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	<title>Klaus Hart Brasilientexte &#187; Brasiliens neues Waldgesetz</title>
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	<description>Aktuelle Berichte aus Brasilien - Politik, Kultur und Naturschutz</description>
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		<title>Brasiliens neues Waldgesetz vor der End-Abstimmung im Kongreß. Scharfe Kritik von in-und ausländischen Naturschutzexperten.</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Mar 2012 01:38:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Naturschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<category><![CDATA[Brasiliens neues Waldgesetz]]></category>
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		<description><![CDATA[ Seit 2008 ist Brasilien größter Agrargiftverbraucher der Erde, überholte in diesem Jahr sogar die USA. Agrargifte werden auch zur Vernichtung von Regenwald eingesetzt, ähnlich wie im Vietnamkrieg.  http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/wissenschaft/1081848/ http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/wissenschaft/1375344/ http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/wissenschaft/1480331/ http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/25/brasilien-entsetzen-bei-umwelt-und-menschenrechtsaktivisten-uber-annahme-des-neuen-waldgesetzes-im-abgeordnetenhaus-von-brasilia-viele-proteste-im-internet-legalisierung-der-zerstorung/ Brasiliens erstes Waldgesetz stammt von 1934 und ist durch spätere Neufassungen besonders nach dem Ende der Militärdiktatur und der Verabschiedung einer neuen demokratischen Verfassung [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p> <strong>Seit 2008 ist Brasilien größter Agrargiftverbraucher der Erde, überholte in diesem Jahr sogar die USA. Agrargifte werden auch zur Vernichtung von Regenwald eingesetzt, ähnlich wie im Vietnamkrieg.</strong></p>
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<p><strong>Brasiliens erstes Waldgesetz stammt von 1934 und ist durch spätere Neufassungen besonders nach dem Ende der Militärdiktatur und der Verabschiedung einer neuen demokratischen Verfassung von 1988 keineswegs verwässert, sondern angesichts der Problemlage deutlich verbessert worden. Der sogenannte Codigo Florestal zielt nicht nur auf den Schutz des Waldes, sondern sämtlicher Vegetation, zudem auf den Schutz der Wasserreserven, Sumpfgebiete und Dünen, schreibt eine Waldnutzung entsprechend sozialen und Umweltschutzkriterien vor. Landbesitzer müssen bestimmte Teile ihres Eigentums wie Naturschutzgebiete behandeln, dürfen dort nicht abholzen. Das betrifft die Uferstreifen von Flüssen und Seen, Berg-und Hügelkuppen, Steilhänge, Quellgebiete, Sümpfe – auch zwecks Verhinderung von Hochwasser-und Erdrutschkatastrophen, von Dürre und Bodenerosion unter Tropenbedingungen. Und auch von der restlichen Waldfläche darf ein beträchtlicher Teil nur eingeschränkt genutzt werden, ist Kahlschlag untersagt. Ausnahmen muß die staatliche Umweltbehörde IBAMA genehmigen – dann sind Ausgleichsmaßnahmen vorgeschrieben. Wohlweislich erhielt eine Bundesbehörde die Kontrollvollmacht – und nicht etwa Teilstaatsregierungen und Präfekturen. Denn die, so wußte man, kungeln nur zu oft mit den Umwelttätern, darunter großen Holzunternehmen, unterliegen deren Einfluß.</strong></p>
<p><strong> Indessen blieb das Waldgesetz reine Theorie, ist seit langem tot, steht nur auf dem Papier, wie brasilianische Umweltexperten analysieren. Denn laut jüngsten Daten wurden bereits etwa 20 Prozent der Amazonaswälder abgeholzt, 93 Prozent der Atlantik-Küstenwälder – und über die Hälfte der Savannenwälder. 2011 hat die Regierung der Umweltbehörde IBAMA wichtige Machtbefugnisse entzogen. Nicht einmal ein Prozent der gegen illegale Abholzer verhängten Bußgelder hat die IBAMA bislang tatsächlich eingetrieben. Waldvernichtung, auch durch die üblichen Brandrodungen, ist in Brasilien gemäß wissenschaftlichen Studien wichtigste Ursache für die Emission klimaschädlicher Gase.</strong></p>
<p><strong> Brasiliens Kongreßabgeordnete könnten im günstigsten Falle einige der geplanten Verschlechterungen des Waldgesetzes ablehnen. Aber würde dies wirklich irgendetwas an der gravierenden Situation ändern, fragen brasilianische Umweltexperten. Zumal die allermeisten Grundbesitzurkunden in Amazonien gefälscht seien, Staatswald illegal besetzt und abgeholzt wurde. Der Staat sieht zu – seit Jahrhunderten.</strong></p>
<p><strong>Auch die Farce der bevorstehenden Rio+20-Konferenz wird an der Umweltsituation Brasiliens nichts ändern. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/08/rio20-konferenz-an-den-resultaten-der-uno-umweltkonferenz-von-1992-lassen-sich-die-tatsachlichen-ziele-und-absichten-erkennen-damals-unter-betroffenheitsgeschwatz-und-entschlossenheitsrhetorik-ver/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/08/rio20-konferenz-an-den-resultaten-der-uno-umweltkonferenz-von-1992-lassen-sich-die-tatsachlichen-ziele-und-absichten-erkennen-damals-unter-betroffenheitsgeschwatz-und-entschlossenheitsrhetorik-ver/</strong></a></p>
<p><strong>Nach dem gleichen Schema wie vor dem UNO-Rio-Gipfel von 1992 werden bereits reichlich Alibi-Texte mit der üblichen Entschlossenheits-und Betroffenheitsrhetorik in die Medien durchgeschaltet.</strong></p>
<p><strong>Weltsozialforum-Erfinder Oded Grajew zur Kopenhagen-Konferenz:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/22/warum-kopenhagen-scheiterte-weltsozialforum-erfinder-oded-grajewdie-regierenden-unterwarfen-sich-der-okonomischen-macht-die-ihre-wahlkampagnen-finanziert-diese-politiker-sind-angestellte-inter/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/22/warum-kopenhagen-scheiterte-weltsozialforum-erfinder-oded-grajewdie-regierenden-unterwarfen-sich-der-okonomischen-macht-die-ihre-wahlkampagnen-finanziert-diese-politiker-sind-angestellte-inter/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/06/wwf-kritischer-wdr-film-der-pakt-mit-dem-panda-wird-wiederholt-film-der-das-grune-bild-des-wwf-entzaubert-wann-werden-entsprechende-filme-uber-andere-jedermann-bekannte-hochst-fragwurdige/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/06/wwf-kritischer-wdr-film-der-pakt-mit-dem-panda-wird-wiederholt-film-der-das-grune-bild-des-wwf-entzaubert-wann-werden-entsprechende-filme-uber-andere-jedermann-bekannte-hochst-fragwurdige/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/03/rousseffmerkelcebit2012.JPG" alt="rousseffmerkelcebit2012.JPG" />Ausriß.</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/09/parabens-greenpeace-experte-paulo-adario-in-amazonien-mit-uno-preis-held-des-waldes-geehrt-die-walder-leiden-ein-sehr-ernstes-risiko/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/09/parabens-greenpeace-experte-paulo-adario-in-amazonien-mit-uno-preis-held-des-waldes-geehrt-die-walder-leiden-ein-sehr-ernstes-risiko/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/10/brasilien-schwacht-schutz-des-regenwalds-bizarrer-wirbel-um-einen-gesetzentwurf-in-einem-land-mit-sehr-spezieller-gesetzesrealitat/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/10/brasilien-schwacht-schutz-des-regenwalds-bizarrer-wirbel-um-einen-gesetzentwurf-in-einem-land-mit-sehr-spezieller-gesetzesrealitat/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/11/andremuggiatigreenpeace.jpg" alt="andremuggiatigreenpeace.jpg" /></p>
<p>André Muggiati, Greenpeace-Experte, beim Website-Interview in Manaus.</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/17/lula-ankundigung-zur-senkung-des-ausstoses-klimaschadlicher-giftgase-ist-reine-rhetorik-laut-roberto-smeraldi-direktor-der-ngo-amigos-da-terra/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/17/lula-ankundigung-zur-senkung-des-ausstoses-klimaschadlicher-giftgase-ist-reine-rhetorik-laut-roberto-smeraldi-direktor-der-ngo-amigos-da-terra/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/13/andre-muggiati-greenpeace-experte-in-manaus-amazonien-gesichter-brasiliens/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/13/andre-muggiati-greenpeace-experte-in-manaus-amazonien-gesichter-brasiliens/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/05/viradanackte6.jpg" alt="viradanackte6.jpg" /></p>
<p><strong>“Coletivo Urubus” &#8211; Künstlerischer Protest gegen   Naturzerstörung, hohe Luftvergiftung in Sao Paulo, die City-Bäume   absterben läßt. “Praca da Republica”. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/14/greenpeace-exekutivdirektor-kumi-naidoo-uber-amazoniendort-existiert-eine-realitat-der-apartheid-in-der-menschen-ermordet-werden-weil-sie-fur-gerechtigkeit-kampfen-das-ist-nicht-jenes-brasilien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/14/greenpeace-exekutivdirektor-kumi-naidoo-uber-amazoniendort-existiert-eine-realitat-der-apartheid-in-der-menschen-ermordet-werden-weil-sie-fur-gerechtigkeit-kampfen-das-ist-nicht-jenes-brasilien/</strong></a></p>
<p><strong>Hintergrund:</strong></p>
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<p>Aus Amazonien nichts Neues(2005)</p>
<p>Studie widerlegt geschönte Regierungsangaben über Urwaldvernichtung</p>
<p>Daß Brasiliens Regierungen mit falschen, geschönten Zahlen das wahre Ausmaß der Regenwaldzerstörung herunterspielten, ist für Greenpeace, den WWF und Amazonasbischöfe wie den Österreicher Erwin Kräutler seit Jahrzehnten ein alter Hut. Doch auch in Deutschland nahm man die offiziellen Abholzungsdaten aus Brasilia gewöhnlich für bare Münze, hörte nicht auf die wahren Urwaldkenner. Deren Kritik wird jetzt erstmals durch eine Studie nordamerikanischer und brasilianischer Wissenschaftler bestätigt, die kurioserweise in Europa Überrraschung hervorruft.  Danach wurde etwa doppelt soviel Wald vernichtet als bisher immer vermeldet. Denn Überwachungssatelliten registrierten nur jene „Clear-Cut-Regionen“, in denen kein Baum mehr steht, nicht aber selektive Abholzungen. Diese ließen sich nun durch präzisere Auswertung von Satellitenfotos erstmals quantifizieren.</p>
<p>Kahlschläge fallen selbst in den Weiten Amazoniens leichter auf, könnten zu Ärger mit den Umweltbehörden führen. Deshalb verlegten sich die Holzfirmen seit den Neunzigern auf den illegalen „Corte seletivo“ – Bischof Kräutler im Amazonas-Teilstaat Parà hat die stupide Fäll-und Transportmethode immer wieder als Umweltverbrechen angeprangert. „Besorgniserregend ist, daß man dabei sogar Sklavenarbeiter rücksichtslos ausbeutet.“</p>
<p>Wurde ein Urwaldriese aufgespürt, der nicht selten über fünfhundert Jahre alt ist, wird er angesägt und reißt beim Sturz im Durchschnitt dreißig große Bäume bester Qualität mit um, ganz zu schweigen vom plattgewalzten Unterholz. Arbeiter trennen nun den unteren, dicksten Teil des Stammes von jenem zum Wipfel auslaufenden Rest, nach dem sich jedes europäische Sägewerk die Finger lecken würde. Dieser große Rest wird jedoch ebenso wie die umgerissenen Edelholzbäume liegen gelassen und verfault. Der herbeigerufene Bulldozer zerrt nur das Filetstück des Urwaldriesen hinter sich her. Zurück bleibt ein Ort der Verwüstung und Degeneration. Starke Winde zerbrechen schwache Restbäume. Die relativ dünne Humusschicht ist erstmals Sonne und starkem Tropenregen ausgesetzt, verliert rapide an Fruchtbarkeit. Doch auch der Bulldozer  reißt oft eine mehrere Dutzend Kilometer lange Spur der Zerstörung in den Tropenwald, da ein Wegenetz fehlt. Nur einige Prozent der jährlich anfallenden Edelholzmasse gelangen auf den Weltmarkt – das meiste vermodert oder wird abgefackelt. Wegen der berüchtigten Brandrodungen, mit denen vor allem Flächen für mehr Sojaanbau gewonnen werden, zählt das Drittweltland zu den fünf größten Luftvergiftern der Erde. In gigantischen Flammenwänden verbrennen Millionen von Tieren lebendig, die nationale Liste vom Aussterben bedrohter Arten wird daher rasch länger. Kein Wunder, daß Brasilien im neuesten Guinness-Buch der Rekorde gleich mehrfach als Top-Umweltvernichter negativ herausgestellt wird.</p>
<p>Staatschef Luis Inacio Lula da Silva und seine zu einer großen Pfingstkirche zählende Umweltministerin Marina Silva hatten Anfang 2003 beim Amtsantritt der Weltgemeinschaft radikalen, beispielhaften Naturschutz versprochen. Doch passiert ist das Gegenteil. Selbst gemäß den geschönten amtlichen Angaben wurden jährlich weiterhin über 25000 Quadratkilometer Urwald vernichtet, mehr als in den Jahren der Militärdiktatur &#8211;  den „Corte seletivo“ nicht eingerechnet. Greenpeace und Umweltexperten der katholischen Kirche weisen jetzt erneut auf Blairo Maggi &#8211; schwerreicher Gouverneur des Amazonasteilstaat Mato Grosso.  Maggi sei zugleich weltgrößter Sojaproduzent und für die Hälfte der jüngsten Abholzungen direkt verantwortlich. Er gehört zur „Sozialistischen Volkspartei“(PPS), einem wichtigen Koalititionspartner von Staatschef Lula.  Der fördert das devisenbringende „Agrobusiness“, besonders die Soja-und Fleischexporteure, nach Kräften.</p>
<p>Auf Brasiliens Umweltaktivisten werden immer wieder Attentate verübt. Im Februar ließen Holzunternehmer und Großfarmer in Bischof Kräutlers Teilstaat Parà die nordamerikanische Missionarin und Regenwaldschützerin Dorothy Stang ermorden. Ende Oktober macht Parà wieder Negativschlagzeilen: Jener Großagrarier Josè Dias Pereira, der die letzten zwei Jahre in einem Schutzgebiet an die zwei Millionen Urwaldbäume fällen ließ und deshalb ins Gefängnis kam, wurde nach 52 Tagen freigelassen.</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/20/grose-deutsche-entscheider-thyssenkrupp-erwagt-verkauf-des-neuen-stahlwerks-in-rio-de-janeiro-laut-manager-magazin-wer-das-werk-bereits-uber-den-grunen-klee-lobte-lula-deutsche-politiker/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/20/grose-deutsche-entscheider-thyssenkrupp-erwagt-verkauf-des-neuen-stahlwerks-in-rio-de-janeiro-laut-manager-magazin-wer-das-werk-bereits-uber-den-grunen-klee-lobte-lula-deutsche-politiker/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/17/rio20-brasiliens-umstrittenes-amazonas-wasserkraftprojekt-belo-monte-am-rio-xingu-katholische-kirche-zu-baufortschritten-darunter-grosflachiger-abholzung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/17/rio20-brasiliens-umstrittenes-amazonas-wasserkraftprojekt-belo-monte-am-rio-xingu-katholische-kirche-zu-baufortschritten-darunter-grosflachiger-abholzung/</strong></a></p>
<h2>Brasilien: “Das Ergebnis war bedeutungslos”.  Fabio Feldmann, jüdischer Umweltexperte Brasiliens, über  G-7-Pilotprojekt zum Schutz der brasilianischen Regenwälder,  Hauptfinanzier Deutschland. Wurden also deutsche Steuergelder sinnlos  und verantwortungslos verpulvert? Und von wem genau? <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=3957" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/fabio-feldmann/" rel="tag">Fabio Feldmann</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/g-7-pilotprogramm-zum-schutz-der-regenwa%c2%a4lder/" rel="tag">G-7-Pilotprogramm zum Schutz der RegenwÃ¤lder</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/ja%c2%bcdischer-umweltexperte/" rel="tag">jÃ¼discher Umweltexperte</a></p>
<p><strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/04/neue-deutsche-umweltpolitik-in-brasilien-umweltjournalist-norbert-suchanek-uber-die-folgen-des-sojawahns-brachiale-naturvernichtung-dank-immer-hoherer-zucker-und-ethanolimporte-thyssenkrupp/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/04/neue-deutsche-umweltpolitik-in-brasilien-umweltjournalist-norbert-suchanek-uber-die-folgen-des-sojawahns-brachiale-naturvernichtung-dank-immer-hoherer-zucker-und-ethanolimporte-thyssenkrupp/</a></strong></p>
<p><span id="more-12532"></span></p>
<p><strong>Fabio Feldmann, der zu den brasilianischen Grünen gehört,  über die Verhandlungstaktik der Lula-Regierung beim Klima-und  Umweltschutz:”Es existiert ein enormer Unterschied zwischen dem, was wir  den anderen auf internationalen Foren vorschlagen und was wir hier  zuhause realisieren.”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/11/lula-regierung-will-in-kopenhagen-von-industrielandern-geld-fur-tropenwaldschutz-was-geschah-mit-den-bisher-an-brasilien-gezahlten-millionensummen-dr-fabio-olmos/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/11/lula-regierung-will-in-kopenhagen-von-industrielandern-geld-fur-tropenwaldschutz-was-geschah-mit-den-bisher-an-brasilien-gezahlten-millionensummen-dr-fabio-olmos/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/03/angelikopenhagenpause.JPG" alt="angelikopenhagenpause.JPG" /></p>
<p>&#8222;Konferenzpause in Kopenhagen&#8220; &#8211; Angeli in Qualitätszeitung &#8222;Folha de Sao Paulo&#8220;, Ausriß.</p>
<p><strong>Dr.Fabio Olmos zu Germanwatch-Statistik:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/germanwatch-klimaschutz-rangliste-von-brasilianischem-umweltexperten-dr-fabio-olmos-scharf-kritisiertentweder-ist-hier-jemand-stupide-oder-unehrlich/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/germanwatch-klimaschutz-rangliste-von-brasilianischem-umweltexperten-dr-fabio-olmos-scharf-kritisiertentweder-ist-hier-jemand-stupide-oder-unehrlich/</a></p>
<p><font size="2" face="Verdana"><strong>“Brasiliens CO<sub>2</sub>  Emissionen aus der Rodung von Wäldern des Amazonasgebiets beispielsweise  sind etwa viermal so groß wie die energiebedingten Emissionen des  Landes.” (Bundeszentrale für politische Bildung in Bonn)</strong></font></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/14/lula-regierung-verkundet-vor-uno-klimakonferenz-von-kopenhagen-offiziell-verlangsamung-der-urwaldvernichtung-umwelt-ngo-nennen-wirtschaftskrise-als-hauptgrund-geschlossene-schlacht-und-kuhlhauser-s/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/14/lula-regierung-verkundet-vor-uno-klimakonferenz-von-kopenhagen-offiziell-verlangsamung-der-urwaldvernichtung-umwelt-ngo-nennen-wirtschaftskrise-als-hauptgrund-geschlossene-schlacht-und-kuhlhauser-s/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/27/ney-matogrosso-por-debaixo-dos-pano/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/27/ney-matogrosso-por-debaixo-dos-pano/</strong></a></p>
<p><strong><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/668242/">http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/668242/</a></strong></p>
<h2>Brasiliens Staatspräsidentin Dilma Rousseff,  aus Europa mit sehr viel Lob bedacht, erlebt in Hannover einige Proteste  von Menschenrechts-und Umweltorganisationen wegen des neuen  Waldgesetzes. Mahnwache wegen CeBIT-Ehrengast vor Hannover Congress  Centrum. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=12535" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-menschenrechtslage/" rel="tag">Brasiliens Menschenrechtslage</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-prasidentin-in-hannover-2012/" rel="tag">Brasiliens Präsidentin in Hannover 2012</a></p>
<p><strong>PRESSEMITTEILUNG      Hannover/Göttingen, den 5.3.2012</strong></p>
<p><strong>Appell an CeBIT-Ehrengast Rousseff: Retten Sie die indigenen  Völker im Regenwald! Verhindern Sie die Novellierung des Waldgesetzes!</strong></p>
<p><strong>Rettung in allerletzter Minute für den Wald in Brasilien und  die darin lebenden indigenen Gemeinschaften &#8211; das erhoffen sich die  Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) und Rettet den Regenwald e.V.  von der brasilianischen Präsidentin Dilma Rousseff. Die  Menschenrecht-ler und Umweltschützer wenden sich deshalb während der  Eröffnungsveranstaltung der CeBIT 2012 am Montag in Hannover mit einer  Mahnwache an den CeBIT-Ehrengast. Rousseff soll durch ihr Veto das neue  Waldgesetz (Código Forestal) in ihrem Land verhindern, das am Dienstag  (6.3.) verabschiedet werden soll und für die Ureinwohner und die Natur  katastrophale Folgen hätte. Eine Fläche so groß wie Deutschland,  Österreich und Italien zusammen wäre zur Abholzung freigegeben.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/05/brasiliens-neues-waldgesetz-vor-der-end-abstimmung-im-kongres-scharfe-kritik-von-in-und-auslandischen-naturschutzexperten/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/05/brasiliens-neues-waldgesetz-vor-der-end-abstimmung-im-kongres-scharfe-kritik-von-in-und-auslandischen-naturschutzexperten/</strong></a></p>
<p><strong><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/01/luladilma6.JPG" alt="luladilma6.JPG" /></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/05/brasiliens-staatsprasidentin-dilma-rousseff-in-deutschland/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/05/brasiliens-staatsprasidentin-dilma-rousseff-in-deutschland/</strong></a></p>
<p><strong>Die jetzige Staatschefin Dilma Rousseff wurde 2002 nach dem     Wahlsieg Lulas zur Ministerin für Energie und Bergbau ernannt und     definiert seitdem auch die Atomenergiepolitik der “Gestaltungsmacht”     Brasilien, erhält entsprechend viel Lob aus neoliberalen Ländern wie     Deutschland.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/05/atomkraft-gutachten-warnt-vor-brasilianischem-fukushima-der-spiegel/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/05/atomkraft-gutachten-warnt-vor-brasilianischem-fukushima-der-spiegel/ </strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/05/fifa-und-brasiliens-heftig-kritisierte-wm-organisatorentritt-in-den-hintern/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/05/fifa-und-brasiliens-heftig-kritisierte-wm-organisatorentritt-in-den-hintern/</strong></a></p>
<p><strong>Das neue Gesetz würde in Brasilien zu einer deutlichen  Zunahme der Abholzung im Regenwald führen und damit auch das Überleben  vieler indianischer Gemeinschaften gefährden, befürchtet die  GfbV-Referentin für indigene Völker, Yvonne Bangert. Der Schutz der  Waldgebiete würde zu Gunsten der Agrarindustrie und ihrer Suche nach  immer mehr Anbauflächen zum Beispiel für Soja oder Weideflächen für  Rinder ausgehöhlt. Einer zunehmenden Entwaldung besonders schutzlos  ausgesetzt wären die geschätzt 70 Völker in freiwilliger  Abgeschiedenheit.<br />
Auch für den Klimaschutz wäre die Novelle ein deutlicher Rückschritt.  Die illegalen Holzfäller sollten auch künftig bestraft und die gerodeten  Flächen wieder mit der ursprünglichen Vegetation aufgeforstet werden,  fordert David Vollrath von Rettet den Regenwald e.V. Es gelte, Millionen  Hektar Regenwald vor der Zerstörung zu bewahren.</strong></p>
<p><strong>Das neue Gesetz sieht vor, dass Waldbesitzer künftig statt 80  Prozent nur noch 50 Prozent des Waldes auf ihrem Land erhalten müssen.  Illegaler Holzeinschlag wird amnestiert. Ein geschützter Streifen von  bis zu 100 Metern entlang der Flüsse soll deutlich schmaler werden. Dies  verschlechtert dann die Wasserqualität und fördert die Erosion.  Darunter werden die Fischbestände leiden, die ihrerseits wichtige  Lebensgrundlage für die Indianer sind. Die große Mehrheit der  brasilianischen Bevölkerung lehnt es ab, dass weiter Regenwald abgeholzt  wird. 200 Organisationen aus Brasilien und vielen anderen Ländern haben  bereits im Mai 2011 in einer gemeinsamen Erklärung die geplante  Gesetzesänderung zurückgewiesen.<br />
Im Juni 2012 findet die UNO-Klimakonferenz Rio+20 in Brasilien statt.  Eine Novellierung des Waldgesetzes wäre das falsche Signal für den  Klimaschutz.</strong></p>
<p><strong>ACHTUNG REDAKTIONEN: Die Mahnwache findet am heutigen Montag  um 17 Uhr vor dem Hannover Congress Centrum (Theodor-Heuss-Platz 1) in  Hannover statt.</strong></p>
<p><strong>Menschenrechtslage in Brasilien:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/08/tropa-de-elite-2-noch-dokumentarischer-als-der-berlinale-gewinner-landeskunde-pur-uber-das-heutige-brasilien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/08/tropa-de-elite-2-noch-dokumentarischer-als-der-berlinale-gewinner-landeskunde-pur-uber-das-heutige-brasilien/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/</strong></a></p>
<p><strong>Pressefreiheit in Brasilien 2012 &#8211; UNESCO verurteilt jüngste  Morde an Journalisten &#8211; Reporter ohne Grenzen stuft Brasilien auf  Pressefreiheit-Index stark herab:  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/23/unesco-verurteilt-jungste-morde-an-journalisten-in-brasilien-angriff-auf-journalismus-und-ausdrucksfreiheit-brasiliens-gravierende-menschenrechtslage/">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/23/unesco-verurteilt-jungste-morde-an-journalisten-in-brasilien-angriff-auf-journalismus-und-ausdrucksfreiheit-brasiliens-gravierende-menschenrechtslage/</a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</strong></a></p>
<h2>Brasilien, Sklavennachfahrin 2012, vor in-und  ausländischen  Großbanken der Avenida Paulista in Sao Paulo.  Staatschefin Dilma  Rousseff und die Frauen des Alltags, darunter  Hausbesetzerinnen.  Brasiliens Hungerproblem. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=12479" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasilien/" rel="tag">Brasilien</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/rassismus/" rel="tag">Rassismus</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/sao-paulo/" rel="tag">Sao Paulo</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/sklavennachfahrin/" rel="tag">Sklavennachfahrin</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/02/karrenschwarzepaulista.JPG" alt="karrenschwarzepaulista.JPG" /></p>
<p><strong>Vor den Karren spannen…Stellen Sie sich vor, das wäre Ihr Broterwerb.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/31/brasiliens-katholische-kirche-definiert-die-unter-lula-rousseff-fortdauernde-sklavenarbeit-als-barbarisches-verbrechen-sklavenarbeit-als-interessanter-kostenfaktor-im-internationalen-wettbewerb/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/31/brasiliens-katholische-kirche-definiert-die-unter-lula-rousseff-fortdauernde-sklavenarbeit-als-barbarisches-verbrechen-sklavenarbeit-als-interessanter-kostenfaktor-im-internationalen-wettbewerb/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/02/karrenschwarze2012.JPG" alt="karrenschwarze2012.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/02/brasilien-der-kranke-sich-krummende-hustende-barfusige-schwarze-und-die-indifferenz-city-sao-paulos/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/02/brasilien-der-kranke-sich-krummende-hustende-barfusige-schwarze-und-die-indifferenz-city-sao-paulos/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/02/karrenschwarzepaulista2.JPG" alt="karrenschwarzepaulista2.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/24/morde-an-schwarzen-in-brasilien-starke-zunahme-unter-der-lula-regierung-von-drei-ermordeten-sind-zwei-schwarz-wikileaks-und-rassismus-in-brasilien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/24/morde-an-schwarzen-in-brasilien-starke-zunahme-unter-der-lula-regierung-von-drei-ermordeten-sind-zwei-schwarz-wikileaks-und-rassismus-in-brasilien/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/06/missaafrokopf2.jpg" alt="missaafrokopf2.jpg" /></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/01/crackkarrenlixo.JPG" alt="crackkarrenlixo.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/08/brasilianische-berufsgruppen-die-es-in-deutschland-nicht-gibt-mullsammler-catador-de-lixo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/08/brasilianische-berufsgruppen-die-es-in-deutschland-nicht-gibt-mullsammler-catador-de-lixo/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/02/hungerabfall2.JPG" alt="hungerabfall2.JPG" /></p>
<p><strong>Brasiliens Hungerproblem:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/04/brasiliens-hungerproblem-hungernde-essen-vergorenen-abfall-matsch-aus-mulltuten-an-der-strase/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/04/brasiliens-hungerproblem-hungernde-essen-vergorenen-abfall-matsch-aus-mulltuten-an-der-strase/</strong></a></p>
<h2>Brasiliens Wohnungsnot unter  Lula-Rousseff.(Wo bitte gehts hier zum   Boom?) Brutale Vertreibung von  Hausbesetzern landesweit &#8211; auch in Sao   Paulo. Kampieren auf der Straße  in Abgasgestank und Autokrach bei   Tropenhitze. FLM &#8211; Frente de Luta por  Moradia”. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=12295" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: , , <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/menschenrechtspriester-julio-lancelotti/" rel="tag">Menschenrechtspriester Julio Lancelotti</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/wohnungsnot-in-brasilien-unter-lula-rousseff/" rel="tag">Wohnungsnot in Brasilien unter Lula-Rousseff</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/25/nine-most-horrible-places-in-the-world-favela-slums-von-rio-de-janeiro-aus-sicht-des-bric-staats-china-subkultur-von-umweltzerstorung-armut-und-gangstern-cubatao-bei-sao-paulo-an-sieb/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/25/nine-most-horrible-places-in-the-world-favela-slums-von-rio-de-janeiro-aus-sicht-des-bric-staats-china-subkultur-von-umweltzerstorung-armut-und-gangstern-cubatao-bei-sao-paulo-an-sieb/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/21/hausbesetzervertreibung-unter-lula-400-wohnungslose-familien-kampieren-vor-stadtparlament-von-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/21/hausbesetzervertreibung-unter-lula-400-wohnungslose-familien-kampieren-vor-stadtparlament-von-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><strong>Die Existenz von weit über 2600 Slums, das Heer der    Obdachlosen in Lateinamerikas reichster Stadt Sao Paulo weisen auf den    bemerkenswerten Umgang der Regierung mit dem Problem der Wohnungsnot in    der achtgrößten Wirtschaftsnation hin. Unweit jenes Elite-Hospitals,  in   dem Lula derzeit wegen Krebs behandelt wird, kampieren jetzt   vertriebene  Hausbesetzer auf offener Straße, bei Hitze über 35 Grad,   ohne jegliche  staatliche Unterstützung. Wie der Sprecher der    Vertriebenen im  Website-Interview erläuterte, ließen sich bisher   beispielsweise  Vertreter von Lulas Arbeiterpartei PT oder anderer   Parteien nicht  blicken &#8211; Unterstützung komme lediglich von dem   katholischen  Menschenrechtspriester Julio Lancelotti. Militärpolizei   sei nach der  Räumung mit Tränengas gegen die kampierenden Hausbesetzer   vorgegangen.  Allein in der City von Sao Paulo gebe es zahlreiche seit   Jahren  leerstehende Gebäude mit Wohnungen für weit über 10000  Menschen.  Der  Sprecher erinnerte daran, daß seine Bewegung der  Wohnungslosen vor   Jahren auch von “Brot für die Welt” unterstützt  worden sei. </strong></p>
<h2>“Wenn es ein Land gibt, in dem das Volk die Krise nicht erlebte, dann war es dieses hier!”(Lula)</h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/03/brasiliens-carandiru-massaker-an-haftlingen-in-sao-paulo-okumenischer-gedenkgottesdienst-der-katholischen-gefangenenseelsorge-die-massaker-und-blutbader-gehen-weiter/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/03/brasiliens-carandiru-massaker-an-haftlingen-in-sao-paulo-okumenischer-gedenkgottesdienst-der-katholischen-gefangenenseelsorge-die-massaker-und-blutbader-gehen-weiter/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/02/raumung1.JPG" alt="raumung1.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/05/brasiliens-stadtpolitik-unter-lula-rousseff-wieder-hutten-elendsviertel-sao-paulos-durch-feuer-zerstort-mindestens-zwei-slumbewohner-verbrannt/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/05/brasiliens-stadtpolitik-unter-lula-rousseff-wieder-hutten-elendsviertel-sao-paulos-durch-feuer-zerstort-mindestens-zwei-slumbewohner-verbrannt/</strong></a></p>
<p><a href="http://pt.wikipedia.org/wiki/Frente_de_Luta_por_Moradia"><strong>http://pt.wikipedia.org/wiki/Frente_de_Luta_por_Moradia</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/02/raumung2.JPG" alt="raumung2.JPG" /></p>
<p><strong>Attacke auf die kampierenden Wohnungslosen: </strong> <a href="http://www.portalflm.com.br/noticias/inspetor-queiros-da-gcm-prometeu-violencia-e-cumpriu-mas-a-ocupacao-continua-feridos-foram-levados-para-santa-casa/2035"><strong>http://www.portalflm.com.br/noticias/inspetor-queiros-da-gcm-prometeu-violencia-e-cumpriu-mas-a-ocupacao-continua-feridos-foram-levados-para-santa-casa/2035</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/03/elend-in-brasilien-unter-lula-rousseff-die-deutsche-missionarin-marianne-diener/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/03/elend-in-brasilien-unter-lula-rousseff-die-deutsche-missionarin-marianne-diener/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/02/raumung3.JPG" alt="raumung3.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.portalflm.com.br/categoria/noticias"><strong>http://www.portalflm.com.br/categoria/noticias</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/02/brasilien-der-kranke-sich-krummende-hustende-barfusige-schwarze-und-die-indifferenz-city-sao-paulos/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/02/brasilien-der-kranke-sich-krummende-hustende-barfusige-schwarze-und-die-indifferenz-city-sao-paulos/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/02/raumung4.JPG" alt="raumung4.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/04/brasiliens-hungerproblem-hungernde-essen-vergorenen-abfall-matsch-aus-mulltuten-an-der-strase/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/04/brasiliens-hungerproblem-hungernde-essen-vergorenen-abfall-matsch-aus-mulltuten-an-der-strase/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/02/raumung5.JPG" alt="raumung5.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/28/zdf-adveniat-in-sao-paulo-welcher-slum-aus-sicherheitsgrunden-fur-den-gottesdienst-nicht-infragekam-favela-do-moinho-wo-bitte-gehts-hier-zum-boom/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/28/zdf-adveniat-in-sao-paulo-welcher-slum-aus-sicherheitsgrunden-fur-den-gottesdienst-nicht-infragekam-favela-do-moinho-wo-bitte-gehts-hier-zum-boom/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/02/raumung6.JPG" alt="raumung6.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/16/brasiliens-crack-kinder-unter-lula-rousseff-trotz-offiziellem-kinderstatut-zahlreiche-kinder-landesweit-als-kunden-der-crack-wachstumsbrance/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/16/brasiliens-crack-kinder-unter-lula-rousseff-trotz-offiziellem-kinderstatut-zahlreiche-kinder-landesweit-als-kunden-der-crack-wachstumsbrance/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/02/raumung7.JPG" alt="raumung7.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/17/obdachlose-in-sao-paulo-wahrend-des-wulff-besuchs-lebendig-verbrannt-brasiliens-wichtigster-befreiungstheologe-im-website-interview-ein-land-der-kontraste/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/17/obdachlose-in-sao-paulo-wahrend-des-wulff-besuchs-lebendig-verbrannt-brasiliens-wichtigster-befreiungstheologe-im-website-interview-ein-land-der-kontraste/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/02/raumung8.JPG" alt="raumung8.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/04/parabens-dom-paulo-evaristo-arns5-ehrung-im-stadtparlament-erinnerung-an-des-kardinals-leitspruchcoragem-viva-dom-paulo/"><strong> http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/04/parabens-dom-paulo-evaristo-arns5-ehrung-im-stadtparlament-erinnerung-an-des-kardinals-leitspruchcoragem-viva-dom-paulo/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/04/lula-bekommt-500000-dollar-von-lg-fur-vortrag-in-sudkorea-laut-brasilianischen-landesmedien-uber-eine-million-dollar-damit-vier-monate-nach-ende-der-amtszeit-kassiert-laut-kalkulation-von-parte/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/04/lula-bekommt-500000-dollar-von-lg-fur-vortrag-in-sudkorea-laut-brasilianischen-landesmedien-uber-eine-million-dollar-damit-vier-monate-nach-ende-der-amtszeit-kassiert-laut-kalkulation-von-parte/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/05/lance1.JPG" alt="lance1.JPG" /></p>
<p><strong>Menschenrechtspriester Julio Lancelotti:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/26/julio-lancelotti-brasiliens-ausergewohnlicher-hochst-unbequemer-menschenrechtspriester-ziel-von-morddrohungen-prozessen-verleumdungen-psycho-terror-medienkampagnen/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/26/julio-lancelotti-brasiliens-ausergewohnlicher-hochst-unbequemer-menschenrechtspriester-ziel-von-morddrohungen-prozessen-verleumdungen-psycho-terror-medienkampagnen/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/02/raumunghausleer.JPG" alt="raumunghausleer.JPG" /></p>
<p><strong>Eines der zahlreichen, seit Jahren leerstehenden City-Gebäude Sao Paulos &#8211; angesichts von gravierender Wohnungsnot.</strong></p>
<h2>Brasiliens Hungerproblem. Hungernde essen  vergorenen Abfall-Matsch    aus Müllsäcken an der Straße. Das  Basis-Menschenrecht auf Ernährung. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=12289" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-hunger-und-elendsprobleme/" rel="tag">Brasiliens Hunger-und Elendsprobleme</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/02/hungernderabfallesp.JPG" alt="hungernderabfallesp.JPG" /></p>
<p><strong>Sao Paulo, 2012.</strong></p>
<p><strong>Laut Befreiungstheologe Frei Betto, Ex-Lula-Berater beim        Anti-Hungerprogramm,  liegt die Zahl der in   extremer Armut, also in        Hunger und Misere, lebenden Brasilianer, nicht   wie offiziell        angegeben, heute bei 16 Millionen, sondern ist doppelt so hoch. </strong><strong>Nach       derzeit geltendem mitteleuropäischen Werteverständnis hat damit  die      internationale Wirtschafts-und Finanzkrise, wie die       Lula-Rousseff-Regierung verbreiten ließ, auf Brasilien nur geringe       Auswirkungen gehabt. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/07/29/brasilianer-ernahren-sich-schlecht-selbst-laut-offizieller-ibge-statistik-arm-an-nahrstoffen-reich-an-kalorien-zuwenig-vitamine-und-kalzium-viel-zuviel-salz-weiter-gravierendes-hungerproble/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/07/29/brasilianer-ernahren-sich-schlecht-selbst-laut-offizieller-ibge-statistik-arm-an-nahrstoffen-reich-an-kalorien-zuwenig-vitamine-und-kalzium-viel-zuviel-salz-weiter-gravierendes-hungerproble/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/11/13/trotz-bolsa-familia-weiter-hunger-und-unterernahrung-in-brasilien-bischof-demetrio-valentini-prasident-der-brasilianischen-caritas/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/11/13/trotz-bolsa-familia-weiter-hunger-und-unterernahrung-in-brasilien-bischof-demetrio-valentini-prasident-der-brasilianischen-caritas/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/brasiliens-hohe-rate-von-behinderten-2391-prozent-der-bevolkerung-gegenuber-rund-1-prozent-in-hochentwickelten-landern-laut-studien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/brasiliens-hohe-rate-von-behinderten-2391-prozent-der-bevolkerung-gegenuber-rund-1-prozent-in-hochentwickelten-landern-laut-studien/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/28/zdf-adveniat-in-sao-paulo-welcher-slum-aus-sicherheitsgrunden-fur-den-gottesdienst-nicht-infragekam-favela-do-moinho-wo-bitte-gehts-hier-zum-boom/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/28/zdf-adveniat-in-sao-paulo-welcher-slum-aus-sicherheitsgrunden-fur-den-gottesdienst-nicht-infragekam-favela-do-moinho-wo-bitte-gehts-hier-zum-boom/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/02/hungerabfall2.JPG" alt="hungerabfall2.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/09/brasilien-immer-mehr-bein-und-schenkelamputationen-wegen-der-armuts-und-elendskrankheit-diabetes-rund-45000-amputationen-jahrlich-laut-medizinexperten/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/09/brasilien-immer-mehr-bein-und-schenkelamputationen-wegen-der-armuts-und-elendskrankheit-diabetes-rund-45000-amputationen-jahrlich-laut-medizinexperten/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/15/brasilia-gibt-erstmals-starkere-krisenwirkungen-zu-rezession-heftiger-als-bisher-stets-betont/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/15/brasilia-gibt-erstmals-starkere-krisenwirkungen-zu-rezession-heftiger-als-bisher-stets-betont/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/mullrestefrauausris.JPG" alt="mullrestefrauausris.JPG" /></p>
<p>Ausriß.</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/09/die-anti-hunger-hilfe-bolsa-familia-der-lula-regierung-die-aktuellen-daten-erlautert-von-pt-kongressenator-eduardo-suplicy-vor-obdachlosen-im-franziskanerkloster-sao-paulos/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/09/die-anti-hunger-hilfe-bolsa-familia-der-lula-regierung-die-aktuellen-daten-erlautert-von-pt-kongressenator-eduardo-suplicy-vor-obdachlosen-im-franziskanerkloster-sao-paulos/</strong></a></p>
<p><strong>Bahia: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/04/brasiliens-menschenrechtslage-bahia-regierung-raumt-offiziell-59-morde-seit-beginn-des-polizei-streiks-ein-situation-in-tourismus-teilstaat-weiter-auser-kontrolle/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/04/brasiliens-menschenrechtslage-bahia-regierung-raumt-offiziell-59-morde-seit-beginn-des-polizei-streiks-ein-situation-in-tourismus-teilstaat-weiter-auser-kontrolle/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</strong></a></p>
<h2>Bundespräsident Christian Wulff, Dilma  Rousseff und der zügige Bau    des neuen Atomkraftwerks Angra 3 bei Rio de  Janeiro, mit deutscher    Bundesbürgschaft von über 1,3 Milliarden Euro.  “Energie für neue    Zeiten. Brasilien war noch nie so stark. Es ist eine  neue Zeit. Eine    Zeit von Wachstum und Entwicklung.”  Deutsch-brasilianisches Jahr    2013/2014. E.on und die Kohlekraftwerke  Brasiliens. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11989" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/atomkraftwerk-angra-3-bei-rio-de-janeiro/" rel="tag">Atomkraftwerk Angra 3 bei Rio de Janeiro</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-atompolitik-mit-deutscher-hilfe/" rel="tag">Brasiliens Atompolitik mit deutscher Hilfe</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/christian-wulff/" rel="tag">Christian Wulff</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/dilma-rousseff-appelliert-an-bundesprasident-wulff-sich-fur-den-bau-des-atomkraftwerks-angra-3-bei-rio-die-exportburgschaft-einzusetzen-melden-brasiliens-medien-die-grosen-atom-plane-brasilias/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/dilma-rousseff-appelliert-an-bundesprasident-wulff-sich-fur-den-bau-des-atomkraftwerks-angra-3-bei-rio-die-exportburgschaft-einzusetzen-melden-brasiliens-medien-die-grosen-atom-plane-brasilias/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1624771/"><strong>http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1624771/</strong></a></p>
<p><strong>Wie es hieß, habe Wulff gegenüber Rousseff auf internen Druck      zugunsten der Aufkündigung der Exportbürgschaft hingewiesen,  die   dem    zuständigen deutsch-französischen Nuklearkonzern AREVA gewährt   worden    sei. Ein brasilianischer Regierungsfunktionär habe   kommentiert, daß    bislang anzunehmen  sei, daß Deutschland den   Kontrakt nicht einseitig    breche &#8211; und sei es aus Imagegründen. Es   handele sich um eine  Bürgschaft   über 1,5 Milliarden Euro.  </strong></p>
<p><strong>E.on in Brasilien:<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/12/eon-in-brasilien-scharfe-kritik-an-umweltschadlicher-kohlebasis-fur-meiste-energieprojekte-mit-milliardar-eike-batista-laut-landesmedien-parceria-eike-eon-e-movido-a-carvao/">         http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/12/eon-in-brasilien-scharfe-kritik-an-umweltschadlicher-kohlebasis-fur-meiste-energieprojekte-mit-milliardar-eike-batista-laut-landesmedien-parceria-eike-eon-e-movido-a-carvao/</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/01/wulffsynagogesp.JPG" alt="wulffsynagogesp.JPG" /></p>
<p><strong>Wulff in Synagoge von Sao Paulo.</strong></p>
<p><strong>Foto Rousseff-Wulff &#8211; anklicken:</strong> <a href="http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Bilder/DE/Bilderstrecke/110507-Brasilien/110507-Brasilien.html#"><strong>http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Bilder/DE/Bilderstrecke/110507-Brasilien/110507-Brasilien.html#</strong></a></p>
<p><a href="http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Christian-Wulff/Reden/2011/05/110506-Brasilien-Aussenhandelskammer.html"><strong>http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Christian-Wulff/Reden/2011/05/110506-Brasilien-Aussenhandelskammer.html</strong></a></p>
<h2>Brasiliens neues Atomkraftwerk Angra 3 &#8211; weiter gute Baufortschritte, laut Landesmedien. ThyssenKrupp in Rio de Janeiro. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11890" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><strong>Wie es hieß, sind 3700 Menschen auf der Baustelle  bei Rio de     Janeiro beschäftigt, entsteht derzeit das Reaktorgebäude,  bewarben     sich fünf Firmen um die Montage der Nukleartechnik. Das nächste      Atomkraftwerk sei für das Hinterland des Nordostens geplant. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/21/brasilien-bau-des-milliardenteuren-atomkraftwerks-angra-3-bei-rio-de-janeiro-kommt-sehr-gut-voran-melden-landesmedien-deutsches-hilfswerk-adveniat-sammelt-spenden-fur-brasiliens-verelendete/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/21/brasilien-bau-des-milliardenteuren-atomkraftwerks-angra-3-bei-rio-de-janeiro-kommt-sehr-gut-voran-melden-landesmedien-deutsches-hilfswerk-adveniat-sammelt-spenden-fur-brasiliens-verelendete/</strong></a></p>
<p><strong>Doppelseitige Regierungspropaganda in Zeitungen für das neue Atomkraftwerk “Angra 3? bei Rio de Janeiro:</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/08/angra3anzeige2.JPG" alt="angra3anzeige2.JPG" /></p>
<p><strong>“Energia para novos tempos”. (Energie für neue Zeiten)<br />
</strong></p>
<p><strong>“Brasilien war noch nie so stark. Es ist eine neue Zeit. Eine Zeit von Wachstum und Entwicklung.”</strong></p>
<h2>Brasiliens Atomkraftwerke-Programm &#8211; Lula  dekretierte kurz vor     Amtsabtritt noch totale Steuerbefreiung für  Nuklearimporte, laut     Landesmedien. Norbert Suchaneks  Anti-Atom-Filmfestival in Rio de     Janeiro. Weltsozialforum-Erfinder Oded  Grajew zur     deutsch-brasilianischen Atomkooperation…AKW “Angra 3? bei Rio  mit     deutscher Hilfe. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=9552" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><strong>Am 30. Dezember 2010, während seiner letzten  Amtsstunden, so     die Landesmedien, unterzeichnete Lula das entsprechende  Dekret. Man     möge sich dabei an Japan erinnern, hieß es. </strong></p>
<p><strong>Aus welchen Ländern die Nuklearimporte kommen, ist leicht zu erraten.<br />
</strong></p>
<p><strong>Entsprechend stark ist das Lob für Lulas Politik aus Europa. </strong></p>
<p><strong>Einfach mal nachschauen, wer heute alles gegen Atomkraft      wettert, aber den deutsch-brasilianischen Atomvertrag aus der      Folterdiktaturzeit kurioserweise immer wieder verlängerte…Stoff für      Nachdenkliche, die politische Scheinheiligkeit nicht mögen. </strong></p>
<p>“<strong>Um die künftige Atomkooperation mit Brasilien nicht zu       erschweren, hatte die rot-grüne Bundesregierung im November 2005 das       umstrittene deutsch-brasilianische Nuklearabkommen aus der  Diktaturzeit      nicht gekündigt, sondern offiziell und automatisch  verlängert. 18      Umwelt-und Entwicklungsorganisationen hatten 2005  die rot-grüne      Regierung aufgefordert, mit der Atomkooperation  Schluß zu machen.</strong> <strong>     “Das ist die Chance, ein Signal  zu setzen, daß es der  Bundesregierung     mit ihrem Atomausstieg ernst  ist, auch  international”, betonte  Sergio    Dialetachi von Greenpeace  Brasilien.  Grüne wie Joseph     Fischer(Ex-”Revolutionärer Kampf”) und  Jürgen  Trittin, dachten indessen     gar nicht daran, schließlich hätte  man den  Atomvertrag gemäß den     fünfjährigen Kündigungsfristen  bereits 1999  aufheben können.”</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/brandtgeisel.JPG" alt="brandtgeisel.JPG" /></p>
<p><strong>Der deutschstämmige Militärdiktator, General Ernesto Geisel, und Willy Brandt.</strong></p>
<p><strong>Die Diktatur begann mit dem Militärputsch von 1964 &#8211; 1969      schloß  Bonn mit dem Militärregime laut Jahreschronik ein      Kulturabkommen.  </strong></p>
<p><strong>Weltsozialforum-Erfinder Oded Grajew aus Sao Paulo über die deutsch-brasilianische Nuklearkooperation:</strong>  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/28/der-judische-weltsozialforum-erfinder-oded-grajew-uber-die-deutsch-brasilianische-atomkooperation-weltsozialforum-2010/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/28/der-judische-weltsozialforum-erfinder-oded-grajew-uber-die-deutsch-brasilianische-atomkooperation-weltsozialforum-2010/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/28/greenpeace-contra-atomkraftwerk-angra-3-in-brasilien-eine-deutsch-franzosische-firma-baut-es-bei-rio-de-janeiro-mit-hermes-burgschaft/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/28/greenpeace-contra-atomkraftwerk-angra-3-in-brasilien-eine-deutsch-franzosische-firma-baut-es-bei-rio-de-janeiro-mit-hermes-burgschaft/</a></p>
<p><strong>“Willkommen bei der AREVA NP GmbH<br />
</strong></p>
<p><strong>AREVA NP, ein Unternehmen von AREVA und Siemens, ist das        weltweit führende Kerntechnikunternehmen. An unseren Standorten in        Frankreich, Deutschland und den USA setzen sich rund 18.100        Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dafür ein, dass Kernkraftwerke rund um        den Globus ihren Beitrag zu einer sicheren, wettbewerbsfähigen        sowie Kohlendioxid-freien und damit umweltschonenden Stromversorgung        leisten.”(Zitat Firmenwebsite)</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/14/brasiliens-atomkraft-plane-und-norbert-suchaneks-anti-atom-filmfestival-in-rio-de-janeiro/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/14/brasiliens-atomkraft-plane-und-norbert-suchaneks-anti-atom-filmfestival-in-rio-de-janeiro/</a></p>
<p><strong>Deutsche Hilfe für AKW “Angra 3? bei Rio de Janeiro &#8211; Basis      ist der deutsch-brasilianische Atomvertrag, deshalb von Grün-Rot    zweimal   verlängert:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/22/berlin-hilft-brasilien-bei-akw-bau-financial-times-deutschland-propaganda-und-realpolitik/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/22/berlin-hilft-brasilien-bei-akw-bau-financial-times-deutschland-propaganda-und-realpolitik/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/27/philip-fearnside-weltbekannter-amazonas-biologe-nennt-den-klimaschadlichen-methan-ausstos-des-umstrittenen-wasserkraftwerks-belo-monte-112-millionen-tonnen-jahrlich-mehr-als-die-nach-methan/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/27/philip-fearnside-weltbekannter-amazonas-biologe-nennt-den-klimaschadlichen-methan-ausstos-des-umstrittenen-wasserkraftwerks-belo-monte-112-millionen-tonnen-jahrlich-mehr-als-die-nach-methan/</a></p>
<p><strong>Bundespräsident Christian Wulff nach Brasilien:</strong>  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/27/deutscher-bundesprasident-christian-wulff-besucht-vom-4-bis-7-mai-2011-brasilien-weilt-mit-seiner-hochrangigen-delegation-in-brasilia-sao-paulo-und-rio-de-janeiro-strategische-partnerschaft/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/27/deutscher-bundesprasident-christian-wulff-besucht-vom-4-bis-7-mai-2011-brasilien-weilt-mit-seiner-hochrangigen-delegation-in-brasilia-sao-paulo-und-rio-de-janeiro-strategische-partnerschaft/</a></p>
<p><strong>“Biosprit” und die Selbstverbrennung von Francelmo </strong></p>
<p><strong>2005 verbrennt sich Francisco Anselmo de Barros, genannt         Francelmo, selbst, um ein Zeichen gegen die immer brutalere  Umwelt-und        Naturvernichtung in Brasilien zu setzen. Francelmo ist  einer der        wichtigsten, bekanntesten Umweltaktivisten des  Tropenlandes.  Direkter       Anlaß seines Protests ist die Ausweitung  der  Ethanolproduktion auf       Kosten der Natur.Unter der  Lula-Regierung  erklärt Francelmo, „in      Umweltfragen  werden wir  heute hintergangen  durch Interessen  schlechter     Politiker,   schlechter Unternehmer. In  Bezug auf  Brasilien sehen wir,     wie das  Schiff  untergeht – doch  niemand sagt  etwas dagegen. In den     Süden  werden  genmanipulierte  Pflanzen  eingeschmuggelt – und die      Regierung unterstützt  das.  Brandrodungen  in Amazonien – die Regierung      ist unempfindlich,   gleichmütig.  Es  gibt Leute mit Landbesitz so  groß     wie ein  Teilstaat –  und es gibt  die Landlosen. Der Rio Sao   Francisco    wird  umgeleitet, statt  ihn zu  revitalisieren.“</strong><strong> Brasiliens       Umweltministerin   Marina Silva gehört einer großen   Wunderheilersekte    an  – die  Resultate  von Silvas Politik sieht,   spürt man in Amazonien     genauso  wie in Sao  Paulo. </strong><strong>Europäische     Alibi-Umwelt-und     Menschenrechtsorganisationen, die der   Öffentlichkeit   vorgaukeln    sollen,  daß sich jemand für Natur und   Bürgerrechte   engagiert,  belassen   es wie im  Falle der   Selbstverbrennung Francelmos    gewöhnlich bei   Alibi-Erklärungen  –   echte, wirksame Aktionen werden,    weil unerwünscht,   unterlassen. Wie    es um Deutschlands Natur, die    biologische Vielfalt,   die   Artenentwicklung  und den Schutz der    Landschaften dank des     „Engagements“ dieser teils  hoch gesponserten    Alibi-Organisationen     steht, zeigen die Fakten  überdeutlich. </strong><strong>Und    daher   ist   auch Francelmo in Europa so  gut wie unbekannt, wird sein    Name,   sein   Protest in der Diskussion um  „Todes-Sprit“ (Frei Betto)    nur   selten   erwähnt. „Menschen ernähren, nicht  Autos“, fordern     hunderte    Umweltgruppen Lateinamerikas, zudem einen  EU-Verzicht auf        Agrotreibstoffe wie Ethanol.  Doch Wirtschaftsinteressen  von        Minoritäten setzen sich durch – mehr Autos, mehr Agrotreibstoffe  statt        Schutz von Umwelt und Gesundheit.</strong></p>
<p><strong>Francelmo setzte sich auch für den bedrohten Nordost-Strom         Rio Sao Francisco ein – 2005, im Jahr der Selbstverbrennung,  startet        dort Bischof Luiz Flavio Cappio seinen ersten  Hungerstreik gegen    jenes     gigantische Umleitungsprojekt der  Regierung.</strong><strong>ThyssenKrupp:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/12/thyssenkrupp-in-rio-de-janeiro-rede-von-ekkehard-schulz-inzwischen-auch-aus-dem-aufsichtsrat-befordert-bei-der-einweihung-des-stahlwerks-im-mangrovensumpf/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/12/thyssenkrupp-in-rio-de-janeiro-rede-von-ekkehard-schulz-inzwischen-auch-aus-dem-aufsichtsrat-befordert-bei-der-einweihung-des-stahlwerks-im-mangrovensumpf/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/26/bye-bye-brasil-auslander-verlassen-sao-paulo-und-rio-de-janeiro-laut-offizieller-statistik-auswanderungsland-brasilien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/26/bye-bye-brasil-auslander-verlassen-sao-paulo-und-rio-de-janeiro-laut-offizieller-statistik-auswanderungsland-brasilien/</strong></a></p>
<h2>“Boom”-Land Brasilien:”Slum-Wachstum ist  Rückschritt.”(O Globo)      Mehr Slumbewohner &#8211; selbst laut offiziellen  Angaben. Erstes      Rousseff-Amtsjahr. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11866" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><strong>In Rio de Janeiro, WM-und Olympia-Stadt, haust laut       amtlichen Angaben rund ein Viertel der Bewohner in Slums, landesweit       nimmt die Wohndichte in den Favelas zu, wächst dort die Bewohnerzahl       stärker als im Rest des Stadtgebiets. Gravierende Probleme bestehen   dort     weiter, hieß es in Medienanalysen. Slums seien in den  reichsten      Teilstaaten konzentriert. Die Geburtenrate der Favelas  übersteige      deutlich den Landesdurchschnitt.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/26/brasiliens-systematische-morde-an-obdachlosen-prasidentin-rousseff-raumt-erstmals-sauberungsaktionen-limpeza-humana-gegen-strasenbewohner-ein/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/26/brasiliens-systematische-morde-an-obdachlosen-prasidentin-rousseff-raumt-erstmals-sauberungsaktionen-limpeza-humana-gegen-strasenbewohner-ein/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/26/bye-bye-brasil-auslander-verlassen-sao-paulo-und-rio-de-janeiro-laut-offizieller-statistik-auswanderungsland-brasilien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/26/bye-bye-brasil-auslander-verlassen-sao-paulo-und-rio-de-janeiro-laut-offizieller-statistik-auswanderungsland-brasilien/</strong></a></p>
<h2>Brasiliens “Boom” und die Slumhütten.  “Ratten, Unmassen von       Fiebermücken, Kloake bei jedem Gewitterregen in  der Kate.” “Warum hat       Sao Paulo noch 2627 Slums?” ThyssenKrupp in Rio. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11764" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c1.JPG" alt="c1.JPG" /></p>
<p><strong>Hausen  an stinkender Kloake &#8211; in Lateinamerikas reichster        Stadt Sao Paulo. “Ich lebe hier schon 14 Jahre so in dieser        Kate.”(Mutter von vier Kindern)</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/26/bye-bye-brasil-auslander-verlassen-sao-paulo-und-rio-de-janeiro-laut-offizieller-statistik-auswanderungsland-brasilien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/26/bye-bye-brasil-auslander-verlassen-sao-paulo-und-rio-de-janeiro-laut-offizieller-statistik-auswanderungsland-brasilien/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/07/eu-lateinamerika-karibik-stiftung-startet-in-hamburg/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/07/eu-lateinamerika-karibik-stiftung-startet-in-hamburg/</strong></a></p>
<p><strong>Der Teilstaat Sao Paulo ist die führende Wirtschaftsregion        Lateinamerikas mit der entsprechenden Konzentration von Ober-und        Mittelschicht &#8211; man kann sich daher vorstellen, wie die Slums in den        stark unterentwickelten Regionen des Nordens und Nordostens der        siebtgrößten Wirtschaftsnation aussehen.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/02/hochverschuldetes-brasilien-bietet-eu-wegen-krise-erneut-finanzhilfe-an-iwf-chefin-christine-lagarde-und-finanzminister-guido-mantega/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/02/hochverschuldetes-brasilien-bietet-eu-wegen-krise-erneut-finanzhilfe-an-iwf-chefin-christine-lagarde-und-finanzminister-guido-mantega/</strong></a></p>
<p><strong>Infolge der menschenunwürdigen Überlebensbedingungen sind in        den Favelas von Sao Paulo typische Slumkrankheiten überall  sichtbar  &#8211;      von Behinderungen fast jeder Art bis hin zu Asthma,   verschiedenstem      Hautausschlag und Lepra. Der Slum Rocinha in Rio de   Janeiro hat  laut     Landesmedien die höchste Tuberkuloserate   Brasiliens. </strong></p>
<p><strong>“Brasilien ist eine <a href="http://www.brasilien-info.at/wirtschaft/index.html">Industriemacht</a>, die achtgrößte Wirtschaftsnation der Welt, modern und fortschrittlich.”</strong></p>
<p><strong>“Progressive Regierung”.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/</strong></a></p>
<p><strong> Derartige Lebensverhältnisse in der siebtgrößten        Wirtschaftsnation verletzen, legt man bestimmte Wertvorstellungen        zugrunde,  Basis-Menschenrechte, Gesetze, Verfassung, internationale        Konventionen &#8211; gemäß heute in neoliberalen Ländern wie Deutschland        dominierenden Bewertungskriterien ist die Situation in den  Slumhütten,       das gesamte komplexe Spektrum der sozialen Lage  Brasiliens,   indessen      Ausdruck fortschrittlicher, moderner Politik  in einem  Boomland, das      daher, ebenso wie seine politisch  Verantwortlichen,  entsprechend  viel     Lob erhält.  </strong></p>
<p><a href="http://www.adveniat.de/blog/?p=960"><strong>http://www.adveniat.de/blog/?p=960</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/brasiliens-obdachlose-drei-ermordet-in-campinas-bei-sao-paulo-regelmasig-gewalttaten-sogar-verbrennung-von-strasenbewohnern/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/brasiliens-obdachlose-drei-ermordet-in-campinas-bei-sao-paulo-regelmasig-gewalttaten-sogar-verbrennung-von-strasenbewohnern/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c2.JPG" alt="c2.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/21/katholisches-hilfswerk-adveniat-in-brasilien-land-der-vielen-milliardare-und-millionare-wie-es-kommt-das-in-deutschland-muhselig-spenden-fur-bedurftige-und-sozialprojekte-gesammelt-werden-obwohl-d/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/21/katholisches-hilfswerk-adveniat-in-brasilien-land-der-vielen-milliardare-und-millionare-wie-es-kommt-das-in-deutschland-muhselig-spenden-fur-bedurftige-und-sozialprojekte-gesammelt-werden-obwohl-d/</strong></a></p>
<p><strong>“Die Wirtschaftskrise hat Brasilien kaum gespürt”(WAZ)</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/06/der-alltag-brasilianischer-jugendlicher-unterscheidet-sich-gar-nicht-so-stark-von-dem-der-deutschen-schwabische-post-entspannt-und-fleisig-in-brasilien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/06/der-alltag-brasilianischer-jugendlicher-unterscheidet-sich-gar-nicht-so-stark-von-dem-der-deutschen-schwabische-post-entspannt-und-fleisig-in-brasilien/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/06/thyssenkrupp-stahlwerk-emittierte-2010-in-rio-de-janeiro-57-millionen-tonnen-co2-laut-landesmedien-818-millionen-tonnen-bei-vollbetrieb/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/06/thyssenkrupp-stahlwerk-emittierte-2010-in-rio-de-janeiro-57-millionen-tonnen-co2-laut-landesmedien-818-millionen-tonnen-bei-vollbetrieb/</strong></a></p>
<p><strong>Der soziale Aufstieg von Lula:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/04/lula-bekommt-500000-dollar-von-lg-fur-vortrag-in-sudkorea-laut-brasilianischen-landesmedien-uber-eine-million-dollar-damit-vier-monate-nach-ende-der-amtszeit-kassiert-laut-kalkulation-von-parte/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/04/lula-bekommt-500000-dollar-von-lg-fur-vortrag-in-sudkorea-laut-brasilianischen-landesmedien-uber-eine-million-dollar-damit-vier-monate-nach-ende-der-amtszeit-kassiert-laut-kalkulation-von-parte/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c10.JPG" alt="c10.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/07/brasiliens-boomwirtschaft-wachst-nicht-mehr-und-erholung-wird-dauern-folha-de-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/07/brasiliens-boomwirtschaft-wachst-nicht-mehr-und-erholung-wird-dauern-folha-de-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/04/brasiliens-korruptionskrise-dilma-rousseffs-arbeitsminister-carlos-lupi-kippt-staatschefin-wartete-mit-entlassung-trotz-der-gravierenden-verfehlungen-des-ministers-ubermasig-lange-kritisieren-land/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/04/brasiliens-korruptionskrise-dilma-rousseffs-arbeitsminister-carlos-lupi-kippt-staatschefin-wartete-mit-entlassung-trotz-der-gravierenden-verfehlungen-des-ministers-ubermasig-lange-kritisieren-land/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c3.JPG" alt="c3.JPG" /></p>
<p><strong>“Ich habe sechs Kinder &#8211; mit dem im Bauch sinds dann sieben.”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/06/brasiliens-industriellenverband-fiesp-zu-wirtschaftsstagnation-warnungen-seit-jahresbeginn-bestatigt-schadliche-wirkung-der-hohen-zinsen-uberbewertete-landeswahrung-real/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/06/brasiliens-industriellenverband-fiesp-zu-wirtschaftsstagnation-warnungen-seit-jahresbeginn-bestatigt-schadliche-wirkung-der-hohen-zinsen-uberbewertete-landeswahrung-real/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c17.JPG" alt="c17.JPG" /></p>
<p>Eingang zu völlig fensterloser Kate.</p>
<p><strong>“Wirtschaftsmacht der Zukunft”:</strong></p>
<p><a href="http://www.welt.de/dieweltbewegen/article13665169/Brasilien-ist-die-Wirtschaftsmacht-der-Zukunft.html"><strong>http://www.welt.de/dieweltbewegen/article13665169/Brasilien-ist-die-Wirtschaftsmacht-der-Zukunft.html</strong></a></p>
<p><strong>Spürbare Preissprünge bei  brasilianischen Lebensmitteln in den letzten Monaten.</strong><br />
<strong>Lateinamerikas teure Lebensmittel &#8211; Preissteigerungen um 40 Prozent in den letzten vier Jahren &#8211; Gefahr für Hungerbekämpfung:</strong> <a href="http://exame.abril.com.br/economia/mundo/noticias/precos-dos-alimentos-na-america-latina-sobem-40-em-4-anos--2"><strong>http://exame.abril.com.br/economia/mundo/noticias/precos-dos-alimentos-na-america-latina-sobem-40-em-4-anos–2</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-heranwachsende-in-extremer-armut-zahl-zunehmend-laut-neuer-unicef-studie-acht-jahre-lula-rousseff-regierung-und-resultate/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-heranwachsende-in-extremer-armut-zahl-zunehmend-laut-neuer-unicef-studie-acht-jahre-lula-rousseff-regierung-und-resultate/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c4.JPG" alt="c4.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/17/adveniat-in-brasilien-wie-lebt-es-sich-in-der-reichsten-stadt-lateinamerikas-der-siebtgrosten-wirtschaftsnation-nach-acht-jahren-lula-regierung-adveniat-gottesdienst-in-der-favela-cachoeirinha-von/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/17/adveniat-in-brasilien-wie-lebt-es-sich-in-der-reichsten-stadt-lateinamerikas-der-siebtgrosten-wirtschaftsnation-nach-acht-jahren-lula-regierung-adveniat-gottesdienst-in-der-favela-cachoeirinha-von/</strong></a></p>
<p><strong>Wie in deutschsprachigen Zeitungen und Zeitschriften die  Situation interpretiert wird:</strong></p>
