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	<title>Klaus Hart Brasilientexte &#187; Brasiliens Wirtschaftslage</title>
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	<description>Aktuelle Berichte aus Brasilien - Politik, Kultur und Naturschutz</description>
	<lastBuildDate>Sun, 26 Feb 2023 11:57:53 +0000</lastBuildDate>
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		<title>&#8222;BRIC-Staaten verspielen das Vertrauen.&#8220; Uraltbekanntes über Brasilien im Nachklapp nun auch von mitteleuropäischen Wirtschaftsblättern. &#8222;Südamerikas Vorzeigestaat&#8220; &#8211; Der Spiegel, Juni 2012 über Brasilien.</title>
		<link>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/06/26/bric-staaten-verspielen-das-vertrauen-uraltbekanntes-uber-brasilien-nun-auch-von-mitteleuropaischen-wirtschaftsblattern-sudamerikas-vorzeigestaat-der-spiegel-juni-2012-uber-brasilien/</link>
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		<pubDate>Tue, 26 Jun 2012 11:33:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Brasilien]]></category>
		<category><![CDATA[Brasiliens Wirtschaftslage]]></category>

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		<description><![CDATA[http://www.wirtschaftsblatt.at/home/boerse/rohstoffe/bric-staaten-verspielen-das-vertrauen-523308/index.do &#8222;Marode Wirtschaftssysteme, verabsäumte Modernisierung und Wachstumsschwächen machen auch vor den Dynamischsten der Dynamischen nicht halt. Im Gegenteil: Zum ersten Mal seit der Einführung der prägnanten Abkürzung &#8222;BRIC&#8220; vor zehn Jahren scheinen selbige angeschlagen. Dass es sich diesmal nicht nur um zyklische Schwankungen handelt, belegen die Währungen der BRIC-Länder, die in diesem Quartal kollektiv die [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.wirtschaftsblatt.at/home/boerse/rohstoffe/bric-staaten-verspielen-das-vertrauen-523308/index.do">http://www.wirtschaftsblatt.at/home/boerse/rohstoffe/bric-staaten-verspielen-das-vertrauen-523308/index.do</a></p>
<p>&#8222;Marode Wirtschaftssysteme, verabsäumte Modernisierung und Wachstumsschwächen machen auch vor den Dynamischsten der Dynamischen nicht halt. Im Gegenteil: Zum ersten Mal seit der Einführung der prägnanten Abkürzung &#8222;BRIC&#8220; vor zehn Jahren scheinen selbige angeschlagen.</p>
<p>Dass es sich diesmal nicht nur um zyklische Schwankungen handelt, belegen die Währungen der BRIC-Länder, die in diesem Quartal kollektiv die größten Verluste seit über zehn Jahren hinnehmen mussten. Die Investoren fliehen aus den einst so aufstrebenden Schwellenländern.</p>
<p>Die indische Rupie etwa hat im Vergleich zum US-Dollar um zwölf Prozent, der russische Rubel um 14 und der brasilianische Real sogar um 18 Prozent abgewertet. Der chinesische Yuan wertet nur zwei Prozent ab &#8211; dies allerdings binnen wenigen Wochen und mit bemerkenswerter Kontinuität.</p>
<p><strong>Strukturelle Mängel</strong></p>
<p>Die starke Abwertung der Währungen ist Ausdruck tief sitzender Probleme innerhalb der einstigen Wirtschaftswunder, die durch die stockende Weltwirtschaft und die Eurokrise schamlos aufgedeckt werden. Die BRIC-Staaten leiden an strukturellen Mängeln und makroökonomischen Schieflagen. Die Volkswirtschaften sind ineffizient, Maßnahmen zur Modernisierung und Diversifizierung sind entweder nicht zielführend oder scheitern an bürokratischen und politischen Hürden. Vor dem Hintergrund eingetrübter Konjunkturaussichten ziehen Investoren nun ihr Geld ab&#8230;</p>
<p>Brasilien und Indien werden vor allem durch das wachsende makroökonomische Ungleichgewicht belastet. Beide Länder sind hoch verschuldet. In Brasilien kommt zudem der private Konsum ins Stocken: Die Kreditausfälle befinden sich auf Rekordniveau. Indien ist indes kurz davor, seine Kreditwürdigkeit zu verlieren. Standard &amp; Poor&#8217;s droht bereits mit der Herabstufung von derzeit &#8222;BBB&#8220; auf Ramschstatus.&#8220; Wirtschaftsblatt, Österreich</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/"><font color="#bb0000"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/</strong></font></a></p>
<p><strong><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/05/ouroklempner1.jpg" alt="ouroklempner1.jpg" /></strong></p>
<p><strong> </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/16/rio20-thyssenkrupp-will-stahlwerk-am-zuckerhut-doch-verkaufen-einst-als-wichtigstes-projekt-deutsch-brasilianischer-wirtschaftszusammenarbeit-geruhmt-von-lula-mit-eingeweihtein-gutes-beispie/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/16/rio20-thyssenkrupp-will-stahlwerk-am-zuckerhut-doch-verkaufen-einst-als-wichtigstes-projekt-deutsch-brasilianischer-wirtschaftszusammenarbeit-geruhmt-von-lula-mit-eingeweihtein-gutes-beispie/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/06/23/rio20-2012-welttreffen-der-naturvernichter-oko-zyniker-und-verdranger-mit-prognostizierten-resultaten-zuendegegangen-neoliberale-wirtschaft-siegte-mit-ihrer-strategie-wie-vor-20-jahren-bedrucke/">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/06/23/rio20-2012-welttreffen-der-naturvernichter-oko-zyniker-und-verdranger-mit-prognostizierten-resultaten-zuendegegangen-neoliberale-wirtschaft-siegte-mit-ihrer-strategie-wie-vor-20-jahren-bedrucke/</a></p>
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		<title>Brasiliens Unternehmen führen auf Verluste-Ranking Lateinamerikas für 2011. Firmen des Milliardärs Eike Batista dabei.</title>
		<link>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/24/brasiliens-unternehmen-fuhren-auf-verluste-ranking-lateinamerikas-fur-2011-firmen-des-milliardars-eike-batista-dabei/</link>
		<comments>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/24/brasiliens-unternehmen-fuhren-auf-verluste-ranking-lateinamerikas-fur-2011-firmen-des-milliardars-eike-batista-dabei/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 24 Apr 2012 15:53:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Brasiliens Wirtschaftslage]]></category>

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		<description><![CDATA[http://economia.uol.com.br/ultimas-noticias/redacao/2012/04/20/empresas-brasileiras-dominam-ranking-de-prejuizo-na-america-latina.jhtm?utm_source=feedburner&#38;utm_medium=feed&#38;utm_campaign=Feed%3A+com%2FOlkS+(UOL) Wie es hieß, sind unter den 30 lateinamerikanischen Unternehmen mit den größten Verlusten 2011 insgesamt 20 aus Brasilien, darunter Firmen von Eike Batista sowie GOL, TAM, Gafisa, Camargo Correa und Marfrig. &#8222;Boomland&#8220; Brasilien: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/16/boomland-brasilien-wirtschaftstatigkeit-verlangsamt-sich-weiter-selbst-laut-offiziellen-angaben-weiter-heftige-innenpolitische-debatte-um-brasiliens-deindustrialisierung-in-europa-gewohnlich-a/]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://economia.uol.com.br/ultimas-noticias/redacao/2012/04/20/empresas-brasileiras-dominam-ranking-de-prejuizo-na-america-latina.jhtm?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+com%2FOlkS+(UOL">http://economia.uol.com.br/ultimas-noticias/redacao/2012/04/20/empresas-brasileiras-dominam-ranking-de-prejuizo-na-america-latina.jhtm?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+com%2FOlkS+(UOL</a>)</p>
<p>Wie es hieß, sind unter den 30 lateinamerikanischen Unternehmen mit den größten Verlusten 2011 insgesamt 20 aus Brasilien, darunter Firmen von Eike Batista sowie GOL, TAM, Gafisa, Camargo Correa und Marfrig.</p>
<p>&#8222;Boomland&#8220; Brasilien: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/16/boomland-brasilien-wirtschaftstatigkeit-verlangsamt-sich-weiter-selbst-laut-offiziellen-angaben-weiter-heftige-innenpolitische-debatte-um-brasiliens-deindustrialisierung-in-europa-gewohnlich-a/">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/16/boomland-brasilien-wirtschaftstatigkeit-verlangsamt-sich-weiter-selbst-laut-offiziellen-angaben-weiter-heftige-innenpolitische-debatte-um-brasiliens-deindustrialisierung-in-europa-gewohnlich-a/</a></p>
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		<title>&#8222;Boomland&#8220; Brasilien: Nationale Wirtschaftspresse über neues Hilfspaket der Regierung gegen Deindustrialisierung:&#8220;Neuer Versuch, um stagnierte Wirtschaft wiederzubeleben.&#8220; Mitteleuropäische Analysen sprechen von Boom-Szenario und ausgezeicheten Wirtschaftsdaten.</title>
		<link>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/04/boomland-brasilien-nationale-wirtschaftspresse-uber-neues-hilfspaket-der-regierung-gegen-deindustrialisierungneuer-versuch-um-stagnierte-wirtschaft-wiederzubeleben-mitteleuropaische-analys/</link>
		<comments>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/04/boomland-brasilien-nationale-wirtschaftspresse-uber-neues-hilfspaket-der-regierung-gegen-deindustrialisierungneuer-versuch-um-stagnierte-wirtschaft-wiederzubeleben-mitteleuropaische-analys/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 04 Apr 2012 17:57:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Brasiliens Deindustrialisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Brasiliens Wirtschaftslage]]></category>

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		<description><![CDATA[http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/04/boomland-brasilien-regierungsprogramm-fur-kriselnde-industrie-wird-von-unternehmen-und-wirtschaftsexperten-scharf-kritisiert-wenig-wirkung-nicht-ausreichend-neuauflage-unwirksamer-hilfsprogr/ http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/03/boomland-brasilien-industrieproduktion-ging-im-februar-2012-gegenuber-februar-2011-um-39-prozent-zuruck-laut-amtlichen-angaben/ http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/02/boomland-brasilien-wirtschaftliche-verlangsamung-des-zweiten-halbjahrs-2011-setzt-sich-auch-2012-fort-deutlicher-ruckgang-bei-transporten http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/16/brasiliens-industriellen-prasident-robson-de-andrade-zur-deindustrialisierungwir-konnen-die-industrie-nicht-sterben-lassen/ Brasilien ist der weltweit größte Ethanol-Produzent. (Wikipedia) http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/12/brasilien-nicht-mehr-groster-ethanolproduzent-immer-mehr-ethanolimport-von-der-nummer-eins-den-usa-einst-als-groser-abnehmer-angepeilt/ Laut Karlheinz Kurt Naumann sind die USA seit 2006 größter Ethanolhersteller. Brasiliens interessante Innenpolitik unter Lula und Rousseff: Der singende Sektenbischof jetzt als Fischereiminister. Ernennung ist Reaktion auf drohende Kandidatur des Musikclown-Abgeordneten Tiririca für Bürgermeisterwahl Sao Paulos 2012, laut Globo-Analyse. “Gestaltungsmacht” Brasilien. ** Tags: [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/04/industriepaket12brasilecon.JPG" alt="industriepaket12brasilecon.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/04/boomland-brasilien-regierungsprogramm-fur-kriselnde-industrie-wird-von-unternehmen-und-wirtschaftsexperten-scharf-kritisiert-wenig-wirkung-nicht-ausreichend-neuauflage-unwirksamer-hilfsprogr/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/04/boomland-brasilien-regierungsprogramm-fur-kriselnde-industrie-wird-von-unternehmen-und-wirtschaftsexperten-scharf-kritisiert-wenig-wirkung-nicht-ausreichend-neuauflage-unwirksamer-hilfsprogr/</strong></a></p>
<p><span id="more-12843"></span><br />
<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/03/boomland-brasilien-industrieproduktion-ging-im-februar-2012-gegenuber-februar-2011-um-39-prozent-zuruck-laut-amtlichen-angaben/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/03/boomland-brasilien-industrieproduktion-ging-im-februar-2012-gegenuber-februar-2011-um-39-prozent-zuruck-laut-amtlichen-angaben/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/02/boomland-brasilien-wirtschaftliche-verlangsamung-des-zweiten-halbjahrs-2011-setzt-sich-auch-2012-fort-deutlicher-ruckgang-bei-transporten/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/02/boomland-brasilien-wirtschaftliche-verlangsamung-des-zweiten-halbjahrs-2011-setzt-sich-auch-2012-fort-deutlicher-ruckgang-bei-transporten</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/16/brasiliens-industriellen-prasident-robson-de-andrade-zur-deindustrialisierungwir-konnen-die-industrie-nicht-sterben-lassen/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/16/brasiliens-industriellen-prasident-robson-de-andrade-zur-deindustrialisierungwir-konnen-die-industrie-nicht-sterben-lassen/</strong></a></p>
<p><strong>Brasilien ist der weltweit größte <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ethanol" title="Ethanol">Ethanol</a>-Produzent.</strong> <strong>(Wikipedia)</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/12/brasilien-nicht-mehr-groster-ethanolproduzent-immer-mehr-ethanolimport-von-der-nummer-eins-den-usa-einst-als-groser-abnehmer-angepeilt/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/12/brasilien-nicht-mehr-groster-ethanolproduzent-immer-mehr-ethanolimport-von-der-nummer-eins-den-usa-einst-als-groser-abnehmer-angepeilt/</strong></a></p>
<p><strong>Laut Karlheinz Kurt Naumann sind die USA seit 2006 größter Ethanolhersteller.</strong></p>
<h2>Brasiliens interessante Innenpolitik unter  Lula und Rousseff: Der singende Sektenbischof jetzt als  Fischereiminister. Ernennung ist Reaktion auf drohende Kandidatur des  Musikclown-Abgeordneten Tiririca für Bürgermeisterwahl Sao Paulos 2012,  laut Globo-Analyse. “Gestaltungsmacht” Brasilien. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=12511" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-innenpolitik-unter-dilma-rousseff/" rel="tag">Brasiliens Innenpolitik unter Dilma Rousseff</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/02/crivellaluladilma.JPG" alt="crivellaluladilma.JPG" /></p>
<p>Ausriß.</p>
<p><!--more--></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/02/brasiliens-evangelikalen-kongresfraktion-will-sogenannte-homosexuellen-heilung-legalisieren-sao-paulo-ist-die-bei-homosexuellen-viertbeliebteste-destination-nach-tel-aviv-new-york-und-toronto/"><strong> http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/02/brasiliens-evangelikalen-kongresfraktion-will-sogenannte-homosexuellen-heilung-legalisieren-sao-paulo-ist-die-bei-homosexuellen-viertbeliebteste-destination-nach-tel-aviv-new-york-und-toronto/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/03/rousseffmerkelcebit2012.JPG" alt="rousseffmerkelcebit2012.JPG" />Ausriß.</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/28/brasiliens-aktuelle-politik-24-parteien-gehoren-derzeit-zum-regierungsbundnis-von-staatschefin-dilma-rousseff/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/28/brasiliens-aktuelle-politik-24-parteien-gehoren-derzeit-zum-regierungsbundnis-von-staatschefin-dilma-rousseff/</strong></a></p>
<p><strong>Crivella &#8211; “Pescador das almas” &#8211; 10 CDs laut Landesmedien, verwandt auch mit dem Sektengründer R.R. Soares.</strong></p>
<p><strong>“Governo leva PRB aoi ministerio para blinda Haddad de ataque evangelico.” Estadao</strong></p>
<p><strong>“O que o senador evangelico entende de pesca?” Folha de Sao Paulo</strong></p>
<p><strong>Chefministerin Gleisi Hoffmann empfing im Präsidentenpalast eine Gruppe von evangelikalen Sektenanhängern.</strong></p>
<p><strong>Brasiliens Landesmedien erinnern angesichts der   überraschenden Ernennung von Bischof Crivella von der “Universalkirche   vom Reich Gottes” zum Fischereiminister daran, daß die Bildung des   Fischereiministeriums auf die sehr aktive Fischerseelsorge der   katholischen Kirche zurückgeht. Die Pastoral verteidigte die Rechte der   Küstenfischer u.a. gegen die naturvernichtende industrielle   Großfischerei sowie gegen Immobilienspekulanten an der Atlantikküste. An   diesen Kämpfen sind auch die von dem Schweizer René Schärer(Prainha do   Canto Verde) gegründeten NGO an der Küste des Nordost-Teilstaats Ceará   stark beteiligt. </strong></p>
<p><strong>Unter Lula wurde, wie es hieß, der Ministerposten mit   gestandenen Fachleuten der Arbeiterpartei aus dem von Deutschstämmigen   geprägten Teilstaat Santa Catarina besetzt. Nach dem Amtsantritt von   Rousseff gab es jedoch eine schroffe Änderung, hieß es, wurde zunächst   die Arbeiterpartei-Senatorin Ideli Salvatti auf diesen Posten gehievt,   nach nur fünf Monaten durch  Luiz Sergio de Oliveira, ebenfalls   Arbeiterpartei, ersetzt. Die Ernennung Crivellas, mit der Rousseff die   eigene Partei überrascht habe, weise auf die Schwächung des Einflusses   von progressiven Sektoren der katholischen Kirche auf die Regierung.   Ausgerechnet der katholischen Fischerseelsorge einen   Wunderheiler-Sektenbischof als Minister vorzusetzen, spricht Bände.</strong></p>
<p><strong>Entsprechend groß ist das Lob aus Mitteleuropa für Staatschefin Rousseff.</strong></p>
<p><strong>Die Strategie, Bischof Crivella von der Universalkirche Edir   Macedos zum Fischereiminister zu machen, sei mit Lula geschneidert   worden und könne der Kandidatur des PT-Bürgermeisterkandidaten Haddad in   Sao Paulo nützen.</strong></p>
<p><strong>Nachrücker von Bischof Crivella im Kongreßsenat wird Eduardo   Lopes, politischer Chef-Stratege der Universalkirche, die Brasiliens   zweitgrößten TV-Sender besitzt.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/25/brasiliens-staatsprasidentin-dilma-rousseff-zur-feierlichen-zeremonie-2011-in-ouro-preto-am-todestag-des-nationalhelden-tiradentes-lautstarke-proteste-von-studenten-gegen-sozial-und-bildungspolitik-d/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/25/brasiliens-staatsprasidentin-dilma-rousseff-zur-feierlichen-zeremonie-2011-in-ouro-preto-am-todestag-des-nationalhelden-tiradentes-lautstarke-proteste-von-studenten-gegen-sozial-und-bildungspolitik-d/</strong></a></p>
<p><strong>Lula und die Sekten mit ihrer “Theologie der Prosperität” &#8211; was bei der sog. Linken Mitteleuropas sehr gut ankommt:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/17/fur-lulas-wahlsieg-von-2002-waren-evangelikale-kirchen-wie-die-universalkirche-edir-macedos-sehr-wichtig-das-gilt-auch-fur-die-prasidentschaftswahlen-20010-soziologe-edin-sued-abumanssur-von-de/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/17/fur-lulas-wahlsieg-von-2002-waren-evangelikale-kirchen-wie-die-universalkirche-edir-macedos-sehr-wichtig-das-gilt-auch-fur-die-prasidentschaftswahlen-20010-soziologe-edin-sued-abumanssur-von-de/</strong></a></p>
<p><strong>Sektenpredigerin Marina Silva:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/04/marina-silva-predigerin-einer-evangelikalen-wunderheiler-sektenkirche-abtreibungsgegnerin-kreationistin-weltweit-bekannteste-grune-brasiliens-wie-tickt-lulas-ex-umweltministerin-die-selbst-beim/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/04/marina-silva-predigerin-einer-evangelikalen-wunderheiler-sektenkirche-abtreibungsgegnerin-kreationistin-weltweit-bekannteste-grune-brasiliens-wie-tickt-lulas-ex-umweltministerin-die-selbst-beim/</strong></a></p>
<p><strong>“Foi uma reação à pressão do PR que, para cobrar sua parcela  na equipe de  governo, mais precisamente o Ministério dos Transportes,  anunciou ontem que  poderia lançar o deputado Tiririca à prefeitura de  São Paulo. “(O Globo)</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/16/bundesausenminister-guido-westerwellefdp-2012-in-der-favela-mangueira-von-rio-de-janeiro-regierungsfoto/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/16/bundesausenminister-guido-westerwellefdp-2012-in-der-favela-mangueira-von-rio-de-janeiro-regierungsfoto/</strong></a></p>
<h2>Brasiliens kuriose Innenpolitik &#8211;  Nachrichtenmagazin “Veja” zur  Ernennung des singenden Sektenbischofs zum  Fischereiminister von Dilma  Rousseff. Gesänge anklicken. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=12509" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-kuriose-innenpolitik/" rel="tag">Brasiliens kuriose Innenpolitik</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/sekten-und-politik-in-brasilien/" rel="tag">Sekten und Politik in Brasilien</a></p>
<p><a href="http://veja.abril.com.br/blog/reinaldo/geral/crivella-o-ministerio-da-pesca-a-tentativa-de-atrair-evangelicos-edir-macedo-e-o-aborto/"><strong>http://veja.abril.com.br/blog/reinaldo/geral/crivella-o-ministerio-da-pesca-a-tentativa-de-atrair-evangelicos-edir-macedo-e-o-aborto/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/29/brasilien-die-politische-macht-der-wunderheiler-sekten-marcelo-crivella-neuer-fischereiminister-bisheriger-aus-der-arbeiterpartei-pt-abgesetzt/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/29/brasilien-die-politische-macht-der-wunderheiler-sekten-marcelo-crivella-neuer-fischereiminister-bisheriger-aus-der-arbeiterpartei-pt-abgesetzt/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/02/dilmasegnungrenascer2009.JPG" alt="dilmasegnungrenascer2009.JPG" /></p>
<p><strong>Ausriß, Crivella links neben Dilma Rousseff &#8211; vor ihr “Apostel” Estevan und Bischöfin Sonia.</strong></p>
<p><strong>Crivella-Gesänge:<a href="http://www.youtube.com/watch?v=RDXqJ3Jhbwo"> http://www.youtube.com/watch?v=RDXqJ3Jhbwo</a></strong></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=xI-0hvxQxro"><strong>http://www.youtube.com/watch?v=xI-0hvxQxro</strong></a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=G2KHWDkOsjw"><strong>http://www.youtube.com/watch?v=G2KHWDkOsjw</strong></a></p>
<p><strong>Crivella und Edir Macedo:</strong> <a href="http://www.youtube.com/watch?v=8Z9RZaEslUA"><strong>http://www.youtube.com/watch?v=8Z9RZaEslUA</strong></a></p>
<h2>Brasiliens Politik:”Es gibt im Kongreß einen Schwarzmarkt der Ideologien”, Top-Karikaturist Angeli von “Folha de Sao Paulo”. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=12491" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: , <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-politikstrukturen/" rel="tag">Brasiliens Politikstrukturen</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/02/angeliideologieschwarzmarkt.JPG" alt="angeliideologieschwarzmarkt.JPG" /></p>
<p><strong> ”Vermischt, claro! Vom Puren, Unverfälschten gibts nichts mehr!” Ausriß.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/17/brasilien-die-rousseff-skandale-in-serie-veja-infografik-anklicken/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/17/brasilien-die-rousseff-skandale-in-serie-veja-infografik-anklicken/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/27/brasilien-sklavennachfahrin-2012-vor-in-und-auslandischen-grosbanken-der-avenida-paulista-in-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/27/brasilien-sklavennachfahrin-2012-vor-in-und-auslandischen-grosbanken-der-avenida-paulista-in-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/27/brasiliens-staatschefin-dilma-rousseff-und-ihr-erstes-amtsjahr-viel-kritik-an-regierungsstil-und-deren-resultaten-von-brasilianischen-politik-und-wirtschaftsexperten-viel-lob-aus-mitteleuropa/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/27/brasiliens-staatschefin-dilma-rousseff-und-ihr-erstes-amtsjahr-viel-kritik-an-regierungsstil-und-deren-resultaten-von-brasilianischen-politik-und-wirtschaftsexperten-viel-lob-aus-mitteleuropa/</strong></a></p>
<h2>Brasiliens aktuelle Politik &#8211; 14 (!) Parteien  gehören derzeit zum   Regierungsbündnis von Staatschefin Dilma Rousseff.  21(!) Parteien sind   im Nationalkongreß vertreten. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=12488" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: , <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-politikstrukturen/" rel="tag">Brasiliens Politikstrukturen</a></p>
<p><strong>Laut Analysen der Landesmedien gehen Parteien der    sogenannten Linken problemlos Bündnisse mit Parteien der sogenannten    Rechten ein, als sei es das natürlichlichste von der Welt &#8211;  da sich die    Unterschiede ideologisch längst verwischt hätten. Es fehle auch nur   die  geringste Treue zu Werten und Ideen. Angesichts des weitreichenden    Parteienbündnisses der Regierungsbasis, von der konservativsten  Rechten   bis zu den Unterstützern der Landlosenbewegung MST, entfallen  danach  auf  die Opposition lediglich 17,5 Prozent der Kongreßsitze.<br />
</strong></p>
<p><strong><a href="http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html">http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/02/dilmanewsweek.JPG" alt="dilmanewsweek.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/27/brasilien-sklavennachfahrin-2012-vor-in-und-auslandischen-grosbanken-der-avenida-paulista-in-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/27/brasilien-sklavennachfahrin-2012-vor-in-und-auslandischen-grosbanken-der-avenida-paulista-in-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/25/brasiliens-bischof-angelico-sandalo-bernardino-zur-politischen-krise-des-landes-zu-rechtsungleichheit-und-slums/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/25/brasiliens-bischof-angelico-sandalo-bernardino-zur-politischen-krise-des-landes-zu-rechtsungleichheit-und-slums/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/24/christian-wulffcdu-als-bundesprasident-2011-in-brasilien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/24/christian-wulffcdu-als-bundesprasident-2011-in-brasilien/</strong></a></p>
<h2>Das historische Foto:  Friedensnobelpreisträger Barack Obama und   Diktaturaktivist José Sarney,  damaliger Chef der Folterdiktatorenpartei   ARENA des  Militärregimes(1964-1985) prosten sich in Brasilia 2011 zu.   Chile, die  USA und der Militärputsch von 1973. “Obama vermied   Entschuldigung”, laut  brasilianischen Medien. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=9057" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/barack-obama/" rel="tag">Barack Obama</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/frei-betto/" rel="tag">Frei Betto</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/greenpeace/" rel="tag">Greenpeace</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/jose-sarney/" rel="tag">José Sarney</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/letelier/" rel="tag">Letelier</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/milita%c2%a4rdiktatur/" rel="tag">MilitÃ¤rdiktatur</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/putsch-von-1973/" rel="tag">Putsch von 1973</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/salvador-allende/" rel="tag">Salvador Allende</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/03/obamasarney.JPG" alt="obamasarney.JPG" /></p>
