Vor den Karren spannen…Stellen Sie sich vor, das wäre Ihr Broterwerb. http://www.hart-brasilientexte.de/2012/11/21/brasilien-sklavennachfahrin2-avenida-paulista-2012/

Ausriß. Polizei untersucht den Fall - Schulkinder werden die Inschrift übermalen. Polizei entdeckte weitere Neonazi-Codes, wie 14, 88.
Polizei in Rio de Janeiro schloß vor Jahren auf Antrag der jüdischen Gemeinde ein Textilgeschäft namens “Gestapo”.
Ein Carioca als SS-Unterscharführer im KZ Auschwitz.
http://www.afropress.com/noticiasLer.asp?id=2582
Mauricio Pestana, Herausgeber der Schwarzenzeitschrift “Raca Brasil” im Website-Interview wenige Tage nach dem Obama-Besuch in Brasilien: “Ich saß im Opernhaus von Rio de Janeiro direkt vor Obama, nur etwa fünf Meter entfernt. Hätten wir einen großen nationalen Schwarzenführer, der den Willen der dunkelhäutigen Gemeinde ausdrückt - und hätte dieser mit Obama gesprochen, hätte er sich in Brasilien vielleicht zur Rassenfrage geäußert. In der brasilianischen Schwarzenbewegung war vor Obamas Ankunft allgemeine Hauptposition, daß der US-Präsident zur hiesigen Rassenproblematik Stellung beziehen muß. Die Rassismusfrage ist in der heutigen Welt schließlich gravierend. Ich persönlich bin indessen der Meinung, daß wir in Brasilien in dieser Beziehung erst einmal unsere Hausaufgaben machen müssen, bevor wir Forderungen an Obama stellen können. Ein Krieg, wie jetzt der Libyenkrieg, ist schlecht unter jedem Blickwinkel - wir dürfen nicht vergessen, daß dort in Libyen Zivilisten sterben. ”
Mauricio Pestana im Franziskanerkloster von Sao Paulo.
Die brasilianische Schwarzenbewegung hatte versucht, über die neue Rousseff-Ministerin für Rassengleichheit, Luiza Bairros, Brasiliens Rassenproblematik auf die Agenda des Obama-Besuchs zu setzen. Wie Afropress meldete, habe man indessen von der Ministerin keinerlei Antwort erhalten. Zudem gebe es keinerlei Informationen über unabhängige Initiativen der brasilianischen Regierung in dieser Richtung.
Mitarbeiter der SOS-Kinderdörfer wirbt Unterstützter in der City von Sao Paulo 2011.
Mauricio Pestana, Herausgeber der Schwarzenzeitschrift “Raca Brasil” im Website-Interview wenige Tage nach dem Obama-Besuch in Brasilien: “Ich saß im Opernhaus von Rio de Janeiro direkt vor Obama, nur etwa fünf Meter entfernt. Hätten wir einen großen nationalen Schwarzenführer, der den Willen der dunkelhäutigen Gemeinde ausdrückt - und hätte dieser mit Obama gesprochen, hätte er sich in Brasilien vielleicht zur Rassenfrage geäußert. In der brasilianischen Schwarzenbewegung war vor Obamas Ankunft allgemeine Hauptposition, daß der US-Präsident zur hiesigen Rassenproblematik Stellung beziehen muß. Die Rassismusfrage ist in der heutigen Welt schließlich gravierend. Ich persönlich bin indessen der Meinung, daß wir in Brasilien in dieser Beziehung erst einmal unsere Hausaufgaben machen müssen, bevor wir Forderungen an Obama stellen können. Ein Krieg, wie jetzt der Libyenkrieg, ist schlecht unter jedem Blickwinkel - wir dürfen nicht vergessen, daß dort in Libyen Zivilisten sterben. ”
Die brasilianische Schwarzenbewegung hatte versucht, über die neue Rousseff-Ministerin für Rassengleichheit, Luiza Bairros, Brasiliens Rassenproblematik auf die Agenda des Obama-Besuchs zu setzen. Wie Afropress meldete, habe man indessen von der Ministerin keinerlei Antwort erhalten. Zudem gebe es keinerlei Informationen über unabhängige Initiativen der brasilianischen Regierung in dieser Richtung.