<h2>”Das Leben in Brasilien ist leicht und unbeschwert. Probieren Sie es     selbst.” Deutschsprachige Tourismuspropaganda.</h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/28/brasilien-nach-acht-jahren-lula-regierungwarum-hat-sao-paulo-noch-2627-slums-fragt-die-wichtigste-qualitatszeitung-o-estado-de-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/28/brasilien-nach-acht-jahren-lula-regierungwarum-hat-sao-paulo-noch-2627-slums-fragt-die-wichtigste-qualitatszeitung-o-estado-de-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c5.JPG" alt="c5.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/brasiliens-hohe-rate-von-behinderten-2391-prozent-der-bevolkerung-gegenuber-rund-1-prozent-in-hochentwickelten-landern-laut-studien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/brasiliens-hohe-rate-von-behinderten-2391-prozent-der-bevolkerung-gegenuber-rund-1-prozent-in-hochentwickelten-landern-laut-studien/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c9.JPG" alt="c9.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/24/brasilien-wurde-unter-lula-rousseff-zum-auswanderungsland-bye-bye-brasil-sergio-costa-soziologie-professor-an-der-fu-berlin-bestatigt-die-entwicklung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/24/brasilien-wurde-unter-lula-rousseff-zum-auswanderungsland-bye-bye-brasil-sergio-costa-soziologie-professor-an-der-fu-berlin-bestatigt-die-entwicklung/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/13/carla-rocha-mutige-investigative-journalistin-recherchieren-unter-lebensgefahr-gesichter-brasiliens/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/13/carla-rocha-mutige-investigative-journalistin-recherchieren-unter-lebensgefahr-gesichter-brasiliens/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c6.JPG" alt="c6.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c8.JPG" alt="c8.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/24/sos-kinderdorfer-in-brasilien-unter-rousseff-lula-zahlreiche-hilfsprojekte-deutschlands-der-schweiz-und-osterreichs-in-boomland-global-player-rassismus-in-brasilien-mauricio-pestana-analysier/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/24/sos-kinderdorfer-in-brasilien-unter-rousseff-lula-zahlreiche-hilfsprojekte-deutschlands-der-schweiz-und-osterreichs-in-boomland-global-player-rassismus-in-brasilien-mauricio-pestana-analysier/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c7.JPG" alt="c7.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/08/brasiliens-favela-menschenrechtsaktivisten-eliana-takeko-kanashiro-de-araujo-prasidentin-der-associacao-futuro-melhor-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/08/brasiliens-favela-menschenrechtsaktivisten-eliana-takeko-kanashiro-de-araujo-prasidentin-der-associacao-futuro-melhor-sao-paulo/</strong></a></p>
<h2>“A desigualdade no Brasil é coisa da sociedade feudal”.</h2>
<p><strong>Brasiliens soziale Kontraste: </strong> <strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/soziale-ungleichheit-in-brasilien/">http://www.hart-brasilientexte.de/tag/soziale-ungleichheit-in-brasilien/</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c14.JPG" alt="c14.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/26/zdf-und-adveniat-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-verschiedene-sichtweisen-der-gravierenden-menschenrechtslage-brasiliens-je-nach-wertvorstellungen-und-vorschriftenkatalog/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/26/zdf-und-adveniat-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-verschiedene-sichtweisen-der-gravierenden-menschenrechtslage-brasiliens-je-nach-wertvorstellungen-und-vorschriftenkatalog/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c16.JPG" alt="c16.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/26/wohlhabende-verbrauchen-in-drei-tagen-wozu-arme-ein-ganzes-jahr-brauchen-brasiliens-soziale-kontraste-ipea-studie/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/26/wohlhabende-verbrauchen-in-drei-tagen-wozu-arme-ein-ganzes-jahr-brauchen-brasiliens-soziale-kontraste-ipea-studie/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c15.JPG" alt="c15.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/25/nine-most-horrible-places-in-the-world-favela-slums-von-rio-de-janeiro-aus-sicht-des-bric-staats-china-subkultur-von-umweltzerstorung-armut-und-gangstern-cubatao-bei-sao-paulo-an-sieb/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/25/nine-most-horrible-places-in-the-world-favela-slums-von-rio-de-janeiro-aus-sicht-des-bric-staats-china-subkultur-von-umweltzerstorung-armut-und-gangstern-cubatao-bei-sao-paulo-an-sieb/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c12.JPG" alt="c12.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/12/thyssenkrupp-in-rio-de-janeiro-rede-von-ekkehard-schulz-inzwischen-auch-aus-dem-aufsichtsrat-befordert-bei-der-einweihung-des-stahlwerks-im-mangrovensumpf/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/12/thyssenkrupp-in-rio-de-janeiro-rede-von-ekkehard-schulz-inzwischen-auch-aus-dem-aufsichtsrat-befordert-bei-der-einweihung-des-stahlwerks-im-mangrovensumpf/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach36.JPG" alt="cach36.JPG" /></p>
<p><strong>Aktivisten der katholischen Basisgemeinde von Cachoeirinha.         “Das ist gegen die Menschenwürde, so viele Leute in diesem  Schlamm,        diesem Moder hausen zu lassen. So viele Familien, mit  vielen   Kindern,      leben hier nur in einem einzigen Hüttenraum, vor  der   Türöffnung  hängt     ein Lappen &#8211; so ist das. Die Mafia der    Drogengangster ist hier  sehr     stark, die beobachten alles und jeden    hier, das ist furchtbar.  Wer     jemanden aus dem Drogenmilieu, aus   der  Sucht rausholen will &#8211;  also     jemanden, der für deren Profit   sorgt,  da werden die böse, da  wird man     gnadenlos verfolgt. Die   Polizei  kommt und geht wieder &#8211;  aber die     Banditenkommandos   bleiben,  terrorisieren, zwingen den  Bewohnern das     Gesetz des   Schweigens auf.  Wer sich nicht unterwirft,  weiß, was ihn     erwartet.   2014 ist die  Fußball-WM, da will man  Brasilien als Land der       Ersten Welt  erscheinen lassen &#8211; aber hier an  der Peripherie ist es   nach     wie vor  triste. Die meist kinderreichen  Familien haben   monatlich nur   so   um  die 200, 220 Real maximal. Doch  im Ausland   wird verbreitet,   alles    toll, alles gut in Brasilien. Wir  merken,   es ist schwierig,   Menschen  von   außerhalb für diese Situation  zu   sensibilisieren, die das   hier  nicht   kennen, es sich nicht    vorstellen können. Wir haben unsere    christlichen   Kriterien, und wir    haben Ausdauer &#8211; das macht den    Unterschied. Denn   entweder ist  man   Christ &#8211; oder ist mans nicht,    halbe-halbe geht nicht.” </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/16/brasilien-die-favela-paraisopolis-in-sao-paulo-tu-graz-achitektur-fakultat/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/16/brasilien-die-favela-paraisopolis-in-sao-paulo-tu-graz-achitektur-fakultat/</strong></a></p>
<h2>Brasiliens Armutsgrenze, staatliche Hilfen, aktuelle Zahlen 2011. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11827" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><strong>2011 hat die Rousseff-Regierung gemäß Landesmedien  die       Grenze für extreme Armut auf 70 Real pro Kopf monatlich, also        umgerechnet etwa 29 Euro, festgelegt.Faustao, Moderator der beliebten        Sendung “Domingao do Faustao” von TV Globo, erhält laut Landesmedien     für    jeden TV-Propagandaspot 2 Millionen Real. Richter bekommen     monatlich    über 40000 Real brutto.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/26/wohlhabende-verbrauchen-in-drei-tagen-wozu-arme-ein-ganzes-jahr-brauchen-brasiliens-soziale-kontraste-ipea-studie/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/26/wohlhabende-verbrauchen-in-drei-tagen-wozu-arme-ein-ganzes-jahr-brauchen-brasiliens-soziale-kontraste-ipea-studie/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/28/brasilien-ist-teuer-geworden-wirtschaftszeitschrift-exame-zu-den-erstaunlichen-preissteigerungen-der-jungsten-zeit/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/28/brasilien-ist-teuer-geworden-wirtschaftszeitschrift-exame-zu-den-erstaunlichen-preissteigerungen-der-jungsten-zeit/</strong></a></p>
<p><strong>In Rio de Janeiro, eine der inzwischen teuersten Städte der        Welt, definiert die Präfektur die Armutsgrenze, wie es hieß, auf  105       Real pro Kopf, umgerechnet etwa 45 Euro. Familien, die in Rio  de    Janeiro    die staatliche Hilfe Bolsa Familia bekommen, erhalten  im    Monat für   alle  Personen durchschnittlich 95 Real, umgerechnet  etwa 39    Euro.    Indessen  wird diese Hilfe keineswegs allen     Anspruchsberechtigten   gezahlt &#8211; auch  in Slums von Sao Paulo fällt die     große Zahl in absolutem   Elend lebender  Familien auf, die keine    Bolsa  Familia erhalten.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/08/tropa-de-elite-2-noch-dokumentarischer-als-der-berlinale-gewinner-landeskunde-pur-uber-das-heutige-brasilien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/08/tropa-de-elite-2-noch-dokumentarischer-als-der-berlinale-gewinner-landeskunde-pur-uber-das-heutige-brasilien/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/07/brasiliens-boom-und-die-slumhutten/"><strong><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/07/brasiliens-boom-und-die-slumhutten/</strong></strong></a><br />
<img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c1.JPG" alt="c1.JPG" /></p>
<p><strong>Familie in Sao Paulo 2011, mit umgerechnet rund 31 Euro pro        Kopf, Bolsa Familia(sechs Personen in der Kate) leicht oberhalb der        offiziellen Grenze absoluter Armut. Hausen  an stinkender Kloake &#8211;   in      Lateinamerikas reichster  Stadt. “Ich lebe hier schon 14 Jahre   so  in     dieser  Kate.”(Mutter von vier Kindern)</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/11/brasiliens-zeitgeist-ende-des-ersten-amtsjahrs-von-prasidentin-dilma-rousseff-korruptionskrise-ohne-ende-angeli-bester-karikaturist-des-landes/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/11/brasiliens-zeitgeist-ende-des-ersten-amtsjahrs-von-prasidentin-dilma-rousseff-korruptionskrise-ohne-ende-angeli-bester-karikaturist-des-landes/</strong></a></p>
<p><strong>Hintergrund:</strong></p>
<p><strong>Brasiliens kuriose Armutsgrenze &#8211; ab 65 Euro schon nicht mehr arm, ab 500 Euro Familieneinkommen schon Mittelschicht:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/28/brasiliens-kuriose-armutsgrenze-wer-umgerechnet-etwa-65-euro-verdient-gilt-nicht-mehr-als-arm/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/28/brasiliens-kuriose-armutsgrenze-wer-umgerechnet-etwa-65-euro-verdient-gilt-nicht-mehr-als-arm/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/17/mit-rund-500-euro-familieneinkommen-in-brasilien-schon-mittelschicht-was-in-europa-gut-ankommt/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/17/mit-rund-500-euro-familieneinkommen-in-brasilien-schon-mittelschicht-was-in-europa-gut-ankommt/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-heranwachsende-in-extremer-armut-zahl-zunehmend-laut-neuer-unicef-studie-acht-jahre-lula-rousseff-regierung-und-resultate/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-heranwachsende-in-extremer-armut-zahl-zunehmend-laut-neuer-unicef-studie-acht-jahre-lula-rousseff-regierung-und-resultate/</strong></a></p>
<h2>              <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/11/gisele-bundchen-gisele-zeigt-warum-sie-sich-die-45-millionen-dollar-pro-jahr-wirklich-verdient-hat-die-selbst-von-der-uno-geforderten-leitbilder-der-neoliberalen-gesellschaft/" rel="bookmark">Gisele         Bündchen: “Gisele zeigt, warum sie sich die 45 Millionen Dollar    pro      Jahr wirklich verdient hat.” Die selbst von der UNO  geförderten        Leitbilder der neoliberalen Gesellschaft. Unangenehm     instrumentalisierte     Sinnlichkeit.</a></h2>
<p>Mittwoch, 11. Mai 2011 von Klaus Hart   <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=9716" title="Beitrag bearbeiten">**</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/05/giselebundchenpaulista.JPG" alt="giselebundchenpaulista.JPG" /></p>
<p><strong>Avenida Paulista, Sao Paulo. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/29/gisele-bundchen-brasilien-wegen-makaber-dummlicher-reizwasche-propaganda-in-offentlicher-kritik-regierung-propaganda-verstarkt-stereotyp-der-brasilianischen-frau-als-sexualobjekt-ihres-mannes/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/29/gisele-bundchen-brasilien-wegen-makaber-dummlicher-reizwasche-propaganda-in-offentlicher-kritik-regierung-propaganda-verstarkt-stereotyp-der-brasilianischen-frau-als-sexualobjekt-ihres-mannes/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/20/deutschstammiges-model-gisele-bundchen-wird-uno-umweltbotschafterin-meldet-landespresse-bundchens-branche-zahlt-zu-den-umweltfeindlichsten-ressourcenverschwendern/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/20/deutschstammiges-model-gisele-bundchen-wird-uno-umweltbotschafterin-meldet-landespresse-bundchens-branche-zahlt-zu-den-umweltfeindlichsten-ressourcenverschwendern/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/10/wahlen-in-rusland-und-in-brasilien-wie-unterschiedlich-mainstream-und-politschauspieler-reagieren/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/10/wahlen-in-rusland-und-in-brasilien-wie-unterschiedlich-mainstream-und-politschauspieler-reagieren/</strong></a></p>
<p>Texte von 2011:</p>
<h1>Panzer und Crack</h1>
<p>Der Militär-und Medien-Zirkus um die „Erstürmung“ und „Eroberung“ der           Rio-Slumregion „Complexo do Alemão“ wäre schon jetzt ein  heißes       Thema    auch für Deutschlands  Kommunikationswissenschaftler –  aber   wie    es    aussieht, trauen  sie sich nicht. Als „Farce“ hatten      brasilianische      Rechtsexperten und Menschenrechtspriester die      Slumbesetzung vom   letzten    November verurteilt – und schneller als      erwartet  ausgerechnet  von der    Gegenseite die Beweise geliefert      bekommen.  Die  schwerbewaffneten    Banditenkommandos des  organisierten      Verbrechens  sind rasch    zurückgekehrt, zitieren  Brasiliens      Landesmedien aus  vertraulichen    Militärberichten. Die  Gangster  haben,     wie es heißt,  wieder    Verkaufspunkte für harte  Drogen   installiert,    der  hochprofitable    Rauschgifthandel geht  perfekt   neoliberal  weiter.   Der  Terror gegen    Bewohner des  Parallelstaats   der Slums  ebenfalls –   trotz  Militärpräsenz    sind  mindestens vier   Menschen  ermordet  worden.  Eine  Frau wird zur     Abschreckung   totgeschlagen,  weil sie an  der  Plünderung  eines     Banditenhauses   teilnahm –  TV-Teams auch des   Auslands hatten  solche       Volkszorn-Szenen am Start  der   Militäroperation gern gefilmt.   Doch   nun    beklagen sich die  Bewohner   ausgerechnet über eine     unzureichende Präsenz    von  brauchbaren   Polizisten – von den    Militärs  würden die     herumstreunenden Banditen   gar nicht bemerkt.    Viele  Soldaten stammen  ja    just aus diesen Slums.   Zudem seien 42     Militärpolizisten zwar  wegen  Raub,   Erpressung und   Übergriffen    gegen  die Bewohner  angezeigt, doch  bisher   nicht bestraft    worden.</p>
<p>Die militärische Besetzung ist Modell und Beispiel für das ganze           Land, sagt der neue Justizminister Cardozo – hat er es gar      böse-ironisch      gemeint? Panzer, martialisch wirkende      Militärpatrouillen, deren   Fotos    gern auch in die Erste Welt      durchgeschaltet werden, sind den   Angaben    zufolge jedenfalls      keinerlei Hindernis für die   Banditenkommandos des    organisierten      Verbrechens. Das mag für   Mitteleuropäer bizarr, grotesk,         unglaublich erscheinen, für   unsereinen hier ist es banale Normalität.<br />
Immer wieder wird in der Ersten Welt behauptet, in den           lateinamerikanischen Ländern zeige sich deutlich, dass die bisher           praktizierte Drogenbekämpfung per Polizei und Militär nichts bringe,    man        sich andere Konzepte überlegen müsse. Was denn für eine           Drogenbekämpfung, möchte man gegenfragen. In der Banken-City von  Sao          Paulo beispielsweise, der führenden Wirtschaftsmetropole       Lateinamerikas,     wird Crack, die zerstörerischste harte Droge,  direkt      neben     Polizeipräsidien, Polizeiwachen massenhaft und  offen     verkauft  und ebenso     offen gleich von Hunderten  konsumiert. Die     Beamten im  Hauptsitz der     Stadtgendarmerie  schauen direkt auf eine      kilometerlange Straße, in  der    sich  ganze Horden grauenhaft      verwahrloster und abgemagerter  Gestalten     mit Crack zügig ins      Jenseits befördern. Manche Brasilianer   fragen  daher,   ob es nicht      eher so ist, dass die  Sicherheitskräfte,  von  Ausnahmen   abgesehen,      der unter  Staatschef Lula aufgeblühten   Crack-Branche eine         ordentlich-angenehme Abwicklung der Geschäfte   garantieren. 1,2       Millionen   Brasilianer sind laut Expertenschätzungen   bereits       Crack-süchtig.   Kenarik Felippe von der angesehenen nationalen         Richtervereinigung für   Demokratie (AJD): „Der Staat ist ins         organisierte Verbrechen verwickelt.   Besonders die Slumbewohner leiden         stark unter der Gewalt durch  Polizei,  paramilitärische Milizen    und     die  Banditenkommandos. Im ganzen  Land, und  nicht nur in Rio    de     Janeiro,  foltern Staatsangestellte, gibt  es   Todesschwadronen,   zu     denen  Staatsbeamte gehören. Man redet nur  von  den  kleinen   Fischen im      Rauschgiftgeschäft, nicht von den   Drogenbaronen.“ Der    Richter und      AJD-Präsident Luis Barros Vidal   fordert, die „Farce   von  Rio“ auf      keinen Fall zu unterstützen.  „Die  Geheimdokumente   der Militärs   zeigen,     dass die Drogenmafia,  der  Drogenhandel in   diesen Slums     fortbestehen.   Die regierenden  Autoritäten,  die von   einem groß    angelegten  Krieg  gegen  die  organisierte  Kriminalität   sprachen,    machten also leere,   falsche   Versprechen, handeln    unredlich. Wir    sehen die Resultate – Tote    und  nochmals Tote.   Selbst     UNO-Friedenstruppen wären erfolglos,  weil    vordringlich   soziale und     wirtschaftliche Probleme gelöst  werden  müssen,   die   Slumbewohner vor     allem feste Arbeitsplätze  brauchen.“  Niemand    wisse  das besser als   die   brasilianische  Regierung, früher  unter   Lula,  jetzt  unter Dilma     Rousseff.  „Todesschwadronen sind  derzeit   in Rio  aktiv – doch  auch   in   Sao  Paulo, landesweit, straflos“,    fügt Richter  Vidal gegenüber    dem <em>Blättchen</em>    hinzu, in    Brasilien fehle eine  Kultur der    Menschenrechte. Zu   erkennen  seien    „starke Merkmale eines   totalitären   Staates, der  das  Gesetz nicht     respektiert“; mit Blick  auf   Fußball-WM und   Olympische  Spiele am     Zuckerhut werde ein    Medienspektakel  veranstaltet.<br />
Und das hatte es von Anfang an in sich. In brasilianischen           Qualitätsmedien, die nur einen winzigen Bruchteil der Bevölkerung           erreichen, hieß es immerhin, die jüngsten Polizei-und    Militäroperationen        seien nur für das Ausland gedacht – de facto    ändere sich nichts.    Rio     habe wegen der geplanten Sportereignisse    international  Kompetenz       demonstrieren müssen, um    Milliardeninvestitionen zu  erhalten. Es   werde     wieder Wahlen geben    – und die Politiker würden  erneut Gelder   des     organisierten    Verbrechens brauchen.<br />
In mitteleuropäischen Medien weiß man’s offenbar viel besser. Rio de           Janeiro wolle mit dem Drogenhandel Schluss machen, wird           freundlicherweise unterstellt, obwohl sogar Rios Sicherheitschef           Beltrame öffentlich erklärt, dies keineswegs vorzuhaben.<br />
Aber richtig klasse ist der Mediengag über die „heldenhafte“ Einnahme           jenes „Complexo do Alemão“: Unentwegt ballern Polizei und Militär           fotogen auf nicht vorhandene Gegner, was das Zeug hält. Alles   wird   von       zahlreichen TV-Teams direkt an der Seite der Einheiten     begeistert       abgefilmt und teuer weltweit verbreitet. Sozusagen     „sturmreif       geschossen“ fehlt nur noch die „Eroberung“ des     Slumkomplexes. Dies geht       so vonstatten, dass Soldaten und     Elitepolizisten mit handverlesenen       Journalisten einfach die Gassen     zur Slumspitze hochgehen und dort   die     Landesfahne hissen.     Schließlich hatte man den Banditenkommandos    tage-und    nächtelang     reichlich Zeit und Möglichkeiten zum Rückzug  in   üblicher        Guerilla-Taktik gegeben und auf eine Einkesselung   verzichtet  – die        Gangster verteilten sich auf andere der weit über   1.000   Rio-Slums.<br />
Wohl einmalig in der Fernsehgeschichte, wie der           TV-Globo-Nachrichtenkanal vom Hubschrauber aus den problemlosen Rückzug           der schwerbewaffneten Banditenkommandos aus dem Slum Vila    Cruzeiro        direkt übertrug. Die Konditionen, um die Banditen zu    schnappen,   waren      bestens.Warum, so ist zu fragen, ließen Polizei    und Armee die    Gangster     entkommen? Man saß vor dem Fernseher und    traute seinen    Augen nicht.     Stundenlang sah man von nahem, wie    sich die    Verbrecherkommandos     davonmachten, und bekam es von    Polizeiexperten    auch noch kommentiert:     „Kampfhubschrauber wie die    im Vietnamkrieg    greifen jetzt nun mal leider     nicht ein.“<br />
Jahrzehntelang, so wird in Europa verbreitet, wagten sich die           Sicherheitskräfte angesichts übermächtiger Banditenpräsenz nicht in den           „Complexo do Alemão“ – umso mehr sei daher die Rückeroberung zu           würdigen. Sind Lula und seine Nachfolgerin Dilma Rousseff also      wahrhaft      todesmutig, weil sie den Slumkomplex noch vor der      „Erstürmung“      besuchten? Spaß beiseite – Lula war 2008, 2009 und      sogar im Oktober      2010, kurz vor dem Militäreinsatz, im „Complexo  do     Alemão“, hatte teils      sogar Ehefrau Marisa dabei. Rios  Polizei   und   Militär kennen die      Favela-Gegend bestens, 2002  wurden zur    Besetzung  gar 50.000 Mann      aufgeboten. Mehr  Sicherheit gibt’s    deshalb nicht –  seit 2007 wurden in      Rio über  25.000 Gewalt-Tote    gezählt.<br />
Jetzt, nach vertraulichen Militärberichten, weist die Leiterin eines           angesehenen kirchlichen Rio-Sozialprojekts auf ein „großes  Massaker    im       „Complexo do Alemão“, wobei vor allem Jugendliche  getötet,   doch        keinerlei Informationen darüber freigegeben  wurden. Laut          Uni-Anthropologen Luiz Mott, angesehenster  Schwulenaktivist des          Tropenlandes, hält Brasilien bei Morden an  Homosexuellen weltweit   eine        „grauenhafte Führungsrolle“,  verschlechterte sich unter Lula   die        Situation der Gays. Bei  Tötungen durch Schusswaffen liegt   Brasilien        gemäß NGO-Daten an  der Spitze, 92 Prozent der Rio-Morde   bleiben        straffrei.<br />
Gregor Gysi von der deutschen Partei DIE LINKE gilt als Rechtsexperte,           war 2010 in Brasilien, kennt daher sicherlich die Positionen der           dortigen Richtervereinigung für Demokratie gut – und    schlussfolgert:        „Von allen linken Präsidenten hat Lula, der als    am wenigsten  links       eingeschätzt wird, die größten Erfolge.“</p>
<h1>Dilma Rousseffs schlechter Start</h1>
<p>Brasiliens neue Staatspräsidentin, zuvor Lulas Chefministerin,           verschont die Nation bisher mit dem vom Ziehvater gewohnten Schwall   aus         Propagandareden – dafür haben es die politischen Ereignisse   in    sich.</p>
<p>Der angesehene kirchliche Menschenrechtsanwalt Sebastiao Bezerra da           Silva wurde sadistisch gefoltert und ermordet – auch in den acht           Regierungsjahren zuvor war das Verfolgen von     Menschenrechtsaktivisten       normal. Silva ermittelte gegen die     landesweit aktiven, von       Staatsangestellten geleiteten     Todesschwadronen, gegen folternde       Militärpolizisten und bekam     deshalb Morddrohungen. Im archaischen       nordöstlichen Teilstaat     Maranhao, der laut Kirchenangaben bei       Gefängnis-Folter an der     Spitze steht, kam es zur ersten Häftlingsrevolte       unter Rousseff –     sechs Männer wurden getötet, Fotos der     abgeschlagenen   Köpfe   waren   in den Regionalzeitungen zu sehen. Maranhao     wird von      Gouverneurin  Roseane Sarney regiert, die mit Dilma   Rousseff      befreundet   ist, und  bei nettem privaten Beisammensein mit   ihr zur      Laute allerlei    populäre Liebeslieder sang. Eine unabhängige        Untersuchungskommission  zum   Häftlingsaufstand gibt es nicht,      Brasilia   reichen die Angaben  der   Militärpolizei – ein Relikt der        Militärdiktatur. Der  Teilstaat ist zudem   Herrschaftsgebiet des        Oligarchen José Sarney,  der einst die   Folterdiktatorenpartei  ARENA       führte – und heute als  Senatspräsident den    brasilianischen       Nationalkongress. Mit ihm, dem  hochwichtigen   politischen        Bündnispartner, feierte Dilma Rousseff  ihren  Wahlsieg –  auch das        spricht Bände.<br />
Auch die neue Menschenrechtsministerin Maria do Rosario beschreibt – wie           ihr Vorgänger – die größte lateinamerikanische Demokratie als           Folterstaat, nennt Torturen in total überfüllten Gefängnissen  und     selbst      in psychiatrischen Anstalten ein „gravierendes   nationales    Problem“.     Als  Dilma Rousseff noch zuständige   Chefministerin war,    hatten   derartige    Eingeständnisse allerdings   keinerlei praktische    Bedeutung.   Gleiches   gilt  für den jetzt auf   der Berlinale gezeigten      sozialkritischen   Streifen  „Tropa de   Elite 2“, der Brasiliens      bedrückende   Menschenrechtslage    eindrücklich abbildet. Wie im      Vorgängerfilm, der   2008 den   Goldenen Bären  gewann, gibt es wieder      eine der für Rio de     Janeiro typischen  Scheiterhaufenszenen – weder      Lula noch Rousseff   haben   sich jemals zu  dieser in den Slums unweit      des neuen     ThyssenKrupp-Stahlwerks gängigen  Hinrichtungs-und          Einschüchterungspraxis geäußert.<br />
Wie es sich gehört, hat Brasilien als vielgelobte Demokratie und           strategischer Partner auch der Berliner Regierung natürlich die           UNO-Menschenrechtsabkommen unterzeichnet. Von möglichen  Sofortmaßnahmen          der Rousseff-Regierung zwecks Umsetzung ist  aber nichts  bekannt.      Dafür    erfährt man aus einer jetzt  veröffentlichten  Studie, was  sich     unter  dem   Gespann  Lula-Rousseff noch so  entwickelte. Bei  Tötungen     durch     Schusswaffen liegt Brasilien  weltweit an der  Spitze – und  von    drei     Ermordeten sind zwei  schwarz. Der Soziologe  Julio  Waiselfisz,     dessen    Team die Studie  erarbeitete, spricht  von  „Merkmalen der     Ausrottung,    Vernichtung“  und von fehlender   öffentlicher Sicherheit     für die arme,     mehrheitlich schwarze   Bevölkerung. Mit der  öffentlichen    Sicherheit     passiere dasselbe wie   bei Bildung,  Gesundheit,     Sozialversicherung – es    werde   privatisiert. „Wer  kann, zahlt für     privaten Sicherheitsdienst.  Die     Schwarzen  gehören zu den Ärmsten,     leben in Risikozonen und können     nicht   zahlen.“<br />
Laut unvollständigen Statistiken werden in Brasilien jährlich immerhin           etwa 55.000 Menschen ermordet. Die UNICEF ergänzt: Bei Morden an        15-bis    19-Jährigen liegt Brasilien weltweit an der Spitze, 38     Prozent    der    brasilianischen Jugendlichen leben in Armut und     Misere. Die       Rousseff-Regierung sollte daher in Programme für     Gesundheit, Bildung   und     Sicherheit investieren, die sich gezielt     an die 33 Millionen       Heranwachsenden zwischen 10 und 19 Jahren     richten. Aber irgendwie       scheint Brasilia gar nicht so gut bei     Kasse zu sein, wie Lula unter       Hinweis auf angeblich fette     Devisenreserven stets verkündete. Als die       hausgemachte     Erdrutsch-Umweltkatastrophe im Januar bei Rio de  Janeiro      rund     tausend Todesopfer forderte – etwa 500 Menschen werden  noch          vermisst – fehlte es den Rettungsmannschaften arg an Mitteln  und          Ausrüstung, weil zuvor beim Katastrophenschutz extrem gespart  worden          war. Als Präsidentin Rousseff die Region besuchte, wurde sie   mit    ihren      eigenen Fehlleistungen aus der Zeit als Chefministerin      direkt      konfrontiert. Das großflächige Abholzen und Bebauen von           Steilhang-Risikozonen war erlaubt und wurde sogar gefördert–  doch  nun         bettelt Rousseff gar die Weltbank um einen  Milliardenkredit  an,    damit      Slumbewohner  aus entsprechenden  Zonen umgesiedelt  werden    können.      Bereits 2008 wurde die Region  von einer solchen     Umweltkatastrophe      heimgesucht – und der  Lula-Regierung     vorgerechnet, für      Präventivmaßnahmen nur 12  Prozent (!) der     vorgesehenen Haushaltsmittel      investiert zu  haben. Sogar die UNO     wirft Lula vor, bereits 2005 ein       Katastrophenwarnsystem versprochen     zu haben, das aber immer noch   nicht     funktioniere.<br />
Um 2010 Rousseffs Wahlsieg zu garantieren, wurden die           Regierungsausgaben, darunter für Propaganda, stark erhöht. Derzeit           werden sie, notgedrungen, drastisch zurückgefahren, denn die           Sozialbewegungen protestieren heftig, weil Präsidentin Rousseff die           Anhebung des Mindestlohns deutlich unter der kräftigen  Teuerungsrate          hielt. Die umgerechnet etwa 248 Euro brutto  monatlich passen     schwerlich      zu den erneuten Versprechen, nun  aber wirklich Hunger     und Misere      auszutilgen. Das Mindestsalär  bekommen laut  offiziellen    Angaben 29,1      Millionen registriert  oder  unregistriert  Beschäftigte   sowie 18,6      Millionen   Sozialversicherte, darunter  zwei von drei   Rentnern. Doch ein        Großteil der unregistriert, ohne  Arbeitsvertrag   und rechtliche        Absicherung Beschäftigten hat  deutlich geringere   Einkünfte – in einem        Land mit inzwischen oft  deutlich höheren   Preisen als in   Deutschland,      gerade bei  Grundnahrungsmitteln als in   Deutschland –   und in einer  Phase      schmerzhafter Preisanstiege.<br />
Vor diesem Hintergrund erklärt sich auch das Phänomen, dass           Gewerkschaften inzwischen sogar Rechtsparteien applaudieren, weil die           einen höheren Mindestlohn vorschlugen. Zugleich wird an die   enormen         Diätenerhöhungen der Kongresspolitiker sowie an das   Einkommen  von        „Working Class Hero“ Lula erinnert. Seit Januar   bekommt er   monatlich       allein als Ehrenpräsident der   Arbeiterpartei umgerechnet   rund 6.000       Euro, dazu die satten   Bezüge als Ex-Staatschef. Zudem   erhält er  seit      seinem 51.   Lebensjahr eine Entschädigung von  1.900  Euro  monatlich,  weil     er   31 Tage in Diktatur-Haft saß. Als  ihm  jetzt ein  Unternehmen  für      einen  Vortrag 100.000 Dollar  Honorar  anbot, lehnte  Lula laut       Landesmedien ab –  entweder  200.000 Dollar  oder kein  Vortrag. Da   bietet     sich ein Vergleich   mit den Hilfen des     Anti-Hunger-Programms „Bolsa     Familia“ an – denn  42  Prozent der     Empfänger, also 5,3 Millionen     Menschen, leben  gemäß neuen  Studien     nach wie vor im Elend. Zwischen 14     und  maximal 105 Euro werden      monatlich ausbezahlt – pro Familie      wohlgemerkt, meist sind sie      kinderreich. Die Möglichkeit, Elend und      Hunger unter den      Bezugsempfängern rasch durch eine angemessene  Hilfe zu     beseitigen,     werde  nicht einmal erwogen, empören sich  Kommentatoren.     Die     Regierung kürzt  jetzt stattdessen sogar die  Gelder eines         Hausbauprogramms für die  Unterschicht fast um die  Hälfte.<br />
Im Zuge des Rousseff-Starts erfuhr man auch, wie Brasilien heute           kulturell tickt. Nach der Umweltkatastrophe erklärte die Präsidentin   für         mehrere Tage Staatstrauer, der Teilstaat Rio de Janeiro   sogar  für      eine   ganze Woche – doch selbst am Zuckerhut gingen die         Vorkarnevalsfeste  der  Sambaschulen und andere karnevalistische         Aktivitäten auf vollen  Touren  weiter. Renommierte Therapeuten   und       Sozialwissenschaftler haben  auf  diesen befremdlichen Umgang   mit       Tragödien aufmerksam gemacht.   Andererseits – beim   Kulturexport kommt       das Riesenland laut UNO-Daten nur   auf 0,2   Prozent des  Weltvolumens,      liegt auf Platz 26, gleichauf mit     Rumänien. Zum  Rousseff-Start    verließ   der Komponist und Dirigent   John   Neschling  nach 14 Jahren    frustriert   das Land in Richtung   Schweiz. Er   hatte  das völlig    unbedeutende   Sinfonieorchester Sao   Paulos zu einem    international    anerkannten   aufgebaut, wurde   jedoch von der  reaktionären      Teilstaatsregierung   gefeuert. Beim   Weggang verwies  er auf fehlende      Kulturpolitik, eine     paralysierende und unsensible  Staatsbürokratie,      brutalen Umgang   mit   Kulturgütern. Neschlings  Rückkehr nach Europa  ist       symptomatisch, ein   schmerzhafter Verlust  für Brasilien.</p>
<h1>Leonardo Boffs Ungereimtheiten</h1>
<p>In Ländern wie Deutschland betreibt eine bestimmte Gutmenschen-Szene           um den einst interessanten brasilianischen Befreiungstheologen      einen      regelrechten Kult. Sie bewahrt ihn vor öffentlicher  Kritik,     die als      politisch unkorrekt gälte. Im Tropenland  dagegen wird  Boff    seit den      neunziger Jahren zunehmend heftig  kritisiert.  Selbst    frühere  Anhänger     werfen ihm  Fehleinschätzungen über die  katholische    Kirche,      intellektuelle  Unehrlichkeit und  Opportunismus vor. Boff    sei eitel  auf      Medienpräsenz aus – was  mit Verbalattacken auf  Papst   und Vatikan       natürlich am  leichtesten gelinge.</p>
<p>In der Tat wirkt Boffs Eindreschen auf den Papst infantil und           lächerlich. Nationale Religionsexperten bescheinigen ihm eine           unbestreitbare Rolle in der Reflexionsgeschichte Brasiliens, nennen ihn           sehr intelligent und intuitiv. Boff spüre sehr gut bestimmte           gesellschaftliche Probleme und Tendenzen, sei ein brillanter    Professor.        Doch seine Äußerungen müssten kritisch analysiert    werden –     andernfalls    akzeptiere man häufig Dinge, die nicht der    Wahrheit     entsprächen.<br />
In Deutschland sind evangelikale Wunderheiler-Sekten unbeliebt – Boff           begrüßte indessen bereits im Jahr 2000 öffentlich die Expansion   der         Evangelikalen vorbehaltlos als Bereicherung. In Brasilien   fasste   man       sich an den Kopf. Denn die evangelikalen   Sektenkirchen   propagieren       massiv die „Theologie der   Prosperität“, wonach   materieller  Wohlstand      eine Gabe Gottes sei   und durch die Macht des   Glaubens  erreicht werden      könne. An   Misere, persönlichem   Misserfolg sei der  Teufel schuld,  den  man      auf speziellen   Tempelsitzungen austreibe –  wobei natürlich  jeder       Gläubige soviel   Geld wie möglich an die  Kirche spenden müsse.  Mit    dieser      Theologie, analysieren  Sozialwissenschaftler, verbreiten    die       Evangelikalen Illusionen,  beuten die Leute aus, schaffen   Leiden.  Und       fördern sogar Rassismus  und Diskriminierung, da die   schwarze     Bevölkerung    nunmehr nur  deshalb arm sei, weil sie   sündige. Gemäß aus     Afrika    ererbten  Schlechtigkeiten werde sie   als eine verfluchte   Rasse   angesehen,    die  sich von allen   Vorfahren und Wurzeln lösen   müsse.<br />
Wenn Boff diese wie Wirtschaftsunternehmen funktionierenden Kirchen als           Bereicherung auffasse, müsse man seine Bewertungen  relativieren,       zeige    sich zunehmende Oberflächlichkeit. Im  akademischen  Umfeld,   bei    den    Studenten sei Boffs frühere  Attraktivität weg.<br />
Boff müsste wissen, dass evangelikale Kirchen im Christlich-Ethischen           mancherlei Sonderwege fahren. So wurde ein Bischof der politisch           einflussreichen „Universalkirche vom Reich Gottes“, der   Brasiliens         zweitgrößter TV-Sender gehört, wegen Mordes   eingesperrt. In  Salvador  da       Bahia hatte er laut Polizei im   Tempel gemeinsam mit  zwei  Pastoren     einen   14-jährigen Jungen   sexuell missbraucht und   danach lebendig     verbrannt.<br />
Manche mögen Boff zustimmen, wenn er die Evangelikalen-Ausbreitung           begrüßt, weil ihm „jede Art von Vielfalt“ so gefällt. Denn nun ist  in          rappelvollen „Gotteshäusern“ endlich mal echt was los,  ziehen      Ex-Killer     und Ex-Frauenaufreißer wie Pastor Salles vom  Leder:„Ich      war reich,    hatte  Villen und tausende Frauen – in Rio  hörten   tausende       schwerbewaffnete  Banditen auf mein Kommando.  Ich war   Bankräuber,       Berufskiller, Monster,  Psychopath – so  viele Opfer   flehten   vergeblich     um Barmherzigkeit! Wie  von den  Dämonen   gefordert, habe   ich mit  meiner    Frau unseren sechs Monate   alten   Sohn getötet, in der   Pfanne  gebraten,    sein Fleisch  gegessen – ich    war schon in der   Hölle!“<br />
Frei Betto, wichtigster Befreiungstheologe Brasiliens, hochangesehen bei           Kardinälen, Bischöfen und Padres der Kirche des Riesenlandes,           analysiert solche evangelikalen Sekten tiefgründig, fühlt sich    durch        ihre nervende Präsenz im Alltag nicht eben bereichert.    Leonardo  Boff       indessen wirft kurioserweise dieser Kirche „feudale     Mentalität“,       „totalitäre Ideologie“ und „mittelalterliche     Strukturen“ vor, gar die       Ablehnung von Kritik und Alternativen.      Damit hat er schlichtweg  die      Dynamik, Entwicklung und  Komplexität    der katholischen Kirche  nicht      begriffen. Als  anschauliches    Beispiel gilt, dass Rom zwar  Kondome      kritisiert,  deren massive    Verteilung in der pastoralen  Aids-Prävention       indessen zulässt –    und fördert, gemäß katholischer  Moraltheologie.<br />
Der Soziologe Claudio Monteiro leitet in Sao Paulo die bischöfliche           Aids-Pastoral – direkt neben seiner Bürotür kann sich jedermann aus           einem stets gut gefüllten Plastikbehälter gratis und   überreichlich     mit      Kondomen eindecken. Monteiro lacht über Boffs   Vorwurf, dass    die      katholische Kirche in der Kondomfrage   lebensfeindlich,    verantwortungslos      und intolerant handele.   „Leonardo Boff gehörte    zum   Franziskanerorden,    der in Brasilien   eines der ersten      Aids-Präventionsprojekte startete  und   natürlich   Kondome verteilt –      seit über 16 Jahren. Unsere nationale      Aids-Pastoral, von einem      Bischof geführt, verfährt genauso. Völlig      unmöglich, daß Boff davon      nicht weiß. Wenn er die Ausbreitung   der    Evangelikalen, die   Expansion    des religiösen Fundamentalismus   positiv    bewertet, ist   dies   fragwürdig  und anfechtbar.“<br />
Boff greift immer wieder auch in die Politik ein. Im letzten           Präsidentschaftswahlkampf unterstützte er zuerst die evangelikale           Predigerin Marina Silva. Die Ex-Umweltministerin zählte zur           Revolutionären Kommunistischen Partei Brasiliens, wuchs im           befreiungstheologischen Spektrum der Katholiken auf und ging dann zur           „Assembleia de Deus“. Richtig, die von Pastor Salles, dem   Ex-Killer     und     Ex-Frauenaufreißer, die zudem laut   Eigendarstellung Homos zu     Heteros     umdreht und   Strich-Transvestiten zu Geistlichen macht.<br />
Zuletzt wechselte Marina Silva von Lulas Arbeiterpartei zu den           brasilianischen Grünen. Die verkaufen sie als lupenreine           Umweltschützerin – obwohl zahlreiche verhinderbare Umweltverbrechen in           ihre Amtszeit fallen. Amazonas- und Savannenwälder werden      vernichtet,      Brasilien avanciert zum weltgrößten      Agrargiftverbraucher, das   Geschäft    mit Gen-Pflanzen boomt.      Umweltschützer laufen Sturm gegen   das    gigantische Umleitungsprojekt      am Rio Sao Francisco – Marina Silva      verteidigt es als    „ökologisch   nachhaltig, wirtschaftlich machbar  und     sozial    gerecht“. Was sie  von  massenhafter Folter durch   Staatsangestellte       oder von den   landesweit operierenden   Todesschwadronen hält,   erfährt    man  bis   heute nicht.<br />
2002 nahm Leonardo Boff begeistert an der Wahlkampfkarawane von Lula           teil, verglich ihn mit Mahatma Gandhi, lobte sogar dessen Vize,  den          Milliardär und Diktaturaktivisten José Alencar. Angesichts  der          Korruptionsskandale schwenkte er später um, verurteilte  Lulas   Politik        als niederträchtig neoliberal.<br />
2010 aber, als Marina Silva die Stichwahl nicht erreichte, wechselte           Boff flugs zu Lulas Wunschkandidatin und bisheriger Chefministerin       Dilma     Roussef – und wieder zu Lob über den grünen Klee: „Lula    machte    die     größte Revolution der sozialen Ökologie des  Planeten,   eine    Revolution     für die Bildung, ethische Politik.“  Die   gravierenden        Menschenrechtsverletzungen, den strikt    antiökologischen Kurs von        Lula-Rousseff kritisiert er nicht, die    von ihm so heftig gescholtene,        stark systemkritische  katholische   Kirche Brasiliens tut das umso        kräftiger: Fehlende  soziale   Besorgnis bei Lula und Rousseff trotz        Hunger, Misere  und rasch   wachsenden Slums, Zementierung der  grauenhaft        ungerechten   Einkommensverteilung, Begünstigen der  ohnehin        Privilegierten.   Boff faselt von sozialer  Ökologie-Revolution, dabei  ist       längst   klar, dass Dilma Rousseff  das umweltvernichtende          Mega-Wasserkraftwerk „Belo Monte“ in  Amazonien unbedingt  realisieren         will. Nach ihrem Wahlsieg erneut  ein Schwenk: Boff  geißelt das         Belo-Monte-Projekt.<br />
Mancher hat vielleicht den desillusionierenden ARD-Weltspiegel-Beitrag           „Brasilien: Kindsmord am Amazonas“ über das Töten von Kindern  bei          Indianerstämmen gesehen – rund 600 Babies werden danach   jährlich    allein      in Amazonien umgebracht. Viele Indianer sitzen   wegen Sex  mit    Kindern   im   Gefängnis, auch Indios sind als   Naturzerstörer   bekannt.   Yanomami    pflegen  gar das Verprügeln der   eigenen Ehefrau   mit   Freunden, bei     Fremdgeh-Verdacht – von   Schamanen als Hexen     beschuldigte Indiofrauen     wurden ermordet –   das Blättchen hatte über     diese Praktiken berichtet.     Boff   indessen ignoriert diese Fakten:     „Und ich habe sie immer  bewundert,      sie sind unsere großen Meister   im   Hinblick auf die Haltung    gegenüber    der Natur. Die sind     technologisch gesehen rückständig,    aber    zivilisatorisch, sie sind     vorwärts, sie sind reicher als   wir.  Wenn wir    lernen wollen, was wir     für eine Beziehung mit der   Natur  eingehen  sollen,   die Beziehung     zwischen dem Alter und den   Kindern,  den  Erwachsenen und   alten     Leuten, die Beziehung   zwischen Arbeit und   Freizeit, die Beziehung       zwischen Leben und   Tod, dann müssen wir die   Indianer hören. Die haben       eine große   Weisheit und vieles haben sie uns   zu sagen.“  Kommentar        überflüssig.</p>
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<p><strong>Obama in Brasilien</strong></p>
<p>Auf Gesten und Symbolik, sorgsam abgestimmt zwischen beiden Seiten,           sei besonders zu achten, hatte Brasilia vor der Ankunft des           US-Präsidenten verlauten lassen. Und als Barack Obama dann in den           Amtssitz von Präsidentin Dilma Rousseff schritt, ging es Schlag  auf          Schlag. Mitten in der persönlichen Unterredung befahl Obama   über  einen        Mitarbeiter die Attacke auf Libyen mit zunächst 110      Tomahawk-Raketen.      Und etwas später, mitten im Bankett für  Obama  im    brasilianischen      Außenministerium, ging es richtig los  mit den     Bombardements. „Ein      historischer Tag“, titelten die  Zeitungen –  und    „historisch“ verhielt      sich Brasiliens neue  Staatschefin,  die   einst  als Guerilleira gegen die       Militärdiktatur kämpfte,    eingesperrt und  gefoltert wurde. Erst nach    der    Abreise Obamas    äußerte sie  Missfallen über die  Kriegserklärung      ausgerechnet in    Brasilien –  vermied indessen,  wie viele Brasilianer      erwartet    hatten, dies Obama  sofort und  direkt zu sagen, womöglich  die        offiziellen Gespräche   abzubrechen. Mit einer Note, die einen         Waffenstillstand in  Libyen  erbat, wurde ebenfalls solange gewartet, bis         Obama  abgereist war.  Brasiliens wichtigster Befreiungstheologe,     Frei      Betto, nannte es  gegenüber dem <em>Blättchen</em>  „zumindest    takt-   und    geschmacklos,  den Krieg gegen Libyen just  in Brasilien  zu     erklären,  das   gegen  eine solche kriegerische  Aggression ist.“  Der     Diskurs des  Westens    sei Demokratie, das  Interesse indessen  Öl  und    nicht etwa die     Verteidigung der  Menschenrechte in Libyen.    Brasilia   hatte sich im      UN-Sicherheitsrat, abgestimmt mit   Russland,  Indien und   China,   wenigstens    der Stimme enthalten,  eine   friedliche Lösung     befürwortet.</p>
<p>Absolut symbolträchtig ging es beim Bankett zu – denn wie zu hören           war, hatte Rousseff offenbar mit Ziehvater Lula da Silva   abgemacht,      dass    am Tische direkt neben den beiden Obamas just   der   hochwichtige       Regierungspartner José Sarney sitzen sollte.   Die USA   hatten 1964  zur      Unterstützung des Militärputschs sogar   eine   Kriegsflotte vor  die  Küste     Brasiliens entsandt. Und nun   prosteten   sich just der  Präsident   dieses    Landes und der damalige   Chef der   brasilianischen    Folterdiktatorenpartei    ARENA   freundlichst zu,   unterhielten sich auch    Michelle Obama und  Sarney     sichtlich nett   miteinander. Er gilt in    Brasilien nach wie vor    als der     archaischste, reaktionärste und    politisch mächtigste   Oligarch,  ist     Präsident des Kongresssenats und    wurde trotz   seiner Verwicklung  in     zahllose Skandale von Lula stets      hochgeschätzt und umworben. „I    love   this guy“, sagte Obama einmal      über Lula – und wollte ihn  gerne   mit am   Tisch. Doch der mit   scharfem    politischen Instinkt   gesegnete    Ex-Gewerkschaftsführer   lehnte die    Einladung ab. Als   hochbezahlter    Ehrenpräsident seiner   Arbeiterpartei    PT hatte er   womöglich Rücksicht zu    nehmen auf   jenen Parteiflügel,   der  sich   scharf gegen einen Libyenkrieg      wandte, an die Kriege im   Irak  und   in Afghanistan erinnerte, die      Obama-Regierung als „Feind   des    Weltfriedens“ einstufte. Vor Obamas      Ankunft brodelte es in   diesem    Teil der PT, der sich den   Sozialbewegungen    eng verbunden   fühlt,  die   Obama zur „persona non   grata“ erklärt  hatten.   Zorn   erregte  daher,   dass Brasiliens   Regierung, eingeschlossen  Dilma     Rousseff,  und die   Führungsspitze   der Arbeiterpartei die von      PT-Mitgliedern    angekündigten   Proteste gegen den Besuch Obamas      verurteilten. Wie      durchsickerte, sollten solche Aktivitäten erstickt,      unzufriedene      Kader auf Linie gebracht werden. Zu den Abweichlern   gehörte    sogar      Rousseffs Frauenministerin Iriny Lopes. Zu   Kriegsbeginn nicht  am        Tische mit Obama sitzen zu wollen, könnte Lula   eines Tages     Lorbeeren     einbringen – wer erinnert sich dann noch an   die      Hintergrund-Details?    Sehr aufschlussreich, was dann in Chile   ganz      anders lief als in    Brasilia. Eine weit politisiertere       Öffentlichkeit  erreichte, dass beim    Obama-Besuch die       Diktaturproblematik nicht  ausgeklammert wurde.  Anders   als unter       Dilma Rousseff wurde im  chilenischen Regierungssitz  natürlich   eine       Pressekonferenz anberaumt,  konnte ein chilenischer  Journalist    offen      fragen, ob Obama und dessen  Regierung bereit seien,  sich   für die       Beteiligung am Militärputsch vom  11. September 1973 zu     entschuldigen  –     und bei den gerichtlichen  Ermittlungen über     Diktaturverbrechen  zu     kooperieren. Der Journalist  erinnerte an     bezeichnende Fälle,   darunter    die Ermordung von Orlando  Letelier,     Außenminister von   Salvador  Allende,   1976 in Washington. Dem      überraschten Obama blieb   nichts  weiter übrig,   als zuzustimmen – er      vermied indessen, um    Entschuldigung zu bitten.<br />
Obama plante vor Rio de Janeiros Opernhaus eine Rede ans Volk, zog sich           dann aber wegen der drohenden Proteste ins Innere des  imposanten          Gebäudes zurück, wollte handverlesenes Publikum.  Draußen   PT-Fahnen   und      „Obama-go-home“-Plakate – drinnen  fragwürdigste   Symbolik. Die     nationale    Schwarzenbewegung  forderte, dass sich der   erste     dunkelhäutige    US-Präsident zum  grauenhaften Rassismus  klar      positionieren muss.     Schwarzen-Aktivist Mauricio Pestana:  ”Es  gibt     keinerlei Zweifel,  dass im    ‚demokratischen’ Brasilien  von  heute     schwarze Bürger  mehr Opfer von    Folter, Mord und   Verschwindenlassen     sind als in  irgendeiner autoritären    Epoche   unserer Geschichte.“ Die      Schwarzenbewegung hatte versucht,  über     die neue Ministerin für      Rassengleichheit, Luiza Bairros, das      Rassismusthema auf die      Besuchs-Agenda zu setzen, wurde jedoch      abgeblockt. Der      Studentenverband UNEAFRO nannte Obama „den Verräter   der    Schwarzen  in     aller Welt“ – und wird sich jetzt vermutlich   bestätigt     fühlen.   Obama   hatte nicht vor, den Rassismus, andere   gravierende         Menschenrechtsverletzungen in Brasilien zu   kritisieren. Seine         Besuchsvorbereiter griffen daher tief in die   Symbol-Kiste, ließen  vor        der Rede eine Afro-Band aufspielen und   platzierten viele         Schwarzen-Aktivisten gut sichtbar vor dem   US-Präsidenten. Die  Ansprache        wurde von Brasiliens wichtigsten   Kommentatoren arg  verrissen: Denn       Obama  lobte ausgerechnet die   brasilianische  Demokratie als       beispielhaft,  stellte damit klar,   welche  Menschenrechtskriterien er       nach eigenem  Werteverständnis   an  Brasilien anlegt. Systematische   Folter     durch    Staatsangestellte,  Todesschwadronen, Scheiterhaufen,     neofeudale      Banditen-Diktatur  in den Armenvierteln, Morde an          Menschenrechtsaktivisten,  Sklavenarbeit – „no problem“ fürs Weiße Haus.          Brasilien werde  zum Modell für die Welt, so Obama. In Rio wurde     ganz    in   der  Nähe seines Copacabana-Hotels kurz nach der Abreise   der         Systemkritiker und Anwalt Ricardo Gama, der hohe Politiker   auf    seiner      Website aufs Korn nahm, bei einem Attentat von zwei      Kopfschüssen      getroffen. Er wird hoffentlich überleben. Zuvor war      ein kirchlicher      Menschenrechtsanwalt in Nordostbrasilien ermordet      worden. In Sao Paulo      liquidierten zwei      Militärpolizei-Todesschwadronen seit 2006  mindestens     150 Menschen,      steht in einem neuen Untersuchungsbericht.  Als     ausgesprochenen      Folterstaat beschrieb sogar Brasiliens neue           Menschenrechtsministerin Maria do Rosario ihr eigenes Land – kein           einziges Massenmedium brachte die Äußerung. Nicht zufällig ist    Brasilien        jetzt auf dem britischen Welt-Demokratie-Index vom 41.    auf den  47.       Platz zurückgefallen – liegt auf dem neuesten    UNO-Ranking für        menschliche Entwicklung nur auf Platz 73. –    Libyen immerhin auf  dem  53.,      Chile auf dem 45., Argentinien auf    dem 46 und der Iran  auf dem  70.      Platz.<br />
Aber heißt es nicht immer, seit Lula zeige Brasilia gegenüber den USA           zunehmend Selbstbewusstsein und Eigenständigkeit? Brasiliens           Qualitätsmedien analysierten ironisch Wikileaks- Enthüllungen.           Öffentlich habe es nur zu oft leere antiamerikanische Rhetorik  gegeben  –         „ im vertraulich-privaten Umgang indessen  Liebkosungen für  die      Brüder    im Norden, Anerkennung der  Hegemonie des Partners.“          US-Diplomateneinschätzungen lauteten,  das Tropenland sei noch gar  nicht         reif, um ein Global Player zu  sein. Für  US-Sozialwissenschaftler     sind     die brasilianischen  Regierenden  unfähig zu längst  überfälligen        strukturellen  Reformen, gibt es  „gravierende interne  Probleme“.         Menschenrechtsaktivist Fabio  Konder Comparato,  Rechtsprofessor an         Brasiliens führender  Bundesuniversität in Sao  Paulo: “Wir hatten   bis       heute nie  Demokratie, leben immer unter  einem oligarchischen   Regime.        Unsere Politik hat stets zwei  Gesichter. Eines für  außen,   zivilisiert  –      und eines für innen,  grausam. Wir halten  diese    Doppelzüngigkeit des      Charakters im  gesamten politischen  Leben    aufrecht. Die Wahlen sind      Theater.  Lula bewies, dass er  für die    Oligarchie nicht gefährlich  ist.     Ich  widerspreche dem  Begriff    Redemokratisierung.“</p>
<h1>Brasilien und der Libyenkrieg</h1>
<p>Frankreichs Rafale-Kampfflugzeuge starteten auf Befehl von Präsident           Nicolas Sarkozy als erste gen Libyen, bombten, was das Zeug    hielt,        feuerten neueste Hightech-Raketen auch auf zivile Ziele,    zeigten    aller     Welt, was in den Kisten steckt. Der überstürzt    wirkende     Rafale-Einsatz    hatte womöglich seinen besonderen,    zynischen     Hintersinn – denn    Lateinamerikas größte    Kriegswaffenmesse LAAD in Rio     de Janeiro stand vor    der Tür.    Rafale-Oberverkäufer Sarkozy bemüht     sich seit Jahren meist       vergeblich, bei seinen Auslandsreisen die     superteuren Jagdbomber an    den    Mann zu bringen, auch in Brasilien.     2010 schien der Ankauf    durch die    Lula-Regierung fast sicher – doch     selbst in    französischen Medien wurde    herumgemäkelt, größtes        Verkaufshindernis sei die fehlende    Praxiserprobung im Kriegseinsatz.        Das Argument ist nun wohl vom Tisch.    Am Tag der Messeeröffnung    von     Rio schrieb die „O Globo“, dass die    Rafales nun „mit Erfolg    bei  den    Attacken gegen Libyen“ getestet worden    seien, und in    einer     LAAD-Sonderbeilage warb der französische    Rüstungskonzern    gleich     ganzseitig, die Vortrefflichkeit der Bomber sei    im Kampf    bewiesen     worden. Deutsche Medien zitieren Jean-Pierre Maulny,           stellvertretender Direktor des französischen Instituts für           Internationale und Strategische Beziehungen (IRIS), wonach der           Libyen-Einsatz ein Weg sein könne, um für die nunmehr „kampferprobten“           Rafale-Bomber Propaganda zu machen. Dabei war es in Libyen        vorhersehbar    zu keinerlei Luftkämpfen gekommen, wurden durch die        Bombardements,  wie   man inzwischen weiß, aber zahlreiche  Zivilisten       umgebracht, deren   Häuser  zerstört, immense  Massenfluchten   ausgelöst.</p>
<p>Die brasilianische Öffentlichkeit hat, anders als die           mitteleuropäische, weit weniger Illusionen, worauf der Libyenkrieg           tatsächlich zielt. Schließlich hatten führende Blätter, darunter           Brasiliens auflagenstärkste Zeitung „Folha de Sao Paulo“, den           Europa-üblichen Mainstream von Anfang an der Lächerlichkeit           preisgegeben. Gleich auf einer ganzen Seite analysierte der  renommierte          Politikexperte und Universitätsprofessor José Luis  Fiori, dass  es    um      Libyens Öl und die Kontrolle einer  Grenzregion zu Europa   gehe,    nicht     aber um Menschenrechte. Die  würden von den großen   Mächten    stets  benutzt,    um geopolitische  Entscheidungen zu   legitimieren.    Afrika  nannte Fiori    den  Schauplatz eines neuen   imperialistischen    Wettkampfs –  es sei nicht     ausgeschlossen, dass   über eine neue Form    des  Kolonialismus  ebenso    nachgedacht werde   wie über die Eroberung     bestimmter  afrikanischer    Staaten, die   durch europäische  Kolonialisten     geschaffen worden waren.    Lokale   Konflikte würden  künftig immer     häufiger – und stets seien die USA      involviert.<br />
Wer das womöglich linkslastig fand, bekam „ausgewogen“ im selben Blatt           die Version des konservativen Politikers und Ex-Finanzministers     Luiz       Carlos Bresser-Pereira präsentiert, wonach Libyen  lediglich      abgestraft     werde, weil es sich dem informellen  Kolonialismus der      Großmächte  nicht    unterwerfe. Der Libyenkrieg  werde nicht mit  guten     Absichten  geführt.  Man   versuche dort  nicht, wie behauptet  werde,     „das Massaker  an einem     revoltierenden Volk zu  verhindern“,  sondern    wolle die  Herrschaft  über    ein ölreiches  Land  wiedergewinnen. In    Libyen, so   Bresser-Pereira, gebe    es im  übrigen  gar kein    revoltierendes  Volk.  Einzige     „Massenmanifestation“, von  der    Journalisten Fotos  machten,  sei eine     Masse von Autos in  Bengasi    gewesen – zwecks  Feier der      NATO-Bombardements. Nach dem  Zweiten    Weltkrieg sei  der offene      Kolonialismus durch einen  informellen    ersetzt worden  – die alten      Metropolen assoziierten  sich mit    korrupten Eliten  der armen Länder.  Dies     treffe besonders  auf den    mittleren Osten  sowie auf Staaten      Lateinamerikas und  Afrikas zu.    Lediglich  asiatische Länder und  einige     Staaten wie  Libyen zeigten    sich  nicht fügsam für diese  neue     Herrschaftsform.  „Deshalb     verzeichneten sie Wachstum und  verbesserten     den  Lebensstandard der     Bevölkerung.“ Der Anwalt und  Ex-Minister verwies      auf den  UNO-Index    für menschliche  Entwicklung und verglich –  Libyen      liege auf dem  53.   Platz,  Lateinamerikas größte Demokratie  Brasilien      indessen nur  auf   dem  73. Platz. Für Unbotmäßigkeit  werde  Libyen jetzt     bestraft  durch    zwei alte imperiale Mächte,   Frankreich und     Großbritannien,  gefolgt    von den USA. Sarkozy   meine, durch sein Vorgehen      wiedergewählt  zu   werden – „doch die   Franzosen wissen, dass dieser    Krieg   wenig  Sinn   hat und dass sie   Sarkozy nicht vertrauen können“.<br />
Kommentatoren, die solcher Sicht widersprechen? Keine. Leicht           nachvollziehbar, dass sich auch Brasiliens Künstlerschaft nicht vom           europäischen Mainstream beeindrucken lässt, darunter der populäre           Schriftsteller ÉnricoVeríssimo in seiner landesweit  nachgedruckten          Kolumne: „Alles wiederholt sich in Libyen,  angefangen mit der          Scheinheiligkeit der selektiven Empörung:  Einige Tyrannen, zuvor          toleriert, wenn nicht gar offen  unterstützt wie Saddam, werden          unakzeptabel und attackierbar,  während der Knüppel andere schont,  die         noch nütze sind. Danach  folgen die Verluste an Zivilisten,   angeklagt     von    der einen  Seite und bestritten von der anderen,   Fotos     verstümmelter     Kinder und Diskussionen über die Effizienz   von     ‚chirurgischen’     Luftschlägen. Und so haben wir ein weiteres   Beispiel     eines  modernen    Beitrags zu den Kriegstaktiken, die   eigenartige      Doktrin des humanitären    Bombardements.“<br />
Komponist Aldir Blanc fragt, wie viele unschuldige Zivilisten bereits           durch das westliche Bombardement auf Libyen umgekommen seien. Und       macht     sich bitter-ironisch über „Hilaria Clinton“ lustig, legt   ihr      folgendes    Zitat in den Mund: „Unsere Politik ist, das da  zu       bombardieren und  das   Wort Petroleum durch Menschenrechte zu        ersetzen.“ Der Komponist    erinnerte zudem an das  US-Geheimgefängnis  in      Ägypten, in dem des    islamischen Terrors  Verdächtigte  gefoltert      worden seien.<br />
Da erübrigt es sich beinahe, Positionen aus der recht           befreiungstheologisch orientierten Kirche des größten katholischen           Landes zu erwähnen. Frei José Francisco, Leiter des           Franziskaner-Sozialwerks in der Megacity Sao Paulo, eine der           angesehensten Franziskaner-Persönlichkeiten Brasiliens, nennt die           Einschätzung des Weltsozialforum-Gründers Oded Grajew völlig korrekt,           wonach die Waffenverkäufer Regierungen wollen, die Kriege   führen.     „Eine     große Wirtschaft, zu deren Stützen die   Rüstungsindustrie     gehört,  muss    Kriege haben – denn zur   kapitalistischen Basis gehört     Konsum.  Für die    Rüstungsindustrie   bedeutet dies – sie wird durch     Kriege  stimuliert.  Die     unterstützen die Wirtschaft jener großen     Länder, die  heute die    Welt   beherrschen.“ Für Andersdenker  Francisco    versucht in  Libyen    lediglich   eine Gruppierung, an die  Macht zu    kommen – „doch  eine    Mobilisierung des   Volkes gibt es  dort nicht.    Bemerkenswert,  dass    Vatikan und katholische    Friedensbewegung Pax    Christi mit  ihrer    Position zum Libyenkrieg der    NATO-Haltung komplett     widersprechen.  Der   Krieg zeigt, wie oft  die UNO   leider     instrumentalisiert  wird.“ Für den   Franziskaner ist  völlig klar,    dass    das  Völkerrecht jetzt auf jene   anzuwenden ist,  die durch        Bombardements in Libyen ungezählte   Zivilisten  umbrachten. „Die an  den       Luftangriffen beteiligten Länder   müssen  raschestmöglich      Wiedergutmachung   und Entschädigung an die    Hinterbliebenen der      Todesopfer sowie an   Verletzte und anderweitig    Geschädigte leisten.      Die Täter und ihre   politisch-militärischen    Auftraggeber müssen    gemäß   Völkerrecht bestraft   werden. Ich weiß,  dass   in der    brasilianischen   Kirche sehr viele denken   wie ich.“<br />
Zu ihnen zählt Waldemar Rossi. Einst war er aktiver Diktaturgegner,           bereitete mit Gewerkschaftsführer Lula Streiks vor – heute leitet  er          unter einem deutschstämmigen Kardinal in Sao Paulo die    bischöfliche        Arbeiterseelsorge. „Seit den ersten Bombardements    hat die NATO  nicht   nur     die Streitkräfte Libyens attackiert,    sondern auch  Zivilisten,   die    dabei  umkamen. Auf normale libysche    Bürger wurde  keinerlei   Rücksicht     genommen. Notwendige    Entschädigung,  Wiedergutmachung   bringt indessen  die    Getöteten    nicht zurück ins  Leben. Zur   Verteidigung von  Ölinteressen    nehmen    sich die an den  Luftschlägen   beteiligten  Regierungen das Recht       heraus, jegliche  Verbrechen zu   begehen – wie  zuvor bereits im Irak    und    in anderen  Staaten. Absolut   verrückt, dass  Barack Obama  den    Libyenkrieg    anfangs von einem   Copacabana-Hotel aus   koordiniert   hat.“  (Während   seines  jüngsten   Brasilienaufenthaltes  – <em>Anm. d. Red.</em>)      Schwer   vorauszusagen,   ob auch  westliche Libyenkrieger   Fronturlaub an    der   Copacabana   machen  werden – die Kollegen aus   dem Irakkrieg  sind   längst da   und    sorgen als Sextouristen für   reichlich    Negativschlagzeilen. „Die      Truppe auf der Suche nach Sex   provoziert    Polemik“, titelte schon  2007     ein Rio-Blatt.   Washington finanziere    diesen Fronturlaub,  habe das     US-Konsulat   bestätigt.</p>
<h1>Brasiliens vertrackter Rassismus</h1>
<p>Wie wäre das in Deutschland – dürfte man selbst nach richterlichem           Verbot noch offen auf der Straße und vor Konzertmikros singen,   dass         schwarze Frauen stinken und mit diesen Kraushaaren hässlich      aussehen?  In     Brasilien darf man – ein Lied dieses Inhalts   machte    1996 Furore,      Komponist Tiririca, ein Musikclown und   Kinderstar,    ging mit dem Song  in     die Fernsehshows und forderte   alle zum    Mitsingen, Mittanzen auf.  Bis     heute kann sich jedermann   „Veja os    cabelos dela“ von  brasilianischen     Websites   herunterladen. Obwohl    die nationalen  Schwarzenorganisationen       über ein Jahrzehnt lang    gegen Sony Music  wegen des rassistischen    Lieds    klagten – und jetzt    schließlich  gewonnen haben. Der    Musikkonzern muss    umgerechnet  über   eine halbe  Million Euro    Entschädigung zahlen und  durfte   das  Lied   bereits seit  Jahren   nicht  mehr vertreiben. Der Text  indessen    ist   überall greifbar    und hat es in  sich. Diese Negerin stinkt  wie      verrückt, mehr noch    als ein  Stinktier, singt Tiririca, der Geruch     dieser   Frau ist   nicht  zum  Aushalten. Ich habe ihr gesagt, sie  soll    sich   waschen –   aber sie  ist  stur, will nicht hören. Und dann  schau   dir  mal    die  grauenhaften   Kraushaare von der Negerin an –  die sind   wie   dieser    Putzschwamm,  mit  dem man Töpfe und Pfannen  scheuert.</p>
<p>Blonde Mädchen und Jungen Brasiliens trällern das Lied lustvoll in           den teuren Privatkindergärten der weißen Mittelschicht, es klingt       durch     Schulkorridore, wird auf Feten gesungen, eignet sich    prächtig,    um     Schwarze zu hänseln, zu beleidigen. Aber wieso kann      ausgerechnet  so ein     offen rassistisches Lied in Brasilien  diesen     Erfolg haben?  Ein    führender  Schwarzenaktivist, Mauricio   Pestana,    Herausgeber der  einzigen     Schwarzenzeitschrift, „Raca   Brasil“,  sagte   dem <em>Blättchen </em>in     Sao  Paulo: „Brasilien   ist das    rassistischste Land der Erde – hier     wirken die    Strategien des    Rassismus seit jeher sehr intelligent. Es     gibt   keinerlei  Zweifel,    dass im `demokratischen` Brasilien von heute       schwarze Bürger  mehr    Opfer von Folter, Mord und Verschwindenlassen    sind    als in     irgendeiner autoritären Epoche unserer Geschichte.    Dagegen    kämpfen    wir  an.“<br />
Nicht einfach, wie der Fall des Tiririca-Lieds zeigt. Die           Schwarzenorganisationen protestierten 1996 sofort, beriefen sich auf ein           Gesetz gegen Rassendiskriminierung, reichten Klage ein – sogar    im        Nationalkongress wurde darüber diskutiert. Eine Richterin    verbot   den      Verkauf der Tiririca-CD wenigstens für den Teilstaat    Rio de   Janeiro –      Sony Music ging in Berufung. Die Lieder    Tiriricas seien   unschuldig,   für    Kinder gemacht und ohne    Vorurteile. „Die   Ausdrucksfreiheit   unserer    Künstler ist    unantastbar“, betonte ein   Sony-Music-Manager.   Der    Musikkonzern    musste das Lied schließlich   von der CD nehmen.<br />
