertretern        großer Auslandsmedien, besonders aus der Ersten Welt, lobte er in   Rio   de    Janeiro die internationale Presse geradezu euphorisch für   ihre      Berichterstattung über das heutige Brasilien. Die günstige    Darstellung     sei verantwortlich für das gute Image, das das Land    derzeit im Ausland     habe. Die brasilianischen Landesmedien    kommentierten Lulas Auftreten     teils tief ironisch – denn die    Auslandskorrespondenten behandelte er     völlig anders als die    nationale Presse, die er konstant und sogar  wütend    kritisierte, ihr    sogar vorwarf, ihn zu verfolgen oder nicht  die guten    Seiten seiner    Regierung zu zeigen. Auffällig war gerade in  den  letzten   Jahren:  Je   schärfer die Kritik von innen an Lula, dessen   Arbeiterpartei    und   seiner Chefministerin Dilma Rousseff, inzwischen   Nachfolgerin im      Präsidentenpalast, umso lauter das Lob von außen.<br />
Noch mitten im Präsidentschaftswahlkampf von 2010 ärgerte sich Lula        öffentlich heftig über Zeitungsenthüllungen, die ihn zum Entlassen von        Regierungsmitgliedern zwangen: Wunschkandidatin Dilma Rousseff   hatte    für   ihren Chefministerposten eine enge Freundin, Erenice   Guerra,    bestimmt.   Lula nahm sie zunächst in Schutz, würdigte ihre   „enormen    Leistungen  für  das Land“. Doch Brasiliens investigative   Journalisten    förderten Tag  für  Tag mehr belastendes Material gegen   Erenice Guerra    zutage – bis  Lula sie  schließlich feuern musste.  Und  Dilma Rousseff    bricht bereits  im ersten  Amtsjahr sämtliche   Entlassungsrekorde,    rutscht mit ihrer  ganzen  Regierung in eine   tiefe Korruptionskrise.    Wegen  Presseenthüllungen  musste sie sich   zuerst ausgerechnet von ihrem    engen  Freund,  Wahlkampfleiter und   wichtigstem Minister, dem Chef  des    Zivilkabinetts,  Antonio Palocci,   trennen. Dann stürzten der     Transportminister und über  zwanzig   weitere hohe Regierungsfunktionäre.     Die Liste der Gefeuerten  wird   fast täglich länger.<br />
Ohne wache, unabhängig agierenden Journalisten wäre im heutigen        Brasilien kaum ein realistischer Einblick in die weiter von Lula        mitbestimmte Regierungsarbeit unter Dilma Rousseff möglich. Aber immer        noch ist eine Unmenge zwielichtiger Figuren auf höchsten Posten.<br />
Brasiliens Presse unterscheidet sich soziokulturell erheblich von der        mitteleuropäischen. Der Mainstream wird häufiger durchbrochen, das        sachliche Gegenüberstellen von Positionen und Beobachtungen ist   normal.      Die Scheu vor unbequemen Fakten ist geringer, die   Schilderung  selbst     schockierender Alltagstatsachen gewöhnlich   authentischer,   unbefangener    und weit weniger <em>politisch korrekt</em>.   Als Anfang   2011 bei einem    Häftlingsaufstand Menschen geköpft   wurden, zeigten   Landesmedien die    abgeschlagenen Köpfe, um den   Brasilianern ein   realistisches Bild der    gravierenden   Menschenrechtsverletzungen zu   vermitteln.<br />
Brasiliens Qualitätsmedien stellen auch den Libyenkrieg anders dar als        der mitteleuropäische Mainstream – sie wiesen sofort auf die  zivilen       Opfer der Bombardements hin, nannten als Hauptmotiv der     Militäraktionen    strategische Ressourcen wie Erdöl und betonten     Parallelen zu den unter    einem Vorwand begonnenen Irakkrieg.<br />
Doch es gibt auch die andere Seite der Medaille. Eine Fundamentalkritik,        wie sie die Universitätsprofessorin Zilda Iokoi, eine frühere        politische Gefangene, auf einer Tagung des Goethe-Instituts Sao Paulo        äußerte, ist durchaus zutreffend: „Die großen tonangebenden  Medien       Brasiliens berichten systematisch über viele brisante  Fakten nicht –   und     das ist Zensur. Neun Familien beherrschen das  nationale   Mediensystem  –    man liest nur, was die Zeitungsbosse  wollen. Oft   schreiben    Journalisten  über Unerwünschtes, doch deren  Texte werden   gekürzt,    zensiert. Mir sagen  Journalisten beim  Interview immer   wieder: Ich weiß    aber nicht, ob es  gedruckt,  gesendet wird.“ Welchem   Kollegen in    Mitteleuropa kommt dies  nicht  irgendwie bekannt vor …<br />
Vieles, was große kommerzielle Medienkonzerne wie „O Globo“ trotz        hervorragender, mit zahlreichen Publizistik-Preisen geehrter        investigativer Journalisten nicht liefern – oder nicht liefern wollen,        kommt allerdings seit Jahren wenigstens teilweise von alternativen        Internet-Medien, darunter der befreiungstheologisch orientierten        Nachrichtenagentur ADITAL, von der Wochenzeitung „Brasil de fato“  oder       der Radioagencia NP. Längst sind Brasiliens Leitmedien  gezwungen,    Blogs    und Community Media zu verfolgen und dort  geäußerten  Vorwürfen      nachzugehen.<br />
Anfang 2011 erinnerte Brasiliens nationaler Presseverband ANJ in        ganzseitigen Anzeigen an die enorme Leistung jener investigativen        Journalisten, die Lulas größtes politisches Desaster, den so genannten        Mensalao-Skandal um Parteien-und Abgeordnetenkauf, an die      Öffentlichkeit   brachten. Lula drohte sogar die Amtsenthebung – in      nicht wenigen   Auslandsmedien wurde das Thema indessen auf sehr kleiner      Flamme   gehalten. Gleiches galt für die auffällig engen      freundschaftlichen   Beziehungen des angeblich linksorientierten      Ex-Gewerkschaftsführers   ausgerechnet zu Oligarch José Sarney, Ex-Chef      der Folterdiktatorenpartei   ARENA, starker Mann des rechtsgewirkten      Partido do Movimento   Democrático Brasileiro (PMDB) und  wichtigster     politischer   Regierungspartner auch derzeit unter Dilma  Rousseff.  Als    Lula von einem   Journalisten auf die Unterstützung  durch die     „Sarney-Oligarchie“   angesprochen wurde, entgegnete er  irritiert und     verärgert: „Sie müssen   sich medizinisch behandeln  lassen, vielleicht     eine Psychoanalyse machen,   um das Vorurteil zu  vermindern.“ Für die     Hilfe der Sarney-Gruppe sei  er  durchaus  dankbar.<br />
Ein Hinweis darauf, dass in Brasilien die Uhren in der Politik und auch        im Journalismus tatsächlich anders gehen als in Mitteleuropa, sind       zudem  die vom Steuerzahler finanzierten Ausgaben für    Propagandaanzeigen    der  Regierung, etwa in den Zeitungen, die    unverhältnismäßig hoch   sind.  Sie  übersteigen ganze Sozialetats – bei    fortdauerndem Hunger und    weiter  rasch wachsenden Slums.<br />
Kritik einheimischer Journalisten geht jedoch nur zu oft ins Leere, wird        kaum wahrgenommen. Laut José Arbex, Kommunikationsexperte und        Universitätsprofessor aus Sao Paulo, verhinderte der Mensalao-Skandal        die Wiederwahl Lulas nicht, weil dieser von einer   Gesellschaftsschicht      unterstützt werde, die keine Zeitung lese und   sich daher nicht    betroffen   fühle. Aus dem gleichen Grunde habe  auch  der Skandal um    Erenice Guerra   keine größeren nachteiligen   Wirkungen für die Wahl von    Dilma Rousseff   gehabt.<br />
Ein TV-Wahlkampfspot zeigte die Verhältnisse ebenfalls exemplarisch: In        der UNO-Vollversammlung von New York erheben sich Staatschefs,        Außenminister und Diplomaten von den Plätzen und jubeln Lula stehend   zu.      Brasilianische Journalisten gingen der Sache nach. An jenem  Tag       nahmUNO-Generalsekretär Kofi Annan seinen Abschied und erhielt        entsprechende Ovationen. Wahlkampfmanager montierten diese hinter  den       nur schwach applaudierten Lula-Auftritt. Als vorhersehbar   beschrieben      und kommentierten lediglich zwei, drei   Qualitätszeitungen diesen  alten     PR-Trick und zitierten   Oppositionspolitiker, die von „großem   Betrug“,    Verletzung der   Wahlgesetze und „lächerlichen Lügen“ sprachen   – weitere    Reaktionen   der Öffentlichkeit gab es nicht.<br />
Doch Qualitätszeitungen sind im größten Teil des Landes gar nicht        erhältlich. Und Manipulationen dieser Art werden auch dadurch        erleichtert, dass aufgrund des laut Intellektuellen und kirchlichen        Menschenrechtsaktivisten absichtlich niedrig gehaltenen  Bildungsniveaus       drei Viertel der Erwachsenen nicht in der Lage  sind, einen simplen       Zeitungs- oder Buchtext auch nur zu lesen,  geschweige denn zu    verstehen.    So hat gemäß Umfragen das Gros der  Pflichtwähler gar nicht    begriffen,    um was es bei den zahlreichen  Korruptionsskandalen um    Lula und dessen    Regierung eigentlich ging –  Skandale immerhin, die  in   Ländern wie    Deutschland zu enormer  öffentlicher Empörung geführt    hätten. Auch die     Wirkungsmöglichkeiten alternativer  Internet-Medien   sind dadurch stark     eingeschränkt.<br />
Die Interamerikanische Pressegesellschaft (SIP) hat Attacken von Lula        und anderen hohen Politikern auf unbequeme Landesmedien scharf        verurteilt. Angesehene Diktaturgegner veröffentlichten sogar ein        „Manifest zur Verteidigung der Demokratie“, warfen Lula „Autoritarismus“        vor und wandten, wenden sich gegen offene und verdeckte       Einschüchterung  von Journalisten.<br />
Die Auslandsmedien ignorieren derartige Vorgänge in der Regel ebenso wie        die alltäglichen gravierenden Menschenrechtsverletzungen,  darunter       landesweite, systematische Folter durch  Staatsangestellte, das  Wüten   der    Todesschwadronen, die  Scheiterhaufen von Rio de Janeiro,  die      Massengräber für  „Nichtidentifizierbare“, die  außergerichtlichen      Exekutionen.  Brasiliens Qualitätsmedien  berichten darüber detailliert      und  kontinuierlich, kritisierten auch  die jüngsten Slum-Besetzungen  von      Rio de Janeiro durch Militär und  Polizei erstaunlich scharf. Von       Auslandsmedien kommt dagegen fast  nur Lob.<br />
Entsprechend zufrieden ist Brasilia, das in den letzten Jahren        erhebliche Summen in die Auslandspropaganda investierte. Laut        Wirtschaftszeitschrift <em>Brasil Economico</em> wurden allein 2009        umgerechnet über 40 Millionen Euro verausgabt. Zitiert wird ein        Regierungsfunktionär Brasilias: „Unsere Priorität ist, Brasiliens Image        als das einer großen, sozial, politisch und wirtschaftlich  stabilen       Demokratie zu stärken.“ Auch die Inlandspropaganda wurde  unter der       Lula-Rousseff-Regierung enorm forciert. 2003, zum  Amtsantritt,  hätten      499 Medien Regierungsgelder für  Propaganda-Verbreitung  erhalten,  2009     seien es indes schon 7.047  Medien gewesen, heißt es  in  kritischen     Analysen. Viele  brasilianische Politiker besäßen   Zeitungen, Radio-und      TV-Stationen, und zahlreiche Medien seien von   Regierungspropaganda      regelrecht abhängig.<br />
Für Propagandazwecke ausgegebene Mittel fehlen dann natürlich für die Hunger-und Elendsbekämpfung, für Bildung und Gesundheit.<br />
Nicht ungewöhnlich ist schließlich, dass hohe Politiker, gegen die        ermittelt wird, Medien gerichtlich untersagen lassen, darüber zu        berichten.<br />
Fast täglich drucken die Zeitungen aber weiterhin interessante,        unbequeme, gut fundierte Texte, die Brasilienklischees und offiziellen        Versionen widersprechen. Als die Lula-Rousseff-Regierung weltweit        verbreiten ließ, dass die internationale Wirtschafts-und  Finanzkrise   auf     Brasilien nur geringe Auswirkungen gehabt habe,  belegten     investigative   Journalisten just das Gegenteil, weisen auf      Rekordentlassungen, den   Stopp vieler Industrieprojekte, auf      Exportprobleme und   Deindustrialisierung sowie auf geschönte offizielle      Statistiken hin.<br />
Und Wikileaks rennt mit seinen Brasilien-Enthüllungen bei den        einheimischen Journalisten lediglich offene Türen ein. Leere        antiamerikanische Rhetorik Brasilias wurde stets gegeißelt und die jetzt        bekanntgewordene, ans Weiße Haus gerichtete „Bitte um Verständnis     für    Sprüche gegen die USA in Wahlkampfzeiten“ daher genüsslich     zitiert.  „Es   existierten zwei Beziehungen zwischen Brasilien und den      Vereinigten   Staaten während der acht Lula-Jahre im     Präsidentenpalast“,  analysierte   Fernando Rodrigues von der <em>Folha de Sao Paulo</em>,      Brasiliens  größter  Qualitätszeitung. „In der Öffentlichkeit gab  es     Prügel für die   Nordamerikaner – im vertraulich-privaten Umgang      indessen Liebkosungen   für die Brüder im Norden.“ In der  Öffentlichkeit     dominiere zwar ein   bestimmter infantiler  Antiamerikanismus – im     Wirtschaftlichen dagegen   die Anerkennung  der Hegemonie des Partners.     „Im kulturellen Bereich, um   die  Schizophrenie komplett zu machen,     sieht man sogar eine    enthusiastische Übernahme von Sitten,  Gebräuchen,    Moden.“<br />
Dr. Claudio Guimaraes dos Santos in Sao Paulo zählt zu den wichtigsten        Denkern Brasiliens und liefert zum Verständnis der  widersprüchlichen       (Medien-)Realität des Landes wichtige Argumente:  „Das Volk schaut   den     schockierendsten Skandalen stumm zu – die  immense Passivität  des      Brasilianers wird teils durch fehlende  Bildung und Kultur   verursacht. Es     fehlt Bewusstsein dafür, dass  man eine solidarische   Gesellschaft     aufbauen müsste. Die  brasilianische Demokratie ist   krank. Eine der     Säulen der  Demokratie, der freie, mündige,   kritische, bewusste Bürger,      existiert in Brasilien nicht. In den   letzten zweihundert, dreihundert      Jahren hat man eine unkritische   Masse geschaffen – unfähig, zu      entscheiden. Unsere Eliten sind immer   kulturloser, ungebildeter.  Niemand     mag schlechtes, verdorbenes   Essen – doch schlechte  Informationen     schlucken alle massenweise und   völlig unkritisch.  Hier fehlt     intellektueller Dialog. Ich fordere   meine Kollegen  stets auf: Wenn ihr     es nicht aussprecht, wer wird es   dann tun? Der  Fußballer, der     Pagodesänger, der schlechte Politiker,   der jede  Chance zum Reden sofort     nutzt? Wenn wir schweigen,   beherrschen  diese Leute die Szene. Deshalb     dürfen wir auch Risiken   nicht  scheuen!“</p>
<h1>Juden in Sao Paulo</h1>
<p>Als Deutschlands Bundespräsident Christian Wulff 2011 die chaotische        Megacity, Lateinamerikas führenden Wirtschaftsstandort mit über    1.200     deutschen Firmen besucht, wird am Ankunftstag im Zentrum ein      Obdachloser   lebendig verbrannt, am Abreisetag ein weiterer. In Sao      Paulo wüten   Todesschwadronen der Militärpolizei, gibt es   Massengräber,    über 2.000   grauenhafte Slums mit Hunger und Lepra,   prostituieren   sich  schon   zehnjährige Mädchen für weniger als einen   Euro, um Crack   zu  kaufen – und   vor aller Augen in ganzen Horden zu   konsumieren. Man   muss  sich diese   Zustände vergegenwärtigen, die  von  den allermeisten    Paulistanos   apathisch-passiv hingenommen oder   sogar verdrängt  werden,   um Situation   und Rolle der etwa 70.000   Juden im Menschenmeer  der elf,   zwölf Millionen   zu verstehen. Denn   diese „judeus“ scheinen  schärfer  zu  diskutieren,   sich effizienter   zu engagieren, bringen  Resultate,  von  denen dann alle,   ob Arme oder   Reiche, etwas haben.  Lateinamerikas   bestes Hospital, ein     Riesenkomplex namens „Albert  Einstein“ im  Viertel  Morumbi, haben die     Stadt-Juden errichtet –  geleitet wird es  von dem  weltbekannten   Mediziner   Claudio Lottenberg,  Präsident der  jüdischen  Gemeinde ganz   Brasiliens.</p>
<p>Der in Israel geborene Oded Grajew aus Sao Paulo, Erfinder, Aktivist        des Weltsozialforums, verweist auf dessen Bedeutung für die   jüngsten      arabischen Entwicklungen. „Für jene, die das   Weltsozialforum und   unsere    Spezialforen in Ägypten oder Tunesien   mit Interesse und   Sensibilität    frequentierten, ist alles, was   derzeit in der arabischen   Welt  geschieht,   keinerlei Überraschung.“<br />
Und dann Pedro Herz, dessen Kulturkaufhäuser, mit Kinos, Theatern,        Kursen und Konzerten in ganz Brasilien tonangebend sind. In einem Land        des Analphabetismus, in dem sogar ungezählte Uni-Studenten in  ihrem       Leben nicht einen einzigen Roman lasen, wird der  Deutschstämmige  zum      Kulturpionier – die größte „Livraria Cultura“  Sao Paulos ist  selbst  am     Wochenende voll wie ein Supermarkt, dort  kaufen sogar       lateinamerikanische Staatspräsidenten. „Da bin ich  stolz drauf – wir       verkaufen Ideen!“, sagt Pedro Herz.<br />
Nachvollziehbar daher, dass viele im kosmopolitischen Sao Paulo die        jüdische Gemeinde bewundern, stark und gut organisiert empfinden,        ausdrücklich als ein Beispiel für die anderen Einwanderergemeinden        nennen. Die Juden, heißt es, seien sich einig im Kampf für        Menschenrechte, bei der Hilfe für Bedürftige, leisteten gerade im        öffentlichen Gesundheitswesen, das außerhalb Sao Paulos oft katastrophal        sei, ganz Erstaunliches, weit über ihr Einstein-Hospital hinaus.   Ob     das  den „judeus“ bewusst ist, in einer von Desorganisation und        Laissez-faire geprägten Gesellschaft? Redet man mit ihnen, fällt  das       hohe Maß an Selbstkritik auf, das Messen an höchsten    Qualitätsmaßstäben.     Für Außenstehende scheint die seit über hundert    Jahren existierende     Gemeinde stabil zu sein – die Juden selbst    beobachten indessen   Rückgang,   gar Schwächung. Viele, die teils noch    vor den Nazis aus   Deutschland   flohen, erleben bestürzt, dass ihre    hoch qualifizierten   Kinder just in   dieses Land, doch auch in die    USA, nach Australien und   selbst Israel   auswandern, weil sie in    Brasilien keine  Arbeitsmarkt-und  Lebenschancen   sehen. Würde die     wirtschaftlich-soziale Lage besser,  sagt Nelson   Rozenchan, Direktor     des jüdischen Peretz-Gymnasiums, kämen  viele Juden   zurück oder     migrierten gar hierher. Manche junge Juden  Sao Paulos sagen   ihren     Eltern unumwunden, dass sie in einem Land mit  solch einer       reaktionären politischen Klasse, unglaubwürdigen  Politikern, soviel       Unehrlichkeit, ungesundem gesellschaftlichem Klima  nicht leben wollen  –      und weggehen. Rozenchan nennt Zahlen: Vor 20  Jahren gab es in  den      jüdischen Schulen von Sao Paulo etwa 5.000  Heranwachsende,  heute  nur     noch rund 3.000. In die Synagogen kamen an  den Festtagen  bis zu   8.000    Juden, heute nur noch etwa 5.000. „Vielen  in Sao  Paulo   Geborenen ist  es   anders als den vor Pogromen, dem  Nazismus    Geflohenen leider nicht  mehr   so wichtig, ihre jüdische  Identität zu    zeigen, zu stärken, zu  betonen –   sie nutzen die Synagoge  nur noch    bei Taufe, Heirat Tod.  Viele Juden   geben ihr Judentum auf.“<br />
Medienmacher Roni Gotthilf sieht seine Gemeinde im gigantischen,        unübersichtlichen Sao Paulo in kleine Inseln zerstreut, deren Bewohnern        es lediglich um die eigenen Interessen, vielleicht auch die der      eigenen   Synagoge gehe. Gotthilf fiele es schwer, die Interessen der      gesamten   Gemeinde klar zu benennen – doch dass sie schrumpft,  steht     für ihn außer   Zweifel. Viele Juden haben sich assimiliert,  dem     Lebensstil der  anderen  Brasilianer angepasst – in einer von  Stress,     Hektik,  Kriminalität und  überraschend viel Einsamkeit  geplagten     Metropole.  Junge Juden heiraten  immer öfter Nicht-Juden,  schicken ihre     Kinder  nicht mehr in jüdische  Schulen, stehen dem  Judentum ihrer     Eltern fern.  „Im neoliberalen Kontext  der heutigen  Welt kann man     sicher  relativieren.  In Sao Paulo gehen die  Leute  eher oberflächlich      miteinander um – wogegen wir Juden enger   zusammenleben, besser      zusammenhalten. Doch das Klima hier prägt  alle:  Wenn die Gesellschaft      egoistisch und individualistisch ist,  sind wir es  in gewisser Weise      dann eben auch.“<br />
Durch die schicke Rua Oscar Freire ziehen bei Tropenhitze Gruppen        orthodoxer Juden in schwarzem Anzug mit Weste, schwarzem Mantel und        Filzhut, umringt von ihren Kinderscharen. Die Familien haben fünf bis        sieben Sprösslinge – Liberale, Reformisten oder Konservative  bringen   es     dagegen auf höchstens zwei. Die Orthodoxen, etwa 15  Prozent der       Gemeinde, gleichen den Rückgang nicht aus und sind,  wie Roni  Gotthilf      betont, gar nicht gut angesehen. Andere  relativieren,  sehen bei  aller     Kritik auch positive Aktivitäten,  wie die der   Hilfsorganisation Ten  Yad    mit über 300 Freiwilligen  und einer   Garküche, die zudem  Sozialprojekte    der Präfektur leitet  und durchweg   öffentliches Lob  erntet. Die   orthodoxe  Kleiderordnung  gilt  indessen  als lächerlich und  für die   jüdische  Gemeinde  blamabel.  „Wer sogar  bei schwüler Hitze  mit diesen   dicken,   hochgeschlossenen  Klamotten  rumläuft, leidet,  schwitzt, ermüdet    rasch –  das ist doch  kein  Judaismus, sondern  Fundamentalismus!“,    lauten  drastische  Kommentare.  Andere halten den  Orthodoxen zugute,  dass   sie  besonders  intensiv  versuchen, junge  abgedriftete Juden  ins   Gemeindeleben   zurückzuholen,  deren jüdische  Identität  wiederzubeleben.<br />
Der konservative Schuldirektor Nelson Rozenchan stellt unbequeme Fragen.        „Zehn Rabbiner haben zur Abtreibung zehn verschiedenen     Auffassungen.“    Jetzt, nach Bin Ladens Tötung, erhitzt ihn das Thema     Folter. „Wäre  ich   absolut sicher, dass Folter Menschenleben rettet,     würde ich sie    anwenden! Ich habe in Israel selbst erlebt,wie es   durch   Folter gelang,    aus Jordanien eindringende Terroristen zu   fangen und   dadurch etwa 50    Menschen vor dem Tod durch   Selbstmordattentate zu   bewahren. An dieser    Lebenserfahrung kann ich   nicht vorbei!“<br />
Mag die Mitgliederzahl der Gemeinde auch abnehmen, die Zahl ihrer        identitätsstiftenden Aktivitäten nicht. Herausragend wirkt dabei Sao        Paulos  Hebraica-Klub, das größte jüdische Gemeindezentrum außerhalb        Israels, eine grüne Oase im Betonmeer der Megacity. Viele der   jährlich      etwa 700 Veranstaltungen, ob Theater, Filmfestival,   Konzerte oder    Sport,   laufen hier – dazu immer neue Aktionen gegen   den    Antisemitismus.   Niemand in Lateinamerika hat soviel über      Antisemitismus geforscht und   publiziert wie Maria Luiza Tucci Carneiro      von der Bundesuniversität Sao   Paulo. „Die Gemeinde ist sehr   besorgt    über zunehmenden Antisemitismus   nicht nur in Brasilien,   sondern vor    allem in Europa – will, dass endlich   auch die Regierung   mehr  dagegen   tut.“ Der Lula-Regierung wird von den   Juden  allgemein   vorgeworfen,   nicht eben hilfreich gewesen zu sein – des     Staatschefs  Freundschaft   zum Holocaust-Leugner Ahmadinedschad  spreche    Bände.  Neonazi-Gruppen   wüchsen täglich mehr in Brasilien,   nazistische    Symbole, Figuren von   Hitler und Himmler würden für 350   Euro ganz offen    in Sao Paulo   verkauft, Antisemitismus entlade  sich  auf bizarrste  Weise.   Taxifahrer   schimpfen, an Sao Paulos   irrwitzigen Verkehrsstaus  seien nur   die  Juden  schuld. Im auch von   15.000 Juden bewohnten  Viertel   Higienopolis   schimpft ein Vater   lautstark in der  Impf-Schlange, dass er   nur wegen   dieser   „verdammten Juden“ solange  warten müsse. „Den  Impfstoff  für   dein   Kind hat ein Jude entwickelt“,  kontert ein  Kipa-Träger. Sei  der     dann auch ein „judeu maldito?“ Der  Vater wird ganz  still.</p>
<h2>Brasiliens Heranwachsende in extremer Armut &#8211;  Zahl zunehmend, laut    neuer Unicef-Studie. Gewalt als großes Problem.  Acht Jahre    Lula-Rousseff-Regierung und Resultate.  “3,7 milhões de  adolescentes na    mesma faixa de idade, o correspondente a 17,6% da  população    adolescente, vivem na extrema pobreza, em famílias com até 1/4  do    salário mínimo per capita por mês (R$ 136,25).” &#8211; umgerechnet bis zu     rund 56 Euro pro Kopf monatlich. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11692" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/armut/" rel="tag">Armut</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/extreme-armut-in-brasilien/" rel="tag">extreme Armut in Brasilien</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/lula-rousseff/" rel="tag">Lula-Rousseff</a></p>
<p><a href="http://g1.globo.com/brasil/noticia/2011/11/cresce-o-numero-de-adolescentes-na-extrema-pobreza-aponta-unicef.html"><strong>http://g1.globo.com/brasil/noticia/2011/11/cresce-o-numero-de-adolescentes-na-extrema-pobreza-aponta-unicef.html</strong></a></p>
<p><strong>Wie es hieß, nutzte Unicef offizielle Regierungszahlen, nicht Daten regierungsunabhängiger Institutionen. </strong></p>
<p><strong>Gemäß November-Recherchen in Slums der reichsten     lateinamerikanischen Stadt Sao Paulo müssen kinderreiche Familien, die     in Hütten aus Pappe und Holzabfällen hausen, indessen häufig mit     deutlich weniger auskommen als den angegebenen  rund 56 Euro, haben     Eltern und Kinder im Monat pro Kopf nur um die 20 Euro umgerechnet zur     Verfügung.</strong></p>
<p><a href="http://www.adveniat.de/blog/?p=960"><strong>http://www.adveniat.de/blog/?p=960</strong></a></p>
<p><strong>Lateinamerikas teure Lebensmittel &#8211; Preissteigerungen um 40 Prozent in den letzten vier Jahren &#8211; Gefahr für Hungerbekämpfung:</strong> <a href="http://exame.abril.com.br/economia/mundo/noticias/precos-dos-alimentos-na-america-latina-sobem-40-em-4-anos--2"><strong>http://exame.abril.com.br/economia/mundo/noticias/precos-dos-alimentos-na-america-latina-sobem-40-em-4-anos–2</strong></a></p>
<p><strong>Die Regierung der siebtgrößten Wirtschaftsnation erhält daher     aus neoliberalen  Ländern Mitteleuropas sehr viel Lob wegen der  unter    Lula-Rousseff verfolgten Sozialpolitik.<br />
</strong></p>
<p><strong>“O adolescente brasileiro está mais pobre e permanece exposto     a casos de  violência em nível preocupante, diz o relatório da    Situação  da  Adolescência Brasileira do Fundo das Nações Unidas para a    Infância,  o  Unicef, divulgado nesta quarta-feira (30).</strong></p>
<p><strong> </strong><strong> 	Dos 21 milhões de adolescentes     brasileiros de 12 a 17 anos, 38% &#8211; cerca  de 7,9 milhões &#8211; vivem em     situação de pobreza, em  famílias com renda  inferior a meio salário     mínimo per capita (R$ 272,5 considerando o  salário mínimo atual). 3,7     milhões de adolescentes na mesma faixa de  idade, o correspondente a     17,6% da população adolescente, vivem na  extrema pobreza, em famílias     com até 1/4 do salário mínimo per capita  por mês (R$ 136,25).</strong></p>
<p><strong> 	Os dados do Unicef mostram que a participação de     adolescentes na faixa  mais pobre da população aumentou. De 2004 a 2009,     o número de  adolescentes na extrema pobreza passou de 16,3% para     17,6%, em  descompasso com a crescente redução da pobreza no país.”(O     Globo)</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/17/adveniat-in-brasilien-wie-lebt-es-sich-in-der-reichsten-stadt-lateinamerikas-der-siebtgrosten-wirtschaftsnation-nach-acht-jahren-lula-regierung-adveniat-gottesdienst-in-der-favela-cachoeirinha-von/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/17/adveniat-in-brasilien-wie-lebt-es-sich-in-der-reichsten-stadt-lateinamerikas-der-siebtgrosten-wirtschaftsnation-nach-acht-jahren-lula-regierung-adveniat-gottesdienst-in-der-favela-cachoeirinha-von/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach28.JPG" alt="cach28.JPG" /></p>
<p><strong>“Die Wirtschaftskrise hat Brasilien kaum gespürt”(WAZ)</strong></p>
<p><strong>Leonardo Boff 2010 :“Lula machte die größte Revolution der          sozialen  Ökologie des Planeten, eine Revolution für die Bildung,          ethische  Politik.“   </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-anti-hunger-programm-bolsa-familia-an-schulbesuch-der-begunstigten-kinder-gekoppelt-propaganda-und-realitat/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-anti-hunger-programm-bolsa-familia-an-schulbesuch-der-begunstigten-kinder-gekoppelt-propaganda-und-realitat/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/"><strong> http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach3.JPG" alt="cach3.JPG" /></p>
<p>Fotos vom November 2011 in Sao Paulo.</p>
<p><strong>Gemäß europäischen Sichtweisen hatte Brasilien die Finanz-und  Wirtschaftskrise von 2008/2009 recht gut überstanden. </strong></p>
<p><strong>Der soziale Aufstieg von Lula:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/04/lula-bekommt-500000-dollar-von-lg-fur-vortrag-in-sudkorea-laut-brasilianischen-landesmedien-uber-eine-million-dollar-damit-vier-monate-nach-ende-der-amtszeit-kassiert-laut-kalkulation-von-parte/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/04/lula-bekommt-500000-dollar-von-lg-fur-vortrag-in-sudkorea-laut-brasilianischen-landesmedien-uber-eine-million-dollar-damit-vier-monate-nach-ende-der-amtszeit-kassiert-laut-kalkulation-von-parte/</strong></a></p>
<p><strong>Wie in deutschsprachigen Zeitungen und Zeitschriften die  Situation interpretiert wird:</strong></p>
<h2>”Das Leben in Brasilien ist leicht und unbeschwert. Probieren Sie es      selbst.” Deutschsprachige Tourismuspropaganda.</h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/</strong></a></p>
<h2>Brasilien flog aus Ländergruppe, die  Aids-Infizierte am besten     betreut, laut Landesmedien. “Nur zwischen 60%  und 79% der HIV-Patienten     werden behandelt.” Öffentliche Gesundheit  unter Lula-Rousseff.     Sinkende Gesundheitsausgaben. Aids in Brasilien &#8211;  offizielle Versionen     und Realität. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11698" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/aids-in-brasilien/" rel="tag">Aids in Brasilien</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/sozialpolitik-brasiliens/" rel="tag">Sozialpolitik Brasiliens</a></p>
<p><strong>Unter Bezug auf ein neues Dokument  der  UNO-Organisation     Unaids hieß es, elf Länder, darunter Chile, Cuba und  Namibia,     verteilten an mindestens 80 Prozent der Infizierten  entsprechende     Aids-Medikamente. Brasilien folge nunmehr erst in der  nächsten     Länderkategorie. Laut Schätzungen wüßten bis zu 300000  Brasilianer     nichts von ihrer Aids-Infektion. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-probleme-beim-bekampfen-der-aids-epidemie-aus-expertensicht/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-probleme-beim-bekampfen-der-aids-epidemie-aus-expertensicht/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/29/brasilien-und-aids-2010-laut-offiziellen-angaben-rund-12000-aids-tote-daten-regierungsunabhangiger-institutionen-uber-tatsachliche-zahl-noch-nicht-vorhanden-analsex-gefahrlicher-risikosex-in/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/29/brasilien-und-aids-2010-laut-offiziellen-angaben-rund-12000-aids-tote-daten-regierungsunabhangiger-institutionen-uber-tatsachliche-zahl-noch-nicht-vorhanden-analsex-gefahrlicher-risikosex-in/</strong></a></p>
<p><strong>“Erfolge im Kampf gegen Aids”.</strong></p>
<p><a href="http://www.blickpunkt-lateinamerika.de/nachrichten/msgf/brasilien:_erfolge_im_kampf_gegen_aids.html"><strong>http://www.blickpunkt-lateinamerika.de/nachrichten/msgf/brasilien:_erfolge_im_kampf_gegen_aids.html</strong></a></p>
<p><strong>Die Aidslage in Brasilien aus Sicht der Franziskaner vor Ort &#8211;      wird die Zahl der Aidstoten korrekt registriert?  Warum Brasilien   aus    der Ländergruppe flog…</strong></p>
<p><strong>“Proportion of eligible population receiving antiretroviral      therapy in low- and middle-income countries at the end of   2010?(UNAIDS)</strong></p>
<table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0">
<tr>
<td valign="top" width="361">60%—79%ArgentinaBrazilCosta RicaDominican RepEcuadorEthiopiaGeorgiaKenyaMexicoParaguayRomaniaSwazilandThailand<strong>Uruguay </strong><strong>Zambia </strong></td>
<td valign="top" width="277"><strong>&gt;80% </strong><strong>Botswana </strong><strong>Cambodia </strong><strong>Chile </strong><strong>Comoros </strong><strong>Croatia </strong><strong>Cuba </strong><strong>Guyana </strong><strong>Namibia </strong><strong>Nicaragua </strong><strong>Rwanda </strong><strong>Slovakia </strong></td>
</tr>
</table>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<h2>Brasiliens hochgelobte Aids-Politik:  Öffentliche Proteste      landesweit gegen das Fehlen von mindestens vier  Medikamenten des      Aids-Cocktails, laut nationalen Medien. “Für die  Infizierten ist es das      Todesurteil, die sterben dann eben weg.” Indianer  und Aids. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=5157" title="Beitrag bearbeiten">**(2010)</a></h2>
<p><strong>Wie es heißt, fehlen die Medikamente Abacavir,  Lamivudina,      Nevirapina, Zidovudina, Efavirenz. “Das ist die Zerstörung  eines als      beispielhaft bezeichneten Programms”, sagte William Amaral,  Leiter      eines Forums von Aids-NGO in Rio de Janeiro gegenüber der Presse.  ”      Aids-Medikamente fehlten keineswegs zum erstenmal. Angesichts der       zunehmend heftigeren Kritik in Brasilien an der nationalen       Aids-Bekämpfung nimmt in Mitteleuropa das Lob an Brasilias Aids-Politik       weiter zu.</strong></p>
<p><strong>Katholische Aids-Expertin im Website-Interview in Manaus:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/29/fehlende-aidsmedikamente-in-brasilien-fehlende-arzte-fur-aidskranke-fur-die-infizierten-ist-es-das-todesurteil-die-sterben-dann-eben-weg-kritik-von-experten-und-kirche/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/29/fehlende-aidsmedikamente-in-brasilien-fehlende-arzte-fur-aidskranke-fur-die-infizierten-ist-es-das-todesurteil-die-sterben-dann-eben-weg-kritik-von-experten-und-kirche/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/03/fehlende-aids-medikamente-in-brasilien-aids-ngo-beklagen-seit-jahren-mangelhafte-medizinische-versorgung-von-infizierten/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/03/fehlende-aids-medikamente-in-brasilien-aids-ngo-beklagen-seit-jahren-mangelhafte-medizinische-versorgung-von-infizierten/</a></p>
<h2><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/04/josefranciscofrei.jpg" alt="josefranciscofrei.jpg" /></h2>
<p><strong>José Francisco in Sao Paulo beim Website-Interview.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/22/der-papst-und-die-kondome-fortdauernde-desinformation-uber-katholische-praxis-bei-aids-pravention-kirchliche-kondomverteilung-seit-16-jahren-in-brasilien-dem-grosten-katholischen-land-unterstellt/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/22/der-papst-und-die-kondome-fortdauernde-desinformation-uber-katholische-praxis-bei-aids-pravention-kirchliche-kondomverteilung-seit-16-jahren-in-brasilien-dem-grosten-katholischen-land-unterstellt/</a></p>
<p><strong>Franziskaner José Francisco &#8211; Hintergrund:</strong></p>
<h2>Aids-Tod und fehlende Aids-Medikamente in Brasilien: Franziskaner       und Aids-NGO beklagen seit Jahren mangelhafte medizinische Versorgung       von Infizierten. ”Wahrheit über Aids-Epidemie wird versteckt”.</h2>
<p><strong>InÂ europäischen Medien wird seit Jahren das staatliche       brasilianische Aids-Programm als vorbildlich hingestellt und zudem       behauptet, die Gratis-Versorgung  Aids-Infizierter mit dem       Medikamenten-Cocktail sei garantiert. Wie der für die Sozialprojekte der       Franziskaner Sao Paulos verantwortliche Ordensbruder José  Francisco     dos  Santos gegenüber dieser Website erklärte, trifft dies  nur   teilweise   zu,  sterben deshalb Aids-Patienten, die den    Medikamenten-Cocktail    unbedingt ganz regelmäßig einnehmen müssen. </strong></p>
<p><strong>Laut Frei Santos war die Medikamentenversorgung der       Aidspatienten 2007 im reichsten brasilianischen Teilstaat Sao Paulo so       schlecht, daß über einen Monat der Medikamenten-Cocktail schlichtweg       nicht ausgeteilt wurde. Die Franziskaner und Aids-NGO seien   daraufhin     Ende 2007 gegen die Regierung vor Gericht gezogen, um die   Einhaltung  des    entsprechenden Gesundheitsgesetzes zu erreichen. Die    brasilianischen    Aids-Statistiken seien sehr ungenau, die wahre    Datenlage werde    versteckt. Es existiere verständlicherweise kein    politisches Interesse,    die Wahrheit über die Aids-Situation    offenzulegen. Die behauptete    Qualität der Aidspatienten-Versorgung    existiere nicht. Aids betreffe in    Brasilien heute vor allem die    Armen. Wenn indessen jemand an einer    Krankheit sterbe, die er sich    durch die Immunschwäche zugezogen habe,    werde Aids auf dem    Totenschein nicht als Todesursache benannt, sei nur    zu oft  gar nicht    bekannt, daß er Aids-infiziert gewesen sei. </strong></p>
<p><strong>Bereits 2006 hatte das auf Aidspatienten spezialisierte       Hospital ”Gaffrée e Guinle” in Rio de Janeiro gegenüber der Presse       beklagt, daß wegen fehlender Medikamente Aids-Kranke sterben. Es fehlten       sogar nötige Antibiotika.</strong></p>
<p><strong>Presse-Zitat von 2008 über fehlende Aids-Medikamente, was bei       Betroffenen zu schweren Konsequenzen und sogar zum Tode führen    könne:</strong>    Segundo a direçáo do Ã³rgáo, oito remédios para    doenças infecciosas e    anti-retrovirais que integram o coquetel    antiaids estáo em <strong>falta</strong>.    ”Pelo menos metade desses    medicamentos sáo de uso contÃ­nuo, o que    significa que a interrupçáo    do uso, segundo especialistas, pode provocar    graves conseqüÃªncias   Ã   saÃºde e até levar Ã  morte, afirma  Caetano.   JÃ¡ nas unidades    bÃ¡sicas de saÃºde do municÃ­pio outros  cinco  remédios  também estáo    em <strong>falta</strong>, alguns desde março.</p>
<p><strong>Indianer und Aids, Manaus, 2009:</strong></p>
<p><strong>Gerade ist eine Patientin des Pastoralzentrums gestorben &#8211;        eine Indianerin. Über eine halbe Million Indios gibt es in Brasilien  “      etwa die Hälfte lebt bereits in Großstädten wie Manaus am Rio  Negro   &#8211;     fast durchweg in Slums. Die brasilianischen Aidsexperten  nennen   die    Präventionsarbeit bei Indiostämmen besonders schwierig.  Kondome   würden    aus soziokulturellen Gründen, vor allem der  Mannesehre,   gewöhnlich    abgelehnt. Krankheiten wie Aids und  Tuberkulose schreibe   man dem Wirken    böser Geister aus der  übernatürlichen Welt zu, hoffe   auf Heilung durch    den Schamanen.  Zudem existiere das Problem der   Promiskuität,    derÂ häuslichen, der  sexuellen Gewalt auch unter den   Indios, könne sich    eine  Indianerfrau schwerlich gegen einen Mann   durchsetzen, der kein     Kondom wolle. Indianerinnen arbeiteten als   Prostituierte. Indianer und     Indianerinnen, die zu evangelikalen   Sekten übertreten, sagen:  ”Wegen    meiner Religion kriege ich kein   Aids, sind weder Aidstests  noch Kondome    nötig. Jesus heilt &#8211;   Halleluja!”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/23/yanomami-runddorf-demini-video-anklicken-amazonas-musiktheater-munchner-biennale-2010/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/23/yanomami-runddorf-demini-video-anklicken-amazonas-musiktheater-munchner-biennale-2010/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/05/die-aids-epidemie-in-brasilien-ist-nicht-unter-kontrolle-analia-maria-de-paula-leiterin-der-bischoflichen-aids-pastoral-in-nordbrasilien-gesichter-brasiliens/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/05/die-aids-epidemie-in-brasilien-ist-nicht-unter-kontrolle-analia-maria-de-paula-leiterin-der-bischoflichen-aids-pastoral-in-nordbrasilien-gesichter-brasiliens/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/19/aids-und-die-praventive-funktion-von-kondomen-in-brasilien-die-halluzinierenden-nachte-der-kamikazeas-alucinantes-noites-dos-camicases-nachrichtenmagazin-veja-sexualpraktiken-bisexual/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/19/aids-und-die-praventive-funktion-von-kondomen-in-brasilien-die-halluzinierenden-nachte-der-kamikazeas-alucinantes-noites-dos-camicases-nachrichtenmagazin-veja-sexualpraktiken-bisexual/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/22/viele-aids-infizierte-brasilien-stecken-aus-rache-und-wutgefuhlen-heraus-sowie-aus-bosartigkeit-ganz-bewust-andere-menschen-mit-dem-hiv-virus-an-patienten-des-franziskaner-aids-projekts-in-sao-pa/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/22/viele-aids-infizierte-brasilien-stecken-aus-rache-und-wutgefuhlen-heraus-sowie-aus-bosartigkeit-ganz-bewust-andere-menschen-mit-dem-hiv-virus-an-patienten-des-franziskaner-aids-projekts-in-sao-pa/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/19/355-brasilianer-haben-aids-ohne-es-zu-wissen-laut-offizieller-regierungsschatzunggewohnlich-viel-zu-niedrig/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/19/355-brasilianer-haben-aids-ohne-es-zu-wissen-laut-offizieller-regierungsschatzunggewohnlich-viel-zu-niedrig/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/09/analsex-haufig-erste-sexuelle-erfahrung-von-mannlichen-jugendlichen-in-brasilien-troca-troca-brasil-ato-sexual-em-que-parceiros-masculinos-se-alternam-na-penetracao-anal/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/09/analsex-haufig-erste-sexuelle-erfahrung-von-mannlichen-jugendlichen-in-brasilien-troca-troca-brasil-ato-sexual-em-que-parceiros-masculinos-se-alternam-na-penetracao-anal/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/05/brasilien-auf-uno-index-fur-menschliche-entwicklung-jetzt-platz-75-hinter-argentinien-chile-und-kuba/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/05/brasilien-auf-uno-index-fur-menschliche-entwicklung-jetzt-platz-75-hinter-argentinien-chile-und-kuba/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/</a><strong>Laut      Landesmedien durchläuft Brasiliens Gesundheitswesen eine   “gravierende    Krise”, wurden in den letzten zehn Jahren 45,9   Milliarden Real, die  für   das Gesundheitswesen bestimmt waren, in   Wirklichkeit garnicht    investiert.  Brasiliens privates   Gesundheitswesen für die    Bessergestellten habe viermal mehr Ärzte als   das öffentliche    Gesundheitswesen für die übergroße Mehrheit der   Brasilianer. </strong></p>
<p><strong>Entsprechend groß ist das Lob für Brasiliens Sozialpolitik aus neoliberalen Ländern Mitteleuropas. </strong></p>
<p><a href="http://www.adveniat.de/blog/?p=960"><strong>http://www.adveniat.de/blog/?p=960</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-heranwachsende-in-extremer-armut-zahl-zunehmend-laut-neuer-unicef-studie-acht-jahre-lula-rousseff-regierung-und-resultate/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-heranwachsende-in-extremer-armut-zahl-zunehmend-laut-neuer-unicef-studie-acht-jahre-lula-rousseff-regierung-und-resultate/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/18/brasiliens-brutale-sozialkontraste-lula-ist-nacktfolha-de-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/18/brasiliens-brutale-sozialkontraste-lula-ist-nacktfolha-de-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><strong><strong>Leonardo Boff 2010 :“Lula machte die größte       Revolution der sozialen  Ökologie des Planeten, eine Revolution für die       Bildung, ethische  Politik.“  </strong></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/03/brasiliens-soziale-ungleichheit-laut-uno-index-2011-fur-menschliche-entwicklung-nur-platz-97-betonen-landesmedien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/03/brasiliens-soziale-ungleichheit-laut-uno-index-2011-fur-menschliche-entwicklung-nur-platz-97-betonen-landesmedien/</strong></a></strong></p>
<p><strong><strong>Lulas Krebsbehandlung:</strong></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/03/brasilien-lulas-krebsbehandlungsirio-libanes-fur-allefolha-de-sao-paulo-zur-therapie-im-teuren-elite-krankenhaus-sao-paulos/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/03/brasilien-lulas-krebsbehandlungsirio-libanes-fur-allefolha-de-sao-paulo-zur-therapie-im-teuren-elite-krankenhaus-sao-paulos/</strong></a></strong></p>
<p><strong>Lula über öffentliches Gesundheitswesen SUS:  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/01/campanha-lula-no-sus-youtube-anklicken-gabe-es-sus-in-den-usa-ware-das-gut-fur-die-armenlula/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/01/campanha-lula-no-sus-youtube-anklicken-gabe-es-sus-in-den-usa-ware-das-gut-fur-die-armenlula/</a></strong></p>
<p><strong>Sao Paulos Favela Cachoeirinha Sao Paulo 2011 &#8211; 70000      Bewohner, nicht einmal ein Gesundheitsposten, seit Jahren auch von der      katholischen Kirche gefordert.</strong></p>
<p><strong> </strong><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach3.JPG" alt="cach3.JPG" /></p>
<p><strong>Der soziale Aufstieg von Lula:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/04/lula-bekommt-500000-dollar-von-lg-fur-vortrag-in-sudkorea-laut-brasilianischen-landesmedien-uber-eine-million-dollar-damit-vier-monate-nach-ende-der-amtszeit-kassiert-laut-kalkulation-von-parte/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/04/lula-bekommt-500000-dollar-von-lg-fur-vortrag-in-sudkorea-laut-brasilianischen-landesmedien-uber-eine-million-dollar-damit-vier-monate-nach-ende-der-amtszeit-kassiert-laut-kalkulation-von-parte/</strong></a></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/</strong></a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/boomland-brasilien-stahl-flaute-stagnation-bei-olforderung-industriellenkritik-an-wachstumshemmender-hochzinspolitik/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/boomland-brasilien-stahl-flaute-stagnation-bei-olforderung-industriellenkritik-an-wachstumshemmender-hochzinspolitik/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/23/den-leuten-zu-sagen-in-was-fur-einer-verlogenen-scheise-wir-alle-leben-schlingensief-in-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/23/den-leuten-zu-sagen-in-was-fur-einer-verlogenen-scheise-wir-alle-leben-schlingensief-in-sao-paulo/</strong></a></p>
<h2>Brasiliens “Boom” und die Slumhütten.  “Ratten, Unmassen von     Fiebermücken, Kloake bei jedem Gewitterregen in  der Kate.” “Warum hat     Sao Paulo noch 2627 Slums?” <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11764" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-slums/" rel="tag">Brasiliens Slums</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-wirtschaft/" rel="tag">Brasiliens Wirtschaft</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c1.JPG" alt="c1.JPG" /></p>
<p><strong>Hausen  an stinkender Kloake &#8211; in Lateinamerikas reichster      Stadt Sao Paulo. “Ich lebe hier schon 14 Jahre so in dieser      Kate.”(Mutter von vier Kindern)</strong></p>
<p><strong>Der Teilstaat Sao Paulo ist die führende Wirtschaftsregion      Lateinamerikas mit der entsprechenden Konzentration von Ober-und      Mittelschicht &#8211; man kann sich daher vorstellen, wie die Slums in den      stark unterentwickelten Regionen des Nordens und Nordostens der      siebtgrößten Wirtschaftsnation aussehen.</strong></p>
<p><a href="http://www.adveniat.de/blog/?p=960"><strong>http://www.adveniat.de/blog/?p=960</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/brasiliens-obdachlose-drei-ermordet-in-campinas-bei-sao-paulo-regelmasig-gewalttaten-sogar-verbrennung-von-strasenbewohnern/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/brasiliens-obdachlose-drei-ermordet-in-campinas-bei-sao-paulo-regelmasig-gewalttaten-sogar-verbrennung-von-strasenbewohnern/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c2.JPG" alt="c2.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/21/katholisches-hilfswerk-adveniat-in-brasilien-land-der-vielen-milliardare-und-millionare-wie-es-kommt-das-in-deutschland-muhselig-spenden-fur-bedurftige-und-sozialprojekte-gesammelt-werden-obwohl-d/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/21/katholisches-hilfswerk-adveniat-in-brasilien-land-der-vielen-milliardare-und-millionare-wie-es-kommt-das-in-deutschland-muhselig-spenden-fur-bedurftige-und-sozialprojekte-gesammelt-werden-obwohl-d/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c10.JPG" alt="c10.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/07/brasiliens-boomwirtschaft-wachst-nicht-mehr-und-erholung-wird-dauern-folha-de-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/07/brasiliens-boomwirtschaft-wachst-nicht-mehr-und-erholung-wird-dauern-folha-de-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/04/brasiliens-korruptionskrise-dilma-rousseffs-arbeitsminister-carlos-lupi-kippt-staatschefin-wartete-mit-entlassung-trotz-der-gravierenden-verfehlungen-des-ministers-ubermasig-lange-kritisieren-land/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/04/brasiliens-korruptionskrise-dilma-rousseffs-arbeitsminister-carlos-lupi-kippt-staatschefin-wartete-mit-entlassung-trotz-der-gravierenden-verfehlungen-des-ministers-ubermasig-lange-kritisieren-land/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c3.JPG" alt="c3.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/06/brasiliens-industriellenverband-fiesp-zu-wirtschaftsstagnation-warnungen-seit-jahresbeginn-bestatigt-schadliche-wirkung-der-hohen-zinsen-uberbewertete-landeswahrung-real/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/06/brasiliens-industriellenverband-fiesp-zu-wirtschaftsstagnation-warnungen-seit-jahresbeginn-bestatigt-schadliche-wirkung-der-hohen-zinsen-uberbewertete-landeswahrung-real/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-heranwachsende-in-extremer-armut-zahl-zunehmend-laut-neuer-unicef-studie-acht-jahre-lula-rousseff-regierung-und-resultate/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-heranwachsende-in-extremer-armut-zahl-zunehmend-laut-neuer-unicef-studie-acht-jahre-lula-rousseff-regierung-und-resultate/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c4.JPG" alt="c4.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/17/adveniat-in-brasilien-wie-lebt-es-sich-in-der-reichsten-stadt-lateinamerikas-der-siebtgrosten-wirtschaftsnation-nach-acht-jahren-lula-regierung-adveniat-gottesdienst-in-der-favela-cachoeirinha-von/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/17/adveniat-in-brasilien-wie-lebt-es-sich-in-der-reichsten-stadt-lateinamerikas-der-siebtgrosten-wirtschaftsnation-nach-acht-jahren-lula-regierung-adveniat-gottesdienst-in-der-favela-cachoeirinha-von/</strong></a></p>
<p><strong>Wie in deutschsprachigen Zeitungen und Zeitschriften die  Situation interpretiert wird:</strong></p>
<h2>”Das Leben in Brasilien ist leicht und unbeschwert. Probieren Sie es     selbst.” Deutschsprachige Tourismuspropaganda.</h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/28/brasilien-nach-acht-jahren-lula-regierungwarum-hat-sao-paulo-noch-2627-slums-fragt-die-wichtigste-qualitatszeitung-o-estado-de-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/28/brasilien-nach-acht-jahren-lula-regierungwarum-hat-sao-paulo-noch-2627-slums-fragt-die-wichtigste-qualitatszeitung-o-estado-de-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c5.JPG" alt="c5.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/brasiliens-hohe-rate-von-behinderten-2391-prozent-der-bevolkerung-gegenuber-rund-1-prozent-in-hochentwickelten-landern-laut-studien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/brasiliens-hohe-rate-von-behinderten-2391-prozent-der-bevolkerung-gegenuber-rund-1-prozent-in-hochentwickelten-landern-laut-studien/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c9.JPG" alt="c9.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/24/brasilien-wurde-unter-lula-rousseff-zum-auswanderungsland-bye-bye-brasil-sergio-costa-soziologie-professor-an-der-fu-berlin-bestatigt-die-entwicklung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/24/brasilien-wurde-unter-lula-rousseff-zum-auswanderungsland-bye-bye-brasil-sergio-costa-soziologie-professor-an-der-fu-berlin-bestatigt-die-entwicklung/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c6.JPG" alt="c6.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c8.JPG" alt="c8.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/24/sos-kinderdorfer-in-brasilien-unter-rousseff-lula-zahlreiche-hilfsprojekte-deutschlands-der-schweiz-und-osterreichs-in-boomland-global-player-rassismus-in-brasilien-mauricio-pestana-analysier/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/24/sos-kinderdorfer-in-brasilien-unter-rousseff-lula-zahlreiche-hilfsprojekte-deutschlands-der-schweiz-und-osterreichs-in-boomland-global-player-rassismus-in-brasilien-mauricio-pestana-analysier/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c7.JPG" alt="c7.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/08/brasiliens-favela-menschenrechtsaktivisten-eliana-takeko-kanashiro-de-araujo-prasidentin-der-associacao-futuro-melhor-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/08/brasiliens-favela-menschenrechtsaktivisten-eliana-takeko-kanashiro-de-araujo-prasidentin-der-associacao-futuro-melhor-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/26/zdf-und-adveniat-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-verschiedene-sichtweisen-der-gravierenden-menschenrechtslage-brasiliens-je-nach-wertvorstellungen-und-vorschriftenkatalog/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/26/zdf-und-adveniat-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-verschiedene-sichtweisen-der-gravierenden-menschenrechtslage-brasiliens-je-nach-wertvorstellungen-und-vorschriftenkatalog/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/25/nine-most-horrible-places-in-the-world-favela-slums-von-rio-de-janeiro-aus-sicht-des-bric-staats-china-subkultur-von-umweltzerstorung-armut-und-gangstern-cubatao-bei-sao-paulo-an-sieb/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/25/nine-most-horrible-places-in-the-world-favela-slums-von-rio-de-janeiro-aus-sicht-des-bric-staats-china-subkultur-von-umweltzerstorung-armut-und-gangstern-cubatao-bei-sao-paulo-an-sieb/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/</strong></a></p>
<p><strong>Favelakinder Sao Paulos &#8211; Fotoserie:<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/28/favelakinder-in-sao-paulo-gesichter-brasiliens/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/28/favelakinder-in-sao-paulo-gesichter-brasiliens/</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/crackpaarhelvetia.JPG" alt="crackpaarhelvetia.JPG" /></p>
<p><strong>Zwei Crack-Süchtige, laut brasilianischen Augenzeugen, vor       Bahnhofseingang, Dezember 2011, nahe der Kulturbehörde des Teilstaats       Sao Paulo.</strong></p>
<p><strong>Crack-Epidemie unter der Lula-Rousseff-Regierung:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/03/brasiliens-crack-epidemie-unter-der-rousseff-regierung-wie-crack-wirktverkehrsumleitung-wegen-offener-crack-szene-die-strasen-total-verstopft-in-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/03/brasiliens-crack-epidemie-unter-der-rousseff-regierung-wie-crack-wirktverkehrsumleitung-wegen-offener-crack-szene-die-strasen-total-verstopft-in-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/16/brasil-cazuza-und-gal-costa-1989-youtube-anklicken/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/16/brasil-cazuza-und-gal-costa-1989-youtube-anklicken/</strong></a></p>
<h2>Bundespräsident Christian Wulff in Brasilien  2011 &#8211; Texte, Fotos.  Bundespräsident Horst Köhler 2007 in Sao Paulo.  “Alemao renuncia por  falar demais. Gafe leva presidente a renuncia na  Alemanha”.  (Qualitätszeitung O Globo, Rio de Janeiro) “Se o procedimento  fosse  adotado por aqui…deixa pra la. Com todo o respeito.” <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11988" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/bundesprasident-christian-wulff-in-brasilien-2011/" rel="tag">Bundespräsident Christian Wulff in Brasilien 2011</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/05/wulfflancelotti1.JPG" alt="wulfflancelotti1.JPG" /></p>
<p><strong>Wulff und Menschenrechtspriester Julio Lancelotti.</strong></p>
<p><strong>Deutscher Bundespräsident Christian Wulff und die Obdachlosen Brasiliens:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/05/erneut-obdachloser-sao-paulos-verbrannt-polizei-ermittelt-wegen-verbrechenshintergrund-deutscher-bundesprasident-wulff-besucht-obdachlosengemeinde-der-megacity/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/05/erneut-obdachloser-sao-paulos-verbrannt-polizei-ermittelt-wegen-verbrechenshintergrund-deutscher-bundesprasident-wulff-besucht-obdachlosengemeinde-der-megacity/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/07/wulffwerkstatt2.JPG" alt="wulffwerkstatt2.JPG" /></p>
<p><strong>Deutscher Bundespräsident Christian Wulff 2011  in Obdachlosen-Werkstattprojekt der katholischen Kirche in Sao Paulo.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/17/obdachlose-in-sao-paulo-wahrend-des-wulff-besuchs-lebendig-verbrannt-brasiliens-wichtigster-befreiungstheologe-im-website-interview-ein-land-der-kontraste/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/17/obdachlose-in-sao-paulo-wahrend-des-wulff-besuchs-lebendig-verbrannt-brasiliens-wichtigster-befreiungstheologe-im-website-interview-ein-land-der-kontraste/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/deutscher-bundesprasident-christian-wulff-in-sao-paulo-mai-2011-obdachlosengemeinde-der-erzdiozese-hedwig-knist-vikar-julio-lancelotti/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/deutscher-bundesprasident-christian-wulff-in-sao-paulo-mai-2011-obdachlosengemeinde-der-erzdiozese-hedwig-knist-vikar-julio-lancelotti/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/05/brasiliens-obdachlose-video-anklicken-menschenrechtspriester-julio-lancelotti-von-sao-paulo-hedwig-knist-aus-der-diozese-mainz-deutscher-bundesprasident-christian-wulff/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/05/brasiliens-obdachlose-video-anklicken-menschenrechtspriester-julio-lancelotti-von-sao-paulo-hedwig-knist-aus-der-diozese-mainz-deutscher-bundesprasident-christian-wulff/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/09/ein-brasilianischer-obdachloser-wird-in-sao-paulo-lebendig-verbrannt-autos-fahren-vorbei-leute-schauen-zuvideo-anklicken/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/09/ein-brasilianischer-obdachloser-wird-in-sao-paulo-lebendig-verbrannt-autos-fahren-vorbei-leute-schauen-zuvideo-anklicken/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/07/deutscher-bundesprasident-christian-wulff-macht-ungeplante-stadtbesichtigung-in-sao-paulo-prasidentenmaschine-defekt/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/07/deutscher-bundesprasident-christian-wulff-macht-ungeplante-stadtbesichtigung-in-sao-paulo-prasidentenmaschine-defekt/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/07/wulff-lasst-thyssen-krupp-stehen-financial-times-der-deutsche-bundesprasident-in-brasilien-keine-station-mehr-in-der-scheiterhaufenstadt/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/07/wulff-lasst-thyssen-krupp-stehen-financial-times-der-deutsche-bundesprasident-in-brasilien-keine-station-mehr-in-der-scheiterhaufenstadt/</strong></a></p>
<h2>Deutscher Bundespräsident Christian Wulff in Sao Paulo, Mai 2011 &#8211; jüdische Gemeinde. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=9671" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/05/wulffsynagoge1.JPG" alt="wulffsynagoge1.JPG" /></p>
<p><strong>Wulff in der jüdischen Gemeinde Sao Paulos.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/05/wulffsynagoge2.JPG" alt="wulffsynagoge2.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/29/deutscher-bundesprasident-christian-wulff-besucht-am-6mai-2011-die-judische-gemeinde-sao-paulos/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/29/deutscher-bundesprasident-christian-wulff-besucht-am-6mai-2011-die-judische-gemeinde-sao-paulos/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/deutscher-bundesprasident-christian-wulff-in-sao-paulo-mai-2011-obdachlosengemeinde-der-erzdiozese-hedwig-knist-vikar-julio-lancelotti/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/deutscher-bundesprasident-christian-wulff-in-sao-paulo-mai-2011-obdachlosengemeinde-der-erzdiozese-hedwig-knist-vikar-julio-lancelotti/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/05/wulffsynagoge3.JPG" alt="wulffsynagoge3.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/dilma-rousseff-appelliert-an-bundesprasident-wulff-sich-fur-den-bau-des-atomkraftwerks-angra-3-bei-rio-die-exportburgschaft-einzusetzen-melden-brasiliens-medien-die-grosen-atom-plane-brasilias/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/dilma-rousseff-appelliert-an-bundesprasident-wulff-sich-fur-den-bau-des-atomkraftwerks-angra-3-bei-rio-die-exportburgschaft-einzusetzen-melden-brasiliens-medien-die-grosen-atom-plane-brasilias/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/05/wulffrabbiner1.JPG" alt="wulffrabbiner1.JPG" /></p>
<p><strong>Die Wulffs und der Rabbiner.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/dilma-rousseff-und-deutscher-bundesprasident-christian-wulff-brasiliens-medien-stellen-auserung-zum-libyenkrieg-heraus-interventionistische-gewalt-in-nordafrika-und-im-mittleren-ostenrousseff/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/dilma-rousseff-und-deutscher-bundesprasident-christian-wulff-brasiliens-medien-stellen-auserung-zum-libyenkrieg-heraus-interventionistische-gewalt-in-nordafrika-und-im-mittleren-ostenrousseff/</a></p>
<p><a href="http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html">http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html</a></p>
<h2>              <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/dilma-rousseff-appelliert-an-bundesprasident-wulff-sich-fur-den-bau-des-atomkraftwerks-angra-3-bei-rio-die-exportburgschaft-einzusetzen-melden-brasiliens-medien-die-grosen-atom-plane-brasilias/" rel="bookmark">Dilma    Rousseff appelliert an Bundespräsident Wulff, sich für den Bau des    Atomkraftwerks Angra 3 bei Rio, die deutsche Exportbürgschaft    einzusetzen, melden Brasiliens Medien. Die großen Atom-Pläne Brasilias.    “Dilma faz apelo por Angra 3 &#8211; Financiamento alemao á usina pode ser    cancelado.”</a></h2>
<p>Freitag, 06. Mai 2011 von Klaus Hart   <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=9668" title="Beitrag bearbeiten">**</a></p>
<p><strong>Wie es hieß, habe Wulff gegenüber Rousseff auf  internen   Druck zugunsten der Aufkündigung der Exportbürgschaft  hingewiesen,  die   dem zuständigen deutsch-französischen Nuklearkonzern  AREVA gewährt   worden sei. Ein brasilianischer Regierungsfunktionär habe  kommentiert,   daß bislang anzunehmen  sei, daß Deutschland den Kontrakt  nicht   einseitig breche &#8211; und sei es aus Imagegründen. Es handele sich um  eine   Bürgschaft über 1,5 Milliarden Euro. </strong></p>
<p><strong>Brasiliens Atomkraftwerke-Programm:</strong>  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/27/brasiliens-atomkraftwerke-programm-lula-dekretierte-kurz-vor-amtsabtritt-noch-totale-steuerbefreiung-fur-nuklearimporte-laut-landesmedien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/27/brasiliens-atomkraftwerke-programm-lula-dekretierte-kurz-vor-amtsabtritt-noch-totale-steuerbefreiung-fur-nuklearimporte-laut-landesmedien/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/28/greenpeace-contra-atomkraftwerk-angra-3-in-brasilien-eine-deutsch-franzosische-firma-baut-es-bei-rio-de-janeiro-mit-hermes-burgschaft/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/28/greenpeace-contra-atomkraftwerk-angra-3-in-brasilien-eine-deutsch-franzosische-firma-baut-es-bei-rio-de-janeiro-mit-hermes-burgschaft/</a></p>
<p><strong>Rousseff zur Libyen-Intervention: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/dilma-rousseff-und-deutscher-bundesprasident-christian-wulff-brasiliens-medien-stellen-auserung-zum-libyenkrieg-heraus-interventionistische-gewalt-in-nordafrika-und-im-mittleren-ostenrousseff/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/dilma-rousseff-und-deutscher-bundesprasident-christian-wulff-brasiliens-medien-stellen-auserung-zum-libyenkrieg-heraus-interventionistische-gewalt-in-nordafrika-und-im-mittleren-ostenrousseff/</a></p>
<p><strong>Wulff in Rio:</strong>  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/erneut-schuler-rio-de-janeiros-mitten-im-unterricht-getotet-durch-verirrte-kugel-eines-feuergefechts-weiter-gravierende-menschenrechtslage-folter-scheiterhaufen-todesschwadronen-paramilitarisch/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/erneut-schuler-rio-de-janeiros-mitten-im-unterricht-getotet-durch-verirrte-kugel-eines-feuergefechts-weiter-gravierende-menschenrechtslage-folter-scheiterhaufen-todesschwadronen-paramilitarisch/</a></p>
<p><strong>Brasiliens Scheiterhaufen:</strong>  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/29/brasiliens-scheiterhaufen-erstmals-in-einer-anklagenden-inszenierung-der-scheiterhaufenstadt-rio-de-janeiro-zu-sehen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/29/brasiliens-scheiterhaufen-erstmals-in-einer-anklagenden-inszenierung-der-scheiterhaufenstadt-rio-de-janeiro-zu-sehen/</a></p>
<p><a href="http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html">http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/dilma-rousseff-und-deutscher-bundesprasident-christian-wulff-brasiliens-medien-stellen-auserung-zum-libyenkrieg-heraus-interventionistische-gewalt-in-nordafrika-und-im-mittleren-ostenrousseff/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/dilma-rousseff-und-deutscher-bundesprasident-christian-wulff-brasiliens-medien-stellen-auserung-zum-libyenkrieg-heraus-interventionistische-gewalt-in-nordafrika-und-im-mittleren-ostenrousseff/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/brasiliens-prasidentin-rousseff-gibt-abkommen-mit-deutschland-uber-pac-sowie-projekte-fur-fusball-wm-und-olympische-spiele-bekannt-melden-landesmedien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/brasiliens-prasidentin-rousseff-gibt-abkommen-mit-deutschland-uber-pac-sowie-projekte-fur-fusball-wm-und-olympische-spiele-bekannt-melden-landesmedien/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/05/deutscher-bundesprasident-christian-wulff-trifft-brasiliens-prasidentin-dilma-rousseff-in-brasilia/"><strong> http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/05/deutscher-bundesprasident-christian-wulff-trifft-brasiliens-prasidentin-dilma-rousseff-in-brasilia/</strong></a></p>
<p><strong>Bundespräsident Horst Köhler in Sao Paulo.</strong></p>
<h2>Horst Köhler, Sao Paulo, Brasilien. “Alemao  renuncia por falar   demais. Gafe leva presidente Ã¡ renuncia na  Alemanha”.   (Qualitätszeitung O Globo, Rio de Janeiro) “Se o procedimento  fosse   adotado por aqui…deixa pra la. Com todo o respeito.” <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=5589" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/1194092/”&gt;http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/1194092/</p>
<p><a href="http://www.dradio.de/aktuell/1191138/">http://www.dradio.de/aktuell/1191138/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/05/horstkohlersp1.JPG" alt="horstkohlersp1.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/05/scheiterhaufen-in-sao-paulo-mindestens-15-menschen-in-der-megacity-seit-jahresbeginn-lebendig-verbrannt-laut-landesmedien-fogo-para-matar-rivais/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/05/scheiterhaufen-in-sao-paulo-mindestens-15-menschen-in-der-megacity-seit-jahresbeginn-lebendig-verbrannt-laut-landesmedien-fogo-para-matar-rivais/</a></p>
<p><a href="http://www.bundespraesident.de/-,2.636170/Bundespraesident-Horst-Koehler.htm?global.printview=2">http://www.bundespraesident.de/-,2.636170/Bundespraesident-Horst-Koehler.htm?global.printview=2</a></p>
<p><a href="http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57822">http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57822</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/05/horstkohlersp3.JPG" alt="horstkohlersp3.JPG" /></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/05/horstkohlersp2.JPG" alt="horstkohlersp2.JPG" /></p>
<p><a href="https://www2.gestao.presidencia.serpro.gov.br/clientes/presidencia/presidencia/casa_civil/noticias/banco_de_imagens/03122009G00047red.JPG/view">https://www2.gestao.presidencia.serpro.gov.br/clientes/presidencia/presidencia/casa_civil/noticias/banco_de_imagens/03122009G00047red.JPG/view</a></p>
<p><a href="http://www.welt.de/politik/ausland/article751532/Viele_Kinder_und_viele_Frauen.html"><strong>http://www.welt.de/politik/ausland/article751532/Viele_Kinder_und_viele_Frauen.html</strong></a></p>
<p><strong>Brasiliens Korruptionskrise &#8211; nationale Politikexperten vergleichen stets politisches Vorgehen in Deutschland und Brasilien:</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/03/brasiliens-endlose-korruptionskrise-der-rousseff-regierung-keine-bestrafung-der-sechs-nach-medienenthullungen-wegen-korruptionsverdacht-entlassenen-minister-laut-folha-de-sao-paulo/"><strong>      http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/03/brasiliens-endlose-korruptionskrise-der-rousseff-regierung-keine-bestrafung-der-sechs-nach-medienenthullungen-wegen-korruptionsverdacht-entlassenen-minister-laut-folha-de-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/12/brasilienes-wird-immer-noch-sehr-viel-gefoltertdeutsche-petra-pfaller-aus-der-katholischen-gefangenenseelsorge-brasiliens-2011-uber-die-menschenrechtslage-unter-lula-rousseff/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/12/brasilienes-wird-immer-noch-sehr-viel-gefoltertdeutsche-petra-pfaller-aus-der-katholischen-gefangenenseelsorge-brasiliens-2011-uber-die-menschenrechtslage-unter-lula-rousseff/</strong></a></p>
<h2>EU-Lateinamerika-Karibik-Stiftung startet in  Hamburg. “Wir teilen  die Werte der individuellen Freiheit, der  Herrschaft des Rechts und der  Menschenrechte.” Bundesaußenminister  Westerwelle. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11470" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://www.welt.de/regionales/hamburg/article13703820/EU-Lateinamerika-Karibik-Stiftung-nimmt-Arbeit-auf.html"><strong>http://www.welt.de/regionales/hamburg/article13703820/EU-Lateinamerika-Karibik-Stiftung-nimmt-Arbeit-auf.html</strong></a></p>
<p><a href="http://www.brasil.diplo.de/Vertretung/brasilien/pt/01__Willkommen/Noticias_202010/Rede_20Westerwelle_20EULAK_20Stiftung.html"><strong>http://www.brasil.diplo.de/Vertretung/brasilien/pt/01__Willkommen/Noticias_202010/Rede_20Westerwelle_20EULAK_20Stiftung.html</strong></a></p>
<p><strong>Slumwachstum im “Boom”-Land: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/26/boom-land-brasilienslum-wachstum-ist-ruckschritto-globo-mehr-slumbewohner-selbst-laut-offiziellen-angaben-erstes-rousseff-amtsjahr/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/26/boom-land-brasilienslum-wachstum-ist-ruckschritto-globo-mehr-slumbewohner-selbst-laut-offiziellen-angaben-erstes-rousseff-amtsjahr/</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/foltertododiapastoralglobo.JPG" alt="foltertododiapastoralglobo.JPG" /></p>
<p><strong>“Jeden Tag wird in Brasilien gefoltert.” Ausriß</strong> <strong>2011</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/09/brasiliens-menschenrechtslage-in-den-slums-weiter-banditen-diktatur-selbst-im-complexo-do-alemao-von-rio-de-janeiro-bewaffnete-gangster-verkaufen-nach-wie-vor-drogen-trotz-militarprasenz-laut/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/09/brasiliens-menschenrechtslage-in-den-slums-weiter-banditen-diktatur-selbst-im-complexo-do-alemao-von-rio-de-janeiro-bewaffnete-gangster-verkaufen-nach-wie-vor-drogen-trotz-militarprasenz-laut/</strong></a></p>
<p><strong>Auswanderungsland:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/26/bye-bye-brasil-auslander-verlassen-sao-paulo-und-rio-de-janeiro-laut-offizieller-statistik-auswanderungsland-brasilien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/26/bye-bye-brasil-auslander-verlassen-sao-paulo-und-rio-de-janeiro-laut-offizieller-statistik-auswanderungsland-brasilien/</strong></a></p>
<p><strong>Hunger in Brasilien:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/24/in-brasilien-existiert-weiter-hunger-das-problem-wurde-langst-nicht-beseitigt-jose-francisco-leiter-der-franziskaner-sozialprojekte-in-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/24/in-brasilien-existiert-weiter-hunger-das-problem-wurde-langst-nicht-beseitigt-jose-francisco-leiter-der-franziskaner-sozialprojekte-in-sao-paulo/</strong></a></p>
<h2>Brasiliens Widersprüche, Stefan Zweig, die  Goethe-Gesellschaft.   “Diese tiefen Widersprüche in der brasilianischen  Gesellschaft sind   damals von Goethe nicht erfaßt worden. Heute sind  diese Widersprüche   noch tiefer.” Dr. Marcus Mazzari, Präsident der  Goethe-Gesellschaft   Brasiliens. Wie Stefan Zweig bewußt  beschönigte…Alberto Dines im   Website-Interview. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11467" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/07/rio-de-janeiro-der-tod-des-kameramanns-bei-feuergefecht/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/07/rio-de-janeiro-der-tod-des-kameramanns-bei-feuergefecht/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/stefan-zweig/" rel="tag"> </a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/01/albertodinesneu.JPG" alt="albertodinesneu.JPG" /></p>