Attentate auf Systemkritiker: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/24/attentat-auf-brasilianischen-systemkritiker-ricardo-gama-in-rio-de-janeirocopacabana-anwalt-von-drei-schussen-darunter-in-kopf-getroffen/
Brasilien, Vergangenheitsbewältigung: http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html
Mauricio Pestana im Website-Interview wenige Tage nach dem Obama-Besuch in Brasilien: “Ich saß im Opernhaus von Rio de Janeiro direkt vor Obama, nur etwa fünf Meter entfernt. Hätten wir einen großen nationalen Schwarzenführer, der den Willen der dunkelhäutigen Gemeinde ausdrückt - und hätte dieser mit Obama gesprochen, hätte er sich in Brasilien vielleicht zur Rassenfrage geäußert. In der brasilianischen Schwarzenbewegung war vor Obamas Ankunft allgemeine Hauptposition, daß der US-Präsident zur hiesigen Rassenproblematik Stellung beziehen muß. Die Rassismusfrage ist in der heutigen Welt schließlich gravierend. Ich persönlich bin indessen der Meinung, daß wir in Brasilien in dieser Beziehung erst einmal unsere Hausaufgaben machen müssen, bevor wir Forderungen an Obama stellen können. Ein Krieg, wie jetzt der Libyenkrieg, ist schlecht unter jedem Blickwinkel - wir dürfen nicht vergessen, daß dort in Libyen Zivilisten sterben. ”
Die brasilianische Schwarzenbewegung hatte versucht, über die neue Rousseff-Ministerin für Rassengleichheit, Luiza Bairros, Brasiliens Rassenproblematik auf die Agenda des Obama-Besuchs zu setzen. Wie Afropress meldete, habe man indessen von der Ministerin keinerlei Antwort erhalten. Zudem gebe es keinerlei Informationen über unabhängige Initiativen der brasilianischen Regierung in dieser Richtung.
Auf dem UNO-Index für menschliche Entwicklung liegt Libyen auf dem 53. Platz, der Iran auf dem 70. und Brasilien abgeschlagen auf dem 73. Platz.
Abgehungerte, verelendete Dunkelhäutige, die sich nur zu oft von Straßenabfällen ernähren, erleiden eine rasche Schwächung des Immunsystems, sind daher auch angesichts des hohen Anteils an Viren und Bakterien in der Atemluft sehr anfällig für gefährliche Krankheiten, sterben häufig daran, werden dann nach Angaben von kirchlichen Menschenrechtsexperten oft in Massengräber geworfen.
“…das Land die globale Wirtschafts- und Finanzkrise 2008/2009 vergleichsweise unbeschadet überstanden hat.” BDI 2011
Der Schwarze bettelt in Sao Paulo, Lateinamerikas reichster Stadt, ganz in der Nähe des Treffens von 50 US-Unternehmern mit brasilianischen Industriellen. Die Unternehmer waren mit Obama nach Brasilien gekommen.
“1400 Euro im Spendenkörberl der Brasilienhilfe”: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/23/1400-euro-im-spendenkorberl-der-brasilienhilfe-kampf-des-vereins-das-elend-in-brasilien-zu-linderntraunsteiner-tagblatt-immer-mehr-milliardare-in-brasilien/

Hintergrundtext von 2010:
Brasiliens Massengräber
Obama lobte die brasilianische Demokratie und unterließ jegliche Kritik an den gravierenden Menschenrechtsverletzungen - machte damit klar, welche Menschenrechtskriterien er nach eigenem Werteverständnis an Brasilien anlegt.
Brasilien auf Welt-Demokratie-Index: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/17/brasilien-auf-britischem-welt-demokratie-index-vom-41-auf-47-platz-zuruckgefallen-economist-intelligence-unit/
Auf dem UNO-Index für menschliche Entwicklung liegt Libyen auf dem 53. Platz, Brasilien abgeschlagen auf dem 73. Platz.