Aber wieso ist wegen der erfolgreichen Entschädigungsklage eigentlich           Sony Music am Pranger – und nicht der Liedermacher Tiririca,   fragen         derzeit viele. Da zeigt sich ein Dilemma der   Schwarzenbewegung –    denn      dieser unheimlich populäre Tiririca ist   ja selber    dunkelhäutig. Auch  er     wurde gleich am Anfang mit   verklagt: „Aber    meine eigene Frau ist   doch    eine Schwarze – und   ich bin ein    Mulatte!“, sagte er den   Richtern.    Freispruch.<br />
Denn schmerzhafte Tatsache ist, dass sich in Brasilien Schwarze           gegenseitig rassistisch beschimpfen, herabsetzen – selbst als „hässlich           schwarz“ titulieren. Immer wieder kommt es vor, dass sogar     schwarze       Frauen, die schwarze Männer beleidigend als „preto“     beschimpften,   von     schwarzen Militärpolizisten vorübergehend     festgenommen werden.<br />
Mit acht Jahren arbeitete jener Francisco Everardo Oliveira Silva,           genannt Tiririca, bereits als Zirkusclown, sitzt heute, mit 45   Jahren,         sogar im Nationalkongress, gehört zum Regierungsbündnis   der  neuen        Präsidentin Dilma Rousseff. Und hievte durch ein    Rekordergebnis  von  1,3      Millionen Stimmen eine ganze Reihe    belasteter Politiker  seiner       Republikanischen Partei mit ins    Parlament. „Was macht so  ein       Kongressabgeordneter? Ich weiß es    nicht. Votiere für mich und  ich       erzähle es dir!“ Dieses banale    Wahlkampfmotto Tiriricas hat  bestens       funktioniert – viele    Brasilianer finden es zum Heulen,  doch bezeichnend       für den    Zustand des Politikbetriebs. Und der tief  verwurzelte     Rassismus      ist weiterhin vertrackt, äußert sich auf  überraschende     Weise,    selbst  im  öffentlichen Gesundheitswesen. „Man  muss sich das so        vorstellen“,  sagt  Lucia Xavier von der  Schwarzenorganisation      „Criola“   in Rio. „Eine   schwarze Frau geht  zur Behandlung und auch      zur   Krebsvorsorge in eine   öffentliche  Klinik, doch der weiße  Arzt     tastet   nicht einmal ihre Brust   ab,  weil er sich vor der  Frau   ekelt,   ja, wegen   ihrer Hautfarbe Ekel    empfindet. Und damit  wird   die Frau   ihres Rechts   auf korrekte    medizinische  Behandlung   beraubt. Die Frau   teilt mit,  dass  sie  Schmerzen    habe, doch den   Arzt interessiert das   nicht, dessen  Team   ebenso  wenig –   weil man   die Frau wegen ihres   ganzen    Erscheinungsbildes  nicht mag.“   Nicht   zufällig sind die      Sterblichkeitsraten der  Schwarzen weit höher  als    die der Weißen.      Dunkelhäutige,  immerhin die  Bevölkerungsmehrheit,    besetzen nur 3,5      Prozent der   Führungsposten, sind im höheren  Management   extrem selten.        Erklärt wird dies gewöhnlich mit dem  sehr begrenzten   Zugang  dieser       Bevölkerungsgruppe zu besserer  Qualifikation. Das     weitverbreitete      Vorurteil, dass Schwarze keine  intellektuelle   Kompetenz    besäßen,  wird    dagegen kaum einmal als  Hinderungsgrund   genannt.  Befragte    schwarze    Manager räumten ein,  sich lange Zeit    tatsächlich als weit    weniger    kompetent eingestuft  und unter  einem   tiefsitzenden       Minderwertigkeitskomplex gelitten  zu haben.  Eine   Folge dieses geringen       Selbstwertgefühls: Als   Lebenspartner,   Freunde oder Bekannte werden       erstaunlich häufig   hellhäutige   Personen bevorzugt. Es gibt dafür  sogar      eine gängige   Redewendung –   „melhorar a raça“, die Rasse  verbessern.   Und    das   heißt, Kinder   mit Weißen zu zeugen, um so die  Farbe der   Familie      aufzuhellen  und  dadurch in der Gesellschaft an  Wert zu   gewinnen.  Als     eine  schwarze  Favela-Frau nach sechs  kaffeebraunen   Kindern  zum  ersten     Mal eine  auffällig helle, beinahe  weiße Tochter   zur  Welt  bringt,  bei    einem  dunkelhäutigen Vater,  freut sich die  ganze    Sippe wie  wild und     feiert das Ereignis.  Schwamm drüber,  dass da    irgendwas  mit der     Vaterschaft nicht stimmen  kann – der  Papa freut    sich ja  auch, dass  die    Kleine so  überraschend hell  geraten ist. In     ungezählten  Slumfamilien    bläut  man die  Aufhell-Idee besonders  den    Mädchen  frühzeitig ein, sucht     ihnen  Beziehungen zu schwarzen   Jungen    auszureden. Als ein Mädchen zum      ersten Mal zu Hause mit   dem  schwarzen   Freund auftaucht, fallen   schon  die   Schwestern über   sie  her: Willst   du denn die Rasse   verschlechtern,  die   Familie   noch  schwärzer machen,   bist du   verrückt? Dunkelhäutige  Frauen,     die sich  hocharbeiten und   dann  auf  einmal in einem  Großraumbüro   allein    unter 100, 200 Weißen    sitzen,  berichten davon, als    „schwarzes Schaf“    tituliert zu  werden,   sich  diskriminiert zu   fühlen.<br />
Besonders in den Slums von Sao Paulo sind auch andere Verhaltensmuster           möglich. Politisierte Schwarze suchen sich für ein Abenteuer,   eine         nicht-feste Beziehung, gern eine Hellhäutige – aber zum    Heiraten,   zum      Familiegründen muss es eine Schwarze sein. So werde    die eigene     Identität    gestärkt. Eigentlich auch eine Form des    Rassismus,     kommentiert eine    dunkle Paulistana. Auffällig    wiederum, dass schwarze     Männer, die    Karriere machen, gar als    Fußballspieler zu viel Geld     kommen, Blondinen    als Statussymbol    bevorzugen. Der dunkelhäutige     Historiker Joel dos    Santos    formulierte es bitter so: „Die Weiße ist     schöner als die Schwarze       – und wer vorankommt, wechselt nun  einmal    automatisch den Wagen.“</p>
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<p><strong>Wirtschaften in Brasilien</strong></p>
<p>Jetzt in der Erntezeit brennen sie wieder bis zum Horizont – die           riesigen Zuckerrohrplantagen des Tropenlandes. Fliegt man über das           Flammenmeer, vergisst man’s nie wieder. Nossa Senhora – der   ätzende         Qualm steigt ja höher als die Maschine! Unten kriegt man      Angstzustände,      wenn der Bus plötzlich von dichtem Rauch   eingehüllt    wird, an beiden      Straßenseiten Flammen züngeln,   Gluthitze   eindringt,  der Fahrer  flucht,     weil er nichts mehr   sieht. Während   der  gefürchteten  „Queimadas da  cana“    häufen sich   tödliche    Verkehrsunfälle,  explodieren gar  Tanklaster.    „Niemals   hatte ich    soviel Angst um die  Kinder, meine Frau  und mich wie     im  PKW in einer    solchen Feuerzone –  ich dachte, jetzt  sind wir  alle     geliefert“,    sagt Mario Mantovani,  Präsident der   Umweltstiftung  „SOS Mata       Atlantica“, in Sao Paulo.  „Und dabei  kam ich  grade von  einem       Umweltschutzkongress, hielt einen   Vortrag über den   Wahnsinn der       Treibstoffproduktion aus  Zuckerrohr!“  Deutsche  Multis,  deutsche       Zuckerunternehmen,  deutsche Banken und   Spekulanten sind seit  Jahren in       die  Ethanol- und Zuckerbranche   Brasiliens groß  eingestiegen,    mischen     heftig mit, tragen   entsprechende  Mitverantwortung. Unter     Staatschef Lula    hat die   Branche einen Boom  erlebt, wuchs in seinen     acht Amtsjahren  der     Anteil ausländischer  Multis von fünf auf  über    35 Prozent. In der      Megacity wirbt die  „Industria   Sucroalcooleira“   gerne mit Großfotos  des     grünen, wogenden  Meers   aus Zuckerrohr,   Cana. Das wirkt auf  viele   direkt   sympathisch,   wie  die so schön   gelben, doch extrem    umweltschädlichen,   massiv  mit   gefährlichsten   Agrargiften  besprühten   Rapsfelder in    Deutschland.   Abgefackelt   werden seit  der Kolonialzeit   kurz vorm  Ernten   die   störenden,   unnützen  Zuckerrohr-Seitenblätter.    Brasilianische     Wissenschaftler   nennen  die Flächenbrände „pervers“  und   ein     Umweltverbrechen – Mario    Mantovani machen sie   Naturschutzgebiete    kaputt.   Auch jetzt, 2011,    sind wieder  reichlich  Schutzzonen    draufgegangen,  weil  das Feuer    außer  Kontrolle gerät,  sich in Wälder    hineinfrisst. Und  immer     werden  sogar  Plantagenarbeiter von den  Flammen   eingekreist und       verbrennen  lebendig – ebenso wie Unmengen  an   theoretisch streng       geschützten  Tieren. „Alle denkbaren  Vorteile des   Ethanoltreibstoffs       werden  allein durch das Abfackeln  aufgehoben. Man   braucht sich   nur   den    Ausstoß an klimaschädlichem  Dioxin und   Kohlenmonoxid     anzuschauen. Die    Gesundheitsposten in  Städten bei Sao   Paulo sind     voll von Leuten, die    wegen der  Plantagenbrände       Sauerstoff-Behandlungen machen müssen,  schwere    Atemprobleme haben.       Unser Staat dürfte diese  Ethanolunternehmen  nicht   auch noch       finanzieren, sogar über die  Entwicklungsbank! Es  gibt kein         Umweltbewusstsein in Brasilien. Die  Kultur des Landes  ist Zerstörung.“         Mantovani klassifiziert Brasilien  als  viertgrößten Erzeuger         klimaschädlicher Gase – wegen der   Brandrodungen im Regenwald und   dieser       Plantagenbrände. „Doch der   heutige Weltmarkt will   garnicht  wissen,  ob     das Zuckerrohr von   Sklavenarbeitern geerntet   wurde und  ob man  die     Plantagen  abgebrannt  hat.“</p>
<p>Hauptbetroffene sind die Zuckerrohrarbeiter, die zudem über Haut und           Atmung den krebserzeugenden Brandruß aufnehmen. Die Feuer     zerstören     die   Bodenfruchtbarkeit und kontaminieren Oberflächen-     und   Grundwasser,     vernichten zudem sämtliche natürlichen Feinde  von      Schädlingen, daher     werden immer mehr Agrargifte eingesetzt.       Brasilien ist wegen der     Zuckerrohr-Monokulturen heute  weltgrößter      Verbraucher selbst solcher     Gifte, die in der EU und  in den USA      längst verboten sind. Klar, ein     Großteil kommt von  deutschen  Multis.     Alles dummes Zeug, was Mantovani da     erzählt –  ginge es  nach den     auch in Deutschland überreichlich      verbreiteten  Argumenten  zugunsten    der brasilianischen  Ethanolproduktion.     Die  wird als  ökologisch  und   „Bio“ gerühmt.  Bitte, es geht doch, so   wie    bei der  Windkraft.  „E 10  –  mehr Bio  im Benzin“, wirbt das       Bundesumweltministerium:    „Biokraftstoffe  spielen eine wichtige Rolle       beim Klimaschutz und bei    der  Energieversorgung.“<br />
Francisco Anselmo de Barros, genannt Francelmo, einer der wichtigsten,           bekanntesten Umweltaktivisten Brasiliens, verbrannte sich 2005       selbst,     um gegen die Ausweitung der „Biosprit“-Produktion zu       protestieren.   Doch   das Tropenland bleibt weltweit führender       Zuckerproduzent und    -exporteur,  zudem zweitwichtigster Hersteller       von Ethanol. Zwischen    2009 und 2010  hat die EU ihre Zuckerkäufe  in      Brasilien verdreifacht –    das  Bundesumweltministerium rechnet   mit     großen Ethanol-Importen. Für    Roberto  Malvezzi, kirchlicher       Umweltexperte wie Francelmo, ist    „Biosprit“  jedenfalls kein   sauberer     Kraftstoff: „Um die Anbauflächen zu    erweitern,    vertreibt das     exportorientierte Agrobusiness Indiostämme    und   Kleinbauern  sogar     durch Terror und Mord. Hinter moderner Fassade      verstecken  Großfirmen     nur zu oft Sklavenarbeit.“ Nur durch solch      abstoßendes      Sozialdumping seien brasilianischer Zucker und   Ethanol auf    dem     Weltmarkt  so billig und wettbewerbsfähig.<br />
Anfang 2011 passiert eine kuriose Panne, ist monatelang Ethanol an den           Tankstellen häufig teurer als Benzin, dieses die landesweit  beste     und      billigste Kraftstoffalternative. Denn der  Wirkungsgrad von     Benzin  ist     deutlich größer. Wegen der hohen  Weltmarktpreise für     Zucker  stellten   die   Ethanolfabriken auf  Zuckerproduktion um,     provozierten  eine      „Biosprit“-Versorgungskrise, musste die Regierung     große   Ethanol-Mengen     ausgerechnet aus den USA importieren. „Das     ist  so,  als würde     Saudi-Arabien Öl einführen“, spottete die       Wirtschaftspresse.     Universitätsprofessor Dr. Eduardo Moreira,       Ethanolexperte aus Sao Paulo,     rechnet mit solchen Krisen immer       wieder. Ethanol könne Benzin nicht     ersetzen – nicht einmal in       Brasilien, sei nur eine Art   Neben-Treibstoff:   „Obwohl unsere       Produktionsbedingungen extrem   vorteilhaft sind, kann   dieser       Kraftstoff nicht einmal hier mit Benzin   konkurrieren.“ An diesen         Produktionsbedingungen sind in- und   ausländische Teilhaber natürlich         höchst interessiert, weil sich nur so   hohe Profite erzielen    lassen.      Deutsche und österreichische Landwirte   haben wiederholt     vergeblich   auf   das brasilianische Sozialdumping   hingewiesen und     faire   Spielregeln   gefordert. „Durch diese gewissenlose   Form der     Produktion   ist es der   Landwirtschafts-Industrie Brasiliens       möglich, die  Preise  am Weltmarkt zu   unterbieten”, hieß es in einer        Bauernzeitschrift.  „Weder europäische   Bauern noch solche aus den        Entwicklungsländern  können mithalten.” Wird   Brasilien die        gigantischen, durch die  Zucker- und Ethanolproduktion   verursachten        Umweltschäden rückgängig  machen, all die vernichteten   Tierarten   der      Natur zurückgeben? Über  politische Positionen dazu von     deutscher    Seite   ist nichts bekannt.<br />
„Wer Ethanol tankt, kippt sich Blut in den Tank“, sagt Brasiliens           katholischer Priester Tiago – „Biosprit ist Todessprit“, urteilt           Befreiungstheologe Frei Betto. „Denn die Ethanolproduktion bringt           zahllosen Armen und Hungernden der Erde den Tod.“ Zu den  komplexen          Auswirkungen des Biosprit-Booms gehören derzeit in  Brasilien  brutale         Preissprünge bei Lebensmitteln. „Wenn man die   Ackerflächen für         Nahrungsmittel verkleinert, steigen deren   Preise, sterben viele         Menschen, die sich keine guten   Grundnahrungsmittel leisten können.         Unsere Regierung spricht von   16,2 Millionen hungernden  Brasilianern in        absolutem Elend –  aus  meiner Sicht sind es  doppelt so viel!“,  sagte   er     dem <em>Blättchen</em>.   Hungernde,  Unterernährte seien  besonders      anfällig  für viele   auch tödliche  Krankheiten, vegetieren  mit stark      geschwächtem    Immunsystem dahin,  verlieren Initiative  und        Konzentrationsfähigkeit.  „Wegen immer  mehr Zuckerrohrplantagen  wurden        riesige Urwaldgebiete  Amazoniens  abgeholzt, das  ökologische        Gleichgewicht, die Ökosysteme in  Nord-  und Südamerika  geschädigt,   was      sich auf die ganze Welt negativ   auswirkt. Denn  Amazoniens   Tropenwald      ist der größte des Planeten.  Und  die  Regenfälle, ob   im Süden   Floridas    oder Argentiniens,  hängen von der   Verdunstung   in Amazonien   ab.“<br />
Die Förderung des Zuckerrohranbaus bewirke zudem Landvertreibung,           starkes Slumwachstum, mehr Morde und Drogenhandel, mehr           Kinderprostitution. „84 Prozent der Brasilianer leben bereits in den           Städten“, so Frei Betto. „Die Menschen migrieren dorthin auf der     Suche       nach besseren Lebensbedingungen, was aber gravierende      zerstörerische      Konsequenzen hat, weil Risikozonen illegal mit Slums      bebaut werden.      Deshalb haben wir jedes Jahr    Erdrutschkatastrophen   mit vielen  Toten.  Ein    Heer von Arbeitslosen    zieht im Lande umher   und verdingt  sich bei  der     Zuckerrohrernte,   haust den Rest der Zeit   aber in  Armenvierteln  mit     Drogen,  Gewalt,  Prostitution. Es fehlt   eben  dringlich eine        Bodenverteilungsreform, um die Menschen auf  dem  Lande  zu halten.“</p>
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<p><strong>Brasiliens Kreuz mit dem Sex</strong></p>
<p>Bei Morden an Homosexuellen habe das Land im Weltvergleich „eine           grauenhafte Führungsrolle“, prangert der Schwulen-Führer und           Anthropologe Luiz Mott an. Es handele sich um „Hass-Verbrechen,           ausgeführt mit besonderer Grausamkeit“. In Brasilien würden mehr  Gays          getötet als bei Homosexuellen-Hinrichtungen im Iran,   Saudi-Arabien,         Sudan, Nigeria und weiteren sieben Staaten, in   denen die   Todesstrafe   für     Schwule gelte. „In den USA, mit etwa   100 Millionen   mehr   Bewohnern,     tötet man 25 Gays pro Jahr, hier   250!“ Die   Dunkelziffer   sei indessen     sehr hoch, man erfahre nur   von einem   Bruchteil der   Morde. Ex-Präsident     Luiz Inácio Lula da   Silva gehe   in die Geschichte   als „Vampiro dos  Gays“    ein. Da   erschien   lobenswert, dass die neue   Regierung unter   Präsidentin     Dilma   Rousseff an 6.000 öffentlichen   Mittelschulen des   größten       bisexuellen Landes der Erde eine intensive   Aufklärungskampagne       zugunsten   der Rechte von Schwulen, Lesben und   Transvestiten starten,       einen so   genannten „kit anti-homofobia“   verteilen wollte. „Wir      machen  keine   Propaganda für sexuelle   Optionen“, erklärte dann     jedoch   überraschend die   Präsidentin, zog   den „kit“ zurück. Man     werde sich in   das Privatleben   der Leute nicht   einmischen.</p>
<p>Geplant war, den Heranwachsenden auch sehr anschauliche Videos           vorzuführen, in denen als Vorteil der Bisexualität genannt wird,    doppelt        so viele Chancen zu haben, eine attraktive Person, einen           Beziehungspartner zu finden. In einem Lande immerhin, in dem    entgegen        gängigen Klischees Einsamkeit ein Massenphänomen ist.    Der        Stimmungswandel bei Präsidentin Rousseff, hieß es in den    Landesmedien,        sei auf Druck der starken puritanischen Fraktion    evangelikaler   Sekten    im   Regierungsbündnis erreicht worden. Doch    nicht wenige   Brasilianer      meinen, dass man mit dem  Aufklärungs-Kit   bei Brasiliens    Jugendlichen     ohnehin nur offene  Türen eingerannt   hätte – alles  ist   den     Heranwachsenden ja aus  ihrem Lebensumfeld   bekannt. Die   geplante       Anti-Homophobie-Kampagne ginge an den   Landesrealitäten   vorbei, weil   sie     die gravierendsten Probleme   aussparte – wohl um   keine   schlafenden   Hunde   zu wecken.<br />
Einen wichtigen Hinweis hatte 2010 der brasilianische Erzbischof Dadeus           Grings gegeben, der als Problem nannte, dass die heutige       Gesellschaft     pädophil sei – und die Menschen leicht dafür anfällig.       Als  Erzbischof    konnte er schwerlich in die Details gehen.  Yvonne      Bezerra  da Silva,    bildende Künstlerin und  Slum-Sozialexpertin   kann    das, nimmt  kein Blatt    vor den Mund.  Bereits in den neunziger    Jahren   spricht sie  sich für     Sexualerziehung schon für    Siebenjährige aus,   will   Kenntnisvermittlung    über Familienplanung    für Arme an sämtlichen     Grundschulen. „Die große    Mehrheit der    Unterschichtskinder ist  Teil    völlig zerrütteter Familien,    nicht    selten hausen auf nur  neun    Quadratmetern zehn Personen; Jungen  und      Mädchen sehen  täglich homo-    und heterosexuellen Verkehr,    betrachten    diesen  Umstand gleichwohl  als   natürlich, nicht etwa als     unmoralisch oder    Sünde.“ Auch der  Umgang   mit Rauschgift sei     alltäglich. „Für  die  Mädchen  gehört zu  den   gängigen Erfahrungen,    mit  acht, neun  oder zehn  Jahren   vergewaltigt zu   werden. Alles ist    für sie  Teil  eines bekannten  und   akzeptierten   Konzepts,    integrierender   Bestandteil ihrer Existenz.“   Als  sehr   dramatisch    stuft Yvonne  Bezerra  de Mello die Situation der   Jungen    ein.    Bereits von  sechs oder sieben  Jahren an ließen sie sich  von        Jugendlichen  oder erwachsenen Männern  sexuell missbrauchen,  kennen bis        13  oder 14 nur homosexuellen Verkehr.  „Keineswegs selten  ist,    dass      bereits Zehnjährige zwei- bis dreimal  pro Tag Sex mit   Männern    haben –     und wie die anderen stets im Tausch  gegen   irgendetwas,    häufig     umgerechnet nur 75 Cents; im Unterschied zu   den  Mädchen,    die sich     sexuell missbrauchen lassen, als ob es ihr    Schicksal    wäre.” Nicht   wenige   Brasilianer nennen Fälle allgemein    bekannt,    dass sogar an   öffentlichen   Schulen schwächere Schüler  von  den     stärkeren selbst in   Gruppen   vergewaltigt, zu Analverkehr   gezwungen     werden, was für die   Betroffenen   keineswegs selten zu   einem     lebenslangen Trauma und   gestörten Beziehungen   zum anderen      Geschlecht  führt. Denn was jene   Jungen, die sich in der   brutalen       Macho-Gesellschaft nicht gegen   Vergewaltigung wehren konnten,     durch     andere erlitten haben, wird   verbreitet, herumerzählt – mit   den       entsprechenden psychologischen   Wirkungen.<br />
Den Roman „Ana in Venedig“ von Thomas-Mann-Experte Joao Silverio           Trevisan aus Sao Paulo hat vielleicht mancher gelesen – in Brasilien   ist         der Autor indessen auch ein angesehener Schwulen-Aktivist,   der   den       eigenen Haufen politisch unkorrekt immer wieder in die   Mangel    nimmt.   Als    Brasiliens Oberstes Gericht 2011    gleichgeschlechtlichen       Partnerschaften  die gleichen Rechte    zubilligt wie verheirateten       homosexuellen Paaren,  hat dies    Trevisan heftig begrüßt – und       kommentiert. ”Die Menge an     verheirateten Männern, die in Brasilien ihre       Homosexualität    heimlich  ausleben, ist skandalös und erschreckend      hoch.  Bei der    brasilianischen  Bisexualität handelt es sich um eine      heimlich     ausgelebte Homosexualität …  Männer schlafen gerne   miteinander    –    und  danach heiraten sie Frauen. Das  ist in Brasilien   historisch …       Es ist  die Scheinheiligkeit, in der wir  leben.   Brasiliens Kultur     ist    karnevalisiert. Es ist die Kultur der Maske  …   Wir benutzen   die   Maske  im   Guten wie im Bösen … Die falsche    Bisexualität   gehört zu   dieser  Maske …   Ich übe ernste Kritik an der       Homosexuellenbewegung.  Es ist  eine der   Elite, und was sie     erreichte,  war  durch Lobbyarbeit.  Die  brasilianische       Homosexuellengemeinde  ist  politisch entfremdet…”  Aber  warum fühlen       sich in Brasilien so  viele  Leute durch Gays  gestört,  warum gibt   es   all   diese Gewalt?  „Der Macho  fühlt sich  bedroht, man  frage   mich   nicht,   warum. Ich  persönlich denke,  dass  sich hinter den      ideologischen Motiven   sehr  ernste psychologische   verstecken.      Vereinfacht könnte man sagen:   Sie  sind bedroht, weil es   irgendeine      Art von Verzauberung, Anziehung    gibt, gegen die sie sich        verteidigen.”<br />
Karnevalisierte Kultur und Kultur der Maske – Trevisan gibt wichtige           Hinweise zum Verständnis soziokultureller Besonderheiten   Brasiliens,     die     im Alltagsleben teils extrem widersprüchlich   daherkommen.  Wer    wird     schon gerne zugeben, dass ihm Analverkehr   mit Tieren   unheimlich   liegt –     aber beinahe auf jedem  Marktplatz,  bei großen    Kabarettisten  und     Musikclowns wie  Caçarola ist die  verbreitete    Zoophilie ein  beliebtes     Thema. Zum  „Tarado do  Sertao“, einem    lustigen Forró, im  Internet leicht      zu finden,  lässt es sich gut    tanzen – und mitsingen:  „Liebe machen   mit    der  Eselin im Wald – ach    war das schön!“ Wer  meint, hier  werde      Sensationalismus betrieben,    wird bei <em>Wikipedia Brasilien</em>    über     Zoophilie geschrieben    finden, dass im Lande bekanntlich   viele  junge     Menschen    Geschlechtsverkehr mit Tieren pflegten.   Hühner  überleben ihn        gewöhnlich nicht, heißt es. Gruppen von   Jungen  liquidierten auf diese        Weise ganze Hühnerställe alter   Frauen.  Brasilianerinnen berichten,     dass    Sexpartner ihnen   gestanden hätten,  den ersten    Geschlechtsverkehr  des    Lebens mit   Tieren gehabt zu haben.  Den    Frauen war diese Praxis     männlicher   Jugendlicher und Männer  indessen    gut bekannt, überraschte  gar      nicht. Esel-Songs wie von  Caçarola    sind ja jedermann geläufig.<br />
Heitere Szenen würden besonders im brasilianischen Nordosten auf den           Straßen ausgelöst, wenn an Zoophilie gewöhnte Esel sich ihren     Partnern       näherten, an ihnen rieben und dadurch für jedermann das           Zoophilie-Verhältnis offenbar werde. Bekannt ist der Habitus    junger        Männer, mit ihrer neuen Freundin jene Ecken von Stadt oder    Dorf  zu       meiden, wo ein vorher zur Zoophilie genutzter Esel,   eine  Eselin        plötzlich auftauchen und diese Männer   kompromittieren  könnte. Ist  eine       Weide in Sicht, wo solche Esel   grasen, machten  diese Männer  mit  ihren      Partnerinnen schleunigst   kehrt oder einen  Bogen – ob im   Nordosten   oder    im südlichen   Paraná. Ein bekannter  Musiker   erläuterte im   Interview,  dass     Jungen im Nordosten bei  Eseln die   nötige Höhe   herstellten, indem    sie   hinter den Tieren  Ziegelsteine   aufschichten.   Genug der   Details,    höchstens noch ein  makabrer   Schlenker in die   Politik.   Leonel Brizola aus    Rio, zu  Lebzeiten   Vizepräsident der     Sozialistischen Internationale  und    nach eigenen   Angaben Freund von     Willy Brandt, sprengte 1994 zu   Ostern     eigenhändig einen   berüchtigten   Kerker auf der  paradiesischen  Ilha    Grande  in die   Luft, um sich von   dunklen  Punkten in seiner    politischen     Biographie zu befreien. Die    Explosion tötete, so ein      Gefängniswärter und   zahlreiche    Inselbewohner, auch etwa 300 zumeist      von Lepra und anderen      Krankheiten befallene Hunde, die von den     zuletzt  700 Häftlingen zum      Zwecke der Zoophilie gehalten  wurden.</p>
<h1>Brasiliens umstrittene Wasserkraftwerke</h1>
<p>Was stimmt denn nun? Bis heute wird das Tropenland von europäischen           Öko-Parteien, Umweltorganisationen wie Germanwatch sowie vielen       Medien     heftig gelobt, weil es den Strombedarf zu etwa 80  Prozent   aus        Wasserkraftwerken decke. Das sei sehr klima- und     umweltfreundlich,   es     gebe keinerlei schädliche Emissionen, der     Strom sei sauber.  Beim      Klimaschutz habe Brasilien die Nase vorn,     hieß es in  Kopenhagen.  Doch     dann kommt so ein schnauzbärtiger     Öko-Ami wie  Philip Fearnside  daher,     der als Biologe auch noch  für    ein  brasilianisches  Regierungsinstitut     arbeitet, und sagt   bereits   seit  1995, alles  Mumpitz – das Gegenteil  sei    richtig.</p>
<p>Die Bilder könnten ja nicht gegensätzlicher sein: Hier grausig           rauchende Schlote von Kohlekraftwerken, dort dagegen die Idylle von           Stauseen, in denen fröhliche Kinder baden und Touristendampfer   sowie         Segelboote unterwegs sind. Aber so einer wie Fearnside   will uns         weismachen, richtig schlimm seien die Staudämme   besonders in   Amazonien,       schlimmer als die mit fossilen   Brennstoffen betriebenen   Kraftwerke.     Der   geplante Staudamm von   Belo Monte am Rio Xingú  gar  werde eine      regelrechte    Treibhausgas-Fabrik. Komischerweise   behaupten so etwas  auch       andere  Wissenschaftler Brasiliens – aber   man muss nach ihnen        regelrecht suchen,  weil in der öffentlichen   Meinung die        Wasserkraft-Bewunderer dominieren.<br />
Dr. Sergio Pacca von der Bundesuniversität in Sao Paulo ist jedenfalls           so ein Quertreiber, der Wasserkraftwerke auch als extrem         klimafeindliche   Methan-Schleudern kritisiert. Giftiges Methan entstehe         im Staubecken –   durch Zersetzung organischer Materie mittels         Mikroorganismen unter   Ausschluss von Sauerstoff, bekommt man von    Pacca      zu hören. „Je höher die   Temperatur, umso schneller läuft    der    Prozess   ab. In tropischen Ländern   vermehren sich die    Mikroorganismen    rascher   und bilden entsprechend  mehr  Methangas    als in den  kühleren   Ländern.   Bei einem neuen Staubecken  wird  die    dortige  reiche  Biomasse   überflutet  – Basis der   Methanproduktion.“    Selbst  wenn die  teilweise   noch  vorhandenen  Urwälder  vorher   abgeholzt   worden seien,  bleibe  noch  viel   Wurzelwerk im Boden.  Und   das  entstehende  Methan,  so Pacca,  werde   an  die Atmosphäre    abgegeben,  trage sehr stark  zum    Treibhauseffekt  bei.<br />
Darauf muss man erstmal kommen, zumal das klimaschädliche Potenzial           einer Tonne Methangas laut neueren Studien 34-mal größer als das    einer        Tonne Kohlendioxid ist, über das gewöhnlich immer geredet    wird.     „Selbst    kleinere Mengen Methan müssen daher beim globalen     Klimawandel    wichtig    genommen werden“, so Sergio Pacca. Es sei     einfach nicht    haltbar,    Wasserkraftwerke mit anderen     Energietechnologien zu    vergleichen, ohne    den Methan-Faktor zu     berücksichtigen. Doch genau    dies geschiehe.<br />
Würden nicht Indianerstämme aus ihrem Lebensraum vertrieben, wäre Belo           Monte eigentlich gar nicht so schlecht, ist auch in Deutschland   zu       hören   – Brasilien wollw sich ja schließlich entwickeln,      wirtschaftlich      wachsen, habe ein Recht darauf. Leute wie Pacca oder      gar Fearnside,    der   Amazoniens Stauwerke seit Jahrzehnten vor   Ort    am intensivsten     beforscht,  kommen mit ihren Einwänden da nie    vor,   was stutzig macht.  In    Brasilien  wird Fearnside auch von      Regierungsstellen kräftig  beharkt,    weil er Belo  Monte ablehnt,  das     immerhin auch Ex-Präsident  Lula und    seine  Amtsnachfolgerin   Dilma    Rousseff unbedingt durchziehen  wollen.<br />
Fragt man den Biologen in der drückend heißen Amazonasmetropole Manaus,           etwa 4.000 Kilometer nördlich von Sao Paulo, wie das eigentlich           funktioniert – er als Ausländer am staatlichen  Nationalinstitut   für        Amazonasstudien/INPE, aber in scharfer  Gegnerschaft zu   Brasilias        gigantomanischen Wasserkraftprojekten  – kommt als   Antwort nur ein   kurzes      ironisches Lachen.  Vielleicht kann man   einem wie Fearnside   schlecht    an   den Karren  fahren – der Mann   bekam den UN-Umweltpreis   „Global   500“,   dazu   den brasilianischen   Öko-Nationalpreis.Darüber   hinaus   gehört    Fearnside  zur Akademie   der Wissenschaften Brasiliens   und ist    weltweit   einer der    führenden Experten für Klimaerwärmung.   „Unter    jenen, die die     Erlaubnis  für alle derzeit im Bau   befindlichen        Amazonas-Wasserkraftwerke  erteilten, gibt es welche,   die alles        bestreiten, was ich sage. Ich  zitiere sie natürlich    ausführlich.“<br />
Spricht man Fearnside auf das überschwängliche Kopenhagen-Lob für           Brasilias Klimaschutzpolitik an, kommt noch so ein ironisches Lachen.           „Zwar gibt es viele Studien wie die von mir über den        Methan-Sachverhalt,    doch wird in der Presse und in politischen Reden        so oft wiederholt,    dass diese Energie sauber sei, dass die  Leute       schließlich nur dies    gehört haben und sich daher nicht  weiter  in   die    Sachlage vertiefen. Doch    an den Fakten über die     klimaschädlichen    Emissionen ändert das  nichts.“<br />
Fearnside nutzt gerne anschauliche Beispiele – wie den Hinweis auf das           beim Öffnen einer Colaflasche zischend entweichende Gas. „Alles           organische Material, Kohlenstoff im Boden, Bäume und   Wasserpflanzen         zersetzen sich auf dem Grund des Stausees – das   Wasser dort ist   also       unter hohem Druck stark methanhaltig und   gelangt schließlich   in die       Turbinen der Wasserkraftwerke, wo   ebenfalls noch hohe   Drücke  herrschen.      Aber danach gelangen die   Wassermassen dann an   die freie  Atmosphäre.    Die   im Wasser   gebundenen Gase, darunter   Methan, zischen  in Bläschen    heraus  –    deshalb mein Vergleich mit   der Colaflasche.  Und die       Sicherheitsabläufe  der Stauseen wirken   auf ähnliche Weise.  So wird   der     Treibhauseffekt  erheblich   befördert. In Amazonien  wirken       Wasserkraftwerke im Endeffekt    häufig schädlicher, negativer,  als   die     zur Elektrizitätsgewinnung    verbrannten fossilen    Energieträger.“ Die     bereits in Amazonien    existierenden    Wasserkraftwerke produzierten daher     keineswegs   saubere  Energie,    seien in Bezug auf den Klimaschutz     keineswegs   nützlich. Belo    Monte  treibe es auf die Spitze. „Vier Monate     im   Jahr kann man   wegen   tiefen Wasserstands keine einzige Turbine       betreiben, da   entsteht  dann  ein Schlammbecken von 3.500       Quadratkilometern, wo   üppig  Pflanzen  wachsen, die später zu Methan       zersetzt werden.   Doch in  amtlichen  Umweltgutachten für Brasiliens         Wasserkraftwerke wird  stets nur der  geringe Gasaustritt über die         Wasseroberfläche  berücksichtigt, nicht der  über Turbinen und         Sicherheitsabläufe.<br />
Ebenfalls in Manaus forscht André Muggiati von Greenpeace und kann           ebenso wenig Gründe für soviel deutsches Lob an Brasilias           Klimaschutzpolitik entdecken. „Die Abholzung ist Hauptursache der           Treibhausgase aus Brasilien. Das Land ist daher der viertgrößte           Luftvergifter der Welt – nach Indonesien, China und den USA.“ Und  für          den brasilianischen Umweltexperten Dr. Fabio Olmos ist jene           Germanwatch-Statistik, die Brasilien an vorderste Stelle  rückt, eine          „unehrliche Form, die Situation darzustellen. Es  ist  unverständlich,         wieso jemand diese Germanwatch-Statistik   überhaupt für bare  Münze        nimmt.“<br />
Inzwischen haben Brasiliens Umweltschützer zusätzliche altbekannte           Sorgen, weil seit dem Start der Rousseff-Regierung gleich eine ganze           Serie systemkritischer Öko-Aktivisten ermordet worden ist –   allein    fünf      im April bei Curitiba, drei im Juni in Amazonien.   Auch ein         Menschenrechtsanwalt wurde erschossen. Entsprechend   stark ist das    Klima      der Einschüchterung und Angst. Brasiliens   neue       Menschenrechtsministerin   Maria do Rosario räumte ein, dass   auch in       Amazonien Todesschwadronen   aktiv sind, zu denen   bekanntlich       Staatsangestellte gehören. Laut     Landgewerkschaftsangaben wurden in den       letzten Jahren, also unter   der   Lula-Regierung, nach 17  derartigen      Morden nicht einmal     Ermittlungsverfahren durch die  Bundespolizei      eingeleitet.<br />
Indessen erhält die Rousseff-Regierung – ebenso wie die           Vorgängerregierung – aus Europa, darunter Deutschland, sehr viel Lob und           wird ausdrücklich als modern und progressiv eingestuft. Das   wird      wohl    mit dem neoliberalen Wertewandel zusammenhängen. Auf   dem      UNO-Index  für   menschliche Entwicklung rangiert Brasilien   jedenfalls      nur auf  Platz 73,   und die UNO-Bildungsstatistik   verzeichnet das      Tropenland gar  erst an  93.  Stelle.   Aufschlussreich ist da, welche      Länder bessere  Plätze  belegen:    Iran (89), Saudi-Arabien (84),      Botswana (81), Libyen  (66),    Bolivien  (61), Bahrein (49),  Argentinien     (40) Kuba (16).</p>
<h1>Brasiliens beneidenswerte (relative) Pressefreiheit</h1>
<p>Die Presselandschaft des Tropenlandes bietet ein eher erfreuliches           Bild. Investigativer Journalismus ist auffällig stark in      Qualitäts-und      Alternativmedien – unabhängig agierende Reporter und      Redakteure      widersetzen sich den weltweit üblichen     Medien-Eingriffen  durch Parteien      oder Regierungsfunktionäre und     enthüllen  kontinuierlich gravierende      Skandale um Machtmissbrauch     und  Korruption an der Staatsspitze.  Auch  der    Libyenkrieg zeigt  es     plastisch – es gibt viel weniger  Mainstream  als   in   Deutschland.</p>
<p>Kurz vor seinem Abtreten sorgte Staatschef Lula Ende 2010 für ein           kommunikationswissenschaftlich bemerkenswertes Faktum: Vor    Vertretern        großer Auslandsmedien, besonders aus der Ersten Welt,    lobte er in   Rio   de    Janeiro die internationale Presse geradezu    euphorisch für   ihre      Berichterstattung über das heutige  Brasilien.   Die günstige    Darstellung     sei verantwortlich für das  gute Image,   das das Land    derzeit im Ausland     habe. Die  brasilianischen   Landesmedien    kommentierten Lulas Auftreten      teils tief ironisch –   denn die    Auslandskorrespondenten behandelte  er     völlig anders als   die    nationale Presse, die er konstant und  sogar  wütend      kritisierte, ihr    sogar vorwarf, ihn zu verfolgen  oder nicht  die   guten    Seiten seiner    Regierung zu zeigen.  Auffällig war gerade in    den  letzten   Jahren:  Je   schärfer die  Kritik von innen an Lula,   dessen   Arbeiterpartei    und   seiner  Chefministerin Dilma Rousseff,   inzwischen   Nachfolgerin im       Präsidentenpalast, umso lauter das Lob   von außen.<br />
Noch mitten im Präsidentschaftswahlkampf von 2010 ärgerte sich Lula           öffentlich heftig über Zeitungsenthüllungen, die ihn zum Entlassen    von        Regierungsmitgliedern zwangen: Wunschkandidatin Dilma    Rousseff   hatte    für   ihren Chefministerposten eine enge Freundin,    Erenice   Guerra,    bestimmt.   Lula nahm sie zunächst in Schutz,    würdigte ihre   „enormen    Leistungen  für  das Land“. Doch Brasiliens    investigative   Journalisten    förderten Tag  für  Tag mehr   belastendes  Material gegen   Erenice Guerra    zutage – bis  Lula sie    schließlich  feuern musste.  Und  Dilma Rousseff    bricht bereits  im   ersten   Amtsjahr sämtliche   Entlassungsrekorde,    rutscht mit ihrer    ganzen   Regierung in eine   tiefe Korruptionskrise.    Wegen    Presseenthüllungen   musste sie sich   zuerst ausgerechnet von ihrem      engen  Freund,   Wahlkampfleiter und   wichtigstem Minister, dem Chef    des     Zivilkabinetts,  Antonio Palocci,   trennen. Dann stürzten der        Transportminister und über  zwanzig   weitere hohe    Regierungsfunktionäre.     Die Liste der Gefeuerten  wird   fast täglich    länger.<br />
Ohne wache, unabhängig agierenden Journalisten wäre im heutigen           Brasilien kaum ein realistischer Einblick in die weiter von Lula           mitbestimmte Regierungsarbeit unter Dilma Rousseff möglich. Aber  immer          noch ist eine Unmenge zwielichtiger Figuren auf höchsten  Posten.<br />
Brasiliens Presse unterscheidet sich soziokulturell erheblich von der           mitteleuropäischen. Der Mainstream wird häufiger durchbrochen,  das          sachliche Gegenüberstellen von Positionen und Beobachtungen  ist     normal.      Die Scheu vor unbequemen Fakten ist geringer, die      Schilderung  selbst     schockierender Alltagstatsachen gewöhnlich      authentischer,   unbefangener    und weit weniger <em>politisch korrekt</em>.      Als Anfang   2011 bei einem    Häftlingsaufstand Menschen geköpft      wurden, zeigten   Landesmedien die    abgeschlagenen Köpfe, um den      Brasilianern ein   realistisches Bild der    gravierenden      Menschenrechtsverletzungen zu   vermitteln.<br />
Brasiliens Qualitätsmedien stellen auch den Libyenkrieg anders dar als           der mitteleuropäische Mainstream – sie wiesen sofort auf die     zivilen       Opfer der Bombardements hin, nannten als Hauptmotiv der        Militäraktionen    strategische Ressourcen wie Erdöl und betonten        Parallelen zu den unter    einem Vorwand begonnenen Irakkrieg.<br />
Doch es gibt auch die andere Seite der Medaille. Eine Fundamentalkritik,           wie sie die Universitätsprofessorin Zilda Iokoi, eine frühere           politische Gefangene, auf einer Tagung des Goethe-Instituts Sao    Paulo        äußerte, ist durchaus zutreffend: „Die großen  tonangebenden    Medien       Brasiliens berichten systematisch über  viele brisante    Fakten nicht –   und     das ist Zensur. Neun Familien  beherrschen das    nationale   Mediensystem  –    man liest nur, was  die Zeitungsbosse    wollen. Oft   schreiben    Journalisten  über  Unerwünschtes, doch deren    Texte werden   gekürzt,    zensiert. Mir  sagen  Journalisten beim    Interview immer   wieder: Ich weiß    aber  nicht, ob es  gedruckt,    gesendet wird.“ Welchem   Kollegen in     Mitteleuropa kommt dies  nicht    irgendwie bekannt vor …<br />
Vieles, was große kommerzielle Medienkonzerne wie „O Globo“ trotz           hervorragender, mit zahlreichen Publizistik-Preisen geehrter           investigativer Journalisten nicht liefern – oder nicht liefern wollen,           kommt allerdings seit Jahren wenigstens teilweise von   alternativen         Internet-Medien, darunter der befreiungstheologisch   orientierten         Nachrichtenagentur ADITAL, von der Wochenzeitung   „Brasil de  fato“  oder       der Radioagencia NP. Längst sind   Brasiliens Leitmedien   gezwungen,    Blogs    und Community Media zu   verfolgen und dort   geäußerten  Vorwürfen      nachzugehen.<br />
Anfang 2011 erinnerte Brasiliens nationaler Presseverband ANJ in           ganzseitigen Anzeigen an die enorme Leistung jener investigativen           Journalisten, die Lulas größtes politisches Desaster, den so   genannten         Mensalao-Skandal um Parteien-und Abgeordnetenkauf, an   die       Öffentlichkeit   brachten. Lula drohte sogar die  Amtsenthebung  – in       nicht wenigen   Auslandsmedien wurde das Thema  indessen auf  sehr  kleiner      Flamme   gehalten. Gleiches galt für  die auffällig  engen       freundschaftlichen   Beziehungen des  angeblich  linksorientierten       Ex-Gewerkschaftsführers    ausgerechnet zu  Oligarch José Sarney, Ex-Chef       der  Folterdiktatorenpartei   ARENA,  starker Mann des  rechtsgewirkten       Partido do Movimento    Democrático Brasileiro  (PMDB) und  wichtigster      politischer    Regierungspartner auch derzeit  unter Dilma   Rousseff.  Als    Lula von  einem   Journalisten auf die  Unterstützung   durch die      „Sarney-Oligarchie“   angesprochen wurde,  entgegnete er   irritiert und      verärgert: „Sie müssen   sich  medizinisch  behandeln  lassen,  vielleicht     eine Psychoanalyse machen,    um das  Vorurteil zu   vermindern.“ Für die     Hilfe der Sarney-Gruppe  sei  er   durchaus   dankbar.<br />
Ein Hinweis darauf, dass in Brasilien die Uhren in der Politik und auch           im Journalismus tatsächlich anders gehen als in Mitteleuropa,    sind       zudem  die vom Steuerzahler finanzierten Ausgaben für       Propagandaanzeigen    der  Regierung, etwa in den Zeitungen, die       unverhältnismäßig hoch   sind.  Sie  übersteigen ganze Sozialetats – bei       fortdauerndem Hunger und    weiter  rasch wachsenden Slums.<br />
Kritik einheimischer Journalisten geht jedoch nur zu oft ins Leere, wird           kaum wahrgenommen. Laut José Arbex, Kommunikationsexperte und           Universitätsprofessor aus Sao Paulo, verhinderte der    Mensalao-Skandal        die Wiederwahl Lulas nicht, weil dieser von    einer   Gesellschaftsschicht      unterstützt werde, die keine Zeitung    lese und   sich daher nicht    betroffen   fühle. Aus dem gleichen    Grunde habe  auch  der Skandal um    Erenice Guerra   keine größeren    nachteiligen   Wirkungen für die Wahl von    Dilma Rousseff   gehabt.<br />
Ein TV-Wahlkampfspot zeigte die Verhältnisse ebenfalls exemplarisch: In           der UNO-Vollversammlung von New York erheben sich Staatschefs,           Außenminister und Diplomaten von den Plätzen und jubeln Lula    stehend   zu.      Brasilianische Journalisten gingen der Sache nach. An    jenem  Tag       nahmUNO-Generalsekretär Kofi Annan seinen Abschied   und  erhielt        entsprechende Ovationen. Wahlkampfmanager montierten    diese hinter  den       nur schwach applaudierten Lula-Auftritt. Als    vorhersehbar   beschrieben      und kommentierten lediglich zwei, drei      Qualitätszeitungen diesen  alten     PR-Trick und zitierten      Oppositionspolitiker, die von „großem   Betrug“,    Verletzung der      Wahlgesetze und „lächerlichen Lügen“ sprachen   – weitere    Reaktionen      der Öffentlichkeit gab es nicht.<br />
Doch Qualitätszeitungen sind im größten Teil des Landes gar nicht           erhältlich. Und Manipulationen dieser Art werden auch dadurch           erleichtert, dass aufgrund des laut Intellektuellen und kirchlichen           Menschenrechtsaktivisten absichtlich niedrig gehaltenen     Bildungsniveaus       drei Viertel der Erwachsenen nicht in der Lage     sind, einen simplen       Zeitungs- oder Buchtext auch nur zu lesen,     geschweige denn zu    verstehen.    So hat gemäß Umfragen das Gros der     Pflichtwähler gar nicht    begriffen,    um was es bei den zahlreichen     Korruptionsskandalen um    Lula und dessen    Regierung eigentlich   ging –   Skandale immerhin, die  in   Ländern wie    Deutschland zu   enormer   öffentlicher Empörung geführt    hätten. Auch die        Wirkungsmöglichkeiten alternativer  Internet-Medien   sind dadurch stark        eingeschränkt.<br />
Die Interamerikanische Pressegesellschaft (SIP) hat Attacken von Lula           und anderen hohen Politikern auf unbequeme Landesmedien scharf           verurteilt. Angesehene Diktaturgegner veröffentlichten sogar ein           „Manifest zur Verteidigung der Demokratie“, warfen Lula    „Autoritarismus“        vor und wandten, wenden sich gegen offene und    verdeckte       Einschüchterung  von Journalisten.<br />
Die Auslandsmedien ignorieren derartige Vorgänge in der Regel ebenso wie           die alltäglichen gravierenden Menschenrechtsverletzungen,     darunter       landesweite, systematische Folter durch     Staatsangestellte, das  Wüten   der    Todesschwadronen, die     Scheiterhaufen von Rio de Janeiro,  die      Massengräber für     „Nichtidentifizierbare“, die  außergerichtlichen      Exekutionen.     Brasiliens Qualitätsmedien  berichten darüber detailliert      und     kontinuierlich, kritisierten auch  die jüngsten Slum-Besetzungen  von         Rio de Janeiro durch Militär und  Polizei erstaunlich scharf. Von          Auslandsmedien kommt dagegen fast  nur Lob.<br />
Entsprechend zufrieden ist Brasilia, das in den letzten Jahren           erhebliche Summen in die Auslandspropaganda investierte. Laut           Wirtschaftszeitschrift <em>Brasil Economico</em> wurden allein 2009           umgerechnet über 40 Millionen Euro verausgabt. Zitiert wird ein           Regierungsfunktionär Brasilias: „Unsere Priorität ist, Brasiliens    Image        als das einer großen, sozial, politisch und  wirtschaftlich    stabilen       Demokratie zu stärken.“ Auch die  Inlandspropaganda  wurde   unter der       Lula-Rousseff-Regierung enorm  forciert. 2003,  zum   Amtsantritt,  hätten      499 Medien  Regierungsgelder für    Propaganda-Verbreitung  erhalten,  2009      seien es indes schon 7.047    Medien gewesen, heißt es  in  kritischen      Analysen. Viele    brasilianische Politiker besäßen   Zeitungen,  Radio-und        TV-Stationen, und zahlreiche Medien seien von    Regierungspropaganda        regelrecht abhängig.<br />
Für Propagandazwecke ausgegebene Mittel fehlen dann natürlich für die Hunger-und Elendsbekämpfung, für Bildung und Gesundheit.<br />
Nicht ungewöhnlich ist schließlich, dass hohe Politiker, gegen die           ermittelt wird, Medien gerichtlich untersagen lassen, darüber zu           berichten.<br />
Fast täglich drucken die Zeitungen aber weiterhin interessante,           unbequeme, gut fundierte Texte, die Brasilienklischees und offiziellen           Versionen widersprechen. Als die Lula-Rousseff-Regierung  weltweit          verbreiten ließ, dass die internationale  Wirtschafts-und    Finanzkrise   auf     Brasilien nur geringe  Auswirkungen gehabt habe,    belegten     investigative   Journalisten  just das Gegenteil, weisen auf        Rekordentlassungen, den   Stopp  vieler Industrieprojekte, auf        Exportprobleme und    Deindustrialisierung sowie auf geschönte   offizielle      Statistiken  hin.<br />
Und Wikileaks rennt mit seinen Brasilien-Enthüllungen bei den           einheimischen Journalisten lediglich offene Türen ein. Leere           antiamerikanische Rhetorik Brasilias wurde stets gegeißelt und die jetzt           bekanntgewordene, ans Weiße Haus gerichtete „Bitte um    Verständnis     für    Sprüche gegen die USA in Wahlkampfzeiten“ daher    genüsslich     zitiert.  „Es   existierten zwei Beziehungen zwischen    Brasilien und den      Vereinigten   Staaten während der acht Lula-Jahre    im     Präsidentenpalast“,  analysierte   Fernando Rodrigues von der <em>Folha de Sao Paulo</em>,         Brasiliens  größter  Qualitätszeitung. „In der Öffentlichkeit  gab    es     Prügel für die   Nordamerikaner – im vertraulich-privaten   Umgang       indessen Liebkosungen   für die Brüder im Norden.“ In der     Öffentlichkeit     dominiere zwar ein   bestimmter infantiler     Antiamerikanismus – im     Wirtschaftlichen dagegen   die Anerkennung     der Hegemonie des Partners.     „Im kulturellen Bereich, um   die     Schizophrenie komplett zu machen,     sieht man sogar eine       enthusiastische Übernahme von Sitten,  Gebräuchen,    Moden.“<br />
Dr. Claudio Guimaraes dos Santos in Sao Paulo zählt zu den wichtigsten           Denkern Brasiliens und liefert zum Verständnis der     widersprüchlichen       (Medien-)Realität des Landes wichtige Argumente:     „Das Volk schaut   den     schockierendsten Skandalen stumm zu – die     immense Passivität  des      Brasilianers wird teils durch fehlende     Bildung und Kultur   verursacht. Es     fehlt Bewusstsein dafür, dass     man eine solidarische   Gesellschaft     aufbauen müsste. Die     brasilianische Demokratie ist   krank. Eine der     Säulen der     Demokratie, der freie, mündige,   kritische, bewusste Bürger,         existiert in Brasilien nicht. In den   letzten zweihundert, dreihundert         Jahren hat man eine unkritische   Masse geschaffen – unfähig, zu         entscheiden. Unsere Eliten sind immer   kulturloser,  ungebildeter.    Niemand     mag schlechtes, verdorbenes   Essen – doch  schlechte    Informationen     schlucken alle massenweise und   völlig  unkritisch.    Hier fehlt     intellektueller Dialog. Ich fordere    meine Kollegen    stets auf: Wenn ihr     es nicht aussprecht, wer wird  es   dann tun? Der    Fußballer, der     Pagodesänger, der schlechte  Politiker,   der jede    Chance zum Reden sofort     nutzt? Wenn wir  schweigen,   beherrschen    diese Leute die Szene. Deshalb     dürfen  wir auch Risiken   nicht    scheuen!“</p>
<h1>Juden in Sao Paulo</h1>
<p>Als Deutschlands Bundespräsident Christian Wulff 2011 die chaotische           Megacity, Lateinamerikas führenden Wirtschaftsstandort mit über       1.200     deutschen Firmen besucht, wird am Ankunftstag im Zentrum   ein       Obdachloser   lebendig verbrannt, am Abreisetag ein  weiterer.  In  Sao      Paulo wüten   Todesschwadronen der  Militärpolizei, gibt es     Massengräber,    über 2.000   grauenhafte  Slums mit Hunger und Lepra,     prostituieren   sich  schon    zehnjährige Mädchen für weniger als  einen    Euro, um Crack   zu   kaufen – und   vor aller Augen in ganzen  Horden  zu   konsumieren. Man    muss  sich diese   Zustände  vergegenwärtigen,  die  von  den  allermeisten    Paulistanos    apathisch-passiv hingenommen  oder    sogar verdrängt  werden,   um  Situation   und Rolle der etwa  70.000    Juden im Menschenmeer  der elf,    zwölf Millionen   zu  verstehen. Denn    diese „judeus“ scheinen   schärfer  zu  diskutieren,    sich  effizienter   zu engagieren, bringen   Resultate,  von  denen dann   alle,   ob Arme oder   Reiche, etwas  haben.  Lateinamerikas   bestes   Hospital, ein     Riesenkomplex namens  „Albert  Einstein“ im  Viertel    Morumbi, haben die     Stadt-Juden  errichtet –  geleitet wird es  von   dem  weltbekannten   Mediziner    Claudio Lottenberg,  Präsident der    jüdischen  Gemeinde ganz    Brasiliens.</p>
<p>Der in Israel geborene Oded Grajew aus Sao Paulo, Erfinder, Aktivist           des Weltsozialforums, verweist auf dessen Bedeutung für die      jüngsten      arabischen Entwicklungen. „Für jene, die das      Weltsozialforum und   unsere    Spezialforen in Ägypten oder Tunesien      mit Interesse und   Sensibilität    frequentierten, ist alles, was      derzeit in der arabischen   Welt  geschieht,   keinerlei Überraschung.“<br />
Und dann Pedro Herz, dessen Kulturkaufhäuser, mit Kinos, Theatern,           Kursen und Konzerten in ganz Brasilien tonangebend sind. In einem   Land         des Analphabetismus, in dem sogar ungezählte Uni-Studenten   in   ihrem       Leben nicht einen einzigen Roman lasen, wird der     Deutschstämmige  zum      Kulturpionier – die größte „Livraria Cultura“     Sao Paulos ist  selbst  am     Wochenende voll wie ein Supermarkt,   dort   kaufen sogar       lateinamerikanische Staatspräsidenten. „Da bin   ich   stolz drauf – wir       verkaufen Ideen!“, sagt Pedro Herz.<br />
Nachvollziehbar daher, dass viele im kosmopolitischen Sao Paulo die           jüdische Gemeinde bewundern, stark und gut organisiert empfinden,           ausdrücklich als ein Beispiel für die anderen  Einwanderergemeinden          nennen. Die Juden, heißt es, seien sich  einig im Kampf für          Menschenrechte, bei der Hilfe für  Bedürftige, leisteten gerade im          öffentlichen Gesundheitswesen,  das außerhalb Sao Paulos oft   katastrophal        sei, ganz  Erstaunliches, weit über ihr   Einstein-Hospital hinaus.   Ob     das   den „judeus“ bewusst ist, in   einer von Desorganisation und         Laissez-faire geprägten   Gesellschaft? Redet man mit ihnen, fällt  das        hohe Maß an   Selbstkritik auf, das Messen an höchsten     Qualitätsmaßstäben.     Für   Außenstehende scheint die seit über  hundert    Jahren existierende       Gemeinde stabil zu sein – die Juden  selbst    beobachten indessen     Rückgang,   gar Schwächung. Viele,  die teils noch    vor den Nazis aus     Deutschland   flohen, erleben  bestürzt, dass ihre    hoch   qualifizierten   Kinder just in   dieses  Land, doch auch in die    USA,   nach Australien und   selbst Israel    auswandern, weil sie in      Brasilien keine  Arbeitsmarkt-und   Lebenschancen   sehen. Würde die       wirtschaftlich-soziale Lage  besser,  sagt Nelson   Rozenchan, Direktor       des jüdischen  Peretz-Gymnasiums, kämen  viele Juden   zurück oder       migrierten gar  hierher. Manche junge Juden  Sao Paulos sagen   ihren       Eltern  unumwunden, dass sie in einem Land mit  solch einer         reaktionären  politischen Klasse, unglaubwürdigen  Politikern, soviel          Unehrlichkeit, ungesundem gesellschaftlichem Klima  nicht leben   wollen   –      und weggehen. Rozenchan nennt Zahlen: Vor 20  Jahren gab   es  in  den      jüdischen Schulen von Sao Paulo etwa 5.000     Heranwachsende,  heute  nur     noch rund 3.000. In die Synagogen kamen    an  den Festtagen  bis zu   8.000    Juden, heute nur noch etwa 5.000.    „Vielen  in Sao  Paulo   Geborenen ist  es   anders als den vor    Pogromen, dem  Nazismus    Geflohenen leider nicht  mehr   so wichtig,    ihre jüdische  Identität zu    zeigen, zu stärken, zu  betonen –   sie    nutzen die Synagoge  nur noch    bei Taufe, Heirat Tod.  Viele Juden      geben ihr Judentum auf.“<br />
Medienmacher Roni Gotthilf sieht seine Gemeinde im gigantischen,           unübersichtlichen Sao Paulo in kleine Inseln zerstreut, deren  Bewohnern          es lediglich um die eigenen Interessen, vielleicht  auch die der        eigenen   Synagoge gehe. Gotthilf fiele es schwer,  die Interessen   der      gesamten   Gemeinde klar zu benennen – doch  dass sie  schrumpft,   steht     für ihn außer   Zweifel. Viele Juden  haben sich  assimiliert,   dem     Lebensstil der  anderen  Brasilianer  angepasst –  in einer von   Stress,     Hektik,  Kriminalität und   überraschend viel  Einsamkeit   geplagten     Metropole.  Junge Juden  heiraten  immer öfter  Nicht-Juden,   schicken ihre     Kinder  nicht  mehr in jüdische   Schulen, stehen dem   Judentum ihrer     Eltern fern.   „Im neoliberalen  Kontext  der heutigen   Welt kann man     sicher   relativieren.  In Sao  Paulo gehen die  Leute   eher oberflächlich       miteinander um –  wogegen wir Juden enger    zusammenleben, besser       zusammenhalten.  Doch das Klima hier prägt   alle:  Wenn die  Gesellschaft      egoistisch  und individualistisch ist,   sind wir es   in gewisser Weise      dann  eben auch.“<br />
Durch die schicke Rua Oscar Freire ziehen bei Tropenhitze Gruppen           orthodoxer Juden in schwarzem Anzug mit Weste, schwarzem Mantel und           Filzhut, umringt von ihren Kinderscharen. Die Familien haben  fünf   bis        sieben Sprösslinge – Liberale, Reformisten oder  Konservative    bringen   es     dagegen auf höchstens zwei. Die  Orthodoxen, etwa 15    Prozent der       Gemeinde, gleichen den Rückgang  nicht aus und sind,    wie Roni  Gotthilf      betont, gar nicht gut  angesehen. Andere    relativieren,  sehen bei  aller     Kritik auch  positive Aktivitäten,    wie die der   Hilfsorganisation Ten  Yad    mit  über 300 Freiwilligen    und einer   Garküche, die zudem   Sozialprojekte    der Präfektur leitet    und durchweg   öffentliches  Lob  erntet. Die   orthodoxe    Kleiderordnung  gilt  indessen  als  lächerlich und  für die   jüdische    Gemeinde  blamabel.  „Wer sogar   bei schwüler Hitze  mit diesen     dicken,   hochgeschlossenen   Klamotten  rumläuft, leidet,  schwitzt,   ermüdet    rasch –  das ist  doch  kein  Judaismus, sondern    Fundamentalismus!“,    lauten   drastische  Kommentare.  Andere halten   den  Orthodoxen zugute,  dass    sie  besonders  intensiv  versuchen,   junge  abgedriftete Juden  ins    Gemeindeleben   zurückzuholen,  deren   jüdische  Identität   wiederzubeleben.<br />
Der konservative Schuldirektor Nelson Rozenchan stellt unbequeme Fragen.           „Zehn Rabbiner haben zur Abtreibung zehn verschiedenen        Auffassungen.“    Jetzt, nach Bin Ladens Tötung, erhitzt ihn das Thema        Folter. „Wäre  ich   absolut sicher, dass Folter Menschenleben    rettet,     würde ich sie    anwenden! Ich habe in Israel selbst    erlebt,wie es   durch   Folter gelang,    aus Jordanien eindringende    Terroristen zu   fangen und   dadurch etwa 50    Menschen vor dem Tod    durch   Selbstmordattentate zu   bewahren. An dieser    Lebenserfahrung    kann ich   nicht vorbei!“<br />
Mag die Mitgliederzahl der Gemeinde auch abnehmen, die Zahl ihrer           identitätsstiftenden Aktivitäten nicht. Herausragend wirkt dabei Sao           Paulos  Hebraica-Klub, das größte jüdische Gemeindezentrum    außerhalb        Israels, eine grüne Oase im Betonmeer der Megacity.    Viele der   jährlich      etwa 700 Veranstaltungen, ob Theater,    Filmfestival,   Konzerte oder    Sport,   laufen hier – dazu immer neue    Aktionen gegen   den    Antisemitismus.   Niemand in Lateinamerika hat    soviel über      Antisemitismus geforscht und   publiziert wie Maria    Luiza Tucci Carneiro      von der Bundesuniversität Sao   Paulo. „Die    Gemeinde ist sehr   besorgt    über zunehmenden Antisemitismus   nicht    nur in Brasilien,   sondern vor    allem in Europa – will, dass  endlich     auch die Regierung   mehr  dagegen   tut.“ Der  Lula-Regierung wird  von  den   Juden  allgemein   vorgeworfen,   nicht  eben hilfreich  gewesen zu  sein – des     Staatschefs  Freundschaft    zum  Holocaust-Leugner  Ahmadinedschad  spreche    Bände.   Neonazi-Gruppen    wüchsen täglich  mehr in Brasilien,   nazistische     Symbole, Figuren  von   Hitler und  Himmler würden für 350   Euro ganz  offen    in Sao  Paulo   verkauft,  Antisemitismus entlade  sich  auf  bizarrste  Weise.    Taxifahrer    schimpfen, an Sao Paulos    irrwitzigen Verkehrsstaus   seien nur   die   Juden  schuld. Im auch von    15.000 Juden bewohnten   Viertel    Higienopolis   schimpft ein Vater    lautstark in der   Impf-Schlange,  dass er   nur wegen   dieser    „verdammten Juden“  solange  warten müsse.  „Den  Impfstoff  für   dein    Kind hat ein Jude  entwickelt“,  kontert  ein  Kipa-Träger. Sei  der      dann auch ein  „judeu maldito?“ Der  Vater  wird ganz  still.</p>
<h2>Brasiliens Heranwachsende in extremer Armut &#8211;  Zahl zunehmend, laut       neuer Unicef-Studie. Gewalt als großes Problem.  Acht Jahre       Lula-Rousseff-Regierung und Resultate.  “3,7 milhões de  adolescentes na       mesma faixa de idade, o correspondente a 17,6% da  população       adolescente, vivem na extrema pobreza, em famílias com até 1/4  do       salário mínimo per capita por mês (R$ 136,25).” &#8211; umgerechnet bis zu        rund 56 Euro pro Kopf monatlich. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11692" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/armut/" rel="tag">Armut</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/extreme-armut-in-brasilien/" rel="tag">extreme Armut in Brasilien</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/lula-rousseff/" rel="tag">Lula-Rousseff</a></p>
<p><a href="http://g1.globo.com/brasil/noticia/2011/11/cresce-o-numero-de-adolescentes-na-extrema-pobreza-aponta-unicef.html"><strong>http://g1.globo.com/brasil/noticia/2011/11/cresce-o-numero-de-adolescentes-na-extrema-pobreza-aponta-unicef.html</strong></a></p>
<p><strong>Wie es hieß, nutzte Unicef offizielle Regierungszahlen, nicht Daten regierungsunabhängiger Institutionen. </strong></p>
<p><strong>Gemäß November-Recherchen in Slums der reichsten        lateinamerikanischen Stadt Sao Paulo müssen kinderreiche Familien, die        in Hütten aus Pappe und Holzabfällen hausen, indessen häufig mit        deutlich weniger auskommen als den angegebenen  rund 56 Euro, haben        Eltern und Kinder im Monat pro Kopf nur um die 20 Euro umgerechnet   zur      Verfügung.</strong></p>
<p><a href="http://www.adveniat.de/blog/?p=960"><strong>http://www.adveniat.de/blog/?p=960</strong></a></p>
<p><strong>Lateinamerikas teure Lebensmittel &#8211; Preissteigerungen um 40 Prozent in den letzten vier Jahren &#8211; Gefahr für Hungerbekämpfung:</strong> <a href="http://exame.abril.com.br/economia/mundo/noticias/precos-dos-alimentos-na-america-latina-sobem-40-em-4-anos--2"><strong>http://exame.abril.com.br/economia/mundo/noticias/precos-dos-alimentos-na-america-latina-sobem-40-em-4-anos–2</strong></a></p>
<p><strong>Die Regierung der siebtgrößten Wirtschaftsnation erhält daher        aus neoliberalen  Ländern Mitteleuropas sehr viel Lob wegen der     unter    Lula-Rousseff verfolgten Sozialpolitik.<br />
</strong></p>
<p><strong>“O adolescente brasileiro está mais pobre e permanece exposto        a casos de  violência em nível preocupante, diz o relatório da       Situação  da  Adolescência Brasileira do Fundo das Nações Unidas para  a      Infância,  o  Unicef, divulgado nesta quarta-feira (30).</strong></p>
<p><strong> </strong><strong> 	Dos 21 milhões de adolescentes        brasileiros de 12 a 17 anos, 38% &#8211; cerca  de 7,9 milhões &#8211; vivem em        situação de pobreza, em  famílias com renda  inferior a meio salário        mínimo per capita (R$ 272,5 considerando o  salário mínimo atual).   3,7      milhões de adolescentes na mesma faixa de  idade, o   correspondente a      17,6% da população adolescente, vivem na  extrema   pobreza, em  famílias     com até 1/4 do salário mínimo per capita  por   mês (R$  136,25).</strong></p>
<p><strong> 	Os dados do Unicef mostram que a participação de        adolescentes na faixa  mais pobre da população aumentou. De 2004 a 2009,        o número de  adolescentes na extrema pobreza passou de 16,3% para        17,6%, em  descompasso com a crescente redução da pobreza no   país.”(O      Globo)</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/17/adveniat-in-brasilien-wie-lebt-es-sich-in-der-reichsten-stadt-lateinamerikas-der-siebtgrosten-wirtschaftsnation-nach-acht-jahren-lula-regierung-adveniat-gottesdienst-in-der-favela-cachoeirinha-von/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/17/adveniat-in-brasilien-wie-lebt-es-sich-in-der-reichsten-stadt-lateinamerikas-der-siebtgrosten-wirtschaftsnation-nach-acht-jahren-lula-regierung-adveniat-gottesdienst-in-der-favela-cachoeirinha-von/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach28.JPG" alt="cach28.JPG" /></p>
<p><strong>“Die Wirtschaftskrise hat Brasilien kaum gespürt”(WAZ)</strong></p>
<p><strong>Leonardo Boff 2010 :“Lula machte die größte Revolution der             sozialen  Ökologie des Planeten, eine Revolution für die   Bildung,           ethische  Politik.“   </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-anti-hunger-programm-bolsa-familia-an-schulbesuch-der-begunstigten-kinder-gekoppelt-propaganda-und-realitat/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-anti-hunger-programm-bolsa-familia-an-schulbesuch-der-begunstigten-kinder-gekoppelt-propaganda-und-realitat/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/"><strong> http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach3.JPG" alt="cach3.JPG" /></p>
<p>Fotos vom November 2011 in Sao Paulo.</p>
<p><strong>Gemäß europäischen Sichtweisen hatte Brasilien die Finanz-und  Wirtschaftskrise von 2008/2009 recht gut überstanden. </strong></p>
<p><strong>Der soziale Aufstieg von Lula:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/04/lula-bekommt-500000-dollar-von-lg-fur-vortrag-in-sudkorea-laut-brasilianischen-landesmedien-uber-eine-million-dollar-damit-vier-monate-nach-ende-der-amtszeit-kassiert-laut-kalkulation-von-parte/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/04/lula-bekommt-500000-dollar-von-lg-fur-vortrag-in-sudkorea-laut-brasilianischen-landesmedien-uber-eine-million-dollar-damit-vier-monate-nach-ende-der-amtszeit-kassiert-laut-kalkulation-von-parte/</strong></a></p>
<p><strong>Wie in deutschsprachigen Zeitungen und Zeitschriften die  Situation interpretiert wird:</strong></p>
<h2>”Das Leben in Brasilien ist leicht und unbeschwert. Probieren Sie es      selbst.” Deutschsprachige Tourismuspropaganda.</h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/</strong></a></p>
