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	<title>Klaus Hart Brasilientexte &#187; Brasilien &#8211; Attentate auf Polizisten</title>
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	<description>Aktuelle Berichte aus Brasilien - Politik, Kultur und Naturschutz</description>
	<lastBuildDate>Sun, 26 Feb 2023 11:57:53 +0000</lastBuildDate>
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	<item>
		<title>Brasilien &#8211; 2012 bereits ueber 80 toedliche Attentate auf Polizisten in Sao Paulo. Vergleiche zur Sicherheitslage in Laendern Mitteleuropas. Situation in Brasilien vor der Fussball-WM. Gewaltfoerderung in Berlin &#8211; neues Todesopfer.</title>
		<link>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/10/15/brasilien-2012-bereits-ueber-80-toedliche-attentate-auf-polizisten-in-sao-paulo-vergleiche-zur-sicherheitslage-in-laendern-mitteleuropas-lage-in-brasilien-vor-der-fussball-wm/</link>
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		<pubDate>Mon, 15 Oct 2012 18:57:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Brasilien - Attentate auf Polizisten]]></category>

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		<description><![CDATA[In Lateinamerikas Wirtschafts-und Kulturhauptstadt Sao Paulo hat die Macht des organisierten Verbrechens gemaess Sicherheitsexperten ein Stadium erreicht, in dem sich die Polizisten in ihrer Freizeit vor den hochbewaffneten Banditenkommandos verstecken muessen, teils Bewachung durch Kollegen anfordern. Gangster, die Polizisten liquidierten, bekaemen Auszeichnungen, darunter Geldsummen. Bedrohte Beamte seien gezwungen, rasch ihre Wohnungen zu verlassen und in weit [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>In Lateinamerikas Wirtschafts-und Kulturhauptstadt Sao Paulo hat die Macht des organisierten Verbrechens gemaess Sicherheitsexperten ein Stadium erreicht, in dem sich die Polizisten in ihrer Freizeit vor den hochbewaffneten Banditenkommandos verstecken muessen, teils Bewachung durch Kollegen anfordern. Gangster, die Polizisten liquidierten, bekaemen Auszeichnungen, darunter Geldsummen. Bedrohte Beamte seien gezwungen, rasch ihre Wohnungen zu verlassen und in weit entfernte Teilstaaten umzuziehen. Wie aus einer Mitteilung der groessten Verbrecherorganisation PCC hervorgeht, lautet die Anweisung, fuer jeden durch Polizisten getoeteten Gangster einen Beamten umzubringen.</p>
<p><strong>Fotoserie über Brasiliens Realitäten: </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/"><font color="#bb0000"><strong> http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</strong></font></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/10/polizistpovo1.JPG" alt="polizistpovo1.JPG" /></p>
<p><strong>Ausriss, Anschlag auf Polizist von Rio de Janeiro in Lula-Amtszeit.</strong></p>
<p><strong>Bemerkenswert ist, wieviel Lob daher ein Gewalt-Gesellschaftsmodell diesen Zuschnitts von hochrangigen mitteleuropäischen Politikern, darunter aus Deutschland, seit Jahren erhält.</strong></p>
<p><strong>&#8222;Gemeinsame Werte&#8220;: </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/30/brasilien-weiter-land-mit-weltweit-hochster-mord-zahl-stellen-landesmedien-zum-jahresende-heraus-regierungsprojekt-fur-mord-reduzierung-gestoppt-hies-es/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/30/brasilien-weiter-land-mit-weltweit-hochster-mord-zahl-stellen-landesmedien-zum-jahresende-heraus-regierungsprojekt-fur-mord-reduzierung-gestoppt-hies-es/</a></p>
<h2>Politische Beziehungen</h2>
<p>Die deutsch-brasilianischen Beziehungen sind politisch, wirtschaftlich, kulturell und gesellschaftlich breit verankert. Sie basieren auf gemeinsamen Werten und übereinstimmenden Auffassungen zur globalen Ordnung. Brasilien ist das einzige Land in Lateinamerika, mit dem Deutschland durch eine „strategische Partnerschaft“ verbunden ist. (Auswärtiges Amt, Berlin)</p>
<p><strong>Wem nützt die Banditendiktatur?</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/15/wem-nutzen-banditendiktatur-und-immer-mehr-no-go-areas/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/15/wem-nutzen-banditendiktatur-und-immer-mehr-no-go-areas/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/11/05/brasilien-%E2%80%93-kirche-und-gesellschaft-sammelbandtexte/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2013/11/05/brasilien-%E2%80%93-kirche-und-gesellschaft-sammelbandtexte/</a></p>
<p><strong>Wie in deutschsprachigen Zeitungen und Zeitschriften die  Situation interpretiert wird:<br />
”Das Leben in Brasilien ist leicht und unbeschwert. Probieren Sie es selbst.” Deutschsprachige Tourismuspropaganda. Was in Kommerz-Reiseführern fehlt…</strong></p>
<h2>Brasilien &#8211; Serie von Attentaten auf Polizisten in Sao Paulo ungebremst &#8211; 2012 bereits 76 ermordet, oft durch Mpi-Salven in den Rücken. Die Macht des organisierten Verbrechens in Brasilien unter der Rousseff-Regierung &#8211; auch im Wirtschaftsleben. “Krieg gegen die Polizei”.</h2>
<h2><span id="more-13962"></span> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=13888" title="Beitrag bearbeiten"><font color="#bb0000" size="3">**</font></a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasilien-attentate-auf-polizisten-2012/" rel="tag"><font color="#bb0000">Brasilien &#8211; Attentate auf Polizisten 2012</font></a></p>
<p><strong>Beim jüngsten Attentat wurde ein Beamter der Polizei-Elitetruppe “ROTA” im Viertel Butantá vor seinem Haus durch eine Mpi-Salve in den Rücken getötet. Der Elitepolizist habe bereits Morddrohungen erhalten.</strong></p>
<p><strong>Wie ein Polizeimajor sagte, führe Brasiliens organisiertes Verbrechen Krieg gegen die Polizei. Laut Landesmedien hat Brasilien fuehrende Verbrecherorganisation PCC allein im Teilstaat Sao Paulo 1343 Banditen im Einsatz &#8211; fast doppelt soviel wie der Personalbestand der ROTA. Die Beamten der Polizei-Eliteeinheiten befinden sich in Brasilien in einer besonders schwierigen Situation, da sie haeufig gegen Hochburgen des organisierten Verbrechens vorgeschickt werden, das meist weit besser bewaffnet ist, darunter mit Maschinengewehren der NATO-Streitkraefte oder des schweizerischen Bundesheeres. Bei solchen Einsaetzen zaehlt nur zu oft die bessere Ausbildung, hoehere Treffsicherheit der Elitepolizisten. Fuer diese bedeutet es nicht selten eine schwere psychische Belastung, beim Erwidern gegnerischen Feuers auch zwecks Rettung des eigenen Lebens immer wieder Banditen zu toeten, darunter Minderjaehrige. Beamte, die im Stadtkrieg, der Guerra urbana, stets an vorderster Front eingesetzt werden, erreichen zwangslaeufig teils erhebliche Toetungszahlen &#8211; mancher Elitepolizist begab sich wegen der damit verbundenen Traumata bereits mit 40 in psychische Behandlung, musste aus dem aktiven Dienst ausscheiden.</strong></p>
<p><strong>Selbst an der Peripherie von Sao Paulo gibt es Polizeiwachen, die sogar zwei Wachtuerme zur Abwehr von Frontalangriffen durch Banditenkommandos besitzen, etwa zwecks Gefangenenbefreiung oder Waffenerbeutung.</strong></p>
<p><strong>In Brasilien sind gemäß den Landesmedien immer wieder Polizisten von Banditenkommandos in Stücke gehackt worden, darunter in Rio de Janeiro. </strong></p>
<p><strong> Die Arbeit brasilianischer Polizisten ist daher schwerlich mit der von Kollegen in Deutschland, der Schweiz oder Oesterreichs zu vergleichen.  </strong></p>
<p><strong>Fotoserie über Brasiliens Realitäten: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/"><font color="#bb0000"> http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</font></a></strong></p>
<p><strong>Wie in deutschsprachigen Zeitungen und Zeitschriften die  Situation interpretiert wird:</strong><br />
”Das Leben in Brasilien ist leicht und unbeschwert. Probieren Sie es selbst.” Deutschsprachige Tourismuspropaganda. Was in Kommerz-Reiseführern fehlt…&lt;!–<br />
<strong>Die Sondergerichte des organisierten Verbrechens: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/09/28/brasiliens-slum-sondergerichte-des-organisierten-verbrechens-dj-chorao-in-rio-de-janeiro-gefoltert-und-exekutiert-laut-landesmedien/"><font color="#bb0000"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/09/28/brasiliens-slum-sondergerichte-des-organisierten-verbrechens-dj-chorao-in-rio-de-janeiro-gefoltert-und-exekutiert-laut-landesmedien/</strong>&lt;</font></a></p>
<p><strong>In Brasilien entfallen laut Daten von 2012 auf jeden Polizisten statistisch fast fünf bewaffnete Wachmänner.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/09/28/brasiliens-slum-sondergerichte-des-organisierten-verbrechens-dj-chorao-in-rio-de-janeiro-gefoltert-und-exekutiert-laut-landesmedien/"><font color="#bb0000"> </font></a><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/09/28/brasiliens-slum-sondergerichte-des-organisierten-verbrechens-dj-chorao-in-rio-de-janeiro-gefoltert-und-exekutiert-laut-landesmedien/"><font color="#bb0000"><strong>Menschenrechtssamba von Jorge Aragao:</strong> </font></a><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/09/13/der-irak-ist-hier-menschenrechts-samba-von-jorge-aragao-aus-rio-de-janeiro-seit-jahren-hochaktuell-das-blutbad-vom-september-2012/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/09/13/der-irak-ist-hier-menschenrechts-samba-von-jorge-aragao-aus-rio-de-janeiro-seit-jahren-hochaktuell-das-blutbad-vom-september-2012/</font></strong></a></p>
<h2>Brasilien &#8211; bereits 69 Polizisten bei Attentaten 2012 getötet allein im Teilstaat Sao Paulo. Die Politik der öffentlichen Sicherheit unter Dilma Rousseff. Attentate auch in Rio de Janeiro. “Südamerikas Vorzeigestaat.” Der Spiegel <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=13757" title="Beitrag bearbeiten"><font color="#bb0000">**</font></a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasilien-attentate-auf-polizisten-2012/" rel="tag"><font color="#bb0000">Brasilien &#8211; Attentate auf Polizisten 2012</font></a></p>
<p><strong>Im Teilstaat sowie in der Megacity Sao Paulo, Wirtschaftshauptstadt ganz Lateinamerikas, werden inzwischen fast täglich Attentate auf Polizisten verübt. Entsprechend gespannt versehen die Polizisten derzeit ihren Dienst, gelegentlich lassen Beamte die Hand mit dem der großkalibrigen Pistole aus dem Fenster des gepanzerten Streifenwagens baumeln, um bei Gefahr sofort feuern zu können.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/09/15/brasilien-politik-und-organisiertes-verbrechen-mindestens-25-politiker-im-derzeitigen-wahlkampf-des-teilstaats-rio-de-janeiro-von-paramilitarischen-milizen-unterstutzt-laut-landesmedien-was-der-d/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/09/15/brasilien-politik-und-organisiertes-verbrechen-mindestens-25-politiker-im-derzeitigen-wahlkampf-des-teilstaats-rio-de-janeiro-von-paramilitarischen-milizen-unterstutzt-laut-landesmedien-was-der-d/</font></strong></a></p>
<p><font color="#bb0000"><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/02/dilmanewsweek.JPG" alt="dilmanewsweek.JPG" /></font></p>
<p><strong>“Dynamite Dilma”.</strong></p>
<p><strong>Vor dem Hintergrund dieser Situation wird in deutschsprachigen Medien die Präsidentin Dilma Rousseff als hochgradig kompetent eingestuft, als sehr gute Administratorin. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/</font></strong></a></p>
<h2>Brasilien unter Dilma Rousseff: Von Januar bis Ende Juli 2012 in Sao Paulo 47 Polizisten ermordet, laut Landesmedien. “Wenn es für den Polizisten keine Sicherheit gibt, stelle man sich vor, wie es dann der Bevölkerung ergeht.” <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=13324" title="Beitrag bearbeiten"><font color="#bb0000">**</font></a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-sicherheitslage-unter-dilma-rousseff/" rel="tag"><font color="#bb0000">Brasiliens Sicherheitslage unter Dilma Rousseff</font></a></p>
<p><strong>Wie es hieß, wurde das letzten Attentatsopfer mit 11 Schüssen getötet.  1981 wurden in Sao Paulo danach 81 ermordete Polizisten registriert. </strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/11/polizsiterschossenrio.JPG" alt="polizsiterschossenrio.JPG" /></p>
<p><strong>In Rio-City von Gangster erschossener Polizist, November 2010,  Zeitungsausriß O Globo.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/10/polizistpovo1.JPG" alt="polizistpovo1.JPG" /></p>
<p><strong>Anschlag auf Polizist von Rio de Janeiro in Lula-Amtszeit.</strong></p>
<h2>Brasiliens Sicherheitspolitik unter Dilma Rousseff: Wieder Kind(11) in Rio de Janeiro bei Feuergefechten erschossen. Befriedungspolitik und Gewaltkultur. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=13273" title="Beitrag bearbeiten"><font color="#bb0000">**</font></a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-gewaltkultur-2012/" rel="tag"><font color="#bb0000">Brasiliens Gewaltkultur 2012</font></a></p>
<p><strong> Laut Landesmedien hatte das Mädchen einen Bauchschuss erhalten.</strong></p>
<p><strong>Vor dem Hintergrund der hohen landesweiten Mordrate, systematischer Folter und Todesschwadronen handelt es sich im Vorfeld der nächsten Fußball-WM nach gängigen mitteleuropäischen Kriterien um erfolgreiche Befriedungspolitik.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/08/banditengranateglobo12.jpg" alt="banditengranateglobo12.jpg" /></p>
<p><strong>Ausriß. Bei der Tatrekonstruktion schauen mit Pistolen und Handgranaten bewaffnete Banditen zu, lassen sich sogar fotografieren. </strong></p>
<p><a href="http://g1.globo.com/rio-de-janeiro/noticia/2012/07/morre-crianca-baleada-em-operacao-do-bope-no-suburbio-do-rio.html"><strong><font color="#bb0000">http://g1.globo.com/rio-de-janeiro/noticia/2012/07/morre-crianca-baleada-em-operacao-do-bope-no-suburbio-do-rio.html</font></strong></a></p>
<p><strong>Auswandern nach Brasilien &#8211; Italiener 2012 schon am Tage nach der Ankunft ermordet: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/07/24/brasiliens-gewaltkultur-unter-dilma-rousseff-aufsehen-um-in-sao-paulo-ermordeten-italienischen-bankfachmann-tomasso-lotto-der-in-brasilien-karriere-plante/#more-13228"><font color="#bb0000"> http://www.hart-brasilientexte.de/2012/07/24/brasiliens-gewaltkultur-unter-dilma-rousseff-aufsehen-um-in-sao-paulo-ermordeten-italienischen-bankfachmann-tomasso-lotto-der-in-brasilien-karriere-plante/#more-13228</font></a></strong></p>
<p><font color="#bb0000"><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/07/angelitotergerichtsmedizin12.jpg" alt="angelitotergerichtsmedizin12.jpg" /></font></p>
<p>Ausriß &#8211; Angeli, Folha de Sao Paulo.</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</font></strong></a></p>
<p><font color="#bb0000"><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/08/zeitungsfotourubu.jpg" alt="zeitungsfotourubu.jpg" /></font></p>
<p><strong>Ausriß, Rio de Janeiro. Das Kleinkind, die schwangere Mutter, die Mordopfer.</strong></p>
<h2>Brasiliens Gewaltkultur unter der Rousseff-Regierung &#8211; die angeblich “befriedeten” Slums von Rio de Janeiro:”Complexo do Alemao” erneut von Spezialeinheit Bope “besetzt”, laut Landesmedien. Bope-Film “Tropa de Elite”. Weltsozialforum-Erfinder Oded Grajew zur dramatischen Gewalt-Zunahme in der Megacity Sao Paulo. Immer mehr Vergewaltigungen. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=13248" title="Beitrag bearbeiten"><font color="#bb0000">**</font></a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/complexo-do-alemao-upp/" rel="tag"><font color="#bb0000">“Complexo do Alemao” &#8211; UPP</font></a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/rio-de-janeiros-befriedete-slums/" rel="tag"><font color="#bb0000">Rio de Janeiros “befriedete” Slums</font></a></p>
<p><a href="http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/brasilien-gewalttaten-in-den-schulen-haeufen-sich/4037582.html"><strong><font color="#bb0000">http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/brasilien-gewalttaten-in-den-schulen-haeufen-sich/4037582.html</font></strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/25/brasiliens-staatsprasidentin-dilma-rousseff-zur-feierlichen-zeremonie-2011-in-ouro-preto-am-todestag-des-nationalhelden-tiradentes-lautstarke-proteste-von-studenten-gegen-sozial-und-bildungspolitik-d/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/25/brasiliens-staatsprasidentin-dilma-rousseff-zur-feierlichen-zeremonie-2011-in-ouro-preto-am-todestag-des-nationalhelden-tiradentes-lautstarke-proteste-von-studenten-gegen-sozial-und-bildungspolitik-d/</font></strong></a></p>
<p><strong>Wie es hieß, war in den letzten Tagen bei Feuergefechten eine Polizistin getötet worden. Laut Lokalmedien handelt es sich um eine erneute “Offensive” gegen das organisierte Verbrechen der Slumregion “Complexo do Alemao”. Brasiliens Autoritäten hatten diese auch im Ausland als nunmehr befriedet und sicher deklariert. </strong></p>
<p><strong>Bope-Film: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/rio-film-tropa-de-elite-2-fur-oscar-nominiertbester-auslandischer-streifen-stadtepartnerschaft-koln-rio-de-janeiro-trailer-anklicken/"><font color="#bb0000"> http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/rio-film-tropa-de-elite-2-fur-oscar-nominiertbester-auslandischer-streifen-stadtepartnerschaft-koln-rio-de-janeiro-trailer-anklicken/</font></a></strong></p>
<p><strong>Auswandern nach Brasilien… </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/07/24/brasiliens-gewaltkultur-unter-dilma-rousseff-aufsehen-um-in-sao-paulo-ermordeten-italienischen-bankfachmann-tomasso-lotto-der-in-brasilien-karriere-plante/#more-13228"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/07/24/brasiliens-gewaltkultur-unter-dilma-rousseff-aufsehen-um-in-sao-paulo-ermordeten-italienischen-bankfachmann-tomasso-lotto-der-in-brasilien-karriere-plante/#more-13228</font></strong></a></p>
<p><strong>“Friedensförderung” durch Lula: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/23/unesco-zeichnet-lula-in-paris-wegen-forderung-des-friedens-und-der-rechtsgleichheit-aus-preis-mit-150000-dollar-dotiert-jury-von-henry-kissinger-gefuhrt/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/23/unesco-zeichnet-lula-in-paris-wegen-forderung-des-friedens-und-der-rechtsgleichheit-aus-preis-mit-150000-dollar-dotiert-jury-von-henry-kissinger-gefuhrt/</font></strong></a></p>
<p><strong>Rio de Janeiro und deutsche Top-Entscheider aus Wirtschaft und Politik: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/07/24/thyssenkrupp-top-entscheider-heute-das-stahlwerk-in-rio-die-versenkten-milliarden-die-zeit-mit-uraltbekanntem/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/07/24/thyssenkrupp-top-entscheider-heute-das-stahlwerk-in-rio-die-versenkten-milliarden-die-zeit-mit-uraltbekanntem/</font></strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/07/24/reif-fur-die-insel-brasiliens-tropeninseln-bei-paraty-unweit-der-beiden-atomkraftwerke-angra-1-und-2-sowie-des-derzeit-mit-deutscher-hilfe-errichteten-akw-angra-3/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/07/24/reif-fur-die-insel-brasiliens-tropeninseln-bei-paraty-unweit-der-beiden-atomkraftwerke-angra-1-und-2-sowie-des-derzeit-mit-deutscher-hilfe-errichteten-akw-angra-3/</font></strong></a></p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Complexo_do_Alem%C3%A3o"><strong><font color="#bb0000">http://de.wikipedia.org/wiki/Complexo_do_Alem%C3%A3o</font></strong></a></p>
<p><font color="#bb0000"><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/07/chacinabarramansa12.jpg" alt="chacinabarramansa12.jpg" /></font></p>
<p><strong>Ausriß, Juli 2012, bei Rio de Janeiro. “Drei junge Männer wurden mit Schüssen in den Kopf und in den Rücken exekutiert…Sie mußten sich hinknien…”  </strong></p>
<p><strong>Brasiliens Kontraste: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/</font></strong></a></p>
<p><strong>Oded Grajew:”Die serienweisen Massen-Überfälle in Gebäuden, Bars und Restaurants von Sao Paulo zeigen die dramatische Situation der Gewalt in der Stadt…89 Prozent der Stadtbewohner fühlen sich hier wenig oder nicht sicher.”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/31/brasilien-fallt-auf-schweizer-ranking-fur-wettbewerbsfahigkeit-vom-44-auf-den-46-platz-zuruck/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/31/brasilien-fallt-auf-schweizer-ranking-fur-wettbewerbsfahigkeit-vom-44-auf-den-46-platz-zuruck/</font></strong></a></p>
<p><strong>Angesichts von immer mehr Vergewaltigungen  haben in 11 Teilstaats-Hauptstädten Brasiliens 73,8 Prozent die Todesstrafe oder lebenslänglich für die Täter befürwortet. Gewalt-Forscher der Uni-Sao Paulo stellten die entsprechende Studie u.a. in Rio de Janeiro, Belo Horizonte, Porto Alegre, Salvador,  Fortaleza sowie Sao Paulo an.  </strong></p>
<p><strong>Foltern von Straftätern, Verdächtigen, zwecks Beweisbeschaffung &#8211; hohe Zustimmungsrate: Laut Studie sind 47,5 Prozent völlig oder in bestimmten Fällen dafür. </strong></p>
<p>Hintergrund:</p>
<h2>Brasiliens Menschenrechtslage in den Slums: Weiter Banditen-Diktatur selbst im “Complexo do Alemao” von Rio de Janeiro &#8211; bewaffnete Gangster verkaufen nach wie vor Drogen, trotz Militärpräsenz, laut Landesmedien. Folter, Todesschwadronen, Scheiterhaufen,Lynchen. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11792" title="Beitrag bearbeiten"><font color="#bb0000">**</font></a></h2>
<p>Tags: , <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/complexo-do-alemao/" rel="tag"><font color="#bb0000">Complexo do Alemao</font></a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/rio-de-janeiro/" rel="tag"><font color="#bb0000">Rio de Janeiro</font></a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/rocinha/" rel="tag"><font color="#bb0000">Rocinha</font></a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/slum-diktatur/" rel="tag"><font color="#bb0000">Slum-Diktatur</font></a></p>
<p><strong><a href="http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html"><font color="#bb0000">http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html</font></a></strong></p>
<p><strong>Wie es hieß, würden deshalb in der Region nun auch Fallschirmjäger-Einheiten stationiert. In den letzten Monaten hätten sich zudem Feuergefechte zwischen Banditenkommandos und Militärs ereignet. Damit haben sich die Einschätzungen regierungsunabhängiger  sowie kirchlicher Menschenrechtsaktivisten bestätigt, die die sogenannte Besetzungsaktion des “Complexo do Alemao” als Farce eingestuft hatten.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/14/brasiliens-rocinha-besetzung-durch-armee-und-polizei-qualitatsmedien-erinnern-ironisch-daran-das-sich-1988-fast-das-gleiche-abspielteuma-guerra-com-gosto-de-deja-vu/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/14/brasiliens-rocinha-besetzung-durch-armee-und-polizei-qualitatsmedien-erinnern-ironisch-daran-das-sich-1988-fast-das-gleiche-abspielteuma-guerra-com-gosto-de-deja-vu/</font></strong></a></p>
<p><strong>Fotoserie zu Menschenrechten: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/"><font color="#bb0000"> http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</font></a></strong></p>
<p><font color="#bb0000"><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/bosshartmpikinder.JPG" alt="bosshartmpikinder.JPG" /></font></p>
<p>Zeitungsausriß NZZ.</p>
<p><strong>“Bewaffnete Kinder waren zu Monatsanfang bei einer Banditenaktion im Slum Cavaleiro da Esperanca dabei, als fünfzig Bewohner, vor allem Frauen, zwecks Erniedrigung und Einschüchterung gezwungen wurden, völlig nackt durch den Slum zu marschieren.”(Hintergrundtext)</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/foltertododiapastoralglobo.JPG" alt="foltertododiapastoralglobo.JPG" /></p>
<p><strong>“Jeden Tag wird in Brasilien gefoltert.” Ausriß</strong> <strong>2011</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/07/eu-lateinamerika-karibik-stiftung-startet-in-hamburg/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/07/eu-lateinamerika-karibik-stiftung-startet-in-hamburg/</font></strong></a></p>
<p><font color="#bb0000"><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/complexoalfolha2011.JPG" alt="complexoalfolha2011.JPG" /></font></p>
<p><strong>Ausriß, 28.August 2011.</strong></p>
<p><strong>Bislang fehlt im mitteleuropäischen Mainstream der Hinweis auf den u.a. von Brasiliens größter Qualitätszeitung Folha de Sao Paulo gemeldeten Fakt der Drogenbanditen-Rückkehr in den Complexo do Alemao.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/29/rio-de-janeiros-militar-zirkus-politik-feiert-sieg-gegen-nicht-vorhandene-feinde-der-slumregion-complexo-do-alemao-banditenkommandos-reichlich-zeit-zum-ruckzug-gelassen-wie-bei-uno-umweltg/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/29/rio-de-janeiros-militar-zirkus-politik-feiert-sieg-gegen-nicht-vorhandene-feinde-der-slumregion-complexo-do-alemao-banditenkommandos-reichlich-zeit-zum-ruckzug-gelassen-wie-bei-uno-umweltg/</font></strong></a></p>
<p><strong>Website-Quelle:</strong></p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jos%C3%A9_Murilo_de_Carvalho"><strong><font color="#bb0000">http://de.wikipedia.org/wiki/Jos%C3%A9_Murilo_de_Carvalho</font></strong></a></p>
<p><font color="#bb0000"><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/04/carvalhorio.jpg" alt="carvalhorio.jpg" /></font></p>
<p><strong>José Murilo de Carvalho, Rio de Janeiro. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/08/jose-murilo-de-carvalho-mitglied-der-brasilianischen-dichterakademie-fuhrender-historiker-brasiliens/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/08/jose-murilo-de-carvalho-mitglied-der-brasilianischen-dichterakademie-fuhrender-historiker-brasilien</font></a></strong></p>
<p><strong>Complexo do Alemao &#8211; Banditenrückkehr, florierender Drogenhandel:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/08/brasiliens-menschenrechtslageder-krieg-von-rio-neue-offensive-im-alemao-wie-brasiliens-qualitatsmedien-die-lage-in-der-zuckerhutmetropole-bewerten/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/08/brasiliens-menschenrechtslageder-krieg-von-rio-neue-offensive-im-alemao-wie-brasiliens-qualitatsmedien-die-lage-in-der-zuckerhutmetropole-bewerten/</font></strong></a></p>
<p><strong>Wie der BRIC-Staat China die Slums von Brasilien einstuft:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/25/nine-most-horrible-places-in-the-world-favela-slums-von-rio-de-janeiro-aus-sicht-des-bric-staats-china-subkultur-von-umweltzerstorung-armut-und-gangstern-cubatao-bei-sao-paulo-an-sieb/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/25/nine-most-horrible-places-in-the-world-favela-slums-von-rio-de-janeiro-aus-sicht-des-bric-staats-china-subkultur-von-umweltzerstorung-armut-und-gangstern-cubatao-bei-sao-paulo-an-sieb/</font></strong></a></p>
<p><strong>“Folter ohne Ende”:<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/"><font color="#bb0000"> http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/</font></a></strong></p>
<p><a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/demonstrationen-zum-tag-der-menschenrechte-id6150519.html"><strong><font color="#bb0000">http://www.derwesten.de/nachrichten/demonstrationen-zum-tag-der-menschenrechte-id6150519.html</font></strong></a></p>
<p><strong>Scheiterhaufen:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/07/rogerio-reis-microwaves-microondas-fotoinstallation-uber-scheiterhaufen-brasiliens-vom-maison-de-la-europeenne-de-la-photographie-in-paris-angekauft/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/07/rogerio-reis-microwaves-microondas-fotoinstallation-uber-scheiterhaufen-brasiliens-vom-maison-de-la-europeenne-de-la-photographie-in-paris-angekauft/</font></strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/28/brasiliens-lynchpraktiken-neuester-fall-in-sao-pauloeine-feige-tat-digeane-alves-ehefrau-des-gelynchten-busfahrers/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/28/brasiliens-lynchpraktiken-neuester-fall-in-sao-pauloeine-feige-tat-digeane-alves-ehefrau-des-gelynchten-busfahrers/</font></strong></a></p>
<p><strong>“Brasilien ist eine <a href="http://www.brasilien-info.at/wirtschaft/index.html"><font color="#bb0000">Industriemacht</font></a>, die achtgrößte Wirtschaftsnation der Welt, modern und fortschrittlich.”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/  </font></strong></a></p>
<p><strong>“Progressive Regierung”.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/07/eu-lateinamerika-karibik-stiftung-startet-in-hamburg/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/07/eu-lateinamerika-karibik-stiftung-startet-in-hamburg/</font></strong></a></p>
<p><strong>“Wirtschaftsmacht der Zukunft”:</strong></p>
<p><a href="http://www.welt.de/dieweltbewegen/article13665169/Brasilien-ist-die-Wirtschaftsmacht-der-Zukunft.html"><strong><font color="#bb0000">http://www.welt.de/dieweltbewegen/article13665169/Brasilien-ist-die-Wirtschaftsmacht-der-Zukunft.html</font></strong></a></p>
<p><strong>“Wirtschaftswunder unterm Zuckerhut”: <a href="http://www.welt.de/debatte/kolumnen/article13638342/Wirtschaftswunder-unterm-Zuckerhut.html"><font color="#bb0000"> http://www.welt.de/debatte/kolumnen/article13638342/Wirtschaftswunder-unterm-Zuckerhut.html</font></a></strong></p>
<p><strong>Die Menschenrechtslage:</strong> <strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/21/lula-kritiker-francisco-whitaker-trager-des-alternativen-nobelpreises-mitgrunder-des-weltsozialforums-katholischer-menschenrechtsaktivist/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/21/lula-kritiker-francisco-whitaker-trager-des-alternativen-nobelpreises-mitgrunder-des-weltsozialforums-katholischer-menschenrechtsaktivist/</font></a></strong></p>
<p><strong>“Es wird immer noch sehr viel gefoltert”:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/12/brasilienes-wird-immer-noch-sehr-viel-gefoltertdeutsche-petra-pfaller-aus-der-katholischen-gefangenenseelsorge-brasiliens-2011-uber-die-menschenrechtslage-unter-lula-rousseff/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/12/brasilienes-wird-immer-noch-sehr-viel-gefoltertdeutsche-petra-pfaller-aus-der-katholischen-gefangenenseelsorge-brasiliens-2011-uber-die-menschenrechtslage-unter-lula-rousseff/</font></strong></a></p>
<p><font color="#bb0000"><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/03/todesschwadronenglobocapa.JPG" alt="todesschwadronenglobocapa.JPG" /></font></p>
<p>Ausriß 2011.</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/</font></strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/09/internationaler-tag-der-menschenrechte-stichwort-brasilien/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/09/internationaler-tag-der-menschenrechte-stichwort-brasilien/</font></strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/14/steinigen-im-iran-unter-ahmadinedschad-und-in-brasilien-unter-lula-lula-konnte-sich-uber-die-tatsache-beunruhigen-das-brasilien-zu-den-landern-gehort-in-denen-am-meisten-gelyncht-wird-jose/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/14/steinigen-im-iran-unter-ahmadinedschad-und-in-brasilien-unter-lula-lula-konnte-sich-uber-die-tatsache-beunruhigen-das-brasilien-zu-den-landern-gehort-in-denen-am-meisten-gelyncht-wird-jose/</font></strong></a></p>
<h2>Rousseff-Regierung straft wegen Belo-Monte-Kritik die Organisation Amerikanischer Staaten ab, zahlt keine Beiträge mehr, laut Landesmedien. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11742" title="Beitrag bearbeiten"><font color="#bb0000">**</font></a></h2>
<p>Tags: , <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/belo-monte/" rel="tag"><font color="#bb0000">Belo Monte</font></a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/dilma-rousseff/" rel="tag"><font color="#bb0000">Dilma Rousseff</font></a></p>
<p><strong>Laut Brasiliens Landesmedien zahlt die Rousseff-Regierung seit April die fällige Quote von 6,5 Million Dollar nicht, was die Organisation zu drastischen Einsparungen, darunter Entlassungen zwinge. Die Interamerikanische Menschenrechtskommission der Organisation hatte von der Rousseff-Regierung den Stopp des Baus des Amazonas-Wasserkraftwerks “Belo Monte” verlangt. Die Rede ist von “Repressalien Brasiliens” gegen die Organisation Amerikanischer Staaten. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/23/brasiliens-amazonas-staudammprojekt-belo-monte-protestvideo-von-schauspielern-anklicken/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/23/brasiliens-amazonas-staudammprojekt-belo-monte-protestvideo-von-schauspielern-anklicken/</font></strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/04/brasiliens-staatschefin-dilma-rousseff-erhalt-im-ausland-ebensoviel-lob-wie-zuvor-lula-analysieren-die-landesmedien/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/04/brasiliens-staatschefin-dilma-rousseff-erhalt-im-ausland-ebensoviel-lob-wie-zuvor-lula-analysieren-die-landesmedien/</font></strong></a></p>
<p><a href="http://www.bpb.de/publikationen/JU16H0,0,Vom_Umgang_mit_der_Diktaturvergangenheit.html"><strong><font color="#bb0000">http://www.bpb.de/publikationen/JU16H0,0,Vom_Umgang_mit_der_Diktaturvergangenheit.html</font></strong></a></p>
<p><strong>Folter in der größten Demokratie Lateinamerikas:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/</font></strong></a></p>
<p><font color="#bb0000"><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/luladilma6.JPG" alt="luladilma6.JPG" /></font></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/01/brasilien-flog-aus-landergruppe-die-aids-infizierte-am-besten-betreut-laut-landesmedien-nur-zwischen-60-und-79-der-hiv-patienten-werden-behandelt/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/01/brasilien-flog-aus-landergruppe-die-aids-infizierte-am-besten-betreut-laut-landesmedien-nur-zwischen-60-und-79-der-hiv-patienten-werden-behandelt/</font></strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/03/brasiliens-crack-epidemie-unter-der-rousseff-regierung-wie-crack-wirktverkehrsumleitung-wegen-offener-crack-szene-die-strasen-total-verstopft-in-sao-paulo/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/03/brasiliens-crack-epidemie-unter-der-rousseff-regierung-wie-crack-wirktverkehrsumleitung-wegen-offener-crack-szene-die-strasen-total-verstopft-in-sao-paulo/</font></strong></a></p>
<p>Manche Medien berichten über Brasiliens gravierende Menschenrechtslage &#8211; andere nicht.</p>
<h2>“Die Zensur gibt nie auf.” “The censorship never gives up.” Zensur heute &#8211; auch dank Google relativ leicht zu entdecken. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11489" title="Beitrag bearbeiten"><font color="#bb0000">**</font></a></h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/zensur-heute/" rel="tag"></a></p>
<p>The best of non-profit advertising and marketing for social causes</p>
<p><img src="http://osocio.org/images/zwpx.gif" /></p>
<h1><a href="http://osocio.org/message/the_censorship_never_gives_up/"><font color="#bb0000">The censorship never gives up</font></a></h1>
<p>Posted by <a href="http://osocio.org/index.php?ACT=19&amp;result_path=search/results&amp;mbr=2" title="Show all entries from Marc"><font color="#bb0000">Marc</font></a> | 12-05-2008 23:21 | Category: <a href="http://osocio.org/category/human_rights/" title="Show all entries in the category Human rights"><font color="#bb0000">Human rights</font></a>, <a href="http://osocio.org/category/media/" title="Show all entries in the category Media"><font color="#bb0000">Media</font></a></p>
<p><a href="http://osocio.org/images/uploads/censura2_thumb.jpg"><font color="#bb0000"><img src="http://osocio.org/images/uploads/censura2_thumb.jpg" width="468" height="646" alt="image" /></font></a></p>
<p>Two ads from Associação Brasileira de imprensa, the Brazilian press organisation.<br />
Copy: “A censura nunca desiste. Ela sempre volta disfarçada. 3 de Maio Dia Mundial da Liberdade de Imprensa.”<br />
“The censorship never gives up. It always return disguised. 3th of May, world day for the freedom of press.”</p>
<p>I have seen more censorship ads from Brazil in the past. What going on? Is censorship a big problem in Brazil?</p>
<p><a href="http://osocio.org/images/uploads/censura1_thumb.jpg"><img src="http://osocio.org/images/uploads/censura1_thumb.jpg" width="468" height="646" alt="image" /></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/09/mentetododiasp.jpg" alt="mentetododiasp.jpg" /><br />
<strong>”Leider sind es nicht mehr so viele, die die ganze Wahrheit wissen wollen. Man biegt sehr schnell ab, um bei seiner Meinung bleiben zu können &#8211; und bei den als angenehm empfundenen Lösungen. Ich habe mir angewöhnt, Leute danach zu beurteilen: Wieviel Wahrheit erträgt jemand?” Deutscher Menschenrechtsbeauftragter Günter Nooke im Website-Interview 2009.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/18/matices-medien-staat-und-gesellschaft-in-lateinamerika-anklicken/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/18/matices-medien-staat-und-gesellschaft-in-lateinamerika-ankli</font></strong></a></p>
<p><strong>Pedro Herz, jüdischer Besitzer der größten brasilianischen Buchkaufhauskette “Livraria Cultura” bedrückt 2011, daß der größte Teil der Brasilianer wegen des immer schlechteren Schulsystems garnicht verstehe, was er lese. “Die Leute können nicht mal einen kleinen Text lesen und wiedergeben, kapieren den Text nicht &#8211; und das ist grauenhaft.” Der Kulturverlust, die Medienkrise schreite fort &#8211; ob in Brasilien oder im Rest der Welt. “Alle träumen von der erlebten Vergangenheit, weil das Heute reizlos, enttäuschend ist.”</strong></p>
<h2>Friedensnobelpreisträger Barack Obama redet in Scheiterhaufen-Stadt Rio de Janeiro. Brasiliens Filmemacher José Padilha thematisierte Rios Scheiterhaufen in Filmen von zwei Berlinalen &#8211; kaum Reaktionen aus der Gutmenschenszene…Eine Welt, Universalität der Menschenrechte. Marcelo Yuka und der Scheiterhaufen-Song… <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=8948" title="Beitrag bearbeiten"><font color="#bb0000">**</font></a></h2>
<p>Tags: , <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/barack-obama/" rel="tag"><font color="#bb0000">Barack Obama</font></a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/marcelo-yuka/" rel="tag"><font color="#bb0000">Marcelo Yuka</font></a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/menschenrechte-heute/" rel="tag"><font color="#bb0000">Menschenrechte heute</font></a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/rio-de-janeiro/" rel="tag"><font color="#bb0000">Rio de Janeiro</font></a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/scheiterhaufen/" rel="tag"><font color="#bb0000">Scheiterhaufen</font></a></p>
<p><font color="#bb0000"><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/03/microondaspensionista.jpg" alt="microondaspensionista.jpg" /></font></p>
<p><strong>Weibliches Scheiterhaufen-Opfer in Rio de Janeiro aus der Lula-Rousseff-Regierungszeit, Zeitungsausriß. </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/16/scheiterhaufenstadt-rio-de-janeiro-der-grausame-tod-einer-48-jahrigen-frau-in-der-microondas-laut-lokalzeitung/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/16/scheiterhaufenstadt-rio-de-janeiro-der-grausame-tod-einer-48-jahrigen-frau-in-der-microondas-laut-lokalzeitung/</font></a></p>
<p><strong>Filmemacher José Padilha zeigte im Streifen “Tropa de Elite” erstmals die in Rio de Janeiro zwecks Einschüchterung von Slumbewohnern übliche, mittelalterlich-archaische Tötungsmethode &#8211; und gewann den Berlinale-Hauptpreis.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/15/dr-claudio-guimaraes-dos-santos-mediziner-therapeut-schriftsteller-sprachwissenschaftler-publizist-unter-den-wichtigsten-denkern-brasilien/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/15/dr-claudio-guimaraes-dos-santos-mediziner-therapeut-schriftsteller-sprachwissenschaftler-publizist-unter-den-wichtigsten-denkern-brasilien/</font></a></p>
<p><strong>“Diese Akte der Barbarei sind ein solcher Rückschritt im zivilisatorischen Prozess, dass viele Leute den Tatsachen nicht ins Auge sehen, dies alles nicht wahrhaben wollen. Ich sehe da auch viel Scheinheiligkeit. Über diese grausamen Menschenrechtsverletzungen muss man diskutieren &#8211; doch just dies ist nicht erwünscht. Der Staat hat sämtliche Machtmittel, um diese Barbarei sofort zu beenden, doch dazu fehlt politischer Wille.” Rio de Janeiros Fotograf Rogerio Reis<br />
</strong></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/668242/"><font color="#bb0000">http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/668242/</font></a></p>
<p><strong>Theaterstück über Scheiterhaufen von Rio de Janeiro:</strong>  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/29/brasiliens-scheiterhaufen-erstmals-in-einer-anklagenden-inszenierung-der-scheiterhaufenstadt-rio-de-janeiro-zu-sehen/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/29/brasiliens-scheiterhaufen-erstmals-in-einer-anklagenden-inszenierung-der-scheiterhaufenstadt-rio-de-janeiro-zu-sehen/</font></a></p>
<p><font color="#bb0000"><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/03/microondasklein1.jpg" alt="microondasklein1.jpg" /></font></p>
<p><strong>Scheiterhaufen-Szene aus Berlinale-Gewinner “Tropa de Elite” von Rio de Janeiros Filmemacher José Padilha.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/07/rogerio-reis-microwaves-microondas-fotoinstallation-uber-scheiterhaufen-brasiliens-vom-maison-de-la-europeenne-de-la-photographie-in-paris-angekauft/"><font color="#bb0000"><strong>Fotinstallation von Rogerio Reis über Scheiterhaufen im “Maison de la europeenne de la Photographie”(Paris): </strong> http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/07/rogerio-reis-microwaves-microondas-fotoinstallation-uber-scheiterhaufen-brasiliens-vom-maison-de-la-europeenne-de-la-photographie-in-paris-angekauft/</font></a></p>
<p><strong>In dem auf der Berlinale 2011 gezeigten, sehr dokumentarischen Nachfolge-Film “Tropa de Elite” ist wiederum eine Scheiterhaufenszene aus Rio de Janeiro zu sehen. Wahrnehmbare, gar offizielle Proteste gegen diese Praxis in Lateinamerikas größter Demokratie sind zur Enttäuschung vieler brasilianischer Menschenrechtsaktivisten indessen bisher ausgeblieben. Nun besteht die Möglichkeit, daß Barack Obama angesichts stets betonter Menschenrechts-Werte reagiert.</strong>  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/15/barack-obama-redet-kommenden-sonntag-auf-protest-platz-von-rio-de-janeiro-in-cinelandia/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/15/barack-obama-redet-kommenden-sonntag-auf-protest-platz-von-rio-de-janeiro-in-cinelandia/</font></a></p>
<p><strong>Nicht wenige Mainstream-Medien verzichten konsequent darauf, Brasiliens gängige Scheiterhaufen-Praxis auch nur zu erwähnen &#8211; gleiches gilt für die Anti-Scheiterhaufen-Proteste an der Copacabana. Steht darüber was in den Rio-Reiseführern? </strong></p>
<p><strong>Auf dem UNO-Index für menschliche Entwicklung von 2010 stehen die USA unter Barack Obama auf dem 4. Platz, Brasilien unter Lula auf dem 73. Platz. </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/17/brasilien-auf-britischem-welt-demokratie-index-vom-41-auf-47-platz-zuruckgefallen-economist-intelligence-unit/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/17/brasilien-auf-britischem-welt-demokratie-index-vom-41-auf-47-platz-zuruckgefallen-economist-intelligence-unit/</font></a></p>
<p><font color="#bb0000"><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/03/tropa2scheiterhaufen.JPG" alt="tropa2scheiterhaufen.JPG" /></font></p>
<p><strong>Scheiterhaufenszene aus “Tropa de Elite 2?, 2011 auf der Berlinale gezeigt. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/08/tropa-de-elite-2-noch-dokumentarischer-als-der-berlinale-gewinner-landeskunde-pur-uber-das-heutige-brasilien/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/08/tropa-de-elite-2-noch-dokumentarischer-als-der-berlinale-gewinner-landeskunde-pur-uber-das-heutige-brasilien/</font></a></p>
<p><strong>Gerichtsmedizinerin:</strong>  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/20/rio-de-janeiros-scheiterhaufenmicroondas-und-die-gerichtsmedizinerin-antonieta-campos-xavier-verkohlte-leichen-sadismus-vergleiche-mit-sydney/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/20/rio-de-janeiros-scheiterhaufenmicroondas-und-die-gerichtsmedizinerin-antonieta-campos-xavier-verkohlte-leichen-sadismus-vergleiche-mit-sydney/</font></a></p>
<p><font color="#bb0000"><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/03/scheiterhaufencopaprotest.JPG" alt="scheiterhaufencopaprotest.JPG" /></font></p>
<p><strong>Zeitungsausriß: Bürgerrechtler und Systemkritiker protestieren an der Copacabana gegen Scheiterhaufen &#8211; Null Interesse in Ländern wie Deutschland. </strong><a href="http://www.riodepaz.org.br/mutimidia_clipping/fotos/manifestacoes/08_12_09/08_12_09.html"><font color="#bb0000">http://www.riodepaz.org.br/mutimidia_clipping/fotos/manifestacoes/08_12_09/08_12_09.html</font></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/"><font color="#bb0000"><strong>Fotoserie, Rio de Janeiro:</strong> http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</font></a></p>
<p><strong>Menschenrechtsanwalt Bruno Alves de Souza präsentierte Fotos über Brasiliens Gefängnis-Horror vor dem UNO-Menschenrechtsrat in Genf:</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/08/brasiliens-menschenrechtsanwalt-bruno-alves-de-souza-toledo-ebenso-wie-amazonasbischof-erwin-krautler-trager-des-alternativen-nobelpreises-wegen-morddrohungen-standig-unter-polizeischutz/"><font color="#bb0000"> http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/08/brasiliens-menschenrechtsanwalt-bruno-alves-de-souza-toledo-ebenso-wie-amazonasbischof-erwin-krautler-trager-des-alternativen-nobelpreises-wegen-morddrohungen-standig-unter-polizeischutz/</font></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/17/der-dunkelhautige-barack-obama-und-der-alltagliche-rassismus-im-besuchsland-brasilien-bestimmte-erwartungen-brasilien-ist-das-rassistischste-land-der-erdemauricio-pestana-sao-paulo/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/17/der-dunkelhautige-barack-obama-und-der-alltagliche-rassismus-im-besuchsland-brasilien-bestimmte-erwartungen-brasilien-ist-das-rassistischste-land-der-erdemauricio-pestana-sao-paulo/</font></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/18/im-complexo-do-alemao-geschah-eine-raubzug-operation-dutzende-von-reportern-und-kameraleuten-waren-dort-doch-dies-entging-ihrer-beobachtung-o-estado-de-sao-paulo-kritik-an-unkritischer-hurra/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/18/im-complexo-do-alemao-geschah-eine-raubzug-operation-dutzende-von-reportern-und-kameraleuten-waren-dort-doch-dies-entging-ihrer-beobachtung-o-estado-de-sao-paulo-kritik-an-unkritischer-hurra/</font></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/12/ein-guter-freund-und-langjahriger-nachbar-theaterregisseur-vicente-maiolino-in-rio-de-janeiro-bergstadtteil-santa-teresa-durch-12-schusse-getotet-kein-hinweis-auf-tater/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/12/ein-guter-freund-und-langjahriger-nachbar-theaterregisseur-vicente-maiolino-in-rio-de-janeiro-bergstadtteil-santa-teresa-durch-12-schusse-getotet-kein-hinweis-auf-tater/</font></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/07/sehnsucht-und-realitat-brasilien-nach-der-lula-ara-zundfunk-generator-br2/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/07/sehnsucht-und-realitat-brasilien-nach-der-lula-ara-zundfunk-generator-br2/</font></a></p>
<p><font color="#bb0000"><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/03/scheiterhaufencopaprotest2.JPG" alt="sc&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;b&gt;System-und Regierungskritiker Marcelo Yuka und der Scheiterhaufen-Song: &lt;/b&gt; &lt;a mce_thref=" /></font></p>
<p><strong>Copacabana-Protest gegen Scheiterhaufen. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/11/der-brasilianische-musiker-und-poet-marcelo-yuka1/"><font color="#bb0000"><strong>Systemkritiker und Musiker Marcelo Yuka:</strong> http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/11/der-brasilianische-musiker-und-poet-marcelo-yuka1/</font></a></p>
<p><font color="#bb0000"><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/03/scheiterhaufencopaprotest3.JPG" alt="scheiterhaufencopaprotest3.JPG" /></font></p>
<p><strong>Anti-Scheiterhaufen-Protest an der Copacabana: “Wo sind unsere Toten?”. Zeitungsausriß. </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/22/prof-dr-marcus-mazzari-prasident-der-goethe-gesellschaft-brasiliens-associacao-goethe-do-brasil-gesichter-brasiliens/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/22/prof-dr-marcus-mazzari-prasident-der-goethe-gesellschaft-brasiliens-associacao-goethe-do-brasil-gesichter-brasiliens/</font></a></p>
<p><strong>“Das Leben in Brasilien ist leicht und unbeschwert. Probieren Sie es selbst.” Deutschsprachige Tourismuspropaganda </strong></p>
<p><strong>Vom Umgang mit der Diktaturvergangenheit:</strong>  <a href="http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html"><font color="#bb0000">http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html</font></a></p>
<p><strong>Obama und Brasiliens Schwarze &#8211; Franziskaner David Santos, EDUCAFRO:  </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/18/obama-und-brasiliens-schwarze-hohe-erwartungen-laut-franziskaner-frei-david-santos-leiter-von-educafro-brasiliens-gravierender-rassismus-brasilien-ist-das-rassistischste-land/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/18/obama-und-brasiliens-schwarze-hohe-erwartungen-laut-franziskaner-frei-david-santos-leiter-von-educafro-brasiliens-gravierender-rassismus-brasilien-ist-das-rassistischste-land/</font></a></p>
<p><strong>Arbeiterpartei-Flügel ruft zu Anti-Obama-Protesten auf:  </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/18/barack-obama-in-brasilien-flugel-von-lulas-arbeiterparteipt-verurteilt-drohung-mit-libyen-invasion-sowie-krieg-in-afganistan-und-im-irak-wie-bei-bush-visite-2007-pt-teilnahme-an-protestaktione/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/18/barack-obama-in-brasilien-flugel-von-lulas-arbeiterparteipt-verurteilt-drohung-mit-libyen-invasion-sowie-krieg-in-afganistan-und-im-irak-wie-bei-bush-visite-2007-pt-teilnahme-an-protestaktione/</font></a></p>
<p><strong>Brasiliens große Atommeiler-Pläne:</strong>  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/02/brasiliens-rousseff-regierung-will-etwa-50-atomkraftwerke-bauen-anti-atom-filmfestival-in-rio-de-janeiro-und-sao-paulo-von-norbert-suchanek-organisiert/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/02/brasiliens-rousseff-regierung-will-etwa-50-atomkraftwerke-bauen-anti-atom-filmfestival-in-rio-de-janeiro-und-sao-paulo-von-norbert-suchanek-organisiert/</font></a></p>
<p><a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/schweiz/der_untergang_der_alten_medien-schweiz_1.2055912.html"><font color="#bb0000">http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/schweiz/der_untergang_der_alten_medien-schweiz_1.2055912.html</font></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/16/brascri-in-der-schweiz-und-in-brasilien-hilfe-fur-kinder-jugendliche-und-familien-des-tropenlandes/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/16/brascri-in-der-schweiz-und-in-brasilien-hilfe-fur-kinder-jugendliche-und-familien-des-tropenlandes/</font></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/26/was-gut-ist-stellen-wir-gros-heraus-was-schlecht-ist-verstecken-wir-rubens-ricupero-brasilianischer-politiker-ex-finanzminister-karrierediplomat-vertreter-brasiliens-in-uno-organisationen/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/26/was-gut-ist-stellen-wir-gros-heraus-was-schlecht-ist-verstecken-wir-rubens-ricupero-brasilianischer-politiker-ex-finanzminister-karrierediplomat-vertreter-brasiliens-in-uno-organisationen/</font></a></p>
<p><strong>Wikileaks zu den Beziehungen zwischen den USA und Brasilien: Die Folha de Sao Paulo berichtete 2011 unter der Überschrift “Brasilien fehlt Reife, sagen die USA” über US-Diplomateneinschätzungen aus Brasila von 2004 bis 2010. Brasilien sei noch nicht ausreichend reif, um ein Global Player  zu sein und müsse von den USA bestärkt werden, Verantwortung zu übernehmen, schreibt das Blatt über die Forderung Brasilias nach einem ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat. Die USA, welche in den Irak militärisch ohne Erlaubnis des Sicherheitsrats eindrangen, wollten keine Reform dieses Gremiums. Die Qualitätszeitung “O Globo” zitiert zudem US-Einschätzungen, wonach die brasilianische Regierung nicht die geringste Ahnung von den tatsächlichen Vorgängen im Nahen Osten habe. Die Positionen Brasilia zur Lage in dieser Region seien “naiv”, Brasilien sei nicht vertrauenswürdig. “Die Dokumente zeigen ein klares Ressentiment der USA gegenüber Brasilien.” Ein Großteil der außenpolitischen Elite Brasiliens bleibe vorsichtig und mißtrauisch gegenüber denUSA. Ein eigenes Atom-U-Boot würde die Sicherheit Brasiliens nicht verbessern, aber als zweifelhafter Impuls für den nationalen Machismus dienen”, zitiert die Zeitung weiter aus US-Botschaftertelegrammen.</strong></p>
<p><a href="http://www.abertdf.com/site/index.php?/clipping/clipping-2011/midia-estrangeira-contribuiu-para-a-imagem-positiva-do-brasil-no-exterior.html"><font color="#bb0000">Mídia estrangeira contribuiu para a imagem positiva do Brasil no exterior </font></a></p>
<p><font color="#bb0000"><img src="http://c/DOCUME~1/USER/CONFIG~1/Temp/msohtml1/01/clip_image001.gif" width="1" height="1" alt="Atenção, abrir em uma nova janela." border="0" /></font><a href="http://www.abertdf.com/site/index.php?/pdf/clipping/clipping-2011/midia-estrangeira-contribuiu-para-a-imagem-positiva-do-brasil-no-exterior.pdf" title="PDF"><font color="#bb0000"><img src="http://c/DOCUME~1/USER/CONFIG~1/Temp/msohtml1/01/clip_image002.gif" width="16" height="16" alt="PDF" border="0" /></font></a><a href="http://www.abertdf.com/site/index.php?/clipping/clipping-2011/midia-estrangeira-contribuiu-para-a-imagem-positiva-do-brasil-no-exterior/Imprimir.html" title="Imprimir"><font color="#bb0000"><img src="http://c/DOCUME~1/USER/CONFIG~1/Temp/msohtml1/01/clip_image003.gif" width="16" height="16" alt="Imprimir" border="0" /></font></a><a href="http://www.abertdf.com/site/index.php?/component/option,com_mailto/link,aHR0cDovL3d3dy5hYmVydGRmLmNvbS9zaXRlL2luZGV4LnBocD8vY2xpcHBpbmcvY2xpcHBpbmctMjAxMS9taWRpYS1lc3RyYW5nZWlyYS1jb250cmlidWl1LXBhcmEtYS1pbWFnZW0tcG9zaXRpdmEtZG8tYnJhc2lsLW5vLWV4dGVyaW9yLmh0bWw=/tmpl,component/" title="E-mail"><font color="#bb0000"><img src="http://c/DOCUME~1/USER/CONFIG~1/Temp/msohtml1/01/clip_image004.gif" width="16" height="16" alt="E-mail" border="0" /></font></a></p>
<p>Qui, 10 de Março de 2011 10:03</p>
<p><a href="http://www.abertdf.com/site/index.php?/Table/Clipping/"><font color="#bb0000">Clipping </font></a>- <a href="http://www.abertdf.com/site/index.php?/Table/clipping/clipping-2011/"><font color="#bb0000">Clipping 2011 </font></a></p>
<p>Portal Imprensa<br />
Últimas Notícias &#8211; Mídia</p>
<p>Publicado em: 09/03/2011<br />
Por Luiz Gustavo Pacete/Redação Revista IMPRENSA</p>
<p>Pesquisa encomendada pela emissora britânica BBC ao Instituto de Pesquisas GlobeScan e ao Programa de Atitudes em Política Internacional da Universidade de Maryland (EUA), apontou que a popularidade e a imagem positiva do Brasil no mundo aumentou de 40% para 49% entre o final de 2010 e inicio de 2011.</p>
<p>A pesquisa avaliou a imagem de 16 países mais a União Europeia nesse período. Foram ouvidas 28 mil pessoas em 27 países. O Brasil foi o único país que cresceu nove pontos ficando com a 7º posição, uma a frente dos Estados Unidos. A África do Sul cresceu de 35% para 42% por conta do espaço que teve na mídia em função da Copa do Mundo.</p>
<p>Segundo a pesquisa, entre os fatores que contribuíram para o desempenho do Brasil na pesquisa estão o desempenho econômico do país no governo Lula, o fortalecimento da política externa e a transição democrática de governo em 2011. Todos temas amplamente divulgados pela imprensa internacional.</p>
<p>Já em 2009, um levantamento da CDN Análise &amp; Tendências apontava que somente 15% das matérias publicadas sobre o Brasil no exterior possuíam viés negativo. O levantamento, contratado pela Secretária de Comunicação Social (Secom), identificou que nos 49 principais veículos internacionais o destaque para o Brasil já era positivo.</p>
<p>Presença dos correspondentes<br />
A presença de correspondentes estrangeiros no Brasil foi fundamental para a repercussão positiva da imagem do país na imprensa mundial. Em 2001, no governo Fernando Henrique Cardoso, estavam registrados 200 correspondentes no país. Atualmente o número de jornalistas estrangeiros ultrapassa 420. Chantal Rayes, dos jornais Liberation (França) e Le Temps (Suíça), chegou ao Brasil nesta época. “Antes de me transferir do Líbano para o Brasil, em 2001, políticos me diziam ‘boa sorte, vai ser difícil emplacar matérias por lá”, lembra.</p>
<p>O repórter da revista econômica alemã Wirtschafts Woche, Alexander Busch, comenta que apesar de o interesse pelo Brasil ter aumentado ele ainda não vê tantas demandas. “Acho que especificamente em relação à Alemanha o interesse pelo Brasil precisa crescer. Vejo que outras pautas são prioritárias como China, por exemplo,”. Para o correspondente da agência Ansa, Dario Pignotti, a figura do ex-presidente Lula foi fundamental para a exposição. “Ele, sem dúvida, era pauta para a maioria dos veículos”, diz.</p>
<p>Apesar do carisma de Lula, a relação entre o Itamaraty e os jornalistas foi fundamental para acolher e fornecer estrutura adequada à mídia internacional. Na matéria “Imagem em Construção” da edição de janeiro/fevereiro, (número 264), a revista IMPRENSA ouviu um grupo de 13 correspondentes estrangeiros no Brasil. Os jornalistas apontaram pontos positivos e negativos no governo Lula em relação ao tratamento dado à imprensa estrangeira (veja quadro abaixo).</p>
<p>Com o início do governo Dilma, resta saber o que mudará no relacionamento com a imprensa e de que forma isso pode refletir na imagem do Brasil no exterior. Os últimos anos já mostraram a influência e a importância que essa relação pode ter para o país.</p>
<h2>“The Massacre of Pacheco Fernandes”: US-Anthropologe James Holston über das Massaker an Bauarbeitern von Brasilia, in “The modernist City”, 1989, 369 Seiten. “The worst food riot”. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=4297" title="Beitrag bearbeiten"><font color="#bb0000">**</font></a></h2>
<p>Tags: , <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/art-das-kunstmagazin/" rel="tag"><font color="#bb0000">Art Das Kunstmagazin</font></a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasilia/" rel="tag"><font color="#bb0000">Brasilia</font></a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/james-holston/" rel="tag"><font color="#bb0000">James Holston</font></a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/massaker-an-bauarbeitern/" rel="tag"><font color="#bb0000">Massaker an Bauarbeitern</font></a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/oscar-niemeyer/" rel="tag"><font color="#bb0000">Oscar Niemeyer</font></a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/the-modernist-city/" rel="tag"><font color="#bb0000">The modernist city</font></a></p>
<p><strong>Holston schreibt in seinem Standardwerk über Brasilia:”The worst food riot occurred on the Sunday night of carnaval in 1959. It became known as the Massacre of Pacheco Fernandes after the construction company in whoose canteen it occurred. The security forces responded by machine-gunning an unknown number of men(perhaps one, perhaps forty)who were hastily buried in an unmarked grave somewhere in the cerrado around Planaltina according to unofficial reports(Jornal do Brasil, 18.February 1968). Many workers felt aggrieved enough to attend meetings of the association of construction workers to condemn the action.”</strong></p>
<p><strong>Laut Holston gabe es kein “official inquest”.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/17/oscar-niemeyer-und-das-massaker-an-bauarbeitern-von-brasilia-youtube-anklicken-dokfilmer-vladimir-carvalho-bringt-niemeyer-in-bedrangnis/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/17/oscar-niemeyer-und-das-massaker-an-bauarbeitern-von-brasilia-youtube-anklicken-dokfilmer-vladimir-carvalho-bringt-niemeyer-in-bedrangnis/</font></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/18/oscar-niemeyer-das-leben-ist-ein-hauch-video-zu-kaufen/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/18/oscar-niemeyer-das-leben-ist-ein-hauch-video-zu-kaufen/</font></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/14/art-das-kunstmagazin-uber-oscar-niemeyer-das-leben-ist-ein-hauch/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/14/art-das-kunstmagazin-uber-oscar-niemeyer-das-leben-ist-ein-hauch/</font></a></p>
<h2>Brasiliens Crack-Epidemie unter der Rousseff-Regierung. Wie Crack wirkt…Verkehrsumleitung wegen offener Crack-Szene, die Straßen total verstopft in Sao Paulo. Franziskaner Hans Stapel. Adveniat in Sao Paulo. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11726" title="Beitrag bearbeiten"><font color="#bb0000">**</font></a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/crack-in-brasilien/" rel="tag"><font color="#bb0000">Crack in Brasilien</font></a></p>
<p><font color="#bb0000"><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/crackpaarhelvetia.JPG" alt="crackpaarhelvetia.JPG" /></font></p>
<p><strong>Zwei Crack-Süchtige, laut brasilianischen Augenzeugen, vor Bahnhofseingang, Dezember 2011, nahe der Kulturbehörde des Teilstaats Sao Paulo.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/15/brasiliens-wachstumsbranche-crack-business-in-sao-paulo-werden-deshalb-sogar-buslinien-verlegt-anklicken-neoliberaler-wertewandel/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/15/brasiliens-wachstumsbranche-crack-business-in-sao-paulo-werden-deshalb-sogar-buslinien-verlegt-anklicken-neoliberaler-wertewandel/</font></strong></a></p>
<p><strong>Landesmedien zum Dezember-Anti-Crack-Programm der Rousseff-Regierung: “Das selbe Programm wurde bereits 2010 verkündet &#8211; lediglich mit Wahl-Absichten.”(O Globo)</strong></p>
<p><strong>Franziskaner Hans Stapel: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/15/franziskanerpater-hans-stapel-aus-paderborn-in-alagoas-piaui-und-ceara-weihte-er-jetzt-drei-weitere-fazendas-der-hoffnung-fur-drogensuchtige-ein-weltweit-bereits-60/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/15/franziskanerpater-hans-stapel-aus-paderborn-in-alagoas-piaui-und-ceara-weihte-er-jetzt-drei-weitere-fazendas-der-hoffnung-fur-drogensuchtige-ein-weltweit-bereits-60/</font></strong></a></p>
<p><strong>Lateinamerikas teure Lebensmittel &#8211; Preissteigerungen um 40 Prozent in den letzten vier Jahren &#8211; Gefahr für Hungerbekämpfung:</strong> <a href="http://exame.abril.com.br/economia/mundo/noticias/precos-dos-alimentos-na-america-latina-sobem-40-em-4-anos--2"><strong><font color="#bb0000">http://exame.abril.com.br/economia/mundo/noticias/precos-dos-alimentos-na-america-latina-sobem-40-em-4-anos–2</font></strong></a></p>
<p><strong>Adveniat in Sao Paulo:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/</font></strong></a></p>
<h2>Brasiliens Slums, die Krise, die Korruptionsfolgen. “Für die 22 Milliarden abgezweigten Euro könnten laut Industriellenverband FIESP u.a. 918000 einfache Behausungen für Geringverdiener gebaut werden.” Brasiliens hohe Auslandsschulden. “Lupi fica e etica sai.”(O Globo) <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11706" title="Beitrag bearbeiten"><font color="#bb0000">**</font></a></h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-slums/" rel="tag"></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/18/brasiliens-korruption-unter-lula-rousseff-laut-fiesp-2010-uber-22-milliarden-euro-vom-staat-abgezweigt-geld-des-steuerzahlers/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/18/brasiliens-korruption-unter-lula-rousseff-laut-fiesp-2010-uber-22-milliarden-euro-vom-staat-abgezweigt-geld-des-steuerzahlers/</font></strong></a></p>
<h2>Brasiliens Korruption unter Lula-Rousseff: Laut FIESP 2010 über 22 Milliarden Euro vom Staat abgezweigt, Geld des Steuerzahlers. Finanzminister Mantega hatte 5,5 Prozent Wachstum für 2011 als realistisch bezeichnet &#8211; jetzt liegt die Voraussage nur noch bei 3,7 Prozent. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=10436" title="Beitrag bearbeiten"><font color="#bb0000">**</font></a></h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/01/brasiliens-korruptionskrise-staatschefin-rousseff-halt-schwer-belasteten-arbeitsminister-carlos-lupi-im-amt-trotz-entlassungsempfehlung-der-ethikkommission-rousseffs-erstes-amtsjahr-resultate/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/01/brasiliens-korruptionskrise-staatschefin-rousseff-halt-schwer-belasteten-arbeitsminister-carlos-lupi-im-amt-trotz-entlassungsempfehlung-der-ethikkommission-rousseffs-erstes-amtsjahr-resultate/</font></strong></a></p>
<p><a href="http://www.adveniat.de/blog/?p=960"><strong><font color="#bb0000">http://www.adveniat.de/blog/?p=960</font></strong></a></p>
<p><font color="#bb0000"><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/11/slumkloakesp1.JPG" alt="slumkloakesp1.JPG" /></font></p>
<p><strong>(Der soziale Aufstieg von Lula:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/04/lula-bekommt-500000-dollar-von-lg-fur-vortrag-in-sudkorea-laut-brasilianischen-landesmedien-uber-eine-million-dollar-damit-vier-monate-nach-ende-der-amtszeit-kassiert-laut-kalkulation-von-parte/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/04/lula-bekommt-500000-dollar-von-lg-fur-vortrag-in-sudkorea-laut-brasilianischen-landesmedien-uber-eine-million-dollar-damit-vier-monate-nach-ende-der-amtszeit-kassiert-laut-kalkulation-von-parte/)</font></strong></a></p>
<p><strong>(Slum über Kloake in Sao Paulo 2011. “Krise &#8211; was denn für eine Krise?”)</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/25/brasiliens-bischof-angelico-sandalo-bernardino-zur-politischen-krise-des-landes-zu-rechtsungleichheit-und-slums/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/25/brasiliens-bischof-angelico-sandalo-bernardino-zur-politischen-krise-des-landes-zu-rechtsungleichheit-und-slums/</font></strong></a></p>
<p><strong>Wie die FIESP in einer neuen Studie konstatiert, ist dies mehr, als die Regierung jährlich für die Infrastruktur Brasiliens ausgibt. Laut José Ricardo Roriz Coelho, FIESP-Direktor für Wettbewerbsfähigkeit und Technologie, verteuert Korruption auch staatliche Vorhaben, da Probleme geschaffen werden, die den Fortgang verzögern, Zusatzkosten verursachen &#8211; um Hindernisse aufzuheben, muß dann illegal zugezahlt werden. </strong></p>
<p><strong>“Die Welt”: </strong> <a href="http://www.welt.de/dieweltbewegen/article13665169/Brasilien-ist-die-Wirtschaftsmacht-der-Zukunft.html"><strong><font color="#bb0000">http://www.welt.de/dieweltbewegen/article13665169/Brasilien-ist-die-Wirtschaftsmacht-der-Zukunft.html</font></strong></a></p>
<p><font color="#bb0000"><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach26.JPG" alt="cach26.JPG" /></font></p>
<p><strong>Laut FIESP handelt es sich um eine niedrige Schätzung &#8211; denkbar wäre indessen durchaus ein um etwa ein Drittel höherer Betrag, 2,3 Prozent des Bruttosozialprodukts.</strong></p>
<p><strong>Für die 22 Milliarden abgezweigten Euro könnten laut FIESP u.a. 918000 einfache Behausungen für Geringverdiener gebaut werden &#8211;  58000 Schulen, 78 Flughäfen, 21000 Kilometer Schiene(derzeit hat Brasilien nur 28000 Kilometer, Deutschland 38000 Kilometer). </strong></p>
<p><strong>Auslandsschulden:<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/02/hochverschuldetes-brasilien-bietet-eu-wegen-krise-erneut-finanzhilfe-an-iwf-chefin-christine-lagarde-und-finanzminister-guido-mantega/"><font color="#bb0000"> http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/02/hochverschuldetes-brasilien-bietet-eu-wegen-krise-erneut-finanzhilfe-an-iwf-chefin-christine-lagarde-und-finanzminister-guido-mantega/</font></a></strong></p>
<p><strong>ThyssenKrupp in Rio:</strong><br />
<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/02/thyssenkrupp-in-rio-de-janeiro-stahlkonzern-gesteht-erst-jetzt-ein-was-selbst-laien-bereits-vor-baubeginn-wustenkatholische-kirche-brasiliens-kritisierte-das-stahlwert-katholische-kirche-deutsc/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/02/thyssenkrupp-in-rio-de-janeiro-stahlkonzern-gesteht-erst-jetzt-ein-was-selbst-laien-bereits-vor-baubeginn-wustenkatholische-kirche-brasiliens-kritisierte-das-stahlwert-katholische-kirche-deutsc/</font></strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/02/brasilia-fordert-wieder-spekulation-zuvor-gestoppt-besteuerung-von-auslandischen-investoren-die-mittel-abzogen-abgeschafft-brasilien-kapituliert-im-wahrungskrieg-financial-times-deutschland/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/02/brasilia-fordert-wieder-spekulation-zuvor-gestoppt-besteuerung-von-auslandischen-investoren-die-mittel-abzogen-abgeschafft-brasilien-kapituliert-im-wahrungskrieg-financial-times-deutschland/</font></strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/</font></strong></a></p>
<p><strong>Adveniat in Sao Paulo:<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/"><font color="#bb0000"> http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/</font></a></strong></p>
<p><strong>Spielfilm über Brasilien heute:</strong><br />
<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/15/tropa-de-elite-2-neuer-film-uber-menschenrechtspolitik-in-brasilien-unter-lula-steuert-zuschauerrekord-an/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/15/tropa-de-elite-2-neuer-film-uber-menschenrechtspolitik-in-brasilien-unter-lula-steuert-zuschauerrekord-an/</font></strong></a></p>
<p>Texte von 2011:</p>
<h1>Panzer und Crack</h1>
<p>Der Militär-und Medien-Zirkus um die „Erstürmung“ und „Eroberung“ der Rio-Slumregion „Complexo do Alemão“ wäre schon jetzt ein heißes Thema auch für Deutschlands Kommunikationswissenschaftler – aber wie es aussieht, trauen sie sich nicht. Als „Farce“ hatten brasilianische Rechtsexperten und Menschenrechtspriester die Slumbesetzung vom letzten November verurteilt – und schneller als erwartet ausgerechnet von der Gegenseite die Beweise geliefert bekommen. Die schwerbewaffneten Banditenkommandos des organisierten Verbrechens sind rasch zurückgekehrt, zitieren Brasiliens Landesmedien aus vertraulichen Militärberichten. Die Gangster haben, wie es heißt, wieder Verkaufspunkte für harte Drogen installiert, der hochprofitable Rauschgifthandel geht perfekt neoliberal weiter. Der Terror gegen Bewohner des Parallelstaats der Slums ebenfalls – trotz Militärpräsenz sind mindestens vier Menschen ermordet worden. Eine Frau wird zur Abschreckung totgeschlagen, weil sie an der Plünderung eines Banditenhauses teilnahm – TV-Teams auch des Auslands hatten solche Volkszorn-Szenen am Start der Militäroperation gern gefilmt. Doch nun beklagen sich die Bewohner ausgerechnet über eine unzureichende Präsenz von brauchbaren Polizisten – von den Militärs würden die herumstreunenden Banditen gar nicht bemerkt. Viele Soldaten stammen ja just aus diesen Slums. Zudem seien 42 Militärpolizisten zwar wegen Raub, Erpressung und Übergriffen gegen die Bewohner angezeigt, doch bisher nicht bestraft worden.</p>
<p>Die militärische Besetzung ist Modell und Beispiel für das ganze Land, sagt der neue Justizminister Cardozo – hat er es gar böse-ironisch gemeint? Panzer, martialisch wirkende Militärpatrouillen, deren Fotos gern auch in die Erste Welt durchgeschaltet werden, sind den Angaben zufolge jedenfalls keinerlei Hindernis für die Banditenkommandos des organisierten Verbrechens. Das mag für Mitteleuropäer bizarr, grotesk, unglaublich erscheinen, für unsereinen hier ist es banale Normalität.<br />
Immer wieder wird in der Ersten Welt behauptet, in den lateinamerikanischen Ländern zeige sich deutlich, dass die bisher praktizierte Drogenbekämpfung per Polizei und Militär nichts bringe, man sich andere Konzepte überlegen müsse. Was denn für eine Drogenbekämpfung, möchte man gegenfragen. In der Banken-City von Sao Paulo beispielsweise, der führenden Wirtschaftsmetropole Lateinamerikas, wird Crack, die zerstörerischste harte Droge, direkt neben Polizeipräsidien, Polizeiwachen massenhaft und offen verkauft und ebenso offen gleich von Hunderten konsumiert. Die Beamten im Hauptsitz der Stadtgendarmerie schauen direkt auf eine kilometerlange Straße, in der sich ganze Horden grauenhaft verwahrloster und abgemagerter Gestalten mit Crack zügig ins Jenseits befördern. Manche Brasilianer fragen daher, ob es nicht eher so ist, dass die Sicherheitskräfte, von Ausnahmen abgesehen, der unter Staatschef Lula aufgeblühten Crack-Branche eine ordentlich-angenehme Abwicklung der Geschäfte garantieren. 1,2 Millionen Brasilianer sind laut Expertenschätzungen bereits Crack-süchtig. Kenarik Felippe von der angesehenen nationalen Richtervereinigung für Demokratie (AJD): „Der Staat ist ins organisierte Verbrechen verwickelt. Besonders die Slumbewohner leiden stark unter der Gewalt durch Polizei, paramilitärische Milizen und die Banditenkommandos. Im ganzen Land, und nicht nur in Rio de Janeiro, foltern Staatsangestellte, gibt es Todesschwadronen, zu denen Staatsbeamte gehören. Man redet nur von den kleinen Fischen im Rauschgiftgeschäft, nicht von den Drogenbaronen.“ Der Richter und AJD-Präsident Luis Barros Vidal fordert, die „Farce von Rio“ auf keinen Fall zu unterstützen. „Die Geheimdokumente der Militärs zeigen, dass die Drogenmafia, der Drogenhandel in diesen Slums fortbestehen. Die regierenden Autoritäten, die von einem groß angelegten Krieg gegen die organisierte Kriminalität sprachen, machten also leere, falsche Versprechen, handeln unredlich. Wir sehen die Resultate – Tote und nochmals Tote. Selbst UNO-Friedenstruppen wären erfolglos, weil vordringlich soziale und wirtschaftliche Probleme gelöst werden müssen, die Slumbewohner vor allem feste Arbeitsplätze brauchen.“ Niemand wisse das besser als die brasilianische Regierung, früher unter Lula, jetzt unter Dilma Rousseff. „Todesschwadronen sind derzeit in Rio aktiv – doch auch in Sao Paulo, landesweit, straflos“, fügt Richter Vidal gegenüber dem <em>Blättchen</em> hinzu, in Brasilien fehle eine Kultur der Menschenrechte. Zu erkennen seien „starke Merkmale eines totalitären Staates, der das Gesetz nicht respektiert“; mit Blick auf Fußball-WM und Olympische Spiele am Zuckerhut werde ein Medienspektakel veranstaltet.<br />
Und das hatte es von Anfang an in sich. In brasilianischen Qualitätsmedien, die nur einen winzigen Bruchteil der Bevölkerung erreichen, hieß es immerhin, die jüngsten Polizei-und Militäroperationen seien nur für das Ausland gedacht – de facto ändere sich nichts. Rio habe wegen der geplanten Sportereignisse international Kompetenz demonstrieren müssen, um Milliardeninvestitionen zu erhalten. Es werde wieder Wahlen geben – und die Politiker würden erneut Gelder des organisierten Verbrechens brauchen.<br />
In mitteleuropäischen Medien weiß man’s offenbar viel besser. Rio de Janeiro wolle mit dem Drogenhandel Schluss machen, wird freundlicherweise unterstellt, obwohl sogar Rios Sicherheitschef Beltrame öffentlich erklärt, dies keineswegs vorzuhaben.<br />
Aber richtig klasse ist der Mediengag über die „heldenhafte“ Einnahme jenes „Complexo do Alemão“: Unentwegt ballern Polizei und Militär fotogen auf nicht vorhandene Gegner, was das Zeug hält. Alles wird von zahlreichen TV-Teams direkt an der Seite der Einheiten begeistert abgefilmt und teuer weltweit verbreitet. Sozusagen „sturmreif geschossen“ fehlt nur noch die „Eroberung“ des Slumkomplexes. Dies geht so vonstatten, dass Soldaten und Elitepolizisten mit handverlesenen Journalisten einfach die Gassen zur Slumspitze hochgehen und dort die Landesfahne hissen. Schließlich hatte man den Banditenkommandos tage-und nächtelang reichlich Zeit und Möglichkeiten zum Rückzug in üblicher Guerilla-Taktik gegeben und auf eine Einkesselung verzichtet – die Gangster verteilten sich auf andere der weit über 1.000 Rio-Slums.<br />
Wohl einmalig in der Fernsehgeschichte, wie der TV-Globo-Nachrichtenkanal vom Hubschrauber aus den problemlosen Rückzug der schwerbewaffneten Banditenkommandos aus dem Slum Vila Cruzeiro direkt übertrug. Die Konditionen, um die Banditen zu schnappen, waren bestens.Warum, so ist zu fragen, ließen Polizei und Armee die Gangster entkommen? Man saß vor dem Fernseher und traute seinen Augen nicht. Stundenlang sah man von nahem, wie sich die Verbrecherkommandos davonmachten, und bekam es von Polizeiexperten auch noch kommentiert: „Kampfhubschrauber wie die im Vietnamkrieg greifen jetzt nun mal leider nicht ein.“<br />
Jahrzehntelang, so wird in Europa verbreitet, wagten sich die Sicherheitskräfte angesichts übermächtiger Banditenpräsenz nicht in den „Complexo do Alemão“ – umso mehr sei daher die Rückeroberung zu würdigen. Sind Lula und seine Nachfolgerin Dilma Rousseff also wahrhaft todesmutig, weil sie den Slumkomplex noch vor der „Erstürmung“ besuchten? Spaß beiseite – Lula war 2008, 2009 und sogar im Oktober 2010, kurz vor dem Militäreinsatz, im „Complexo do Alemão“, hatte teils sogar Ehefrau Marisa dabei. Rios Polizei und Militär kennen die Favela-Gegend bestens, 2002 wurden zur Besetzung gar 50.000 Mann aufgeboten. Mehr Sicherheit gibt’s deshalb nicht – seit 2007 wurden in Rio über 25.000 Gewalt-Tote gezählt.<br />
Jetzt, nach vertraulichen Militärberichten, weist die Leiterin eines angesehenen kirchlichen Rio-Sozialprojekts auf ein „großes Massaker im „Complexo do Alemão“, wobei vor allem Jugendliche getötet, doch keinerlei Informationen darüber freigegeben wurden. Laut Uni-Anthropologen Luiz Mott, angesehenster Schwulenaktivist des Tropenlandes, hält Brasilien bei Morden an Homosexuellen weltweit eine „grauenhafte Führungsrolle“, verschlechterte sich unter Lula die Situation der Gays. Bei Tötungen durch Schusswaffen liegt Brasilien gemäß NGO-Daten an der Spitze, 92 Prozent der Rio-Morde bleiben straffrei.<br />
Gregor Gysi von der deutschen Partei DIE LINKE gilt als Rechtsexperte, war 2010 in Brasilien, kennt daher sicherlich die Positionen der dortigen Richtervereinigung für Demokratie gut – und schlussfolgert: „Von allen linken Präsidenten hat Lula, der als am wenigsten links eingeschätzt wird, die größten Erfolge.“</p>
<h1>Dilma Rousseffs schlechter Start</h1>
<p>Brasiliens neue Staatspräsidentin, zuvor Lulas Chefministerin, verschont die Nation bisher mit dem vom Ziehvater gewohnten Schwall aus Propagandareden – dafür haben es die politischen Ereignisse in sich.</p>
<p>Der angesehene kirchliche Menschenrechtsanwalt Sebastiao Bezerra da Silva wurde sadistisch gefoltert und ermordet – auch in den acht Regierungsjahren zuvor war das Verfolgen von Menschenrechtsaktivisten normal. Silva ermittelte gegen die landesweit aktiven, von Staatsangestellten geleiteten Todesschwadronen, gegen folternde Militärpolizisten und bekam deshalb Morddrohungen. Im archaischen nordöstlichen Teilstaat Maranhao, der laut Kirchenangaben bei Gefängnis-Folter an der Spitze steht, kam es zur ersten Häftlingsrevolte unter Rousseff – sechs Männer wurden getötet, Fotos der abgeschlagenen Köpfe waren in den Regionalzeitungen zu sehen. Maranhao wird von Gouverneurin Roseane Sarney regiert, die mit Dilma Rousseff befreundet ist, und bei nettem privaten Beisammensein mit ihr zur Laute allerlei populäre Liebeslieder sang. Eine unabhängige Untersuchungskommission zum Häftlingsaufstand gibt es nicht, Brasilia reichen die Angaben der Militärpolizei – ein Relikt der Militärdiktatur. Der Teilstaat ist zudem Herrschaftsgebiet des Oligarchen José Sarney, der einst die Folterdiktatorenpartei ARENA führte – und heute als Senatspräsident den brasilianischen Nationalkongress. Mit ihm, dem hochwichtigen politischen Bündnispartner, feierte Dilma Rousseff ihren Wahlsieg – auch das spricht Bände.<br />
Auch die neue Menschenrechtsministerin Maria do Rosario beschreibt – wie ihr Vorgänger – die größte lateinamerikanische Demokratie als Folterstaat, nennt Torturen in total überfüllten Gefängnissen und selbst in psychiatrischen Anstalten ein „gravierendes nationales Problem“. Als Dilma Rousseff noch zuständige Chefministerin war, hatten derartige Eingeständnisse allerdings keinerlei praktische Bedeutung. Gleiches gilt für den jetzt auf der Berlinale gezeigten sozialkritischen Streifen „Tropa de Elite 2“, der Brasiliens bedrückende Menschenrechtslage eindrücklich abbildet. Wie im Vorgängerfilm, der 2008 den Goldenen Bären gewann, gibt es wieder eine der für Rio de Janeiro typischen Scheiterhaufenszenen – weder Lula noch Rousseff haben sich jemals zu dieser in den Slums unweit des neuen ThyssenKrupp-Stahlwerks gängigen Hinrichtungs-und Einschüchterungspraxis geäußert.<br />
Wie es sich gehört, hat Brasilien als vielgelobte Demokratie und strategischer Partner auch der Berliner Regierung natürlich die UNO-Menschenrechtsabkommen unterzeichnet. Von möglichen Sofortmaßnahmen der Rousseff-Regierung zwecks Umsetzung ist aber nichts bekannt. Dafür erfährt man aus einer jetzt veröffentlichten Studie, was sich unter dem Gespann Lula-Rousseff noch so entwickelte. Bei Tötungen durch Schusswaffen liegt Brasilien weltweit an der Spitze – und von drei Ermordeten sind zwei schwarz. Der Soziologe Julio Waiselfisz, dessen Team die Studie erarbeitete, spricht von „Merkmalen der Ausrottung, Vernichtung“ und von fehlender öffentlicher Sicherheit für die arme, mehrheitlich schwarze Bevölkerung. Mit der öffentlichen Sicherheit passiere dasselbe wie bei Bildung, Gesundheit, Sozialversicherung – es werde privatisiert. „Wer kann, zahlt für privaten Sicherheitsdienst. Die Schwarzen gehören zu den Ärmsten, leben in Risikozonen und können nicht zahlen.“<br />
Laut unvollständigen Statistiken werden in Brasilien jährlich immerhin etwa 55.000 Menschen ermordet. Die UNICEF ergänzt: Bei Morden an 15-bis 19-Jährigen liegt Brasilien weltweit an der Spitze, 38 Prozent der brasilianischen Jugendlichen leben in Armut und Misere. Die Rousseff-Regierung sollte daher in Programme für Gesundheit, Bildung und Sicherheit investieren, die sich gezielt an die 33 Millionen Heranwachsenden zwischen 10 und 19 Jahren richten. Aber irgendwie scheint Brasilia gar nicht so gut bei Kasse zu sein, wie Lula unter Hinweis auf angeblich fette Devisenreserven stets verkündete. Als die hausgemachte Erdrutsch-Umweltkatastrophe im Januar bei Rio de Janeiro rund tausend Todesopfer forderte – etwa 500 Menschen werden noch vermisst – fehlte es den Rettungsmannschaften arg an Mitteln und Ausrüstung, weil zuvor beim Katastrophenschutz extrem gespart worden war. Als Präsidentin Rousseff die Region besuchte, wurde sie mit ihren eigenen Fehlleistungen aus der Zeit als Chefministerin direkt konfrontiert. Das großflächige Abholzen und Bebauen von Steilhang-Risikozonen war erlaubt und wurde sogar gefördert– doch nun bettelt Rousseff gar die Weltbank um einen Milliardenkredit an, damit Slumbewohner  aus entsprechenden Zonen umgesiedelt werden können. Bereits 2008 wurde die Region von einer solchen Umweltkatastrophe heimgesucht – und der Lula-Regierung vorgerechnet, für Präventivmaßnahmen nur 12 Prozent (!) der vorgesehenen Haushaltsmittel investiert zu haben. Sogar die UNO wirft Lula vor, bereits 2005 ein Katastrophenwarnsystem versprochen zu haben, das aber immer noch nicht funktioniere.<br />
Um 2010 Rousseffs Wahlsieg zu garantieren, wurden die Regierungsausgaben, darunter für Propaganda, stark erhöht. Derzeit werden sie, notgedrungen, drastisch zurückgefahren, denn die Sozialbewegungen protestieren heftig, weil Präsidentin Rousseff die Anhebung des Mindestlohns deutlich unter der kräftigen Teuerungsrate hielt. Die umgerechnet etwa 248 Euro brutto monatlich passen schwerlich zu den erneuten Versprechen, nun aber wirklich Hunger und Misere auszutilgen. Das Mindestsalär bekommen laut offiziellen Angaben 29,1 Millionen registriert oder unregistriert Beschäftigte sowie 18,6 Millionen Sozialversicherte, darunter zwei von drei Rentnern. Doch ein Großteil der unregistriert, ohne Arbeitsvertrag und rechtliche Absicherung Beschäftigten hat deutlich geringere Einkünfte – in einem Land mit inzwischen oft deutlich höheren Preisen als in Deutschland, gerade bei Grundnahrungsmitteln als in Deutschland – und in einer Phase schmerzhafter Preisanstiege.<br />
Vor diesem Hintergrund erklärt sich auch das Phänomen, dass Gewerkschaften inzwischen sogar Rechtsparteien applaudieren, weil die einen höheren Mindestlohn vorschlugen. Zugleich wird an die enormen Diätenerhöhungen der Kongresspolitiker sowie an das Einkommen von „Working Class Hero“ Lula erinnert. Seit Januar bekommt er monatlich allein als Ehrenpräsident der Arbeiterpartei umgerechnet rund 6.000 Euro, dazu die satten Bezüge als Ex-Staatschef. Zudem erhält er seit seinem 51. Lebensjahr eine Entschädigung von 1.900 Euro monatlich, weil er 31 Tage in Diktatur-Haft saß. Als ihm jetzt ein Unternehmen für einen Vortrag 100.000 Dollar Honorar anbot, lehnte Lula laut Landesmedien ab – entweder 200.000 Dollar oder kein Vortrag. Da bietet sich ein Vergleich mit den Hilfen des Anti-Hunger-Programms „Bolsa Familia“ an – denn 42 Prozent der Empfänger, also 5,3 Millionen Menschen, leben gemäß neuen Studien nach wie vor im Elend. Zwischen 14 und maximal 105 Euro werden monatlich ausbezahlt – pro Familie wohlgemerkt, meist sind sie kinderreich. Die Möglichkeit, Elend und Hunger unter den Bezugsempfängern rasch durch eine angemessene Hilfe zu beseitigen, werde nicht einmal erwogen, empören sich Kommentatoren. Die Regierung kürzt jetzt stattdessen sogar die Gelder eines Hausbauprogramms für die Unterschicht fast um die Hälfte.<br />
Im Zuge des Rousseff-Starts erfuhr man auch, wie Brasilien heute kulturell tickt. Nach der Umweltkatastrophe erklärte die Präsidentin für mehrere Tage Staatstrauer, der Teilstaat Rio de Janeiro sogar für eine ganze Woche – doch selbst am Zuckerhut gingen die Vorkarnevalsfeste der Sambaschulen und andere karnevalistische Aktivitäten auf vollen Touren weiter. Renommierte Therapeuten und Sozialwissenschaftler haben auf diesen befremdlichen Umgang mit Tragödien aufmerksam gemacht. Andererseits – beim Kulturexport kommt das Riesenland laut UNO-Daten nur auf 0,2 Prozent des Weltvolumens, liegt auf Platz 26, gleichauf mit Rumänien. Zum Rousseff-Start verließ der Komponist und Dirigent John Neschling nach 14 Jahren frustriert das Land in Richtung Schweiz. Er hatte das völlig unbedeutende Sinfonieorchester Sao Paulos zu einem international anerkannten aufgebaut, wurde jedoch von der reaktionären Teilstaatsregierung gefeuert. Beim Weggang verwies er auf fehlende Kulturpolitik, eine paralysierende und unsensible Staatsbürokratie, brutalen Umgang mit Kulturgütern. Neschlings Rückkehr nach Europa ist symptomatisch, ein schmerzhafter Verlust für Brasilien.</p>
<h1>Leonardo Boffs Ungereimtheiten</h1>
<p>In Ländern wie Deutschland betreibt eine bestimmte Gutmenschen-Szene um den einst interessanten brasilianischen Befreiungstheologen einen regelrechten Kult. Sie bewahrt ihn vor öffentlicher Kritik, die als politisch unkorrekt gälte. Im Tropenland dagegen wird Boff seit den neunziger Jahren zunehmend heftig kritisiert. Selbst frühere Anhänger werfen ihm Fehleinschätzungen über die katholische Kirche, intellektuelle Unehrlichkeit und Opportunismus vor. Boff sei eitel auf Medienpräsenz aus – was mit Verbalattacken auf Papst und Vatikan natürlich am leichtesten gelinge.</p>
<p>In der Tat wirkt Boffs Eindreschen auf den Papst infantil und lächerlich. Nationale Religionsexperten bescheinigen ihm eine unbestreitbare Rolle in der Reflexionsgeschichte Brasiliens, nennen ihn sehr intelligent und intuitiv. Boff spüre sehr gut bestimmte gesellschaftliche Probleme und Tendenzen, sei ein brillanter Professor. Doch seine Äußerungen müssten kritisch analysiert werden – andernfalls akzeptiere man häufig Dinge, die nicht der Wahrheit entsprächen.<br />
In Deutschland sind evangelikale Wunderheiler-Sekten unbeliebt – Boff begrüßte indessen bereits im Jahr 2000 öffentlich die Expansion der Evangelikalen vorbehaltlos als Bereicherung. In Brasilien fasste man sich an den Kopf. Denn die evangelikalen Sektenkirchen propagieren massiv die „Theologie der Prosperität“, wonach materieller Wohlstand eine Gabe Gottes sei und durch die Macht des Glaubens erreicht werden könne. An Misere, persönlichem Misserfolg sei der Teufel schuld, den man auf speziellen Tempelsitzungen austreibe – wobei natürlich jeder Gläubige soviel Geld wie möglich an die Kirche spenden müsse. Mit dieser Theologie, analysieren Sozialwissenschaftler, verbreiten die Evangelikalen Illusionen, beuten die Leute aus, schaffen Leiden. Und fördern sogar Rassismus und Diskriminierung, da die schwarze Bevölkerung nunmehr nur deshalb arm sei, weil sie sündige. Gemäß aus Afrika ererbten Schlechtigkeiten werde sie als eine verfluchte Rasse angesehen, die sich von allen Vorfahren und Wurzeln lösen müsse.<br />
Wenn Boff diese wie Wirtschaftsunternehmen funktionierenden Kirchen als Bereicherung auffasse, müsse man seine Bewertungen relativieren, zeige sich zunehmende Oberflächlichkeit. Im akademischen Umfeld, bei den Studenten sei Boffs frühere Attraktivität weg.<br />
Boff müsste wissen, dass evangelikale Kirchen im Christlich-Ethischen mancherlei Sonderwege fahren. So wurde ein Bischof der politisch einflussreichen „Universalkirche vom Reich Gottes“, der Brasiliens zweitgrößter TV-Sender gehört, wegen Mordes eingesperrt. In Salvador da Bahia hatte er laut Polizei im Tempel gemeinsam mit zwei Pastoren einen 14-jährigen Jungen sexuell missbraucht und danach lebendig verbrannt.<br />
Manche mögen Boff zustimmen, wenn er die Evangelikalen-Ausbreitung begrüßt, weil ihm „jede Art von Vielfalt“ so gefällt. Denn nun ist in rappelvollen „Gotteshäusern“ endlich mal echt was los, ziehen Ex-Killer und Ex-Frauenaufreißer wie Pastor Salles vom Leder:„Ich war reich, hatte Villen und tausende Frauen – in Rio hörten tausende schwerbewaffnete Banditen auf mein Kommando. Ich war Bankräuber, Berufskiller, Monster, Psychopath – so viele Opfer flehten vergeblich um Barmherzigkeit! Wie von den Dämonen gefordert, habe ich mit meiner Frau unseren sechs Monate alten Sohn getötet, in der Pfanne gebraten, sein Fleisch gegessen – ich war schon in der Hölle!“<br />
Frei Betto, wichtigster Befreiungstheologe Brasiliens, hochangesehen bei Kardinälen, Bischöfen und Padres der Kirche des Riesenlandes, analysiert solche evangelikalen Sekten tiefgründig, fühlt sich durch ihre nervende Präsenz im Alltag nicht eben bereichert. Leonardo Boff indessen wirft kurioserweise dieser Kirche „feudale Mentalität“, „totalitäre Ideologie“ und „mittelalterliche Strukturen“ vor, gar die Ablehnung von Kritik und Alternativen.  Damit hat er schlichtweg die Dynamik, Entwicklung und Komplexität der katholischen Kirche nicht begriffen. Als anschauliches Beispiel gilt, dass Rom zwar Kondome kritisiert, deren massive Verteilung in der pastoralen Aids-Prävention indessen zulässt – und fördert, gemäß katholischer Moraltheologie.<br />
Der Soziologe Claudio Monteiro leitet in Sao Paulo die bischöfliche Aids-Pastoral – direkt neben seiner Bürotür kann sich jedermann aus einem stets gut gefüllten Plastikbehälter gratis und überreichlich  mit Kondomen eindecken. Monteiro lacht über Boffs Vorwurf, dass die katholische Kirche in der Kondomfrage lebensfeindlich, verantwortungslos und intolerant handele. „Leonardo Boff gehörte zum Franziskanerorden, der in Brasilien eines der ersten Aids-Präventionsprojekte startete und natürlich Kondome verteilt – seit über 16 Jahren. Unsere nationale Aids-Pastoral, von einem Bischof geführt, verfährt genauso. Völlig unmöglich, daß Boff davon nicht weiß. Wenn er die Ausbreitung der Evangelikalen, die Expansion des religiösen Fundamentalismus positiv bewertet, ist dies fragwürdig und anfechtbar.“<br />
Boff greift immer wieder auch in die Politik ein. Im letzten Präsidentschaftswahlkampf unterstützte er zuerst die evangelikale Predigerin Marina Silva. Die Ex-Umweltministerin zählte zur Revolutionären Kommunistischen Partei Brasiliens, wuchs im befreiungstheologischen Spektrum der Katholiken auf und ging dann zur „Assembleia de Deus“. Richtig, die von Pastor Salles, dem Ex-Killer und Ex-Frauenaufreißer, die zudem laut Eigendarstellung Homos zu Heteros umdreht und Strich-Transvestiten zu Geistlichen macht.<br />
Zuletzt wechselte Marina Silva von Lulas Arbeiterpartei zu den brasilianischen Grünen. Die verkaufen sie als lupenreine Umweltschützerin – obwohl zahlreiche verhinderbare Umweltverbrechen in ihre Amtszeit fallen. Amazonas- und Savannenwälder werden vernichtet, Brasilien avanciert zum weltgrößten Agrargiftverbraucher, das Geschäft mit Gen-Pflanzen boomt. Umweltschützer laufen Sturm gegen das gigantische Umleitungsprojekt am Rio Sao Francisco – Marina Silva verteidigt es als „ökologisch nachhaltig, wirtschaftlich machbar und sozial gerecht“. Was sie von massenhafter Folter durch Staatsangestellte oder von den landesweit operierenden Todesschwadronen hält, erfährt man bis heute nicht.<br />
2002 nahm Leonardo Boff begeistert an der Wahlkampfkarawane von Lula teil, verglich ihn mit Mahatma Gandhi, lobte sogar dessen Vize, den Milliardär und Diktaturaktivisten José Alencar. Angesichts der Korruptionsskandale schwenkte er später um, verurteilte Lulas Politik als niederträchtig neoliberal.<br />
2010 aber, als Marina Silva die Stichwahl nicht erreichte, wechselte Boff flugs zu Lulas Wunschkandidatin und bisheriger Chefministerin Dilma Roussef – und wieder zu Lob über den grünen Klee: „Lula machte die größte Revolution der sozialen Ökologie des Planeten, eine Revolution für die Bildung, ethische Politik.“ Die gravierenden Menschenrechtsverletzungen, den strikt antiökologischen Kurs von Lula-Rousseff kritisiert er nicht, die von ihm so heftig gescholtene, stark systemkritische katholische Kirche Brasiliens tut das umso kräftiger: Fehlende soziale Besorgnis bei Lula und Rousseff trotz Hunger, Misere und rasch wachsenden Slums, Zementierung der grauenhaft ungerechten Einkommensverteilung, Begünstigen der ohnehin Privilegierten. Boff faselt von sozialer Ökologie-Revolution, dabei ist längst klar, dass Dilma Rousseff das umweltvernichtende Mega-Wasserkraftwerk „Belo Monte“ in Amazonien unbedingt realisieren will. Nach ihrem Wahlsieg erneut ein Schwenk: Boff geißelt das Belo-Monte-Projekt.<br />
Mancher hat vielleicht den desillusionierenden ARD-Weltspiegel-Beitrag „Brasilien: Kindsmord am Amazonas“ über das Töten von Kindern bei Indianerstämmen gesehen – rund 600 Babies werden danach jährlich allein in Amazonien umgebracht. Viele Indianer sitzen wegen Sex mit Kindern im Gefängnis, auch Indios sind als Naturzerstörer bekannt. Yanomami pflegen gar das Verprügeln der eigenen Ehefrau mit Freunden, bei Fremdgeh-Verdacht – von Schamanen als Hexen beschuldigte Indiofrauen wurden ermordet – das Blättchen hatte über diese Praktiken berichtet. Boff indessen ignoriert diese Fakten: „Und ich habe sie immer bewundert, sie sind unsere großen Meister im Hinblick auf die Haltung gegenüber der Natur. Die sind technologisch gesehen rückständig, aber zivilisatorisch, sie sind vorwärts, sie sind reicher als wir. Wenn wir lernen wollen, was wir für eine Beziehung mit der Natur eingehen sollen, die Beziehung zwischen dem Alter und den Kindern, den Erwachsenen und alten Leuten, die Beziehung zwischen Arbeit und Freizeit, die Beziehung zwischen Leben und Tod, dann müssen wir die Indianer hören. Die haben eine große Weisheit und vieles haben sie uns zu sagen.“ Kommentar überflüssig.</p>
<p><strong>Obama in Brasilien</strong></p>
<p>Auf Gesten und Symbolik, sorgsam abgestimmt zwischen beiden Seiten, sei besonders zu achten, hatte Brasilia vor der Ankunft des US-Präsidenten verlauten lassen. Und als Barack Obama dann in den Amtssitz von Präsidentin Dilma Rousseff schritt, ging es Schlag auf Schlag. Mitten in der persönlichen Unterredung befahl Obama über einen Mitarbeiter die Attacke auf Libyen mit zunächst 110 Tomahawk-Raketen. Und etwas später, mitten im Bankett für Obama im brasilianischen Außenministerium, ging es richtig los mit den Bombardements. „Ein historischer Tag“, titelten die Zeitungen – und „historisch“ verhielt sich Brasiliens neue Staatschefin, die einst als Guerilleira gegen die Militärdiktatur kämpfte, eingesperrt und gefoltert wurde. Erst nach der Abreise Obamas äußerte sie Missfallen über die Kriegserklärung ausgerechnet in Brasilien – vermied indessen, wie viele Brasilianer erwartet hatten, dies Obama sofort und direkt zu sagen, womöglich die offiziellen Gespräche abzubrechen. Mit einer Note, die einen Waffenstillstand in Libyen erbat, wurde ebenfalls solange gewartet, bis Obama abgereist war. Brasiliens wichtigster Befreiungstheologe, Frei Betto, nannte es gegenüber dem <em>Blättchen</em> „zumindest takt- und geschmacklos, den Krieg gegen Libyen just in Brasilien zu erklären, das gegen eine solche kriegerische Aggression ist.“ Der Diskurs des Westens sei Demokratie, das Interesse indessen Öl und nicht etwa die Verteidigung der Menschenrechte in Libyen. Brasilia hatte sich im UN-Sicherheitsrat, abgestimmt mit Russland, Indien und China, wenigstens der Stimme enthalten, eine friedliche Lösung befürwortet.</p>
<p>Absolut symbolträchtig ging es beim Bankett zu – denn wie zu hören war, hatte Rousseff offenbar mit Ziehvater Lula da Silva abgemacht, dass am Tische direkt neben den beiden Obamas just der hochwichtige Regierungspartner José Sarney sitzen sollte. Die USA hatten 1964 zur Unterstützung des Militärputschs sogar eine Kriegsflotte vor die Küste Brasiliens entsandt. Und nun prosteten sich just der Präsident dieses Landes und der damalige Chef der brasilianischen Folterdiktatorenpartei ARENA freundlichst zu, unterhielten sich auch Michelle Obama und Sarney sichtlich nett miteinander. Er gilt in Brasilien nach wie vor als der archaischste, reaktionärste und politisch mächtigste Oligarch, ist Präsident des Kongresssenats und wurde trotz seiner Verwicklung in zahllose Skandale von Lula stets hochgeschätzt und umworben. „I love this guy“, sagte Obama einmal über Lula – und wollte ihn gerne mit am Tisch. Doch der mit scharfem politischen Instinkt gesegnete Ex-Gewerkschaftsführer lehnte die Einladung ab. Als hochbezahlter Ehrenpräsident seiner Arbeiterpartei PT hatte er womöglich Rücksicht zu nehmen auf jenen Parteiflügel, der sich scharf gegen einen Libyenkrieg wandte, an die Kriege im Irak und in Afghanistan erinnerte, die Obama-Regierung als „Feind des Weltfriedens“ einstufte. Vor Obamas Ankunft brodelte es in diesem Teil der PT, der sich den Sozialbewegungen eng verbunden fühlt, die Obama zur „persona non grata“ erklärt hatten. Zorn erregte daher, dass Brasiliens Regierung, eingeschlossen Dilma Rousseff, und die Führungsspitze der Arbeiterpartei die von PT-Mitgliedern angekündigten Proteste gegen den Besuch Obamas verurteilten. Wie durchsickerte, sollten solche Aktivitäten erstickt, unzufriedene Kader auf Linie gebracht werden. Zu den Abweichlern gehörte sogar Rousseffs Frauenministerin Iriny Lopes. Zu Kriegsbeginn nicht am Tische mit Obama sitzen zu wollen, könnte Lula eines Tages Lorbeeren einbringen – wer erinnert sich dann noch an die Hintergrund-Details? Sehr aufschlussreich, was dann in Chile ganz anders lief als in Brasilia. Eine weit politisiertere Öffentlichkeit erreichte, dass beim Obama-Besuch die Diktaturproblematik nicht ausgeklammert wurde. Anders als unter Dilma Rousseff wurde im chilenischen Regierungssitz natürlich eine Pressekonferenz anberaumt, konnte ein chilenischer Journalist offen fragen, ob Obama und dessen Regierung bereit seien, sich für die Beteiligung am Militärputsch vom 11. September 1973 zu entschuldigen – und bei den gerichtlichen Ermittlungen über Diktaturverbrechen zu kooperieren. Der Journalist erinnerte an bezeichnende Fälle, darunter die Ermordung von Orlando Letelier, Außenminister von Salvador Allende, 1976 in Washington. Dem überraschten Obama blieb nichts weiter übrig, als zuzustimmen – er vermied indessen, um Entschuldigung zu bitten.<br />
Obama plante vor Rio de Janeiros Opernhaus eine Rede ans Volk, zog sich dann aber wegen der drohenden Proteste ins Innere des imposanten Gebäudes zurück, wollte handverlesenes Publikum. Draußen PT-Fahnen und „Obama-go-home“-Plakate – drinnen fragwürdigste Symbolik. Die nationale Schwarzenbewegung forderte, dass sich der erste dunkelhäutige US-Präsident zum grauenhaften Rassismus klar positionieren muss. Schwarzen-Aktivist Mauricio Pestana: ”Es gibt keinerlei Zweifel, dass im ‚demokratischen’ Brasilien von heute schwarze Bürger mehr Opfer von Folter, Mord und Verschwindenlassen sind als in irgendeiner autoritären Epoche unserer Geschichte.“ Die Schwarzenbewegung hatte versucht, über die neue Ministerin für Rassengleichheit, Luiza Bairros, das Rassismusthema auf die Besuchs-Agenda zu setzen, wurde jedoch abgeblockt. Der Studentenverband UNEAFRO nannte Obama „den Verräter der Schwarzen in aller Welt“ – und wird sich jetzt vermutlich bestätigt fühlen. Obama hatte nicht vor, den Rassismus, andere gravierende Menschenrechtsverletzungen in Brasilien zu kritisieren. Seine Besuchsvorbereiter griffen daher tief in die Symbol-Kiste, ließen vor der Rede eine Afro-Band aufspielen und platzierten viele Schwarzen-Aktivisten gut sichtbar vor dem US-Präsidenten. Die Ansprache wurde von Brasiliens wichtigsten Kommentatoren arg verrissen: Denn Obama lobte ausgerechnet die brasilianische Demokratie als beispielhaft, stellte damit klar, welche Menschenrechtskriterien er nach eigenem Werteverständnis an Brasilien anlegt. Systematische Folter durch Staatsangestellte, Todesschwadronen, Scheiterhaufen, neofeudale Banditen-Diktatur in den Armenvierteln, Morde an Menschenrechtsaktivisten, Sklavenarbeit – „no problem“ fürs Weiße Haus. Brasilien werde zum Modell für die Welt, so Obama. In Rio wurde ganz in der Nähe seines Copacabana-Hotels kurz nach der Abreise der Systemkritiker und Anwalt Ricardo Gama, der hohe Politiker auf seiner Website aufs Korn nahm, bei einem Attentat von zwei Kopfschüssen getroffen. Er wird hoffentlich überleben. Zuvor war ein kirchlicher Menschenrechtsanwalt in Nordostbrasilien ermordet worden. In Sao Paulo liquidierten zwei Militärpolizei-Todesschwadronen seit 2006 mindestens 150 Menschen, steht in einem neuen Untersuchungsbericht. Als ausgesprochenen Folterstaat beschrieb sogar Brasiliens neue Menschenrechtsministerin Maria do Rosario ihr eigenes Land – kein einziges Massenmedium brachte die Äußerung. Nicht zufällig ist Brasilien jetzt auf dem britischen Welt-Demokratie-Index vom 41. auf den 47. Platz zurückgefallen – liegt auf dem neuesten UNO-Ranking für menschliche Entwicklung nur auf Platz 73. – Libyen immerhin auf dem 53., Chile auf dem 45., Argentinien auf dem 46 und der Iran auf dem 70. Platz.<br />
Aber heißt es nicht immer, seit Lula zeige Brasilia gegenüber den USA zunehmend Selbstbewusstsein und Eigenständigkeit? Brasiliens Qualitätsmedien analysierten ironisch Wikileaks- Enthüllungen. Öffentlich habe es nur zu oft leere antiamerikanische Rhetorik gegeben – „ im vertraulich-privaten Umgang indessen Liebkosungen für die Brüder im Norden, Anerkennung der Hegemonie des Partners.“ US-Diplomateneinschätzungen lauteten, das Tropenland sei noch gar nicht reif, um ein Global Player zu sein. Für US-Sozialwissenschaftler sind die brasilianischen Regierenden unfähig zu längst überfälligen strukturellen Reformen, gibt es „gravierende interne Probleme“. Menschenrechtsaktivist Fabio Konder Comparato, Rechtsprofessor an Brasiliens führender Bundesuniversität in Sao Paulo: “Wir hatten bis heute nie Demokratie, leben immer unter einem oligarchischen Regime. Unsere Politik hat stets zwei Gesichter. Eines für außen, zivilisiert – und eines für innen, grausam. Wir halten diese Doppelzüngigkeit des Charakters im gesamten politischen Leben aufrecht. Die Wahlen sind Theater. Lula bewies, dass er für die Oligarchie nicht gefährlich ist. Ich widerspreche dem Begriff Redemokratisierung.“</p>
<h1>Brasilien und der Libyenkrieg</h1>
<p>Frankreichs Rafale-Kampfflugzeuge starteten auf Befehl von Präsident Nicolas Sarkozy als erste gen Libyen, bombten, was das Zeug hielt, feuerten neueste Hightech-Raketen auch auf zivile Ziele, zeigten aller Welt, was in den Kisten steckt. Der überstürzt wirkende Rafale-Einsatz hatte womöglich seinen besonderen, zynischen Hintersinn – denn Lateinamerikas größte Kriegswaffenmesse LAAD in Rio de Janeiro stand vor der Tür. Rafale-Oberverkäufer Sarkozy bemüht sich seit Jahren meist vergeblich, bei seinen Auslandsreisen die superteuren Jagdbomber an den Mann zu bringen, auch in Brasilien. 2010 schien der Ankauf durch die Lula-Regierung fast sicher – doch selbst in französischen Medien wurde herumgemäkelt, größtes Verkaufshindernis sei die fehlende Praxiserprobung im Kriegseinsatz. Das Argument ist nun wohl vom Tisch. Am Tag der Messeeröffnung von Rio schrieb die „O Globo“, dass die Rafales nun „mit Erfolg bei den Attacken gegen Libyen“ getestet worden seien, und in einer LAAD-Sonderbeilage warb der französische Rüstungskonzern gleich ganzseitig, die Vortrefflichkeit der Bomber sei im Kampf bewiesen worden. Deutsche Medien zitieren Jean-Pierre Maulny, stellvertretender Direktor des französischen Instituts für Internationale und Strategische Beziehungen (IRIS), wonach der Libyen-Einsatz ein Weg sein könne, um für die nunmehr „kampferprobten“ Rafale-Bomber Propaganda zu machen. Dabei war es in Libyen vorhersehbar zu keinerlei Luftkämpfen gekommen, wurden durch die Bombardements, wie man inzwischen weiß, aber zahlreiche Zivilisten umgebracht, deren Häuser zerstört, immense Massenfluchten ausgelöst.</p>
<p>Die brasilianische Öffentlichkeit hat, anders als die mitteleuropäische, weit weniger Illusionen, worauf der Libyenkrieg tatsächlich zielt. Schließlich hatten führende Blätter, darunter Brasiliens auflagenstärkste Zeitung „Folha de Sao Paulo“, den Europa-üblichen Mainstream von Anfang an der Lächerlichkeit preisgegeben. Gleich auf einer ganzen Seite analysierte der renommierte Politikexperte und Universitätsprofessor José Luis Fiori, dass es um Libyens Öl und die Kontrolle einer Grenzregion zu Europa gehe, nicht aber um Menschenrechte. Die würden von den großen Mächten stets benutzt, um geopolitische Entscheidungen zu legitimieren. Afrika nannte Fiori den Schauplatz eines neuen imperialistischen Wettkampfs – es sei nicht ausgeschlossen, dass über eine neue Form des Kolonialismus ebenso nachgedacht werde wie über die Eroberung bestimmter afrikanischer Staaten, die durch europäische Kolonialisten geschaffen worden waren. Lokale Konflikte würden künftig immer häufiger – und stets seien die USA involviert.<br />
