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	<title>Klaus Hart Brasilientexte &#187; Zara</title>
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	<description>Aktuelle Berichte aus Brasilien - Politik, Kultur und Naturschutz</description>
	<lastBuildDate>Sun, 26 Feb 2023 11:57:53 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Zara und Sklavenarbeit in Brasilien: Absichtserklärung in Sao Paulo unterzeichnet &#8211; Wiederholung von Sklavenarbeit nicht auszuschließen, hieß es. Demokratiebegriff und Sklaverei.</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Nov 2011 22:37:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Sklavenarbeit in Brasilien]]></category>
		<category><![CDATA[Zara]]></category>

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		<description><![CDATA[http://exame.abril.com.br/negocios/gestao/noticias/zara-assina-pacto-contra-trabalho-escravo-mas-nao-da-garantia-que-problema-nao-vai-mais-se-repetir Rio + 20. Brasilien &#8211; Sklavenarbeit unter Lula-Rousseff: Regierung ignoriert die Hälfte der Sklaverei-Anzeigen von der bischöflichen Bodenpastoral CPT, laut Landesmedien. Lula versprach, Sklavenarbeit bis 2006 auszutilgen. ** http://www.weltsozialforum.org/2009/2009.wsf.meldungen.0/2009.wsf.meldungen/news.wsf.2009.10/ Obdachloser, schwerbehindert, Krücken, Sao Paulo. ** http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/15/staatschef-lula-erklart-rezession-und-krise-in-brasilien-fur-beendet-offizielle-daten-als-begrundung-grund-zum-feiern/ Wie es weiter hieß, beweist dies ungenügende Kontrolle und Ermittlungen in Bezug auf fortdauernde Sklavenarbeit in Lateinamerikas größter Demokratie. Zitiert [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://exame.abril.com.br/negocios/gestao/noticias/zara-assina-pacto-contra-trabalho-escravo-mas-nao-da-garantia-que-problema-nao-vai-mais-se-repetir"><strong>http://exame.abril.com.br/negocios/gestao/noticias/zara-assina-pacto-contra-trabalho-escravo-mas-nao-da-garantia-que-problema-nao-vai-mais-se-repetir</strong></a></p>
<h2>Rio + 20. Brasilien &#8211; Sklavenarbeit unter  Lula-Rousseff: Regierung ignoriert die Hälfte der Sklaverei-Anzeigen von  der bischöflichen Bodenpastoral CPT, laut Landesmedien. Lula versprach,  Sklavenarbeit bis 2006 auszutilgen. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11348" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://www.weltsozialforum.org/2009/2009.wsf.meldungen.0/2009.wsf.meldungen/news.wsf.2009.10/"><strong>http://www.weltsozialforum.org/2009/2009.wsf.meldungen.0/2009.wsf.meldungen/news.wsf.2009.10/</strong></a></p>
<h2>Obdachloser, schwerbehindert, Krücken, Sao Paulo. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=2180" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/sao-paulo/" rel="tag"> </a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/05/obdachloserkruckenvirada.jpg" alt="obdachloserkruckenvirada.jpg" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/15/staatschef-lula-erklart-rezession-und-krise-in-brasilien-fur-beendet-offizielle-daten-als-begrundung-grund-zum-feiern/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/15/staatschef-lula-erklart-rezession-und-krise-in-brasilien-fur-beendet-offizielle-daten-als-begrundung-grund-zum-feiern/</a></p>
<p><span id="more-11495"></span><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/sklavenarbeit-unter-lula-rousseff/" rel="tag"> </a></p>
<p><strong>Wie es weiter hieß, beweist dies ungenügende  Kontrolle und Ermittlungen in Bezug auf fortdauernde Sklavenarbeit in  Lateinamerikas größter Demokratie. Zitiert wird der katholische Priester  und Anthropologe Ricardo Resende, Experte für Sklavenarbeit an der  Bundesuniversität von Rio de Janeiro &#8211; ihm zufolge wird davon  ausgegangen, daß auf jeden befreiten brasilianischen Sklavenarbeiter  weitere sieben nicht befreite entfallen.</strong></p>
<p><strong>Laut Internationaler Arbeitsorganisation reicht die Anti-Hunger-Hilfe Brasilias nicht aus, um Sklavenarbeit zu verhindern. </strong></p>
<p><strong>Auch vor dem Hintergrund ihrer Menschenrechtsarbeit, der  Kritik an der Lula-Regierung, ist die katholische Kirche im europäischen  Mainstream sehr unbeliebt. </strong></p>
<p><strong>Sklavenarbeit und Wirtschafts-und Finanzkrise:</strong></p>
<p><strong>&#8222;Brasilien überstand die Krise insgesamt erstaunlich gut.&#8220;(RLS)</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/03/brasiliens-carandiru-massaker-an-haftlingen-in-sao-paulo-okumenischer-gedenkgottesdienst-der-katholischen-gefangenenseelsorge-die-massaker-und-blutbader-gehen-weiter/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/03/brasiliens-carandiru-massaker-an-haftlingen-in-sao-paulo-okumenischer-gedenkgottesdienst-der-katholischen-gefangenenseelsorge-die-massaker-und-blutbader-gehen-weiter/</strong></a></p>
<p><strong>Leonardo Boff 2010 :“Lula machte die größte Revolution der  sozialen  Ökologie des Planeten, eine Revolution für die Bildung,  ethische  Politik.“  </strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Sklavenarbeit auch im Fußball-WM-Teilstaat Rio de Janeiro:</strong></p>
<p><a href="http://ouvidoriarj.wordpress.com/2011/04/29/comissao-estadual-de-erradicacao-do-trabalho-escravo-e-instituida-em-reuniao-na-seasdh/"><strong>http://ouvidoriarj.wordpress.com/2011/04/29/comissao-estadual-de-erradicacao-do-trabalho-escravo-e-instituida-em-reuniao-na-seasdh/</strong></a></p>
<p><strong>Hintergrund von 2004:</strong></p>
<p><font face="Arial"><strong><font size="6">Pfarrer Ricardo Rezende in Rio       de Janeiro </font></strong></font></p>
<p><font face="Arial"><font size="5">Kämpfer gegen die moderne Sklaverei </font></font></p>
<p><font face="Arial"><font size="5">1983 zeigte er<br />
sogar den VW-Konzern an</font></font></p>
<p align="center"><strong><em>Brasiliens Monarchie schaffte 1888        offiziell die Sklaverei ab &#8211;  einhundertsechzehn       Jahre später gibt  es in Lateinamerikas größter Demokratie jedoch immer       noch Sklaven  und Sklavenhalter. Ricardo Rezende, ein katholischer Pfarrer,        kämpft seit der Diktaturzeit gegen dieses brutale, heimtückische        Ausbeutungssystem, hat dabei viel erreicht. Er        ist  heute der  führende       Sklaverei-Experte Brasiliens, sogar mit Doktorgrad, dazu  einer der       bekanntesten Menschenrechtsaktivisten des Tropenlandes.</em></strong></p>
<p><strong>       </strong></p>
<p align="justify"><strong>Damals, in den siebziger Jahren, hätte        Rezende gut in diesem beschaulichen Städtchen Juiz de Fora seiner         Heimatregion Minas Gerais bleiben können. Da gab es Theater und        Kino, Bibliotheken, malte er Bilder, machte Ausstellungen, konnte er        studieren, sich in kirchlichen Gruppen engagieren. Doch dann reiste        Rezende eines Tages eher zufällig ins tausende Kilometer entfernte        Hinterland des Amazonasteilstaates Parà, um  Dominikaner-Ordensbrüder zu       besuchen. Und lernte ein völlig  anderes Brasilien kennen, mit Sklaverei,       Todesschwadronen &#8211; er war  schockiert, entschied auf der Stelle, zu       bleiben. Der angesehene  Bischof Pedro Casaldaliga, ein erbitterter       Diktaturgegner, hatte  gerade die Bodenpastoral gegründet, zur Unterstützung       der  Landlosen, der Landarbeiter und Kleinbauern gegen die feudalen  Großgrundbesitzer.       Mit ihm arbeitete er eng zusammen, wurde 1980  Gemeindepfarrer von Rio       Maria. Wir lebten völlig isoliert, ich  hatte nicht einmal Telefon. Weil       es in der Region Widerstand gegen  die Diktatur gab, drangen Soldaten auch       in sämtliche Kirchen und  Gemeindehäuser ein, , schlugen, folterten sogar       Pfarrer,  vergewaltigten Ordensschwestern – es war ein Horror für die        Kirche.“  Durch Padre Rezende       erfuhr die Weltöffentlichkeit  erstmals vom Terror im Hinterland. Daß man       Sklaven, die zu  flüchten versuchten, ermordete – oder grauenhaft       folterte, die  Ohren abschnitt, davon sogar eine Sammlung anlegte. Daß  Großgrundbesitzermilizen       ein dreizehnjähriges Mädchen entführten,  vergewaltigten, lebendig       verbrannten. Und Rezende  legte        sich sogar mit dem Volkswagenkonzern an &#8211;        wegen Sklavenarbeit.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>“Bischof Casaldaliga hatte entdeckt, daß es  drei jungen Männern seiner       Prälatur gelungen war, von der  Volkswagen-Großfarm zu flüchten. Ich bin       hingefahren, habe die  drei kennengelernt, und 1983, am Sitz der       Bischofskonferenz in  Brasilia den Konzern als erster vor der Presse       angezeigt. Damals  gab es auf der Farm etwa tausend versklavte Arbeiter,       viel Gewalt  gegen sie. 1984 waren wir sogar mit einer       Parlamentarierkommission  dort, haben alles bewiesen. VW kündigte an,       gegen mich zu  prozessieren, hat es aber gelasssen, die Großfarm veräußert.       Das  Eigenartige: Damals bezahlte Volkswagen in Deutschland bereits        Historiker, um herauszufinden, ob der Konzern während des Zweiten        Weltkriegs Sklavenarbeiter nutzte. In Deutschland wurde geforscht, doch        hier wurden Sklavenarbeiter gehalten.“Der VW-Konzern hat die  Vorwürfe       Rezendes stets bestritten – VW sei nie verurteilt worden.  </strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Der Pfarrer kämpfte weiter, erhielt  internationale       Menschenrechtsauszeichnungen, doch auch immer mehr  Morddrohungen. Auf sein       Haus wurde geschossen, er entging  Attentaten, auch einer Entführung,       stand vier Jahre lang sogar  ständig unter Polizeischutz, bis auch das       nichts mehr half. Er  verließ Rio Maria, ging ins Dominikanerkloster von       Rio de Janeiro,  machte an der städtischen Universität seinen Doktor –       natürlich  über Brasiliensklaverei, leitet dort die Forschungen zum       Thema,  koordiniert</strong>       <strong>  zwei       Menschenrechts-  organisationen mit.  Jetzt       hat die neue Regierung von Staatschef  Lula eine schwarze Liste mit       Sklavenhaltern vorgestellt, die nicht  mehr subventioniert werden sollen       – eine alte Forderung der  Kirche.</strong></p>
<p><strong>„Ich bin glücklich, daß diese Liste von der Regierung        schließlich doch veröffentlicht wurde – es gab ja sogar Großfarmer,        die sozusagen als Rückfalltäter stets erneut Sklavenarbeiter  beschäftigten       – und dennoch immer aufs neue staatliche  Subventionen erhielten. Der Förderungsstopp       kommt aber merkwürdig  spät.“ Laut internationaler Arbeitsorganisation       werden in  Brasilien noch bis zu vierzigtausend Menschen versklavt. 2003        konnte die Bundespolizei nach Anzeigen der kirchlichen Bodenpastoral        jedoch erst rund 4300 Sklavenarbeiter befreien.“Die Regierung handelt        widersprüchlich. Bisher liegen über zweihundert Anzeigen gegen        Sklavenfazendas vor – doch nur die Hälfte davon wurde bisher von der        Bundespolizei kontrolliert. Und bis die Beamten wirklich  auftauchen, haben       die Sklavenhalter schon alles vertuscht. Wir  wollen, daß Sklavenfarmen       entschädigungslos enteignet werden, doch  ein solches Gesetz wurde immer       noch nicht verabschiedet.“</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Padre Rezende, inzwischen fünfzig,  grauhaarig, aber weiterhin       schlank und sehr agil,  sieht        zwar einige Fortschritte – doch setze die Lula-Regierung einfach die        Prioritäten falsch. “Brasilia gibt vor, daß ihr Mittel fehlen, auch  für       Gesundheit und Bildung. Doch die Gelder fehlen nur, weil die  Rückzahlung       der Außenschulden Vorrang hat. Das wirkt sich sogar  auf den Kampf gegen       die Sklavenarbeit negativ aus – und das ist  doch furchtbar. Die       Regierung steht sich mit den internationalen  Märkten, mit der Weltbank       gut, doch die sozialen Ungerechtigkeiten  läßt sie weiterbestehen.“   </strong></p>
<p><strong>Sklavenarbeit und Demokratie &#8211; nach heutigem Werteverständnis offenbar kein Widerspruch:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/02/sklavenarbeit-unter-lula-angeprangert-vom-deutschstammigen-kardinal-odilo-scherer-im-protest-gottesdienst-am-1-mai-in-der-kathedrale-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/02/sklavenarbeit-unter-lula-angeprangert-vom-deutschstammigen-kardinal-odilo-scherer-im-protest-gottesdienst-am-1-mai-in-der-kathedrale-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/15/sklavenarbeit-unter-lula-katholischer-sklaverei-bekampfer-xavier-plassat-prangert-gegenuber-adital-die-sklavenarbeit-als-strukturelles-problem-brasiliens-an-lula-hatte-versprochen-die-sklavenarbeit/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/15/sklavenarbeit-unter-lula-katholischer-sklaverei-bekampfer-xavier-plassat-prangert-gegenuber-adital-die-sklavenarbeit-als-strukturelles-problem-brasiliens-an-lula-hatte-versprochen-die-sklavenarbeit/</strong></a></p>
<p><strong>Vor dem Hintergrund fortdauernder Sklavenarbeit sowie anderer  gravierender Menschenrechtsverletzungen bekam Lula zum Ende seiner  Amtszeit sehr viel Lob aus Mitteleuropa, wurde 2011 in Paris bei der  Auszeichnung mit dem Uni-Doktorhut bejubelt. </strong></p>
<h2>Lula erhält Ehrendoktor vom Institut d’Études  Politiques de Paris &#8211;  als erste Persönlichkeit Lateinamerikas.  Gravierende  Menschenrechtslage Brasiliens offenbar nicht erwähnt. Lulas  siebter  Ehrendoktorhut. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=10988" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/institut-detudes-politiques-de-paris/" rel="tag"> </a></p>
<p><a href="http://g1.globo.com/mundo/noticia/2011/09/lula-recebe-titulo-de-doutor-honoris-causa-em-paris.html"><strong>http://g1.globo.com/mundo/noticia/2011/09/lula-recebe-titulo-de-doutor-honoris-causa-em-paris.html</strong></a></p>
<p><strong>“Aplaudido de pé pelos docentes, estudantes e embaixadores de   vários  países latino-americanos, que agitavam bandeiras verde e   amarelas, Lula  se tornou a primeira personalidade da América Latina a   receber este  título.” O Globo</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/23/unesco-zeichnet-lula-in-paris-wegen-forderung-des-friedens-und-der-rechtsgleichheit-aus-preis-mit-150000-dollar-dotiert-jury-von-henry-kissinger-gefuhrt/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/23/unesco-zeichnet-lula-in-paris-wegen-forderung-des-friedens-und-der-rechtsgleichheit-aus-preis-mit-150000-dollar-dotiert-jury-von-henry-kissinger-gefuhrt/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/14/world-food-prize-fur-lula-brasilien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/14/world-food-prize-fur-lula-brasilien/</strong></a></p>
<p><strong>“Doutor Lula”(O Estado de Sao Paulo)</strong></p>
<p><strong>“Der in Paris an Lula verliehene Ehrendoktortitel ist ein    Witz oder Frucht der gewaltigen Ignoranz über die Vorgänge in unserem    Land.”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/26/brasilien-lacht-uber-lula-deppen-in-deutschland-lula-der-grosse-schriftsteller-joao-ubaldo-ribeiro-nimmt-lula-personenkult-in-deutschland-ironisch-auf-die-schippe-warum-importieren-sie-nicht/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/26/brasilien-lacht-uber-lula-deppen-in-deutschland-lula-der-grosse-schriftsteller-joao-ubaldo-ribeiro-nimmt-lula-personenkult-in-deutschland-ironisch-auf-die-schippe-warum-importieren-sie-nicht/</strong></a></p>
<p><strong>Larry Rother, New York Times, Lula-Kritiker: Lembro me de uma   nota no Jornal do Brasil que dizia:”Nos brasileiros podemos falar   barbaridades sobre o nosso presidente, mas um estrangeiro nao.” È uma   hipocrisia…No caso de Bush, as afinidades sao humanas.Eles fazem aquele   estilo “povao”. …Eles gostam um do outro, apesar das diferencas   ideologicas…Uma das coisas que motivaram a minha saida do Brasil foi a   violencia…A violencia atingiu um outro patamar. Ai minha mulher   desabafou:”Nao aguento mais.”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/22/fabio-konder-comparato-wir-hatten-bis-heute-nie-demokratie-wir-leben-immer-unter-einem-oligarchischen-regime-menschenrechtsaktivist-rechtsprofessor-an-brasiliens-fuhrender-bundesuniversitat-us/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/22/fabio-konder-comparato-wir-hatten-bis-heute-nie-demokratie-wir-leben-immer-unter-einem-oligarchischen-regime-menschenrechtsaktivist-rechtsprofessor-an-brasiliens-fuhrender-bundesuniversitat-us/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/27/die-zeit-druckt-erstmals-uralt-kritik-an-lula-nach-dessen-amtszeit-in-der-er-aus-mitteleuropa-massiv-lob-fur-seine-politik-erhielt/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/27/die-zeit-druckt-erstmals-uralt-kritik-an-lula-nach-dessen-amtszeit-in-der-er-aus-mitteleuropa-massiv-lob-fur-seine-politik-erhielt/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/luladilma6.JPG" alt="luladilma6.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/foltertododiapastoralglobo.JPG" alt="foltertododiapastoralglobo.JPG" /></p>
<p><strong>“Folter noch jeden Tag.”(2011)</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/21/obrigado-lula-youtube/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/21/obrigado-lula-youtube/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/27/die-andere-brasilienkarte-the-economist-vergleicht-die-teilstaaten-mit-landern-der-erde/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/27/die-andere-brasilienkarte-the-economist-vergleicht-die-teilstaaten-mit-landern-der-erde/</strong></a></p>
<p><strong>“Aufschrei der Ausgeschlossenen 2011?: </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/08/brasilien-aufschrei-der-ausgeschlossenen-2011-proteste-in-sao-paulo-grito-dos-excluidos/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/08/brasilien-aufschrei-der-ausgeschlossenen-2011-proteste-in-sao-paulo-grito-dos-excluidos/</strong></a></p>
<p><a href="http://web23.ws2.nocyo.de/Bad_People__Anti-Semitism_in_South_America_--_widespread_and_rarely_explored.2970.0.html"><strong>http://web23.ws2.nocyo.de/Bad_People__Anti-Semitism_in_South_America_–_widespread_and_rarely_explored.2970.0.html</strong></a></p>
<p><a href="http://www.berliner-journalisten.com/heft12_artikel4.php"><strong>http://www.berliner-journalisten.com/heft12_artikel4.php</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/14/steinigen-im-iran-unter-ahmadinedschad-und-in-brasilien-unter-lula-lula-konnte-sich-uber-die-tatsache-beunruhigen-das-brasilien-zu-den-landern-gehort-in-denen-am-meisten-gelyncht-wird-jose/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/14/steinigen-im-iran-unter-ahmadinedschad-und-in-brasilien-unter-lula-lula-konnte-sich-uber-die-tatsache-beunruhigen-das-brasilien-zu-den-landern-gehort-in-denen-am-meisten-gelyncht-wird-jose/</strong></a></p>
<p>Lula-Rede in Paris:</p>
<p>Minhas amigas e meus amigos,</p>
<p>É uma grande honra, para mim, receber o título de Doutor Honoris    Causa do Instituto de Ciências Políticas de Paris. Honra que se torna   ainda  maior por eu ser o primeiro latino-americano a recebê-lo.</p>
<p>Estou profundamente grato à direção da Sciences Po e a todos os seus    professores, funcionários e alunos por me conferirem uma láurea tão    prestigiosa.</p>
<p>Esta casa, a um só tempo humanística e científica, é reconhecida e    admirada no mundo todo por seus elevados propósitos e pela excelência do   seu  corpo docente e discente.</p>
<p>É uma instituição que representa de modo exemplar o compromisso da    França com a liberdade intelectual, a dignidade da política e o   aperfeiçoamento  permanente da democracia.</p>
<p>Representa essa França consciente de suas conquistas materiais e    espirituais, ciosa de seus valores civilizatórios, mas nem por isso   menos aberta  a povos e mentalidades diferentes, à compreensão do outro.</p>
<p>Essa França insubmissa e libertária que, durante séculos, inspirou –    e continua, de alguma forma, inspirando – a trajetória de muitos   países, entre  eles o Brasil.</p>
<p>Essa França que, desde o século 18  até os dias atuais, é tão    relevante para o Brasil, seja no terreno das ideias políticas e sociais,   seja na  esfera da educação e da cultura, seja no que se refere às   parcerias produtivas e  tecnológicas.</p>
<p>Minhas amigas e meus amigos,</p>
<p>Mais do que um reconhecimento pessoal, acredito que este título de    Doutor Honoris Causa é uma homenagem ao povo brasileiro, que nos últimos   anos  vem realizando, de modo pacífico e democrático, uma verdadeira   revolução  econômica e social, dando um enorme salto histórico rumo à   prosperidade e à  justiça. Depois de prolongada estagnação, o Brasil   voltou a crescer de modo  vigoroso e continuado, gerando empregos,   distribuindo renda e promovendo  inclusão social.</p>
<p>Deixamos para trás um passado de frustrações e ceticismo. Os    brasileiros e as brasileiras voltaram a acreditar em si mesmos e na sua    capacidade de resolver problemas e superar obstáculos, por mais   difíceis que  sejam.</p>
<p>Graças a um novo projeto de desenvolvimento nacional, com forte    envolvimento da sociedade e intensa participação popular, conseguimos   tirar 28  milhões de pessoas da miséria e levamos 39 milhões de pessoas   para a classe  média, no maior processo de mobilidade social da nossa   história.</p>
<p>Em oito anos e meio foram criados 16 milhões de novos empregos    formais. O salário mínimo teve um aumento real de 62%, e todas as   categorias de  trabalhadores fizeram acordos salariais com ganhos acima   da  inflação.</p>
<p>Além disso, implantamos vários programas de transferência direta de    renda, dos quais se destaca o Bolsa Família, que é o principal   instrumento do  Fome Zero e, no final do ano passado, beneficiava 52   milhões de  pessoas.</p>
<p>Dessa forma, a desigualdade entre os brasileiros atingiu o menor    patamar em 50 anos. Nos últimos dez anos, a renda per capita dos 10%   mais ricos  aumentou 10%, enquanto a dos 50% brasileiros mais pobres   teve um ganho real de  68%.</p>
<p>O consumo se ampliou em todas as classes, mas no segmento popular  cresceu sete vezes.</p>
<p>Os pobres passaram a ser tratados como cidadãos. Governamos para    todos os brasileiros e não apenas para um terço da população, como   habitualmente  acontecia.</p>
<p>Acreditamos firmemente que o desenvolvimento econômico precisa estar    a serviço da redução das desigualdades sociais, sem paternalismo,   promovendo a  inclusão das pessoas mais pobres à plena cidadania.</p>
<p>Acreditamos, igualmente, que isso pode, deve e será feito sem que se    descuide do equilíbrio macroeconômico, combatendo com firmeza a    inflação.</p>
<p>Minhas amigas e meus amigos,</p>
<p>Ao mesmo tempo que resgatávamos grande parte de nossa dívida social,    trabalhamos para modernizar o país, preparando-o para os desafios   produtivos e  tecnológicos do século 21.</p>
<p>Investimos fortemente em educação, pesquisa e desenvolvimento.    Orgulho-me de ter criado 14 novas universidades federais e 126 extensões    universitárias, democratizando e interiorizando o acesso ao ensino    público.</p>
<p>Também lançamos o Reuni, um programa para fortalecer o ensino público  universitário, com a valorização dos docentes.</p>
<p>Ele contribuiu para que dobrássemos o número de matrículas nas  instituições federais.</p>
<p>Mas não ficamos restritos a isso e instituímos o Prouni, um sistema    inovador de bolsas de estudo em universidades particulares. Com ele,   garantimos  que 912 mil jovens de baixa renda pudessem cursar o ensino    superior.</p>
<p>E a oportunidade não foi desperdiçada: os jovens com bolsas do Prouni    têm-se destacado em todas as áreas, liderando em muitos casos os   exames  nacionais de avaliação feitos pelo Ministério da Educação. Ou   seja, bastou uma  chance e a juventude brasileira deu firme resposta ao   mito elitista segundo o  qual a qualidade é incompatível com a  ampliação  das  oportunidades.</p>
<p>Também me orgulho muito de termos inaugurado 214 novas escolas    técnicas federais, que criaram possibilidades inéditas de formação   profissional  para a juventude.</p>
<p>A boa qualidade do ensino na rede de escolas técnicas federais também    abre as portas para as universidades, mesmo para quem trabalha  durante  o dia  inteiro, porque durante o meu governo aumentamos o  número de  vagas nos cursos  universitários noturnos.</p>
<p>Esses jovens têm que continuar sonhando, têm que lutar para    conquistar o doutoramento, para trabalhar nos diversos centros de   pesquisa e  desenvolvimento tecnológico que existem no Brasil.</p>
<p>Deixamos de considerar a educação como um gasto para tratá-la como    investimento que muda a vida das pessoas e do país. Por isso, em meus   dois  mandatos, triplicamos o orçamento do Ministério da Educação, que   saltou de 17  bilhões de reais para 65 bilhões de reais em 2010.</p>
<p>Essas mudanças eram imprescindíveis, pois a garantia de acesso à    educação de qualidade, da pré-escola aos cursos de pós-graduação, é um   dos  principais instrumentos para promover a igualdade social, combater a   pobreza e  assegurar um desenvolvimento econômico, científico e   tecnológico sustentável em  longo prazo.</p>
<p>A educação foi colocada como prioridade estratégica para o país. O    investimento público direto em educação passou de 3,9% do Produto   Interno Bruto  em 2000  para 5% em 2009. E, agora, a presidenta Dilma   Rousseff assumiu o  compromisso de ampliar o investimento em educação   progressivamente até atingir  7% do Produto Interno Bruto.</p>
<p>Minhas amigas e meus amigos,</p>
<p>O Brasil já tem muito a mostrar no segmento de pesquisa e    desenvolvimento. A Lei da Inovação, aprovada em dezembro de 2004,   incentivou as  universidades a compartilhar seus projetos de pesquisa e   desenvolvimento com as  empresas públicas e privadas, para alavancar a   inovação tecnológica no ambiente  produtivo.</p>
<p>O número de cientistas envolvidos em pesquisa e desenvolvimento    passou de 126 mil em 2000 para 211 mil em 2008. E o número de patentes    depositadas no Instituto Nacional da Propriedade Industrial (INPI)   cresceu de 21  mil em 2000 para 280 mil em 2009.</p>
<p>Além disso, o governo federal destinou 41 bilhões de reais ao setor    de pesquisa e inovação no período de 2007 a 2010, através do Programa  de   Aceleração do Crescimento.</p>
<p>Minhas amigas e meus amigos,</p>
<p>Uma das preocupações do meu governo – e que continua a ser um firme    compromisso da presidenta Dilma – foi garantir que o crescimento   econômico e os  investimentos estruturantes fossem sustentáveis do ponto   de vista  ambiental.</p>
<p>Nos últimos anos, o Brasil superou a falsa contradição que opunha o    desenvolvimento à sustentabilidade ambiental.  Nesse período, a taxa de    desmatamento caiu 75%.</p>
<p>Em nosso governo, fixamos como meta reduzir as emissões de CO2 entre    36% e 39% até 2020. Esse compromisso foi incorporado à Política   Nacional de  Mudanças Climáticas, apresentada em Copenhague, em dezembro   de 2009, e  posteriormente transformada em lei pelo Congresso  Nacional.</p>
<p>O Brasil é uma referência no enfrentamento dos desafios ambientais do    século 21, pois é responsável por 74% das unidades de conservação   criadas no  mundo desde 2003. Também alcançamos recentemente o menor   nível de desmatamento  dos últimos 22 anos.</p>
<p>Minhas amigas e meus amigos, os avanços que conquistamos nos últimos    anos foram possíveis porque praticamos intensamente a democracia. Não   nos  limitamos a respeitá-la – o que é um dever –, mas levamos suas   possibilidades ao  limite, promovendo um amplo processo de participação   social na definição das  políticas públicas.</p>
<p>Estabelecemos uma nova relação do Estado com a sociedade, na qual    todos os setores sociais foram ouvidos, mobilizados, e puderam discutir   não  somente com o governo, mas também entre eles próprios.   Multiplicaram-se os  canais de interlocução da sociedade com o Estado, o   que contribuiu de modo  decisivo para que crescimento econômico e   desenvolvimento social caminhassem  juntos.</p>
<p>Para tanto, realizamos 74 conferências nacionais entre 2003 e 2010,    precedidas por reuniões em níveis municipal e estadual, que contaram  com  a  presença de cerca de 5 milhões de pessoas.</p>
<p>Discutimos e aprofundamos nessas conferências temas importantes: do    meio ambiente à segurança pública; dos transportes à diversidade  sexual;  dos  direitos dos indígenas às políticas de telecomunicações;  da  igualdade racial à  política nacional de saúde, dentre muitos  outros.</p>
<p>Conselhos de políticas públicas, com ampla representação popular,  foram criados junto a todos os ministérios.</p>
<p>Em outras palavras, apostamos decididamente na política. Porque    sempre acreditamos na força da política como promotora da emancipação   individual  e coletiva.</p>
<p>A participação política é o melhor antídoto contra a alienação e as  tentações autoritárias.</p>
<p>Eu próprio sou produto da política. A luta sindical me deu a    convicção de que era necessário incorporar os trabalhadores às decisões    políticas.</p>
<p>Foi por isso que, em 1980, criamos o Partido dos Trabalhadores, que    em menos de 20 anos tornou-se o maior partido de esquerda da América   Latina e  chegou à Presidência da República. Também construímos a maior a   central sindical  da América Latina, a Confederação Única dos   Trabalhadores.</p>
<p>Tenho a plena convicção de que os problemas da sociedade só podem ser    resolvidos com mais democracia e mais envolvimento da sociedade no   exercício do  poder.</p>
<p>Minhas amigas e meus amigos,</p>
<p>O Brasil não está sozinho nessa trajetória virtuosa, que reuniu  democracia, desenvolvimento econômico e justiça social.</p>
<p>A esperança progressista do mundo, hoje, navega no vento que sopra do  Sul.</p>
<p>A América do Sul não é mais o estuário dos problemas do mundo, e sim    a mais promissora fronteira da luta pela justiça social em nosso    tempo.</p>
<p>Sem os países em desenvolvimento, não será possível abrir um novo    ciclo de expansão que combine crescimento, combate à fome e à pobreza,   redução  das desigualdades sociais e preservação ambiental.</p>
<p>No momento em que se está constituindo um mundo multipolar, a América    do Sul afirma a sua presença no plano internacional, renovando a   confiança em si  e na capacidade de seus povos de construir um destino   comum de democracia e  crescimento econômico com inclusão social.</p>
<p>Vivemos numa região de paz. Não há ódio religioso entre nós. Os    governantes de todos  os nossos países foram eleitos em pleitos   democráticos e  com ampla participação popular. A democracia é o nosso   idioma  comum.</p>
<p>Minhas amigas e meus amigos,</p>
<p>Avançamos muito no Brasil nos últimos anos. Ampliamos a inclusão    social e a democracia se fortalece cada vez mais. Elegemos, pela   primeira vez na  nossa história, uma mulher para a Presidência da   República.</p>
<p>Fizemos muito, mas ainda há muito por ser feito. E o governo da  presidenta Dilma Rousseff assume esta responsabilidade.</p>
<p>Lançou o programa Brasil sem Miséria para erradicar totalmente a  extrema pobreza.</p>
<p>Fortaleceu a área da educação, ao ampliar o programa e ensino técnico  e aumentar o número de bolsas de estudos no exterior.</p>
<p>O lançamento de uma nova política industrial, com o programa Brasil  Maior, fortalecerá a inovação e a competitividade.</p>
<p>Por último, quero enfatizar que o conhecimento e a informação são    cada vez mais importantes para o aprimoramento espiritual da Humanidade e   também  para viabilizar o progresso econômico e o bem-estar dos   povos.</p>
<p>O governante que não enxerga isso, não está preparado para governar    uma Nação. Governante que não sonha não transmite esperança. Agradeço   novamente  à Science Po por ter sido agraciado o título de Doutor   Honoris Causa e estou  honrado por fazer parte do seleto grupo de   pessoas que mereceram esta  honra.</p>
<p>Muito  obrigado.</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/12/brasiliens-massive-brandrodungen-wie-jedes-jahr-nasa-foto-zeigt-das-ausmas-anklicken-viel-lob-fur-brasilias-regierungspolitik-aus-europa/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/12/brasiliens-massive-brandrodungen-wie-jedes-jahr-nasa-foto-zeigt-das-ausmas-anklicken-viel-lob-fur-brasilias-regierungspolitik-aus-europa/</strong></a></p>
<p><strong>Auswanderungsland Brasilien:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/24/brasilien-wurde-unter-lula-rousseff-zum-auswanderungsland-bye-bye-brasil-sergio-costa-soziologie-professor-an-der-fu-berlin-bestatigt-die-entwicklung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/24/brasilien-wurde-unter-lula-rousseff-zum-auswanderungsland-bye-bye-brasil-sergio-costa-soziologie-professor-an-der-fu-berlin-bestatigt-die-entwicklung/</strong></a></p>
<p><strong>Demokratie und Vietnamkrieg:</strong></p>
<p>Wie viele Jahre es im Falle des Vietnamkriegs dauerte:</p>
<p><strong>“Der Vietnamkrieg war illegal” Süddeutsche Zeitung 2011.</strong></p>
<p><strong>“Der illegale Krieg. Die Pentagon Papers werden erstmals         vollständig freigegeben.  An diesem Montag wird ein bislang streng         gehütetes Staatsgeheimnis preisgegeben: Der Vietnamkrieg war  illegal.   Er      wurde unter falschen Voraussetzungen begonnen, mit  Lügen        fortgesetzt,und zu gewinnen, auch das wird jetzt offiziell         bekanntgemacht, war er auch nicht.”</strong></p>
<p><strong>Der Vietnamkrieg forderte etwa drei Millionen Todesopfer, davon waren zwei Millionen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zivilist" title="Zivilist">Zivilpersonen</a>. Vier Millionen Menschen erlitten schwere Verletzungen.<sup><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vietnamkrieg#cite_note-1">[2]</a></sup></strong> (Wikipedia)</p>
<p><strong>Demokratie und Irakkrieg:</strong></p>
<p><strong>Die “Folha de Sao Paulo” spricht “von einer Billion Dollar im     Irakkrieg vergeudet”. Die Invasion des Irak sei unter Vorwänden     erfolgt. Hinterlassen werde eine Spur der Zerstörung, und völlige     Perspektivlosigkeit. “Ein Desaster unter allen Gesichtspunkten.”</strong></p>
<p><strong>Brasiliens wichtigster Befreiungstheologe, der Dominikaner     Frei Betto in Sao Paulo, beziffert die Zahl der Toten des Irakkriegs  auf    etwa eine Million: </strong></p>
<p><strong>“The Western powers led by the USA vociferously defend human      rights in Libya. What about the genocidal occupations of Iraq and      Afghanistan? Who tolls the bells for the million dead in Iraq? Who  takes     confessed assassins in Afghanistan, responsible for crimes  against     humanity, to the UN International Court of Justice?” Frei  Betto 2011)   </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/21/brasiliens-sklavenarbeit-unter-lula-rousseff-erstmals-mehr-internationale-aufmerksamkeit-wegen-anzeigen-gegen-modekette-zarades-spanischen-inditex-konzerns-brasiliens-katholische-kirche-prangert/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/21/brasiliens-sklavenarbeit-unter-lula-rousseff-erstmals-mehr-internationale-aufmerksamkeit-wegen-anzeigen-gegen-modekette-zarades-spanischen-inditex-konzerns-brasiliens-katholische-kirche-prangert/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/18/matices-medien-staat-und-gesellschaft-in-lateinamerika-anklicken/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/18/matices-medien-staat-und-gesellschaft-in-lateinamerika-anklicken/</strong></a></p>
<p><strong>Deutschstämmiger Kardinal Paulo Evaristo Arns:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/04/parabens-dom-paulo-evaristo-arns5-ehrung-im-stadtparlament-erinnerung-an-des-kardinals-leitspruchcoragem-viva-dom-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/04/parabens-dom-paulo-evaristo-arns5-ehrung-im-stadtparlament-erinnerung-an-des-kardinals-leitspruchcoragem-viva-dom-paulo/</strong></a></p>
<p><strong>Bischof Coelho in Deutschland:</strong></p>
<p><strong>Er erzählte von einem Land, in dem nur einige wenige Familien    nahezu alle  wesentlichen gesellschaftlichen Bereiche beherrschten  und   Korruption an der  Tagesordnung sei: „Die Kirche hat die wichtige    Aufgabe, der armen Bevölkerung  bei ihren existenziellen Problemen    gegenüber der Profitgier von Wenigen zu  helfen.“ Menschen würden von    ihrem Land vertrieben, sie hätten kaum Rechte und  Umweltschutz    existiere nicht.</strong> <strong>(Münstersche Zeitung)</strong></p>
<p><strong>Amnesty International 2002:</strong></p>
<h2>Sklavenarbeit nimmt wieder zu</h2>
<p><strong>BRASILIEN</strong></p>
<p><strong>SKLAVENARBEIT NIMMT WIEDER ZU</strong></p>
<p><strong>Erst im Jahre 1888 hat Brasilien die Sklaverei offiziell  abgeschafft,  doch es gibt sie bis heute. Vor allem im Norden und  Nordosten wird sie  von etlichen Großgrundbesitzern in modifizierter  Form weitergeführt.  Gleichzeitig nimmt die Zahl der Morde an  Landgewerkschaftern zu.</strong></p>
<p><strong>Für viele brasilianische Zeitungen war es unlängst der  Aufmacher: Zum  ersten Mal wurde ein “moderner” Sklavenhalter in  flagranti ertappt und  sofort hinter Gitter gebracht – das gab es noch  nie seit Brasiliens  Rückkehr zur Demokratie im Jahre 1985. Vielen  erschien das als  beachtlicher Fortschritt. Nur – und das vermeldeten  die Blätter nicht –  ging die Sache wie üblich aus: “Nach drei Tagen war  der betroffene  Großgrundbesitzer Max Cangussi wieder frei. Er wurde  lediglich  verpflichtet, seinen Sklavenarbeitern den zustehenden Lohn zu  zahlen.  Kein Prozess, keine Enteignung des Großgrundbesitzes, wie  eigentlich  vorgeschrieben,” sagt Antonio Canuto von der kirchlichen  Organisation  CPT, die solche Fälle immer wieder aufdeckt. Ihre  Informationen leitet  die Initiative auch an die Internationale  Arbeitsorganisation ILO  weiter.</strong></p>
<p><strong>Max Cangussi hatte in Maranhão, dem ökonomisch am wenigsten  entwickelten  Teilstaat Brasiliens, Männer anwerben lassen, um 230  Kilometer vom  nächsten Ort entfernt Weideland einzäunen und Bäume und  Sträucher  entfernen zu lassen. Für die viermonatige schwere Arbeit  zahlte er kein  Geld, sondern vergütete die Arbeiter lediglich durch  Nahrungsmittel. Die  Männer wurden in einer brüchigen Lehmhütte  untergebracht – ohne  Toilette und Wasseranschluss. Wasser gab es nur in  einem lehmigen Bach.  Wer gegen diese Zustände protestierte,  berichteten die Sklavenarbeiter  später der Polizei, wurde von Cangussi  mit der Waffe bedroht.</strong></p>
<p><strong>“Seit dem vergangenen Jahr nimmt die Zahl solcher Berichte  deutlich zu”,  erläutert Canuto. “Auf manchen Farmen wurden von der  Bundespolizei bis  zu fünf Mal hintereinander Sklavenarbeiter entdeckt.”  Meist ohne Folgen.  Vor allem im riesigen Amazonas-Teilstaat Pará – er  ist um ein  Vielfaches größer als Deutschland – regiert laut CPT  inzwischen fast  völlige Straffreiheit: Bußgelder – umgerechnet etwa  hundert Mark für  jeden entdeckten “Sklaven” – werden nicht gezahlt,  Prozesse kommen nicht  voran. Dem kleinen Team der Bundespolizei, das  die Farmen überwachen  soll, wurden Gelder, Personal und  Transportmittel, darunter  Hubschrauber, gekürzt. Die Spezialisten  reagieren fast nur noch auf  Anzeigen und kommen gewöhnlich viel zu  spät: häufig vergeht ein ganzer  Monat. In der Zwischenzeit haben die  betreffenden Großgrundbesitzer  längst Wind von der Anzeige bekommen und  die Sklaven schon davongejagt.</strong></p>
<p><strong>Laut Antonio Canuto ist Schuldsklaverei am üblichsten: Angeworbenen  wird  gute Bezahlung versprochen, doch werden Kosten für Arbeitsgeräte,   Transport und Verpflegung vom Lohn abgezogen. Das Leistungspensum setzt   der Farmer dann extrem hoch an. Lebensmittel gibt es nur im Farmladen   und zu überhöhten Preisen. Ergebnis: Am Monatsende erhalten die  Arbeiter  nicht nur kein Geld – man eröffnet ihnen auch noch, dass  zuerst die  entstandenen Schulden abzutragen seien. Vor Fluchtversuchen  wird  gewarnt. Gewöhnlich stehen bewaffnete Aufseher mit scharfen Hunden   bereit.</strong></p>
<p><strong>Allein in Pará sind im vergangenen Jahr 1100 Fälle von Sklavenarbeit   registriert worden; im Jahr 2000 waren es rund 350. Nach Angaben des   Arbeitsministeriums ist davon auszugehen, dass auf jeden von der   Sondereinheit befreiten Landarbeiter drei weitere kommen, die unter   sklavenähnlichen Bedingungen leben müssen.</strong></p>
<p><strong>Dem Terror von Großgrundbesitzern und bezahlten Killerkommandos sind   besonders in Pará Führer der Gewerkschaften und der Landlosenbewegung   ausgesetzt, weil sie die neuzeitliche Sklaverei öffentlich anprangern.   Allein zwischen Juli und Oktober 2001 wurden acht Aktive erschossen – in   ganz Brasilien waren es 2001 über 25. “Im Auftrag der  Großgrundbesitzer  werden immer mehr bewaffnete Milizen gebildet”,  kritisiert Bischof  Tomas Balduino, Präsident der CPT: “Das grenzt an  Bürgerkrieg.”</strong></p>
<p><strong>Auf Sklavenarbeiter wirkt zudem einschüchternd, wie die Behörden   Polizeigewalt decken: 1996 hatten bei einem Massaker rund 200   Militärpolizisten einer Sondereinheit nach amtlichen Angaben 19 Landlose   getötet – kirchliche Kreise nannten weit höhere Opferzahlen. Alle   Beteiligten, auch die Offiziere, sind weiter auf freiem Fuß und noch   immer im Dienst. Wann es zu einem Gerichtsverfahren kommt, ist völlig   offen.</strong></p>
<p><strong>Klaus Hart</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Der Autor arbeitet als Korrespondent in São Paulo.</strong></p>
<h2>“Adveniat-Aktionseröffnung in Armenviertel  von Sao Paulo”. Favela Cachoeirinha &#8211; ZDF-Live-Übertragung; Gottesdienst  zelebriert von Kardinal Odilo Scherer, Erzbischof von São Paulo, dem  Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert  Zollitsch, und dem Essener Bischof Franz-Josef Overbeck, Vorsitzender  der Bischöflichen Kommission Adveniat. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11486" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/franziskaner-in-sao-paulo/" rel="tag"> </a></p>
<p><a href="http://www.adveniat.de/presse/pressemitteilungen/aktuelle-mitteilungen/presse-artikel-detail/article/adveniat-aktionseroeffnung-in-armenviertel-von-sao-paulo/1.html"><strong>http://www.adveniat.de/presse/pressemitteilungen/aktuelle-mitteilungen/presse-artikel-detail/article/adveniat-aktionseroeffnung-in-armenviertel-von-sao-paulo/1.html</strong></a></p>
<p><strong>Franziskaner in Sao Paulo:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/25/franziskaner-sao-paulos-verteilen-weihnachten-nahrungsmittel-an-tausende-von-armen-und-verelendeten/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/25/franziskaner-sao-paulos-verteilen-weihnachten-nahrungsmittel-an-tausende-von-armen-und-verelendeten/</strong></a></p>
<p><strong>“Nicht ohne Grund hat etwa der frühere US-Präsident Ronald   Reagan  in Südamerika die Sekten gefördert, weil sie individualisierend   und  systemstabilisierend wirken.”</strong> <strong>Franziskaner </strong><strong>Paulo Suess in Publik-Forum</strong></p>
<p><a href="http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/terror-rap-statt-samba/763272.html"><strong>http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/terror-rap-statt-samba/763272.html</strong></a></p>
<p><a href="http://www.bpb.de/publikationen/JU16H0,0,Vom_Umgang_mit_der_Diktaturvergangenheit.html"><strong>http://www.bpb.de/publikationen/JU16H0,0,Vom_Umgang_mit_der_Diktaturvergangenheit.html</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/kruckeluz2.jpg" alt="kruckeluz2.jpg" /></p>
<h2>Brasilien &#8211; Aufschrei der Ausgeschlossenen  2011, “Grito dos  Excluidos”. Fotoserie. Proteste gegen Hunger, Elend,  Folter, Willkür,  Staatskorruption, Menschenrechtsverletzungen aller Art.   Obdachlosenverbrennung in Sao Paulo. Rund 130 Millionen Katholiken in   Brasilien &#8211; etwa 25 Millionen Katholiken in Deutschland. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=10672" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/05/scheiterhaufen-in-sao-paulo-mindestens-15-menschen-in-der-megacity-seit-jahresbeginn-lebendig-verbrannt-laut-landesmedien-fogo-para-matar-rivais/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/05/scheiterhaufen-in-sao-paulo-mindestens-15-menschen-in-der-megacity-seit-jahresbeginn-lebendig-verbrannt-laut-landesmedien-fogo-para-matar-rivais/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/rio-film-tropa-de-elite-2-fur-oscar-nominiertbester-auslandischer-streifen-stadtepartnerschaft-koln-rio-de-janeiro-trailer-anklicken/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/rio-film-tropa-de-elite-2-fur-oscar-nominiertbester-auslandischer-streifen-stadtepartnerschaft-koln-rio-de-janeiro-trailer-anklicken/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/frei-betto/" rel="tag"> </a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/gri1.JPG" alt="gri1.JPG" /></p>
<p><strong>Vor der Kathedrale Sao Paulos.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/10/keine-verringerung-der-sozialen-ungleichheit-unter-lula-regierung-laut-soziologe-chico-de-oliveira-mitgrunder-von-arbeiterparteipt-und-gewerkschaftsdachverband-cut/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/10/keine-verringerung-der-sozialen-ungleichheit-unter-lula-regierung-laut-soziologe-chico-de-oliveira-mitgrunder-von-arbeiterparteipt-und-gewerkschaftsdachverband-cut/</strong></a></p>
<p><strong>Kaum Interesse in Ländern wie Deutschland an Menschenrechtsarbeit der katholischen Kirche in Brasilien.</strong></p>
<p><a href="http://www.bpb.de/publikationen/JU16H0,0,Vom_Umgang_mit_der_Diktaturvergangenheit.html"><strong>http://www.bpb.de/publikationen/JU16H0,0,Vom_Umgang_mit_der_Diktaturvergangenheit.html</strong></a></p>
<p><strong>Als die Arbeiterpartei Lulas noch Opposition war, beteiligte   sie sich massiv am jährlichen “Aufschrei der Ausgeschlossenen” &#8211; mit  dem  Einzug Lulas in den Präsidentenplast war damit schlagartig Schluß,   lassen sich auch von der Arbeiterpartei dominierte Organisationen,   Gewerkschaften nicht mehr blicken &#8211; was Bände spricht.</strong></p>
<h2>“Der jetzige Mindestlohn von 545 Real hat die  Hälfte der Kaufkraft   von 1940 &#8211; gemäß Verfassungsdefinition müßten es  2149,76 Real   sein.”(Frei Betto)</h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/06/brasilien-aufschrei-der-ausgeschlossenen-2011-befreiungstheologe-frei-betto-mit-den-basisfakten-per-adital-der-jetzige-mindestlohn-von-545-real-hat-die-halfte-der-kaufkraft-von-1940-gemas-verfa/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/06/brasilien-aufschrei-der-ausgeschlossenen-2011-befreiungstheologe-frei-betto-mit-den-basisfakten-per-adital-der-jetzige-mindestlohn-von-545-real-hat-die-halfte-der-kaufkraft-von-1940-gemas-verfa/</strong></a></p>