<h2>Brasilien flog aus Ländergruppe, die  Aids-Infizierte am besten        betreut, laut Landesmedien. “Nur zwischen 60%  und 79% der   HIV-Patienten      werden behandelt.” Öffentliche Gesundheit  unter   Lula-Rousseff.      Sinkende Gesundheitsausgaben. Aids in Brasilien &#8211;    offizielle Versionen      und Realität. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11698" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/aids-in-brasilien/" rel="tag">Aids in Brasilien</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/sozialpolitik-brasiliens/" rel="tag">Sozialpolitik Brasiliens</a></p>
<p><strong>Unter Bezug auf ein neues Dokument  der  UNO-Organisation        Unaids hieß es, elf Länder, darunter Chile, Cuba und  Namibia,        verteilten an mindestens 80 Prozent der Infizierten  entsprechende        Aids-Medikamente. Brasilien folge nunmehr erst in der  nächsten        Länderkategorie. Laut Schätzungen wüßten bis zu 300000  Brasilianer        nichts von ihrer Aids-Infektion. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-probleme-beim-bekampfen-der-aids-epidemie-aus-expertensicht/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-probleme-beim-bekampfen-der-aids-epidemie-aus-expertensicht/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/29/brasilien-und-aids-2010-laut-offiziellen-angaben-rund-12000-aids-tote-daten-regierungsunabhangiger-institutionen-uber-tatsachliche-zahl-noch-nicht-vorhanden-analsex-gefahrlicher-risikosex-in/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/29/brasilien-und-aids-2010-laut-offiziellen-angaben-rund-12000-aids-tote-daten-regierungsunabhangiger-institutionen-uber-tatsachliche-zahl-noch-nicht-vorhanden-analsex-gefahrlicher-risikosex-in/</strong></a></p>
<p><strong>“Erfolge im Kampf gegen Aids”.</strong></p>
<p><a href="http://www.blickpunkt-lateinamerika.de/nachrichten/msgf/brasilien:_erfolge_im_kampf_gegen_aids.html"><strong>http://www.blickpunkt-lateinamerika.de/nachrichten/msgf/brasilien:_erfolge_im_kampf_gegen_aids.html</strong></a></p>
<p><strong>Die Aidslage in Brasilien aus Sicht der Franziskaner vor Ort &#8211;         wird die Zahl der Aidstoten korrekt registriert?  Warum  Brasilien     aus    der Ländergruppe flog…</strong></p>
<p><strong>“Proportion of eligible population receiving antiretroviral         therapy in low- and middle-income countries at the end of      2010?(UNAIDS)</strong></p>
<table cellspacing="0" cellpadding="0" border="1">
<tr>
<td width="361" valign="top">60%—79%ArgentinaBrazilCosta RicaDominican RepEcuadorEthiopiaGeorgiaKenyaMexicoParaguayRomaniaSwazilandThailand<strong>Uruguay </strong><strong>Zambia </strong></td>
<td width="277" valign="top"><strong>&gt;80% </strong><strong>Botswana </strong><strong>Cambodia </strong><strong>Chile </strong><strong>Comoros </strong><strong>Croatia </strong><strong>Cuba </strong><strong>Guyana </strong><strong>Namibia </strong><strong>Nicaragua </strong><strong>Rwanda </strong><strong>Slovakia </strong></td>
</tr>
</table>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<h2>Brasiliens hochgelobte Aids-Politik:  Öffentliche Proteste         landesweit gegen das Fehlen von mindestens vier  Medikamenten des         Aids-Cocktails, laut nationalen Medien. “Für die  Infizierten ist es  das        Todesurteil, die sterben dann eben weg.” Indianer  und Aids. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=5157" title="Beitrag bearbeiten">**(2010)</a></h2>
<p><strong>Wie es heißt, fehlen die Medikamente Abacavir,  Lamivudina,         Nevirapina, Zidovudina, Efavirenz. “Das ist die Zerstörung  eines    als      beispielhaft bezeichneten Programms”, sagte William Amaral,     Leiter      eines Forums von Aids-NGO in Rio de Janeiro gegenüber der    Presse.  ”      Aids-Medikamente fehlten keineswegs zum erstenmal.    Angesichts der       zunehmend heftigeren Kritik in Brasilien an der    nationalen       Aids-Bekämpfung nimmt in Mitteleuropa das Lob an    Brasilias Aids-Politik       weiter zu.</strong></p>
<p><strong>Katholische Aids-Expertin im Website-Interview in Manaus:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/29/fehlende-aidsmedikamente-in-brasilien-fehlende-arzte-fur-aidskranke-fur-die-infizierten-ist-es-das-todesurteil-die-sterben-dann-eben-weg-kritik-von-experten-und-kirche/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/29/fehlende-aidsmedikamente-in-brasilien-fehlende-arzte-fur-aidskranke-fur-die-infizierten-ist-es-das-todesurteil-die-sterben-dann-eben-weg-kritik-von-experten-und-kirche/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/03/fehlende-aids-medikamente-in-brasilien-aids-ngo-beklagen-seit-jahren-mangelhafte-medizinische-versorgung-von-infizierten/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/03/fehlende-aids-medikamente-in-brasilien-aids-ngo-beklagen-seit-jahren-mangelhafte-medizinische-versorgung-von-infizierten/</a></p>
<h2><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/04/josefranciscofrei.jpg" alt="josefranciscofrei.jpg" /></h2>
<p><strong>José Francisco in Sao Paulo beim Website-Interview.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/22/der-papst-und-die-kondome-fortdauernde-desinformation-uber-katholische-praxis-bei-aids-pravention-kirchliche-kondomverteilung-seit-16-jahren-in-brasilien-dem-grosten-katholischen-land-unterstellt/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/22/der-papst-und-die-kondome-fortdauernde-desinformation-uber-katholische-praxis-bei-aids-pravention-kirchliche-kondomverteilung-seit-16-jahren-in-brasilien-dem-grosten-katholischen-land-unterstellt/</a></p>
<p><strong>Franziskaner José Francisco &#8211; Hintergrund:</strong></p>
<h2>Aids-Tod und fehlende Aids-Medikamente in Brasilien: Franziskaner          und Aids-NGO beklagen seit Jahren mangelhafte medizinische    Versorgung       von Infizierten. ”Wahrheit über Aids-Epidemie wird    versteckt”.</h2>
<p><strong>InÂ europäischen Medien wird seit Jahren das staatliche          brasilianische Aids-Programm als vorbildlich hingestellt und zudem          behauptet, die Gratis-Versorgung  Aids-Infizierter mit dem          Medikamenten-Cocktail sei garantiert. Wie der für die Sozialprojekte  der         Franziskaner Sao Paulos verantwortliche Ordensbruder José     Francisco     dos  Santos gegenüber dieser Website erklärte, trifft  dies    nur   teilweise   zu,  sterben deshalb Aids-Patienten, die den       Medikamenten-Cocktail    unbedingt ganz regelmäßig einnehmen müssen.  </strong></p>
<p><strong>Laut Frei Santos war die Medikamentenversorgung der          Aidspatienten 2007 im reichsten brasilianischen Teilstaat Sao Paulo so          schlecht, daß über einen Monat der Medikamenten-Cocktail    schlichtweg       nicht ausgeteilt wurde. Die Franziskaner und Aids-NGO    seien   daraufhin     Ende 2007 gegen die Regierung vor Gericht   gezogen,  um die   Einhaltung  des    entsprechenden Gesundheitsgesetzes   zu  erreichen. Die    brasilianischen    Aids-Statistiken seien sehr    ungenau, die wahre    Datenlage werde    versteckt. Es existiere    verständlicherweise kein    politisches Interesse,    die Wahrheit über    die Aids-Situation    offenzulegen. Die behauptete    Qualität der    Aidspatienten-Versorgung    existiere nicht. Aids betreffe in       Brasilien heute vor allem die    Armen. Wenn indessen jemand an einer       Krankheit sterbe, die er sich    durch die Immunschwäche zugezogen    habe,    werde Aids auf dem    Totenschein nicht als Todesursache    benannt, sei nur    zu oft  gar nicht    bekannt, daß er Aids-infiziert    gewesen sei. </strong></p>
<p><strong>Bereits 2006 hatte das auf Aidspatienten spezialisierte          Hospital ”Gaffrée e Guinle” in Rio de Janeiro gegenüber der Presse          beklagt, daß wegen fehlender Medikamente Aids-Kranke sterben. Es    fehlten       sogar nötige Antibiotika.</strong></p>
<p><strong>Presse-Zitat von 2008 über fehlende Aids-Medikamente, was bei          Betroffenen zu schweren Konsequenzen und sogar zum Tode führen       könne:</strong>    Segundo a direçáo do Ã³rgáo, oito remédios para       doenças infecciosas e    anti-retrovirais que integram o coquetel       antiaids estáo em <strong>falta</strong>.    ”Pelo menos metade  desses      medicamentos sáo de uso contÃ­nuo, o que    significa que a    interrupçáo    do uso, segundo especialistas, pode provocar    graves    conseqüÃªncias   Ã   saÃºde e até levar Ã  morte, afirma  Caetano.      JÃ¡ nas unidades    bÃ¡sicas de saÃºde do municÃ­pio outros  cinco     remédios  também estáo    em <strong>falta</strong>, alguns desde março.</p>
<p><strong>Indianer und Aids, Manaus, 2009:</strong></p>
<p><strong>Gerade ist eine Patientin des Pastoralzentrums gestorben &#8211;           eine Indianerin. Über eine halbe Million Indios gibt es in    Brasilien  “      etwa die Hälfte lebt bereits in Großstädten wie Manaus    am Rio  Negro   &#8211;     fast durchweg in Slums. Die brasilianischen    Aidsexperten  nennen   die    Präventionsarbeit bei Indiostämmen    besonders schwierig.  Kondome   würden    aus soziokulturellen Gründen,    vor allem der  Mannesehre,   gewöhnlich    abgelehnt. Krankheiten wie    Aids und  Tuberkulose schreibe   man dem Wirken    böser Geister aus  der    übernatürlichen Welt zu, hoffe   auf Heilung durch    den  Schamanen.    Zudem existiere das Problem der   Promiskuität,     derÂ häuslichen,  der   sexuellen Gewalt auch unter den   Indios, könne  sich    eine    Indianerfrau schwerlich gegen einen Mann   durchsetzen,  der kein       Kondom wolle. Indianerinnen arbeiteten als    Prostituierte. Indianer und       Indianerinnen, die zu evangelikalen    Sekten übertreten, sagen:    ”Wegen    meiner Religion kriege ich kein    Aids, sind weder Aidstests    noch Kondome    nötig. Jesus heilt &#8211;    Halleluja!”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/23/yanomami-runddorf-demini-video-anklicken-amazonas-musiktheater-munchner-biennale-2010/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/23/yanomami-runddorf-demini-video-anklicken-amazonas-musiktheater-munchner-biennale-2010/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/05/die-aids-epidemie-in-brasilien-ist-nicht-unter-kontrolle-analia-maria-de-paula-leiterin-der-bischoflichen-aids-pastoral-in-nordbrasilien-gesichter-brasiliens/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/05/die-aids-epidemie-in-brasilien-ist-nicht-unter-kontrolle-analia-maria-de-paula-leiterin-der-bischoflichen-aids-pastoral-in-nordbrasilien-gesichter-brasiliens/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/19/aids-und-die-praventive-funktion-von-kondomen-in-brasilien-die-halluzinierenden-nachte-der-kamikazeas-alucinantes-noites-dos-camicases-nachrichtenmagazin-veja-sexualpraktiken-bisexual/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/19/aids-und-die-praventive-funktion-von-kondomen-in-brasilien-die-halluzinierenden-nachte-der-kamikazeas-alucinantes-noites-dos-camicases-nachrichtenmagazin-veja-sexualpraktiken-bisexual/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/22/viele-aids-infizierte-brasilien-stecken-aus-rache-und-wutgefuhlen-heraus-sowie-aus-bosartigkeit-ganz-bewust-andere-menschen-mit-dem-hiv-virus-an-patienten-des-franziskaner-aids-projekts-in-sao-pa/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/22/viele-aids-infizierte-brasilien-stecken-aus-rache-und-wutgefuhlen-heraus-sowie-aus-bosartigkeit-ganz-bewust-andere-menschen-mit-dem-hiv-virus-an-patienten-des-franziskaner-aids-projekts-in-sao-pa/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/19/355-brasilianer-haben-aids-ohne-es-zu-wissen-laut-offizieller-regierungsschatzunggewohnlich-viel-zu-niedrig/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/19/355-brasilianer-haben-aids-ohne-es-zu-wissen-laut-offizieller-regierungsschatzunggewohnlich-viel-zu-niedrig/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/09/analsex-haufig-erste-sexuelle-erfahrung-von-mannlichen-jugendlichen-in-brasilien-troca-troca-brasil-ato-sexual-em-que-parceiros-masculinos-se-alternam-na-penetracao-anal/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/09/analsex-haufig-erste-sexuelle-erfahrung-von-mannlichen-jugendlichen-in-brasilien-troca-troca-brasil-ato-sexual-em-que-parceiros-masculinos-se-alternam-na-penetracao-anal/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/05/brasilien-auf-uno-index-fur-menschliche-entwicklung-jetzt-platz-75-hinter-argentinien-chile-und-kuba/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/05/brasilien-auf-uno-index-fur-menschliche-entwicklung-jetzt-platz-75-hinter-argentinien-chile-und-kuba/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/</a><strong>Laut         Landesmedien durchläuft Brasiliens Gesundheitswesen eine      “gravierende    Krise”, wurden in den letzten zehn Jahren 45,9      Milliarden Real, die  für   das Gesundheitswesen bestimmt waren, in      Wirklichkeit garnicht    investiert.  Brasiliens privates      Gesundheitswesen für die    Bessergestellten habe viermal mehr Ärzte als      das öffentliche    Gesundheitswesen für die übergroße Mehrheit der      Brasilianer. </strong></p>
<p><strong>Entsprechend groß ist das Lob für Brasiliens Sozialpolitik aus neoliberalen Ländern Mitteleuropas. </strong></p>
<p><a href="http://www.adveniat.de/blog/?p=960"><strong>http://www.adveniat.de/blog/?p=960</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-heranwachsende-in-extremer-armut-zahl-zunehmend-laut-neuer-unicef-studie-acht-jahre-lula-rousseff-regierung-und-resultate/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-heranwachsende-in-extremer-armut-zahl-zunehmend-laut-neuer-unicef-studie-acht-jahre-lula-rousseff-regierung-und-resultate/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/18/brasiliens-brutale-sozialkontraste-lula-ist-nacktfolha-de-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/18/brasiliens-brutale-sozialkontraste-lula-ist-nacktfolha-de-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><strong><strong>Leonardo Boff 2010 :“Lula machte die größte          Revolution der sozialen  Ökologie des Planeten, eine Revolution für die          Bildung, ethische  Politik.“  </strong></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/03/brasiliens-soziale-ungleichheit-laut-uno-index-2011-fur-menschliche-entwicklung-nur-platz-97-betonen-landesmedien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/03/brasiliens-soziale-ungleichheit-laut-uno-index-2011-fur-menschliche-entwicklung-nur-platz-97-betonen-landesmedien/</strong></a></strong></p>
<p><strong><strong>Lulas Krebsbehandlung:</strong></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/03/brasilien-lulas-krebsbehandlungsirio-libanes-fur-allefolha-de-sao-paulo-zur-therapie-im-teuren-elite-krankenhaus-sao-paulos/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/03/brasilien-lulas-krebsbehandlungsirio-libanes-fur-allefolha-de-sao-paulo-zur-therapie-im-teuren-elite-krankenhaus-sao-paulos/</strong></a></strong></p>
<p><strong>Lula über öffentliches Gesundheitswesen SUS:  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/01/campanha-lula-no-sus-youtube-anklicken-gabe-es-sus-in-den-usa-ware-das-gut-fur-die-armenlula/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/01/campanha-lula-no-sus-youtube-anklicken-gabe-es-sus-in-den-usa-ware-das-gut-fur-die-armenlula/</a></strong></p>
<p><strong>Sao Paulos Favela Cachoeirinha Sao Paulo 2011 &#8211; 70000         Bewohner, nicht einmal ein Gesundheitsposten, seit Jahren auch von der         katholischen Kirche gefordert.</strong></p>
<p><strong> </strong><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach3.JPG" alt="cach3.JPG" /></p>
<p><strong>Der soziale Aufstieg von Lula:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/04/lula-bekommt-500000-dollar-von-lg-fur-vortrag-in-sudkorea-laut-brasilianischen-landesmedien-uber-eine-million-dollar-damit-vier-monate-nach-ende-der-amtszeit-kassiert-laut-kalkulation-von-parte/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/04/lula-bekommt-500000-dollar-von-lg-fur-vortrag-in-sudkorea-laut-brasilianischen-landesmedien-uber-eine-million-dollar-damit-vier-monate-nach-ende-der-amtszeit-kassiert-laut-kalkulation-von-parte/</strong></a></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/</strong></a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/boomland-brasilien-stahl-flaute-stagnation-bei-olforderung-industriellenkritik-an-wachstumshemmender-hochzinspolitik/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/boomland-brasilien-stahl-flaute-stagnation-bei-olforderung-industriellenkritik-an-wachstumshemmender-hochzinspolitik/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/23/den-leuten-zu-sagen-in-was-fur-einer-verlogenen-scheise-wir-alle-leben-schlingensief-in-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/23/den-leuten-zu-sagen-in-was-fur-einer-verlogenen-scheise-wir-alle-leben-schlingensief-in-sao-paulo/</strong></a></p>
<h2>Brasiliens “Boom” und die Slumhütten.  “Ratten, Unmassen von        Fiebermücken, Kloake bei jedem Gewitterregen in  der Kate.” “Warum hat        Sao Paulo noch 2627 Slums?” <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11764" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-slums/" rel="tag">Brasiliens Slums</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-wirtschaft/" rel="tag">Brasiliens Wirtschaft</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c1.JPG" alt="c1.JPG" /></p>
<p><strong>Hausen  an stinkender Kloake &#8211; in Lateinamerikas reichster         Stadt Sao Paulo. “Ich lebe hier schon 14 Jahre so in dieser         Kate.”(Mutter von vier Kindern)</strong></p>
<p><strong>Der Teilstaat Sao Paulo ist die führende Wirtschaftsregion         Lateinamerikas mit der entsprechenden Konzentration von Ober-und         Mittelschicht &#8211; man kann sich daher vorstellen, wie die Slums in  den        stark unterentwickelten Regionen des Nordens und Nordostens  der        siebtgrößten Wirtschaftsnation aussehen.</strong></p>
<p><a href="http://www.adveniat.de/blog/?p=960"><strong>http://www.adveniat.de/blog/?p=960</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/brasiliens-obdachlose-drei-ermordet-in-campinas-bei-sao-paulo-regelmasig-gewalttaten-sogar-verbrennung-von-strasenbewohnern/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/brasiliens-obdachlose-drei-ermordet-in-campinas-bei-sao-paulo-regelmasig-gewalttaten-sogar-verbrennung-von-strasenbewohnern/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c2.JPG" alt="c2.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/21/katholisches-hilfswerk-adveniat-in-brasilien-land-der-vielen-milliardare-und-millionare-wie-es-kommt-das-in-deutschland-muhselig-spenden-fur-bedurftige-und-sozialprojekte-gesammelt-werden-obwohl-d/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/21/katholisches-hilfswerk-adveniat-in-brasilien-land-der-vielen-milliardare-und-millionare-wie-es-kommt-das-in-deutschland-muhselig-spenden-fur-bedurftige-und-sozialprojekte-gesammelt-werden-obwohl-d/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c10.JPG" alt="c10.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/07/brasiliens-boomwirtschaft-wachst-nicht-mehr-und-erholung-wird-dauern-folha-de-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/07/brasiliens-boomwirtschaft-wachst-nicht-mehr-und-erholung-wird-dauern-folha-de-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/04/brasiliens-korruptionskrise-dilma-rousseffs-arbeitsminister-carlos-lupi-kippt-staatschefin-wartete-mit-entlassung-trotz-der-gravierenden-verfehlungen-des-ministers-ubermasig-lange-kritisieren-land/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/04/brasiliens-korruptionskrise-dilma-rousseffs-arbeitsminister-carlos-lupi-kippt-staatschefin-wartete-mit-entlassung-trotz-der-gravierenden-verfehlungen-des-ministers-ubermasig-lange-kritisieren-land/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c3.JPG" alt="c3.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/06/brasiliens-industriellenverband-fiesp-zu-wirtschaftsstagnation-warnungen-seit-jahresbeginn-bestatigt-schadliche-wirkung-der-hohen-zinsen-uberbewertete-landeswahrung-real/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/06/brasiliens-industriellenverband-fiesp-zu-wirtschaftsstagnation-warnungen-seit-jahresbeginn-bestatigt-schadliche-wirkung-der-hohen-zinsen-uberbewertete-landeswahrung-real/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-heranwachsende-in-extremer-armut-zahl-zunehmend-laut-neuer-unicef-studie-acht-jahre-lula-rousseff-regierung-und-resultate/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-heranwachsende-in-extremer-armut-zahl-zunehmend-laut-neuer-unicef-studie-acht-jahre-lula-rousseff-regierung-und-resultate/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c4.JPG" alt="c4.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/17/adveniat-in-brasilien-wie-lebt-es-sich-in-der-reichsten-stadt-lateinamerikas-der-siebtgrosten-wirtschaftsnation-nach-acht-jahren-lula-regierung-adveniat-gottesdienst-in-der-favela-cachoeirinha-von/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/17/adveniat-in-brasilien-wie-lebt-es-sich-in-der-reichsten-stadt-lateinamerikas-der-siebtgrosten-wirtschaftsnation-nach-acht-jahren-lula-regierung-adveniat-gottesdienst-in-der-favela-cachoeirinha-von/</strong></a></p>
<p><strong>Wie in deutschsprachigen Zeitungen und Zeitschriften die  Situation interpretiert wird:</strong></p>
<h2>”Das Leben in Brasilien ist leicht und unbeschwert. Probieren Sie es     selbst.” Deutschsprachige Tourismuspropaganda.</h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/28/brasilien-nach-acht-jahren-lula-regierungwarum-hat-sao-paulo-noch-2627-slums-fragt-die-wichtigste-qualitatszeitung-o-estado-de-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/28/brasilien-nach-acht-jahren-lula-regierungwarum-hat-sao-paulo-noch-2627-slums-fragt-die-wichtigste-qualitatszeitung-o-estado-de-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c5.JPG" alt="c5.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/brasiliens-hohe-rate-von-behinderten-2391-prozent-der-bevolkerung-gegenuber-rund-1-prozent-in-hochentwickelten-landern-laut-studien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/brasiliens-hohe-rate-von-behinderten-2391-prozent-der-bevolkerung-gegenuber-rund-1-prozent-in-hochentwickelten-landern-laut-studien/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c9.JPG" alt="c9.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/24/brasilien-wurde-unter-lula-rousseff-zum-auswanderungsland-bye-bye-brasil-sergio-costa-soziologie-professor-an-der-fu-berlin-bestatigt-die-entwicklung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/24/brasilien-wurde-unter-lula-rousseff-zum-auswanderungsland-bye-bye-brasil-sergio-costa-soziologie-professor-an-der-fu-berlin-bestatigt-die-entwicklung/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c6.JPG" alt="c6.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c8.JPG" alt="c8.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/24/sos-kinderdorfer-in-brasilien-unter-rousseff-lula-zahlreiche-hilfsprojekte-deutschlands-der-schweiz-und-osterreichs-in-boomland-global-player-rassismus-in-brasilien-mauricio-pestana-analysier/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/24/sos-kinderdorfer-in-brasilien-unter-rousseff-lula-zahlreiche-hilfsprojekte-deutschlands-der-schweiz-und-osterreichs-in-boomland-global-player-rassismus-in-brasilien-mauricio-pestana-analysier/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c7.JPG" alt="c7.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/08/brasiliens-favela-menschenrechtsaktivisten-eliana-takeko-kanashiro-de-araujo-prasidentin-der-associacao-futuro-melhor-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/08/brasiliens-favela-menschenrechtsaktivisten-eliana-takeko-kanashiro-de-araujo-prasidentin-der-associacao-futuro-melhor-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/26/zdf-und-adveniat-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-verschiedene-sichtweisen-der-gravierenden-menschenrechtslage-brasiliens-je-nach-wertvorstellungen-und-vorschriftenkatalog/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/26/zdf-und-adveniat-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-verschiedene-sichtweisen-der-gravierenden-menschenrechtslage-brasiliens-je-nach-wertvorstellungen-und-vorschriftenkatalog/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/25/nine-most-horrible-places-in-the-world-favela-slums-von-rio-de-janeiro-aus-sicht-des-bric-staats-china-subkultur-von-umweltzerstorung-armut-und-gangstern-cubatao-bei-sao-paulo-an-sieb/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/25/nine-most-horrible-places-in-the-world-favela-slums-von-rio-de-janeiro-aus-sicht-des-bric-staats-china-subkultur-von-umweltzerstorung-armut-und-gangstern-cubatao-bei-sao-paulo-an-sieb/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/</strong></a></p>
<p><strong>Favelakinder Sao Paulos &#8211; Fotoserie:<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/28/favelakinder-in-sao-paulo-gesichter-brasiliens/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/28/favelakinder-in-sao-paulo-gesichter-brasiliens/</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/crackpaarhelvetia.JPG" alt="crackpaarhelvetia.JPG" /></p>
<p><strong>Zwei Crack-Süchtige, laut brasilianischen Augenzeugen, vor          Bahnhofseingang, Dezember 2011, nahe der Kulturbehörde des    Teilstaats       Sao Paulo.</strong></p>
<p><strong>Crack-Epidemie unter der Lula-Rousseff-Regierung:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/03/brasiliens-crack-epidemie-unter-der-rousseff-regierung-wie-crack-wirktverkehrsumleitung-wegen-offener-crack-szene-die-strasen-total-verstopft-in-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/03/brasiliens-crack-epidemie-unter-der-rousseff-regierung-wie-crack-wirktverkehrsumleitung-wegen-offener-crack-szene-die-strasen-total-verstopft-in-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/16/brasil-cazuza-und-gal-costa-1989-youtube-anklicken/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/16/brasil-cazuza-und-gal-costa-1989-youtube-anklicken/</strong></a></p>
<h2>Bundespräsident Christian Wulff in Brasilien  2011 &#8211; Texte, Fotos.     Bundespräsident Horst Köhler 2007 in Sao Paulo.  “Alemao renuncia por     falar demais. Gafe leva presidente a renuncia na  Alemanha”.     (Qualitätszeitung O Globo, Rio de Janeiro) “Se o procedimento  fosse     adotado por aqui…deixa pra la. Com todo o respeito.” <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11988" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/bundesprasident-christian-wulff-in-brasilien-2011/" rel="tag">Bundespräsident Christian Wulff in Brasilien 2011</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/05/wulfflancelotti1.JPG" alt="wulfflancelotti1.JPG" /></p>
<p><strong>Wulff und Menschenrechtspriester Julio Lancelotti.</strong></p>
<p><strong>Deutscher Bundespräsident Christian Wulff und die Obdachlosen Brasiliens:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/05/erneut-obdachloser-sao-paulos-verbrannt-polizei-ermittelt-wegen-verbrechenshintergrund-deutscher-bundesprasident-wulff-besucht-obdachlosengemeinde-der-megacity/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/05/erneut-obdachloser-sao-paulos-verbrannt-polizei-ermittelt-wegen-verbrechenshintergrund-deutscher-bundesprasident-wulff-besucht-obdachlosengemeinde-der-megacity/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/07/wulffwerkstatt2.JPG" alt="wulffwerkstatt2.JPG" /></p>
<p><strong>Deutscher Bundespräsident Christian Wulff 2011  in Obdachlosen-Werkstattprojekt der katholischen Kirche in Sao Paulo.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/17/obdachlose-in-sao-paulo-wahrend-des-wulff-besuchs-lebendig-verbrannt-brasiliens-wichtigster-befreiungstheologe-im-website-interview-ein-land-der-kontraste/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/17/obdachlose-in-sao-paulo-wahrend-des-wulff-besuchs-lebendig-verbrannt-brasiliens-wichtigster-befreiungstheologe-im-website-interview-ein-land-der-kontraste/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/deutscher-bundesprasident-christian-wulff-in-sao-paulo-mai-2011-obdachlosengemeinde-der-erzdiozese-hedwig-knist-vikar-julio-lancelotti/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/deutscher-bundesprasident-christian-wulff-in-sao-paulo-mai-2011-obdachlosengemeinde-der-erzdiozese-hedwig-knist-vikar-julio-lancelotti/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/05/brasiliens-obdachlose-video-anklicken-menschenrechtspriester-julio-lancelotti-von-sao-paulo-hedwig-knist-aus-der-diozese-mainz-deutscher-bundesprasident-christian-wulff/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/05/brasiliens-obdachlose-video-anklicken-menschenrechtspriester-julio-lancelotti-von-sao-paulo-hedwig-knist-aus-der-diozese-mainz-deutscher-bundesprasident-christian-wulff/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/09/ein-brasilianischer-obdachloser-wird-in-sao-paulo-lebendig-verbrannt-autos-fahren-vorbei-leute-schauen-zuvideo-anklicken/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/09/ein-brasilianischer-obdachloser-wird-in-sao-paulo-lebendig-verbrannt-autos-fahren-vorbei-leute-schauen-zuvideo-anklicken/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/07/deutscher-bundesprasident-christian-wulff-macht-ungeplante-stadtbesichtigung-in-sao-paulo-prasidentenmaschine-defekt/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/07/deutscher-bundesprasident-christian-wulff-macht-ungeplante-stadtbesichtigung-in-sao-paulo-prasidentenmaschine-defekt/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/07/wulff-lasst-thyssen-krupp-stehen-financial-times-der-deutsche-bundesprasident-in-brasilien-keine-station-mehr-in-der-scheiterhaufenstadt/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/07/wulff-lasst-thyssen-krupp-stehen-financial-times-der-deutsche-bundesprasident-in-brasilien-keine-station-mehr-in-der-scheiterhaufenstadt/</strong></a></p>
<h2>Deutscher Bundespräsident Christian Wulff in Sao Paulo, Mai 2011 &#8211; jüdische Gemeinde. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=9671" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/05/wulffsynagoge1.JPG" alt="wulffsynagoge1.JPG" /></p>
<p><strong>Wulff in der jüdischen Gemeinde Sao Paulos.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/05/wulffsynagoge2.JPG" alt="wulffsynagoge2.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/29/deutscher-bundesprasident-christian-wulff-besucht-am-6mai-2011-die-judische-gemeinde-sao-paulos/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/29/deutscher-bundesprasident-christian-wulff-besucht-am-6mai-2011-die-judische-gemeinde-sao-paulos/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/deutscher-bundesprasident-christian-wulff-in-sao-paulo-mai-2011-obdachlosengemeinde-der-erzdiozese-hedwig-knist-vikar-julio-lancelotti/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/deutscher-bundesprasident-christian-wulff-in-sao-paulo-mai-2011-obdachlosengemeinde-der-erzdiozese-hedwig-knist-vikar-julio-lancelotti/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/05/wulffsynagoge3.JPG" alt="wulffsynagoge3.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/dilma-rousseff-appelliert-an-bundesprasident-wulff-sich-fur-den-bau-des-atomkraftwerks-angra-3-bei-rio-die-exportburgschaft-einzusetzen-melden-brasiliens-medien-die-grosen-atom-plane-brasilias/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/dilma-rousseff-appelliert-an-bundesprasident-wulff-sich-fur-den-bau-des-atomkraftwerks-angra-3-bei-rio-die-exportburgschaft-einzusetzen-melden-brasiliens-medien-die-grosen-atom-plane-brasilias/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/05/wulffrabbiner1.JPG" alt="wulffrabbiner1.JPG" /></p>
<p><strong>Die Wulffs und der Rabbiner.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/dilma-rousseff-und-deutscher-bundesprasident-christian-wulff-brasiliens-medien-stellen-auserung-zum-libyenkrieg-heraus-interventionistische-gewalt-in-nordafrika-und-im-mittleren-ostenrousseff/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/dilma-rousseff-und-deutscher-bundesprasident-christian-wulff-brasiliens-medien-stellen-auserung-zum-libyenkrieg-heraus-interventionistische-gewalt-in-nordafrika-und-im-mittleren-ostenrousseff/</a></p>
<p><a href="http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html">http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html</a></p>
<h2>              <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/dilma-rousseff-appelliert-an-bundesprasident-wulff-sich-fur-den-bau-des-atomkraftwerks-angra-3-bei-rio-die-exportburgschaft-einzusetzen-melden-brasiliens-medien-die-grosen-atom-plane-brasilias/" rel="bookmark">Dilma       Rousseff appelliert an Bundespräsident Wulff, sich für den Bau des       Atomkraftwerks Angra 3 bei Rio, die deutsche Exportbürgschaft       einzusetzen, melden Brasiliens Medien. Die großen Atom-Pläne Brasilias.       “Dilma faz apelo por Angra 3 &#8211; Financiamento alemao á usina pode  ser      cancelado.”</a></h2>
<p>Freitag, 06. Mai 2011 von Klaus Hart   <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=9668" title="Beitrag bearbeiten">**</a></p>
<p><strong>Wie es hieß, habe Wulff gegenüber Rousseff auf  internen      Druck zugunsten der Aufkündigung der Exportbürgschaft  hingewiesen,  die      dem zuständigen deutsch-französischen Nuklearkonzern  AREVA gewährt      worden sei. Ein brasilianischer Regierungsfunktionär habe    kommentiert,    daß bislang anzunehmen  sei, daß Deutschland den   Kontrakt  nicht    einseitig breche &#8211; und sei es aus Imagegründen. Es   handele sich um  eine    Bürgschaft über 1,5 Milliarden Euro. </strong></p>
<p><strong>Brasiliens Atomkraftwerke-Programm:</strong>  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/27/brasiliens-atomkraftwerke-programm-lula-dekretierte-kurz-vor-amtsabtritt-noch-totale-steuerbefreiung-fur-nuklearimporte-laut-landesmedien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/27/brasiliens-atomkraftwerke-programm-lula-dekretierte-kurz-vor-amtsabtritt-noch-totale-steuerbefreiung-fur-nuklearimporte-laut-landesmedien/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/28/greenpeace-contra-atomkraftwerk-angra-3-in-brasilien-eine-deutsch-franzosische-firma-baut-es-bei-rio-de-janeiro-mit-hermes-burgschaft/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/28/greenpeace-contra-atomkraftwerk-angra-3-in-brasilien-eine-deutsch-franzosische-firma-baut-es-bei-rio-de-janeiro-mit-hermes-burgschaft/</a></p>
<p><strong>Rousseff zur Libyen-Intervention: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/dilma-rousseff-und-deutscher-bundesprasident-christian-wulff-brasiliens-medien-stellen-auserung-zum-libyenkrieg-heraus-interventionistische-gewalt-in-nordafrika-und-im-mittleren-ostenrousseff/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/dilma-rousseff-und-deutscher-bundesprasident-christian-wulff-brasiliens-medien-stellen-auserung-zum-libyenkrieg-heraus-interventionistische-gewalt-in-nordafrika-und-im-mittleren-ostenrousseff/</a></p>
<p><strong>Wulff in Rio:</strong>  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/erneut-schuler-rio-de-janeiros-mitten-im-unterricht-getotet-durch-verirrte-kugel-eines-feuergefechts-weiter-gravierende-menschenrechtslage-folter-scheiterhaufen-todesschwadronen-paramilitarisch/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/erneut-schuler-rio-de-janeiros-mitten-im-unterricht-getotet-durch-verirrte-kugel-eines-feuergefechts-weiter-gravierende-menschenrechtslage-folter-scheiterhaufen-todesschwadronen-paramilitarisch/</a></p>
<p><strong>Brasiliens Scheiterhaufen:</strong>  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/29/brasiliens-scheiterhaufen-erstmals-in-einer-anklagenden-inszenierung-der-scheiterhaufenstadt-rio-de-janeiro-zu-sehen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/29/brasiliens-scheiterhaufen-erstmals-in-einer-anklagenden-inszenierung-der-scheiterhaufenstadt-rio-de-janeiro-zu-sehen/</a></p>
<p><a href="http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html">http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/dilma-rousseff-und-deutscher-bundesprasident-christian-wulff-brasiliens-medien-stellen-auserung-zum-libyenkrieg-heraus-interventionistische-gewalt-in-nordafrika-und-im-mittleren-ostenrousseff/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/dilma-rousseff-und-deutscher-bundesprasident-christian-wulff-brasiliens-medien-stellen-auserung-zum-libyenkrieg-heraus-interventionistische-gewalt-in-nordafrika-und-im-mittleren-ostenrousseff/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/brasiliens-prasidentin-rousseff-gibt-abkommen-mit-deutschland-uber-pac-sowie-projekte-fur-fusball-wm-und-olympische-spiele-bekannt-melden-landesmedien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/brasiliens-prasidentin-rousseff-gibt-abkommen-mit-deutschland-uber-pac-sowie-projekte-fur-fusball-wm-und-olympische-spiele-bekannt-melden-landesmedien/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/05/deutscher-bundesprasident-christian-wulff-trifft-brasiliens-prasidentin-dilma-rousseff-in-brasilia/"><strong> http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/05/deutscher-bundesprasident-christian-wulff-trifft-brasiliens-prasidentin-dilma-rousseff-in-brasilia/</strong></a></p>
<p><strong>Bundespräsident Horst Köhler in Sao Paulo.</strong></p>
<h2>Horst Köhler, Sao Paulo, Brasilien. “Alemao  renuncia por falar      demais. Gafe leva presidente Ã¡ renuncia na  Alemanha”.      (Qualitätszeitung O Globo, Rio de Janeiro) “Se o procedimento  fosse      adotado por aqui…deixa pra la. Com todo o respeito.” <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=5589" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/1194092/”&gt;http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/1194092/</p>
<p><a href="http://www.dradio.de/aktuell/1191138/">http://www.dradio.de/aktuell/1191138/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/05/horstkohlersp1.JPG" alt="horstkohlersp1.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/05/scheiterhaufen-in-sao-paulo-mindestens-15-menschen-in-der-megacity-seit-jahresbeginn-lebendig-verbrannt-laut-landesmedien-fogo-para-matar-rivais/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/05/scheiterhaufen-in-sao-paulo-mindestens-15-menschen-in-der-megacity-seit-jahresbeginn-lebendig-verbrannt-laut-landesmedien-fogo-para-matar-rivais/</a></p>
<p><a href="http://www.bundespraesident.de/-,2.636170/Bundespraesident-Horst-Koehler.htm?global.printview=2">http://www.bundespraesident.de/-,2.636170/Bundespraesident-Horst-Koehler.htm?global.printview=2</a></p>
<p><a href="http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57822">http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57822</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/05/horstkohlersp3.JPG" alt="horstkohlersp3.JPG" /></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/05/horstkohlersp2.JPG" alt="horstkohlersp2.JPG" /></p>
<p><a href="https://www2.gestao.presidencia.serpro.gov.br/clientes/presidencia/presidencia/casa_civil/noticias/banco_de_imagens/03122009G00047red.JPG/view">https://www2.gestao.presidencia.serpro.gov.br/clientes/presidencia/presidencia/casa_civil/noticias/banco_de_imagens/03122009G00047red.JPG/view</a></p>
<p><a href="http://www.welt.de/politik/ausland/article751532/Viele_Kinder_und_viele_Frauen.html"><strong>http://www.welt.de/politik/ausland/article751532/Viele_Kinder_und_viele_Frauen.html</strong></a></p>
<p><strong>Brasiliens Korruptionskrise &#8211; nationale Politikexperten vergleichen stets politisches Vorgehen in Deutschland und Brasilien:</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/03/brasiliens-endlose-korruptionskrise-der-rousseff-regierung-keine-bestrafung-der-sechs-nach-medienenthullungen-wegen-korruptionsverdacht-entlassenen-minister-laut-folha-de-sao-paulo/"><strong>            http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/03/brasiliens-endlose-korruptionskrise-der-rousseff-regierung-keine-bestrafung-der-sechs-nach-medienenthullungen-wegen-korruptionsverdacht-entlassenen-minister-laut-folha-de-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/12/brasilienes-wird-immer-noch-sehr-viel-gefoltertdeutsche-petra-pfaller-aus-der-katholischen-gefangenenseelsorge-brasiliens-2011-uber-die-menschenrechtslage-unter-lula-rousseff/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/12/brasilienes-wird-immer-noch-sehr-viel-gefoltertdeutsche-petra-pfaller-aus-der-katholischen-gefangenenseelsorge-brasiliens-2011-uber-die-menschenrechtslage-unter-lula-rousseff/</strong></a></p>
<h2>EU-Lateinamerika-Karibik-Stiftung startet in  Hamburg. “Wir teilen     die Werte der individuellen Freiheit, der  Herrschaft des Rechts und   der   Menschenrechte.” Bundesaußenminister  Westerwelle. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11470" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://www.welt.de/regionales/hamburg/article13703820/EU-Lateinamerika-Karibik-Stiftung-nimmt-Arbeit-auf.html"><strong>http://www.welt.de/regionales/hamburg/article13703820/EU-Lateinamerika-Karibik-Stiftung-nimmt-Arbeit-auf.html</strong></a></p>
<p><a href="http://www.brasil.diplo.de/Vertretung/brasilien/pt/01__Willkommen/Noticias_202010/Rede_20Westerwelle_20EULAK_20Stiftung.html"><strong>http://www.brasil.diplo.de/Vertretung/brasilien/pt/01__Willkommen/Noticias_202010/Rede_20Westerwelle_20EULAK_20Stiftung.html</strong></a></p>
<p><strong>Slumwachstum im “Boom”-Land: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/26/boom-land-brasilienslum-wachstum-ist-ruckschritto-globo-mehr-slumbewohner-selbst-laut-offiziellen-angaben-erstes-rousseff-amtsjahr/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/26/boom-land-brasilienslum-wachstum-ist-ruckschritto-globo-mehr-slumbewohner-selbst-laut-offiziellen-angaben-erstes-rousseff-amtsjahr/</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/foltertododiapastoralglobo.JPG" alt="foltertododiapastoralglobo.JPG" /></p>
<p><strong>“Jeden Tag wird in Brasilien gefoltert.” Ausriß</strong> <strong>2011</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/09/brasiliens-menschenrechtslage-in-den-slums-weiter-banditen-diktatur-selbst-im-complexo-do-alemao-von-rio-de-janeiro-bewaffnete-gangster-verkaufen-nach-wie-vor-drogen-trotz-militarprasenz-laut/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/09/brasiliens-menschenrechtslage-in-den-slums-weiter-banditen-diktatur-selbst-im-complexo-do-alemao-von-rio-de-janeiro-bewaffnete-gangster-verkaufen-nach-wie-vor-drogen-trotz-militarprasenz-laut/</strong></a></p>
<p><strong>Auswanderungsland:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/26/bye-bye-brasil-auslander-verlassen-sao-paulo-und-rio-de-janeiro-laut-offizieller-statistik-auswanderungsland-brasilien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/26/bye-bye-brasil-auslander-verlassen-sao-paulo-und-rio-de-janeiro-laut-offizieller-statistik-auswanderungsland-brasilien/</strong></a></p>
<p><strong>Hunger in Brasilien:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/24/in-brasilien-existiert-weiter-hunger-das-problem-wurde-langst-nicht-beseitigt-jose-francisco-leiter-der-franziskaner-sozialprojekte-in-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/24/in-brasilien-existiert-weiter-hunger-das-problem-wurde-langst-nicht-beseitigt-jose-francisco-leiter-der-franziskaner-sozialprojekte-in-sao-paulo/</strong></a></p>
<h2>Brasiliens Widersprüche, Stefan Zweig, die  Goethe-Gesellschaft.      “Diese tiefen Widersprüche in der brasilianischen  Gesellschaft sind      damals von Goethe nicht erfaßt worden. Heute sind  diese Widersprüche      noch tiefer.” Dr. Marcus Mazzari, Präsident der  Goethe-Gesellschaft      Brasiliens. Wie Stefan Zweig bewußt  beschönigte…Alberto Dines im      Website-Interview. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11467" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/07/rio-de-janeiro-der-tod-des-kameramanns-bei-feuergefecht/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/07/rio-de-janeiro-der-tod-des-kameramanns-bei-feuergefecht/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/stefan-zweig/" rel="tag"> </a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/01/albertodinesneu.JPG" alt="albertodinesneu.JPG" /></p>
<p><strong>Der jüdische Zweig-Experte Alberto Dines in Sao Paulo beim Website-Interview.</strong></p>
<h2>Prof. Dr. Marcus Mazzari, Präsident der  Goethe-Gesellschaft       Brasiliens. “Associacao Goethe do Brasil”. Gesichter  Brasiliens. Goethe       und Martius: “Neigung zum Harmonisieren der  Konflikte und      Widersprüche  Brasiliens.” Stefan Zweig habe ebenfalls  vieles      beschönigt. Wikileaks.</h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/stefan-zweig/" rel="tag"> </a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/09/marcusmazzari.jpg" alt="marcusmazzari.jpg" /></p>
<p><strong>Dr. Mazzari, Professor an der Bundesuniversität Sao        Paulo,  betonte im Website-Interview seine tiefe Bewunderung für Johann        Wolfgang von Goethe, ebenso für dessen engen Freund Carl Friedrich        Philipp von Martius. Dies verleitet Dr. Mazzari indessen  keineswegs   zu     Einseitigkeiten, wie nicht selten in der  Goethe-Szene zu   beobachten   ist.   Vielmehr besticht an dem  Präsidenten der   Goethe-Gesellschaft    Brasiliens  neben der profunden    wissenschaftlichen Kenntnis beider    Persönlichkeiten  auch die    kritische Sicht: “Sowohl Goethe als auch    Martius haben eine  Neigung    zum Harmonisieren der Konflikte und    Widersprüche. Die haben über     vieles hinweggesehen in Brasilien. Martius    schrieb an Goethe, daß     Brasilien eine große Zukunft bevorstünde:    `Brasilien macht eine     harmonische Entwicklung durch.` Und so war es ja    nicht. Diese tiefen     Widersprüche in der brasilianischen Gesellschaft    sind damals von    Goethe  nicht erfaßt worden. Heute sind diese    Widersprüche noch    tiefer.” </strong></p>
<p><strong>Als Martius Brasilien bereiste, herrschte dort        u.a. grauenvollste Sklaverei. Bis heute ist die Sklavenarbeit nicht        abgeschafft worden. </strong></p>
<p><strong>Goethe-Kongreß in Sao Paulo 2009 mit Dr. Marcus Mazzari und Dr. Jochen Golz aus Weimar:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/04/goethe-institut-sao-paulo-erster-internationaler-kongres-der-neu-gegrundeten-goethe-gesellschaft-brasiliens/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/04/goethe-institut-sao-paulo-erster-internationaler-kongres-der-neu-gegrundeten-goethe-gesellschaft-brasiliens/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/</a></p>
<p><strong>“Martius spricht von Brasilien als einem glückseligen Land &#8211;        zur Sklavenzeit. Soviel Blut wurde in Brasilien vergossen. Das hat        Martius nicht sehen wollen. Und Goethe auch nicht.”</strong></p>
<p><strong>Bereits zu Goethes Zeiten war Brasilien ein berüchtigter Folterstaat, wurden schwarze Sklaven lebendig verbrannt. </strong></p>
<p><strong> <img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/10/angeloagostinosklavenverbrennung.JPG" alt="angeloagostinosklavenverbrennung.JPG" />Bild von Angelo Agostino.</strong></p>
<p><strong>Indianerstämme versklavten andere indianische Gemeinschaften,        folterten unterworfene Indios anderer Stämme.  Heute ist        in Lateinamerikas größter Demokratie laut UNO und Amnesty International        weiterhin Folter üblich, lodern Scheiterhaufen in Rio de Janeiro,    Sao     Paulo oder Salvador da Bahia. </strong></p>
<p>Â <a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/668242/">http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/668242/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/10/brasiliens-tupi-indianer-lehrbuch-mit-folterszenen-schockt-schuler-laut-zeitung-o-dia-franzosische-gravur-zeigt-foltern-gegnerischer-indiostamme/#more-2585">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/10/brasiliens-tupi-indianer-lehrbuch-mit-folterszenen-schockt-schuler-laut-zeitung-o-dia-franzosische-gravur-zeigt-foltern-gegnerischer-indiostamme/#more-2585</a></p>
<p><strong>Professor Mazzari kritisiert zudem  das Buch “Brasilien &#8211; ein        Land der Zukunft” von Stefan Zweig: “Er hat vieles beschönigt &#8211;  es     ist   ein Wunschbild.” </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/21/stefan-zweig-und-judenhasser-getulio-vargas/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/21/stefan-zweig-und-judenhasser-getulio-vargas/</a></p>
<p><strong>Wikileaks:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/16/der-judesao-paulo-gouverneur-goldman-und-der-lula-minister-samuel-pinheiro-guimaraes-anhanger-der-nazifaschistischen-achse-existieren-noch-in-der-brasilianischen-diplomatie-in-erinnerung-an-di/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/16/der-judesao-paulo-gouverneur-goldman-und-der-lula-minister-samuel-pinheiro-guimaraes-anhanger-der-nazifaschistischen-achse-existieren-noch-in-der-brasilianischen-diplomatie-in-erinnerung-an-di/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/19/gestapo-folter-unter-brasiliens-diktator-getulio-vargas-trager-des-bundesverdienstkreuzes-der-fall-des-deutschen-harry-berger/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/19/gestapo-folter-unter-brasiliens-diktator-getulio-vargas-trager-des-bundesverdienstkreuzes-der-fall-des-deutschen-harry-berger/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/07/alberto-dines-stefan-zweig-experte-sao-paulo/#more-2523">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/07/alberto-dines-stefan-zweig-experte-sao-paulo/#more-2523</a></p>
<p><strong>Filmemacher Paulo Lins (City of God): <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/20/paulo-lins-gesichter-brasiliens/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/20/paulo-lins-gesichter-brasiliens/</a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/15/httpwwwgoethebrasilde/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/15/httpwwwgoethebrasilde/</a></p>
<p><strong>Goethe und der Kannibalismus:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/16/goethe-und-der-kannibalismus-in-brasilien-todeslied-eines-gefangenenbrasilianisch/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/16/goethe-und-der-kannibalismus-in-brasilien-todeslied-eines-gefangenenbrasilianisch/</a></p>
<p><strong> 1830 ging der deutsche Naturforscher F.J.F. Meyen  durch        Rios Sklavenmarkt in der Rua Camerino und schrieb in sein   Tagebuch:”Das      Schicksal wird sich an den Weißen für die Unthaten   rächen, die sie    seit   Jahrhunderten an Millionen von Negern begangen   haben. Die    Magazine der   Sclavenhändler waren mit das Erste, das   wir hier    besuchten, um endlich   selbst diesen, aller Würde der   Menschheit    entehrenden  Handel mit   anzusehen. Wir fanden mehrere   Hundert dieser    unglücklichen Geschöpfe in   solchen Läden. Sie saßen   reihenweise auf    kleinen Bänken oder   niedergekauert auf der Erde  und  ihr Zustand war    schaudererregend. Es   waren meistens Kinder,  die  hier angeboten  wurden,   fast alle waren   gezeichnet mit  glühenden  Eisen. Zu unserem  Erstaunen   fanden wir auch zu   Rio  Landsleute, die  durch ihre Bildung  und   Humanität allgemein bekannt    sind, und die  uns doch mit kalten  Worten   erklärten, wir mögten ja  nicht   glauben,  daß die Neger zu  unserem   Menschen-Geschlecht  gehörten und   gleiche  Ansprüche zu machen    berechtigt wären. Die  Menschheit wird es   einst  nicht glauben, wenn  wir   mittheilen, da  man zuweilen die Neger    selbst zur Zucht hält, wie  man   bei uns die  Pferdezucht in Gestüten    betreibt. Man kauft junge    Negressen bloß  zum Kinder-Erzeugen…Auch die    Milch der Negressen    benutzt man  zum  Handel und verkauft sie als    Kuhmilch; deshalb kommt    zu Rio, in den  Häusern der Fremden, wenn sie    nicht selbst Kühe    besitzen, niemals  Milch zum Vorschein, die hier    überhaupt sehr teuer    ist. Erst der  Mangel an Sclaven wird die    Brasilianer arbeiten    lehren,und dann  wird eine neue Epoche für  Brasilien   beginnen. Schon    sehen sie mit  neidischen Augen auf die  Fremden, die   sich in ihrem    Lande  niedergelassen haben, und durch  bittere Erfahrungen   und harte     Arbeit mehr oder weniger zum  Wohlstande gekommen sind. Wenn   hier eine     vornehme Familie einen  Abend-Spaziergang macht, so gehen die    Töchter    voran; in einiger  Entfernung folgt das Elternpaar und eine  Menge      Sclaven schließen  den Zug; langsamen und angemessenen  Schrittes bewegt      sich die  Gesellschaft fort.” In der Rua Camerino,  in der bis heute     nicht  ein  einziges Denkmal, keine Tafel an einen  der größten     Sklavenmärkte   der Weltgeschichte erinnert, begingen  viele Schwarze aus      Verzweiflung  Selbstmord. </strong></p>
<p><strong>…fanden wir auch zu Rio Landsleute…: Bezog sich Meyen etwa auf Personen auch aus dem Freundes-und Bekanntenkreis Goethes?</strong></p>
<p><strong>Brasilienreisender Martius: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/08/der-deutsche-brasilienreisende-martius-uber-kindstotung-kinderverkauf-kannibalismus-sklaverei-bei-den-indianern-brasiliens/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/08/der-deutsche-brasilienreisende-martius-uber-kindstotung-kinderverkauf-kannibalismus-sklaverei-bei-den-indianern-brasiliens/</a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/20/goethe-institut-sao-paulo-seminar-mit-marianne-birthler-uber-vergangenheitsbewaltigung-in-brasilien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/20/goethe-institut-sao-paulo-seminar-mit-marianne-birthler-uber-vergangenheitsbewaltigung-in-brasilien/</a></p>
<p><strong>Hans Magnus Enzensberger im Goethe-Institut Sao Paulo:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/22/shintoist-bairro-liberdade-sao-paulo-gesichter-brasiliens/">hthttp://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/13/hans-magnus-enzensberger-sao-paulo-goethe-institut/</a></p>
<p><strong>Sammlung von Theaterkritiken zur “Amazonasoper”:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/12/die-mit-grosen-medialen-vorschuslorbeeren-bedachte-amazonasoper-eine-sammlung-von-theaterkritiken-uber-das-resultat/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/12/die-mit-grosen-medialen-vorschuslorbeeren-bedachte-amazonasoper-eine-sammlung-von-theaterkritiken-uber-das-resultat/</a></p>
<p><strong>”Im Xingu-Reservat werden Zwillinge stets gleich bei der Geburt eliminiert. Gebrüder Villas-Boas, Indianerexperten.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/05/amazonasindianer-als-erfahrene-goldgraber-nach-dem-vorbild-mit-den-techniken-der-stets-offiziell-kritisierten-nichtindianischen-eindringlinge-laut-landesmedien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/05/amazonasindianer-als-erfahrene-goldgraber-nach-dem-vorbild-mit-den-techniken-der-stets-offiziell-kritisierten-nichtindianischen-eindringlinge-laut-landesmedien/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/20/brasiliens-massengraber-erschreckend-hohe-zahl-von-toten-monatlich-in-massengrabern-verscharrt-laut-menschenrechtspriester-julio-lancelotti-in-sao-paulo/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/20/brasiliens-massengraber-erschreckend-hohe-zahl-von-toten-monatlich-in-massengrabern-verscharrt-laut-menschenrechtspriester-julio-lancelotti-in-sao-paulo/</a></p>
<p><strong>Brasiliens Auslandspropaganda:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/</a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=XkvjkxERac4">http://www.youtube.com/watch?v=Xkv</a></p>
<h2>Stefan Zweig und Judenhasser Getulio Vargas,  Träger des       Bundesverdienstkreuzes. Die engen Beziehungen von Vargas zur  GESTAPO       Adolf Hitlers. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=131" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/stefan-zweig/" rel="tag"> </a></p>
<p><strong> Deutschlandradio Kultur &#8211; Hitlers “Mein Kampf” &#8211; ein Bestseller in Brasilien: <a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/676160/">http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/676160/</a></strong></p>
<p><strong>„Das erfundene Paradies”<br />
Biograph Alberto Dines: “Er hat die Augen vor vielem verschlossen”</strong><br />
<strong>Zu den geschicktesten Schachzügen der antisemitischen Diktatur        des Hitlerverehrers Getulio Vargas gehörte, den Schriftsteller   Stefan      Zweig in die Auslandspropaganda des Regimes einzuspannen und     gewünschte    Brasilienklischees weltweit zu verbreiten. Die   Wirkungen   sind bis  heute   spürbar: Vor 65 Jahren veröffentlichte   Stefan Zweig   sein Buch   “Brasilien  &#8211; ein Land der Zukunft” &#8211; bis   heute ist es ein     Weltbestseller, ein  Klassiker der   Brasilienliteratur und weckt auch   bei   Deutschen aller  Generationen   nach wie vor Interesse, sogar     Begeisterung für das  Tropenland.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/19/gestapo-folter-unter-brasiliens-diktator-getulio-vargas-trager-des-bundesverdienstkreuzes-der-fall-des-deutschen-harry-berger/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/19/gestapo-folter-unter-brasiliens-diktator-getulio-vargas-trager-des-bundesverdienstkreuzes-der-fall-des-deutschen-harry-berger/</a></p>
<p><strong> Wer Brasiliens gravierende  Menschenrechtsprobleme,       Rassismus und fortexistierende  Sklavenhaltermentalität, die keineswegs       neuen Sozialkontraste indessen  genauer kennt, fragt sich bei der       Lektüre des literarischen  Meisterwerks, ob Zweig nicht gelegentlich       irrte, idealisierte,  romantisierte, übertrieb, gar  opportunistisch  mit     historischen  Wahrheiten umsprang, sich da  realitätsfremd ein      Tropenparadies  zurechtschrieb. Der  brasilianische Zweig-Biograph      Alberto Dines aus Sao  Paulo spart  just aus solchen Gründen nicht mit      Kritik.<br />
Dines hat bei der edition Büchergilde in Frankfurt am Main seine rund        700 Seiten starke Zweig-Biographie „Tod im Paradies” veröffentlicht.<br />
Der Journalist und Autor zählt zu den bekannten jüdischen        Persönlichkeiten Brasiliens und hat als Junge Stefan Zweig in Rio de        Janeiro noch persönlich kennengelernt. Wer heute dessen Werk   „Brasilien  “     ein Land der Zukunft” lesen und verstehen wolle, so   Dines im      Website-Exklusivinterview, müsse stets die Persönlichkeit,   das      Charakterprofil des Dichters sowie den damaligen historischen   Kontext im      Blick haben. Dies betreffe Zweigs Lob für Brasiliens   Rassenharmonie      ebenso wie seine Beschönigung des Lebens in den   Slums. Neue Studien      brasilianischer Wissenschaftler, aber auch der   Vereinten Nationen,      beschreiben das grauenhafte Ausmaß von   Rassismus und Diskriminierung  in     Brasilien. „Just der   brasilianische Staat”, so 2006 Lucia Xavier  von    der  NGO „Criola” in   Rio, „welcher den Mythos von der  Rassendemokratie     konstruierte,   pflegt den institutionalisierten  Rassismus.” War er     während Stefan   Zweigs Aufenthalt etwa  abgemildert, schwächer als heute?     „Damals   war all das noch viel  grauenhafter”, konstatiert Alberto   Dines.     Laut Stefan Zweig löste  Brasilien die Rassenfrage geradezu      beispielhaft  und bewundernswert.  Alle Rassen, so der Dichter, lebten   in    vollster  Eintracht  miteinander. Dines setzt dagegen, daß von   einer    Lösung der   Rassenfrage weder damals noch heute die Rede sein   kann.    „Aber es gab   damals nicht jenen aggressiven Rassismus, den   Zweig aus    Europa  kannte.  Stefan Zweig war kein   Sozialwissenschaftler, kein     Anthropologe, kein  Wirtschaftsexperte &#8211;   und sprach auch nicht     portugiesisch.” Deshalb kommt  er wohl zu  der  irrigen Annahme, in     Brasilien fehlten ein abfälliges,    rassistisches Vokabular,     herabsetzende Worte über Negros. „Solche    Begriffe gibt es durchaus”,     meint Dines. „Es ist unbestreitbar, daß   man  viele Jahre braucht, um in     das Leben Brasiliens wirklich   einzutauchen &#8211;  und Stefan Zweig sagt     selbst, er sei nur kurze Zeit   hier gewesen, habe  nur wenige Orte     besucht. Er war auch kein   politisierter Mensch, er  täuschte, irrte     sich, auch in politischen   Fragen Brasiliens. Ich denke,  er hat die     Augen vor vielem   verschlossen, ich bin da sehr kritisch.”<br />
So behauptet Zweig realitätswidrig, in Brasilien habe man noch nie von        Brutalität gegenüber Tieren, gar von Hahnenkämpfen gehört. Der  große       Zweig kann für diese Anmerkung nur ungläubiges Kopfschütteln   ernten &#8211;      denn gerade die grausamen Hahnenkämpfe waren damals in   Brasilien &#8211;   und    auch in der Region von Rio de Janeiro &#8211;   außerordentlich beliebt.   Schwer    vorstellbar, daß Zweig davon nichts   mitbekommen hatte. Das    entsetzliche   Vergnügen hatten die   portugiesischen Kolonisatoren    mitgebracht, seit   1530 gibt es   darüber Berichte. Und selbst Staatschef    Lulas PR-Manager   Duda   Mendonca ist bis heute Fan von Hahnenkämpfen,    die ganze Spitze der     Arbeiterpartei wußte stets davon. Bei den von    Anbeginn der    Kolonisierung  bis heute üblichen Brandrodungen sterben    ungezählte,   auch  seltenste,  vom Aussterben bedrohte Tiere auf    grausamste Art,    verbrennen lebendig &#8211;  und jeder Brasilianer weiß das    genau.   Angesichts  des heute wie damals  extrem sozialdarwinistischen      Alltags von Brasilien  erscheint Zweigs  Beschreibung des      brasilianischen Nationalcharakters,  der  Landesmentalität teilweise wie      ein schlechter Witz. Hans Stern aus  Rio,  jüdischer Besitzer eines      Juwelierkonzerns, nennt Zweigs  Brasilienbuch  daher      „opportunistisch”:”Da schwärmt er von der Harmonie  der Rassen, von  der      Herzensgüte des Volkes, von den bunten, lebhaften  Tropen, in denen       alles blüht, auch wenn es mal welkt.” Zu Zweigs  Zeiten, in den      vierziger  Jahren sei Brasilien ein ganz primitiver Staat  gewesen.<br />
–Zweigs „Geschäft” mit der Vargas-Diktatur “ Buch im Tausch gegen Dauervisum<br />
Alberto Dines erinnert daran, daß damals, 1941, in Brasilien der        Diktator Getulio Vargas an der Macht war, es eine faschistische Partei        mit 600000 Mitgliedern gab, die Politik, die öffentliche Meinung  von       grauenhaftem, aggressivem Antisemitismus geprägt waren. Das        Außenministerium “ voller Antisemiten. „1941 schrieben Zeitungen,  die       Copacabana sei nicht wiederzuerkennen &#8211; verpestet von Leuten  mit       Judennasen!” Regimegegner wurden gefoltert. Ein Vargas-Dekret  verbot  zur      Hitlerzeit, europäischen Juden, die nach Brasilien  flüchten   wollten,     ein Einreisevisum auszustellen “ ungezählte  endeten deshalb   in den   KZs.   Für die brasilianische Historikern  Maria Tucci  Carneiro  aus Sao   Paulo   ist die Vargas-Regierung  mitschuldig an  nazistischer  Ausrottung,   was   sich jeder Brasilianer  endlich einmal  bewußt machen  sollte.<br />
Schon 1936 hatte der als antisemitisch verschriene Diktator Vargas in        Rio taktisch geschickt Stefan Zweig empfangen “ genau zwei Tage   später      lieferte Vargas die Jüdin Olga Benario an Hitlerdeutschland   aus, in      Bernburg wurde sie vergast. „Am 27.August 1936 war die   Nachricht  von  der    Auslieferung in den brasilianischen Zeitungen.”<br />
Damals ist der deutschstämmige Filinto Müller gefürchteter Chef der        politischen Polizei, hält mit seinen Leuten enge Kontakte zur Gestapo,        läßt von ihr in Berlin seine Nachwuchskader ausbilden. Alberto   Dines      konstatiert: ”Dieses Visum war damals eine kostbare Sache für   jeden      Juden, der aus Europa flüchten wollte. Und Stefan Zweig   machte eben  ein     Negocio, Geschäft mit der Vargas-Regierung “ er   schrieb ein Buch      zugunsten Brasiliens im Tausch gegen ein   Dauervisum, erhielt es mit      unglaublicher Leichtigkeit. Und wenn er   ein Buch verfaßt, das  günstig     für das Land ist, wird er eben   bestimmte Dinge nicht sagen.”  Jorge  Amado    nennt es ein   Auftragswerk. Zweig, so heißt es, habe  enge  Kontakte zu    Diktator   Vargas unterhalten. Dieser wird stets  positiv  erwähnt.<br />
Das Vargas-Regime macht vorhersehbar offen Propaganda für „Brasilien “        ein Land der Zukunft”. Lourival Fontes, rechte Hand von Vargas und     sein    Propagandachef, charakterisiert das Buch als Dienst an der        brasilianischen Nation. Ausgerechnet vom Goebbels dieses Vargas ließ        sich Zweig, der sich mit Brasilianern nicht in ihrer  Landessprache       unterhalten konnte(!), einen Übersetzer stellen  sowie eine Reise in  den      Nordost-Teilstaat Pernambuco finanzieren.  Biograph Dines  erinnert     daran,  daß ausgerechnet Mussolini jenen  hochintelligenten      Propagandachef  überschwenglich lobte. In der  ganzen Welt verstünden  nur     drei Personen  den Faschismus “ Fontes  sei einer davon. „Mit  Stefan     Zweig und anderen  jüdischen  Persönlichkeiten ging Fontes  sehr     freundschaftlich um &#8211; dem  vor  den Nazis geflohenen  französischen Juden     Max Fischer half er sogar,   einen Verlag zu  gründen. Das ist wichtig “     man muß die  brasilianische  Ambiguidade,  Zweideutigkeit verstehen,     Brasilien  ist ein zweideutiges  Land.” Hat  Zweig dies verstanden? „Ah “     das  weiß ich nicht.”<br />
Zudem war Stefan Zweig laut Dines eine empfindsame, ängstliche Person,        die nicht polemisierte und auch nicht diskutierte. „Ich hätte nicht     wie    Zweig reagiert “ der damals bereits tief depressiv war. Denn     Zweig   hatte  ja Angst vor dem Krieg, flüchtete deshalb nach  Brasilien “    doch   der  Krieg kam ihm nach. In Rio wurden  Zivilschutzübungen    abgehalten,   wegen  der deutschen U-Boote lag  nachts die Copacabana im    Dunkel.”<br />