Wer das womöglich linkslastig fand, bekam „ausgewogen“ im selben Blatt die Version des konservativen Politikers und Ex-Finanzministers Luiz Carlos Bresser-Pereira präsentiert, wonach Libyen lediglich abgestraft werde, weil es sich dem informellen Kolonialismus der Großmächte nicht unterwerfe. Der Libyenkrieg werde nicht mit guten Absichten geführt. Man versuche dort nicht, wie behauptet werde, „das Massaker an einem revoltierenden Volk zu verhindern“, sondern wolle die Herrschaft über ein ölreiches Land wiedergewinnen. In Libyen, so Bresser-Pereira, gebe es im übrigen gar kein revoltierendes Volk. Einzige „Massenmanifestation“, von der Journalisten Fotos machten, sei eine Masse von Autos in Bengasi gewesen – zwecks Feier der NATO-Bombardements. Nach dem Zweiten Weltkrieg sei der offene Kolonialismus durch einen informellen ersetzt worden – die alten Metropolen assoziierten sich mit korrupten Eliten der armen Länder. Dies treffe besonders auf den mittleren Osten sowie auf Staaten Lateinamerikas und Afrikas zu. Lediglich asiatische Länder und einige Staaten wie Libyen zeigten sich nicht fügsam für diese neue Herrschaftsform. „Deshalb verzeichneten sie Wachstum und verbesserten den Lebensstandard der Bevölkerung.“ Der Anwalt und Ex-Minister verwies auf den UNO-Index für menschliche Entwicklung und verglich – Libyen liege auf dem 53. Platz, Lateinamerikas größte Demokratie Brasilien indessen nur auf dem 73. Platz. Für Unbotmäßigkeit werde Libyen jetzt bestraft durch zwei alte imperiale Mächte, Frankreich und Großbritannien, gefolgt von den USA. Sarkozy meine, durch sein Vorgehen wiedergewählt zu werden – „doch die Franzosen wissen, dass dieser Krieg wenig Sinn hat und dass sie Sarkozy nicht vertrauen können“.<br />
Kommentatoren, die solcher Sicht widersprechen? Keine. Leicht nachvollziehbar, dass sich auch Brasiliens Künstlerschaft nicht vom europäischen Mainstream beeindrucken lässt, darunter der populäre Schriftsteller ÉnricoVeríssimo in seiner landesweit nachgedruckten Kolumne: „Alles wiederholt sich in Libyen, angefangen mit der Scheinheiligkeit der selektiven Empörung: Einige Tyrannen, zuvor toleriert, wenn nicht gar offen unterstützt wie Saddam, werden unakzeptabel und attackierbar, während der Knüppel andere schont, die noch nütze sind. Danach folgen die Verluste an Zivilisten, angeklagt von der einen Seite und bestritten von der anderen, Fotos verstümmelter Kinder und Diskussionen über die Effizienz von ‚chirurgischen’ Luftschlägen. Und so haben wir ein weiteres Beispiel eines modernen Beitrags zu den Kriegstaktiken, die eigenartige Doktrin des humanitären Bombardements.“<br />
Komponist Aldir Blanc fragt, wie viele unschuldige Zivilisten bereits durch das westliche Bombardement auf Libyen umgekommen seien. Und macht sich bitter-ironisch über „Hilaria Clinton“ lustig, legt ihr folgendes Zitat in den Mund: „Unsere Politik ist, das da zu bombardieren und das Wort Petroleum durch Menschenrechte zu ersetzen.“ Der Komponist erinnerte zudem an das US-Geheimgefängnis in Ägypten, in dem des islamischen Terrors Verdächtigte gefoltert worden seien.<br />
Da erübrigt es sich beinahe, Positionen aus der recht befreiungstheologisch orientierten Kirche des größten katholischen Landes zu erwähnen. Frei José Francisco, Leiter des Franziskaner-Sozialwerks in der Megacity Sao Paulo, eine der angesehensten Franziskaner-Persönlichkeiten Brasiliens, nennt die Einschätzung des Weltsozialforum-Gründers Oded Grajew völlig korrekt, wonach die Waffenverkäufer Regierungen wollen, die Kriege führen. „Eine große Wirtschaft, zu deren Stützen die Rüstungsindustrie gehört, muss Kriege haben – denn zur kapitalistischen Basis gehört Konsum. Für die Rüstungsindustrie bedeutet dies – sie wird durch Kriege stimuliert. Die unterstützen die Wirtschaft jener großen Länder, die heute die Welt beherrschen.“ Für Andersdenker Francisco versucht in Libyen lediglich eine Gruppierung, an die Macht zu kommen – „doch eine Mobilisierung des Volkes gibt es dort nicht. Bemerkenswert, dass Vatikan und katholische Friedensbewegung Pax Christi mit ihrer Position zum Libyenkrieg der NATO-Haltung komplett widersprechen. Der Krieg zeigt, wie oft die UNO leider instrumentalisiert wird.“ Für den Franziskaner ist völlig klar, dass das Völkerrecht jetzt auf jene anzuwenden ist, die durch Bombardements in Libyen ungezählte Zivilisten umbrachten. „Die an den Luftangriffen beteiligten Länder müssen raschestmöglich Wiedergutmachung und Entschädigung an die Hinterbliebenen der Todesopfer sowie an Verletzte und anderweitig Geschädigte leisten. Die Täter und ihre politisch-militärischen Auftraggeber müssen gemäß Völkerrecht bestraft werden. Ich weiß, dass in der brasilianischen Kirche sehr viele denken wie ich.“<br />
Zu ihnen zählt Waldemar Rossi. Einst war er aktiver Diktaturgegner, bereitete mit Gewerkschaftsführer Lula Streiks vor – heute leitet er unter einem deutschstämmigen Kardinal in Sao Paulo die bischöfliche Arbeiterseelsorge. „Seit den ersten Bombardements hat die NATO nicht nur die Streitkräfte Libyens attackiert, sondern auch Zivilisten, die dabei umkamen. Auf normale libysche Bürger wurde keinerlei Rücksicht genommen. Notwendige Entschädigung, Wiedergutmachung bringt indessen die Getöteten nicht zurück ins Leben. Zur Verteidigung von Ölinteressen nehmen sich die an den Luftschlägen beteiligten Regierungen das Recht heraus, jegliche Verbrechen zu begehen – wie zuvor bereits im Irak und in anderen Staaten. Absolut verrückt, dass Barack Obama den Libyenkrieg anfangs von einem Copacabana-Hotel aus koordiniert hat.“ (Während seines jüngsten Brasilienaufenthaltes – <em>Anm. d. Red.</em>) Schwer vorauszusagen, ob auch westliche Libyenkrieger Fronturlaub an der Copacabana machen werden – die Kollegen aus dem Irakkrieg sind längst da und sorgen als Sextouristen für reichlich Negativschlagzeilen. „Die Truppe auf der Suche nach Sex provoziert Polemik“, titelte schon 2007 ein Rio-Blatt. Washington finanziere diesen Fronturlaub, habe das US-Konsulat bestätigt.</p>
<h1>Brasiliens vertrackter Rassismus</h1>
<p>Wie wäre das in Deutschland – dürfte man selbst nach richterlichem Verbot noch offen auf der Straße und vor Konzertmikros singen, dass schwarze Frauen stinken und mit diesen Kraushaaren hässlich aussehen? In Brasilien darf man – ein Lied dieses Inhalts machte 1996 Furore, Komponist Tiririca, ein Musikclown und Kinderstar, ging mit dem Song in die Fernsehshows und forderte alle zum Mitsingen, Mittanzen auf. Bis heute kann sich jedermann „Veja os cabelos dela“ von brasilianischen Websites herunterladen. Obwohl die nationalen Schwarzenorganisationen über ein Jahrzehnt lang gegen Sony Music wegen des rassistischen Lieds klagten – und jetzt schließlich gewonnen haben. Der Musikkonzern muss umgerechnet über eine halbe Million Euro Entschädigung zahlen und durfte das Lied bereits seit Jahren nicht mehr vertreiben. Der Text indessen ist überall greifbar und hat es in sich. Diese Negerin stinkt wie verrückt, mehr noch als ein Stinktier, singt Tiririca, der Geruch dieser Frau ist nicht zum Aushalten. Ich habe ihr gesagt, sie soll sich waschen – aber sie ist stur, will nicht hören. Und dann schau dir mal die grauenhaften Kraushaare von der Negerin an – die sind wie dieser Putzschwamm, mit dem man Töpfe und Pfannen scheuert.</p>
<p>Blonde Mädchen und Jungen Brasiliens trällern das Lied lustvoll in den teuren Privatkindergärten der weißen Mittelschicht, es klingt durch Schulkorridore, wird auf Feten gesungen, eignet sich prächtig, um Schwarze zu hänseln, zu beleidigen. Aber wieso kann ausgerechnet so ein offen rassistisches Lied in Brasilien diesen Erfolg haben? Ein führender Schwarzenaktivist, Mauricio Pestana, Herausgeber der einzigen Schwarzenzeitschrift, „Raca Brasil“, sagte dem <em>Blättchen </em>in Sao Paulo: „Brasilien ist das rassistischste Land der Erde – hier wirken die Strategien des Rassismus seit jeher sehr intelligent. Es gibt keinerlei Zweifel, dass im `demokratischen` Brasilien von heute schwarze Bürger mehr Opfer von Folter, Mord und Verschwindenlassen sind als in irgendeiner autoritären Epoche unserer Geschichte. Dagegen kämpfen wir an.“<br />
Nicht einfach, wie der Fall des Tiririca-Lieds zeigt. Die Schwarzenorganisationen protestierten 1996 sofort, beriefen sich auf ein Gesetz gegen Rassendiskriminierung, reichten Klage ein – sogar im Nationalkongress wurde darüber diskutiert. Eine Richterin verbot den Verkauf der Tiririca-CD wenigstens für den Teilstaat Rio de Janeiro – Sony Music ging in Berufung. Die Lieder Tiriricas seien unschuldig, für Kinder gemacht und ohne Vorurteile. „Die Ausdrucksfreiheit unserer Künstler ist unantastbar“, betonte ein Sony-Music-Manager. Der Musikkonzern musste das Lied schließlich von der CD nehmen.<br />
Aber wieso ist wegen der erfolgreichen Entschädigungsklage eigentlich Sony Music am Pranger – und nicht der Liedermacher Tiririca, fragen derzeit viele. Da zeigt sich ein Dilemma der Schwarzenbewegung – denn dieser unheimlich populäre Tiririca ist ja selber dunkelhäutig. Auch er wurde gleich am Anfang mit verklagt: „Aber meine eigene Frau ist doch eine Schwarze – und ich bin ein Mulatte!“, sagte er den Richtern. Freispruch.<br />
Denn schmerzhafte Tatsache ist, dass sich in Brasilien Schwarze gegenseitig rassistisch beschimpfen, herabsetzen – selbst als „hässlich schwarz“ titulieren. Immer wieder kommt es vor, dass sogar schwarze Frauen, die schwarze Männer beleidigend als „preto“ beschimpften, von schwarzen Militärpolizisten vorübergehend festgenommen werden.<br />
Mit acht Jahren arbeitete jener Francisco Everardo Oliveira Silva, genannt Tiririca, bereits als Zirkusclown, sitzt heute, mit 45 Jahren, sogar im Nationalkongress, gehört zum Regierungsbündnis der neuen Präsidentin Dilma Rousseff. Und hievte durch ein Rekordergebnis von 1,3 Millionen Stimmen eine ganze Reihe belasteter Politiker seiner Republikanischen Partei mit ins Parlament. „Was macht so ein Kongressabgeordneter? Ich weiß es nicht. Votiere für mich und ich erzähle es dir!“ Dieses banale Wahlkampfmotto Tiriricas hat bestens funktioniert – viele Brasilianer finden es zum Heulen, doch bezeichnend für den Zustand des Politikbetriebs. Und der tief verwurzelte Rassismus ist weiterhin vertrackt, äußert sich auf überraschende Weise, selbst im öffentlichen Gesundheitswesen. „Man muss sich das so vorstellen“, sagt Lucia Xavier von der Schwarzenorganisation „Criola“ in Rio. „Eine schwarze Frau geht zur Behandlung und auch zur Krebsvorsorge in eine öffentliche Klinik, doch der weiße Arzt tastet nicht einmal ihre Brust ab, weil er sich vor der Frau ekelt, ja, wegen ihrer Hautfarbe Ekel empfindet. Und damit wird die Frau ihres Rechts auf korrekte medizinische Behandlung beraubt. Die Frau teilt mit, dass sie Schmerzen habe, doch den Arzt interessiert das nicht, dessen Team ebenso wenig – weil man die Frau wegen ihres ganzen Erscheinungsbildes nicht mag.“ Nicht zufällig sind die Sterblichkeitsraten der Schwarzen weit höher als die der Weißen. Dunkelhäutige, immerhin die Bevölkerungsmehrheit, besetzen nur 3,5 Prozent der Führungsposten, sind im höheren Management extrem selten. Erklärt wird dies gewöhnlich mit dem sehr begrenzten Zugang dieser Bevölkerungsgruppe zu besserer Qualifikation. Das weitverbreitete Vorurteil, dass Schwarze keine intellektuelle Kompetenz besäßen, wird dagegen kaum einmal als Hinderungsgrund genannt. Befragte schwarze Manager räumten ein, sich lange Zeit tatsächlich als weit weniger kompetent eingestuft und unter einem tiefsitzenden Minderwertigkeitskomplex gelitten zu haben. Eine Folge dieses geringen Selbstwertgefühls: Als Lebenspartner, Freunde oder Bekannte werden erstaunlich häufig hellhäutige Personen bevorzugt. Es gibt dafür sogar eine gängige Redewendung – „melhorar a raça“, die Rasse verbessern. Und das heißt, Kinder mit Weißen zu zeugen, um so die Farbe der Familie aufzuhellen und dadurch in der Gesellschaft an Wert zu gewinnen. Als eine schwarze Favela-Frau nach sechs kaffeebraunen Kindern zum ersten Mal eine auffällig helle, beinahe weiße Tochter zur Welt bringt, bei einem dunkelhäutigen Vater, freut sich die ganze Sippe wie wild und feiert das Ereignis. Schwamm drüber, dass da irgendwas mit der Vaterschaft nicht stimmen kann – der Papa freut sich ja auch, dass die Kleine so überraschend hell geraten ist. In ungezählten Slumfamilien bläut man die Aufhell-Idee besonders den Mädchen frühzeitig ein, sucht ihnen Beziehungen zu schwarzen Jungen auszureden. Als ein Mädchen zum ersten Mal zu Hause mit dem schwarzen Freund auftaucht, fallen schon die Schwestern über sie her: Willst du denn die Rasse verschlechtern, die Familie noch schwärzer machen, bist du verrückt? Dunkelhäutige Frauen, die sich hocharbeiten und dann auf einmal in einem Großraumbüro allein unter 100, 200 Weißen sitzen, berichten davon, als „schwarzes Schaf“ tituliert zu werden, sich diskriminiert zu fühlen.<br />
Besonders in den Slums von Sao Paulo sind auch andere Verhaltensmuster möglich. Politisierte Schwarze suchen sich für ein Abenteuer, eine nicht-feste Beziehung, gern eine Hellhäutige – aber zum Heiraten, zum Familiegründen muss es eine Schwarze sein. So werde die eigene Identität gestärkt. Eigentlich auch eine Form des Rassismus, kommentiert eine dunkle Paulistana. Auffällig wiederum, dass schwarze Männer, die Karriere machen, gar als Fußballspieler zu viel Geld kommen, Blondinen als Statussymbol bevorzugen. Der dunkelhäutige Historiker Joel dos Santos formulierte es bitter so: „Die Weiße ist schöner als die Schwarze – und wer vorankommt, wechselt nun einmal automatisch den Wagen.“</p>
<p><strong>Wirtschaften in Brasilien</strong></p>
<p>Jetzt in der Erntezeit brennen sie wieder bis zum Horizont – die riesigen Zuckerrohrplantagen des Tropenlandes. Fliegt man über das Flammenmeer, vergisst man’s nie wieder. Nossa Senhora – der ätzende Qualm steigt ja höher als die Maschine! Unten kriegt man Angstzustände, wenn der Bus plötzlich von dichtem Rauch eingehüllt wird, an beiden Straßenseiten Flammen züngeln, Gluthitze eindringt, der Fahrer flucht, weil er nichts mehr sieht. Während der gefürchteten „Queimadas da cana“ häufen sich tödliche Verkehrsunfälle, explodieren gar Tanklaster. „Niemals hatte ich soviel Angst um die Kinder, meine Frau und mich wie im PKW in einer solchen Feuerzone – ich dachte, jetzt sind wir alle geliefert“, sagt Mario Mantovani, Präsident der Umweltstiftung „SOS Mata Atlantica“, in Sao Paulo. „Und dabei kam ich grade von einem Umweltschutzkongress, hielt einen Vortrag über den Wahnsinn der Treibstoffproduktion aus Zuckerrohr!“ Deutsche Multis, deutsche Zuckerunternehmen, deutsche Banken und Spekulanten sind seit Jahren in die Ethanol- und Zuckerbranche Brasiliens groß eingestiegen, mischen heftig mit, tragen entsprechende Mitverantwortung. Unter Staatschef Lula hat die Branche einen Boom erlebt, wuchs in seinen acht Amtsjahren der Anteil ausländischer Multis von fünf auf über 35 Prozent. In der Megacity wirbt die „Industria Sucroalcooleira“ gerne mit Großfotos des grünen, wogenden Meers aus Zuckerrohr, Cana. Das wirkt auf viele direkt sympathisch, wie die so schön gelben, doch extrem umweltschädlichen, massiv mit gefährlichsten Agrargiften besprühten Rapsfelder in Deutschland. Abgefackelt werden seit der Kolonialzeit kurz vorm Ernten die störenden, unnützen Zuckerrohr-Seitenblätter. Brasilianische Wissenschaftler nennen die Flächenbrände „pervers“ und ein Umweltverbrechen – Mario Mantovani machen sie Naturschutzgebiete kaputt. Auch jetzt, 2011, sind wieder reichlich Schutzzonen draufgegangen, weil das Feuer außer Kontrolle gerät, sich in Wälder hineinfrisst. Und immer werden sogar Plantagenarbeiter von den Flammen eingekreist und verbrennen lebendig – ebenso wie Unmengen an theoretisch streng geschützten Tieren. „Alle denkbaren Vorteile des Ethanoltreibstoffs werden allein durch das Abfackeln aufgehoben. Man braucht sich nur den Ausstoß an klimaschädlichem Dioxin und Kohlenmonoxid anzuschauen. Die Gesundheitsposten in Städten bei Sao Paulo sind voll von Leuten, die wegen der Plantagenbrände Sauerstoff-Behandlungen machen müssen, schwere Atemprobleme haben. Unser Staat dürfte diese Ethanolunternehmen nicht auch noch finanzieren, sogar über die Entwicklungsbank! Es gibt kein Umweltbewusstsein in Brasilien. Die Kultur des Landes ist Zerstörung.“ Mantovani klassifiziert Brasilien als viertgrößten Erzeuger klimaschädlicher Gase – wegen der Brandrodungen im Regenwald und dieser Plantagenbrände. „Doch der heutige Weltmarkt will garnicht wissen, ob das Zuckerrohr von Sklavenarbeitern geerntet wurde und ob man die Plantagen abgebrannt hat.“</p>
<p>Hauptbetroffene sind die Zuckerrohrarbeiter, die zudem über Haut und Atmung den krebserzeugenden Brandruß aufnehmen. Die Feuer zerstören die Bodenfruchtbarkeit und kontaminieren Oberflächen- und Grundwasser, vernichten zudem sämtliche natürlichen Feinde von Schädlingen, daher werden immer mehr Agrargifte eingesetzt. Brasilien ist wegen der Zuckerrohr-Monokulturen heute weltgrößter Verbraucher selbst solcher Gifte, die in der EU und in den USA längst verboten sind. Klar, ein Großteil kommt von deutschen Multis. Alles dummes Zeug, was Mantovani da erzählt – ginge es nach den auch in Deutschland überreichlich verbreiteten Argumenten zugunsten der brasilianischen Ethanolproduktion. Die wird als ökologisch und „Bio“ gerühmt. Bitte, es geht doch, so wie bei der Windkraft. „E 10 – mehr Bio im Benzin“, wirbt das Bundesumweltministerium: „Biokraftstoffe spielen eine wichtige Rolle beim Klimaschutz und bei der Energieversorgung.“<br />
Francisco Anselmo de Barros, genannt Francelmo, einer der wichtigsten, bekanntesten Umweltaktivisten Brasiliens, verbrannte sich 2005 selbst, um gegen die Ausweitung der „Biosprit“-Produktion zu protestieren. Doch das Tropenland bleibt weltweit führender Zuckerproduzent und -exporteur, zudem zweitwichtigster Hersteller von Ethanol. Zwischen 2009 und 2010 hat die EU ihre Zuckerkäufe in Brasilien verdreifacht – das Bundesumweltministerium rechnet mit großen Ethanol-Importen. Für Roberto Malvezzi, kirchlicher Umweltexperte wie Francelmo, ist „Biosprit“ jedenfalls kein sauberer Kraftstoff: „Um die Anbauflächen zu erweitern, vertreibt das exportorientierte Agrobusiness Indiostämme und Kleinbauern sogar durch Terror und Mord. Hinter moderner Fassade verstecken Großfirmen nur zu oft Sklavenarbeit.“ Nur durch solch abstoßendes Sozialdumping seien brasilianischer Zucker und Ethanol auf dem Weltmarkt so billig und wettbewerbsfähig.<br />
Anfang 2011 passiert eine kuriose Panne, ist monatelang Ethanol an den Tankstellen häufig teurer als Benzin, dieses die landesweit beste und billigste Kraftstoffalternative. Denn der Wirkungsgrad von Benzin ist deutlich größer. Wegen der hohen Weltmarktpreise für Zucker stellten die Ethanolfabriken auf Zuckerproduktion um, provozierten eine „Biosprit“-Versorgungskrise, musste die Regierung große Ethanol-Mengen ausgerechnet aus den USA importieren. „Das ist so, als würde Saudi-Arabien Öl einführen“, spottete die Wirtschaftspresse. Universitätsprofessor Dr. Eduardo Moreira, Ethanolexperte aus Sao Paulo, rechnet mit solchen Krisen immer wieder. Ethanol könne Benzin nicht ersetzen – nicht einmal in Brasilien, sei nur eine Art Neben-Treibstoff: „Obwohl unsere Produktionsbedingungen extrem vorteilhaft sind, kann dieser Kraftstoff nicht einmal hier mit Benzin konkurrieren.“ An diesen Produktionsbedingungen sind in- und ausländische Teilhaber natürlich höchst interessiert, weil sich nur so hohe Profite erzielen lassen. Deutsche und österreichische Landwirte haben wiederholt vergeblich auf das brasilianische Sozialdumping hingewiesen und faire Spielregeln gefordert. „Durch diese gewissenlose Form der Produktion ist es der Landwirtschafts-Industrie Brasiliens möglich, die Preise am Weltmarkt zu unterbieten”, hieß es in einer Bauernzeitschrift. „Weder europäische Bauern noch solche aus den Entwicklungsländern können mithalten.” Wird Brasilien die gigantischen, durch die Zucker- und Ethanolproduktion verursachten Umweltschäden rückgängig machen, all die vernichteten Tierarten der Natur zurückgeben? Über politische Positionen dazu von deutscher Seite ist nichts bekannt.<br />
„Wer Ethanol tankt, kippt sich Blut in den Tank“, sagt Brasiliens katholischer Priester Tiago – „Biosprit ist Todessprit“, urteilt Befreiungstheologe Frei Betto. „Denn die Ethanolproduktion bringt zahllosen Armen und Hungernden der Erde den Tod.“ Zu den komplexen Auswirkungen des Biosprit-Booms gehören derzeit in Brasilien brutale Preissprünge bei Lebensmitteln. „Wenn man die Ackerflächen für Nahrungsmittel verkleinert, steigen deren Preise, sterben viele Menschen, die sich keine guten Grundnahrungsmittel leisten können. Unsere Regierung spricht von 16,2 Millionen hungernden Brasilianern in absolutem Elend – aus meiner Sicht sind es doppelt so viel!“, sagte er dem <em>Blättchen</em>. Hungernde, Unterernährte seien besonders anfällig für viele auch tödliche Krankheiten, vegetieren mit stark geschwächtem Immunsystem dahin, verlieren Initiative und Konzentrationsfähigkeit. „Wegen immer mehr Zuckerrohrplantagen wurden riesige Urwaldgebiete Amazoniens abgeholzt, das ökologische Gleichgewicht, die Ökosysteme in Nord- und Südamerika geschädigt, was sich auf die ganze Welt negativ auswirkt. Denn Amazoniens Tropenwald ist der größte des Planeten. Und die Regenfälle, ob im Süden Floridas oder Argentiniens, hängen von der Verdunstung in Amazonien ab.“<br />
Die Förderung des Zuckerrohranbaus bewirke zudem Landvertreibung, starkes Slumwachstum, mehr Morde und Drogenhandel, mehr Kinderprostitution. „84 Prozent der Brasilianer leben bereits in den Städten“, so Frei Betto. „Die Menschen migrieren dorthin auf der Suche nach besseren Lebensbedingungen, was aber gravierende zerstörerische Konsequenzen hat, weil Risikozonen illegal mit Slums bebaut werden. Deshalb haben wir jedes Jahr Erdrutschkatastrophen mit vielen Toten. Ein Heer von Arbeitslosen zieht im Lande umher und verdingt sich bei der Zuckerrohrernte, haust den Rest der Zeit aber in Armenvierteln mit Drogen, Gewalt, Prostitution. Es fehlt eben dringlich eine Bodenverteilungsreform, um die Menschen auf dem Lande zu halten.“</p>
<p><strong>Brasiliens Kreuz mit dem Sex</strong></p>
<p>Bei Morden an Homosexuellen habe das Land im Weltvergleich „eine grauenhafte Führungsrolle“, prangert der Schwulen-Führer und Anthropologe Luiz Mott an. Es handele sich um „Hass-Verbrechen, ausgeführt mit besonderer Grausamkeit“. In Brasilien würden mehr Gays getötet als bei Homosexuellen-Hinrichtungen im Iran, Saudi-Arabien, Sudan, Nigeria und weiteren sieben Staaten, in denen die Todesstrafe für Schwule gelte. „In den USA, mit etwa 100 Millionen mehr Bewohnern, tötet man 25 Gays pro Jahr, hier 250!“ Die Dunkelziffer sei indessen sehr hoch, man erfahre nur von einem Bruchteil der Morde. Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva gehe in die Geschichte als „Vampiro dos Gays“ ein. Da erschien lobenswert, dass die neue Regierung unter Präsidentin Dilma Rousseff an 6.000 öffentlichen Mittelschulen des größten bisexuellen Landes der Erde eine intensive Aufklärungskampagne zugunsten der Rechte von Schwulen, Lesben und Transvestiten starten, einen so genannten „kit anti-homofobia“ verteilen wollte. „Wir machen keine Propaganda für sexuelle Optionen“, erklärte dann jedoch überraschend die Präsidentin, zog den „kit“ zurück. Man werde sich in das Privatleben der Leute nicht einmischen.</p>
<p>Geplant war, den Heranwachsenden auch sehr anschauliche Videos vorzuführen, in denen als Vorteil der Bisexualität genannt wird, doppelt so viele Chancen zu haben, eine attraktive Person, einen Beziehungspartner zu finden. In einem Lande immerhin, in dem entgegen gängigen Klischees Einsamkeit ein Massenphänomen ist. Der Stimmungswandel bei Präsidentin Rousseff, hieß es in den Landesmedien, sei auf Druck der starken puritanischen Fraktion evangelikaler Sekten im Regierungsbündnis erreicht worden. Doch nicht wenige Brasilianer meinen, dass man mit dem Aufklärungs-Kit bei Brasiliens Jugendlichen ohnehin nur offene Türen eingerannt hätte – alles ist den Heranwachsenden ja aus ihrem Lebensumfeld bekannt. Die geplante Anti-Homophobie-Kampagne ginge an den Landesrealitäten vorbei, weil sie die gravierendsten Probleme aussparte – wohl um keine schlafenden Hunde zu wecken.<br />
Einen wichtigen Hinweis hatte 2010 der brasilianische Erzbischof Dadeus Grings gegeben, der als Problem nannte, dass die heutige Gesellschaft pädophil sei – und die Menschen leicht dafür anfällig. Als Erzbischof konnte er schwerlich in die Details gehen. Yvonne Bezerra da Silva, bildende Künstlerin und Slum-Sozialexpertin kann das, nimmt kein Blatt vor den Mund. Bereits in den neunziger Jahren spricht sie sich für Sexualerziehung schon für Siebenjährige aus, will Kenntnisvermittlung über Familienplanung für Arme an sämtlichen Grundschulen. „Die große Mehrheit der Unterschichtskinder ist Teil völlig zerrütteter Familien, nicht selten hausen auf nur neun Quadratmetern zehn Personen; Jungen und Mädchen sehen täglich homo- und heterosexuellen Verkehr, betrachten diesen Umstand gleichwohl als natürlich, nicht etwa als unmoralisch oder Sünde.“ Auch der Umgang mit Rauschgift sei alltäglich. „Für die Mädchen gehört zu den gängigen Erfahrungen, mit acht, neun oder zehn Jahren vergewaltigt zu werden. Alles ist für sie Teil eines bekannten und akzeptierten Konzepts, integrierender Bestandteil ihrer Existenz.“ Als sehr dramatisch stuft Yvonne Bezerra de Mello die Situation der Jungen ein. Bereits von sechs oder sieben Jahren an ließen sie sich von Jugendlichen oder erwachsenen Männern sexuell missbrauchen, kennen bis 13 oder 14 nur homosexuellen Verkehr. „Keineswegs selten ist, dass bereits Zehnjährige zwei- bis dreimal pro Tag Sex mit Männern haben – und wie die anderen stets im Tausch gegen irgendetwas, häufig umgerechnet nur 75 Cents; im Unterschied zu den Mädchen, die sich sexuell missbrauchen lassen, als ob es ihr Schicksal wäre.” Nicht wenige Brasilianer nennen Fälle allgemein bekannt, dass sogar an öffentlichen Schulen schwächere Schüler von den stärkeren selbst in Gruppen vergewaltigt, zu Analverkehr gezwungen werden, was für die Betroffenen keineswegs selten zu einem lebenslangen Trauma und gestörten Beziehungen zum anderen Geschlecht führt. Denn was jene Jungen, die sich in der brutalen Macho-Gesellschaft nicht gegen Vergewaltigung wehren konnten, durch andere erlitten haben, wird verbreitet, herumerzählt – mit den entsprechenden psychologischen Wirkungen.<br />
Den Roman „Ana in Venedig“ von Thomas-Mann-Experte Joao Silverio Trevisan aus Sao Paulo hat vielleicht mancher gelesen – in Brasilien ist der Autor indessen auch ein angesehener Schwulen-Aktivist, der den eigenen Haufen politisch unkorrekt immer wieder in die Mangel nimmt. Als Brasiliens Oberstes Gericht 2011 gleichgeschlechtlichen Partnerschaften die gleichen Rechte zubilligt wie verheirateten homosexuellen Paaren, hat dies Trevisan heftig begrüßt – und kommentiert. ”Die Menge an verheirateten Männern, die in Brasilien ihre Homosexualität heimlich ausleben, ist skandalös und erschreckend hoch. Bei der brasilianischen Bisexualität handelt es sich um eine heimlich ausgelebte Homosexualität … Männer schlafen gerne miteinander – und danach heiraten sie Frauen. Das ist in Brasilien historisch … Es ist die Scheinheiligkeit, in der wir leben. Brasiliens Kultur ist karnevalisiert. Es ist die Kultur der Maske … Wir benutzen die Maske im Guten wie im Bösen … Die falsche Bisexualität gehört zu dieser Maske … Ich übe ernste Kritik an der Homosexuellenbewegung. Es ist eine der Elite, und was sie erreichte, war durch Lobbyarbeit. Die brasilianische Homosexuellengemeinde ist politisch entfremdet…” Aber warum fühlen sich in Brasilien so viele Leute durch Gays gestört, warum gibt es all diese Gewalt? „Der Macho fühlt sich bedroht, man frage mich nicht, warum. Ich persönlich denke, dass sich hinter den ideologischen Motiven sehr ernste psychologische verstecken. Vereinfacht könnte man sagen: Sie sind bedroht, weil es irgendeine Art von Verzauberung, Anziehung gibt, gegen die sie sich verteidigen.”<br />
Karnevalisierte Kultur und Kultur der Maske – Trevisan gibt wichtige Hinweise zum Verständnis soziokultureller Besonderheiten Brasiliens, die im Alltagsleben teils extrem widersprüchlich daherkommen. Wer wird schon gerne zugeben, dass ihm Analverkehr mit Tieren unheimlich liegt – aber beinahe auf jedem Marktplatz, bei großen Kabarettisten und Musikclowns wie Caçarola ist die verbreitete Zoophilie ein beliebtes Thema. Zum „Tarado do Sertao“, einem lustigen Forró, im Internet leicht zu finden, lässt es sich gut tanzen – und mitsingen: „Liebe machen mit der Eselin im Wald – ach war das schön!“ Wer meint, hier werde Sensationalismus betrieben, wird bei <em>Wikipedia Brasilien</em> über Zoophilie geschrieben finden, dass im Lande bekanntlich viele junge Menschen Geschlechtsverkehr mit Tieren pflegten. Hühner überleben ihn gewöhnlich nicht, heißt es. Gruppen von Jungen liquidierten auf diese Weise ganze Hühnerställe alter Frauen. Brasilianerinnen berichten, dass Sexpartner ihnen gestanden hätten, den ersten Geschlechtsverkehr des Lebens mit Tieren gehabt zu haben. Den Frauen war diese Praxis männlicher Jugendlicher und Männer indessen gut bekannt, überraschte gar nicht. Esel-Songs wie von Caçarola sind ja jedermann geläufig.<br />
Heitere Szenen würden besonders im brasilianischen Nordosten auf den Straßen ausgelöst, wenn an Zoophilie gewöhnte Esel sich ihren Partnern näherten, an ihnen rieben und dadurch für jedermann das Zoophilie-Verhältnis offenbar werde. Bekannt ist der Habitus junger Männer, mit ihrer neuen Freundin jene Ecken von Stadt oder Dorf zu meiden, wo ein vorher zur Zoophilie genutzter Esel, eine Eselin plötzlich auftauchen und diese Männer kompromittieren könnte. Ist eine Weide in Sicht, wo solche Esel grasen, machten diese Männer mit ihren Partnerinnen schleunigst kehrt oder einen Bogen – ob im Nordosten oder im südlichen Paraná. Ein bekannter Musiker erläuterte im Interview, dass Jungen im Nordosten bei Eseln die nötige Höhe herstellten, indem sie hinter den Tieren Ziegelsteine aufschichten. Genug der Details, höchstens noch ein makabrer Schlenker in die Politik. Leonel Brizola aus Rio, zu Lebzeiten Vizepräsident der Sozialistischen Internationale und nach eigenen Angaben Freund von Willy Brandt, sprengte 1994 zu Ostern eigenhändig einen berüchtigten Kerker auf der paradiesischen Ilha Grande in die Luft, um sich von dunklen Punkten in seiner politischen Biographie zu befreien. Die Explosion tötete, so ein Gefängniswärter und zahlreiche Inselbewohner, auch etwa 300 zumeist von Lepra und anderen Krankheiten befallene Hunde, die von den zuletzt 700 Häftlingen zum Zwecke der Zoophilie gehalten wurden.</p>
<h1>Brasiliens umstrittene Wasserkraftwerke</h1>
<p>Was stimmt denn nun? Bis heute wird das Tropenland von europäischen Öko-Parteien, Umweltorganisationen wie Germanwatch sowie vielen Medien heftig gelobt, weil es den Strombedarf zu etwa 80 Prozent aus Wasserkraftwerken decke. Das sei sehr klima- und umweltfreundlich, es gebe keinerlei schädliche Emissionen, der Strom sei sauber. Beim Klimaschutz habe Brasilien die Nase vorn, hieß es in Kopenhagen. Doch dann kommt so ein schnauzbärtiger Öko-Ami wie Philip Fearnside daher, der als Biologe auch noch für ein brasilianisches Regierungsinstitut arbeitet, und sagt bereits seit 1995, alles Mumpitz – das Gegenteil sei richtig.</p>
<p>Die Bilder könnten ja nicht gegensätzlicher sein: Hier grausig rauchende Schlote von Kohlekraftwerken, dort dagegen die Idylle von Stauseen, in denen fröhliche Kinder baden und Touristendampfer sowie Segelboote unterwegs sind. Aber so einer wie Fearnside will uns weismachen, richtig schlimm seien die Staudämme besonders in Amazonien, schlimmer als die mit fossilen Brennstoffen betriebenen Kraftwerke. Der geplante Staudamm von Belo Monte am Rio Xingú gar werde eine regelrechte Treibhausgas-Fabrik. Komischerweise behaupten so etwas auch andere Wissenschaftler Brasiliens – aber man muss nach ihnen regelrecht suchen, weil in der öffentlichen Meinung die Wasserkraft-Bewunderer dominieren.<br />
Dr. Sergio Pacca von der Bundesuniversität in Sao Paulo ist jedenfalls so ein Quertreiber, der Wasserkraftwerke auch als extrem klimafeindliche Methan-Schleudern kritisiert. Giftiges Methan entstehe im Staubecken – durch Zersetzung organischer Materie mittels Mikroorganismen unter Ausschluss von Sauerstoff, bekommt man von Pacca zu hören. „Je höher die Temperatur, umso schneller läuft der Prozess ab. In tropischen Ländern vermehren sich die Mikroorganismen rascher und bilden entsprechend mehr Methangas als in den kühleren Ländern. Bei einem neuen Staubecken wird die dortige reiche Biomasse überflutet – Basis der Methanproduktion.“ Selbst wenn die teilweise noch vorhandenen Urwälder vorher abgeholzt worden seien, bleibe noch viel Wurzelwerk im Boden. Und das entstehende Methan, so Pacca, werde an die Atmosphäre abgegeben, trage sehr stark zum Treibhauseffekt bei.<br />
Darauf muss man erstmal kommen, zumal das klimaschädliche Potenzial einer Tonne Methangas laut neueren Studien 34-mal größer als das einer Tonne Kohlendioxid ist, über das gewöhnlich immer geredet wird. „Selbst kleinere Mengen Methan müssen daher beim globalen Klimawandel wichtig genommen werden“, so Sergio Pacca. Es sei einfach nicht haltbar, Wasserkraftwerke mit anderen Energietechnologien zu vergleichen, ohne den Methan-Faktor zu berücksichtigen. Doch genau dies geschiehe.<br />
Würden nicht Indianerstämme aus ihrem Lebensraum vertrieben, wäre Belo Monte eigentlich gar nicht so schlecht, ist auch in Deutschland zu hören – Brasilien wollw sich ja schließlich entwickeln, wirtschaftlich wachsen, habe ein Recht darauf. Leute wie Pacca oder gar Fearnside, der Amazoniens Stauwerke seit Jahrzehnten vor Ort am intensivsten beforscht, kommen mit ihren Einwänden da nie vor, was stutzig macht. In Brasilien wird Fearnside auch von Regierungsstellen kräftig beharkt, weil er Belo Monte ablehnt, das immerhin auch Ex-Präsident Lula und seine Amtsnachfolgerin Dilma Rousseff unbedingt durchziehen wollen.<br />
Fragt man den Biologen in der drückend heißen Amazonasmetropole Manaus, etwa 4.000 Kilometer nördlich von Sao Paulo, wie das eigentlich funktioniert – er als Ausländer am staatlichen Nationalinstitut für Amazonasstudien/INPE, aber in scharfer Gegnerschaft zu Brasilias gigantomanischen Wasserkraftprojekten – kommt als Antwort nur ein kurzes ironisches Lachen. Vielleicht kann man einem wie Fearnside schlecht an den Karren fahren – der Mann bekam den UN-Umweltpreis „Global 500“, dazu den brasilianischen Öko-Nationalpreis.Darüber hinaus gehört Fearnside zur Akademie der Wissenschaften Brasiliens und ist weltweit einer der führenden Experten für Klimaerwärmung. „Unter jenen, die die Erlaubnis für alle derzeit im Bau befindlichen Amazonas-Wasserkraftwerke erteilten, gibt es welche, die alles bestreiten, was ich sage. Ich zitiere sie natürlich ausführlich.“<br />
Spricht man Fearnside auf das überschwängliche Kopenhagen-Lob für Brasilias Klimaschutzpolitik an, kommt noch so ein ironisches Lachen. „Zwar gibt es viele Studien wie die von mir über den Methan-Sachverhalt, doch wird in der Presse und in politischen Reden so oft wiederholt, dass diese Energie sauber sei, dass die Leute schließlich nur dies gehört haben und sich daher nicht weiter in die Sachlage vertiefen. Doch an den Fakten über die klimaschädlichen Emissionen ändert das nichts.“<br />
Fearnside nutzt gerne anschauliche Beispiele – wie den Hinweis auf das beim Öffnen einer Colaflasche zischend entweichende Gas. „Alles organische Material, Kohlenstoff im Boden, Bäume und Wasserpflanzen zersetzen sich auf dem Grund des Stausees – das Wasser dort ist also unter hohem Druck stark methanhaltig und gelangt schließlich in die Turbinen der Wasserkraftwerke, wo ebenfalls noch hohe Drücke herrschen. Aber danach gelangen die Wassermassen dann an die freie Atmosphäre. Die im Wasser gebundenen Gase, darunter Methan, zischen in Bläschen heraus – deshalb mein Vergleich mit der Colaflasche. Und die Sicherheitsabläufe der Stauseen wirken auf ähnliche Weise. So wird der Treibhauseffekt erheblich befördert. In Amazonien wirken Wasserkraftwerke im Endeffekt häufig schädlicher, negativer, als die zur Elektrizitätsgewinnung verbrannten fossilen Energieträger.“ Die bereits in Amazonien existierenden Wasserkraftwerke produzierten daher keineswegs saubere Energie, seien in Bezug auf den Klimaschutz keineswegs nützlich. Belo Monte treibe es auf die Spitze. „Vier Monate im Jahr kann man wegen tiefen Wasserstands keine einzige Turbine betreiben, da entsteht dann ein Schlammbecken von 3.500 Quadratkilometern, wo üppig Pflanzen wachsen, die später zu Methan zersetzt werden. Doch in amtlichen Umweltgutachten für Brasiliens Wasserkraftwerke wird stets nur der geringe Gasaustritt über die Wasseroberfläche berücksichtigt, nicht der über Turbinen und Sicherheitsabläufe.<br />
Ebenfalls in Manaus forscht André Muggiati von Greenpeace und kann ebenso wenig Gründe für soviel deutsches Lob an Brasilias Klimaschutzpolitik entdecken. „Die Abholzung ist Hauptursache der Treibhausgase aus Brasilien. Das Land ist daher der viertgrößte Luftvergifter der Welt – nach Indonesien, China und den USA.“ Und für den brasilianischen Umweltexperten Dr. Fabio Olmos ist jene Germanwatch-Statistik, die Brasilien an vorderste Stelle rückt, eine „unehrliche Form, die Situation darzustellen. Es ist unverständlich, wieso jemand diese Germanwatch-Statistik überhaupt für bare Münze nimmt.“<br />
Inzwischen haben Brasiliens Umweltschützer zusätzliche altbekannte Sorgen, weil seit dem Start der Rousseff-Regierung gleich eine ganze Serie systemkritischer Öko-Aktivisten ermordet worden ist – allein fünf im April bei Curitiba, drei im Juni in Amazonien. Auch ein Menschenrechtsanwalt wurde erschossen. Entsprechend stark ist das Klima der Einschüchterung und Angst. Brasiliens neue Menschenrechtsministerin Maria do Rosario räumte ein, dass auch in Amazonien Todesschwadronen aktiv sind, zu denen bekanntlich Staatsangestellte gehören. Laut Landgewerkschaftsangaben wurden in den letzten Jahren, also unter der Lula-Regierung, nach 17 derartigen Morden nicht einmal Ermittlungsverfahren durch die Bundespolizei eingeleitet.<br />
Indessen erhält die Rousseff-Regierung – ebenso wie die Vorgängerregierung – aus Europa, darunter Deutschland, sehr viel Lob und wird ausdrücklich als modern und progressiv eingestuft. Das wird wohl mit dem neoliberalen Wertewandel zusammenhängen. Auf dem UNO-Index für menschliche Entwicklung rangiert Brasilien jedenfalls nur auf Platz 73, und die UNO-Bildungsstatistik verzeichnet das Tropenland gar erst an 93. Stelle. Aufschlussreich ist da, welche Länder bessere Plätze belegen: Iran (89), Saudi-Arabien (84), Botswana (81), Libyen (66), Bolivien (61), Bahrein (49), Argentinien (40) Kuba (16).</p>
<h1>Brasiliens beneidenswerte (relative) Pressefreiheit</h1>
<p>Die Presselandschaft des Tropenlandes bietet ein eher erfreuliches Bild. Investigativer Journalismus ist auffällig stark in Qualitäts-und Alternativmedien – unabhängig agierende Reporter und Redakteure widersetzen sich den weltweit üblichen Medien-Eingriffen durch Parteien oder Regierungsfunktionäre und enthüllen kontinuierlich gravierende Skandale um Machtmissbrauch und Korruption an der Staatsspitze. Auch der Libyenkrieg zeigt es plastisch – es gibt viel weniger Mainstream als in Deutschland.</p>
<p>Kurz vor seinem Abtreten sorgte Staatschef Lula Ende 2010 für ein kommunikationswissenschaftlich bemerkenswertes Faktum: Vor Vertretern großer Auslandsmedien, besonders aus der Ersten Welt, lobte er in Rio de Janeiro die internationale Presse geradezu euphorisch für ihre Berichterstattung über das heutige Brasilien. Die günstige Darstellung sei verantwortlich für das gute Image, das das Land derzeit im Ausland habe. Die brasilianischen Landesmedien kommentierten Lulas Auftreten teils tief ironisch – denn die Auslandskorrespondenten behandelte er völlig anders als die nationale Presse, die er konstant und sogar wütend kritisierte, ihr sogar vorwarf, ihn zu verfolgen oder nicht die guten Seiten seiner Regierung zu zeigen. Auffällig war gerade in den letzten Jahren: Je schärfer die Kritik von innen an Lula, dessen Arbeiterpartei und seiner Chefministerin Dilma Rousseff, inzwischen Nachfolgerin im Präsidentenpalast, umso lauter das Lob von außen.<br />
Noch mitten im Präsidentschaftswahlkampf von 2010 ärgerte sich Lula öffentlich heftig über Zeitungsenthüllungen, die ihn zum Entlassen von Regierungsmitgliedern zwangen: Wunschkandidatin Dilma Rousseff hatte für ihren Chefministerposten eine enge Freundin, Erenice Guerra, bestimmt. Lula nahm sie zunächst in Schutz, würdigte ihre „enormen Leistungen für das Land“. Doch Brasiliens investigative Journalisten förderten Tag für Tag mehr belastendes Material gegen Erenice Guerra zutage – bis Lula sie schließlich feuern musste. Und Dilma Rousseff bricht bereits im ersten Amtsjahr sämtliche Entlassungsrekorde, rutscht mit ihrer ganzen Regierung in eine tiefe Korruptionskrise. Wegen Presseenthüllungen musste sie sich zuerst ausgerechnet von ihrem engen Freund, Wahlkampfleiter und wichtigstem Minister, dem Chef des Zivilkabinetts, Antonio Palocci, trennen. Dann stürzten der Transportminister und über zwanzig weitere hohe Regierungsfunktionäre. Die Liste der Gefeuerten wird fast täglich länger.<br />
Ohne wache, unabhängig agierenden Journalisten wäre im heutigen Brasilien kaum ein realistischer Einblick in die weiter von Lula mitbestimmte Regierungsarbeit unter Dilma Rousseff möglich. Aber immer noch ist eine Unmenge zwielichtiger Figuren auf höchsten Posten.<br />
Brasiliens Presse unterscheidet sich soziokulturell erheblich von der mitteleuropäischen. Der Mainstream wird häufiger durchbrochen, das sachliche Gegenüberstellen von Positionen und Beobachtungen ist normal. Die Scheu vor unbequemen Fakten ist geringer, die Schilderung selbst schockierender Alltagstatsachen gewöhnlich authentischer, unbefangener und weit weniger <em>politisch korrekt</em>. Als Anfang 2011 bei einem Häftlingsaufstand Menschen geköpft wurden, zeigten Landesmedien die abgeschlagenen Köpfe, um den Brasilianern ein realistisches Bild der gravierenden Menschenrechtsverletzungen zu vermitteln.<br />
Brasiliens Qualitätsmedien stellen auch den Libyenkrieg anders dar als der mitteleuropäische Mainstream – sie wiesen sofort auf die zivilen Opfer der Bombardements hin, nannten als Hauptmotiv der Militäraktionen strategische Ressourcen wie Erdöl und betonten Parallelen zu den unter einem Vorwand begonnenen Irakkrieg.<br />
Doch es gibt auch die andere Seite der Medaille. Eine Fundamentalkritik, wie sie die Universitätsprofessorin Zilda Iokoi, eine frühere politische Gefangene, auf einer Tagung des Goethe-Instituts Sao Paulo äußerte, ist durchaus zutreffend: „Die großen tonangebenden Medien Brasiliens berichten systematisch über viele brisante Fakten nicht – und das ist Zensur. Neun Familien beherrschen das nationale Mediensystem – man liest nur, was die Zeitungsbosse wollen. Oft schreiben Journalisten über Unerwünschtes, doch deren Texte werden gekürzt, zensiert. Mir sagen Journalisten beim Interview immer wieder: Ich weiß aber nicht, ob es gedruckt, gesendet wird.“ Welchem Kollegen in Mitteleuropa kommt dies nicht irgendwie bekannt vor …<br />
Vieles, was große kommerzielle Medienkonzerne wie „O Globo“ trotz hervorragender, mit zahlreichen Publizistik-Preisen geehrter investigativer Journalisten nicht liefern – oder nicht liefern wollen, kommt allerdings seit Jahren wenigstens teilweise von alternativen Internet-Medien, darunter der befreiungstheologisch orientierten Nachrichtenagentur ADITAL, von der Wochenzeitung „Brasil de fato“ oder der Radioagencia NP. Längst sind Brasiliens Leitmedien gezwungen, Blogs und Community Media zu verfolgen und dort geäußerten Vorwürfen nachzugehen.<br />
Anfang 2011 erinnerte Brasiliens nationaler Presseverband ANJ in ganzseitigen Anzeigen an die enorme Leistung jener investigativen Journalisten, die Lulas größtes politisches Desaster, den so genannten Mensalao-Skandal um Parteien-und Abgeordnetenkauf, an die Öffentlichkeit brachten. Lula drohte sogar die Amtsenthebung – in nicht wenigen Auslandsmedien wurde das Thema indessen auf sehr kleiner Flamme gehalten. Gleiches galt für die auffällig engen freundschaftlichen Beziehungen des angeblich linksorientierten Ex-Gewerkschaftsführers ausgerechnet zu Oligarch José Sarney, Ex-Chef der Folterdiktatorenpartei ARENA, starker Mann des rechtsgewirkten Partido do Movimento Democrático Brasileiro (PMDB) und wichtigster politischer Regierungspartner auch derzeit unter Dilma Rousseff. Als Lula von einem Journalisten auf die Unterstützung durch die „Sarney-Oligarchie“ angesprochen wurde, entgegnete er irritiert und verärgert: „Sie müssen sich medizinisch behandeln lassen, vielleicht eine Psychoanalyse machen, um das Vorurteil zu vermindern.“ Für die Hilfe der Sarney-Gruppe sei er durchaus dankbar.<br />
Ein Hinweis darauf, dass in Brasilien die Uhren in der Politik und auch im Journalismus tatsächlich anders gehen als in Mitteleuropa, sind zudem die vom Steuerzahler finanzierten Ausgaben für Propagandaanzeigen der Regierung, etwa in den Zeitungen, die unverhältnismäßig hoch sind. Sie übersteigen ganze Sozialetats – bei fortdauerndem Hunger und weiter rasch wachsenden Slums.<br />
Kritik einheimischer Journalisten geht jedoch nur zu oft ins Leere, wird kaum wahrgenommen. Laut José Arbex, Kommunikationsexperte und Universitätsprofessor aus Sao Paulo, verhinderte der Mensalao-Skandal die Wiederwahl Lulas nicht, weil dieser von einer Gesellschaftsschicht unterstützt werde, die keine Zeitung lese und sich daher nicht betroffen fühle. Aus dem gleichen Grunde habe auch der Skandal um Erenice Guerra keine größeren nachteiligen Wirkungen für die Wahl von Dilma Rousseff gehabt.<br />
Ein TV-Wahlkampfspot zeigte die Verhältnisse ebenfalls exemplarisch: In der UNO-Vollversammlung von New York erheben sich Staatschefs, Außenminister und Diplomaten von den Plätzen und jubeln Lula stehend zu. Brasilianische Journalisten gingen der Sache nach. An jenem Tag nahmUNO-Generalsekretär Kofi Annan seinen Abschied und erhielt entsprechende Ovationen. Wahlkampfmanager montierten diese hinter den nur schwach applaudierten Lula-Auftritt. Als vorhersehbar beschrieben und kommentierten lediglich zwei, drei Qualitätszeitungen diesen alten PR-Trick und zitierten Oppositionspolitiker, die von „großem Betrug“, Verletzung der Wahlgesetze und „lächerlichen Lügen“ sprachen – weitere Reaktionen der Öffentlichkeit gab es nicht.<br />
Doch Qualitätszeitungen sind im größten Teil des Landes gar nicht erhältlich. Und Manipulationen dieser Art werden auch dadurch erleichtert, dass aufgrund des laut Intellektuellen und kirchlichen Menschenrechtsaktivisten absichtlich niedrig gehaltenen Bildungsniveaus drei Viertel der Erwachsenen nicht in der Lage sind, einen simplen Zeitungs- oder Buchtext auch nur zu lesen, geschweige denn zu verstehen. So hat gemäß Umfragen das Gros der Pflichtwähler gar nicht begriffen, um was es bei den zahlreichen Korruptionsskandalen um Lula und dessen Regierung eigentlich ging – Skandale immerhin, die in Ländern wie Deutschland zu enormer öffentlicher Empörung geführt hätten. Auch die Wirkungsmöglichkeiten alternativer Internet-Medien sind dadurch stark eingeschränkt.<br />
Die Interamerikanische Pressegesellschaft (SIP) hat Attacken von Lula und anderen hohen Politikern auf unbequeme Landesmedien scharf verurteilt. Angesehene Diktaturgegner veröffentlichten sogar ein „Manifest zur Verteidigung der Demokratie“, warfen Lula „Autoritarismus“ vor und wandten, wenden sich gegen offene und verdeckte Einschüchterung von Journalisten.<br />
Die Auslandsmedien ignorieren derartige Vorgänge in der Regel ebenso wie die alltäglichen gravierenden Menschenrechtsverletzungen, darunter landesweite, systematische Folter durch Staatsangestellte, das Wüten der Todesschwadronen, die Scheiterhaufen von Rio de Janeiro, die Massengräber für „Nichtidentifizierbare“, die außergerichtlichen Exekutionen. Brasiliens Qualitätsmedien berichten darüber detailliert und kontinuierlich, kritisierten auch die jüngsten Slum-Besetzungen von Rio de Janeiro durch Militär und Polizei erstaunlich scharf. Von Auslandsmedien kommt dagegen fast nur Lob.<br />
Entsprechend zufrieden ist Brasilia, das in den letzten Jahren erhebliche Summen in die Auslandspropaganda investierte. Laut Wirtschaftszeitschrift <em>Brasil Economico</em> wurden allein 2009 umgerechnet über 40 Millionen Euro verausgabt. Zitiert wird ein Regierungsfunktionär Brasilias: „Unsere Priorität ist, Brasiliens Image als das einer großen, sozial, politisch und wirtschaftlich stabilen Demokratie zu stärken.“ Auch die Inlandspropaganda wurde unter der Lula-Rousseff-Regierung enorm forciert. 2003, zum Amtsantritt, hätten 499 Medien Regierungsgelder für Propaganda-Verbreitung erhalten, 2009 seien es indes schon 7.047 Medien gewesen, heißt es in kritischen Analysen. Viele brasilianische Politiker besäßen Zeitungen, Radio-und TV-Stationen, und zahlreiche Medien seien von Regierungspropaganda regelrecht abhängig.<br />
Für Propagandazwecke ausgegebene Mittel fehlen dann natürlich für die Hunger-und Elendsbekämpfung, für Bildung und Gesundheit.<br />
Nicht ungewöhnlich ist schließlich, dass hohe Politiker, gegen die ermittelt wird, Medien gerichtlich untersagen lassen, darüber zu berichten.<br />
Fast täglich drucken die Zeitungen aber weiterhin interessante, unbequeme, gut fundierte Texte, die Brasilienklischees und offiziellen Versionen widersprechen. Als die Lula-Rousseff-Regierung weltweit verbreiten ließ, dass die internationale Wirtschafts-und Finanzkrise auf Brasilien nur geringe Auswirkungen gehabt habe, belegten investigative Journalisten just das Gegenteil, weisen auf Rekordentlassungen, den Stopp vieler Industrieprojekte, auf Exportprobleme und Deindustrialisierung sowie auf geschönte offizielle Statistiken hin.<br />
Und Wikileaks rennt mit seinen Brasilien-Enthüllungen bei den einheimischen Journalisten lediglich offene Türen ein. Leere antiamerikanische Rhetorik Brasilias wurde stets gegeißelt und die jetzt bekanntgewordene, ans Weiße Haus gerichtete „Bitte um Verständnis für Sprüche gegen die USA in Wahlkampfzeiten“ daher genüsslich zitiert. „Es existierten zwei Beziehungen zwischen Brasilien und den Vereinigten Staaten während der acht Lula-Jahre im Präsidentenpalast“, analysierte Fernando Rodrigues von der <em>Folha de Sao Paulo</em>, Brasiliens größter Qualitätszeitung. „In der Öffentlichkeit gab es Prügel für die Nordamerikaner – im vertraulich-privaten Umgang indessen Liebkosungen für die Brüder im Norden.“ In der Öffentlichkeit dominiere zwar ein bestimmter infantiler Antiamerikanismus – im Wirtschaftlichen dagegen die Anerkennung der Hegemonie des Partners. „Im kulturellen Bereich, um die Schizophrenie komplett zu machen, sieht man sogar eine enthusiastische Übernahme von Sitten, Gebräuchen, Moden.“<br />
Dr. Claudio Guimaraes dos Santos in Sao Paulo zählt zu den wichtigsten Denkern Brasiliens und liefert zum Verständnis der widersprüchlichen (Medien-)Realität des Landes wichtige Argumente: „Das Volk schaut den schockierendsten Skandalen stumm zu – die immense Passivität des Brasilianers wird teils durch fehlende Bildung und Kultur verursacht. Es fehlt Bewusstsein dafür, dass man eine solidarische Gesellschaft aufbauen müsste. Die brasilianische Demokratie ist krank. Eine der Säulen der Demokratie, der freie, mündige, kritische, bewusste Bürger, existiert in Brasilien nicht. In den letzten zweihundert, dreihundert Jahren hat man eine unkritische Masse geschaffen – unfähig, zu entscheiden. Unsere Eliten sind immer kulturloser, ungebildeter. Niemand mag schlechtes, verdorbenes Essen – doch schlechte Informationen schlucken alle massenweise und völlig unkritisch. Hier fehlt intellektueller Dialog. Ich fordere meine Kollegen stets auf: Wenn ihr es nicht aussprecht, wer wird es dann tun? Der Fußballer, der Pagodesänger, der schlechte Politiker, der jede Chance zum Reden sofort nutzt? Wenn wir schweigen, beherrschen diese Leute die Szene. Deshalb dürfen wir auch Risiken nicht scheuen!“</p>
<h1>Juden in Sao Paulo</h1>
<p>Als Deutschlands Bundespräsident Christian Wulff 2011 die chaotische Megacity, Lateinamerikas führenden Wirtschaftsstandort mit über 1.200 deutschen Firmen besucht, wird am Ankunftstag im Zentrum ein Obdachloser lebendig verbrannt, am Abreisetag ein weiterer. In Sao Paulo wüten Todesschwadronen der Militärpolizei, gibt es Massengräber, über 2.000 grauenhafte Slums mit Hunger und Lepra, prostituieren sich schon zehnjährige Mädchen für weniger als einen Euro, um Crack zu kaufen – und vor aller Augen in ganzen Horden zu konsumieren. Man muss sich diese Zustände vergegenwärtigen, die von den allermeisten Paulistanos apathisch-passiv hingenommen oder sogar verdrängt werden, um Situation und Rolle der etwa 70.000 Juden im Menschenmeer der elf, zwölf Millionen zu verstehen. Denn diese „judeus“ scheinen schärfer zu diskutieren, sich effizienter zu engagieren, bringen Resultate, von denen dann alle, ob Arme oder Reiche, etwas haben. Lateinamerikas bestes Hospital, ein Riesenkomplex namens „Albert Einstein“ im Viertel Morumbi, haben die Stadt-Juden errichtet – geleitet wird es von dem weltbekannten Mediziner Claudio Lottenberg, Präsident der jüdischen Gemeinde ganz Brasiliens.</p>
<p>Der in Israel geborene Oded Grajew aus Sao Paulo, Erfinder, Aktivist des Weltsozialforums, verweist auf dessen Bedeutung für die jüngsten arabischen Entwicklungen. „Für jene, die das Weltsozialforum und unsere Spezialforen in Ägypten oder Tunesien mit Interesse und Sensibilität frequentierten, ist alles, was derzeit in der arabischen Welt geschieht, keinerlei Überraschung.“<br />
Und dann Pedro Herz, dessen Kulturkaufhäuser, mit Kinos, Theatern, Kursen und Konzerten in ganz Brasilien tonangebend sind. In einem Land des Analphabetismus, in dem sogar ungezählte Uni-Studenten in ihrem Leben nicht einen einzigen Roman lasen, wird der Deutschstämmige zum Kulturpionier – die größte „Livraria Cultura“ Sao Paulos ist selbst am Wochenende voll wie ein Supermarkt, dort kaufen sogar lateinamerikanische Staatspräsidenten. „Da bin ich stolz drauf – wir verkaufen Ideen!“, sagt Pedro Herz.<br />
Nachvollziehbar daher, dass viele im kosmopolitischen Sao Paulo die jüdische Gemeinde bewundern, stark und gut organisiert empfinden, ausdrücklich als ein Beispiel für die anderen Einwanderergemeinden nennen. Die Juden, heißt es, seien sich einig im Kampf für Menschenrechte, bei der Hilfe für Bedürftige, leisteten gerade im öffentlichen Gesundheitswesen, das außerhalb Sao Paulos oft katastrophal sei, ganz Erstaunliches, weit über ihr Einstein-Hospital hinaus. Ob das den „judeus“ bewusst ist, in einer von Desorganisation und Laissez-faire geprägten Gesellschaft? Redet man mit ihnen, fällt das hohe Maß an Selbstkritik auf, das Messen an höchsten Qualitätsmaßstäben. Für Außenstehende scheint die seit über hundert Jahren existierende Gemeinde stabil zu sein – die Juden selbst beobachten indessen Rückgang, gar Schwächung. Viele, die teils noch vor den Nazis aus Deutschland flohen, erleben bestürzt, dass ihre hoch qualifizierten Kinder just in dieses Land, doch auch in die USA, nach Australien und selbst Israel auswandern, weil sie in Brasilien keine Arbeitsmarkt-und Lebenschancen sehen. Würde die wirtschaftlich-soziale Lage besser, sagt Nelson Rozenchan, Direktor des jüdischen Peretz-Gymnasiums, kämen viele Juden zurück oder migrierten gar hierher. Manche junge Juden Sao Paulos sagen ihren Eltern unumwunden, dass sie in einem Land mit solch einer reaktionären politischen Klasse, unglaubwürdigen Politikern, soviel Unehrlichkeit, ungesundem gesellschaftlichem Klima nicht leben wollen – und weggehen. Rozenchan nennt Zahlen: Vor 20 Jahren gab es in den jüdischen Schulen von Sao Paulo etwa 5.000 Heranwachsende, heute nur noch rund 3.000. In die Synagogen kamen an den Festtagen bis zu 8.000 Juden, heute nur noch etwa 5.000. „Vielen in Sao Paulo Geborenen ist es anders als den vor Pogromen, dem Nazismus Geflohenen leider nicht mehr so wichtig, ihre jüdische Identität zu zeigen, zu stärken, zu betonen – sie nutzen die Synagoge nur noch bei Taufe, Heirat Tod. Viele Juden geben ihr Judentum auf.“<br />
Medienmacher Roni Gotthilf sieht seine Gemeinde im gigantischen, unübersichtlichen Sao Paulo in kleine Inseln zerstreut, deren Bewohnern es lediglich um die eigenen Interessen, vielleicht auch die der eigenen Synagoge gehe. Gotthilf fiele es schwer, die Interessen der gesamten Gemeinde klar zu benennen – doch dass sie schrumpft, steht für ihn außer Zweifel. Viele Juden haben sich assimiliert, dem Lebensstil der anderen Brasilianer angepasst – in einer von Stress, Hektik, Kriminalität und überraschend viel Einsamkeit geplagten Metropole. Junge Juden heiraten immer öfter Nicht-Juden, schicken ihre Kinder nicht mehr in jüdische Schulen, stehen dem Judentum ihrer Eltern fern. „Im neoliberalen Kontext der heutigen Welt kann man sicher relativieren.  In Sao Paulo gehen die Leute eher oberflächlich miteinander um – wogegen wir Juden enger zusammenleben, besser zusammenhalten. Doch das Klima hier prägt alle: Wenn die Gesellschaft egoistisch und individualistisch ist, sind wir es in gewisser Weise dann eben auch.“<br />
Durch die schicke Rua Oscar Freire ziehen bei Tropenhitze Gruppen orthodoxer Juden in schwarzem Anzug mit Weste, schwarzem Mantel und Filzhut, umringt von ihren Kinderscharen. Die Familien haben fünf bis sieben Sprösslinge – Liberale, Reformisten oder Konservative bringen es dagegen auf höchstens zwei. Die Orthodoxen, etwa 15 Prozent der Gemeinde, gleichen den Rückgang nicht aus und sind, wie Roni Gotthilf betont, gar nicht gut angesehen. Andere relativieren, sehen bei aller Kritik auch positive Aktivitäten, wie die der Hilfsorganisation Ten Yad mit über 300 Freiwilligen und einer Garküche, die zudem Sozialprojekte der Präfektur leitet und durchweg öffentliches Lob erntet. Die orthodoxe Kleiderordnung gilt indessen als lächerlich und für die jüdische Gemeinde blamabel. „Wer sogar bei schwüler Hitze mit diesen dicken, hochgeschlossenen Klamotten rumläuft, leidet, schwitzt, ermüdet rasch – das ist doch kein Judaismus, sondern Fundamentalismus!“, lauten drastische Kommentare. Andere halten den Orthodoxen zugute, dass sie besonders intensiv versuchen, junge abgedriftete Juden ins Gemeindeleben zurückzuholen, deren jüdische Identität wiederzubeleben.<br />
Der konservative Schuldirektor Nelson Rozenchan stellt unbequeme Fragen. „Zehn Rabbiner haben zur Abtreibung zehn verschiedenen Auffassungen.“ Jetzt, nach Bin Ladens Tötung, erhitzt ihn das Thema Folter. „Wäre ich absolut sicher, dass Folter Menschenleben rettet, würde ich sie anwenden! Ich habe in Israel selbst erlebt,wie es durch Folter gelang, aus Jordanien eindringende Terroristen zu fangen und dadurch etwa 50 Menschen vor dem Tod durch Selbstmordattentate zu bewahren. An dieser Lebenserfahrung kann ich nicht vorbei!“<br />
Mag die Mitgliederzahl der Gemeinde auch abnehmen, die Zahl ihrer identitätsstiftenden Aktivitäten nicht. Herausragend wirkt dabei Sao Paulos  Hebraica-Klub, das größte jüdische Gemeindezentrum außerhalb Israels, eine grüne Oase im Betonmeer der Megacity. Viele der jährlich etwa 700 Veranstaltungen, ob Theater, Filmfestival, Konzerte oder Sport, laufen hier – dazu immer neue Aktionen gegen den Antisemitismus. Niemand in Lateinamerika hat soviel über Antisemitismus geforscht und publiziert wie Maria Luiza Tucci Carneiro von der Bundesuniversität Sao Paulo. „Die Gemeinde ist sehr besorgt über zunehmenden Antisemitismus nicht nur in Brasilien, sondern vor allem in Europa – will, dass endlich auch die Regierung mehr dagegen tut.“ Der Lula-Regierung wird von den Juden allgemein vorgeworfen, nicht eben hilfreich gewesen zu sein – des Staatschefs Freundschaft zum Holocaust-Leugner Ahmadinedschad spreche Bände. Neonazi-Gruppen wüchsen täglich mehr in Brasilien, nazistische Symbole, Figuren von Hitler und Himmler würden für 350 Euro ganz offen in Sao Paulo verkauft, Antisemitismus entlade sich auf bizarrste Weise. Taxifahrer schimpfen, an Sao Paulos irrwitzigen Verkehrsstaus seien nur die Juden schuld. Im auch von 15.000 Juden bewohnten Viertel Higienopolis schimpft ein Vater lautstark in der Impf-Schlange, dass er nur wegen dieser „verdammten Juden“ solange warten müsse. „Den Impfstoff für dein Kind hat ein Jude entwickelt“, kontert ein Kipa-Träger. Sei der dann auch ein „judeu maldito?“ Der Vater wird ganz still.</p>
<h2>Brasilien, siebtgrößte Wirtschaftsnation, flog aus Ländergruppe(low- and middle-income countries), die Aids-Infizierte am besten betreut, laut Landesmedien. “Nur zwischen 60% und 79% der HIV-Patienten werden behandelt.” Öffentliche Gesundheit unter Lula-Rousseff. Sinkende Gesundheitsausgaben. Aids in Lateinamerikas größter Demokratie &#8211; offizielle Versionen und Realität. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11698" title="Beitrag bearbeiten"><font color="#bb0000">**</font></a></h2>
<p><strong>Unter Bezug auf ein neues Dokument  der UNO-Organisation Unaids hieß es, elf Länder, darunter Chile, Cuba und Namibia, verteilten an mindestens 80 Prozent der Infizierten entsprechende Aids-Medikamente. Brasilien folge nunmehr erst in der nächsten Länderkategorie. Laut Schätzungen wüßten bis zu 300000 Brasilianer nichts von ihrer Aids-Infektion. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-probleme-beim-bekampfen-der-aids-epidemie-aus-expertensicht/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-probleme-beim-bekampfen-der-aids-epidemie-aus-expertensicht/</font></strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/29/brasilien-und-aids-2010-laut-offiziellen-angaben-rund-12000-aids-tote-daten-regierungsunabhangiger-institutionen-uber-tatsachliche-zahl-noch-nicht-vorhanden-analsex-gefahrlicher-risikosex-in/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/29/brasilien-und-aids-2010-laut-offiziellen-angaben-rund-12000-aids-tote-daten-regierungsunabhangiger-institutionen-uber-tatsachliche-zahl-noch-nicht-vorhanden-analsex-gefahrlicher-risikosex-in/</font></strong></a></p>
<p><strong>“Erfolge im Kampf gegen Aids”.</strong></p>
<p><a href="http://www.blickpunkt-lateinamerika.de/nachrichten/msgf/brasilien:_erfolge_im_kampf_gegen_aids.html"><strong><font color="#bb0000">http://www.blickpunkt-lateinamerika.de/nachrichten/msgf/brasilien:_erfolge_im_kampf_gegen_aids.html</font></strong></a></p>
<p><strong>“Der Aids-Musterschüler”.</strong></p>
<p><a href="http://www.blickpunkt-lateinamerika.de/hintergrund/msgf/brasilien%3A_der_aids-musterschueler.html"><strong><font color="#bb0000">http://www.blickpunkt-lateinamerika.de/hintergrund/msgf/brasilien%3A_der_aids-musterschueler.html</font></strong></a></p>
<p><a href="http://www.aerztekammer-hamburg.de/funktionen/aebonline/pdfs/1189066547.pdf"><strong><font color="#bb0000">http://www.aerztekammer-hamburg.de/funktionen/aebonline/pdfs/1189066547.pdf</font></strong></a></p>
<p><font color="#bb0000"><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach3.JPG" alt="cach3.JPG" /></font></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/19/willkommen-im-paradies-brasilien-boomt-die-faz-uber-das-freudenfest-fur-ronaldinho-gaucho-in-rio-am-tag-nach-der-katastrophennacht-mit-uber-700-toten/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/19/willkommen-im-paradies-brasilien-boomt-die-faz-uber-das-freudenfest-fur-ronaldinho-gaucho-in-rio-am-tag-nach-der-katastrophennacht-mit-uber-700-toten/</font></strong></a></p>
<p><strong>Slum in Sao Paulo, November 2011. Gemäß europäischen Sichtweisen hatte Lateinamerikas größte Demokratie Brasilien die Finanz-und Wirtschaftskrise von 2008/2009 recht gut überstanden.</strong></p>
<p><a href="http://www.adveniat.de/blog/?p=960"><strong><font color="#bb0000">http://www.adveniat.de/blog/?p=960</font></strong></a></p>
<p><strong>Die Aidslage in Brasilien aus Sicht der Franziskaner vor Ort &#8211; wird die Zahl der Aidstoten korrekt registriert?  Warum Brasilien aus der Ländergruppe flog…</strong></p>
<p><strong>“Proportion of eligible population receiving antiretroviral therapy in low- and middle-income countries at the end of 2010?(UNAIDS)</strong></p>
<table border="1" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tr>
<td width="361" valign="top">60%—79%ArgentinaBrazilCosta RicaDominican RepEcuadorEthiopiaGeorgiaKenyaMexicoParaguayRomaniaSwazilandThailand<strong>Uruguay </strong><strong>Zambia </strong></td>
<td width="277" valign="top"><strong>&gt;80% </strong><strong>Botswana </strong><strong>Cambodia </strong><strong>Chile </strong><strong>Comoros </strong><strong>Croatia </strong><strong>Cuba </strong><strong>Guyana </strong><strong>Namibia </strong><strong>Nicaragua </strong><strong>Rwanda </strong><strong>Slovakia </strong></td>
</tr>
</table>
<h2>Brasiliens hochgelobte Aids-Politik: Öffentliche Proteste landesweit gegen das Fehlen von mindestens vier Medikamenten des Aids-Cocktails, laut nationalen Medien. “Für die Infizierten ist es das Todesurteil, die sterben dann eben weg.” Indianer und Aids. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=5157" title="Beitrag bearbeiten"><font color="#bb0000">**(2010)</font></a></h2>
<p><strong>Wie es heißt, fehlen die Medikamente Abacavir, Lamivudina, Nevirapina, Zidovudina, Efavirenz. “Das ist die Zerstörung eines als beispielhaft bezeichneten Programms”, sagte William Amaral, Leiter eines Forums von Aids-NGO in Rio de Janeiro gegenüber der Presse. ” Aids-Medikamente fehlten keineswegs zum erstenmal. Angesichts der zunehmend heftigeren Kritik in Brasilien an der nationalen Aids-Bekämpfung nimmt in Mitteleuropa das Lob an Brasilias Aids-Politik weiter zu.</strong></p>
<p><strong>Katholische Aids-Expertin im Website-Interview in Manaus:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/29/fehlende-aidsmedikamente-in-brasilien-fehlende-arzte-fur-aidskranke-fur-die-infizierten-ist-es-das-todesurteil-die-sterben-dann-eben-weg-kritik-von-experten-und-kirche/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/29/fehlende-aidsmedikamente-in-brasilien-fehlende-arzte-fur-aidskranke-fur-die-infizierten-ist-es-das-todesurteil-die-sterben-dann-eben-weg-kritik-von-experten-und-kirche/</font></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/03/fehlende-aids-medikamente-in-brasilien-aids-ngo-beklagen-seit-jahren-mangelhafte-medizinische-versorgung-von-infizierten/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/03/fehlende-aids-medikamente-in-brasilien-aids-ngo-beklagen-seit-jahren-mangelhafte-medizinische-versorgung-von-infizierten/</font></a></p>
<h2><font color="#bb0000"><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/04/josefranciscofrei.jpg" alt="josefranciscofrei.jpg" /></font></h2>
<p><strong>José Francisco in Sao Paulo beim Website-Interview.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/22/der-papst-und-die-kondome-fortdauernde-desinformation-uber-katholische-praxis-bei-aids-pravention-kirchliche-kondomverteilung-seit-16-jahren-in-brasilien-dem-grosten-katholischen-land-unterstellt/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/22/der-papst-und-die-kondome-fortdauernde-desinformation-uber-katholische-praxis-bei-aids-pravention-kirchliche-kondomverteilung-seit-16-jahren-in-brasilien-dem-grosten-katholischen-land-unterstellt/</font></a></p>
<p><strong>Franziskaner José Francisco &#8211; Hintergrund:</strong></p>
<h2>Aids-Tod und fehlende Aids-Medikamente in Brasilien: Franziskaner und Aids-NGO beklagen seit Jahren mangelhafte medizinische Versorgung von Infizierten. ”Wahrheit über Aids-Epidemie wird versteckt”.</h2>
<p><strong>InÂ europäischen Medien wird seit Jahren das staatliche brasilianische Aids-Programm als vorbildlich hingestellt und zudem behauptet, die Gratis-Versorgung  Aids-Infizierter mit dem Medikamenten-Cocktail sei garantiert. Wie der für die Sozialprojekte der Franziskaner Sao Paulos verantwortliche Ordensbruder José Francisco dos Santos gegenüber dieser Website erklärte, trifft dies nur teilweise zu, sterben deshalb Aids-Patienten, die den Medikamenten-Cocktail unbedingt ganz regelmäßig einnehmen müssen. </strong></p>
<p><strong>Laut Frei Santos war die Medikamentenversorgung der Aidspatienten 2007 im reichsten brasilianischen Teilstaat Sao Paulo so schlecht, daß über einen Monat der Medikamenten-Cocktail schlichtweg nicht ausgeteilt wurde. Die Franziskaner und Aids-NGO seien daraufhin Ende 2007 gegen die Regierung vor Gericht gezogen, um die Einhaltung des entsprechenden Gesundheitsgesetzes zu erreichen. Die brasilianischen Aids-Statistiken seien sehr ungenau, die wahre Datenlage werde versteckt. Es existiere verständlicherweise kein politisches Interesse, die Wahrheit über die Aids-Situation offenzulegen. Die behauptete Qualität der Aidspatienten-Versorgung existiere nicht. Aids betreffe in Brasilien heute vor allem die Armen. Wenn indessen jemand an einer Krankheit sterbe, die er sich durch die Immunschwäche zugezogen habe, werde Aids auf dem Totenschein nicht als Todesursache benannt, sei nur zu oft  gar nicht bekannt, daß er Aids-infiziert gewesen sei. </strong></p>
<p><strong>Bereits 2006 hatte das auf Aidspatienten spezialisierte Hospital ”Gaffrée e Guinle” in Rio de Janeiro gegenüber der Presse beklagt, daß wegen fehlender Medikamente Aids-Kranke sterben. Es fehlten sogar nötige Antibiotika.</strong></p>
<p><strong>Presse-Zitat von 2008 über fehlende Aids-Medikamente, was bei Betroffenen zu schweren Konsequenzen und sogar zum Tode führen könne:</strong> Segundo a direçáo do Ã³rgáo, oito remédios para doenças infecciosas e anti-retrovirais que integram o coquetel antiaids estáo em <strong>falta</strong>. ”Pelo menos metade desses medicamentos sáo de uso contÃ­nuo, o que significa que a interrupçáo do uso, segundo especialistas, pode provocar graves conseqüÃªncias Ã  saÃºde e até levar Ã  morte, afirma Caetano. JÃ¡ nas unidades bÃ¡sicas de saÃºde do municÃ­pio outros cinco remédios também estáo em <strong>falta</strong>, alguns desde março.</p>
<p><strong>Indianer und Aids, Manaus, 2009:</strong></p>
<p><strong>Gerade ist eine Patientin des Pastoralzentrums gestorben &#8211;  eine Indianerin. Über eine halbe Million Indios gibt es in Brasilien “ etwa die Hälfte lebt bereits in Großstädten wie Manaus am Rio Negro &#8211;  fast durchweg in Slums. Die brasilianischen Aidsexperten nennen die Präventionsarbeit bei Indiostämmen besonders schwierig. Kondome würden aus soziokulturellen Gründen, vor allem der Mannesehre, gewöhnlich abgelehnt. Krankheiten wie Aids und Tuberkulose schreibe man dem Wirken böser Geister aus der übernatürlichen Welt zu, hoffe auf Heilung durch den Schamanen. Zudem existiere das Problem der Promiskuität, derÂ häuslichen, der sexuellen Gewalt auch unter den Indios, könne sich eine Indianerfrau schwerlich gegen einen Mann durchsetzen, der kein Kondom wolle. Indianerinnen arbeiteten als Prostituierte. Indianer und Indianerinnen, die zu evangelikalen Sekten übertreten, sagen: ”Wegen meiner Religion kriege ich kein Aids, sind weder Aidstests noch Kondome nötig. Jesus heilt &#8211; Halleluja!”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/23/yanomami-runddorf-demini-video-anklicken-amazonas-musiktheater-munchner-biennale-2010/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/23/yanomami-runddorf-demini-video-anklicken-amazonas-musiktheater-munchner-biennale-2010/</font></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/05/die-aids-epidemie-in-brasilien-ist-nicht-unter-kontrolle-analia-maria-de-paula-leiterin-der-bischoflichen-aids-pastoral-in-nordbrasilien-gesichter-brasiliens/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/05/die-aids-epidemie-in-brasilien-ist-nicht-unter-kontrolle-analia-maria-de-paula-leiterin-der-bischoflichen-aids-pastoral-in-nordbrasilien-gesichter-brasiliens/</font></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/19/aids-und-die-praventive-funktion-von-kondomen-in-brasilien-die-halluzinierenden-nachte-der-kamikazeas-alucinantes-noites-dos-camicases-nachrichtenmagazin-veja-sexualpraktiken-bisexual/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/19/aids-und-die-praventive-funktion-von-kondomen-in-brasilien-die-halluzinierenden-nachte-der-kamikazeas-alucinantes-noites-dos-camicases-nachrichtenmagazin-veja-sexualpraktiken-bisexual/</font></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/22/viele-aids-infizierte-brasilien-stecken-aus-rache-und-wutgefuhlen-heraus-sowie-aus-bosartigkeit-ganz-bewust-andere-menschen-mit-dem-hiv-virus-an-patienten-des-franziskaner-aids-projekts-in-sao-pa/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/22/viele-aids-infizierte-brasilien-stecken-aus-rache-und-wutgefuhlen-heraus-sowie-aus-bosartigkeit-ganz-bewust-andere-menschen-mit-dem-hiv-virus-an-patienten-des-franziskaner-aids-projekts-in-sao-pa/</font></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/19/355-brasilianer-haben-aids-ohne-es-zu-wissen-laut-offizieller-regierungsschatzunggewohnlich-viel-zu-niedrig/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/19/355-brasilianer-haben-aids-ohne-es-zu-wissen-laut-offizieller-regierungsschatzunggewohnlich-viel-zu-niedrig/</font></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/09/analsex-haufig-erste-sexuelle-erfahrung-von-mannlichen-jugendlichen-in-brasilien-troca-troca-brasil-ato-sexual-em-que-parceiros-masculinos-se-alternam-na-penetracao-anal/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/09/analsex-haufig-erste-sexuelle-erfahrung-von-mannlichen-jugendlichen-in-brasilien-troca-troca-brasil-ato-sexual-em-que-parceiros-masculinos-se-alternam-na-penetracao-anal/</font></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/05/brasilien-auf-uno-index-fur-menschliche-entwicklung-jetzt-platz-75-hinter-argentinien-chile-und-kuba/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/05/brasilien-auf-uno-index-fur-menschliche-entwicklung-jetzt-platz-75-hinter-argentinien-chile-und-kuba/</font></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/</font></a><strong>Laut Landesmedien durchläuft Brasiliens Gesundheitswesen eine “gravierende Krise”, wurden in den letzten zehn Jahren 45,9 Milliarden Real, die für das Gesundheitswesen bestimmt waren, in Wirklichkeit garnicht investiert.  Brasiliens privates Gesundheitswesen für die Bessergestellten habe viermal mehr Ärzte als das öffentliche Gesundheitswesen für die übergroße Mehrheit der Brasilianer. </strong></p>
<p><strong>Entsprechend groß ist das Lob für Brasiliens Sozialpolitik aus neoliberalen Ländern Mitteleuropas. </strong></p>
<p><a href="http://www.adveniat.de/blog/?p=960"><strong><font color="#bb0000">http://www.adveniat.de/blog/?p=960</font></strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-heranwachsende-in-extremer-armut-zahl-zunehmend-laut-neuer-unicef-studie-acht-jahre-lula-rousseff-regierung-und-resultate/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-heranwachsende-in-extremer-armut-zahl-zunehmend-laut-neuer-unicef-studie-acht-jahre-lula-rousseff-regierung-und-resultate/</font></strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/18/brasiliens-brutale-sozialkontraste-lula-ist-nacktfolha-de-sao-paulo/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/18/brasiliens-brutale-sozialkontraste-lula-ist-nacktfolha-de-sao-paulo/</font></strong></a></p>
<p><strong><strong>Leonardo Boff 2010 :“Lula machte die größte Revolution der sozialen Ökologie des Planeten, eine Revolution für die Bildung, ethische Politik.“  </strong></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/03/brasiliens-soziale-ungleichheit-laut-uno-index-2011-fur-menschliche-entwicklung-nur-platz-97-betonen-landesmedien/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/03/brasiliens-soziale-ungleichheit-laut-uno-index-2011-fur-menschliche-entwicklung-nur-platz-97-betonen-landesmedien/</font></strong></a></strong></p>
<p><strong><strong>Lulas Krebsbehandlung:</strong></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/03/brasilien-lulas-krebsbehandlungsirio-libanes-fur-allefolha-de-sao-paulo-zur-therapie-im-teuren-elite-krankenhaus-sao-paulos/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/03/brasilien-lulas-krebsbehandlungsirio-libanes-fur-allefolha-de-sao-paulo-zur-therapie-im-teuren-elite-krankenhaus-sao-paulos/</font></strong></a></strong></p>
<p><strong>Lula über öffentliches Gesundheitswesen SUS:  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/01/campanha-lula-no-sus-youtube-anklicken-gabe-es-sus-in-den-usa-ware-das-gut-fur-die-armenlula/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/01/campanha-lula-no-sus-youtube-anklicken-gabe-es-sus-in-den-usa-ware-das-gut-fur-die-armenlula/</font></a></strong></p>
<p><strong>Sao Paulos Favela Cachoeirinha Sao Paulo 2011 &#8211; 70000 Bewohner, nicht einmal ein Gesundheitsposten, seit Jahren auch von der katholischen Kirche gefordert.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach28.JPG" alt="cach28.JPG" /></p>
<p><strong>Der soziale Aufstieg von Lula:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/04/lula-bekommt-500000-dollar-von-lg-fur-vortrag-in-sudkorea-laut-brasilianischen-landesmedien-uber-eine-million-dollar-damit-vier-monate-nach-ende-der-amtszeit-kassiert-laut-kalkulation-von-parte/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/04/lula-bekommt-500000-dollar-von-lg-fur-vortrag-in-sudkorea-laut-brasilianischen-landesmedien-uber-eine-million-dollar-damit-vier-monate-nach-ende-der-amtszeit-kassiert-laut-kalkulation-von-parte/</font></strong></a></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/</font></strong></a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/boomland-brasilien-stahl-flaute-stagnation-bei-olforderung-industriellenkritik-an-wachstumshemmender-hochzinspolitik/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/boomland-brasilien-stahl-flaute-stagnation-bei-olforderung-industriellenkritik-an-wachstumshemmender-hochzinspolitik/</font></strong></a></p>
<p><strong>Die erfolgreiche Auslandspropaganda, Berichterstattungsvorschriften und der Soziologe Claudio Monteiro, Leiter der katholischen Aids-Pastoral in Sao Paulo 2010: </strong> <strong>“Als Folge von Aids sterben in Brasilien jährlich weit mehr als die laut amtlicher Schätzung angegebenen rund 11000 Personen &#8211; die Dunkelziffer ist hoch”, so Monteiro im Website-Interview. “Die Feststellung und Registrierung der Todesursachen muß stark verbessert werden. Wegen fehlender Medikamente für den Aids-Cocktail sterben nach wie vor zahlreiche Menschen. Derzeit nimmt Aids besonders in Städten bis 50000 Einwohner zu.”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/</font></strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/</font></strong></a></p>
<p><strong>Katholik Schlingensief:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/23/den-leuten-zu-sagen-in-was-fur-einer-verlogenen-scheise-wir-alle-leben-schlingensief-in-sao-paulo/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/23/den-leuten-zu-sagen-in-was-fur-einer-verlogenen-scheise-wir-alle-leben-schlingensief-in-sao-paulo/</font></strong></a></p>
<h2>Brasiliens “Boom” und die Slumhütten. “Ratten, Unmassen von Fiebermücken, Kloake bei jedem Gewitterregen in der Kate.” “Warum hat Sao Paulo noch 2627 Slums?” <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11764" title="Beitrag bearbeiten"><font color="#bb0000">**</font></a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-slums/" rel="tag"><font color="#bb0000">Brasiliens Slums</font></a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-wirtschaft/" rel="tag"><font color="#bb0000">Brasiliens Wirtschaft</font></a></p>
<p><font color="#bb0000"><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c1.JPG" alt="c1.JPG" /></font></p>
<p><strong>Hausen  an stinkender Kloake &#8211; in Lateinamerikas reichster Stadt Sao Paulo. “Ich lebe hier schon 14 Jahre so in dieser Kate.”(Mutter von vier Kindern)</strong></p>
<p><strong>Der Teilstaat Sao Paulo ist die führende Wirtschaftsregion Lateinamerikas mit der entsprechenden Konzentration von Ober-und Mittelschicht &#8211; man kann sich daher vorstellen, wie die Slums in den stark unterentwickelten Regionen des Nordens und Nordostens der siebtgrößten Wirtschaftsnation aussehen.</strong></p>
<p><a href="http://www.adveniat.de/blog/?p=960"><strong><font color="#bb0000">http://www.adveniat.de/blog/?p=960</font></strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/brasiliens-obdachlose-drei-ermordet-in-campinas-bei-sao-paulo-regelmasig-gewalttaten-sogar-verbrennung-von-strasenbewohnern/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/brasiliens-obdachlose-drei-ermordet-in-campinas-bei-sao-paulo-regelmasig-gewalttaten-sogar-verbrennung-von-strasenbewohnern/</font></strong></a></p>
<p><font color="#bb0000"><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c2.JPG" alt="c2.JPG" /></font></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/21/katholisches-hilfswerk-adveniat-in-brasilien-land-der-vielen-milliardare-und-millionare-wie-es-kommt-das-in-deutschland-muhselig-spenden-fur-bedurftige-und-sozialprojekte-gesammelt-werden-obwohl-d/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/21/katholisches-hilfswerk-adveniat-in-brasilien-land-der-vielen-milliardare-und-millionare-wie-es-kommt-das-in-deutschland-muhselig-spenden-fur-bedurftige-und-sozialprojekte-gesammelt-werden-obwohl-d/</font></strong></a></p>
<p><font color="#bb0000"><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c10.JPG" alt="c10.JPG" /></font></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/07/brasiliens-boomwirtschaft-wachst-nicht-mehr-und-erholung-wird-dauern-folha-de-sao-paulo/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/07/brasiliens-boomwirtschaft-wachst-nicht-mehr-und-erholung-wird-dauern-folha-de-sao-paulo/</font></strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/04/brasiliens-korruptionskrise-dilma-rousseffs-arbeitsminister-carlos-lupi-kippt-staatschefin-wartete-mit-entlassung-trotz-der-gravierenden-verfehlungen-des-ministers-ubermasig-lange-kritisieren-land/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/04/brasiliens-korruptionskrise-dilma-rousseffs-arbeitsminister-carlos-lupi-kippt-staatschefin-wartete-mit-entlassung-trotz-der-gravierenden-verfehlungen-des-ministers-ubermasig-lange-kritisieren-land/</font></strong></a></p>
<p><font color="#bb0000"><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c3.JPG" alt="c3.JPG" /></font></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/06/brasiliens-industriellenverband-fiesp-zu-wirtschaftsstagnation-warnungen-seit-jahresbeginn-bestatigt-schadliche-wirkung-der-hohen-zinsen-uberbewertete-landeswahrung-real/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/06/brasiliens-industriellenverband-fiesp-zu-wirtschaftsstagnation-warnungen-seit-jahresbeginn-bestatigt-schadliche-wirkung-der-hohen-zinsen-uberbewertete-landeswahrung-real/</font></strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-heranwachsende-in-extremer-armut-zahl-zunehmend-laut-neuer-unicef-studie-acht-jahre-lula-rousseff-regierung-und-resultate/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-heranwachsende-in-extremer-armut-zahl-zunehmend-laut-neuer-unicef-studie-acht-jahre-lula-rousseff-regierung-und-resultate/</font></strong></a></p>
<p><font color="#bb0000"><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c4.JPG" alt="c4.JPG" /></font></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/17/adveniat-in-brasilien-wie-lebt-es-sich-in-der-reichsten-stadt-lateinamerikas-der-siebtgrosten-wirtschaftsnation-nach-acht-jahren-lula-regierung-adveniat-gottesdienst-in-der-favela-cachoeirinha-von/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/17/adveniat-in-brasilien-wie-lebt-es-sich-in-der-reichsten-stadt-lateinamerikas-der-siebtgrosten-wirtschaftsnation-nach-acht-jahren-lula-regierung-adveniat-gottesdienst-in-der-favela-cachoeirinha-von/</font></strong></a></p>
<p><strong>Wie in deutschsprachigen Zeitungen und Zeitschriften die  Situation interpretiert wird:</strong></p>
<h2>”Das Leben in Brasilien ist leicht und unbeschwert. Probieren Sie es selbst.” Deutschsprachige Tourismuspropaganda.</h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/28/brasilien-nach-acht-jahren-lula-regierungwarum-hat-sao-paulo-noch-2627-slums-fragt-die-wichtigste-qualitatszeitung-o-estado-de-sao-paulo/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/28/brasilien-nach-acht-jahren-lula-regierungwarum-hat-sao-paulo-noch-2627-slums-fragt-die-wichtigste-qualitatszeitung-o-estado-de-sao-paulo/</font></strong></a></p>
<p><font color="#bb0000"><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c5.JPG" alt="c5.JPG" /></font></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/brasiliens-hohe-rate-von-behinderten-2391-prozent-der-bevolkerung-gegenuber-rund-1-prozent-in-hochentwickelten-landern-laut-studien/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/brasiliens-hohe-rate-von-behinderten-2391-prozent-der-bevolkerung-gegenuber-rund-1-prozent-in-hochentwickelten-landern-laut-studien/</font></strong></a></p>
<p><font color="#bb0000"><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c9.JPG" alt="c9.JPG" /></font></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/24/brasilien-wurde-unter-lula-rousseff-zum-auswanderungsland-bye-bye-brasil-sergio-costa-soziologie-professor-an-der-fu-berlin-bestatigt-die-entwicklung/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/24/brasilien-wurde-unter-lula-rousseff-zum-auswanderungsland-bye-bye-brasil-sergio-costa-soziologie-professor-an-der-fu-berlin-bestatigt-die-entwicklung/</font></strong></a></p>
<p><font color="#bb0000"><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c6.JPG" alt="c6.JPG" /></font></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/</font></strong></a></p>
<p><font color="#bb0000"><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c8.JPG" alt="c8.JPG" /></font></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/24/sos-kinderdorfer-in-brasilien-unter-rousseff-lula-zahlreiche-hilfsprojekte-deutschlands-der-schweiz-und-osterreichs-in-boomland-global-player-rassismus-in-brasilien-mauricio-pestana-analysier/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/24/sos-kinderdorfer-in-brasilien-unter-rousseff-lula-zahlreiche-hilfsprojekte-deutschlands-der-schweiz-und-osterreichs-in-boomland-global-player-rassismus-in-brasilien-mauricio-pestana-analysier/</font></strong></a></p>
<p><font color="#bb0000"><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c7.JPG" alt="c7.JPG" /></font></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/08/brasiliens-favela-menschenrechtsaktivisten-eliana-takeko-kanashiro-de-araujo-prasidentin-der-associacao-futuro-melhor-sao-paulo/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/08/brasiliens-favela-menschenrechtsaktivisten-eliana-takeko-kanashiro-de-araujo-prasidentin-der-associacao-futuro-melhor-sao-paulo/</font></strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/26/zdf-und-adveniat-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-verschiedene-sichtweisen-der-gravierenden-menschenrechtslage-brasiliens-je-nach-wertvorstellungen-und-vorschriftenkatalog/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/26/zdf-und-adveniat-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-verschiedene-sichtweisen-der-gravierenden-menschenrechtslage-brasiliens-je-nach-wertvorstellungen-und-vorschriftenkatalog/</font></strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/25/nine-most-horrible-places-in-the-world-favela-slums-von-rio-de-janeiro-aus-sicht-des-bric-staats-china-subkultur-von-umweltzerstorung-armut-und-gangstern-cubatao-bei-sao-paulo-an-sieb/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/25/nine-most-horrible-places-in-the-world-favela-slums-von-rio-de-janeiro-aus-sicht-des-bric-staats-china-subkultur-von-umweltzerstorung-armut-und-gangstern-cubatao-bei-sao-paulo-an-sieb/</font></strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/</font></strong></a></p>
<p><strong>Favelakinder Sao Paulos &#8211; Fotoserie:<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/28/favelakinder-in-sao-paulo-gesichter-brasiliens/"><font color="#bb0000"> http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/28/favelakinder-in-sao-paulo-gesichter-brasiliens/</font></a></strong></p>
<p><font color="#bb0000"><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/crackpaarhelvetia.JPG" alt="crackpaarhelvetia.JPG" /></font></p>
<p><strong>Zwei Crack-Süchtige, laut brasilianischen Augenzeugen, vor Bahnhofseingang, Dezember 2011, nahe der Kulturbehörde des Teilstaats Sao Paulo.</strong></p>
<p><strong>Crack-Epidemie unter der Lula-Rousseff-Regierung:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/03/brasiliens-crack-epidemie-unter-der-rousseff-regierung-wie-crack-wirktverkehrsumleitung-wegen-offener-crack-szene-die-strasen-total-verstopft-in-sao-paulo/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/03/brasiliens-crack-epidemie-unter-der-rousseff-regierung-wie-crack-wirktverkehrsumleitung-wegen-offener-crack-szene-die-strasen-total-verstopft-in-sao-paulo/</font></strong></a></p>
<h2>Brasiliens Staatschefin Dilma Rousseff erhält im Ausland ebensoviel Lob wie zuvor Lula, analysieren die Landesmedien. Lateinamerikas teure Lebensmittel. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11741" title="Beitrag bearbeiten"><font color="#bb0000">**</font></a></h2>
<p>Tags: , <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-auslandspropaganda/" rel="tag"><font color="#bb0000">Brasiliens Auslandspropaganda</font></a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/the-new-yorker/" rel="tag"><font color="#bb0000">The New Yorker</font></a></p>
<p><strong>Wie es hieß, wird Rousseff eine Persönlichkeit des Erfolgs &#8211; wie es zuvor Lula gelang. Sie erhalte Applaus, weil sie Minister entlasse, die sie selber ausgewählt habe. Ein Großteil der Menschen habe eine simplifizierte Sicht der Politik. </strong><strong>Brasilianische Politikwissenschaftler verweisen auf die “Macht der offiziellen Propaganda”, die hohen Ausgaben für Regierungspropaganda.</strong></p>
<p><strong>Brasiliens hausgemachte Krisenfaktoren:<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/30/brasiliens-viele-hausgemachte-krisenfaktoren-hochzinspolitik-uberbewertete-landeswahrung-deindustrialisierung-absurd-ineffiziente-und-kostentrachtige-infrastruktur/"><font color="#bb0000"> http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/30/brasiliens-viele-hausgemachte-krisenfaktoren-hochzinspolitik-uberbewertete-landeswahrung-deindustrialisierung-absurd-ineffiziente-und-kostentrachtige-infrastruktur/</font></a></strong></p>
<p><strong>Wie bereits unter Lula steht das Auslandslob für ihn in interessantem Gegensatz zur Kritik aus Brasilien selbst. In Analysen zum ersten Amtsjahr von Rousseff heißt es auch angesichts der fortdauernden Korruptionskrise, die Regierung sei weiterhin paralysiert, selbst wenn sie so tue, als ob sie agiere. </strong> <strong>Regierungswissenschaftler sagten, daß eine Familie, die 1500 Real als Einkommen habe,  zur Mittelschicht gehöre, heißt es ironisch-sarkastisch.(1500Real &#8211; umgerechnet 625 Euro)</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/28/the-new-yorker-uber-das-brasilien-von-dilma-rousseff-high-growth-political-freedom-and-falling-inequality-the-president-dilma-rousseff-is-a-forceful-presence/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/28/the-new-yorker-uber-das-brasilien-von-dilma-rousseff-high-growth-political-freedom-and-falling-inequality-the-president-dilma-rousseff-is-a-forceful-presence/</font></strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/20/barack-obama-spricht-vor-handverlesenem-publikum-im-opernhaus-von-rio-de-janeiro-rede-vor-bevolkerung-wegen-befurchteten-protesten-abgeblasen/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/20/barack-obama-spricht-vor-handverlesenem-publikum-im-opernhaus-von-rio-de-janeiro-rede-vor-bevolkerung-wegen-befurchteten-protesten-abgeblasen/</font></strong></a></p>
<p><font color="#bb0000"><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/dilmanewsweek.JPG" alt="dilmanewsweek.JPG" /></font></p>
<p><strong>Derzeit wird Dilma Rousseff für ihre Politik auch aus Europa mit Lob überschüttet.  </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/21/newsweek-brazil%C2%B4s-president-dynamite-dilma-where-women-are-winning/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/21/newsweek-brazil%C2%B4s-president-dynamite-dilma-where-women-are-winning/</font></strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/03/brasiliens-crack-epidemie-unter-der-rousseff-regierung-wie-crack-wirktverkehrsumleitung-wegen-offener-crack-szene-die-strasen-total-verstopft-in-sao-paulo/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/03/brasiliens-crack-epidemie-unter-der-rousseff-regierung-wie-crack-wirktverkehrsumleitung-wegen-offener-crack-szene-die-strasen-total-verstopft-in-sao-paulo/</font></strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/03/brasiliens-megaprojekt-der-umleitung-des-rio-sao-francisco-gestoppt-laut-landesmedien-wahltrumpf-von-dilma-rousseff/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/03/brasiliens-megaprojekt-der-umleitung-des-rio-sao-francisco-gestoppt-laut-landesmedien-wahltrumpf-von-dilma-rousseff/</font></strong></a></p>
<p><a href="http://www.adveniat.de/blog/?p=960"><strong><font color="#bb0000">http://www.adveniat.de/blog/?p=960</font></strong></a></p>
<p><strong>Adveniat in Sao Paulo:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/</font></strong></a></p>
<p><strong>Lateinamerikas teure Lebensmittel &#8211; Preissteigerungen um 40 Prozent in den letzten vier Jahren:</strong> <a href="http://exame.abril.com.br/economia/mundo/noticias/precos-dos-alimentos-na-america-latina-sobem-40-em-4-anos--2"><strong><font color="#bb0000">http://exame.abril.com.br/economia/mundo/noticias/precos-dos-alimentos-na-america-latina-sobem-40-em-4-anos–2</font></strong></a></p>
<p><strong>Folter in der größten Demokratie Lateinamerikas:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/</font></strong></a></p>
<h2>Brasiliens ungesühntes Carandiru-Massaker, die Ernennung eines Hauptbeteiligten zum Chef der Elitepolizei Sao Paulos:”Das Massaker von Carandiru zählt zu den Verdiensten, die Sao Paulos Regierung jenem beimißt, der die Elitepolizei Rota führen wird.”(Folha de Sao Paulo) Adveniat in Sao Paulo, Fotoserie. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11666" title="Beitrag bearbeiten"><font color="#bb0000">**</font></a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-menschenrechtslage/" rel="tag"><font color="#bb0000">Brasiliens Menschenrechtslage</font></a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/carandiru-massaker-von-sao-paulo-1992/" rel="tag"><font color="#bb0000">Carandiru-Massaker von Sao Paulo 1992</font></a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/wolfgang-lauer/" rel="tag"><font color="#bb0000">Wolfgang Lauer</font></a></p>
<p><strong>“…a Rota , policia para incidentes carandirus de todos os portes…”</strong></p>
<p><strong>Auch während der achtjährigen Regierungszeit von Lula blieb ein Prozeß gegen die Teilnehmer, politischen Verantwortlichen des Massakers aus.</strong></p>
<h2>Brasilien, das ungesühnte Carandiru-Massaker von Sao Paulo, Medienkritik an neuem Elitepolizei-Chef. Polizeipraktiken “erinnern an nazistisches Deutschland”, laut Landesmedien. Adveniat im Teilstaat Sao Paulo, Hochburg der Arbeiterpartei von Ex-Staatschef Lula. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11601" title="Beitrag bearbeiten"><font color="#bb0000">**</font></a></h2>
<p><strong>Fotoserie &#8211; Adveniat, Sao Paulo:<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/"><font color="#bb0000"> http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/</font></a></strong></p>
<p><a href="http://www.bpb.de/publikationen/JU16H0,0,Vom_Umgang_mit_der_Diktaturvergangenheit.html"><strong><font color="#bb0000">http://www.bpb.de/publikationen/JU16H0,0,Vom_Umgang_mit_der_Diktaturvergangenheit.html</font></strong></a></p>
<p><strong>Die Ernennung des Polizeioffiziers Salvador Modesto Madia durch Gouverneur Geraldo Alckmin zum neuen Chef der Polizei-Eliteeinheit “Rota”wird von Brasiliens größter Qualitätszeitung “Folha de Sao Paulo” als “Schuß in den Fuß” charakterisiert. Madia hatte am ungesühnten Massaker an Häftlingen von 1992 teilgenommen. Die Ernennung, heißt es, weise auf die Fortsetzung einer politisch falschen und demagogischen Orientierung seitens der Teilstaatsregierung von Sao Paulo. “Die Rota ist Synonym für Polizeibrutalität seit den Zeiten der Regierung Paulo Maluf, während des Militärregimes.” An das nazistische Deutschland erinnere die Praxis, sich auf  “Konfrontation und Widerstand gegen Festnahme” zu berufen &#8211; als Vorwand für die summarische Eliminierung beliebiger Personen. </strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/carandirucapa.JPG" alt="carandirucapa.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.bpb.de/publikationen/JU16H0,0,Vom_Umgang_mit_der_Diktaturvergangenheit.html"><strong><font color="#bb0000">http://www.bpb.de/publikationen/JU16H0,0,Vom_Umgang_mit_der_Diktaturvergangenheit.html</font></strong></a></p>
<p><strong>Die Ernennung Madias erfolgte im ersten Amtsjahr von Staatschefin Dilma Rousseff, die auch wegen ihrer Mitarbeiterauswahl aus Europa nicht zufällig sehr viel Lob erhalten hat.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/25/brasiliens-bischof-angelico-sandalo-bernardino-zur-politischen-krise-des-landes-zu-rechtsungleichheit-und-slums/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/25/brasiliens-bischof-angelico-sandalo-bernardino-zur-politischen-krise-des-landes-zu-rechtsungleichheit-und-slums/</font></strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/23/gruner-ministerprasident-winfried-kretschmann-in-brasilien-2011/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/23/gruner-ministerprasident-winfried-kretschmann-in-brasilien-2011/</font></strong></a></p>
<p><strong>Hinweis auf Carandiru &#8211;<br />
</strong></p>
<p><strong><strong>“Der Irak ist hier” &#8211; populärer Menschenrechtssamba von Jorge Aragao &#8211; anklicken:</strong></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.youtube.com/watch?v=XkvjkxERac4"><strong><font color="#bb0000">http://www.youtube.com/watch?v=XkvjkxERac4</font></strong></a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/22/brasiliens-alltagliche-blutbader-sechs-jugendliche-in-belem-mit-genickschus-polizeimunition-ermordet-todesschwadronen-in-der-grosten-demokratie-lateinamerikas/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/22/brasiliens-alltagliche-blutbader-sechs-jugendliche-in-belem-mit-genickschus-polizeimunition-ermordet-todesschwadronen-in-der-grosten-demokratie-lateinamerikas/</font></strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/16/helmut-schmidt-und-lula-lulas-sonderbeziehungen-zu-deutschland/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/16/helmut-schmidt-und-lula-lulas-sonderbeziehungen-zu-deutschland/</font></strong></a></p>
<h2>Brasiliens ungesühntes Carandiru-Massaker von 1992: Angeklagter Polizeioffizier wird Chef der gefürchteten Polizei-Sondereinheit “Rota” von Sao Paulo. Adveniat in Sao Paulo, deutscher Gefangenenpastor Wolfgang Lauer, katholischer Menschenrechtspriester Valdir Joao Silveira. Menschenrechtslage unter der Lula-und Rousseff-Regierung. Winfried Kretschmann im Tropenland. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11591" title="Beitrag bearbeiten"><font color="#bb0000">**</font></a></h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/wolfgang-lauer/" rel="tag"></a></p>
<p><strong>Laut Landesmedien ernannte Sao Paulos Teilstaatsgouverneur Geraldo Alckmin(PSDB) den 48-jährigen Salvador Modesto Madia zum Kommandeur der Eliteeinheit Rota. Seine Teilnahme an dem Massaker, dem mindestens 111 Häftlinge zum Opfer fielen, kommentierte er gegenüber der Presse:”Wir haben unsere Pflicht erfüllt.”</strong></p>
<p><a href="http://www.bpb.de/publikationen/JU16H0,0,Vom_Umgang_mit_der_Diktaturvergangenheit.html"><strong><font color="#bb0000">http://www.bpb.de/publikationen/JU16H0,0,Vom_Umgang_mit_der_Diktaturvergangenheit.html</font></strong></a></p>
<p><strong>“Novo chefe da Rota atuou em massacre do Carandiru”. Folha de Sao Paulo</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/22/brasiliens-alltagliche-blutbader-sechs-jugendliche-in-belem-mit-genickschus-polizeimunition-ermordet-todesschwadronen-in-der-grosten-demokratie-lateinamerikas/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/22/brasiliens-alltagliche-blutbader-sechs-jugendliche-in-belem-mit-genickschus-polizeimunition-ermordet-todesschwadronen-in-der-grosten-demokratie-lateinamerikas/</font></strong></a></p>
<p><a href="http://www.diarioonline.com.br/noticia-176401-experts-planejaram-matanca-diz-antropologo.html"><strong><font color="#bb0000">http://www.diarioonline.com.br/noticia-176401-experts-planejaram-matanca-diz-antropologo.html</font></strong></a></p>
<p><strong>“De acordo com o Estudo Global de Homicídios 2011 da ONU (Organização das Nações Unidas), o Brasil é o líder absoluto no número de homicídios de todo o planeta. Por aqui, mata-se mais do que em qualquer outro país em guerra.”</strong></p>
<h2>Brasiliens ungesühntes Carandirú-Massaker an Häftlingen in Sao Paulo: Ökumenischer Gedenkgottesdienst der katholischen Gefangenenseelsorge. “Die Massaker und Blutbäder gehen weiter.” Menschenrechtspriester Valdir Joao Silveira, Leiter der nationalen Gefangenenseelsorge Brasiliens, vehementer Kritiker von Folter und anderen gravierenden Menschenrechtsverletzungen unter Lula-Rousseff. Ferrez &#8211; Notizen von der Stadtkriegsfront. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11085" title="Beitrag bearbeiten"><font color="#bb0000">**</font></a></h2>
<p><strong>“Ich sah den Holocaust”:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/02/carandiru-brasilien-erinnert-sich-an-grostes-massaker-der-weltgeschichte-an-haftlingen-ich-sah-den-holocaust-30-laut-umfragen-fur-polizeieinsatz-von-sao-paulo-80-der-getoteten-waren-nicht-v/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/02/carandiru-brasilien-erinnert-sich-an-grostes-massaker-der-weltgeschichte-an-haftlingen-ich-sah-den-holocaust-30-laut-umfragen-fur-polizeieinsatz-von-sao-paulo-80-der-getoteten-waren-nicht-v/</font></strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-gefangnisse/" rel="tag"></a></p>
<p><strong>O ATO DO DIA 02 DE OUTUBRO: “CARANDIRU 20 ANOS: NUNCA MAIS?”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/02/carandiru-brasilien-erinnert-sich-an-grostes-massaker-der-weltgeschichte-an-haftlingen-ich-sah-den-holocaust-30-laut-umfragen-fur-polizeieinsatz-von-sao-paulo-80-der-getoteten-waren-nicht-v/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/02/carandiru-brasilien-erinnert-sich-an-grostes-massaker-der-weltgeschichte-an-haftlingen-ich-sah-den-holocaust-30-laut-umfragen-fur-polizeieinsatz-von-sao-paulo-80-der-getoteten-waren-nicht-v/</font></strong></a></p>
<p><strong>Lulas Menschenrechtsbilanz zweier Amtszeiten hat die politische Glaubwürdigkeit seiner Regierung in europäischen Ländern offenbar sehr stark erhöht.  </strong></p>
<p><strong>Leonardo Boff 2010 :“Lula machte die größte Revolution der sozialen Ökologie des Planeten, eine Revolution für die Bildung, ethische Politik.“  </strong></p>
<p><a href="http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html"><strong><font color="#bb0000">http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html</font></strong></a></p>
<p><font color="#bb0000"><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/caran1.JPG" alt="caran1.JPG" /></font></p>
<p><strong>Überlebender von Carandirú.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/30/brasilien-katholische-gefangenenseelsorge-und-menschenrechtsorganisationen-gedenken-des-haftlingsmassakers-von-carandiru-vor-19-jahren-totung-von-mindestens-111-gefangenen-nach-wie-vor-ungesuhnt/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/30/brasilien-katholische-gefangenenseelsorge-und-menschenrechtsorganisationen-gedenken-des-haftlingsmassakers-von-carandiru-vor-19-jahren-totung-von-mindestens-111-gefangenen-nach-wie-vor-ungesuhnt/</font></strong></a></p>
<p><strong>“Brasilien ist eine <a href="http://www.brasilien-info.at/wirtschaft/index.html"><font color="#bb0000">Industriemacht</font></a>, die achtgrößte Wirtschaftsnation der Welt, modern und fortschrittlich.”</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/caran2.JPG" alt="caran2.JPG" /></p>
<p><strong>Padre Valdir Joao Silveira erläutert gegenüber den nationalen TV-Sendern die weiterhin gravierende Situation in den brasilianischen Gefängnissen.</strong></p>
<p><strong>“O massacre não terminou e continua em nossas periferias com chacinas de população de rua e pessoas pobres. Com o ato de hoje, queremos dar início a uma grande discussão, durante todo o ano, até completar os 20 anos do massacre, sobre a segurança que temos e a segurança que queremos.”</strong></p>
<h2>“Die Anti-Folter-Konvention wird nicht eingehalten &#8211; was tut denn die UNO, damit die Konvention in der Dritten Welt respektiert wird?” Gefangenenpriester Günther Zgubic aus Österreich.</h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/</font></strong></a></p>
<p><font color="#bb0000"><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/caran3.JPG" alt="caran3.JPG" /></font></p>
<p><strong>“Movimento Maes de Maio” &#8211; Mütter von Ermordeten erinnern an die Blutbäder des Mai 2006.</strong></p>
<p><a href="http://maesdemaio.blogspot.com/2011/10/repercussoes-do-ato-carandiru-19-anos.html"><strong><font color="#bb0000">http://maesdemaio.blogspot.com/2011/10/repercussoes-do-ato-carandiru-19-anos.html</font></strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/19/andrea-beltrao-neuer-film-salve-geral-fur-oscar-2010-nominiert-sorgen-um-gewaltimage-brasiliens-streifen-zeigt-gewaltausbruch-von-2006-in-sao-paulo-ferrez/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/19/andrea-beltrao-neuer-film-salve-geral-fur-oscar-2010-nominiert-sorgen-um-gewaltimage-brasiliens-streifen-zeigt-gewaltausbruch-von-2006-in-sao-paulo-ferrez/</font></strong></a></p>
<p><strong>Trailer des Carandirú-Films nach dem Buch von Drauzio Varella &#8211; anklicken:</strong></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=ZlTPEmjyyvI"><strong><font color="#bb0000">http://www.youtube.com/watch?v=ZlTPEmjyyvI</font></strong></a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=ZlTPEmjyyvI"><strong><font color="#bb0000">http://www.youtube.com/watch?v=ZlTPEmjyyvI</font></strong></a></p>
<p>(gesamter Film bei YouTube abrufbar)</p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/caran4.JPG" alt="caran4.JPG" /></p>
<p><strong>Poet über Rassismus, die Lage in den Elendsvierteln Brasiliens.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/01/parabens-dom-paulo-evaristo-arns4-engste-mitstreiter-pflanzen-fur-ihn-vor-dem-franziskanerkloster-sao-paulos-einen-baum-viva-dom-paulo/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/01/parabens-dom-paulo-evaristo-arns4-engste-mitstreiter-pflanzen-fur-ihn-vor-dem-franziskanerkloster-sao-paulos-einen-baum-viva-dom-paulo/</font></strong></a></p>
<p><strong><font size="3">1985 pfeifen Brasiliens rechtsgerichtete Machteliten die Militärs nach 21 Diktaturjahren zurück in die Kasernen &#8211; Carandiru wird zur Hölle erst in der „Demokratie”. Sao Paulos regimekritischer Kardinal Evaristo Arns ist Augenzeuge:”Über fünfzig Aidskranke im Endstadium liegen auf dem Boden und spucken Blut &#8211; schier unbeschreibliche Zustände!”</font></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/caran5.JPG" alt="caran5.JPG" /></p>
<p><strong>Sprecher zahlreicher Menschenrechtsgruppen vergleichen Diktaturgewalt mit heutigen Menschenrechtsverletzungen, darunter Folter und Blutbädern.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/18/haftlinge-wurden-in-stucke-gehackt-anderen-wurde-das-herz-herausgerissen-zerstuckelte-gefangene-wurden-in-abfallkubeln-gefunden-padre-xavier-paolillo-leiter-der-gefangenenseelsorge-im-brasilia/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/18/haftlinge-wurden-in-stucke-gehackt-anderen-wurde-das-herz-herausgerissen-zerstuckelte-gefangene-wurden-in-abfallkubeln-gefunden-padre-xavier-paolillo-leiter-der-gefangenenseelsorge-im-brasilia/</font></strong></a></p>
