Laut brasilianischen Presseberichten sind im Hochsicherheitsgefängnis von Dourados/Mato Grosso do Sul mehr als die Hälfte der dortigen Indianer wegen Sex mit Kindern eingesperrt. Laut Gesetz stehe darauf eine Strafe bis zu 12 Jahren - während es sich laut indianischen Regeln um etwas völlig Normales handele, heißt es. Kulturelle Unterschiede würden von den Richtern des Teilstaats nicht berücksichtigt, die häufig betonten, die Indianer seien kulturell integriert, nutzten Handys, trügen Jeans und übten das Wahlrecht aus.
16 Jahre für Sex mit eigener Tochter: http://pib.socioambiental.org/pt/noticias?id=4534
Leonardo Boff über die Indianer: ”Und ich habe sie immer bewundert, sie sind unsere großen Meister im Hinblick auf die Haltung gegenüber der Natur. Die sind technologisch gesehen rückständig, aber zivilisatorisch, sie sind vorwärts, sie sind reicher als wir. Wenn wir lernen wollen, was wir für eine Beziehung mit der Natur eingehen sollen, die Beziehung zwischen dem Alter und den Kindern, den Erwachsenen und alten Leuten, die Beziehung zwischen Arbeit und Freizeit, die Beziehung zwischen Leben und Tod, dann müssen wir die Indianer hören. Die haben eine große Weisheit und vieles haben sie uns zu sagen.”
“Die heutige Gesellschaft ist pädophil”: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/05/die-heutige-gesellschaft-ist-padophil-brasiliens-erzbischof-dadeus-grings-sexueller-kindesmisbrauch-ist-haufiger-unter-medizinern-lehrern-und-unternehmern-als-unter-geistlichen/
Gefangenenrate in Brasilien - jeder 262. Brasilianer in Haft: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/25/brasiliens-uberfullte-gefangnisse-und-die-auffallig-grose-zahl-inhaftierter-jeder-262-erwachsene-brasilianer-im-gefangnis-laut-amtlichen-angaben-seit-1995-verdreifachte-sich-die-rate-der-eingespe/
<!–[if gte mso 9]> Normal 0 21 false false false MicrosoftInternetExplorer4 <![endif]–><!–[if gte mso 9]> <![endif]–><!–[if gte mso 10]> /* Style Definitions */ table.MsoNormalTable {mso-style-name:”Tabela normal”; mso-tstyle-rowband-size:0; mso-tstyle-colband-size:0; mso-style-noshow:yes; mso-style-parent:”"; mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; mso-para-margin:0cm; mso-para-margin-bottom:.0001pt; mso-pagination:widow-orphan; font-size:10.0pt; font-family:”Times New Roman”; mso-ansi-language:#0400; mso-fareast-language:#0400; mso-bidi-language:#0400;} <![endif]–>
Yanomami und Kindermord: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/06/yanomami-und-kindermord-brasiliens-landespresse-zu-studien-des-deutschen-universitatsprofessors-erwin-frank-im-amazonas-teilstaat-roraima/
„As vezes ouve se ao longe o choro abafado da crianca, abandonada para morrer na mata. O choro só cessa quando a crianca desfalece, ou quando é devorada para algum animal. Ou quando algum parente, irritado com a insistencia daquele choro, resolve silencia-lo com uma flecha ou um porrete.“
(Laut Zitat hört man teils von weitem noch das Weinen des Kindes, das im Wald zum Sterben zurückgelassen wurde. “Das Weinen hört nur auf, wenn das Kind stirbt oder wenn es durch irgendein Tier aufgefressen wird. Oder wenn ein Verwandter, irritiert von diesem fortdauernden Weinen, beschließt, es mit einem Pfeil oder einem Knüppel zum Verstummen zu bringen.)
Außer Vergewaltigung, so die Medienberichte, kämen in Mato Grosso do Sul viele Indianer wegen Mordes ins Gefängnis. Ein Teil der Morde werde beim Streit um die Macht zwischen Ethnien begangen, die in den markierten Indiogebieten lebten. Bei den Ethnien handele es sich um Guarani, Terena und Caiuá.
In Dourados befindet sich Brasiliens größtes Indioreservat.
Indianerkinder in Amazonien.