<p>Zeitungsausriß.</p>
<p><strong>Brasiliens größte Qualitätszeitung “Folha de Sao Paulo”     erinnert  am Sonntag des Obama-Besuchs in einer politischen Analyse an     die  praktische Unterstützung der USA für den Militärputsch &#8211; durch      Entsendung von Kriegsschiffen:”Ou quando mandou uma frota para  auxiliar     os golpistas de 1964, just in case.” </strong><strong>Dilma Rousseff stand in Opposition zur Militärdiktatur, wurde damals zu ARENA-Zeiten eingesperrt und gefoltert. </strong></p>
<p><strong>Lula hatte die Einladung zu dem zu Ehren des    Friedensnobelpreisträgers Obama gegebenen Essen abgelehnt, stimmt    indessen dem Vernehmen nach in kontinuierlichen Telefonaten mit Dilma    Rousseff bis ins Detail das politische Vorgehen ab. </strong></p>
<p><strong>In den Archiven des Weltkirchenrates in Genf lagern Dokumente     der brasilianischen Kirche, die laut Brasiliens Medien für das     Diktaturjahr 1970 von “Bürgerkrieg” und etwa 12000 politischen     Gefangenen sprechen. Die Diktatur erlaubte dem Internationalen Roten     Kreuz nicht den Zugang zu den Gefängnissen, Diktator Medici erklärte, es     gebe keine politischen Gefangenen in Brasilien. 1971 wurde ein  Appell    an die UNO wegen der gravierenden Menschenrechtsverletzungen   gerichtet.   In den Dokumenten des Weltkirchenrates werden die   sadistischen   Foltertechniken detailliert beschrieben, Folter werde als   politische   Waffe angewendet. Die Zahl der Folterzentren wird mit 242   angegeben,   weibliche Gefangene seien häufig vergewaltigt worden. Zu   den Taktiken   gehörte, Oppositionelle in Gegenwart ihrer Ehepartner,   teils sogar ihrer   Kinder zu foltern.  </strong></p>
<p><strong>Üblich war zudem, besonders sadistisch gefolterte    Regimegegner  schließlich durch eine Giftinjektion zu töten, statt diese    zu  erschießen.  </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/21/barack-obamas-rede-in-rio-de-janeirochurrascaria-diskurs-war-enttauschend-laut-folha-de-sao-paulo/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/21/barack-obamas-rede-in-rio-de-janeirochurrascaria-diskurs-war-enttauschend-laut-folha-de-sao-paulo/</a></p>
<p><strong>Chile, die Militärdiktatur, Salvador Allende, Letelier, der Obama-Besuch:  </strong></p>
<p><strong>Brasiliens Landesmedien berichten, daß in Chile während des    Obama-Besuchs die Diktaturproblematik anders behandelt wurde. Während    der Obama-Pressekonferenz im Regierungssitz “Palacio de la Moneda” habe    ein chilenischer Journalist gefragt, ob Obama und dessen Regierung    bereit seien, sich für die Beteiligung am Militärputsch vom 11.    September 1973 zu entschuldigen &#8211; und ob man bereit sei, bei den    gerichtlichen Ermittlungen über Diktaturverbrechen zu kooperieren. Der    chilenische Journalist habe bezeichnende Fälle erwähnt, darunter die    Ermordung von Orlando Letelier, Außenminister von Salvador Allende, 1976    in Washington. Barack Obama habe sich auch angesichts derartiger    öffentlicher Forderungen bereiterklärt, entsprechend jeglicher Bitte    Chiles zusammenzuarbeiten. Obama habe indessen vermieden, um    Entschuldigung zu bitten.  </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/30/barack-obama-und-juan-pablo-letelier-sohn-des-in-washington-ermordeten-allende-ausenministers-orlando-letelier-es-fehlen-noch-schuldeingestandnis-und-reue-des-nordens-wegen-dessen-verantwortung-fu/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/30/barack-obama-und-juan-pablo-letelier-sohn-des-in-washington-ermordeten-allende-ausenministers-orlando-letelier-es-fehlen-noch-schuldeingestandnis-und-reue-des-nordens-wegen-dessen-verantwortung-fu/</a></p>
<p><strong>Anders als in Chile, wurde während Obamas Besuch in Brasilien    das sehr heikle Diktatur-Thema nicht berührt, dem Vernehmen nach auch    nicht von der militanten Diktaturgegnerin Dilma Rousseff. Während in    Chile überhaupt die Möglichkeit geschaffen wurde, daß chilenische    Journalisten direkte Fragen an Obama stellen, war in Brasilien eine    solche Möglichkeit verhindert worden, gab es gar kein Zusammentreffen    von Obama mit brasilianischen Journalisten. Die angesehene Journalistin    und Kommentatorin Miriam Leitao äußerte sich daher zur Pressefreiheit    und betonte in den Qualitätsmedien der größten Demokratie    Lateinamerikas:”Der schwächste Punkt des Lateinamerika-Besuchs war die    völlig fehlende Beziehung zur brasilianischen Presse.” Das Stellen    heikler Fragen war daher nicht möglich.</strong></p>
<p><strong>In meinungsbildenden deutschen Analysen wird die brasilianische Regierung ausdrücklich als “progressiv” eingestuft.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/25/militarpolizei-todesschwadronen-sao-paulos-mordeten-150-menschen-laut-polizeilichem-untersuchungsbericht-melden-landesmedien-menschenrechte-unter-rousseff-lula/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/25/militarpolizei-todesschwadronen-sao-paulos-mordeten-150-menschen-laut-polizeilichem-untersuchungsbericht-melden-landesmedien-menschenrechte-unter-rousseff-lula/</a></p>
<p><strong>Laut brasilianischen Medien wurde in Chile die wichtigste    Protestmanifestation gegen den Obama-Besuch von Greenpeace veranstaltet.    </strong></p>
<p><strong>Deutsche Welle:</strong></p>
<p><strong>“Keine Entschuldigung für US-Rolle während der Militärdiktaturen</strong></p>
<p><strong>Einer Forderung von chilenischen Parlamentariern,    Menschenrechtsorganisationen, Studenten und sozialen Bewegungen, er    solle sich für die Rolle seines Landes während der Militärdiktaturen in    Lateinamerika und vor allem in Chile (1973-1990) offiziell    entschuldigen, kam Obama nicht nach. “Ich kann für vergangene US-Politik    nicht die Verantwortung übernehmen, nur für gegenwärtige und   künftige”,  so der US-Präsident. </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>In den 60er bis 80er Jahren hatten die USA politisch,    logistisch und finanziell mehrere Militärputschs in lateinamerikanischen    Staaten gegen demokratisch gewählte linksgerichtete Regierungen    unterstützt. Während der Diktaturen wurden zehntausende Andersdenkende    verfolgt, gefoltert und ermordet. Viele Militärs waren zuvor in der    US-Militärakademie “School of Americas» in Panama ausgebildet worden.    1973 unterstützten die USA in Chile das Militär, als sie den gewählten    sozialistischen Präsidenten Salvador Allende stürzten.”</strong></p>
<p><a href="http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html"><strong>Brasilien, Vergangenheitsbewältigung:</strong> http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/05/05/franzosischer-general-war-folter-lehrer-wahrend-brasiliens-diktaturzeit-regierung-in-paris-wuste-von-regime-verbrechen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/05/05/franzosischer-general-war-folter-lehrer-wahrend-brasiliens-diktaturzeit-regierung-in-paris-wuste-von-regime-verbrechen/</a></p>
<p><strong>Clemens Schrage im “Spiegel” über Diktaturmethoden:</strong>  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/23/clemens-schrage-in-brasilien-zur-diktaturzeit-gefoltert-torturen-einst-und-jetzt/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/23/clemens-schrage-in-brasilien-zur-diktaturzeit-gefoltert-torturen-einst-und-jetzt/</a></p>
<p><strong>Mauricio Pestana, Herausgeber von Brasiliens     Schwarzen-Zeitschrift “Raca Brasil” 2010:”Es gibt keinerlei Zweifel, daß     im `demokratischen` Brasilien von heute schwarze Bürger mehr  Opfer    von Folter, Mord und  Verschwindenlassen sind als in irgendeiner     autoritären Epoche unserer Geschichte.”</strong></p>
<p><strong>Mauricio Pestana, Herausgeber der Schwarzenzeitschrift “Raca     Brasil” im Website-Interview wenige Tage nach dem  Obama-Besuch in     Brasilien: “Ich saß im Opernhaus von Rio de Janeiro  direkt vor Obama,     nur etwa fünf Meter entfernt. Hätten wir einen großen  nationalen     Schwarzenführer, der den Willen der dunkelhäutigen Gemeinde  ausdrückt &#8211;     und hätte dieser mit Obama gesprochen, hätte er sich in  Brasilien     vielleicht zur Rassenfrage geäußert. In der brasilianischen      Schwarzenbewegung war vor Obamas Ankunft allgemeine Hauptposition, daß      der US-Präsident zur hiesigen Rassenproblematik Stellung beziehen  muß.     Die Rassismusfrage ist in der heutigen Welt schließlich  gravierend.   Ich   persönlich bin indessen der Meinung, daß wir in  Brasilien in   dieser   Beziehung erst einmal unsere Hausaufgaben machen  müssen, bevor   wir   Forderungen an Obama stellen können.  Ein Krieg,   wie jetzt der     Libyenkrieg, ist schlecht unter jedem Blickwinkel &#8211;  wir dürfen nicht     vergessen, daß dort in Libyen Zivilisten sterben. ”  </strong></p>
<p><strong>Die brasilianische Schwarzenbewegung hatte versucht, über die      neue Rousseff-Ministerin für Rassengleichheit, Luiza Bairros,      Brasiliens Rassenproblematik auf die Agenda des Obama-Besuchs zu setzen.      Wie Afropress meldete, habe man indessen von der Ministerin   keinerlei    Antwort erhalten. Zudem gebe es keinerlei Informationen   über   unabhängige  Initiativen der brasilianischen Regierung in dieser     Richtung.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/26/romeu-tuma-beruchtigter-brasilianischer-diktaturaktivist-einstiger-chef-eines-folterzentrums-in-sao-paulo-gestorben-wie-brasiliens-politiker-reagieren/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/26/romeu-tuma-beruchtigter-brasilianischer-diktaturaktivist-einstiger-chef-eines-folterzentrums-in-sao-paulo-gestorben-wie-brasiliens-politiker-reagieren/</a></p>
<p><strong>Menschenrechte und soziale Situation in Teilstaat Maranhao des Sarney-Clans: </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/24/trotz-des-anti-folter-gesetzes-wird-in-ganz-brasilien-weitergefoltert-nicht-selten-aus-sadistischem-vergnugen-am-foltern-cecilia-amin-castro-exekutivsekretarin-der-kommission-fur-gerechtigkeit/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/24/trotz-des-anti-folter-gesetzes-wird-in-ganz-brasilien-weitergefoltert-nicht-selten-aus-sadistischem-vergnugen-am-foltern-cecilia-amin-castro-exekutivsekretarin-der-kommission-fur-gerechtigkeit/</a></p>
<p><strong> </strong><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1201698/">http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1201698/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/08/erste-gefangenenrebellion-unter-dilma-rousseff-mindestens-funf-tote-aufstand-wieder-in-maranhao-herrschaftsgebiet-des-politischen-bundnispartners-jose-sarney-schweizer-jean-ziegler-in-maranhao/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/08/erste-gefangenenrebellion-unter-dilma-rousseff-mindestens-funf-tote-aufstand-wieder-in-maranhao-herrschaftsgebiet-des-politischen-bundnispartners-jose-sarney-schweizer-jean-ziegler-in-maranhao/</a></p>
<p><strong>“Maranhao bei Folter an der Spitze” &#8211; bischöfliche Gefängnispastoral:  </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/12/die-folter-in-polizeiwachen-hat-in-ganz-brasilien-stark-zugenommen-gefangenenpriester-valdir-joao-silveira-die-anti-folter-konvention-wird-nicht-eingehalten-was-tut-denn-die-uno-damit-die-k/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/12/die-folter-in-polizeiwachen-hat-in-ganz-brasilien-stark-zugenommen-gefangenenpriester-valdir-joao-silveira-die-anti-folter-konvention-wird-nicht-eingehalten-was-tut-denn-die-uno-damit-die-k/</a></p>
<p><strong>Franziskaner-Erzbischof Belisario zur Lage in Maranhao:</strong>  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/22/wir-leben-in-zeiten-in-denen-der-kapitalismus-die-liebe-zwischen-den-menschen-vernichtet-jose-belisario-da-silva-erzbischof-von-sao-luis-maranhao-zur-neuen-bruderlichkeitskampagne-der-katholi/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/22/wir-leben-in-zeiten-in-denen-der-kapitalismus-die-liebe-zwischen-den-menschen-vernichtet-jose-belisario-da-silva-erzbischof-von-sao-luis-maranhao-zur-neuen-bruderlichkeitskampagne-der-katholi/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/02/07/jose-sarney-a-victory-of-semi-feudalism-where-dinosaurs-still-roam-der-britische-economist-uber-die-wahl-des-ex-diktaturaktivisten-sarney-zum-chef-des-brasilianischen-nationakongresses/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/02/07/jose-sarney-a-victory-of-semi-feudalism-where-dinosaurs-still-roam-der-britische-economist-uber-die-wahl-des-ex-diktaturaktivisten-sarney-zum-chef-des-brasilianischen-nationakongresses/</a></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/941885/">http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/941885/</a></p>
<p><a href="http://www.ila-web.de/brasilientexte/2007/ciasekten.htm">http://www.ila-web.de/brasilientexte/2007/ciasekten.htm</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/02/memorial-da-resistencia-in-sao-paulo-goethe-institut/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/02/memorial-da-resistencia-in-sao-paulo-goethe-institut/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/20/ein-historischer-tag-in-brasilien-ordnet-obama-die-atacke-auf-libyen-an-rios-qualitatszeitung-o-globo/"><strong>Obama in Brasilia:</strong>       http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/20/ein-historischer-tag-in-brasilien-ordnet-obama-die-atacke-auf-libyen-an-rios-qualitatszeitung-o-globo/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/17/brasilien-auf-britischem-welt-demokratie-index-vom-41-auf-47-platz-zuruckgefallen-economist-intelligence-unit/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/17/brasilien-auf-britischem-welt-demokratie-index-vom-41-auf-47-platz-zuruckgefallen-economist-intelligence-unit/</a></p>
<p><strong>Frei Betto:</strong>  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/04/07/befreiungstheologe-frei-betto-die-usa-der-baum-und-der-waldangekundigte-englische-version/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/04/07/befreiungstheologe-frei-betto-die-usa-der-baum-und-der-waldangekundigte-englische-version/</a></p>
<p><a href="http://www.berliner-journalisten.com/blog/2008/07/25/50-jahre-bossa-nova-hitler-und-brasiliens-militardiktatur/">http://www.berliner-journalisten.com/blog/2008/07/25/50-jahre-bossa-nova-hitler-und-brasiliens-militardiktatur/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/03/dilmasarneyhandkus.jpg" alt="dilmasarneyhandkus.jpg" /></p>
<p><strong>Ausstellungsfoto &#8211; Rousseff, Sarney, Lula. </strong></p>
<p><strong>Brasilien und der Libyen-Krieg:</strong>  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/22/brasilia-fur-stopp-der-attacken-auf-libyen-melden-landesmedien-offizielle-note-zugunsten-eines-waffenstillstands-von-verhandlungen-und-dipomatischer-losung/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/22/brasilia-fur-stopp-der-attacken-auf-libyen-melden-landesmedien-offizielle-note-zugunsten-eines-waffenstillstands-von-verhandlungen-und-dipomatischer-losung/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/03/obamasarney2.JPG" alt="obamasarney2.JPG" /></p>
<p>Zeitungsausriß.</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/21/abgehungerter-schwarzer-bettelt-wahrend-des-obama-besuchs-um-nahrung-us-prasident-nahm-zu-lage-der-schwarzen-rassismus-und-diskriminierung-in-brasilien-nicht-stellung/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/21/abgehungerter-schwarzer-bettelt-wahrend-des-obama-besuchs-um-nahrung-us-prasident-nahm-zu-lage-der-schwarzen-rassismus-und-diskriminierung-in-brasilien-nicht-stellung/</a></p>
<h3>Bush-Besuch in Brasilien voller Erfolg für US-Eliten(2007)</h3>
<p>kaum Proteste, wirtschaftlich-kulturelle Vormachtstellung bestätigt<br />
Für die Eliten der USA war die Visite ihres Repräsentanten in    Lateinamerikas führender Wirtschaftsnation ein absoluter Erfolg. Ebenso    wie in fast allen anderen lateinamerikanischen Ländern, sind die USA    auch in der zehntgrößten Wirtschaftsnation Brasilien der mit Abstand    größte Investor, zudem der wichtigste Handelspartner &#8211; von der unter    Staatschef Lulas Amtsvorgänger Fernando Henrique Cardoso, Ehrendoktor    der FU Berlin, stark forcierten Privatisierung von Staatsbetrieben    profitierten vor allem US-Unternehmen. Diese kaufen auch unter Lula    massiv brasilianische Unternehmen auf. US-Multis nahezu aller Branchen,    darunter auch des Nahrungsmittelsektors, sind in Brasilien sehr stark    präsent. Bereits ein oberflächlicher Blick auf das Straßenbild der    Städte, auf die Produktpropaganda sowie das Angebot der Supermärkte und    Shopping-Center bestätigt dies.<br />
Lula und Bush unterschrieben ein Abkommen über die technologische    Zusammenarbeit bei der Produktion von Ethanol als alternativem    Kraftstoff, der in Brasilien bereits seit Jahrzehnten aus der Monokultur    Zuckerrohr gewonnen wird. Aus beiden Staaten kommen derzeit 72  Prozent   der weltweiten Ethanolproduktion. Lula sagte in Sao Paulo, die    Partnerschaft zwischen den USA und Brasilien in diesem Bereich könne  ein   bedeutender Moment nicht nur für die internationale Autoindustrie,    sondern für die gesamte Menschheit sein. Beide Seiten unterließen    vorhersehbar jeglichen Hinweis auf die von Umweltexperten, aber auch der    katholischen Kirche Brasiliens immer wieder betonten Negativwirkungen    der brasilianischen Ethanolproduktion, darunter massive    Umweltvernichtung, Regenwaldzerstörung, Sozialdumping, Sklaven-und    Kinderarbeit.</p>
<p>Die auch von den deutschen Kirchen unterstützte Landlosenbewegung MST    sowie die Bodenpastoral(CPT) der brasilianischen Bischofskonferenz    haben sich klar gegen das Kooperationsabkommen ausgesprochen. Dadurch    werde die Ausbreitung der schädlichen Monokultur Zuckerrohr weiter    gefördert &#8211; zugunsten des Agrobusiness und des Exports. MST-Führer Joao    Paulo Stedile sagte, auf Brasilien entfalle die üble Seite des    Abkommens, also u.a. der Schaden für Natur und Umwelt. Laut    Presseberichten bezeichnete Bischof Tomas Balduino, Präsident der    Bodenpastoral, den Bush-Besuch als einen weiteren Versuch der    Intervention in Lateinamerika. “Eine echte Agrarreform findet in    Brasilien nicht statt &#8211; nun gibt es sogar die Aussicht auf eine    Zerstörung der Landregionen.”<br />
Lula, der Bush bereits einmal als seinen Companheiro bezeichnet hatte,    demonstrierte bei der Visite ein weiteres Mal die Wertegemeinschaft mit    dem US-Präsidenten. Brasiliens Befreiungstheologe und    Dominikaner-Ordensbruder Frei Betto hatte kürzlich erklärt, Lulas    Argumentation entspreche der von US-Präsident Bush und vielen    Rechten:”Wer noch vom Ende der sozialen Ungleichheit oder von der    Möglichkeit einer anderen Welt träumt, muß verrückt sein.” Waldemar    Rossi, der zu den Führern von Brasiliens katholischer Arbeiterseelsorge    gehört, definiert Lula als einen Konservativen.<br />
All dies erklärt Lulas Popularität auch bei pseudoprogressiven Gruppierungen Deutschlands.<br />
Erwartungsgemäß waren die öffentlichen Proteste in Brasilien gegen den    Bush-Besuch nur sehr gering, reichten bei weitem nicht etwa an die    Proteste gegen die Räumung des Ungdomshuset in Kopenhagen heran. Von    “schweren Straßenschlachten”, wie teils gemeldet, konnte keine Rede    sein. Eine echte antiamerikanische Stimmung existiert in Brasiliens    stark entpolitisierter Bevölkerung nur in Spurenelementen. Mindestens    die Hälfte der Brasilianer ist gemäß Studien konservativ bis rechts    eingestellt, der Organisierungsgrad der Gesellschaft ist äußerst gering.    Die USA sind in Brasilien sehr populär, deren Kultur, auch    Alltagskultur wird geradezu angehimmelt, und massiv kopiert. In der über    vierjährigen Amtszeit von Lulas Kulturminister Gilberto Gil wurde die    Kultur des Tropenlandes weiter “entbrasilianisiert”, wurden auch die    kommerziellen Megatrends der internationalen Musikkonzerne, vor allem    jener der USA, deutlich favorisiert. Laut Dori Caymmi, der aus einer    hochkarätigen brasilianischen Musikerfamilie stammt, agieren Gilberto    Gil, aber auch Caetano Veloso als Paten, Förderer nordamerikanischer    Trends. Dori Caymmi:”Hier in Brasilien wird doch alles aus den USA    kopiert, unser Modell ist nordamerikanisch &#8211; die Fernsehprogramme, die    Ideen, die Kleidung. Alles Neue kommt von dort. &#8211; und zwar sofort.”    Gewaltvideos und Killerspiele geradezu in Massen.</p>
<p><strong>Konrad-Adenauer-Stiftung:</strong>  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/02/konrad-adenauer-stiftung-der-tod-von-sebastiao-bezerra-und-die-menschenrechte-in-brasilien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/02/konrad-adenauer-stiftung-der-tod-von-sebastiao-bezerra-und-die-menschenrechte-in-brasilien/”</a></p>
<p><strong>“Soziale Säuberungen”: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/28/soziale-sauberungen-in-brasilien-film-von-regisseurin-teresa-aguiar-uber-das-systematische-toten-von-obdachlosen-in-rio-de-janeiro-vor-dem-besuch-von-konigin-elizabeth-wegen-der-fusball-wm-201/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/28/soziale-sauberungen-in-brasilien-film-von-regisseurin-teresa-aguiar-uber-das-systematische-toten-von-obdachlosen-in-rio-de-janeiro-vor-dem-besuch-von-konigin-elizabeth-wegen-der-fusball-wm-201/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/12/die-folter-in-polizeiwachen-hat-in-ganz-brasilien-stark-zugenommen-gefangenenpriester-valdir-joao-silveira-die-anti-folter-konvention-wird-nicht-eingehalten-was-tut-denn-die-uno-damit-die-k/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/12/die-folter-in-polizeiwachen-hat-in-ganz-brasilien-stark-zugenommen-gefangenenpriester-valdir-joao-silveira-die-anti-folter-konvention-wird-nicht-eingehalten-was-tut-denn-die-uno-damit-die-k/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/08/brandtgeisel.JPG" alt="brandtgeisel.JPG" /></p>
<p><strong>Deutschstämmiger Militärdiktator Ernesto Geisel und Willy Brandt, Ausriß.</strong></p>
<p><strong>Deutschstämmiger Kardinal Paulo Evaristo Arns: </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/14/parabens-dom-paulo-evaristo-arns-der-deutschstammige-kardinal-sao-paulos-ist-90-hochengagiert-im-kampf-gegen-das-militarregime-der-foltergenerale1964-1985-wer-mit-den-diktatoren-eng-kooperierte/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/14/parabens-dom-paulo-evaristo-arns-der-deutschstammige-kardinal-sao-paulos-ist-90-hochengagiert-im-kampf-gegen-das-militarregime-der-foltergenerale1964-1985-wer-mit-den-diktatoren-eng-kooperierte/</strong></a></p>
<p><strong>Franziskaner:</strong>  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/28/deutscher-franziskaner-johannes-gierse-uber-die-rolle-der-regierungen-deutschlands-frankreichs-und-brasiliens-oded-grajew-weltsozialforum-2010/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/28/deutscher-franziskaner-johannes-gierse-uber-die-rolle-der-regierungen-deutschlands-frankreichs-und-brasiliens-oded-grajew-weltsozialforum-2010/</a></p>
<p><strong>“Oligarchisches Regime”:</strong>  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/22/fabio-konder-comparato-wir-hatten-bis-heute-nie-demokratie-wir-leben-immer-unter-einem-oligarchischen-regime-menschenrechtsaktivist-rechtsprofessor-an-brasiliens-fuhrender-bundesuniversitat-us/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/22/fabio-konder-comparato-wir-hatten-bis-heute-nie-demokratie-wir-leben-immer-unter-einem-oligarchischen-regime-menschenrechtsaktivist-rechtsprofessor-an-brasiliens-fuhrender-bundesuniversitat-us/</a></p>
<p><a href="http://das-blaettchen.de/2011/04/obama-in-brasilien-4185.html">http://das-blaettchen.de/2011/04/obama-in-brasilien-4185.html</a></p>
<p><a href="http://das-blaettchen.de/schlagwort/klaus-hart">http://das-blaettchen.de/schlagwort/klaus-hart</a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=XkvjkxERac4">http://www.youtube.com/watch?v=XkvjkxERac4</a></p>
<p><strong>Warum sogenannte Freikirchen in Mitteleuropa soviel Sympathie und PR-Unterstützung finden &#8211; Hintergrund: </strong></p>
<p><strong>„CIA spionierte Brasiliens Kirche aus, fördert Sekten”</strong><strong><br />
<strong>Bischofskonferenz analysiert freigegebene Geheimdokumente</strong></strong></p>