<p><font color="#bb0000"><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/caran6.JPG" alt="caran6.JPG" /></font></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/10/evangelischer-pastor-wolfgang-lauer-gefangenenseelsorger-in-brasilien-ob-die-haftlinge-lutheraner-sind-christen-oder-nicht-ist-fur-mich-total-unwichtig/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/10/evangelischer-pastor-wolfgang-lauer-gefangenenseelsorger-in-brasilien-ob-die-haftlinge-lutheraner-sind-christen-oder-nicht-ist-fur-mich-total-unwichtig/</font></strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/11/offizielle-deutsch-brasilianische-beziehungen-der-mutige-evangelische-gefangnispastor-wolfgang-lauer-gravierende-menschenrechtsverletzungen-in-brasilienes-sind-einfach-die-okonomischen-die-polit/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/11/offizielle-deutsch-brasilianische-beziehungen-der-mutige-evangelische-gefangnispastor-wolfgang-lauer-gravierende-menschenrechtsverletzungen-in-brasilienes-sind-einfach-die-okonomischen-die-polit/</font></strong></a></p>
<p><strong>Deutscher evangelischer Pastor Wolfgang Lauer, Gefangenenseelsorger in Sao Paulo. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/08/erste-gefangenenrebellion-unter-dilma-rousseff-mindestens-funf-tote-aufstand-wieder-in-maranhao-herrschaftsgebiet-des-politischen-bundnispartners-jose-sarney-schweizer-jean-ziegler-in-maranhao/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/08/erste-gefangenenrebellion-unter-dilma-rousseff-mindestens-funf-tote-aufstand-wieder-in-maranhao-herrschaftsgebiet-des-politischen-bundnispartners-jose-sarney-schweizer-jean-ziegler-in-maranhao/</font></strong></a></p>
<p><font color="#bb0000"><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/caran7.JPG" alt="caran7.JPG" /></font></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/11/brasiliens-gefangnisse-unter-lula-in-manaus-haftanstalt-schauplatz-des-jungsten-aufstands-achtmal-mehr-gefangene-eingepfercht-als-erlaubt-betonen-landesmedien/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/11/brasiliens-gefangnisse-unter-lula-in-manaus-haftanstalt-schauplatz-des-jungsten-aufstands-achtmal-mehr-gefangene-eingepfercht-als-erlaubt-betonen-landesmedien/</font></strong></a></p>
<p><font color="#bb0000"><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/caran8.JPG" alt="caran8.JPG" /></font></p>
<p><strong><font size="3">Aus gebrochenen, undichten Rohren fließen Abwässer, Scheiße und Urin über den Zellenboden, bei Sommerhitze bis über fünfzig Grad werden Gefangene von dem Gestank ohnmächtig, oder schier verrückt, rebellieren, attackieren die eigenen Zellennachbarn. „Für mich sind solche Knäste Konzentrationslager”, sagte der in Sao Paulo lebende Menschenrechtsaktivist und Gefangenenseelsorger Günther Zgubic aus Österreich &#8211; er schreibt UNO-Dossiers, kaum einer kennt Carandiru besser. (Hintergrundtext)</font></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/12/die-folter-in-polizeiwachen-hat-in-ganz-brasilien-stark-zugenommen-gefangenenpriester-valdir-joao-silveira-die-anti-folter-konvention-wird-nicht-eingehalten-was-tut-denn-die-uno-damit-die-k/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/12/die-folter-in-polizeiwachen-hat-in-ganz-brasilien-stark-zugenommen-gefangenenpriester-valdir-joao-silveira-die-anti-folter-konvention-wird-nicht-eingehalten-was-tut-denn-die-uno-damit-die-k/</font></strong></a></p>
<p><font color="#bb0000"><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/caran10.JPG" alt="caran10.JPG" /></font></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/</font></strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/21/brasiliens-menschenrechtspriester-julio-lancelotti-prasentiert-projekt-das-mutmaslich-straffalligen-jugendlichen-der-unterschicht-die-notige-juristische-verteidigung-garantieren-soll-um-willkurfalle/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/21/brasiliens-menschenrechtspriester-julio-lancelotti-prasentiert-projekt-das-mutmaslich-straffalligen-jugendlichen-der-unterschicht-die-notige-juristische-verteidigung-garantieren-soll-um-willkurfalle/</font></strong></a></p>
<p><font color="#bb0000"><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/caran9.JPG" alt="caran9.JPG" /></font></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/17/in-den-brasilianischen-gefangnissen-sind-die-opfer-des-politisch-wirtschaftlichen-systems-eingekerkert-anwalt-bruno-alves-de-souza-29-prasident-des-menschenrechtsrates-im-teilstaat-espirito-san/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/17/in-den-brasilianischen-gefangnissen-sind-die-opfer-des-politisch-wirtschaftlichen-systems-eingekerkert-anwalt-bruno-alves-de-souza-29-prasident-des-menschenrechtsrates-im-teilstaat-espirito-san/</font></strong></a></p>
<p><font color="#bb0000"><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/caran11.JPG" alt="caran11.JPG" /></font></p>
<p><strong>Hintergrund &#8211; Ferrez &#8211; Notizen von der Stadtkriegsfront:</strong></p>
<p><strong>2007 Gast des Berliner Literaturfestivals</strong><br />
<strong>Der Irak und der Libanon sind täglich wegen der vielen unschuldigen Gewaltopfer in den Schlagzeilen &#8211; Brasilien nicht. Obwohl gemäß brasilianischen Erhebungen in dem Tropenland jährlich weit mehr Menschen umkommen als im Irakkrieg und die Folter alltäglich ist.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/10/taglich-ausergerichtliche-exekutionen-in-brasilien-menschenrechts-minister-paulo-vannuchi/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/10/taglich-ausergerichtliche-exekutionen-in-brasilien-menschenrechts-minister-paulo-vannuchi/</font></strong></a></p>
<p><strong>Ferrez, mit bürgerlichem Namen Reginaldo Ferreira da Silva, wurde unfreiwillig zum Frontberichterstatter im brasilianischen Stadtkrieg, weil er als einziger Romanautor an der von extremer Gewalt geprägten Slumperipherie der Megacity Sao Paulo lebt. Ferrez, dessen Bücher bei einem angesehenen brasilianischen Verlag erscheinen, bereits ins Französische, Spanische und Italienische übersetzt wurden, erhält wegen seines literarischen und politischen Engagements  Morddrohungen, ist in Lebensgefahr.In den Slums ist Bücherlesen Luxus, die meisten Bewohner sind zudem funktionelle Analphabeten. FerrÃ¨z wurde deshalb auch zum Rapper, ist in den Ghettos dadurch bekannter als durch seine Bücher.<br />
Vom Goetheinstitut Sao Paulos bis zum Slumviertel Capao Redondo sind es mit den entsetzlich lauten, überfüllten Vorstadtbussen etwa drei Stunden. Aber wer in Brasilien nicht Bus fährt, sagt ein bekannter Schriftsteller, weiß nichts vom wirklichen Leben. In Capao Redondo hausen eine Million Menschen, darunter FerrÃ¨z.Â 2006 führt das größte brasilianische Verbrechersyndikat PCC, Erstes Kommando der Hauptstadt, eine nicht endende Serie von Terroranschlägen gegen den Staat, erschießt an der Peripherie täglich Polizisten, Gefängniswärter und deren Angehörige &#8211; FerrÃ¨z liefert als einziger fundierte Berichte von der Front: In seinen Büchern, seiner Zeitschrift, seinem Blog analysiert er Gewalt und Gegengewalt, die Rachefeldzüge der Polizei. Weit über sechshundert Tote werden gezählt, die meisten in Capao Redondo.<br />
–”Krieg in den Slums, Panik in den Nobelvierteln”<br />
Wir reden am Kaffeestand, im Krach einer vollen Bäckerei miteinander, hier fühlt sich FerrÃ¨z sicher. ”Für mich ist das hier schon immer wie im Krieg. Doch die Eliten haben es erst jetzt, in diesen Tagen, wegen der Attentatswelle gespürt. Da haben sie in ihren Nobelvierteln die Panik gekriegt, sich verbarrikadiert und versteckt. Nur &#8211;  so leben wir doch schon jahrelang. Durch Morde habe ich über zwanzig meiner Freunde verloren, das ist normal hier. Man tötet wahllos, wegen Banalitäten. Als ich mal in Spanien war, redeten die Leute, die Medien drei Wochen von einer ertrunkenen Frau. Ich dachte anfangs, ertrinkt hier jeden Tag eine? Bis ich mitbekam, es ist immer die selbe. Dort schockt die Leute noch der Tod. Hier redet man nicht mal mehr von den Toten, weil es zu viele sind. Wenn ich auf der Straße gehe, den Falschen treffe, killt der mich. Und wenn ich mal mit einem Verkäufer diskutieren würde, wäre möglich, daß der den Revolver zieht und mich erschießt, obwohl du neben mir stehst. Kürzlich rede ich mit vier Bekannten auf der Straße. Als ich gerade weg bin, kommt ein Killerkommando, erschießt die vier. Wäre ich noch da gewesen, hätten sie mich mit erschossen. Dazu kann man doch nicht schweigen. Capao Redondo &#8211;  das ist wie ein Extra-Land, es ist dieses Brasilien, das in Deutschland und anderswo gewöhnlich nicht wahrgenommen wird. Dort denkt man bei Brasilien meist nur an Exotismus, Mulattinnen, Tropenwälder. Das hier ist völlig anders.” FerrÃ¨z erwähnt in seinen Büchern die in Brasilien übliche Lynchjustiz, die nur zu oft Unschuldige trifft. Und auch die in den Favelas übliche Abtreibung mittels Medikamenten. Frauen legen die toten Föten nicht selten gleich auf der Straße, auf dem Fußweg ab.<br />
Als FerrÃ¨z mit seinen Blog-Frontberichten beginnt, stellen Brasiliens Medien die Sache noch so dar, als ob die Polizei lediglich auf die PCC-Attacken reagiert, die gefährlichsten Verbrecher bekämpft. Doch FerrÃ¨z beobachtet, daß es meistens Unschuldige trifft, damit Haß und Gewalt in der Gesellschaft weiter geschürt werden. ”Ich mache den Versuch, der herrschenden Elitemeinung etwas entgegenzustellen. Denn die Eliten stimulieren ja das Morden, die Vorurteile gegen Slumbewohner. Vierzig Prozent der Getöteten hier waren junge Pizza-Austräger, die nachts mit ihren Motorrädern zu den Kunden fahren. Die Polizei feuerte einfach auf Leute, die gerade auf der Straße waren. Niemand prangerte das an, niemand sprach darüber, das hat mich beeindruckt. Und ich sagte mir, dann muß ich es eben tun. Also habe ich den Mund aufgemacht, und das hatte Wirkung. Die Polizei wurde angewiesen, vorsichtiger, weniger brutal vorzugehen. Man sagte den Beamten, Vorsicht, da gibt es jetzt welche, die darüber berichten. Doch mich bedrohen sie mit Mord.”<br />
Ferrez, der früher Besenverkäufer und Bauhilfsarbeiter war, hat sich deshalb eine Weile versteckt, geht jetzt nachts nicht mehr aus dem Haus. Er wirkt fatalistisch, ohne Angst vor dem Tod. ”Ich lebe mit Mord und Tod seit meiner Kindheit. Als ich acht war, sagte mein Vater, vor unserm Haus liegt ein Erschossener. Da bin ich hin und habe mir den genau angesehen. Unglücklicherweise haben wir uns hier an die Gewalt gewöhnt. Klar, ich hoffe, daß mir nichts passiert, aber ich mache mir um den Tod auch keine Sorgen. Denn ehrlich gesagt, ich habe doch alles erreicht, was ich wollte. Ich habe ein Buch geschrieben, das sich verkauft, ich habe meiner Mutter, meiner Frau ein besseres Leben schaffen können. Jetzt habe ich keine Träume mehr, ich bin hoffnungslos, weil sich diese Realität hier nicht bessert, nur alles schlechter wird im Viertel. Ich sehe keine Ehrlichkeit, keinen guten Willen bei den brasilianischen Politikern, den Eliten, nicht mal in unserm Volk. Schau den Leuten ins Gesicht, da siehst du Traurigkeit. Sie engagieren sich nicht, ergeben sich dem Zuckerrohrschnaps, sind mutlos. Hier laufen nur Körper rum, haufenweise, ohne Richtung, Orientierung. Da ist es schwierig, etwas zu erreichen. Gut, andererseits kämpfe ich ja jeden Tag. Tagsüber würde mir die Polizei nichts tun, da gäbe es zu viele Zeugen. Außerdem gibt es Polizisten, die sehen die Lage wie ich. Aber nachts gehe ich nicht raus, oder übernachte dort, wo ich grade bin.”<br />
–Lula und die Slums”<br />
In Deutschland denken viele, Staatschef Lula macht progressive Politik, auch für einen wie dich, für die Leute im Slum. Lula spricht doch jeden Tag von Riesenerfolgen?<br />
„Die Lula-Regierung ist weniger schlecht als die vorangegangene, ist das kleinere Übel. Aber was hat sich denn seit Lulas Amtsantritt getan? Es gibt nicht mehr Arbeit. Daß sich für die Slumperipherie was verbesserte, ist einfach nicht wahr. Für die Unternehmer sieht die Sache natürlich ganz anders aus.”<br />
Drei Viertel der 185 Millionen Brasilianer, so sagen neue Studien, sind nicht in der Lage, einen einfachen Zeitungs-oder Buchtext zu lesen und zu verstehen. Das vereinfacht die Manipulierung der Pflichtwähler kolossal, dient Neopopulisten wie dem Staatschef ungemein. (Wer nicht wählt, kriegt auch unter Lula keine Arbeit im öffentlichen Dienst, keinen Reisepaß etc.- wie wäre das in Deutschland?)<br />
Aber wer sind dann die Leser von FerrÃ¨z? Sein Buch „Capao Pecado” produzierte er selber, zog fünfzig Kopien, verteilte es unter Freunden und Bekannten des Viertels. Manche von denen arbeiten für die Mittel-und Oberschicht als Hausdiener, Wächter, zeigten es den Arbeitgebern. Manche bestellten „Capao Pecado” daraufhin bei FerrÃ¨z, der die Bücher persönlich zu deren Villen brachte, sie dort den bewaffneten Wächtern übergab, die Besteller nicht zu Gesicht bekam.<br />
”Ja, so lief es &#8211;  die Peripherie hat das Buch den Betuchten gezeigt, jetzt ist es bei einem Verlag in der fünften Auflage. Das System hatte für mich nichts vorgesehen, also habe ich mich auf meine Weise organisiert, mache meine Literatur. Als ich in einer Bäckerei arbeitete, habe ich nebenher was auf Zettel gekritzelt, daraus dann zuhause eine Geschichte montiert. Das lesen jetzt sogar Leute aus der Upperclass. Manche von denen sagen mir, Puta, du hast Recht, die Oberschicht ist idiotisch, die will sich nicht ändern. Dreihundert Familien besitzen achtzig Prozent allen Einkommens, allen Geldes “ wir kriegen nur den allerletzten Rest. Ja, unsere Eliten handeln selbstmörderisch, suchen sich in ihren Privilegiertenghettos abzuschotten, langfristig planen die ihren eigenen Tod. Das kann hier alles mal explodieren. Den Aufstand dieses Verbrechersyndikats, das sich immer besser in den Slums organisiert, konnten sie nicht verhindern “ auf einen Schlag hundert tote Polizisten, brennende Banken und Staatsgebäude. Morgen könnten sich viele das als Beispiel nehmen, es intelligenter anstellen, eine revolutionäre Organisation schaffen. Und wenn es dann losbricht, kann es keiner aufhalten. Dann werden die Eliten wieder mit Gewalt antworten. Die jungen Menschen hier haben doch keinerlei Perspektiven. Frag hier mal ein Kind, was willst du denn werden? Da lacht es dich aus, sagt, ich will nichts werden, wie sollte ich denn? Mein Bruder ist 18, kann nicht mal richtig lesen “ die öffentlichen Schulen formen doch nur funktionelle Analphabeten.”<br />
–Rap, Chico Cesar, Arnaldo Antunes, Paulo Lins”<br />
Daher ist Rap an der Peripherie wichtiger als das Buch, um die Bewohner zu erreichen. In Capao Redondo kennt man FerrÃ¨z daher mehr wegen seiner Rap-Konzerte, der Rap-CD „Determinaçao”, auf der er mit Chico Cesar und Arnaldo Antunes zu hören ist . Beide suchten Kontakt zu FerrÃ¨z, wollten von ihm Texte, wollten mit ihm auftreten.<br />
FerrÃ¨z ist inzwischen mit dem Schwarzen Paulo Lins aus Rio de Janeiro befreundet. Lins schrieb den Slum-Roman „Cidade de Deus”, Gottesstadt. Der wurde verfilmt “ war auch in Deutschland als „City of God” ein Erfolg, zeigte das andere Brasilien “ und auch die Lächerlichkeit so vieler Brasilienklischees von Traumstränden, Karneval und Lebenslust. Die Produzenten von „City of God” werden jetzt das neue Buch von FerrÃ¨z verfilmen “ „Manual pratico do Odio”, praktische Anleitung zum Haß. „Das Leben ist hart an der Peripherie. Die Leute lieben und hassen in gleichem Maß.”</strong><br />
<img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2008/02/ferrezextra.jpg" alt="ferrezextra.jpg" /></p>
<p><strong>2009 wird eine abschließende Universitätsstudie  über die PCC-Rebellion vom Mai 2006 veröffentlicht: Danach wurden zwischen dem 12. und 21. Mai 2006 im Teilstaat Sao Paulo 564 Menschen erschossen &#8211; 59 waren öffentliche Bedienstete, meist Polizisten, die restlichen 505 Zivilisten. 118 davon wurden bei Zusammenstößen mit der Polizei getötet, die weiteren bei summarischen Exekutionen, teils von Kapuzen-Männern verübt.</strong></p>
<p>2 de outubro de 1992: uma pequena desavença entre presidiários do pavilhão 9 da Casa de Detenção do Carandiru se transforma em uma rebelião desprovida de viés reivindicativo ou de fuga. Apesar disso, o Governo estadual da época determinou a invasão da Casa de Detenção por centenas de policiais militares que exterminaram a sangue frio 111 pessoas desarmadas e desesperadas. Foi a maior chacina da história do sistema penitenciário brasileiro.</p>
<p>Passadas quase duas décadas dessa “página infeliz de nossa história”, os tijolos da Casa de Detenção foram deitados ao chão e, no seu lugar, foi erigido o sugestivo Parque da Juventude. Todavia, a construção de um parque para a juventude no lugar de uma unidade de aprisionamento da juventude não significou, infelizmente, qualquer mudança na política criminal do Estado: após todos esses anos, ninguém foi responsabilizado pelos 111 assassinatos!</p>
<p>Pior: ainda hoje, divisamos jovens, em regra pobres e negros, sendo perseguidos pelo aparato repressor estatal.      Quando conseguem driblar a morte, caem na vala imunda e cada vez mais superlotada do sistema carcerário (de 1992 para cá, a população prisional cresceu mais de 400% contra pouco mais de 27% de crescimento da população brasileira).</p>
<p>Diante desse quadro desafiador, movimentos e entidades da sociedade civil organizada e alguns órgãos públicos planejam uma grande articulação em torno do vintenário do massacre do Carandiru, com a pretensão de pautar diversas ações para promover a responsabilização do Poder Público e também para trazer ao debate público o tema da segurança pública e da cidadania.</p>
<p>Como pontapé inicial dessa articulação, promoveremos um ato em memória aos 19 anos do massacre. Será nesse domingo, dia 02.10.2011, A PARTIR DAS 15HS, NO PARQUE DA JUVENTUDE.</p>
<p>Assinam:</p>
<p>ACAT-BRASIL, AMPARAR, ASSOCIAÇÃO JUÍZES PARA A DEMOCRACIA (AJD), ASSOCIAÇÃO NACIONAL DE DEFENSORES PÚBLICOS FEDERAIS (ANADEF), ASSOCIAÇÃO PAULISTA DE DEFENSORES PÚBLICOS (APADEP), CENTRO ACADÊMICO XI DE AGOSTO, CENTRO PELA JUSTIÇA E DIREITO INTERNACIONAL (CEJIL), CÍRCULO PALMARINO, COLETIVO 2 DE OUTUBRO, COLETIVO CINE BIJOU – CINEMA E MEMÓRIA, COLETIVO PERIATIVIDADE, COLETIVO VÍDEO POPULAR, COMISSÃO DE JUSTIÇA E PAZ, COMISSÃO TEOTÔNIO VILELA, CONSELHO ESTADUAL DE DEFESA DOS DIREITOS DA PESSOA HUMANA (CONDEPE), COOPERIFA, DEFENSORIA PÚBLICA DA UNIÃO EM SÃO PAULO, ESPÍRITO DE ZUMBI, ESTUDO, COMIDA E CIDADANIA (ECC), FÓRUM DE HIP-HOP, GELEDÉS, GEPEX &#8211; SEGURANÇA PÚBLICA, JUSTIÇA CRIMINAL E DIREITOS HUMANOS DA UNIFESP/BS, GRUPO CULTURAL MARACATU BOIGY, GRUPO TORTURA NUNCA MAIS – SP, IDENTIDADE &#8211; GRUPO DE LUTA PELA DIVERSIDADE SEXUAL, INSTITUTO PRÁXIS DE DIREITOS HUMANOS (IPDH), INSTITUTO TERRA, TRABALHO E CIDADANIA (ITTC), INSTITUTO UMOJÁ, JUSTIÇA GLOBAL, LUTA POPULAR, MÃES DE MAIO, MARGINALIARIA, MOVIMENTO NACIONAL DA POPULAÇÃO DE RUA, MOVIMENTO NACIONAL DOS DIREITOS HUMANOS, MOVIMENTO NEGRO UNIFICADO, NSN, NÚCLEO DA SITUAÇÃO CARCERÁRIA DA DEFENSORIA PÚBLICA DO ESTADO DE SÃO PAULO, NÚCLEO DE PRESERVAÇÃO DA MEMÓRIA POLÍTICA, NÚCLEO ESPECIALIZADO DE CIDADANIA E DIREITOS HUMANOS DA DEFENSORIA PÚBLICA DO ESTADO DE SÃO PAULO, OS CRESPOS, PÂNICO BRUTAL, PASTORAL CARCERÁRIA, PASTORAL DA JUVENTUDE, QI ALFORRIA, QUILOMBAQUE PERUS, REDE EXTREMO SUL, SARAU DA ADEMAR, SARAU DA BRASA, SARAU ELO DA CORRENTE, SARAU DOS MESQUITEIROS, SARAU VILA FUNDÃO, SINDICATO DOS ADVOGADOS DO ESTADO DE SÃO PAULO, TRIBUNAL POPULAR, UNEAFRO-BRASIL, VERSÃO POPULAR</p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/caran12.JPG" alt="caran12.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.pucsp.br/fecultura/textos/pessoa_sociedade/12_dentro_terror.html"><strong><font color="#bb0000">http://www.pucsp.br/fecultura/textos/pessoa_sociedade/12_dentro_terror.html</font></strong></a></p>
<p><a href="http://www.controversia.com.br/index.php?act=textos&amp;id=10034"><strong><font color="#bb0000">http://www.controversia.com.br/index.php?act=textos&amp;id=10034</font></strong></a></p>
<p><strong>Viel Lob in Europa für Lulas Politik:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/27/lula-erhalt-ehrendoktor-in-paris-als-erste-personlichkeit-lateinamerikas-lulas-siebter-ehrendoktorhut/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/27/lula-erhalt-ehrendoktor-in-paris-als-erste-personlichkeit-lateinamerikas-lulas-siebter-ehrendoktorhut/</font></strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/23/unesco-zeichnet-lula-in-paris-wegen-forderung-des-friedens-und-der-rechtsgleichheit-aus-preis-mit-150000-dollar-dotiert-jury-von-henry-kissinger-gefuhrt/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/23/unesco-zeichnet-lula-in-paris-wegen-forderung-des-friedens-und-der-rechtsgleichheit-aus-preis-mit-150000-dollar-dotiert-jury-von-henry-kissinger-gefuhrt/</font></strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/01/rio-de-janeiro-richtervereinigung-fur-demokratieajd-verurteilt-militar-und-polizeieinsatz-in-slums-staat-verletzt-verfassung-summarische-exekutionen-ausrottung-unerwunschter-bevolkerung/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/01/rio-de-janeiro-richtervereinigung-fur-demokratieajd-verurteilt-militar-und-polizeieinsatz-in-slums-staat-verletzt-verfassung-summarische-exekutionen-ausrottung-unerwunschter-bevolkerung/</font></strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/07/rogerio-reis-microwaves-microondas-fotoinstallation-uber-scheiterhaufen-brasiliens-vom-maison-de-la-europeenne-de-la-photographie-in-paris-angekauft/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/07/rogerio-reis-microwaves-microondas-fotoinstallation-uber-scheiterhaufen-brasiliens-vom-maison-de-la-europeenne-de-la-photographie-in-paris-angekauft/</font></strong></a></p>
<p><strong>Rainer Stadler, NZZ:</strong></p>
<p><strong>“Die Stresssymptome sind bereits jetzt unübersehbar. Was man aus ökonomischer Sicht gelassen als Verdrängungswettbewerb bezeichnen kann, bedeutet in publizistischer Hinsicht: schmalbrüstige Redaktionen, schrumpfende Kompetenz bei der journalistischen Bewältigung der nahen und fernen Ereignisse, aggressivere Schlagzeilen als Folge wachsender Ahnungslosigkeit, Hysterien, Missachtungen der Unschuldsvermutung und mehr Übergriffe in die Privatsphäre, weil gerade dort attraktive Unterhaltungsstoffe zu holen sind.</strong></p>
<p><strong>Was sonst Wirtschaftsmanagern vorgeworfen wird – der bloss kurzfristige Blick auf die Quartalszahlen –, ist im Journalismus weiterhin das dominierende Richtmass: die Deadline, der Redaktionsschluss. Er gewährt in der Internet-Ära kaum noch Besinnungszeit. Das ist umso verheerender, wenn es an Ressourcen mangelt. Die Gefahr schrumpfender publizistischer Kompetenzen kontrastiert scharf mit den wachsenden Ansprüchen einer Gesellschaft, die auf die Vermittlung von komplexem Wissen angewiesen wäre. Sie begibt sich im «Easy-News-Jet» auf einen gefährlichen Blindflug.</strong></p>
<p><strong>Der Ausleseprozess wird schon bald den Blätterwald drastisch auslichten. Es entsteht eine andere (Medien-)Schweiz. Die Annahme, dass künftig gerade noch zwei bis drei Medienunternehmen den hiesigen Markt prägen werden, scheint nicht mehr abwegig. Die Spannung zwischen dem von Zürich aus gesteuerten Kommunikationsmarkt und der föderalistisch geprägten politischen Schweiz wird wachsen, die gesellschaftliche Verständigung wird unübersichtlicher und instabiler.”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/22/luis-antonio-pereira-silva-leiter-der-slum-pastoral-in-der-erzdiozese-rio-de-janeiro-gesichter-brasiliens/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/22/luis-antonio-pereira-silva-leiter-der-slum-pastoral-in-der-erzdiozese-rio-de-janeiro-gesichter-brasiliens/</font></strong></a></p>
<h3>ai-Journal Dezember 1996</h3>
<h2>Die “Hölle auf Erden”</h2>
<p><strong>BRASILIEN</strong></p>
<p><strong>Die “Hölle auf Erden”</strong></p>
<p><strong>Revolten, Hungerstreiks und Aids bestimmen den Alltag in den völlig überfüllten brasilianischen Gefängnissen. Brasilien gilt zwar als die zehntgrößte Wirtschaftsnation, leistet sich aber Haftanstalten, die man eher in Ruanda oder Burundi vermuten würde. Eine im April verkündete Amnestie entspannte die Situation nicht.</strong></p>
<p><strong>Eine mittelalterlich anmutende Gefangenenzelle in Rios Stadtteil Realengo: Jeder der mehreren Dutzend Insassen hat laut Gesetz Anspruch auf mindestens acht Quadratmeter &#8211; hier ist es nicht mal ein einziger. Geschlafen wird deshalb in Schichten. Während ein Teil der Gefangenen auf feuchtem Boden liegt, schlafen die anderen in Hängematten, die an den Gitterstäben befestigt sind. In einer Zelle im Stadtteil Bangu ein ähnliches Bild: 35 fast nackte, schwitzende Männer auf nur sechzehn Quadratmetern bei beißendem Fäkaliengeruch und nächtlichem Besuch von Ratten. Die psychische Spannung ist fast mit Händen greifbar. Neun von zehn Gefangenen haben Furunkel, in der heißesten Jahreszeit herrschen bis zu 60 Grad. Dann fallen täglich etwa 20 Insassen ohnmächtig um, werden von den Wärtern herausgezerrt und durch andere ersetzt.</strong></p>
<p><strong>Um aus dieser Hölle herauszukommen und in eine weniger überfüllte Zelle verlegt zu werden, bestechen Häftlinge ihre Aufseher mit bis zu umgerechnet 5.000 Mark. Es gibt brasilianische Gefängnisse, in denen die Insassen das nötige Geld sammeln, um dann die Begünstigten auszulosen. In Bangu kommen die notwendigen “Real” von der Familie oder Verbrechersyndikaten &#8211; je unerträglicher die Hitze, desto höher die Preise auf diesem Schwarzmarkt. Einmal am Tag gibt es schlechtes Essen; die Lebensmittelpakete der Angehörigen werden gewöhnlich nicht ausgehändigt.</strong></p>
<p><strong>Folter ist üblich. Ein Anwalt beschreibt einen Fall von 1996: “Polizisten mit Kapuzen mißhandelten 116 Gefangene, unter anderem mit Elektroschocks. Alle wiesen Blutergüsse auf, wurden zudem zu sexuellen Handlungen gezwungen.” Fast täglich werden Fälle zu Tode gefolterter, erschlagener Häftlinge bekannt &#8211; die politisch Verantwortlichen bleiben meist passiv. Nur wenige Intellektuelle protestieren, die Gesellschaft scheint sich an die grauenvollen Zustände gewöhnt zu haben.</strong></p>
<p><strong>Pervertieren statt resozialisieren</strong></p>
<p><strong>Menschenrechtsorganisationen wie amnesty international oder “Human Rights Watch” prangern die Zustände in den brasilianischen Haftanstalten an &#8211; und auch die Gefangenenseelsorge der Katholischen Kirche läßt nicht locker. Padre Geraldo Mauzeroll von der “Pastoral Carceraria” im Teilstaat Sao Paulo gegenüber dem ai-Journal: “Wer ins Gefängnis kommt, wird pervertiert, wird angesehen und behandelt wie ein Tier &#8211; niemand ist an einer Besserung oder Resozialisierung interessiert. Die Gesellschaft rächt sich an ihnen, läßt sie intellektuell, spirituell, moralisch und kulturell und nicht selten sogar physisch sterben.” Mauzeroll hört in Polizeiwachen und Gefängnissen sehr häufig den Ausspruch: “Nur ein toter Häftling ist ein guter Häftling!” Der Padre geht seit 1973 in die “Presidios” &#8211; was er täglich sieht, sind Bilder wie aus Horrorfilmen: Tuberkulose grassiert, über die Gesichter Todkranker laufen Ameisen. Häftlinge verfaulen buchstäblich in Zellen. Die Gefängnisärzte sind selbst kriminell, weil sie Kranke bewußt </strong></p>
<p><strong>nicht behandeln, sondern sterben lassen. Sie werden aber nie zur Rechenschaft gezogen. Kriminell handeln auch Richter und Staatsanwälte, die über Folter und alle anderen Menschenrechtsverletzungen detailliert informiert sind, jedoch nicht eingreifen.</strong></p>
<p><strong>Das Gefängnispersonal verkauft Lebensmittel, die für Häftlinge bestimmt sind und ermöglicht Rauschgifthandel und -konsum hinter Gitterstäben. Ein Gefängnisdirektor: “Drogen müssen dort drin sein, damit die Gefangenen ruhig bleiben.”</strong></p>
<p><strong>Erzwungenes Schweigen, Morddrohungen</strong></p>
<p><strong>Ein dunkles Kapitel ist auch die sexuelle Gewalt, von Aufsehern sogar gefördert. Mauzeroll zum ai-Journal: “Wird ein wegen Vergewaltigung Verurteilter eingeliefert, stecken die Wärter ihn in bestimmte Massenzellen, damit er dort von 15 oder 20 Häftlingen vergewaltigt wird. Dies ist Gesetz in den Kerkern, und so verbreitet sich Aids sehr schnell.” Nach amtlichen Angaben infizierten sich bereits mehr als 20 Prozent aller Inhaftierten mit dem HIV-Virus &#8211; ein Großteil der rund 150.000 brasilianischen Gefangenen hat homosexuellen Verkehr, gewöhnlich ungeschützt. </strong></p>
<p><strong>Vitor Carreiro teilte in Rio de Janeiro jahrelang eine Zelle mit 47 Gefangenen. Er ist von Aids gezeichnet und sagt: “Alle Welt weiß, daß die Frau des Gefangenen der andere Gefangene ist.” Promiskuität ist der Alltag: José Ferreira da Silva, HIV-positiv, berichtet von vier festen und acht gelegentlichen Partnern &#8211; keiner benutzt Präservative. </strong></p>
<p><strong>Padre Mauzeroll drückt sich im Gegensatz zu vielen “politisch korrekten” Landsleuten nicht um unbequeme und unangenehme Wahrheiten. Er hat keine Probleme, die von den Autoritäten gerne versteckten und verdrängten Probleme offen anzusprechen. “Wer über die Zustände redet und informiert, stirbt”, lautet eine andere Regel. Berufskiller erledigen das &#8211; Mauzeroll weiß, daß auch sein Leben in Gefahr ist. Dennoch klagt er offen die soziale Ordnung Brasiliens an: “Diese ist schuld an der Situation.” </strong></p>
<p><strong>Gemäß einer neuen Studie der Vereinten Nationen lebt heute fast die Hälfte der 150 Millionen Brasilianer in verhältnismäßig entwickelten Gebieten. “Wenn in Sao Paulo und Rio de Janeiro die Lage in den Gefängnissen bereits so schlimm ist”, gibt Padre Mauzeroll zu bedenken, “wie muß sie dann erst in den stark unterentwickelten Regionen des Nordens und Nordostens sein?”</strong></p>
<p><strong>Amnestie nur Kosmetik</strong></p>
<p><strong>Die Rechtsanwältin Zoraide Fernandez weist darauf hin, daß Häftlinge nach verbüßter Strafe oft noch jahrelang gefangengehalten werden. 1995 waren es allein in Rio mindestens 560.</strong></p>
<p><strong>Brasiliens Staatschef Fernando Henrique Cardoso verkündete im April die, wie es offiziell hieß, größte Amnestie in der Geschichte des Landes: Etwa zehn Prozent der Gefangenen sollten freikommen. Wie die Gefängnisbehörden inzwischen einräumten, werden beispielsweise im Teilstaat Rio de Janeiro nur wenig mehr als ein Prozent amnestiert. Die 511 Gefängnisse bieten Platz für höchstens 60.000 Personen, sind aber nach jüngsten offiziellen Angaben mit 148.760 Häftlingen belegt &#8211; das sind 15 Prozent mehr als 1994. Notwendig, so hieß es, sei der Bau von 145 zusätzlichen Haftanstalten. Die Lage in der Metropole Sao Paulo ist den Angaben zufolge am dramatischsten. Eine Besserung ist nicht in Sicht: Per Haftbefehl suchte man allein 1996 rund 275.000 Straftäter.</strong></p>
<p><strong>Rund 95 Prozent der Häftlinge sind Arme, 96 Prozent sind männlich und etwa drei Viertel Voll- und Halbanalphabeten. Der typische Gefangene, so eine Studie, ist dunkelhäutig und jünger als 25 Jahre. Jeden Monat kommt es laut Statistik zu mindestens drei großen Häftlingsrevolten, die meisten werden allerdings der Öffentlichkeit verschwiegen. Eine Ausnahme bildet lediglich der südliche, relativ hochentwickelte Teilstaat Rio Grande do Sul &#8211; nur dort soll es auch keine irregulär festgehaltenen Häftlinge geben.</strong></p>
<p><strong>Wärter und Spezialeinheiten gehen gewöhnlich äußerst brutal gegen meuternde Häftlinge vor: 1992 wurden im berüchtigten Gefängnis “Carandiru” von Sao Paulo mindestens 111 Insassen erschossen. Die politisch Verantwortlichen und die direkt Beteiligten blieben bisher straffrei. In “Carandiru” ereignete sich auch Ende Oktober wieder eine Revolte: 670 Gefangene nahmen 27 Wärter als Geiseln und forderten die Verlegung in eine andere Haftanstalt. Fünf Häftlinge versuchten währenddessen in einem Müllwagen zu fliehen, vier von ihnen wurden von Militärpolizisten erschossen.<br />
Klaus Hart<br />
Der Autor ist freier Korrespondent in Rio de Janeiro</strong></p>
<p><strong>Hintergrund von 2001:</strong></p>
<p><strong>„Unerklärter Bürgerkrieg“ in Brasilien<br />
Über 40000 Morde jährlich/Zunahme von Attentaten </strong></p>
<p><strong>Im Kontext der jüngsten internationalen Konflikte weisen brasillianische Experten immer nachdrücklicher darauf hin, welche hohen Menschenopfer der sogenannte „unerklärte Bürgerkrieg“ in Brasilien kostet. Wie die Universitätsprofessor und Politik-Berater Gaudencio Torquato jetzt  in einer Analyse mit dem Titel „Wir und Afghanistan“ betonte, werden aus politischen und kriminellen Motiven selbst laut den geschönten offiziellen Angaben jährlich rund 40000 Menschen ermordet. </strong></p>
<p><strong>     Hätte  Deutschland, mit einer etwa halb so großen Bevölkerung, diese Rate, wären es pro Jahr etwa 20000 Getötete. Tatsächlich waren es im Jahr 2000 laut BKA-Angaben nur 1015. </strong></p>
<p><strong>Torquato zählte zu den Gründen der hohen Opferzahlen, daß die zehntgrößte Wirtschaftsnation anders als Afghanistan zwar sämtliche Hochtechnologie der letzten Generation nutze, die soziale Polarisierung zwischen den Privilegierten und den armen Schichten sich jedoch weiter verschärft habe. Die hohe Gewaltrate habe dazu geführt, daß nachbarschaftliches Zusammenleben immer weniger gepflegt werde, die brasilianische Gesellschaft sich von der menschlichen Solidarität verabschiede. Gängige Reaktion angesichts der täglichen Morde sei leider nur:“Gut, daß es mir nicht passiert ist.“ </strong></p>
<p><strong>Derartige Verfallsprozesse resultieren laut Torquato aus einer „politisch-institutionellen Kultur“, die sich mit den alltäglichen Skandalen um hohe Volksvertreter und den Fällen von Regierungskorruption weiter degradiere. </strong></p>
<p><strong>Brasilianischer Menschenrechtsaktivist<br />
“Generation eiskalter Killer“ wächst heran </strong></p>
<p><strong>Brasilien züchtet nach den Worten des angesehenen Menschenrechtsaktivisten Eduardo Capobianco „eine Generation eiskalter Killer“heran.“Sie töten einen Menschen mit der selben Leichtigkeit, mit der sie eine Coca-Cola trinken“, sagte er im Dezember während der Auszeichnung mit einem Bürgerrechtler-Preis in Sao Paulo. Capobianco, Präsident von zwei regierungsunabhängigen Institutionen, die das organisierte Verbrechen sowie die tiefverwurzelte Korruption in Politik und Wirtschaft bekämpfen, hatte erst Anfang Dezember in der City der 17-Millionen-Stadt ein Attentat überlebt. „Brasilien hat gravierende soziale Ungleichheiten und eine kapitalistische Kultur, die auf dem Konsum basiert, Städte des Konsumismus wie Sao Paulo. Das stimuliert letztlich Gewalt – Armut allein ist dafür nicht verantwortlich zu machen.“ In entwickelten Ländern wie Japan entfalle statistisch pro Jahr ein Mord auf hunderttausend Einwohner – in einer Stadt wie Sao Paulo seien es dagegen gemäß offiziellen Zahlen immerhin fünfzig. Indessen gebe es bereits leichte Fortschritte bei der Verbrechensbekämpfung, die Arbeit seiner beiden Institutionen mißfalle der Gegenseite sehr und habe das Attentat bewirkt. </strong></p>
<p><strong>Capobianco überlebte den Anschlag nur, weil er eine Mappe mit Büchern vor die Herzgegend hielt, Kugeln darin steckenblieben bzw. nur seine Beine trafen. Weder die Polizei noch er selbst haben einen Hinweis auf die Täter und deren Hintermänner. </strong></p>
<p><strong>In den letzten drei Monaten kam es in Brasilien zu einer Attentatsserie, bei der mehrere Gewerkschaftsführer, ein progressiver Großstadtbürgermeister sowie Umweltaktivisten getötet wurden, Bombenanschläge forderten glücklicherweise keine Opfer. Eine bislang unbekannte rechtsextreme Organisation schickte Morddrohungen an 37 Bürgermeister der linkssozialdemokratischen Arbeiterpartei PT im Industrie- Teilstaat Sao Paulo, dessen Bruttosozialprodukt das von ganz  Argentinien übertrifft. </strong></p>
<p><strong>Systematische Folterungen weiter alltäglich – trotz Anti-Folter-Gesetz<br />
Menschenrechtler skeptisch über  offizielle PR-Kampagne </strong></p>
<p><strong>Der Dreißig-Sekunden-TV-Spot ist gut gemacht, drastisch-realistisch: Ein Mann, halbnackt, blutend, gefesselt, wird von einem Sadisten gequält, mit dem Kopf immer wieder in einen Wassertank getaucht, soll Informationen preisgeben, ein Geständnis ablegen. Ein Dritter sieht die Szene, rennt zum Telefon, wählt die neue Gratis-Nummer von „SOS Tortura“, erstattet anonym Anzeige. Jeder sollte ab sofort genauso handeln, lautet der Appell an die Fernsehzuschauer – „denn Folter ist ein Verbrechen!“ Daß Brasiliens Staatspräsident Fernando Henrique Cardoso, Ehrendoktor der FU Berlin, jetzt auch in Rundfunk und Presse eine solche Medienkampagne starten ließ, einmalig in der Geschichte Brasilien, könnte die Menschenrechtler des In-und Auslands optimistisch stimmen. Doch Skepsis überwiegt. Befürchtet wird, daß Brasilia damit lediglich  auf Imageverbesserung bei den Vereinten Nationen zielt. Deren Experte für Folterfälle, Nigel Rodley, hatte letztes Jahr nach einer Reise durch mehrere Teilstaaten die Zustände als erschreckend und eigentlich unbeschreiblich angeprangert. Nicht anders sieht es Amnesty International, stellte deshalb  in der 17-Millionen-Stadt São Paulo, Lateinamerikas führendem Wirtschaftszentrum, im Oktober kurz vor Kampagnebeginn der brasilianischen Öffentlichkeit den neuesten Bericht über Folter und Mißhandlungen vor. Tatverdächtige, Festgenommene, Untersuchungshäftlinge und Strafgefangene systematisch Torturen zu unterwerfen, auch von völlig Unschuldigen Geständnisse unter Folter zu erpressen, gehört danach weiterhin zur  Alltagsroutine im Apparat der Militär-und Zivilpolizei. Laut Patrick Kopischke, Brasilien-Experte von Amnesty International, hat der starke politische Druck, die überbordende Kriminalität zu bekämpfen, dazu geführt, daß Folter andere Ermittlungsmethoden ersetzt. Allein in São Paulo, wo über eintausend deutsche Unternehmen, von VW bis Daimler-Benz, ansässig sind, werden laut offiziellen Angaben monatlich über 440 Menschen ermordet. Zum üblichen Nachrichtenangebot der  Radio-und TV-Stationen gehören die unaufhörlichen Gefangenenrevolten in den mit fast 100000 Insassen völlig überfüllten Polizeiwachen, Haftanstalten und provisorischen Gefängnissen der Metropole. Pro Monat werden rund eintausend weitere mutmaßliche oder tatsächliche Straftäter in teils fensterlose Zellen gepreßt, wo bereits bis zu 168 Männer auf einem Raum zusammenhocken müssen, der eigentlich nur für höchstens dreißig gedacht war. Wegen der schlechten Luft, der unhygienischen Zustände, des ständigen Fäkaliengeruchs und des damit verbundenen psychischen Drucks sind Aufstände die logische Folge – niedergeschlagen werden sie mit äußerster Brutalität, gibt es fast immer Tote. „Man greift auf Folter und Mißhandlungen zurück, um ein katastrophales Gefängnissystem unter Kontrolle zu halten“, betont deshalb Kopischke, grundlegende Reformen seien nötig, nicht nur kosmetische Verschönerungen. Aktivisten von Amnesty und anderen Menschenrechtsgruppen Brasiliens empört zudem  besonders, daß das auf ihren Druck hin erlassene Anti-Folter-Gesetz von 1997 an den Zuständen kaum etwas änderte, Täter gewöhnlich straffrei ausgehen, selbst aus der Diktaturzeit berüchtigte Folterer weiter im Dienst sind. Gemäß neuen UNO-Angaben verzeichnet der Teilstaat Minas Gerais die meisten bekanntgewordenen Folterfälle, ist die Polizeibrutalität traditionell besonders hoch. Dies gilt als Erbe des Militärregimes(1964-1985), als Fachleute der CIA gemäß Angaben von Zeitzeugen  den Militär-und Zivilpolizisten in Kursen auch Foltertechniken beibrachten. „Heute noch sind es die gleichen“, so der renommierte Menschenrechtsanwalt Antonio Aurelio, „vor allem Elektroschocks, Aufhängen kopfunter an einer Stange, Eintauchen in Wassertanks, Schläge auf beide Ohren, Erstickungsanfälle mittels über den Kopf gestülpten Plastiksäcken“. Im Juni letzten Jahres wurden in einer Polizeiwache São Paulos etwa zweihundert Gefangene, einer nach dem anderen, völlig unbekleidet,  mit Elektroschocks gepeinigt. Bei weiteren Mißhandlungen starb ein Insasse, dreißig weitere erlitten teils schwere Verletzungen. Die beteiligten Polizeikommissare sind weiterhin im Dienst.  Beim Interview  mit dem Polizeichef einer nordostbrasilianischen Stadt fand dieser nichts dabei, den an den landesüblichen Elektroschock-Apparaturen verwendeten Regler sichtbar  auf seinem Schreibtisch liegen zu lassen.</strong></p>
<p><strong>Über 40000 brasilianische Kinder arbeiten auf stinkenden Müllbergen<br />
Unicef und NGO entwickeln Alternativprojekte </strong></p>
<p><strong> Im Kriechgang, fast mit Vollgas, arbeitet sich der Müll-LKW in Serpentinen fast bis zur Haldenspitze vor, kippt dort, an der Peripherie der 17-Millionen-Stadt São Paulo, bei 35, 40  Grad Tropenhitze stinkende Abfälle aller Art ab. Auf diesen Moment haben Schwärme von Schmeißfliegen, aber auch Dutzende von Kindern und Jugendlichen nur gewartet. Mit Säcken über der Schulter stürzen sie sich auf  die Ladung, sinken bis zu den Knien ein, wühlen neben schwarzen Aasgeiern nach Essensresten, Glas-und Plastikflaschen, Papier und Getränkebüchsen aus Aluminium. Alles wird getrennt, sortiert, ein Stück entfernt bei  anderen Familienmitgliedern angehäuft, Alu-Büchsen tritt man mit dem Fuß platt. Metallfirmen oder Papier-und Textilfabriken nehmen alles für lächerlich geringe Preise ab – jedes dreckverschmierte, oft von Hautkrankheiten gezeichnete Müll-Kind kommt pro Tag höchstens auf umgerechnet vier, fünf Mark – überlebenswichtig für die Familien an der Slum-Peripherie von Lateinamerikas reichster Stadt und Wirtschaftslokomotive, aber auch von Rio de Janeiro, Salvador da Bahia oder Recife. In ganz Brasilien sind es über vierzigtausend „Crianças do Lixo“, Müll-Kinder – die nie zur Schule gehen, oder es aufgaben, weil man sie lächerlich machte, diskriminierte. Vor ein, zwei Jahren waren es indessen noch über dreizehntausend mehr – bevor das UN-Kinderhilfswerk Unicef  und die regierungsunabhängige Organisation „Agua e Vida“(Wasser und Leben) Projekte starteten, Druck auf den Staat, lokale Behörden ausübten, um diese schändliche Form der Kinderarbeit zu bekämpfen. </strong></p>
<p><strong>Hautkrankheiten, Cholera </strong></p>
<p><strong>Daß Minderjährige in einem Land, das zu den zehn größten Wirtschaftsnationen gehört, den ganzen Tag im Müll waten müssen, anstatt zu spielen und zu lernen, nennt Afonso Lima, Unicef-Mitarbeiter in São Paulo, einfach entsetzlich, unmenschlich. Die Regierung hat zudem internationale Konventionen, darunter gegen Kinderarbeit unterzeichnet, die derartiges eigentlich verbieten. „Weil die meisten Kliniken  ihre sämtlichen Abfälle unsortiert und unbehandelt ebenfalls auf die Halde kippen, können sich die Kinder sogar gefährliche Krankheiten holen, finden Spritzennadeln, Chemikalien aller Art.“ Für seine Kollegin Paula Claycomb aus den USA fehlt es auch an politischem Willen. „Die brasilianische Gesellschaft muß endlich verstehen, daß stinkende Abfallhalden nicht der richtige Ort für Kinder sind.“ Dabei wurde bereits eine Menge erreicht: Unicef und die NGO „Agua e Vida“ brachten in geduldiger Überzeugungsarbeit Gouverneure und viele Gemeinden dazu, Mittel für die Gründung von Müll-Recycling-Kooperativen freizugeben, sogar Gebäude bereitzustellen. Der Vorteil: Wiederverwertbares wird bereits an Wohngebäuden, Supermärkten, Bürohäusern aussortiert – und nicht erst,  mit organischen Abfällen verschmutzt, auf der Halde. Resultat: Das Familieneinkommen steigt, die Kinder brauchen nicht mehr mitzuarbeiten, gehen stattdessen zur Schule. Eine geringe staatliche Hilfe von  monatlich umgerechnet über zehn Mark pro Kind wird auch an viele andere verelendete Familien nur gezahlt, wenn sie ihre Kinder kontinuierlich in die Schule schicken. „Und das funktioniert“, bekräftigt die NGO-Koordinatorin Teia Magalhaes in São Paulo. „Nur ist es leider oft so: Wir holen eine Familie aus dem Müll, doch andere treten sofort an deren Stelle – Folge der Misere in Brasilien.“ Da die Cholera im Lande längst nicht ausgerottet ist, man sich gerade auf den riesigen Abfallbergen leicht anstecken kann, verbreitet Teia Magalhaes auch ein entsprechendes Aufklärungs-Video, organisiert zusammen mit Präfekturen Musik-und Tanzkurse, um frühere „Crianças do Lixo“ in der Schule zu halten, an Kultur heranzuführen. </strong></p>
<p><strong>Banker und Müllsammler </strong></p>
<p><strong>Auch über  Lateinamerikas Wallstreet, die Banken-Avenida Paulista, zerren täglich ungezählte schwitzende, zerlumpte Catadores do Lixo, Müllsammler, ihre hölzernen Karren, hochbeladen mit Verpackungen und anderem Material. Eigentlich sollten  die Catadores allen Respekt verdienen: Nur ihnen ist es zu verdanken, daß immerhin achtzig Prozent der Aluminium-Getränkebüchsen, siebzig Prozent der Pappe und  dreißig Prozent der Flaschen recycelt werden. Nur hier und da trifft man bereits auf jene Hausmüll-Container wie in Deutschland – ausgerechnet in einem Drittweltland wie Brasilien ist Ressourcenverschwendung weiterhin die Regel. Was vergeudet wird, ob Nahrungsmittel, Strom oder Wasser, hat laut neuesten Studien immerhin einen Wert von jährlich umgerechnet über einhundert Milliarden Mark. Besonders provozierend in einem Land mit ernsten Hungerproblemen: Was São Paulos Supermärkte an Lebensmitteln wegwerfen, reichte wertmäßig bequem aus, um monatlich 600000 Slum-Familien mit Grundnahrungsmitteln zu versorgen. </strong></p>
<p><strong>Padre Julio Lancelotti kämpft gegen Folter an Kindern und Jugendlichen<br />
Hohes Lebensrisiko, Morddrohungen, tätliche Angriffe<br />
Auch von Unicef wegen Engagements für Kinderrechte ausgezeichnet </strong></p>
<p><strong>„Erstmals konnten wir jetzt achtzehn Aufseher, sogar drei Direktoren, wegen Folter vor Gericht bringen“, sagt Padre Julio Lancelotti im Büro des von ihm geleiteten „Zentrums zur Verteidigung von Kindern und Jugendlichen“ der Millionenstadt São Paulo. Aber Freude, Zufriedenheit über diesen kleinen Sieg ist ihm nicht anzumerken. Denn auf einen Schlag hat er damit noch mehr erbitterte Feinde unter den Mitarbeitern der gefängnisähnlichen Anstalten für straffällig gewordene Minderjährige(Febem). Von den letzten Attacken hat er sich noch nicht erholt: Als in einer Febem-Einheit wiederum Jugendliche gegen Mißhandlungen, Überfüllung rebellierten, fuhr er sofort hin – eine Gruppe von Febem-Angestellten schlug ihm Zähne aus, trat auf ihn ein, zerbrach die Brille. Militärpolizisten schauten bewußt eine ganze Weile zu, griffen erst spät ein. „Sogar  das Kreuz, das ich um den Hals trug, ein Geschenk aus Osnabrück, wurde mir abgerissen – hier ist die Situation eben längst außer Kontrolle.“ Lancelotti, der auch ein Heim für Aids-infizierte Kinder führt,  erhält regelmäßig Morddrohungen &#8211; andere Pfarrer São Paulos haben ihr Engagement für Menschenrechte bereits mit dem Leben bezahlt – in Brasilien kommt es täglich zu politischen Morden, Attentaten.  Theoretisch können er und seine Anwälte sich auf das Anti-Folter-Gesetz, das Statut zum Schutze der Heranwachsenden berufen. „In Brasilien dominiert aber leider Straflosigkeit, Folterer bleiben gewöhnlich ungeschoren, werden nicht einmal entlassen, sind durch die Autoritäten geschützt.“ </strong></p>
<p><strong>„Kultur der Folter“ </strong></p>
<p><strong>Daß die Gesetze nicht funktionieren, erklärt Lancelotti mit für manchen Europäer sicher  überraschenden Gründen:“In diesem Land existiert die Sklavenhalterkultur, auch eine Kultur der Folter weiter – ein Großteil der Brasilianer befürwortet Torturen, die Todesstrafe, die Herabsenkung des Strafmündigkeitsalters auf sechzehn, teils sogar vierzehn Jahre.“ Im Teilstaate São Paulo, dem reichsten ganz Brasiliens, mit weit über eintausend deutschen Unternehmen, sind in den Febem-Anstalten derzeit mehr als viertausend Heranwachsende konzentriert, täglich kommen etwa dreißig hinzu. Wo eigentlich gemäß den Vorschriften nur Platz für sechzig Minderjährige ist, werden in Zellen bis zu vierhundert zusammengepfercht, sind gewöhnlich völlig sich selbst überlassen. „Als letztes Jahr der UNO-Sonderberichterstatter für Folter, Nigel Rodley, hier war, erklärte man ihm allen Ernstes, Jugendliche hätten sich Verletzungen selber beigebracht, im Streit miteinander.“ Der Padre, die eng mit ihm kooperierende Anwältin Francisca de Assis Soares, wissen von solchen Fällen, auch von sexueller Gewalt unter den Jugendlichen. Doch das sind Ausnahmen. Die Struktur dieser Anstalten ziele auf  Unterdrückung, Entwürdigung, Verrohung – „über viele besonders sadistische Folterungen“, so Lancelotti“,  reden wir öffentlich gar nicht mehr, weil es uns ja doch keiner glaubt.“ In einer Febem-Anstalt hatte man allen Ernstes Skinheads angestellt,  wegen ihrer Aggressivität von den Minderjährigen  nur „Pitbulls“ genannt. </strong></p>
<p><strong>Sadismus der Aufseher </strong></p>
<p><strong> Bekommen Lancelotti und sein Team Wind von Mißhandlungen, fahren alle sofort los, um gerichtsverwertbare Beweise zu sammeln, Torturen zu unterbrechen. „In einer Anstalt trafen wir auf über vierzig gefolterte Jugendliche – mit schweren Verletzungen, gebrochenen Armen und Beinen!“ Rebellieren Insassen einer Febem-Einheit, toben sich bei der Niederschlagung Aufseher, herbeigerufene Polizisten sadistisch aus.“Jugendliche mußten tagelang nackt hintereinander aufgereiht und aneinandergepreßt auf dem Boden hocken, das Geschlechtsteil am Gesäß des Vordermanns, durften nur in Plastikflaschen urinieren, die man dann über ihnen ausschüttete. Scharfe Hunde wurden rudelweise zwischen die Insassen gehetzt – wer deshalb aufstand, erhielt sofort Schläge. Und selbst das – Wärter zwingen Jugendliche, auf andere Insassen zu urinieren. Alles Folterpraktiken, tief entwürdigend!“ </strong></p>
<p><strong>Aber könnte die Mitte-Rechts-Regierung unter  Staatspräsident Fernando Henrique Cardoso, Bewohner São Paulos, Ehrendoktor der Freien Universität Berlin, diese Zustände nicht ändern? „Brasilien ist nur eine formale Demokratie“, analysiert Lancelotti, „die Politiker in Brasilia leben wie auf einem anderen Planeten, fern der Realität, wollen von diesen Dingen nichts wissen – Zugang zu Präsident Cardoso haben wir nicht.“ Bestenfalls mit Galgenhumor registriert der Padre, welches Prestige Cardoso gerade in Europa, auch in  Deutschland genießt:“Der Präsident führt sich wie ein Prinz auf, erhält überall Doktortitel. Aber wenn man in europäischen Zeitungen oder in der Genfer UN-Menschenrechtskommission über diese Zustände hier spricht – das mag er, seine Regierung, garnicht.“ </strong></p>
<p><strong>Lancelotti räumt ein, daß ihn die Menschenrechtsarbeit zugunsten der Minderjährigen Brasiliens streßt, psychisch ermüdet. „Der Haß auf uns ist groß, wir werden verfolgt, lächerlich gemacht, sind nur wenige – und die Folter nimmt zu!“ Mit seiner Wochenkolumne in einer Tageszeitung São Paulos erreicht er wenigstens einen Teil der Öffentlichkeit. Und ein bißchen Mut macht, daß ihn das UN-Kinderhilfswerk Unicef im neuesten Jahresbericht ausdrücklich als Anwalt der Heranwachsenden Brasiliens hervorhebt.</strong></p>
<p><strong>Winfried Kretschmann in Brasilien 2011:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/23/gruner-ministerprasident-winfried-kretschmann-in-brasilien-2011/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/23/gruner-ministerprasident-winfried-kretschmann-in-brasilien-2011/</font></strong></a></p>
<p><strong>Adveniat in Sao Paulo:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/21/katholisches-hilfswerk-adveniat-in-brasilien-land-der-vielen-milliardare-und-millionare-wie-es-kommt-das-in-deutschland-muhselig-spenden-fur-bedurftige-und-sozialprojekte-gesammelt-werden-obwohl-d/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/21/katholisches-hilfswerk-adveniat-in-brasilien-land-der-vielen-milliardare-und-millionare-wie-es-kommt-das-in-deutschland-muhselig-spenden-fur-bedurftige-und-sozialprojekte-gesammelt-werden-obwohl-d/</font></strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/29/brasiliens-scheiterhaufen-erstmals-in-einer-anklagenden-inszenierung-der-scheiterhaufenstadt-rio-de-janeiro-zu-sehen/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/29/brasiliens-scheiterhaufen-erstmals-in-einer-anklagenden-inszenierung-der-scheiterhaufenstadt-rio-de-janeiro-zu-sehen/</font></strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/22/prof-dr-marcus-mazzari-prasident-der-goethe-gesellschaft-brasiliens-associacao-goethe-do-brasil-gesichter-brasiliens/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/22/prof-dr-marcus-mazzari-prasident-der-goethe-gesellschaft-brasiliens-associacao-goethe-do-brasil-gesichter-brasiliens/</font></strong></a></p>
<h2>Brasilien, siebtgrößte Wirtschaftsnation, flog aus Ländergruppe(low- and middle-income countries), die Aids-Infizierte am besten betreut, laut Landesmedien. “Nur zwischen 60% und 79% der HIV-Patienten werden behandelt.” Öffentliche Gesundheit unter Lula-Rousseff. Sinkende Gesundheitsausgaben. Aids in Lateinamerikas größter Demokratie &#8211; offizielle Versionen und Realität. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11698" title="Beitrag bearbeiten"><font color="#bb0000">**</font></a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/aids-in-brasilien/" rel="tag"><font color="#bb0000">Aids in Brasilien</font></a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/sozialpolitik-brasiliens/" rel="tag"><font color="#bb0000">Sozialpolitik Brasiliens</font></a></p>
<p><strong>Unter Bezug auf ein neues Dokument  der UNO-Organisation Unaids hieß es, elf Länder, darunter Chile, Cuba und Namibia, verteilten an mindestens 80 Prozent der Infizierten entsprechende Aids-Medikamente. Brasilien folge nunmehr erst in der nächsten Länderkategorie. Laut Schätzungen wüßten bis zu 300000 Brasilianer nichts von ihrer Aids-Infektion. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-probleme-beim-bekampfen-der-aids-epidemie-aus-expertensicht/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-probleme-beim-bekampfen-der-aids-epidemie-aus-expertensicht/</font></strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/29/brasilien-und-aids-2010-laut-offiziellen-angaben-rund-12000-aids-tote-daten-regierungsunabhangiger-institutionen-uber-tatsachliche-zahl-noch-nicht-vorhanden-analsex-gefahrlicher-risikosex-in/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/29/brasilien-und-aids-2010-laut-offiziellen-angaben-rund-12000-aids-tote-daten-regierungsunabhangiger-institutionen-uber-tatsachliche-zahl-noch-nicht-vorhanden-analsex-gefahrlicher-risikosex-in/</font></strong></a></p>
<p><strong>“Erfolge im Kampf gegen Aids”.</strong></p>
<p><a href="http://www.blickpunkt-lateinamerika.de/nachrichten/msgf/brasilien:_erfolge_im_kampf_gegen_aids.html"><strong><font color="#bb0000">http://www.blickpunkt-lateinamerika.de/nachrichten/msgf/brasilien:_erfolge_im_kampf_gegen_aids.html</font></strong></a></p>
<p><strong>“Der Aids-Musterschüler”.</strong></p>
<p><a href="http://www.blickpunkt-lateinamerika.de/hintergrund/msgf/brasilien%3A_der_aids-musterschueler.html"><strong><font color="#bb0000">http://www.blickpunkt-lateinamerika.de/hintergrund/msgf/brasilien%3A_der_aids-musterschueler.html</font></strong></a></p>
<p><a href="http://www.aerztekammer-hamburg.de/funktionen/aebonline/pdfs/1189066547.pdf"><strong><font color="#bb0000">http://www.aerztekammer-hamburg.de/funktionen/aebonline/pdfs/1189066547.pdf</font></strong></a></p>
<p><font color="#bb0000"><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach3.JPG" alt="cach3.JPG" /></font></p>
<p><strong>“Die Wirtschaftskrise hat Brasilien kaum gespürt”(WAZ)</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/19/willkommen-im-paradies-brasilien-boomt-die-faz-uber-das-freudenfest-fur-ronaldinho-gaucho-in-rio-am-tag-nach-der-katastrophennacht-mit-uber-700-toten/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/19/willkommen-im-paradies-brasilien-boomt-die-faz-uber-das-freudenfest-fur-ronaldinho-gaucho-in-rio-am-tag-nach-der-katastrophennacht-mit-uber-700-toten/</font></strong></a></p>
<p><strong>Slum in Sao Paulo, November 2011. Gemäß europäischen Sichtweisen hatte Lateinamerikas größte Demokratie Brasilien die Finanz-und Wirtschaftskrise von 2008/2009 recht gut überstanden.</strong></p>
<p><a href="http://www.adveniat.de/blog/?p=960"><strong><font color="#bb0000">http://www.adveniat.de/blog/?p=960</font></strong></a></p>
<p><strong>Die Aidslage in Brasilien aus Sicht der Franziskaner vor Ort &#8211; wird die Zahl der Aidstoten korrekt registriert?  Warum Brasilien aus der Ländergruppe flog…</strong></p>
<p><strong>“Proportion of eligible population receiving antiretroviral therapy in low- and middle-income countries at the end of 2010?(UNAIDS)</strong></p>
<table border="1" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tr>
<td width="361" valign="top">60%—79%ArgentinaBrazilCosta RicaDominican RepEcuadorEthiopiaGeorgiaKenyaMexicoParaguayRomaniaSwazilandThailand<strong>Uruguay </strong><strong>Zambia </strong></td>
<td width="277" valign="top"><strong>&gt;80% </strong><strong>Botswana </strong><strong>Cambodia </strong><strong>Chile </strong><strong>Comoros </strong><strong>Croatia </strong><strong>Cuba </strong><strong>Guyana </strong><strong>Namibia </strong><strong>Nicaragua </strong><strong>Rwanda </strong><strong>Slovakia </strong></td>
</tr>
</table>
<h2>Brasiliens hochgelobte Aids-Politik: Öffentliche Proteste landesweit gegen das Fehlen von mindestens vier Medikamenten des Aids-Cocktails, laut nationalen Medien. “Für die Infizierten ist es das Todesurteil, die sterben dann eben weg.” Indianer und Aids. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=5157" title="Beitrag bearbeiten"><font color="#bb0000">**(2010)</font></a></h2>
<p><strong>Wie es heißt, fehlen die Medikamente Abacavir, Lamivudina, Nevirapina, Zidovudina, Efavirenz. “Das ist die Zerstörung eines als beispielhaft bezeichneten Programms”, sagte William Amaral, Leiter eines Forums von Aids-NGO in Rio de Janeiro gegenüber der Presse. ” Aids-Medikamente fehlten keineswegs zum erstenmal. Angesichts der zunehmend heftigeren Kritik in Brasilien an der nationalen Aids-Bekämpfung nimmt in Mitteleuropa das Lob an Brasilias Aids-Politik weiter zu.</strong></p>
<p><strong>Katholische Aids-Expertin im Website-Interview in Manaus:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/29/fehlende-aidsmedikamente-in-brasilien-fehlende-arzte-fur-aidskranke-fur-die-infizierten-ist-es-das-todesurteil-die-sterben-dann-eben-weg-kritik-von-experten-und-kirche/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/29/fehlende-aidsmedikamente-in-brasilien-fehlende-arzte-fur-aidskranke-fur-die-infizierten-ist-es-das-todesurteil-die-sterben-dann-eben-weg-kritik-von-experten-und-kirche/</font></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/03/fehlende-aids-medikamente-in-brasilien-aids-ngo-beklagen-seit-jahren-mangelhafte-medizinische-versorgung-von-infizierten/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/03/fehlende-aids-medikamente-in-brasilien-aids-ngo-beklagen-seit-jahren-mangelhafte-medizinische-versorgung-von-infizierten/</font></a></p>
<h2><font color="#bb0000"><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/04/josefranciscofrei.jpg" alt="josefranciscofrei.jpg" /></font></h2>
<p><strong>José Francisco in Sao Paulo beim Website-Interview.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/22/der-papst-und-die-kondome-fortdauernde-desinformation-uber-katholische-praxis-bei-aids-pravention-kirchliche-kondomverteilung-seit-16-jahren-in-brasilien-dem-grosten-katholischen-land-unterstellt/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/22/der-papst-und-die-kondome-fortdauernde-desinformation-uber-katholische-praxis-bei-aids-pravention-kirchliche-kondomverteilung-seit-16-jahren-in-brasilien-dem-grosten-katholischen-land-unterstellt/</font></a></p>
<p><strong>Franziskaner José Francisco &#8211; Hintergrund:</strong></p>
<h2>Aids-Tod und fehlende Aids-Medikamente in Brasilien: Franziskaner und Aids-NGO beklagen seit Jahren mangelhafte medizinische Versorgung von Infizierten. ”Wahrheit über Aids-Epidemie wird versteckt”.</h2>
<p><strong>InÂ europäischen Medien wird seit Jahren das staatliche brasilianische Aids-Programm als vorbildlich hingestellt und zudem behauptet, die Gratis-Versorgung  Aids-Infizierter mit dem Medikamenten-Cocktail sei garantiert. Wie der für die Sozialprojekte der Franziskaner Sao Paulos verantwortliche Ordensbruder José Francisco dos Santos gegenüber dieser Website erklärte, trifft dies nur teilweise zu, sterben deshalb Aids-Patienten, die den Medikamenten-Cocktail unbedingt ganz regelmäßig einnehmen müssen. </strong></p>
<p><strong>Laut Frei Santos war die Medikamentenversorgung der Aidspatienten 2007 im reichsten brasilianischen Teilstaat Sao Paulo so schlecht, daß über einen Monat der Medikamenten-Cocktail schlichtweg nicht ausgeteilt wurde. Die Franziskaner und Aids-NGO seien daraufhin Ende 2007 gegen die Regierung vor Gericht gezogen, um die Einhaltung des entsprechenden Gesundheitsgesetzes zu erreichen. Die brasilianischen Aids-Statistiken seien sehr ungenau, die wahre Datenlage werde versteckt. Es existiere verständlicherweise kein politisches Interesse, die Wahrheit über die Aids-Situation offenzulegen. Die behauptete Qualität der Aidspatienten-Versorgung existiere nicht. Aids betreffe in Brasilien heute vor allem die Armen. Wenn indessen jemand an einer Krankheit sterbe, die er sich durch die Immunschwäche zugezogen habe, werde Aids auf dem Totenschein nicht als Todesursache benannt, sei nur zu oft  gar nicht bekannt, daß er Aids-infiziert gewesen sei. </strong></p>
<p><strong>Bereits 2006 hatte das auf Aidspatienten spezialisierte Hospital ”Gaffrée e Guinle” in Rio de Janeiro gegenüber der Presse beklagt, daß wegen fehlender Medikamente Aids-Kranke sterben. Es fehlten sogar nötige Antibiotika.</strong></p>
<p><strong>Presse-Zitat von 2008 über fehlende Aids-Medikamente, was bei Betroffenen zu schweren Konsequenzen und sogar zum Tode führen könne:</strong> Segundo a direçáo do Ã³rgáo, oito remédios para doenças infecciosas e anti-retrovirais que integram o coquetel antiaids estáo em <strong>falta</strong>. ”Pelo menos metade desses medicamentos sáo de uso contÃ­nuo, o que significa que a interrupçáo do uso, segundo especialistas, pode provocar graves conseqüÃªncias Ã  saÃºde e até levar Ã  morte, afirma Caetano. JÃ¡ nas unidades bÃ¡sicas de saÃºde do municÃ­pio outros cinco remédios também estáo em <strong>falta</strong>, alguns desde março.</p>
<p><strong>Indianer und Aids, Manaus, 2009:</strong></p>
<p><strong>Gerade ist eine Patientin des Pastoralzentrums gestorben &#8211;  eine Indianerin. Über eine halbe Million Indios gibt es in Brasilien “ etwa die Hälfte lebt bereits in Großstädten wie Manaus am Rio Negro &#8211;  fast durchweg in Slums. Die brasilianischen Aidsexperten nennen die Präventionsarbeit bei Indiostämmen besonders schwierig. Kondome würden aus soziokulturellen Gründen, vor allem der Mannesehre, gewöhnlich abgelehnt. Krankheiten wie Aids und Tuberkulose schreibe man dem Wirken böser Geister aus der übernatürlichen Welt zu, hoffe auf Heilung durch den Schamanen. Zudem existiere das Problem der Promiskuität, derÂ häuslichen, der sexuellen Gewalt auch unter den Indios, könne sich eine Indianerfrau schwerlich gegen einen Mann durchsetzen, der kein Kondom wolle. Indianerinnen arbeiteten als Prostituierte. Indianer und Indianerinnen, die zu evangelikalen Sekten übertreten, sagen: ”Wegen meiner Religion kriege ich kein Aids, sind weder Aidstests noch Kondome nötig. Jesus heilt &#8211; Halleluja!”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/23/yanomami-runddorf-demini-video-anklicken-amazonas-musiktheater-munchner-biennale-2010/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/23/yanomami-runddorf-demini-video-anklicken-amazonas-musiktheater-munchner-biennale-2010/</font></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/05/die-aids-epidemie-in-brasilien-ist-nicht-unter-kontrolle-analia-maria-de-paula-leiterin-der-bischoflichen-aids-pastoral-in-nordbrasilien-gesichter-brasiliens/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/05/die-aids-epidemie-in-brasilien-ist-nicht-unter-kontrolle-analia-maria-de-paula-leiterin-der-bischoflichen-aids-pastoral-in-nordbrasilien-gesichter-brasiliens/</font></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/19/aids-und-die-praventive-funktion-von-kondomen-in-brasilien-die-halluzinierenden-nachte-der-kamikazeas-alucinantes-noites-dos-camicases-nachrichtenmagazin-veja-sexualpraktiken-bisexual/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/19/aids-und-die-praventive-funktion-von-kondomen-in-brasilien-die-halluzinierenden-nachte-der-kamikazeas-alucinantes-noites-dos-camicases-nachrichtenmagazin-veja-sexualpraktiken-bisexual/</font></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/22/viele-aids-infizierte-brasilien-stecken-aus-rache-und-wutgefuhlen-heraus-sowie-aus-bosartigkeit-ganz-bewust-andere-menschen-mit-dem-hiv-virus-an-patienten-des-franziskaner-aids-projekts-in-sao-pa/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/22/viele-aids-infizierte-brasilien-stecken-aus-rache-und-wutgefuhlen-heraus-sowie-aus-bosartigkeit-ganz-bewust-andere-menschen-mit-dem-hiv-virus-an-patienten-des-franziskaner-aids-projekts-in-sao-pa/</font></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/19/355-brasilianer-haben-aids-ohne-es-zu-wissen-laut-offizieller-regierungsschatzunggewohnlich-viel-zu-niedrig/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/19/355-brasilianer-haben-aids-ohne-es-zu-wissen-laut-offizieller-regierungsschatzunggewohnlich-viel-zu-niedrig/</font></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/09/analsex-haufig-erste-sexuelle-erfahrung-von-mannlichen-jugendlichen-in-brasilien-troca-troca-brasil-ato-sexual-em-que-parceiros-masculinos-se-alternam-na-penetracao-anal/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/09/analsex-haufig-erste-sexuelle-erfahrung-von-mannlichen-jugendlichen-in-brasilien-troca-troca-brasil-ato-sexual-em-que-parceiros-masculinos-se-alternam-na-penetracao-anal/</font></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/05/brasilien-auf-uno-index-fur-menschliche-entwicklung-jetzt-platz-75-hinter-argentinien-chile-und-kuba/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/05/brasilien-auf-uno-index-fur-menschliche-entwicklung-jetzt-platz-75-hinter-argentinien-chile-und-kuba/</font></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/</font></a><strong>Laut Landesmedien durchläuft Brasiliens Gesundheitswesen eine “gravierende Krise”, wurden in den letzten zehn Jahren 45,9 Milliarden Real, die für das Gesundheitswesen bestimmt waren, in Wirklichkeit garnicht investiert.  Brasiliens privates Gesundheitswesen für die Bessergestellten habe viermal mehr Ärzte als das öffentliche Gesundheitswesen für die übergroße Mehrheit der Brasilianer. </strong></p>
<p><strong>Entsprechend groß ist das Lob für Brasiliens Sozialpolitik aus neoliberalen Ländern Mitteleuropas. </strong></p>
<p><a href="http://www.adveniat.de/blog/?p=960"><strong><font color="#bb0000">http://www.adveniat.de/blog/?p=960</font></strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-heranwachsende-in-extremer-armut-zahl-zunehmend-laut-neuer-unicef-studie-acht-jahre-lula-rousseff-regierung-und-resultate/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-heranwachsende-in-extremer-armut-zahl-zunehmend-laut-neuer-unicef-studie-acht-jahre-lula-rousseff-regierung-und-resultate/</font></strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/18/brasiliens-brutale-sozialkontraste-lula-ist-nacktfolha-de-sao-paulo/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/18/brasiliens-brutale-sozialkontraste-lula-ist-nacktfolha-de-sao-paulo/</font></strong></a></p>
<p><strong><strong>Leonardo Boff 2010 :“Lula machte die größte Revolution der sozialen Ökologie des Planeten, eine Revolution für die Bildung, ethische Politik.“  </strong></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/03/brasiliens-soziale-ungleichheit-laut-uno-index-2011-fur-menschliche-entwicklung-nur-platz-97-betonen-landesmedien/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/03/brasiliens-soziale-ungleichheit-laut-uno-index-2011-fur-menschliche-entwicklung-nur-platz-97-betonen-landesmedien/</font></strong></a></strong></p>
<p><strong><strong>Lulas Krebsbehandlung:</strong></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/03/brasilien-lulas-krebsbehandlungsirio-libanes-fur-allefolha-de-sao-paulo-zur-therapie-im-teuren-elite-krankenhaus-sao-paulos/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/03/brasilien-lulas-krebsbehandlungsirio-libanes-fur-allefolha-de-sao-paulo-zur-therapie-im-teuren-elite-krankenhaus-sao-paulos/</font></strong></a></strong></p>
<p><strong>Lula über öffentliches Gesundheitswesen SUS:  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/01/campanha-lula-no-sus-youtube-anklicken-gabe-es-sus-in-den-usa-ware-das-gut-fur-die-armenlula/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/01/campanha-lula-no-sus-youtube-anklicken-gabe-es-sus-in-den-usa-ware-das-gut-fur-die-armenlula/</font></a></strong></p>
<p><strong>Sao Paulos Favela Cachoeirinha Sao Paulo 2011 &#8211; 70000 Bewohner, nicht einmal ein Gesundheitsposten, seit Jahren auch von der katholischen Kirche gefordert.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/22/fabio-konder-comparato-wir-hatten-bis-heute-nie-demokratie-wir-leben-immer-unter-einem-oligarchischen-regime-menschenrechtsaktivist-rechtsprofessor-an-brasiliens-fuhrender-bundesuniversitat-us/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/22/fabio-konder-comparato-wir-hatten-bis-heute-nie-demokratie-wir-leben-immer-unter-einem-oligarchischen-regime-menschenrechtsaktivist-rechtsprofessor-an-brasiliens-fuhrender-bundesuniversitat-us/</font></strong></a></p>
<p><font color="#bb0000"><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach36.JPG" alt="cach36.JPG" /></font></p>
<p><strong>Aktivisten der katholischen Basisgemeinde von Cachoeirinha. “Das ist gegen die Menschenwürde, so viele Leute in diesem Schlamm, diesem Moder hausen zu lassen. So viele Familien, mit vielen Kindern, leben hier nur in einem einzigen Hüttenraum, vor der Türöffnung hängt ein Lappen &#8211; so ist das. Die Mafia der Drogengangster ist hier sehr stark, die beobachten alles und jeden hier, das ist furchtbar. Wer jemanden aus dem Drogenmilieu, aus der Sucht rausholen will &#8211; also jemanden, der für deren Profit sorgt, da werden die böse, da wird man gnadenlos verfolgt. Die Polizei kommt und geht wieder &#8211; aber die Banditenkommandos bleiben, terrorisieren, zwingen den Bewohnern das Gesetz des Schweigens auf. Wer sich nicht unterwirft, weiß, was ihn erwartet. 2014 ist die Fußball-WM, da will man Brasilien als Land der Ersten Welt erscheinen lassen &#8211; aber hier an der Peripherie ist es nach wie vor triste. Die meist kinderreichen Familien haben monatlich nur so um die 200, 220 Real maximal. Doch im Ausland wird verbreitet, alles toll, alles gut in Brasilien. Wir merken, es ist schwierig, Menschen von außerhalb für diese Situation zu sensibilisieren, die das hier nicht kennen, es sich nicht vorstellen können. Wir haben unsere christlichen Kriterien, und wir haben Ausdauer &#8211; das macht den Unterschied. Denn entweder ist man Christ &#8211; oder ist mans nicht, halbe-halbe geht nicht.” </strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach28.JPG" alt="cach28.JPG" /></p>
<p><strong>Der soziale Aufstieg von Lula:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/04/lula-bekommt-500000-dollar-von-lg-fur-vortrag-in-sudkorea-laut-brasilianischen-landesmedien-uber-eine-million-dollar-damit-vier-monate-nach-ende-der-amtszeit-kassiert-laut-kalkulation-von-parte/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/04/lula-bekommt-500000-dollar-von-lg-fur-vortrag-in-sudkorea-laut-brasilianischen-landesmedien-uber-eine-million-dollar-damit-vier-monate-nach-ende-der-amtszeit-kassiert-laut-kalkulation-von-parte/</font></strong></a></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/</font></strong></a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/boomland-brasilien-stahl-flaute-stagnation-bei-olforderung-industriellenkritik-an-wachstumshemmender-hochzinspolitik/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/boomland-brasilien-stahl-flaute-stagnation-bei-olforderung-industriellenkritik-an-wachstumshemmender-hochzinspolitik/</font></strong></a></p>
<p><strong>Die erfolgreiche Auslandspropaganda, Berichterstattungsvorschriften und der Soziologe Claudio Monteiro, Leiter der katholischen Aids-Pastoral in Sao Paulo 2010: </strong> <strong>“Als Folge von Aids sterben in Brasilien jährlich weit mehr als die laut amtlicher Schätzung angegebenen rund 11000 Personen &#8211; die Dunkelziffer ist hoch”, so Monteiro im Website-Interview. “Die Feststellung und Registrierung der Todesursachen muß stark verbessert werden. Wegen fehlender Medikamente für den Aids-Cocktail sterben nach wie vor zahlreiche Menschen. Derzeit nimmt Aids besonders in Städten bis 50000 Einwohner zu.”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/</font></strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/</font></strong></a></p>
<p><strong>Katholik Schlingensief:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/23/den-leuten-zu-sagen-in-was-fur-einer-verlogenen-scheise-wir-alle-leben-schlingensief-in-sao-paulo/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/23/den-leuten-zu-sagen-in-was-fur-einer-verlogenen-scheise-wir-alle-leben-schlingensief-in-sao-paulo/</font></strong></a></p>
<h2><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/08/brasiliens-favela-menschenrechtsaktivisten-eliana-takeko-kanashiro-de-araujo-prasidentin-der-associacao-futuro-melhor-sao-paulo/" rel="bookmark"><font color="#bb0000">Brasiliens Favela-Menschenrechtsaktivisten: Eliana Takeko Kanashiro de Araujo, Präsidentin der “Associacao Futuro Melhor”, Sao Paulo.</font></a></h2>
<p>Donnerstag, 08. Dezember 2011 von Klaus Hart   <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11775" title="Beitrag bearbeiten"><font color="#bb0000">**</font></a></p>
<p><font color="#bb0000"><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/elianatakeko1.JPG" alt="elianatakeko1.JPG" /></font></p>
<p><strong>“Wegen der neuen Stadtautobahn Rodoanel von Sao Paulo werden Favelas geräumt &#8211; viele Leute ziehen notgedrungen hierher &#8211; deswegen wird es in den Hütten immer enger. Obdachlose werden aus dem Zentrum Sao Paulos vertrieben &#8211; auch die kommen hierher. Dieses Elend hier macht mich triste &#8211; denn Brasilien ist doch eigentlich sooo reich! Die Geldmittel sind vorhanden! Niemand müßte eigentlich im Land so hausen wie die Menschen hier!” </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/07/brasiliens-boom-und-die-slumhutten/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/07/brasiliens-boom-und-die-slumhutten/</font></strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/13/carla-rocha-mutige-investigative-journalistin-recherchieren-unter-lebensgefahr-gesichter-brasiliens/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/13/carla-rocha-mutige-investigative-journalistin-recherchieren-unter-lebensgefahr-gesichter-brasiliens/</font></strong></a></p>
<p><font color="#bb0000"><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c7.JPG" alt="c7.JPG" /></font></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/</font></strong></a></p>
<p><strong>“Brasilien ist eine <a href="http://www.brasilien-info.at/wirtschaft/index.html"><font color="#bb0000">Industriemacht</font></a>, die achtgrößte Wirtschaftsnation der Welt, modern und fortschrittlich.”</strong></p>
<p><strong>“Progressive Regierung”.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/07/29/brasilianer-ernahren-sich-schlecht-selbst-laut-offizieller-ibge-statistik-arm-an-nahrstoffen-reich-an-kalorien-zuwenig-vitamine-und-kalzium-viel-zuviel-salz-weiter-gravierendes-hungerproble/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/07/29/brasilianer-ernahren-sich-schlecht-selbst-laut-offizieller-ibge-statistik-arm-an-nahrstoffen-reich-an-kalorien-zuwenig-vitamine-und-kalzium-viel-zuviel-salz-weiter-gravierendes-hungerproble/</font></strong></a></p>
<h2>Libyen-Intervention. Brasilianische Sichtweisen. “Zurück zur Barbarei. Die Brutalität der Horde, die Gaddafi jagte und ihn totschlug, erinnerte an die Nazis in ihrer Wut und Raserei gegen Juden und Zigeuner und die Ideologie gegen die Kommunisten.” Brasiliens Gewerkschaftszeitschrift “Revista do Brasil”. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11718" title="Beitrag bearbeiten"><font color="#bb0000">**</font></a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/frei-betto/" rel="tag"><font color="#bb0000">Frei Betto</font></a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/libyen-intervention/" rel="tag"><font color="#bb0000">Libyen-Intervention</font></a></p>
<p><font color="#bb0000"><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/libyenvoltaabarbarie.JPG" alt="libyenvoltaabarbarie.JPG" /></font></p>
<p><strong>“Gaddafi läßt Leichen verminen.”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/21/brasiliens-anderdenker-mord-an-gaddafi-katholischer-priester-haroldo-coelho-libyenkenner-emport-uber-ermordung-befreiungstheologe-frei-betto/"><strong><font color="#bb0000"> http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/21/brasiliens-anderdenker-mord-an-gaddafi-katholischer-priester-haroldo-coelho-libyenkenner-emport-uber-ermordung-befreiungstheologe-frei-betto/</font></strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/12/das-system-libyens-die-dortige-regierung-ist-popular-hat-im-lande-die-mehrheit-hinter-sich-ich-befurchte-das-wie-im-falle-von-bin-laden-ein-solches-kommando-in-libyen-eindringt-um-gaddafi-zu-to/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/12/das-system-libyens-die-dortige-regierung-ist-popular-hat-im-lande-die-mehrheit-hinter-sich-ich-befurchte-das-wie-im-falle-von-bin-laden-ein-solches-kommando-in-libyen-eindringt-um-gaddafi-zu-to/</font></strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/11/libyen-konflikt-brasiliens-medien-verlassen-westlichen-mainstream-brasilia-agiert-gegen-neuen-irak-barack-obama-besucht-jetzt-brasilien-weil-er-olimnport-alternativen-sucht/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/11/libyen-konflikt-brasiliens-medien-verlassen-westlichen-mainstream-brasilia-agiert-gegen-neuen-irak-barack-obama-besucht-jetzt-brasilien-weil-er-olimnport-alternativen-sucht/</font></strong></a></p>
<h2>“Brasilien: Kindsmord am Amazonas.” ARD-Weltspiegel berichtet erstmals über Infantizid bei Indianerstämmen &#8211; rund 600 Kinder jährlich in Amazonien umgebracht. “Es sind die Frauen, die die Kinder töten.” Warum Indiotraditionen in Europa soviel Sympathie finden. Leonardo Boff über Indianer. Verhalten gegenüber Unfallgeschädigten… <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=6918" title="Beitrag bearbeiten"><font color="#bb0000">**</font></a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/ard-weltspiegel/" rel="tag"><font color="#bb0000">ARD-Weltspiegel</font></a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasilien/" rel="tag"><font color="#bb0000">Brasilien</font></a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/indianer/" rel="tag"><font color="#bb0000">Indianer</font></a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/infantizid/" rel="tag"><font color="#bb0000">Infantizid</font></a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/iran/" rel="tag"><font color="#bb0000">Iran</font></a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/kindermord/" rel="tag"><font color="#bb0000">Kindermord</font></a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/leonardo-boff/" rel="tag"><font color="#bb0000">Leonardo Boff</font></a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/menschenrechte/" rel="tag"><font color="#bb0000">Menschenrechte</font></a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/sex-mit-kindern/" rel="tag"><font color="#bb0000">Sex mit Kindern</font></a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/steinigen/" rel="tag"><font color="#bb0000">Steinigen</font></a></p>
<p><a href="http://www.tagesschau.de/ausland/weltspiegel310.html"><font color="#bb0000">http://www.tagesschau.de/ausland/weltspiegel310.html</font></a></p>
<p><strong>Laut Schätzungen rund 600 Kinder jährlich im Amazonasbecken getötet.  </strong></p>
<p><strong>Manuskript:</strong>  <a href="http://www.daserste.de/weltspiegel/beitrag_dyn~uid,s5jg9zfsecetk9ia~cm.asp"><font color="#bb0000">http://www.daserste.de/weltspiegel/beitrag_dyn~uid,s5jg9zfsecetk9ia~cm.asp</font></a></p>
<p><strong>“Stammeschef Kotok hat 4 Frauen und mit ihnen 27 Kinder &#8211; Zeichen seiner Männlichkeit und seiner Bedeutung.”</strong></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/932552/"><font color="#bb0000">http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/932552/</font></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/31/kindermord-bei-brasiliens-indianerstammen-2009-erstmals-unter-den-am-meisten-diskutierten-themen-des-landes-sensationelle-auszeichnung-eines-anti-kindermord-dokfilms-durch-eine-katholische-universi/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/31/kindermord-bei-brasiliens-indianerstammen-2009-erstmals-unter-den-am-meisten-diskutierten-themen-des-landes-sensationelle-auszeichnung-eines-anti-kindermord-dokfilms-durch-eine-katholische-universi/</font></a></p>
<h2>“…diese Praxis bekanntzumachen, könnte den Stämmen sehr schaden…” Rita Segado.</h2>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/10/infantizidardkotokfriedhof2010.JPG" alt="infantizidardkotokfriedhof2010.JPG" /></p>
<p><strong>Stammeschef Kotok zeigt dem ARD-Team den speziellen Infantizid-Friedhof, auf dem über 100 Kinder lebendig begraben worden seien &#8211; im berühmten Xingu-Nationalpark der Indios.</strong></p>
<p><strong>„As vezes ouve se ao longe o choro abafado da crianca, abandonada para morrer na mata. O choro só cessa quando a crianca desfalece, ou quando é devorada para algum animal. Ou quando algum parente, irritado com a insistencia daquele choro, resolve silencia-lo com uma flecha ou um porrete.“</strong></p>
<p><strong>(Laut Zitat hört man teils von weitem noch das Weinen des Kindes, das im Wald zum Sterben zurückgelassen wurde. “Das Weinen hört nur auf, wenn das Kind stirbt oder wenn es durch irgendein Tier aufgefressen wird. Oder wenn ein Verwandter, irritiert von diesem fortdauernden Weinen, beschließt, es mit einem Pfeil oder einem Knüppel zum Verstummen zu bringen.)</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/15/brasilien-kindermord-bei-indianerstammen-erneut-stark-in-der-diskussion-weil-gesetz-zm-schutz-der-indiokinder-offenbar-abgewurgt-wird-wenn-die-kultur-totet-folha-de-sao-paulo/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/15/brasilien-kindermord-bei-indianerstammen-erneut-stark-in-der-diskussion-weil-gesetz-zm-schutz-der-indiokinder-offenbar-abgewurgt-wird-wenn-die-kultur-totet-folha-de-sao-paulo/</font></strong></a></p>
<p><strong>Leonardo Boff über die Indianer: ”Und ich habe sie immer bewundert, sie sind unsere großen Meister im Hinblick auf die Haltung gegenüber der Natur. Die sind technologisch gesehen rückständig, aber zivilisatorisch, sie sind vorwärts, sie sind reicher als wir. Wenn wir lernen wollen, was wir für eine Beziehung mit der Natur eingehen sollen, die Beziehung zwischen dem Alter und den Kindern, den Erwachsenen und alten Leuten, die Beziehung zwischen Arbeit und Freizeit, die Beziehung zwischen Leben und Tod, dann müssen wir die Indianer hören. Die haben eine große Weisheit und vieles haben sie uns zu sagen.” </strong></p>
<p><a href="http://das-blaettchen.de/2011/03/leonardo-boffs-ungereimtheiten-4006.html"><font color="#bb0000">http://das-blaettchen.de/2011/03/leonardo-boffs-ungereimtheiten-4006.html</font></a></p>
<p><strong>“A grandiosidade dos povos indígenas reside no fato de que eles valorizam o ser humano, as relações sociais e políticas, as formas diferentes de viver.” (CIMI-Note)</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/03/hakani-suruwaha-und-der-kindermord-in-brasilien/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/03/hakani-suruwaha-und-der-kindermord-in-brasilien/</font></a></p>
<p><strong>Verhalten gegenüber Unfallgeschädigten im Xingu-Nationalpark:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/03/15/indianer-euthanasie-und-verhalten-gegenuber-unfallgeschadigten/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/03/15/indianer-euthanasie-und-verhalten-gegenuber-unfallgeschadigten/</font></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/07/kindermord-gewaltsam-traumatische-abtreibung-verprugeln-der-eigenen-frau-mit-freunden-polygamie-sex-mit-kindern-brasilianische-indiotraditionen-finden-auch-in-deutschland-viel-bewunderung-auch/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/07/kindermord-gewaltsam-traumatische-abtreibung-verprugeln-der-eigenen-frau-mit-freunden-polygamie-sex-mit-kindern-brasilianische-indiotraditionen-finden-auch-in-deutschland-viel-bewunderung-auch/</font></a></p>
<p><strong>Während der ARD-Weltspiegel-Bericht auf ein “Aufklärungsvideo” über Kindermord hinweist, das von Kinderschützern produziert worden sei, war das Video zuvor in europäischen Medien scharf kritisiert worden. Es sei darin eine Fälschung, eine gestellte Szene zu sehen. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/16/hakani-dokudrama-weiter-ein-hit-bei-indio-interessierten-kuriose-anschuldigungen-gestellte-szene/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/16/hakani-dokudrama-weiter-ein-hit-bei-indio-interessierten-kuriose-anschuldigungen-gestellte-szene/</font></a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/28/sandra-terena-von-hakani-dokudrama-inspiriert-das-in-europaischen-medien-scharf-kritisiert-wurde-terenas-anti-kindermord-dokumentarfilm-quebrando-o-silenciodas-schweigen-brechen-erhielt-intern/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/28/sandra-terena-von-hakani-dokudrama-inspiriert-das-in-europaischen-medien-scharf-kritisiert-wurde-terenas-anti-kindermord-dokumentarfilm-quebrando-o-silenciodas-schweigen-brechen-erhielt-intern/</font></a></p>
<p><strong>Nun bleibt zu abzuwarten, ob und wann sich das deutschsprachige Fernsehen in Reportagen anderer bekannte und sehr gut dokumentierter indianischer Praktiken, darunter Sex mit Kindern, Gewalt gegen Frauen, den sehr umstrittenen “Schamanendeutungen” oder der Naturzerstörung, annimmt.  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/23/sex-mit-kindern-zahlreiche-brasilianische-indianer-wegen-dieses-delikts-im-gefangnis/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/23/sex-mit-kindern-zahlreiche-brasilianische-indianer-wegen-dieses-delikts-im-gefangnis/</font></a></strong></p>
<p><strong>Kongreßabgeordneter Henrique Afonso(inzwischen von Lulas Arbeiterpartei PT zur Grünen Partei(PV) übergewechselt) im Website-Exklusivinterview: „Pädophilie ist feige und verbrecherisch, ein barbarischer Akt &#8211; nicht nur bei den Stämmen, sondern auch im Rest der brasilianischen Gesellschaft häufig anzutreffen. Unser Gesetz soll auch auf vergewaltigte, sexuell mißbrauchte Kinder anzuwenden sein.” Bei Indianerkindern dürfe der Beginn des Sexuallebens nicht erzwungen werden. Betroffen seien Indiomädchen sogar im Alter von acht und neun Jahren. Die durch sexuellen Mißbrauch verursachten Schäden, so Afonso, seien aus der Psychologie genau bekannt.</strong></p>
<p><strong>Vertuschter Kindermord? <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/20/kindermord-in-indiostammen-brasiliens-haufig-als-tod-durch-unterernahrung-vertuscht-laut-expertenberichten-weltspiegel-beitrag-zu-infantizid/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/20/kindermord-in-indiostammen-brasiliens-haufig-als-tod-durch-unterernahrung-vertuscht-laut-expertenberichten-weltspiegel-beitrag-zu-infantizid/</font></a></strong></p>
<p><strong>Einfach mal nachschauen, was bekannte, als kinderfreundlich geltende  Menschenrechtsorganisationen und Menschenrechtspolitiker bisher an Protesterklärungen, Texten  zum Kindermord bei Indiostämmen, dem lebendigen Begraben von behinderten und nicht behinderten Kindern veröffentlicht haben.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/28/schamanendeutung-bei-den-yanomami-auch-ausloser-fur-morderische-konflikte-laut-studie-munchner-biennale-2010/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/28/schamanendeutung-bei-den-yanomami-auch-ausloser-fur-morderische-konflikte-laut-studie-munchner-biennale-2010/</font></a></p>
<p><strong>Deutscher Leprabekämpfer Manfred Göbel zu Indianertraditionen:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/22/helden-von-heute-der-bayer-manfred-gobel-in-brasilien/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/22/helden-von-heute-der-bayer-manfred-gobel-in-brasilien/</font></a></p>
<p><strong>Jüdischer Arzt Zelick Trajber:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/21/der-judische-arzt-zelick-trajber-und-die-indiokinder-brasiliens/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/21/der-judische-arzt-zelick-trajber-und-die-indiokinder-brasiliens/</font></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/03/12/indianer-naturschutzer-oder-naturzerstorer-hatte-karl-may-recht/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/03/12/indianer-naturschutzer-oder-naturzerstorer-hatte-karl-may-recht/</font></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/13/indianer-begehen-umweltverbrechen-verkaufen-palmherz-aus-kustenurwald-mata-atlantica-laut-umweltschutzbehorde-ibama-crime-ambiental/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/13/indianer-begehen-umweltverbrechen-verkaufen-palmherz-aus-kustenurwald-mata-atlantica-laut-umweltschutzbehorde-ibama-crime-ambiental/</font></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/11/tote-deine-kinder-erfulle-deine-pflicht-gegenuber-dem-stamm-dokudrama-uber-den-kindermord-bei-brasilianischen-indianerstammen-anklicken-herunterladen/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/11/tote-deine-kinder-erfulle-deine-pflicht-gegenuber-dem-stamm-dokudrama-uber-den-kindermord-bei-brasilianischen-indianerstammen-anklicken-herunterladen/</font></a></p>
<p><strong>Angesichts der sehr guten Kenntnis der europäischen Öffentlichkeit über solche Indianerpraktiken erscheint manchen der engagierte und gut organisierte Einsatz für den Schutz der Indianertraditionen bemerkenswert. Für den Ethik-Unterricht an den Schulen der deutschsprachigen Länder bietet sich auch hier ein reiches Betätigungsfeld. </strong></p>
<p><strong>(Wie die elektronische Statistik dieser Hobby-Website zeigt, hat der Weltspiegel-Beitrag das Interesse für indianische Praktiken und Traditionen deutlich erhöht. Manche Leser scheinen über derartige Uralt-Tatsachen tatsächlich noch erstaunt.)</strong></p>
<p><strong>Priester und Indioexperte:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/16/padre-claudio-bombieri-indianerexperte-sao-luis-gesichter-brasiliens/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/16/padre-claudio-bombieri-indianerexperte-sao-luis-gesichter-brasiliens/</font></a></p>
<p><strong> Ein in Europa als kirchlicher Indigenen-Experte geltender bekannter Vertreter lehnte gegenüber dieser Website ein Interview zu den im ARD-Weltspiegel-Beitrag genannten Tatbeständen ab, bezeichnete veröffentlichte Medienberichte zur Kindstötung als “Meinung, Blödsinn, Quatsch, lediglich interessant für Lieschen Müller”. Er lehnte zudem jegliche Stellungnahme zu bekannten Fakten über Gewalt gegen Frauen, Sex mit Kindern in brasilianischen Indianerstämmen ab, ebenso zur von Indianern betriebenen Naturzerstörung. Das spricht Bände.<br />
</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/06/yanomami-und-kindermord-brasiliens-landespresse-zu-studien-des-deutschen-universitatsprofessors-erwin-frank-im-amazonas-teilstaat-roraima/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/06/yanomami-und-kindermord-brasiliens-landespresse-zu-studien-des-deutschen-universitatsprofessors-erwin-frank-im-amazonas-teilstaat-roraima/</font></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/07/der-hauptanlas-fur-krieg-ist-der-wunsch-nach-jungen-frauen-yanomami-buch-vom-pinguin-verlag-innsbruck-neugeborene-madchen-werden-haufiger-getotet-als-jungen-die-sehr-begehrt-sind-yanomami/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/07/der-hauptanlas-fur-krieg-ist-der-wunsch-nach-jungen-frauen-yanomami-buch-vom-pinguin-verlag-innsbruck-neugeborene-madchen-werden-haufiger-getotet-als-jungen-die-sehr-begehrt-sind-yanomami/</font></a></p>
<p><strong>Europäische Verlage bieten eine riesige Anzahl von Büchern, Kinderbüchern, Schulbüchern, Lehrplänen etc.  über den Indianeralltag an &#8211; einfach mal nachschauen, wie dort Kindermord,  Stammes-Pädophilie oder Kannibalismus  erläutert werden. Wird die Wahrheit gesagt oder wird frech politisch korrekt gelogen?</strong></p>
<p><strong>“Blog Visao Missionario”: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/07/infantizid-blog-visao-missionario-brasilien/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/07/infantizid-blog-visao-missionario-brasilien/</font></a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/09/raub-und-vergewaltigung-von-indiomadchen-durch-indianer-in-amazonien-laut-anzeigen-des-brasilianischen-kongressenators-mozarildo-cavalcanti/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/09/raub-und-vergewaltigung-von-indiomadchen-durch-indianer-in-amazonien-laut-anzeigen-des-brasilianischen-kongressenators-mozarildo-cavalcanti/</font></a></p>
<p><strong>Sklaverei unter Indianern:</strong>  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/29/sklaverei-unter-indianerstammen-lateinamerikas-vor-der-ankunft-der-portugiesen-war-im-heutigen-brasilien-gemas-historischen-quellen-die-sklaverei-bereits-unter-den-indianern-ublich/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/29/sklaverei-unter-indianerstammen-lateinamerikas-vor-der-ankunft-der-portugiesen-war-im-heutigen-brasilien-gemas-historischen-quellen-die-sklaverei-bereits-unter-den-indianern-ublich/</font></a></p>
<p><strong>Die “Amazonas-Oper” der Münchner Biennale</strong>: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/12/die-mit-grosen-medialen-vorschuslorbeeren-bedachte-amazonasoper-eine-sammlung-von-theaterkritiken-uber-das-resultat/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/12/die-mit-grosen-medialen-vorschuslorbeeren-bedachte-amazonasoper-eine-sammlung-von-theaterkritiken-uber-das-resultat/</font></a></p>
<p><strong>Steinigen im Iran und in Brasilien:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/14/steinigen-im-iran-unter-ahmadinedschad-und-in-brasilien-unter-lula-lula-konnte-sich-uber-die-tatsache-beunruhigen-das-brasilien-zu-den-landern-gehort-in-denen-am-meisten-gelyncht-wird-jose/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/14/steinigen-im-iran-unter-ahmadinedschad-und-in-brasilien-unter-lula-lula-konnte-sich-uber-die-tatsache-beunruhigen-das-brasilien-zu-den-landern-gehort-in-denen-am-meisten-gelyncht-wird-jose/</font></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/06/der-alltag-brasilianischer-jugendlicher-unterscheidet-sich-gar-nicht-so-stark-von-dem-der-deutschen-schwabische-post-entspannt-und-fleisig-in-brasilien/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/06/der-alltag-brasilianischer-jugendlicher-unterscheidet-sich-gar-nicht-so-stark-von-dem-der-deutschen-schwabische-post-entspannt-und-fleisig-in-brasilien/</font></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</font></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/12/geschlechterungleichheit-in-macholand-brasilien-unter-lula-gestiegen-lauten-neuer-studie/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/12/geschlechterungleichheit-in-macholand-brasilien-unter-lula-gestiegen-lauten-neuer-studie/</font></a></p>
<p><strong>Amnesty International und Menschenrechte unter Lula in Brasilien:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/02/die-lula-regierung-war-bei-den-menschenrechten-eine-enttauschung-tim-cahill-brasilienexperte-von-amnesty-international-in-london-weiter-alltagliche-folter-todesschwadronen-sklavenarbeit-sc/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/02/die-lula-regierung-war-bei-den-menschenrechten-eine-enttauschung-tim-cahill-brasilienexperte-von-amnesty-international-in-london-weiter-alltagliche-folter-todesschwadronen-sklavenarbeit-sc/</font></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/15/tropa-de-elite-2-neuer-film-uber-menschenrechtspolitik-in-brasilien-unter-lula-steuert-zuschauerrekord-an/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/15/tropa-de-elite-2-neuer-film-uber-menschenrechtspolitik-in-brasilien-unter-lula-steuert-zuschauerrekord-an/</font></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/22/prof-dr-marcus-mazzari-prasident-der-goethe-gesellschaft-brasiliens-associacao-goethe-do-brasil-gesichter-brasiliens/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/22/prof-dr-marcus-mazzari-prasident-der-goethe-gesellschaft-brasiliens-associacao-goethe-do-brasil-gesichter-brasiliens/</font></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/28/cnn-brasilien-ist-coolste-nation-der-welt/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/28/cnn-brasilien-ist-coolste-nation-der-welt/</font></a></p>
<p><strong>Diskussion über Kindermord:</strong></p>
<p><a href="http://www.norwegen-angelfreunde.de/archive/index.php?t-10965.html"><strong><font color="#bb0000">http://www.norwegen-angelfreunde.de/archive/index.php?t-10965.html</font></strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/brasiliens-hohe-rate-von-behinderten-2391-prozent-der-bevolkerung-gegenuber-rund-1-prozent-in-hochentwickelten-landern-laut-studien/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/brasiliens-hohe-rate-von-behinderten-2391-prozent-der-bevolkerung-gegenuber-rund-1-prozent-in-hochentwickelten-landern-laut-studien/</font></strong></a></p>
<h2>“Wohlhabende verbrauchen in drei Tagen, was Arme in einem ganzen Jahr konsumieren.” Brasiliens soziale Kontraste, IPEA-Studie. UNESCO-Preis für Lula. Peter Scholl-Latour. Franziskaner, Juden und der Hunger. José Zapatero, EU-Ratspräsident. Lula in Financial Times. “Anti-Hunger-Hilfe”, Stand 2010. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=3082" title="Beitrag bearbeiten"><font color="#bb0000">**</font></a></h2>
<p>Tags: , , <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/atomwaffen/" rel="tag"><font color="#bb0000">Atomwaffen</font></a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasilien/" rel="tag"><font color="#bb0000">Brasilien</font></a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/ceia-2009/" rel="tag"><font color="#bb0000">Ceia 2009</font></a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/eu-ratspra%c2%a4sident/" rel="tag"><font color="#bb0000">EU-RatsprÃ¤sident</font></a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/franziskaner/" rel="tag"><font color="#bb0000">Franziskaner</font></a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/ga%c2%bcnter-nooke/" rel="tag"><font color="#bb0000">GÃ¼nter Nooke</font></a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/hunger/" rel="tag"><font color="#bb0000">Hunger</font></a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/hunger-und-aufra%c2%bcstung/" rel="tag"><font color="#bb0000">Hunger und AufrÃ¼stung</font></a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/jose-zapatero/" rel="tag"><font color="#bb0000">José Zapatero</font></a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/juden/" rel="tag"><font color="#bb0000">Juden</font></a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/lula/" rel="tag"><font color="#bb0000">Lula</font></a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/peter-scholl-latour/" rel="tag"><font color="#bb0000">Peter Scholl-Latour</font></a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/sozialkontraste/" rel="tag"><font color="#bb0000">Sozialkontraste</font></a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/ten-yad/" rel="tag"><font color="#bb0000">Ten Yad</font></a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/unesco/" rel="tag"><font color="#bb0000">UNESCO</font></a></p>
<p><a href="http://oglobo.globo.com/economia/mat/2009/09/24/ricos-gastam-em-tres-dias-mesmo-que-os-pobres-consomem-em-um-ano-767757107.asp"><font color="#bb0000">http://oglobo.globo.com/economia/mat/2009/09/24/ricos-gastam-em-tres-dias-mesmo-que-os-pobres-consomem-em-um-ano-767757107.asp</font></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/24/52-millionen-hungern-in-lateinamerika-und-der-karibik-laut-sela-meldet-ips-hunger-in-brasilien-unter-lula/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/24/52-millionen-hungern-in-lateinamerika-und-der-karibik-laut-sela-meldet-ips-hunger-in-brasilien-unter-lula/</font></a></p>
<p><strong>“Von allen linken Präsidenten hat Lula, der als am wenigsten links eingeschätzt wird, die größten Erfolge.” Gregor Gysi, Linkspartei, Deutschland, 2010.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/09/mullhungersp1.jpg" alt="mullhungersp1.jpg" /></p>
<p><strong>Arme Hungernde wühlen unweit der Präfektur im Müll nach Eßbarem &#8211; in Sao Paulo, Lateinamerikas reichster Stadt.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/11/obdachloserpappekleidung.JPG" alt="obdachloserpappekleidung.JPG" /></p>
<p><strong>Obdachloser alter Mann, nur mit Papperesten bekleidet, in der City von Sao Paulo.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/12/slumkloakesp1.JPG" alt="slumkloakesp1.JPG" /></p>
<p><strong>“Krise &#8211; was denn für eine Krise?” &#8211; Kloake-Slum in Sao Paulo.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/21/soziale-ungleichheit-in-brasilien-gesunken-laut-offiziellen-zahlen-chefkolumnist-clovis-rossi-erklart-zum-x-ten-male-die-statistiktricks-da-ungleichheit-unter-lula-wuchs/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/21/soziale-ungleichheit-in-brasilien-gesunken-laut-offiziellen-zahlen-chefkolumnist-clovis-rossi-erklart-zum-x-ten-male-die-statistiktricks-da-ungleichheit-unter-lula-wuchs/</font></a></p>
<p><strong>Bolsa Familia:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/09/die-anti-hunger-hilfe-bolsa-familia-der-lula-regierung-die-aktuellen-daten-erlautert-von-pt-kongressenator-eduardo-suplicy-vor-obdachlosen-im-franziskanerkloster-sao-paulos/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/09/die-anti-hunger-hilfe-bolsa-familia-der-lula-regierung-die-aktuellen-daten-erlautert-von-pt-kongressenator-eduardo-suplicy-vor-obdachlosen-im-franziskanerkloster-sao-paulos/</font></a></p>
<p><strong>José Zapatero, amtierender EU-Ratspräsident:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/11/jose-zapatero-spaniens-premierminister-lobt-lula-uber-alle-masen-der-mann-der-die-welt-uberrascht-esse-homem-honesto-integro-e-admiravel-von-amnesty-international-angeprangerte-folter/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/11/jose-zapatero-spaniens-premierminister-lobt-lula-uber-alle-masen-der-mann-der-die-welt-uberrascht-esse-homem-honesto-integro-e-admiravel-von-amnesty-international-angeprangerte-folter/</font></a></p>
<p><strong>Lula in Financial Times:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/30/das-tropische-norwegen-von-lula-brasiliens-landesmedien-machen-sich-uber-lulas-groteske-einschatzungen-in-financial-times-lustig-lula-spricht-uber-brasilien-75-platz-auf-dem-uno-index-f/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/30/das-tropische-norwegen-von-lula-brasiliens-landesmedien-machen-sich-uber-lulas-groteske-einschatzungen-in-financial-times-lustig-lula-spricht-uber-brasilien-75-platz-auf-dem-uno-index-f/</font></a></p>
<p><strong>Atomwaffen-Ambitionen:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/25/lulas-vize-jose-alencar-fur-nukleartechnologie-zur-entwicklung-von-atomwaffen-lander-mit-atomwaffen-verschaffen-sich-mehr-respekt/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/25/lulas-vize-jose-alencar-fur-nukleartechnologie-zur-entwicklung-von-atomwaffen-lander-mit-atomwaffen-verschaffen-sich-mehr-respekt/</font></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/23/unesco-zeichnet-lula-in-paris-wegen-forderung-des-friedens-und-der-rechtsgleichheit-aus-preis-mit-150000-dollar-dotiert-jury-von-henry-kissinger-gefuhrt/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/23/unesco-zeichnet-lula-in-paris-wegen-forderung-des-friedens-und-der-rechtsgleichheit-aus-preis-mit-150000-dollar-dotiert-jury-von-henry-kissinger-gefuhrt/</font></a></p>
<p><strong>Franziskaner und der Hunger in Brasilien:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/25/franziskaner-sao-paulos-verteilen-weihnachten-nahrungsmittel-an-tausende-von-armen-und-verelendeten/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/25/franziskaner-sao-paulos-verteilen-weihnachten-nahrungsmittel-an-tausende-von-armen-und-verelendeten/</font></a></p>
<p><strong>Juden in Sao Paulo:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/27/ten-yad-juden-helfen-bedurftigen-juden-in-sao-paulo-in-der-krise-besonders-wichtig/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/27/ten-yad-juden-helfen-bedurftigen-juden-in-sao-paulo-in-der-krise-besonders-wichtig/</font></a></p>
<p><strong>Peter Scholl-Latour:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/05/peter-scholl-latour-uber-brasilien-vielfaltige-harmonie-der-rassen-mauricio-pestana-uber-das-rassistischste-land-der-erde-jurandir-freire-costa-uber-ethisch-moralische-schizophrenie-m/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/05/peter-scholl-latour-uber-brasilien-vielfaltige-harmonie-der-rassen-mauricio-pestana-uber-das-rassistischste-land-der-erde-jurandir-freire-costa-uber-ethisch-moralische-schizophrenie-m/</font></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/22/obdachlose-bevolkerung-sao-paulos-wachst-unter-lula-jahrlich-um-9-prozent-laut-franziskaner-zeitschrift-franziskaner-mission-fur-2009-groserer-zuwachs-erwartet/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/22/obdachlose-bevolkerung-sao-paulos-wachst-unter-lula-jahrlich-um-9-prozent-laut-franziskaner-zeitschrift-franziskaner-mission-fur-2009-groserer-zuwachs-erwartet/</font></a></p>
<p><strong>Hunger und Aufrüstung:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/15/brasilias-u-boot-geschaft-mit-paris-so-teuer-wie-zwei-jahre-anti-hunger-programmbolsa-familia-meldet-o-globo/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/15/brasilias-u-boot-geschaft-mit-paris-so-teuer-wie-zwei-jahre-anti-hunger-programmbolsa-familia-meldet-o-globo/</font></a></p>
<p><strong>Günter Nooke:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/05/leider-sind-es-nicht-mehr-so-viele-die-die-ganze-wahrheit-wissen-wollen-man-biegt-sehr-schnell-ab-um-bei-seiner-meinung-bleiben-zu-konnen-und-bei-den-als-angenehm-empfundenen-losungen-ich-hab/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/05/leider-sind-es-nicht-mehr-so-viele-die-die-ganze-wahrheit-wissen-wollen-man-biegt-sehr-schnell-ab-um-bei-seiner-meinung-bleiben-zu-konnen-und-bei-den-als-angenehm-empfundenen-losungen-ich-hab/</font></a></p>