<p><strong>Der jüdische Zweig-Experte Alberto Dines in Sao Paulo beim Website-Interview.</strong></p>
<h2>Prof. Dr. Marcus Mazzari, Präsident der  Goethe-Gesellschaft    Brasiliens. “Associacao Goethe do Brasil”. Gesichter  Brasiliens. Goethe    und Martius: “Neigung zum Harmonisieren der  Konflikte und   Widersprüche  Brasiliens.” Stefan Zweig habe ebenfalls  vieles   beschönigt. Wikileaks.</h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/stefan-zweig/" rel="tag"> </a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/09/marcusmazzari.jpg" alt="marcusmazzari.jpg" /></p>
<p><strong>Dr. Mazzari, Professor an der Bundesuniversität Sao     Paulo,  betonte im Website-Interview seine tiefe Bewunderung für Johann     Wolfgang von Goethe, ebenso für dessen engen Freund Carl Friedrich     Philipp von Martius. Dies verleitet Dr. Mazzari indessen keineswegs zu     Einseitigkeiten, wie nicht selten in der Goethe-Szene zu beobachten   ist.   Vielmehr besticht an dem Präsidenten der Goethe-Gesellschaft    Brasiliens  neben der profunden wissenschaftlichen Kenntnis beider    Persönlichkeiten  auch die kritische Sicht: “Sowohl Goethe als auch    Martius haben eine  Neigung zum Harmonisieren der Konflikte und    Widersprüche. Die haben über  vieles hinweggesehen in Brasilien. Martius    schrieb an Goethe, daß  Brasilien eine große Zukunft bevorstünde:    `Brasilien macht eine  harmonische Entwicklung durch.` Und so war es ja    nicht. Diese tiefen  Widersprüche in der brasilianischen Gesellschaft    sind damals von Goethe  nicht erfaßt worden. Heute sind diese    Widersprüche noch tiefer.” </strong></p>
<p><strong>Als Martius Brasilien bereiste, herrschte dort     u.a. grauenvollste Sklaverei. Bis heute ist die Sklavenarbeit nicht     abgeschafft worden. </strong></p>
<p><strong>Goethe-Kongreß in Sao Paulo 2009 mit Dr. Marcus Mazzari und Dr. Jochen Golz aus Weimar:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/04/goethe-institut-sao-paulo-erster-internationaler-kongres-der-neu-gegrundeten-goethe-gesellschaft-brasiliens/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/04/goethe-institut-sao-paulo-erster-internationaler-kongres-der-neu-gegrundeten-goethe-gesellschaft-brasiliens/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/</a></p>
<p><strong>“Martius spricht von Brasilien als einem glückseligen Land &#8211;     zur Sklavenzeit. Soviel Blut wurde in Brasilien vergossen. Das hat     Martius nicht sehen wollen. Und Goethe auch nicht.”</strong></p>
<p><strong>Bereits zu Goethes Zeiten war Brasilien ein berüchtigter Folterstaat, wurden schwarze Sklaven lebendig verbrannt. </strong></p>
<p><strong> <img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/10/angeloagostinosklavenverbrennung.JPG" alt="angeloagostinosklavenverbrennung.JPG" />Bild von Angelo Agostino.</strong></p>
<p><strong>Indianerstämme versklavten andere indianische Gemeinschaften,     folterten unterworfene Indios anderer Stämme.  Heute ist     in Lateinamerikas größter Demokratie laut UNO und Amnesty International     weiterhin Folter üblich, lodern Scheiterhaufen in Rio de Janeiro, Sao     Paulo oder Salvador da Bahia. </strong></p>
<p>Â <a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/668242/">http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/668242/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/10/brasiliens-tupi-indianer-lehrbuch-mit-folterszenen-schockt-schuler-laut-zeitung-o-dia-franzosische-gravur-zeigt-foltern-gegnerischer-indiostamme/#more-2585">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/10/brasiliens-tupi-indianer-lehrbuch-mit-folterszenen-schockt-schuler-laut-zeitung-o-dia-franzosische-gravur-zeigt-foltern-gegnerischer-indiostamme/#more-2585</a></p>
<p><strong>Professor Mazzari kritisiert zudem  das Buch “Brasilien &#8211; ein     Land der Zukunft” von Stefan Zweig: “Er hat vieles beschönigt &#8211; es   ist   ein Wunschbild.” </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/21/stefan-zweig-und-judenhasser-getulio-vargas/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/21/stefan-zweig-und-judenhasser-getulio-vargas/</a></p>
<p><strong>Wikileaks:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/16/der-judesao-paulo-gouverneur-goldman-und-der-lula-minister-samuel-pinheiro-guimaraes-anhanger-der-nazifaschistischen-achse-existieren-noch-in-der-brasilianischen-diplomatie-in-erinnerung-an-di/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/16/der-judesao-paulo-gouverneur-goldman-und-der-lula-minister-samuel-pinheiro-guimaraes-anhanger-der-nazifaschistischen-achse-existieren-noch-in-der-brasilianischen-diplomatie-in-erinnerung-an-di/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/19/gestapo-folter-unter-brasiliens-diktator-getulio-vargas-trager-des-bundesverdienstkreuzes-der-fall-des-deutschen-harry-berger/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/19/gestapo-folter-unter-brasiliens-diktator-getulio-vargas-trager-des-bundesverdienstkreuzes-der-fall-des-deutschen-harry-berger/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/07/alberto-dines-stefan-zweig-experte-sao-paulo/#more-2523">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/07/alberto-dines-stefan-zweig-experte-sao-paulo/#more-2523</a></p>
<p><strong>Filmemacher Paulo Lins (City of God): <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/20/paulo-lins-gesichter-brasiliens/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/20/paulo-lins-gesichter-brasiliens/</a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/15/httpwwwgoethebrasilde/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/15/httpwwwgoethebrasilde/</a></p>
<p><strong>Goethe und der Kannibalismus:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/16/goethe-und-der-kannibalismus-in-brasilien-todeslied-eines-gefangenenbrasilianisch/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/16/goethe-und-der-kannibalismus-in-brasilien-todeslied-eines-gefangenenbrasilianisch/</a></p>
<p><strong> 1830 ging der deutsche Naturforscher F.J.F. Meyen  durch     Rios Sklavenmarkt in der Rua Camerino und schrieb in sein Tagebuch:”Das     Schicksal wird sich an den Weißen für die Unthaten rächen, die sie   seit   Jahrhunderten an Millionen von Negern begangen haben. Die   Magazine der   Sclavenhändler waren mit das Erste, das wir hier   besuchten, um endlich   selbst diesen, aller Würde der Menschheit   entehrenden  Handel mit   anzusehen. Wir fanden mehrere Hundert dieser   unglücklichen Geschöpfe in   solchen Läden. Sie saßen reihenweise auf   kleinen Bänken oder   niedergekauert auf der Erde und ihr Zustand war   schaudererregend. Es   waren meistens Kinder, die hier angeboten wurden,   fast alle waren   gezeichnet mit glühenden Eisen. Zu unserem Erstaunen   fanden wir auch zu   Rio Landsleute, die durch ihre Bildung und   Humanität allgemein bekannt   sind, und die uns doch mit kalten Worten   erklärten, wir mögten ja nicht   glauben, daß die Neger zu unserem   Menschen-Geschlecht gehörten und   gleiche Ansprüche zu machen   berechtigt wären. Die Menschheit wird es   einst nicht glauben, wenn wir   mittheilen, da man zuweilen die Neger   selbst zur Zucht hält, wie man   bei uns die Pferdezucht in Gestüten   betreibt. Man kauft junge   Negressen bloß zum Kinder-Erzeugen…Auch die   Milch der Negressen   benutzt man  zum Handel und verkauft sie als   Kuhmilch; deshalb kommt   zu Rio, in den Häusern der Fremden, wenn sie   nicht selbst Kühe   besitzen, niemals Milch zum Vorschein, die hier   überhaupt sehr teuer   ist. Erst der Mangel an Sclaven wird die   Brasilianer arbeiten   lehren,und dann wird eine neue Epoche für Brasilien   beginnen. Schon   sehen sie mit neidischen Augen auf die Fremden, die   sich in ihrem   Lande niedergelassen haben, und durch bittere Erfahrungen   und harte   Arbeit mehr oder weniger zum Wohlstande gekommen sind. Wenn   hier eine   vornehme Familie einen Abend-Spaziergang macht, so gehen die   Töchter   voran; in einiger Entfernung folgt das Elternpaar und eine Menge     Sclaven schließen den Zug; langsamen und angemessenen Schrittes bewegt     sich die Gesellschaft fort.” In der Rua Camerino, in der bis heute    nicht  ein einziges Denkmal, keine Tafel an einen der größten    Sklavenmärkte  der Weltgeschichte erinnert, begingen viele Schwarze aus    Verzweiflung  Selbstmord. </strong></p>
<p><strong>…fanden wir auch zu Rio Landsleute…: Bezog sich Meyen etwa auf Personen auch aus dem Freundes-und Bekanntenkreis Goethes?</strong></p>
<p><strong>Brasilienreisender Martius: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/08/der-deutsche-brasilienreisende-martius-uber-kindstotung-kinderverkauf-kannibalismus-sklaverei-bei-den-indianern-brasiliens/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/08/der-deutsche-brasilienreisende-martius-uber-kindstotung-kinderverkauf-kannibalismus-sklaverei-bei-den-indianern-brasiliens/</a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/20/goethe-institut-sao-paulo-seminar-mit-marianne-birthler-uber-vergangenheitsbewaltigung-in-brasilien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/20/goethe-institut-sao-paulo-seminar-mit-marianne-birthler-uber-vergangenheitsbewaltigung-in-brasilien/</a></p>
<p><strong>Hans Magnus Enzensberger im Goethe-Institut Sao Paulo:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/22/shintoist-bairro-liberdade-sao-paulo-gesichter-brasiliens/">hthttp://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/13/hans-magnus-enzensberger-sao-paulo-goethe-institut/</a></p>
<p><strong>Sammlung von Theaterkritiken zur “Amazonasoper”:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/12/die-mit-grosen-medialen-vorschuslorbeeren-bedachte-amazonasoper-eine-sammlung-von-theaterkritiken-uber-das-resultat/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/12/die-mit-grosen-medialen-vorschuslorbeeren-bedachte-amazonasoper-eine-sammlung-von-theaterkritiken-uber-das-resultat/</a></p>
<p><strong>”Im Xingu-Reservat werden Zwillinge stets gleich bei der Geburt eliminiert. Gebrüder Villas-Boas, Indianerexperten.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/05/amazonasindianer-als-erfahrene-goldgraber-nach-dem-vorbild-mit-den-techniken-der-stets-offiziell-kritisierten-nichtindianischen-eindringlinge-laut-landesmedien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/05/amazonasindianer-als-erfahrene-goldgraber-nach-dem-vorbild-mit-den-techniken-der-stets-offiziell-kritisierten-nichtindianischen-eindringlinge-laut-landesmedien/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/20/brasiliens-massengraber-erschreckend-hohe-zahl-von-toten-monatlich-in-massengrabern-verscharrt-laut-menschenrechtspriester-julio-lancelotti-in-sao-paulo/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/20/brasiliens-massengraber-erschreckend-hohe-zahl-von-toten-monatlich-in-massengrabern-verscharrt-laut-menschenrechtspriester-julio-lancelotti-in-sao-paulo/</a></p>
<p><strong>Brasiliens Auslandspropaganda:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/</a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=XkvjkxERac4">http://www.youtube.com/watch?v=Xkv</a></p>
<h2>Stefan Zweig und Judenhasser Getulio Vargas,  Träger des    Bundesverdienstkreuzes. Die engen Beziehungen von Vargas zur  GESTAPO    Adolf Hitlers. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=131" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/stefan-zweig/" rel="tag"> </a></p>
<p><strong> Deutschlandradio Kultur &#8211; Hitlers “Mein Kampf” &#8211; ein Bestseller in Brasilien: <a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/676160/">http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/676160/</a></strong></p>
<p><strong>„Das erfundene Paradies”<br />
Biograph Alberto Dines: “Er hat die Augen vor vielem verschlossen”</strong><br />
<strong>Zu den geschicktesten Schachzügen der antisemitischen Diktatur     des Hitlerverehrers Getulio Vargas gehörte, den Schriftsteller Stefan     Zweig in die Auslandspropaganda des Regimes einzuspannen und  gewünschte    Brasilienklischees weltweit zu verbreiten. Die Wirkungen  sind bis  heute   spürbar: Vor 65 Jahren veröffentlichte Stefan Zweig  sein Buch   “Brasilien  &#8211; ein Land der Zukunft” &#8211; bis heute ist es ein    Weltbestseller, ein  Klassiker der Brasilienliteratur und weckt auch  bei   Deutschen aller  Generationen nach wie vor Interesse, sogar    Begeisterung für das  Tropenland.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/19/gestapo-folter-unter-brasiliens-diktator-getulio-vargas-trager-des-bundesverdienstkreuzes-der-fall-des-deutschen-harry-berger/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/19/gestapo-folter-unter-brasiliens-diktator-getulio-vargas-trager-des-bundesverdienstkreuzes-der-fall-des-deutschen-harry-berger/</a></p>
<p><strong> Wer Brasiliens gravierende  Menschenrechtsprobleme,    Rassismus und fortexistierende  Sklavenhaltermentalität, die keineswegs    neuen Sozialkontraste indessen  genauer kennt, fragt sich bei der    Lektüre des literarischen  Meisterwerks, ob Zweig nicht gelegentlich    irrte, idealisierte,  romantisierte, übertrieb, gar opportunistisch mit    historischen  Wahrheiten umsprang, sich da realitätsfremd ein    Tropenparadies  zurechtschrieb. Der brasilianische Zweig-Biograph    Alberto Dines aus Sao  Paulo spart just aus solchen Gründen nicht mit    Kritik.<br />
Dines hat bei der edition Büchergilde in Frankfurt am Main seine rund     700 Seiten starke Zweig-Biographie „Tod im Paradies” veröffentlicht.<br />
Der Journalist und Autor zählt zu den bekannten jüdischen     Persönlichkeiten Brasiliens und hat als Junge Stefan Zweig in Rio de     Janeiro noch persönlich kennengelernt. Wer heute dessen Werk „Brasilien “     ein Land der Zukunft” lesen und verstehen wolle, so Dines im     Website-Exklusivinterview, müsse stets die Persönlichkeit, das     Charakterprofil des Dichters sowie den damaligen historischen Kontext im     Blick haben. Dies betreffe Zweigs Lob für Brasiliens Rassenharmonie     ebenso wie seine Beschönigung des Lebens in den Slums. Neue Studien     brasilianischer Wissenschaftler, aber auch der Vereinten Nationen,     beschreiben das grauenhafte Ausmaß von Rassismus und Diskriminierung in     Brasilien. „Just der brasilianische Staat”, so 2006 Lucia Xavier von    der  NGO „Criola” in Rio, „welcher den Mythos von der Rassendemokratie     konstruierte, pflegt den institutionalisierten Rassismus.” War er     während Stefan Zweigs Aufenthalt etwa abgemildert, schwächer als heute?     „Damals war all das noch viel grauenhafter”, konstatiert Alberto   Dines.   Laut Stefan Zweig löste Brasilien die Rassenfrage geradezu    beispielhaft  und bewundernswert. Alle Rassen, so der Dichter, lebten in    vollster  Eintracht miteinander. Dines setzt dagegen, daß von einer    Lösung der  Rassenfrage weder damals noch heute die Rede sein kann.    „Aber es gab  damals nicht jenen aggressiven Rassismus, den Zweig aus    Europa kannte.  Stefan Zweig war kein Sozialwissenschaftler, kein    Anthropologe, kein  Wirtschaftsexperte &#8211; und sprach auch nicht    portugiesisch.” Deshalb kommt  er wohl zu der irrigen Annahme, in    Brasilien fehlten ein abfälliges,  rassistisches Vokabular,    herabsetzende Worte über Negros. „Solche  Begriffe gibt es durchaus”,    meint Dines. „Es ist unbestreitbar, daß man  viele Jahre braucht, um in    das Leben Brasiliens wirklich einzutauchen &#8211;  und Stefan Zweig sagt    selbst, er sei nur kurze Zeit hier gewesen, habe  nur wenige Orte    besucht. Er war auch kein politisierter Mensch, er  täuschte, irrte    sich, auch in politischen Fragen Brasiliens. Ich denke,  er hat die    Augen vor vielem verschlossen, ich bin da sehr kritisch.”<br />
So behauptet Zweig realitätswidrig, in Brasilien habe man noch nie von     Brutalität gegenüber Tieren, gar von Hahnenkämpfen gehört. Der große     Zweig kann für diese Anmerkung nur ungläubiges Kopfschütteln ernten &#8211;     denn gerade die grausamen Hahnenkämpfe waren damals in Brasilien &#8211;  und    auch in der Region von Rio de Janeiro &#8211; außerordentlich beliebt.  Schwer    vorstellbar, daß Zweig davon nichts mitbekommen hatte. Das   entsetzliche   Vergnügen hatten die portugiesischen Kolonisatoren   mitgebracht, seit   1530 gibt es darüber Berichte. Und selbst Staatschef   Lulas PR-Manager   Duda Mendonca ist bis heute Fan von Hahnenkämpfen,   die ganze Spitze der   Arbeiterpartei wußte stets davon. Bei den von   Anbeginn der  Kolonisierung  bis heute üblichen Brandrodungen sterben   ungezählte, auch  seltenste,  vom Aussterben bedrohte Tiere auf   grausamste Art,  verbrennen lebendig &#8211;  und jeder Brasilianer weiß das   genau. Angesichts  des heute wie damals  extrem sozialdarwinistischen   Alltags von Brasilien  erscheint Zweigs  Beschreibung des   brasilianischen Nationalcharakters,  der  Landesmentalität teilweise wie   ein schlechter Witz. Hans Stern aus  Rio,  jüdischer Besitzer eines   Juwelierkonzerns, nennt Zweigs  Brasilienbuch  daher   „opportunistisch”:”Da schwärmt er von der Harmonie  der Rassen, von  der   Herzensgüte des Volkes, von den bunten, lebhaften  Tropen, in denen    alles blüht, auch wenn es mal welkt.” Zu Zweigs  Zeiten, in den   vierziger  Jahren sei Brasilien ein ganz primitiver Staat  gewesen.<br />
–Zweigs „Geschäft” mit der Vargas-Diktatur “ Buch im Tausch gegen Dauervisum<br />
Alberto Dines erinnert daran, daß damals, 1941, in Brasilien der     Diktator Getulio Vargas an der Macht war, es eine faschistische Partei     mit 600000 Mitgliedern gab, die Politik, die öffentliche Meinung von     grauenhaftem, aggressivem Antisemitismus geprägt waren. Das     Außenministerium “ voller Antisemiten. „1941 schrieben Zeitungen, die     Copacabana sei nicht wiederzuerkennen &#8211; verpestet von Leuten mit     Judennasen!” Regimegegner wurden gefoltert. Ein Vargas-Dekret verbot zur     Hitlerzeit, europäischen Juden, die nach Brasilien flüchten wollten,     ein Einreisevisum auszustellen “ ungezählte endeten deshalb in den   KZs.   Für die brasilianische Historikern Maria Tucci Carneiro aus Sao   Paulo   ist die Vargas-Regierung mitschuldig an nazistischer Ausrottung,   was   sich jeder Brasilianer endlich einmal bewußt machen sollte.<br />
Schon 1936 hatte der als antisemitisch verschriene Diktator Vargas in     Rio taktisch geschickt Stefan Zweig empfangen “ genau zwei Tage später     lieferte Vargas die Jüdin Olga Benario an Hitlerdeutschland aus, in     Bernburg wurde sie vergast. „Am 27.August 1936 war die Nachricht von  der    Auslieferung in den brasilianischen Zeitungen.”<br />
Damals ist der deutschstämmige Filinto Müller gefürchteter Chef der     politischen Polizei, hält mit seinen Leuten enge Kontakte zur Gestapo,     läßt von ihr in Berlin seine Nachwuchskader ausbilden. Alberto Dines     konstatiert: ”Dieses Visum war damals eine kostbare Sache für jeden     Juden, der aus Europa flüchten wollte. Und Stefan Zweig machte eben ein     Negocio, Geschäft mit der Vargas-Regierung “ er schrieb ein Buch     zugunsten Brasiliens im Tausch gegen ein Dauervisum, erhielt es mit     unglaublicher Leichtigkeit. Und wenn er ein Buch verfaßt, das günstig     für das Land ist, wird er eben bestimmte Dinge nicht sagen.” Jorge  Amado    nennt es ein Auftragswerk. Zweig, so heißt es, habe enge  Kontakte zu    Diktator Vargas unterhalten. Dieser wird stets positiv  erwähnt.<br />
Das Vargas-Regime macht vorhersehbar offen Propaganda für „Brasilien “     ein Land der Zukunft”. Lourival Fontes, rechte Hand von Vargas und  sein    Propagandachef, charakterisiert das Buch als Dienst an der     brasilianischen Nation. Ausgerechnet vom Goebbels dieses Vargas ließ     sich Zweig, der sich mit Brasilianern nicht in ihrer Landessprache     unterhalten konnte(!), einen Übersetzer stellen sowie eine Reise in den     Nordost-Teilstaat Pernambuco finanzieren. Biograph Dines erinnert    daran,  daß ausgerechnet Mussolini jenen hochintelligenten    Propagandachef  überschwenglich lobte. In der ganzen Welt verstünden nur    drei Personen  den Faschismus “ Fontes sei einer davon. „Mit Stefan    Zweig und anderen  jüdischen Persönlichkeiten ging Fontes sehr    freundschaftlich um &#8211; dem  vor den Nazis geflohenen französischen Juden    Max Fischer half er sogar,  einen Verlag zu gründen. Das ist wichtig “    man muß die brasilianische  Ambiguidade, Zweideutigkeit verstehen,    Brasilien ist ein zweideutiges  Land.” Hat Zweig dies verstanden? „Ah “    das weiß ich nicht.”<br />
Zudem war Stefan Zweig laut Dines eine empfindsame, ängstliche Person,     die nicht polemisierte und auch nicht diskutierte. „Ich hätte nicht  wie    Zweig reagiert “ der damals bereits tief depressiv war. Denn  Zweig   hatte  ja Angst vor dem Krieg, flüchtete deshalb nach Brasilien “  doch   der  Krieg kam ihm nach. In Rio wurden Zivilschutzübungen  abgehalten,   wegen  der deutschen U-Boote lag nachts die Copacabana im  Dunkel.”<br />
Dines zitiert Zweigs Gastgeber in Rio, Abrahao Koogan, der über den     Dichter auf einer Konferenz sagte: ”Er war ein feiger Mensch.”<br />
Als „Brasilien “ ein Land der Zukunft” herauskam, wurde es von der     Presse wegen verschiedenster Ungereimtheiten arg verrissen “ doch     jeglicher Hinweis auf politische Aspekte, gar auf die unterlassene     Kritik am Antisemitismus, fehlte durchweg. Denn wer dies gewagt hätte,     so Alberto Dines, wäre unter der Vargas-Diktatur womöglich verhaftet     worden. Zweig antwortet auf die Vorwürfe “ ausgerechnet in einer wenig     gelesenen Zeitung der Vargas-Regierung. Manche Buch-Zitate Zweigs   wirken   wie pure Vargas-PR:”Wer das Brasilien von heute erlebt, hat   einen  Blick  in die Zukunft getan.” Oder:”Wer Brasilien wirklich zu   erleben  weiß,  der hat Schönheit genug für sein halbes Leben gesehen.”   Bis heute  werden  solche Zweig–Sprüche selbst von der Reisebürowerbung   gerne  übernommen.<br />
In dem Brasilienbuch brilliert er mit anschaulichen Beschreibungen der     nationalen Industrie, der enormen Bodenschätze, der Landwirtschaft.     Nichts davon stammt von ihm, alles hat er von dem Wirtschaftsexperten     Roberto Simonsen übernommen, wie Alberto Dines betont.<br />
Dann zählt er verschiedene Irrtümer Zweigs auf. In Sao Paulo begeisterte     sich dieser an einem Modellgefängnis, das nach den Methoden eines     deutschen Pädagogen und Mediziners geführt wurde. ”Stefan Zweig glaubte     damals, Brasilien nutze Wissen und Erfahrung anderer Völker  landesweit    und habe daher alle Möglichkeiten zum Wachsen. Doch just  dieses    Modellgefängnis von Sao Paulo wurde zu einer entsetzlichen  riesigen    Anstalt namens CarandirÃ¹ ausgebaut, zur Hölle für unzählige  Häftlinge.    Zweig konnte nicht voraussehen, daß Brasilien ins  Stocken, ja zum    Stillstand kommen würde. Man investierte weder in die  Gefängnisse noch    in die Schulbildung. Statt echter Entwicklung nur  pharaonische  Projekte,   dazu die Auswirkungen der  Bevölkerungsexplosion, der  Korruption und   vieler anderer negativer  Faktoren. Brasilien hat sich  brutalisiert.”<br />
Stefan Zweig hätte auch die Folgen der tiefverwurzelten     Sklavenhaltermentalität erwähnen, den Horror der brasilianischen     Sklaverei schildern müssen. Nichts davon “ stattdessen betont er, in     keinem anderen Land seien die Sklaven so relativ humanitär behandelt     worden. Er gewinnt dem elenden Leben der schwarzen Sklavennachfahren     sogar pittoreske Seiten ab, beschreibt die Schwarzen als fröhlich und     glücklich.<br />
–Dichterisch-journalistische Sorgfaltspflicht”„Er erfand das Paradies”–<br />
”Nur ein einziges Mal war er in einem Slum und idealisierte daraufhin     das einfache Leben der Leute dort. Andere prominente Zugereiste,     darunter Soziologen und selbst Orson Welles, hoben ebenfalls nur die     pittoresken Aspekte der Armut hervor. Zweig täuschte sich “ aber das     entsprach ja seinem idealisierenden, romantisierenden Naturell. Er     erfand das Paradies. Sicherlich hatte er dafür einige konkrete Elemente,     denn es gab gute Dinge in Brasilien. Doch jenes Paradies, das er da     erdichtete, hat seinen Selbstmord nicht verhindert.”</strong></p>
<h2>Rio+20, Scheiterhaufenstadt Rio de Janeiro:  Der Tod des Kameramanns    Gelson Domingos bei Feuergefecht, Video  anklicken. “Abatido no    front.”(O Globo) Brasiliens Fotojournalismus. Wem  nützen    Banditendiktatur und immer mehr No-Go-Areas? Stadtpolitik unter  der    Regierung von Dilma Rousseff. Brasiliens unbequeme Realitäten.     Atomkraftwerk Angra 3 bei Rio im Bau. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11463" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-menschenrechtslage/" rel="tag">Brasiliens Menschenrechtslage</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/gelson-domingos/" rel="tag">Gelson Domingos</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/stadtkrieg-von-rio-de-janeiro/" rel="tag">Stadtkrieg von Rio de Janeiro</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/kameramannriotot.JPG" alt="kameramannriotot.JPG" /></p>
<p><strong>Ausriß. Gelson Domingos, verheiratet, drei Kinder &#8211; mehrfach preisgekrönt. Die MG-Salve durchdrang die Schutzweste.</strong></p>
<p>Video anklicken:</p>
<p><a href="http://exame.abril.com.br/economia/brasil/noticias/veja-ultimas-imagens-do-cinegrafista-da-band-que-morreu-em-tiroteio-em-favela"><strong>http://exame.abril.com.br/economia/brasil/noticias/veja-ultimas-imagens-do-cinegrafista-da-band-que-morreu-em-tiroteio-em-favela</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/02/baukultur-made-in-germany-ausstellung-in-sao-paulo-dr-ulrich-hatzfeld-bundesministerium-fur-verkehr-bau-und-stadtentwicklung-sigurd-trommer-prasident-der-bundesarchitektenkammer-bei-eroff/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/02/baukultur-made-in-germany-ausstellung-in-sao-paulo-dr-ulrich-hatzfeld-bundesministerium-fur-verkehr-bau-und-stadtentwicklung-sigurd-trommer-prasident-der-bundesarchitektenkammer-bei-eroff/</strong></a></p>
<p><strong>Wie starb der mehrfach preisgekrönte TV-Reporter Tim Lopes?     Laut  Polizeibericht entdeckten ihn Banditen in der Favela Vila   Cruzeiro   von  Rio de Janeiro &#8211; Tim Lopes wurde zuerst gefoltert, dann   rammten   ihm die  Gangster einen Spieß in den Brustkorb, hackten seine   Füße ab   und  verbrannten ihn lebendig in Autoreifen &#8211; siehe Szene  aus  ”Tropa de    Elite”.</strong></p>
<p><strong><a href="http://g1.globo.com/rio-de-janeiro/noticia/2011/11/patrulhamento-e-reforcado-em-favela-do-rio-onde-cinegrafista-foi-morto.html"><strong>http://g1.globo.com/rio-de-janeiro/noticia/2011/11/patrulhamento-e-reforcado-em-favela-do-rio-onde-cinegrafista-foi-morto.html</strong></a><br />
</strong></p>
<p><strong>YouTube-Video von Feuergefecht in Rio anklicken:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/17/krieg-auf-dem-morro-dos-macacos-von-rio-de-janeiro-youtube-anklicken-bope-im-einsatz/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/17/krieg-auf-dem-morro-dos-macacos-von-rio-de-janeiro-youtube-anklicken-bope-im-einsatz/</strong></a></p>
<p><strong>In europäischen Analysen ist häufig von einer energischen        Kriminalitätsbekämpfung im Vorfeld von Fußball-WM und olympischen        Spielen die Rede &#8211; in Brasilien selbst wird dies wie üblich völlig        anders gesehen.   </strong></p>
<p><strong>Brasiliens Scheiterhaufen:</strong></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/668242/"><strong>http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/668242/</strong></a></p>
<p><strong>Scheiterhaufen-Theaterstück in Deutschland, Österreich, der Schweiz offenbar noch nicht aufgeführt:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/29/brasiliens-scheiterhaufen-erstmals-in-einer-anklagenden-inszenierung-der-scheiterhaufenstadt-rio-de-janeiro-zu-sehen/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/29/brasiliens-scheiterhaufen-erstmals-in-einer-anklagenden-inszenierung-der-scheiterhaufenstadt-rio-de-janeiro-zu-sehen/</strong></a></p>
<p><strong>Wem nützt die Banditendiktatur?</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/15/wem-nutzen-banditendiktatur-und-immer-mehr-no-go-areas/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/15/wem-nutzen-banditendiktatur-und-immer-mehr-no-go-areas/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/12/ein-guter-freund-und-langjahriger-nachbar-theaterregisseur-vicente-maiolino-in-rio-de-janeiro-bergstadtteil-santa-teresa-durch-12-schusse-getotet-kein-hinweis-auf-tater/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/12/ein-guter-freund-und-langjahriger-nachbar-theaterregisseur-vicente-maiolino-in-rio-de-janeiro-bergstadtteil-santa-teresa-durch-12-schusse-getotet-kein-hinweis-auf-tater/</strong></a></p>
<p><strong>Aus Europa erhält die Regierung unter Dilma Rousseff sehr viel Lob.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/24/mord-wichtigste-todesursache-bei-jungen-brasilianern-zwischen-15-und-24-jahren-sicherheits-und-menschenrechtspolitik-unter-lula-rousseff/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/24/mord-wichtigste-todesursache-bei-jungen-brasilianern-zwischen-15-und-24-jahren-sicherheits-und-menschenrechtspolitik-unter-lula-rousseff/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/zeitungsfotoermordeterziege.JPG" alt="zeitungsfotoermordeterziege.JPG" /></p>
<p><strong>Zeitungsfoto aus Rio, Ausriß: Ermordeter in Favela neben Ziege.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/</strong></a></p>
<p>Atomkraftwerk Angra 3:</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/19/brasilien-atomkraftwerke-angra-3-im-bau-bei-rio-de-janeiro-doppelseitige-regierungspropaganda-in-qualitatszeitungen-energie-fur-neue-zeiten/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/19/brasilien-atomkraftwerke-angra-3-im-bau-bei-rio-de-janeiro-doppelseitige-regierungspropaganda-in-qualitatszeitungen-energie-fur-neue-zeiten/</strong></a></p>
<p><strong>Was Brasiliens Fotoreporter u.a. in Rio de Janeiro festhielten &#8211; Brasiliens unbequeme Realitäten:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</strong></a></p>
<p><strong>Die Aufdringlichkeit der Sinne</strong></p>
<p><strong>Vom machtgeschützten Verlust der gesellschaftlichen Sehkraft &#8211; Oskar Negt(2000)</strong></p>
<p><strong>“Der Verlust jener in sinnlicher Erfahrung begründeten       Urteilsfähigkeit der Menschen hat in unserem Jahrhundert für viele       Menschen tödliche Folgen gehabt. Das Wegsehen, die machtgeschützte       Sinnenblindheit, wenn Menschen verfolgt und getrieben, vergewaltigt und       öffentlich gequält werden &#8211; das gehört nicht der Vergangenheit an.”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/29/rio-de-janeiros-militar-zirkus-politik-feiert-sieg-gegen-nicht-vorhandene-feinde-der-slumregion-complexo-do-alemao-banditenkommandos-reichlich-zeit-zum-ruckzug-gelassen-wie-bei-uno-umweltg/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/29/rio-de-janeiros-militar-zirkus-politik-feiert-sieg-gegen-nicht-vorhandene-feinde-der-slumregion-complexo-do-alemao-banditenkommandos-reichlich-zeit-zum-ruckzug-gelassen-wie-bei-uno-umweltg/</strong></a></p>
<h2>Brasilianischer Fotograf Marcio Alexandre von  TV Globo in Rio de     Janeiro mit Mpi-Salve ermordet. Reisewarnungen,  öffentliche Sicherheit     und Gewaltklima unter Lula. Fußball und  Mpi-Gangster &#8211; Rocinha.  Tote    bei WM-Siegesfeier. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=5840" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/tv-globo/" rel="tag"> </a></p>
<p><strong>Laut Polizeiangaben kam der Fotograf mit seinem  elfjährigen     Sohn und zwei anderen Kindern am WM-Sonntag aus einem      FußballstadionÂ und war auf dem Weg nach Hause, als die Killer auf einem      Motorrad heranfuhren und aus einer Mpi und einer Pistole auf ihn      feuerten. Die Täter hätten lediglich das Handy geraubt, hieß es.      Alexandre war verheiratet, hatte drei Kinder.</strong></p>
<h2>“Im Complexo do Alemao geschah eine  Raubzug-Operation. Dutzende von     Reportern und Kameraleuten waren dort &#8211;  doch dies entging ihrer     Beobachtung.” (O Estado de Sao Paulo) Kritik an  Hurra-Berichterstattung     über die Farce des Polizei-und Militäreinsatzes  von Rio de Janeiro.     Viele Fragen über gesteuerten Journalismus. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=8617" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: , <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/complexo-do-alemao/" rel="tag">Complexo do Alemao</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/menschenrechte/" rel="tag">Menschenrechte</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/milita%c2%a4r/" rel="tag">MilitÃ¤r</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/polizei/" rel="tag">Polizei</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/rio-de-janeiro/" rel="tag">Rio de Janeiro</a></p>
<p><strong>Im Zuge der jüngsten Enthüllungen über die  tatsächlichen     Vorgänge bei der Besetzung der Slumregion “Complexo do  Alemao” von Rio     de Janeiro geraten inzwischen immer mehr die  Mainstreammedien und     Mainstreamjournalisten in die Kritik, die in heute  üblicher Manier     offizielle Versionen des Militär-und Polizeieinsatzes  verbreitet     hatten. Brasiliens wichtigste Qualitätszeitung “O Estado de  Sao Paulo”     betont inzwischen, was brasilianische Richter und kirchliche      Menschenrechtsexperten bereits seit dem Beginn der Operation vom      vergangenen November scharf verurteilt hatten, indessen vorhersehbar       bei in-und ausländischen Mainstreammedien kein Gehör fanden. Gemäß der      Analyse der Qualitätszeitung handelte es sich um eine große      Raubzug-Operation. Die Reporter hätten sich als Teil der Kriegsoperation      gesehen und ihr kritisches Potential verloren. “In der Schilderung    war   alles schön und wunderbar &#8211; während real im Schatten Raub und     Plünderung  abliefen.” “O Garimpo envolveu o saque de varias casas de     cidadaos  comuns, perplexos com a furia e a ganancia de seus     salvadores…Aves de  rapina agradecem.”</strong><strong>Brasilianische      Menschenrechtsaktivisten, die zu selber Zeit wie in-und ausländische      Journalisten im Complexo do Alemao recherchierten, berichteten   gegenüber    der Website vom vorherrschenden Klima der Einschüchterung,    Angst   unter  den Slumbewohnern, von staatlichem Terror, Raub.   Massakrierte   habe man  in der üblichen Weise zwecks Beseitigung von   Schweinen   auffressen  lassen. Menschenrechtsaktivisten im Complexo do   Alemao   fürchteten  Repressalien und Ermordung, zögen es vor, daß   jegliche Art   von Protesten  gegen die Menschenrechtsverletzungen fern   der Slumregion   stattfinde und  von Gruppierungen außerhalb des   Teilstaats Rio de   Janeiro organisiert  werde. Ein Blick auf Berichte   über die   Besetzungsaktion zeigt, daß in  nicht wenigen Medien offenbar   verboten   war, derartige kritische Stimmen  überhaupt zu erwähnen. </strong></p>
<p><strong>Nicht nur in Brasilien ist allgemein bekannt, daß es bei      Polizei-und Militäraktionen in Favelas fast stets zu derartigen      gravierenden Menschenrechtsverletzungen kommt. Umso merkwürdiger mutet      an, daß just in Berichten von ausländischen Reportern, die vor Ort      waren,  solche nunmehr offengelegten Fakten komplett fehlen. Was war  da     passiert, welche Abstimmungen erfolgten mit den zuständigen     Redaktionen?  Fragen über Fragen, viel Stoff für     Kommunikationswissenschaftler. </strong></p>
<p><strong>Zu den gerne weltweit verbreiteten offiziellen Versionen      zählte just im November 2010, mitten in den Raub-und Gewaltaktionen,       auch die Einschätzung eines Rio-Polizeichefs, wonach man den Bewohnern      des Complexo do Alemao die Freiheit gebracht habe. Präsidentin  Dilma     Rousseffs neuer Justizminister nannte laut Landesmedien die      Besetzungsaktion ein “Modell und Beispiel für das ganze Land”.</strong></p>
<p><strong> </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/11/militarische-besetzung-des-complexo-do-alemao-von-rio-de-janeiro-ist-modell-und-beispiel-fur-das-ganze-land-zitieren-brasiliens-landesmedien-neuen-justizminister/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/11/militarische-besetzung-des-complexo-do-alemao-von-rio-de-janeiro-ist-modell-und-beispiel-fur-das-ganze-land-zitieren-brasiliens-landesmedien-neuen-justizminister/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/17/rio-de-janeiros-bejubelter-militareinsatz-in-der-slumregion-complexo-do-alemao-neue-enthullungen-uber-tatsachliche-vorgange/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/17/rio-de-janeiros-bejubelter-militareinsatz-in-der-slumregion-complexo-do-alemao-neue-enthullungen-uber-tatsachliche-vorgange/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/02/riocomplexosoldaten2006.JPG" alt="riocomplexosoldaten2006.JPG" /></p>
<p><strong>Militäreinsatz von 2006 im Complexo do Alemao &#8211; mit den bekannten Resultaten… </strong></p>
<p><strong>Fotoserie:</strong>  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</a></p>
<p>Folter und Haftbedingungen in Brasilien – Amnesty-Bericht 2010</p>
<p>Nach wie vor waren Häftlinge grausamen, unmenschlichen oder      erniedrigenden Bedingungen ausgesetzt. Folter wurde als gängige      Verhörmethode zur Bestrafung, Kontrolle, Erniedrigung und Erpressung      eingesetzt. Auch die Überbelegung der Haftanstalten blieb ein      ernsthaftes Problem. Die Kontrolle der Hafteinrichtungen durch Banden      führte zu einer hohen Gewalttätigkeit unter den Häftlingen. Das Fehlen      unabhängiger Kontrollinstanzen sowie ein hohes Maß an Korruption    sorgten   für eine weitere Verfestigung der Gewaltprobleme im Straf- und      Jugendstrafvollzug.</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/22/brasiliens-kulturexport-nur-02-prozent-vom-weltvolumen-retrato-de-um-pais-que-nao-exporta-sua-cultura-o-estado-de-sao-paulo-brasilianische-musik-verkauft-sich-garnicht-so-gut-im-ausland/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/22/brasiliens-kulturexport-nur-02-prozent-vom-weltvolumen-retrato-de-um-pais-que-nao-exporta-sua-cultura-o-estado-de-sao-paulo-brasilianische-musik-verkauft-sich-garnicht-so-gut-im-ausland/</a></p>
<p><strong>Hintergrund Favelas &#8211; Österreichs Südwind-Magazin:</strong></p>
<p><strong><a href="http://www.suedwind-magazin.at/start.asp?ID=234729&amp;rubrik=31&amp;ausg=200304"><strong>http://www.suedwind-magazin.at/start.asp?ID=234729&amp;rubrik=31&amp;a</strong></a></strong></p>
<h2>Brasilien: “Tropa de Elite 2? &#8211; noch  dokumentarischer als der     Berlinale-Gewinner. Landeskunde pur über die  Sicherheits-und     Menschenrechtspolitik unter Lula. “Porém, os principais  inimigos do     herói são mesmo os políticos, mostrados em vários formatos.”      USP-Studenten Sao Paulos: “Genauso ist leider unser Brasilien heute, da      wurde nichts übertrieben. Man muß um das Leben von Regisseur Padilha      fürchten.” Constantin Costa-Gavras. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=6779" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/tropa-de-elite-2/" rel="tag"> </a></p>
<p><strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/14/wagner-moura-und-jose-padilha-bei-debatte-uber-tropa-de-elite-2-in-sao-paulo-ich-votiere-in-der-stichwahl-fur-keinen-der-beiden-kandidatenpadilha/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/14/wagner-moura-und-jose-padilha-bei-debatte-uber-tropa-de-elite-2-in-sao-paulo-ich-votiere-in-der-stichwahl-fur-keinen-der-beiden-kandidatenpadilha/</a></strong></p>
<p><strong>Der neue, ab sofort landesweit gezeigte Streifen von      Regisseur José Padilha ist noch erheblich näher an der derzeitigen      Realität der größten Demokratie Lateinamerikas als Vorläufer und      Berlinale-Gewinner “Tropa de Elite”. Wer die hiesigen Zustände aus der      Nähe kennt, ersetzt im Film gezeigte Figuren des öffentlichen Lebens      beinahe zwangsläufig im Kopf sofort durch passende real  existierenden     Personen &#8211; denkt bei Opfern der Gewaltkultur, der      Menschenrechtssituation an brasilianische Freunde und Bekannte, die      ebenfalls sadistisch umgebracht, gar lebendig verbrannt worden sind. In      dem Film werden eine Journalistin und ein Fotograf Rio de Janeiros      verbrannt. Ein Menschenrechtsaktivist, der sich gegen die  Slum-Diktatur     auflehnt, Abgeordneter wird, erinnert sehr an einen  real  existierenden    politischen Gegner der paramilitärischen Milizen,  an  Marcelo Freixo.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/10/tropa2scheiterhaufen.JPG" alt="tropa2scheiterhaufen.JPG" /></p>
<p><strong>Banditen verbrennen die Journalistin und den Fotografen &#8211; ein Gangster hält in der Hand einen verkohlten Menschenkopf.  <strong>Wie      starb der mehrfach preisgekrönte TV-Reporter Tim Lopes? Laut      Polizeibericht entdeckten ihn Banditen in der Favela Vila Cruzeiro von      Rio de Janeiro &#8211; Tim Lopes wurde zuerst gefoltert, dann rammten ihm   die    Gangster einen Spieß in den Brustkorb, hackten seine Füße ab und      verbrannten ihn lebendig in Autoreifen &#8211; siehe Szene aus      Berlinale-Gewinner ”Tropa de Elite”. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</a></strong></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/28/cnn-brasilien-ist-coolste-nation-der-welt/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/28/cnn-brasilien-ist-coolste-nation-der-welt/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/10/tropmatiasbandit.JPG" alt="tropmatiasbandit.JPG" /></p>
<p><strong>BOPE-Capitao Matias und Rio-Bandit.</strong></p>
<p><strong>”Die Politiker erkennen sich wieder. Es gibt keinen      Politiker, der nicht auf Fotos an der Seite von Angehörigen      paramilitärischer Milizen abgebildet ist.” Regisseur José Padilha. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/19/erfolgsfilm-tropa-de-elite-2-und-ubersturzte-reaktionen-3-monate-vor-lulas-abtreten-besetzt-spezialeinheit-scheiterhaufen-hinrichtungsstatte-in-rio-slum/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/19/erfolgsfilm-tropa-de-elite-2-und-ubersturzte-reaktionen-3-monate-vor-lulas-abtreten-besetzt-spezialeinheit-scheiterhaufen-hinrichtungsstatte-in-rio-slum/</a></strong></p>
<p><strong>“Mit Tropa de Elite 2 klagt Padilha die Politik und die Politiker an.” Kritiker Luiz Zanin Oricchio in “O Estado de Sao Paulo”</strong></p>
<p><strong>Bizarre Rio-Realität November 2010: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/25/rio-de-janeiro-polizeipannen-ohne-ende-tv-helikopter-zeigt-live-lange-zeit-uber-250-schwerbewaffnete-slum-banditen-wahrend-die-spezialeinheiten-unfahig-zu-entsprechendem-eingreifen-sind/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/25/rio-de-janeiro-polizeipannen-ohne-ende-tv-helikopter-zeigt-live-lange-zeit-uber-250-schwerbewaffnete-slum-banditen-wahrend-die-spezialeinheiten-unfahig-zu-entsprechendem-eingreifen-sind/</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/10/padilhamoura4.JPG" alt="padilhamoura4.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/04/auch-am-wahltag-patrouillierten-mit-mpis-bewaffnete-banditen-sogar-auf-motorradern-in-rio-slums-wie-rocinha-berichtet-landespresse-politik-und-organisiertes-verbrechen-in-brasilien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/04/auch-am-wahltag-patrouillierten-mit-mpis-bewaffnete-banditen-sogar-auf-motorradern-in-rio-slums-wie-rocinha-berichtet-landespresse-politik-und-organisiertes-verbrechen-in-brasilien/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/08/jurandir-freire-costa-therapeut-professor-an-der-staatsuniversitat-von-rio-de-janeirouerj-in-brasilien-herrscht-ethisch-moralische-schizophrenie/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/08/jurandir-freire-costa-therapeut-professor-an-der-staatsuniversitat-von-rio-de-janeirouerj-in-brasilien-herrscht-ethisch-moralische-schizophrenie/</a></p>
<p><strong>Brasiliens Schriftsteller Zuenir Ventura aus Rio weist in      seiner Pressekolumne ebenfalls auf diese Ähnlichkeiten: “Um exercicio é      identificar em “Tropa de elite 2? os personagens reais que se   escondem    ou se disfarcem em cada tipo criado pelo diretor José   Padilha. Eles    compoem a paisagem politica do Rio de Janeiro dos   ultimos anos. Esse    aqui lembra aquele ex-secretario de Seguranca que   teria virado    deputado federal com apoio dos milicianos. Esse outro é  o  deputado    estadual Marcelo Freixo, ameacado de morte por sua acao   contra as    milicias. O governador ficticio, porem, `nao é nenhum e  sao  todos, como    informa o diretor…Mais complexo do que o primeiro, o   numero 2 desvenda  a   promiscuidade etre as forcas da ordem e da   desordem…Padilha nao    perdoa…A seguranca publica do Rio estava nas   maos dos bandidos.”  Immer    wieder erstaunlich und sehr beneidenswert   die Freiheit der    brasilianischen Journalisten, über die Realität des   eigenen Landes zu    berichten. </strong></p>
<p><strong>“Lula besser als Wagner Moura”: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/19/lula-ist-der-groste-schauspieler-des-landes-besser-als-wagner-moura-laut-regisseur-fernando-meirellescity-of-god-blindness/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/19/lula-ist-der-groste-schauspieler-des-landes-besser-als-wagner-moura-laut-regisseur-fernando-meirellescity-of-god-blindness/</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/10/wagnermoura1.JPG" alt="wagnermoura1.JPG" /></p>
<p><strong>Lulas Sicherheits-und Menschenrechtspolitik und der Tourismus: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/03/braslien-tourismus-stagniert-seit-zehn-jahren-degradierung-und-gefuhl-der-unsicherheit-helfen-erklaren-warum-der-jahresdurchschnitt-auslandischer-touristen-seit-1999-nicht-funf-millionen-uberste/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/03/braslien-tourismus-stagniert-seit-zehn-jahren-degradierung-und-gefuhl-der-unsicherheit-helfen-erklaren-warum-der-jahresdurchschnitt-auslandischer-touristen-seit-1999-nicht-funf-millionen-uberste/</a></strong></p>
<p><strong>Padilha erweist sich erneut als ausgezeichneter Kenner,      intimer Beobachter Brasiliens, das wegen seiner Politik auch aus      Mitteleuropa sehr viel Lob erhält &#8211; der Film macht mögliche Gründe      nachvollziehbar.  Teil der Film-Landeskunde ist ein Hubschrauberflug      über die Regierungsbauten von Oscar Niemeyer in Brasilia, von den      Ministerien bis zu Nationalkongreß und Präsidentenpalast &#8211;      politisch-soziologisch eingebunden in die Handlung des Streifens. Die      Realitätsnähe könnte dem Kunstwerk einen weiteren Berlinale-Gewinn      einbringen &#8211; oder noch mehr Verrisse als beim Vorläufer.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/04/16/achtung-bewohner-vermeidet-an-kriegstagen-die-hauser-zu-verlassen-danke-comando-vermelho/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/04/16/achtung-bewohner-vermeidet-an-kriegstagen-die-hauser-zu-verlassen-danke-comando-vermelho/</a></p>
<p><strong>Regisseur Constantin Costa-Gavras, der den Vorläufer “Tropa      de Elite” 2008 mit dem “Goldenen Bären” der Berlinale auszeichnete,   hat    gegenüber der Presse erneut gewürdigt,  wie Kollege José Padilha   die    Schuld des Staates für die Gewalt herausstellt. </strong></p>
<p><strong>Wem nützt die Slum-Diktatur? <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/15/wem-nutzen-banditendiktatur-und-immer-mehr-no-go-areas/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/15/wem-nutzen-banditendiktatur-und-immer-mehr-no-go-areas/</a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/06/tropa-de-elite-2-offizieller-trailer-anklicken-interessante-politische-und-soziokulturelle-einblicke-in-den-alltag-des-strategischen-partners-brasilien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/06/tropa-de-elite-2-offizieller-trailer-anklicken-interessante-politische-und-soziokulturelle-einblicke-in-den-alltag-des-strategischen-partners-brasilien/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/10/tropadeelite2kino.JPG" alt="tropadeelite2kino.JPG" /></p>
<p><strong>Rua Augusta, Sao Paulo.</strong></p>
<p><strong>“Die Realität ist schlimmer als der Film”: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/13/tropa-de-elite-2-die-realitat-ist-schlimmer-als-der-film-laut-regisseur-jose-padilha/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/13/tropa-de-elite-2-die-realitat-ist-schlimmer-als-der-film-laut-regisseur-jose-padilha/</a></strong></p>
<p><a href="http://g1.globo.com/pop-arte/noticia/2010/10/infelizmente-o-brasil-vai-continuar-o-mesmo-depois-do-filme-diz-padilha.html">http://g1.globo.com/pop-arte/noticia/2010/10/infelizmente-o-brasil-vai-continuar-o-mesmo-depois-do-filme-diz-padilha.html</a></p>
<p><a href="http://cinema.uol.com.br/ultnot/2010/10/06/em-tropa-de-elite-2-jose-padilha-aponta-culpados-na-esfera-do-poder-publico.jhtm">http://cinema.uol.com.br/ultnot/2010/10/06/em-tropa-de-elite-2-jose-padilha-aponta-culpados-na-esfera-do-poder-publico.jhtm</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/01/hit-der-fusball-wm-in-sudafrika-rap-das-armas-aus-rio-de-janeiro-musik-des-berlinale-gewinners-tropa-de-elite-anklicken-zeitgeist/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/01/hit-der-fusball-wm-in-sudafrika-rap-das-armas-aus-rio-de-janeiro-musik-des-berlinale-gewinners-tropa-de-elite-anklicken-zeitgeist/</a></p>
<p><strong>“Das Leben in Brasilien ist leicht und unbeschwert. Probieren      Sie es selbst.” Deutschsprachige Tourismuspropaganda, meist    ganzseitig   geschaltet.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/01/rio-de-janeiro-schweine-fressen-getotete-auf-banditen-verliesen-slums-in-panzerwagen-bestochener-polizisten-massiver-raub-durch-beamte-und-soldaten-laut-berichten-der-folha-de-sao-paulo/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/01/rio-de-janeiro-schweine-fressen-getotete-auf-banditen-verliesen-slums-in-panzerwagen-bestochener-polizisten-massiver-raub-durch-beamte-und-soldaten-laut-berichten-der-folha-de-sao-paulo/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/10/padilhaklein.jpg" alt="padilhaklein.jpg" /></p>
<p><strong>Regisseur José Padilha in Sao Paulo.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/15/tropa-de-elite-2-neuer-film-uber-menschenrechtspolitik-in-brasilien-unter-lula-steuert-zuschauerrekord-an/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/15/tropa-de-elite-2-neuer-film-uber-menschenrechtspolitik-in-brasilien-unter-lula-steuert-zuschauerrekord-an/</a></p>
<p><strong>Film und Realität, Fotodokumentation:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/11/franz-josef-overbeck-neuer-vorsitzender-der-bischoflichen-aktion-adveniat-besucht-erstmals-lateinamerika-im-vorfeld-des-50-jahrigen-bestehens-von-adveniat-2011-overbeck-besucht-franziskanerbischo/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/11/franz-josef-overbeck-neuer-vorsitzender-der-bischoflichen-aktion-adveniat-besucht-erstmals-lateinamerika-im-vorfeld-des-50-jahrigen-bestehens-von-adveniat-2011-overbeck-besucht-franziskanerbischo/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/04/the-worlds-happiest-cities-forbes-rio-de-janeiro-top-of-our-list-good-humor-good-living-carnaval/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/04/the-worlds-happiest-cities-forbes-rio-de-janeiro-top-of-our-list-good-humor-good-living-carnaval/</a></p>
<h1>Das Erste: Drehstart für “Das Traumhotel &#8211; Brasilien”  (AT)</h1>
<p><abbr title="2011-08-29T00:00:00Z"> </abbr></p>
<p><strong>München (ots) &#8211; Am 29. August 2011 ist die erste  Klappe für      eine neue Folge  von “Das Traumhotel” gefallen. Dieses Mal  entführt     Das  Erste seine Zuschauer ins  farbenfrohe und temperamentvolle      Brasilien.  Die Reise mit Hotelbesitzer Markus  Winter führt nach Rio  de     Janeiro  und Salvador da Bahia.(Pressetext)</strong></p>
<p><strong>Köln schließt Städtpartnerschaft mit Rio de Janeiro:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/rio-de-janeiro-und-koln-rucken-naher-zusammen-die-neue-stadtepartnerschaft/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/rio-de-janeiro-und-koln-rucken-naher-zusammen-die-neue-stadtepartnerschaft/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/mordstatistikcopacabanaglobo.JPG" alt="mordstatistikcopacabanaglobo.JPG" /></p>
<p><strong>Ausriß &#8211; Rio de Janeiros Präfektur läßt Ausstellung von       Menschenrechts-NGO über Morde und Gewalt in Rio entfernen. Zur       Begründung hieß es, die Ausstellung schädige den Stadt-Tourismus. </strong> <strong>Die NGO “Rio de Paz” protestierte entsprechend.</strong></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2006/deu05/060?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Endstation Carandiru</a></strong>01.04.2006       | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN Endstation Carandiru Ein       brasilianisches Gericht spricht den Offizier frei, der das größte       efängnismassaker in der Geschichte des Landes zu verantworten hat. Von       Klaus Hart Ein Gericht in der brasilianischen Wirtschaftsmetropole   São     Paulo hat im Februar eine mehrfach lebenslängliche Gefängnisst …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2006/deu05/060?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2000/deu05/107?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Menschenrechtler besorgt über Terror von rechts</a></strong>01.11.2000       | Amnesty Journal Artikel | Brasilien Menschenrechtler besorgt  über      Terror von rechts Der brasilianische Schriftsteller Joao  Silvèrio      Trevisan, 56, Pionier und intellektueller Kopf der  nationalen      Schwulenbewegung, hat die Regierung von Präsident  Fernando Cardoso      aufgefordert, rigoros gegen rechtsextreme Gruppen  vorzugehen, um die      derzeiti …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2000/deu05/107?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/journal/2009/juni/kolumne-kopf-unter-wasser?destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Kolumne: Kopf unter Wasser</a></strong>04.06.2009 | Amnesty Journal Artikel | Kolumne zum Thema “Folter in Brasilien”.</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/journal/2009/juni/kolumne-kopf-unter-wasser?destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2001/deu05/066?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Ganz normales Vorgehen : Ein Fall von Folter beschäftigt die brasilianische Öffentlichkeit</a></strong>01.05.2001       | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN Ganz normales Vorgehen Ein    Fall    von Folter beschäftigt die brasilianische Öffentlichkeit. Er    markiert    jedoch nur die Spitze des Eisbergs. Der Fall schien klar:    Der  23-jährige   Bauarbeiter Alexandre de Oliveira aus Bom Jardim de    Minas,  einem Ort   etwa 200 Kilometer von Rio de Janeiro entfernt,    hatte s …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2001/deu05/066?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2002/deu05/013?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Sklavenarbeit nimmt wieder zu</a></strong>01.02.2002       | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN SKLAVENARBEIT NIMMT WIEDER  ZU      Erst im Jahre 1888 hat Brasilien die Sklaverei offiziell   abgeschafft,     doch es gibt sie bis heute. Vor allem im Norden und   Nordosten wird  sie    von etlichen Großgrundbesitzern in modifizierter   Form  weitergeführt.    Gleichzeitig nimmt die Zahl der Morde an    Landgewerkschaftern …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2002/deu05/013?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1997/deu05/009?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Kein Ende des Mordens in Sicht</a></strong>01.04.1997       | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN Kein Ende des Mordens in   Sicht    In  Brasilien sind auch zehn Jahre nach Ende der Diktatur      Todesschwadronen  aktiv. Die Opfer sind Kinder, Jugendliche, Arme,      Menschenrechtler oder  politische Gegner &#8211; die Gewalt nimmt zu. An einem      Februarnachmittag  geschieht in Rio de Janeiro wieder einmal das,   was    …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1997/deu05/009?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2001/deu05/247?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Folter bleibt alltäglich</a></strong>01.11.2001       | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN Folter bleibt alltäglich In       Brasilien hat die Regierung eine Kampagne gegen die Folter  gestartet.      Menschenrechtler sind eher skeptisch, was den Erfolg  betrifft. Denn   auch    das Anti-Folter-Gesetz von 1997 hat bisher  nicht die  gewünschte    Wirkung  gehabt. Der Dreißig-Sekunden-TV-Spot  ist gut  gemacht, drasti …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2001/deu05/247?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2000/deu05/033?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Sicherheitskräfte treiben Menschenrechtler in Exil</a></strong>01.10.2000       | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN Sicherheitskräfte treiben       Menschenrechtler ins Exil Der brasilianische Staatschef Cardoso ist       stolz auf seine Menschenrechtspolitik. Doch engagierte  Menschenrechtler      und verfolgte Homosexuelle fliehen ins Ausland und   erhalten dort      politisches Asyl. Wer sich in Brasilien für die  Rechte von Minderh …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2000/deu05/033?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1998/deu05/046?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Brasilien: Schießen mit “Wildwest-Zulage”</a></strong>01.02.1998       | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN Schießen mit   “Wildwest-Zulage”     Die Militärpolizei Brasiliens ist heute   gewalttätiger als während  der    Diktatur. Massaker an Häftlingen,   Straßenkindern und Landlosen  häufen    sich. Menschenrechtler   protestieren gegen eine  “Wildwest-Zulage”, die    Ermordungen belohnt   und zum Töten Unschuldiger  anreizt.   …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1998/deu05/046?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong>1</strong><a href="http://www.amnesty.de/suche?page=1&amp;words=Klaus+Hart&amp;search_x=0&amp;search_y=0&amp;form_id=ai_search_form_block" title="Gehe zu Seite 2">2</a><a href="http://www.amnesty.de/suche?page=1&amp;words=Klaus+Hart&amp;search_x=0&amp;search_y=0&amp;form_id=ai_search_form_block" title="nächste Seite">nächste Seite</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2004/deu05/108?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Geld oder Gewehre: Mit Hilfe einer Kampagne versucht die Regierung Waffen abzukaufen</a></strong>01.09.2004       | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN Brasilianisches Roulette In     kaum   einem anderen Land der Welt sterben so viele Einwohner durch       Schusswaffen wie in Brasilien. Jetzt versucht die Regierung, die       privaten Revolver und Gewehre einzusammeln. Was soll ich noch mit den       Schießeisen – in meinem Alter“, sagt die 89-jährige Zulmira de Oli …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2004/deu05/108?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1996/deu05/062?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Die “Hölle auf Erden”</a></strong>01.12.1996       | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN Die “Hölle auf Erden”    Revolten,    Hungerstreiks und Aids bestimmen den Alltag in den völlig    überfüllten    brasilianischen Gefängnissen. Brasilien gilt zwar als  die   zehntgrößte    Wirtschaftsnation, leistet sich aber Haftanstalten,  die   man eher in    Ruanda oder Burundi vermuten würde. Eine im April    verkünde …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1996/deu05/062?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2002/deu05/101?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Staat im Staate</a></strong>01.10.2002       | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN STAAT IM STAATE In Brasilien       haben sich einflussreiche Verbrechersyndikate entwickelt, die vor    allem    in den Favelas, den Elendsvierteln der Großstädte das soziale    Leben    kontrollieren. In den über achthundert Favelas von Rio de    Janeiro häufen    sich Szenen wie diese: Mehrere Dutzend schwer bewaff …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2002/deu05/101?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1999/deu05/199?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Ungesühnte Gewaltexzesse</a></strong>01.09.1999       | Amnesty Journal Artikel | Brasilien Ungesühnte Gewaltexzesse In    den    Armenvierteln der brasilianischen Großstädte gehört der Terror    zum    Alltag. Bewaffnete Banden, Paramilitärs und die Polizei treiben    hier ihr    Unwesen. Der Staat schaut zu. Rio de Janeiro, Ende Juli    1999: In    Sichtweite des Rathauses und einer Polizeikaserne, ganz in …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1999/deu05/199?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2000/deu05/177?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Nachrichten</a></strong>01.11.2000       | Amnesty Journal Artikel | NACHRICHTEN Brasilien Menschenrechtler       besorgt über Terror von rechts Der brasilianische Schriftsteller   Joao     Silvèrio Trevisan, 56, Pionier und intellektueller Kopf der    nationalen    Schwulenbewegung, hat die Regierung von Präsident Fernando    Cardoso    aufgefordert, rigoros gegen rechtsextreme Gruppen    vorzugehen,  …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2000/deu05/177?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1999/deu05/110?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Nachrichten</a></strong>01.06.1999       | Amnesty Journal Artikel | Nachrichten Brasilien/Deutschland  Keine      Schelte für Präsident Cardoso Menschenrechtler hatten sich  vor dem      Deutschland-Besuch des brasilianischen Präsidenten Fernando  Henrique      Cardoso gefragt, was diesmal wohl anders sein würde. Kam  Cardoso zu      Bundeskanzler Kohl an den Rhein, schlugen ihm  Freundlichkeiten und   …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1999/deu05/110?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1998/deu05/029?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Nachrichten</a></strong>01.06.1998       | Amnesty Journal Artikel | NACHRICHTEN Brasilien Ein Folterer   macht     Karriere Ricardo Fayad ist heute Brigadegeneral &#8211; während der    Diktatur    von 1964 bis 1985 hatte er sich als ausgebildeter  Mediziner   an    Folterungen politischer Gefangener beteiligt. In einer  Kaserne  in  Rio de    Janeiro bestimmte er die Methoden: Celia Manes  erhielt im …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1998/deu05/029?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong>“Cities of Terror” &#8211; WOXX:</strong><br />
<a href="http://archiv.woxx.lu/0700-0799/700-709/703/703p5.pdf"><strong> http://archiv.woxx.lu/0700-0799/700-709/703/703p5.pdf</strong></a></p>
<p><strong><a href="http://www.ila-web.de/brasilientexte/inhalt.htm"><strong>http://www.ila-web.de/brasilientexte/inhalt.</strong></a></strong></p>
<p><strong>Brasilianische Sozialwissenschaftler analysieren die      bürgerliche Demokratie des Tropenlandes  und spezielle      Menschenrechtsverletzungen.</strong></p>
<p><strong>Die rasch wachsenden Slums der brasilianischen      Millionenstädte sind nach Darstellung von Sozialwissenschaftlern und      Sicherheitsexperten regelrechte Parallel-Staaten, No-Go-Areas, in denen      hochbewaffnete Banditenkommandos des organisierten Verbrechens     neofeudal  die Normen bestimmen, die Bevölkerung terrorisieren. Dies     habe  verheerende Auswirkungen auf die Sozialbeziehungen der     Slumbewohner und  paralysiere Protestpotential. In den     Diktaturjahrzehnten habe das  Militär die Ghettos “niedergehalten “     heute habe das organisierte  Verbrechen diese Rolle übernommen. Immer     wieder wird daher die Frage  gestellt, wem derartige Slumstrukturen am     meisten nützen.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/01/zeitungsfotos3cabecas.jpg" alt="zeitungsfotos3cabecas.jpg" /></p>
<p><strong>Rio &#8211; Zeitungsausriß.</strong></p>
<p><strong>„Die Tyrannei des organisierten Verbrechens verhindert      jegliche demokratische Partizipation der Slumbewohner, das      Protestpotential der Armenviertel wird von den lokalen Despoten völlig      erstickt”, analysiert Luiz Eduardo Soares, einer der renommiertesten      brasilianischen Sozialwissenschaftler, der das Bestseller-Buch zum      sozialkritischen Berlinale-Film „Tropa de Elite” mitverfaßt hatte, im      Website-Exklusivinterview.</strong></p>
<p><strong>„Das Interessante ist: Beim  Übergang von der Militärdiktatur     zur Demokratie am Anfang der achtziger  Jahre wurden in den Slums     geradezu massenhaft Verbände, Organisationen,  Bürgerrechtsgruppen     gebildet, erlebten die Sozialbewegungen einen  enormen Aufschwung. Doch     dann haben die schwerbewaffneten  Verbrecherkommandos dies alles   wieder   zunichte gemacht. Sie  kontrollieren ihre Territorien mit   brutaler   Gewalt “ und in Politik und  Wirtschaft kann es durchaus   Leute geben,   die das begrüßen. Solche  Zustände gelten für Rio de   Janeiro und alle   anderen brasilianischen  Städte “ überall wird eine   Selbstorganisation   der Armen und Verelendeten  blockiert.” </strong></p>
<p><strong>Die nordöstliche Küstenstadt Fortaleza hat annähernd so viele      Einwohner wie Berlin und belegt ebenfalls die These von      Sozialwissenschaftler Soares. In den riesigen Slums der Peripherie haben      die Bewohner geradezu panische Angst vor Greueltaten,  Gewaltexzessen     marodierender Banditenkommandos. Allein an den  Weihnachtsfeiertagen   von   2007 wurden mehr als einhundert Menschen  ermordet, waren selbst     Heiligabend überall Schüsse zu hören. Die  meisten Geschäfte sind sogar     tagsüber, während der Öffnungszeiten,  mit Stahlgittern verriegelt.     Abends und nachts sind die meisten  Straßen und Gassen der     dichtbesiedelten Peripherie wie ausgestorben,  haben sich viele Menschen     in ihren Katen hinter Gitterstäben und  dem überall frei verkauften     NATO-Stacheldraht verbarrikadiert.  Gesellschaftliche Apathie, Mißtrauen     und Entsolidarisierung sind in  diesen No-Go-Areas deutlich zu  spüren.    ”Das ist eine biblische Plage  “ solche Gewalt wird bereits in  der    Heiligen Schrift beschrieben”,  betont Ricardo Mendes, Pastor  einer der    vielen Sekten in den Slums  von Fortaleza. „Hinter dieser  Gewalt steckt    der Satan “ ohne das  Evangelium hätten wir hier die  pure Barbarei.”</strong></p>
<p><strong>Die Anthropologin Alba Zaluar, eine der führenden      Gewalt-Forscherinnen Brasiliens, argumentiert indessen ähnlich wie der      Soziologe Soares: ”Die Slum-Assoziationen waren selbst in der      Diktaturzeit sozusagen die Seele der Ghettos, hatten eine enorme      Bedeutung für das kulturelle, soziale Leben, für den Karneval und selbst      für den Fußball. Doch dann intervenierten die    Verbrecherorganisationen   und haben diese Strukturen zerschlagen. Heute    können die Slumbewohner   nicht mehr gegen die Verletzung ihrer    Bürgerrechte protestieren “ denn   sie leben in einer brutalen Diktatur.    Die Slums sind heute voller   psychisch gestörter Menschen “ dort    herrschen soziales Chaos und   Verwahrlosung.”</strong></p>
<p><strong>José Murilo de Carvalho, Mitglied der brasilianischen      Dichterakademie und Lehrstuhlinhaber für Geschichte an der      Bundesuniversität von Rio de Janeiro, schlußfolgert, daß diese      bedrückende Lage indessen systemstabilisierend wirkt. ”Die Existenz des      organisierten Verbrechens in den Slums blockiert die Politisierung   der    Bewohner, hält sie ruhig, verhindert eine Rebellion,   Protestaktionen    jeder Art. Die Gangsterkommandos dienen damit der   Aufrechterhaltung  von   politischer Stabilität im Lande “ und das ist   den Autoritäten sehr    recht, ist gut für sie. Natürlich würden sie das   nie eingestehen.  Ohne   Zweifel gehört zum strategischen Kalkül auch   der jetzigen  Regierung, daß   es wegen der so hilfreichen   Gangsterkommandos keine  soziale Explosion   geben wird “ und das ist   natürlich reiner Zynismus.  Wir haben soviele   Gewalttote wie in   Bürgerkriegen.” Falls die Lage in  den Slums doch   einmal außer   Kontrolle gerät, setzt der Staat die Armee  oder   Sondereinheiten der   Polizei in Marsch. Nicht zufällig ist der  Spielfilm   „Tropa de Elite”   der erfolgreichste und meistdiskutierte  Streifen der   letzten Jahre.</strong></p>
<p><strong>Benedita da Silva &#8211; politisch verantwortliche     Staatssekretärin für  Menschenrechte im Teilstaat Rio de Janeiro, bei     Teilen der europäischen  NGO-Szene hoch angesehen. </strong></p>
<p><strong>Hintergrund von 2002:</strong></p>
<p><strong> </strong><strong><strong><font face="Arial">“PT-Gouverneurin für schwerste Menschenrechtsverletzungen verantwortlich</font></strong></strong></p>
<p><strong><font face="Arial">Erschwerend  kommt hinzu, daß die PT     derzeit nicht nur im Teilstaat Sao Paulo,  sondern auch in Rio de     Janeiro &#8211; mit einem Bruttosozialprodukt über dem  von ganz Chile &#8211; wegen     Mißwirtschaft und Skandalen stark an Ansehen  verliert. Am Zuckerhut     regiert die schwarze, unangenehm populistische  PT-Gouverneurin   Benedita   da Silva, Mitglied einer Sektenkirche,  vorhersehbar   desaströs &#8211;   tolerierte bereits als privilegiensüchtige    Kongreßsenatorin in den   Slums schwerwiegendste    Menschenrechtsverletzungen, ließ den   hochgerüsteten, rivalisierenden    Verbrechersyndikaten und   Banditenmilizen freien Lauf, die bis heute    zahlreiche Schulen   schließen, in den Elendsvierteln der Peripherie   sogar  Ausgangssperren   verhängen, die Bewohner terrorisieren, einen    beträchtlichen Teil der   Slumkinder rekrutieren. Besonders   schwerwiegend:  In den letzten Wochen   akzeptierte die von manchen   deutschen  Drittweltbewegten, sogar   Drittwelt-Gazetten gefeierte   Gouverneurin allen  Ernstes, daß   Banditenmilizen kinderreiche Familien   aus ihren Slumkaten  vertrieben.   Mit Maschinenpistolen bewaffnete   Polizisten sicherten  zumindest den   Abtransport der wenigen Habe aus   dem Elendsviertel. Auch  unter Benedita   da Silva werden   Slum-Bürgerrechtler, die sich dem Diktat  des   organisierten   Verbrechens widersetzen, zur Abschreckung sadistisch    umgebracht.   Zuletzt ermordeten die international vernetzten, politisch      einflußreichen Gangstersyndikate den 47-jährigen Leiter einer      Slum-Bürgerassoziation, zudem Musikchef einer großen Sambaschule &#8211; in      den letzten Jahren starben auf gleiche Weise, aus gleichen Gründen  weit     über einhundert. Und selbst das ist unter der “progressiven”   Benedita   da  Silva weiter möglich: Zwei direkt benachbarte Slums   werden von    rivalisierenden Banditenmilizen dominiert, die den   Bewohnern verbieten,    sich dem anderen Elendsviertel auch nur zu   nähern. Ein Fischer stieg    jetzt zufällig, unbeabsichtigt am   “gegnerischen” Slum aus dem    Peripherie-Bus &#8211; wurde von Gangstern   identifiziert und auf der Stelle    erschossen. Indessen &#8211;   PT-Präsidentschaftskandidat Lula ist des Lobes    voll für die   Gouverneurin, verliert über derartige gravierende      Menschenrechtsverletzungen in seinen Wahlkampfreden nicht ein einziges      Wort. Seit unter Benedita da Silva selbst laut offiziellen Angaben in      Rio de Janeiro monatlich mehr als sechshundert Menschen ermordet    werden,   macht die Stadt erschreckend negative Schlagzeilen, sind die      Touristenhotels die letzten Monate nicht einmal zur Hälfte belegt.”</font></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html"><strong>http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html</strong></a></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.suedwind-magazin.at/start.asp?ID=234433&amp;rubrik=7&amp;ausg=200210"><strong>http://www.suedwind-magazin.at/start.asp?ID=234433&amp;rubrik=7&amp;ausg=200210</strong></a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/20/brasiliens-burgerfreiheiten-uber-8o-prozent-veranderten-wegen-zunehmender-gewalt-und-kriminalitat-die-lebensgewohnheiten-54-prozent-verlassen-nachts-nicht-mehr-das-haus-laut-neuer-studie/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/20/brasiliens-burgerfreiheiten-uber-8o-prozent-veranderten-wegen-zunehmender-gewalt-und-kriminalitat-die-lebensgewohnheiten-54-prozent-verlassen-nachts-nicht-mehr-das-haus-laut-neuer-studie/</strong></a></p>