Kindermord bei Yanomami - ”Sie mögen nicht, daß man über diese Frage spricht: ”sendo que a maior causa da mortalidade infantil vem da própria cultura yanomami, com o infanticÃdio. http://www.folhabv.com.br/fbv/noticia.php?id=56096
Ein in Europa als kirchlicher Indigenen-Experte geltender bekannter Vertreter lehnte gegenüber dieser Website ein Interview zu den im ARD-Weltspiegel-Beitrag genannten Tatbeständen ab, bezeichnete veröffentlichte Medienberichte zur Kindstötung als “Meinung, Blödsinn, Quatsch, lediglich interessant für Lieschen Müller”. Er lehnte zudem jegliche Stellungnahme zu bekannten Fakten über Gewalt gegen Frauen, Sex mit Kindern in brasilianischen Indianerstämmen ab, ebenso zur von Indianern betriebenen Naturzerstörung. Das spricht Bände.
Indiomutter tötet Neugeborenes, sofern u.a. dessen Geschlecht nicht den Erwartungen entspricht: ”Mas é preciso levar em conta a tradiçáo cultural. No caso dos yanomami, o infanticÃdio é a principal causa de morte entre as crianças com menos de um ano. O que pode parecer uma barbárie aos olhos da sociedade náo-Ãndia náo passa de um traço cultural desse povo. A Ãndia se isola do grupo e entra na mata quando sente que vai dar a luz. Sozinha, ela decide o destino do filho por diversas razões, como qualquer mal-formaçáo da criança ou se o sexo náo corresponde ao esperado.
Brasiliens Goethe-Gesellschaft: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/22/prof-dr-marcus-mazzari-prasident-der-goethe-gesellschaft-brasiliens-associacao-goethe-do-brasil-gesichter-brasiliens/
Tags: , Eliana Cardoso, hochlukrative Indianerverklärung in Europa, Indianer und Kindstötung, lebendiges Begraben von Zwillingen nach der Geburt in B
Der Film “Xingu” war auf der Berlinale 2012 gezeigt worden: http://www.berlinale.de/de/archiv/jahresarchive/2012/02_programm_2012/02_filmdatenblatt_2012_20123252.php
http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/26/movement-against-indigenous-infanticide-open-letter/
Besonders bizarr-grotesk wird es, wenn sogenannte Frauenrechtlerinnen in Europa sich mit großer Pose für den unbedingten Schutz von Sitten, Gebräuchen, Traditionen der brasilianischen Indianer stark machen, aber all jene politisch unkorrekten Fakten bewußt verschweigen.
“Xingu, de Cao Hamburger, termina com a afirmação otimista de que o parque continua perfeitamente preservado. Ao contrário, um documentário de 2006, Xingu, a Terra Ameaçada, mostra motocicletas cruzando as aldeias e lixos repletos de plásticos. Numa cena desse documentário, crianças assistem à TV enquanto o cacique - esquecido de que veste camisa e usa óculos de grau - se diz preocupado com a perda de tradições e afirma não querer absolutamente nada dos brancos.
Não admira que Sydney Possuelo se tenha desiludido com a política de pacificação e proposto uma terceira política com base em zonas de exclusão, onde tribos isoladas viveriam de forma tradicional, sem risco de armas ou germes. Mas, sob a pressão de garimpeiros, grileiros e madeireiros, as zonas de exclusão são expediente temporário. Haja fé na lei para acreditar que as reservas poderão permanecer invioláveis por muito tempo.
Mesmo que zonas de exclusão fossem possíveis, essa política estaria moralmente correta? Se Sócrates fosse vivo, que perguntas ele escolheria para nos azucrinar? Com certeza perguntaria o que os índios preferem. Viver sem panelas e sem mosquiteiros? E mais: temos o direito de manter pessoas num museu cultural? Escolheríamos para nós mesmos uma vida curta, na ausência da medicina moderna, e dura, apesar da visão romântica e tão difundida do bom selvagem?
Xingu, a Terra Ameaçada documenta o costume de enterrar vivos os filhos gêmeos. E mostra um parto que se estende por 48 horas, enquanto os pajés engolem fumaça e comem mingau para acalmar o espírito da mandioca, pois só ele pode liberar o bebê.”