<p><strong>Der Anwalt erinnerte im Website-Interview an die Rolle der    gewählten Präsidentin Dilma Rousseff als Chefministerin des    Zivilkabinetts der Lula-Regierung &#8211; zuständig also auch für Soziales,    die Menschenrechte. Rousseff habe ihren Wahlsieg just mit José Sarney    gefeiert, Ex-Chef der Folterdiktatorenpartei ARENA. Dabei sei Dilma    Rousseff selber während der Diktatur gefoltert worden:”Eine Gefolterte    unterliegt, unterwirft sich also heute den Folterern.”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/08/brasiliens-menschenrechtsanwalt-bruno-alves-de-souza-toledo-ebenso-wie-amazonasbischof-erwin-krautler-trager-des-alternativen-nobelpreises-wegen-morddrohungen-standig-unter-polizeischutz/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/08/brasiliens-menschenrechtsanwalt-bruno-alves-de-souza-toledo-ebenso-wie-amazonasbischof-erwin-krautler-trager-des-alternativen-nobelpreises-wegen-morddrohungen-standig-unter-polizeischutz/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/gri8.JPG" alt="gri8.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/06/lula-erhalt-in-paris-am-27-september-ehrendoktor-der-sorbonne-melden-landesmedien-interessante-sorbonne-auswahlkriterien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/06/lula-erhalt-in-paris-am-27-september-ehrendoktor-der-sorbonne-melden-landesmedien-interessante-sorbonne-auswahlkriterien/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/17/obdachlose-in-sao-paulo-wahrend-des-wulff-besuchs-lebendig-verbrannt-brasiliens-wichtigster-befreiungstheologe-im-website-interview-ein-land-der-kontraste/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/17/obdachlose-in-sao-paulo-wahrend-des-wulff-besuchs-lebendig-verbrannt-brasiliens-wichtigster-befreiungstheologe-im-website-interview-ein-land-der-kontraste/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/gri9.JPG" alt="gri9.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/09/07/die-franziskaner-und-der-aufschrei-der-ausgeschlossenen-in-sao-paulo-befreiungstheologe-frei-betto-hat-recht-unter-lula-hat-die-soziale-ungleichheit-zugenommen-vor-wenigen-tagen-wurde-wieder/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/09/07/die-franziskaner-und-der-aufschrei-der-ausgeschlossenen-in-sao-paulo-befreiungstheologe-frei-betto-hat-recht-unter-lula-hat-die-soziale-ungleichheit-zugenommen-vor-wenigen-tagen-wurde-wieder/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-includes/js/tinymce/themes/advanced/images/spacer.gif" alt="weiter..." height="10px" width="100%" /></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/gri2.JPG" alt="gri2.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/07/brasilien-aufschrei-der-ausgeschlossenen-2011/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/07/brasilien-aufschrei-der-ausgeschlossenen-2011/</strong></a></p>
<p><a href="http://g1.globo.com/politica/noticia/2011/09/ao-lado-da-familia-dilma-participa-de-desfile-de-7-de-setembro-em-brasilia.html"><strong>http://g1.globo.com/politica/noticia/2011/09/ao-lado-da-familia-dilma-participa-de-desfile-de-7-de-setembro-em-brasilia.html</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-includes/js/tinymce/themes/advanced/images/spacer.gif" alt="weiter..." height="10px" width="100%" /></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/gri3.JPG" alt="gri3.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/08/24/barbaritycracy-the-regime-of-barbarity-imposed-through-terror-befreiungstheologe-frei-betto-uber-die-slum-diktatur-in-lulas-spezialdemokratie/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/08/24/barbaritycracy-the-regime-of-barbarity-imposed-through-terror-befreiungstheologe-frei-betto-uber-die-slum-diktatur-in-lulas-spezialdemokratie/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/gri4.JPG" alt="gri4.JPG" /></p>
<p><strong>Sao Paulos Kardinal Odilo Scherer beim Gottesdienst des   “Grito” in der Kathedrale &#8211; Predigt gegen Elend, Hunger,   Staatskorruption, Rechtlosigkeit.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/02/sklavenarbeit-unter-lula-angeprangert-vom-deutschstammigen-kardinal-odilo-scherer-im-protest-gottesdienst-am-1-mai-in-der-kathedrale-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/02/sklavenarbeit-unter-lula-angeprangert-vom-deutschstammigen-kardinal-odilo-scherer-im-protest-gottesdienst-am-1-mai-in-der-kathedrale-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/gri5.JPG" alt="gri5.JPG" /></p>
<p><strong>Waldemar Rossi, Führer der Arbeiterpastoral in der Erzdiözese Sao Paulo.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/29/die-arbeiterpastoral-der-erzdiozese-sao-paulo-und-ihre-sicht-der-prasidentschaftswahlen-koordinator-waldemar-rossi-fuhrte-fruher-streiks-mit-lula/#more-7097"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/29/die-arbeiterpastoral-der-erzdiozese-sao-paulo-und-ihre-sicht-der-prasidentschaftswahlen-koordinator-waldemar-rossi-fuhrte-fruher-streiks-mit-lula/#more-7097</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/gri11.JPG" alt="gri11.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/06/brasiliens-korruptionskrise-prasidentin-stoppt-kampf-gegen-korruption-in-der-regierung-bevor-er-uberhaupt-begonnen-hat-kritisieren-landesmedien-keine-eigene-aufklarung-durch-rousseff-nur-bestenfa/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/06/brasiliens-korruptionskrise-prasidentin-stoppt-kampf-gegen-korruption-in-der-regierung-bevor-er-uberhaupt-begonnen-hat-kritisieren-landesmedien-keine-eigene-aufklarung-durch-rousseff-nur-bestenfa/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/gri6.JPG" alt="gri6.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/06/rio-de-janeiro-die-banditenkommandos-die-kindersoldaten-anklicken/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/06/rio-de-janeiro-die-banditenkommandos-die-kindersoldaten-anklicken/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/gri7.JPG" alt="gri7.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/06/educafro-franziskanerkloster-sao-paulos/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/06/educafro-franziskanerkloster-sao-paulos/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/gri10.JPG" alt="gri10.JPG" /></p>
<p>Padre Aecio Cordeiro, Padre Julio Lancelotti.</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/07/es-gibt-noch-soviel-elend-und-hunger-in-brasilien-dieses-reiche-land-ist-noch-nicht-unabhangig-priester-aecio-cordeiro-da-silva-im-radio-der-erzdiozese-sao-paulo-wahrend-des-aufschreis-der-au/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/07/es-gibt-noch-soviel-elend-und-hunger-in-brasilien-dieses-reiche-land-ist-noch-nicht-unabhangig-priester-aecio-cordeiro-da-silva-im-radio-der-erzdiozese-sao-paulo-wahrend-des-aufschreis-der-au/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/26/julio-lancelotti-brasiliens-ausergewohnlicher-hochst-unbequemer-menschenrechtspriester-ziel-von-morddrohungen-prozessen-verleumdungen-psycho-terror-medienkampagnen/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/26/julio-lancelotti-brasiliens-ausergewohnlicher-hochst-unbequemer-menschenrechtspriester-ziel-von-morddrohungen-prozessen-verleumdungen-psycho-terror-medienkampagnen/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/gri12.JPG" alt="gri12.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/14/steinigen-im-iran-unter-ahmadinedschad-und-in-brasilien-unter-lula-lula-konnte-sich-uber-die-tatsache-beunruhigen-das-brasilien-zu-den-landern-gehort-in-denen-am-meisten-gelyncht-wird-jose/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/14/steinigen-im-iran-unter-ahmadinedschad-und-in-brasilien-unter-lula-lula-konnte-sich-uber-die-tatsache-beunruhigen-das-brasilien-zu-den-landern-gehort-in-denen-am-meisten-gelyncht-wird-jose/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/03/brasilianischer-staat-erfullt-nur-ein-drittel-der-gesetzlichen-bildungsvorgaben-laut-studie-fortschrittliche-regierungspolitik-lob-aus-europa/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/03/brasilianischer-staat-erfullt-nur-ein-drittel-der-gesetzlichen-bildungsvorgaben-laut-studie-fortschrittliche-regierungspolitik-lob-aus-europa/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/gri13.JPG" alt="gri13.JPG" /></p>
<p>Irischer Padre Jaime Crowe.</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/13/jaime-crowe-aus-irland-slumpriester-in-sao-paulo-jardim-angela/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/13/jaime-crowe-aus-irland-slumpriester-in-sao-paulo-jardim-angela/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/gri14.JPG" alt="gri14.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/gri15.JPG" alt="gri15.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/05/rio-de-janeiros-couragierte-richterin-gegen-die-todesschwadronen-bei-attentat-ermordet-wie-ublich-desinteresse-in-der-sog-drittweltszene-mitteleuropas/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/05/rio-de-janeiros-couragierte-richterin-gegen-die-todesschwadronen-bei-attentat-ermordet-wie-ublich-desinteresse-in-der-sog-drittweltszene-mitteleuropas/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/gri16.JPG" alt="gri16.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/08/tropa-de-elite-2-noch-dokumentarischer-als-der-berlinale-gewinner-landeskunde-pur-uber-das-heutige-brasilien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/08/tropa-de-elite-2-noch-dokumentarischer-als-der-berlinale-gewinner-landeskunde-pur-uber-das-heutige-brasilien/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/gri17.JPG" alt="gri17.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/gri18.JPG" alt="gri18.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/07/30/wm-gruppenauslosung-in-rio-de-janeiro-protestdemo-von-fusballfans-parteien-intellektuellen-menschenrechtsorganisationen-fordert-entlassung-von-cbf-chef-ricardo-teixeira-stopp-der-vertreibungen-wg/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/07/30/wm-gruppenauslosung-in-rio-de-janeiro-protestdemo-von-fusballfans-parteien-intellektuellen-menschenrechtsorganisationen-fordert-entlassung-von-cbf-chef-ricardo-teixeira-stopp-der-vertreibungen-wg/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/gri19.JPG" alt="gri19.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/05/brasiliens-lula-rousseff-wirtschaftspolitik-und-die-position-der-katholischen-kirche-bruderlichkeitskampagne-2010-gegen-spekulantenbegunstigung-auf-kosten-der-hungernden-und-verelendeten-befreiungst/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/05/brasiliens-lula-rousseff-wirtschaftspolitik-und-die-position-der-katholischen-kirche-bruderlichkeitskampagne-2010-gegen-spekulantenbegunstigung-auf-kosten-der-hungernden-und-verelendeten-befreiungst/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/gri20.JPG" alt="gri20.JPG" /></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/gri21.JPG" alt="gri21.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.livenet.ch/neuigkeiten/international/110146-alte_menschen_in_brasilien_erfahren_viel_gewalt_und_entbehrungen.html"><strong>http://www.livenet.ch/neuigkeiten/international/110146-alte_menschen_in_brasilien_erfahren_viel_gewalt_und_entbehrungen.html</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/gri22.JPG" alt="gri22.JPG" /></p>
<p>Polizeibegleitung.</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/26/brasilien-lacht-uber-lula-deppen-in-deutschland-lula-der-grosse-schriftsteller-joao-ubaldo-ribeiro-nimmt-lula-personenkult-in-deutschland-ironisch-auf-die-schippe-warum-importieren-sie-nicht/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/26/brasilien-lacht-uber-lula-deppen-in-deutschland-lula-der-grosse-schriftsteller-joao-ubaldo-ribeiro-nimmt-lula-personenkult-in-deutschland-ironisch-auf-die-schippe-warum-importieren-sie-nicht/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/dilmarollsparade2011.JPG" alt="dilmarollsparade2011.JPG" /></p>
<p><strong>Ausriß. Proteste und Militärparaden &#8211; Staatspräsidentin im Rolls Royce in Brasilia  am 7.September 2011.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/25/brasiliens-staatsprasidentin-dilma-rousseff-zur-feierlichen-zeremonie-2011-in-ouro-preto-am-todestag-des-nationalhelden-tiradentes-lautstarke-proteste-von-studenten-gegen-sozial-und-bildungspolitik-d/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/25/brasiliens-staatsprasidentin-dilma-rousseff-zur-feierlichen-zeremonie-2011-in-ouro-preto-am-todestag-des-nationalhelden-tiradentes-lautstarke-proteste-von-studenten-gegen-sozial-und-bildungspolitik-d/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.bpb.de/publikationen/JU16H0,0,Vom_Umgang_mit_der_Diktaturvergangenheit.html"><strong>http://www.bpb.de/publikationen/JU16H0,0,Vom_Umgang_mit_der_Diktaturvergangenheit.html</strong></a></p>
<p><a href="http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/11212"><strong>http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/11212</strong></a></p>
<p><strong>“Von 100 Schülern, die in Sao Paulo die Mittelschule   verlassen,  können nur 5 Prozent richtig lesen und schreiben. Es ist   eine Tragödie.”  Gilberto Dimenstein, Journalist der Folha de Sao   Paulo,   Bildungsexperte, 2010  </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/09/gunther-zgubic-gefangenenpriester-aus-osterreich-etwa-15-millionen-brasilianer-leiden-hunger-das-offentliche-gesundheitswesen-ist-eine-katastrophe-die-offentlichen-schulen-sind-miserabel-doch/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/09/gunther-zgubic-gefangenenpriester-aus-osterreich-etwa-15-millionen-brasilianer-leiden-hunger-das-offentliche-gesundheitswesen-ist-eine-katastrophe-die-offentlichen-schulen-sind-miserabel-doch/   </strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/24/brasilien-wurde-unter-lula-rousseff-zum-auswanderungsland-bye-bye-brasil-sergio-costa-soziologie-professor-an-der-fu-berlin-bestatigt-die-entwicklung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/24/brasilien-wurde-unter-lula-rousseff-zum-auswanderungsland-bye-bye-brasil-sergio-costa-soziologie-professor-an-der-fu-berlin-bestatigt-die-entwicklung/</strong></a></p>
<p><strong>Brasiliens katholische Jugend freut sich auf den Papst &#8211; 2013 in Rio de Janeiro:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/18/brasiliens-katholische-jugend-freut-sich-auf-den-papst-2013-in-rio-de-janeiro-1-megaevent-in-sao-paulo-zur-vorbereitung-messe-mit-kardinal-odilo-scherer-fotoserie-grose-brasilianische-sektenkir/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/18/brasiliens-katholische-jugend-freut-sich-auf-den-papst-2013-in-rio-de-janeiro-1-megaevent-in-sao-paulo-zur-vorbereitung-messe-mit-kardinal-odilo-scherer-fotoserie-grose-brasilianische-sektenkir/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/22/der-papst-und-die-kondome-fortdauernde-desinformation-uber-katholische-praxis-bei-aids-pravention-kirchliche-kondomverteilung-seit-16-jahren-in-brasilien-dem-grosten-katholischen-land-unterstellt/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/22/der-papst-und-die-kondome-fortdauernde-desinformation-uber-katholische-praxis-bei-aids-pravention-kirchliche-kondomverteilung-seit-16-jahren-in-brasilien-dem-grosten-katholischen-land-unterstellt/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/21/brasiliens-menschenrechtspriester-julio-lancelotti-prasentiert-projekt-das-mutmaslich-straffalligen-jugendlichen-der-unterschicht-die-notige-juristische-verteidigung-garantieren-soll-um-willkurfalle/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/21/brasiliens-menschenrechtspriester-julio-lancelotti-prasentiert-projekt-das-mutmaslich-straffalligen-jugendlichen-der-unterschicht-die-notige-juristische-verteidigung-garantieren-soll-um-willkurfalle/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/gri24.JPG" alt="gri24.JPG" /></p>
<p><strong>THE CRY OF THE EXCLUDED 2011</strong></p>
<p>Frei Betto*</p>
<p>For 17 years the  Semana da Patria (Brazil’s National Week) has been dedicated to the popular  demonstration known as the <em>Grito dos Excluidos</em>   (The Cry of the Excluded).  It is promoted by the CNBB’s (National   Commission of Brazilian Catholic Bishops)  Social Ministry, The Land   Pastoral Commission, Caritas, Ibrades (Brazilian  Institute for   Development) and other movements and institutions.</p>
<p>The  theme for the 17th Cry is “The Earth cries for life… We cry for   rights!”. This  links environmental preservation of the earth to the   rights of the Brazilian  people.</p>
<p>The minimum salary of R$ 545.00 has today half the purchasing  power   it had in 1940 when it was created. In order to equal it, it should be    worth R$ 1,202.80. According to the DIEESE, (Inter-Trade Union Dept.  of   Statistics and Socio-Economic Studies), to cover a family of four’s   basic needs,  as instituted in Article 7 of the Constitution, the   minimum salary today should  be R$ 2,149.76</p>
<p>There is no doubt that the government’s social policies  are   important. But they are not sufficient for the eradication of poverty.   This  can only be achieved by promoting the distribution of wealth   through just  salaries and not by keeping millions of families dependent   on government  funds.</p>
<p>Brazil is in the throes of being hit by the international  financial   crisis. With  recession in the rich countries, our exports tend to    diminish. The only way to avoid Brazil also falling into a recession is   by  activating internal consumption – which means an increase in   salaries and credit  and a reduction of interest rates.</p>
<p>The extremely poor population in  Brazil is estimated at 16 million   persons. Of these 59% (9.6 million) are  concentrated in the North East.</p>
<p>Of those who suffer from extreme poverty  in Brazil, 51% are under 19   years of age and 40% are under 14. The challenge is  to free these   children and youths  from the poverty in which they live and  provide   them with quality education and professional training.</p>
<p>One of the  factors which prevents our government from investing more   heavily in social  programmes, education and health, is the public   debt. Today the federal internal  and external debt together surpass R$ 2   trillion. In 2010 the government spent  44.93% of the country’s  general  budget between interest and amortisation of this  debt.</p>
<p>Who wins and who loses with the government’s debts? The <em>Grito  dos Excluidos </em>has   for years proposed an audit of the internal and external  debts.   Everyone knows that a good part of the debt is the result of mere    financial speculation. As interest rates here are very high, foreign   speculators  channel their dollars towards Brazil, in order to get   better profits.</p>
<p>One  aspect of Brazilian reality answers the two dimensions of the theme of this  year’s <em>Grito</em>   namely preservation of the environment and social rights. It  is   agrarian reform. It is the only means by which to eradicate poverty in   rural  areas and paralyse the progressive deforestation of Amazonia and   of our forests  by the uncontrolled ambition of the latifundium and  agro   business.</p>
<p>Government data shows that there are 62.200 properties in  Brazil   which produce nothing and occupy an area of 228.5 million hectares. Mere    land speculation and therefore, according to the Constitution,  subject  to  expropriation.</p>
<p>Comparing data from 2010 with 2003, it is evident that  there was an   increase of 18.7 in idle rural properties and that the land area    increased by 70.8%.</p>
<p>If the largest increase in idle areas occurred in  Amazonia where   violent rural conflicts and slave labour abound, the increase  seen in   the country’s South is surprising. In 2003 there were 5,413 properties    classified as unproductive. Last year (2010) the number rose to 7,139   properties  – an increase of 32%. This means there are 5.3 million idle   hectares in Southern  Brazil’s latifundium!</p>
<p>Of 130,500 large rural properties with an area of  318.9 million   hectares registered in 2010, 23.400 with an area of 66.3 million    hectares are irregular – i.e. lands illegally occupied or belonging to   the  government, generally occupied by the latifundium.</p>
<p>Brazil certainly has  room for an ample agrarian reform without   harming farmers or agro business.  Everyone would gain by it – the   government, by collecting more taxes, the  population by the lessening   of poverty in the rural areas, the producers, by  increasing their   harvests and herds and selling more to the internal and  external   markets.</p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/gri23.JPG" alt="gri23.JPG" /></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/foltertododiapastoralglobo.JPG" alt="foltertododiapastoralglobo.JPG" /></p>
<p><strong>“Folter noch jeden Tag.”(2011)</strong></p>
<p>Hintergrund von 2004:</p>
<h3>Lateinamerikas Dienstagsdemo</h3>
<p><strong>Kontinentaler Aufschrei der Ausgeschlossenen am 12. Oktober<br />
“Nur durch Druck der Volksbewegungen ändern wir neoliberale Politik”<br />
Gespräch mit dem Lula-kritischen Brasilianer Luiz Bassegio, Koordinator des Grito continental</strong></p>
<p><strong>“Nirgends auf der Welt ist die Diskrepanz zwischen Reichen   und Armen  so kraß wie auf unserem Kontinent, nie zuvor gab es so viele   Hungernde  und Arbeitslose”, klagt das Manifest zum diesjährigen,   sechsten  Aufschrei an.</strong></p>
<p><strong> „Auf unseren Straßen streiten Kinder und Bettler wie Tiere    um die Abfallkübel“. In Sao Paulo, der reichsten lateinamerikanischen    Wirtschaftsmetropole mit über tausend deutschen Unternehmen, hat Luiz    Bassegio solche Szenen, absurdeste Sozialkontraste täglich vor Augen.    Würde jemand in Deutschland für fünfzig Cents Stundenlohn selbst am    Wochenende auf dem Bau arbeiten,  sich für zweihundert Euro monatlich    ans Band eines Automultis stellen? In Brasilien sind solche    Sozialdumping-Löhne normal, ermöglichen den zunehmend in die Erste Welt    exportierenden nationalen und multinationalen Konzernen traumhafte    Gewinne. Die Kehrseite – auch Sao Paulos, Rios extrem gewaltgeprägte,    meist vom organisierten Verbrechen neofeudal beherrschte Slums wachsen    als Parallelstaat jährlich um über zehn Prozent – alles in Europa kaum    oder gar nicht wahrgenommen, sogar verdrängt.<br />
Luiz Bassegio koordiniert von seinem kleinen Pastoral-Büro aus sämtliche    Aktionen des „Grito continental“ – eine Sisyphusarbeit. Denn am 12.    Oktober und in den Tagen danach werden nicht nur in Brasilien,    Argentinien und Chile Ungezählte auf Kundgebungen und Prozessionen,  bei    Mahnwachen, Konzerten und in Gottesdiensten  gegen die Zustände    protestieren, sondern auch in Kolumbien, Haiti und selbst den USA, in    bisher dreiundzwanzig Ländern. „Der Grito ist eine neue Form der    Manifestation, befreiungstheologisch inspiriert, zeigt Auswege,    Alternativen. Nicht etwa Politiker und Gewerkschaftsführer reden,    sondern die sozial Ausgeschlossenen selber. Wichtig ist, daß alle    Proteste in den Ländern gleichzeitig stattfinden, um Wirkung zu    erzielen. Es nützt wenig, wenn man mal hier, mal dort etwas    organisiert.“ Bassegio streut Unmengen interessanter Fakten in die    Grito-Dokumente: In Lateinamerika, der Karibik leben derzeit 204    Millionen in Armut, neunzig Millionen im Elend. Doch nur drei    Nordamerikaner, Bill Gates, Paul Allen und Warren Buffett, besitzen    zusammen ein Privatvermögen höher als das Bruttosozialprodukt von 42    armen Nationen, mit sechshundert Millionen Bewohnern! „Globalisiert wird    die Armut, nicht der Fortschritt, Abhängigkeit statt Unabhängigkeit,    Konkurrenz statt Solidarität.“<br />
–Grito continental in Brasiliens katholischer Kirche entstanden—<br />
Alles begann mit dem Grito 1995 in Brasilien, als sich die nationale    Bischofskonferenz (CNBB) mit ihrer Brüderlichkeitskampagne erstmals den    sozial entwurzelten, marginalisierten Bevölkerungsteilen widmete, mit    Hilfe der Pastoralen alljährlich einen landesweiten „Grito dos    Excluidos“ organisierte. Bald schlossen sich Bewegungen wie die der    Landlosen, und selbst Gewerkschaften an. Ab 1999 sprang der Funke auf     ganz Lateinamerika und die Karibik über. „Doch im Grunde geht der Grito    continental  weiter von Brasilien aus, wird hier am meisten von der    katholischen Kirche, ihren Sozialpastoralen unterstützt &#8211; den zweiten    haben wir 2000 sogar von der UNO in New York aus gestartet.“ In den    anderen Ländern beteiligen sich am Grito vor allem kommunale    Organisationen, die Kontinentale Allianz(ASC), entstand ein    weitgefächertes Netzwerk. —-Haiti und Kuba—<br />
Luiz Bassegio, gleichzeitig Sekretär der brasilianischen    Migrantenseelsorge,  war von Anfang an dabei, verfaßte zahllose    Grito-Zeitungen und Argumentationen,  reist kontinuierlich in alle    beteiligten Länder, erklärte selbst auf Haiti, wie man einen „Grito“    organisiert. Dort führen derzeit brasilianische Militärs die    UN-Einheiten. „Wir haben gegen die Truppenentsendung eine    Unterschriftenaktion gemacht – die USA, selber schon in Konflikte wie    Irak und Afghanistan verwickelt, haben Brasilien für diese stupide Rolle    vorgeschickt. Die Lage dort ist derzeit superkompliziert – viele    rivalisierende Gruppen, und die Volksbewegungen verbünden sich nicht.“<br />
Bassegio reist auch nach Kuba, sogar mit dem Führer der brasilianischen    Landlosenbewegung, Pedro Stedile – beide sprachen auf einer Konferenz    gegen Neoliberalismus. „Wir schätzen Kuba, schätzen Fidel Castro,    kritisieren aber, daß es dort keine Direktwahlen gibt. Eine Person    sollte nicht 45 Jahre an der Macht bleiben. In Kuba sehen wir indessen    mehr Positives – Gesundheit, Bildung, Sport, das minimale    Wohlstandsgefälle – nicht so exorbitant wie in Brasilien. Haiti ist ein    kapitalistisches Land, Kuba ein sozialistisches, da sieht man es ja.“    Natürlich kennt Bassegio den neuesten UNO-Index für menschliche    Entwicklung, in Bezug auf den Inselstaat von Deutschlands    Schein-Progressiven immer gerne verdrängt: Kuba liegt auf dem 52. Platz,    mit Deutschland, den USA und Argentinien in der Spitzengruppe jener    Länder mit hohem Entwicklungsgrad. Lulas Brasilien folgt erst auf dem    72. Platz, die Türkei auf dem 88. Rang, in der Gruppe der Länder mit    mittlerem Entwicklungsgrad. Und Haiti zählt zu den Schlußlichtern, auf    Platz 153, bei den Staaten mit niedrigem Entwicklungsniveau.<br />
–Gegen Zahlung der Außenschulden, gesamtamerikanische Freihandelszone ALCA—<br />
Die diesjährigen Proteste richten sich speziell auch gegen die Zahlung    der Außenschulden und die von den USA favorisierte  gesamtamerikanische    Freihandelszone ALCA. „Das ist eine Strategie der Vereinigten  Staaten,   ihre Waren überall auf dem Kontinent zu verkaufen – wie   Coolin Power   und selbst Bush erklärten. Aber wir akzeptieren das nicht  –die ALCA   würde vor allem die kleine Landwirtschaft, die kleine und  mittlere   Industrie unserer Länder zerstören.  Die USA und Kanada  erbringen   achtzig Prozent des Bruttosozialprodukts von Nord-und  Südamerika,   Brasilien dagegen nur über vier Prozent, Argentinien nur  2,2 Prozent –   solche assymetrischen Wirtschaften kann man doch nicht  gleichsetzen! Wir   wollen Integration, claro, aber das heißt  zuallererst Investitionen in   den armen Ländern. In den USA entfallen  auf tausend Beschäftigte der   Landwirtschaft etwa 1500 Traktoren, bei  uns nur fünfzig, sechzig. Wir   müssen zuerst einen Wirtschaftsblock  unter uns bilden – dabei aufpassen,   daß Brasilien nicht ähnlich den  USA die kleinen Nachbarstaaten   ausbeutet.“<br />
–Kritik an Lula: „Er und die Parteispitze haben sich stark geändert“—<br />
Die brasilianische Bischofskonferenz, deren Assessor Bassegio sieben    Jahre lang war,  unterstützte ein Plebiszit gegen die ALCA, über drei    Millionen unterschrieben. Jetzt wollen die sozialen Bewegungen ein    offizielles Plebiszit. „Leider hört uns Lula nicht.“ Besonders in der    Ersten Welt wird der Staatschef und einstige Gewerkschaftsführer als    Heilsbringer verehrt. „Nein, so stimmt das nicht!“  Bassegio ist    persönlicher Freund Lulas. „Zur Diktaturzeit in den achtziger Jahren     habe ich Lula während der Metallarbeiterstreiks vor der Polizei in    unserem  katholischen Seminar versteckt – wir von der Arbeiterpastoral    sammelten damals auch Lebensmittel für die Streikenden. Bei der  Gründung   der Dachgewerkschaft CUT  haben wir katholischen Seminaristen  die   zehntausend Statute gedruckt, ich habe das ganze geleitet.“ Heute  jedoch   zählt Bassegio zu Lulas schärfsten Kritikern, kritisiert die    Rückzahlung der Außenschulden – ebenfalls ein zentrales Thema des Grito    continental. Für den Schuldendienst wurde 2003, in Lulas erstem   Amtsjahr  mehr als doppelt soviel aufgewendet, wie für Gesundheit,   Bildung,  Wohnen, Infrastruktur öffentlichen Transport, Technologie und    Agrarreform zumindest vorgesehen, bei weitem nicht aber ausgegeben.    „Deshalb ist ja der Markt so beruhigt, aber das Volk so nervös. Die Höhe    der Außenschulden wird nicht einmal überprüft, wie in der Verfassung    vorgesehen – und die Agrarreform läuft schlechter als unter Lulas    Amtsvorgänger Cardoso. Die Multis nutzen die billigen Arbeitskräfte aus    und investieren, um zu exportieren.  Nur durch Druck der   Volksbewegungen  ändern wir neoliberale Politik.“ Lula freue sich über   das derzeitige  Wirtschaftswachstum, die positive Handelsbilanz, den   Primärüberschuß.  „Doch das heißt eben nicht auch gleichzeitig bessere    Einkommensverteilung, deutlich mehr Arbeitsplätze – der neu geschaffene    Reichtum wird nicht verteilt, das ist die Schlüsselfrage!“ Und wegen    Lulas politischen Bündnissen werde es dazu auch nicht kommen. „Lula  und   die PT-Spitze haben sich die letzten Jahre sehr stark geändert. “<br />
–Brasilien – Laboratorium, Experimentierfeld des Neoliberalismus—<br />
Bassegio stimmt zu – Brasilien, immerhin dreizehnte Wirtschaftsnation,    aber Weltmeister in sozialer Ungleichheit,  ist derzeit ein    Laboratorium, Experimentierfeld des Neoliberalismus – wie weit können    wir gehen, testen hier die  konservativen internationalen Geld-und    Politikereliten. Kein Geheimnis, daß die SPD eng mit Lulas    Arbeiterpartei zusammenarbeitet. „Lula richtet sich nur nach den USA,    dem Weltwährungsfonds – statt den Bedürfnissen des Volkes Priorität zu    geben.Wenn Bush, die USA, die Weltbank – also unsere Gegner – Lulas  Kurs   loben, heißt das doch, daß er denen nützt, aber nicht dem    brasilianischen Volk!“ Neoliberale Politik werde fortgesetzt, ein    Drittel der über 180 Millionen Brasilianer habe monatlich weniger als     umgerechnet zweiundzwanzig Euro zum Überleben. Die Arbeitereinkommen    sanken in Lulas erstem Amtsjahr gegenüber 2002 um 7,4 Prozent. Und der    unter Lula nur minimal  auf  umgerechnet 74 Euro erhöhte Mindestlohn  sei   ein Witz. „Das kann unmöglich so weiter gehen.“ Der kontinentale    Aufschrei der Ausgeschlossenen ist daher auch für  Lulas Ohren gedacht.<br />
–„Arbeiterpartei hat sich vom Grito entfernt“—<br />
Befreiungstheologen wie Bassegio hatten einst die Gründung der PT, der    Landlosenbewegung MST und des Dachverbands CUT nach Kräften gefördert –    nur der MST blieb progressiv. PT und CUT, analysierte Bassegio  bereits   2000, „haben keine echte Verbindung mehr zu den Bedürfnissen  und   Forderungen der unteren Klassen.“ Heute, vier Jahre später,  konstatiert   er:“Was die Regierung jetzt macht, haben wir nicht  gewollt, diese   Politik führt zu nichts. Der PT hat sich vom Grito  entfernt, ist   ausgestiegen, die CUT ist schon fast raus, weil sie eben  sehr auf   Regierungslinie ist.“ Nach Lulas Wahl sei auch die  brasilianische   Grito-Bewegung erst einmal regelrecht abgesackt, war es  schwierig, die   Leute zu mobilisieren. „Das brasilianische Volk hat  diese messianische    Sicht – ich votiere für einen Führer, und der löst  meine Probleme. Ich   habe Lula gewählt – also gehts jetzt voran. Die  Führungen der   Volksbewegungen sind alle schon aufgewacht – ein  Großteil wußte ja schon   vor der Lula-Wahl, was danach passieren würde.  Das Volk braucht eben   eine Weile, bis es kapiert, wie es wirklich  läuft. Deshalb war der   nationale Grito am siebten September dieses  Jahr wieder sehr stark, zwei   Millionen Leute auf der Straße!“<br />
–Solidarität der europäischen Christen—<br />
Luiz Bassegio reist öfters nach Deutschland, dankt in Europa besonders    den deutschen Katholiken für ihre Unterstützung, arbeitet mit ihnen  seit   dreißig Jahren zusammen. „Deren Solidarität ist für uns  fundamental!   Wer trägt denn die Organisation des kontinentalen  Aufschreis finanziell,   macht unsere Arbeit, selbst ein Plebiszit über  die ALCA, die   Außenschulden erst möglich? Das sind hauptsächlich  Misereor und   Adveniat. Wir hier selbst hätten dafür keine Mittel. Aber  auch Brot für   die Welt, die Dreikönigsaktion aus Österreich, das  schweizerische   Fastenopfer, die Bischofskonferenzen der USA und  Italiens unterstützen   uns.“<br />
Luiz Bassegio – ein unverbesserlicher Radikaler, gar abgehobener    kirchlicher Intellektueller? Keineswegs, nur Realist. „Wir kommen beim    Grito alle von der Basisarbeit.“ Bassegio liest täglich auch Brasiliens    größte, auflagenstärkste bürgerliche Qualitätszeitung, die „Folha de   Sao  Paulo“. In jüngsten Kommentaren nennt sie die nationale Politik  der   Lula-Regierung „konservativ, um nicht zu sagen rechts“, oder „von   rechts  bis zum Zentrum“.<br />
Bei den jüngsten landesweiten Kommunalwahlen verbündete sich Lulas    Arbeiterpartei erstmals massiv mit ausgewiesenen Rechtsparteien, in    denen es von Diktaturaktivisten, politisch fragwürdigsten Figuren nur so    wimmelt.</strong></p>
<p><strong>“Fantastischer Realismus”: </strong></p>
<p><a href="http://archiv.woxx.lu/0700-0799/710-719/719/719p5.pdf"><strong>http://archiv.woxx.lu/0700-0799/710-719/719/719p5.pdf</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/haroldocoelhomartir.JPG" alt="haroldocoelhomartir.JPG" /></p>
<p><strong>“Gaddafi, Märtyrer.” </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/24/gaddafis-tod-es-war-kaltblutiger-mord-brasiliens-befreiungstheologerischer-padre-haroldo-coelho-in-fortalezaceara-im-website-interview-solche-rasch-wachsenden-elendsviertel-wie-in-fortalez/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/24/gaddafis-tod-es-war-kaltblutiger-mord-brasiliens-befreiungstheologerischer-padre-haroldo-coelho-in-fortalezaceara-im-website-interview-solche-rasch-wachsenden-elendsviertel-wie-in-fortalez/</strong></a></p>
<p><strong>Lulas Krebsbehandlung in einem teuren Elite-Hospital:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/01/brasilien-unmut-in-der-bevolkerung-uber-lulas-krebsbehandlung-in-einem-teuren-elite-hospital-lula-sollte-jetzt-jene-prekaren-offentlichen-gesundheitseinrichtungen-aufsuchen-die-er-immer-uberschweng/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/01/brasilien-unmut-in-der-bevolkerung-uber-lulas-krebsbehandlung-in-einem-teuren-elite-hospital-lula-sollte-jetzt-jene-prekaren-offentlichen-gesundheitseinrichtungen-aufsuchen-die-er-immer-uberschweng/</strong></a></p>
<p><strong><a href="http://www.bpb.de/themen/AG8OHL,0,Brasiliens_Widerspr%FCche.html"><strong>http://www.bpb.de/themen/AG8OHL,0,Brasiliens_Widerspr%FCche.htm</strong></a></strong></p>
<p><strong>Wie laut UNO das Anti-Hunger-Programm finanziert wird:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/28/lulas-anti-hunger-programm-wird-just-zielgruppe-der-armen-und-verelendeten-finanziert-uber-absurd-hohe-indirekte-steuern-kritisiert-uno-programas-sao-financiados-pelas-mesmas-pessoas-que-pedem-o/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/28/lulas-anti-hunger-programm-wird-just-zielgruppe-der-armen-und-verelendeten-finanziert-uber-absurd-hohe-indirekte-steuern-kritisiert-uno-programas-sao-financiados-pelas-mesmas-pessoas-que-pedem</strong></a></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/24/mord-wichtigste-todesursache-bei-jungen-brasilianern-zwischen-15-und-24-jahren-sicherheits-und-menschenrechtspolitik-unter-lula-rousseff/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/24/mord-wichtigste-todesursache-bei-jungen-brasilianern-zwischen-15-und-24-jahren-sicherheits-und-menschenrechtspolitik-unter-lula-rousseff/</strong></a></strong></p>
<h2>Brasiliens ungesühntes Carandirú-Massaker an  Häftlingen in Sao  Paulo: Ökumenischer Gedenkgottesdienst der  katholischen  Gefangenenseelsorge. “Die Massaker und Blutbäder gehen  weiter.”  Menschenrechtspriester Valdir Joao Silveira, Leiter der  nationalen  Gefangenenseelsorge Brasiliens, vehementer Kritiker von  Folter und  anderen gravierenden Menschenrechtsverletzungen unter  Lula-Rousseff.  Ferrez &#8211; Notizen von der Stadtkriegsfront. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11085" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-gefangnisse/" rel="tag"> </a></p>
<p><strong>O ATO DO DIA 02 DE OUTUBRO: “CARANDIRU 20 ANOS: NUNCA MAIS?”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/02/carandiru-brasilien-erinnert-sich-an-grostes-massaker-der-weltgeschichte-an-haftlingen-ich-sah-den-holocaust-30-laut-umfragen-fur-polizeieinsatz-von-sao-paulo-80-der-getoteten-waren-nicht-v/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/02/carandiru-brasilien-erinnert-sich-an-grostes-massaker-der-weltgeschichte-an-haftlingen-ich-sah-den-holocaust-30-laut-umfragen-fur-polizeieinsatz-von-sao-paulo-80-der-getoteten-waren-nicht-v/</strong></a></p>
<p><strong> Lulas Menschenrechtsbilanz zweier Amtszeiten hat die   politische  Glaubwürdigkeit seiner Regierung in europäischen Ländern   offenbar sehr  stark erhöht.  </strong></p>
<p><strong>Leonardo Boff 2010 :“Lula machte die größte Revolution der   sozialen  Ökologie des Planeten, eine Revolution für die Bildung,   ethische  Politik.“  </strong></p>
<p><a href="http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html"><strong>http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/caran1.JPG" alt="caran1.JPG" /></p>
<p><strong>Überlebender von Carandirú.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/30/brasilien-katholische-gefangenenseelsorge-und-menschenrechtsorganisationen-gedenken-des-haftlingsmassakers-von-carandiru-vor-19-jahren-totung-von-mindestens-111-gefangenen-nach-wie-vor-ungesuhnt/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/30/brasilien-katholische-gefangenenseelsorge-und-menschenrechtsorganisationen-gedenken-des-haftlingsmassakers-von-carandiru-vor-19-jahren-totung-von-mindestens-111-gefangenen-nach-wie-vor-ungesuhnt/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/caran2.JPG" alt="caran2.JPG" /></p>
<p><strong>Padre Valdir Joao Silveira erläutert gegenüber den nationalen   TV-Sendern die weiterhin gravierende Situation in den brasilianischen   Gefängnissen.</strong></p>
<p><strong>“O massacre não terminou e continua em nossas periferias com   chacinas de  população de rua e pessoas pobres. Com o ato de hoje,   queremos dar  início a uma grande discussão, durante todo o ano, até   completar os 20  anos do massacre, sobre a segurança que temos e a   segurança que  queremos.”</strong></p>
<h2>“Die Anti-Folter-Konvention wird nicht  eingehalten &#8211; was tut denn   die UNO, damit die Konvention in der Dritten  Welt respektiert wird?”   Gefangenenpriester Günther Zgubic aus  Österreich.</h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/caran3.JPG" alt="caran3.JPG" /></p>
<p><strong>“Movimento Maes de Maio” &#8211; Mütter von Ermordeten erinnern an die Blutbäder des Mai 2006.</strong></p>
<p><a href="http://maesdemaio.blogspot.com/2011/10/repercussoes-do-ato-carandiru-19-anos.html"><strong>http://maesdemaio.blogspot.com/2011/10/repercussoes-do-ato-carandiru-19-anos.html</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/19/andrea-beltrao-neuer-film-salve-geral-fur-oscar-2010-nominiert-sorgen-um-gewaltimage-brasiliens-streifen-zeigt-gewaltausbruch-von-2006-in-sao-paulo-ferrez/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/19/andrea-beltrao-neuer-film-salve-geral-fur-oscar-2010-nominiert-sorgen-um-gewaltimage-brasiliens-streifen-zeigt-gewaltausbruch-von-2006-in-sao-paulo-ferrez/</strong></a></p>
<p><strong>Trailer des Carandirú-Films nach dem Buch von Drauzio Varella &#8211; anklicken:</strong></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=ZlTPEmjyyvI"><strong>http://www.youtube.com/watch?v=ZlTPEmjyyvI</strong></a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=ZlTPEmjyyvI"><strong>http://www.youtube.com/watch?v=ZlTPEmjyyvI</strong></a></p>
<p>(gesamter Film bei YouTube abrufbar)</p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/caran4.JPG" alt="caran4.JPG" /></p>
<p><strong>Poet über Rassismus, die Lage in den Elendsvierteln Brasiliens.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/01/parabens-dom-paulo-evaristo-arns4-engste-mitstreiter-pflanzen-fur-ihn-vor-dem-franziskanerkloster-sao-paulos-einen-baum-viva-dom-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/01/parabens-dom-paulo-evaristo-arns4-engste-mitstreiter-pflanzen-fur-ihn-vor-dem-franziskanerkloster-sao-paulos-einen-baum-viva-dom-paulo/</strong></a></p>
<p><strong><font size="3">1985 pfeifen Brasiliens rechtsgerichtete    Machteliten die Militärs nach 21 Diktaturjahren zurück in die Kasernen &#8211;    Carandiru wird zur Hölle erst in der „Demokratie”. Sao Paulos    regimekritischer Kardinal Evaristo Arns ist Augenzeuge:”Über fünfzig    Aidskranke im Endstadium liegen auf dem Boden und spucken Blut &#8211; schier    unbeschreibliche Zustände!”</font></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/caran5.JPG" alt="caran5.JPG" /></p>
<p><strong>Sprecher zahlreicher Menschenrechtsgruppen vergleichen   Diktaturgewalt mit heutigen Menschenrechtsverletzungen, darunter Folter   und Blutbädern.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/18/haftlinge-wurden-in-stucke-gehackt-anderen-wurde-das-herz-herausgerissen-zerstuckelte-gefangene-wurden-in-abfallkubeln-gefunden-padre-xavier-paolillo-leiter-der-gefangenenseelsorge-im-brasilia/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/18/haftlinge-wurden-in-stucke-gehackt-anderen-wurde-das-herz-herausgerissen-zerstuckelte-gefangene-wurden-in-abfallkubeln-gefunden-padre-xavier-paolillo-leiter-der-gefangenenseelsorge-im-brasilia/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/caran6.JPG" alt="caran6.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/10/evangelischer-pastor-wolfgang-lauer-gefangenenseelsorger-in-brasilien-ob-die-haftlinge-lutheraner-sind-christen-oder-nicht-ist-fur-mich-total-unwichtig/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/10/evangelischer-pastor-wolfgang-lauer-gefangenenseelsorger-in-brasilien-ob-die-haftlinge-lutheraner-sind-christen-oder-nicht-ist-fur-mich-total-unwichtig/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/11/offizielle-deutsch-brasilianische-beziehungen-der-mutige-evangelische-gefangnispastor-wolfgang-lauer-gravierende-menschenrechtsverletzungen-in-brasilienes-sind-einfach-die-okonomischen-die-polit/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/11/offizielle-deutsch-brasilianische-beziehungen-der-mutige-evangelische-gefangnispastor-wolfgang-lauer-gravierende-menschenrechtsverletzungen-in-brasilienes-sind-einfach-die-okonomischen-die-polit/</strong></a></p>
<p><strong>Deutscher evangelischer Pastor Wolfgang Lauer, Gefangenenseelsorger in Sao Paulo. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/08/erste-gefangenenrebellion-unter-dilma-rousseff-mindestens-funf-tote-aufstand-wieder-in-maranhao-herrschaftsgebiet-des-politischen-bundnispartners-jose-sarney-schweizer-jean-ziegler-in-maranhao/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/08/erste-gefangenenrebellion-unter-dilma-rousseff-mindestens-funf-tote-aufstand-wieder-in-maranhao-herrschaftsgebiet-des-politischen-bundnispartners-jose-sarney-schweizer-jean-ziegler-in-maranhao/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/caran7.JPG" alt="caran7.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/11/brasiliens-gefangnisse-unter-lula-in-manaus-haftanstalt-schauplatz-des-jungsten-aufstands-achtmal-mehr-gefangene-eingepfercht-als-erlaubt-betonen-landesmedien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/11/brasiliens-gefangnisse-unter-lula-in-manaus-haftanstalt-schauplatz-des-jungsten-aufstands-achtmal-mehr-gefangene-eingepfercht-als-erlaubt-betonen-landesmedien/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/caran8.JPG" alt="caran8.JPG" /></p>
<p><strong><font size="3">Aus gebrochenen, undichten Rohren fließen    Abwässer, Scheiße und Urin über den Zellenboden, bei Sommerhitze bis    über fünfzig Grad werden Gefangene von dem Gestank ohnmächtig, oder    schier verrückt, rebellieren, attackieren die eigenen Zellennachbarn.    „Für mich sind solche Knäste Konzentrationslager”, sagte der in Sao   Paulo  lebende Menschenrechtsaktivist und Gefangenenseelsorger Günther   Zgubic  aus Österreich &#8211; er schreibt UNO-Dossiers, kaum einer kennt   Carandiru  besser. (Hintergrundtext)</font></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/12/die-folter-in-polizeiwachen-hat-in-ganz-brasilien-stark-zugenommen-gefangenenpriester-valdir-joao-silveira-die-anti-folter-konvention-wird-nicht-eingehalten-was-tut-denn-die-uno-damit-die-k/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/12/die-folter-in-polizeiwachen-hat-in-ganz-brasilien-stark-zugenommen-gefangenenpriester-valdir-joao-silveira-die-anti-folter-konvention-wird-nicht-eingehalten-was-tut-denn-die-uno-damit-die-k/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/caran10.JPG" alt="caran10.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/21/brasiliens-menschenrechtspriester-julio-lancelotti-prasentiert-projekt-das-mutmaslich-straffalligen-jugendlichen-der-unterschicht-die-notige-juristische-verteidigung-garantieren-soll-um-willkurfalle/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/21/brasiliens-menschenrechtspriester-julio-lancelotti-prasentiert-projekt-das-mutmaslich-straffalligen-jugendlichen-der-unterschicht-die-notige-juristische-verteidigung-garantieren-soll-um-willkurfalle/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/caran9.JPG" alt="caran9.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/17/in-den-brasilianischen-gefangnissen-sind-die-opfer-des-politisch-wirtschaftlichen-systems-eingekerkert-anwalt-bruno-alves-de-souza-29-prasident-des-menschenrechtsrates-im-teilstaat-espirito-san/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/17/in-den-brasilianischen-gefangnissen-sind-die-opfer-des-politisch-wirtschaftlichen-systems-eingekerkert-anwalt-bruno-alves-de-souza-29-prasident-des-menschenrechtsrates-im-teilstaat-espirito-san/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/caran11.JPG" alt="caran11.JPG" /></p>
<p><strong>Hintergrund &#8211; Ferrez &#8211; Notizen von der Stadtkriegsfront:</strong></p>
<p><strong>2007 Gast des Berliner Literaturfestivals</strong><br />
<strong>Der Irak und der Libanon sind täglich wegen der vielen   unschuldigen  Gewaltopfer in den Schlagzeilen &#8211; Brasilien nicht. Obwohl   gemäß  brasilianischen Erhebungen in dem Tropenland jährlich weit mehr   Menschen  umkommen als im Irakkrieg und die Folter alltäglich ist.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/10/taglich-ausergerichtliche-exekutionen-in-brasilien-menschenrechts-minister-paulo-vannuchi/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/10/taglich-ausergerichtliche-exekutionen-in-brasilien-menschenrechts-minister-paulo-vannuchi/</strong></a></p>