<p><strong>“Ich will das Volk aus der Scheiße holen!”:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/10/ich-will-das-volk-aus-der-scheise-holen-lula-setzt-erneut-clever-werbewirksam-kraftausdruck-in-populistischer-rede-ein-anklicken/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/10/ich-will-das-volk-aus-der-scheise-holen-lula-setzt-erneut-clever-werbewirksam-kraftausdruck-in-populistischer-rede-ein-anklicken/</font></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/31/renommierte-brasilianische-menschenrechtsaktivisten-fotoserie/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/31/renommierte-brasilianische-menschenrechtsaktivisten-fotoserie/</font></a></p>
<h2><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/10/brasiliens-gefangenenseelsorge-der-deutsche-pastor-wolfgang-lauer/" rel="bookmark"><font color="#bb0000">Brasiliens Gefangenenseelsorge &#8211; der deutsche Pastor Wolfgang Lauer.</font></a></h2>
<p>Samstag, 10. Dezember 2011 von Klaus Hart   <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11804" title="Beitrag bearbeiten"><font color="#bb0000">**</font></a></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1624771/"><strong><font color="#bb0000">http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1624771/</font></strong></a></p>
<p><font color="#bb0000"><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/caran6.JPG" alt="caran6.JPG" /></font></p>
<p><a href="http://brueckenbauer.blogspot.com/2011_05_01_archive.html"><strong><font color="#bb0000">http://brueckenbauer.blogspot.com/2011_05_01_archive.html</font></strong></a></p>
<h2>Jesus Christus in Mariana, Minas Gerais(Brasilien). <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=9507" title="Beitrag bearbeiten"><font color="#bb0000">**</font></a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasilien/" rel="tag"><font color="#bb0000">Brasilien</font></a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/jesus-christus/" rel="tag"><font color="#bb0000">Jesus Christus</font></a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/mariana/" rel="tag"><font color="#bb0000">Mariana</font></a></p>
<p><font color="#bb0000"><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/04/marianachristus3.JPG" alt="marianachristus3.JPG" /></font></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/26/osterprozession-2011-in-ouro-preto-gesichter-brasiliens/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/26/osterprozession-2011-in-ouro-preto-gesichter-brasiliens/</font></a></p>
<p><font color="#bb0000"><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/04/marianachristus5.JPG" alt="marianachristus5.JPG" /></font></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/31/ostern-christus-in-mariana-ouro-preto/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/31/ostern-christus-in-mariana-ouro-preto/</font></a></p>
<p><font color="#bb0000"><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/04/marianachristus7.JPG" alt="marianachristus7.JPG" /></font></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/31/ostern-in-ouro-preto/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/31/ostern-in-ouro-preto/</font></a></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1421022/"><font color="#bb0000">http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1421022/</font></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/01/condemned-heroes-brasiliens-wichtigster-befreiungstheologe-frei-betto-die-terrorismusproblematik/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/01/condemned-heroes-brasiliens-wichtigster-befreiungstheologe-frei-betto-die-terrorismusproblematik/</font></strong></a></p>
<p>Texte von 2011:</p>
<h1>Panzer und Crack</h1>
<p>Der Militär-und Medien-Zirkus um die „Erstürmung“ und „Eroberung“ der Rio-Slumregion „Complexo do Alemão“ wäre schon jetzt ein heißes Thema auch für Deutschlands Kommunikationswissenschaftler – aber wie es aussieht, trauen sie sich nicht. Als „Farce“ hatten brasilianische Rechtsexperten und Menschenrechtspriester die Slumbesetzung vom letzten November verurteilt – und schneller als erwartet ausgerechnet von der Gegenseite die Beweise geliefert bekommen. Die schwerbewaffneten Banditenkommandos des organisierten Verbrechens sind rasch zurückgekehrt, zitieren Brasiliens Landesmedien aus vertraulichen Militärberichten. Die Gangster haben, wie es heißt, wieder Verkaufspunkte für harte Drogen installiert, der hochprofitable Rauschgifthandel geht perfekt neoliberal weiter. Der Terror gegen Bewohner des Parallelstaats der Slums ebenfalls – trotz Militärpräsenz sind mindestens vier Menschen ermordet worden. Eine Frau wird zur Abschreckung totgeschlagen, weil sie an der Plünderung eines Banditenhauses teilnahm – TV-Teams auch des Auslands hatten solche Volkszorn-Szenen am Start der Militäroperation gern gefilmt. Doch nun beklagen sich die Bewohner ausgerechnet über eine unzureichende Präsenz von brauchbaren Polizisten – von den Militärs würden die herumstreunenden Banditen gar nicht bemerkt. Viele Soldaten stammen ja just aus diesen Slums. Zudem seien 42 Militärpolizisten zwar wegen Raub, Erpressung und Übergriffen gegen die Bewohner angezeigt, doch bisher nicht bestraft worden.</p>
<p>Die militärische Besetzung ist Modell und Beispiel für das ganze Land, sagt der neue Justizminister Cardozo – hat er es gar böse-ironisch gemeint? Panzer, martialisch wirkende Militärpatrouillen, deren Fotos gern auch in die Erste Welt durchgeschaltet werden, sind den Angaben zufolge jedenfalls keinerlei Hindernis für die Banditenkommandos des organisierten Verbrechens. Das mag für Mitteleuropäer bizarr, grotesk, unglaublich erscheinen, für unsereinen hier ist es banale Normalität.<br />
Immer wieder wird in der Ersten Welt behauptet, in den lateinamerikanischen Ländern zeige sich deutlich, dass die bisher praktizierte Drogenbekämpfung per Polizei und Militär nichts bringe, man sich andere Konzepte überlegen müsse. Was denn für eine Drogenbekämpfung, möchte man gegenfragen. In der Banken-City von Sao Paulo beispielsweise, der führenden Wirtschaftsmetropole Lateinamerikas, wird Crack, die zerstörerischste harte Droge, direkt neben Polizeipräsidien, Polizeiwachen massenhaft und offen verkauft und ebenso offen gleich von Hunderten konsumiert. Die Beamten im Hauptsitz der Stadtgendarmerie schauen direkt auf eine kilometerlange Straße, in der sich ganze Horden grauenhaft verwahrloster und abgemagerter Gestalten mit Crack zügig ins Jenseits befördern. Manche Brasilianer fragen daher, ob es nicht eher so ist, dass die Sicherheitskräfte, von Ausnahmen abgesehen, der unter Staatschef Lula aufgeblühten Crack-Branche eine ordentlich-angenehme Abwicklung der Geschäfte garantieren. 1,2 Millionen Brasilianer sind laut Expertenschätzungen bereits Crack-süchtig. Kenarik Felippe von der angesehenen nationalen Richtervereinigung für Demokratie (AJD): „Der Staat ist ins organisierte Verbrechen verwickelt. Besonders die Slumbewohner leiden stark unter der Gewalt durch Polizei, paramilitärische Milizen und die Banditenkommandos. Im ganzen Land, und nicht nur in Rio de Janeiro, foltern Staatsangestellte, gibt es Todesschwadronen, zu denen Staatsbeamte gehören. Man redet nur von den kleinen Fischen im Rauschgiftgeschäft, nicht von den Drogenbaronen.“ Der Richter und AJD-Präsident Luis Barros Vidal fordert, die „Farce von Rio“ auf keinen Fall zu unterstützen. „Die Geheimdokumente der Militärs zeigen, dass die Drogenmafia, der Drogenhandel in diesen Slums fortbestehen. Die regierenden Autoritäten, die von einem groß angelegten Krieg gegen die organisierte Kriminalität sprachen, machten also leere, falsche Versprechen, handeln unredlich. Wir sehen die Resultate – Tote und nochmals Tote. Selbst UNO-Friedenstruppen wären erfolglos, weil vordringlich soziale und wirtschaftliche Probleme gelöst werden müssen, die Slumbewohner vor allem feste Arbeitsplätze brauchen.“ Niemand wisse das besser als die brasilianische Regierung, früher unter Lula, jetzt unter Dilma Rousseff. „Todesschwadronen sind derzeit in Rio aktiv – doch auch in Sao Paulo, landesweit, straflos“, fügt Richter Vidal gegenüber dem <em>Blättchen</em> hinzu, in Brasilien fehle eine Kultur der Menschenrechte. Zu erkennen seien „starke Merkmale eines totalitären Staates, der das Gesetz nicht respektiert“; mit Blick auf Fußball-WM und Olympische Spiele am Zuckerhut werde ein Medienspektakel veranstaltet.<br />
Und das hatte es von Anfang an in sich. In brasilianischen Qualitätsmedien, die nur einen winzigen Bruchteil der Bevölkerung erreichen, hieß es immerhin, die jüngsten Polizei-und Militäroperationen seien nur für das Ausland gedacht – de facto ändere sich nichts. Rio habe wegen der geplanten Sportereignisse international Kompetenz demonstrieren müssen, um Milliardeninvestitionen zu erhalten. Es werde wieder Wahlen geben – und die Politiker würden erneut Gelder des organisierten Verbrechens brauchen.<br />
In mitteleuropäischen Medien weiß man’s offenbar viel besser. Rio de Janeiro wolle mit dem Drogenhandel Schluss machen, wird freundlicherweise unterstellt, obwohl sogar Rios Sicherheitschef Beltrame öffentlich erklärt, dies keineswegs vorzuhaben.<br />
Aber richtig klasse ist der Mediengag über die „heldenhafte“ Einnahme jenes „Complexo do Alemão“: Unentwegt ballern Polizei und Militär fotogen auf nicht vorhandene Gegner, was das Zeug hält. Alles wird von zahlreichen TV-Teams direkt an der Seite der Einheiten begeistert abgefilmt und teuer weltweit verbreitet. Sozusagen „sturmreif geschossen“ fehlt nur noch die „Eroberung“ des Slumkomplexes. Dies geht so vonstatten, dass Soldaten und Elitepolizisten mit handverlesenen Journalisten einfach die Gassen zur Slumspitze hochgehen und dort die Landesfahne hissen. Schließlich hatte man den Banditenkommandos tage-und nächtelang reichlich Zeit und Möglichkeiten zum Rückzug in üblicher Guerilla-Taktik gegeben und auf eine Einkesselung verzichtet – die Gangster verteilten sich auf andere der weit über 1.000 Rio-Slums.<br />
Wohl einmalig in der Fernsehgeschichte, wie der TV-Globo-Nachrichtenkanal vom Hubschrauber aus den problemlosen Rückzug der schwerbewaffneten Banditenkommandos aus dem Slum Vila Cruzeiro direkt übertrug. Die Konditionen, um die Banditen zu schnappen, waren bestens.Warum, so ist zu fragen, ließen Polizei und Armee die Gangster entkommen? Man saß vor dem Fernseher und traute seinen Augen nicht. Stundenlang sah man von nahem, wie sich die Verbrecherkommandos davonmachten, und bekam es von Polizeiexperten auch noch kommentiert: „Kampfhubschrauber wie die im Vietnamkrieg greifen jetzt nun mal leider nicht ein.“<br />
Jahrzehntelang, so wird in Europa verbreitet, wagten sich die Sicherheitskräfte angesichts übermächtiger Banditenpräsenz nicht in den „Complexo do Alemão“ – umso mehr sei daher die Rückeroberung zu würdigen. Sind Lula und seine Nachfolgerin Dilma Rousseff also wahrhaft todesmutig, weil sie den Slumkomplex noch vor der „Erstürmung“ besuchten? Spaß beiseite – Lula war 2008, 2009 und sogar im Oktober 2010, kurz vor dem Militäreinsatz, im „Complexo do Alemão“, hatte teils sogar Ehefrau Marisa dabei. Rios Polizei und Militär kennen die Favela-Gegend bestens, 2002 wurden zur Besetzung gar 50.000 Mann aufgeboten. Mehr Sicherheit gibt’s deshalb nicht – seit 2007 wurden in Rio über 25.000 Gewalt-Tote gezählt.<br />
Jetzt, nach vertraulichen Militärberichten, weist die Leiterin eines angesehenen kirchlichen Rio-Sozialprojekts auf ein „großes Massaker im „Complexo do Alemão“, wobei vor allem Jugendliche getötet, doch keinerlei Informationen darüber freigegeben wurden. Laut Uni-Anthropologen Luiz Mott, angesehenster Schwulenaktivist des Tropenlandes, hält Brasilien bei Morden an Homosexuellen weltweit eine „grauenhafte Führungsrolle“, verschlechterte sich unter Lula die Situation der Gays. Bei Tötungen durch Schusswaffen liegt Brasilien gemäß NGO-Daten an der Spitze, 92 Prozent der Rio-Morde bleiben straffrei.<br />
Gregor Gysi von der deutschen Partei DIE LINKE gilt als Rechtsexperte, war 2010 in Brasilien, kennt daher sicherlich die Positionen der dortigen Richtervereinigung für Demokratie gut – und schlussfolgert: „Von allen linken Präsidenten hat Lula, der als am wenigsten links eingeschätzt wird, die größten Erfolge.“</p>
<h1>Dilma Rousseffs schlechter Start</h1>
<p>Brasiliens neue Staatspräsidentin, zuvor Lulas Chefministerin, verschont die Nation bisher mit dem vom Ziehvater gewohnten Schwall aus Propagandareden – dafür haben es die politischen Ereignisse in sich.</p>
<p>Der angesehene kirchliche Menschenrechtsanwalt Sebastiao Bezerra da Silva wurde sadistisch gefoltert und ermordet – auch in den acht Regierungsjahren zuvor war das Verfolgen von Menschenrechtsaktivisten normal. Silva ermittelte gegen die landesweit aktiven, von Staatsangestellten geleiteten Todesschwadronen, gegen folternde Militärpolizisten und bekam deshalb Morddrohungen. Im archaischen nordöstlichen Teilstaat Maranhao, der laut Kirchenangaben bei Gefängnis-Folter an der Spitze steht, kam es zur ersten Häftlingsrevolte unter Rousseff – sechs Männer wurden getötet, Fotos der abgeschlagenen Köpfe waren in den Regionalzeitungen zu sehen. Maranhao wird von Gouverneurin Roseane Sarney regiert, die mit Dilma Rousseff befreundet ist, und bei nettem privaten Beisammensein mit ihr zur Laute allerlei populäre Liebeslieder sang. Eine unabhängige Untersuchungskommission zum Häftlingsaufstand gibt es nicht, Brasilia reichen die Angaben der Militärpolizei – ein Relikt der Militärdiktatur. Der Teilstaat ist zudem Herrschaftsgebiet des Oligarchen José Sarney, der einst die Folterdiktatorenpartei ARENA führte – und heute als Senatspräsident den brasilianischen Nationalkongress. Mit ihm, dem hochwichtigen politischen Bündnispartner, feierte Dilma Rousseff ihren Wahlsieg – auch das spricht Bände.<br />
Auch die neue Menschenrechtsministerin Maria do Rosario beschreibt – wie ihr Vorgänger – die größte lateinamerikanische Demokratie als Folterstaat, nennt Torturen in total überfüllten Gefängnissen und selbst in psychiatrischen Anstalten ein „gravierendes nationales Problem“. Als Dilma Rousseff noch zuständige Chefministerin war, hatten derartige Eingeständnisse allerdings keinerlei praktische Bedeutung. Gleiches gilt für den jetzt auf der Berlinale gezeigten sozialkritischen Streifen „Tropa de Elite 2“, der Brasiliens bedrückende Menschenrechtslage eindrücklich abbildet. Wie im Vorgängerfilm, der 2008 den Goldenen Bären gewann, gibt es wieder eine der für Rio de Janeiro typischen Scheiterhaufenszenen – weder Lula noch Rousseff haben sich jemals zu dieser in den Slums unweit des neuen ThyssenKrupp-Stahlwerks gängigen Hinrichtungs-und Einschüchterungspraxis geäußert.<br />
Wie es sich gehört, hat Brasilien als vielgelobte Demokratie und strategischer Partner auch der Berliner Regierung natürlich die UNO-Menschenrechtsabkommen unterzeichnet. Von möglichen Sofortmaßnahmen der Rousseff-Regierung zwecks Umsetzung ist aber nichts bekannt. Dafür erfährt man aus einer jetzt veröffentlichten Studie, was sich unter dem Gespann Lula-Rousseff noch so entwickelte. Bei Tötungen durch Schusswaffen liegt Brasilien weltweit an der Spitze – und von drei Ermordeten sind zwei schwarz. Der Soziologe Julio Waiselfisz, dessen Team die Studie erarbeitete, spricht von „Merkmalen der Ausrottung, Vernichtung“ und von fehlender öffentlicher Sicherheit für die arme, mehrheitlich schwarze Bevölkerung. Mit der öffentlichen Sicherheit passiere dasselbe wie bei Bildung, Gesundheit, Sozialversicherung – es werde privatisiert. „Wer kann, zahlt für privaten Sicherheitsdienst. Die Schwarzen gehören zu den Ärmsten, leben in Risikozonen und können nicht zahlen.“<br />
Laut unvollständigen Statistiken werden in Brasilien jährlich immerhin etwa 55.000 Menschen ermordet. Die UNICEF ergänzt: Bei Morden an 15-bis 19-Jährigen liegt Brasilien weltweit an der Spitze, 38 Prozent der brasilianischen Jugendlichen leben in Armut und Misere. Die Rousseff-Regierung sollte daher in Programme für Gesundheit, Bildung und Sicherheit investieren, die sich gezielt an die 33 Millionen Heranwachsenden zwischen 10 und 19 Jahren richten. Aber irgendwie scheint Brasilia gar nicht so gut bei Kasse zu sein, wie Lula unter Hinweis auf angeblich fette Devisenreserven stets verkündete. Als die hausgemachte Erdrutsch-Umweltkatastrophe im Januar bei Rio de Janeiro rund tausend Todesopfer forderte – etwa 500 Menschen werden noch vermisst – fehlte es den Rettungsmannschaften arg an Mitteln und Ausrüstung, weil zuvor beim Katastrophenschutz extrem gespart worden war. Als Präsidentin Rousseff die Region besuchte, wurde sie mit ihren eigenen Fehlleistungen aus der Zeit als Chefministerin direkt konfrontiert. Das großflächige Abholzen und Bebauen von Steilhang-Risikozonen war erlaubt und wurde sogar gefördert– doch nun bettelt Rousseff gar die Weltbank um einen Milliardenkredit an, damit Slumbewohner  aus entsprechenden Zonen umgesiedelt werden können. Bereits 2008 wurde die Region von einer solchen Umweltkatastrophe heimgesucht – und der Lula-Regierung vorgerechnet, für Präventivmaßnahmen nur 12 Prozent (!) der vorgesehenen Haushaltsmittel investiert zu haben. Sogar die UNO wirft Lula vor, bereits 2005 ein Katastrophenwarnsystem versprochen zu haben, das aber immer noch nicht funktioniere.<br />
Um 2010 Rousseffs Wahlsieg zu garantieren, wurden die Regierungsausgaben, darunter für Propaganda, stark erhöht. Derzeit werden sie, notgedrungen, drastisch zurückgefahren, denn die Sozialbewegungen protestieren heftig, weil Präsidentin Rousseff die Anhebung des Mindestlohns deutlich unter der kräftigen Teuerungsrate hielt. Die umgerechnet etwa 248 Euro brutto monatlich passen schwerlich zu den erneuten Versprechen, nun aber wirklich Hunger und Misere auszutilgen. Das Mindestsalär bekommen laut offiziellen Angaben 29,1 Millionen registriert oder unregistriert Beschäftigte sowie 18,6 Millionen Sozialversicherte, darunter zwei von drei Rentnern. Doch ein Großteil der unregistriert, ohne Arbeitsvertrag und rechtliche Absicherung Beschäftigten hat deutlich geringere Einkünfte – in einem Land mit inzwischen oft deutlich höheren Preisen als in Deutschland, gerade bei Grundnahrungsmitteln als in Deutschland – und in einer Phase schmerzhafter Preisanstiege.<br />
Vor diesem Hintergrund erklärt sich auch das Phänomen, dass Gewerkschaften inzwischen sogar Rechtsparteien applaudieren, weil die einen höheren Mindestlohn vorschlugen. Zugleich wird an die enormen Diätenerhöhungen der Kongresspolitiker sowie an das Einkommen von „Working Class Hero“ Lula erinnert. Seit Januar bekommt er monatlich allein als Ehrenpräsident der Arbeiterpartei umgerechnet rund 6.000 Euro, dazu die satten Bezüge als Ex-Staatschef. Zudem erhält er seit seinem 51. Lebensjahr eine Entschädigung von 1.900 Euro monatlich, weil er 31 Tage in Diktatur-Haft saß. Als ihm jetzt ein Unternehmen für einen Vortrag 100.000 Dollar Honorar anbot, lehnte Lula laut Landesmedien ab – entweder 200.000 Dollar oder kein Vortrag. Da bietet sich ein Vergleich mit den Hilfen des Anti-Hunger-Programms „Bolsa Familia“ an – denn 42 Prozent der Empfänger, also 5,3 Millionen Menschen, leben gemäß neuen Studien nach wie vor im Elend. Zwischen 14 und maximal 105 Euro werden monatlich ausbezahlt – pro Familie wohlgemerkt, meist sind sie kinderreich. Die Möglichkeit, Elend und Hunger unter den Bezugsempfängern rasch durch eine angemessene Hilfe zu beseitigen, werde nicht einmal erwogen, empören sich Kommentatoren. Die Regierung kürzt jetzt stattdessen sogar die Gelder eines Hausbauprogramms für die Unterschicht fast um die Hälfte.<br />
Im Zuge des Rousseff-Starts erfuhr man auch, wie Brasilien heute kulturell tickt. Nach der Umweltkatastrophe erklärte die Präsidentin für mehrere Tage Staatstrauer, der Teilstaat Rio de Janeiro sogar für eine ganze Woche – doch selbst am Zuckerhut gingen die Vorkarnevalsfeste der Sambaschulen und andere karnevalistische Aktivitäten auf vollen Touren weiter. Renommierte Therapeuten und Sozialwissenschaftler haben auf diesen befremdlichen Umgang mit Tragödien aufmerksam gemacht. Andererseits – beim Kulturexport kommt das Riesenland laut UNO-Daten nur auf 0,2 Prozent des Weltvolumens, liegt auf Platz 26, gleichauf mit Rumänien. Zum Rousseff-Start verließ der Komponist und Dirigent John Neschling nach 14 Jahren frustriert das Land in Richtung Schweiz. Er hatte das völlig unbedeutende Sinfonieorchester Sao Paulos zu einem international anerkannten aufgebaut, wurde jedoch von der reaktionären Teilstaatsregierung gefeuert. Beim Weggang verwies er auf fehlende Kulturpolitik, eine paralysierende und unsensible Staatsbürokratie, brutalen Umgang mit Kulturgütern. Neschlings Rückkehr nach Europa ist symptomatisch, ein schmerzhafter Verlust für Brasilien.</p>
<h1>Leonardo Boffs Ungereimtheiten</h1>
<p>In Ländern wie Deutschland betreibt eine bestimmte Gutmenschen-Szene um den einst interessanten brasilianischen Befreiungstheologen einen regelrechten Kult. Sie bewahrt ihn vor öffentlicher Kritik, die als politisch unkorrekt gälte. Im Tropenland dagegen wird Boff seit den neunziger Jahren zunehmend heftig kritisiert. Selbst frühere Anhänger werfen ihm Fehleinschätzungen über die katholische Kirche, intellektuelle Unehrlichkeit und Opportunismus vor. Boff sei eitel auf Medienpräsenz aus – was mit Verbalattacken auf Papst und Vatikan natürlich am leichtesten gelinge.</p>
<p>In der Tat wirkt Boffs Eindreschen auf den Papst infantil und lächerlich. Nationale Religionsexperten bescheinigen ihm eine unbestreitbare Rolle in der Reflexionsgeschichte Brasiliens, nennen ihn sehr intelligent und intuitiv. Boff spüre sehr gut bestimmte gesellschaftliche Probleme und Tendenzen, sei ein brillanter Professor. Doch seine Äußerungen müssten kritisch analysiert werden – andernfalls akzeptiere man häufig Dinge, die nicht der Wahrheit entsprächen.<br />
In Deutschland sind evangelikale Wunderheiler-Sekten unbeliebt – Boff begrüßte indessen bereits im Jahr 2000 öffentlich die Expansion der Evangelikalen vorbehaltlos als Bereicherung. In Brasilien fasste man sich an den Kopf. Denn die evangelikalen Sektenkirchen propagieren massiv die „Theologie der Prosperität“, wonach materieller Wohlstand eine Gabe Gottes sei und durch die Macht des Glaubens erreicht werden könne. An Misere, persönlichem Misserfolg sei der Teufel schuld, den man auf speziellen Tempelsitzungen austreibe – wobei natürlich jeder Gläubige soviel Geld wie möglich an die Kirche spenden müsse. Mit dieser Theologie, analysieren Sozialwissenschaftler, verbreiten die Evangelikalen Illusionen, beuten die Leute aus, schaffen Leiden. Und fördern sogar Rassismus und Diskriminierung, da die schwarze Bevölkerung nunmehr nur deshalb arm sei, weil sie sündige. Gemäß aus Afrika ererbten Schlechtigkeiten werde sie als eine verfluchte Rasse angesehen, die sich von allen Vorfahren und Wurzeln lösen müsse.<br />
Wenn Boff diese wie Wirtschaftsunternehmen funktionierenden Kirchen als Bereicherung auffasse, müsse man seine Bewertungen relativieren, zeige sich zunehmende Oberflächlichkeit. Im akademischen Umfeld, bei den Studenten sei Boffs frühere Attraktivität weg.<br />
Boff müsste wissen, dass evangelikale Kirchen im Christlich-Ethischen mancherlei Sonderwege fahren. So wurde ein Bischof der politisch einflussreichen „Universalkirche vom Reich Gottes“, der Brasiliens zweitgrößter TV-Sender gehört, wegen Mordes eingesperrt. In Salvador da Bahia hatte er laut Polizei im Tempel gemeinsam mit zwei Pastoren einen 14-jährigen Jungen sexuell missbraucht und danach lebendig verbrannt.<br />
Manche mögen Boff zustimmen, wenn er die Evangelikalen-Ausbreitung begrüßt, weil ihm „jede Art von Vielfalt“ so gefällt. Denn nun ist in rappelvollen „Gotteshäusern“ endlich mal echt was los, ziehen Ex-Killer und Ex-Frauenaufreißer wie Pastor Salles vom Leder:„Ich war reich, hatte Villen und tausende Frauen – in Rio hörten tausende schwerbewaffnete Banditen auf mein Kommando. Ich war Bankräuber, Berufskiller, Monster, Psychopath – so viele Opfer flehten vergeblich um Barmherzigkeit! Wie von den Dämonen gefordert, habe ich mit meiner Frau unseren sechs Monate alten Sohn getötet, in der Pfanne gebraten, sein Fleisch gegessen – ich war schon in der Hölle!“<br />
Frei Betto, wichtigster Befreiungstheologe Brasiliens, hochangesehen bei Kardinälen, Bischöfen und Padres der Kirche des Riesenlandes, analysiert solche evangelikalen Sekten tiefgründig, fühlt sich durch ihre nervende Präsenz im Alltag nicht eben bereichert. Leonardo Boff indessen wirft kurioserweise dieser Kirche „feudale Mentalität“, „totalitäre Ideologie“ und „mittelalterliche Strukturen“ vor, gar die Ablehnung von Kritik und Alternativen.  Damit hat er schlichtweg die Dynamik, Entwicklung und Komplexität der katholischen Kirche nicht begriffen. Als anschauliches Beispiel gilt, dass Rom zwar Kondome kritisiert, deren massive Verteilung in der pastoralen Aids-Prävention indessen zulässt – und fördert, gemäß katholischer Moraltheologie.<br />
Der Soziologe Claudio Monteiro leitet in Sao Paulo die bischöfliche Aids-Pastoral – direkt neben seiner Bürotür kann sich jedermann aus einem stets gut gefüllten Plastikbehälter gratis und überreichlich  mit Kondomen eindecken. Monteiro lacht über Boffs Vorwurf, dass die katholische Kirche in der Kondomfrage lebensfeindlich, verantwortungslos und intolerant handele. „Leonardo Boff gehörte zum Franziskanerorden, der in Brasilien eines der ersten Aids-Präventionsprojekte startete und natürlich Kondome verteilt – seit über 16 Jahren. Unsere nationale Aids-Pastoral, von einem Bischof geführt, verfährt genauso. Völlig unmöglich, daß Boff davon nicht weiß. Wenn er die Ausbreitung der Evangelikalen, die Expansion des religiösen Fundamentalismus positiv bewertet, ist dies fragwürdig und anfechtbar.“<br />
Boff greift immer wieder auch in die Politik ein. Im letzten Präsidentschaftswahlkampf unterstützte er zuerst die evangelikale Predigerin Marina Silva. Die Ex-Umweltministerin zählte zur Revolutionären Kommunistischen Partei Brasiliens, wuchs im befreiungstheologischen Spektrum der Katholiken auf und ging dann zur „Assembleia de Deus“. Richtig, die von Pastor Salles, dem Ex-Killer und Ex-Frauenaufreißer, die zudem laut Eigendarstellung Homos zu Heteros umdreht und Strich-Transvestiten zu Geistlichen macht.<br />
Zuletzt wechselte Marina Silva von Lulas Arbeiterpartei zu den brasilianischen Grünen. Die verkaufen sie als lupenreine Umweltschützerin – obwohl zahlreiche verhinderbare Umweltverbrechen in ihre Amtszeit fallen. Amazonas- und Savannenwälder werden vernichtet, Brasilien avanciert zum weltgrößten Agrargiftverbraucher, das Geschäft mit Gen-Pflanzen boomt. Umweltschützer laufen Sturm gegen das gigantische Umleitungsprojekt am Rio Sao Francisco – Marina Silva verteidigt es als „ökologisch nachhaltig, wirtschaftlich machbar und sozial gerecht“. Was sie von massenhafter Folter durch Staatsangestellte oder von den landesweit operierenden Todesschwadronen hält, erfährt man bis heute nicht.<br />
2002 nahm Leonardo Boff begeistert an der Wahlkampfkarawane von Lula teil, verglich ihn mit Mahatma Gandhi, lobte sogar dessen Vize, den Milliardär und Diktaturaktivisten José Alencar. Angesichts der Korruptionsskandale schwenkte er später um, verurteilte Lulas Politik als niederträchtig neoliberal.<br />
2010 aber, als Marina Silva die Stichwahl nicht erreichte, wechselte Boff flugs zu Lulas Wunschkandidatin und bisheriger Chefministerin Dilma Roussef – und wieder zu Lob über den grünen Klee: „Lula machte die größte Revolution der sozialen Ökologie des Planeten, eine Revolution für die Bildung, ethische Politik.“ Die gravierenden Menschenrechtsverletzungen, den strikt antiökologischen Kurs von Lula-Rousseff kritisiert er nicht, die von ihm so heftig gescholtene, stark systemkritische katholische Kirche Brasiliens tut das umso kräftiger: Fehlende soziale Besorgnis bei Lula und Rousseff trotz Hunger, Misere und rasch wachsenden Slums, Zementierung der grauenhaft ungerechten Einkommensverteilung, Begünstigen der ohnehin Privilegierten. Boff faselt von sozialer Ökologie-Revolution, dabei ist längst klar, dass Dilma Rousseff das umweltvernichtende Mega-Wasserkraftwerk „Belo Monte“ in Amazonien unbedingt realisieren will. Nach ihrem Wahlsieg erneut ein Schwenk: Boff geißelt das Belo-Monte-Projekt.<br />
Mancher hat vielleicht den desillusionierenden ARD-Weltspiegel-Beitrag „Brasilien: Kindsmord am Amazonas“ über das Töten von Kindern bei Indianerstämmen gesehen – rund 600 Babies werden danach jährlich allein in Amazonien umgebracht. Viele Indianer sitzen wegen Sex mit Kindern im Gefängnis, auch Indios sind als Naturzerstörer bekannt. Yanomami pflegen gar das Verprügeln der eigenen Ehefrau mit Freunden, bei Fremdgeh-Verdacht – von Schamanen als Hexen beschuldigte Indiofrauen wurden ermordet – das Blättchen hatte über diese Praktiken berichtet. Boff indessen ignoriert diese Fakten: „Und ich habe sie immer bewundert, sie sind unsere großen Meister im Hinblick auf die Haltung gegenüber der Natur. Die sind technologisch gesehen rückständig, aber zivilisatorisch, sie sind vorwärts, sie sind reicher als wir. Wenn wir lernen wollen, was wir für eine Beziehung mit der Natur eingehen sollen, die Beziehung zwischen dem Alter und den Kindern, den Erwachsenen und alten Leuten, die Beziehung zwischen Arbeit und Freizeit, die Beziehung zwischen Leben und Tod, dann müssen wir die Indianer hören. Die haben eine große Weisheit und vieles haben sie uns zu sagen.“ Kommentar überflüssig.</p>
<p><strong>Obama in Brasilien</strong></p>
<p>Auf Gesten und Symbolik, sorgsam abgestimmt zwischen beiden Seiten, sei besonders zu achten, hatte Brasilia vor der Ankunft des US-Präsidenten verlauten lassen. Und als Barack Obama dann in den Amtssitz von Präsidentin Dilma Rousseff schritt, ging es Schlag auf Schlag. Mitten in der persönlichen Unterredung befahl Obama über einen Mitarbeiter die Attacke auf Libyen mit zunächst 110 Tomahawk-Raketen. Und etwas später, mitten im Bankett für Obama im brasilianischen Außenministerium, ging es richtig los mit den Bombardements. „Ein historischer Tag“, titelten die Zeitungen – und „historisch“ verhielt sich Brasiliens neue Staatschefin, die einst als Guerilleira gegen die Militärdiktatur kämpfte, eingesperrt und gefoltert wurde. Erst nach der Abreise Obamas äußerte sie Missfallen über die Kriegserklärung ausgerechnet in Brasilien – vermied indessen, wie viele Brasilianer erwartet hatten, dies Obama sofort und direkt zu sagen, womöglich die offiziellen Gespräche abzubrechen. Mit einer Note, die einen Waffenstillstand in Libyen erbat, wurde ebenfalls solange gewartet, bis Obama abgereist war. Brasiliens wichtigster Befreiungstheologe, Frei Betto, nannte es gegenüber dem <em>Blättchen</em> „zumindest takt- und geschmacklos, den Krieg gegen Libyen just in Brasilien zu erklären, das gegen eine solche kriegerische Aggression ist.“ Der Diskurs des Westens sei Demokratie, das Interesse indessen Öl und nicht etwa die Verteidigung der Menschenrechte in Libyen. Brasilia hatte sich im UN-Sicherheitsrat, abgestimmt mit Russland, Indien und China, wenigstens der Stimme enthalten, eine friedliche Lösung befürwortet.</p>
<p>Absolut symbolträchtig ging es beim Bankett zu – denn wie zu hören war, hatte Rousseff offenbar mit Ziehvater Lula da Silva abgemacht, dass am Tische direkt neben den beiden Obamas just der hochwichtige Regierungspartner José Sarney sitzen sollte. Die USA hatten 1964 zur Unterstützung des Militärputschs sogar eine Kriegsflotte vor die Küste Brasiliens entsandt. Und nun prosteten sich just der Präsident dieses Landes und der damalige Chef der brasilianischen Folterdiktatorenpartei ARENA freundlichst zu, unterhielten sich auch Michelle Obama und Sarney sichtlich nett miteinander. Er gilt in Brasilien nach wie vor als der archaischste, reaktionärste und politisch mächtigste Oligarch, ist Präsident des Kongresssenats und wurde trotz seiner Verwicklung in zahllose Skandale von Lula stets hochgeschätzt und umworben. „I love this guy“, sagte Obama einmal über Lula – und wollte ihn gerne mit am Tisch. Doch der mit scharfem politischen Instinkt gesegnete Ex-Gewerkschaftsführer lehnte die Einladung ab. Als hochbezahlter Ehrenpräsident seiner Arbeiterpartei PT hatte er womöglich Rücksicht zu nehmen auf jenen Parteiflügel, der sich scharf gegen einen Libyenkrieg wandte, an die Kriege im Irak und in Afghanistan erinnerte, die Obama-Regierung als „Feind des Weltfriedens“ einstufte. Vor Obamas Ankunft brodelte es in diesem Teil der PT, der sich den Sozialbewegungen eng verbunden fühlt, die Obama zur „persona non grata“ erklärt hatten. Zorn erregte daher, dass Brasiliens Regierung, eingeschlossen Dilma Rousseff, und die Führungsspitze der Arbeiterpartei die von PT-Mitgliedern angekündigten Proteste gegen den Besuch Obamas verurteilten. Wie durchsickerte, sollten solche Aktivitäten erstickt, unzufriedene Kader auf Linie gebracht werden. Zu den Abweichlern gehörte sogar Rousseffs Frauenministerin Iriny Lopes. Zu Kriegsbeginn nicht am Tische mit Obama sitzen zu wollen, könnte Lula eines Tages Lorbeeren einbringen – wer erinnert sich dann noch an die Hintergrund-Details? Sehr aufschlussreich, was dann in Chile ganz anders lief als in Brasilia. Eine weit politisiertere Öffentlichkeit erreichte, dass beim Obama-Besuch die Diktaturproblematik nicht ausgeklammert wurde. Anders als unter Dilma Rousseff wurde im chilenischen Regierungssitz natürlich eine Pressekonferenz anberaumt, konnte ein chilenischer Journalist offen fragen, ob Obama und dessen Regierung bereit seien, sich für die Beteiligung am Militärputsch vom 11. September 1973 zu entschuldigen – und bei den gerichtlichen Ermittlungen über Diktaturverbrechen zu kooperieren. Der Journalist erinnerte an bezeichnende Fälle, darunter die Ermordung von Orlando Letelier, Außenminister von Salvador Allende, 1976 in Washington. Dem überraschten Obama blieb nichts weiter übrig, als zuzustimmen – er vermied indessen, um Entschuldigung zu bitten.<br />
Obama plante vor Rio de Janeiros Opernhaus eine Rede ans Volk, zog sich dann aber wegen der drohenden Proteste ins Innere des imposanten Gebäudes zurück, wollte handverlesenes Publikum. Draußen PT-Fahnen und „Obama-go-home“-Plakate – drinnen fragwürdigste Symbolik. Die nationale Schwarzenbewegung forderte, dass sich der erste dunkelhäutige US-Präsident zum grauenhaften Rassismus klar positionieren muss. Schwarzen-Aktivist Mauricio Pestana: ”Es gibt keinerlei Zweifel, dass im ‚demokratischen’ Brasilien von heute schwarze Bürger mehr Opfer von Folter, Mord und Verschwindenlassen sind als in irgendeiner autoritären Epoche unserer Geschichte.“ Die Schwarzenbewegung hatte versucht, über die neue Ministerin für Rassengleichheit, Luiza Bairros, das Rassismusthema auf die Besuchs-Agenda zu setzen, wurde jedoch abgeblockt. Der Studentenverband UNEAFRO nannte Obama „den Verräter der Schwarzen in aller Welt“ – und wird sich jetzt vermutlich bestätigt fühlen. Obama hatte nicht vor, den Rassismus, andere gravierende Menschenrechtsverletzungen in Brasilien zu kritisieren. Seine Besuchsvorbereiter griffen daher tief in die Symbol-Kiste, ließen vor der Rede eine Afro-Band aufspielen und platzierten viele Schwarzen-Aktivisten gut sichtbar vor dem US-Präsidenten. Die Ansprache wurde von Brasiliens wichtigsten Kommentatoren arg verrissen: Denn Obama lobte ausgerechnet die brasilianische Demokratie als beispielhaft, stellte damit klar, welche Menschenrechtskriterien er nach eigenem Werteverständnis an Brasilien anlegt. Systematische Folter durch Staatsangestellte, Todesschwadronen, Scheiterhaufen, neofeudale Banditen-Diktatur in den Armenvierteln, Morde an Menschenrechtsaktivisten, Sklavenarbeit – „no problem“ fürs Weiße Haus. Brasilien werde zum Modell für die Welt, so Obama. In Rio wurde ganz in der Nähe seines Copacabana-Hotels kurz nach der Abreise der Systemkritiker und Anwalt Ricardo Gama, der hohe Politiker auf seiner Website aufs Korn nahm, bei einem Attentat von zwei Kopfschüssen getroffen. Er wird hoffentlich überleben. Zuvor war ein kirchlicher Menschenrechtsanwalt in Nordostbrasilien ermordet worden. In Sao Paulo liquidierten zwei Militärpolizei-Todesschwadronen seit 2006 mindestens 150 Menschen, steht in einem neuen Untersuchungsbericht. Als ausgesprochenen Folterstaat beschrieb sogar Brasiliens neue Menschenrechtsministerin Maria do Rosario ihr eigenes Land – kein einziges Massenmedium brachte die Äußerung. Nicht zufällig ist Brasilien jetzt auf dem britischen Welt-Demokratie-Index vom 41. auf den 47. Platz zurückgefallen – liegt auf dem neuesten UNO-Ranking für menschliche Entwicklung nur auf Platz 73. – Libyen immerhin auf dem 53., Chile auf dem 45., Argentinien auf dem 46 und der Iran auf dem 70. Platz.<br />
Aber heißt es nicht immer, seit Lula zeige Brasilia gegenüber den USA zunehmend Selbstbewusstsein und Eigenständigkeit? Brasiliens Qualitätsmedien analysierten ironisch Wikileaks- Enthüllungen. Öffentlich habe es nur zu oft leere antiamerikanische Rhetorik gegeben – „ im vertraulich-privaten Umgang indessen Liebkosungen für die Brüder im Norden, Anerkennung der Hegemonie des Partners.“ US-Diplomateneinschätzungen lauteten, das Tropenland sei noch gar nicht reif, um ein Global Player zu sein. Für US-Sozialwissenschaftler sind die brasilianischen Regierenden unfähig zu längst überfälligen strukturellen Reformen, gibt es „gravierende interne Probleme“. Menschenrechtsaktivist Fabio Konder Comparato, Rechtsprofessor an Brasiliens führender Bundesuniversität in Sao Paulo: “Wir hatten bis heute nie Demokratie, leben immer unter einem oligarchischen Regime. Unsere Politik hat stets zwei Gesichter. Eines für außen, zivilisiert – und eines für innen, grausam. Wir halten diese Doppelzüngigkeit des Charakters im gesamten politischen Leben aufrecht. Die Wahlen sind Theater. Lula bewies, dass er für die Oligarchie nicht gefährlich ist. Ich widerspreche dem Begriff Redemokratisierung.“</p>
<h1>Brasilien und der Libyenkrieg</h1>
<p>Frankreichs Rafale-Kampfflugzeuge starteten auf Befehl von Präsident Nicolas Sarkozy als erste gen Libyen, bombten, was das Zeug hielt, feuerten neueste Hightech-Raketen auch auf zivile Ziele, zeigten aller Welt, was in den Kisten steckt. Der überstürzt wirkende Rafale-Einsatz hatte womöglich seinen besonderen, zynischen Hintersinn – denn Lateinamerikas größte Kriegswaffenmesse LAAD in Rio de Janeiro stand vor der Tür. Rafale-Oberverkäufer Sarkozy bemüht sich seit Jahren meist vergeblich, bei seinen Auslandsreisen die superteuren Jagdbomber an den Mann zu bringen, auch in Brasilien. 2010 schien der Ankauf durch die Lula-Regierung fast sicher – doch selbst in französischen Medien wurde herumgemäkelt, größtes Verkaufshindernis sei die fehlende Praxiserprobung im Kriegseinsatz. Das Argument ist nun wohl vom Tisch. Am Tag der Messeeröffnung von Rio schrieb die „O Globo“, dass die Rafales nun „mit Erfolg bei den Attacken gegen Libyen“ getestet worden seien, und in einer LAAD-Sonderbeilage warb der französische Rüstungskonzern gleich ganzseitig, die Vortrefflichkeit der Bomber sei im Kampf bewiesen worden. Deutsche Medien zitieren Jean-Pierre Maulny, stellvertretender Direktor des französischen Instituts für Internationale und Strategische Beziehungen (IRIS), wonach der Libyen-Einsatz ein Weg sein könne, um für die nunmehr „kampferprobten“ Rafale-Bomber Propaganda zu machen. Dabei war es in Libyen vorhersehbar zu keinerlei Luftkämpfen gekommen, wurden durch die Bombardements, wie man inzwischen weiß, aber zahlreiche Zivilisten umgebracht, deren Häuser zerstört, immense Massenfluchten ausgelöst.</p>
<p>Die brasilianische Öffentlichkeit hat, anders als die mitteleuropäische, weit weniger Illusionen, worauf der Libyenkrieg tatsächlich zielt. Schließlich hatten führende Blätter, darunter Brasiliens auflagenstärkste Zeitung „Folha de Sao Paulo“, den Europa-üblichen Mainstream von Anfang an der Lächerlichkeit preisgegeben. Gleich auf einer ganzen Seite analysierte der renommierte Politikexperte und Universitätsprofessor José Luis Fiori, dass es um Libyens Öl und die Kontrolle einer Grenzregion zu Europa gehe, nicht aber um Menschenrechte. Die würden von den großen Mächten stets benutzt, um geopolitische Entscheidungen zu legitimieren. Afrika nannte Fiori den Schauplatz eines neuen imperialistischen Wettkampfs – es sei nicht ausgeschlossen, dass über eine neue Form des Kolonialismus ebenso nachgedacht werde wie über die Eroberung bestimmter afrikanischer Staaten, die durch europäische Kolonialisten geschaffen worden waren. Lokale Konflikte würden künftig immer häufiger – und stets seien die USA involviert.<br />
Wer das womöglich linkslastig fand, bekam „ausgewogen“ im selben Blatt die Version des konservativen Politikers und Ex-Finanzministers Luiz Carlos Bresser-Pereira präsentiert, wonach Libyen lediglich abgestraft werde, weil es sich dem informellen Kolonialismus der Großmächte nicht unterwerfe. Der Libyenkrieg werde nicht mit guten Absichten geführt. Man versuche dort nicht, wie behauptet werde, „das Massaker an einem revoltierenden Volk zu verhindern“, sondern wolle die Herrschaft über ein ölreiches Land wiedergewinnen. In Libyen, so Bresser-Pereira, gebe es im übrigen gar kein revoltierendes Volk. Einzige „Massenmanifestation“, von der Journalisten Fotos machten, sei eine Masse von Autos in Bengasi gewesen – zwecks Feier der NATO-Bombardements. Nach dem Zweiten Weltkrieg sei der offene Kolonialismus durch einen informellen ersetzt worden – die alten Metropolen assoziierten sich mit korrupten Eliten der armen Länder. Dies treffe besonders auf den mittleren Osten sowie auf Staaten Lateinamerikas und Afrikas zu. Lediglich asiatische Länder und einige Staaten wie Libyen zeigten sich nicht fügsam für diese neue Herrschaftsform. „Deshalb verzeichneten sie Wachstum und verbesserten den Lebensstandard der Bevölkerung.“ Der Anwalt und Ex-Minister verwies auf den UNO-Index für menschliche Entwicklung und verglich – Libyen liege auf dem 53. Platz, Lateinamerikas größte Demokratie Brasilien indessen nur auf dem 73. Platz. Für Unbotmäßigkeit werde Libyen jetzt bestraft durch zwei alte imperiale Mächte, Frankreich und Großbritannien, gefolgt von den USA. Sarkozy meine, durch sein Vorgehen wiedergewählt zu werden – „doch die Franzosen wissen, dass dieser Krieg wenig Sinn hat und dass sie Sarkozy nicht vertrauen können“.<br />
Kommentatoren, die solcher Sicht widersprechen? Keine. Leicht nachvollziehbar, dass sich auch Brasiliens Künstlerschaft nicht vom europäischen Mainstream beeindrucken lässt, darunter der populäre Schriftsteller ÉnricoVeríssimo in seiner landesweit nachgedruckten Kolumne: „Alles wiederholt sich in Libyen, angefangen mit der Scheinheiligkeit der selektiven Empörung: Einige Tyrannen, zuvor toleriert, wenn nicht gar offen unterstützt wie Saddam, werden unakzeptabel und attackierbar, während der Knüppel andere schont, die noch nütze sind. Danach folgen die Verluste an Zivilisten, angeklagt von der einen Seite und bestritten von der anderen, Fotos verstümmelter Kinder und Diskussionen über die Effizienz von ‚chirurgischen’ Luftschlägen. Und so haben wir ein weiteres Beispiel eines modernen Beitrags zu den Kriegstaktiken, die eigenartige Doktrin des humanitären Bombardements.“<br />
Komponist Aldir Blanc fragt, wie viele unschuldige Zivilisten bereits durch das westliche Bombardement auf Libyen umgekommen seien. Und macht sich bitter-ironisch über „Hilaria Clinton“ lustig, legt ihr folgendes Zitat in den Mund: „Unsere Politik ist, das da zu bombardieren und das Wort Petroleum durch Menschenrechte zu ersetzen.“ Der Komponist erinnerte zudem an das US-Geheimgefängnis in Ägypten, in dem des islamischen Terrors Verdächtigte gefoltert worden seien.<br />
Da erübrigt es sich beinahe, Positionen aus der recht befreiungstheologisch orientierten Kirche des größten katholischen Landes zu erwähnen. Frei José Francisco, Leiter des Franziskaner-Sozialwerks in der Megacity Sao Paulo, eine der angesehensten Franziskaner-Persönlichkeiten Brasiliens, nennt die Einschätzung des Weltsozialforum-Gründers Oded Grajew völlig korrekt, wonach die Waffenverkäufer Regierungen wollen, die Kriege führen. „Eine große Wirtschaft, zu deren Stützen die Rüstungsindustrie gehört, muss Kriege haben – denn zur kapitalistischen Basis gehört Konsum. Für die Rüstungsindustrie bedeutet dies – sie wird durch Kriege stimuliert. Die unterstützen die Wirtschaft jener großen Länder, die heute die Welt beherrschen.“ Für Andersdenker Francisco versucht in Libyen lediglich eine Gruppierung, an die Macht zu kommen – „doch eine Mobilisierung des Volkes gibt es dort nicht. Bemerkenswert, dass Vatikan und katholische Friedensbewegung Pax Christi mit ihrer Position zum Libyenkrieg der NATO-Haltung komplett widersprechen. Der Krieg zeigt, wie oft die UNO leider instrumentalisiert wird.“ Für den Franziskaner ist völlig klar, dass das Völkerrecht jetzt auf jene anzuwenden ist, die durch Bombardements in Libyen ungezählte Zivilisten umbrachten. „Die an den Luftangriffen beteiligten Länder müssen raschestmöglich Wiedergutmachung und Entschädigung an die Hinterbliebenen der Todesopfer sowie an Verletzte und anderweitig Geschädigte leisten. Die Täter und ihre politisch-militärischen Auftraggeber müssen gemäß Völkerrecht bestraft werden. Ich weiß, dass in der brasilianischen Kirche sehr viele denken wie ich.“<br />
Zu ihnen zählt Waldemar Rossi. Einst war er aktiver Diktaturgegner, bereitete mit Gewerkschaftsführer Lula Streiks vor – heute leitet er unter einem deutschstämmigen Kardinal in Sao Paulo die bischöfliche Arbeiterseelsorge. „Seit den ersten Bombardements hat die NATO nicht nur die Streitkräfte Libyens attackiert, sondern auch Zivilisten, die dabei umkamen. Auf normale libysche Bürger wurde keinerlei Rücksicht genommen. Notwendige Entschädigung, Wiedergutmachung bringt indessen die Getöteten nicht zurück ins Leben. Zur Verteidigung von Ölinteressen nehmen sich die an den Luftschlägen beteiligten Regierungen das Recht heraus, jegliche Verbrechen zu begehen – wie zuvor bereits im Irak und in anderen Staaten. Absolut verrückt, dass Barack Obama den Libyenkrieg anfangs von einem Copacabana-Hotel aus koordiniert hat.“ (Während seines jüngsten Brasilienaufenthaltes – <em>Anm. d. Red.</em>) Schwer vorauszusagen, ob auch westliche Libyenkrieger Fronturlaub an der Copacabana machen werden – die Kollegen aus dem Irakkrieg sind längst da und sorgen als Sextouristen für reichlich Negativschlagzeilen. „Die Truppe auf der Suche nach Sex provoziert Polemik“, titelte schon 2007 ein Rio-Blatt. Washington finanziere diesen Fronturlaub, habe das US-Konsulat bestätigt.</p>
<h1>Brasiliens vertrackter Rassismus</h1>
<p>Wie wäre das in Deutschland – dürfte man selbst nach richterlichem Verbot noch offen auf der Straße und vor Konzertmikros singen, dass schwarze Frauen stinken und mit diesen Kraushaaren hässlich aussehen? In Brasilien darf man – ein Lied dieses Inhalts machte 1996 Furore, Komponist Tiririca, ein Musikclown und Kinderstar, ging mit dem Song in die Fernsehshows und forderte alle zum Mitsingen, Mittanzen auf. Bis heute kann sich jedermann „Veja os cabelos dela“ von brasilianischen Websites herunterladen. Obwohl die nationalen Schwarzenorganisationen über ein Jahrzehnt lang gegen Sony Music wegen des rassistischen Lieds klagten – und jetzt schließlich gewonnen haben. Der Musikkonzern muss umgerechnet über eine halbe Million Euro Entschädigung zahlen und durfte das Lied bereits seit Jahren nicht mehr vertreiben. Der Text indessen ist überall greifbar und hat es in sich. Diese Negerin stinkt wie verrückt, mehr noch als ein Stinktier, singt Tiririca, der Geruch dieser Frau ist nicht zum Aushalten. Ich habe ihr gesagt, sie soll sich waschen – aber sie ist stur, will nicht hören. Und dann schau dir mal die grauenhaften Kraushaare von der Negerin an – die sind wie dieser Putzschwamm, mit dem man Töpfe und Pfannen scheuert.</p>
<p>Blonde Mädchen und Jungen Brasiliens trällern das Lied lustvoll in den teuren Privatkindergärten der weißen Mittelschicht, es klingt durch Schulkorridore, wird auf Feten gesungen, eignet sich prächtig, um Schwarze zu hänseln, zu beleidigen. Aber wieso kann ausgerechnet so ein offen rassistisches Lied in Brasilien diesen Erfolg haben? Ein führender Schwarzenaktivist, Mauricio Pestana, Herausgeber der einzigen Schwarzenzeitschrift, „Raca Brasil“, sagte dem <em>Blättchen </em>in Sao Paulo: „Brasilien ist das rassistischste Land der Erde – hier wirken die Strategien des Rassismus seit jeher sehr intelligent. Es gibt keinerlei Zweifel, dass im `demokratischen` Brasilien von heute schwarze Bürger mehr Opfer von Folter, Mord und Verschwindenlassen sind als in irgendeiner autoritären Epoche unserer Geschichte. Dagegen kämpfen wir an.“<br />
Nicht einfach, wie der Fall des Tiririca-Lieds zeigt. Die Schwarzenorganisationen protestierten 1996 sofort, beriefen sich auf ein Gesetz gegen Rassendiskriminierung, reichten Klage ein – sogar im Nationalkongress wurde darüber diskutiert. Eine Richterin verbot den Verkauf der Tiririca-CD wenigstens für den Teilstaat Rio de Janeiro – Sony Music ging in Berufung. Die Lieder Tiriricas seien unschuldig, für Kinder gemacht und ohne Vorurteile. „Die Ausdrucksfreiheit unserer Künstler ist unantastbar“, betonte ein Sony-Music-Manager. Der Musikkonzern musste das Lied schließlich von der CD nehmen.<br />
Aber wieso ist wegen der erfolgreichen Entschädigungsklage eigentlich Sony Music am Pranger – und nicht der Liedermacher Tiririca, fragen derzeit viele. Da zeigt sich ein Dilemma der Schwarzenbewegung – denn dieser unheimlich populäre Tiririca ist ja selber dunkelhäutig. Auch er wurde gleich am Anfang mit verklagt: „Aber meine eigene Frau ist doch eine Schwarze – und ich bin ein Mulatte!“, sagte er den Richtern. Freispruch.<br />
Denn schmerzhafte Tatsache ist, dass sich in Brasilien Schwarze gegenseitig rassistisch beschimpfen, herabsetzen – selbst als „hässlich schwarz“ titulieren. Immer wieder kommt es vor, dass sogar schwarze Frauen, die schwarze Männer beleidigend als „preto“ beschimpften, von schwarzen Militärpolizisten vorübergehend festgenommen werden.<br />
Mit acht Jahren arbeitete jener Francisco Everardo Oliveira Silva, genannt Tiririca, bereits als Zirkusclown, sitzt heute, mit 45 Jahren, sogar im Nationalkongress, gehört zum Regierungsbündnis der neuen Präsidentin Dilma Rousseff. Und hievte durch ein Rekordergebnis von 1,3 Millionen Stimmen eine ganze Reihe belasteter Politiker seiner Republikanischen Partei mit ins Parlament. „Was macht so ein Kongressabgeordneter? Ich weiß es nicht. Votiere für mich und ich erzähle es dir!“ Dieses banale Wahlkampfmotto Tiriricas hat bestens funktioniert – viele Brasilianer finden es zum Heulen, doch bezeichnend für den Zustand des Politikbetriebs. Und der tief verwurzelte Rassismus ist weiterhin vertrackt, äußert sich auf überraschende Weise, selbst im öffentlichen Gesundheitswesen. „Man muss sich das so vorstellen“, sagt Lucia Xavier von der Schwarzenorganisation „Criola“ in Rio. „Eine schwarze Frau geht zur Behandlung und auch zur Krebsvorsorge in eine öffentliche Klinik, doch der weiße Arzt tastet nicht einmal ihre Brust ab, weil er sich vor der Frau ekelt, ja, wegen ihrer Hautfarbe Ekel empfindet. Und damit wird die Frau ihres Rechts auf korrekte medizinische Behandlung beraubt. Die Frau teilt mit, dass sie Schmerzen habe, doch den Arzt interessiert das nicht, dessen Team ebenso wenig – weil man die Frau wegen ihres ganzen Erscheinungsbildes nicht mag.“ Nicht zufällig sind die Sterblichkeitsraten der Schwarzen weit höher als die der Weißen. Dunkelhäutige, immerhin die Bevölkerungsmehrheit, besetzen nur 3,5 Prozent der Führungsposten, sind im höheren Management extrem selten. Erklärt wird dies gewöhnlich mit dem sehr begrenzten Zugang dieser Bevölkerungsgruppe zu besserer Qualifikation. Das weitverbreitete Vorurteil, dass Schwarze keine intellektuelle Kompetenz besäßen, wird dagegen kaum einmal als Hinderungsgrund genannt. Befragte schwarze Manager räumten ein, sich lange Zeit tatsächlich als weit weniger kompetent eingestuft und unter einem tiefsitzenden Minderwertigkeitskomplex gelitten zu haben. Eine Folge dieses geringen Selbstwertgefühls: Als Lebenspartner, Freunde oder Bekannte werden erstaunlich häufig hellhäutige Personen bevorzugt. Es gibt dafür sogar eine gängige Redewendung – „melhorar a raça“, die Rasse verbessern. Und das heißt, Kinder mit Weißen zu zeugen, um so die Farbe der Familie aufzuhellen und dadurch in der Gesellschaft an Wert zu gewinnen. Als eine schwarze Favela-Frau nach sechs kaffeebraunen Kindern zum ersten Mal eine auffällig helle, beinahe weiße Tochter zur Welt bringt, bei einem dunkelhäutigen Vater, freut sich die ganze Sippe wie wild und feiert das Ereignis. Schwamm drüber, dass da irgendwas mit der Vaterschaft nicht stimmen kann – der Papa freut sich ja auch, dass die Kleine so überraschend hell geraten ist. In ungezählten Slumfamilien bläut man die Aufhell-Idee besonders den Mädchen frühzeitig ein, sucht ihnen Beziehungen zu schwarzen Jungen auszureden. Als ein Mädchen zum ersten Mal zu Hause mit dem schwarzen Freund auftaucht, fallen schon die Schwestern über sie her: Willst du denn die Rasse verschlechtern, die Familie noch schwärzer machen, bist du verrückt? Dunkelhäutige Frauen, die sich hocharbeiten und dann auf einmal in einem Großraumbüro allein unter 100, 200 Weißen sitzen, berichten davon, als „schwarzes Schaf“ tituliert zu werden, sich diskriminiert zu fühlen.<br />
Besonders in den Slums von Sao Paulo sind auch andere Verhaltensmuster möglich. Politisierte Schwarze suchen sich für ein Abenteuer, eine nicht-feste Beziehung, gern eine Hellhäutige – aber zum Heiraten, zum Familiegründen muss es eine Schwarze sein. So werde die eigene Identität gestärkt. Eigentlich auch eine Form des Rassismus, kommentiert eine dunkle Paulistana. Auffällig wiederum, dass schwarze Männer, die Karriere machen, gar als Fußballspieler zu viel Geld kommen, Blondinen als Statussymbol bevorzugen. Der dunkelhäutige Historiker Joel dos Santos formulierte es bitter so: „Die Weiße ist schöner als die Schwarze – und wer vorankommt, wechselt nun einmal automatisch den Wagen.“</p>
<p><strong>Wirtschaften in Brasilien</strong></p>
<p>Jetzt in der Erntezeit brennen sie wieder bis zum Horizont – die riesigen Zuckerrohrplantagen des Tropenlandes. Fliegt man über das Flammenmeer, vergisst man’s nie wieder. Nossa Senhora – der ätzende Qualm steigt ja höher als die Maschine! Unten kriegt man Angstzustände, wenn der Bus plötzlich von dichtem Rauch eingehüllt wird, an beiden Straßenseiten Flammen züngeln, Gluthitze eindringt, der Fahrer flucht, weil er nichts mehr sieht. Während der gefürchteten „Queimadas da cana“ häufen sich tödliche Verkehrsunfälle, explodieren gar Tanklaster. „Niemals hatte ich soviel Angst um die Kinder, meine Frau und mich wie im PKW in einer solchen Feuerzone – ich dachte, jetzt sind wir alle geliefert“, sagt Mario Mantovani, Präsident der Umweltstiftung „SOS Mata Atlantica“, in Sao Paulo. „Und dabei kam ich grade von einem Umweltschutzkongress, hielt einen Vortrag über den Wahnsinn der Treibstoffproduktion aus Zuckerrohr!“ Deutsche Multis, deutsche Zuckerunternehmen, deutsche Banken und Spekulanten sind seit Jahren in die Ethanol- und Zuckerbranche Brasiliens groß eingestiegen, mischen heftig mit, tragen entsprechende Mitverantwortung. Unter Staatschef Lula hat die Branche einen Boom erlebt, wuchs in seinen acht Amtsjahren der Anteil ausländischer Multis von fünf auf über 35 Prozent. In der Megacity wirbt die „Industria Sucroalcooleira“ gerne mit Großfotos des grünen, wogenden Meers aus Zuckerrohr, Cana. Das wirkt auf viele direkt sympathisch, wie die so schön gelben, doch extrem umweltschädlichen, massiv mit gefährlichsten Agrargiften besprühten Rapsfelder in Deutschland. Abgefackelt werden seit der Kolonialzeit kurz vorm Ernten die störenden, unnützen Zuckerrohr-Seitenblätter. Brasilianische Wissenschaftler nennen die Flächenbrände „pervers“ und ein Umweltverbrechen – Mario Mantovani machen sie Naturschutzgebiete kaputt. Auch jetzt, 2011, sind wieder reichlich Schutzzonen draufgegangen, weil das Feuer außer Kontrolle gerät, sich in Wälder hineinfrisst. Und immer werden sogar Plantagenarbeiter von den Flammen eingekreist und verbrennen lebendig – ebenso wie Unmengen an theoretisch streng geschützten Tieren. „Alle denkbaren Vorteile des Ethanoltreibstoffs werden allein durch das Abfackeln aufgehoben. Man braucht sich nur den Ausstoß an klimaschädlichem Dioxin und Kohlenmonoxid anzuschauen. Die Gesundheitsposten in Städten bei Sao Paulo sind voll von Leuten, die wegen der Plantagenbrände Sauerstoff-Behandlungen machen müssen, schwere Atemprobleme haben. Unser Staat dürfte diese Ethanolunternehmen nicht auch noch finanzieren, sogar über die Entwicklungsbank! Es gibt kein Umweltbewusstsein in Brasilien. Die Kultur des Landes ist Zerstörung.“ Mantovani klassifiziert Brasilien als viertgrößten Erzeuger klimaschädlicher Gase – wegen der Brandrodungen im Regenwald und dieser Plantagenbrände. „Doch der heutige Weltmarkt will garnicht wissen, ob das Zuckerrohr von Sklavenarbeitern geerntet wurde und ob man die Plantagen abgebrannt hat.“</p>
<p>Hauptbetroffene sind die Zuckerrohrarbeiter, die zudem über Haut und Atmung den krebserzeugenden Brandruß aufnehmen. Die Feuer zerstören die Bodenfruchtbarkeit und kontaminieren Oberflächen- und Grundwasser, vernichten zudem sämtliche natürlichen Feinde von Schädlingen, daher werden immer mehr Agrargifte eingesetzt. Brasilien ist wegen der Zuckerrohr-Monokulturen heute weltgrößter Verbraucher selbst solcher Gifte, die in der EU und in den USA längst verboten sind. Klar, ein Großteil kommt von deutschen Multis. Alles dummes Zeug, was Mantovani da erzählt – ginge es nach den auch in Deutschland überreichlich verbreiteten Argumenten zugunsten der brasilianischen Ethanolproduktion. Die wird als ökologisch und „Bio“ gerühmt. Bitte, es geht doch, so wie bei der Windkraft. „E 10 – mehr Bio im Benzin“, wirbt das Bundesumweltministerium: „Biokraftstoffe spielen eine wichtige Rolle beim Klimaschutz und bei der Energieversorgung.“<br />
Francisco Anselmo de Barros, genannt Francelmo, einer der wichtigsten, bekanntesten Umweltaktivisten Brasiliens, verbrannte sich 2005 selbst, um gegen die Ausweitung der „Biosprit“-Produktion zu protestieren. Doch das Tropenland bleibt weltweit führender Zuckerproduzent und -exporteur, zudem zweitwichtigster Hersteller von Ethanol. Zwischen 2009 und 2010 hat die EU ihre Zuckerkäufe in Brasilien verdreifacht – das Bundesumweltministerium rechnet mit großen Ethanol-Importen. Für Roberto Malvezzi, kirchlicher Umweltexperte wie Francelmo, ist „Biosprit“ jedenfalls kein sauberer Kraftstoff: „Um die Anbauflächen zu erweitern, vertreibt das exportorientierte Agrobusiness Indiostämme und Kleinbauern sogar durch Terror und Mord. Hinter moderner Fassade verstecken Großfirmen nur zu oft Sklavenarbeit.“ Nur durch solch abstoßendes Sozialdumping seien brasilianischer Zucker und Ethanol auf dem Weltmarkt so billig und wettbewerbsfähig.<br />
Anfang 2011 passiert eine kuriose Panne, ist monatelang Ethanol an den Tankstellen häufig teurer als Benzin, dieses die landesweit beste und billigste Kraftstoffalternative. Denn der Wirkungsgrad von Benzin ist deutlich größer. Wegen der hohen Weltmarktpreise für Zucker stellten die Ethanolfabriken auf Zuckerproduktion um, provozierten eine „Biosprit“-Versorgungskrise, musste die Regierung große Ethanol-Mengen ausgerechnet aus den USA importieren. „Das ist so, als würde Saudi-Arabien Öl einführen“, spottete die Wirtschaftspresse. Universitätsprofessor Dr. Eduardo Moreira, Ethanolexperte aus Sao Paulo, rechnet mit solchen Krisen immer wieder. Ethanol könne Benzin nicht ersetzen – nicht einmal in Brasilien, sei nur eine Art Neben-Treibstoff: „Obwohl unsere Produktionsbedingungen extrem vorteilhaft sind, kann dieser Kraftstoff nicht einmal hier mit Benzin konkurrieren.“ An diesen Produktionsbedingungen sind in- und ausländische Teilhaber natürlich höchst interessiert, weil sich nur so hohe Profite erzielen lassen. Deutsche und österreichische Landwirte haben wiederholt vergeblich auf das brasilianische Sozialdumping hingewiesen und faire Spielregeln gefordert. „Durch diese gewissenlose Form der Produktion ist es der Landwirtschafts-Industrie Brasiliens möglich, die Preise am Weltmarkt zu unterbieten”, hieß es in einer Bauernzeitschrift. „Weder europäische Bauern noch solche aus den Entwicklungsländern können mithalten.” Wird Brasilien die gigantischen, durch die Zucker- und Ethanolproduktion verursachten Umweltschäden rückgängig machen, all die vernichteten Tierarten der Natur zurückgeben? Über politische Positionen dazu von deutscher Seite ist nichts bekannt.<br />
„Wer Ethanol tankt, kippt sich Blut in den Tank“, sagt Brasiliens katholischer Priester Tiago – „Biosprit ist Todessprit“, urteilt Befreiungstheologe Frei Betto. „Denn die Ethanolproduktion bringt zahllosen Armen und Hungernden der Erde den Tod.“ Zu den komplexen Auswirkungen des Biosprit-Booms gehören derzeit in Brasilien brutale Preissprünge bei Lebensmitteln. „Wenn man die Ackerflächen für Nahrungsmittel verkleinert, steigen deren Preise, sterben viele Menschen, die sich keine guten Grundnahrungsmittel leisten können. Unsere Regierung spricht von 16,2 Millionen hungernden Brasilianern in absolutem Elend – aus meiner Sicht sind es doppelt so viel!“, sagte er dem <em>Blättchen</em>. Hungernde, Unterernährte seien besonders anfällig für viele auch tödliche Krankheiten, vegetieren mit stark geschwächtem Immunsystem dahin, verlieren Initiative und Konzentrationsfähigkeit. „Wegen immer mehr Zuckerrohrplantagen wurden riesige Urwaldgebiete Amazoniens abgeholzt, das ökologische Gleichgewicht, die Ökosysteme in Nord- und Südamerika geschädigt, was sich auf die ganze Welt negativ auswirkt. Denn Amazoniens Tropenwald ist der größte des Planeten. Und die Regenfälle, ob im Süden Floridas oder Argentiniens, hängen von der Verdunstung in Amazonien ab.“<br />
Die Förderung des Zuckerrohranbaus bewirke zudem Landvertreibung, starkes Slumwachstum, mehr Morde und Drogenhandel, mehr Kinderprostitution. „84 Prozent der Brasilianer leben bereits in den Städten“, so Frei Betto. „Die Menschen migrieren dorthin auf der Suche nach besseren Lebensbedingungen, was aber gravierende zerstörerische Konsequenzen hat, weil Risikozonen illegal mit Slums bebaut werden. Deshalb haben wir jedes Jahr Erdrutschkatastrophen mit vielen Toten. Ein Heer von Arbeitslosen zieht im Lande umher und verdingt sich bei der Zuckerrohrernte, haust den Rest der Zeit aber in Armenvierteln mit Drogen, Gewalt, Prostitution. Es fehlt eben dringlich eine Bodenverteilungsreform, um die Menschen auf dem Lande zu halten.“</p>
<p><strong>Brasiliens Kreuz mit dem Sex</strong></p>
<p>Bei Morden an Homosexuellen habe das Land im Weltvergleich „eine grauenhafte Führungsrolle“, prangert der Schwulen-Führer und Anthropologe Luiz Mott an. Es handele sich um „Hass-Verbrechen, ausgeführt mit besonderer Grausamkeit“. In Brasilien würden mehr Gays getötet als bei Homosexuellen-Hinrichtungen im Iran, Saudi-Arabien, Sudan, Nigeria und weiteren sieben Staaten, in denen die Todesstrafe für Schwule gelte. „In den USA, mit etwa 100 Millionen mehr Bewohnern, tötet man 25 Gays pro Jahr, hier 250!“ Die Dunkelziffer sei indessen sehr hoch, man erfahre nur von einem Bruchteil der Morde. Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva gehe in die Geschichte als „Vampiro dos Gays“ ein. Da erschien lobenswert, dass die neue Regierung unter Präsidentin Dilma Rousseff an 6.000 öffentlichen Mittelschulen des größten bisexuellen Landes der Erde eine intensive Aufklärungskampagne zugunsten der Rechte von Schwulen, Lesben und Transvestiten starten, einen so genannten „kit anti-homofobia“ verteilen wollte. „Wir machen keine Propaganda für sexuelle Optionen“, erklärte dann jedoch überraschend die Präsidentin, zog den „kit“ zurück. Man werde sich in das Privatleben der Leute nicht einmischen.</p>
<p>Geplant war, den Heranwachsenden auch sehr anschauliche Videos vorzuführen, in denen als Vorteil der Bisexualität genannt wird, doppelt so viele Chancen zu haben, eine attraktive Person, einen Beziehungspartner zu finden. In einem Lande immerhin, in dem entgegen gängigen Klischees Einsamkeit ein Massenphänomen ist. Der Stimmungswandel bei Präsidentin Rousseff, hieß es in den Landesmedien, sei auf Druck der starken puritanischen Fraktion evangelikaler Sekten im Regierungsbündnis erreicht worden. Doch nicht wenige Brasilianer meinen, dass man mit dem Aufklärungs-Kit bei Brasiliens Jugendlichen ohnehin nur offene Türen eingerannt hätte – alles ist den Heranwachsenden ja aus ihrem Lebensumfeld bekannt. Die geplante Anti-Homophobie-Kampagne ginge an den Landesrealitäten vorbei, weil sie die gravierendsten Probleme aussparte – wohl um keine schlafenden Hunde zu wecken.<br />
Einen wichtigen Hinweis hatte 2010 der brasilianische Erzbischof Dadeus Grings gegeben, der als Problem nannte, dass die heutige Gesellschaft pädophil sei – und die Menschen leicht dafür anfällig. Als Erzbischof konnte er schwerlich in die Details gehen. Yvonne Bezerra da Silva, bildende Künstlerin und Slum-Sozialexpertin kann das, nimmt kein Blatt vor den Mund. Bereits in den neunziger Jahren spricht sie sich für Sexualerziehung schon für Siebenjährige aus, will Kenntnisvermittlung über Familienplanung für Arme an sämtlichen Grundschulen. „Die große Mehrheit der Unterschichtskinder ist Teil völlig zerrütteter Familien, nicht selten hausen auf nur neun Quadratmetern zehn Personen; Jungen und Mädchen sehen täglich homo- und heterosexuellen Verkehr, betrachten diesen Umstand gleichwohl als natürlich, nicht etwa als unmoralisch oder Sünde.“ Auch der Umgang mit Rauschgift sei alltäglich. „Für die Mädchen gehört zu den gängigen Erfahrungen, mit acht, neun oder zehn Jahren vergewaltigt zu werden. Alles ist für sie Teil eines bekannten und akzeptierten Konzepts, integrierender Bestandteil ihrer Existenz.“ Als sehr dramatisch stuft Yvonne Bezerra de Mello die Situation der Jungen ein. Bereits von sechs oder sieben Jahren an ließen sie sich von Jugendlichen oder erwachsenen Männern sexuell missbrauchen, kennen bis 13 oder 14 nur homosexuellen Verkehr. „Keineswegs selten ist, dass bereits Zehnjährige zwei- bis dreimal pro Tag Sex mit Männern haben – und wie die anderen stets im Tausch gegen irgendetwas, häufig umgerechnet nur 75 Cents; im Unterschied zu den Mädchen, die sich sexuell missbrauchen lassen, als ob es ihr Schicksal wäre.” Nicht wenige Brasilianer nennen Fälle allgemein bekannt, dass sogar an öffentlichen Schulen schwächere Schüler von den stärkeren selbst in Gruppen vergewaltigt, zu Analverkehr gezwungen werden, was für die Betroffenen keineswegs selten zu einem lebenslangen Trauma und gestörten Beziehungen zum anderen Geschlecht führt. Denn was jene Jungen, die sich in der brutalen Macho-Gesellschaft nicht gegen Vergewaltigung wehren konnten, durch andere erlitten haben, wird verbreitet, herumerzählt – mit den entsprechenden psychologischen Wirkungen.<br />
Den Roman „Ana in Venedig“ von Thomas-Mann-Experte Joao Silverio Trevisan aus Sao Paulo hat vielleicht mancher gelesen – in Brasilien ist der Autor indessen auch ein angesehener Schwulen-Aktivist, der den eigenen Haufen politisch unkorrekt immer wieder in die Mangel nimmt. Als Brasiliens Oberstes Gericht 2011 gleichgeschlechtlichen Partnerschaften die gleichen Rechte zubilligt wie verheirateten homosexuellen Paaren, hat dies Trevisan heftig begrüßt – und kommentiert. ”Die Menge an verheirateten Männern, die in Brasilien ihre Homosexualität heimlich ausleben, ist skandalös und erschreckend hoch. Bei der brasilianischen Bisexualität handelt es sich um eine heimlich ausgelebte Homosexualität … Männer schlafen gerne miteinander – und danach heiraten sie Frauen. Das ist in Brasilien historisch … Es ist die Scheinheiligkeit, in der wir leben. Brasiliens Kultur ist karnevalisiert. Es ist die Kultur der Maske … Wir benutzen die Maske im Guten wie im Bösen … Die falsche Bisexualität gehört zu dieser Maske … Ich übe ernste Kritik an der Homosexuellenbewegung. Es ist eine der Elite, und was sie erreichte, war durch Lobbyarbeit. Die brasilianische Homosexuellengemeinde ist politisch entfremdet…” Aber warum fühlen sich in Brasilien so viele Leute durch Gays gestört, warum gibt es all diese Gewalt? „Der Macho fühlt sich bedroht, man frage mich nicht, warum. Ich persönlich denke, dass sich hinter den ideologischen Motiven sehr ernste psychologische verstecken. Vereinfacht könnte man sagen: Sie sind bedroht, weil es irgendeine Art von Verzauberung, Anziehung gibt, gegen die sie sich verteidigen.”<br />
Karnevalisierte Kultur und Kultur der Maske – Trevisan gibt wichtige Hinweise zum Verständnis soziokultureller Besonderheiten Brasiliens, die im Alltagsleben teils extrem widersprüchlich daherkommen. Wer wird schon gerne zugeben, dass ihm Analverkehr mit Tieren unheimlich liegt – aber beinahe auf jedem Marktplatz, bei großen Kabarettisten und Musikclowns wie Caçarola ist die verbreitete Zoophilie ein beliebtes Thema. Zum „Tarado do Sertao“, einem lustigen Forró, im Internet leicht zu finden, lässt es sich gut tanzen – und mitsingen: „Liebe machen mit der Eselin im Wald – ach war das schön!“ Wer meint, hier werde Sensationalismus betrieben, wird bei <em>Wikipedia Brasilien</em> über Zoophilie geschrieben finden, dass im Lande bekanntlich viele junge Menschen Geschlechtsverkehr mit Tieren pflegten. Hühner überleben ihn gewöhnlich nicht, heißt es. Gruppen von Jungen liquidierten auf diese Weise ganze Hühnerställe alter Frauen. Brasilianerinnen berichten, dass Sexpartner ihnen gestanden hätten, den ersten Geschlechtsverkehr des Lebens mit Tieren gehabt zu haben. Den Frauen war diese Praxis männlicher Jugendlicher und Männer indessen gut bekannt, überraschte gar nicht. Esel-Songs wie von Caçarola sind ja jedermann geläufig.<br />
Heitere Szenen würden besonders im brasilianischen Nordosten auf den Straßen ausgelöst, wenn an Zoophilie gewöhnte Esel sich ihren Partnern näherten, an ihnen rieben und dadurch für jedermann das Zoophilie-Verhältnis offenbar werde. Bekannt ist der Habitus junger Männer, mit ihrer neuen Freundin jene Ecken von Stadt oder Dorf zu meiden, wo ein vorher zur Zoophilie genutzter Esel, eine Eselin plötzlich auftauchen und diese Männer kompromittieren könnte. Ist eine Weide in Sicht, wo solche Esel grasen, machten diese Männer mit ihren Partnerinnen schleunigst kehrt oder einen Bogen – ob im Nordosten oder im südlichen Paraná. Ein bekannter Musiker erläuterte im Interview, dass Jungen im Nordosten bei Eseln die nötige Höhe herstellten, indem sie hinter den Tieren Ziegelsteine aufschichten. Genug der Details, höchstens noch ein makabrer Schlenker in die Politik. Leonel Brizola aus Rio, zu Lebzeiten Vizepräsident der Sozialistischen Internationale und nach eigenen Angaben Freund von Willy Brandt, sprengte 1994 zu Ostern eigenhändig einen berüchtigten Kerker auf der paradiesischen Ilha Grande in die Luft, um sich von dunklen Punkten in seiner politischen Biographie zu befreien. Die Explosion tötete, so ein Gefängniswärter und zahlreiche Inselbewohner, auch etwa 300 zumeist von Lepra und anderen Krankheiten befallene Hunde, die von den zuletzt 700 Häftlingen zum Zwecke der Zoophilie gehalten wurden.</p>
<h1>Brasiliens umstrittene Wasserkraftwerke</h1>
<p>Was stimmt denn nun? Bis heute wird das Tropenland von europäischen Öko-Parteien, Umweltorganisationen wie Germanwatch sowie vielen Medien heftig gelobt, weil es den Strombedarf zu etwa 80 Prozent aus Wasserkraftwerken decke. Das sei sehr klima- und umweltfreundlich, es gebe keinerlei schädliche Emissionen, der Strom sei sauber. Beim Klimaschutz habe Brasilien die Nase vorn, hieß es in Kopenhagen. Doch dann kommt so ein schnauzbärtiger Öko-Ami wie Philip Fearnside daher, der als Biologe auch noch für ein brasilianisches Regierungsinstitut arbeitet, und sagt bereits seit 1995, alles Mumpitz – das Gegenteil sei richtig.</p>
<p>Die Bilder könnten ja nicht gegensätzlicher sein: Hier grausig rauchende Schlote von Kohlekraftwerken, dort dagegen die Idylle von Stauseen, in denen fröhliche Kinder baden und Touristendampfer sowie Segelboote unterwegs sind. Aber so einer wie Fearnside will uns weismachen, richtig schlimm seien die Staudämme besonders in Amazonien, schlimmer als die mit fossilen Brennstoffen betriebenen Kraftwerke. Der geplante Staudamm von Belo Monte am Rio Xingú gar werde eine regelrechte Treibhausgas-Fabrik. Komischerweise behaupten so etwas auch andere Wissenschaftler Brasiliens – aber man muss nach ihnen regelrecht suchen, weil in der öffentlichen Meinung die Wasserkraft-Bewunderer dominieren.<br />
Dr. Sergio Pacca von der Bundesuniversität in Sao Paulo ist jedenfalls so ein Quertreiber, der Wasserkraftwerke auch als extrem klimafeindliche Methan-Schleudern kritisiert. Giftiges Methan entstehe im Staubecken – durch Zersetzung organischer Materie mittels Mikroorganismen unter Ausschluss von Sauerstoff, bekommt man von Pacca zu hören. „Je höher die Temperatur, umso schneller läuft der Prozess ab. In tropischen Ländern vermehren sich die Mikroorganismen rascher und bilden entsprechend mehr Methangas als in den kühleren Ländern. Bei einem neuen Staubecken wird die dortige reiche Biomasse überflutet – Basis der Methanproduktion.“ Selbst wenn die teilweise noch vorhandenen Urwälder vorher abgeholzt worden seien, bleibe noch viel Wurzelwerk im Boden. Und das entstehende Methan, so Pacca, werde an die Atmosphäre abgegeben, trage sehr stark zum Treibhauseffekt bei.<br />
Darauf muss man erstmal kommen, zumal das klimaschädliche Potenzial einer Tonne Methangas laut neueren Studien 34-mal größer als das einer Tonne Kohlendioxid ist, über das gewöhnlich immer geredet wird. „Selbst kleinere Mengen Methan müssen daher beim globalen Klimawandel wichtig genommen werden“, so Sergio Pacca. Es sei einfach nicht haltbar, Wasserkraftwerke mit anderen Energietechnologien zu vergleichen, ohne den Methan-Faktor zu berücksichtigen. Doch genau dies geschiehe.<br />
Würden nicht Indianerstämme aus ihrem Lebensraum vertrieben, wäre Belo Monte eigentlich gar nicht so schlecht, ist auch in Deutschland zu hören – Brasilien wollw sich ja schließlich entwickeln, wirtschaftlich wachsen, habe ein Recht darauf. Leute wie Pacca oder gar Fearnside, der Amazoniens Stauwerke seit Jahrzehnten vor Ort am intensivsten beforscht, kommen mit ihren Einwänden da nie vor, was stutzig macht. In Brasilien wird Fearnside auch von Regierungsstellen kräftig beharkt, weil er Belo Monte ablehnt, das immerhin auch Ex-Präsident Lula und seine Amtsnachfolgerin Dilma Rousseff unbedingt durchziehen wollen.<br />
Fragt man den Biologen in der drückend heißen Amazonasmetropole Manaus, etwa 4.000 Kilometer nördlich von Sao Paulo, wie das eigentlich funktioniert – er als Ausländer am staatlichen Nationalinstitut für Amazonasstudien/INPE, aber in scharfer Gegnerschaft zu Brasilias gigantomanischen Wasserkraftprojekten – kommt als Antwort nur ein kurzes ironisches Lachen. Vielleicht kann man einem wie Fearnside schlecht an den Karren fahren – der Mann bekam den UN-Umweltpreis „Global 500“, dazu den brasilianischen Öko-Nationalpreis.Darüber hinaus gehört Fearnside zur Akademie der Wissenschaften Brasiliens und ist weltweit einer der führenden Experten für Klimaerwärmung. „Unter jenen, die die Erlaubnis für alle derzeit im Bau befindlichen Amazonas-Wasserkraftwerke erteilten, gibt es welche, die alles bestreiten, was ich sage. Ich zitiere sie natürlich ausführlich.“<br />
Spricht man Fearnside auf das überschwängliche Kopenhagen-Lob für Brasilias Klimaschutzpolitik an, kommt noch so ein ironisches Lachen. „Zwar gibt es viele Studien wie die von mir über den Methan-Sachverhalt, doch wird in der Presse und in politischen Reden so oft wiederholt, dass diese Energie sauber sei, dass die Leute schließlich nur dies gehört haben und sich daher nicht weiter in die Sachlage vertiefen. Doch an den Fakten über die klimaschädlichen Emissionen ändert das nichts.“<br />
Fearnside nutzt gerne anschauliche Beispiele – wie den Hinweis auf das beim Öffnen einer Colaflasche zischend entweichende Gas. „Alles organische Material, Kohlenstoff im Boden, Bäume und Wasserpflanzen zersetzen sich auf dem Grund des Stausees – das Wasser dort ist also unter hohem Druck stark methanhaltig und gelangt schließlich in die Turbinen der Wasserkraftwerke, wo ebenfalls noch hohe Drücke herrschen. Aber danach gelangen die Wassermassen dann an die freie Atmosphäre. Die im Wasser gebundenen Gase, darunter Methan, zischen in Bläschen heraus – deshalb mein Vergleich mit der Colaflasche. Und die Sicherheitsabläufe der Stauseen wirken auf ähnliche Weise. So wird der Treibhauseffekt erheblich befördert. In Amazonien wirken Wasserkraftwerke im Endeffekt häufig schädlicher, negativer, als die zur Elektrizitätsgewinnung verbrannten fossilen Energieträger.“ Die bereits in Amazonien existierenden Wasserkraftwerke produzierten daher keineswegs saubere Energie, seien in Bezug auf den Klimaschutz keineswegs nützlich. Belo Monte treibe es auf die Spitze. „Vier Monate im Jahr kann man wegen tiefen Wasserstands keine einzige Turbine betreiben, da entsteht dann ein Schlammbecken von 3.500 Quadratkilometern, wo üppig Pflanzen wachsen, die später zu Methan zersetzt werden. Doch in amtlichen Umweltgutachten für Brasiliens Wasserkraftwerke wird stets nur der geringe Gasaustritt über die Wasseroberfläche berücksichtigt, nicht der über Turbinen und Sicherheitsabläufe.<br />
Ebenfalls in Manaus forscht André Muggiati von Greenpeace und kann ebenso wenig Gründe für soviel deutsches Lob an Brasilias Klimaschutzpolitik entdecken. „Die Abholzung ist Hauptursache der Treibhausgase aus Brasilien. Das Land ist daher der viertgrößte Luftvergifter der Welt – nach Indonesien, China und den USA.“ Und für den brasilianischen Umweltexperten Dr. Fabio Olmos ist jene Germanwatch-Statistik, die Brasilien an vorderste Stelle rückt, eine „unehrliche Form, die Situation darzustellen. Es ist unverständlich, wieso jemand diese Germanwatch-Statistik überhaupt für bare Münze nimmt.“<br />
Inzwischen haben Brasiliens Umweltschützer zusätzliche altbekannte Sorgen, weil seit dem Start der Rousseff-Regierung gleich eine ganze Serie systemkritischer Öko-Aktivisten ermordet worden ist – allein fünf im April bei Curitiba, drei im Juni in Amazonien. Auch ein Menschenrechtsanwalt wurde erschossen. Entsprechend stark ist das Klima der Einschüchterung und Angst. Brasiliens neue Menschenrechtsministerin Maria do Rosario räumte ein, dass auch in Amazonien Todesschwadronen aktiv sind, zu denen bekanntlich Staatsangestellte gehören. Laut Landgewerkschaftsangaben wurden in den letzten Jahren, also unter der Lula-Regierung, nach 17 derartigen Morden nicht einmal Ermittlungsverfahren durch die Bundespolizei eingeleitet.<br />
Indessen erhält die Rousseff-Regierung – ebenso wie die Vorgängerregierung – aus Europa, darunter Deutschland, sehr viel Lob und wird ausdrücklich als modern und progressiv eingestuft. Das wird wohl mit dem neoliberalen Wertewandel zusammenhängen. Auf dem UNO-Index für menschliche Entwicklung rangiert Brasilien jedenfalls nur auf Platz 73, und die UNO-Bildungsstatistik verzeichnet das Tropenland gar erst an 93. Stelle. Aufschlussreich ist da, welche Länder bessere Plätze belegen: Iran (89), Saudi-Arabien (84), Botswana (81), Libyen (66), Bolivien (61), Bahrein (49), Argentinien (40) Kuba (16).</p>
<h1>Brasiliens beneidenswerte (relative) Pressefreiheit</h1>
<p>Die Presselandschaft des Tropenlandes bietet ein eher erfreuliches Bild. Investigativer Journalismus ist auffällig stark in Qualitäts-und Alternativmedien – unabhängig agierende Reporter und Redakteure widersetzen sich den weltweit üblichen Medien-Eingriffen durch Parteien oder Regierungsfunktionäre und enthüllen kontinuierlich gravierende Skandale um Machtmissbrauch und Korruption an der Staatsspitze. Auch der Libyenkrieg zeigt es plastisch – es gibt viel weniger Mainstream als in Deutschland.</p>
<p>Kurz vor seinem Abtreten sorgte Staatschef Lula Ende 2010 für ein kommunikationswissenschaftlich bemerkenswertes Faktum: Vor Vertretern großer Auslandsmedien, besonders aus der Ersten Welt, lobte er in Rio de Janeiro die internationale Presse geradezu euphorisch für ihre Berichterstattung über das heutige Brasilien. Die günstige Darstellung sei verantwortlich für das gute Image, das das Land derzeit im Ausland habe. Die brasilianischen Landesmedien kommentierten Lulas Auftreten teils tief ironisch – denn die Auslandskorrespondenten behandelte er völlig anders als die nationale Presse, die er konstant und sogar wütend kritisierte, ihr sogar vorwarf, ihn zu verfolgen oder nicht die guten Seiten seiner Regierung zu zeigen. Auffällig war gerade in den letzten Jahren: Je schärfer die Kritik von innen an Lula, dessen Arbeiterpartei und seiner Chefministerin Dilma Rousseff, inzwischen Nachfolgerin im Präsidentenpalast, umso lauter das Lob von außen.<br />
Noch mitten im Präsidentschaftswahlkampf von 2010 ärgerte sich Lula öffentlich heftig über Zeitungsenthüllungen, die ihn zum Entlassen von Regierungsmitgliedern zwangen: Wunschkandidatin Dilma Rousseff hatte für ihren Chefministerposten eine enge Freundin, Erenice Guerra, bestimmt. Lula nahm sie zunächst in Schutz, würdigte ihre „enormen Leistungen für das Land“. Doch Brasiliens investigative Journalisten förderten Tag für Tag mehr belastendes Material gegen Erenice Guerra zutage – bis Lula sie schließlich feuern musste. Und Dilma Rousseff bricht bereits im ersten Amtsjahr sämtliche Entlassungsrekorde, rutscht mit ihrer ganzen Regierung in eine tiefe Korruptionskrise. Wegen Presseenthüllungen musste sie sich zuerst ausgerechnet von ihrem engen Freund, Wahlkampfleiter und wichtigstem Minister, dem Chef des Zivilkabinetts, Antonio Palocci, trennen. Dann stürzten der Transportminister und über zwanzig weitere hohe Regierungsfunktionäre. Die Liste der Gefeuerten wird fast täglich länger.<br />
Ohne wache, unabhängig agierenden Journalisten wäre im heutigen Brasilien kaum ein realistischer Einblick in die weiter von Lula mitbestimmte Regierungsarbeit unter Dilma Rousseff möglich. Aber immer noch ist eine Unmenge zwielichtiger Figuren auf höchsten Posten.<br />
Brasiliens Presse unterscheidet sich soziokulturell erheblich von der mitteleuropäischen. Der Mainstream wird häufiger durchbrochen, das sachliche Gegenüberstellen von Positionen und Beobachtungen ist normal. Die Scheu vor unbequemen Fakten ist geringer, die Schilderung selbst schockierender Alltagstatsachen gewöhnlich authentischer, unbefangener und weit weniger <em>politisch korrekt</em>. Als Anfang 2011 bei einem Häftlingsaufstand Menschen geköpft wurden, zeigten Landesmedien die abgeschlagenen Köpfe, um den Brasilianern ein realistisches Bild der gravierenden Menschenrechtsverletzungen zu vermitteln.<br />
Brasiliens Qualitätsmedien stellen auch den Libyenkrieg anders dar als der mitteleuropäische Mainstream – sie wiesen sofort auf die zivilen Opfer der Bombardements hin, nannten als Hauptmotiv der Militäraktionen strategische Ressourcen wie Erdöl und betonten Parallelen zu den unter einem Vorwand begonnenen Irakkrieg.<br />
Doch es gibt auch die andere Seite der Medaille. Eine Fundamentalkritik, wie sie die Universitätsprofessorin Zilda Iokoi, eine frühere politische Gefangene, auf einer Tagung des Goethe-Instituts Sao Paulo äußerte, ist durchaus zutreffend: „Die großen tonangebenden Medien Brasiliens berichten systematisch über viele brisante Fakten nicht – und das ist Zensur. Neun Familien beherrschen das nationale Mediensystem – man liest nur, was die Zeitungsbosse wollen. Oft schreiben Journalisten über Unerwünschtes, doch deren Texte werden gekürzt, zensiert. Mir sagen Journalisten beim Interview immer wieder: Ich weiß aber nicht, ob es gedruckt, gesendet wird.“ Welchem Kollegen in Mitteleuropa kommt dies nicht irgendwie bekannt vor …<br />
Vieles, was große kommerzielle Medienkonzerne wie „O Globo“ trotz hervorragender, mit zahlreichen Publizistik-Preisen geehrter investigativer Journalisten nicht liefern – oder nicht liefern wollen, kommt allerdings seit Jahren wenigstens teilweise von alternativen Internet-Medien, darunter der befreiungstheologisch orientierten Nachrichtenagentur ADITAL, von der Wochenzeitung „Brasil de fato“ oder der Radioagencia NP. Längst sind Brasiliens Leitmedien gezwungen, Blogs und Community Media zu verfolgen und dort geäußerten Vorwürfen nachzugehen.<br />
Anfang 2011 erinnerte Brasiliens nationaler Presseverband ANJ in ganzseitigen Anzeigen an die enorme Leistung jener investigativen Journalisten, die Lulas größtes politisches Desaster, den so genannten Mensalao-Skandal um Parteien-und Abgeordnetenkauf, an die Öffentlichkeit brachten. Lula drohte sogar die Amtsenthebung – in nicht wenigen Auslandsmedien wurde das Thema indessen auf sehr kleiner Flamme gehalten. Gleiches galt für die auffällig engen freundschaftlichen Beziehungen des angeblich linksorientierten Ex-Gewerkschaftsführers ausgerechnet zu Oligarch José Sarney, Ex-Chef der Folterdiktatorenpartei ARENA, starker Mann des rechtsgewirkten Partido do Movimento Democrático Brasileiro (PMDB) und wichtigster politischer Regierungspartner auch derzeit unter Dilma Rousseff. Als Lula von einem Journalisten auf die Unterstützung durch die „Sarney-Oligarchie“ angesprochen wurde, entgegnete er irritiert und verärgert: „Sie müssen sich medizinisch behandeln lassen, vielleicht eine Psychoanalyse machen, um das Vorurteil zu vermindern.“ Für die Hilfe der Sarney-Gruppe sei er durchaus dankbar.<br />
Ein Hinweis darauf, dass in Brasilien die Uhren in der Politik und auch im Journalismus tatsächlich anders gehen als in Mitteleuropa, sind zudem die vom Steuerzahler finanzierten Ausgaben für Propagandaanzeigen der Regierung, etwa in den Zeitungen, die unverhältnismäßig hoch sind. Sie übersteigen ganze Sozialetats – bei fortdauerndem Hunger und weiter rasch wachsenden Slums.<br />
Kritik einheimischer Journalisten geht jedoch nur zu oft ins Leere, wird kaum wahrgenommen. Laut José Arbex, Kommunikationsexperte und Universitätsprofessor aus Sao Paulo, verhinderte der Mensalao-Skandal die Wiederwahl Lulas nicht, weil dieser von einer Gesellschaftsschicht unterstützt werde, die keine Zeitung lese und sich daher nicht betroffen fühle. Aus dem gleichen Grunde habe auch der Skandal um Erenice Guerra keine größeren nachteiligen Wirkungen für die Wahl von Dilma Rousseff gehabt.<br />
Ein TV-Wahlkampfspot zeigte die Verhältnisse ebenfalls exemplarisch: In der UNO-Vollversammlung von New York erheben sich Staatschefs, Außenminister und Diplomaten von den Plätzen und jubeln Lula stehend zu. Brasilianische Journalisten gingen der Sache nach. An jenem Tag nahmUNO-Generalsekretär Kofi Annan seinen Abschied und erhielt entsprechende Ovationen. Wahlkampfmanager montierten diese hinter den nur schwach applaudierten Lula-Auftritt. Als vorhersehbar beschrieben und kommentierten lediglich zwei, drei Qualitätszeitungen diesen alten PR-Trick und zitierten Oppositionspolitiker, die von „großem Betrug“, Verletzung der Wahlgesetze und „lächerlichen Lügen“ sprachen – weitere Reaktionen der Öffentlichkeit gab es nicht.<br />
Doch Qualitätszeitungen sind im größten Teil des Landes gar nicht erhältlich. Und Manipulationen dieser Art werden auch dadurch erleichtert, dass aufgrund des laut Intellektuellen und kirchlichen Menschenrechtsaktivisten absichtlich niedrig gehaltenen Bildungsniveaus drei Viertel der Erwachsenen nicht in der Lage sind, einen simplen Zeitungs- oder Buchtext auch nur zu lesen, geschweige denn zu verstehen. So hat gemäß Umfragen das Gros der Pflichtwähler gar nicht begriffen, um was es bei den zahlreichen Korruptionsskandalen um Lula und dessen Regierung eigentlich ging – Skandale immerhin, die in Ländern wie Deutschland zu enormer öffentlicher Empörung geführt hätten. Auch die Wirkungsmöglichkeiten alternativer Internet-Medien sind dadurch stark eingeschränkt.<br />
Die Interamerikanische Pressegesellschaft (SIP) hat Attacken von Lula und anderen hohen Politikern auf unbequeme Landesmedien scharf verurteilt. Angesehene Diktaturgegner veröffentlichten sogar ein „Manifest zur Verteidigung der Demokratie“, warfen Lula „Autoritarismus“ vor und wandten, wenden sich gegen offene und verdeckte Einschüchterung von Journalisten.<br />
Die Auslandsmedien ignorieren derartige Vorgänge in der Regel ebenso wie die alltäglichen gravierenden Menschenrechtsverletzungen, darunter landesweite, systematische Folter durch Staatsangestellte, das Wüten der Todesschwadronen, die Scheiterhaufen von Rio de Janeiro, die Massengräber für „Nichtidentifizierbare“, die außergerichtlichen Exekutionen. Brasiliens Qualitätsmedien berichten darüber detailliert und kontinuierlich, kritisierten auch die jüngsten Slum-Besetzungen von Rio de Janeiro durch Militär und Polizei erstaunlich scharf. Von Auslandsmedien kommt dagegen fast nur Lob.<br />
Entsprechend zufrieden ist Brasilia, das in den letzten Jahren erhebliche Summen in die Auslandspropaganda investierte. Laut Wirtschaftszeitschrift <em>Brasil Economico</em> wurden allein 2009 umgerechnet über 40 Millionen Euro verausgabt. Zitiert wird ein Regierungsfunktionär Brasilias: „Unsere Priorität ist, Brasiliens Image als das einer großen, sozial, politisch und wirtschaftlich stabilen Demokratie zu stärken.“ Auch die Inlandspropaganda wurde unter der Lula-Rousseff-Regierung enorm forciert. 2003, zum Amtsantritt, hätten 499 Medien Regierungsgelder für Propaganda-Verbreitung erhalten, 2009 seien es indes schon 7.047 Medien gewesen, heißt es in kritischen Analysen. Viele brasilianische Politiker besäßen Zeitungen, Radio-und TV-Stationen, und zahlreiche Medien seien von Regierungspropaganda regelrecht abhängig.<br />
Für Propagandazwecke ausgegebene Mittel fehlen dann natürlich für die Hunger-und Elendsbekämpfung, für Bildung und Gesundheit.<br />
Nicht ungewöhnlich ist schließlich, dass hohe Politiker, gegen die ermittelt wird, Medien gerichtlich untersagen lassen, darüber zu berichten.<br />
Fast täglich drucken die Zeitungen aber weiterhin interessante, unbequeme, gut fundierte Texte, die Brasilienklischees und offiziellen Versionen widersprechen. Als die Lula-Rousseff-Regierung weltweit verbreiten ließ, dass die internationale Wirtschafts-und Finanzkrise auf Brasilien nur geringe Auswirkungen gehabt habe, belegten investigative Journalisten just das Gegenteil, weisen auf Rekordentlassungen, den Stopp vieler Industrieprojekte, auf Exportprobleme und Deindustrialisierung sowie auf geschönte offizielle Statistiken hin.<br />
Und Wikileaks rennt mit seinen Brasilien-Enthüllungen bei den einheimischen Journalisten lediglich offene Türen ein. Leere antiamerikanische Rhetorik Brasilias wurde stets gegeißelt und die jetzt bekanntgewordene, ans Weiße Haus gerichtete „Bitte um Verständnis für Sprüche gegen die USA in Wahlkampfzeiten“ daher genüsslich zitiert. „Es existierten zwei Beziehungen zwischen Brasilien und den Vereinigten Staaten während der acht Lula-Jahre im Präsidentenpalast“, analysierte Fernando Rodrigues von der <em>Folha de Sao Paulo</em>, Brasiliens größter Qualitätszeitung. „In der Öffentlichkeit gab es Prügel für die Nordamerikaner – im vertraulich-privaten Umgang indessen Liebkosungen für die Brüder im Norden.“ In der Öffentlichkeit dominiere zwar ein bestimmter infantiler Antiamerikanismus – im Wirtschaftlichen dagegen die Anerkennung der Hegemonie des Partners. „Im kulturellen Bereich, um die Schizophrenie komplett zu machen, sieht man sogar eine enthusiastische Übernahme von Sitten, Gebräuchen, Moden.“<br />
Dr. Claudio Guimaraes dos Santos in Sao Paulo zählt zu den wichtigsten Denkern Brasiliens und liefert zum Verständnis der widersprüchlichen (Medien-)Realität des Landes wichtige Argumente: „Das Volk schaut den schockierendsten Skandalen stumm zu – die immense Passivität des Brasilianers wird teils durch fehlende Bildung und Kultur verursacht. Es fehlt Bewusstsein dafür, dass man eine solidarische Gesellschaft aufbauen müsste. Die brasilianische Demokratie ist krank. Eine der Säulen der Demokratie, der freie, mündige, kritische, bewusste Bürger, existiert in Brasilien nicht. In den letzten zweihundert, dreihundert Jahren hat man eine unkritische Masse geschaffen – unfähig, zu entscheiden. Unsere Eliten sind immer kulturloser, ungebildeter. Niemand mag schlechtes, verdorbenes Essen – doch schlechte Informationen schlucken alle massenweise und völlig unkritisch. Hier fehlt intellektueller Dialog. Ich fordere meine Kollegen stets auf: Wenn ihr es nicht aussprecht, wer wird es dann tun? Der Fußballer, der Pagodesänger, der schlechte Politiker, der jede Chance zum Reden sofort nutzt? Wenn wir schweigen, beherrschen diese Leute die Szene. Deshalb dürfen wir auch Risiken nicht scheuen!“</p>
<h1>Juden in Sao Paulo</h1>
<p>Als Deutschlands Bundespräsident Christian Wulff 2011 die chaotische Megacity, Lateinamerikas führenden Wirtschaftsstandort mit über 1.200 deutschen Firmen besucht, wird am Ankunftstag im Zentrum ein Obdachloser lebendig verbrannt, am Abreisetag ein weiterer. In Sao Paulo wüten Todesschwadronen der Militärpolizei, gibt es Massengräber, über 2.000 grauenhafte Slums mit Hunger und Lepra, prostituieren sich schon zehnjährige Mädchen für weniger als einen Euro, um Crack zu kaufen – und vor aller Augen in ganzen Horden zu konsumieren. Man muss sich diese Zustände vergegenwärtigen, die von den allermeisten Paulistanos apathisch-passiv hingenommen oder sogar verdrängt werden, um Situation und Rolle der etwa 70.000 Juden im Menschenmeer der elf, zwölf Millionen zu verstehen. Denn diese „judeus“ scheinen schärfer zu diskutieren, sich effizienter zu engagieren, bringen Resultate, von denen dann alle, ob Arme oder Reiche, etwas haben. Lateinamerikas bestes Hospital, ein Riesenkomplex namens „Albert Einstein“ im Viertel Morumbi, haben die Stadt-Juden errichtet – geleitet wird es von dem weltbekannten Mediziner Claudio Lottenberg, Präsident der jüdischen Gemeinde ganz Brasiliens.</p>
<p>Der in Israel geborene Oded Grajew aus Sao Paulo, Erfinder, Aktivist des Weltsozialforums, verweist auf dessen Bedeutung für die jüngsten arabischen Entwicklungen. „Für jene, die das Weltsozialforum und unsere Spezialforen in Ägypten oder Tunesien mit Interesse und Sensibilität frequentierten, ist alles, was derzeit in der arabischen Welt geschieht, keinerlei Überraschung.“<br />
Und dann Pedro Herz, dessen Kulturkaufhäuser, mit Kinos, Theatern, Kursen und Konzerten in ganz Brasilien tonangebend sind. In einem Land des Analphabetismus, in dem sogar ungezählte Uni-Studenten in ihrem Leben nicht einen einzigen Roman lasen, wird der Deutschstämmige zum Kulturpionier – die größte „Livraria Cultura“ Sao Paulos ist selbst am Wochenende voll wie ein Supermarkt, dort kaufen sogar lateinamerikanische Staatspräsidenten. „Da bin ich stolz drauf – wir verkaufen Ideen!“, sagt Pedro Herz.<br />
Nachvollziehbar daher, dass viele im kosmopolitischen Sao Paulo die jüdische Gemeinde bewundern, stark und gut organisiert empfinden, ausdrücklich als ein Beispiel für die anderen Einwanderergemeinden nennen. Die Juden, heißt es, seien sich einig im Kampf für Menschenrechte, bei der Hilfe für Bedürftige, leisteten gerade im öffentlichen Gesundheitswesen, das außerhalb Sao Paulos oft katastrophal sei, ganz Erstaunliches, weit über ihr Einstein-Hospital hinaus. Ob das den „judeus“ bewusst ist, in einer von Desorganisation und Laissez-faire geprägten Gesellschaft? Redet man mit ihnen, fällt das hohe Maß an Selbstkritik auf, das Messen an höchsten Qualitätsmaßstäben. Für Außenstehende scheint die seit über hundert Jahren existierende Gemeinde stabil zu sein – die Juden selbst beobachten indessen Rückgang, gar Schwächung. Viele, die teils noch vor den Nazis aus Deutschland flohen, erleben bestürzt, dass ihre hoch qualifizierten Kinder just in dieses Land, doch auch in die USA, nach Australien und selbst Israel auswandern, weil sie in Brasilien keine Arbeitsmarkt-und Lebenschancen sehen. Würde die wirtschaftlich-soziale Lage besser, sagt Nelson Rozenchan, Direktor des jüdischen Peretz-Gymnasiums, kämen viele Juden zurück oder migrierten gar hierher. Manche junge Juden Sao Paulos sagen ihren Eltern unumwunden, dass sie in einem Land mit solch einer reaktionären politischen Klasse, unglaubwürdigen Politikern, soviel Unehrlichkeit, ungesundem gesellschaftlichem Klima nicht leben wollen – und weggehen. Rozenchan nennt Zahlen: Vor 20 Jahren gab es in den jüdischen Schulen von Sao Paulo etwa 5.000 Heranwachsende, heute nur noch rund 3.000. In die Synagogen kamen an den Festtagen bis zu 8.000 Juden, heute nur noch etwa 5.000. „Vielen in Sao Paulo Geborenen ist es anders als den vor Pogromen, dem Nazismus Geflohenen leider nicht mehr so wichtig, ihre jüdische Identität zu zeigen, zu stärken, zu betonen – sie nutzen die Synagoge nur noch bei Taufe, Heirat Tod. Viele Juden geben ihr Judentum auf.“<br />
Medienmacher Roni Gotthilf sieht seine Gemeinde im gigantischen, unübersichtlichen Sao Paulo in kleine Inseln zerstreut, deren Bewohnern es lediglich um die eigenen Interessen, vielleicht auch die der eigenen Synagoge gehe. Gotthilf fiele es schwer, die Interessen der gesamten Gemeinde klar zu benennen – doch dass sie schrumpft, steht für ihn außer Zweifel. Viele Juden haben sich assimiliert, dem Lebensstil der anderen Brasilianer angepasst – in einer von Stress, Hektik, Kriminalität und überraschend viel Einsamkeit geplagten Metropole. Junge Juden heiraten immer öfter Nicht-Juden, schicken ihre Kinder nicht mehr in jüdische Schulen, stehen dem Judentum ihrer Eltern fern. „Im neoliberalen Kontext der heutigen Welt kann man sicher relativieren.  In Sao Paulo gehen die Leute eher oberflächlich miteinander um – wogegen wir Juden enger zusammenleben, besser zusammenhalten. Doch das Klima hier prägt alle: Wenn die Gesellschaft egoistisch und individualistisch ist, sind wir es in gewisser Weise dann eben auch.“<br />
Durch die schicke Rua Oscar Freire ziehen bei Tropenhitze Gruppen orthodoxer Juden in schwarzem Anzug mit Weste, schwarzem Mantel und Filzhut, umringt von ihren Kinderscharen. Die Familien haben fünf bis sieben Sprösslinge – Liberale, Reformisten oder Konservative bringen es dagegen auf höchstens zwei. Die Orthodoxen, etwa 15 Prozent der Gemeinde, gleichen den Rückgang nicht aus und sind, wie Roni Gotthilf betont, gar nicht gut angesehen. Andere relativieren, sehen bei aller Kritik auch positive Aktivitäten, wie die der Hilfsorganisation Ten Yad mit über 300 Freiwilligen und einer Garküche, die zudem Sozialprojekte der Präfektur leitet und durchweg öffentliches Lob erntet. Die orthodoxe Kleiderordnung gilt indessen als lächerlich und für die jüdische Gemeinde blamabel. „Wer sogar bei schwüler Hitze mit diesen dicken, hochgeschlossenen Klamotten rumläuft, leidet, schwitzt, ermüdet rasch – das ist doch kein Judaismus, sondern Fundamentalismus!“, lauten drastische Kommentare. Andere halten den Orthodoxen zugute, dass sie besonders intensiv versuchen, junge abgedriftete Juden ins Gemeindeleben zurückzuholen, deren jüdische Identität wiederzubeleben.<br />
Der konservative Schuldirektor Nelson Rozenchan stellt unbequeme Fragen. „Zehn Rabbiner haben zur Abtreibung zehn verschiedenen Auffassungen.“ Jetzt, nach Bin Ladens Tötung, erhitzt ihn das Thema Folter. „Wäre ich absolut sicher, dass Folter Menschenleben rettet, würde ich sie anwenden! Ich habe in Israel selbst erlebt,wie es durch Folter gelang, aus Jordanien eindringende Terroristen zu fangen und dadurch etwa 50 Menschen vor dem Tod durch Selbstmordattentate zu bewahren. An dieser Lebenserfahrung kann ich nicht vorbei!“<br />
Mag die Mitgliederzahl der Gemeinde auch abnehmen, die Zahl ihrer identitätsstiftenden Aktivitäten nicht. Herausragend wirkt dabei Sao Paulos  Hebraica-Klub, das größte jüdische Gemeindezentrum außerhalb Israels, eine grüne Oase im Betonmeer der Megacity. Viele der jährlich etwa 700 Veranstaltungen, ob Theater, Filmfestival, Konzerte oder Sport, laufen hier – dazu immer neue Aktionen gegen den Antisemitismus. Niemand in Lateinamerika hat soviel über Antisemitismus geforscht und publiziert wie Maria Luiza Tucci Carneiro von der Bundesuniversität Sao Paulo. „Die Gemeinde ist sehr besorgt über zunehmenden Antisemitismus nicht nur in Brasilien, sondern vor allem in Europa – will, dass endlich auch die Regierung mehr dagegen tut.“ Der Lula-Regierung wird von den Juden allgemein vorgeworfen, nicht eben hilfreich gewesen zu sein – des Staatschefs Freundschaft zum Holocaust-Leugner Ahmadinedschad spreche Bände. Neonazi-Gruppen wüchsen täglich mehr in Brasilien, nazistische Symbole, Figuren von Hitler und Himmler würden für 350 Euro ganz offen in Sao Paulo verkauft, Antisemitismus entlade sich auf bizarrste Weise. Taxifahrer schimpfen, an Sao Paulos irrwitzigen Verkehrsstaus seien nur die Juden schuld. Im auch von 15.000 Juden bewohnten Viertel Higienopolis schimpft ein Vater lautstark in der Impf-Schlange, dass er nur wegen dieser „verdammten Juden“ solange warten müsse. „Den Impfstoff für dein Kind hat ein Jude entwickelt“, kontert ein Kipa-Träger. Sei der dann auch ein „judeu maldito?“ Der Vater wird ganz still.</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/01/rio-de-janeiro-schweine-fressen-getotete-auf-banditen-verliesen-slums-in-panzerwagen-bestochener-polizisten-massiver-raub-durch-beamte-und-soldaten-laut-berichten-der-folha-de-sao-paulo/"><strong><font color="#bb0000"> http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/01/rio-de-janeiro-schweine-fressen-getotete-auf-banditen-verliesen-slums-in-panzerwagen-bestochener-polizisten-massiver-raub-durch-beamte-und-soldaten-laut-berichten-der-folha-de-sao-paulo/</font></strong></a></p>
<p><font color="#bb0000"><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/08/sigsauerkarikatur.jpg" alt="sigsauerkarikatur.jpg" /></font></p>
<p><strong>Ausriß. Karikatur anläßlich der Einführung des schweizerischen Sig-Sauer-Sturmgewehrs bei den Banditenkommandos Brasiliens. Das Sturmgewehr ist die Waffe des Bundesheeres der Schweiz.  Wie auf brasilianischen Medienfotos zu sehen ist, ziehen es Polizei-Spezialeinheiten häufig vor, mit den von Banditen erbeuteten hochmodernen MGs zu feuern, statt mit Waffen nationaler Produktion. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/07/28/edvard-munch-der-schrei-version-von-der-avenida-paulista-brasilien/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/07/28/edvard-munch-der-schrei-version-von-der-avenida-paulista-brasilien/</font></strong></a></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Brasiliens Sicherheitslage unter Dilma Rousseff: Wieder tödliches Attentat auf Polizist in Sao Paulo &#8211; vom Motorrad geschossen. Beamter hatte bereits ein Attentat überlebt. Weiterer Polizist verwundet. In Japan 2008 nur 11 Morde&#8230;</title>
		<link>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/08/06/brasiliens-sicherheitslage-unter-dilma-rousseff-wieder-todliches-attentat-auf-polizist-in-sao-paulo-vom-motorrad-geschossen/</link>
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		<pubDate>Mon, 06 Aug 2012 12:55:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Brasilien - Attentate auf Polizisten]]></category>

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		<description><![CDATA[http://g1.globo.com/sao-paulo/noticia/2012/08/delegado-morto-em-sp-ja-tinha-sofrido-atentado-em-2002.html Adveniat-Gottesdienst: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/ Brasilien unter Dilma Rousseff: Von Januar bis Ende Juli 2012 in Sao Paulo 47 Polizisten ermordet, laut Landesmedien. “Wenn es für den Polizisten keine Sicherheit gibt, stelle man sich vor, wie es dann der Bevölkerung ergeht.” ** Tags: Brasiliens Sicherheitslage unter Dilma Rousseff Wie es hieß, wurde das letzten Attentatsopfer mit 11 Schüssen [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://g1.globo.com/sao-paulo/noticia/2012/08/delegado-morto-em-sp-ja-tinha-sofrido-atentado-em-2002.html"><strong>http://g1.globo.com/sao-paulo/noticia/2012/08/delegado-morto-em-sp-ja-tinha-sofrido-atentado-em-2002.html</strong></a></p>
<p><strong>Adveniat-Gottesdienst:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/</strong></a></p>
<h2>Brasilien unter Dilma Rousseff: Von Januar  bis Ende Juli 2012 in Sao Paulo 47 Polizisten ermordet, laut  Landesmedien. “Wenn es für den Polizisten keine Sicherheit gibt, stelle  man sich vor, wie es dann der Bevölkerung ergeht.” <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=13324" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-sicherheitslage-unter-dilma-rousseff/" rel="tag">Brasiliens Sicherheitslage unter Dilma Rousseff</a></p>
<p><strong>Wie es hieß, wurde das letzten Attentatsopfer mit  11 Schüssen getötet.  1981 wurden in Sao Paulo danach 81 ermordete  Polizisten registriert. </strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/11/polizsiterschossenrio.JPG" alt="polizsiterschossenrio.JPG" /></p>
<p><strong>In Rio-City von Gangster erschossener Polizist, November 2010,  Zeitungsausriß O Globo.</strong></p>
<p><span id="more-13376"></span></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/10/polizistpovo1.JPG" alt="polizistpovo1.JPG" /></p>
<p><strong>Anschlag auf Polizist von Rio de Janeiro in Lula-Amtszeit.</strong></p>
<h2>Brasiliens Sicherheitspolitik unter Dilma  Rousseff: Wieder Kind(11)  in Rio de Janeiro bei Feuergefechten  erschossen. Befriedungspolitik  und Gewaltkultur. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=13273" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-gewaltkultur-2012/" rel="tag">Brasiliens Gewaltkultur 2012</a></p>
<p><strong> Laut Landesmedien hatte das Mädchen einen Bauchschuss erhalten.</strong></p>
<p><strong>Vor dem Hintergrund der hohen landesweiten Mordrate,   systematischer Folter und Todesschwadronen handelt es sich im Vorfeld   der nächsten Fußball-WM nach gängigen mitteleuropäischen Kriterien um   erfolgreiche Befriedungspolitik.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/08/banditengranateglobo12.jpg" alt="banditengranateglobo12.jpg" /></p>
<p><strong>Ausriß. Bei der Tatrekonstruktion schauen mit Pistolen und  Handgranaten bewaffnete Banditen zu, lassen sich sogar fotografieren. </strong></p>
<p><a href="http://g1.globo.com/rio-de-janeiro/noticia/2012/07/morre-crianca-baleada-em-operacao-do-bope-no-suburbio-do-rio.html"><strong>http://g1.globo.com/rio-de-janeiro/noticia/2012/07/morre-crianca-baleada-em-operacao-do-bope-no-suburbio-do-rio.html</strong></a></p>
<p><strong>Auswandern nach Brasilien &#8211; Italiener 2012 schon am Tage nach der Ankunft ermordet: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/07/24/brasiliens-gewaltkultur-unter-dilma-rousseff-aufsehen-um-in-sao-paulo-ermordeten-italienischen-bankfachmann-tomasso-lotto-der-in-brasilien-karriere-plante/#more-13228">     http://www.hart-brasilientexte.de/2012/07/24/brasiliens-gewaltkultur-unter-dilma-rousseff-aufsehen-um-in-sao-paulo-ermordeten-italienischen-bankfachmann-tomasso-lotto-der-in-brasilien-karriere-plante/#more-13228</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/07/angelitotergerichtsmedizin12.jpg" alt="angelitotergerichtsmedizin12.jpg" /></p>
<p>Ausriß &#8211; Angeli, Folha de Sao Paulo.</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/08/zeitungsfotourubu.jpg" alt="zeitungsfotourubu.jpg" /></p>
<p><strong>Ausriß, Rio de Janeiro. Das Kleinkind, die schwangere Mutter, die Mordopfer.</strong></p>
<h2>Brasiliens Gewaltkultur unter der  Rousseff-Regierung &#8211; die   angeblich “befriedeten” Slums von Rio de  Janeiro:”Complexo do Alemao”   erneut von Spezialeinheit Bope “besetzt”,  laut Landesmedien. Bope-Film   “Tropa de Elite”. Weltsozialforum-Erfinder  Oded Grajew zur  dramatischen  Gewalt-Zunahme in der Megacity Sao Paulo.  Immer mehr   Vergewaltigungen. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=13248" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/complexo-do-alemao-upp/" rel="tag">“Complexo do Alemao” &#8211; UPP</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/rio-de-janeiros-befriedete-slums/" rel="tag">Rio de Janeiros “befriedete” Slums</a></p>