<p><strong>Bischöfe und Theologen des Tropenlandes befassen sich derzeit    mit ungewöhnlicher Lektüre: Das Weiße Haus hat weitere hochbrisante    Geheimdokumente über CIA-Operationen vor und während der  brasilianischen   Militärdiktatur freigegeben, die auch die katholische  Kirche  betreffen.  Renommierte Menschenrechtsaktivisten, Intellektuelle  wie  Helio Bicudo  und der Befreiungstheologe Frei Betto aus Sao Paulo  sehen  ihre früheren  Recherchen bestätigt. „Dank dieser Geheimdokumente  wissen  wir nun genau,  daß Washington die südamerikanischen  Militärputsche der  sechziger und  siebziger Jahre vorbereitete.” Auch  in Brasilien, so der   Dominikanerbruder und Bestsellerautor mit  Millionenauflagen, sei mit   CIA-Hilfe 1964 ein Willkürregime an die  Macht gebracht worden, das bis   1985 währte. Der damalige  US-Botschafter in Brasilia habe sogar   finanzielle und militärische  Hilfe für die Putschisten angefordert.   „Argumentiert wurde mit dem  Hirngespinst von der kommunistischen Gefahr &#8211;   obwohl die katholische  Kirche und speziell deren   befreiungstheologischer Flügel bedrohlicher  für die Interessen der USA   angesehen wurden als der Marxismus.”Auf die  Veröffentlichungen reagierte   auch die Familie des 1964 weggeputschten  demokratischen Präsidenten   Joao Goulart. „Wir gehen jetzt vor den  Internationalen Gerichtshof in   Den Haag und werden beweisen, daß es  eine Intervention der USA gab”,   erklärten Joao Vicente und Denise  Goulart, Kinder des damaligen   Staatschefs, vor der Presse. „Sie haben  einen gewählten Präsidenten   gestürzt, Brasiliens Souveränität  gebrochen.” Vicente und Denise Goulart   verweisen zudem auf Dokumente,  denen zufolge damals tatsächlich im   Rahmen der sogenannten „Operation  Brother Sam” eine US-Militärflotte vor   der brasilianischen Küste  bereitgestanden habe. Die Familie will eine   hohe Entschädigungssumme  von Washington &#8211;  umgerechnet über 1,3   Milliarden Euro. Brasiliens  Kirche war zur Diktaturzeit weitgehend   regimekritisch, war Opposition.  Um ein Gegengewicht zu schaffen, so Frei   Betto, habe die CIA deshalb  die Ausbreitung von Sekten gefördert &#8211; und   tue dies offenbar bis  heute. ”Die USA finanzierten jene Sektenkirchen,   denen es darum geht,  Brasiliens Christen zu spalten und progressive   Tendenzen in der  katholischen Kirche auszulöschen. Jene „elektronischen   Kirchen”  propagierten sogar eine Theologie des Wohlstands. Dagegen  stehe  die  Botschaft Jesu für Gerechtigkeit und Frieden in der Welt.  Dies  sollten  die Gläubigen nicht entdecken. Bezeichnend sei, daß die    brasilianischen Chefs wichtiger evangelikaler Kirchen heute alle in den    Vereinigten Staaten wohnten, nicht in Brasilien.</strong></p>
<p><strong>Nicht zufällig herrscht Frohlocken, klammheimliche bis offene    Freude über ein Anwachsen der CIA-geförderten Sekten bei jenen, denen    der weltweite Kampf der katholischen Kirche für Menschenrechte,   darunter  in Ländern wie Brasilien, sehr ungelegen kommt.  Auch in    deutschsprachigen Ländern stoßen daher solche Sekten auf viel    Wohlwollen, werden häufig beschönigend als Freikirchen eingestuft.</strong></p>
<p><strong>Befreiungstheologe Frei Betto verbrachte als politischer    Gefangener mehrere Jahre in den Foltergefängnissen der Diktatur, erlebte    all den Horror am eigenen Leibe mit. In den CIA-Dokumenten steht, daß    die USA über die Folterpraxis sehr genau Bescheid wußten. „Das Verhör    politischer Gefangener ist häufig begleitet von Folter, unter anderem    Aufhängen mit dem Kopf nach unten, Elektroschocks, Hunger”, heißt es  in   einem Geheimtelegramm von 1973. Zitiert wird auch ein CIA-Informant  aus   dem Repressionsapparat:”Er beschrieb uns den Mord an einem der    Subversion Verdächtigten, der er „genäht” habe, wie er es nannte &#8211;     indem er auf ihn mit einer automatischen Waffe vom Kopf bis zu den Zehen    des Fußes gefeuert habe.” Kurz vor dem Putsch telegraphierte der    damalige US-Botschafter Gordon nach Washington, man müsse Hilfe leisten,    „um ein größeres Desaster zu verhindern, welches Brasilien zu einem    China der sechziger Jahre machen könnte”. Der damalige US-Präsident    Lyndon Johnson erklärte unter Bezug auf Brasilien:”Wir können das dort    nicht tolerieren.” Öffentliche Kritik an diesen    Menschenrechtsverletzungen und der laut US-Gesetzen mögliche Stopp von    Wirtschaftshilfe seien unterblieben, um die Gewinne aus den rasch    wachsenden Rüstungslieferungen an die Militärdiktatur nicht zu    gefährden, betont der Dominikaner. ”Kardinal Evaristo Arns aus Sao Paulo    zählte zum Widerstand gegen die Diktatur und schlug den USA sogar ein    Wirtschaftsembargo gegen Brasilien vor.” Seine Bitte habe natürlich   kein  Gehör gefunden. „Denn die USA finanzierten ja die Diktatur.” Die   CIA  habe zudem Persönlichkeiten wie Kardinal Arns oder Erzbischof   Helder  Camara ausspioniert, Geistliche beispielsweise als progressiv,   als  hilfreich für die Interessen der USA oder gar als Feinde    klassifiziert.Viele Dollars flossen gemäß den nordamerikanischen Quellen    auch in die Ausbildung von Todesschwadronen, von Eliteeinheiten der    politischen Polizei Brasiliens. „Ab 1968 ging die Diktatur brutaler,    aggressiver gegen Regimegegner vor, wurde gemordet, ließ man Menschen    verschwinden”, erinnert sich Frei Betto. Der Repressionsapparat sei mit    Washingtoner Hilfe besser organisiert worden. „An US-Militärakademien    wurden Folterer für verschiedene lateinamerikanische Diktaturen,    darunter für Brasilien ausgebildet.”</strong></p>
<p><strong>Brasiliens Bischofskonferenz fordert seit Jahren, daß die    Regierung von Staatschef Luis Inacio Lula da Silva endlich die geheimen    Diktaturarchive der Streitkräfte öffnet. „Damit würde mehr über die    Zusammenarbeit mit der CIA bekannt.” Doch genau dies solle verhindert    werden. Länder wie Chile oder Argentinien seien bei der    Vergangenheitsbewältigung schon viel weiter. ”Die Lula-Regierung ist    eigentlich dazu verpflichtet, die Öffentlichkeit über diese dunkle Phase    unserer Geschichte aufzuklären, damit man weiß, wer verantwortlich  war   für all die Verbrechen.” Lula, so sieht es Frei Betto, müßte als  Chef   der Streitkräfte die Militärs zwingen, alle Repressionsarchive zu    öffnen. „Unerklärlich, ja verrückt, daß er es nicht tut.” Schließlich    legten selbst die USA ihre Geheimdokumente über diese Zeit, die    Beteiligung am Militärputsch offen.</strong></p>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8222;Boomland&#8220; Brasilien: Regierungsprogramm für kriselnde Industrie wird von Unternehmen und Wirtschaftsexperten scharf kritisiert. &#8222;Wenig Wirkung, nicht ausreichend, Neuauflage unwirksamer Hilfsprogramm von 2007, improvisiert, Regierungsinkompetenz&#8220;. Arbeiterrevolten auf Staatsbaustellen machen Schlagzeilen.</title>
		<link>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/04/boomland-brasilien-regierungsprogramm-fur-kriselnde-industrie-wird-von-unternehmen-und-wirtschaftsexperten-scharf-kritisiert-wenig-wirkung-nicht-ausreichend-neuauflage-unwirksamer-hilfsprogr/</link>
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		<pubDate>Wed, 04 Apr 2012 14:03:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Brasiliens Deindustrialisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Brasiliens Wirtschaftslage]]></category>

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		<description><![CDATA[ In Wirtschaftskommentaren wurde das neue &#8222;Hilfsprogramm&#8220; der Rousseff-Regierung gegen Deindustrialisierung sogar mit offenem Hohn und Spott  belegt. Alte Artikel von 2007 könne man im Grunde erneut drucken, weil niemand den Unterschied bemerken würde. Gegen Brasiliens hohe Spezialkosten, &#8222;Custo Brasil&#8220;, darunter die archaische Infrastruktur und Logistik, werde nichts unternommen.  Laut mitteleuropäischen Analysen erlebt Brasilien indessen  ein [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong> In Wirtschaftskommentaren wurde das neue &#8222;Hilfsprogramm&#8220; der Rousseff-Regierung gegen Deindustrialisierung sogar mit offenem Hohn und Spott  belegt. Alte Artikel von 2007 könne man im Grunde erneut drucken, weil niemand den Unterschied bemerken würde. Gegen Brasiliens hohe Spezialkosten, &#8222;Custo Brasil&#8220;, darunter die archaische Infrastruktur und Logistik, werde nichts unternommen.  Laut mitteleuropäischen Analysen erlebt Brasilien indessen  ein Boom-Szenario.</strong></p>
<p>och, 04. April 2012 von Klaus Hart   <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=12843" title="Beitrag bearbeiten">**</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/04/industriepaket12brasilecon.JPG" alt="industriepaket12brasilecon.JPG" /></p>
<p><strong>Ausriß: &#8222;Neuer Versuch, um stagnierte Wirtschaft wiederzubeleben.&#8220;</strong></p>
<p><strong>Grüne Sicht auf Brasilien:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/23/gruner-ministerprasident-winfried-kretschmann-in-brasilien-2011/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/23/gruner-ministerprasident-winfried-kretschmann-in-brasilien-2011/</strong></a></p>
<p><strong>Unterdessen haben kurz vor Ostern Gewerkschaften und Unternehmer in Sao Paulo gemeinsam erneut &#8222;für die Verteidigung der Industrie und der Arbeitsplätze&#8220; auf der Straße demonstriert.</strong></p>
<p><strong>Das neue Regierungsprogramm bedeute zudem einen Verstoß gegen die Regeln der Welthandelsorganisation sowie des Mercosul.</strong></p>
<p><strong>In Ländern wie Deutschland wird Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff als hervorragende Administratorin gerühmt. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/03/boomland-brasilien-industrieproduktion-ging-im-februar-2012-gegenuber-februar-2011-um-39-prozent-zuruck-laut-amtlichen-angaben/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/03/boomland-brasilien-industrieproduktion-ging-im-februar-2012-gegenuber-februar-2011-um-39-prozent-zuruck-laut-amtlichen-angaben/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/21/brasiliens-wirtschaftlich-soziale-situation-verschiedene-versionen-in-deutschland-im-umlauf-flaute-oder-boom/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/21/brasiliens-wirtschaftlich-soziale-situation-verschiedene-versionen-in-deutschland-im-umlauf-flaute-oder-boom/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/11/strandverkauferin1.JPG" alt="strandverkauferin1.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/06/brasiliens-rasantes-wachstum-27-prozent-2011-laut-offiziellen-zahlen-daten-unabhangiger-institutionen-liegen-nicht-vor-regierung-sprach-fur-2011-von-realistischen-55-prozent-wachstum/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/06/brasiliens-rasantes-wachstum-27-prozent-2011-laut-offiziellen-zahlen-daten-unabhangiger-institutionen-liegen-nicht-vor-regierung-sprach-fur-2011-von-realistischen-55-prozent-wachstum/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.welt.de/dieweltbewegen/article13665169/Brasilien-ist-die-Wirtschaftsmacht-der-Zukunft.html"><strong>http://www.welt.de/dieweltbewegen/article13665169/Brasilien-ist-die-Wirtschaftsmacht-der-Zukunft.html</strong></a></p>
<p><strong>“Mit wahnsinnigen Zahlen in allen Wirtschaftszweigen ist es bald eines der wichtigsten Länder der Welt.” (Die Welt)</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/03/brasiliens-arbeiter-revolte-auf-amazonas-grosbaustelle-fur-umstrittenes-wasserkraftwerk-jirau-arbeiter-brennen-einrichtungen-und-unterkunfte-nieder-grosfeuer/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/03/brasiliens-arbeiter-revolte-auf-amazonas-grosbaustelle-fur-umstrittenes-wasserkraftwerk-jirau-arbeiter-brennen-einrichtungen-und-unterkunfte-nieder-grosfeuer/</strong></a></p>
<h2>Brasilien: “Das Paradies der Korrupten.”  Korruptionsexperte Gil Castello Branco in den nationalen Qualitätsmedien  über die ausufernde Korruption unter Lula-Rousseff. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=12822" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><span id="more-12840"></span></p>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-endlose-korruptionsskandale/" rel="tag">Brasiliens endlose Korruptionsskandale</a></p>
<p><strong>Seit der Enthüllung des  Mensalao-Korruptionsskandals über Abgeordneten-und Parteienkauf vergeht  in Brasilien kaum ein Tag ohne neue von investigativen Journalisten ans  Licht gebrachte Korruptionsfälle. Interessant ist indessen, daß in  deutschsprachigen Mainstream-Medien umso weniger über Brasiliens  Korruptionsszenario berichtet wird, je mehr sich just die weit freieren  Qualitätsmedien des Tropenlandes dem Thema widmen. Die gleiche  Korrelation läßt sich auch in Bezug auf die Lula-Rousseff-Regierung  konstatieren: Je mehr Korruptionsfälle, politische Skandale mit enormen  sozialen Folgen sowie gravierende Menschenrechtsverletzungen, umso mehr  Lob für Brasilia aus Ländern wie Deutschland. </strong></p>
<p><a href="http://avaranda.blogspot.com.br/2012/04/o-paraiso-dos-corruptos-gil-castello.html"><strong>http://avaranda.blogspot.com.br/2012/04/o-paraiso-dos-corruptos-gil-castello.html</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/02/brasiliens-vergangenheitsbewaltigung-wo-sind-unsere-toten/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/02/brasiliens-vergangenheitsbewaltigung-wo-sind-unsere-toten/</strong></a></p>
<h2>Brasilien &#8211; Staats-Korruption in Lulas  letztem Amtsjahr 2010 &#8211; 85  Milliarden Real abgezweigt, laut  Nachrichtenmagazin “Veja”. “Zehn  Gründe, um sich zu empören”. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11322" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/korruptionveja85milliarden.JPG" alt="korruptionveja85milliarden.JPG" /></p>
<p><strong>Laut “Veja” hätte das abgezweigte Geld u.a. ausgereicht, das   Elend in Brasilien auszutilgen. Lula selbst ist laut Medienangaben   unterdessen zum Dollar-Millionär aufgestiegen &#8211; hat wegen seiner   Politik, vor dem Hintergrund der Korruptionsfakten, der sozialen Kosten,   aus Mitteleuropa enormes Lob erhalten, dazu Doktorhüte und Preise. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/08/brasilien-aufschrei-der-ausgeschlossenen-2011-proteste-in-sao-paulo-grito-dos-excluidos/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/08/brasilien-aufschrei-der-ausgeschlossenen-2011-proteste-in-sao-paulo-grito-dos-excluidos/</strong></a></p>
<p><strong>Laut Befreiungstheologe Frei Betto, Ex-Lula-Berater beim     Anti-Hungerprogramm,  liegt die Zahl der in   extremer Armut, also in     Hunger und Misere, lebenden Brasilianer, nicht   wie offiziell     angegeben, heute bei 16 Millionen, sondern ist doppelt so hoch. </strong><strong>Nach    derzeit geltendem mitteleuropäischen Werteverständnis hat damit die    internationale Wirtschafts-und Finanzkrise, wie die    Lula-Rousseff-Regierung verbreiten ließ, auf Brasilien nur geringe    Auswirkungen gehabt. </strong></p>
<p><strong>Brasiliens investigative Journalisten wiesen indessen auf    Rekordentlassungen, den Stopp vieler  Industrieprojekte, auf    Exportprobleme und Deindustrialisierung,  geschönte offizielle    Statistiken.  </strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/12/slumkloakesp1.JPG" alt="slumkloakesp1.JPG" /></p>
<p><strong>“Krise &#8211; was denn für eine Krise?” &#8211; Kloake-Slum in Sao Paulo.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/14/steinigen-im-iran-unter-ahmadinedschad-und-in-brasilien-unter-lula-lula-konnte-sich-uber-die-tatsache-beunruhigen-das-brasilien-zu-den-landern-gehort-in-denen-am-meisten-gelyncht-wird-jose/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/14/steinigen-im-iran-unter-ahmadinedschad-und-in-brasilien-unter-lula-lula-konnte-sich-uber-die-tatsache-beunruhigen-das-brasilien-zu-den-landern-gehort-in-denen-am-meisten-gelyncht-wird-jose/</strong></a></p>
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			<wfw:commentRss>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/04/boomland-brasilien-regierungsprogramm-fur-kriselnde-industrie-wird-von-unternehmen-und-wirtschaftsexperten-scharf-kritisiert-wenig-wirkung-nicht-ausreichend-neuauflage-unwirksamer-hilfsprogr/feed/</wfw:commentRss>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8222;Brasilien: Die Industrie des Landes hat ihre Kraft verloren &#8211; katastrophaler Jahresstart 2012. Die Industrie ist inzwischen der Bremsklotz der brasilianischen Konjunktur.&#8220; Handelsblatt zu den bereits am 6. März in Brasilien offiziell bekanntgegebenen schlechten Wirtschaftsdaten zum Wachstum 2011 von nur 2,7 % &#8211; Deutschland erreichte sogar 3 % &#8211; andere BRIC-Staaten deutlich besser als Brasilien, in Mitteleuropa bislang als Boomland, Wirtschaftswunder gerühmt.</title>
		<link>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/16/brasilien-die-industrie-des-landes-hat-ihre-kraft-verloren-handelsblatt/</link>
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		<pubDate>Fri, 16 Mar 2012 12:41:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Brasiliens Wirtschaftslage]]></category>

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		<description><![CDATA[http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/nachrichten/ende-des-wachstums-wo-die-bric-staaten-schwaecheln/6320256.html &#8222;Wie die nationale Statistikbehörde jetzt mitteilte, wuchs die sechstgrößte Volkswirtschaft im vergangenen Jahr nur noch magere 2,7 Prozent, nach 7,5 Prozent im Jahr 2010. Und im Januar ist die Industrie des Landes um 2,1 Prozent geschrumpft gegenüber Dezember – das schlechteste Ergebnis seit der Krise 2008. Die Industrie ist inzwischen der Bremsklotz der brasilianischen [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/nachrichten/ende-des-wachstums-wo-die-bric-staaten-schwaecheln/6320256.html"><strong>http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/nachrichten/ende-des-wachstums-wo-die-bric-staaten-schwaecheln/6320256.html</strong></a></p>
<p><strong>&#8222;Wie die nationale Statistikbehörde jetzt mitteilte, wuchs die sechstgrößte  Volkswirtschaft im vergangenen Jahr nur noch magere 2,7 Prozent, nach 7,5  Prozent im Jahr 2010. Und im Januar ist die Industrie des Landes um 2,1 Prozent  geschrumpft gegenüber Dezember – das schlechteste Ergebnis seit der Krise  2008.</strong></p>
<p><strong>Die Industrie ist inzwischen der Bremsklotz der brasilianischen Konjunktur.  Denn mit dem katastrophalen Jahresstart stagniert sie nun schon seit mehr als  zwei Jahren. Hält die Schwäche an – und die Chance für eine kurzfristige  Erholung im verbleibenden Rest des ersten Vierteljahrs ist eher gering –, dann  könnte Brasiliens Industrie erstmals vier Quartale in Folge schrumpfen,  befürchtet das Finanzinstitut Banco Itaú.&#8220; Handelsblatt</strong></p>
<p><strong>Bislang war in den mitteleuropäischen Wirtschaftsmedien immer von rasantem Wachstum Brasiliens, von einer Boom-Wirtschaftslage die Rede, wurde u.a. auf der CeBIT 2012 in Hannover Brasiliens Wirtschaftssituation regelrecht bejubelt, obwohl die negativen Wirtschaftsdaten bereits jedermann, ob Politiker oder Wirtschaftsexperte, ausführlich vorlagen. Die Daten bestätigten schließlich nur die in Brasilien jedermann seit Anfang 2011 bekannte, u.a. von gravierender Deindustrialisierung gezeichnete Lage. Brasiliens Qualitätsmedien machen sich nach wie vor über Dilma Rousseffs Statements auf der CeBIT lustig, weisen auf  jüngste OECD-Bewertungen zu Brasilien sowie Wachstumszahlen anderer Länder von 2011: Mexiko 3,9%, Südafrika 3,1 %, Indonesien 6,5 %, Südkorea 3,6 %.Während Rousseffs Regierungskurs in Mitteleuropa teils überschwenglich gelobt wird, stand dieser seit Beginn der Amtszeit 2011 unter starker Kritik der brasilianischen Gesellschaft &#8211; Rousseffs Wirtschaftsequipe wird sogar als &#8222;verwirrt&#8220; und dillettantisch eingestuft.Welche hohen sozialen Kosten der jetzige Regierungskurs bewirkt, wird gewöhnlich im Ausland ausgeblendet.<br />
</strong></p>
<p><strong>Wie angesichts der &#8222;mageren 2,7 Prozent&#8220;(Handelsblatt) auf der CeBIT Brasiliens Wirtschaftssituation gefeiert wurde:</strong></p>
<p><strong>“Brasilien gilt  insgesamt als eine der am schnellsten      wachsenden Volkswirtschaften der  Welt.”(CeBIT-Pressemitteilung)</strong></p>
<p><strong>&#8222;Boom-Nation Brasilien&#8220;.</strong></p>
<p><strong>&#8222;Das Land durchläuft eine intensive Industrialisierung.&#8220;</strong> <strong>Stuttgarter Nachrichten 2011</strong><br />
&#8222;Für 2011 und 2012 wird mit einem Wirtschaftswachstum von jeweils ca.  3,7 und 4% (2010: 7,5%) BIP-Anteil gerechnet.&#8220; Auswärtiges Amt</p>
<p><strong>&#8222;In der Welt des Wachstums&#8220;:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/23/gruner-ministerprasident-winfried-kretschmann-in-brasilien-2011/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/23/gruner-ministerprasident-winfried-kretschmann-in-brasilien-2011/</strong></a></p>
<h2>“Brasilien steht für rasantes Wachstum &#8211;  Hannover feiert Brasilien.” Financial Times Deutschland.</h2>
<h2>”Südamerikas Shooting Star zu Gast in Hannover”.</h2>
<h1> Partnerland 2012</h1>
<p><strong>Als Partnerland der CeBIT 2012 präsentiert sich Brasilien als   wichtige ITK-Nation mit großen Wachtumspotenzialen und einer  innovativen  und wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit.</strong><br />
<strong>In der IT-Branche zeigt sich Brasilien als ebenso beweglicher  wie  schussgewaltiger Player. Die Hightech-Nation am Zuckerhut überzeugt  vor  allem durch Innovationskraft, Serviceorientierung und durch ein  enormes  Marktpotenzial: Für 2012 prognostiziert das  Marktforschungsinstitut  Eito dem ITK-Markt einen Anstieg um 6 % auf 92  Mrd. Euro. Brasilien gilt  insgesamt als eine der am schnellsten  wachsenden Volkswirtschaften der  Welt. (CeBIT)<br />
</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/08/brasilien-steht-fur-rasantes-wachstum-hannover-feiert-brasilien-financial-times-deutschland-in-brasilien-scharfe-kritik-an-schwachem-wirtschaftswachstum-unter-weltdurchschnitt/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/08/brasilien-steht-fur-rasantes-wachstum-hannover-feiert-brasilien-financial-times-deutschland-in-brasilien-scharfe-kritik-an-schwachem-wirtschaftswachstum-unter-weltdurchschnitt/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.welt.de/dieweltbewegen/article13665169/Brasilien-ist-die-Wirtschaftsmacht-der-Zukunft.html"><strong>http://www.welt.de/dieweltbewegen/article13665169/Brasilien-ist-die-Wirtschaftsmacht-der-Zukunft.html</strong></a></p>
<p><strong>“Mit wahnsinnigen Zahlen in allen Wirtschaftszweigen ist es bald eines der wichtigsten Länder der Welt.” (Die Welt)</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/13/boomland-brasilien-oecd-nennt-niedriges-wirtschaftswachstum-von-2011-eine-enttauschung-laut-landesmedien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/13/boomland-brasilien-oecd-nennt-niedriges-wirtschaftswachstum-von-2011-eine-enttauschung-laut-landesmedien/</strong></a></p>
<h2>“Boomland” Brasilien: Laut OECD erleidet  Brasilien eine “sehr starke Verlangsamung” seines Wirtschaftswachstums.  Brasilien unter Rousseff erreichte 2011 offiziell nur 2,7 % &#8211;   Deutschland 3 %, Rußland 4,1 %, China 9,2%, Indien 7,4%. “dramatische  Deindustrialisierung”(FIESP) “Brasiliens Industrie geht den Bach  runter.” (FTD) <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=12611" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/03/angelidilmabarbara2012.JPG" alt="angelidilmabarbara2012.JPG" /></p>
<p><strong>Ausriß. Angeli-Karikatur der größten Qualitätszeitung “Folha de Sao Paulo” zur aktuellen Lage.</strong></p>
<p><span id="more-12633"></span><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-wirtschaftswachstum-2011/" rel="tag"> </a></p>
<p><strong>Gemäß mitteleuropäischen Analysen handelt es sich  indessen um Boom, rasantes Wachstum. Wie die OECD weiter mitteilte,  wächst Brasiliens Bruttoinlandsprodukt unter dem Durchschnitt der  G-20-Länder &#8211; Brasiliens Wirtschaftsmedien sprechen in Bezug auf das  schwache Wachstum 2011 von “Fiasko” &#8211; das Thema der Wirtschaftspolitik  unter der Rousseff-Regierung wird seit der Bekanntgabe der offiziellen  BIP-Daten in der Öffentlichkeit heftig diskutiert, wobei  viele  Unterschiede zu den in Mitteleuropa üblichen Bewertungen offensichtlich  werden. So debattieren inzwischen sogar die brasilianischen  Gewerkschaften bei Treffen mit der Regierung über den laut  Industriellenverband FIESP “dramatischen Prozeß der  Deindustrialisierung”, während Brasilien in Mitteleuropa gewöhnlich als  stetig erstarkende Industrienation gefeiert wird. FIESP nennt als  Konsequenz der Deindustrialisierung und des schwachen  Wirtschaftswachstums, daß just die Industrie mit ihren qualifizierten  Stellen und guten Löhnen nicht in der Lage ist, jene Masse junger  Menschen zu absorbieren, die auf den Arbeitsmarkt drängt. 2011 seien  unterm Strich keinerlei neue Stellen geschaffen worden. FIESP wirft der  Rousseff-Regierung vor, bestenfalls mit ineffizienten Maßnahmen auf die  Lage zu reagieren, während der Kurs Brasilias aus Europa höchstes Lob  erhält.  </strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/03/deindustrialisierungdilmasindical2012.JPG" alt="deindustrialisierungdilmasindical2012.JPG" /></p>
<p><strong>Ausriß &#8211; Gewerkschaften diskutieren mit Dilma Rousseff wegen der fortschreitenden Deindustrialisierung.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/28/brasiliens-deindustrialisierung-uber-75-prozent-der-teile-fur-die-autoindustrie-werden-bereits-importiert-laut-landesfachleuten/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/28/brasiliens-deindustrialisierung-uber-75-prozent-der-teile-fur-die-autoindustrie-werden-bereits-importiert-laut-landesfachleuten/</strong></a></p>
<p><strong>Vergleich mit Argentinien: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/01/brasiliens-wirtschaftsboom-nationale-experten-weisen-auf-deindustrialisierung-land-ist-dekadenter-produzent/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/01/brasiliens-wirtschaftsboom-nationale-experten-weisen-auf-deindustrialisierung-land-ist-dekadenter-produzent/</strong></a></p>
<p><strong>“Deindustrialisierung nur ein Mythos?”: </strong> <a href="http://brasilienaktuell.blogspot.com/2011/01/ist-die-deindustrialisierung-brasiliens.html"><strong>http://brasilienaktuell.blogspot.com/2011/01/ist-die-deindustrialisierung-brasiliens.html</strong></a></p>
<p><strong>“Brasiliens Industrie geht den Bach runter”:</strong> <a href="http://www.ftd.de/politik/international/:schwellenlaender-brasiliens-industrie-geht-den-bach-runter/60104754.html"><strong>http://www.ftd.de/politik/international/:schwellenlaender-brasiliens-industrie-geht-den-bach-runter/60104754.html</strong></a></p>