<p><strong>Ferrez,  mit bürgerlichem Namen Reginaldo Ferreira da Silva,   wurde unfreiwillig  zum Frontberichterstatter im brasilianischen   Stadtkrieg, weil er als  einziger Romanautor an der von extremer Gewalt   geprägten Slumperipherie  der Megacity Sao Paulo lebt. Ferrez, dessen   Bücher bei einem angesehenen  brasilianischen Verlag erscheinen, bereits   ins Französische, Spanische  und Italienische übersetzt wurden, erhält   wegen seines literarischen und  politischen Engagements   Morddrohungen,  ist in Lebensgefahr.In den  Slums ist Bücherlesen Luxus,  die meisten  Bewohner sind zudem  funktionelle Analphabeten. FerrÃ¨z  wurde deshalb  auch zum Rapper, ist in  den Ghettos dadurch bekannter  als durch seine  Bücher.<br />
Vom Goetheinstitut Sao Paulos bis zum Slumviertel Capao Redondo sind es    mit den entsetzlich lauten, überfüllten Vorstadtbussen etwa drei    Stunden. Aber wer in Brasilien nicht Bus fährt, sagt ein bekannter    Schriftsteller, weiß nichts vom wirklichen Leben. In Capao Redondo    hausen eine Million Menschen, darunter FerrÃ¨z.Â 2006 führt das größte    brasilianische Verbrechersyndikat PCC, Erstes Kommando der Hauptstadt,    eine nicht endende Serie von Terroranschlägen gegen den Staat,  erschießt   an der Peripherie täglich Polizisten, Gefängniswärter und  deren   Angehörige &#8211; FerrÃ¨z liefert als einziger fundierte Berichte von  der   Front: In seinen Büchern, seiner Zeitschrift, seinem Blog  analysiert er   Gewalt und Gegengewalt, die Rachefeldzüge der Polizei.  Weit über   sechshundert Tote werden gezählt, die meisten in Capao  Redondo.<br />
–”Krieg in den Slums, Panik in den Nobelvierteln”<br />
Wir reden am Kaffeestand, im Krach einer vollen Bäckerei miteinander,    hier fühlt sich FerrÃ¨z sicher. ”Für mich ist das hier schon immer wie    im Krieg. Doch die Eliten haben es erst jetzt, in diesen Tagen, wegen    der Attentatswelle gespürt. Da haben sie in ihren Nobelvierteln die    Panik gekriegt, sich verbarrikadiert und versteckt. Nur &#8211;  so leben wir    doch schon jahrelang. Durch Morde habe ich über zwanzig meiner Freunde    verloren, das ist normal hier. Man tötet wahllos, wegen Banalitäten.   Als  ich mal in Spanien war, redeten die Leute, die Medien drei Wochen   von  einer ertrunkenen Frau. Ich dachte anfangs, ertrinkt hier jeden  Tag   eine? Bis ich mitbekam, es ist immer die selbe. Dort schockt die  Leute   noch der Tod. Hier redet man nicht mal mehr von den Toten, weil  es zu   viele sind. Wenn ich auf der Straße gehe, den Falschen treffe,  killt  der  mich. Und wenn ich mal mit einem Verkäufer diskutieren  würde, wäre   möglich, daß der den Revolver zieht und mich erschießt,  obwohl du neben   mir stehst. Kürzlich rede ich mit vier Bekannten auf  der Straße. Als  ich  gerade weg bin, kommt ein Killerkommando,  erschießt die vier. Wäre  ich  noch da gewesen, hätten sie mich mit  erschossen. Dazu kann man doch   nicht schweigen. Capao Redondo &#8211;  das  ist wie ein Extra-Land, es ist   dieses Brasilien, das in Deutschland  und anderswo gewöhnlich nicht   wahrgenommen wird. Dort denkt man bei  Brasilien meist nur an Exotismus,   Mulattinnen, Tropenwälder. Das hier  ist völlig anders.” FerrÃ¨z erwähnt   in seinen Büchern die in Brasilien  übliche Lynchjustiz, die nur zu oft   Unschuldige trifft. Und auch die  in den Favelas übliche Abtreibung   mittels Medikamenten. Frauen legen  die toten Föten nicht selten gleich   auf der Straße, auf dem Fußweg ab.<br />
Als FerrÃ¨z mit seinen Blog-Frontberichten beginnt, stellen Brasiliens    Medien die Sache noch so dar, als ob die Polizei lediglich auf die    PCC-Attacken reagiert, die gefährlichsten Verbrecher bekämpft. Doch    FerrÃ¨z beobachtet, daß es meistens Unschuldige trifft, damit Haß und    Gewalt in der Gesellschaft weiter geschürt werden. ”Ich mache den    Versuch, der herrschenden Elitemeinung etwas entgegenzustellen. Denn die    Eliten stimulieren ja das Morden, die Vorurteile gegen Slumbewohner.    Vierzig Prozent der Getöteten hier waren junge Pizza-Austräger, die    nachts mit ihren Motorrädern zu den Kunden fahren. Die Polizei feuerte    einfach auf Leute, die gerade auf der Straße waren. Niemand prangerte    das an, niemand sprach darüber, das hat mich beeindruckt. Und ich sagte    mir, dann muß ich es eben tun. Also habe ich den Mund aufgemacht, und    das hatte Wirkung. Die Polizei wurde angewiesen, vorsichtiger,  weniger   brutal vorzugehen. Man sagte den Beamten, Vorsicht, da gibt es  jetzt   welche, die darüber berichten. Doch mich bedrohen sie mit  Mord.”<br />
Ferrez, der früher Besenverkäufer und Bauhilfsarbeiter war, hat sich    deshalb eine Weile versteckt, geht jetzt nachts nicht mehr aus dem Haus.    Er wirkt fatalistisch, ohne Angst vor dem Tod. ”Ich lebe mit Mord und    Tod seit meiner Kindheit. Als ich acht war, sagte mein Vater, vor   unserm  Haus liegt ein Erschossener. Da bin ich hin und habe mir den   genau  angesehen. Unglücklicherweise haben wir uns hier an die Gewalt   gewöhnt.  Klar, ich hoffe, daß mir nichts passiert, aber ich mache mir   um den Tod  auch keine Sorgen. Denn ehrlich gesagt, ich habe doch alles   erreicht,  was ich wollte. Ich habe ein Buch geschrieben, das sich   verkauft, ich  habe meiner Mutter, meiner Frau ein besseres Leben   schaffen können.  Jetzt habe ich keine Träume mehr, ich bin   hoffnungslos, weil sich diese  Realität hier nicht bessert, nur alles   schlechter wird im Viertel. Ich  sehe keine Ehrlichkeit, keinen guten   Willen bei den brasilianischen  Politikern, den Eliten, nicht mal in   unserm Volk. Schau den Leuten ins  Gesicht, da siehst du Traurigkeit.   Sie engagieren sich nicht, ergeben  sich dem Zuckerrohrschnaps, sind   mutlos. Hier laufen nur Körper rum,  haufenweise, ohne Richtung,   Orientierung. Da ist es schwierig, etwas zu  erreichen. Gut,   andererseits kämpfe ich ja jeden Tag. Tagsüber würde mir  die Polizei   nichts tun, da gäbe es zu viele Zeugen. Außerdem gibt es  Polizisten,   die sehen die Lage wie ich. Aber nachts gehe ich nicht raus,  oder   übernachte dort, wo ich grade bin.”<br />
–Lula und die Slums”<br />
In Deutschland denken viele, Staatschef Lula macht progressive Politik,    auch für einen wie dich, für die Leute im Slum. Lula spricht doch  jeden   Tag von Riesenerfolgen?<br />
„Die Lula-Regierung ist weniger schlecht als die vorangegangene, ist das    kleinere Übel. Aber was hat sich denn seit Lulas Amtsantritt getan?  Es   gibt nicht mehr Arbeit. Daß sich für die Slumperipherie was   verbesserte,  ist einfach nicht wahr. Für die Unternehmer sieht die   Sache natürlich  ganz anders aus.”<br />
Drei Viertel der 185 Millionen Brasilianer, so sagen neue Studien, sind    nicht in der Lage, einen einfachen Zeitungs-oder Buchtext zu lesen und    zu verstehen. Das vereinfacht die Manipulierung der Pflichtwähler    kolossal, dient Neopopulisten wie dem Staatschef ungemein. (Wer nicht    wählt, kriegt auch unter Lula keine Arbeit im öffentlichen Dienst,    keinen Reisepaß etc.- wie wäre das in Deutschland?)<br />
Aber wer sind dann die Leser von FerrÃ¨z? Sein Buch „Capao Pecado”    produzierte er selber, zog fünfzig Kopien, verteilte es unter Freunden    und Bekannten des Viertels. Manche von denen arbeiten für die  Mittel-und   Oberschicht als Hausdiener, Wächter, zeigten es den  Arbeitgebern.   Manche bestellten „Capao Pecado” daraufhin bei FerrÃ¨z,  der die Bücher   persönlich zu deren Villen brachte, sie dort den  bewaffneten Wächtern   übergab, die Besteller nicht zu Gesicht bekam.<br />
”Ja, so lief es &#8211;  die Peripherie hat das Buch den Betuchten gezeigt,    jetzt ist es bei einem Verlag in der fünften Auflage. Das System hatte    für mich nichts vorgesehen, also habe ich mich auf meine Weise    organisiert, mache meine Literatur. Als ich in einer Bäckerei arbeitete,    habe ich nebenher was auf Zettel gekritzelt, daraus dann zuhause eine    Geschichte montiert. Das lesen jetzt sogar Leute aus der Upperclass.    Manche von denen sagen mir, Puta, du hast Recht, die Oberschicht ist    idiotisch, die will sich nicht ändern. Dreihundert Familien besitzen    achtzig Prozent allen Einkommens, allen Geldes “ wir kriegen nur den    allerletzten Rest. Ja, unsere Eliten handeln selbstmörderisch, suchen    sich in ihren Privilegiertenghettos abzuschotten, langfristig planen die    ihren eigenen Tod. Das kann hier alles mal explodieren. Den Aufstand    dieses Verbrechersyndikats, das sich immer besser in den Slums    organisiert, konnten sie nicht verhindern “ auf einen Schlag hundert    tote Polizisten, brennende Banken und Staatsgebäude. Morgen könnten sich    viele das als Beispiel nehmen, es intelligenter anstellen, eine    revolutionäre Organisation schaffen. Und wenn es dann losbricht, kann es    keiner aufhalten. Dann werden die Eliten wieder mit Gewalt antworten.    Die jungen Menschen hier haben doch keinerlei Perspektiven. Frag hier    mal ein Kind, was willst du denn werden? Da lacht es dich aus, sagt,  ich   will nichts werden, wie sollte ich denn? Mein Bruder ist 18, kann   nicht  mal richtig lesen “ die öffentlichen Schulen formen doch nur    funktionelle Analphabeten.”<br />
–Rap, Chico Cesar, Arnaldo Antunes, Paulo Lins”<br />
Daher ist Rap an der Peripherie wichtiger als das Buch, um die Bewohner    zu erreichen. In Capao Redondo kennt man FerrÃ¨z daher mehr wegen   seiner  Rap-Konzerte, der Rap-CD „Determinaçao”, auf der er mit Chico   Cesar und  Arnaldo Antunes zu hören ist . Beide suchten Kontakt zu   FerrÃ¨z,  wollten von ihm Texte, wollten mit ihm auftreten.<br />
FerrÃ¨z ist inzwischen mit dem Schwarzen Paulo Lins aus Rio de Janeiro    befreundet. Lins schrieb den Slum-Roman „Cidade de Deus”, Gottesstadt.    Der wurde verfilmt “ war auch in Deutschland als „City of God” ein    Erfolg, zeigte das andere Brasilien “ und auch die Lächerlichkeit so    vieler Brasilienklischees von Traumstränden, Karneval und Lebenslust.    Die Produzenten von „City of God” werden jetzt das neue Buch von FerrÃ¨z    verfilmen “ „Manual pratico do Odio”, praktische Anleitung zum Haß.    „Das Leben ist hart an der Peripherie. Die Leute lieben und hassen in    gleichem Maß.”</strong><br />
<img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2008/02/ferrezextra.jpg" alt="ferrezextra.jpg" /></p>
<p><strong>2009 wird eine abschließende Universitätsstudie  über die    PCC-Rebellion vom Mai 2006 veröffentlicht: Danach wurden zwischen dem    12. und 21. Mai 2006 im Teilstaat Sao Paulo 564 Menschen erschossen &#8211; 59    waren öffentliche Bedienstete, meist Polizisten, die restlichen 505    Zivilisten. 118 davon wurden bei Zusammenstößen mit der Polizei  getötet,   die weiteren bei summarischen Exekutionen, teils von  Kapuzen-Männern   verübt.</strong></p>
<p>2 de outubro de 1992: uma pequena desavença entre presidiários do   pavilhão 9 da Casa de Detenção do Carandiru se transforma em uma   rebelião desprovida de viés reivindicativo ou de fuga. Apesar disso, o   Governo estadual da época determinou a invasão da Casa de Detenção por   centenas de policiais militares que exterminaram a sangue frio 111   pessoas desarmadas e desesperadas. Foi a maior chacina da história do   sistema penitenciário brasileiro.</p>
<p>Passadas quase duas décadas dessa “página infeliz de nossa história”,   os tijolos da Casa de Detenção foram deitados ao chão e, no seu lugar,   foi erigido o sugestivo Parque da Juventude. Todavia, a construção de  um  parque para a juventude no lugar de uma unidade de aprisionamento da   juventude não significou, infelizmente, qualquer mudança na política   criminal do Estado: após todos esses anos, ninguém foi responsabilizado   pelos 111 assassinatos!</p>
<p>Pior: ainda hoje, divisamos jovens, em regra pobres e negros, sendo   perseguidos pelo aparato repressor estatal.      Quando conseguem   driblar a morte, caem na vala imunda e cada vez mais superlotada do   sistema carcerário (de 1992 para cá, a população prisional cresceu mais   de 400% contra pouco mais de 27% de crescimento da população   brasileira).</p>
<p>Diante desse quadro desafiador, movimentos e entidades da sociedade   civil organizada e alguns órgãos públicos planejam uma grande   articulação em torno do vintenário do massacre do Carandiru, com a   pretensão de pautar diversas ações para promover a responsabilização do   Poder Público e também para trazer ao debate público o tema da  segurança  pública e da cidadania.</p>
<p>Como pontapé inicial dessa articulação, promoveremos um ato em   memória aos 19 anos do massacre. Será nesse domingo, dia 02.10.2011, A   PARTIR DAS 15HS, NO PARQUE DA JUVENTUDE.</p>
<p>Assinam:</p>
<p>ACAT-BRASIL, AMPARAR, ASSOCIAÇÃO JUÍZES PARA A DEMOCRACIA (AJD),   ASSOCIAÇÃO NACIONAL DE DEFENSORES PÚBLICOS FEDERAIS (ANADEF), ASSOCIAÇÃO   PAULISTA DE DEFENSORES PÚBLICOS (APADEP), CENTRO ACADÊMICO XI DE   AGOSTO, CENTRO PELA JUSTIÇA E DIREITO INTERNACIONAL (CEJIL), CÍRCULO   PALMARINO, COLETIVO 2 DE OUTUBRO, COLETIVO CINE BIJOU – CINEMA E   MEMÓRIA, COLETIVO PERIATIVIDADE, COLETIVO VÍDEO POPULAR, COMISSÃO DE   JUSTIÇA E PAZ, COMISSÃO TEOTÔNIO VILELA, CONSELHO ESTADUAL DE DEFESA DOS   DIREITOS DA PESSOA HUMANA (CONDEPE), COOPERIFA, DEFENSORIA PÚBLICA DA   UNIÃO EM  SÃO PAULO, ESPÍRITO DE ZUMBI, ESTUDO, COMIDA E CIDADANIA   (ECC), FÓRUM DE HIP-HOP, GELEDÉS, GEPEX &#8211; SEGURANÇA PÚBLICA, JUSTIÇA   CRIMINAL E DIREITOS HUMANOS DA UNIFESP/BS, GRUPO CULTURAL MARACATU   BOIGY, GRUPO TORTURA NUNCA MAIS – SP, IDENTIDADE &#8211; GRUPO DE LUTA PELA   DIVERSIDADE SEXUAL, INSTITUTO PRÁXIS DE DIREITOS HUMANOS (IPDH),   INSTITUTO TERRA, TRABALHO E CIDADANIA (ITTC), INSTITUTO UMOJÁ, JUSTIÇA    GLOBAL, LUTA POPULAR, MÃES DE MAIO, MARGINALIARIA, MOVIMENTO NACIONAL  DA  POPULAÇÃO DE RUA, MOVIMENTO NACIONAL DOS DIREITOS HUMANOS, MOVIMENTO   NEGRO UNIFICADO, NSN, NÚCLEO DA SITUAÇÃO CARCERÁRIA DA DEFENSORIA   PÚBLICA DO ESTADO DE SÃO PAULO, NÚCLEO DE PRESERVAÇÃO DA MEMÓRIA   POLÍTICA, NÚCLEO ESPECIALIZADO DE CIDADANIA E DIREITOS HUMANOS DA   DEFENSORIA PÚBLICA DO ESTADO DE SÃO PAULO, OS CRESPOS, PÂNICO BRUTAL,   PASTORAL CARCERÁRIA, PASTORAL DA JUVENTUDE, QI ALFORRIA, QUILOMBAQUE   PERUS, REDE EXTREMO SUL, SARAU DA ADEMAR, SARAU DA BRASA, SARAU ELO DA   CORRENTE, SARAU DOS MESQUITEIROS, SARAU VILA FUNDÃO, SINDICATO DOS   ADVOGADOS DO ESTADO DE SÃO PAULO, TRIBUNAL POPULAR, UNEAFRO-BRASIL,   VERSÃO POPULAR</p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/caran12.JPG" alt="caran12.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.pucsp.br/fecultura/textos/pessoa_sociedade/12_dentro_terror.html"><strong>http://www.pucsp.br/fecultura/textos/pessoa_sociedade/12_dentro_terror.html</strong></a></p>
<p><a href="http://www.controversia.com.br/index.php?act=textos&amp;id=10034"><strong>http://www.controversia.com.br/index.php?act=textos&amp;id=10034</strong></a></p>
<p><strong>Viel Lob in Europa für Lulas Politik:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/27/lula-erhalt-ehrendoktor-in-paris-als-erste-personlichkeit-lateinamerikas-lulas-siebter-ehrendoktorhut/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/27/lula-erhalt-ehrendoktor-in-paris-als-erste-personlichkeit-lateinamerikas-lulas-siebter-ehrendoktorhut/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/23/unesco-zeichnet-lula-in-paris-wegen-forderung-des-friedens-und-der-rechtsgleichheit-aus-preis-mit-150000-dollar-dotiert-jury-von-henry-kissinger-gefuhrt/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/23/unesco-zeichnet-lula-in-paris-wegen-forderung-des-friedens-und-der-rechtsgleichheit-aus-preis-mit-150000-dollar-dotiert-jury-von-henry-kissinger-gefuhrt/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/01/rio-de-janeiro-richtervereinigung-fur-demokratieajd-verurteilt-militar-und-polizeieinsatz-in-slums-staat-verletzt-verfassung-summarische-exekutionen-ausrottung-unerwunschter-bevolkerung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/01/rio-de-janeiro-richtervereinigung-fur-demokratieajd-verurteilt-militar-und-polizeieinsatz-in-slums-staat-verletzt-verfassung-summarische-exekutionen-ausrottung-unerwunschter-bevolkerung/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/07/rogerio-reis-microwaves-microondas-fotoinstallation-uber-scheiterhaufen-brasiliens-vom-maison-de-la-europeenne-de-la-photographie-in-paris-angekauft/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/07/rogerio-reis-microwaves-microondas-fotoinstallation-uber-scheiterhaufen-brasiliens-vom-maison-de-la-europeenne-de-la-photographie-in-paris-angekauft/</strong></a></p>
<p><strong>Rainer Stadler, NZZ:</strong></p>
<p><strong>“Die Stresssymptome sind bereits jetzt unübersehbar. Was man    aus  ökonomischer Sicht gelassen als Verdrängungswettbewerb bezeichnen    kann,  bedeutet in publizistischer Hinsicht: schmalbrüstige   Redaktionen,   schrumpfende Kompetenz bei der journalistischen   Bewältigung der nahen   und fernen Ereignisse, aggressivere Schlagzeilen   als Folge wachsender   Ahnungslosigkeit, Hysterien, Missachtungen der   Unschuldsvermutung und   mehr Übergriffe in die Privatsphäre, weil   gerade dort attraktive   Unterhaltungsstoffe zu holen sind.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Was sonst Wirtschaftsmanagern vorgeworfen    wird – der bloss  kurzfristige Blick auf die Quartalszahlen –, ist im    Journalismus  weiterhin das dominierende Richtmass: die Deadline, der     Redaktionsschluss. Er gewährt in der Internet-Ära kaum noch     Besinnungszeit. Das ist umso verheerender, wenn es an Ressourcen     mangelt. Die Gefahr schrumpfender publizistischer Kompetenzen     kontrastiert scharf mit den wachsenden Ansprüchen einer Gesellschaft,     die auf die Vermittlung von komplexem Wissen angewiesen wäre. Sie  begibt    sich im «Easy-News-Jet» auf einen gefährlichen Blindflug.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Der Ausleseprozess wird schon bald den    Blätterwald drastisch  auslichten. Es entsteht eine andere    (Medien-)Schweiz. Die Annahme, dass  künftig gerade noch zwei bis drei    Medienunternehmen den hiesigen Markt  prägen werden, scheint nicht mehr    abwegig. Die Spannung zwischen dem von  Zürich aus gesteuerten    Kommunikationsmarkt und der föderalistisch  geprägten politischen    Schweiz wird wachsen, die gesellschaftliche  Verständigung wird    unübersichtlicher und instabiler.”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/22/luis-antonio-pereira-silva-leiter-der-slum-pastoral-in-der-erzdiozese-rio-de-janeiro-gesichter-brasiliens/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/22/luis-antonio-pereira-silva-leiter-der-slum-pastoral-in-der-erzdiozese-rio-de-janeiro-gesichter-brasiliens/</strong></a></p>
<h3>ai-Journal Dezember 1996</h3>
<h2>Die “Hölle auf Erden”</h2>
<p><strong>BRASILIEN</strong></p>
<p><strong>Die “Hölle auf Erden”</strong></p>
<p><strong>Revolten, Hungerstreiks und Aids bestimmen den Alltag in den  völlig   überfüllten brasilianischen Gefängnissen. Brasilien gilt zwar  als die   zehntgrößte Wirtschaftsnation, leistet sich aber  Haftanstalten, die man   eher in Ruanda oder Burundi vermuten würde.  Eine im April verkündete   Amnestie entspannte die Situation nicht.</strong></p>
<p><strong>Eine mittelalterlich anmutende Gefangenenzelle in Rios  Stadtteil   Realengo: Jeder der mehreren Dutzend Insassen hat laut  Gesetz Anspruch   auf mindestens acht Quadratmeter &#8211; hier ist es nicht  mal ein einziger.   Geschlafen wird deshalb in Schichten. Während ein  Teil der Gefangenen   auf feuchtem Boden liegt, schlafen die anderen in  Hängematten, die an   den Gitterstäben befestigt sind. In einer Zelle im  Stadtteil Bangu ein   ähnliches Bild: 35 fast nackte, schwitzende  Männer auf nur sechzehn   Quadratmetern bei beißendem Fäkaliengeruch und  nächtlichem Besuch von   Ratten. Die psychische Spannung ist fast mit  Händen greifbar. Neun von   zehn Gefangenen haben Furunkel, in der  heißesten Jahreszeit herrschen   bis zu 60 Grad. Dann fallen täglich  etwa 20 Insassen ohnmächtig um,   werden von den Wärtern herausgezerrt  und durch andere ersetzt.</strong></p>
<p><strong>Um aus dieser Hölle herauszukommen und in eine weniger  überfüllte  Zelle  verlegt zu werden, bestechen Häftlinge ihre Aufseher  mit bis zu   umgerechnet 5.000 Mark. Es gibt brasilianische Gefängnisse,  in denen die   Insassen das nötige Geld sammeln, um dann die  Begünstigten auszulosen.   In Bangu kommen die notwendigen “Real” von  der Familie oder   Verbrechersyndikaten &#8211; je unerträglicher die Hitze,  desto höher die   Preise auf diesem Schwarzmarkt. Einmal am Tag gibt es  schlechtes Essen;   die Lebensmittelpakete der Angehörigen werden  gewöhnlich nicht   ausgehändigt.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Folter ist üblich. Ein Anwalt  beschreibt  einen Fall von 1996:  “Polizisten mit Kapuzen mißhandelten  116  Gefangene, unter anderem mit  Elektroschocks. Alle wiesen  Blutergüsse  auf, wurden zudem zu sexuellen  Handlungen gezwungen.” Fast  täglich  werden Fälle zu Tode gefolterter,  erschlagener Häftlinge  bekannt &#8211; die  politisch Verantwortlichen bleiben  meist passiv. Nur  wenige  Intellektuelle protestieren, die Gesellschaft  scheint sich an  die  grauenvollen Zustände gewöhnt zu haben.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Pervertieren statt resozialisieren</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Menschenrechtsorganisationen wie amnesty   international oder “Human  Rights Watch” prangern die Zustände in den   brasilianischen Haftanstalten  an &#8211; und auch die Gefangenenseelsorge der   Katholischen Kirche läßt  nicht locker. Padre Geraldo Mauzeroll von  der  “Pastoral Carceraria” im  Teilstaat Sao Paulo gegenüber dem  ai-Journal:  “Wer ins Gefängnis kommt,  wird pervertiert, wird angesehen  und  behandelt wie ein Tier &#8211; niemand  ist an einer Besserung oder   Resozialisierung interessiert. Die  Gesellschaft rächt sich an ihnen,   läßt sie intellektuell, spirituell,  moralisch und kulturell und nicht   selten sogar physisch sterben.”  Mauzeroll hört in Polizeiwachen und   Gefängnissen sehr häufig den  Ausspruch: “Nur ein toter Häftling ist ein   guter Häftling!” Der Padre  geht seit 1973 in die “Presidios” &#8211; was er   täglich sieht, sind Bilder  wie aus Horrorfilmen: Tuberkulose  grassiert,  über die Gesichter  Todkranker laufen Ameisen. Häftlinge  verfaulen  buchstäblich in Zellen.  Die Gefängnisärzte sind selbst  kriminell, weil  sie Kranke bewußt </strong></p>
<p><strong>nicht behandeln, sondern sterben lassen. Sie werden aber nie   zur  Rechenschaft gezogen. Kriminell handeln auch Richter und   Staatsanwälte,  die über Folter und alle anderen   Menschenrechtsverletzungen detailliert  informiert sind, jedoch nicht   eingreifen.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Das Gefängnispersonal verkauft   Lebensmittel, die für Häftlinge bestimmt  sind und ermöglicht   Rauschgifthandel und -konsum hinter Gitterstäben.  Ein   Gefängnisdirektor: “Drogen müssen dort drin sein, damit die  Gefangenen   ruhig bleiben.”</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Erzwungenes Schweigen, Morddrohungen</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Ein dunkles Kapitel ist auch die sexuelle   Gewalt, von Aufsehern sogar  gefördert. Mauzeroll zum ai-Journal: “Wird   ein wegen Vergewaltigung  Verurteilter eingeliefert, stecken die Wärter   ihn in bestimmte  Massenzellen, damit er dort von 15 oder 20  Häftlingen  vergewaltigt wird.  Dies ist Gesetz in den Kerkern, und so  verbreitet  sich Aids sehr  schnell.” Nach amtlichen Angaben infizierten  sich  bereits mehr als 20  Prozent aller Inhaftierten mit dem HIV-Virus  &#8211; ein  Großteil der rund  150.000 brasilianischen Gefangenen hat  homosexuellen  Verkehr, gewöhnlich  ungeschützt. </strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Vitor Carreiro teilte in Rio de Janeiro   jahrelang eine Zelle mit 47  Gefangenen. Er ist von Aids gezeichnet und   sagt: “Alle Welt weiß, daß  die Frau des Gefangenen der andere  Gefangene  ist.” Promiskuität ist der  Alltag: José Ferreira da Silva,   HIV-positiv, berichtet von vier festen  und acht gelegentlichen Partnern   &#8211; keiner benutzt Präservative. </strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Padre Mauzeroll drückt sich im Gegensatz zu   vielen “politisch korrekten”  Landsleuten nicht um unbequeme und   unangenehme Wahrheiten. Er hat keine  Probleme, die von den Autoritäten   gerne versteckten und verdrängten  Probleme offen anzusprechen. “Wer   über die Zustände redet und  informiert, stirbt”, lautet eine andere   Regel. Berufskiller erledigen  das &#8211; Mauzeroll weiß, daß auch sein Leben   in Gefahr ist. Dennoch klagt  er offen die soziale Ordnung Brasiliens   an: “Diese ist schuld an der  Situation.” </strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Gemäß einer neuen Studie der Vereinten   Nationen lebt heute fast die  Hälfte der 150 Millionen Brasilianer in   verhältnismäßig entwickelten  Gebieten. “Wenn in Sao Paulo und Rio de   Janeiro die Lage in den  Gefängnissen bereits so schlimm ist”, gibt   Padre Mauzeroll zu bedenken,  “wie muß sie dann erst in den stark   unterentwickelten Regionen des  Nordens und Nordostens sein?”</strong></p>
<p><strong> Amnestie nur Kosmetik</strong></p>
<p><strong>Die Rechtsanwältin Zoraide Fernandez weist darauf hin, daß   Häftlinge  nach verbüßter Strafe oft noch jahrelang gefangengehalten   werden. 1995  waren es allein in Rio mindestens 560.</strong></p>
<p><strong>Brasiliens Staatschef Fernando Henrique Cardoso verkündete im  April  die,  wie es offiziell hieß, größte Amnestie in der Geschichte  des  Landes:  Etwa zehn Prozent der Gefangenen sollten freikommen. Wie  die   Gefängnisbehörden inzwischen einräumten, werden beispielsweise im    Teilstaat Rio de Janeiro nur wenig mehr als ein Prozent amnestiert.  Die   511 Gefängnisse bieten Platz für höchstens 60.000 Personen, sind  aber   nach jüngsten offiziellen Angaben mit 148.760 Häftlingen belegt &#8211;  das   sind 15 Prozent mehr als 1994. Notwendig, so hieß es, sei der Bau  von   145 zusätzlichen Haftanstalten. Die Lage in der Metropole Sao  Paulo ist   den Angaben zufolge am dramatischsten. Eine Besserung ist  nicht in   Sicht: Per Haftbefehl suchte man allein 1996 rund 275.000  Straftäter.</strong></p>
<p><strong>Rund 95 Prozent der Häftlinge sind Arme, 96 Prozent sind  männlich und   etwa drei Viertel Voll- und Halbanalphabeten. Der  typische Gefangene,  so  eine Studie, ist dunkelhäutig und jünger als 25  Jahre. Jeden Monat   kommt es laut Statistik zu mindestens drei großen  Häftlingsrevolten, die   meisten werden allerdings der Öffentlichkeit  verschwiegen. Eine   Ausnahme bildet lediglich der südliche, relativ  hochentwickelte   Teilstaat Rio Grande do Sul &#8211; nur dort soll es auch  keine irregulär   festgehaltenen Häftlinge geben.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Wärter und Spezialeinheiten gehen   gewöhnlich äußerst brutal gegen  meuternde Häftlinge vor: 1992 wurden im   berüchtigten Gefängnis  “Carandiru” von Sao Paulo mindestens 111   Insassen erschossen. Die  politisch Verantwortlichen und die direkt   Beteiligten blieben bisher  straffrei. In “Carandiru” ereignete sich   auch Ende Oktober wieder eine  Revolte: 670 Gefangene nahmen 27 Wärter   als Geiseln und forderten die  Verlegung in eine andere Haftanstalt.   Fünf Häftlinge versuchten  währenddessen in einem Müllwagen zu fliehen,   vier von ihnen wurden von  Militärpolizisten erschossen.<br />
Klaus Hart<br />
Der Autor ist freier Korrespondent in Rio de Janeiro</strong></p>
<h2>Deutscher Bundespräsident Christian Wulff in  Sao Paulo, Mai 2011 &#8211;  Obdachlosengemeinde der Erzdiözese, Hedwig Knist,  Vikar Julio  Lancelotti. Video mit lebendig verbrennendem Obdachlosen Sao  Paulos.  Was viele gerne verdrängen. Kardinal Odilo Scherer zu   gesellschaftlicher Indifferenz. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=9676" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/sao-paulo/" rel="tag"> </a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/05/wulfflancelotti1.JPG" alt="wulfflancelotti1.JPG" /></p>
<p><strong>Wulff und Menschenrechtspriester Julio Lancelotti. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/28/deutscher-bundesprasident-christian-wulff-besucht-am-6-mai-2011-die-katholische-obdachlosengemeinde-sao-paulos-geleitet-von-hedwig-knist-aus-der-diozese-mainz-enge-zusammenarbeit-mit-menschenrechts/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/28/deutscher-bundesprasident-christian-wulff-besucht-am-6-mai-2011-die-katholische-obdachlosengemeinde-sao-paulos-geleitet-von-hedwig-knist-aus-der-diozese-mainz-enge-zusammenarbeit-mit-menschenrechts/</a></p>
<p><strong>Kurz vor dem Eintreffen des Bundespräsidenten wird wiederum   ein Obdachloser in Sao Paulo lebendig verbrannt, am Tage der Abreise ein   weiterer Mann sogar gefesselt verbrannt &#8211; der Terror gegen   Straßenbewohner geht unvermindert weiter &#8211; Video mit brennendem   Obdachlosen anklicken:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/09/ein-brasilianischer-obdachloser-wird-in-sao-paulo-lebendig-verbrannt-autos-fahren-vorbei-leute-schauen-zuvideo-anklicken/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/09/ein-brasilianischer-obdachloser-wird-in-sao-paulo-lebendig-verbrannt-autos-fahren-vorbei-leute-schauen-zuvideo-anklicken/</a></p>
<p><strong>Deutschstämmiger Kardinal Scherer zu neoliberaler Indifferenz:</strong>  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/16/sao-paulos-deutschstammiger-erzbischof-odilo-scherer-prangert-schockierende-gesellschaftliche-indifferenz-angesichts-des-lebendigen-verbrennens-von-obdachlosen-an-man-hat-noch-zwei-strasenbewohner/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/16/sao-paulos-deutschstammiger-erzbischof-odilo-scherer-prangert-schockierende-gesellschaftliche-indifferenz-angesichts-des-lebendigen-verbrennens-von-obdachlosen-an-man-hat-noch-zwei-strasenbewohner/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/05/erneut-obdachloser-sao-paulos-verbrannt-polizei-ermittelt-wegen-verbrechenshintergrund-deutscher-bundesprasident-wulff-besucht-obdachlosengemeinde-der-megacity/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/05/erneut-obdachloser-sao-paulos-verbrannt-polizei-ermittelt-wegen-verbrechenshintergrund-deutscher-bundesprasident-wulff-besucht-obdachlosengemeinde-der-megacity/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/05/wulffwerkstatt1.JPG" alt="wulffwerkstatt1.JPG" /></p>
<p><strong>Wulff in der Obdachlosenwerkstatt der Gemeinde.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/05/hedwig-knist-sao-paulos-obdachlosengemeinde-der-deutsche-bundesprasident-adveniat-video-anklicken-zusatzinformationen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/05/hedwig-knist-sao-paulos-obdachlosengemeinde-der-deutsche-bundesprasident-adveniat-video-anklicken-zusatzinformationen/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/deutscher-bundesprasident-christian-wulff-in-sao-paulo-mai-2011/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/deutscher-bundesprasident-christian-wulff-in-sao-paulo-mai-2011/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/dilma-rousseff-und-deutscher-bundesprasident-christian-wulff-brasiliens-medien-stellen-auserung-zum-libyenkrieg-heraus-interventionistische-gewalt-in-nordafrika-und-im-mittleren-ostenrousseff/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/dilma-rousseff-und-deutscher-bundesprasident-christian-wulff-brasiliens-medien-stellen-auserung-zum-libyenkrieg-heraus-interventionistische-gewalt-in-nordafrika-und-im-mittleren-ostenrousseff/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/05/wulffspendehedwig.JPG" alt="wulffspendehedwig.JPG" /></p>
<p><strong>Wulff überreicht an Hedwig Knist eine private Spende für das Werkstattprojekt.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/25/obdachlose-in-sao-paulo-protestieren-gegen-lebendiges-verbrennen-von-strasenbewohnern-und-andere-gewalttaten-in-brasilien-viele-greueltaten-garnicht-amtlich-registriert-obdachlosenvertreibung-bea/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/25/obdachlose-in-sao-paulo-protestieren-gegen-lebendiges-verbrennen-von-strasenbewohnern-und-andere-gewalttaten-in-brasilien-viele-greueltaten-garnicht-amtlich-registriert-obdachlosenvertreibung-bea/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/05/wulffwerkstatt2.JPG" alt="wulffwerkstatt2.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/29/brasiliens-scheiterhaufen-erstmals-in-einer-anklagenden-inszenierung-der-scheiterhaufenstadt-rio-de-janeiro-zu-sehen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/29/brasiliens-scheiterhaufen-erstmals-in-einer-anklagenden-inszenierung-der-scheiterhaufenstadt-rio-de-janeiro-zu-sehen/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/05/wulfflancelotti2.JPG" alt="wulfflancelotti2.JPG" /></p>
<p><a href="http://das-blaettchen.de/2010/08/brasiliens-massengraeber-2172.html">http://das-blaettchen.de/2010/08/brasiliens-massengraeber-2172.html</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/erneut-schuler-rio-de-janeiros-mitten-im-unterricht-getotet-durch-verirrte-kugel-eines-feuergefechts-weiter-gravierende-menschenrechtslage-folter-scheiterhaufen-todesschwadronen-paramilitarisch/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/erneut-schuler-rio-de-janeiros-mitten-im-unterricht-getotet-durch-verirrte-kugel-eines-feuergefechts-weiter-gravierende-menschenrechtslage-folter-scheiterhaufen-todesschwadronen-paramilitarisch/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/dilma-rousseff-appelliert-an-bundesprasident-wulff-sich-fur-den-bau-des-atomkraftwerks-angra-3-bei-rio-die-exportburgschaft-einzusetzen-melden-brasiliens-medien-die-grosen-atom-plane-brasilias/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/dilma-rousseff-appelliert-an-bundesprasident-wulff-sich-fur-den-bau-des-atomkraftwerks-angra-3-bei-rio-die-exportburgschaft-einzusetzen-melden-brasiliens-medien-die-grosen-atom-plane-brasilias/</a></p>
<p><a href="http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html">http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html</a></p>
<p><strong>Bislang fehlt in der Medienberichterstattung über die    Brasilienvisite des deutschen Bundespräsidenten das bedrückende Thema    Menschenrechte völlig.</strong></p>
<h2>Brasiliens katholische Kirche ruft zu  Protesten gegen massive  Korruption unter der Rousseff-Regierung auf.  Viel Lob für  Rousseff-Regierungsstil aus Europa. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11190" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/pastor-wolfgang-lauer/" rel="tag"> </a></p>
<p><strong>Sao Paulos deutschstämmiger Kardinal Odilo Scherer  sagte zur  innenpolitischen Lage, Korruption sei derzeit überall &#8211;  Besserung gebe  es nur, wenn das Volk reagiere. Die Korruption sei wie  die Kloake  namens Rio Tieté, die Sao Paulo durchfließe, ein Fluß des  Todes.  Kardinal Raymundo Damasceno, Präsident der nationalen  Bischofskonferenz  CNBB, kritisierte ebenfalls auf einer Messe vor  Tausenden von  Gläubigen in Brasiliens größtem Wallfahrtsort Aparecida  die politische  Situation &#8211; die CNBB unterstütze Proteste gegen die  Korruption. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/12/brasiliens-massive-brandrodungen-wie-jedes-jahr-nasa-foto-zeigt-das-ausmas-anklicken-viel-lob-fur-brasilias-regierungspolitik-aus-europa/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/12/brasiliens-massive-brandrodungen-wie-jedes-jahr-nasa-foto-zeigt-das-ausmas-anklicken-viel-lob-fur-brasilias-regierungspolitik-aus-europa/</strong></a></p>
<p><strong>Bisher sind die öffentlichen Proteste gegen Brasiliens   überbordende Korruption nur schwach &#8211; vor allem im Vergleich mit   Protestaktionen in anderen lateinamerikanischen Ländern, darunter Chile   und Argentinien. In Brasilien gelten soziokulturelle Gründe als Ursache   der Protest-Unlust, darunter allgemeine Apathie und Lethargie.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/03/brasiliens-carandiru-massaker-an-haftlingen-in-sao-paulo-okumenischer-gedenkgottesdienst-der-katholischen-gefangenenseelsorge-die-massaker-und-blutbader-gehen-weiter/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/03/brasiliens-carandiru-massaker-an-haftlingen-in-sao-paulo-okumenischer-gedenkgottesdienst-der-katholischen-gefangenenseelsorge-die-massaker-und-blutbader-gehen-weiter/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/odiloschererneu.JPG" alt="odiloschererneu.JPG" /></p>
<p><strong>Deutschstämmiger Kardinal Odilo Scherer in Sao Paulo. </strong></p>
<p><strong>Je mehr die Korruption unter der Lula-Regierung nach dem   Mensalao-Skandal um Parteien-und Abgeordnetenkauf ans Licht kam, umso   mehr Lob erntete die Lula-Rousseff-Regierung aus Mitteleuropa, wurde   Lula vor dem Hintergrund gravierender Menschenrechtsverletzungen jetzt   mit weiteren europäischen Auszeichnungen bedacht, darunter einem   Unversitäts-Doktorhut in Paris. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/11/offizielle-deutsch-brasilianische-beziehungen-der-mutige-evangelische-gefangnispastor-wolfgang-lauer-gravierende-menschenrechtsverletzungen-in-brasilienes-sind-einfach-die-okonomischen-die-polit/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/11/offizielle-deutsch-brasilianische-beziehungen-der-mutige-evangelische-gefangnispastor-wolfgang-lauer-gravierende-menschenrechtsverletzungen-in-brasilienes-sind-einfach-die-okonomischen-die-polit/</strong></a></p>
<p><strong>Lula und die Doktorhut-Kriterien von Paris:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/27/lula-erhalt-ehrendoktor-in-paris-als-erste-personlichkeit-lateinamerikas-lulas-siebter-ehrendoktorhut/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/27/lula-erhalt-ehrendoktor-in-paris-als-erste-personlichkeit-lateinamerikas-lulas-siebter-ehrendoktorhut/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/10/evangelischer-pastor-wolfgang-lauer-gefangenenseelsorger-in-brasilien-ob-die-haftlinge-lutheraner-sind-christen-oder-nicht-ist-fur-mich-total-unwichtig/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/10/evangelischer-pastor-wolfgang-lauer-gefangenenseelsorger-in-brasilien-ob-die-haftlinge-lutheraner-sind-christen-oder-nicht-ist-fur-mich-total-unwichtig/</strong></a></p>
<p><strong>Gegen Antonio Palocci, als Zivilkabinettschef noch unlängst   die rechte Hand von Staatspräsidentin Dilma Rousseff, läuft derzeit ein   Verfahren wegen Geldwäsche. Nach massiven Enthüllungen durch Brasiliens   investigative Qualitätsmedien sah sich Rousseff nach langem Zögern   gezwungen, ihren Wahlkampfmanager Palocci zu entlassen.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/19/brasilien-politik-ist-eine-giftige-angelegenheit-angeli-karikaturist-der-grosten-qualitatszeitung-folha-de-sao-paulo-im-september-2011-zur-situation-der-regierung-angesichts-der-korruption/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/19/brasilien-politik-ist-eine-giftige-angelegenheit-angeli-karikaturist-der-grosten-qualitatszeitung-folha-de-sao-paulo-im-september-2011-zur-situation-der-regierung-angesichts-der-korruption/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/15/brasilias-korruptionskrise-staatschefin-rousseff-mus-funften-minister-in-nur-neunmonatiger-amtszeit-entlassen-auch-tourismusminister-pedro-novaispmdb-sturzte-durch-medienenthullungen-wie-roussef/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/15/brasilias-korruptionskrise-staatschefin-rousseff-mus-funften-minister-in-nur-neunmonatiger-amtszeit-entlassen-auch-tourismusminister-pedro-novaispmdb-sturzte-durch-medienenthullungen-wie-roussef/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/06/brasiliens-korruptionskrise-prasidentin-stoppt-kampf-gegen-korruption-in-der-regierung-bevor-er-uberhaupt-begonnen-hat-kritisieren-landesmedien-keine-eigene-aufklarung-durch-rousseff-nur-bestenfa/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/06/brasiliens-korruptionskrise-prasidentin-stoppt-kampf-gegen-korruption-in-der-regierung-bevor-er-uberhaupt-begonnen-hat-kritisieren-landesmedien-keine-eigene-aufklarung-durch-rousseff-nur-bestenfa/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/angeliimmunitatpolitiker.JPG" alt="angeliimmunitatpolitiker.JPG" /></p>
<p><strong>Ausriß &#8211; Karikaturist Angeli der größten Qualitätszeitung zur politischen Stimmungslage. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/12/brasilias-korruptionskrise-landesmedien-verlangen-aufklarung-uber-erenicegate-und-betrugereien-im-transportministerium-hat-dilma-davon-erst-als-letzte-erfahreno-globo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/12/brasilias-korruptionskrise-landesmedien-verlangen-aufklarung-uber-erenicegate-und-betrugereien-im-transportministerium-hat-dilma-davon-erst-als-letzte-erfahreno-globo/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/angelibrasilkorruptionskarte.JPG" alt="angelibrasilkorruptionskarte.JPG" /></p>
<p><strong>Ausriß.</strong></p>
<p><strong>Was Korruption unter Lula-Rousseff anrichtete:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/18/brasiliens-korruption-unter-lula-rousseff-laut-fiesp-2010-uber-22-milliarden-euro-vom-staat-abgezweigt-geld-des-steuerzahlers/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/18/brasiliens-korruption-unter-lula-rousseff-laut-fiesp-2010-uber-22-milliarden-euro-vom-staat-abgezweigt-geld-des-steuerzahlers/</strong></a></p>
<p><strong>Kritik an Rousseff-Regierung &#8211; Aufschrei der Ausgeschlossenen:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/08/brasilien-aufschrei-der-ausgeschlossenen-2011-proteste-in-sao-paulo-grito-dos-excluidos/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/08/brasilien-aufschrei-der-ausgeschlossenen-2011-proteste-in-sao-paulo-grito-dos-excluidos/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/foltertododiapastoralglobo.JPG" alt="foltertododiapastoralglobo.JPG" /></p>
<p><strong>“Folter noch jeden Tag.”(2011)</strong></p>
<p><strong>Städtepartnerschaft Köln-Rio de Janeiro:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/rio-film-tropa-de-elite-2-fur-oscar-nominiertbester-auslandischer-streifen-stadtepartnerschaft-koln-rio-de-janeiro-trailer-anklicken/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/rio-film-tropa-de-elite-2-fur-oscar-nominiertbester-auslandischer-streifen-stadtepartnerschaft-koln-rio-de-janeiro-trailer-anklicken/</strong></a></p>
<p><strong>“Das Volk schaut den schockierendsten Skandalen stumm zu:”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/15/dr-claudio-guimaraes-dos-santos-mediziner-therapeut-schriftsteller-sprachwissenschaftler-publizist-unter-den-wichtigsten-denkern-brasilien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/15/dr-claudio-guimaraes-dos-santos-mediziner-therapeut-schriftsteller-sprachwissenschaftler-publizist-unter-den-wichtigsten-denkern-brasilien/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/join17.JPG" alt="join17.JPG" /></p>
<p><strong>“Verkauft euch nicht”. Wandinschrift im deutsch geprägten Joinville.</strong></p>
<h2>              <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/02/brasilien-angeli-mit-genialer-hintersinniger-karikatur-zur-innenpolitischen-lage-des-tropenlandes/" rel="bookmark">Brasilien: Angeli mit genialer, hintersinniger Karikatur zur innenpolitischen Lage des Tropenlandes.</a></h2>
<p>Sonntag, 02. Oktober 2011 von Klaus Hart   <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11080" title="Beitrag bearbeiten">**</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/angelifamiliamuda.JPG" alt="angelifamiliamuda.JPG" /></p>
<p><strong>Ausriß Folha de Sao Paulo, größte Qualitätszeitung Brasiliens.</strong></p>
<p><a href="http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,446410,00.html"><strong>http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,446410,00.html</strong></a></p>
<p><a href="http://das-blaettchen.de/2010/08/sexsklaven-1965.html"><strong>http://das-blaettchen.de/2010/08/sexsklaven-1965.html</strong></a></p>
<p><strong>Auswanderungsland Brasilien:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/24/brasilien-wurde-unter-lula-rousseff-zum-auswanderungsland-bye-bye-brasil-sergio-costa-soziologie-professor-an-der-fu-berlin-bestatigt-die-entwicklung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/24/brasilien-wurde-unter-lula-rousseff-zum-auswanderungsland-bye-bye-brasil-sergio-costa-soziologie-professor-an-der-fu-berlin-bestatigt-die-entwicklung/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.ila-web.de/brasilientexte/inhalt.htm"><strong>http://www.ila-web.de/brasilientexte/inhalt.htm</strong></a></p>
<h3><a href="http://www.google.com/url?sa=t&amp;source=web&amp;cd=242&amp;ved=0CCEQFjABOPAB&amp;url=http%3A%2F%2Fln-berlin.de%2Findex.php%3F%2Fartikel%2F2445.html&amp;rct=j&amp;q=Klaus%20Hart&amp;ei=tCybTr-KE5S5twekv9iCBA&amp;usg=AFQjCNG8grOzsWsGab52OZ417uv3KyrtCg&amp;cad=rja">Lateinamerika Nachrichten Online &#8211; Brasilien: Terror, Lügen und <strong>…</strong></a></h3>
<p>ln-berlin.de/index.php?/artikel/2445.html</p>
<p>Song von Thaíde und DJ HUM. Text: <em>Klaus Hart</em> Ausgabe: Nummer 275 &#8211; Mai 1997. Weitere Artikel zum Thema Brasilien: Die im Haus arbeiten sieht man nicht <strong>…</strong></p>
<h2>Brasilien: Die Favela Paraisopolis in Sao  Paulo. TU Graz,  Achitektur-Fakultät. Autorinnen Verena Auer, Agnieszka  Backiel,  Christina Windisch. Website-Quellen. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=10802" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/tu-graz/" rel="tag"> </a></p>
<p><strong><a href="ftp://ftp.tugraz.at/pub/landsaving/caboverde/AK%20WB%20Abgabe/Broshure%20Material/6-Paraispolis/Brosch%C3%BCre%20Parais%C3%B3polis.pdf">ftp://ftp.tugraz.at/pub/landsaving/caboverde/AK%20WB%20Abgabe/Broshure%20Material/6-Paraispolis/Brosch%C3%BCre%20Parais%C3%B3polis.pdf</a></strong></p>
<p><a href="http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html"><strong>http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html</strong></a></p>
<p><a href="http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/terror-rap-statt-samba/763272.html"><strong>http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/terror-rap-statt-samba/763272.html</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/paraisosenhora.jpg" alt="paraisosenhora.jpg" /></p>
<p><strong>Bewohnerin der Favela Paraisopolis.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/03/verelendeter-krank-verdreckt-abgehungert-bettelt-vor-kirche-im-zentrum-fortalezas/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/03/verelendeter-krank-verdreckt-abgehungert-bettelt-vor-kirche-im-zentrum-fortalezas/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/01/rio-de-janeiro-neue-proteste-gegen-gewaltkultur-in-der-wm-und-olympiastadt-92-prozent-der-morde-straffrei/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/01/rio-de-janeiro-neue-proteste-gegen-gewaltkultur-in-der-wm-und-olympiastadt-92-prozent-der-morde-straffrei/</strong></a></p>