Eliana Cardoso, O Estado de Sao Paulo
Tags: , Kindstötung, Ludwig-Maximilians-Universität München, Yanomami
Ludwig-Maximilians-Universität München Maria Christ- Skopal
Institut für Ethnologie 17.1.2011

Hauptseminar: Indianische Realitäten in Südamerika
Wintersemester 2011/2012
Dozent: Marc Murschhauser
Ethnographie der Yanomami
Geographische Daten:
· Kernland: Grenzgebiet Brasilien (96 000qm²) / Venezuela (82 000qm²)
· Orinoco – Amazonasgebiet, 1000m hohe Sierra Parima
Demographische Daten:
· Brasilien ca. 15 000, Venezuela, Brasilien ca. 8 000 Yanomami
· 250 – 300 Gemeinschaften, Mitglieder pro Gruppe25 bis 200
· Lebensalterdurchschnitt (1980/90 ca. 45 Jahre)
Geschichte:
· Keinerlei genetisch- anthropometrische oder linguistische Affinitäten zu Nachbarn
· Vermutung: In Vergangenheit isoliert gelebt
· Historisches Zentrum des Lebensraumes: Zwischen oberem Orinoco und Rio Branco
Kultur- Gemeinschaftsleben:
· Autarke Gemeinschaften, Allianzen
· Definition der Lokalgruppe über Shapono (Rundhaus)
· Frauen: Versorgende Funktion, Pflege, Aufzucht, Sammeln, Gartenarbeit, Dekoration des Körpers, Holzschmuck in Ohren, Nase, Mundwinkel und Unterlippe, Initiationskult
· Männer: Bereitschaft zur Aggression=waitheri, reproduktiver Erfolg sorgt für Status, Penis an Vorhaut hochgebunden, Körperbemalung, Schnur um Lenden
Feldbau, Fischfang, Jagd:
· Brandrodungswanderfeldbau, Bananen, Taro, Papaya, Zuckerrohr, Maniok, Yams, Knollen, Süßkartoffeln. Frauen sammeln Insekten, Larven, Krabben, Frösche.
· Männer: Fischfang, Jagd größerer Tiere
Geburt, Kinder, Initiationsritus, Heirat, Scheidung, Frauenraub:
· Schwangerschaft, Geburt und Geburtenregelung (Kindstötung) ausschließlich von Frauen reguliert
· Reiferitual nur bei Mädchen
· Keine Exogamieregel, Heirat ist Ziel, Beischlaf im Wald, Scheidung einfach, häufig Schlägen, Heirat ist Erfüllung von Lebensplan
· Polygamie geläufig
· Frauenraub auch mit Massenvergewaltigungen; Reproduktiver Erfolg der Männer, um Gruppe zu mehr Nachkommen zu verhelfen
Gewalt:
· Frauen oft Opfer physischer Gewalt, Schwangerschaft nach Vergewaltigung endet mit induziertem Abortus. Behinderte und Zwillingsgeborene werden getötet. Frauen werden Kriegsbeute.
· Ehebruch= Gewaltanwendung gegen Frau
· Stockkämpfe der Männer
Glaubensvorstellung:
· Animistische Weltsicht, Geisterglauben, (Herkura), Schamanentum, Triptaminderivate für Eintritt in Geisterwelt (Haluzinogene)
· Alter Ego= Noreschi, häufig Adler/Affe beim Mann, Fischotter Frau. Denkweise: Tod eines Tieres bringt Tod des Gruppenangehörigen mit sich
Totenritual:
· Endokannibalismus, gemeinsame Trauer stärkt Allianz, Totenseele wird frei für Jenseits
· Ansonsten Unheil und Krankheit von Totengeistern
Jüngere Vergangenheit:
· Verhängnisvolle Begegnung mit Zivilisation, Bau der“ Perimetral Norte“
· Goldrush und drohender Genozid, Uran, Zinnerzfunde, Titan, Bauxit, Edelsteine, rücksichtsloser Abbau führt zu Zerstörung der Natur, Hg- Verseuchung der Flüsse
· Zehntausende dringen ins Land ein, Ausbeutung, Massaker an Indigener Bevölkerung
· Infektionskrankheiten, Malaria-und Grippemassenepidemien, Geschlechtskrankheiten
· Blutplasmaforschung /Pharmaforschung
· Apotheke Regenwald: Raubbau und Diebstahl
· Edelholzabbau, Staudammpläne, Probebohrungen von Ölkonzernen
· Umsiedlung der indigenen Gruppen durch Missionare (Personalrückgang)
· Massive Übergriffe Weißer, Brandrodung der Siedler, Plünderungen
· Drohender Kollaps
Folgen:
· Drastischer Bevölkerungsrückgang, Kultur der Yanomami hat keine Chance gegen Waffe des Industriezeitalters, Verlust der Kultur und Identität, Korruption von Regierungsmitgliedern, Klimaveränderung
· Annäherung der Yanomami an Zivilisation, Neues Selbstbewusstsein
· Zustand labiler Stabilität, Weg zwischen Integration und Isolation, Errichtung einer Schutzzone
Hilfen:
· Gesundheits- und Bildungskonzepte, Bau von Krankenstationen, Bilingualer Unterricht, Wahrung der Rechte Indigener
· Schutzbehörden, Bewahrung vor Ausbeutung des Landes, Schutz vor Goldsucher,
· Markierung des Schutzgebietes, Entlassung korrupter Beamter, Einstellung von Straßenbau
· Geldmittel für Rekultivierung zerstörter Gebiete durch Bergbau, Waldrodung und Verseuchung
Nationale und internationale Hilfsorganisationen:
· Z.T. Korruption, Unüberschaubarkeit, Widersprüchlichkeit, Aktionismus
· Aber: Auch Hilfen mit großem persönlichen Einsatz. (CCPY,FUNAI, Hutura, Nehberg, Haverkamp/Yanomami- Hilfe, pro Regenwald, Hutukara, Survival etc.)