Dines zitiert Zweigs Gastgeber in Rio, Abrahao Koogan, der über den        Dichter auf einer Konferenz sagte: ”Er war ein feiger Mensch.”<br />
Als „Brasilien “ ein Land der Zukunft” herauskam, wurde es von der        Presse wegen verschiedenster Ungereimtheiten arg verrissen “ doch        jeglicher Hinweis auf politische Aspekte, gar auf die unterlassene        Kritik am Antisemitismus, fehlte durchweg. Denn wer dies gewagt hätte,        so Alberto Dines, wäre unter der Vargas-Diktatur womöglich  verhaftet       worden. Zweig antwortet auf die Vorwürfe “ ausgerechnet  in einer   wenig     gelesenen Zeitung der Vargas-Regierung. Manche  Buch-Zitate   Zweigs   wirken   wie pure Vargas-PR:”Wer das Brasilien  von heute   erlebt, hat   einen  Blick  in die Zukunft getan.” Oder:”Wer  Brasilien   wirklich zu   erleben  weiß,  der hat Schönheit genug für  sein halbes   Leben gesehen.”   Bis heute  werden  solche Zweig–Sprüche  selbst von der   Reisebürowerbung   gerne  übernommen.<br />
In dem Brasilienbuch brilliert er mit anschaulichen Beschreibungen der        nationalen Industrie, der enormen Bodenschätze, der Landwirtschaft.        Nichts davon stammt von ihm, alles hat er von dem   Wirtschaftsexperten      Roberto Simonsen übernommen, wie Alberto Dines   betont.<br />
Dann zählt er verschiedene Irrtümer Zweigs auf. In Sao Paulo begeisterte        sich dieser an einem Modellgefängnis, das nach den Methoden eines        deutschen Pädagogen und Mediziners geführt wurde. ”Stefan Zweig    glaubte     damals, Brasilien nutze Wissen und Erfahrung anderer Völker     landesweit    und habe daher alle Möglichkeiten zum Wachsen. Doch  just    dieses    Modellgefängnis von Sao Paulo wurde zu einer  entsetzlichen    riesigen    Anstalt namens CarandirÃ¹ ausgebaut, zur  Hölle für  unzählige   Häftlinge.    Zweig konnte nicht voraussehen, daß  Brasilien  ins   Stocken, ja zum    Stillstand kommen würde. Man  investierte weder  in die   Gefängnisse noch    in die Schulbildung.  Statt echter  Entwicklung nur   pharaonische  Projekte,   dazu die  Auswirkungen der    Bevölkerungsexplosion, der  Korruption und   vieler  anderer negativer    Faktoren. Brasilien hat sich  brutalisiert.”<br />
Stefan Zweig hätte auch die Folgen der tiefverwurzelten        Sklavenhaltermentalität erwähnen, den Horror der brasilianischen        Sklaverei schildern müssen. Nichts davon “ stattdessen betont er, in        keinem anderen Land seien die Sklaven so relativ humanitär behandelt        worden. Er gewinnt dem elenden Leben der schwarzen  Sklavennachfahren       sogar pittoreske Seiten ab, beschreibt die  Schwarzen als fröhlich  und      glücklich.<br />
–Dichterisch-journalistische Sorgfaltspflicht”„Er erfand das Paradies”–<br />
”Nur ein einziges Mal war er in einem Slum und idealisierte daraufhin        das einfache Leben der Leute dort. Andere prominente Zugereiste,        darunter Soziologen und selbst Orson Welles, hoben ebenfalls nur die        pittoresken Aspekte der Armut hervor. Zweig täuschte sich “ aber  das       entsprach ja seinem idealisierenden, romantisierenden  Naturell. Er       erfand das Paradies. Sicherlich hatte er dafür einige  konkrete   Elemente,     denn es gab gute Dinge in Brasilien. Doch  jenes Paradies,   das er da     erdichtete, hat seinen Selbstmord nicht  verhindert.”</strong></p>
<h2>Rio+20, Scheiterhaufenstadt Rio de Janeiro:  Der Tod des Kameramanns       Gelson Domingos bei Feuergefecht, Video  anklicken. “Abatido no       front.”(O Globo) Brasiliens Fotojournalismus. Wem  nützen       Banditendiktatur und immer mehr No-Go-Areas? Stadtpolitik unter  der       Regierung von Dilma Rousseff. Brasiliens unbequeme Realitäten.        Atomkraftwerk Angra 3 bei Rio im Bau. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11463" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-menschenrechtslage/" rel="tag">Brasiliens Menschenrechtslage</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/gelson-domingos/" rel="tag">Gelson Domingos</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/stadtkrieg-von-rio-de-janeiro/" rel="tag">Stadtkrieg von Rio de Janeiro</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/kameramannriotot.JPG" alt="kameramannriotot.JPG" /></p>
<p><strong>Ausriß. Gelson Domingos, verheiratet, drei Kinder &#8211; mehrfach preisgekrönt. Die MG-Salve durchdrang die Schutzweste.</strong></p>
<p>Video anklicken:</p>
<p><a href="http://exame.abril.com.br/economia/brasil/noticias/veja-ultimas-imagens-do-cinegrafista-da-band-que-morreu-em-tiroteio-em-favela"><strong>http://exame.abril.com.br/economia/brasil/noticias/veja-ultimas-imagens-do-cinegrafista-da-band-que-morreu-em-tiroteio-em-favela</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/02/baukultur-made-in-germany-ausstellung-in-sao-paulo-dr-ulrich-hatzfeld-bundesministerium-fur-verkehr-bau-und-stadtentwicklung-sigurd-trommer-prasident-der-bundesarchitektenkammer-bei-eroff/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/02/baukultur-made-in-germany-ausstellung-in-sao-paulo-dr-ulrich-hatzfeld-bundesministerium-fur-verkehr-bau-und-stadtentwicklung-sigurd-trommer-prasident-der-bundesarchitektenkammer-bei-eroff/</strong></a></p>
<p><strong>Wie starb der mehrfach preisgekrönte TV-Reporter Tim Lopes?        Laut  Polizeibericht entdeckten ihn Banditen in der Favela Vila      Cruzeiro   von  Rio de Janeiro &#8211; Tim Lopes wurde zuerst gefoltert, dann      rammten   ihm die  Gangster einen Spieß in den Brustkorb, hackten    seine   Füße ab   und  verbrannten ihn lebendig in Autoreifen &#8211; siehe    Szene  aus  ”Tropa de    Elite”.</strong></p>
<p><strong><a href="http://g1.globo.com/rio-de-janeiro/noticia/2011/11/patrulhamento-e-reforcado-em-favela-do-rio-onde-cinegrafista-foi-morto.html"><strong>http://g1.globo.com/rio-de-janeiro/noticia/2011/11/patrulhamento-e-reforcado-em-favela-do-rio-onde-cinegrafista-foi-morto.html</strong></a><br />
</strong></p>
<p><strong>YouTube-Video von Feuergefecht in Rio anklicken:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/17/krieg-auf-dem-morro-dos-macacos-von-rio-de-janeiro-youtube-anklicken-bope-im-einsatz/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/17/krieg-auf-dem-morro-dos-macacos-von-rio-de-janeiro-youtube-anklicken-bope-im-einsatz/</strong></a></p>
<p><strong>In europäischen Analysen ist häufig von einer energischen           Kriminalitätsbekämpfung im Vorfeld von Fußball-WM und olympischen           Spielen die Rede &#8211; in Brasilien selbst wird dies wie üblich   völlig         anders gesehen.   </strong></p>
<p><strong>Brasiliens Scheiterhaufen:</strong></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/668242/"><strong>http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/668242/</strong></a></p>
<p><strong>Scheiterhaufen-Theaterstück in Deutschland, Österreich, der Schweiz offenbar noch nicht aufgeführt:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/29/brasiliens-scheiterhaufen-erstmals-in-einer-anklagenden-inszenierung-der-scheiterhaufenstadt-rio-de-janeiro-zu-sehen/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/29/brasiliens-scheiterhaufen-erstmals-in-einer-anklagenden-inszenierung-der-scheiterhaufenstadt-rio-de-janeiro-zu-sehen/</strong></a></p>
<p><strong>Wem nützt die Banditendiktatur?</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/15/wem-nutzen-banditendiktatur-und-immer-mehr-no-go-areas/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/15/wem-nutzen-banditendiktatur-und-immer-mehr-no-go-areas/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/12/ein-guter-freund-und-langjahriger-nachbar-theaterregisseur-vicente-maiolino-in-rio-de-janeiro-bergstadtteil-santa-teresa-durch-12-schusse-getotet-kein-hinweis-auf-tater/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/12/ein-guter-freund-und-langjahriger-nachbar-theaterregisseur-vicente-maiolino-in-rio-de-janeiro-bergstadtteil-santa-teresa-durch-12-schusse-getotet-kein-hinweis-auf-tater/</strong></a></p>
<p><strong>Aus Europa erhält die Regierung unter Dilma Rousseff sehr viel Lob.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/24/mord-wichtigste-todesursache-bei-jungen-brasilianern-zwischen-15-und-24-jahren-sicherheits-und-menschenrechtspolitik-unter-lula-rousseff/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/24/mord-wichtigste-todesursache-bei-jungen-brasilianern-zwischen-15-und-24-jahren-sicherheits-und-menschenrechtspolitik-unter-lula-rousseff/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/zeitungsfotoermordeterziege.JPG" alt="zeitungsfotoermordeterziege.JPG" /></p>
<p><strong>Zeitungsfoto aus Rio, Ausriß: Ermordeter in Favela neben Ziege.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/</strong></a></p>
<p>Atomkraftwerk Angra 3:</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/19/brasilien-atomkraftwerke-angra-3-im-bau-bei-rio-de-janeiro-doppelseitige-regierungspropaganda-in-qualitatszeitungen-energie-fur-neue-zeiten/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/19/brasilien-atomkraftwerke-angra-3-im-bau-bei-rio-de-janeiro-doppelseitige-regierungspropaganda-in-qualitatszeitungen-energie-fur-neue-zeiten/</strong></a></p>
<p><strong>Was Brasiliens Fotoreporter u.a. in Rio de Janeiro festhielten &#8211; Brasiliens unbequeme Realitäten:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</strong></a></p>
<p><strong>Die Aufdringlichkeit der Sinne</strong></p>
<p><strong>Vom machtgeschützten Verlust der gesellschaftlichen Sehkraft &#8211; Oskar Negt(2000)</strong></p>
<p><strong>“Der Verlust jener in sinnlicher Erfahrung begründeten          Urteilsfähigkeit der Menschen hat in unserem Jahrhundert für viele          Menschen tödliche Folgen gehabt. Das Wegsehen, die machtgeschützte          Sinnenblindheit, wenn Menschen verfolgt und getrieben,  vergewaltigt   und       öffentlich gequält werden &#8211; das gehört nicht  der  Vergangenheit  an.”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/29/rio-de-janeiros-militar-zirkus-politik-feiert-sieg-gegen-nicht-vorhandene-feinde-der-slumregion-complexo-do-alemao-banditenkommandos-reichlich-zeit-zum-ruckzug-gelassen-wie-bei-uno-umweltg/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/29/rio-de-janeiros-militar-zirkus-politik-feiert-sieg-gegen-nicht-vorhandene-feinde-der-slumregion-complexo-do-alemao-banditenkommandos-reichlich-zeit-zum-ruckzug-gelassen-wie-bei-uno-umweltg/</strong></a></p>
<h2>Brasilianischer Fotograf Marcio Alexandre von  TV Globo in Rio de        Janeiro mit Mpi-Salve ermordet. Reisewarnungen,  öffentliche    Sicherheit     und Gewaltklima unter Lula. Fußball und  Mpi-Gangster &#8211;    Rocinha.  Tote    bei WM-Siegesfeier. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=5840" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/tv-globo/" rel="tag"> </a></p>
<p><strong>Laut Polizeiangaben kam der Fotograf mit seinem  elfjährigen        Sohn und zwei anderen Kindern am WM-Sonntag aus einem         FußballstadionÂ und war auf dem Weg nach Hause, als die Killer auf einem         Motorrad heranfuhren und aus einer Mpi und einer Pistole auf ihn         feuerten. Die Täter hätten lediglich das Handy geraubt, hieß es.         Alexandre war verheiratet, hatte drei Kinder.</strong></p>
<h2>“Im Complexo do Alemao geschah eine  Raubzug-Operation. Dutzende von        Reportern und Kameraleuten waren dort &#8211;  doch dies entging ihrer        Beobachtung.” (O Estado de Sao Paulo) Kritik an     Hurra-Berichterstattung     über die Farce des Polizei-und    Militäreinsatzes  von Rio de Janeiro.     Viele Fragen über gesteuerten    Journalismus. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=8617" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: , <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/complexo-do-alemao/" rel="tag">Complexo do Alemao</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/menschenrechte/" rel="tag">Menschenrechte</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/milita%c2%a4r/" rel="tag">MilitÃ¤r</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/polizei/" rel="tag">Polizei</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/rio-de-janeiro/" rel="tag">Rio de Janeiro</a></p>
<p><strong>Im Zuge der jüngsten Enthüllungen über die  tatsächlichen        Vorgänge bei der Besetzung der Slumregion “Complexo do  Alemao” von   Rio      de Janeiro geraten inzwischen immer mehr die  Mainstreammedien   und      Mainstreamjournalisten in die Kritik, die in heute  üblicher   Manier      offizielle Versionen des Militär-und Polizeieinsatzes    verbreitet      hatten. Brasiliens wichtigste Qualitätszeitung “O Estado   de  Sao  Paulo”     betont inzwischen, was brasilianische Richter und   kirchliche       Menschenrechtsexperten bereits seit dem Beginn der   Operation vom       vergangenen November scharf verurteilt hatten,   indessen vorhersehbar        bei in-und ausländischen Mainstreammedien   kein Gehör fanden. Gemäß  der      Analyse der Qualitätszeitung handelte   es sich um eine große       Raubzug-Operation. Die Reporter hätten  sich  als Teil der  Kriegsoperation      gesehen und ihr kritisches  Potential  verloren. “In  der Schilderung    war   alles schön und  wunderbar &#8211;  während real im  Schatten Raub und     Plünderung   abliefen.” “O Garimpo  envolveu o saque  de varias casas de     cidadaos   comuns, perplexos  com a furia e a  ganancia de seus      salvadores…Aves de  rapina  agradecem.”</strong><strong>Brasilianische         Menschenrechtsaktivisten, die zu selber Zeit wie in-und   ausländische       Journalisten im Complexo do Alemao recherchierten,   berichteten    gegenüber    der Website vom vorherrschenden Klima der   Einschüchterung,     Angst   unter  den Slumbewohnern, von staatlichem   Terror, Raub.    Massakrierte   habe man  in der üblichen Weise zwecks   Beseitigung von    Schweinen   auffressen  lassen.   Menschenrechtsaktivisten im Complexo  do   Alemao   fürchteten    Repressalien und Ermordung, zögen es vor, daß    jegliche Art   von   Protesten  gegen die Menschenrechtsverletzungen  fern   der Slumregion     stattfinde und  von Gruppierungen außerhalb des    Teilstaats Rio de     Janeiro organisiert  werde. Ein Blick auf  Berichte   über die     Besetzungsaktion zeigt, daß in  nicht wenigen  Medien offenbar    verboten    war, derartige kritische Stimmen   überhaupt zu erwähnen. </strong></p>
<p><strong>Nicht nur in Brasilien ist allgemein bekannt, daß es bei         Polizei-und Militäraktionen in Favelas fast stets zu derartigen         gravierenden Menschenrechtsverletzungen kommt. Umso merkwürdiger mutet         an, daß just in Berichten von ausländischen Reportern, die vor  Ort        waren,  solche nunmehr offengelegten Fakten komplett fehlen.  Was  war   da     passiert, welche Abstimmungen erfolgten mit den  zuständigen       Redaktionen?  Fragen über Fragen, viel Stoff für        Kommunikationswissenschaftler. </strong></p>
<p><strong>Zu den gerne weltweit verbreiteten offiziellen Versionen         zählte just im November 2010, mitten in den Raub-und Gewaltaktionen,          auch die Einschätzung eines Rio-Polizeichefs, wonach man den    Bewohnern      des Complexo do Alemao die Freiheit gebracht habe.    Präsidentin  Dilma     Rousseffs neuer Justizminister nannte laut    Landesmedien die      Besetzungsaktion ein “Modell und Beispiel für das    ganze Land”.</strong></p>
<p><strong> </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/11/militarische-besetzung-des-complexo-do-alemao-von-rio-de-janeiro-ist-modell-und-beispiel-fur-das-ganze-land-zitieren-brasiliens-landesmedien-neuen-justizminister/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/11/militarische-besetzung-des-complexo-do-alemao-von-rio-de-janeiro-ist-modell-und-beispiel-fur-das-ganze-land-zitieren-brasiliens-landesmedien-neuen-justizminister/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/17/rio-de-janeiros-bejubelter-militareinsatz-in-der-slumregion-complexo-do-alemao-neue-enthullungen-uber-tatsachliche-vorgange/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/17/rio-de-janeiros-bejubelter-militareinsatz-in-der-slumregion-complexo-do-alemao-neue-enthullungen-uber-tatsachliche-vorgange/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/02/riocomplexosoldaten2006.JPG" alt="riocomplexosoldaten2006.JPG" /></p>
<p><strong>Militäreinsatz von 2006 im Complexo do Alemao &#8211; mit den bekannten Resultaten… </strong></p>
<p><strong>Fotoserie:</strong>  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</a></p>
<p>Folter und Haftbedingungen in Brasilien – Amnesty-Bericht 2010</p>
<p>Nach wie vor waren Häftlinge grausamen, unmenschlichen oder         erniedrigenden Bedingungen ausgesetzt. Folter wurde als gängige         Verhörmethode zur Bestrafung, Kontrolle, Erniedrigung und Erpressung         eingesetzt. Auch die Überbelegung der Haftanstalten blieb ein         ernsthaftes Problem. Die Kontrolle der Hafteinrichtungen durch Banden         führte zu einer hohen Gewalttätigkeit unter den Häftlingen. Das    Fehlen      unabhängiger Kontrollinstanzen sowie ein hohes Maß an    Korruption    sorgten   für eine weitere Verfestigung der Gewaltprobleme    im Straf- und      Jugendstrafvollzug.</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/22/brasiliens-kulturexport-nur-02-prozent-vom-weltvolumen-retrato-de-um-pais-que-nao-exporta-sua-cultura-o-estado-de-sao-paulo-brasilianische-musik-verkauft-sich-garnicht-so-gut-im-ausland/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/22/brasiliens-kulturexport-nur-02-prozent-vom-weltvolumen-retrato-de-um-pais-que-nao-exporta-sua-cultura-o-estado-de-sao-paulo-brasilianische-musik-verkauft-sich-garnicht-so-gut-im-ausland/</a></p>
<p><strong>Hintergrund Favelas &#8211; Österreichs Südwind-Magazin:</strong></p>
<p><strong><a href="http://www.suedwind-magazin.at/start.asp?ID=234729&amp;rubrik=31&amp;ausg=200304"><strong>http://www.suedwind-magazin.at/start.asp?ID=234729&amp;rubrik=31&amp;a</strong></a></strong></p>
<h2>Brasilien: “Tropa de Elite 2? &#8211; noch  dokumentarischer als der        Berlinale-Gewinner. Landeskunde pur über die  Sicherheits-und        Menschenrechtspolitik unter Lula. “Porém, os principais  inimigos do        herói são mesmo os políticos, mostrados em vários formatos.”         USP-Studenten Sao Paulos: “Genauso ist leider unser Brasilien heute, da         wurde nichts übertrieben. Man muß um das Leben von Regisseur    Padilha      fürchten.” Constantin Costa-Gavras. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=6779" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/tropa-de-elite-2/" rel="tag"> </a></p>
<p><strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/14/wagner-moura-und-jose-padilha-bei-debatte-uber-tropa-de-elite-2-in-sao-paulo-ich-votiere-in-der-stichwahl-fur-keinen-der-beiden-kandidatenpadilha/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/14/wagner-moura-und-jose-padilha-bei-debatte-uber-tropa-de-elite-2-in-sao-paulo-ich-votiere-in-der-stichwahl-fur-keinen-der-beiden-kandidatenpadilha/</a></strong></p>
<p><strong>Der neue, ab sofort landesweit gezeigte Streifen von         Regisseur José Padilha ist noch erheblich näher an der derzeitigen         Realität der größten Demokratie Lateinamerikas als Vorläufer und         Berlinale-Gewinner “Tropa de Elite”. Wer die hiesigen Zustände aus der         Nähe kennt, ersetzt im Film gezeigte Figuren des öffentlichen   Lebens       beinahe zwangsläufig im Kopf sofort durch passende real     existierenden     Personen &#8211; denkt bei Opfern der Gewaltkultur, der         Menschenrechtssituation an brasilianische Freunde und Bekannte, die         ebenfalls sadistisch umgebracht, gar lebendig verbrannt worden  sind.   In      dem Film werden eine Journalistin und ein Fotograf Rio  de   Janeiros      verbrannt. Ein Menschenrechtsaktivist, der sich gegen  die    Slum-Diktatur     auflehnt, Abgeordneter wird, erinnert sehr an  einen    real  existierenden    politischen Gegner der paramilitärischen   Milizen,   an  Marcelo Freixo.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/10/tropa2scheiterhaufen.JPG" alt="tropa2scheiterhaufen.JPG" /></p>
<p><strong>Banditen verbrennen die Journalistin und den Fotografen &#8211; ein Gangster hält in der Hand einen verkohlten Menschenkopf.  <strong>Wie         starb der mehrfach preisgekrönte TV-Reporter Tim Lopes? Laut         Polizeibericht entdeckten ihn Banditen in der Favela Vila Cruzeiro  von        Rio de Janeiro &#8211; Tim Lopes wurde zuerst gefoltert, dann  rammten  ihm    die    Gangster einen Spieß in den Brustkorb, hackten  seine Füße  ab  und      verbrannten ihn lebendig in Autoreifen &#8211; siehe  Szene aus        Berlinale-Gewinner ”Tropa de Elite”. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</a></strong></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/28/cnn-brasilien-ist-coolste-nation-der-welt/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/28/cnn-brasilien-ist-coolste-nation-der-welt/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/10/tropmatiasbandit.JPG" alt="tropmatiasbandit.JPG" /></p>
<p><strong>BOPE-Capitao Matias und Rio-Bandit.</strong></p>
<p><strong>”Die Politiker erkennen sich wieder. Es gibt keinen         Politiker, der nicht auf Fotos an der Seite von Angehörigen         paramilitärischer Milizen abgebildet ist.” Regisseur José Padilha. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/19/erfolgsfilm-tropa-de-elite-2-und-ubersturzte-reaktionen-3-monate-vor-lulas-abtreten-besetzt-spezialeinheit-scheiterhaufen-hinrichtungsstatte-in-rio-slum/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/19/erfolgsfilm-tropa-de-elite-2-und-ubersturzte-reaktionen-3-monate-vor-lulas-abtreten-besetzt-spezialeinheit-scheiterhaufen-hinrichtungsstatte-in-rio-slum/</a></strong></p>
<p><strong>“Mit Tropa de Elite 2 klagt Padilha die Politik und die Politiker an.” Kritiker Luiz Zanin Oricchio in “O Estado de Sao Paulo”</strong></p>
<p><strong>Bizarre Rio-Realität November 2010: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/25/rio-de-janeiro-polizeipannen-ohne-ende-tv-helikopter-zeigt-live-lange-zeit-uber-250-schwerbewaffnete-slum-banditen-wahrend-die-spezialeinheiten-unfahig-zu-entsprechendem-eingreifen-sind/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/25/rio-de-janeiro-polizeipannen-ohne-ende-tv-helikopter-zeigt-live-lange-zeit-uber-250-schwerbewaffnete-slum-banditen-wahrend-die-spezialeinheiten-unfahig-zu-entsprechendem-eingreifen-sind/</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/10/padilhamoura4.JPG" alt="padilhamoura4.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/04/auch-am-wahltag-patrouillierten-mit-mpis-bewaffnete-banditen-sogar-auf-motorradern-in-rio-slums-wie-rocinha-berichtet-landespresse-politik-und-organisiertes-verbrechen-in-brasilien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/04/auch-am-wahltag-patrouillierten-mit-mpis-bewaffnete-banditen-sogar-auf-motorradern-in-rio-slums-wie-rocinha-berichtet-landespresse-politik-und-organisiertes-verbrechen-in-brasilien/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/08/jurandir-freire-costa-therapeut-professor-an-der-staatsuniversitat-von-rio-de-janeirouerj-in-brasilien-herrscht-ethisch-moralische-schizophrenie/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/08/jurandir-freire-costa-therapeut-professor-an-der-staatsuniversitat-von-rio-de-janeirouerj-in-brasilien-herrscht-ethisch-moralische-schizophrenie/</a></p>
<p><strong>Brasiliens Schriftsteller Zuenir Ventura aus Rio weist in         seiner Pressekolumne ebenfalls auf diese Ähnlichkeiten: “Um  exercicio  é       identificar em “Tropa de elite 2? os personagens  reais que se     escondem    ou se disfarcem em cada tipo criado pelo  diretor José     Padilha. Eles    compoem a paisagem politica do Rio de  Janeiro dos     ultimos anos. Esse    aqui lembra aquele ex-secretario  de Seguranca que     teria virado    deputado federal com apoio dos  milicianos. Esse outro  é   o  deputado    estadual Marcelo Freixo,  ameacado de morte por sua  acao    contra as    milicias. O governador  ficticio, porem, `nao é  nenhum e   sao  todos, como    informa o  diretor…Mais complexo do que o  primeiro, o    numero 2 desvenda  a    promiscuidade etre as forcas da  ordem e da    desordem…Padilha nao     perdoa…A seguranca publica do Rio  estava nas    maos dos bandidos.”   Immer    wieder erstaunlich und sehr  beneidenswert    die Freiheit der     brasilianischen Journalisten, über  die Realität  des   eigenen  Landes zu    berichten. </strong></p>
<p><strong>“Lula besser als Wagner Moura”: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/19/lula-ist-der-groste-schauspieler-des-landes-besser-als-wagner-moura-laut-regisseur-fernando-meirellescity-of-god-blindness/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/19/lula-ist-der-groste-schauspieler-des-landes-besser-als-wagner-moura-laut-regisseur-fernando-meirellescity-of-god-blindness/</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/10/wagnermoura1.JPG" alt="wagnermoura1.JPG" /></p>
<p><strong>Lulas Sicherheits-und Menschenrechtspolitik und der Tourismus: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/03/braslien-tourismus-stagniert-seit-zehn-jahren-degradierung-und-gefuhl-der-unsicherheit-helfen-erklaren-warum-der-jahresdurchschnitt-auslandischer-touristen-seit-1999-nicht-funf-millionen-uberste/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/03/braslien-tourismus-stagniert-seit-zehn-jahren-degradierung-und-gefuhl-der-unsicherheit-helfen-erklaren-warum-der-jahresdurchschnitt-auslandischer-touristen-seit-1999-nicht-funf-millionen-uberste/</a></strong></p>
<p><strong>Padilha erweist sich erneut als ausgezeichneter Kenner,         intimer Beobachter Brasiliens, das wegen seiner Politik auch aus         Mitteleuropa sehr viel Lob erhält &#8211; der Film macht mögliche Gründe         nachvollziehbar.  Teil der Film-Landeskunde ist ein Hubschrauberflug         über die Regierungsbauten von Oscar Niemeyer in Brasilia, von  den        Ministerien bis zu Nationalkongreß und Präsidentenpalast &#8211;         politisch-soziologisch eingebunden in die Handlung des Streifens.  Die        Realitätsnähe könnte dem Kunstwerk einen weiteren  Berlinale-Gewinn        einbringen &#8211; oder noch mehr Verrisse als beim  Vorläufer.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/04/16/achtung-bewohner-vermeidet-an-kriegstagen-die-hauser-zu-verlassen-danke-comando-vermelho/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/04/16/achtung-bewohner-vermeidet-an-kriegstagen-die-hauser-zu-verlassen-danke-comando-vermelho/</a></p>
<p><strong>Regisseur Constantin Costa-Gavras, der den Vorläufer “Tropa         de Elite” 2008 mit dem “Goldenen Bären” der Berlinale  auszeichnete,     hat    gegenüber der Presse erneut gewürdigt,  wie  Kollege José   Padilha   die    Schuld des Staates für die Gewalt  herausstellt. </strong></p>
<p><strong>Wem nützt die Slum-Diktatur? <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/15/wem-nutzen-banditendiktatur-und-immer-mehr-no-go-areas/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/15/wem-nutzen-banditendiktatur-und-immer-mehr-no-go-areas/</a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/06/tropa-de-elite-2-offizieller-trailer-anklicken-interessante-politische-und-soziokulturelle-einblicke-in-den-alltag-des-strategischen-partners-brasilien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/06/tropa-de-elite-2-offizieller-trailer-anklicken-interessante-politische-und-soziokulturelle-einblicke-in-den-alltag-des-strategischen-partners-brasilien/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/10/tropadeelite2kino.JPG" alt="tropadeelite2kino.JPG" /></p>
<p><strong>Rua Augusta, Sao Paulo.</strong></p>
<p><strong>“Die Realität ist schlimmer als der Film”: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/13/tropa-de-elite-2-die-realitat-ist-schlimmer-als-der-film-laut-regisseur-jose-padilha/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/13/tropa-de-elite-2-die-realitat-ist-schlimmer-als-der-film-laut-regisseur-jose-padilha/</a></strong></p>
<p><a href="http://g1.globo.com/pop-arte/noticia/2010/10/infelizmente-o-brasil-vai-continuar-o-mesmo-depois-do-filme-diz-padilha.html">http://g1.globo.com/pop-arte/noticia/2010/10/infelizmente-o-brasil-vai-continuar-o-mesmo-depois-do-filme-diz-padilha.html</a></p>
<p><a href="http://cinema.uol.com.br/ultnot/2010/10/06/em-tropa-de-elite-2-jose-padilha-aponta-culpados-na-esfera-do-poder-publico.jhtm">http://cinema.uol.com.br/ultnot/2010/10/06/em-tropa-de-elite-2-jose-padilha-aponta-culpados-na-esfera-do-poder-publico.jhtm</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/01/hit-der-fusball-wm-in-sudafrika-rap-das-armas-aus-rio-de-janeiro-musik-des-berlinale-gewinners-tropa-de-elite-anklicken-zeitgeist/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/01/hit-der-fusball-wm-in-sudafrika-rap-das-armas-aus-rio-de-janeiro-musik-des-berlinale-gewinners-tropa-de-elite-anklicken-zeitgeist/</a></p>
<p><strong>“Das Leben in Brasilien ist leicht und unbeschwert. Probieren         Sie es selbst.” Deutschsprachige Tourismuspropaganda, meist       ganzseitig   geschaltet.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/01/rio-de-janeiro-schweine-fressen-getotete-auf-banditen-verliesen-slums-in-panzerwagen-bestochener-polizisten-massiver-raub-durch-beamte-und-soldaten-laut-berichten-der-folha-de-sao-paulo/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/01/rio-de-janeiro-schweine-fressen-getotete-auf-banditen-verliesen-slums-in-panzerwagen-bestochener-polizisten-massiver-raub-durch-beamte-und-soldaten-laut-berichten-der-folha-de-sao-paulo/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/10/padilhaklein.jpg" alt="padilhaklein.jpg" /></p>
<p><strong>Regisseur José Padilha in Sao Paulo.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/15/tropa-de-elite-2-neuer-film-uber-menschenrechtspolitik-in-brasilien-unter-lula-steuert-zuschauerrekord-an/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/15/tropa-de-elite-2-neuer-film-uber-menschenrechtspolitik-in-brasilien-unter-lula-steuert-zuschauerrekord-an/</a></p>
<p><strong>Film und Realität, Fotodokumentation:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/11/franz-josef-overbeck-neuer-vorsitzender-der-bischoflichen-aktion-adveniat-besucht-erstmals-lateinamerika-im-vorfeld-des-50-jahrigen-bestehens-von-adveniat-2011-overbeck-besucht-franziskanerbischo/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/11/franz-josef-overbeck-neuer-vorsitzender-der-bischoflichen-aktion-adveniat-besucht-erstmals-lateinamerika-im-vorfeld-des-50-jahrigen-bestehens-von-adveniat-2011-overbeck-besucht-franziskanerbischo/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/04/the-worlds-happiest-cities-forbes-rio-de-janeiro-top-of-our-list-good-humor-good-living-carnaval/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/04/the-worlds-happiest-cities-forbes-rio-de-janeiro-top-of-our-list-good-humor-good-living-carnaval/</a></p>
<h1>Das Erste: Drehstart für “Das Traumhotel &#8211; Brasilien”  (AT)</h1>
<p><abbr title="2011-08-29T00:00:00Z"> </abbr></p>
<p><strong>München (ots) &#8211; Am 29. August 2011 ist die erste  Klappe für         eine neue Folge  von “Das Traumhotel” gefallen. Dieses Mal     entführt     Das  Erste seine Zuschauer ins  farbenfrohe und    temperamentvolle      Brasilien.  Die Reise mit Hotelbesitzer Markus     Winter führt nach Rio  de     Janeiro  und Salvador da    Bahia.(Pressetext)</strong></p>
<p><strong>Köln schließt Städtpartnerschaft mit Rio de Janeiro:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/rio-de-janeiro-und-koln-rucken-naher-zusammen-die-neue-stadtepartnerschaft/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/rio-de-janeiro-und-koln-rucken-naher-zusammen-die-neue-stadtepartnerschaft/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/mordstatistikcopacabanaglobo.JPG" alt="mordstatistikcopacabanaglobo.JPG" /></p>
<p><strong>Ausriß &#8211; Rio de Janeiros Präfektur läßt Ausstellung von          Menschenrechts-NGO über Morde und Gewalt in Rio entfernen. Zur          Begründung hieß es, die Ausstellung schädige den Stadt-Tourismus. </strong> <strong>Die NGO “Rio de Paz” protestierte entsprechend.</strong></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2006/deu05/060?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Endstation Carandiru</a></strong>01.04.2006          | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN Endstation Carandiru Ein          brasilianisches Gericht spricht den Offizier frei, der das  größte         efängnismassaker in der Geschichte des Landes zu  verantworten  hat.  Von       Klaus Hart Ein Gericht in der  brasilianischen   Wirtschaftsmetropole   São     Paulo hat im Februar  eine mehrfach   lebenslängliche Gefängnisst …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2006/deu05/060?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2000/deu05/107?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Menschenrechtler besorgt über Terror von rechts</a></strong>01.11.2000          | Amnesty Journal Artikel | Brasilien Menschenrechtler besorgt     über      Terror von rechts Der brasilianische Schriftsteller Joao     Silvèrio      Trevisan, 56, Pionier und intellektueller Kopf der     nationalen      Schwulenbewegung, hat die Regierung von Präsident     Fernando Cardoso      aufgefordert, rigoros gegen rechtsextreme Gruppen     vorzugehen, um die      derzeiti …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2000/deu05/107?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/journal/2009/juni/kolumne-kopf-unter-wasser?destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Kolumne: Kopf unter Wasser</a></strong>04.06.2009 | Amnesty Journal Artikel | Kolumne zum Thema “Folter in Brasilien”.</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/journal/2009/juni/kolumne-kopf-unter-wasser?destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2001/deu05/066?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Ganz normales Vorgehen : Ein Fall von Folter beschäftigt die brasilianische Öffentlichkeit</a></strong>01.05.2001          | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN Ganz normales Vorgehen  Ein      Fall    von Folter beschäftigt die brasilianische  Öffentlichkeit.  Er     markiert    jedoch nur die Spitze des Eisbergs.  Der Fall schien  klar:     Der  23-jährige   Bauarbeiter Alexandre de  Oliveira aus Bom  Jardim  de    Minas,  einem Ort   etwa 200 Kilometer  von Rio de Janeiro   entfernt,    hatte s …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2001/deu05/066?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2002/deu05/013?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Sklavenarbeit nimmt wieder zu</a></strong>01.02.2002          | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN SKLAVENARBEIT NIMMT  WIEDER    ZU      Erst im Jahre 1888 hat Brasilien die Sklaverei  offiziell     abgeschafft,     doch es gibt sie bis heute. Vor allem im  Norden und     Nordosten wird  sie    von etlichen Großgrundbesitzern in  modifizierter     Form  weitergeführt.    Gleichzeitig nimmt die Zahl  der Morde an      Landgewerkschaftern …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2002/deu05/013?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1997/deu05/009?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Kein Ende des Mordens in Sicht</a></strong>01.04.1997          | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN Kein Ende des Mordens in      Sicht    In  Brasilien sind auch zehn Jahre nach Ende der Diktatur         Todesschwadronen  aktiv. Die Opfer sind Kinder, Jugendliche, Arme,         Menschenrechtler oder  politische Gegner &#8211; die Gewalt nimmt zu.  An  einem       Februarnachmittag  geschieht in Rio de Janeiro wieder  einmal  das,    was    …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1997/deu05/009?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2001/deu05/247?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Folter bleibt alltäglich</a></strong>01.11.2001          | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN Folter bleibt alltäglich   In        Brasilien hat die Regierung eine Kampagne gegen die Folter     gestartet.      Menschenrechtler sind eher skeptisch, was den Erfolg     betrifft. Denn   auch    das Anti-Folter-Gesetz von 1997 hat bisher     nicht die  gewünschte    Wirkung  gehabt. Der Dreißig-Sekunden-TV-Spot     ist gut  gemacht, drasti …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2001/deu05/247?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2000/deu05/033?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Sicherheitskräfte treiben Menschenrechtler in Exil</a></strong>01.10.2000          | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN Sicherheitskräfte treiben          Menschenrechtler ins Exil Der brasilianische Staatschef Cardoso   ist        stolz auf seine Menschenrechtspolitik. Doch engagierte     Menschenrechtler      und verfolgte Homosexuelle fliehen ins Ausland und      erhalten dort      politisches Asyl. Wer sich in Brasilien für die     Rechte von Minderh …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2000/deu05/033?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1998/deu05/046?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Brasilien: Schießen mit “Wildwest-Zulage”</a></strong>01.02.1998          | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN Schießen mit      “Wildwest-Zulage”     Die Militärpolizei Brasiliens ist heute      gewalttätiger als während  der    Diktatur. Massaker an Häftlingen,      Straßenkindern und Landlosen  häufen    sich. Menschenrechtler      protestieren gegen eine  “Wildwest-Zulage”, die    Ermordungen belohnt      und zum Töten Unschuldiger  anreizt.   …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1998/deu05/046?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fwords%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong>1</strong><a href="http://www.amnesty.de/suche?page=1&amp;words=Klaus+Hart&amp;search_x=0&amp;search_y=0&amp;form_id=ai_search_form_block" title="Gehe zu Seite 2">2</a><a href="http://www.amnesty.de/suche?page=1&amp;words=Klaus+Hart&amp;search_x=0&amp;search_y=0&amp;form_id=ai_search_form_block" title="nächste Seite">nächste Seite</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2004/deu05/108?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Geld oder Gewehre: Mit Hilfe einer Kampagne versucht die Regierung Waffen abzukaufen</a></strong>01.09.2004          | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN Brasilianisches Roulette   In      kaum   einem anderen Land der Welt sterben so viele Einwohner   durch        Schusswaffen wie in Brasilien. Jetzt versucht die   Regierung, die        privaten Revolver und Gewehre einzusammeln. Was   soll ich noch mit  den       Schießeisen – in meinem Alter“, sagt die   89-jährige Zulmira de  Oli …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2004/deu05/108?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1996/deu05/062?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Die “Hölle auf Erden”</a></strong>01.12.1996          | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN Die “Hölle auf Erden”       Revolten,    Hungerstreiks und Aids bestimmen den Alltag in den völlig       überfüllten    brasilianischen Gefängnissen. Brasilien gilt zwar  als    die   zehntgrößte    Wirtschaftsnation, leistet sich aber   Haftanstalten,   die   man eher in    Ruanda oder Burundi vermuten   würde. Eine im April     verkünde …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1996/deu05/062?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2002/deu05/101?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Staat im Staate</a></strong>01.10.2002          | Amnesty Journal Artikel | BRASILIEN STAAT IM STAATE In    Brasilien       haben sich einflussreiche Verbrechersyndikate    entwickelt, die vor    allem    in den Favelas, den Elendsvierteln der    Großstädte das soziale    Leben    kontrollieren. In den über    achthundert Favelas von Rio de    Janeiro häufen    sich Szenen wie    diese: Mehrere Dutzend schwer bewaff …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2002/deu05/101?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1999/deu05/199?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Ungesühnte Gewaltexzesse</a></strong>01.09.1999          | Amnesty Journal Artikel | Brasilien Ungesühnte Gewaltexzesse   In     den    Armenvierteln der brasilianischen Großstädte gehört der    Terror    zum    Alltag. Bewaffnete Banden, Paramilitärs und die  Polizei   treiben    hier ihr    Unwesen. Der Staat schaut zu. Rio de  Janeiro,   Ende Juli    1999: In    Sichtweite des Rathauses und einer    Polizeikaserne, ganz in …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1999/deu05/199?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2000/deu05/177?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Nachrichten</a></strong>01.11.2000          | Amnesty Journal Artikel | NACHRICHTEN Brasilien    Menschenrechtler       besorgt über Terror von rechts Der brasilianische    Schriftsteller   Joao     Silvèrio Trevisan, 56, Pionier und    intellektueller Kopf der    nationalen    Schwulenbewegung, hat die    Regierung von Präsident Fernando    Cardoso    aufgefordert, rigoros    gegen rechtsextreme Gruppen    vorzugehen,  …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2000/deu05/177?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1999/deu05/110?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Nachrichten</a></strong>01.06.1999          | Amnesty Journal Artikel | Nachrichten Brasilien/Deutschland     Keine      Schelte für Präsident Cardoso Menschenrechtler hatten sich     vor dem      Deutschland-Besuch des brasilianischen Präsidenten  Fernando    Henrique      Cardoso gefragt, was diesmal wohl anders sein  würde.  Kam   Cardoso zu      Bundeskanzler Kohl an den Rhein, schlugen  ihm    Freundlichkeiten und   …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1999/deu05/110?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1998/deu05/029?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Nachrichten</a></strong>01.06.1998          | Amnesty Journal Artikel | NACHRICHTEN Brasilien Ein Folterer      macht     Karriere Ricardo Fayad ist heute Brigadegeneral &#8211; während   der     Diktatur    von 1964 bis 1985 hatte er sich als ausgebildeter     Mediziner   an    Folterungen politischer Gefangener beteiligt. In  einer    Kaserne  in  Rio de    Janeiro bestimmte er die Methoden: Celia  Manes    erhielt im …</p>
<p><a href="http://www.amnesty.de/umleitung/1998/deu05/029?lang=de&amp;mimetype=text/html&amp;destination=suche%3Fpage%3D1%26words%3DKlaus%2BHart%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block">Weiterlesen</a></p>
<p><strong>“Cities of Terror” &#8211; WOXX:</strong><br />
<a href="http://archiv.woxx.lu/0700-0799/700-709/703/703p5.pdf"><strong> http://archiv.woxx.lu/0700-0799/700-709/703/703p5.pdf</strong></a></p>
<p><strong><a href="http://www.ila-web.de/brasilientexte/inhalt.htm"><strong>http://www.ila-web.de/brasilientexte/inhalt.</strong></a></strong></p>
<p><strong>Brasilianische Sozialwissenschaftler analysieren die         bürgerliche Demokratie des Tropenlandes  und spezielle         Menschenrechtsverletzungen.</strong></p>
<p><strong>Die rasch wachsenden Slums der brasilianischen         Millionenstädte sind nach Darstellung von Sozialwissenschaftlern und         Sicherheitsexperten regelrechte Parallel-Staaten, No-Go-Areas, in    denen      hochbewaffnete Banditenkommandos des organisierten    Verbrechens     neofeudal  die Normen bestimmen, die Bevölkerung    terrorisieren. Dies     habe  verheerende Auswirkungen auf die    Sozialbeziehungen der     Slumbewohner und  paralysiere    Protestpotential. In den     Diktaturjahrzehnten habe das  Militär die    Ghettos “niedergehalten “     heute habe das organisierte  Verbrechen    diese Rolle übernommen. Immer     wieder wird daher die Frage   gestellt,   wem derartige Slumstrukturen am     meisten nützen.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/01/zeitungsfotos3cabecas.jpg" alt="zeitungsfotos3cabecas.jpg" /></p>
<p><strong>Rio &#8211; Zeitungsausriß.</strong></p>
<p><strong>„Die Tyrannei des organisierten Verbrechens verhindert         jegliche demokratische Partizipation der Slumbewohner, das         Protestpotential der Armenviertel wird von den lokalen Despoten völlig         erstickt”, analysiert Luiz Eduardo Soares, einer der   renommiertesten       brasilianischen Sozialwissenschaftler, der das   Bestseller-Buch zum       sozialkritischen Berlinale-Film „Tropa de   Elite” mitverfaßt hatte,  im      Website-Exklusivinterview.</strong></p>
<p><strong>„Das Interessante ist: Beim  Übergang von der Militärdiktatur        zur Demokratie am Anfang der achtziger  Jahre wurden in den Slums        geradezu massenhaft Verbände, Organisationen,   Bürgerrechtsgruppen       gebildet, erlebten die Sozialbewegungen einen   enormen Aufschwung.   Doch     dann haben die schwerbewaffneten   Verbrecherkommandos dies   alles   wieder   zunichte gemacht. Sie   kontrollieren ihre Territorien   mit   brutaler   Gewalt “ und in  Politik und  Wirtschaft kann es   durchaus   Leute geben,   die das  begrüßen. Solche  Zustände gelten für   Rio de   Janeiro und alle    anderen brasilianischen  Städte “ überall   wird eine    Selbstorganisation   der Armen und Verelendeten  blockiert.”   </strong></p>
<p><strong>Die nordöstliche Küstenstadt Fortaleza hat annähernd so viele         Einwohner wie Berlin und belegt ebenfalls die These von         Sozialwissenschaftler Soares. In den riesigen Slums der Peripherie haben         die Bewohner geradezu panische Angst vor Greueltaten,     Gewaltexzessen     marodierender Banditenkommandos. Allein an den     Weihnachtsfeiertagen   von   2007 wurden mehr als einhundert Menschen     ermordet, waren selbst     Heiligabend überall Schüsse zu hören. Die     meisten Geschäfte sind sogar     tagsüber, während der Öffnungszeiten,     mit Stahlgittern verriegelt.     Abends und nachts sind die meisten     Straßen und Gassen der     dichtbesiedelten Peripherie wie  ausgestorben,    haben sich viele Menschen     in ihren Katen hinter  Gitterstäben und    dem überall frei verkauften     NATO-Stacheldraht  verbarrikadiert.    Gesellschaftliche Apathie, Mißtrauen     und  Entsolidarisierung sind in    diesen No-Go-Areas deutlich zu  spüren.     ”Das ist eine biblische   Plage  “ solche Gewalt wird bereits in  der     Heiligen Schrift   beschrieben”,  betont Ricardo Mendes, Pastor  einer  der    vielen Sekten   in den Slums  von Fortaleza. „Hinter dieser   Gewalt steckt    der  Satan  “ ohne das  Evangelium hätten wir hier die   pure Barbarei.”</strong></p>
<p><strong>Die Anthropologin Alba Zaluar, eine der führenden         Gewalt-Forscherinnen Brasiliens, argumentiert indessen ähnlich wie der         Soziologe Soares: ”Die Slum-Assoziationen waren selbst in der         Diktaturzeit sozusagen die Seele der Ghettos, hatten eine enorme         Bedeutung für das kulturelle, soziale Leben, für den Karneval und  selbst        für den Fußball. Doch dann intervenierten die       Verbrecherorganisationen   und haben diese Strukturen zerschlagen. Heute       können die Slumbewohner   nicht mehr gegen die Verletzung ihrer       Bürgerrechte protestieren “ denn   sie leben in einer brutalen   Diktatur.     Die Slums sind heute voller   psychisch gestörter Menschen   “ dort     herrschen soziales Chaos und   Verwahrlosung.”</strong></p>
<p><strong>José Murilo de Carvalho, Mitglied der brasilianischen         Dichterakademie und Lehrstuhlinhaber für Geschichte an der         Bundesuniversität von Rio de Janeiro, schlußfolgert, daß diese         bedrückende Lage indessen systemstabilisierend wirkt. ”Die Existenz des         organisierten Verbrechens in den Slums blockiert die  Politisierung     der    Bewohner, hält sie ruhig, verhindert eine  Rebellion,     Protestaktionen    jeder Art. Die Gangsterkommandos  dienen damit der     Aufrechterhaltung  von   politischer Stabilität im  Lande “ und das ist     den Autoritäten sehr    recht, ist gut für sie.  Natürlich würden sie   das   nie eingestehen.  Ohne   Zweifel gehört zum  strategischen Kalkül   auch   der jetzigen  Regierung, daß   es wegen  der so hilfreichen     Gangsterkommandos keine  soziale Explosion    geben wird “ und das ist     natürlich reiner Zynismus.  Wir haben  soviele   Gewalttote wie in     Bürgerkriegen.” Falls die Lage in  den  Slums doch   einmal außer     Kontrolle gerät, setzt der Staat die Armee   oder   Sondereinheiten der     Polizei in Marsch. Nicht zufällig ist  der  Spielfilm   „Tropa de  Elite”    der erfolgreichste und  meistdiskutierte  Streifen der    letzten  Jahre.</strong></p>
<p><strong>Benedita da Silva &#8211; politisch verantwortliche        Staatssekretärin für  Menschenrechte im Teilstaat Rio de Janeiro, bei        Teilen der europäischen  NGO-Szene hoch angesehen. </strong></p>
<p><strong>Hintergrund von 2002:</strong></p>
<p><strong> </strong><strong><strong><font face="Arial">“PT-Gouverneurin für schwerste Menschenrechtsverletzungen verantwortlich</font></strong></strong></p>
<p><strong><font face="Arial">Erschwerend  kommt hinzu, daß die PT        derzeit nicht nur im Teilstaat Sao Paulo,  sondern auch in Rio de        Janeiro &#8211; mit einem Bruttosozialprodukt über dem  von ganz Chile &#8211;  wegen       Mißwirtschaft und Skandalen stark an Ansehen  verliert. Am    Zuckerhut     regiert die schwarze, unangenehm populistische     PT-Gouverneurin   Benedita   da Silva, Mitglied einer Sektenkirche,     vorhersehbar   desaströs &#8211;   tolerierte bereits als privilegiensüchtige       Kongreßsenatorin in den   Slums schwerwiegendste       Menschenrechtsverletzungen, ließ den   hochgerüsteten, rivalisierenden       Verbrechersyndikaten und   Banditenmilizen freien Lauf, die bis  heute      zahlreiche Schulen   schließen, in den Elendsvierteln der   Peripherie    sogar  Ausgangssperren   verhängen, die Bewohner   terrorisieren, einen     beträchtlichen Teil der   Slumkinder   rekrutieren. Besonders    schwerwiegend:  In den letzten Wochen     akzeptierte die von manchen    deutschen  Drittweltbewegten, sogar     Drittwelt-Gazetten gefeierte    Gouverneurin allen  Ernstes, daß     Banditenmilizen kinderreiche Familien    aus ihren Slumkaten    vertrieben.   Mit Maschinenpistolen bewaffnete    Polizisten sicherten    zumindest den   Abtransport der wenigen Habe aus    dem Elendsviertel.   Auch  unter Benedita   da Silva werden    Slum-Bürgerrechtler, die sich   dem Diktat  des   organisierten    Verbrechens widersetzen, zur   Abschreckung sadistisch    umgebracht.    Zuletzt ermordeten die   international vernetzten, politisch       einflußreichen   Gangstersyndikate den 47-jährigen Leiter einer         Slum-Bürgerassoziation, zudem Musikchef einer großen Sambaschule &#8211; in         den letzten Jahren starben auf gleiche Weise, aus gleichen Gründen     weit     über einhundert. Und selbst das ist unter der “progressiven”      Benedita   da  Silva weiter möglich: Zwei direkt benachbarte Slums      werden von    rivalisierenden Banditenmilizen dominiert, die den      Bewohnern verbieten,    sich dem anderen Elendsviertel auch nur zu      nähern. Ein Fischer stieg    jetzt zufällig, unbeabsichtigt am      “gegnerischen” Slum aus dem    Peripherie-Bus &#8211; wurde von Gangstern      identifiziert und auf der Stelle    erschossen. Indessen &#8211;      PT-Präsidentschaftskandidat Lula ist des Lobes    voll für die      Gouverneurin, verliert über derartige gravierende         Menschenrechtsverletzungen in seinen Wahlkampfreden nicht ein einziges         Wort. Seit unter Benedita da Silva selbst laut offiziellen Angaben    in      Rio de Janeiro monatlich mehr als sechshundert Menschen   ermordet     werden,   macht die Stadt erschreckend negative   Schlagzeilen, sind  die      Touristenhotels die letzten Monate nicht   einmal zur Hälfte  belegt.”</font></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html"><strong>http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html</strong></a></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.suedwind-magazin.at/start.asp?ID=234433&amp;rubrik=7&amp;ausg=200210"><strong>http://www.suedwind-magazin.at/start.asp?ID=234433&amp;rubrik=7&amp;ausg=200210</strong></a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/20/brasiliens-burgerfreiheiten-uber-8o-prozent-veranderten-wegen-zunehmender-gewalt-und-kriminalitat-die-lebensgewohnheiten-54-prozent-verlassen-nachts-nicht-mehr-das-haus-laut-neuer-studie/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/20/brasiliens-burgerfreiheiten-uber-8o-prozent-veranderten-wegen-zunehmender-gewalt-und-kriminalitat-die-lebensgewohnheiten-54-prozent-verlassen-nachts-nicht-mehr-das-haus-laut-neuer-studie/</strong></a></p>
<h2>Tourismus in Brasilien und das Menschenrecht  auf persönliche        Sicherheit unter Lula &#8211; die deutsche Botschaft in  Brasilia informiert.        Vorsicht vor Überfällen durch Motorradgangster in  Rio de Janeiro    und     Sao Paulo. Todesschwadronen, Scheiterhaufen,     Menschenrechtslage,   Günter   Nooke, Rogerio Reis. Feuergefechte in    Rio,  verirrte Kugeln.   Morde an   Geistlichen, Lynchjustiz häufig.     Massengräber. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=1915" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/schutz-des-lebens/" rel="tag"> </a></p>
<p><em><strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/21/brasilien-ein-land-der-zukunft-ehrung-fur-propaganda-buch-von-stefan-zweig-fallt-wegen-umweltkatastrophe-in-petropolis-ins-wasser/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/21/brasilien-ein-land-der-zukunft-ehrung-fur-propaganda-buch-von-stefan-zweig-fallt-wegen-umweltkatastrophe-in-petropolis-ins-wasser/</a></strong></em></p>
<p><em><strong>“Kriminalität</strong></em></p>
<p><strong>Die Großstädte Brasiliens, insbesondere Belem, Recife,         Salvador, Rio de Janeiro und Sáo Paulo, weisen eine hohe         Kriminalitätsrate auf (Eigentumsdelikte, Gewaltverbrechen, Entführungen;         siehe auch <em>Allgemeine Reiseinformationen</em>). Grundsätzlich ist Vorsicht angebracht, auch in als sicher geltenden Stadtteilen.”</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/09/microondaspensionista.jpg" alt="microondaspensionista.jpg" /></p>
<p><strong>Scheiterhaufen “microondas” in Rio de Janeiro &#8211; laut Lokalzeitung. Populärer Scheiterhaufen-Rap zum Anklicken: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/16/rio-de-janeiro-popularen-scheiterhaufen-rap-microondas-der-scheiterhaufen-stadt-anklicken-vacilou-bem-na-favela-microondas-te-torrou-a-tua-chance-acabou/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/16/rio-de-janeiro-popularen-scheiterhaufen-rap-microondas-der-scheiterhaufen-stadt-anklicken-vacilou-bem-na-favela-microondas-te-torrou-a-tua-chance-acabou/</a></strong></p>
<p><strong>Wie starb der mehrfach preisgekrönte TV-Reporter Tim Lopes?         Laut Polizeibericht entdeckten ihn Banditen in der Favela Vila      Cruzeiro    von Rio de Janeiro &#8211; Tim Lopes wurde zuerst gefoltert, dann      rammten  ihm   die Gangster einen Spieß in den Brustkorb, hackten    seine   Füße ab  und   verbrannten ihn lebendig in Autoreifen &#8211; siehe    Szene  aus  ”Tropa de    Elite”.</strong></p>
<p><font size="3"> </font><strong>Rio-Gefechte: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/17/krieg-auf-dem-morro-dos-macacos-von-rio-de-janeiro-youtube-anklicken-bope-im-einsatz/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/17/krieg-auf-dem-morro-dos-macacos-von-rio-de-janeiro-youtube-anklicken-bope-im-einsatz/</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/bosshartmpikinder.JPG" alt="bosshartmpikinder.JPG" />Zeitungsausriß NZZ.</p>
<p><strong>Scheiterhaufen in Sao Paulo: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/05/scheiterhaufen-in-sao-paulo-mindestens-15-menschen-in-der-megacity-seit-jahresbeginn-lebendig-verbrannt-laut-landesmedien-fogo-para-matar-rivais/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/05/scheiterhaufen-in-sao-paulo-mindestens-15-menschen-in-der-megacity-seit-jahresbeginn-lebendig-verbrannt-laut-landesmedien-fogo-para-matar-rivais/</a></strong></p>
<p><strong>(Brasiliens Presse, darunter die von Rio de Janeiro, hat in         den letzten Jahrzehnten noch weitaus grauenhaftere Nahaufnahmen  von        Scheiterhaufenopfern veröffentlicht. Auf Scheiterhaufen Rio  de    Janeiros     sind auch immer wieder Bürgerrechtler lebendig  verbrannt    worden, die     sich gegen das Normendiktat der  Slum-Diktatoren    aufgelehnt hatten.     Entsprechende Proteste von  eigentlich zuständiger    Seite sind indessen     bis heute  ausgeblieben.</strong> <strong>Eine    auf dem Uni-Campus von  Rio     vergewaltigte und danach lebendig    verbrannte 20-jährige Frau  wurde  in    einer populären Zeitung als    „Presunto”(Schinken) bezeichnet.   Das  Opfer   wurde    sexistisch-appellativ fotografiert und   kannibalistisch mit       zubereitetem Grillfleisch verglichen, im  Bildtext  mit Toastbrot. Der       Beitrag war humorig gehalten.) Siehe  auch Rogerio  Reis: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/07/rogerio-reis-microwaves-microondas-fotoinstallation-uber-scheiterhaufen-brasiliens-vom-maison-de-la-europeenne-de-la-photographie-in-paris-angekauft/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/07/rogerio-reis-microwaves-microondas-fotoinstallation-uber-scheiterhaufen-brasiliens-vom-maison-de-la-europeenne-de-la-photographie-in-paris-angekauft/</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/angelivisiteobrasil.JPG" alt="angelivisiteobrasil.JPG" /></p>
<p>Ausr<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/20/rio-de-janeiros-scheiterhaufenmicroondas-und-die-gerichtsmedizinerin-antonieta-campos-xavier-verkohlte-leichen-sadismus-vergleiche-mit-sydney/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/20/rio-de-janeiros-scheiterhaufenmicroondas-und-die-gerichtsmedizinerin-antonieta-campos-xavier-verkohlte-leichen-sadismus-vergleiche-mit-sydney/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/09/zeitungsfotomatancatrio.jpg" alt="zeitungsfotomatancatrio.jpg" /></p>
<p><strong>Zeitungsfoto zur Faktenlage in den Slums. Das Desinteresse an den tatsächlichen Lebensbedingungen der Slumbewohner ist enorm. </strong></p>
<p><strong>Steinigen im Iran und in Brasilien: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/14/steinigen-im-iran-unter-ahmadinedschad-und-in-brasilien-unter-lula-lula-konnte-sich-uber-die-tatsache-beunruhigen-das-brasilien-zu-den-landern-gehort-in-denen-am-meisten-gelyncht-wird-jose/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/14/steinigen-im-iran-unter-ahmadinedschad-und-in-brasilien-unter-lula-lula-konnte-sich-uber-die-tatsache-beunruhigen-das-brasilien-zu-den-landern-gehort-in-denen-am-meisten-gelyncht-wird-jose/</a></strong></p>
<p><strong>Massengräber:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/20/brasiliens-massengraber-erschreckend-hohe-zahl-von-toten-monatlich-in-massengrabern-verscharrt-laut-menschenrechtspriester-julio-lancelotti-in-sao-paulo/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/20/brasiliens-massengraber-erschreckend-hohe-zahl-von-toten-monatlich-in-massengrabern-verscharrt-laut-menschenrechtspriester-julio-lancelotti-in-sao-paulo/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</a></p>
<p><strong>“Rüttgers-Besuch bei den Gangstern angemeldet”: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/11/01/nrw-ministerprasident-dr-jurgen-ruttgerscdu-im-kinderdorf-rio-ev/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/11/01/nrw-ministerprasident-dr-jurgen-ruttgerscdu-im-kinderdorf-rio-ev/</a></strong></p>
<p><strong>Tödliche Auskunftsbitte an Rio-Slums: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/25/brasiliens-no-go-areas-unter-lula-schon-eine-simple-auskunftsbitte-kann-todlich-sein/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/25/brasiliens-no-go-areas-unter-lula-schon-eine-simple-auskunftsbitte-kann-todlich-sein/</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/11/maranhaouberfallalcantara.jpg" alt="maranhaouberfallalcantara.jpg" /></p>
<p><strong>Überfallenes, von Banditen mit Messern verwundetes Ehepaar aus Frankreich mit Polizist am Tatort in Maranhao.</strong></p>
<p><strong>Formel-1-Fahrer Jenson Button: <a href="http://www.focus.de/panorama/boulevard/brasilien-button-entkommt-nur-knapp-ueberfall_aid_569564.html">http://www.focus.de/panorama/boulevard/brasilien-button-entkommt-nur-knapp-ueberfall_aid_569564.html</a></strong></p>
<p><strong>NGO “Rio de Paz”: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/20/rio-de-paz-brasilianische-ngo-mit-interessanten-angaben-uber-die-menschenrechtsbilanz-der-lula-regierung/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/20/rio-de-paz-brasilianische-ngo-mit-interessanten-angaben-uber-die-menschenrechtsbilanz-der-lula-regierung/</a></strong></p>
<p><strong>Moderne Wegelagerer in Rio de Janeiro: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/13/moderne-wegelagerer-in-rio-de-janeiro-bewaffnete-banditen-stoppen-serienweise-pkw-rauben-insassen-aus-uber-50-erstatten-anzeige-wegelagerei-dieser-art-auch-in-anderen-millionenstadten-ublich-offe/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/13/moderne-wegelagerer-in-rio-de-janeiro-bewaffnete-banditen-stoppen-serienweise-pkw-rauben-insassen-aus-uber-50-erstatten-anzeige-wegelagerei-dieser-art-auch-in-anderen-millionenstadten-ublich-offe/</a></strong></p>
<p><strong>Morde an Geistlichen: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/15/weiterer-katholischer-priester-in-brasilien-ermordet-alvino-broering-erstochen-in-santa-catarina-deutsche-schweizerische-reisenwarnungen-menschenrecht-auf-sicherheit-unter-lula/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/15/weiterer-katholischer-priester-in-brasilien-ermordet-alvino-broering-erstochen-in-santa-catarina-deutsche-schweizerische-reisenwarnungen-menschenrecht-auf-sicherheit-unter-lula/</a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/15/fall-christian-wolffer-keine-polizeiangaben-mehr-uber-fahndung-nach-killerboot-von-paraty/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/15/fall-christian-wolffer-keine-polizeiangaben-mehr-uber-fahndung-nach-killerboot-von-paraty/</a></p>
<p><strong>Bewaffnete Überfälle auf Busse in Rio de Janeiro:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/25/wieviele-bewaffnete-uberfalle-auf-nahverkehrsbusse-gibts-taglich-in-ihrer-stadt-in-rio-sinds-23-alle-elf-minuten-ein-mord-in-brasilien-deutsche-botschaft-warnt-das-menschenrecht-auf-sicherheit-unt/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/25/wieviele-bewaffnete-uberfalle-auf-nahverkehrsbusse-gibts-taglich-in-ihrer-stadt-in-rio-sinds-23-alle-elf-minuten-ein-mord-in-brasilien-deutsche-botschaft-warnt-das-menschenrecht-auf-sicherheit-unt/</a></p>
<p><strong><br />
<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/14/hinter-gittern-atras-das-grades-die-schweinestallchen-chiqueirinhos-von-sao-paulo-zwecks-banditenabwehr-im-eingangsbereich-von-wohnblocks-installiert-dennoch-werden-regelmasig-wohnan/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/14/hinter-gittern-atras-das-grades-die-schweinestallchen-chiqueirinhos-von-sao-paulo-zwecks-banditenabwehr-im-eingangsbereich-von-wohnblocks-installiert-dennoch-werden-regelmasig-wohnan/</a></strong><strong> </strong><strong>“Besonders         betroffen sind Elendsviertel (Favelas). Von Favela-Besuchen wird         dringend abgeraten.  Diese Gebiete werden teilweise von   Kriminellen       kontrolliert. Bewaffneten Auseinandersetzungen, auch   mit der  Polizei,      fallen häufig auch Unbeteiligte zum Opfer.<strong>Auf    auffällige      Kleidung und Wertgegenstände (Uhren, Schmuck) sollte    beim Straßenbummel      verzichtet werden. Bei Überfällen sollte kein    Widerstand geleistet      werden. <strong>Die oft unter Drogeneinfluss    stehenden Täter sind in      aller Regel bewaffnet und schrecken vor    Gewaltanwendung auch aus      nichtigem Anlass nicht zurück.</strong> <strong>Es ist ratsam, stets einen Geldbetrag im Wert von ca. 50,- Euro zur widerstandslosen Herausgabe mitzuführen.</strong></strong><strong>Überfälle         können überall stattfinden. Eine Häufung ist vor allem in  weniger        belebten Straßen der Innenstädte, an Stränden sowie auf         Zubringerautobahnen zum Flughafen zu verzeichnen. Taxis sollten  nach        Möglichkeit nur per Bestellservice in Anspruch genommen  werden. In        größeren Flughäfen können Taxis auch schon im  Flughafengebäude  gebucht       und bezahlt werden. Bei der Reise  sollten Ausweispapiere  nicht im     Gepäck   aufbewahrt werden. Am  Zielort ist es  empfehlenswert,  Originale    der   Ausweispapiere im  Safe des Hotels zu  lassen und nur  Kopien und    eine    Broschüre/Visitenkarte des Hotels  mit sich zu  führen. Laptops     sollten   unauffällig, z.B. in einer  Reisetasche,  verstaut werden.</strong><strong>Auf       Straftaten im  Umfeld der  Prostitution (Diebstähle, Raub,  Überfälle      etc.) wird  besonders  hingewiesen. Die sog.  Beischlafdelikte erfolgen      häufig  nach  Verabreichung von Getränken  mit Schlaf- bzw.       willensverändernden  Mitteln. Es wird dringend  empfohlen, vor allem in       Bars und anderen  Lokalitäten Getränke nie  unbeaufsichtigt zu  lassen.   Von    der  Mitnahme von Prostituierten  oder flüchtigen  Bekannten in das     eigene   Hotelzimmer wird  ausdrücklich abgeraten.</strong></strong><strong><strong><strong><strong>“Das Leben in Brasilien ist leicht und unbeschwert. Probieren Sie es selbst.” ( deutschsprachige Tourismuspropaganda)</strong></strong></strong><strong> <strong><strong>Reisewarnung der Schweiz: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/09/gewaltkultur-in-brasilien-unter-lula-die-schweizer-botschaft-informiert-rio-de-janeiro-in-dieser-stadt-besteht-die-gefahr-auf-offener-strase-unversehens-in-eine-schieserei-zwischen-rivalisiere/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/09/gewaltkultur-in-brasilien-unter-lula-die-schweizer-botschaft-informiert-rio-de-janeiro-in-dieser-stadt-besteht-die-gefahr-auf-offener-strase-unversehens-in-eine-schieserei-zwischen-rivalisiere/</a></strong></strong><strong><strong> </strong></strong><strong><strong><strong><strong> </strong></strong></strong></strong></strong></strong></p>