<p><strong>Wirtschaftswachstum 2011 entgegen  Regierungsprognosen unter dem von Deutschland sowie der anderen BRIC-Staaten:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/13/boomland-brasilien-oecd-nennt-niedriges-wirtschaftswachstum-von-2011-eine-enttauschung-laut-landesmedien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/13/boomland-brasilien-oecd-nennt-niedriges-wirtschaftswachstum-von-2011-eine-enttauschung-laut-landesmedien/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/13/brasiliens-hausgemachte-wirtschaftsprobleme-wachstumshemmende-hochzinspolitik-kunstlich-uberbewertete-landeswahrung-hohe-logistikkosten-wegen-schlechter-infrastruktur-treiben-deindustrialisierung-v/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/13/brasiliens-hausgemachte-wirtschaftsprobleme-wachstumshemmende-hochzinspolitik-kunstlich-uberbewertete-landeswahrung-hohe-logistikkosten-wegen-schlechter-infrastruktur-treiben-deindustrialisierung-v/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.ftd.de/it-medien/it-telekommunikation/:cebit-2012-hannover-feiert-brasilien/70003398.html"><strong>http://www.ftd.de/it-medien/it-telekommunikation/:cebit-2012-hannover-feiert-brasilien/70003398.html</strong></a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Brasiliens gestopptes Mega-Umleitungsprojekt am Rio Sao Francisco &#8211; Trumpf im Rousseff-Präsidentschaftswahlkampf 2010. 2011 nur 5,2 Prozent der vorgesehenen Mittel investiert, laut Landesmedien.</title>
		<link>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/08/brasiliens-gestopptes-mega-umleitungsprojekt-am-rio-sao-francisco-trumpf-im-rousseff-prasidentschaftswahlkampf-2010-2011-nur-52-prozent-der-vorgesehenen-mittel-investiert-laut-landesmedien/</link>
		<comments>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/08/brasiliens-gestopptes-mega-umleitungsprojekt-am-rio-sao-francisco-trumpf-im-rousseff-prasidentschaftswahlkampf-2010-2011-nur-52-prozent-der-vorgesehenen-mittel-investiert-laut-landesmedien/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 08 Dec 2011 11:27:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Naturschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Brasiliens Wirtschaftslage]]></category>
		<category><![CDATA[Umleitungsprojekt Rio Sao Francisco]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/08/brasiliens-gestopptes-mega-umleitungsprojekt-am-rio-sao-francisco-trumpf-im-rousseff-prasidentschaftswahlkampf-2010-2011-nur-52-prozent-der-vorgesehenen-mittel-investiert-laut-landesmedien/</guid>
		<description><![CDATA[Die jüngste Reportage der Qualitätszeitung &#8222;O Estado de Sao Paulo&#8220; über die Situation des von Lula und Marina Silva gefeierten Megaprojekts hat in Brasilien eine innenpolitische Diskussion ausgelöst. http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/04/brasilien-lulas-mega-umleitungsprojekt-am-rio-sao-francisco-propaganda-und-resultat-der-katholische-umweltpriester-sebastiao-goncalves-anklicken/ http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/02/hochverschuldetes-brasilien-bietet-eu-wegen-krise-erneut-finanzhilfe-an-iwf-chefin-christine-lagarde-und-finanzminister-guido-mantega/ Rousseff-Regierung straft wegen Belo-Monte-Kritik die Organisation Amerikanischer Staaten ab, zahlt keine Beiträge mehr, laut Landesmedien. ** Tags: , Belo Monte, Dilma Rousseff Laut Brasiliens Landesmedien zahlt [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die jüngste Reportage der Qualitätszeitung &#8222;O Estado de Sao Paulo&#8220; über die Situation des von Lula und Marina Silva gefeierten Megaprojekts hat in Brasilien eine innenpolitische Diskussion ausgelöst.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/04/brasilien-lulas-mega-umleitungsprojekt-am-rio-sao-francisco-propaganda-und-resultat-der-katholische-umweltpriester-sebastiao-goncalves-anklicken/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/04/brasilien-lulas-mega-umleitungsprojekt-am-rio-sao-francisco-propaganda-und-resultat-der-katholische-umweltpriester-sebastiao-goncalves-anklicken/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/02/hochverschuldetes-brasilien-bietet-eu-wegen-krise-erneut-finanzhilfe-an-iwf-chefin-christine-lagarde-und-finanzminister-guido-mantega/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/02/hochverschuldetes-brasilien-bietet-eu-wegen-krise-erneut-finanzhilfe-an-iwf-chefin-christine-lagarde-und-finanzminister-guido-mantega/</strong></a></p>
<h2>Rousseff-Regierung straft wegen  Belo-Monte-Kritik die Organisation  Amerikanischer Staaten ab, zahlt  keine Beiträge mehr, laut  Landesmedien. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11742" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><span id="more-11776"></span></p>
<p>Tags: , <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/belo-monte/" rel="tag">Belo Monte</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/dilma-rousseff/" rel="tag">Dilma Rousseff</a></p>
<p><strong>Laut Brasiliens Landesmedien zahlt die  Rousseff-Regierung  seit April die fällige Quote von 6,5 Million Dollar  nicht, was die  Organisation zu drastischen Einsparungen, darunter  Entlassungen zwinge.  Die Interamerikanische Menschenrechtskommission der  Organisation hatte  von der Rousseff-Regierung den Stopp des Baus des   Amazonas-Wasserkraftwerks “Belo Monte” verlangt. Die Rede ist von   “Repressalien Brasiliens” gegen die Organisation Amerikanischer Staaten.   </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/23/brasiliens-amazonas-staudammprojekt-belo-monte-protestvideo-von-schauspielern-anklicken/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/23/brasiliens-amazonas-staudammprojekt-belo-monte-protestvideo-von-schauspielern-anklicken/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/04/brasiliens-staatschefin-dilma-rousseff-erhalt-im-ausland-ebensoviel-lob-wie-zuvor-lula-analysieren-die-landesmedien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/04/brasiliens-staatschefin-dilma-rousseff-erhalt-im-ausland-ebensoviel-lob-wie-zuvor-lula-analysieren-die-landesmedien/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.bpb.de/publikationen/JU16H0,0,Vom_Umgang_mit_der_Diktaturvergangenheit.html"><strong>http://www.bpb.de/publikationen/JU16H0,0,Vom_Umgang_mit_der_Diktaturvergangenheit.html</strong></a></p>
<p><strong>Folter in der größten Demokratie Lateinamerikas:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/luladilma6.JPG" alt="luladilma6.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/01/brasilien-flog-aus-landergruppe-die-aids-infizierte-am-besten-betreut-laut-landesmedien-nur-zwischen-60-und-79-der-hiv-patienten-werden-behandelt/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/01/brasilien-flog-aus-landergruppe-die-aids-infizierte-am-besten-betreut-laut-landesmedien-nur-zwischen-60-und-79-der-hiv-patienten-werden-behandelt/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/03/brasiliens-crack-epidemie-unter-der-rousseff-regierung-wie-crack-wirktverkehrsumleitung-wegen-offener-crack-szene-die-strasen-total-verstopft-in-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/03/brasiliens-crack-epidemie-unter-der-rousseff-regierung-wie-crack-wirktverkehrsumleitung-wegen-offener-crack-szene-die-strasen-total-verstopft-in-sao-paulo/</strong></a></p>
<p>Texte von 2011:</p>
<h1>Panzer und Crack</h1>
<p>Der Militär-und Medien-Zirkus um die „Erstürmung“ und „Eroberung“ der    Rio-Slumregion „Complexo do Alemão“ wäre schon jetzt ein heißes Thema    auch für Deutschlands Kommunikationswissenschaftler – aber wie es    aussieht, trauen sie sich nicht. Als „Farce“ hatten brasilianische    Rechtsexperten und Menschenrechtspriester die Slumbesetzung vom letzten    November verurteilt – und schneller als erwartet ausgerechnet von der    Gegenseite die Beweise geliefert bekommen. Die schwerbewaffneten    Banditenkommandos des organisierten Verbrechens sind rasch    zurückgekehrt, zitieren Brasiliens Landesmedien aus vertraulichen    Militärberichten. Die Gangster haben, wie es heißt, wieder    Verkaufspunkte für harte Drogen installiert, der hochprofitable    Rauschgifthandel geht perfekt neoliberal weiter. Der Terror gegen    Bewohner des Parallelstaats der Slums ebenfalls – trotz Militärpräsenz    sind mindestens vier Menschen ermordet worden. Eine Frau wird zur    Abschreckung totgeschlagen, weil sie an der Plünderung eines    Banditenhauses teilnahm – TV-Teams auch des Auslands hatten solche    Volkszorn-Szenen am Start der Militäroperation gern gefilmt. Doch nun    beklagen sich die Bewohner ausgerechnet über eine unzureichende Präsenz    von brauchbaren Polizisten – von den Militärs würden die    herumstreunenden Banditen gar nicht bemerkt. Viele Soldaten stammen ja    just aus diesen Slums. Zudem seien 42 Militärpolizisten zwar wegen  Raub,   Erpressung und Übergriffen gegen die Bewohner angezeigt, doch  bisher   nicht bestraft worden.</p>
<p>Die militärische Besetzung ist Modell und Beispiel für das ganze    Land, sagt der neue Justizminister Cardozo – hat er es gar böse-ironisch    gemeint? Panzer, martialisch wirkende Militärpatrouillen, deren Fotos    gern auch in die Erste Welt durchgeschaltet werden, sind den Angaben    zufolge jedenfalls keinerlei Hindernis für die Banditenkommandos des    organisierten Verbrechens. Das mag für Mitteleuropäer bizarr, grotesk,    unglaublich erscheinen, für unsereinen hier ist es banale Normalität.<br />
Immer wieder wird in der Ersten Welt behauptet, in den    lateinamerikanischen Ländern zeige sich deutlich, dass die bisher    praktizierte Drogenbekämpfung per Polizei und Militär nichts bringe, man    sich andere Konzepte überlegen müsse. Was denn für eine    Drogenbekämpfung, möchte man gegenfragen. In der Banken-City von Sao    Paulo beispielsweise, der führenden Wirtschaftsmetropole Lateinamerikas,    wird Crack, die zerstörerischste harte Droge, direkt neben    Polizeipräsidien, Polizeiwachen massenhaft und offen verkauft und ebenso    offen gleich von Hunderten konsumiert. Die Beamten im Hauptsitz der    Stadtgendarmerie schauen direkt auf eine kilometerlange Straße, in der    sich ganze Horden grauenhaft verwahrloster und abgemagerter Gestalten    mit Crack zügig ins Jenseits befördern. Manche Brasilianer fragen  daher,   ob es nicht eher so ist, dass die Sicherheitskräfte, von  Ausnahmen   abgesehen, der unter Staatschef Lula aufgeblühten  Crack-Branche eine   ordentlich-angenehme Abwicklung der Geschäfte  garantieren. 1,2 Millionen   Brasilianer sind laut Expertenschätzungen  bereits Crack-süchtig.   Kenarik Felippe von der angesehenen nationalen  Richtervereinigung für   Demokratie (AJD): „Der Staat ist ins  organisierte Verbrechen verwickelt.   Besonders die Slumbewohner leiden  stark unter der Gewalt durch  Polizei,  paramilitärische Milizen und die  Banditenkommandos. Im ganzen  Land, und  nicht nur in Rio de Janeiro,  foltern Staatsangestellte, gibt  es  Todesschwadronen, zu denen  Staatsbeamte gehören. Man redet nur von  den  kleinen Fischen im  Rauschgiftgeschäft, nicht von den  Drogenbaronen.“ Der  Richter und  AJD-Präsident Luis Barros Vidal  fordert, die „Farce von  Rio“ auf  keinen Fall zu unterstützen. „Die  Geheimdokumente der Militärs  zeigen,  dass die Drogenmafia, der  Drogenhandel in diesen Slums  fortbestehen.  Die regierenden Autoritäten,  die von einem groß angelegten  Krieg gegen  die organisierte  Kriminalität sprachen, machten also leere,  falsche  Versprechen, handeln  unredlich. Wir sehen die Resultate – Tote  und  nochmals Tote. Selbst  UNO-Friedenstruppen wären erfolglos, weil   vordringlich soziale und  wirtschaftliche Probleme gelöst werden müssen,   die Slumbewohner vor  allem feste Arbeitsplätze brauchen.“ Niemand  wisse  das besser als die  brasilianische Regierung, früher unter Lula,  jetzt  unter Dilma  Rousseff. „Todesschwadronen sind derzeit in Rio  aktiv – doch  auch in  Sao Paulo, landesweit, straflos“, fügt Richter  Vidal gegenüber  dem <em>Blättchen</em>  hinzu, in Brasilien fehle eine  Kultur der  Menschenrechte. Zu erkennen  seien „starke Merkmale eines  totalitären  Staates, der das Gesetz nicht  respektiert“; mit Blick auf  Fußball-WM und  Olympische Spiele am  Zuckerhut werde ein  Medienspektakel veranstaltet.<br />
Und das hatte es von Anfang an in sich. In brasilianischen    Qualitätsmedien, die nur einen winzigen Bruchteil der Bevölkerung    erreichen, hieß es immerhin, die jüngsten Polizei-und Militäroperationen    seien nur für das Ausland gedacht – de facto ändere sich nichts. Rio    habe wegen der geplanten Sportereignisse international Kompetenz    demonstrieren müssen, um Milliardeninvestitionen zu erhalten. Es werde    wieder Wahlen geben – und die Politiker würden erneut Gelder des    organisierten Verbrechens brauchen.<br />
In mitteleuropäischen Medien weiß man’s offenbar viel besser. Rio de    Janeiro wolle mit dem Drogenhandel Schluss machen, wird    freundlicherweise unterstellt, obwohl sogar Rios Sicherheitschef    Beltrame öffentlich erklärt, dies keineswegs vorzuhaben.<br />
Aber richtig klasse ist der Mediengag über die „heldenhafte“ Einnahme    jenes „Complexo do Alemão“: Unentwegt ballern Polizei und Militär    fotogen auf nicht vorhandene Gegner, was das Zeug hält. Alles wird von    zahlreichen TV-Teams direkt an der Seite der Einheiten begeistert    abgefilmt und teuer weltweit verbreitet. Sozusagen „sturmreif    geschossen“ fehlt nur noch die „Eroberung“ des Slumkomplexes. Dies geht    so vonstatten, dass Soldaten und Elitepolizisten mit handverlesenen    Journalisten einfach die Gassen zur Slumspitze hochgehen und dort die    Landesfahne hissen. Schließlich hatte man den Banditenkommandos tage-und    nächtelang reichlich Zeit und Möglichkeiten zum Rückzug in üblicher    Guerilla-Taktik gegeben und auf eine Einkesselung verzichtet – die    Gangster verteilten sich auf andere der weit über 1.000 Rio-Slums.<br />
Wohl einmalig in der Fernsehgeschichte, wie der    TV-Globo-Nachrichtenkanal vom Hubschrauber aus den problemlosen Rückzug    der schwerbewaffneten Banditenkommandos aus dem Slum Vila Cruzeiro    direkt übertrug. Die Konditionen, um die Banditen zu schnappen, waren    bestens.Warum, so ist zu fragen, ließen Polizei und Armee die Gangster    entkommen? Man saß vor dem Fernseher und traute seinen Augen nicht.    Stundenlang sah man von nahem, wie sich die Verbrecherkommandos    davonmachten, und bekam es von Polizeiexperten auch noch kommentiert:    „Kampfhubschrauber wie die im Vietnamkrieg greifen jetzt nun mal leider    nicht ein.“<br />
Jahrzehntelang, so wird in Europa verbreitet, wagten sich die    Sicherheitskräfte angesichts übermächtiger Banditenpräsenz nicht in den    „Complexo do Alemão“ – umso mehr sei daher die Rückeroberung zu    würdigen. Sind Lula und seine Nachfolgerin Dilma Rousseff also wahrhaft    todesmutig, weil sie den Slumkomplex noch vor der „Erstürmung“    besuchten? Spaß beiseite – Lula war 2008, 2009 und sogar im Oktober    2010, kurz vor dem Militäreinsatz, im „Complexo do Alemão“, hatte teils    sogar Ehefrau Marisa dabei. Rios Polizei und Militär kennen die    Favela-Gegend bestens, 2002 wurden zur Besetzung gar 50.000 Mann    aufgeboten. Mehr Sicherheit gibt’s deshalb nicht – seit 2007 wurden in    Rio über 25.000 Gewalt-Tote gezählt.<br />
Jetzt, nach vertraulichen Militärberichten, weist die Leiterin eines    angesehenen kirchlichen Rio-Sozialprojekts auf ein „großes Massaker im    „Complexo do Alemão“, wobei vor allem Jugendliche getötet, doch    keinerlei Informationen darüber freigegeben wurden. Laut    Uni-Anthropologen Luiz Mott, angesehenster Schwulenaktivist des    Tropenlandes, hält Brasilien bei Morden an Homosexuellen weltweit eine    „grauenhafte Führungsrolle“, verschlechterte sich unter Lula die    Situation der Gays. Bei Tötungen durch Schusswaffen liegt Brasilien    gemäß NGO-Daten an der Spitze, 92 Prozent der Rio-Morde bleiben    straffrei.<br />
Gregor Gysi von der deutschen Partei DIE LINKE gilt als Rechtsexperte,    war 2010 in Brasilien, kennt daher sicherlich die Positionen der    dortigen Richtervereinigung für Demokratie gut – und schlussfolgert:    „Von allen linken Präsidenten hat Lula, der als am wenigsten links    eingeschätzt wird, die größten Erfolge.“</p>
<h1>Dilma Rousseffs schlechter Start</h1>
<p>Brasiliens neue Staatspräsidentin, zuvor Lulas Chefministerin,    verschont die Nation bisher mit dem vom Ziehvater gewohnten Schwall aus    Propagandareden – dafür haben es die politischen Ereignisse in sich.</p>
<p>Der angesehene kirchliche Menschenrechtsanwalt Sebastiao Bezerra da    Silva wurde sadistisch gefoltert und ermordet – auch in den acht    Regierungsjahren zuvor war das Verfolgen von Menschenrechtsaktivisten    normal. Silva ermittelte gegen die landesweit aktiven, von    Staatsangestellten geleiteten Todesschwadronen, gegen folternde    Militärpolizisten und bekam deshalb Morddrohungen. Im archaischen    nordöstlichen Teilstaat Maranhao, der laut Kirchenangaben bei    Gefängnis-Folter an der Spitze steht, kam es zur ersten Häftlingsrevolte    unter Rousseff – sechs Männer wurden getötet, Fotos der  abgeschlagenen   Köpfe waren in den Regionalzeitungen zu sehen. Maranhao  wird von   Gouverneurin Roseane Sarney regiert, die mit Dilma Rousseff  befreundet   ist, und bei nettem privaten Beisammensein mit ihr zur  Laute allerlei   populäre Liebeslieder sang. Eine unabhängige  Untersuchungskommission zum   Häftlingsaufstand gibt es nicht, Brasilia  reichen die Angaben der   Militärpolizei – ein Relikt der  Militärdiktatur. Der Teilstaat ist zudem   Herrschaftsgebiet des  Oligarchen José Sarney, der einst die   Folterdiktatorenpartei ARENA  führte – und heute als Senatspräsident den   brasilianischen  Nationalkongress. Mit ihm, dem hochwichtigen  politischen   Bündnispartner, feierte Dilma Rousseff ihren Wahlsieg –  auch das   spricht Bände.<br />
Auch die neue Menschenrechtsministerin Maria do Rosario beschreibt – wie    ihr Vorgänger – die größte lateinamerikanische Demokratie als    Folterstaat, nennt Torturen in total überfüllten Gefängnissen und selbst    in psychiatrischen Anstalten ein „gravierendes nationales Problem“.   Als  Dilma Rousseff noch zuständige Chefministerin war, hatten derartige    Eingeständnisse allerdings keinerlei praktische Bedeutung. Gleiches   gilt  für den jetzt auf der Berlinale gezeigten sozialkritischen   Streifen  „Tropa de Elite 2“, der Brasiliens bedrückende   Menschenrechtslage  eindrücklich abbildet. Wie im Vorgängerfilm, der   2008 den Goldenen Bären  gewann, gibt es wieder eine der für Rio de   Janeiro typischen  Scheiterhaufenszenen – weder Lula noch Rousseff haben   sich jemals zu  dieser in den Slums unweit des neuen   ThyssenKrupp-Stahlwerks gängigen  Hinrichtungs-und   Einschüchterungspraxis geäußert.<br />
Wie es sich gehört, hat Brasilien als vielgelobte Demokratie und    strategischer Partner auch der Berliner Regierung natürlich die    UNO-Menschenrechtsabkommen unterzeichnet. Von möglichen Sofortmaßnahmen    der Rousseff-Regierung zwecks Umsetzung ist aber nichts bekannt. Dafür    erfährt man aus einer jetzt veröffentlichten Studie, was sich unter  dem   Gespann Lula-Rousseff noch so entwickelte. Bei Tötungen durch    Schusswaffen liegt Brasilien weltweit an der Spitze – und von drei    Ermordeten sind zwei schwarz. Der Soziologe Julio Waiselfisz, dessen    Team die Studie erarbeitete, spricht von „Merkmalen der Ausrottung,    Vernichtung“ und von fehlender öffentlicher Sicherheit für die arme,    mehrheitlich schwarze Bevölkerung. Mit der öffentlichen Sicherheit    passiere dasselbe wie bei Bildung, Gesundheit, Sozialversicherung – es    werde privatisiert. „Wer kann, zahlt für privaten Sicherheitsdienst.  Die   Schwarzen gehören zu den Ärmsten, leben in Risikozonen und können   nicht  zahlen.“<br />
Laut unvollständigen Statistiken werden in Brasilien jährlich immerhin    etwa 55.000 Menschen ermordet. Die UNICEF ergänzt: Bei Morden an 15-bis    19-Jährigen liegt Brasilien weltweit an der Spitze, 38 Prozent der    brasilianischen Jugendlichen leben in Armut und Misere. Die    Rousseff-Regierung sollte daher in Programme für Gesundheit, Bildung und    Sicherheit investieren, die sich gezielt an die 33 Millionen    Heranwachsenden zwischen 10 und 19 Jahren richten. Aber irgendwie    scheint Brasilia gar nicht so gut bei Kasse zu sein, wie Lula unter    Hinweis auf angeblich fette Devisenreserven stets verkündete. Als die    hausgemachte Erdrutsch-Umweltkatastrophe im Januar bei Rio de Janeiro    rund tausend Todesopfer forderte – etwa 500 Menschen werden noch    vermisst – fehlte es den Rettungsmannschaften arg an Mitteln und    Ausrüstung, weil zuvor beim Katastrophenschutz extrem gespart worden    war. Als Präsidentin Rousseff die Region besuchte, wurde sie mit ihren    eigenen Fehlleistungen aus der Zeit als Chefministerin direkt    konfrontiert. Das großflächige Abholzen und Bebauen von    Steilhang-Risikozonen war erlaubt und wurde sogar gefördert– doch nun    bettelt Rousseff gar die Weltbank um einen Milliardenkredit an, damit    Slumbewohner  aus entsprechenden Zonen umgesiedelt werden können.    Bereits 2008 wurde die Region von einer solchen Umweltkatastrophe    heimgesucht – und der Lula-Regierung vorgerechnet, für    Präventivmaßnahmen nur 12 Prozent (!) der vorgesehenen Haushaltsmittel    investiert zu haben. Sogar die UNO wirft Lula vor, bereits 2005 ein    Katastrophenwarnsystem versprochen zu haben, das aber immer noch nicht    funktioniere.<br />
Um 2010 Rousseffs Wahlsieg zu garantieren, wurden die    Regierungsausgaben, darunter für Propaganda, stark erhöht. Derzeit    werden sie, notgedrungen, drastisch zurückgefahren, denn die    Sozialbewegungen protestieren heftig, weil Präsidentin Rousseff die    Anhebung des Mindestlohns deutlich unter der kräftigen Teuerungsrate    hielt. Die umgerechnet etwa 248 Euro brutto monatlich passen schwerlich    zu den erneuten Versprechen, nun aber wirklich Hunger und Misere    auszutilgen. Das Mindestsalär bekommen laut offiziellen Angaben 29,1    Millionen registriert oder unregistriert Beschäftigte sowie 18,6    Millionen Sozialversicherte, darunter zwei von drei Rentnern. Doch ein    Großteil der unregistriert, ohne Arbeitsvertrag und rechtliche    Absicherung Beschäftigten hat deutlich geringere Einkünfte – in einem    Land mit inzwischen oft deutlich höheren Preisen als in Deutschland,    gerade bei Grundnahrungsmitteln als in Deutschland – und in einer Phase    schmerzhafter Preisanstiege.<br />
Vor diesem Hintergrund erklärt sich auch das Phänomen, dass    Gewerkschaften inzwischen sogar Rechtsparteien applaudieren, weil die    einen höheren Mindestlohn vorschlugen. Zugleich wird an die enormen    Diätenerhöhungen der Kongresspolitiker sowie an das Einkommen von    „Working Class Hero“ Lula erinnert. Seit Januar bekommt er monatlich    allein als Ehrenpräsident der Arbeiterpartei umgerechnet rund 6.000    Euro, dazu die satten Bezüge als Ex-Staatschef. Zudem erhält er seit    seinem 51. Lebensjahr eine Entschädigung von 1.900 Euro monatlich, weil    er 31 Tage in Diktatur-Haft saß. Als ihm jetzt ein Unternehmen für   einen  Vortrag 100.000 Dollar Honorar anbot, lehnte Lula laut   Landesmedien ab –  entweder 200.000 Dollar oder kein Vortrag. Da bietet   sich ein Vergleich  mit den Hilfen des Anti-Hunger-Programms „Bolsa   Familia“ an – denn 42  Prozent der Empfänger, also 5,3 Millionen   Menschen, leben gemäß neuen  Studien nach wie vor im Elend. Zwischen 14   und maximal 105 Euro werden  monatlich ausbezahlt – pro Familie   wohlgemerkt, meist sind sie  kinderreich. Die Möglichkeit, Elend und   Hunger unter den  Bezugsempfängern rasch durch eine angemessene Hilfe zu   beseitigen, werde  nicht einmal erwogen, empören sich Kommentatoren.   Die Regierung kürzt  jetzt stattdessen sogar die Gelder eines   Hausbauprogramms für die  Unterschicht fast um die Hälfte.<br />
Im Zuge des Rousseff-Starts erfuhr man auch, wie Brasilien heute    kulturell tickt. Nach der Umweltkatastrophe erklärte die Präsidentin für    mehrere Tage Staatstrauer, der Teilstaat Rio de Janeiro sogar für  eine   ganze Woche – doch selbst am Zuckerhut gingen die  Vorkarnevalsfeste  der  Sambaschulen und andere karnevalistische  Aktivitäten auf vollen  Touren  weiter. Renommierte Therapeuten und  Sozialwissenschaftler haben  auf  diesen befremdlichen Umgang mit  Tragödien aufmerksam gemacht.   Andererseits – beim Kulturexport kommt  das Riesenland laut UNO-Daten nur   auf 0,2 Prozent des Weltvolumens,  liegt auf Platz 26, gleichauf mit   Rumänien. Zum Rousseff-Start verließ  der Komponist und Dirigent John   Neschling nach 14 Jahren frustriert  das Land in Richtung Schweiz. Er   hatte das völlig unbedeutende  Sinfonieorchester Sao Paulos zu einem   international anerkannten  aufgebaut, wurde jedoch von der reaktionären   Teilstaatsregierung  gefeuert. Beim Weggang verwies er auf fehlende   Kulturpolitik, eine  paralysierende und unsensible Staatsbürokratie,   brutalen Umgang mit  Kulturgütern. Neschlings Rückkehr nach Europa ist   symptomatisch, ein  schmerzhafter Verlust für Brasilien.</p>
<h1>Leonardo Boffs Ungereimtheiten</h1>
<p>In Ländern wie Deutschland betreibt eine bestimmte Gutmenschen-Szene    um den einst interessanten brasilianischen Befreiungstheologen einen    regelrechten Kult. Sie bewahrt ihn vor öffentlicher Kritik, die als    politisch unkorrekt gälte. Im Tropenland dagegen wird Boff seit den    neunziger Jahren zunehmend heftig kritisiert. Selbst frühere Anhänger    werfen ihm Fehleinschätzungen über die katholische Kirche,    intellektuelle Unehrlichkeit und Opportunismus vor. Boff sei eitel auf    Medienpräsenz aus – was mit Verbalattacken auf Papst und Vatikan    natürlich am leichtesten gelinge.</p>
<p>In der Tat wirkt Boffs Eindreschen auf den Papst infantil und    lächerlich. Nationale Religionsexperten bescheinigen ihm eine    unbestreitbare Rolle in der Reflexionsgeschichte Brasiliens, nennen ihn    sehr intelligent und intuitiv. Boff spüre sehr gut bestimmte    gesellschaftliche Probleme und Tendenzen, sei ein brillanter Professor.    Doch seine Äußerungen müssten kritisch analysiert werden – andernfalls    akzeptiere man häufig Dinge, die nicht der Wahrheit entsprächen.<br />