<h2>Tourismus in Brasilien und das Menschenrecht  auf persönliche     Sicherheit unter Lula &#8211; die deutsche Botschaft in  Brasilia informiert.     Vorsicht vor Überfällen durch Motorradgangster in  Rio de Janeiro und     Sao Paulo. Todesschwadronen, Scheiterhaufen,  Menschenrechtslage,   Günter   Nooke, Rogerio Reis. Feuergefechte in Rio,  verirrte Kugeln.   Morde an   Geistlichen, Lynchjustiz häufig.  Massengräber. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=1915" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/schutz-des-lebens/" rel="tag"> </a></p>
<p><em><strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/21/brasilien-ein-land-der-zukunft-ehrung-fur-propaganda-buch-von-stefan-zweig-fallt-wegen-umweltkatastrophe-in-petropolis-ins-wasser/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/21/brasilien-ein-land-der-zukunft-ehrung-fur-propaganda-buch-von-stefan-zweig-fallt-wegen-umweltkatastrophe-in-petropolis-ins-wasser/</a></strong></em></p>
<p><em><strong>“Kriminalität</strong></em></p>
<p><strong>Die Großstädte Brasiliens, insbesondere Belem, Recife,      Salvador, Rio de Janeiro und Sáo Paulo, weisen eine hohe      Kriminalitätsrate auf (Eigentumsdelikte, Gewaltverbrechen, Entführungen;      siehe auch <em>Allgemeine Reiseinformationen</em>). Grundsätzlich ist Vorsicht angebracht, auch in als sicher geltenden Stadtteilen.”</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/09/microondaspensionista.jpg" alt="microondaspensionista.jpg" /></p>
<p><strong>Scheiterhaufen “microondas” in Rio de Janeiro &#8211; laut Lokalzeitung. Populärer Scheiterhaufen-Rap zum Anklicken: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/16/rio-de-janeiro-popularen-scheiterhaufen-rap-microondas-der-scheiterhaufen-stadt-anklicken-vacilou-bem-na-favela-microondas-te-torrou-a-tua-chance-acabou/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/16/rio-de-janeiro-popularen-scheiterhaufen-rap-microondas-der-scheiterhaufen-stadt-anklicken-vacilou-bem-na-favela-microondas-te-torrou-a-tua-chance-acabou/</a></strong></p>
<p><strong>Wie starb der mehrfach preisgekrönte TV-Reporter Tim Lopes?      Laut Polizeibericht entdeckten ihn Banditen in der Favela Vila   Cruzeiro    von Rio de Janeiro &#8211; Tim Lopes wurde zuerst gefoltert, dann   rammten  ihm   die Gangster einen Spieß in den Brustkorb, hackten seine   Füße ab  und   verbrannten ihn lebendig in Autoreifen &#8211; siehe Szene  aus  ”Tropa de    Elite”.</strong></p>
<p><font size="3"> </font><strong>Rio-Gefechte: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/17/krieg-auf-dem-morro-dos-macacos-von-rio-de-janeiro-youtube-anklicken-bope-im-einsatz/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/17/krieg-auf-dem-morro-dos-macacos-von-rio-de-janeiro-youtube-anklicken-bope-im-einsatz/</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/bosshartmpikinder.JPG" alt="bosshartmpikinder.JPG" />Zeitungsausriß NZZ.</p>
<p><strong>Scheiterhaufen in Sao Paulo: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/05/scheiterhaufen-in-sao-paulo-mindestens-15-menschen-in-der-megacity-seit-jahresbeginn-lebendig-verbrannt-laut-landesmedien-fogo-para-matar-rivais/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/05/scheiterhaufen-in-sao-paulo-mindestens-15-menschen-in-der-megacity-seit-jahresbeginn-lebendig-verbrannt-laut-landesmedien-fogo-para-matar-rivais/</a></strong></p>
<p><strong>(Brasiliens Presse, darunter die von Rio de Janeiro, hat in      den letzten Jahrzehnten noch weitaus grauenhaftere Nahaufnahmen von      Scheiterhaufenopfern veröffentlicht. Auf Scheiterhaufen Rio de  Janeiros     sind auch immer wieder Bürgerrechtler lebendig verbrannt  worden, die     sich gegen das Normendiktat der Slum-Diktatoren  aufgelehnt hatten.     Entsprechende Proteste von eigentlich zuständiger  Seite sind indessen     bis heute ausgeblieben.</strong> <strong>Eine  auf dem Uni-Campus von  Rio    vergewaltigte und danach lebendig  verbrannte 20-jährige Frau  wurde in    einer populären Zeitung als  „Presunto”(Schinken) bezeichnet.  Das  Opfer   wurde  sexistisch-appellativ fotografiert und  kannibalistisch mit     zubereitetem Grillfleisch verglichen, im Bildtext  mit Toastbrot. Der     Beitrag war humorig gehalten.) Siehe auch Rogerio  Reis: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/07/rogerio-reis-microwaves-microondas-fotoinstallation-uber-scheiterhaufen-brasiliens-vom-maison-de-la-europeenne-de-la-photographie-in-paris-angekauft/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/07/rogerio-reis-microwaves-microondas-fotoinstallation-uber-scheiterhaufen-brasiliens-vom-maison-de-la-europeenne-de-la-photographie-in-paris-angekauft/</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/angelivisiteobrasil.JPG" alt="angelivisiteobrasil.JPG" /></p>
<p>Ausr<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/20/rio-de-janeiros-scheiterhaufenmicroondas-und-die-gerichtsmedizinerin-antonieta-campos-xavier-verkohlte-leichen-sadismus-vergleiche-mit-sydney/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/20/rio-de-janeiros-scheiterhaufenmicroondas-und-die-gerichtsmedizinerin-antonieta-campos-xavier-verkohlte-leichen-sadismus-vergleiche-mit-sydney/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/09/zeitungsfotomatancatrio.jpg" alt="zeitungsfotomatancatrio.jpg" /></p>
<p><strong>Zeitungsfoto zur Faktenlage in den Slums. Das Desinteresse an den tatsächlichen Lebensbedingungen der Slumbewohner ist enorm. </strong></p>
<p><strong>Steinigen im Iran und in Brasilien: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/14/steinigen-im-iran-unter-ahmadinedschad-und-in-brasilien-unter-lula-lula-konnte-sich-uber-die-tatsache-beunruhigen-das-brasilien-zu-den-landern-gehort-in-denen-am-meisten-gelyncht-wird-jose/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/14/steinigen-im-iran-unter-ahmadinedschad-und-in-brasilien-unter-lula-lula-konnte-sich-uber-die-tatsache-beunruhigen-das-brasilien-zu-den-landern-gehort-in-denen-am-meisten-gelyncht-wird-jose/</a></strong></p>
<p><strong>Massengräber:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/20/brasiliens-massengraber-erschreckend-hohe-zahl-von-toten-monatlich-in-massengrabern-verscharrt-laut-menschenrechtspriester-julio-lancelotti-in-sao-paulo/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/20/brasiliens-massengraber-erschreckend-hohe-zahl-von-toten-monatlich-in-massengrabern-verscharrt-laut-menschenrechtspriester-julio-lancelotti-in-sao-paulo/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</a></p>
<p><strong>“Rüttgers-Besuch bei den Gangstern angemeldet”: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/11/01/nrw-ministerprasident-dr-jurgen-ruttgerscdu-im-kinderdorf-rio-ev/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/11/01/nrw-ministerprasident-dr-jurgen-ruttgerscdu-im-kinderdorf-rio-ev/</a></strong></p>
<p><strong>Tödliche Auskunftsbitte an Rio-Slums: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/25/brasiliens-no-go-areas-unter-lula-schon-eine-simple-auskunftsbitte-kann-todlich-sein/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/25/brasiliens-no-go-areas-unter-lula-schon-eine-simple-auskunftsbitte-kann-todlich-sein/</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/11/maranhaouberfallalcantara.jpg" alt="maranhaouberfallalcantara.jpg" /></p>
<p><strong>Überfallenes, von Banditen mit Messern verwundetes Ehepaar aus Frankreich mit Polizist am Tatort in Maranhao.</strong></p>
<p><strong>Formel-1-Fahrer Jenson Button: <a href="http://www.focus.de/panorama/boulevard/brasilien-button-entkommt-nur-knapp-ueberfall_aid_569564.html">http://www.focus.de/panorama/boulevard/brasilien-button-entkommt-nur-knapp-ueberfall_aid_569564.html</a></strong></p>
<p><strong>NGO “Rio de Paz”: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/20/rio-de-paz-brasilianische-ngo-mit-interessanten-angaben-uber-die-menschenrechtsbilanz-der-lula-regierung/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/20/rio-de-paz-brasilianische-ngo-mit-interessanten-angaben-uber-die-menschenrechtsbilanz-der-lula-regierung/</a></strong></p>
<p><strong>Moderne Wegelagerer in Rio de Janeiro: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/13/moderne-wegelagerer-in-rio-de-janeiro-bewaffnete-banditen-stoppen-serienweise-pkw-rauben-insassen-aus-uber-50-erstatten-anzeige-wegelagerei-dieser-art-auch-in-anderen-millionenstadten-ublich-offe/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/13/moderne-wegelagerer-in-rio-de-janeiro-bewaffnete-banditen-stoppen-serienweise-pkw-rauben-insassen-aus-uber-50-erstatten-anzeige-wegelagerei-dieser-art-auch-in-anderen-millionenstadten-ublich-offe/</a></strong></p>
<p><strong>Morde an Geistlichen: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/15/weiterer-katholischer-priester-in-brasilien-ermordet-alvino-broering-erstochen-in-santa-catarina-deutsche-schweizerische-reisenwarnungen-menschenrecht-auf-sicherheit-unter-lula/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/15/weiterer-katholischer-priester-in-brasilien-ermordet-alvino-broering-erstochen-in-santa-catarina-deutsche-schweizerische-reisenwarnungen-menschenrecht-auf-sicherheit-unter-lula/</a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/15/fall-christian-wolffer-keine-polizeiangaben-mehr-uber-fahndung-nach-killerboot-von-paraty/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/15/fall-christian-wolffer-keine-polizeiangaben-mehr-uber-fahndung-nach-killerboot-von-paraty/</a></p>
<p><strong>Bewaffnete Überfälle auf Busse in Rio de Janeiro:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/25/wieviele-bewaffnete-uberfalle-auf-nahverkehrsbusse-gibts-taglich-in-ihrer-stadt-in-rio-sinds-23-alle-elf-minuten-ein-mord-in-brasilien-deutsche-botschaft-warnt-das-menschenrecht-auf-sicherheit-unt/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/25/wieviele-bewaffnete-uberfalle-auf-nahverkehrsbusse-gibts-taglich-in-ihrer-stadt-in-rio-sinds-23-alle-elf-minuten-ein-mord-in-brasilien-deutsche-botschaft-warnt-das-menschenrecht-auf-sicherheit-unt/</a></p>
<p><strong><br />
<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/14/hinter-gittern-atras-das-grades-die-schweinestallchen-chiqueirinhos-von-sao-paulo-zwecks-banditenabwehr-im-eingangsbereich-von-wohnblocks-installiert-dennoch-werden-regelmasig-wohnan/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/14/hinter-gittern-atras-das-grades-die-schweinestallchen-chiqueirinhos-von-sao-paulo-zwecks-banditenabwehr-im-eingangsbereich-von-wohnblocks-installiert-dennoch-werden-regelmasig-wohnan/</a></strong><strong> </strong><strong>“Besonders      betroffen sind Elendsviertel (Favelas). Von Favela-Besuchen wird      dringend abgeraten.  Diese Gebiete werden teilweise von Kriminellen      kontrolliert. Bewaffneten Auseinandersetzungen, auch mit der Polizei,      fallen häufig auch Unbeteiligte zum Opfer.<strong>Auf auffällige      Kleidung und Wertgegenstände (Uhren, Schmuck) sollte beim Straßenbummel      verzichtet werden. Bei Überfällen sollte kein Widerstand geleistet      werden. <strong>Die oft unter Drogeneinfluss stehenden Täter sind in      aller Regel bewaffnet und schrecken vor Gewaltanwendung auch aus      nichtigem Anlass nicht zurück.</strong> <strong>Es ist ratsam, stets einen Geldbetrag im Wert von ca. 50,- Euro zur widerstandslosen Herausgabe mitzuführen.</strong></strong><strong>Überfälle      können überall stattfinden. Eine Häufung ist vor allem in weniger      belebten Straßen der Innenstädte, an Stränden sowie auf      Zubringerautobahnen zum Flughafen zu verzeichnen. Taxis sollten nach      Möglichkeit nur per Bestellservice in Anspruch genommen werden. In      größeren Flughäfen können Taxis auch schon im Flughafengebäude gebucht      und bezahlt werden. Bei der Reise sollten Ausweispapiere nicht im    Gepäck   aufbewahrt werden. Am Zielort ist es empfehlenswert, Originale    der   Ausweispapiere im Safe des Hotels zu lassen und nur Kopien und    eine   Broschüre/Visitenkarte des Hotels mit sich zu führen. Laptops    sollten   unauffällig, z.B. in einer Reisetasche, verstaut werden.</strong><strong>Auf      Straftaten im Umfeld der Prostitution (Diebstähle, Raub, Überfälle      etc.) wird besonders hingewiesen. Die sog. Beischlafdelikte erfolgen      häufig nach Verabreichung von Getränken mit Schlaf- bzw.      willensverändernden Mitteln. Es wird dringend empfohlen, vor allem in      Bars und anderen Lokalitäten Getränke nie unbeaufsichtigt zu lassen.   Von    der Mitnahme von Prostituierten oder flüchtigen Bekannten in das     eigene  Hotelzimmer wird ausdrücklich abgeraten.</strong></strong><strong><strong><strong><strong>“Das Leben in Brasilien ist leicht und unbeschwert. Probieren Sie es selbst.” ( deutschsprachige Tourismuspropaganda)</strong></strong></strong></strong><strong> <strong><strong>Reisewarnung der Schweiz: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/09/gewaltkultur-in-brasilien-unter-lula-die-schweizer-botschaft-informiert-rio-de-janeiro-in-dieser-stadt-besteht-die-gefahr-auf-offener-strase-unversehens-in-eine-schieserei-zwischen-rivalisiere/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/09/gewaltkultur-in-brasilien-unter-lula-die-schweizer-botschaft-informiert-rio-de-janeiro-in-dieser-stadt-besteht-die-gefahr-auf-offener-strase-unversehens-in-eine-schieserei-zwischen-rivalisiere/</a></strong></strong><strong><strong> </strong></strong><strong><strong><strong><strong> </strong></strong></strong></strong></strong></p>
<p><strong> </strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong>US-Reisewarnung für Brasilien: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/27/us-reisewarnung-fur-kustenstadte-brasiliens-wegen-mordserie-guaruja-santos-praia-grande-sao-vicente-vermeiden-freier-massenhafter-verkauf-von-raubgut-und-sogar-waffen-direkt-vor-polizeibasis/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/27/us-reisewarnung-fur-kustenstadte-brasiliens-wegen-mordserie-guaruja-santos-praia-grande-sao-vicente-vermeiden-freier-massenhafter-verkauf-von-raubgut-und-sogar-waffen-direkt-vor-polizeibasis/</a></strong></strong></strong></strong><strong> </strong></strong></strong><strong><strong><strong><strong><strong> </strong></strong></strong></strong></strong></strong></p>
<p><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/26/gunter-nooke-beauftragter-der-bundesregierung-fur-menschenrechtspolitik-und-humanitare-hilfe-im-auswartigen-amt-ist-am-642009-zu-gesprachen-in-brasilie-die-themenpalette-ist-reichhaltig-alltagli/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/26/gunter-nooke-beauftragter-der-bundesregierung-fur-menschenrechtspolitik-und-humanitare-hilfe-im-auswartigen-amt-ist-am-642009-zu-gesprachen-in-brasilie-die-themenpalette-ist-reichhaltig-alltagli/</a></strong></strong></strong></strong></strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong> </strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></p>
<p><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/11/21/ein-stadtguerillheiro-todesschwadronen-und-pistoleiros-die-alltagliche-kriminalitat-verschont-auch-die-reichsten-nicht-2001/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/11/21/ein-stadtguerillheiro-todesschwadronen-und-pistoleiros-die-alltagliche-kriminalitat-verschont-auch-die-reichsten-nicht-2001/</a></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong><strong><strong><strong> </strong></strong></strong></strong><strong><strong> </strong></strong></strong></p>
<p><strong><strong><strong><strong><strong>Copacabana-Protest gegen verirrte Kugeln, Menschenrechtsverletzungen: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/19/copacabana-protest-wegen-tod-des-schulers-wesley-durch-verirrte-kugel-menschenrechte-der-slum-bewohner-unter-lula/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/19/copacabana-protest-wegen-tod-des-schulers-wesley-durch-verirrte-kugel-menschenrechte-der-slum-bewohner-unter-lula/</a></strong></strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong> </strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/03/crackamor1.JPG" alt="crackamor1.JPG" /></p>
<p><strong>Crack und Kinderprostitution in Sao Paulo:  </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/13/crack-business-auch-unter-rousseff-regierung-weiter-auf-vollen-touren-crack-madchen-prostituieren-sich-fur-mini-preise/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/13/crack-business-auch-unter-rousseff-regierung-weiter-auf-vollen-touren-crack-madchen-prostituieren-sich-fur-mini-preise/</a></p>
<p><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/10/brasilianische-verbrecherorganisationen-pcc-und-cv-erhohen-auslandsprasenz-portugal-als-einfallstor-fur-europa-betont-us-state-department-in-washington/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/10/brasilianische-verbrecherorganisationen-pcc-und-cv-erhohen-auslandsprasenz-portugal-als-einfallstor-fur-europa-betont-us-state-department-in-washington/</a></strong></strong></strong></strong></strong></strong><strong><strong><strong> </strong></strong></strong></strong></strong><strong> </strong></strong><strong><strong><strong> </strong></strong></strong></p>
<p><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/18/schweizer-an-der-copacabana-erschossen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/18/schweizer-an-der-copacabana-erschossen/</a></strong></strong></strong></strong></strong></strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong> </strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong><strong> </strong></p>
<p><strong><strong><strong><strong> <strong><strong><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/02/wieder-europaischer-tourist-in-brasilien-ermordet-diesmal-ein-schwede/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/02/wieder-europaischer-tourist-in-brasilien-ermordet-diesmal-ein-schwede/</a></strong></strong></strong></strong></strong><strong><strong><strong><strong> </strong></strong></strong></strong></strong></strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong> </strong></strong></strong></strong></strong></strong></p>
<p><strong><strong><strong><strong><strong><strong>Lateinamerikas größte Demokratie liegt auf dem UNO-Index für menschliche Entwicklung an 73. Stelle.</strong></strong></strong><strong><strong><strong>Brasilianischer      Leserkommentar zu niedrigen Touristenzahlen Brasiliens: “Gewalt hat      seinen Preis.”Â  Violencia tem seu preço. S o “desgoverno” náo   percebe    que a violencia e a impunidade destroi o pai­s. Eu mesmo náo   viajo  mais   no Brasil. Náo é so tiro que o turista recebe no Brasil.   Sáo  também   assaltados, furtados, enganados e explorados.”</strong></strong></strong></strong></strong></strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong> </strong></strong></strong></strong></strong></strong></p>
<p><strong><strong><strong><strong><strong><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/09/todesschwadron-im-teilstaat-sao-paulo-schlug-opfern-die-kopfe-ab-14-verdachtige-militarpolizisten-in-haft/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/09/todesschwadron-im-teilstaat-sao-paulo-schlug-opfern-die-kopfe-ab-14-verdachtige-militarpolizisten-in-haft/</a></strong></strong></strong></strong></strong><strong><strong> </strong></strong></strong><strong><strong> </strong></strong></p>
<p><strong><strong><strong><strong><strong><strong>Kuba hat annähernd      soviel Einwohner wie Rio de Janeiro &#8211; die deutsche Botschaft in  Havanna     informiert überraschend kurz, anders als in Rio de Janeiro  sind über     ermordete Touristen keine Angaben zu finden. Zudem fehlen  Hinweise  auf    sichere oder unsichere Stadtteile, auf Slums,  Todesschwadronen,   Massaker   sowie unter Drogeneinfluß stehende  bewaffnete Kriminelle und     Scheiterhaufen:<em>Kriminalität</em></strong></strong></strong><strong> </strong></strong></strong></strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong>Im      Vergleich zu anderen Fernreisezielen ist der Tourismus auf Kuba   immer    noch sicher. Allerdings werden auch auf Kuba Touristen Opfer   von    Eigentumsdelikten, von Körperverletzung, in seltenen Fällen auch   von    Gewaltverbrechen. Vor allem Individualreisende sollten daher   ähnliche    Vorkehrungen wie in anderen Ländern in der Region   treffen:Sie sollten    nicht Ihr gesamtes Bargeld bei sich führen und es   auf mehrere Stellen am    Körper verteilen, den mitgeführten  Geldbetrag  nicht zur Schau stellen    sowie Bargeld und  Originalreisepass im  Hotelsafe verwahren.  Offizielle    Sicherheitshinweise der Schweiz(EDA):  </strong><strong>Kriminalität</strong></strong></strong></strong></strong></strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong>Die      Kleinkriminalität hat in den letzten Jahren infolge der      Wirtschaftskrise zugenommen. Gewarnt wird vor allem vor      Entreissdiebstählen, bei denen vereinzelt auch Waffengewalt angewendet      wird. Einbruchdiebstähle in Privatunterkünften (casas particulares)      kommen ebenfalls vor. Beachten Sie unter anderem nachstehende      Vorsichtsmassnahmen: </strong></strong></strong></strong></strong></strong></p>
<ul>
<li><strong>Tragen Sie keine Wertgegenstände (Uhren, Schmuck etc.) und      nur wenig Geld auf sich. Stellen Sie generell Ihre &#8211; im Vergleich zu    den   lokalen Verhältnissen &#8211; Wohlhabenheit nicht zur Schau.</strong></li>
<li><strong>Deponieren Sie wichtige Dokumente im Hotelsafe (Pass,      Flugticket, Schecks etc.); tragen Sie jedoch eine Kopie Ihres Passes auf      sich.</strong></li>
<li><strong>Achten Sie bei den Casas particulares darauf, dass es sich      um offiziell anerkannte Unterkünfte handelt; sie sind durch ein  blaues     Dreieck an der Türe gekennzeichnet.</strong></li>
<li><strong>Benutzen Sie ausschliesslich gekennzeichnete, offizielle Taxis.</strong></li>
<li><strong>Machen Sie weder Autostopp noch nehmen Sie Anhalter mit.”</strong></li>
</ul>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/03/02/brasiliens-privilegiertenghettos-als-gesellschaftsmodell/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/03/02/brasiliens-privilegiertenghettos-als-gesellschaftsmodell/</strong></a></p>
<p><strong>Achtung, Gringos in Sao Paulo &#8211; Gefahr durch      Motorradgang-Überfälle: Der weiße David aus Südafrika war im April 2009      gerade in der Megacity angekommen, als er im Innenstadtbereich auf   dem    Weg zum Hotel Â Opfer eines der typischen Überfälle wurde. Ein    Motorrad   stoppt neben ihm, der Mann auf dem Hintersitz bedroht David    mit einer   Pistole, nimmt ihm sämtliche wertvollen Dinge ab, auch den    Rucksack-   nach wenigen Sekunden prescht das Motorrad davon. David    mußte   Ausländer(wie mich) daher um Geld anbetteln, zeigte die Anzeige    bei der   brasilianischen Polizei vor. Auch in bisher als sicher    geltenden   Küstenregionen Sao Paulos, darunter sogar Militär-Areas von    Praia   Grande, sind derartige Überfälle so häufig geworden, daß   nunmehr  ständig   bewaffnete Sicherheitsleute auf dem Motorrad auch   tagsüber  durch die   betreffenden Viertel fahren, mit laut tönender,   nervender  Warnsirene.   Interessanterweise befinden sich in diesen   ViertelnÂ stets    Polizeiwachen, vor denen jeweils bis zu sechs   Streifenwagen stehen &#8211;  auf   Motorrad-Gangster hat das offensichtlich   keinerlei abschreckende    Wirkung. In Rio de Janeiro sind Überfälle,   bestellte MordeÂ durch    Motorrad-Gangster so häufig geworden, daß auf   Gouverneursanweisung alle    mit zwei Personen besetzten Motorräder  seit  Anfang 2009 von der  Polizei   zwecks Durchsuchung und   Leibesvisitation gestoppt werden  sollen.</strong></p>
<p><strong>In Rio de Janeiro besteht laut Presseberichten von 2010 nach      wie vor kein politischer Wille der Autoritäten, den Taxiverkehr zu      zivilisieren &#8211; immer wieder werden Fälle bekannt, in denen bewaffnete      Taxifahrer ihre Insassen im Wagen ausrauben und dann “aussteigen”      lassen, Betrugsversuche aller Art sind nach wie vor in der  Olympia-und     Scheiterhaufenstadt an der Tagesordnung.</strong></p>
<p><strong>Herzschrittmacher und Metalldetektoren in Banken: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/14/bank-wachmann-erschiest-mann-mit-herzschrittmacher-der-wegen-des-gerats-nicht-durch-die-sicherheitspforte-kommt-und-dies-ankundigte-vielfaltige-folgen-immer-niedrigeren-bildungsniveaus-in-brasilien/#more-5410">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/14/bank-wachmann-erschiest-mann-mit-herzschrittmacher-der-wegen-des-gerats-nicht-durch-die-sicherheitspforte-kommt-und-dies-ankundigte-vielfaltige-folgen-immer-niedrigeren-bildungsniveaus-in-brasilien/#more-5410</a></strong></p>
<p><a href="http://www.tagesanzeiger.ch/panorama/vermischtes/Schweizer-Touristin-in-Brasilien-vergewaltigt/story/22996965"><strong>http://www.tagesanzeiger.ch/panorama/vermischtes/Schweizer-Touristin-in-Brasilien-vergewaltigt/story/22996965</strong></a></p>
<p><strong>Straßenverkehr: </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/17/weiter-stimmenkauf-mit-autofuhrerscheinen-in-brasilien-uber-40000-verkehrstote-jahrlich/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/17/weiter-stimmenkauf-mit-autofuhrerscheinen-in-brasilien-uber-40000-verkehrstote-jahrlich/</strong></a></p>
<p><strong>Kindersoldaten: </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/22/brasiliens-kindersoldaten-junge-kinder-mit-waffen-die-einfach-anderre-kinder-erschossen-haben-die-sie-gerade-mal-schief-angeschaut-habenlesermail/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/22/brasiliens-kindersoldaten-junge-kinder-mit-waffen-die-einfach-anderre-kinder-erschossen-haben-die-sie-gerade-mal-schief-angeschaut-habenlesermail/</strong></a></p>
<p><strong>Todesschwadronen, “Barbarei”: </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/</strong></a></p>
<p><strong>Nachrufe: </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/12/ein-guter-freund-und-langjahriger-nachbar-theaterregisseur-vicente-maiolino-in-rio-de-janeiro-bergstadtteil-santa-teresa-durch-12-schusse-getotet-kein-hinweis-auf-tater/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/12/ein-guter-freund-und-langjahriger-nachbar-theaterregisseur-vicente-maiolino-in-rio-de-janeiro-bergstadtteil-santa-teresa-durch-12-schusse-getotet-kein-hinweis-auf-tater/</strong></a></p>
<p><strong>Fotograf von TV Globo erschossen:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/21/brasilianischer-fotograf-von-tv-globo-in-rio-de-janeiro-mit-mpi-salve-exekutiert/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/21/brasilianischer-fotograf-von-tv-globo-in-rio-de-janeiro-mit-mpi-salve-exekutiert/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/11/02/ruttgers-im-nebelunglaublich-aber-wahr-die-sicherheitsbehorden-haben-den-ruttgers-besuch-bei-den-gangstern-angemeldet-um-misverstandnisse-wegen-der-polizeiprasenz-zu-klaren-die-bosse-stimmte/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/11/02/ruttgers-im-nebelunglaublich-aber-wahr-die-sicherheitsbehorden-haben-den-ruttgers-besuch-bei-den-gangstern-angemeldet-um-misverstandnisse-wegen-der-polizeiprasenz-zu-klaren-die-bosse-stimmte/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/07/mord-an-deutscher-jennifer-kloker-in-brasilien-polizei-stellt-anzeige-gegen-funf-tatbeteiligte-dreijahriger-sohn-war-offenbar-zeuge-des-mordes/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/07/mord-an-deutscher-jennifer-kloker-in-brasilien-polizei-stellt-anzeige-gegen-funf-tatbeteiligte-dreijahriger-sohn-war-offenbar-zeuge-des-mordes/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/14/198-homosexuelle-2009-in-brasilien-ermordet-meldet-grupo-gay-da-bahia-laut-radioagencia-np-alarmierende-statistik-hohe-dunkelziffer-laut-marcelo-cerqueira-klage-bei-uno-und-oea-geplant/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/14/198-homosexuelle-2009-in-brasilien-ermordet-meldet-grupo-gay-da-bahia-laut-radioagencia-np-alarmierende-statistik-hohe-dunkelziffer-laut-marcelo-cerqueira-klage-bei-uno-und-oea-geplant/</a></p>
<p>Behinderter Junge in Rio zu Tode geschleift(2007)Brasilianische      Öffentlichkeit reflektiert über Normalität sadistischer Verbrechen<br />
Bestsellerautor Paulo Coelho: Wir sind alle schuldig<br />
Rund eine Woche vor dem weltberühmten Karneval hat die barbarische Tat      mehrerer Slum-Banditen Rios in dem Tropenland eine sehr emotionale      Diskussion über zur Alltagsnormalität zählende sadistische Verbrechen      ausgelöst.<br />
Die Banditen hatten gemäß den Polizei-und Medienberichten in der      Zuckerhutstadt zwecks Autoraub den Wagen einer Frau gestoppt, die mit      ihrer 13-jährigen Tochter und dem behinderten sechsjährigen Sohn      unterwegs war. Die Insassen wurden zum Aussteigen gezwungen, wobei es      nicht gelang, den Sitzgurt des auf der Hinterbank befindlichen Jungen   zu    lösen. Die Banditen fuhren mit dem Wagen los, obwohl der Junge   noch    außerhalb der hinteren Wagentür im Gurt festhing. Er wurde auf   rund  zehn   Kilometern durch vier Stadtviertel Rios mitgeschleift, was   eine  enorme   Blutspur hinterließ. Die Banditen wollten durch   verschiedene  Manöver,   wie Zickzackkurs und nahes Vorbeifahren an    Verkehrshindernissen, sich   des Körpers entledigen, was indessen    mißlang. Zahlreiche Passanten,   andere Verkehrsteilnehmer versuchten,    die Banditen im Interesse des   Lebens des Jungen zum Anhalten zu    bewegen, wurden indessen mit der Waffe   bedroht. Einem Zeugen wurde    gesagt, bei dem Mitgeschleiften handele es   sich um eine Judas-Puppe.    Die Gangster stoppten den Wagen schließlich  an  ihrem Slum, gingen  kurz   zum Umziehen nach Hause, amüsierten sich  dann  auf einem  Straßenfest.   Von dem behinderten Jungen waren nur noch   zerfetzte  Reste übrig.   Aufgrund von telefonischen Anzeigen konnte Rios   Polizei  mehrere Täter   rasch fassen, die die Tat den Berichten zufolge    sofort gestanden   haben. Wie in Brasilien üblich, wurden zwei im    Fernsehen interviewt &#8211;   ein 18-jähriger Bandit beschrieb dabei die Tat    und sagte, man habe  den  Jungen nicht gesehen. Der Bandit war, wie es    hieß, als  Minderjähriger  bereits wegen Raubmordes vor Gericht. Ein    16-jähriger  Mittäter dürfte  gemäß brasilianischen Gesetzen höchstens    drei Jahre  in Gewahrsam  bleiben.<br />
An der Beerdigung des Jungen beteiligten sich sogar Rios Sicherheitschef      sowie der Chef der Militärpolizei. In Rio de Janeiro weinten  spontan     viele Menschen auf den Straßen, darunter auch Polizeibeamte.  Die   Medien   erhielten eine Rekordzahl von Leser-und Hörerreaktionen,  in   denen unter   anderem die Einführung der von der  Bevölkerungsmehrheit   befürworteten   Todesstrafe gefordert sowie die  allgemeine Straffreiheit   angeprangert   wurde. In Rio de Janeiro  werden jährlich deutlich   weniger als fünf   Prozent der Morde  aufgeklärt.<br />
Angesichts dieser barbarischen Tat, hieß es außerdem, sollte man den      Rio-Karneval boykottieren. Erinnert wurde zudem an andere Verbrechen  der     jüngsten Zeit, bei denen u.a. Banditen Stadtbusse mit Benzin     angezündet  hatten, wodurch zahlreiche Menschen verbrannt waren.<br />
Indessen handelt es sich bei diesen bekanntgewordenen Untaten nur um die      Spitze des Eisberges, weil Brasiliens Medien im Interesse des      Landesimage nur über einen Bruchteil der sadistischsten Taten überhaupt      berichten. Gewöhnlich wird nur über Verbrechen informiert, die      Angehörige der Mittel-und Oberschicht betreffen, nicht jedoch über      schier unbeschreiblichen Sadismus, dem die Slumbevölkerung seit      Jahrzehnten ausgesetzt ist. Daß von den die Slums neofeudal      beherrschenden Banditenmilizen Mißliebige lebendig verbrannt oder      zerstückelt werden, mit abgeschlagenen Köpfen Fußball gespielt wird, man      Menschen durch Schweine auffressen läßt, haben zahlreiche Zeugen      bestätigt. Ein Großteil der Slumbewohner, darunter bereits kleine      Kinder, hat solchen Verbrechen zugesehen &#8211; mit den entsprechenden      Wirkungen auf die Psyche. Es gibt zudem Berichte, demzufolge auf Rap-und      HipHop-Massendiscos, die an der Slumperipherie Rios häufig vom      organisierten Verbrechen veranstaltet werden, Jugendliche lebendig      verbrannt worden sind. Die auf diesen “Bailes Funk” gespielten Titel      sind extrem machistisch bzw. frauenfeindlich und verherrlichen      detailliert sadistische Taten. Nicht zufällig wird in Deutschland von      interessierter Seite versucht, derartige brasilianische Musik aus   dieser    Gewaltkultur gesellschaftsfähig zu machen, zu popularisieren.<br />
Marina Maggessi, seit kurzem Kongreßabgeordnete und zuvor Rio de      Janeiros Chefinspektorin der Zivilpolizei, hatte immer wieder die vom      organisierten Verbrechen begangenen schweren  Menschenrechtsverletzungen     angeprangert. Die Banditenbosse, mit  denen sich sogar weltbekannte     Topathleten und Prominente einlassen,  nannte sie Tyrannen:”Sie     verbrennen Menschen lebendig, zerstückeln  Personen, begehen Greueltaten     jeder Art, herrschen über die Slums  mit aller Brutalität.”<br />
Auffällig, daß zahlreiche NGOs, die auch mit europäischen Spendengeldern      finanziert werden, in den Slums der größten bürgerlichen Demokratie      Lateinamerikas zwar tätig sind, jedoch zu den Vorgängen  weitestgehend     schweigen. Gleiches gilt für teils vom Steuerzahler  finanzierte     Alibi-Menschenrechtsorganisationen.<br />
In Brasilien werden jährlich über 55000 Menschen ermordet. In Rio de      Janeiro wurde jetzt eine Website eingerichtet, die die aktuelle Zahl  der     Ermordeten angibt: <a href="http://www.riobodycount.com.br/"><font color="#003366">http://www.riobodycount.com.br/</font></a><br />
Im Teilstaate Rio de Janeiro wurde 2006 gemäß neuesten Angaben eine      Rekordzahl von Homosexuellen umgebracht. Wie es hieß, waren es      mindestens 45. “Dies zeigt den machistischen und gewalttätigen Charakter      der Gesellschaft Rio de Janeiros”, wurde betont. Rio de Janeiro hat      etwa die gleiche Einwohnerzahl wie Kuba, das indessen auch gemäß  dem     UNO-Index für menschliche Entwicklung völlig andere  soziokulturelle     Bedingungen aufweist.<br />
Auch in Deutschland nimmt machistische Gewalt ständig zu, wird sogar von      den Autoritäten ganz bewußt, u.a. durch Tolerierung, stark   gefördert.    Die deutsch-türkische Anwältin Seyran Ates, die jetzt den      Margherita-von-Brentano-Preis der FU Berlin erhielt, hat über   Machismus    und Gewaltbereitschaft sowie über Sexualität und Gewalt   zahlreiche    Analysen angestellt.<br />
Viele Deutsche, auch aus der Drittweltszene, reden gerne von der      sogenannten “Einen Welt”, lehnen es indessen ab, darüber zu      reflektieren, wie die Öffentlichkeit reagierte, wenn sich Verbrechen wie      die oben beschriebenen in deutschen Städten wie Berlin oder München      ereignen würden. Verdrängungsmechanismen funktionieren gut.</p>
<p>Schriftsteller Paulo Coelho von der Copacabana zum sadistischen Verbrechen:<br />
“Wir sind alle schuldig”<br />
Entáo estamos nos aproximando cada vez mais do Mal Absoluto. Quando      rapazes, em pleno controle de suas faculdades mentais, sáo capazes de      arrastar um menino pelas ruas de uma cidade, isso náo é apenas um ato      isolado: todos nÃ³s, em maior ou menor escala, somos culpados. Somos      culpados pelo silÃªncio que permitiu que a situaçáo em nossa cidade      chegasse a este ponto. Somos culpados porque vivemos em uma época  de     ”tolerÃ¢ncia, e perdemos a capacidade de dizer NÃƒO. Somos  culpados     porque nos horrorizamos hoje, mas nos esquecemos amanhá,  quando hÃ¡     outras coisas mais importantes para fazer e para pensar.  Somos os olhos     que viram o carro passar, o medo que nos impediu de  telefonar para a     polÃ­cia. Somos a polÃ­cia, que recebeu alguns  telefonemas através do     nÃºmero 190, e demorou para reagir, porque o  Mal Absoluto parece jÃ¡   náo   pedir urgÃªncia para nada. Somos o  asfalto por onde se  espalharam  os   pedaços de corpo e os restos de  sonhos do menino preso  ao cinto de    segurança. A cada dia uma nova  barbÃ¡rie, em maior ou  menor escala. A    cada dia algum protesto, mas o  resto é silÃªncio.  Estamos acostumados,    náo é verdade?Muitos  séculos atrÃ¡s, John Donner  escreveu: ”nenhum  homem   é uma ilha, que  se basta a si mesma. Somos  parte de um  continente; se   um simples  pedaço de terra é levado pelo  mar, a Europa  inteira fica   menor. A  morte de cada ser humano me  diminui, porque sou  parte da   humanidade.  Portanto, náo me perguntem  por quem os sinos  dobram: eles   dobram  por ti. Na verdade, podemos  pensar que os sinos  estáo tocando    porque o menino morreu, mas eles  dobram mesmo é por  nÃ³s. Tentam nos    acordar deste cansaço e torpor,  desta capacidade de  aceitar conviver  com   o Mal Absoluto, sem reclamar  muito “ desde que  ele náo nos  toque. Mas   náo somos uma ilha, e a  cada momento perdemos  um pouco  mais de nossa   capacidade de reagir.  Ficamos chocados,  assistimos Ã s  entrevistas,   olhamos para nossos  filhos, pedimos a Deus  que nada  aconteça conosco.   SaÃ­mos para o  trabalho ou para a escola  olhando  para os lados, com medo   de  crianças, jovens, adultos. Entra  ano, sai  ano, mudam-se governos, e    tudo apenas piora. O que dizer? Que   palavra de esperança posso colocar    aqui nesta coluna?Nenhuma. Talvez   apenas pedir que os sinos continuem    tocando por nÃ³s. Dia e noite,   noite e dia, até que jÃ¡ náo  consigamos   mais fingir que náo estamos   escutando, que náo é conosco,  que estas   coisas se passam apenas com  os  outros. Que estes sinos  continuem   dobrando, sem nos deixar  dormir,  nos obrigando a ir até a  rua, parar o   trÃ¢nsito, fechar as  lojas,  desligar as televisÃµes, e  dizer: ”basta.   Náo agüento mais  estes  sinos. Preciso fazer alguma  coisa, porque quero   de volta a  minha paz.  Neste momento,  entenderemos que embora culpemos a    polÃ­cia, os  assaltantes, o  silÃªncio, os polÃ­ticos, o hÃ¡bito,   apenas  nÃ³s  podemos parar estes  sinos. Nosso poder é muito maior do  que   pensamos “  trata-se de  entender que náo somos uma ilha, e  precisamos   usÃ¡-lo.  Enquanto isso  náo acontecer, o Mal Absoluto  continuarÃ¡   ampliando seu  reinado, e um  belo dia corremos o risco de  acreditar que   ele é a nossa  Ãºnica  alternativa, náo existe outra  maneira de viver,   melhor ficar   escutando os sinos e náo correr  riscos. Náo podemos deixar   que chegue   este dia. Náo tenho fÃ³rmulas  para resolver a situaçáo, mas   sou   consciente de que náo sou uma  ilha, e que a morte de cada ser  humano    me diminui. Preciso parar  minha cidade. Náo apenas por uma hora,  um    dia, mas pelo tempo que  for necessÃ¡rio. E recomeçar tudo de novo.  E,   se  náo der certo,  tentar náo apenas mais uma vez, mas setenta vezes.    Chega  de culpar a  polÃ­cia, os assaltantes, as diferenças sociais, as     condiçÃµes  econÃ´micas, as milÃ­cias, os traficantes, os polÃ­ticos.  Eu    sou a  minha cidade, e sÃ³ eu posso mudÃ¡-la. Mesmo com o coraçáo  sem     esperança, mesmo sem saber exatamente como dar o primeiro passo,  mesmo     achando que um esforço individual náo serve para nada, preciso    colocar   máos Ã  obra. O caminho irÃ¡ se mostrar por si mesmo, se eu    vencer meus   medos e aceitar um fato muito simples: cada um de nÃ³s faz    uma grande   diferença no mundo.<a href="http://www.riobodycount.com.br/"><font color="#003366">http://www.riobodycount.com.br/</font></a>Â</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/24/italienischer-tourist-bei-raububerfall-in-fortaleza-erschossen-sinkende-zahl-auslandischer-besucher-in-brasilien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/24/italienischer-tourist-bei-raububerfall-in-fortaleza-erschossen-sinkende-zahl-auslandischer-besucher-in-brasilien/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/05/26/alle-11-minuten-ein-mord-alle-15-minuten-ein-todlicher-verkehrsunfall-alle-65-minuten-ein-selbstmord-wir-sind-eine-extrem-gewalttatige-gesellschaft-brasiliens-parlamentsprasident-arlindo-china/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/05/26/alle-11-minuten-ein-mord-alle-15-minuten-ein-todlicher-verkehrsunfall-alle-65-minuten-ein-selbstmord-wir-sind-eine-extrem-gewalttatige-gesellschaft-brasiliens-parlamentsprasident-arlindo-china/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/20/rio-de-janeiro-inspiriert-salvador-strasenpinkler-festzunehmen-o-globo-kardinal-primas-von-brasilien-protestiert-gegen-soziokulturelle-gepflogenheit/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/20/rio-de-janeiro-inspiriert-salvador-strasenpinkler-festzunehmen-o-globo-kardinal-primas-von-brasilien-protestiert-gegen-soziokulturelle-gepflogenheit/</a></p>
<p><strong>“Das Leben in Brasilien ist leicht und unbeschwert. Probieren Sie es selbst.” Deutschsprachige Tourismuspropaganda.</strong></p>
<p><strong>Brasiliens Massengräber</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>„Wenn die Toten da reingeschmissen werden,      sind das Szenen wie in diesen Holocaustfilmen“, beklagen sich   Anwohner    von Massengräber-Friedhöfen der größten lateinamerikanischen     Demokratie.  In der Tat wird seit der Diktaturzeit vom Staat die   Praxis   beibehalten,  nicht identifizierte, zu „Unbekannten“ erklärte   Tote in   Massengräbern  zu verscharren.  Die Kirche protestiert seit   Jahrzehnten   dagegen und  sieht darin ein gravierendes   ethisch-moralisches Problem,   weil es in  einem Land der   Todesschwadronen damit auch sehr leicht sei,   unerwünschte  Personen   verschwinden zu lassen. In der Megacity Sao  Paulo  mit ihren  mehr als   23 Millionen Einwohnern empört sich der  weltweit  angesehene    Menschenrechtspriester Julio Lancelotti: „In  Brasilien wird  monatlich    eine erschreckend hohe Zahl von Toten anonym  in Massengräbern     verscharrt, verschwinden damit Menschen auf  offiziellem Wege, werden    als  Existenz für immer ausgelöscht. Wir von  der Kirche nehmen das   nicht   hin, versuchen möglichst viele Tote zu  identifizieren, um sie    dann  auf  würdige Weise christlich zu  bestatten. Wir brauchten einen   großen   Apparat, ein großes Büro, um  alle Fälle aufklären zu können –   dabei ist   dies eigentlich Aufgabe des  Staates!“</strong><strong>Padre   Lancelotti   erinnert daran, daß  während der 21-jährigen Diktaturzeit   in Sao Paulo   von den Machthabern  1971 eigens der Friedhof Dom Bosco   geschaffen wurde,   um dort  zahlreiche ermordete Regimegegner  heimlich  gemeinsam mit jenen    unbekannten Toten, den sogenannten  „Indigentes“,  in Massengräber zu    werfen. Wie die  Menschenrechtskommission des  Stadtparlaments jetzt    erfuhr, wurden  seit damals allen Ernstes 231000  Tote als Namenlose    verscharrt –  allein auf d i e s e m Friedhof.  Heute  kommen Monat für    Monat dort  zwischen 130 und 140 weitere  Indigentes hinzu. Nach einem    Massaker  an Obdachlosen Sao Paulos kann  Priester Lancelotti zufällig auf    dem   Friedhof Dom Bosco beobachten,  wie sich der Staat der Namenlosen     entledigt: “Als der Lastwagen kommt  und geöffnet wird, sehe ich mit     Erschrecken, daß er bis obenhin  voller Leichen ist. Alle sind nackt und     werden direkt ins Massengrab  geworfen. Das wird zugeschüttet &#8211; und     fertig. Sollten wir später noch  Angehörige ermitteln, wäre es  unmöglich,    die Verstorbenen in der  Masse der Leichen wiederzufinden.  Was sage  ich   als Geistlicher dann  einer Mutter?“ </strong><strong>Lancelotti   hält   einen Moment inne,  reflektiert: „Heute hat das   Konzentrationslager   keinen Zaun mehr, das  KZ ist sozusagen weit   verteilt – die Menschen sind   nach wie vor klar  markiert, allerdings   nicht auf der Kleidung, sondern   auf dem  Gesicht, dem Körper. Und sie   werden verbrannt, verscharrt, wie   die  Gefangenen damals, und es gibt   weiter Massengräber.“ </strong><strong>Was    in Sao Paulo geschieht,  ist  keineswegs ein Einzelfall. In der    nordostbrasilianischen   Millionenstadt Fortaleza leiden die Anwohner des    Friedhofs „Bom   Jardim“ seit Jahren bei den hohen Tropentemperaturen    unter   grauenhaftem Leichengeruch. „Die Toten werden oft schon verwest      hergebracht, wie Tiere verscharrt, wir müssen zwangsläufig zusehen,  es     ist grauenhaft“, klagt eine Frau. „Fast jeden Tag kommt der   Leichen-LKW  –   doch bei den heftigen Gewitterregen wird die dünne   Erdschicht über  den   Toten weggeschwemmt, sehen wir die Massengräber   offen, wird der  Geruch   im Stadtviertel so unerträglich, daß viele   Kopfschmerzen  kriegen,   niemand hier eine Mahlzeit zu sich nimmt.“ Der   Nachbar  schildert, wie   das vergiftete Regenwasser vom Friedhof  durch  die  Straßen und Gassen des   Viertels läuft: „Das Wasser ist  grünlich  und  stinkt, manchmal werden   sogar Leichenteile  mitgeschwemmt – und   weggeworfene Schutzhandschuhe der    Leichenverscharrer. Die Kinder   spielen damit – haben sich an die    schrecklichen Vorgänge des Friedhofs   gewöhnt.  Wir alle haben Angst,  daß   hier Krankheiten, Seuchen   ausbrechen.“</strong><strong>Selbst in  Rio  de  Janeiro sind die   Zustände ähnlich, werden zahllose Menschen  von   Banditenkommandos der   über 1000 Slums liquidiert und gewöhnlich  bei   Hitze um die 35 bis 40   Grad erst nach Tagen in fortgeschrittenem    Verwesungszustand zum   gerichtsmedizinischen Institut  abtransportiert.   Wie aus den   Statistiken hervorgeht, werden in den  Großstädten monatlich   stets   ähnlich viele Tote als „Namenlose“ in  Massengräber geworfen wie  in  Sao   Paulo, der reichsten Stadt ganz  Lateinamerikas. </strong><strong>Priester     Julio Lancelotti und seine  Mitarbeiter stellen immer wieder     Merkwürdigkeiten und verdächtige  Tatbestände fest. „Werden Obdachlose     krank und gehen in bestimmte  öffentliche Hospitäler, bringt man an  ihrem    Körper eine Markierung  an, die bedeutet, daß der Person nach  dem Tode    zu Studienzwecken  Organe entnommen werden. Die Männer  registriert man    durchweg auf den  Namen Joao, alle Frauen als Maria.  Wir streiten  heftig   mit diesen  Hospitälern und wollen, daß die  Obdachlosen auch  nach dem   Tode mit  den echten Namen geführt werden.  Schließlich kennen  wir diese    Menschen, haben über sie Dokumente. Man  meint eben, solche  Leute sind    von der Straße, besitzen also weder  eine Würde noch  Bürgerrechte.  Wir   haben in der Kirche eine Gruppe,  die den illegalen,  kriminellen    Organhandel aufklären will, aber  rundum nur auf  Hindernisse stößt.  Denn   wir fragen uns natürlich auch,  ob jenen  namenlos Verscharrten  vorher   illegal Organe entnommen  werden.“</strong><strong>Fast  in  ganz   Brasilien  und auch in Sao  Paulo sind Todesschwadronen aktiv,   zu denen   Polizeibeamte gehören,  wie sogar das   Menschenrechtsministerium in   Brasilia einräumt.  Tagtäglich würden   mißliebige Personen   außergerichtlich exekutiert,  heißt es. Darunter   sind auch Obdachlose,   von denen allein in Sao  Paulos Zentrum weit  über  zehntausend auf der   Straße hausen. Wie  Priester Julio  Lancelotti  betont, ist zudem die Zahl   der  Verschwundenen auffällig  hoch. </strong><strong>„Auf  den Straßen  Sao   Paulos werden viele  Leichen gefunden. Denn es ist  sehr einfach, so    einen Namenlosen zu  fabrizieren. Man nimmt ihm die  Personaldokumente    weg, tötet ihn und  wirft ihn irgendwo hin. Wir gehen  deshalb jeden  Monat   ins  gerichtsmedizinische Institut, um möglichst  viele Opfer zu     identifizieren. Die Polizei ist immer überrascht und  fragt, warum uns     das interessiert. Das Identifizieren ist für uns eine  furchtbare,     psychisch sehr belastende Sache, denn wir müssen  monatlich stets     Hunderte von Getöteten anschauen, die in großen  Leichenkühlschränken     liegen &#8211; alle schon obduziert und wieder  zugenäht. Und man weiß eben     nicht, ob da Organe entnommen wurden.“</strong><strong>Solchen   Verdacht    hegen nicht wenige Angehörige von Toten, die seltsamerweise   als    „Namenlose“ im Massengrab endeten. In der nordostbrasilianischen      Küstenstadt Maceio geht letztes Jahr der 69-jährige Sebastiao  Pereira     sogar mit einem Protestplakat voller Fotos seines ermordeten  Sohnes auf     die Straße. Dem Vater hatte man im gerichtsmedizinischen  Institut  die    Identifizierung der Leiche verweigert – diese dann   mysteriöserweise  auf   einen Indigentes-Friedhof gebracht. Kaum zu   fassen – ein    Friedhofsverwalter bringt es fertig, Sebastiao Ferreira   später  mehrere    Leichenteile, darunter einen Kopf zu zeigen. „Mein   Sohn wurde allein  am   Kopf von vier MG-Schüssen getroffen – und dieser   Kopf war doch  intakt!   Ich setzte eine DNA-Analyse durch – der Kopf   war von einem  Mann, das   Bein von einem anderen, der Arm wiederum von   einem anderen –  doch nichts   stammte von meinem Sohn“, sagt er der   Presse. </strong><strong>In  Sao   Paulo hat Priester Lancelotti   durchgesetzt, daß ein Mahnmal auf  dem   Friedhof Dom Bosco an die   ermordeten Regimegegner, aber auch an  die mehr   als 200000   „Namenlosen“ erinnern wird.</strong><strong> Neuerdings    macht der   Friedhof in Brasilien immer wieder Schlagzeilen, allerdings    nicht   wegen der Massengräber von heute. Progressive Staatsanwälte    versuchen   das Oberste Gericht in Brasilia zu überzeugen, den zur    Diktaturzeit   für den Friedhof verantwortlichen Bürgermeister Paulo Maluf    und den   damaligen Chef der Politischen Polizei, Romeu Tuma, wegen des      Verschwindenlassens von Oppositionellen vor Gericht zu stellen.      Erschwert wird dies jedoch durch den Politikerstatus der Beschuldigten:      Paulo Maluf ist Kongreßabgeordneter und Romeu Tuma sogar    Kongreßsenator  –  beide gehören zum Regierungsbündnis von    Staatspräsident Lula.</strong></p>
<p><strong>“Favela-Tours”: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/16/der-spiegel-favela-tour-in-rio-de-janeiro-vorzeige-favelas-und-die-uber-1000-anderen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/16/der-spiegel-favela-tour-in-rio-de-janeiro-vorzeige-favelas-und-die-uber-1000-anderen/</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/10/zeitungsfotopoderarmado.jpg" alt="zeitungsfotopoderarmado.jpg" /></p>
<p><strong>Junger Bandit &#8211; Zeitungsfoto.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/22/brisanter-nachfolgefilm-des-berlinale-gewinners-tropa-de-elite-darf-erst-nach-den-oktober-pflichtwahlen-brasiliens-gezeigt-werdenpersonliche-sicherheit-neben-gesundheit-die-hauptsorge-der-brasi/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/22/brisanter-nachfolgefilm-des-berlinale-gewinners-tropa-de-elite-darf-erst-nach-den-oktober-pflichtwahlen-brasiliens-gezeigt-werdenpersonliche-sicherheit-neben-gesundheit-die-hauptsorge-der-brasi/</a></p>
<p><strong>Feuergefechte 2010 in Rio de Janeiro, erneute Besetzung von Slums:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/25/rio-de-janeiro-weiter-panik-terror-brennende-busse-feuergefechte-autoritaten-haben-seit-sonntag-lage-nicht-im-griff-guerrillhataktik-der-banditenkommandos/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/25/rio-de-janeiro-weiter-panik-terror-brennende-busse-feuergefechte-autoritaten-haben-seit-sonntag-lage-nicht-im-griff-guerrillhataktik-der-banditenkommandos/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/29/rio-de-janeiros-militar-zirkus-politik-feiert-sieg-gegen-nicht-vorhandene-feinde-der-slumregion-complexo-do-alemao-banditenkommandos-reichlich-zeit-zum-ruckzug-gelassen-wie-bei-uno-umweltg/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/29/rio-de-janeiros-militar-zirkus-politik-feiert-sieg-gegen-nicht-vorhandene-feinde-der-slumregion-complexo-do-alemao-banditenkommandos-reichlich-zeit-zum-ruckzug-gelassen-wie-bei-uno-umweltg/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/01/rio-de-janeiro-schweine-fressen-getotete-auf-banditen-verliesen-slums-in-panzerwagen-bestochener-polizisten-massiver-raub-durch-beamte-und-soldaten-laut-berichten-der-folha-de-sao-paulo/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/01/rio-de-janeiro-schweine-fressen-getotete-auf-banditen-verliesen-slums-in-panzerwagen-bestochener-polizisten-massiver-raub-durch-beamte-und-soldaten-laut-berichten-der-folha-de-sao-paulo/</a></p>
<p><strong>Geköpfte in Brasilien:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/08/gekopfte-in-brasilien-landesmedien-zeigen-realitat-des-gefangnishorrors-haftlingsaufstand-beendet-laut-amtlichen-angaben/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/08/gekopfte-in-brasilien-landesmedien-zeigen-realitat-des-gefangnishorrors-haftlingsaufstand-beendet-laut-amtlichen-angaben/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/04/lula-lobt-in-rio-uberschwenglich-auslandsmedien-fur-deren-berichterstattung-stets-harsche-kritik-an-nationalen-medien-elogios-para-a-imprensa-de-fora/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/04/lula-lobt-in-rio-uberschwenglich-auslandsmedien-fur-deren-berichterstattung-stets-harsche-kritik-an-nationalen-medien-elogios-para-a-imprensa-de-fora/</a></p>
<p><strong>Brasilien auf Tourismus-Ranking des Weltwirtschaftsforums:</strong>   <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/09/brasilien-fallt-auf-tourismus-ranking-des-weltwirtschaftsforums-auf-52-platz-zuruckzuvor-45-rang-tourismuspolitik-unter-lula-und-rousseff/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/09/brasilien-fallt-auf-tourismus-ranking-des-weltwirtschaftsforums-auf-52-platz-zuruckzuvor-45-rang-tourismuspolitik-unter-lula-und-rousseff/</a></p>
<p><a href="http://www.wissen.de/wde/generator/wissen/ressorts/reisen/wke/index,page=1860564.html">http://www.wissen.de/wde/generator/wissen/ressorts/reisen/wke/index,page=1860564.html</a></p>
<p><strong>Rechtsanwälte &#8211; Brasilien:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/19/httpwwwrechtsanwalt-brasiliende-anwalte-infur-brasilien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/19/httpwwwrechtsanwalt-brasiliende-anwalte-infur-brasilien/</a></p>
<h1>Das Erste: Drehstart für “Das Traumhotel &#8211; Brasilien”  (AT)</h1>
<p><abbr title="2011-08-29T00:00:00Z"> </abbr></p>
<p><strong>München (ots) &#8211; Am 29. August 2011 ist die erste  Klappe für      eine neue Folge  von “Das Traumhotel” gefallen. Dieses Mal  entführt     Das  Erste seine Zuschauer ins  farbenfrohe und temperamentvolle      Brasilien.  Die Reise mit Hotelbesitzer Markus  Winter führt nach Rio  de     Janeiro  und Salvador da Bahia.(Pressetext)</strong></p>
<p><strong>Köln schließt eine Städtepartnerschaft mit Rio de Janeiro:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/rio-film-tropa-de-elite-2-fur-oscar-nominiertbester-auslandischer-streifen-stadtepartnerschaft-koln-rio-de-janeiro-trailer-anklicken/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/rio-film-tropa-de-elite-2-fur-oscar-nominiertbester-auslandischer-streifen-stadtepartnerschaft-koln-rio-de-janeiro-trailer-anklicken/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/18/brasilianische-systemkritiker-protestieren-in-vitoriaes-gegen-gefangnishorror-unter-lula-politisch-verantwortlicher-gouverneur-angeklagt-paulo-hartung-morder/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/18/brasilianische-systemkritiker-protestieren-in-vitoriaes-gegen-gefangnishorror-unter-lula-politisch-verantwortlicher-gouverneur-angeklagt-paulo-hartung-morder/</strong></a></p>
<p>Hintergrund 1997, Lateinamerika-Nachrichten:</p>
<h1>Im Dienst des organisierten Verbrechens</h1>
<h2>Rios Straßenkinder &#8211; neue Dimension eines alten Problems</h2>
<p>Immer  mehr Straßenkinder Brasiliens werden von der organisierten   Kriminalität  rekrutiert und landen damit in den Kreisläufen der   täglichen Barbarei  und Gewalt. Das „Missionsobjekt“ Straßenkind hat   hierdurch neue  Dimensionen erfahren, die bislang allerdings von den    Straßenkinderprojekten im Ausland kaum zur Kenntnis genommen wurden.    Unser Autor Klaus Hart aus Rio de Janeiro schildert die wenig    erfreuliche Entwicklug des Problems.</p>
<p>Bis zum entsetzlichen  Candelaria-Massaker von 1993 (vgl. LN Nr.   231/232) gehörten die Meninos  de Rua zum normalen Erscheinungsbild der   Sieben-Millionen-Stadt Rio de  Janeiro. Ob in Copacabana, Ipanema oder   in der City &#8211; immer zogen sie in  Gruppen herum, bettelten, stahlen.  Und  schlimmer noch: Eine sichtbare  Minderheit unter den Straßenkindern   überfiel, terrorisierte regelrecht  bevorzugt schwangere Frauen und  alte  Leute.<br />
Im Stadtzentrum bin auch ich mehrfach von Straßenkindern verfolgt    worden, flüchtete mich in Restaurants oder in von bewaffneten Pförtnern    bewachte Hauseingänge. Wenn die Gruppen mich dennoch erwischten, waren    eben Geld und teures Arbeitsgerät wie Sony-Recorder oder Kamera weg.    Eine Bande ritzte mir vorm Wegrennen in Richtung Polizeikabine einmal    Arm und Hand blutig. Aber das ist alles harmlos im Vergleich zu den    Erlebnissen vieler Einheimischer. Eine brasilianische Bekannte fuhr mit    dem Wagen die famose Avenida Atlantica entlang, ihr Kleinkind auf dem    Rücksitz. An der Ampel wird das Auto von Straßenkindern umringt, eines    schneidet ihrer Tochter die Kehle durch, sie verblutet. Einem    Nordamerikaner, zum Arbeiten in Rio, schlägt eine Gruppe eine    abgeschlagene Flasche ins Gesicht, einfach so, ohne Raubabsicht.<br />
Derzeit muß man in Rios Kernbereichen Meninos de Rua allerdings fast mit    der Lupe suchen. Statt der Tausenden von Anfang der 90er Jahre    verlieren sich im Straßengewühl bestenfalls einige hundert. Will ich zur    nächsten Metrostation, kommen mir gelegentlich ausgeraubte    traumatisierte Frauen entgegen: „Gehen Sie nicht weiter, an der Ecke    lauern drei Meninos mit Messern!“ Also laufe ich zurück, nehme am Stand    ein Taxi, fahre an den Kids vorbei, höre vom Motorista: „Die da werden    nicht alt, hinter denen sind schon die Kollegen her.“ Diskutieren    sinnlos. Grundtenor an den Stehbars: Sofort umlegen, bevor die Blödsinn    machen.<br />
Straßenkinder-Experten wie Roberto Santos, Leiter der angesehenen    Stiftung Sâo Martinho, bestätigen, daß die Gesellschaft, besonders die    Mittel- und Oberschicht, auf Repression setzt und Gewalt gegen die    Minderjährigen wie nie zuvor befürwortet. Gemäß einer neuen seriösen    Umfrage sind rund 52 Prozent der BewohnerInnen von Rio generell für    Lynchjustiz. Den Intellektuellen, ebenso wie den in-und ausländischen    NGOs, gelang es nicht, einen Meinungsumschwung herbeizuführen &#8211; die    brasilianische Gesellschaft ist neoliberaler, individualistischer und    deutlich egoistischer geworden. Das früher bestehende Mitgefühl etwa der    Mittelschicht mit den Armen hat spürbar abgenommem. Weiter gilt, was    der inzwischen verstorbene Betinho konstatierte: Das Beseitigen von  als   störend empfundenen Minderjährigen wird von einem Großteil der    BrasilianerInnen hingenommen, toleriert, und im Sinne einer geistigen    Komplizenschaft mit den Mördern sogar befürwortet.</p>
<p>Anti-NGO-Kampagne</p>
<p>Inzwischen hat sich das Problemfeld verändert. Heute über gute oder    schlechte Straßenkinderprojekte, über die Unterschlagung von    Spendengeldern und über Kinderelend als Bereicherungsquelle für    unehrliche NGOs zu debattieren, wäre müßig. Regierungsunabhängige    Organisationen, die sich direkt den Straßenkindern widmen, gibt es kaum    noch. Die meisten sind schlichtweg eingegangen, seit das Ausland weit    weniger Spenden überweist und die Regierung nach einer geschickt    betriebenen Anti-NGO-Kampagne Gelder stoppte. Cristina Leonardo, die    couragierte Leiterin des Centro Brasileiro de Defesa dos Direitos da    Crianca e do Adolescente (Brasilianisches Zentrum für die Verteidigung    der Rechte von Kindern und Jugendlichen) und Verteidigerin von Opfern    und Überlebenden des Candelaria-Massakers, wie auch Roberto Santos    bestreiten vehement, daß die Regierung etwa durch gute Präventivprojekte    die Zahl der Straßenkinder gesenkt habe. Unter Präsident Fernando    Henrique Cardoso sei die Situation gerade im Sozialbereich, ob Bildung    oder Gesundheit, so schlecht wie noch nie. Ausländische    Unterstützergruppen, so ist immer wieder zu hören, hätten eine völlig    falsche, oft sozialromantische Sicht der Dinge. Größtenteils werde    übersehen, was sich bereits vor dem Candelaria-Massaker 1993 deutlich    abzeichnete: Das organisierte Verbrechen offeriert den Kindern und    Jugendlichen vergleichsweise gutbezahlte Jobs, bei keineswegs    geringerem, sondern weit höherem Lebensrisiko, doch für umgerechnet bis    zu tausend Mark die Woche. In sämtlichen Slums von Rio de Janeiro,  auch   dies ist inzwischen ein Gemeinplatz, funktionieren selbst die vom    Ausland finanzierten Hilfsprojekte nur, wenn das organisierte  Verbrechen   seine Zustimmung gibt. In Europa denken immer noch viele,  Kinder und   Jugendliche der Unterschicht würden mehrheitlich von der  Militärpolizei   erschossen. Seriöse Untersuchungen stellten jedoch  bereits 1993  richtig,  daß der große „Exterminador“ eben das  organisierte Verbrechen  ist.  Keiner weiß das besser als die mit  Cristina Leonardo kooperierende   Künstlerin Yvonne Bezerra de Mello.  Kinder, die nicht richtig  mitziehen,  etwa drogensüchtig werden und  statt Profiten Verluste  bringen, werden  kurzerhand eliminiert. Die  Leichen, so Yvonne Bezerra  de Mello,  verschwinden meistens. Die großen  Bosse, sagt sie, wohnen  natürlich  nicht im Slum, sondern in den  Nobelvierteln Rios. In diesen  Vierteln der  Geld- und Politikerelite  werden derzeit Drogen verbraucht  wie nie zuvor  &#8211; daher die enorme  Nachfrage, die den Straßenkindern Jobs  verschafft.<br />
Das beste Beispiel für die jüngeren Entwicklungen sind die    Candelaria-Überlebenden: Der Trafico, wie die auf Drogen-und    Waffenhandel, Entführungen und Rauberüberfälle spezialisierten    Gangsterkommandos genannt werden, hat sie adoptiert. Die Leute vom    organisierten Verbrechen, so Roberto Santos, zeigten sich in der Tat    weitaus besser organisiert und professioneller als der Staat und die    NGOs. Kinder und Jugendliche brauchen die rund 800 Slums von Rio nicht    mehr zu verlassen. Die Kleinsten verdienen als Fogueteiro  (Leuchtrakete)   über fünfzig Mark pro Tag. Sie warnen die  schwerbewaffneten Gangster   mittels Feuerwerksraketen vor herannahenden  gegnerischen   Verbrechermilizen oder der Polizei. Fünfjährige  transportieren als   sogenannte Aviôes, Flugzeuge, Drogen in der Stadt,  und bringen sie auch   zu den privaten Bestellern der Mittel-und  Oberschicht. Sieben- oder   Achtjährige haben für gewöhnlich schon  Pistole oder Revolver im   Hosenbund. Als Soldados schließlich gehören  sie zum martialischsten Teil   der nach militärischem Vorbild streng  hierarchisch gegliederten   wichtigsten Syndikate Comando Vermelho  (Rotes Kommando) und Terceiro   Comando (Drittes Komando). Soldados  kontrollieren die Ein- und Ausgänge   der Steilhangslums. Sie schießen  auf Verdächtige, nehmen an Gefechten   und Massakern teil, führen  Mordbefehle aus und sind bei Entführungen und   Banküberfällen dabei.</p>
<p>Kultur feudalistisch-machistischer Werte</p>
<p>Mit Reinaldo Guarany, militanter Diktaturgegner und einer der   Entführer  des deutschen Botschafters Ehrenfried von Holleben im Jahre   1970, fahre  ich eine enge steile Straße des malerisch wirkenden   Bergstadtteils Santa  Teresa hinunter. An der ersten Biegung richtet am   Favela-Eingang ein  nur mit Shorts und Sandalen bekleideter   Zwölfjähriger seine verchromte  MP auf uns. Er bräuchte nur einmal   durchzuziehen, und alle im Wagen  wären tot. Das passiert auch   gelegentlich &#8211; im Drogenrausch sehen die  Soldados in jedem einen   Gegner, erschießen sogar die eigene Freundin  oder Frau. Guaranys   Kommentar: „Noch vor zwei Jahren habe ich hier viele  von den Jungs, die   mir heute mit MPs begegnen, Murmeln spielen sehen &#8211;  sie wurden zu   Soldaten des organisierten Verbrechens, prahlen damit  herum und rühmen   die Banditen als ihre Helden.“<br />
Guarany sieht es nicht anders als Anwältin Cristina Leonardo: „Daß heute    die große Mehrheit der Meninos de Rua beim Trafico ist, bedeutet, daß    Staat und Regierung sie im Stich ließen und die Sozialprogramme    einschränkten. Wenn ein Junge mit acht Jahren schon mit einer    nordamerikanischen Heeres-MP umzugehen weiß, wird es kompliziert.    Darüber spricht niemand, aber genau das müßte das Hauptthema sein!“ Die    Drogenprobleme und das Ausmaß des organisierten Verbrechens    herunterzuspielen, ist für sie „scheinheilig“.<br />
Alba Zaluar, Brasiliens führende Gewaltexpertin, sieht inzwischen in den    Slums eine neue tyrannische Kultur feudalistisch-machistischer Werte    fest installiert &#8211; hingenommen von den Autoritäten des Staates. Denn  die   Herrschaft des organisierten Verbrechens über Rios Slums  verhindert  auf  perfide Weise, daß deren BewohnerInnen politisch für  ihre Rechte   kämpfen. Immer wieder werden engagierte  BürgerrechtlerInnen, die   Selbsthilfegruppen in den Slums leiten und  sich dem Normendiktat der   Gangster nicht beugen wollen, zur  Einschüchterung aller ermordet. Auch   von ehemaligen, vom Trafico  rekrutierten Straßenkinder.<br />
So wollte im September eine 83-jährige Frau nicht mehr akzeptieren, daß    Gangsterkommandos bei Gefahr stets ihr winziges Slum-Grundstück    passierten. Sie diskutierte mit den Banditen. Eines Nachts wurde sie    deshalb von einer Gruppe grausam ermordet. Ein brasilianischer Bekannter    wohnt unglücklicherweise nur wenige Schritte von einem    Kommando-Treffpunkt entfernt. Er muß mitansehen, wie dort Kinder,    Jugendliche und Erwachsene gefoltert, gekreuzigt, mit Schüssen    durchsiebt werden. Mehrfach feuerten Jugendliche unter Drogeneinfluß in    seine Haustür, und hätten die zwei kleinen Söhne treffen können. Die    Kids tragen übrigens bevorzugt deutsche G-3 &#8211; und schweizerische    Sig-Sauer-Sturmgewehre. Weil diese eine besonders große Reichweite    haben, werden immer mehr Stadtbewohner durch verirrte Kugeln getötet    oder verwundet.<br />
In Rio ist die Gewöhnung an diese tägliche Barbarei die Regel &#8211; in    Deutschland dagegen, so scheint es, haben nur wenige die Entwicklungen    der letzten Jahre und deren politische Dimension zur Kenntnis genommen.    Andere wollen sie nicht wahrnehmen. Sie müßten sich sonst von ihren    liebgewordenen Brasilien-Klischees trennen.</p>
<h1>Vier zu drei gegen José Rainha</h1>
<h2>26 Jahre wegen “Beihilfe zum Doppelmord” &#8211; Brasiliens Justiz in Hochform</h2>
<p>In  einem 17stündigen Prozeß wurde der Führer der brasilianischen    Landlosenbewe­gung MST José Rainha zu 26 Jahren und sechs Mona­ten Haft    wegen angeblicher Beteiligung an einem Doppelmord ver­urteilt. Mit  vier   zu drei Stimmen befand die Jury den 36jährigen für schuldig,  obwohl  der  zur Tatzeit 1000 Kilometer vom Tatort entfernt war.</p>
<p>Lange vor dem  Prozeß gegen den populärsten, cha­ris­­ma­tischsten   Land­lo­senführer  kün­digte amnesty inter­national an, daß es im   Ver­fahren nicht mit  rechten Dingen zuge­hen wird. Aber die bösen   Erwartun­gen wurden noch  übertroffen. Der 36jährige José Rainha   er­hielt im Juni 26 Jahre und  sechs Mo­nate Haft wegen angeblicher   Be­tei­li­gung an einem  Doppel­mord, der 1989 im Bundesstaat Es­pírito   Santo began­gen wurde.  Amnesty in­ternational prote­stierte um­ge­hend   und erklärte Rainha für  un­schul­dig: Das Ur­teil erinnere an   Dik­taturzeiten. Bleibe es auch  beim zweiten Verfahren im Sep­tem­ber   bei die­sem Strafmaß, wer­de er  zum po­litischen Ge­fan­ge­nen erklärt   und ai rund um den Erd­ball für  seine Freilassung mo­bilisie­ren.  Nicht  einmal die juristi­schen  Mindest­regeln seien im Prozeß  einge­halten  worden, kri­tisierte ai:  Weder durch Be­wei­se noch durch   Zeu­gen­aus­sa­gen konnte bestätigt  werden, daß Rainha am Tat­ort  war.  Im Ge­gen­teil gibt es Nach­weise,  daß er sich tausend Kilometer   entfernt auf­gehalten hat. Mit dem  Ge­richts­verfahren sollte viel  mehr  die Land­lo­senbewe­gung MST  ein­ge­schüchtert werden, die zur   zweit­wichtigsten Stimme der  Op­posi­tion geworden ist.<br />
Auch die katholi­sche Kirche Bra­sili­ens, in der Rainha seine    po­litische Laufbahn begann, steht weiterhin zu ihm und unter­strich,    daß den 922 Morden an Bau­erngewerkschaftlerInnen, kirch­li­chen    Mit­arbeiterInnen, Landlo­sen, Kleinbau­ern und Klein­bäue­rinnen von    1990 bis 1995 nur 47 Ge­richtsverfahren und nur fünf verurteilte Täter    ge­gen­über­stehen, von denen zwei aus dem Ge­fängnis flohen.</p>
<p>Im Visier: Das MST</p>
<p>Daß Rainha noch lebt, grenzt fast an ein Wunder: Seit 1987 verfolgt   ihn  die berüchtigte To­des­schwadron Escuderie Le Cocq seines   Heimatstaa­tes  Espí­rito Santo, in dem er als Land­arbei­tersohn   aufwuchs. Rainha  ent­ging Hinterhal­ten, überlebte Mord­anschläge und   konnte nur ein­mal  durch Schüsse verwun­det wer­den. Zwei seiner engen   Freun­de, Pfarrer  Gabriel Maire und Gewerk­schaftsführer Edson Ra­mos,   dage­gen star­ben  1988 im Ku­gelha­gel der Pistole­ros.<br />
Ein Jahr später kam es zu ei­nem Schußwechsel zwi­schen  ei­nem    Groß­grundbesitzer, sei­nem ihn begleitenden Militärpolizi­sten und    einer Gruppe von Land­lo­sen. “In Wahrheit vertei­digten sich die Sem    Terra, die Landlo­sen, gegen jenen Fa­zendero, der ein Blutbad    anrich­ten wollte.” meint Anwalt Os­mar Barcellos. Zeu­gen wollen Rainha    bei der Schießerei gese­hen ha­ben, be­schreiben ihn als ziemlich   dick,  mit rundem Ge­sicht und ka­sta­ni­en­farbigen Haa­ren. Rainha ist    je­doch geradezu dürre, hat ein längli­ches Gesicht und schwarze   Haare.  Und vor allem wurde er zur Tatzeit nicht nur von zwei    Lo­kalparlamentariern, sondern auch einem Obersten der    Mi­li­tär­po­li­zei des nordöstlichen Bun­des­staates Ceará gesehen.    Beim Prozeß wurden aber weder Zeu­gen der Anklage noch der    Ver­tei­digung angehört. Die laut Nach­rich­tenmagazin Veja    gra­vierendste Verur­teilung einer brasi­lianischen    Führungspersön­lich­keit seit der Rückkehr zur Demo­kratie wird deshalb    von zahl­reichen Ju­risten und Krimi­nalisten des Landes als   schlech­ter  Witz bezeichnet, die Strafe als “absurd”. Auch das   Pastoral­büro für  Landange­legenheiten der Bi­schofskonferenz   kritisierte, daß mit dem  Schauprozeß nicht Rainha, son­dern die   ge­samte Landlosenbewegung  ge­troffen wer­den sollte. In vielen Medien   da­gegen wurde das Urteil  einsei­tig darge­stellt und sogar begrüßt:   das MST also doch die Bande  von Mör­dern, ge­walttätigen Ge­sellen und   Gesetzesbre­chern, wie die  mäch­ti­gen Großgrundbe­sitzer im­mer   be­haupten?<br />
Kä­me Rainha tatsächlich hin­ter Gitter, wäre das für das MST ein herber    Verlust. Niemand sonst hat in Brasi­lien so viele Be­setzungen    brachliegender La­ti­fundien mit durchgeführt, hat so große Erfahrungen    und kennt Bra­silien und die Landlosen­basis so gut. An die zwanzig    Prozesse wurden gegen Rainha geführt, etwa 50 Untersuchungsverfahren    ge­gen ihn ein­geleitet &#8211; ohne Er­folg. Hinter Gittern saß er bereits    mehrfach, interna­tionale Proteste führ­ten jedoch stets zu seiner    Frei­lassung.<br />
Ist Rainha nur eine Art MST-Pro­fi-Funktionär? Er be­sitzt vier Hektar    im Hinterland des Bun­des­staates Sâo Paulo, pflanzt Pap­rika, Mais,    Tomaten und Me­lo­nen, und gehört zu einer Asso­cia­çao comuni­taria mit    16 Fa­mi­li­en. Von der bra­silianischen Zeit­schrift Imprensa nach    seiner Schul­bildung gefragt, antwortete er: “Ich war nie in der  Schule.   Le­sen und Schreiben habe ich mir mit fünfzehn zuhause  beige­bracht.   Wir waren eben ver­dammt arm, meine Brü­der  ar­bei­te­ten auf dem Feld,   um zu Über­le­ben. … Ich lese gerne. Von  Frei Betto kenne ich fast   alle Bücher &#8211; der ist mein Freund.”</p>
<h1>PC Farias: Tangotänzer und Mafioso</h1>
<h2>Brasiliens Justiz muß Mord an “Grauer Eminenz” wieder aufrollen</h2>
<p>Unter  dem Druck von Gerichtsmedizinern, Kriminalisten und der   Öffentlichkeit  sieht sich Brasiliens Justiz gezwungen, den Mord an   Paulo Cesar Farias,  Symbolfigur für Korruption in Politik und   Wirtschaft, erneut zu  untersuchen. Die bislang verbreitete offi­zielle   Tatversion ist nicht  mehr haltbar.</p>