Prominentester politisch aktiver Yanomami: Schamane Davi Yanomami Kopenawa
· Lenkt Aufmerksamkeit auf sein Land, Internet ist neue Waffe, für Sicherung der Landrechte, internationale Auftritte. Ehrungen
Quellen:
http://gfbvberlin.wordpress.com/2009/09/29/brasilien-goldrausch-bedroht-land-der-yanomami/. Aufruf 3.1.2011
http://www.lebensraum-regenwald.de/aktionen/projekt007.html. Aufruf 3.1.2012
http://www.brasilienportal.ch/brasilien/norden/amazonas/2102-yanomami.html. Aufruf 3.1.2012
http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/umwelt/davi-kopenawa-im-interview
http://www.ruediger-nehberg.de/yanomami.htm. Aufruf 3.1.2011
http://pib.socioambiental.org/en/povo/yanomami/581. Aufruf 3.1.2012
http://www.wald.org/ccpy/99de.htmhttp://www.brasiliennachrichten.de/index2.php?option=com_content&do_pdf=1&id=76. Aufruf 3.1.2012
http://de.wikipedia.org/wiki/Davi_Yanomami_Kopenawa. Aufruf 12.1.2012
Eibl-Eibesfeldt, Irenäus, Herzog- Schröder Gabriele, Mattei- Müller Marie-Claude. Ethnologie der. Yanomami: IWF Göttingen 2001.
Herzog- Schröder, Gabriele .Okoyoma- Die Krebsjägerinnen: Vom Leben der Yanomami – Frauen in Südvenezuela. Hamburg Lit. 2000.
Good,Kenneth, Chanoff David. Im Urwald des Orinoco. Mein Leben bei den Yanomami- Indianern. Lübbe Verlag Bergisch Gladbach 1993.
Lehner, Norbert. Mittendrin bei den Yanomami. Sr. Maria Wachtlers Einsatz in Venezuela.Don Bosco 2005.
Nehberg, Rüdiger. Die Yanomami-Indianer. Rettung für ein Volk – meine wichtigsten Expeditionen. Piper Verlag München 2003.
Zerries Otto. Waika die kulturgeschichtliche Stellung der Waika Indianer des oberen Orinoco im Rahmen der Völkerkunde Südamerikas Renner Verlag München 1964.
Leonardo Boff über die Indianer: ”Und ich habe sie immer bewundert, sie sind unsere großen Meister im Hinblick auf die Haltung gegenüber der Natur. Die sind technologisch gesehen rückständig, aber zivilisatorisch, sie sind vorwärts, sie sind reicher als wir. Wenn wir lernen wollen, was wir für eine Beziehung mit der Natur eingehen sollen, die Beziehung zwischen dem Alter und den Kindern, den Erwachsenen und alten Leuten, die Beziehung zwischen Arbeit und Freizeit, die Beziehung zwischen Leben und Tod, dann müssen wir die Indianer hören. Die haben eine große Weisheit und vieles haben sie uns zu sagen.”
Vergewaltigungspraktiken in BRICS-Staaten: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/12/28/vergewaltigungen-in-bestimmten-brics-staaten-brasiliens-medien-berichten-ausfuhrlich/
« “Bildhauer des Klangs”. Amazonas-Musiktheater in drei Teilen. Münchner Biennale 2010. – In Sao Paulo, Lateinamerikas reichster Stadt, mit zahlreichen Milliardären, finanziert die Europäische Gemeinschaft mit 7,5 Millionen Euro Projekte der Präfektur gegen die Armut. (Kein Witz). Brasilien ist die achtgrößte Wirtschaftsnation: ”Brazilian cities today have the greatest disparities in income distribution in the world. UN-Habitat 5, Rio de Janeiro. »
Noch keine Kommentare.
Leider ist die Kommentarfunktion zur Zeit deaktiviert.