In Deutschland sind evangelikale Wunderheiler-Sekten unbeliebt – Boff    begrüßte indessen bereits im Jahr 2000 öffentlich die Expansion der    Evangelikalen vorbehaltlos als Bereicherung. In Brasilien fasste man    sich an den Kopf. Denn die evangelikalen Sektenkirchen propagieren    massiv die „Theologie der Prosperität“, wonach materieller Wohlstand    eine Gabe Gottes sei und durch die Macht des Glaubens erreicht werden    könne. An Misere, persönlichem Misserfolg sei der Teufel schuld, den man    auf speziellen Tempelsitzungen austreibe – wobei natürlich jeder    Gläubige soviel Geld wie möglich an die Kirche spenden müsse. Mit dieser    Theologie, analysieren Sozialwissenschaftler, verbreiten die    Evangelikalen Illusionen, beuten die Leute aus, schaffen Leiden. Und    fördern sogar Rassismus und Diskriminierung, da die schwarze Bevölkerung    nunmehr nur deshalb arm sei, weil sie sündige. Gemäß aus Afrika    ererbten Schlechtigkeiten werde sie als eine verfluchte Rasse angesehen,    die sich von allen Vorfahren und Wurzeln lösen müsse.<br />
Wenn Boff diese wie Wirtschaftsunternehmen funktionierenden Kirchen als    Bereicherung auffasse, müsse man seine Bewertungen relativieren, zeige    sich zunehmende Oberflächlichkeit. Im akademischen Umfeld, bei den    Studenten sei Boffs frühere Attraktivität weg.<br />
Boff müsste wissen, dass evangelikale Kirchen im Christlich-Ethischen    mancherlei Sonderwege fahren. So wurde ein Bischof der politisch    einflussreichen „Universalkirche vom Reich Gottes“, der Brasiliens    zweitgrößter TV-Sender gehört, wegen Mordes eingesperrt. In Salvador da    Bahia hatte er laut Polizei im Tempel gemeinsam mit zwei Pastoren  einen   14-jährigen Jungen sexuell missbraucht und danach lebendig  verbrannt.<br />
Manche mögen Boff zustimmen, wenn er die Evangelikalen-Ausbreitung    begrüßt, weil ihm „jede Art von Vielfalt“ so gefällt. Denn nun ist in    rappelvollen „Gotteshäusern“ endlich mal echt was los, ziehen Ex-Killer    und Ex-Frauenaufreißer wie Pastor Salles vom Leder:„Ich war reich,   hatte  Villen und tausende Frauen – in Rio hörten tausende   schwerbewaffnete  Banditen auf mein Kommando. Ich war Bankräuber,   Berufskiller, Monster,  Psychopath – so viele Opfer flehten vergeblich   um Barmherzigkeit! Wie  von den Dämonen gefordert, habe ich mit meiner   Frau unseren sechs Monate  alten Sohn getötet, in der Pfanne gebraten,   sein Fleisch gegessen – ich  war schon in der Hölle!“<br />
Frei Betto, wichtigster Befreiungstheologe Brasiliens, hochangesehen bei    Kardinälen, Bischöfen und Padres der Kirche des Riesenlandes,    analysiert solche evangelikalen Sekten tiefgründig, fühlt sich durch    ihre nervende Präsenz im Alltag nicht eben bereichert. Leonardo Boff    indessen wirft kurioserweise dieser Kirche „feudale Mentalität“,    „totalitäre Ideologie“ und „mittelalterliche Strukturen“ vor, gar die    Ablehnung von Kritik und Alternativen.  Damit hat er schlichtweg die    Dynamik, Entwicklung und Komplexität der katholischen Kirche nicht    begriffen. Als anschauliches Beispiel gilt, dass Rom zwar Kondome    kritisiert, deren massive Verteilung in der pastoralen Aids-Prävention    indessen zulässt – und fördert, gemäß katholischer Moraltheologie.<br />
Der Soziologe Claudio Monteiro leitet in Sao Paulo die bischöfliche    Aids-Pastoral – direkt neben seiner Bürotür kann sich jedermann aus    einem stets gut gefüllten Plastikbehälter gratis und überreichlich  mit    Kondomen eindecken. Monteiro lacht über Boffs Vorwurf, dass die    katholische Kirche in der Kondomfrage lebensfeindlich, verantwortungslos    und intolerant handele. „Leonardo Boff gehörte zum Franziskanerorden,    der in Brasilien eines der ersten Aids-Präventionsprojekte startete  und   natürlich Kondome verteilt – seit über 16 Jahren. Unsere nationale    Aids-Pastoral, von einem Bischof geführt, verfährt genauso. Völlig    unmöglich, daß Boff davon nicht weiß. Wenn er die Ausbreitung der    Evangelikalen, die Expansion des religiösen Fundamentalismus positiv    bewertet, ist dies fragwürdig und anfechtbar.“<br />
Boff greift immer wieder auch in die Politik ein. Im letzten    Präsidentschaftswahlkampf unterstützte er zuerst die evangelikale    Predigerin Marina Silva. Die Ex-Umweltministerin zählte zur    Revolutionären Kommunistischen Partei Brasiliens, wuchs im    befreiungstheologischen Spektrum der Katholiken auf und ging dann zur    „Assembleia de Deus“. Richtig, die von Pastor Salles, dem Ex-Killer und    Ex-Frauenaufreißer, die zudem laut Eigendarstellung Homos zu Heteros    umdreht und Strich-Transvestiten zu Geistlichen macht.<br />
Zuletzt wechselte Marina Silva von Lulas Arbeiterpartei zu den    brasilianischen Grünen. Die verkaufen sie als lupenreine    Umweltschützerin – obwohl zahlreiche verhinderbare Umweltverbrechen in    ihre Amtszeit fallen. Amazonas- und Savannenwälder werden vernichtet,    Brasilien avanciert zum weltgrößten Agrargiftverbraucher, das Geschäft    mit Gen-Pflanzen boomt. Umweltschützer laufen Sturm gegen das    gigantische Umleitungsprojekt am Rio Sao Francisco – Marina Silva    verteidigt es als „ökologisch nachhaltig, wirtschaftlich machbar und    sozial gerecht“. Was sie von massenhafter Folter durch Staatsangestellte    oder von den landesweit operierenden Todesschwadronen hält, erfährt   man  bis heute nicht.<br />
2002 nahm Leonardo Boff begeistert an der Wahlkampfkarawane von Lula    teil, verglich ihn mit Mahatma Gandhi, lobte sogar dessen Vize, den    Milliardär und Diktaturaktivisten José Alencar. Angesichts der    Korruptionsskandale schwenkte er später um, verurteilte Lulas Politik    als niederträchtig neoliberal.<br />
2010 aber, als Marina Silva die Stichwahl nicht erreichte, wechselte    Boff flugs zu Lulas Wunschkandidatin und bisheriger Chefministerin Dilma    Roussef – und wieder zu Lob über den grünen Klee: „Lula machte die    größte Revolution der sozialen Ökologie des Planeten, eine Revolution    für die Bildung, ethische Politik.“ Die gravierenden    Menschenrechtsverletzungen, den strikt antiökologischen Kurs von    Lula-Rousseff kritisiert er nicht, die von ihm so heftig gescholtene,    stark systemkritische katholische Kirche Brasiliens tut das umso    kräftiger: Fehlende soziale Besorgnis bei Lula und Rousseff trotz    Hunger, Misere und rasch wachsenden Slums, Zementierung der grauenhaft    ungerechten Einkommensverteilung, Begünstigen der ohnehin    Privilegierten. Boff faselt von sozialer Ökologie-Revolution, dabei ist    längst klar, dass Dilma Rousseff das umweltvernichtende    Mega-Wasserkraftwerk „Belo Monte“ in Amazonien unbedingt realisieren    will. Nach ihrem Wahlsieg erneut ein Schwenk: Boff geißelt das    Belo-Monte-Projekt.<br />
Mancher hat vielleicht den desillusionierenden ARD-Weltspiegel-Beitrag    „Brasilien: Kindsmord am Amazonas“ über das Töten von Kindern bei    Indianerstämmen gesehen – rund 600 Babies werden danach jährlich allein    in Amazonien umgebracht. Viele Indianer sitzen wegen Sex mit Kindern  im   Gefängnis, auch Indios sind als Naturzerstörer bekannt. Yanomami   pflegen  gar das Verprügeln der eigenen Ehefrau mit Freunden, bei    Fremdgeh-Verdacht – von Schamanen als Hexen beschuldigte Indiofrauen    wurden ermordet – das Blättchen hatte über diese Praktiken berichtet.    Boff indessen ignoriert diese Fakten: „Und ich habe sie immer bewundert,    sie sind unsere großen Meister im Hinblick auf die Haltung gegenüber    der Natur. Die sind technologisch gesehen rückständig, aber    zivilisatorisch, sie sind vorwärts, sie sind reicher als wir. Wenn wir    lernen wollen, was wir für eine Beziehung mit der Natur eingehen  sollen,   die Beziehung zwischen dem Alter und den Kindern, den  Erwachsenen und   alten Leuten, die Beziehung zwischen Arbeit und  Freizeit, die Beziehung   zwischen Leben und Tod, dann müssen wir die  Indianer hören. Die haben   eine große Weisheit und vieles haben sie uns  zu sagen.“ Kommentar   überflüssig.</p>
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<p><strong>Obama in Brasilien</strong></p>
<p>Auf Gesten und Symbolik, sorgsam abgestimmt zwischen beiden Seiten,    sei besonders zu achten, hatte Brasilia vor der Ankunft des    US-Präsidenten verlauten lassen. Und als Barack Obama dann in den    Amtssitz von Präsidentin Dilma Rousseff schritt, ging es Schlag auf    Schlag. Mitten in der persönlichen Unterredung befahl Obama über einen    Mitarbeiter die Attacke auf Libyen mit zunächst 110 Tomahawk-Raketen.    Und etwas später, mitten im Bankett für Obama im brasilianischen    Außenministerium, ging es richtig los mit den Bombardements. „Ein    historischer Tag“, titelten die Zeitungen – und „historisch“ verhielt    sich Brasiliens neue Staatschefin, die einst als Guerilleira gegen die    Militärdiktatur kämpfte, eingesperrt und gefoltert wurde. Erst nach der    Abreise Obamas äußerte sie Missfallen über die Kriegserklärung    ausgerechnet in Brasilien – vermied indessen, wie viele Brasilianer    erwartet hatten, dies Obama sofort und direkt zu sagen, womöglich die    offiziellen Gespräche abzubrechen. Mit einer Note, die einen    Waffenstillstand in Libyen erbat, wurde ebenfalls solange gewartet, bis    Obama abgereist war. Brasiliens wichtigster Befreiungstheologe, Frei    Betto, nannte es gegenüber dem <em>Blättchen</em> „zumindest takt- und    geschmacklos, den Krieg gegen Libyen just in Brasilien zu erklären,  das   gegen eine solche kriegerische Aggression ist.“ Der Diskurs des  Westens   sei Demokratie, das Interesse indessen Öl und nicht etwa die    Verteidigung der Menschenrechte in Libyen. Brasilia hatte sich im    UN-Sicherheitsrat, abgestimmt mit Russland, Indien und China, wenigstens    der Stimme enthalten, eine friedliche Lösung befürwortet.</p>
<p>Absolut symbolträchtig ging es beim Bankett zu – denn wie zu hören    war, hatte Rousseff offenbar mit Ziehvater Lula da Silva abgemacht, dass    am Tische direkt neben den beiden Obamas just der hochwichtige    Regierungspartner José Sarney sitzen sollte. Die USA hatten 1964 zur    Unterstützung des Militärputschs sogar eine Kriegsflotte vor die Küste    Brasiliens entsandt. Und nun prosteten sich just der Präsident dieses    Landes und der damalige Chef der brasilianischen Folterdiktatorenpartei    ARENA freundlichst zu, unterhielten sich auch Michelle Obama und  Sarney   sichtlich nett miteinander. Er gilt in Brasilien nach wie vor  als der   archaischste, reaktionärste und politisch mächtigste Oligarch,  ist   Präsident des Kongresssenats und wurde trotz seiner Verwicklung  in   zahllose Skandale von Lula stets hochgeschätzt und umworben. „I  love   this guy“, sagte Obama einmal über Lula – und wollte ihn gerne  mit am   Tisch. Doch der mit scharfem politischen Instinkt gesegnete    Ex-Gewerkschaftsführer lehnte die Einladung ab. Als hochbezahlter    Ehrenpräsident seiner Arbeiterpartei PT hatte er womöglich Rücksicht zu    nehmen auf jenen Parteiflügel, der sich scharf gegen einen Libyenkrieg    wandte, an die Kriege im Irak und in Afghanistan erinnerte, die    Obama-Regierung als „Feind des Weltfriedens“ einstufte. Vor Obamas    Ankunft brodelte es in diesem Teil der PT, der sich den Sozialbewegungen    eng verbunden fühlt, die Obama zur „persona non grata“ erklärt  hatten.   Zorn erregte daher, dass Brasiliens Regierung, eingeschlossen  Dilma   Rousseff, und die Führungsspitze der Arbeiterpartei die von    PT-Mitgliedern angekündigten Proteste gegen den Besuch Obamas    verurteilten. Wie durchsickerte, sollten solche Aktivitäten erstickt,    unzufriedene Kader auf Linie gebracht werden. Zu den Abweichlern gehörte    sogar Rousseffs Frauenministerin Iriny Lopes. Zu Kriegsbeginn nicht  am   Tische mit Obama sitzen zu wollen, könnte Lula eines Tages  Lorbeeren   einbringen – wer erinnert sich dann noch an die  Hintergrund-Details?   Sehr aufschlussreich, was dann in Chile ganz  anders lief als in   Brasilia. Eine weit politisiertere Öffentlichkeit  erreichte, dass beim   Obama-Besuch die Diktaturproblematik nicht  ausgeklammert wurde. Anders   als unter Dilma Rousseff wurde im  chilenischen Regierungssitz natürlich   eine Pressekonferenz anberaumt,  konnte ein chilenischer Journalist  offen  fragen, ob Obama und dessen  Regierung bereit seien, sich für die   Beteiligung am Militärputsch vom  11. September 1973 zu entschuldigen –   und bei den gerichtlichen  Ermittlungen über Diktaturverbrechen zu   kooperieren. Der Journalist  erinnerte an bezeichnende Fälle, darunter   die Ermordung von Orlando  Letelier, Außenminister von Salvador Allende,   1976 in Washington. Dem  überraschten Obama blieb nichts weiter übrig,   als zuzustimmen – er  vermied indessen, um Entschuldigung zu bitten.<br />
Obama plante vor Rio de Janeiros Opernhaus eine Rede ans Volk, zog sich    dann aber wegen der drohenden Proteste ins Innere des imposanten    Gebäudes zurück, wollte handverlesenes Publikum. Draußen PT-Fahnen und    „Obama-go-home“-Plakate – drinnen fragwürdigste Symbolik. Die nationale    Schwarzenbewegung forderte, dass sich der erste dunkelhäutige    US-Präsident zum grauenhaften Rassismus klar positionieren muss.    Schwarzen-Aktivist Mauricio Pestana: ”Es gibt keinerlei Zweifel, dass im    ‚demokratischen’ Brasilien von heute schwarze Bürger mehr Opfer von    Folter, Mord und Verschwindenlassen sind als in irgendeiner autoritären    Epoche unserer Geschichte.“ Die Schwarzenbewegung hatte versucht,  über   die neue Ministerin für Rassengleichheit, Luiza Bairros, das    Rassismusthema auf die Besuchs-Agenda zu setzen, wurde jedoch    abgeblockt. Der Studentenverband UNEAFRO nannte Obama „den Verräter der    Schwarzen in aller Welt“ – und wird sich jetzt vermutlich bestätigt    fühlen. Obama hatte nicht vor, den Rassismus, andere gravierende    Menschenrechtsverletzungen in Brasilien zu kritisieren. Seine    Besuchsvorbereiter griffen daher tief in die Symbol-Kiste, ließen vor    der Rede eine Afro-Band aufspielen und platzierten viele    Schwarzen-Aktivisten gut sichtbar vor dem US-Präsidenten. Die Ansprache    wurde von Brasiliens wichtigsten Kommentatoren arg verrissen: Denn   Obama  lobte ausgerechnet die brasilianische Demokratie als   beispielhaft,  stellte damit klar, welche Menschenrechtskriterien er   nach eigenem  Werteverständnis an Brasilien anlegt. Systematische Folter   durch  Staatsangestellte, Todesschwadronen, Scheiterhaufen, neofeudale    Banditen-Diktatur in den Armenvierteln, Morde an    Menschenrechtsaktivisten, Sklavenarbeit – „no problem“ fürs Weiße Haus.    Brasilien werde zum Modell für die Welt, so Obama. In Rio wurde ganz  in   der Nähe seines Copacabana-Hotels kurz nach der Abreise der    Systemkritiker und Anwalt Ricardo Gama, der hohe Politiker auf seiner    Website aufs Korn nahm, bei einem Attentat von zwei Kopfschüssen    getroffen. Er wird hoffentlich überleben. Zuvor war ein kirchlicher    Menschenrechtsanwalt in Nordostbrasilien ermordet worden. In Sao Paulo    liquidierten zwei Militärpolizei-Todesschwadronen seit 2006 mindestens    150 Menschen, steht in einem neuen Untersuchungsbericht. Als    ausgesprochenen Folterstaat beschrieb sogar Brasiliens neue    Menschenrechtsministerin Maria do Rosario ihr eigenes Land – kein    einziges Massenmedium brachte die Äußerung. Nicht zufällig ist Brasilien    jetzt auf dem britischen Welt-Demokratie-Index vom 41. auf den 47.    Platz zurückgefallen – liegt auf dem neuesten UNO-Ranking für    menschliche Entwicklung nur auf Platz 73. – Libyen immerhin auf dem 53.,    Chile auf dem 45., Argentinien auf dem 46 und der Iran auf dem 70.    Platz.<br />
Aber heißt es nicht immer, seit Lula zeige Brasilia gegenüber den USA    zunehmend Selbstbewusstsein und Eigenständigkeit? Brasiliens    Qualitätsmedien analysierten ironisch Wikileaks- Enthüllungen.    Öffentlich habe es nur zu oft leere antiamerikanische Rhetorik gegeben –    „ im vertraulich-privaten Umgang indessen Liebkosungen für die Brüder    im Norden, Anerkennung der Hegemonie des Partners.“    US-Diplomateneinschätzungen lauteten, das Tropenland sei noch gar nicht    reif, um ein Global Player zu sein. Für US-Sozialwissenschaftler sind    die brasilianischen Regierenden unfähig zu längst überfälligen    strukturellen Reformen, gibt es „gravierende interne Probleme“.    Menschenrechtsaktivist Fabio Konder Comparato, Rechtsprofessor an    Brasiliens führender Bundesuniversität in Sao Paulo: “Wir hatten bis    heute nie Demokratie, leben immer unter einem oligarchischen Regime.    Unsere Politik hat stets zwei Gesichter. Eines für außen, zivilisiert –    und eines für innen, grausam. Wir halten diese Doppelzüngigkeit des    Charakters im gesamten politischen Leben aufrecht. Die Wahlen sind    Theater. Lula bewies, dass er für die Oligarchie nicht gefährlich ist.    Ich widerspreche dem Begriff Redemokratisierung.“</p>
<h1>Brasilien und der Libyenkrieg</h1>
<p>Frankreichs Rafale-Kampfflugzeuge starteten auf Befehl von Präsident    Nicolas Sarkozy als erste gen Libyen, bombten, was das Zeug hielt,    feuerten neueste Hightech-Raketen auch auf zivile Ziele, zeigten aller    Welt, was in den Kisten steckt. Der überstürzt wirkende Rafale-Einsatz    hatte womöglich seinen besonderen, zynischen Hintersinn – denn    Lateinamerikas größte Kriegswaffenmesse LAAD in Rio de Janeiro stand vor    der Tür. Rafale-Oberverkäufer Sarkozy bemüht sich seit Jahren meist    vergeblich, bei seinen Auslandsreisen die superteuren Jagdbomber an den    Mann zu bringen, auch in Brasilien. 2010 schien der Ankauf durch die    Lula-Regierung fast sicher – doch selbst in französischen Medien wurde    herumgemäkelt, größtes Verkaufshindernis sei die fehlende    Praxiserprobung im Kriegseinsatz. Das Argument ist nun wohl vom Tisch.    Am Tag der Messeeröffnung von Rio schrieb die „O Globo“, dass die    Rafales nun „mit Erfolg bei den Attacken gegen Libyen“ getestet worden    seien, und in einer LAAD-Sonderbeilage warb der französische    Rüstungskonzern gleich ganzseitig, die Vortrefflichkeit der Bomber sei    im Kampf bewiesen worden. Deutsche Medien zitieren Jean-Pierre Maulny,    stellvertretender Direktor des französischen Instituts für    Internationale und Strategische Beziehungen (IRIS), wonach der    Libyen-Einsatz ein Weg sein könne, um für die nunmehr „kampferprobten“    Rafale-Bomber Propaganda zu machen. Dabei war es in Libyen vorhersehbar    zu keinerlei Luftkämpfen gekommen, wurden durch die Bombardements,  wie   man inzwischen weiß, aber zahlreiche Zivilisten umgebracht, deren   Häuser  zerstört, immense Massenfluchten ausgelöst.</p>
<p>Die brasilianische Öffentlichkeit hat, anders als die    mitteleuropäische, weit weniger Illusionen, worauf der Libyenkrieg    tatsächlich zielt. Schließlich hatten führende Blätter, darunter    Brasiliens auflagenstärkste Zeitung „Folha de Sao Paulo“, den    Europa-üblichen Mainstream von Anfang an der Lächerlichkeit    preisgegeben. Gleich auf einer ganzen Seite analysierte der renommierte    Politikexperte und Universitätsprofessor José Luis Fiori, dass es um    Libyens Öl und die Kontrolle einer Grenzregion zu Europa gehe, nicht    aber um Menschenrechte. Die würden von den großen Mächten stets benutzt,    um geopolitische Entscheidungen zu legitimieren. Afrika nannte Fiori    den Schauplatz eines neuen imperialistischen Wettkampfs – es sei nicht    ausgeschlossen, dass über eine neue Form des Kolonialismus ebenso    nachgedacht werde wie über die Eroberung bestimmter afrikanischer    Staaten, die durch europäische Kolonialisten geschaffen worden waren.    Lokale Konflikte würden künftig immer häufiger – und stets seien die USA    involviert.<br />
Wer das womöglich linkslastig fand, bekam „ausgewogen“ im selben Blatt    die Version des konservativen Politikers und Ex-Finanzministers Luiz    Carlos Bresser-Pereira präsentiert, wonach Libyen lediglich abgestraft    werde, weil es sich dem informellen Kolonialismus der Großmächte nicht    unterwerfe. Der Libyenkrieg werde nicht mit guten Absichten geführt.  Man   versuche dort nicht, wie behauptet werde, „das Massaker an einem    revoltierenden Volk zu verhindern“, sondern wolle die Herrschaft über    ein ölreiches Land wiedergewinnen. In Libyen, so Bresser-Pereira, gebe    es im übrigen gar kein revoltierendes Volk. Einzige    „Massenmanifestation“, von der Journalisten Fotos machten, sei eine    Masse von Autos in Bengasi gewesen – zwecks Feier der    NATO-Bombardements. Nach dem Zweiten Weltkrieg sei der offene    Kolonialismus durch einen informellen ersetzt worden – die alten    Metropolen assoziierten sich mit korrupten Eliten der armen Länder. Dies    treffe besonders auf den mittleren Osten sowie auf Staaten    Lateinamerikas und Afrikas zu. Lediglich asiatische Länder und einige    Staaten wie Libyen zeigten sich nicht fügsam für diese neue    Herrschaftsform. „Deshalb verzeichneten sie Wachstum und verbesserten    den Lebensstandard der Bevölkerung.“ Der Anwalt und Ex-Minister verwies    auf den UNO-Index für menschliche Entwicklung und verglich – Libyen    liege auf dem 53. Platz, Lateinamerikas größte Demokratie Brasilien    indessen nur auf dem 73. Platz. Für Unbotmäßigkeit werde Libyen jetzt    bestraft durch zwei alte imperiale Mächte, Frankreich und    Großbritannien, gefolgt von den USA. Sarkozy meine, durch sein Vorgehen    wiedergewählt zu werden – „doch die Franzosen wissen, dass dieser  Krieg   wenig Sinn hat und dass sie Sarkozy nicht vertrauen können“.<br />
Kommentatoren, die solcher Sicht widersprechen? Keine. Leicht    nachvollziehbar, dass sich auch Brasiliens Künstlerschaft nicht vom    europäischen Mainstream beeindrucken lässt, darunter der populäre    Schriftsteller ÉnricoVeríssimo in seiner landesweit nachgedruckten    Kolumne: „Alles wiederholt sich in Libyen, angefangen mit der    Scheinheiligkeit der selektiven Empörung: Einige Tyrannen, zuvor    toleriert, wenn nicht gar offen unterstützt wie Saddam, werden    unakzeptabel und attackierbar, während der Knüppel andere schont, die    noch nütze sind. Danach folgen die Verluste an Zivilisten, angeklagt von    der einen Seite und bestritten von der anderen, Fotos verstümmelter    Kinder und Diskussionen über die Effizienz von ‚chirurgischen’    Luftschlägen. Und so haben wir ein weiteres Beispiel eines modernen    Beitrags zu den Kriegstaktiken, die eigenartige Doktrin des humanitären    Bombardements.“<br />
Komponist Aldir Blanc fragt, wie viele unschuldige Zivilisten bereits    durch das westliche Bombardement auf Libyen umgekommen seien. Und macht    sich bitter-ironisch über „Hilaria Clinton“ lustig, legt ihr folgendes    Zitat in den Mund: „Unsere Politik ist, das da zu bombardieren und  das   Wort Petroleum durch Menschenrechte zu ersetzen.“ Der Komponist    erinnerte zudem an das US-Geheimgefängnis in Ägypten, in dem des    islamischen Terrors Verdächtigte gefoltert worden seien.<br />
Da erübrigt es sich beinahe, Positionen aus der recht    befreiungstheologisch orientierten Kirche des größten katholischen    Landes zu erwähnen. Frei José Francisco, Leiter des    Franziskaner-Sozialwerks in der Megacity Sao Paulo, eine der    angesehensten Franziskaner-Persönlichkeiten Brasiliens, nennt die    Einschätzung des Weltsozialforum-Gründers Oded Grajew völlig korrekt,    wonach die Waffenverkäufer Regierungen wollen, die Kriege führen. „Eine    große Wirtschaft, zu deren Stützen die Rüstungsindustrie gehört, muss    Kriege haben – denn zur kapitalistischen Basis gehört Konsum. Für die    Rüstungsindustrie bedeutet dies – sie wird durch Kriege stimuliert.  Die   unterstützen die Wirtschaft jener großen Länder, die heute die  Welt   beherrschen.“ Für Andersdenker Francisco versucht in Libyen  lediglich   eine Gruppierung, an die Macht zu kommen – „doch eine  Mobilisierung des   Volkes gibt es dort nicht. Bemerkenswert, dass  Vatikan und katholische   Friedensbewegung Pax Christi mit ihrer  Position zum Libyenkrieg der   NATO-Haltung komplett widersprechen. Der  Krieg zeigt, wie oft die UNO   leider instrumentalisiert wird.“ Für den  Franziskaner ist völlig klar,   dass das Völkerrecht jetzt auf jene  anzuwenden ist, die durch   Bombardements in Libyen ungezählte  Zivilisten umbrachten. „Die an den   Luftangriffen beteiligten Länder  müssen raschestmöglich Wiedergutmachung   und Entschädigung an die  Hinterbliebenen der Todesopfer sowie an   Verletzte und anderweitig  Geschädigte leisten. Die Täter und ihre   politisch-militärischen  Auftraggeber müssen gemäß Völkerrecht bestraft   werden. Ich weiß, dass  in der brasilianischen Kirche sehr viele denken   wie ich.“<br />
Zu ihnen zählt Waldemar Rossi. Einst war er aktiver Diktaturgegner,    bereitete mit Gewerkschaftsführer Lula Streiks vor – heute leitet er    unter einem deutschstämmigen Kardinal in Sao Paulo die bischöfliche    Arbeiterseelsorge. „Seit den ersten Bombardements hat die NATO nicht nur    die Streitkräfte Libyens attackiert, sondern auch Zivilisten, die   dabei  umkamen. Auf normale libysche Bürger wurde keinerlei Rücksicht    genommen. Notwendige Entschädigung, Wiedergutmachung bringt indessen die    Getöteten nicht zurück ins Leben. Zur Verteidigung von Ölinteressen    nehmen sich die an den Luftschlägen beteiligten Regierungen das Recht    heraus, jegliche Verbrechen zu begehen – wie zuvor bereits im Irak und    in anderen Staaten. Absolut verrückt, dass Barack Obama den  Libyenkrieg   anfangs von einem Copacabana-Hotel aus koordiniert hat.“  (Während  seines  jüngsten Brasilienaufenthaltes – <em>Anm. d. Red.</em>)  Schwer   vorauszusagen, ob auch westliche Libyenkrieger Fronturlaub an  der   Copacabana machen werden – die Kollegen aus dem Irakkrieg sind  längst da   und sorgen als Sextouristen für reichlich  Negativschlagzeilen. „Die   Truppe auf der Suche nach Sex provoziert  Polemik“, titelte schon 2007   ein Rio-Blatt. Washington finanziere  diesen Fronturlaub, habe das   US-Konsulat bestätigt.</p>
<h1>Brasiliens vertrackter Rassismus</h1>