<p><strong>Der mutige Priester von Paraisopolis(2009)</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Morddrohungen, Banditenkommandos, Polizeiwillkür</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Deutsche Christen helfen/Amnesty International greift ein</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/07/sehnsucht-und-realitat-brasilien-nach-der-lula-ara-zundfunk-generator-br2/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/07/sehnsucht-und-realitat-brasilien-nach-der-lula-ara-zundfunk-generator-br2/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/timcahillpatrickwilcken.jpg" alt="timcahillpatrickwilcken.jpg" /></p>
<p><strong>Tim Cahill(Mitte), Brasilienexperte von Amnesty International in London &#8211; in der Paraisopolis-Broschüre zitiert.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/28/brasilien-sadistische-intiationsriten-an-universitaten-und-hochschulen-auch-unter-rousseff-regierung-laut-landesmedien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/28/brasilien-sadistische-intiationsriten-an-universitaten-und-hochschulen-auch-unter-rousseff-regierung-laut-landesmedien/</strong></a></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong><strong>„Mein größter Wunsch ist, daß all die   deutschen Christen, die für  unseren Kirchenbau spendeten, uns hier   besuchen und die schier  unbeschreiblichen, bizarren Probleme   kennenlernen“, sagt der junge  schwarze Slumpfarrer Luciano Borges   Basilio mitten in einer der  ungewöhnlichsten Regionen ganz Brasiliens.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Paraisopolis heißt Paradies-Stadt – doch   paradiesisch ist hier  garnichts. Lateinamerikas reichste Megacity Sao   Paulo zählt über 2000  Slums – doch der von Padre Basilio zeigt die   schmerzhaftesten Kontraste.  Denn Paraisopolis grenzt direkt an ein   Viertel der Wohlhabenden – nicht  wenige davon blicken von ihren   luxuriösen Penthouse-Appartements direkt  auf das unüberschaubare   Gassenlabyrinth, wo auf engstem Raum in  Holz-und Backsteinkaten sage   und schreibe 100000 Menschen in Moder,  Abwässer-und Müllgestank hausen.   Und das scheint einem Polizei-Thriller  entlehnt: Zwar regiert Sao   Paulos Gouverneur José Serra von seinem nahen  Palast aus die führende   lateinamerikanische Wirtschaftsregion mit ihren  mehr als 1000 deutschen   Firmen – doch in Paraisopolis herrscht  unangefochten Brasiliens   mächtigstes Gangstersyndikat PCC(Primeiro  Comando da Capital – Erstes   Kommando der Hauptstadt). „Das organisierte  Verbrechen ist besser   organisiert als die Polizei – oft sogar viel  besser – während die   Polizei desorganisiert ist“, analysiert Priester  Basilio. „Das   Verbrechen, der massive Handel mit harten Drogen sind ein  ernstes   Problem in Paraisopolis – doch wie überall in Brasilien schützt  der   Staat die Slumbewohner nicht, läßt sie in der Hand der Banditen.“  Für   den Padre ist an Scheinheiligkeit nicht zu überbieten, daß just der    wichtigste Banditen-Geschäftszweig, nämlich der Drogenhandel, nur dank    der reichen Großkunden von nebenan funktioniert. „Nachts kommen sie    sogar in den Slum oder lassen sich das Rauschgift von hier bringen.“ Das    symbolisiert die widersprüchliche Situation – in Rio de Janeiro ist  es   nicht anders. Anstatt dort – oder in Paraisopolis – jener kleinen    Minderheit der Gangster das Handwerk zu legen und das hochlukrative    Drogengeschäft zu stoppen, verletzt die Polizei bei Razzien permanent    Grundrechte der völllig unschuldigen Bewohnermehrheit. „Dazu können wir    als Kirche nicht schweigen, Polizeiwillkür darf man nicht hinnehmen.    Padre Basilio nennt jüngste Fälle: Bei der Verfolgung von Gangstern,  die   in das Gassengewirr und Menschengewimmel des Slums flüchten,  feuern  die  Beamten gewöhnlich blind drauflos. Ein Baby von 9 Monaten  bekommt  eine  Kugel in den Arm, eine Sechzehnjährige in die Brüste. „Es  wäre  doch  besser, die Banditen nicht zu kriegen, aber das Leben der   Slumbewohner  zu garantieren, anstatt wild herumzuballern!“</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Der Priester macht es sich nicht so einfach   wie manche politisch  korrekten Menschenrechtsaktivisten, die nur   Polizeiübergriffe  anprangern, den Terror der hochbewaffneten Banditen   aber verschweigen.  „Ein Polizeioffizier erhielt 2009 hier in   Paraisopolis einen Bauchschuss  – die Beamten haben ja auch Familie und   sind natürlich unter Streß und  Hochspannung, wenn sie in einen Slum   hineinmüssen.“Täglich werden in  Brasilien mehrere Polizeibeamte   ermordet. „Aber Willkür rechtfertigt das  nicht.“ Die Kirche hält für   verheerend, wenn wegen solcher  diskriminierenden Vorgehensweisen die   Kinder mit höllischer Angst vor  der Polizei aufwachsen und sich auch   als Erwachsene beinahe instinktiv  vor ihr fürchten. Für Padre Basilio   sind die Slumbewohner ohnehin  bereits in einer grauenhaften Lage,   werden erniedrigt und gedemütigt von  den Bessergestellten: „Es gibt   viel Elend und Hunger in Paraisopolis –  trotz aller aufopferungsvollen   Arbeit von Caritas. Die Arbeitslosigkeit  ist hoch – und jene 15   Prozent, die weder lesen noch schreiben können,  finden schwerlich einen   Job. Slumbewohner kriegen meist nur  Gelegenheitsarbeit. Für diese   Menschen gebe ich mein Leben – denn mit  Ermordung muß ich rechnen.“</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Der Priester erhält seit Jahren immer   wieder Morddrohungen, sogar per  Internet, läßt sich aber nicht   einschüchtern. „Aus dem Slum kommen die  Drohungen mit Sicherheit nicht –   die Leute hoffen hier stark auf die  Kirche.“ Basilio weiß, daß in  ganz  Brasilien, und auch in Sao Paulo,  immer wieder Geistliche  ermordet  werden.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Inzwischen hat er Amnesty International,   die weltweit angesehenste  Menschenrechtsorganisation, auf seiner Seite.   Der Brite Tim Cahill,   Brasilienexperte von Amnesty, hat sich jetzt   vor Ort über die Zustände  informiert, mit zahlreichen Augenzeugen   gesprochen. Daß die Polizei  weiterhin nicht auf Folterungen verzichtet,   hält Cahill für  schwerwiegend. “Die brasilianische Regierung hat zwar   die  Anti-Folter-Konvention unterzeichnet, doch wie wir hier in   Paraisopolis  sehen, fehlt jeglicher politischer Wille, Folterer zu   bestrafen“, sagt  er. „Die Polizei ist landesweit zunehmend in   kriminelle Aktivitäten  verwickelt, bildet Todesschwadronen und   paramilitärische Milizen. Ein  beträchtlicher Teil der Brasilianer, vor   allem jene in den Slums, wird  wie Wegwerf-Bevölkerung behandelt.“</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Ein schwarzer Bürgerrechtler schildert Tim   Cahill die Folterpraktiken  in Paraisopolis: „Die Beamten haben zwei   Lichtdrähte aus der Wand  gerissen und meinem Freund in seiner eigenen   Kate damit immer wieder  Elektroschocks versetzt. Dann haben sie ihn auf   den Kopf geschlagen, zu  Boden getreten. Schließlich haben sie ihn in   Ruhe gelassen, sind  weggegangen – man kann nichts dagegen machen.   Folter mit Elektroschocks  zu sehen, sind wir hier im Slum schon richtig   gewöhnt. “</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Eine junge Frau beschreibt andere Formen   von Polizeiwillkür: “Beamte  pressen den Leuten Geld ab, rauben aus den   Katen sogar Fernseher. Ja –  die Polizisten behandeln uns wie Tiere.   Hier verteidigt uns nur der  katholische Padre – der hat schon viele   Festgenommene aus dem Gefängnis  rausgeholt, der hilft uns.“</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Außergerichtliche Exekutionen seien weder   in Paraisopolis noch in den  anderen Slums von Sao Paulo oder Rio de   Janeiro eine Seltenheit.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Tim Cahill von Amnesty International   erinnert daran, daß die  Regierung von Staatspräsident Luis Inacio Lula   da Silva zu Beginn der  Amtszeit 2003 sowohl den Vereinten Nationen als   auch den  Menschenrechtsorganisationen versprochen hatte, die eigenen   Gesetze und  internationalen Abkommen strikt einzuhalten. Gegen Ende  von  Lulas  zweiter Amtszeit vermißt Cahill indessen ebenso wie die  Kirche  echte  Fortschritte: “Die Lula-Regierung war eine Enttäuschung.  Es gab  große  Versprechen, Pläne und Projekte, sogar einen  konstruktiven  Diskurs –  doch die Probleme sind tief verwurzelt  geblieben. Es wird  weiter  gefoltert und exekutiert, die Lage in den  Gefängnissen ist nach  wie vor  grauenhaft, und es gibt sogar weiterhin  Todesschwadronen und   Sklavenarbeit. Echte Reformen werden durch  wirtschaftliche und   politische Interessen verhindert.“</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Gilmar Mendes, Präsident des Obersten   Gerichts, sagte unlängst,  Brasiliens Gefängnissystem ähnele   nazistischen Konzentrationslagern. Und  Paulo Vannuchi, Brasiliens   Menschenrechtsminister, räumt ein, daß  tagtäglich außergerichtliche   Exekutionen  und Blutbäder von Polizisten  sowie Todesschwadronen verübt   würden. Für Tim Cahill ein unglaubliches  Eingeständnis: “Dies zählt  zu  den absurden Dingen in Brasilien – Teile  der Autoritäten erkennen   diese Tatsachen an – aber tun so, als seien sie  dafür nicht   verantwortlich. Das große Problem Brasiliens ist heute, daß  der   offizielle Diskurs nichts mit der politischen Praxis zu tun hat.  Wenn   die Regierung in Brasilia weltweit mehr Anerkennung und Respekt  will,    muß sie sich für die Menschenrechte der eigenen Bevölkerung  einsetzen,   besonders der Unterprivilegierten.“</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Für den schwarzen Priester Luciano Borges   Basilio bedeuten solche  Worte eine enorme Rückenstärkung. Von einem   anderen Briten, seinem   Priesterkollegen Jaime Crowe aus dem riesigen   Slumviertel Jardim Angela  mit über 300000 Bewohnern, erhält er   moralische Unterstützung beinahe  alle Tage. „Man kämpft und kämpft,   sieht nur zu oft kein Resultat, wird  frustriert. Dann sagt mir Jaime   Crowe, mach weiter, gibt nie auf! Crowe  hat in fast vierzig Jahren aus   dem grauenvollen Jardim Angela eine  weitgehend friedliche Stadtregion   gemacht – das versuchen wir hier  auch.“ Noch 1996 hatte die UNO   Priester Crowes Gemeindebereich zur  gewaltgeprägtesten Region des   ganzen Erdballs(!) erklärt, gab es täglich  Morde. „Wir haben in   Brasilien eine Kultur der Gewalt und der  Korruption – das alles ist   sehr tief verwurzelt“, sagt Crowe. „Doch wir  dürfen unsere Träume nicht   aufgeben.“</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/paraisokate.jpg" alt="paraisokate.jpg" /></p>
<p><strong>Eingang zu Kate in Paraisopolis.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/26/unicef-brasilien-bei-morden-an-15-bis-19-jahrigen-weltweit-an-der-spitze-38-prozent-der-brasilianischen-jugendlichen-in-armut-und-misere/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/26/unicef-brasilien-bei-morden-an-15-bis-19-jahrigen-weltweit-an-der-spitze-38-prozent-der-brasilianischen-jugendlichen-in-armut-und-misere/</strong></a></p>
<p><strong>Hintergrund Favelas &#8211; Österreichs Südwind-Magazin:</strong></p>
<p><strong><a href="http://www.suedwind-magazin.at/start.asp?ID=234729&amp;rubrik=31&amp;ausg=200304"><strong>http://www.suedwind-magazin.at/start.asp?ID=234729&amp;rubrik=31&amp;ausg=200304</strong></a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/16/koln-schliest-stadtepartnerschaft-mit-rio-de-janeiro-oberburgermeister-jurgen-roters-reiste-zum-zuckerhut/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/16/koln-schliest-stadtepartnerschaft-mit-rio-de-janeiro-oberburgermeister-jurgen-roters-reiste-zum-zuckerhut/</strong></a></p>
<p><strong>Sao Paulos Kardinal Paulo Evaristo Arns: </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/14/parabens-dom-paulo-evaristo-arns-der-deutschstammige-kardinal-sao-paulos-ist-90-hochengagiert-im-kampf-gegen-das-militarregime-der-foltergenerale1964-1985-wer-mit-den-diktatoren-eng-kooperierte/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/14/parabens-dom-paulo-evaristo-arns-der-deutschstammige-kardinal-sao-paulos-ist-90-hochengagiert-im-kampf-gegen-das-militarregime-der-foltergenerale1964-1985-wer-mit-den-diktatoren-eng-kooperierte/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/28/soziale-sauberungen-in-brasilien-film-von-regisseurin-teresa-aguiar-uber-das-systematische-toten-von-obdachlosen-in-rio-de-janeiro-vor-dem-besuch-von-konigin-elizabeth-wegen-der-fusball-wm-201/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/28/soziale-sauberungen-in-brasilien-film-von-regisseurin-teresa-aguiar-uber-das-systematische-toten-von-obdachlosen-in-rio-de-janeiro-vor-dem-besuch-von-konigin-elizabeth-wegen-der-fusball-wm-201/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.dw-world.de/dw/article/0,,5318083,00.html">http://www.dw-world.de/dw/article/0,,5318083,00.html</a></p>
<p><a href="http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4281011,00.html">http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4281011,00.html</a></p>
<p><a href="http://www.dw-world.de/dw/article/0,,1857985,00.html">http://www.dw-world.de/dw/article/0,,1857985,00.html</a></p>
<p><a href="http://www.dw-world.de/dw/article/0,,1165227,00.html">http://www.dw-world.de/dw/article/0,,1165227,00.html</a></p>
<p><a href="http://www.dw-world.de/dw/article/0,,5017299,00.html">http://www.dw-world.de/dw/article/0,,5017299,00.html</a></p>
<p><a href="http://www.dw-world.de/dw/article/0,,6259125,00.html">http://www.dw-world.de/dw/article/0,,6259125,00.html</a></p>
<p><a href="http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4202051,00.html">http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4202051,00.html</a></p>
<p><a href="http://www.dw-world.de/dw/article/0,,2368848,00.html">http://www.dw-world.de/dw/article/0,,2368848,00.html</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/09/cacau-rio-negro-amazonien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/09/cacau-rio-negro-amazonien/</strong></a></p>
<p><strong>Menschenrechtssamba von Jorge Aragao aus Rio de Janeiro, anklicken:</strong></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=XkvjkxERac4"><strong>http://www.youtube.com/watch?v=XkvjkxERac</strong></a></p>
<h2>Julio Lancelotti, Brasiliens  außergewöhnlicher, höchst unbequemer  Menschenrechtspriester.  Ziel von  Morddrohungen, Prozessen,  Verleumdungen, Psycho-Terror,  Medienkampagnen… <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=9908" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/05/lance1.JPG" alt="lance1.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/deutscher-bundesprasident-christian-wulff-in-sao-paulo-mai-2011-obdachlosengemeinde-der-erzdiozese-hedwig-knist-vikar-julio-lancelotti/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/deutscher-bundesprasident-christian-wulff-in-sao-paulo-mai-2011-obdachlosengemeinde-der-erzdiozese-hedwig-knist-vikar-julio-lancelotti/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/05/lance2.JPG" alt="lance2.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/25/obdachlose-in-sao-paulo-protestieren-gegen-lebendiges-verbrennen-von-strasenbewohnern-und-andere-gewalttaten-in-brasilien-viele-greueltaten-garnicht-amtlich-registriert-obdachlosenvertreibung-bea/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/25/obdachlose-in-sao-paulo-protestieren-gegen-lebendiges-verbrennen-von-strasenbewohnern-und-andere-gewalttaten-in-brasilien-viele-greueltaten-garnicht-amtlich-registriert-obdachlosenvertreibung-bea/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/05/lance3.JPG" alt="lance3.JPG" /></p>
<p><a href="http://das-blaettchen.de/2010/08/brasiliens-massengraeber-2172.html">http://das-blaettchen.de/2010/08/brasiliens-massengraeber-2172.html</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/05/lance4.JPG" alt="lance4.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/28/deutscher-bundesprasident-christian-wulff-besucht-am-6-mai-2011-die-katholische-obdachlosengemeinde-sao-paulos-geleitet-von-hedwig-knist-aus-der-diozese-mainz-enge-zusammenarbeit-mit-menschenrechts/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/28/deutscher-bundesprasident-christian-wulff-besucht-am-6-mai-2011-die-katholische-obdachlosengemeinde-sao-paulos-geleitet-von-hedwig-knist-aus-der-diozese-mainz-enge-zusammenarbeit-mit-menschenrechts/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/05/lance4knist.JPG" alt="lance4knist.JPG" /></p>
<p>Lancelotti und Hedwig Knist, Gemeindereferentin aus der Diözese Mainz.</p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/05/lance5.JPG" alt="lance5.JPG" /></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/05/wulfflancelotti2.JPG" alt="wulfflancelotti2.JPG" /></p>
<p>Mit dem deutschen Bundespräsidenten Christian Wulff 2011.</p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/05/wulfflancelotti3.JPG" alt="wulfflancelotti3.JPG" /></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/05/wulfflancelotti4.JPG" alt="wulfflancelotti4.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/21/brasiliens-menschenrechtspriester-julio-lancelotti-prasentiert-projekt-das-mutmaslich-straffalligen-jugendlichen-der-unterschicht-die-notige-juristische-verteidigung-garantieren-soll-um-willkurfalle/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/21/brasiliens-menschenrechtspriester-julio-lancelotti-prasentiert-projekt-das-mutmaslich-straffalligen-jugendlichen-der-unterschicht-die-notige-juristische-verteidigung-garantieren-soll-um-willkurfalle/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/23/den-leuten-zu-sagen-in-was-fur-einer-verlogenen-scheise-wir-alle-leben-schlingensief-in-sao-paulo/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/23/den-leuten-zu-sagen-in-was-fur-einer-verlogenen-scheise-wir-alle-leben-schlingensief-in-sao-paulo/</a></p>
<h2>Parabens, Dom Paulo Evaristo Arns!(5) Ehrung  im Stadtparlament,  Erinnerung an des Kardinals Leitspruch:”Coragem!”  Viva, Dom Paulo. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11106" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/kardinal-paulo-evaristo-arns/" rel="tag"> </a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/domp1.JPG" alt="domp1.JPG" /></p>
<p>Padre Julio Lancelotti.</p>
<p><a href="http://www.camara.sp.gov.br/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=6240:sessao-solene-homenageia-90-anos-de-d-paulo-evaristo-arns&amp;catid=40:titulos&amp;Itemid=99"><strong>http://www.camara.sp.gov.br/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=6240:sessao-solene-homenageia-90-anos-de-d-paulo-evaristo-arns&amp;catid=40:titulos&amp;Itemid=99</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/01/parabens-dom-paulo-evaristo-arns4-engste-mitstreiter-pflanzen-fur-ihn-vor-dem-franziskanerkloster-sao-paulos-einen-baum-viva-dom-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/01/parabens-dom-paulo-evaristo-arns4-engste-mitstreiter-pflanzen-fur-ihn-vor-dem-franziskanerkloster-sao-paulos-einen-baum-viva-dom-paulo/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/domp8.JPG" alt="domp8.JPG" /></p>
<p><strong>Clarice Herzog, Witwe des vom Militärregime ermordeten   jüdischen Journalisten Vladimir Herzog &#8211; Dom Paulo erfuhr von der Tat   und zelebrierte umgehend in der Kathedrale von Sao Paulo einen   Protestgottesdienst, der in die brasilianische Geschichte einging. </strong></p>
<p><a href="http://www.menschenrechte.org/lang/de/lateinamerika/fall-herzog-militars-brasilien"><strong>http://www.menschenrechte.org/lang/de/lateinamerika/fall-herzog-militars-brasilien</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/21/brasiliens-menschenrechtspriester-julio-lancelotti-prasentiert-projekt-das-mutmaslich-straffalligen-jugendlichen-der-unterschicht-die-notige-juristische-verteidigung-garantieren-soll-um-willkurfalle/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/21/brasiliens-menschenrechtspriester-julio-lancelotti-prasentiert-projekt-das-mutmaslich-straffalligen-jugendlichen-der-unterschicht-die-notige-juristische-verteidigung-garantieren-soll-um-willkurfalle/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/domp2.JPG" alt="domp2.JPG" /></p>
<p><strong>Jamil Murad, Präsident der Menschenrechtskommission des Stadtparlaments.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/03/brasiliens-carandiru-massaker-an-haftlingen-in-sao-paulo-okumenischer-gedenkgottesdienst-der-katholischen-gefangenenseelsorge-die-massaker-und-blutbader-gehen-weiter/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/03/brasiliens-carandiru-massaker-an-haftlingen-in-sao-paulo-okumenischer-gedenkgottesdienst-der-katholischen-gefangenenseelsorge-die-massaker-und-blutbader-gehen-weiter/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/domp3.JPG" alt="domp3.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/17/parabens-dom-paulo-evaristo-arns3-der-deutschstammige-kardinal-2004-unter-der-lula-regierunghauptfeind-ist-die-korruption/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/17/parabens-dom-paulo-evaristo-arns3-der-deutschstammige-kardinal-2004-unter-der-lula-regierunghauptfeind-ist-die-korruption/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/domp4.JPG" alt="domp4.JPG" /></p>
<p><strong>Plinio Arruda Sampaio(PSOL)</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/15/parabens-dom-paulo-evaristo-arns2-kardinal-feiert-90-geburtstag-mit-glaubensbrudern-freunden-kampfgefahrten/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/15/parabens-dom-paulo-evaristo-arns2-kardinal-feiert-90-geburtstag-mit-glaubensbrudern-freunden-kampfgefahrten/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/domp6.JPG" alt="domp6.JPG" /></p>
<p><strong>Landlosenführer.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/14/parabens-dom-paulo-evaristo-arns-der-deutschstammige-kardinal-sao-paulos-ist-90-hochengagiert-im-kampf-gegen-das-militarregime-der-foltergenerale1964-1985-wer-mit-den-diktatoren-eng-kooperierte/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/14/parabens-dom-paulo-evaristo-arns-der-deutschstammige-kardinal-sao-paulos-ist-90-hochengagiert-im-kampf-gegen-das-militarregime-der-foltergenerale1964-1985-wer-mit-den-diktatoren-eng-kooperierte/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/domp7.JPG" alt="domp7.JPG" /></p>
<p><strong>Arbeiterpastoral-Führer Waldemar Rossi &#8211; von Dom Paulo einst aus dem Foltergefängnis der Militärdiktatur herausgeholt.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/domp9.JPG" alt="domp9.JPG" /></p>
<p><strong>Dom Francisco Scaramussa, representando a Arquidiocese de São Paulo.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/domp10.JPG" alt="domp10.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/08/brasilien-aufschrei-der-ausgeschlossenen-2011-proteste-in-sao-paulo-grito-dos-excluidos/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/08/brasilien-aufschrei-der-ausgeschlossenen-2011-proteste-in-sao-paulo-grito-dos-excluidos/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.ila-web.de/brasilientexte/inhalt.htm"><strong>http://www.ila-web.de/brasilientexte/inhalt.htm</strong></a></p>
<h2>Brasiliens Wunderheiler-Sektenkirchen mit  wachsenden Problemen:  “Renascer em Cristo” schloß bereits 70 Prozent der  Tempel &#8211; von 1100  auf unter 300. Fußballprofi Kaká trat aus.  Katholische Kirche  stabilisiert, in Modernisierungsprozeß, politisch und  sozial zunehmend  aktiver. “Aufschrei der Ausgeschlossenen”. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=10728" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/renascer-em-cristo/" rel="tag"> </a></p>
<p><a href="http://www.istoe.com.br/reportagens/158676_O+DECLINIO+DA+IGREJA+DA+BISPA+SONIA?pathImagens=&amp;path=&amp;actualArea=internalPage"><strong>http://www.istoe.com.br/reportagens/158676_O+DECLINIO+DA+IGREJA+DA+BISPA+SONIA?pathImagens=&amp;path=&amp;actualArea=internalPage</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/06/kaka-real-madrid-und-gattin-caroline-celico-verliesen-wunderheilersekte-renascer-em-cristo-laut-nachrichtenmagazin-veja/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/06/kaka-real-madrid-und-gattin-caroline-celico-verliesen-wunderheilersekte-renascer-em-cristo-laut-nachrichtenmagazin-veja/</strong></a></p>
<p><strong>In Ländern wie Deutschland gibt es erstaunlich viel Sympathie   für die meist als “Freikirchen” bezeichneten Sektenkirchen &#8211; Sekten-PR   ist auch in deutschsprachigen Medien recht gut organisiert. Hinweise  auf  die u.a. von Befreiungstheologe Frei Betto betonte  CIA-Unterstützung  für die evangelikalen Sekten, deren Rolle während der  Diktaturzeit,  unterbleiben gewöhnlich.  </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/12/brasiliens-wunderheiler-sektenkirchen-die-holle-der-bischofin-sonia-nachrichtenmagazin-istoe-zum-niedergang-von-renascer-em-cristo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/12/brasiliens-wunderheiler-sektenkirchen-die-holle-der-bischofin-sonia-nachrichtenmagazin-istoe-zum-niedergang-von-renascer-em-cristo/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/jesusmarsch4.jpg" alt="jesusmarsch4.jpg" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/03/jesusmarsch-2010-die-wachsende-politisch-kulturelle-kraft-der-evangelikalen-in-brasilien-in-sao-paulo-uberwiegend-jugendliche-teilnehmer-gegen-umweltzerstorung-hexerei-drogen-prostitution-g/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/03/jesusmarsch-2010-die-wachsende-politisch-kulturelle-kraft-der-evangelikalen-in-brasilien-in-sao-paulo-uberwiegend-jugendliche-teilnehmer-gegen-umweltzerstorung-hexerei-drogen-prostitution-g/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/24/brasilien-wie-die-evangelikalen-sektenkirche-ticken-pastor-feuert-auf-teufel-mit-revolveranklicken-evangelikale-wunderheilersekten-in-krise-stagnation-immer-mehr-leere-tempel/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/24/brasilien-wie-die-evangelikalen-sektenkirche-ticken-pastor-feuert-auf-teufel-mit-revolveranklicken-evangelikale-wunderheilersekten-in-krise-stagnation-immer-mehr-leere-tempel/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/11/leonardo-boff-wichtiger-wahlhelfer-der-evangelikalen-prasidentschaftskandidatin-marina-silva-estrela-de-festa-do-pv/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/11/leonardo-boff-wichtiger-wahlhelfer-der-evangelikalen-prasidentschaftskandidatin-marina-silva-estrela-de-festa-do-pv/</strong></a></p>
<p><strong>“Aufschrei der Ausgeschlossenen” &#8211; eine landesweite Aktion der katholischen Kirche:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/08/brasilien-aufschrei-der-ausgeschlossenen-2011-proteste-in-sao-paulo-grito-dos-excluidos/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/08/brasilien-aufschrei-der-ausgeschlossenen-2011-proteste-in-sao-paulo-grito-dos-excluidos/</strong></a></p>
<p><strong>Marina Silva, Sektenpredigerin:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/04/marina-silva-predigerin-einer-evangelikalen-wunderheiler-sektenkirche-abtreibungsgegnerin-kreationistin-weltweit-bekannteste-grune-brasiliens-wie-tickt-lulas-ex-umweltministerin-die-selbst-beim/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/04/marina-silva-predigerin-einer-evangelikalen-wunderheiler-sektenkirche-abtreibungsgegnerin-kreationistin-weltweit-bekannteste-grune-brasiliens-wie-tickt-lulas-ex-umweltministerin-die-selbst-beim/</strong></a></p>
<h2>“Ihr elenden, irregeleiteten Ehebrecher, Masturbierer, auf Sex Versessenen, Raucher, Trinker, TV-Glotzer!”</h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/22/ihr-elenden-irregeleiteten-ehebrecher-masturbierer-auf-sex-versessenen-raucher-trinker-tv-glotzer/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/22/ihr-elenden-irregeleiteten-ehebrecher-masturbierer-auf-sex-versessenen-raucher-trinker-tv-glotzer/</strong></a></p>
<p><strong>Hintergrund:</strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong> Brasiliens Wunderheilersekten in der Krise: Stagnation, Mitgliederschwund, Skandale, frustrierte Gläubige</strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong> </strong><strong> Was ist los mit den Sekten im Tropenland?   Ihr Vormarsch sei unaufhaltsam, zum Schaden der katholischen Kirche,   heißt es immer. Doch jetzt kratzt gar Weltfußballer Kaká von Real Madrid   die Kurve. Jahrelang ist er Star, Zugpferd und Aushängeschild der   evangelikalen Wunderheilersekten Brasiliens, macht für seine Freikirche   „Renascer em Cristo“(Wiedergeburt in Christus) weltweit mindestens   soviel Reklame wie für Armani oder ADIDAS. Die  Sektensender   posaunen:“Fußball-Idol, schön, reich, berühmt – bald Pastor seiner   Kirche! Kaká wird Geistlicher, macht schon Theologiekurse –   Halleluja!!!!!“</strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>Kaká predigt bereits im Haupttempel von Sao Paulo, stützt   seine Wunderheiler-Kirche mit Millionensummen – Ehefrau Caroline ist    schon Pastorin. „Wir bringen die Hölle zum Einstürzen – jetzt geschehen   Wunder, wir werden alle geheilt und befreit“, hallen die ekstatischen   Schreie der Sektenführer. Doch stattdessen kracht der Haupttempel, in   dem Kaká heiratete, mitten im Gottesdienst zusammen – neun Tote,   Dutzende von Schwerverletzten, es ist wie im schlechten Film. Das   Gründerehepaar, der selbsternannte „Apostel“ Estevan Hernandes und   „Bischöfin“ Sonia, sitzen in den USA wegen Geldwäsche und Betrug   zeitweilig im Knast, wird gegen sie in Brasilien wegen „Bandenbildung“   ermittelt, ist sogar Kaká im Visier der Justiz. Bis er es jetzt satt   hat, mit einer Freikirche und deren Führern identifiziert zu werden, die   wegen krimineller Delikte fast ständig in den Schlagzeilen sind. Der   Austritt des Sekten-Traumpaars ist ein schwerer Schlag für die ganze   evangelikale Szene, zumal Carolines CDs mit Sekten-Liedern zum   Standardrepertoire der Evangelikalen-Sender gehörten.</strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>„Renascer em Cristo“, bislang religionswissenschaftlich   gesehen,  immerhin die zweitgrößte neupfingstlerische Freikirche   Brasiliens, leidet nun unter heftigem Mitgliederschwund und Geldmangel  –   sogar Bischöfe machen sich davon.</strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong> Der renommierte Religionsexperte und Universitätsprofessor   Edin Abumansur:  “Renascer em Christo hatte etwa 2 Millionen Anhänger –   derzeit kriegt sie nicht mal mehr eine Million zusammen.“ Und die  Nummer  Eins unter den Neupfingstlern, die „Universalkirche vom Reich  Gottes,  mit angeblich 8 Millionen Gläubigen und Brasiliens zweitgrößter   TV-Station? Abumansur: “Derzeit sind es maximal noch 1,4 Millionen.   Nähmen wir die von den Wunderheilerkirchen genannten Anhängerzahlen für   bare Münze, wären es weit mehr als Brasiliens Einwohner – rund 190   Millionen!“ </strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>Entwarnung an der Sektenfront Brasiliens, so der Experte,   wäre voreilig &#8211;  denn viele frustrierte Anhänger und sogar Manager der   Universalkirche migrieren zu anderen Sekten, machen diese stärker.   Neuestes Phänomen – die „Weltkirche der Macht Gottes“ von Wunderprediger   Valdemiro Santiago, die nach seinen Worten bereits 4,5 Millionen   Gläubige in Südamerika, Asien, Afrika und Europa zählt. Santiago war   Bischof der Universalkirche, lebt in einer Luxusvilla von Sao Paulo,   besitzt Helikopter und einen Jet, drei gepanzerte Import-Limousinen –   mimt indessen vor den Massen im Haupttempel, einer alten Fabrikhalle Sao   Paulos, den früheren bitterarmen Landarbeiter aus der offiziellen   Biographie. Den Gott gar zu serienweisen Wundern befähigt habe.    Eindrückliche Szenen, wenn einst Gelähmte sich mit dem   zusammengeklappten Rollstuhl überm Kopf den Weg zu Santiago vorn am   Altar bahnen, ihm und Gott für die Wunderheilung danken. Man muß es nur   glauben…</strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong> Alles flimmert stundenlang weltweit über TV-Kanäle, bei   denen Santiago tägliche Sendezeiten kauft. In Brasiliens Nationalkongreß   hat er eigene Abgeordnete, so wie andere Sektenkirchen. Deshalb   strengen sich jetzt die Konkurrenten heftig an: Zwei „Apostel“ feuern   mit echten Revolvern mitten im Gottesdienst auf den Teufel, nennen es   eine „prophetische Aktion“, setzen die Ballerei sogar auf YouTube.   Religionsexperte Abumansur: “Wer sowas mag, kommt nicht von der   katholischen Kirche – die verliert deshalb keine Gläubigen. Santiagos   Freikirche ist sehr schwach strukturiert – alles konzentriert sich auf   den charismatischen Führer. Der läuft deshalb Gefahr, sich rasch   abzunutzen. Die Evangelikalen werden es nicht schaffen, Brasilien zu   beherrschen. Die Katholiken bleiben Mehrheitskirche, denn Brasiliens   Kultur ist tief katholisch geprägt. Den evangelikalen Pastoren fehlt   Substanz – viele Menschen ertragen deren Predigten nicht lange, treten   aus.“ </strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>–„Evangelicos em Crise“–</strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>Völlig neu, so Abumansur, daß frustrierte Gläubige die   eigenen Freikirchen auf Websites und sogar in Büchern attackieren,   unumwunden von einer „Krise der Evangelikalen“ sprechen, sich über   Skandale, Autoritarismus, Geldgier und Egoismus, das Luxusleben der   Kirchenführer empören, auf die vielen leeren Tempel weisen. Immer mehr   Evangelikale gehen in keinen einzigen mehr, haben nach vielen Wechseln   die Nase endgültig voll. Das konstatieren auch die   Religionswissenschaftler – vor allem die gebildeteren Evangelikalen   heizten die kritische Diskussion an. </strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>Der deutsche Amazonas-Bischof Johannes Bahlmann beobachtet   Unerwartetes:“Die Evangelikalen stagnieren sehr, werden schwächer. Wenn   in der früheren Kaiserstadt Petropolis bei Rio de Janeiro gleich zwei   große Sektentempel dicht machen, ist das ein Signal. Immer mehr Gläubige   merken, wie sie von den Sekten hintergangen werden, wieviel Geld die   Führer verprassen. Deshalb sind soviele Tempel leer.“</strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>“In Brasilien kann sich jeder selber zum Bischof oder Apostel   ernennen“ sagt Uni-Theologe Fernando Altemeyer. „Wir haben hier sogar   einen neuen Jesus Christus. Doch viele Freikirchen schließen schon nach   ein, zwei Monaten, haben keine christlichen Grundsätze,  funktionieren   wie Unternehmen, verkaufen ein Produkt, suchen dafür die geeignete   Zielgruppe.“</strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>Für Bischof Bahlmann gehen die  „katholischen“ Uhren in   Brasilien anders als in Deutschland.  Die weltweite Aufregung um   Pädophilieanzeigen gegen Geistliche hat kaum Wirkung just im größten   katholischen Land. Die Öffentlichkeit erstaunt, daß gemäß einer neuen   seriösen Studie die Brasilianer nach den Streitkräften am meisten in die   katholische Kirche vertrauen, deutlich vor anderen Institutionen wie   der Regierung, dem Parlament oder der Justiz. </strong></p>
<p><a href="http://pt.wikipedia.org/wiki/Aline_Barros"><strong>http://pt.wikipedia.org/wiki/Aline_Barros</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/17/bischof-cristiano-jakob-krapf-in-jequie-bahia-brillante-analysen-uber-das-heutige-brasilien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/17/bischof-cristiano-jakob-krapf-in-jequie-bahia-brillante-analysen-uber-das-heutige-brasilien/</strong></a></p>
<p><strong>Hintergrund: </strong></p>
<p><strong>„CIA spionierte Brasiliens Kirche aus, fördert Sekten”</strong><strong><br />
<strong>Bischofskonferenz analysiert freigegebene Geheimdokumente</strong></strong></p>
<p><strong>Bischöfe und Theologen des Tropenlandes befassen sich derzeit   mit ungewöhnlicher Lektüre: Das Weiße Haus hat weitere hochbrisante   Geheimdokumente über CIA-Operationen vor und während der brasilianischen   Militärdiktatur freigegeben, die auch die katholische Kirche  betreffen.  Renommierte Menschenrechtsaktivisten, Intellektuelle wie  Helio Bicudo  und der Befreiungstheologe Frei Betto aus Sao Paulo sehen  ihre früheren  Recherchen bestätigt. „Dank dieser Geheimdokumente wissen  wir nun genau,  daß Washington die südamerikanischen Militärputsche der  sechziger und  siebziger Jahre vorbereitete.” Auch in Brasilien, so der   Dominikanerbruder und Bestsellerautor mit Millionenauflagen, sei mit   CIA-Hilfe 1964 ein Willkürregime an die Macht gebracht worden, das bis   1985 währte. Der damalige US-Botschafter in Brasilia habe sogar   finanzielle und militärische Hilfe für die Putschisten angefordert.   „Argumentiert wurde mit dem Hirngespinst von der kommunistischen Gefahr &#8211;   obwohl die katholische Kirche und speziell deren   befreiungstheologischer Flügel bedrohlicher für die Interessen der USA   angesehen wurden als der Marxismus.”Auf die Veröffentlichungen reagierte   auch die Familie des 1964 weggeputschten demokratischen Präsidenten   Joao Goulart. „Wir gehen jetzt vor den Internationalen Gerichtshof in   Den Haag und werden beweisen, daß es eine Intervention der USA gab”,   erklärten Joao Vicente und Denise Goulart, Kinder des damaligen   Staatschefs, vor der Presse. „Sie haben einen gewählten Präsidenten   gestürzt, Brasiliens Souveränität gebrochen.” Vicente und Denise Goulart   verweisen zudem auf Dokumente, denen zufolge damals tatsächlich im   Rahmen der sogenannten „Operation Brother Sam” eine US-Militärflotte vor   der brasilianischen Küste bereitgestanden habe. Die Familie will eine   hohe Entschädigungssumme von Washington &#8211;  umgerechnet über 1,3   Milliarden Euro. Brasiliens Kirche war zur Diktaturzeit weitgehend   regimekritisch, war Opposition. Um ein Gegengewicht zu schaffen, so Frei   Betto, habe die CIA deshalb die Ausbreitung von Sekten gefördert &#8211; und   tue dies offenbar bis heute. ”Die USA finanzierten jene Sektenkirchen,   denen es darum geht, Brasiliens Christen zu spalten und progressive   Tendenzen in der katholischen Kirche auszulöschen. Jene „elektronischen   Kirchen” propagierten sogar eine Theologie des Wohlstands. Dagegen  stehe  die Botschaft Jesu für Gerechtigkeit und Frieden in der Welt.  Dies  sollten die Gläubigen nicht entdecken. Bezeichnend sei, daß die   brasilianischen Chefs wichtiger evangelikaler Kirchen heute alle in den   Vereinigten Staaten wohnten, nicht in Brasilien.</strong></p>
<p><strong>Nicht zufällig herrscht Frohlocken, klammheimliche bis offene   Freude über ein Anwachsen der CIA-geförderten Sekten bei jenen, denen   der weltweite Kampf der katholischen Kirche für Menschenrechte,  darunter  in Ländern wie Brasilien, sehr ungelegen kommt.  Auch in   deutschsprachigen Ländern stoßen daher solche Sekten auf viel   Wohlwollen, werden häufig beschönigend als Freikirchen eingestuft.</strong></p>
<p><strong>Befreiungstheologe Frei Betto verbrachte als politischer   Gefangener mehrere Jahre in den Foltergefängnissen der Diktatur, erlebte   all den Horror am eigenen Leibe mit. In den CIA-Dokumenten steht, daß   die USA über die Folterpraxis sehr genau Bescheid wußten. „Das Verhör   politischer Gefangener ist häufig begleitet von Folter, unter anderem   Aufhängen mit dem Kopf nach unten, Elektroschocks, Hunger”, heißt es in   einem Geheimtelegramm von 1973. Zitiert wird auch ein CIA-Informant aus   dem Repressionsapparat:”Er beschrieb uns den Mord an einem der   Subversion Verdächtigten, der er „genäht” habe, wie er es nannte &#8211;    indem er auf ihn mit einer automatischen Waffe vom Kopf bis zu den Zehen   des Fußes gefeuert habe.” Kurz vor dem Putsch telegraphierte der   damalige US-Botschafter Gordon nach Washington, man müsse Hilfe leisten,   „um ein größeres Desaster zu verhindern, welches Brasilien zu einem   China der sechziger Jahre machen könnte”. Der damalige US-Präsident   Lyndon Johnson erklärte unter Bezug auf Brasilien:”Wir können das dort   nicht tolerieren.” Öffentliche Kritik an diesen   Menschenrechtsverletzungen und der laut US-Gesetzen mögliche Stopp von   Wirtschaftshilfe seien unterblieben, um die Gewinne aus den rasch   wachsenden Rüstungslieferungen an die Militärdiktatur nicht zu   gefährden, betont der Dominikaner. ”Kardinal Evaristo Arns aus Sao Paulo   zählte zum Widerstand gegen die Diktatur und schlug den USA sogar ein   Wirtschaftsembargo gegen Brasilien vor.” Seine Bitte habe natürlich  kein  Gehör gefunden. „Denn die USA finanzierten ja die Diktatur.” Die  CIA  habe zudem Persönlichkeiten wie Kardinal Arns oder Erzbischof  Helder  Camara ausspioniert, Geistliche beispielsweise als progressiv,  als  hilfreich für die Interessen der USA oder gar als Feinde   klassifiziert.Viele Dollars flossen gemäß den nordamerikanischen Quellen   auch in die Ausbildung von Todesschwadronen, von Eliteeinheiten der   politischen Polizei Brasiliens. „Ab 1968 ging die Diktatur brutaler,   aggressiver gegen Regimegegner vor, wurde gemordet, ließ man Menschen   verschwinden”, erinnert sich Frei Betto. Der Repressionsapparat sei mit   Washingtoner Hilfe besser organisiert worden. „An US-Militärakademien   wurden Folterer für verschiedene lateinamerikanische Diktaturen,   darunter für Brasilien ausgebildet.”</strong></p>
<p><strong>Brasiliens Bischofskonferenz fordert seit Jahren, daß die   Regierung von Staatschef Luis Inacio Lula da Silva endlich die geheimen   Diktaturarchive der Streitkräfte öffnet. „Damit würde mehr über die   Zusammenarbeit mit der CIA bekannt.” Doch genau dies solle verhindert   werden. Länder wie Chile oder Argentinien seien bei der   Vergangenheitsbewältigung schon viel weiter. ”Die Lula-Regierung ist   eigentlich dazu verpflichtet, die Öffentlichkeit über diese dunkle Phase   unserer Geschichte aufzuklären, damit man weiß, wer verantwortlich war   für all die Verbrechen.” Lula, so sieht es Frei Betto, müßte als Chef   der Streitkräfte die Militärs zwingen, alle Repressionsarchive zu   öffnen. „Unerklärlich, ja verrückt, daß er es nicht tut.” Schließlich   legten selbst die USA ihre Geheimdokumente über diese Zeit, die   Beteiligung am Militärputsch offen.</strong></p>
<p>Manche Medien berichten über die gravierende Menschenrechtslage in Brasilien &#8211; und manche nicht.</p>
<h2>“Die Zensur gibt nie auf.” “The censorship never gives up.” Zensur heute &#8211; auch dank Google relativ leicht zu entdecken. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11489" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>The best of non-profit advertising and marketing for social causes</p>
<p><img src="http://osocio.org/images/zwpx.gif" /></p>
<h1><a href="http://osocio.org/message/the_censorship_never_gives_up/">The censorship never gives up</a></h1>
<p>Posted by <a href="http://osocio.org/index.php?ACT=19&amp;result_path=search/results&amp;mbr=2" title="Show all entries from Marc">Marc</a> | 12-05-2008 23:21 | Category: <a href="http://osocio.org/category/human_rights/" title="Show all entries in the category Human rights">Human rights</a>, <a href="http://osocio.org/category/media/" title="Show all entries in the category Media">Media</a></p>
<p><a href="http://osocio.org/images/uploads/censura2_thumb.jpg"><img src="http://osocio.org/images/uploads/censura2_thumb.jpg" alt="image" height="646" width="468" /></a></p>
<p>Two ads from Associação Brasileira de imprensa, the Brazilian press organisation.<br />
Copy: “A censura nunca desiste. Ela sempre volta disfarçada. 3 de Maio Dia Mundial da Liberdade de Imprensa.”<br />
“The censorship never gives up. It always return disguised. 3th of May, world day for the freedom of press.”</p>
<p>I have seen more censorship ads from Brazil in the past. What going on? Is censorship a big problem in Brazil?</p>
<p><a href="http://osocio.org/images/uploads/censura1_thumb.jpg"><img src="http://osocio.org/images/uploads/censura1_thumb.jpg" alt="image" height="646" width="468" /></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/09/mentetododiasp.jpg" alt="mentetododiasp.jpg" /><br />
<strong>”Leider sind es nicht mehr so viele, die die ganze Wahrheit    wissen wollen. Man biegt sehr schnell ab, um bei seiner Meinung bleiben    zu können &#8211; und bei den als angenehm empfundenen Lösungen. Ich habe    mir angewöhnt, Leute danach zu beurteilen: Wieviel Wahrheit erträgt    jemand?” Deutscher Menschenrechtsbeauftragter Günter Nooke im    Website-Interview 2009.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/18/matices-medien-staat-und-gesellschaft-in-lateinamerika-anklicken/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/18/matices-medien-staat-und-gesellschaft-in-lateinamerika-a</strong></a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/10/zara-und-sklavenarbeit-in-brasilien-absichtserklarung-in-sao-paulo-unterzeichnet-wiederholung-von-sklavenarbeit-nicht-auszuschliesen-hies-es/feed/</wfw:commentRss>
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		<item>
		<title>Sklavenarbeit in Brasilien unter Lula-Rousseff: Billabong, Brooksfield,  Cobra d´Agua, Ecko, Gregory, Tyrol, Zara &#8211; diese Marken von Arbeitsministerium für Sklavenarbeit verantwortlich gemacht, laut Landesmedien. Demokratie mit Sklavenarbeit.</title>
		<link>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/22/sklavenarbeit-in-brasilien-billabong-brooksfield-cobra-d%c2%b4agua-ecko-gregory-tyrol-zara-diese-marken-von-arbeitsministerium-fur-sklavenarbeit-verantwortlich-gemacht-laut-landesmedien-de/</link>
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		<pubDate>Sun, 21 Aug 2011 22:31:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8222;Sklaven der Mode&#8220;(Folha de Sao Paulo) http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/21/brasiliens-sklavenarbeit-unter-lula-rousseff-erstmals-mehr-internationale-aufmerksamkeit-wegen-anzeigen-gegen-modekette-zarades-spanischen-inditex-konzerns-brasiliens-katholische-kirche-prangert/ “Brasilien gilt längst nicht mehr nur als Schwellenland, sondern hat den Sprung in die Riege der führenden Industrienationen geschafft.” Öffentlich-rechtlicher Sender Deutschlands http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/20/feel-brazil-go-bayao-deutsche-getrankefirma-veltins-wirbt-mit-brasilianischem-lebensstil-trotz-der-menschenrechts-und-sozialdaten-brasiliens/ http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/29/sklaverei-unter-indianerstammen-lateinamerikas-vor-der-ankunft-der-portugiesen-war-im-heutigen-brasilien-gemas-historischen-quellen-die-sklaverei-bereits-unter-den-indianern-ublich/ Bolivianer in Brasilien, Sklavenarbeit &#8211; Hintergrund: In Lateinamerikas größter Demokratie gibt es laut Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisation in Genf immerhin noch bis zu 40000 [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8222;Sklaven der Mode&#8220;(Folha de Sao Paulo)</strong></p>
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<p><strong>“Brasilien gilt längst nicht mehr nur als Schwellenland, sondern hat den Sprung in die Riege der führenden Industrienationen geschafft.” Öffentlich-rechtlicher Sender Deutschlands</strong></p>
<p><span id="more-10487"></span></p>
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<p><strong>Bolivianer in Brasilien, Sklavenarbeit &#8211; Hintergrund:</strong></p>
<p><span style="font-size: medium"><strong>In Lateinamerikas größter Demokratie gibt es laut Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisation in Genf immerhin noch bis zu 40000 Sklavenarbeiter. Doch auch in Lateinamerikas führender Wirtschaftsmetropole Sao Paulo existiert laut KirchenangabenÂ eine besonders perfide Form der Sklavenarbeit.</strong></span></p>