Auf den Libyen-Konflikt ging er nur sehr kurz ein und verurteilte das libysche Regime.”We´ve seen the people of Libya take a great stand a regime to torment, to brutalize its own citizens.”
“Brazil is a flourishing democracy…where the half of nation is now considered middle-class.” Obama lobte ausdrücklich die Favela-Politik von Gouverneur und Bürgermeister Rio de Janeiros, gratulierte “for the excellent work”. “The day has finally come. This is the country of the future no more - the people of Brazil should know that the future has arrived - that is here now.”
Obama-Rede im offiziellen Wortlaut: http://g1.globo.com/obama-no-brasil/noticia/2011/03/leia-integra-do-discurso-de-barack-obama-no-theatro-municipal.html
Kritik an Obama-Rede: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/21/barack-obamas-rede-in-rio-de-janeirochurrascaria-diskurs-war-enttauschend-laut-folha-de-sao-paulo/
Obama verlegte aus Sicherheitsgründen, wegen drohender Proteste, seine Rede vom Opernvorplatz Rios in die Oper hinein. Just an diesem Opernhaus vorbei fuhr US-Präsident Eisenhower 1960 noch im offenen Cadillac, winkte der begeisterten Menge zu, die ihn karnevalesk mit Konfetti und Papierschlangen bewarf. 2011 konnten sich Personen, darunter Protestler, während der Obama-Rede dem durch Soldaten umstellten Opernhaus nur auf 200 Meter Abstand nähern - auch Fahnen der regierenden Arbeiterpartei(PT) Lulas und Plakate mit der Aufschrift “Obama go home” wurden geschwenkt.
http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/20/barack-obama-in-rio-angekommen/
“Do passeio em carro aberto á blindagem total”(Landesmedien)
Obama und Diktaturaktivist José Sarney: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/21/das-historische-foto-barack-obama-und-diktaturaktivist-jose-sarney-damaliger-chef-der-folterdiktatorenpartei-arena-des-militarregimes1964-1985-prosten-sich-in-brasilia-2011-zu/
Proteste in Rio: http://g1.globo.com/brasil/noticia/2011/03/sem-telao-so-manifestantes-vao-a-cinelandia-durante-discurso-de-obama.html
Wikileaks zu den Beziehungen zwischen den USA und Brasilien: Die Folha de Sao Paulo berichtete 2011 unter der Überschrift “Brasilien fehlt Reife, sagen die USA” über US-Diplomateneinschätzungen aus Brasila von 2004 bis 2010. Brasilien sei noch nicht ausreichend reif, um ein Global Player zu sein und müsse von den USA bestärkt werden, Verantwortung zu übernehmen, schreibt das Blatt über die Forderung Brasilias nach einem ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat. Die USA, welche in den Irak militärisch ohne Erlaubnis des Sicherheitsrats eindrangen, wollten keine Reform dieses Gremiums. Die Qualitätszeitung “O Globo” zitiert zudem US-Einschätzungen, wonach die brasilianische Regierung nicht die geringste Ahnung von den tatsächlichen Vorgängen im Nahen Osten habe. Die Positionen Brasilia zur Lage in dieser Region seien “naiv”, Brasilien sei nicht vertrauenswürdig. “Die Dokumente zeigen ein klares Ressentiment der USA gegenüber Brasilien.” Ein Großteil der außenpolitischen Elite Brasiliens bleibe vorsichtig und mißtrauisch gegenüber den USA. Ein eigenes Atom-U-Boot würde die Sicherheit Brasiliens nicht verbessern, aber als zweifelhafter Impuls für den nationalen Machismus dienen”, zitiert die Zeitung weiter aus US-Botschaftertelegrammen.