<p><a href="http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/brasilien-gewalttaten-in-den-schulen-haeufen-sich/4037582.html"><strong>http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/brasilien-gewalttaten-in-den-schulen-haeufen-sich/4037582.html</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/25/brasiliens-staatsprasidentin-dilma-rousseff-zur-feierlichen-zeremonie-2011-in-ouro-preto-am-todestag-des-nationalhelden-tiradentes-lautstarke-proteste-von-studenten-gegen-sozial-und-bildungspolitik-d/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/25/brasiliens-staatsprasidentin-dilma-rousseff-zur-feierlichen-zeremonie-2011-in-ouro-preto-am-todestag-des-nationalhelden-tiradentes-lautstarke-proteste-von-studenten-gegen-sozial-und-bildungspolitik-d/</strong></a></p>
<p><strong>Wie es hieß, war in den letzten Tagen bei Feuergefechten eine    Polizistin getötet worden. Laut Lokalmedien handelt es sich um eine    erneute “Offensive” gegen das organisierte Verbrechen der Slumregion    “Complexo do Alemao”. Brasiliens Autoritäten hatten diese auch im    Ausland als nunmehr befriedet und sicher deklariert. </strong></p>
<p><strong>Bope-Film: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/rio-film-tropa-de-elite-2-fur-oscar-nominiertbester-auslandischer-streifen-stadtepartnerschaft-koln-rio-de-janeiro-trailer-anklicken/">       http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/rio-film-tropa-de-elite-2-fur-oscar-nominiertbester-auslandischer-streifen-stadtepartnerschaft-koln-rio-de-janeiro-trailer-anklicken/</a></strong></p>
<p><strong>Auswandern nach Brasilien… </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/07/24/brasiliens-gewaltkultur-unter-dilma-rousseff-aufsehen-um-in-sao-paulo-ermordeten-italienischen-bankfachmann-tomasso-lotto-der-in-brasilien-karriere-plante/#more-13228"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/07/24/brasiliens-gewaltkultur-unter-dilma-rousseff-aufsehen-um-in-sao-paulo-ermordeten-italienischen-bankfachmann-tomasso-lotto-der-in-brasilien-karriere-plante/#more-13228</strong></a></p>
<p><strong>“Friedensförderung” durch Lula: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/23/unesco-zeichnet-lula-in-paris-wegen-forderung-des-friedens-und-der-rechtsgleichheit-aus-preis-mit-150000-dollar-dotiert-jury-von-henry-kissinger-gefuhrt/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/23/unesco-zeichnet-lula-in-paris-wegen-forderung-des-friedens-und-der-rechtsgleichheit-aus-preis-mit-150000-dollar-dotiert-jury-von-henry-kissinger-gefuhrt/</strong></a></p>
<p><strong>Rio de Janeiro und deutsche Top-Entscheider aus Wirtschaft und Politik: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/07/24/thyssenkrupp-top-entscheider-heute-das-stahlwerk-in-rio-die-versenkten-milliarden-die-zeit-mit-uraltbekanntem/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/07/24/thyssenkrupp-top-entscheider-heute-das-stahlwerk-in-rio-die-versenkten-milliarden-die-zeit-mit-uraltbekanntem/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/07/24/reif-fur-die-insel-brasiliens-tropeninseln-bei-paraty-unweit-der-beiden-atomkraftwerke-angra-1-und-2-sowie-des-derzeit-mit-deutscher-hilfe-errichteten-akw-angra-3/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/07/24/reif-fur-die-insel-brasiliens-tropeninseln-bei-paraty-unweit-der-beiden-atomkraftwerke-angra-1-und-2-sowie-des-derzeit-mit-deutscher-hilfe-errichteten-akw-angra-3/</strong></a></p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Complexo_do_Alem%C3%A3o"><strong>http://de.wikipedia.org/wiki/Complexo_do_Alem%C3%A3o</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/07/chacinabarramansa12.jpg" alt="chacinabarramansa12.jpg" /></p>
<p><strong>Ausriß, Juli 2012, bei Rio de Janeiro. “Drei junge Männer      wurden mit Schüssen in den Kopf und in den Rücken exekutiert…Sie mußten      sich hinknien…”  </strong></p>
<p><strong>Brasiliens Kontraste: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/</strong></a></p>
<p><strong>Oded Grajew:”Die serienweisen Massen-Überfälle in Gebäuden,    Bars und Restaurants von Sao Paulo zeigen die dramatische Situation der    Gewalt in der Stadt…89 Prozent der Stadtbewohner fühlen sich hier  wenig   oder nicht sicher.”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/31/brasilien-fallt-auf-schweizer-ranking-fur-wettbewerbsfahigkeit-vom-44-auf-den-46-platz-zuruck/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/31/brasilien-fallt-auf-schweizer-ranking-fur-wettbewerbsfahigkeit-vom-44-auf-den-46-platz-zuruck/</strong></a></p>
<p><strong>Angesichts von immer mehr Vergewaltigungen  haben in 11    Teilstaats-Hauptstädten Brasiliens 73,8 Prozent die Todesstrafe oder    lebenslänglich für die Täter befürwortet. Gewalt-Forscher der Uni-Sao    Paulo stellten die entsprechende Studie u.a. in Rio de Janeiro, Belo    Horizonte, Porto Alegre, Salvador,  Fortaleza sowie Sao Paulo an.  </strong></p>
<p><strong>Foltern von Straftätern, Verdächtigen, zwecks    Beweisbeschaffung &#8211; hohe Zustimmungsrate: Laut Studie sind 47,5 Prozent    völlig oder in bestimmten Fällen dafür. </strong></p>
<p>Hintergrund:</p>
<h2>Brasiliens Menschenrechtslage in den Slums:  Weiter    Banditen-Diktatur selbst im “Complexo do Alemao” von Rio de  Janeiro &#8211;    bewaffnete Gangster verkaufen nach wie vor Drogen, trotz     Militärpräsenz, laut Landesmedien. Folter, Todesschwadronen,     Scheiterhaufen,Lynchen. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11792" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: , <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/complexo-do-alemao/" rel="tag">Complexo do Alemao</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/rio-de-janeiro/" rel="tag">Rio de Janeiro</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/rocinha/" rel="tag">Rocinha</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/slum-diktatur/" rel="tag">Slum-Diktatur</a></p>
<p><strong><a href="http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html">http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html</a></strong></p>
<p><strong>Wie es hieß, würden deshalb in der Region nun auch     Fallschirmjäger-Einheiten stationiert. In den letzten Monaten hätten     sich zudem Feuergefechte zwischen Banditenkommandos und Militärs     ereignet. Damit haben sich die Einschätzungen regierungsunabhängiger      sowie kirchlicher Menschenrechtsaktivisten bestätigt, die die  sogenannte    Besetzungsaktion des “Complexo do Alemao” als Farce  eingestuft  hatten.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/14/brasiliens-rocinha-besetzung-durch-armee-und-polizei-qualitatsmedien-erinnern-ironisch-daran-das-sich-1988-fast-das-gleiche-abspielteuma-guerra-com-gosto-de-deja-vu/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/14/brasiliens-rocinha-besetzung-durch-armee-und-polizei-qualitatsmedien-erinnern-ironisch-daran-das-sich-1988-fast-das-gleiche-abspielteuma-guerra-com-gosto-de-deja-vu/</strong></a></p>
<p><strong>Fotoserie zu Menschenrechten: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/">         http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/bosshartmpikinder.JPG" alt="bosshartmpikinder.JPG" /></p>
<p>Zeitungsausriß NZZ.</p>
<p><strong>“Bewaffnete Kinder waren zu Monatsanfang bei einer      Banditenaktion im  Slum Cavaleiro da Esperanca dabei, als fünfzig      Bewohner, vor allem  Frauen, zwecks Erniedrigung und Einschüchterung      gezwungen wurden, völlig  nackt durch den Slum zu      marschieren.”(Hintergrundtext)</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/foltertododiapastoralglobo.JPG" alt="foltertododiapastoralglobo.JPG" /></p>
<p><strong>“Jeden Tag wird in Brasilien gefoltert.” Ausriß</strong> <strong>2011</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/07/eu-lateinamerika-karibik-stiftung-startet-in-hamburg/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/07/eu-lateinamerika-karibik-stiftung-startet-in-hamburg/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/complexoalfolha2011.JPG" alt="complexoalfolha2011.JPG" /></p>
<p><strong>Ausriß, 28.August 2011.</strong></p>
<p><strong>Bislang fehlt im mitteleuropäischen Mainstream der Hinweis      auf den u.a. von Brasiliens größter Qualitätszeitung Folha de Sao  Paulo     gemeldeten Fakt der Drogenbanditen-Rückkehr in den Complexo do   Alemao.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/29/rio-de-janeiros-militar-zirkus-politik-feiert-sieg-gegen-nicht-vorhandene-feinde-der-slumregion-complexo-do-alemao-banditenkommandos-reichlich-zeit-zum-ruckzug-gelassen-wie-bei-uno-umweltg/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/29/rio-de-janeiros-militar-zirkus-politik-feiert-sieg-gegen-nicht-vorhandene-feinde-der-slumregion-complexo-do-alemao-banditenkommandos-reichlich-zeit-zum-ruckzug-gelassen-wie-bei-uno-umweltg/</strong></a></p>
<p><strong>Website-Quelle:</strong></p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jos%C3%A9_Murilo_de_Carvalho"><strong>http://de.wikipedia.org/wiki/Jos%C3%A9_Murilo_de_Carvalho</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/04/carvalhorio.jpg" alt="carvalhorio.jpg" /></p>
<p><strong>José Murilo de Carvalho, Rio de Janeiro. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/08/jose-murilo-de-carvalho-mitglied-der-brasilianischen-dichterakademie-fuhrender-historiker-brasiliens/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/08/jose-murilo-de-carvalho-mitglied-der-brasilianischen-dichterakademie-fuhrender-historiker-brasilien</a></strong></p>
<p><strong>Complexo do Alemao &#8211; Banditenrückkehr, florierender Drogenhandel:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/08/brasiliens-menschenrechtslageder-krieg-von-rio-neue-offensive-im-alemao-wie-brasiliens-qualitatsmedien-die-lage-in-der-zuckerhutmetropole-bewerten/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/08/brasiliens-menschenrechtslageder-krieg-von-rio-neue-offensive-im-alemao-wie-brasiliens-qualitatsmedien-die-lage-in-der-zuckerhutmetropole-bewerten/</strong></a></p>
<p><strong>Wie der BRIC-Staat China die Slums von Brasilien einstuft:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/25/nine-most-horrible-places-in-the-world-favela-slums-von-rio-de-janeiro-aus-sicht-des-bric-staats-china-subkultur-von-umweltzerstorung-armut-und-gangstern-cubatao-bei-sao-paulo-an-sieb/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/25/nine-most-horrible-places-in-the-world-favela-slums-von-rio-de-janeiro-aus-sicht-des-bric-staats-china-subkultur-von-umweltzerstorung-armut-und-gangstern-cubatao-bei-sao-paulo-an-sieb/</strong></a></p>
<p><strong>“Folter ohne Ende”:<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/">         http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/</a></strong></p>
<p><a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/demonstrationen-zum-tag-der-menschenrechte-id6150519.html"><strong>http://www.derwesten.de/nachrichten/demonstrationen-zum-tag-der-menschenrechte-id6150519.html</strong></a></p>
<p><strong>Scheiterhaufen:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/07/rogerio-reis-microwaves-microondas-fotoinstallation-uber-scheiterhaufen-brasiliens-vom-maison-de-la-europeenne-de-la-photographie-in-paris-angekauft/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/07/rogerio-reis-microwaves-microondas-fotoinstallation-uber-scheiterhaufen-brasiliens-vom-maison-de-la-europeenne-de-la-photographie-in-paris-angekauft/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/28/brasiliens-lynchpraktiken-neuester-fall-in-sao-pauloeine-feige-tat-digeane-alves-ehefrau-des-gelynchten-busfahrers/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/28/brasiliens-lynchpraktiken-neuester-fall-in-sao-pauloeine-feige-tat-digeane-alves-ehefrau-des-gelynchten-busfahrers/</strong></a></p>
<p><strong>“Brasilien ist eine <a href="http://www.brasilien-info.at/wirtschaft/index.html">Industriemacht</a>, die achtgrößte Wirtschaftsnation der Welt, modern und fortschrittlich.”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/  </strong></a></p>
<p><strong>“Progressive Regierung”.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/07/eu-lateinamerika-karibik-stiftung-startet-in-hamburg/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/07/eu-lateinamerika-karibik-stiftung-startet-in-hamburg/</strong></a></p>
<p><strong>“Wirtschaftsmacht der Zukunft”:</strong></p>
<p><a href="http://www.welt.de/dieweltbewegen/article13665169/Brasilien-ist-die-Wirtschaftsmacht-der-Zukunft.html"><strong>http://www.welt.de/dieweltbewegen/article13665169/Brasilien-ist-die-Wirtschaftsmacht-der-Zukunft.html</strong></a></p>
<p><strong>“Wirtschaftswunder unterm Zuckerhut”: <a href="http://www.welt.de/debatte/kolumnen/article13638342/Wirtschaftswunder-unterm-Zuckerhut.html"> http://www.welt.de/debatte/kolumnen/article13638342/Wirtschaftswunder-unterm-Zuckerhut.html</a></strong></p>
<p><strong>Die Menschenrechtslage:</strong> <strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/21/lula-kritiker-francisco-whitaker-trager-des-alternativen-nobelpreises-mitgrunder-des-weltsozialforums-katholischer-menschenrechtsaktivist/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/21/lula-kritiker-francisco-whitaker-trager-des-alternativen-nobelpreises-mitgrunder-des-weltsozialforums-katholischer-menschenrechtsaktivist/</a></strong></p>
<p><strong>“Es wird immer noch sehr viel gefoltert”:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/12/brasilienes-wird-immer-noch-sehr-viel-gefoltertdeutsche-petra-pfaller-aus-der-katholischen-gefangenenseelsorge-brasiliens-2011-uber-die-menschenrechtslage-unter-lula-rousseff/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/12/brasilienes-wird-immer-noch-sehr-viel-gefoltertdeutsche-petra-pfaller-aus-der-katholischen-gefangenenseelsorge-brasiliens-2011-uber-die-menschenrechtslage-unter-lula-rousseff/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/03/todesschwadronenglobocapa.JPG" alt="todesschwadronenglobocapa.JPG" /></p>
<p>Ausriß 2011.</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/09/internationaler-tag-der-menschenrechte-stichwort-brasilien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/09/internationaler-tag-der-menschenrechte-stichwort-brasilien/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/14/steinigen-im-iran-unter-ahmadinedschad-und-in-brasilien-unter-lula-lula-konnte-sich-uber-die-tatsache-beunruhigen-das-brasilien-zu-den-landern-gehort-in-denen-am-meisten-gelyncht-wird-jose/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/14/steinigen-im-iran-unter-ahmadinedschad-und-in-brasilien-unter-lula-lula-konnte-sich-uber-die-tatsache-beunruhigen-das-brasilien-zu-den-landern-gehort-in-denen-am-meisten-gelyncht-wird-jose/</strong></a></p>
<h2>Rousseff-Regierung straft wegen  Belo-Monte-Kritik die Organisation       Amerikanischer Staaten ab, zahlt  keine Beiträge mehr, laut       Landesmedien. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11742" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: , <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/belo-monte/" rel="tag">Belo Monte</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/dilma-rousseff/" rel="tag">Dilma Rousseff</a></p>
<p><strong>Laut Brasiliens Landesmedien zahlt die  Rousseff-Regierung       seit April die fällige Quote von 6,5 Million Dollar  nicht, was die       Organisation zu drastischen Einsparungen, darunter  Entlassungen   zwinge.     Die Interamerikanische Menschenrechtskommission der    Organisation    hatte  von der Rousseff-Regierung den Stopp des Baus des        Amazonas-Wasserkraftwerks “Belo Monte” verlangt. Die Rede ist von        “Repressalien Brasiliens” gegen die Organisation Amerikanischer   Staaten.      </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/23/brasiliens-amazonas-staudammprojekt-belo-monte-protestvideo-von-schauspielern-anklicken/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/23/brasiliens-amazonas-staudammprojekt-belo-monte-protestvideo-von-schauspielern-anklicken/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/04/brasiliens-staatschefin-dilma-rousseff-erhalt-im-ausland-ebensoviel-lob-wie-zuvor-lula-analysieren-die-landesmedien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/04/brasiliens-staatschefin-dilma-rousseff-erhalt-im-ausland-ebensoviel-lob-wie-zuvor-lula-analysieren-die-landesmedien/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.bpb.de/publikationen/JU16H0,0,Vom_Umgang_mit_der_Diktaturvergangenheit.html"><strong>http://www.bpb.de/publikationen/JU16H0,0,Vom_Umgang_mit_der_Diktaturvergangenheit.html</strong></a></p>
<p><strong>Folter in der größten Demokratie Lateinamerikas:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/luladilma6.JPG" alt="luladilma6.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/01/brasilien-flog-aus-landergruppe-die-aids-infizierte-am-besten-betreut-laut-landesmedien-nur-zwischen-60-und-79-der-hiv-patienten-werden-behandelt/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/01/brasilien-flog-aus-landergruppe-die-aids-infizierte-am-besten-betreut-laut-landesmedien-nur-zwischen-60-und-79-der-hiv-patienten-werden-behandelt/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/03/brasiliens-crack-epidemie-unter-der-rousseff-regierung-wie-crack-wirktverkehrsumleitung-wegen-offener-crack-szene-die-strasen-total-verstopft-in-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/03/brasiliens-crack-epidemie-unter-der-rousseff-regierung-wie-crack-wirktverkehrsumleitung-wegen-offener-crack-szene-die-strasen-total-verstopft-in-sao-paulo/</strong></a></p>
<p>Manche Medien berichten über Brasiliens gravierende Menschenrechtslage &#8211; andere nicht.</p>
<h2>“Die Zensur gibt nie auf.” “The censorship never gives up.” Zensur heute &#8211; auch dank Google relativ leicht zu entdecken. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11489" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/zensur-heute/" rel="tag"> </a></p>
<p>The best of non-profit advertising and marketing for social causes</p>
<p><img src="http://osocio.org/images/zwpx.gif" /></p>
<h1><a href="http://osocio.org/message/the_censorship_never_gives_up/">The censorship never gives up</a></h1>
<p>Posted by <a href="http://osocio.org/index.php?ACT=19&amp;result_path=search/results&amp;mbr=2" title="Show all entries from Marc">Marc</a> | 12-05-2008 23:21 | Category: <a href="http://osocio.org/category/human_rights/" title="Show all entries in the category Human rights">Human rights</a>, <a href="http://osocio.org/category/media/" title="Show all entries in the category Media">Media</a></p>
<p><a href="http://osocio.org/images/uploads/censura2_thumb.jpg"><img src="http://osocio.org/images/uploads/censura2_thumb.jpg" alt="image" height="646" width="468" /></a></p>
<p>Two ads from Associação Brasileira de imprensa, the Brazilian press organisation.<br />
Copy: “A censura nunca desiste. Ela sempre volta disfarçada. 3 de Maio Dia Mundial da Liberdade de Imprensa.”<br />
“The censorship never gives up. It always return disguised. 3th of May, world day for the freedom of press.”</p>
<p>I have seen more censorship ads from Brazil in the past. What going on? Is censorship a big problem in Brazil?</p>
<p><a href="http://osocio.org/images/uploads/censura1_thumb.jpg"><img src="http://osocio.org/images/uploads/censura1_thumb.jpg" alt="image" height="646" width="468" /></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/09/mentetododiasp.jpg" alt="mentetododiasp.jpg" /><br />
<strong>”Leider sind es nicht mehr so viele, die die ganze Wahrheit         wissen wollen. Man biegt sehr schnell ab, um bei seiner Meinung   bleiben       zu können &#8211; und bei den als angenehm empfundenen Lösungen.   Ich  habe      mir angewöhnt, Leute danach zu beurteilen: Wieviel   Wahrheit  erträgt      jemand?” Deutscher Menschenrechtsbeauftragter   Günter Nooke  im      Website-Interview 2009.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/18/matices-medien-staat-und-gesellschaft-in-lateinamerika-anklicken/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/18/matices-medien-staat-und-gesellschaft-in-lateinamerika-ankli</strong></a></p>
<p><strong>Pedro Herz, jüdischer Besitzer der größten brasilianischen        Buchkaufhauskette “Livraria Cultura” bedrückt 2011, daß der größte    Teil     der Brasilianer wegen des immer schlechteren Schulsystems    garnicht     verstehe, was er lese. “Die Leute können nicht mal einen    kleinen Text     lesen und wiedergeben, kapieren den Text nicht &#8211; und    das ist     grauenhaft.” Der Kulturverlust, die Medienkrise schreite    fort &#8211; ob in     Brasilien oder im Rest der Welt. “Alle träumen von der    erlebten     Vergangenheit, weil das Heute reizlos, enttäuschend ist.”</strong></p>
<h2>Friedensnobelpreisträger Barack Obama redet  in Scheiterhaufen-Stadt     Rio de Janeiro. Brasiliens Filmemacher José  Padilha thematisierte    Rios  Scheiterhaufen in Filmen von zwei Berlinalen &#8211;  kaum Reaktionen    aus der  Gutmenschenszene…Eine Welt, Universalität der  Menschenrechte.    Marcelo  Yuka und der Scheiterhaufen-Song… <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=8948" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: , <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/barack-obama/" rel="tag">Barack Obama</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/marcelo-yuka/" rel="tag">Marcelo Yuka</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/menschenrechte-heute/" rel="tag">Menschenrechte heute</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/rio-de-janeiro/" rel="tag">Rio de Janeiro</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/scheiterhaufen/" rel="tag">Scheiterhaufen</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/03/microondaspensionista.jpg" alt="microondaspensionista.jpg" /></p>
<p><strong>Weibliches Scheiterhaufen-Opfer in Rio de Janeiro aus der Lula-Rousseff-Regierungszeit, Zeitungsausriß. </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/16/scheiterhaufenstadt-rio-de-janeiro-der-grausame-tod-einer-48-jahrigen-frau-in-der-microondas-laut-lokalzeitung/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/16/scheiterhaufenstadt-rio-de-janeiro-der-grausame-tod-einer-48-jahrigen-frau-in-der-microondas-laut-lokalzeitung/</a></p>
<p><strong>Filmemacher José Padilha zeigte im Streifen “Tropa de Elite”      erstmals die in Rio de Janeiro zwecks Einschüchterung von    Slumbewohnern   übliche, mittelalterlich-archaische Tötungsmethode &#8211; und    gewann den   Berlinale-Hauptpreis.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/15/dr-claudio-guimaraes-dos-santos-mediziner-therapeut-schriftsteller-sprachwissenschaftler-publizist-unter-den-wichtigsten-denkern-brasilien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/15/dr-claudio-guimaraes-dos-santos-mediziner-therapeut-schriftsteller-sprachwissenschaftler-publizist-unter-den-wichtigsten-denkern-brasilien/</a></p>
<p><strong>“Diese Akte der Barbarei sind ein solcher Rückschritt im      zivilisatorischen Prozess, dass viele Leute den Tatsachen nicht ins Auge      sehen, dies alles nicht wahrhaben wollen. Ich sehe da auch viel      Scheinheiligkeit. Über diese grausamen Menschenrechtsverletzungen muss      man diskutieren &#8211; doch just dies ist nicht erwünscht. Der Staat hat      sämtliche Machtmittel, um diese Barbarei sofort zu beenden, doch  dazu     fehlt politischer Wille.” Rio de Janeiros Fotograf Rogerio Reis<br />
</strong></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/668242/">http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/668242/</a></p>
<p><strong>Theaterstück über Scheiterhaufen von Rio de Janeiro:</strong>  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/29/brasiliens-scheiterhaufen-erstmals-in-einer-anklagenden-inszenierung-der-scheiterhaufenstadt-rio-de-janeiro-zu-sehen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/29/brasiliens-scheiterhaufen-erstmals-in-einer-anklagenden-inszenierung-der-scheiterhaufenstadt-rio-de-janeiro-zu-sehen/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/03/microondasklein1.jpg" alt="microondasklein1.jpg" /></p>
<p><strong>Scheiterhaufen-Szene aus Berlinale-Gewinner “Tropa de Elite” von Rio de Janeiros Filmemacher José Padilha.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/07/rogerio-reis-microwaves-microondas-fotoinstallation-uber-scheiterhaufen-brasiliens-vom-maison-de-la-europeenne-de-la-photographie-in-paris-angekauft/"><strong>Fotinstallation von Rogerio Reis über Scheiterhaufen im “Maison de la europeenne de la Photographie”(Paris): </strong>           http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/07/rogerio-reis-microwaves-microondas-fotoinstallation-uber-scheiterhaufen-brasiliens-vom-maison-de-la-europeenne-de-la-photographie-in-paris-angekauft/</a></p>
<p><strong>In dem auf der Berlinale 2011 gezeigten, sehr      dokumentarischen Nachfolge-Film “Tropa de Elite” ist wiederum eine      Scheiterhaufenszene aus Rio de Janeiro zu sehen. Wahrnehmbare, gar      offizielle Proteste gegen diese Praxis in Lateinamerikas größter      Demokratie sind zur Enttäuschung vieler brasilianischer      Menschenrechtsaktivisten indessen bisher ausgeblieben. Nun besteht die      Möglichkeit, daß Barack Obama angesichts stets betonter      Menschenrechts-Werte reagiert.</strong>  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/15/barack-obama-redet-kommenden-sonntag-auf-protest-platz-von-rio-de-janeiro-in-cinelandia/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/15/barack-obama-redet-kommenden-sonntag-auf-protest-platz-von-rio-de-janeiro-in-cinelandia/</a></p>
<p><strong>Nicht wenige Mainstream-Medien verzichten konsequent darauf,      Brasiliens gängige Scheiterhaufen-Praxis auch nur zu erwähnen &#8211;     gleiches  gilt für die Anti-Scheiterhaufen-Proteste an der Copacabana.     Steht  darüber was in den Rio-Reiseführern? </strong></p>
<p><strong>Auf dem UNO-Index für menschliche Entwicklung von 2010 stehen      die USA unter Barack Obama auf dem 4. Platz, Brasilien unter Lula   auf    dem 73. Platz. </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/17/brasilien-auf-britischem-welt-demokratie-index-vom-41-auf-47-platz-zuruckgefallen-economist-intelligence-unit/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/17/brasilien-auf-britischem-welt-demokratie-index-vom-41-auf-47-platz-zuruckgefallen-economist-intelligence-unit/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/03/tropa2scheiterhaufen.JPG" alt="tropa2scheiterhaufen.JPG" /></p>
<p><strong>Scheiterhaufenszene aus “Tropa de Elite 2?, 2011 auf der Berlinale gezeigt. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/08/tropa-de-elite-2-noch-dokumentarischer-als-der-berlinale-gewinner-landeskunde-pur-uber-das-heutige-brasilien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/08/tropa-de-elite-2-noch-dokumentarischer-als-der-berlinale-gewinner-landeskunde-pur-uber-das-heutige-brasilien/</a></p>
<p><strong>Gerichtsmedizinerin:</strong>  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/20/rio-de-janeiros-scheiterhaufenmicroondas-und-die-gerichtsmedizinerin-antonieta-campos-xavier-verkohlte-leichen-sadismus-vergleiche-mit-sydney/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/20/rio-de-janeiros-scheiterhaufenmicroondas-und-die-gerichtsmedizinerin-antonieta-campos-xavier-verkohlte-leichen-sadismus-vergleiche-mit-sydney/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/03/scheiterhaufencopaprotest.JPG" alt="scheiterhaufencopaprotest.JPG" /></p>
<p><strong>Zeitungsausriß: Bürgerrechtler und Systemkritiker      protestieren an der Copacabana gegen Scheiterhaufen &#8211; Null Interesse in      Ländern wie Deutschland. </strong><a href="http://www.riodepaz.org.br/mutimidia_clipping/fotos/manifestacoes/08_12_09/08_12_09.html">http://www.riodepaz.org.br/mutimidia_clipping/fotos/manifestacoes/08_12_09/08_12_09.html</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/"><strong>Fotoserie, Rio de Janeiro:</strong>           http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</a></p>
<p><strong>Menschenrechtsanwalt Bruno Alves de Souza präsentierte Fotos      über Brasiliens Gefängnis-Horror vor dem UNO-Menschenrechtsrat in    Genf:</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/08/brasiliens-menschenrechtsanwalt-bruno-alves-de-souza-toledo-ebenso-wie-amazonasbischof-erwin-krautler-trager-des-alternativen-nobelpreises-wegen-morddrohungen-standig-unter-polizeischutz/">           http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/08/brasiliens-menschenrechtsanwalt-bruno-alves-de-souza-toledo-ebenso-wie-amazonasbischof-erwin-krautler-trager-des-alternativen-nobelpreises-wegen-morddrohungen-standig-unter-polizeischutz/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/17/der-dunkelhautige-barack-obama-und-der-alltagliche-rassismus-im-besuchsland-brasilien-bestimmte-erwartungen-brasilien-ist-das-rassistischste-land-der-erdemauricio-pestana-sao-paulo/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/17/der-dunkelhautige-barack-obama-und-der-alltagliche-rassismus-im-besuchsland-brasilien-bestimmte-erwartungen-brasilien-ist-das-rassistischste-land-der-erdemauricio-pestana-sao-paulo/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/18/im-complexo-do-alemao-geschah-eine-raubzug-operation-dutzende-von-reportern-und-kameraleuten-waren-dort-doch-dies-entging-ihrer-beobachtung-o-estado-de-sao-paulo-kritik-an-unkritischer-hurra/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/18/im-complexo-do-alemao-geschah-eine-raubzug-operation-dutzende-von-reportern-und-kameraleuten-waren-dort-doch-dies-entging-ihrer-beobachtung-o-estado-de-sao-paulo-kritik-an-unkritischer-hurra/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/12/ein-guter-freund-und-langjahriger-nachbar-theaterregisseur-vicente-maiolino-in-rio-de-janeiro-bergstadtteil-santa-teresa-durch-12-schusse-getotet-kein-hinweis-auf-tater/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/12/ein-guter-freund-und-langjahriger-nachbar-theaterregisseur-vicente-maiolino-in-rio-de-janeiro-bergstadtteil-santa-teresa-durch-12-schusse-getotet-kein-hinweis-auf-tater/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/07/sehnsucht-und-realitat-brasilien-nach-der-lula-ara-zundfunk-generator-br2/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/07/sehnsucht-und-realitat-brasilien-nach-der-lula-ara-zundfunk-generator-br2/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/03/scheiterhaufencopaprotest2.JPG" alt="sc&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;b&gt;System-und Regierungskritiker Marcelo Yuka und der Scheiterhaufen-Song: &lt;/b&gt; &lt;a mce_thref=" /></p>
<p><strong>Copacabana-Protest gegen Scheiterhaufen. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/11/der-brasilianische-musiker-und-poet-marcelo-yuka1/"><strong>Systemkritiker und Musiker Marcelo Yuka:</strong> http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/11/der-brasilianische-musiker-und-poet-marcelo-yuka1/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/03/scheiterhaufencopaprotest3.JPG" alt="scheiterhaufencopaprotest3.JPG" /></p>
<p><strong>Anti-Scheiterhaufen-Protest an der Copacabana: “Wo sind unsere Toten?”. Zeitungsausriß. </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/22/prof-dr-marcus-mazzari-prasident-der-goethe-gesellschaft-brasiliens-associacao-goethe-do-brasil-gesichter-brasiliens/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/22/prof-dr-marcus-mazzari-prasident-der-goethe-gesellschaft-brasiliens-associacao-goethe-do-brasil-gesichter-brasiliens/</a></p>
<p><strong>“Das Leben in Brasilien ist leicht und unbeschwert. Probieren Sie es selbst.” Deutschsprachige Tourismuspropaganda </strong></p>
<p><strong>Vom Umgang mit der Diktaturvergangenheit:</strong>  <a href="http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html">http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html</a></p>
<p><strong>Obama und Brasiliens Schwarze &#8211; Franziskaner David Santos, EDUCAFRO:  </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/18/obama-und-brasiliens-schwarze-hohe-erwartungen-laut-franziskaner-frei-david-santos-leiter-von-educafro-brasiliens-gravierender-rassismus-brasilien-ist-das-rassistischste-land/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/18/obama-und-brasiliens-schwarze-hohe-erwartungen-laut-franziskaner-frei-david-santos-leiter-von-educafro-brasiliens-gravierender-rassismus-brasilien-ist-das-rassistischste-land/</a></p>
<p><strong>Arbeiterpartei-Flügel ruft zu Anti-Obama-Protesten auf:  </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/18/barack-obama-in-brasilien-flugel-von-lulas-arbeiterparteipt-verurteilt-drohung-mit-libyen-invasion-sowie-krieg-in-afganistan-und-im-irak-wie-bei-bush-visite-2007-pt-teilnahme-an-protestaktione/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/18/barack-obama-in-brasilien-flugel-von-lulas-arbeiterparteipt-verurteilt-drohung-mit-libyen-invasion-sowie-krieg-in-afganistan-und-im-irak-wie-bei-bush-visite-2007-pt-teilnahme-an-protestaktione/</a></p>
<p><strong>Brasiliens große Atommeiler-Pläne:</strong>  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/02/brasiliens-rousseff-regierung-will-etwa-50-atomkraftwerke-bauen-anti-atom-filmfestival-in-rio-de-janeiro-und-sao-paulo-von-norbert-suchanek-organisiert/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/02/brasiliens-rousseff-regierung-will-etwa-50-atomkraftwerke-bauen-anti-atom-filmfestival-in-rio-de-janeiro-und-sao-paulo-von-norbert-suchanek-organisiert/</a></p>
<p><a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/schweiz/der_untergang_der_alten_medien-schweiz_1.2055912.html">http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/schweiz/der_untergang_der_alten_medien-schweiz_1.2055912.html</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/16/brascri-in-der-schweiz-und-in-brasilien-hilfe-fur-kinder-jugendliche-und-familien-des-tropenlandes/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/16/brascri-in-der-schweiz-und-in-brasilien-hilfe-fur-kinder-jugendliche-und-familien-des-tropenlandes/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/26/was-gut-ist-stellen-wir-gros-heraus-was-schlecht-ist-verstecken-wir-rubens-ricupero-brasilianischer-politiker-ex-finanzminister-karrierediplomat-vertreter-brasiliens-in-uno-organisationen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/26/was-gut-ist-stellen-wir-gros-heraus-was-schlecht-ist-verstecken-wir-rubens-ricupero-brasilianischer-politiker-ex-finanzminister-karrierediplomat-vertreter-brasiliens-in-uno-organisationen/</a></p>
<p><strong>Wikileaks zu den Beziehungen zwischen den USA und Brasilien:      Die  Folha de Sao Paulo berichtete 2011 unter der Überschrift     “Brasilien   fehlt Reife, sagen die USA” über     US-Diplomateneinschätzungen aus  Brasila  von 2004 bis 2010. Brasilien     sei noch nicht ausreichend reif,  um ein  Global Player  zu sein und     müsse von den USA bestärkt werden,   Verantwortung zu übernehmen,     schreibt das Blatt über die Forderung   Brasilias nach einem ständigen     Sitz im UN-Sicherheitsrat. Die USA,   welche in den Irak militärisch     ohne Erlaubnis des Sicherheitsrats   eindrangen, wollten keine Reform     dieses Gremiums. Die Qualitätszeitung   “O Globo” zitiert zudem     US-Einschätzungen, wonach die brasilianische   Regierung nicht die     geringste Ahnung von den tatsächlichen Vorgängen im   Nahen Osten habe.     Die Positionen Brasilia zur Lage in dieser Region   seien “naiv”,     Brasilien sei nicht vertrauenswürdig. “Die Dokumente   zeigen ein klares     Ressentiment der USA gegenüber Brasilien.” Ein   Großteil der     außenpolitischen Elite Brasiliens bleibe vorsichtig und   mißtrauisch     gegenüber denUSA. Ein eigenes Atom-U-Boot würde die   Sicherheit     Brasiliens nicht verbessern, aber als zweifelhafter Impuls   für den     nationalen Machismus dienen”, zitiert die Zeitung weiter aus       US-Botschaftertelegrammen.</strong></p>
<p><a href="http://www.abertdf.com/site/index.php?/clipping/clipping-2011/midia-estrangeira-contribuiu-para-a-imagem-positiva-do-brasil-no-exterior.html">Mídia estrangeira contribuiu para a imagem positiva do Brasil no exterior </a></p>
<p><img src="http://c/DOCUME%7E1/USER/CONFIG%7E1/Temp/msohtml1/01/clip_image001.gif" alt="Atenção, abrir em uma nova janela." height="1" width="1" border="0" /><a href="http://www.abertdf.com/site/index.php?/pdf/clipping/clipping-2011/midia-estrangeira-contribuiu-para-a-imagem-positiva-do-brasil-no-exterior.pdf" title="PDF"><img src="http://c/DOCUME%7E1/USER/CONFIG%7E1/Temp/msohtml1/01/clip_image002.gif" alt="PDF" height="16" width="16" border="0" /></a><a href="http://www.abertdf.com/site/index.php?/clipping/clipping-2011/midia-estrangeira-contribuiu-para-a-imagem-positiva-do-brasil-no-exterior/Imprimir.html" title="Imprimir"><img src="http://c/DOCUME%7E1/USER/CONFIG%7E1/Temp/msohtml1/01/clip_image003.gif" alt="Imprimir" height="16" width="16" border="0" /></a><a href="http://www.abertdf.com/site/index.php?/component/option,com_mailto/link,aHR0cDovL3d3dy5hYmVydGRmLmNvbS9zaXRlL2luZGV4LnBocD8vY2xpcHBpbmcvY2xpcHBpbmctMjAxMS9taWRpYS1lc3RyYW5nZWlyYS1jb250cmlidWl1LXBhcmEtYS1pbWFnZW0tcG9zaXRpdmEtZG8tYnJhc2lsLW5vLWV4dGVyaW9yLmh0bWw=/tmpl,component/" title="E-mail"><img src="http://c/DOCUME%7E1/USER/CONFIG%7E1/Temp/msohtml1/01/clip_image004.gif" alt="E-mail" height="16" width="16" border="0" /></a></p>
<p>Qui, 10 de Março de 2011 10:03</p>
<p><a href="http://www.abertdf.com/site/index.php?/Table/Clipping/">Clipping </a>- <a href="http://www.abertdf.com/site/index.php?/Table/clipping/clipping-2011/">Clipping 2011 </a></p>
<p>Portal Imprensa<br />
Últimas Notícias &#8211; Mídia</p>
<p>Publicado em: 09/03/2011<br />
Por Luiz Gustavo Pacete/Redação Revista IMPRENSA</p>
<p>Pesquisa encomendada pela emissora britânica BBC ao Instituto de      Pesquisas GlobeScan e ao Programa de Atitudes em Política Internacional      da Universidade de Maryland (EUA), apontou que a popularidade e a     imagem  positiva do Brasil no mundo aumentou de 40% para 49% entre o     final de  2010 e inicio de 2011.</p>
<p>A pesquisa avaliou a imagem de 16 países mais a União Europeia nesse      período. Foram ouvidas 28 mil pessoas em 27 países. O Brasil foi o     único  país que cresceu nove pontos ficando com a 7º posição, uma a     frente dos  Estados Unidos. A África do Sul cresceu de 35% para 42% por     conta do  espaço que teve na mídia em função da Copa do Mundo.</p>
<p>Segundo a pesquisa, entre os fatores que contribuíram para o      desempenho do Brasil na pesquisa estão o desempenho econômico do país no      governo Lula, o fortalecimento da política externa e a transição      democrática de governo em 2011. Todos temas amplamente divulgados pela      imprensa internacional.</p>
<p>Já em 2009, um levantamento da CDN Análise &amp; Tendências apontava      que somente 15% das matérias publicadas sobre o Brasil no exterior      possuíam viés negativo. O levantamento, contratado pela Secretária de      Comunicação Social (Secom), identificou que nos 49 principais  veículos     internacionais o destaque para o Brasil já era positivo.</p>
<p>Presença dos correspondentes<br />
A presença de correspondentes estrangeiros no Brasil foi fundamental      para a repercussão positiva da imagem do país na imprensa mundial. Em      2001, no governo Fernando Henrique Cardoso, estavam registrados 200      correspondentes no país. Atualmente o número de jornalistas  estrangeiros     ultrapassa 420. Chantal Rayes, dos jornais Liberation  (França) e Le     Temps (Suíça), chegou ao Brasil nesta época. “Antes de  me transferir  do    Líbano para o Brasil, em 2001, políticos me diziam  ‘boa sorte, vai   ser   difícil emplacar matérias por lá”, lembra.</p>
<p>O repórter da revista econômica alemã Wirtschafts Woche, Alexander      Busch, comenta que apesar de o interesse pelo Brasil ter aumentado ele      ainda não vê tantas demandas. “Acho que especificamente em relação à      Alemanha o interesse pelo Brasil precisa crescer. Vejo que outras   pautas    são prioritárias como China, por exemplo,”. Para o   correspondente da    agência Ansa, Dario Pignotti, a figura do   ex-presidente Lula foi    fundamental para a exposição. “Ele, sem   dúvida, era pauta para a maioria    dos veículos”, diz.</p>
<p>Apesar do carisma de Lula, a relação entre o Itamaraty e os      jornalistas foi fundamental para acolher e fornecer estrutura adequada à      mídia internacional. Na matéria “Imagem em Construção” da edição de      janeiro/fevereiro, (número 264), a revista IMPRENSA ouviu um grupo  de   13   correspondentes estrangeiros no Brasil. Os jornalistas  apontaram    pontos  positivos e negativos no governo Lula em relação ao  tratamento    dado à  imprensa estrangeira (veja quadro abaixo).</p>
<p>Com o início do governo Dilma, resta saber o que mudará no      relacionamento com a imprensa e de que forma isso pode refletir na      imagem do Brasil no exterior. Os últimos anos já mostraram a influência e      a importância que essa relação pode ter para o país.</p>
<h2>“The Massacre of Pacheco Fernandes”:  US-Anthropologe James Holston     über das Massaker an Bauarbeitern von  Brasilia, in “The modernist     City”, 1989, 369 Seiten. “The worst food  riot”. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=4297" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: , <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/art-das-kunstmagazin/" rel="tag">Art Das Kunstmagazin</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasilia/" rel="tag">Brasilia</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/james-holston/" rel="tag">James Holston</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/massaker-an-bauarbeitern/" rel="tag">Massaker an Bauarbeitern</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/oscar-niemeyer/" rel="tag">Oscar Niemeyer</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/the-modernist-city/" rel="tag">The modernist city</a></p>
<p><strong>Holston schreibt in seinem Standardwerk über  Brasilia:”The     worst food riot occurred on the Sunday night of carnaval  in 1959. It     became known as the Massacre of Pacheco Fernandes after the      construction company in whoose canteen it occurred. The security forces      responded by machine-gunning an unknown number of men(perhaps one,      perhaps forty)who were hastily buried in an unmarked grave somewhere  in     the cerrado around Planaltina according to unofficial  reports(Jornal   do   Brasil, 18.February 1968). Many workers felt  aggrieved enough to    attend  meetings of the association of  construction workers to condemn    the  action.”</strong></p>
<p><strong>Laut Holston gabe es kein “official inquest”.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/17/oscar-niemeyer-und-das-massaker-an-bauarbeitern-von-brasilia-youtube-anklicken-dokfilmer-vladimir-carvalho-bringt-niemeyer-in-bedrangnis/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/17/oscar-niemeyer-und-das-massaker-an-bauarbeitern-von-brasilia-youtube-anklicken-dokfilmer-vladimir-carvalho-bringt-niemeyer-in-bedrangnis/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/18/oscar-niemeyer-das-leben-ist-ein-hauch-video-zu-kaufen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/18/oscar-niemeyer-das-leben-ist-ein-hauch-video-zu-kaufen/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/14/art-das-kunstmagazin-uber-oscar-niemeyer-das-leben-ist-ein-hauch/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/14/art-das-kunstmagazin-uber-oscar-niemeyer-das-leben-ist-ein-hauch/</a></p>
<h2>Brasiliens Crack-Epidemie unter der  Rousseff-Regierung. Wie Crack     wirkt…Verkehrsumleitung wegen offener  Crack-Szene, die Straßen total     verstopft in Sao Paulo. Franziskaner Hans  Stapel. Adveniat in Sao     Paulo. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11726" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/crack-in-brasilien/" rel="tag">Crack in Brasilien</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/crackpaarhelvetia.JPG" alt="crackpaarhelvetia.JPG" /></p>
<p><strong>Zwei Crack-Süchtige, laut brasilianischen Augenzeugen, vor      Bahnhofseingang, Dezember 2011, nahe der Kulturbehörde des Teilstaats      Sao Paulo.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/15/brasiliens-wachstumsbranche-crack-business-in-sao-paulo-werden-deshalb-sogar-buslinien-verlegt-anklicken-neoliberaler-wertewandel/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/15/brasiliens-wachstumsbranche-crack-business-in-sao-paulo-werden-deshalb-sogar-buslinien-verlegt-anklicken-neoliberaler-wertewandel/</strong></a></p>
<p><strong>Landesmedien zum Dezember-Anti-Crack-Programm der      Rousseff-Regierung: “Das selbe Programm wurde bereits 2010 verkündet &#8211;      lediglich mit Wahl-Absichten.”(O Globo)</strong></p>
<p><strong>Franziskaner Hans Stapel: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/15/franziskanerpater-hans-stapel-aus-paderborn-in-alagoas-piaui-und-ceara-weihte-er-jetzt-drei-weitere-fazendas-der-hoffnung-fur-drogensuchtige-ein-weltweit-bereits-60/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/15/franziskanerpater-hans-stapel-aus-paderborn-in-alagoas-piaui-und-ceara-weihte-er-jetzt-drei-weitere-fazendas-der-hoffnung-fur-drogensuchtige-ein-weltweit-bereits-60/</strong></a></p>
<p><strong>Lateinamerikas teure Lebensmittel &#8211; Preissteigerungen um 40 Prozent in den letzten vier Jahren &#8211; Gefahr für Hungerbekämpfung:</strong> <a href="http://exame.abril.com.br/economia/mundo/noticias/precos-dos-alimentos-na-america-latina-sobem-40-em-4-anos--2"><strong>http://exame.abril.com.br/economia/mundo/noticias/precos-dos-alimentos-na-america-latina-sobem-40-em-4-anos–2</strong></a></p>
<p><strong>Adveniat in Sao Paulo:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/</strong></a></p>
<h2>Brasiliens Slums, die Krise, die  Korruptionsfolgen. “Für die 22      Milliarden abgezweigten Euro könnten laut  Industriellenverband FIESP      u.a. 918000 einfache Behausungen für  Geringverdiener gebaut werden.”      Brasiliens hohe Auslandsschulden. “Lupi  fica e etica sai.”(O  Globo) <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11706" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-slums/" rel="tag"> </a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/18/brasiliens-korruption-unter-lula-rousseff-laut-fiesp-2010-uber-22-milliarden-euro-vom-staat-abgezweigt-geld-des-steuerzahlers/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/18/brasiliens-korruption-unter-lula-rousseff-laut-fiesp-2010-uber-22-milliarden-euro-vom-staat-abgezweigt-geld-des-steuerzahlers/</strong></a></p>
<h2>Brasiliens Korruption unter Lula-Rousseff:  Laut FIESP 2010 über 22       Milliarden Euro vom Staat abgezweigt, Geld des  Steuerzahlers.       Finanzminister Mantega hatte 5,5 Prozent Wachstum für  2011 als       realistisch bezeichnet &#8211; jetzt liegt die Voraussage nur noch  bei 3,7       Prozent. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=10436" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/01/brasiliens-korruptionskrise-staatschefin-rousseff-halt-schwer-belasteten-arbeitsminister-carlos-lupi-im-amt-trotz-entlassungsempfehlung-der-ethikkommission-rousseffs-erstes-amtsjahr-resultate/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/01/brasiliens-korruptionskrise-staatschefin-rousseff-halt-schwer-belasteten-arbeitsminister-carlos-lupi-im-amt-trotz-entlassungsempfehlung-der-ethikkommission-rousseffs-erstes-amtsjahr-resultate/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.adveniat.de/blog/?p=960"><strong>http://www.adveniat.de/blog/?p=960</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/11/slumkloakesp1.JPG" alt="slumkloakesp1.JPG" /></p>
<p><strong>(Der soziale Aufstieg von Lula:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/04/lula-bekommt-500000-dollar-von-lg-fur-vortrag-in-sudkorea-laut-brasilianischen-landesmedien-uber-eine-million-dollar-damit-vier-monate-nach-ende-der-amtszeit-kassiert-laut-kalkulation-von-parte/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/04/lula-bekommt-500000-dollar-von-lg-fur-vortrag-in-sudkorea-laut-brasilianischen-landesmedien-uber-eine-million-dollar-damit-vier-monate-nach-ende-der-amtszeit-kassiert-laut-kalkulation-von-parte/)</strong></a></p>
<p><strong>(Slum über Kloake in Sao Paulo 2011. “Krise &#8211; was denn für eine Krise?”)</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/25/brasiliens-bischof-angelico-sandalo-bernardino-zur-politischen-krise-des-landes-zu-rechtsungleichheit-und-slums/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/25/brasiliens-bischof-angelico-sandalo-bernardino-zur-politischen-krise-des-landes-zu-rechtsungleichheit-und-slums/</strong></a></p>
<p><strong>Wie die FIESP in einer neuen Studie konstatiert,  ist dies       mehr, als die Regierung jährlich für die Infrastruktur  Brasiliens       ausgibt. Laut José Ricardo Roriz Coelho, FIESP-Direktor für        Wettbewerbsfähigkeit und Technologie, verteuert Korruption auch        staatliche Vorhaben, da Probleme geschaffen werden, die den Fortgang        verzögern, Zusatzkosten verursachen &#8211; um Hindernisse aufzuheben, muß        dann illegal zugezahlt werden. </strong></p>
<p><strong>“Die Welt”: </strong> <a href="http://www.welt.de/dieweltbewegen/article13665169/Brasilien-ist-die-Wirtschaftsmacht-der-Zukunft.html"><strong>http://www.welt.de/dieweltbewegen/article13665169/Brasilien-ist-die-Wirtschaftsmacht-der-Zukunft.html</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach26.JPG" alt="cach26.JPG" /></p>
<p><strong>Laut FIESP handelt es sich um eine niedrige Schätzung &#8211;        denkbar wäre indessen durchaus ein um etwa ein Drittel höherer Betrag,        2,3 Prozent des Bruttosozialprodukts.</strong></p>
<p><strong>Für die 22 Milliarden abgezweigten Euro könnten laut FIESP        u.a. 918000 einfache Behausungen für Geringverdiener gebaut werden  &#8211;        58000 Schulen, 78 Flughäfen, 21000 Kilometer Schiene(derzeit  hat       Brasilien nur 28000 Kilometer, Deutschland 38000 Kilometer). </strong></p>
<p><strong>Auslandsschulden:<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/02/hochverschuldetes-brasilien-bietet-eu-wegen-krise-erneut-finanzhilfe-an-iwf-chefin-christine-lagarde-und-finanzminister-guido-mantega/">               http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/02/hochverschuldetes-brasilien-bietet-eu-wegen-krise-erneut-finanzhilfe-an-iwf-chefin-christine-lagarde-und-finanzminister-guido-mantega/</a></strong></p>
<p><strong>ThyssenKrupp in Rio:</strong><br />
<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/02/thyssenkrupp-in-rio-de-janeiro-stahlkonzern-gesteht-erst-jetzt-ein-was-selbst-laien-bereits-vor-baubeginn-wustenkatholische-kirche-brasiliens-kritisierte-das-stahlwert-katholische-kirche-deutsc/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/02/thyssenkrupp-in-rio-de-janeiro-stahlkonzern-gesteht-erst-jetzt-ein-was-selbst-laien-bereits-vor-baubeginn-wustenkatholische-kirche-brasiliens-kritisierte-das-stahlwert-katholische-kirche-deutsc/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/02/brasilia-fordert-wieder-spekulation-zuvor-gestoppt-besteuerung-von-auslandischen-investoren-die-mittel-abzogen-abgeschafft-brasilien-kapituliert-im-wahrungskrieg-financial-times-deutschland/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/02/brasilia-fordert-wieder-spekulation-zuvor-gestoppt-besteuerung-von-auslandischen-investoren-die-mittel-abzogen-abgeschafft-brasilien-kapituliert-im-wahrungskrieg-financial-times-deutschland/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/</strong></a></p>
<p><strong>Adveniat in Sao Paulo:<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/">             http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/</a></strong></p>
<p><strong>Spielfilm über Brasilien heute:</strong><br />
<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/15/tropa-de-elite-2-neuer-film-uber-menschenrechtspolitik-in-brasilien-unter-lula-steuert-zuschauerrekord-an/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/15/tropa-de-elite-2-neuer-film-uber-menschenrechtspolitik-in-brasilien-unter-lula-steuert-zuschauerrekord-an/</strong></a></p>
<p>Texte von 2011:</p>
<h1>Panzer und Crack</h1>
<p>Der Militär-und Medien-Zirkus um die „Erstürmung“ und „Eroberung“ der        Rio-Slumregion „Complexo do Alemão“ wäre schon jetzt ein heißes     Thema    auch für Deutschlands Kommunikationswissenschaftler – aber  wie    es    aussieht, trauen sie sich nicht. Als „Farce“ hatten    brasilianische     Rechtsexperten und Menschenrechtspriester die    Slumbesetzung vom  letzten    November verurteilt – und schneller als    erwartet ausgerechnet  von der    Gegenseite die Beweise geliefert    bekommen. Die  schwerbewaffneten    Banditenkommandos des organisierten    Verbrechens  sind rasch    zurückgekehrt, zitieren Brasiliens    Landesmedien aus  vertraulichen    Militärberichten. Die Gangster haben,    wie es heißt,  wieder    Verkaufspunkte für harte Drogen installiert,    der  hochprofitable    Rauschgifthandel geht perfekt neoliberal  weiter.   Der  Terror gegen    Bewohner des Parallelstaats der Slums  ebenfalls –   trotz  Militärpräsenz    sind mindestens vier Menschen  ermordet  worden.  Eine  Frau wird zur    Abschreckung totgeschlagen,  weil sie an  der  Plünderung  eines    Banditenhauses teilnahm –  TV-Teams auch des   Auslands hatten  solche    Volkszorn-Szenen am Start  der   Militäroperation gern gefilmt.  Doch nun    beklagen sich die  Bewohner   ausgerechnet über eine  unzureichende Präsenz    von  brauchbaren   Polizisten – von den Militärs  würden die     herumstreunenden Banditen   gar nicht bemerkt. Viele  Soldaten stammen  ja    just aus diesen Slums.   Zudem seien 42  Militärpolizisten zwar  wegen  Raub,   Erpressung und   Übergriffen gegen  die Bewohner  angezeigt, doch  bisher   nicht bestraft   worden.</p>
<p>Die militärische Besetzung ist Modell und Beispiel für das ganze        Land, sagt der neue Justizminister Cardozo – hat er es gar   böse-ironisch      gemeint? Panzer, martialisch wirkende   Militärpatrouillen, deren   Fotos    gern auch in die Erste Welt   durchgeschaltet werden, sind den   Angaben    zufolge jedenfalls   keinerlei Hindernis für die   Banditenkommandos des    organisierten   Verbrechens. Das mag für   Mitteleuropäer bizarr, grotesk,      unglaublich erscheinen, für   unsereinen hier ist es banale Normalität.<br />
Immer wieder wird in der Ersten Welt behauptet, in den        lateinamerikanischen Ländern zeige sich deutlich, dass die bisher        praktizierte Drogenbekämpfung per Polizei und Militär nichts bringe, man        sich andere Konzepte überlegen müsse. Was denn für eine        Drogenbekämpfung, möchte man gegenfragen. In der Banken-City von Sao        Paulo beispielsweise, der führenden Wirtschaftsmetropole    Lateinamerikas,     wird Crack, die zerstörerischste harte Droge, direkt    neben     Polizeipräsidien, Polizeiwachen massenhaft und offen   verkauft  und ebenso     offen gleich von Hunderten konsumiert. Die   Beamten im  Hauptsitz der     Stadtgendarmerie schauen direkt auf eine    kilometerlange Straße, in  der    sich ganze Horden grauenhaft    verwahrloster und abgemagerter  Gestalten    mit Crack zügig ins    Jenseits befördern. Manche Brasilianer  fragen  daher,   ob es nicht    eher so ist, dass die Sicherheitskräfte,  von  Ausnahmen   abgesehen,    der unter Staatschef Lula aufgeblühten   Crack-Branche eine      ordentlich-angenehme Abwicklung der Geschäfte   garantieren. 1,2    Millionen   Brasilianer sind laut Expertenschätzungen   bereits    Crack-süchtig.   Kenarik Felippe von der angesehenen nationalen      Richtervereinigung für   Demokratie (AJD): „Der Staat ist ins      organisierte Verbrechen verwickelt.   Besonders die Slumbewohner leiden      stark unter der Gewalt durch  Polizei,  paramilitärische Milizen und     die  Banditenkommandos. Im ganzen  Land, und  nicht nur in Rio de     Janeiro,  foltern Staatsangestellte, gibt  es  Todesschwadronen, zu     denen  Staatsbeamte gehören. Man redet nur von  den  kleinen Fischen im      Rauschgiftgeschäft, nicht von den  Drogenbaronen.“ Der  Richter und      AJD-Präsident Luis Barros Vidal  fordert, die „Farce von  Rio“ auf      keinen Fall zu unterstützen. „Die  Geheimdokumente der Militärs   zeigen,     dass die Drogenmafia, der  Drogenhandel in diesen Slums     fortbestehen.   Die regierenden Autoritäten,  die von einem groß    angelegten  Krieg  gegen  die organisierte  Kriminalität sprachen,    machten also leere,   falsche  Versprechen, handeln  unredlich. Wir    sehen die Resultate – Tote   und  nochmals Tote. Selbst     UNO-Friedenstruppen wären erfolglos, weil    vordringlich soziale und     wirtschaftliche Probleme gelöst werden  müssen,   die Slumbewohner vor     allem feste Arbeitsplätze brauchen.“  Niemand  wisse  das besser als   die   brasilianische Regierung, früher  unter Lula,  jetzt  unter Dilma     Rousseff. „Todesschwadronen sind  derzeit in Rio  aktiv – doch  auch   in   Sao Paulo, landesweit, straflos“,  fügt Richter  Vidal gegenüber    dem <em>Blättchen</em>   hinzu, in  Brasilien fehle eine  Kultur der    Menschenrechte. Zu  erkennen  seien  „starke Merkmale eines   totalitären   Staates, der das  Gesetz nicht   respektiert“; mit Blick  auf   Fußball-WM und  Olympische  Spiele am   Zuckerhut werde ein    Medienspektakel veranstaltet.<br />
Und das hatte es von Anfang an in sich. In brasilianischen        Qualitätsmedien, die nur einen winzigen Bruchteil der Bevölkerung        erreichen, hieß es immerhin, die jüngsten Polizei-und Militäroperationen        seien nur für das Ausland gedacht – de facto ändere sich nichts.    Rio     habe wegen der geplanten Sportereignisse international  Kompetenz       demonstrieren müssen, um Milliardeninvestitionen zu  erhalten. Es   werde     wieder Wahlen geben – und die Politiker würden  erneut Gelder   des     organisierten Verbrechens brauchen.<br />
In mitteleuropäischen Medien weiß man’s offenbar viel besser. Rio de        Janeiro wolle mit dem Drogenhandel Schluss machen, wird        freundlicherweise unterstellt, obwohl sogar Rios Sicherheitschef        Beltrame öffentlich erklärt, dies keineswegs vorzuhaben.<br />
Aber richtig klasse ist der Mediengag über die „heldenhafte“ Einnahme        jenes „Complexo do Alemão“: Unentwegt ballern Polizei und Militär        fotogen auf nicht vorhandene Gegner, was das Zeug hält. Alles wird  von       zahlreichen TV-Teams direkt an der Seite der Einheiten  begeistert       abgefilmt und teuer weltweit verbreitet. Sozusagen  „sturmreif       geschossen“ fehlt nur noch die „Eroberung“ des  Slumkomplexes. Dies geht       so vonstatten, dass Soldaten und  Elitepolizisten mit handverlesenen       Journalisten einfach die Gassen  zur Slumspitze hochgehen und dort   die     Landesfahne hissen.  Schließlich hatte man den Banditenkommandos    tage-und    nächtelang  reichlich Zeit und Möglichkeiten zum Rückzug  in   üblicher     Guerilla-Taktik gegeben und auf eine Einkesselung   verzichtet  – die     Gangster verteilten sich auf andere der weit über   1.000  Rio-Slums.<br />
Wohl einmalig in der Fernsehgeschichte, wie der        TV-Globo-Nachrichtenkanal vom Hubschrauber aus den problemlosen Rückzug        der schwerbewaffneten Banditenkommandos aus dem Slum Vila Cruzeiro        direkt übertrug. Die Konditionen, um die Banditen zu schnappen,   waren      bestens.Warum, so ist zu fragen, ließen Polizei und Armee die    Gangster     entkommen? Man saß vor dem Fernseher und traute seinen    Augen nicht.     Stundenlang sah man von nahem, wie sich die    Verbrecherkommandos     davonmachten, und bekam es von Polizeiexperten    auch noch kommentiert:     „Kampfhubschrauber wie die im Vietnamkrieg    greifen jetzt nun mal leider     nicht ein.“<br />
Jahrzehntelang, so wird in Europa verbreitet, wagten sich die        Sicherheitskräfte angesichts übermächtiger Banditenpräsenz nicht in den        „Complexo do Alemão“ – umso mehr sei daher die Rückeroberung zu        würdigen. Sind Lula und seine Nachfolgerin Dilma Rousseff also   wahrhaft      todesmutig, weil sie den Slumkomplex noch vor der   „Erstürmung“      besuchten? Spaß beiseite – Lula war 2008, 2009 und   sogar im Oktober      2010, kurz vor dem Militäreinsatz, im „Complexo do   Alemão“, hatte teils      sogar Ehefrau Marisa dabei. Rios Polizei und   Militär kennen die      Favela-Gegend bestens, 2002 wurden zur  Besetzung  gar 50.000 Mann      aufgeboten. Mehr Sicherheit gibt’s  deshalb nicht –  seit 2007 wurden in      Rio über 25.000 Gewalt-Tote  gezählt.<br />
Jetzt, nach vertraulichen Militärberichten, weist die Leiterin eines        angesehenen kirchlichen Rio-Sozialprojekts auf ein „großes Massaker  im       „Complexo do Alemão“, wobei vor allem Jugendliche getötet, doch        keinerlei Informationen darüber freigegeben wurden. Laut        Uni-Anthropologen Luiz Mott, angesehenster Schwulenaktivist des        Tropenlandes, hält Brasilien bei Morden an Homosexuellen weltweit eine        „grauenhafte Führungsrolle“, verschlechterte sich unter Lula die        Situation der Gays. Bei Tötungen durch Schusswaffen liegt Brasilien        gemäß NGO-Daten an der Spitze, 92 Prozent der Rio-Morde bleiben        straffrei.<br />
Gregor Gysi von der deutschen Partei DIE LINKE gilt als Rechtsexperte,        war 2010 in Brasilien, kennt daher sicherlich die Positionen der        dortigen Richtervereinigung für Demokratie gut – und schlussfolgert:        „Von allen linken Präsidenten hat Lula, der als am wenigsten  links       eingeschätzt wird, die größten Erfolge.“</p>
<h1>Dilma Rousseffs schlechter Start</h1>
<p>Brasiliens neue Staatspräsidentin, zuvor Lulas Chefministerin,        verschont die Nation bisher mit dem vom Ziehvater gewohnten Schwall aus        Propagandareden – dafür haben es die politischen Ereignisse in   sich.</p>
<p>Der angesehene kirchliche Menschenrechtsanwalt Sebastiao Bezerra da        Silva wurde sadistisch gefoltert und ermordet – auch in den acht        Regierungsjahren zuvor war das Verfolgen von  Menschenrechtsaktivisten       normal. Silva ermittelte gegen die  landesweit aktiven, von       Staatsangestellten geleiteten  Todesschwadronen, gegen folternde       Militärpolizisten und bekam  deshalb Morddrohungen. Im archaischen       nordöstlichen Teilstaat  Maranhao, der laut Kirchenangaben bei       Gefängnis-Folter an der  Spitze steht, kam es zur ersten Häftlingsrevolte       unter Rousseff –  sechs Männer wurden getötet, Fotos der     abgeschlagenen   Köpfe waren  in den Regionalzeitungen zu sehen. Maranhao     wird von   Gouverneurin  Roseane Sarney regiert, die mit Dilma   Rousseff   befreundet   ist, und  bei nettem privaten Beisammensein mit   ihr zur   Laute allerlei    populäre Liebeslieder sang. Eine unabhängige     Untersuchungskommission  zum   Häftlingsaufstand gibt es nicht,   Brasilia   reichen die Angaben  der   Militärpolizei – ein Relikt der     Militärdiktatur. Der  Teilstaat ist zudem   Herrschaftsgebiet des     Oligarchen José Sarney,  der einst die   Folterdiktatorenpartei ARENA     führte – und heute als  Senatspräsident den   brasilianischen     Nationalkongress. Mit ihm, dem  hochwichtigen  politischen      Bündnispartner, feierte Dilma Rousseff  ihren Wahlsieg –  auch das      spricht Bände.<br />
Auch die neue Menschenrechtsministerin Maria do Rosario beschreibt – wie        ihr Vorgänger – die größte lateinamerikanische Demokratie als        Folterstaat, nennt Torturen in total überfüllten Gefängnissen und   selbst      in psychiatrischen Anstalten ein „gravierendes nationales   Problem“.     Als  Dilma Rousseff noch zuständige Chefministerin war,   hatten   derartige    Eingeständnisse allerdings keinerlei praktische   Bedeutung.   Gleiches   gilt  für den jetzt auf der Berlinale gezeigten     sozialkritischen   Streifen  „Tropa de Elite 2“, der Brasiliens     bedrückende   Menschenrechtslage  eindrücklich abbildet. Wie im     Vorgängerfilm, der   2008 den Goldenen Bären  gewann, gibt es wieder     eine der für Rio de   Janeiro typischen  Scheiterhaufenszenen – weder     Lula noch Rousseff haben   sich jemals zu  dieser in den Slums unweit     des neuen   ThyssenKrupp-Stahlwerks gängigen  Hinrichtungs-und       Einschüchterungspraxis geäußert.<br />
Wie es sich gehört, hat Brasilien als vielgelobte Demokratie und        strategischer Partner auch der Berliner Regierung natürlich die        UNO-Menschenrechtsabkommen unterzeichnet. Von möglichen Sofortmaßnahmen        der Rousseff-Regierung zwecks Umsetzung ist aber nichts bekannt.     Dafür    erfährt man aus einer jetzt veröffentlichten Studie, was sich     unter  dem   Gespann Lula-Rousseff noch so entwickelte. Bei Tötungen     durch    Schusswaffen liegt Brasilien weltweit an der Spitze – und  von    drei    Ermordeten sind zwei schwarz. Der Soziologe Julio  Waiselfisz,    dessen    Team die Studie erarbeitete, spricht von  „Merkmalen der    Ausrottung,    Vernichtung“ und von fehlender  öffentlicher Sicherheit    für die arme,    mehrheitlich schwarze  Bevölkerung. Mit der öffentlichen    Sicherheit    passiere dasselbe wie  bei Bildung, Gesundheit,    Sozialversicherung – es    werde  privatisiert. „Wer kann, zahlt für    privaten Sicherheitsdienst.  Die    Schwarzen gehören zu den Ärmsten,    leben in Risikozonen und können    nicht  zahlen.“<br />
Laut unvollständigen Statistiken werden in Brasilien jährlich immerhin        etwa 55.000 Menschen ermordet. Die UNICEF ergänzt: Bei Morden an     15-bis    19-Jährigen liegt Brasilien weltweit an der Spitze, 38  Prozent    der    brasilianischen Jugendlichen leben in Armut und  Misere. Die       Rousseff-Regierung sollte daher in Programme für  Gesundheit, Bildung   und     Sicherheit investieren, die sich gezielt  an die 33 Millionen       Heranwachsenden zwischen 10 und 19 Jahren  richten. Aber irgendwie       scheint Brasilia gar nicht so gut bei  Kasse zu sein, wie Lula unter       Hinweis auf angeblich fette  Devisenreserven stets verkündete. Als die       hausgemachte  Erdrutsch-Umweltkatastrophe im Januar bei Rio de  Janeiro      rund  tausend Todesopfer forderte – etwa 500 Menschen werden  noch       vermisst – fehlte es den Rettungsmannschaften arg an Mitteln  und       Ausrüstung, weil zuvor beim Katastrophenschutz extrem gespart  worden       war. Als Präsidentin Rousseff die Region besuchte, wurde sie  mit  ihren      eigenen Fehlleistungen aus der Zeit als Chefministerin   direkt      konfrontiert. Das großflächige Abholzen und Bebauen von        Steilhang-Risikozonen war erlaubt und wurde sogar gefördert– doch nun        bettelt Rousseff gar die Weltbank um einen Milliardenkredit an,   damit      Slumbewohner  aus entsprechenden Zonen umgesiedelt werden   können.      Bereits 2008 wurde die Region von einer solchen   Umweltkatastrophe      heimgesucht – und der Lula-Regierung   vorgerechnet, für      Präventivmaßnahmen nur 12 Prozent (!) der   vorgesehenen Haushaltsmittel      investiert zu haben. Sogar die UNO   wirft Lula vor, bereits 2005 ein      Katastrophenwarnsystem versprochen   zu haben, das aber immer noch  nicht     funktioniere.<br />
Um 2010 Rousseffs Wahlsieg zu garantieren, wurden die        Regierungsausgaben, darunter für Propaganda, stark erhöht. Derzeit        werden sie, notgedrungen, drastisch zurückgefahren, denn die        Sozialbewegungen protestieren heftig, weil Präsidentin Rousseff die        Anhebung des Mindestlohns deutlich unter der kräftigen Teuerungsrate        hielt. Die umgerechnet etwa 248 Euro brutto monatlich passen   schwerlich      zu den erneuten Versprechen, nun aber wirklich Hunger   und Misere      auszutilgen. Das Mindestsalär bekommen laut offiziellen   Angaben 29,1      Millionen registriert oder unregistriert Beschäftigte   sowie 18,6      Millionen Sozialversicherte, darunter zwei von drei   Rentnern. Doch ein      Großteil der unregistriert, ohne Arbeitsvertrag   und rechtliche      Absicherung Beschäftigten hat deutlich geringere   Einkünfte – in einem      Land mit inzwischen oft deutlich höheren   Preisen als in Deutschland,      gerade bei Grundnahrungsmitteln als in   Deutschland – und in einer  Phase     schmerzhafter Preisanstiege.<br />
Vor diesem Hintergrund erklärt sich auch das Phänomen, dass        Gewerkschaften inzwischen sogar Rechtsparteien applaudieren, weil die        einen höheren Mindestlohn vorschlugen. Zugleich wird an die enormen        Diätenerhöhungen der Kongresspolitiker sowie an das Einkommen von        „Working Class Hero“ Lula erinnert. Seit Januar bekommt er  monatlich       allein als Ehrenpräsident der Arbeiterpartei umgerechnet  rund 6.000       Euro, dazu die satten Bezüge als Ex-Staatschef. Zudem  erhält er  seit      seinem 51. Lebensjahr eine Entschädigung von 1.900  Euro  monatlich,  weil     er 31 Tage in Diktatur-Haft saß. Als ihm  jetzt ein  Unternehmen  für    einen  Vortrag 100.000 Dollar Honorar  anbot, lehnte  Lula laut     Landesmedien ab –  entweder 200.000 Dollar  oder kein  Vortrag. Da bietet     sich ein Vergleich  mit den Hilfen des   Anti-Hunger-Programms „Bolsa     Familia“ an – denn 42  Prozent der   Empfänger, also 5,3 Millionen     Menschen, leben gemäß neuen  Studien   nach wie vor im Elend. Zwischen 14     und maximal 105 Euro werden    monatlich ausbezahlt – pro Familie     wohlgemerkt, meist sind sie    kinderreich. Die Möglichkeit, Elend und     Hunger unter den    Bezugsempfängern rasch durch eine angemessene Hilfe zu     beseitigen,   werde  nicht einmal erwogen, empören sich Kommentatoren.     Die   Regierung kürzt  jetzt stattdessen sogar die Gelder eines       Hausbauprogramms für die  Unterschicht fast um die Hälfte.<br />
Im Zuge des Rousseff-Starts erfuhr man auch, wie Brasilien heute        kulturell tickt. Nach der Umweltkatastrophe erklärte die Präsidentin für        mehrere Tage Staatstrauer, der Teilstaat Rio de Janeiro sogar für      eine   ganze Woche – doch selbst am Zuckerhut gingen die      Vorkarnevalsfeste  der  Sambaschulen und andere karnevalistische      Aktivitäten auf vollen  Touren  weiter. Renommierte Therapeuten und      Sozialwissenschaftler haben  auf  diesen befremdlichen Umgang mit      Tragödien aufmerksam gemacht.   Andererseits – beim Kulturexport kommt      das Riesenland laut UNO-Daten nur   auf 0,2 Prozent des Weltvolumens,      liegt auf Platz 26, gleichauf mit   Rumänien. Zum Rousseff-Start    verließ   der Komponist und Dirigent John   Neschling nach 14 Jahren    frustriert   das Land in Richtung Schweiz. Er   hatte das völlig    unbedeutende   Sinfonieorchester Sao Paulos zu einem   international    anerkannten   aufgebaut, wurde jedoch von der reaktionären      Teilstaatsregierung   gefeuert. Beim Weggang verwies er auf fehlende      Kulturpolitik, eine   paralysierende und unsensible Staatsbürokratie,      brutalen Umgang mit   Kulturgütern. Neschlings Rückkehr nach Europa  ist     symptomatisch, ein   schmerzhafter Verlust für Brasilien.</p>
<h1>Leonardo Boffs Ungereimtheiten</h1>
<p>In Ländern wie Deutschland betreibt eine bestimmte Gutmenschen-Szene        um den einst interessanten brasilianischen Befreiungstheologen   einen      regelrechten Kult. Sie bewahrt ihn vor öffentlicher Kritik,   die als      politisch unkorrekt gälte. Im Tropenland dagegen wird Boff   seit den      neunziger Jahren zunehmend heftig kritisiert. Selbst   frühere  Anhänger     werfen ihm Fehleinschätzungen über die katholische   Kirche,      intellektuelle Unehrlichkeit und Opportunismus vor. Boff   sei eitel  auf     Medienpräsenz aus – was mit Verbalattacken auf Papst   und Vatikan      natürlich am leichtesten gelinge.</p>
<p>In der Tat wirkt Boffs Eindreschen auf den Papst infantil und        lächerlich. Nationale Religionsexperten bescheinigen ihm eine        unbestreitbare Rolle in der Reflexionsgeschichte Brasiliens, nennen ihn        sehr intelligent und intuitiv. Boff spüre sehr gut bestimmte        gesellschaftliche Probleme und Tendenzen, sei ein brillanter Professor.        Doch seine Äußerungen müssten kritisch analysiert werden –     andernfalls    akzeptiere man häufig Dinge, die nicht der Wahrheit     entsprächen.<br />
In Deutschland sind evangelikale Wunderheiler-Sekten unbeliebt – Boff        begrüßte indessen bereits im Jahr 2000 öffentlich die Expansion der        Evangelikalen vorbehaltlos als Bereicherung. In Brasilien fasste  man       sich an den Kopf. Denn die evangelikalen Sektenkirchen  propagieren       massiv die „Theologie der Prosperität“, wonach  materieller  Wohlstand      eine Gabe Gottes sei und durch die Macht des  Glaubens  erreicht werden      könne. An Misere, persönlichem  Misserfolg sei der  Teufel schuld,  den  man    auf speziellen  Tempelsitzungen austreibe –  wobei natürlich  jeder     Gläubige soviel  Geld wie möglich an die  Kirche spenden müsse.  Mit  dieser     Theologie, analysieren  Sozialwissenschaftler, verbreiten  die      Evangelikalen Illusionen,  beuten die Leute aus, schaffen Leiden.  Und      fördern sogar Rassismus  und Diskriminierung, da die schwarze    Bevölkerung    nunmehr nur  deshalb arm sei, weil sie sündige. Gemäß aus    Afrika    ererbten  Schlechtigkeiten werde sie als eine verfluchte  Rasse   angesehen,    die  sich von allen Vorfahren und Wurzeln lösen  müsse.<br />
Wenn Boff diese wie Wirtschaftsunternehmen funktionierenden Kirchen als        Bereicherung auffasse, müsse man seine Bewertungen relativieren,     zeige    sich zunehmende Oberflächlichkeit. Im akademischen Umfeld,  bei    den    Studenten sei Boffs frühere Attraktivität weg.<br />
Boff müsste wissen, dass evangelikale Kirchen im Christlich-Ethischen        mancherlei Sonderwege fahren. So wurde ein Bischof der politisch        einflussreichen „Universalkirche vom Reich Gottes“, der Brasiliens        zweitgrößter TV-Sender gehört, wegen Mordes eingesperrt. In Salvador  da       Bahia hatte er laut Polizei im Tempel gemeinsam mit zwei  Pastoren     einen   14-jährigen Jungen sexuell missbraucht und  danach lebendig     verbrannt.<br />
Manche mögen Boff zustimmen, wenn er die Evangelikalen-Ausbreitung        begrüßt, weil ihm „jede Art von Vielfalt“ so gefällt. Denn nun ist in        rappelvollen „Gotteshäusern“ endlich mal echt was los, ziehen    Ex-Killer     und Ex-Frauenaufreißer wie Pastor Salles vom Leder:„Ich    war reich,    hatte  Villen und tausende Frauen – in Rio hörten tausende       schwerbewaffnete  Banditen auf mein Kommando. Ich war Bankräuber,       Berufskiller, Monster,  Psychopath – so viele Opfer flehten   vergeblich     um Barmherzigkeit! Wie  von den Dämonen gefordert, habe   ich mit  meiner    Frau unseren sechs Monate  alten Sohn getötet, in der   Pfanne  gebraten,    sein Fleisch gegessen – ich  war schon in der   Hölle!“<br />
Frei Betto, wichtigster Befreiungstheologe Brasiliens, hochangesehen bei        Kardinälen, Bischöfen und Padres der Kirche des Riesenlandes,        analysiert solche evangelikalen Sekten tiefgründig, fühlt sich durch        ihre nervende Präsenz im Alltag nicht eben bereichert. Leonardo  Boff       indessen wirft kurioserweise dieser Kirche „feudale  Mentalität“,       „totalitäre Ideologie“ und „mittelalterliche  Strukturen“ vor, gar die       Ablehnung von Kritik und Alternativen.   Damit hat er schlichtweg  die      Dynamik, Entwicklung und Komplexität  der katholischen Kirche  nicht      begriffen. Als anschauliches  Beispiel gilt, dass Rom zwar  Kondome      kritisiert, deren massive  Verteilung in der pastoralen  Aids-Prävention      indessen zulässt –  und fördert, gemäß katholischer  Moraltheologie.<br />
Der Soziologe Claudio Monteiro leitet in Sao Paulo die bischöfliche        Aids-Pastoral – direkt neben seiner Bürotür kann sich jedermann aus        einem stets gut gefüllten Plastikbehälter gratis und überreichlich    mit      Kondomen eindecken. Monteiro lacht über Boffs Vorwurf, dass   die      katholische Kirche in der Kondomfrage lebensfeindlich,   verantwortungslos      und intolerant handele. „Leonardo Boff gehörte   zum   Franziskanerorden,    der in Brasilien eines der ersten     Aids-Präventionsprojekte startete  und   natürlich Kondome verteilt –     seit über 16 Jahren. Unsere nationale    Aids-Pastoral, von einem     Bischof geführt, verfährt genauso. Völlig    unmöglich, daß Boff davon     nicht weiß. Wenn er die Ausbreitung der    Evangelikalen, die  Expansion    des religiösen Fundamentalismus positiv    bewertet, ist  dies   fragwürdig  und anfechtbar.“<br />
Boff greift immer wieder auch in die Politik ein. Im letzten        Präsidentschaftswahlkampf unterstützte er zuerst die evangelikale        Predigerin Marina Silva. Die Ex-Umweltministerin zählte zur        Revolutionären Kommunistischen Partei Brasiliens, wuchs im        befreiungstheologischen Spektrum der Katholiken auf und ging dann zur        „Assembleia de Deus“. Richtig, die von Pastor Salles, dem Ex-Killer    und     Ex-Frauenaufreißer, die zudem laut Eigendarstellung Homos zu    Heteros     umdreht und Strich-Transvestiten zu Geistlichen macht.<br />
Zuletzt wechselte Marina Silva von Lulas Arbeiterpartei zu den        brasilianischen Grünen. Die verkaufen sie als lupenreine        Umweltschützerin – obwohl zahlreiche verhinderbare Umweltverbrechen in        ihre Amtszeit fallen. Amazonas- und Savannenwälder werden   vernichtet,      Brasilien avanciert zum weltgrößten   Agrargiftverbraucher, das   Geschäft    mit Gen-Pflanzen boomt.   Umweltschützer laufen Sturm gegen   das    gigantische Umleitungsprojekt   am Rio Sao Francisco – Marina Silva      verteidigt es als „ökologisch   nachhaltig, wirtschaftlich machbar  und     sozial gerecht“. Was sie  von  massenhafter Folter durch   Staatsangestellte    oder von den   landesweit operierenden   Todesschwadronen hält, erfährt   man  bis   heute nicht.<br />
2002 nahm Leonardo Boff begeistert an der Wahlkampfkarawane von Lula        teil, verglich ihn mit Mahatma Gandhi, lobte sogar dessen Vize, den        Milliardär und Diktaturaktivisten José Alencar. Angesichts der        Korruptionsskandale schwenkte er später um, verurteilte Lulas Politik        als niederträchtig neoliberal.<br />
2010 aber, als Marina Silva die Stichwahl nicht erreichte, wechselte        Boff flugs zu Lulas Wunschkandidatin und bisheriger Chefministerin    Dilma     Roussef – und wieder zu Lob über den grünen Klee: „Lula machte    die     größte Revolution der sozialen Ökologie des Planeten, eine    Revolution     für die Bildung, ethische Politik.“ Die gravierenden        Menschenrechtsverletzungen, den strikt antiökologischen Kurs von        Lula-Rousseff kritisiert er nicht, die von ihm so heftig gescholtene,        stark systemkritische katholische Kirche Brasiliens tut das umso        kräftiger: Fehlende soziale Besorgnis bei Lula und Rousseff trotz        Hunger, Misere und rasch wachsenden Slums, Zementierung der  grauenhaft       ungerechten Einkommensverteilung, Begünstigen der  ohnehin       Privilegierten. Boff faselt von sozialer  Ökologie-Revolution, dabei ist       längst klar, dass Dilma Rousseff  das umweltvernichtende       Mega-Wasserkraftwerk „Belo Monte“ in  Amazonien unbedingt realisieren       will. Nach ihrem Wahlsieg erneut  ein Schwenk: Boff geißelt das       Belo-Monte-Projekt.<br />
Mancher hat vielleicht den desillusionierenden ARD-Weltspiegel-Beitrag        „Brasilien: Kindsmord am Amazonas“ über das Töten von Kindern bei        Indianerstämmen gesehen – rund 600 Babies werden danach jährlich   allein      in Amazonien umgebracht. Viele Indianer sitzen wegen Sex mit    Kindern   im   Gefängnis, auch Indios sind als Naturzerstörer  bekannt.   Yanomami    pflegen  gar das Verprügeln der eigenen Ehefrau  mit   Freunden, bei     Fremdgeh-Verdacht – von Schamanen als Hexen    beschuldigte Indiofrauen     wurden ermordet – das Blättchen hatte über    diese Praktiken berichtet.     Boff indessen ignoriert diese Fakten:    „Und ich habe sie immer  bewundert,    sie sind unsere großen Meister  im   Hinblick auf die Haltung  gegenüber    der Natur. Die sind    technologisch gesehen rückständig,  aber    zivilisatorisch, sie sind    vorwärts, sie sind reicher als wir.  Wenn wir    lernen wollen, was wir    für eine Beziehung mit der Natur  eingehen  sollen,   die Beziehung    zwischen dem Alter und den Kindern,  den  Erwachsenen und   alten    Leuten, die Beziehung zwischen Arbeit und   Freizeit, die Beziehung      zwischen Leben und Tod, dann müssen wir die   Indianer hören. Die haben      eine große Weisheit und vieles haben sie uns   zu sagen.“ Kommentar      überflüssig.</p>
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<p><strong>Obama in Brasilien</strong></p>
<p>Auf Gesten und Symbolik, sorgsam abgestimmt zwischen beiden Seiten,        sei besonders zu achten, hatte Brasilia vor der Ankunft des        US-Präsidenten verlauten lassen. Und als Barack Obama dann in den        Amtssitz von Präsidentin Dilma Rousseff schritt, ging es Schlag auf        Schlag. Mitten in der persönlichen Unterredung befahl Obama über einen        Mitarbeiter die Attacke auf Libyen mit zunächst 110   Tomahawk-Raketen.      Und etwas später, mitten im Bankett für Obama im   brasilianischen      Außenministerium, ging es richtig los mit den   Bombardements. „Ein      historischer Tag“, titelten die Zeitungen – und   „historisch“ verhielt      sich Brasiliens neue Staatschefin, die  einst  als Guerilleira gegen die      Militärdiktatur kämpfte,  eingesperrt und  gefoltert wurde. Erst nach   der    Abreise Obamas  äußerte sie  Missfallen über die Kriegserklärung      ausgerechnet in  Brasilien –  vermied indessen, wie viele Brasilianer      erwartet  hatten, dies Obama  sofort und direkt zu sagen, womöglich  die      offiziellen Gespräche  abzubrechen. Mit einer Note, die einen       Waffenstillstand in Libyen  erbat, wurde ebenfalls solange gewartet, bis       Obama abgereist war.  Brasiliens wichtigster Befreiungstheologe,   Frei     Betto, nannte es  gegenüber dem <em>Blättchen</em> „zumindest   takt-  und    geschmacklos,  den Krieg gegen Libyen just in Brasilien zu    erklären,  das   gegen  eine solche kriegerische Aggression ist.“ Der    Diskurs des  Westens    sei Demokratie, das Interesse indessen Öl und    nicht etwa die     Verteidigung der Menschenrechte in Libyen.  Brasilia   hatte sich im     UN-Sicherheitsrat, abgestimmt mit Russland,  Indien und   China,  wenigstens    der Stimme enthalten, eine  friedliche Lösung    befürwortet.</p>
<p>Absolut symbolträchtig ging es beim Bankett zu – denn wie zu hören        war, hatte Rousseff offenbar mit Ziehvater Lula da Silva abgemacht,     dass    am Tische direkt neben den beiden Obamas just der  hochwichtige       Regierungspartner José Sarney sitzen sollte. Die USA  hatten 1964  zur      Unterstützung des Militärputschs sogar eine  Kriegsflotte vor  die  Küste     Brasiliens entsandt. Und nun prosteten  sich just der  Präsident   dieses    Landes und der damalige Chef der  brasilianischen    Folterdiktatorenpartei    ARENA freundlichst zu,  unterhielten sich auch    Michelle Obama und  Sarney   sichtlich nett  miteinander. Er gilt in    Brasilien nach wie vor  als der    archaischste, reaktionärste und    politisch mächtigste Oligarch,  ist    Präsident des Kongresssenats und    wurde trotz seiner Verwicklung  in    zahllose Skandale von Lula stets    hochgeschätzt und umworben. „I   love   this guy“, sagte Obama einmal    über Lula – und wollte ihn gerne   mit am   Tisch. Doch der mit scharfem    politischen Instinkt  gesegnete    Ex-Gewerkschaftsführer lehnte die    Einladung ab. Als  hochbezahlter    Ehrenpräsident seiner Arbeiterpartei    PT hatte er  womöglich Rücksicht zu    nehmen auf jenen Parteiflügel,   der  sich  scharf gegen einen Libyenkrieg    wandte, an die Kriege im   Irak  und  in Afghanistan erinnerte, die    Obama-Regierung als „Feind   des   Weltfriedens“ einstufte. Vor Obamas    Ankunft brodelte es in   diesem   Teil der PT, der sich den Sozialbewegungen    eng verbunden   fühlt, die   Obama zur „persona non grata“ erklärt  hatten.   Zorn   erregte daher,   dass Brasiliens Regierung, eingeschlossen  Dilma     Rousseff, und die   Führungsspitze der Arbeiterpartei die von      PT-Mitgliedern   angekündigten Proteste gegen den Besuch Obamas      verurteilten. Wie   durchsickerte, sollten solche Aktivitäten erstickt,      unzufriedene   Kader auf Linie gebracht werden. Zu den Abweichlern   gehörte    sogar   Rousseffs Frauenministerin Iriny Lopes. Zu   Kriegsbeginn nicht  am     Tische mit Obama sitzen zu wollen, könnte Lula   eines Tages  Lorbeeren     einbringen – wer erinnert sich dann noch an   die   Hintergrund-Details?    Sehr aufschlussreich, was dann in Chile   ganz   anders lief als in    Brasilia. Eine weit politisiertere    Öffentlichkeit  erreichte, dass beim    Obama-Besuch die    Diktaturproblematik nicht  ausgeklammert wurde.  Anders   als unter    Dilma Rousseff wurde im  chilenischen Regierungssitz  natürlich   eine    Pressekonferenz anberaumt,  konnte ein chilenischer  Journalist  offen     fragen, ob Obama und dessen  Regierung bereit seien,  sich für die      Beteiligung am Militärputsch vom  11. September 1973 zu  entschuldigen  –     und bei den gerichtlichen  Ermittlungen über  Diktaturverbrechen  zu     kooperieren. Der Journalist  erinnerte an  bezeichnende Fälle,   darunter    die Ermordung von Orlando  Letelier,  Außenminister von   Salvador  Allende,   1976 in Washington. Dem   überraschten Obama blieb   nichts  weiter übrig,   als zuzustimmen – er   vermied indessen, um    Entschuldigung zu bitten.<br />
Obama plante vor Rio de Janeiros Opernhaus eine Rede ans Volk, zog sich        dann aber wegen der drohenden Proteste ins Innere des imposanten        Gebäudes zurück, wollte handverlesenes Publikum. Draußen PT-Fahnen   und      „Obama-go-home“-Plakate – drinnen fragwürdigste Symbolik. Die     nationale    Schwarzenbewegung forderte, dass sich der erste     dunkelhäutige    US-Präsident zum grauenhaften Rassismus klar     positionieren muss.    Schwarzen-Aktivist Mauricio Pestana: ”Es gibt     keinerlei Zweifel, dass im    ‚demokratischen’ Brasilien von heute     schwarze Bürger mehr Opfer von    Folter, Mord und Verschwindenlassen     sind als in irgendeiner autoritären    Epoche unserer Geschichte.“ Die     Schwarzenbewegung hatte versucht,  über   die neue Ministerin für     Rassengleichheit, Luiza Bairros, das    Rassismusthema auf die     Besuchs-Agenda zu setzen, wurde jedoch    abgeblockt. Der     Studentenverband UNEAFRO nannte Obama „den Verräter der    Schwarzen in     aller Welt“ – und wird sich jetzt vermutlich bestätigt    fühlen.   Obama   hatte nicht vor, den Rassismus, andere gravierende        Menschenrechtsverletzungen in Brasilien zu kritisieren. Seine        Besuchsvorbereiter griffen daher tief in die Symbol-Kiste, ließen vor        der Rede eine Afro-Band aufspielen und platzierten viele        Schwarzen-Aktivisten gut sichtbar vor dem US-Präsidenten. Die Ansprache        wurde von Brasiliens wichtigsten Kommentatoren arg verrissen: Denn       Obama  lobte ausgerechnet die brasilianische Demokratie als       beispielhaft,  stellte damit klar, welche Menschenrechtskriterien er       nach eigenem  Werteverständnis an Brasilien anlegt. Systematische   Folter     durch  Staatsangestellte, Todesschwadronen, Scheiterhaufen,     neofeudale    Banditen-Diktatur in den Armenvierteln, Morde an        Menschenrechtsaktivisten, Sklavenarbeit – „no problem“ fürs Weiße Haus.        Brasilien werde zum Modell für die Welt, so Obama. In Rio wurde   ganz    in   der Nähe seines Copacabana-Hotels kurz nach der Abreise der        Systemkritiker und Anwalt Ricardo Gama, der hohe Politiker auf   seiner      Website aufs Korn nahm, bei einem Attentat von zwei   Kopfschüssen      getroffen. Er wird hoffentlich überleben. Zuvor war   ein kirchlicher      Menschenrechtsanwalt in Nordostbrasilien ermordet   worden. In Sao Paulo      liquidierten zwei   Militärpolizei-Todesschwadronen seit 2006  mindestens     150 Menschen,   steht in einem neuen Untersuchungsbericht.  Als     ausgesprochenen   Folterstaat beschrieb sogar Brasiliens neue        Menschenrechtsministerin Maria do Rosario ihr eigenes Land – kein        einziges Massenmedium brachte die Äußerung. Nicht zufällig ist Brasilien        jetzt auf dem britischen Welt-Demokratie-Index vom 41. auf den  47.       Platz zurückgefallen – liegt auf dem neuesten UNO-Ranking für        menschliche Entwicklung nur auf Platz 73. – Libyen immerhin auf  dem  53.,      Chile auf dem 45., Argentinien auf dem 46 und der Iran  auf dem  70.      Platz.<br />
Aber heißt es nicht immer, seit Lula zeige Brasilia gegenüber den USA        zunehmend Selbstbewusstsein und Eigenständigkeit? Brasiliens        Qualitätsmedien analysierten ironisch Wikileaks- Enthüllungen.        Öffentlich habe es nur zu oft leere antiamerikanische Rhetorik gegeben –        „ im vertraulich-privaten Umgang indessen Liebkosungen für die     Brüder    im Norden, Anerkennung der Hegemonie des Partners.“        US-Diplomateneinschätzungen lauteten, das Tropenland sei noch gar nicht        reif, um ein Global Player zu sein. Für US-Sozialwissenschaftler    sind     die brasilianischen Regierenden unfähig zu längst überfälligen        strukturellen Reformen, gibt es „gravierende interne Probleme“.        Menschenrechtsaktivist Fabio Konder Comparato, Rechtsprofessor an        Brasiliens führender Bundesuniversität in Sao Paulo: “Wir hatten  bis       heute nie Demokratie, leben immer unter einem oligarchischen  Regime.       Unsere Politik hat stets zwei Gesichter. Eines für außen,   zivilisiert –      und eines für innen, grausam. Wir halten diese   Doppelzüngigkeit des      Charakters im gesamten politischen Leben   aufrecht. Die Wahlen sind      Theater. Lula bewies, dass er für die   Oligarchie nicht gefährlich  ist.     Ich widerspreche dem Begriff   Redemokratisierung.“</p>
<h1>Brasilien und der Libyenkrieg</h1>
<p>Frankreichs Rafale-Kampfflugzeuge starteten auf Befehl von Präsident        Nicolas Sarkozy als erste gen Libyen, bombten, was das Zeug hielt,        feuerten neueste Hightech-Raketen auch auf zivile Ziele, zeigten    aller     Welt, was in den Kisten steckt. Der überstürzt wirkende     Rafale-Einsatz    hatte womöglich seinen besonderen, zynischen     Hintersinn – denn    Lateinamerikas größte Kriegswaffenmesse LAAD in Rio     de Janeiro stand vor    der Tür. Rafale-Oberverkäufer Sarkozy bemüht     sich seit Jahren meist    vergeblich, bei seinen Auslandsreisen die     superteuren Jagdbomber an den    Mann zu bringen, auch in Brasilien.     2010 schien der Ankauf durch die    Lula-Regierung fast sicher – doch     selbst in französischen Medien wurde    herumgemäkelt, größtes     Verkaufshindernis sei die fehlende    Praxiserprobung im Kriegseinsatz.     Das Argument ist nun wohl vom Tisch.    Am Tag der Messeeröffnung von     Rio schrieb die „O Globo“, dass die    Rafales nun „mit Erfolg bei  den    Attacken gegen Libyen“ getestet worden    seien, und in einer     LAAD-Sonderbeilage warb der französische    Rüstungskonzern gleich     ganzseitig, die Vortrefflichkeit der Bomber sei    im Kampf bewiesen     worden. Deutsche Medien zitieren Jean-Pierre Maulny,        stellvertretender Direktor des französischen Instituts für        Internationale und Strategische Beziehungen (IRIS), wonach der        Libyen-Einsatz ein Weg sein könne, um für die nunmehr „kampferprobten“        Rafale-Bomber Propaganda zu machen. Dabei war es in Libyen     vorhersehbar    zu keinerlei Luftkämpfen gekommen, wurden durch die     Bombardements,  wie   man inzwischen weiß, aber zahlreiche Zivilisten     umgebracht, deren   Häuser  zerstört, immense Massenfluchten ausgelöst.</p>
<p>Die brasilianische Öffentlichkeit hat, anders als die        mitteleuropäische, weit weniger Illusionen, worauf der Libyenkrieg        tatsächlich zielt. Schließlich hatten führende Blätter, darunter        Brasiliens auflagenstärkste Zeitung „Folha de Sao Paulo“, den        Europa-üblichen Mainstream von Anfang an der Lächerlichkeit        preisgegeben. Gleich auf einer ganzen Seite analysierte der renommierte        Politikexperte und Universitätsprofessor José Luis Fiori, dass es   um      Libyens Öl und die Kontrolle einer Grenzregion zu Europa gehe,    nicht     aber um Menschenrechte. Die würden von den großen Mächten    stets  benutzt,    um geopolitische Entscheidungen zu legitimieren.    Afrika  nannte Fiori    den Schauplatz eines neuen imperialistischen    Wettkampfs –  es sei nicht    ausgeschlossen, dass über eine neue Form    des  Kolonialismus ebenso    nachgedacht werde wie über die Eroberung     bestimmter afrikanischer    Staaten, die durch europäische  Kolonialisten    geschaffen worden waren.    Lokale Konflikte würden  künftig immer    häufiger – und stets seien die USA    involviert.<br />
Wer das womöglich linkslastig fand, bekam „ausgewogen“ im selben Blatt        die Version des konservativen Politikers und Ex-Finanzministers  Luiz       Carlos Bresser-Pereira präsentiert, wonach Libyen lediglich    abgestraft     werde, weil es sich dem informellen Kolonialismus der    Großmächte  nicht    unterwerfe. Der Libyenkrieg werde nicht mit guten    Absichten  geführt.  Man   versuche dort nicht, wie behauptet werde,    „das Massaker  an einem    revoltierenden Volk zu verhindern“, sondern    wolle die  Herrschaft über    ein ölreiches Land wiedergewinnen. In    Libyen, so  Bresser-Pereira, gebe    es im übrigen gar kein    revoltierendes Volk.  Einzige    „Massenmanifestation“, von der    Journalisten Fotos machten,  sei eine    Masse von Autos in Bengasi    gewesen – zwecks Feier der     NATO-Bombardements. Nach dem Zweiten    Weltkrieg sei der offene     Kolonialismus durch einen informellen    ersetzt worden – die alten     Metropolen assoziierten sich mit    korrupten Eliten der armen Länder. Dies     treffe besonders auf den    mittleren Osten sowie auf Staaten     Lateinamerikas und Afrikas zu.    Lediglich asiatische Länder und einige     Staaten wie Libyen zeigten    sich nicht fügsam für diese neue     Herrschaftsform. „Deshalb    verzeichneten sie Wachstum und verbesserten     den Lebensstandard der    Bevölkerung.“ Der Anwalt und Ex-Minister verwies     auf den UNO-Index    für menschliche Entwicklung und verglich – Libyen     liege auf dem  53.   Platz, Lateinamerikas größte Demokratie Brasilien     indessen nur  auf   dem 73. Platz. Für Unbotmäßigkeit werde Libyen jetzt     bestraft  durch   zwei alte imperiale Mächte, Frankreich und     Großbritannien,  gefolgt   von den USA. Sarkozy meine, durch sein Vorgehen      wiedergewählt zu   werden – „doch die Franzosen wissen, dass dieser    Krieg   wenig Sinn   hat und dass sie Sarkozy nicht vertrauen können“.<br />
Kommentatoren, die solcher Sicht widersprechen? Keine. Leicht        nachvollziehbar, dass sich auch Brasiliens Künstlerschaft nicht vom        europäischen Mainstream beeindrucken lässt, darunter der populäre        Schriftsteller ÉnricoVeríssimo in seiner landesweit nachgedruckten        Kolumne: „Alles wiederholt sich in Libyen, angefangen mit der        Scheinheiligkeit der selektiven Empörung: Einige Tyrannen, zuvor        toleriert, wenn nicht gar offen unterstützt wie Saddam, werden        unakzeptabel und attackierbar, während der Knüppel andere schont, die        noch nütze sind. Danach folgen die Verluste an Zivilisten, angeklagt     von    der einen Seite und bestritten von der anderen, Fotos     verstümmelter    Kinder und Diskussionen über die Effizienz von     ‚chirurgischen’    Luftschlägen. Und so haben wir ein weiteres Beispiel     eines modernen    Beitrags zu den Kriegstaktiken, die eigenartige     Doktrin des humanitären    Bombardements.“<br />
Komponist Aldir Blanc fragt, wie viele unschuldige Zivilisten bereits        durch das westliche Bombardement auf Libyen umgekommen seien. Und    macht     sich bitter-ironisch über „Hilaria Clinton“ lustig, legt ihr     folgendes    Zitat in den Mund: „Unsere Politik ist, das da zu     bombardieren und  das   Wort Petroleum durch Menschenrechte zu     ersetzen.“ Der Komponist    erinnerte zudem an das US-Geheimgefängnis in     Ägypten, in dem des    islamischen Terrors Verdächtigte gefoltert     worden seien.<br />
Da erübrigt es sich beinahe, Positionen aus der recht        befreiungstheologisch orientierten Kirche des größten katholischen        Landes zu erwähnen. Frei José Francisco, Leiter des        Franziskaner-Sozialwerks in der Megacity Sao Paulo, eine der        angesehensten Franziskaner-Persönlichkeiten Brasiliens, nennt die        Einschätzung des Weltsozialforum-Gründers Oded Grajew völlig korrekt,        wonach die Waffenverkäufer Regierungen wollen, die Kriege führen.    „Eine     große Wirtschaft, zu deren Stützen die Rüstungsindustrie    gehört,  muss    Kriege haben – denn zur kapitalistischen Basis gehört    Konsum.  Für die    Rüstungsindustrie bedeutet dies – sie wird durch    Kriege  stimuliert.  Die   unterstützen die Wirtschaft jener großen    Länder, die  heute die  Welt   beherrschen.“ Für Andersdenker Francisco    versucht in  Libyen  lediglich   eine Gruppierung, an die Macht zu    kommen – „doch  eine  Mobilisierung des   Volkes gibt es dort nicht.    Bemerkenswert, dass   Vatikan und katholische   Friedensbewegung Pax    Christi mit ihrer   Position zum Libyenkrieg der   NATO-Haltung komplett    widersprechen. Der   Krieg zeigt, wie oft die UNO   leider    instrumentalisiert wird.“ Für den   Franziskaner ist völlig klar,   dass    das Völkerrecht jetzt auf jene   anzuwenden ist, die durch      Bombardements in Libyen ungezählte   Zivilisten umbrachten. „Die an den      Luftangriffen beteiligten Länder   müssen raschestmöglich    Wiedergutmachung   und Entschädigung an die   Hinterbliebenen der    Todesopfer sowie an   Verletzte und anderweitig   Geschädigte leisten.    Die Täter und ihre   politisch-militärischen   Auftraggeber müssen  gemäß   Völkerrecht bestraft   werden. Ich weiß, dass   in der  brasilianischen   Kirche sehr viele denken   wie ich.“<br />
Zu ihnen zählt Waldemar Rossi. Einst war er aktiver Diktaturgegner,        bereitete mit Gewerkschaftsführer Lula Streiks vor – heute leitet er        unter einem deutschstämmigen Kardinal in Sao Paulo die bischöfliche        Arbeiterseelsorge. „Seit den ersten Bombardements hat die NATO  nicht   nur     die Streitkräfte Libyens attackiert, sondern auch  Zivilisten,   die    dabei  umkamen. Auf normale libysche Bürger wurde  keinerlei   Rücksicht     genommen. Notwendige Entschädigung,  Wiedergutmachung   bringt indessen  die    Getöteten nicht zurück ins  Leben. Zur   Verteidigung von  Ölinteressen    nehmen sich die an den  Luftschlägen   beteiligten  Regierungen das Recht    heraus, jegliche  Verbrechen zu   begehen – wie  zuvor bereits im Irak und    in anderen  Staaten. Absolut   verrückt, dass  Barack Obama den  Libyenkrieg    anfangs von einem   Copacabana-Hotel aus  koordiniert hat.“  (Während   seines  jüngsten   Brasilienaufenthaltes – <em>Anm. d. Red.</em>)    Schwer   vorauszusagen,   ob auch westliche Libyenkrieger Fronturlaub an    der   Copacabana   machen werden – die Kollegen aus dem Irakkrieg  sind   längst da   und   sorgen als Sextouristen für reichlich    Negativschlagzeilen. „Die     Truppe auf der Suche nach Sex provoziert    Polemik“, titelte schon 2007     ein Rio-Blatt. Washington finanziere    diesen Fronturlaub, habe das     US-Konsulat bestätigt.</p>
<h1>Brasiliens vertrackter Rassismus</h1>
<p>Wie wäre das in Deutschland – dürfte man selbst nach richterlichem        Verbot noch offen auf der Straße und vor Konzertmikros singen, dass        schwarze Frauen stinken und mit diesen Kraushaaren hässlich   aussehen?  In     Brasilien darf man – ein Lied dieses Inhalts machte   1996 Furore,      Komponist Tiririca, ein Musikclown und Kinderstar,   ging mit dem Song  in     die Fernsehshows und forderte alle zum   Mitsingen, Mittanzen auf.  Bis     heute kann sich jedermann „Veja os   cabelos dela“ von  brasilianischen     Websites herunterladen. Obwohl   die nationalen  Schwarzenorganisationen     über ein Jahrzehnt lang   gegen Sony Music  wegen des rassistischen  Lieds    klagten – und jetzt   schließlich  gewonnen haben. Der  Musikkonzern muss    umgerechnet über   eine halbe  Million Euro  Entschädigung zahlen und  durfte   das Lied   bereits seit  Jahren nicht  mehr vertreiben. Der Text  indessen   ist   überall greifbar  und hat es in  sich. Diese Negerin stinkt  wie     verrückt, mehr noch  als ein  Stinktier, singt Tiririca, der Geruch    dieser   Frau ist nicht  zum  Aushalten. Ich habe ihr gesagt, sie soll    sich   waschen – aber sie  ist  stur, will nicht hören. Und dann schau   dir  mal   die grauenhaften   Kraushaare von der Negerin an – die sind   wie  dieser   Putzschwamm,  mit  dem man Töpfe und Pfannen scheuert.</p>
<p>Blonde Mädchen und Jungen Brasiliens trällern das Lied lustvoll in        den teuren Privatkindergärten der weißen Mittelschicht, es klingt    durch     Schulkorridore, wird auf Feten gesungen, eignet sich prächtig,    um     Schwarze zu hänseln, zu beleidigen. Aber wieso kann   ausgerechnet  so ein     offen rassistisches Lied in Brasilien diesen   Erfolg haben?  Ein    führender  Schwarzenaktivist, Mauricio Pestana,   Herausgeber der  einzigen     Schwarzenzeitschrift, „Raca Brasil“, sagte   dem <em>Blättchen </em>in     Sao  Paulo: „Brasilien ist das   rassistischste Land der Erde – hier     wirken die  Strategien des   Rassismus seit jeher sehr intelligent. Es     gibt keinerlei  Zweifel,   dass im `demokratischen` Brasilien von heute     schwarze Bürger  mehr   Opfer von Folter, Mord und Verschwindenlassen  sind    als in    irgendeiner autoritären Epoche unserer Geschichte.  Dagegen    kämpfen   wir  an.“<br />
Nicht einfach, wie der Fall des Tiririca-Lieds zeigt. Die        Schwarzenorganisationen protestierten 1996 sofort, beriefen sich auf ein        Gesetz gegen Rassendiskriminierung, reichten Klage ein – sogar im        Nationalkongress wurde darüber diskutiert. Eine Richterin verbot   den      Verkauf der Tiririca-CD wenigstens für den Teilstaat Rio de   Janeiro –      Sony Music ging in Berufung. Die Lieder Tiriricas seien   unschuldig,   für    Kinder gemacht und ohne Vorurteile. „Die   Ausdrucksfreiheit   unserer    Künstler ist unantastbar“, betonte ein   Sony-Music-Manager.   Der    Musikkonzern musste das Lied schließlich   von der CD nehmen.<br />
Aber wieso ist wegen der erfolgreichen Entschädigungsklage eigentlich        Sony Music am Pranger – und nicht der Liedermacher Tiririca, fragen        derzeit viele. Da zeigt sich ein Dilemma der Schwarzenbewegung –   denn      dieser unheimlich populäre Tiririca ist ja selber   dunkelhäutig. Auch  er     wurde gleich am Anfang mit verklagt: „Aber   meine eigene Frau ist   doch    eine Schwarze – und ich bin ein   Mulatte!“, sagte er den   Richtern.    Freispruch.<br />
Denn schmerzhafte Tatsache ist, dass sich in Brasilien Schwarze        gegenseitig rassistisch beschimpfen, herabsetzen – selbst als „hässlich        schwarz“ titulieren. Immer wieder kommt es vor, dass sogar  schwarze       Frauen, die schwarze Männer beleidigend als „preto“  beschimpften,   von     schwarzen Militärpolizisten vorübergehend  festgenommen werden.<br />
Mit acht Jahren arbeitete jener Francisco Everardo Oliveira Silva,        genannt Tiririca, bereits als Zirkusclown, sitzt heute, mit 45 Jahren,        sogar im Nationalkongress, gehört zum Regierungsbündnis der neuen        Präsidentin Dilma Rousseff. Und hievte durch ein Rekordergebnis  von  1,3      Millionen Stimmen eine ganze Reihe belasteter Politiker  seiner       Republikanischen Partei mit ins Parlament. „Was macht so  ein       Kongressabgeordneter? Ich weiß es nicht. Votiere für mich und  ich       erzähle es dir!“ Dieses banale Wahlkampfmotto Tiriricas hat  bestens       funktioniert – viele Brasilianer finden es zum Heulen,  doch bezeichnend       für den Zustand des Politikbetriebs. Und der tief  verwurzelte     Rassismus   ist weiterhin vertrackt, äußert sich auf  überraschende     Weise, selbst  im  öffentlichen Gesundheitswesen. „Man  muss sich das so     vorstellen“,  sagt  Lucia Xavier von der  Schwarzenorganisation   „Criola“   in Rio. „Eine   schwarze Frau geht  zur Behandlung und auch   zur   Krebsvorsorge in eine   öffentliche  Klinik, doch der weiße Arzt   tastet   nicht einmal ihre Brust   ab,  weil er sich vor der Frau ekelt,   ja, wegen   ihrer Hautfarbe Ekel    empfindet. Und damit wird die Frau   ihres Rechts   auf korrekte    medizinische Behandlung beraubt. Die Frau   teilt mit,  dass  sie  Schmerzen   habe, doch den Arzt interessiert das   nicht, dessen  Team   ebenso wenig –   weil man die Frau wegen ihres   ganzen    Erscheinungsbildes nicht mag.“   Nicht zufällig sind die      Sterblichkeitsraten der Schwarzen weit höher als   die der Weißen.      Dunkelhäutige, immerhin die Bevölkerungsmehrheit,   besetzen nur 3,5      Prozent der Führungsposten, sind im höheren Management   extrem selten.      Erklärt wird dies gewöhnlich mit dem sehr begrenzten   Zugang  dieser     Bevölkerungsgruppe zu besserer Qualifikation. Das    weitverbreitete     Vorurteil, dass Schwarze keine intellektuelle  Kompetenz   besäßen,  wird    dagegen kaum einmal als Hinderungsgrund  genannt. Befragte    schwarze    Manager räumten ein, sich lange Zeit  tatsächlich als weit    weniger    kompetent eingestuft und unter einem  tiefsitzenden       Minderwertigkeitskomplex gelitten zu haben. Eine  Folge dieses geringen       Selbstwertgefühls: Als Lebenspartner,  Freunde oder Bekannte werden       erstaunlich häufig hellhäutige  Personen bevorzugt. Es gibt dafür  sogar      eine gängige Redewendung –  „melhorar a raça“, die Rasse  verbessern.   Und    das heißt, Kinder  mit Weißen zu zeugen, um so die  Farbe der   Familie    aufzuhellen und  dadurch in der Gesellschaft an  Wert zu   gewinnen. Als    eine schwarze  Favela-Frau nach sechs  kaffeebraunen   Kindern zum ersten    Mal eine  auffällig helle, beinahe  weiße Tochter   zur Welt bringt, bei    einem  dunkelhäutigen Vater,  freut sich die ganze   Sippe wie wild und     feiert das Ereignis.  Schwamm drüber, dass da   irgendwas mit der     Vaterschaft nicht stimmen  kann – der Papa freut   sich ja auch, dass  die    Kleine so  überraschend hell geraten ist. In   ungezählten  Slumfamilien    bläut  man die Aufhell-Idee besonders den   Mädchen  frühzeitig ein, sucht     ihnen Beziehungen zu schwarzen Jungen    auszureden. Als ein Mädchen zum     ersten Mal zu Hause mit dem  schwarzen   Freund auftaucht, fallen  schon  die   Schwestern über sie  her: Willst   du denn die Rasse  verschlechtern,  die   Familie noch  schwärzer machen,   bist du  verrückt? Dunkelhäutige  Frauen,   die sich  hocharbeiten und   dann auf  einmal in einem  Großraumbüro allein    unter 100, 200 Weißen   sitzen,  berichten davon, als  „schwarzes Schaf“    tituliert zu werden,   sich  diskriminiert zu fühlen.<br />
Besonders in den Slums von Sao Paulo sind auch andere Verhaltensmuster        möglich. Politisierte Schwarze suchen sich für ein Abenteuer, eine        nicht-feste Beziehung, gern eine Hellhäutige – aber zum Heiraten,   zum      Familiegründen muss es eine Schwarze sein. So werde die eigene     Identität    gestärkt. Eigentlich auch eine Form des Rassismus,     kommentiert eine    dunkle Paulistana. Auffällig wiederum, dass schwarze     Männer, die    Karriere machen, gar als Fußballspieler zu viel Geld     kommen, Blondinen    als Statussymbol bevorzugen. Der dunkelhäutige     Historiker Joel dos    Santos formulierte es bitter so: „Die Weiße ist     schöner als die Schwarze    – und wer vorankommt, wechselt nun  einmal    automatisch den Wagen.“</p>