<p>Mit der finanziel­len Unter­stützung des  Multimillionärs Paulo Cesar   Farias­, im Volks­mund PC,  gewann Collor de  Mello 1989 die   Präsident­schaftswahlen. Aber auch nach der Wahl  ver­sorgte PC seinen   Präsidenten, der 1992 wegen Korrup­tion und  Machtmiß­brauch seines   Am­tes enthoben wurde, mit reich­lich Geld (siehe  LN 222). “Wegen   Mangels an Be­weisen” 1994 in ei­nem offen­sicht­lich  politisch   motivier­ten Kor­ruptionspro­zeß frei­ge­spro­chen, lebt  Collor heute   in Miami. PC be­kam sieben Jah­re, die er größtenteils  höchst   kom­fortabel im of­fe­nen Straf­vollzug von Ma­ceio / Alagoas   absaß.   Damit könnte die Geschichte ein Ende haben.</p>
<p>PCs Comeback</p>
<p>Als ihn 1996 in seiner Wo­chenendvilla im Nord­oststaat Ala­goas der    tödli­che Schuß traf, hatte PC Farias gerade sein poli­tisches    Co­meback, die Gründung einer Tageszeitung angekündigt. Der zu­ständige    Po­lizeichef gab noch am selben Tag bekannt, der fünfzigjährige    kahl­köpfig-char­man­te Tangotän­zer sei wegen Be­ziehungspro­ble­men    von seiner Freundin Suzana Mar­colino er­schossen wor­den, die    anschlie­ßend an seiner Seite Selbst­mord be­gangen habe. &#8211; Spott und    Iro­nie war der Tenor von Brasiliens Leitar­tikeln. Als Tat­motiv wurde    allgemein Quei­ma de Archivo, die Vernichtung von Archiven  angenom­men,   da PC exzellenter Kenner der brasi­lianischen  Kor­ruptionsme­chanismen   war und streng­gehütete Geheim­nisse der  jünge­ren Politik mit ins  Grab  nahm. Zur allgemei­nen Ver­blüf­fung  be­stätigte zwei Mo­nate  später der  bis dahin landes­weit  hoch­ange­sehene Gerichts­me­di­zi­ner  Badan  Palhares nach vor Ort  an­gestell­ten Untersu­chungen die  Ver­sion des  Polizei­chefs. Für die  Re­gie­rung schien der Fall damit  er­le­digt.<br />
Von Anfang an hatte der ala­goanische Gerichtsmedi­ziner und    Militärpolizei­oberst George San­guinette mit einem hohen Maß an    Zivil­courage öffentlich auf Un­gereimtheiten bei dem Mord    hin­ge­wiesen. Seine ermit­telnden Kol­legen würden von “oben”    ge­wal­tig unter Druck ge­setzt, bei dem Verbrechen han­dele es sich um    einen Doppel­mord. Sangui­nette erhielt da­raufhin Mord­droh­ungen und    wurde we­gen seiner Aufmüpfig­eit zeit­weise unter Haus­arrest   gestellt.  Der Oberst ließ sich nicht ein­schüch­tern, wies über­zeugend   grobe  Er­mitt­lungs­fehler nach, und ver­öf­fent­lichte darüber sogar   ein  Buch. Die Untersu­chungen wur­den schließlich  wiederaufge­nom­men.  Die  jüng­ste defini­tive Ex­per­tise vom Mai  macht die bis­he­rige   offizielle Version zu Ma­ku­la­tur. Suzana  Marco­lino konn­te nicht auf   PC geschossen und sich danach in der  beschrie­be­nen Weise umge­bracht   haben — ge­mäß der zu­ständigen  Staats­an­wäl­tin weisen die Indi­zien   nun­mehr auf Dop­pelmord hin.  Als PC und dessen Freundin be­reits tot   waren, wur­den nach­weis­lich  Te­lefongesprä­che mit der   Wo­chen­endvilla ge­führt. Die Lei­chen  “entdeckte” man aber erst rund   vier Stunden später.</p>
<p>Zivilcourage eines Gerichtsmediziners</p>
<p>Laut Sanguinetti steht die Ma­fia von Alagoas hinter der Tat.    Mitt­lerweile wurden auch Ver­bin­dungen PCs zur italienischen Mafia    nachgewiesen. Ein Partner soll in Geldwäsche, Drogen und Waf­fenhandel    verwickelt sein. Zwei Kinder von PC stu­dierten auf einem    Privatgymnasium der Schweiz, wo die ita­lienische Po­li­zei vier Konten    des Er­mordeten aus­machen konnte. Auf diesen und sechs weiteren  Konten   in den USA, den Niederlanden und Uruguay hatte PC über sechs  Millionen   Dollar de­poniert: Ein Bruch­teil seines Vermögens.<br />
PC Farias eigener Einschät­zung nach säßen bei strenge­ren Ge­setzen    gegen Korruption im Wahl­prozeß &#8211; wie zum Beispiel in Italien &#8211; die    Politiker, die Bau­un­ternehmer und Bankiers des Landes allesamt hinter    Git­tern. Und er muß es wohl am be­sten wis­sen.</p>
<p>KASTEN</p>
<p>Würden Sie Ihr Kind “Hitler” nennen?</p>
<p>Antonio Callade, der auch in Deutschland und Österreich viel­verlegte    brasi­lianische Roman­cier, stau­nte nicht schlecht, als er bei der    Pre­miere eines seiner Stücke im Teatro Ziembinski von Rio de Janeiro    auf den Mosaik­fußboden schaute: auf über zehn Metern Länge ein    Ha­kenkreuz nach dem an­deren kunstvoll aufge­reiht, saubere    Handwerksarbeit aus den 30er und 40er Jahren. Seit das alte Haus 1985    von ei­nem Schauspieler er­worben und in ein Theater umgewan­delt worden    war, hatte nie­mand An­stoß an der auch vom angrenzenden  öffentli­chen   Platz deutlich erkennba­ren Haken­kreuz­or­na­men­tik  genommen.<br />
Obwohl in den brasiliani­schen Zeitungen häufig über    Hakenkreuz­schmierereien in Deutschland und anderen eu­ropäischen    Län­dern sowie über die entsprechen­den Proteste jü­discher    Organisa­tionen be­richtet wird, verkau­fen Straßenhändler in Rio oder    Sâo Paulo sogar nach­produzierte Me­tall-Erinne­rungsplaketten an den    “Gautag der Bayrischen Ost­mark, Pfingsten 1933 in Regens­burg”, darauf    das Ha­kenkreuz unter’m Reichsad­ler. Bis heute tragen nicht wenige    Brasilianer den Vor­namen Hitler &#8211; die Eltern wa­ren eben Bewunderer  des   Naziführers. Richter Hitler Canta­lice läßt einen    Parlaments­abgeordneten we­gen Autoraubs verhaften &#8211; und als die    Insassen einer total überfüllten Haftanstalt re­voltieren, behält    Polizei­chef Hitler Mussolini Pacheco kühlen Kopf, führt persönlich die    Verhand­lungen über Geiselfreilassun­gen. Weiße Hitler sitzen in    Universitätshörsälen, schwarze Hitler hausen in Slums der    Sklavennachfah­ren. “Hitler” steht auch auf Straßenschildern: In der    Stadt Barra do Bugres befindet sich das Hospital in der “Avenida Hitler    Sansâo”. Auch der Vor­nahme “Rommel” ist sehr häufig.<br />
Viele Juden flüchteten vor der drohenden Verfolgung und Ermordung auch    nach Brasilien &#8211; die den Deutschen aus der Nazizeit bekannte üble    Verunglimpfung der jü­dischen Minderheit ist jedoch bis heute selbst in    Wörterbü­chern und Lexika beibehalten worden &#8211; trotz entsprechen­der    Proteste. Ver­gangenes Jahr hat erstmals auch die jü­dische    Weltorganisation B’NAT B’RITH scharf ver­urteilt, daß sogar im    wichtig­sten brasilianischen Nach­schlagwerk Aureliano der Jude als    “schlechter Mensch, Geizhals, Habgieriger, Wu­cherer” definiert bzw.    charakteri­siert wird.</p>
<h1>Megaescândalo</h1>
<h2>Gesprächsmitschnitte weisen auf massiven Stimmenkauf im Kongreß hin, Nutznießer: Staatschef Cardoso</h2>
<p>Der  Präsident will wiedergewählt werden. Die entsprechende    Verfassungsänderung kam Ende Januar nur mittels Stimmenkauf und andere    Machenschaften durchs Par­lament &#8211; sagten damals Kirche, Opposition und    Medien. Doch niemand konnte es be­weisen. Jetzt liegen    Gesprächsmitschnitte vor, denen zufolge Cardosos rechte Hand,    Kommuni­kationsminister Sergio Motta, den Stimmenkauf veranlaßte. Eine    un­bekannte Zahl von Abgeordneten erhielt demnach jeweils umgerechnet  an   die 300.000 DM in bar. Cardoso war noch nie so in der Bredouille.</p>
<p>Was  Brasiliens größte Quali­tätszeitung, die Folha de Sâo Paulo,   Mitte Mai  abdruckte, schlug ein wie eine Bombe: Zwei zur Rechtspartei   PFL der  Re­gierungsallianz zählende Kon­greß­abgeordnete er­läutern   klar und  unzwei­deutig eine groß­an­ge­leg­te Stimmenkaufopera­tion.   Car­dosos  In­tim­freund Sergio Motta von der So­zi­aldemokrati­schen   Partei (PSDB)  habe veranlaßt, daß über die PFL-Gou­ver­neu­re der   Teil­staaten Acre  und Ama­zonas um­gerechnet rund 300.000 DM in bar &#8211;   oder sogar noch viel  mehr &#8211; an Parlamentarier aus­gezahlt wurde, damit   sie Ende Januar für  die Wie­derwahl-Novelle vo­tie­rten. Der  Abstimmung  war von der  Mitte-Rechts-Regierung al­ler­größte Be­deutung   bei­ge­mes­sen wor­den.<br />
Überraschend hatte eine große Zahl von Abgeord­neten, die die    Ver­fas­sungsänderung stets öf­fent­lich ablehnten, dann doch der    No­velle zuge­stimmt. In den ab­ge­druckten Gesprächsmitschnit­ten    wer­den fünf bestochene De­pu­tados aus Acre nament­lich genannt, doch    weit mehr sollen Sum­men zwischen 200.000 und 300.000 Reais er­hal­ten    haben. Diese bezeichen die Darstel­lungen als falsch und absurd. Die    PFL, stärkster Partner Cardosos, schloß indessen sofort jene zwei    Acre-Abgeordneten aus der Par­tei aus, die den Stimmenkauf erläuterten    und selber Geld er­hielten. Mit anderen Worten: Beide werden als    geständig ange­sehen, die Mitschnitte somit als authentisch be­trachtet.    Wa­rum nur diese beiden und nicht die an­deren Deputados &#8211; die zwei    Gouverneure und der Mi­nis­ter?, fragt sich alle Welt. Die in    Folha-Kommentaren gege­be­ne Antwort: Entläßt Cardoso Mi­ni­ster Motta,    wie sogar die PFL-Spit­ze empfiehlt, gesteht er auch seine eigene   Schuld  ein &#8211; und dann ist alles möglich. Erinnert sei hier an das    Col­lor-Im­peach­ment von 1992.</p>
<p>Kurse der Stimmenbörse</p>
<p>Motta, der mit Cardoso eine Großfarm betreibt, ist in einer heiklen    Situation. Vorwürfe, daß er als Hauptorganisator des Stimmenkaufs    fungiert, er­hob sogar Paulo Maluf, Führer der nicht zur Re­gierung    gehörenden Rechtspartei PPD. Deren Kon­greßabgeordneter Jair Bolsonari    beschrieb, wie es am Tage der Abstimmung im Januar in den    Kon­greßkorridoren zuging: Wie bei Geschäftsverhandlungen auf ei­ner    Stimmenbörse. Am Mor­gen wurde ein Votum noch für 200.000 Reais    ge­handelt, weil die Regierung nicht sicher war, ob die    Verfassungsänderung pas­sieren würde. Einige Parla­men­ta­rier    verlangten sogar 300.000 Re­ais. Kurz vor der Ab­stimmung glaub­te die    Regierung an ihren Sieg und ging deshalb mit dem Kurs herunter, zahlte    nur noch 50.000 Reais. “Ich weiß nicht, wer Stimmen an-    bezie­hungs­wei­se ver­kaufte, doch den Kauf und Verkauf gab es    tatsächlich.”<br />
Die Cardoso-Regierung hat seit dem Amtsantritt eine Reihe von    parlamenta­rischen Untersu­chungs­ausschüssen verhin­dert, die ihr    hätten gefährlich wer­den kön­nen. Zwar bekam die Oppo­si­tion die    nötigen Unter­schriften der Abgeordneten zusammen, oh­ne die ein    Ausschuß nicht ge­bil­det werden kann. PFL und PSDB entsandten je­doch    nicht die vor­geschriebenen Repräsen­tanten &#8211; und damit war die    Untersuchung ganz “demokra­tisch” blockiert.<br />
Nach dem Abdruck der Ge­sprächs­mitschnitte hatte die Op­po­si­tion die    Unterschrif­tenliste rasch komplett &#8211; auf Anwei­sung Cardosos mußten    indessen PFL- und PSDB-Abgeordnete ihre Unterschriften zurückziehen. Es    wurde öffentlich spekuliert, wieviel Reais sich die Regierung die    Rückzieher wohl habe kosten las­sen &#8211; wieder 200.000 pro Kopf?<br />
Brasiliens Bischofskon­ferenz CNBB hat den Me­ga­es­cândalo nicht    kommentiert, sie verwies nur auf ein jüngst veröffent­lich­tes    CNBB-Dokument, in dem die Re­gie­rung der ak­tiven Kor­rup­tion    beschul­digt wird. Im Bezug auf die Wiederwahlno­velle heißt es, die    Regierung be­sorge sich bei für sie interessan­ten Vor­lagen die nötigen    Stim­men ohne Skrupel. Cardosos Allianzpartner PFL, der den    Vizepräsidenten stellt, ist gemäß Un­ter­suchungen und Zeugenaus­sa­gen    bereits seit langem in Wahlstimmenkauf ver­wickelt. Im archai­schen    Nord­osten, so Anwälte ge­gen­über den La­tein­a­me­rika Nach­richten,    sei all­ge­mein be­kannt, daß der deutsch­stäm­mige PFL-Chef Jor­ge    Born­hau­sen mit prall­ge­füll­tem Geld­koffer he­rum­rei­se, Politiker    besteche und den Stim­menkauf organi­sie­re. Born­hau­sen ist   Mitgründer  der einstigen Militärdiktatur-Par­tei Arena. Cardosos Vize   Marco  Ma­ciel gehörte ebenfalls zur Are­na und zählte zu den   ak­tiv­sten  Unter­stüt­zern der Folter­ge­ne­räle.</p>
<p>Alte Kameraden</p>
<p>Die PFL stand an der Seite Präsident Fernando Collor de Mellos, der 1992 wegen Korrup­tion und Machtmißbrauch abge­setzt wurde.<br />
Jener Senhor X, von dem die Fol­ha de Sâo Paulo die Mit­schnitte    erhielt, hat in­zwischen be­tont, weitere Tonbänder zu be­sitzen, auf    denen noch mehr Per­so­nen belastet werden.<br />
Zwei Mitglieder der PSDB-Spitze erklärten interessanter­weise vor der    Veröf­fentlichung der Mitschnitte gegen­über dem Nachrich­tenmagazin    Veja, sie sei­en überzeugt davon, daß der PFL-Gou­verneur von Amazo­nas    mit der Ab­sicht des Stimmen­kaufs nach Brasi­lia gekommen sei. Mit    Kof­fern voll Geld sei der Gou­ver­neur in den Wiederwahl-Pro­zeß    hi­neingegangen. Warum stell­te die Cardoso-Regierung ihn nicht zur    Rede, fragt die Veja.<br />
Gemäß einer neuen Mei­nungs­umfrage führt die Popula­ri­täts­kurve des    Staatschefs nach lan­ger Stabilität erstmals deut­lich nach unten.    Brasiliens Bör­sen reagierten auf die Ver­öff­ent­li­chung der ersten,    brisanten Mit­schnit­te in der Folha am 13. Mai so­fort mit Kursabfall.    Die Echt­heit der Mitschnitte wurde am 20. Mai bestätigt. Je­ne zwei    Ab­ge­ordnete, die den Wortlaut des Ab­drucks bestritten, ste­hen bös’    da. Ganz zu schwei­gen von den an­deren Ver­wickelten.</p>
<h1>Lebendige Fackeln</h1>
<h2>Immer häufiger werden Wohnungslose im Schlaf angezündet</h2>
<p>Sie  hatten angenommen es sei nur ein Bettler, verteidigten sich die   fünf  jungen Tä­ter, die in Brasilia das schlafende Oberhaupt der    Pataxó-Indianer Galdino Jesus dos Santos an­zün­deten. Der Fall erregte    gerade deshalb Aufmerksamkeit, weil es sich um einen In­digena   handelte,  reiht sich jedoch ein in die zunehmende Gewalt gegen   Woh­nungs­lo­se.  Die Täter kommen meist aus der Mittel- und   Oberschicht.</p>
<p>Die  Avenida Rio Branco, ein­stige Prachtstraße Rio de Janei­ros,   bietet  nachts ein deprimie­rendes Bild. Weil seit 1995 in­folge von    neoliberalen Regie­rungsprogrammen die Arbeitslo­sigkeit steil an­stieg    und Sozialein­richtungen schlossen, lie­gen so viele Obdachlose,    Bettler, psy­chisch Kranke und Stra­ßenkinder wie selten zuvor    aufgereiht ne­beneinander auf dem Bürger­steig; nicht wenige nutzen als    Unterlage oder zum Zudecken ledig­lich Zeitungs­pa­pier oder Pappe.    Neuerdings hat ein Großteil von ihnen Angst, Op­fer jener Brandattacken    zu werden, die sich auch in Sâo Pau­lo und selbst in der Haupt­stadt    Brasilia häu­fen: Nur Schrit­te von der Ave­nida Rio Branco ent­fernt,    über­goß vormittags eine gut­geklei­dete Frau einen sit­zen­den  Bettler   mit reich­lich Al­ko­hol, warf zy­nisch lachend ein  bren­nendes   Streichholz auf ihn. Und ver­schwand im Men­schen­ge­wühl,  während der   Mann die Flammen zu er­sticken suchte. Dreißig Pro­zent  der Haut   ver­brann­ten, derzeit liegt er in ei­nem öffentlichen  Hospital der   Sie­ben-Millionen-Stadt, das pro Mo­nat mindestens zwei  woh­nungs­lose   Brandopfer behandelt. Oft kommt in­dessen jede Hilfe zu  spät, wie die   fast täglich veröf­fentlichten Fotos von ver­kohlten  Leichen bewei­sen.<br />
Ivan Bertanha, Leiter einer Hospi­talabteilung für Verbren­nungen in Sâo    Paulo, betont, daß die Eingelieferten fast nie ge­richtsverwertbare    Angaben lie­fern können: “Sie sagen, daß sie in Flammen stehend    aufge­wacht sind und keine Verdächtigen ge­sehen haben.”    Pataxó-Häupt­ling Jesus dos Santos verbrannte in Brasilia lebendig,    nachdem nicht weniger als zwei Liter Alkohol über ihn ausge­gossen    worden waren. Die in­zwischen gefaßten fünf Täter aus Elitefamilien    ver­teidigten mit dem Argu­ment, sie hätten ihn “nur” für einen Bettler    gehalten. Für regierungskriti­sche Men­schenrechtler und So­ziolo­gen    spricht dieser Satz Bände. Her­bert de Souza Betinho, Füh­rer der    natio­nalen Kampagne ge­gen Hunger und für Bürger­rechte, nennt das    Handeln der jungen Männer einen Hinweis “auf den Grad der Degenerierung    in be­stimmten höheren Schich­ten der brasilianischen Gesellschaft.”    Helio Bi­cudo, enger Mitarbeiter des Kardinals von Sâo Paulo und    Kongreßabgeordneter der Ar­bei­ter­partei PT, konstatiert, die    bra­si­lianische Gesellschaft ent­wür­dige die Armen und bana­li­sie­re    das Leben. Der angesehene So­zi­al­wissenschaft­ler und The­ra­peut    Ju­randir Freire Costa bringt so­gar die Globali­sierung mit ins Spiel:    Junge Männer, wie jene fünf von Bra­silia, kennen die rei­che “Erste    Welt” sehr gut und glau­ben, eher per Zufall in Bra­si­li­en zu le­ben.    Widerwillig sind sie dort mit einer Mehrheit von “Häß­lichen, Armen,    Zahn­losen und Nicht-Weißen” konfrontiert, ana­ly­siert Co­sta weiter.    Eine Art von Umgang mit dieser Realität sei, sie nicht wahrzuneh­men,    eine andere, diese so­gar physisch zu eliminieren. “Wir reden viel  über   die Modernisierung Brasili­ens, doch wenig über die Befrie­dung  der   Gesell­schaft”, sagt Os­car Vieira, Generalsekretär des    UN-Lateinamerika-Instituts und weist auf die Straffreiheit hin, von der    besonders die High So­ciety profitiert. Gemäß neuesten UNO-An­gaben    werden in Brasi­lien mehr Menschen durch Feu­er­waffen getötet als in    jedem an­deren nicht durch Krieg gezeich­neten Land. In Sâo Paulo kann    die Po­lizei bestenfalls in zwan­zig Prozent der Fälle die Täter    iden­tifizieren, was nicht bedeu­tet, daß diese auch verhaftet werden.</p>
<p>Der neue Sport der Besserbetuchten</p>
<p>Inzwischen wurden sehr un­vollständige Angaben über die Anzahl    wohnungsloser Brand­op­fer veröffentlicht. Allein in der Haupt­stadt    Brasilia sind seit 1988 minde­stens 29 Bettler an­ge­zün­det wor­den. In    Sâo Paulo und Rio sind mehrere Woh­nungs­lose pro Mo­nat betroffen.    Brand­attacken sind jedoch nicht alles: So gehört es in den ge­nannten    drei Städten zum ma­ka­bren Sport Besserbe­tuchter, etwa nach der  Disco   vom Wagen aus auf schlafende Woh­nungslose zu schießen. Auch ein    Polizeiof­fi­zier Rios pflegte, gerichtlichen Zeu­gen­aus­sagen von  1994   zu­fol­ge, seine Waffen nachts an Bett­lern zu te­sten.<br />
Schließlich wurden 1990 in der Stadt Matupá drei arbeitslose    Landarbeiter, die ver­sucht hat­ten, eine Fazenda zu über­fallen, in    Anwesenheit von Po­li­zisten und einem Politiker auf offener Straße    lebendig ver­brannt: das von einem Amateur gedrehte Vi­deo der Untat    über­gab die katho­lische Kirche inter­nationalen    Men­schen­rechtsorga­ni­sa­tionen. 22 Personen wurden zwar ange­klagt &#8211;    zu einer Bestra­fung ist es aber bis heute nicht gekommen.<br />
Wegen des spektakulären Brand­an­schlags auf Galdino Je­sus dos Santos    interessiert sich die brasilianische Öf­fentlichkeit auf einmal für das    Leben der Pa­ta­xó. Nach Angaben der Kir­che wur­den in den letzten    Jah­ren in Südbahia 24 Pataxó-Indios von Pis­toleros der    Großgrundbe­sit­zer oder diesen selbst erschos­sen, 47 über­lebten    Mordver­su­che, 48 In­dios starben wegen un­ter­lassener Hil­feleistung.<br />
Ein Großteil Südbahias war ursprünglich Pataxó-Land. Doch vor und    wäh­rend der Militärdik­tatur legten Latifundistas im Stam­mesgebiet    Ka­kao­farmen an, von denen auch große interna­ti­o­na­le    Schokola­denmarken ihren Roh­stoff bezie­hen. Vor Gericht streiten die    Pa­taxó seit 15 Jahren um die Rück­gabe von etwa 36.000 Hektar &#8211; 788    Hektar waren ihnen zwar von der Justiz zugespro­chen, de facto aber nie    übergeben worden. Der Stamm nutzt jetzt die Gunst der Stunde: Zur    Beerdi­gung von Häuptling Je­sus dos Santos kamen TV-Teams, Presse und    so­gar der Chef der staatli­chen Indianer­schutz­behörde FUNAI, Julio    Gei­ger. Nach der Beisetzung durf­ten weder er noch die Jour­na­listen    das Reservat verlassen, viel­mehr wurden sie gezwun­gen, die Pataxó  beim   Be­setzen von vier benach­bar­ten Kakaofarmen zu be­glei­ten.  Umringt   von Indios mit Fe­der-Kokarden, Wurfspies­sen, Pfeil und  Bogen, mußte   Gei­ger grimmigen Blickes als erster das aufge­brochene  Farm­tor jenes   Groß­grundbesitzers durch­schrei­ten, der die Pataxó am  meisten   ter­ro­risiert &#8211; während diese auf­paß­ten, daß die Szene für  die   TV-Abendnachrichten auch or­dent­lich gefilmt wurde. Erst  nach­dem das   Gebiet ohne Ge­walt und Zwi­schen­fälle be­setzt wor­den  war, ließen sie   den FU­NAI-Chef und den Me­dien­troß von dannen  zie­hen.</p>
<h1>Terror, Lügen und Videoaufnahmen</h1>
<h2>Kontroverse um Polizeiübergriffe in Sâo Paulo</h2>
<p>Die  Aufnahmen gehen um die Welt: Polizisten errichten eine   Straßensperre  und ter­rorisieren vorbeikommende PassantInnen. Niemand   wehrt sich: aus  Angst, er­schossen zu werden. Der Präsident ist   international entrüstet  und die heimischen Intellektuellen schweigen.</p>
<p>Zehn  Militärpolizisten Sâo Paulos machen sich einen sadi­stischen   Spaß  daraus, in einem Slum alle paar Tage eine Stras­sensperre zu   errichten  und zu­fällig vorbeikommende Bewoh­nerInnen auf brutalste Art   zu  foltern, mit Hartholzstücken blu­tig zu schlagen und auszurauben.   Ein  völlig unschuldiger Mann wird vor aller Augen erschossen, ein   anderer  schwer verwundet.<br />
Wer in brasilianischen Elendsvierteln lebt oder dort So­zial- und    Menschen­rechts­arbeit betreibt, weiß, daß Derartiges seit    Diktaturzeiten ab­solut nor­mal und alltäglich ist. Der jüng­ste Fall    von Polizeiter­ror erregt indessen enormes Auf­sehen, weil jemand gut    versteckt tagelang al­les filmt, das Video schließlich nicht nur im    brasilia­nischen, son­dern auch im nord­ame­ri­ka­ni­schen, europäischen    und asiati­schen Fernsehen ge­zeigt wird.<br />
Sâo Paulos Kardinal Evaristo Arns und seine Bischöfe und Pa­dres    protestieren vehement, stel­len nicht an­ders als amnesty in­ternational    (ai) und Human Rights Watch klar, daß die Greu­eltaten nicht    überra­schen. In ganz Brasilien würden die Men­schenrechte von der    Mi­litär­po­li­zei gravierend verletzt, Opfer seien stets Angehörige der    unter­privilegierten Schichten, An­zeigen fruchteten gewöhnlich   nichts.<br />
Der neue Fall zeigt dies ex­emplarisch. Zwei der zehn Militärpolizisten    gelten als Mit­glieder einer Todesschwa­dron, die in jüngster Zeit    minde­stens dreizehn Menschen ermor­det hat. Fünf Beamte standen    be­reits we­gen acht Morden sowie Mord­ver­suchen und schwerer    Körper­verletzung unter Anklage, die Verfahren wurden, wie fast durchweg    üblich, eingestellt. Ganz offenkundig unter dem Druck der Medien und    der Ent­rüstung im Ausland wurden in­zwischen alle zehn Tatbeteiligten    verhaftet &#8211; die Mitte-Rechts-Re­gierung instruierte in Windeseile  auch   die Botschaften in Bonn, Bern und Wien, wie zu reagieren ist.</p>
<p>Scheinheiligkeit und fragwürdige Aufregung</p>
<p>Ricardo Ballestreri, Präsident der brasilianischen ai-Sektion, mag    ebensowenig wie die Kirche in den jetzt von den Medien ge­schürten Chor    der Entrüstung einstimmen, wirft der Gesell­schaft Scheinheiligkeit   vor.  Bei jenen, die sich über Polizeibru­talität aufregen, handelt es   sich  ihm zufolge um dieselben, die mehr Gewalt bei der   Verbre­chensbekämpfung  und auch die Todesstrafe verlangen. ai hatte wie   die Erzdiözese Sâo  Paulos bereits vielfach angeprangert, daß die  “High  Society” und auch  die Mittelschicht in Lateinameri­kas erstem   Wirtschaftsstandort  Greueltaten gegen Slumbewoh­nerInnen schlichtweg   ignorier­ten. In  Brasilien, so ai auf An­frage, gebe es ein Kontingent   von Personen,  deren Folterung absurderweise als sozial gerecht­fertigt   angesehen  werde. Unter der Folter hatten erst kürzlich neun Männer  der   Unterschicht gestanden, ein Nobellokal über­fallen und dabei zwei  Gäste   er­schossen zu haben. Glücklicher­weise fand man eher durch  Zu­fall  die  wahren Täter mit der Beute, die Neun bleiben dennoch für  ihr Leben   gezeichnet.</p>
<p>“Beifall” für Todesschwadrone</p>
<p>Cecilia Coimbra, couragierte Präsidentin der brasilianischen    Menschenrechtsorganisation “Nie mehr Folter”, erinnert jetzt daran, daß    die sich in Sâo Paulo häufenden chacinas, Blut­bäder, sowie andere    Aktionen der To­desschwadronen von sehr vie­len BrasilianerInnen mit    “Beifall” aufgenommen werden. Nach der Ausstrahlung des Amateurvideos    sei zu hoffen, daß es nie mehr zu derartigem Applaus komme. Ju­randir    Freire Cos­ta, Therapeut und Direktor des Instituts für So­zialmedizin    an der Universität von Rio, teilt diesen Optimismus nicht. Die Mittel-    und Ober­schicht, so Costa, spreche Slum­bewohne­rInnen den    Gleich­heits­grundsatz ab, definiere sie quasi als “Nicht-Menschen” und    rea­giere daher mit extremer Indiffe­renz und Akzeptanz auf jede Art   von  Ge­walt gegen diesen Teil der Bevölkerung.<br />
Befreiungstheologe Frei Bet­to, enger Mitarbeiter von Kardi­nal Arns,    teilt den Stand­punkt von Costa, zählt den Sozi­alwissenschaftler    außerdem zu den ganz wenigen Mitgliedern der geistig-künstlerischen    Elite Brasiliens, die auf Massaker an Landlosen, Polizeiterror gegen    Arme und von Todesschwadro­nen begangene Morde nicht mit Schweigen    reagieren. Im Ge­spräch sagt Frei Betto, Hunderte von führenden    Intellektuellen Frankreichs oder Italiens prote­stierten in Manifesten    an die Mitte-Rechts-Regierung von Prä­sident Fernando Henrique Car­doso    gegen all diese Greuel­taten und verlangten energische Maß­nahmen.   Deren  brasiliani­sche KollegInnen duldeten in­dessen, von wenigen   Ausnahmen  abge­sehen, die gravierende Ver­letzung der Menschenrechte in   der  größten Demokratie Latein­amerikas, seien daher mitschul­dig.<br />
Das Schweigen, so Frei Betto, sei Resultat der Unterstützung jener    Intellektu­ellen für die Cardoso-Regierung und deren neoliberale    Politik. Viele aus der geistigen Elite, die besonders hohes Prestige in    der öffent­lichen Meinung genössen, wür­den von Brasilia mit Posten,    Po­sitionen und Geldern begün­stigt. Oder klarer ausgedrückt:    kor­rum­piert. Der Theologe erin­nerte auch daran, daß viele    In­tel­lek­tuelle, aber auch in Deutschland sehr bekannte    Schrift­steller wie Jorge Amado oder Sänger wie Gil­berto Gil, Caetano    Veloso, Elba Ramalho und Joâo Bosco, Filme­macher wie Héctor Ba­ben­co    sich 1994 in einem Manifest für die Wahl Cardosos aus­ge­spro­chen    hatten. Positive Aus­nah­me: Chico Buar­que. “Daß all diese Perso­nen    sich heute passiv ver­halten”, so Frei Betto weiter, “wird von den    In­tel­lektuellen Eu­ropas na­türlich be­merkt. Wa­rum prote­stieren    wir, fragt man dort, doch die Kollegen in Bra­si­lien nicht &#8211; wie steht    es daher um deren Se­riosität?” Sie sei nicht vorhan­den, fügt der    Theologe hinzu.<br />
Der schwarze Intellektuelle Milton Santos: “Brasiliens    Gei­steswissenschaftler kapitulieren vor der Situation ihres Landes,    nähern sich dem Establishment an.”<br />
Frei Betto wurde während der Diktatur im berüchtigten    Caran­diru-Gefängnis Sâo Paulos ein­gekerkert und gefoltert. 1992 wurde    er vom Gouverneur des Bundesstaats vor Gericht ge­stellt, weil er    Gewalttaten der Militärpolizei öffentlich ange­prangert hatte. Im selben    Jahr er­schossen Spezialeinheiten jener policia militar in Carandiru    min­destens 111 Häft­linge.<br />
Zum Lärm um das Amateur­video meint Frei Betto, das bra­silianische    Medienecho werde wie in vorangegangenen Fällen rasch verhallen.<br />
Für Präsident Cardoso kommt der Vorfall dop­pelt ungelegen. Denn Sâo    Paulo mit seinen weit über eintausend deutschen Fir­menfilialen wird von    einem Gou­ver­neur und en­gem Vertrauten aus des Staats­chefs    Sozial­demo­kra­tischer Par­tei PSDB regiert. Glei­ches trifft auf den    politisch Haupt­verant­wortlichen des Land­losenmassa­kers von 1996 im    Amazonas­bundesstaat Pará zu &#8211; und auch auf den Gou­ver­neur Rio de    Janeiros, wo ein Blut­bad an Minderjährigen dem an­deren folgt.</p>
<p>KASTEN</p>
<p>Männer des Gesetzes</p>
<p>Vorsicht, Leute aus Sâo Paulo, Osasco und ABC,<br />
Die Polizei von Sâo Paulo ist zum Beschützen da.<br />
Ist ein Polizist ein Verbrecher?<br />
Es gilt das Gesetz des Hundes.<br />
Die Polizei tötet das Volk,<br />
Aber ins Gefängnis kommt sie nicht.</p>
<p>Immer mehr Leute, deren Wege sich verlieren<br />
Aber sagen können wir nichts,<br />
Denn wir sind nicht auf der Seite des Gesetzes.<br />
Oh mein Gott, wann werden sie bemerken,<br />
Daß Sicherheit zu geben nicht bedeutet<br />
Angst einzujagen?</p>
<p>Song von Thaíde und DJ HUM</p>
<p>KASTEN</p>
<p>Männer des Gesetzes</p>
<p>Vorsicht, Leute aus Sâo Paulo, Osasco und ABC,<br />
Die Polizei von Sâo Paulo ist zum Beschützen da.<br />
Ist ein Polizist ein Verbrecher?<br />
Es gilt das Gesetz des Hundes.<br />
Die Polizei tötet das Volk,<br />
Aber ins Gefängnis kommt sie nicht.</p>
<p>Immer mehr Leute, deren Wege sich verlieren<br />
Aber sagen können wir nichts,<br />
Denn wir sind nicht auf der Seite des Gesetzes.<br />
Oh mein Gott, wann werden sie bemerken,<br />
Daß Sicherheit zu geben nicht bedeutet<br />
Angst einzujagen?</p>
<p>Song von Thaíde und DJ HUM</p>
<h1>Die Abwertung des Lebens</h1>
<h2>Die Regierung stoppt die Inflation &#8211; die Spirale der Gewalt dreht sich weiter</h2>
<p>In  der größten Demokratie Lateinamerikas gehören die berüchtigten    “Esquadrôes da Morte” auch über zehn Jahre nach Diktaturende zum Alltag.    Sie ermorden Kin­der, Jugendliche, Menschenrechtsaktivisten und    politische Gegner. Unter der Mitte-Rechts-Regierung von Staatschef    Fernando Henrique Cardoso hat laut ai die Ge­walt stark zugenommen.</p>
<p>An  einem Februarnachmittag geschieht in Rio de Janeiros Slumgürtel   Baixada  Fluminense erneut, was viele in der Ersten Welt für   unvorstellbar,  unmög­lich halten: Sechs aufgeweckte Jugendliche   zwischen fünfzehn und  siebzehn springen auf einen Linienbus auf und   machen sich zweier  “Vergehen” schuldig: Um nicht bezahlen zu müssen,   pas­sieren sie nicht  das Drehkreuz des Buskassierers sondern blei­ben,   wie es täglich  unzählige Schüler und Arbeitslose tun, auf den   hintersten Bänken,  lärmen, trom­meln Disco-Rhythmen. Dem Kassierer wird   es zu bunt. Er  fordert zwei bewaffnete Si­cherheitsleute der   Busgesell­schaft auf, die  Jungen zum Schweigen zu bringen. Der Fah­rer   hält an, die sechs werden  mit vor­gehaltener Pistole zum Aus­steigen   gezwungen, müssen sich in  einer Reihe auf die Erde knien. Dann werden   sie kaltblü­tig mit  Kopfschüssen außerge­richt­lich exekutiert, wie es   ai und andere  Menschenrechtsor­ga­ni­sa­tio­nen stets in   Untersu­chungs­be­rich­ten  nennen. Die Mörder un­ter­ziehen sich, wie   üblich, nicht der Mühe, die  To­ten zu verstecken oder zu ver­scharren.   Ein Jugendlicher über­lebte  die Schüsse noch eine halbe Stunde, hätte   gerettet wer­den können. Doch  niemand der vielen herbeigelaufenen   Neugie­rigen rührte aus Angst vor  Rache eine Hand: Die Killer hatten es   verboten, keiner der Gruppe sollte  davonkommen.</p>
<p>Schlag für Rios Olympia-Bewerbung</p>
<p>Bereits in den 80er Jahren war die Baixeda Fluminense von den   Vereinten  Nationen als gefähr­lichste Stadtzone der Welt einge­stuft   worden &#8211; bis  heute werden hier Morde selten aufgeklärt. Gemäß einer   neuen  Untersu­chung sahen über dreißig Prozent der minderjährigen    Slumbewoh­ner schon einen Mord.<br />
Auch diese Bluttat wäre ge­mäß jüngster Praxis von Öf­fent­lichkeit und    Medien über­gangen worden, wenn nicht das Inter­na­tionale Olympische    Ko­mitee gerade über die Kandidatur der Sieben-Millionen-Metropole am    Zucker­hut für die Spiele 2004 entscheiden würde. In weltweit    verbreiteten Imagekampagnen hatten Brasiliens Autoritäten für Rio    getrommelt und stets ar­gu­men­tiert, daß sich Gewalttaten doch    schließlich heute in allen großen Städten ereigneten. Die Ner­vo­sität    der Politiker war nach dem Massaker groß. Anders als bei  vorangegangenen   Ver­bre­chen dieser Art mußten Rios beste  Kriminalisten Tag und Nacht   nach den Tätern fahnden. Zeu­gen hatten  sie laut Presse­angaben   zweifelsfrei erkannt. Einer ge­hört zu Rios  Munizipal­garde und wird   gemäß der en­gagier­ten Staatsanwältin und  Killer­kommando-Expertin   Tania Sal­les Moreira stets dann als  Mittä­ter genannt, wenn es in   Bussen zu “Exekutionen” ge­kommen sei.  Der andere leitet eine der   zahl­reichen regionalen Todesschwa­dronen.</p>
<p>Morddrohungen gegen holländischen Men­schenrechtsaktivisten</p>
<p>Immer mehr brasilianische Pfarrer, Bischöfe, Sozialarbeiter, Künstler    und Menschenrechts­aktivisten, die gegen das Wüten der  Killerkommandos   protestie­ren, wer­den durch Mord­drohungen unter  Druck ge­setzt,  müssen  aus Sicherheits­gründen ihren Aktionsradius  stark einschränken.  Dies  gilt auch für das neueste Blutbad. Zwei der  Ermordeten stammten  aus  Slums, in denen das auch mit Geldern der  deutschen Bundes­regierung   arbeitende Sozialin­stitut IBISS seit  Jahren Projekte realisiert. Der   holländische Di­rektor Nanko van  Buuren hatte als Arzt im zuständigen   ge­richtsmedizinischen Institut  die beiden ihm bekannten Jugendli­chen   identifiziert &#8211; an der  Aus­gangspforte wurde er derweil von zwei   Bewaffneten erwartet. Sie  zeigten sich über alle Details der   IBISS-Projekte gut infor­miert und  drohten, den 48-jähri­gen   umzubringen, falls er sich in die  Ermittlungen einmische und juristisch   gegen jene Busgesell­schaft  vorgehe, zu deren Sicher­heitspersonal die   Todesschützen nach  bisherigen Ermittlungen ge­hören. Van Buuren hatte   1996  Bundespräsident Herzog wäh­rend dessen Rio-Aufenthalts mit den    IBISS-Projekten vertraut ge­macht, hält zu ihm ständig Kon­takt. “In    Europa”, so der Ex­perte, “schenkt man wahrheits­gemäßen Berichten über    die Re­alitäten Rios gewöhnlich keine Be­ach­tung. Das Ausmaß der    Greuel­taten gegen Arme und Ver­elendete wird für unwahr­schein­lich    gehalten.”</p>
<p>Politiker verwickelt</p>
<p>Duque de Caxias, Satelliten­stadt Rios in der Baixada Flumi­nense,   ist  seit langem wegen der Todesschwadronen berüchtigt. Gegen   Bürgermeister  Zito dos Santos läuft ein Prozeß, weil er den Mord an   einem seiner  politi­schen Gegner befohlen haben soll. Mehrere seiner   Kritiker, aber  auch Menschenrechtler be­schul­digen ihn, in   Killerkom­mando-Aktivitäten  verwickelt zu sein. Zito dos Santos gehört   zur Sozial­demokratischen  Partei von Staats­chef Fernando Henrique   Cardoso, dem Rios Pfarrer Caio  Fabio vorwirft, zwar die mone­täre   Inflation, nicht aber die Ab­wertung  des Lebens gestoppt zu haben.   Todesschwadronen sind in ganz Amazonien  und in Millio­nenstädten wie   Manaus, Sâo Paulo, Salvador de Bahia,  Re­cife, Fortaleza und Natal   aktiv. In letzterer Pro­vinz­haupt­stadt  hatte der an­ge­sehene   Men­schen­recht­ler und Anwalt Fran­cis­co  Negueira gegen die   größ­ten­teils aus Po­li­zi­sten be­ste­hen­den  Kom­mandos er­mittelt:   Ver­gan­genen Ok­tober wur­de er auf of­fener  Straße durch MPi-Salven   er­mor­det. Da­rauf­hin forderte die  Men­schen­rechts­kommission der   Or­ga­ni­sa­tion Amerikanischer Staa­ten  (OAS) Brasilia auf, wei­te­ren   zehn von Kommandos in Na­tal Ver­folgten  Personenschutz zu ge­währen.</p>
<p>KASTEN</p>
<p>Was ist das für ein Land?</p>
<p>In den Favelas, im Senat<br />
Überall Dreck.<br />
Die Verfassung achtet niemand,<br />
Aber alle glauben an die Zukunft der Nation.<br />
Was ist das für ein Land?</p>
<p>In Amazonas, in Arraguaia, in der Baixada Fluminense,<br />
Mato Grosso, den Geraes und im Nordosten alles ruhig.<br />
Im Tod finde ich Frieden, aber das Blut fließt weiter,<br />
Befleckt die Papiere, die wahren Dokumente,<br />
Auf denen der Patron sich ausruht.<br />
Was ist das für ein Land?</p>
<p>Song von Renato Russo (Legiâo Urbana)</p>
<p>Schweine in Uniform</p>
<p>Die Männer des Gesetzes sind alle Verbrecher<br />
Sie töten unschuldige Leute und machen in Ruhe weiter.<br />
Unausgebildet, inkompetent handeln sie wider die Vernunft,<br />
Anstatt für Sicherheit zu sorgen<br />
Verängstigen sie die Bevölkerung.</p>
<p>Sie sind darauf trainiert, eine reiche Minderheit zu beschützen<br />
Vor der armen Mehrheit, die mit ihrem Leben bezahlt.<br />
Und wenn Du ein Arbeiter bist,<br />
Dann hast Du die idealen Voraussetzungen,<br />
Um in das Netz zu stürzen<br />
Der offiziellen Todesschwadronen,<br />
Schweine in Uniform.</p>
<p>Sie halten sich für Männer<br />
Aber in Wirklichkeit ehren sie<br />
Nicht einmal ihren Namen.<br />
Bulle, mit Verlaub,<br />
Ich werde die Dinge beim Namen nennen:<br />
“Mit der Pistole in der Hand bist Du ein grimmiges Tier, ohne sie    schwänzelst Du rum und Deine Stimme kiekst wie im Stimmbruch.”</p>
<p>Song von Marcelo D2 und Rafael (Planet Hemp)</p>
<p>Brasilianische Rapper- und Hip-Hop-Gruppen verarbeiten die brutale Realität in ihren Songs.<br />
Übersetzung: Alina González / Elisabeth Schumann</p>
<h1>Die USA und die brasilianischen Folterer</h1>
<h2>Dokumente beweisen CIA-Beteiligung an alltäglicher Repression</h2>
<p>Von  1964 bis 1985 unterdrückte Brasiliens Militärregime   Andersdenkende und  mi­li­tan­te Oppositionelle auf grausamste Weise:   Todesschwadronen  ermordeten unzäh­lige Gegner der Diktatur, politische   Gefangene wurden  Haien lebendig zum Fraß vor­geworfen oder aus   Helikoptern gestoßen, in  Stücke gehackt, verscharrt an Strän­den Rio de   Janeiros &#8211; Brutalität war  alltäglich. Daß der US-Geheimdienst CIA den   Re­pressionsapparat der  Generäle auf vielfältige Weise unterstützte,   wußten  Men­schen­rechtsgruppen aus dem In- und Ausland schon damals.   Jetzt  sorgen Doku­men­te über die damaligen CIA-Aktivitäten in   Brasilien für  Schlagzeilen.</p>
<p>Wie die angesehene Zeitung O Estado de Sâo Paulo  berichtet, kon­nte   die nordamerikanische So­ziologin Martha Huggins  bis­lang   geheimgehaltene Kongreß­do­kumente einsehen, die die  Kom­plizenschaft   des CIA mit dem Unterdrückungsapparat von da­mals  bestätigen. Das Fazit   der 53-jährigen Wissenschaftlerin: “Die Teilnahme  der CIA am All­tag   der politischen Repression ist be­wiesen &#8211; die  Dokumente sprech­en   sogar von gemeinsa­men Operationen &#8211; die  ameri­ka­ni­sche Demokratie   partizi­pierte an der Schaffung eines  un­ter­drüc­kerischen Staates.”<br />
Besonders gravierend ist für Mar­tha Huggins, daß die CIA    Spe­zialkommandos für die bra­silianische Polizei ausbildete. In Rio de    Janeiro wurde eine “E­li­te” von vierzig Beamten zum Grund­stock der    berüchtigten To­des­schwadrone: “CIA-Agenten nah­men an Operationen in    den Slums teil, aber auch an der po­li­ti­schen Unterdrückung &#8211; und    be­rich­teten alles, was sie sahen, nach Washington.” Bis heute sei in    den USA wenig bekannt, daß die CIA bei der Ausbildung von Po­li­zisten    in anderen Ländern mit­macht: “Unsere Demokratie be­nutzte die    Polizeibeamten, um in anderen Ländern eine ide­ologische Kontrolle    aus­zuüben.”</p>
<p>CIA läßt Dokumente verschwinden</p>
<p>Ein anderes interessantes De­tail der Recherchen von Martha Hug­gins:    Die CIA half beim Auf­bau des Diktaturgeheim­dien­stes SNI mit,    “lieferte sogar eine Li­ste mit den Namen ge­eigneter,    ver­trauenswürdiger Mitarbeiter.” Auf einer anderen Liste waren al­le    Personen ver­zeichnet, die ge­mäß CIA-Ein­schätzung nach dem    Militär­putsch von 1964 ver­haftet wer­den sollten.<br />
Ärgerlich für die Soziologin, die bereits drei Bücher über Bra­si­lien    veröffentlichte, ist, daß laut Gesetz zwar jeder US-Bür­ger offizielle    Dokumente über Re­gierungsaktivitäten einsehen darf, wenn diese länger    als 25 Jah­re zurückliegen &#8211; jene Seiten je­doch der Kongreßpapiere  mit   CIA-Berichten über Folterungen der politischen Polizei Brasiliens  sind   unleserlich gemacht; manch­mal fehlen sogar ganze Blätter.<br />
In mühseliger Kleinstarbeit ge­lang es der Expertin, 26 Folte­rer von    politischen Gefangenen aus­findig zu machen und unter Wah­rung der    Anonymität zu in­ter­viewen. Einer davon, Militär­po­lizist, mochte    nicht, wie seine Kol­legen, bei einem Einsatz ge­fan­gengenommene    “Subversive” mit Schlägen traktieren und die Frau­en vergewaltigen. “Ich    for­derte, daß es doch besser sei, alle zu töten, anstatt sie zu    foltern”, sagte der Militärpolizist zu Mar­tha Huggins und berichtete    auch über den Abschluß der Ope­ration: Alle Gefangenen wurden hoch über    der Wildnis lebendig aus einem Helikopter gestoßen.</p>
<p>Folterer heute in führenden Positionen</p>
<p>Helio Bicudo, während der Dik­tatur Präsident einer kirchli­chen    Kommission für Gerechtig­keit und Frieden, hat die Aussa­gen der    Soziologin bestätigt. Bi­cudo untersuchte damals die CIA-Aktivitäten    ebenso wie das Wü­ten der Todesschwadronen. Po­lizisten und    Armeeoffiziere Bra­siliens seien in den USA aus­ge­bildet worden &#8211;    manche, die da­mals zum Repressionsapparat ge­hörten, machten und machen    Kar­riere. Romeu Tuma, nach der Dik­tatur Chef der Bundespolizei, ist    heute Kongreßsenator der star­ken Rechtspartei PPB. Regi­meaktivist    Marco Maciel wurde gar Vize des jetzigen Staatsprä­si­den­ten Fernando    Henrique Car­do­so &#8211; für Bicude auch Beleg da­für, daß von echter    Vergan­gen­heitsbewältigung keine Rede sein kann: “Hier in Brasilien    ha­ben die Leute ein kurzes Ge­dächtnis.”<br />
Wie die Jahresberichte von am­nesty international und Hu­man Rights    Watch zeigen, gehö­ren Folter und Todesschwadro­nen auch zwölf Jahre    nach dem of­fiziellen Ende der Diktatur wei­terhin zum Alltag    Brasiliens, es “verschwinden” sogar mehr Men­schen als damals nach der    po­lizeilichen Festnahme. Die ka­tholische Kirche beklagt, daß im­mer    mehr nichtidentifizierte Ge­waltopfer beerdigt werden, ein Groß­teil  auf   den überall im Lan­de anzutreffenden “geheimen Fried­höfen”.</p>
<h1>Die Kirche gegen den Strich</h1>
<h2>“Helfen statt verurteilen” beim Umgang mit Kinderprostitution in Nordostbrasilien</h2>
<p>Durch  die neoliberale Wirtschaftspolitik der jetzigen   Mitte-Rechts-Regierung  ist in ganz Brasilien die Arbeitslosigkeit   deutlich angestiegen; im  Hinterland von Maranhao wurde deshalb laut   Experteneinschätzung die  Prostitution von Kindern und Jugendlichen   erschreckenderweise zur  wichtigsten und manchmal einzigen   Einkommensquelle armer Familien. Nicht  zuletzt die Kirche hat sich dem   Problem angenommen.</p>
<p>Zu Dutzenden  stehen zwölf- und dreizehnjährige Mädchen bereits in   der  Nachmittagsschwüle an der Brücke über dem von Hütten gesäumten Rio    Mearim und bieten sich den Passanten für nur fünf Realen an,- das sind    nicht einmal acht Mark. Andere warten in den von madames oder  früheren   Amazonas-Goldgräbern geführten Billigbordellen der neuen Rua  do Campo   auf Kunden. Doch auch dort sind sie keineswegs geschützt vor  der   Brutalität, die das Milieu prägt: Messerstechereien, Schußwechsel  mit   tödlichem Ausgang sind keine Seltenheit, wobei häufig Drogenkonsum  die   Hemmschwelle herabsetzt. Ausländische Sextouristen spielen hier  nur eine   geringe Rolle, da das im Nordosten Brasiliens gelegene  Pedreiras zu   weit von Touristengebieten entfernt liegt. Geradezu  gierig auf möglichst   junge Mädchen sind sexbesessene Machos aller  sozialen Schichten aus  der  Stadt selbst: Nachbarn, Familienväter der  Rua do Campo, Polizisten,   Politiker. “Viele Mädchen prostituieren  sich, weil die eigenen Eltern   sie dazu anregen oder zwingen”, sagt die  52jährige Franziskanerin Maria   Oliveira von der lokalen  Frauenpastorale gegenüber. Sie verweist auf  die  Gründe der Misere: Von  den rund 50 000 BewohnerInnen hat nicht  einmal  ein Viertel Arbeit,  von denen wiederum verdienen 40 Prozent  höchstens  den Mindestlohn von  umgerechnet 160 Mark.</p>
<p>Versteigerung von Jungfrauen</p>
<p>Pedreiras hat auch deshalb traurige Berühmtheit erlangt, weil dort in    Bordellen makabere Auktionen abgehalten werden, wo Großgrundbesitzer,    Politiker und Unternehmer Jungfrauen zwischen neun und vierzehn  Jahren   ersteigern, für eine einzige Nacht in einem besseren  Stundenhotel.   Anschließend werden die Mädchen gewöhnlich gezwungen,  als Prostituierte   zu arbeiten; manche enden in den Goldgräbercamps  Amazoniens.<br />
Die Kirchengemeinde von Pedreiras fand sich mit der Situation nie ab.    Pfarrer Luiz Mario Luís gründete bereits 1963 ein    Rehabilitationszentrum, in dem Prostituierte lesen und schreiben sowie    einen Beruf erlernen konnten.<br />
Da die Zahl der Lernwilligen rasch zunahm, mußte das Zentrum vergrößert    werden, und die Bezirksverwaltung stieg als finanzielle Trägerin mit    ein. Schulunterricht erhalten inzwischen auch die Kinder der Frauen,    derzeit sind es über 160 Mädchen und Jungen. Mehrere Dutzend jugendliche    oder erwachsene Prostituierte sitzen auf den Bänken des Zentrums, das    eher einer einfachen Lagerhalle ähnelt, und lernen Nähen sowie andere    Handarbeiten. Inzwischen haben sie zum Teil Kolleginnen als  Lehrkräfte.   Die Direktorin und Mitbegründerin Benedita Leite versucht,  sie davon   abzubringen, weiter auf den Strich zu gehen, jedoch ohne  Erfolg. Denn   wie in tausenden anderen Städten und Gemeinden der  zehntgrößten   Wirtschaftsnation der Welt erhalten LehrerInnen und  andere öffentliche   Bedienstete auch in Pedreiras nicht einmal den  gesetzlich   vorgeschriebenen Mindestlohn von umgerechnet etwa 160 Mark.  Schlimmer   noch: Die Bezirksverwaltung, der wichtigste lokale  Arbeitgeber, zahlt   das Hungersalär um bis zu elf Monate verspätet aus.  “Ich gebe gerne   Unterricht”, sagt eine Prostituierte, “doch das  letzte Mal habe ich im   August Geld gekriegt”. Viel ist es ohnehin  nicht, nur an die neunzig   Mark. Und Brasilien hat derzeit ein  ähnliches Preisniveau wie Europa.</p>
<p>Erfolge &#8211; Rückschläge</p>
<p>Daß krasse Armut brutalisieren, verrohen und abstumpfen kann und die    Betroffenen häufig dazu bringt, sich aufzugeben, beobachten Benedite    Leite und die Franziskanerin Maria Oliveira täglich. In den    Bretterhütten am Rio Mearim dominiert in den vielköpfigen Familien    Promiskuität; Die Mädchen lernen nur die Gesetze ihres Milieus kennen    und sehen die Prostitution als einzige &#8211; und attraktive &#8211; Möglichkeit,    im Leben voranzukommen. Ihnen Unterricht zu geben, ist extrem  schwierig,   denn die Mädchen sind nicht daran gewöhnt, sich zu  konzentrieren und   lange Zeit zuzuhören. “Wir dürfen sie nicht  verurteilen, sie uns zu   Feinden machen” betont Maria Oliveira,  “sondern müssen immer wieder auf   sie zugehen, ihnen helfen, den Raum  der Kirche als Alternative   anbieten.” Erfolge beim Schwimmen gegen den  Strom gibt es. In der Straße   am Fluß treffen sich Kinder und  Erwachsene im neuen Gemeindesaal zu   kirchlichen Aktivitäten, eine  Jugendgruppe stabilisiert sich. Maria   Oliveira lehrt Katechismus,  feiert Weihnachten und Ostern in den   Familien, bringt diesen die  Brüderlichkeitskampagne der   Bischofskonferenz nahe, und hält Kontakt  zu denjenigen Frauen, die mit   ihrer Hilfe aus dem Bordell in einen  Beruf wechselten.<br />
Doch die madames besorgen sich immer wieder Mädchennachschub. Dabei    rekrutieren sie jetzt schon im Hinterland, ködern mit der Aussicht auf    “ehrliche Arbeit” und locken damit Jugendliche in den  Schuldenkreislauf.   Versucht Maria Oliveira, solche Minderjährigen zur  Rückkehr zu  bewegen,  hört sie immer wieder ein Argument: “Ich kann  nicht weg, weil  ich von  der madame neue, schicke Kleider angenommen  habe, die ich erst   abbezahlen muß!” Die Franziskanerin stellt deshalb  eine   Bordellbesitzerin zur Rede und bekommt wie stets eine  drastisch-grobe   Antwort: “Meine Schuld ist das nicht. Diese Hündinnen  kommen doch   angelaufen und bitten mich um Arbeit!” Weil die madames  den   Neuankömmlingen weder den Besuch des Zentrums noch der Kirche  gewähren,   geht die Franziskanerin selbst zu ihnen an den Brückenstrich  und setzt   sich notfalls an die Bordelltischchen: “Einmal spreche ich  mit den   Mädchen über Gott, ein anderes Mal über Geschlechtskrankheiten  und Aids.   An der Brücke kommen viele schon auf mich zugerannt und  umarmen mich!”<br />
Kinderprostitution ist typisch für Brasiliens Norden und Nordosten.    UNICEF, Kirche und NGOs haben in Maranhao bereits eine Kampagne gegen    die praktisch straffreie sexuelle Ausbeutung Minderjähriger gestartet,    denn laut Menschenrechtsaktivistin Sandra Torres gehört es bereits zur    Gesellschaftskultur, abnorme Situationen als normal zu betrachten und    hinzunehmen.<br />
Während in Pedreiras Kinder aus Hunger und Not ihren Körper verkaufen,    zeichnet der Staatspräsident Fernando Henrique Cardoso im nur 277    Kilometer entfernt Sao Luis, der Hauptstadt Maranhaos, vor Mikrophonen    ein positives Bild der Lage im Lande. Der Soziologe weist auch die    Kritik der Bischöfe an seiner neoliberalen Politik zurück, erwähnt weder    Kindersklaverei noch Kinderprostitution oder   Jungfrauenversteigerungen.  Neben Cardoso steht der jetzige   Kongreßpräsident und Ex-Staatschef José  Sarney &#8211; seit Diktaturzeiten   reichster und mächtigster Mann in  Maranhao. Daß hier alles beim alten   bleibt, liegt nach Aussagen von  Menschenrechtlern vor allem an ihm und   seinen politischen Freunden.</p>
<h1>“Ich könnte jederzeit fliehen”</h1>
<h2>Volmer do Nacimentos Alltag zwischen Gefängniszelle und Tropenlandschaft</h2>
<p>Der  47-jährige Schwarze Volmer do Nacimento wagte als einer der   ersten  Brasilia­ner, auf Straßenkinder spezialisierte Todesschwa­dronen   und  deren Drahtzieher öf­fentlich anzuzeigen. 1993 wurde er wegen    vorgetäuschter Entführung und “Ver­leumdung von Rich­tern” zu vier    Jahren und neun Monaten Haft verurteilt, die er im halboffenen    Strafvollzug verbringt (siehe LN 261). Die brasilia­nische    Men­schen­rechtsorganisation Projeto Legal in Rio de Janeiro kämpft für    seine Freilas­sung.</p>
<p>Am schlimmsten sind die Sonn- und Feiertage.  Dann muß Volmer den   ganzen Tag in einer engen Gefängniszelle  verbrin­gen, im fünf   Autostunden nörd­lich von Rio gelegenen  Provinz­städtchen Natividada.   Seine Frau und seine Kinder sitzen  der­weil traurig nur rund 300 Meter   von Nacimento entfernt. Der  Bürger­rechtler liest dann stapel­weise   Bücher und Zeitungen, schmie­det  Pläne für die Zeit nach der Haft, und   erinnert sich auch an die  Gespräche mit dem Präsi­denten des   Europaparla­ments. Wütend macht  Nacimento, daß er die nach wie vor aus   Straß­burg her­einflatternden  Einladun­gen nicht annehmen darf. “Ich   bin ein Gefangener, weil ich es  selbst will, denn mit meinem Wagen   könnte ich fast jederzeit fliehen &#8211;  und nie­mand würde mich finden.”   Der lang­jährige Koordinator der  nationalen Stra­ßenkinderbewegung tut   es nicht. Schließlich trägt  Nacimento die Ver­antwortung für mehrere   von ihm selbst gegründete  Projekte, die er selbst leitet. Zu einem der   wichtig­sten, einer auch  mit deut­schen Geldern finanzierten   Land­wirtschaftsschule für  Ju­gend­li­che, eilt er an Arbeitsta­gen   je­den Morgen. Der gelernte  Buch­hal­ter, dessen sozialpoliti­sches   Engagement in Basisge­meinden  und Pastoralen der ka­tholischen Kirche   begann, emp­fängt die bislang  neunzig Schü­ler­Innen, berät sich mit   Agro­nom­In­nen,  Zootechniker­In­nen und Lehrer­Innen, verteilt   Auf­trä­ge: “Die El­tern  der mei­sten Ju­gend­lichen hier sind   ver­elen­dete Wanderar­beiter der  Re­gion, mit ihnen zie­hen sie herum,   schuften auf Plan­tagen der  Groß­grund­be­sit­zer, ge­hen so gut wie   nie in die Schule, flüchten aus  Perspektiv­losigkkeit in die Slums von   Rio. Die Schule wurde gegründet,  da­mit die Kin­der hier bleiben, die   Landflucht gestoppt wird.”</p>
<p>Die Landflucht stoppen</p>
<p>Jeder Schüler be­kommt mo­natlich umgerechnet rund neun­zig Mark und    damit weit mehr als für Plantagenarbeit. Das Geld stammt von zwei    holländischen Un­ternehmern. Der deutsche Child­ren Mission Fund in    Über­lingen zahlt die Löhne der Leh­rer­Innen und beteiligte sich am Bau    des Schulhauses am Rande von Nativi­dade in tropischer Idyl­le. Es  ist   nur halbfertig, ein Pro­viso­rium &#8211; in Deutschland würde niemand  darin   lernen und lehren wollen. Und auch die vom deut­schen Konsulat  in Rio   fi­nan­zier­ten Ausrüstungen für ein La­bo­ratorium zur  einfachen   Heil­mit­telherstellung können nicht in­stalliert, rund 300    Kurs­an­wär­ter nicht aufgenommen werden. Die Schuld trägt laut Volmer    do Na­cimento die Mitte-Rechts-Re­gierung von Staatsprä­sident    Fer­nan­do Henrique Cardoso und des­sen Freund aus der    Sozialde­mo­kratischen Partei PSDP, Rio-Gou­verneur Marcello Alencar.    Wäh­rend eines Belgienbesu­ches 1995 traf Cardoso überraschen­der­weise    auf eine Gruppe von Men­schen­rechtlerInnen, die ein Poster von    Nacimento tru­gen und dessen Freilassung forder­ten. Wie stets in    solchen eigent­lich brenzligen Fällen stimmte Car­doso taktisch    geschickt mit den KritikerIn­nen überein: “Ihr habt recht &#8211; wir werden    damit auf­hören.” Das Ver­sprechen blieb fol­genlos und auch die zum    Jah­resbeginn 1996 vertraglich zu­gesicherten rund 90.000 DM von    Co­munidade Solidaria, dem von der Präsi­dentengattin gelei­teten    Wohl­fahrtsprogramm, tra­fen bisher nicht ein. Ebensowe­nig, trotz    mehrfacher Mahnung, die etwa 100.000 DM des Rio-Gouver­neurs. “Wir    werden im­mer nur mit Ausflüchten abge­speist”, kom­mentiert Nacimento,    “aber viele andere NGOs be­kom­men ver­sprochene Mittel eben­falls   nicht  &#8211; wofür ist die Comu­nidade Solidaria dann ei­gentlich da? Wir   können  nicht im­mer nur mit Geld aus dem Ausland ar­beiten &#8211; wo bleibt   da die  eigene Ver­antwortung Brasi­liens?” Den briti­schen Konsul in   Rio, der  dem Schulprojekt einen Traktor spen­dierte, verblüfft   ebenfalls, daß die  Regierung nichts über­weist. Dagegen wird laut   Pres­seangaben ein  existie­render “Sozialer Dringlichkeits­fonds” fast   täglich vom  Mitte-Rechts-Kabi­nett angezapft, um Diplo­matenempfänge,   Bankette oder  üp­pige Geschenke für aus­ländische Gäste zu  finanzieren.<br />
Die achtzehnmona­tigen Kurse der Escola Fasenda laufen den­noch wei­ter.    “Fast alle, die mit amtlichem Zerti­fikat abschließen werden, haben    be­reits eine Ar­beitsstelle sicher,” freut sich Naci­mento, “nach der    Präfektur sind wir hier der zweitgrößte Ar­beitgeber!” Abends muß der    nicht nur in Europa bekannteste Häftling Brasiliens wieder in die  Zelle.   Der Polizeichef von Nati­vidade bekam bereits aus aller Welt  über   tausend Protest- und Soli­daritätsbriefe, mindestens ebenso­viele    landeten beim Gou­verneur von Rio und im Justiz­ministerium.<br />
Nacimento leidet indessen sichtlich unter der Situation, wollte 1996    durch einen Hunger­streik die Wiederaufnahme sei­nes Verfahrens und    Ermittlungen ge­gen Todesschwadronen und de­ren Hinter­männer erreichen &#8211;    was nicht gelang. Eine der wich­tigsten moralischen vor al­lem aber    juristi­schen Stützen ist die Men­schenrechts­organisation Projeto  Lagal   in Rio de Janeiro. Sie er­reichte bisher, daß Naci­mento seine  Haft   nicht unter ständiger Lebens­gefahr in einer völ­lig überfüllten  Zelle   Rios, sondern im halboffenen Vollzug in Natividade ver­bringt.  Für   An­walt Carlos Nicodemos, Lei­ter des ebenfalls vom deutschen  Child­ren   Mission Fund unter­stütz­ten Projeto Legal, ist der Pro­zeß  gegen   Nacimento kaf­ka­esk: “In Untersuchungsbe­richten des  Bun­desparlaments   und selbst der Abgeordneten­kammer des  Bun­desstaates Rio über die   Er­mor­dung von Kindern und  Ju­gend­lichen, ebenso in der Presse,   wer­den die­selben Richter  we­gen ihrer Verwick­lung in Ak­tivitäten von   Todesschwadro­nen  auf­ge­führt, die auch Volmer do Naci­men­to  nannte.”<br />
Anwalt Nicodemos eilt min­destens ein­mal im Monat mit dem Wagen nach    Na­tividade, spricht seinem Mandanten Mut zu. Dessen Geburtstag im    ver­gan­genen November fiel ausge­rechnet auf einen Sonntag. Daß er ihn    dank Ni­codemos nicht durch­weg in der Zelle verbringen mußte, sondern    mit seiner schwangeren Frau und den Kin­der zusammensein konnte, war    wie­der ein kleiner Sieg.</p>
<p>Letzte Meldung: Seit Anfang Ja­nuar hat Volmer rund um die Uhr   Freigang,  d.h. er muß sich jetzt lediglich re­gelmäßig bei der Polizei   mel­den.  Und die schlech­te Nach­richt: Nach heftigen Re­gen­fällen   ver­sank das  Gelände der Land­wirt­schaftsschule unter ei­ner vier­zig   Zentimeter  dicken Schlamm­schicht. Die Gebäude ste­hen zwar noch, aber   die Ernte  ist völlig zerstört.</p>
<h1>Fünf-Sterne-Rassismus</h1>
<h2>Schwarze fahren keine Importautos</h2>
<p>Der  Ehemann ist weiß, die Ehefrau ist schwarz. Am Hoteleingang   verwehrt ein  Wächter der Ehefrau den Zutritt: Prostituierte dür­fen   nicht mit aufs  Zimmer. Wer glaubt, dieser Vorfall wäre die Ausnahme,   irrt. Unter der  Oberfläche scheinbarer In­tegration zeigt sich das Bild   einer verdeckten  Apartheid.</p>
<p>Die Schwarzen müs­sen wis­sen wo ihr Platz ist, lautet  eine uralte,   immer noch hochaktuelle Redewendung in Bra­silien.  Ge­meint ist damit:   Sklavennachfah­ren haben nichts in der Mittel- und  Ober­schicht,  deren  Krei­sen und Ambiente zu suchen. Sie werden  entsprechend  stigmati­siert  und behandelt. Wie dies in der Praxis  funk­tioniert,  bekam jetzt der  Züricher Fritz Müller, Fach­direktor der   Cre­dite-Suisse-Bank, in Rio  de Janeiro zu spü­ren. Als er mit seiner   schwarzen, aus Rio stammenden  Ehefrau Adriana nach einem   Restaurant­be­such ins First-Class-Hotel  In­tercontinental   zu­rückkehrte, wur­de Adriana von einem mus­ku­lö­sen  Wachmann grob   ge­stoppt: Eine Garota de Programa, so hei­ßen  Prostitu­ierte im   Rio-Slang, dür­fe nicht mit aufs Zim­mer. Direktor  Müller ließ sich von   seiner Frau über­setzen worum es ging und schlug  gehö­rigen Krach,   stellte den Wach­mann zur Re­de, verlangte von der  Ho­tel­lei­tung eine   formelle Entschul­di­gung. Denn ohne  ent­sprechende Vor­schrift hätte   der Wächter kaum so gehandelt.</p>
<p>Rassismus &#8211; Machismus</p>
<p>Die Zeitung O Globo be­schrieb den Fall unter der tref­fenden    Überschrift “Fünf-Sterne-Ras­sismus”. Kaum ein mit einer dunkel­häutigen    Brasilia­nerin be­freundeter oder verheirateter Eu­ropäer, der in  Rio,   Sâo Paulo, Sal­vador de Bahia oder Fortaleza nicht ähnliche   Erfahrungen  ge­macht hat. Wer brasilianisches Portugiesisch nicht   versteht, be­kommt  kaum mit, daß der Gang über die Strandpromenade für   sei­ne Partnerin  ge­legentlich ei­nem Spießrutenlauf gleicht. Wei­ße    Mit­telschichtsmachos der übel­sten Sorte, in Brasilien alles andere  als   dünn ge­sät, lassen eine Bösartigkeit oder Obszöni­tät nach der   anderen  fallen, ge­hen davon aus, daß der tumbe Gringo sicher nichts   ver­steht  und wohl im­mer noch glaubt, was die mei­sten Reiseführer   kolportie­ren:  Brasilien, ein wun­dervoller Schmelz­tiegel der Rassen,   ein Beispiel  gelun­gener Integration ver­schiedener Hautfarben, von   Dis­kriminierung  keine Spur.<br />
Wer aber die Oberfläche, die schil­lernde Er­scheinungsebene ver­läßt,    stößt auf Brasiliens hocheffi­ziente verdeckte Apart­heid. Die ist von    den schwachen, wenig respektierten Schwarzen­or­ganisationen weit    schwerer zu packen und zu attackieren als die aus Süd­afrika bekannte    of­fene Ras­sentren­nung. Schwarze, Mu­latt­Innen gehören in die Slums,    in die Unterschicht, in die drek­kig­sten, schlechtbezahltesten    Be­ru­fe. Schwarze Frauen sind ge­mäß diesem Denk- und    Ver­hal­tens­muster Hausdienerinnen, Rei­ne­machefrauen, bestenfalls    Su­per­marktkassiererinnen. Oder aber: Schwarze Frauen sind bis zum    Beweis des Gegen­teils Pro­sti­tuierte, Touristenhuren, die man    entsprechend behandeln kann.<br />
Untersuchungen belegen, daß in­for­melle Mechanismen ge­wöhn­lich den    Auf­stieg Dunkel­häutiger in gutbezahlte qualifi­zierte    Mittel­schichtsberufe ver­hin­dern. Privatban­ken bilden da keine    Ausnahme. Bei meh­reren spricht das gängige System der zwei    Kundenschlangen Bände. Wer besser verdient und umge­rech­net mindestens    einige tau­send Mark auf seinem Konto hat, steht in der kürzeren Fila,    wird bevorzugt behandelt und ist ge­wöhnlich weiß. Wer zu den    Schlecht­bezahlten gehört, aber glück­lich ist, dennoch ein Konto    besitzen zu dürfen, muß in der längeren Schlange gelegentlich Stunden    warten, schaut nei­disch, frustriert oder mit Groll auf die Be­vorzugten    mit dem dickeren Geld­beutel. Welche Hautfarbe in der langen Fila    domi­niert, läßt sich in Rio gut beobachten.<br />
Wer mit dunkler Haut den­noch den sozialen Aufstieg schafft, hat im    Alltag fast pau­sen­los Ärger. In Sâo Paulo wird eine er­folgreiche    schwarze Schau­spielerin von weißen Ma­dames im­mer wieder auf der    Straße gefragt, ob sie nicht als Haus­dienerin anfangen wolle, sie sehe    so gut und gesund aus. Der schwarze Sänger und Komponist Dicró wird in    Rio de Janeiro von Si­cherheitsleuten zu seiner eige­nen Show nicht  auf   die Bühne ge­lassen. Ironisch erklärt er: “Mehr­mals haben sie  mich  auch  schon ge­schnappt, als ich meinen eigenen Wa­gen klauen  wollte.”  Wie  überführte Au­todiebe wer­den ebenfalls immer wieder   gut­ver­dienende  schwarze Fußball­spieler traktiert, die teure   Im­portwagen fahren.  Oleude Ri­beiro vom Verein Portuguesa von Sâo   Paulo wurde mit Blau­licht  in seinem Ford-Jeep ge­stoppt und mit dem   Revolver am Kopf gründlich  durchsucht: “Mein tiefentsetzter kleiner   Sohn woll­te danach wissen, ob  diese Männer Ban­diten waren.   Schwie­rig, ihm zu erklären, daß alles nur  geschah, weil wir Schwarze   sind.”<br />
Der auch in Eu­ropa bekannte schwarze brasiliani­sche Musiker Djavan    erläutert: “Wenn du be­rühmt wirst, ver­lierst du sozusa­gen deine    Hautfarbe. Das heißt nicht, daß dich die Leute auf einmal mögen. Sie    beginnen nur, dich zuzulas­sen.”</p>
<h1>Weniger als ein Quadratmeter</h1>
<h2>Brasiliens Gefängnisse offenbaren Bilder wie aus einem Gruselfilm</h2>
<p>Unter  der Regierung von Präsident Cardoso verschlechtert sich die   Lage in den  total überfüllten Gefängnissen weiter. “Niemand ist an   einer  Resozialisierung der Häft­linge interessiert,” so Padre Mauzeroll   von  der Gefangenenseelsorge der katholi­schen Kirche.</p>
<p>Eine  mittelalter­lich anmu­ten­de Ge­fängniszelle in Rios Stadt­teil    Realengo. Gesetzlich hat je­der der mehreren Dut­zend In­sas­sen    Anspruch auf min­de­stens acht Quadrat­meter, hier da­gegen hat er nicht    einmal ei­nen ein­zi­gen. Ge­schlafen wird des­halb in Schichten.    Während ein Teil auf dem feuchten Beton liegt, hängt der andere in    Stoff­schlau­fen da­rü­ber, die an den Git­ter­stäben be­fe­stigt sind.    In ei­ner Zelle im Stadt­teil Bangu bie­tet sich ein ähn­liches Bild:   35  fast nackte, schwit­zende Männer auf nur sech­zehn Quadratmetern,    bei­ßen­der Fäkalienge­ruch, nachts Rat­ten, die psychische Span­nung    fast mit Händen greif­bar. Neun von zehn haben Krätze und Fu­run­kel.  In   der heißesten Jahres­zeit herr­schen bis zu sech­zig Grad in den    Zellen, täglich fallen dann an die zwanzig In­sas­sen ohn­mächtig um,    werden von den Wärtern herausge­zerrt und durch an­dere ersetzt. Um aus    die­ser Höl­le herauszukommen, in eine we­niger über­füllte Zelle    verlegt zu werden, beste­chen Häftlinge ih­re Aufseher mit um­gerechnet    bis zu 5.000 DM. Es gibt auch Ge­fängnisse, in denen die In­sas­sen  das   nötige Geld zu­sam­men­le­gen und dann den Be­günstigten wie in  einer   Lotterie per Los be­stimmen. In Bangu kom­men die not­wendigen  Reais  von  der Fa­mi­lie oder von Verbre­cher­syn­di­ka­ten. Je größer,  je   un­er­träg­li­cher die Hitze, umso hö­her stei­gen die Preise auf    die­sem Schwarz­markt. Nur einmal am Tag gibt es Essen von    haar­sträu­ben­der Qualität, Lebens­mittel­pa­ke­te der Angehörigen    werden ge­wöhn­lich nicht ausge­händigt. Fol­terungen sind die Regel,    nicht nur in Rios Gefäng­nissen. Ein An­walt be­schreibt einen Fall aus    dem Jahr 1996: “Polizisten mit Ka­puzen miß­handelten 116 Ge­fan­gene    mit Elektroschocks, alle wie­sen Blutergüsse auf und wur­den    dar­überhinaus zu sexu­ellen Hand­lungen gezwungen.”<br />
Fast täglich wer­den Fälle tot­ge­folterter, er­schlagener Häft­linge    bekannt. Doch die politisch Ver­ant­wortlichen rühren sich kaum, nur    we­nige Intellektuelle pro­testieren und die Gesellschaft scheint sich    an die grauen­vollen Zustände ge­wöhnt zu haben.<br />
Nach dem letzten offiziellen Zen­sus bieten die 511 Gefäng­nis­se    Brasili­ens Platz für höch­stens 60.000 Per­sonen. Mit über 148.000    Gefangenen sind sie da­mit mehr als doppelt be­legt. Not­wen­dig, so    heißt es, seien 145 neue Gefängnisse. Rund 95 Pro­zent der Häft­linge    sind Arme, 96 Pro­zent Männer, etwa drei Vier­tel Voll- und    Halbanal­phabeten. Der typi­sche Gefangene, so eine Stu­die, ist    dunkelhäutig und jün­ger als 25 Jahre. Jeden Monat kommt es laut    Statistik zu min­de­stens drei großen Häftlingsre­vol­ten; die meisten    von ihnen wer­den aller­dings der Öf­fent­lich­keit ver­heimlicht.</p>
<p>Pervertieren statt resozialisieren</p>
<p>Amnesty international und Human Rights Watch/­Ame­ri­cas prangern die    Zu­stände in den bra­silianischen Haftan­stalten als “pu­ren Horror”   an.  Aber auch die Gefange­nenseelsorge der katho­li­schen Kirche läßt   nicht  locker. Padre Geraldo Mau­zeroll von der Pa­storal Carçeraria im    Bundes­staat Sâo Paulo: “Wer ins Ge­fängnis kommt, wird pervertiert,    wird angesehen und be­handelt wie ein Tier. Niemand ist an ei­ner    Besserung oder Resozialisie­rung der Insassen interessiert. Die    Gesellschaft rächt sich an ihnen. Sie läßt sie intellektu­ell, seelisch,    mora­lisch, kulturell und nicht selten sogar physisch ster­ben.”  Padre   Mauzeroll hört auf Polizeiwachen und in Gefängnis­sen sehr  häufig den   Spruch: “Nur ein toter Häftling ist ein guter Häftling!”  Der Padre geht   seit 1973 in die Gefäng­nisse und leitete die letzten  sechs Jahren die   Seel­sorge. Was er täg­lich zu sehen be­kommt,  scheint kom­mer­ziellen   Horror­filmen ent­lehnt: Häftlinge verfaulen  buch­stäb­lich in ih­ren   Zellen. Die Ge­fängnisärzte sind selbst  Krimi­nelle, weil sie Kranke   be­wußt nicht behan­deln, sie sterben  las­sen, dafür aber nie zur   Rechen­schaft gezogen werden.  Tuber­ku­lo­se grassiert, über die   Ge­sichter Tod­kran­ker laufen  Amei­sen. Kri­mi­nell handeln auch   Richter und Staats­anwälte, die  sehr wohl über Folter und alle an­deren   Men­schenrechtsverlet­zungen  de­tail­liert informiert sind und den­noch   nicht ein­greifen.<br />
Gefängnisleitungen und Wär­ter ermögli­chen den Dro­gen­han­del und    -kon­sum hinter den Git­ter­stäben. Ein Direktor zu Padre Mauzeroll:    “Drogen müs­sen dort drin sein, damit die Ge­fangenen ruhig bleiben.”<br />
Ein besonders fin­steres Kapi­tel ist darüber hinaus die sexuelle    Ge­walt, die von perversen Auf­se­hern sogar ge­fördert wird. Padre    Mauzeroll: “Wird ein we­gen Vergewalti­gung Verurteilter ein­geliefert,    stecken ihn die Wär­ter extra in be­stimmte Mas­sen­zel­len, damit er    dort von fünf­zehn, zwan­zig Häftlingen ver­ge­wal­tigt wird. Das ist    Gesetz in den Kerkern, und so verbreitet sich Aids sehr schnell.”  Selbst   nach amtlichen An­gaben haben sich bereits über zwanzig  Pro­zent der   Insas­sen mit dem Aids-Vi­rus infiziert. Ein Großteil der  rund 150.000   brasiliani­schen Ge­fan­genen hat homosexuellen  Ver­kehr, gewöhnlich   unge­schützt, Pro­miskuität ist normal.<br />
Vitor Carreiro teilte in Rio eine Zelle jahrelang mit 47 ande­ren    Häftlin­gen, hat jetzt sichtbar Aids und sagt es deutlich: “Alle Welt    weiß, daß die Frau des Ge­fan­genen der andere Gefangene ist.” José    Ferreira da Silva, eben­falls HIV-posi­tiv, berichtet von vier festen    und acht gelegentli­chen Partnern. Keiner hatte Prä­servative benutzen    wollen.<br />
“Wenn die Lage in den Ge­fängnissen in Sâo Paulo und Rio de Janeiro    bereits so schlimm ist”, gibt Padre Mauzeroll zu be­denken, “wie muß sie    dann erst in den stark unterent­wickelten Gebieten des Nordens und    Nord­ostens sein?” Padre Mauzeroll drückt sich im Ge­gensatz zu so    vie­len Landsleuten um solche un­beque­men Wahrheiten nicht. Er hat    keine Probleme damit, die von den Autoritäten gerne ver­steckten und    verdrängten Pro­ble­me offen an­zusprechen. “Doch wer über die Zu­stände    re­det und in­formiert, stirbt”, lautet eine an­dere Regel &#8211;    Pistoleiros, Be­rufs­kil­ler, erle­digen dies. Padre Mau­zeroll weiß,    daß auch sein Leben in Gefahr ist. Den­noch klagt er offen die soziale    Ord­nung Brasi­liens an: “Sie ist schuld an der grauenhaften    Si­tu­a­tion!”<br />
Wärter und Spe­zialeinheiten ge­hen gewöhnlich äußerst brutal gegen    meu­ternde Häftlinge vor. 1992 wurden im Gefängnis Ca­ran­diru von Sâo    Paulo minde­stens 111 In­sassen von Militär­polizisten massa­kriert.    Politisch Ver­antwortliche und di­rekt Be­tei­ligte blieben bisher    straffrei. Die letzte Revolte in Carandiru er­eignete sich Ende Oktober.    670 Ge­fangene nahmen dort 27 Wär­ter als Gei­seln und forderten die    Ver­legung in eine andere Haftan­stalt. Fünf Gefan­gene versuchten mit    einem Müll­fahrzeug zu flie­hen, vier von ih­nen wurden von    Mi­litärpolizisten er­schossen.<br />
Die Rechtanwältin Zoraide Fer­nandez weist noch auf eine be­sondere    Absurdi­tät hin. Tau­sende von Häftlingen wer­den nach verbüßter Strafe    oft noch jahrelang festge­halten, allein in Rio waren es 1995    min­destens 560. Hinzu kommen jene, die unrechtmäßig in die Zellen von    Po­lizei­wachen gepfercht und dort mitunter regelrecht verges­sen    werden.</p>
<h1>Menschenrechte ja &#8211; aber nicht für Schwule</h1>
<h2>Todesschwadronen jagen Homosexuelle &#8211; 1300 Morde seit 1980</h2>
<p>Staatspräsident  Cardoso präsentierte in Brasilia mit großem Pomp   einen “Nationalen Plan  für Menschenrechte” &#8211; doch die Show stahl ihm   Luiz Mott,  intel­lektueller Führer der brasilianischen   Schwulenbewegung. Weil die  Homosexuellen in dem Dokument nicht einmal   erwähnt werden, entrollte  Mott ein Transparent “Gays querem Justiça”-   (Schwule wollen  Gerechtigkeit) und nannte Fakten zur sy­stematischen   Verfolgung der  Homosexuellen in Brasilien.</p>
<p>Laercio, 22, und Mariquinhos, 30,  wohnten in Rios armseliger   Nordzone in einem simplen Häuschen, waren  beliebt und gal­ten als   hilfsbereit, fröhlich. In einer Novembernacht  werden sie von einem der   berüchtigten “Kom­mandos zur Jagd auf Gays”  überwältigt &#8211; fünf   Kapuzenmän­ner stoßen die beiden bis zur na­hen  Bahnlinie, dann krachen   Pi­stolenschüsse. Anwohner finden Laercio und  Mariquinhos in ih­rem   Blut, stellen erschüttert Ker­zen auf.<br />
Luiz Mott erläutert: “In Bra­silien sind mindestens vierzehn    Todesschwadronen hinter Ho­mosexuellen her. Seit 1980 wur­den über 1300    Schwule ermor­det, 1996 waren es bisher 85, aber unsere Statistik ist    sehr un­vollständig.” Das stimmt, denn von den Serienmorden der  letz­ten   Wochen in Rio wußte Mott zu diesem Zeitpunkt noch nichts.  Hinzu kommt,   daß Angehörige wegen der bestehenden Vorur­teile gegen  die Schwulen   oftmals die Natur des Verbrechens ver­schweigen.<br />
Universitätsprofessor Mott, 50 Jahre alt, Präsident der Grupo Gay do    Bahia (GGB) und Se­kretär für Menschenrechte der Bra­silianischen    Vereinigung für Gays, Lesben und Transvestiten (ABGLT), lehrt in der    nordost­brasilianischen Küstenmetropole Sal­vador da Bahia &#8211; auch dort    werden Schwule diskriminiert, ver­folgt und ermordet. Mott spricht von    “Opfern des Ma­chismus”, die Täter gingen ge­wöhnlich straffrei aus.  So   seien bei über vierzig Prozent der Schwulenmorde die Täter  er­mittelt   worden, nur zehn Prozent kamen jedoch letztlich vor  Ge­richt und wurden   dann fast im­mer freigesprochen.</p>
<p>Archiv über Homosexualität</p>
<p>Ein schönes Kolonialhaus in Salvador da Bahia beherbergt im ersten   Stock  den kleinen Sitz der Grupo Gay do Brasil mit dem immerhin größten    lateinameri­kanischen Archiv über Homose­xualität. Die GGB ist die    älteste und aktivste Homosexuellenver­einigung in Lateinamerika. Nach    dem Klingeln schaut der Leiter zunächst prüfend auf den Besu­cher und    wirft danach den Schlüssel hinunter. Oben kann man sich eine Ausstellung    über homosexuelle Männer und Frauen ansehen, von Platon, Leonardo da    Vinci, Shakespeare, Cleopatra und James Dean bis hin zu der berühmten    Sängerin der Musica Popular Brasileiro, Maria Bethânia. Man wird    höf­lich zu den zwei wöchentlichen Versammlungen eingeladen, an denen    auch Bi- und Heterosexu­elle teilnehmen. Vor dem Ab­stieg über die    steile Holztreppe teilt der GGB-Leiter Präserva­tive, “Camisinhas”, aus &#8211;    schließlich ist die Gruppe beson­ders aktives Mitglied in der vom    Gesundheitsministerium geführ­ten Nationalen Kommission zur    AIDS-Bekämpfung.<br />