Lula: “Ich wollte mich mit Bush streiten, aber er wurde mein Freund.”(Zitat laut Nachrichtenmagazin “Veja”)
Obama am Tisch mit Ex-Diktaturparteichef José Sarney. http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/20/ein-historischer-tag-in-brasilien-ordnet-obama-die-atacke-auf-libyen-an-rios-qualitatszeitung-o-globo/
Franziskaner, EDUCAFRO, Rassismus - Erwartungen an Obama-Besuch: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/18/obama-und-brasiliens-schwarze-hohe-erwartungen-laut-franziskaner-frei-david-santos-leiter-von-educafro-brasiliens-gravierender-rassismus-brasilien-ist-das-rassistischste-land/
Die Landesmedien berichten, Lula lehnte die Einladung zum Mittagessen mit Obama ab, während andere brasilianische Ex-Präsidenten zusagten. Die Abstimmung der Sicherheitsvorkehrungen in Rio de Janeiro habe sich sehr schwierig und konfliktreich gestaltet, da die brasilianische Seite, die brasilianischen Autoritäten viele Forderungen der nordamerikanischen nicht akzeptiert habe, darunter die Leibesvisitation hoher Politiker. “…os americanos tentaram impor regras que os brasileiros nao aceitaram…Autoridades militares brasileiras nao concordaram…Imagine delegar o policiamento de parte do territorio brasileiro aos americanos.” Die Absage der Rede Obamas auf Rios Protest-Platz in Cinelandia sei wegen der befürchteten Protestler-Störungen erfolgt. Angesichts möglicher, von den USA geführter Militäraktionen gegen Libyen, sei noch mehr alle Art von Protesten gegen Obama denkbar, hieß es. Der Besuch in einem Slum Rio de Janeiros, Cidade de Deus, sei ebenfalls stark zusammengestrichen worden - Obama gehe nicht mehr durch die Favela, sondern fahre in der gepanzerten Limousine nur zu einem Sozialprojekt. Der Weg dorthin wurde in den letzten Tagen mit hohem Aufwand entsprechend aufgepeppt. Rios Favela-Organisation CUFA und Künstler wie der Politrapper MV Bill hatten unter Protest ihre zuvor vereinbarte Teilnahme an dem Favela-Zirkus abgesagt.
Der renommierte US-Historiker Frank McCann sagte Brasiliens Medien, daß eine Annäherung beider Länder dank des Obama-Besuchs zu bezweifeln sei. “Die riesige Mehrheit der Amerikaner weiß sehr wenig, vielleicht nichts, über Brasilien.” Besuche dieser Art hätten wenig mit realer Diplomatie zu tun, viel dagegen mit der Image-Produktion. Lula habe einen etwas feindseligen Ton gegenüber den USA angeschlagen, brasilianische Regierungssprecher erschienen arrogant. Auch in Bezug auf die Beziehungen zum Iran habe Brasilien sich im Ton vergriffen. Beide Seiten scheiterten, Worte und Taten des anderen zu verstehen. In der brasilianischen Regierung gebe es Leute, die ungeduldig wollten, daß Brasilien als Weltmacht akzeptiert werde. Doch die Mehrheit der Nordamerikaner sehe Brasilien nun einmal nicht als eine Weltmacht. “Ich bezweifele, daß Obama ernsthaft über Brasilien oder dessen Rolle in der Welt nachgedacht hat.” Andernfalls hätte er nur Brasilien besucht, keine Lateinamerika-Tour veranstaltet.
Auf dem UNO-Index für menschliche Entwicklung von 2010 liegen die USA unter Barack Obama auf dem 4. Platz, Brasilien unter Lula weit abgeschlagen nur auf dem 73. Platz. Andere lateinamerikanische Staaten, wie Argentinien oder Kuba, hatten ebenfalls stets weit bessere Positionen auf dem UNO-Index.
Die Reise Obamas erfahre aus der Öffentlichkeit der USA, darunter den US-Medien viel Kritik - Hillary Clinton habe indessen “auf die phänomenalen Möglichkeiten Lateinamerikas” verwiesen:”Brasilien wird ein großer Öllieferant.”
Einziges Ziel Obamas, so Qualitätsmedien, sei die Erhöhung der Exporte nach Brasilien, während Rousseff mehr an die USA verkaufen wolle, um das Megadefizit im bilateralen Handel zu reduzieren. Brasilien exportiert weltweit weniger als Baden-Württemberg, erlebt derzeit Deindustrialisierung, ist in vielen Branchen von US-Hightech-Importen abhängig. In den USA wird daher die tatsächliche Stärke Brasiliens offenbar realistischer eingeschätzt als in Mitteleuropa, wird von US-Experten vor allem auf die Unfähigkeit der brasilianischen Regierenden zu längst überfälligen strukturellen Reformen verwiesen, auf “gravierende interne Probleme” . Als “Dilemmas” werden u.a. die (grauenhaft zurückgebliebene)Infrastruktur sowie die öffentliche Sicherheit genannt. Die gravierende Menschenrechtslage Brasiliens ist allgemein bekannt - siehe die Analysen von Amnesty International in London.