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<p><strong>Wirtschaften in Brasilien</strong></p>
<p>Jetzt in der Erntezeit brennen sie wieder bis zum Horizont – die        riesigen Zuckerrohrplantagen des Tropenlandes. Fliegt man über das        Flammenmeer, vergisst man’s nie wieder. Nossa Senhora – der ätzende        Qualm steigt ja höher als die Maschine! Unten kriegt man   Angstzustände,      wenn der Bus plötzlich von dichtem Rauch eingehüllt   wird, an beiden      Straßenseiten Flammen züngeln, Gluthitze  eindringt,  der Fahrer  flucht,     weil er nichts mehr sieht. Während  der  gefürchteten  „Queimadas da  cana“    häufen sich tödliche   Verkehrsunfälle,  explodieren gar  Tanklaster.    „Niemals hatte ich   soviel Angst um die  Kinder, meine Frau  und mich wie    im PKW in einer   solchen Feuerzone –  ich dachte, jetzt  sind wir alle    geliefert“,   sagt Mario Mantovani,  Präsident der  Umweltstiftung „SOS Mata      Atlantica“, in Sao Paulo.  „Und dabei kam ich  grade von einem      Umweltschutzkongress, hielt einen  Vortrag über den  Wahnsinn der      Treibstoffproduktion aus Zuckerrohr!“  Deutsche Multis,  deutsche      Zuckerunternehmen, deutsche Banken und  Spekulanten sind seit  Jahren in      die Ethanol- und Zuckerbranche  Brasiliens groß  eingestiegen,   mischen    heftig mit, tragen  entsprechende  Mitverantwortung. Unter   Staatschef Lula    hat die  Branche einen Boom  erlebt, wuchs in seinen   acht Amtsjahren  der    Anteil ausländischer  Multis von fünf auf über   35 Prozent. In der     Megacity wirbt die  „Industria Sucroalcooleira“   gerne mit Großfotos des     grünen, wogenden  Meers aus Zuckerrohr,   Cana. Das wirkt auf viele   direkt   sympathisch,  wie die so schön   gelben, doch extrem   umweltschädlichen,   massiv mit  gefährlichsten   Agrargiften besprühten   Rapsfelder in   Deutschland.  Abgefackelt   werden seit der Kolonialzeit   kurz vorm Ernten   die  störenden,   unnützen Zuckerrohr-Seitenblätter.   Brasilianische    Wissenschaftler   nennen die Flächenbrände „pervers“ und   ein    Umweltverbrechen – Mario   Mantovani machen sie  Naturschutzgebiete   kaputt.   Auch jetzt, 2011,   sind wieder reichlich  Schutzzonen   draufgegangen,  weil  das Feuer   außer Kontrolle gerät,  sich in Wälder   hineinfrisst. Und  immer    werden sogar  Plantagenarbeiter von den Flammen   eingekreist und     verbrennen  lebendig – ebenso wie Unmengen an   theoretisch streng     geschützten  Tieren. „Alle denkbaren Vorteile des   Ethanoltreibstoffs     werden  allein durch das Abfackeln aufgehoben. Man   braucht sich nur   den    Ausstoß an klimaschädlichem Dioxin und   Kohlenmonoxid   anzuschauen. Die    Gesundheitsposten in Städten bei Sao   Paulo sind   voll von Leuten, die    wegen der Plantagenbrände     Sauerstoff-Behandlungen machen müssen,  schwere   Atemprobleme haben.     Unser Staat dürfte diese  Ethanolunternehmen nicht   auch noch     finanzieren, sogar über die  Entwicklungsbank! Es gibt kein       Umweltbewusstsein in Brasilien. Die  Kultur des Landes ist Zerstörung.“       Mantovani klassifiziert Brasilien  als viertgrößten Erzeuger       klimaschädlicher Gase – wegen der  Brandrodungen im Regenwald und dieser       Plantagenbrände. „Doch der  heutige Weltmarkt will garnicht  wissen,  ob     das Zuckerrohr von  Sklavenarbeitern geerntet wurde und  ob man  die     Plantagen abgebrannt  hat.“</p>
<p>Hauptbetroffene sind die Zuckerrohrarbeiter, die zudem über Haut und        Atmung den krebserzeugenden Brandruß aufnehmen. Die Feuer  zerstören     die   Bodenfruchtbarkeit und kontaminieren Oberflächen-  und   Grundwasser,     vernichten zudem sämtliche natürlichen Feinde von    Schädlingen, daher     werden immer mehr Agrargifte eingesetzt.    Brasilien ist wegen der     Zuckerrohr-Monokulturen heute weltgrößter    Verbraucher selbst solcher     Gifte, die in der EU und in den USA    längst verboten sind. Klar, ein     Großteil kommt von deutschen Multis.    Alles dummes Zeug, was Mantovani da     erzählt – ginge es nach den    auch in Deutschland überreichlich     verbreiteten Argumenten zugunsten    der brasilianischen Ethanolproduktion.     Die wird als ökologisch  und   „Bio“ gerühmt. Bitte, es geht doch, so   wie   bei der Windkraft.  „E 10  –  mehr Bio im Benzin“, wirbt das     Bundesumweltministerium:    „Biokraftstoffe spielen eine wichtige Rolle     beim Klimaschutz und bei    der Energieversorgung.“<br />
Francisco Anselmo de Barros, genannt Francelmo, einer der wichtigsten,        bekanntesten Umweltaktivisten Brasiliens, verbrannte sich 2005    selbst,     um gegen die Ausweitung der „Biosprit“-Produktion zu    protestieren.   Doch   das Tropenland bleibt weltweit führender    Zuckerproduzent und    -exporteur,  zudem zweitwichtigster Hersteller    von Ethanol. Zwischen    2009 und 2010  hat die EU ihre Zuckerkäufe in    Brasilien verdreifacht –    das  Bundesumweltministerium rechnet mit    großen Ethanol-Importen. Für    Roberto  Malvezzi, kirchlicher    Umweltexperte wie Francelmo, ist    „Biosprit“  jedenfalls kein sauberer    Kraftstoff: „Um die Anbauflächen zu    erweitern,  vertreibt das    exportorientierte Agrobusiness Indiostämme    und Kleinbauern  sogar    durch Terror und Mord. Hinter moderner Fassade    verstecken  Großfirmen    nur zu oft Sklavenarbeit.“ Nur durch solch    abstoßendes     Sozialdumping seien brasilianischer Zucker und Ethanol auf    dem    Weltmarkt  so billig und wettbewerbsfähig.<br />
Anfang 2011 passiert eine kuriose Panne, ist monatelang Ethanol an den        Tankstellen häufig teurer als Benzin, dieses die landesweit beste   und      billigste Kraftstoffalternative. Denn der Wirkungsgrad von   Benzin  ist     deutlich größer. Wegen der hohen Weltmarktpreise für   Zucker  stellten   die   Ethanolfabriken auf Zuckerproduktion um,   provozierten  eine     „Biosprit“-Versorgungskrise, musste die Regierung   große  Ethanol-Mengen     ausgerechnet aus den USA importieren. „Das   ist so,  als würde     Saudi-Arabien Öl einführen“, spottete die    Wirtschaftspresse.     Universitätsprofessor Dr. Eduardo Moreira,    Ethanolexperte aus Sao Paulo,     rechnet mit solchen Krisen immer    wieder. Ethanol könne Benzin nicht     ersetzen – nicht einmal in    Brasilien, sei nur eine Art   Neben-Treibstoff:   „Obwohl unsere    Produktionsbedingungen extrem   vorteilhaft sind, kann   dieser    Kraftstoff nicht einmal hier mit Benzin   konkurrieren.“ An diesen      Produktionsbedingungen sind in- und   ausländische Teilhaber natürlich      höchst interessiert, weil sich nur so   hohe Profite erzielen lassen.      Deutsche und österreichische Landwirte   haben wiederholt  vergeblich   auf   das brasilianische Sozialdumping   hingewiesen und  faire   Spielregeln   gefordert. „Durch diese gewissenlose   Form der  Produktion   ist es der   Landwirtschafts-Industrie Brasiliens    möglich, die  Preise  am Weltmarkt zu   unterbieten”, hieß es in einer     Bauernzeitschrift.  „Weder europäische   Bauern noch solche aus den     Entwicklungsländern  können mithalten.” Wird   Brasilien die     gigantischen, durch die  Zucker- und Ethanolproduktion   verursachten     Umweltschäden rückgängig  machen, all die vernichteten   Tierarten der     Natur zurückgeben? Über  politische Positionen dazu von   deutscher   Seite   ist nichts bekannt.<br />
„Wer Ethanol tankt, kippt sich Blut in den Tank“, sagt Brasiliens        katholischer Priester Tiago – „Biosprit ist Todessprit“, urteilt        Befreiungstheologe Frei Betto. „Denn die Ethanolproduktion bringt        zahllosen Armen und Hungernden der Erde den Tod.“ Zu den komplexen        Auswirkungen des Biosprit-Booms gehören derzeit in Brasilien brutale        Preissprünge bei Lebensmitteln. „Wenn man die Ackerflächen für        Nahrungsmittel verkleinert, steigen deren Preise, sterben viele        Menschen, die sich keine guten Grundnahrungsmittel leisten können.        Unsere Regierung spricht von 16,2 Millionen hungernden Brasilianern in        absolutem Elend – aus meiner Sicht sind es doppelt so viel!“,  sagte   er     dem <em>Blättchen</em>. Hungernde, Unterernährte seien  besonders      anfällig  für viele auch tödliche Krankheiten, vegetieren  mit stark      geschwächtem  Immunsystem dahin, verlieren Initiative  und      Konzentrationsfähigkeit.  „Wegen immer mehr Zuckerrohrplantagen  wurden      riesige Urwaldgebiete  Amazoniens abgeholzt, das  ökologische      Gleichgewicht, die Ökosysteme in  Nord- und Südamerika  geschädigt, was      sich auf die ganze Welt negativ  auswirkt. Denn  Amazoniens Tropenwald      ist der größte des Planeten. Und  die  Regenfälle, ob im Süden   Floridas    oder Argentiniens, hängen von der   Verdunstung in Amazonien   ab.“<br />
Die Förderung des Zuckerrohranbaus bewirke zudem Landvertreibung,        starkes Slumwachstum, mehr Morde und Drogenhandel, mehr        Kinderprostitution. „84 Prozent der Brasilianer leben bereits in den        Städten“, so Frei Betto. „Die Menschen migrieren dorthin auf der  Suche       nach besseren Lebensbedingungen, was aber gravierende   zerstörerische      Konsequenzen hat, weil Risikozonen illegal mit Slums   bebaut werden.      Deshalb haben wir jedes Jahr Erdrutschkatastrophen   mit vielen  Toten.  Ein    Heer von Arbeitslosen zieht im Lande umher   und verdingt  sich bei  der    Zuckerrohrernte, haust den Rest der Zeit   aber in  Armenvierteln  mit    Drogen, Gewalt, Prostitution. Es fehlt   eben  dringlich eine     Bodenverteilungsreform, um die Menschen auf  dem  Lande  zu halten.“</p>
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<p><strong>Brasiliens Kreuz mit dem Sex</strong></p>
<p>Bei Morden an Homosexuellen habe das Land im Weltvergleich „eine        grauenhafte Führungsrolle“, prangert der Schwulen-Führer und        Anthropologe Luiz Mott an. Es handele sich um „Hass-Verbrechen,        ausgeführt mit besonderer Grausamkeit“. In Brasilien würden mehr Gays        getötet als bei Homosexuellen-Hinrichtungen im Iran, Saudi-Arabien,        Sudan, Nigeria und weiteren sieben Staaten, in denen die  Todesstrafe   für     Schwule gelte. „In den USA, mit etwa 100 Millionen  mehr   Bewohnern,     tötet man 25 Gays pro Jahr, hier 250!“ Die  Dunkelziffer   sei indessen     sehr hoch, man erfahre nur von einem  Bruchteil der   Morde. Ex-Präsident     Luiz Inácio Lula da Silva gehe  in die Geschichte   als „Vampiro dos  Gays“    ein. Da erschien  lobenswert, dass die neue   Regierung unter   Präsidentin   Dilma  Rousseff an 6.000 öffentlichen   Mittelschulen des   größten    bisexuellen Landes der Erde eine intensive   Aufklärungskampagne    zugunsten   der Rechte von Schwulen, Lesben und   Transvestiten starten,    einen so   genannten „kit anti-homofobia“   verteilen wollte. „Wir   machen  keine   Propaganda für sexuelle   Optionen“, erklärte dann  jedoch   überraschend die   Präsidentin, zog   den „kit“ zurück. Man  werde sich in   das Privatleben   der Leute nicht   einmischen.</p>
<p>Geplant war, den Heranwachsenden auch sehr anschauliche Videos        vorzuführen, in denen als Vorteil der Bisexualität genannt wird, doppelt        so viele Chancen zu haben, eine attraktive Person, einen        Beziehungspartner zu finden. In einem Lande immerhin, in dem entgegen        gängigen Klischees Einsamkeit ein Massenphänomen ist. Der        Stimmungswandel bei Präsidentin Rousseff, hieß es in den Landesmedien,        sei auf Druck der starken puritanischen Fraktion evangelikaler   Sekten    im   Regierungsbündnis erreicht worden. Doch nicht wenige   Brasilianer      meinen, dass man mit dem Aufklärungs-Kit bei Brasiliens    Jugendlichen     ohnehin nur offene Türen eingerannt hätte – alles  ist   den     Heranwachsenden ja aus ihrem Lebensumfeld bekannt. Die   geplante      Anti-Homophobie-Kampagne ginge an den Landesrealitäten   vorbei, weil  sie     die gravierendsten Probleme aussparte – wohl um   keine  schlafenden   Hunde   zu wecken.<br />
Einen wichtigen Hinweis hatte 2010 der brasilianische Erzbischof Dadeus        Grings gegeben, der als Problem nannte, dass die heutige    Gesellschaft     pädophil sei – und die Menschen leicht dafür anfällig.    Als  Erzbischof    konnte er schwerlich in die Details gehen. Yvonne    Bezerra  da Silva,    bildende Künstlerin und Slum-Sozialexpertin kann    das, nimmt  kein Blatt    vor den Mund. Bereits in den neunziger  Jahren   spricht sie  sich für    Sexualerziehung schon für  Siebenjährige aus,   will  Kenntnisvermittlung    über Familienplanung  für Arme an sämtlichen    Grundschulen. „Die große    Mehrheit der  Unterschichtskinder ist Teil    völlig zerrütteter Familien,    nicht  selten hausen auf nur neun    Quadratmetern zehn Personen; Jungen  und    Mädchen sehen täglich homo-    und heterosexuellen Verkehr,  betrachten    diesen Umstand gleichwohl  als   natürlich, nicht etwa als   unmoralisch oder   Sünde.“ Auch der  Umgang   mit Rauschgift sei   alltäglich. „Für die  Mädchen  gehört zu  den   gängigen Erfahrungen,  mit  acht, neun oder zehn  Jahren   vergewaltigt zu   werden. Alles ist  für sie  Teil eines bekannten  und   akzeptierten   Konzepts,  integrierender  Bestandteil ihrer Existenz.“   Als  sehr   dramatisch  stuft Yvonne Bezerra  de Mello die Situation der   Jungen    ein.  Bereits von sechs oder sieben  Jahren an ließen sie sich  von      Jugendlichen oder erwachsenen Männern  sexuell missbrauchen,  kennen bis      13 oder 14 nur homosexuellen Verkehr.  „Keineswegs selten  ist,  dass     bereits Zehnjährige zwei- bis dreimal  pro Tag Sex mit  Männern  haben –     und wie die anderen stets im Tausch  gegen  irgendetwas,  häufig     umgerechnet nur 75 Cents; im Unterschied zu  den  Mädchen,  die sich     sexuell missbrauchen lassen, als ob es ihr   Schicksal  wäre.” Nicht   wenige   Brasilianer nennen Fälle allgemein   bekannt,  dass sogar an   öffentlichen   Schulen schwächere Schüler von  den   stärkeren selbst in   Gruppen   vergewaltigt, zu Analverkehr  gezwungen   werden, was für die   Betroffenen   keineswegs selten zu  einem   lebenslangen Trauma und   gestörten Beziehungen   zum anderen   Geschlecht  führt. Denn was jene   Jungen, die sich in der   brutalen    Macho-Gesellschaft nicht gegen   Vergewaltigung wehren konnten,   durch    andere erlitten haben, wird   verbreitet, herumerzählt – mit den      entsprechenden psychologischen   Wirkungen.<br />
Den Roman „Ana in Venedig“ von Thomas-Mann-Experte Joao Silverio        Trevisan aus Sao Paulo hat vielleicht mancher gelesen – in Brasilien ist        der Autor indessen auch ein angesehener Schwulen-Aktivist, der  den       eigenen Haufen politisch unkorrekt immer wieder in die Mangel   nimmt.   Als    Brasiliens Oberstes Gericht 2011 gleichgeschlechtlichen       Partnerschaften  die gleichen Rechte zubilligt wie verheirateten       homosexuellen Paaren,  hat dies Trevisan heftig begrüßt – und       kommentiert. ”Die Menge an  verheirateten Männern, die in Brasilien ihre       Homosexualität heimlich  ausleben, ist skandalös und erschreckend      hoch.  Bei der brasilianischen  Bisexualität handelt es sich um eine      heimlich  ausgelebte Homosexualität …  Männer schlafen gerne   miteinander    – und  danach heiraten sie Frauen. Das  ist in Brasilien   historisch …    Es ist  die Scheinheiligkeit, in der wir  leben.   Brasiliens Kultur  ist    karnevalisiert. Es ist die Kultur der Maske  …   Wir benutzen die  Maske  im   Guten wie im Bösen … Die falsche    Bisexualität gehört zu  dieser  Maske …   Ich übe ernste Kritik an der    Homosexuellenbewegung.  Es ist  eine der   Elite, und was sie  erreichte,  war  durch Lobbyarbeit.  Die  brasilianische    Homosexuellengemeinde  ist  politisch entfremdet…”  Aber  warum fühlen    sich in Brasilien so  viele  Leute durch Gays  gestört,  warum gibt es  all   diese Gewalt?  „Der Macho  fühlt sich  bedroht, man  frage mich  nicht,   warum. Ich  persönlich denke,  dass  sich hinter den   ideologischen Motiven   sehr  ernste psychologische   verstecken.   Vereinfacht könnte man sagen:   Sie  sind bedroht, weil es   irgendeine   Art von Verzauberung, Anziehung    gibt, gegen die sie sich     verteidigen.”<br />
Karnevalisierte Kultur und Kultur der Maske – Trevisan gibt wichtige        Hinweise zum Verständnis soziokultureller Besonderheiten Brasiliens,    die     im Alltagsleben teils extrem widersprüchlich daherkommen. Wer    wird     schon gerne zugeben, dass ihm Analverkehr mit Tieren  unheimlich   liegt –     aber beinahe auf jedem Marktplatz, bei großen   Kabarettisten  und     Musikclowns wie Caçarola ist die verbreitete   Zoophilie ein  beliebtes     Thema. Zum „Tarado do Sertao“, einem   lustigen Forró, im  Internet leicht     zu finden, lässt es sich gut   tanzen – und mitsingen:  „Liebe machen  mit    der Eselin im Wald – ach   war das schön!“ Wer  meint, hier werde     Sensationalismus betrieben,   wird bei <em>Wikipedia Brasilien</em>  über     Zoophilie geschrieben   finden, dass im Lande bekanntlich viele  junge     Menschen   Geschlechtsverkehr mit Tieren pflegten. Hühner  überleben ihn       gewöhnlich nicht, heißt es. Gruppen von Jungen  liquidierten auf diese       Weise ganze Hühnerställe alter Frauen.  Brasilianerinnen berichten,    dass    Sexpartner ihnen gestanden hätten,  den ersten   Geschlechtsverkehr  des    Lebens mit Tieren gehabt zu haben.  Den   Frauen war diese Praxis     männlicher Jugendlicher und Männer  indessen   gut bekannt, überraschte  gar    nicht. Esel-Songs wie von  Caçarola   sind ja jedermann geläufig.<br />
Heitere Szenen würden besonders im brasilianischen Nordosten auf den        Straßen ausgelöst, wenn an Zoophilie gewöhnte Esel sich ihren  Partnern       näherten, an ihnen rieben und dadurch für jedermann das        Zoophilie-Verhältnis offenbar werde. Bekannt ist der Habitus junger        Männer, mit ihrer neuen Freundin jene Ecken von Stadt oder Dorf  zu       meiden, wo ein vorher zur Zoophilie genutzter Esel, eine Eselin        plötzlich auftauchen und diese Männer kompromittieren könnte. Ist  eine       Weide in Sicht, wo solche Esel grasen, machten diese Männer  mit  ihren      Partnerinnen schleunigst kehrt oder einen Bogen – ob im   Nordosten   oder    im südlichen Paraná. Ein bekannter Musiker   erläuterte im   Interview,  dass   Jungen im Nordosten bei Eseln die   nötige Höhe   herstellten, indem  sie   hinter den Tieren Ziegelsteine   aufschichten.   Genug der Details,    höchstens noch ein makabrer   Schlenker in die   Politik. Leonel Brizola aus    Rio, zu Lebzeiten   Vizepräsident der   Sozialistischen Internationale  und   nach eigenen   Angaben Freund von   Willy Brandt, sprengte 1994 zu  Ostern     eigenhändig einen berüchtigten   Kerker auf der paradiesischen  Ilha    Grande  in die Luft, um sich von   dunklen Punkten in seiner    politischen   Biographie zu befreien. Die   Explosion tötete, so ein    Gefängniswärter und   zahlreiche   Inselbewohner, auch etwa 300 zumeist    von Lepra und anderen     Krankheiten befallene Hunde, die von den   zuletzt  700 Häftlingen zum     Zwecke der Zoophilie gehalten wurden.</p>
<h1>Brasiliens umstrittene Wasserkraftwerke</h1>
<p>Was stimmt denn nun? Bis heute wird das Tropenland von europäischen        Öko-Parteien, Umweltorganisationen wie Germanwatch sowie vielen    Medien     heftig gelobt, weil es den Strombedarf zu etwa 80 Prozent aus        Wasserkraftwerken decke. Das sei sehr klima- und  umweltfreundlich,   es     gebe keinerlei schädliche Emissionen, der  Strom sei sauber.  Beim      Klimaschutz habe Brasilien die Nase vorn,  hieß es in  Kopenhagen.  Doch     dann kommt so ein schnauzbärtiger  Öko-Ami wie  Philip Fearnside  daher,     der als Biologe auch noch für  ein  brasilianisches  Regierungsinstitut     arbeitet, und sagt bereits  seit  1995, alles  Mumpitz – das Gegenteil  sei    richtig.</p>
<p>Die Bilder könnten ja nicht gegensätzlicher sein: Hier grausig        rauchende Schlote von Kohlekraftwerken, dort dagegen die Idylle von        Stauseen, in denen fröhliche Kinder baden und Touristendampfer sowie        Segelboote unterwegs sind. Aber so einer wie Fearnside will uns        weismachen, richtig schlimm seien die Staudämme besonders in  Amazonien,       schlimmer als die mit fossilen Brennstoffen betriebenen  Kraftwerke.     Der   geplante Staudamm von Belo Monte am Rio Xingú gar  werde eine      regelrechte  Treibhausgas-Fabrik. Komischerweise  behaupten so etwas  auch     andere  Wissenschaftler Brasiliens – aber  man muss nach ihnen      regelrecht suchen,  weil in der öffentlichen  Meinung die      Wasserkraft-Bewunderer dominieren.<br />
Dr. Sergio Pacca von der Bundesuniversität in Sao Paulo ist jedenfalls        so ein Quertreiber, der Wasserkraftwerke auch als extrem      klimafeindliche   Methan-Schleudern kritisiert. Giftiges Methan entstehe      im Staubecken –   durch Zersetzung organischer Materie mittels      Mikroorganismen unter   Ausschluss von Sauerstoff, bekommt man von Pacca      zu hören. „Je höher die   Temperatur, umso schneller läuft der    Prozess   ab. In tropischen Ländern   vermehren sich die Mikroorganismen    rascher   und bilden entsprechend  mehr  Methangas als in den  kühleren   Ländern.   Bei einem neuen Staubecken  wird  die dortige  reiche  Biomasse   überflutet  – Basis der  Methanproduktion.“  Selbst  wenn die  teilweise   noch  vorhandenen Urwälder  vorher abgeholzt   worden seien,  bleibe  noch  viel  Wurzelwerk im Boden.  Und das  entstehende  Methan,  so Pacca,  werde  an  die Atmosphäre  abgegeben,  trage sehr stark  zum   Treibhauseffekt  bei.<br />
Darauf muss man erstmal kommen, zumal das klimaschädliche Potenzial        einer Tonne Methangas laut neueren Studien 34-mal größer als das einer        Tonne Kohlendioxid ist, über das gewöhnlich immer geredet wird.     „Selbst    kleinere Mengen Methan müssen daher beim globalen  Klimawandel    wichtig    genommen werden“, so Sergio Pacca. Es sei  einfach nicht    haltbar,    Wasserkraftwerke mit anderen  Energietechnologien zu    vergleichen, ohne    den Methan-Faktor zu  berücksichtigen. Doch genau    dies geschiehe.<br />
Würden nicht Indianerstämme aus ihrem Lebensraum vertrieben, wäre Belo        Monte eigentlich gar nicht so schlecht, ist auch in Deutschland zu      hören   – Brasilien wollw sich ja schließlich entwickeln,   wirtschaftlich      wachsen, habe ein Recht darauf. Leute wie Pacca oder   gar Fearnside,    der   Amazoniens Stauwerke seit Jahrzehnten vor Ort   am intensivsten     beforscht,  kommen mit ihren Einwänden da nie vor,   was stutzig macht.  In    Brasilien  wird Fearnside auch von   Regierungsstellen kräftig  beharkt,    weil er Belo  Monte ablehnt, das   immerhin auch Ex-Präsident  Lula und    seine  Amtsnachfolgerin Dilma   Rousseff unbedingt durchziehen  wollen.<br />
Fragt man den Biologen in der drückend heißen Amazonasmetropole Manaus,        etwa 4.000 Kilometer nördlich von Sao Paulo, wie das eigentlich        funktioniert – er als Ausländer am staatlichen Nationalinstitut für        Amazonasstudien/INPE, aber in scharfer Gegnerschaft zu Brasilias        gigantomanischen Wasserkraftprojekten – kommt als Antwort nur ein   kurzes      ironisches Lachen. Vielleicht kann man einem wie Fearnside   schlecht    an   den Karren fahren – der Mann bekam den UN-Umweltpreis   „Global   500“,   dazu  den brasilianischen Öko-Nationalpreis.Darüber   hinaus   gehört   Fearnside  zur Akademie der Wissenschaften Brasiliens   und ist   weltweit   einer der  führenden Experten für Klimaerwärmung.   „Unter   jenen, die die   Erlaubnis  für alle derzeit im Bau   befindlichen     Amazonas-Wasserkraftwerke  erteilten, gibt es welche,   die alles     bestreiten, was ich sage. Ich  zitiere sie natürlich   ausführlich.“<br />
Spricht man Fearnside auf das überschwängliche Kopenhagen-Lob für        Brasilias Klimaschutzpolitik an, kommt noch so ein ironisches Lachen.        „Zwar gibt es viele Studien wie die von mir über den     Methan-Sachverhalt,    doch wird in der Presse und in politischen Reden     so oft wiederholt,    dass diese Energie sauber sei, dass die Leute     schließlich nur dies    gehört haben und sich daher nicht weiter in  die    Sachlage vertiefen. Doch    an den Fakten über die  klimaschädlichen    Emissionen ändert das  nichts.“<br />
Fearnside nutzt gerne anschauliche Beispiele – wie den Hinweis auf das        beim Öffnen einer Colaflasche zischend entweichende Gas. „Alles        organische Material, Kohlenstoff im Boden, Bäume und Wasserpflanzen        zersetzen sich auf dem Grund des Stausees – das Wasser dort ist  also       unter hohem Druck stark methanhaltig und gelangt schließlich  in die       Turbinen der Wasserkraftwerke, wo ebenfalls noch hohe  Drücke  herrschen.      Aber danach gelangen die Wassermassen dann an  die freie  Atmosphäre.    Die   im Wasser gebundenen Gase, darunter  Methan, zischen  in Bläschen    heraus  –  deshalb mein Vergleich mit  der Colaflasche.  Und die     Sicherheitsabläufe  der Stauseen wirken  auf ähnliche Weise.  So wird der     Treibhauseffekt  erheblich  befördert. In Amazonien  wirken     Wasserkraftwerke im Endeffekt   häufig schädlicher, negativer,  als die     zur Elektrizitätsgewinnung   verbrannten fossilen  Energieträger.“ Die     bereits in Amazonien   existierenden  Wasserkraftwerke produzierten daher     keineswegs  saubere  Energie,  seien in Bezug auf den Klimaschutz     keineswegs  nützlich. Belo  Monte  treibe es auf die Spitze. „Vier Monate     im  Jahr kann man wegen   tiefen Wasserstands keine einzige Turbine      betreiben, da entsteht  dann  ein Schlammbecken von 3.500      Quadratkilometern, wo üppig  Pflanzen  wachsen, die später zu Methan      zersetzt werden. Doch in  amtlichen  Umweltgutachten für Brasiliens      Wasserkraftwerke wird  stets nur der  geringe Gasaustritt über die      Wasseroberfläche  berücksichtigt, nicht der  über Turbinen und      Sicherheitsabläufe.<br />
Ebenfalls in Manaus forscht André Muggiati von Greenpeace und kann        ebenso wenig Gründe für soviel deutsches Lob an Brasilias        Klimaschutzpolitik entdecken. „Die Abholzung ist Hauptursache der        Treibhausgase aus Brasilien. Das Land ist daher der viertgrößte        Luftvergifter der Welt – nach Indonesien, China und den USA.“ Und für        den brasilianischen Umweltexperten Dr. Fabio Olmos ist jene        Germanwatch-Statistik, die Brasilien an vorderste Stelle rückt, eine        „unehrliche Form, die Situation darzustellen. Es ist unverständlich,        wieso jemand diese Germanwatch-Statistik überhaupt für bare Münze        nimmt.“<br />
Inzwischen haben Brasiliens Umweltschützer zusätzliche altbekannte        Sorgen, weil seit dem Start der Rousseff-Regierung gleich eine ganze        Serie systemkritischer Öko-Aktivisten ermordet worden ist – allein   fünf      im April bei Curitiba, drei im Juni in Amazonien. Auch ein        Menschenrechtsanwalt wurde erschossen. Entsprechend stark ist das   Klima      der Einschüchterung und Angst. Brasiliens neue      Menschenrechtsministerin   Maria do Rosario räumte ein, dass auch in      Amazonien Todesschwadronen   aktiv sind, zu denen bekanntlich      Staatsangestellte gehören. Laut   Landgewerkschaftsangaben wurden in den      letzten Jahren, also unter der   Lula-Regierung, nach 17 derartigen      Morden nicht einmal   Ermittlungsverfahren durch die Bundespolizei      eingeleitet.<br />
Indessen erhält die Rousseff-Regierung – ebenso wie die        Vorgängerregierung – aus Europa, darunter Deutschland, sehr viel Lob und        wird ausdrücklich als modern und progressiv eingestuft. Das wird     wohl    mit dem neoliberalen Wertewandel zusammenhängen. Auf dem     UNO-Index  für   menschliche Entwicklung rangiert Brasilien jedenfalls     nur auf  Platz 73,   und die UNO-Bildungsstatistik verzeichnet das     Tropenland gar  erst an  93.  Stelle. Aufschlussreich ist da, welche     Länder bessere  Plätze  belegen:  Iran (89), Saudi-Arabien (84),     Botswana (81), Libyen  (66),  Bolivien  (61), Bahrein (49), Argentinien     (40) Kuba (16).</p>
<h1>Brasiliens beneidenswerte (relative) Pressefreiheit</h1>
<p>Die Presselandschaft des Tropenlandes bietet ein eher erfreuliches        Bild. Investigativer Journalismus ist auffällig stark in   Qualitäts-und      Alternativmedien – unabhängig agierende Reporter und   Redakteure      widersetzen sich den weltweit üblichen  Medien-Eingriffen  durch Parteien      oder Regierungsfunktionäre und  enthüllen  kontinuierlich gravierende      Skandale um Machtmissbrauch  und  Korruption an der Staatsspitze.  Auch  der    Libyenkrieg zeigt es   plastisch – es gibt viel weniger  Mainstream  als   in  Deutschland.</p>
<p>Kurz vor seinem Abtreten sorgte Staatschef Lula Ende 2010 für ein        kommunikationswissenschaftlich bemerkenswertes Faktum: Vor Vertretern        großer Auslandsmedien, besonders aus der Ersten Welt, lobte er in   Rio   de    Janeiro die internationale Presse geradezu euphorisch für   ihre      Berichterstattung über das heutige Brasilien. Die günstige    Darstellung     sei verantwortlich für das gute Image, das das Land    derzeit im Ausland     habe. Die brasilianischen Landesmedien    kommentierten Lulas Auftreten     teils tief ironisch – denn die    Auslandskorrespondenten behandelte er     völlig anders als die    nationale Presse, die er konstant und sogar  wütend    kritisierte, ihr    sogar vorwarf, ihn zu verfolgen oder nicht  die guten    Seiten seiner    Regierung zu zeigen. Auffällig war gerade in  den  letzten   Jahren:  Je   schärfer die Kritik von innen an Lula, dessen   Arbeiterpartei    und   seiner Chefministerin Dilma Rousseff, inzwischen   Nachfolgerin im      Präsidentenpalast, umso lauter das Lob von außen.<br />
Noch mitten im Präsidentschaftswahlkampf von 2010 ärgerte sich Lula        öffentlich heftig über Zeitungsenthüllungen, die ihn zum Entlassen von        Regierungsmitgliedern zwangen: Wunschkandidatin Dilma Rousseff   hatte    für   ihren Chefministerposten eine enge Freundin, Erenice   Guerra,    bestimmt.   Lula nahm sie zunächst in Schutz, würdigte ihre   „enormen    Leistungen  für  das Land“. Doch Brasiliens investigative   Journalisten    förderten Tag  für  Tag mehr belastendes Material gegen   Erenice Guerra    zutage – bis  Lula sie  schließlich feuern musste.  Und  Dilma Rousseff    bricht bereits  im ersten  Amtsjahr sämtliche   Entlassungsrekorde,    rutscht mit ihrer  ganzen  Regierung in eine   tiefe Korruptionskrise.    Wegen  Presseenthüllungen  musste sie sich   zuerst ausgerechnet von ihrem    engen  Freund,  Wahlkampfleiter und   wichtigstem Minister, dem Chef  des    Zivilkabinetts,  Antonio Palocci,   trennen. Dann stürzten der     Transportminister und über  zwanzig   weitere hohe Regierungsfunktionäre.     Die Liste der Gefeuerten  wird   fast täglich länger.<br />
Ohne wache, unabhängig agierenden Journalisten wäre im heutigen        Brasilien kaum ein realistischer Einblick in die weiter von Lula        mitbestimmte Regierungsarbeit unter Dilma Rousseff möglich. Aber immer        noch ist eine Unmenge zwielichtiger Figuren auf höchsten Posten.<br />
Brasiliens Presse unterscheidet sich soziokulturell erheblich von der        mitteleuropäischen. Der Mainstream wird häufiger durchbrochen, das        sachliche Gegenüberstellen von Positionen und Beobachtungen ist   normal.      Die Scheu vor unbequemen Fakten ist geringer, die   Schilderung  selbst     schockierender Alltagstatsachen gewöhnlich   authentischer,   unbefangener    und weit weniger <em>politisch korrekt</em>.   Als Anfang   2011 bei einem    Häftlingsaufstand Menschen geköpft   wurden, zeigten   Landesmedien die    abgeschlagenen Köpfe, um den   Brasilianern ein   realistisches Bild der    gravierenden   Menschenrechtsverletzungen zu   vermitteln.<br />
Brasiliens Qualitätsmedien stellen auch den Libyenkrieg anders dar als        der mitteleuropäische Mainstream – sie wiesen sofort auf die  zivilen       Opfer der Bombardements hin, nannten als Hauptmotiv der     Militäraktionen    strategische Ressourcen wie Erdöl und betonten     Parallelen zu den unter    einem Vorwand begonnenen Irakkrieg.<br />
Doch es gibt auch die andere Seite der Medaille. Eine Fundamentalkritik,        wie sie die Universitätsprofessorin Zilda Iokoi, eine frühere        politische Gefangene, auf einer Tagung des Goethe-Instituts Sao Paulo        äußerte, ist durchaus zutreffend: „Die großen tonangebenden  Medien       Brasiliens berichten systematisch über viele brisante  Fakten nicht –   und     das ist Zensur. Neun Familien beherrschen das  nationale   Mediensystem  –    man liest nur, was die Zeitungsbosse  wollen. Oft   schreiben    Journalisten  über Unerwünschtes, doch deren  Texte werden   gekürzt,    zensiert. Mir sagen  Journalisten beim  Interview immer   wieder: Ich weiß    aber nicht, ob es  gedruckt,  gesendet wird.“ Welchem   Kollegen in    Mitteleuropa kommt dies  nicht  irgendwie bekannt vor …<br />
Vieles, was große kommerzielle Medienkonzerne wie „O Globo“ trotz        hervorragender, mit zahlreichen Publizistik-Preisen geehrter        investigativer Journalisten nicht liefern – oder nicht liefern wollen,        kommt allerdings seit Jahren wenigstens teilweise von alternativen        Internet-Medien, darunter der befreiungstheologisch orientierten        Nachrichtenagentur ADITAL, von der Wochenzeitung „Brasil de fato“  oder       der Radioagencia NP. Längst sind Brasiliens Leitmedien  gezwungen,    Blogs    und Community Media zu verfolgen und dort  geäußerten  Vorwürfen      nachzugehen.<br />
Anfang 2011 erinnerte Brasiliens nationaler Presseverband ANJ in        ganzseitigen Anzeigen an die enorme Leistung jener investigativen        Journalisten, die Lulas größtes politisches Desaster, den so genannten        Mensalao-Skandal um Parteien-und Abgeordnetenkauf, an die      Öffentlichkeit   brachten. Lula drohte sogar die Amtsenthebung – in      nicht wenigen   Auslandsmedien wurde das Thema indessen auf sehr kleiner      Flamme   gehalten. Gleiches galt für die auffällig engen      freundschaftlichen   Beziehungen des angeblich linksorientierten      Ex-Gewerkschaftsführers   ausgerechnet zu Oligarch José Sarney, Ex-Chef      der Folterdiktatorenpartei   ARENA, starker Mann des rechtsgewirkten      Partido do Movimento   Democrático Brasileiro (PMDB) und  wichtigster     politischer   Regierungspartner auch derzeit unter Dilma  Rousseff.  Als    Lula von einem   Journalisten auf die Unterstützung  durch die     „Sarney-Oligarchie“   angesprochen wurde, entgegnete er  irritiert und     verärgert: „Sie müssen   sich medizinisch behandeln  lassen, vielleicht     eine Psychoanalyse machen,   um das Vorurteil zu  vermindern.“ Für die     Hilfe der Sarney-Gruppe sei  er  durchaus  dankbar.<br />
Ein Hinweis darauf, dass in Brasilien die Uhren in der Politik und auch        im Journalismus tatsächlich anders gehen als in Mitteleuropa, sind       zudem  die vom Steuerzahler finanzierten Ausgaben für    Propagandaanzeigen    der  Regierung, etwa in den Zeitungen, die    unverhältnismäßig hoch   sind.  Sie  übersteigen ganze Sozialetats – bei    fortdauerndem Hunger und    weiter  rasch wachsenden Slums.<br />
Kritik einheimischer Journalisten geht jedoch nur zu oft ins Leere, wird        kaum wahrgenommen. Laut José Arbex, Kommunikationsexperte und        Universitätsprofessor aus Sao Paulo, verhinderte der Mensalao-Skandal        die Wiederwahl Lulas nicht, weil dieser von einer   Gesellschaftsschicht      unterstützt werde, die keine Zeitung lese und   sich daher nicht    betroffen   fühle. Aus dem gleichen Grunde habe  auch  der Skandal um    Erenice Guerra   keine größeren nachteiligen   Wirkungen für die Wahl von    Dilma Rousseff   gehabt.<br />
Ein TV-Wahlkampfspot zeigte die Verhältnisse ebenfalls exemplarisch: In        der UNO-Vollversammlung von New York erheben sich Staatschefs,        Außenminister und Diplomaten von den Plätzen und jubeln Lula stehend   zu.      Brasilianische Journalisten gingen der Sache nach. An jenem  Tag       nahmUNO-Generalsekretär Kofi Annan seinen Abschied und erhielt        entsprechende Ovationen. Wahlkampfmanager montierten diese hinter  den       nur schwach applaudierten Lula-Auftritt. Als vorhersehbar   beschrieben      und kommentierten lediglich zwei, drei   Qualitätszeitungen diesen  alten     PR-Trick und zitierten   Oppositionspolitiker, die von „großem   Betrug“,    Verletzung der   Wahlgesetze und „lächerlichen Lügen“ sprachen   – weitere    Reaktionen   der Öffentlichkeit gab es nicht.<br />
Doch Qualitätszeitungen sind im größten Teil des Landes gar nicht        erhältlich. Und Manipulationen dieser Art werden auch dadurch        erleichtert, dass aufgrund des laut Intellektuellen und kirchlichen        Menschenrechtsaktivisten absichtlich niedrig gehaltenen  Bildungsniveaus       drei Viertel der Erwachsenen nicht in der Lage  sind, einen simplen       Zeitungs- oder Buchtext auch nur zu lesen,  geschweige denn zu    verstehen.    So hat gemäß Umfragen das Gros der  Pflichtwähler gar nicht    begriffen,    um was es bei den zahlreichen  Korruptionsskandalen um    Lula und dessen    Regierung eigentlich ging –  Skandale immerhin, die  in   Ländern wie    Deutschland zu enormer  öffentlicher Empörung geführt    hätten. Auch die     Wirkungsmöglichkeiten alternativer  Internet-Medien   sind dadurch stark     eingeschränkt.<br />
Die Interamerikanische Pressegesellschaft (SIP) hat Attacken von Lula        und anderen hohen Politikern auf unbequeme Landesmedien scharf        verurteilt. Angesehene Diktaturgegner veröffentlichten sogar ein        „Manifest zur Verteidigung der Demokratie“, warfen Lula „Autoritarismus“        vor und wandten, wenden sich gegen offene und verdeckte       Einschüchterung  von Journalisten.<br />
Die Auslandsmedien ignorieren derartige Vorgänge in der Regel ebenso wie        die alltäglichen gravierenden Menschenrechtsverletzungen,  darunter       landesweite, systematische Folter durch  Staatsangestellte, das  Wüten   der    Todesschwadronen, die  Scheiterhaufen von Rio de Janeiro,  die      Massengräber für  „Nichtidentifizierbare“, die  außergerichtlichen      Exekutionen.  Brasiliens Qualitätsmedien  berichten darüber detailliert      und  kontinuierlich, kritisierten auch  die jüngsten Slum-Besetzungen  von      Rio de Janeiro durch Militär und  Polizei erstaunlich scharf. Von       Auslandsmedien kommt dagegen fast  nur Lob.<br />
Entsprechend zufrieden ist Brasilia, das in den letzten Jahren        erhebliche Summen in die Auslandspropaganda investierte. Laut        Wirtschaftszeitschrift <em>Brasil Economico</em> wurden allein 2009        umgerechnet über 40 Millionen Euro verausgabt. Zitiert wird ein        Regierungsfunktionär Brasilias: „Unsere Priorität ist, Brasiliens Image        als das einer großen, sozial, politisch und wirtschaftlich  stabilen       Demokratie zu stärken.“ Auch die Inlandspropaganda wurde  unter der       Lula-Rousseff-Regierung enorm forciert. 2003, zum  Amtsantritt,  hätten      499 Medien Regierungsgelder für  Propaganda-Verbreitung  erhalten,  2009     seien es indes schon 7.047  Medien gewesen, heißt es  in  kritischen     Analysen. Viele  brasilianische Politiker besäßen   Zeitungen, Radio-und      TV-Stationen, und zahlreiche Medien seien von   Regierungspropaganda      regelrecht abhängig.<br />
Für Propagandazwecke ausgegebene Mittel fehlen dann natürlich für die Hunger-und Elendsbekämpfung, für Bildung und Gesundheit.<br />
Nicht ungewöhnlich ist schließlich, dass hohe Politiker, gegen die        ermittelt wird, Medien gerichtlich untersagen lassen, darüber zu        berichten.<br />
Fast täglich drucken die Zeitungen aber weiterhin interessante,        unbequeme, gut fundierte Texte, die Brasilienklischees und offiziellen        Versionen widersprechen. Als die Lula-Rousseff-Regierung weltweit        verbreiten ließ, dass die internationale Wirtschafts-und  Finanzkrise   auf     Brasilien nur geringe Auswirkungen gehabt habe,  belegten     investigative   Journalisten just das Gegenteil, weisen auf      Rekordentlassungen, den   Stopp vieler Industrieprojekte, auf      Exportprobleme und   Deindustrialisierung sowie auf geschönte offizielle      Statistiken hin.<br />
Und Wikileaks rennt mit seinen Brasilien-Enthüllungen bei den        einheimischen Journalisten lediglich offene Türen ein. Leere        antiamerikanische Rhetorik Brasilias wurde stets gegeißelt und die jetzt        bekanntgewordene, ans Weiße Haus gerichtete „Bitte um Verständnis     für    Sprüche gegen die USA in Wahlkampfzeiten“ daher genüsslich     zitiert.  „Es   existierten zwei Beziehungen zwischen Brasilien und den      Vereinigten   Staaten während der acht Lula-Jahre im     Präsidentenpalast“,  analysierte   Fernando Rodrigues von der <em>Folha de Sao Paulo</em>,      Brasiliens  größter  Qualitätszeitung. „In der Öffentlichkeit gab  es     Prügel für die   Nordamerikaner – im vertraulich-privaten Umgang      indessen Liebkosungen   für die Brüder im Norden.“ In der  Öffentlichkeit     dominiere zwar ein   bestimmter infantiler  Antiamerikanismus – im     Wirtschaftlichen dagegen   die Anerkennung  der Hegemonie des Partners.     „Im kulturellen Bereich, um   die  Schizophrenie komplett zu machen,     sieht man sogar eine    enthusiastische Übernahme von Sitten,  Gebräuchen,    Moden.“<br />
Dr. Claudio Guimaraes dos Santos in Sao Paulo zählt zu den wichtigsten        Denkern Brasiliens und liefert zum Verständnis der  widersprüchlichen       (Medien-)Realität des Landes wichtige Argumente:  „Das Volk schaut   den     schockierendsten Skandalen stumm zu – die  immense Passivität  des      Brasilianers wird teils durch fehlende  Bildung und Kultur   verursacht. Es     fehlt Bewusstsein dafür, dass  man eine solidarische   Gesellschaft     aufbauen müsste. Die  brasilianische Demokratie ist   krank. Eine der     Säulen der  Demokratie, der freie, mündige,   kritische, bewusste Bürger,      existiert in Brasilien nicht. In den   letzten zweihundert, dreihundert      Jahren hat man eine unkritische   Masse geschaffen – unfähig, zu      entscheiden. Unsere Eliten sind immer   kulturloser, ungebildeter.  Niemand     mag schlechtes, verdorbenes   Essen – doch schlechte  Informationen     schlucken alle massenweise und   völlig unkritisch.  Hier fehlt     intellektueller Dialog. Ich fordere   meine Kollegen  stets auf: Wenn ihr     es nicht aussprecht, wer wird es   dann tun? Der  Fußballer, der     Pagodesänger, der schlechte Politiker,   der jede  Chance zum Reden sofort     nutzt? Wenn wir schweigen,   beherrschen  diese Leute die Szene. Deshalb     dürfen wir auch Risiken   nicht  scheuen!“</p>
<h1>Juden in Sao Paulo</h1>
<p>Als Deutschlands Bundespräsident Christian Wulff 2011 die chaotische        Megacity, Lateinamerikas führenden Wirtschaftsstandort mit über    1.200     deutschen Firmen besucht, wird am Ankunftstag im Zentrum ein      Obdachloser   lebendig verbrannt, am Abreisetag ein weiterer. In Sao      Paulo wüten   Todesschwadronen der Militärpolizei, gibt es   Massengräber,    über 2.000   grauenhafte Slums mit Hunger und Lepra,   prostituieren   sich  schon   zehnjährige Mädchen für weniger als einen   Euro, um Crack   zu  kaufen – und   vor aller Augen in ganzen Horden zu   konsumieren. Man   muss  sich diese   Zustände vergegenwärtigen, die  von  den allermeisten    Paulistanos   apathisch-passiv hingenommen oder   sogar verdrängt  werden,   um Situation   und Rolle der etwa 70.000   Juden im Menschenmeer  der elf,   zwölf Millionen   zu verstehen. Denn   diese „judeus“ scheinen  schärfer  zu  diskutieren,   sich effizienter   zu engagieren, bringen  Resultate,  von  denen dann alle,   ob Arme oder   Reiche, etwas haben.  Lateinamerikas   bestes Hospital, ein     Riesenkomplex namens „Albert  Einstein“ im  Viertel  Morumbi, haben die     Stadt-Juden errichtet –  geleitet wird es  von dem  weltbekannten   Mediziner   Claudio Lottenberg,  Präsident der  jüdischen  Gemeinde ganz   Brasiliens.</p>
<p>Der in Israel geborene Oded Grajew aus Sao Paulo, Erfinder, Aktivist        des Weltsozialforums, verweist auf dessen Bedeutung für die   jüngsten      arabischen Entwicklungen. „Für jene, die das   Weltsozialforum und   unsere    Spezialforen in Ägypten oder Tunesien   mit Interesse und   Sensibilität    frequentierten, ist alles, was   derzeit in der arabischen   Welt  geschieht,   keinerlei Überraschung.“<br />
Und dann Pedro Herz, dessen Kulturkaufhäuser, mit Kinos, Theatern,        Kursen und Konzerten in ganz Brasilien tonangebend sind. In einem Land        des Analphabetismus, in dem sogar ungezählte Uni-Studenten in  ihrem       Leben nicht einen einzigen Roman lasen, wird der  Deutschstämmige  zum      Kulturpionier – die größte „Livraria Cultura“  Sao Paulos ist  selbst  am     Wochenende voll wie ein Supermarkt, dort  kaufen sogar       lateinamerikanische Staatspräsidenten. „Da bin ich  stolz drauf – wir       verkaufen Ideen!“, sagt Pedro Herz.<br />
Nachvollziehbar daher, dass viele im kosmopolitischen Sao Paulo die        jüdische Gemeinde bewundern, stark und gut organisiert empfinden,        ausdrücklich als ein Beispiel für die anderen Einwanderergemeinden        nennen. Die Juden, heißt es, seien sich einig im Kampf für        Menschenrechte, bei der Hilfe für Bedürftige, leisteten gerade im        öffentlichen Gesundheitswesen, das außerhalb Sao Paulos oft katastrophal        sei, ganz Erstaunliches, weit über ihr Einstein-Hospital hinaus.   Ob     das  den „judeus“ bewusst ist, in einer von Desorganisation und        Laissez-faire geprägten Gesellschaft? Redet man mit ihnen, fällt  das       hohe Maß an Selbstkritik auf, das Messen an höchsten    Qualitätsmaßstäben.     Für Außenstehende scheint die seit über hundert    Jahren existierende     Gemeinde stabil zu sein – die Juden selbst    beobachten indessen   Rückgang,   gar Schwächung. Viele, die teils noch    vor den Nazis aus   Deutschland   flohen, erleben bestürzt, dass ihre    hoch qualifizierten   Kinder just in   dieses Land, doch auch in die    USA, nach Australien und   selbst Israel   auswandern, weil sie in    Brasilien keine  Arbeitsmarkt-und  Lebenschancen   sehen. Würde die     wirtschaftlich-soziale Lage besser,  sagt Nelson   Rozenchan, Direktor     des jüdischen Peretz-Gymnasiums, kämen  viele Juden   zurück oder     migrierten gar hierher. Manche junge Juden  Sao Paulos sagen   ihren     Eltern unumwunden, dass sie in einem Land mit  solch einer       reaktionären politischen Klasse, unglaubwürdigen  Politikern, soviel       Unehrlichkeit, ungesundem gesellschaftlichem Klima  nicht leben wollen  –      und weggehen. Rozenchan nennt Zahlen: Vor 20  Jahren gab es in  den      jüdischen Schulen von Sao Paulo etwa 5.000  Heranwachsende,  heute  nur     noch rund 3.000. In die Synagogen kamen an  den Festtagen  bis zu   8.000    Juden, heute nur noch etwa 5.000. „Vielen  in Sao  Paulo   Geborenen ist  es   anders als den vor Pogromen, dem  Nazismus    Geflohenen leider nicht  mehr   so wichtig, ihre jüdische  Identität zu    zeigen, zu stärken, zu  betonen –   sie nutzen die Synagoge  nur noch    bei Taufe, Heirat Tod.  Viele Juden   geben ihr Judentum auf.“<br />
Medienmacher Roni Gotthilf sieht seine Gemeinde im gigantischen,        unübersichtlichen Sao Paulo in kleine Inseln zerstreut, deren Bewohnern        es lediglich um die eigenen Interessen, vielleicht auch die der      eigenen   Synagoge gehe. Gotthilf fiele es schwer, die Interessen der      gesamten   Gemeinde klar zu benennen – doch dass sie schrumpft,  steht     für ihn außer   Zweifel. Viele Juden haben sich assimiliert,  dem     Lebensstil der  anderen  Brasilianer angepasst – in einer von  Stress,     Hektik,  Kriminalität und  überraschend viel Einsamkeit  geplagten     Metropole.  Junge Juden heiraten  immer öfter Nicht-Juden,  schicken ihre     Kinder  nicht mehr in jüdische  Schulen, stehen dem  Judentum ihrer     Eltern fern.  „Im neoliberalen Kontext  der heutigen  Welt kann man     sicher  relativieren.  In Sao Paulo gehen die  Leute  eher oberflächlich      miteinander um – wogegen wir Juden enger   zusammenleben, besser      zusammenhalten. Doch das Klima hier prägt  alle:  Wenn die Gesellschaft      egoistisch und individualistisch ist,  sind wir es  in gewisser Weise      dann eben auch.“<br />
Durch die schicke Rua Oscar Freire ziehen bei Tropenhitze Gruppen        orthodoxer Juden in schwarzem Anzug mit Weste, schwarzem Mantel und        Filzhut, umringt von ihren Kinderscharen. Die Familien haben fünf bis        sieben Sprösslinge – Liberale, Reformisten oder Konservative  bringen   es     dagegen auf höchstens zwei. Die Orthodoxen, etwa 15  Prozent der       Gemeinde, gleichen den Rückgang nicht aus und sind,  wie Roni  Gotthilf      betont, gar nicht gut angesehen. Andere  relativieren,  sehen bei  aller     Kritik auch positive Aktivitäten,  wie die der   Hilfsorganisation Ten  Yad    mit über 300 Freiwilligen  und einer   Garküche, die zudem  Sozialprojekte    der Präfektur leitet  und durchweg   öffentliches Lob  erntet. Die   orthodoxe  Kleiderordnung  gilt  indessen  als lächerlich und  für die   jüdische  Gemeinde  blamabel.  „Wer sogar  bei schwüler Hitze  mit diesen   dicken,   hochgeschlossenen  Klamotten  rumläuft, leidet,  schwitzt, ermüdet    rasch –  das ist doch  kein  Judaismus, sondern  Fundamentalismus!“,    lauten  drastische  Kommentare.  Andere halten den  Orthodoxen zugute,  dass   sie  besonders  intensiv  versuchen, junge  abgedriftete Juden  ins   Gemeindeleben   zurückzuholen,  deren jüdische  Identität  wiederzubeleben.<br />
Der konservative Schuldirektor Nelson Rozenchan stellt unbequeme Fragen.        „Zehn Rabbiner haben zur Abtreibung zehn verschiedenen     Auffassungen.“    Jetzt, nach Bin Ladens Tötung, erhitzt ihn das Thema     Folter. „Wäre  ich   absolut sicher, dass Folter Menschenleben rettet,     würde ich sie    anwenden! Ich habe in Israel selbst erlebt,wie es   durch   Folter gelang,    aus Jordanien eindringende Terroristen zu   fangen und   dadurch etwa 50    Menschen vor dem Tod durch   Selbstmordattentate zu   bewahren. An dieser    Lebenserfahrung kann ich   nicht vorbei!“<br />
Mag die Mitgliederzahl der Gemeinde auch abnehmen, die Zahl ihrer        identitätsstiftenden Aktivitäten nicht. Herausragend wirkt dabei Sao        Paulos  Hebraica-Klub, das größte jüdische Gemeindezentrum außerhalb        Israels, eine grüne Oase im Betonmeer der Megacity. Viele der   jährlich      etwa 700 Veranstaltungen, ob Theater, Filmfestival,   Konzerte oder    Sport,   laufen hier – dazu immer neue Aktionen gegen   den    Antisemitismus.   Niemand in Lateinamerika hat soviel über      Antisemitismus geforscht und   publiziert wie Maria Luiza Tucci Carneiro      von der Bundesuniversität Sao   Paulo. „Die Gemeinde ist sehr   besorgt    über zunehmenden Antisemitismus   nicht nur in Brasilien,   sondern vor    allem in Europa – will, dass endlich   auch die Regierung   mehr  dagegen   tut.“ Der Lula-Regierung wird von den   Juden  allgemein   vorgeworfen,   nicht eben hilfreich gewesen zu sein – des     Staatschefs  Freundschaft   zum Holocaust-Leugner Ahmadinedschad  spreche    Bände.  Neonazi-Gruppen   wüchsen täglich mehr in Brasilien,   nazistische    Symbole, Figuren von   Hitler und Himmler würden für 350   Euro ganz offen    in Sao Paulo   verkauft, Antisemitismus entlade  sich  auf bizarrste  Weise.   Taxifahrer   schimpfen, an Sao Paulos   irrwitzigen Verkehrsstaus  seien nur   die  Juden  schuld. Im auch von   15.000 Juden bewohnten  Viertel   Higienopolis   schimpft ein Vater   lautstark in der  Impf-Schlange, dass er   nur wegen   dieser   „verdammten Juden“ solange  warten müsse. „Den  Impfstoff  für   dein   Kind hat ein Jude entwickelt“,  kontert ein  Kipa-Träger. Sei  der     dann auch ein „judeu maldito?“ Der  Vater wird ganz  still.</p>
<h2>Brasilien, siebtgrößte Wirtschaftsnation,  flog aus      Ländergruppe(low- and middle-income countries), die  Aids-Infizierte am      besten betreut, laut Landesmedien. “Nur zwischen 60%  und 79% der      HIV-Patienten werden behandelt.” Öffentliche Gesundheit  unter      Lula-Rousseff. Sinkende Gesundheitsausgaben. Aids in  Lateinamerikas      größter Demokratie &#8211; offizielle Versionen und Realität. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11698" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><strong>Unter Bezug auf ein neues Dokument  der  UNO-Organisation      Unaids hieß es, elf Länder, darunter Chile, Cuba und  Namibia,      verteilten an mindestens 80 Prozent der Infizierten  entsprechende      Aids-Medikamente. Brasilien folge nunmehr erst in der  nächsten      Länderkategorie. Laut Schätzungen wüßten bis zu 300000  Brasilianer      nichts von ihrer Aids-Infektion. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-probleme-beim-bekampfen-der-aids-epidemie-aus-expertensicht/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-probleme-beim-bekampfen-der-aids-epidemie-aus-expertensicht/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/29/brasilien-und-aids-2010-laut-offiziellen-angaben-rund-12000-aids-tote-daten-regierungsunabhangiger-institutionen-uber-tatsachliche-zahl-noch-nicht-vorhanden-analsex-gefahrlicher-risikosex-in/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/29/brasilien-und-aids-2010-laut-offiziellen-angaben-rund-12000-aids-tote-daten-regierungsunabhangiger-institutionen-uber-tatsachliche-zahl-noch-nicht-vorhanden-analsex-gefahrlicher-risikosex-in/</strong></a></p>
<p><strong>“Erfolge im Kampf gegen Aids”.</strong></p>
<p><a href="http://www.blickpunkt-lateinamerika.de/nachrichten/msgf/brasilien:_erfolge_im_kampf_gegen_aids.html"><strong>http://www.blickpunkt-lateinamerika.de/nachrichten/msgf/brasilien:_erfolge_im_kampf_gegen_aids.html</strong></a></p>
<p><strong>“Der Aids-Musterschüler”.</strong></p>
<p><a href="http://www.blickpunkt-lateinamerika.de/hintergrund/msgf/brasilien%3A_der_aids-musterschueler.html"><strong>http://www.blickpunkt-lateinamerika.de/hintergrund/msgf/brasilien%3A_der_aids-musterschueler.html</strong></a></p>
<p><a href="http://www.aerztekammer-hamburg.de/funktionen/aebonline/pdfs/1189066547.pdf"><strong>http://www.aerztekammer-hamburg.de/funktionen/aebonline/pdfs/1189066547.pdf</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach3.JPG" alt="cach3.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/19/willkommen-im-paradies-brasilien-boomt-die-faz-uber-das-freudenfest-fur-ronaldinho-gaucho-in-rio-am-tag-nach-der-katastrophennacht-mit-uber-700-toten/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/19/willkommen-im-paradies-brasilien-boomt-die-faz-uber-das-freudenfest-fur-ronaldinho-gaucho-in-rio-am-tag-nach-der-katastrophennacht-mit-uber-700-toten/</strong></a></p>
<p><strong>Slum in Sao Paulo, November 2011. Gemäß europäischen       Sichtweisen hatte Lateinamerikas größte Demokratie Brasilien die       Finanz-und  Wirtschaftskrise von 2008/2009 recht gut überstanden.</strong></p>
<p><a href="http://www.adveniat.de/blog/?p=960"><strong>http://www.adveniat.de/blog/?p=960</strong></a></p>
<p><strong>Die Aidslage in Brasilien aus Sicht der Franziskaner vor Ort &#8211;       wird die Zahl der Aidstoten korrekt registriert?  Warum Brasilien    aus    der Ländergruppe flog…</strong></p>
<p><strong>“Proportion of eligible population receiving antiretroviral       therapy in low- and middle-income countries at the end of    2010?(UNAIDS)</strong></p>
<table cellpadding="0" cellspacing="0" border="1">
<tr>
<td valign="top" width="361">60%—79%ArgentinaBrazilCosta RicaDominican RepEcuadorEthiopiaGeorgiaKenyaMexicoParaguayRomaniaSwazilandThailand<strong>Uruguay </strong><strong>Zambia </strong></td>
<td valign="top" width="277"><strong>&gt;80% </strong><strong>Botswana </strong><strong>Cambodia </strong><strong>Chile </strong><strong>Comoros </strong><strong>Croatia </strong><strong>Cuba </strong><strong>Guyana </strong><strong>Namibia </strong><strong>Nicaragua </strong><strong>Rwanda </strong><strong>Slovakia </strong></td>
</tr>
</table>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<h2>Brasiliens hochgelobte Aids-Politik:  Öffentliche Proteste       landesweit gegen das Fehlen von mindestens vier  Medikamenten des       Aids-Cocktails, laut nationalen Medien. “Für die  Infizierten ist es das       Todesurteil, die sterben dann eben weg.” Indianer  und Aids. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=5157" title="Beitrag bearbeiten">**(2010)</a></h2>
<p><strong>Wie es heißt, fehlen die Medikamente Abacavir,  Lamivudina,       Nevirapina, Zidovudina, Efavirenz. “Das ist die Zerstörung  eines  als      beispielhaft bezeichneten Programms”, sagte William Amaral,   Leiter      eines Forums von Aids-NGO in Rio de Janeiro gegenüber der  Presse.  ”      Aids-Medikamente fehlten keineswegs zum erstenmal.  Angesichts der       zunehmend heftigeren Kritik in Brasilien an der  nationalen       Aids-Bekämpfung nimmt in Mitteleuropa das Lob an  Brasilias Aids-Politik       weiter zu.</strong></p>
<p><strong>Katholische Aids-Expertin im Website-Interview in Manaus:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/29/fehlende-aidsmedikamente-in-brasilien-fehlende-arzte-fur-aidskranke-fur-die-infizierten-ist-es-das-todesurteil-die-sterben-dann-eben-weg-kritik-von-experten-und-kirche/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/29/fehlende-aidsmedikamente-in-brasilien-fehlende-arzte-fur-aidskranke-fur-die-infizierten-ist-es-das-todesurteil-die-sterben-dann-eben-weg-kritik-von-experten-und-kirche/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/03/fehlende-aids-medikamente-in-brasilien-aids-ngo-beklagen-seit-jahren-mangelhafte-medizinische-versorgung-von-infizierten/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/03/fehlende-aids-medikamente-in-brasilien-aids-ngo-beklagen-seit-jahren-mangelhafte-medizinische-versorgung-von-infizierten/</a></p>
<h2><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/04/josefranciscofrei.jpg" alt="josefranciscofrei.jpg" /></h2>
<p><strong>José Francisco in Sao Paulo beim Website-Interview.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/22/der-papst-und-die-kondome-fortdauernde-desinformation-uber-katholische-praxis-bei-aids-pravention-kirchliche-kondomverteilung-seit-16-jahren-in-brasilien-dem-grosten-katholischen-land-unterstellt/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/22/der-papst-und-die-kondome-fortdauernde-desinformation-uber-katholische-praxis-bei-aids-pravention-kirchliche-kondomverteilung-seit-16-jahren-in-brasilien-dem-grosten-katholischen-land-unterstellt/</a></p>
<p><strong>Franziskaner José Francisco &#8211; Hintergrund:</strong></p>
<h2>Aids-Tod und fehlende Aids-Medikamente in Brasilien: Franziskaner        und Aids-NGO beklagen seit Jahren mangelhafte medizinische  Versorgung       von Infizierten. ”Wahrheit über Aids-Epidemie wird  versteckt”.</h2>
<p><strong>InÂ europäischen Medien wird seit Jahren das staatliche        brasilianische Aids-Programm als vorbildlich hingestellt und zudem        behauptet, die Gratis-Versorgung  Aids-Infizierter mit dem        Medikamenten-Cocktail sei garantiert. Wie der für die Sozialprojekte der        Franziskaner Sao Paulos verantwortliche Ordensbruder José   Francisco     dos  Santos gegenüber dieser Website erklärte, trifft dies   nur   teilweise   zu,  sterben deshalb Aids-Patienten, die den     Medikamenten-Cocktail    unbedingt ganz regelmäßig einnehmen müssen. </strong></p>
<p><strong>Laut Frei Santos war die Medikamentenversorgung der        Aidspatienten 2007 im reichsten brasilianischen Teilstaat Sao Paulo so        schlecht, daß über einen Monat der Medikamenten-Cocktail  schlichtweg       nicht ausgeteilt wurde. Die Franziskaner und Aids-NGO  seien   daraufhin     Ende 2007 gegen die Regierung vor Gericht gezogen,  um die   Einhaltung  des    entsprechenden Gesundheitsgesetzes zu  erreichen. Die    brasilianischen    Aids-Statistiken seien sehr  ungenau, die wahre    Datenlage werde    versteckt. Es existiere  verständlicherweise kein    politisches Interesse,    die Wahrheit über  die Aids-Situation    offenzulegen. Die behauptete    Qualität der  Aidspatienten-Versorgung    existiere nicht. Aids betreffe in     Brasilien heute vor allem die    Armen. Wenn indessen jemand an einer     Krankheit sterbe, die er sich    durch die Immunschwäche zugezogen  habe,    werde Aids auf dem    Totenschein nicht als Todesursache  benannt, sei nur    zu oft  gar nicht    bekannt, daß er Aids-infiziert  gewesen sei. </strong></p>
<p><strong>Bereits 2006 hatte das auf Aidspatienten spezialisierte        Hospital ”Gaffrée e Guinle” in Rio de Janeiro gegenüber der Presse        beklagt, daß wegen fehlender Medikamente Aids-Kranke sterben. Es  fehlten       sogar nötige Antibiotika.</strong></p>
<p><strong>Presse-Zitat von 2008 über fehlende Aids-Medikamente, was bei        Betroffenen zu schweren Konsequenzen und sogar zum Tode führen     könne:</strong>    Segundo a direçáo do Ã³rgáo, oito remédios para     doenças infecciosas e    anti-retrovirais que integram o coquetel     antiaids estáo em <strong>falta</strong>.    ”Pelo menos metade desses     medicamentos sáo de uso contÃ­nuo, o que    significa que a  interrupçáo    do uso, segundo especialistas, pode provocar    graves  conseqüÃªncias   Ã   saÃºde e até levar Ã  morte, afirma  Caetano.    JÃ¡ nas unidades    bÃ¡sicas de saÃºde do municÃ­pio outros  cinco   remédios  também estáo    em <strong>falta</strong>, alguns desde março.</p>
<p><strong>Indianer und Aids, Manaus, 2009:</strong></p>
<p><strong>Gerade ist eine Patientin des Pastoralzentrums gestorben &#8211;         eine Indianerin. Über eine halbe Million Indios gibt es in  Brasilien  “      etwa die Hälfte lebt bereits in Großstädten wie Manaus  am Rio  Negro   &#8211;     fast durchweg in Slums. Die brasilianischen  Aidsexperten  nennen   die    Präventionsarbeit bei Indiostämmen  besonders schwierig.  Kondome   würden    aus soziokulturellen Gründen,  vor allem der  Mannesehre,   gewöhnlich    abgelehnt. Krankheiten wie  Aids und  Tuberkulose schreibe   man dem Wirken    böser Geister aus der   übernatürlichen Welt zu, hoffe   auf Heilung durch    den Schamanen.   Zudem existiere das Problem der   Promiskuität,    derÂ häuslichen, der   sexuellen Gewalt auch unter den   Indios, könne sich    eine   Indianerfrau schwerlich gegen einen Mann   durchsetzen, der kein      Kondom wolle. Indianerinnen arbeiteten als   Prostituierte. Indianer und      Indianerinnen, die zu evangelikalen   Sekten übertreten, sagen:   ”Wegen    meiner Religion kriege ich kein   Aids, sind weder Aidstests   noch Kondome    nötig. Jesus heilt &#8211;   Halleluja!”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/23/yanomami-runddorf-demini-video-anklicken-amazonas-musiktheater-munchner-biennale-2010/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/23/yanomami-runddorf-demini-video-anklicken-amazonas-musiktheater-munchner-biennale-2010/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/05/die-aids-epidemie-in-brasilien-ist-nicht-unter-kontrolle-analia-maria-de-paula-leiterin-der-bischoflichen-aids-pastoral-in-nordbrasilien-gesichter-brasiliens/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/05/die-aids-epidemie-in-brasilien-ist-nicht-unter-kontrolle-analia-maria-de-paula-leiterin-der-bischoflichen-aids-pastoral-in-nordbrasilien-gesichter-brasiliens/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/19/aids-und-die-praventive-funktion-von-kondomen-in-brasilien-die-halluzinierenden-nachte-der-kamikazeas-alucinantes-noites-dos-camicases-nachrichtenmagazin-veja-sexualpraktiken-bisexual/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/19/aids-und-die-praventive-funktion-von-kondomen-in-brasilien-die-halluzinierenden-nachte-der-kamikazeas-alucinantes-noites-dos-camicases-nachrichtenmagazin-veja-sexualpraktiken-bisexual/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/22/viele-aids-infizierte-brasilien-stecken-aus-rache-und-wutgefuhlen-heraus-sowie-aus-bosartigkeit-ganz-bewust-andere-menschen-mit-dem-hiv-virus-an-patienten-des-franziskaner-aids-projekts-in-sao-pa/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/22/viele-aids-infizierte-brasilien-stecken-aus-rache-und-wutgefuhlen-heraus-sowie-aus-bosartigkeit-ganz-bewust-andere-menschen-mit-dem-hiv-virus-an-patienten-des-franziskaner-aids-projekts-in-sao-pa/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/19/355-brasilianer-haben-aids-ohne-es-zu-wissen-laut-offizieller-regierungsschatzunggewohnlich-viel-zu-niedrig/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/19/355-brasilianer-haben-aids-ohne-es-zu-wissen-laut-offizieller-regierungsschatzunggewohnlich-viel-zu-niedrig/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/09/analsex-haufig-erste-sexuelle-erfahrung-von-mannlichen-jugendlichen-in-brasilien-troca-troca-brasil-ato-sexual-em-que-parceiros-masculinos-se-alternam-na-penetracao-anal/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/09/analsex-haufig-erste-sexuelle-erfahrung-von-mannlichen-jugendlichen-in-brasilien-troca-troca-brasil-ato-sexual-em-que-parceiros-masculinos-se-alternam-na-penetracao-anal/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/05/brasilien-auf-uno-index-fur-menschliche-entwicklung-jetzt-platz-75-hinter-argentinien-chile-und-kuba/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/05/brasilien-auf-uno-index-fur-menschliche-entwicklung-jetzt-platz-75-hinter-argentinien-chile-und-kuba/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/</a><strong>Laut       Landesmedien durchläuft Brasiliens Gesundheitswesen eine    “gravierende    Krise”, wurden in den letzten zehn Jahren 45,9    Milliarden Real, die  für   das Gesundheitswesen bestimmt waren, in    Wirklichkeit garnicht    investiert.  Brasiliens privates    Gesundheitswesen für die    Bessergestellten habe viermal mehr Ärzte als    das öffentliche    Gesundheitswesen für die übergroße Mehrheit der    Brasilianer. </strong></p>
<p><strong>Entsprechend groß ist das Lob für Brasiliens Sozialpolitik aus neoliberalen Ländern Mitteleuropas. </strong></p>
<p><a href="http://www.adveniat.de/blog/?p=960"><strong>http://www.adveniat.de/blog/?p=960</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-heranwachsende-in-extremer-armut-zahl-zunehmend-laut-neuer-unicef-studie-acht-jahre-lula-rousseff-regierung-und-resultate/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-heranwachsende-in-extremer-armut-zahl-zunehmend-laut-neuer-unicef-studie-acht-jahre-lula-rousseff-regierung-und-resultate/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/18/brasiliens-brutale-sozialkontraste-lula-ist-nacktfolha-de-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/18/brasiliens-brutale-sozialkontraste-lula-ist-nacktfolha-de-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><strong><strong>Leonardo Boff 2010 :“Lula machte die größte        Revolution der sozialen  Ökologie des Planeten, eine Revolution für die        Bildung, ethische  Politik.“  </strong></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/03/brasiliens-soziale-ungleichheit-laut-uno-index-2011-fur-menschliche-entwicklung-nur-platz-97-betonen-landesmedien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/03/brasiliens-soziale-ungleichheit-laut-uno-index-2011-fur-menschliche-entwicklung-nur-platz-97-betonen-landesmedien/</strong></a></strong></p>
<p><strong><strong>Lulas Krebsbehandlung:</strong></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/03/brasilien-lulas-krebsbehandlungsirio-libanes-fur-allefolha-de-sao-paulo-zur-therapie-im-teuren-elite-krankenhaus-sao-paulos/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/03/brasilien-lulas-krebsbehandlungsirio-libanes-fur-allefolha-de-sao-paulo-zur-therapie-im-teuren-elite-krankenhaus-sao-paulos/</strong></a></strong></p>
<p><strong>Lula über öffentliches Gesundheitswesen SUS:  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/01/campanha-lula-no-sus-youtube-anklicken-gabe-es-sus-in-den-usa-ware-das-gut-fur-die-armenlula/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/01/campanha-lula-no-sus-youtube-anklicken-gabe-es-sus-in-den-usa-ware-das-gut-fur-die-armenlula/</a></strong></p>
<p><strong>Sao Paulos Favela Cachoeirinha Sao Paulo 2011 &#8211; 70000       Bewohner, nicht einmal ein Gesundheitsposten, seit Jahren auch von der       katholischen Kirche gefordert.</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach28.JPG" alt="cach28.JPG" /></p>
<p><strong>Der soziale Aufstieg von Lula:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/04/lula-bekommt-500000-dollar-von-lg-fur-vortrag-in-sudkorea-laut-brasilianischen-landesmedien-uber-eine-million-dollar-damit-vier-monate-nach-ende-der-amtszeit-kassiert-laut-kalkulation-von-parte/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/04/lula-bekommt-500000-dollar-von-lg-fur-vortrag-in-sudkorea-laut-brasilianischen-landesmedien-uber-eine-million-dollar-damit-vier-monate-nach-ende-der-amtszeit-kassiert-laut-kalkulation-von-parte/</strong></a></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/</strong></a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/boomland-brasilien-stahl-flaute-stagnation-bei-olforderung-industriellenkritik-an-wachstumshemmender-hochzinspolitik/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/boomland-brasilien-stahl-flaute-stagnation-bei-olforderung-industriellenkritik-an-wachstumshemmender-hochzinspolitik/</strong></a></p>
<p><strong>Die erfolgreiche Auslandspropaganda,       Berichterstattungsvorschriften und der Soziologe Claudio Monteiro,       Leiter der katholischen Aids-Pastoral in Sao Paulo 2010: </strong> <strong>“Als       Folge von Aids sterben in Brasilien jährlich weit mehr als  die   laut     amtlicher Schätzung angegebenen rund 11000 Personen &#8211; die      Dunkelziffer   ist hoch”, so Monteiro im Website-Interview. “Die      Feststellung und   Registrierung der Todesursachen muß stark verbessert      werden. Wegen   fehlender Medikamente für den Aids-Cocktail sterben     nach  wie vor   zahlreiche Menschen. Derzeit nimmt Aids besonders in     Städten bis  50000   Einwohner zu.”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/</strong></a></p>
<p><strong>Katholik Schlingensief:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/23/den-leuten-zu-sagen-in-was-fur-einer-verlogenen-scheise-wir-alle-leben-schlingensief-in-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/23/den-leuten-zu-sagen-in-was-fur-einer-verlogenen-scheise-wir-alle-leben-schlingensief-in-sao-paulo/</strong></a></p>
<h2>Brasiliens “Boom” und die Slumhütten.  “Ratten, Unmassen von      Fiebermücken, Kloake bei jedem Gewitterregen in  der Kate.” “Warum hat      Sao Paulo noch 2627 Slums?” <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11764" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-slums/" rel="tag">Brasiliens Slums</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-wirtschaft/" rel="tag">Brasiliens Wirtschaft</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c1.JPG" alt="c1.JPG" /></p>
<p><strong>Hausen  an stinkender Kloake &#8211; in Lateinamerikas reichster       Stadt Sao Paulo. “Ich lebe hier schon 14 Jahre so in dieser       Kate.”(Mutter von vier Kindern)</strong></p>
<p><strong>Der Teilstaat Sao Paulo ist die führende Wirtschaftsregion       Lateinamerikas mit der entsprechenden Konzentration von Ober-und       Mittelschicht &#8211; man kann sich daher vorstellen, wie die Slums in den       stark unterentwickelten Regionen des Nordens und Nordostens der       siebtgrößten Wirtschaftsnation aussehen.</strong></p>
<p><a href="http://www.adveniat.de/blog/?p=960"><strong>http://www.adveniat.de/blog/?p=960</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/brasiliens-obdachlose-drei-ermordet-in-campinas-bei-sao-paulo-regelmasig-gewalttaten-sogar-verbrennung-von-strasenbewohnern/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/brasiliens-obdachlose-drei-ermordet-in-campinas-bei-sao-paulo-regelmasig-gewalttaten-sogar-verbrennung-von-strasenbewohnern/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c2.JPG" alt="c2.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/21/katholisches-hilfswerk-adveniat-in-brasilien-land-der-vielen-milliardare-und-millionare-wie-es-kommt-das-in-deutschland-muhselig-spenden-fur-bedurftige-und-sozialprojekte-gesammelt-werden-obwohl-d/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/21/katholisches-hilfswerk-adveniat-in-brasilien-land-der-vielen-milliardare-und-millionare-wie-es-kommt-das-in-deutschland-muhselig-spenden-fur-bedurftige-und-sozialprojekte-gesammelt-werden-obwohl-d/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c10.JPG" alt="c10.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/07/brasiliens-boomwirtschaft-wachst-nicht-mehr-und-erholung-wird-dauern-folha-de-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/07/brasiliens-boomwirtschaft-wachst-nicht-mehr-und-erholung-wird-dauern-folha-de-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/04/brasiliens-korruptionskrise-dilma-rousseffs-arbeitsminister-carlos-lupi-kippt-staatschefin-wartete-mit-entlassung-trotz-der-gravierenden-verfehlungen-des-ministers-ubermasig-lange-kritisieren-land/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/04/brasiliens-korruptionskrise-dilma-rousseffs-arbeitsminister-carlos-lupi-kippt-staatschefin-wartete-mit-entlassung-trotz-der-gravierenden-verfehlungen-des-ministers-ubermasig-lange-kritisieren-land/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c3.JPG" alt="c3.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/06/brasiliens-industriellenverband-fiesp-zu-wirtschaftsstagnation-warnungen-seit-jahresbeginn-bestatigt-schadliche-wirkung-der-hohen-zinsen-uberbewertete-landeswahrung-real/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/06/brasiliens-industriellenverband-fiesp-zu-wirtschaftsstagnation-warnungen-seit-jahresbeginn-bestatigt-schadliche-wirkung-der-hohen-zinsen-uberbewertete-landeswahrung-real/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-heranwachsende-in-extremer-armut-zahl-zunehmend-laut-neuer-unicef-studie-acht-jahre-lula-rousseff-regierung-und-resultate/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-heranwachsende-in-extremer-armut-zahl-zunehmend-laut-neuer-unicef-studie-acht-jahre-lula-rousseff-regierung-und-resultate/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c4.JPG" alt="c4.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/17/adveniat-in-brasilien-wie-lebt-es-sich-in-der-reichsten-stadt-lateinamerikas-der-siebtgrosten-wirtschaftsnation-nach-acht-jahren-lula-regierung-adveniat-gottesdienst-in-der-favela-cachoeirinha-von/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/17/adveniat-in-brasilien-wie-lebt-es-sich-in-der-reichsten-stadt-lateinamerikas-der-siebtgrosten-wirtschaftsnation-nach-acht-jahren-lula-regierung-adveniat-gottesdienst-in-der-favela-cachoeirinha-von/</strong></a></p>
<p><strong>Wie in deutschsprachigen Zeitungen und Zeitschriften die  Situation interpretiert wird:</strong></p>
<h2>”Das Leben in Brasilien ist leicht und unbeschwert. Probieren Sie es     selbst.” Deutschsprachige Tourismuspropaganda.</h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/28/brasilien-nach-acht-jahren-lula-regierungwarum-hat-sao-paulo-noch-2627-slums-fragt-die-wichtigste-qualitatszeitung-o-estado-de-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/28/brasilien-nach-acht-jahren-lula-regierungwarum-hat-sao-paulo-noch-2627-slums-fragt-die-wichtigste-qualitatszeitung-o-estado-de-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c5.JPG" alt="c5.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/brasiliens-hohe-rate-von-behinderten-2391-prozent-der-bevolkerung-gegenuber-rund-1-prozent-in-hochentwickelten-landern-laut-studien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/brasiliens-hohe-rate-von-behinderten-2391-prozent-der-bevolkerung-gegenuber-rund-1-prozent-in-hochentwickelten-landern-laut-studien/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c9.JPG" alt="c9.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/24/brasilien-wurde-unter-lula-rousseff-zum-auswanderungsland-bye-bye-brasil-sergio-costa-soziologie-professor-an-der-fu-berlin-bestatigt-die-entwicklung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/24/brasilien-wurde-unter-lula-rousseff-zum-auswanderungsland-bye-bye-brasil-sergio-costa-soziologie-professor-an-der-fu-berlin-bestatigt-die-entwicklung/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c6.JPG" alt="c6.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c8.JPG" alt="c8.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/24/sos-kinderdorfer-in-brasilien-unter-rousseff-lula-zahlreiche-hilfsprojekte-deutschlands-der-schweiz-und-osterreichs-in-boomland-global-player-rassismus-in-brasilien-mauricio-pestana-analysier/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/24/sos-kinderdorfer-in-brasilien-unter-rousseff-lula-zahlreiche-hilfsprojekte-deutschlands-der-schweiz-und-osterreichs-in-boomland-global-player-rassismus-in-brasilien-mauricio-pestana-analysier/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c7.JPG" alt="c7.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/08/brasiliens-favela-menschenrechtsaktivisten-eliana-takeko-kanashiro-de-araujo-prasidentin-der-associacao-futuro-melhor-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/08/brasiliens-favela-menschenrechtsaktivisten-eliana-takeko-kanashiro-de-araujo-prasidentin-der-associacao-futuro-melhor-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/26/zdf-und-adveniat-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-verschiedene-sichtweisen-der-gravierenden-menschenrechtslage-brasiliens-je-nach-wertvorstellungen-und-vorschriftenkatalog/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/26/zdf-und-adveniat-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-verschiedene-sichtweisen-der-gravierenden-menschenrechtslage-brasiliens-je-nach-wertvorstellungen-und-vorschriftenkatalog/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/25/nine-most-horrible-places-in-the-world-favela-slums-von-rio-de-janeiro-aus-sicht-des-bric-staats-china-subkultur-von-umweltzerstorung-armut-und-gangstern-cubatao-bei-sao-paulo-an-sieb/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/25/nine-most-horrible-places-in-the-world-favela-slums-von-rio-de-janeiro-aus-sicht-des-bric-staats-china-subkultur-von-umweltzerstorung-armut-und-gangstern-cubatao-bei-sao-paulo-an-sieb/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/</strong></a></p>
<p><strong>Favelakinder Sao Paulos &#8211; Fotoserie:<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/28/favelakinder-in-sao-paulo-gesichter-brasiliens/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/28/favelakinder-in-sao-paulo-gesichter-brasiliens/</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/crackpaarhelvetia.JPG" alt="crackpaarhelvetia.JPG" /></p>
<p><strong>Zwei Crack-Süchtige, laut brasilianischen Augenzeugen, vor        Bahnhofseingang, Dezember 2011, nahe der Kulturbehörde des  Teilstaats       Sao Paulo.</strong></p>
<p><strong>Crack-Epidemie unter der Lula-Rousseff-Regierung:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/03/brasiliens-crack-epidemie-unter-der-rousseff-regierung-wie-crack-wirktverkehrsumleitung-wegen-offener-crack-szene-die-strasen-total-verstopft-in-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/03/brasiliens-crack-epidemie-unter-der-rousseff-regierung-wie-crack-wirktverkehrsumleitung-wegen-offener-crack-szene-die-strasen-total-verstopft-in-sao-paulo/</strong></a></p>
<h2>Brasiliens Staatschefin Dilma Rousseff erhält  im Ausland ebensoviel     Lob wie zuvor Lula, analysieren die Landesmedien.  Lateinamerikas    teure  Lebensmittel. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11741" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: , <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-auslandspropaganda/" rel="tag">Brasiliens Auslandspropaganda</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/the-new-yorker/" rel="tag">The New Yorker</a></p>
<p><strong>Wie es hieß, wird Rousseff eine Persönlichkeit des  Erfolgs &#8211;     wie es zuvor Lula gelang. Sie erhalte Applaus, weil sie  Minister     entlasse, die sie selber ausgewählt habe. Ein Großteil der  Menschen     habe eine simplifizierte Sicht der Politik. </strong><strong>Brasilianische      Politikwissenschaftler verweisen auf die “Macht der  offiziellen      Propaganda”, die hohen Ausgaben für Regierungspropaganda.</strong></p>
<p><strong>Brasiliens hausgemachte Krisenfaktoren:<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/30/brasiliens-viele-hausgemachte-krisenfaktoren-hochzinspolitik-uberbewertete-landeswahrung-deindustrialisierung-absurd-ineffiziente-und-kostentrachtige-infrastruktur/">             http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/30/brasiliens-viele-hausgemachte-krisenfaktoren-hochzinspolitik-uberbewertete-landeswahrung-deindustrialisierung-absurd-ineffiziente-und-kostentrachtige-infrastruktur/</a></strong></p>
<p><strong>Wie bereits unter Lula steht das Auslandslob für ihn in      interessantem Gegensatz zur Kritik aus Brasilien selbst. In Analysen zum      ersten Amtsjahr von Rousseff heißt es auch angesichts der     fortdauernden  Korruptionskrise, die Regierung sei weiterhin     paralysiert, selbst wenn  sie so tue, als ob sie agiere. </strong> <strong>Regierungswissenschaftler      sagten, daß eine Familie, die 1500 Real als Einkommen habe,  zur      Mittelschicht gehöre, heißt es ironisch-sarkastisch.(1500Real &#8211;      umgerechnet 625 Euro)</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/28/the-new-yorker-uber-das-brasilien-von-dilma-rousseff-high-growth-political-freedom-and-falling-inequality-the-president-dilma-rousseff-is-a-forceful-presence/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/28/the-new-yorker-uber-das-brasilien-von-dilma-rousseff-high-growth-political-freedom-and-falling-inequality-the-president-dilma-rousseff-is-a-forceful-presence/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/20/barack-obama-spricht-vor-handverlesenem-publikum-im-opernhaus-von-rio-de-janeiro-rede-vor-bevolkerung-wegen-befurchteten-protesten-abgeblasen/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/20/barack-obama-spricht-vor-handverlesenem-publikum-im-opernhaus-von-rio-de-janeiro-rede-vor-bevolkerung-wegen-befurchteten-protesten-abgeblasen/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/dilmanewsweek.JPG" alt="dilmanewsweek.JPG" /></p>
<p><strong>Derzeit wird Dilma Rousseff für ihre Politik auch aus Europa mit Lob überschüttet.  </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/21/newsweek-brazil%C2%B4s-president-dynamite-dilma-where-women-are-winning/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/21/newsweek-brazil%C2%B4s-president-dynamite-dilma-where-women-are-winning/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/03/brasiliens-crack-epidemie-unter-der-rousseff-regierung-wie-crack-wirktverkehrsumleitung-wegen-offener-crack-szene-die-strasen-total-verstopft-in-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/03/brasiliens-crack-epidemie-unter-der-rousseff-regierung-wie-crack-wirktverkehrsumleitung-wegen-offener-crack-szene-die-strasen-total-verstopft-in-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/03/brasiliens-megaprojekt-der-umleitung-des-rio-sao-francisco-gestoppt-laut-landesmedien-wahltrumpf-von-dilma-rousseff/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/03/brasiliens-megaprojekt-der-umleitung-des-rio-sao-francisco-gestoppt-laut-landesmedien-wahltrumpf-von-dilma-rousseff/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.adveniat.de/blog/?p=960"><strong>http://www.adveniat.de/blog/?p=960</strong></a></p>
<p><strong>Adveniat in Sao Paulo:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/</strong></a></p>
<p><strong>Lateinamerikas teure Lebensmittel &#8211; Preissteigerungen um 40 Prozent in den letzten vier Jahren:</strong> <a href="http://exame.abril.com.br/economia/mundo/noticias/precos-dos-alimentos-na-america-latina-sobem-40-em-4-anos--2"><strong>http://exame.abril.com.br/economia/mundo/noticias/precos-dos-alimentos-na-america-latina-sobem-40-em-4-anos–2</strong></a></p>
<p><strong>Folter in der größten Demokratie Lateinamerikas:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/</strong></a></p>
<h2>Brasiliens ungesühntes Carandiru-Massaker,  die Ernennung eines      Hauptbeteiligten zum Chef der Elitepolizei Sao  Paulos:”Das Massaker von      Carandiru zählt zu den Verdiensten, die Sao  Paulos Regierung jenem      beimißt, der die Elitepolizei Rota führen  wird.”(Folha de Sao  Paulo)     Adveniat in Sao Paulo, Fotoserie. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11666" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-menschenrechtslage/" rel="tag">Brasiliens Menschenrechtslage</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/carandiru-massaker-von-sao-paulo-1992/" rel="tag">Carandiru-Massaker von Sao Paulo 1992</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/wolfgang-lauer/" rel="tag">Wolfgang Lauer</a></p>
<p><strong>“…a Rota , policia para incidentes carandirus de todos os portes…”</strong></p>
<p><strong>Auch während der achtjährigen Regierungszeit von Lula blieb       ein Prozeß gegen die Teilnehmer, politischen Verantwortlichen des       Massakers aus.</strong></p>
<h2>Brasilien, das ungesühnte Carandiru-Massaker  von Sao Paulo,       Medienkritik an neuem Elitepolizei-Chef. Polizeipraktiken  “erinnern an       nazistisches Deutschland”, laut Landesmedien. Adveniat im   Teilstaat     Sao  Paulo, Hochburg der Arbeiterpartei von Ex-Staatschef   Lula. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11601" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><strong>Fotoserie &#8211; Adveniat, Sao Paulo:<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/">             http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/</a></strong></p>
<p><a href="http://www.bpb.de/publikationen/JU16H0,0,Vom_Umgang_mit_der_Diktaturvergangenheit.html"><strong>http://www.bpb.de/publikationen/JU16H0,0,Vom_Umgang_mit_der_Diktaturvergangenheit.html</strong></a></p>
<p><strong>Die Ernennung des Polizeioffiziers Salvador Modesto  Madia       durch Gouverneur Geraldo Alckmin zum neuen Chef der        Polizei-Eliteeinheit “Rota”wird von Brasiliens größter Qualitätszeitung        “Folha de Sao Paulo” als “Schuß in den Fuß” charakterisiert. Madia       hatte  am ungesühnten Massaker an Häftlingen von 1992  teilgenommen.   Die     Ernennung, heißt es, weise auf die Fortsetzung  einer politisch     falschen   und demagogischen Orientierung seitens  der     Teilstaatsregierung von Sao   Paulo. “Die Rota ist Synonym für      Polizeibrutalität seit den Zeiten der   Regierung Paulo Maluf,  während     des Militärregimes.” An das nazistische   Deutschland  erinnere die     Praxis, sich auf  “Konfrontation und  Widerstand  gegen  Festnahme” zu     berufen &#8211; als Vorwand für die  summarische   Eliminierung beliebiger     Personen. </strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/carandirucapa.JPG" alt="carandirucapa.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.bpb.de/publikationen/JU16H0,0,Vom_Umgang_mit_der_Diktaturvergangenheit.html"><strong>http://www.bpb.de/publikationen/JU16H0,0,Vom_Umgang_mit_der_Diktaturvergangenheit.html</strong></a></p>
<p><strong>Die Ernennung Madias erfolgte im ersten Amtsjahr von        Staatschefin Dilma Rousseff, die auch wegen ihrer Mitarbeiterauswahl aus        Europa nicht zufällig sehr viel Lob erhalten hat.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/25/brasiliens-bischof-angelico-sandalo-bernardino-zur-politischen-krise-des-landes-zu-rechtsungleichheit-und-slums/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/25/brasiliens-bischof-angelico-sandalo-bernardino-zur-politischen-krise-des-landes-zu-rechtsungleichheit-und-slums/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/23/gruner-ministerprasident-winfried-kretschmann-in-brasilien-2011/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/23/gruner-ministerprasident-winfried-kretschmann-in-brasilien-2011/</strong></a></p>
<p><strong>Hinweis auf Carandiru &#8211;<br />
</strong></p>
<p><strong><strong>“Der Irak ist hier” &#8211; populärer Menschenrechtssamba von Jorge Aragao &#8211; anklicken:</strong></strong></p>
<p><strong> </strong><strong><a href="http://www.youtube.com/watch?v=XkvjkxERac4"><strong>http://www.youtube.com/watch?v=XkvjkxERac4</strong></a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/22/brasiliens-alltagliche-blutbader-sechs-jugendliche-in-belem-mit-genickschus-polizeimunition-ermordet-todesschwadronen-in-der-grosten-demokratie-lateinamerikas/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/22/brasiliens-alltagliche-blutbader-sechs-jugendliche-in-belem-mit-genickschus-polizeimunition-ermordet-todesschwadronen-in-der-grosten-demokratie-lateinamerikas/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/16/helmut-schmidt-und-lula-lulas-sonderbeziehungen-zu-deutschland/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/16/helmut-schmidt-und-lula-lulas-sonderbeziehungen-zu-deutschland/</strong></a></p>
<h2>Brasiliens ungesühntes Carandiru-Massaker von  1992: Angeklagter        Polizeioffizier wird Chef der gefürchteten  Polizei-Sondereinheit    “Rota”     von Sao Paulo. Adveniat in Sao Paulo,  deutscher    Gefangenenpastor     Wolfgang Lauer, katholischer     Menschenrechtspriester Valdir Joao     Silveira. Menschenrechtslage    unter  der Lula-und Rousseff-Regierung.     Winfried Kretschmann im    Tropenland. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11591" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/wolfgang-lauer/" rel="tag"> </a></p>
<p><strong>Laut Landesmedien ernannte Sao Paulos  Teilstaatsgouverneur        Geraldo Alckmin(PSDB) den 48-jährigen Salvador  Modesto Madia zum        Kommandeur der Eliteeinheit Rota. Seine Teilnahme an  dem Massaker,   dem      mindestens 111 Häftlinge zum Opfer fielen,  kommentierte er    gegenüber     der Presse:”Wir haben unsere Pflicht erfüllt.”</strong></p>
<p><a href="http://www.bpb.de/publikationen/JU16H0,0,Vom_Umgang_mit_der_Diktaturvergangenheit.html"><strong>http://www.bpb.de/publikationen/JU16H0,0,Vom_Umgang_mit_der_Diktaturvergangenheit.html</strong></a></p>
<p><strong>“Novo chefe da Rota atuou em massacre do Carandiru”. Folha de Sao Paulo</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/22/brasiliens-alltagliche-blutbader-sechs-jugendliche-in-belem-mit-genickschus-polizeimunition-ermordet-todesschwadronen-in-der-grosten-demokratie-lateinamerikas/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/22/brasiliens-alltagliche-blutbader-sechs-jugendliche-in-belem-mit-genickschus-polizeimunition-ermordet-todesschwadronen-in-der-grosten-demokratie-lateinamerikas/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.diarioonline.com.br/noticia-176401-experts-planejaram-matanca-diz-antropologo.html"><strong>http://www.diarioonline.com.br/noticia-176401-experts-planejaram-matanca-diz-antropologo.html</strong></a></p>
<p><strong>“De acordo com o Estudo Global de Homicídios 2011 da ONU         (Organização das  Nações Unidas), o Brasil é o líder absoluto no   número       de homicídios de  todo o planeta. Por aqui, mata-se mais do   que em       qualquer outro país em  guerra.”</strong></p>
<h2>Brasiliens ungesühntes Carandirú-Massaker an  Häftlingen in Sao         Paulo: Ökumenischer Gedenkgottesdienst der  katholischen         Gefangenenseelsorge. “Die Massaker und Blutbäder gehen  weiter.”         Menschenrechtspriester Valdir Joao Silveira, Leiter der  nationalen         Gefangenenseelsorge Brasiliens, vehementer Kritiker von  Folter und         anderen gravierenden Menschenrechtsverletzungen unter    Lula-Rousseff.       Ferrez &#8211; Notizen von der Stadtkriegsfront. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11085" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><strong>“Ich sah den Holocaust”:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/02/carandiru-brasilien-erinnert-sich-an-grostes-massaker-der-weltgeschichte-an-haftlingen-ich-sah-den-holocaust-30-laut-umfragen-fur-polizeieinsatz-von-sao-paulo-80-der-getoteten-waren-nicht-v/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/02/carandiru-brasilien-erinnert-sich-an-grostes-massaker-der-weltgeschichte-an-haftlingen-ich-sah-den-holocaust-30-laut-umfragen-fur-polizeieinsatz-von-sao-paulo-80-der-getoteten-waren-nicht-v/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-gefangnisse/" rel="tag"> </a></p>
<p><strong>O ATO DO DIA 02 DE OUTUBRO: “CARANDIRU 20 ANOS: NUNCA MAIS?”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/02/carandiru-brasilien-erinnert-sich-an-grostes-massaker-der-weltgeschichte-an-haftlingen-ich-sah-den-holocaust-30-laut-umfragen-fur-polizeieinsatz-von-sao-paulo-80-der-getoteten-waren-nicht-v/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/02/carandiru-brasilien-erinnert-sich-an-grostes-massaker-der-weltgeschichte-an-haftlingen-ich-sah-den-holocaust-30-laut-umfragen-fur-polizeieinsatz-von-sao-paulo-80-der-getoteten-waren-nicht-v/</strong></a></p>
<p><strong> Lulas Menschenrechtsbilanz zweier Amtszeiten hat die          politische  Glaubwürdigkeit seiner Regierung in europäischen Ländern          offenbar sehr  stark erhöht.  </strong></p>
<p><strong>Leonardo Boff 2010 :“Lula machte die größte Revolution der          sozialen  Ökologie des Planeten, eine Revolution für die Bildung,          ethische  Politik.“  </strong></p>
<p><a href="http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html"><strong>http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/caran1.JPG" alt="caran1.JPG" /></p>
<p><strong>Überlebender von Carandirú.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/30/brasilien-katholische-gefangenenseelsorge-und-menschenrechtsorganisationen-gedenken-des-haftlingsmassakers-von-carandiru-vor-19-jahren-totung-von-mindestens-111-gefangenen-nach-wie-vor-ungesuhnt/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/30/brasilien-katholische-gefangenenseelsorge-und-menschenrechtsorganisationen-gedenken-des-haftlingsmassakers-von-carandiru-vor-19-jahren-totung-von-mindestens-111-gefangenen-nach-wie-vor-ungesuhnt/</strong></a></p>
<p><strong>“Brasilien ist eine <a href="http://www.brasilien-info.at/wirtschaft/index.html">Industriemacht</a>, die achtgrößte Wirtschaftsnation der Welt, modern und fortschrittlich.”</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/caran2.JPG" alt="caran2.JPG" /></p>
<p><strong>Padre Valdir Joao Silveira erläutert gegenüber den nationalen          TV-Sendern die weiterhin gravierende Situation in den       brasilianischen    Gefängnissen.</strong></p>
<p><strong>“O massacre não terminou e continua em nossas periferias com          chacinas de  população de rua e pessoas pobres. Com o ato de   hoje,        queremos dar  início a uma grande discussão, durante todo o   ano,   até      completar os 20  anos do massacre, sobre a segurança   que temos  e  a      segurança que  queremos.”</strong></p>
<h2>“Die Anti-Folter-Konvention wird nicht  eingehalten &#8211; was tut denn          die UNO, damit die Konvention in der Dritten  Welt respektiert     wird?”      Gefangenenpriester Günther Zgubic aus  Österreich.</h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/caran3.JPG" alt="caran3.JPG" /></p>
<p><strong>“Movimento Maes de Maio” &#8211; Mütter von Ermordeten erinnern an die Blutbäder des Mai 2006.</strong></p>
<p><a href="http://maesdemaio.blogspot.com/2011/10/repercussoes-do-ato-carandiru-19-anos.html"><strong>http://maesdemaio.blogspot.com/2011/10/repercussoes-do-ato-carandiru-19-anos.html</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/19/andrea-beltrao-neuer-film-salve-geral-fur-oscar-2010-nominiert-sorgen-um-gewaltimage-brasiliens-streifen-zeigt-gewaltausbruch-von-2006-in-sao-paulo-ferrez/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/19/andrea-beltrao-neuer-film-salve-geral-fur-oscar-2010-nominiert-sorgen-um-gewaltimage-brasiliens-streifen-zeigt-gewaltausbruch-von-2006-in-sao-paulo-ferrez/</strong></a></p>
<p><strong>Trailer des Carandirú-Films nach dem Buch von Drauzio Varella &#8211; anklicken:</strong></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=ZlTPEmjyyvI"><strong>http://www.youtube.com/watch?v=ZlTPEmjyyvI</strong></a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=ZlTPEmjyyvI"><strong>http://www.youtube.com/watch?v=ZlTPEmjyyvI</strong></a></p>
<p>(gesamter Film bei YouTube abrufbar)</p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/caran4.JPG" alt="caran4.JPG" /></p>
<p><strong>Poet über Rassismus, die Lage in den Elendsvierteln Brasiliens.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/01/parabens-dom-paulo-evaristo-arns4-engste-mitstreiter-pflanzen-fur-ihn-vor-dem-franziskanerkloster-sao-paulos-einen-baum-viva-dom-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/01/parabens-dom-paulo-evaristo-arns4-engste-mitstreiter-pflanzen-fur-ihn-vor-dem-franziskanerkloster-sao-paulos-einen-baum-viva-dom-paulo/</strong></a></p>
<p><strong><font size="3">1985 pfeifen Brasiliens rechtsgerichtete           Machteliten die Militärs nach 21 Diktaturjahren zurück in die   Kasernen  &#8211;        Carandiru wird zur Hölle erst in der „Demokratie”.   Sao Paulos         regimekritischer Kardinal Evaristo Arns ist   Augenzeuge:”Über  fünfzig        Aidskranke im Endstadium liegen auf dem   Boden und spucken  Blut &#8211;   schier      unbeschreibliche Zustände!”</font></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/caran5.JPG" alt="caran5.JPG" /></p>
<p><strong>Sprecher zahlreicher Menschenrechtsgruppen vergleichen          Diktaturgewalt mit heutigen Menschenrechtsverletzungen, darunter  Folter         und Blutbädern.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/18/haftlinge-wurden-in-stucke-gehackt-anderen-wurde-das-herz-herausgerissen-zerstuckelte-gefangene-wurden-in-abfallkubeln-gefunden-padre-xavier-paolillo-leiter-der-gefangenenseelsorge-im-brasilia/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/18/haftlinge-wurden-in-stucke-gehackt-anderen-wurde-das-herz-herausgerissen-zerstuckelte-gefangene-wurden-in-abfallkubeln-gefunden-padre-xavier-paolillo-leiter-der-gefangenenseelsorge-im-brasilia/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/caran6.JPG" alt="caran6.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/10/evangelischer-pastor-wolfgang-lauer-gefangenenseelsorger-in-brasilien-ob-die-haftlinge-lutheraner-sind-christen-oder-nicht-ist-fur-mich-total-unwichtig/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/10/evangelischer-pastor-wolfgang-lauer-gefangenenseelsorger-in-brasilien-ob-die-haftlinge-lutheraner-sind-christen-oder-nicht-ist-fur-mich-total-unwichtig/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/11/offizielle-deutsch-brasilianische-beziehungen-der-mutige-evangelische-gefangnispastor-wolfgang-lauer-gravierende-menschenrechtsverletzungen-in-brasilienes-sind-einfach-die-okonomischen-die-polit/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/11/offizielle-deutsch-brasilianische-beziehungen-der-mutige-evangelische-gefangnispastor-wolfgang-lauer-gravierende-menschenrechtsverletzungen-in-brasilienes-sind-einfach-die-okonomischen-die-polit/</strong></a></p>
<p><strong>Deutscher evangelischer Pastor Wolfgang Lauer, Gefangenenseelsorger in Sao Paulo. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/08/erste-gefangenenrebellion-unter-dilma-rousseff-mindestens-funf-tote-aufstand-wieder-in-maranhao-herrschaftsgebiet-des-politischen-bundnispartners-jose-sarney-schweizer-jean-ziegler-in-maranhao/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/08/erste-gefangenenrebellion-unter-dilma-rousseff-mindestens-funf-tote-aufstand-wieder-in-maranhao-herrschaftsgebiet-des-politischen-bundnispartners-jose-sarney-schweizer-jean-ziegler-in-maranhao/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/caran7.JPG" alt="caran7.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/11/brasiliens-gefangnisse-unter-lula-in-manaus-haftanstalt-schauplatz-des-jungsten-aufstands-achtmal-mehr-gefangene-eingepfercht-als-erlaubt-betonen-landesmedien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/11/brasiliens-gefangnisse-unter-lula-in-manaus-haftanstalt-schauplatz-des-jungsten-aufstands-achtmal-mehr-gefangene-eingepfercht-als-erlaubt-betonen-landesmedien/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/caran8.JPG" alt="caran8.JPG" /></p>
<p><strong><font size="3">Aus gebrochenen, undichten Rohren fließen           Abwässer, Scheiße und Urin über den Zellenboden, bei Sommerhitze  bis          über fünfzig Grad werden Gefangene von dem Gestank  ohnmächtig,   oder        schier verrückt, rebellieren, attackieren die  eigenen     Zellennachbarn.      „Für mich sind solche Knäste  Konzentrationslager”,     sagte der in Sao     Paulo  lebende  Menschenrechtsaktivist und     Gefangenenseelsorger Günther     Zgubic   aus Österreich &#8211; er schreibt     UNO-Dossiers, kaum einer kennt      Carandiru  besser. (Hintergrundtext)</font></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/12/die-folter-in-polizeiwachen-hat-in-ganz-brasilien-stark-zugenommen-gefangenenpriester-valdir-joao-silveira-die-anti-folter-konvention-wird-nicht-eingehalten-was-tut-denn-die-uno-damit-die-k/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/12/die-folter-in-polizeiwachen-hat-in-ganz-brasilien-stark-zugenommen-gefangenenpriester-valdir-joao-silveira-die-anti-folter-konvention-wird-nicht-eingehalten-was-tut-denn-die-uno-damit-die-k/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/caran10.JPG" alt="caran10.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/21/brasiliens-menschenrechtspriester-julio-lancelotti-prasentiert-projekt-das-mutmaslich-straffalligen-jugendlichen-der-unterschicht-die-notige-juristische-verteidigung-garantieren-soll-um-willkurfalle/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/21/brasiliens-menschenrechtspriester-julio-lancelotti-prasentiert-projekt-das-mutmaslich-straffalligen-jugendlichen-der-unterschicht-die-notige-juristische-verteidigung-garantieren-soll-um-willkurfalle/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/caran9.JPG" alt="caran9.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/17/in-den-brasilianischen-gefangnissen-sind-die-opfer-des-politisch-wirtschaftlichen-systems-eingekerkert-anwalt-bruno-alves-de-souza-29-prasident-des-menschenrechtsrates-im-teilstaat-espirito-san/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/17/in-den-brasilianischen-gefangnissen-sind-die-opfer-des-politisch-wirtschaftlichen-systems-eingekerkert-anwalt-bruno-alves-de-souza-29-prasident-des-menschenrechtsrates-im-teilstaat-espirito-san/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/caran11.JPG" alt="caran11.JPG" /></p>
<p><strong>Hintergrund &#8211; Ferrez &#8211; Notizen von der Stadtkriegsfront:</strong></p>
<p><strong>2007 Gast des Berliner Literaturfestivals</strong><br />
<strong>Der Irak und der Libanon sind täglich wegen der vielen          unschuldigen  Gewaltopfer in den Schlagzeilen &#8211; Brasilien nicht. Obwohl          gemäß  brasilianischen Erhebungen in dem Tropenland jährlich  weit      mehr    Menschen  umkommen als im Irakkrieg und die Folter   alltäglich     ist.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/10/taglich-ausergerichtliche-exekutionen-in-brasilien-menschenrechts-minister-paulo-vannuchi/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/10/taglich-ausergerichtliche-exekutionen-in-brasilien-menschenrechts-minister-paulo-vannuchi/</strong></a></p>
<p><strong>Ferrez,  mit bürgerlichem Namen Reginaldo Ferreira da Silva,          wurde unfreiwillig  zum Frontberichterstatter im brasilianischen          Stadtkrieg, weil er als  einziger Romanautor an der von  extremer    Gewalt      geprägten Slumperipherie  der Megacity Sao Paulo  lebt.    Ferrez,  dessen     Bücher bei einem angesehenen   brasilianischen Verlag     erscheinen,   bereits   ins Französische,  Spanische  und  Italienische    übersetzt   wurden, erhält   wegen  seines literarischen  und    politischen    Engagements   Morddrohungen,   ist in  Lebensgefahr.In den    Slums ist    Bücherlesen Luxus,  die  meisten   Bewohner sind zudem    funktionelle    Analphabeten. FerrÃ¨z   wurde  deshalb  auch zum Rapper,   ist in  den    Ghettos dadurch  bekannter   als durch seine  Bücher.<br />
Vom Goetheinstitut Sao Paulos bis zum Slumviertel Capao Redondo sind es           mit den entsetzlich lauten, überfüllten Vorstadtbussen etwa  drei          Stunden. Aber wer in Brasilien nicht Bus fährt, sagt ein    bekannter        Schriftsteller, weiß nichts vom wirklichen Leben. In    Capao Redondo        hausen eine Million Menschen, darunter    FerrÃ¨z.Â 2006 führt das   größte      brasilianische Verbrechersyndikat    PCC, Erstes Kommando der    Hauptstadt,     eine nicht endende Serie    von Terroranschlägen gegen den    Staat,   erschießt   an der  Peripherie   täglich Polizisten,    Gefängniswärter und   deren    Angehörige &#8211;   FerrÃ¨z liefert als einziger    fundierte Berichte von    der   Front: In   seinen Büchern, seiner    Zeitschrift, seinem Blog    analysiert er     Gewalt und Gegengewalt, die    Rachefeldzüge der  Polizei.   Weit über     sechshundert Tote werden    gezählt, die  meisten in Capao   Redondo.<br />
–”Krieg in den Slums, Panik in den Nobelvierteln”<br />
Wir reden am Kaffeestand, im Krach einer vollen Bäckerei miteinander,           hier fühlt sich FerrÃ¨z sicher. ”Für mich ist das hier schon  immer     wie      im Krieg. Doch die Eliten haben es erst jetzt, in  diesen   Tagen,    wegen     der Attentatswelle gespürt. Da haben sie in  ihren      Nobelvierteln die     Panik gekriegt, sich verbarrikadiert  und      versteckt. Nur &#8211;  so leben  wir    doch schon jahrelang. Durch  Morde      habe ich über zwanzig meiner  Freunde    verloren, das ist  normal hier.      Man tötet wahllos, wegen  Banalitäten.   Als  ich mal  in Spanien  war,     redeten die Leute, die  Medien drei Wochen   von   einer  ertrunkenen     Frau. Ich dachte anfangs,  ertrinkt hier jeden   Tag    eine? Bis ich     mitbekam, es ist immer die  selbe. Dort schockt  die   Leute   noch der     Tod. Hier redet man nicht mal  mehr von den  Toten,  weil  es zu    viele    sind. Wenn ich auf der Straße  gehe, den   Falschen treffe,   killt  der     mich. Und wenn ich mal mit einem    Verkäufer diskutieren   würde, wäre      möglich, daß der den Revolver    zieht und mich  erschießt,  obwohl du    neben   mir stehst. Kürzlich   rede  ich mit vier  Bekannten auf  der    Straße. Als  ich  gerade weg   bin, kommt  ein  Killerkommando,  erschießt    die vier. Wäre  ich  noch   da gewesen,   hätten sie mich mit   erschossen.   Dazu kann man doch     nicht  schweigen.  Capao Redondo &#8211;   das  ist wie  ein  Extra-Land, es   ist    dieses Brasilien,  das in  Deutschland  und   anderswo  gewöhnlich  nicht    wahrgenommen wird.  Dort  denkt man bei     Brasilien meist nur  an  Exotismus,   Mulattinnen,   Tropenwälder. Das  hier    ist völlig   anders.” FerrÃ¨z erwähnt   in  seinen  Büchern die  in   Brasilien    übliche Lynchjustiz, die nur zu oft     Unschuldige  trifft.   Und auch   die  in den Favelas übliche Abtreibung     mittels  Medikamenten.     Frauen legen  die toten Föten nicht selten  gleich     auf der Straße,     auf dem Fußweg ab.<br />