In der Stadt selbst machen die Homosexuellen drastisch auf sich, ihre    Freuden und Probleme aufmerksam. “Liebe mit Vor­sicht &#8211; suche Deine    amantes bes­ser aus”, steht groß auf Schauta­feln, und “Laß Dich nicht    von AIDS ins Jenseits befördern, aber laß Dich auch nicht ermor­den!”    Die Warnung ist nicht un­begründet, druckte doch gar eine große lokale    Zeitung regelmäßig folgende Anzeige: “Halte Salva­dor sauber &#8211; töte    jeden Tag einen Homo!”</p>
<p>Erscheinungsebene &#8211; Wirklichkeit</p>
<p>Brasiliens Schwulenszene prä­sentiert sich anders als zum Beispiel   jene  in San Francisco oder gar in Deutschland. Gays fallen viel mehr   auf,  haben ihre Kneipen, Discos, Strände, Zeit­schriften. Der Terror   gegen  Schwule existiert indessen wei­ter, scheint sogar stark   zuzuneh­men.   Motts Grupo Gay do Bahia hat deshalb ein   “Über­le­benshandbuch”  publi­ziert, das zahl­reiche praktische Tips zur   Selbstverteidigung  gibt. Mott hat das Handbuch in Brasi­lia, Belo   Horizonte, Curitiba und  Recife vorgestellt. In jeder Stadt gab er die   Namen der dort in den  letzten Jahren ermordeten Schwulen be­kannt. Die   meisten Verbrechen  ereigneten sich aber in Rio de Janeiro, Sâo Paulo   und Salvador da Bahia.</p>
<p>Umfragen und Machismus</p>
<p>Daß Schwule diskriminiert werden, zeigen neue repräsenta­tive   Umfragen:  So würden 36 Pro­zent der BrasilianerInnen ei­nem   Homosexuellen selbst  dann nicht eine Arbeit geben, wenn er der   bestqualifizierte Bewerber  wäre. JedeR Fünfte würde sich von einem   homosexuellen Kol­legen bewußt  fernhalten, 56 Pro­zent würden zumindest   ihr Ver­halten ändern. 79  Prozent, im Nordosten sogar 87 Prozent,   ak­zeptierten auf gar keinen  Fall, daß ihr Sohn mit einem   Ho­mosexuellen ausginge. Und 62 Prozent  meinen, daß Eltern die Änderung   der homosexuellen Orientierung ihrer  Söhne er­zwingen müßten.</p>
<p>Politisches Asyl für Schwule</p>
<p>Gay-Menschenrechtsgruppen in San Francisco prangern seit Jahren die    Zustände in Brasilen an. 1993 gewährten die USA erstmals einem    brasilianischen Schwulen politisches Asyl. Der Begünstigte heißt Marcelo    Teno­rio, Luiz Mott trat in dem Asyl­verfahren als Zeuge auf und  wurde   dafür zuhause in den Me­dien niedergemacht. Das Asyl, hieß es,  basiere   auf einer Lüge über Brasilien; Schwule würden nicht  systematisch   getötet. In den letzten Wochen erhielten zwei weitere  Homosexuelle   Asylsta­tus, wollen aber anonym blei­ben, aus Angst, daß    Familienan­ge­hö­ri­ge in Brasilien Repressa­lien er­lei­den könnten.    Eine un­bekannte Zahl brasilianischer Homo­sexu­el­ler lebt illegal in    den USA. Mög­licherweise werden jetzt wei­tere einen Asylantrag  stellen.</p>
<p>KASTEN</p>
<p>Staatstrauer für Ex-Diktator</p>
<p>Nach dem Tod des Ex-Generalpräsidenten Ernesto Geisel im Sep­tember   1996  ordnete Fernando Henrique Cardoso per Dekret acht Tage   Staatstrauer an.  Geisel war von 1974 bis 1979 der dritte   Generalpräsident der  brasilianischen Militärdiktatur (1964-1985).   Geisel war bereits zur  Amtseinführung von Cardoso gela­den worden. 1995   traf sich der Präsident  mit dem EX-Diktator und wollte dies   ausdrücklich als “Würdigung”  verstanden wissen.<br />
Die Homenagem weckte in der Tat Aufmerksamkeit. Denn bei Gei­sel und    seinem ebenfalls im Regimeapparat dienenden Bruder Or­lando handelte es    sich um Vertreter der “harten Linie”, die kei­nes­wegs nur militante    Diktaturgegner rücksichtslos verfolgen, fol­tern und ermorden ließen.    Dies hat gerade ein wichtiger Zeit­zeuge bestätigt: Reserveoberst  Jarbas   Passarinho, Mitautor der berüchtigten Ausnahmegesetze von 1968  und   Minister unter drei Dik­taturgenerälen, sagte im brasilianischen    Fersehen, daß ein Groß­teil der Greueltaten an Linken in Geisels    Regierungszeit be­gangen worden seien. Die Medien pflegten dagegen stets    dessen Amts­vorgänger Emilio Garrastazzu Medici die Verantwortung für    die größten Schlechtigkeiten des Militärregimes aufzubürden.</p>
<p><a href="http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/der-schwierige-ausbruch-aus-dem-stahlkorsett/5810270.html"><strong>http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/der-schwierige-ausbruch-aus-dem-stahlkorsett/5810270.html</strong></a></p>
<p><strong>“Zwölf Jahre nach dieser Fusion ist der Ruhrkonzern aber mit    6,25  Milliarden Euro verschuldet. Das ist mehr als das Dreifache des    für das  Geschäftsjahr 2010/11 geplanten operativen Gewinns. Grund für    die  Schuldenlast sind die neuen Stahlwerke in Brasilien und den USA,    die mit  zehn Milliarden Euro viel teurer wurden als geplant. Nun  fehlt   in allen  Geschäftsfeldern das Geld für Investitionen.”</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/lulastatuspaulista.JPG" alt="lulastatuspaulista.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/27/das-thyssenkrupp-stahlwerk-und-die-von-der-who-konstatierte-luftvergiftung-von-rio-de-janeiro-brasiliens-umweltschutzer-weisen-auf-den-interessanten-zusammenhang/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/27/das-thyssenkrupp-stahlwerk-und-die-von-der-who-konstatierte-luftvergiftung-von-rio-de-janeiro-brasiliens-umweltschutzer-weisen-auf-den-interessanten-zusammenhang/</strong></a></p>
<p><strong>“Ein gutes Beispiel für gelungene Globalisierung”:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/19/thyssenkrupp-in-rio-de-janeiro-neues-stahlwerk-wird-immer-teurer-laut-handelsblatt-lokale-militardiktatur-im-umfeld-laut-grunen-politiker-alfredo-sirkis-todesschwadronen-folter-scheiterhauf/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/19/thyssenkrupp-in-rio-de-janeiro-neues-stahlwerk-wird-immer-teurer-laut-handelsblatt-lokale-militardiktatur-im-umfeld-laut-grunen-politiker-alfredo-sirkis-todesschwadronen-folter-scheiterhauf/</strong></a></p>
<h2>TODA UNANIMIDADE É BURRA. Nelson Rodrigues.</h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/07/brasiliens-boom-und-die-slumhutten/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/07/brasiliens-boom-und-die-slumhutten/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/04/leben-wie-die-halfte-der-einkommensbezieher-brasiliensamtliche-angaben-fur-samtliche-ausgaben-pro-tag-umgerechnet-zwischen-26-und-5-euro-zur-verfugung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/04/leben-wie-die-halfte-der-einkommensbezieher-brasiliensamtliche-angaben-fur-samtliche-ausgaben-pro-tag-umgerechnet-zwischen-26-und-5-euro-zur-verfugung/</strong></a></p>
<h2>              <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/10/brasiliens-gefangenenseelsorge-der-deutsche-pastor-wolfgang-lauer/" rel="bookmark">Brasiliens Gefangenenseelsorge &#8211; der deutsche Pastor Wolfgang Lauer.</a></h2>
<p>Samstag, 10. Dezember 2011 von Klaus Hart   <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11804" title="Beitrag bearbeiten">**</a></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1624771/"><strong>http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1624771/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/caran6.JPG" alt="caran6.JPG" /></p>
<p><a href="http://brueckenbauer.blogspot.com/2011_05_01_archive.html"><strong>http://brueckenbauer.blogspot.com/2011_05_01_archive.html</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/10/wahlen-in-rusland-und-in-brasilien-wie-unterschiedlich-mainstream-und-politschauspieler-reagieren/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/10/wahlen-in-rusland-und-in-brasilien-wie-unterschiedlich-mainstream-und-politschauspieler-reagieren/</strong></a></p>
<p><strong>Brasiliens hausgemachte Krisenfaktoren:<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/30/brasiliens-viele-hausgemachte-krisenfaktoren-hochzinspolitik-uberbewertete-landeswahrung-deindustrialisierung-absurd-ineffiziente-und-kostentrachtige-infrastruktur/">       http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/30/brasiliens-viele-hausgemachte-krisenfaktoren-hochzinspolitik-uberbewertete-landeswahrung-deindustrialisierung-absurd-ineffiziente-und-kostentrachtige-infrastruktur/</a></strong></p>
<p><strong>Einkommen im “Boomland” Brasilien:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/04/leben-wie-die-halfte-der-einkommensbezieher-brasiliensamtliche-angaben-fur-samtliche-ausgaben-pro-tag-umgerechnet-zwischen-26-und-5-euro-zur-verfugung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/04/leben-wie-die-halfte-der-einkommensbezieher-brasiliensamtliche-angaben-fur-samtliche-ausgaben-pro-tag-umgerechnet-zwischen-26-und-5-euro-zur-verfugung/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/26/die-fakten-widerlegen-das-wir-eine-reprasentative-demokratie-sind-streng-genommen-sind-wir-nicht-einmal-eine-demokratie-joao-ubaldo-ribeiro-bestsellerautor-in-einer-politischen-analyse-am-ta/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/26/die-fakten-widerlegen-das-wir-eine-reprasentative-demokratie-sind-streng-genommen-sind-wir-nicht-einmal-eine-demokratie-joao-ubaldo-ribeiro-bestsellerautor-in-einer-politischen-analyse-am-ta/</strong></a></p>
<h2>Lulas vielgelobte Umweltpolitik:  Brasilianische und internationale NGO kritisieren “Demontage des  Umweltschutzes”. “O luto dos ambientalistas”. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=2489" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: , <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasilien/" rel="tag">Brasilien</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/lula/" rel="tag">Lula</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/umweltschutz/" rel="tag">Umweltschutz</a></p>
<p><a href="http://oglobo.globo.com/pais/mat/2009/06/04/entidades-criticam-governo-congresso-por-desmonte-de-protecao-ao-meio-ambiente-pregam-dia-de-luto-756207654.asp">http://oglobo.globo.com/pais/mat/2009/06/04/entidades-criticam-governo-congresso-por-desmonte-de-protecao-ao-meio-ambiente-pregam-dia-de-luto-756207654.asp</a></p>
<p><strong>Während Brasiliens Umweltorganisationen seit Lulas  Amtsantritt immer wieder den offiziellen Umweltschutz scharf  kritisierten, erhielt dieser aus europäischen Ländern wie Deutschland  kontinuierlich höchstes Lob. Propaganda-Ankündigungen Brasilias über  angebliche Umweltvorhaben wurden flächendeckend in die Medien  durchgeschaltet, der Lula-Regierung bescheinigt, daßÂ diese nun aber  wirklich und absolut entschlossen mit dem Umweltschutz Ernst mache.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/02/greenpeace-lula-regierung-profitiert-als-aktionar-von-amazonas-abholzung-staatliche-entwicklungsbank-an-fleisch-kuhlhausern-beteiligt-die-von-abholz-grosfarmen-beliefert-werden-fleisch-nach-europa/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/02/greenpeace-lula-regierung-profitiert-als-aktionar-von-amazonas-abholzung-staatliche-entwicklungsbank-an-fleisch-kuhlhausern-beteiligt-die-von-abholz-grosfarmen-beliefert-werden-fleisch-nach-europa/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/05/viradanackte6.jpg" alt="viradanackte6.jpg" /></p>
<p><strong>“Coletivo Urubus” &#8211; Künstlerischer Protest gegen   Naturzerstörung, hohe Luftvergiftung in Sao Paulo, die City-Bäume   absterben läßt. “Praca da Republica”. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/03/31/deutsche-umweltschutz-propaganda-und-die-umweltschutz-realitat-importe-illegal-geschlagenen-tropenholzes/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/03/31/deutsche-umweltschutz-propaganda-und-die-umweltschutz-realitat-importe-illegal-geschlagenen-tropenholzes/</a></p>
<p><strong>Künstlerischer Protest gegen Umweltvernichtung, Luftvergiftung:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/04/virada-cultural-in-sao-paulo-brasiliens-lateinamerikas-vielseitigstes-interessantestes-kulturereignis-in-europa-schon-bemerkt/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/04/virada-cultural-in-sao-paulo-brasiliens-lateinamerikas-vielseitigstes-interessantestes-kulturereignis-in-europa-schon-bemerkt/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/19/deutschland-und-brasilien-schutzen-gemeinsam-den-brasilianischen-regenwald-bundesministerium-fur-wirtschaftliche-zusammenarbeit-neue-offizielle-erklarung/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/19/deutschland-und-brasilien-schutzen-gemeinsam-den-brasilianischen-regenwald-bundesministerium-fur-wirtschaftliche-zusammenarbeit-neue-offizielle-erklarung/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/20/tiere-verbrennen-lebendig-massenhaft-in-brasiliens-pantanal-bewahrung-der-schopfung-bischof-erwin-krautler-profitgier-zerstort-amazonien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/20/tiere-verbrennen-lebendig-massenhaft-in-brasiliens-pantanal-bewahrung-der-schopfung-bischof-erwin-krautler-profitgier-zerstort-amazonien/</a></p>
<p><strong>Brasiliens Qualitätszeitung “O Estado de Sao Paulo” erinnert  an Umweltminister Carlos Mincs jüngste Ã„ußerung zur erteilten  Genehmigung für das Atomkraftwerk Angra 3 bei Rio de Janeiro:”Ich habe  Angra 3 genehmigt, ohne einverstanden zu sein.” Warum also,Â so fragt  das Blatt, stimmte Minc dem AKW-Bau zu, wo er doch angeblich dagegen  war? “Im Tausch für das Ministeramt?”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/24/es-gibt-kein-umweltbewustsein-in-brasilien-die-kultur-des-landes-ist-zerstorung-mario-mantovani-umweltexperte-nao-ha-consciencia-ecologica-no-pais-a-cultura-do-brasil-e-de-degradacao/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/24/es-gibt-kein-umweltbewustsein-in-brasilien-die-kultur-des-landes-ist-zerstorung-mario-mantovani-umweltexperte-nao-ha-consciencia-ecologica-no-pais-a-cultura-do-brasil-e-de-degradacao/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/10/lula-regierung-kauft-atom-u-boote-von-frankreich-meldet-landespresse-atomabkommen-mit-frankreich-bei-sarkozy-besuch-kurz-vor-weihnachten/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/10/lula-regierung-kauft-atom-u-boote-von-frankreich-meldet-landespresse-atomabkommen-mit-frankreich-bei-sarkozy-besuch-kurz-vor-weihnachten/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/09/25/brasilien-und-atomprogramm-franzosische-edf-kauft-british-energy-edf-alleinlieferant-areva-an-brasilianischen-akw-projekten-beteiligt-brasilien-plant-uber-50-atommeiler/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/09/25/brasilien-und-atomprogramm-franzosische-edf-kauft-british-energy-edf-alleinlieferant-areva-an-brasilianischen-akw-projekten-beteiligt-brasilien-plant-uber-50-atommeiler/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/26/gunter-nooke-beauftragter-der-bundesregierung-fur-menschenrechtspolitik-und-humanitare-hilfe-im-auswartigen-amt-ist-am-642009-zu-gesprachen-in-brasilie-die-themenpalette-ist-reichhaltig-alltagli/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/26/gunter-nooke-beauftragter-der-bundesregierung-fur-menschenrechtspolitik-und-humanitare-hilfe-im-auswartigen-amt-ist-am-642009-zu-gesprachen-in-brasilie-die-themenpalette-ist-reichhaltig-alltagli/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/23/eu-brasilien-gipfel-kein-wort-uber-alltagliche-folter-sklavenarbeit-bruch-internationaler-menschenrechtsabkommen-durch-das-tropenland-absichtserklarungen-freundlichkeiten-alle-lander-europas-l/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/23/eu-brasilien-gipfel-kein-wort-uber-alltagliche-folter-sklavenarbeit-bruch-internationaler-menschenrechtsabkommen-durch-das-tropenland-absichtserklarungen-freundlichkeiten-alle-lander-europas-l/</a></p>
<p><a href="http://www.kanitz.com/veja/era_da_informacao.asp">http://www.kanitz.com/veja/era_da_informacao.asp</a></p>
<h2>“Lula bekommt 500000 Dollar von LG für  Vortrag in Südkorea”, laut brasilianischen Landesmedien. Über eine  Million Dollar damit vier Monate nach Ende der Amtszeit kassiert, laut  Kalkulation von Parteigenossen, hieß es. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=9644" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasilien/" rel="tag">Brasilien</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/hunger/" rel="tag">Hunger</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/lula-einkommen/" rel="tag">Lula-Einkommen</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/massenelend/" rel="tag">Massenelend</a></p>
<p><strong>Den Angaben zufolge akzeptierte Lula das  Vortragsangebot des Multis LG für Südkorea. Einladungen von Banken und  Großunternehmen stimulierten die internationale Agenda des  Ex-Präsidenten. Gemäß Parteigenossen der Arbeiterpartei habe Lula durch  die ersten drei Auslandsvorträge bereits 700000 Dollar kassiert. Am Tage  des Eintreffens des deutschen Bundespräsidenten Christian Wulff redete  Lula den Medienangaben zufolge in Sao Paulo auf Einladung von “Bank of  America Merril Lynch”. </strong></p>
<p><a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/schweiz/bedrueckung_und_verlegenheit_in_der_lula-regierung_1.2001065.html">http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/schweiz/bedrueckung_und_verlegenheit_in_der_lula-regierung_1.2001065.html</a></p>
<p><strong>Lula &#8211; bei Bankiers und Großunternehmern wie bei sogenannten  linken Parteien wegen deren Wertvorstellungen häufig gleichermaßen  außerordentlich beliebt, hoch geschätzt und populär:</strong></p>
<p><strong> Eu sei que tem gente que tem preconceito contra mim. Mas eu  desafiaria qualquer  um de vocês: eu duvido que algum empresário já  ganhou mais dinheiro nesse país  do que no meu mandato. Duvido que os  bancos já tiveram mais lucro nesse país do  que no meu mandato.<br />
</strong><strong>Lula, ex-presidente da República, falando a  empresários na Casa Fasano, em São Paulo – Valor – 06/05/2011</strong></p>
<p><strong>Insider der Arbeiterpartei PT betonen, Lula sei einst von den deutschen Automultis aufgebaut worden.</strong> <strong>Dies   würde die Sonderstellung dieser Unternehmen in Brasilien, die   vielfältigen staatlichen Vergünstigungen erklären, betonen   brasilianische Wirtschaftsfachleute.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/14/steinigen-im-iran-unter-ahmadinedschad-und-in-brasilien-unter-lula-lula-konnte-sich-uber-die-tatsache-beunruhigen-das-brasilien-zu-den-landern-gehort-in-denen-am-meisten-gelyncht-wird-jose/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/14/steinigen-im-iran-unter-ahmadinedschad-und-in-brasilien-unter-lula-lula-konnte-sich-uber-die-tatsache-beunruhigen-das-brasilien-zu-den-landern-gehort-in-denen-am-meisten-gelyncht-wird-jose/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach3.JPG" alt="cach3.JPG" /></p>
<p><strong>Foto vom November 2011 aus Sao Paulo, Lateinamerikas reichste  Stadt. Gemäß europäischen Sichtweisen hatte Brasilien die Finanz-und   Wirtschaftskrise von 2008/2009 recht gut überstanden.<br />
</strong></p>
<p><strong>In meinungsbildenden deutschen Analysen wird die brasilianische Regierung ausdrücklich als “progressiv” eingestuft.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/</strong></a></p>
<p><strong>Rousseff-Minister Palocci verzwanzigfacht Vermögen in vier Jahren: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/16/antonio-palocci-rechte-hand-der-brasilianischen-prasidentin-dilma-rousseff-verzwanzigfachte-privatvermogen-in-vier-jahren-wird-deshalb-von-opposition-anwaltsverband-und-medien-scharf-kritisiert/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/16/antonio-palocci-rechte-hand-der-brasilianischen-prasidentin-dilma-rousseff-verzwanzigfachte-privatvermogen-in-vier-jahren-wird-deshalb-von-opposition-anwaltsverband-und-medien-scharf-kritisiert/</a></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/28/lulas-einkommen-allein-als-ehrenprasident-der-arbeiterpartei-aufschlusreich-ist-der-vergleich-mit-dem-brasilianischen-mindestlohn-den-satzen-von-bolsa-familia-den-arbeiter-durchschnittslohnen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/28/lulas-einkommen-allein-als-ehrenprasident-der-arbeiterpartei-aufschlusreich-ist-der-vergleich-mit-dem-brasilianischen-mindestlohn-den-satzen-von-bolsa-familia-den-arbeiter-durchschnittslohnen/</a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/04/deutscher-bundesprasident-christian-wulff-in-brasilien-deutscher-prasident-kommt-ins-land-um-investitionen-anzukundigenlandespresse/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/04/deutscher-bundesprasident-christian-wulff-in-brasilien-deutscher-prasident-kommt-ins-land-um-investitionen-anzukundigenlandespresse/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/05/strasenkindersp1.jpg" alt="strasenkindersp1.jpg" /></p>
<p><strong>Straßenkinder auf Sperrmüllmatratzen in Lateinamerikas reichster Stadt Sao Paulo. </strong></p>
<p><strong>Ungezählte Behinderte hausen in den Slums:<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/brasiliens-hohe-rate-von-behinderten-2391-prozent-der-bevolkerung-gegenuber-rund-1-prozent-in-hochentwickelten-landern-laut-studien/">     http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/brasiliens-hohe-rate-von-behinderten-2391-prozent-der-bevolkerung-gegenuber-rund-1-prozent-in-hochentwickelten-landern-laut-studien/</a></strong></p>
<p><strong>Libyen liegt auf dem UNO-Index für menschliche Entwicklung  auf  Platz 53, Lateinamerikas größte Demokratie Brasilien nur auf dem  73.  Platz. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/03/uber-16-millionen-brasilianer-in-extremer-armut-selbst-laut-offiziellen-regierungsangaben-lula-erfullte-wahlversprechen-nicht/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/03/uber-16-millionen-brasilianer-in-extremer-armut-selbst-laut-offiziellen-regierungsangaben-lula-erfullte-wahlversprechen-nicht/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/05/luladilma6.JPG" alt="luladilma6.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/29/brasiliens-scheiterhaufen-erstmals-in-einer-anklagenden-inszenierung-der-scheiterhaufenstadt-rio-de-janeiro-zu-sehen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/29/brasiliens-scheiterhaufen-erstmals-in-einer-anklagenden-inszenierung-der-scheiterhaufenstadt-rio-de-janeiro-zu-sehen/</a></p>
<p><strong>“Feel Brazil. Go Bayao!”:</strong>  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/20/feel-brazil-go-bayao-deutsche-getrankefirma-veltins-wirbt-mit-brasilianischem-lebensstil-trotz-der-menschenrechts-und-sozialdaten-brasiliens/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/20/feel-brazil-go-bayao-deutsche-getrankefirma-veltins-wirbt-mit-brasilianischem-lebensstil-trotz-der-menschenrechts-und-sozialdaten-brasiliens/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/18/lulas-rede-auf-deutsch-brasilianischen-wirtschaftstagen-2009-in-vitoria-zeitdokument-die-rolle-einer-regierung-ist-die-einer-mutter/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/18/lulas-rede-auf-deutsch-brasilianischen-wirtschaftstagen-2009-in-vitoria-zeitdokument-die-rolle-einer-regierung-ist-die-einer-mutter/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/04/06/kinderprostitution-in-brasilien-sex-fur-umgerechnet-66-cents-um-dafur-crack-zu-kaufen-berichtet-qualitatszeitung-o-globo/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/04/06/kinderprostitution-in-brasilien-sex-fur-umgerechnet-66-cents-um-dafur-crack-zu-kaufen-berichtet-qualitatszeitung-o-globo/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/12/elendsbeseitigung-in-brasilien-karikatur-von-angeli-in-der-grosten-qualitatszeitung-des-landes-folha-de-sao-paulo-von-2011/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/12/elendsbeseitigung-in-brasilien-karikatur-von-angeli-in-der-grosten-qualitatszeitung-des-landes-folha-de-sao-paulo-von-2011/</a></p>
<p><strong>Vergangenheitsbewältigung unter Lula:</strong>  <a href="http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html">http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/16/helmut-schmidt-und-lula-lulas-sonderbeziehungen-zu-deutschland/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/16/helmut-schmidt-und-lula-lulas-sonderbeziehungen-zu-deutschland/</strong></a></p>
<h2>Brasilien flog aus Ländergruppe(low- and  middle-income countries),  die Aids-Infizierte am besten betreut, laut  Landesmedien. “Nur zwischen  60% und 79% der HIV-Patienten werden  behandelt.” Öffentliche  Gesundheit unter Lula-Rousseff. Sinkende  Gesundheitsausgaben. Aids in  Brasilien &#8211; offizielle Versionen und  Realität. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11698" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/aids-in-brasilien/" rel="tag">Aids in Brasilien</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/sozialpolitik-brasiliens/" rel="tag">Sozialpolitik Brasiliens</a></p>
<p><strong>Unter Bezug auf ein neues Dokument  der  UNO-Organisation  Unaids hieß es, elf Länder, darunter Chile, Cuba und  Namibia,  verteilten an mindestens 80 Prozent der Infizierten  entsprechende  Aids-Medikamente. Brasilien folge nunmehr erst in der  nächsten  Länderkategorie. Laut Schätzungen wüßten bis zu 300000  Brasilianer  nichts von ihrer Aids-Infektion. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-probleme-beim-bekampfen-der-aids-epidemie-aus-expertensicht/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-probleme-beim-bekampfen-der-aids-epidemie-aus-expertensicht/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/29/brasilien-und-aids-2010-laut-offiziellen-angaben-rund-12000-aids-tote-daten-regierungsunabhangiger-institutionen-uber-tatsachliche-zahl-noch-nicht-vorhanden-analsex-gefahrlicher-risikosex-in/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/29/brasilien-und-aids-2010-laut-offiziellen-angaben-rund-12000-aids-tote-daten-regierungsunabhangiger-institutionen-uber-tatsachliche-zahl-noch-nicht-vorhanden-analsex-gefahrlicher-risikosex-in/</strong></a></p>
<p><strong>“Erfolge im Kampf gegen Aids”.</strong></p>
<p><a href="http://www.blickpunkt-lateinamerika.de/nachrichten/msgf/brasilien:_erfolge_im_kampf_gegen_aids.html"><strong>http://www.blickpunkt-lateinamerika.de/nachrichten/msgf/brasilien:_erfolge_im_kampf_gegen_aids.html</strong></a></p>
<p><strong>Die Aidslage in Brasilien aus Sicht der Franziskaner vor Ort &#8211;   wird die Zahl der Aidstoten korrekt registriert?  Warum Brasilien aus   der Ländergruppe flog…</strong></p>
<p><strong>“Proportion of eligible population receiving antiretroviral   therapy in low- and middle-income countries at the end of 2010?(UNAIDS)</strong></p>
<table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0">
<tr>
<td valign="top" width="361">60%—79%ArgentinaBrazilCosta RicaDominican RepEcuadorEthiopiaGeorgiaKenyaMexicoParaguayRomaniaSwazilandThailand<strong>Uruguay </strong><strong>Zambia </strong></td>
<td valign="top" width="277"><strong>&gt;80% </strong><strong>Botswana </strong><strong>Cambodia </strong><strong>Chile </strong><strong>Comoros </strong><strong>Croatia </strong><strong>Cuba </strong><strong>Guyana </strong><strong>Namibia </strong><strong>Nicaragua </strong><strong>Rwanda </strong><strong>Slovakia </strong></td>
</tr>
</table>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<h2>Brasiliens hochgelobte Aids-Politik:  Öffentliche Proteste   landesweit gegen das Fehlen von mindestens vier  Medikamenten des   Aids-Cocktails, laut nationalen Medien. “Für die  Infizierten ist es das   Todesurteil, die sterben dann eben weg.” Indianer  und Aids. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=5157" title="Beitrag bearbeiten">**(2010)</a></h2>
<p><strong>Wie es heißt, fehlen die Medikamente Abacavir,  Lamivudina,   Nevirapina, Zidovudina, Efavirenz. “Das ist die Zerstörung  eines als   beispielhaft bezeichneten Programms”, sagte William Amaral,  Leiter   eines Forums von Aids-NGO in Rio de Janeiro gegenüber der Presse.  ”   Aids-Medikamente fehlten keineswegs zum erstenmal. Angesichts der    zunehmend heftigeren Kritik in Brasilien an der nationalen    Aids-Bekämpfung nimmt in Mitteleuropa das Lob an Brasilias Aids-Politik    weiter zu.</strong></p>
<p><strong>Katholische Aids-Expertin im Website-Interview in Manaus:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/29/fehlende-aidsmedikamente-in-brasilien-fehlende-arzte-fur-aidskranke-fur-die-infizierten-ist-es-das-todesurteil-die-sterben-dann-eben-weg-kritik-von-experten-und-kirche/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/29/fehlende-aidsmedikamente-in-brasilien-fehlende-arzte-fur-aidskranke-fur-die-infizierten-ist-es-das-todesurteil-die-sterben-dann-eben-weg-kritik-von-experten-und-kirche/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/03/fehlende-aids-medikamente-in-brasilien-aids-ngo-beklagen-seit-jahren-mangelhafte-medizinische-versorgung-von-infizierten/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/03/fehlende-aids-medikamente-in-brasilien-aids-ngo-beklagen-seit-jahren-mangelhafte-medizinische-versorgung-von-infizierten/</a></p>
<h2><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/04/josefranciscofrei.jpg" alt="josefranciscofrei.jpg" /></h2>
<p><strong>José Francisco in Sao Paulo beim Website-Interview.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/22/der-papst-und-die-kondome-fortdauernde-desinformation-uber-katholische-praxis-bei-aids-pravention-kirchliche-kondomverteilung-seit-16-jahren-in-brasilien-dem-grosten-katholischen-land-unterstellt/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/22/der-papst-und-die-kondome-fortdauernde-desinformation-uber-katholische-praxis-bei-aids-pravention-kirchliche-kondomverteilung-seit-16-jahren-in-brasilien-dem-grosten-katholischen-land-unterstellt/</a></p>
<p><strong>Franziskaner José Francisco &#8211; Hintergrund:</strong></p>
<h2>Aids-Tod und fehlende Aids-Medikamente in Brasilien: Franziskaner    und Aids-NGO beklagen seit Jahren mangelhafte medizinische Versorgung    von Infizierten. ”Wahrheit über Aids-Epidemie wird versteckt”.</h2>
<p><strong>InÂ europäischen Medien wird seit Jahren das staatliche    brasilianische Aids-Programm als vorbildlich hingestellt und zudem    behauptet, die Gratis-Versorgung  Aids-Infizierter mit dem    Medikamenten-Cocktail sei garantiert. Wie der für die Sozialprojekte der    Franziskaner Sao Paulos verantwortliche Ordensbruder José Francisco   dos  Santos gegenüber dieser Website erklärte, trifft dies nur teilweise   zu,  sterben deshalb Aids-Patienten, die den Medikamenten-Cocktail    unbedingt ganz regelmäßig einnehmen müssen. </strong></p>
<p><strong>Laut Frei Santos war die Medikamentenversorgung der    Aidspatienten 2007 im reichsten brasilianischen Teilstaat Sao Paulo so    schlecht, daß über einen Monat der Medikamenten-Cocktail schlichtweg    nicht ausgeteilt wurde. Die Franziskaner und Aids-NGO seien daraufhin    Ende 2007 gegen die Regierung vor Gericht gezogen, um die Einhaltung des    entsprechenden Gesundheitsgesetzes zu erreichen. Die brasilianischen    Aids-Statistiken seien sehr ungenau, die wahre Datenlage werde    versteckt. Es existiere verständlicherweise kein politisches Interesse,    die Wahrheit über die Aids-Situation offenzulegen. Die behauptete    Qualität der Aidspatienten-Versorgung existiere nicht. Aids betreffe in    Brasilien heute vor allem die Armen. Wenn indessen jemand an einer    Krankheit sterbe, die er sich durch die Immunschwäche zugezogen habe,    werde Aids auf dem Totenschein nicht als Todesursache benannt, sei nur    zu oft  gar nicht bekannt, daß er Aids-infiziert gewesen sei. </strong></p>
<p><strong>Bereits 2006 hatte das auf Aidspatienten spezialisierte    Hospital ”Gaffrée e Guinle” in Rio de Janeiro gegenüber der Presse    beklagt, daß wegen fehlender Medikamente Aids-Kranke sterben. Es fehlten    sogar nötige Antibiotika.</strong></p>
<p><strong>Presse-Zitat von 2008 über fehlende Aids-Medikamente, was bei    Betroffenen zu schweren Konsequenzen und sogar zum Tode führen könne:</strong>    Segundo a direçáo do Ã³rgáo, oito remédios para doenças infecciosas e    anti-retrovirais que integram o coquetel antiaids estáo em <strong>falta</strong>.    ”Pelo menos metade desses medicamentos sáo de uso contÃ­nuo, o que    significa que a interrupçáo do uso, segundo especialistas, pode provocar    graves conseqüÃªncias Ã  saÃºde e até levar Ã  morte, afirma  Caetano.   JÃ¡ nas unidades bÃ¡sicas de saÃºde do municÃ­pio outros  cinco  remédios  também estáo em <strong>falta</strong>, alguns desde março.</p>
<p><strong>Indianer und Aids, Manaus, 2009:</strong></p>
<p><strong>Gerade ist eine Patientin des Pastoralzentrums gestorben &#8211;     eine Indianerin. Über eine halbe Million Indios gibt es in Brasilien “    etwa die Hälfte lebt bereits in Großstädten wie Manaus am Rio Negro &#8211;     fast durchweg in Slums. Die brasilianischen Aidsexperten nennen die    Präventionsarbeit bei Indiostämmen besonders schwierig. Kondome würden    aus soziokulturellen Gründen, vor allem der Mannesehre, gewöhnlich    abgelehnt. Krankheiten wie Aids und Tuberkulose schreibe man dem Wirken    böser Geister aus der übernatürlichen Welt zu, hoffe auf Heilung durch    den Schamanen. Zudem existiere das Problem der Promiskuität,    derÂ häuslichen, der sexuellen Gewalt auch unter den Indios, könne sich    eine Indianerfrau schwerlich gegen einen Mann durchsetzen, der kein    Kondom wolle. Indianerinnen arbeiteten als Prostituierte. Indianer und    Indianerinnen, die zu evangelikalen Sekten übertreten, sagen: ”Wegen    meiner Religion kriege ich kein Aids, sind weder Aidstests noch Kondome    nötig. Jesus heilt &#8211; Halleluja!”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/23/yanomami-runddorf-demini-video-anklicken-amazonas-musiktheater-munchner-biennale-2010/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/23/yanomami-runddorf-demini-video-anklicken-amazonas-musiktheater-munchner-biennale-2010/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/05/die-aids-epidemie-in-brasilien-ist-nicht-unter-kontrolle-analia-maria-de-paula-leiterin-der-bischoflichen-aids-pastoral-in-nordbrasilien-gesichter-brasiliens/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/05/die-aids-epidemie-in-brasilien-ist-nicht-unter-kontrolle-analia-maria-de-paula-leiterin-der-bischoflichen-aids-pastoral-in-nordbrasilien-gesichter-brasiliens/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/19/aids-und-die-praventive-funktion-von-kondomen-in-brasilien-die-halluzinierenden-nachte-der-kamikazeas-alucinantes-noites-dos-camicases-nachrichtenmagazin-veja-sexualpraktiken-bisexual/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/19/aids-und-die-praventive-funktion-von-kondomen-in-brasilien-die-halluzinierenden-nachte-der-kamikazeas-alucinantes-noites-dos-camicases-nachrichtenmagazin-veja-sexualpraktiken-bisexual/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/22/viele-aids-infizierte-brasilien-stecken-aus-rache-und-wutgefuhlen-heraus-sowie-aus-bosartigkeit-ganz-bewust-andere-menschen-mit-dem-hiv-virus-an-patienten-des-franziskaner-aids-projekts-in-sao-pa/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/22/viele-aids-infizierte-brasilien-stecken-aus-rache-und-wutgefuhlen-heraus-sowie-aus-bosartigkeit-ganz-bewust-andere-menschen-mit-dem-hiv-virus-an-patienten-des-franziskaner-aids-projekts-in-sao-pa/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/19/355-brasilianer-haben-aids-ohne-es-zu-wissen-laut-offizieller-regierungsschatzunggewohnlich-viel-zu-niedrig/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/19/355-brasilianer-haben-aids-ohne-es-zu-wissen-laut-offizieller-regierungsschatzunggewohnlich-viel-zu-niedrig/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/09/analsex-haufig-erste-sexuelle-erfahrung-von-mannlichen-jugendlichen-in-brasilien-troca-troca-brasil-ato-sexual-em-que-parceiros-masculinos-se-alternam-na-penetracao-anal/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/09/analsex-haufig-erste-sexuelle-erfahrung-von-mannlichen-jugendlichen-in-brasilien-troca-troca-brasil-ato-sexual-em-que-parceiros-masculinos-se-alternam-na-penetracao-anal/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/05/brasilien-auf-uno-index-fur-menschliche-entwicklung-jetzt-platz-75-hinter-argentinien-chile-und-kuba/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/05/brasilien-auf-uno-index-fur-menschliche-entwicklung-jetzt-platz-75-hinter-argentinien-chile-und-kuba/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/</a><strong>Laut   Landesmedien durchläuft Brasiliens Gesundheitswesen eine “gravierende   Krise”, wurden in den letzten zehn Jahren 45,9 Milliarden Real, die für   das Gesundheitswesen bestimmt waren, in Wirklichkeit garnicht   investiert.  Brasiliens privates Gesundheitswesen für die   Bessergestellten habe viermal mehr Ärzte als das öffentliche   Gesundheitswesen für die übergroße Mehrheit der Brasilianer. </strong></p>
<p><strong>Entsprechend groß ist das Lob für Brasiliens Sozialpolitik aus neoliberalen Ländern Mitteleuropas. </strong></p>
<p><a href="http://www.adveniat.de/blog/?p=960"><strong>http://www.adveniat.de/blog/?p=960</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-heranwachsende-in-extremer-armut-zahl-zunehmend-laut-neuer-unicef-studie-acht-jahre-lula-rousseff-regierung-und-resultate/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-heranwachsende-in-extremer-armut-zahl-zunehmend-laut-neuer-unicef-studie-acht-jahre-lula-rousseff-regierung-und-resultate/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/18/brasiliens-brutale-sozialkontraste-lula-ist-nacktfolha-de-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/18/brasiliens-brutale-sozialkontraste-lula-ist-nacktfolha-de-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><strong><strong>Leonardo Boff 2010 :“Lula machte die größte    Revolution der sozialen  Ökologie des Planeten, eine Revolution für die    Bildung, ethische  Politik.“  </strong></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/03/brasiliens-soziale-ungleichheit-laut-uno-index-2011-fur-menschliche-entwicklung-nur-platz-97-betonen-landesmedien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/03/brasiliens-soziale-ungleichheit-laut-uno-index-2011-fur-menschliche-entwicklung-nur-platz-97-betonen-landesmedien/</strong></a></strong></p>
<p><strong><strong>Lulas Krebsbehandlung:</strong></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/03/brasilien-lulas-krebsbehandlungsirio-libanes-fur-allefolha-de-sao-paulo-zur-therapie-im-teuren-elite-krankenhaus-sao-paulos/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/03/brasilien-lulas-krebsbehandlungsirio-libanes-fur-allefolha-de-sao-paulo-zur-therapie-im-teuren-elite-krankenhaus-sao-paulos/</strong></a></strong></p>
<p><strong>Lula über öffentliches Gesundheitswesen SUS:  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/01/campanha-lula-no-sus-youtube-anklicken-gabe-es-sus-in-den-usa-ware-das-gut-fur-die-armenlula/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/01/campanha-lula-no-sus-youtube-anklicken-gabe-es-sus-in-den-usa-ware-das-gut-fur-die-armenlula/</a></strong></p>
<p><strong>Sao Paulos Favela Cachoeirinha Sao Paulo 2011 &#8211; 70000   Bewohner, nicht einmal ein Gesundheitsposten, seit Jahren auch von der   katholischen Kirche gefordert.</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach28.JPG" alt="cach28.JPG" /></p>
<p><strong>Der soziale Aufstieg von Lula:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/04/lula-bekommt-500000-dollar-von-lg-fur-vortrag-in-sudkorea-laut-brasilianischen-landesmedien-uber-eine-million-dollar-damit-vier-monate-nach-ende-der-amtszeit-kassiert-laut-kalkulation-von-parte/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/04/lula-bekommt-500000-dollar-von-lg-fur-vortrag-in-sudkorea-laut-brasilianischen-landesmedien-uber-eine-million-dollar-damit-vier-monate-nach-ende-der-amtszeit-kassiert-laut-kalkulation-von-parte/</strong></a></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/</strong></a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/boomland-brasilien-stahl-flaute-stagnation-bei-olforderung-industriellenkritik-an-wachstumshemmender-hochzinspolitik/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/boomland-brasilien-stahl-flaute-stagnation-bei-olforderung-industriellenkritik-an-wachstumshemmender-hochzinspolitik/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/23/den-leuten-zu-sagen-in-was-fur-einer-verlogenen-scheise-wir-alle-leben-schlingensief-in-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/23/den-leuten-zu-sagen-in-was-fur-einer-verlogenen-scheise-wir-alle-leben-schlingensief-in-sao-paulo/</strong></a></p>
<h2>Befreiungstheologe Frei Betto, Ex-Berater Lulas: Wie biegt man einen “Linken” zurecht <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=157" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/befreiungstheologie/" rel="tag">Befreiungstheologie</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasilien/" rel="tag">Brasilien</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/demokratie/" rel="tag">Demokratie</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/frei-betto/" rel="tag">Frei Betto</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/lula/" rel="tag">Lula</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/westliche-werte/" rel="tag">westliche Werte</a></p>
<p><strong>HOW TO RIGHTEN A LEFTIST<br />
</strong><strong><br />
Ever since the phrase ”to be on the left” was used in reference to the   French Revolution it has meant to opt for the poor, to feel indignation   regarding social exclusion, to believe that any kind of injustice is   unacceptable and according to Bobbio , to consider social inequality as   an aberration.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>To be on the right is to tolerate   injustice, to consider the imperatives of the market above human rights,   to see poverty as an incurable blemish, to judge that there are  peoples  and nations who are intrinsically superior to others.</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong><strong>To be a leftist “ a pathology diagnosed by   Lenin as a ”childish disease of communism “ is to be against all   bourgeois power until one enters into it. The leftist is a   fundamentalist for his own sake. He incarnates all the religious models   proper to religious fundamentalists¦ Â If the leader sneezes, he claps   his hands, if he cries he becomes sad, if he changes his opinion he   quickly analyses the conjuncture and tries to prove that today™s power   relations are¦</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>The leftist loves academic categories from   the left but he is like General Figueiredo on one point: he cannot  stand  the smell of the people.  For him ”people” is an abstract noun  which  only becomes concrete when it comes to obtaining votes. Then, the   leftist gets closer to the poor not because he is concerned about  their  lot but for one simple reason: to get votes for himself and/or  for his  gang. After the elections, goodbye suckers, until the next  election!</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Since the leftist only has interests and   not principles, nothing is easier than to straighten him out. Give him a   good job. It cannot be the sort of work which obliges common mortals  to  earn their bread and butter with blood, sweat and tears. Â It has to  be  one of those jobs which pay good wages and where there are more  rights  than obligations, particularly one in the civil service. It  could even  be in a private company. The important thing is that the  leftist must  feel he has received his share with a significant increase  to his  personal income.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong> This occurs when he is elected or named   for public office or is given a management position in a private   company. He will then undeniably lower his guard. He doesn™t even   question himself. The mere smell of money, together with the position of   power will produce the unbeatable alchemy capable of turning the head   of the most rhetorical revolutionary.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong> Good pay, a position of power and plenty   of perks, these are the ingredients which will intoxicate the leftist on   his journey towards the shameful right “ which acts as such but won™t   admit it. Right away the leftist will change his friendships and his   luxuries. Instead of cachaça he drinks imported wine, Scotch whiskey   instead of beer; he exchanges his flat for a condo and his evenings in   the pub for elegant parties.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong> If a colleague from the past contacts him   he beats around the bush, changes the subject, asks his secretary to   deal with him and in a low voice grumbles about the ”pain in the neck”.   Now all his steps move with surgical precision towards his rise to   power. He loves to mix with businessmen, the rich and ranchers. He   delights in his pleasures and gifts. The worst thing that could happen   to him would be to return to what he once was, when he received no   strokes or salaams, a common citizen struggling for survival.<br />
</strong></p>
<p><strong> </strong><strong> Goodbye ideals, utopias, dreams! Long live   pragmatism, the politics of results, co-optation, the expert practise   of fraud (although there will be mistakes. In this case, the leftist   depends on rapid help from his equals: accommodating silence, the   pretending that nothing happened, today it was you, tomorrow it could be   me¦)</strong></p>
<p><strong> </strong><strong> I thought of this description because a   few days ago at a ”do I met an old friend from the popular movements   who had been a partner in the struggle against the dictatorship. He   asked me if I was still involved with ”those people from the   periphery[5] &lt;#_ftn5&gt;  as he pontificated ”How silly of you to   give up your job in the government. You could have done much more for   those people if you had remained in it.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong> I felt like laughing in his face, he was   someone who in the past would have made Che Guevara feel like a small   bourgeois, this was how big his revolutionary fervor had been. I   contained myself so as not to be rude to that ridiculous figure, with   his hair smarmed down with gel, his expensive suit and his shoes fit for   angels. I simply responded ”I have become a reactionary, faithful to  my  old principles. I prefer to run the risk of making a mistake next to   the poor than to be pretentious enough to think that I can win without   them.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong> *Frei Betto is a writer, author of ”CalendÃ¡rio do Poder (A Calendar of Power) (Rocco).</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>About the Author</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>He is a Brazilian Dominican with an international reputation as a liberation theologian.<br />
Within Brazil he is equally famous as a writer, with over 52 books to   his name. Â In 1985 he won Brazil™s most important literary prize, the   Jabuti, and was elected Intellectual of the Year by the members of the   Brazilian Writers™ Union.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Frei Betto has always been active in   Brazilian social movements, and has been an adviser to the Church™s   ministry to workers in Sáo Paulo™s industrial belt, to the Church base   communities, and to the Landless Rural Workers™ Movement (MST).</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>In 2003-2004, he was Special Adviser to   President Lula and Coordinator of Social Mobilisation for the Brazilian   Government™s Zero Hunger programme.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/30/brasilien-weiter-land-mit-weltweit-hochster-mord-zahl-stellen-landesmedien-zum-jahresende-heraus-regierungsprojekt-fur-mord-reduzierung-gestoppt-hies-es/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/30/brasilien-weiter-land-mit-weltweit-hochster-mord-zahl-stellen-landesmedien-zum-jahresende-heraus-regierungsprojekt-fur-mord-reduzierung-gestoppt-hies-es/</strong></a></p>
<h2>Dilma Rousseff, José Serra &#8211; die prominenten  Unterstützer der Präsidentschaftskandidaten. Chico Buarque, Leonardo  Boff und Oscar Niemeyer mit Lulas Wunschkandidatin, Grünen-Politiker  Gabeira mit Serra. Dilma Rousseffs Unterstützer José Sarney und Fernando  Collor jetzt in einem Boot mit dem Sänger, dem Architekten und dem  Befreiungstheologen… PUC-Professor José Arbex. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=6932" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: , <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasilien/" rel="tag">Brasilien</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/dilma-rousseff/" rel="tag">Dilma Rousseff</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/jose-arbex/" rel="tag">José Arbex</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/jose-serra/" rel="tag">Jose Serra</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/marco-maciel/" rel="tag">Marco Maciel</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/menschenrechte/" rel="tag">Menschenrechte</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/oscar-niemeyer/" rel="tag">Oscar Niemeyer</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/stalin/" rel="tag">Stalin</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/tim-wegenast/" rel="tag">Tim Wegenast</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/tropa-de-elite-2/" rel="tag">Tropa de Elite 2</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/10/dilmaserraunterstutzer.JPG" alt="dilmaserraunterstutzer.JPG" /></p>
<p>Ausriß O Globo.</p>
<p><strong>Dilma-Video:</strong> <a href="http://www.dilma13.com.br/video/artistas-e-intelectuais-declaram-apoio-a-dilma-no-rio-de-janeiro1/">http://www.dilma13.com.br/video/artistas-e-intelectuais-declaram-apoio-a-dilma-no-rio-de-janeiro1/</a></p>
<p><strong>Dilma Rousseff hat neben Leonardo Boff, Oscar Niemeyer und  Chico Buarque noch wichtige Unterstützer wie Diktaturaktivist José  Sarney und den amtsenthobenen Ex-Präsidenten Fernando Collor:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/19/sarney-und-collor-die-beiden-verbundeten-von-lulas-prasidentschaftskandidatin-dilma-rousseff-erinnert-herausforderer-jose-serra-in-tv-debatte/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/19/sarney-und-collor-die-beiden-verbundeten-von-lulas-prasidentschaftskandidatin-dilma-rousseff-erinnert-herausforderer-jose-serra-in-tv-debatte/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/10/lulacollor.jpg" alt="lulacollor.jpg" /></p>
<p><strong>Lula und Collor, Ausstellungsfoto.  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/21/lula-links-oder-rechts-selbst-einige-pt-mitglieder-beurteilen-seine-politik-als-eindeutig-rechts-als-fortsetzung-der-wirtschaftspolitik-von-fernando-henrique-cardoso-zugunsten-des-finanzkapitals/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/21/lula-links-oder-rechts-selbst-einige-pt-mitglieder-beurteilen-seine-politik-als-eindeutig-rechts-als-fortsetzung-der-wirtschaftspolitik-von-fernando-henrique-cardoso-zugunsten-des-finanzkapitals/</a></strong></p>
<p><strong>Stalin-Fan Oscar Niemeyer hatte zuvor den Diktaturaktivisten Marco Maciel öffentlich unterstützt: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/10/kommunist-oscar-niemeyer-macht-wahlwerbung-fur-den-oligarchie-rechten-marco-macieldem-maciel-ist-intelligent-und-uberaus-ehrlich-wie-brasiliens-politik-funktioniert-stalin-war-phantasti/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/10/kommunist-oscar-niemeyer-macht-wahlwerbung-fur-den-oligarchie-rechten-marco-macieldem-maciel-ist-intelligent-und-uberaus-ehrlich-wie-brasiliens-politik-funktioniert-stalin-war-phantasti/</a></strong></p>
<p><strong>Bei dem Treffen von Künstlern und Intellektuellen mit Dilma  Rousseff waren auch Rios Gouverneur Sergio Cabral(PMDB) und Präfekt  Eduardo Paes anwesend &#8211; siehe “Tropa de Elite 2?:  ”Die Politiker  erkennen sich wieder. Es gibt keinen Politiker, der nicht auf Fotos an  der Seite von Angehörigen paramilitärischer Milizen abgebildet ist.”  (Regisseur José Padilha.)  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/15/tropa-de-elite-2-neuer-film-uber-menschenrechtspolitik-in-brasilien-unter-lula-steuert-zuschauerrekord-an/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/15/tropa-de-elite-2-neuer-film-uber-menschenrechtspolitik-in-brasilien-unter-lula-steuert-zuschauerrekord-an/</a></strong></p>
<p><strong>Während Regisseur José Padilha klar Position gegen die  jetzige brasilianische Regierung und die beiden  Präsidentschaftskandidaten bezieht, ergreift selbst Befreiungstheologe  Frei Betto auf einmal überraschend klar Partei für die Lula-Regierung  und Dilma Rousseff. Frei Betto hatte aus Unzufriedenheit mit der  Sozial-und Wirtschaftspolitik seinen Beraterposten im Präsidentenpalast  schon nach einem Jahr aufgegeben, vor dem Hintergrund großer  Korruptionsskandale die Lula-Regierung sogar in Büchern gegeißelt, immer  wieder auch gravierende Menschenrechtsverletzungen wie die fortdauernde  Folter angeprangert. Die soziale Ungleichheit habe sich unter Lula  erhöht, sei nicht reduziert worden . Der weltbekannte brasilianische  Anthropologe Roberto DaMatta indessen nennt öffentlich José Serra den  bei weitem besseren Präsidentschaftskandidaten &#8211; bleibt bei seiner  bisherigen scharfen Kritik an den Verhältnissen in Brasilien unter Lula.  Während der katholische PSOL-Präsidentschaftskandidat Plinio Arruda  Sampaio(PSOL) für Stimmenthaltung in der Stichwahl plädiert, verteidigt  der größte Teil der Parteiführung das “kritische Votum” für Dilma  Rousseff. Ex-Senatorin Heloisa Helena, Brasiliens bekannteste  PSOL-Politikerin, hat deshalb ihren Austritt aus der Parteiführung  erklärt. Nicht wenige Brasilianer sehen daher bei bekannten Personen des  öffentlichen Lebens derzeit erstaunliche, teils heftig  enttäuschende Widersprüchlichkeiten &#8211; daß Diktaturaktivisten und  Diktaturgegner zugunsten der Wahl von Dilma Rousseff an einem Strang  ziehen könnten, erscheint vielen mehr als bizarr.</strong></p>
<p><a href="http://das-blaettchen.de/brasiliens-konfuse-praesidentschaftswahlen/">http://das-blaettchen.de/brasiliens-konfuse-praesidentschaftswahlen/</a></p>
<p><strong>Am Tage des Dilma-Rousseff-Treffens von Rio besetzte die Spezialeinheit BOPE einen geheimen Slum-Friedhof: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/19/erfolgsfilm-tropa-de-elite-2-und-ubersturzte-reaktionen-3-monate-vor-lulas-abtreten-besetzt-spezialeinheit-scheiterhaufen-hinrichtungsstatte-in-rio-slum/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/19/erfolgsfilm-tropa-de-elite-2-und-ubersturzte-reaktionen-3-monate-vor-lulas-abtreten-besetzt-spezialeinheit-scheiterhaufen-hinrichtungsstatte-in-rio-slum/</a></strong></p>
<p><strong>Präsidentschaftskandidat Plinio de Arruda Sampaio(PSOL) plädiert für Stimmenthaltung bei der Stichwahl.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/10/paulo-sergio-pinheiro-uno-sonderberichterstatter-menschenrechtsexperte-der-mehrheit-der-brasilianer-werden-deren-rechte-verweigert-in-allen-brasilianischen-polizeiwachen-wird-gefoltert-jeder-we/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/10/paulo-sergio-pinheiro-uno-sonderberichterstatter-menschenrechtsexperte-der-mehrheit-der-brasilianer-werden-deren-rechte-verweigert-in-allen-brasilianischen-polizeiwachen-wird-gefoltert-jeder-we/</a></p>
<p><strong>José Arbex und der herzliche Faschismus auf brasilianisch:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/14/lula-und-der-herzliche-faschismus-auf-brasilianisch-jose-arbex-in-zeitschrift-caros-amigos-wir-erleben-die-barbarei-in-unserem-alltag/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/14/lula-und-der-herzliche-faschismus-auf-brasilianisch-jose-arbex-in-zeitschrift-caros-amigos-wir-erleben-die-barbarei-in-unserem-alltag/</a></p>
<p><strong>“Große Siegeskundgebung”:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/28/dilma-rousseff-und-lula-grose-siegeskundgebung-grande-comicio-da-vitoria-in-sao-paulo/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/28/dilma-rousseff-und-lula-grose-siegeskundgebung-grande-comicio-da-vitoria-in-sao-paulo/</a></p>
<p><strong>Lulas Erenicegate:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/24/lula-raumt-schuld-der-entlassenen-ministerin-erenice-guerra-ein-sie-verlor-die-auserordentliche-chance-eine-grose-staatsfunktionarin-zu-sein/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/24/lula-raumt-schuld-der-entlassenen-ministerin-erenice-guerra-ein-sie-verlor-die-auserordentliche-chance-eine-grose-staatsfunktionarin-zu-sein/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/14/steinigen-im-iran-unter-ahmadinedschad-und-in-brasilien-unter-lula-lula-konnte-sich-uber-die-tatsache-beunruhigen-das-brasilien-zu-den-landern-gehort-in-denen-am-meisten-gelyncht-wird-jose/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/14/steinigen-im-iran-unter-ahmadinedschad-und-in-brasilien-unter-lula-lula-konnte-sich-uber-die-tatsache-beunruhigen-das-brasilien-zu-den-landern-gehort-in-denen-am-meisten-gelyncht-wird-jose/</a></p>
<p><strong>Tim Wegenast über “politische Wirrnis” in Brasilien:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/01/die-politische-wirrnis-in-brasilien-ist-von-shakespearscher-komplexitat-die-kommunalwahlen-lassen-sich-mit-einer-lotterie-gleichsetzen-tim-wegenast-professor-an-der-universitat-konstanz/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/01/die-politische-wirrnis-in-brasilien-ist-von-shakespearscher-komplexitat-die-kommunalwahlen-lassen-sich-mit-einer-lotterie-gleichsetzen-tim-wegenast-professor-an-der-universitat-konstanz/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/08/warum-brasilia-in-europa-darunter-deutschen-parteien-wegen-fortschrittlicher-regierungspolitik-gelobt-wird-a-desigualdade-no-brasil-e-coisa-da-sociedade-feudal-ipea-prasident-marcio-pochm/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/08/warum-brasilia-in-europa-darunter-deutschen-parteien-wegen-fortschrittlicher-regierungspolitik-gelobt-wird-a-desigualdade-no-brasil-e-coisa-da-sociedade-feudal-ipea-prasident-marcio-pochm/</a></p>
<h2>Brasilien lacht über Lula-Deppen in  Deutschland. “Lula der Grosse”. Schriftsteller Joao Ubaldo Ribeiro nimmt  Lula-Personenkult in Deutschland ironisch auf die Schippe. “Warum  importieren sie nicht Lula, damit er sie regiert?” “Die  Image-Fabrikation.” <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=10961" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: , <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/joao-ubaldo-ribeiro/" rel="tag">Joao Ubaldo Ribeiro</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/lula-der-grosse/" rel="tag">Lula der Grosse</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/regierungspropaganda/" rel="tag">Regierungspropaganda</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/"><strong> http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</strong></a></p>
<p><strong>“Doutor Lula”(O Estado de Sao Paulo)</strong></p>
<p><strong>“Der in Paris an Lula verliehene Ehrendoktortitel ist ein   Witz oder Frucht der gewaltigen Ignoranz über die Vorgänge in unserem   Land.”</strong></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1624771/"><strong>http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1624771/</strong></a></p>
<p><strong>In seiner beliebten Sonntagskolumne, die landesweit in  verschiedensten Qualitätszeitungen Brasiliens abgedruckt wird,  reflektiert Joao Ubaldo Ribeiro unter der  deutschen Überschrift “Lula  der Grosse” sarkastisch-ironisch über die Unmöglichkeit, Deutschen etwas  Brasilien-Realität zu vermitteln, die offenbar kritiklos  Lula-Propaganda verinnerlicht haben. Ribeiro beginnt mit einem  Taxifahrer Berlins, gemäß dessen Aussage unter Präsident Lula Brasilien  radikal verändert worden sei, befreit von Rückständigkeit und  fürchterlichen Verhältnissen, “in denen unser Volk zuvor lebte,  angefangen bei der öffentlichen Gesundheit. Beinahe hatte ich nicht die  Courage, ihm ein wenig zu widersprechen, und erklärte ihm, falls er  brasilianische öffentliche Hospitäler besuchte, würde er sich vielleicht  nicht vom Schrecken erholen &#8211; denn so sei es nun einmal nicht. Aber er  hörte ja garnicht auf meine Antwort. Ich entdeckte, daß ich in einem  Taxi der PT saß, oder zumindest in dem eines fanatischen Lulisten. Oder  daß wohl die Regierungspropaganda hier im Fernsehen gezeigt worden war.  Wie es aussieht, ist die Popularität des Mannes nun mit Macht nach  Berlin gekommen.” Der Taxifahrer habe sich mit dem Ausruf “Lula!”  verabschiedet. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/27/die-andere-brasilienkarte-the-economist-vergleicht-die-teilstaaten-mit-landern-der-erde/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/27/die-andere-brasilienkarte-the-economist-vergleicht-die-teilstaaten-mit-landern-der-erde/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/29/brasilien-wirtschaft-und-soziales-2011-kompakt-stark-verlangsamtes-wachstum-stagnierende-industrie-hohe-borsen-wertverluste-wichtiger-unternehmen-deindustrialisierung-weiter-hunger-und-massenele/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/29/brasilien-wirtschaft-und-soziales-2011-kompakt-stark-verlangsamtes-wachstum-stagnierende-industrie-hohe-borsen-wertverluste-wichtiger-unternehmen-deindustrialisierung-weiter-hunger-und-massenele/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/joaoubaldoribeiro.jpg" alt="joaoubaldoribeiro.jpg" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/11/brasiliens-korruptionskrisen-und-ein-selbst-von-schriftsteller-joao-ubaldo-ribeiro-deshalb-gerne-zitierter-samba-se-gritar-pega-ladraobezerra-da-silva/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/11/brasiliens-korruptionskrisen-und-ein-selbst-von-schriftsteller-joao-ubaldo-ribeiro-deshalb-gerne-zitierter-samba-se-gritar-pega-ladraobezerra-da-silva/</strong></a></p>
<p><strong>Ribeiro bemerkte auch bei anderen Gesprächspartnern ähnlichen  “Lulismus” wie beim Taxifahrer &#8211; “sie mochten keinen Widerspruch hören  &#8211;  und Lula ist noch mehr Teflon-verkleidet als in Brasilien, nichts  gegen ihn bleibt haften. Wie soll man erklären, daß unsere Indikatoren  für menschliche Entwicklung unter den niedrigsten der Welt sind? Wie  soll man erklären, daß unsere Statistiken gewöhnlich trügerisch-irrig  sind und daß wir, in Bezug auf öffentliche Gesundheit, ebenfalls zu den  schändlichen Schlußlichtern zählen?” </strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/foltertododiapastoralglobo.JPG" alt="foltertododiapastoralglobo.JPG" /></p>
<p><strong>“Jeden Tag wird in Brasilien gefoltert.” Ausriß</strong> <strong>2011</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/20/joao-ubaldo-ribeiro-gesichter-brasiliens/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/20/joao-ubaldo-ribeiro-gesichter-brasiliens/</strong></a></p>
<p><strong>Gleiches gelte, so Ribeiro in der Kolumne weiter, für die  automatische Versetzung an Schulen. “…und die Tatsache, daß eine  erschreckend hohe Zahl von Brasilianern, die zur Schule gingen, weder  das Lesen noch Schreiben, noch das Lösen einer einfachen Rechenaufgabe  lernten?” Ribeiro bekam von seinen deutschen Gesprächspartnern indessen  zurück, daß es so nicht sei &#8211; “sie läsen die Nachrichten und wüßten die  Wahrheit. Wenn Deutschland einen Regierungschef wie Lula hätte, wäre das  ein Glück. Das habe ich denen nicht gesagt, dachte das nur so bei mir &#8211;  und hatte noch eine bessere Idee. Warum importieren sie nicht Lula,  damit er sie regiert? Sicher würde er bekannt als Lula der  Grosse”…Solcher Export, so Ribeiro abschließend, wäre eine enorme  Wohltat. “Für Brasilien, nicht für Deutschland, dachte ich bei mir &#8211;  aber habe es denen wiederum nicht gesagt.”</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/luladergrosseglobo.JPG" alt="luladergrosseglobo.JPG" /></p>
<p>Ausriß O Globo, Rio de Janeiro.</p>
<p><strong>Laut Brasiliens Qualitätsmedien sind unter Lula die Ausgaben  für Regierungspropaganda enorm erhöht worden &#8211; was auch in Ländern wie  Deutschland nicht ohne Wirkung blieb. </strong></p>
<p><font size="3"><strong><font size="3">“In der Ersten Welt weiß man  nichts  über Brasilien, das gilt auch für die Deutschen. Doch umgekehrt  gilt es  auch für die Brasilianer in Bezug auf Deutschland. Wenn man die   Mehrheit der Deutschen, überhaupt die Mehrheit der Leute in der Ersten   Welt bittet, mal was über Brasilien zu sagen, dann kommt: Ach so, ja,   Pelé, äh, Fußball, Karneval, äh, Nackte. Die Hauptstadt? Ãh, Rio de   Janeiro. Die wissen nichts!”</font></strong></font> <strong>(Joao Ubaldo Ribeiro)</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/08/brasilien-aufschrei-der-ausgeschlossenen-2011-proteste-in-sao-paulo-grito-dos-excluidos/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/08/brasilien-aufschrei-der-ausgeschlossenen-2011-proteste-in-sao-paulo-grito-dos-excluidos/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/23/koln-kalk-ehrenmord-ehrenmorde-gewalt-haufig-in-kolns-neuer-partnerstadt-rio-de-janeiro/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/23/koln-kalk-ehrenmord-ehrenmorde-gewalt-haufig-in-kolns-neuer-partnerstadt-rio-de-janeiro</strong></a></p>
<p><strong>Die Qualitätszeitung “O Globo” in Rio de Janeiro  veröffentlicht auf der Nebenseite von Joao Ubaldo Ribeiros Kolumne einen  Leitartikel zur Lage in den öffentlichen Hospitälern &#8211; und  schlußfolgert, daß an Hospitalinfektion jährlich fast doppelt so viele  Brasilianer umkommen wie US-Soldaten im gesamten Vietnamkrieg.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/hospitalinfektionvietnamglobo.JPG" alt="hospitalinfektionvietnamglobo.JPG" /></p>
<p><strong>“Idoso morre na porta de hospital esperando socorro” (O  Globo, Überschrift vom 26.9.2011 über Beitrag aus Rio de Janeiro zum Tod  eines Kranken, der vor der Tür des Rio-Hospitals wegen unterlassener  Hilfeleistung starb. Wenn Brasilianer wie Joao Ubaldo Ribeiro derartige  Fakten gegenüber “gebildeten” Deutschen präsentieren, winken diese auf  die beschriebene Weise ab, wissen es “besser”</strong>.</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/staatschefin-dilma-rousseffs-lobrede-vor-uno-uber-nationales-gesundheitswesen-brasiliens-qualitatsmedien-kommentieren-mit-atzender-ironie-zwei-brasilien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/staatschefin-dilma-rousseffs-lobrede-vor-uno-uber-nationales-gesundheitswesen-brasiliens-qualitatsmedien-kommentieren-mit-atzender-ironie-zwei-brasilien/</strong></a></p>
<p><strong>Nicht nur Brasiliens Schriftsteller Joao Ubaldo Ribeiro macht  die Erfahrung in Ländern wie Deutschland &#8211; daß solche Fakten inzwischen  dort schlichtweg abgestritten werden, ist unterdessen recht bekannt.  Nicht anders steht es um die Sichtweisen zur Wirtschaft Brasiliens.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/23/brasiliens-unternehmen-mit-heftigem-marktwert-verlust-2011-bisher-um-378-milliarden-dollar-weniger-absturz-um-264-prozent-bisher-wirtschaftszeitschrift-exame/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/23/brasiliens-unternehmen-mit-heftigem-marktwert-verlust-2011-bisher-um-378-milliarden-dollar-weniger-absturz-um-264-prozent-bisher-wirtschaftszeitschrift-exame/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/03/rousseff-regierung-in-brasilia-macht-spekulanten-neues-riesengeschenk-leitzinsen-auf-1175-prozent-erhoht-brasil-lider-global-em-juros-reais-folha-de-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/03/rousseff-regierung-in-brasilia-macht-spekulanten-neues-riesengeschenk-leitzinsen-auf-1175-prozent-erhoht-brasil-lider-global-em-juros-reais-folha-de-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/11/brasilien-musterknabe-enttauscht-die-markte-propaganda-pleite-mit-in-europa-medien-durchgeschalteten-positiv-zahlen-der-lula-regierung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/11/brasilien-musterknabe-enttauscht-die-markte-propaganda-pleite-mit-in-europa-medien-durchgeschalteten-positiv-zahlen-der-lula-regierung/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/23/rekord-entlassungen-in-brasilien-lula-spricht-von-porretada-im-dezember-fiquei-puto/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/23/rekord-entlassungen-in-brasilien-lula-spricht-von-porretada-im-dezember-fiquei-puto/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/22/brasiliens-kulturexport-nur-02-prozent-vom-weltvolumen-retrato-de-um-pais-que-nao-exporta-sua-cultura-o-estado-de-sao-paulo-brasilianische-musik-verkauft-sich-garnicht-so-gut-im-ausland/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/22/brasiliens-kulturexport-nur-02-prozent-vom-weltvolumen-retrato-de-um-pais-que-nao-exporta-sua-cultura-o-estado-de-sao-paulo-brasilianische-musik-verkauft-sich-garnicht-so-gut-im-ausland/</strong></a></p>
<p><strong>“Die Image-Fabrikation”:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/29/die-image-fabrikation-lula-regierung-gibt-fur-propaganda-weit-mehr-aus-als-fur-sanierung-die-arme-begunstigt/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/29/die-image-fabrikation-lula-regierung-gibt-fur-propaganda-weit-mehr-aus-als-fur-sanierung-die-arme-begunstigt/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/luladergrosseestadao.JPG" alt="luladergrosseestadao.JPG" /></p>
<p><strong>Wie Brasiliens wichtigste Qualitätszeitung “O Estado de Sao Paulo” die Kolumne von Joao Ubaldo Ribeiro illustriert.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/09/summarische-exekutionen-in-brasilien-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-bestatigt-richtigkeit-neuer-uno-studie/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/09/summarische-exekutionen-in-brasilien-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-bestatigt-richtigkeit-neuer-uno-studie/</strong></a></p>
<p><strong>Uraltkritik an Lula &#8211; erstmals von der “Zeit”:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/27/die-zeit-druckt-erstmals-uralt-kritik-an-lula-nach-dessen-amtszeit-in-der-er-aus-mitteleuropa-massiv-lob-fur-seine-politik-erhielt/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/27/die-zeit-druckt-erstmals-uralt-kritik-an-lula-nach-dessen-amtszeit-in-der-er-aus-mitteleuropa-massiv-lob-fur-seine-politik-erhielt/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.berliner-journalisten.com/heft12_artikel4.php"><strong>http://www.berliner-journalisten.com/heft12_artikel4.php</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/foltertododiapastoralglobo.JPG" alt="foltertododiapastoralglobo.JPG" /></p>
<p><strong>“Folter noch jeden Tag.”(2011)</strong></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/02/brasiliens-hochschulen-und-universitaten-back-to-school-us-studentin-flora-thomson-de-veaux-sorgt-mit-uraltbekannten-feststellungen-fur-aufregung-im-tropenland-deutsche-profs-sprachen-schon-in/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/02/brasiliens-hochschulen-und-universitaten-back-to-school-us-studentin-flora-thomson-de-veaux-sorgt-mit-uraltbekannten-feststellungen-fur-aufregung-im-tropenland-deutsche-profs-sprachen-schon-in/</strong></a></strong></p>
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		<item>
		<title>George Soros, seine Ethanol-und Zuckerfabrik nebst Fazenda in Monte Alegre(MG), Brasilien. Grüne Woche Berlin, Benzin E 10&#8230;Weltwirtschaftsforum in Davos diskutiert über Brasiliens Agrarexporte.</title>
		<link>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/26/george-soros-seine-ethanol-und-zuckerfabrik-nebst-fazenda-in-monte-alegremg-brasilien/</link>
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		<pubDate>Wed, 26 Jan 2011 15:04:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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		<description><![CDATA[http://www.revistacafeicultura.com.br/index.php?tipo=ler&#38;mat=10781 http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/26/dieser-weltmarkt-heute-will-garnicht-wissen-ob-das-zuckerrohr-von-sklavenarbeitern-geerntet-wurde-ob-man-die-plantagen-umweltfeindlich-abfackelte-mario-mantovani-prasident-der-renommierten-umw/ http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/26/fian-agrartreibstoffe-gefahrden-recht-auf-nahrung-zur-markteinfuhrung-des-benzins-e-10-in-deutschland-wer-ethanol-tankt-kippt-sich-blut-in-den-tank/ http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/25/grune-woche-in-berlin-und-skrupellose-naturvernichtung-in-stark-vertretenen-agrarexporstaaten-wie-brasilien/ http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/05/brasilien-auf-uno-index-fur-menschliche-entwicklung-jetzt-platz-75-hinter-argentinien-chile-und-kuba/]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.revistacafeicultura.com.br/index.php?tipo=ler&amp;mat=10781">http://www.revistacafeicultura.com.br/index.php?tipo=ler&amp;mat=10781</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/26/dieser-weltmarkt-heute-will-garnicht-wissen-ob-das-zuckerrohr-von-sklavenarbeitern-geerntet-wurde-ob-man-die-plantagen-umweltfeindlich-abfackelte-mario-mantovani-prasident-der-renommierten-umw/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/26/dieser-weltmarkt-heute-will-garnicht-wissen-ob-das-zuckerrohr-von-sklavenarbeitern-geerntet-wurde-ob-man-die-plantagen-umweltfeindlich-abfackelte-mario-mantovani-prasident-der-renommierten-umw/</a></p>