<p><span style="font-size: medium"> Im Zentrum der Megacity, nur wenige Fußminuten von Bankenpalästen und der lateinamerikanischen Leitbörse entfernt, kommt man an mehrgeschossigen Gebäuden vorbei, die von außen wie normale Wohnhäuser aussehen. Doch fast alle Appartements sind vollgestopft mit Industrie-Nähmaschinen, an denen Frauen und Männer aus Bolivien von morgens bis spät in die Nacht Hosen und Shorts, Blusen und Hemden nähen. Über hunderttausend solcher Textilarbeiter sind es in ganz Sao Paulo, doch auf den Straßen trifft man relativ selten einmal einen Bolivianer. Luiz Bassegio leitet die Migrantenseelsorge der brasilianischen Bischofskonferenz und kennt die Hintergründe sehr genau: ”Diese Bolivianer waren in ihrer Heimat arbeitslos, stammen aus den Slums von La Paz oder aus dem bitterarmen Hinterland,  wurden von gerissenen Anwerbern hierhergeschleust, haben keine Aufenthaltspapiere, schuften 16 bis 18 Stunden täglich ohne Arbeitsvertrag in etwa dreitausend illegalen Textilfabriken, in denen sie auch schlafen. Sie werden dort regelrecht eingesperrt, kriegen schlechtes Essen, haben höchstens den Sonntag frei. Das sind sklavenähnliche Bedingungen!”</span><span style="font-size: medium">Um das Honorar für die Anwerber zurückzuzahlen, bekommen die Bolivianer gewöhnlich ein halbes Jahr und länger überhaupt keinen Lohn “ man nimmt ihnen den Paß oder sonstige Ausweise ab, hindert sie selbst mit Gewalt daran, die Fabrik zu verlassen. Wer aufmuckt, dem wird angedroht, ihn bei der brasilianischen Fremdenpolizei anzuzeigen. Pedro ging es so:”Mein Boß hat mir die Papiere weggenommen, mich eingesperrt “ aber ich habe es geschafft, bin geflüchtet.”</span><span style="font-size: medium">Abeiterinnen werden häufig vergewaltigt. Von zehn Fällen klarer Menschenrechtsverletzungen betreffen sechs stets Frauen. Die Bolivianer sind Analphabeten oder haben nur geringste Schulbildung, sprechen meist kein Portugiesisch. Die Besitzer der Fabriquetas, wie man hier sagt, sind Brasilianer, Koreaner “ doch größtenteils ebenfalls Bolivianer, die eine Marktlücke entdeckten: Durch ihr Ausbeutungssystem unterbieten sie die Preise brasilianischer Hersteller und selbst Chinas bei weitem, beliefern gewinnbringend sogar große Textilkaufhäuser und Boutiquen. Luiz Bassegio:”Auch Ketten wie C &amp; A und andere Multis nehmen viel Ware ab!”</span><span style="font-size: medium">Ein Bolivianer, der beispielsweise schicke, modische Shorts herstellt, arbeitet daran pro Stück etwa zwei Stunden “ und bekommt dafür dann umgerechnet allerhöchsten 45 Cents. Theoretisch. Denn im Migrantenzentrum der katholischen Kirche ist die häufigste Klage der Bolivianer, daß Fabriqueta-Besitzer überhaupt nichts zahlten, die Arbeiter nach einiger Zeit feuerten “ und aus Bolivien neue anheuerten. Ein Mutter mit drei Kindern hatte aufgemuckt, landete sofort auf der Straße “ und berichtete, was eigentlich mit den vielen bolivianischen Kindern wird:”Zur Schule gehen sie alle nicht, werden neben den Nähmaschinen angebunden, damit sie nicht stören, oder in ein Zimmer gesperrt.” </span><span style="font-size: medium">Wie kann die Kirche diesen Arbeitern helfen? ”Wir sind in einer schwierigen Lage”, sagt Migrantenseelsorger Bassegio. „Die meisten dieser Textilfabriken sind zwar illegal, doch die staatlichen Aufsichtsbehörden würden nur bei einer Anzeige reagieren. Die Arbeiter ohne Aufenthaltserlaubnis haben natürlich Angst, die Polizei zu rufen. Würden wir von der Kirche Anzeige erstatten, verlören all die Bolivianer ihre Arbeit, flögen auf die Straße. Das kommt daher natürlich nicht in Frage.” Die behördliche Kontrolle ist zudem eher ein schlechter Witz. Wird doch einmal ein Fabriqueta-Boß gestellt, droht man ihm hohe Bußgelder und sogar die Ausweisung an, wenn er nicht binnen zehn Tagen ordentliche Dokumente, auch die Arbeitspapiere der Näherinnen und Näher, vorlegt. Gemäß einer Staatsanwältin passiert dennoch nichts:”Innerhalb der zehn Tage wird die Fabrik kurzerhand an einen unbekannten Ort verlegt.” Und Sao Paulo ist eben riesig, dort leben 24 Millionen Menschen. Seelsorger Bassegio hat daher sehr bizarre Probleme zu lösen, wird gelegentlich zum Detektiv, um die bolivianischen Sklavenarbeiter zu unterstützen:”Wir versuchen möglichst vielen von ihnen klarzumachen, daß sie aufgrund bilateraler Abkommen durchaus Rechte haben. In unserem Migrantenzentrum haben wir bereits elftausend Bolivianern dabei geholfen, eine Aufenthalts-und Arbeitserlaubnis zu bekommen, haben mit ihnen die nötigen Formulare ausgefüllt, verlangte Dokumente besorgt. Die meisten wissen, daß das geht, haben aber Angst, es zu versuchen.” </span><span style="font-size: medium">Nötig ist beispielsweise ein polizeiliches Führungszeugnis aus Bolivien “ aber wie das beschaffen, wenn man in der Fabrik eingesperrt ist, zudem gar kein Geld für eine Reise nach Bolivien hätte? „Die Bosse wollen natürlich verhindern, daß ihre Arbeiter sich Rechte erwerben, solche Dokumente haben.” </span><span style="font-size: medium">Brasiliens Kirche hält für mehr als absurd, daß ausgerechnet in Lateinamerikas reichster Stadt noch diese Art von Sklavenarbeit existiert “ und unter den Augen des Staates immer mehr Bolivianer in dunklen, muffigen Hinterhoffabriken voller Ratten und Schaben an Tuberkulose und tödlichem Denguefieber erkranken. Migrantenseelsorger Bassegio: „Brasilia muß endlich handeln. Die Kirche macht deshalb Druck auf die Regierung, die offenbar nicht weiß, wie sie mit diesen vielen Bolivianern umgehen soll. Alle zurückschicken? Wir meinen “ hier geht es um universelle Bürgerrechte. Keine einzige Gewerkschaft nimmt sich der Bolivianer an. Bei unserer Arbeit bekommen wir Hilfe von den deutschen Katholiken, von Misereor und Adveniat “ dafür sind wir sehr dankbar!”</span><span style="font-size: medium">Â </span><span style="font-size: medium">Â </span><span style="font-size: medium">Â </span><span style="font-size: medium">Â </span></p>
<p><span style="font-size: medium">Die brasilianische Presse hat auf den Fall der Brasilianerin Paula Oliveira mit scharfen Kommentaren reagiert.Â Â Â Â ”Wir sind alle Paula”, schrieb die größte Qualitätszeitung “Folha de Sao Paulo”, für die Attacke derÂ  drei Männer gegen die brasilianische Anwältin gebe es nur eine Erklärung: Fremdenfeindlichkeit. Die Zeitung schreibt weiter von Risiken für ausländische Touristen in den brasilianischen Großstädten, von jungen bewaffneten Straßenräubern überfallen zu werden. “Manchmal sterben einer, zwei oder drei. Die Gewalt ist chronisch.”</span></p>
<p><span style="font-size: medium">Der Vater von Paula Oliveira reagierte laut “Estado de Sao Paulo” empört auf das Mißtrauen der schweizerischen Polizei:”Sie wollen das Opfer in die Schuldige verwandeln. Das ist die Taktik der nazistischen Miliz. Die Umstände des Falles sind nicht klar, weil die Polizei nicht ermittelt.” Die Qualitätszeitung veröffentlicht einen Leserbrief, der eine Parallele zum derzeitigen Aufsehen um die barbarischen Aufnahmeriten an den brasilianischen Universitäten zieht, bei denen Gewalt gegen Frauen angewendet wird. “Irgendein Unterschied? In Europa mobilisiert der Fall die Generalkonsulin Brasiliens in Zürich. Wird es hier, eines Tages, einen Bildungsminister geben, der ein für alle mal drastisch gegen die gewaltsamen Aufnahmeriten vorgeht?”</span></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/19/brasilien-atomkraftwerke-angra-3-im-bau-bei-rio-de-janeiro-doppelseitige-regierungspropaganda-in-qualitatszeitungen-energie-fur-neue-zeiten/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/19/brasilien-atomkraftwerke-angra-3-im-bau-bei-rio-de-janeiro-doppelseitige-regierungspropaganda-in-qualitatszeitungen-energie-fur-neue-zeiten/</strong></a></p>
<h2 class="beitrags-titel">Yoani Sanchez, Mitarbeiterin des deutschen Regierungssenders Deutsche Welle/DW, beim Treffen mit Barack Obama 2016 in der USA-Botschaft von Havanna. Sanchez über Brasilien: “Ich will diese Demokratie in meinem Land.” Brasilianische Bürgerrechtler lehnen in Brief an Deutsche Welle/DW ab, von Yoani Sanchez interviewt zu werden…Personalpolitik deutscher Medien häufig in der Kritik. <span class="kleiner"><a class="post-edit-link" href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?post=69084&amp;action=edit">**</a></span></h2>
<div class="beitrags-info">tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/yoani-sanchez-2016-barack-obama-havanna/" rel="tag">yoani sanchez 2016 &#8211; barack obama-havanna</a></div>
<div class="beitrag">
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/04/YoaniSanchezObama20161.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-69085" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/04/YoaniSanchezObama20161.jpg" alt="YoaniSanchezObama20161" width="875" height="768" /></a></p>
<p>Ausriß.</p>
<p><strong>Die Botschaft der USA in Havanna:</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2015/12/30/die-botschaft-der-usa-in-havanna-und-die-politisch-kulturelle-kubanische-nachbarschaft-denkmaeler-historische-informationen-konzerte-festivals-direkt-der-botschaft/">http://www.hart-brasilientexte.de/2015/12/30/die-botschaft-der-usa-in-havanna-und-die-politisch-kulturelle-kubanische-nachbarschaft-denkmaeler-historische-informationen-konzerte-festivals-direkt-der-botschaft/</a></p>
<h2><strong>Obama nach Kuba 2016:</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2016/02/19/america-will-always-stand-for-human-rights-around-the-world-friedensnobelpreistraeger-barack-obama-mit-kuriosem-offenbar-nicht-ironisch-gemeintem-twitter-eintrag-zu-kuba/">http://www.hart-brasilientexte.de/2016/02/19/america-will-always-stand-for-human-rights-around-the-world-friedensnobelpreistraeger-barack-obama-mit-kuriosem-offenbar-nicht-ironisch-gemeintem-twitter-eintrag-zu-kuba/</a></h2>
<p><strong>Rd. 40 % der brasilianischen Strafgefangenen, etwa 250000 von insgesamt etwa 622200, sind nicht rechtskräftig endgültig verurteilt, laut offiziellen Angaben 2016. Die Strafgefangenenrate pro 100000 Einwohner ist doppelt so hoch wie im Weltdurchschnitt – indessen befindet sich eine sehr große Zahl von Schwerverbrechern, darunter Mördern, auf freiem Fuß. </strong></p>
<p><strong>Der Teilstaat Rio de Janeiro liegt bei Zika-Fällen landesweit an der Spitze, laut offizieller Statistik im  April 2016.</strong></p>
<p><strong>Deutsche Reisewarnung für Brasilien – hohe Kriminalität: “Besonders betroffen sind Elendsviertel (Favelas). Von Favela-Besuchen wird dringend abgeraten.  Diese Gebiete werden teilweise von Kriminellen kontrolliert. Bewaffneten Auseinandersetzungen, auch mit der Polizei, fallen häufig auch Unbeteiligte zum Opfer.”</strong></p>
<p><strong>Deutsche und schweizerische Reisewarnungen für Brasilien:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/09/das-menschenrecht-auf-personliche-sicherheit-unter-lula-die-deutsche-botschaft-in-brasilia-informiert/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/09/das-menschenrecht-auf-personliche-sicherheit-unter-lula-die-deutsche-botschaft-in-brasilia-informiert/</a></p>
<p><strong>Brasilianische Bürgerrechtler-NGO und Yoani Sanchez:</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2016/04/27/yoani-sanchez-2016-buergerrechtler-brasiliens-lehnen-interview-mit-der-kubanischen-regierungsgegnerin-yoani-sanchez-ab-die-zur-tv-mitarbeiterin-des-deutschen-regierungssenders-deutsche-welle-avancie/">http://www.hart-brasilientexte.de/2016/04/27/yoani-sanchez-2016-buergerrechtler-brasiliens-lehnen-interview-mit-der-kubanischen-regierungsgegnerin-yoani-sanchez-ab-die-zur-tv-mitarbeiterin-des-deutschen-regierungssenders-deutsche-welle-avancie/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2016/04/27/steinmeier-gibt-colonia-dignidad-akten-frei-tagesschau-27-4-2016-waehrend-der-diktatur-von-augusto-pinochet-1973-1990-diente-die-siedlung-zudem-als-folterzentrum-des-geheimdienstes/">http://www.hart-brasilientexte.de/2016/04/27/steinmeier-gibt-colonia-dignidad-akten-frei-tagesschau-27-4-2016-waehrend-der-diktatur-von-augusto-pinochet-1973-1990-diente-die-siedlung-zudem-als-folterzentrum-des-geheimdienstes/</a></p>
<p><strong>Olympia, IOC, Scheiterhaufenstadt:</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/11/der-brasilianische-musiker-und-poet-marcelo-yuka1/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/11/der-brasilianische-musiker-und-poet-marcelo-yuka1/</a></p>
<p><strong>Die kubanische Regierungsgegnerin Yoani Sanchez und die Menschenrechtslage in Brasilien.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2013/04/microondas113rio.jpg" alt="microondas113rio.jpg" /></p>
<p><strong>Ausriß. Scheiterhaufenopfer(Microondas), Januar 2013, Rio de Janeiro.  </strong><a href="http://www.deutschlandradiokultur.de/moderne-scheiterhaufen-aus-autoreifen.1013.de.html?dram:article_id=167263">http://www.deutschlandradiokultur.de/moderne-scheiterhaufen-aus-autoreifen.1013.de.html?dram:article_id=167263</a></p>
<p><strong>Per Internetsuche findet man regelmäßig Medienberichte mit Fotos, Videos über die Scheiterhaufenpraxis in Brasilien – ob in der WM-und Olympia-Stadt Rio de Janeiro oder in Curitiba – viele Fälle bleiben unregistriert:</strong></p>
<h2>“HOMEM É QUEIMADO VIVO ENTRE PNEUS NO BOQUEIRÃO/Curitiba, 2015</h2>
<p><strong>Na manhã desta sexta-feira (03) a polícia foi acionada após uma denúncia de assassinato. De acordo com informações, um homem teria sido queimado vivo. A vítima foi envolta sobre pneus e não resistiu às queimaduras. Devido às circunstancias do crime, não foi possível identificar o corpo.”</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<h1 class="post-tile entry-title">“PMs choram em velório de policial queimado vivo em favela do RJ/2015</h1>
<div class="mom-post-meta single-post-meta"></div>
<div class="entry-content">
<p><strong>Thalita Aquino</strong> –<strong> Policiais Militares</strong> <strong>se emocionaram e choraram durante o enterro do PM Neandro Santos de Oliveira, no Rio de Janeiro. Neandro, que estava desparecido desde a semana passada, foi queimado vivo por traficantes da favela Final Feliz, em Costa Barros.”</strong></p>
</div>
<h2 class="beitrags-titel">Wie Barack Obama den Tropenstaat Brasilien bewertet(Rede in Rio de Janeiro): “Brasilien ist eine beispielhafte Demokratie. Dieses Land ist nicht länger das Land der Zukunft – die Menschen in Brasilien sollten wissen, daß die Zukunft gekommen ist, sie ist hier, jetzt”.</h2>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2013/05/yoanisanchezdemocracia13.jpg" alt="yoanisanchezdemocracia13.jpg" /></p>
<p><strong>Ausriß:  “Yoani: Ich will diese Demokratie in meinem Land.” Kubanische Regierungsgegnerin Yoani Sanchez während ihres Brasilien-Besuchs. In neoliberalen Ländern wie Deutschland sehen es viele genauso wie Yoani Sanchez – Kuba hat viele falsche Freunde. </strong></p>
<p><strong>Rousseff-Impeachment, Bolsonaro, Yoani Sanchez:</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2016/04/21/brasilien-2016-die-impeachment-hintergruende-bundesstaatsanwaltschaft-in-brasilia-muss-sich-auf-oeffentlichen-druck-mit-bisher-ueber-17000-anzeigen-und-protesten-gegen-rechtsgerichteten-abgeordnete/">http://www.hart-brasilientexte.de/2016/04/21/brasilien-2016-die-impeachment-hintergruende-bundesstaatsanwaltschaft-in-brasilia-muss-sich-auf-oeffentlichen-druck-mit-bisher-ueber-17000-anzeigen-und-protesten-gegen-rechtsgerichteten-abgeordnete/</a></p>
<p><strong>Erwartungsgemäß hat sich Yoani Sanchez u.a. auch nicht von der Verbrennung brasilianischer Bürgerrechtler auf Scheiterhaufen distanziert, nicht einmal beim Besuch der Scheiterhaufenstadt Rio de Janeiro.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/04/YoaniSanchezDW16.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-68628" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/04/YoaniSanchezDW16-1024x620.jpg" alt="YoaniSanchezDW16" width="1024" height="620" /></a></p>
<p><strong>Ausriß 2016. “Yoani Sánchez’ neue Interviewserie im Kanal der Deutschen Welle Lateinamerika”. Viel Lob von Yoani Sanchez für das brasilianische Politikmodell – keine Distanzierung von Folter, Todesschwadronen, Sklavenarbeit, Massenelend der Slums, extrem schlechtem Bildungs-und Gesundheitswesen in Brasilien. </strong></p>
<p><strong>Falls Kuba nach dem Willen von Yoani Sanchez und ihrer vielen Sympathisanten und Unterstützer (u.a. in deutschen Medien, NGO, Parteien) das brasilianische Demokratiemodell übernimmt, kommen auf den Inselstaat(und dessen Touristen) schwierige Zeiten zu.</strong></p>
<p><strong>Brasilien – strategischer Partner der Berliner Regierung – Fotoserie zum Gewalt-Gesellschaftsmodell:</strong></p>
<p><strong> </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</a></p>
<p><strong>Westerwelle in Rio de Janeiros Scheiterhaufen-Favela Mangueira:<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/04/15/brasilien-scheiterhaufen-microondas-bis-2011-auch-rio-favela-mangueira-sitz-der-gleichnamigen-beruhmten-sambaschule-laut-qualitatszeitung-o-globo/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/04/15/brasilien-scheiterhaufen-microondas-bis-2011-auch-rio-favela-mangueira-sitz-der-gleichnamigen-beruhmten-sambaschule-laut-qualitatszeitung-o-globo/</a></strong></p>
<p><strong>Das gefesselte Opfer in Autoreifen wird mit Benzin übergossen…Wie hochrangige deutsche Politiker zur Scheiterhaufenpraxis in Brasilien, strategischer Partner der Merkel-Gabriel-Regierung, schweigen:</strong></p>
<p><strong><a href="http://www.deutschlandradiokultur.de/moderne-scheiterhaufen-aus-autoreifen.1013.de.html?dram:article_id=167263">http://www.deutschlandradiokultur.de/moderne-scheiterhaufen-aus-autoreifen.1013.de.html?dram:article_id=167263</a></strong></p>
<p><strong>Brasilien, Geldfußballweltmeisterschaft und Berichterstattungsvorschriften – Parallelen zu Olympischen Sommerspielen 2016: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/04/20/fusball-weltmeisterschaft-2014-in-brasilien-inzwischen-wird-deutlich-welche-berichterstattungsvorschriften-bereits-gelten-aspekte-folterstaat-paulo-coelho-position-rekord-bei-morden-an-homosexuel/">http://www.hart-brasilientexte.de/2014/04/20/fusball-weltmeisterschaft-2014-in-brasilien-inzwischen-wird-deutlich-welche-berichterstattungsvorschriften-bereits-gelten-aspekte-folterstaat-paulo-coelho-position-rekord-bei-morden-an-homosexuel/</a></p>
<p><strong>Katholischer Priester Günther Zgubic aus Österreich, langjähriger Leiter der Gefangenenseelsorge Brasiliens, zum beredten Schweigen ausländischer Medien angesichts gravierender Menschenrechtsverletzungen in dem Tropenland:   „Die internationalen Medien sind total manipuliert –  wenn eine Oberschicht einfach nicht will, daß international hinterfragt wird, dann wird darüber eben nicht berichtet.”</strong></p>
<p><strong>“Erfolgsmodell Brasilien”. taz Berlin 2014</strong></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/29/brasiliens-scheiterhaufen-erstmals-in-einer-anklagenden-inszenierung-der-scheiterhaufenstadt-rio-de-janeiro-zu-sehen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/29/brasiliens-scheiterhaufen-erstmals-in-einer-anklagenden-inszenierung-der-scheiterhaufenstadt-rio-de-janeiro-zu-sehen/</a></strong></p>
<p><strong>Bisher keine Distanzierung Berlins von Scheiterhaufenpraxis Brasiliens, die u.a. Protestpotential der Slums einschüchtern soll.</strong></p>
<p><strong>Banditendiktatur zwecks Einschüchterung, Paralysierung von Protestpotential – Methode findet offenbar auch Anklang bei Autoritäten in Deutschland – Schaffung von immer mehr No-Go-Areas: </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/15/wem-nutzen-banditendiktatur-und-immer-mehr-no-go-areas/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/15/wem-nutzen-banditendiktatur-und-immer-mehr-no-go-areas/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2013/10/protestespstaatsterrorismusmaes.jpg" alt="protestespstaatsterrorismusmaes.jpg" /></p>
<p><strong>“Gegen den Staatsterrorismus”. Systemkritikerinnen in Sao Paulo.</strong></p>
<h2 class="beitrags-titel">Brasilien 2016 – die Impeachment-Hintergründe: Bundesstaatsanwaltschaft in Brasilia muß sich auf öffentlichen Druck mit bisher über 17000 Anzeigen und Protesten gegen rechtsgerichteten Abgeordneten Jair Bolsonaro befassen, der bei der Impeachment-Abstimmung die brasilianische Folterdiktatur und einen berüchtigten Folterer lobte. Bolsonaro machte wegen seiner Kontakte zur kubanischen Regierungsgegnerin Yoani Sanchez weltweit Furore. Yoani Sanchez ist inzwischen Mitarbeiterin des deutschen Regierungssenders Deutsche Welle. Die sehr engen Beziehungen von Willy Brandt(SPD), Helmut Schmidt(SPD) und Hans-Dietrich Genscher zur brasilianischen Folterdiktatur. <span class="kleiner"><a class="post-edit-link" href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?post=68477&amp;action=edit">**</a></span></h2>
<div class="beitrags-info">tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasilien-regierungskrise-2016/" rel="tag">brasilien-regierungskrise 2016</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/yoani-sanchez/" rel="tag">yoani sanchez</a></div>
<div class="beitrag">
<p><a href="http://g1.globo.com/sao-paulo/noticia/2016/04/pgr-vai-analisar-mais-de-17-mil-denuncias-contra-jair-bolsonaro.html">http://g1.globo.com/sao-paulo/noticia/2016/04/pgr-vai-analisar-mais-de-17-mil-denuncias-contra-jair-bolsonaro.html</a></p>
<p><a href="https://pt.wikipedia.org/wiki/Jair_Bolsonaro">https://pt.wikipedia.org/wiki/Jair_Bolsonaro</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Laut brasilianischen Medienberichten hatte sich Bolsonaro während der Abstimmung auch gegen den Einsatz von derzeit rund 14000 kubanischen Ärzten in Armen-und Elendsvierteln Brasiliens gewandt. Die “kubanische Diktatur”, so Bolsonaro, werde mit dem Geld des Brasilianers finanziert. </strong></p>
<p><strong>“A ditadura cubana é financiada com dinheiro de brasileiro. R$ 1,3 bilhão por ano vai para Cuba em nome desse programa conhecido como Mais Médicos. Alguém acha que o<a class="premium-tip" href="http://g1.globo.com/tudo-sobre/pt">PT</a> está preocupado com pobre?”</strong></p>
<p><strong>Vor dem Hintergrund der engen Kontakte zu Rechtsextremisten, Diktatur-und Folterbefürwortern war Yoani Sanchez u.a. in Ländern wie Deutschland zum Medienstar avanciert, wurde u.a. von Grünen-Kretschmann und dem damaligen Außenminister Guido Westerwelle empfangen. Der Fall Sanchez zeigte zudem, wie gut das weltweite Netzwerk der Rechten und Rechtsextremisten auch in Redaktionen des straff gesteuerten deutschen Mainstreams funktioniert.</strong></p>
<p><strong>Weil die Lula-Rousseff-Regierung just Personen wie Bolsonaro, entsprechende Rechtsparteien mit ins Regierungsboot holte, wurde sie u.a. von der deutschen Alibi-Pseudo-Linken, aber auch von Alibi-Pseudo-NGO als “links”, “progressiv” eingestuft.</strong></p>
<p><strong>Die Foltergeneräle betonten in der Begründung des Putsches von 1964 immer wieder die “kubanische Gefahr”.</strong></p>
<p><strong>Regierungskrise und Manipulationstricks:</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2016/04/13/brasiliens-regierungskrise-2016-und-die-manipulationstricks-im-mitteleuropaeischen-gesteuerten-mainstream-brasilianische-privatwirtschaft-als-hauptbestecher-wichtiger-politischer-akteur-auch-in-der/">http://www.hart-brasilientexte.de/2016/04/13/brasiliens-regierungskrise-2016-und-die-manipulationstricks-im-mitteleuropaeischen-gesteuerten-mainstream-brasilianische-privatwirtschaft-als-hauptbestecher-wichtiger-politischer-akteur-auch-in-der/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2013/02/yoanibolsonaroblogger1.jpg" alt="yoanibolsonaroblogger1.jpg" /></p>
<p><strong>Ausriß. Über die engen Kontakte zwischen Bolsonaro und Yoani Sanchez kursieren im Internet zahlreiche Karikaturen, Montagen, Wortspiele. Inzwischen ist Yoani Sanchez Mitarbeiterin des deutschen Regierungssenders Deutsche Welle, der vom Steuerzahler finanziert wird.</strong></p>
<p><a href="https://latuffcartoons.files.wordpress.com/2013/02/yoani-assange-usa.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2346" src="https://latuffcartoons.files.wordpress.com/2013/02/yoani-assange-usa.jpg?w=590" alt="Yoani Assange USA" /></a></p>
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<h3 class="sd-title">Ausriß, Sanchez und Assange.</h3>
<p><img class=" wp-image-240 " src="https://www.yoanislandia.com/wp-content/uploads/2013/03/Yoani-por-Latuff.jpg" alt="El célebre caricaturista brasileño Carlos Latuff dedicó varias de sus obras a criticar la visita de Yoani Sánchez." width="487" height="768" /></p>
<p class="wp-caption-text">El célebre caricaturista brasileño Carlos Latuff. Ausriß.</p>
</div>
</div>
</div>
<p><strong>Bolsonaro und Yoani Sanchez – die aufschlußreichen Videos:</strong><a href="https://www.youtube.com/watch?v=ejviJ_PKM5c">https://www.youtube.com/watch?v=ejviJ_PKM5c</a></p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=15TJUfNUZ8E">https://www.youtube.com/watch?v=15TJUfNUZ8E</a></p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=TXoaI9UacWw">https://www.youtube.com/watch?v=TXoaI9UacWw</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/04/YoaniSanchezDW16.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-68628" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/04/YoaniSanchezDW16-1024x620.jpg" alt="YoaniSanchezDW16" width="1024" height="620" /></a></p>
<p><strong>Ausriß 2016. “Yoani Sánchez’ neue Interviewserie im Kanal der Deutschen Welle Lateinamerika”. Viel Lob von Yoani Sanchez für das brasilianische Politikmodell – keine Distanzierung von Folter, Todesschwadronen, Sklavenarbeit, Massenelend der Slums, extrem schlechtem Bildungs-und Gesundheitswesen in Brasilien. </strong></p>
<p><strong>Falls Kuba nach dem Willen von Yoani Sanchez und ihrer vielen Sympathisanten und Unterstützer (u.a. in deutschen Medien, NGO, Parteien) das brasilianische Demokratiemodell übernimmt, kommen auf den Inselstaat(und dessen Touristen) schwierige Zeiten zu.</strong></p>
<p><strong>Brasilien – strategischer Partner der Berliner Regierung – Fotoserie zum Gewalt-Gesellschaftsmodell:</strong></p>
<p><strong> </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</a></p>
<p><strong>Scheiterhaufen in Brasilien heute: </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/11/der-brasilianische-musiker-und-poet-marcelo-yuka1/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/11/der-brasilianische-musiker-und-poet-marcelo-yuka1/</a></p>
<p><strong>Fotoserie, Teil 2:<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/04/26/brasiliens-zeitungen-brasilianischer-fotojournalismus-teil-2-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/04/26/brasiliens-zeitungen-brasilianischer-fotojournalismus-teil-2-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</a></strong></p>
<p><strong>Katholischer Priester Günther Zgubic aus Österreich, langjähriger Leiter der Gefangenenseelsorge Brasiliens, zum beredten Schweigen ausländischer Medien angesichts gravierender Menschenrechtsverletzungen in dem Tropenland:   „Die internationalen Medien sind total manipuliert –  wenn eine Oberschicht einfach nicht will, daß international hinterfragt wird, dann wird darüber eben nicht berichtet.”</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2013/10/protestespstaatsterrorismusmaes.jpg" alt="protestespstaatsterrorismusmaes.jpg" /></p>
<p><strong>“Gegen den Staatsterrorismus”. Systemkritikerinnen in Sao Paulo.</strong></p>
<p><strong>Kriminalität und Verhaltensänderungen:</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/20/brasiliens-burgerfreiheiten-uber-8o-prozent-veranderten-wegen-zunehmender-gewalt-und-kriminalitat-die-lebensgewohnheiten-54-prozent-verlassen-nachts-nicht-mehr-das-haus-laut-neuer-studie/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/20/brasiliens-burgerfreiheiten-uber-8o-prozent-veranderten-wegen-zunehmender-gewalt-und-kriminalitat-die-lebensgewohnheiten-54-prozent-verlassen-nachts-nicht-mehr-das-haus-laut-neuer-studie/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2013/05/yoanisanchezdemocracia13.jpg" alt="yoanisanchezdemocracia13.jpg" /></p>
<p><strong>Ausriß:  “Yoani: Ich will diese Demokratie in meinem Land.”</strong></p>
<p><strong>Erwartungsgemäß hat sich Yoani Sanchez u.a. auch nicht von der Verbrennung brasilianischer Bürgerrechtler auf Scheiterhaufen distanziert.</strong></p>
<p><strong>Westerwelle in Rio de Janeiros Scheiterhaufen-Favela Mangueira:<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/04/15/brasilien-scheiterhaufen-microondas-bis-2011-auch-rio-favela-mangueira-sitz-der-gleichnamigen-beruhmten-sambaschule-laut-qualitatszeitung-o-globo/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/04/15/brasilien-scheiterhaufen-microondas-bis-2011-auch-rio-favela-mangueira-sitz-der-gleichnamigen-beruhmten-sambaschule-laut-qualitatszeitung-o-globo/</a></strong></p>
<p><strong>Das gefesselte Opfer in Autoreifen wird mit Benzin übergossen…Wie hochrangige deutsche Politiker zur Scheiterhaufenpraxis in Brasilien, strategischer Partner der Merkel-Gabriel-Regierung, schweigen:</strong></p>
<p><strong><a href="http://www.deutschlandradiokultur.de/moderne-scheiterhaufen-aus-autoreifen.1013.de.html?dram:article_id=167263">http://www.deutschlandradiokultur.de/moderne-scheiterhaufen-aus-autoreifen.1013.de.html?dram:article_id=167263</a></strong></p>
<p><strong>Katholischer Priester Günther Zgubic aus Österreich, langjähriger Leiter der Gefangenenseelsorge Brasiliens, zum beredten Schweigen ausländischer Medien angesichts gravierender Menschenrechtsverletzungen in dem Tropenland:   „Die internationalen Medien sind total manipuliert –  wenn eine Oberschicht einfach nicht will, daß international hinterfragt wird, dann wird darüber eben nicht berichtet.”</strong></p>
<p><strong>“Erfolgsmodell Brasilien”. taz Berlin 2014</strong></p>
<p><strong>Brasilien, Geldfußballweltmeisterschaft und Berichterstattungsvorschriften – Parallelen zu Olympischen Sommerspielen 2016: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/04/20/fusball-weltmeisterschaft-2014-in-brasilien-inzwischen-wird-deutlich-welche-berichterstattungsvorschriften-bereits-gelten-aspekte-folterstaat-paulo-coelho-position-rekord-bei-morden-an-homosexuel/">http://www.hart-brasilientexte.de/2014/04/20/fusball-weltmeisterschaft-2014-in-brasilien-inzwischen-wird-deutlich-welche-berichterstattungsvorschriften-bereits-gelten-aspekte-folterstaat-paulo-coelho-position-rekord-bei-morden-an-homosexuel/</a></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/29/brasiliens-scheiterhaufen-erstmals-in-einer-anklagenden-inszenierung-der-scheiterhaufenstadt-rio-de-janeiro-zu-sehen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/29/brasiliens-scheiterhaufen-erstmals-in-einer-anklagenden-inszenierung-der-scheiterhaufenstadt-rio-de-janeiro-zu-sehen/</a></strong></p>
<p><strong>Mit einem brasilianischen Demokratiemodell käme auf deutsche Touristen in Cuba dann eine völlig veränderte Situation zu: </strong></p>
<p><strong>Reisewarnungen des deutschen Außenministeriums für Brasilien, strategischer Partner der Merkel-Gabriel-Regierung:</strong></p>
<p><strong>Die Gefahr, Opfer eines Raubüberfalls oder eines anderen Gewaltverbrechens zu werden, ist in Brasilien erheblich höher als in Westeuropa. Besonders Großstädte wie Belém, Porto Alegre, Recife, Salvador, Fortaleza, São Luiz, Maceio, Rio de Janeiro und São Paulo weisen hohe Kriminalitätsraten auf. Grundsätzlich ist Vorsicht angebracht, auch in als sicher geltenden Landes- oder Stadtteilen. Besonders stark von Kriminalität und Gewalt betroffen sind Armensiedlungen (Favelas). Von Favela-Besuchen wird daher dringend abgeraten. Diese Gebiete werden teilweise von Kriminellen und Drogenbanden kontrolliert. Bewaffneten Auseinandersetzungen, auch mit der Polizei, fallen häufig auch Unbeteiligte zum Opfer.</strong></p>
<p><strong>Eine Häufung krimineller Zwischenfälle ist vor allem in weniger belebten Straßen der Innenstädte, an Stränden sowie auf Zubringerautobahnen zu den Flughäfen zu verzeichnen. In größeren Flughäfen können Taxis auch schon im Flughafengebäude gebucht und bezahlt werden, was mit höherer Sicherheit verbunden ist. Bei der Reise sollten Ausweispapiere nicht im Gepäck aufbewahrt sondern „am Mann“ getragen werden. Am Zielort ist es empfehlenswert, Originale der Ausweispapiere im Safe des Hotels zu lassen und nur Kopien und eine Broschüre/Visitenkarte des Hotels mit sich zu führen. Laptops sollten unauffällig, z.B. in einer verschließbaren Reisetasche, verstaut oder auch in den Safe gelegt werden.</strong></p>
<p><strong>Es wird empfohlen, beim Straßenbummel auf auffällige Kleidung, Uhren und (Mode-) Schmuck zu verzichten und Geld und Wertsachen (Kameras, Uhren, Smartphones etc.) nur im erforderlichen Umfang mitzunehmen und verdeckt zu tragen. Bei Überfällen sollte kein Widerstand geleistet werden. Die oft unter Drogeneinfluss stehenden Täter sind in aller Regel bewaffnet und schrecken vor Gewaltanwendung auch aus nichtigem Anlass nicht zurück. Es ist ratsam, stets einen geringeren Geldbetrag zur widerstandslosen Herausgabe mitzuführen.</strong></p>
<p><strong>Auf Straftaten im Umfeld der Prostitution (Diebstähle, Raub, Überfälle etc.) wird besonders hingewiesen. Berüchtigt ist die Verabreichung von Getränken mit Schlaf- bzw. willensverändernden Mitteln. Es wird dringend empfohlen, vor allem in Bars und anderen Lokalitäten Getränke nie unbeaufsichtigt zu lassen. Von der Mitnahme von Prostituierten oder flüchtigen Bekannten in das eigene Hotelzimmer wird ausdrücklich abgeraten. </strong></p>
<p><strong>Scheiterhaufen-Praxis:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/02/07/brasilien-papua-neuguinea-lebendiges-verbrennen-von-menschen-mit-benzin-und-autoreifen-toten-von-frauen-wegen-angeblicher-hexerei-in-beiden-staaten-berichte-der-landesmedien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/02/07/brasilien-papua-neuguinea-lebendiges-verbrennen-von-menschen-mit-benzin-und-autoreifen-toten-von-frauen-wegen-angeblicher-hexerei-in-beiden-staaten-berichte-der-landesmedien/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/17/lynchland-brasilien-meiste-opfer-lebendig-verbrannt/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/17/lynchland-brasilien-meiste-opfer-lebendig-verbrannt/</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>—</p>
<p><strong>Bolsonaro sagte im Februar 2000 dem brasilianischen Nachrichtenmagazin “Isto é” auf die Frage, ob die Polizei beim Vorgehen gegen Gefangene im Carandiru-Gefängnis korrekt gehandelt habe:”Ich denke weiterhin, daß die Möglichkeit verpaßt wurde, da drinnen 1000 zu töten.” </strong></p>
<p><strong> Möglicherweise ist auch dieses Bolsonaro-Zitat ein Hinweis darauf, aus welchen Motiven der Mainstream bisher zu dem Treffen Sanchez-Bolsonaro schweigt. Auch Blätter, die Sanchez-Kolumnen drucken, haben bisher auf eine Information der Leserschaft über die Sanchez-Treffen mit Rechten und Rechtsextremen verzichtet. </strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2013/04/carandirutote1.jpg" alt="carandirutote1.jpg" /></p>
<p><strong>Zeitungsausriß – mit MG zusammengeschossene Carandiru-Häftlinge in ihrem Blut.   </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/04/25/brasilien-der-massaker-oberst-von-carandiru-und-der-katholische-menschenrechtspriester-gefangenenseelsorger/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/04/25/brasilien-der-massaker-oberst-von-carandiru-und-der-katholische-menschenrechtspriester-gefangenenseelsorger/</a></p>
<p><strong>Bolsonaro befürwortete in dem Interview auch den Einsatz der Folter für heutige Straftäter, darunter Drogenhändler und Entführer. “O cara tem que ser arrebentado para abrir a boca.”</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2013/02/yoanisp2.jpg" alt="yoanisp2.jpg" /></p>
<p><strong> Proteste gegen die Kuba-Bloggerin Yoani Sanchez in Sao Paulo, vor dem Buchkaufhaus “Livraria Cultura” an der Avenida Paulista. “Yoani Sanchez – antikubanische Cyber-Söldnerin. Es lebe die kubanische Revolution”.</strong></p>
<p><strong> Dem Großaufgebot an Sicherheitskräften, darunter Militärpolizei und Wachpersonal, ist eine gewisse Unlust anzumerken, Anti-Sanchez-Proteste so einzuschränken, daß die Sanchez-Auftritte nicht abgesagt werden müssen. Auch der Auftritt im Veranstaltungssaal eines Buchkaufhauses wurde nach kurzer Zeit abgeblasen, auf eine Autogrammstunde mit Sanchez wurde von den Veranstaltern verzichtet.</strong></p>
<p>—</p>
<p><strong>Die brasilianischen Rechten und Rechtsextremisten hatte nicht zufällig besonders verärgert, daß unter der Lula-Dilma-Regierung die kommerziellen Beziehungen zu Kuba ausgeweitet, u.a. rund 14000 kubanische Ärzte nach Brasilien geholt wurden, um die katastrophale bzw. nichtexistiente medizinische Betreuung in den Armen-und Elendsvierteln zu verbessern. Denn dort weigern sich die fast durchweg der hellhäutigen Mittelschicht entstammenden brasilianische Ärzte, Dienst zu tun, Arztpraxen zu übernehmen. Zudem ist nicht zu übersehen, daß der Einsatz kubanischer Ärzte gewisse soziokulturelle Sprengkraft mit sich bringt. Denn zum ersten Mal erleben brasilianische Angehörige der Unterschicht, von Medizinern zivilisiert, professionell, menschlich, nichtrassistisch behandelt zu werden – die kubanischen Ärzte sind in Brasilien bei ihrer Klientel ausgesprochen populär, angesehen.</strong></p>
<p><strong>“Ekel vor schwarzer Haut”:</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/16/wie-hindere-ich-clever-und-hinterhaltig-dunkelhautige-am-beruflichen-aufstieg-oder-bewirke-sogar-ihre-entlassung-methoden-aus-brasilien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/16/wie-hindere-ich-clever-und-hinterhaltig-dunkelhautige-am-beruflichen-aufstieg-oder-bewirke-sogar-ihre-entlassung-methoden-aus-brasilien/</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Das rechtsgerichtete Neves-PSDB-Lager hatte mit großem Aufwand versucht, den Einsatz kubanischer Ärzte zu hintertreiben – nach einer Amtsenthebung von Dilma Rousseff ist damit zu rechnen, daß das entsprechende Abkommen mit Kuba gekündigt wird, die Ärzte zurückgeschickt werden. Indessen besorgen sich selbst US-Regierungen per gezielter Abwerbung seit Jahrzehnten bevorzugt kubanische Ärzte – die Einstufung der Qualität des US-Gesundheitswesens in internationalen Rankings spricht Bände…</strong></p>
<h2><strong>Obama nach Kuba 2016:</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2016/02/19/america-will-always-stand-for-human-rights-around-the-world-friedensnobelpreistraeger-barack-obama-mit-kuriosem-offenbar-nicht-ironisch-gemeintem-twitter-eintrag-zu-kuba/">http://www.hart-brasilientexte.de/2016/02/19/america-will-always-stand-for-human-rights-around-the-world-friedensnobelpreistraeger-barack-obama-mit-kuriosem-offenbar-nicht-ironisch-gemeintem-twitter-eintrag-zu-kuba/</a></h2>
<p><strong>Auf den  Anti-Rousseff-Kundgebungen fällt das ausgesprochen primitive Denken vieler Regierungsgegner ins Auge, die u.a. auf Plakaten, Spruchbändern just ausgerechnet Lula und Rousseff als Kommunisten kubanischer Prägung einstufen. Kubas wichtigster Wirtschaftszweig ist der Export von Fachkräften in zahlreiche unterentwickelte kapitalistische Staaten sowie in Programme der UNO, darunter in Afrika. Daß die Lula-Rousseff-Regierung ihre Kontakte zu Kuba populistisch auch etwas ideologisch verbrämte, ist verständlich, entbehrt jedoch  jeder Grundlage, wie u.a. ein Blick auf die Zusammenarbeit des erklärten Nicht-Linken Lula mit der Militärdiktatur, und danach mit berüchtigten Diktaturaktivisten zeigt. Gleiches gilt für Dilma Rousseff – die gravierenden Menschenrechtsverletzungen in Brasilien betreffen fast durchweg die Unterprivilegierten, Armen, Verelendeten.</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/12/brasilianische-menschenrechtsorganisationen-fordern-von-staatschefin-rousseff-definitive-erklarung-das-sie-folter-nicht-tolerieren-und-mit-allen-kraften-bekampfen-werde/">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/12/brasilianische-menschenrechtsorganisationen-fordern-von-staatschefin-rousseff-definitive-erklarung-das-sie-folter-nicht-tolerieren-und-mit-allen-kraften-bekampfen-werde/</a></p>
<p><strong>Politiker und Mythenbildung – Scheel, Genscher, Westerwelle, Schmidt, Brandt:</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2016/04/01/genscher-und-brasilien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2016/04/01/genscher-und-brasilien/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2016/04/06/willy-brandt-airport-helmut-schmidt-airport-gar-hans-dietrich-genscher-airport-kuriose-mythenbildung-verschweigen-von-biographie-fakten/">http://www.hart-brasilientexte.de/2016/04/06/willy-brandt-airport-helmut-schmidt-airport-gar-hans-dietrich-genscher-airport-kuriose-mythenbildung-verschweigen-von-biographie-fakten/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2016/04/20/spd-faellt-auf-historischen-tiefstwert-in-umfragen-faz-2016-kenntnisse-der-waehler-ueber-tatsaechliche-spd-werte-nehmen-offenbar-zu/">http://www.hart-brasilientexte.de/2016/04/20/spd-faellt-auf-historischen-tiefstwert-in-umfragen-faz-2016-kenntnisse-der-waehler-ueber-tatsaechliche-spd-werte-nehmen-offenbar-zu/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/06/lula-erhalt-in-paris-am-27-september-ehrendoktor-der-sorbonne-melden-landesmedien-interessante-sorbonne-auswahlkriterien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/06/lula-erhalt-in-paris-am-27-september-ehrendoktor-der-sorbonne-melden-landesmedien-interessante-sorbonne-auswahlkriterien/</a></p>
<p><strong>Bildungsqualität unter Rousseff(“Frauenpower”):</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/10/02/brasiliens-bildungsqualitat-nur-platz-88-in-ranking-des-weltwirtschaftsforums-2013-qualitat-des-bildungssystems-platz-105-grundschulen-qualitat-platz-109-qualitat-des-mathematik-und-wissenscha/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/10/02/brasiliens-bildungsqualitat-nur-platz-88-in-ranking-des-weltwirtschaftsforums-2013-qualitat-des-bildungssystems-platz-105-grundschulen-qualitat-platz-109-qualitat-des-mathematik-und-wissenscha/</a></p>
<p><strong>“Brasilien exzellent in Wirtschaft und Wissenschaft”:</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2016/04/22/brasilien-exzellent-in-wirtschaft-und-wissenschaft-deutsche-bundesregierung-berichtigt-nach-wie-vor-groteske-offizielle-fehlbewertung-des-strategischen-partners-brasilien-nicht-damaliger-aussen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2016/04/22/brasilien-exzellent-in-wirtschaft-und-wissenschaft-deutsche-bundesregierung-berichtigt-nach-wie-vor-groteske-offizielle-fehlbewertung-des-strategischen-partners-brasilien-nicht-damaliger-aussen/</a></p>
<p><strong>Gesichter Brasiliens – Megacity Sao Paulo:</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2015/10/31/gesichter-brasiliens-megacity-sao-paulo-2015/">http://www.hart-brasilientexte.de/2015/10/31/gesichter-brasiliens-megacity-sao-paulo-2015/</a></p>
<p><strong>Der brasilianische Kongreßabgeordnete Jair Bolsonaro widmete sein Votum für eine Amtsenthebung just jenem hochrangigen Geheimdienstoffizier Carlos Alberto Brilhante Ustra der Militärdiktatur, der seinerzeit die jetzige Staatspräsidentin Dilma Rousseff gefoltert hatte, stellen u.a. brasilianische Landesmedien heraus. Dilma Roussef hatte indessen die bisherige  Partei von Bolsonaro zum Koalitionspartner erwählt. Dieser Partei gehört auch der Diktaturaktivist Paulo Maluf an, der Brasilien nicht verlassen kann, weil er auf einer Interpol-Fahndungsliste steht. Maluf votierte ebenfalls für eine Amtsenthebung von Rousseff. Ein besonders auffälliges freundschaftliches Verhältnis zu Maluf pflegte Lula. </strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<h1 class="col-xs-13">“Bolsonaro defende torturador”(Bolsonaro verteidigt Folterer). Brasiliens größtes Nachrichtenmagazin Veja</h1>
<p><strong>Bolsonaro bei Abgabe des Votums: “Perderam em 64, perderam agora em 2016. Pela família, pela inocência das crianças em sala de aula, que o PT nunca teve, contra o comunismo, pela nossa liberdade, contra o Foro de São Paulo, pela memória do Coronel Carlos Alberto Brilhante Ustra, o pavor de Dilma Rousseff, pelo exército de Caxias, pelas Forças Armadas, pelo Brasil acima de tudo e por Deus acima de tudo, o meu voto é sim”.</strong></p>
<p><strong>Brasilianische Sozialwissenschaftler wie Eugenio Bucci handelte es sich dabei um ein Lob auf die Folter und einen berüchtigten Folterer – und damit um eine klare Verletzung der Würde des Parlaments.</strong></p>
<p><strong>Der Diktatur-und Folter-Befürworter Bolsonaro machte weltweit Furore wegen seiner intensiven Kontakte zur kubanischen Regierungsgegnerin Yoani Sanchez. Die intensiven Kontakte  zu berüchtigten Rechtsextremisten, Diktatur-und Folter-Befürwortern  hatten Yoani Sanchez zu einer außergewöhnlich positiven Bewertung durch den gesteuerten mitteleuropäischen Mainstream verholfen – Sanchez war daher nicht zufällig u.a. vom damaligen deutschen Außenminister Guido Westerwelle sowie von Grünen-Kretschmann empfangen worden. Viele deutsche Medien betrieben vor dem Hintergrund der Sanchez-Kontakte zu Rechtsextremisten  folgerichtig einen regelrechten Starkult um die Kubanerin – Hinweis auf die weitverzweigten Seilschaften der Rechten heute.  </strong></p>
<p><strong>Deutsche Politiker wie Willy Brandt, Helmut Schmidt, Hans-Dietrich Genscher pflegten sehr enge Beziehungen zur brasilianischen Folterdiktatur:</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2016/04/17/staatsakt-fuer-genscher-2016er-war-ein-glueck-fuer-unser-landgauck/">http://www.hart-brasilientexte.de/2016/04/17/staatsakt-fuer-genscher-2016er-war-ein-glueck-fuer-unser-landgauck/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2013/02/yoanisanchezbolsonaro1.jpg" alt="yoanisanchezbolsonaro1.jpg" /></p>
<p><strong>Ausriß,  d</strong><strong>as historische Foto – Bolsonaro und Yoani Sanchez in Brasilia  – bei Rechten und Rechtsextremisten, darunter in deutschen Medien, kam dieses Treffen sehr gut an. Inzwischen ist Yoani Sanchez Mitarbeiterin des deutschen Regierungssenders Deutsche Welle.:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/02/23/brasilien-das-historische-foto-kuba-bloggerin-yoani-sanchez-und-der-als-rechtsextrem-eingestufte-politiker-jair-bolsonaro-im-nationalkongres-von-brasilia-bolsonaro-verteidigt-in-anwesenheit-von-s/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/02/23/brasilien-das-historische-foto-kuba-bloggerin-yoani-sanchez-und-der-als-rechtsextrem-eingestufte-politiker-jair-bolsonaro-im-nationalkongres-von-brasilia-bolsonaro-verteidigt-in-anwesenheit-von-s/</a></p>
<p><strong>“Pinochet hätte mehr Leute töten müssen.” Jair Bolsonaro</strong></p>
<ul>
<li>“Pinochet devia ter matado mais gente.”</li>
</ul>
<dl>
<dd><em>-Sobre <a title="Augusto Pinochet" href="http://pt.wikiquote.org/wiki/Augusto_Pinochet">Augusto Pinochet</a>.</em> <sup><a href="http://pt.wikiquote.org/wiki/Jair_Bolsonaro#cite_note-5">[5]</a></sup></dd>
</dl>