Als FerrÃ¨z mit seinen Blog-Frontberichten beginnt, stellen Brasiliens           Medien die Sache noch so dar, als ob die Polizei lediglich auf   die         PCC-Attacken reagiert, die gefährlichsten Verbrecher   bekämpft.   Doch       FerrÃ¨z beobachtet, daß es meistens Unschuldige   trifft, damit   Haß  und      Gewalt in der Gesellschaft weiter geschürt   werden. ”Ich   mache  den      Versuch, der herrschenden Elitemeinung   etwas   entgegenzustellen.  Denn  die     Eliten stimulieren ja das   Morden, die   Vorurteile gegen   Slumbewohner.     Vierzig Prozent der   Getöteten hier   waren junge   Pizza-Austräger, die     nachts mit ihren   Motorrädern zu   den Kunden   fahren. Die Polizei  feuerte    einfach   auf Leute, die   gerade auf der   Straße waren. Niemand  prangerte      das an, niemand   sprach darüber, das   hat mich beeindruckt.  Und ich   sagte    mir, dann   muß ich es eben tun.   Also habe ich den Mund    aufgemacht, und    das   hatte Wirkung. Die   Polizei wurde angewiesen,    vorsichtiger,  weniger     brutal vorzugehen.   Man sagte den Beamten,    Vorsicht, da gibt es    jetzt   welche, die   darüber berichten. Doch   mich  bedrohen sie mit    Mord.”<br />
Ferrez, der früher Besenverkäufer und Bauhilfsarbeiter war, hat sich           deshalb eine Weile versteckt, geht jetzt nachts nicht mehr aus dem       Haus.     Er wirkt fatalistisch, ohne Angst vor dem Tod. ”Ich lebe   mit     Mord  und    Tod seit meiner Kindheit. Als ich acht war, sagte   mein     Vater, vor    unserm  Haus liegt ein Erschossener. Da bin ich   hin und     habe mir den    genau  angesehen. Unglücklicherweise haben   wir uns  hier    an die Gewalt    gewöhnt.  Klar, ich hoffe, daß mir   nichts  passiert,    aber ich mache mir    um den Tod  auch keine   Sorgen. Denn  ehrlich    gesagt, ich habe doch  alles   erreicht,  was   ich wollte. Ich  habe ein    Buch geschrieben, das  sich   verkauft, ich    habe meiner  Mutter, meiner    Frau ein besseres Leben    schaffen   können.  Jetzt  habe ich keine   Träume  mehr, ich bin    hoffnungslos,   weil sich diese   Realität hier   nicht  bessert, nur alles      schlechter wird im  Viertel. Ich  sehe keine    Ehrlichkeit, keinen   guten    Willen bei den  brasilianischen    Politikern,  den Eliten,   nicht mal in    unserm Volk.  Schau den Leuten   ins  Gesicht,  da   siehst du Traurigkeit.    Sie  engagieren sich nicht,   ergeben  sich    dem Zuckerrohrschnaps, sind     mutlos. Hier laufen nur   Körper rum,     haufenweise, ohne Richtung,     Orientierung. Da ist es   schwierig,   etwas  zu  erreichen. Gut,     andererseits kämpfe ich ja   jeden Tag.   Tagsüber  würde mir  die Polizei     nichts tun, da gäbe es zu   viele   Zeugen.  Außerdem gibt es   Polizisten,    die sehen die Lage wie   ich.   Aber nachts  gehe ich nicht  raus,  oder    übernachte dort, wo  ich    grade bin.”<br />
–Lula und die Slums”<br />
In Deutschland denken viele, Staatschef Lula macht progressive Politik,           auch für einen wie dich, für die Leute im Slum. Lula spricht   doch       jeden   Tag von Riesenerfolgen?<br />
„Die Lula-Regierung ist weniger schlecht als die vorangegangene, ist das           kleinere Übel. Aber was hat sich denn seit Lulas Amtsantritt      getan?    Es   gibt nicht mehr Arbeit. Daß sich für die  Slumperipherie     was     verbesserte,  ist einfach nicht wahr. Für die  Unternehmer  sieht    die     Sache natürlich  ganz anders aus.”<br />
Drei Viertel der 185 Millionen Brasilianer, so sagen neue Studien, sind           nicht in der Lage, einen einfachen Zeitungs-oder Buchtext zu    lesen     und    zu verstehen. Das vereinfacht die Manipulierung der      Pflichtwähler      kolossal, dient Neopopulisten wie dem Staatschef      ungemein. (Wer   nicht    wählt, kriegt auch unter Lula keine Arbeit im      öffentlichen   Dienst,    keinen Reisepaß etc.- wie wäre das in      Deutschland?)<br />
Aber wer sind dann die Leser von FerrÃ¨z? Sein Buch „Capao Pecado”           produzierte er selber, zog fünfzig Kopien, verteilte es unter   Freunden         und Bekannten des Viertels. Manche von denen arbeiten   für die       Mittel-und   Oberschicht als Hausdiener, Wächter, zeigten   es den       Arbeitgebern.   Manche bestellten „Capao Pecado” daraufhin   bei FerrÃ¨z,       der die Bücher   persönlich zu deren Villen  brachte,  sie dort den       bewaffneten Wächtern   übergab, die  Besteller nicht  zu Gesicht  bekam.<br />
”Ja, so lief es &#8211;  die Peripherie hat das Buch den Betuchten gezeigt,           jetzt ist es bei einem Verlag in der fünften Auflage. Das System      hatte      für mich nichts vorgesehen, also habe ich mich auf meine      Weise      organisiert, mache meine Literatur. Als ich in einer   Bäckerei    arbeitete,      habe ich nebenher was auf Zettel gekritzelt,   daraus    dann zuhause   eine    Geschichte montiert. Das lesen jetzt   sogar Leute    aus der   Upperclass.    Manche von denen sagen mir,   Puta, du hast    Recht, die   Oberschicht ist    idiotisch, die will   sich nicht ändern.    Dreihundert   Familien besitzen    achtzig Prozent   allen Einkommens,    allen Geldes “   wir kriegen nur den      allerletzten Rest. Ja, unsere    Eliten handeln   selbstmörderisch,   suchen    sich in ihren    Privilegiertenghettos   abzuschotten,   langfristig planen die    ihren    eigenen Tod. Das kann hier   alles   mal explodieren. Den Aufstand       dieses Verbrechersyndikats, das     sich immer besser in den Slums       organisiert, konnten sie nicht     verhindern “ auf einen Schlag hundert       tote Polizisten, brennende     Banken und Staatsgebäude. Morgen  könnten   sich    viele das als   Beispiel   nehmen, es intelligenter  anstellen,   eine    revolutionäre   Organisation   schaffen. Und wenn es  dann   losbricht, kann es      keiner aufhalten. Dann   werden die Eliten  wieder   mit Gewalt   antworten.    Die jungen Menschen   hier haben doch   keinerlei    Perspektiven. Frag hier    mal ein Kind, was   willst du  denn  werden?    Da lacht es dich aus, sagt,  ich   will nichts   werden,  wie  sollte   ich  denn? Mein Bruder ist 18, kann   nicht  mal   richtig  lesen “   die   öffentlichen Schulen formen doch nur    funktionelle       Analphabeten.”<br />
–Rap, Chico Cesar, Arnaldo Antunes, Paulo Lins”<br />
Daher ist Rap an der Peripherie wichtiger als das Buch, um die Bewohner           zu erreichen. In Capao Redondo kennt man FerrÃ¨z daher mehr   wegen        seiner  Rap-Konzerte, der Rap-CD „Determinaçao”, auf der er   mit   Chico      Cesar und  Arnaldo Antunes zu hören ist . Beide   suchten   Kontakt zu      FerrÃ¨z,  wollten von ihm Texte, wollten mit   ihm   auftreten.<br />
FerrÃ¨z ist inzwischen mit dem Schwarzen Paulo Lins aus Rio de Janeiro           befreundet. Lins schrieb den Slum-Roman „Cidade de Deus”,       Gottesstadt.     Der wurde verfilmt “ war auch in Deutschland als „City       of God” ein     Erfolg, zeigte das andere Brasilien “ und auch die       Lächerlichkeit so     vieler Brasilienklischees von Traumstränden,       Karneval und Lebenslust.     Die Produzenten von „City of God”  werden      jetzt das neue Buch von  FerrÃ¨z    verfilmen “ „Manual  pratico do      Odio”, praktische Anleitung  zum Haß.    „Das Leben ist  hart an der      Peripherie. Die Leute lieben und  hassen in    gleichem  Maß.”</strong><br />
<img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2008/02/ferrezextra.jpg" alt="ferrezextra.jpg" /></p>
<p><strong>2009 wird eine abschließende Universitätsstudie  über die           PCC-Rebellion vom Mai 2006 veröffentlicht: Danach wurden zwischen    dem        12. und 21. Mai 2006 im Teilstaat Sao Paulo 564 Menschen     erschossen  &#8211;   59    waren öffentliche Bedienstete, meist Polizisten,     die  restlichen   505    Zivilisten. 118 davon wurden bei   Zusammenstößen   mit  der Polizei    getötet,   die weiteren bei   summarischen   Exekutionen,  teils von    Kapuzen-Männern   verübt.</strong></p>
<p>2 de outubro de 1992: uma pequena desavença entre presidiários do          pavilhão 9 da Casa de Detenção do Carandiru se transforma em uma          rebelião desprovida de viés reivindicativo ou de fuga. Apesar  disso,  o        Governo estadual da época determinou a invasão da Casa  de   Detenção   por     centenas de policiais militares que exterminaram  a   sangue frio   111     pessoas desarmadas e desesperadas. Foi a  maior   chacina da   história do     sistema penitenciário brasileiro.</p>
<p>Passadas quase duas décadas dessa “página infeliz de nossa história”,          os tijolos da Casa de Detenção foram deitados ao chão e, no seu        lugar,   foi erigido o sugestivo Parque da Juventude. Todavia, a        construção de  um  parque para a juventude no lugar de uma unidade  de       aprisionamento da   juventude não significou, infelizmente,   qualquer      mudança na política   criminal do Estado: após todos esses   anos,   ninguém    foi responsabilizado   pelos 111 assassinatos!</p>
<p>Pior: ainda hoje, divisamos jovens, em regra pobres e negros, sendo          perseguidos pelo aparato repressor estatal.      Quando conseguem          driblar a morte, caem na vala imunda e cada vez mais  superlotada  do        sistema carcerário (de 1992 para cá, a população  prisional   cresceu  mais      de 400% contra pouco mais de 27% de  crescimento da   população       brasileira).</p>
<p>Diante desse quadro desafiador, movimentos e entidades da sociedade          civil organizada e alguns órgãos públicos planejam uma grande          articulação em torno do vintenário do massacre do Carandiru, com a          pretensão de pautar diversas ações para promover a   responsabilização  do       Poder Público e também para trazer ao debate   público o tema da       segurança  pública e da cidadania.</p>
<p>Como pontapé inicial dessa articulação, promoveremos um ato em          memória aos 19 anos do massacre. Será nesse domingo, dia 02.10.2011, A          PARTIR DAS 15HS, NO PARQUE DA JUVENTUDE.</p>
<p>Assinam:</p>
<p>ACAT-BRASIL, AMPARAR, ASSOCIAÇÃO JUÍZES PARA A DEMOCRACIA (AJD),          ASSOCIAÇÃO NACIONAL DE DEFENSORES PÚBLICOS FEDERAIS (ANADEF),     ASSOCIAÇÃO      PAULISTA DE DEFENSORES PÚBLICOS (APADEP), CENTRO     ACADÊMICO XI DE      AGOSTO, CENTRO PELA JUSTIÇA E DIREITO INTERNACIONAL     (CEJIL), CÍRCULO      PALMARINO, COLETIVO 2 DE OUTUBRO, COLETIVO  CINE    BIJOU – CINEMA E      MEMÓRIA, COLETIVO PERIATIVIDADE, COLETIVO  VÍDEO    POPULAR, COMISSÃO DE      JUSTIÇA E PAZ, COMISSÃO TEOTÔNIO  VILELA,    CONSELHO ESTADUAL DE DEFESA  DOS     DIREITOS DA PESSOA  HUMANA    (CONDEPE), COOPERIFA, DEFENSORIA  PÚBLICA  DA    UNIÃO EM  SÃO  PAULO,    ESPÍRITO DE ZUMBI, ESTUDO, COMIDA E  CIDADANIA     (ECC),  FÓRUM DE    HIP-HOP, GELEDÉS, GEPEX &#8211; SEGURANÇA  PÚBLICA, JUSTIÇA      CRIMINAL E    DIREITOS HUMANOS DA UNIFESP/BS, GRUPO  CULTURAL MARACATU      BOIGY,    GRUPO TORTURA NUNCA MAIS – SP, IDENTIDADE &#8211;  GRUPO DE LUTA  PELA        DIVERSIDADE SEXUAL, INSTITUTO PRÁXIS DE DIREITOS  HUMANOS  (IPDH),        INSTITUTO TERRA, TRABALHO E CIDADANIA (ITTC),  INSTITUTO  UMOJÁ, JUSTIÇA         GLOBAL, LUTA POPULAR, MÃES DE MAIO,   MARGINALIARIA, MOVIMENTO    NACIONAL    DA  POPULAÇÃO DE RUA, MOVIMENTO   NACIONAL DOS DIREITOS    HUMANOS,   MOVIMENTO   NEGRO UNIFICADO, NSN,   NÚCLEO DA SITUAÇÃO    CARCERÁRIA DA   DEFENSORIA   PÚBLICA DO ESTADO DE  SÃO  PAULO, NÚCLEO DE    PRESERVAÇÃO DA   MEMÓRIA   POLÍTICA, NÚCLEO   ESPECIALIZADO DE  CIDADANIA  E  DIREITOS HUMANOS   DA   DEFENSORIA  PÚBLICA  DO ESTADO DE  SÃO PAULO,  OS  CRESPOS, PÂNICO   BRUTAL,    PASTORAL  CARCERÁRIA,  PASTORAL DA  JUVENTUDE,  QI ALFORRIA,    QUILOMBAQUE   PERUS,  REDE  EXTREMO SUL, SARAU  DA ADEMAR,  SARAU DA  BRASA,   SARAU ELO DA     CORRENTE, SARAU DOS  MESQUITEIROS,  SARAU VILA  FUNDÃO,   SINDICATO DOS     ADVOGADOS DO ESTADO  DE SÃO PAULO,   TRIBUNAL POPULAR,    UNEAFRO-BRASIL,    VERSÃO POPULAR</p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/caran12.JPG" alt="caran12.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.pucsp.br/fecultura/textos/pessoa_sociedade/12_dentro_terror.html"><strong>http://www.pucsp.br/fecultura/textos/pessoa_sociedade/12_dentro_terror.html</strong></a></p>
<p><a href="http://www.controversia.com.br/index.php?act=textos&amp;id=10034"><strong>http://www.controversia.com.br/index.php?act=textos&amp;id=10034</strong></a></p>
<p><strong>Viel Lob in Europa für Lulas Politik:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/27/lula-erhalt-ehrendoktor-in-paris-als-erste-personlichkeit-lateinamerikas-lulas-siebter-ehrendoktorhut/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/27/lula-erhalt-ehrendoktor-in-paris-als-erste-personlichkeit-lateinamerikas-lulas-siebter-ehrendoktorhut/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/23/unesco-zeichnet-lula-in-paris-wegen-forderung-des-friedens-und-der-rechtsgleichheit-aus-preis-mit-150000-dollar-dotiert-jury-von-henry-kissinger-gefuhrt/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/23/unesco-zeichnet-lula-in-paris-wegen-forderung-des-friedens-und-der-rechtsgleichheit-aus-preis-mit-150000-dollar-dotiert-jury-von-henry-kissinger-gefuhrt/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/01/rio-de-janeiro-richtervereinigung-fur-demokratieajd-verurteilt-militar-und-polizeieinsatz-in-slums-staat-verletzt-verfassung-summarische-exekutionen-ausrottung-unerwunschter-bevolkerung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/01/rio-de-janeiro-richtervereinigung-fur-demokratieajd-verurteilt-militar-und-polizeieinsatz-in-slums-staat-verletzt-verfassung-summarische-exekutionen-ausrottung-unerwunschter-bevolkerung/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/07/rogerio-reis-microwaves-microondas-fotoinstallation-uber-scheiterhaufen-brasiliens-vom-maison-de-la-europeenne-de-la-photographie-in-paris-angekauft/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/07/rogerio-reis-microwaves-microondas-fotoinstallation-uber-scheiterhaufen-brasiliens-vom-maison-de-la-europeenne-de-la-photographie-in-paris-angekauft/</strong></a></p>
<p><strong>Rainer Stadler, NZZ:</strong></p>
<p><strong>“Die Stresssymptome sind bereits jetzt unübersehbar. Was man           aus  ökonomischer Sicht gelassen als Verdrängungswettbewerb        bezeichnen    kann,  bedeutet in publizistischer Hinsicht:        schmalbrüstige   Redaktionen,   schrumpfende Kompetenz bei der        journalistischen   Bewältigung der nahen   und fernen Ereignisse,        aggressivere Schlagzeilen   als Folge wachsender   Ahnungslosigkeit,        Hysterien, Missachtungen der   Unschuldsvermutung und   mehr   Übergriffe      in die Privatsphäre, weil   gerade dort attraktive         Unterhaltungsstoffe  zu holen sind.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Was sonst Wirtschaftsmanagern vorgeworfen           wird – der bloss  kurzfristige Blick auf die Quartalszahlen –,   ist    im      Journalismus  weiterhin das dominierende Richtmass: die      Deadline,  der      Redaktionsschluss. Er gewährt in der Internet-Ära      kaum noch       Besinnungszeit. Das ist umso verheerender, wenn es  an     Ressourcen       mangelt. Die Gefahr schrumpfender  publizistischer     Kompetenzen       kontrastiert scharf mit den  wachsenden Ansprüchen     einer Gesellschaft,       die auf die  Vermittlung von komplexem Wissen     angewiesen wäre. Sie    begibt     sich im «Easy-News-Jet» auf einen     gefährlichen Blindflug.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Der Ausleseprozess wird schon bald den           Blätterwald drastisch  auslichten. Es entsteht eine andere           (Medien-)Schweiz. Die Annahme, dass  künftig gerade noch zwei bis drei           Medienunternehmen den hiesigen Markt  prägen werden, scheint   nicht      mehr    abwegig. Die Spannung zwischen dem von  Zürich aus     gesteuerten       Kommunikationsmarkt und der föderalistisch  geprägten     politischen       Schweiz wird wachsen, die gesellschaftliche      Verständigung wird       unübersichtlicher und instabiler.”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/22/luis-antonio-pereira-silva-leiter-der-slum-pastoral-in-der-erzdiozese-rio-de-janeiro-gesichter-brasiliens/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/22/luis-antonio-pereira-silva-leiter-der-slum-pastoral-in-der-erzdiozese-rio-de-janeiro-gesichter-brasiliens/</strong></a></p>
<h3>ai-Journal Dezember 1996</h3>
<h2>Die “Hölle auf Erden”</h2>
<p><strong>BRASILIEN</strong></p>
<p><strong>Die “Hölle auf Erden”</strong></p>
<p><strong>Revolten, Hungerstreiks und Aids bestimmen den Alltag in den          völlig  überfüllten brasilianischen Gefängnissen. Brasilien gilt      zwar     als die  zehntgrößte Wirtschaftsnation, leistet sich aber        Haftanstalten,   die man  eher in Ruanda oder Burundi vermuten  würde.       Eine im April   verkündete  Amnestie entspannte die  Situation  nicht.</strong></p>
<p><strong>Eine mittelalterlich anmutende Gefangenenzelle in Rios          Stadtteil  Realengo: Jeder der mehreren Dutzend Insassen hat laut   Gesetz        Anspruch  auf mindestens acht Quadratmeter &#8211; hier ist es   nicht  mal     ein   einziger.  Geschlafen wird deshalb in Schichten.   Während  ein   Teil   der   Gefangenen  auf feuchtem Boden liegt,   schlafen die  anderen   in     Hängematten, die an  den Gitterstäben   befestigt sind.  In einer   Zelle im     Stadtteil Bangu ein  ähnliches   Bild: 35 fast  nackte,   schwitzende   Männer   auf nur sechzehn    Quadratmetern bei  beißendem   Fäkaliengeruch   und   nächtlichem Besuch   von  Ratten. Die  psychische   Spannung ist fast   mit   Händen   greifbar. Neun von  zehn  Gefangenen   haben Furunkel, in der       heißesten Jahreszeit herrschen   bis zu 60   Grad. Dann fallen täglich     etwa   20 Insassen ohnmächtig  um,  werden   von den Wärtern   herausgezerrt   und   durch andere  ersetzt.</strong></p>
<p><strong>Um aus dieser Hölle herauszukommen und in eine weniger         überfüllte  Zelle  verlegt zu werden, bestechen Häftlinge ihre Aufseher         mit bis zu   umgerechnet 5.000 Mark. Es gibt brasilianische        Gefängnisse,  in denen die   Insassen das nötige Geld sammeln, um dann        die  Begünstigten auszulosen.   In Bangu kommen die notwendigen    “Real”     von  der Familie oder   Verbrechersyndikaten &#8211; je    unerträglicher die     Hitze,  desto höher die   Preise auf diesem    Schwarzmarkt. Einmal am  Tag    gibt es  schlechtes Essen;   die    Lebensmittelpakete der  Angehörigen    werden  gewöhnlich nicht      ausgehändigt.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Folter ist üblich. Ein Anwalt  beschreibt         einen Fall von 1996:  “Polizisten mit Kapuzen mißhandelten  116         Gefangene, unter anderem mit  Elektroschocks. Alle wiesen    Blutergüsse       auf, wurden zudem zu sexuellen  Handlungen gezwungen.”   Fast   täglich      werden Fälle zu Tode gefolterter,  erschlagener   Häftlinge   bekannt &#8211;   die    politisch Verantwortlichen bleiben  meist   passiv. Nur   wenige      Intellektuelle protestieren, die  Gesellschaft   scheint  sich an  die      grauenvollen Zustände gewöhnt  zu haben.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Pervertieren statt resozialisieren</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Menschenrechtsorganisationen wie amnesty          international oder “Human  Rights Watch” prangern die Zustände in    den       brasilianischen Haftanstalten  an &#8211; und auch die     Gefangenenseelsorge   der    Katholischen Kirche läßt  nicht locker.     Padre Geraldo Mauzeroll   von   der  “Pastoral Carceraria” im  Teilstaat     Sao Paulo gegenüber dem     ai-Journal:  “Wer ins Gefängnis kommt,      wird pervertiert, wird   angesehen   und  behandelt wie ein Tier &#8211;     niemand  ist an einer   Besserung oder    Resozialisierung  interessiert.    Die  Gesellschaft rächt   sich an ihnen,    läßt sie  intellektuell,    spirituell,  moralisch und   kulturell und nicht     selten sogar    physisch sterben.”  Mauzeroll hört   in Polizeiwachen  und       Gefängnissen sehr häufig den  Ausspruch: “Nur   ein toter  Häftling ist    ein    guter Häftling!” Der Padre  geht seit 1973   in  die “Presidios” &#8211;    was  er   täglich sieht, sind Bilder  wie aus    Horrorfilmen:    Tuberkulose   grassiert,  über die Gesichter   Todkranker   laufen    Ameisen. Häftlinge   verfaulen  buchstäblich in  Zellen.  Die      Gefängnisärzte sind selbst   kriminell, weil  sie  Kranke bewußt </strong></p>
<p><strong>nicht behandeln, sondern sterben lassen. Sie werden aber nie          zur  Rechenschaft gezogen. Kriminell handeln auch Richter und          Staatsanwälte,  die über Folter und alle anderen          Menschenrechtsverletzungen detailliert  informiert sind, jedoch nicht          eingreifen.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Das Gefängnispersonal verkauft          Lebensmittel, die für Häftlinge bestimmt  sind und ermöglicht          Rauschgifthandel und -konsum hinter Gitterstäben.  Ein          Gefängnisdirektor: “Drogen müssen dort drin sein, damit die  Gefangenen          ruhig bleiben.”</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Erzwungenes Schweigen, Morddrohungen</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Ein dunkles Kapitel ist auch die sexuelle          Gewalt, von Aufsehern sogar  gefördert. Mauzeroll zum ai-Journal:       “Wird    ein wegen Vergewaltigung  Verurteilter eingeliefert,   stecken     die  Wärter   ihn in bestimmte  Massenzellen, damit er dort   von 15  oder    20   Häftlingen  vergewaltigt wird.  Dies ist Gesetz in   den  Kerkern,   und  so   verbreitet  sich Aids sehr  schnell.” Nach    amtlichen Angaben    infizierten   sich  bereits mehr als 20  Prozent    aller Inhaftierten mit    dem  HIV-Virus  &#8211; ein  Großteil der rund     150.000 brasilianischen    Gefangenen  hat  homosexuellen  Verkehr,    gewöhnlich  ungeschützt. </strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Vitor Carreiro teilte in Rio de Janeiro          jahrelang eine Zelle mit 47  Gefangenen. Er ist von Aids gezeichnet     und      sagt: “Alle Welt weiß, daß  die Frau des Gefangenen der   andere       Gefangene  ist.” Promiskuität ist der  Alltag: José   Ferreira da   Silva,      HIV-positiv, berichtet von vier festen  und   acht   gelegentlichen    Partnern   &#8211; keiner benutzt Präservative. </strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Padre Mauzeroll drückt sich im Gegensatz zu          vielen “politisch korrekten”  Landsleuten nicht um unbequeme  und         unangenehme Wahrheiten. Er hat keine  Probleme, die von den      Autoritäten     gerne versteckten und verdrängten  Probleme offen      anzusprechen. “Wer     über die Zustände redet und  informiert,  stirbt”,     lautet eine andere     Regel. Berufskiller erledigen  das &#8211;   Mauzeroll    weiß, daß auch sein  Leben    in Gefahr ist. Dennoch  klagt   er offen   die  soziale Ordnung  Brasiliens    an: “Diese ist  schuld an  der     Situation.” </strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Gemäß einer neuen Studie der Vereinten          Nationen lebt heute fast die  Hälfte der 150 Millionen Brasilianer  in         verhältnismäßig entwickelten  Gebieten. “Wenn in Sao Paulo  und  Rio   de      Janeiro die Lage in den  Gefängnissen bereits so  schlimm  ist”,   gibt      Padre Mauzeroll zu bedenken,  “wie muß sie  dann erst  in den   stark      unterentwickelten Regionen des  Nordens  und  Nordostens  sein?”</strong></p>
<p><strong> Amnestie nur Kosmetik</strong></p>
<p><strong>Die Rechtsanwältin Zoraide Fernandez weist darauf hin, daß          Häftlinge  nach verbüßter Strafe oft noch jahrelang   gefangengehalten        werden. 1995  waren es allein in Rio mindestens   560.</strong></p>
<p><strong>Brasiliens Staatschef Fernando Henrique Cardoso verkündete im          April die,  wie es offiziell hieß, größte Amnestie in der      Geschichte     des Landes:  Etwa zehn Prozent der Gefangenen sollten      freikommen.  Wie    die  Gefängnisbehörden inzwischen einräumten,  werden      beispielsweise im     Teilstaat Rio de Janeiro nur wenig  mehr als   ein    Prozent amnestiert.  Die    511 Gefängnisse bieten  Platz für    höchstens   60.000 Personen, sind  aber    nach jüngsten  offiziellen    Angaben mit   148.760 Häftlingen belegt &#8211;  das    sind 15  Prozent mehr    als 1994.   Notwendig, so hieß es, sei der  Bau von     145 zusätzlichen      Haftanstalten. Die Lage in der Metropole Sao   Paulo  ist   den   Angaben    zufolge am dramatischsten. Eine Besserung  ist  nicht in      Sicht: Per    Haftbefehl suchte man allein 1996 rund  275.000    Straftäter.</strong></p>
<p><strong>Rund 95 Prozent der Häftlinge sind Arme, 96 Prozent sind          männlich und  etwa drei Viertel Voll- und Halbanalphabeten. Der     typische      Gefangene, so  eine Studie, ist dunkelhäutig und jünger     als 25   Jahre.    Jeden Monat  kommt es laut Statistik zu mindestens     drei großen      Häftlingsrevolten, die  meisten werden allerdings der      Öffentlichkeit     verschwiegen. Eine  Ausnahme bildet lediglich  der     südliche, relativ     hochentwickelte  Teilstaat Rio Grande do  Sul &#8211;  nur    dort soll es auch     keine irregulär  festgehaltenen  Häftlinge   geben.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Wärter und Spezialeinheiten gehen          gewöhnlich äußerst brutal gegen  meuternde Häftlinge vor: 1992 wurden im          berüchtigten Gefängnis  “Carandiru” von Sao Paulo mindestens  111         Insassen erschossen. Die  politisch Verantwortlichen und die    direkt       Beteiligten blieben bisher  straffrei. In “Carandiru”    ereignete  sich      auch Ende Oktober wieder eine  Revolte: 670    Gefangene nahmen  27  Wärter     als Geiseln und forderten die     Verlegung in eine andere   Haftanstalt.     Fünf Häftlinge versuchten     währenddessen in einem   Müllwagen zu  fliehen,    vier von ihnen  wurden   von  Militärpolizisten   erschossen.<br />
Klaus Hart<br />
Der Autor ist freier Korrespondent in Rio de Janeiro</strong></p>
<p><strong>Hintergrund von 2001:</strong></p>
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<p><strong>„Unerklärter Bürgerkrieg“ in Brasilien<br />
Über 40000 Morde jährlich/Zunahme von Attentaten </strong></p>
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<p><strong>Im Kontext der jüngsten internationalen Konflikte weisen          brasillianische Experten immer nachdrücklicher darauf hin, welche    hohen       Menschenopfer der sogenannte „unerklärte Bürgerkrieg“ in    Brasilien       kostet. Wie die Universitätsprofessor und    Politik-Berater  Gaudencio      Torquato jetzt  in einer Analyse mit dem    Titel „Wir und  Afghanistan“      betonte, werden aus politischen und    kriminellen  Motiven selbst laut  den     geschönten offiziellen   Angaben  jährlich  rund 40000 Menschen  ermordet.  </strong></p>
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<p><strong>     Hätte  Deutschland, mit einer etwa halb so großen          Bevölkerung, diese Rate, wären es pro Jahr etwa 20000 Getötete.          Tatsächlich waren es im Jahr 2000 laut BKA-Angaben nur 1015. </strong></p>
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<p><strong>Torquato zählte zu den Gründen der hohen Opferzahlen, daß die          zehntgrößte Wirtschaftsnation anders als Afghanistan zwar     sämtliche      Hochtechnologie der letzten Generation nutze, die soziale       Polarisierung    zwischen den Privilegierten und den armen   Schichten     sich jedoch  weiter   verschärft habe. Die hohe Gewaltrate   habe dazu     geführt, daß    nachbarschaftliches Zusammenleben immer   weniger   gepflegt   werde, die    brasilianische Gesellschaft sich von   der   menschlichen   Solidarität    verabschiede. Gängige Reaktion   angesichts   der täglichen   Morde sei leider    nur:“Gut, daß es mir   nicht passiert   ist.“ </strong></p>
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<p><strong>Derartige Verfallsprozesse resultieren laut Torquato aus          einer „politisch-institutionellen Kultur“, die sich mit den     alltäglichen      Skandalen um hohe Volksvertreter und den Fällen von          Regierungskorruption weiter degradiere. </strong></p>
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<p><strong>Brasilianischer Menschenrechtsaktivist<br />
“Generation eiskalter Killer“ wächst heran </strong></p>
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<p><strong>Brasilien züchtet nach den Worten des angesehenen          Menschenrechtsaktivisten Eduardo Capobianco „eine Generation eiskalter          Killer“heran.“Sie töten einen Menschen mit der selben   Leichtigkeit,     mit    der sie eine Coca-Cola trinken“, sagte er im   Dezember während   der      Auszeichnung mit einem Bürgerrechtler-Preis   in Sao Paulo.     Capobianco,    Präsident von zwei   regierungsunabhängigen Institutionen,     die das    organisierte   Verbrechen sowie die tiefverwurzelte   Korruption   in Politik    und   Wirtschaft bekämpfen, hatte erst Anfang   Dezember in   der City der      17-Millionen-Stadt ein Attentat überlebt.   „Brasilien  hat   gravierende     soziale Ungleichheiten und eine   kapitalistische   Kultur,  die auf  dem    Konsum basiert, Städte des   Konsumismus wie  Sao  Paulo. Das   stimuliert    letztlich Gewalt – Armut   allein ist  dafür  nicht   verantwortlich zu    machen.“ In entwickelten   Ländern  wie Japan   entfalle  statistisch pro Jahr    ein Mord auf    hunderttausend  Einwohner –  in  einer Stadt wie Sao Paulo    seien es    dagegen gemäß  offiziellen  Zahlen  immerhin fünfzig. Indessen    gebe  es   bereits  leichte  Fortschritte bei  der Verbrechensbekämpfung, die       Arbeit  seiner beiden  Institutionen  mißfalle der Gegenseite sehr  und     habe   das Attentat  bewirkt. </strong></p>
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<p><strong>Capobianco überlebte den Anschlag nur, weil er eine Mappe mit          Büchern vor die Herzgegend hielt, Kugeln darin steckenblieben    bzw.     nur   seine Beine trafen. Weder die Polizei noch er selbst    haben  einen     Hinweis  auf die Täter und deren Hintermänner. </strong></p>
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<p><strong>In den letzten drei Monaten kam es in Brasilien zu einer          Attentatsserie, bei der mehrere Gewerkschaftsführer, ein  progressiver         Großstadtbürgermeister sowie Umweltaktivisten  getötet wurden,         Bombenanschläge forderten glücklicherweise keine  Opfer. Eine  bislang        unbekannte rechtsextreme Organisation  schickte  Morddrohungen an 37        Bürgermeister der  linkssozialdemokratischen  Arbeiterpartei PT im        Industrie-  Teilstaat Sao Paulo, dessen  Bruttosozialprodukt das von  ganz         Argentinien übertrifft. </strong></p>
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<p><strong>Systematische Folterungen weiter alltäglich – trotz Anti-Folter-Gesetz<br />
Menschenrechtler skeptisch über  offizielle PR-Kampagne </strong></p>
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<p><strong>Der Dreißig-Sekunden-TV-Spot ist gut gemacht,          drastisch-realistisch: Ein Mann, halbnackt, blutend, gefesselt, wird von          einem Sadisten gequält, mit dem Kopf immer wieder in einen       Wassertank    getaucht, soll Informationen preisgeben, ein Geständnis       ablegen. Ein    Dritter sieht die Szene, rennt zum Telefon, wählt  die      neue  Gratis-Nummer   von „SOS Tortura“, erstattet anonym  Anzeige.   Jeder     sollte ab sofort   genauso handeln, lautet der  Appell an die       Fernsehzuschauer – „denn   Folter ist ein  Verbrechen!“ Daß  Brasiliens      Staatspräsident Fernando   Henrique  Cardoso, Ehrendoktor  der FU  Berlin,     jetzt auch in Rundfunk und    Presse eine solche   Medienkampagne  starten    ließ, einmalig in der    Geschichte Brasilien,   könnte die     Menschenrechtler des In-und  Auslands   optimistisch   stimmen. Doch     Skepsis überwiegt.  Befürchtet wird, daß   Brasilia   damit lediglich  auf      Imageverbesserung bei den Vereinten   Nationen   zielt. Deren Experte    für   Folterfälle, Nigel Rodley, hatte   letztes   Jahr nach einer Reise    durch   mehrere Teilstaaten die Zustände als     erschreckend und    eigentlich   unbeschreiblich angeprangert. Nicht   anders   sieht es    Amnesty   International, stellte deshalb  in der     17-Millionen-Stadt    São Paulo,   Lateinamerikas führendem     Wirtschaftszentrum, im  Oktober   kurz vor   Kampagnebeginn der     brasilianischen  Öffentlichkeit den   neuesten Bericht   über Folter und      Mißhandlungen vor. Tatverdächtige,   Festgenommene,      Untersuchungshäftlinge   und Strafgefangene   systematisch Torturen zu      unterwerfen, auch von   völlig Unschuldigen   Geständnisse unter   Folter  zu   erpressen, gehört   danach weiterhin zur    Alltagsroutine   im  Apparat  der  Militär-und   Zivilpolizei. Laut   Patrick Kopischke,     Brasilien-Experte  von Amnesty   International, hat   der starke     politische Druck, die  überbordende   Kriminalität zu   bekämpfen, dazu     geführt, daß Folter  andere   Ermittlungsmethoden   ersetzt. Allein  in   São  Paulo, wo über  eintausend   deutsche   Unternehmen, von VW  bis    Daimler-Benz, ansässig  sind, werden   laut   offiziellen Angaben     monatlich über 440 Menschen  ermordet. Zum     üblichen    Nachrichtenangebot  der  Radio-und TV-Stationen  gehören die        unaufhörlichen  Gefangenenrevolten in den mit fast 100000  Insassen      völlig   überfüllten  Polizeiwachen, Haftanstalten und  provisorischen        Gefängnissen der  Metropole. Pro Monat werden rund  eintausend    weitere     mutmaßliche oder  tatsächliche Straftäter in teils     fensterlose  Zellen    gepreßt, wo  bereits bis zu 168 Männer auf einem     Raum  zusammenhocken    müssen, der  eigentlich nur für höchstens    dreißig   gedacht war. Wegen  der    schlechten Luft, der unhygienischen    Zustände,   des ständigen     Fäkaliengeruchs und des damit   verbundenen   psychischen  Drucks sind     Aufstände die logische Folge –     niedergeschlagen werden sie  mit   äußerster   Brutalität, gibt es   fast   immer Tote. „Man greift auf  Folter   und   Mißhandlungen zurück,   um  ein  katastrophales Gefängnissystem    unter   Kontrolle zu   halten“,  betont  deshalb Kopischke, grundlegende    Reformen   seien   nötig, nicht  nur  kosmetische Verschönerungen.    Aktivisten von     Amnesty und  anderen  Menschenrechtsgruppen Brasiliens    empört zudem      besonders,  daß das  auf ihren Druck hin erlassene      Anti-Folter-Gesetz von   1997  an den  Zuständen kaum etwas änderte,   Täter    gewöhnlich straffrei    ausgehen,  selbst aus der Diktaturzeit      berüchtigte Folterer weiter im    Dienst  sind. Gemäß neuen   UNO-Angaben    verzeichnet der Teilstaat  Minas    Gerais die meisten   bekanntgewordenen    Folterfälle, ist die     Polizeibrutalität   traditionell besonders hoch.    Dies gilt als Erbe  des      Militärregimes(1964-1985), als Fachleute der    CIA gemäß Angaben  von      Zeitzeugen  den Militär-und Zivilpolizisten in    Kursen auch       Foltertechniken beibrachten. „Heute noch sind es die    gleichen“, so     der   renommierte Menschenrechtsanwalt Antonio Aurelio,    „vor allem       Elektroschocks, Aufhängen kopfunter an einer Stange,    Eintauchen  in      Wassertanks, Schläge auf beide Ohren, Erstickungsanfälle     mittels   über    den Kopf gestülpten Plastiksäcken“. Im Juni letzten     Jahres   wurden  in   einer Polizeiwache São Paulos etwa zweihundert       Gefangene, einer  nach dem   anderen, völlig unbekleidet,  mit       Elektroschocks  gepeinigt. Bei   weiteren Mißhandlungen starb ein       Insasse, dreißig  weitere erlitten teils   schwere Verletzungen. Die       beteiligten  Polizeikommissare sind weiterhin   im Dienst.  Beim       Interview  mit  dem Polizeichef einer   nordostbrasilianischen Stadt    fand    dieser  nichts dabei, den an den   landesüblichen       Elektroschock-Apparaturen  verwendeten Regler sichtbar    auf seinem       Schreibtisch liegen zu  lassen.</strong></p>
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<p><strong>Über 40000 brasilianische Kinder arbeiten auf stinkenden Müllbergen<br />
Unicef und NGO entwickeln Alternativprojekte </strong></p>
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<p><strong> Im Kriechgang, fast mit Vollgas, arbeitet sich der Müll-LKW          in Serpentinen fast bis zur Haldenspitze vor, kippt dort, an der          Peripherie der 17-Millionen-Stadt São Paulo, bei 35, 40  Grad          Tropenhitze stinkende Abfälle aller Art ab. Auf diesen Moment  haben         Schwärme von Schmeißfliegen, aber auch Dutzende von  Kindern und         Jugendlichen nur gewartet. Mit Säcken über der  Schulter stürzen  sie  sich       auf  die Ladung, sinken bis zu den  Knien ein, wühlen  neben    schwarzen     Aasgeiern nach Essensresten,  Glas-und  Plastikflaschen,    Papier und     Getränkebüchsen aus  Aluminium. Alles  wird getrennt,    sortiert, ein Stück     entfernt  bei  anderen  Familienmitgliedern    angehäuft, Alu-Büchsen  tritt     man mit dem Fuß  platt. Metallfirmen    oder Papier-und  Textilfabriken     nehmen alles  für lächerlich geringe    Preise ab – jedes   dreckverschmierte,    oft  von Hautkrankheiten    gezeichnete Müll-Kind   kommt pro Tag höchstens     auf umgerechnet vier,    fünf Mark –   überlebenswichtig für die  Familien  an   der    Slum-Peripherie von   Lateinamerikas reichster  Stadt und       Wirtschaftslokomotive, aber  auch  von Rio de Janeiro,  Salvador da Bahia       oder Recife. In ganz  Brasilien  sind es über  vierzigtausend   „Crianças  do    Lixo“,  Müll-Kinder – die nie  zur  Schule gehen, oder es   aufgaben,  weil     man sie lächerlich machte,   diskriminierte. Vor  ein,  zwei  Jahren  waren  es   indessen noch über   dreizehntausend mehr –   bevor das    UN-Kinderhilfswerk   Unicef  und  die   regierungsunabhängige    Organisation  „Agua e  Vida“(Wasser  und  Leben)   Projekte starteten,    Druck auf den  Staat, lokale  Behörden   ausübten,  um  diese  schändliche   Form der  Kinderarbeit zu  bekämpfen.  </strong></p>
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<p><strong>Hautkrankheiten, Cholera </strong></p>
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<p><strong>Daß Minderjährige in einem Land, das zu den zehn größten          Wirtschaftsnationen gehört, den ganzen Tag im Müll waten müssen,     anstatt      zu spielen und zu lernen, nennt Afonso Lima,     Unicef-Mitarbeiter in    São   Paulo, einfach entsetzlich, unmenschlich.     Die Regierung hat  zudem     internationale Konventionen, darunter     gegen Kinderarbeit    unterzeichnet,   die derartiges eigentlich     verbieten. „Weil die meisten    Kliniken  ihre   sämtlichen Abfälle     unsortiert und unbehandelt   ebenfalls  auf die Halde   kippen, können     sich die Kinder sogar   gefährliche  Krankheiten holen,   finden     Spritzennadeln, Chemikalien   aller Art.“ Für  seine Kollegin Paula       Claycomb aus den USA fehlt es   auch an politischem  Willen. „Die       brasilianische Gesellschaft muß   endlich verstehen, daß  stinkende       Abfallhalden nicht der richtige Ort   für Kinder sind.“ Dabei  wurde       bereits eine Menge erreicht: Unicef  und  die NGO „Agua e Vida“      brachten   in geduldiger Überzeugungsarbeit   Gouverneure und viele      Gemeinden dazu,   Mittel für die Gründung von        Müll-Recycling-Kooperativen freizugeben,   sogar Gebäude        bereitzustellen. Der Vorteil: Wiederverwertbares wird   bereits an        Wohngebäuden, Supermärkten, Bürohäusern aussortiert – und   nicht  erst,        mit organischen Abfällen verschmutzt, auf der Halde.    Resultat:   Das     Familieneinkommen steigt, die Kinder brauchen nicht  mehr         mitzuarbeiten, gehen stattdessen zur Schule. Eine geringe  staatliche         Hilfe von  monatlich umgerechnet über zehn Mark pro  Kind wird auch  an        viele andere verelendete Familien nur gezahlt,  wenn sie ihre   Kinder       kontinuierlich in die Schule schicken.  „Und das   funktioniert“,       bekräftigt die NGO-Koordinatorin Teia  Magalhaes in   São Paulo. „Nur ist       es leider oft so: Wir holen  eine Familie aus   dem Müll, doch andere       treten sofort an deren  Stelle – Folge der   Misere in Brasilien.“ Da  die      Cholera im Lande  längst nicht   ausgerottet ist, man sich gerade  auf  den     riesigen  Abfallbergen   leicht anstecken kann, verbreitet  Teia   Magalhaes     auch ein   entsprechendes Aufklärungs-Video,  organisiert   zusammen mit       Präfekturen Musik-und Tanzkurse, um  frühere „Crianças do   Lixo“  in der      Schule zu halten, an Kultur  heranzuführen. </strong></p>
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<p><strong>Banker und Müllsammler </strong></p>
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<p><strong>Auch über  Lateinamerikas Wallstreet, die Banken-Avenida          Paulista, zerren täglich ungezählte schwitzende, zerlumpte Catadores    do       Lixo, Müllsammler, ihre hölzernen Karren, hochbeladen mit       Verpackungen    und anderem Material. Eigentlich sollten  die  Catadores      allen Respekt    verdienen: Nur ihnen ist es zu  verdanken, daß    immerhin   achtzig  Prozent   der  Aluminium-Getränkebüchsen, siebzig    Prozent der   Pappe und   dreißig    Prozent der Flaschen recycelt    werden. Nur hier  und  da trifft  man  bereits   auf jene    Hausmüll-Container wie in  Deutschland  –   ausgerechnet in einem      Drittweltland wie Brasilien ist     Ressourcenverschwendung weiterhin die      Regel. Was vergeudet wird, ob     Nahrungsmittel, Strom oder Wasser,    hat   laut neuesten Studien   immerhin   einen Wert von jährlich    umgerechnet über   einhundert   Milliarden Mark.   Besonders provozierend    in einem Land mit   ernsten   Hungerproblemen: Was   São Paulos    Supermärkte an Lebensmitteln     wegwerfen, reichte wertmäßig   bequem    aus, um monatlich 600000     Slum-Familien mit  Grundnahrungsmitteln  zu    versorgen. </strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>Padre Julio Lancelotti kämpft gegen Folter an Kindern und Jugendlichen<br />
Hohes Lebensrisiko, Morddrohungen, tätliche Angriffe<br />
Auch von Unicef wegen Engagements für Kinderrechte ausgezeichnet </strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>„Erstmals konnten wir jetzt achtzehn Aufseher, sogar drei          Direktoren, wegen Folter vor Gericht bringen“, sagt Padre Julio          Lancelotti im Büro des von ihm geleiteten „Zentrums zur  Verteidigung   von       Kindern und Jugendlichen“ der Millionenstadt  São Paulo. Aber     Freude,     Zufriedenheit über diesen kleinen Sieg  ist ihm nicht     anzumerken.  Denn    auf einen Schlag hat er damit  noch mehr erbitterte     Feinde unter  den    Mitarbeitern der  gefängnisähnlichen Anstalten  für    straffällig  gewordene     Minderjährige(Febem). Von den letzten    Attacken  hat er sich  noch  nicht    erholt: Als in einer Febem-Einheit    wiederum  Jugendliche   gegen    Mißhandlungen, Überfüllung   rebellierten,  fuhr er  sofort hin  –  eine    Gruppe von   Febem-Angestellten schlug ihm  Zähne  aus, trat  auf ihn  ein,      zerbrach die Brille.  Militärpolizisten  schauten  bewußt eine  ganze   Weile    zu, griffen erst  spät ein. „Sogar   das  Kreuz, das ich um  den   Hals  trug,   ein  Geschenk aus Osnabrück,   wurde mir abgerissen –    hier ist die     Situation eben längst außer   Kontrolle.“ Lancelotti,   der  auch ein Heim     für Aids-infizierte  Kinder  führt,  erhält   regelmäßig  Morddrohungen &#8211;     andere Pfarrer  São Paulos  haben ihr   Engagement für  Menschenrechte     bereits mit  dem Leben  bezahlt – in   Brasilien kommt es  täglich zu     politischen  Morden,  Attentaten.    Theoretisch können er und  seine  Anwälte     sich auf das    Anti-Folter-Gesetz, das Statut zum  Schutze der      Heranwachsenden    berufen. „In Brasilien dominiert aber  leider      Straflosigkeit,    Folterer bleiben gewöhnlich ungeschoren,  werden  nicht     einmal    entlassen, sind durch die Autoritäten geschützt.“  </strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>„Kultur der Folter“ </strong></p>
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<p><strong>Daß die Gesetze nicht funktionieren, erklärt Lancelotti mit          für manchen Europäer sicher  überraschenden Gründen:“In diesem   Land        existiert die Sklavenhalterkultur, auch eine Kultur der   Folter   weiter  –     ein Großteil der Brasilianer befürwortet   Torturen, die    Todesstrafe,   die   Herabsenkung des   Strafmündigkeitsalters auf    sechzehn, teils sogar     vierzehn Jahre.“   Im Teilstaate São Paulo, dem    reichsten ganz   Brasiliens,   mit  weit  über eintausend deutschen    Unternehmen, sind in   den     Febem-Anstalten derzeit mehr als    viertausend Heranwachsende       konzentriert, täglich kommen etwa dreißig    hinzu. Wo eigentlich gemäß   den     Vorschriften nur Platz für sechzig    Minderjährige ist, werden   in   Zellen   bis zu vierhundert    zusammengepfercht, sind gewöhnlich   völlig   sich  selbst  überlassen.    „Als letztes Jahr der     UNO-Sonderberichterstatter für   Folter, Nigel    Rodley, hier war,     erklärte man ihm allen Ernstes,   Jugendliche  hätten   sich   Verletzungen   selber beigebracht, im Streit    miteinander.“ Der     Padre, die eng mit ihm   kooperierende Anwältin    Francisca de Assis     Soares, wissen von solchen   Fällen, auch von  sexueller   Gewalt unter     den Jugendlichen. Doch das   sind Ausnahmen.  Die Struktur   dieser     Anstalten ziele auf    Unterdrückung,  Entwürdigung, Verrohung –    „über    viele besonders   sadistische  Folterungen“, so Lancelotti“,   reden     wir  öffentlich gar   nicht  mehr, weil es uns ja doch keiner  glaubt.“  In     einer Febem-Anstalt    hatte man allen Ernstes  Skinheads  angestellt,    wegen   ihrer    Aggressivität von den  Minderjährigen   nur „Pitbulls“   genannt. </strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>Sadismus der Aufseher     </strong></p>
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<p><strong> Bekommen Lancelotti und sein Team Wind von Mißhandlungen,          fahren alle sofort los, um gerichtsverwertbare Beweise zu sammeln,          Torturen zu unterbrechen. „In einer Anstalt trafen wir auf über     vierzig      gefolterte Jugendliche – mit schweren Verletzungen,     gebrochenen  Armen     und Beinen!“ Rebellieren Insassen einer     Febem-Einheit, toben  sich  bei    der Niederschlagung Aufseher,     herbeigerufene Polizisten   sadistisch    aus.“Jugendliche mußten     tagelang nackt hintereinander   aufgereiht und    aneinandergepreßt auf     dem Boden hocken, das   Geschlechtsteil am Gesäß des    Vordermanns,     durften nur in   Plastikflaschen urinieren, die man dann    über  ihnen    ausschüttete.   Scharfe Hunde wurden rudelweise zwischen die      Insassen   gehetzt – wer   deshalb aufstand, erhielt sofort Schläge.  Und      selbst  das – Wärter   zwingen Jugendliche, auf andere Insassen  zu       urinieren. Alles   Folterpraktiken, tief entwürdigend!“ </strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>Aber könnte die Mitte-Rechts-Regierung unter  Staatspräsident          Fernando Henrique Cardoso, Bewohner São Paulos, Ehrendoktor der        Freien   Universität Berlin, diese Zustände nicht ändern?   „Brasilien   ist    nur  eine  formale Demokratie“, analysiert   Lancelotti, „die   Politiker    in  Brasilia  leben wie auf einem   anderen Planeten, fern   der  Realität,    wollen von  diesen Dingen   nichts wissen – Zugang zu    Präsident Cardoso    haben wir  nicht.“   Bestenfalls mit Galgenhumor    registriert der Padre,    welches    Prestige Cardoso gerade in Europa,    auch in  Deutschland      genießt:“Der  Präsident führt sich wie ein Prinz    auf, erhält überall      Doktortitel. Aber  wenn man in europäischen    Zeitungen oder in der   Genfer     UN-Menschenrechtskommission über diese    Zustände hier   spricht – das   mag   er, seine Regierung, garnicht.“ </strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>Lancelotti räumt ein, daß ihn die Menschenrechtsarbeit          zugunsten der Minderjährigen Brasiliens streßt, psychisch ermüdet.  „Der         Haß auf uns ist groß, wir werden verfolgt, lächerlich  gemacht,   sind     nur   wenige – und die Folter nimmt zu!“ Mit seiner    Wochenkolumne in     einer   Tageszeitung São Paulos erreicht er    wenigstens einen Teil  der      Öffentlichkeit. Und ein bißchen Mut    macht, daß ihn das       UN-Kinderhilfswerk Unicef im neuesten    Jahresbericht ausdrücklich als       Anwalt der Heranwachsenden    Brasiliens hervorhebt.</strong></p>
<p><strong>Winfried Kretschmann in Brasilien 2011:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/23/gruner-ministerprasident-winfried-kretschmann-in-brasilien-2011/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/23/gruner-ministerprasident-winfried-kretschmann-in-brasilien-2011/</strong></a></p>
<p><strong>Adveniat in Sao Paulo:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/21/katholisches-hilfswerk-adveniat-in-brasilien-land-der-vielen-milliardare-und-millionare-wie-es-kommt-das-in-deutschland-muhselig-spenden-fur-bedurftige-und-sozialprojekte-gesammelt-werden-obwohl-d/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/21/katholisches-hilfswerk-adveniat-in-brasilien-land-der-vielen-milliardare-und-millionare-wie-es-kommt-das-in-deutschland-muhselig-spenden-fur-bedurftige-und-sozialprojekte-gesammelt-werden-obwohl-d/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/29/brasiliens-scheiterhaufen-erstmals-in-einer-anklagenden-inszenierung-der-scheiterhaufenstadt-rio-de-janeiro-zu-sehen/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/29/brasiliens-scheiterhaufen-erstmals-in-einer-anklagenden-inszenierung-der-scheiterhaufenstadt-rio-de-janeiro-zu-sehen/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/22/prof-dr-marcus-mazzari-prasident-der-goethe-gesellschaft-brasiliens-associacao-goethe-do-brasil-gesichter-brasiliens/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/22/prof-dr-marcus-mazzari-prasident-der-goethe-gesellschaft-brasiliens-associacao-goethe-do-brasil-gesichter-brasiliens/</strong></a></p>
<h2>Brasilien, siebtgrößte Wirtschaftsnation,  flog aus     Ländergruppe(low- and middle-income countries), die  Aids-Infizierte am     besten betreut, laut Landesmedien. “Nur zwischen 60%  und 79% der     HIV-Patienten werden behandelt.” Öffentliche Gesundheit  unter     Lula-Rousseff. Sinkende Gesundheitsausgaben. Aids in  Lateinamerikas     größter Demokratie &#8211; offizielle Versionen und Realität. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11698" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/aids-in-brasilien/" rel="tag">Aids in Brasilien</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/sozialpolitik-brasiliens/" rel="tag">Sozialpolitik Brasiliens</a></p>
<p><strong>Unter Bezug auf ein neues Dokument  der  UNO-Organisation     Unaids hieß es, elf Länder, darunter Chile, Cuba und  Namibia,     verteilten an mindestens 80 Prozent der Infizierten  entsprechende     Aids-Medikamente. Brasilien folge nunmehr erst in der  nächsten     Länderkategorie. Laut Schätzungen wüßten bis zu 300000  Brasilianer     nichts von ihrer Aids-Infektion. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-probleme-beim-bekampfen-der-aids-epidemie-aus-expertensicht/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-probleme-beim-bekampfen-der-aids-epidemie-aus-expertensicht/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/29/brasilien-und-aids-2010-laut-offiziellen-angaben-rund-12000-aids-tote-daten-regierungsunabhangiger-institutionen-uber-tatsachliche-zahl-noch-nicht-vorhanden-analsex-gefahrlicher-risikosex-in/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/29/brasilien-und-aids-2010-laut-offiziellen-angaben-rund-12000-aids-tote-daten-regierungsunabhangiger-institutionen-uber-tatsachliche-zahl-noch-nicht-vorhanden-analsex-gefahrlicher-risikosex-in/</strong></a></p>
<p><strong>“Erfolge im Kampf gegen Aids”.</strong></p>
<p><a href="http://www.blickpunkt-lateinamerika.de/nachrichten/msgf/brasilien:_erfolge_im_kampf_gegen_aids.html"><strong>http://www.blickpunkt-lateinamerika.de/nachrichten/msgf/brasilien:_erfolge_im_kampf_gegen_aids.html</strong></a></p>
<p><strong>“Der Aids-Musterschüler”.</strong></p>
<p><a href="http://www.blickpunkt-lateinamerika.de/hintergrund/msgf/brasilien%3A_der_aids-musterschueler.html"><strong>http://www.blickpunkt-lateinamerika.de/hintergrund/msgf/brasilien%3A_der_aids-musterschueler.html</strong></a></p>
<p><a href="http://www.aerztekammer-hamburg.de/funktionen/aebonline/pdfs/1189066547.pdf"><strong>http://www.aerztekammer-hamburg.de/funktionen/aebonline/pdfs/1189066547.pdf</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach3.JPG" alt="cach3.JPG" /></p>
<p><strong>“Die Wirtschaftskrise hat Brasilien kaum gespürt”(WAZ)</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/19/willkommen-im-paradies-brasilien-boomt-die-faz-uber-das-freudenfest-fur-ronaldinho-gaucho-in-rio-am-tag-nach-der-katastrophennacht-mit-uber-700-toten/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/19/willkommen-im-paradies-brasilien-boomt-die-faz-uber-das-freudenfest-fur-ronaldinho-gaucho-in-rio-am-tag-nach-der-katastrophennacht-mit-uber-700-toten/</strong></a></p>
<p><strong>Slum in Sao Paulo, November 2011. Gemäß europäischen      Sichtweisen hatte Lateinamerikas größte Demokratie Brasilien die      Finanz-und  Wirtschaftskrise von 2008/2009 recht gut überstanden.</strong></p>
<p><a href="http://www.adveniat.de/blog/?p=960"><strong>http://www.adveniat.de/blog/?p=960</strong></a></p>
<p><strong>Die Aidslage in Brasilien aus Sicht der Franziskaner vor Ort &#8211;      wird die Zahl der Aidstoten korrekt registriert?  Warum Brasilien   aus    der Ländergruppe flog…</strong></p>
<p><strong>“Proportion of eligible population receiving antiretroviral      therapy in low- and middle-income countries at the end of   2010?(UNAIDS)</strong></p>
<table cellpadding="0" cellspacing="0" border="1">
<tr>
<td valign="top" width="361">60%—79%ArgentinaBrazilCosta RicaDominican RepEcuadorEthiopiaGeorgiaKenyaMexicoParaguayRomaniaSwazilandThailand<strong>Uruguay </strong><strong>Zambia </strong></td>
<td valign="top" width="277"><strong>&gt;80% </strong><strong>Botswana </strong><strong>Cambodia </strong><strong>Chile </strong><strong>Comoros </strong><strong>Croatia </strong><strong>Cuba </strong><strong>Guyana </strong><strong>Namibia </strong><strong>Nicaragua </strong><strong>Rwanda </strong><strong>Slovakia </strong></td>
</tr>
</table>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<h2>Brasiliens hochgelobte Aids-Politik:  Öffentliche Proteste      landesweit gegen das Fehlen von mindestens vier  Medikamenten des      Aids-Cocktails, laut nationalen Medien. “Für die  Infizierten ist es das      Todesurteil, die sterben dann eben weg.” Indianer  und Aids. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=5157" title="Beitrag bearbeiten">**(2010)</a></h2>
<p><strong>Wie es heißt, fehlen die Medikamente Abacavir,  Lamivudina,      Nevirapina, Zidovudina, Efavirenz. “Das ist die Zerstörung  eines als      beispielhaft bezeichneten Programms”, sagte William Amaral,  Leiter      eines Forums von Aids-NGO in Rio de Janeiro gegenüber der Presse.  ”      Aids-Medikamente fehlten keineswegs zum erstenmal. Angesichts der       zunehmend heftigeren Kritik in Brasilien an der nationalen       Aids-Bekämpfung nimmt in Mitteleuropa das Lob an Brasilias Aids-Politik       weiter zu.</strong></p>
<p><strong>Katholische Aids-Expertin im Website-Interview in Manaus:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/29/fehlende-aidsmedikamente-in-brasilien-fehlende-arzte-fur-aidskranke-fur-die-infizierten-ist-es-das-todesurteil-die-sterben-dann-eben-weg-kritik-von-experten-und-kirche/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/29/fehlende-aidsmedikamente-in-brasilien-fehlende-arzte-fur-aidskranke-fur-die-infizierten-ist-es-das-todesurteil-die-sterben-dann-eben-weg-kritik-von-experten-und-kirche/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/03/fehlende-aids-medikamente-in-brasilien-aids-ngo-beklagen-seit-jahren-mangelhafte-medizinische-versorgung-von-infizierten/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/03/fehlende-aids-medikamente-in-brasilien-aids-ngo-beklagen-seit-jahren-mangelhafte-medizinische-versorgung-von-infizierten/</a></p>
<h2><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/04/josefranciscofrei.jpg" alt="josefranciscofrei.jpg" /></h2>
<p><strong>José Francisco in Sao Paulo beim Website-Interview.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/22/der-papst-und-die-kondome-fortdauernde-desinformation-uber-katholische-praxis-bei-aids-pravention-kirchliche-kondomverteilung-seit-16-jahren-in-brasilien-dem-grosten-katholischen-land-unterstellt/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/22/der-papst-und-die-kondome-fortdauernde-desinformation-uber-katholische-praxis-bei-aids-pravention-kirchliche-kondomverteilung-seit-16-jahren-in-brasilien-dem-grosten-katholischen-land-unterstellt/</a></p>
<p><strong>Franziskaner José Francisco &#8211; Hintergrund:</strong></p>
<h2>Aids-Tod und fehlende Aids-Medikamente in Brasilien: Franziskaner       und Aids-NGO beklagen seit Jahren mangelhafte medizinische Versorgung       von Infizierten. ”Wahrheit über Aids-Epidemie wird versteckt”.</h2>
<p><strong>InÂ europäischen Medien wird seit Jahren das staatliche       brasilianische Aids-Programm als vorbildlich hingestellt und zudem       behauptet, die Gratis-Versorgung  Aids-Infizierter mit dem       Medikamenten-Cocktail sei garantiert. Wie der für die Sozialprojekte der       Franziskaner Sao Paulos verantwortliche Ordensbruder José  Francisco     dos  Santos gegenüber dieser Website erklärte, trifft dies  nur   teilweise   zu,  sterben deshalb Aids-Patienten, die den    Medikamenten-Cocktail    unbedingt ganz regelmäßig einnehmen müssen. </strong></p>
<p><strong>Laut Frei Santos war die Medikamentenversorgung der       Aidspatienten 2007 im reichsten brasilianischen Teilstaat Sao Paulo so       schlecht, daß über einen Monat der Medikamenten-Cocktail schlichtweg       nicht ausgeteilt wurde. Die Franziskaner und Aids-NGO seien   daraufhin     Ende 2007 gegen die Regierung vor Gericht gezogen, um die   Einhaltung  des    entsprechenden Gesundheitsgesetzes zu erreichen. Die    brasilianischen    Aids-Statistiken seien sehr ungenau, die wahre    Datenlage werde    versteckt. Es existiere verständlicherweise kein    politisches Interesse,    die Wahrheit über die Aids-Situation    offenzulegen. Die behauptete    Qualität der Aidspatienten-Versorgung    existiere nicht. Aids betreffe in    Brasilien heute vor allem die    Armen. Wenn indessen jemand an einer    Krankheit sterbe, die er sich    durch die Immunschwäche zugezogen habe,    werde Aids auf dem    Totenschein nicht als Todesursache benannt, sei nur    zu oft  gar nicht    bekannt, daß er Aids-infiziert gewesen sei. </strong></p>
<p><strong>Bereits 2006 hatte das auf Aidspatienten spezialisierte       Hospital ”Gaffrée e Guinle” in Rio de Janeiro gegenüber der Presse       beklagt, daß wegen fehlender Medikamente Aids-Kranke sterben. Es fehlten       sogar nötige Antibiotika.</strong></p>
<p><strong>Presse-Zitat von 2008 über fehlende Aids-Medikamente, was bei       Betroffenen zu schweren Konsequenzen und sogar zum Tode führen    könne:</strong>    Segundo a direçáo do Ã³rgáo, oito remédios para    doenças infecciosas e    anti-retrovirais que integram o coquetel    antiaids estáo em <strong>falta</strong>.    ”Pelo menos metade desses    medicamentos sáo de uso contÃ­nuo, o que    significa que a interrupçáo    do uso, segundo especialistas, pode provocar    graves conseqüÃªncias   Ã   saÃºde e até levar Ã  morte, afirma  Caetano.   JÃ¡ nas unidades    bÃ¡sicas de saÃºde do municÃ­pio outros  cinco  remédios  também estáo    em <strong>falta</strong>, alguns desde março.</p>
<p><strong>Indianer und Aids, Manaus, 2009:</strong></p>
<p><strong>Gerade ist eine Patientin des Pastoralzentrums gestorben &#8211;        eine Indianerin. Über eine halbe Million Indios gibt es in Brasilien  “      etwa die Hälfte lebt bereits in Großstädten wie Manaus am Rio  Negro   &#8211;     fast durchweg in Slums. Die brasilianischen Aidsexperten  nennen   die    Präventionsarbeit bei Indiostämmen besonders schwierig.  Kondome   würden    aus soziokulturellen Gründen, vor allem der  Mannesehre,   gewöhnlich    abgelehnt. Krankheiten wie Aids und  Tuberkulose schreibe   man dem Wirken    böser Geister aus der  übernatürlichen Welt zu, hoffe   auf Heilung durch    den Schamanen.  Zudem existiere das Problem der   Promiskuität,    derÂ häuslichen, der  sexuellen Gewalt auch unter den   Indios, könne sich    eine  Indianerfrau schwerlich gegen einen Mann   durchsetzen, der kein     Kondom wolle. Indianerinnen arbeiteten als   Prostituierte. Indianer und     Indianerinnen, die zu evangelikalen   Sekten übertreten, sagen:  ”Wegen    meiner Religion kriege ich kein   Aids, sind weder Aidstests  noch Kondome    nötig. Jesus heilt &#8211;   Halleluja!”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/23/yanomami-runddorf-demini-video-anklicken-amazonas-musiktheater-munchner-biennale-2010/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/23/yanomami-runddorf-demini-video-anklicken-amazonas-musiktheater-munchner-biennale-2010/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/05/die-aids-epidemie-in-brasilien-ist-nicht-unter-kontrolle-analia-maria-de-paula-leiterin-der-bischoflichen-aids-pastoral-in-nordbrasilien-gesichter-brasiliens/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/05/die-aids-epidemie-in-brasilien-ist-nicht-unter-kontrolle-analia-maria-de-paula-leiterin-der-bischoflichen-aids-pastoral-in-nordbrasilien-gesichter-brasiliens/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/19/aids-und-die-praventive-funktion-von-kondomen-in-brasilien-die-halluzinierenden-nachte-der-kamikazeas-alucinantes-noites-dos-camicases-nachrichtenmagazin-veja-sexualpraktiken-bisexual/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/19/aids-und-die-praventive-funktion-von-kondomen-in-brasilien-die-halluzinierenden-nachte-der-kamikazeas-alucinantes-noites-dos-camicases-nachrichtenmagazin-veja-sexualpraktiken-bisexual/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/22/viele-aids-infizierte-brasilien-stecken-aus-rache-und-wutgefuhlen-heraus-sowie-aus-bosartigkeit-ganz-bewust-andere-menschen-mit-dem-hiv-virus-an-patienten-des-franziskaner-aids-projekts-in-sao-pa/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/22/viele-aids-infizierte-brasilien-stecken-aus-rache-und-wutgefuhlen-heraus-sowie-aus-bosartigkeit-ganz-bewust-andere-menschen-mit-dem-hiv-virus-an-patienten-des-franziskaner-aids-projekts-in-sao-pa/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/19/355-brasilianer-haben-aids-ohne-es-zu-wissen-laut-offizieller-regierungsschatzunggewohnlich-viel-zu-niedrig/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/19/355-brasilianer-haben-aids-ohne-es-zu-wissen-laut-offizieller-regierungsschatzunggewohnlich-viel-zu-niedrig/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/09/analsex-haufig-erste-sexuelle-erfahrung-von-mannlichen-jugendlichen-in-brasilien-troca-troca-brasil-ato-sexual-em-que-parceiros-masculinos-se-alternam-na-penetracao-anal/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/09/analsex-haufig-erste-sexuelle-erfahrung-von-mannlichen-jugendlichen-in-brasilien-troca-troca-brasil-ato-sexual-em-que-parceiros-masculinos-se-alternam-na-penetracao-anal/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/05/brasilien-auf-uno-index-fur-menschliche-entwicklung-jetzt-platz-75-hinter-argentinien-chile-und-kuba/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/05/brasilien-auf-uno-index-fur-menschliche-entwicklung-jetzt-platz-75-hinter-argentinien-chile-und-kuba/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/</a><strong>Laut      Landesmedien durchläuft Brasiliens Gesundheitswesen eine   “gravierende    Krise”, wurden in den letzten zehn Jahren 45,9   Milliarden Real, die  für   das Gesundheitswesen bestimmt waren, in   Wirklichkeit garnicht    investiert.  Brasiliens privates   Gesundheitswesen für die    Bessergestellten habe viermal mehr Ärzte als   das öffentliche    Gesundheitswesen für die übergroße Mehrheit der   Brasilianer. </strong></p>
<p><strong>Entsprechend groß ist das Lob für Brasiliens Sozialpolitik aus neoliberalen Ländern Mitteleuropas. </strong></p>
<p><a href="http://www.adveniat.de/blog/?p=960"><strong>http://www.adveniat.de/blog/?p=960</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-heranwachsende-in-extremer-armut-zahl-zunehmend-laut-neuer-unicef-studie-acht-jahre-lula-rousseff-regierung-und-resultate/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-heranwachsende-in-extremer-armut-zahl-zunehmend-laut-neuer-unicef-studie-acht-jahre-lula-rousseff-regierung-und-resultate/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/18/brasiliens-brutale-sozialkontraste-lula-ist-nacktfolha-de-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/18/brasiliens-brutale-sozialkontraste-lula-ist-nacktfolha-de-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><strong><strong>Leonardo Boff 2010 :“Lula machte die größte       Revolution der sozialen  Ökologie des Planeten, eine Revolution für die       Bildung, ethische  Politik.“  </strong></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/03/brasiliens-soziale-ungleichheit-laut-uno-index-2011-fur-menschliche-entwicklung-nur-platz-97-betonen-landesmedien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/03/brasiliens-soziale-ungleichheit-laut-uno-index-2011-fur-menschliche-entwicklung-nur-platz-97-betonen-landesmedien/</strong></a></strong></p>
<p><strong><strong>Lulas Krebsbehandlung:</strong></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/03/brasilien-lulas-krebsbehandlungsirio-libanes-fur-allefolha-de-sao-paulo-zur-therapie-im-teuren-elite-krankenhaus-sao-paulos/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/03/brasilien-lulas-krebsbehandlungsirio-libanes-fur-allefolha-de-sao-paulo-zur-therapie-im-teuren-elite-krankenhaus-sao-paulos/</strong></a></strong></p>
<p><strong>Lula über öffentliches Gesundheitswesen SUS:  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/01/campanha-lula-no-sus-youtube-anklicken-gabe-es-sus-in-den-usa-ware-das-gut-fur-die-armenlula/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/01/campanha-lula-no-sus-youtube-anklicken-gabe-es-sus-in-den-usa-ware-das-gut-fur-die-armenlula/</a></strong></p>
<p><strong>Sao Paulos Favela Cachoeirinha Sao Paulo 2011 &#8211; 70000      Bewohner, nicht einmal ein Gesundheitsposten, seit Jahren auch von der      katholischen Kirche gefordert.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/22/fabio-konder-comparato-wir-hatten-bis-heute-nie-demokratie-wir-leben-immer-unter-einem-oligarchischen-regime-menschenrechtsaktivist-rechtsprofessor-an-brasiliens-fuhrender-bundesuniversitat-us/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/22/fabio-konder-comparato-wir-hatten-bis-heute-nie-demokratie-wir-leben-immer-unter-einem-oligarchischen-regime-menschenrechtsaktivist-rechtsprofessor-an-brasiliens-fuhrender-bundesuniversitat-us/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach36.JPG" alt="cach36.JPG" /></p>
<p><strong>Aktivisten der katholischen Basisgemeinde von Cachoeirinha.      “Das ist gegen die Menschenwürde, so viele Leute in diesem Schlamm,      diesem Moder hausen zu lassen. So viele Familien, mit vielen Kindern,      leben hier nur in einem einzigen Hüttenraum, vor der Türöffnung  hängt     ein Lappen &#8211; so ist das. Die Mafia der Drogengangster ist hier  sehr     stark, die beobachten alles und jeden hier, das ist furchtbar.  Wer     jemanden aus dem Drogenmilieu, aus der Sucht rausholen will &#8211;  also     jemanden, der für deren Profit sorgt, da werden die böse, da  wird man     gnadenlos verfolgt. Die Polizei kommt und geht wieder &#8211;  aber die     Banditenkommandos bleiben, terrorisieren, zwingen den  Bewohnern das     Gesetz des Schweigens auf. Wer sich nicht unterwirft,  weiß, was ihn     erwartet. 2014 ist die Fußball-WM, da will man  Brasilien als Land der     Ersten Welt erscheinen lassen &#8211; aber hier an  der Peripherie ist es nach     wie vor triste. Die meist kinderreichen  Familien haben monatlich nur   so   um die 200, 220 Real maximal. Doch  im Ausland wird verbreitet,   alles   toll, alles gut in Brasilien. Wir  merken, es ist schwierig,   Menschen von   außerhalb für diese Situation  zu sensibilisieren, die das   hier nicht   kennen, es sich nicht  vorstellen können. Wir haben unsere   christlichen   Kriterien, und wir  haben Ausdauer &#8211; das macht den   Unterschied. Denn   entweder ist man  Christ &#8211; oder ist mans nicht,   halbe-halbe geht nicht.” </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach28.JPG" alt="cach28.JPG" /></p>
<p><strong>Der soziale Aufstieg von Lula:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/04/lula-bekommt-500000-dollar-von-lg-fur-vortrag-in-sudkorea-laut-brasilianischen-landesmedien-uber-eine-million-dollar-damit-vier-monate-nach-ende-der-amtszeit-kassiert-laut-kalkulation-von-parte/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/04/lula-bekommt-500000-dollar-von-lg-fur-vortrag-in-sudkorea-laut-brasilianischen-landesmedien-uber-eine-million-dollar-damit-vier-monate-nach-ende-der-amtszeit-kassiert-laut-kalkulation-von-parte/</strong></a></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/</strong></a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/boomland-brasilien-stahl-flaute-stagnation-bei-olforderung-industriellenkritik-an-wachstumshemmender-hochzinspolitik/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/boomland-brasilien-stahl-flaute-stagnation-bei-olforderung-industriellenkritik-an-wachstumshemmender-hochzinspolitik/</strong></a></p>
<p><strong>Die erfolgreiche Auslandspropaganda,      Berichterstattungsvorschriften und der Soziologe Claudio Monteiro,      Leiter der katholischen Aids-Pastoral in Sao Paulo 2010: </strong> <strong>“Als      Folge von Aids sterben in Brasilien jährlich weit mehr als  die  laut     amtlicher Schätzung angegebenen rund 11000 Personen &#8211; die     Dunkelziffer   ist hoch”, so Monteiro im Website-Interview. “Die     Feststellung und   Registrierung der Todesursachen muß stark verbessert     werden. Wegen   fehlender Medikamente für den Aids-Cocktail sterben    nach  wie vor   zahlreiche Menschen. Derzeit nimmt Aids besonders in    Städten bis  50000   Einwohner zu.”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/</strong></a></p>
<p><strong>Katholik Schlingensief:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/23/den-leuten-zu-sagen-in-was-fur-einer-verlogenen-scheise-wir-alle-leben-schlingensief-in-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/23/den-leuten-zu-sagen-in-was-fur-einer-verlogenen-scheise-wir-alle-leben-schlingensief-in-sao-paulo/</strong></a></p>
<h2>              <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/08/brasiliens-favela-menschenrechtsaktivisten-eliana-takeko-kanashiro-de-araujo-prasidentin-der-associacao-futuro-melhor-sao-paulo/" rel="bookmark">Brasiliens      Favela-Menschenrechtsaktivisten: Eliana Takeko Kanashiro de Araujo,      Präsidentin der “Associacao Futuro Melhor”, Sao Paulo.</a></h2>
<p>Donnerstag, 08. Dezember 2011 von Klaus Hart   <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11775" title="Beitrag bearbeiten">**</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/elianatakeko1.JPG" alt="elianatakeko1.JPG" /></p>
<p><strong>“Wegen der neuen Stadtautobahn Rodoanel von Sao Paulo werden      Favelas geräumt &#8211; viele Leute ziehen notgedrungen hierher &#8211; deswegen      wird es in den Hütten immer enger. Obdachlose werden aus dem  Zentrum   Sao   Paulos vertrieben &#8211; auch die kommen hierher. Dieses  Elend hier   macht   mich triste &#8211; denn Brasilien ist doch eigentlich  sooo reich! Die     Geldmittel sind vorhanden! Niemand müßte eigentlich  im Land so  hausen    wie die Menschen hier!” </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/07/brasiliens-boom-und-die-slumhutten/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/07/brasiliens-boom-und-die-slumhutten/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/13/carla-rocha-mutige-investigative-journalistin-recherchieren-unter-lebensgefahr-gesichter-brasiliens/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/13/carla-rocha-mutige-investigative-journalistin-recherchieren-unter-lebensgefahr-gesichter-brasiliens/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c7.JPG" alt="c7.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/</strong></a></p>
<p><strong>“Brasilien ist eine <a href="http://www.brasilien-info.at/wirtschaft/index.html">Industriemacht</a>, die achtgrößte Wirtschaftsnation der Welt, modern und fortschrittlich.”</strong></p>
<p><strong>“Progressive Regierung”.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/07/29/brasilianer-ernahren-sich-schlecht-selbst-laut-offizieller-ibge-statistik-arm-an-nahrstoffen-reich-an-kalorien-zuwenig-vitamine-und-kalzium-viel-zuviel-salz-weiter-gravierendes-hungerproble/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/07/29/brasilianer-ernahren-sich-schlecht-selbst-laut-offizieller-ibge-statistik-arm-an-nahrstoffen-reich-an-kalorien-zuwenig-vitamine-und-kalzium-viel-zuviel-salz-weiter-gravierendes-hungerproble/</strong></a></p>
<h2>Libyen-Intervention. Brasilianische  Sichtweisen. “Zurück zur     Barbarei. Die Brutalität der Horde, die Gaddafi  jagte und ihn     totschlug, erinnerte an die Nazis in ihrer Wut und  Raserei gegen Juden     und Zigeuner und die Ideologie gegen die  Kommunisten.” Brasiliens     Gewerkschaftszeitschrift “Revista do Brasil”. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11718" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/frei-betto/" rel="tag">Frei Betto</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/libyen-intervention/" rel="tag">Libyen-Intervention</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/libyenvoltaabarbarie.JPG" alt="libyenvoltaabarbarie.JPG" /></p>
<p><strong>“Gaddafi läßt Leichen verminen.”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/21/brasiliens-anderdenker-mord-an-gaddafi-katholischer-priester-haroldo-coelho-libyenkenner-emport-uber-ermordung-befreiungstheologe-frei-betto/"><strong> http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/21/brasiliens-anderdenker-mord-an-gaddafi-katholischer-priester-haroldo-coelho-libyenkenner-emport-uber-ermordung-befreiungstheologe-frei-betto/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/12/das-system-libyens-die-dortige-regierung-ist-popular-hat-im-lande-die-mehrheit-hinter-sich-ich-befurchte-das-wie-im-falle-von-bin-laden-ein-solches-kommando-in-libyen-eindringt-um-gaddafi-zu-to/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/12/das-system-libyens-die-dortige-regierung-ist-popular-hat-im-lande-die-mehrheit-hinter-sich-ich-befurchte-das-wie-im-falle-von-bin-laden-ein-solches-kommando-in-libyen-eindringt-um-gaddafi-zu-to/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/11/libyen-konflikt-brasiliens-medien-verlassen-westlichen-mainstream-brasilia-agiert-gegen-neuen-irak-barack-obama-besucht-jetzt-brasilien-weil-er-olimnport-alternativen-sucht/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/11/libyen-konflikt-brasiliens-medien-verlassen-westlichen-mainstream-brasilia-agiert-gegen-neuen-irak-barack-obama-besucht-jetzt-brasilien-weil-er-olimnport-alternativen-sucht/</strong></a></p>
<h2>“Brasilien: Kindsmord am Amazonas.”  ARD-Weltspiegel berichtet     erstmals über Infantizid bei Indianerstämmen &#8211;  rund 600 Kinder jährlich     in Amazonien umgebracht. “Es sind die Frauen,  die die Kinder  töten.”    Warum Indiotraditionen in Europa soviel Sympathie  finden.  Leonardo   Boff  über Indianer. Verhalten gegenüber   Unfallgeschädigten… <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=6918" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/ard-weltspiegel/" rel="tag">ARD-Weltspiegel</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasilien/" rel="tag">Brasilien</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/indianer/" rel="tag">Indianer</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/infantizid/" rel="tag">Infantizid</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/iran/" rel="tag">Iran</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/kindermord/" rel="tag">Kindermord</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/leonardo-boff/" rel="tag">Leonardo Boff</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/menschenrechte/" rel="tag">Menschenrechte</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/sex-mit-kindern/" rel="tag">Sex mit Kindern</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/steinigen/" rel="tag">Steinigen</a></p>
<p><a href="http://www.tagesschau.de/ausland/weltspiegel310.html">http://www.tagesschau.de/ausland/weltspiegel310.html</a></p>
<p><strong>Laut Schätzungen rund 600 Kinder jährlich im Amazonasbecken getötet.  </strong></p>
<p><strong>Manuskript:</strong>  <a href="http://www.daserste.de/weltspiegel/beitrag_dyn%7Euid,s5jg9zfsecetk9ia%7Ecm.asp">http://www.daserste.de/weltspiegel/beitrag_dyn~uid,s5jg9zfsecetk9ia~cm.asp</a></p>
<p><strong>“Stammeschef Kotok hat 4 Frauen und mit ihnen 27 Kinder &#8211; Zeichen seiner Männlichkeit und seiner Bedeutung.”</strong></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/932552/">http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/932552/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/31/kindermord-bei-brasiliens-indianerstammen-2009-erstmals-unter-den-am-meisten-diskutierten-themen-des-landes-sensationelle-auszeichnung-eines-anti-kindermord-dokfilms-durch-eine-katholische-universi/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/31/kindermord-bei-brasiliens-indianerstammen-2009-erstmals-unter-den-am-meisten-diskutierten-themen-des-landes-sensationelle-auszeichnung-eines-anti-kindermord-dokfilms-durch-eine-katholische-universi/</a></p>
<h2>“…diese Praxis bekanntzumachen, könnte den Stämmen sehr schaden…” Rita Segado.</h2>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/10/infantizidardkotokfriedhof2010.JPG" alt="infantizidardkotokfriedhof2010.JPG" /></p>
<p><strong>Stammeschef Kotok zeigt dem ARD-Team den speziellen      Infantizid-Friedhof, auf dem über 100 Kinder lebendig begraben worden      seien &#8211; im berühmten Xingu-Nationalpark der Indios.</strong></p>
<p><strong>„As vezes ouve se ao longe o choro abafado da crianca,      abandonada para morrer na mata. O choro só cessa quando a crianca      desfalece, ou quando é devorada para algum animal. Ou quando algum      parente, irritado com a insistencia daquele choro, resolve silencia-lo      com uma flecha ou um porrete.“</strong></p>
<p><strong>(Laut Zitat hört man teils von weitem noch das Weinen des      Kindes, das im Wald zum Sterben zurückgelassen wurde. “Das Weinen hört      nur auf, wenn das Kind stirbt oder wenn es durch irgendein Tier      aufgefressen wird. Oder wenn ein Verwandter, irritiert von diesem      fortdauernden Weinen, beschließt, es mit einem Pfeil oder einem Knüppel      zum Verstummen zu bringen.)</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/15/brasilien-kindermord-bei-indianerstammen-erneut-stark-in-der-diskussion-weil-gesetz-zm-schutz-der-indiokinder-offenbar-abgewurgt-wird-wenn-die-kultur-totet-folha-de-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/15/brasilien-kindermord-bei-indianerstammen-erneut-stark-in-der-diskussion-weil-gesetz-zm-schutz-der-indiokinder-offenbar-abgewurgt-wird-wenn-die-kultur-totet-folha-de-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><strong>Leonardo Boff über die Indianer: ”Und ich habe sie immer      bewundert, sie sind unsere großen Meister im Hinblick auf die Haltung      gegenüber der Natur. Die sind technologisch gesehen rückständig, aber      zivilisatorisch, sie sind vorwärts, sie sind reicher als wir. Wenn  wir     lernen wollen, was wir für eine Beziehung mit der Natur eingehen    sollen,   die Beziehung zwischen dem Alter und den Kindern, den    Erwachsenen und   alten Leuten, die Beziehung zwischen Arbeit und    Freizeit, die Beziehung   zwischen Leben und Tod, dann müssen wir die    Indianer hören. Die haben   eine große Weisheit und vieles haben sie uns    zu sagen.” </strong></p>
<p><a href="http://das-blaettchen.de/2011/03/leonardo-boffs-ungereimtheiten-4006.html">http://das-blaettchen.de/2011/03/leonardo-boffs-ungereimtheiten-4006.html</a></p>
<p><strong>“A grandiosidade dos povos indígenas reside no fato de que      eles valorizam o ser humano, as relações sociais e políticas, as  formas     diferentes de viver.” (CIMI-Note)</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/03/hakani-suruwaha-und-der-kindermord-in-brasilien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/03/hakani-suruwaha-und-der-kindermord-in-brasilien/</a></p>
<p><strong>Verhalten gegenüber Unfallgeschädigten im Xingu-Nationalpark:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/03/15/indianer-euthanasie-und-verhalten-gegenuber-unfallgeschadigten/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/03/15/indianer-euthanasie-und-verhalten-gegenuber-unfallgeschadigten/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/07/kindermord-gewaltsam-traumatische-abtreibung-verprugeln-der-eigenen-frau-mit-freunden-polygamie-sex-mit-kindern-brasilianische-indiotraditionen-finden-auch-in-deutschland-viel-bewunderung-auch/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/07/kindermord-gewaltsam-traumatische-abtreibung-verprugeln-der-eigenen-frau-mit-freunden-polygamie-sex-mit-kindern-brasilianische-indiotraditionen-finden-auch-in-deutschland-viel-bewunderung-auch/</a></p>
<p><strong>Während der ARD-Weltspiegel-Bericht auf ein      “Aufklärungsvideo” über Kindermord hinweist, das von Kinderschützern      produziert worden sei, war das Video zuvor in europäischen Medien  scharf     kritisiert worden. Es sei darin eine Fälschung, eine  gestellte Szene    zu  sehen. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/16/hakani-dokudrama-weiter-ein-hit-bei-indio-interessierten-kuriose-anschuldigungen-gestellte-szene/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/16/hakani-dokudrama-weiter-ein-hit-bei-indio-interessierten-kuriose-anschuldigungen-gestellte-szene/</a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/28/sandra-terena-von-hakani-dokudrama-inspiriert-das-in-europaischen-medien-scharf-kritisiert-wurde-terenas-anti-kindermord-dokumentarfilm-quebrando-o-silenciodas-schweigen-brechen-erhielt-intern/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/28/sandra-terena-von-hakani-dokudrama-inspiriert-das-in-europaischen-medien-scharf-kritisiert-wurde-terenas-anti-kindermord-dokumentarfilm-quebrando-o-silenciodas-schweigen-brechen-erhielt-intern/</a></p>
<p><strong>Nun bleibt zu abzuwarten, ob und wann sich das      deutschsprachige Fernsehen in Reportagen anderer bekannte und sehr gut      dokumentierter indianischer Praktiken, darunter Sex mit Kindern,   Gewalt    gegen Frauen, den sehr umstrittenen “Schamanendeutungen” oder   der    Naturzerstörung, annimmt.  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/23/sex-mit-kindern-zahlreiche-brasilianische-indianer-wegen-dieses-delikts-im-gefangnis/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/23/sex-mit-kindern-zahlreiche-brasilianische-indianer-wegen-dieses-delikts-im-gefangnis/</a></strong></p>
<p><strong>Kongreßabgeordneter Henrique Afonso(inzwischen von Lulas      Arbeiterpartei PT zur Grünen Partei(PV) übergewechselt) im      Website-Exklusivinterview: „Pädophilie ist feige und verbrecherisch, ein      barbarischer Akt &#8211; nicht nur bei den Stämmen, sondern auch im Rest    der   brasilianischen Gesellschaft häufig anzutreffen. Unser Gesetz  soll    auch  auf vergewaltigte, sexuell mißbrauchte Kinder anzuwenden  sein.”    Bei  Indianerkindern dürfe der Beginn des Sexuallebens nicht   erzwungen    werden. Betroffen seien Indiomädchen sogar im Alter von   acht und neun    Jahren. Die durch sexuellen Mißbrauch verursachten   Schäden, so Afonso,    seien aus der Psychologie genau bekannt.</strong></p>
<p><strong>Vertuschter Kindermord? <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/20/kindermord-in-indiostammen-brasiliens-haufig-als-tod-durch-unterernahrung-vertuscht-laut-expertenberichten-weltspiegel-beitrag-zu-infantizid/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/20/kindermord-in-indiostammen-brasiliens-haufig-als-tod-durch-unterernahrung-vertuscht-laut-expertenberichten-weltspiegel-beitrag-zu-infantizid/</a></strong></p>
<p><strong>Einfach mal nachschauen, was bekannte, als kinderfreundlich      geltende  Menschenrechtsorganisationen und      Menschenrechtspolitiker bisher an Protesterklärungen, Texten  zum      Kindermord bei Indiostämmen, dem lebendigen Begraben von behinderten und      nicht behinderten Kindern veröffentlicht haben.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/28/schamanendeutung-bei-den-yanomami-auch-ausloser-fur-morderische-konflikte-laut-studie-munchner-biennale-2010/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/28/schamanendeutung-bei-den-yanomami-auch-ausloser-fur-morderische-konflikte-laut-studie-munchner-biennale-2010/</a></p>
<p><strong>Deutscher Leprabekämpfer Manfred Göbel zu Indianertraditionen:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/22/helden-von-heute-der-bayer-manfred-gobel-in-brasilien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/22/helden-von-heute-der-bayer-manfred-gobel-in-brasilien/</a></p>
<p><strong>Jüdischer Arzt Zelick Trajber:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/21/der-judische-arzt-zelick-trajber-und-die-indiokinder-brasiliens/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/21/der-judische-arzt-zelick-trajber-und-die-indiokinder-brasiliens/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/03/12/indianer-naturschutzer-oder-naturzerstorer-hatte-karl-may-recht/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/03/12/indianer-naturschutzer-oder-naturzerstorer-hatte-karl-may-recht/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/13/indianer-begehen-umweltverbrechen-verkaufen-palmherz-aus-kustenurwald-mata-atlantica-laut-umweltschutzbehorde-ibama-crime-ambiental/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/13/indianer-begehen-umweltverbrechen-verkaufen-palmherz-aus-kustenurwald-mata-atlantica-laut-umweltschutzbehorde-ibama-crime-ambiental/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/11/tote-deine-kinder-erfulle-deine-pflicht-gegenuber-dem-stamm-dokudrama-uber-den-kindermord-bei-brasilianischen-indianerstammen-anklicken-herunterladen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/11/tote-deine-kinder-erfulle-deine-pflicht-gegenuber-dem-stamm-dokudrama-uber-den-kindermord-bei-brasilianischen-indianerstammen-anklicken-herunterladen/</a></p>
<p><strong>Angesichts der sehr guten Kenntnis der europäischen      Öffentlichkeit über solche Indianerpraktiken erscheint manchen der      engagierte und gut organisierte Einsatz für den Schutz der      Indianertraditionen bemerkenswert. Für den Ethik-Unterricht an den      Schulen der deutschsprachigen Länder bietet sich auch hier ein reiches      Betätigungsfeld. </strong></p>
<p><strong>(Wie die elektronische Statistik dieser Hobby-Website zeigt,      hat der Weltspiegel-Beitrag das Interesse für indianische Praktiken    und   Traditionen deutlich erhöht. Manche Leser scheinen über  derartige     Uralt-Tatsachen tatsächlich noch erstaunt.)</strong></p>
<p><strong>Priester und Indioexperte:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/16/padre-claudio-bombieri-indianerexperte-sao-luis-gesichter-brasiliens/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/16/padre-claudio-bombieri-indianerexperte-sao-luis-gesichter-brasiliens/</a></p>
<p><strong> Ein in Europa als kirchlicher Indigenen-Experte geltender      bekannter Vertreter lehnte gegenüber dieser Website ein Interview zu   den    im ARD-Weltspiegel-Beitrag genannten Tatbeständen ab, bezeichnete      veröffentlichte Medienberichte zur Kindstötung als “Meinung,   Blödsinn,    Quatsch, lediglich interessant für Lieschen Müller”. Er   lehnte zudem    jegliche Stellungnahme zu bekannten Fakten über Gewalt   gegen Frauen, Sex    mit Kindern in brasilianischen Indianerstämmen ab,   ebenso zur von    Indianern betriebenen Naturzerstörung. Das spricht   Bände.<br />
</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/06/yanomami-und-kindermord-brasiliens-landespresse-zu-studien-des-deutschen-universitatsprofessors-erwin-frank-im-amazonas-teilstaat-roraima/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/06/yanomami-und-kindermord-brasiliens-landespresse-zu-studien-des-deutschen-universitatsprofessors-erwin-frank-im-amazonas-teilstaat-roraima/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/07/der-hauptanlas-fur-krieg-ist-der-wunsch-nach-jungen-frauen-yanomami-buch-vom-pinguin-verlag-innsbruck-neugeborene-madchen-werden-haufiger-getotet-als-jungen-die-sehr-begehrt-sind-yanomami/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/07/der-hauptanlas-fur-krieg-ist-der-wunsch-nach-jungen-frauen-yanomami-buch-vom-pinguin-verlag-innsbruck-neugeborene-madchen-werden-haufiger-getotet-als-jungen-die-sehr-begehrt-sind-yanomami/</a></p>
<p><strong>Europäische Verlage bieten eine riesige Anzahl von Büchern,      Kinderbüchern, Schulbüchern, Lehrplänen etc.  über den Indianeralltag    an   &#8211; einfach mal nachschauen, wie dort   Kindermord,  Stammes-Pädophilie    oder Kannibalismus  erläutert werden.   Wird die Wahrheit gesagt oder  wird   frech politisch korrekt gelogen?</strong></p>
<p><strong>“Blog Visao Missionario”: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/07/infantizid-blog-visao-missionario-brasilien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/07/infantizid-blog-visao-missionario-brasilien/</a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/09/raub-und-vergewaltigung-von-indiomadchen-durch-indianer-in-amazonien-laut-anzeigen-des-brasilianischen-kongressenators-mozarildo-cavalcanti/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/09/raub-und-vergewaltigung-von-indiomadchen-durch-indianer-in-amazonien-laut-anzeigen-des-brasilianischen-kongressenators-mozarildo-cavalcanti/</a></p>
<p><strong>Sklaverei unter Indianern:</strong>  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/29/sklaverei-unter-indianerstammen-lateinamerikas-vor-der-ankunft-der-portugiesen-war-im-heutigen-brasilien-gemas-historischen-quellen-die-sklaverei-bereits-unter-den-indianern-ublich/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/29/sklaverei-unter-indianerstammen-lateinamerikas-vor-der-ankunft-der-portugiesen-war-im-heutigen-brasilien-gemas-historischen-quellen-die-sklaverei-bereits-unter-den-indianern-ublich/</a></p>
<p><strong>Die “Amazonas-Oper” der Münchner Biennale</strong>: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/12/die-mit-grosen-medialen-vorschuslorbeeren-bedachte-amazonasoper-eine-sammlung-von-theaterkritiken-uber-das-resultat/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/12/die-mit-grosen-medialen-vorschuslorbeeren-bedachte-amazonasoper-eine-sammlung-von-theaterkritiken-uber-das-resultat/</a></p>
<p><strong>Steinigen im Iran und in Brasilien:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/14/steinigen-im-iran-unter-ahmadinedschad-und-in-brasilien-unter-lula-lula-konnte-sich-uber-die-tatsache-beunruhigen-das-brasilien-zu-den-landern-gehort-in-denen-am-meisten-gelyncht-wird-jose/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/14/steinigen-im-iran-unter-ahmadinedschad-und-in-brasilien-unter-lula-lula-konnte-sich-uber-die-tatsache-beunruhigen-das-brasilien-zu-den-landern-gehort-in-denen-am-meisten-gelyncht-wird-jose/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/06/der-alltag-brasilianischer-jugendlicher-unterscheidet-sich-gar-nicht-so-stark-von-dem-der-deutschen-schwabische-post-entspannt-und-fleisig-in-brasilien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/06/der-alltag-brasilianischer-jugendlicher-unterscheidet-sich-gar-nicht-so-stark-von-dem-der-deutschen-schwabische-post-entspannt-und-fleisig-in-brasilien/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/12/geschlechterungleichheit-in-macholand-brasilien-unter-lula-gestiegen-lauten-neuer-studie/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/12/geschlechterungleichheit-in-macholand-brasilien-unter-lula-gestiegen-lauten-neuer-studie/</a></p>
<p><strong>Amnesty International und Menschenrechte unter Lula in Brasilien:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/02/die-lula-regierung-war-bei-den-menschenrechten-eine-enttauschung-tim-cahill-brasilienexperte-von-amnesty-international-in-london-weiter-alltagliche-folter-todesschwadronen-sklavenarbeit-sc/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/02/die-lula-regierung-war-bei-den-menschenrechten-eine-enttauschung-tim-cahill-brasilienexperte-von-amnesty-international-in-london-weiter-alltagliche-folter-todesschwadronen-sklavenarbeit-sc/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/15/tropa-de-elite-2-neuer-film-uber-menschenrechtspolitik-in-brasilien-unter-lula-steuert-zuschauerrekord-an/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/15/tropa-de-elite-2-neuer-film-uber-menschenrechtspolitik-in-brasilien-unter-lula-steuert-zuschauerrekord-an/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/22/prof-dr-marcus-mazzari-prasident-der-goethe-gesellschaft-brasiliens-associacao-goethe-do-brasil-gesichter-brasiliens/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/22/prof-dr-marcus-mazzari-prasident-der-goethe-gesellschaft-brasiliens-associacao-goethe-do-brasil-gesichter-brasiliens/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/28/cnn-brasilien-ist-coolste-nation-der-welt/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/28/cnn-brasilien-ist-coolste-nation-der-welt/</a></p>
<p><strong>Diskussion über Kindermord:</strong></p>
<p><a href="http://www.norwegen-angelfreunde.de/archive/index.php?t-10965.html"><strong>http://www.norwegen-angelfreunde.de/archive/index.php?t-10965.html</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/brasiliens-hohe-rate-von-behinderten-2391-prozent-der-bevolkerung-gegenuber-rund-1-prozent-in-hochentwickelten-landern-laut-studien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/brasiliens-hohe-rate-von-behinderten-2391-prozent-der-bevolkerung-gegenuber-rund-1-prozent-in-hochentwickelten-landern-laut-studien/</strong></a></p>
<h2>“Wohlhabende verbrauchen in drei Tagen, was  Arme in einem ganzen     Jahr konsumieren.” Brasiliens soziale Kontraste,  IPEA-Studie.     UNESCO-Preis für Lula. Peter Scholl-Latour. Franziskaner,  Juden und der     Hunger. José Zapatero, EU-Ratspräsident. Lula in Financial  Times.     “Anti-Hunger-Hilfe”, Stand 2010. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=3082" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: , , <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/atomwaffen/" rel="tag">Atomwaffen</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasilien/" rel="tag">Brasilien</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/ceia-2009/" rel="tag">Ceia 2009</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/eu-ratspra%c2%a4sident/" rel="tag">EU-RatsprÃ¤sident</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/franziskaner/" rel="tag">Franziskaner</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/ga%c2%bcnter-nooke/" rel="tag">GÃ¼nter Nooke</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/hunger/" rel="tag">Hunger</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/hunger-und-aufra%c2%bcstung/" rel="tag">Hunger und AufrÃ¼stung</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/jose-zapatero/" rel="tag">José Zapatero</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/juden/" rel="tag">Juden</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/lula/" rel="tag">Lula</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/peter-scholl-latour/" rel="tag">Peter Scholl-Latour</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/sozialkontraste/" rel="tag">Sozialkontraste</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/ten-yad/" rel="tag">Ten Yad</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/unesco/" rel="tag">UNESCO</a></p>
<p><a href="http://oglobo.globo.com/economia/mat/2009/09/24/ricos-gastam-em-tres-dias-mesmo-que-os-pobres-consomem-em-um-ano-767757107.asp">http://oglobo.globo.com/economia/mat/2009/09/24/ricos-gastam-em-tres-dias-mesmo-que-os-pobres-consomem-em-um-ano-767757107.asp</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/24/52-millionen-hungern-in-lateinamerika-und-der-karibik-laut-sela-meldet-ips-hunger-in-brasilien-unter-lula/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/24/52-millionen-hungern-in-lateinamerika-und-der-karibik-laut-sela-meldet-ips-hunger-in-brasilien-unter-lula/</a></p>
<p><strong>“Von allen linken Präsidenten hat Lula, der als am wenigsten      links eingeschätzt wird, die größten Erfolge.” Gregor Gysi,     Linkspartei,  Deutschland, 2010.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/09/mullhungersp1.jpg" alt="mullhungersp1.jpg" /></p>
<p><strong>Arme Hungernde wühlen unweit der Präfektur im Müll nach Eßbarem &#8211; in Sao Paulo, Lateinamerikas reichster Stadt.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/11/obdachloserpappekleidung.JPG" alt="obdachloserpappekleidung.JPG" /></p>
<p><strong>Obdachloser alter Mann, nur mit Papperesten bekleidet, in der City von Sao Paulo.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/12/slumkloakesp1.JPG" alt="slumkloakesp1.JPG" /></p>
<p><strong>“Krise &#8211; was denn für eine Krise?” &#8211; Kloake-Slum in Sao Paulo.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/21/soziale-ungleichheit-in-brasilien-gesunken-laut-offiziellen-zahlen-chefkolumnist-clovis-rossi-erklart-zum-x-ten-male-die-statistiktricks-da-ungleichheit-unter-lula-wuchs/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/21/soziale-ungleichheit-in-brasilien-gesunken-laut-offiziellen-zahlen-chefkolumnist-clovis-rossi-erklart-zum-x-ten-male-die-statistiktricks-da-ungleichheit-unter-lula-wuchs/</a></p>
<p><strong>Bolsa Familia:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/09/die-anti-hunger-hilfe-bolsa-familia-der-lula-regierung-die-aktuellen-daten-erlautert-von-pt-kongressenator-eduardo-suplicy-vor-obdachlosen-im-franziskanerkloster-sao-paulos/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/09/die-anti-hunger-hilfe-bolsa-familia-der-lula-regierung-die-aktuellen-daten-erlautert-von-pt-kongressenator-eduardo-suplicy-vor-obdachlosen-im-franziskanerkloster-sao-paulos/</a></p>
<p><strong>José Zapatero, amtierender EU-Ratspräsident:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/11/jose-zapatero-spaniens-premierminister-lobt-lula-uber-alle-masen-der-mann-der-die-welt-uberrascht-esse-homem-honesto-integro-e-admiravel-von-amnesty-international-angeprangerte-folter/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/11/jose-zapatero-spaniens-premierminister-lobt-lula-uber-alle-masen-der-mann-der-die-welt-uberrascht-esse-homem-honesto-integro-e-admiravel-von-amnesty-international-angeprangerte-folter/</a></p>
<p><strong>Lula in Financial Times:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/30/das-tropische-norwegen-von-lula-brasiliens-landesmedien-machen-sich-uber-lulas-groteske-einschatzungen-in-financial-times-lustig-lula-spricht-uber-brasilien-75-platz-auf-dem-uno-index-f/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/30/das-tropische-norwegen-von-lula-brasiliens-landesmedien-machen-sich-uber-lulas-groteske-einschatzungen-in-financial-times-lustig-lula-spricht-uber-brasilien-75-platz-auf-dem-uno-index-f/</a></p>
<p><strong>Atomwaffen-Ambitionen:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/25/lulas-vize-jose-alencar-fur-nukleartechnologie-zur-entwicklung-von-atomwaffen-lander-mit-atomwaffen-verschaffen-sich-mehr-respekt/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/25/lulas-vize-jose-alencar-fur-nukleartechnologie-zur-entwicklung-von-atomwaffen-lander-mit-atomwaffen-verschaffen-sich-mehr-respekt/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/23/unesco-zeichnet-lula-in-paris-wegen-forderung-des-friedens-und-der-rechtsgleichheit-aus-preis-mit-150000-dollar-dotiert-jury-von-henry-kissinger-gefuhrt/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/23/unesco-zeichnet-lula-in-paris-wegen-forderung-des-friedens-und-der-rechtsgleichheit-aus-preis-mit-150000-dollar-dotiert-jury-von-henry-kissinger-gefuhrt/</a></p>
<p><strong>Franziskaner und der Hunger in Brasilien:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/25/franziskaner-sao-paulos-verteilen-weihnachten-nahrungsmittel-an-tausende-von-armen-und-verelendeten/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/25/franziskaner-sao-paulos-verteilen-weihnachten-nahrungsmittel-an-tausende-von-armen-und-verelendeten/</a></p>
<p><strong>Juden in Sao Paulo:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/27/ten-yad-juden-helfen-bedurftigen-juden-in-sao-paulo-in-der-krise-besonders-wichtig/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/27/ten-yad-juden-helfen-bedurftigen-juden-in-sao-paulo-in-der-krise-besonders-wichtig/</a></p>
<p><strong>Peter Scholl-Latour:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/05/peter-scholl-latour-uber-brasilien-vielfaltige-harmonie-der-rassen-mauricio-pestana-uber-das-rassistischste-land-der-erde-jurandir-freire-costa-uber-ethisch-moralische-schizophrenie-m/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/05/peter-scholl-latour-uber-brasilien-vielfaltige-harmonie-der-rassen-mauricio-pestana-uber-das-rassistischste-land-der-erde-jurandir-freire-costa-uber-ethisch-moralische-schizophrenie-m/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/22/obdachlose-bevolkerung-sao-paulos-wachst-unter-lula-jahrlich-um-9-prozent-laut-franziskaner-zeitschrift-franziskaner-mission-fur-2009-groserer-zuwachs-erwartet/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/22/obdachlose-bevolkerung-sao-paulos-wachst-unter-lula-jahrlich-um-9-prozent-laut-franziskaner-zeitschrift-franziskaner-mission-fur-2009-groserer-zuwachs-erwartet/</a></p>
<p><strong>Hunger und Aufrüstung:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/15/brasilias-u-boot-geschaft-mit-paris-so-teuer-wie-zwei-jahre-anti-hunger-programmbolsa-familia-meldet-o-globo/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/15/brasilias-u-boot-geschaft-mit-paris-so-teuer-wie-zwei-jahre-anti-hunger-programmbolsa-familia-meldet-o-globo/</a></p>
<p><strong>Günter Nooke:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/05/leider-sind-es-nicht-mehr-so-viele-die-die-ganze-wahrheit-wissen-wollen-man-biegt-sehr-schnell-ab-um-bei-seiner-meinung-bleiben-zu-konnen-und-bei-den-als-angenehm-empfundenen-losungen-ich-hab/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/05/leider-sind-es-nicht-mehr-so-viele-die-die-ganze-wahrheit-wissen-wollen-man-biegt-sehr-schnell-ab-um-bei-seiner-meinung-bleiben-zu-konnen-und-bei-den-als-angenehm-empfundenen-losungen-ich-hab/</a></p>
<p><strong>“Ich will das Volk aus der Scheiße holen!”:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/10/ich-will-das-volk-aus-der-scheise-holen-lula-setzt-erneut-clever-werbewirksam-kraftausdruck-in-populistischer-rede-ein-anklicken/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/10/ich-will-das-volk-aus-der-scheise-holen-lula-setzt-erneut-clever-werbewirksam-kraftausdruck-in-populistischer-rede-ein-anklicken/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/31/renommierte-brasilianische-menschenrechtsaktivisten-fotoserie/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/31/renommierte-brasilianische-menschenrechtsaktivisten-fotoserie/</a></p>
<h2>              <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/10/brasiliens-gefangenenseelsorge-der-deutsche-pastor-wolfgang-lauer/" rel="bookmark">Brasiliens Gefangenenseelsorge &#8211; der deutsche Pastor Wolfgang Lauer.</a></h2>
<p>Samstag, 10. Dezember 2011 von Klaus Hart   <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11804" title="Beitrag bearbeiten">**</a></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1624771/"><strong>http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1624771/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/caran6.JPG" alt="caran6.JPG" /></p>
<p><a href="http://brueckenbauer.blogspot.com/2011_05_01_archive.html"><strong>http://brueckenbauer.blogspot.com/2011_05_01_archive.html</strong></a></p>
<h2>Jesus Christus in Mariana, Minas Gerais(Brasilien). <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=9507" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasilien/" rel="tag">Brasilien</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/jesus-christus/" rel="tag">Jesus Christus</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/mariana/" rel="tag">Mariana</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/04/marianachristus3.JPG" alt="marianachristus3.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/26/osterprozession-2011-in-ouro-preto-gesichter-brasiliens/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/26/osterprozession-2011-in-ouro-preto-gesichter-brasiliens/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/04/marianachristus5.JPG" alt="marianachristus5.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/31/ostern-christus-in-mariana-ouro-preto/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/31/ostern-christus-in-mariana-ouro-preto/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/04/marianachristus7.JPG" alt="marianachristus7.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/31/ostern-in-ouro-preto/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/31/ostern-in-ouro-preto/</a></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1421022/">http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1421022/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/01/condemned-heroes-brasiliens-wichtigster-befreiungstheologe-frei-betto-die-terrorismusproblematik/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/01/condemned-heroes-brasiliens-wichtigster-befreiungstheologe-frei-betto-die-terrorismusproblematik/</strong></a></p>
<p>Texte von 2011:</p>
<h1>Panzer und Crack</h1>
<p>Der Militär-und Medien-Zirkus um die „Erstürmung“ und „Eroberung“ der        Rio-Slumregion „Complexo do Alemão“ wäre schon jetzt ein heißes     Thema    auch für Deutschlands Kommunikationswissenschaftler – aber  wie    es    aussieht, trauen sie sich nicht. Als „Farce“ hatten    brasilianische     Rechtsexperten und Menschenrechtspriester die    Slumbesetzung vom  letzten    November verurteilt – und schneller als    erwartet ausgerechnet  von der    Gegenseite die Beweise geliefert    bekommen. Die  schwerbewaffneten    Banditenkommandos des organisierten    Verbrechens  sind rasch    zurückgekehrt, zitieren Brasiliens    Landesmedien aus  vertraulichen    Militärberichten. Die Gangster haben,    wie es heißt,  wieder    Verkaufspunkte für harte Drogen installiert,    der  hochprofitable    Rauschgifthandel geht perfekt neoliberal  weiter.   Der  Terror gegen    Bewohner des Parallelstaats der Slums  ebenfalls –   trotz  Militärpräsenz    sind mindestens vier Menschen  ermordet  worden.  Eine  Frau wird zur    Abschreckung totgeschlagen,  weil sie an  der  Plünderung  eines    Banditenhauses teilnahm –  TV-Teams auch des   Auslands hatten  solche    Volkszorn-Szenen am Start  der   Militäroperation gern gefilmt.  Doch nun    beklagen sich die  Bewohner   ausgerechnet über eine  unzureichende Präsenz    von  brauchbaren   Polizisten – von den Militärs  würden die     herumstreunenden Banditen   gar nicht bemerkt. Viele  Soldaten stammen  ja    just aus diesen Slums.   Zudem seien 42  Militärpolizisten zwar  wegen  Raub,   Erpressung und   Übergriffen gegen  die Bewohner  angezeigt, doch  bisher   nicht bestraft   worden.</p>