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<p><span id="more-8342"></span></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/25/grune-woche-in-berlin-und-skrupellose-naturvernichtung-in-stark-vertretenen-agrarexporstaaten-wie-brasilien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/25/grune-woche-in-berlin-und-skrupellose-naturvernichtung-in-stark-vertretenen-agrarexporstaaten-wie-brasilien/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/05/brasilien-auf-uno-index-fur-menschliche-entwicklung-jetzt-platz-75-hinter-argentinien-chile-und-kuba/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/05/brasilien-auf-uno-index-fur-menschliche-entwicklung-jetzt-platz-75-hinter-argentinien-chile-und-kuba/</a><br />
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		</item>
		<item>
		<title>Lula macht laut Wertekriterien des Weltwirtschaftsforums von Davos alles richtig &#8211; hohe Ehrung mit &#8222;Global Statesmanship Award&#8220;. Wirtschaftsethik und Menschenrechtslage. Weltsozialforum 2010. Offenbar hohe Anerkennung in Davos für Bildungssituation unter Lula. &#8222;Lula &#8211; Sohn des Kapitals&#8220;. Mensalao-Skandal. Oded Grajew: &#8222;Das System hier ist einfach verfault.&#8220;</title>
		<link>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/29/lula-macht-laut-wertekriterien-des-weltwirtschaftsforums-in-davos-alles-richtig-hohe-ehrung-mit-preis-global-statesmanship-wirtschaftsethik-und-menschenrechtslage-weltsozialforum-2010/</link>
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		<pubDate>Fri, 29 Jan 2010 17:37:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Da Staatschef Lula krank ist, nahm Außenminister Celso Amorim den Preis in Davos entgegen.  &#8222;Hintergrund der Auszeichnung sei die hervorragende Art, in welcher der Präsident das Land seit acht Jahren führe. &#8222; Lula war Diktatur-Informant, laut neuem Buch:   http://www.hart-brasilientexte.de/2014/02/12/brasilien-die-folterdiktatur-lula-und-die-arbeiterpartei-pt-rufmord-ein-kapitalverbrechen-buch557-seiten-mit-schweren-vorwurfen-gegen-lula-macht-schlagzeilen/ &#8222;Jeden Tag wird in Brasilien gefoltert.&#8220; Ausriß 2011http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/28/brasilien-ist-kein-rechtsstaat-war-nie-ein-rechtsstaat-konstatiert-bundeszentrale-fur-politische-bildungbonn-in-einer-analyse-des-lateinamerikaexperten-rudiger-zoller-lulas-brasilienweiterhin/ Bundesaußenminister Guido Westerwelle 2010 in Sao Paulo: “Die [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Da Staatschef Lula krank ist, nahm Außenminister Celso Amorim den Preis in Davos entgegen</strong>.  <strong>&#8222;Hintergrund der Auszeichnung sei die hervorragende Art, in welcher der Präsident das Land seit acht Jahren führe. &#8222;</strong></p>
<p><strong>Lula war Diktatur-Informant, laut neuem Buch: </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/02/12/brasilien-die-folterdiktatur-lula-und-die-arbeiterpartei-pt-rufmord-ein-kapitalverbrechen-buch557-seiten-mit-schweren-vorwurfen-gegen-lula-macht-schlagzeilen/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2014/02/12/brasilien-die-folterdiktatur-lula-und-die-arbeiterpartei-pt-rufmord-ein-kapitalverbrechen-buch557-seiten-mit-schweren-vorwurfen-gegen-lula-macht-schlagzeilen/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/foltertododiapastoralglobo.JPG" alt="foltertododiapastoralglobo.JPG" /></p>
<p><strong>&#8222;Jeden Tag wird in Brasilien gefoltert.&#8220; Ausriß</strong> <strong>2011</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/28/brasilien-ist-kein-rechtsstaat-war-nie-ein-rechtsstaat-konstatiert-bundeszentrale-fur-politische-bildungbonn-in-einer-analyse-des-lateinamerikaexperten-rudiger-zoller-lulas-brasilienweiterhin/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/28/brasilien-ist-kein-rechtsstaat-war-nie-ein-rechtsstaat-konstatiert-bundeszentrale-fur-politische-bildungbonn-in-einer-analyse-des-lateinamerikaexperten-rudiger-zoller-lulas-brasilienweiterhin/</a></p>
<p><strong>Bundesaußenminister Guido Westerwelle 2010 in Sao Paulo:</strong></p>
<p><strong>“Die brasilianische Regierung, mit der Autorität ihrer Erfolgsgeschichte im Hintergrund, sie macht ihr Wort in der Weltpolitik…Aber, meine Damen und Herren, was uns verbindet, das sind gemeinsame Werte. Und wenn man gemeinsame Werte hat, wenn man Ansichten zur Rechtsstaatlichkeit, zur Notwendigkeit internationaler Kooperation, zum Primat des Völkerrechts teilt, so ist das eine ganz besonders verlässliche Basis für eine strategische Partnerschaft. Wir haben ähnliche Vorstellungen über den Wert individueller Freiheit…”</strong></p>
<p><strong>Deutsche Regierungspolitiker verzichten üblicherweise auf aussagekräftige Vergleichsdaten: So liegt Brasilien auf dem aktuellen UNO-Index für  menschliche Entwicklung nur auf Platz 79, Deutschland jedoch auf Platz 6.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/lulastatuspaulista.JPG" alt="lulastatuspaulista.JPG" /></p>
<p><strong>&#8222;Introducing the new Global Statesmanship Award, Professor Klaus Schwab, Founder and Executive Chairman of the World Economic Forum, praised President Lula for &#8222;His dynamism, courage, innovative and disciplined leadership were instrumental to deliver the results we all know about.&#8220; (Forum-Quelle)</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Offizielle Mitteilung: </strong></p>
<p><strong>Davos-Klosters Switzerland, 29 January 2010</strong> âˆ’ <strong>On behalf of President Luiz InÃ¡cio Lula da Silva, Brazilian Minister of Foreign Relations Celso Amorim accepted the first Global Statesmanship Award at the World Economic Forum Annual Meeting 2010. ”This award increases my responsibility as a leader, and my country™s responsibility as an increasingly present and active player on the global scene, Lula da Silva said in a prepared text read by Minister Amorim.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/01/lulafan4.jpg" alt="lulafan4.jpg" /></p>
<p><strong>Â Lula-Fans in Sao Paulo.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/19/lula-sohn-des-kapitals-grosunternehmen-die-von-lula-stark-begunstigt-wurden-finanzierten-spielfilm-uber-den-arbeiterfuhrer-lula-o-filho-do-capital-o-globo-lula-war-nie-ein-li/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/19/lula-sohn-des-kapitals-grosunternehmen-die-von-lula-stark-begunstigt-wurden-finanzierten-spielfilm-uber-den-arbeiterfuhrer-lula-o-filho-do-capital-o-globo-lula-war-nie-ein-li/</a></p>
<p><strong>Mensalao-Skandal &#8211; Grund für zahlreiche Aktivisten des Weltsozialforums, die Arbeiterpartei Lulas zu verlassen:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/13/lula-definiert-parteien-und-stimmenkauf-skandal-mensalaoals-versuch-der-opposition-ihn-zu-sturzen-lula-hat-politische-alzheimer/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/13/lula-definiert-parteien-und-stimmenkauf-skandal-mensalaoals-versuch-der-opposition-ihn-zu-sturzen-lula-hat-politische-alzheimer/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/26/wohlhabende-verbrauchen-in-drei-tagen-wozu-arme-ein-ganzes-jahr-brauchen-brasiliens-soziale-kontraste-ipea-studie/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/26/wohlhabende-verbrauchen-in-drei-tagen-wozu-arme-ein-ganzes-jahr-brauchen-brasiliens-soziale-kontraste-ipea-studie/</a></p>
<p><strong>Jagdbomber-Milliardengeschäft mit Frankreich:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/04/36-franzosische-jagdbomber-rafale-an-brasilien-milliardengeschaft-von-lula-regierung-endgultig-beschlossen-laut-medienberichten-frankreich-ist-strategischer-partner/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/04/36-franzosische-jagdbomber-rafale-an-brasilien-milliardengeschaft-von-lula-regierung-endgultig-beschlossen-laut-medienberichten-frankreich-ist-strategischer-partner/</a></p>
<p><strong>Genfer UNO-Menschenrechtskommission zur Lage in brasilianischen Gefängnissen:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/16/brasilien-unterzeichnete-internationales-anti-folter-abkommen-setzte-es-aber-nicht-um-uno-kritik-in-genf-an-barbarischen-haftbedingungen-unter-lula-in-brasilien-szenen-der-barbarei-in-brasili/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/16/brasilien-unterzeichnete-internationales-anti-folter-abkommen-setzte-es-aber-nicht-um-uno-kritik-in-genf-an-barbarischen-haftbedingungen-unter-lula-in-brasilien-szenen-der-barbarei-in-brasili/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/11/LulaHelmutSchmidtHH.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-51890" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/11/LulaHelmutSchmidtHH.jpg" alt="LulaHelmutSchmidtHH" width="776" height="768" /></a></p>
<p><strong>Ausriß. Lula bei Schmidt in Hamburg.</strong></p>
<p><strong>“Ich glaube, ihr seid auf einem fabelhaft gutem Wege.” Schmidt zu Lula 2009…</strong></p>
<p><strong>Schmidt:”Ich kenne Oscar Niemeyer – und ich habe einen großen Respekt vor ihm…Ich war einer, der dafür gesorgt hat, daß er den japanischen kaiserlichen Kunstpreis für Architektur bekommen hat. So habe ich Oscar Niemeyer in Tokio kennengelernt.”(Extrem stark beschnittenes Gespräch Schmidt-Lula auf youtube)</strong></p>
<p><strong>Henry Kissinger spricht auf Trauerfeier für Helmut Schmidt in Hamburg:<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2015/11/17/henry-kissinger-haelt-rede-auf-staatsakt-fuer-helmut-schmidtspd-am-23-11-2015-in-hamburg-kissinger-und-schmidt-viele-gemeinsame-wertvorstellungen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2015/11/17/henry-kissinger-haelt-rede-auf-staatsakt-fuer-helmut-schmidtspd-am-23-11-2015-in-hamburg-kissinger-und-schmidt-viele-gemeinsame-wertvorstellungen/</a></strong></p>
<p><strong>DIE ZEIT und der Tod des Mitherausgebers Helmut Schmidt/SPD 2015 – was alles in den Nachrufen fehlt:<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2015/11/12/die-zeit-und-der-tod-des-mitherausgebers-helmut-schmidtspd-2015-was-alles-in-den-zeit-nachrufen-fehlt/">http://www.hart-brasilientexte.de/2015/11/12/die-zeit-und-der-tod-des-mitherausgebers-helmut-schmidtspd-2015-was-alles-in-den-zeit-nachrufen-fehlt/</a></strong></p>
<p><strong>Kuriose Mythenbildung um Schmidt und Lula:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2015/11/11/helmut-schmidt-2015-gestorben-mainstream-verbreitet-falschmeldungen-kuriose-mythen-schmidt-hatte-angeblich-den-damaligen-gewerkschaftsfuehrer-lula-begehrt-bei-unternehmern-als-verhandlungs-und-g/">http://www.hart-brasilientexte.de/2015/11/11/helmut-schmidt-2015-gestorben-mainstream-verbreitet-falschmeldungen-kuriose-mythen-schmidt-hatte-angeblich-den-damaligen-gewerkschaftsfuehrer-lula-begehrt-bei-unternehmern-als-verhandlungs-und-g/</a></p>
<p><strong>Kreuz und Gedenkstein am Ort des Massakers:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/16/kreuz-und-gedenkstein-am-ort-des-massakers-an-bauarbeitern-brasilias-oscar-niemeyer-der-die-errichtung-brasilias-leitete-sagt-im-dokumentarfilm-von-dem-blutbad-nie-etwas-gehort-zu-haben/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/16/kreuz-und-gedenkstein-am-ort-des-massakers-an-bauarbeitern-brasilias-oscar-niemeyer-der-die-errichtung-brasilias-leitete-sagt-im-dokumentarfilm-von-dem-blutbad-nie-etwas-gehort-zu-haben/</a></p>
<p><span id="more-4425"></span></p>
<p>The address offered an overview of the accomplishments of the Lula da Silva administration since his first appearance at the World Economic Forum Annual Meeting in Davos seven years ago. He noted that ”Thirty-one million Brazilians have joined the middle class and 20 million have been lifted out of absolute poverty in that period. ”I would like to stress that the best policy for development is the fight against poverty, he said. ”It is also one of the best recipes for peace. And we found out, last year, that it is also a powerful shield against crises.</p>
<p>He added: ”This lesson learned by Brazil is applicable to any part of the world, be it rich or poor. The recipe would focus on ”broadening opportunities, increasing productivity, expanding markets and strengthening the economy, he said. ”It means changing mentalities and relationships. It means creating factories of jobs and citizenship.</p>
<p>On the global stage, Lula da Silva called for decisive leadership from his fellow heads of state on issues such as climate change and efforts to address the fundamental causes of the economic crisis. ”We were elected to govern and we have to govern, he pointed out. ”But we have to govern with creativity and justice. And we have to do this now, before it is too late.</p>
<p><a href="http://g1.globo.com/Noticias/Economia_Negocios/0,,MUL1468301-9356,00-REPRESENTANDO+LULA+AMORIM+RECEBE+PREMIO+NO+FORUM+DE+DAVOS.html">http://g1.globo.com/Noticias/Economia_Negocios/0,,MUL1468301-9356,00-REPRESENTANDO+LULA+AMORIM+RECEBE+PREMIO+NO+FORUM+DE+DAVOS.html</a></p>
<p><strong>&#8222;Der Mehrheit der Brasilianer werden deren Rechte verweigert&#8220;:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/11/weltsozialforum-2010-in-porto-alegre-25-29januar/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/11/weltsozialforum-2010-in-porto-alegre-25-29januar/</a></p>
<p><strong>Amnesty International, London:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/02/die-lula-regierung-war-bei-den-menschenrechten-eine-enttauschung-tim-cahill-brasilienexperte-von-amnesty-international-in-london-weiter-alltagliche-folter-todesschwadronen-sklavenarbeit-sc/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/02/die-lula-regierung-war-bei-den-menschenrechten-eine-enttauschung-tim-cahill-brasilienexperte-von-amnesty-international-in-london-weiter-alltagliche-folter-todesschwadronen-sklavenarbeit-sc/</a></p>
<p><strong>Scheiterhaufen:</strong> <a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/668242/">http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/668242/</a></p>
<p><strong>Günter Nooke:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/04/07/unsagliche-folterpraxis-in-brasilien-gunter-nooke-menschenrechtsbeauftragter-der-deutschen-bundesregierung-kritisiert-in-brasilien-folter-und-andere-menschenrechtsverletzungen-druck-ist-noti/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/04/07/unsagliche-folterpraxis-in-brasilien-gunter-nooke-menschenrechtsbeauftragter-der-deutschen-bundesregierung-kritisiert-in-brasilien-folter-und-andere-menschenrechtsverletzungen-druck-ist-noti/</a></p>
<p><strong>Bildungssituation unter Lula:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/20/brasilien-hat-unter-lula-hochste-sitzenbleiberquote-lateinamerikas-hochste-rate-von-kindern-ohne-schule-arbeitslosenrate-stieg-bei-jungen-menschen-stark-an-laut-neuesten-studien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/20/brasilien-hat-unter-lula-hochste-sitzenbleiberquote-lateinamerikas-hochste-rate-von-kindern-ohne-schule-arbeitslosenrate-stieg-bei-jungen-menschen-stark-an-laut-neuesten-studien/</a></p>
<p><strong>Lula auf Weltsozialforum 2010:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/27/lula-video-von-weltsozialforum-2010-in-porto-alegre-anklicken-gesamte-lula-rede-horen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/27/lula-video-von-weltsozialforum-2010-in-porto-alegre-anklicken-gesamte-lula-rede-horen/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/27/lula-redet-vor-weltsozialforum-in-porto-alegre-weiterflug-nach-davos-zum-weltwirtschaftsforum/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/27/lula-redet-vor-weltsozialforum-in-porto-alegre-weiterflug-nach-davos-zum-weltwirtschaftsforum/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/28/deutscher-franziskaner-johannes-gierse-uber-die-rolle-der-regierungen-deutschlands-frankreichs-und-brasiliens-oded-grajew-weltsozialforum-2010/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/28/deutscher-franziskaner-johannes-gierse-uber-die-rolle-der-regierungen-deutschlands-frankreichs-und-brasiliens-oded-grajew-weltsozialforum-2010/</a></p>
<p>Lula-Rede:</p>
<p>Â Â Remarks by President Lula at the World Economic Forum, Davos, 29 January 2010 Ladies and gentlemen, I would like to begin by thanking you for the ”Global Statesmanship Award you have honoured me with. In the past months, I have received some of the most important prizes and awards of my life. Quite honestly, I know that this award is not for me “ it is for Brazil and the efforts of the Brazilian people. This makes me even happier and prouder. I accept this award, on behalf of Brazil and of my countrymen. This award brings us joy, but also warns us of the great responsibility we carry. This award increases my responsibility as a leader, and my country™s responsibility as an increasingly present and active player in the global scene. I have lately seen many international publications say that Brazil is fashionable nowadays. Allow me to say that, although that is a kind expression, it is not appropriate. Fashions are fleeting, ephemeral things. Brazil wishes to be and will be a permanent player in the new world scene. Brazil, however, does not wish to be a new force in an old world. The Brazilian voice wants to announce, loud and clear, that a new world can be built. Brazil wishes to aid in the construction of this new world, which, we all know, is not only possible but dramatically necessary, as the recent international financial crisis made clear even to those who do not appreciate change. Ladies and gentlemen, Today, the world looks upon Brazil under a very different light than that of seven years ago, when I first came to Davos. Back then, we felt the world had more doubts than hopes for us. The world feared for our future, for it did not know which way Brazil would be steered under the leadership of a worker, lacking higher education, politically born out of the leftist labour unions. My views about the world back then were the opposite of those held by the world towards Brazil. I believed that, the same way in which Brazil was changing, so could the world. In my remarks in 2003, here in Davos, I stated that Brazil would strive to decrease social and economic disparities, to strengthen political democracy and to promote human rights actively. At the same time, we would make an effort to end our dependency from international credit institutions and to seek a more active and sovereign participation in the community of nations. Among other things, I stressed the need to establish a new international economic order, one that is more just and democratic. I observed that the construction of this new order would not only be an act of generosity but particularly one of political intelligence. I considered that peace was not only a moral goal but an imperative of rationality. Also, more than heralding the values of humanism, we needed to make sure they truly prevailed in the relations among countries and peoples. Seven years later, I can look each one of you in the eye “ more than that, I can look my own people in the eye “ and say that Brazil, in spite of all the hardship, has played its role. We have kept our promise. In this period, 31 million Brazilians have moved into the middle class and 20 million have been lifted out of absolute poverty. We have paid off our external debt and today, instead of IMF debtors, we are its creditors. Our international reserves have jumped from 38 billion dollars to approximately 240 billion dollars. We have borders with 10 countries and have not had a single conflict with our neighbors. We have considerably decreased our environmental aggressions. We now have, and are consolidating, one of the cleanest mixes of energy sources in the world, and we are well on our way to becoming the world™s fifth largest economy. I can humbly and realistically say that we still have a long way to go. However, it cannot be denied that Brazil has greatly improved. The fact is that Brazil has not only lived up to the challenge of providing economic growth and social inclusion, but it has also shown the skeptics that fighting poverty is the best development policy. Historically, Brazilian leaders have governed in favor of only one third of the country™s people. The rest of the population, for them, was a heavy, inconvenient burden. They spoke of ”putting the house in order. But how can you bring order to a country by denying two thirds of its population the benefits of progress and civilization? Will a household stay firm if the parents abandon the weaker children and focus on those who are stronger and have been granted a greater share of luck? It obviously will not. This will be a frail household, divided by resentment and by insecurity, where siblings see each other as enemies and not as part of the same family. We realized the opposite: that the only meaning of leadership was to lead all. And we proved that the so-called burden was in fact strength, stock, energy to grow. To bring the weak and the needy into the economy was not only morally correct. It was also politically indispensable and economically sound. Because if a mother and a father want to put the place in order, they need to look after all their children, to stop the strong from depriving the weaker, and to prevent the weak from accepting submission and injustice. A household will not be strong unless all take part in it “ find refuge, opportunity and hope in it. For that reason we invested in the enlargement of the internal market and in making the most of our strengths. Today, there is more of Brazil for Brazilians. We have strengthened our economy, improved our people™s living standards, reinforced democracy, raised our self-esteem and made our voice heard louder across the world. Ladies and gentlemen, What happened with the world in the last seven years? Can we also say that the world improved, as did Brazil? I am not asking this question out of arrogance or to provoke comparisons that would be flattering to my country. I ask this humbly, as a citizen of the world, who has his share of responsibility in what happened “ and in what may still happen to humanity and to our planet. I ask you: can we say that, over the last seven years, the world has moved on the path towards the reduction of inequalities, of wars, of conflicts, of tragedies and of poverty? Can we say it has moved, more vigorously, towards a model of respect to human beings and to the environment? Can we say it interrupted the march of folly, which seems to lead us so many times to a social abyss, to an environmental abyss, to a political abyss, and to a moral abyss? I can imagine the sincere answer that comes out of the hearts of each one of you, because I feel that same perplexity and frustration with the world in which we live. And all of us, with no exceptions, share the responsibility for all of this. Over the last years, we have continued to be shaken by absurd wars. We have continued to destroy the environment. We have continued to watch, with hypocritical compassion, as misery and death take on dantesque proportions in Africa. We have continued to watch, passively, refugee camps multiply throughout the world. And we have seen, with alarm and fear, but without having learned the lesson properly, where financial speculation can lead us. Yes, because many of the terrible effects of the international financial crisis have continued and we see no concrete signs that this crisis may have served to make us rethink the world economic order, its methods, its poor ethics, and its anachronistic processes. I ask you: how many crises will it take for us to change our attitudes? How many financial catastrophes will we be able to stand until we decide to do what is most obvious and most correct? How many degrees of global warming, how much de-icing, how much deforestation and environmental imbalance will it take for us to make a firm decision to save the planet? Ladies and gentlemen, As I see the frightful effects of the tragedy in Haiti, I also ask you: how many ”Haitis will it take for us to stop seeking late remedies and improvised solutions, in the heat of remorse? All of us know that the tragedy in Haiti was caused by two kinds of earthquakes: the one that shook Port-au-Prince, at the beginning of the month, with the power of 30 atomic bombs, and the other one, slow and silent, which has been eating away its entrails for centuries. The world has covered its eyes and ears to this other earthquake. It also continues to have covered eyes and ears in the face of the silent earthquake that destroys entire communities in Africa, in Asia, in Eastern Europe, and in the poorest countries of the Americas. Will the social earthquake have to move its epicenter to the large capitals of Europe or North America for us to adopt more definitive solutions? A former Brazilian president used to say, from the height of his aristocratic arrogance, that social matters were police matters. Is it not the same thing that, in a subtle and sophisticated way, many rich countries are still saying to this day when they pursue, repress and discriminate against immigrants, when they insist on a game in which so many lose and only a few can win? Why do we not play a game in which all can win, even if they win at different levels, but in which no one loses in what is essential? What is impossible about this? Why do we not move in that direction, in a conscious and deliberate way, and not pushed by crises, by wars and by tragedies? Could it be that humanity can only learn through the path of suffering and the roar of uncontrolled forces? Another world and another path are possible. We just have to want it. And we have to do it while there is still time left. Ladies and gentlemen, I would like to stress that the best policy for development is the fight against poverty. It is also one of the best recipes for peace. And we found out, last year, that it is also a powerful shield against crises. This lesson learned by Brazil is applicable to any part of the world, be it rich or poor. This means broadening opportunities, increasing productivity, expanding markets and strengthening the economy. It means changing mentalities and relationships. It means creating factories of jobs and citizenship. We were successful at our tasks because we reestablished the role of the state as a promoter of development. We did not let ourselves become prisoners of theoretical “ or political “ traps that were mistaken about the true role of the state. Over the past seven years, Brazil created almost 12 million formal jobs. In 2009, while the majority of countries saw a decrease in jobs, we had a positive balance of about a million new jobs. Brazil was one of the last countries to be hit by the crisis and one of the first to recover from it. Why? Because we had reorganized the economy along solid foundations, based on growth, stability, productivity, on a healthy financial system, on the access to credit and on social inclusion. And when the effects of the crisis began to reach us, we strengthened, without hesitation, the basis of our model and emphasized access to credit, tax reductions and the stimulus to consumption. During the crisis, it was proved, once more, that it is the small individuals who are building the giant economy of Brazil. This may be the main reason for Brazil™s success: the belief in and support for the people, the weaker and the smaller. In fact, we are not reinventing the wheel. It was with this moving force that Roosevelt was able to make the U.S. economy recover after the great crisis of 1929. And with the same force Brazil has defeated preemptively the latest economic crisis. Let me return to the central point: we have always paid attention to macroeconomic policies, but we have never limited our attention to the general issues. We have obsessively boosted our economy, but always looking after the poorest ones, increasing purchasing power and access to credit for most Brazilians. For instance, we have created huge social infrastructure programs, which are exclusively aimed at the poorest citizens. That is the case of the ”Light for All program, which has not only brought electricity to 12 million people living in rural areas, but has also proven to be a significant promoter of well-being and a strong activator of the economy. For example: in order to bring electricity to 2.2 million rural households, we used 906 thousand kilometers of cable “ enough to circle the Earth 21 times. Besides, the families that began to have electricity in their homes have bought 1.5 million television sets, 1.4 million refrigerators and an enormous amount of other appliances. The many micro-credit lines we created, both for producers and for consumers, have also had a significant multiplying effect. And they have taught Brazilian capitalists that capitalism does not exist without credit. To give you an idea, we have managed to boost our economy by over 100 billion reais a month just through a credit modality that is based on the paychecks of workers and pensioners. People raise loans of 50 or 80 dollars to buy clothes, school utensils etc. and this helps to expand the economy in a large way. Ladies and gentlemen, The challenges that the world is now facing are much bigger than those faced by Brazil. By changing priorities and restructuring our standards, the Brazilian government has been managing to set a new pace of development for our country. However, the world needs more profound and complex changes. And these are becoming increasingly difficult, as we let time pass by and waste opportunities. The Copenhagen Climate Summit was an example of this. Mankind lost a great opportunity to quickly advance in the protection of the environment. This is why we urge that all of us arrive with unarmed spirits to the next Summit, in Mexico, so that we reach concrete solutions to the alarming issue of global warming. The financial crisis has also demonstrated that it is necessary to promote a deep change in the economic order, favoring production, not speculation. As you all know, the financial system has to be at the service of producers. Clear regulation is needed, so that absurd and excessive risks can be avoided. But these are all symptoms of a deeper crisis and of the need of the world to find a new path, free from old models and old ideologies. It is time to re-invent the world and its institutions. Why must we remain bound to models that were conceived in times and realities so different from those in which we live in? The world needs to recover its ability to dream and create. We cannot postpone solutions that will lead to better global governance, so that governments and nations work for the entire mankind. We need a new role for governments. This new role is, I say, paradoxically, its oldest one: to recover the ability to govern. We were elected to govern and we have to govern. But we have to govern with creativity and justice. And we have to do this now, before it is too late. I am not apocalyptical, nor am I announcing the end of the world. I am casting a cry of optimism and saying that, more than ever, we have our destinies in our hands. And every time human hands mix dreams, creativity, love, courage and justice, they manage to accomplish the divine task of building a new world and a new mankind. Thank you.</p>
<p><a href="http://www.weforum.org/en/index.htm">http://www.weforum.org/en/index.htm</a></p>
<p><strong>&#8222;Putschversuch gegen Lula 2005&#8243;:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/05/putschversuch-gegen-lula-2005-und-das-weltsozialforum-in-salvador-da-bahia-komplexe-hintergrunde-des-fast-durchweg-von-der-lula-regierung-finanzierten-weltsozialforums-2010-in-brasilien-a-tent/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/05/putschversuch-gegen-lula-2005-und-das-weltsozialforum-in-salvador-da-bahia-komplexe-hintergrunde-des-fast-durchweg-von-der-lula-regierung-finanzierten-weltsozialforums-2010-in-brasilien-a-tent/</a></p>
<p><strong>Schweizer Botschaft in Brasilien:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/09/gewaltkultur-in-brasilien-unter-lula-die-schweizer-botschaft-informiert-rio-de-janeiro-in-dieser-stadt-besteht-die-gefahr-auf-offener-strase-unversehens-in-eine-schieserei-zwischen-rivalisiere/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/09/gewaltkultur-in-brasilien-unter-lula-die-schweizer-botschaft-informiert-rio-de-janeiro-in-dieser-stadt-besteht-die-gefahr-auf-offener-strase-unversehens-in-eine-schieserei-zwischen-rivalisiere/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/17/krieg-auf-dem-morro-dos-macacos-von-rio-de-janeiro-youtube-anklicken-bope-im-einsatz/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/17/krieg-auf-dem-morro-dos-macacos-von-rio-de-janeiro-youtube-anklicken-bope-im-einsatz/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/05/peter-scholl-latour-uber-brasilien-vielfaltige-harmonie-der-rassen-mauricio-pestana-uber-das-rassistischste-land-der-erde-jurandir-freire-costa-uber-ethisch-moralische-schizophrenie-m/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/05/peter-scholl-latour-uber-brasilien-vielfaltige-harmonie-der-rassen-mauricio-pestana-uber-das-rassistischste-land-der-erde-jurandir-freire-costa-uber-ethisch-moralische-schizophrenie-m/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/25/franziskaner-sao-paulos-verteilen-weihnachten-nahrungsmittel-an-tausende-von-armen-und-verelendeten/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/25/franziskaner-sao-paulos-verteilen-weihnachten-nahrungsmittel-an-tausende-von-armen-und-verelendeten/</a></p>
<p><strong>ThyssenKrupp:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/19/thyssenkrupp-in-rio-de-janeiro-neues-stahlwerk-wird-immer-teurer-laut-handelsblatt-lokale-militardiktatur-im-umfeld-laut-grunen-politiker-alfredo-sirkis-todesschwadronen-folter-scheiterhauf/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/19/thyssenkrupp-in-rio-de-janeiro-neues-stahlwerk-wird-immer-teurer-laut-handelsblatt-lokale-militardiktatur-im-umfeld-laut-grunen-politiker-alfredo-sirkis-todesschwadronen-folter-scheiterhauf/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/30/brasilien-hat-hochste-realzinsen-der-welt-groser-nutzen-fur-spekulanten-carry-trade-weltwirtschaftsforum-zeichnet-lula-wegen-hervorragender-amtsfuhrung-aus/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/30/brasilien-hat-hochste-realzinsen-der-welt-groser-nutzen-fur-spekulanten-carry-trade-weltwirtschaftsforum-zeichnet-lula-wegen-hervorragender-amtsfuhrung-aus/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/08/14/fur-85-prozent-der-brasilianischen-pflichtwahler-arbeiten-die-politiker-lediglich-zu-eigenem-nutzen-fur-52-prozent-werden-wahlen-nicht-sauber-abgehalten-umfrage-des-richterbundes-der-grosten-d/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/08/14/fur-85-prozent-der-brasilianischen-pflichtwahler-arbeiten-die-politiker-lediglich-zu-eigenem-nutzen-fur-52-prozent-werden-wahlen-nicht-sauber-abgehalten-umfrage-des-richterbundes-der-grosten-d/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/07/rogerio-reis-microwaves-microondas-fotoinstallation-uber-scheiterhaufen-brasiliens-vom-maison-de-la-europeenne-de-la-photographie-in-paris-angekauft/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/07/rogerio-reis-microwaves-microondas-fotoinstallation-uber-scheiterhaufen-brasiliens-vom-maison-de-la-europeenne-de-la-photographie-in-paris-angekauft/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/18/lulas-rede-auf-deutsch-brasilianischen-wirtschaftstagen-2009-in-vitoria-zeitdokument-die-rolle-einer-regierung-ist-die-einer-mutter/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/18/lulas-rede-auf-deutsch-brasilianischen-wirtschaftstagen-2009-in-vitoria-zeitdokument-die-rolle-einer-regierung-ist-die-einer-mutter/</a></p>
<p><strong>Politik und Medien:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/05/era-da-desinformacao-stephen-kanitz/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/05/era-da-desinformacao-stephen-kanitz/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/</a></p>
<p><strong>Die achtgrößte Wirtschaftsnation und der UNO-Index für menschliche Entwicklung:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/05/brasilien-auf-uno-index-fur-menschliche-entwicklung-jetzt-platz-75-hinter-argentinien-chile-und-kuba/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/05/brasilien-auf-uno-index-fur-menschliche-entwicklung-jetzt-platz-75-hinter-argentinien-chile-und-kuba/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/09/wikileaks-lula-und-die-leere-antiamerikanische-rhetorik-engste-freundschaftliche-beziehungen-zum-weisen-haus-doch-bitte-um-verstandnis-fur-spruche-gegen-die-usa-in-wahlkampfzeiten/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/09/wikileaks-lula-und-die-leere-antiamerikanische-rhetorik-engste-freundschaftliche-beziehungen-zum-weisen-haus-doch-bitte-um-verstandnis-fur-spruche-gegen-die-usa-in-wahlkampfzeiten/</a></p>
<p><strong>Hintergrund Favelas &#8211; Österreichs Südwind-Magazin:</strong></p>
<p><strong><a href="http://www.suedwind-magazin.at/start.asp?ID=234729&amp;rubrik=31&amp;ausg=200304"><strong>http://www.suedwind-magazin.at/start.asp?ID=234729&amp;rubrik=31&amp;ausg=200304</strong></a></strong></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1624771/"><strong>http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1624771/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/03/bundesprasident-christian-wulff-dilma-rousseff-und-der-zugige-bau-des-neuen-atomkraftwerks-angra-3-bei-rio-de-janeiro-mit-deutscher-bundesburgschaft/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/03/bundesprasident-christian-wulff-dilma-rousseff-und-der-zugige-bau-des-neuen-atomkraftwerks-angra-3-bei-rio-de-janeiro-mit-deutscher-bundesburgschaft/</strong></a></p>
<h2 class="beitrags-titel">Yoani Sanchez, Mitarbeiterin des deutschen Regierungssenders Deutsche Welle, beim Treffen mit Barack Obama 2016 in der USA-Botschaft von Havanna. Sanchez über Brasilien: “Ich will diese Demokratie in meinem Land.” <span class="kleiner"><a class="post-edit-link" href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?post=69084&amp;action=edit">**</a></span></h2>
<div class="beitrags-info">tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/yoani-sanchez-2016-barack-obama-havanna/" rel="tag">yoani sanchez 2016 &#8211; barack obama-havanna</a></div>
<div class="beitrag">
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/04/YoaniSanchezObama20161.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-69085" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/04/YoaniSanchezObama20161.jpg" alt="YoaniSanchezObama20161" width="875" height="768" /></a></p>
<p>Ausriß.</p>
<p><strong>Die Botschaft der USA in Havanna:</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2015/12/30/die-botschaft-der-usa-in-havanna-und-die-politisch-kulturelle-kubanische-nachbarschaft-denkmaeler-historische-informationen-konzerte-festivals-direkt-der-botschaft/">http://www.hart-brasilientexte.de/2015/12/30/die-botschaft-der-usa-in-havanna-und-die-politisch-kulturelle-kubanische-nachbarschaft-denkmaeler-historische-informationen-konzerte-festivals-direkt-der-botschaft/</a></p>
<p><strong>Rd. 40 % der brasilianischen Strafgefangenen, etwa 250000 von insgesamt etwa 622200, sind nicht rechtskräftig endgültig verurteilt, laut offiziellen Angaben 2016. Die Strafgefangenenrate pro 100000 Einwohner ist doppelt so hoch wie im Weltdurchschnitt – indessen befindet sich eine sehr große Zahl von Schwerverbrechern, darunter Mördern, auf freiem Fuß. </strong></p>
<p><strong>Der Teilstaat Rio de Janeiro liegt bei Zika-Fällen landesweit an der Spitze, laut offizieller Statistik im  April 2016.</strong></p>
<p><strong>Die kubanische Regierungsgegnerin Yoani Sanchez und die Menschenrechtslage in Brasilien.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2013/04/microondas113rio.jpg" alt="microondas113rio.jpg" /></p>
<p><strong>Ausriß. Scheiterhaufenopfer(Microondas), Januar 2013, Rio de Janeiro.  </strong><a href="http://www.deutschlandradiokultur.de/moderne-scheiterhaufen-aus-autoreifen.1013.de.html?dram:article_id=167263">http://www.deutschlandradiokultur.de/moderne-scheiterhaufen-aus-autoreifen.1013.de.html?dram:article_id=167263</a></p>
<h2 class="beitrags-titel">Wie Barack Obama den Tropenstaat Brasilien bewertet(Rede in Rio de Janeiro): “Brasilien ist eine beispielhafte Demokratie. Dieses Land ist nicht länger das Land der Zukunft – die Menschen in Brasilien sollten wissen, daß die Zukunft gekommen ist, sie ist hier, jetzt”.</h2>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2013/05/yoanisanchezdemocracia13.jpg" alt="yoanisanchezdemocracia13.jpg" /></p>
<p><strong>Ausriß:  “Yoani: Ich will diese Demokratie in meinem Land.” Kubanische Regierungsgegnerin Yoani Sanchez während ihres Brasilien-Besuchs. </strong></p>
<p><strong>Rousseff-Impeachment, Bolsonaro, Yoani Sanchez:</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2016/04/21/brasilien-2016-die-impeachment-hintergruende-bundesstaatsanwaltschaft-in-brasilia-muss-sich-auf-oeffentlichen-druck-mit-bisher-ueber-17000-anzeigen-und-protesten-gegen-rechtsgerichteten-abgeordnete/">http://www.hart-brasilientexte.de/2016/04/21/brasilien-2016-die-impeachment-hintergruende-bundesstaatsanwaltschaft-in-brasilia-muss-sich-auf-oeffentlichen-druck-mit-bisher-ueber-17000-anzeigen-und-protesten-gegen-rechtsgerichteten-abgeordnete/</a></p>
<p><strong>Erwartungsgemäß hat sich Yoani Sanchez u.a. auch nicht von der Verbrennung brasilianischer Bürgerrechtler auf Scheiterhaufen distanziert.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/04/YoaniSanchezDW16.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-68628" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/04/YoaniSanchezDW16-1024x620.jpg" alt="YoaniSanchezDW16" width="1024" height="620" /></a></p>
<p><strong>Ausriß 2016. “Yoani Sánchez’ neue Interviewserie im Kanal der Deutschen Welle Lateinamerika”. Viel Lob von Yoani Sanchez für das brasilianische Politikmodell – keine Distanzierung von Folter, Todesschwadronen, Sklavenarbeit, Massenelend der Slums, extrem schlechtem Bildungs-und Gesundheitswesen in Brasilien. </strong></p>
<p><strong>Falls Kuba nach dem Willen von Yoani Sanchez und ihrer vielen Sympathisanten und Unterstützer (u.a. in deutschen Medien, NGO, Parteien) das brasilianische Demokratiemodell übernimmt, kommen auf den Inselstaat(und dessen Touristen) schwierige Zeiten zu.</strong></p>
<p><strong>Brasilien – strategischer Partner der Berliner Regierung – Fotoserie zum Gewalt-Gesellschaftsmodell:</strong></p>
<p><strong> </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</a></p>
<p><strong>Westerwelle in Rio de Janeiros Scheiterhaufen-Favela Mangueira:<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/04/15/brasilien-scheiterhaufen-microondas-bis-2011-auch-rio-favela-mangueira-sitz-der-gleichnamigen-beruhmten-sambaschule-laut-qualitatszeitung-o-globo/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/04/15/brasilien-scheiterhaufen-microondas-bis-2011-auch-rio-favela-mangueira-sitz-der-gleichnamigen-beruhmten-sambaschule-laut-qualitatszeitung-o-globo/</a></strong></p>
<p><strong>Das gefesselte Opfer in Autoreifen wird mit Benzin übergossen…Wie hochrangige deutsche Politiker zur Scheiterhaufenpraxis in Brasilien, strategischer Partner der Merkel-Gabriel-Regierung, schweigen:</strong></p>
<p><strong><a href="http://www.deutschlandradiokultur.de/moderne-scheiterhaufen-aus-autoreifen.1013.de.html?dram:article_id=167263">http://www.deutschlandradiokultur.de/moderne-scheiterhaufen-aus-autoreifen.1013.de.html?dram:article_id=167263</a></strong></p>
<p><strong>Brasilien, Geldfußballweltmeisterschaft und Berichterstattungsvorschriften – Parallelen zu Olympischen Sommerspielen 2016: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/04/20/fusball-weltmeisterschaft-2014-in-brasilien-inzwischen-wird-deutlich-welche-berichterstattungsvorschriften-bereits-gelten-aspekte-folterstaat-paulo-coelho-position-rekord-bei-morden-an-homosexuel/">http://www.hart-brasilientexte.de/2014/04/20/fusball-weltmeisterschaft-2014-in-brasilien-inzwischen-wird-deutlich-welche-berichterstattungsvorschriften-bereits-gelten-aspekte-folterstaat-paulo-coelho-position-rekord-bei-morden-an-homosexuel/</a></p>
<p><strong>Katholischer Priester Günther Zgubic aus Österreich, langjähriger Leiter der Gefangenenseelsorge Brasiliens, zum beredten Schweigen ausländischer Medien angesichts gravierender Menschenrechtsverletzungen in dem Tropenland:   „Die internationalen Medien sind total manipuliert –  wenn eine Oberschicht einfach nicht will, daß international hinterfragt wird, dann wird darüber eben nicht berichtet.”</strong></p>
<p><strong>“Erfolgsmodell Brasilien”. taz Berlin 2014</strong></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/29/brasiliens-scheiterhaufen-erstmals-in-einer-anklagenden-inszenierung-der-scheiterhaufenstadt-rio-de-janeiro-zu-sehen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/29/brasiliens-scheiterhaufen-erstmals-in-einer-anklagenden-inszenierung-der-scheiterhaufenstadt-rio-de-janeiro-zu-sehen/</a></strong></p>
<p><strong>Bisher keine Distanzierung Berlins von Scheiterhaufenpraxis Brasiliens, die u.a. Protestpotential der Slums einschüchtern soll.</strong></p>
<p><strong>Banditendiktatur zwecks Einschüchterung, Paralysierung von Protestpotential – Methode findet offenbar auch Anklang bei Autoritäten in Deutschland – Schaffung von immer mehr No-Go-Areas: </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/15/wem-nutzen-banditendiktatur-und-immer-mehr-no-go-areas/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/15/wem-nutzen-banditendiktatur-und-immer-mehr-no-go-areas/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2013/10/protestespstaatsterrorismusmaes.jpg" alt="protestespstaatsterrorismusmaes.jpg" /></p>
<p><strong>“Gegen den Staatsterrorismus”. Systemkritikerinnen in Sao Paulo.</strong></p>
<h2 class="beitrags-titel">Brasilien 2016 – die Impeachment-Hintergründe: Bundesstaatsanwaltschaft in Brasilia muß sich auf öffentlichen Druck mit bisher über 17000 Anzeigen und Protesten gegen rechtsgerichteten Abgeordneten Jair Bolsonaro befassen, der bei der Impeachment-Abstimmung die brasilianische Folterdiktatur und einen berüchtigten Folterer lobte. Bolsonaro machte wegen seiner Kontakte zur kubanischen Regierungsgegnerin Yoani Sanchez weltweit Furore. Yoani Sanchez ist inzwischen Mitarbeiterin des deutschen Regierungssenders Deutsche Welle. Die sehr engen Beziehungen von Willy Brandt(SPD), Helmut Schmidt(SPD) und Hans-Dietrich Genscher zur brasilianischen Folterdiktatur. <span class="kleiner"><a class="post-edit-link" href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?post=68477&amp;action=edit">**</a></span></h2>
<div class="beitrags-info">tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasilien-regierungskrise-2016/" rel="tag">brasilien-regierungskrise 2016</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/yoani-sanchez/" rel="tag">yoani sanchez</a></div>
<div class="beitrag">
<p><a href="http://g1.globo.com/sao-paulo/noticia/2016/04/pgr-vai-analisar-mais-de-17-mil-denuncias-contra-jair-bolsonaro.html">http://g1.globo.com/sao-paulo/noticia/2016/04/pgr-vai-analisar-mais-de-17-mil-denuncias-contra-jair-bolsonaro.html</a></p>
<p><a href="https://pt.wikipedia.org/wiki/Jair_Bolsonaro">https://pt.wikipedia.org/wiki/Jair_Bolsonaro</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Laut brasilianischen Medienberichten hatte sich Bolsonaro während der Abstimmung auch gegen den Einsatz von derzeit rund 14000 kubanischen Ärzten in Armen-und Elendsvierteln Brasiliens gewandt. Die “kubanische Diktatur”, so Bolsonaro, werde mit dem Geld des Brasilianers finanziert. </strong></p>
<p><strong>“A ditadura cubana é financiada com dinheiro de brasileiro. R$ 1,3 bilhão por ano vai para Cuba em nome desse programa conhecido como Mais Médicos. Alguém acha que o<a class="premium-tip" href="http://g1.globo.com/tudo-sobre/pt">PT</a> está preocupado com pobre?”</strong></p>
<p><strong>Vor dem Hintergrund der engen Kontakte zu Rechtsextremisten, Diktatur-und Folterbefürwortern war Yoani Sanchez u.a. in Ländern wie Deutschland zum Medienstar avanciert, wurde u.a. von Grünen-Kretschmann und dem damaligen Außenminister Guido Westerwelle empfangen. Der Fall Sanchez zeigte zudem, wie gut das weltweite Netzwerk der Rechten und Rechtsextremisten auch in Redaktionen des straff gesteuerten deutschen Mainstreams funktioniert.</strong></p>
<p><strong>Weil die Lula-Rousseff-Regierung just Personen wie Bolsonaro, entsprechende Rechtsparteien mit ins Regierungsboot holte, wurde sie u.a. von der deutschen Alibi-Pseudo-Linken, aber auch von Alibi-Pseudo-NGO als “links”, “progressiv” eingestuft.</strong></p>
<p><strong>Die Foltergeneräle betonten in der Begründung des Putsches von 1964 immer wieder die “kubanische Gefahr”.</strong></p>
<p><strong>Regierungskrise und Manipulationstricks:</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2016/04/13/brasiliens-regierungskrise-2016-und-die-manipulationstricks-im-mitteleuropaeischen-gesteuerten-mainstream-brasilianische-privatwirtschaft-als-hauptbestecher-wichtiger-politischer-akteur-auch-in-der/">http://www.hart-brasilientexte.de/2016/04/13/brasiliens-regierungskrise-2016-und-die-manipulationstricks-im-mitteleuropaeischen-gesteuerten-mainstream-brasilianische-privatwirtschaft-als-hauptbestecher-wichtiger-politischer-akteur-auch-in-der/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2013/02/yoanibolsonaroblogger1.jpg" alt="yoanibolsonaroblogger1.jpg" /></p>
<p><strong>Ausriß. Über die engen Kontakte zwischen Bolsonaro und Yoani Sanchez kursieren im Internet zahlreiche Karikaturen, Montagen, Wortspiele. Inzwischen ist Yoani Sanchez Mitarbeiterin des deutschen Regierungssenders Deutsche Welle, der vom Steuerzahler finanziert wird.</strong></p>
<p><a href="https://latuffcartoons.files.wordpress.com/2013/02/yoani-assange-usa.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2346" src="https://latuffcartoons.files.wordpress.com/2013/02/yoani-assange-usa.jpg?w=590" alt="Yoani Assange USA" /></a></p>
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<h3 class="sd-title">Ausriß, Sanchez und Assange.</h3>
<p><img class=" wp-image-240 " src="https://www.yoanislandia.com/wp-content/uploads/2013/03/Yoani-por-Latuff.jpg" alt="El célebre caricaturista brasileño Carlos Latuff dedicó varias de sus obras a criticar la visita de Yoani Sánchez." width="487" height="768" /></p>
<p class="wp-caption-text">El célebre caricaturista brasileño Carlos Latuff. Ausriß.</p>
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</div>
<p><strong>Bolsonaro und Yoani Sanchez – die aufschlußreichen Videos:</strong><a href="https://www.youtube.com/watch?v=ejviJ_PKM5c">https://www.youtube.com/watch?v=ejviJ_PKM5c</a></p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=15TJUfNUZ8E">https://www.youtube.com/watch?v=15TJUfNUZ8E</a></p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=TXoaI9UacWw">https://www.youtube.com/watch?v=TXoaI9UacWw</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/04/YoaniSanchezDW16.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-68628" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/04/YoaniSanchezDW16-1024x620.jpg" alt="YoaniSanchezDW16" width="1024" height="620" /></a></p>
<p><strong>Ausriß 2016. “Yoani Sánchez’ neue Interviewserie im Kanal der Deutschen Welle Lateinamerika”. Viel Lob von Yoani Sanchez für das brasilianische Politikmodell – keine Distanzierung von Folter, Todesschwadronen, Sklavenarbeit, Massenelend der Slums, extrem schlechtem Bildungs-und Gesundheitswesen in Brasilien. </strong></p>
<p><strong>Falls Kuba nach dem Willen von Yoani Sanchez und ihrer vielen Sympathisanten und Unterstützer (u.a. in deutschen Medien, NGO, Parteien) das brasilianische Demokratiemodell übernimmt, kommen auf den Inselstaat(und dessen Touristen) schwierige Zeiten zu.</strong></p>
<p><strong>Brasilien – strategischer Partner der Berliner Regierung – Fotoserie zum Gewalt-Gesellschaftsmodell:</strong></p>
<p><strong> </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</a></p>
<p><strong>Scheiterhaufen in Brasilien heute: </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/11/der-brasilianische-musiker-und-poet-marcelo-yuka1/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/11/der-brasilianische-musiker-und-poet-marcelo-yuka1/</a></p>
<p><strong>Fotoserie, Teil 2:<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/04/26/brasiliens-zeitungen-brasilianischer-fotojournalismus-teil-2-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/04/26/brasiliens-zeitungen-brasilianischer-fotojournalismus-teil-2-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</a></strong></p>
<p><strong>Katholischer Priester Günther Zgubic aus Österreich, langjähriger Leiter der Gefangenenseelsorge Brasiliens, zum beredten Schweigen ausländischer Medien angesichts gravierender Menschenrechtsverletzungen in dem Tropenland:   „Die internationalen Medien sind total manipuliert –  wenn eine Oberschicht einfach nicht will, daß international hinterfragt wird, dann wird darüber eben nicht berichtet.”</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2013/10/protestespstaatsterrorismusmaes.jpg" alt="protestespstaatsterrorismusmaes.jpg" /></p>
<p><strong>“Gegen den Staatsterrorismus”. Systemkritikerinnen in Sao Paulo.</strong></p>
<p><strong>Kriminalität und Verhaltensänderungen:</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/20/brasiliens-burgerfreiheiten-uber-8o-prozent-veranderten-wegen-zunehmender-gewalt-und-kriminalitat-die-lebensgewohnheiten-54-prozent-verlassen-nachts-nicht-mehr-das-haus-laut-neuer-studie/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/20/brasiliens-burgerfreiheiten-uber-8o-prozent-veranderten-wegen-zunehmender-gewalt-und-kriminalitat-die-lebensgewohnheiten-54-prozent-verlassen-nachts-nicht-mehr-das-haus-laut-neuer-studie/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2013/05/yoanisanchezdemocracia13.jpg" alt="yoanisanchezdemocracia13.jpg" /></p>
<p><strong>Ausriß:  “Yoani: Ich will diese Demokratie in meinem Land.”</strong></p>
<p><strong>Erwartungsgemäß hat sich Yoani Sanchez u.a. auch nicht von der Verbrennung brasilianischer Bürgerrechtler auf Scheiterhaufen distanziert.</strong></p>
<p><strong>Westerwelle in Rio de Janeiros Scheiterhaufen-Favela Mangueira:<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/04/15/brasilien-scheiterhaufen-microondas-bis-2011-auch-rio-favela-mangueira-sitz-der-gleichnamigen-beruhmten-sambaschule-laut-qualitatszeitung-o-globo/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/04/15/brasilien-scheiterhaufen-microondas-bis-2011-auch-rio-favela-mangueira-sitz-der-gleichnamigen-beruhmten-sambaschule-laut-qualitatszeitung-o-globo/</a></strong></p>
<p><strong>Das gefesselte Opfer in Autoreifen wird mit Benzin übergossen…Wie hochrangige deutsche Politiker zur Scheiterhaufenpraxis in Brasilien, strategischer Partner der Merkel-Gabriel-Regierung, schweigen:</strong></p>
<p><strong><a href="http://www.deutschlandradiokultur.de/moderne-scheiterhaufen-aus-autoreifen.1013.de.html?dram:article_id=167263">http://www.deutschlandradiokultur.de/moderne-scheiterhaufen-aus-autoreifen.1013.de.html?dram:article_id=167263</a></strong></p>
<p><strong>Katholischer Priester Günther Zgubic aus Österreich, langjähriger Leiter der Gefangenenseelsorge Brasiliens, zum beredten Schweigen ausländischer Medien angesichts gravierender Menschenrechtsverletzungen in dem Tropenland:   „Die internationalen Medien sind total manipuliert –  wenn eine Oberschicht einfach nicht will, daß international hinterfragt wird, dann wird darüber eben nicht berichtet.”</strong></p>
<p><strong>“Erfolgsmodell Brasilien”. taz Berlin 2014</strong></p>
<p><strong>Brasilien, Geldfußballweltmeisterschaft und Berichterstattungsvorschriften – Parallelen zu Olympischen Sommerspielen 2016: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/04/20/fusball-weltmeisterschaft-2014-in-brasilien-inzwischen-wird-deutlich-welche-berichterstattungsvorschriften-bereits-gelten-aspekte-folterstaat-paulo-coelho-position-rekord-bei-morden-an-homosexuel/">http://www.hart-brasilientexte.de/2014/04/20/fusball-weltmeisterschaft-2014-in-brasilien-inzwischen-wird-deutlich-welche-berichterstattungsvorschriften-bereits-gelten-aspekte-folterstaat-paulo-coelho-position-rekord-bei-morden-an-homosexuel/</a></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/29/brasiliens-scheiterhaufen-erstmals-in-einer-anklagenden-inszenierung-der-scheiterhaufenstadt-rio-de-janeiro-zu-sehen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/29/brasiliens-scheiterhaufen-erstmals-in-einer-anklagenden-inszenierung-der-scheiterhaufenstadt-rio-de-janeiro-zu-sehen/</a></strong></p>
<p><strong>Mit einem brasilianischen Demokratiemodell käme auf deutsche Touristen in Cuba dann eine völlig veränderte Situation zu: </strong></p>
<p><strong>Reisewarnungen des deutschen Außenministeriums für Brasilien, strategischer Partner der Merkel-Gabriel-Regierung:</strong></p>
<p><strong>Die Gefahr, Opfer eines Raubüberfalls oder eines anderen Gewaltverbrechens zu werden, ist in Brasilien erheblich höher als in Westeuropa. Besonders Großstädte wie Belém, Porto Alegre, Recife, Salvador, Fortaleza, São Luiz, Maceio, Rio de Janeiro und São Paulo weisen hohe Kriminalitätsraten auf. Grundsätzlich ist Vorsicht angebracht, auch in als sicher geltenden Landes- oder Stadtteilen. Besonders stark von Kriminalität und Gewalt betroffen sind Armensiedlungen (Favelas). Von Favela-Besuchen wird daher dringend abgeraten. Diese Gebiete werden teilweise von Kriminellen und Drogenbanden kontrolliert. Bewaffneten Auseinandersetzungen, auch mit der Polizei, fallen häufig auch Unbeteiligte zum Opfer.</strong></p>
<p><strong>Eine Häufung krimineller Zwischenfälle ist vor allem in weniger belebten Straßen der Innenstädte, an Stränden sowie auf Zubringerautobahnen zu den Flughäfen zu verzeichnen. In größeren Flughäfen können Taxis auch schon im Flughafengebäude gebucht und bezahlt werden, was mit höherer Sicherheit verbunden ist. Bei der Reise sollten Ausweispapiere nicht im Gepäck aufbewahrt sondern „am Mann“ getragen werden. Am Zielort ist es empfehlenswert, Originale der Ausweispapiere im Safe des Hotels zu lassen und nur Kopien und eine Broschüre/Visitenkarte des Hotels mit sich zu führen. Laptops sollten unauffällig, z.B. in einer verschließbaren Reisetasche, verstaut oder auch in den Safe gelegt werden.</strong></p>
<p><strong>Es wird empfohlen, beim Straßenbummel auf auffällige Kleidung, Uhren und (Mode-) Schmuck zu verzichten und Geld und Wertsachen (Kameras, Uhren, Smartphones etc.) nur im erforderlichen Umfang mitzunehmen und verdeckt zu tragen. Bei Überfällen sollte kein Widerstand geleistet werden. Die oft unter Drogeneinfluss stehenden Täter sind in aller Regel bewaffnet und schrecken vor Gewaltanwendung auch aus nichtigem Anlass nicht zurück. Es ist ratsam, stets einen geringeren Geldbetrag zur widerstandslosen Herausgabe mitzuführen.</strong></p>
<p><strong>Auf Straftaten im Umfeld der Prostitution (Diebstähle, Raub, Überfälle etc.) wird besonders hingewiesen. Berüchtigt ist die Verabreichung von Getränken mit Schlaf- bzw. willensverändernden Mitteln. Es wird dringend empfohlen, vor allem in Bars und anderen Lokalitäten Getränke nie unbeaufsichtigt zu lassen. Von der Mitnahme von Prostituierten oder flüchtigen Bekannten in das eigene Hotelzimmer wird ausdrücklich abgeraten. </strong></p>
<p><strong>Scheiterhaufen-Praxis:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/02/07/brasilien-papua-neuguinea-lebendiges-verbrennen-von-menschen-mit-benzin-und-autoreifen-toten-von-frauen-wegen-angeblicher-hexerei-in-beiden-staaten-berichte-der-landesmedien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/02/07/brasilien-papua-neuguinea-lebendiges-verbrennen-von-menschen-mit-benzin-und-autoreifen-toten-von-frauen-wegen-angeblicher-hexerei-in-beiden-staaten-berichte-der-landesmedien/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/17/lynchland-brasilien-meiste-opfer-lebendig-verbrannt/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/17/lynchland-brasilien-meiste-opfer-lebendig-verbrannt/</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>—</p>
<p><strong>Bolsonaro sagte im Februar 2000 dem brasilianischen Nachrichtenmagazin “Isto é” auf die Frage, ob die Polizei beim Vorgehen gegen Gefangene im Carandiru-Gefängnis korrekt gehandelt habe:”Ich denke weiterhin, daß die Möglichkeit verpaßt wurde, da drinnen 1000 zu töten.” </strong></p>
<p><strong> Möglicherweise ist auch dieses Bolsonaro-Zitat ein Hinweis darauf, aus welchen Motiven der Mainstream bisher zu dem Treffen Sanchez-Bolsonaro schweigt. Auch Blätter, die Sanchez-Kolumnen drucken, haben bisher auf eine Information der Leserschaft über die Sanchez-Treffen mit Rechten und Rechtsextremen verzichtet. </strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2013/04/carandirutote1.jpg" alt="carandirutote1.jpg" /></p>
<p><strong>Zeitungsausriß – mit MG zusammengeschossene Carandiru-Häftlinge in ihrem Blut.   </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/04/25/brasilien-der-massaker-oberst-von-carandiru-und-der-katholische-menschenrechtspriester-gefangenenseelsorger/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/04/25/brasilien-der-massaker-oberst-von-carandiru-und-der-katholische-menschenrechtspriester-gefangenenseelsorger/</a></p>
<p><strong>Bolsonaro befürwortete in dem Interview auch den Einsatz der Folter für heutige Straftäter, darunter Drogenhändler und Entführer. “O cara tem que ser arrebentado para abrir a boca.”</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2013/02/yoanisp2.jpg" alt="yoanisp2.jpg" /></p>
<p><strong> Proteste gegen die Kuba-Bloggerin Yoani Sanchez in Sao Paulo, vor dem Buchkaufhaus “Livraria Cultura” an der Avenida Paulista. “Yoani Sanchez – antikubanische Cyber-Söldnerin. Es lebe die kubanische Revolution”.</strong></p>
<p><strong> Dem Großaufgebot an Sicherheitskräften, darunter Militärpolizei und Wachpersonal, ist eine gewisse Unlust anzumerken, Anti-Sanchez-Proteste so einzuschränken, daß die Sanchez-Auftritte nicht abgesagt werden müssen. Auch der Auftritt im Veranstaltungssaal eines Buchkaufhauses wurde nach kurzer Zeit abgeblasen, auf eine Autogrammstunde mit Sanchez wurde von den Veranstaltern verzichtet.</strong></p>
<p>—</p>
<p><strong>Die brasilianischen Rechten und Rechtsextremisten hatte nicht zufällig besonders verärgert, daß unter der Lula-Dilma-Regierung die kommerziellen Beziehungen zu Kuba ausgeweitet, u.a. rund 14000 kubanische Ärzte nach Brasilien geholt wurden, um die katastrophale bzw. nichtexistiente medizinische Betreuung in den Armen-und Elendsvierteln zu verbessern. Denn dort weigern sich die fast durchweg der hellhäutigen Mittelschicht entstammenden brasilianische Ärzte, Dienst zu tun, Arztpraxen zu übernehmen. Zudem ist nicht zu übersehen, daß der Einsatz kubanischer Ärzte gewisse soziokulturelle Sprengkraft mit sich bringt. Denn zum ersten Mal erleben brasilianische Angehörige der Unterschicht, von Medizinern zivilisiert, professionell, menschlich, nichtrassistisch behandelt zu werden – die kubanischen Ärzte sind in Brasilien bei ihrer Klientel ausgesprochen populär, angesehen.</strong></p>
<p><strong>“Ekel vor schwarzer Haut”:</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/16/wie-hindere-ich-clever-und-hinterhaltig-dunkelhautige-am-beruflichen-aufstieg-oder-bewirke-sogar-ihre-entlassung-methoden-aus-brasilien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/16/wie-hindere-ich-clever-und-hinterhaltig-dunkelhautige-am-beruflichen-aufstieg-oder-bewirke-sogar-ihre-entlassung-methoden-aus-brasilien/</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Das rechtsgerichtete Neves-PSDB-Lager hatte mit großem Aufwand versucht, den Einsatz kubanischer Ärzte zu hintertreiben – nach einer Amtsenthebung von Dilma Rousseff ist damit zu rechnen, daß das entsprechende Abkommen mit Kuba gekündigt wird, die Ärzte zurückgeschickt werden. Indessen besorgen sich selbst US-Regierungen per gezielter Abwerbung seit Jahrzehnten bevorzugt kubanische Ärzte – die Einstufung der Qualität des US-Gesundheitswesens in internationalen Rankings spricht Bände…</strong></p>
<h2><strong>Obama nach Kuba 2016:</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2016/02/19/america-will-always-stand-for-human-rights-around-the-world-friedensnobelpreistraeger-barack-obama-mit-kuriosem-offenbar-nicht-ironisch-gemeintem-twitter-eintrag-zu-kuba/">http://www.hart-brasilientexte.de/2016/02/19/america-will-always-stand-for-human-rights-around-the-world-friedensnobelpreistraeger-barack-obama-mit-kuriosem-offenbar-nicht-ironisch-gemeintem-twitter-eintrag-zu-kuba/</a></h2>
<p><strong>Auf den  Anti-Rousseff-Kundgebungen fällt das ausgesprochen primitive Denken vieler Regierungsgegner ins Auge, die u.a. auf Plakaten, Spruchbändern just ausgerechnet Lula und Rousseff als Kommunisten kubanischer Prägung einstufen. Kubas wichtigster Wirtschaftszweig ist der Export von Fachkräften in zahlreiche unterentwickelte kapitalistische Staaten sowie in Programme der UNO, darunter in Afrika. Daß die Lula-Rousseff-Regierung ihre Kontakte zu Kuba populistisch auch etwas ideologisch verbrämte, ist verständlich, entbehrt jedoch  jeder Grundlage, wie u.a. ein Blick auf die Zusammenarbeit des erklärten Nicht-Linken Lula mit der Militärdiktatur, und danach mit berüchtigten Diktaturaktivisten zeigt. Gleiches gilt für Dilma Rousseff – die gravierenden Menschenrechtsverletzungen in Brasilien betreffen fast durchweg die Unterprivilegierten, Armen, Verelendeten.</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/12/brasilianische-menschenrechtsorganisationen-fordern-von-staatschefin-rousseff-definitive-erklarung-das-sie-folter-nicht-tolerieren-und-mit-allen-kraften-bekampfen-werde/">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/12/brasilianische-menschenrechtsorganisationen-fordern-von-staatschefin-rousseff-definitive-erklarung-das-sie-folter-nicht-tolerieren-und-mit-allen-kraften-bekampfen-werde/</a></p>
<p><strong>Politiker und Mythenbildung – Scheel, Genscher, Westerwelle, Schmidt, Brandt:</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2016/04/01/genscher-und-brasilien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2016/04/01/genscher-und-brasilien/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2016/04/06/willy-brandt-airport-helmut-schmidt-airport-gar-hans-dietrich-genscher-airport-kuriose-mythenbildung-verschweigen-von-biographie-fakten/">http://www.hart-brasilientexte.de/2016/04/06/willy-brandt-airport-helmut-schmidt-airport-gar-hans-dietrich-genscher-airport-kuriose-mythenbildung-verschweigen-von-biographie-fakten/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2016/04/20/spd-faellt-auf-historischen-tiefstwert-in-umfragen-faz-2016-kenntnisse-der-waehler-ueber-tatsaechliche-spd-werte-nehmen-offenbar-zu/">http://www.hart-brasilientexte.de/2016/04/20/spd-faellt-auf-historischen-tiefstwert-in-umfragen-faz-2016-kenntnisse-der-waehler-ueber-tatsaechliche-spd-werte-nehmen-offenbar-zu/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/06/lula-erhalt-in-paris-am-27-september-ehrendoktor-der-sorbonne-melden-landesmedien-interessante-sorbonne-auswahlkriterien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/06/lula-erhalt-in-paris-am-27-september-ehrendoktor-der-sorbonne-melden-landesmedien-interessante-sorbonne-auswahlkriterien/</a></p>
<p><strong>Bildungsqualität unter Rousseff(“Frauenpower”):</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/10/02/brasiliens-bildungsqualitat-nur-platz-88-in-ranking-des-weltwirtschaftsforums-2013-qualitat-des-bildungssystems-platz-105-grundschulen-qualitat-platz-109-qualitat-des-mathematik-und-wissenscha/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/10/02/brasiliens-bildungsqualitat-nur-platz-88-in-ranking-des-weltwirtschaftsforums-2013-qualitat-des-bildungssystems-platz-105-grundschulen-qualitat-platz-109-qualitat-des-mathematik-und-wissenscha/</a></p>
<p><strong>“Brasilien exzellent in Wirtschaft und Wissenschaft”:</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2016/04/22/brasilien-exzellent-in-wirtschaft-und-wissenschaft-deutsche-bundesregierung-berichtigt-nach-wie-vor-groteske-offizielle-fehlbewertung-des-strategischen-partners-brasilien-nicht-damaliger-aussen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2016/04/22/brasilien-exzellent-in-wirtschaft-und-wissenschaft-deutsche-bundesregierung-berichtigt-nach-wie-vor-groteske-offizielle-fehlbewertung-des-strategischen-partners-brasilien-nicht-damaliger-aussen/</a></p>
<p><strong>Gesichter Brasiliens – Megacity Sao Paulo:</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2015/10/31/gesichter-brasiliens-megacity-sao-paulo-2015/">http://www.hart-brasilientexte.de/2015/10/31/gesichter-brasiliens-megacity-sao-paulo-2015/</a></p>
<p><strong>Der brasilianische Kongreßabgeordnete Jair Bolsonaro widmete sein Votum für eine Amtsenthebung just jenem hochrangigen Geheimdienstoffizier Carlos Alberto Brilhante Ustra der Militärdiktatur, der seinerzeit die jetzige Staatspräsidentin Dilma Rousseff gefoltert hatte, stellen u.a. brasilianische Landesmedien heraus. Dilma Roussef hatte indessen die bisherige  Partei von Bolsonaro zum Koalitionspartner erwählt. Dieser Partei gehört auch der Diktaturaktivist Paulo Maluf an, der Brasilien nicht verlassen kann, weil er auf einer Interpol-Fahndungsliste steht. Maluf votierte ebenfalls für eine Amtsenthebung von Rousseff. Ein besonders auffälliges freundschaftliches Verhältnis zu Maluf pflegte Lula. </strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<h1 class="col-xs-13">“Bolsonaro defende torturador”(Bolsonaro verteidigt Folterer). Brasiliens größtes Nachrichtenmagazin Veja</h1>
<p><strong>Bolsonaro bei Abgabe des Votums: “Perderam em 64, perderam agora em 2016. Pela família, pela inocência das crianças em sala de aula, que o PT nunca teve, contra o comunismo, pela nossa liberdade, contra o Foro de São Paulo, pela memória do Coronel Carlos Alberto Brilhante Ustra, o pavor de Dilma Rousseff, pelo exército de Caxias, pelas Forças Armadas, pelo Brasil acima de tudo e por Deus acima de tudo, o meu voto é sim”.</strong></p>
<p><strong>Brasilianische Sozialwissenschaftler wie Eugenio Bucci handelte es sich dabei um ein Lob auf die Folter und einen berüchtigten Folterer – und damit um eine klare Verletzung der Würde des Parlaments.</strong></p>
<p><strong>Der Diktatur-und Folter-Befürworter Bolsonaro machte weltweit Furore wegen seiner intensiven Kontakte zur kubanischen Regierungsgegnerin Yoani Sanchez. Die intensiven Kontakte  zu berüchtigten Rechtsextremisten, Diktatur-und Folter-Befürwortern  hatten Yoani Sanchez zu einer außergewöhnlich positiven Bewertung durch den gesteuerten mitteleuropäischen Mainstream verholfen – Sanchez war daher nicht zufällig u.a. vom damaligen deutschen Außenminister Guido Westerwelle sowie von Grünen-Kretschmann empfangen worden. Viele deutsche Medien betrieben vor dem Hintergrund der Sanchez-Kontakte zu Rechtsextremisten  folgerichtig einen regelrechten Starkult um die Kubanerin – Hinweis auf die weitverzweigten Seilschaften der Rechten heute.  </strong></p>
<p><strong>Deutsche Politiker wie Willy Brandt, Helmut Schmidt, Hans-Dietrich Genscher pflegten sehr enge Beziehungen zur brasilianischen Folterdiktatur:</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2016/04/17/staatsakt-fuer-genscher-2016er-war-ein-glueck-fuer-unser-landgauck/">http://www.hart-brasilientexte.de/2016/04/17/staatsakt-fuer-genscher-2016er-war-ein-glueck-fuer-unser-landgauck/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2013/02/yoanisanchezbolsonaro1.jpg" alt="yoanisanchezbolsonaro1.jpg" /></p>