<p>Wie wäre das in Deutschland – dürfte man selbst nach richterlichem    Verbot noch offen auf der Straße und vor Konzertmikros singen, dass    schwarze Frauen stinken und mit diesen Kraushaaren hässlich aussehen? In    Brasilien darf man – ein Lied dieses Inhalts machte 1996 Furore,    Komponist Tiririca, ein Musikclown und Kinderstar, ging mit dem Song in    die Fernsehshows und forderte alle zum Mitsingen, Mittanzen auf. Bis    heute kann sich jedermann „Veja os cabelos dela“ von brasilianischen    Websites herunterladen. Obwohl die nationalen Schwarzenorganisationen    über ein Jahrzehnt lang gegen Sony Music wegen des rassistischen Lieds    klagten – und jetzt schließlich gewonnen haben. Der Musikkonzern muss    umgerechnet über eine halbe Million Euro Entschädigung zahlen und  durfte   das Lied bereits seit Jahren nicht mehr vertreiben. Der Text  indessen   ist überall greifbar und hat es in sich. Diese Negerin stinkt  wie   verrückt, mehr noch als ein Stinktier, singt Tiririca, der Geruch  dieser   Frau ist nicht zum Aushalten. Ich habe ihr gesagt, sie soll  sich   waschen – aber sie ist stur, will nicht hören. Und dann schau dir  mal   die grauenhaften Kraushaare von der Negerin an – die sind wie  dieser   Putzschwamm, mit dem man Töpfe und Pfannen scheuert.</p>
<p>Blonde Mädchen und Jungen Brasiliens trällern das Lied lustvoll in    den teuren Privatkindergärten der weißen Mittelschicht, es klingt durch    Schulkorridore, wird auf Feten gesungen, eignet sich prächtig, um    Schwarze zu hänseln, zu beleidigen. Aber wieso kann ausgerechnet so ein    offen rassistisches Lied in Brasilien diesen Erfolg haben? Ein   führender  Schwarzenaktivist, Mauricio Pestana, Herausgeber der einzigen    Schwarzenzeitschrift, „Raca Brasil“, sagte dem <em>Blättchen </em>in   Sao  Paulo: „Brasilien ist das rassistischste Land der Erde – hier   wirken die  Strategien des Rassismus seit jeher sehr intelligent. Es   gibt keinerlei  Zweifel, dass im `demokratischen` Brasilien von heute   schwarze Bürger  mehr Opfer von Folter, Mord und Verschwindenlassen sind   als in  irgendeiner autoritären Epoche unserer Geschichte. Dagegen   kämpfen wir  an.“<br />
Nicht einfach, wie der Fall des Tiririca-Lieds zeigt. Die    Schwarzenorganisationen protestierten 1996 sofort, beriefen sich auf ein    Gesetz gegen Rassendiskriminierung, reichten Klage ein – sogar im    Nationalkongress wurde darüber diskutiert. Eine Richterin verbot den    Verkauf der Tiririca-CD wenigstens für den Teilstaat Rio de Janeiro –    Sony Music ging in Berufung. Die Lieder Tiriricas seien unschuldig, für    Kinder gemacht und ohne Vorurteile. „Die Ausdrucksfreiheit unserer    Künstler ist unantastbar“, betonte ein Sony-Music-Manager. Der    Musikkonzern musste das Lied schließlich von der CD nehmen.<br />
Aber wieso ist wegen der erfolgreichen Entschädigungsklage eigentlich    Sony Music am Pranger – und nicht der Liedermacher Tiririca, fragen    derzeit viele. Da zeigt sich ein Dilemma der Schwarzenbewegung – denn    dieser unheimlich populäre Tiririca ist ja selber dunkelhäutig. Auch er    wurde gleich am Anfang mit verklagt: „Aber meine eigene Frau ist doch    eine Schwarze – und ich bin ein Mulatte!“, sagte er den Richtern.    Freispruch.<br />
Denn schmerzhafte Tatsache ist, dass sich in Brasilien Schwarze    gegenseitig rassistisch beschimpfen, herabsetzen – selbst als „hässlich    schwarz“ titulieren. Immer wieder kommt es vor, dass sogar schwarze    Frauen, die schwarze Männer beleidigend als „preto“ beschimpften, von    schwarzen Militärpolizisten vorübergehend festgenommen werden.<br />
Mit acht Jahren arbeitete jener Francisco Everardo Oliveira Silva,    genannt Tiririca, bereits als Zirkusclown, sitzt heute, mit 45 Jahren,    sogar im Nationalkongress, gehört zum Regierungsbündnis der neuen    Präsidentin Dilma Rousseff. Und hievte durch ein Rekordergebnis von 1,3    Millionen Stimmen eine ganze Reihe belasteter Politiker seiner    Republikanischen Partei mit ins Parlament. „Was macht so ein    Kongressabgeordneter? Ich weiß es nicht. Votiere für mich und ich    erzähle es dir!“ Dieses banale Wahlkampfmotto Tiriricas hat bestens    funktioniert – viele Brasilianer finden es zum Heulen, doch bezeichnend    für den Zustand des Politikbetriebs. Und der tief verwurzelte  Rassismus   ist weiterhin vertrackt, äußert sich auf überraschende  Weise, selbst  im  öffentlichen Gesundheitswesen. „Man muss sich das so  vorstellen“,  sagt  Lucia Xavier von der Schwarzenorganisation „Criola“  in Rio. „Eine   schwarze Frau geht zur Behandlung und auch zur  Krebsvorsorge in eine   öffentliche Klinik, doch der weiße Arzt tastet  nicht einmal ihre Brust   ab, weil er sich vor der Frau ekelt, ja, wegen  ihrer Hautfarbe Ekel   empfindet. Und damit wird die Frau ihres Rechts  auf korrekte   medizinische Behandlung beraubt. Die Frau teilt mit, dass  sie Schmerzen   habe, doch den Arzt interessiert das nicht, dessen Team  ebenso wenig –   weil man die Frau wegen ihres ganzen  Erscheinungsbildes nicht mag.“   Nicht zufällig sind die  Sterblichkeitsraten der Schwarzen weit höher als   die der Weißen.  Dunkelhäutige, immerhin die Bevölkerungsmehrheit,   besetzen nur 3,5  Prozent der Führungsposten, sind im höheren Management   extrem selten.  Erklärt wird dies gewöhnlich mit dem sehr begrenzten   Zugang dieser  Bevölkerungsgruppe zu besserer Qualifikation. Das   weitverbreitete  Vorurteil, dass Schwarze keine intellektuelle Kompetenz   besäßen, wird  dagegen kaum einmal als Hinderungsgrund genannt. Befragte   schwarze  Manager räumten ein, sich lange Zeit tatsächlich als weit   weniger  kompetent eingestuft und unter einem tiefsitzenden    Minderwertigkeitskomplex gelitten zu haben. Eine Folge dieses geringen    Selbstwertgefühls: Als Lebenspartner, Freunde oder Bekannte werden    erstaunlich häufig hellhäutige Personen bevorzugt. Es gibt dafür sogar    eine gängige Redewendung – „melhorar a raça“, die Rasse verbessern. Und    das heißt, Kinder mit Weißen zu zeugen, um so die Farbe der Familie    aufzuhellen und dadurch in der Gesellschaft an Wert zu gewinnen. Als    eine schwarze Favela-Frau nach sechs kaffeebraunen Kindern zum ersten    Mal eine auffällig helle, beinahe weiße Tochter zur Welt bringt, bei    einem dunkelhäutigen Vater, freut sich die ganze Sippe wie wild und    feiert das Ereignis. Schwamm drüber, dass da irgendwas mit der    Vaterschaft nicht stimmen kann – der Papa freut sich ja auch, dass die    Kleine so überraschend hell geraten ist. In ungezählten Slumfamilien    bläut man die Aufhell-Idee besonders den Mädchen frühzeitig ein, sucht    ihnen Beziehungen zu schwarzen Jungen auszureden. Als ein Mädchen zum    ersten Mal zu Hause mit dem schwarzen Freund auftaucht, fallen schon  die   Schwestern über sie her: Willst du denn die Rasse verschlechtern,  die   Familie noch schwärzer machen, bist du verrückt? Dunkelhäutige  Frauen,   die sich hocharbeiten und dann auf einmal in einem  Großraumbüro allein   unter 100, 200 Weißen sitzen, berichten davon, als  „schwarzes Schaf“   tituliert zu werden, sich diskriminiert zu fühlen.<br />
Besonders in den Slums von Sao Paulo sind auch andere Verhaltensmuster    möglich. Politisierte Schwarze suchen sich für ein Abenteuer, eine    nicht-feste Beziehung, gern eine Hellhäutige – aber zum Heiraten, zum    Familiegründen muss es eine Schwarze sein. So werde die eigene Identität    gestärkt. Eigentlich auch eine Form des Rassismus, kommentiert eine    dunkle Paulistana. Auffällig wiederum, dass schwarze Männer, die    Karriere machen, gar als Fußballspieler zu viel Geld kommen, Blondinen    als Statussymbol bevorzugen. Der dunkelhäutige Historiker Joel dos    Santos formulierte es bitter so: „Die Weiße ist schöner als die Schwarze    – und wer vorankommt, wechselt nun einmal automatisch den Wagen.“</p>
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<p><strong>Wirtschaften in Brasilien</strong></p>
<p>Jetzt in der Erntezeit brennen sie wieder bis zum Horizont – die    riesigen Zuckerrohrplantagen des Tropenlandes. Fliegt man über das    Flammenmeer, vergisst man’s nie wieder. Nossa Senhora – der ätzende    Qualm steigt ja höher als die Maschine! Unten kriegt man Angstzustände,    wenn der Bus plötzlich von dichtem Rauch eingehüllt wird, an beiden    Straßenseiten Flammen züngeln, Gluthitze eindringt, der Fahrer flucht,    weil er nichts mehr sieht. Während der gefürchteten „Queimadas da cana“    häufen sich tödliche Verkehrsunfälle, explodieren gar Tanklaster.    „Niemals hatte ich soviel Angst um die Kinder, meine Frau und mich wie    im PKW in einer solchen Feuerzone – ich dachte, jetzt sind wir alle    geliefert“, sagt Mario Mantovani, Präsident der Umweltstiftung „SOS Mata    Atlantica“, in Sao Paulo. „Und dabei kam ich grade von einem    Umweltschutzkongress, hielt einen Vortrag über den Wahnsinn der    Treibstoffproduktion aus Zuckerrohr!“ Deutsche Multis, deutsche    Zuckerunternehmen, deutsche Banken und Spekulanten sind seit Jahren in    die Ethanol- und Zuckerbranche Brasiliens groß eingestiegen, mischen    heftig mit, tragen entsprechende Mitverantwortung. Unter Staatschef Lula    hat die Branche einen Boom erlebt, wuchs in seinen acht Amtsjahren  der   Anteil ausländischer Multis von fünf auf über 35 Prozent. In der    Megacity wirbt die „Industria Sucroalcooleira“ gerne mit Großfotos des    grünen, wogenden Meers aus Zuckerrohr, Cana. Das wirkt auf viele  direkt   sympathisch, wie die so schön gelben, doch extrem  umweltschädlichen,   massiv mit gefährlichsten Agrargiften besprühten  Rapsfelder in   Deutschland. Abgefackelt werden seit der Kolonialzeit  kurz vorm Ernten   die störenden, unnützen Zuckerrohr-Seitenblätter.  Brasilianische   Wissenschaftler nennen die Flächenbrände „pervers“ und  ein   Umweltverbrechen – Mario Mantovani machen sie Naturschutzgebiete  kaputt.   Auch jetzt, 2011, sind wieder reichlich Schutzzonen  draufgegangen,  weil  das Feuer außer Kontrolle gerät, sich in Wälder  hineinfrisst. Und  immer  werden sogar Plantagenarbeiter von den Flammen  eingekreist und   verbrennen lebendig – ebenso wie Unmengen an  theoretisch streng   geschützten Tieren. „Alle denkbaren Vorteile des  Ethanoltreibstoffs   werden allein durch das Abfackeln aufgehoben. Man  braucht sich nur den   Ausstoß an klimaschädlichem Dioxin und  Kohlenmonoxid anzuschauen. Die   Gesundheitsposten in Städten bei Sao  Paulo sind voll von Leuten, die   wegen der Plantagenbrände  Sauerstoff-Behandlungen machen müssen, schwere   Atemprobleme haben.  Unser Staat dürfte diese Ethanolunternehmen nicht   auch noch  finanzieren, sogar über die Entwicklungsbank! Es gibt kein    Umweltbewusstsein in Brasilien. Die Kultur des Landes ist Zerstörung.“    Mantovani klassifiziert Brasilien als viertgrößten Erzeuger    klimaschädlicher Gase – wegen der Brandrodungen im Regenwald und dieser    Plantagenbrände. „Doch der heutige Weltmarkt will garnicht wissen, ob    das Zuckerrohr von Sklavenarbeitern geerntet wurde und ob man die    Plantagen abgebrannt hat.“</p>
<p>Hauptbetroffene sind die Zuckerrohrarbeiter, die zudem über Haut und    Atmung den krebserzeugenden Brandruß aufnehmen. Die Feuer zerstören  die   Bodenfruchtbarkeit und kontaminieren Oberflächen- und Grundwasser,    vernichten zudem sämtliche natürlichen Feinde von Schädlingen, daher    werden immer mehr Agrargifte eingesetzt. Brasilien ist wegen der    Zuckerrohr-Monokulturen heute weltgrößter Verbraucher selbst solcher    Gifte, die in der EU und in den USA längst verboten sind. Klar, ein    Großteil kommt von deutschen Multis. Alles dummes Zeug, was Mantovani da    erzählt – ginge es nach den auch in Deutschland überreichlich    verbreiteten Argumenten zugunsten der brasilianischen Ethanolproduktion.    Die wird als ökologisch und „Bio“ gerühmt. Bitte, es geht doch, so  wie   bei der Windkraft. „E 10 – mehr Bio im Benzin“, wirbt das    Bundesumweltministerium: „Biokraftstoffe spielen eine wichtige Rolle    beim Klimaschutz und bei der Energieversorgung.“<br />
Francisco Anselmo de Barros, genannt Francelmo, einer der wichtigsten,    bekanntesten Umweltaktivisten Brasiliens, verbrannte sich 2005 selbst,    um gegen die Ausweitung der „Biosprit“-Produktion zu protestieren.  Doch   das Tropenland bleibt weltweit führender Zuckerproduzent und   -exporteur,  zudem zweitwichtigster Hersteller von Ethanol. Zwischen   2009 und 2010  hat die EU ihre Zuckerkäufe in Brasilien verdreifacht –   das  Bundesumweltministerium rechnet mit großen Ethanol-Importen. Für   Roberto  Malvezzi, kirchlicher Umweltexperte wie Francelmo, ist   „Biosprit“  jedenfalls kein sauberer Kraftstoff: „Um die Anbauflächen zu   erweitern,  vertreibt das exportorientierte Agrobusiness Indiostämme   und Kleinbauern  sogar durch Terror und Mord. Hinter moderner Fassade   verstecken  Großfirmen nur zu oft Sklavenarbeit.“ Nur durch solch   abstoßendes  Sozialdumping seien brasilianischer Zucker und Ethanol auf   dem Weltmarkt  so billig und wettbewerbsfähig.<br />
Anfang 2011 passiert eine kuriose Panne, ist monatelang Ethanol an den    Tankstellen häufig teurer als Benzin, dieses die landesweit beste und    billigste Kraftstoffalternative. Denn der Wirkungsgrad von Benzin ist    deutlich größer. Wegen der hohen Weltmarktpreise für Zucker stellten  die   Ethanolfabriken auf Zuckerproduktion um, provozierten eine    „Biosprit“-Versorgungskrise, musste die Regierung große Ethanol-Mengen    ausgerechnet aus den USA importieren. „Das ist so, als würde    Saudi-Arabien Öl einführen“, spottete die Wirtschaftspresse.    Universitätsprofessor Dr. Eduardo Moreira, Ethanolexperte aus Sao Paulo,    rechnet mit solchen Krisen immer wieder. Ethanol könne Benzin nicht    ersetzen – nicht einmal in Brasilien, sei nur eine Art  Neben-Treibstoff:   „Obwohl unsere Produktionsbedingungen extrem  vorteilhaft sind, kann   dieser Kraftstoff nicht einmal hier mit Benzin  konkurrieren.“ An diesen   Produktionsbedingungen sind in- und  ausländische Teilhaber natürlich   höchst interessiert, weil sich nur so  hohe Profite erzielen lassen.   Deutsche und österreichische Landwirte  haben wiederholt vergeblich auf   das brasilianische Sozialdumping  hingewiesen und faire Spielregeln   gefordert. „Durch diese gewissenlose  Form der Produktion ist es der   Landwirtschafts-Industrie Brasiliens  möglich, die Preise am Weltmarkt zu   unterbieten”, hieß es in einer  Bauernzeitschrift. „Weder europäische   Bauern noch solche aus den  Entwicklungsländern können mithalten.” Wird   Brasilien die  gigantischen, durch die Zucker- und Ethanolproduktion   verursachten  Umweltschäden rückgängig machen, all die vernichteten   Tierarten der  Natur zurückgeben? Über politische Positionen dazu von   deutscher Seite  ist nichts bekannt.<br />
„Wer Ethanol tankt, kippt sich Blut in den Tank“, sagt Brasiliens    katholischer Priester Tiago – „Biosprit ist Todessprit“, urteilt    Befreiungstheologe Frei Betto. „Denn die Ethanolproduktion bringt    zahllosen Armen und Hungernden der Erde den Tod.“ Zu den komplexen    Auswirkungen des Biosprit-Booms gehören derzeit in Brasilien brutale    Preissprünge bei Lebensmitteln. „Wenn man die Ackerflächen für    Nahrungsmittel verkleinert, steigen deren Preise, sterben viele    Menschen, die sich keine guten Grundnahrungsmittel leisten können.    Unsere Regierung spricht von 16,2 Millionen hungernden Brasilianern in    absolutem Elend – aus meiner Sicht sind es doppelt so viel!“, sagte er    dem <em>Blättchen</em>. Hungernde, Unterernährte seien besonders   anfällig  für viele auch tödliche Krankheiten, vegetieren mit stark   geschwächtem  Immunsystem dahin, verlieren Initiative und   Konzentrationsfähigkeit.  „Wegen immer mehr Zuckerrohrplantagen wurden   riesige Urwaldgebiete  Amazoniens abgeholzt, das ökologische   Gleichgewicht, die Ökosysteme in  Nord- und Südamerika geschädigt, was   sich auf die ganze Welt negativ  auswirkt. Denn Amazoniens Tropenwald   ist der größte des Planeten. Und  die Regenfälle, ob im Süden Floridas   oder Argentiniens, hängen von der  Verdunstung in Amazonien ab.“<br />
Die Förderung des Zuckerrohranbaus bewirke zudem Landvertreibung,    starkes Slumwachstum, mehr Morde und Drogenhandel, mehr    Kinderprostitution. „84 Prozent der Brasilianer leben bereits in den    Städten“, so Frei Betto. „Die Menschen migrieren dorthin auf der Suche    nach besseren Lebensbedingungen, was aber gravierende zerstörerische    Konsequenzen hat, weil Risikozonen illegal mit Slums bebaut werden.    Deshalb haben wir jedes Jahr Erdrutschkatastrophen mit vielen Toten. Ein    Heer von Arbeitslosen zieht im Lande umher und verdingt sich bei der    Zuckerrohrernte, haust den Rest der Zeit aber in Armenvierteln mit    Drogen, Gewalt, Prostitution. Es fehlt eben dringlich eine    Bodenverteilungsreform, um die Menschen auf dem Lande zu halten.“</p>
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<p><strong>Brasiliens Kreuz mit dem Sex</strong></p>
<p>Bei Morden an Homosexuellen habe das Land im Weltvergleich „eine    grauenhafte Führungsrolle“, prangert der Schwulen-Führer und    Anthropologe Luiz Mott an. Es handele sich um „Hass-Verbrechen,    ausgeführt mit besonderer Grausamkeit“. In Brasilien würden mehr Gays    getötet als bei Homosexuellen-Hinrichtungen im Iran, Saudi-Arabien,    Sudan, Nigeria und weiteren sieben Staaten, in denen die Todesstrafe für    Schwule gelte. „In den USA, mit etwa 100 Millionen mehr Bewohnern,    tötet man 25 Gays pro Jahr, hier 250!“ Die Dunkelziffer sei indessen    sehr hoch, man erfahre nur von einem Bruchteil der Morde. Ex-Präsident    Luiz Inácio Lula da Silva gehe in die Geschichte als „Vampiro dos Gays“    ein. Da erschien lobenswert, dass die neue Regierung unter  Präsidentin   Dilma Rousseff an 6.000 öffentlichen Mittelschulen des  größten   bisexuellen Landes der Erde eine intensive Aufklärungskampagne  zugunsten   der Rechte von Schwulen, Lesben und Transvestiten starten,  einen so   genannten „kit anti-homofobia“ verteilen wollte. „Wir machen  keine   Propaganda für sexuelle Optionen“, erklärte dann jedoch  überraschend die   Präsidentin, zog den „kit“ zurück. Man werde sich in  das Privatleben   der Leute nicht einmischen.</p>
<p>Geplant war, den Heranwachsenden auch sehr anschauliche Videos    vorzuführen, in denen als Vorteil der Bisexualität genannt wird, doppelt    so viele Chancen zu haben, eine attraktive Person, einen    Beziehungspartner zu finden. In einem Lande immerhin, in dem entgegen    gängigen Klischees Einsamkeit ein Massenphänomen ist. Der    Stimmungswandel bei Präsidentin Rousseff, hieß es in den Landesmedien,    sei auf Druck der starken puritanischen Fraktion evangelikaler Sekten  im   Regierungsbündnis erreicht worden. Doch nicht wenige Brasilianer    meinen, dass man mit dem Aufklärungs-Kit bei Brasiliens Jugendlichen    ohnehin nur offene Türen eingerannt hätte – alles ist den    Heranwachsenden ja aus ihrem Lebensumfeld bekannt. Die geplante    Anti-Homophobie-Kampagne ginge an den Landesrealitäten vorbei, weil sie    die gravierendsten Probleme aussparte – wohl um keine schlafenden  Hunde   zu wecken.<br />
Einen wichtigen Hinweis hatte 2010 der brasilianische Erzbischof Dadeus    Grings gegeben, der als Problem nannte, dass die heutige Gesellschaft    pädophil sei – und die Menschen leicht dafür anfällig. Als Erzbischof    konnte er schwerlich in die Details gehen. Yvonne Bezerra da Silva,    bildende Künstlerin und Slum-Sozialexpertin kann das, nimmt kein Blatt    vor den Mund. Bereits in den neunziger Jahren spricht sie sich für    Sexualerziehung schon für Siebenjährige aus, will Kenntnisvermittlung    über Familienplanung für Arme an sämtlichen Grundschulen. „Die große    Mehrheit der Unterschichtskinder ist Teil völlig zerrütteter Familien,    nicht selten hausen auf nur neun Quadratmetern zehn Personen; Jungen  und   Mädchen sehen täglich homo- und heterosexuellen Verkehr,  betrachten   diesen Umstand gleichwohl als natürlich, nicht etwa als  unmoralisch oder   Sünde.“ Auch der Umgang mit Rauschgift sei  alltäglich. „Für die  Mädchen  gehört zu den gängigen Erfahrungen, mit  acht, neun oder zehn  Jahren  vergewaltigt zu werden. Alles ist für sie  Teil eines bekannten  und  akzeptierten Konzepts, integrierender  Bestandteil ihrer Existenz.“  Als  sehr dramatisch stuft Yvonne Bezerra  de Mello die Situation der  Jungen  ein. Bereits von sechs oder sieben  Jahren an ließen sie sich von   Jugendlichen oder erwachsenen Männern  sexuell missbrauchen, kennen bis   13 oder 14 nur homosexuellen Verkehr.  „Keineswegs selten ist, dass   bereits Zehnjährige zwei- bis dreimal  pro Tag Sex mit Männern haben –   und wie die anderen stets im Tausch  gegen irgendetwas, häufig   umgerechnet nur 75 Cents; im Unterschied zu  den Mädchen, die sich   sexuell missbrauchen lassen, als ob es ihr  Schicksal wäre.” Nicht wenige   Brasilianer nennen Fälle allgemein  bekannt, dass sogar an öffentlichen   Schulen schwächere Schüler von den  stärkeren selbst in Gruppen   vergewaltigt, zu Analverkehr gezwungen  werden, was für die Betroffenen   keineswegs selten zu einem  lebenslangen Trauma und gestörten Beziehungen   zum anderen Geschlecht  führt. Denn was jene Jungen, die sich in der   brutalen  Macho-Gesellschaft nicht gegen Vergewaltigung wehren konnten,   durch  andere erlitten haben, wird verbreitet, herumerzählt – mit den    entsprechenden psychologischen Wirkungen.<br />
Den Roman „Ana in Venedig“ von Thomas-Mann-Experte Joao Silverio    Trevisan aus Sao Paulo hat vielleicht mancher gelesen – in Brasilien ist    der Autor indessen auch ein angesehener Schwulen-Aktivist, der den    eigenen Haufen politisch unkorrekt immer wieder in die Mangel nimmt. Als    Brasiliens Oberstes Gericht 2011 gleichgeschlechtlichen   Partnerschaften  die gleichen Rechte zubilligt wie verheirateten   homosexuellen Paaren,  hat dies Trevisan heftig begrüßt – und   kommentiert. ”Die Menge an  verheirateten Männern, die in Brasilien ihre   Homosexualität heimlich  ausleben, ist skandalös und erschreckend  hoch.  Bei der brasilianischen  Bisexualität handelt es sich um eine  heimlich  ausgelebte Homosexualität …  Männer schlafen gerne miteinander  – und  danach heiraten sie Frauen. Das  ist in Brasilien historisch …  Es ist  die Scheinheiligkeit, in der wir  leben. Brasiliens Kultur ist   karnevalisiert. Es ist die Kultur der Maske  … Wir benutzen die Maske im   Guten wie im Bösen … Die falsche  Bisexualität gehört zu dieser Maske …   Ich übe ernste Kritik an der  Homosexuellenbewegung. Es ist eine der   Elite, und was sie erreichte, war  durch Lobbyarbeit. Die brasilianische   Homosexuellengemeinde ist  politisch entfremdet…” Aber warum fühlen   sich in Brasilien so viele  Leute durch Gays gestört, warum gibt es all   diese Gewalt? „Der Macho  fühlt sich bedroht, man frage mich nicht,   warum. Ich persönlich denke,  dass sich hinter den ideologischen Motiven   sehr ernste psychologische  verstecken. Vereinfacht könnte man sagen:   Sie sind bedroht, weil es  irgendeine Art von Verzauberung, Anziehung   gibt, gegen die sie sich  verteidigen.”<br />
Karnevalisierte Kultur und Kultur der Maske – Trevisan gibt wichtige    Hinweise zum Verständnis soziokultureller Besonderheiten Brasiliens, die    im Alltagsleben teils extrem widersprüchlich daherkommen. Wer wird    schon gerne zugeben, dass ihm Analverkehr mit Tieren unheimlich liegt –    aber beinahe auf jedem Marktplatz, bei großen Kabarettisten und    Musikclowns wie Caçarola ist die verbreitete Zoophilie ein beliebtes    Thema. Zum „Tarado do Sertao“, einem lustigen Forró, im Internet leicht    zu finden, lässt es sich gut tanzen – und mitsingen: „Liebe machen mit    der Eselin im Wald – ach war das schön!“ Wer meint, hier werde    Sensationalismus betrieben, wird bei <em>Wikipedia Brasilien</em> über    Zoophilie geschrieben finden, dass im Lande bekanntlich viele junge    Menschen Geschlechtsverkehr mit Tieren pflegten. Hühner überleben ihn    gewöhnlich nicht, heißt es. Gruppen von Jungen liquidierten auf diese    Weise ganze Hühnerställe alter Frauen. Brasilianerinnen berichten, dass    Sexpartner ihnen gestanden hätten, den ersten Geschlechtsverkehr des    Lebens mit Tieren gehabt zu haben. Den Frauen war diese Praxis    männlicher Jugendlicher und Männer indessen gut bekannt, überraschte gar    nicht. Esel-Songs wie von Caçarola sind ja jedermann geläufig.<br />
Heitere Szenen würden besonders im brasilianischen Nordosten auf den    Straßen ausgelöst, wenn an Zoophilie gewöhnte Esel sich ihren Partnern    näherten, an ihnen rieben und dadurch für jedermann das    Zoophilie-Verhältnis offenbar werde. Bekannt ist der Habitus junger    Männer, mit ihrer neuen Freundin jene Ecken von Stadt oder Dorf zu    meiden, wo ein vorher zur Zoophilie genutzter Esel, eine Eselin    plötzlich auftauchen und diese Männer kompromittieren könnte. Ist eine    Weide in Sicht, wo solche Esel grasen, machten diese Männer mit ihren    Partnerinnen schleunigst kehrt oder einen Bogen – ob im Nordosten oder    im südlichen Paraná. Ein bekannter Musiker erläuterte im Interview,  dass   Jungen im Nordosten bei Eseln die nötige Höhe herstellten, indem  sie   hinter den Tieren Ziegelsteine aufschichten. Genug der Details,    höchstens noch ein makabrer Schlenker in die Politik. Leonel Brizola aus    Rio, zu Lebzeiten Vizepräsident der Sozialistischen Internationale  und   nach eigenen Angaben Freund von Willy Brandt, sprengte 1994 zu  Ostern   eigenhändig einen berüchtigten Kerker auf der paradiesischen  Ilha  Grande  in die Luft, um sich von dunklen Punkten in seiner  politischen   Biographie zu befreien. Die Explosion tötete, so ein  Gefängniswärter und   zahlreiche Inselbewohner, auch etwa 300 zumeist  von Lepra und anderen   Krankheiten befallene Hunde, die von den zuletzt  700 Häftlingen zum   Zwecke der Zoophilie gehalten wurden.</p>
<h1>Brasiliens umstrittene Wasserkraftwerke</h1>