<p><strong> </strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong>US-Reisewarnung für Brasilien: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/27/us-reisewarnung-fur-kustenstadte-brasiliens-wegen-mordserie-guaruja-santos-praia-grande-sao-vicente-vermeiden-freier-massenhafter-verkauf-von-raubgut-und-sogar-waffen-direkt-vor-polizeibasis/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/27/us-reisewarnung-fur-kustenstadte-brasiliens-wegen-mordserie-guaruja-santos-praia-grande-sao-vicente-vermeiden-freier-massenhafter-verkauf-von-raubgut-und-sogar-waffen-direkt-vor-polizeibasis/</a></strong></strong></strong><strong> </strong><strong><strong><strong><strong><strong> </strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></p>
<p><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/26/gunter-nooke-beauftragter-der-bundesregierung-fur-menschenrechtspolitik-und-humanitare-hilfe-im-auswartigen-amt-ist-am-642009-zu-gesprachen-in-brasilie-die-themenpalette-ist-reichhaltig-alltagli/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/26/gunter-nooke-beauftragter-der-bundesregierung-fur-menschenrechtspolitik-und-humanitare-hilfe-im-auswartigen-amt-ist-am-642009-zu-gesprachen-in-brasilie-die-themenpalette-ist-reichhaltig-alltagli/</a></strong></strong></strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong> </strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></p>
<p><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/11/21/ein-stadtguerillheiro-todesschwadronen-und-pistoleiros-die-alltagliche-kriminalitat-verschont-auch-die-reichsten-nicht-2001/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/11/21/ein-stadtguerillheiro-todesschwadronen-und-pistoleiros-die-alltagliche-kriminalitat-verschont-auch-die-reichsten-nicht-2001/</a></strong></strong></strong><strong><strong><strong> </strong></strong></strong><strong><strong> </strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></p>
<p><strong><strong><strong><strong><strong>Copacabana-Protest gegen verirrte Kugeln, Menschenrechtsverletzungen: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/19/copacabana-protest-wegen-tod-des-schulers-wesley-durch-verirrte-kugel-menschenrechte-der-slum-bewohner-unter-lula/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/19/copacabana-protest-wegen-tod-des-schulers-wesley-durch-verirrte-kugel-menschenrechte-der-slum-bewohner-unter-lula/</a></strong></strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong> </strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/03/crackamor1.JPG" alt="crackamor1.JPG" /></p>
<p><strong>Crack und Kinderprostitution in Sao Paulo:  </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/13/crack-business-auch-unter-rousseff-regierung-weiter-auf-vollen-touren-crack-madchen-prostituieren-sich-fur-mini-preise/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/13/crack-business-auch-unter-rousseff-regierung-weiter-auf-vollen-touren-crack-madchen-prostituieren-sich-fur-mini-preise/</a></p>
<p><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/10/brasilianische-verbrecherorganisationen-pcc-und-cv-erhohen-auslandsprasenz-portugal-als-einfallstor-fur-europa-betont-us-state-department-in-washington/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/10/brasilianische-verbrecherorganisationen-pcc-und-cv-erhohen-auslandsprasenz-portugal-als-einfallstor-fur-europa-betont-us-state-department-in-washington/</a></strong></strong></strong><strong><strong><strong> </strong></strong></strong><strong> </strong><strong><strong><strong> </strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></p>
<p><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/18/schweizer-an-der-copacabana-erschossen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/18/schweizer-an-der-copacabana-erschossen/</a></strong></strong></strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong> </strong></strong></strong><strong> </strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></p>
<p><strong><strong><strong><strong> <strong><strong><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/02/wieder-europaischer-tourist-in-brasilien-ermordet-diesmal-ein-schwede/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/02/wieder-europaischer-tourist-in-brasilien-ermordet-diesmal-ein-schwede/</a></strong></strong></strong><strong><strong><strong><strong> </strong></strong></strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong> </strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></p>
<p><strong><strong><strong><strong><strong><strong>Lateinamerikas größte Demokratie liegt auf dem UNO-Index für menschliche Entwicklung an 73. Stelle.</strong></strong></strong><strong><strong><strong>Brasilianischer         Leserkommentar zu niedrigen Touristenzahlen Brasiliens: “Gewalt    hat      seinen Preis.”Â  Violencia tem seu preço. S o “desgoverno”  náo     percebe    que a violencia e a impunidade destroi o pai­s. Eu  mesmo   náo   viajo  mais   no Brasil. Náo é so tiro que o turista  recebe no   Brasil.   Sáo  também   assaltados, furtados, enganados e  explorados.”</strong></strong></strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong> </strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></p>
<p><strong><strong><strong><strong><strong><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/09/todesschwadron-im-teilstaat-sao-paulo-schlug-opfern-die-kopfe-ab-14-verdachtige-militarpolizisten-in-haft/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/09/todesschwadron-im-teilstaat-sao-paulo-schlug-opfern-die-kopfe-ab-14-verdachtige-militarpolizisten-in-haft/</a></strong></strong></strong><strong><strong> </strong></strong><strong><strong> </strong></strong></strong></strong></strong></p>
<p><strong><strong><strong><strong><strong><strong>Kuba hat annähernd         soviel Einwohner wie Rio de Janeiro &#8211; die deutsche Botschaft in     Havanna     informiert überraschend kurz, anders als in Rio de Janeiro     sind über     ermordete Touristen keine Angaben zu finden. Zudem  fehlen    Hinweise  auf    sichere oder unsichere Stadtteile, auf Slums,     Todesschwadronen,   Massaker   sowie unter Drogeneinfluß stehende     bewaffnete Kriminelle und     Scheiterhaufen:<em>Kriminalität</em></strong></strong></strong><strong> </strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong>Im         Vergleich zu anderen Fernreisezielen ist der Tourismus auf Kuba      immer    noch sicher. Allerdings werden auch auf Kuba Touristen  Opfer     von    Eigentumsdelikten, von Körperverletzung, in seltenen  Fällen  auch    von    Gewaltverbrechen. Vor allem Individualreisende  sollten  daher    ähnliche    Vorkehrungen wie in anderen Ländern in der  Region     treffen:Sie sollten    nicht Ihr gesamtes Bargeld bei sich  führen und  es    auf mehrere Stellen am    Körper verteilen, den  mitgeführten    Geldbetrag  nicht zur Schau stellen    sowie Bargeld und     Originalreisepass im  Hotelsafe verwahren.  Offizielle       Sicherheitshinweise der Schweiz(EDA):  </strong><strong>Kriminalität</strong></strong></strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong>Die         Kleinkriminalität hat in den letzten Jahren infolge der         Wirtschaftskrise zugenommen. Gewarnt wird vor allem vor         Entreissdiebstählen, bei denen vereinzelt auch Waffengewalt angewendet         wird. Einbruchdiebstähle in Privatunterkünften (casas  particulares)        kommen ebenfalls vor. Beachten Sie unter anderem  nachstehende        Vorsichtsmassnahmen: </strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></strong></p>
<ul>
<li><strong>Tragen Sie keine Wertgegenstände (Uhren, Schmuck etc.) und         nur wenig Geld auf sich. Stellen Sie generell Ihre &#8211; im Vergleich   zu     den   lokalen Verhältnissen &#8211; Wohlhabenheit nicht zur Schau.</strong></li>
<li><strong>Deponieren Sie wichtige Dokumente im Hotelsafe (Pass,         Flugticket, Schecks etc.); tragen Sie jedoch eine Kopie Ihres Passes  auf        sich.</strong></li>
<li><strong>Achten Sie bei den Casas particulares darauf, dass es sich         um offiziell anerkannte Unterkünfte handelt; sie sind durch ein     blaues     Dreieck an der Türe gekennzeichnet.</strong></li>
<li><strong>Benutzen Sie ausschliesslich gekennzeichnete, offizielle Taxis.</strong></li>
<li><strong>Machen Sie weder Autostopp noch nehmen Sie Anhalter mit.”</strong></li>
</ul>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/03/02/brasiliens-privilegiertenghettos-als-gesellschaftsmodell/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/03/02/brasiliens-privilegiertenghettos-als-gesellschaftsmodell/</strong></a></p>
<p><strong>Achtung, Gringos in Sao Paulo &#8211; Gefahr durch         Motorradgang-Überfälle: Der weiße David aus Südafrika war im April 2009         gerade in der Megacity angekommen, als er im Innenstadtbereich  auf     dem    Weg zum Hotel Â Opfer eines der typischen Überfälle  wurde.  Ein     Motorrad   stoppt neben ihm, der Mann auf dem Hintersitz  bedroht   David    mit einer   Pistole, nimmt ihm sämtliche wertvollen  Dinge ab,   auch den    Rucksack-   nach wenigen Sekunden prescht das  Motorrad   davon. David    mußte   Ausländer(wie mich) daher um Geld  anbetteln,   zeigte die Anzeige    bei der   brasilianischen Polizei  vor. Auch in   bisher als sicher    geltenden   Küstenregionen Sao  Paulos, darunter   sogar Militär-Areas von    Praia   Grande, sind  derartige Überfälle so   häufig geworden, daß   nunmehr  ständig    bewaffnete Sicherheitsleute   auf dem Motorrad auch   tagsüber  durch  die   betreffenden Viertel   fahren, mit laut tönender,   nervender   Warnsirene.   Interessanterweise   befinden sich in diesen    ViertelnÂ stets    Polizeiwachen, vor denen   jeweils bis zu sechs    Streifenwagen stehen &#8211;  auf   Motorrad-Gangster   hat das offensichtlich    keinerlei abschreckende    Wirkung. In Rio de   Janeiro sind  Überfälle,   bestellte MordeÂ durch    Motorrad-Gangster  so  häufig  geworden, daß auf   Gouverneursanweisung alle    mit zwei   Personen  besetzten Motorräder  seit  Anfang 2009 von der  Polizei     zwecks  Durchsuchung und   Leibesvisitation gestoppt werden  sollen.</strong></p>
<p><strong>In Rio de Janeiro besteht laut Presseberichten von 2010 nach         wie vor kein politischer Wille der Autoritäten, den Taxiverkehr  zu        zivilisieren &#8211; immer wieder werden Fälle bekannt, in denen    bewaffnete      Taxifahrer ihre Insassen im Wagen ausrauben und dann    “aussteigen”      lassen, Betrugsversuche aller Art sind nach wie vor in    der  Olympia-und     Scheiterhaufenstadt an der Tagesordnung.</strong></p>
<p><strong>Herzschrittmacher und Metalldetektoren in Banken: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/14/bank-wachmann-erschiest-mann-mit-herzschrittmacher-der-wegen-des-gerats-nicht-durch-die-sicherheitspforte-kommt-und-dies-ankundigte-vielfaltige-folgen-immer-niedrigeren-bildungsniveaus-in-brasilien/#more-5410">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/14/bank-wachmann-erschiest-mann-mit-herzschrittmacher-der-wegen-des-gerats-nicht-durch-die-sicherheitspforte-kommt-und-dies-ankundigte-vielfaltige-folgen-immer-niedrigeren-bildungsniveaus-in-brasilien/#more-5410</a></strong></p>
<p><a href="http://www.tagesanzeiger.ch/panorama/vermischtes/Schweizer-Touristin-in-Brasilien-vergewaltigt/story/22996965"><strong>http://www.tagesanzeiger.ch/panorama/vermischtes/Schweizer-Touristin-in-Brasilien-vergewaltigt/story/22996965</strong></a></p>
<p><strong>Straßenverkehr: </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/17/weiter-stimmenkauf-mit-autofuhrerscheinen-in-brasilien-uber-40000-verkehrstote-jahrlich/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/17/weiter-stimmenkauf-mit-autofuhrerscheinen-in-brasilien-uber-40000-verkehrstote-jahrlich/</strong></a></p>
<p><strong>Kindersoldaten: </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/22/brasiliens-kindersoldaten-junge-kinder-mit-waffen-die-einfach-anderre-kinder-erschossen-haben-die-sie-gerade-mal-schief-angeschaut-habenlesermail/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/22/brasiliens-kindersoldaten-junge-kinder-mit-waffen-die-einfach-anderre-kinder-erschossen-haben-die-sie-gerade-mal-schief-angeschaut-habenlesermail/</strong></a></p>
<p><strong>Todesschwadronen, “Barbarei”: </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/</strong></a></p>
<p><strong>Nachrufe: </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/12/ein-guter-freund-und-langjahriger-nachbar-theaterregisseur-vicente-maiolino-in-rio-de-janeiro-bergstadtteil-santa-teresa-durch-12-schusse-getotet-kein-hinweis-auf-tater/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/12/ein-guter-freund-und-langjahriger-nachbar-theaterregisseur-vicente-maiolino-in-rio-de-janeiro-bergstadtteil-santa-teresa-durch-12-schusse-getotet-kein-hinweis-auf-tater/</strong></a></p>
<p><strong>Fotograf von TV Globo erschossen:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/21/brasilianischer-fotograf-von-tv-globo-in-rio-de-janeiro-mit-mpi-salve-exekutiert/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/21/brasilianischer-fotograf-von-tv-globo-in-rio-de-janeiro-mit-mpi-salve-exekutiert/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/11/02/ruttgers-im-nebelunglaublich-aber-wahr-die-sicherheitsbehorden-haben-den-ruttgers-besuch-bei-den-gangstern-angemeldet-um-misverstandnisse-wegen-der-polizeiprasenz-zu-klaren-die-bosse-stimmte/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/11/02/ruttgers-im-nebelunglaublich-aber-wahr-die-sicherheitsbehorden-haben-den-ruttgers-besuch-bei-den-gangstern-angemeldet-um-misverstandnisse-wegen-der-polizeiprasenz-zu-klaren-die-bosse-stimmte/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/07/mord-an-deutscher-jennifer-kloker-in-brasilien-polizei-stellt-anzeige-gegen-funf-tatbeteiligte-dreijahriger-sohn-war-offenbar-zeuge-des-mordes/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/07/mord-an-deutscher-jennifer-kloker-in-brasilien-polizei-stellt-anzeige-gegen-funf-tatbeteiligte-dreijahriger-sohn-war-offenbar-zeuge-des-mordes/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/14/198-homosexuelle-2009-in-brasilien-ermordet-meldet-grupo-gay-da-bahia-laut-radioagencia-np-alarmierende-statistik-hohe-dunkelziffer-laut-marcelo-cerqueira-klage-bei-uno-und-oea-geplant/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/14/198-homosexuelle-2009-in-brasilien-ermordet-meldet-grupo-gay-da-bahia-laut-radioagencia-np-alarmierende-statistik-hohe-dunkelziffer-laut-marcelo-cerqueira-klage-bei-uno-und-oea-geplant/</a></p>
<p>Behinderter Junge in Rio zu Tode geschleift(2007)Brasilianische         Öffentlichkeit reflektiert über Normalität sadistischer Verbrechen<br />
Bestsellerautor Paulo Coelho: Wir sind alle schuldig<br />
Rund eine Woche vor dem weltberühmten Karneval hat die barbarische Tat         mehrerer Slum-Banditen Rios in dem Tropenland eine sehr emotionale         Diskussion über zur Alltagsnormalität zählende sadistische    Verbrechen      ausgelöst.<br />
Die Banditen hatten gemäß den Polizei-und Medienberichten in der         Zuckerhutstadt zwecks Autoraub den Wagen einer Frau gestoppt, die mit         ihrer 13-jährigen Tochter und dem behinderten sechsjährigen Sohn         unterwegs war. Die Insassen wurden zum Aussteigen gezwungen, wobei  es        nicht gelang, den Sitzgurt des auf der Hinterbank befindlichen    Jungen   zu    lösen. Die Banditen fuhren mit dem Wagen los, obwohl  der   Junge   noch    außerhalb der hinteren Wagentür im Gurt festhing.  Er   wurde auf   rund  zehn   Kilometern durch vier Stadtviertel Rios    mitgeschleift, was   eine  enorme   Blutspur hinterließ. Die Banditen    wollten durch   verschiedene  Manöver,   wie Zickzackkurs und nahes    Vorbeifahren an    Verkehrshindernissen, sich   des Körpers entledigen,    was indessen    mißlang. Zahlreiche Passanten,   andere    Verkehrsteilnehmer versuchten,    die Banditen im Interesse des   Lebens    des Jungen zum Anhalten zu    bewegen, wurden indessen mit der Waffe      bedroht. Einem Zeugen wurde    gesagt, bei dem Mitgeschleiften  handele   es   sich um eine Judas-Puppe.    Die Gangster stoppten den  Wagen   schließlich  an  ihrem Slum, gingen  kurz   zum Umziehen nach  Hause,   amüsierten sich  dann  auf einem  Straßenfest.   Von dem  behinderten   Jungen waren nur noch   zerfetzte  Reste übrig.   Aufgrund  von   telefonischen Anzeigen konnte Rios   Polizei  mehrere Täter    rasch   fassen, die die Tat den Berichten zufolge    sofort gestanden    haben.   Wie in Brasilien üblich, wurden zwei im    Fernsehen interviewt  &#8211;   ein   18-jähriger Bandit beschrieb dabei die Tat    und sagte, man  habe  den    Jungen nicht gesehen. Der Bandit war, wie es    hieß, als     Minderjähriger  bereits wegen Raubmordes vor Gericht. Ein     16-jähriger    Mittäter dürfte  gemäß brasilianischen Gesetzen höchstens     drei   Jahre  in Gewahrsam  bleiben.<br />
An der Beerdigung des Jungen beteiligten sich sogar Rios Sicherheitschef         sowie der Chef der Militärpolizei. In Rio de Janeiro weinten     spontan     viele Menschen auf den Straßen, darunter auch Polizeibeamte.     Die   Medien   erhielten eine Rekordzahl von Leser-und    Hörerreaktionen,  in   denen unter   anderem die Einführung der von der     Bevölkerungsmehrheit   befürworteten   Todesstrafe gefordert sowie  die    allgemeine Straffreiheit   angeprangert   wurde. In Rio de  Janeiro    werden jährlich deutlich   weniger als fünf   Prozent der  Morde    aufgeklärt.<br />
Angesichts dieser barbarischen Tat, hieß es außerdem, sollte man den         Rio-Karneval boykottieren. Erinnert wurde zudem an andere Verbrechen     der     jüngsten Zeit, bei denen u.a. Banditen Stadtbusse mit Benzin        angezündet  hatten, wodurch zahlreiche Menschen verbrannt waren.<br />
Indessen handelt es sich bei diesen bekanntgewordenen Untaten nur um die         Spitze des Eisberges, weil Brasiliens Medien im Interesse des         Landesimage nur über einen Bruchteil der sadistischsten Taten   überhaupt       berichten. Gewöhnlich wird nur über Verbrechen   informiert, die       Angehörige der Mittel-und Oberschicht betreffen,   nicht jedoch über       schier unbeschreiblichen Sadismus, dem die   Slumbevölkerung seit       Jahrzehnten ausgesetzt ist. Daß von den die   Slums neofeudal       beherrschenden Banditenmilizen Mißliebige lebendig   verbrannt oder       zerstückelt werden, mit abgeschlagenen Köpfen   Fußball gespielt wird, man       Menschen durch Schweine auffressen   läßt, haben zahlreiche Zeugen       bestätigt. Ein Großteil der   Slumbewohner, darunter bereits kleine       Kinder, hat solchen   Verbrechen zugesehen &#8211; mit den entsprechenden       Wirkungen auf die   Psyche. Es gibt zudem Berichte, demzufolge auf  Rap-und        HipHop-Massendiscos, die an der Slumperipherie Rios häufig  vom        organisierten Verbrechen veranstaltet werden, Jugendliche  lebendig        verbrannt worden sind. Die auf diesen “Bailes Funk”  gespielten Titel        sind extrem machistisch bzw. frauenfeindlich und  verherrlichen        detailliert sadistische Taten. Nicht zufällig wird in  Deutschland  von       interessierter Seite versucht, derartige  brasilianische Musik  aus    dieser    Gewaltkultur gesellschaftsfähig zu  machen, zu   popularisieren.<br />
Marina Maggessi, seit kurzem Kongreßabgeordnete und zuvor Rio de         Janeiros Chefinspektorin der Zivilpolizei, hatte immer wieder die vom         organisierten Verbrechen begangenen schweren     Menschenrechtsverletzungen     angeprangert. Die Banditenbosse, mit     denen sich sogar weltbekannte     Topathleten und Prominente einlassen,     nannte sie Tyrannen:”Sie     verbrennen Menschen lebendig,  zerstückeln    Personen, begehen Greueltaten     jeder Art, herrschen  über die Slums    mit aller Brutalität.”<br />
Auffällig, daß zahlreiche NGOs, die auch mit europäischen Spendengeldern         finanziert werden, in den Slums der größten bürgerlichen    Demokratie      Lateinamerikas zwar tätig sind, jedoch zu den Vorgängen     weitestgehend     schweigen. Gleiches gilt für teils vom Steuerzahler     finanzierte     Alibi-Menschenrechtsorganisationen.<br />
In Brasilien werden jährlich über 55000 Menschen ermordet. In Rio de         Janeiro wurde jetzt eine Website eingerichtet, die die aktuelle Zahl     der     Ermordeten angibt: <a href="http://www.riobodycount.com.br/"><font color="#003366">http://www.riobodycount.com.br/</font></a><br />
Im Teilstaate Rio de Janeiro wurde 2006 gemäß neuesten Angaben eine         Rekordzahl von Homosexuellen umgebracht. Wie es hieß, waren es         mindestens 45. “Dies zeigt den machistischen und gewalttätigen  Charakter        der Gesellschaft Rio de Janeiros”, wurde betont. Rio de  Janeiro   hat      etwa die gleiche Einwohnerzahl wie Kuba, das  indessen auch   gemäß  dem     UNO-Index für menschliche Entwicklung  völlig andere    soziokulturelle     Bedingungen aufweist.<br />
Auch in Deutschland nimmt machistische Gewalt ständig zu, wird sogar von         den Autoritäten ganz bewußt, u.a. durch Tolerierung, stark      gefördert.    Die deutsch-türkische Anwältin Seyran Ates, die jetzt den         Margherita-von-Brentano-Preis der FU Berlin erhielt, hat über      Machismus    und Gewaltbereitschaft sowie über Sexualität und Gewalt      zahlreiche    Analysen angestellt.<br />
Viele Deutsche, auch aus der Drittweltszene, reden gerne von der         sogenannten “Einen Welt”, lehnen es indessen ab, darüber zu         reflektieren, wie die Öffentlichkeit reagierte, wenn sich Verbrechen wie         die oben beschriebenen in deutschen Städten wie Berlin oder    München      ereignen würden. Verdrängungsmechanismen funktionieren gut.</p>
<p>Schriftsteller Paulo Coelho von der Copacabana zum sadistischen Verbrechen:<br />
“Wir sind alle schuldig”<br />
Entáo estamos nos aproximando cada vez mais do Mal Absoluto. Quando         rapazes, em pleno controle de suas faculdades mentais, sáo capazes de         arrastar um menino pelas ruas de uma cidade, isso náo é apenas  um   ato      isolado: todos nÃ³s, em maior ou menor escala, somos  culpados.   Somos      culpados pelo silÃªncio que permitiu que a  situaçáo em  nossa  cidade      chegasse a este ponto. Somos culpados  porque vivemos  em uma  época  de     ”tolerÃ¢ncia, e perdemos a  capacidade de dizer  NÃƒO.  Somos  culpados     porque nos horrorizamos  hoje, mas nos  esquecemos  amanhá,  quando hÃ¡     outras coisas mais  importantes para  fazer e para  pensar.  Somos os olhos     que viram o  carro passar, o  medo que nos  impediu de  telefonar para a      polÃ­cia. Somos a  polÃ­cia, que recebeu  alguns  telefonemas através do      nÃºmero 190, e  demorou para reagir,  porque o  Mal Absoluto parece  jÃ¡   náo   pedir  urgÃªncia para nada.  Somos o  asfalto por onde se   espalharam  os    pedaços de corpo e os  restos de  sonhos do menino  preso  ao cinto de     segurança. A cada dia  uma nova  barbÃ¡rie, em  maior ou  menor escala. A     cada dia algum  protesto, mas o  resto é  silÃªncio.  Estamos  acostumados,    náo é  verdade?Muitos  séculos  atrÃ¡s, John Donner   escreveu: ”nenhum  homem   é  uma ilha, que  se  basta a si mesma. Somos   parte de um  continente; se    um simples   pedaço de terra é levado  pelo  mar, a Europa  inteira fica    menor. A   morte de cada ser humano  me  diminui, porque sou  parte da     humanidade.  Portanto, náo me  perguntem  por quem os sinos  dobram:   eles   dobram  por ti. Na  verdade, podemos  pensar que os sinos  estáo   tocando    porque o menino  morreu, mas eles  dobram mesmo é por   nÃ³s.  Tentam nos    acordar  deste cansaço e torpor,  desta capacidade  de   aceitar conviver  com   o  Mal Absoluto, sem reclamar  muito “  desde que   ele náo nos  toque. Mas    náo somos uma ilha, e a  cada  momento  perdemos  um pouco  mais de  nossa   capacidade de reagir.   Ficamos  chocados,  assistimos Ã s   entrevistas,   olhamos para nossos   filhos,  pedimos a Deus  que nada   aconteça conosco.   SaÃ­mos para o   trabalho  ou para a escola  olhando   para os lados, com medo   de   crianças,  jovens, adultos. Entra  ano,  sai  ano, mudam-se governos, e     tudo  apenas piora. O que dizer? Que    palavra de esperança posso  colocar     aqui nesta coluna?Nenhuma.  Talvez   apenas pedir que os  sinos continuem     tocando por nÃ³s. Dia e  noite,   noite e dia, até  que jÃ¡ náo   consigamos   mais fingir que  náo estamos   escutando, que  náo é conosco,   que estas   coisas se  passam apenas com  os  outros.  Que estes sinos   continuem   dobrando,  sem nos deixar  dormir,  nos  obrigando a ir até a   rua, parar o    trÃ¢nsito, fechar as  lojas,   desligar as televisÃµes, e   dizer:  ”basta.   Náo agüento mais  estes   sinos. Preciso fazer alguma   coisa,  porque quero   de volta a  minha  paz.  Neste momento,   entenderemos  que embora culpemos a    polÃ­cia,  os  assaltantes, o   silÃªncio, os  polÃ­ticos, o hÃ¡bito,   apenas   nÃ³s  podemos parar estes   sinos.  Nosso poder é muito maior do  que    pensamos “  trata-se de   entender  que náo somos uma ilha, e   precisamos   usÃ¡-lo.  Enquanto isso   náo  acontecer, o Mal Absoluto   continuarÃ¡   ampliando seu  reinado, e  um   belo dia corremos o risco  de  acreditar que   ele é a nossa  Ãºnica    alternativa, náo existe  outra  maneira de viver,   melhor ficar     escutando os sinos e náo  correr  riscos. Náo podemos deixar   que chegue     este dia. Náo tenho  fÃ³rmulas  para resolver a situaçáo, mas   sou     consciente de que náo  sou uma  ilha, e que a morte de cada ser  humano      me diminui.  Preciso parar  minha cidade. Náo apenas por uma hora,   um     dia, mas  pelo tempo que  for necessÃ¡rio. E recomeçar tudo de  novo.   E,   se   náo der certo,  tentar náo apenas mais uma vez, mas  setenta  vezes.     Chega  de culpar a  polÃ­cia, os assaltantes, as  diferenças  sociais,  as     condiçÃµes  econÃ´micas, as milÃ­cias, os  traficantes,  os  polÃ­ticos.  Eu    sou a  minha cidade, e sÃ³ eu posso  mudÃ¡-la.  Mesmo  com o coraçáo  sem     esperança, mesmo sem saber  exatamente como  dar  o primeiro passo,  mesmo     achando que um esforço  individual náo   serve para nada, preciso    colocar   máos Ã  obra. O  caminho irÃ¡ se   mostrar por si mesmo, se eu    vencer meus   medos e  aceitar um fato   muito simples: cada um de nÃ³s faz    uma grande    diferença no mundo.<a href="http://www.riobodycount.com.br/"><font color="#003366">http://www.riobodycount.com.br/</font></a>Â</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/24/italienischer-tourist-bei-raububerfall-in-fortaleza-erschossen-sinkende-zahl-auslandischer-besucher-in-brasilien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/24/italienischer-tourist-bei-raububerfall-in-fortaleza-erschossen-sinkende-zahl-auslandischer-besucher-in-brasilien/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/05/26/alle-11-minuten-ein-mord-alle-15-minuten-ein-todlicher-verkehrsunfall-alle-65-minuten-ein-selbstmord-wir-sind-eine-extrem-gewalttatige-gesellschaft-brasiliens-parlamentsprasident-arlindo-china/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/05/26/alle-11-minuten-ein-mord-alle-15-minuten-ein-todlicher-verkehrsunfall-alle-65-minuten-ein-selbstmord-wir-sind-eine-extrem-gewalttatige-gesellschaft-brasiliens-parlamentsprasident-arlindo-china/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/20/rio-de-janeiro-inspiriert-salvador-strasenpinkler-festzunehmen-o-globo-kardinal-primas-von-brasilien-protestiert-gegen-soziokulturelle-gepflogenheit/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/20/rio-de-janeiro-inspiriert-salvador-strasenpinkler-festzunehmen-o-globo-kardinal-primas-von-brasilien-protestiert-gegen-soziokulturelle-gepflogenheit/</a></p>
<p><strong>“Das Leben in Brasilien ist leicht und unbeschwert. Probieren Sie es selbst.” Deutschsprachige Tourismuspropaganda.</strong></p>
<p><strong>Brasiliens Massengräber</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>„Wenn die Toten da reingeschmissen werden,         sind das Szenen wie in diesen Holocaustfilmen“, beklagen sich      Anwohner    von Massengräber-Friedhöfen der größten  lateinamerikanischen       Demokratie.  In der Tat wird seit der  Diktaturzeit vom Staat die     Praxis   beibehalten,  nicht  identifizierte, zu „Unbekannten“ erklärte     Tote in   Massengräbern   zu verscharren.  Die Kirche protestiert  seit    Jahrzehnten   dagegen  und  sieht darin ein gravierendes     ethisch-moralisches Problem,    weil es in  einem Land der     Todesschwadronen damit auch sehr leicht  sei,   unerwünschte  Personen     verschwinden zu lassen. In der  Megacity Sao  Paulo  mit ihren  mehr als     23 Millionen Einwohnern  empört sich der  weltweit  angesehene      Menschenrechtspriester Julio  Lancelotti: „In  Brasilien wird  monatlich      eine erschreckend hohe  Zahl von Toten anonym  in Massengräbern       verscharrt, verschwinden  damit Menschen auf  offiziellem Wege, werden      als  Existenz für  immer ausgelöscht. Wir von  der Kirche nehmen das     nicht   hin,  versuchen möglichst viele Tote zu  identifizieren, um sie      dann  auf   würdige Weise christlich zu  bestatten. Wir brauchten  einen    großen    Apparat, ein großes Büro, um  alle Fälle aufklären zu  können  –    dabei ist   dies eigentlich Aufgabe des  Staates!“</strong><strong>Padre      Lancelotti   erinnert daran, daß  während der 21-jährigen    Diktaturzeit   in Sao Paulo   von den Machthabern  1971 eigens der    Friedhof Dom Bosco   geschaffen wurde,   um dort  zahlreiche ermordete    Regimegegner  heimlich  gemeinsam mit jenen    unbekannten Toten, den    sogenannten  „Indigentes“,  in Massengräber zu    werfen. Wie die     Menschenrechtskommission des  Stadtparlaments jetzt    erfuhr, wurden     seit damals allen Ernstes 231000  Tote als Namenlose    verscharrt –     allein auf d i e s e m Friedhof.  Heute  kommen Monat für    Monat dort     zwischen 130 und 140 weitere  Indigentes hinzu. Nach einem     Massaker    an Obdachlosen Sao Paulos kann  Priester Lancelotti zufällig  auf      dem   Friedhof Dom Bosco beobachten,  wie sich der Staat der  Namenlosen       entledigt: “Als der Lastwagen kommt  und geöffnet wird,  sehe ich  mit      Erschrecken, daß er bis obenhin  voller Leichen ist.  Alle sind   nackt und     werden direkt ins Massengrab  geworfen. Das  wird   zugeschüttet &#8211; und     fertig. Sollten wir später noch   Angehörige   ermitteln, wäre es  unmöglich,    die Verstorbenen in der   Masse der   Leichen wiederzufinden.  Was sage  ich   als Geistlicher  dann  einer   Mutter?“ </strong><strong>Lancelotti   hält   einen Moment  inne,    reflektiert: „Heute hat das   Konzentrationslager   keinen  Zaun mehr,   das  KZ ist sozusagen weit   verteilt – die Menschen sind    nach wie vor   klar  markiert, allerdings   nicht auf der Kleidung,  sondern   auf dem    Gesicht, dem Körper. Und sie   werden verbrannt,  verscharrt, wie    die   Gefangenen damals, und es gibt   weiter  Massengräber.“ </strong><strong>Was      in Sao Paulo geschieht,  ist   keineswegs ein Einzelfall. In der      nordostbrasilianischen    Millionenstadt Fortaleza leiden die Anwohner   des    Friedhofs „Bom    Jardim“ seit Jahren bei den hohen   Tropentemperaturen    unter    grauenhaftem Leichengeruch. „Die Toten   werden oft schon verwest       hergebracht, wie Tiere verscharrt, wir   müssen zwangsläufig zusehen,   es     ist grauenhaft“, klagt eine Frau.   „Fast jeden Tag kommt der    Leichen-LKW  –   doch bei den heftigen   Gewitterregen wird die dünne    Erdschicht über  den   Toten   weggeschwemmt, sehen wir die Massengräber    offen, wird der  Geruch   im   Stadtviertel so unerträglich, daß  viele   Kopfschmerzen  kriegen,     niemand hier eine Mahlzeit zu sich  nimmt.“ Der   Nachbar  schildert, wie     das vergiftete Regenwasser vom  Friedhof  durch  die  Straßen und   Gassen des   Viertels läuft: „Das  Wasser ist  grünlich  und  stinkt,   manchmal werden   sogar  Leichenteile  mitgeschwemmt – und   weggeworfene   Schutzhandschuhe der     Leichenverscharrer. Die Kinder   spielen damit  –  haben sich an die     schrecklichen Vorgänge des Friedhofs    gewöhnt.   Wir alle haben  Angst,  daß   hier Krankheiten, Seuchen    ausbrechen.“</strong><strong>Selbst   in  Rio  de  Janeiro sind die    Zustände ähnlich, werden zahllose   Menschen  von   Banditenkommandos der    über 1000 Slums liquidiert und   gewöhnlich  bei   Hitze um die 35 bis  40   Grad erst nach Tagen in   fortgeschrittenem    Verwesungszustand  zum   gerichtsmedizinischen   Institut  abtransportiert.   Wie aus den    Statistiken hervorgeht,   werden in den  Großstädten monatlich   stets    ähnlich viele Tote als   „Namenlose“ in  Massengräber geworfen wie  in   Sao   Paulo, der   reichsten Stadt ganz  Lateinamerikas. </strong><strong>Priester        Julio Lancelotti und seine  Mitarbeiter stellen immer wieder        Merkwürdigkeiten und verdächtige  Tatbestände fest. „Werden Obdachlose        krank und gehen in bestimmte  öffentliche Hospitäler, bringt man an     ihrem    Körper eine Markierung  an, die bedeutet, daß der Person  nach    dem Tode    zu Studienzwecken  Organe entnommen werden. Die  Männer    registriert man    durchweg auf den  Namen Joao, alle Frauen  als Maria.    Wir streiten  heftig   mit diesen  Hospitälern und wollen,  daß die    Obdachlosen auch  nach dem   Tode mit  den echten Namen  geführt werden.    Schließlich kennen  wir diese    Menschen, haben über  sie Dokumente.   Man  meint eben, solche  Leute sind    von der Straße,  besitzen also   weder  eine Würde noch  Bürgerrechte.  Wir   haben in  der Kirche eine   Gruppe,  die den illegalen,  kriminellen     Organhandel aufklären will,   aber  rundum nur auf  Hindernisse stößt.   Denn   wir fragen uns   natürlich auch,  ob jenen  namenlos Verscharrten   vorher   illegal   Organe entnommen  werden.“</strong><strong>Fast  in   ganz   Brasilien    und auch in Sao  Paulo sind Todesschwadronen  aktiv,   zu denen     Polizeibeamte gehören,  wie sogar das    Menschenrechtsministerium in     Brasilia einräumt.  Tagtäglich würden    mißliebige Personen     außergerichtlich exekutiert,  heißt es.  Darunter   sind auch Obdachlose,     von denen allein in Sao  Paulos  Zentrum weit  über  zehntausend auf   der   Straße hausen. Wie  Priester  Julio  Lancelotti  betont, ist zudem   die Zahl   der  Verschwundenen  auffällig  hoch. </strong><strong>„Auf    den Straßen  Sao   Paulos  werden viele  Leichen gefunden. Denn es ist    sehr einfach, so    einen  Namenlosen zu  fabrizieren. Man nimmt ihm  die   Personaldokumente     weg, tötet ihn und  wirft ihn irgendwo hin.  Wir  gehen  deshalb jeden   Monat   ins  gerichtsmedizinische Institut,  um  möglichst  viele Opfer  zu     identifizieren. Die Polizei ist immer   überrascht und  fragt,  warum uns     das interessiert. Das   Identifizieren ist für uns eine   furchtbare,     psychisch sehr   belastende Sache, denn wir müssen   monatlich stets     Hunderte von   Getöteten anschauen, die in großen   Leichenkühlschränken     liegen &#8211;   alle schon obduziert und wieder   zugenäht. Und man weiß eben     nicht,   ob da Organe entnommen wurden.“</strong><strong>Solchen    Verdacht      hegen nicht wenige Angehörige von Toten, die  seltsamerweise   als      „Namenlose“ im Massengrab endeten. In der  nordostbrasilianischen        Küstenstadt Maceio geht letztes Jahr der  69-jährige Sebastiao  Pereira       sogar mit einem Protestplakat voller  Fotos seines ermordeten  Sohnes   auf     die Straße. Dem Vater hatte  man im gerichtsmedizinischen    Institut  die    Identifizierung der  Leiche verweigert – diese dann     mysteriöserweise  auf   einen  Indigentes-Friedhof gebracht. Kaum zu     fassen – ein     Friedhofsverwalter bringt es fertig, Sebastiao Ferreira     später   mehrere    Leichenteile, darunter einen Kopf zu zeigen. „Mein     Sohn  wurde allein  am   Kopf von vier MG-Schüssen getroffen – und   dieser    Kopf war doch  intakt!   Ich setzte eine DNA-Analyse durch –   der Kopf    war von einem  Mann, das   Bein von einem anderen, der Arm   wiederum  von   einem anderen –  doch nichts   stammte von meinem Sohn“,   sagt er  der   Presse. </strong><strong>In  Sao   Paulo hat Priester    Lancelotti   durchgesetzt, daß ein Mahnmal auf  dem   Friedhof Dom Bosco    an die   ermordeten Regimegegner, aber auch an  die mehr   als 200000      „Namenlosen“ erinnern wird.</strong><strong> Neuerdings    macht  der     Friedhof in Brasilien immer wieder Schlagzeilen, allerdings     nicht     wegen der Massengräber von heute. Progressive Staatsanwälte      versuchen    das Oberste Gericht in Brasilia zu überzeugen, den zur       Diktaturzeit   für den Friedhof verantwortlichen Bürgermeister Paulo    Maluf    und den   damaligen Chef der Politischen Polizei, Romeu Tuma,    wegen des      Verschwindenlassens von Oppositionellen vor Gericht zu    stellen.      Erschwert wird dies jedoch durch den Politikerstatus  der   Beschuldigten:      Paulo Maluf ist Kongreßabgeordneter und Romeu  Tuma   sogar    Kongreßsenator  –  beide gehören zum Regierungsbündnis  von      Staatspräsident Lula.</strong></p>
<p><strong>“Favela-Tours”: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/16/der-spiegel-favela-tour-in-rio-de-janeiro-vorzeige-favelas-und-die-uber-1000-anderen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/16/der-spiegel-favela-tour-in-rio-de-janeiro-vorzeige-favelas-und-die-uber-1000-anderen/</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/10/zeitungsfotopoderarmado.jpg" alt="zeitungsfotopoderarmado.jpg" /></p>
<p><strong>Junger Bandit &#8211; Zeitungsfoto.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/22/brisanter-nachfolgefilm-des-berlinale-gewinners-tropa-de-elite-darf-erst-nach-den-oktober-pflichtwahlen-brasiliens-gezeigt-werdenpersonliche-sicherheit-neben-gesundheit-die-hauptsorge-der-brasi/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/22/brisanter-nachfolgefilm-des-berlinale-gewinners-tropa-de-elite-darf-erst-nach-den-oktober-pflichtwahlen-brasiliens-gezeigt-werdenpersonliche-sicherheit-neben-gesundheit-die-hauptsorge-der-brasi/</a></p>
<p><strong>Feuergefechte 2010 in Rio de Janeiro, erneute Besetzung von Slums:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/25/rio-de-janeiro-weiter-panik-terror-brennende-busse-feuergefechte-autoritaten-haben-seit-sonntag-lage-nicht-im-griff-guerrillhataktik-der-banditenkommandos/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/25/rio-de-janeiro-weiter-panik-terror-brennende-busse-feuergefechte-autoritaten-haben-seit-sonntag-lage-nicht-im-griff-guerrillhataktik-der-banditenkommandos/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/29/rio-de-janeiros-militar-zirkus-politik-feiert-sieg-gegen-nicht-vorhandene-feinde-der-slumregion-complexo-do-alemao-banditenkommandos-reichlich-zeit-zum-ruckzug-gelassen-wie-bei-uno-umweltg/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/29/rio-de-janeiros-militar-zirkus-politik-feiert-sieg-gegen-nicht-vorhandene-feinde-der-slumregion-complexo-do-alemao-banditenkommandos-reichlich-zeit-zum-ruckzug-gelassen-wie-bei-uno-umweltg/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/01/rio-de-janeiro-schweine-fressen-getotete-auf-banditen-verliesen-slums-in-panzerwagen-bestochener-polizisten-massiver-raub-durch-beamte-und-soldaten-laut-berichten-der-folha-de-sao-paulo/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/01/rio-de-janeiro-schweine-fressen-getotete-auf-banditen-verliesen-slums-in-panzerwagen-bestochener-polizisten-massiver-raub-durch-beamte-und-soldaten-laut-berichten-der-folha-de-sao-paulo/</a></p>
<p><strong>Geköpfte in Brasilien:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/08/gekopfte-in-brasilien-landesmedien-zeigen-realitat-des-gefangnishorrors-haftlingsaufstand-beendet-laut-amtlichen-angaben/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/08/gekopfte-in-brasilien-landesmedien-zeigen-realitat-des-gefangnishorrors-haftlingsaufstand-beendet-laut-amtlichen-angaben/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/04/lula-lobt-in-rio-uberschwenglich-auslandsmedien-fur-deren-berichterstattung-stets-harsche-kritik-an-nationalen-medien-elogios-para-a-imprensa-de-fora/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/04/lula-lobt-in-rio-uberschwenglich-auslandsmedien-fur-deren-berichterstattung-stets-harsche-kritik-an-nationalen-medien-elogios-para-a-imprensa-de-fora/</a></p>
<p><strong>Brasilien auf Tourismus-Ranking des Weltwirtschaftsforums:</strong>   <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/09/brasilien-fallt-auf-tourismus-ranking-des-weltwirtschaftsforums-auf-52-platz-zuruckzuvor-45-rang-tourismuspolitik-unter-lula-und-rousseff/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/09/brasilien-fallt-auf-tourismus-ranking-des-weltwirtschaftsforums-auf-52-platz-zuruckzuvor-45-rang-tourismuspolitik-unter-lula-und-rousseff/</a></p>
<p><a href="http://www.wissen.de/wde/generator/wissen/ressorts/reisen/wke/index,page=1860564.html">http://www.wissen.de/wde/generator/wissen/ressorts/reisen/wke/index,page=1860564.html</a></p>
<p><strong>Rechtsanwälte &#8211; Brasilien:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/19/httpwwwrechtsanwalt-brasiliende-anwalte-infur-brasilien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/19/httpwwwrechtsanwalt-brasiliende-anwalte-infur-brasilien/</a></p>
<h1>Das Erste: Drehstart für “Das Traumhotel &#8211; Brasilien”  (AT)</h1>
<p><abbr title="2011-08-29T00:00:00Z"> </abbr></p>
<p><strong>München (ots) &#8211; Am 29. August 2011 ist die erste  Klappe für         eine neue Folge  von “Das Traumhotel” gefallen. Dieses Mal     entführt     Das  Erste seine Zuschauer ins  farbenfrohe und    temperamentvolle      Brasilien.  Die Reise mit Hotelbesitzer Markus     Winter führt nach Rio  de     Janeiro  und Salvador da    Bahia.(Pressetext)</strong></p>
<p><strong>Köln schließt eine Städtepartnerschaft mit Rio de Janeiro:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/rio-film-tropa-de-elite-2-fur-oscar-nominiertbester-auslandischer-streifen-stadtepartnerschaft-koln-rio-de-janeiro-trailer-anklicken/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/rio-film-tropa-de-elite-2-fur-oscar-nominiertbester-auslandischer-streifen-stadtepartnerschaft-koln-rio-de-janeiro-trailer-anklicken/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/18/brasilianische-systemkritiker-protestieren-in-vitoriaes-gegen-gefangnishorror-unter-lula-politisch-verantwortlicher-gouverneur-angeklagt-paulo-hartung-morder/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/18/brasilianische-systemkritiker-protestieren-in-vitoriaes-gegen-gefangnishorror-unter-lula-politisch-verantwortlicher-gouverneur-angeklagt-paulo-hartung-morder/</strong></a></p>
<p>Hintergrund 1997, Lateinamerika-Nachrichten:</p>
<h1>Im Dienst des organisierten Verbrechens</h1>
<h2>Rios Straßenkinder &#8211; neue Dimension eines alten Problems</h2>
<p>Immer  mehr Straßenkinder Brasiliens werden von der organisierten      Kriminalität  rekrutiert und landen damit in den Kreisläufen der      täglichen Barbarei  und Gewalt. Das „Missionsobjekt“ Straßenkind hat      hierdurch neue  Dimensionen erfahren, die bislang allerdings von den       Straßenkinderprojekten im Ausland kaum zur Kenntnis genommen wurden.       Unser Autor Klaus Hart aus Rio de Janeiro schildert die wenig       erfreuliche Entwicklug des Problems.</p>
<p>Bis zum entsetzlichen  Candelaria-Massaker von 1993 (vgl. LN Nr.      231/232) gehörten die Meninos  de Rua zum normalen Erscheinungsbild der      Sieben-Millionen-Stadt Rio de  Janeiro. Ob in Copacabana, Ipanema   oder    in der City &#8211; immer zogen sie in  Gruppen herum, bettelten,   stahlen.   Und  schlimmer noch: Eine sichtbare  Minderheit unter den    Straßenkindern   überfiel, terrorisierte regelrecht  bevorzugt    schwangere Frauen und  alte  Leute.<br />
Im Stadtzentrum bin auch ich mehrfach von Straßenkindern verfolgt       worden, flüchtete mich in Restaurants oder in von bewaffneten Pförtnern       bewachte Hauseingänge. Wenn die Gruppen mich dennoch erwischten,    waren    eben Geld und teures Arbeitsgerät wie Sony-Recorder oder Kamera    weg.    Eine Bande ritzte mir vorm Wegrennen in Richtung  Polizeikabine   einmal    Arm und Hand blutig. Aber das ist alles  harmlos im Vergleich   zu den    Erlebnissen vieler Einheimischer. Eine  brasilianische  Bekannte  fuhr mit    dem Wagen die famose Avenida  Atlantica entlang,  ihr  Kleinkind auf dem    Rücksitz. An der Ampel  wird das Auto von   Straßenkindern umringt, eines    schneidet ihrer  Tochter die Kehle   durch, sie verblutet. Einem    Nordamerikaner, zum  Arbeiten in Rio,   schlägt eine Gruppe eine    abgeschlagene Flasche ins  Gesicht, einfach   so, ohne Raubabsicht.<br />
Derzeit muß man in Rios Kernbereichen Meninos de Rua allerdings fast mit       der Lupe suchen. Statt der Tausenden von Anfang der 90er Jahre       verlieren sich im Straßengewühl bestenfalls einige hundert. Will ich  zur      nächsten Metrostation, kommen mir gelegentlich ausgeraubte       traumatisierte Frauen entgegen: „Gehen Sie nicht weiter, an der Ecke       lauern drei Meninos mit Messern!“ Also laufe ich zurück, nehme am  Stand      ein Taxi, fahre an den Kids vorbei, höre vom Motorista: „Die  da   werden    nicht alt, hinter denen sind schon die Kollegen her.“    Diskutieren    sinnlos. Grundtenor an den Stehbars: Sofort umlegen,    bevor die Blödsinn    machen.<br />
Straßenkinder-Experten wie Roberto Santos, Leiter der angesehenen       Stiftung Sâo Martinho, bestätigen, daß die Gesellschaft, besonders die       Mittel- und Oberschicht, auf Repression setzt und Gewalt gegen die       Minderjährigen wie nie zuvor befürwortet. Gemäß einer neuen seriösen       Umfrage sind rund 52 Prozent der BewohnerInnen von Rio generell  für      Lynchjustiz. Den Intellektuellen, ebenso wie den in-und  ausländischen      NGOs, gelang es nicht, einen Meinungsumschwung  herbeizuführen &#8211; die      brasilianische Gesellschaft ist neoliberaler,  individualistischer  und     deutlich egoistischer geworden. Das früher  bestehende Mitgefühl  etwa  der    Mittelschicht mit den Armen hat  spürbar abgenommem. Weiter  gilt,  was    der inzwischen verstorbene  Betinho konstatierte: Das  Beseitigen  von  als   störend empfundenen  Minderjährigen wird von einem  Großteil  der    BrasilianerInnen  hingenommen, toleriert, und im Sinne  einer  geistigen     Komplizenschaft mit den Mördern sogar befürwortet.</p>
<p>Anti-NGO-Kampagne</p>
<p>Inzwischen hat sich das Problemfeld verändert. Heute über gute oder       schlechte Straßenkinderprojekte, über die Unterschlagung von       Spendengeldern und über Kinderelend als Bereicherungsquelle für       unehrliche NGOs zu debattieren, wäre müßig. Regierungsunabhängige       Organisationen, die sich direkt den Straßenkindern widmen, gibt es kaum       noch. Die meisten sind schlichtweg eingegangen, seit das Ausland   weit     weniger Spenden überweist und die Regierung nach einer   geschickt     betriebenen Anti-NGO-Kampagne Gelder stoppte. Cristina   Leonardo, die     couragierte Leiterin des Centro Brasileiro de Defesa   dos Direitos da     Crianca e do Adolescente (Brasilianisches Zentrum   für die Verteidigung     der Rechte von Kindern und Jugendlichen) und   Verteidigerin von Opfern     und Überlebenden des Candelaria-Massakers,   wie auch Roberto Santos     bestreiten vehement, daß die Regierung etwa   durch gute  Präventivprojekte    die Zahl der Straßenkinder gesenkt   habe. Unter  Präsident Fernando    Henrique Cardoso sei die Situation   gerade im  Sozialbereich, ob Bildung    oder Gesundheit, so schlecht wie   noch nie.  Ausländische    Unterstützergruppen, so ist immer wieder zu   hören,  hätten eine völlig    falsche, oft sozialromantische Sicht der   Dinge.  Größtenteils werde    übersehen, was sich bereits vor dem    Candelaria-Massaker 1993 deutlich    abzeichnete: Das organisierte    Verbrechen offeriert den Kindern und    Jugendlichen vergleichsweise    gutbezahlte Jobs, bei keineswegs    geringerem, sondern weit höherem    Lebensrisiko, doch für umgerechnet bis    zu tausend Mark die Woche. In    sämtlichen Slums von Rio de Janeiro,  auch   dies ist inzwischen ein    Gemeinplatz, funktionieren selbst die vom    Ausland finanzierten    Hilfsprojekte nur, wenn das organisierte  Verbrechen   seine Zustimmung    gibt. In Europa denken immer noch viele,  Kinder und   Jugendliche der    Unterschicht würden mehrheitlich von der  Militärpolizei    erschossen.   Seriöse Untersuchungen stellten jedoch  bereits 1993   richtig,  daß der   große „Exterminador“ eben das  organisierte  Verbrechen  ist.  Keiner   weiß das besser als die mit  Cristina  Leonardo kooperierende     Künstlerin Yvonne Bezerra de Mello.  Kinder,  die nicht richtig    mitziehen,  etwa drogensüchtig werden und  statt  Profiten Verluste    bringen, werden  kurzerhand eliminiert. Die   Leichen, so Yvonne Bezerra    de Mello,  verschwinden meistens. Die  großen  Bosse, sagt sie, wohnen    natürlich  nicht im Slum, sondern in  den  Nobelvierteln Rios. In  diesen   Vierteln der  Geld- und  Politikerelite  werden derzeit Drogen   verbraucht  wie nie zuvor  &#8211;  daher die enorme  Nachfrage, die den   Straßenkindern Jobs  verschafft.<br />
Das beste Beispiel für die jüngeren Entwicklungen sind die       Candelaria-Überlebenden: Der Trafico, wie die auf Drogen-und       Waffenhandel, Entführungen und Rauberüberfälle spezialisierten       Gangsterkommandos genannt werden, hat sie adoptiert. Die Leute vom       organisierten Verbrechen, so Roberto Santos, zeigten sich in der Tat       weitaus besser organisiert und professioneller als der Staat und die       NGOs. Kinder und Jugendliche brauchen die rund 800 Slums von Rio  nicht      mehr zu verlassen. Die Kleinsten verdienen als Fogueteiro     (Leuchtrakete)   über fünfzig Mark pro Tag. Sie warnen die     schwerbewaffneten Gangster   mittels Feuerwerksraketen vor herannahenden     gegnerischen   Verbrechermilizen oder der Polizei. Fünfjährige     transportieren als   sogenannte Aviôes, Flugzeuge, Drogen in der Stadt,     und bringen sie auch   zu den privaten Bestellern der Mittel-und     Oberschicht. Sieben- oder   Achtjährige haben für gewöhnlich schon     Pistole oder Revolver im   Hosenbund. Als Soldados schließlich gehören     sie zum martialischsten Teil   der nach militärischem Vorbild streng     hierarchisch gegliederten   wichtigsten Syndikate Comando Vermelho     (Rotes Kommando) und Terceiro   Comando (Drittes Komando). Soldados     kontrollieren die Ein- und Ausgänge   der Steilhangslums. Sie schießen     auf Verdächtige, nehmen an Gefechten   und Massakern teil, führen     Mordbefehle aus und sind bei Entführungen und   Banküberfällen dabei.</p>
<p>Kultur feudalistisch-machistischer Werte</p>
<p>Mit Reinaldo Guarany, militanter Diktaturgegner und einer der      Entführer  des deutschen Botschafters Ehrenfried von Holleben im Jahre      1970, fahre  ich eine enge steile Straße des malerisch wirkenden      Bergstadtteils Santa  Teresa hinunter. An der ersten Biegung richtet am      Favela-Eingang ein  nur mit Shorts und Sandalen bekleideter      Zwölfjähriger seine verchromte  MP auf uns. Er bräuchte nur einmal      durchzuziehen, und alle im Wagen  wären tot. Das passiert auch      gelegentlich &#8211; im Drogenrausch sehen die  Soldados in jedem einen      Gegner, erschießen sogar die eigene Freundin  oder Frau. Guaranys      Kommentar: „Noch vor zwei Jahren habe ich hier viele  von den Jungs, die      mir heute mit MPs begegnen, Murmeln spielen sehen &#8211;  sie wurden zu      Soldaten des organisierten Verbrechens, prahlen damit  herum und   rühmen    die Banditen als ihre Helden.“<br />
Guarany sieht es nicht anders als Anwältin Cristina Leonardo: „Daß heute       die große Mehrheit der Meninos de Rua beim Trafico ist, bedeutet,    daß    Staat und Regierung sie im Stich ließen und die Sozialprogramme       einschränkten. Wenn ein Junge mit acht Jahren schon mit einer       nordamerikanischen Heeres-MP umzugehen weiß, wird es kompliziert.       Darüber spricht niemand, aber genau das müßte das Hauptthema sein!“ Die       Drogenprobleme und das Ausmaß des organisierten Verbrechens       herunterzuspielen, ist für sie „scheinheilig“.<br />
Alba Zaluar, Brasiliens führende Gewaltexpertin, sieht inzwischen in den       Slums eine neue tyrannische Kultur feudalistisch-machistischer   Werte     fest installiert &#8211; hingenommen von den Autoritäten des   Staates. Denn   die   Herrschaft des organisierten Verbrechens über Rios   Slums   verhindert  auf  perfide Weise, daß deren BewohnerInnen   politisch für   ihre Rechte   kämpfen. Immer wieder werden engagierte     BürgerrechtlerInnen, die   Selbsthilfegruppen in den Slums leiten und     sich dem Normendiktat der   Gangster nicht beugen wollen, zur     Einschüchterung aller ermordet. Auch   von ehemaligen, vom Trafico     rekrutierten Straßenkinder.<br />
So wollte im September eine 83-jährige Frau nicht mehr akzeptieren, daß       Gangsterkommandos bei Gefahr stets ihr winziges Slum-Grundstück       passierten. Sie diskutierte mit den Banditen. Eines Nachts wurde sie       deshalb von einer Gruppe grausam ermordet. Ein brasilianischer   Bekannter     wohnt unglücklicherweise nur wenige Schritte von einem       Kommando-Treffpunkt entfernt. Er muß mitansehen, wie dort Kinder,       Jugendliche und Erwachsene gefoltert, gekreuzigt, mit Schüssen       durchsiebt werden. Mehrfach feuerten Jugendliche unter Drogeneinfluß in       seine Haustür, und hätten die zwei kleinen Söhne treffen können.  Die      Kids tragen übrigens bevorzugt deutsche G-3 &#8211; und  schweizerische      Sig-Sauer-Sturmgewehre. Weil diese eine besonders  große Reichweite      haben, werden immer mehr Stadtbewohner durch  verirrte Kugeln getötet      oder verwundet.<br />
In Rio ist die Gewöhnung an diese tägliche Barbarei die Regel &#8211; in       Deutschland dagegen, so scheint es, haben nur wenige die Entwicklungen       der letzten Jahre und deren politische Dimension zur Kenntnis    genommen.    Andere wollen sie nicht wahrnehmen. Sie müßten sich sonst    von ihren    liebgewordenen Brasilien-Klischees trennen.</p>
<h1>Vier zu drei gegen José Rainha</h1>
<h2>26 Jahre wegen “Beihilfe zum Doppelmord” &#8211; Brasiliens Justiz in Hochform</h2>
<p>In  einem 17stündigen Prozeß wurde der Führer der brasilianischen       Landlosenbewe­gung MST José Rainha zu 26 Jahren und sechs Mona­ten  Haft      wegen angeblicher Beteiligung an einem Doppelmord ver­urteilt.  Mit    vier   zu drei Stimmen befand die Jury den 36jährigen für  schuldig,    obwohl  der  zur Tatzeit 1000 Kilometer vom Tatort entfernt  war.</p>
<p>Lange vor dem  Prozeß gegen den populärsten, cha­ris­­ma­tischsten      Land­lo­senführer  kün­digte amnesty inter­national an, daß es im      Ver­fahren nicht mit  rechten Dingen zuge­hen wird. Aber die bösen      Erwartun­gen wurden noch  übertroffen. Der 36jährige José Rainha      er­hielt im Juni 26 Jahre und  sechs Mo­nate Haft wegen angeblicher      Be­tei­li­gung an einem  Doppel­mord, der 1989 im Bundesstaat Es­pírito      Santo began­gen wurde.  Amnesty in­ternational prote­stierte    um­ge­hend   und erklärte Rainha für  un­schul­dig: Das Ur­teil erinnere    an   Dik­taturzeiten. Bleibe es auch  beim zweiten Verfahren im    Sep­tem­ber   bei die­sem Strafmaß, wer­de er  zum po­litischen    Ge­fan­ge­nen erklärt   und ai rund um den Erd­ball für  seine    Freilassung mo­bilisie­ren.  Nicht  einmal die juristi­schen     Mindest­regeln seien im Prozeß  einge­halten  worden, kri­tisierte ai:     Weder durch Be­wei­se noch durch   Zeu­gen­aus­sa­gen konnte bestätigt     werden, daß Rainha am Tat­ort  war.  Im Ge­gen­teil gibt es   Nach­weise,   daß er sich tausend Kilometer   entfernt auf­gehalten hat.   Mit dem   Ge­richts­verfahren sollte viel  mehr  die   Land­lo­senbewe­gung MST   ein­ge­schüchtert werden, die zur     zweit­wichtigsten Stimme der   Op­posi­tion geworden ist.<br />
Auch die katholi­sche Kirche Bra­sili­ens, in der Rainha seine       po­litische Laufbahn begann, steht weiterhin zu ihm und unter­strich,       daß den 922 Morden an Bau­erngewerkschaftlerInnen, kirch­li­chen       Mit­arbeiterInnen, Landlo­sen, Kleinbau­ern und Klein­bäue­rinnen von       1990 bis 1995 nur 47 Ge­richtsverfahren und nur fünf verurteilte  Täter      ge­gen­über­stehen, von denen zwei aus dem Ge­fängnis flohen.</p>
<p>Im Visier: Das MST</p>
<p>Daß Rainha noch lebt, grenzt fast an ein Wunder: Seit 1987 verfolgt      ihn  die berüchtigte To­des­schwadron Escuderie Le Cocq seines      Heimatstaa­tes  Espí­rito Santo, in dem er als Land­arbei­tersohn      aufwuchs. Rainha  ent­ging Hinterhal­ten, überlebte Mord­anschläge und      konnte nur ein­mal  durch Schüsse verwun­det wer­den. Zwei seiner   engen    Freun­de, Pfarrer  Gabriel Maire und Gewerk­schaftsführer Edson    Ra­mos,   dage­gen star­ben  1988 im Ku­gelha­gel der Pistole­ros.<br />
Ein Jahr später kam es zu ei­nem Schußwechsel zwi­schen  ei­nem       Groß­grundbesitzer, sei­nem ihn begleitenden Militärpolizi­sten und       einer Gruppe von Land­lo­sen. “In Wahrheit vertei­digten sich die Sem       Terra, die Landlo­sen, gegen jenen Fa­zendero, der ein Blutbad       anrich­ten wollte.” meint Anwalt Os­mar Barcellos. Zeu­gen wollen Rainha       bei der Schießerei gese­hen ha­ben, be­schreiben ihn als ziemlich      dick,  mit rundem Ge­sicht und ka­sta­ni­en­farbigen Haa­ren. Rainha   ist     je­doch geradezu dürre, hat ein längli­ches Gesicht und  schwarze     Haare.  Und vor allem wurde er zur Tatzeit nicht nur von  zwei      Lo­kalparlamentariern, sondern auch einem Obersten der       Mi­li­tär­po­li­zei des nordöstlichen Bun­des­staates Ceará gesehen.       Beim Prozeß wurden aber weder Zeu­gen der Anklage noch der       Ver­tei­digung angehört. Die laut Nach­rich­tenmagazin Veja       gra­vierendste Verur­teilung einer brasi­lianischen       Führungspersön­lich­keit seit der Rückkehr zur Demo­kratie wird deshalb       von zahl­reichen Ju­risten und Krimi­nalisten des Landes als      schlech­ter  Witz bezeichnet, die Strafe als “absurd”. Auch das      Pastoral­büro für  Landange­legenheiten der Bi­schofskonferenz      kritisierte, daß mit dem  Schauprozeß nicht Rainha, son­dern die      ge­samte Landlosenbewegung  ge­troffen wer­den sollte. In vielen Medien      da­gegen wurde das Urteil  einsei­tig darge­stellt und sogar  begrüßt:     das MST also doch die Bande  von Mör­dern, ge­walttätigen  Ge­sellen   und   Gesetzesbre­chern, wie die  mäch­ti­gen  Großgrundbe­sitzer im­mer     be­haupten?<br />
Kä­me Rainha tatsächlich hin­ter Gitter, wäre das für das MST ein herber       Verlust. Niemand sonst hat in Brasi­lien so viele Be­setzungen       brachliegender La­ti­fundien mit durchgeführt, hat so große  Erfahrungen      und kennt Bra­silien und die Landlosen­basis so gut. An  die zwanzig      Prozesse wurden gegen Rainha geführt, etwa 50  Untersuchungsverfahren      ge­gen ihn ein­geleitet &#8211; ohne Er­folg.  Hinter Gittern saß er  bereits     mehrfach, interna­tionale Proteste  führ­ten jedoch stets zu  seiner     Frei­lassung.<br />
Ist Rainha nur eine Art MST-Pro­fi-Funktionär? Er be­sitzt vier Hektar       im Hinterland des Bun­des­staates Sâo Paulo, pflanzt Pap­rika, Mais,       Tomaten und Me­lo­nen, und gehört zu einer Asso­cia­çao  comuni­taria   mit    16 Fa­mi­li­en. Von der bra­silianischen  Zeit­schrift Imprensa   nach    seiner Schul­bildung gefragt, antwortete  er: “Ich war nie in  der   Schule.   Le­sen und Schreiben habe ich mir  mit fünfzehn zuhause    beige­bracht.   Wir waren eben ver­dammt arm,  meine Brü­der    ar­bei­te­ten auf dem Feld,   um zu Über­le­ben. … Ich  lese gerne. Von    Frei Betto kenne ich fast   alle Bücher &#8211; der ist  mein Freund.”</p>
<h1>PC Farias: Tangotänzer und Mafioso</h1>
<h2>Brasiliens Justiz muß Mord an “Grauer Eminenz” wieder aufrollen</h2>
<p>Unter  dem Druck von Gerichtsmedizinern, Kriminalisten und der      Öffentlichkeit  sieht sich Brasiliens Justiz gezwungen, den Mord an      Paulo Cesar Farias,  Symbolfigur für Korruption in Politik und      Wirtschaft, erneut zu  untersuchen. Die bislang verbreitete offi­zielle      Tatversion ist nicht  mehr haltbar.</p>
<p>Mit der finanziel­len Unter­stützung des  Multimillionärs Paulo Cesar      Farias­, im Volks­mund PC,  gewann Collor de  Mello 1989 die      Präsident­schaftswahlen. Aber auch nach der Wahl  ver­sorgte PC seinen      Präsidenten, der 1992 wegen Korrup­tion und  Machtmiß­brauch seines      Am­tes enthoben wurde, mit reich­lich Geld (siehe  LN 222). “Wegen      Mangels an Be­weisen” 1994 in ei­nem offen­sicht­lich  politisch      motivier­ten Kor­ruptionspro­zeß frei­ge­spro­chen, lebt  Collor heute      in Miami. PC be­kam sieben Jah­re, die er größtenteils  höchst      kom­fortabel im of­fe­nen Straf­vollzug von Ma­ceio / Alagoas   absaß.      Damit könnte die Geschichte ein Ende haben.</p>
<p>PCs Comeback</p>
<p>Als ihn 1996 in seiner Wo­chenendvilla im Nord­oststaat Ala­goas der       tödli­che Schuß traf, hatte PC Farias gerade sein poli­tisches       Co­meback, die Gründung einer Tageszeitung angekündigt. Der zu­ständige       Po­lizeichef gab noch am selben Tag bekannt, der fünfzigjährige       kahl­köpfig-char­man­te Tangotän­zer sei wegen Be­ziehungspro­ble­men       von seiner Freundin Suzana Mar­colino er­schossen wor­den, die       anschlie­ßend an seiner Seite Selbst­mord be­gangen habe. &#8211; Spott und       Iro­nie war der Tenor von Brasiliens Leitar­tikeln. Als Tat­motiv   wurde     allgemein Quei­ma de Archivo, die Vernichtung von Archiven     angenom­men,   da PC exzellenter Kenner der brasi­lianischen     Kor­ruptionsme­chanismen   war und streng­gehütete Geheim­nisse der     jünge­ren Politik mit ins  Grab  nahm. Zur allgemei­nen Ver­blüf­fung     be­stätigte zwei Mo­nate  später der  bis dahin landes­weit     hoch­ange­sehene Gerichts­me­di­zi­ner  Badan  Palhares nach vor Ort     an­gestell­ten Untersu­chungen die  Ver­sion des  Polizei­chefs. Für die     Re­gie­rung schien der Fall damit  er­le­digt.<br />
Von Anfang an hatte der ala­goanische Gerichtsmedi­ziner und       Militärpolizei­oberst George San­guinette mit einem hohen Maß an       Zivil­courage öffentlich auf Un­gereimtheiten bei dem Mord       hin­ge­wiesen. Seine ermit­telnden Kol­legen würden von “oben”       ge­wal­tig unter Druck ge­setzt, bei dem Verbrechen han­dele es sich um       einen Doppel­mord. Sangui­nette erhielt da­raufhin Mord­droh­ungen    und    wurde we­gen seiner Aufmüpfig­eit zeit­weise unter Haus­arrest      gestellt.  Der Oberst ließ sich nicht ein­schüch­tern, wies   über­zeugend    grobe  Er­mitt­lungs­fehler nach, und ver­öf­fent­lichte   darüber  sogar   ein  Buch. Die Untersu­chungen wur­den schließlich     wiederaufge­nom­men.  Die  jüng­ste defini­tive Ex­per­tise vom Mai     macht die bis­he­rige   offizielle Version zu Ma­ku­la­tur. Suzana     Marco­lino konn­te nicht auf   PC geschossen und sich danach in der     beschrie­be­nen Weise umge­bracht   haben — ge­mäß der zu­ständigen     Staats­an­wäl­tin weisen die Indi­zien   nun­mehr auf Dop­pelmord hin.     Als PC und dessen Freundin be­reits tot   waren, wur­den  nach­weis­lich    Te­lefongesprä­che mit der   Wo­chen­endvilla  ge­führt. Die Lei­chen    “entdeckte” man aber erst rund   vier Stunden  später.</p>
<p>Zivilcourage eines Gerichtsmediziners</p>
<p>Laut Sanguinetti steht die Ma­fia von Alagoas hinter der Tat.       Mitt­lerweile wurden auch Ver­bin­dungen PCs zur italienischen Mafia       nachgewiesen. Ein Partner soll in Geldwäsche, Drogen und Waf­fenhandel       verwickelt sein. Zwei Kinder von PC stu­dierten auf einem       Privatgymnasium der Schweiz, wo die ita­lienische Po­li­zei vier Konten       des Er­mordeten aus­machen konnte. Auf diesen und sechs weiteren     Konten   in den USA, den Niederlanden und Uruguay hatte PC über sechs     Millionen   Dollar de­poniert: Ein Bruch­teil seines Vermögens.<br />
PC Farias eigener Einschät­zung nach säßen bei strenge­ren Ge­setzen       gegen Korruption im Wahl­prozeß &#8211; wie zum Beispiel in Italien &#8211; die       Politiker, die Bau­un­ternehmer und Bankiers des Landes allesamt  hinter      Git­tern. Und er muß es wohl am be­sten wis­sen.</p>
<p>KASTEN</p>
<p>Würden Sie Ihr Kind “Hitler” nennen?</p>