<p><strong>Ausriß,  d</strong><strong>as historische Foto – Bolsonaro und Yoani Sanchez in Brasilia  – bei Rechten und Rechtsextremisten, darunter in deutschen Medien, kam dieses Treffen sehr gut an. Inzwischen ist Yoani Sanchez Mitarbeiterin des deutschen Regierungssenders Deutsche Welle.:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/02/23/brasilien-das-historische-foto-kuba-bloggerin-yoani-sanchez-und-der-als-rechtsextrem-eingestufte-politiker-jair-bolsonaro-im-nationalkongres-von-brasilia-bolsonaro-verteidigt-in-anwesenheit-von-s/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/02/23/brasilien-das-historische-foto-kuba-bloggerin-yoani-sanchez-und-der-als-rechtsextrem-eingestufte-politiker-jair-bolsonaro-im-nationalkongres-von-brasilia-bolsonaro-verteidigt-in-anwesenheit-von-s/</a></p>
<p><strong>“Pinochet hätte mehr Leute töten müssen.” Jair Bolsonaro</strong></p>
<ul>
<li>“Pinochet devia ter matado mais gente.”</li>
</ul>
<dl>
<dd><em>-Sobre <a title="Augusto Pinochet" href="http://pt.wikiquote.org/wiki/Augusto_Pinochet">Augusto Pinochet</a>.</em> <sup><a href="http://pt.wikiquote.org/wiki/Jair_Bolsonaro#cite_note-5">[5]</a></sup></dd>
</dl>
<p><strong>Grünen-Kretschmann und Yoani Sanchez – die rechten Seilschaften von heute:</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/spd-steinmeier-kuba-yoani-sanchez/">http://www.hart-brasilientexte.de/tag/spd-steinmeier-kuba-yoani-sanchez/</a></p>
<p><strong>Yoani Sanchez – das Medienexperiment:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/14/yoani-sanchez-das-medienexperiment-2013-ist-es-moglich-fakten-und-informationen-uber-die-spektakularen-engen-kontakte-der-kubanerin-zu-einflusreichen-politikern-des-rechten-und-rechtsextremen-spe/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/14/yoani-sanchez-das-medienexperiment-2013-ist-es-moglich-fakten-und-informationen-uber-die-spektakularen-engen-kontakte-der-kubanerin-zu-einflusreichen-politikern-des-rechten-und-rechtsextremen-spe/</a></p>
<p><strong>Bolsonaro und die nazistisch-antisemitisch orientierte Militärdiktatur Brasiliens:</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/03/26/brasilien-rechtsextremer-kongresabgeordneter-jair-bolsonaro-beruhmt-wegen-engen-kontakts-zu-yoani-sanchez-beantragt-parlaments-sondersitzung-zur-wurdigung-des-blutigen-militarputschs-vor-50-jah/">http://www.hart-brasilientexte.de/2014/03/26/brasilien-rechtsextremer-kongresabgeordneter-jair-bolsonaro-beruhmt-wegen-engen-kontakts-zu-yoani-sanchez-beantragt-parlaments-sondersitzung-zur-wurdigung-des-blutigen-militarputschs-vor-50-jah/</a></p>
<p><strong>A ÍNTEGRA DA NOTA DO CONSELHO FEDERAL DA OAB/Estadao</strong></p>
<p>O Conselho Federal da OAB repudia de forma veemente as declarações do deputado Jair Bolsonaro (PSC-RJ), em clara apologia a um crime ao enaltecer a figura de um notório torturador, quando da votação da admissibilidade do processo de impeachment da presidente República Dilma Rousseff.</p>
<p>Não é aceitável que figuras públicas, no exercício de um poder delegado pelo povo, se utilizem da imunidade parlamentar para fazer esse tipo de manifestação num claro desrespeito aos Direitos Humanos e ao Estado Democrático de Direito.</p>
<p>O Conselho Federal da OAB irá avaliar o caso em sua próxima sessão plenária.</p>
<p>Claudio Lamachia<br />
Presidente Nacional da OAB</p>
<p>Everaldo Bezerra Patriota<br />
Presidente da Comissão Nacional de Direitos Humanos</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2 class="beitrags-titel">“Wir haben keine Elite – wir haben eine Oberschicht, fast immer dumm und grobschlächtig.” Daniel Piza, renommierter Kulturkolumnist der Qualitätszeitung “O Estado de Sao Paulo”</h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2016/04/17/brasilien-2016-tag-der-abstimmung-ueber-rousseff-amtsenthebungsverfahren-im-us-hinterhof/">http://www.hart-brasilientexte.de/2016/04/17/brasilien-2016-tag-der-abstimmung-ueber-rousseff-amtsenthebungsverfahren-im-us-hinterhof/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/04/ImpeachmentUSAFantasia161.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-68126" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/04/ImpeachmentUSAFantasia161-591x1024.jpg" alt="???????????????????????????????" width="591" height="1024" /></a></p>
<p><strong>17.4. 2016, US-Hinterhof – Pro-Impeachment-Kundgebung auf der Avenida Paulista in Sao Paulo.Daß Eduardo Cunha die Abstimmung im Abgeordnetenhaus leitet, degradiert nach Ansicht vieler Brasilianer das Land zur Bananenrepublik. Unter Lula-Rousseff wurde Brasilien weiter spürbar u.a. soziokulturell amerikanisiert – Brasilien und die USA haben u.a. ein Gewalt-Gesellschaftsmodell als auffällige Gemeinsamkeit. </strong></p>
<p><strong>“Morden mit Effizienz” – Bestsellerautor Joao Ubaldo Ribeiro:</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/08/26/brasilien-morden-mit-effizienz-bestsellerautor-joao-ubaldo-ribeiro-in-rio-de-janeiro-analysiert-gewaltkultur-des-tropenlandes-unter-lula-rousseff-morden-in-brasilien-ist-viel-banaler-als-jed/">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/08/26/brasilien-morden-mit-effizienz-bestsellerautor-joao-ubaldo-ribeiro-in-rio-de-janeiro-analysiert-gewaltkultur-des-tropenlandes-unter-lula-rousseff-morden-in-brasilien-ist-viel-banaler-als-jed/</a></p>
<p>-<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2016/04/17/brasiliens-regierungskrise-2016-impeachment-abstimmung-und-strassenproteste-in-sao-paulo/">http://www.hart-brasilientexte.de/2016/04/17/brasiliens-regierungskrise-2016-impeachment-abstimmung-und-strassenproteste-in-sao-paulo/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/04/TchauQueridaAbstimmung16.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-68165" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/04/TchauQueridaAbstimmung16-1024x412.jpg" alt="TchauQueridaAbstimmung16" width="1024" height="412" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Abgeordnetenhaus im Moment der erreichten Mehrheit für ein Amtsenthebungsverfahren.</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2016/04/15/brasilien-2016-amtsenthebungsverfahren-gegen-dilma-rousseff-geist-instinkte-des-mittelalters-im-scheiterhaufenland-siehe-angeli-karikatur-in-groesster-nationaler-qualitaetszeitung-folha-de-sao/">http://www.hart-brasilientexte.de/2016/04/15/brasilien-2016-amtsenthebungsverfahren-gegen-dilma-rousseff-geist-instinkte-des-mittelalters-im-scheiterhaufenland-siehe-angeli-karikatur-in-groesster-nationaler-qualitaetszeitung-folha-de-sao/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/04/ImpeachmentUSAFantasia2.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-68131" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/04/ImpeachmentUSAFantasia2-382x1024.jpg" alt="???????????????????????????????" width="382" height="1024" /></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/04/VerelendeterOpernhaus16.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-68072" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/04/VerelendeterOpernhaus16-1024x505.jpg" alt="???????????????????????????????" width="1024" height="505" /></a></p>
<p><strong>Verelendeter in Sao Paulo vor Opernhaus – am Tag vor der Abstimmung im brasilianischen Abgeordnetenhaus über das Amtsenthebungsverfahren gegen Staatspräsidentin Dilma Rousseff. Der Gouverneur des wirtschaftlich führenden brasilianischen Teilstaats Sao Paulo gehört zur Partei PSDB, unter den erbittertsten Gegnern der Regierung und ihrer Viel-Parteien-Koalition von Rousseff. Die sozialen Kontraste, die soziale Indifferenz in Sao Paulo, reichste Stadt Lateinamerikas, sind bemerkenswert kraß – die Megacity hat über 2500 Slums. </strong></p>
<h2 class="beitrags-titel">Brasilien, Befreiungstheologe Frei Betto, Ex-Berater Lulas: Wie biegt man einen “Linken” zurecht <span class="kleiner"><a class="post-edit-link" href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?post=157&amp;action=edit">**</a></span></h2>
<div class="beitrags-info">tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/befreiungstheologie/" rel="tag">befreiungstheologie</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasilien/" rel="tag">brasilien</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/demokratie/" rel="tag">demokratie</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/frei-betto/" rel="tag">frei betto</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/lula/" rel="tag">lula</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/westliche-werte/" rel="tag">westliche werte</a></div>
<div class="beitrag">
<p><strong>HOW TO RIGHTEN A LEFTIST<br />
</strong><strong><br />
Ever since the phrase ”to be on the left” was used in reference to the French Revolution it has meant to opt for the poor, to feel indignation regarding social exclusion, to believe that any kind of injustice is unacceptable and according to Bobbio , to consider social inequality as an aberration.</strong></p>
<p><strong>To be on the right is to tolerate injustice, to consider the imperatives of the market above human rights, to see poverty as an incurable blemish, to judge that there are peoples and nations who are intrinsically superior to others.</strong></p>
<p><strong>To be a leftist “ a pathology diagnosed by Lenin as a ”childish disease of communism “ is to be against all bourgeois power until one enters into it. The leftist is a fundamentalist for his own sake. He incarnates all the religious models proper to religious fundamentalists¦ Â If the leader sneezes, he claps his hands, if he cries he becomes sad, if he changes his opinion he quickly analyses the conjuncture and tries to prove that today™s power relations are¦</strong></p>
<p><strong>The leftist loves academic categories from the left but he is like General Figueiredo on one point: he cannot stand the smell of the people.  For him ”people” is an abstract noun which only becomes concrete when it comes to obtaining votes. Then, the leftist gets closer to the poor not because he is concerned about their lot but for one simple reason: to get votes for himself and/or for his gang. After the elections, goodbye suckers, until the next election!</strong></p>
<p><strong>Since the leftist only has interests and not principles, nothing is easier than to straighten him out. Give him a good job. It cannot be the sort of work which obliges common mortals to earn their bread and butter with blood, sweat and tears. Â It has to be one of those jobs which pay good wages and where there are more rights than obligations, particularly one in the civil service. It could even be in a private company. The important thing is that the leftist must feel he has received his share with a significant increase to his personal income.</strong></p>
<p><strong> This occurs when he is elected or named for public office or is given a management position in a private company. He will then undeniably lower his guard. He doesn™t even question himself. The mere smell of money, together with the position of power will produce the unbeatable alchemy capable of turning the head of the most rhetorical revolutionary.</strong></p>
<p><strong> Good pay, a position of power and plenty of perks, these are the ingredients which will intoxicate the leftist on his journey towards the shameful right “ which acts as such but won™t admit it. Right away the leftist will change his friendships and his luxuries. Instead of cachaça he drinks imported wine, Scotch whiskey instead of beer; he exchanges his flat for a condo and his evenings in the pub for elegant parties.</strong></p>
<p><strong> If a colleague from the past contacts him he beats around the bush, changes the subject, asks his secretary to deal with him and in a low voice grumbles about the ”pain in the neck”. Now all his steps move with surgical precision towards his rise to power. He loves to mix with businessmen, the rich and ranchers. He delights in his pleasures and gifts. The worst thing that could happen to him would be to return to what he once was, when he received no strokes or salaams, a common citizen struggling for survival.<br />
</strong></p>
<p><strong> Goodbye ideals, utopias, dreams! Long live pragmatism, the politics of results, co-optation, the expert practise of fraud (although there will be mistakes. In this case, the leftist depends on rapid help from his equals: accommodating silence, the pretending that nothing happened, today it was you, tomorrow it could be me¦)</strong></p>
<p><strong> I thought of this description because a few days ago at a ”do I met an old friend from the popular movements who had been a partner in the struggle against the dictatorship. He asked me if I was still involved with ”those people from the periphery[5] &lt;#_ftn5&gt;  as he pontificated ”How silly of you to give up your job in the government. You could have done much more for those people if you had remained in it.</strong></p>
<p><strong> I felt like laughing in his face, he was someone who in the past would have made Che Guevara feel like a small bourgeois, this was how big his revolutionary fervor had been. I contained myself so as not to be rude to that ridiculous figure, with his hair smarmed down with gel, his expensive suit and his shoes fit for angels. I simply responded ”I have become a reactionary, faithful to my old principles. I prefer to run the risk of making a mistake next to the poor than to be pretentious enough to think that I can win without them.</strong></p>
<p><strong> *Frei Betto is a writer, author of ”CalendÃ¡rio do Poder (A Calendar of Power) (Rocco).</strong></p>
<p><strong>About the Author</strong></p>
<p><strong>He is a Brazilian Dominican with an international reputation as a liberation theologian.<br />
Within Brazil he is equally famous as a writer, with over 52 books to his name. Â In 1985 he won Brazil™s most important literary prize, the Jabuti, and was elected Intellectual of the Year by the members of the Brazilian Writers™ Union.</strong></p>
<p><strong>Frei Betto has always been active in Brazilian social movements, and has been an adviser to the Church™s ministry to workers in Sáo Paulo™s industrial belt, to the Church base communities, and to the Landless Rural Workers™ Movement (MST).</strong></p>
<p><strong>In 2003-2004, he was Special Adviser to President Lula and Coordinator of Social Mobilisation for the Brazilian Government™s Zero Hunger programme.</strong></p>
<h1 class="entry-title">Brasiliens konfuse Präsidentschaftswahlen/2010</h1>
<div class="entry-content">
<p><strong>Mit Pomp und Getöse zogen Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva und Nachfolge-Wunschkandidatin Dilma Rousseff mitten in der City von Sao Paulo Tage vorm ersten Pflichtwahlgang kühn eine „Siegeskundgebung“ durch – der Nation wurde per TV-Propaganda eingehämmert, dass „Dilminha“ überlegen gewinnen würde und es zwecklos sei, hinter der Pappwand der Wahlkabine gar Gegenkandidaten in den Votiercomputer einzutippen. Zugleich wurde man auf der „Siegeskundgebung“ Zeuge bizarrer Polit-Schauspielerei von Lula &amp; Co., absurdem Victoria-Gekrähe. Denn der Stimmungswandel im Wahlvolk ist selbst hier deutlich zu spüren: Im Großraum der Megacity leben bzw. hausen rund 24 Millionen Menschen teils in grausigen Elendsvierteln, doch ins Samba-Stadion mussten von weither Anhänger mit Bussen herangekarrt werden, da sich offensichtlich in Sao Paulo freiwillig kaum jemand auf den Weg machen wollte. Lula, Dilma Rousseff und Gouverneurskandidat Aloisio Mercadante gestikulierten vor höchstens 3.000 Leuten, statt vor Zehntausenden. Der Staatschef selbst feierte bei jeder Gelegenheit angebliche Popularitätsraten von über 80 Prozent als Zustimmung zu seiner Politik, zu den Resultaten achtjähriger Amtszeit. Dilma Rousseff ist jahrelang seine Chefministerin des Zivilkabinetts – beide schmissen den Wahlkampf landauf, landab zu zweit. Da galt auch vielen im fernen Europa der Wahlsieg als todsicher. Zumal sogar brasilianische Unterschichtenfrauen nicht Dilma Rousseff als Präsidentschaftskandidaten der Arbeiterpartei nannten, sondern Lula. „Eu voto de novo pra Lula!“ Er führe doch in Wahrheit den Laden weiter, „Dilminha“ sei nur seine Marionette. Der Ex-Gewerkschaftschef selbst hatte eingeräumt, in einer Rousseff-Regierung eine aktive Rolle spielen zu wollen.</strong></p>
<p><strong>Doch die „Siegesfeier“ in Sao Paulo war verfrüht, denn bekanntlich erhielt Dilma Rousseff im ersten Wahlgang nicht einmal 47 Prozent der Pflichtwählerstimmen und muss am 31. Oktober gegen Herausforderer José Serra von der stockkonservativen bis rechten, nur dem Namen nach „sozialdemokratischen Partei“ Brasiliens in die Stichwahl. Brasiliens Politikexperten schlussfolgern daher: Wenn die Wunschkandidatin sich überraschend einer Stichwahl unterziehen muss, zeigt dies, was die Mehrheit der Brasilianer tatsächlich über die Leistungen der Lula-Regierung denkt. Und das sogar in der wichtigsten lateinamerikanischen Industrieregion, dem Proletarier-Teilstaat Sao Paulo – Wiege der Arbeiterpartei PT und ihres Führers Lula. Nicht einmal hier kam Dilma Rousseff auf eine Stimmenmehrheit – und der neue Gouverneur ist aus der Partei von José Serra.</strong></p>
<p><strong>Brasilien, 24-mal größer als Deutschland, hat 26 Teilstaaten und den Hauptstadtdistrikt Brasilia. Serras Partei PSDB stellt künftig die Gouverneure in wirtschaftlich führenden Teilstaaten wie Sao Paulo, Minas Gerais sowie Paraná, außerdem im nördlichen Tocantins und hat zudem in der Stichwahl gute Chancen auf weitere Teilstaaten. Lulas Arbeiterpartei errang im ersten Wahlgang lediglich vier Gouverneursposten, mit Ausnahme des an Argentinien und Uruguay grenzenden Rio Grande do Sul allesamt wirtschaftlich weniger wichtig.</strong></p>
<p><strong>Die Abgeordnetenkammer des brasilianischen Nationalkongresses hat 513 Sitze, doch Lulas PT kommt künftig nur auf 86 – auch auf die Kongresskandidaten färbte Lulas „Popularität“ also nicht gerade ab. Was war geschehen? Nur Wochen vor den Wahlen leistete sich die Regierung einen weiteren heftigen Korruptionsskandal. Die Hauptbelastete, Erenice Guerra, enge Vertraute von Lula und Dilma Rousseff, verteidigte der Staatschef zunächst, bescheinigte ihr unschätzbare Verdienste für Brasilien. Die Enthüllungsberichte der Medien zeigten lediglich „Intoleranz, Hass und Lüge“. Doch dann blieb Lula nichts weiter übrig, als jene Erenice Guerra zu feuern, die von Dilma Rousseff zur Nachfolgerin im Regierungskabinett gemacht worden war. Vor diesem Hintergrund änderten viele Brasilianer kurzfristig ihre Wahlabsichten, weil sie das denn doch zu fatal an den Mega-Skandal um Parteien-und Stimmenkauf in Lulas erster Amtszeit erinnerte, als der damalige Chefminister flog – und Dilma Rousseff den Posten bekam.</strong></p>
<p><strong>Die einstige Diktaturgegnerin Rousseff will in Brasilien die Abtreibung legalisieren – doch kurz vorm Urnengang Anfang Oktober bemerkten ihre Wahlmanager, dass es deshalb bei Katholiken und evangelikalen Sektenkirchen gefährlich rumorte. Überraschend erklärte sie sich deshalb zur Abtreibungsgegnerin – und machte damit alles nur noch schlimmer. Der Positionswechsel wurde von den Kirchen als plumper Anbiederungsversuch verstanden und spielte prompt Herausforderer José Serra Stimmen zu, der eine Abtreibungsfreigabe ablehnt. Doch Hauptnutznießerin wurde Marina Silva, Predigerin einer evangelikalen Wunderheilerkirche und Präsidentschaftskandidatin der Grünen Partei Brasiliens (PV), eine frühere Umweltministerin Lulas. Dessen Wahlkampfteam entdeckte zu spät, dass PV-Leute massiv religiöse Botschaften gegen Dilma Rousseff verbreiteten. Videos von Sektenpastoren wurden zu regelrechten Hits und im Internet Millionen Mal angeklickt. Abtreibung halten immerhin 56,4 Prozent der 16- bis 18-Jährigen öffentlicher Schulen Rio de Janeiros laut einer neuen Umfrage für ein „Verbrechen“ – und für rund die Hälfte wäre die Homo-Ehe entweder „Sünde“ oder eine „Verirrung“. Rund 71 Prozent der Brasilianer wollen keine legalisierte Abtreibung. Der tief konservative Grünen-Star Marina Silva liegt da sozusagen voll im Trend – und erreichte als Drittplatzierter im ersten Wahlgang rund 20 Prozent. Brasiliens Grüne erklärten sich vor der Stichwahl offiziell als neutral – doch gemäß Umfragen schwenken die allermeisten Marina-Silva-Wähler jetzt zu José Serra um. Kein Wunder – in den Teilstaaten sind sie meist dessen Parteigänger, und in der Präfektur von Sao Paulo stellen die Grünen sogar den Umweltsekretär. Dass es in der Megacity trotz oder vielleicht besser: dank grüner Macht-Teilhabe um den Umweltschutz eher katastrophal steht, ist bekannt – Flüsse sind eklige Kloaken, die Gift-Luft verursacht Kopfschmerzen, Allergien, Krebs, Infarkte, Schlaganfälle, und selbst ein Radwegnetz sucht man in der Stadt vergeblich.</strong></p>
<p><strong>Marina Silva hätte als Umweltministerin in sechs Amtsjahren durchaus mancherlei Verbesserungen bewirken können. Der renommierte Naturschutzexperte Mario Moscatelli aus Rio de Janeiro erlebte sie indessen „bürokratisch und beinahe apathisch“, Greenpeace-Experte Sergio Dialetachi empfahl ihr bereits im ersten Jahr den Rücktritt. Unter Marina Silva machte die Urwald-und Savannenvernichtung kräftige Fortschritte, kam der Gensoja-Anbau richtig in Fahrt, wurde Brasilien Weltmeister beim Agrargifteinsatz, wurden Persilscheine für den Bau großer Wasserkraftwerke in Amazonien und für die Umleitung des Nordost-Stroms Sao Francisco ausgestellt, fiel die Entscheidung für fünf Atomkraftwerke – alles Projekte, gegen die Umweltschützer Sturm laufen. Marina Silva hat in Europa eine gute Presse, bekommt sogar hochdotierte Umweltpreise. Anderen ist die Grüne womöglich sympathisch, weil sie als Ministerin zu Korruptionsskandalen, zu gravierenden Menschenrechtsverletzungen, darunter alltäglicher Folter, oder Todesschwadronen den Mund hielt und auch im Präsidentschaftswahlkampf diese Themen nicht ansprach. Amnesty International hat systematische Folter, Scheiterhaufen und Killerkommandos, außergerichtliche Exekutionen, Sklavenarbeit sowie die Rechtlosigkeit der Slumbewohner unter der Diktatur neofeudaler, hochgerüsteter Banditenkommandos und paramilitärischer Milizen immer wieder angeprangert, Lulas acht Regierungsjahre als Enttäuschung bezeichnet. „Die Praxis der Folter ist als Form institutioneller Gewalt im Alltag des Sicherheitsapparats weiter präsent und richtet sich besonders gegen die Armen“, analysiert die nationale Soziologiezeitschrift.</strong></p>
<p><strong>Dies erleichtert die politische Einordnung des Staatschefs und seiner Regierung kolossal, zumal er seit Amtsbeginn von der nationalen und internationalen Geldelite mit Sympathiebekundungen überschüttet wird, die Zahl brasilianischer Millionäre und Milliardäre sprunghaft anstieg. Aber lobt nicht alle Welt, dass unter Lula die Armut deutlich sank, an die 36 Millionen Brasilianer sogar in die Mittelschicht aufstiegen? Stutzig könnte machen, dass die achtgrößte Wirtschaftsnation auf dem UNO-Index für menschliche Entwicklung auf den 75. Platz zurückfiel, weltweit nur in Haiti und Bolivien die gesellschaftliche Ungleichheit krasser ist. Zudem liegt Brasiliens Armutsgrenze kurios niedrig. Das Land zählt inzwischen zu den teuren Ländern – doch wer monatlich umgerechnet mehr als etwa 65 Euro verdient, ist statistisch nicht mehr arm. Und mit einem Familien-Haushaltseinkommen von umgerechnet rund 500 Euro (!) gehört man schon zur Mittelschicht. Viele, doch keineswegs alle armen oder verelendeten Familien, die anspruchsberechtigt sind, bekommen Anti-Hunger-Hilfe der Regierung, die sogenannte Bolsa Familia. Im Schnitt sind es monatlich umgerechnet an die 43 Euro. Das macht dann bei einem Slum-Ehepaar mit vier, fünf, sieben Kindern wie viel pro Kopf? Nicht zufällig spricht sogar die UNO von „offiziellen Almosen“, ungeeignet den Hunger zu beseitigen. Bolsa Familia wird überdies praktisch von der Zielgruppe selbst finanziert, nämlich über absurd hohe indirekte Steuern.</strong></p>
<p><strong>Lula hatte versprochen, das Hungerproblem auszutilgen, muss sich indessen von den Landesmedien vorrechnen lassen, dass sein U-Boot-Rüstungsgeschäft mit der Sarkozy-Regierung so teuer ist wie zwei Jahre Anti-Hunger-Programm. Gehe ich durch Sao Paulo, Lateinamerikas reichste Stadt mit über 2.000 Slums, sehe ich täglich zerlumpte, abgehungerte Gestalten, die abgestellte Müllsäcke aufreißen und dann bei Tropenhitze vergorene, grauenhaft stinkende Abfälle in sich hineinschlingen.</strong></p>
<p><strong>Präsidentschaftskandidatin Dilma Rousseff hat unterdessen eine religiöse Offensive gestartet, bezirzt Katholiken und Sekten. Abtreibung solle nicht legalisiert werden, und Beschränkungen für religiöse Predigten werde sie als Staatschefin nicht zulassen. Denn ein geplantes Gesetz sollte verbieten, dass evangelikale Pastoren Homosexuelle weiterhin als krank bezeichnen und deren medizinische Behandlung empfehlen.</strong></p>
<p><strong>Fazit: Es könnte also doch noch klappen mit Rousseffs Wahlsieg.</strong></p>
</div>
<p>—</p>
<h1 class="entry-title">Dilma Rousseffs schlechter Start/2011</h1>
<div class="entry-content">
<p><strong>Brasiliens neue Staatspräsidentin, zuvor Lulas Chefministerin, verschont die Nation bisher mit dem vom Ziehvater gewohnten Schwall aus Propagandareden – dafür haben es die politischen Ereignisse in sich.</strong><br />
<strong>Der angesehene kirchliche Menschenrechtsanwalt Sebastiao Bezerra da Silva wurde sadistisch gefoltert und ermordet – auch in den acht Regierungsjahren zuvor war das Verfolgen von Menschenrechtsaktivisten normal. Silva ermittelte gegen die landesweit aktiven, von Staatsangestellten geleiteten Todesschwadronen, gegen folternde Militärpolizisten und bekam deshalb Morddrohungen. Im archaischen nordöstlichen Teilstaat Maranhao, der laut Kirchenangaben bei Gefängnis-Folter an der Spitze steht, kam es zur ersten Häftlingsrevolte unter Rousseff – sechs Männer wurden getötet, Fotos der abgeschlagenen Köpfe waren in den Regionalzeitungen zu sehen. Maranhao wird von Gouverneurin Roseane Sarney regiert, die mit Dilma Rousseff befreundet ist, und bei nettem privaten Beisammensein mit ihr zur Laute allerlei populäre Liebeslieder sang. Eine unabhängige Untersuchungskommission zum Häftlingsaufstand gibt es nicht, Brasilia reichen die Angaben der Militärpolizei – ein Relikt der Militärdiktatur. Der Teilstaat ist zudem Herrschaftsgebiet des Oligarchen José Sarney, der einst die Folterdiktatorenpartei ARENA führte – und heute als Senatspräsident den brasilianischen Nationalkongress. Mit ihm, dem hochwichtigen politischen Bündnispartner, feierte Dilma Rousseff ihren Wahlsieg – auch das spricht Bände.</strong><br />
<strong>Auch die neue Menschenrechtsministerin Maria do Rosario beschreibt – wie ihr Vorgänger – die größte lateinamerikanische Demokratie als Folterstaat, nennt Torturen in total überfüllten Gefängnissen und selbst in psychiatrischen Anstalten ein „gravierendes nationales Problem“. Als Dilma Rousseff noch zuständige Chefministerin war, hatten derartige Eingeständnisse allerdings keinerlei praktische Bedeutung. Gleiches gilt für den jetzt auf der Berlinale gezeigten sozialkritischen Streifen „Tropa de Elite 2“, der Brasiliens bedrückende Menschenrechtslage eindrücklich abbildet. Wie im Vorgängerfilm, der 2008 den Goldenen Bären gewann, gibt es wieder eine der für Rio de Janeiro typischen Scheiterhaufenszenen – weder Lula noch Rousseff haben sich jemals zu dieser in den Slums unweit des neuen ThyssenKrupp-Stahlwerks gängigen Hinrichtungs-und Einschüchterungspraxis geäußert.</strong><br />
<strong>Wie es sich gehört, hat Brasilien als vielgelobte Demokratie und strategischer Partner auch der Berliner Regierung natürlich die UNO-Menschenrechtsabkommen unterzeichnet. Von möglichen Sofortmaßnahmen der Rousseff-Regierung zwecks Umsetzung ist aber nichts bekannt. Dafür erfährt man aus einer jetzt veröffentlichten Studie, was sich unter dem Gespann Lula-Rousseff noch so entwickelte. Bei Tötungen durch Schusswaffen liegt Brasilien weltweit an der Spitze – und von drei Ermordeten sind zwei schwarz. Der Soziologe Julio Waiselfisz, dessen Team die Studie erarbeitete, spricht von „Merkmalen der Ausrottung, Vernichtung“ und von fehlender öffentlicher Sicherheit für die arme, mehrheitlich schwarze Bevölkerung. Mit der öffentlichen Sicherheit passiere dasselbe wie bei Bildung, Gesundheit, Sozialversicherung – es werde privatisiert. „Wer kann, zahlt für privaten Sicherheitsdienst. Die Schwarzen gehören zu den Ärmsten, leben in Risikozonen und können nicht zahlen.“</strong><br />
<strong>Laut unvollständigen Statistiken werden in Brasilien jährlich immerhin etwa 55.000 Menschen ermordet. Die UNICEF ergänzt: Bei Morden an 15-bis 19-Jährigen liegt Brasilien weltweit an der Spitze, 38 Prozent der brasilianischen Jugendlichen leben in Armut und Misere. Die Rousseff-Regierung sollte daher in Programme für Gesundheit, Bildung und Sicherheit investieren, die sich gezielt an die 33 Millionen Heranwachsenden zwischen 10 und 19 Jahren richten. Aber irgendwie scheint Brasilia gar nicht so gut bei Kasse zu sein, wie Lula unter Hinweis auf angeblich fette Devisenreserven stets verkündete. Als die hausgemachte Erdrutsch-Umweltkatastrophe im Januar bei Rio de Janeiro rund tausend Todesopfer forderte – etwa 500 Menschen werden noch vermisst – fehlte es den Rettungsmannschaften arg an Mitteln und Ausrüstung, weil zuvor beim Katastrophenschutz extrem gespart worden war. Als Präsidentin Rousseff die Region besuchte, wurde sie mit ihren eigenen Fehlleistungen aus der Zeit als Chefministerin direkt konfrontiert. Das großflächige Abholzen und Bebauen von Steilhang-Risikozonen war erlaubt und wurde sogar gefördert– doch nun bettelt Rousseff gar die Weltbank um einen Milliardenkredit an, damit Slumbewohner  aus entsprechenden Zonen umgesiedelt werden können. Bereits 2008 wurde die Region von einer solchen Umweltkatastrophe heimgesucht – und der Lula-Regierung vorgerechnet, für Präventivmaßnahmen nur 12 Prozent (!) der vorgesehenen Haushaltsmittel investiert zu haben. Sogar die UNO wirft Lula vor, bereits 2005 ein Katastrophenwarnsystem versprochen zu haben, das aber immer noch nicht funktioniere.</strong><br />
<strong>Um 2010 Rousseffs Wahlsieg zu garantieren, wurden die Regierungsausgaben, darunter für Propaganda, stark erhöht. Derzeit werden sie, notgedrungen, drastisch zurückgefahren, denn die Sozialbewegungen protestieren heftig, weil Präsidentin Rousseff die Anhebung des Mindestlohns deutlich unter der kräftigen Teuerungsrate hielt. Die umgerechnet etwa 248 Euro brutto monatlich passen schwerlich zu den erneuten Versprechen, nun aber wirklich Hunger und Misere auszutilgen. Das Mindestsalär bekommen laut offiziellen Angaben 29,1 Millionen registriert oder unregistriert Beschäftigte sowie 18,6 Millionen Sozialversicherte, darunter zwei von drei Rentnern. Doch ein Großteil der unregistriert, ohne Arbeitsvertrag und rechtliche Absicherung Beschäftigten hat deutlich geringere Einkünfte – in einem Land mit inzwischen oft deutlich höheren Preisen als in Deutschland, gerade bei Grundnahrungsmitteln als in Deutschland – und in einer Phase schmerzhafter Preisanstiege.</strong><br />
<strong>Vor diesem Hintergrund erklärt sich auch das Phänomen, dass Gewerkschaften inzwischen sogar Rechtsparteien applaudieren, weil die einen höheren Mindestlohn vorschlugen. Zugleich wird an die enormen Diätenerhöhungen der Kongresspolitiker sowie an das Einkommen von „Working Class Hero“ Lula erinnert. Seit Januar bekommt er monatlich allein als Ehrenpräsident der Arbeiterpartei umgerechnet rund 6.000 Euro, dazu die satten Bezüge als Ex-Staatschef. Zudem erhält er seit seinem 51. Lebensjahr eine Entschädigung von 1.900 Euro monatlich, weil er 31 Tage in Diktatur-Haft saß. Als ihm jetzt ein Unternehmen für einen Vortrag 100.000 Dollar Honorar anbot, lehnte Lula laut Landesmedien ab – entweder 200.000 Dollar oder kein Vortrag. Da bietet sich ein Vergleich mit den Hilfen des Anti-Hunger-Programms „Bolsa Familia“ an – denn 42 Prozent der Empfänger, also 5,3 Millionen Menschen, leben gemäß neuen Studien nach wie vor im Elend. Zwischen 14 und maximal 105 Euro werden monatlich ausbezahlt – pro Familie wohlgemerkt, meist sind sie kinderreich. Die Möglichkeit, Elend und Hunger unter den Bezugsempfängern rasch durch eine angemessene Hilfe zu beseitigen, werde nicht einmal erwogen, empören sich Kommentatoren. Die Regierung kürzt jetzt stattdessen sogar die Gelder eines Hausbauprogramms für die Unterschicht fast um die Hälfte.</strong><br />
<strong>Im Zuge des Rousseff-Starts erfuhr man auch, wie Brasilien heute kulturell tickt. Nach der Umweltkatastrophe erklärte die Präsidentin für mehrere Tage Staatstrauer, der Teilstaat Rio de Janeiro sogar für eine ganze Woche – doch selbst am Zuckerhut gingen die Vorkarnevalsfeste der Sambaschulen und andere karnevalistische Aktivitäten auf vollen Touren weiter. Renommierte Therapeuten und Sozialwissenschaftler haben auf diesen befremdlichen Umgang mit Tragödien aufmerksam gemacht. Andererseits – beim Kulturexport kommt das Riesenland laut UNO-Daten nur auf 0,2 Prozent des Weltvolumens, liegt auf Platz 26, gleichauf mit Rumänien.</strong></p>
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<h1 class="entry-title">Elitekandidat Lula/2006</h1>
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<p><strong>Angesichts Lulas Wiederwahl als Staatschef hat der bekannte Befreiungstheologe Frei Betto die Befürchtung geäußert, die Regierung könne in der zweiten Amtsperiode zur »Geisel konservativer Kräfte« werden und damit die Möglichkeit verlieren, Wirtschaftswachstum zu fördern und die enormen sozialen Kontraste zu verringern. Auch führende Sozialwissenschaftler und die katholische Kirche sagen Lula ein weit schwieriges Regieren voraus.</strong><br />
<strong>Denn als Resultat der Gouverneurs- und Kongreßwahlen, die im Oktober parallel stattfanden, hat sich die politische Landkarte des größten und wirtschaftlich stärksten lateinamerikanischen Staates erheblich verändert. Die Brasilianische Bischofskonferenz (CNBB) forderte nach den zahlreichen Regierungsskandalen von Lula in einer Botschaft eine ethische Amtsführung.</strong><br />
<strong>CNBB-Generalsekretär Odilo Scherer betonte, in den vergangenen Jahren sei die tiefe moralische Krise der Politik für alle Brasilianer offenbar geworden, habe es immer wieder Enthüllungen über Korruption und Machtmißbrauch durch Exekutive und Legislative gegeben. Die Politik müsse ihre ethische Dimension zurückgewinnen und nicht länger nur eine auf raschen Vorteil gerichtete Aktivität bleiben. Laut Scherer warnt die Bischofskonferenz Brasilia zudem vor einer »Merkantilisierung des Lebens in einem vorrangig auf Profit und unmittelbaren Nutzen gerichteten Wirtschaftsmodell«.</strong><br />
<strong>In Millionenstädten wie Rio, São Paulo, Fortaleza, Recife, Belo Horizonte, Belem und Salvador, so eine neue Studie, ist die Zahl der Armen und Verelendeten heute höher als 1995. In der neuesten Unesco-Statistik über die Qualität des öffentlichen Bildungswesens liegt die zehntgrößte Wirtschaftsnation Brasilien nur auf Platz 72, sogar noch hinter Paraguay. Kuba rangiert dagegen noch vor Chile auf dem 27. Platz, China auf dem 43., Mexiko auf dem 48., Argentinien auf dem 50. Rang. Die Bischofskonferenz ist zudem sehr besorgt über die politische Zusammensetzung des neu gewählten Nationalkongresses. Staatschef Lulas Arbeiterpartei (PT) hat dort keine Mehrheit, mindestens ein Drittel der neuen Abgeordneten sind Millionäre. Auch 53 Abgeordnete, gegen die Gerichtsprozesse laufen oder gegen die wegen Verbrechen ermittelt wird, wurden wiedergewählt.</strong><br />
<strong>Der wirtschaftlich starke, durch Deutschstämmige geprägte südbrasilianische Teilstaat Rio Grande do Sul, in dem mehrmals das Weltsozialforum stattfand, war bisher eine Hochburg von Lulas PT, künftig wird er von der PSDB-Gouverneurin Yeda Crusius regiert.</strong><br />
<strong>Die Sozialdemokraten haben künftig in sechs brasilianischen Teilstaaten die Macht, in denen exakt 51 Prozent des nationalen Bruttosozialprodukts erzeugt werden und der größte Teil der Arbeiterschaft lebt. Die von Lulas Partei administrierten fünf Teilstaaten kommen dagegen nur auf acht Prozent des Bruttosozialprodukts.</strong><br />
<strong>Renommierte Sozialwissenschaftler wie Claudio Abramo aus São Paulo meinen, wegen der Struktur des neuen Nationalkongresses werde in Lulas zweiter Amtszeit nicht nur das Regieren, sondern auch der Kampf gegen die Korruption viel schwieriger werden. »Denn man muß ja die Ursachen bekämpfen, von denen ein beträchtlicher Teil der Abgeordneten Nutzen hat. Die Chancen sind hoch, daß Brasilien mit dem neuen Kongreß noch viel schlimmere Erfahrungen macht als mit dem bisherigen.« Unter den Abgeordneten befänden sich viele Abenteurer und egozentrische Opportunisten, denen es nur um persönliche Interessen gehe.</strong><br />
<strong>Abramo äußerte sich auch zu der Tatsache, daß mindestens sechs der Kongreß-Millionäre Mitglied in Lulas Arbeiterpartei sind: »Das ist keineswegs überraschend, da die Arbeiterpartei nie eine linke Partei war.« Die Universitätsprofessorin Anita Prestes aus Rio, Tochter der in Bernburg von den Nazis vergasten Olga Benario, vertritt die Position, daß es in Brasilien gar keine linken Parteien und Organisationen gibt, lediglich linke Einzelpersönlichkeiten. Claudio Abramo von <i>Transparencia Brasil</i> gibt ihr Recht. »Solche Parteien und Organisationen existieren tatsächlich nicht, das ist die Wahrheit, derartiges ist hier nicht verwurzelt. Wir haben hier keinen Teil der Gesellschaft, der eine linke Partei tragen könnte. Wir sind ein deutlich unterentwickeltes Land – die intellektuelle Produktion Brasiliens ist von niedrigstem Niveau.«</strong><br />
<strong>Zur wachsenden Zahl von Millionären im Kongreß meinte Abramo: »Das ist ein Reflex der sozialen Ungleichheit in Brasilien und zeigt den Einfluß des Geldes im Wahlprozeß. Geld ist der große Stimmenbeschaffer. Hier sieht man einen Fehler unseres Wahlsystems. Die Oberschicht wird begünstigt, Leute mit viel Geld gehen in die Politik, um ihre Interessen zu verfechten. Angehörige der Bevölkerungsmehrheit sind dagegen durch unser Wahlsystem benachteiligt.«</strong><br />
<strong>Der Sänger und Komponist Caetano Veloso meinte vor den Stichwahlen, Brasiliens Eliten hätten Lula bisher unterstützt – und würden dies weiter tun. Olavo Setubal, Chef und Gründer der großen Privatbank Itaù, stellte klar, keinen Unterschied zwischen Lula und den sozialdemokratischen Herausforderer Alckmin zu sehen. Brasiliens Privatbanken machten unter Lula dank dessen Hochzinspolitik die größten Gewinne ihrer Geschichte, nur in der Schweiz ist die Banken-Rentabilität höher. Statt »Vater der Armen«,<i>Pai dos Pobres,</i>höhnen manche Brasilianer, sollte man Lula den »Paten der Bankiers« nennen.</strong><br />
<strong>Für den Sozialwissenschaftler Ricardo Antunes von der Universität Campinas ist es keineswegs zufällig, daß Führer des Gewerkschaftsdachverbandes CUT in sämtliche Regierungsskandale um Stimmen- und Parteienkauf verwickelt sind. Denn laut Antunes wurde der CUT zum »Gefangenen des Staates, des Arbeitsministeriums und öffentlicher Gelder«. In den vier Lula-Amtsjahren erlebten Streikende den CUT erstmals als Streikbrecher, als Marionette der Regierung. Brasiliens Generalstaatsanwalt charakterisiert zahlreiche enge Mitarbeiter und Freunde Lulas gar als »kriminelle Organisation«, als »Bande«.</strong><br />
<strong>Francisco Whitaker aus São Paulo, dem jetzt der <i>Alternative Nobelpreis </i>zugesprochen wurde, ein Mitbegründer des <i>Weltsozialforums, </i>kennt die Tricks der Spitzenfunktionäre noch aus seiner Zeit als Abgeordneter der PT, Anfang 2006 trat er aus der Partei aus. Das Ethik-Image habe die Arbeiterpartei-Führung lediglich gepflegt, um Wahlen zu gewinnen, sagt er. Lula hat politische Abkommen mit berüchtigten Oligarchen und Diktaturaktivisten wie Sarney und Antonio Carlos Magalhaes geschlossen: »Das ist schon schlimmer als Verrat – die archaischen Oligarchien bleiben fortbestehen, können ganz beruhigt sein.«</strong><br />
<strong>Whitaker war entsetzt, wie »pragmatisch« nur zu viele aus Lulas Anhang die Regierungsübernahme sahen: »Das Motto war: Jetzt sind wir dran und fassen ab, wo es nur geht, hieven unsere Leute auf möglichst viele Posten. Das hörte ich oft in der PT – einfach furchtbar, daß sie nichts anderes wollen als die Vorgänger.«</strong></p>
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<h1 class="entry-title">Ausgeträumt/2006</h1>
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<p><strong>Der Mitgründer des <em>Weltsozialforums,</em> Francisco Whitaker, 74, hat die brasilianische <em>Arbeiterpartei</em> (PT) unter Protest verlassen. In der Partei von Staatschef Luis Inacio Lula da Silva hatte Whitaker zu den letzten hochgeachteten »Aufrechten« gehört, nachdem bereits zahlreiche seiner Mitstreiter von der zentralistischen Führungsspitze ausgeschlossen worden waren oder aus Unzufriedenheit mit dem Regierungskurs das Parteibuch zurückgegeben hatten.</strong><br />
<strong>Der Austritt Whitakers erregte in der brasilianischen Öffentlichkeit enormes Aufsehen. Der einstige »Hoffnungsträger« Lula und die Spitze seiner <em>Arbeiterpartei </em>stecken tief im Korruptionssumpf: Abgeordnetenbestechung, Parteien- und Stimmenkauf, Mittelabzweigung und Machtmißbrauch. Es sei eingetroffen, so Whitaker, was die katholischen Kirche bereits vor den Wahlen von 2002 prophezeit habe. »Die jetzige politische Krise war vorhersehbar. Um die Wahlen zu gewinnen, wurde sogar der berüchtigte PR-Manager Duda Mendonca, der zuvor für rechte Politiker arbeitete, eingekauft, es wurde mit Tricks und Täuschung, mit Lügen gearbeitet. Um an die Macht zu kommen, so die neue Logik, muß man Wahlen gewinnen, dafür ist viel Geld nötig – unwichtig, woher es kommt. Der Traum ist aus, überall spürt man Bestürzung und Enttäuschung. Doch es gab Leute wie mich, die dachten, man könnte noch manches reparieren. Das war ein Fehlschluß. Besonders gravierend, daß man im Ausland sogar auf illegalen Schwarzkonten Geld hortete. Übelste politische Machenschaften, die die <em>Arbeiterpartei </em>stets bekämpft hatte, gelten unter Staatschef Lula auf einmal als normal.«</strong><br />
<strong>Aber Lula, wende ich ein, spricht immer wieder von enormen Fortschritten. »Die brasilianischen Eliten profitieren heute von Lula, sie finden ihn optimal. Paradoxerweise sind deshalb die Privilegierten heute am meisten daran interessiert, daß er möglichst lange weiterregiert, um das neoliberale Wirtschaftsmodell zu garantieren. Nie zuvor haben die Banken solche Profite gemacht. Im Falle Lulas und der<em>Arbeiterpartei</em>agierten unsere Machteliten wieder einmal sehr intelligent. Zudem kontrolliert Lula die Sozialbewegungen, hält das Volk mit Almosen von Unruhen ab. Seine Sozialprogramme sollen dazu dienen, die Masse unterwürfig und abhängig zu halten. Selbst die oft so kämpferisch auftretende Landlosenbewegung MST wurde gezähmt, überschreitet nie bestimmte Grenzen der Kritik an der Lula-Regierung. Statt einer für Brasilien so dringend nötigen Agrarreform, die eine enorme Nachfrage bislang vom Binnenmarkt ausgeschlossener Bevölkerungsgruppen geschaffen hätte, wurde das exportorientierte Agrobusiness gefördert.«</strong><br />
<strong>Francisco Whitaker, der im Rahmen der brasilianischen Bischofskonferenz die Arbeit der <em>Kommission für Gerechtigkeit und Frieden </em>koordiniert und jahrelang enger Mitarbeiter des befreiungstheologischen Kardinals Evaristo Arns in São Paulo war, ist mit seiner Meinung kein Außenseiter. »In der Bischofskonferenz denkt man größtenteils wie ich, viele Bischöfe sehen die Dinge genauso. Allerdings gibt es in der Kirche keine Enttäuschung über die Lula-Regierung – weil man die Probleme ja ganz realistisch vorausgesehen hatte. Überrascht hat lediglich das Ausmaß der Machenschaften – mancher dachte, so weit würde es wohl doch nicht kommen.«</strong></p>
<p><strong><em>Francisco Whitakers neuestes Buch: »O desafio do Forum Social Mundial – um modo de ver« (Vorwort von Oded Grajew, brasilianischer Unternehmer, der die Idee des Weltsozialforums hatte), Editora Fundacao Perseu Abramo, São Paulo</em></strong></p>
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<h1 class="entry-title">Staatschef Lulas „fortschrittliche“ Regierungspolitik/2010</h1>
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<p><strong>Der brasilianische Präsident Luis Inacio Lula da Silva erhält am Ende der zweiten Amtszeit wegen seiner Politik geradezu überschwängliches Lob aus Europa, darunter Ländern wie Deutschland, sowie internationale Ehrenpreise. Spaniens Ministerpräsident und amtierender EU-Ratspräsident José Zapatero nennt Lula „ehrlich, integer und bewundernswert, ein Beispiel für alle Politiker“. Auch gemäß den Wertekriterien des jüngsten Weltwirtschaftsforums von Davos macht Lula offenbar alles richtig – und wird mit dem „Global Statesmanship Award“ geehrt. Hintergrund der Auszeichnung sei die hervorragende Art, in welcher der Präsident das Land seit acht Jahren führe. Europäische Parteien, darunter die deutschen Grünen, betonen ausdrücklich die „fortschrittliche Regierungspolitik“ Brasilias, die zudem nicht selten als „links“ klassifiziert wird.</strong></p>
<p><strong>Indes: Derartige Einschätzungen stehen in interessantem Kontrast zu den Analysen brasilianischer, aber auch ausländischer Menschenrechtsexperten. So konstatiert der deutsche Lateinamerikawissenschaftler Rüdiger Zoller in einer Studie der Bundeszentrale für politische Bildung, daß Brasilien auch unter Lula kein Rechtsstaat sei – und nie ein Rechtsstaat war …</strong></p>
<p><strong>Theoretisch existieren für die öffentliche Sicherheit, die Verbrechensbekämpfung zahlreiche gutformulierte Gesetze, und Polizei und Justiz erscheinen ähnlich strukturiert wie in Europa. Doch zum Beispiel von den jährlich rund 50 000 Morden in Brasilien werden nur wenige Prozent aufgeklärt, deren Täter gefaßt und abgeurteilt. Das liege, so der Wissenschaftler Bicudo, nicht zuletzt am Zeugenschutz. „Der ist eigentlich per Gesetz garantiert, funktioniert aber nicht. Zeugen sind in Brasilien überhaupt nicht geschützt. Nur zu oft ist es doch so: Kennt der Täter einen Zeugen, bringt er ihn um. Deshalb leben wir doch hier in Brasilien unter dem sogenannten Gesetz des Schweigens, will niemand aussagen. Das Schlimme ist zudem, daß unser Sicherheitsapparat aus der Militärdiktatur übernommen wurde. Wir haben in Brasilien Militärpolizisten auf den Straßen, die nicht wie Polizisten, sondern wie Militärs agieren. Und jedes Jahr tödlicher, wie die Statistiken zeigen. Doch ein Militärpolizist, der grundlos tötet, weiß, daß ihn die zuständige Militärjustiz nicht bestraft. Und an der Slumperipherie unserer Städte agieren auch noch Polizei und Verbrecherkommandos gemeinschaftlich, um diesen Schein-Frieden aufrechtzuerhalten.“</strong></p>
<p><strong>Der Kampf der demokratischen Öffentlichkeit um eine angemessene Vergangenheitsbewältigung hat in jüngster Zeit erneut einen Rückschlag erlitten. Staatspräsident Lula hatte sich bis zum Ende seiner zweiten Amtsperiode Zeit gelassen, um ein Dekret zu unterzeichnen, das die Schaffung einer Wahrheitskommission zur Aufklärung von Diktaturverbrechen vorsieht. Außerdem sollte ein Amnestiegesetz aufgehoben werden, dessen völkerrechtswidrige Auslegung es bisher unmöglich macht, berüchtigte Folteroffiziere oder Mörder von Diktaturgegnern zu bestrafen. Nicht zum ersten Mal kam es wegen dieser Problematik prompt zu einer Regierungskrise. Verteidigungsminister Nelson Jobim und die Kommandanten der Teilstreitkräfte reichten ihren Rücktritt ein – und waren mit dieser Taktik sehr erfolgreich. Staatschef Lula hätte als militärischer Oberbefehlshaber als Zeichen von Festigkeit die entsprechenden Posten sofort neu besetzen können, zog es indessen vor, die Rücktrittsgesuche abzulehnen und eine Neuformulierung des Dekrets ganz im Sinne der Militärs vorzunehmen, Schlüsselbegriffe wie „politische Repression“ zu streichen.</strong></p>
<p><strong>Überraschend gab ebenso wie Lula auch dessen Menschenrechtsminister Vannuchi nach, der zusagte, daß das Amnestiegesetz nicht angetastet werde und eine künftige Wahrheitskommission nicht gegen die Militärs gerichtet sei. Daß diese den Putsch von 1964 stets an dessen Jahrestag öffentlich gar als „Revolution“ verteidigen, die Generalspräsidenten und deren Repressionsmethoden ausdrücklich würdigen, weist auf die besondere politische Situation in Brasilien auch unter der Lula-Regierung hin. Zudem zeichnet sich ab, daß das Präsidentendekret in seiner ursprünglichen Form nicht die nötige Zustimmung des Nationalkongresses erhalten würde, in dem konservative und rechte Kräfte überwiegen. Lulas politischer Bündnispartner José Sarney, der während der Diktaturjahrzehnte als Chef der Regimepartei ARENA fungierte, wurde 1985 erster demokratischer Staatspräsident, führt heute den brasilianischen Kongreßsenat und damit de facto das gesamte Parlament. Lula, dessen Vize José Alencar ein Diktaturaktivist war, schloß Regierungsbündnisse mit dem konservativen und rechten Lager. Sein Nachfolger im Präsidentenpalast dürfte genauso vorgehen.</strong></p>
<p><strong>Der deutschstämmige Bundes-Staatsanwalt Marlon Weichert in Sao  Paulo hält die Bestrafung von Diktaturverbrechern für unverzichtbar und hat deshalb 2008 sein eigenes Land sogar vor der Menschenrechtskommission der Organisation Amerikanischer Staaten in Washington angeprangert: “Der brasilianische Staat erfüllt auch seine internationalen Verpflichtungen nicht. Er kann Verbrechen gegen die Menschlichkeit gar nicht amnestieren – wie es in Brasilien aber geschehen ist. Wenn man jene davonkommen läßt, die gestern Verbrechen gegen die Menschenrechte begingen, und wenn man solche Taten sogar vertuscht, stärkt man jenen den Rücken, die heute im Staatsapparat Menschenrechte verletzen wollen. Man beschützt Mörder, Folterer, Vergewaltiger und Entführer aus der Zeit des Militärregimes. Leider gibt es in Brasilien die Überzeugung, daß man die Wahrheit verbergen müsse und daß es vorteilhafter sei, über alle diese Probleme nicht zu reden. Das ist eine Frage der Werte und der Kultur. Käme die Wahrheit heraus, müßten Biographien völlig umgeschrieben werden.“ Die brasilianische Soziologie-Zeitschrift „Sociologia“ konstatiert Ende 2009 in einer ausführlichen Studie: „Die Praxis der Folter ist als Form institutioneller Gewalt im Alltag des Sicherheitsapparats weiter präsent und richtet sich besonders gegen die Armen.“ Auch diese Einschätzung spricht Bände über die Bewunderer heutiger Regierungspolitik Brasilias.</strong></p>
<p><strong>Als Zugpferd der Lula-Regierung wird gelegentlich das Anti-Hunger-Programm betrachtet, das indessen laut Kirchenangaben den Hunger in der achtgrößten Wirtschaftsnation Brasilien, einem der führenden Nahrungsmittelexporteure, längst nicht beseitigen konnte. Wie Brasiliens Medien unter Berufung auf den UNO-Sonderberichterstatter für Hungerfragen, Olivier de Schutter, betonen, zielen Lulas Sozialprogramme nur auf die Symptome von Armut und Elend, nicht auf deren Ursachen. Was die Regierung den Betroffenen mit der einen Hand gebe, entziehe sie ihnen mit der anderen, da ein wichtiger Teil der Programme just durch ein Steuersystem finanziert werde, das den ärmsten Schichten 46 Prozent ihres Einkommens nehme, während die reichste Schicht lediglich mit 16 Prozent belastet werde.</strong></p>
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<h1>Obama in Brasilien/2011</h1>
<p><strong>Auf Gesten und Symbolik, sorgsam abgestimmt zwischen beiden Seiten, sei besonders zu achten, hatte Brasilia vor der Ankunft des US-Präsidenten verlauten lassen. Und als Barack Obama dann in den Amtssitz von Präsidentin Dilma Rousseff schritt, ging es Schlag auf Schlag. Mitten in der persönlichen Unterredung befahl Obama über einen Mitarbeiter die Attacke auf Libyen mit zunächst 110 Tomahawk-Raketen. Und etwas später, mitten im Bankett für Obama im brasilianischen Außenministerium, ging es richtig los mit den Bombardements. „Ein historischer Tag“, titelten die Zeitungen – und „historisch“ verhielt sich Brasiliens neue Staatschefin, die einst als Guerilleira gegen die Militärdiktatur kämpfte, eingesperrt und gefoltert wurde. Erst nach der Abreise Obamas äußerte sie Missfallen über die Kriegserklärung ausgerechnet in Brasilien – vermied indessen, wie viele Brasilianer erwartet hatten, dies Obama sofort und direkt zu sagen, womöglich die offiziellen Gespräche abzubrechen. Mit einer Note, die einen Waffenstillstand in Libyen erbat, wurde ebenfalls solange gewartet, bis Obama abgereist war. Brasiliens wichtigster Befreiungstheologe, Frei Betto, nannte es gegenüber dem <i><em>Blättchen</em></i> „zumindest takt- und geschmacklos, den Krieg gegen Libyen just in Brasilien zu erklären, das gegen eine solche kriegerische Aggression ist.“ Der Diskurs des Westens sei Demokratie, das Interesse indessen Öl und nicht etwa die Verteidigung der Menschenrechte in Libyen. Brasilia hatte sich im UN-Sicherheitsrat, abgestimmt mit Russland, Indien und China, wenigstens der Stimme enthalten, eine friedliche Lösung befürwortet.</strong><br />
<strong>Absolut symbolträchtig ging es beim Bankett zu – denn wie zu hören war, hatte Rousseff offenbar mit Ziehvater Lula da Silva abgemacht, dass am Tische direkt neben den beiden Obamas just der hochwichtige Regierungspartner José Sarney sitzen sollte. Die USA hatten 1964 zur Unterstützung des Militärputschs sogar eine Kriegsflotte vor die Küste Brasiliens entsandt. Und nun prosteten sich just der Präsident dieses Landes und der damalige Chef der brasilianischen Folterdiktatorenpartei ARENA freundlichst zu, unterhielten sich auch Michelle Obama und Sarney sichtlich nett miteinander. Er gilt in Brasilien nach wie vor als der archaischste, reaktionärste und politisch mächtigste Oligarch, ist Präsident des Kongresssenats und wurde trotz seiner Verwicklung in zahllose Skandale von Lula stets hochgeschätzt und umworben. „I love this guy“, sagte Obama einmal über Lula – und wollte ihn gerne mit am Tisch. Doch der mit scharfem politischen Instinkt gesegnete Ex-Gewerkschaftsführer lehnte die Einladung ab. Als hochbezahlter Ehrenpräsident seiner Arbeiterpartei PT hatte er womöglich Rücksicht zu nehmen auf jenen Parteiflügel, der sich scharf gegen einen Libyenkrieg wandte, an die Kriege im Irak und in Afghanistan erinnerte, die Obama-Regierung als „Feind des Weltfriedens“ einstufte. Vor Obamas Ankunft brodelte es in diesem Teil der PT, der sich den Sozialbewegungen eng verbunden fühlt, die Obama zur „persona non grata“ erklärt hatten. Zorn erregte daher, dass Brasiliens Regierung, eingeschlossen Dilma Rousseff, und die Führungsspitze der Arbeiterpartei die von PT-Mitgliedern angekündigten Proteste gegen den Besuch Obamas verurteilten. Wie durchsickerte, sollten solche Aktivitäten erstickt, unzufriedene Kader auf Linie gebracht werden. Zu den Abweichlern gehörte sogar Rousseffs Frauenministerin Iriny Lopes. Zu Kriegsbeginn nicht am Tische mit Obama sitzen zu wollen, könnte Lula eines Tages Lorbeeren einbringen – wer erinnert sich dann noch an die Hintergrund-Details? Sehr aufschlussreich, was dann in Chile ganz anders lief als in Brasilia. Eine weit politisiertere Öffentlichkeit erreichte, dass beim Obama-Besuch die Diktaturproblematik nicht ausgeklammert wurde. Anders als unter Dilma Rousseff wurde im chilenischen Regierungssitz natürlich eine Pressekonferenz anberaumt, konnte ein chilenischer Journalist offen fragen, ob Obama und dessen Regierung bereit seien, sich für die Beteiligung am Militärputsch vom 11. September 1973 zu entschuldigen – und bei den gerichtlichen Ermittlungen über Diktaturverbrechen zu kooperieren. Der Journalist erinnerte an bezeichnende Fälle, darunter die Ermordung von Orlando Letelier, Außenminister von Salvador Allende, 1976 in Washington. Dem überraschten Obama blieb nichts weiter übrig, als zuzustimmen – er vermied indessen, um Entschuldigung zu bitten.</strong><br />
<strong>Obama plante vor Rio de Janeiros Opernhaus eine Rede ans Volk, zog sich dann aber wegen der drohenden Proteste ins Innere des imposanten Gebäudes zurück, wollte handverlesenes Publikum. Draußen PT-Fahnen und „Obama-go-home“-Plakate – drinnen fragwürdigste Symbolik. Die nationale Schwarzenbewegung forderte, dass sich der erste dunkelhäutige US-Präsident zum grauenhaften Rassismus klar positionieren muss. Schwarzen-Aktivist Mauricio Pestana: ”Es gibt keinerlei Zweifel, dass im ‚demokratischen’ Brasilien von heute schwarze Bürger mehr Opfer von Folter, Mord und Verschwindenlassen sind als in irgendeiner autoritären Epoche unserer Geschichte.“ Die Schwarzenbewegung hatte versucht, über die neue Ministerin für Rassengleichheit, Luiza Bairros, das Rassismusthema auf die Besuchs-Agenda zu setzen, wurde jedoch abgeblockt. Der Studentenverband UNEAFRO nannte Obama „den Verräter der Schwarzen in aller Welt“ – und wird sich jetzt vermutlich bestätigt fühlen. Obama hatte nicht vor, den Rassismus, andere gravierende Menschenrechtsverletzungen in Brasilien zu kritisieren. Seine Besuchsvorbereiter griffen daher tief in die Symbol-Kiste, ließen vor der Rede eine Afro-Band aufspielen und platzierten viele Schwarzen-Aktivisten gut sichtbar vor dem US-Präsidenten. Die Ansprache wurde von Brasiliens wichtigsten Kommentatoren arg verrissen: Denn Obama lobte ausgerechnet die brasilianische Demokratie als beispielhaft, stellte damit klar, welche Menschenrechtskriterien er nach eigenem Werteverständnis an Brasilien anlegt. Systematische Folter durch Staatsangestellte, Todesschwadronen, Scheiterhaufen, neofeudale Banditen-Diktatur in den Armenvierteln, Morde an Menschenrechtsaktivisten, Sklavenarbeit – „no problem“ fürs Weiße Haus. Brasilien werde zum Modell für die Welt, so Obama. In Rio wurde ganz in der Nähe seines Copacabana-Hotels kurz nach der Abreise der Systemkritiker und Anwalt Ricardo Gama, der hohe Politiker auf seiner Website aufs Korn nahm, bei einem Attentat von zwei Kopfschüssen getroffen. Er wird hoffentlich überleben. Zuvor war ein kirchlicher Menschenrechtsanwalt in Nordostbrasilien ermordet worden. In Sao Paulo liquidierten zwei Militärpolizei-Todesschwadronen seit 2006 mindestens 150 Menschen, steht in einem neuen Untersuchungsbericht. Als ausgesprochenen Folterstaat beschrieb sogar Brasiliens neue Menschenrechtsministerin Maria do Rosario ihr eigenes Land – kein einziges Massenmedium brachte die Äußerung. Nicht zufällig ist Brasilien jetzt auf dem britischen Welt-Demokratie-Index vom 41. auf den 47. Platz zurückgefallen – liegt auf dem neuesten UNO-Ranking für menschliche Entwicklung nur auf Platz 73. – Libyen immerhin auf dem 53., Chile auf dem 45., Argentinien auf dem 46 und der Iran auf dem 70. Platz.</strong><br />
<strong>Aber heißt es nicht immer, seit Lula zeige Brasilia gegenüber den USA zunehmend Selbstbewusstsein und Eigenständigkeit? Brasiliens Qualitätsmedien analysierten ironisch Wikileaks- Enthüllungen. Öffentlich habe es nur zu oft leere antiamerikanische Rhetorik gegeben – „ im vertraulich-privaten Umgang indessen Liebkosungen für die Brüder im Norden, Anerkennung der Hegemonie des Partners.“ US-Diplomateneinschätzungen lauteten, das Tropenland sei noch gar nicht reif, um ein Global Player zu sein. Für US-Sozialwissenschaftler sind die brasilianischen Regierenden unfähig zu längst überfälligen strukturellen Reformen, gibt es „gravierende interne Probleme“. Menschenrechtsaktivist Fabio Konder Comparato, Rechtsprofessor an Brasiliens führender Bundesuniversität in Sao Paulo: “Wir hatten bis heute nie Demokratie, leben immer unter einem oligarchischen Regime. Unsere Politik hat stets zwei Gesichter. Eines für außen, zivilisiert – und eines für innen, grausam. Wir halten diese Doppelzüngigkeit des Charakters im gesamten politischen Leben aufrecht. Die Wahlen sind Theater. Lula bewies, dass er für die Oligarchie nicht gefährlich ist. Ich widerspreche dem Begriff Redemokratisierung.“</strong></p>
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<p><strong>Brasiliens Lula: Wer als Älterer noch links ist, ist nicht ganz bei Troste/Hintergrund von 2006</strong></p>
<p><strong>Brasiliens „Alt-Linke“ reagieren kritisch-ironisch</strong></p>
<p><strong>Zu den Kuriositäten im deutschen Medienzirkus aller politischen Couleur gehört, ausgerechnet den brasilianischen Staatschef Luis Inacio Lula da Silva zum linken, gar progressiven Lager zu rechnen. Obwohl dieser regelmäßig klarstellt, daß er sein ganzes Leben lang nicht als Linker, Linksgerichteter klassifiziert werden wollte. Im Dezember 2006 hat Lula  in Sao Paulo vor Bankiers und anderen Unternehmern erneut für entsprechende Klarstellungen gesorgt. Wer sich mit über sechzig Jahren immer noch zur Linken rechne, sei nicht ganz bei Troste. „Wenn sie jemanden kennen, der alt ist und zur Linken zählt, heißt das eben, daß er  Probleme hat“. Im Kontext der Rede waren mentale Probleme gemeint. Die Geldleute reagierten zufrieden und mit großer Heiterkeit, oder wie manche Zeitungen vermeldeten, lachten sich kaputt. „Wenn man die Sechzig erreicht, kommt man ins Alter des Gleichgewichts, ist man weder das eine noch das andere. Wer mehr rechts war, ist dann mehr in der Mitte – und wer mehr links war, wird sozialdemokratisch, also weniger links.“ Bankiersliebling Lula illustrierte das am persönlichen Beispiel, bezog sich auf den Kongreßpolitiker Delfim Netto, der zur Zeit des grausamen 21-jährigen Diktaturregimes der auch mit Pinochet eng kooperierenden Foltergeneräle wichtige Ministerposten, darunter das Amt des Finanzministers, bekleidete.  „Heute bin ich ein Freund von Delfim Netto. Zwanzig Jahre lang habe ich Delfim kritisiert – doch jetzt ist er mein Freund und ich bin seiner.“ Das Publikum aus der Geldelite quittierte dies erneut mit Heiterkeitsausbrüchen.</strong></p>
<p><strong>Daß Lula tatsächlich nie der Linken angehörte, haben Politikwissenschaftler, aber auch Menschenrechtsaktivisten, die ihn aus seiner Zeit als Gewerkschaftschef gut kannten, immer wieder bekräftigt.</strong></p>
<p><strong>Die neuesten Lula-Äußerungen wurden von linken Persönlichkeiten Brasiliens zumeist mit Spott kommentiert. Soziologieprofessor Chico de Oliveira, 73, aus Sao Paulo nannte Lula ein Chamäleon – intellektuell, politisch und ideologisch schwach. Er passe sich jedem Ambiente an, um zu überleben.</strong></p>
<p><strong>Helio Bicudo, aus Lulas Arbeiterpartei ausgetretener katholischer Menschenrechtsaktivist:“Mit 84 stehe ich heute mehr links als mit 60.“</strong></p>
<p><strong> Poet Ferreira Gullar:“Lula geht es nur um die Macht – je nach Publikum redet er jedwedes Zeug.“</strong></p>
<p><strong>Senator Cristovam Buarque, von Lula gefeuerter Bildungsminister :“Die Klarstellung Lulas festigt meine Position, daß diese Regierung rechts steht.“</strong></p>
<p><strong>Architekt Oscar Niemeyer, der sich stets als Kommunist bezeichnet, und heftig für Lulas Wiederwahl geworben hatte, gab sich just an seinem 99. Geburtstag heftig überrascht. So etwas, sagte er gegenüber Freunden, habe man von einer Persönlichkeit mit dieser politischen Biographie nicht erwartet.</strong></p>
<p><strong> Waldemar Rossi aus Sao Paulo, Führer der katholischen Arbeiterseelsorge aus Sao Paulo, hatte einst mit Lula Streiks organisiert und stets betont:“Lula war nie ein Linker. All dies erklärt seine teilweise Bewunderung für Adolf Hitler.“ Bereits als Gewerkschaftsführer hatte Lula zur Diktaturzeit in einem Interview wörtlich gesagt, nie dementiert oder berichtigt:“Hitler irrte zwar, hatte aber etwas, das ich an einem Manne bewundere – dieses Feuer, sich einzubringen, um etwas zu erreichen…Was ich bewundere, ist die Veranlagung, Bereitschaft, die Kraft, die Hingabe.“</strong></p>
<p><strong> Auch angesichts dieses berühmten Lula-Satzes lassen sich klare Rückschlüsse auf die politischen Positionen jener ziehen, die ihn als links, progressiv definieren.</strong></p>
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<p><strong>Bizarrer Wahlkampf und Lulas Korruptionsskandal(2006)</strong></p>
<p><strong>Anti-Korruptions-NGO „Transparencia Brasil“ mobilisiert gegen Wiederwahl von belasteten Politikern</strong></p>
<p><strong>Man stelle sich folgendes in Deutschland vor: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat keine stabile Mehrheit im Bundestag, muß die Parlamentsunterstützung Tag für Tag neu aushandeln. Ihre rechte Hand im Kanzleramt sowie andere ihr nahestehende Politiker organisieren deshalb Stimmenkauf, illegale Geldtransaktionen im Millionenhöhe an Parteien und Parlamentarier. Um Mehrheiten zu garantieren, werden Bundestagsabgeordnete mit Geld gefügig gemacht. Die Sache fliegt indessen auf, parlamentarische Untersuchungsausschüsse erbringen die nötigen Beweise. Die Bundeskanzlerin erklärt im Fernsehen, von den finsteren Machenschaften engster Mitarbeiter nichts gewußt zu haben, lehnt jegliche politische Verantwortung für Stimmen-und Parteienkauf ab, bleibt im Amt. Genau so schildert Claudio Weber Abramo, Exekutivdirektor von „Transparencia Brasil“ die Lage, allerdings auf Brasilien, die Regierung von Staatschef Lula und auf die regierende Arbeiterpartei PT bezogen. Lula hat allergrößte Chancen, am ersten Oktober bereits im ersten Durchgang wiedergewählt zu werden. Wie wäre in solcher politischen Situation das Wählerverhalten in Deutschland?</strong></p>
<p><strong>–Flucht in die parlamentarische Immunität—</strong></p>
<p><strong>In Brasilien sollen nun über einhundert verwickelte Politiker, aber auch Unternehmer, vor Gericht gestellt werden. Zahlreiche hochbelastete Kongreßabgeordnete wollen sich indessen durch eine Wiederwahl im Oktober in die parlamentarische Immunität flüchten, einem Prozeß entkommen. Weil Brasiliens populärste NGO „Transparencia Brasil“, die dem weltweiten Anti-Korruptions-Dachverband „Transparency International“ angeschlossen ist, dagegen eine öffentliche Kampagne gestartet hat, die betreffenden Politiker beim Namen nennt, hat sie jetzt gerichtlichen Ärger mit Staatschef Lulas Arbeiterpartei.</strong></p>
<p><strong>Noch im letzten Jahr hatte Staatschef Lula die Bestrafung aller Schuldigen vesprochen: “Das brasilianische Volk hat dies alles wirklich nicht verdient, was da geschehen ist. Doch jetzt tut die Regierung alles erdenkliche, um den Fall aufzuklären. Nach den Ermittlungen werden die entsprechenden Gerichtsprozesse stattfinden – und die Justiz wird ihre Pflicht erfüllen. Wir alle sind auf die Welt gekommen, um ehrlich, ethisch und würdig zu handeln – und wer dies nicht tut, muß eben dafür bezahlen.“ Dies ist indessen keineswegs sicher. Denn über 150 Politiker , die in die verschiedensten Korruptionsskandale der jüngsten Zeit verwickelt sind oder wegen anderer Delikte ebenfalls als schwerbelastet gelten, stehen derzeit in der Kampagne für die Wiederwahl und verschweigen den rund 120 Millionen Pflichtwählern natürlich ihre Probleme mit der Justiz. „Transparencia Brasil“ hat deshalb alle Kandidaten in einem umfänglichen Internet-Register namens „Excelencias“ charakterisiert und eine Aufklärungskampagne unter das Motto gestellt: Votiert nicht für Politiker, die Dreck am Stecken haben. Gemeint waren Männer und Frauen fast aller Parteien, doch nur die Arbeiterpartei Lulas reagierte ärgerlich. Claudio Weber Abramo: “Hier in Sao Paulo ging die Führung der Arbeiterpartei mit einer Unterlassungsklage gegen uns vor Gericht – und hatte damit auch Erfolg. Wir haben natürlich Berufung eingelegt, die allerdings abgelehnt wurde. Jetzt sind wir vors Oberste Wahlgericht in Brasilia gezogen und hoffen, daß wir dort Recht bekommen. Die Unterlassungsklage ist für die Arbeiterpartei wie ein Schuß in den eigenen Fuß, denn jetzt ist die Öffentlichkeit auf unsere Kampagne erst richtig aufmerksam geworden. Gestandene Politiker der Arbeiterpartei haben sich enormen politischen Schaden eingehandelt. Alle Welt sagt hier, sind die denn  verrückt geworden?“ Abramo erschreckt die PT-Klage umso mehr, da die Partei im wirtschaftlich führenden Teilstaat Sao Paulo gegründet wurde, hier ihre Wurzeln, die meisten Sympathisanten hat. Abramo, womöglich Brasiliens führender Korruptionsexperte, hat den Regierungsskandal bis in die Detail begleitet:“Ja, es geht dabei um Stimmenkauf, um illegale Geldtransaktionen zwischen der regierenden Arbeiterpartei sowie Parteien und Parlamentariern, die der sogenannten Regierungsbasis im Nationalkongreß angehören. Die Angeklagten erfanden eine Story, wonach es sich lediglich um unsaubere Wahlkampffinanzierung, schwarze Wahlkampfkassen gehandelt habe. Doch man muß immer wieder hervorheben – diese Story ist eine reine Erfindung. Es geht um Korruption zwischen der dominierenden Partei der Lula-Regierung und Kräften im Parlament, die man eben bearbeiten, gefügig machen muß, um die nötigen Mehrheiten zu garantieren.“ Abramo bringt auf, daß Lula öffentlich erklärte, von all dem nichts gewußt zu haben. „Das ist eine weitverbreitete Haltung in Ländern, wo man stets vor der eigenen Verantwortung flieht. In Staaten wie Deutschland ist politische Verantwortung klar definiert – doch in Brasilien eben nicht. Hier haben wir so etwas im öffentlichen und im privaten Sektor –  eine schlechte Sache, aber leider für Brasilien charakteristisch. Der oberste Verantwortliche erklärt sich nicht verantwortlich für das, was in seinen Strukturen, in seinem Laden passiert.“  </strong></p>
<p><strong>–niedriges Bildungsniveau der Pflichtwähler—</strong></p>
<p><strong>Claudio Weber Abramo von Transparencia Brasil macht sich indessen keine Illusionen über den Erfolg der Aufklärungskampagne. Drei Viertel der erwachsenen Brasilianer sind aufgrund des Bildungsniveaus gemäß neuen Studien nicht in der Lage, einen simplen Zeitungs-oder Buchtext zu lesen und zu verstehen. Und wie Umfragen ergaben, haben die allermeisten daher auch gar nicht begriffen, um was es bei dem Regierungsskandal eigentlich ging.</strong></p>
<p><strong>Laut Abramo gibt es in Brasilien  etwa 750000 NGO – doch „Transparencia Brasil“ mit nur sieben festen Mitarbeitern habe die beste Verbreitung, werde am meisten angeklickt. „Wir finanzieren uns schlecht und recht über Mitgliedsbeiträge von dreißig Real monatlich, machen Projekte gemeinsam mit dem Staat, auch mit der Lula-Regierung, mit Gouverneuren und Präfekten der oppositionellen Sozialdemokratischen Partei PSDB. Kurios, wenn uns daher die einen als PT-ler, die anderen als PSDB-ler beschimpfen. Wenn wir von beiden Seiten attackiert werden, machen wir offenbar irgendetwas richtig.</strong></p>
<p><strong>–Chico-Buarque-Hit als Kampagne-Leitmotiv—</strong></p>
<p><strong>Abramo hat sich zum musikalischen Leitmotiv seiner Kampagne einen alten Hit des großen brasilianischen Liedermachers Chico Buarque ausgewählt – „Meu Caro Amigo“ aus der Diktaturzeit, wegen  der Textzeile „A coisa aqui ta preta“ – es steht schlecht um die Sache hier.</strong></p>
<p><strong>–Neue Kriterien für „links“ und „progressiv“–</strong></p>
<p><strong>Auch in Deutschland haben sich die Kriterien vielerorts dafür verschoben, was „links“ und „progressiv“ ist. Zwar wird Staatschef Lula nicht müde, immer wieder öffentlich zu betonen, niemals der Linken angehört zu haben und dies durch seine Politik, etwa bei den Menschenrechten, bei Bildung und Sozialem, der Umwelt, auch deutlich zu unterstreichen. Doch kurioserweise hat offenbar gerade der Stimmen-und Parteienkauf-Skandal nicht wenige europäische Beobachter dazu veranlaßt, in Lula einen aufrechten Linken zu sehen. Denn just seit der Korruptionsskandal kocht, just vor dem Hintergrund der Enthüllungen und Ermittlungen häufen sich in Deutschland bizarre Analysen, daß es sich bei Lula um einen Linken, bei seiner Regierung um eine Linksregierung handelt. Stimmen-und Parteienkauf sowie alltägliche Folter, gewöhnlich an den Ärmsten der Armen praktiziert, gelten damit offenbar als Kriterien für Progressivität.</strong></p>
<p><strong>–hohes Bußgeld für Lula—</strong></p>
<p><strong>Unterdessen hat Brasiliens Oberstes Wahlgericht Staatschef Lula dazu verurteilt, wegen illegaler vorgezogener Wahlpropaganda umgerechnet über 300000 Euro Bußgeld aus der eigenen Tasche zu zahlen. Gemäß einer Erhebung der größten Qualitätszeitung „Folha de Sao Paulo“ haben Brasiliens Pflichtwähler weiterhin ein starkes konservatives Profil. Danach definieren sich 47 Prozent als rechts, während sich 23 Prozent zur politischen Mitte und 30 Prozent zur Linken rechnen. Vor dem Hintergrund der oft politischer Fiktion entsprungen scheinenden Regierungsskandale bemerkte jetzt der Wirtschaftswissenschaftler und Kolumnist Gustavo Ioschpe in der „Folha de Sao Paulo“:“Wäre Brasilien ein ernstzunehmendes Land, dürfte Lula nicht mehr im Amt sein. Und wäre er noch im Amt, dürfte er nicht erneut kandidieren. Und falls er für eine Wiederwahl kandidierte, dürfte er nicht an der Spitze der Wählerumfragen stehen.“</strong></p>