<p><strong>Grünen-Kretschmann und Yoani Sanchez – die rechten Seilschaften von heute:</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/spd-steinmeier-kuba-yoani-sanchez/">http://www.hart-brasilientexte.de/tag/spd-steinmeier-kuba-yoani-sanchez/</a></p>
<p><strong>Yoani Sanchez – das Medienexperiment:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/14/yoani-sanchez-das-medienexperiment-2013-ist-es-moglich-fakten-und-informationen-uber-die-spektakularen-engen-kontakte-der-kubanerin-zu-einflusreichen-politikern-des-rechten-und-rechtsextremen-spe/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/14/yoani-sanchez-das-medienexperiment-2013-ist-es-moglich-fakten-und-informationen-uber-die-spektakularen-engen-kontakte-der-kubanerin-zu-einflusreichen-politikern-des-rechten-und-rechtsextremen-spe/</a></p>
<p><strong>Bolsonaro und die nazistisch-antisemitisch orientierte Militärdiktatur Brasiliens:</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/03/26/brasilien-rechtsextremer-kongresabgeordneter-jair-bolsonaro-beruhmt-wegen-engen-kontakts-zu-yoani-sanchez-beantragt-parlaments-sondersitzung-zur-wurdigung-des-blutigen-militarputschs-vor-50-jah/">http://www.hart-brasilientexte.de/2014/03/26/brasilien-rechtsextremer-kongresabgeordneter-jair-bolsonaro-beruhmt-wegen-engen-kontakts-zu-yoani-sanchez-beantragt-parlaments-sondersitzung-zur-wurdigung-des-blutigen-militarputschs-vor-50-jah/</a></p>
<p><strong>A ÍNTEGRA DA NOTA DO CONSELHO FEDERAL DA OAB/Estadao</strong></p>
<p>O Conselho Federal da OAB repudia de forma veemente as declarações do deputado Jair Bolsonaro (PSC-RJ), em clara apologia a um crime ao enaltecer a figura de um notório torturador, quando da votação da admissibilidade do processo de impeachment da presidente República Dilma Rousseff.</p>
<p>Não é aceitável que figuras públicas, no exercício de um poder delegado pelo povo, se utilizem da imunidade parlamentar para fazer esse tipo de manifestação num claro desrespeito aos Direitos Humanos e ao Estado Democrático de Direito.</p>
<p>O Conselho Federal da OAB irá avaliar o caso em sua próxima sessão plenária.</p>
<p>Claudio Lamachia<br />
Presidente Nacional da OAB</p>
<p>Everaldo Bezerra Patriota<br />
Presidente da Comissão Nacional de Direitos Humanos</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2 class="beitrags-titel">“Wir haben keine Elite – wir haben eine Oberschicht, fast immer dumm und grobschlächtig.” Daniel Piza, renommierter Kulturkolumnist der Qualitätszeitung “O Estado de Sao Paulo”</h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2016/04/17/brasilien-2016-tag-der-abstimmung-ueber-rousseff-amtsenthebungsverfahren-im-us-hinterhof/">http://www.hart-brasilientexte.de/2016/04/17/brasilien-2016-tag-der-abstimmung-ueber-rousseff-amtsenthebungsverfahren-im-us-hinterhof/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/04/ImpeachmentUSAFantasia161.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-68126" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/04/ImpeachmentUSAFantasia161-591x1024.jpg" alt="???????????????????????????????" width="591" height="1024" /></a></p>
<p><strong>17.4. 2016, US-Hinterhof – Pro-Impeachment-Kundgebung auf der Avenida Paulista in Sao Paulo.Daß Eduardo Cunha die Abstimmung im Abgeordnetenhaus leitet, degradiert nach Ansicht vieler Brasilianer das Land zur Bananenrepublik. Unter Lula-Rousseff wurde Brasilien weiter spürbar u.a. soziokulturell amerikanisiert – Brasilien und die USA haben u.a. ein Gewalt-Gesellschaftsmodell als auffällige Gemeinsamkeit. </strong></p>
<p><strong>“Morden mit Effizienz” – Bestsellerautor Joao Ubaldo Ribeiro:</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/08/26/brasilien-morden-mit-effizienz-bestsellerautor-joao-ubaldo-ribeiro-in-rio-de-janeiro-analysiert-gewaltkultur-des-tropenlandes-unter-lula-rousseff-morden-in-brasilien-ist-viel-banaler-als-jed/">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/08/26/brasilien-morden-mit-effizienz-bestsellerautor-joao-ubaldo-ribeiro-in-rio-de-janeiro-analysiert-gewaltkultur-des-tropenlandes-unter-lula-rousseff-morden-in-brasilien-ist-viel-banaler-als-jed/</a></p>
<p>-<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2016/04/17/brasiliens-regierungskrise-2016-impeachment-abstimmung-und-strassenproteste-in-sao-paulo/">http://www.hart-brasilientexte.de/2016/04/17/brasiliens-regierungskrise-2016-impeachment-abstimmung-und-strassenproteste-in-sao-paulo/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/04/TchauQueridaAbstimmung16.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-68165" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/04/TchauQueridaAbstimmung16-1024x412.jpg" alt="TchauQueridaAbstimmung16" width="1024" height="412" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Abgeordnetenhaus im Moment der erreichten Mehrheit für ein Amtsenthebungsverfahren.</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2016/04/15/brasilien-2016-amtsenthebungsverfahren-gegen-dilma-rousseff-geist-instinkte-des-mittelalters-im-scheiterhaufenland-siehe-angeli-karikatur-in-groesster-nationaler-qualitaetszeitung-folha-de-sao/">http://www.hart-brasilientexte.de/2016/04/15/brasilien-2016-amtsenthebungsverfahren-gegen-dilma-rousseff-geist-instinkte-des-mittelalters-im-scheiterhaufenland-siehe-angeli-karikatur-in-groesster-nationaler-qualitaetszeitung-folha-de-sao/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/04/ImpeachmentUSAFantasia2.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-68131" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/04/ImpeachmentUSAFantasia2-382x1024.jpg" alt="???????????????????????????????" width="382" height="1024" /></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/04/VerelendeterOpernhaus16.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-68072" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/04/VerelendeterOpernhaus16-1024x505.jpg" alt="???????????????????????????????" width="1024" height="505" /></a></p>
<p><strong>Verelendeter in Sao Paulo vor Opernhaus – am Tag vor der Abstimmung im brasilianischen Abgeordnetenhaus über das Amtsenthebungsverfahren gegen Staatspräsidentin Dilma Rousseff. Der Gouverneur des wirtschaftlich führenden brasilianischen Teilstaats Sao Paulo gehört zur Partei PSDB, unter den erbittertsten Gegnern der Regierung und ihrer Viel-Parteien-Koalition von Rousseff. Die sozialen Kontraste, die soziale Indifferenz in Sao Paulo, reichste Stadt Lateinamerikas, sind bemerkenswert kraß – die Megacity hat über 2500 Slums. </strong></p>
<h2 class="beitrags-titel">Brasilien, Befreiungstheologe Frei Betto, Ex-Berater Lulas: Wie biegt man einen “Linken” zurecht <span class="kleiner"><a class="post-edit-link" href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?post=157&amp;action=edit">**</a></span></h2>
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<div class="beitrag">
<p><strong>HOW TO RIGHTEN A LEFTIST<br />
</strong><strong><br />
Ever since the phrase ”to be on the left” was used in reference to the French Revolution it has meant to opt for the poor, to feel indignation regarding social exclusion, to believe that any kind of injustice is unacceptable and according to Bobbio , to consider social inequality as an aberration.</strong></p>
<p><strong>To be on the right is to tolerate injustice, to consider the imperatives of the market above human rights, to see poverty as an incurable blemish, to judge that there are peoples and nations who are intrinsically superior to others.</strong></p>
<p><strong>To be a leftist “ a pathology diagnosed by Lenin as a ”childish disease of communism “ is to be against all bourgeois power until one enters into it. The leftist is a fundamentalist for his own sake. He incarnates all the religious models proper to religious fundamentalists¦ Â If the leader sneezes, he claps his hands, if he cries he becomes sad, if he changes his opinion he quickly analyses the conjuncture and tries to prove that today™s power relations are¦</strong></p>
<p><strong>The leftist loves academic categories from the left but he is like General Figueiredo on one point: he cannot stand the smell of the people.  For him ”people” is an abstract noun which only becomes concrete when it comes to obtaining votes. Then, the leftist gets closer to the poor not because he is concerned about their lot but for one simple reason: to get votes for himself and/or for his gang. After the elections, goodbye suckers, until the next election!</strong></p>
<p><strong>Since the leftist only has interests and not principles, nothing is easier than to straighten him out. Give him a good job. It cannot be the sort of work which obliges common mortals to earn their bread and butter with blood, sweat and tears. Â It has to be one of those jobs which pay good wages and where there are more rights than obligations, particularly one in the civil service. It could even be in a private company. The important thing is that the leftist must feel he has received his share with a significant increase to his personal income.</strong></p>
<p><strong> This occurs when he is elected or named for public office or is given a management position in a private company. He will then undeniably lower his guard. He doesn™t even question himself. The mere smell of money, together with the position of power will produce the unbeatable alchemy capable of turning the head of the most rhetorical revolutionary.</strong></p>
<p><strong> Good pay, a position of power and plenty of perks, these are the ingredients which will intoxicate the leftist on his journey towards the shameful right “ which acts as such but won™t admit it. Right away the leftist will change his friendships and his luxuries. Instead of cachaça he drinks imported wine, Scotch whiskey instead of beer; he exchanges his flat for a condo and his evenings in the pub for elegant parties.</strong></p>
<p><strong> If a colleague from the past contacts him he beats around the bush, changes the subject, asks his secretary to deal with him and in a low voice grumbles about the ”pain in the neck”. Now all his steps move with surgical precision towards his rise to power. He loves to mix with businessmen, the rich and ranchers. He delights in his pleasures and gifts. The worst thing that could happen to him would be to return to what he once was, when he received no strokes or salaams, a common citizen struggling for survival.<br />
</strong></p>
<p><strong> Goodbye ideals, utopias, dreams! Long live pragmatism, the politics of results, co-optation, the expert practise of fraud (although there will be mistakes. In this case, the leftist depends on rapid help from his equals: accommodating silence, the pretending that nothing happened, today it was you, tomorrow it could be me¦)</strong></p>
<p><strong> I thought of this description because a few days ago at a ”do I met an old friend from the popular movements who had been a partner in the struggle against the dictatorship. He asked me if I was still involved with ”those people from the periphery[5] &lt;#_ftn5&gt;  as he pontificated ”How silly of you to give up your job in the government. You could have done much more for those people if you had remained in it.</strong></p>
<p><strong> I felt like laughing in his face, he was someone who in the past would have made Che Guevara feel like a small bourgeois, this was how big his revolutionary fervor had been. I contained myself so as not to be rude to that ridiculous figure, with his hair smarmed down with gel, his expensive suit and his shoes fit for angels. I simply responded ”I have become a reactionary, faithful to my old principles. I prefer to run the risk of making a mistake next to the poor than to be pretentious enough to think that I can win without them.</strong></p>
<p><strong> *Frei Betto is a writer, author of ”CalendÃ¡rio do Poder (A Calendar of Power) (Rocco).</strong></p>
<p><strong>About the Author</strong></p>
<p><strong>He is a Brazilian Dominican with an international reputation as a liberation theologian.<br />
Within Brazil he is equally famous as a writer, with over 52 books to his name. Â In 1985 he won Brazil™s most important literary prize, the Jabuti, and was elected Intellectual of the Year by the members of the Brazilian Writers™ Union.</strong></p>
<p><strong>Frei Betto has always been active in Brazilian social movements, and has been an adviser to the Church™s ministry to workers in Sáo Paulo™s industrial belt, to the Church base communities, and to the Landless Rural Workers™ Movement (MST).</strong></p>
<p><strong>In 2003-2004, he was Special Adviser to President Lula and Coordinator of Social Mobilisation for the Brazilian Government™s Zero Hunger programme.</strong></p>
<h1 class="entry-title">Brasiliens konfuse Präsidentschaftswahlen/2010</h1>
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<p><strong>Mit Pomp und Getöse zogen Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva und Nachfolge-Wunschkandidatin Dilma Rousseff mitten in der City von Sao Paulo Tage vorm ersten Pflichtwahlgang kühn eine „Siegeskundgebung“ durch – der Nation wurde per TV-Propaganda eingehämmert, dass „Dilminha“ überlegen gewinnen würde und es zwecklos sei, hinter der Pappwand der Wahlkabine gar Gegenkandidaten in den Votiercomputer einzutippen. Zugleich wurde man auf der „Siegeskundgebung“ Zeuge bizarrer Polit-Schauspielerei von Lula &amp; Co., absurdem Victoria-Gekrähe. Denn der Stimmungswandel im Wahlvolk ist selbst hier deutlich zu spüren: Im Großraum der Megacity leben bzw. hausen rund 24 Millionen Menschen teils in grausigen Elendsvierteln, doch ins Samba-Stadion mussten von weither Anhänger mit Bussen herangekarrt werden, da sich offensichtlich in Sao Paulo freiwillig kaum jemand auf den Weg machen wollte. Lula, Dilma Rousseff und Gouverneurskandidat Aloisio Mercadante gestikulierten vor höchstens 3.000 Leuten, statt vor Zehntausenden. Der Staatschef selbst feierte bei jeder Gelegenheit angebliche Popularitätsraten von über 80 Prozent als Zustimmung zu seiner Politik, zu den Resultaten achtjähriger Amtszeit. Dilma Rousseff ist jahrelang seine Chefministerin des Zivilkabinetts – beide schmissen den Wahlkampf landauf, landab zu zweit. Da galt auch vielen im fernen Europa der Wahlsieg als todsicher. Zumal sogar brasilianische Unterschichtenfrauen nicht Dilma Rousseff als Präsidentschaftskandidaten der Arbeiterpartei nannten, sondern Lula. „Eu voto de novo pra Lula!“ Er führe doch in Wahrheit den Laden weiter, „Dilminha“ sei nur seine Marionette. Der Ex-Gewerkschaftschef selbst hatte eingeräumt, in einer Rousseff-Regierung eine aktive Rolle spielen zu wollen.</strong></p>
<p><strong>Doch die „Siegesfeier“ in Sao Paulo war verfrüht, denn bekanntlich erhielt Dilma Rousseff im ersten Wahlgang nicht einmal 47 Prozent der Pflichtwählerstimmen und muss am 31. Oktober gegen Herausforderer José Serra von der stockkonservativen bis rechten, nur dem Namen nach „sozialdemokratischen Partei“ Brasiliens in die Stichwahl. Brasiliens Politikexperten schlussfolgern daher: Wenn die Wunschkandidatin sich überraschend einer Stichwahl unterziehen muss, zeigt dies, was die Mehrheit der Brasilianer tatsächlich über die Leistungen der Lula-Regierung denkt. Und das sogar in der wichtigsten lateinamerikanischen Industrieregion, dem Proletarier-Teilstaat Sao Paulo – Wiege der Arbeiterpartei PT und ihres Führers Lula. Nicht einmal hier kam Dilma Rousseff auf eine Stimmenmehrheit – und der neue Gouverneur ist aus der Partei von José Serra.</strong></p>
<p><strong>Brasilien, 24-mal größer als Deutschland, hat 26 Teilstaaten und den Hauptstadtdistrikt Brasilia. Serras Partei PSDB stellt künftig die Gouverneure in wirtschaftlich führenden Teilstaaten wie Sao Paulo, Minas Gerais sowie Paraná, außerdem im nördlichen Tocantins und hat zudem in der Stichwahl gute Chancen auf weitere Teilstaaten. Lulas Arbeiterpartei errang im ersten Wahlgang lediglich vier Gouverneursposten, mit Ausnahme des an Argentinien und Uruguay grenzenden Rio Grande do Sul allesamt wirtschaftlich weniger wichtig.</strong></p>
<p><strong>Die Abgeordnetenkammer des brasilianischen Nationalkongresses hat 513 Sitze, doch Lulas PT kommt künftig nur auf 86 – auch auf die Kongresskandidaten färbte Lulas „Popularität“ also nicht gerade ab. Was war geschehen? Nur Wochen vor den Wahlen leistete sich die Regierung einen weiteren heftigen Korruptionsskandal. Die Hauptbelastete, Erenice Guerra, enge Vertraute von Lula und Dilma Rousseff, verteidigte der Staatschef zunächst, bescheinigte ihr unschätzbare Verdienste für Brasilien. Die Enthüllungsberichte der Medien zeigten lediglich „Intoleranz, Hass und Lüge“. Doch dann blieb Lula nichts weiter übrig, als jene Erenice Guerra zu feuern, die von Dilma Rousseff zur Nachfolgerin im Regierungskabinett gemacht worden war. Vor diesem Hintergrund änderten viele Brasilianer kurzfristig ihre Wahlabsichten, weil sie das denn doch zu fatal an den Mega-Skandal um Parteien-und Stimmenkauf in Lulas erster Amtszeit erinnerte, als der damalige Chefminister flog – und Dilma Rousseff den Posten bekam.</strong></p>
<p><strong>Die einstige Diktaturgegnerin Rousseff will in Brasilien die Abtreibung legalisieren – doch kurz vorm Urnengang Anfang Oktober bemerkten ihre Wahlmanager, dass es deshalb bei Katholiken und evangelikalen Sektenkirchen gefährlich rumorte. Überraschend erklärte sie sich deshalb zur Abtreibungsgegnerin – und machte damit alles nur noch schlimmer. Der Positionswechsel wurde von den Kirchen als plumper Anbiederungsversuch verstanden und spielte prompt Herausforderer José Serra Stimmen zu, der eine Abtreibungsfreigabe ablehnt. Doch Hauptnutznießerin wurde Marina Silva, Predigerin einer evangelikalen Wunderheilerkirche und Präsidentschaftskandidatin der Grünen Partei Brasiliens (PV), eine frühere Umweltministerin Lulas. Dessen Wahlkampfteam entdeckte zu spät, dass PV-Leute massiv religiöse Botschaften gegen Dilma Rousseff verbreiteten. Videos von Sektenpastoren wurden zu regelrechten Hits und im Internet Millionen Mal angeklickt. Abtreibung halten immerhin 56,4 Prozent der 16- bis 18-Jährigen öffentlicher Schulen Rio de Janeiros laut einer neuen Umfrage für ein „Verbrechen“ – und für rund die Hälfte wäre die Homo-Ehe entweder „Sünde“ oder eine „Verirrung“. Rund 71 Prozent der Brasilianer wollen keine legalisierte Abtreibung. Der tief konservative Grünen-Star Marina Silva liegt da sozusagen voll im Trend – und erreichte als Drittplatzierter im ersten Wahlgang rund 20 Prozent. Brasiliens Grüne erklärten sich vor der Stichwahl offiziell als neutral – doch gemäß Umfragen schwenken die allermeisten Marina-Silva-Wähler jetzt zu José Serra um. Kein Wunder – in den Teilstaaten sind sie meist dessen Parteigänger, und in der Präfektur von Sao Paulo stellen die Grünen sogar den Umweltsekretär. Dass es in der Megacity trotz oder vielleicht besser: dank grüner Macht-Teilhabe um den Umweltschutz eher katastrophal steht, ist bekannt – Flüsse sind eklige Kloaken, die Gift-Luft verursacht Kopfschmerzen, Allergien, Krebs, Infarkte, Schlaganfälle, und selbst ein Radwegnetz sucht man in der Stadt vergeblich.</strong></p>
<p><strong>Marina Silva hätte als Umweltministerin in sechs Amtsjahren durchaus mancherlei Verbesserungen bewirken können. Der renommierte Naturschutzexperte Mario Moscatelli aus Rio de Janeiro erlebte sie indessen „bürokratisch und beinahe apathisch“, Greenpeace-Experte Sergio Dialetachi empfahl ihr bereits im ersten Jahr den Rücktritt. Unter Marina Silva machte die Urwald-und Savannenvernichtung kräftige Fortschritte, kam der Gensoja-Anbau richtig in Fahrt, wurde Brasilien Weltmeister beim Agrargifteinsatz, wurden Persilscheine für den Bau großer Wasserkraftwerke in Amazonien und für die Umleitung des Nordost-Stroms Sao Francisco ausgestellt, fiel die Entscheidung für fünf Atomkraftwerke – alles Projekte, gegen die Umweltschützer Sturm laufen. Marina Silva hat in Europa eine gute Presse, bekommt sogar hochdotierte Umweltpreise. Anderen ist die Grüne womöglich sympathisch, weil sie als Ministerin zu Korruptionsskandalen, zu gravierenden Menschenrechtsverletzungen, darunter alltäglicher Folter, oder Todesschwadronen den Mund hielt und auch im Präsidentschaftswahlkampf diese Themen nicht ansprach. Amnesty International hat systematische Folter, Scheiterhaufen und Killerkommandos, außergerichtliche Exekutionen, Sklavenarbeit sowie die Rechtlosigkeit der Slumbewohner unter der Diktatur neofeudaler, hochgerüsteter Banditenkommandos und paramilitärischer Milizen immer wieder angeprangert, Lulas acht Regierungsjahre als Enttäuschung bezeichnet. „Die Praxis der Folter ist als Form institutioneller Gewalt im Alltag des Sicherheitsapparats weiter präsent und richtet sich besonders gegen die Armen“, analysiert die nationale Soziologiezeitschrift.</strong></p>
<p><strong>Dies erleichtert die politische Einordnung des Staatschefs und seiner Regierung kolossal, zumal er seit Amtsbeginn von der nationalen und internationalen Geldelite mit Sympathiebekundungen überschüttet wird, die Zahl brasilianischer Millionäre und Milliardäre sprunghaft anstieg. Aber lobt nicht alle Welt, dass unter Lula die Armut deutlich sank, an die 36 Millionen Brasilianer sogar in die Mittelschicht aufstiegen? Stutzig könnte machen, dass die achtgrößte Wirtschaftsnation auf dem UNO-Index für menschliche Entwicklung auf den 75. Platz zurückfiel, weltweit nur in Haiti und Bolivien die gesellschaftliche Ungleichheit krasser ist. Zudem liegt Brasiliens Armutsgrenze kurios niedrig. Das Land zählt inzwischen zu den teuren Ländern – doch wer monatlich umgerechnet mehr als etwa 65 Euro verdient, ist statistisch nicht mehr arm. Und mit einem Familien-Haushaltseinkommen von umgerechnet rund 500 Euro (!) gehört man schon zur Mittelschicht. Viele, doch keineswegs alle armen oder verelendeten Familien, die anspruchsberechtigt sind, bekommen Anti-Hunger-Hilfe der Regierung, die sogenannte Bolsa Familia. Im Schnitt sind es monatlich umgerechnet an die 43 Euro. Das macht dann bei einem Slum-Ehepaar mit vier, fünf, sieben Kindern wie viel pro Kopf? Nicht zufällig spricht sogar die UNO von „offiziellen Almosen“, ungeeignet den Hunger zu beseitigen. Bolsa Familia wird überdies praktisch von der Zielgruppe selbst finanziert, nämlich über absurd hohe indirekte Steuern.</strong></p>
<p><strong>Lula hatte versprochen, das Hungerproblem auszutilgen, muss sich indessen von den Landesmedien vorrechnen lassen, dass sein U-Boot-Rüstungsgeschäft mit der Sarkozy-Regierung so teuer ist wie zwei Jahre Anti-Hunger-Programm. Gehe ich durch Sao Paulo, Lateinamerikas reichste Stadt mit über 2.000 Slums, sehe ich täglich zerlumpte, abgehungerte Gestalten, die abgestellte Müllsäcke aufreißen und dann bei Tropenhitze vergorene, grauenhaft stinkende Abfälle in sich hineinschlingen.</strong></p>
<p><strong>Präsidentschaftskandidatin Dilma Rousseff hat unterdessen eine religiöse Offensive gestartet, bezirzt Katholiken und Sekten. Abtreibung solle nicht legalisiert werden, und Beschränkungen für religiöse Predigten werde sie als Staatschefin nicht zulassen. Denn ein geplantes Gesetz sollte verbieten, dass evangelikale Pastoren Homosexuelle weiterhin als krank bezeichnen und deren medizinische Behandlung empfehlen.</strong></p>
<p><strong>Fazit: Es könnte also doch noch klappen mit Rousseffs Wahlsieg.</strong></p>
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<h1 class="entry-title">Dilma Rousseffs schlechter Start/2011</h1>
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<p><strong>Brasiliens neue Staatspräsidentin, zuvor Lulas Chefministerin, verschont die Nation bisher mit dem vom Ziehvater gewohnten Schwall aus Propagandareden – dafür haben es die politischen Ereignisse in sich.</strong><br />
<strong>Der angesehene kirchliche Menschenrechtsanwalt Sebastiao Bezerra da Silva wurde sadistisch gefoltert und ermordet – auch in den acht Regierungsjahren zuvor war das Verfolgen von Menschenrechtsaktivisten normal. Silva ermittelte gegen die landesweit aktiven, von Staatsangestellten geleiteten Todesschwadronen, gegen folternde Militärpolizisten und bekam deshalb Morddrohungen. Im archaischen nordöstlichen Teilstaat Maranhao, der laut Kirchenangaben bei Gefängnis-Folter an der Spitze steht, kam es zur ersten Häftlingsrevolte unter Rousseff – sechs Männer wurden getötet, Fotos der abgeschlagenen Köpfe waren in den Regionalzeitungen zu sehen. Maranhao wird von Gouverneurin Roseane Sarney regiert, die mit Dilma Rousseff befreundet ist, und bei nettem privaten Beisammensein mit ihr zur Laute allerlei populäre Liebeslieder sang. Eine unabhängige Untersuchungskommission zum Häftlingsaufstand gibt es nicht, Brasilia reichen die Angaben der Militärpolizei – ein Relikt der Militärdiktatur. Der Teilstaat ist zudem Herrschaftsgebiet des Oligarchen José Sarney, der einst die Folterdiktatorenpartei ARENA führte – und heute als Senatspräsident den brasilianischen Nationalkongress. Mit ihm, dem hochwichtigen politischen Bündnispartner, feierte Dilma Rousseff ihren Wahlsieg – auch das spricht Bände.</strong><br />
<strong>Auch die neue Menschenrechtsministerin Maria do Rosario beschreibt – wie ihr Vorgänger – die größte lateinamerikanische Demokratie als Folterstaat, nennt Torturen in total überfüllten Gefängnissen und selbst in psychiatrischen Anstalten ein „gravierendes nationales Problem“. Als Dilma Rousseff noch zuständige Chefministerin war, hatten derartige Eingeständnisse allerdings keinerlei praktische Bedeutung. Gleiches gilt für den jetzt auf der Berlinale gezeigten sozialkritischen Streifen „Tropa de Elite 2“, der Brasiliens bedrückende Menschenrechtslage eindrücklich abbildet. Wie im Vorgängerfilm, der 2008 den Goldenen Bären gewann, gibt es wieder eine der für Rio de Janeiro typischen Scheiterhaufenszenen – weder Lula noch Rousseff haben sich jemals zu dieser in den Slums unweit des neuen ThyssenKrupp-Stahlwerks gängigen Hinrichtungs-und Einschüchterungspraxis geäußert.</strong><br />
<strong>Wie es sich gehört, hat Brasilien als vielgelobte Demokratie und strategischer Partner auch der Berliner Regierung natürlich die UNO-Menschenrechtsabkommen unterzeichnet. Von möglichen Sofortmaßnahmen der Rousseff-Regierung zwecks Umsetzung ist aber nichts bekannt. Dafür erfährt man aus einer jetzt veröffentlichten Studie, was sich unter dem Gespann Lula-Rousseff noch so entwickelte. Bei Tötungen durch Schusswaffen liegt Brasilien weltweit an der Spitze – und von drei Ermordeten sind zwei schwarz. Der Soziologe Julio Waiselfisz, dessen Team die Studie erarbeitete, spricht von „Merkmalen der Ausrottung, Vernichtung“ und von fehlender öffentlicher Sicherheit für die arme, mehrheitlich schwarze Bevölkerung. Mit der öffentlichen Sicherheit passiere dasselbe wie bei Bildung, Gesundheit, Sozialversicherung – es werde privatisiert. „Wer kann, zahlt für privaten Sicherheitsdienst. Die Schwarzen gehören zu den Ärmsten, leben in Risikozonen und können nicht zahlen.“</strong><br />
<strong>Laut unvollständigen Statistiken werden in Brasilien jährlich immerhin etwa 55.000 Menschen ermordet. Die UNICEF ergänzt: Bei Morden an 15-bis 19-Jährigen liegt Brasilien weltweit an der Spitze, 38 Prozent der brasilianischen Jugendlichen leben in Armut und Misere. Die Rousseff-Regierung sollte daher in Programme für Gesundheit, Bildung und Sicherheit investieren, die sich gezielt an die 33 Millionen Heranwachsenden zwischen 10 und 19 Jahren richten. Aber irgendwie scheint Brasilia gar nicht so gut bei Kasse zu sein, wie Lula unter Hinweis auf angeblich fette Devisenreserven stets verkündete. Als die hausgemachte Erdrutsch-Umweltkatastrophe im Januar bei Rio de Janeiro rund tausend Todesopfer forderte – etwa 500 Menschen werden noch vermisst – fehlte es den Rettungsmannschaften arg an Mitteln und Ausrüstung, weil zuvor beim Katastrophenschutz extrem gespart worden war. Als Präsidentin Rousseff die Region besuchte, wurde sie mit ihren eigenen Fehlleistungen aus der Zeit als Chefministerin direkt konfrontiert. Das großflächige Abholzen und Bebauen von Steilhang-Risikozonen war erlaubt und wurde sogar gefördert– doch nun bettelt Rousseff gar die Weltbank um einen Milliardenkredit an, damit Slumbewohner  aus entsprechenden Zonen umgesiedelt werden können. Bereits 2008 wurde die Region von einer solchen Umweltkatastrophe heimgesucht – und der Lula-Regierung vorgerechnet, für Präventivmaßnahmen nur 12 Prozent (!) der vorgesehenen Haushaltsmittel investiert zu haben. Sogar die UNO wirft Lula vor, bereits 2005 ein Katastrophenwarnsystem versprochen zu haben, das aber immer noch nicht funktioniere.</strong><br />
<strong>Um 2010 Rousseffs Wahlsieg zu garantieren, wurden die Regierungsausgaben, darunter für Propaganda, stark erhöht. Derzeit werden sie, notgedrungen, drastisch zurückgefahren, denn die Sozialbewegungen protestieren heftig, weil Präsidentin Rousseff die Anhebung des Mindestlohns deutlich unter der kräftigen Teuerungsrate hielt. Die umgerechnet etwa 248 Euro brutto monatlich passen schwerlich zu den erneuten Versprechen, nun aber wirklich Hunger und Misere auszutilgen. Das Mindestsalär bekommen laut offiziellen Angaben 29,1 Millionen registriert oder unregistriert Beschäftigte sowie 18,6 Millionen Sozialversicherte, darunter zwei von drei Rentnern. Doch ein Großteil der unregistriert, ohne Arbeitsvertrag und rechtliche Absicherung Beschäftigten hat deutlich geringere Einkünfte – in einem Land mit inzwischen oft deutlich höheren Preisen als in Deutschland, gerade bei Grundnahrungsmitteln als in Deutschland – und in einer Phase schmerzhafter Preisanstiege.</strong><br />
<strong>Vor diesem Hintergrund erklärt sich auch das Phänomen, dass Gewerkschaften inzwischen sogar Rechtsparteien applaudieren, weil die einen höheren Mindestlohn vorschlugen. Zugleich wird an die enormen Diätenerhöhungen der Kongresspolitiker sowie an das Einkommen von „Working Class Hero“ Lula erinnert. Seit Januar bekommt er monatlich allein als Ehrenpräsident der Arbeiterpartei umgerechnet rund 6.000 Euro, dazu die satten Bezüge als Ex-Staatschef. Zudem erhält er seit seinem 51. Lebensjahr eine Entschädigung von 1.900 Euro monatlich, weil er 31 Tage in Diktatur-Haft saß. Als ihm jetzt ein Unternehmen für einen Vortrag 100.000 Dollar Honorar anbot, lehnte Lula laut Landesmedien ab – entweder 200.000 Dollar oder kein Vortrag. Da bietet sich ein Vergleich mit den Hilfen des Anti-Hunger-Programms „Bolsa Familia“ an – denn 42 Prozent der Empfänger, also 5,3 Millionen Menschen, leben gemäß neuen Studien nach wie vor im Elend. Zwischen 14 und maximal 105 Euro werden monatlich ausbezahlt – pro Familie wohlgemerkt, meist sind sie kinderreich. Die Möglichkeit, Elend und Hunger unter den Bezugsempfängern rasch durch eine angemessene Hilfe zu beseitigen, werde nicht einmal erwogen, empören sich Kommentatoren. Die Regierung kürzt jetzt stattdessen sogar die Gelder eines Hausbauprogramms für die Unterschicht fast um die Hälfte.</strong><br />
<strong>Im Zuge des Rousseff-Starts erfuhr man auch, wie Brasilien heute kulturell tickt. Nach der Umweltkatastrophe erklärte die Präsidentin für mehrere Tage Staatstrauer, der Teilstaat Rio de Janeiro sogar für eine ganze Woche – doch selbst am Zuckerhut gingen die Vorkarnevalsfeste der Sambaschulen und andere karnevalistische Aktivitäten auf vollen Touren weiter. Renommierte Therapeuten und Sozialwissenschaftler haben auf diesen befremdlichen Umgang mit Tragödien aufmerksam gemacht. Andererseits – beim Kulturexport kommt das Riesenland laut UNO-Daten nur auf 0,2 Prozent des Weltvolumens, liegt auf Platz 26, gleichauf mit Rumänien.</strong></p>
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<h1 class="entry-title">Elitekandidat Lula/2006</h1>
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<p><strong>Angesichts Lulas Wiederwahl als Staatschef hat der bekannte Befreiungstheologe Frei Betto die Befürchtung geäußert, die Regierung könne in der zweiten Amtsperiode zur »Geisel konservativer Kräfte« werden und damit die Möglichkeit verlieren, Wirtschaftswachstum zu fördern und die enormen sozialen Kontraste zu verringern. Auch führende Sozialwissenschaftler und die katholische Kirche sagen Lula ein weit schwieriges Regieren voraus.</strong><br />
<strong>Denn als Resultat der Gouverneurs- und Kongreßwahlen, die im Oktober parallel stattfanden, hat sich die politische Landkarte des größten und wirtschaftlich stärksten lateinamerikanischen Staates erheblich verändert. Die Brasilianische Bischofskonferenz (CNBB) forderte nach den zahlreichen Regierungsskandalen von Lula in einer Botschaft eine ethische Amtsführung.</strong><br />
<strong>CNBB-Generalsekretär Odilo Scherer betonte, in den vergangenen Jahren sei die tiefe moralische Krise der Politik für alle Brasilianer offenbar geworden, habe es immer wieder Enthüllungen über Korruption und Machtmißbrauch durch Exekutive und Legislative gegeben. Die Politik müsse ihre ethische Dimension zurückgewinnen und nicht länger nur eine auf raschen Vorteil gerichtete Aktivität bleiben. Laut Scherer warnt die Bischofskonferenz Brasilia zudem vor einer »Merkantilisierung des Lebens in einem vorrangig auf Profit und unmittelbaren Nutzen gerichteten Wirtschaftsmodell«.</strong><br />
<strong>In Millionenstädten wie Rio, São Paulo, Fortaleza, Recife, Belo Horizonte, Belem und Salvador, so eine neue Studie, ist die Zahl der Armen und Verelendeten heute höher als 1995. In der neuesten Unesco-Statistik über die Qualität des öffentlichen Bildungswesens liegt die zehntgrößte Wirtschaftsnation Brasilien nur auf Platz 72, sogar noch hinter Paraguay. Kuba rangiert dagegen noch vor Chile auf dem 27. Platz, China auf dem 43., Mexiko auf dem 48., Argentinien auf dem 50. Rang. Die Bischofskonferenz ist zudem sehr besorgt über die politische Zusammensetzung des neu gewählten Nationalkongresses. Staatschef Lulas Arbeiterpartei (PT) hat dort keine Mehrheit, mindestens ein Drittel der neuen Abgeordneten sind Millionäre. Auch 53 Abgeordnete, gegen die Gerichtsprozesse laufen oder gegen die wegen Verbrechen ermittelt wird, wurden wiedergewählt.</strong><br />
<strong>Der wirtschaftlich starke, durch Deutschstämmige geprägte südbrasilianische Teilstaat Rio Grande do Sul, in dem mehrmals das Weltsozialforum stattfand, war bisher eine Hochburg von Lulas PT, künftig wird er von der PSDB-Gouverneurin Yeda Crusius regiert.</strong><br />
<strong>Die Sozialdemokraten haben künftig in sechs brasilianischen Teilstaaten die Macht, in denen exakt 51 Prozent des nationalen Bruttosozialprodukts erzeugt werden und der größte Teil der Arbeiterschaft lebt. Die von Lulas Partei administrierten fünf Teilstaaten kommen dagegen nur auf acht Prozent des Bruttosozialprodukts.</strong><br />
<strong>Renommierte Sozialwissenschaftler wie Claudio Abramo aus São Paulo meinen, wegen der Struktur des neuen Nationalkongresses werde in Lulas zweiter Amtszeit nicht nur das Regieren, sondern auch der Kampf gegen die Korruption viel schwieriger werden. »Denn man muß ja die Ursachen bekämpfen, von denen ein beträchtlicher Teil der Abgeordneten Nutzen hat. Die Chancen sind hoch, daß Brasilien mit dem neuen Kongreß noch viel schlimmere Erfahrungen macht als mit dem bisherigen.« Unter den Abgeordneten befänden sich viele Abenteurer und egozentrische Opportunisten, denen es nur um persönliche Interessen gehe.</strong><br />
<strong>Abramo äußerte sich auch zu der Tatsache, daß mindestens sechs der Kongreß-Millionäre Mitglied in Lulas Arbeiterpartei sind: »Das ist keineswegs überraschend, da die Arbeiterpartei nie eine linke Partei war.« Die Universitätsprofessorin Anita Prestes aus Rio, Tochter der in Bernburg von den Nazis vergasten Olga Benario, vertritt die Position, daß es in Brasilien gar keine linken Parteien und Organisationen gibt, lediglich linke Einzelpersönlichkeiten. Claudio Abramo von <i>Transparencia Brasil</i> gibt ihr Recht. »Solche Parteien und Organisationen existieren tatsächlich nicht, das ist die Wahrheit, derartiges ist hier nicht verwurzelt. Wir haben hier keinen Teil der Gesellschaft, der eine linke Partei tragen könnte. Wir sind ein deutlich unterentwickeltes Land – die intellektuelle Produktion Brasiliens ist von niedrigstem Niveau.«</strong><br />
<strong>Zur wachsenden Zahl von Millionären im Kongreß meinte Abramo: »Das ist ein Reflex der sozialen Ungleichheit in Brasilien und zeigt den Einfluß des Geldes im Wahlprozeß. Geld ist der große Stimmenbeschaffer. Hier sieht man einen Fehler unseres Wahlsystems. Die Oberschicht wird begünstigt, Leute mit viel Geld gehen in die Politik, um ihre Interessen zu verfechten. Angehörige der Bevölkerungsmehrheit sind dagegen durch unser Wahlsystem benachteiligt.«</strong><br />
<strong>Der Sänger und Komponist Caetano Veloso meinte vor den Stichwahlen, Brasiliens Eliten hätten Lula bisher unterstützt – und würden dies weiter tun. Olavo Setubal, Chef und Gründer der großen Privatbank Itaù, stellte klar, keinen Unterschied zwischen Lula und den sozialdemokratischen Herausforderer Alckmin zu sehen. Brasiliens Privatbanken machten unter Lula dank dessen Hochzinspolitik die größten Gewinne ihrer Geschichte, nur in der Schweiz ist die Banken-Rentabilität höher. Statt »Vater der Armen«,<i>Pai dos Pobres,</i>höhnen manche Brasilianer, sollte man Lula den »Paten der Bankiers« nennen.</strong><br />
<strong>Für den Sozialwissenschaftler Ricardo Antunes von der Universität Campinas ist es keineswegs zufällig, daß Führer des Gewerkschaftsdachverbandes CUT in sämtliche Regierungsskandale um Stimmen- und Parteienkauf verwickelt sind. Denn laut Antunes wurde der CUT zum »Gefangenen des Staates, des Arbeitsministeriums und öffentlicher Gelder«. In den vier Lula-Amtsjahren erlebten Streikende den CUT erstmals als Streikbrecher, als Marionette der Regierung. Brasiliens Generalstaatsanwalt charakterisiert zahlreiche enge Mitarbeiter und Freunde Lulas gar als »kriminelle Organisation«, als »Bande«.</strong><br />
<strong>Francisco Whitaker aus São Paulo, dem jetzt der <i>Alternative Nobelpreis </i>zugesprochen wurde, ein Mitbegründer des <i>Weltsozialforums, </i>kennt die Tricks der Spitzenfunktionäre noch aus seiner Zeit als Abgeordneter der PT, Anfang 2006 trat er aus der Partei aus. Das Ethik-Image habe die Arbeiterpartei-Führung lediglich gepflegt, um Wahlen zu gewinnen, sagt er. Lula hat politische Abkommen mit berüchtigten Oligarchen und Diktaturaktivisten wie Sarney und Antonio Carlos Magalhaes geschlossen: »Das ist schon schlimmer als Verrat – die archaischen Oligarchien bleiben fortbestehen, können ganz beruhigt sein.«</strong><br />
<strong>Whitaker war entsetzt, wie »pragmatisch« nur zu viele aus Lulas Anhang die Regierungsübernahme sahen: »Das Motto war: Jetzt sind wir dran und fassen ab, wo es nur geht, hieven unsere Leute auf möglichst viele Posten. Das hörte ich oft in der PT – einfach furchtbar, daß sie nichts anderes wollen als die Vorgänger.«</strong></p>
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<h1 class="entry-title">Ausgeträumt/2006</h1>
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<p><strong>Der Mitgründer des <em>Weltsozialforums,</em> Francisco Whitaker, 74, hat die brasilianische <em>Arbeiterpartei</em> (PT) unter Protest verlassen. In der Partei von Staatschef Luis Inacio Lula da Silva hatte Whitaker zu den letzten hochgeachteten »Aufrechten« gehört, nachdem bereits zahlreiche seiner Mitstreiter von der zentralistischen Führungsspitze ausgeschlossen worden waren oder aus Unzufriedenheit mit dem Regierungskurs das Parteibuch zurückgegeben hatten.</strong><br />
<strong>Der Austritt Whitakers erregte in der brasilianischen Öffentlichkeit enormes Aufsehen. Der einstige »Hoffnungsträger« Lula und die Spitze seiner <em>Arbeiterpartei </em>stecken tief im Korruptionssumpf: Abgeordnetenbestechung, Parteien- und Stimmenkauf, Mittelabzweigung und Machtmißbrauch. Es sei eingetroffen, so Whitaker, was die katholischen Kirche bereits vor den Wahlen von 2002 prophezeit habe. »Die jetzige politische Krise war vorhersehbar. Um die Wahlen zu gewinnen, wurde sogar der berüchtigte PR-Manager Duda Mendonca, der zuvor für rechte Politiker arbeitete, eingekauft, es wurde mit Tricks und Täuschung, mit Lügen gearbeitet. Um an die Macht zu kommen, so die neue Logik, muß man Wahlen gewinnen, dafür ist viel Geld nötig – unwichtig, woher es kommt. Der Traum ist aus, überall spürt man Bestürzung und Enttäuschung. Doch es gab Leute wie mich, die dachten, man könnte noch manches reparieren. Das war ein Fehlschluß. Besonders gravierend, daß man im Ausland sogar auf illegalen Schwarzkonten Geld hortete. Übelste politische Machenschaften, die die <em>Arbeiterpartei </em>stets bekämpft hatte, gelten unter Staatschef Lula auf einmal als normal.«</strong><br />
<strong>Aber Lula, wende ich ein, spricht immer wieder von enormen Fortschritten. »Die brasilianischen Eliten profitieren heute von Lula, sie finden ihn optimal. Paradoxerweise sind deshalb die Privilegierten heute am meisten daran interessiert, daß er möglichst lange weiterregiert, um das neoliberale Wirtschaftsmodell zu garantieren. Nie zuvor haben die Banken solche Profite gemacht. Im Falle Lulas und der<em>Arbeiterpartei</em>agierten unsere Machteliten wieder einmal sehr intelligent. Zudem kontrolliert Lula die Sozialbewegungen, hält das Volk mit Almosen von Unruhen ab. Seine Sozialprogramme sollen dazu dienen, die Masse unterwürfig und abhängig zu halten. Selbst die oft so kämpferisch auftretende Landlosenbewegung MST wurde gezähmt, überschreitet nie bestimmte Grenzen der Kritik an der Lula-Regierung. Statt einer für Brasilien so dringend nötigen Agrarreform, die eine enorme Nachfrage bislang vom Binnenmarkt ausgeschlossener Bevölkerungsgruppen geschaffen hätte, wurde das exportorientierte Agrobusiness gefördert.«</strong><br />
<strong>Francisco Whitaker, der im Rahmen der brasilianischen Bischofskonferenz die Arbeit der <em>Kommission für Gerechtigkeit und Frieden </em>koordiniert und jahrelang enger Mitarbeiter des befreiungstheologischen Kardinals Evaristo Arns in São Paulo war, ist mit seiner Meinung kein Außenseiter. »In der Bischofskonferenz denkt man größtenteils wie ich, viele Bischöfe sehen die Dinge genauso. Allerdings gibt es in der Kirche keine Enttäuschung über die Lula-Regierung – weil man die Probleme ja ganz realistisch vorausgesehen hatte. Überrascht hat lediglich das Ausmaß der Machenschaften – mancher dachte, so weit würde es wohl doch nicht kommen.«</strong></p>
<p><strong><em>Francisco Whitakers neuestes Buch: »O desafio do Forum Social Mundial – um modo de ver« (Vorwort von Oded Grajew, brasilianischer Unternehmer, der die Idee des Weltsozialforums hatte), Editora Fundacao Perseu Abramo, São Paulo</em></strong></p>
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<h1 class="entry-title">Staatschef Lulas „fortschrittliche“ Regierungspolitik/2010</h1>
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<p><strong>Der brasilianische Präsident Luis Inacio Lula da Silva erhält am Ende der zweiten Amtszeit wegen seiner Politik geradezu überschwängliches Lob aus Europa, darunter Ländern wie Deutschland, sowie internationale Ehrenpreise. Spaniens Ministerpräsident und amtierender EU-Ratspräsident José Zapatero nennt Lula „ehrlich, integer und bewundernswert, ein Beispiel für alle Politiker“. Auch gemäß den Wertekriterien des jüngsten Weltwirtschaftsforums von Davos macht Lula offenbar alles richtig – und wird mit dem „Global Statesmanship Award“ geehrt. Hintergrund der Auszeichnung sei die hervorragende Art, in welcher der Präsident das Land seit acht Jahren führe. Europäische Parteien, darunter die deutschen Grünen, betonen ausdrücklich die „fortschrittliche Regierungspolitik“ Brasilias, die zudem nicht selten als „links“ klassifiziert wird.</strong></p>
<p><strong>Indes: Derartige Einschätzungen stehen in interessantem Kontrast zu den Analysen brasilianischer, aber auch ausländischer Menschenrechtsexperten. So konstatiert der deutsche Lateinamerikawissenschaftler Rüdiger Zoller in einer Studie der Bundeszentrale für politische Bildung, daß Brasilien auch unter Lula kein Rechtsstaat sei – und nie ein Rechtsstaat war …</strong></p>
<p><strong>Theoretisch existieren für die öffentliche Sicherheit, die Verbrechensbekämpfung zahlreiche gutformulierte Gesetze, und Polizei und Justiz erscheinen ähnlich strukturiert wie in Europa. Doch zum Beispiel von den jährlich rund 50 000 Morden in Brasilien werden nur wenige Prozent aufgeklärt, deren Täter gefaßt und abgeurteilt. Das liege, so der Wissenschaftler Bicudo, nicht zuletzt am Zeugenschutz. „Der ist eigentlich per Gesetz garantiert, funktioniert aber nicht. Zeugen sind in Brasilien überhaupt nicht geschützt. Nur zu oft ist es doch so: Kennt der Täter einen Zeugen, bringt er ihn um. Deshalb leben wir doch hier in Brasilien unter dem sogenannten Gesetz des Schweigens, will niemand aussagen. Das Schlimme ist zudem, daß unser Sicherheitsapparat aus der Militärdiktatur übernommen wurde. Wir haben in Brasilien Militärpolizisten auf den Straßen, die nicht wie Polizisten, sondern wie Militärs agieren. Und jedes Jahr tödlicher, wie die Statistiken zeigen. Doch ein Militärpolizist, der grundlos tötet, weiß, daß ihn die zuständige Militärjustiz nicht bestraft. Und an der Slumperipherie unserer Städte agieren auch noch Polizei und Verbrecherkommandos gemeinschaftlich, um diesen Schein-Frieden aufrechtzuerhalten.“</strong></p>
<p><strong>Der Kampf der demokratischen Öffentlichkeit um eine angemessene Vergangenheitsbewältigung hat in jüngster Zeit erneut einen Rückschlag erlitten. Staatspräsident Lula hatte sich bis zum Ende seiner zweiten Amtsperiode Zeit gelassen, um ein Dekret zu unterzeichnen, das die Schaffung einer Wahrheitskommission zur Aufklärung von Diktaturverbrechen vorsieht. Außerdem sollte ein Amnestiegesetz aufgehoben werden, dessen völkerrechtswidrige Auslegung es bisher unmöglich macht, berüchtigte Folteroffiziere oder Mörder von Diktaturgegnern zu bestrafen. Nicht zum ersten Mal kam es wegen dieser Problematik prompt zu einer Regierungskrise. Verteidigungsminister Nelson Jobim und die Kommandanten der Teilstreitkräfte reichten ihren Rücktritt ein – und waren mit dieser Taktik sehr erfolgreich. Staatschef Lula hätte als militärischer Oberbefehlshaber als Zeichen von Festigkeit die entsprechenden Posten sofort neu besetzen können, zog es indessen vor, die Rücktrittsgesuche abzulehnen und eine Neuformulierung des Dekrets ganz im Sinne der Militärs vorzunehmen, Schlüsselbegriffe wie „politische Repression“ zu streichen.</strong></p>
<p><strong>Überraschend gab ebenso wie Lula auch dessen Menschenrechtsminister Vannuchi nach, der zusagte, daß das Amnestiegesetz nicht angetastet werde und eine künftige Wahrheitskommission nicht gegen die Militärs gerichtet sei. Daß diese den Putsch von 1964 stets an dessen Jahrestag öffentlich gar als „Revolution“ verteidigen, die Generalspräsidenten und deren Repressionsmethoden ausdrücklich würdigen, weist auf die besondere politische Situation in Brasilien auch unter der Lula-Regierung hin. Zudem zeichnet sich ab, daß das Präsidentendekret in seiner ursprünglichen Form nicht die nötige Zustimmung des Nationalkongresses erhalten würde, in dem konservative und rechte Kräfte überwiegen. Lulas politischer Bündnispartner José Sarney, der während der Diktaturjahrzehnte als Chef der Regimepartei ARENA fungierte, wurde 1985 erster demokratischer Staatspräsident, führt heute den brasilianischen Kongreßsenat und damit de facto das gesamte Parlament. Lula, dessen Vize José Alencar ein Diktaturaktivist war, schloß Regierungsbündnisse mit dem konservativen und rechten Lager. Sein Nachfolger im Präsidentenpalast dürfte genauso vorgehen.</strong></p>