<p>Antonio Callade, der auch in Deutschland und Österreich viel­verlegte       brasi­lianische Roman­cier, stau­nte nicht schlecht, als er bei  der      Pre­miere eines seiner Stücke im Teatro Ziembinski von Rio de   Janeiro     auf den Mosaik­fußboden schaute: auf über zehn Metern Länge   ein     Ha­kenkreuz nach dem an­deren kunstvoll aufge­reiht, saubere       Handwerksarbeit aus den 30er und 40er Jahren. Seit das alte Haus 1985       von ei­nem Schauspieler er­worben und in ein Theater umgewan­delt    worden    war, hatte nie­mand An­stoß an der auch vom angrenzenden     öffentli­chen   Platz deutlich erkennba­ren Haken­kreuz­or­na­men­tik     genommen.<br />
Obwohl in den brasiliani­schen Zeitungen häufig über       Hakenkreuz­schmierereien in Deutschland und anderen eu­ropäischen       Län­dern sowie über die entsprechen­den Proteste jü­discher       Organisa­tionen be­richtet wird, verkau­fen Straßenhändler in Rio oder       Sâo Paulo sogar nach­produzierte Me­tall-Erinne­rungsplaketten an  den      “Gautag der Bayrischen Ost­mark, Pfingsten 1933 in  Regens­burg”,   darauf    das Ha­kenkreuz unter’m Reichsad­ler. Bis  heute tragen nicht   wenige    Brasilianer den Vor­namen Hitler &#8211; die  Eltern wa­ren eben   Bewunderer  des   Naziführers. Richter Hitler  Canta­lice läßt einen      Parlaments­abgeordneten we­gen Autoraubs  verhaften &#8211; und als die      Insassen einer total überfüllten  Haftanstalt re­voltieren, behält      Polizei­chef Hitler Mussolini  Pacheco kühlen Kopf, führt persönlich die      Verhand­lungen über  Geiselfreilassun­gen. Weiße Hitler sitzen in      Universitätshörsälen,  schwarze Hitler hausen in Slums der      Sklavennachfah­ren. “Hitler”  steht auch auf Straßenschildern: In der      Stadt Barra do Bugres  befindet sich das Hospital in der “Avenida Hitler      Sansâo”. Auch der  Vor­nahme “Rommel” ist sehr häufig.<br />
Viele Juden flüchteten vor der drohenden Verfolgung und Ermordung auch       nach Brasilien &#8211; die den Deutschen aus der Nazizeit bekannte üble       Verunglimpfung der jü­dischen Minderheit ist jedoch bis heute selbst  in      Wörterbü­chern und Lexika beibehalten worden &#8211; trotz   entsprechen­der     Proteste. Ver­gangenes Jahr hat erstmals auch die   jü­dische     Weltorganisation B’NAT B’RITH scharf ver­urteilt, daß   sogar im     wichtig­sten brasilianischen Nach­schlagwerk Aureliano der   Jude als     “schlechter Mensch, Geizhals, Habgieriger, Wu­cherer”   definiert bzw.     charakteri­siert wird.</p>
<h1>Megaescândalo</h1>
<h2>Gesprächsmitschnitte weisen auf massiven Stimmenkauf im Kongreß hin, Nutznießer: Staatschef Cardoso</h2>
<p>Der  Präsident will wiedergewählt werden. Die entsprechende       Verfassungsänderung kam Ende Januar nur mittels Stimmenkauf und andere       Machenschaften durchs Par­lament &#8211; sagten damals Kirche, Opposition    und    Medien. Doch niemand konnte es be­weisen. Jetzt liegen       Gesprächsmitschnitte vor, denen zufolge Cardosos rechte Hand,       Kommuni­kationsminister Sergio Motta, den Stimmenkauf veranlaßte. Eine       un­bekannte Zahl von Abgeordneten erhielt demnach jeweils  umgerechnet    an   die 300.000 DM in bar. Cardoso war noch nie so in  der  Bredouille.</p>
<p>Was  Brasiliens größte Quali­tätszeitung, die Folha de Sâo Paulo,      Mitte Mai  abdruckte, schlug ein wie eine Bombe: Zwei zur Rechtspartei      PFL der  Re­gierungsallianz zählende Kon­greß­abgeordnete er­läutern      klar und  unzwei­deutig eine groß­an­ge­leg­te  Stimmenkaufopera­tion.     Car­dosos  In­tim­freund Sergio Motta von der  So­zi­aldemokrati­schen     Partei (PSDB)  habe veranlaßt, daß über die  PFL-Gou­ver­neu­re der     Teil­staaten Acre  und Ama­zonas  um­gerechnet rund 300.000 DM in bar &#8211;     oder sogar noch viel  mehr &#8211;  an Parlamentarier aus­gezahlt wurde,  damit    sie Ende Januar für  die  Wie­derwahl-Novelle vo­tie­rten. Der    Abstimmung  war von der   Mitte-Rechts-Regierung al­ler­größte  Be­deutung    bei­ge­mes­sen  wor­den.<br />
Überraschend hatte eine große Zahl von Abgeord­neten, die die       Ver­fas­sungsänderung stets öf­fent­lich ablehnten, dann doch der       No­velle zuge­stimmt. In den ab­ge­druckten Gesprächsmitschnit­ten       wer­den fünf bestochene De­pu­tados aus Acre nament­lich genannt, doch       weit mehr sollen Sum­men zwischen 200.000 und 300.000 Reais   er­hal­ten     haben. Diese bezeichen die Darstel­lungen als falsch und   absurd. Die     PFL, stärkster Partner Cardosos, schloß indessen sofort   jene zwei     Acre-Abgeordneten aus der Par­tei aus, die den  Stimmenkauf  erläuterten     und selber Geld er­hielten. Mit anderen  Worten: Beide  werden als     geständig ange­sehen, die Mitschnitte  somit als  authentisch be­trachtet.     Wa­rum nur diese beiden und  nicht die  an­deren Deputados &#8211; die zwei     Gouverneure und der  Mi­nis­ter?, fragt  sich alle Welt. Die in     Folha-Kommentaren  gege­be­ne Antwort:  Entläßt Cardoso Mi­ni­ster Motta,     wie sogar die  PFL-Spit­ze  empfiehlt, gesteht er auch seine eigene    Schuld  ein &#8211;  und dann ist  alles möglich. Erinnert sei hier an das      Col­lor-Im­peach­ment von  1992.</p>
<p>Kurse der Stimmenbörse</p>
<p>Motta, der mit Cardoso eine Großfarm betreibt, ist in einer heiklen       Situation. Vorwürfe, daß er als Hauptorganisator des Stimmenkaufs       fungiert, er­hob sogar Paulo Maluf, Führer der nicht zur Re­gierung       gehörenden Rechtspartei PPD. Deren Kon­greßabgeordneter Jair  Bolsonari      beschrieb, wie es am Tage der Abstimmung im Januar in den       Kon­greßkorridoren zuging: Wie bei Geschäftsverhandlungen auf  ei­ner      Stimmenbörse. Am Mor­gen wurde ein Votum noch für 200.000  Reais      ge­handelt, weil die Regierung nicht sicher war, ob die       Verfassungsänderung pas­sieren würde. Einige Parla­men­ta­rier       verlangten sogar 300.000 Re­ais. Kurz vor der Ab­stimmung glaub­te die       Regierung an ihren Sieg und ging deshalb mit dem Kurs herunter,   zahlte     nur noch 50.000 Reais. “Ich weiß nicht, wer Stimmen an-       bezie­hungs­wei­se ver­kaufte, doch den Kauf und Verkauf gab es       tatsächlich.”<br />
Die Cardoso-Regierung hat seit dem Amtsantritt eine Reihe von       parlamenta­rischen Untersu­chungs­ausschüssen verhin­dert, die ihr       hätten gefährlich wer­den kön­nen. Zwar bekam die Oppo­si­tion die       nötigen Unter­schriften der Abgeordneten zusammen, oh­ne die ein       Ausschuß nicht ge­bil­det werden kann. PFL und PSDB entsandten je­doch       nicht die vor­geschriebenen Repräsen­tanten &#8211; und damit war die       Untersuchung ganz “demokra­tisch” blockiert.<br />
Nach dem Abdruck der Ge­sprächs­mitschnitte hatte die Op­po­si­tion die       Unterschrif­tenliste rasch komplett &#8211; auf Anwei­sung Cardosos  mußten      indessen PFL- und PSDB-Abgeordnete ihre Unterschriften   zurückziehen.  Es    wurde öffentlich spekuliert, wieviel Reais sich die   Regierung die     Rückzieher wohl habe kosten las­sen &#8211; wieder 200.000   pro Kopf?<br />
Brasiliens Bischofskon­ferenz CNBB hat den Me­ga­es­cândalo nicht       kommentiert, sie verwies nur auf ein jüngst veröffent­lich­tes       CNBB-Dokument, in dem die Re­gie­rung der ak­tiven Kor­rup­tion       beschul­digt wird. Im Bezug auf die Wiederwahlno­velle heißt es, die       Regierung be­sorge sich bei für sie interessan­ten Vor­lagen die   nötigen     Stim­men ohne Skrupel. Cardosos Allianzpartner PFL, der den       Vizepräsidenten stellt, ist gemäß Un­ter­suchungen und   Zeugenaus­sa­gen     bereits seit langem in Wahlstimmenkauf ver­wickelt.   Im archai­schen     Nord­osten, so Anwälte ge­gen­über den   La­tein­a­me­rika Nach­richten,     sei all­ge­mein be­kannt, daß der   deutsch­stäm­mige PFL-Chef Jor­ge     Born­hau­sen mit prall­ge­füll­tem   Geld­koffer he­rum­rei­se,  Politiker    besteche und den Stim­menkauf   organi­sie­re. Born­hau­sen  ist   Mitgründer  der einstigen   Militärdiktatur-Par­tei Arena. Cardosos  Vize   Marco  Ma­ciel gehörte   ebenfalls zur Are­na und zählte zu den    ak­tiv­sten  Unter­stüt­zern   der Folter­ge­ne­räle.</p>
<p>Alte Kameraden</p>
<p>Die PFL stand an der Seite Präsident Fernando Collor de Mellos, der 1992 wegen Korrup­tion und Machtmißbrauch abge­setzt wurde.<br />
Jener Senhor X, von dem die Fol­ha de Sâo Paulo die Mit­schnitte       erhielt, hat in­zwischen be­tont, weitere Tonbänder zu be­sitzen, auf       denen noch mehr Per­so­nen belastet werden.<br />
Zwei Mitglieder der PSDB-Spitze erklärten interessanter­weise vor der       Veröf­fentlichung der Mitschnitte gegen­über dem Nachrich­tenmagazin       Veja, sie sei­en überzeugt davon, daß der PFL-Gou­verneur von   Amazo­nas     mit der Ab­sicht des Stimmen­kaufs nach Brasi­lia gekommen   sei. Mit     Kof­fern voll Geld sei der Gou­ver­neur in den   Wiederwahl-Pro­zeß     hi­neingegangen. Warum stell­te die   Cardoso-Regierung ihn nicht zur     Rede, fragt die Veja.<br />
Gemäß einer neuen Mei­nungs­umfrage führt die Popula­ri­täts­kurve des       Staatschefs nach lan­ger Stabilität erstmals deut­lich nach unten.       Brasiliens Bör­sen reagierten auf die Ver­öff­ent­li­chung der  ersten,      brisanten Mit­schnit­te in der Folha am 13. Mai so­fort mit    Kursabfall.    Die Echt­heit der Mitschnitte wurde am 20. Mai  bestätigt.   Je­ne zwei    Ab­ge­ordnete, die den Wortlaut des Ab­drucks   bestritten,  ste­hen bös’    da. Ganz zu schwei­gen von den an­deren   Ver­wickelten.</p>
<h1>Lebendige Fackeln</h1>
<h2>Immer häufiger werden Wohnungslose im Schlaf angezündet</h2>
<p>Sie  hatten angenommen es sei nur ein Bettler, verteidigten sich die      fünf  jungen Tä­ter, die in Brasilia das schlafende Oberhaupt der       Pataxó-Indianer Galdino Jesus dos Santos an­zün­deten. Der Fall  erregte      gerade deshalb Aufmerksamkeit, weil es sich um einen  In­digena     handelte,  reiht sich jedoch ein in die zunehmende Gewalt  gegen     Woh­nungs­lo­se.  Die Täter kommen meist aus der Mittel- und      Oberschicht.</p>
<p>Die  Avenida Rio Branco, ein­stige Prachtstraße Rio de Janei­ros,      bietet  nachts ein deprimie­rendes Bild. Weil seit 1995 in­folge von       neoliberalen Regie­rungsprogrammen die Arbeitslo­sigkeit steil  an­stieg      und Sozialein­richtungen schlossen, lie­gen so viele  Obdachlose,      Bettler, psy­chisch Kranke und Stra­ßenkinder wie  selten zuvor      aufgereiht ne­beneinander auf dem Bürger­steig; nicht  wenige nutzen als      Unterlage oder zum Zudecken ledig­lich  Zeitungs­pa­pier oder Pappe.      Neuerdings hat ein Großteil von ihnen  Angst, Op­fer jener   Brandattacken    zu werden, die sich auch in Sâo  Pau­lo und selbst in   der Haupt­stadt    Brasilia häu­fen: Nur  Schrit­te von der Ave­nida Rio   Branco ent­fernt,    über­goß  vormittags eine gut­geklei­dete Frau  einen  sit­zen­den  Bettler   mit  reich­lich Al­ko­hol, warf zy­nisch  lachend  ein  bren­nendes    Streichholz auf ihn. Und ver­schwand im   Men­schen­ge­wühl,  während  der   Mann die Flammen zu er­sticken suchte.   Dreißig Pro­zent  der  Haut   ver­brann­ten, derzeit liegt er in ei­nem   öffentlichen   Hospital der   Sie­ben-Millionen-Stadt, das pro Mo­nat   mindestens zwei   woh­nungs­lose   Brandopfer behandelt. Oft kommt   in­dessen jede  Hilfe zu  spät, wie die   fast täglich veröf­fentlichten   Fotos von  ver­kohlten  Leichen bewei­sen.<br />
Ivan Bertanha, Leiter einer Hospi­talabteilung für Verbren­nungen in Sâo       Paulo, betont, daß die Eingelieferten fast nie  ge­richtsverwertbare      Angaben lie­fern können: “Sie sagen, daß sie  in Flammen stehend      aufge­wacht sind und keine Verdächtigen ge­sehen  haben.”      Pataxó-Häupt­ling Jesus dos Santos verbrannte in Brasilia  lebendig,      nachdem nicht weniger als zwei Liter Alkohol über ihn  ausge­gossen      worden waren. Die in­zwischen gefaßten fünf Täter aus  Elitefamilien      ver­teidigten mit dem Argu­ment, sie hätten ihn “nur”  für einen Bettler      gehalten. Für regierungskriti­sche  Men­schenrechtler und  So­ziolo­gen     spricht dieser Satz Bände.  Her­bert de Souza Betinho,  Füh­rer der     natio­nalen Kampagne ge­gen  Hunger und für  Bürger­rechte, nennt das     Handeln der jungen Männer  einen Hinweis  “auf den Grad der Degenerierung     in be­stimmten  höheren Schich­ten  der brasilianischen Gesellschaft.”     Helio  Bi­cudo, enger Mitarbeiter  des Kardinals von Sâo Paulo und      Kongreßabgeordneter der  Ar­bei­ter­partei PT, konstatiert, die      bra­si­lianische Gesellschaft  ent­wür­dige die Armen und bana­li­sie­re      das Leben. Der angesehene  So­zi­al­wissenschaft­ler und  The­ra­peut     Ju­randir Freire Costa  bringt so­gar die  Globali­sierung mit ins  Spiel:    Junge Männer, wie  jene fünf von  Bra­silia, kennen die rei­che  “Erste    Welt” sehr gut  und glau­ben,  eher per Zufall in Bra­si­li­en  zu le­ben.    Widerwillig  sind sie  dort mit einer Mehrheit von  “Häß­lichen, Armen,    Zahn­losen  und  Nicht-Weißen” konfrontiert,  ana­ly­siert Co­sta weiter.    Eine  Art  von Umgang mit dieser Realität  sei, sie nicht wahrzuneh­men,     eine  andere, diese so­gar physisch zu  eliminieren. “Wir reden viel   über    die Modernisierung Brasili­ens,  doch wenig über die Befrie­dung   der    Gesell­schaft”, sagt Os­car  Vieira, Generalsekretär des      UN-Lateinamerika-Instituts und weist auf  die Straffreiheit hin, von der      besonders die High So­ciety  profitiert. Gemäß neuesten  UNO-An­gaben     werden in Brasi­lien mehr  Menschen durch Feu­er­waffen  getötet als  in    jedem an­deren nicht  durch Krieg gezeich­neten  Land. In Sâo Paulo  kann    die Po­lizei  bestenfalls in zwan­zig  Prozent der Fälle die  Täter    iden­tifizieren,  was nicht bedeu­tet,  daß diese auch verhaftet  werden.</p>
<p>Der neue Sport der Besserbetuchten</p>
<p>Inzwischen wurden sehr un­vollständige Angaben über die Anzahl       wohnungsloser Brand­op­fer veröffentlicht. Allein in der Haupt­stadt       Brasilia sind seit 1988 minde­stens 29 Bettler an­ge­zün­det wor­den.   In     Sâo Paulo und Rio sind mehrere Woh­nungs­lose pro Mo­nat   betroffen.     Brand­attacken sind jedoch nicht alles: So gehört es in   den  ge­nannten    drei Städten zum ma­ka­bren Sport Besserbe­tuchter,   etwa  nach der  Disco   vom Wagen aus auf schlafende Woh­nungslose zu    schießen. Auch ein    Polizeiof­fi­zier Rios pflegte, gerichtlichen    Zeu­gen­aus­sagen von  1994   zu­fol­ge, seine Waffen nachts an    Bett­lern zu te­sten.<br />
Schließlich wurden 1990 in der Stadt Matupá drei arbeitslose       Landarbeiter, die ver­sucht hat­ten, eine Fazenda zu über­fallen, in       Anwesenheit von Po­li­zisten und einem Politiker auf offener Straße       lebendig ver­brannt: das von einem Amateur gedrehte Vi­deo der Untat       über­gab die katho­lische Kirche inter­nationalen       Men­schen­rechtsorga­ni­sa­tionen. 22 Personen wurden zwar ange­klagt &#8211;       zu einer Bestra­fung ist es aber bis heute nicht gekommen.<br />
Wegen des spektakulären Brand­an­schlags auf Galdino Je­sus dos Santos       interessiert sich die brasilianische Öf­fentlichkeit auf einmal für    das    Leben der Pa­ta­xó. Nach Angaben der Kir­che wur­den in den    letzten    Jah­ren in Südbahia 24 Pataxó-Indios von Pis­toleros der       Großgrundbe­sit­zer oder diesen selbst erschos­sen, 47 über­lebten       Mordver­su­che, 48 In­dios starben wegen un­ter­lassener  Hil­feleistung.<br />
Ein Großteil Südbahias war ursprünglich Pataxó-Land. Doch vor und       wäh­rend der Militärdik­tatur legten Latifundistas im Stam­mesgebiet       Ka­kao­farmen an, von denen auch große interna­ti­o­na­le       Schokola­denmarken ihren Roh­stoff bezie­hen. Vor Gericht streiten die       Pa­taxó seit 15 Jahren um die Rück­gabe von etwa 36.000 Hektar &#8211; 788       Hektar waren ihnen zwar von der Justiz zugespro­chen, de facto  aber   nie    übergeben worden. Der Stamm nutzt jetzt die Gunst der  Stunde:  Zur     Beerdi­gung von Häuptling Je­sus dos Santos kamen  TV-Teams,  Presse  und    so­gar der Chef der staatli­chen  Indianer­schutz­behörde  FUNAI,  Julio    Gei­ger. Nach der Beisetzung  durf­ten weder er noch die   Jour­na­listen    das Reservat verlassen,  viel­mehr wurden sie   gezwun­gen, die Pataxó  beim   Be­setzen von vier  benach­bar­ten   Kakaofarmen zu be­glei­ten.  Umringt   von Indios mit  Fe­der-Kokarden,   Wurfspies­sen, Pfeil und  Bogen, mußte   Gei­ger  grimmigen Blickes als   erster das aufge­brochene  Farm­tor jenes    Groß­grundbesitzers   durch­schrei­ten, der die Pataxó am  meisten    ter­ro­risiert &#8211; während   diese auf­paß­ten, daß die Szene für  die    TV-Abendnachrichten auch   or­dent­lich gefilmt wurde. Erst  nach­dem  das   Gebiet ohne Ge­walt und   Zwi­schen­fälle be­setzt wor­den  war,  ließen sie   den FU­NAI-Chef  und  den Me­dien­troß von dannen  zie­hen.</p>
<h1>Terror, Lügen und Videoaufnahmen</h1>
<h2>Kontroverse um Polizeiübergriffe in Sâo Paulo</h2>
<p>Die  Aufnahmen gehen um die Welt: Polizisten errichten eine      Straßensperre  und ter­rorisieren vorbeikommende PassantInnen. Niemand      wehrt sich: aus  Angst, er­schossen zu werden. Der Präsident ist      international entrüstet  und die heimischen Intellektuellen schweigen.</p>
<p>Zehn  Militärpolizisten Sâo Paulos machen sich einen sadi­stischen      Spaß  daraus, in einem Slum alle paar Tage eine Stras­sensperre zu      errichten  und zu­fällig vorbeikommende Bewoh­nerInnen auf brutalste  Art     zu  foltern, mit Hartholzstücken blu­tig zu schlagen und   auszurauben.    Ein  völlig unschuldiger Mann wird vor aller Augen   erschossen, ein    anderer  schwer verwundet.<br />
Wer in brasilianischen Elendsvierteln lebt oder dort So­zial- und       Menschen­rechts­arbeit betreibt, weiß, daß Derartiges seit       Diktaturzeiten ab­solut nor­mal und alltäglich ist. Der jüng­ste Fall       von Polizeiter­ror erregt indessen enormes Auf­sehen, weil jemand gut       versteckt tagelang al­les filmt, das Video schließlich nicht nur  im      brasilia­nischen, son­dern auch im nord­ame­ri­ka­ni­schen,    europäischen    und asiati­schen Fernsehen ge­zeigt wird.<br />
Sâo Paulos Kardinal Evaristo Arns und seine Bischöfe und Pa­dres       protestieren vehement, stel­len nicht an­ders als amnesty in­ternational       (ai) und Human Rights Watch klar, daß die Greu­eltaten nicht       überra­schen. In ganz Brasilien würden die Men­schenrechte von der       Mi­litär­po­li­zei gravierend verletzt, Opfer seien stets Angehörige der       unter­privilegierten Schichten, An­zeigen fruchteten gewöhnlich      nichts.<br />
Der neue Fall zeigt dies ex­emplarisch. Zwei der zehn Militärpolizisten       gelten als Mit­glieder einer Todesschwa­dron, die in jüngster Zeit       minde­stens dreizehn Menschen ermor­det hat. Fünf Beamte standen       be­reits we­gen acht Morden sowie Mord­ver­suchen und schwerer       Körper­verletzung unter Anklage, die Verfahren wurden, wie fast durchweg       üblich, eingestellt. Ganz offenkundig unter dem Druck der Medien   und     der Ent­rüstung im Ausland wurden in­zwischen alle zehn    Tatbeteiligten    verhaftet &#8211; die Mitte-Rechts-Re­gierung instruierte in    Windeseile  auch   die Botschaften in Bonn, Bern und Wien, wie zu    reagieren ist.</p>
<p>Scheinheiligkeit und fragwürdige Aufregung</p>
<p>Ricardo Ballestreri, Präsident der brasilianischen ai-Sektion, mag       ebensowenig wie die Kirche in den jetzt von den Medien ge­schürten   Chor     der Entrüstung einstimmen, wirft der Gesell­schaft   Scheinheiligkeit    vor.  Bei jenen, die sich über Polizeibru­talität   aufregen, handelt es    sich  ihm zufolge um dieselben, die mehr Gewalt   bei der    Verbre­chensbekämpfung  und auch die Todesstrafe verlangen.   ai hatte wie    die Erzdiözese Sâo  Paulos bereits vielfach   angeprangert, daß die   “High  Society” und auch  die Mittelschicht in   Lateinameri­kas erstem    Wirtschaftsstandort  Greueltaten gegen   Slumbewoh­nerInnen schlichtweg    ignorier­ten. In  Brasilien, so ai auf   An­frage, gebe es ein Kontingent    von Personen,  deren Folterung   absurderweise als sozial  gerecht­fertigt   angesehen  werde. Unter der   Folter hatten erst  kürzlich neun Männer  der   Unterschicht gestanden,   ein Nobellokal  über­fallen und dabei zwei  Gäste   er­schossen zu   haben.  Glücklicher­weise fand man eher durch  Zu­fall  die  wahren   Täter mit  der Beute, die Neun bleiben dennoch für  ihr Leben     gezeichnet.</p>
<p>“Beifall” für Todesschwadrone</p>
<p>Cecilia Coimbra, couragierte Präsidentin der brasilianischen       Menschenrechtsorganisation “Nie mehr Folter”, erinnert jetzt daran, daß       die sich in Sâo Paulo häufenden chacinas, Blut­bäder, sowie andere       Aktionen der To­desschwadronen von sehr vie­len BrasilianerInnen  mit      “Beifall” aufgenommen werden. Nach der Ausstrahlung des   Amateurvideos     sei zu hoffen, daß es nie mehr zu derartigem Applaus   komme. Ju­randir     Freire Cos­ta, Therapeut und Direktor des Instituts   für  So­zialmedizin    an der Universität von Rio, teilt diesen   Optimismus  nicht. Die Mittel-    und Ober­schicht, so Costa, spreche    Slum­bewohne­rInnen den    Gleich­heits­grundsatz ab, definiere sie    quasi als “Nicht-Menschen” und    rea­giere daher mit extremer    Indiffe­renz und Akzeptanz auf jede Art   von  Ge­walt gegen diesen Teil    der Bevölkerung.<br />
Befreiungstheologe Frei Bet­to, enger Mitarbeiter von Kardi­nal Arns,       teilt den Stand­punkt von Costa, zählt den Sozi­alwissenschaftler       außerdem zu den ganz wenigen Mitgliedern der geistig-künstlerischen       Elite Brasiliens, die auf Massaker an Landlosen, Polizeiterror gegen       Arme und von Todesschwadro­nen begangene Morde nicht mit Schweigen       reagieren. Im Ge­spräch sagt Frei Betto, Hunderte von führenden       Intellektuellen Frankreichs oder Italiens prote­stierten in Manifesten       an die Mitte-Rechts-Regierung von Prä­sident Fernando Henrique    Car­doso    gegen all diese Greuel­taten und verlangten energische    Maß­nahmen.   Deren  brasiliani­sche KollegInnen duldeten in­dessen, von    wenigen   Ausnahmen  abge­sehen, die gravierende Ver­letzung der    Menschenrechte in   der  größten Demokratie Latein­amerikas, seien daher    mitschul­dig.<br />
Das Schweigen, so Frei Betto, sei Resultat der Unterstützung jener       Intellektu­ellen für die Cardoso-Regierung und deren neoliberale       Politik. Viele aus der geistigen Elite, die besonders hohes Prestige in       der öffent­lichen Meinung genössen, wür­den von Brasilia mit  Posten,      Po­sitionen und Geldern begün­stigt. Oder klarer  ausgedrückt:      kor­rum­piert. Der Theologe erin­nerte auch daran, daß  viele      In­tel­lek­tuelle, aber auch in Deutschland sehr bekannte       Schrift­steller wie Jorge Amado oder Sänger wie Gil­berto Gil,  Caetano      Veloso, Elba Ramalho und Joâo Bosco, Filme­macher wie  Héctor  Ba­ben­co     sich 1994 in einem Manifest für die Wahl Cardosos   aus­ge­spro­chen     hatten. Positive Aus­nah­me: Chico Buar­que. “Daß   all diese Perso­nen     sich heute passiv ver­halten”, so Frei Betto   weiter, “wird von den     In­tel­lektuellen Eu­ropas na­türlich   be­merkt. Wa­rum prote­stieren     wir, fragt man dort, doch die   Kollegen in Bra­si­lien nicht &#8211; wie steht     es daher um deren   Se­riosität?” Sie sei nicht vorhan­den, fügt der     Theologe hinzu.<br />
Der schwarze Intellektuelle Milton Santos: “Brasiliens       Gei­steswissenschaftler kapitulieren vor der Situation ihres Landes,       nähern sich dem Establishment an.”<br />
Frei Betto wurde während der Diktatur im berüchtigten       Caran­diru-Gefängnis Sâo Paulos ein­gekerkert und gefoltert. 1992 wurde       er vom Gouverneur des Bundesstaats vor Gericht ge­stellt, weil er       Gewalttaten der Militärpolizei öffentlich ange­prangert hatte. Im   selben     Jahr er­schossen Spezialeinheiten jener policia militar in   Carandiru     min­destens 111 Häft­linge.<br />
Zum Lärm um das Amateur­video meint Frei Betto, das bra­silianische       Medienecho werde wie in vorangegangenen Fällen rasch verhallen.<br />
Für Präsident Cardoso kommt der Vorfall dop­pelt ungelegen. Denn Sâo       Paulo mit seinen weit über eintausend deutschen Fir­menfilialen wird   von     einem Gou­ver­neur und en­gem Vertrauten aus des Staats­chefs       Sozial­demo­kra­tischer Par­tei PSDB regiert. Glei­ches trifft auf  den      politisch Haupt­verant­wortlichen des Land­losenmassa­kers von  1996  im     Amazonas­bundesstaat Pará zu &#8211; und auch auf den  Gou­ver­neur Rio  de     Janeiros, wo ein Blut­bad an Minderjährigen dem  an­deren folgt.</p>
<p>KASTEN</p>
<p>Männer des Gesetzes</p>
<p>Vorsicht, Leute aus Sâo Paulo, Osasco und ABC,<br />
Die Polizei von Sâo Paulo ist zum Beschützen da.<br />
Ist ein Polizist ein Verbrecher?<br />
Es gilt das Gesetz des Hundes.<br />
Die Polizei tötet das Volk,<br />
Aber ins Gefängnis kommt sie nicht.</p>
<p>Immer mehr Leute, deren Wege sich verlieren<br />
Aber sagen können wir nichts,<br />
Denn wir sind nicht auf der Seite des Gesetzes.<br />
Oh mein Gott, wann werden sie bemerken,<br />
Daß Sicherheit zu geben nicht bedeutet<br />
Angst einzujagen?</p>
<p>Song von Thaíde und DJ HUM</p>
<p>KASTEN</p>
<p>Männer des Gesetzes</p>
<p>Vorsicht, Leute aus Sâo Paulo, Osasco und ABC,<br />
Die Polizei von Sâo Paulo ist zum Beschützen da.<br />
Ist ein Polizist ein Verbrecher?<br />
Es gilt das Gesetz des Hundes.<br />
Die Polizei tötet das Volk,<br />
Aber ins Gefängnis kommt sie nicht.</p>
<p>Immer mehr Leute, deren Wege sich verlieren<br />
Aber sagen können wir nichts,<br />
Denn wir sind nicht auf der Seite des Gesetzes.<br />
Oh mein Gott, wann werden sie bemerken,<br />
Daß Sicherheit zu geben nicht bedeutet<br />
Angst einzujagen?</p>
<p>Song von Thaíde und DJ HUM</p>
<h1>Die Abwertung des Lebens</h1>
<h2>Die Regierung stoppt die Inflation &#8211; die Spirale der Gewalt dreht sich weiter</h2>
<p>In  der größten Demokratie Lateinamerikas gehören die berüchtigten       “Esquadrôes da Morte” auch über zehn Jahre nach Diktaturende zum    Alltag.    Sie ermorden Kin­der, Jugendliche, Menschenrechtsaktivisten    und    politische Gegner. Unter der Mitte-Rechts-Regierung von    Staatschef    Fernando Henrique Cardoso hat laut ai die Ge­walt stark    zugenommen.</p>
<p>An  einem Februarnachmittag geschieht in Rio de Janeiros Slumgürtel      Baixada  Fluminense erneut, was viele in der Ersten Welt für      unvorstellbar,  unmög­lich halten: Sechs aufgeweckte Jugendliche      zwischen fünfzehn und  siebzehn springen auf einen Linienbus auf und      machen sich zweier  “Vergehen” schuldig: Um nicht bezahlen zu müssen,      pas­sieren sie nicht  das Drehkreuz des Buskassierers sondern  blei­ben,     wie es täglich  unzählige Schüler und Arbeitslose tun, auf  den     hintersten Bänken,  lärmen, trom­meln Disco-Rhythmen. Dem  Kassierer wird     es zu bunt. Er  fordert zwei bewaffnete  Si­cherheitsleute der     Busgesell­schaft auf, die  Jungen zum  Schweigen zu bringen. Der Fah­rer     hält an, die sechs werden  mit  vor­gehaltener Pistole zum Aus­steigen     gezwungen, müssen sich in   einer Reihe auf die Erde knien. Dann  werden    sie kaltblü­tig mit   Kopfschüssen außerge­richt­lich  exekutiert, wie  es   ai und andere   Menschenrechtsor­ga­ni­sa­tio­nen  stets in     Untersu­chungs­be­rich­ten  nennen. Die Mörder un­ter­ziehen  sich, wie     üblich, nicht der Mühe, die  To­ten zu verstecken oder zu   ver­scharren.    Ein Jugendlicher über­lebte  die Schüsse noch eine   halbe Stunde,  hätte   gerettet wer­den können. Doch  niemand der vielen    herbeigelaufenen   Neugie­rigen rührte aus Angst vor  Rache eine  Hand:   Die Killer hatten es   verboten, keiner der Gruppe sollte    davonkommen.</p>
<p>Schlag für Rios Olympia-Bewerbung</p>
<p>Bereits in den 80er Jahren war die Baixeda Fluminense von den      Vereinten  Nationen als gefähr­lichste Stadtzone der Welt einge­stuft      worden &#8211; bis  heute werden hier Morde selten aufgeklärt. Gemäß einer      neuen  Untersu­chung sahen über dreißig Prozent der minderjährigen       Slumbewoh­ner schon einen Mord.<br />
Auch diese Bluttat wäre ge­mäß jüngster Praxis von Öf­fent­lichkeit und       Medien über­gangen worden, wenn nicht das Inter­na­tionale   Olympische     Ko­mitee gerade über die Kandidatur der   Sieben-Millionen-Metropole  am    Zucker­hut für die Spiele 2004   entscheiden würde. In weltweit     verbreiteten Imagekampagnen hatten   Brasiliens Autoritäten für Rio     getrommelt und stets ar­gu­men­tiert,   daß sich Gewalttaten doch     schließlich heute in allen großen  Städten  ereigneten. Die Ner­vo­sität     der Politiker war nach dem  Massaker  groß. Anders als bei   vorangegangenen   Ver­bre­chen dieser  Art mußten  Rios beste   Kriminalisten Tag und Nacht   nach den Tätern  fahnden.  Zeu­gen hatten   sie laut Presse­angaben   zweifelsfrei  erkannt. Einer  ge­hört zu Rios   Munizipal­garde und wird   gemäß der  en­gagier­ten  Staatsanwältin und   Killer­kommando-Expertin   Tania  Sal­les Moreira  stets dann als   Mittä­ter genannt, wenn es in   Bussen  zu “Exekutionen”  ge­kommen sei.   Der andere leitet eine der    zahl­reichen regionalen  Todesschwa­dronen.</p>
<p>Morddrohungen gegen holländischen Men­schenrechtsaktivisten</p>
<p>Immer mehr brasilianische Pfarrer, Bischöfe, Sozialarbeiter, Künstler       und Menschenrechts­aktivisten, die gegen das Wüten der     Killerkommandos   protestie­ren, wer­den durch Mord­drohungen unter     Druck ge­setzt,  müssen  aus Sicherheits­gründen ihren Aktionsradius     stark einschränken.  Dies  gilt auch für das neueste Blutbad. Zwei der     Ermordeten stammten  aus  Slums, in denen das auch mit Geldern der     deutschen Bundes­regierung   arbeitende Sozialin­stitut IBISS seit     Jahren Projekte realisiert. Der   holländische Di­rektor Nanko van     Buuren hatte als Arzt im zuständigen   ge­richtsmedizinischen Institut     die beiden ihm bekannten Jugendli­chen   identifiziert &#8211; an der     Aus­gangspforte wurde er derweil von zwei   Bewaffneten erwartet. Sie     zeigten sich über alle Details der   IBISS-Projekte gut infor­miert und     drohten, den 48-jähri­gen   umzubringen, falls er sich in die     Ermittlungen einmische und juristisch   gegen jene Busgesell­schaft     vorgehe, zu deren Sicher­heitspersonal die   Todesschützen nach     bisherigen Ermittlungen ge­hören. Van Buuren hatte   1996     Bundespräsident Herzog wäh­rend dessen Rio-Aufenthalts mit den       IBISS-Projekten vertraut ge­macht, hält zu ihm ständig Kon­takt. “In       Europa”, so der Ex­perte, “schenkt man wahrheits­gemäßen Berichten  über      die Re­alitäten Rios gewöhnlich keine Be­ach­tung. Das Ausmaß  der      Greuel­taten gegen Arme und Ver­elendete wird für  unwahr­schein­lich      gehalten.”</p>
<p>Politiker verwickelt</p>
<p>Duque de Caxias, Satelliten­stadt Rios in der Baixada Flumi­nense,      ist  seit langem wegen der Todesschwadronen berüchtigt. Gegen      Bürgermeister  Zito dos Santos läuft ein Prozeß, weil er den Mord an      einem seiner  politi­schen Gegner befohlen haben soll. Mehrere seiner      Kritiker, aber  auch Menschenrechtler be­schul­digen ihn, in      Killerkom­mando-Aktivitäten  verwickelt zu sein. Zito dos Santos gehört      zur Sozial­demokratischen  Partei von Staats­chef Fernando Henrique      Cardoso, dem Rios Pfarrer Caio  Fabio vorwirft, zwar die mone­täre      Inflation, nicht aber die Ab­wertung  des Lebens gestoppt zu haben.      Todesschwadronen sind in ganz Amazonien  und in Millio­nenstädten wie      Manaus, Sâo Paulo, Salvador de Bahia,  Re­cife, Fortaleza und Natal      aktiv. In letzterer Pro­vinz­haupt­stadt  hatte der an­ge­sehene      Men­schen­recht­ler und Anwalt Fran­cis­co  Negueira gegen die      größ­ten­teils aus Po­li­zi­sten be­ste­hen­den  Kom­mandos er­mittelt:      Ver­gan­genen Ok­tober wur­de er auf of­fener  Straße durch   MPi-Salven    er­mor­det. Da­rauf­hin forderte die    Men­schen­rechts­kommission der    Or­ga­ni­sa­tion Amerikanischer   Staa­ten  (OAS) Brasilia auf,  wei­te­ren   zehn von Kommandos in Na­tal   Ver­folgten  Personenschutz zu  ge­währen.</p>
<p>KASTEN</p>
<p>Was ist das für ein Land?</p>
<p>In den Favelas, im Senat<br />
Überall Dreck.<br />
Die Verfassung achtet niemand,<br />
Aber alle glauben an die Zukunft der Nation.<br />
Was ist das für ein Land?</p>
<p>In Amazonas, in Arraguaia, in der Baixada Fluminense,<br />
Mato Grosso, den Geraes und im Nordosten alles ruhig.<br />
Im Tod finde ich Frieden, aber das Blut fließt weiter,<br />
Befleckt die Papiere, die wahren Dokumente,<br />
Auf denen der Patron sich ausruht.<br />
Was ist das für ein Land?</p>
<p>Song von Renato Russo (Legiâo Urbana)</p>
<p>Schweine in Uniform</p>
<p>Die Männer des Gesetzes sind alle Verbrecher<br />
Sie töten unschuldige Leute und machen in Ruhe weiter.<br />
Unausgebildet, inkompetent handeln sie wider die Vernunft,<br />
Anstatt für Sicherheit zu sorgen<br />
Verängstigen sie die Bevölkerung.</p>
<p>Sie sind darauf trainiert, eine reiche Minderheit zu beschützen<br />
Vor der armen Mehrheit, die mit ihrem Leben bezahlt.<br />
Und wenn Du ein Arbeiter bist,<br />
Dann hast Du die idealen Voraussetzungen,<br />
Um in das Netz zu stürzen<br />
Der offiziellen Todesschwadronen,<br />
Schweine in Uniform.</p>
<p>Sie halten sich für Männer<br />
Aber in Wirklichkeit ehren sie<br />
Nicht einmal ihren Namen.<br />
Bulle, mit Verlaub,<br />
Ich werde die Dinge beim Namen nennen:<br />
“Mit der Pistole in der Hand bist Du ein grimmiges Tier, ohne sie       schwänzelst Du rum und Deine Stimme kiekst wie im Stimmbruch.”</p>
<p>Song von Marcelo D2 und Rafael (Planet Hemp)</p>
<p>Brasilianische Rapper- und Hip-Hop-Gruppen verarbeiten die brutale Realität in ihren Songs.<br />
Übersetzung: Alina González / Elisabeth Schumann</p>
<h1>Die USA und die brasilianischen Folterer</h1>
<h2>Dokumente beweisen CIA-Beteiligung an alltäglicher Repression</h2>
<p>Von  1964 bis 1985 unterdrückte Brasiliens Militärregime      Andersdenkende und  mi­li­tan­te Oppositionelle auf grausamste Weise:      Todesschwadronen  ermordeten unzäh­lige Gegner der Diktatur,  politische     Gefangene wurden  Haien lebendig zum Fraß vor­geworfen  oder aus     Helikoptern gestoßen, in  Stücke gehackt, verscharrt an  Strän­den Rio de     Janeiros &#8211; Brutalität war  alltäglich. Daß der  US-Geheimdienst CIA   den   Re­pressionsapparat der  Generäle auf  vielfältige Weise   unterstützte,   wußten  Men­schen­rechtsgruppen aus  dem In- und Ausland   schon damals.   Jetzt  sorgen Doku­men­te über die  damaligen   CIA-Aktivitäten in   Brasilien für  Schlagzeilen.</p>
<p>Wie die angesehene Zeitung O Estado de Sâo Paulo  berichtet, kon­nte      die nordamerikanische So­ziologin Martha Huggins  bis­lang      geheimgehaltene Kongreß­do­kumente einsehen, die die  Kom­plizenschaft      des CIA mit dem Unterdrückungsapparat von da­mals  bestätigen. Das    Fazit   der 53-jährigen Wissenschaftlerin: “Die Teilnahme  der CIA am    All­tag   der politischen Repression ist be­wiesen &#8211; die  Dokumente    sprech­en   sogar von gemeinsa­men Operationen &#8211; die  ameri­ka­ni­sche    Demokratie   partizi­pierte an der Schaffung eines     un­ter­drüc­kerischen Staates.”<br />
Besonders gravierend ist für Mar­tha Huggins, daß die CIA       Spe­zialkommandos für die bra­silianische Polizei ausbildete. In Rio de       Janeiro wurde eine “E­li­te” von vierzig Beamten zum Grund­stock  der      berüchtigten To­des­schwadrone: “CIA-Agenten nah­men an  Operationen   in    den Slums teil, aber auch an der po­li­ti­schen  Unterdrückung &#8211;   und    be­rich­teten alles, was sie sahen, nach  Washington.” Bis heute   sei in    den USA wenig bekannt, daß die CIA  bei der Ausbildung von   Po­li­zisten    in anderen Ländern mit­macht:  “Unsere Demokratie   be­nutzte die    Polizeibeamten, um in anderen  Ländern eine   ide­ologische Kontrolle    aus­zuüben.”</p>
<p>CIA läßt Dokumente verschwinden</p>
<p>Ein anderes interessantes De­tail der Recherchen von Martha Hug­gins:       Die CIA half beim Auf­bau des Diktaturgeheim­dien­stes SNI mit,       “lieferte sogar eine Li­ste mit den Namen ge­eigneter,       ver­trauenswürdiger Mitarbeiter.” Auf einer anderen Liste waren al­le       Personen ver­zeichnet, die ge­mäß CIA-Ein­schätzung nach dem       Militär­putsch von 1964 ver­haftet wer­den sollten.<br />
Ärgerlich für die Soziologin, die bereits drei Bücher über Bra­si­lien       veröffentlichte, ist, daß laut Gesetz zwar jeder US-Bür­ger   offizielle     Dokumente über Re­gierungsaktivitäten einsehen darf, wenn   diese  länger    als 25 Jah­re zurückliegen &#8211; jene Seiten je­doch der    Kongreßpapiere  mit   CIA-Berichten über Folterungen der politischen    Polizei Brasiliens  sind   unleserlich gemacht; manch­mal fehlen sogar    ganze Blätter.<br />
In mühseliger Kleinstarbeit ge­lang es der Expertin, 26 Folte­rer von       politischen Gefangenen aus­findig zu machen und unter Wah­rung der       Anonymität zu in­ter­viewen. Einer davon, Militär­po­lizist, mochte       nicht, wie seine Kol­legen, bei einem Einsatz ge­fan­gengenommene       “Subversive” mit Schlägen traktieren und die Frau­en vergewaltigen.  “Ich      for­derte, daß es doch besser sei, alle zu töten, anstatt sie  zu      foltern”, sagte der Militärpolizist zu Mar­tha Huggins und  berichtete      auch über den Abschluß der Ope­ration: Alle Gefangenen  wurden hoch  über     der Wildnis lebendig aus einem Helikopter  gestoßen.</p>
<p>Folterer heute in führenden Positionen</p>
<p>Helio Bicudo, während der Dik­tatur Präsident einer kirchli­chen       Kommission für Gerechtig­keit und Frieden, hat die Aussa­gen der       Soziologin bestätigt. Bi­cudo untersuchte damals die CIA-Aktivitäten       ebenso wie das Wü­ten der Todesschwadronen. Po­lizisten und       Armeeoffiziere Bra­siliens seien in den USA aus­ge­bildet worden &#8211;       manche, die da­mals zum Repressionsapparat ge­hörten, machten und machen       Kar­riere. Romeu Tuma, nach der Dik­tatur Chef der Bundespolizei,    ist    heute Kongreßsenator der star­ken Rechtspartei PPB.    Regi­meaktivist    Marco Maciel wurde gar Vize des jetzigen    Staatsprä­si­den­ten Fernando    Henrique Car­do­so &#8211; für Bicude auch    Beleg da­für, daß von echter    Vergan­gen­heitsbewältigung keine Rede    sein kann: “Hier in Brasilien    ha­ben die Leute ein kurzes    Ge­dächtnis.”<br />
Wie die Jahresberichte von am­nesty international und Hu­man Rights       Watch zeigen, gehö­ren Folter und Todesschwadro­nen auch zwölf Jahre       nach dem of­fiziellen Ende der Diktatur wei­terhin zum Alltag       Brasiliens, es “verschwinden” sogar mehr Men­schen als damals nach der       po­lizeilichen Festnahme. Die ka­tholische Kirche beklagt, daß  im­mer      mehr nichtidentifizierte Ge­waltopfer beerdigt werden, ein   Groß­teil   auf   den überall im Lan­de anzutreffenden “geheimen   Fried­höfen”.</p>
<h1>Die Kirche gegen den Strich</h1>
<h2>“Helfen statt verurteilen” beim Umgang mit Kinderprostitution in Nordostbrasilien</h2>
<p>Durch  die neoliberale Wirtschaftspolitik der jetzigen      Mitte-Rechts-Regierung  ist in ganz Brasilien die Arbeitslosigkeit      deutlich angestiegen; im  Hinterland von Maranhao wurde deshalb laut      Experteneinschätzung die  Prostitution von Kindern und Jugendlichen      erschreckenderweise zur  wichtigsten und manchmal einzigen      Einkommensquelle armer Familien. Nicht  zuletzt die Kirche hat sich dem      Problem angenommen.</p>
<p>Zu Dutzenden  stehen zwölf- und dreizehnjährige Mädchen bereits in      der  Nachmittagsschwüle an der Brücke über dem von Hütten gesäumten  Rio      Mearim und bieten sich den Passanten für nur fünf Realen an,-  das   sind    nicht einmal acht Mark. Andere warten in den von madames  oder    früheren   Amazonas-Goldgräbern geführten Billigbordellen der  neuen Rua    do Campo   auf Kunden. Doch auch dort sind sie keineswegs  geschützt  vor   der   Brutalität, die das Milieu prägt:  Messerstechereien,   Schußwechsel  mit   tödlichem Ausgang sind keine  Seltenheit, wobei   häufig Drogenkonsum  die   Hemmschwelle herabsetzt.  Ausländische   Sextouristen spielen hier  nur eine   geringe Rolle, da  das im Nordosten   Brasiliens gelegene  Pedreiras zu   weit von  Touristengebieten  entfernt  liegt. Geradezu  gierig auf möglichst    junge Mädchen sind  sexbesessene  Machos aller  sozialen Schichten aus   der  Stadt selbst:  Nachbarn,  Familienväter der  Rua do Campo,  Polizisten,   Politiker.  “Viele Mädchen  prostituieren  sich, weil die  eigenen Eltern   sie dazu  anregen oder  zwingen”, sagt die  52jährige  Franziskanerin Maria    Oliveira von der  lokalen  Frauenpastorale  gegenüber. Sie verweist auf   die  Gründe der  Misere: Von  den rund 50  000 BewohnerInnen hat nicht   einmal  ein  Viertel Arbeit,  von denen  wiederum verdienen 40 Prozent   höchstens  den  Mindestlohn von   umgerechnet 160 Mark.</p>
<p>Versteigerung von Jungfrauen</p>
<p>Pedreiras hat auch deshalb traurige Berühmtheit erlangt, weil dort in       Bordellen makabere Auktionen abgehalten werden, wo    Großgrundbesitzer,    Politiker und Unternehmer Jungfrauen zwischen neun    und vierzehn  Jahren   ersteigern, für eine einzige Nacht in einem    besseren  Stundenhotel.   Anschließend werden die Mädchen gewöhnlich    gezwungen,  als Prostituierte   zu arbeiten; manche enden in den    Goldgräbercamps  Amazoniens.<br />
Die Kirchengemeinde von Pedreiras fand sich mit der Situation nie ab.       Pfarrer Luiz Mario Luís gründete bereits 1963 ein       Rehabilitationszentrum, in dem Prostituierte lesen und schreiben sowie       einen Beruf erlernen konnten.<br />
Da die Zahl der Lernwilligen rasch zunahm, mußte das Zentrum vergrößert       werden, und die Bezirksverwaltung stieg als finanzielle Trägerin  mit      ein. Schulunterricht erhalten inzwischen auch die Kinder der   Frauen,     derzeit sind es über 160 Mädchen und Jungen. Mehrere Dutzend    jugendliche    oder erwachsene Prostituierte sitzen auf den Bänken  des   Zentrums, das    eher einer einfachen Lagerhalle ähnelt, und  lernen   Nähen sowie andere    Handarbeiten. Inzwischen haben sie zum  Teil   Kolleginnen als  Lehrkräfte.   Die Direktorin und Mitbegründerin    Benedita Leite versucht,  sie davon   abzubringen, weiter auf den  Strich   zu gehen, jedoch ohne  Erfolg. Denn   wie in tausenden anderen  Städten   und Gemeinden der  zehntgrößten   Wirtschaftsnation der Welt  erhalten   LehrerInnen und  andere öffentliche   Bedienstete auch in  Pedreiras   nicht einmal den  gesetzlich   vorgeschriebenen Mindestlohn  von   umgerechnet etwa 160 Mark.  Schlimmer   noch: Die  Bezirksverwaltung, der   wichtigste lokale  Arbeitgeber, zahlt   das  Hungersalär um bis zu elf   Monate verspätet aus.  “Ich gebe gerne    Unterricht”, sagt eine   Prostituierte, “doch das  letzte Mal habe ich  im   August Geld   gekriegt”. Viel ist es ohnehin  nicht, nur an die  neunzig   Mark. Und   Brasilien hat derzeit ein  ähnliches Preisniveau  wie Europa.</p>
<p>Erfolge &#8211; Rückschläge</p>
<p>Daß krasse Armut brutalisieren, verrohen und abstumpfen kann und die       Betroffenen häufig dazu bringt, sich aufzugeben, beobachten  Benedite      Leite und die Franziskanerin Maria Oliveira täglich. In  den      Bretterhütten am Rio Mearim dominiert in den vielköpfigen  Familien      Promiskuität; Die Mädchen lernen nur die Gesetze ihres  Milieus kennen      und sehen die Prostitution als einzige &#8211; und  attraktive &#8211; Möglichkeit,      im Leben voranzukommen. Ihnen Unterricht  zu geben, ist extrem    schwierig,   denn die Mädchen sind nicht daran  gewöhnt, sich zu    konzentrieren und   lange Zeit zuzuhören. “Wir  dürfen sie nicht    verurteilen, sie uns zu   Feinden machen” betont  Maria Oliveira,    “sondern müssen immer wieder auf   sie zugehen, ihnen  helfen, den Raum    der Kirche als Alternative   anbieten.” Erfolge  beim Schwimmen gegen  den   Strom gibt es. In der Straße   am Fluß  treffen sich Kinder und    Erwachsene im neuen Gemeindesaal zu    kirchlichen Aktivitäten, eine    Jugendgruppe stabilisiert sich. Maria    Oliveira lehrt Katechismus,    feiert Weihnachten und Ostern in den    Familien, bringt diesen die    Brüderlichkeitskampagne der    Bischofskonferenz nahe, und hält Kontakt    zu denjenigen Frauen, die  mit   ihrer Hilfe aus dem Bordell in einen    Beruf wechselten.<br />
Doch die madames besorgen sich immer wieder Mädchennachschub. Dabei       rekrutieren sie jetzt schon im Hinterland, ködern mit der Aussicht auf       “ehrliche Arbeit” und locken damit Jugendliche in den     Schuldenkreislauf.   Versucht Maria Oliveira, solche Minderjährigen zur     Rückkehr zu  bewegen,  hört sie immer wieder ein Argument: “Ich kann     nicht weg, weil  ich von  der madame neue, schicke Kleider angenommen     habe, die ich erst   abbezahlen muß!” Die Franziskanerin stellt  deshalb    eine   Bordellbesitzerin zur Rede und bekommt wie stets eine     drastisch-grobe   Antwort: “Meine Schuld ist das nicht. Diese  Hündinnen    kommen doch   angelaufen und bitten mich um Arbeit!” Weil  die madames    den   Neuankömmlingen weder den Besuch des Zentrums noch  der Kirche    gewähren,   geht die Franziskanerin selbst zu ihnen an den  Brückenstrich    und setzt   sich notfalls an die Bordelltischchen:  “Einmal spreche  ich   mit den   Mädchen über Gott, ein anderes Mal über    Geschlechtskrankheiten  und Aids.   An der Brücke kommen viele schon  auf   mich zugerannt und  umarmen mich!”<br />
Kinderprostitution ist typisch für Brasiliens Norden und Nordosten.       UNICEF, Kirche und NGOs haben in Maranhao bereits eine Kampagne gegen       die praktisch straffreie sexuelle Ausbeutung Minderjähriger  gestartet,      denn laut Menschenrechtsaktivistin Sandra Torres gehört  es bereits   zur    Gesellschaftskultur, abnorme Situationen als normal  zu  betrachten  und    hinzunehmen.<br />
Während in Pedreiras Kinder aus Hunger und Not ihren Körper verkaufen,       zeichnet der Staatspräsident Fernando Henrique Cardoso im nur 277       Kilometer entfernt Sao Luis, der Hauptstadt Maranhaos, vor  Mikrophonen      ein positives Bild der Lage im Lande. Der Soziologe  weist auch die      Kritik der Bischöfe an seiner neoliberalen Politik  zurück, erwähnt  weder     Kindersklaverei noch Kinderprostitution oder      Jungfrauenversteigerungen.  Neben Cardoso steht der jetzige      Kongreßpräsident und Ex-Staatschef José  Sarney &#8211; seit Diktaturzeiten      reichster und mächtigster Mann in  Maranhao. Daß hier alles beim alten      bleibt, liegt nach Aussagen von  Menschenrechtlern vor allem an ihm   und    seinen politischen Freunden.</p>
<h1>“Ich könnte jederzeit fliehen”</h1>
<h2>Volmer do Nacimentos Alltag zwischen Gefängniszelle und Tropenlandschaft</h2>
<p>Der  47-jährige Schwarze Volmer do Nacimento wagte als einer der      ersten  Brasilia­ner, auf Straßenkinder spezialisierte Todesschwa­dronen      und  deren Drahtzieher öf­fentlich anzuzeigen. 1993 wurde er wegen       vorgetäuschter Entführung und “Ver­leumdung von Rich­tern” zu vier       Jahren und neun Monaten Haft verurteilt, die er im halboffenen       Strafvollzug verbringt (siehe LN 261). Die brasilia­nische       Men­schen­rechtsorganisation Projeto Legal in Rio de Janeiro kämpft für       seine Freilas­sung.</p>
<p>Am schlimmsten sind die Sonn- und Feiertage.  Dann muß Volmer den      ganzen Tag in einer engen Gefängniszelle  verbrin­gen, im fünf      Autostunden nörd­lich von Rio gelegenen  Provinz­städtchen Natividada.      Seine Frau und seine Kinder sitzen  der­weil traurig nur rund 300   Meter    von Nacimento entfernt. Der  Bürger­rechtler liest dann   stapel­weise    Bücher und Zeitungen, schmie­det  Pläne für die Zeit   nach der Haft,  und   erinnert sich auch an die  Gespräche mit dem   Präsi­denten des    Europaparla­ments. Wütend macht  Nacimento, daß er   die nach wie vor aus    Straß­burg her­einflatternden  Einladun­gen   nicht annehmen darf. “Ich    bin ein Gefangener, weil ich es  selbst   will, denn mit meinem Wagen    könnte ich fast jederzeit fliehen &#8211;  und   nie­mand würde mich finden.”    Der lang­jährige Koordinator der    nationalen Stra­ßenkinderbewegung tut    es nicht. Schließlich trägt    Nacimento die Ver­antwortung für mehrere    von ihm selbst gegründete    Projekte, die er selbst leitet. Zu einem  der   wichtig­sten, einer auch    mit deut­schen Geldern finanzierten    Land­wirtschaftsschule für    Ju­gend­li­che, eilt er an Arbeitsta­gen    je­den Morgen. Der gelernte    Buch­hal­ter, dessen sozialpoliti­sches    Engagement in   Basisge­meinden  und Pastoralen der ka­tholischen Kirche    begann,   emp­fängt die bislang  neunzig Schü­ler­Innen, berät sich mit      Agro­nom­In­nen,  Zootechniker­In­nen und Lehrer­Innen, verteilt      Auf­trä­ge: “Die El­tern  der mei­sten Ju­gend­lichen hier sind      ver­elen­dete Wanderar­beiter der  Re­gion, mit ihnen zie­hen sie herum,      schuften auf Plan­tagen der  Groß­grund­be­sit­zer, ge­hen so gut   wie    nie in die Schule, flüchten aus  Perspektiv­losigkkeit in die   Slums  von   Rio. Die Schule wurde gegründet,  da­mit die Kin­der hier   bleiben,  die   Landflucht gestoppt wird.”</p>
<p>Die Landflucht stoppen</p>
<p>Jeder Schüler be­kommt mo­natlich umgerechnet rund neun­zig Mark und       damit weit mehr als für Plantagenarbeit. Das Geld stammt von zwei       holländischen Un­ternehmern. Der deutsche Child­ren Mission Fund in       Über­lingen zahlt die Löhne der Leh­rer­Innen und beteiligte sich  am  Bau     des Schulhauses am Rande von Nativi­dade in tropischer  Idyl­le.  Es   ist   nur halbfertig, ein Pro­viso­rium &#8211; in Deutschland  würde  niemand   darin   lernen und lehren wollen. Und auch die vom  deut­schen  Konsulat   in Rio   fi­nan­zier­ten Ausrüstungen für ein  La­bo­ratorium  zur   einfachen   Heil­mit­telherstellung können nicht  in­stalliert,  rund 300     Kurs­an­wär­ter nicht aufgenommen werden.  Die Schuld trägt  laut  Volmer    do Na­cimento die  Mitte-Rechts-Re­gierung von  Staatsprä­sident     Fer­nan­do Henrique  Cardoso und des­sen Freund aus  der     Sozialde­mo­kratischen Partei  PSDP, Rio-Gou­verneur Marcello  Alencar.     Wäh­rend eines  Belgienbesu­ches 1995 traf Cardoso  überraschen­der­weise     auf eine  Gruppe von Men­schen­rechtlerInnen,  die ein Poster von     Nacimento  tru­gen und dessen Freilassung  forder­ten. Wie stets in     solchen  eigent­lich brenzligen Fällen  stimmte Car­doso taktisch     geschickt  mit den KritikerIn­nen überein:  “Ihr habt recht &#8211; wir werden     damit  auf­hören.” Das Ver­sprechen  blieb fol­genlos und auch die zum      Jah­resbeginn 1996 vertraglich  zu­gesicherten rund 90.000 DM von      Co­munidade Solidaria, dem von der  Präsi­dentengattin gelei­teten      Wohl­fahrtsprogramm, tra­fen bisher  nicht ein. Ebensowe­nig, trotz      mehrfacher Mahnung, die etwa 100.000  DM des Rio-Gouver­neurs. “Wir      werden im­mer nur mit Ausflüchten  abge­speist”, kom­mentiert Nacimento,      “aber viele andere NGOs  be­kom­men ver­sprochene Mittel eben­falls     nicht  &#8211; wofür ist die  Comu­nidade Solidaria dann ei­gentlich da?  Wir    können  nicht im­mer  nur mit Geld aus dem Ausland ar­beiten &#8211; wo  bleibt    da die  eigene  Ver­antwortung Brasi­liens?” Den briti­schen  Konsul in    Rio, der  dem  Schulprojekt einen Traktor spen­dierte,  verblüfft    ebenfalls, daß die   Regierung nichts über­weist. Dagegen  wird laut    Pres­seangaben ein   existie­render “Sozialer  Dringlichkeits­fonds” fast    täglich vom   Mitte-Rechts-Kabi­nett  angezapft, um Diplo­matenempfänge,    Bankette  oder  üp­pige Geschenke  für aus­ländische Gäste zu   finanzieren.<br />
Die achtzehnmona­tigen Kurse der Escola Fasenda laufen den­noch wei­ter.       “Fast alle, die mit amtlichem Zerti­fikat abschließen werden,  haben      be­reits eine Ar­beitsstelle sicher,” freut sich Naci­mento,  “nach   der    Präfektur sind wir hier der zweitgrößte Ar­beitgeber!”  Abends  muß  der    nicht nur in Europa bekannteste Häftling Brasiliens  wieder  in  die  Zelle.   Der Polizeichef von Nati­vidade bekam bereits  aus  aller  Welt  über   tausend Protest- und Soli­daritätsbriefe,  mindestens   ebenso­viele    landeten beim Gou­verneur von Rio und im    Justiz­ministerium.<br />
Nacimento leidet indessen sichtlich unter der Situation, wollte 1996       durch einen Hunger­streik die Wiederaufnahme sei­nes Verfahrens und       Ermittlungen ge­gen Todesschwadronen und de­ren Hinter­männer  erreichen  &#8211;     was nicht gelang. Eine der wich­tigsten moralischen vor  al­lem  aber     juristi­schen Stützen ist die  Men­schenrechts­organisation  Projeto   Lagal   in Rio de Janeiro. Sie  er­reichte bisher, daß  Naci­mento seine   Haft   nicht unter ständiger  Lebens­gefahr in einer  völ­lig überfüllten   Zelle   Rios, sondern im  halboffenen Vollzug in  Natividade ver­bringt.   Für   An­walt Carlos  Nicodemos, Lei­ter des  ebenfalls vom deutschen   Child­ren   Mission  Fund unter­stütz­ten  Projeto Legal, ist der Pro­zeß   gegen   Nacimento  kaf­ka­esk: “In  Untersuchungsbe­richten des   Bun­desparlaments   und  selbst der  Abgeordneten­kammer des   Bun­desstaates Rio über die    Er­mor­dung von  Kindern und   Ju­gend­lichen, ebenso in der Presse,    wer­den die­selben  Richter   we­gen ihrer Verwick­lung in Ak­tivitäten  von    Todesschwadro­nen   auf­ge­führt, die auch Volmer do Naci­men­to    nannte.”<br />
Anwalt Nicodemos eilt min­destens ein­mal im Monat mit dem Wagen nach       Na­tividade, spricht seinem Mandanten Mut zu. Dessen Geburtstag im       ver­gan­genen November fiel ausge­rechnet auf einen Sonntag. Daß er  ihn      dank Ni­codemos nicht durch­weg in der Zelle verbringen mußte,    sondern    mit seiner schwangeren Frau und den Kin­der zusammensein    konnte, war    wie­der ein kleiner Sieg.</p>
<p>Letzte Meldung: Seit Anfang Ja­nuar hat Volmer rund um die Uhr      Freigang,  d.h. er muß sich jetzt lediglich re­gelmäßig bei der Polizei      mel­den.  Und die schlech­te Nach­richt: Nach heftigen Re­gen­fällen      ver­sank das  Gelände der Land­wirt­schaftsschule unter ei­ner   vier­zig    Zentimeter  dicken Schlamm­schicht. Die Gebäude ste­hen zwar   noch,  aber   die Ernte  ist völlig zerstört.</p>
<h1>Fünf-Sterne-Rassismus</h1>
<h2>Schwarze fahren keine Importautos</h2>
<p>Der  Ehemann ist weiß, die Ehefrau ist schwarz. Am Hoteleingang      verwehrt ein  Wächter der Ehefrau den Zutritt: Prostituierte dür­fen      nicht mit aufs  Zimmer. Wer glaubt, dieser Vorfall wäre die Ausnahme,      irrt. Unter der  Oberfläche scheinbarer In­tegration zeigt sich das   Bild    einer verdeckten  Apartheid.</p>
<p>Die Schwarzen müs­sen wis­sen wo ihr Platz ist, lautet  eine uralte,      immer noch hochaktuelle Redewendung in Bra­silien.  Ge­meint ist    damit:   Sklavennachfah­ren haben nichts in der Mittel- und     Ober­schicht,  deren  Krei­sen und Ambiente zu suchen. Sie werden     entsprechend  stigmati­siert  und behandelt. Wie dies in der Praxis     funk­tioniert,  bekam jetzt der  Züricher Fritz Müller, Fach­direktor    der   Cre­dite-Suisse-Bank, in Rio  de Janeiro zu spü­ren. Als er mit    seiner   schwarzen, aus Rio stammenden  Ehefrau Adriana nach einem      Restaurant­be­such ins First-Class-Hotel  In­tercontinental      zu­rückkehrte, wur­de Adriana von einem mus­ku­lö­sen  Wachmann grob      ge­stoppt: Eine Garota de Programa, so hei­ßen  Prostitu­ierte im      Rio-Slang, dür­fe nicht mit aufs Zim­mer. Direktor  Müller ließ sich von      seiner Frau über­setzen worum es ging und schlug  gehö­rigen Krach,      stellte den Wach­mann zur Re­de, verlangte von der  Ho­tel­lei­tung    eine   formelle Entschul­di­gung. Denn ohne  ent­sprechende  Vor­schrift   hätte   der Wächter kaum so gehandelt.</p>
<p>Rassismus &#8211; Machismus</p>
<p>Die Zeitung O Globo be­schrieb den Fall unter der tref­fenden       Überschrift “Fünf-Sterne-Ras­sismus”. Kaum ein mit einer dunkel­häutigen       Brasilia­nerin be­freundeter oder verheirateter Eu­ropäer, der in     Rio,   Sâo Paulo, Sal­vador de Bahia oder Fortaleza nicht ähnliche      Erfahrungen  ge­macht hat. Wer brasilianisches Portugiesisch nicht      versteht, be­kommt  kaum mit, daß der Gang über die Strandpromenade für      sei­ne Partnerin  ge­legentlich ei­nem Spießrutenlauf gleicht.  Wei­ße      Mit­telschichtsmachos der übel­sten Sorte, in Brasilien  alles  andere   als   dünn ge­sät, lassen eine Bösartigkeit oder  Obszöni­tät  nach der    anderen  fallen, ge­hen davon aus, daß der  tumbe Gringo  sicher nichts    ver­steht  und wohl im­mer noch glaubt,  was die  mei­sten Reiseführer    kolportie­ren:  Brasilien, ein  wun­dervoller  Schmelz­tiegel der Rassen,    ein Beispiel  gelun­gener  Integration  ver­schiedener Hautfarben, von    Dis­kriminierung  keine  Spur.<br />
Wer aber die Oberfläche, die schil­lernde Er­scheinungsebene ver­läßt,       stößt auf Brasiliens hocheffi­ziente verdeckte Apart­heid. Die ist   von     den schwachen, wenig respektierten Schwarzen­or­ganisationen   weit     schwerer zu packen und zu attackieren als die aus Süd­afrika   bekannte     of­fene Ras­sentren­nung. Schwarze, Mu­latt­Innen gehören   in die  Slums,    in die Unterschicht, in die drek­kig­sten,    schlechtbezahltesten    Be­ru­fe. Schwarze Frauen sind ge­mäß diesem    Denk- und    Ver­hal­tens­muster Hausdienerinnen, Rei­ne­machefrauen,    bestenfalls    Su­per­marktkassiererinnen. Oder aber: Schwarze Frauen    sind bis zum    Beweis des Gegen­teils Pro­sti­tuierte, Touristenhuren,    die man    entsprechend behandeln kann.<br />
Untersuchungen belegen, daß in­for­melle Mechanismen ge­wöhn­lich den       Auf­stieg Dunkel­häutiger in gutbezahlte qualifi­zierte       Mittel­schichtsberufe ver­hin­dern. Privatban­ken bilden da keine       Ausnahme. Bei meh­reren spricht das gängige System der zwei       Kundenschlangen Bände. Wer besser verdient und umge­rech­net mindestens       einige tau­send Mark auf seinem Konto hat, steht in der kürzeren    Fila,    wird bevorzugt behandelt und ist ge­wöhnlich weiß. Wer zu den       Schlecht­bezahlten gehört, aber glück­lich ist, dennoch ein Konto       besitzen zu dürfen, muß in der längeren Schlange gelegentlich Stunden       warten, schaut nei­disch, frustriert oder mit Groll auf die    Be­vorzugten    mit dem dickeren Geld­beutel. Welche Hautfarbe in der    langen Fila    domi­niert, läßt sich in Rio gut beobachten.<br />
Wer mit dunkler Haut den­noch den sozialen Aufstieg schafft, hat im       Alltag fast pau­sen­los Ärger. In Sâo Paulo wird eine er­folgreiche       schwarze Schau­spielerin von weißen Ma­dames im­mer wieder auf der       Straße gefragt, ob sie nicht als Haus­dienerin anfangen wolle, sie  sehe      so gut und gesund aus. Der schwarze Sänger und Komponist Dicró  wird   in    Rio de Janeiro von Si­cherheitsleuten zu seiner eige­nen  Show   nicht  auf   die Bühne ge­lassen. Ironisch erklärt er: “Mehr­mals  haben   sie  mich  auch  schon ge­schnappt, als ich meinen eigenen  Wa­gen  klauen   wollte.”  Wie  überführte Au­todiebe wer­den ebenfalls  immer  wieder    gut­ver­dienende  schwarze Fußball­spieler traktiert,  die  teure    Im­portwagen fahren.  Oleude Ri­beiro vom Verein  Portuguesa von  Sâo    Paulo wurde mit Blau­licht  in seinem Ford-Jeep  ge­stoppt und  mit dem    Revolver am Kopf gründlich  durchsucht: “Mein  tiefentsetzter  kleiner    Sohn woll­te danach wissen, ob  diese Männer  Ban­diten waren.     Schwie­rig, ihm zu erklären, daß alles nur   geschah, weil wir  Schwarze    sind.”<br />
Der auch in Eu­ropa bekannte schwarze brasiliani­sche Musiker Djavan       erläutert: “Wenn du be­rühmt wirst, ver­lierst du sozusa­gen deine       Hautfarbe. Das heißt nicht, daß dich die Leute auf einmal mögen. Sie       beginnen nur, dich zuzulas­sen.”</p>
<h1>Weniger als ein Quadratmeter</h1>
<h2>Brasiliens Gefängnisse offenbaren Bilder wie aus einem Gruselfilm</h2>
<p>Unter  der Regierung von Präsident Cardoso verschlechtert sich die      Lage in den  total überfüllten Gefängnissen weiter. “Niemand ist an      einer  Resozialisierung der Häft­linge interessiert,” so Padre  Mauzeroll     von  der Gefangenenseelsorge der katholi­schen Kirche.</p>
<p>Eine  mittelalter­lich anmu­ten­de Ge­fängniszelle in Rios Stadt­teil       Realengo. Gesetzlich hat je­der der mehreren Dut­zend In­sas­sen       Anspruch auf min­de­stens acht Quadrat­meter, hier da­gegen hat er   nicht     einmal ei­nen ein­zi­gen. Ge­schlafen wird des­halb in   Schichten.     Während ein Teil auf dem feuchten Beton liegt, hängt der   andere in     Stoff­schlau­fen da­rü­ber, die an den Git­ter­stäben   be­fe­stigt sind.     In ei­ner Zelle im Stadt­teil Bangu bie­tet sich   ein ähn­liches Bild:    35  fast nackte, schwit­zende Männer auf nur   sech­zehn Quadratmetern,     bei­ßen­der Fäkalienge­ruch, nachts   Rat­ten, die psychische  Span­nung    fast mit Händen greif­bar. Neun   von zehn haben Krätze und  Fu­run­kel.  In   der heißesten Jahres­zeit   herr­schen bis zu sech­zig  Grad in den    Zellen, täglich fallen dann   an die zwanzig In­sas­sen  ohn­mächtig um,    werden von den Wärtern   herausge­zerrt und durch  an­dere ersetzt. Um aus    die­ser Höl­le   herauszukommen, in eine  we­niger über­füllte Zelle    verlegt zu   werden, beste­chen Häftlinge  ih­re Aufseher mit um­gerechnet    bis zu   5.000 DM. Es gibt auch  Ge­fängnisse, in denen die In­sas­sen  das     nötige Geld  zu­sam­men­le­gen und dann den Be­günstigten wie in  einer     Lotterie  per Los be­stimmen. In Bangu kom­men die not­wendigen   Reais   von  der  Fa­mi­lie oder von Verbre­cher­syn­di­ka­ten. Je  größer,  je     un­er­träg­li­cher die Hitze, umso hö­her stei­gen die  Preise auf      die­sem Schwarz­markt. Nur einmal am Tag gibt es Essen  von      haar­sträu­ben­der Qualität, Lebens­mittel­pa­ke­te der  Angehörigen      werden ge­wöhn­lich nicht ausge­händigt. Fol­terungen  sind die Regel,      nicht nur in Rios Gefäng­nissen. Ein An­walt  be­schreibt einen Fall  aus     dem Jahr 1996: “Polizisten mit Ka­puzen  miß­handelten 116   Ge­fan­gene    mit Elektroschocks, alle wie­sen  Blutergüsse auf und   wur­den    dar­überhinaus zu sexu­ellen  Hand­lungen gezwungen.”<br />
Fast täglich wer­den Fälle tot­ge­folterter, er­schlagener Häft­linge       bekannt. Doch die politisch Ver­ant­wortlichen rühren sich kaum, nur       we­nige Intellektuelle pro­testieren und die Gesellschaft scheint   sich     an die grauen­vollen Zustände ge­wöhnt zu haben.<br />
Nach dem letzten offiziellen Zen­sus bieten die 511 Gefäng­nis­se       Brasili­ens Platz für höch­stens 60.000 Per­sonen. Mit über 148.000       Gefangenen sind sie da­mit mehr als doppelt be­legt. Not­wen­dig, so       heißt es, seien 145 neue Gefängnisse. Rund 95 Pro­zent der Häft­linge       sind Arme, 96 Pro­zent Männer, etwa drei Vier­tel Voll- und       Halbanal­phabeten. Der typi­sche Gefangene, so eine Stu­die, ist       dunkelhäutig und jün­ger als 25 Jahre. Jeden Monat kommt es laut       Statistik zu min­de­stens drei großen Häftlingsre­vol­ten; die meisten       von ihnen wer­den aller­dings der Öf­fent­lich­keit ver­heimlicht.</p>
<p>Pervertieren statt resozialisieren</p>
<p>Amnesty international und Human Rights Watch/­Ame­ri­cas prangern die       Zu­stände in den bra­silianischen Haftan­stalten als “pu­ren   Horror”    an.  Aber auch die Gefange­nenseelsorge der katho­li­schen   Kirche  läßt   nicht  locker. Padre Geraldo Mau­zeroll von der Pa­storal    Carçeraria im    Bundes­staat Sâo Paulo: “Wer ins Ge­fängnis kommt,   wird  pervertiert,    wird angesehen und be­handelt wie ein Tier.   Niemand ist  an ei­ner    Besserung oder Resozialisie­rung der Insassen    interessiert. Die    Gesellschaft rächt sich an ihnen. Sie läßt sie    intellektu­ell, seelisch,    mora­lisch, kulturell und nicht selten    sogar physisch ster­ben.”  Padre   Mauzeroll hört auf Polizeiwachen und    in Gefängnis­sen sehr  häufig den   Spruch: “Nur ein toter Häftling  ist   ein guter Häftling!”  Der Padre geht   seit 1973 in die  Gefäng­nisse  und  leitete die letzten  sechs Jahren die   Seel­sorge.  Was er täg­lich  zu  sehen be­kommt,  scheint kom­mer­ziellen    Horror­filmen ent­lehnt:   Häftlinge verfaulen  buch­stäb­lich in ih­ren    Zellen. Die   Ge­fängnisärzte sind selbst  Krimi­nelle, weil sie  Kranke   be­wußt   nicht behan­deln, sie sterben  las­sen, dafür aber  nie zur     Rechen­schaft gezogen werden.  Tuber­ku­lo­se grassiert,  über die     Ge­sichter Tod­kran­ker laufen  Amei­sen. Kri­mi­nell  handeln auch     Richter und Staats­anwälte, die  sehr wohl über Folter  und alle an­deren     Men­schenrechtsverlet­zungen  de­tail­liert  informiert sind und   den­noch   nicht ein­greifen.<br />
Gefängnisleitungen und Wär­ter ermögli­chen den Dro­gen­han­del und       -kon­sum hinter den Git­ter­stäben. Ein Direktor zu Padre Mauzeroll:       “Drogen müs­sen dort drin sein, damit die Ge­fangenen ruhig bleiben.”<br />
Ein besonders fin­steres Kapi­tel ist darüber hinaus die sexuelle       Ge­walt, die von perversen Auf­se­hern sogar ge­fördert wird. Padre       Mauzeroll: “Wird ein we­gen Vergewalti­gung Verurteilter ein­geliefert,       stecken ihn die Wär­ter extra in be­stimmte Mas­sen­zel­len, damit   er     dort von fünf­zehn, zwan­zig Häftlingen ver­ge­wal­tigt wird.  Das   ist    Gesetz in den Kerkern, und so verbreitet sich Aids sehr   schnell.”   Selbst   nach amtlichen An­gaben haben sich bereits über   zwanzig   Pro­zent der   Insas­sen mit dem Aids-Vi­rus infiziert. Ein   Großteil der   rund 150.000   brasiliani­schen Ge­fan­genen hat   homosexuellen   Ver­kehr, gewöhnlich   unge­schützt, Pro­miskuität ist   normal.<br />
Vitor Carreiro teilte in Rio eine Zelle jahrelang mit 47 ande­ren       Häftlin­gen, hat jetzt sichtbar Aids und sagt es deutlich: “Alle Welt       weiß, daß die Frau des Ge­fan­genen der andere Gefangene ist.” José       Ferreira da Silva, eben­falls HIV-posi­tiv, berichtet von vier  festen      und acht gelegentli­chen Partnern. Keiner hatte  Prä­servative  benutzen     wollen.<br />