In Rio de Janeiro ziele Obama auf “Marketing-Gewinn”. Obama hatte Rousseff bereits 2009 in den USA getroffen, als sie noch Lulas Chefministerin war.
Laut Landesmedien verzichtet Obama nunmehr völlig auf einen Spaziergang durch die Favela, fährt nur noch in der gepanzerten Limousine direkt zu einem Sozialprojekt.

Brasiliens angesehener Politrapper MV Bill aus Rio de Janeiro. http://www.cufa.org.br/
Obamas Besuch in “Cidade de Deus”, bekannt durch den Spielfilm “City of God”, Paulo Lins: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/20/paulo-lins-gesichter-brasiliens/
http://www.youtube.com/watch?v=XkvjkxERac4
Bill Clinton und Mangueira: “Neben dem Slum liegt seit 1989 das sogenannte Olympische Dorf, trainieren brasilianische Athleten, aber auch Kinder von Mangueira, gesponsert von Staat und Privatfirmen. Das weltgrößte Fußballstadion liegt ganz nahe. Im Oktober 1997 kommt Bill Clinton zu einer Kurzvisite in die Vila Olimpica, von eigenen Spezialeinheiten wohlbeschützt. Die anwesenden Mangueirenser lachen sich halb tot: `Clintons Leute haben genau die gleichen Waffen wie unsere am Buraco Quente, alles Maschinenpistolen AR-15 des US-Heeres`. Die Markengleichheit ist ein gefundenes Fressen für die Karikaturisten. `Eine Unverschämtheit, daß die Präsidentenbewacher Waffen benutzen, die zum exklusiven Gebrauch durch Drogengangster bestimmt sind`, steht unter einer. Die neofeudalen Banditenmilizen schauen belustigt zu, wie direkt vor ihren Augen der Präsident des mächtigsten Landes der Welt seine PR-Show abzieht.” (Picus-Reportagen, Wien, “Unter dem Zuckerhut. Brasilianische Abgründe”)
Mauricio Pestana, Herausgeber der Schwarzenzeitschrift “Raca Brasil” im Website-Interview wenige Tage nach dem Obama-Besuch in Brasilien: “Ich saß im Opernhaus von Rio de Janeiro direkt vor Obama, nur etwa fünf Meter entfernt. Hätten wir einen großen nationalen Schwarzenführer, der den Willen der dunkelhäutigen Gemeinde ausdrückt - und hätte dieser mit Obama gesprochen, hätte er sich in Brasilien vielleicht zur Rassenfrage geäußert. In der brasilianischen Schwarzenbewegung war vor Obamas Ankunft allgemeine Hauptposition, daß der US-Präsident zur hiesigen Rassenproblematik Stellung beziehen muß. Die Rassismusfrage ist in der heutigen Welt schließlich gravierend. Ich persönlich bin indessen der Meinung, daß wir in Brasilien in dieser Beziehung erst einmal unsere Hausaufgaben machen müssen, bevor wir Forderungen an Obama stellen können. Ein Krieg, wie jetzt der Libyenkrieg, ist schlecht unter jedem Blickwinkel - wir dürfen nicht vergessen, daß dort in Libyen Zivilisten sterben. ”
Die brasilianische Schwarzenbewegung hatte versucht, über die neue Rousseff-Ministerin für Rassengleichheit, Luiza Bairros, Brasiliens Rassenproblematik auf die Agenda des Obama-Besuchs zu setzen. Wie Afropress meldete, habe man indessen von der Ministerin keinerlei Antwort erhalten. Zudem gebe es keinerlei Informationen über unabhängige Initiativen der brasilianischen Regierung in dieser Richtung.