<p><strong>Der deutschstämmige Bundes-Staatsanwalt Marlon Weichert in Sao  Paulo hält die Bestrafung von Diktaturverbrechern für unverzichtbar und hat deshalb 2008 sein eigenes Land sogar vor der Menschenrechtskommission der Organisation Amerikanischer Staaten in Washington angeprangert: “Der brasilianische Staat erfüllt auch seine internationalen Verpflichtungen nicht. Er kann Verbrechen gegen die Menschlichkeit gar nicht amnestieren – wie es in Brasilien aber geschehen ist. Wenn man jene davonkommen läßt, die gestern Verbrechen gegen die Menschenrechte begingen, und wenn man solche Taten sogar vertuscht, stärkt man jenen den Rücken, die heute im Staatsapparat Menschenrechte verletzen wollen. Man beschützt Mörder, Folterer, Vergewaltiger und Entführer aus der Zeit des Militärregimes. Leider gibt es in Brasilien die Überzeugung, daß man die Wahrheit verbergen müsse und daß es vorteilhafter sei, über alle diese Probleme nicht zu reden. Das ist eine Frage der Werte und der Kultur. Käme die Wahrheit heraus, müßten Biographien völlig umgeschrieben werden.“ Die brasilianische Soziologie-Zeitschrift „Sociologia“ konstatiert Ende 2009 in einer ausführlichen Studie: „Die Praxis der Folter ist als Form institutioneller Gewalt im Alltag des Sicherheitsapparats weiter präsent und richtet sich besonders gegen die Armen.“ Auch diese Einschätzung spricht Bände über die Bewunderer heutiger Regierungspolitik Brasilias.</strong></p>
<p><strong>Als Zugpferd der Lula-Regierung wird gelegentlich das Anti-Hunger-Programm betrachtet, das indessen laut Kirchenangaben den Hunger in der achtgrößten Wirtschaftsnation Brasilien, einem der führenden Nahrungsmittelexporteure, längst nicht beseitigen konnte. Wie Brasiliens Medien unter Berufung auf den UNO-Sonderberichterstatter für Hungerfragen, Olivier de Schutter, betonen, zielen Lulas Sozialprogramme nur auf die Symptome von Armut und Elend, nicht auf deren Ursachen. Was die Regierung den Betroffenen mit der einen Hand gebe, entziehe sie ihnen mit der anderen, da ein wichtiger Teil der Programme just durch ein Steuersystem finanziert werde, das den ärmsten Schichten 46 Prozent ihres Einkommens nehme, während die reichste Schicht lediglich mit 16 Prozent belastet werde.</strong></p>
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<h1>Obama in Brasilien/2011</h1>
<p><strong>Auf Gesten und Symbolik, sorgsam abgestimmt zwischen beiden Seiten, sei besonders zu achten, hatte Brasilia vor der Ankunft des US-Präsidenten verlauten lassen. Und als Barack Obama dann in den Amtssitz von Präsidentin Dilma Rousseff schritt, ging es Schlag auf Schlag. Mitten in der persönlichen Unterredung befahl Obama über einen Mitarbeiter die Attacke auf Libyen mit zunächst 110 Tomahawk-Raketen. Und etwas später, mitten im Bankett für Obama im brasilianischen Außenministerium, ging es richtig los mit den Bombardements. „Ein historischer Tag“, titelten die Zeitungen – und „historisch“ verhielt sich Brasiliens neue Staatschefin, die einst als Guerilleira gegen die Militärdiktatur kämpfte, eingesperrt und gefoltert wurde. Erst nach der Abreise Obamas äußerte sie Missfallen über die Kriegserklärung ausgerechnet in Brasilien – vermied indessen, wie viele Brasilianer erwartet hatten, dies Obama sofort und direkt zu sagen, womöglich die offiziellen Gespräche abzubrechen. Mit einer Note, die einen Waffenstillstand in Libyen erbat, wurde ebenfalls solange gewartet, bis Obama abgereist war. Brasiliens wichtigster Befreiungstheologe, Frei Betto, nannte es gegenüber dem <i><em>Blättchen</em></i> „zumindest takt- und geschmacklos, den Krieg gegen Libyen just in Brasilien zu erklären, das gegen eine solche kriegerische Aggression ist.“ Der Diskurs des Westens sei Demokratie, das Interesse indessen Öl und nicht etwa die Verteidigung der Menschenrechte in Libyen. Brasilia hatte sich im UN-Sicherheitsrat, abgestimmt mit Russland, Indien und China, wenigstens der Stimme enthalten, eine friedliche Lösung befürwortet.</strong><br />
<strong>Absolut symbolträchtig ging es beim Bankett zu – denn wie zu hören war, hatte Rousseff offenbar mit Ziehvater Lula da Silva abgemacht, dass am Tische direkt neben den beiden Obamas just der hochwichtige Regierungspartner José Sarney sitzen sollte. Die USA hatten 1964 zur Unterstützung des Militärputschs sogar eine Kriegsflotte vor die Küste Brasiliens entsandt. Und nun prosteten sich just der Präsident dieses Landes und der damalige Chef der brasilianischen Folterdiktatorenpartei ARENA freundlichst zu, unterhielten sich auch Michelle Obama und Sarney sichtlich nett miteinander. Er gilt in Brasilien nach wie vor als der archaischste, reaktionärste und politisch mächtigste Oligarch, ist Präsident des Kongresssenats und wurde trotz seiner Verwicklung in zahllose Skandale von Lula stets hochgeschätzt und umworben. „I love this guy“, sagte Obama einmal über Lula – und wollte ihn gerne mit am Tisch. Doch der mit scharfem politischen Instinkt gesegnete Ex-Gewerkschaftsführer lehnte die Einladung ab. Als hochbezahlter Ehrenpräsident seiner Arbeiterpartei PT hatte er womöglich Rücksicht zu nehmen auf jenen Parteiflügel, der sich scharf gegen einen Libyenkrieg wandte, an die Kriege im Irak und in Afghanistan erinnerte, die Obama-Regierung als „Feind des Weltfriedens“ einstufte. Vor Obamas Ankunft brodelte es in diesem Teil der PT, der sich den Sozialbewegungen eng verbunden fühlt, die Obama zur „persona non grata“ erklärt hatten. Zorn erregte daher, dass Brasiliens Regierung, eingeschlossen Dilma Rousseff, und die Führungsspitze der Arbeiterpartei die von PT-Mitgliedern angekündigten Proteste gegen den Besuch Obamas verurteilten. Wie durchsickerte, sollten solche Aktivitäten erstickt, unzufriedene Kader auf Linie gebracht werden. Zu den Abweichlern gehörte sogar Rousseffs Frauenministerin Iriny Lopes. Zu Kriegsbeginn nicht am Tische mit Obama sitzen zu wollen, könnte Lula eines Tages Lorbeeren einbringen – wer erinnert sich dann noch an die Hintergrund-Details? Sehr aufschlussreich, was dann in Chile ganz anders lief als in Brasilia. Eine weit politisiertere Öffentlichkeit erreichte, dass beim Obama-Besuch die Diktaturproblematik nicht ausgeklammert wurde. Anders als unter Dilma Rousseff wurde im chilenischen Regierungssitz natürlich eine Pressekonferenz anberaumt, konnte ein chilenischer Journalist offen fragen, ob Obama und dessen Regierung bereit seien, sich für die Beteiligung am Militärputsch vom 11. September 1973 zu entschuldigen – und bei den gerichtlichen Ermittlungen über Diktaturverbrechen zu kooperieren. Der Journalist erinnerte an bezeichnende Fälle, darunter die Ermordung von Orlando Letelier, Außenminister von Salvador Allende, 1976 in Washington. Dem überraschten Obama blieb nichts weiter übrig, als zuzustimmen – er vermied indessen, um Entschuldigung zu bitten.</strong><br />
<strong>Obama plante vor Rio de Janeiros Opernhaus eine Rede ans Volk, zog sich dann aber wegen der drohenden Proteste ins Innere des imposanten Gebäudes zurück, wollte handverlesenes Publikum. Draußen PT-Fahnen und „Obama-go-home“-Plakate – drinnen fragwürdigste Symbolik. Die nationale Schwarzenbewegung forderte, dass sich der erste dunkelhäutige US-Präsident zum grauenhaften Rassismus klar positionieren muss. Schwarzen-Aktivist Mauricio Pestana: ”Es gibt keinerlei Zweifel, dass im ‚demokratischen’ Brasilien von heute schwarze Bürger mehr Opfer von Folter, Mord und Verschwindenlassen sind als in irgendeiner autoritären Epoche unserer Geschichte.“ Die Schwarzenbewegung hatte versucht, über die neue Ministerin für Rassengleichheit, Luiza Bairros, das Rassismusthema auf die Besuchs-Agenda zu setzen, wurde jedoch abgeblockt. Der Studentenverband UNEAFRO nannte Obama „den Verräter der Schwarzen in aller Welt“ – und wird sich jetzt vermutlich bestätigt fühlen. Obama hatte nicht vor, den Rassismus, andere gravierende Menschenrechtsverletzungen in Brasilien zu kritisieren. Seine Besuchsvorbereiter griffen daher tief in die Symbol-Kiste, ließen vor der Rede eine Afro-Band aufspielen und platzierten viele Schwarzen-Aktivisten gut sichtbar vor dem US-Präsidenten. Die Ansprache wurde von Brasiliens wichtigsten Kommentatoren arg verrissen: Denn Obama lobte ausgerechnet die brasilianische Demokratie als beispielhaft, stellte damit klar, welche Menschenrechtskriterien er nach eigenem Werteverständnis an Brasilien anlegt. Systematische Folter durch Staatsangestellte, Todesschwadronen, Scheiterhaufen, neofeudale Banditen-Diktatur in den Armenvierteln, Morde an Menschenrechtsaktivisten, Sklavenarbeit – „no problem“ fürs Weiße Haus. Brasilien werde zum Modell für die Welt, so Obama. In Rio wurde ganz in der Nähe seines Copacabana-Hotels kurz nach der Abreise der Systemkritiker und Anwalt Ricardo Gama, der hohe Politiker auf seiner Website aufs Korn nahm, bei einem Attentat von zwei Kopfschüssen getroffen. Er wird hoffentlich überleben. Zuvor war ein kirchlicher Menschenrechtsanwalt in Nordostbrasilien ermordet worden. In Sao Paulo liquidierten zwei Militärpolizei-Todesschwadronen seit 2006 mindestens 150 Menschen, steht in einem neuen Untersuchungsbericht. Als ausgesprochenen Folterstaat beschrieb sogar Brasiliens neue Menschenrechtsministerin Maria do Rosario ihr eigenes Land – kein einziges Massenmedium brachte die Äußerung. Nicht zufällig ist Brasilien jetzt auf dem britischen Welt-Demokratie-Index vom 41. auf den 47. Platz zurückgefallen – liegt auf dem neuesten UNO-Ranking für menschliche Entwicklung nur auf Platz 73. – Libyen immerhin auf dem 53., Chile auf dem 45., Argentinien auf dem 46 und der Iran auf dem 70. Platz.</strong><br />
<strong>Aber heißt es nicht immer, seit Lula zeige Brasilia gegenüber den USA zunehmend Selbstbewusstsein und Eigenständigkeit? Brasiliens Qualitätsmedien analysierten ironisch Wikileaks- Enthüllungen. Öffentlich habe es nur zu oft leere antiamerikanische Rhetorik gegeben – „ im vertraulich-privaten Umgang indessen Liebkosungen für die Brüder im Norden, Anerkennung der Hegemonie des Partners.“ US-Diplomateneinschätzungen lauteten, das Tropenland sei noch gar nicht reif, um ein Global Player zu sein. Für US-Sozialwissenschaftler sind die brasilianischen Regierenden unfähig zu längst überfälligen strukturellen Reformen, gibt es „gravierende interne Probleme“. Menschenrechtsaktivist Fabio Konder Comparato, Rechtsprofessor an Brasiliens führender Bundesuniversität in Sao Paulo: “Wir hatten bis heute nie Demokratie, leben immer unter einem oligarchischen Regime. Unsere Politik hat stets zwei Gesichter. Eines für außen, zivilisiert – und eines für innen, grausam. Wir halten diese Doppelzüngigkeit des Charakters im gesamten politischen Leben aufrecht. Die Wahlen sind Theater. Lula bewies, dass er für die Oligarchie nicht gefährlich ist. Ich widerspreche dem Begriff Redemokratisierung.“</strong></p>
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<p><strong>Brasiliens Lula: Wer als Älterer noch links ist, ist nicht ganz bei Troste/Hintergrund von 2006</strong></p>
<p><strong>Brasiliens „Alt-Linke“ reagieren kritisch-ironisch</strong></p>
<p><strong>Zu den Kuriositäten im deutschen Medienzirkus aller politischen Couleur gehört, ausgerechnet den brasilianischen Staatschef Luis Inacio Lula da Silva zum linken, gar progressiven Lager zu rechnen. Obwohl dieser regelmäßig klarstellt, daß er sein ganzes Leben lang nicht als Linker, Linksgerichteter klassifiziert werden wollte. Im Dezember 2006 hat Lula  in Sao Paulo vor Bankiers und anderen Unternehmern erneut für entsprechende Klarstellungen gesorgt. Wer sich mit über sechzig Jahren immer noch zur Linken rechne, sei nicht ganz bei Troste. „Wenn sie jemanden kennen, der alt ist und zur Linken zählt, heißt das eben, daß er  Probleme hat“. Im Kontext der Rede waren mentale Probleme gemeint. Die Geldleute reagierten zufrieden und mit großer Heiterkeit, oder wie manche Zeitungen vermeldeten, lachten sich kaputt. „Wenn man die Sechzig erreicht, kommt man ins Alter des Gleichgewichts, ist man weder das eine noch das andere. Wer mehr rechts war, ist dann mehr in der Mitte – und wer mehr links war, wird sozialdemokratisch, also weniger links.“ Bankiersliebling Lula illustrierte das am persönlichen Beispiel, bezog sich auf den Kongreßpolitiker Delfim Netto, der zur Zeit des grausamen 21-jährigen Diktaturregimes der auch mit Pinochet eng kooperierenden Foltergeneräle wichtige Ministerposten, darunter das Amt des Finanzministers, bekleidete.  „Heute bin ich ein Freund von Delfim Netto. Zwanzig Jahre lang habe ich Delfim kritisiert – doch jetzt ist er mein Freund und ich bin seiner.“ Das Publikum aus der Geldelite quittierte dies erneut mit Heiterkeitsausbrüchen.</strong></p>
<p><strong>Daß Lula tatsächlich nie der Linken angehörte, haben Politikwissenschaftler, aber auch Menschenrechtsaktivisten, die ihn aus seiner Zeit als Gewerkschaftschef gut kannten, immer wieder bekräftigt.</strong></p>
<p><strong>Die neuesten Lula-Äußerungen wurden von linken Persönlichkeiten Brasiliens zumeist mit Spott kommentiert. Soziologieprofessor Chico de Oliveira, 73, aus Sao Paulo nannte Lula ein Chamäleon – intellektuell, politisch und ideologisch schwach. Er passe sich jedem Ambiente an, um zu überleben.</strong></p>
<p><strong>Helio Bicudo, aus Lulas Arbeiterpartei ausgetretener katholischer Menschenrechtsaktivist:“Mit 84 stehe ich heute mehr links als mit 60.“</strong></p>
<p><strong> Poet Ferreira Gullar:“Lula geht es nur um die Macht – je nach Publikum redet er jedwedes Zeug.“</strong></p>
<p><strong>Senator Cristovam Buarque, von Lula gefeuerter Bildungsminister :“Die Klarstellung Lulas festigt meine Position, daß diese Regierung rechts steht.“</strong></p>
<p><strong>Architekt Oscar Niemeyer, der sich stets als Kommunist bezeichnet, und heftig für Lulas Wiederwahl geworben hatte, gab sich just an seinem 99. Geburtstag heftig überrascht. So etwas, sagte er gegenüber Freunden, habe man von einer Persönlichkeit mit dieser politischen Biographie nicht erwartet.</strong></p>
<p><strong> Waldemar Rossi aus Sao Paulo, Führer der katholischen Arbeiterseelsorge aus Sao Paulo, hatte einst mit Lula Streiks organisiert und stets betont:“Lula war nie ein Linker. All dies erklärt seine teilweise Bewunderung für Adolf Hitler.“ Bereits als Gewerkschaftsführer hatte Lula zur Diktaturzeit in einem Interview wörtlich gesagt, nie dementiert oder berichtigt:“Hitler irrte zwar, hatte aber etwas, das ich an einem Manne bewundere – dieses Feuer, sich einzubringen, um etwas zu erreichen…Was ich bewundere, ist die Veranlagung, Bereitschaft, die Kraft, die Hingabe.“</strong></p>
<p><strong> Auch angesichts dieses berühmten Lula-Satzes lassen sich klare Rückschlüsse auf die politischen Positionen jener ziehen, die ihn als links, progressiv definieren.</strong></p>
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<p><strong>Bizarrer Wahlkampf und Lulas Korruptionsskandal(2006)</strong></p>
<p><strong>Anti-Korruptions-NGO „Transparencia Brasil“ mobilisiert gegen Wiederwahl von belasteten Politikern</strong></p>
<p><strong>Man stelle sich folgendes in Deutschland vor: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat keine stabile Mehrheit im Bundestag, muß die Parlamentsunterstützung Tag für Tag neu aushandeln. Ihre rechte Hand im Kanzleramt sowie andere ihr nahestehende Politiker organisieren deshalb Stimmenkauf, illegale Geldtransaktionen im Millionenhöhe an Parteien und Parlamentarier. Um Mehrheiten zu garantieren, werden Bundestagsabgeordnete mit Geld gefügig gemacht. Die Sache fliegt indessen auf, parlamentarische Untersuchungsausschüsse erbringen die nötigen Beweise. Die Bundeskanzlerin erklärt im Fernsehen, von den finsteren Machenschaften engster Mitarbeiter nichts gewußt zu haben, lehnt jegliche politische Verantwortung für Stimmen-und Parteienkauf ab, bleibt im Amt. Genau so schildert Claudio Weber Abramo, Exekutivdirektor von „Transparencia Brasil“ die Lage, allerdings auf Brasilien, die Regierung von Staatschef Lula und auf die regierende Arbeiterpartei PT bezogen. Lula hat allergrößte Chancen, am ersten Oktober bereits im ersten Durchgang wiedergewählt zu werden. Wie wäre in solcher politischen Situation das Wählerverhalten in Deutschland?</strong></p>
<p><strong>–Flucht in die parlamentarische Immunität—</strong></p>
<p><strong>In Brasilien sollen nun über einhundert verwickelte Politiker, aber auch Unternehmer, vor Gericht gestellt werden. Zahlreiche hochbelastete Kongreßabgeordnete wollen sich indessen durch eine Wiederwahl im Oktober in die parlamentarische Immunität flüchten, einem Prozeß entkommen. Weil Brasiliens populärste NGO „Transparencia Brasil“, die dem weltweiten Anti-Korruptions-Dachverband „Transparency International“ angeschlossen ist, dagegen eine öffentliche Kampagne gestartet hat, die betreffenden Politiker beim Namen nennt, hat sie jetzt gerichtlichen Ärger mit Staatschef Lulas Arbeiterpartei.</strong></p>
<p><strong>Noch im letzten Jahr hatte Staatschef Lula die Bestrafung aller Schuldigen vesprochen: “Das brasilianische Volk hat dies alles wirklich nicht verdient, was da geschehen ist. Doch jetzt tut die Regierung alles erdenkliche, um den Fall aufzuklären. Nach den Ermittlungen werden die entsprechenden Gerichtsprozesse stattfinden – und die Justiz wird ihre Pflicht erfüllen. Wir alle sind auf die Welt gekommen, um ehrlich, ethisch und würdig zu handeln – und wer dies nicht tut, muß eben dafür bezahlen.“ Dies ist indessen keineswegs sicher. Denn über 150 Politiker , die in die verschiedensten Korruptionsskandale der jüngsten Zeit verwickelt sind oder wegen anderer Delikte ebenfalls als schwerbelastet gelten, stehen derzeit in der Kampagne für die Wiederwahl und verschweigen den rund 120 Millionen Pflichtwählern natürlich ihre Probleme mit der Justiz. „Transparencia Brasil“ hat deshalb alle Kandidaten in einem umfänglichen Internet-Register namens „Excelencias“ charakterisiert und eine Aufklärungskampagne unter das Motto gestellt: Votiert nicht für Politiker, die Dreck am Stecken haben. Gemeint waren Männer und Frauen fast aller Parteien, doch nur die Arbeiterpartei Lulas reagierte ärgerlich. Claudio Weber Abramo: “Hier in Sao Paulo ging die Führung der Arbeiterpartei mit einer Unterlassungsklage gegen uns vor Gericht – und hatte damit auch Erfolg. Wir haben natürlich Berufung eingelegt, die allerdings abgelehnt wurde. Jetzt sind wir vors Oberste Wahlgericht in Brasilia gezogen und hoffen, daß wir dort Recht bekommen. Die Unterlassungsklage ist für die Arbeiterpartei wie ein Schuß in den eigenen Fuß, denn jetzt ist die Öffentlichkeit auf unsere Kampagne erst richtig aufmerksam geworden. Gestandene Politiker der Arbeiterpartei haben sich enormen politischen Schaden eingehandelt. Alle Welt sagt hier, sind die denn  verrückt geworden?“ Abramo erschreckt die PT-Klage umso mehr, da die Partei im wirtschaftlich führenden Teilstaat Sao Paulo gegründet wurde, hier ihre Wurzeln, die meisten Sympathisanten hat. Abramo, womöglich Brasiliens führender Korruptionsexperte, hat den Regierungsskandal bis in die Detail begleitet:“Ja, es geht dabei um Stimmenkauf, um illegale Geldtransaktionen zwischen der regierenden Arbeiterpartei sowie Parteien und Parlamentariern, die der sogenannten Regierungsbasis im Nationalkongreß angehören. Die Angeklagten erfanden eine Story, wonach es sich lediglich um unsaubere Wahlkampffinanzierung, schwarze Wahlkampfkassen gehandelt habe. Doch man muß immer wieder hervorheben – diese Story ist eine reine Erfindung. Es geht um Korruption zwischen der dominierenden Partei der Lula-Regierung und Kräften im Parlament, die man eben bearbeiten, gefügig machen muß, um die nötigen Mehrheiten zu garantieren.“ Abramo bringt auf, daß Lula öffentlich erklärte, von all dem nichts gewußt zu haben. „Das ist eine weitverbreitete Haltung in Ländern, wo man stets vor der eigenen Verantwortung flieht. In Staaten wie Deutschland ist politische Verantwortung klar definiert – doch in Brasilien eben nicht. Hier haben wir so etwas im öffentlichen und im privaten Sektor –  eine schlechte Sache, aber leider für Brasilien charakteristisch. Der oberste Verantwortliche erklärt sich nicht verantwortlich für das, was in seinen Strukturen, in seinem Laden passiert.“  </strong></p>
<p><strong>–niedriges Bildungsniveau der Pflichtwähler—</strong></p>
<p><strong>Claudio Weber Abramo von Transparencia Brasil macht sich indessen keine Illusionen über den Erfolg der Aufklärungskampagne. Drei Viertel der erwachsenen Brasilianer sind aufgrund des Bildungsniveaus gemäß neuen Studien nicht in der Lage, einen simplen Zeitungs-oder Buchtext zu lesen und zu verstehen. Und wie Umfragen ergaben, haben die allermeisten daher auch gar nicht begriffen, um was es bei dem Regierungsskandal eigentlich ging.</strong></p>
<p><strong>Laut Abramo gibt es in Brasilien  etwa 750000 NGO – doch „Transparencia Brasil“ mit nur sieben festen Mitarbeitern habe die beste Verbreitung, werde am meisten angeklickt. „Wir finanzieren uns schlecht und recht über Mitgliedsbeiträge von dreißig Real monatlich, machen Projekte gemeinsam mit dem Staat, auch mit der Lula-Regierung, mit Gouverneuren und Präfekten der oppositionellen Sozialdemokratischen Partei PSDB. Kurios, wenn uns daher die einen als PT-ler, die anderen als PSDB-ler beschimpfen. Wenn wir von beiden Seiten attackiert werden, machen wir offenbar irgendetwas richtig.</strong></p>
<p><strong>–Chico-Buarque-Hit als Kampagne-Leitmotiv—</strong></p>
<p><strong>Abramo hat sich zum musikalischen Leitmotiv seiner Kampagne einen alten Hit des großen brasilianischen Liedermachers Chico Buarque ausgewählt – „Meu Caro Amigo“ aus der Diktaturzeit, wegen  der Textzeile „A coisa aqui ta preta“ – es steht schlecht um die Sache hier.</strong></p>
<p><strong>–Neue Kriterien für „links“ und „progressiv“–</strong></p>
<p><strong>Auch in Deutschland haben sich die Kriterien vielerorts dafür verschoben, was „links“ und „progressiv“ ist. Zwar wird Staatschef Lula nicht müde, immer wieder öffentlich zu betonen, niemals der Linken angehört zu haben und dies durch seine Politik, etwa bei den Menschenrechten, bei Bildung und Sozialem, der Umwelt, auch deutlich zu unterstreichen. Doch kurioserweise hat offenbar gerade der Stimmen-und Parteienkauf-Skandal nicht wenige europäische Beobachter dazu veranlaßt, in Lula einen aufrechten Linken zu sehen. Denn just seit der Korruptionsskandal kocht, just vor dem Hintergrund der Enthüllungen und Ermittlungen häufen sich in Deutschland bizarre Analysen, daß es sich bei Lula um einen Linken, bei seiner Regierung um eine Linksregierung handelt. Stimmen-und Parteienkauf sowie alltägliche Folter, gewöhnlich an den Ärmsten der Armen praktiziert, gelten damit offenbar als Kriterien für Progressivität.</strong></p>
<p><strong>–hohes Bußgeld für Lula—</strong></p>
<p><strong>Unterdessen hat Brasiliens Oberstes Wahlgericht Staatschef Lula dazu verurteilt, wegen illegaler vorgezogener Wahlpropaganda umgerechnet über 300000 Euro Bußgeld aus der eigenen Tasche zu zahlen. Gemäß einer Erhebung der größten Qualitätszeitung „Folha de Sao Paulo“ haben Brasiliens Pflichtwähler weiterhin ein starkes konservatives Profil. Danach definieren sich 47 Prozent als rechts, während sich 23 Prozent zur politischen Mitte und 30 Prozent zur Linken rechnen. Vor dem Hintergrund der oft politischer Fiktion entsprungen scheinenden Regierungsskandale bemerkte jetzt der Wirtschaftswissenschaftler und Kolumnist Gustavo Ioschpe in der „Folha de Sao Paulo“:“Wäre Brasilien ein ernstzunehmendes Land, dürfte Lula nicht mehr im Amt sein. Und wäre er noch im Amt, dürfte er nicht erneut kandidieren. Und falls er für eine Wiederwahl kandidierte, dürfte er nicht an der Spitze der Wählerumfragen stehen.“</strong></p>
<p><strong>Auch die Wahlpropaganda ist in Brasilien ganz anders organisiert als in Deutschland. So müssen die Radiohörer vor den Oktoberwahlen derzeit morgens von sieben bis acht Uhr durchgehend auf sämtlichen Sendern Kandidatenwerbung ertragen, die nur zu oft an Infantilität nicht zu überbieten ist. Im Fernsehen wird täglich zur besten Sendezeit von 20.30 bis 21.20 Uhr auf sämtlichen TV-Kanälen Wahlpropaganda durchgeschaltet, für die das gleiche gilt. </strong></p>
<p><strong>–Multis und Korruption—</strong></p>
<p><strong>Die vierzehnte Wirtschaftsnation Brasilien zählt zu den korruptesten Ländern der Erde – Claudio Weber Abramo untersucht natürlich auch, wie hier die über zehntausend ansässigen Unternehmen Deutschlands im allgemeinen Korruptionsklima zurechtkommen:“Sie agieren gemäß den in Brasilien geltenden Spielregeln – andernfalls könnten sie hier gar nicht funktionieren.“</strong></p>
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<p><strong>Das Flugzeugunglück(2007)</strong></p>
<p><strong>Die Piste des Airports Congonhas mitten in der Megacity Sao Paulo ist nicht mal halb so lang wie die in Tegel oder Frankfurt. Anders als in Europa üblich, hat Congonhas keine Auslaufzone, können Maschinen also nicht bequem ausrollen. Jeder Laie, der die vorbeiführende Stadtautobahn benutzt, begreift den Irrsinn auf den ersten Blick. Starts und Landungen ähneln denen auf Flugzeugträgern. Die Männer im Cockpit agieren notgedrungen wie erfahrene Militärpiloten. Sie reißen die Maschinen extrem steil hoch oder bringen sie so abrupt zum Stehen, daß man als durchgerüttelter Passagier den Eindruck hat, gleich bricht der Jet auseinander. Leute beten beim Anflug das Vaterunser, Erleichterung auf allen Gesichtern, wenn die Maschine doch nicht ins angrenzende Häusermeer gekracht ist. So geht das schon seit Jahrzehnten. Der kleine, enge Airport Congonhas, sagen die Piloten, ist der komplizierteste und gefährlichste Brasiliens. Trotzdem der meistfrequentierte – 44 Starts und Landungen pro Stunde. 1963 stürzt erstmals eine Maschine in die nahen Häuser – 34 Tote. 1996, als es eine Fokker 100 erwischt, sogar 99. Beinahe-Tragödien alle paar Tage. Ich habe deshalb möglichst vermieden, in Congonhas mein Leben zu riskieren – selbst brasilianische Flugsicherheitsexperten verfahren genauso. Und Marc Baumgartner, Präsident der internationalen Fluglotsenvereinigung, sagte vor dem neuesten Unglück, das über 200 Menschenleben forderte, er selbst würde derzeit überhaupt nicht nach Brasilien fliegen, dies auch seinen Freunden nicht empfehlen – wegen der unhaltbaren Zustände.</strong></p>
<p><strong>Bewußte Fahrlässigkeit, nicht nur im Flug-und Straßenverkehr, sowie eine schockierende Abwertung menschlichen Lebens gehören zu den für Europäer beinahe unbegreiflichen soziokulturellen Besonderheiten des Tropenlandes. Seit vor zehn Monaten die viel zu wenigen, schlecht ausgebildeten und total überlasteten brasilianischen Fluglotsen eine Boeing und eine kleinere Maschine über Urwald auf Kollisionskurs bringen, 154 Menschen umkommen, wurde tagtäglich in sämtlichen Medien heiß über die haarsträubende Flugsicherheit und das Chaos auf den Airports diskutiert, vor neuen Katastrophen gewarnt, besonders in Congonhas. Doch die Regierung von Staatschef Lula, der die Zivilluftfahrt direkt untersteht, nennt die Flugsicherheit so hoch wie in der Ersten Welt, streicht dafür vorgesehene Haushaltsmittel stark zusammen, gibt nur einen Bruchteil frei. In den Kontrolltürmen der zivilen Airports sitzen fast nur blutjunge Unteroffiziere, bekommen für die anstrengende, stressige Arbeit umgerechnet gerade einmal 620 Euro monatlich – brutto. Radaranlagen, andere Überwachungstechnik stammen teils noch aus den sechziger Jahren. Gemäß internationalen Vorschriften darf sich ein Fluglotse maximal um 14 Maschinen gleichzeitig kümmern – in  Brasilien sind über zwanzig üblich.</strong></p>
<p><strong> Bedrückend, wie man mit der neuesten Katastrophe von Congonhas umgeht: Am Abend des Unglücks wird die TV-Live-Berichterstattung der Sender immer wieder von fröhlicher, frivoler Bierwerbung unterbrochen. Als noch Menschen in dem Airbus verglühen, ändert Brasiliens größte und quotenstärkste Fernsehanstalt TV-Globo keineswegs das Programm, sondern bringt die beliebteste, frech-laszivste Humorsendung des Landes. Gleich hinterher die Spätnachrichten mit dem aktuellsten Horror aus Congonhas. Der Flugverkehr wird wegen der Katastrophe von den Regierungsbehörden keineswegs unterbrochen und umgeleitet, sondern gegen den Protest der Piloten weitergeführt, als wäre nichts geschehen – die Maschinen preschen beim Start direkt in Richtung der hoch lodernden Flammen von der Unglücksstelle, überfliegen das Inferno in niedriger Höhe. Brasilia manifestiert Zynismus und Kaltschnäuzigkeit ohnegleichen – klagen hinterher viele Piloten.</strong></p>
<p><strong>All dies wäre in Deutschland wohl undenkbar. Zwar verkündet Brasilia eine dreitägige Staatstrauer, doch die gilt traditionell nur pro forma – selbst in Sao Paulo wird keine einzige Lustbarkeit, kein Fest, keine Comedy etwa aus Rücksicht auf die Hinterbliebenen abgeblasen. Als jetzt polnische Pilger in Frankreich verunglücken, eilen Nicolas Sarkozy und Lech Kaczynski sofort an die Unglücksstelle, zu den Überlebenden. Auch Brasilien Medien kreiden Staatschef Lula an, daß ihm derartiges nicht im Traume einfiel, die Regierung extreme Taktlosigkeit manifestiert. Erst nach öffentlicher Empörung bequemt sich Lula vier Tage nach der Flugzeugkatastrophe zu einer kurzen TV-Ansprache. Zuvor werden hohe Funktionäre der staatlichen Flugaufsichtsbehörde Infraero dabei fotografiert, wie sie am Unglücksabend mit lachenden Gesichtern aus nächster Nähe die grauenhaften Vorgänge beobachten. Und im Präsidentenpalast feiert man die Nachricht, daß möglicherweise ein technischer Fehler ausschlaggebend für die Tragödie von Congonhas ist. Lulas Kumpel und außenpolitischer Berater Marco Aurelio Garcia sowie dessen Assistent werden dabei gefilmt, wie sie die TV-Nachricht frohgelaunt, überglücklich mit abstoßend obszönen Gesten kommentieren. Jetzt sind all jene total gefickt, die der Regierung die Schuld an dem Unglück geben, bedeuten die Gesten im Klartext. Mitgefühl in Brasilia gleich Null, stattdessen Hohn und Spott für eine kleinlichen Machtinteressen ausgelieferte Gesellschaft, kommentieren Angehörige der Opfer und die Medien. Die obszönen Gesten symbolisierten die „Ethik“ der Lula-Regierung, die dominierende Scheinheiligkeit. Und die Besessenheit Brasilias, aus allem, wirklich allem, und sei es eine Flugzeugkatastrophe, politischen Nutzen zu ziehen. Kumpel Marco Aurelio Garcia kennt man auch in Deutschland gut – er ist es, der stets erklärt, daß Lulas „Partido dos Trabalhadores“ zu keiner anderen Partei so enge Beziehungen unterhält wie zur SPD.  </strong></p>
<p><strong>Entsetzliche, unglaubliche, empörende Taktlosigkeiten folgen: Noch bevor Lula vor die Mikrophone tritt, werden nur drei Tage nach dem Unglück bei einem großen Festakt in Brasilia die Führungsleute der staatlichen Luftfahrtbehörden für „hervorragende Leistungen“ geehrt.</strong></p>
<p><strong>Was ist mit unserem Land los, fragen sich Sozialwissenschaftler und Kulturschaffende, war dieses Unglück nicht eigentlich Mord? Viele sprechen von einem Verbrechen, für das die Lula-Regierung verantwortlich sei. Ja, wir sind ein Land der Fahrlässigkeit, Verantwortungslosigkeit und Scheinheiligkeit, sagen viele auf den Straßen. Das Schlimmste an diesem Brasilien mit seinen zahllosen Anomalien sei, daß jedermann sich daran gewöhne. Gesellschaftliche Apathie und Lethargie seien typische soziale Phänomene in einem Land mit so verkümmerter Protestkultur. Brasilien stehe heute für „Chaos, Korruption, Straflosigkeit, Barbarei“. Daß im Parallelstaat der Slums beinahe täglich von den regierenden Banditenmilizen auf modernen Scheiterhaufen aus Autoreifen Mißliebige lebendig zwecks Einschüchterung der Armen öffentlich verbrannt werden – wen kümmerts, ob in Brasilien oder Deutschland?</strong></p>
<p><strong>Die Tragödie von Congonhas war vorhersehbar, betont auch der renommierte Psychologe und Therapeut Jorge Forbes: „Wir alle haben es gewußt – und wir alle haben es zugelassen.“</strong></p>
<p><strong>Deutschland zählt jährlich um die 5000 Verkehrstote, die zehntgrößte Wirtschaftsnation Brasilien mit nur etwa doppelt so hoher Bevölkerungszahl und weit geringerem Autobestand immerhin über 35500. Gemordet wird meist aus nichtigem Anlaß, jährlich über fünfzigtausendmal. Auch das sagt genug.</strong></p>
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<p><strong>Moderne Scheiterhaufen/2007</strong></p>
<p><strong>Stellen wir uns vor, in Havanna oder Moskau würden Oppositionelle, Bürgerrechtler lebendig verbrannt. Wie dann sofort westliche Medien, Regierungen, Institutionen, Parteien reagieren würden, weiß jeder. Aber halten wir uns an die Fakten.</strong></p>
<p><strong>In Lateinamerikas größter bürgerlicher Demokratie ist das lebendige Verbrennen von Mißliebigen jahrzehntelange Praxis, jenen Medien, Regierungen, Institutionen, Parteien von Anfang an bestens bekannt. Selbst Fotos, Augenzeugenberichte gehen schließlich regelmäßig durch brasilianische Zeitungen. Doch erwartete Reaktionen bleiben aus, brasilianische Menschenrechtsaktivisten sind tief enttäuscht. Jetzt hat der mehrfach preisgekrönte brasilianische Fotograf Rogerio Reis aus Rio de Janeiro seine neueste Arbeit den modernen Scheiterhaufen im Parallelstaat der Slums seines Landes gewidmet.  Reis wird die Fotoinstallation in Paris zeigen, will die Weltöffentlichkeit über diese „Akte der Barbarei“ informieren, darüber eine Debatte in Gang bringen. Die Installation aus 24 Fotos heißt „Microondas“, Mikrowelle. So nennen die Slumdiktatoren des organisierten Verbrechens – und inzwischen auch der Volksmund –  jene Scheiterhaufen aus Autoreifen, auf denen regelmäßig Menschen lebendig verbrannt werden. Auch, um damit Millionen von Bewohnern der Elendsviertel einzuschüchtern. Man stellt sich in die Installation von Rogerio Reis, ist dann umzingelt von großen Farbfotos, die sinnbildlich Autoreifen in Flammen abbilden. Auf journalistischen Schwarzweißfotos ist der Horror ganz konkret zu sehen. Die Reifen werden gewöhnlich über das gefesselte Opfer gestapelt und dann angezündet.  „Aus Empörung über diese Akte der Barbarei, diesen unglaublichen Terror habe ich die Fotoinstallation geschaffen – eine Art von engagierter Kunst“, sagt Reis.  „Daß da willkürlich Menschen  gefoltert, außergerichtlich zum Tode verurteilt und schließlich verbrannt werden – das darf man doch nicht hinnehmen. Ein enger Freund von mir, der brasilianische Fernsehjournalist Tim Lopes, erlitt dieses Schicksal, ist eines der vielen Opfer. Ich will mithelfen, diese Zustände zu beseitigen –  man muß endlich damit anfangen. Ich will die Mittel der Kunst nutzen, um anzuklagen.“</strong></p>
<p><strong>Reis stellte seine Installation jetzt sogar im Kulturzentrum der brasilianischen Bundesjustiz in Rio de Janeiro aus. Die Qualitätszeitung „O Globo“ schilderte zeitgleich – und zum wiederholten Male – in einer Artikelserie die Zustände in der Slumdiktatur. Die Zahl der Verschwundenen sei heute 54-mal höher als während des 21-jährigen Militärregimes. O Globo berichtete auch über die Sondergerichte der Slumdiktatoren, die drakonischen Strafen, die Scheiterhaufen. Sie sind kein neues Phänomen in der brasilianischen Demokratie, und wie Reis betont, wissen verantwortliche Politiker, internationale Menschenrechtsorganisationen und auch  Intellektuelle Brasiliens seit langem detailliert darüber Bescheid. Auffällig indessen das Schweigen, die Indifferenz. “Diese Akte der Barbarei sind ein solcher Rückschritt im zivilisatorischen Prozeß, daß viele Leute den Tatsachen nicht ins Auge sehen, dies alles nicht wahrhaben wollen. Ich sehe da auch viel Scheinheiligkeit. Über diese grausamen Menschenrechtsverletzungen muß man diskutieren – doch just dies ist nicht erwünscht. Der Staat hat sämtliche Machtmittel, um diese Barbarei sofort zu beenden, doch dazu fehlt politischer Wille.“ Vertreter der Kirche, doch auch der renommierte Historiker Josè Murilo de Carvalho von der Bundesuniversität Rios, Mitglied der nationalen Dichterakademie, sind der Auffassung, daß durch die Slumdiktatur, das neofeudale Normendiktat der hochgerüsteten Banditenmilizen Protestpotential paralysiert, Rebellionen der Slumbewohner verhindert werden sollen. Eine Politisierung der Verarmten und Verelendeten werde ebenfalls blockiert. Die Gangsterkommandos dienten damit der Aufrechterhaltung politischer Stabilität – ganz im Sinne der Eliten. „Ich sehe das genau so“, sagt Fotograf Reis, „hier sind starke wirtschaftliche, politische Interessen im Spiel. Hochgestellte Figuren der Gesellschaft sind verwickelt, sind Nutznießer des organisierten Verbrechens. Auch darüber muß man debattieren. Zu meiner Ausstellung in Paris haben alle dortigen Vertreter der brasilianischen Regierung, angefangen vom Botschafter, offizielle Einladungen erhalten – das war mir wichtig.“</strong></p>
<p><strong>Der dunkelhäutige Schriftsteller Paulo Lins schrieb den sozialkritischen Bestseller „Cidade de Deus“, Gottesstadt, über einen Rio-Slum,  war Co-Regisseur der Buchverfilmung. Die kam als „City of God“ in die europäischen Kinos, kippte bei vielen sozialromantische Brasilienklischees. „In City of God spiele ich den Pressefotografen – mit Paulo Lins arbeite ich ebenso eng zusammen wie mit dem Musiker und Poeten Marcelo Yuka, der auf seiner neuesten CD einen Titel diesen modernen Scheiterhaufen gewidmet hat. Da beschreibt er die Gefühle der Slumbewohner, wenn ihnen der Geruch brennender Autoreifen in die Nase steigt – und alle genau wissen, was ganz in ihrer Nähe geschieht. Marcelo Yuka wurde von neun Banditenschüssen getroffen, sitzt gelähmt im Rollstuhl.“</strong></p>
<p><strong>Auch in Deutschland macht man derzeit Gangsta-Rap und HipHop aus brasilianischen Slums hoffähig, tut wider besseres Wissen so, als handele sich um genuine, eigenständige, ganz wundervolle Kulturprodukte. Marcelo Yuka analysiert indessen, daß in der Slumdiktatur auch die Musikzensur heute oft schlimmer sei als in den 21 Jahren der Militärdiktatur Brasiliens. „Betrete ich einen Slum und benutze verbotene Begriffe, verbotene Kleidung, kann ich ermordet werden“, sagt Yuka zum Blättchen. „Zudem verhängen die Banditenkommandos Besuchsverbote für gegnerische Armenviertel. Musiker ihres Herrschaftsbereichs dürfen dort nicht auftreten. Das Verbrennen von Menschen mittels Autoreifen, das Zerstückeln von Opfern, die Folter sind heute in den Slums alltäglich. In einem Jahr werden mehr Menschen umgebracht als in der gesamten Diktaturepoche. Ich bin eingeladen worden, über diese Realität im Oktober in der UNO zu sprechen.“</strong></p>
<p><strong>Carla Rocha zählt zu den wichtigsten investigativen Journalistinnen Brasiliens, hat Yuka in ihrer O-Globo-Artikelserie auch zur Kulturzensur zitiert:“HipHop und Funk sind heute die typische Musik der Slums von Rio, es gibt viele Gruppen, Bands. Doch die gesamte kulturelle Produktion wird heute von den Gangstersyndikaten kontrolliert, zensiert. Natürlich darf in den Musiktiteln nur die Polizei kritisiert werden, nie das organisierte Verbrechen. Andernfalls würden die Musiker mit dem Tode bestraft. Die NGOs dort müssen sich ebenfalls dem Normendiktat unterwerfen. Um die Kontrolle über den Informationsfluß des Slums zu halten, hören Banditenkommandos die Telefongespräche der Bewohner ab, überwachen selbst den Austausch von E-Mails. Gangstermilizen befehlen, daß Kleidung bestimmter Marken, Geschäfte, Farben nicht getragen werden darf.“</strong></p>
<p><strong>Auf seiner neuesten CD „Sangueaudiencia“, erschienen bei Sony-BMG, beschreibt Marcelo Yuka all diese Zustände – zu hören sind auch Mano Chao, Marisa Monte und selbst der Landlosenführer Joao Pedro Stedile. Kuba hat annähernd so viele Einwohner wie Rio de Janeiro.</strong></p>
<p><strong>An Fakten orientierte Berichterstattung über soziokulturelle Tatbestände bestimmter Länder wird heute in Deutschland zunehmend durch Zensur behindert, verhindert. Wo, wie, in welchen Medien und Institutionen kräftig zensiert wird, kriegt man heute auch dank Google-Suche rasch heraus. Machen Sie einfach mal den Test, etwa mit einigen Stichwörtern aus diesem Beitrag.</strong></p>
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<p><strong>Einkommen, Armutsgrenze in Brasilien:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/19/social-inequality-in-brazil-brasiliens-wichtigster-befreiungstheologe-frei-betto-lula-regierungsresultat/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/19/social-inequality-in-brazil-brasiliens-wichtigster-befreiungstheologe-frei-betto-lula-regierungsresultat/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/17/mit-rund-500-euro-familieneinkommen-in-brasilien-schon-mittelschicht-was-in-europa-gut-ankommt/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/17/mit-rund-500-euro-familieneinkommen-in-brasilien-schon-mittelschicht-was-in-europa-gut-ankommt/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/09/20/brasiliens-kuriose-sozialstatistiken-mit-umgerechnet-rund-112-euro-monatseinkommen-laut-regierung-schon-mittelschicht/">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/09/20/brasiliens-kuriose-sozialstatistiken-mit-umgerechnet-rund-112-euro-monatseinkommen-laut-regierung-schon-mittelschicht/</a></p>
<p><strong>Die hausgemachten Ursachen der gravierenden brasilianischen Wirtschaftskrise sind überall spürbar – nahezu ein ganzes Land in der Mentalitätsfalle. So dauern viele Arbeitsvorgänge in Brasilien zehnmal länger als in Nachbarländern wie Uruguay oder Argentinien, gar in Ländern der Ersten Welt – und mehr.  Zumeist liegt es an der Lustlosigkeit der Beschäftigten sowie fehlender Qualifikation – ein Bewußtsein für Effizienz scheint bei einem Großteil schlichtweg nicht zu existieren. Daher bringt man beispielsweise derzeit in Sao Paulo durchaus bis zu einer Stunde in der Schlange der Supermarkt-Schnellkasse zu – auch weil etwa eine Halbanalphabetin darauf besteht, mit der Kreditkarte zu bezahlen – und x-mal den falschen Zahlencode eingibt, die Kassiererin dies zum Schaden der immer längeren Käuferschlange x-mal zuläßt. Man packt also seine Waren wieder in den Korb, wechselt in eine andere Schlange – und erlebt dort irgendeine andere Version brasilianischer Unterentwicklung. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/09/27/boomland-brasilien-die-angeblich-aufstrebende-wirtschaftsmacht-warum-sind-wir-so-unproduktiv-fuhrende-wirtschaftszeitschrift-exame-beschreibt-brasiliens-enormen-wirtschaftlichen-ruckst/">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/09/27/boomland-brasilien-die-angeblich-aufstrebende-wirtschaftsmacht-warum-sind-wir-so-unproduktiv-fuhrende-wirtschaftszeitschrift-exame-beschreibt-brasiliens-enormen-wirtschaftlichen-ruckst/</a></p>
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<h2>Erklärung der kubanischen Regierung zum Putsch in Brasilien</h2>
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<dl class="article-info muted">
<dd class="category-name">Kategorie: <a href="http://www.redglobe.de/lateinamerika-karibik/brasilien">Brasilien</a></dd>
<dd class="published">Veröffentlicht: 18. April 2016</dd>
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<p><strong><img src="http://www.redglobe.de/images/1default/cuba_wappen.png" alt="Republik Kuba" />Wir dokumentieren nachstehend eine Erklärung des Außenministeriums der Republik Kuba zum laufenden institutionellen Staatsstreich in Brasilien:</strong></p>
<p>Sektoren der rechten Vertretung der Oligarchie im Zusammenspiel mit der reaktionären Presse Brasiliens, mit offener Unterstützung der Transnationalen der Kommunikation und dem Imperialismus, haben im Abgeordnetenhaus dieses Landes den ersten Schritt hin zu einem parlamentarischen Staatsstreich gegen die legitime Regierung der Arbeiterpartei (PT) und der Präsidentin Dilma Rousseff vollzogen, den sie seit Monaten planen.</p>
<p>Es handelt sich um einen Angriff gegen die brasilianische Demokratie und die Rechtmäßigkeit einer von der Mehrheit des Volkes an den Urnen gewählten Regierung, der auf Beschuldigungen basiert, für die es weder Beweise noch rechtliche Grundlagen gibt, wie dies von der Präsidentin selbst, vom ehemaligen Präsidenten und Führer der PT Luiz Inacio Lula Da Silva und zahlreichen Führern linker politischer Parteien und sozialer Bewegungen Brasiliens angeprangert wurde.</p>
<p>Seit dem Jahr 2003, als zum ersten Mal, angeführt von Lula, die Arbeiterpartei die Regierung übernommen hatte, wurden in Brasilien wichtige soziale Programme mit großen Auswirkungen für die weniger besgünstigten Teile der Bevölkerung durchgeführt. Laut Aussage der Weltbank konnten 25 Millionen der Brasilianer dank Programmen wie „Bolsa Familia“ „Mi Casa, Mi Vida“ und „Hambre Cero“ der Armut entkommen. Brasilien wurde international zu einem einflussreichen Akteur in Verteidigung der gerechten Sache und zu einem Förderer der lateinamerikanischen und karibischen Integration.</p>
<p>Die putschende Opposition sucht den Zyklus der volksnahen Regierungen der Arbeiterpartei zu schließen und so dem ein Ende zu setzen, was an sozialen Leistungen für das brasilianische Volk erreicht wurde, um eine neoliberale Regierung einzusetzen, die die Plünderung der natürlichen Reichtümer dieses lateinamerikanischen Bruderlandes durch große transnationale Unternehmen ermöglicht, insbesondere die seiner immensen Reserven an Erdöl, Mineralien, Wasser und Artenvielfalt und die ihre Außenpolitik den hegemonischen imperialen Interessen unterordnet.</p>
<p>Dieser Putsch gegen die brasilianische Demokratie ist Teil einer reaktionären Gegenoffensive der Oligarchie und des Imperialismus gegen die lateinamerikanische Integration und die progressiven Prozesse in der Region. Zudem ist sie auch gegen die Länder der sogenannten BRICS – Gruppe gerichtet, die eine wichtige Einheit von mächtigen Ökonomien bildet, die die Hegemonie des US- Dollar herausgefordert hat.</p>
<p>Das Außenministerium der Republik Kuba verurteilt energisch den parlamentarischen Staatsstreich, der in Brasilien stattfindet und unterstützt entschlossen das Volk und die legitime Regierung dieses Bruderlandes, sowie die Präsidentin Dilma Rousseff, in Verteidigung der politischen und ökonomischen Fortschritte und des während der Regierungen der Arbeiterpartei auf sozialem Gebiet Erreichten.</p>
<p><strong>Havanna, 17. April 2016</strong></p>
<p>Quelle: <a href="http://de.granma.cu/cuba/2016-04-18/erklarung-des-aussenministeriums-der-republik-kuba" target="_blank">Granma</a> / RedGlobe</p>
<h2 class="beitrags-titel">Mensch und Müll 2016 – die verelendete Sklavennachfahrin von Sao Paulo/Brasilien. Mülltüten, Müllsäcke als einzige Kleidung – vergebliches Betteln um ein paar Münzen, keinerlei Zeichen von Solidarität mit dem Opfer von Rassismus, Neoliberalismus, vertiefter Wirtschaftskrise. ” „Man setzt sie mit Müll gleich. Und das Schlimme ist: Die Obdachlosen sagen selber schon, ich bin kein Mensch, ich bin Müll.” Sandra Stalinski, Missionarin auf Zeit aus Deutschland. <span class="kleiner"><a class="post-edit-link" href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?post=61082&amp;action=edit">**</a></span></h2>