“Wenn die Lage in den Ge­fängnissen in Sâo Paulo und Rio de Janeiro       bereits so schlimm ist”, gibt Padre Mauzeroll zu be­denken, “wie muß  sie      dann erst in den stark unterent­wickelten Gebieten des Nordens  und      Nord­ostens sein?” Padre Mauzeroll drückt sich im Ge­gensatz zu  so      vie­len Landsleuten um solche un­beque­men Wahrheiten nicht. Er  hat      keine Probleme damit, die von den Autoritäten gerne  ver­steckten und      verdrängten Pro­ble­me offen an­zusprechen. “Doch  wer über die  Zu­stände     re­det und in­formiert, stirbt”, lautet eine  an­dere Regel  &#8211;     Pistoleiros, Be­rufs­kil­ler, erle­digen dies.  Padre Mau­zeroll  weiß,     daß auch sein Leben in Gefahr ist. Den­noch  klagt er offen die  soziale     Ord­nung Brasi­liens an: “Sie ist schuld  an der  grauenhaften     Si­tu­a­tion!”<br />
Wärter und Spe­zialeinheiten ge­hen gewöhnlich äußerst brutal gegen       meu­ternde Häftlinge vor. 1992 wurden im Gefängnis Ca­ran­diru von Sâo       Paulo minde­stens 111 In­sassen von Militär­polizisten  massa­kriert.      Politisch Ver­antwortliche und di­rekt Be­tei­ligte  blieben bisher      straffrei. Die letzte Revolte in Carandiru  er­eignete sich Ende  Oktober.     670 Ge­fangene nahmen dort 27 Wär­ter  als Gei­seln und  forderten die     Ver­legung in eine andere  Haftan­stalt. Fünf  Gefan­gene versuchten  mit    einem Müll­fahrzeug zu  flie­hen, vier von  ih­nen wurden von     Mi­litärpolizisten  er­schossen.<br />
Die Rechtanwältin Zoraide Fer­nandez weist noch auf eine be­sondere       Absurdi­tät hin. Tau­sende von Häftlingen wer­den nach verbüßter Strafe       oft noch jahrelang festge­halten, allein in Rio waren es 1995       min­destens 560. Hinzu kommen jene, die unrechtmäßig in die Zellen von       Po­lizei­wachen gepfercht und dort mitunter regelrecht verges­sen       werden.</p>
<h1>Menschenrechte ja &#8211; aber nicht für Schwule</h1>
<h2>Todesschwadronen jagen Homosexuelle &#8211; 1300 Morde seit 1980</h2>
<p>Staatspräsident  Cardoso präsentierte in Brasilia mit großem Pomp      einen “Nationalen Plan  für Menschenrechte” &#8211; doch die Show stahl ihm      Luiz Mott,  intel­lektueller Führer der brasilianischen      Schwulenbewegung. Weil die  Homosexuellen in dem Dokument nicht einmal      erwähnt werden, entrollte  Mott ein Transparent “Gays querem  Justiça”-     (Schwule wollen  Gerechtigkeit) und nannte Fakten zur   sy­stematischen    Verfolgung der  Homosexuellen in Brasilien.</p>
<p>Laercio, 22, und Mariquinhos, 30,  wohnten in Rios armseliger      Nordzone in einem simplen Häuschen, waren  beliebt und gal­ten als      hilfsbereit, fröhlich. In einer Novembernacht  werden sie von einem der      berüchtigten “Kom­mandos zur Jagd auf Gays”  überwältigt &#8211; fünf      Kapuzenmän­ner stoßen die beiden bis zur na­hen  Bahnlinie, dann krachen      Pi­stolenschüsse. Anwohner finden Laercio und  Mariquinhos in  ih­rem     Blut, stellen erschüttert Ker­zen auf.<br />
Luiz Mott erläutert: “In Bra­silien sind mindestens vierzehn       Todesschwadronen hinter Ho­mosexuellen her. Seit 1980 wur­den über 1300       Schwule ermor­det, 1996 waren es bisher 85, aber unsere Statistik   ist     sehr un­vollständig.” Das stimmt, denn von den Serienmorden der     letz­ten   Wochen in Rio wußte Mott zu diesem Zeitpunkt noch nichts.     Hinzu kommt,   daß Angehörige wegen der bestehenden Vorur­teile gegen     die Schwulen   oftmals die Natur des Verbrechens ver­schweigen.<br />
Universitätsprofessor Mott, 50 Jahre alt, Präsident der Grupo Gay do       Bahia (GGB) und Se­kretär für Menschenrechte der Bra­silianischen       Vereinigung für Gays, Lesben und Transvestiten (ABGLT), lehrt in der       nordost­brasilianischen Küstenmetropole Sal­vador da Bahia &#8211; auch  dort      werden Schwule diskriminiert, ver­folgt und ermordet. Mott  spricht  von     “Opfern des Ma­chismus”, die Täter gingen ge­wöhnlich  straffrei  aus.   So   seien bei über vierzig Prozent der Schwulenmorde  die Täter    er­mittelt   worden, nur zehn Prozent kamen jedoch  letztlich vor    Ge­richt und wurden   dann fast im­mer freigesprochen.</p>
<p>Archiv über Homosexualität</p>
<p>Ein schönes Kolonialhaus in Salvador da Bahia beherbergt im ersten      Stock  den kleinen Sitz der Grupo Gay do Brasil mit dem immerhin   größten     lateinameri­kanischen Archiv über Homose­xualität. Die GGB   ist die     älteste und aktivste Homosexuellenver­einigung in   Lateinamerika. Nach     dem Klingeln schaut der Leiter zunächst prüfend   auf den Besu­cher und     wirft danach den Schlüssel hinunter. Oben  kann  man sich eine  Ausstellung    über homosexuelle Männer und Frauen   ansehen, von Platon,  Leonardo da    Vinci, Shakespeare, Cleopatra und   James Dean bis hin zu  der berühmten    Sängerin der Musica Popular   Brasileiro, Maria Bethânia.  Man wird    höf­lich zu den zwei   wöchentlichen Versammlungen  eingeladen, an denen    auch Bi- und   Heterosexu­elle teilnehmen. Vor dem  Ab­stieg über die    steile   Holztreppe teilt der GGB-Leiter  Präserva­tive, “Camisinhas”, aus &#8211;      schließlich ist die Gruppe  beson­ders aktives Mitglied in der vom      Gesundheitsministerium  geführ­ten Nationalen Kommission zur      AIDS-Bekämpfung.<br />
In der Stadt selbst machen die Homosexuellen drastisch auf sich, ihre       Freuden und Probleme aufmerksam. “Liebe mit Vor­sicht &#8211; suche Deine       amantes bes­ser aus”, steht groß auf Schauta­feln, und “Laß Dich  nicht      von AIDS ins Jenseits befördern, aber laß Dich auch nicht   ermor­den!”     Die Warnung ist nicht un­begründet, druckte doch gar   eine große  lokale    Zeitung regelmäßig folgende Anzeige: “Halte   Salva­dor sauber &#8211;  töte    jeden Tag einen Homo!”</p>
<p>Erscheinungsebene &#8211; Wirklichkeit</p>
<p>Brasiliens Schwulenszene prä­sentiert sich anders als zum Beispiel      jene  in San Francisco oder gar in Deutschland. Gays fallen viel mehr      auf,  haben ihre Kneipen, Discos, Strände, Zeit­schriften. Der  Terror     gegen  Schwule existiert indessen wei­ter, scheint sogar  stark     zuzuneh­men.   Motts Grupo Gay do Bahia hat deshalb ein      “Über­le­benshandbuch”  publi­ziert, das zahl­reiche praktische Tips zur      Selbstverteidigung  gibt. Mott hat das Handbuch in Brasi­lia, Belo      Horizonte, Curitiba und  Recife vorgestellt. In jeder Stadt gab er  die     Namen der dort in den  letzten Jahren ermordeten Schwulen  be­kannt.  Die    meisten Verbrechen  ereigneten sich aber in Rio de  Janeiro, Sâo  Paulo    und Salvador da Bahia.</p>
<p>Umfragen und Machismus</p>
<p>Daß Schwule diskriminiert werden, zeigen neue repräsenta­tive      Umfragen:  So würden 36 Pro­zent der BrasilianerInnen ei­nem      Homosexuellen selbst  dann nicht eine Arbeit geben, wenn er der      bestqualifizierte Bewerber  wäre. JedeR Fünfte würde sich von einem      homosexuellen Kol­legen bewußt  fernhalten, 56 Pro­zent würden zumindest      ihr Ver­halten ändern. 79  Prozent, im Nordosten sogar 87 Prozent,      ak­zeptierten auf gar keinen  Fall, daß ihr Sohn mit einem      Ho­mosexuellen ausginge. Und 62 Prozent  meinen, daß Eltern die Änderung      der homosexuellen Orientierung ihrer  Söhne er­zwingen müßten.</p>
<p>Politisches Asyl für Schwule</p>
<p>Gay-Menschenrechtsgruppen in San Francisco prangern seit Jahren die       Zustände in Brasilen an. 1993 gewährten die USA erstmals einem       brasilianischen Schwulen politisches Asyl. Der Begünstigte heißt Marcelo       Teno­rio, Luiz Mott trat in dem Asyl­verfahren als Zeuge auf und     wurde   dafür zuhause in den Me­dien niedergemacht. Das Asyl, hieß es,     basiere   auf einer Lüge über Brasilien; Schwule würden nicht     systematisch   getötet. In den letzten Wochen erhielten zwei weitere     Homosexuelle   Asylsta­tus, wollen aber anonym blei­ben, aus Angst, daß       Familienan­ge­hö­ri­ge in Brasilien Repressa­lien er­lei­den   könnten.     Eine un­bekannte Zahl brasilianischer Homo­sexu­el­ler lebt   illegal  in    den USA. Mög­licherweise werden jetzt wei­tere einen   Asylantrag   stellen.</p>
<p>KASTEN</p>
<p>Staatstrauer für Ex-Diktator</p>
<p>Nach dem Tod des Ex-Generalpräsidenten Ernesto Geisel im Sep­tember      1996  ordnete Fernando Henrique Cardoso per Dekret acht Tage      Staatstrauer an.  Geisel war von 1974 bis 1979 der dritte      Generalpräsident der  brasilianischen Militärdiktatur (1964-1985).      Geisel war bereits zur  Amtseinführung von Cardoso gela­den worden. 1995      traf sich der Präsident  mit dem EX-Diktator und wollte dies      ausdrücklich als “Würdigung”  verstanden wissen.<br />
Die Homenagem weckte in der Tat Aufmerksamkeit. Denn bei Gei­sel und       seinem ebenfalls im Regimeapparat dienenden Bruder Or­lando handelte  es      sich um Vertreter der “harten Linie”, die kei­nes­wegs nur   militante     Diktaturgegner rücksichtslos verfolgen, fol­tern und   ermorden ließen.     Dies hat gerade ein wichtiger Zeit­zeuge bestätigt:   Reserveoberst   Jarbas   Passarinho, Mitautor der berüchtigten   Ausnahmegesetze von 1968   und   Minister unter drei Dik­taturgenerälen,   sagte im brasilianischen     Fersehen, daß ein Groß­teil der   Greueltaten an Linken in Geisels     Regierungszeit be­gangen worden   seien. Die Medien pflegten dagegen stets     dessen Amts­vorgänger   Emilio Garrastazzu Medici die Verantwortung  für    die größten   Schlechtigkeiten des Militärregimes aufzubürden.</p>
<p><a href="http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/der-schwierige-ausbruch-aus-dem-stahlkorsett/5810270.html"><strong>http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/der-schwierige-ausbruch-aus-dem-stahlkorsett/5810270.html</strong></a></p>
<p><strong>“Zwölf Jahre nach dieser Fusion ist der Ruhrkonzern aber mit       6,25  Milliarden Euro verschuldet. Das ist mehr als das Dreifache   des     für das  Geschäftsjahr 2010/11 geplanten operativen Gewinns.   Grund  für    die  Schuldenlast sind die neuen Stahlwerke in Brasilien   und den  USA,    die mit  zehn Milliarden Euro viel teurer wurden als   geplant.  Nun  fehlt   in allen  Geschäftsfeldern das Geld für   Investitionen.”</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/lulastatuspaulista.JPG" alt="lulastatuspaulista.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/27/das-thyssenkrupp-stahlwerk-und-die-von-der-who-konstatierte-luftvergiftung-von-rio-de-janeiro-brasiliens-umweltschutzer-weisen-auf-den-interessanten-zusammenhang/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/27/das-thyssenkrupp-stahlwerk-und-die-von-der-who-konstatierte-luftvergiftung-von-rio-de-janeiro-brasiliens-umweltschutzer-weisen-auf-den-interessanten-zusammenhang/</strong></a></p>
<p><strong>“Ein gutes Beispiel für gelungene Globalisierung”:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/19/thyssenkrupp-in-rio-de-janeiro-neues-stahlwerk-wird-immer-teurer-laut-handelsblatt-lokale-militardiktatur-im-umfeld-laut-grunen-politiker-alfredo-sirkis-todesschwadronen-folter-scheiterhauf/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/19/thyssenkrupp-in-rio-de-janeiro-neues-stahlwerk-wird-immer-teurer-laut-handelsblatt-lokale-militardiktatur-im-umfeld-laut-grunen-politiker-alfredo-sirkis-todesschwadronen-folter-scheiterhauf/</strong></a></p>
<h2>TODA UNANIMIDADE É BURRA. Nelson Rodrigues.</h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/07/brasiliens-boom-und-die-slumhutten/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/07/brasiliens-boom-und-die-slumhutten/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/04/leben-wie-die-halfte-der-einkommensbezieher-brasiliensamtliche-angaben-fur-samtliche-ausgaben-pro-tag-umgerechnet-zwischen-26-und-5-euro-zur-verfugung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/04/leben-wie-die-halfte-der-einkommensbezieher-brasiliensamtliche-angaben-fur-samtliche-ausgaben-pro-tag-umgerechnet-zwischen-26-und-5-euro-zur-verfugung/</strong></a></p>
<h2>              <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/10/brasiliens-gefangenenseelsorge-der-deutsche-pastor-wolfgang-lauer/" rel="bookmark">Brasiliens Gefangenenseelsorge &#8211; der deutsche Pastor Wolfgang Lauer.</a></h2>
<p>Samstag, 10. Dezember 2011 von Klaus Hart   <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11804" title="Beitrag bearbeiten">**</a></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1624771/"><strong>http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1624771/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/caran6.JPG" alt="caran6.JPG" /></p>
<p><a href="http://brueckenbauer.blogspot.com/2011_05_01_archive.html"><strong>http://brueckenbauer.blogspot.com/2011_05_01_archive.html</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/10/wahlen-in-rusland-und-in-brasilien-wie-unterschiedlich-mainstream-und-politschauspieler-reagieren/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/10/wahlen-in-rusland-und-in-brasilien-wie-unterschiedlich-mainstream-und-politschauspieler-reagieren/</strong></a></p>
<p><strong>Brasiliens hausgemachte Krisenfaktoren:<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/30/brasiliens-viele-hausgemachte-krisenfaktoren-hochzinspolitik-uberbewertete-landeswahrung-deindustrialisierung-absurd-ineffiziente-und-kostentrachtige-infrastruktur/">             http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/30/brasiliens-viele-hausgemachte-krisenfaktoren-hochzinspolitik-uberbewertete-landeswahrung-deindustrialisierung-absurd-ineffiziente-und-kostentrachtige-infrastruktur/</a></strong></p>
<p><strong>Einkommen im “Boomland” Brasilien:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/04/leben-wie-die-halfte-der-einkommensbezieher-brasiliensamtliche-angaben-fur-samtliche-ausgaben-pro-tag-umgerechnet-zwischen-26-und-5-euro-zur-verfugung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/04/leben-wie-die-halfte-der-einkommensbezieher-brasiliensamtliche-angaben-fur-samtliche-ausgaben-pro-tag-umgerechnet-zwischen-26-und-5-euro-zur-verfugung/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/26/die-fakten-widerlegen-das-wir-eine-reprasentative-demokratie-sind-streng-genommen-sind-wir-nicht-einmal-eine-demokratie-joao-ubaldo-ribeiro-bestsellerautor-in-einer-politischen-analyse-am-ta/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/26/die-fakten-widerlegen-das-wir-eine-reprasentative-demokratie-sind-streng-genommen-sind-wir-nicht-einmal-eine-demokratie-joao-ubaldo-ribeiro-bestsellerautor-in-einer-politischen-analyse-am-ta/</strong></a></p>
<h2>Offizielle deutsch-brasilianische  Beziehungen, der mutige    evangelische Gefängnispastor Wolfgang Lauer,  gravierende    Menschenrechtsverletzungen in Brasilien. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11134" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: , <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-menschenrechtslage/" rel="tag">Brasiliens Menschenrechtslage</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/evangelisch-lutheranische-landeskirche-hannover/" rel="tag">Evangelisch-Lutheranische Landeskirche Hannover</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/pastor-wolfgang-lauer/" rel="tag">Pastor Wolfgang Lauer</a></p>
<h2>”Es sind einfach die ökonomischen, die  politischen  Interessen, die    zusammengehören &#8211; da gefährdet man nicht  seine  Beziehungen, indem   man  sozusagen den Brasilianern mal den Spiegel   vorhält und sagt, ihr   habt  hier eine schöne Verfassung und schöne   Gesetze &#8211; aber warum   werden  die nicht eingehalten?”</h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/10/evangelischer-pastor-wolfgang-lauer-gefangenenseelsorger-in-brasilien-ob-die-haftlinge-lutheraner-sind-christen-oder-nicht-ist-fur-mich-total-unwichtig/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/10/evangelischer-pastor-wolfgang-lauer-gefangenenseelsorger-in-brasilien-ob-die-haftlinge-lutheraner-sind-christen-oder-nicht-ist-fur-mich-total-unwichtig/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/caran6.JPG" alt="caran6.JPG" /></p>
<p><strong>“Die Deutschen und die Brasilianer hatten ein gegenseitiges     Abkommen zur Auslieferung, Überstellung von verurteilten Gefangenen.     Wenn ein Deutscher hier geschnappt und verurteilt wurde, dann hat er     einen Teil der Strafe abgesessen &#8211; und das gab es &#8211; konnte dann nach     Deutschland gehen und die dort vom deutschen Staat anerkannte  Reststrafe    absitzen.  Das gibt es aber nicht mehr. Was ich aus gutem  Munde hörte  &#8211;   die Richter in Deutschland haben gesagt, Brasilianer,  die in    Deutschland verurteilt werden, können wir nicht ausliefern in  ein    unrechtes Gerichtswesen, Justizwesen &#8211; denn dort werden sie  gefoltert,    das weiß ja jeder Mensch. Allein schon die  menschenunwürdigen Zustände    in den brasilianischen Gefängnissen! Bloß  &#8211; die deutsche Regierung  setzt   sich nicht für die eigenen Gefangenen  ein &#8211; die schmoren dort,  wo die   deutschen Richter die Brasilianer  nicht schmoren lassen! Das  heißt, der   deutsche Staat wendet andere  Standards an als die deutschen  Richter!  Das  ist interessant!” </strong></p>
<p><strong>Lula und die Doktorhut-Kriterien von Paris:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/27/lula-erhalt-ehrendoktor-in-paris-als-erste-personlichkeit-lateinamerikas-lulas-siebter-ehrendoktorhut/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/27/lula-erhalt-ehrendoktor-in-paris-als-erste-personlichkeit-lateinamerikas-lulas-siebter-ehrendoktorhut/</strong></a></p>
<p><strong>Amnesty Journal 2009:</strong></p>
<p><strong>KOPF UNTER WASSER</strong></p>
<p><strong>Gravierende Menschenrechtsverletzungen offiziell abzustreiten      oder zu  vertuschen, kommt heutzutage bei der internationalen      Gemeinschaft  schlecht an. Das weiß auch die brasilianische Regierung      und geht deshalb  seit langem einen anderen Weg: Mit erstaunlicher,      entwaffnender  Offenheit wird in- wie ausländischen Kritikern  bestätigt,     dass sie  völlig im Recht seien. Man sehe die Dinge ganz  genau so  und    habe bereits  wirksame Schritte, etwa zur Abschaffung  der Folter,     eingeleitet. Doch  auf die Worte folgen meist keine  Taten.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Menschenrechtsaktivisten wie der      österreichische Pfarrer Günther  Zgubic, der die bischöfliche      Gefangenenseelsorge in Brasilien leitet,  vermissen seit Jahren      deutliche Worte von deutscher Seite. Schließlich  ist Lateinamerikas      größte Demokratie ein wichtiger strategischer Partner  von Deutschland,      und die Regierung in Berlin spricht gerne von den  “gemeinsamen     Werten”,  die beide Staaten verbinden würden. Mit dem      Menschenrechtsbeauftragten  der Bundesregierung, Günter Nooke, hat jetzt      zum ersten Mal endlich  ein hochrangiger deutscher Politiker in der      Hauptstadt Brasilia die  Probleme offen angesprochen.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Zgubic erinnert immer wieder an die      wohlklingenden Versprechungen,  die Präsident Luiz Inácio Lula da Silva      bei seinem Amtsantritt 2003  verkündet hat: “Er hat öffentlich    erklärt,   dass er Folter und andere  grausame, unmenschliche Praktiken    nicht  mehr  duldet.” Leere Worte aus  Brasilia, denn nach   Informationen  von  Zgubic  existiert die Folter in  allen Varianten, um   Geständnisse  zu  erzwingen:  “Es werden Elektroschocks  eingesetzt,   man presst den  Kopf  unter Wasser.  Auf allen Polizeiwachen  Brasiliens   werden  Häftlinge  gefoltert”, meint  Zgubic.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Nun sieht er sich überraschend durch Nooke      bestätigt. “Stehen  Menschenrechtsprobleme wie die unsägliche      Folterpraxis beim  Staatspräsidenten ganz oben auf der Prioritätenliste?      Wieso wird nicht  stärker kritisiert, dass die Regierung alle      internationalen  Verpflichtungen eingeht, ohne sie dann auch konsequent      umzusetzen? Wir  merken, dass sich Brasilien beim Thema   Menschenrechte    von Europa  entfernt”, erklärte Nooke kürzlich.   Brasilien dürfe im     Menschenrechtsbereich nicht abdriften.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Doch vielleicht ist dies längst passiert.      Paulo Vannuchi, Leiter des  Staatssekretariats für Menschenrechte in      Brasilia, hatte in der Zeitung  “Folha de São Paulo” betont, dass  das     brasilianische Strafgesetz die  ­Todesstrafe zwar nicht vorsehe,   dennoch    aber täglich außergerichtliche  Exekutionen stattfinden   würden.    Gemeinsame Werte? Pedro Ferreira, Anwalt  bei der   bischöflichen    Gefangenenseelsorge, findet es bedrohlich, dass  selbst   nach offiziellen    Angaben derzeit über 126.000 Häftlinge trotz    verbüßter Strafe  illegal   weiter festgehalten werden.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Ehemalige Gegner der Diktatur (1964 bis      1985) weisen zudem auf die  fatalen Folgen der nicht bewältigten      Gewaltherrschaft hin. Nicht einmal  die Öffnung der Geheimarchive aus      der Zeit der Diktatur sei unter Lula  veranlasst worden, kritisiert      Bundesstaatsanwalt Marlon Weichert aus São  Paulo. Die Straflosigkeit      inspiriert seiner Meinung nach jene  Staatsfunktionäre, die heute im      Polizeiapparat und im Gefängnissystem  “Folter und Ausrottung”      betrieben. Mit leeren Worte kann man an diesen  ­Zuständen wohl kaum      etwas ändern.</strong></p>
<h2>Favelakinder in Sao Paulo. Gesichter Brasiliens. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11672" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasilien/" rel="tag">Brasilien</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/favelakinder/" rel="tag">Favelakinder</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/sao-paulo/" rel="tag">Sao Paulo</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c7.JPG" alt="c7.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/ca7.JPG" alt="ca7.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/28/brasiliens-lynchpraktiken-neuester-fall-in-sao-pauloeine-feige-tat-digeane-alves-ehefrau-des-gelynchten-busfahrers/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/28/brasiliens-lynchpraktiken-neuester-fall-in-sao-pauloeine-feige-tat-digeane-alves-ehefrau-des-gelynchten-busfahrers/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/ca2.JPG" alt="ca2.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/17/adveniat-in-brasilien-wie-lebt-es-sich-in-der-reichsten-stadt-lateinamerikas-der-siebtgrosten-wirtschaftsnation-nach-acht-jahren-lula-regierung-adveniat-gottesdienst-in-der-favela-cachoeirinha-von/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/17/adveniat-in-brasilien-wie-lebt-es-sich-in-der-reichsten-stadt-lateinamerikas-der-siebtgrosten-wirtschaftsnation-nach-acht-jahren-lula-regierung-adveniat-gottesdienst-in-der-favela-cachoeirinha-von/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/ca3.JPG" alt="ca3.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/16/brasilien-die-favela-paraisopolis-in-sao-paulo-tu-graz-achitektur-fakultat/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/16/brasilien-die-favela-paraisopolis-in-sao-paulo-tu-graz-achitektur-fakultat/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/ca4.JPG" alt="ca4.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/24/in-brasilien-existiert-weiter-hunger-das-problem-wurde-langst-nicht-beseitigt-jose-francisco-leiter-der-franziskaner-sozialprojekte-in-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/24/in-brasilien-existiert-weiter-hunger-das-problem-wurde-langst-nicht-beseitigt-jose-francisco-leiter-der-franziskaner-sozialprojekte-in-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/ca6.JPG" alt="ca6.JPG" /></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/ca5.JPG" alt="ca5.JPG" /></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c13.JPG" alt="c13.JPG" /></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/ca8.JPG" alt="ca8.JPG" /></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cacho1.JPG" alt="cacho1.JPG" /></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cacho8.JPG" alt="cacho8.JPG" /></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cacho14.JPG" alt="cacho14.JPG" /></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach11.JPG" alt="cach11.JPG" /></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach17.JPG" alt="cach17.JPG" /></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach26.JPG" alt="cach26.JPG" /></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach27.JPG" alt="cach27.JPG" /></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach28.JPG" alt="cach28.JPG" /></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach44.JPG" alt="cach44.JPG" /></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach53.JPG" alt="cach53.JPG" /></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/09/crackkindosesp1.jpg" alt="crackkindosesp1.jpg" /></p>
<p><strong>Crackkind in Sao Paulo &#8211; wie Kinder in Brasilien leben. Straßenkinder, Drogen-Kids, Kindersoldaten, Slumkinder…</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/23/gruner-ministerprasident-winfried-kretschmann-in-brasilien-2011/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/23/gruner-ministerprasident-winfried-kretschmann-in-brasilien-2011/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/bosshartmpikinder.JPG" alt="bosshartmpikinder.JPG" />Zeitungsausriß NZZ.</p>
<p><strong>Wie in deutschsprachigen Zeitungen und Zeitschriften die  Situation interpretiert wird:</strong></p>
<h2>”Das Leben in Brasilien ist leicht und unbeschwert. Probieren Sie es     selbst.” Deutschsprachige Tourismuspropaganda.</h2>
<p><strong>Obdachlosenverbrennung:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/25/obdachlose-in-sao-paulo-protestieren-gegen-lebendiges-verbrennen-von-strasenbewohnern-und-andere-gewalttaten-in-brasilien-viele-greueltaten-garnicht-amtlich-registriert-obdachlosenvertreibung-bea/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/25/obdachlose-in-sao-paulo-protestieren-gegen-lebendiges-verbrennen-von-strasenbewohnern-und-andere-gewalttaten-in-brasilien-viele-greueltaten-garnicht-amtlich-registriert-obdachlosenvertreibung-bea/</strong></a></p>
<h2>Slum-Mädchen in Sao Paulo. Gesichter Brasiliens. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=12501" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/slummadchen-in-sao-paulo/" rel="tag">Slummädchen in Sao Paulo</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/02/cachomadchen1.JPG" alt="cachomadchen1.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/29/empfang-in-sao-paulo-gesichter-brasiliens/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/29/empfang-in-sao-paulo-gesichter-brasiliens/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/02/cachomadchen2.JPG" alt="cachomadchen2.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/02/cachomadchen3.JPG" alt="cachomadchen3.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/21/katholisches-hilfswerk-adveniat-in-brasilien-land-der-vielen-milliardare-und-millionare-wie-es-kommt-das-in-deutschland-muhselig-spenden-fur-bedurftige-und-sozialprojekte-gesammelt-werden-obwohl-d/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/21/katholisches-hilfswerk-adveniat-in-brasilien-land-der-vielen-milliardare-und-millionare-wie-es-kommt-das-in-deutschland-muhselig-spenden-fur-bedurftige-und-sozialprojekte-gesammelt-werden-obwohl-d/</strong></a></p>
<p>Hintergrund:</p>
<p>Brasiliens Schwarze contra Rassismus</p>
<p>Kirche bekämpft „Apartheid“</p>
<p>„Grund zum Feiern haben wir auch diesmal nicht“, sagt der   Schwarzen-Aktivist und Künstler Emanoel Araujo zum „Nationalen Tag des   schwarzen Bewußtseins“ am 20. November, in Brasilien ein Feiertag. „Vor   120 Jahren wurde zwar die Sklaverei offiziell abgeschafft, doch immer   noch gibt es unzählige Sklavenarbeiter in diesem Riesenland“, prangert   Araujo in Sao Paulo an. Der weiße Chico Whitaker, Träger des   Alternativen Nobelpreises, pflichtet ihm in der Megacity bei:“Wir sind   ein Land der Apartheid und nur eine Fassaden-Demokratie!“ Nach Nigeria   hat Brasilien die größte dunkelhäutige Bevölkerung des Erdballs, haben   über die Hälfte der Einwohner afrikanische Vorfahren so wie Barack   Obama. Dennoch haben es Schwarze noch nie bis in den Präsidentenpalast   geschafft, ist die Rassendiskriminierung ungleich schärfer als in den   USA. Deshalb kämpft auch  die bischöfliche Kommission für Gerechtigkeit   und Frieden, in der Chico Whitaker aktiv ist, auf der Seite der   dunkelhäutigen Brasilianer, kooperiert mit der  Schwarzen-Seelsorge.   Bischof Joao Alves dos Santos, der die „Pastoral Afro-Brasileira“   leitet, kommt gerade von der Wallfahrt schwarzer katholischer Gemeinden   in Brasiliens wichtigsten Pilgerort Aparecida bei Sao Paulo. Sie findet   landesweit alljährlich kurz vor dem 20. November statt und ist  zugleich  größte nationale Demonstration für Schwarzen-Bürgerrechte.  „Wir sind  immer noch ein Land der Apartheid“, sagt auch Bischof Santos,  „nur sehr  langsam zeichnen sich Fortschritte ab.“ Dunkelhäutige seien  die  typischen Slumbewohner, hätten die geringsten Bildungschancen – die   Kirche suche daher die Sklavennachfahren auf verschiedenste Weise zu   befähigen, wirkungsvoller für ihre Interessen zu kämpfen. Der   Pastoralbischof weist auf das sehr erfolgreiche Bildungsprojekt des   Franziskanerordens namens EDUCAFRO, das Schwarzen über ein Kurssystem   den Zugang zu ihnen gewöhnlich verschlossenen Universitäten sowie zu   höher qualifizierten, besser bezahlten Berufen öffnen soll. Der schwarze   Franziskaner Frei David dos Santos hatte solche Kurse 1993 erstmals in   Elendsvierteln Rio de Janeiros gestartet – inzwischen funktioniert das   EDUCAFRO-Netz landesweit. Santos, heute geradezu eine Symbolfigur der   brasilianischen Schwarzenbewegung, ergeht es wie vielen kirchlichen   Menschenrechtsaktivisten – er bekommt Morddrohungen, nicht nur die   Kirche bangt um sein Leben.</p>
<p>Im Franziskanerkloster Sao Paulos leitet der quirlige,   temperamentvolle Ordensbruder Valnei Brunetto alle regionalen   EDUCAFRO-Projekte, organisiert kämpferische Schwarzen-Demos, bei denen   seine Kurs-Studenten im City-Gewühl unüberhörbar große  Afro-Trommeln   bearbeiten. „Was wir hier machen, ist auch Befreiungstheologie in der   Praxis!“ Glatt könnte man sagen, Brunetto habe die falsche Hautfarbe –   denn er ist weiß. Natürlich hat sich Brunetto die einzige nationale   Schwarzenzeitschrift „Raça Brasil“ mit ins Boot geholt – Herausgeber   Mauricio Pestana, ein exzellenter Rhetoriker und Karikaturist, kommt   alle paar Tage ins Franziskanerkloster. „Brasilien ist das   rassistischste Land der Welt“, sagt er unumwunden. Aus seiner Sicht sind   rassistische Strategien überall auf der Welt fehlgeschlagen – ob in  den  USA, Südafrika oder Teilen Europas. In Brasilien, so Pestana mit   ironischem Unterton, funktioniere der „Racismo“ dagegen geradezu   perfekt, wirke dessen Maschinerie sehr intelligent. Damit die   Vorherrschaft der Weißen nicht in Gefahr gerate, habe man den   Dunkelhäutigen nur zu oft die eigene Identität geraubt. Rassismus werde   häufig schlichtweg verdrängt, vielen sei die perfide Diskriminierung   garnicht bewußt. Dabei brauche man in Sao Paulo, Lateinamerikas   reichster Stadt, sich nur die von Misere gezeichneten Schwarzen-Ghettos   und die bourgeoisen Weißen-Viertel anzuschauen. „Rassentrennung pur“.   Unter Politikern, Führungskräften seien „Negros“ die Ausnahme.  „Gegen   all dies kämpfen wir an – auch mit Hilfe der Kirche.“</p>
<h2>Rio+20 und die immergleichen Spesenritter:  Rio de Janeiros Hotels für die Zeit der UNO-Konferenz bereits zu 94  Prozent ausgebucht, laut Landesmedien. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=12464" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/rio20/" rel="tag">Rio+20</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/uno-konferenz-2012-in-rio-de-janeiro/" rel="tag">UNO-Konferenz 2012 in Rio de Janeiro</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/08/rio20-konferenz-an-den-resultaten-der-uno-umweltkonferenz-von-1992-lassen-sich-die-tatsachlichen-ziele-und-absichten-erkennen-damals-unter-betroffenheitsgeschwatz-und-entschlossenheitsrhetorik-ver/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/08/rio20-konferenz-an-den-resultaten-der-uno-umweltkonferenz-von-1992-lassen-sich-die-tatsachlichen-ziele-und-absichten-erkennen-damals-unter-betroffenheitsgeschwatz-und-entschlossenheitsrhetorik-ver/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/03/angelikopenhagenpause.JPG" alt="angelikopenhagenpause.JPG" /></p>
<p>“Konferenzpause in Kopenhagen” &#8211; Angeli in Qualitätszeitung “Folha de Sao Paulo”, Ausriß.</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/germanwatch-betonte-die-rangliste-beziehe-ausschlieslich-den-energiebedingten-klimagas-ausstos-ein-die-emissionen-aus-einer-veranderten-nutzung-von-land-also-zum-beispiel-durch-die-rodung-oder-a/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/germanwatch-betonte-die-rangliste-beziehe-ausschlieslich-den-energiebedingten-klimagas-ausstos-ein-die-emissionen-aus-einer-veranderten-nutzung-von-land-also-zum-beispiel-durch-die-rodung-oder-a/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/27/ney-matogrosso-por-debaixo-dos-pano/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/27/ney-matogrosso-por-debaixo-dos-pano/</strong></a></p>
<h2>Brasiliens sinkende Agrotreibstoff-Produktion 2011 &#8211; 29 Prozent weniger gegenüber Oktober 2010, laut Branchenangaben. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11493" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags:</p>
<p><a href="http://www1.folha.uol.com.br/mercado/1004642-brasil-deixa-de-produzir-47-bi-de-litros-de-alcool-em-2011.shtml"><strong>http://www1.folha.uol.com.br/mercado/1004642-brasil-deixa-de-produzir-47-bi-de-litros-de-alcool-em-2011.shtml</strong></a></p>
<h2>Rio + 20:”Biosprit E 10 schadet laut Studie  dem Klima”. Für  Brasiliens kirchliche Experten von Anfang an Fakt.   “Biosprit ist  Todessprit” &#8211; katholischer Befreiungstheologe Frei Betto.  Demokratie  und gezielte Naturvernichtung. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11350" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/mario-mantovani/" rel="tag"> </a></p>
<p><a href="http://www.derwesten.de/auto/biosprit-e10-schadet-laut-studie-dem-klima-id5193268.html"><strong>http://www.derwesten.de/auto/biosprit-e10-schadet-laut-studie-dem-klima-id5193268.html</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/canabrand1.JPG" alt="canabrand1.JPG" /></p>
<p><strong>Was heute als “Bio” gilt &#8211; Abbrennen einer Zuckerrohrplantage kurz vor der Ernte, 2011.</strong></p>
<p><strong>Mario Mantovani, Präsident der  Umweltstiftung   »SOS Mata Atlantica«, in Sao Paulo, zum Abfackeln der   Zuckerrohrplantagen kurz vor der Ernte, was auch die Naturschutzgebiete   kaputt macht. Denn  das Feuer gerät außer Kontrolle, frisst sich in   Schutzzonen und Wälder.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>»Alle denkbaren Vorteile von Ethanol werden   allein durch das  Abfackeln aufgehoben. Der Ausstoß an Dioxin und   ­klimaschädlichen Gasen  ist immens. Die Gesundheitsposten bei Sao Paulo   sind voll von Leuten,  die schwere Atemprobleme haben,   Sauerstoffbehandlungen brauchen.«</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/04/29/agrotreibstoff-auserungen-der-umweltminister-deutschlands-und-brasiliens-laut-bischoflicher-bodenpastoralcpt-komplett-falsch-massiver-einsatz-von-sklavenarbeitern-verstost-gegen-nachhaltigkeits/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/04/29/agrotreibstoff-auserungen-der-umweltminister-deutschlands-und-brasiliens-laut-bischoflicher-bodenpastoralcpt-komplett-falsch-massiver-einsatz-von-sklavenarbeitern-verstost-gegen-nachhaltigkeits/</strong></a></p>
<p><strong> </strong><strong>2007 löste der Dominikaner Frei Betto mit   seiner provozierenden  Formel »Biosprit ist Todessprit« in Europa sogar   Parlamentsdebatten aus.  Der viel gerühmte Öko-Treibstoff soll Armen  und  Hungernden rund um den  Erdball den Tod bringen? </strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Viele hielten Frei Bettos These für   überdreht, realitätsfremd. Dass  viele Lebensmittel in Brasilien teurer   als in Deutschland sind,  unerschwinglich für Arme, wird verdrängt. </strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Derzeit gibt es erneut ­brutale Preissprünge – und spürbare Klimaveränderungen wegen massiver Abholzung im Amazonasgebiet.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Erneutes Nachfragen deshalb im   Dominikanerkloster Sao Paulo bei Frei  Betto, der zu Brasiliens   führenden Intellektuellen gehört und zahlreiche  in- und ausländische   Menschenrechts- und Literaturpreise erhielt. </strong></p>
<p><strong> </strong><strong>»Ja – die Landnutzung für Zuckerrohr   bewirkt den Tod vieler Menschen!  Wenn man die Ackerfläche für   Nahrungsmittel verkleinert, steigen deren  Preise, sterben viele   Menschen, die sich keine guten Grundnahrungsmittel  leisten können.« </strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Frei Betto zitiert UNO-Daten, wonach die   Zahl der chronisch  Hungernden in der ganzen Welt auf über eine   Milliarde anwuchs. Aber  sicherlich ist doch Brasilien, immerhin   achtgrößte Wirtschaftsnation der  Welt, davon ausgenommen?</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<h5><strong>Frei Betto bleibt  dabei: »Biosprit ist Todessprit«</strong></h5>
<p><strong> </strong><strong>Frei Betto verneint: »Unsere Regierung   räumt offiziell ein, dass es  noch 16,2 Millionen Hungernde in absolutem   Elend gibt – doch aus meiner  Sicht sind es doppelt so viele!« Zwei   Jahre hatte er im  Präsidentenpalast von Brasilia sein Büro nur einige   Türen vom damaligen  Staatschef Lula da Silva entfernt, arbeitete für   das  Anti-Hunger-Programm. Als es zum Stimmenkaufprogramm deformiert   wird,  Bedürftige von Regierungsalmosen abhängig macht, legt Frei Betto   den  Posten nieder.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Brasilien ist weit weg, muss uns in   Deutschland das wirklich  interessieren? »Bei Euch redet alles von   Klimaänderung,  Treibhaus-Effekt. Ethanol aus Zuckerrohr wie im E10   treibt ihn voran«,  kontert der Dominikaner und hat wissenschaftliche   Studien parat: Wegen  der Zuckerrohrplantagen wurden riesige   Urwaldgebiete Amazoniens  abgeholzt, was das ökologische Gleichgewicht   in Nord- und Südamerika  schädigt, sich auf die ganze Welt negativ   auswirkt. Denn Amazoniens  Regenwald ist der größte des Planeten. Und   die Regenfälle, ob im Süden  Floridas oder Argentiniens, hängen von der   Verdunstung in Amazonien ab.</strong></p>
<p><strong> Die Megacity Sao Paulo zählt über 2000 rasch wachsende   Slums. Auch  das hat für Frei Betto mit Ethanol, mit E10 zu tun – denn   mehr  Zuckerrohranbau bewirkte Vertreibung von Kleinbauern,   Landarbeitern:  »Ein Heer von Arbeitslosen zieht im Lande umher und   verdingt sich bei  der Zuckerrohrernte, haust den Rest der Zeit aber in   Slums mit Drogen,  Gewalt, Prostitution.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/e10blumenau.JPG" alt="e10blumenau.JPG" /></p>
<p><strong>Blumenau/Sachsen.</strong></p>
<p><strong>Bischof Coelho in Deutschland:</strong></p>
<p><strong>Er erzählte von einem Land, in dem nur einige wenige Familien     nahezu alle  wesentlichen gesellschaftlichen Bereiche beherrschten   und   Korruption an der  Tagesordnung sei: „Die Kirche hat die wichtige     Aufgabe, der armen Bevölkerung  bei ihren existenziellen Problemen     gegenüber der Profitgier von Wenigen zu  helfen.“ Menschen würden von     ihrem Land vertrieben, sie hätten kaum Rechte und  Umweltschutz     existiere nicht.</strong> <strong>(Münstersche Zeitung)</strong></p>
<p><strong>Hintergrund von 2008:</strong></p>
<p><strong>Brasiliens Kirche appelliert an Europas Christen: Schweigt nicht zu diesen Zuständen hier.  </strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Sklavenarbeit, Umweltvernichtung, teure   Nahrungsmittel und Misere in  Brasilien – für volle Auto-Tanks in   europäischen Staaten wie  Deutschland? Die katholische Kirche des   Tropenlandes hat jetzt an die  deutschen Gläubigen appelliert, zu den   unmenschlichen Bedingungen bei  der Erzeugung des Kraftstoffs Ethanol   aus Zuckerrohr nicht zu schweigen.  Padre Antonio Garcia Peres,   Generalsekretär der brasilianischen  Wanderarbeiter-Seelsorge, sagte,   die deutschen Kirchen müßten die  Öffentlichkeit über die gravierenden   Hintergründe und Folgen der  Ethanolproduktion aufklären, vor allem   brutale  Menschenrechtsverletzungen  sowie Umweltzerstörung anprangern.   Padre  Peres lebt, arbeitet seit vielen Jahren nahe der   Wirtschaftsmetropole  Sao Paulo mitten in einer traditionellen   Landwirtschaftsregion. „Die  Böden im Teilstaat Sao Paulo zählen zu den   fruchtbarsten der Erde –  deshalb wurden hier früher alle wichtigen   Grundnahrungsmittel, von  Bohnen bis Reis, Getreide aller Art, angebaut.   Wenn ich mich jetzt  umschaue – ein wahrer Ozean von Zuckerrohr zur   Ethanolerzeugung. Es ist  der reine Wahnsinn – pure Geld-und Profitgier   hat diesen absolut  verrückten Ethanolboom ausgelöst, das muß man   entlarven!“ Durch die  Ethanolproduktion werde die Nahrungserzeugung   stark reduziert, erhöhten  sich die Lebensmittelpreise. In Sao Paulo,   Brasiliens größter Stadt,  seien schwarze Bohnen, ein wichtiges, sehr   nährstoffhaltiges  Grundnahrungsmittel im Lande, in den letzten zwölf   Monaten um 168  Prozent verteuert worden. Mit  zunehmenden   Ethanolexporten  auch nach  Deutschland  werde all diese negative   Entwicklung weiter forciert.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Ist das die einsame Position eines   Provinzpadres, der die Welt, die  neuen Zeiten nicht mehr versteht?   Schließlich rühmt auch Deutschlands  Wirtschaft jenes Ethanol als   „Biosprit“, als sauber, umweltfreundlich,  fortschrittlich. Padre Peres   ist längst gefragter Experte, reist häufig  in europäische Länder, wird   von Nichtregierungsorganisationen ebenso wie  von der UNO regelmäßig   konsultiert. Nicht zufällig nennt diese die  Erzeugung von   Agro-Treibstoffen sogar „ein Verbrechen gegen die  Menschheit“ –   Lateinamerika werde ebenfalls von der neuen, weltweiten  Hunger-und   Nahrungsmittelkrise erfaßt.  Padre Peres hat die gesamte    Bischofskonferenz Brasiliens hinter sich, arbeitet eng mit kirchlichen,    nicht-kirchlichen Umwelt-und Menschenrechtsaktivisten zusammen. Und    beruft sich stets auf Jesus Christus: „Er hat uns gelehrt, brüderlich zu    handeln, für christliche Werte zu kämpfen. Kirche darf nicht heißen,    nur Gottesdienste zu zelebrieren, eine leere Spiritualität zu  predigen.   Echter Glaube zeigt sich in der täglichen Praxis! Deshalb  darf die   Kirche jetzt Jesus Christus nicht verraten, darf nicht  mithelfen, diese   unerträglichen Zustände zu verstecken oder zu  bemänteln, sondern muß   ganz im Sinne von Jesus klar Position beziehen,  muß informieren und   hinterfragen, hat dort in Deutschland jetzt eine  ganz wichtige Rolle.“   Vor dem Hintergrund der Nahrungskrise müßten die  Kirchen zudem ein   weltweites Netz der Solidarität knüpfen, auf die  Einhaltung der   Menschenrechte dringen. „Die Wohnlager der  Zuckerrohrarbeiter erinnern   mich an deutsche KZs – nur durch  abstoßendes, inhumanes Sozialdumping   sind brasilianisches Ethanol,  brasilianischer Zucker auf dem Weltmarkt   so billig!“</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Padre Peres beobachtet, wie nicht nur im   Teilstaate Sao Paulo mit  seinen deutschen Auto-Multis von VW bis   Mercedes-Benz europäische,  darunter deutsche Investoren Milliarden Euro   in die Ethanolerzeugung  stecken. „Pflegt man in Deutschland nicht   diesen wunderschönen Diskurs  von der sozialen Verpflichtung des   Eigentums, vom Wert des human factor –  vergißt das aber in Brasilien?“,   fragt er ironisch. Und richtet auch an  die Investoren einen   Appell:“Sie dürfen nicht nur auf rasche  Superprofite schauen, sondern   müssen hier beim Respektieren von  Menschenrechtsnormen und   Sozialstandards ein Beispiel geben! Mit  Menschenleben darf man nicht   spielen – Investoren sollten sich nicht zu  Komplizen skandalöser   Zustände machen!“</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Brasilien ist die zehntgrößte   Wirtschaftsnation, Sao Paulo ihr  reichster , ökonomisch führender   Teilstaat. „Und dennoch verdeckte  Sklaverei, viele Arbeiter sterben vor   Erschöpfung!“ Kaum zu fassen, aber  Zuckerrohrarbeiter auf den  endlosen  Plantagen verdienen monatlich  allerhöchstens umgerechnet etwa  300  Euro. Wer als Zuckerrohrschneider  mit dem schweren Haumesser pro  Tag  nicht mindestens acht Tonnen schafft,  fliegt raus. Immer mehr  Arbeiter  nehmen deshalb harte Drogen wie Crack,  um durchzuhalten, die   körperlichen Schmerzen zu ertragen. „Das sind  bitterarme, häufig   schlecht ernährte Wanderarbeiter aus dem tausende  Kilometer entfernten   Nordosten – man braucht sich nur vorzustellen, wie  die am Ende des   Arbeitstages aussehen – fix und fertig!“ Unter den  Zuckerrohrplantagen   liegt das bis Argentinien reichende, weltgrößte  Süßwasservorkommen.   „Das wird durch den massiven Pestizideinsatz  kontaminiert.“</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Über dreitausend Kilometer von Padre Peres   entfernt, fordert in  Amazonien der aus Österreich stammende Bischof   Erwin Kräutler sogar  einen Stopp für weitere Zuckerrohrplantagen,   kritisiert den Ethanolboom  ebenfalls scharf. „Wer im Weg ist, wird   erschossen“, sagt Kräutler zu  den vielen Morden an Umwelt-und   Menschenrechtsaktivisten, die sich den  Vernichtern der Schöpfung in den   Weg stellten. Der Bischof selbst  überlebte Attentate, ist von Mord   bedroht, wird rund um die Uhr durch  Polizisten bewacht. Daß man in   Europa meist so gleichgültig gegenüber  den Zuständen in Lateinamerika   ist, erbittert ihn. „Es ist kurzsichtig  zu sagen, damit habe ich nichts   zu tun! Wir sind in einer einzigen Welt.  Wir tragen auch  Verantwortung  für andere Teile der Welt und die  Menschen, die dort  leben.  Gerechtigkeit heißt, daß wir uns gerade für  diese Völker, die  heute im  Abseits stehen, einsetzen – und das ist auch  Aufgabe der  Kirche.  Profitgier zerstört Amazonien!“</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Aber was stimmt denn nun? Deutsche   Politiker, deutsche  Wirtschaftsexperten sagen doch immer, die   Ethanolproduktion schädige  Brasiliens Regenwälder nicht, in Amazonien   wachse gar kein Zuckerrohr,  nur viel weiter südlich – und Brasiliens   Staatschef Lula sagt das auch.  Der französische Menschenrechtsanwalt   und Franziskaner Xavier Plassat,  der in Brasilien die   Anti-Sklaverei-Aktionen der Bischofskonferenz  leitet, widerspricht    diesen „Experten“ und auch Lula:“Das ist die  Unwahrheit. Lula sagte   all dies in Europa just an dem Tag, als auf einer  Zuckerrohrplantage in   Amazonien über eintausend Sklavenarbeiter befreit  worden sind! Ein   alter Hut, daß in vier Amazonas-Teilstaaten seit  Jahren Zuckerrohr   angebaut wird!“</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Moment mal: Sagen nicht Lula, seine zu   einer Wunderheilersekte  zählende Umweltministerin Marina Silva, zudem   europäische Politiker  nicht immer, Ethanol-Treibstoff werde nachhaltig   erzeugt, europäische  Nachhaltigkeitskriterien für den Ethanol-Import   würden bereits erfüllt?  „Allein der massive Einsatz von   Sklavenarbeitern bei der  Ethanolerzeugung beweist, daß von   Nachhaltigkeit keine Rede sein kann“,  betont Padre Antonio Canuto,   Generalsekretär der bischöflichen  Landpastoral (CPT). „Wenn unsere   Ministerin Marina Silva der deutschen  Seite erklärt, daß die   Ethanolproduktion weder zu Lasten des Regenwaldes  noch der   Nahrungserzeugung gehe, sagt sie nicht die Wahrheit!“ Roberto  Malvezzi,   Umweltexperte der Bischofskonferenz und Misereor-Partner, ist  gerade   von einer Vortragsreise durch Deutschland zurückgekehrt, stimmt  im   Interview Padre Canuto zu, weist auf die grauenhafte Ausbeutung    ungezählter Sklavenarbeiter. „Der Zuckerrohranbau zerstört nicht nur    Amazonien, sondern auch unsere wertvollen Savannenregionen und das    Pantanal!“ In dieses tierreichste Feuchtgebiet der Erde reisen auch    viele europäische Touristen – manche bemerken, wie man auch das    zerstört. Dort hatte sich bereits 2005 der bekannte brasilianische    Umweltaktivist Francisco Barros aus Protest gegen die forcierte    naturvernichtende Ethanolproduktion selbst verbrannt.</strong></p>
<h2>              <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/22/die-revolution-frisst-ihre-kinder-michael-mierschdie-energiewende-soll-uns-als-grune-grostat-verkauft-werden-sie-ist-das-gegenteil-davon-massive-umweltzerstorung-mit-biosiegel/" rel="bookmark">“Die   Revolution frisst ihre Kinder”. Michael Miersch:”Die Energiewende soll   uns als grüne Großtat verkauft werden. Sie ist das Gegenteil davon:   massive Umweltzerstörung mit Biosiegel.” “Biosprit” aus Brasilien.   Atomkraftausbau unter Lula-Rousseff. “Berlin hilft Brasilien bei   AKW-Bau”.</a></h2>
<p><a href="http://www.focus.de/politik/deutschland/debatte-die-revolution-frisst-ihre-kinder_aid_644257.html"><strong>http://www.focus.de/politik/deutschland/debatte-die-revolution-frisst-ihre-kinder_aid_644257.html</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/deutschlands-absterbender-naturschutz-rabenvogel-werden-systematisch-vernichtet-alibi-oko-deppen-der-sog-oko-verbande-schauen-zu/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/deutschlands-absterbender-naturschutz-rabenvogel-werden-systematisch-vernichtet-alibi-oko-deppen-der-sog-oko-verbande-schauen-zu/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/11/17/lulas-internationale-konferenz-uber-biokraftstoffe-und-die-gegenkonferenz-mitorganisator-misereor/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/11/17/lulas-internationale-konferenz-uber-biokraftstoffe-und-die-gegenkonferenz-mitorganisator-misereor/</strong></a></p>
<p><strong>“Aber ich will den deutschen Unternehmern sagen, daß niemand    sich mehr Sorgen um die Umwelt macht als wir Brasilianer.” Lula auf    deutsch-brasilianischen Wirtschaftstagen 2007 in Blumenau, laut    “Financial Times Deutschland”.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/canabrandfotonachts.JPG" alt="canabrandfotonachts.JPG" /></p>
<p><strong>Ausriß &#8211; warum sich mitteleuropäische Politiker so stark für “Biosprit” einsetzten…</strong></p>
<p><strong>Der saarländische SPD-Europaabgeordnete und Vorsitzende des    Umweltausschusses im EU-Parlament, Jo Leinen, hat die Einführung des    Biosprits E 10 verteidigt. “Ein Rückzug aus dem Biosprit käme einer    Bankrotterklärung gleich”, sagte Leinen.</strong> (Zeitungszitat)</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/18/brasiliens-absichtlich-vor-der-ernte-gelegte-zuckerrohr-plantagenbrande-massenhaft-lebendig-verbrannte-tiere-uberlebende-fullen-zoos-und-hospitaler-laut-landesmedien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/18/brasiliens-absichtlich-vor-der-ernte-gelegte-zuckerrohr-plantagenbrande-massenhaft-lebendig-verbrannte-tiere-uberlebende-fullen-zoos-und-hospitaler-laut-landesmedien/</strong></a></p>
<p><strong>In der Megacity Sao Paulo ereignet sich derzeit ein   interessantes soziokulturelles Phänomen: Ungezählte verlassen wegen der   starken Autoabgas-Luftvergiftung für das Wochenende die Stadt, kehren  in  ihre Heimatorte in der Umgebung zurück, um bessere Luft zu genießen.   Dort indessen ist die Rauchentwicklung wegen der großflächigen Brände   der Zuckerrohrplantagen so heftig,  daß diese Personen regelrecht krank   nach Sao Paulo zurückkehren, sich dort in Behandlung begeben, empört   über die umweltfeindlichen Zustände berichten. Im Teilstaat Sao Paulo   war in den letzten Jahren die Anbaufläche für Zuckerrohr stark   vergrößert worden &#8211; entsprechend verheerender fallen die Flächenbrände   aus. In Ländern wie Deutschland war den zuständigen Politikern, die sich   für “Biosprit” aus Brasilien stark machten, diese Faktenlage bestens   bekannt. </strong></p>
<p><a href="http://das-blaettchen.de/2011/05/wirtschaften-in-brasilien-4924.html"><strong>http://das-blaettchen.de/2011/05/wirtschaften-in-brasilien-4924.html</strong></a></p>
<p><strong>Zuckerrohranbau in Amazonien &#8211; das Beispiel Presidente Figueiredo:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/09/coca-cola-in-amazonien-und-die-zuckerrohrfarm-ohne-umweltlizenz-coca-cola-bedroht-amazonaswald-zuckerrohr-und-sklavenarbeit-xavier-plassat/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/09/coca-cola-in-amazonien-und-die-zuckerrohrfarm-ohne-umweltlizenz-coca-cola-bedroht-amazonaswald-zuckerrohr-und-sklavenarbeit-xavier-plassat/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/26/zudem-ist-mit-umfangreichen-importen-von-bio-ethanol-aus-brasilien-zu-rechnen-deutsches-umweltministerium-leider-keine-angaben-zur-umweltfeindlichen-ethanolproduktion-in-brasilien-zu-finden/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/26/zudem-ist-mit-umfangreichen-importen-von-bio-ethanol-aus-brasilien-zu-rechnen-deutsches-umweltministerium-leider-keine-angaben-zur-umweltfeindlichen-ethanolproduktion-in-brasilien-zu-finden/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.handelsblatt.com/technologie/energie-umwelt/energie-technik/verdient-brasiliens-biosprit-das-oeko-siegel/3013832.html?p3013832=0"><strong>http://www.handelsblatt.com/technologie/energie-umwelt/energie-technik/verdient-brasiliens-biosprit-das-oeko-siegel/3013832.html?p3013832=0</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/canabrand1.JPG" alt="canabrand1.JPG" /></p>
<p><strong>Was heute als “Bio” gilt &#8211; Abbrennen einer Zuckerrohrplantage kurz vor der Ernte, 2011.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/01/alternative-kraftstoffe-regierung-in-berlin-und-brasilia-beschliesen-absichtserklarung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/01/alternative-kraftstoffe-regierung-in-berlin-und-brasilia-beschliesen-absichtserklarung/</strong></a></p>
<p><strong>Die harte Droge Crack &#8211; von Zuckerrohrarbeitern konsumiert,   um den enorm hohen Leistungsdruck auszuhalten, sogar 14 Stunden zu   arbeiten. Plantagenbesitzer stimulieren Crack-Konsum, laut Berichten:</strong></p>
<p><a href="http://g1.globo.com/sao-paulo/noticia/2011/09/cortadores-de-cana-de-sp-contam-dramas-apos-vicio-no-crack.html"><strong>http://g1.globo.com/sao-paulo/noticia/2011/09/cortadores-de-cana-de-sp-contam-dramas-apos-vicio-no-crack.html</strong></a></p>
<p><a href="http://noticias.terra.com.br/brasil/noticias/0,,OI5360490-EI306,00-SP+usineiros+incentivam+crack+para+cortadores+trabalharem+h.html"><strong>http://noticias.terra.com.br/brasil/noticias/0,,OI5360490-EI306,00-SP+usineiros+incentivam+crack+para+cortadores+trabalharem+h.html</strong></a></p>
<p><strong>Übliche Manipulationen:</strong></p>
<p><a href="http://www.heise.de/tp/blogs/2/150490"><strong>http://www.heise.de/tp/blogs/2/150490 </strong></a></p>
<p><a href="http://www.ftd.de/politik/europa/:neue-co2-berechnung-biosprit-ist-gift-fuer-die-umwelt/60104780.html"><strong>http://www.ftd.de/politik/europa/:neue-co2-berechnung-biosprit-ist-gift-fuer-die-umwelt/60104780.html</strong></a></p>
<p><a href="http://www.automobil-produktion.de/2011/07/eu-setzt-auf-umweltfreundlichen-biosprit/"><strong>http://www.automobil-produktion.de/2011/07/eu-setzt-auf-umweltfreundlichen-biosprit/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.oekonews.at/index.php?mdoc_id=1028676"><strong>http://www.oekonews.at/index.php?mdoc_id=1028676</strong></a></p>
<p><a href="http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Archiv16/Artikel/2008/05/2008-05-14-merkel-silva-brasilien.html"><strong>http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Archiv16/Artikel/2008/05/2008-05-14-merkel-silva-brasilien.html</strong></a></p>
<p><a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,594276,00.html"><strong>http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,594276,00.html</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/mantovanimario.JPG" alt="mantovanimario.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/26/dieser-weltmarkt-heute-will-garnicht-wissen-ob-das-zuckerrohr-von-sklavenarbeitern-geerntet-wurde-ob-man-die-plantagen-umweltfeindlich-abfackelte-mario-mantovani-prasident-der-renommierten-umw/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/26/dieser-weltmarkt-heute-will-garnicht-wissen-ob-das-zuckerrohr-von-sklavenarbeitern-geerntet-wurde-ob-man-die-plantagen-umweltfeindlich-abfackelte-mario-mantovani-prasident-der-renommierten-umw/</strong></a></p>
<p><strong>“Lula machte die größte Revolution der  sozialen  Ökologie   des Planeten, eine Revolution für die Bildung,  ethische    Politik.“(Leonardo Boff 2010)   </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/08/rio20-konferenz-an-den-resultaten-der-uno-umweltkonferenz-von-1992-lassen-sich-die-tatsachlichen-ziele-und-absichten-erkennen-damals-unter-betroffenheitsgeschwatz-und-entschlossenheitsrhetorik-ver/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/08/rio20-konferenz-an-den-resultaten-der-uno-umweltkonferenz-von-1992-lassen-sich-die-tatsachlichen-ziele-und-absichten-erkennen-damals-unter-betroffenheitsgeschwatz-und-entschlossenheitsrhetorik-ver/</strong></a></p>
<p>Hintergrund:</p>
<h1>Fünf Schritte zurück</h1>
<h2>NGOs protestieren gegen die Schlußdokumente der &#8222;Rio + 5&#8243;-Konferenz</h2>
<p><strong>Vom  13.-19.3. tagte der Earth Council unter dem Titel &#8222;Rio+5&#8243; in Rio de  Janeiro. Eingeladen waren dazu VertreterInnen von NGOs,  Privatwirtschaft, Gewerkschaften, Frauen, indigenen Völkern,  Landwirtschaft, Wissenschaft sowie von Regierungen und  UN-Organisationen. Die Konferenz diente der Vorbereitung der  Sondergeneralversammlung der UNO, die im Juni 1997 in New York  stattfinden und die Umsetzung der Rio-Beschlüsse von 1992 unter die Lupe  nehmen wird.</strong></p>
<p><strong>Am Ende der internationalen Konferenz, die eine  Woche lang am Zuckerhut über Fortschritte und Rückschläge seit dem  UN-Umweltgipfel von 1992 beriet, kam es zum Eklat: Vor Weltbankberater  Maurice Strong, der die damalige wie die jetzige Veranstaltung leitete,  protestierten NGO-VertreterInnen lautstark gegen die Schlußdokumente und  zerrissen sie.<br />
Die Papiere enthielten die offiziellen Empfehlungen für die Vereinten  Nationen &#8211; erarbeitet in einjährigen Konsultationen mit Regierungen,  Unternehmen, Banken, Experten und den NGOs und verfeinert auf der  &#8222;Rio+5&#8243;-Konferenz. Die regierungsunabhängigen Organisationen und selbst  der Vertreter der UN-Wirtschaftskommission für Lateinamerika betonten,  die Empfehlungen seien zu allgemein, zudem oberflächlich und die  hochinteressanten Workshop-Resultate von &#8222;Rio+5&#8243; habe man schlichtweg  unterschlagen.<br />
Liszt Vieira, Präsident des Instituts für Ökologie und Entwicklung und  einer der führenden Unweltexperten Brasiliens kommentierte: &#8222;Die Kritik  am Welthandel, an Marktwirtschaft, Globalisierung und zerstörerischer  Landwirtschaft tauchte in den Schlußdokumenten nicht mehr auf. In den  Workshops dominierten die Positionen der Zivilgesellschaft und der NGOs &#8211;  in den Empfehlungen dagegen jene von Maurice Strong, den Regierungen  und Unternehmern. `Rio+5` endete schlecht.&#8220; Laut Vieira mußte Strong  jedoch nachgeben und die Dokumente zurückziehen, was für die gewachsene  Stärke der Zivilgesellschaft und der regierungsunabhängigen  Organisationen spreche.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Ignoranz der Presse</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Auf dem Gipfel 1992 standen Staatschefs und Minister im Rampenlicht &#8211;  aus ihren Versprechen und Absichtserklärungen schlossen viele, daß auf  dem Erdball nun unwiderruflich die Ära der nachhaltigen Entwicklung  begonnen habe. Selbst Strong mußte nunmehr auf der &#8222;Rio+5&#8243;-Konferenz  einräumen, daß die Regierungen im Gegensatz zu den NGOs ihre Zusagen von  damals nicht einhielten. So steht Gastgeberland Brasilien  weiterhin an  der Spitze der waldvernichtenden Staaten. </strong>   <strong><br />
Die internationalen NGOs veranstalteten 1992 etwa dreißig Kilomenter vom  eigentlichen Umweltgipfel entfernt, ihren Alternativgipfel &#8222;Global  Forum&#8220;, wurden von den Medien belächelt, kaum ernstgenommen. Auf der  &#8222;Rio + 5&#8243;-Konferenz waren die &#8222;Regierungsunabhängigen&#8220; stark vertreten,  sie mußten daher gehört werden. Indessen fuhren die großen privaten  Weltmedien ebenso wie die Presse Brasiliens einen sehr ähnlichen Kurs  wie 1992: Gerade bei den komplexen Diskussionen und der Vorstellung der  Workshopberichte waren ReporterInnen und marktbeherrschende  internationale Nachrichtenagenturen nicht präsent, wurde somit nichts  übermittelt. Damit entstand auch bei der europäischen Presse der  Eindruck, &#8222;Rio+5&#8243; sei ein unwichtiges, uninteressantes Ereignis. Volle  Pressekkonferenzen hatten nur Prominente wie Michail Gorbatschow oder  Weltbankpräsident James Wolfensohn, die indessen nur hinlänglich  Bekanntes äußerten.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Der Gang in die falsche Richtung</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Die Standpunkte der NGOs lassen sich wie folgt zusammenfassen:  Umweltschonende, nachhaltige Entwicklung auf dem Erdball wird ihrer  Ansicht nach durch die heute vorherrschenden globalen  Wirtschaftsstrukturen keineswegs gefördert, sondern vielmehr verhindert.  In der Dritten Welt getätigte Investitionen bedeuteten eine Art neuer  Kolonialisierung und schafften vor Ort ein Machtungleichgewicht. Dies  insbesondere dadurch, daß sich die Industrien über die lokale  Bevölkerung hinwegsetzten und die multinationalen Unternehmen über ihre  weltweiten Aktivitäten nicht ausreichend Rechenschaft ablegten. </strong>   <strong><br />
Zwar würden die regierungsunabhängigen Organisationen mittlerweile von  Regierungen und der Wirtschaft tatsächlich mehr konsultiert, doch ihre  Vorschläge und Projektideen dann oft nicht im geringsten berücksichtigt.  Globale Entscheidungen, wie beispielsweise die durch die  Welthandelsorganisation (WHO) getroffenen, führten in die falsche  Richtung: Den Lebens-, Konsum-, und Produktionsstil des Nordens zu  globalisieren sei ökologisch nicht tragbar. Pervers sei deshalb, von den  Ländern des Südens zu verlangen, ihn zu kopieren &#8211; letztlich nur mit  dem Zweck, dem Norden neue Absatzmärkte zu verschaffen. Den Regierungen  fehle es schließlich am politischen Willen und Interesse, das ökologisch  Notwendige zu tun.<br />
Als Beweis letzterer These diente zuletzt eine Äußerung des bei den  Regierungen der Ersten Welt hochangesehenen brasilianischen Staatschefs  Fernando Henrique Cardoso: Vor den über 500 KonferenzteilnehmerInnen  erklärte er, man sei durch Satellitenaufnahmen über Abholzung und  Brandrodung in Amazonien detailliert informiert. Indessen sehe sich die  brasilianische Regierung einfach nicht in der Lage, diese zu stoppen.  Der Umweltaktivist Vieira bemerkte dazu nur, diese Äußerung werde  Cardoso noch &#8222;teuer zu stehen kommen&#8220;.<br />
Denn nicht nur Brasiliens NGOs halten Cardosos Argument für unsinnig,  wonach in den Amazonasregionen der Staat fast nicht präsent sei und die  Kontrollinstanzen unfähig seien, den Gesetzen Achtung zu verschaffen.  Vielmehr sind in den betreffenden Teilstaaten politische Bündnispartner  des Staatschefs am Ruder, die Interessen von Großgrundbesitzern und  Holzfirmen vertreten. An Streitkräften, Polizei und Justiz,  Umweltschutzbehörden sowie an  Finanzmitteln fehlt es nicht. Brasilien  ist schließlich die zehntgrößte Wirtschaftsnation und das Land gilt bei  Investoren als großer Wachstumsmarkt &#8211; deutsche multinationale  Unternehmen erbringen etwa 15 Prozent der gesamten Industrieproduktion.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Draußen das Terrorregime</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Im noblen Sheraton-Hotel machte sich die Konferenz im Umweltkontext auch  für die Menschenrechte stark. Nachhaltige Entwicklung und  Menschenrechte seien untrennbar miteinander verbunden. Draußen, in den  angrenzenden Slums, wurden sie unterdessen auf barbarische Weise  verletzt: Todesschwadrone und das organisierte Verbrechen hielten ihr  Terrorregime aufrecht. An jedem Konferenztag berichteten die Zeitungen  darüber &#8211; zum Teil mit Großfotos über Geköpfte und lebendig Verbrannte.</strong></p>
<p><strong>“Wenn Umweltschützer den Umweltschutz sabotieren &#8211; die meisten NGOs haben ihre Seele verloren”:</strong></p>
<p><strong>“Die meisten NGOs haben ihre Seele verloren, den Geist ihrer Gründer, die die Natur liebten. Heute sind diese Umweltorganisationen vergiftet mit städtisch geprägten Ökonomen, Soziologen, Anthropologen, denen der emotionale Bezug zur Natur fehlt. Und wenn es in den NGOs Leute gibt, die sich mit der Sache nicht identifizieren, öffnet sich der Weg für Korruption, schützt man Umweltanliegen vor, um persönliche Interessen zu bedienen. </strong></p>
<p><strong>In Brasilien kommt als großes Problem hinzu, dass die Zahl der wirklich aktiven, eingeschriebenen Mitglieder stets nur bei einigen hundert bis einigen tausend liegt &#8211; in so einem Riesenland! Nur zu oft sind es Grüppchen, die viel Lärm machen, um Gelder zu erhalten. Die britische Vogelschutzvereinigung beispielsweise hat dagegen über eine Million feste Mitglieder.”</strong></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/wissenschaft/1897202/">http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/wissenschaft/1897202/</a></p>
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