<p>Die militärische Besetzung ist Modell und Beispiel für das ganze        Land, sagt der neue Justizminister Cardozo – hat er es gar   böse-ironisch      gemeint? Panzer, martialisch wirkende   Militärpatrouillen, deren   Fotos    gern auch in die Erste Welt   durchgeschaltet werden, sind den   Angaben    zufolge jedenfalls   keinerlei Hindernis für die   Banditenkommandos des    organisierten   Verbrechens. Das mag für   Mitteleuropäer bizarr, grotesk,      unglaublich erscheinen, für   unsereinen hier ist es banale Normalität.<br />
Immer wieder wird in der Ersten Welt behauptet, in den        lateinamerikanischen Ländern zeige sich deutlich, dass die bisher        praktizierte Drogenbekämpfung per Polizei und Militär nichts bringe, man        sich andere Konzepte überlegen müsse. Was denn für eine        Drogenbekämpfung, möchte man gegenfragen. In der Banken-City von Sao        Paulo beispielsweise, der führenden Wirtschaftsmetropole    Lateinamerikas,     wird Crack, die zerstörerischste harte Droge, direkt    neben     Polizeipräsidien, Polizeiwachen massenhaft und offen   verkauft  und ebenso     offen gleich von Hunderten konsumiert. Die   Beamten im  Hauptsitz der     Stadtgendarmerie schauen direkt auf eine    kilometerlange Straße, in  der    sich ganze Horden grauenhaft    verwahrloster und abgemagerter  Gestalten    mit Crack zügig ins    Jenseits befördern. Manche Brasilianer  fragen  daher,   ob es nicht    eher so ist, dass die Sicherheitskräfte,  von  Ausnahmen   abgesehen,    der unter Staatschef Lula aufgeblühten   Crack-Branche eine      ordentlich-angenehme Abwicklung der Geschäfte   garantieren. 1,2    Millionen   Brasilianer sind laut Expertenschätzungen   bereits    Crack-süchtig.   Kenarik Felippe von der angesehenen nationalen      Richtervereinigung für   Demokratie (AJD): „Der Staat ist ins      organisierte Verbrechen verwickelt.   Besonders die Slumbewohner leiden      stark unter der Gewalt durch  Polizei,  paramilitärische Milizen und     die  Banditenkommandos. Im ganzen  Land, und  nicht nur in Rio de     Janeiro,  foltern Staatsangestellte, gibt  es  Todesschwadronen, zu     denen  Staatsbeamte gehören. Man redet nur von  den  kleinen Fischen im      Rauschgiftgeschäft, nicht von den  Drogenbaronen.“ Der  Richter und      AJD-Präsident Luis Barros Vidal  fordert, die „Farce von  Rio“ auf      keinen Fall zu unterstützen. „Die  Geheimdokumente der Militärs   zeigen,     dass die Drogenmafia, der  Drogenhandel in diesen Slums     fortbestehen.   Die regierenden Autoritäten,  die von einem groß    angelegten  Krieg  gegen  die organisierte  Kriminalität sprachen,    machten also leere,   falsche  Versprechen, handeln  unredlich. Wir    sehen die Resultate – Tote   und  nochmals Tote. Selbst     UNO-Friedenstruppen wären erfolglos, weil    vordringlich soziale und     wirtschaftliche Probleme gelöst werden  müssen,   die Slumbewohner vor     allem feste Arbeitsplätze brauchen.“  Niemand  wisse  das besser als   die   brasilianische Regierung, früher  unter Lula,  jetzt  unter Dilma     Rousseff. „Todesschwadronen sind  derzeit in Rio  aktiv – doch  auch   in   Sao Paulo, landesweit, straflos“,  fügt Richter  Vidal gegenüber    dem <em>Blättchen</em>   hinzu, in  Brasilien fehle eine  Kultur der    Menschenrechte. Zu  erkennen  seien  „starke Merkmale eines   totalitären   Staates, der das  Gesetz nicht   respektiert“; mit Blick  auf   Fußball-WM und  Olympische  Spiele am   Zuckerhut werde ein    Medienspektakel veranstaltet.<br />
Und das hatte es von Anfang an in sich. In brasilianischen        Qualitätsmedien, die nur einen winzigen Bruchteil der Bevölkerung        erreichen, hieß es immerhin, die jüngsten Polizei-und Militäroperationen        seien nur für das Ausland gedacht – de facto ändere sich nichts.    Rio     habe wegen der geplanten Sportereignisse international  Kompetenz       demonstrieren müssen, um Milliardeninvestitionen zu  erhalten. Es   werde     wieder Wahlen geben – und die Politiker würden  erneut Gelder   des     organisierten Verbrechens brauchen.<br />
In mitteleuropäischen Medien weiß man’s offenbar viel besser. Rio de        Janeiro wolle mit dem Drogenhandel Schluss machen, wird        freundlicherweise unterstellt, obwohl sogar Rios Sicherheitschef        Beltrame öffentlich erklärt, dies keineswegs vorzuhaben.<br />
Aber richtig klasse ist der Mediengag über die „heldenhafte“ Einnahme        jenes „Complexo do Alemão“: Unentwegt ballern Polizei und Militär        fotogen auf nicht vorhandene Gegner, was das Zeug hält. Alles wird  von       zahlreichen TV-Teams direkt an der Seite der Einheiten  begeistert       abgefilmt und teuer weltweit verbreitet. Sozusagen  „sturmreif       geschossen“ fehlt nur noch die „Eroberung“ des  Slumkomplexes. Dies geht       so vonstatten, dass Soldaten und  Elitepolizisten mit handverlesenen       Journalisten einfach die Gassen  zur Slumspitze hochgehen und dort   die     Landesfahne hissen.  Schließlich hatte man den Banditenkommandos    tage-und    nächtelang  reichlich Zeit und Möglichkeiten zum Rückzug  in   üblicher     Guerilla-Taktik gegeben und auf eine Einkesselung   verzichtet  – die     Gangster verteilten sich auf andere der weit über   1.000  Rio-Slums.<br />
Wohl einmalig in der Fernsehgeschichte, wie der        TV-Globo-Nachrichtenkanal vom Hubschrauber aus den problemlosen Rückzug        der schwerbewaffneten Banditenkommandos aus dem Slum Vila Cruzeiro        direkt übertrug. Die Konditionen, um die Banditen zu schnappen,   waren      bestens.Warum, so ist zu fragen, ließen Polizei und Armee die    Gangster     entkommen? Man saß vor dem Fernseher und traute seinen    Augen nicht.     Stundenlang sah man von nahem, wie sich die    Verbrecherkommandos     davonmachten, und bekam es von Polizeiexperten    auch noch kommentiert:     „Kampfhubschrauber wie die im Vietnamkrieg    greifen jetzt nun mal leider     nicht ein.“<br />
Jahrzehntelang, so wird in Europa verbreitet, wagten sich die        Sicherheitskräfte angesichts übermächtiger Banditenpräsenz nicht in den        „Complexo do Alemão“ – umso mehr sei daher die Rückeroberung zu        würdigen. Sind Lula und seine Nachfolgerin Dilma Rousseff also   wahrhaft      todesmutig, weil sie den Slumkomplex noch vor der   „Erstürmung“      besuchten? Spaß beiseite – Lula war 2008, 2009 und   sogar im Oktober      2010, kurz vor dem Militäreinsatz, im „Complexo do   Alemão“, hatte teils      sogar Ehefrau Marisa dabei. Rios Polizei und   Militär kennen die      Favela-Gegend bestens, 2002 wurden zur  Besetzung  gar 50.000 Mann      aufgeboten. Mehr Sicherheit gibt’s  deshalb nicht –  seit 2007 wurden in      Rio über 25.000 Gewalt-Tote  gezählt.<br />
Jetzt, nach vertraulichen Militärberichten, weist die Leiterin eines        angesehenen kirchlichen Rio-Sozialprojekts auf ein „großes Massaker  im       „Complexo do Alemão“, wobei vor allem Jugendliche getötet, doch        keinerlei Informationen darüber freigegeben wurden. Laut        Uni-Anthropologen Luiz Mott, angesehenster Schwulenaktivist des        Tropenlandes, hält Brasilien bei Morden an Homosexuellen weltweit eine        „grauenhafte Führungsrolle“, verschlechterte sich unter Lula die        Situation der Gays. Bei Tötungen durch Schusswaffen liegt Brasilien        gemäß NGO-Daten an der Spitze, 92 Prozent der Rio-Morde bleiben        straffrei.<br />
Gregor Gysi von der deutschen Partei DIE LINKE gilt als Rechtsexperte,        war 2010 in Brasilien, kennt daher sicherlich die Positionen der        dortigen Richtervereinigung für Demokratie gut – und schlussfolgert:        „Von allen linken Präsidenten hat Lula, der als am wenigsten  links       eingeschätzt wird, die größten Erfolge.“</p>
<h1>Dilma Rousseffs schlechter Start</h1>
<p>Brasiliens neue Staatspräsidentin, zuvor Lulas Chefministerin,        verschont die Nation bisher mit dem vom Ziehvater gewohnten Schwall aus        Propagandareden – dafür haben es die politischen Ereignisse in   sich.</p>
<p>Der angesehene kirchliche Menschenrechtsanwalt Sebastiao Bezerra da        Silva wurde sadistisch gefoltert und ermordet – auch in den acht        Regierungsjahren zuvor war das Verfolgen von  Menschenrechtsaktivisten       normal. Silva ermittelte gegen die  landesweit aktiven, von       Staatsangestellten geleiteten  Todesschwadronen, gegen folternde       Militärpolizisten und bekam  deshalb Morddrohungen. Im archaischen       nordöstlichen Teilstaat  Maranhao, der laut Kirchenangaben bei       Gefängnis-Folter an der  Spitze steht, kam es zur ersten Häftlingsrevolte       unter Rousseff –  sechs Männer wurden getötet, Fotos der     abgeschlagenen   Köpfe waren  in den Regionalzeitungen zu sehen. Maranhao     wird von   Gouverneurin  Roseane Sarney regiert, die mit Dilma   Rousseff   befreundet   ist, und  bei nettem privaten Beisammensein mit   ihr zur   Laute allerlei    populäre Liebeslieder sang. Eine unabhängige     Untersuchungskommission  zum   Häftlingsaufstand gibt es nicht,   Brasilia   reichen die Angaben  der   Militärpolizei – ein Relikt der     Militärdiktatur. Der  Teilstaat ist zudem   Herrschaftsgebiet des     Oligarchen José Sarney,  der einst die   Folterdiktatorenpartei ARENA     führte – und heute als  Senatspräsident den   brasilianischen     Nationalkongress. Mit ihm, dem  hochwichtigen  politischen      Bündnispartner, feierte Dilma Rousseff  ihren Wahlsieg –  auch das      spricht Bände.<br />
Auch die neue Menschenrechtsministerin Maria do Rosario beschreibt – wie        ihr Vorgänger – die größte lateinamerikanische Demokratie als        Folterstaat, nennt Torturen in total überfüllten Gefängnissen und   selbst      in psychiatrischen Anstalten ein „gravierendes nationales   Problem“.     Als  Dilma Rousseff noch zuständige Chefministerin war,   hatten   derartige    Eingeständnisse allerdings keinerlei praktische   Bedeutung.   Gleiches   gilt  für den jetzt auf der Berlinale gezeigten     sozialkritischen   Streifen  „Tropa de Elite 2“, der Brasiliens     bedrückende   Menschenrechtslage  eindrücklich abbildet. Wie im     Vorgängerfilm, der   2008 den Goldenen Bären  gewann, gibt es wieder     eine der für Rio de   Janeiro typischen  Scheiterhaufenszenen – weder     Lula noch Rousseff haben   sich jemals zu  dieser in den Slums unweit     des neuen   ThyssenKrupp-Stahlwerks gängigen  Hinrichtungs-und       Einschüchterungspraxis geäußert.<br />
Wie es sich gehört, hat Brasilien als vielgelobte Demokratie und        strategischer Partner auch der Berliner Regierung natürlich die        UNO-Menschenrechtsabkommen unterzeichnet. Von möglichen Sofortmaßnahmen        der Rousseff-Regierung zwecks Umsetzung ist aber nichts bekannt.     Dafür    erfährt man aus einer jetzt veröffentlichten Studie, was sich     unter  dem   Gespann Lula-Rousseff noch so entwickelte. Bei Tötungen     durch    Schusswaffen liegt Brasilien weltweit an der Spitze – und  von    drei    Ermordeten sind zwei schwarz. Der Soziologe Julio  Waiselfisz,    dessen    Team die Studie erarbeitete, spricht von  „Merkmalen der    Ausrottung,    Vernichtung“ und von fehlender  öffentlicher Sicherheit    für die arme,    mehrheitlich schwarze  Bevölkerung. Mit der öffentlichen    Sicherheit    passiere dasselbe wie  bei Bildung, Gesundheit,    Sozialversicherung – es    werde  privatisiert. „Wer kann, zahlt für    privaten Sicherheitsdienst.  Die    Schwarzen gehören zu den Ärmsten,    leben in Risikozonen und können    nicht  zahlen.“<br />
Laut unvollständigen Statistiken werden in Brasilien jährlich immerhin        etwa 55.000 Menschen ermordet. Die UNICEF ergänzt: Bei Morden an     15-bis    19-Jährigen liegt Brasilien weltweit an der Spitze, 38  Prozent    der    brasilianischen Jugendlichen leben in Armut und  Misere. Die       Rousseff-Regierung sollte daher in Programme für  Gesundheit, Bildung   und     Sicherheit investieren, die sich gezielt  an die 33 Millionen       Heranwachsenden zwischen 10 und 19 Jahren  richten. Aber irgendwie       scheint Brasilia gar nicht so gut bei  Kasse zu sein, wie Lula unter       Hinweis auf angeblich fette  Devisenreserven stets verkündete. Als die       hausgemachte  Erdrutsch-Umweltkatastrophe im Januar bei Rio de  Janeiro      rund  tausend Todesopfer forderte – etwa 500 Menschen werden  noch       vermisst – fehlte es den Rettungsmannschaften arg an Mitteln  und       Ausrüstung, weil zuvor beim Katastrophenschutz extrem gespart  worden       war. Als Präsidentin Rousseff die Region besuchte, wurde sie  mit  ihren      eigenen Fehlleistungen aus der Zeit als Chefministerin   direkt      konfrontiert. Das großflächige Abholzen und Bebauen von        Steilhang-Risikozonen war erlaubt und wurde sogar gefördert– doch nun        bettelt Rousseff gar die Weltbank um einen Milliardenkredit an,   damit      Slumbewohner  aus entsprechenden Zonen umgesiedelt werden   können.      Bereits 2008 wurde die Region von einer solchen   Umweltkatastrophe      heimgesucht – und der Lula-Regierung   vorgerechnet, für      Präventivmaßnahmen nur 12 Prozent (!) der   vorgesehenen Haushaltsmittel      investiert zu haben. Sogar die UNO   wirft Lula vor, bereits 2005 ein      Katastrophenwarnsystem versprochen   zu haben, das aber immer noch  nicht     funktioniere.<br />
Um 2010 Rousseffs Wahlsieg zu garantieren, wurden die        Regierungsausgaben, darunter für Propaganda, stark erhöht. Derzeit        werden sie, notgedrungen, drastisch zurückgefahren, denn die        Sozialbewegungen protestieren heftig, weil Präsidentin Rousseff die        Anhebung des Mindestlohns deutlich unter der kräftigen Teuerungsrate        hielt. Die umgerechnet etwa 248 Euro brutto monatlich passen   schwerlich      zu den erneuten Versprechen, nun aber wirklich Hunger   und Misere      auszutilgen. Das Mindestsalär bekommen laut offiziellen   Angaben 29,1      Millionen registriert oder unregistriert Beschäftigte   sowie 18,6      Millionen Sozialversicherte, darunter zwei von drei   Rentnern. Doch ein      Großteil der unregistriert, ohne Arbeitsvertrag   und rechtliche      Absicherung Beschäftigten hat deutlich geringere   Einkünfte – in einem      Land mit inzwischen oft deutlich höheren   Preisen als in Deutschland,      gerade bei Grundnahrungsmitteln als in   Deutschland – und in einer  Phase     schmerzhafter Preisanstiege.<br />
Vor diesem Hintergrund erklärt sich auch das Phänomen, dass        Gewerkschaften inzwischen sogar Rechtsparteien applaudieren, weil die        einen höheren Mindestlohn vorschlugen. Zugleich wird an die enormen        Diätenerhöhungen der Kongresspolitiker sowie an das Einkommen von        „Working Class Hero“ Lula erinnert. Seit Januar bekommt er  monatlich       allein als Ehrenpräsident der Arbeiterpartei umgerechnet  rund 6.000       Euro, dazu die satten Bezüge als Ex-Staatschef. Zudem  erhält er  seit      seinem 51. Lebensjahr eine Entschädigung von 1.900  Euro  monatlich,  weil     er 31 Tage in Diktatur-Haft saß. Als ihm  jetzt ein  Unternehmen  für    einen  Vortrag 100.000 Dollar Honorar  anbot, lehnte  Lula laut     Landesmedien ab –  entweder 200.000 Dollar  oder kein  Vortrag. Da bietet     sich ein Vergleich  mit den Hilfen des   Anti-Hunger-Programms „Bolsa     Familia“ an – denn 42  Prozent der   Empfänger, also 5,3 Millionen     Menschen, leben gemäß neuen  Studien   nach wie vor im Elend. Zwischen 14     und maximal 105 Euro werden    monatlich ausbezahlt – pro Familie     wohlgemerkt, meist sind sie    kinderreich. Die Möglichkeit, Elend und     Hunger unter den    Bezugsempfängern rasch durch eine angemessene Hilfe zu     beseitigen,   werde  nicht einmal erwogen, empören sich Kommentatoren.     Die   Regierung kürzt  jetzt stattdessen sogar die Gelder eines       Hausbauprogramms für die  Unterschicht fast um die Hälfte.<br />
Im Zuge des Rousseff-Starts erfuhr man auch, wie Brasilien heute        kulturell tickt. Nach der Umweltkatastrophe erklärte die Präsidentin für        mehrere Tage Staatstrauer, der Teilstaat Rio de Janeiro sogar für      eine   ganze Woche – doch selbst am Zuckerhut gingen die      Vorkarnevalsfeste  der  Sambaschulen und andere karnevalistische      Aktivitäten auf vollen  Touren  weiter. Renommierte Therapeuten und      Sozialwissenschaftler haben  auf  diesen befremdlichen Umgang mit      Tragödien aufmerksam gemacht.   Andererseits – beim Kulturexport kommt      das Riesenland laut UNO-Daten nur   auf 0,2 Prozent des Weltvolumens,      liegt auf Platz 26, gleichauf mit   Rumänien. Zum Rousseff-Start    verließ   der Komponist und Dirigent John   Neschling nach 14 Jahren    frustriert   das Land in Richtung Schweiz. Er   hatte das völlig    unbedeutende   Sinfonieorchester Sao Paulos zu einem   international    anerkannten   aufgebaut, wurde jedoch von der reaktionären      Teilstaatsregierung   gefeuert. Beim Weggang verwies er auf fehlende      Kulturpolitik, eine   paralysierende und unsensible Staatsbürokratie,      brutalen Umgang mit   Kulturgütern. Neschlings Rückkehr nach Europa  ist     symptomatisch, ein   schmerzhafter Verlust für Brasilien.</p>
<h1>Leonardo Boffs Ungereimtheiten</h1>
<p>In Ländern wie Deutschland betreibt eine bestimmte Gutmenschen-Szene        um den einst interessanten brasilianischen Befreiungstheologen   einen      regelrechten Kult. Sie bewahrt ihn vor öffentlicher Kritik,   die als      politisch unkorrekt gälte. Im Tropenland dagegen wird Boff   seit den      neunziger Jahren zunehmend heftig kritisiert. Selbst   frühere  Anhänger     werfen ihm Fehleinschätzungen über die katholische   Kirche,      intellektuelle Unehrlichkeit und Opportunismus vor. Boff   sei eitel  auf     Medienpräsenz aus – was mit Verbalattacken auf Papst   und Vatikan      natürlich am leichtesten gelinge.</p>
<p>In der Tat wirkt Boffs Eindreschen auf den Papst infantil und        lächerlich. Nationale Religionsexperten bescheinigen ihm eine        unbestreitbare Rolle in der Reflexionsgeschichte Brasiliens, nennen ihn        sehr intelligent und intuitiv. Boff spüre sehr gut bestimmte        gesellschaftliche Probleme und Tendenzen, sei ein brillanter Professor.        Doch seine Äußerungen müssten kritisch analysiert werden –     andernfalls    akzeptiere man häufig Dinge, die nicht der Wahrheit     entsprächen.<br />
In Deutschland sind evangelikale Wunderheiler-Sekten unbeliebt – Boff        begrüßte indessen bereits im Jahr 2000 öffentlich die Expansion der        Evangelikalen vorbehaltlos als Bereicherung. In Brasilien fasste  man       sich an den Kopf. Denn die evangelikalen Sektenkirchen  propagieren       massiv die „Theologie der Prosperität“, wonach  materieller  Wohlstand      eine Gabe Gottes sei und durch die Macht des  Glaubens  erreicht werden      könne. An Misere, persönlichem  Misserfolg sei der  Teufel schuld,  den  man    auf speziellen  Tempelsitzungen austreibe –  wobei natürlich  jeder     Gläubige soviel  Geld wie möglich an die  Kirche spenden müsse.  Mit  dieser     Theologie, analysieren  Sozialwissenschaftler, verbreiten  die      Evangelikalen Illusionen,  beuten die Leute aus, schaffen Leiden.  Und      fördern sogar Rassismus  und Diskriminierung, da die schwarze    Bevölkerung    nunmehr nur  deshalb arm sei, weil sie sündige. Gemäß aus    Afrika    ererbten  Schlechtigkeiten werde sie als eine verfluchte  Rasse   angesehen,    die  sich von allen Vorfahren und Wurzeln lösen  müsse.<br />
Wenn Boff diese wie Wirtschaftsunternehmen funktionierenden Kirchen als        Bereicherung auffasse, müsse man seine Bewertungen relativieren,     zeige    sich zunehmende Oberflächlichkeit. Im akademischen Umfeld,  bei    den    Studenten sei Boffs frühere Attraktivität weg.<br />
Boff müsste wissen, dass evangelikale Kirchen im Christlich-Ethischen        mancherlei Sonderwege fahren. So wurde ein Bischof der politisch        einflussreichen „Universalkirche vom Reich Gottes“, der Brasiliens        zweitgrößter TV-Sender gehört, wegen Mordes eingesperrt. In Salvador  da       Bahia hatte er laut Polizei im Tempel gemeinsam mit zwei  Pastoren     einen   14-jährigen Jungen sexuell missbraucht und  danach lebendig     verbrannt.<br />
Manche mögen Boff zustimmen, wenn er die Evangelikalen-Ausbreitung        begrüßt, weil ihm „jede Art von Vielfalt“ so gefällt. Denn nun ist in        rappelvollen „Gotteshäusern“ endlich mal echt was los, ziehen    Ex-Killer     und Ex-Frauenaufreißer wie Pastor Salles vom Leder:„Ich    war reich,    hatte  Villen und tausende Frauen – in Rio hörten tausende       schwerbewaffnete  Banditen auf mein Kommando. Ich war Bankräuber,       Berufskiller, Monster,  Psychopath – so viele Opfer flehten   vergeblich     um Barmherzigkeit! Wie  von den Dämonen gefordert, habe   ich mit  meiner    Frau unseren sechs Monate  alten Sohn getötet, in der   Pfanne  gebraten,    sein Fleisch gegessen – ich  war schon in der   Hölle!“<br />
Frei Betto, wichtigster Befreiungstheologe Brasiliens, hochangesehen bei        Kardinälen, Bischöfen und Padres der Kirche des Riesenlandes,        analysiert solche evangelikalen Sekten tiefgründig, fühlt sich durch        ihre nervende Präsenz im Alltag nicht eben bereichert. Leonardo  Boff       indessen wirft kurioserweise dieser Kirche „feudale  Mentalität“,       „totalitäre Ideologie“ und „mittelalterliche  Strukturen“ vor, gar die       Ablehnung von Kritik und Alternativen.   Damit hat er schlichtweg  die      Dynamik, Entwicklung und Komplexität  der katholischen Kirche  nicht      begriffen. Als anschauliches  Beispiel gilt, dass Rom zwar  Kondome      kritisiert, deren massive  Verteilung in der pastoralen  Aids-Prävention      indessen zulässt –  und fördert, gemäß katholischer  Moraltheologie.<br />
Der Soziologe Claudio Monteiro leitet in Sao Paulo die bischöfliche        Aids-Pastoral – direkt neben seiner Bürotür kann sich jedermann aus        einem stets gut gefüllten Plastikbehälter gratis und überreichlich    mit      Kondomen eindecken. Monteiro lacht über Boffs Vorwurf, dass   die      katholische Kirche in der Kondomfrage lebensfeindlich,   verantwortungslos      und intolerant handele. „Leonardo Boff gehörte   zum   Franziskanerorden,    der in Brasilien eines der ersten     Aids-Präventionsprojekte startete  und   natürlich Kondome verteilt –     seit über 16 Jahren. Unsere nationale    Aids-Pastoral, von einem     Bischof geführt, verfährt genauso. Völlig    unmöglich, daß Boff davon     nicht weiß. Wenn er die Ausbreitung der    Evangelikalen, die  Expansion    des religiösen Fundamentalismus positiv    bewertet, ist  dies   fragwürdig  und anfechtbar.“<br />
Boff greift immer wieder auch in die Politik ein. Im letzten        Präsidentschaftswahlkampf unterstützte er zuerst die evangelikale        Predigerin Marina Silva. Die Ex-Umweltministerin zählte zur        Revolutionären Kommunistischen Partei Brasiliens, wuchs im        befreiungstheologischen Spektrum der Katholiken auf und ging dann zur        „Assembleia de Deus“. Richtig, die von Pastor Salles, dem Ex-Killer    und     Ex-Frauenaufreißer, die zudem laut Eigendarstellung Homos zu    Heteros     umdreht und Strich-Transvestiten zu Geistlichen macht.<br />
Zuletzt wechselte Marina Silva von Lulas Arbeiterpartei zu den        brasilianischen Grünen. Die verkaufen sie als lupenreine        Umweltschützerin – obwohl zahlreiche verhinderbare Umweltverbrechen in        ihre Amtszeit fallen. Amazonas- und Savannenwälder werden   vernichtet,      Brasilien avanciert zum weltgrößten   Agrargiftverbraucher, das   Geschäft    mit Gen-Pflanzen boomt.   Umweltschützer laufen Sturm gegen   das    gigantische Umleitungsprojekt   am Rio Sao Francisco – Marina Silva      verteidigt es als „ökologisch   nachhaltig, wirtschaftlich machbar  und     sozial gerecht“. Was sie  von  massenhafter Folter durch   Staatsangestellte    oder von den   landesweit operierenden   Todesschwadronen hält, erfährt   man  bis   heute nicht.<br />
2002 nahm Leonardo Boff begeistert an der Wahlkampfkarawane von Lula        teil, verglich ihn mit Mahatma Gandhi, lobte sogar dessen Vize, den        Milliardär und Diktaturaktivisten José Alencar. Angesichts der        Korruptionsskandale schwenkte er später um, verurteilte Lulas Politik        als niederträchtig neoliberal.<br />
2010 aber, als Marina Silva die Stichwahl nicht erreichte, wechselte        Boff flugs zu Lulas Wunschkandidatin und bisheriger Chefministerin    Dilma     Roussef – und wieder zu Lob über den grünen Klee: „Lula machte    die     größte Revolution der sozialen Ökologie des Planeten, eine    Revolution     für die Bildung, ethische Politik.“ Die gravierenden        Menschenrechtsverletzungen, den strikt antiökologischen Kurs von        Lula-Rousseff kritisiert er nicht, die von ihm so heftig gescholtene,        stark systemkritische katholische Kirche Brasiliens tut das umso        kräftiger: Fehlende soziale Besorgnis bei Lula und Rousseff trotz        Hunger, Misere und rasch wachsenden Slums, Zementierung der  grauenhaft       ungerechten Einkommensverteilung, Begünstigen der  ohnehin       Privilegierten. Boff faselt von sozialer  Ökologie-Revolution, dabei ist       längst klar, dass Dilma Rousseff  das umweltvernichtende       Mega-Wasserkraftwerk „Belo Monte“ in  Amazonien unbedingt realisieren       will. Nach ihrem Wahlsieg erneut  ein Schwenk: Boff geißelt das       Belo-Monte-Projekt.<br />
Mancher hat vielleicht den desillusionierenden ARD-Weltspiegel-Beitrag        „Brasilien: Kindsmord am Amazonas“ über das Töten von Kindern bei        Indianerstämmen gesehen – rund 600 Babies werden danach jährlich   allein      in Amazonien umgebracht. Viele Indianer sitzen wegen Sex mit    Kindern   im   Gefängnis, auch Indios sind als Naturzerstörer  bekannt.   Yanomami    pflegen  gar das Verprügeln der eigenen Ehefrau  mit   Freunden, bei     Fremdgeh-Verdacht – von Schamanen als Hexen    beschuldigte Indiofrauen     wurden ermordet – das Blättchen hatte über    diese Praktiken berichtet.     Boff indessen ignoriert diese Fakten:    „Und ich habe sie immer  bewundert,    sie sind unsere großen Meister  im   Hinblick auf die Haltung  gegenüber    der Natur. Die sind    technologisch gesehen rückständig,  aber    zivilisatorisch, sie sind    vorwärts, sie sind reicher als wir.  Wenn wir    lernen wollen, was wir    für eine Beziehung mit der Natur  eingehen  sollen,   die Beziehung    zwischen dem Alter und den Kindern,  den  Erwachsenen und   alten    Leuten, die Beziehung zwischen Arbeit und   Freizeit, die Beziehung      zwischen Leben und Tod, dann müssen wir die   Indianer hören. Die haben      eine große Weisheit und vieles haben sie uns   zu sagen.“ Kommentar      überflüssig.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Obama in Brasilien</strong></p>
<p>Auf Gesten und Symbolik, sorgsam abgestimmt zwischen beiden Seiten,        sei besonders zu achten, hatte Brasilia vor der Ankunft des        US-Präsidenten verlauten lassen. Und als Barack Obama dann in den        Amtssitz von Präsidentin Dilma Rousseff schritt, ging es Schlag auf        Schlag. Mitten in der persönlichen Unterredung befahl Obama über einen        Mitarbeiter die Attacke auf Libyen mit zunächst 110   Tomahawk-Raketen.      Und etwas später, mitten im Bankett für Obama im   brasilianischen      Außenministerium, ging es richtig los mit den   Bombardements. „Ein      historischer Tag“, titelten die Zeitungen – und   „historisch“ verhielt      sich Brasiliens neue Staatschefin, die  einst  als Guerilleira gegen die      Militärdiktatur kämpfte,  eingesperrt und  gefoltert wurde. Erst nach   der    Abreise Obamas  äußerte sie  Missfallen über die Kriegserklärung      ausgerechnet in  Brasilien –  vermied indessen, wie viele Brasilianer      erwartet  hatten, dies Obama  sofort und direkt zu sagen, womöglich  die      offiziellen Gespräche  abzubrechen. Mit einer Note, die einen       Waffenstillstand in Libyen  erbat, wurde ebenfalls solange gewartet, bis       Obama abgereist war.  Brasiliens wichtigster Befreiungstheologe,   Frei     Betto, nannte es  gegenüber dem <em>Blättchen</em> „zumindest   takt-  und    geschmacklos,  den Krieg gegen Libyen just in Brasilien zu    erklären,  das   gegen  eine solche kriegerische Aggression ist.“ Der    Diskurs des  Westens    sei Demokratie, das Interesse indessen Öl und    nicht etwa die     Verteidigung der Menschenrechte in Libyen.  Brasilia   hatte sich im     UN-Sicherheitsrat, abgestimmt mit Russland,  Indien und   China,  wenigstens    der Stimme enthalten, eine  friedliche Lösung    befürwortet.</p>
<p>Absolut symbolträchtig ging es beim Bankett zu – denn wie zu hören        war, hatte Rousseff offenbar mit Ziehvater Lula da Silva abgemacht,     dass    am Tische direkt neben den beiden Obamas just der  hochwichtige       Regierungspartner José Sarney sitzen sollte. Die USA  hatten 1964  zur      Unterstützung des Militärputschs sogar eine  Kriegsflotte vor  die  Küste     Brasiliens entsandt. Und nun prosteten  sich just der  Präsident   dieses    Landes und der damalige Chef der  brasilianischen    Folterdiktatorenpartei    ARENA freundlichst zu,  unterhielten sich auch    Michelle Obama und  Sarney   sichtlich nett  miteinander. Er gilt in    Brasilien nach wie vor  als der    archaischste, reaktionärste und    politisch mächtigste Oligarch,  ist    Präsident des Kongresssenats und    wurde trotz seiner Verwicklung  in    zahllose Skandale von Lula stets    hochgeschätzt und umworben. „I   love   this guy“, sagte Obama einmal    über Lula – und wollte ihn gerne   mit am   Tisch. Doch der mit scharfem    politischen Instinkt  gesegnete    Ex-Gewerkschaftsführer lehnte die    Einladung ab. Als  hochbezahlter    Ehrenpräsident seiner Arbeiterpartei    PT hatte er  womöglich Rücksicht zu    nehmen auf jenen Parteiflügel,   der  sich  scharf gegen einen Libyenkrieg    wandte, an die Kriege im   Irak  und  in Afghanistan erinnerte, die    Obama-Regierung als „Feind   des   Weltfriedens“ einstufte. Vor Obamas    Ankunft brodelte es in   diesem   Teil der PT, der sich den Sozialbewegungen    eng verbunden   fühlt, die   Obama zur „persona non grata“ erklärt  hatten.   Zorn   erregte daher,   dass Brasiliens Regierung, eingeschlossen  Dilma     Rousseff, und die   Führungsspitze der Arbeiterpartei die von      PT-Mitgliedern   angekündigten Proteste gegen den Besuch Obamas      verurteilten. Wie   durchsickerte, sollten solche Aktivitäten erstickt,      unzufriedene   Kader auf Linie gebracht werden. Zu den Abweichlern   gehörte    sogar   Rousseffs Frauenministerin Iriny Lopes. Zu   Kriegsbeginn nicht  am     Tische mit Obama sitzen zu wollen, könnte Lula   eines Tages  Lorbeeren     einbringen – wer erinnert sich dann noch an   die   Hintergrund-Details?    Sehr aufschlussreich, was dann in Chile   ganz   anders lief als in    Brasilia. Eine weit politisiertere    Öffentlichkeit  erreichte, dass beim    Obama-Besuch die    Diktaturproblematik nicht  ausgeklammert wurde.  Anders   als unter    Dilma Rousseff wurde im  chilenischen Regierungssitz  natürlich   eine    Pressekonferenz anberaumt,  konnte ein chilenischer  Journalist  offen     fragen, ob Obama und dessen  Regierung bereit seien,  sich für die      Beteiligung am Militärputsch vom  11. September 1973 zu  entschuldigen  –     und bei den gerichtlichen  Ermittlungen über  Diktaturverbrechen  zu     kooperieren. Der Journalist  erinnerte an  bezeichnende Fälle,   darunter    die Ermordung von Orlando  Letelier,  Außenminister von   Salvador  Allende,   1976 in Washington. Dem   überraschten Obama blieb   nichts  weiter übrig,   als zuzustimmen – er   vermied indessen, um    Entschuldigung zu bitten.<br />
Obama plante vor Rio de Janeiros Opernhaus eine Rede ans Volk, zog sich        dann aber wegen der drohenden Proteste ins Innere des imposanten        Gebäudes zurück, wollte handverlesenes Publikum. Draußen PT-Fahnen   und      „Obama-go-home“-Plakate – drinnen fragwürdigste Symbolik. Die     nationale    Schwarzenbewegung forderte, dass sich der erste     dunkelhäutige    US-Präsident zum grauenhaften Rassismus klar     positionieren muss.    Schwarzen-Aktivist Mauricio Pestana: ”Es gibt     keinerlei Zweifel, dass im    ‚demokratischen’ Brasilien von heute     schwarze Bürger mehr Opfer von    Folter, Mord und Verschwindenlassen     sind als in irgendeiner autoritären    Epoche unserer Geschichte.“ Die     Schwarzenbewegung hatte versucht,  über   die neue Ministerin für     Rassengleichheit, Luiza Bairros, das    Rassismusthema auf die     Besuchs-Agenda zu setzen, wurde jedoch    abgeblockt. Der     Studentenverband UNEAFRO nannte Obama „den Verräter der    Schwarzen in     aller Welt“ – und wird sich jetzt vermutlich bestätigt    fühlen.   Obama   hatte nicht vor, den Rassismus, andere gravierende        Menschenrechtsverletzungen in Brasilien zu kritisieren. Seine        Besuchsvorbereiter griffen daher tief in die Symbol-Kiste, ließen vor        der Rede eine Afro-Band aufspielen und platzierten viele        Schwarzen-Aktivisten gut sichtbar vor dem US-Präsidenten. Die Ansprache        wurde von Brasiliens wichtigsten Kommentatoren arg verrissen: Denn       Obama  lobte ausgerechnet die brasilianische Demokratie als       beispielhaft,  stellte damit klar, welche Menschenrechtskriterien er       nach eigenem  Werteverständnis an Brasilien anlegt. Systematische   Folter     durch  Staatsangestellte, Todesschwadronen, Scheiterhaufen,     neofeudale    Banditen-Diktatur in den Armenvierteln, Morde an        Menschenrechtsaktivisten, Sklavenarbeit – „no problem“ fürs Weiße Haus.        Brasilien werde zum Modell für die Welt, so Obama. In Rio wurde   ganz    in   der Nähe seines Copacabana-Hotels kurz nach der Abreise der        Systemkritiker und Anwalt Ricardo Gama, der hohe Politiker auf   seiner      Website aufs Korn nahm, bei einem Attentat von zwei   Kopfschüssen      getroffen. Er wird hoffentlich überleben. Zuvor war   ein kirchlicher      Menschenrechtsanwalt in Nordostbrasilien ermordet   worden. In Sao Paulo      liquidierten zwei   Militärpolizei-Todesschwadronen seit 2006  mindestens     150 Menschen,   steht in einem neuen Untersuchungsbericht.  Als     ausgesprochenen   Folterstaat beschrieb sogar Brasiliens neue        Menschenrechtsministerin Maria do Rosario ihr eigenes Land – kein        einziges Massenmedium brachte die Äußerung. Nicht zufällig ist Brasilien        jetzt auf dem britischen Welt-Demokratie-Index vom 41. auf den  47.       Platz zurückgefallen – liegt auf dem neuesten UNO-Ranking für        menschliche Entwicklung nur auf Platz 73. – Libyen immerhin auf  dem  53.,      Chile auf dem 45., Argentinien auf dem 46 und der Iran  auf dem  70.      Platz.<br />
Aber heißt es nicht immer, seit Lula zeige Brasilia gegenüber den USA        zunehmend Selbstbewusstsein und Eigenständigkeit? Brasiliens        Qualitätsmedien analysierten ironisch Wikileaks- Enthüllungen.        Öffentlich habe es nur zu oft leere antiamerikanische Rhetorik gegeben –        „ im vertraulich-privaten Umgang indessen Liebkosungen für die     Brüder    im Norden, Anerkennung der Hegemonie des Partners.“        US-Diplomateneinschätzungen lauteten, das Tropenland sei noch gar nicht        reif, um ein Global Player zu sein. Für US-Sozialwissenschaftler    sind     die brasilianischen Regierenden unfähig zu längst überfälligen        strukturellen Reformen, gibt es „gravierende interne Probleme“.        Menschenrechtsaktivist Fabio Konder Comparato, Rechtsprofessor an        Brasiliens führender Bundesuniversität in Sao Paulo: “Wir hatten  bis       heute nie Demokratie, leben immer unter einem oligarchischen  Regime.       Unsere Politik hat stets zwei Gesichter. Eines für außen,   zivilisiert –      und eines für innen, grausam. Wir halten diese   Doppelzüngigkeit des      Charakters im gesamten politischen Leben   aufrecht. Die Wahlen sind      Theater. Lula bewies, dass er für die   Oligarchie nicht gefährlich  ist.     Ich widerspreche dem Begriff   Redemokratisierung.“</p>
<h1>Brasilien und der Libyenkrieg</h1>
<p>Frankreichs Rafale-Kampfflugzeuge starteten auf Befehl von Präsident        Nicolas Sarkozy als erste gen Libyen, bombten, was das Zeug hielt,        feuerten neueste Hightech-Raketen auch auf zivile Ziele, zeigten    aller     Welt, was in den Kisten steckt. Der überstürzt wirkende     Rafale-Einsatz    hatte womöglich seinen besonderen, zynischen     Hintersinn – denn    Lateinamerikas größte Kriegswaffenmesse LAAD in Rio     de Janeiro stand vor    der Tür. Rafale-Oberverkäufer Sarkozy bemüht     sich seit Jahren meist    vergeblich, bei seinen Auslandsreisen die     superteuren Jagdbomber an den    Mann zu bringen, auch in Brasilien.     2010 schien der Ankauf durch die    Lula-Regierung fast sicher – doch     selbst in französischen Medien wurde    herumgemäkelt, größtes     Verkaufshindernis sei die fehlende    Praxiserprobung im Kriegseinsatz.     Das Argument ist nun wohl vom Tisch.    Am Tag der Messeeröffnung von     Rio schrieb die „O Globo“, dass die    Rafales nun „mit Erfolg bei  den    Attacken gegen Libyen“ getestet worden    seien, und in einer     LAAD-Sonderbeilage warb der französische    Rüstungskonzern gleich     ganzseitig, die Vortrefflichkeit der Bomber sei    im Kampf bewiesen     worden. Deutsche Medien zitieren Jean-Pierre Maulny,        stellvertretender Direktor des französischen Instituts für        Internationale und Strategische Beziehungen (IRIS), wonach der        Libyen-Einsatz ein Weg sein könne, um für die nunmehr „kampferprobten“        Rafale-Bomber Propaganda zu machen. Dabei war es in Libyen     vorhersehbar    zu keinerlei Luftkämpfen gekommen, wurden durch die     Bombardements,  wie   man inzwischen weiß, aber zahlreiche Zivilisten     umgebracht, deren   Häuser  zerstört, immense Massenfluchten ausgelöst.</p>
<p>Die brasilianische Öffentlichkeit hat, anders als die        mitteleuropäische, weit weniger Illusionen, worauf der Libyenkrieg        tatsächlich zielt. Schließlich hatten führende Blätter, darunter        Brasiliens auflagenstärkste Zeitung „Folha de Sao Paulo“, den        Europa-üblichen Mainstream von Anfang an der Lächerlichkeit        preisgegeben. Gleich auf einer ganzen Seite analysierte der renommierte        Politikexperte und Universitätsprofessor José Luis Fiori, dass es   um      Libyens Öl und die Kontrolle einer Grenzregion zu Europa gehe,    nicht     aber um Menschenrechte. Die würden von den großen Mächten    stets  benutzt,    um geopolitische Entscheidungen zu legitimieren.    Afrika  nannte Fiori    den Schauplatz eines neuen imperialistischen    Wettkampfs –  es sei nicht    ausgeschlossen, dass über eine neue Form    des  Kolonialismus ebenso    nachgedacht werde wie über die Eroberung     bestimmter afrikanischer    Staaten, die durch europäische  Kolonialisten    geschaffen worden waren.    Lokale Konflikte würden  künftig immer    häufiger – und stets seien die USA    involviert.<br />
Wer das womöglich linkslastig fand, bekam „ausgewogen“ im selben Blatt        die Version des konservativen Politikers und Ex-Finanzministers  Luiz       Carlos Bresser-Pereira präsentiert, wonach Libyen lediglich    abgestraft     werde, weil es sich dem informellen Kolonialismus der    Großmächte  nicht    unterwerfe. Der Libyenkrieg werde nicht mit guten    Absichten  geführt.  Man   versuche dort nicht, wie behauptet werde,    „das Massaker  an einem    revoltierenden Volk zu verhindern“, sondern    wolle die  Herrschaft über    ein ölreiches Land wiedergewinnen. In    Libyen, so  Bresser-Pereira, gebe    es im übrigen gar kein    revoltierendes Volk.  Einzige    „Massenmanifestation“, von der    Journalisten Fotos machten,  sei eine    Masse von Autos in Bengasi    gewesen – zwecks Feier der     NATO-Bombardements. Nach dem Zweiten    Weltkrieg sei der offene     Kolonialismus durch einen informellen    ersetzt worden – die alten     Metropolen assoziierten sich mit    korrupten Eliten der armen Länder. Dies     treffe besonders auf den    mittleren Osten sowie auf Staaten     Lateinamerikas und Afrikas zu.    Lediglich asiatische Länder und einige     Staaten wie Libyen zeigten    sich nicht fügsam für diese neue     Herrschaftsform. „Deshalb    verzeichneten sie Wachstum und verbesserten     den Lebensstandard der    Bevölkerung.“ Der Anwalt und Ex-Minister verwies     auf den UNO-Index    für menschliche Entwicklung und verglich – Libyen     liege auf dem  53.   Platz, Lateinamerikas größte Demokratie Brasilien     indessen nur  auf   dem 73. Platz. Für Unbotmäßigkeit werde Libyen jetzt     bestraft  durch   zwei alte imperiale Mächte, Frankreich und     Großbritannien,  gefolgt   von den USA. Sarkozy meine, durch sein Vorgehen      wiedergewählt zu   werden – „doch die Franzosen wissen, dass dieser    Krieg   wenig Sinn   hat und dass sie Sarkozy nicht vertrauen können“.<br />
Kommentatoren, die solcher Sicht widersprechen? Keine. Leicht        nachvollziehbar, dass sich auch Brasiliens Künstlerschaft nicht vom        europäischen Mainstream beeindrucken lässt, darunter der populäre        Schriftsteller ÉnricoVeríssimo in seiner landesweit nachgedruckten        Kolumne: „Alles wiederholt sich in Libyen, angefangen mit der        Scheinheiligkeit der selektiven Empörung: Einige Tyrannen, zuvor        toleriert, wenn nicht gar offen unterstützt wie Saddam, werden        unakzeptabel und attackierbar, während der Knüppel andere schont, die        noch nütze sind. Danach folgen die Verluste an Zivilisten, angeklagt     von    der einen Seite und bestritten von der anderen, Fotos     verstümmelter    Kinder und Diskussionen über die Effizienz von     ‚chirurgischen’    Luftschlägen. Und so haben wir ein weiteres Beispiel     eines modernen    Beitrags zu den Kriegstaktiken, die eigenartige     Doktrin des humanitären    Bombardements.“<br />
Komponist Aldir Blanc fragt, wie viele unschuldige Zivilisten bereits        durch das westliche Bombardement auf Libyen umgekommen seien. Und    macht     sich bitter-ironisch über „Hilaria Clinton“ lustig, legt ihr     folgendes    Zitat in den Mund: „Unsere Politik ist, das da zu     bombardieren und  das   Wort Petroleum durch Menschenrechte zu     ersetzen.“ Der Komponist    erinnerte zudem an das US-Geheimgefängnis in     Ägypten, in dem des    islamischen Terrors Verdächtigte gefoltert     worden seien.<br />
Da erübrigt es sich beinahe, Positionen aus der recht        befreiungstheologisch orientierten Kirche des größten katholischen        Landes zu erwähnen. Frei José Francisco, Leiter des        Franziskaner-Sozialwerks in der Megacity Sao Paulo, eine der        angesehensten Franziskaner-Persönlichkeiten Brasiliens, nennt die        Einschätzung des Weltsozialforum-Gründers Oded Grajew völlig korrekt,        wonach die Waffenverkäufer Regierungen wollen, die Kriege führen.    „Eine     große Wirtschaft, zu deren Stützen die Rüstungsindustrie    gehört,  muss    Kriege haben – denn zur kapitalistischen Basis gehört    Konsum.  Für die    Rüstungsindustrie bedeutet dies – sie wird durch    Kriege  stimuliert.  Die   unterstützen die Wirtschaft jener großen    Länder, die  heute die  Welt   beherrschen.“ Für Andersdenker Francisco    versucht in  Libyen  lediglich   eine Gruppierung, an die Macht zu    kommen – „doch  eine  Mobilisierung des   Volkes gibt es dort nicht.    Bemerkenswert, dass   Vatikan und katholische   Friedensbewegung Pax    Christi mit ihrer   Position zum Libyenkrieg der   NATO-Haltung komplett    widersprechen. Der   Krieg zeigt, wie oft die UNO   leider    instrumentalisiert wird.“ Für den   Franziskaner ist völlig klar,   dass    das Völkerrecht jetzt auf jene   anzuwenden ist, die durch      Bombardements in Libyen ungezählte   Zivilisten umbrachten. „Die an den      Luftangriffen beteiligten Länder   müssen raschestmöglich    Wiedergutmachung   und Entschädigung an die   Hinterbliebenen der    Todesopfer sowie an   Verletzte und anderweitig   Geschädigte leisten.    Die Täter und ihre   politisch-militärischen   Auftraggeber müssen  gemäß   Völkerrecht bestraft   werden. Ich weiß, dass   in der  brasilianischen   Kirche sehr viele denken   wie ich.“<br />
Zu ihnen zählt Waldemar Rossi. Einst war er aktiver Diktaturgegner,        bereitete mit Gewerkschaftsführer Lula Streiks vor – heute leitet er        unter einem deutschstämmigen Kardinal in Sao Paulo die bischöfliche        Arbeiterseelsorge. „Seit den ersten Bombardements hat die NATO  nicht   nur     die Streitkräfte Libyens attackiert, sondern auch  Zivilisten,   die    dabei  umkamen. Auf normale libysche Bürger wurde  keinerlei   Rücksicht     genommen. Notwendige Entschädigung,  Wiedergutmachung   bringt indessen  die    Getöteten nicht zurück ins  Leben. Zur   Verteidigung von  Ölinteressen    nehmen sich die an den  Luftschlägen   beteiligten  Regierungen das Recht    heraus, jegliche  Verbrechen zu   begehen – wie  zuvor bereits im Irak und    in anderen  Staaten. Absolut   verrückt, dass  Barack Obama den  Libyenkrieg    anfangs von einem   Copacabana-Hotel aus  koordiniert hat.“  (Während   seines  jüngsten   Brasilienaufenthaltes – <em>Anm. d. Red.</em>)    Schwer   vorauszusagen,   ob auch westliche Libyenkrieger Fronturlaub an    der   Copacabana   machen werden – die Kollegen aus dem Irakkrieg  sind   längst da   und   sorgen als Sextouristen für reichlich    Negativschlagzeilen. „Die     Truppe auf der Suche nach Sex provoziert    Polemik“, titelte schon 2007     ein Rio-Blatt. Washington finanziere    diesen Fronturlaub, habe das     US-Konsulat bestätigt.</p>
<h1>Brasiliens vertrackter Rassismus</h1>
<p>Wie wäre das in Deutschland – dürfte man selbst nach richterlichem        Verbot noch offen auf der Straße und vor Konzertmikros singen, dass        schwarze Frauen stinken und mit diesen Kraushaaren hässlich   aussehen?  In     Brasilien darf man – ein Lied dieses Inhalts machte   1996 Furore,      Komponist Tiririca, ein Musikclown und Kinderstar,   ging mit dem Song  in     die Fernsehshows und forderte alle zum   Mitsingen, Mittanzen auf.  Bis     heute kann sich jedermann „Veja os   cabelos dela“ von  brasilianischen     Websites herunterladen. Obwohl   die nationalen  Schwarzenorganisationen     über ein Jahrzehnt lang   gegen Sony Music  wegen des rassistischen  Lieds    klagten – und jetzt   schließlich  gewonnen haben. Der  Musikkonzern muss    umgerechnet über   eine halbe  Million Euro  Entschädigung zahlen und  durfte   das Lied   bereits seit  Jahren nicht  mehr vertreiben. Der Text  indessen   ist   überall greifbar  und hat es in  sich. Diese Negerin stinkt  wie     verrückt, mehr noch  als ein  Stinktier, singt Tiririca, der Geruch    dieser   Frau ist nicht  zum  Aushalten. Ich habe ihr gesagt, sie soll    sich   waschen – aber sie  ist  stur, will nicht hören. Und dann schau   dir  mal   die grauenhaften   Kraushaare von der Negerin an – die sind   wie  dieser   Putzschwamm,  mit  dem man Töpfe und Pfannen scheuert.</p>
<p>Blonde Mädchen und Jungen Brasiliens trällern das Lied lustvoll in        den teuren Privatkindergärten der weißen Mittelschicht, es klingt    durch     Schulkorridore, wird auf Feten gesungen, eignet sich prächtig,    um     Schwarze zu hänseln, zu beleidigen. Aber wieso kann   ausgerechnet  so ein     offen rassistisches Lied in Brasilien diesen   Erfolg haben?  Ein    führender  Schwarzenaktivist, Mauricio Pestana,   Herausgeber der  einzigen     Schwarzenzeitschrift, „Raca Brasil“, sagte   dem <em>Blättchen </em>in     Sao  Paulo: „Brasilien ist das   rassistischste Land der Erde – hier     wirken die  Strategien des   Rassismus seit jeher sehr intelligent. Es     gibt keinerlei  Zweifel,   dass im `demokratischen` Brasilien von heute     schwarze Bürger  mehr   Opfer von Folter, Mord und Verschwindenlassen  sind    als in    irgendeiner autoritären Epoche unserer Geschichte.  Dagegen    kämpfen   wir  an.“<br />
Nicht einfach, wie der Fall des Tiririca-Lieds zeigt. Die        Schwarzenorganisationen protestierten 1996 sofort, beriefen sich auf ein        Gesetz gegen Rassendiskriminierung, reichten Klage ein – sogar im        Nationalkongress wurde darüber diskutiert. Eine Richterin verbot   den      Verkauf der Tiririca-CD wenigstens für den Teilstaat Rio de   Janeiro –      Sony Music ging in Berufung. Die Lieder Tiriricas seien   unschuldig,   für    Kinder gemacht und ohne Vorurteile. „Die   Ausdrucksfreiheit   unserer    Künstler ist unantastbar“, betonte ein   Sony-Music-Manager.   Der    Musikkonzern musste das Lied schließlich   von der CD nehmen.<br />
Aber wieso ist wegen der erfolgreichen Entschädigungsklage eigentlich        Sony Music am Pranger – und nicht der Liedermacher Tiririca, fragen        derzeit viele. Da zeigt sich ein Dilemma der Schwarzenbewegung –   denn      dieser unheimlich populäre Tiririca ist ja selber   dunkelhäutig. Auch  er     wurde gleich am Anfang mit verklagt: „Aber   meine eigene Frau ist   doch    eine Schwarze – und ich bin ein   Mulatte!“, sagte er den   Richtern.    Freispruch.<br />
Denn schmerzhafte Tatsache ist, dass sich in Brasilien Schwarze        gegenseitig rassistisch beschimpfen, herabsetzen – selbst als „hässlich        schwarz“ titulieren. Immer wieder kommt es vor, dass sogar  schwarze       Frauen, die schwarze Männer beleidigend als „preto“  beschimpften,   von     schwarzen Militärpolizisten vorübergehend  festgenommen werden.<br />
Mit acht Jahren arbeitete jener Francisco Everardo Oliveira Silva,        genannt Tiririca, bereits als Zirkusclown, sitzt heute, mit 45 Jahren,        sogar im Nationalkongress, gehört zum Regierungsbündnis der neuen        Präsidentin Dilma Rousseff. Und hievte durch ein Rekordergebnis  von  1,3      Millionen Stimmen eine ganze Reihe belasteter Politiker  seiner       Republikanischen Partei mit ins Parlament. „Was macht so  ein       Kongressabgeordneter? Ich weiß es nicht. Votiere für mich und  ich       erzähle es dir!“ Dieses banale Wahlkampfmotto Tiriricas hat  bestens       funktioniert – viele Brasilianer finden es zum Heulen,  doch bezeichnend       für den Zustand des Politikbetriebs. Und der tief  verwurzelte     Rassismus   ist weiterhin vertrackt, äußert sich auf  überraschende     Weise, selbst  im  öffentlichen Gesundheitswesen. „Man  muss sich das so     vorstellen“,  sagt  Lucia Xavier von der  Schwarzenorganisation   „Criola“   in Rio. „Eine   schwarze Frau geht  zur Behandlung und auch   zur   Krebsvorsorge in eine   öffentliche  Klinik, doch der weiße Arzt   tastet   nicht einmal ihre Brust   ab,  weil er sich vor der Frau ekelt,   ja, wegen   ihrer Hautfarbe Ekel    empfindet. Und damit wird die Frau   ihres Rechts   auf korrekte    medizinische Behandlung beraubt. Die Frau   teilt mit,  dass  sie  Schmerzen   habe, doch den Arzt interessiert das   nicht, dessen  Team   ebenso wenig –   weil man die Frau wegen ihres   ganzen    Erscheinungsbildes nicht mag.“   Nicht zufällig sind die      Sterblichkeitsraten der Schwarzen weit höher als   die der Weißen.      Dunkelhäutige, immerhin die Bevölkerungsmehrheit,   besetzen nur 3,5      Prozent der Führungsposten, sind im höheren Management   extrem selten.      Erklärt wird dies gewöhnlich mit dem sehr begrenzten   Zugang  dieser     Bevölkerungsgruppe zu besserer Qualifikation. Das    weitverbreitete     Vorurteil, dass Schwarze keine intellektuelle  Kompetenz   besäßen,  wird    dagegen kaum einmal als Hinderungsgrund  genannt. Befragte    schwarze    Manager räumten ein, sich lange Zeit  tatsächlich als weit    weniger    kompetent eingestuft und unter einem  tiefsitzenden       Minderwertigkeitskomplex gelitten zu haben. Eine  Folge dieses geringen       Selbstwertgefühls: Als Lebenspartner,  Freunde oder Bekannte werden       erstaunlich häufig hellhäutige  Personen bevorzugt. Es gibt dafür  sogar      eine gängige Redewendung –  „melhorar a raça“, die Rasse  verbessern.   Und    das heißt, Kinder  mit Weißen zu zeugen, um so die  Farbe der   Familie    aufzuhellen und  dadurch in der Gesellschaft an  Wert zu   gewinnen. Als    eine schwarze  Favela-Frau nach sechs  kaffeebraunen   Kindern zum ersten    Mal eine  auffällig helle, beinahe  weiße Tochter   zur Welt bringt, bei    einem  dunkelhäutigen Vater,  freut sich die ganze   Sippe wie wild und     feiert das Ereignis.  Schwamm drüber, dass da   irgendwas mit der     Vaterschaft nicht stimmen  kann – der Papa freut   sich ja auch, dass  die    Kleine so  überraschend hell geraten ist. In   ungezählten  Slumfamilien    bläut  man die Aufhell-Idee besonders den   Mädchen  frühzeitig ein, sucht     ihnen Beziehungen zu schwarzen Jungen    auszureden. Als ein Mädchen zum     ersten Mal zu Hause mit dem  schwarzen   Freund auftaucht, fallen  schon  die   Schwestern über sie  her: Willst   du denn die Rasse  verschlechtern,  die   Familie noch  schwärzer machen,   bist du  verrückt? Dunkelhäutige  Frauen,   die sich  hocharbeiten und   dann auf  einmal in einem  Großraumbüro allein    unter 100, 200 Weißen   sitzen,  berichten davon, als  „schwarzes Schaf“    tituliert zu werden,   sich  diskriminiert zu fühlen.<br />
Besonders in den Slums von Sao Paulo sind auch andere Verhaltensmuster        möglich. Politisierte Schwarze suchen sich für ein Abenteuer, eine        nicht-feste Beziehung, gern eine Hellhäutige – aber zum Heiraten,   zum      Familiegründen muss es eine Schwarze sein. So werde die eigene     Identität    gestärkt. Eigentlich auch eine Form des Rassismus,     kommentiert eine    dunkle Paulistana. Auffällig wiederum, dass schwarze     Männer, die    Karriere machen, gar als Fußballspieler zu viel Geld     kommen, Blondinen    als Statussymbol bevorzugen. Der dunkelhäutige     Historiker Joel dos    Santos formulierte es bitter so: „Die Weiße ist     schöner als die Schwarze    – und wer vorankommt, wechselt nun  einmal    automatisch den Wagen.“</p>
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<p><strong>Wirtschaften in Brasilien</strong></p>
<p>Jetzt in der Erntezeit brennen sie wieder bis zum Horizont – die        riesigen Zuckerrohrplantagen des Tropenlandes. Fliegt man über das        Flammenmeer, vergisst man’s nie wieder. Nossa Senhora – der ätzende        Qualm steigt ja höher als die Maschine! Unten kriegt man   Angstzustände,      wenn der Bus plötzlich von dichtem Rauch eingehüllt   wird, an beiden      Straßenseiten Flammen züngeln, Gluthitze  eindringt,  der Fahrer  flucht,     weil er nichts mehr sieht. Während  der  gefürchteten  „Queimadas da  cana“    häufen sich tödliche   Verkehrsunfälle,  explodieren gar  Tanklaster.    „Niemals hatte ich   soviel Angst um die  Kinder, meine Frau  und mich wie    im PKW in einer   solchen Feuerzone –  ich dachte, jetzt  sind wir alle    geliefert“,   sagt Mario Mantovani,  Präsident der  Umweltstiftung „SOS Mata      Atlantica“, in Sao Paulo.  „Und dabei kam ich  grade von einem      Umweltschutzkongress, hielt einen  Vortrag über den  Wahnsinn der      Treibstoffproduktion aus Zuckerrohr!“  Deutsche Multis,  deutsche      Zuckerunternehmen, deutsche Banken und  Spekulanten sind seit  Jahren in      die Ethanol- und Zuckerbranche  Brasiliens groß  eingestiegen,   mischen    heftig mit, tragen  entsprechende  Mitverantwortung. Unter   Staatschef Lula    hat die  Branche einen Boom  erlebt, wuchs in seinen   acht Amtsjahren  der    Anteil ausländischer  Multis von fünf auf über   35 Prozent. In der     Megacity wirbt die  „Industria Sucroalcooleira“   gerne mit Großfotos des     grünen, wogenden  Meers aus Zuckerrohr,   Cana. Das wirkt auf viele   direkt   sympathisch,  wie die so schön   gelben, doch extrem   umweltschädlichen,   massiv mit  gefährlichsten   Agrargiften besprühten   Rapsfelder in   Deutschland.  Abgefackelt   werden seit der Kolonialzeit   kurz vorm Ernten   die  störenden,   unnützen Zuckerrohr-Seitenblätter.   Brasilianische    Wissenschaftler   nennen die Flächenbrände „pervers“ und   ein    Umweltverbrechen – Mario   Mantovani machen sie  Naturschutzgebiete   kaputt.   Auch jetzt, 2011,   sind wieder reichlich  Schutzzonen   draufgegangen,  weil  das Feuer   außer Kontrolle gerät,  sich in Wälder   hineinfrisst. Und  immer    werden sogar  Plantagenarbeiter von den Flammen   eingekreist und     verbrennen  lebendig – ebenso wie Unmengen an   theoretisch streng     geschützten  Tieren. „Alle denkbaren Vorteile des   Ethanoltreibstoffs     werden  allein durch das Abfackeln aufgehoben. Man   braucht sich nur   den    Ausstoß an klimaschädlichem Dioxin und   Kohlenmonoxid   anzuschauen. Die    Gesundheitsposten in Städten bei Sao   Paulo sind   voll von Leuten, die    wegen der Plantagenbrände     Sauerstoff-Behandlungen machen müssen,  schwere   Atemprobleme haben.     Unser Staat dürfte diese  Ethanolunternehmen nicht   auch noch     finanzieren, sogar über die  Entwicklungsbank! Es gibt kein       Umweltbewusstsein in Brasilien. Die  Kultur des Landes ist Zerstörung.“       Mantovani klassifiziert Brasilien  als viertgrößten Erzeuger       klimaschädlicher Gase – wegen der  Brandrodungen im Regenwald und dieser       Plantagenbrände. „Doch der  heutige Weltmarkt will garnicht  wissen,  ob     das Zuckerrohr von  Sklavenarbeitern geerntet wurde und  ob man  die     Plantagen abgebrannt  hat.“</p>
<p>Hauptbetroffene sind die Zuckerrohrarbeiter, die zudem über Haut und        Atmung den krebserzeugenden Brandruß aufnehmen. Die Feuer  zerstören     die   Bodenfruchtbarkeit und kontaminieren Oberflächen-  und   Grundwasser,     vernichten zudem sämtliche natürlichen Feinde von    Schädlingen, daher     werden immer mehr Agrargifte eingesetzt.    Brasilien ist wegen der     Zuckerrohr-Monokulturen heute weltgrößter    Verbraucher selbst solcher     Gifte, die in der EU und in den USA    längst verboten sind. Klar, ein     Großteil kommt von deutschen Multis.    Alles dummes Zeug, was Mantovani da     erzählt – ginge es nach den    auch in Deutschland überreichlich     verbreiteten Argumenten zugunsten    der brasilianischen Ethanolproduktion.     Die wird als ökologisch  und   „Bio“ gerühmt. Bitte, es geht doch, so   wie   bei der Windkraft.  „E 10  –  mehr Bio im Benzin“, wirbt das     Bundesumweltministerium:    „Biokraftstoffe spielen eine wichtige Rolle     beim Klimaschutz und bei    der Energieversorgung.“<br />
Francisco Anselmo de Barros, genannt Francelmo, einer der wichtigsten,        bekanntesten Umweltaktivisten Brasiliens, verbrannte sich 2005    selbst,     um gegen die Ausweitung der „Biosprit“-Produktion zu    protestieren.   Doch   das Tropenland bleibt weltweit führender    Zuckerproduzent und    -exporteur,  zudem zweitwichtigster Hersteller    von Ethanol. Zwischen    2009 und 2010  hat die EU ihre Zuckerkäufe in    Brasilien verdreifacht –    das  Bundesumweltministerium rechnet mit    großen Ethanol-Importen. Für    Roberto  Malvezzi, kirchlicher    Umweltexperte wie Francelmo, ist    „Biosprit“  jedenfalls kein sauberer    Kraftstoff: „Um die Anbauflächen zu    erweitern,  vertreibt das    exportorientierte Agrobusiness Indiostämme    und Kleinbauern  sogar    durch Terror und Mord. Hinter moderner Fassade    verstecken  Großfirmen    nur zu oft Sklavenarbeit.“ Nur durch solch    abstoßendes     Sozialdumping seien brasilianischer Zucker und Ethanol auf    dem    Weltmarkt  so billig und wettbewerbsfähig.<br />
Anfang 2011 passiert eine kuriose Panne, ist monatelang Ethanol an den        Tankstellen häufig teurer als Benzin, dieses die landesweit beste   und      billigste Kraftstoffalternative. Denn der Wirkungsgrad von   Benzin  ist     deutlich größer. Wegen der hohen Weltmarktpreise für   Zucker  stellten   die   Ethanolfabriken auf Zuckerproduktion um,   provozierten  eine     „Biosprit“-Versorgungskrise, musste die Regierung   große  Ethanol-Mengen     ausgerechnet aus den USA importieren. „Das   ist so,  als würde     Saudi-Arabien Öl einführen“, spottete die    Wirtschaftspresse.     Universitätsprofessor Dr. Eduardo Moreira,    Ethanolexperte aus Sao Paulo,     rechnet mit solchen Krisen immer    wieder. Ethanol könne Benzin nicht     ersetzen – nicht einmal in    Brasilien, sei nur eine Art   Neben-Treibstoff:   „Obwohl unsere    Produktionsbedingungen extrem   vorteilhaft sind, kann   dieser    Kraftstoff nicht einmal hier mit Benzin   konkurrieren.“ An diesen      Produktionsbedingungen sind in- und   ausländische Teilhaber natürlich      höchst interessiert, weil sich nur so   hohe Profite erzielen lassen.      Deutsche und österreichische Landwirte   haben wiederholt  vergeblich   auf   das brasilianische Sozialdumping   hingewiesen und  faire   Spielregeln   gefordert. „Durch diese gewissenlose   Form der  Produktion   ist es der   Landwirtschafts-Industrie Brasiliens    möglich, die  Preise  am Weltmarkt zu   unterbieten”, hieß es in einer     Bauernzeitschrift.  „Weder europäische   Bauern noch solche aus den     Entwicklungsländern  können mithalten.” Wird   Brasilien die     gigantischen, durch die  Zucker- und Ethanolproduktion   verursachten     Umweltschäden rückgängig  machen, all die vernichteten   Tierarten der     Natur zurückgeben? Über  politische Positionen dazu von   deutscher   Seite   ist nichts bekannt.<br />
„Wer Ethanol tankt, kippt sich Blut in den Tank“, sagt Brasiliens        katholischer Priester Tiago – „Biosprit ist Todessprit“, urteilt        Befreiungstheologe Frei Betto. „Denn die Ethanolproduktion bringt        zahllosen Armen und Hungernden der Erde den Tod.“ Zu den komplexen        Auswirkungen des Biosprit-Booms gehören derzeit in Brasilien brutale        Preissprünge bei Lebensmitteln. „Wenn man die Ackerflächen für        Nahrungsmittel verkleinert, steigen deren Preise, sterben viele        Menschen, die sich keine guten Grundnahrungsmittel leisten können.        Unsere Regierung spricht von 16,2 Millionen hungernden Brasilianern in        absolutem Elend – aus meiner Sicht sind es doppelt so viel!“,  sagte   er     dem <em>Blättchen</em>. Hungernde, Unterernährte seien  besonders      anfällig  für viele auch tödliche Krankheiten, vegetieren  mit stark      geschwächtem  Immunsystem dahin, verlieren Initiative  und      Konzentrationsfähigkeit.  „Wegen immer mehr Zuckerrohrplantagen  wurden      riesige Urwaldgebiete  Amazoniens abgeholzt, das  ökologische      Gleichgewicht, die Ökosysteme in  Nord- und Südamerika  geschädigt, was      sich auf die ganze Welt negativ  auswirkt. Denn  Amazoniens Tropenwald      ist der größte des Planeten. Und  die  Regenfälle, ob im Süden   Floridas    oder Argentiniens, hängen von der   Verdunstung in Amazonien   ab.“<br />
Die Förderung des Zuckerrohranbaus bewirke zudem Landvertreibung,        starkes Slumwachstum, mehr Morde und Drogenhandel, mehr        Kinderprostitution. „84 Prozent der Brasilianer leben bereits in den        Städten“, so Frei Betto. „Die Menschen migrieren dorthin auf der  Suche       nach besseren Lebensbedingungen, was aber gravierende   zerstörerische      Konsequenzen hat, weil Risikozonen illegal mit Slums   bebaut werden.      Deshalb haben wir jedes Jahr Erdrutschkatastrophen   mit vielen  Toten.  Ein    Heer von Arbeitslosen zieht im Lande umher   und verdingt  sich bei  der    Zuckerrohrernte, haust den Rest der Zeit   aber in  Armenvierteln  mit    Drogen, Gewalt, Prostitution. Es fehlt   eben  dringlich eine     Bodenverteilungsreform, um die Menschen auf  dem  Lande  zu halten.“</p>
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<p><strong>Brasiliens Kreuz mit dem Sex</strong></p>
<p>Bei Morden an Homosexuellen habe das Land im Weltvergleich „eine        grauenhafte Führungsrolle“, prangert der Schwulen-Führer und        Anthropologe Luiz Mott an. Es handele sich um „Hass-Verbrechen,        ausgeführt mit besonderer Grausamkeit“. In Brasilien würden mehr Gays        getötet als bei Homosexuellen-Hinrichtungen im Iran, Saudi-Arabien,        Sudan, Nigeria und weiteren sieben Staaten, in denen die  Todesstrafe   für     Schwule gelte. „In den USA, mit etwa 100 Millionen  mehr   Bewohnern,     tötet man 25 Gays pro Jahr, hier 250!“ Die  Dunkelziffer   sei indessen     sehr hoch, man erfahre nur von einem  Bruchteil der   Morde. Ex-Präsident     Luiz Inácio Lula da Silva gehe  in die Geschichte   als „Vampiro dos  Gays“    ein. Da erschien  lobenswert, dass die neue   Regierung unter   Präsidentin   Dilma  Rousseff an 6.000 öffentlichen   Mittelschulen des   größten    bisexuellen Landes der Erde eine intensive   Aufklärungskampagne    zugunsten   der Rechte von Schwulen, Lesben und   Transvestiten starten,    einen so   genannten „kit anti-homofobia“   verteilen wollte. „Wir   machen  keine   Propaganda für sexuelle   Optionen“, erklärte dann  jedoch   überraschend die   Präsidentin, zog   den „kit“ zurück. Man  werde sich in   das Privatleben   der Leute nicht   einmischen.</p>
<p>Geplant war, den Heranwachsenden auch sehr anschauliche Videos        vorzuführen, in denen als Vorteil der Bisexualität genannt wird, doppelt        so viele Chancen zu haben, eine attraktive Person, einen        Beziehungspartner zu finden. In einem Lande immerhin, in dem entgegen        gängigen Klischees Einsamkeit ein Massenphänomen ist. Der        Stimmungswandel bei Präsidentin Rousseff, hieß es in den Landesmedien,        sei auf Druck der starken puritanischen Fraktion evangelikaler   Sekten    im   Regierungsbündnis erreicht worden. Doch nicht wenige   Brasilianer      meinen, dass man mit dem Aufklärungs-Kit bei Brasiliens    Jugendlichen     ohnehin nur offene Türen eingerannt hätte – alles  ist   den     Heranwachsenden ja aus ihrem Lebensumfeld bekannt. Die   geplante      Anti-Homophobie-Kampagne ginge an den Landesrealitäten   vorbei, weil  sie     die gravierendsten Probleme aussparte – wohl um   keine  schlafenden   Hunde   zu wecken.<br />
Einen wichtigen Hinweis hatte 2010 der brasilianische Erzbischof Dadeus        Grings gegeben, der als Problem nannte, dass die heutige    Gesellschaft     pädophil sei – und die Menschen leicht dafür anfällig.    Als  Erzbischof    konnte er schwerlich in die Details gehen. Yvonne    Bezerra  da Silva,    bildende Künstlerin und Slum-Sozialexpertin kann    das, nimmt  kein Blatt    vor den Mund. Bereits in den neunziger  Jahren   spricht sie  sich für    Sexualerziehung schon für  Siebenjährige aus,   will  Kenntnisvermittlung    über Familienplanung  für Arme an sämtlichen    Grundschulen. „Die große    Mehrheit der  Unterschichtskinder ist Teil    völlig zerrütteter Familien,    nicht  selten hausen auf nur neun    Quadratmetern zehn Personen; Jungen  und    Mädchen sehen täglich homo-    und heterosexuellen Verkehr,  betrachten    diesen Umstand gleichwohl  als   natürlich, nicht etwa als   unmoralisch oder   Sünde.“ Auch der  Umgang   mit Rauschgift sei   alltäglich. „Für die  Mädchen  gehört zu  den   gängigen Erfahrungen,  mit  acht, neun oder zehn  Jahren   vergewaltigt zu   werden. Alles ist  für sie  Teil eines bekannten  und   akzeptierten   Konzepts,  integrierender  Bestandteil ihrer Existenz.“   Als  sehr   dramatisch  stuft Yvonne Bezerra  de Mello die Situation der   Jungen    ein.  Bereits von sechs oder sieben  Jahren an ließen sie sich  von      Jugendlichen oder erwachsenen Männern  sexuell missbrauchen,  kennen bis      13 oder 14 nur homosexuellen Verkehr.  „Keineswegs selten  ist,  dass     bereits Zehnjährige zwei- bis dreimal  pro Tag Sex mit  Männern  haben –     und wie die anderen stets im Tausch  gegen  irgendetwas,  häufig     umgerechnet nur 75 Cents; im Unterschied zu  den  Mädchen,  die sich     sexuell missbrauchen lassen, als ob es ihr   Schicksal  wäre.” Nicht   wenige   Brasilianer nennen Fälle allgemein   bekannt,  dass sogar an   öffentlichen   Schulen schwächere Schüler von  den   stärkeren selbst in   Gruppen   vergewaltigt, zu Analverkehr  gezwungen   werden, was für die   Betroffenen   keineswegs selten zu  einem   lebenslangen Trauma und   gestörten Beziehungen   zum anderen   Geschlecht  führt. Denn was jene   Jungen, die sich in der   brutalen    Macho-Gesellschaft nicht gegen   Vergewaltigung wehren konnten,   durch    andere erlitten haben, wird   verbreitet, herumerzählt – mit den      entsprechenden psychologischen   Wirkungen.<br />
Den Roman „Ana in Venedig“ von Thomas-Mann-Experte Joao Silverio        Trevisan aus Sao Paulo hat vielleicht mancher gelesen – in Brasilien ist        der Autor indessen auch ein angesehener Schwulen-Aktivist, der  den       eigenen Haufen politisch unkorrekt immer wieder in die Mangel   nimmt.   Als    Brasiliens Oberstes Gericht 2011 gleichgeschlechtlichen       Partnerschaften  die gleichen Rechte zubilligt wie verheirateten       homosexuellen Paaren,  hat dies Trevisan heftig begrüßt – und       kommentiert. ”Die Menge an  verheirateten Männern, die in Brasilien ihre       Homosexualität heimlich  ausleben, ist skandalös und erschreckend      hoch.  Bei der brasilianischen  Bisexualität handelt es sich um eine      heimlich  ausgelebte Homosexualität …  Männer schlafen gerne   miteinander    – und  danach heiraten sie Frauen. Das  ist in Brasilien   historisch …    Es ist  die Scheinheiligkeit, in der wir  leben.   Brasiliens Kultur  ist    karnevalisiert. Es ist die Kultur der Maske  …   Wir benutzen die  Maske  im   Guten wie im Bösen … Die falsche    Bisexualität gehört zu  dieser  Maske …   Ich übe ernste Kritik an der    Homosexuellenbewegung.  Es ist  eine der   Elite, und was sie  erreichte,  war  durch Lobbyarbeit.  Die  brasilianische    Homosexuellengemeinde  ist  politisch entfremdet…”  Aber  warum fühlen    sich in Brasilien so  viele  Leute durch Gays  gestört,  warum gibt es  all   diese Gewalt?  „Der Macho  fühlt sich  bedroht, man  frage mich  nicht,   warum. Ich  persönlich denke,  dass  sich hinter den   ideologischen Motiven   sehr  ernste psychologische   verstecken.   Vereinfacht könnte man sagen:   Sie  sind bedroht, weil es   irgendeine   Art von Verzauberung, Anziehung    gibt, gegen die sie sich     verteidigen.”<br />
Karnevalisierte Kultur und Kultur der Maske – Trevisan gibt wichtige        Hinweise zum Verständnis soziokultureller Besonderheiten Brasiliens,    die     im Alltagsleben teils extrem widersprüchlich daherkommen. Wer    wird     schon gerne zugeben, dass ihm Analverkehr mit Tieren  unheimlich   liegt –     aber beinahe auf jedem Marktplatz, bei großen   Kabarettisten  und     Musikclowns wie Caçarola ist die verbreitete   Zoophilie ein  beliebtes     Thema. Zum „Tarado do Sertao“, einem   lustigen Forró, im  Internet leicht     zu finden, lässt es sich gut   tanzen – und mitsingen:  „Liebe machen  mit    der Eselin im Wald – ach   war das schön!“ Wer  meint, hier werde     Sensationalismus betrieben,   wird bei <em>Wikipedia Brasilien</em>  über     Zoophilie geschrieben   finden, dass im Lande bekanntlich viele  junge     Menschen   Geschlechtsverkehr mit Tieren pflegten. Hühner  überleben ihn       gewöhnlich nicht, heißt es. Gruppen von Jungen  liquidierten auf diese       Weise ganze Hühnerställe alter Frauen.  Brasilianerinnen berichten,    dass    Sexpartner ihnen gestanden hätten,  den ersten   Geschlechtsverkehr  des    Lebens mit Tieren gehabt zu haben.  Den   Frauen war diese Praxis     männlicher Jugendlicher und Männer  indessen   gut bekannt, überraschte  gar    nicht. Esel-Songs wie von  Caçarola   sind ja jedermann geläufig.<br />
Heitere Szenen würden besonders im brasilianischen Nordosten auf den        Straßen ausgelöst, wenn an Zoophilie gewöhnte Esel sich ihren  Partnern       näherten, an ihnen rieben und dadurch für jedermann das        Zoophilie-Verhältnis offenbar werde. Bekannt ist der Habitus junger        Männer, mit ihrer neuen Freundin jene Ecken von Stadt oder Dorf  zu       meiden, wo ein vorher zur Zoophilie genutzter Esel, eine Eselin        plötzlich auftauchen und diese Männer kompromittieren könnte. Ist  eine       Weide in Sicht, wo solche Esel grasen, machten diese Männer  mit  ihren      Partnerinnen schleunigst kehrt oder einen Bogen – ob im   Nordosten   oder    im südlichen Paraná. Ein bekannter Musiker   erläuterte im   Interview,  dass   Jungen im Nordosten bei Eseln die   nötige Höhe   herstellten, indem  sie   hinter den Tieren Ziegelsteine   aufschichten.   Genug der Details,    höchstens noch ein makabrer   Schlenker in die   Politik. Leonel Brizola aus    Rio, zu Lebzeiten   Vizepräsident der   Sozialistischen Internationale  und   nach eigenen   Angaben Freund von   Willy Brandt, sprengte 1994 zu  Ostern     eigenhändig einen berüchtigten   Kerker auf der paradiesischen  Ilha    Grande  in die Luft, um sich von   dunklen Punkten in seiner    politischen   Biographie zu befreien. Die   Explosion tötete, so ein    Gefängniswärter und   zahlreiche   Inselbewohner, auch etwa 300 zumeist    von Lepra und anderen     Krankheiten befallene Hunde, die von den   zuletzt  700 Häftlingen zum     Zwecke der Zoophilie gehalten wurden.</p>
<h1>Brasiliens umstrittene Wasserkraftwerke</h1>
<p>Was stimmt denn nun? Bis heute wird das Tropenland von europäischen        Öko-Parteien, Umweltorganisationen wie Germanwatch sowie vielen    Medien     heftig gelobt, weil es den Strombedarf zu etwa 80 Prozent aus        Wasserkraftwerken decke. Das sei sehr klima- und  umweltfreundlich,   es     gebe keinerlei schädliche Emissionen, der  Strom sei sauber.  Beim      Klimaschutz habe Brasilien die Nase vorn,  hieß es in  Kopenhagen.  Doch     dann kommt so ein schnauzbärtiger  Öko-Ami wie  Philip Fearnside  daher,     der als Biologe auch noch für  ein  brasilianisches  Regierungsinstitut     arbeitet, und sagt bereits  seit  1995, alles  Mumpitz – das Gegenteil  sei    richtig.</p>
<p>Die Bilder könnten ja nicht gegensätzlicher sein: Hier grausig        rauchende Schlote von Kohlekraftwerken, dort dagegen die Idylle von        Stauseen, in denen fröhliche Kinder baden und Touristendampfer sowie        Segelboote unterwegs sind. Aber so einer wie Fearnside will uns        weismachen, richtig schlimm seien die Staudämme besonders in  Amazonien,       schlimmer als die mit fossilen Brennstoffen betriebenen  Kraftwerke.     Der   geplante Staudamm von Belo Monte am Rio Xingú gar  werde eine      regelrechte  Treibhausgas-Fabrik. Komischerweise  behaupten so etwas  auch     andere  Wissenschaftler Brasiliens – aber  man muss nach ihnen      regelrecht suchen,  weil in der öffentlichen  Meinung die      Wasserkraft-Bewunderer dominieren.<br />
Dr. Sergio Pacca von der Bundesuniversität in Sao Paulo ist jedenfalls        so ein Quertreiber, der Wasserkraftwerke auch als extrem      klimafeindliche   Methan-Schleudern kritisiert. Giftiges Methan entstehe      im Staubecken –   durch Zersetzung organischer Materie mittels      Mikroorganismen unter   Ausschluss von Sauerstoff, bekommt man von Pacca      zu hören. „Je höher die   Temperatur, umso schneller läuft der    Prozess   ab. In tropischen Ländern   vermehren sich die Mikroorganismen    rascher   und bilden entsprechend  mehr  Methangas als in den  kühleren   Ländern.   Bei einem neuen Staubecken  wird  die dortige  reiche  Biomasse   überflutet  – Basis der  Methanproduktion.“  Selbst  wenn die  teilweise   noch  vorhandenen Urwälder  vorher abgeholzt   worden seien,  bleibe  noch  viel  Wurzelwerk im Boden.  Und das  entstehende  Methan,  so Pacca,  werde  an  die Atmosphäre  abgegeben,  trage sehr stark  zum   Treibhauseffekt  bei.<br />
Darauf muss man erstmal kommen, zumal das klimaschädliche Potenzial        einer Tonne Methangas laut neueren Studien 34-mal größer als das einer        Tonne Kohlendioxid ist, über das gewöhnlich immer geredet wird.     „Selbst    kleinere Mengen Methan müssen daher beim globalen  Klimawandel    wichtig    genommen werden“, so Sergio Pacca. Es sei  einfach nicht    haltbar,    Wasserkraftwerke mit anderen  Energietechnologien zu    vergleichen, ohne    den Methan-Faktor zu  berücksichtigen. Doch genau    dies geschiehe.<br />
Würden nicht Indianerstämme aus ihrem Lebensraum vertrieben, wäre Belo        Monte eigentlich gar nicht so schlecht, ist auch in Deutschland zu      hören   – Brasilien wollw sich ja schließlich entwickeln,   wirtschaftlich      wachsen, habe ein Recht darauf. Leute wie Pacca oder   gar Fearnside,    der   Amazoniens Stauwerke seit Jahrzehnten vor Ort   am intensivsten     beforscht,  kommen mit ihren Einwänden da nie vor,   was stutzig macht.  In    Brasilien  wird Fearnside auch von   Regierungsstellen kräftig  beharkt,    weil er Belo  Monte ablehnt, das   immerhin auch Ex-Präsident  Lula und    seine  Amtsnachfolgerin Dilma   Rousseff unbedingt durchziehen  wollen.<br />
Fragt man den Biologen in der drückend heißen Amazonasmetropole Manaus,        etwa 4.000 Kilometer nördlich von Sao Paulo, wie das eigentlich        funktioniert – er als Ausländer am staatlichen Nationalinstitut für        Amazonasstudien/INPE, aber in scharfer Gegnerschaft zu Brasilias        gigantomanischen Wasserkraftprojekten – kommt als Antwort nur ein   kurzes      ironisches Lachen. Vielleicht kann man einem wie Fearnside   schlecht    an   den Karren fahren – der Mann bekam den UN-Umweltpreis   „Global   500“,   dazu  den brasilianischen Öko-Nationalpreis.Darüber   hinaus   gehört   Fearnside  zur Akademie der Wissenschaften Brasiliens   und ist   weltweit   einer der  führenden Experten für Klimaerwärmung.   „Unter   jenen, die die   Erlaubnis  für alle derzeit im Bau   befindlichen     Amazonas-Wasserkraftwerke  erteilten, gibt es welche,   die alles     bestreiten, was ich sage. Ich  zitiere sie natürlich   ausführlich.“<br />
Spricht man Fearnside auf das überschwängliche Kopenhagen-Lob für        Brasilias Klimaschutzpolitik an, kommt noch so ein ironisches Lachen.        „Zwar gibt es viele Studien wie die von mir über den     Methan-Sachverhalt,    doch wird in der Presse und in politischen Reden     so oft wiederholt,    dass diese Energie sauber sei, dass die Leute     schließlich nur dies    gehört haben und sich daher nicht weiter in  die    Sachlage vertiefen. Doch    an den Fakten über die  klimaschädlichen    Emissionen ändert das  nichts.“<br />
Fearnside nutzt gerne anschauliche Beispiele – wie den Hinweis auf das        beim Öffnen einer Colaflasche zischend entweichende Gas. „Alles        organische Material, Kohlenstoff im Boden, Bäume und Wasserpflanzen        zersetzen sich auf dem Grund des Stausees – das Wasser dort ist  also       unter hohem Druck stark methanhaltig und gelangt schließlich  in die       Turbinen der Wasserkraftwerke, wo ebenfalls noch hohe  Drücke  herrschen.      Aber danach gelangen die Wassermassen dann an  die freie  Atmosphäre.    Die   im Wasser gebundenen Gase, darunter  Methan, zischen  in Bläschen    heraus  –  deshalb mein Vergleich mit  der Colaflasche.  Und die     Sicherheitsabläufe  der Stauseen wirken  auf ähnliche Weise.  So wird der     Treibhauseffekt  erheblich  befördert. In Amazonien  wirken     Wasserkraftwerke im Endeffekt   häufig schädlicher, negativer,  als die     zur Elektrizitätsgewinnung   verbrannten fossilen  Energieträger.“ Die     bereits in Amazonien   existierenden  Wasserkraftwerke produzierten daher     keineswegs  saubere  Energie,  seien in Bezug auf den Klimaschutz     keineswegs  nützlich. Belo  Monte  treibe es auf die Spitze. „Vier Monate     im  Jahr kann man wegen   tiefen Wasserstands keine einzige Turbine      betreiben, da entsteht  dann  ein Schlammbecken von 3.500      Quadratkilometern, wo üppig  Pflanzen  wachsen, die später zu Methan      zersetzt werden. Doch in  amtlichen  Umweltgutachten für Brasiliens      Wasserkraftwerke wird  stets nur der  geringe Gasaustritt über die      Wasseroberfläche  berücksichtigt, nicht der  über Turbinen und      Sicherheitsabläufe.<br />
Ebenfalls in Manaus forscht André Muggiati von Greenpeace und kann        ebenso wenig Gründe für soviel deutsches Lob an Brasilias        Klimaschutzpolitik entdecken. „Die Abholzung ist Hauptursache der        Treibhausgase aus Brasilien. Das Land ist daher der viertgrößte        Luftvergifter der Welt – nach Indonesien, China und den USA.“ Und für        den brasilianischen Umweltexperten Dr. Fabio Olmos ist jene        Germanwatch-Statistik, die Brasilien an vorderste Stelle rückt, eine        „unehrliche Form, die Situation darzustellen. Es ist unverständlich,        wieso jemand diese Germanwatch-Statistik überhaupt für bare Münze        nimmt.“<br />
Inzwischen haben Brasiliens Umweltschützer zusätzliche altbekannte        Sorgen, weil seit dem Start der Rousseff-Regierung gleich eine ganze        Serie systemkritischer Öko-Aktivisten ermordet worden ist – allein   fünf      im April bei Curitiba, drei im Juni in Amazonien. Auch ein        Menschenrechtsanwalt wurde erschossen. Entsprechend stark ist das   Klima      der Einschüchterung und Angst. Brasiliens neue      Menschenrechtsministerin   Maria do Rosario räumte ein, dass auch in      Amazonien Todesschwadronen   aktiv sind, zu denen bekanntlich      Staatsangestellte gehören. Laut   Landgewerkschaftsangaben wurden in den      letzten Jahren, also unter der   Lula-Regierung, nach 17 derartigen      Morden nicht einmal   Ermittlungsverfahren durch die Bundespolizei      eingeleitet.<br />
Indessen erhält die Rousseff-Regierung – ebenso wie die        Vorgängerregierung – aus Europa, darunter Deutschland, sehr viel Lob und        wird ausdrücklich als modern und progressiv eingestuft. Das wird     wohl    mit dem neoliberalen Wertewandel zusammenhängen. Auf dem     UNO-Index  für   menschliche Entwicklung rangiert Brasilien jedenfalls     nur auf  Platz 73,   und die UNO-Bildungsstatistik verzeichnet das     Tropenland gar  erst an  93.  Stelle. Aufschlussreich ist da, welche     Länder bessere  Plätze  belegen:  Iran (89), Saudi-Arabien (84),     Botswana (81), Libyen  (66),  Bolivien  (61), Bahrein (49), Argentinien     (40) Kuba (16).</p>
<h1>Brasiliens beneidenswerte (relative) Pressefreiheit</h1>
<p>Die Presselandschaft des Tropenlandes bietet ein eher erfreuliches        Bild. Investigativer Journalismus ist auffällig stark in   Qualitäts-und      Alternativmedien – unabhängig agierende Reporter und   Redakteure      widersetzen sich den weltweit üblichen  Medien-Eingriffen  durch Parteien      oder Regierungsfunktionäre und  enthüllen  kontinuierlich gravierende      Skandale um Machtmissbrauch  und  Korruption an der Staatsspitze.  Auch  der    Libyenkrieg zeigt es   plastisch – es gibt viel weniger  Mainstream  als   in  Deutschland.</p>
<p>Kurz vor seinem Abtreten sorgte Staatschef Lula Ende 2010 für ein        kommunikationswissenschaftlich bemerkenswertes Faktum: Vor Vertretern        großer Auslandsmedien, besonders aus der Ersten Welt, lobte er in   Rio   de    Janeiro die internationale Presse geradezu euphorisch für   ihre      Berichterstattung über das heutige Brasilien. Die günstige    Darstellung     sei verantwortlich für das gute Image, das das Land    derzeit im Ausland     habe. Die brasilianischen Landesmedien    kommentierten Lulas Auftreten     teils tief ironisch – denn die    Auslandskorrespondenten behandelte er     völlig anders als die    nationale Presse, die er konstant und sogar  wütend    kritisierte, ihr    sogar vorwarf, ihn zu verfolgen oder nicht  die guten    Seiten seiner    Regierung zu zeigen. Auffällig war gerade in  den  letzten   Jahren:  Je   schärfer die Kritik von innen an Lula, dessen   Arbeiterpartei    und   seiner Chefministerin Dilma Rousseff, inzwischen   Nachfolgerin im      Präsidentenpalast, umso lauter das Lob von außen.<br />
Noch mitten im Präsidentschaftswahlkampf von 2010 ärgerte sich Lula        öffentlich heftig über Zeitungsenthüllungen, die ihn zum Entlassen von        Regierungsmitgliedern zwangen: Wunschkandidatin Dilma Rousseff   hatte    für   ihren Chefministerposten eine enge Freundin, Erenice   Guerra,    bestimmt.   Lula nahm sie zunächst in Schutz, würdigte ihre   „enormen    Leistungen  für  das Land“. Doch Brasiliens investigative   Journalisten    förderten Tag  für  Tag mehr belastendes Material gegen   Erenice Guerra    zutage – bis  Lula sie  schließlich feuern musste.  Und  Dilma Rousseff    bricht bereits  im ersten  Amtsjahr sämtliche   Entlassungsrekorde,    rutscht mit ihrer  ganzen  Regierung in eine   tiefe Korruptionskrise.    Wegen  Presseenthüllungen  musste sie sich   zuerst ausgerechnet von ihrem    engen  Freund,  Wahlkampfleiter und   wichtigstem Minister, dem Chef  des    Zivilkabinetts,  Antonio Palocci,   trennen. Dann stürzten der     Transportminister und über  zwanzig   weitere hohe Regierungsfunktionäre.     Die Liste der Gefeuerten  wird   fast täglich länger.<br />
Ohne wache, unabhängig agierenden Journalisten wäre im heutigen        Brasilien kaum ein realistischer Einblick in die weiter von Lula        mitbestimmte Regierungsarbeit unter Dilma Rousseff möglich. Aber immer        noch ist eine Unmenge zwielichtiger Figuren auf höchsten Posten.<br />
Brasiliens Presse unterscheidet sich soziokulturell erheblich von der        mitteleuropäischen. Der Mainstream wird häufiger durchbrochen, das        sachliche Gegenüberstellen von Positionen und Beobachtungen ist   normal.      Die Scheu vor unbequemen Fakten ist geringer, die   Schilderung  selbst     schockierender Alltagstatsachen gewöhnlich   authentischer,   unbefangener    und weit weniger <em>politisch korrekt</em>.   Als Anfang   2011 bei einem    Häftlingsaufstand Menschen geköpft   wurden, zeigten   Landesmedien die    abgeschlagenen Köpfe, um den   Brasilianern ein   realistisches Bild der    gravierenden   Menschenrechtsverletzungen zu   vermitteln.<br />
Brasiliens Qualitätsmedien stellen auch den Libyenkrieg anders dar als        der mitteleuropäische Mainstream – sie wiesen sofort auf die  zivilen       Opfer der Bombardements hin, nannten als Hauptmotiv der     Militäraktionen    strategische Ressourcen wie Erdöl und betonten     Parallelen zu den unter    einem Vorwand begonnenen Irakkrieg.<br />
Doch es gibt auch die andere Seite der Medaille. Eine Fundamentalkritik,        wie sie die Universitätsprofessorin Zilda Iokoi, eine frühere        politische Gefangene, auf einer Tagung des Goethe-Instituts Sao Paulo        äußerte, ist durchaus zutreffend: „Die großen tonangebenden  Medien       Brasiliens berichten systematisch über viele brisante  Fakten nicht –   und     das ist Zensur. Neun Familien beherrschen das  nationale   Mediensystem  –    man liest nur, was die Zeitungsbosse  wollen. Oft   schreiben    Journalisten  über Unerwünschtes, doch deren  Texte werden   gekürzt,    zensiert. Mir sagen  Journalisten beim  Interview immer   wieder: Ich weiß    aber nicht, ob es  gedruckt,  gesendet wird.“ Welchem   Kollegen in    Mitteleuropa kommt dies  nicht  irgendwie bekannt vor …<br />
Vieles, was große kommerzielle Medienkonzerne wie „O Globo“ trotz        hervorragender, mit zahlreichen Publizistik-Preisen geehrter        investigativer Journalisten nicht liefern – oder nicht liefern wollen,        kommt allerdings seit Jahren wenigstens teilweise von alternativen        Internet-Medien, darunter der befreiungstheologisch orientierten        Nachrichtenagentur ADITAL, von der Wochenzeitung „Brasil de fato“  oder       der Radioagencia NP. Längst sind Brasiliens Leitmedien  gezwungen,    Blogs    und Community Media zu verfolgen und dort  geäußerten  Vorwürfen      nachzugehen.<br />
Anfang 2011 erinnerte Brasiliens nationaler Presseverband ANJ in        ganzseitigen Anzeigen an die enorme Leistung jener investigativen        Journalisten, die Lulas größtes politisches Desaster, den so genannten        Mensalao-Skandal um Parteien-und Abgeordnetenkauf, an die      Öffentlichkeit   brachten. Lula drohte sogar die Amtsenthebung – in      nicht wenigen   Auslandsmedien wurde das Thema indessen auf sehr kleiner      Flamme   gehalten. Gleiches galt für die auffällig engen      freundschaftlichen   Beziehungen des angeblich linksorientierten      Ex-Gewerkschaftsführers   ausgerechnet zu Oligarch José Sarney, Ex-Chef      der Folterdiktatorenpartei   ARENA, starker Mann des rechtsgewirkten      Partido do Movimento   Democrático Brasileiro (PMDB) und  wichtigster     politischer   Regierungspartner auch derzeit unter Dilma  Rousseff.  Als    Lula von einem   Journalisten auf die Unterstützung  durch die     „Sarney-Oligarchie“   angesprochen wurde, entgegnete er  irritiert und     verärgert: „Sie müssen   sich medizinisch behandeln  lassen, vielleicht     eine Psychoanalyse machen,   um das Vorurteil zu  vermindern.“ Für die     Hilfe der Sarney-Gruppe sei  er  durchaus  dankbar.<br />
Ein Hinweis darauf, dass in Brasilien die Uhren in der Politik und auch        im Journalismus tatsächlich anders gehen als in Mitteleuropa, sind       zudem  die vom Steuerzahler finanzierten Ausgaben für    Propagandaanzeigen    der  Regierung, etwa in den Zeitungen, die    unverhältnismäßig hoch   sind.  Sie  übersteigen ganze Sozialetats – bei    fortdauerndem Hunger und    weiter  rasch wachsenden Slums.<br />
Kritik einheimischer Journalisten geht jedoch nur zu oft ins Leere, wird        kaum wahrgenommen. Laut José Arbex, Kommunikationsexperte und        Universitätsprofessor aus Sao Paulo, verhinderte der Mensalao-Skandal        die Wiederwahl Lulas nicht, weil dieser von einer   Gesellschaftsschicht      unterstützt werde, die keine Zeitung lese und   sich daher nicht    betroffen   fühle. Aus dem gleichen Grunde habe  auch  der Skandal um    Erenice Guerra   keine größeren nachteiligen   Wirkungen für die Wahl von    Dilma Rousseff   gehabt.<br />
Ein TV-Wahlkampfspot zeigte die Verhältnisse ebenfalls exemplarisch: In        der UNO-Vollversammlung von New York erheben sich Staatschefs,        Außenminister und Diplomaten von den Plätzen und jubeln Lula stehend   zu.      Brasilianische Journalisten gingen der Sache nach. An jenem  Tag       nahmUNO-Generalsekretär Kofi Annan seinen Abschied und erhielt        entsprechende Ovationen. Wahlkampfmanager montierten diese hinter  den       nur schwach applaudierten Lula-Auftritt. Als vorhersehbar   beschrieben      und kommentierten lediglich zwei, drei   Qualitätszeitungen diesen  alten     PR-Trick und zitierten   Oppositionspolitiker, die von „großem   Betrug“,    Verletzung der   Wahlgesetze und „lächerlichen Lügen“ sprachen   – weitere    Reaktionen   der Öffentlichkeit gab es nicht.<br />
Doch Qualitätszeitungen sind im größten Teil des Landes gar nicht        erhältlich. Und Manipulationen dieser Art werden auch dadurch        erleichtert, dass aufgrund des laut Intellektuellen und kirchlichen        Menschenrechtsaktivisten absichtlich niedrig gehaltenen  Bildungsniveaus       drei Viertel der Erwachsenen nicht in der Lage  sind, einen simplen       Zeitungs- oder Buchtext auch nur zu lesen,  geschweige denn zu    verstehen.    So hat gemäß Umfragen das Gros der  Pflichtwähler gar nicht    begriffen,    um was es bei den zahlreichen  Korruptionsskandalen um    Lula und dessen    Regierung eigentlich ging –  Skandale immerhin, die  in   Ländern wie    Deutschland zu enormer  öffentlicher Empörung geführt    hätten. Auch die     Wirkungsmöglichkeiten alternativer  Internet-Medien   sind dadurch stark     eingeschränkt.<br />
Die Interamerikanische Pressegesellschaft (SIP) hat Attacken von Lula        und anderen hohen Politikern auf unbequeme Landesmedien scharf        verurteilt. Angesehene Diktaturgegner veröffentlichten sogar ein        „Manifest zur Verteidigung der Demokratie“, warfen Lula „Autoritarismus“        vor und wandten, wenden sich gegen offene und verdeckte       Einschüchterung  von Journalisten.<br />
Die Auslandsmedien ignorieren derartige Vorgänge in der Regel ebenso wie        die alltäglichen gravierenden Menschenrechtsverletzungen,  darunter       landesweite, systematische Folter durch  Staatsangestellte, das  Wüten   der    Todesschwadronen, die  Scheiterhaufen von Rio de Janeiro,  die      Massengräber für  „Nichtidentifizierbare“, die  außergerichtlichen      Exekutionen.  Brasiliens Qualitätsmedien  berichten darüber detailliert      und  kontinuierlich, kritisierten auch  die jüngsten Slum-Besetzungen  von      Rio de Janeiro durch Militär und  Polizei erstaunlich scharf. Von       Auslandsmedien kommt dagegen fast  nur Lob.<br />
Entsprechend zufrieden ist Brasilia, das in den letzten Jahren        erhebliche Summen in die Auslandspropaganda investierte. Laut        Wirtschaftszeitschrift <em>Brasil Economico</em> wurden allein 2009        umgerechnet über 40 Millionen Euro verausgabt. Zitiert wird ein        Regierungsfunktionär Brasilias: „Unsere Priorität ist, Brasiliens Image        als das einer großen, sozial, politisch und wirtschaftlich  stabilen       Demokratie zu stärken.“ Auch die Inlandspropaganda wurde  unter der       Lula-Rousseff-Regierung enorm forciert. 2003, zum  Amtsantritt,  hätten      499 Medien Regierungsgelder für  Propaganda-Verbreitung  erhalten,  2009     seien es indes schon 7.047  Medien gewesen, heißt es  in  kritischen     Analysen. Viele  brasilianische Politiker besäßen   Zeitungen, Radio-und      TV-Stationen, und zahlreiche Medien seien von   Regierungspropaganda      regelrecht abhängig.<br />
Für Propagandazwecke ausgegebene Mittel fehlen dann natürlich für die Hunger-und Elendsbekämpfung, für Bildung und Gesundheit.<br />
Nicht ungewöhnlich ist schließlich, dass hohe Politiker, gegen die        ermittelt wird, Medien gerichtlich untersagen lassen, darüber zu        berichten.<br />
Fast täglich drucken die Zeitungen aber weiterhin interessante,        unbequeme, gut fundierte Texte, die Brasilienklischees und offiziellen        Versionen widersprechen. Als die Lula-Rousseff-Regierung weltweit        verbreiten ließ, dass die internationale Wirtschafts-und  Finanzkrise   auf     Brasilien nur geringe Auswirkungen gehabt habe,  belegten     investigative   Journalisten just das Gegenteil, weisen auf      Rekordentlassungen, den   Stopp vieler Industrieprojekte, auf      Exportprobleme und   Deindustrialisierung sowie auf geschönte offizielle      Statistiken hin.<br />
Und Wikileaks rennt mit seinen Brasilien-Enthüllungen bei den        einheimischen Journalisten lediglich offene Türen ein. Leere        antiamerikanische Rhetorik Brasilias wurde stets gegeißelt und die jetzt        bekanntgewordene, ans Weiße Haus gerichtete „Bitte um Verständnis     für    Sprüche gegen die USA in Wahlkampfzeiten“ daher genüsslich     zitiert.  „Es   existierten zwei Beziehungen zwischen Brasilien und den      Vereinigten   Staaten während der acht Lula-Jahre im     Präsidentenpalast“,  analysierte   Fernando Rodrigues von der <em>Folha de Sao Paulo</em>,      Brasiliens  größter  Qualitätszeitung. „In der Öffentlichkeit gab  es     Prügel für die   Nordamerikaner – im vertraulich-privaten Umgang      indessen Liebkosungen   für die Brüder im Norden.“ In der  Öffentlichkeit     dominiere zwar ein   bestimmter infantiler  Antiamerikanismus – im     Wirtschaftlichen dagegen   die Anerkennung  der Hegemonie des Partners.     „Im kulturellen Bereich, um   die  Schizophrenie komplett zu machen,     sieht man sogar eine    enthusiastische Übernahme von Sitten,  Gebräuchen,    Moden.“<br />
Dr. Claudio Guimaraes dos Santos in Sao Paulo zählt zu den wichtigsten        Denkern Brasiliens und liefert zum Verständnis der  widersprüchlichen       (Medien-)Realität des Landes wichtige Argumente:  „Das Volk schaut   den     schockierendsten Skandalen stumm zu – die  immense Passivität  des      Brasilianers wird teils durch fehlende  Bildung und Kultur   verursacht. Es     fehlt Bewusstsein dafür, dass  man eine solidarische   Gesellschaft     aufbauen müsste. Die  brasilianische Demokratie ist   krank. Eine der     Säulen der  Demokratie, der freie, mündige,   kritische, bewusste Bürger,      existiert in Brasilien nicht. In den   letzten zweihundert, dreihundert      Jahren hat man eine unkritische   Masse geschaffen – unfähig, zu      entscheiden. Unsere Eliten sind immer   kulturloser, ungebildeter.  Niemand     mag schlechtes, verdorbenes   Essen – doch schlechte  Informationen     schlucken alle massenweise und   völlig unkritisch.  Hier fehlt     intellektueller Dialog. Ich fordere   meine Kollegen  stets auf: Wenn ihr     es nicht aussprecht, wer wird es   dann tun? Der  Fußballer, der     Pagodesänger, der schlechte Politiker,   der jede  Chance zum Reden sofort     nutzt? Wenn wir schweigen,   beherrschen  diese Leute die Szene. Deshalb     dürfen wir auch Risiken   nicht  scheuen!“</p>
<h1>Juden in Sao Paulo</h1>
<p>Als Deutschlands Bundespräsident Christian Wulff 2011 die chaotische        Megacity, Lateinamerikas führenden Wirtschaftsstandort mit über    1.200     deutschen Firmen besucht, wird am Ankunftstag im Zentrum ein      Obdachloser   lebendig verbrannt, am Abreisetag ein weiterer. In Sao      Paulo wüten   Todesschwadronen der Militärpolizei, gibt es   Massengräber,    über 2.000   grauenhafte Slums mit Hunger und Lepra,   prostituieren   sich  schon   zehnjährige Mädchen für weniger als einen   Euro, um Crack   zu  kaufen – und   vor aller Augen in ganzen Horden zu   konsumieren. Man   muss  sich diese   Zustände vergegenwärtigen, die  von  den allermeisten    Paulistanos   apathisch-passiv hingenommen oder   sogar verdrängt  werden,   um Situation   und Rolle der etwa 70.000   Juden im Menschenmeer  der elf,   zwölf Millionen   zu verstehen. Denn   diese „judeus“ scheinen  schärfer  zu  diskutieren,   sich effizienter   zu engagieren, bringen  Resultate,  von  denen dann alle,   ob Arme oder   Reiche, etwas haben.  Lateinamerikas   bestes Hospital, ein     Riesenkomplex namens „Albert  Einstein“ im  Viertel  Morumbi, haben die     Stadt-Juden errichtet –  geleitet wird es  von dem  weltbekannten   Mediziner   Claudio Lottenberg,  Präsident der  jüdischen  Gemeinde ganz   Brasiliens.</p>
<p>Der in Israel geborene Oded Grajew aus Sao Paulo, Erfinder, Aktivist        des Weltsozialforums, verweist auf dessen Bedeutung für die   jüngsten      arabischen Entwicklungen. „Für jene, die das   Weltsozialforum und   unsere    Spezialforen in Ägypten oder Tunesien   mit Interesse und   Sensibilität    frequentierten, ist alles, was   derzeit in der arabischen   Welt  geschieht,   keinerlei Überraschung.“<br />
Und dann Pedro Herz, dessen Kulturkaufhäuser, mit Kinos, Theatern,        Kursen und Konzerten in ganz Brasilien tonangebend sind. In einem Land        des Analphabetismus, in dem sogar ungezählte Uni-Studenten in  ihrem       Leben nicht einen einzigen Roman lasen, wird der  Deutschstämmige  zum      Kulturpionier – die größte „Livraria Cultura“  Sao Paulos ist  selbst  am     Wochenende voll wie ein Supermarkt, dort  kaufen sogar       lateinamerikanische Staatspräsidenten. „Da bin ich  stolz drauf – wir       verkaufen Ideen!“, sagt Pedro Herz.<br />
Nachvollziehbar daher, dass viele im kosmopolitischen Sao Paulo die        jüdische Gemeinde bewundern, stark und gut organisiert empfinden,        ausdrücklich als ein Beispiel für die anderen Einwanderergemeinden        nennen. Die Juden, heißt es, seien sich einig im Kampf für        Menschenrechte, bei der Hilfe für Bedürftige, leisteten gerade im        öffentlichen Gesundheitswesen, das außerhalb Sao Paulos oft katastrophal        sei, ganz Erstaunliches, weit über ihr Einstein-Hospital hinaus.   Ob     das  den „judeus“ bewusst ist, in einer von Desorganisation und        Laissez-faire geprägten Gesellschaft? Redet man mit ihnen, fällt  das       hohe Maß an Selbstkritik auf, das Messen an höchsten    Qualitätsmaßstäben.     Für Außenstehende scheint die seit über hundert    Jahren existierende     Gemeinde stabil zu sein – die Juden selbst    beobachten indessen   Rückgang,   gar Schwächung. Viele, die teils noch    vor den Nazis aus   Deutschland   flohen, erleben bestürzt, dass ihre    hoch qualifizierten   Kinder just in   dieses Land, doch auch in die    USA, nach Australien und   selbst Israel   auswandern, weil sie in    Brasilien keine  Arbeitsmarkt-und  Lebenschancen   sehen. Würde die     wirtschaftlich-soziale Lage besser,  sagt Nelson   Rozenchan, Direktor     des jüdischen Peretz-Gymnasiums, kämen  viele Juden   zurück oder     migrierten gar hierher. Manche junge Juden  Sao Paulos sagen   ihren     Eltern unumwunden, dass sie in einem Land mit  solch einer       reaktionären politischen Klasse, unglaubwürdigen  Politikern, soviel       Unehrlichkeit, ungesundem gesellschaftlichem Klima  nicht leben wollen  –      und weggehen. Rozenchan nennt Zahlen: Vor 20  Jahren gab es in  den      jüdischen Schulen von Sao Paulo etwa 5.000  Heranwachsende,  heute  nur     noch rund 3.000. In die Synagogen kamen an  den Festtagen  bis zu   8.000    Juden, heute nur noch etwa 5.000. „Vielen  in Sao  Paulo   Geborenen ist  es   anders als den vor Pogromen, dem  Nazismus    Geflohenen leider nicht  mehr   so wichtig, ihre jüdische  Identität zu    zeigen, zu stärken, zu  betonen –   sie nutzen die Synagoge  nur noch    bei Taufe, Heirat Tod.  Viele Juden   geben ihr Judentum auf.“<br />
Medienmacher Roni Gotthilf sieht seine Gemeinde im gigantischen,        unübersichtlichen Sao Paulo in kleine Inseln zerstreut, deren Bewohnern        es lediglich um die eigenen Interessen, vielleicht auch die der      eigenen   Synagoge gehe. Gotthilf fiele es schwer, die Interessen der      gesamten   Gemeinde klar zu benennen – doch dass sie schrumpft,  steht     für ihn außer   Zweifel. Viele Juden haben sich assimiliert,  dem     Lebensstil der  anderen  Brasilianer angepasst – in einer von  Stress,     Hektik,  Kriminalität und  überraschend viel Einsamkeit  geplagten     Metropole.  Junge Juden heiraten  immer öfter Nicht-Juden,  schicken ihre     Kinder  nicht mehr in jüdische  Schulen, stehen dem  Judentum ihrer     Eltern fern.  „Im neoliberalen Kontext  der heutigen  Welt kann man     sicher  relativieren.  In Sao Paulo gehen die  Leute  eher oberflächlich      miteinander um – wogegen wir Juden enger   zusammenleben, besser      zusammenhalten. Doch das Klima hier prägt  alle:  Wenn die Gesellschaft      egoistisch und individualistisch ist,  sind wir es  in gewisser Weise      dann eben auch.“<br />
Durch die schicke Rua Oscar Freire ziehen bei Tropenhitze Gruppen        orthodoxer Juden in schwarzem Anzug mit Weste, schwarzem Mantel und        Filzhut, umringt von ihren Kinderscharen. Die Familien haben fünf bis        sieben Sprösslinge – Liberale, Reformisten oder Konservative  bringen   es     dagegen auf höchstens zwei. Die Orthodoxen, etwa 15  Prozent der       Gemeinde, gleichen den Rückgang nicht aus und sind,  wie Roni  Gotthilf      betont, gar nicht gut angesehen. Andere  relativieren,  sehen bei  aller     Kritik auch positive Aktivitäten,  wie die der   Hilfsorganisation Ten  Yad    mit über 300 Freiwilligen  und einer   Garküche, die zudem  Sozialprojekte    der Präfektur leitet  und durchweg   öffentliches Lob  erntet. Die   orthodoxe  Kleiderordnung  gilt  indessen  als lächerlich und  für die   jüdische  Gemeinde  blamabel.  „Wer sogar  bei schwüler Hitze  mit diesen   dicken,   hochgeschlossenen  Klamotten  rumläuft, leidet,  schwitzt, ermüdet    rasch –  das ist doch  kein  Judaismus, sondern  Fundamentalismus!“,    lauten  drastische  Kommentare.  Andere halten den  Orthodoxen zugute,  dass   sie  besonders  intensiv  versuchen, junge  abgedriftete Juden  ins   Gemeindeleben   zurückzuholen,  deren jüdische  Identität  wiederzubeleben.<br />
Der konservative Schuldirektor Nelson Rozenchan stellt unbequeme Fragen.        „Zehn Rabbiner haben zur Abtreibung zehn verschiedenen     Auffassungen.“    Jetzt, nach Bin Ladens Tötung, erhitzt ihn das Thema     Folter. „Wäre  ich   absolut sicher, dass Folter Menschenleben rettet,     würde ich sie    anwenden! Ich habe in Israel selbst erlebt,wie es   durch   Folter gelang,    aus Jordanien eindringende Terroristen zu   fangen und   dadurch etwa 50    Menschen vor dem Tod durch   Selbstmordattentate zu   bewahren. An dieser    Lebenserfahrung kann ich   nicht vorbei!“<br />
Mag die Mitgliederzahl der Gemeinde auch abnehmen, die Zahl ihrer        identitätsstiftenden Aktivitäten nicht. Herausragend wirkt dabei Sao        Paulos  Hebraica-Klub, das größte jüdische Gemeindezentrum außerhalb        Israels, eine grüne Oase im Betonmeer der Megacity. Viele der   jährlich      etwa 700 Veranstaltungen, ob Theater, Filmfestival,   Konzerte oder    Sport,   laufen hier – dazu immer neue Aktionen gegen   den    Antisemitismus.   Niemand in Lateinamerika hat soviel über      Antisemitismus geforscht und   publiziert wie Maria Luiza Tucci Carneiro      von der Bundesuniversität Sao   Paulo. „Die Gemeinde ist sehr   besorgt    über zunehmenden Antisemitismus   nicht nur in Brasilien,   sondern vor    allem in Europa – will, dass endlich   auch die Regierung   mehr  dagegen   tut.“ Der Lula-Regierung wird von den   Juden  allgemein   vorgeworfen,   nicht eben hilfreich gewesen zu sein – des     Staatschefs  Freundschaft   zum Holocaust-Leugner Ahmadinedschad  spreche    Bände.  Neonazi-Gruppen   wüchsen täglich mehr in Brasilien,   nazistische    Symbole, Figuren von   Hitler und Himmler würden für 350   Euro ganz offen    in Sao Paulo   verkauft, Antisemitismus entlade  sich  auf bizarrste  Weise.   Taxifahrer   schimpfen, an Sao Paulos   irrwitzigen Verkehrsstaus  seien nur   die  Juden  schuld. Im auch von   15.000 Juden bewohnten  Viertel   Higienopolis   schimpft ein Vater   lautstark in der  Impf-Schlange, dass er   nur wegen   dieser   „verdammten Juden“ solange  warten müsse. „Den  Impfstoff  für   dein   Kind hat ein Jude entwickelt“,  kontert ein  Kipa-Träger. Sei  der     dann auch ein „judeu maldito?“ Der  Vater wird ganz  still.</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/01/rio-de-janeiro-schweine-fressen-getotete-auf-banditen-verliesen-slums-in-panzerwagen-bestochener-polizisten-massiver-raub-durch-beamte-und-soldaten-laut-berichten-der-folha-de-sao-paulo/"><strong> http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/01/rio-de-janeiro-schweine-fressen-getotete-auf-banditen-verliesen-slums-in-panzerwagen-bestochener-polizisten-massiver-raub-durch-beamte-und-soldaten-laut-berichten-der-folha-de-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/08/sigsauerkarikatur.jpg" alt="sigsauerkarikatur.jpg" /></p>
<p><strong>Ausriß. Karikatur anläßlich der Einführung des  schweizerischen Sig-Sauer-Sturmgewehrs bei den Banditenkommandos  Brasiliens. Das Sturmgewehr ist die Waffe des Bundesheeres der Schweiz.   Wie auf brasilianischen Medienfotos zu sehen ist, ziehen es  Polizei-Spezialeinheiten häufig vor, mit den von Banditen erbeuteten  hochmodernen MGs zu feuern, statt mit Waffen nationaler Produktion. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/07/28/edvard-munch-der-schrei-version-von-der-avenida-paulista-brasilien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/07/28/edvard-munch-der-schrei-version-von-der-avenida-paulista-brasilien/</strong></a></p>
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