<div class="beitrags-info">tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/neoliberalismus/" rel="tag">neoliberalismus</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/rassismus/" rel="tag">rassismus</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/sao-paulo-opfer-von-elend/" rel="tag">sao paulo – opfer von elend</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/vertiefter-wirtschaftskrise-2016/" rel="tag">vertiefter wirtschaftskrise 2016</a></div>
<div class="beitrag">
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/FrauM%C3%BCll1.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-61083" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/FrauM%C3%BCll1-1024x683.jpg" alt="FrauMüll1" width="1024" height="683" /></a><strong>Müllsäcke an Sao Paulos “Avenida Paulista” der Großbanken und Shopping Center – oder ein verelendeter Mensch?</strong></p>
<p><strong>Rund zwei Monate vorher:</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2015/12/28/brasilien-2015-die-krise-und-die-alltagsdramen-halbnackte-obdachlose-sklavennachfahrin-nur-mit-plastetuetenresten-notduerftig-bekleidet-bettelt-auf-stadt-avenida-von-sao-paulo-reichste-stadt-lat/">http://www.hart-brasilientexte.de/2015/12/28/brasilien-2015-die-krise-und-die-alltagsdramen-halbnackte-obdachlose-sklavennachfahrin-nur-mit-plastetuetenresten-notduerftig-bekleidet-bettelt-auf-stadt-avenida-von-sao-paulo-reichste-stadt-lat/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/FrauM%C3%BCll2.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-61085" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/FrauM%C3%BCll2-1024x535.jpg" alt="FrauMüll2" width="1024" height="535" /></a></p>
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<p><strong>Brasilien – US-Hinterhof, strategischer Partner der Merkel-Gabriel-Regierung…</strong></p>
<p><strong>Nicht ungewöhnlich, wenn einem in Amazonasstädten wie Manaus nachts in der Hafenregion eine völlig nackte, verelendete Frau auf der Straße begegnet. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2016/02/12/brasiliens-aktuelle-epidemien-2016-starke-zunahme-bei-denguefieber-faellen-laut-offiziellen-angaben/">http://www.hart-brasilientexte.de/2016/02/12/brasiliens-aktuelle-epidemien-2016-starke-zunahme-bei-denguefieber-faellen-laut-offiziellen-angaben/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/FrauM%C3%BCll15.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-63116" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/FrauM%C3%BCll15.jpg" alt="FrauMüll15" width="780" height="768" /></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/11/05/brasilien-%E2%80%93-kirche-und-gesellschaft-sammelbandtexte/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/11/05/brasilien-%E2%80%93-kirche-und-gesellschaft-sammelbandtexte/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/11/22/brasilien-die-barbarischen-regeln-des-organisierten-verbrechens-von-sao-paulo-hat-ein-drogensuchtiger-der-slums-drogen-schulden-bei-den-dealern-werden-ihm-sofort-die-schulden-erlassen-wenn-er-e/">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/11/22/brasilien-die-barbarischen-regeln-des-organisierten-verbrechens-von-sao-paulo-hat-ein-drogensuchtiger-der-slums-drogen-schulden-bei-den-dealern-werden-ihm-sofort-die-schulden-erlassen-wenn-er-e/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/FrauM%C3%BCll16.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-63118" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/FrauM%C3%BCll16.jpg" alt="FrauMüll16" width="824" height="768" /></a></p>
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<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/11/05/brasilien-%E2%80%93-kirche-und-gesellschaft-sammelbandtexte/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/11/05/brasilien-%E2%80%93-kirche-und-gesellschaft-sammelbandtexte/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/11/22/brasilien-die-barbarischen-regeln-des-organisierten-verbrechens-von-sao-paulo-hat-ein-drogensuchtiger-der-slums-drogen-schulden-bei-den-dealern-werden-ihm-sofort-die-schulden-erlassen-wenn-er-e/">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/11/22/brasilien-die-barbarischen-regeln-des-organisierten-verbrechens-von-sao-paulo-hat-ein-drogensuchtiger-der-slums-drogen-schulden-bei-den-dealern-werden-ihm-sofort-die-schulden-erlassen-wenn-er-e/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/FrauM%C3%BCll3.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-61088" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/FrauM%C3%BCll3-1024x524.jpg" alt="FrauMüll3" width="1024" height="524" /></a></p>
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<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/FrauM%C3%BCll4.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-61090" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/FrauM%C3%BCll4.jpg" alt="FrauMüll4" width="868" height="768" /></a></p>
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<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/FrauM%C3%BCll5.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-61092" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/FrauM%C3%BCll5.jpg" alt="FrauMüll5" width="768" height="803" /></a></p>
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<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/FrauM%C3%BCll6.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-61094" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/FrauM%C3%BCll6.jpg" alt="FrauMüll6" width="877" height="768" /></a></p>
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<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/FrauM%C3%BCll7.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-61096" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/FrauM%C3%BCll7-1024x751.jpg" alt="FrauMüll7" width="1024" height="751" /></a></p>
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<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/FrauM%C3%BCll8.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-61098" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/FrauM%C3%BCll8.jpg" alt="FrauMüll8" width="768" height="790" /></a></p>
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<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/FrauM%C3%BCll9.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-61100" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/FrauM%C3%BCll9.jpg" alt="FrauMüll9" width="951" height="768" /></a></p>
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<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/FrauM%C3%BCll10.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-61102" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/FrauM%C3%BCll10-1024x688.jpg" alt="FrauMüll10" width="1024" height="688" /></a></p>
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<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/FrauM%C3%BCll11.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-62401" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/FrauM%C3%BCll11.jpg" alt="FrauMüll11" width="862" height="768" /></a></p>
<p><strong>Gelegentlich ein paar Münzen ergattern durch Sammeln von Alubüchsen, Flaschen…</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/FrauM%C3%BCll13.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-62405" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/FrauM%C3%BCll13-1024x724.jpg" alt="FrauMüll13" width="1024" height="724" /></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/FrauM%C3%BCll12.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-62403" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/FrauM%C3%BCll12.jpg" alt="FrauMüll12" width="768" height="841" /></a></p>
<p>Weiterziehen im Tropengewitter.</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/FrauM%C3%BCll14.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-62407" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/FrauM%C3%BCll14-1024x704.jpg" alt="FrauMüll14" width="1024" height="704" /></a></p>
<p><strong>H</strong></p>
<p><strong>Hintergrund von 2008:</strong></p>
<h2 class="beitrags-titel">Sao Paulo – Reichtum, Elend, Obdachlose. Hedwig Knist, Sandra Stalinski. <span class="kleiner"><a class="post-edit-link" href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?post=197&amp;action=edit">**</a></span></h2>
<div class="beitrag">
<p><strong>Bei Brasilien denken die meisten Europäer immer zuerst an Rio de Janeiros kleine Schokoladenseite, den Zuckerhut, den Copacabanastrand, Samba und Karneval. Dabei ist das 430 Kilometer entfernte subtropische Sao Paulo zwar keineswegs schöner, aber viel interessanter und nicht nur Brasiliens, sondern ganz Lateinamerikas Kultur-und Gastronomiehauptstadt. Hier dirigierte John Neschling das beste Sinfonieorchester Lateinamerikas, hier leben die populärsten Musiker des Tropenlandes “ das Sertaneja-Duo Zeze di Camargo und Luciano. Hier werden jährlich an die tausend Theaterstücke inszeniert.</strong></p>
<p><strong><span id="more-197"></span>Nicht zufällig bildet das kosmopolitische Sao Paulo vor Rio den wichtigsten touristischen Anziehungspunkt des Tropenlandes. Viel mehr Deutsche steuern Sao Paulo an, nicht Rio. Die nach Tokio und Mexico-City drittgrößte Stadt der Welt ist zudem Lateinamerikas Industriemetropole, zählt an die tausend deutsche Unternehmen und erwirtschaftet ein höheres Bruttosozialprodukt als ganz Argentinien. Extreme Sozialkontrasten fallen indessen beinahe überall ins Auge –  auch die über zweitausend Slums sind nicht zu übersehen. Sao Paulo zählte einmal zu den schönsten Städten des Erdballs –  hemmungslose Geldgier, kollektive Unvernunft und provozierender Individualismus haben sie in eine der häßlichsten verwandelt. Sao Paulo ist heute auch Symbol lateinamerikanischen Sozialdarwinismus. Manche verdrängen lieber, schauen nicht hin –  doch die Situation der marginalisierten Paulistanos, darunter der Obdachlosen, schockiert.<br />
„Unser Land ist besudelt von Korruption, Gewalt und Lügen”, ruft Padre Julio Lancelotti vor der Kathedrale von Sao Paulo aus und ärgert damit manche Vorübergehenden. Übertreibt der Kirchenmann nicht unverschämt? Aus dem Präsidentenpalast in Brasilia kommen schließlich permanent positive Nachrichten über Wirtschaftswachstum, Rekordausfuhren und sozialen Fortschritt, was auch in Europa Beifall findet.  Doch Lancelotti zählt zu Brasiliens führenden Menschenrechtsaktivisten, kordiniert in Sao Paulo das weltweit einzige Vikariat für Obdachlose und sieht die riesigen, entsetzlichen Slums an den Peripherien der Millionenstädte auch unter der Lula-Regierung immer rascher wachsen. Vor der Kathedrale prangert er mit Gleichgesinnten an, daß ein im August 2004 an Obdachlosen verübtes Massaker immer noch nicht aufgeklärt ist, tatverdächtige Militärpolizisten unbehelligt bleiben. Acht Männer und Frauen wurden damals mit Eisenstangen totgeschlagen, weiteren sechs wurde der Schädel zertrümmert –  doch sie überlebten. „Das Blutbad gehört zur Schande Brasiliens”, so Lancelotti, „selbst Sklavenhalterkultur und Folter existieren weiter.” Der Padre erhält Morddrohungen, wurde mehrfach von Unbekannten attackiert, man setzte sogar einen bezahlten Killer auf ihn an. „Jetzt fürchten wir mehr denn je um sein Leben”, sagt die Deutsche Hedwig Knist, die seit acht Jahren in Sao Paulo die katholische Obdachlosengemeinde nahe dem Luz-Bahnhof leitet. Wegen der zunehmenden Arbeitslosigkeit verlieren immer mehr Familien ihre Bleibe, kampieren direkt an der Gemeindekirche, unter den vielen Hochstraßen Sao Paulos –  Szenen wie in Haiti, Kalkutta oder Lagos. Den Bessergestellten sind die Verelendeten vor allem in der City ein Dorn im Auge. An Lateinamerikas Leitbörse, protzigen Bankenpalästen, Oper und Pinakothek, Shopping Centers und Nobelrestaurants ärgern sich High Society und Schickeria über die zerlumpten, verzweifelten, teils übelriechenden und psychisch gestörten Gestalten, wollen von denen nicht angebettelt werden. Die Stadtverwaltung will deshalb das Zentrum  von ihnen säubern. „Die sollen alle weg, an die überfüllte Peripherie, werden teilweise rausgeprügelt”, so Hedwig Knist, „immer mehr Obdachlose und Straßenkinder werden mißhandelt.” Natürlich wenden sich die Erzdiözese und ihre Obdachlosenseelsorge gegen eine solche Vertreibungspolitik, pochen auf die Menschenrechte der „Moradores da Rua”(Straßenbewohner). „Deshalb werden wir von den Autoritäten gehaßt.” Die Gemeindereferentin aus der Diözese Mainz macht interessante Rechnungen auf: Allein in der City stehen vierzigtausend Wohnungen leer –  mehr, als es Obdachlose in Sao Paulo gibt. Würde jede Firma der lateinamerikanischen Wirtschaftslokomotive einem einzigen Obdachlosen Arbeit geben, wäre das Problem aus der Welt. Was auch Hedwig Knist besonders provoziert: Sao Paulo ist Lateinamerikas reichste Stadt, Brasilien immerhin die zehnte Wirtschaftsnation – genügend Geld für Soziales ist de facto vorhanden. Spenden aus Deutschland wären gar nicht nötig. Doch im neoliberal regierten Brasilien wollen die Betuchten nicht abgeben, ist eine gerechtere Einkommensverteilung nicht in Sicht. Ohne Spenden kirchlicher deutscher Hilfswerke wie Adveniat wäre auch wirkungsvolle Obdachlosenbetreuung nicht möglich. „Hedwig hat mir Auswege gezeigt, mich in Momenten der Schwäche und Unsicherheit bestärkt, bis ich es geschafft habe”, sagt Eliana de Santana. „Mit meiner kleinen Tochter lebte ich im Dreck –  doch dank Hedwig und ihren Gemeindeprojekten konnte ich öffentliche Gesundheitsbetreuerin werden, habe jetzt eine winzige Wohnung.” Sie kümmert sich in der City um kranke Obdachlose, erzwingt notfalls deren Behandlung in Kliniken. „Straßenbewohner werden diskriminiert – eine Frau hat man vor der Hospitalpforte sterben lassen!” Hedwig Knist umarmt vorm Gottesdienst die über dreißigjährige Berenice. ”Zehn Jahre hauste sie wie ein Tier zwischen Müll” –  jetzt macht sie Abendschule, arbeitet in der Gemeindewerkstatt, lebt in einem Wohnprojekt.<br />
Obdachlose in Deutschland –  Obdachlose im riesigen Brasilien –  überhaupt kein Vergleich. Jene wenigen, die in deutschen Fußgängerzonen, auf Straßen und Plätzen betteln, schlafen, herumhängen, sind gegenüber ihren brasilianischen Schicksalsgenossen geradezu in einer luxuriösen Situation. Niemand käme auf die Idee, an denen von Berlin, Frankfurt oder München Massaker zu verüben, sie lebendig zu verbrennen, gar beim Vorbeifahren aus dem Auto heraus zu erschießen. In Brasilien ist das alltäglich, Sandra Stalinski aus Aschaffenburg erlebt es als „Missionarin auf Zeit” mit. „Von den Opfern in Sao Paulo habe ich einige gut gekannt, alles hilflose Menschen, die Schwächsten der Schwachen, gezielt ausgesucht. Ich bin deshalb psychisch richtig zusammengebrochen, habe stundenlang geweint. Die Tatorte sind ja immerhin mein Arbeitsbereich. Das Massaker, denke ich, wurde aus politischen Gründen kurz vor Kommunalwahlen inszeniert, um es politisch auszuschlachten.” Denn Sandra Stalinski macht der ganze Medienrummel um den Fall stutzig, die gegenseitigen Anschuldigungen der Politiker. Soviel öffentliche Resonanz sei nicht normal, man hätte alles auch unter den Tisch kehren können.<br />
–„Ich bin kein Mensch, ich bin Müll”<br />
Wie üblich, wenn es „Sem-Teto”, Obdachlose, trifft, die häufig von der autoritären, egozentrischen Gesellschaft Brasiliens wie Nicht-Menschen betrachtet werden. „Man setzt sie mit Müll gleich. Und das Schlimme ist: Die Obdachlosen sagen selber schon, ich bin kein Mensch, ich bin Müll.” Um so nötiger ist soziale Betreuung, die „Missionaria” Stalinski nicht etwa weit entfernt an der Slumperipherie, sondern sogar mitten in der modernen City, neben dem pompösen Gebäude der lateinamerikanischen Leitbörse und den Großbanken, unweit feiner Manager-Restaurants, leistete. Oder selbst auf den Stufen der Kathedrale, oft gleich unter Gruppen tief verzweifelter, teils stark betrunkener Obdachloser. Unter all den Menschenmassen quält diese, einsam, ausgestoßen, ausgeschlossen zu sein –  um so dankbarer für Hilfe, ein tröstendes Wort, ein Gespräch.<br />
„Auf dem Platz davor sieht man alles –  Überfälle, Streit und Tod.” Denn die skandalösen Sozialkontraste Brasiliens liegen noch so offen wie zur Sklavenzeit: Manager in feinem Tuch, aufgeputzte Chefsekretärinnen kreuzen in Sao Paulos Innenstadt tagsüber alle paar Schritte Obdachlose, Bettler, Verkrüppelte, gar alte, zerlumpte schwarze Frauen, die sich ächzend vor hochbeladene Lastkarren spannen. Das Massaker geschah just in der trubeligen City –  nur zu viele der Privilegierten haben sich an den Anblick jener etwa 16000 Straßenbewohner Sao Paulos, „Moradores da Rua”, schlichtweg gewöhnt, nehmen sie kaum noch wahr, unglaubliche Indifferenz dominiert. In Deutschland gäbe es nach solchen Untaten einen öffentlichen Aufschrei –  hier stößt Sandra Stalinkski sogar während eines kleinen Protestmarsches auf offene Abweisung –  ihre Flugblätter werden von nicht wenigen Schlipsträger aus Banken, Geschäftshäusern abgelehnt:”Nee, kannste behalten, interessiert mich nicht. Da ist mir die Galle hochgekommen –  soviel Ignoranz!” Obdachlosen, so sagen viele, „verschmutzen” das Stadtbild, verrichten ihre Notdurft überall –  auch wegen ihnen stinkt es in den brasilianischen Großstädten vielerorts barbarisch nach Urin und Menschenkot.<br />
Sandra Stalinski arbeitete vorwiegend in einem Nachtasyl für 120 Männer, wird zwangsläufig Expertin in hausgemachter brasilianischer Sozialproblematik, auch brasilianischer Religiosität. Denn überall stößt sie auf einen ihr völlig neuen Bezug zu Gott:”Die Brasilianer sind viel religiöser als wir Deutschen, leben den Glauben wesentlich emotionaler, feiern Gottesdienste viel gefühlvoller, mit Liedern und Gesten. Man tanzt dort sogar, was ich gleich gar nicht kannte. Auch die Obdachlosen sind religiös und sagen, daß es letztendlich in Gottes Hand liege, ob sie sich aus dieser Situation befreien können. Sie sind fatalistisch, passiv, finden sich mit ihrem Schicksal ab, meinen, daran nichts ändern zu können. Ihre Lage sei scheinbar Gottes Wille. Und so eine Haltung kritisiere, hinterfrage ich natürlich.” Doch kaum Resonanz, wie die Missionarin verkraften muß. „Mit denen darüber zu reden, ist ganz schwierig, da habe ich eigentlich keine Chance.” Sie beobachtet zudem, wie sogar direkt vor der Kathedrale tagtäglich zahlreiche Sektenprediger agieren, mit der Bibel in der Hand allen Ernstes wie wild herumspringen. Das einerseits so moderne Sao Paulo ist auch Zentrum archaischster Wunderheiler-und Exorzisten-Sekten, die man bestenfalls weit im Hinterland vermutet hätte. „Ich empfinde das schockierend, laufe in den Straßen an Hallen vorbei, wo gerade ein Sektenpriester schreit, über den Satan spricht. Manche Obdachlose erzählen von Sekten, haben einen sehr fundamentalistischen Glauben, nehmen die Bibel wortwörtlich. Bei ihnen hat jedes zweite Wort mit Gott zu tun. Auf der Straße, unter den Obdachlosen gibts alle möglichen Religionen, wahnsinnig viele Freikirchen. Wir sind daher in den Projekten von „Rede Rua” ökumenisch, nicht nach einer bestimmten Religion ausgerichtet, halten keinen rein katholischen Gottesdienst, aber Gebetsstunden ab, feiern natürlich religiöse Feste wie Ostern und Weihnachten. Ganz besonders wichtig für die Bewohner der Straße.”<br />
Die ganze zwiespältige, komplexe, widersprüchliche Obdachlosenproblematik wird von der Missionarin sachlich, illusionlos gesehen, ohne sozialromantische Scheuklappen. Da in Brasilien ein soziales Netz wie in mitteleuropäischen Ländern fehlt, geht der Absturz in die Obdachlosigkeit ganz rasch, oft von heute auf morgen. ”Man verliert die Arbeit, dann ganz schnell auch die Wohnung “ und wohin dann? Auf die Straße.” Andere sind aus tausende Kilometer entfernten Regionen Brasiliens quasi nach Sao Paulo eingewandert, hofften in der Industriestadt auf einen Job, hörten wohl nichts von grassierender Rekordarbeitslosigkeit.<br />
–Machismus, Alkoholismus und harte Drogen”<br />
„Wenn Ehen auseinanderbrechen, gehen die Männer oft aus Wut und Trotz einfach weg, landen auf der Straße – fast nie die Frauen. Das hat viel mit dem lateinamerikanischen Machismus zu tun. Die Männer sind unheimlich stolz, sehr machistisch, sehen es nicht ein, etwa ihren Teller abzuwaschen, ihre Sachen zu säubern. Und bei Entlassung halten sie es einfach nicht aus, daß die Frau für den Lebensunterhalt der Familie sorgt –  und flüchten einfach, greifen zur Flasche.” Absurderweise ist simpler Zuckerrohrschnaps, Cachaca, in Brasilien billiger als Milch –  was würde sich in Deutschland abspielen, wenn der Liter Wodka oder Korn weit weniger als einen Euro kostete? „Für die brasilianischen Männer ist es fast normal, Cachaça zu trinken und in einer schwierigen Situation in den Alkoholismus abzurutschen.” Kokain, Crack kosten im Vergleich zu Deutschland ebenfalls nur Spottpreise, sind daher selbst für Slumbewohner erschwinglich. Schnaps, Rauschgift dienten zum Ruhigstellen von Problemgruppen, etwa Strafgefangenen, würden deshalb in die Knäste bewußt hineingelassen –  sagen selbst katholische Pfarrer. „In unserem Nachtasyl sind 98 Prozent alkohol-oder drogenabhängig”, so Sandra Stalinski, „ein Problem, mit dem wir ganz viel zu kämpfen haben, das sie aber nicht thematisieren.” Abends deshalb immer dasselbe Ritual: „Wenn die Leute unheimlich betrunken ankommen, würden sie in der Herberge Streit anfangen, gäbe es Konflikte. Also lassen wir sie erst vor der Tür warten, etwas nüchterner werden.” Bei den Männern stößt sie teils auf tiefste Verwahrlosung, gar Verrohung –  auf einen Teufelskreis, nur ganz schwer zu durchbrechen. Denn das Leben auf der Straße ist unbeschreiblich hart, auch grausam:”Da kann man nicht zartbesaitet sein, da muß man auch zum Messer greifen und töten, um sein eigenes Leben zu schützen –  diese Leute leben in einer ganz anderen Welt.” Viele lehnen es ab, nachts eine Herberge aufzusuchen, weil sie sich dort bestimmten Gemeinschaftsregeln unterwerfen müßten:”Da wird man nur gedemütigt, ich bin doch kein Hund, der an der Kette laufen muß!” Sie schlafen lieber in der „Freiheit” der Straße, trotz aller Gefahren. Doch jenen „Sem-Teto”, die in Sandra Stalinskis Asyl kommen, soll ihre Autonomie, Selbständigkeit wiedergeben werden –  dafür dienen die Seelsorge, die unzähligen stundenlangen nächtlichen Einzelgespräche, all die Kurse. „Wir wollen nicht, daß sich die Leute an das Straßenleben gewöhnen, nur jeden Abend im Asyl essen, duschen, schlafen, ohne etwas dafür tun zu müssen. Das kann zu einer Form von Bequemlichkeit werden. Es gibt Leute, die das Asyl als angenehme Möglichkeit empfinden, Geld einzusparen –  weil sie weniger verdienen oder auch weniger arbeiten.” Sandra Stalinski macht mit allen Kunstworkshops, malt, zeichnet mit ihnen, entdeckt die unglaublichsten Talente. Was denken sie über Deutschland? „Das Paradies, das gelobte Land, wo jeder reich ist, das Geld schier vom Himmel fällt.” Doch was weiß der deutsche Normalbürger über Brasilien? „Fußball, Samba, Caipirinha, Rio de Janeiro und die Strände als weltweit verkauftes Markenzeichen –  das Elend hier ist in Deutschland niemandem bewußt.”<br />
An der Peripherie Sao Paulos wachsen die Slums um über zehn Prozent jährlich, das Obdachlosenproblem verschärft sich zunehmend. „Weitere Massaker können geschehen”, schreibt die kleine Zeitung des „Rede-Rua”-Hilfswerks, bei der Sandra Stalinski ebenfalls mitarbeitet. „Präfektur, Staat und die Obdachlosen selber müssen endlich aktiv werden!”<br />
In Rio de Janeiro ist die Lage keineswegs anders –  die nach dem Diktator, Judenhasser und Hitlerverehrer Getulio Vargas benannte City-Avenida wird nachts zum Schlafsaal. Auf einem Kilometer nächtigen stets rund zweihundert Obdachlose. In Sao Paulo sprießen überall „Mini-Favelas” gar an Straßenecken, Fabrikmauern. Diözese-Soziologin Eva Turin analysiert, daß die Gesellschaft heute abgrundtief individualistisch, immer weniger solidarisch sei. Daß die Gutbetuchten der besseren Viertel ihren Konsumismus, den zunehmend stärker konzentrierten Reichtum nicht etwa verstecken, sondern sogar immer offener zur Schau tragen, sei „eine Aggression, eine Provokation, ein direkt obszöner Akt gegenüber den Armen.” So wie an der Avenida Paulista –  „der eine liegt krank vor Hunger auf der Straße, der andere fährt mit dem Importauto für hunderttausend Dollar vorbei.” Eva Turin meint, daß die Mittel-und Oberschicht diese Sozialkontraste bewußt verdrängt.<br />
Marcio Pochmann, renommierter Wirtschaftsexperte, sieht einen Zusammenhang zwischen Bereicherung und Dekadenz. Die Reichen von heute entstammten immer weniger den legalen produktiven Sektoren der Gesellschaft, Geldgier mache sie zunehmend entfremdeter. Der Prozeß unproduktiver Bereicherung gehe unverändert weiter, damit auch die sozioökonomische Dekadenz im Lande. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/04/Obdachl20162.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-69091" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/04/Obdachl20162.jpg" alt="Obdachl20162" width="865" height="768" /></a></p>
<p><strong>Obdachloser, stark abgemagert und geschwächt, bei Apriltemperatur 2016 von 15 Grad, ohne Hemd, in Lateinamerikas reichster Stadt Sao Paulo. Die Erfahrung zeigt, daß Menschen dieses Elendsstadiums rasch Opfer einer Unterkühlung oder irrationaler Gewalt werden, diese gar ein Auto überrollt. Mangels Ausweispapieren, fehlender staatlicher Bemühungen um eine Identifikation werden tote Verelendete dann gewöhnlich in Massengräber geworfen. Der Mann sieht täglich, wie Madames ihre wohlgenährten, exzellent gepflegten Hunde an ihm vorbeiführen – er kann als Mensch nicht erwarten, wenigstens annähernd so gut behandelt zu werden wie ein Hund. Sozialdarwinismus pur, neoliberale Herzenskälte allerorten.</strong></p>
<p><a href="http://das-blaettchen.de/2010/08/brasiliens-massengraeber-2172.html">http://das-blaettchen.de/2010/08/brasiliens-massengraeber-2172.html</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/11/22/brasilien-die-barbarischen-regeln-des-organisierten-verbrechens-von-sao-paulo-hat-ein-drogensuchtiger-der-slums-drogen-schulden-bei-den-dealern-werden-ihm-sofort-die-schulden-erlassen-wenn-er-e/">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/11/22/brasilien-die-barbarischen-regeln-des-organisierten-verbrechens-von-sao-paulo-hat-ein-drogensuchtiger-der-slums-drogen-schulden-bei-den-dealern-werden-ihm-sofort-die-schulden-erlassen-wenn-er-e/</a></p>
<h2 class="beitrags-titel">Die Ära der Desinformation, “Era da Desinformacao” – Stephen Ka<strong>Der Mann sieht täglich, wie Madames ihre wohlgenährten, exzellent gepflegten Hunde an ihm vorbeiführen – er kann als Mensch nicht erwarten, wenigstens annähernd so gut behandelt zu werden wie ein Hund. Sozialdarwinismus pur, neoliberale Herzenskälte allerorten.</strong>nitz. “Die Inszenierung der Politik in den Medien” – Ulrich Saxer, Publizistikwissenschaftler, Universität Zürich. Joachim Gauck und Guido Westerwelle in Brasilien. <span class="kleiner"><a class="post-edit-link" href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?post=2490&amp;action=edit">**</a></span></h2>
<div class="beitrags-info">tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/era-da-desinformacao/" rel="tag">era da desinformacao</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/stephen-kanitz/" rel="tag">stephen kanitz</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/ulrich-saxer/" rel="tag">ulrich saxer</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/universita%c2%a4t-za%c2%bcrich/" rel="tag">universitã¤t zã¼rich</a></div>
<div class="beitrag">
<p><a href="http://www.kanitz.com/veja/era_da_informacao.asp">http://www.kanitz.com/veja/era_da_informacao.asp</a></p>
<p><strong>Ulrich Saxer, Publizistikwissenschaftler: “Das Ereignismanagement zur Erreichung einer wunschgemäßen Medienpräsenz stellt ein strategisches Instrument der politischen Akteure dar.</strong></p>
<p><strong>Während Journalisten Gefahr laufen, quasi instrumentalisiert zu werden, ist bei der Nutzung der technologischen Innovation zur Erreichung der unterschiedlichen Ziele gleichzeitig ein symbiotisches Verhältnis zwischen Medienwirtschaft und Politik zu beobachten…Unter den Nachrichtenwerten hat sich im Gefolge szenischer Medien derjenige der Personalisierung, der Anbindung des politischen Geschehens an bestimmte Persönlichkeiten und deren Eigenschaften, weiter an Gewicht gewonnen, gewissermaßen umgekehrt proportional zur wachsenden Abstraktheit durchorganisierter moderner Politik…Daß all dies der Erhöhung der Rationalität von demokratischer Politik dienlich sei, darf füglich bezweifelt werden. Und wie sehr diese unter dem Einfluß von Multimedia gar noch zum virtuellen Theater verkommt, wird die Zukunft weisen.”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/26/pressefreiheit-in-brasilien-von-58-auf-99-platz-zuruckgefallen-auf-welt-ranking-von-reporter-ohne-grenzen/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/26/pressefreiheit-in-brasilien-von-58-auf-99-platz-zuruckgefallen-auf-welt-ranking-von-reporter-ohne-grenzen/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/02/wesbrotichesse.jpg" alt="wesbrotichesse.jpg" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/26/brasiliens-autor-und-filmemacher-paulo-linscity-of-god-zur-pressefreiheitwurde-ich-die-realitat-so-schildern-wie-sie-ist-konnte-man-das-garnicht-publizieren/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/26/brasiliens-autor-und-filmemacher-paulo-linscity-of-god-zur-pressefreiheitwurde-ich-die-realitat-so-schildern-wie-sie-ist-konnte-man-das-garnicht-publizieren/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</strong></a></p>
<p><strong>Brasiliens sichtlich erfolgreiche Auslandspropaganda:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/10/medienqualitat-heute-weitere-gezielte-niveauabsenkung-konstatiert-und-offenbar-wissen-wir-trifft-der-trend-allgemein-zu-der-in-der-schweiz-beobachtet-wurde-von-der-gesellschaft-und-der-welt-im/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/10/medienqualitat-heute-weitere-gezielte-niveauabsenkung-konstatiert-und-offenbar-wissen-wir-trifft-der-trend-allgemein-zu-der-in-der-schweiz-beobachtet-wurde-von-der-gesellschaft-und-der-welt-im/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/11/mentetododiasp.jpg" alt="mentetododiasp.jpg" /></p>
<p><strong>Joachim Gauck in Brasilien: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/17/brasilien-historischer-besuch-des-deutschen-bundesprasidenten-joachim-gauck-im-tropenland-trotz-gravierender-menschenrechtslage-folter-todesschwadronen-gefangnis-horror-sklavenarbeit-etc-b/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/17/brasilien-historischer-besuch-des-deutschen-bundesprasidenten-joachim-gauck-im-tropenland-trotz-gravierender-menschenrechtslage-folter-todesschwadronen-gefangnis-horror-sklavenarbeit-etc-b/</a></p>
<p><strong>Guido Westerwelle in Brasilien: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/12/26/guido-westerwelle-war-gestern-der-spiegel-westerwelle-in-brasilien-keinerlei-kritik-an-gravierenden-menschenrechtsverletzungensystematische-folter-todesschwadronen-liquidierung-von-menschen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/12/26/guido-westerwelle-war-gestern-der-spiegel-westerwelle-in-brasilien-keinerlei-kritik-an-gravierenden-menschenrechtsverletzungensystematische-folter-todesschwadronen-liquidierung-von-menschen/</a></p>
<p><strong>Wer hatte Recht – der brasilianische Systemkritiker oder Lob-und-Hudel-Steinmeier(SPD) neben Lula? Systemkritiker Machado hatte Spruchbänder entrollt: “Brasilien ist das Land der Korruption – Brasilien verbreitet Lügen über seine wirtschaftliche Realität”.</strong></p>
<p><strong>Im Website-Interview des August 2015, kurz vor dem Eintreffen Merkels,  erinnert sich Marcelo Machado Pereira, der heute bei Sao Paulo als Informatiker tätig ist, noch einmal an die näheren Umstände seines Protestes – und wie ihn SPD-Funktionäre aus der Steinmeier-Lula-Veranstaltung wiesen, ihm die Protestplakate wegnahmen. Pereira sieht Parallelen zwischen der SPD-CDU-Koalition in Berlin und dem Regierungsbündnis zwischen Lulas Arbeiterpartei PT und PMDB in Brasilia. Er bekräftigt seine Kritik an in-und ausländischen Medien, die Brasiliens wirtschaftlich-politische  Realität falsch darstellen. Bemerkenswert, daß die gewöhnlich so auf Dissidenten versessene deutsche Journaille 2012, die Tagesschau, andere Staatsfunksendungen,  nicht die Gelegenheit ergriffen, um mit Pereira sofort Interviews zu führen…Während seines Deutschland-Aufenthalts hatte Pereira erstaunt, amüsiert, daß nicht wenige politisierte Deutsche Lula regelrecht für einen “Gott” hielten – “obwohl doch Deutschland gar kein spirituelles Land ist. Lula wurde von diesen Leuten ein Heiligenschein verpaßt”, seien absurde Mythen über Lula kultiviert worden. </strong></p>
<p><strong>Wer sich die Mühe macht, einmal die Kritik von Marcelo Machado Pereira von 2012 mit dem damaligen Lob-und Hudel-Brasilien-Agitprop des straff gesteuerten deutschen Mainstreams zu vergleichen, kommt ins Staunen…Berufslügner von damals sind weiter in Amt und Würden.</strong></p>
<p><strong>“Südamerikas Vorzeigestaat”. Illustrierte DER SPIEGEL 2012, im Jahre des Protests von Marcelo Machado Pereira.</strong></p>
<p><strong>Lula in Berlin 2012 – brasilianischer Systemkritiker “rasch entfernt” aus Steinmeier-Veranstaltung:  </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/12/07/brasiliens-ex-prasident-lula-in-berlin-diskussion-mit-frank-walter-steinmeier/">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/12/07/brasiliens-ex-prasident-lula-in-berlin-diskussion-mit-frank-walter-steinmeier/</a></p>
<p><strong>Lula 2016 – die Bundespolizei führt ihn zum Verhör ab, durchsucht sein Haus – eine Positionierung von SPD-Steinmeier?</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/12/lulasteinmeier2012.jpg" alt="lulasteinmeier2012.jpg" /></p>
<p><strong>SPD-Politiker Steinmeier und Lula 2012 in Berlin – heikle Menschenrechtsfragen, darunter die fortdauernde Folter, Todesschwadronen, Scheiterhaufen, Sklavenarbeit. gravierender Rassismus etc.  offenbar bewußt ausgeklammert. Das offizielle Thema der Steinmeier-Lula-Veranstaltung: “Auf dem Weg zur Weltmacht: Brasiliens Rolle in der globalen Ordnung”. Bekanntlich kann von einem Weg Brasiliens auf dem Weg zur Weltmacht keine Rede sein, wie bereits 2012 die Basisdaten und Basisfakten des Landes zeigten.</strong></p>
<p><strong>Aus der Veranstaltungsanzeige:</strong>“<strong>In wenigen Jahren wird Brasilien zu den fünf wichtigsten Volkswirtschaften der Welt zählen. Auf der internationalen Bühne hat sich Brasilien als global player etabliert, der seine Interessen selbstbewusst vertritt.”</strong></p>
<p><strong>Ausriß.</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/</a></p>
<div class="beitrag">
<h2 class="beitrags-titel"><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/02/SteinmeierDilma1.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-25612" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/02/SteinmeierDilma1.jpg" alt="??????????????????????" width="836" height="768" /></a></h2>
<h2 class="beitrags-titel"><strong>Offizielles Regierungsfoto – Steinmeier und Dilma Rousseff 2015 in Brasilia.</strong></h2>
<p><strong>Meinungsführer, Machteliten, gesteuerte Medien:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/11/LulaHelmutSchmidtHH.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-51890" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/11/LulaHelmutSchmidtHH.jpg" alt="LulaHelmutSchmidtHH" width="776" height="768" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>“Ich glaube, ihr seid auf einem fabelhaft gutem Wege.” Schmidt zu Lula 2009 in der Merkel-Stadt Hamburg…Ausriß. 2016 wird Lula von der Bundespolizei zum Verhör abgeführt, wird sein Haus durchsucht. Warum Lula unter hohen deutschen Politikern, in deutschen Islamisierungsparteien soviele Freunde, Unterstützer hat…</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/05/bodo-ramelow-und-die-wertvorstellungen-seiner-spd-partner/">http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/05/bodo-ramelow-und-die-wertvorstellungen-seiner-spd-partner/</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Schmidt:”Ich kenne Oskar Niemeyer – und ich habe einen großen Respekt vor ihm…Ich war einer, der dafür gesorgt hat, daß er den japanischen kaiserlichen Kunstpreis für Architektur bekommen hat. So habe ich Oskar Niemeyer in Tokio kennengelernt.”(Extrem stark beschnittenes Gespräch Schmidt-Lula auf youtube)</strong></p>
<p><strong>“Ist Brasilia unmenschlich?” DIE ZEIT 1967, Helmut Schmidt/SPD ist noch nicht Mitherausgeber, steuert noch nicht die Inhalte:</strong><a href="http://www.zeit.de/1967/50/ist-brasilia-unmenschlich/komplettansicht?print=true">http://www.zeit.de/1967/50/ist-brasilia-unmenschlich/komplettansicht?print=true</a></p>
<p><strong>Oscar Niemeyer und das Massaker an Bauarbeitern während der Errichtung von Brasilia:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/11/brasilia-50-und-das-massaker-an-bauarbeitern/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/11/brasilia-50-und-das-massaker-an-bauarbeitern/</a></p>
<p><strong> Lula bei Schmidt in Hamburg. </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2015/11/11/helmut-schmidt-2015-gestorben-mainstream-verbreitet-falschmeldungen-kuriose-mythen-schmidt-hatte-angeblich-den-damaligen-gewerkschaftsfuehrer-lula-begehrt-bei-unternehmern-als-verhandlungs-und-g/">http://www.hart-brasilientexte.de/2015/11/11/helmut-schmidt-2015-gestorben-mainstream-verbreitet-falschmeldungen-kuriose-mythen-schmidt-hatte-angeblich-den-damaligen-gewerkschaftsfuehrer-lula-begehrt-bei-unternehmern-als-verhandlungs-und-g/</a></p>
<h2 class="beitrags-titel">Annette Schavan, Deutschlands Bildungs-und Forschungsministerin, mit Brasiliens Forschungsminister Sergio Rezende in Sao Paulo. “Mit Brasilien die Fragen der Zukunft beantworten.” Brasilien liegt auf dem UNO-Index für menschliche Entwicklung weit abgeschlagen nur auf Platz 84. <span class="kleiner"><a class="post-edit-link" href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?post=5023&amp;action=edit">**</a></span></h2>
<div class="beitrags-info">tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/annette-schavan/" rel="tag">annette schavan</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/atomenergie/" rel="tag">atomenergie</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/atomkraftwerke/" rel="tag">atomkraftwerke</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/sao-paulo/" rel="tag">sao paulo</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/sergio-rezende/" rel="tag">sergio rezende</a></div>
<div class="beitrag">
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/04/annetteschavanrezende.jpg" alt="annetteschavanrezende.jpg" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/14/annette-schavan-deutschlands-bildungs-und-forschungsministerin-in-sao-paulo/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/14/annette-schavan-deutschlands-bildungs-und-forschungsministerin-in-sao-paulo/</a></p>
<p><strong>In der UNESCO-Bildungsstatistik liegt Deutschland auf Platz 13, Brasilien nur auf Platz 88. Entsprechend gering ist in Brasilien u.a. das Verständnis für deutsche Kultur – erheblich größer in Ländern Lateinamerikas, die bessere Plätze belegen. </strong> <a href="http://www.unesco.org/new/fileadmin/MULTIMEDIA/HQ/ED/pdf/gmr2011-efa-development-index.pdf">http://www.unesco.org/new/fileadmin/MULTIMEDIA/HQ/ED/pdf/gmr2011-efa-development-index.pdf</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c1.JPG" alt="c1.JPG" /></p>
<p><strong>Hausen  an stinkender Kloake 2011 – in Lateinamerikas reichster Stadt Sao Paulo. “Ich lebe hier schon 14 Jahre so in dieser Kate.”(Mutter von vier Kindern)</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/07/brasiliens-boom-und-die-slumhutten/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/07/brasiliens-boom-und-die-slumhutten/</strong></a></p>
<p><strong> Rezende zur Atomenergie:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/29/%e2%80%9eatomenergie-erweist-sich-als-alternative-%e2%80%93-fahig-dazu-den-bedarf-selbst-in-grosen-dimensionen-zu-decken-in-sauberer-und-sicherer-weise-die-regierung-von-prasident-lula-unterstutzt/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/29/%e2%80%9eatomenergie-erweist-sich-als-alternative-%e2%80%93-fahig-dazu-den-bedarf-selbst-in-grosen-dimensionen-zu-decken-in-sauberer-und-sicherer-weise-die-regierung-von-prasident-lula-unterstutzt/</a></p>
<p><strong>Willy Brandt und sein Diktatur-Amtskollege José Magalhaes Pinto:  </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/11/19/brasiliens-folter-diktatur1964-1985-mit-wem-bundesausenminister-willy-brandt-damals-bilaterale-vertrage-unterzeichnet-das-massaker-an-stahlarbeitern-unter-gouverneur-jose-magalhaes-pinto/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/11/19/brasiliens-folter-diktatur1964-1985-mit-wem-bundesausenminister-willy-brandt-damals-bilaterale-vertrage-unterzeichnet-das-massaker-an-stahlarbeitern-unter-gouverneur-jose-magalhaes-pinto/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/14/steinigen-im-iran-unter-ahmadinedschad-und-in-brasilien-unter-lula-lula-konnte-sich-uber-die-tatsache-beunruhigen-das-brasilien-zu-den-landern-gehort-in-denen-am-meisten-gelyncht-wird-jose/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/14/steinigen-im-iran-unter-ahmadinedschad-und-in-brasilien-unter-lula-lula-konnte-sich-uber-die-tatsache-beunruhigen-das-brasilien-zu-den-landern-gehort-in-denen-am-meisten-gelyncht-wird-jose/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/07/horstkohlersp1.JPG" alt="horstkohlersp1.JPG" /></p>
<p><strong>Bundespräsident Horst Köhler in Sao Paulo.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/09/todesschwadronen-in-brasilien-menschenrechtspolitik-unter-lula-rousseff-polizisten-kommandieren-ausrottungskommandos-im-ganzen-land-viel-lob-aus-europa-fur-brasilias-kurs/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/09/todesschwadronen-in-brasilien-menschenrechtspolitik-unter-lula-rousseff-polizisten-kommandieren-ausrottungskommandos-im-ganzen-land-viel-lob-aus-europa-fur-brasilias-kurs/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/05/scheiterhaufen-in-sao-paulo-mindestens-15-menschen-in-der-megacity-seit-jahresbeginn-lebendig-verbrannt-laut-landesmedien-fogo-para-matar-rivais/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/05/scheiterhaufen-in-sao-paulo-mindestens-15-menschen-in-der-megacity-seit-jahresbeginn-lebendig-verbrannt-laut-landesmedien-fogo-para-matar-rivais/</a></p>
<p><a href="http://www.deutsch-brasilianisches-jahr.de/de/184.php">http://www.deutsch-brasilianisches-jahr.de/de/184.php</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</a></p>
<h2 class="beitrags-titel">Katholischer Bischof Angelico Sandalo Bernardino in Sao Paulo 2011: “Brasiliens durchlebt derzeit eine enorme politische Krise. Brasilien ist zwar theoretisch eine Republik, doch die republikanischen Prinzipien werden mißachtet. In der Verfassung von 1988 heißt es, alle Brasilianer hätten die gleichen Rechte. Doch in Wahrheit ist dies eine Lüge. Es reicht aus, in die Slums zu gehen. Wir müssen uns von der Diktatur der wirtschaftlichen Macht befreien – und von einer politischen Macht, die sich der wirtschaftlichen Macht unterwirft.”</h2>
<p>Der Unterschied zwischen der katholischen Kirche Brasiliens und den Staats-und Regierungskirchen Deutschlands ist sehr groß.</p>
<h2 class="beitrags-titel">“Steinmeier gibt “Colonia Dignidad”-Akten frei”. Tagesschau, 27.4. 2016. “Während der Diktatur von Augusto Pinochet (1973-1990) diente die Siedlung zudem als Folterzentrum des Geheimdienstes.” Wann werden die wichtigsten Geheimakten zum Thema freigegeben, die zu den Folterdiktaturen in Brasilien und Argentinien, zur engen Zusammenarbeit von Willy Brandt, Helmut Schmidt, Hans-Dietrich Genscher mit diesen Regimes? Bemerkenswert, daß Grünen-Außenminister Joseph Fischer nichts zur Öffnung von hochbrisanten Geheimakten unternahm… <span class="kleiner"><a class="post-edit-link" href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?post=69036&amp;action=edit">**</a></span></h2>
<div class="beitrags-info">tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/bonner-geheimakten-zu-folterdiktaturen-in-lateinamerika-willy-brandt-helmut-schmidt/" rel="tag">bonner geheimakten zu folterdiktaturen in lateinamerika – willy brandt-helmut schmidt</a></div>
<div class="beitrag">
<p><a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-04/colonia-dignidad-frank-walter-steinmeier-rede-auswaertiges-amt">http://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-04/colonia-dignidad-frank-walter-steinmeier-rede-auswaertiges-amt</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/03/31/foltertechnologie-der-bundesrepublik-deutschland-fur-die-militardiktatur-brasiliens-regimegegner-ivan-seixas-direktor-der-gedenkstatte-memorial-des-widerstands-in-sao-paulo-bekraftigt-im-websit/">http://www.hart-brasilientexte.de/2014/03/31/foltertechnologie-der-bundesrepublik-deutschland-fur-die-militardiktatur-brasiliens-regimegegner-ivan-seixas-direktor-der-gedenkstatte-memorial-des-widerstands-in-sao-paulo-bekraftigt-im-websit/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2016/04/06/willy-brandt-airport-helmut-schmidt-airport-gar-hans-dietrich-genscher-airport-kuriose-mythenbildung-verschweigen-von-biographie-fakten/">http://www.hart-brasilientexte.de/2016/04/06/willy-brandt-airport-helmut-schmidt-airport-gar-hans-dietrich-genscher-airport-kuriose-mythenbildung-verschweigen-von-biographie-fakten/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/07/Diktaturopferex.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-54377" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/07/Diktaturopferex-754x1024.jpg" alt="Diktaturopferex" width="754" height="1024" /></a></p>
<p><strong>Diktaturopfer – getötete Regimegegnerin, Foto von kirchlichen Menschenrechtsaktivisten Brasiliens.</strong></p>
<p><strong>Wie die Militärdiktatur Frauen folterte: </strong>   <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/26/brasiliens-komplizierte-vergangenheitsbewaltigung-maria-amelia-de-almeida-teles-grauenhaft-gefolterte-regimegnerin-heute-mitglied-der-wahrheitskommission-des-teilstaats-sao-paulo-zur-aufklarung-der/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/26/brasiliens-komplizierte-vergangenheitsbewaltigung-maria-amelia-de-almeida-teles-grauenhaft-gefolterte-regimegnerin-heute-mitglied-der-wahrheitskommission-</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/15/brasiliens-militardiktatur-uberlebende-von-verfolgung-und-folter-clarice-herzog-witwe-des-ermordeten-judischen-journalisten-vladimir-herzog-und-regimegegner-waldemar-rossi-heute-fuhrer-der-bisch/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/15/brasiliens-militardiktatur-uberlebende-von-verfolgung-und-folter-clarice-herzog-witwe-des-ermordeten-judischen-journalisten-vladimir-herzog-und-regimegegner-waldemar-rossi-heute-fuhrer-der-bisch/</a></p>
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