<p>Was stimmt denn nun? Bis heute wird das Tropenland von europäischen    Öko-Parteien, Umweltorganisationen wie Germanwatch sowie vielen Medien    heftig gelobt, weil es den Strombedarf zu etwa 80 Prozent aus    Wasserkraftwerken decke. Das sei sehr klima- und umweltfreundlich, es    gebe keinerlei schädliche Emissionen, der Strom sei sauber. Beim    Klimaschutz habe Brasilien die Nase vorn, hieß es in Kopenhagen. Doch    dann kommt so ein schnauzbärtiger Öko-Ami wie Philip Fearnside daher,    der als Biologe auch noch für ein brasilianisches Regierungsinstitut    arbeitet, und sagt bereits seit 1995, alles Mumpitz – das Gegenteil sei    richtig.</p>
<p>Die Bilder könnten ja nicht gegensätzlicher sein: Hier grausig    rauchende Schlote von Kohlekraftwerken, dort dagegen die Idylle von    Stauseen, in denen fröhliche Kinder baden und Touristendampfer sowie    Segelboote unterwegs sind. Aber so einer wie Fearnside will uns    weismachen, richtig schlimm seien die Staudämme besonders in Amazonien,    schlimmer als die mit fossilen Brennstoffen betriebenen Kraftwerke.  Der   geplante Staudamm von Belo Monte am Rio Xingú gar werde eine   regelrechte  Treibhausgas-Fabrik. Komischerweise behaupten so etwas auch   andere  Wissenschaftler Brasiliens – aber man muss nach ihnen   regelrecht suchen,  weil in der öffentlichen Meinung die   Wasserkraft-Bewunderer dominieren.<br />
Dr. Sergio Pacca von der Bundesuniversität in Sao Paulo ist jedenfalls    so ein Quertreiber, der Wasserkraftwerke auch als extrem  klimafeindliche   Methan-Schleudern kritisiert. Giftiges Methan entstehe  im Staubecken –   durch Zersetzung organischer Materie mittels  Mikroorganismen unter   Ausschluss von Sauerstoff, bekommt man von Pacca  zu hören. „Je höher die   Temperatur, umso schneller läuft der Prozess  ab. In tropischen Ländern   vermehren sich die Mikroorganismen rascher  und bilden entsprechend  mehr  Methangas als in den kühleren Ländern.  Bei einem neuen Staubecken  wird  die dortige reiche Biomasse überflutet  – Basis der  Methanproduktion.“  Selbst wenn die teilweise noch  vorhandenen Urwälder  vorher abgeholzt  worden seien, bleibe noch viel  Wurzelwerk im Boden.  Und das entstehende  Methan, so Pacca, werde an  die Atmosphäre  abgegeben, trage sehr stark  zum Treibhauseffekt bei.<br />
Darauf muss man erstmal kommen, zumal das klimaschädliche Potenzial    einer Tonne Methangas laut neueren Studien 34-mal größer als das einer    Tonne Kohlendioxid ist, über das gewöhnlich immer geredet wird. „Selbst    kleinere Mengen Methan müssen daher beim globalen Klimawandel wichtig    genommen werden“, so Sergio Pacca. Es sei einfach nicht haltbar,    Wasserkraftwerke mit anderen Energietechnologien zu vergleichen, ohne    den Methan-Faktor zu berücksichtigen. Doch genau dies geschiehe.<br />
Würden nicht Indianerstämme aus ihrem Lebensraum vertrieben, wäre Belo    Monte eigentlich gar nicht so schlecht, ist auch in Deutschland zu  hören   – Brasilien wollw sich ja schließlich entwickeln, wirtschaftlich    wachsen, habe ein Recht darauf. Leute wie Pacca oder gar Fearnside,  der   Amazoniens Stauwerke seit Jahrzehnten vor Ort am intensivsten   beforscht,  kommen mit ihren Einwänden da nie vor, was stutzig macht. In   Brasilien  wird Fearnside auch von Regierungsstellen kräftig beharkt,   weil er Belo  Monte ablehnt, das immerhin auch Ex-Präsident Lula und   seine  Amtsnachfolgerin Dilma Rousseff unbedingt durchziehen wollen.<br />
Fragt man den Biologen in der drückend heißen Amazonasmetropole Manaus,    etwa 4.000 Kilometer nördlich von Sao Paulo, wie das eigentlich    funktioniert – er als Ausländer am staatlichen Nationalinstitut für    Amazonasstudien/INPE, aber in scharfer Gegnerschaft zu Brasilias    gigantomanischen Wasserkraftprojekten – kommt als Antwort nur ein kurzes    ironisches Lachen. Vielleicht kann man einem wie Fearnside schlecht  an   den Karren fahren – der Mann bekam den UN-Umweltpreis „Global 500“,   dazu  den brasilianischen Öko-Nationalpreis.Darüber hinaus gehört   Fearnside  zur Akademie der Wissenschaften Brasiliens und ist weltweit   einer der  führenden Experten für Klimaerwärmung. „Unter jenen, die die   Erlaubnis  für alle derzeit im Bau befindlichen   Amazonas-Wasserkraftwerke  erteilten, gibt es welche, die alles   bestreiten, was ich sage. Ich  zitiere sie natürlich ausführlich.“<br />
Spricht man Fearnside auf das überschwängliche Kopenhagen-Lob für    Brasilias Klimaschutzpolitik an, kommt noch so ein ironisches Lachen.    „Zwar gibt es viele Studien wie die von mir über den Methan-Sachverhalt,    doch wird in der Presse und in politischen Reden so oft wiederholt,    dass diese Energie sauber sei, dass die Leute schließlich nur dies    gehört haben und sich daher nicht weiter in die Sachlage vertiefen. Doch    an den Fakten über die klimaschädlichen Emissionen ändert das  nichts.“<br />
Fearnside nutzt gerne anschauliche Beispiele – wie den Hinweis auf das    beim Öffnen einer Colaflasche zischend entweichende Gas. „Alles    organische Material, Kohlenstoff im Boden, Bäume und Wasserpflanzen    zersetzen sich auf dem Grund des Stausees – das Wasser dort ist also    unter hohem Druck stark methanhaltig und gelangt schließlich in die    Turbinen der Wasserkraftwerke, wo ebenfalls noch hohe Drücke herrschen.    Aber danach gelangen die Wassermassen dann an die freie Atmosphäre.  Die   im Wasser gebundenen Gase, darunter Methan, zischen in Bläschen  heraus  –  deshalb mein Vergleich mit der Colaflasche. Und die   Sicherheitsabläufe  der Stauseen wirken auf ähnliche Weise. So wird der   Treibhauseffekt  erheblich befördert. In Amazonien wirken   Wasserkraftwerke im Endeffekt  häufig schädlicher, negativer, als die   zur Elektrizitätsgewinnung  verbrannten fossilen Energieträger.“ Die   bereits in Amazonien  existierenden Wasserkraftwerke produzierten daher   keineswegs saubere  Energie, seien in Bezug auf den Klimaschutz   keineswegs nützlich. Belo  Monte treibe es auf die Spitze. „Vier Monate   im Jahr kann man wegen  tiefen Wasserstands keine einzige Turbine   betreiben, da entsteht dann  ein Schlammbecken von 3.500   Quadratkilometern, wo üppig Pflanzen  wachsen, die später zu Methan   zersetzt werden. Doch in amtlichen  Umweltgutachten für Brasiliens   Wasserkraftwerke wird stets nur der  geringe Gasaustritt über die   Wasseroberfläche berücksichtigt, nicht der  über Turbinen und   Sicherheitsabläufe.<br />
Ebenfalls in Manaus forscht André Muggiati von Greenpeace und kann    ebenso wenig Gründe für soviel deutsches Lob an Brasilias    Klimaschutzpolitik entdecken. „Die Abholzung ist Hauptursache der    Treibhausgase aus Brasilien. Das Land ist daher der viertgrößte    Luftvergifter der Welt – nach Indonesien, China und den USA.“ Und für    den brasilianischen Umweltexperten Dr. Fabio Olmos ist jene    Germanwatch-Statistik, die Brasilien an vorderste Stelle rückt, eine    „unehrliche Form, die Situation darzustellen. Es ist unverständlich,    wieso jemand diese Germanwatch-Statistik überhaupt für bare Münze    nimmt.“<br />
Inzwischen haben Brasiliens Umweltschützer zusätzliche altbekannte    Sorgen, weil seit dem Start der Rousseff-Regierung gleich eine ganze    Serie systemkritischer Öko-Aktivisten ermordet worden ist – allein fünf    im April bei Curitiba, drei im Juni in Amazonien. Auch ein    Menschenrechtsanwalt wurde erschossen. Entsprechend stark ist das Klima    der Einschüchterung und Angst. Brasiliens neue  Menschenrechtsministerin   Maria do Rosario räumte ein, dass auch in  Amazonien Todesschwadronen   aktiv sind, zu denen bekanntlich  Staatsangestellte gehören. Laut   Landgewerkschaftsangaben wurden in den  letzten Jahren, also unter der   Lula-Regierung, nach 17 derartigen  Morden nicht einmal   Ermittlungsverfahren durch die Bundespolizei  eingeleitet.<br />
Indessen erhält die Rousseff-Regierung – ebenso wie die    Vorgängerregierung – aus Europa, darunter Deutschland, sehr viel Lob und    wird ausdrücklich als modern und progressiv eingestuft. Das wird wohl    mit dem neoliberalen Wertewandel zusammenhängen. Auf dem UNO-Index  für   menschliche Entwicklung rangiert Brasilien jedenfalls nur auf  Platz 73,   und die UNO-Bildungsstatistik verzeichnet das Tropenland gar  erst an  93.  Stelle. Aufschlussreich ist da, welche Länder bessere  Plätze  belegen:  Iran (89), Saudi-Arabien (84), Botswana (81), Libyen  (66),  Bolivien  (61), Bahrein (49), Argentinien (40) Kuba (16).</p>
<h1>Brasiliens beneidenswerte (relative) Pressefreiheit</h1>
<p>Die Presselandschaft des Tropenlandes bietet ein eher erfreuliches    Bild. Investigativer Journalismus ist auffällig stark in Qualitäts-und    Alternativmedien – unabhängig agierende Reporter und Redakteure    widersetzen sich den weltweit üblichen Medien-Eingriffen durch Parteien    oder Regierungsfunktionäre und enthüllen kontinuierlich gravierende    Skandale um Machtmissbrauch und Korruption an der Staatsspitze. Auch der    Libyenkrieg zeigt es plastisch – es gibt viel weniger Mainstream als   in  Deutschland.</p>
<p>Kurz vor seinem Abtreten sorgte Staatschef Lula Ende 2010 für ein    kommunikationswissenschaftlich bemerkenswertes Faktum: Vor Vertretern    großer Auslandsmedien, besonders aus der Ersten Welt, lobte er in Rio de    Janeiro die internationale Presse geradezu euphorisch für ihre    Berichterstattung über das heutige Brasilien. Die günstige Darstellung    sei verantwortlich für das gute Image, das das Land derzeit im Ausland    habe. Die brasilianischen Landesmedien kommentierten Lulas Auftreten    teils tief ironisch – denn die Auslandskorrespondenten behandelte er    völlig anders als die nationale Presse, die er konstant und sogar wütend    kritisierte, ihr sogar vorwarf, ihn zu verfolgen oder nicht die guten    Seiten seiner Regierung zu zeigen. Auffällig war gerade in den  letzten   Jahren: Je schärfer die Kritik von innen an Lula, dessen  Arbeiterpartei   und seiner Chefministerin Dilma Rousseff, inzwischen  Nachfolgerin im   Präsidentenpalast, umso lauter das Lob von außen.<br />
Noch mitten im Präsidentschaftswahlkampf von 2010 ärgerte sich Lula    öffentlich heftig über Zeitungsenthüllungen, die ihn zum Entlassen von    Regierungsmitgliedern zwangen: Wunschkandidatin Dilma Rousseff hatte  für   ihren Chefministerposten eine enge Freundin, Erenice Guerra,  bestimmt.   Lula nahm sie zunächst in Schutz, würdigte ihre „enormen  Leistungen  für  das Land“. Doch Brasiliens investigative Journalisten  förderten Tag  für  Tag mehr belastendes Material gegen Erenice Guerra  zutage – bis  Lula sie  schließlich feuern musste. Und Dilma Rousseff  bricht bereits  im ersten  Amtsjahr sämtliche Entlassungsrekorde,  rutscht mit ihrer  ganzen  Regierung in eine tiefe Korruptionskrise.  Wegen  Presseenthüllungen  musste sie sich zuerst ausgerechnet von ihrem  engen  Freund,  Wahlkampfleiter und wichtigstem Minister, dem Chef des   Zivilkabinetts,  Antonio Palocci, trennen. Dann stürzten der   Transportminister und über  zwanzig weitere hohe Regierungsfunktionäre.   Die Liste der Gefeuerten  wird fast täglich länger.<br />
Ohne wache, unabhängig agierenden Journalisten wäre im heutigen    Brasilien kaum ein realistischer Einblick in die weiter von Lula    mitbestimmte Regierungsarbeit unter Dilma Rousseff möglich. Aber immer    noch ist eine Unmenge zwielichtiger Figuren auf höchsten Posten.<br />
Brasiliens Presse unterscheidet sich soziokulturell erheblich von der    mitteleuropäischen. Der Mainstream wird häufiger durchbrochen, das    sachliche Gegenüberstellen von Positionen und Beobachtungen ist normal.    Die Scheu vor unbequemen Fakten ist geringer, die Schilderung selbst    schockierender Alltagstatsachen gewöhnlich authentischer, unbefangener    und weit weniger <em>politisch korrekt</em>. Als Anfang 2011 bei einem    Häftlingsaufstand Menschen geköpft wurden, zeigten Landesmedien die    abgeschlagenen Köpfe, um den Brasilianern ein realistisches Bild der    gravierenden Menschenrechtsverletzungen zu vermitteln.<br />
Brasiliens Qualitätsmedien stellen auch den Libyenkrieg anders dar als    der mitteleuropäische Mainstream – sie wiesen sofort auf die zivilen    Opfer der Bombardements hin, nannten als Hauptmotiv der Militäraktionen    strategische Ressourcen wie Erdöl und betonten Parallelen zu den unter    einem Vorwand begonnenen Irakkrieg.<br />
Doch es gibt auch die andere Seite der Medaille. Eine Fundamentalkritik,    wie sie die Universitätsprofessorin Zilda Iokoi, eine frühere    politische Gefangene, auf einer Tagung des Goethe-Instituts Sao Paulo    äußerte, ist durchaus zutreffend: „Die großen tonangebenden Medien    Brasiliens berichten systematisch über viele brisante Fakten nicht – und    das ist Zensur. Neun Familien beherrschen das nationale Mediensystem –    man liest nur, was die Zeitungsbosse wollen. Oft schreiben   Journalisten  über Unerwünschtes, doch deren Texte werden gekürzt,   zensiert. Mir sagen  Journalisten beim Interview immer wieder: Ich weiß   aber nicht, ob es  gedruckt, gesendet wird.“ Welchem Kollegen in   Mitteleuropa kommt dies  nicht irgendwie bekannt vor …<br />
Vieles, was große kommerzielle Medienkonzerne wie „O Globo“ trotz    hervorragender, mit zahlreichen Publizistik-Preisen geehrter    investigativer Journalisten nicht liefern – oder nicht liefern wollen,    kommt allerdings seit Jahren wenigstens teilweise von alternativen    Internet-Medien, darunter der befreiungstheologisch orientierten    Nachrichtenagentur ADITAL, von der Wochenzeitung „Brasil de fato“ oder    der Radioagencia NP. Längst sind Brasiliens Leitmedien gezwungen, Blogs    und Community Media zu verfolgen und dort geäußerten Vorwürfen    nachzugehen.<br />
Anfang 2011 erinnerte Brasiliens nationaler Presseverband ANJ in    ganzseitigen Anzeigen an die enorme Leistung jener investigativen    Journalisten, die Lulas größtes politisches Desaster, den so genannten    Mensalao-Skandal um Parteien-und Abgeordnetenkauf, an die  Öffentlichkeit   brachten. Lula drohte sogar die Amtsenthebung – in  nicht wenigen   Auslandsmedien wurde das Thema indessen auf sehr kleiner  Flamme   gehalten. Gleiches galt für die auffällig engen  freundschaftlichen   Beziehungen des angeblich linksorientierten  Ex-Gewerkschaftsführers   ausgerechnet zu Oligarch José Sarney, Ex-Chef  der Folterdiktatorenpartei   ARENA, starker Mann des rechtsgewirkten  Partido do Movimento   Democrático Brasileiro (PMDB) und wichtigster  politischer   Regierungspartner auch derzeit unter Dilma Rousseff. Als  Lula von einem   Journalisten auf die Unterstützung durch die  „Sarney-Oligarchie“   angesprochen wurde, entgegnete er irritiert und  verärgert: „Sie müssen   sich medizinisch behandeln lassen, vielleicht  eine Psychoanalyse machen,   um das Vorurteil zu vermindern.“ Für die  Hilfe der Sarney-Gruppe sei  er  durchaus dankbar.<br />
Ein Hinweis darauf, dass in Brasilien die Uhren in der Politik und auch    im Journalismus tatsächlich anders gehen als in Mitteleuropa, sind   zudem  die vom Steuerzahler finanzierten Ausgaben für Propagandaanzeigen   der  Regierung, etwa in den Zeitungen, die unverhältnismäßig hoch  sind.  Sie  übersteigen ganze Sozialetats – bei fortdauerndem Hunger und   weiter  rasch wachsenden Slums.<br />
Kritik einheimischer Journalisten geht jedoch nur zu oft ins Leere, wird    kaum wahrgenommen. Laut José Arbex, Kommunikationsexperte und    Universitätsprofessor aus Sao Paulo, verhinderte der Mensalao-Skandal    die Wiederwahl Lulas nicht, weil dieser von einer Gesellschaftsschicht    unterstützt werde, die keine Zeitung lese und sich daher nicht  betroffen   fühle. Aus dem gleichen Grunde habe auch der Skandal um  Erenice Guerra   keine größeren nachteiligen Wirkungen für die Wahl von  Dilma Rousseff   gehabt.<br />
Ein TV-Wahlkampfspot zeigte die Verhältnisse ebenfalls exemplarisch: In    der UNO-Vollversammlung von New York erheben sich Staatschefs,    Außenminister und Diplomaten von den Plätzen und jubeln Lula stehend zu.    Brasilianische Journalisten gingen der Sache nach. An jenem Tag    nahmUNO-Generalsekretär Kofi Annan seinen Abschied und erhielt    entsprechende Ovationen. Wahlkampfmanager montierten diese hinter den    nur schwach applaudierten Lula-Auftritt. Als vorhersehbar beschrieben    und kommentierten lediglich zwei, drei Qualitätszeitungen diesen alten    PR-Trick und zitierten Oppositionspolitiker, die von „großem Betrug“,    Verletzung der Wahlgesetze und „lächerlichen Lügen“ sprachen – weitere    Reaktionen der Öffentlichkeit gab es nicht.<br />
Doch Qualitätszeitungen sind im größten Teil des Landes gar nicht    erhältlich. Und Manipulationen dieser Art werden auch dadurch    erleichtert, dass aufgrund des laut Intellektuellen und kirchlichen    Menschenrechtsaktivisten absichtlich niedrig gehaltenen Bildungsniveaus    drei Viertel der Erwachsenen nicht in der Lage sind, einen simplen    Zeitungs- oder Buchtext auch nur zu lesen, geschweige denn zu verstehen.    So hat gemäß Umfragen das Gros der Pflichtwähler gar nicht begriffen,    um was es bei den zahlreichen Korruptionsskandalen um Lula und dessen    Regierung eigentlich ging – Skandale immerhin, die in Ländern wie    Deutschland zu enormer öffentlicher Empörung geführt hätten. Auch die    Wirkungsmöglichkeiten alternativer Internet-Medien sind dadurch stark    eingeschränkt.<br />
Die Interamerikanische Pressegesellschaft (SIP) hat Attacken von Lula    und anderen hohen Politikern auf unbequeme Landesmedien scharf    verurteilt. Angesehene Diktaturgegner veröffentlichten sogar ein    „Manifest zur Verteidigung der Demokratie“, warfen Lula „Autoritarismus“    vor und wandten, wenden sich gegen offene und verdeckte   Einschüchterung  von Journalisten.<br />
Die Auslandsmedien ignorieren derartige Vorgänge in der Regel ebenso wie    die alltäglichen gravierenden Menschenrechtsverletzungen, darunter    landesweite, systematische Folter durch Staatsangestellte, das Wüten der    Todesschwadronen, die Scheiterhaufen von Rio de Janeiro, die    Massengräber für „Nichtidentifizierbare“, die außergerichtlichen    Exekutionen. Brasiliens Qualitätsmedien berichten darüber detailliert    und kontinuierlich, kritisierten auch die jüngsten Slum-Besetzungen von    Rio de Janeiro durch Militär und Polizei erstaunlich scharf. Von    Auslandsmedien kommt dagegen fast nur Lob.<br />
Entsprechend zufrieden ist Brasilia, das in den letzten Jahren    erhebliche Summen in die Auslandspropaganda investierte. Laut    Wirtschaftszeitschrift <em>Brasil Economico</em> wurden allein 2009    umgerechnet über 40 Millionen Euro verausgabt. Zitiert wird ein    Regierungsfunktionär Brasilias: „Unsere Priorität ist, Brasiliens Image    als das einer großen, sozial, politisch und wirtschaftlich stabilen    Demokratie zu stärken.“ Auch die Inlandspropaganda wurde unter der    Lula-Rousseff-Regierung enorm forciert. 2003, zum Amtsantritt, hätten    499 Medien Regierungsgelder für Propaganda-Verbreitung erhalten, 2009    seien es indes schon 7.047 Medien gewesen, heißt es in kritischen    Analysen. Viele brasilianische Politiker besäßen Zeitungen, Radio-und    TV-Stationen, und zahlreiche Medien seien von Regierungspropaganda    regelrecht abhängig.<br />
Für Propagandazwecke ausgegebene Mittel fehlen dann natürlich für die Hunger-und Elendsbekämpfung, für Bildung und Gesundheit.<br />
Nicht ungewöhnlich ist schließlich, dass hohe Politiker, gegen die    ermittelt wird, Medien gerichtlich untersagen lassen, darüber zu    berichten.<br />
Fast täglich drucken die Zeitungen aber weiterhin interessante,    unbequeme, gut fundierte Texte, die Brasilienklischees und offiziellen    Versionen widersprechen. Als die Lula-Rousseff-Regierung weltweit    verbreiten ließ, dass die internationale Wirtschafts-und Finanzkrise auf    Brasilien nur geringe Auswirkungen gehabt habe, belegten  investigative   Journalisten just das Gegenteil, weisen auf  Rekordentlassungen, den   Stopp vieler Industrieprojekte, auf  Exportprobleme und   Deindustrialisierung sowie auf geschönte offizielle  Statistiken hin.<br />
Und Wikileaks rennt mit seinen Brasilien-Enthüllungen bei den    einheimischen Journalisten lediglich offene Türen ein. Leere    antiamerikanische Rhetorik Brasilias wurde stets gegeißelt und die jetzt    bekanntgewordene, ans Weiße Haus gerichtete „Bitte um Verständnis für    Sprüche gegen die USA in Wahlkampfzeiten“ daher genüsslich zitiert.  „Es   existierten zwei Beziehungen zwischen Brasilien und den  Vereinigten   Staaten während der acht Lula-Jahre im Präsidentenpalast“,  analysierte   Fernando Rodrigues von der <em>Folha de Sao Paulo</em>,  Brasiliens  größter  Qualitätszeitung. „In der Öffentlichkeit gab es  Prügel für die   Nordamerikaner – im vertraulich-privaten Umgang  indessen Liebkosungen   für die Brüder im Norden.“ In der Öffentlichkeit  dominiere zwar ein   bestimmter infantiler Antiamerikanismus – im  Wirtschaftlichen dagegen   die Anerkennung der Hegemonie des Partners.  „Im kulturellen Bereich, um   die Schizophrenie komplett zu machen,  sieht man sogar eine   enthusiastische Übernahme von Sitten, Gebräuchen,  Moden.“<br />
Dr. Claudio Guimaraes dos Santos in Sao Paulo zählt zu den wichtigsten    Denkern Brasiliens und liefert zum Verständnis der widersprüchlichen    (Medien-)Realität des Landes wichtige Argumente: „Das Volk schaut den    schockierendsten Skandalen stumm zu – die immense Passivität des    Brasilianers wird teils durch fehlende Bildung und Kultur verursacht. Es    fehlt Bewusstsein dafür, dass man eine solidarische Gesellschaft    aufbauen müsste. Die brasilianische Demokratie ist krank. Eine der    Säulen der Demokratie, der freie, mündige, kritische, bewusste Bürger,    existiert in Brasilien nicht. In den letzten zweihundert, dreihundert    Jahren hat man eine unkritische Masse geschaffen – unfähig, zu    entscheiden. Unsere Eliten sind immer kulturloser, ungebildeter. Niemand    mag schlechtes, verdorbenes Essen – doch schlechte Informationen    schlucken alle massenweise und völlig unkritisch. Hier fehlt    intellektueller Dialog. Ich fordere meine Kollegen stets auf: Wenn ihr    es nicht aussprecht, wer wird es dann tun? Der Fußballer, der    Pagodesänger, der schlechte Politiker, der jede Chance zum Reden sofort    nutzt? Wenn wir schweigen, beherrschen diese Leute die Szene. Deshalb    dürfen wir auch Risiken nicht scheuen!“</p>
<h1>Juden in Sao Paulo</h1>
<p>Als Deutschlands Bundespräsident Christian Wulff 2011 die chaotische    Megacity, Lateinamerikas führenden Wirtschaftsstandort mit über 1.200    deutschen Firmen besucht, wird am Ankunftstag im Zentrum ein  Obdachloser   lebendig verbrannt, am Abreisetag ein weiterer. In Sao  Paulo wüten   Todesschwadronen der Militärpolizei, gibt es Massengräber,  über 2.000   grauenhafte Slums mit Hunger und Lepra, prostituieren sich  schon   zehnjährige Mädchen für weniger als einen Euro, um Crack zu  kaufen – und   vor aller Augen in ganzen Horden zu konsumieren. Man muss  sich diese   Zustände vergegenwärtigen, die von den allermeisten  Paulistanos   apathisch-passiv hingenommen oder sogar verdrängt werden,  um Situation   und Rolle der etwa 70.000 Juden im Menschenmeer der elf,  zwölf Millionen   zu verstehen. Denn diese „judeus“ scheinen schärfer zu  diskutieren,   sich effizienter zu engagieren, bringen Resultate, von  denen dann alle,   ob Arme oder Reiche, etwas haben. Lateinamerikas  bestes Hospital, ein   Riesenkomplex namens „Albert Einstein“ im Viertel  Morumbi, haben die   Stadt-Juden errichtet – geleitet wird es von dem  weltbekannten Mediziner   Claudio Lottenberg, Präsident der jüdischen  Gemeinde ganz Brasiliens.</p>
<p>Der in Israel geborene Oded Grajew aus Sao Paulo, Erfinder, Aktivist    des Weltsozialforums, verweist auf dessen Bedeutung für die jüngsten    arabischen Entwicklungen. „Für jene, die das Weltsozialforum und unsere    Spezialforen in Ägypten oder Tunesien mit Interesse und Sensibilität    frequentierten, ist alles, was derzeit in der arabischen Welt  geschieht,   keinerlei Überraschung.“<br />
Und dann Pedro Herz, dessen Kulturkaufhäuser, mit Kinos, Theatern,    Kursen und Konzerten in ganz Brasilien tonangebend sind. In einem Land    des Analphabetismus, in dem sogar ungezählte Uni-Studenten in ihrem    Leben nicht einen einzigen Roman lasen, wird der Deutschstämmige zum    Kulturpionier – die größte „Livraria Cultura“ Sao Paulos ist selbst am    Wochenende voll wie ein Supermarkt, dort kaufen sogar    lateinamerikanische Staatspräsidenten. „Da bin ich stolz drauf – wir    verkaufen Ideen!“, sagt Pedro Herz.<br />
Nachvollziehbar daher, dass viele im kosmopolitischen Sao Paulo die    jüdische Gemeinde bewundern, stark und gut organisiert empfinden,    ausdrücklich als ein Beispiel für die anderen Einwanderergemeinden    nennen. Die Juden, heißt es, seien sich einig im Kampf für    Menschenrechte, bei der Hilfe für Bedürftige, leisteten gerade im    öffentlichen Gesundheitswesen, das außerhalb Sao Paulos oft katastrophal    sei, ganz Erstaunliches, weit über ihr Einstein-Hospital hinaus. Ob   das  den „judeus“ bewusst ist, in einer von Desorganisation und    Laissez-faire geprägten Gesellschaft? Redet man mit ihnen, fällt das    hohe Maß an Selbstkritik auf, das Messen an höchsten Qualitätsmaßstäben.    Für Außenstehende scheint die seit über hundert Jahren existierende    Gemeinde stabil zu sein – die Juden selbst beobachten indessen  Rückgang,   gar Schwächung. Viele, die teils noch vor den Nazis aus  Deutschland   flohen, erleben bestürzt, dass ihre hoch qualifizierten  Kinder just in   dieses Land, doch auch in die USA, nach Australien und  selbst Israel   auswandern, weil sie in Brasilien keine Arbeitsmarkt-und  Lebenschancen   sehen. Würde die wirtschaftlich-soziale Lage besser,  sagt Nelson   Rozenchan, Direktor des jüdischen Peretz-Gymnasiums, kämen  viele Juden   zurück oder migrierten gar hierher. Manche junge Juden  Sao Paulos sagen   ihren Eltern unumwunden, dass sie in einem Land mit  solch einer   reaktionären politischen Klasse, unglaubwürdigen  Politikern, soviel   Unehrlichkeit, ungesundem gesellschaftlichem Klima  nicht leben wollen –   und weggehen. Rozenchan nennt Zahlen: Vor 20  Jahren gab es in den   jüdischen Schulen von Sao Paulo etwa 5.000  Heranwachsende, heute nur   noch rund 3.000. In die Synagogen kamen an  den Festtagen bis zu 8.000   Juden, heute nur noch etwa 5.000. „Vielen  in Sao Paulo Geborenen ist es   anders als den vor Pogromen, dem  Nazismus Geflohenen leider nicht mehr   so wichtig, ihre jüdische  Identität zu zeigen, zu stärken, zu betonen –   sie nutzen die Synagoge  nur noch bei Taufe, Heirat Tod. Viele Juden   geben ihr Judentum auf.“<br />