<p><strong>Auch die Wahlpropaganda ist in Brasilien ganz anders organisiert als in Deutschland. So müssen die Radiohörer vor den Oktoberwahlen derzeit morgens von sieben bis acht Uhr durchgehend auf sämtlichen Sendern Kandidatenwerbung ertragen, die nur zu oft an Infantilität nicht zu überbieten ist. Im Fernsehen wird täglich zur besten Sendezeit von 20.30 bis 21.20 Uhr auf sämtlichen TV-Kanälen Wahlpropaganda durchgeschaltet, für die das gleiche gilt. </strong></p>
<p><strong>–Multis und Korruption—</strong></p>
<p><strong>Die vierzehnte Wirtschaftsnation Brasilien zählt zu den korruptesten Ländern der Erde – Claudio Weber Abramo untersucht natürlich auch, wie hier die über zehntausend ansässigen Unternehmen Deutschlands im allgemeinen Korruptionsklima zurechtkommen:“Sie agieren gemäß den in Brasilien geltenden Spielregeln – andernfalls könnten sie hier gar nicht funktionieren.“</strong></p>
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<p><strong>Das Flugzeugunglück(2007)</strong></p>
<p><strong>Die Piste des Airports Congonhas mitten in der Megacity Sao Paulo ist nicht mal halb so lang wie die in Tegel oder Frankfurt. Anders als in Europa üblich, hat Congonhas keine Auslaufzone, können Maschinen also nicht bequem ausrollen. Jeder Laie, der die vorbeiführende Stadtautobahn benutzt, begreift den Irrsinn auf den ersten Blick. Starts und Landungen ähneln denen auf Flugzeugträgern. Die Männer im Cockpit agieren notgedrungen wie erfahrene Militärpiloten. Sie reißen die Maschinen extrem steil hoch oder bringen sie so abrupt zum Stehen, daß man als durchgerüttelter Passagier den Eindruck hat, gleich bricht der Jet auseinander. Leute beten beim Anflug das Vaterunser, Erleichterung auf allen Gesichtern, wenn die Maschine doch nicht ins angrenzende Häusermeer gekracht ist. So geht das schon seit Jahrzehnten. Der kleine, enge Airport Congonhas, sagen die Piloten, ist der komplizierteste und gefährlichste Brasiliens. Trotzdem der meistfrequentierte – 44 Starts und Landungen pro Stunde. 1963 stürzt erstmals eine Maschine in die nahen Häuser – 34 Tote. 1996, als es eine Fokker 100 erwischt, sogar 99. Beinahe-Tragödien alle paar Tage. Ich habe deshalb möglichst vermieden, in Congonhas mein Leben zu riskieren – selbst brasilianische Flugsicherheitsexperten verfahren genauso. Und Marc Baumgartner, Präsident der internationalen Fluglotsenvereinigung, sagte vor dem neuesten Unglück, das über 200 Menschenleben forderte, er selbst würde derzeit überhaupt nicht nach Brasilien fliegen, dies auch seinen Freunden nicht empfehlen – wegen der unhaltbaren Zustände.</strong></p>
<p><strong>Bewußte Fahrlässigkeit, nicht nur im Flug-und Straßenverkehr, sowie eine schockierende Abwertung menschlichen Lebens gehören zu den für Europäer beinahe unbegreiflichen soziokulturellen Besonderheiten des Tropenlandes. Seit vor zehn Monaten die viel zu wenigen, schlecht ausgebildeten und total überlasteten brasilianischen Fluglotsen eine Boeing und eine kleinere Maschine über Urwald auf Kollisionskurs bringen, 154 Menschen umkommen, wurde tagtäglich in sämtlichen Medien heiß über die haarsträubende Flugsicherheit und das Chaos auf den Airports diskutiert, vor neuen Katastrophen gewarnt, besonders in Congonhas. Doch die Regierung von Staatschef Lula, der die Zivilluftfahrt direkt untersteht, nennt die Flugsicherheit so hoch wie in der Ersten Welt, streicht dafür vorgesehene Haushaltsmittel stark zusammen, gibt nur einen Bruchteil frei. In den Kontrolltürmen der zivilen Airports sitzen fast nur blutjunge Unteroffiziere, bekommen für die anstrengende, stressige Arbeit umgerechnet gerade einmal 620 Euro monatlich – brutto. Radaranlagen, andere Überwachungstechnik stammen teils noch aus den sechziger Jahren. Gemäß internationalen Vorschriften darf sich ein Fluglotse maximal um 14 Maschinen gleichzeitig kümmern – in  Brasilien sind über zwanzig üblich.</strong></p>
<p><strong> Bedrückend, wie man mit der neuesten Katastrophe von Congonhas umgeht: Am Abend des Unglücks wird die TV-Live-Berichterstattung der Sender immer wieder von fröhlicher, frivoler Bierwerbung unterbrochen. Als noch Menschen in dem Airbus verglühen, ändert Brasiliens größte und quotenstärkste Fernsehanstalt TV-Globo keineswegs das Programm, sondern bringt die beliebteste, frech-laszivste Humorsendung des Landes. Gleich hinterher die Spätnachrichten mit dem aktuellsten Horror aus Congonhas. Der Flugverkehr wird wegen der Katastrophe von den Regierungsbehörden keineswegs unterbrochen und umgeleitet, sondern gegen den Protest der Piloten weitergeführt, als wäre nichts geschehen – die Maschinen preschen beim Start direkt in Richtung der hoch lodernden Flammen von der Unglücksstelle, überfliegen das Inferno in niedriger Höhe. Brasilia manifestiert Zynismus und Kaltschnäuzigkeit ohnegleichen – klagen hinterher viele Piloten.</strong></p>
<p><strong>All dies wäre in Deutschland wohl undenkbar. Zwar verkündet Brasilia eine dreitägige Staatstrauer, doch die gilt traditionell nur pro forma – selbst in Sao Paulo wird keine einzige Lustbarkeit, kein Fest, keine Comedy etwa aus Rücksicht auf die Hinterbliebenen abgeblasen. Als jetzt polnische Pilger in Frankreich verunglücken, eilen Nicolas Sarkozy und Lech Kaczynski sofort an die Unglücksstelle, zu den Überlebenden. Auch Brasilien Medien kreiden Staatschef Lula an, daß ihm derartiges nicht im Traume einfiel, die Regierung extreme Taktlosigkeit manifestiert. Erst nach öffentlicher Empörung bequemt sich Lula vier Tage nach der Flugzeugkatastrophe zu einer kurzen TV-Ansprache. Zuvor werden hohe Funktionäre der staatlichen Flugaufsichtsbehörde Infraero dabei fotografiert, wie sie am Unglücksabend mit lachenden Gesichtern aus nächster Nähe die grauenhaften Vorgänge beobachten. Und im Präsidentenpalast feiert man die Nachricht, daß möglicherweise ein technischer Fehler ausschlaggebend für die Tragödie von Congonhas ist. Lulas Kumpel und außenpolitischer Berater Marco Aurelio Garcia sowie dessen Assistent werden dabei gefilmt, wie sie die TV-Nachricht frohgelaunt, überglücklich mit abstoßend obszönen Gesten kommentieren. Jetzt sind all jene total gefickt, die der Regierung die Schuld an dem Unglück geben, bedeuten die Gesten im Klartext. Mitgefühl in Brasilia gleich Null, stattdessen Hohn und Spott für eine kleinlichen Machtinteressen ausgelieferte Gesellschaft, kommentieren Angehörige der Opfer und die Medien. Die obszönen Gesten symbolisierten die „Ethik“ der Lula-Regierung, die dominierende Scheinheiligkeit. Und die Besessenheit Brasilias, aus allem, wirklich allem, und sei es eine Flugzeugkatastrophe, politischen Nutzen zu ziehen. Kumpel Marco Aurelio Garcia kennt man auch in Deutschland gut – er ist es, der stets erklärt, daß Lulas „Partido dos Trabalhadores“ zu keiner anderen Partei so enge Beziehungen unterhält wie zur SPD.  </strong></p>
<p><strong>Entsetzliche, unglaubliche, empörende Taktlosigkeiten folgen: Noch bevor Lula vor die Mikrophone tritt, werden nur drei Tage nach dem Unglück bei einem großen Festakt in Brasilia die Führungsleute der staatlichen Luftfahrtbehörden für „hervorragende Leistungen“ geehrt.</strong></p>
<p><strong>Was ist mit unserem Land los, fragen sich Sozialwissenschaftler und Kulturschaffende, war dieses Unglück nicht eigentlich Mord? Viele sprechen von einem Verbrechen, für das die Lula-Regierung verantwortlich sei. Ja, wir sind ein Land der Fahrlässigkeit, Verantwortungslosigkeit und Scheinheiligkeit, sagen viele auf den Straßen. Das Schlimmste an diesem Brasilien mit seinen zahllosen Anomalien sei, daß jedermann sich daran gewöhne. Gesellschaftliche Apathie und Lethargie seien typische soziale Phänomene in einem Land mit so verkümmerter Protestkultur. Brasilien stehe heute für „Chaos, Korruption, Straflosigkeit, Barbarei“. Daß im Parallelstaat der Slums beinahe täglich von den regierenden Banditenmilizen auf modernen Scheiterhaufen aus Autoreifen Mißliebige lebendig zwecks Einschüchterung der Armen öffentlich verbrannt werden – wen kümmerts, ob in Brasilien oder Deutschland?</strong></p>
<p><strong>Die Tragödie von Congonhas war vorhersehbar, betont auch der renommierte Psychologe und Therapeut Jorge Forbes: „Wir alle haben es gewußt – und wir alle haben es zugelassen.“</strong></p>
<p><strong>Deutschland zählt jährlich um die 5000 Verkehrstote, die zehntgrößte Wirtschaftsnation Brasilien mit nur etwa doppelt so hoher Bevölkerungszahl und weit geringerem Autobestand immerhin über 35500. Gemordet wird meist aus nichtigem Anlaß, jährlich über fünfzigtausendmal. Auch das sagt genug.</strong></p>
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<p><strong>Moderne Scheiterhaufen/2007</strong></p>
<p><strong>Stellen wir uns vor, in Havanna oder Moskau würden Oppositionelle, Bürgerrechtler lebendig verbrannt. Wie dann sofort westliche Medien, Regierungen, Institutionen, Parteien reagieren würden, weiß jeder. Aber halten wir uns an die Fakten.</strong></p>
<p><strong>In Lateinamerikas größter bürgerlicher Demokratie ist das lebendige Verbrennen von Mißliebigen jahrzehntelange Praxis, jenen Medien, Regierungen, Institutionen, Parteien von Anfang an bestens bekannt. Selbst Fotos, Augenzeugenberichte gehen schließlich regelmäßig durch brasilianische Zeitungen. Doch erwartete Reaktionen bleiben aus, brasilianische Menschenrechtsaktivisten sind tief enttäuscht. Jetzt hat der mehrfach preisgekrönte brasilianische Fotograf Rogerio Reis aus Rio de Janeiro seine neueste Arbeit den modernen Scheiterhaufen im Parallelstaat der Slums seines Landes gewidmet.  Reis wird die Fotoinstallation in Paris zeigen, will die Weltöffentlichkeit über diese „Akte der Barbarei“ informieren, darüber eine Debatte in Gang bringen. Die Installation aus 24 Fotos heißt „Microondas“, Mikrowelle. So nennen die Slumdiktatoren des organisierten Verbrechens – und inzwischen auch der Volksmund –  jene Scheiterhaufen aus Autoreifen, auf denen regelmäßig Menschen lebendig verbrannt werden. Auch, um damit Millionen von Bewohnern der Elendsviertel einzuschüchtern. Man stellt sich in die Installation von Rogerio Reis, ist dann umzingelt von großen Farbfotos, die sinnbildlich Autoreifen in Flammen abbilden. Auf journalistischen Schwarzweißfotos ist der Horror ganz konkret zu sehen. Die Reifen werden gewöhnlich über das gefesselte Opfer gestapelt und dann angezündet.  „Aus Empörung über diese Akte der Barbarei, diesen unglaublichen Terror habe ich die Fotoinstallation geschaffen – eine Art von engagierter Kunst“, sagt Reis.  „Daß da willkürlich Menschen  gefoltert, außergerichtlich zum Tode verurteilt und schließlich verbrannt werden – das darf man doch nicht hinnehmen. Ein enger Freund von mir, der brasilianische Fernsehjournalist Tim Lopes, erlitt dieses Schicksal, ist eines der vielen Opfer. Ich will mithelfen, diese Zustände zu beseitigen –  man muß endlich damit anfangen. Ich will die Mittel der Kunst nutzen, um anzuklagen.“</strong></p>
<p><strong>Reis stellte seine Installation jetzt sogar im Kulturzentrum der brasilianischen Bundesjustiz in Rio de Janeiro aus. Die Qualitätszeitung „O Globo“ schilderte zeitgleich – und zum wiederholten Male – in einer Artikelserie die Zustände in der Slumdiktatur. Die Zahl der Verschwundenen sei heute 54-mal höher als während des 21-jährigen Militärregimes. O Globo berichtete auch über die Sondergerichte der Slumdiktatoren, die drakonischen Strafen, die Scheiterhaufen. Sie sind kein neues Phänomen in der brasilianischen Demokratie, und wie Reis betont, wissen verantwortliche Politiker, internationale Menschenrechtsorganisationen und auch  Intellektuelle Brasiliens seit langem detailliert darüber Bescheid. Auffällig indessen das Schweigen, die Indifferenz. “Diese Akte der Barbarei sind ein solcher Rückschritt im zivilisatorischen Prozeß, daß viele Leute den Tatsachen nicht ins Auge sehen, dies alles nicht wahrhaben wollen. Ich sehe da auch viel Scheinheiligkeit. Über diese grausamen Menschenrechtsverletzungen muß man diskutieren – doch just dies ist nicht erwünscht. Der Staat hat sämtliche Machtmittel, um diese Barbarei sofort zu beenden, doch dazu fehlt politischer Wille.“ Vertreter der Kirche, doch auch der renommierte Historiker Josè Murilo de Carvalho von der Bundesuniversität Rios, Mitglied der nationalen Dichterakademie, sind der Auffassung, daß durch die Slumdiktatur, das neofeudale Normendiktat der hochgerüsteten Banditenmilizen Protestpotential paralysiert, Rebellionen der Slumbewohner verhindert werden sollen. Eine Politisierung der Verarmten und Verelendeten werde ebenfalls blockiert. Die Gangsterkommandos dienten damit der Aufrechterhaltung politischer Stabilität – ganz im Sinne der Eliten. „Ich sehe das genau so“, sagt Fotograf Reis, „hier sind starke wirtschaftliche, politische Interessen im Spiel. Hochgestellte Figuren der Gesellschaft sind verwickelt, sind Nutznießer des organisierten Verbrechens. Auch darüber muß man debattieren. Zu meiner Ausstellung in Paris haben alle dortigen Vertreter der brasilianischen Regierung, angefangen vom Botschafter, offizielle Einladungen erhalten – das war mir wichtig.“</strong></p>
<p><strong>Der dunkelhäutige Schriftsteller Paulo Lins schrieb den sozialkritischen Bestseller „Cidade de Deus“, Gottesstadt, über einen Rio-Slum,  war Co-Regisseur der Buchverfilmung. Die kam als „City of God“ in die europäischen Kinos, kippte bei vielen sozialromantische Brasilienklischees. „In City of God spiele ich den Pressefotografen – mit Paulo Lins arbeite ich ebenso eng zusammen wie mit dem Musiker und Poeten Marcelo Yuka, der auf seiner neuesten CD einen Titel diesen modernen Scheiterhaufen gewidmet hat. Da beschreibt er die Gefühle der Slumbewohner, wenn ihnen der Geruch brennender Autoreifen in die Nase steigt – und alle genau wissen, was ganz in ihrer Nähe geschieht. Marcelo Yuka wurde von neun Banditenschüssen getroffen, sitzt gelähmt im Rollstuhl.“</strong></p>
<p><strong>Auch in Deutschland macht man derzeit Gangsta-Rap und HipHop aus brasilianischen Slums hoffähig, tut wider besseres Wissen so, als handele sich um genuine, eigenständige, ganz wundervolle Kulturprodukte. Marcelo Yuka analysiert indessen, daß in der Slumdiktatur auch die Musikzensur heute oft schlimmer sei als in den 21 Jahren der Militärdiktatur Brasiliens. „Betrete ich einen Slum und benutze verbotene Begriffe, verbotene Kleidung, kann ich ermordet werden“, sagt Yuka zum Blättchen. „Zudem verhängen die Banditenkommandos Besuchsverbote für gegnerische Armenviertel. Musiker ihres Herrschaftsbereichs dürfen dort nicht auftreten. Das Verbrennen von Menschen mittels Autoreifen, das Zerstückeln von Opfern, die Folter sind heute in den Slums alltäglich. In einem Jahr werden mehr Menschen umgebracht als in der gesamten Diktaturepoche. Ich bin eingeladen worden, über diese Realität im Oktober in der UNO zu sprechen.“</strong></p>
<p><strong>Carla Rocha zählt zu den wichtigsten investigativen Journalistinnen Brasiliens, hat Yuka in ihrer O-Globo-Artikelserie auch zur Kulturzensur zitiert:“HipHop und Funk sind heute die typische Musik der Slums von Rio, es gibt viele Gruppen, Bands. Doch die gesamte kulturelle Produktion wird heute von den Gangstersyndikaten kontrolliert, zensiert. Natürlich darf in den Musiktiteln nur die Polizei kritisiert werden, nie das organisierte Verbrechen. Andernfalls würden die Musiker mit dem Tode bestraft. Die NGOs dort müssen sich ebenfalls dem Normendiktat unterwerfen. Um die Kontrolle über den Informationsfluß des Slums zu halten, hören Banditenkommandos die Telefongespräche der Bewohner ab, überwachen selbst den Austausch von E-Mails. Gangstermilizen befehlen, daß Kleidung bestimmter Marken, Geschäfte, Farben nicht getragen werden darf.“</strong></p>
<p><strong>Auf seiner neuesten CD „Sangueaudiencia“, erschienen bei Sony-BMG, beschreibt Marcelo Yuka all diese Zustände – zu hören sind auch Mano Chao, Marisa Monte und selbst der Landlosenführer Joao Pedro Stedile. Kuba hat annähernd so viele Einwohner wie Rio de Janeiro.</strong></p>
<p><strong>An Fakten orientierte Berichterstattung über soziokulturelle Tatbestände bestimmter Länder wird heute in Deutschland zunehmend durch Zensur behindert, verhindert. Wo, wie, in welchen Medien und Institutionen kräftig zensiert wird, kriegt man heute auch dank Google-Suche rasch heraus. Machen Sie einfach mal den Test, etwa mit einigen Stichwörtern aus diesem Beitrag.</strong></p>
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<p><strong>Einkommen, Armutsgrenze in Brasilien:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/19/social-inequality-in-brazil-brasiliens-wichtigster-befreiungstheologe-frei-betto-lula-regierungsresultat/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/19/social-inequality-in-brazil-brasiliens-wichtigster-befreiungstheologe-frei-betto-lula-regierungsresultat/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/17/mit-rund-500-euro-familieneinkommen-in-brasilien-schon-mittelschicht-was-in-europa-gut-ankommt/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/17/mit-rund-500-euro-familieneinkommen-in-brasilien-schon-mittelschicht-was-in-europa-gut-ankommt/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/09/20/brasiliens-kuriose-sozialstatistiken-mit-umgerechnet-rund-112-euro-monatseinkommen-laut-regierung-schon-mittelschicht/">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/09/20/brasiliens-kuriose-sozialstatistiken-mit-umgerechnet-rund-112-euro-monatseinkommen-laut-regierung-schon-mittelschicht/</a></p>
<p><strong>Die hausgemachten Ursachen der gravierenden brasilianischen Wirtschaftskrise sind überall spürbar – nahezu ein ganzes Land in der Mentalitätsfalle. So dauern viele Arbeitsvorgänge in Brasilien zehnmal länger als in Nachbarländern wie Uruguay oder Argentinien, gar in Ländern der Ersten Welt – und mehr.  Zumeist liegt es an der Lustlosigkeit der Beschäftigten sowie fehlender Qualifikation – ein Bewußtsein für Effizienz scheint bei einem Großteil schlichtweg nicht zu existieren. Daher bringt man beispielsweise derzeit in Sao Paulo durchaus bis zu einer Stunde in der Schlange der Supermarkt-Schnellkasse zu – auch weil etwa eine Halbanalphabetin darauf besteht, mit der Kreditkarte zu bezahlen – und x-mal den falschen Zahlencode eingibt, die Kassiererin dies zum Schaden der immer längeren Käuferschlange x-mal zuläßt. Man packt also seine Waren wieder in den Korb, wechselt in eine andere Schlange – und erlebt dort irgendeine andere Version brasilianischer Unterentwicklung. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/09/27/boomland-brasilien-die-angeblich-aufstrebende-wirtschaftsmacht-warum-sind-wir-so-unproduktiv-fuhrende-wirtschaftszeitschrift-exame-beschreibt-brasiliens-enormen-wirtschaftlichen-ruckst/">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/09/27/boomland-brasilien-die-angeblich-aufstrebende-wirtschaftsmacht-warum-sind-wir-so-unproduktiv-fuhrende-wirtschaftszeitschrift-exame-beschreibt-brasiliens-enormen-wirtschaftlichen-ruckst/</a></p>
<div class="page-header">
<h2>Erklärung der kubanischen Regierung zum Putsch in Brasilien</h2>
</div>
<dl class="article-info muted">
<dd class="category-name">Kategorie: <a href="http://www.redglobe.de/lateinamerika-karibik/brasilien">Brasilien</a></dd>
<dd class="published">Veröffentlicht: 18. April 2016</dd>
</dl>
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<p><strong><img src="http://www.redglobe.de/images/1default/cuba_wappen.png" alt="Republik Kuba" />Wir dokumentieren nachstehend eine Erklärung des Außenministeriums der Republik Kuba zum laufenden institutionellen Staatsstreich in Brasilien:</strong></p>
<p>Sektoren der rechten Vertretung der Oligarchie im Zusammenspiel mit der reaktionären Presse Brasiliens, mit offener Unterstützung der Transnationalen der Kommunikation und dem Imperialismus, haben im Abgeordnetenhaus dieses Landes den ersten Schritt hin zu einem parlamentarischen Staatsstreich gegen die legitime Regierung der Arbeiterpartei (PT) und der Präsidentin Dilma Rousseff vollzogen, den sie seit Monaten planen.</p>
<p>Es handelt sich um einen Angriff gegen die brasilianische Demokratie und die Rechtmäßigkeit einer von der Mehrheit des Volkes an den Urnen gewählten Regierung, der auf Beschuldigungen basiert, für die es weder Beweise noch rechtliche Grundlagen gibt, wie dies von der Präsidentin selbst, vom ehemaligen Präsidenten und Führer der PT Luiz Inacio Lula Da Silva und zahlreichen Führern linker politischer Parteien und sozialer Bewegungen Brasiliens angeprangert wurde.</p>
<p>Seit dem Jahr 2003, als zum ersten Mal, angeführt von Lula, die Arbeiterpartei die Regierung übernommen hatte, wurden in Brasilien wichtige soziale Programme mit großen Auswirkungen für die weniger besgünstigten Teile der Bevölkerung durchgeführt. Laut Aussage der Weltbank konnten 25 Millionen der Brasilianer dank Programmen wie „Bolsa Familia“ „Mi Casa, Mi Vida“ und „Hambre Cero“ der Armut entkommen. Brasilien wurde international zu einem einflussreichen Akteur in Verteidigung der gerechten Sache und zu einem Förderer der lateinamerikanischen und karibischen Integration.</p>
<p>Die putschende Opposition sucht den Zyklus der volksnahen Regierungen der Arbeiterpartei zu schließen und so dem ein Ende zu setzen, was an sozialen Leistungen für das brasilianische Volk erreicht wurde, um eine neoliberale Regierung einzusetzen, die die Plünderung der natürlichen Reichtümer dieses lateinamerikanischen Bruderlandes durch große transnationale Unternehmen ermöglicht, insbesondere die seiner immensen Reserven an Erdöl, Mineralien, Wasser und Artenvielfalt und die ihre Außenpolitik den hegemonischen imperialen Interessen unterordnet.</p>
<p>Dieser Putsch gegen die brasilianische Demokratie ist Teil einer reaktionären Gegenoffensive der Oligarchie und des Imperialismus gegen die lateinamerikanische Integration und die progressiven Prozesse in der Region. Zudem ist sie auch gegen die Länder der sogenannten BRICS – Gruppe gerichtet, die eine wichtige Einheit von mächtigen Ökonomien bildet, die die Hegemonie des US- Dollar herausgefordert hat.</p>
<p>Das Außenministerium der Republik Kuba verurteilt energisch den parlamentarischen Staatsstreich, der in Brasilien stattfindet und unterstützt entschlossen das Volk und die legitime Regierung dieses Bruderlandes, sowie die Präsidentin Dilma Rousseff, in Verteidigung der politischen und ökonomischen Fortschritte und des während der Regierungen der Arbeiterpartei auf sozialem Gebiet Erreichten.</p>
<p><strong>Havanna, 17. April 2016</strong></p>
<p>Quelle: <a href="http://de.granma.cu/cuba/2016-04-18/erklarung-des-aussenministeriums-der-republik-kuba" target="_blank">Granma</a> / RedGlobe</p>
<h2 class="beitrags-titel">Mensch und Müll 2016 – die verelendete Sklavennachfahrin von Sao Paulo/Brasilien. Mülltüten, Müllsäcke als einzige Kleidung – vergebliches Betteln um ein paar Münzen, keinerlei Zeichen von Solidarität mit dem Opfer von Rassismus, Neoliberalismus, vertiefter Wirtschaftskrise. ” „Man setzt sie mit Müll gleich. Und das Schlimme ist: Die Obdachlosen sagen selber schon, ich bin kein Mensch, ich bin Müll.” Sandra Stalinski, Missionarin auf Zeit aus Deutschland. <span class="kleiner"><a class="post-edit-link" href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?post=61082&amp;action=edit">**</a></span></h2>
<div class="beitrags-info">tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/neoliberalismus/" rel="tag">neoliberalismus</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/rassismus/" rel="tag">rassismus</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/sao-paulo-opfer-von-elend/" rel="tag">sao paulo – opfer von elend</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/vertiefter-wirtschaftskrise-2016/" rel="tag">vertiefter wirtschaftskrise 2016</a></div>
<div class="beitrag">
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/FrauM%C3%BCll1.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-61083" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/FrauM%C3%BCll1-1024x683.jpg" alt="FrauMüll1" width="1024" height="683" /></a><strong>Müllsäcke an Sao Paulos “Avenida Paulista” der Großbanken und Shopping Center – oder ein verelendeter Mensch?</strong></p>
<p><strong>Rund zwei Monate vorher:</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2015/12/28/brasilien-2015-die-krise-und-die-alltagsdramen-halbnackte-obdachlose-sklavennachfahrin-nur-mit-plastetuetenresten-notduerftig-bekleidet-bettelt-auf-stadt-avenida-von-sao-paulo-reichste-stadt-lat/">http://www.hart-brasilientexte.de/2015/12/28/brasilien-2015-die-krise-und-die-alltagsdramen-halbnackte-obdachlose-sklavennachfahrin-nur-mit-plastetuetenresten-notduerftig-bekleidet-bettelt-auf-stadt-avenida-von-sao-paulo-reichste-stadt-lat/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/FrauM%C3%BCll2.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-61085" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/FrauM%C3%BCll2-1024x535.jpg" alt="FrauMüll2" width="1024" height="535" /></a></p>
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<p><strong>Brasilien – US-Hinterhof, strategischer Partner der Merkel-Gabriel-Regierung…</strong></p>
<p><strong>Nicht ungewöhnlich, wenn einem in Amazonasstädten wie Manaus nachts in der Hafenregion eine völlig nackte, verelendete Frau auf der Straße begegnet. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2016/02/12/brasiliens-aktuelle-epidemien-2016-starke-zunahme-bei-denguefieber-faellen-laut-offiziellen-angaben/">http://www.hart-brasilientexte.de/2016/02/12/brasiliens-aktuelle-epidemien-2016-starke-zunahme-bei-denguefieber-faellen-laut-offiziellen-angaben/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/FrauM%C3%BCll15.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-63116" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/FrauM%C3%BCll15.jpg" alt="FrauMüll15" width="780" height="768" /></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/11/05/brasilien-%E2%80%93-kirche-und-gesellschaft-sammelbandtexte/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/11/05/brasilien-%E2%80%93-kirche-und-gesellschaft-sammelbandtexte/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/11/22/brasilien-die-barbarischen-regeln-des-organisierten-verbrechens-von-sao-paulo-hat-ein-drogensuchtiger-der-slums-drogen-schulden-bei-den-dealern-werden-ihm-sofort-die-schulden-erlassen-wenn-er-e/">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/11/22/brasilien-die-barbarischen-regeln-des-organisierten-verbrechens-von-sao-paulo-hat-ein-drogensuchtiger-der-slums-drogen-schulden-bei-den-dealern-werden-ihm-sofort-die-schulden-erlassen-wenn-er-e/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/FrauM%C3%BCll16.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-63118" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/FrauM%C3%BCll16.jpg" alt="FrauMüll16" width="824" height="768" /></a></p>
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<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/11/05/brasilien-%E2%80%93-kirche-und-gesellschaft-sammelbandtexte/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/11/05/brasilien-%E2%80%93-kirche-und-gesellschaft-sammelbandtexte/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/11/22/brasilien-die-barbarischen-regeln-des-organisierten-verbrechens-von-sao-paulo-hat-ein-drogensuchtiger-der-slums-drogen-schulden-bei-den-dealern-werden-ihm-sofort-die-schulden-erlassen-wenn-er-e/">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/11/22/brasilien-die-barbarischen-regeln-des-organisierten-verbrechens-von-sao-paulo-hat-ein-drogensuchtiger-der-slums-drogen-schulden-bei-den-dealern-werden-ihm-sofort-die-schulden-erlassen-wenn-er-e/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/FrauM%C3%BCll3.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-61088" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/FrauM%C3%BCll3-1024x524.jpg" alt="FrauMüll3" width="1024" height="524" /></a></p>
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<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/FrauM%C3%BCll4.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-61090" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/FrauM%C3%BCll4.jpg" alt="FrauMüll4" width="868" height="768" /></a></p>
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<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/FrauM%C3%BCll5.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-61092" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/FrauM%C3%BCll5.jpg" alt="FrauMüll5" width="768" height="803" /></a></p>
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<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/FrauM%C3%BCll6.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-61094" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/FrauM%C3%BCll6.jpg" alt="FrauMüll6" width="877" height="768" /></a></p>
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<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/FrauM%C3%BCll7.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-61096" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/FrauM%C3%BCll7-1024x751.jpg" alt="FrauMüll7" width="1024" height="751" /></a></p>
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<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/FrauM%C3%BCll8.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-61098" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/FrauM%C3%BCll8.jpg" alt="FrauMüll8" width="768" height="790" /></a></p>
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<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/FrauM%C3%BCll9.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-61100" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/FrauM%C3%BCll9.jpg" alt="FrauMüll9" width="951" height="768" /></a></p>
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<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/FrauM%C3%BCll10.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-61102" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/FrauM%C3%BCll10-1024x688.jpg" alt="FrauMüll10" width="1024" height="688" /></a></p>
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<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/FrauM%C3%BCll11.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-62401" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/FrauM%C3%BCll11.jpg" alt="FrauMüll11" width="862" height="768" /></a></p>
<p><strong>Gelegentlich ein paar Münzen ergattern durch Sammeln von Alubüchsen, Flaschen…</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/FrauM%C3%BCll13.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-62405" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/FrauM%C3%BCll13-1024x724.jpg" alt="FrauMüll13" width="1024" height="724" /></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/FrauM%C3%BCll12.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-62403" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/FrauM%C3%BCll12.jpg" alt="FrauMüll12" width="768" height="841" /></a></p>
<p>Weiterziehen im Tropengewitter.</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/FrauM%C3%BCll14.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-62407" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/FrauM%C3%BCll14-1024x704.jpg" alt="FrauMüll14" width="1024" height="704" /></a></p>
<p><strong>H</strong></p>
<p><strong>Hintergrund von 2008:</strong></p>
<h2 class="beitrags-titel">Sao Paulo – Reichtum, Elend, Obdachlose. Hedwig Knist, Sandra Stalinski. <span class="kleiner"><a class="post-edit-link" href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?post=197&amp;action=edit">**</a></span></h2>
<div class="beitrag">
<p><strong>Bei Brasilien denken die meisten Europäer immer zuerst an Rio de Janeiros kleine Schokoladenseite, den Zuckerhut, den Copacabanastrand, Samba und Karneval. Dabei ist das 430 Kilometer entfernte subtropische Sao Paulo zwar keineswegs schöner, aber viel interessanter und nicht nur Brasiliens, sondern ganz Lateinamerikas Kultur-und Gastronomiehauptstadt. Hier dirigierte John Neschling das beste Sinfonieorchester Lateinamerikas, hier leben die populärsten Musiker des Tropenlandes “ das Sertaneja-Duo Zeze di Camargo und Luciano. Hier werden jährlich an die tausend Theaterstücke inszeniert.</strong></p>
<p><strong><span id="more-197"></span>Nicht zufällig bildet das kosmopolitische Sao Paulo vor Rio den wichtigsten touristischen Anziehungspunkt des Tropenlandes. Viel mehr Deutsche steuern Sao Paulo an, nicht Rio. Die nach Tokio und Mexico-City drittgrößte Stadt der Welt ist zudem Lateinamerikas Industriemetropole, zählt an die tausend deutsche Unternehmen und erwirtschaftet ein höheres Bruttosozialprodukt als ganz Argentinien. Extreme Sozialkontrasten fallen indessen beinahe überall ins Auge –  auch die über zweitausend Slums sind nicht zu übersehen. Sao Paulo zählte einmal zu den schönsten Städten des Erdballs –  hemmungslose Geldgier, kollektive Unvernunft und provozierender Individualismus haben sie in eine der häßlichsten verwandelt. Sao Paulo ist heute auch Symbol lateinamerikanischen Sozialdarwinismus. Manche verdrängen lieber, schauen nicht hin –  doch die Situation der marginalisierten Paulistanos, darunter der Obdachlosen, schockiert.<br />
„Unser Land ist besudelt von Korruption, Gewalt und Lügen”, ruft Padre Julio Lancelotti vor der Kathedrale von Sao Paulo aus und ärgert damit manche Vorübergehenden. Übertreibt der Kirchenmann nicht unverschämt? Aus dem Präsidentenpalast in Brasilia kommen schließlich permanent positive Nachrichten über Wirtschaftswachstum, Rekordausfuhren und sozialen Fortschritt, was auch in Europa Beifall findet.  Doch Lancelotti zählt zu Brasiliens führenden Menschenrechtsaktivisten, kordiniert in Sao Paulo das weltweit einzige Vikariat für Obdachlose und sieht die riesigen, entsetzlichen Slums an den Peripherien der Millionenstädte auch unter der Lula-Regierung immer rascher wachsen. Vor der Kathedrale prangert er mit Gleichgesinnten an, daß ein im August 2004 an Obdachlosen verübtes Massaker immer noch nicht aufgeklärt ist, tatverdächtige Militärpolizisten unbehelligt bleiben. Acht Männer und Frauen wurden damals mit Eisenstangen totgeschlagen, weiteren sechs wurde der Schädel zertrümmert –  doch sie überlebten. „Das Blutbad gehört zur Schande Brasiliens”, so Lancelotti, „selbst Sklavenhalterkultur und Folter existieren weiter.” Der Padre erhält Morddrohungen, wurde mehrfach von Unbekannten attackiert, man setzte sogar einen bezahlten Killer auf ihn an. „Jetzt fürchten wir mehr denn je um sein Leben”, sagt die Deutsche Hedwig Knist, die seit acht Jahren in Sao Paulo die katholische Obdachlosengemeinde nahe dem Luz-Bahnhof leitet. Wegen der zunehmenden Arbeitslosigkeit verlieren immer mehr Familien ihre Bleibe, kampieren direkt an der Gemeindekirche, unter den vielen Hochstraßen Sao Paulos –  Szenen wie in Haiti, Kalkutta oder Lagos. Den Bessergestellten sind die Verelendeten vor allem in der City ein Dorn im Auge. An Lateinamerikas Leitbörse, protzigen Bankenpalästen, Oper und Pinakothek, Shopping Centers und Nobelrestaurants ärgern sich High Society und Schickeria über die zerlumpten, verzweifelten, teils übelriechenden und psychisch gestörten Gestalten, wollen von denen nicht angebettelt werden. Die Stadtverwaltung will deshalb das Zentrum  von ihnen säubern. „Die sollen alle weg, an die überfüllte Peripherie, werden teilweise rausgeprügelt”, so Hedwig Knist, „immer mehr Obdachlose und Straßenkinder werden mißhandelt.” Natürlich wenden sich die Erzdiözese und ihre Obdachlosenseelsorge gegen eine solche Vertreibungspolitik, pochen auf die Menschenrechte der „Moradores da Rua”(Straßenbewohner). „Deshalb werden wir von den Autoritäten gehaßt.” Die Gemeindereferentin aus der Diözese Mainz macht interessante Rechnungen auf: Allein in der City stehen vierzigtausend Wohnungen leer –  mehr, als es Obdachlose in Sao Paulo gibt. Würde jede Firma der lateinamerikanischen Wirtschaftslokomotive einem einzigen Obdachlosen Arbeit geben, wäre das Problem aus der Welt. Was auch Hedwig Knist besonders provoziert: Sao Paulo ist Lateinamerikas reichste Stadt, Brasilien immerhin die zehnte Wirtschaftsnation – genügend Geld für Soziales ist de facto vorhanden. Spenden aus Deutschland wären gar nicht nötig. Doch im neoliberal regierten Brasilien wollen die Betuchten nicht abgeben, ist eine gerechtere Einkommensverteilung nicht in Sicht. Ohne Spenden kirchlicher deutscher Hilfswerke wie Adveniat wäre auch wirkungsvolle Obdachlosenbetreuung nicht möglich. „Hedwig hat mir Auswege gezeigt, mich in Momenten der Schwäche und Unsicherheit bestärkt, bis ich es geschafft habe”, sagt Eliana de Santana. „Mit meiner kleinen Tochter lebte ich im Dreck –  doch dank Hedwig und ihren Gemeindeprojekten konnte ich öffentliche Gesundheitsbetreuerin werden, habe jetzt eine winzige Wohnung.” Sie kümmert sich in der City um kranke Obdachlose, erzwingt notfalls deren Behandlung in Kliniken. „Straßenbewohner werden diskriminiert – eine Frau hat man vor der Hospitalpforte sterben lassen!” Hedwig Knist umarmt vorm Gottesdienst die über dreißigjährige Berenice. ”Zehn Jahre hauste sie wie ein Tier zwischen Müll” –  jetzt macht sie Abendschule, arbeitet in der Gemeindewerkstatt, lebt in einem Wohnprojekt.<br />
Obdachlose in Deutschland –  Obdachlose im riesigen Brasilien –  überhaupt kein Vergleich. Jene wenigen, die in deutschen Fußgängerzonen, auf Straßen und Plätzen betteln, schlafen, herumhängen, sind gegenüber ihren brasilianischen Schicksalsgenossen geradezu in einer luxuriösen Situation. Niemand käme auf die Idee, an denen von Berlin, Frankfurt oder München Massaker zu verüben, sie lebendig zu verbrennen, gar beim Vorbeifahren aus dem Auto heraus zu erschießen. In Brasilien ist das alltäglich, Sandra Stalinski aus Aschaffenburg erlebt es als „Missionarin auf Zeit” mit. „Von den Opfern in Sao Paulo habe ich einige gut gekannt, alles hilflose Menschen, die Schwächsten der Schwachen, gezielt ausgesucht. Ich bin deshalb psychisch richtig zusammengebrochen, habe stundenlang geweint. Die Tatorte sind ja immerhin mein Arbeitsbereich. Das Massaker, denke ich, wurde aus politischen Gründen kurz vor Kommunalwahlen inszeniert, um es politisch auszuschlachten.” Denn Sandra Stalinski macht der ganze Medienrummel um den Fall stutzig, die gegenseitigen Anschuldigungen der Politiker. Soviel öffentliche Resonanz sei nicht normal, man hätte alles auch unter den Tisch kehren können.<br />
–„Ich bin kein Mensch, ich bin Müll”<br />
Wie üblich, wenn es „Sem-Teto”, Obdachlose, trifft, die häufig von der autoritären, egozentrischen Gesellschaft Brasiliens wie Nicht-Menschen betrachtet werden. „Man setzt sie mit Müll gleich. Und das Schlimme ist: Die Obdachlosen sagen selber schon, ich bin kein Mensch, ich bin Müll.” Um so nötiger ist soziale Betreuung, die „Missionaria” Stalinski nicht etwa weit entfernt an der Slumperipherie, sondern sogar mitten in der modernen City, neben dem pompösen Gebäude der lateinamerikanischen Leitbörse und den Großbanken, unweit feiner Manager-Restaurants, leistete. Oder selbst auf den Stufen der Kathedrale, oft gleich unter Gruppen tief verzweifelter, teils stark betrunkener Obdachloser. Unter all den Menschenmassen quält diese, einsam, ausgestoßen, ausgeschlossen zu sein –  um so dankbarer für Hilfe, ein tröstendes Wort, ein Gespräch.<br />
„Auf dem Platz davor sieht man alles –  Überfälle, Streit und Tod.” Denn die skandalösen Sozialkontraste Brasiliens liegen noch so offen wie zur Sklavenzeit: Manager in feinem Tuch, aufgeputzte Chefsekretärinnen kreuzen in Sao Paulos Innenstadt tagsüber alle paar Schritte Obdachlose, Bettler, Verkrüppelte, gar alte, zerlumpte schwarze Frauen, die sich ächzend vor hochbeladene Lastkarren spannen. Das Massaker geschah just in der trubeligen City –  nur zu viele der Privilegierten haben sich an den Anblick jener etwa 16000 Straßenbewohner Sao Paulos, „Moradores da Rua”, schlichtweg gewöhnt, nehmen sie kaum noch wahr, unglaubliche Indifferenz dominiert. In Deutschland gäbe es nach solchen Untaten einen öffentlichen Aufschrei –  hier stößt Sandra Stalinkski sogar während eines kleinen Protestmarsches auf offene Abweisung –  ihre Flugblätter werden von nicht wenigen Schlipsträger aus Banken, Geschäftshäusern abgelehnt:”Nee, kannste behalten, interessiert mich nicht. Da ist mir die Galle hochgekommen –  soviel Ignoranz!” Obdachlosen, so sagen viele, „verschmutzen” das Stadtbild, verrichten ihre Notdurft überall –  auch wegen ihnen stinkt es in den brasilianischen Großstädten vielerorts barbarisch nach Urin und Menschenkot.<br />
Sandra Stalinski arbeitete vorwiegend in einem Nachtasyl für 120 Männer, wird zwangsläufig Expertin in hausgemachter brasilianischer Sozialproblematik, auch brasilianischer Religiosität. Denn überall stößt sie auf einen ihr völlig neuen Bezug zu Gott:”Die Brasilianer sind viel religiöser als wir Deutschen, leben den Glauben wesentlich emotionaler, feiern Gottesdienste viel gefühlvoller, mit Liedern und Gesten. Man tanzt dort sogar, was ich gleich gar nicht kannte. Auch die Obdachlosen sind religiös und sagen, daß es letztendlich in Gottes Hand liege, ob sie sich aus dieser Situation befreien können. Sie sind fatalistisch, passiv, finden sich mit ihrem Schicksal ab, meinen, daran nichts ändern zu können. Ihre Lage sei scheinbar Gottes Wille. Und so eine Haltung kritisiere, hinterfrage ich natürlich.” Doch kaum Resonanz, wie die Missionarin verkraften muß. „Mit denen darüber zu reden, ist ganz schwierig, da habe ich eigentlich keine Chance.” Sie beobachtet zudem, wie sogar direkt vor der Kathedrale tagtäglich zahlreiche Sektenprediger agieren, mit der Bibel in der Hand allen Ernstes wie wild herumspringen. Das einerseits so moderne Sao Paulo ist auch Zentrum archaischster Wunderheiler-und Exorzisten-Sekten, die man bestenfalls weit im Hinterland vermutet hätte. „Ich empfinde das schockierend, laufe in den Straßen an Hallen vorbei, wo gerade ein Sektenpriester schreit, über den Satan spricht. Manche Obdachlose erzählen von Sekten, haben einen sehr fundamentalistischen Glauben, nehmen die Bibel wortwörtlich. Bei ihnen hat jedes zweite Wort mit Gott zu tun. Auf der Straße, unter den Obdachlosen gibts alle möglichen Religionen, wahnsinnig viele Freikirchen. Wir sind daher in den Projekten von „Rede Rua” ökumenisch, nicht nach einer bestimmten Religion ausgerichtet, halten keinen rein katholischen Gottesdienst, aber Gebetsstunden ab, feiern natürlich religiöse Feste wie Ostern und Weihnachten. Ganz besonders wichtig für die Bewohner der Straße.”<br />
Die ganze zwiespältige, komplexe, widersprüchliche Obdachlosenproblematik wird von der Missionarin sachlich, illusionlos gesehen, ohne sozialromantische Scheuklappen. Da in Brasilien ein soziales Netz wie in mitteleuropäischen Ländern fehlt, geht der Absturz in die Obdachlosigkeit ganz rasch, oft von heute auf morgen. ”Man verliert die Arbeit, dann ganz schnell auch die Wohnung “ und wohin dann? Auf die Straße.” Andere sind aus tausende Kilometer entfernten Regionen Brasiliens quasi nach Sao Paulo eingewandert, hofften in der Industriestadt auf einen Job, hörten wohl nichts von grassierender Rekordarbeitslosigkeit.<br />
–Machismus, Alkoholismus und harte Drogen”<br />
„Wenn Ehen auseinanderbrechen, gehen die Männer oft aus Wut und Trotz einfach weg, landen auf der Straße – fast nie die Frauen. Das hat viel mit dem lateinamerikanischen Machismus zu tun. Die Männer sind unheimlich stolz, sehr machistisch, sehen es nicht ein, etwa ihren Teller abzuwaschen, ihre Sachen zu säubern. Und bei Entlassung halten sie es einfach nicht aus, daß die Frau für den Lebensunterhalt der Familie sorgt –  und flüchten einfach, greifen zur Flasche.” Absurderweise ist simpler Zuckerrohrschnaps, Cachaca, in Brasilien billiger als Milch –  was würde sich in Deutschland abspielen, wenn der Liter Wodka oder Korn weit weniger als einen Euro kostete? „Für die brasilianischen Männer ist es fast normal, Cachaça zu trinken und in einer schwierigen Situation in den Alkoholismus abzurutschen.” Kokain, Crack kosten im Vergleich zu Deutschland ebenfalls nur Spottpreise, sind daher selbst für Slumbewohner erschwinglich. Schnaps, Rauschgift dienten zum Ruhigstellen von Problemgruppen, etwa Strafgefangenen, würden deshalb in die Knäste bewußt hineingelassen –  sagen selbst katholische Pfarrer. „In unserem Nachtasyl sind 98 Prozent alkohol-oder drogenabhängig”, so Sandra Stalinski, „ein Problem, mit dem wir ganz viel zu kämpfen haben, das sie aber nicht thematisieren.” Abends deshalb immer dasselbe Ritual: „Wenn die Leute unheimlich betrunken ankommen, würden sie in der Herberge Streit anfangen, gäbe es Konflikte. Also lassen wir sie erst vor der Tür warten, etwas nüchterner werden.” Bei den Männern stößt sie teils auf tiefste Verwahrlosung, gar Verrohung –  auf einen Teufelskreis, nur ganz schwer zu durchbrechen. Denn das Leben auf der Straße ist unbeschreiblich hart, auch grausam:”Da kann man nicht zartbesaitet sein, da muß man auch zum Messer greifen und töten, um sein eigenes Leben zu schützen –  diese Leute leben in einer ganz anderen Welt.” Viele lehnen es ab, nachts eine Herberge aufzusuchen, weil sie sich dort bestimmten Gemeinschaftsregeln unterwerfen müßten:”Da wird man nur gedemütigt, ich bin doch kein Hund, der an der Kette laufen muß!” Sie schlafen lieber in der „Freiheit” der Straße, trotz aller Gefahren. Doch jenen „Sem-Teto”, die in Sandra Stalinskis Asyl kommen, soll ihre Autonomie, Selbständigkeit wiedergeben werden –  dafür dienen die Seelsorge, die unzähligen stundenlangen nächtlichen Einzelgespräche, all die Kurse. „Wir wollen nicht, daß sich die Leute an das Straßenleben gewöhnen, nur jeden Abend im Asyl essen, duschen, schlafen, ohne etwas dafür tun zu müssen. Das kann zu einer Form von Bequemlichkeit werden. Es gibt Leute, die das Asyl als angenehme Möglichkeit empfinden, Geld einzusparen –  weil sie weniger verdienen oder auch weniger arbeiten.” Sandra Stalinski macht mit allen Kunstworkshops, malt, zeichnet mit ihnen, entdeckt die unglaublichsten Talente. Was denken sie über Deutschland? „Das Paradies, das gelobte Land, wo jeder reich ist, das Geld schier vom Himmel fällt.” Doch was weiß der deutsche Normalbürger über Brasilien? „Fußball, Samba, Caipirinha, Rio de Janeiro und die Strände als weltweit verkauftes Markenzeichen –  das Elend hier ist in Deutschland niemandem bewußt.”<br />
An der Peripherie Sao Paulos wachsen die Slums um über zehn Prozent jährlich, das Obdachlosenproblem verschärft sich zunehmend. „Weitere Massaker können geschehen”, schreibt die kleine Zeitung des „Rede-Rua”-Hilfswerks, bei der Sandra Stalinski ebenfalls mitarbeitet. „Präfektur, Staat und die Obdachlosen selber müssen endlich aktiv werden!”<br />
In Rio de Janeiro ist die Lage keineswegs anders –  die nach dem Diktator, Judenhasser und Hitlerverehrer Getulio Vargas benannte City-Avenida wird nachts zum Schlafsaal. Auf einem Kilometer nächtigen stets rund zweihundert Obdachlose. In Sao Paulo sprießen überall „Mini-Favelas” gar an Straßenecken, Fabrikmauern. Diözese-Soziologin Eva Turin analysiert, daß die Gesellschaft heute abgrundtief individualistisch, immer weniger solidarisch sei. Daß die Gutbetuchten der besseren Viertel ihren Konsumismus, den zunehmend stärker konzentrierten Reichtum nicht etwa verstecken, sondern sogar immer offener zur Schau tragen, sei „eine Aggression, eine Provokation, ein direkt obszöner Akt gegenüber den Armen.” So wie an der Avenida Paulista –  „der eine liegt krank vor Hunger auf der Straße, der andere fährt mit dem Importauto für hunderttausend Dollar vorbei.” Eva Turin meint, daß die Mittel-und Oberschicht diese Sozialkontraste bewußt verdrängt.<br />
Marcio Pochmann, renommierter Wirtschaftsexperte, sieht einen Zusammenhang zwischen Bereicherung und Dekadenz. Die Reichen von heute entstammten immer weniger den legalen produktiven Sektoren der Gesellschaft, Geldgier mache sie zunehmend entfremdeter. Der Prozeß unproduktiver Bereicherung gehe unverändert weiter, damit auch die sozioökonomische Dekadenz im Lande. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/04/Obdachl20162.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-69091" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/04/Obdachl20162.jpg" alt="Obdachl20162" width="865" height="768" /></a></p>
<p><strong>Obdachloser, stark abgemagert und geschwächt, bei Apriltemperatur 2016 von 15 Grad, ohne Hemd, in Lateinamerikas reichster Stadt Sao Paulo. Die Erfahrung zeigt, daß Menschen dieses Elendsstadiums rasch Opfer einer Unterkühlung oder irrationaler Gewalt werden, diese gar ein Auto überrollt. Mangels Ausweispapieren, fehlender staatlicher Bemühungen um eine Identifikation werden tote Verelendete dann gewöhnlich in Massengräber geworfen. </strong></p>
<p><a href="http://das-blaettchen.de/2010/08/brasiliens-massengraeber-2172.html">http://das-blaettchen.de/2010/08/brasiliens-massengraeber-2172.html</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/11/22/brasilien-die-barbarischen-regeln-des-organisierten-verbrechens-von-sao-paulo-hat-ein-drogensuchtiger-der-slums-drogen-schulden-bei-den-dealern-werden-ihm-sofort-die-schulden-erlassen-wenn-er-e/">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/11/22/brasilien-die-barbarischen-regeln-des-organisierten-verbrechens-von-sao-paulo-hat-ein-drogensuchtiger-der-slums-drogen-schulden-bei-den-dealern-werden-ihm-sofort-die-schulden-erlassen-wenn-er-e/</a></p>
<h2 class="beitrags-titel">Die Ära der Desinformation, “Era da Desinformacao” – Stephen Kanitz. “Die Inszenierung der Politik in den Medien” – Ulrich Saxer, Publizistikwissenschaftler, Universität Zürich. Joachim Gauck und Guido Westerwelle in Brasilien. <span class="kleiner"><a class="post-edit-link" href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?post=2490&amp;action=edit">**</a></span></h2>
<div class="beitrags-info">tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/era-da-desinformacao/" rel="tag">era da desinformacao</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/stephen-kanitz/" rel="tag">stephen kanitz</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/ulrich-saxer/" rel="tag">ulrich saxer</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/universita%c2%a4t-za%c2%bcrich/" rel="tag">universitã¤t zã¼rich</a></div>
<div class="beitrag">
<p><a href="http://www.kanitz.com/veja/era_da_informacao.asp">http://www.kanitz.com/veja/era_da_informacao.asp</a></p>
<p><strong>Ulrich Saxer, Publizistikwissenschaftler: “Das Ereignismanagement zur Erreichung einer wunschgemäßen Medienpräsenz stellt ein strategisches Instrument der politischen Akteure dar.</strong></p>
<p><strong>Während Journalisten Gefahr laufen, quasi instrumentalisiert zu werden, ist bei der Nutzung der technologischen Innovation zur Erreichung der unterschiedlichen Ziele gleichzeitig ein symbiotisches Verhältnis zwischen Medienwirtschaft und Politik zu beobachten…Unter den Nachrichtenwerten hat sich im Gefolge szenischer Medien derjenige der Personalisierung, der Anbindung des politischen Geschehens an bestimmte Persönlichkeiten und deren Eigenschaften, weiter an Gewicht gewonnen, gewissermaßen umgekehrt proportional zur wachsenden Abstraktheit durchorganisierter moderner Politik…Daß all dies der Erhöhung der Rationalität von demokratischer Politik dienlich sei, darf füglich bezweifelt werden. Und wie sehr diese unter dem Einfluß von Multimedia gar noch zum virtuellen Theater verkommt, wird die Zukunft weisen.”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/26/pressefreiheit-in-brasilien-von-58-auf-99-platz-zuruckgefallen-auf-welt-ranking-von-reporter-ohne-grenzen/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/26/pressefreiheit-in-brasilien-von-58-auf-99-platz-zuruckgefallen-auf-welt-ranking-von-reporter-ohne-grenzen/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/02/wesbrotichesse.jpg" alt="wesbrotichesse.jpg" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/26/brasiliens-autor-und-filmemacher-paulo-linscity-of-god-zur-pressefreiheitwurde-ich-die-realitat-so-schildern-wie-sie-ist-konnte-man-das-garnicht-publizieren/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/26/brasiliens-autor-und-filmemacher-paulo-linscity-of-god-zur-pressefreiheitwurde-ich-die-realitat-so-schildern-wie-sie-ist-konnte-man-das-garnicht-publizieren/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</strong></a></p>
<p><strong>Brasiliens sichtlich erfolgreiche Auslandspropaganda:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/10/medienqualitat-heute-weitere-gezielte-niveauabsenkung-konstatiert-und-offenbar-wissen-wir-trifft-der-trend-allgemein-zu-der-in-der-schweiz-beobachtet-wurde-von-der-gesellschaft-und-der-welt-im/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/10/medienqualitat-heute-weitere-gezielte-niveauabsenkung-konstatiert-und-offenbar-wissen-wir-trifft-der-trend-allgemein-zu-der-in-der-schweiz-beobachtet-wurde-von-der-gesellschaft-und-der-welt-im/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/11/mentetododiasp.jpg" alt="mentetododiasp.jpg" /></p>
<p><strong>Joachim Gauck in Brasilien: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/17/brasilien-historischer-besuch-des-deutschen-bundesprasidenten-joachim-gauck-im-tropenland-trotz-gravierender-menschenrechtslage-folter-todesschwadronen-gefangnis-horror-sklavenarbeit-etc-b/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/17/brasilien-historischer-besuch-des-deutschen-bundesprasidenten-joachim-gauck-im-tropenland-trotz-gravierender-menschenrechtslage-folter-todesschwadronen-gefangnis-horror-sklavenarbeit-etc-b/</a></p>
<p><strong>Guido Westerwelle in Brasilien: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/12/26/guido-westerwelle-war-gestern-der-spiegel-westerwelle-in-brasilien-keinerlei-kritik-an-gravierenden-menschenrechtsverletzungensystematische-folter-todesschwadronen-liquidierung-von-menschen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/12/26/guido-westerwelle-war-gestern-der-spiegel-westerwelle-in-brasilien-keinerlei-kritik-an-gravierenden-menschenrechtsverletzungensystematische-folter-todesschwadronen-liquidierung-von-menschen/</a></p>
<p><strong>Wer hatte Recht – der brasilianische Systemkritiker oder Lob-und-Hudel-Steinmeier(SPD) neben Lula? Systemkritiker Machado hatte Spruchbänder entrollt: “Brasilien ist das Land der Korruption – Brasilien verbreitet Lügen über seine wirtschaftliche Realität”.</strong></p>
<p><strong>Im Website-Interview des August 2015, kurz vor dem Eintreffen Merkels,  erinnert sich Marcelo Machado Pereira, der heute bei Sao Paulo als Informatiker tätig ist, noch einmal an die näheren Umstände seines Protestes – und wie ihn SPD-Funktionäre aus der Steinmeier-Lula-Veranstaltung wiesen, ihm die Protestplakate wegnahmen. Pereira sieht Parallelen zwischen der SPD-CDU-Koalition in Berlin und dem Regierungsbündnis zwischen Lulas Arbeiterpartei PT und PMDB in Brasilia. Er bekräftigt seine Kritik an in-und ausländischen Medien, die Brasiliens wirtschaftlich-politische  Realität falsch darstellen. Bemerkenswert, daß die gewöhnlich so auf Dissidenten versessene deutsche Journaille 2012, die Tagesschau, andere Staatsfunksendungen,  nicht die Gelegenheit ergriffen, um mit Pereira sofort Interviews zu führen…Während seines Deutschland-Aufenthalts hatte Pereira erstaunt, amüsiert, daß nicht wenige politisierte Deutsche Lula regelrecht für einen “Gott” hielten – “obwohl doch Deutschland gar kein spirituelles Land ist. Lula wurde von diesen Leuten ein Heiligenschein verpaßt”, seien absurde Mythen über Lula kultiviert worden. </strong></p>
<p><strong>Wer sich die Mühe macht, einmal die Kritik von Marcelo Machado Pereira von 2012 mit dem damaligen Lob-und Hudel-Brasilien-Agitprop des straff gesteuerten deutschen Mainstreams zu vergleichen, kommt ins Staunen…Berufslügner von damals sind weiter in Amt und Würden.</strong></p>
<p><strong>“Südamerikas Vorzeigestaat”. Illustrierte DER SPIEGEL 2012, im Jahre des Protests von Marcelo Machado Pereira.</strong></p>
<p><strong>Lula in Berlin 2012 – brasilianischer Systemkritiker “rasch entfernt” aus Steinmeier-Veranstaltung:  </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/12/07/brasiliens-ex-prasident-lula-in-berlin-diskussion-mit-frank-walter-steinmeier/">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/12/07/brasiliens-ex-prasident-lula-in-berlin-diskussion-mit-frank-walter-steinmeier/</a></p>
<p><strong>Lula 2016 – die Bundespolizei führt ihn zum Verhör ab, durchsucht sein Haus – eine Positionierung von SPD-Steinmeier?</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/12/lulasteinmeier2012.jpg" alt="lulasteinmeier2012.jpg" /></p>
<p><strong>SPD-Politiker Steinmeier und Lula 2012 in Berlin – heikle Menschenrechtsfragen, darunter die fortdauernde Folter, Todesschwadronen, Scheiterhaufen, Sklavenarbeit. gravierender Rassismus etc.  offenbar bewußt ausgeklammert. Das offizielle Thema der Steinmeier-Lula-Veranstaltung: “Auf dem Weg zur Weltmacht: Brasiliens Rolle in der globalen Ordnung”. Bekanntlich kann von einem Weg Brasiliens auf dem Weg zur Weltmacht keine Rede sein, wie bereits 2012 die Basisdaten und Basisfakten des Landes zeigten.</strong></p>
<p><strong>Aus der Veranstaltungsanzeige:</strong>“<strong>In wenigen Jahren wird Brasilien zu den fünf wichtigsten Volkswirtschaften der Welt zählen. Auf der internationalen Bühne hat sich Brasilien als global player etabliert, der seine Interessen selbstbewusst vertritt.”</strong></p>
<p><strong>Ausriß.</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/</a></p>
<div class="beitrag">
<h2 class="beitrags-titel"><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/02/SteinmeierDilma1.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-25612" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/02/SteinmeierDilma1.jpg" alt="??????????????????????" width="836" height="768" /></a></h2>
<h2 class="beitrags-titel"><strong>Offizielles Regierungsfoto – Steinmeier und Dilma Rousseff 2015 in Brasilia.</strong></h2>
<p><strong>Meinungsführer, Machteliten, gesteuerte Medien:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/11/LulaHelmutSchmidtHH.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-51890" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/11/LulaHelmutSchmidtHH.jpg" alt="LulaHelmutSchmidtHH" width="776" height="768" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>“Ich glaube, ihr seid auf einem fabelhaft gutem Wege.” Schmidt zu Lula 2009 in der Merkel-Stadt Hamburg…Ausriß. 2016 wird Lula von der Bundespolizei zum Verhör abgeführt, wird sein Haus durchsucht. Warum Lula unter hohen deutschen Politikern, in deutschen Islamisierungsparteien soviele Freunde, Unterstützer hat…</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/05/bodo-ramelow-und-die-wertvorstellungen-seiner-spd-partner/">http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/05/bodo-ramelow-und-die-wertvorstellungen-seiner-spd-partner/</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Schmidt:”Ich kenne Oskar Niemeyer – und ich habe einen großen Respekt vor ihm…Ich war einer, der dafür gesorgt hat, daß er den japanischen kaiserlichen Kunstpreis für Architektur bekommen hat. So habe ich Oskar Niemeyer in Tokio kennengelernt.”(Extrem stark beschnittenes Gespräch Schmidt-Lula auf youtube)</strong></p>
<p><strong>“Ist Brasilia unmenschlich?” DIE ZEIT 1967, Helmut Schmidt/SPD ist noch nicht Mitherausgeber, steuert noch nicht die Inhalte:</strong><a href="http://www.zeit.de/1967/50/ist-brasilia-unmenschlich/komplettansicht?print=true">http://www.zeit.de/1967/50/ist-brasilia-unmenschlich/komplettansicht?print=true</a></p>
<p><strong>Oscar Niemeyer und das Massaker an Bauarbeitern während der Errichtung von Brasilia:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/11/brasilia-50-und-das-massaker-an-bauarbeitern/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/11/brasilia-50-und-das-massaker-an-bauarbeitern/</a></p>
<p><strong> Lula bei Schmidt in Hamburg. </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2015/11/11/helmut-schmidt-2015-gestorben-mainstream-verbreitet-falschmeldungen-kuriose-mythen-schmidt-hatte-angeblich-den-damaligen-gewerkschaftsfuehrer-lula-begehrt-bei-unternehmern-als-verhandlungs-und-g/">http://www.hart-brasilientexte.de/2015/11/11/helmut-schmidt-2015-gestorben-mainstream-verbreitet-falschmeldungen-kuriose-mythen-schmidt-hatte-angeblich-den-damaligen-gewerkschaftsfuehrer-lula-begehrt-bei-unternehmern-als-verhandlungs-und-g/</a></p>
<h2 class="beitrags-titel">Annette Schavan, Deutschlands Bildungs-und Forschungsministerin, mit Brasiliens Forschungsminister Sergio Rezende in Sao Paulo. “Mit Brasilien die Fragen der Zukunft beantworten.” Brasilien liegt auf dem UNO-Index für menschliche Entwicklung weit abgeschlagen nur auf Platz 84. <span class="kleiner"><a class="post-edit-link" href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?post=5023&amp;action=edit">**</a></span></h2>
<div class="beitrags-info">tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/annette-schavan/" rel="tag">annette schavan</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/atomenergie/" rel="tag">atomenergie</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/atomkraftwerke/" rel="tag">atomkraftwerke</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/sao-paulo/" rel="tag">sao paulo</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/sergio-rezende/" rel="tag">sergio rezende</a></div>
<div class="beitrag">
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/04/annetteschavanrezende.jpg" alt="annetteschavanrezende.jpg" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/14/annette-schavan-deutschlands-bildungs-und-forschungsministerin-in-sao-paulo/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/14/annette-schavan-deutschlands-bildungs-und-forschungsministerin-in-sao-paulo/</a></p>
<p><strong>In der UNESCO-Bildungsstatistik liegt Deutschland auf Platz 13, Brasilien nur auf Platz 88. Entsprechend gering ist in Brasilien u.a. das Verständnis für deutsche Kultur – erheblich größer in Ländern Lateinamerikas, die bessere Plätze belegen. </strong> <a href="http://www.unesco.org/new/fileadmin/MULTIMEDIA/HQ/ED/pdf/gmr2011-efa-development-index.pdf">http://www.unesco.org/new/fileadmin/MULTIMEDIA/HQ/ED/pdf/gmr2011-efa-development-index.pdf</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c1.JPG" alt="c1.JPG" /></p>
<p><strong>Hausen  an stinkender Kloake 2011 – in Lateinamerikas reichster Stadt Sao Paulo. “Ich lebe hier schon 14 Jahre so in dieser Kate.”(Mutter von vier Kindern)</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/07/brasiliens-boom-und-die-slumhutten/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/07/brasiliens-boom-und-die-slumhutten/</strong></a></p>
<p><strong> Rezende zur Atomenergie:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/29/%e2%80%9eatomenergie-erweist-sich-als-alternative-%e2%80%93-fahig-dazu-den-bedarf-selbst-in-grosen-dimensionen-zu-decken-in-sauberer-und-sicherer-weise-die-regierung-von-prasident-lula-unterstutzt/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/29/%e2%80%9eatomenergie-erweist-sich-als-alternative-%e2%80%93-fahig-dazu-den-bedarf-selbst-in-grosen-dimensionen-zu-decken-in-sauberer-und-sicherer-weise-die-regierung-von-prasident-lula-unterstutzt/</a></p>
<p><strong>Willy Brandt und sein Diktatur-Amtskollege José Magalhaes Pinto:  </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/11/19/brasiliens-folter-diktatur1964-1985-mit-wem-bundesausenminister-willy-brandt-damals-bilaterale-vertrage-unterzeichnet-das-massaker-an-stahlarbeitern-unter-gouverneur-jose-magalhaes-pinto/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/11/19/brasiliens-folter-diktatur1964-1985-mit-wem-bundesausenminister-willy-brandt-damals-bilaterale-vertrage-unterzeichnet-das-massaker-an-stahlarbeitern-unter-gouverneur-jose-magalhaes-pinto/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/14/steinigen-im-iran-unter-ahmadinedschad-und-in-brasilien-unter-lula-lula-konnte-sich-uber-die-tatsache-beunruhigen-das-brasilien-zu-den-landern-gehort-in-denen-am-meisten-gelyncht-wird-jose/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/14/steinigen-im-iran-unter-ahmadinedschad-und-in-brasilien-unter-lula-lula-konnte-sich-uber-die-tatsache-beunruhigen-das-brasilien-zu-den-landern-gehort-in-denen-am-meisten-gelyncht-wird-jose/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/07/horstkohlersp1.JPG" alt="horstkohlersp1.JPG" /></p>
<p><strong>Bundespräsident Horst Köhler in Sao Paulo.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/09/todesschwadronen-in-brasilien-menschenrechtspolitik-unter-lula-rousseff-polizisten-kommandieren-ausrottungskommandos-im-ganzen-land-viel-lob-aus-europa-fur-brasilias-kurs/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/09/todesschwadronen-in-brasilien-menschenrechtspolitik-unter-lula-rousseff-polizisten-kommandieren-ausrottungskommandos-im-ganzen-land-viel-lob-aus-europa-fur-brasilias-kurs/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/05/scheiterhaufen-in-sao-paulo-mindestens-15-menschen-in-der-megacity-seit-jahresbeginn-lebendig-verbrannt-laut-landesmedien-fogo-para-matar-rivais/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/05/scheiterhaufen-in-sao-paulo-mindestens-15-menschen-in-der-megacity-seit-jahresbeginn-lebendig-verbrannt-laut-landesmedien-fogo-para-matar-rivais/</a></p>
<p><a href="http://www.deutsch-brasilianisches-jahr.de/de/184.php">http://www.deutsch-brasilianisches-jahr.de/de/184.php</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</a></p>
<h2 class="beitrags-titel">Katholischer Bischof Angelico Sandalo Bernardino in Sao Paulo 2011: “Brasiliens durchlebt derzeit eine enorme politische Krise. Brasilien ist zwar theoretisch eine Republik, doch die republikanischen Prinzipien werden mißachtet. In der Verfassung von 1988 heißt es, alle Brasilianer hätten die gleichen Rechte. Doch in Wahrheit ist dies eine Lüge. Es reicht aus, in die Slums zu gehen. Wir müssen uns von der Diktatur der wirtschaftlichen Macht befreien – und von einer politischen Macht, die sich der wirtschaftlichen Macht unterwirft.”</h2>
<p>Der Unterschied zwischen der katholischen Kirche Brasiliens und den Staats-und Regierungskirchen Deutschlands ist sehr groß.</p>
<h2 class="beitrags-titel">“Steinmeier gibt “Colonia Dignidad”-Akten frei”. Tagesschau, 27.4. 2016. “Während der Diktatur von Augusto Pinochet (1973-1990) diente die Siedlung zudem als Folterzentrum des Geheimdienstes.” Wann werden die wichtigsten Geheimakten zum Thema freigegeben, die zu den Folterdiktaturen in Brasilien und Argentinien, zur engen Zusammenarbeit von Willy Brandt, Helmut Schmidt, Hans-Dietrich Genscher mit diesen Regimes? Bemerkenswert, daß Grünen-Außenminister Joseph Fischer nichts zur Öffnung von hochbrisanten Geheimakten unternahm… <span class="kleiner"><a class="post-edit-link" href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?post=69036&amp;action=edit">**</a></span></h2>
<div class="beitrags-info">tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/bonner-geheimakten-zu-folterdiktaturen-in-lateinamerika-willy-brandt-helmut-schmidt/" rel="tag">bonner geheimakten zu folterdiktaturen in lateinamerika – willy brandt-helmut schmidt</a></div>
<div class="beitrag">
<p><a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-04/colonia-dignidad-frank-walter-steinmeier-rede-auswaertiges-amt">http://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-04/colonia-dignidad-frank-walter-steinmeier-rede-auswaertiges-amt</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/03/31/foltertechnologie-der-bundesrepublik-deutschland-fur-die-militardiktatur-brasiliens-regimegegner-ivan-seixas-direktor-der-gedenkstatte-memorial-des-widerstands-in-sao-paulo-bekraftigt-im-websit/">http://www.hart-brasilientexte.de/2014/03/31/foltertechnologie-der-bundesrepublik-deutschland-fur-die-militardiktatur-brasiliens-regimegegner-ivan-seixas-direktor-der-gedenkstatte-memorial-des-widerstands-in-sao-paulo-bekraftigt-im-websit/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2016/04/06/willy-brandt-airport-helmut-schmidt-airport-gar-hans-dietrich-genscher-airport-kuriose-mythenbildung-verschweigen-von-biographie-fakten/">http://www.hart-brasilientexte.de/2016/04/06/willy-brandt-airport-helmut-schmidt-airport-gar-hans-dietrich-genscher-airport-kuriose-mythenbildung-verschweigen-von-biographie-fakten/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/07/Diktaturopferex.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-54377" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/07/Diktaturopferex-754x1024.jpg" alt="Diktaturopferex" width="754" height="1024" /></a></p>
<p><strong>Diktaturopfer – getötete Regimegegnerin, Foto von kirchlichen Menschenrechtsaktivisten Brasiliens.</strong></p>
<p><strong>Wie die Militärdiktatur Frauen folterte: </strong>   <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/26/brasiliens-komplizierte-vergangenheitsbewaltigung-maria-amelia-de-almeida-teles-grauenhaft-gefolterte-regimegnerin-heute-mitglied-der-wahrheitskommission-des-teilstaats-sao-paulo-zur-aufklarung-der/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/26/brasiliens-komplizierte-vergangenheitsbewaltigung-maria-amelia-de-almeida-teles-grauenhaft-gefolterte-regimegnerin-heute-mitglied-der-wahrheitskommission-</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/15/brasiliens-militardiktatur-uberlebende-von-verfolgung-und-folter-clarice-herzog-witwe-des-ermordeten-judischen-journalisten-vladimir-herzog-und-regimegegner-waldemar-rossi-heute-fuhrer-der-bisch/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/15/brasiliens-militardiktatur-uberlebende-von-verfolgung-und-folter-clarice-herzog-witwe-des-ermordeten-judischen-journalisten-vladimir-herzog-und-regimegegner-waldemar-rossi-heute-fuhrer-der-bisch/</a></p>
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		<title>Lula krank, Teilnahme an Weltwirtschaftsforum in Davos abgesagt. In Recife-Klinik eingeliefert, später nach Sao Bernardo do Campo bei Sao Paulo geflogen, von Herzarzt betreut.</title>
		<link>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/28/lula-krank-teilnahme-an-weltwirtschaftsforum-in-davos-abgesagt-in-recife-klinik-eingeliefert/</link>
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		<pubDate>Thu, 28 Jan 2010 11:43:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Atomkraftwerk Angra 3]]></category>
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		<description><![CDATA[Laut Presseberichten befand sich Lula bereits im Flugzeug nach Davos, als er gemäß den offiziellen Angaben einen Bluthochdruck-Anfall erlitt und in eine Klinik von Recife eingeliefert wurde. http://g1.globo.com/Noticias/Politica/0,,MUL1466295-5601,00-LULA+RECEBE+ALTA+APOS+CRISE+DE+HIPERTENSAO.html http://www1.folha.uol.com.br/folha/brasil/ult96u685763.shtml http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/27/lula-video-von-weltsozialforum-2010-in-porto-alegre-anklicken-gesamte-lula-rede-horen/ Berliner Regierung erteilt Milliarden-Bürgschaft für brasilianisches Atomkraftwerk &#8222;Angra 3&#8243; bei Rio de Janeiro: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/22/deutsche-milliardenburgschaft-fur-brasilianisches-atomkraftwerk-angra-3-unweit-des-thyssenkrupp-stahlwerks-proteste-von-urgewald-deutsche-umweltpolitik-im-ausland/ http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/27/deutschland-staatshilfe-fur-brasilien-atommeiler-gebilligt-handelsblattproteste-wirkungslos-angra-3-wird-bei-rio-de-janeiro-unweit-des-thyssen-krupp-stahlwerks-errichtet/]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Laut Presseberichten befand sich Lula bereits im Flugzeug nach Davos, als er gemäß den offiziellen Angaben einen Bluthochdruck-Anfall erlitt und in eine Klinik von Recife eingeliefert wurde.</strong></p>
<p><a href="http://g1.globo.com/Noticias/Politica/0,,MUL1466295-5601,00-LULA+RECEBE+ALTA+APOS+CRISE+DE+HIPERTENSAO.html">http://g1.globo.com/Noticias/Politica/0,,MUL1466295-5601,00-LULA+RECEBE+ALTA+APOS+CRISE+DE+HIPERTENSAO.html</a></p>
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<p><strong>Berliner Regierung erteilt Milliarden-Bürgschaft für brasilianisches Atomkraftwerk &#8222;Angra 3&#8243; bei Rio de Janeiro:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/22/deutsche-milliardenburgschaft-fur-brasilianisches-atomkraftwerk-angra-3-unweit-des-thyssenkrupp-stahlwerks-proteste-von-urgewald-deutsche-umweltpolitik-im-ausland/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/22/deutsche-milliardenburgschaft-fur-brasilianisches-atomkraftwerk-angra-3-unweit-des-thyssenkrupp-stahlwerks-proteste-von-urgewald-deutsche-umweltpolitik-im-ausland/</a></p>
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