Medienmacher Roni Gotthilf sieht seine Gemeinde im gigantischen,    unübersichtlichen Sao Paulo in kleine Inseln zerstreut, deren Bewohnern    es lediglich um die eigenen Interessen, vielleicht auch die der  eigenen   Synagoge gehe. Gotthilf fiele es schwer, die Interessen der  gesamten   Gemeinde klar zu benennen – doch dass sie schrumpft, steht  für ihn außer   Zweifel. Viele Juden haben sich assimiliert, dem  Lebensstil der  anderen  Brasilianer angepasst – in einer von Stress,  Hektik,  Kriminalität und  überraschend viel Einsamkeit geplagten  Metropole.  Junge Juden heiraten  immer öfter Nicht-Juden, schicken ihre  Kinder  nicht mehr in jüdische  Schulen, stehen dem Judentum ihrer  Eltern fern.  „Im neoliberalen Kontext  der heutigen Welt kann man  sicher  relativieren.  In Sao Paulo gehen die  Leute eher oberflächlich   miteinander um – wogegen wir Juden enger  zusammenleben, besser   zusammenhalten. Doch das Klima hier prägt alle:  Wenn die Gesellschaft   egoistisch und individualistisch ist, sind wir es  in gewisser Weise   dann eben auch.“<br />
Durch die schicke Rua Oscar Freire ziehen bei Tropenhitze Gruppen    orthodoxer Juden in schwarzem Anzug mit Weste, schwarzem Mantel und    Filzhut, umringt von ihren Kinderscharen. Die Familien haben fünf bis    sieben Sprösslinge – Liberale, Reformisten oder Konservative bringen es    dagegen auf höchstens zwei. Die Orthodoxen, etwa 15 Prozent der    Gemeinde, gleichen den Rückgang nicht aus und sind, wie Roni Gotthilf    betont, gar nicht gut angesehen. Andere relativieren, sehen bei aller    Kritik auch positive Aktivitäten, wie die der Hilfsorganisation Ten Yad    mit über 300 Freiwilligen und einer Garküche, die zudem Sozialprojekte    der Präfektur leitet und durchweg öffentliches Lob erntet. Die   orthodoxe  Kleiderordnung gilt indessen als lächerlich und für die   jüdische  Gemeinde blamabel. „Wer sogar bei schwüler Hitze mit diesen   dicken,  hochgeschlossenen Klamotten rumläuft, leidet, schwitzt, ermüdet   rasch –  das ist doch kein Judaismus, sondern Fundamentalismus!“,   lauten  drastische Kommentare. Andere halten den Orthodoxen zugute, dass   sie  besonders intensiv versuchen, junge abgedriftete Juden ins   Gemeindeleben  zurückzuholen, deren jüdische Identität wiederzubeleben.<br />
Der konservative Schuldirektor Nelson Rozenchan stellt unbequeme Fragen.    „Zehn Rabbiner haben zur Abtreibung zehn verschiedenen Auffassungen.“    Jetzt, nach Bin Ladens Tötung, erhitzt ihn das Thema Folter. „Wäre  ich   absolut sicher, dass Folter Menschenleben rettet, würde ich sie    anwenden! Ich habe in Israel selbst erlebt,wie es durch Folter gelang,    aus Jordanien eindringende Terroristen zu fangen und dadurch etwa 50    Menschen vor dem Tod durch Selbstmordattentate zu bewahren. An dieser    Lebenserfahrung kann ich nicht vorbei!“<br />
Mag die Mitgliederzahl der Gemeinde auch abnehmen, die Zahl ihrer    identitätsstiftenden Aktivitäten nicht. Herausragend wirkt dabei Sao    Paulos  Hebraica-Klub, das größte jüdische Gemeindezentrum außerhalb    Israels, eine grüne Oase im Betonmeer der Megacity. Viele der jährlich    etwa 700 Veranstaltungen, ob Theater, Filmfestival, Konzerte oder  Sport,   laufen hier – dazu immer neue Aktionen gegen den  Antisemitismus.   Niemand in Lateinamerika hat soviel über  Antisemitismus geforscht und   publiziert wie Maria Luiza Tucci Carneiro  von der Bundesuniversität Sao   Paulo. „Die Gemeinde ist sehr besorgt  über zunehmenden Antisemitismus   nicht nur in Brasilien, sondern vor  allem in Europa – will, dass endlich   auch die Regierung mehr dagegen  tut.“ Der Lula-Regierung wird von den   Juden allgemein vorgeworfen,  nicht eben hilfreich gewesen zu sein – des   Staatschefs Freundschaft  zum Holocaust-Leugner Ahmadinedschad spreche   Bände. Neonazi-Gruppen  wüchsen täglich mehr in Brasilien, nazistische   Symbole, Figuren von  Hitler und Himmler würden für 350 Euro ganz offen   in Sao Paulo  verkauft, Antisemitismus entlade sich auf bizarrste Weise.   Taxifahrer  schimpfen, an Sao Paulos irrwitzigen Verkehrsstaus seien nur   die Juden  schuld. Im auch von 15.000 Juden bewohnten Viertel   Higienopolis  schimpft ein Vater lautstark in der Impf-Schlange, dass er   nur wegen  dieser „verdammten Juden“ solange warten müsse. „Den  Impfstoff  für  dein Kind hat ein Jude entwickelt“, kontert ein  Kipa-Träger. Sei  der  dann auch ein „judeu maldito?“ Der Vater wird ganz  still.</p>
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		<title>Brasiliens &#8222;Boom&#8220;:&#8220;Wirtschaft wächst nicht mehr und Erholung wird dauern.&#8220; Folha de Sao Paulo. Hausgemachte Ursachen. &#8222;Brasil para de crescer.&#8220; &#8222;Consumo de familias cai&#8220;. Deutliches Wachstum bei Slums&#8230;</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Dec 2011 10:18:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wirtschaftsmedien des Landes sehen eine schwache Ökonomie für das Jahresende 2011 voraus, mit einem Gesamtwachstum unter drei Prozent. Auch die Investitionen hätten abgenommen, hieß es zu den neuesten offiziellen Daten zum dritten Quartal. Brasiliens BIP-Wachstum des Zeitraums sei schlechter als in Europa. Mitteleuropäische Analysen für das dritte Quartal hatten eine sehr positive Wirtschaftsentwicklung Brasiliens betont, [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wirtschaftsmedien des Landes sehen eine schwache Ökonomie für das Jahresende 2011 voraus, mit einem Gesamtwachstum unter drei Prozent. Auch die Investitionen hätten abgenommen, hieß es zu den neuesten offiziellen Daten zum dritten Quartal. Brasiliens BIP-Wachstum des Zeitraums sei schlechter als in Europa. Mitteleuropäische Analysen für das dritte Quartal hatten eine sehr positive Wirtschaftsentwicklung Brasiliens betont, </strong><strong>war der betreffende Zeitraum als &#8222;Boom&#8220;, als positive Wirtschaftssituation bewertet worden.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/06/brasiliens-industriellenverband-fiesp-zu-wirtschaftsstagnation-warnungen-seit-jahresbeginn-bestatigt-schadliche-wirkung-der-hohen-zinsen-uberbewertete-landeswahrung-real/"><strong><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/06/brasiliens-industriellenverband-fiesp-zu-wirtschaftsstagnation-warnungen-seit-jahresbeginn-bestatigt-schadliche-wirkung-der-hohen-zinsen-uberbewertete-landeswahrung-real/</strong></strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c9.JPG" alt="c9.JPG" /></p>
<p><strong>Deutliches Wachstum bei Slums:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/07/brasiliens-boom-und-die-slumhutten/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/07/brasiliens-boom-und-die-slumhutten/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c1.JPG" alt="c1.JPG" /></p>
<p><strong>Hausen  an stinkender Kloake &#8211; in Lateinamerikas reichster  Stadt Sao Paulo. “Ich lebe hier schon 14 Jahre so in dieser  Kate.”(Mutter von vier Kindern)</strong></p>
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		<item>
		<title>&#8222;Boomland&#8220; Brasilien:  Industriellenverband FIESP zu Wirtschaftsstagnation 2011 &#8211; hausgemachte Ursachen: Warnungen vom Jahresbeginn bestätigt &#8211; schädliche Wirkung der hohen Zinsen, überbewertete Landeswährung Real. &#8222;Brasil para de crescer.&#8220; Rasches Wachstum bei Slums&#8230;&#8220; In Brasilien existiert eine regelrechte Banken-Diktatur.&#8220;</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Dec 2011 20:43:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Brasiliens Wirtschaftslage]]></category>
		<category><![CDATA[FIESP]]></category>

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		<description><![CDATA[Lage 2012: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/09/06/brasilien-neue-statistische-daten-des-weltwirtschaftsforums-fur-2012-bemerkenswerte-verschlechterungen-gegenuber-2011/ Anteil am Welthandel nur ein einziges Prozent: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/09/18/brasilien-anteil-am-welthandel-lediglich-ein-einziges-prozent-laut-neuer-landesstudie-billigprodukte-wie-commodities-sind-wieder-hauptexportguter/ &#8222;A Fiesp prevê que o PIB de 2011 fechará o ano com crescimento de 2,8%. Para 2012 a entidade também espera um fraco desempenho, com a economia brasileira registrando crescimento de apenas 2,6%. &#8222;Há meses a Fiesp vem alertando a sociedade e o governo [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Lage 2012:<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/09/06/brasilien-neue-statistische-daten-des-weltwirtschaftsforums-fur-2012-bemerkenswerte-verschlechterungen-gegenuber-2011/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2012/09/06/brasilien-neue-statistische-daten-des-weltwirtschaftsforums-fur-2012-bemerkenswerte-verschlechterungen-gegenuber-2011/</a></strong></p>
<p><strong>Anteil am Welthandel nur ein einziges Prozent:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/09/18/brasilien-anteil-am-welthandel-lediglich-ein-einziges-prozent-laut-neuer-landesstudie-billigprodukte-wie-commodities-sind-wieder-hauptexportguter/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/09/18/brasilien-anteil-am-welthandel-lediglich-ein-einziges-prozent-laut-neuer-landesstudie-billigprodukte-wie-commodities-sind-wieder-hauptexportguter/</strong></a></p>
<p><strong>&#8222;A Fiesp prevê que o PIB de 2011 fechará o ano com crescimento de 2,8%. Para 2012 a entidade também espera um fraco desempenho, com a economia brasileira registrando crescimento de apenas 2,6%.</strong></p>
<p><strong>&#8222;Há meses a Fiesp vem alertando a sociedade e o governo sobre os efeitos nocivos dos juros altos e da avalanche de importados que chega ao Brasil, estimulada por um real sobrevalorizado. Agora, o resultado está aí. Não podemos mais perder tempo, é preciso aprofundar a queda dos juros e os estímulos à produção”, afirmou, em nota, o presidente da Fiesp, Paulo Skaf.&#8220;(O Globo)</strong></p>
<p><strong>Vergleichs-Quartalszahlen anderer Länder: <a href="http://oglobo.globo.com/economia/pib-do-brasil-teve-desempenho-semelhante-ao-da-espanha-3393475"> http://oglobo.globo.com/economia/pib-do-brasil-teve-desempenho-semelhante-ao-da-espanha-3393475</a></strong></p>
<p><strong>Brasiliens Wirtschaftsexperten stellten zu den neuesten Daten klar, daß es sich dabei um keinerlei Überraschung handele, lediglich Prognosen regierungsunabhängiger Institutionen seit dem ersten Halbjahr 2011 bestätigt wurden &#8211; die Flaute zeichnet sich bereits seit den ersten Monaten des Jahres ab. Oft würden veraltete, überholte Zahlen bekanntgegeben. Zudem seien Trend-Stories in Wirtschaftsmedien nur zu oft gesponsert. Die Wirtschaftsflaute des dritten Quartals war in den betreffenden Monaten in Brasilien ausführlich analysiert worden. </strong></p>
<p>&#8212;</p>
<p><strong>Brasiliens vertiefte Wirtschaftskrise erschreckt die Welt nicht, weil Brasilien irrelevant geworden ist, analysieren nationale Qualitätsmedien 2016. Die Option für die Irrelevanz habe Brasilien in der Welt von heute noch unwichtiger gemacht. Brasilien nehme an den Welt-Debatten über aktuelle Herausforderungen nicht teil, sei von diesen Debatten ausgeschlossen. Brasiliens internationaler Einfluß sei stark gesunken – das Land modernisiere sich nicht, integriere seine Wirtschaft nicht in die Weltwirtschaft. Auffällig ist, daß in der mitteleuropäischen Lügenpresse jahrelang von einem angeblichen internationalen Bedeutungszuwachs Brasiliens gefaselt wurde. </strong></p>
<p><strong>“Die Wirtschaft blüht, und im Land herrscht Vollbeschäftigung.” Frankfurter Allgemeine Zeitung, Juni 2013</strong></p>
<h2 class="beitrags-titel">Brasiliens Dauerkrise 2016 und die andere Sicht in zahlreichen deutschsprachigen Büchern. “Aktuelle wirtschaftliche Entwicklungen schüren die Erwartung, dass Brasilien bald zu den mächtigsten Staaten der Welt gehören wird.” “Brasilien gilt längst nicht mehr nur als Schwellenland, sondern hat den Sprung in die Riege der führenden Industrienationen geschafft.” Öffentlich-rechtlicher Sender Deutschlands. Brasilien – Testlabor des Neoliberalismus, vieles derzeit in Staaten wie Deutschland kopiert.</h2>
<p>-<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2016/04/15/brasiliens-dauerkrise-und-die-andere-sicht-in-deutschsprachigen-buechern-aktuelle-wirtschaftliche-entwicklungen-schueren-die-erwartung-dass-brasilien-bald-zu-den-maechtigsten-staaten-der-welt-geho/">http://www.hart-brasilientexte.de/2016/04/15/brasiliens-dauerkrise-und-die-andere-sicht-in-deutschsprachigen-buechern-aktuelle-wirtschaftliche-entwicklungen-schueren-die-erwartung-dass-brasilien-bald-zu-den-maechtigsten-staaten-der-welt-geho/</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/examecrisecapa.JPG" alt="examecrisecapa.JPG" /></p>
<p><strong>“Wirtschaftsmacht der Zukunft”:</strong></p>
<p><a href="http://www.welt.de/dieweltbewegen/article13665169/Brasilien-ist-die-Wirtschaftsmacht-der-Zukunft.html"><strong>http://www.welt.de/dieweltbewegen/article13665169/Brasilien-ist-die-Wirtschaftsmacht-der-Zukunft.html</strong></a></p>
<p><strong>&#8222;Wirtschaftswunder unterm Zuckerhut&#8220;: <a href="http://www.welt.de/debatte/kolumnen/article13638342/Wirtschaftswunder-unterm-Zuckerhut.html"> http://www.welt.de/debatte/kolumnen/article13638342/Wirtschaftswunder-unterm-Zuckerhut.html</a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/06/boomland-brasilien-stagnierende-wirtschaft-im-dritten-quartal-industrieproduktion-schrumpfte-um-09-prozent-gegenuber-zweitem-quartal/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/06/boomland-brasilien-stagnierende-wirtschaft-im-dritten-quartal-industrieproduktion-schrumpfte-um-09-prozent-gegenuber-zweitem-quartal/</strong></a></p>
<p><strong>Wirtschaftswachstum in Brasiliens Nachbarländern:</strong> <strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/iwf-korrigiert-brasiliens-wachstumsprognose-fur-2011-nach-unten-von-41-auf-38-prozent-argentinien-8-prozent-wachstum-chile-65-prozent-deutsch-brasilianische-wirtschaftstage-in-rio-de-janeiro/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/iwf-korrigiert-brasiliens-wachstumsprognose-fur-2011-nach-unten-von-41-auf-38-prozent-argentinien-8-prozent-wachstum-chile-65-prozent-deutsch-brasilianische-wirtschaftstage-in-rio-de-janeiro/</a></strong></p>
<p><strong>Hintergrund von Anfang 2011:</strong></p>
<h2>Rousseff-Regierung in Brasilia macht Spekulanten neues Riesengeschenk: Leitzinsen auf 11,75 Prozent erhöht. “Brasil &#8211; lider global em juros reais.” (Folha de Sao Paulo) Wirtschaftsmacht Brasilien? <a title="Beitrag bearbeiten" href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=8734">**</a></h2>
<p><span id="more-11761"></span><strong>Führende brasilianische Wirtschaftsexperten haben die Hochzinspolitik der Regierung wiederholt heftig kritisiert. José Roriz Coelho, Fachdirektor für Wettbewerbsfähigkeit und Technologie in Lateinamerikas wichtigstem Industriellenverband FIESP in Sao Paulo, verglich 2011 im Website-Interview das Zinsniveau Brasiliens mit hohem Fieber, einer Krankheit: “Brasiliens Zinsen sind die höchsten der Welt &#8211; also ist die Krankheit sehr gravierend. Wieso sagen dann viele,  die Zeitungen, daß im Lande alles wunderbar läuft, obwohl wir 40 Grad Fieber haben? Also läuft da etwas falsch. Denn die meisten Devisenzuflüsse, die unsere Landeswährung Real so ungünstig aufwerten, sind nur Spekulation mit Zinsgewinnen und leider keine Investitionen. Wo soll da für Brasilien ein Vorteil liegen? Zu einer Wirtschaftsmacht können wir nur werden, wenn der jetzige Kurs deutlich korrigiert wird.”</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/03/joserorizcoelho1.JPG" alt="joserorizcoelho1.JPG" /></p>
<p><strong>Direktor José Roriz Coelho beim Exklusivinterview in Sao Paulo 2011. </strong></p>
<p><strong>“In Brasilien nimmt der Anteil der Industrie am Bruttosozialprodukt zunehmend ab. Dafür gibt es verschiedene Gründe. So hat die Regierung ihre Ausgaben stark erhöht &#8211; muß also die Steuern erhöhen, um die Ausgaben decken zu können. Doch die Steuererhöhungen betreffen just den Industriesektor stark. Brasilien verkauft seine Rohstoffe sehr billig ins Ausland &#8211; doch teuer an die Unternehmen im Inland. Rohstoff-Firmen kommen viel billiger an Kredite als die mittleren und kleinen Industriebetriebe.  Brasiliens Anteil am Welthandel ist sehr niedrig. Daß unsere Infrastruktur so teuer ist, bildet ein großes Problem. Denn unsere Transportkosten sind viel höher als in anderen Ländern, die Logistik ist sehr teuer. Die Regierung ist sehr unbeweglich &#8211; wir haben viel Bürokratie, für die die Ausgaben enorm sind. Zudem ist das Korruptionsniveau in Brasilien unakzeptierbar hoch &#8211; wir brauchen ein Programm gegen Korruption. In Brasilien existiert eine regelrechte Banken-Diktatur &#8211; Brasiliens Banken sind die rentabelsten der Welt. Dieses hiesige Bankensystem hat sehr viel Macht. In Ländern wie Deutschland ist dieses System ein Mechanismus, um die Wirtschaft zu ölen, ist das Öl im Räderwerk. Doch in Brasilien nimmt es sich fast allen Reichtum, den die Wirtschaft erzeugt. Die Regierung muß die Augen öffnen &#8211; und Korrekturen veranlassen.” </strong></p>
<p><strong>Wirtschaftsmacht Brasilien?(2011)</strong></p>
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<p><strong>In Deutschland wird das Schwellenland Brasilien bereits als Industrienation, gar Wirtschaftsmacht gerühmt, das sich in einer außergewöhnlichen Boomphase befinde. Brasilianische Experten widersprechen &#8211; das Land werde industriell immer schwächer und im Außenhandel immer weniger konkurrenzfähig. Brasilien gewöhne sich daran,  ein großer Rohstofferzeuger zu sein.</strong></p>
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<p><strong>Große Luftfahrtgesellschaften würden Brasilien gerne mit dem neuen Super-Airbus A 380 anfliegen – wegen der sehr mangelhaften Flughäfen leider unmöglich. Unter den zehn größten Wirtschaftsnationen hat Brasilien laut einer neuen Weltstudie das schlechteste Transportwesen, schlechter noch als in  Indien oder Südafrika. Das Riesenland transportiert nur 25 Prozent der Fracht kostengünstig mit der Bahn, während es in Rußland 81 Prozent und in Australien und den USA 43 Prozent sind. Auf dem Doing-Business-Ranking der Weltbank, das die Wirtschaftsfreundlichkeit eines Landes bewertet, ist Brasilien 2011 vom 124. auf den 127. Platz zurückgefallen,  liegt hinter Rußland. Stutzig macht zudem, daß Baden-Württemberg mit seinen nur rund 10,7 Millionen Einwohnern auch 2010 wieder mehr exportierte als Brasilien mit seinen etwa 190 Millionen Bewohnern – und das Tropenland am Welthandel mit nicht einmal 2 Prozent beteiligt ist. In Lateinamerikas wichtigstem Industriellenverband FIESP von Sao Paulo  ist José Roriz Coelho Fachdirektor für Wettbewerbsfähigkeit und Technologie. Als Wirtschaftsmacht sieht er Brasilien nicht, zumal eine sehr verfrühte Deindustrialisierung im Gange sei. 1995 lag der Industrieanteil am Bruttosozialprodukt bei 28 Prozent – heute sind es nur noch 13,5 Prozent – in China dagegen über 46 Prozent. </strong></p>
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<p><strong>“Rohstoffe, Commodities, die wir sehr billig verkaufen, werden immer mehr zur Stütze unseres Wachstums, während die Konkurrenzfähigkeit bei Industrieprodukten niedrig ist, Importe zunehmen. Das ist gefährlich. Wenn morgen die Rohstoffpreise fallen, wird Brasilien keine starke verarbeitende Industrie mehr haben, aber ein großer Importeur sein. Arg betroffen von Deindustrialisierung sind bereits Branchen wie Maschinen und Ausrüstungen, Kunststoffe, Papier, Schuhe und Textilien. Uns fehlt Technologie – und ein Bildungssystem, das Leute formt, die neue hochwertige Produkte entwickeln können.“</strong></p>
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<p><strong>Aber heißt es nicht immer, der Flugzeugbauer EMBRAER sei als Hightech-Konzern ein Beleg für Brasiliens enorme wirtschaftliche Fortschritte? </strong></p>
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<p><strong>“EMBRAER macht nur die Montage von Flugzeugen – kauft die Teile im Ausland zusammen. Denn Firmen, die hier EMBRAER unterstützen, haben garnicht die die technische Kapazität, um nötige Flugzeugteile herzustellen.“ </strong></p>
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<p><strong>Und in der Tat ist EMBRAER nach dem Ölkonzern Petrobras zweitgrößter Importeur Brasiliens – beide Unternehmen beziehen sehr viel Hightech aus Ländern der Ersten Welt wie den USA und Deutschland. Etwa die Hälfte der stimmberechtigten Aktien von EMBRAER liegt zudem in den Vereinigten Staaten, bei großen Kapitalfonds, heißt es. </strong></p>
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<p><strong>“Wir verlieren unsere Fähigkeit, aus Rohstoffen hochwertige Produkte herzustellen. Zellulose produzieren wir sehr konkurrenzfähig, verkaufen sie aber an China – und beziehen von dort das Papier.“</strong></p>
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<p><strong>Als besonders typischen – und kuriosen Fall nennt Coelho zudem die Rohkaffee-Produktion, bei der Brasilien weltweit führt.</strong></p>
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<p><strong>“Wir liefern nach Deutschland und auch nach Italien – und der veredelte Kaffee kommt zurück, geht in alle Welt, Deutschland ist der größte Exporteur ist. Ich kritisiere, daß Brasilien nicht auch diese Fähigkeit zur Veredelung entwickelt.“</strong></p>
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<p><strong>Für Coelho ist lediglich „Gerede“, daß in Brasilien derzeit alles wirtschaftlich gut laufe. Kritiker wie ihn nenne man „antipatriotisch“. Enorme Hemmnisse, große Probleme und Wettbewerbsnachteile seien auch die starke Bürokratie, die unakzeptierbar hohe Korruption.</strong></p>
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<p><strong>“Wenn Brasiliens Zinsen derzeit die höchsten der Welt sind, heißt das für mich, wir haben 40 Grad Fieber, sind also schwer krank, läuft etwas falsch. Denn die meisten Devisenzuflüsse, die unsere Landeswährung Real so ungünstig aufwerten, sind nur Spekulation mit Zinsgewinnen und leider keine Investitionen. Doch zu einer Wirtschaftsmacht können wir nur werden, wenn der jetzige Kurs deutlich korrigiert wird – darunter die Deindustrialisierung. In Brasilia diskutiere ich darüber mit den zuständigen Ministern.“</strong></p>
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<p><strong>Ein entwickeltes Land zu werden, heiße auch Bildung, Kultur, Gesundheitswesen und öffentliche Sicherheit stark zu verbessern. Der Mindestlohn liegt derzeit bei umgerechnet nur etwa 248 Euro brutto. Selbst die Regierung räumt ein, daß es weiterhin Hunger und Misere gibt – und sogar noch häufige Sklavenarbeit. </strong></p>
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<p><strong>Zu den Positiv-Faktoren zählt Coelho, daß Brasilien große Ölvorräte unter einer kilometerdicken Salzschicht besitze, ein großer Ölexporteur sein werde. Doch die Förderung ist teuer und sehr schwierig. Der US-Konzern Exxon setzte jetzt in seinem Konzessionsgebiet bei Sao Paulo für 400 Millionen Dollar drei Bohrungen vergeblich – fand nicht das versprochene Petroleum. </strong></p>
<p><strong>“Die Korruption ist strukturell im brasilianischen Staat.” José Eduardo Cardozo, neuer Justizminister unter Dilma Rousseff, in Interview vor Amtsantritt, Dezember 2010</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/05/brasilien-die-vielgelobt-wirtschaftspolitik-von-lula-rousseff-wachstumshemmende-hochzinspolitik-die-spekulanten-stark-begunstigte-zeigt-immer-negativere-folgen-bestatigt-fiesp-warnungen/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/05/brasilien-die-vielgelobt-wirtschaftspolitik-von-lula-rousseff-wachstumshemmende-hochzinspolitik-die-spekulanten-stark-begunstigte-zeigt-immer-negativere-folgen-bestatigt-fiesp-warnungen/</strong></a></p>
<h2>Udo Döhler, Präsident des Textilunternehmens Döhler S/A in Joinville, Santa Catarina. Energischer Kritiker der Wirtschaftspolitik Brasilias, darunter der Deindustrialisierung. Gesichter Brasiliens. <a title="Beitrag bearbeiten" href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11173">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/dohler-sa/" rel="tag">Döhler S/A</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/joinville/" rel="tag">Joinville</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/santa-catarina/" rel="tag">Santa Catarina</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/udo-dohler/" rel="tag">Udo Döhler</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/udodohler1.JPG" alt="udodohler1.JPG" /></p>
<p><strong>Udo Döhler, Präsident des Unternehmerverbands von Joinville(ACIJ),  beim Interview in dem von ihm geleiteten “Hospital Dona Helena”.</strong></p>
<p><strong>“Die Joinville-Region wächst wirtschaftlich stark &#8211; ganz im Gegensatz zum Rest des Landes. Denn wir setzen auf Innovation, investieren stark in Bildung, Ausbildung &#8211; schon seit drei Jahrzehnten zudem kräftig in die Technologen-und Ingenieurs-Ausbildung. Santa Catarina gibt seit langem ein Beispiel &#8211; doch Brasilia verhält sich uns gegenüber blind, taub, stumm. Auf diesen Teilstaat Santa Catarina entfallen nur 1 Prozent des brasilianischen Territoriums, nur 3 Prozent der Gesamtbevölkerung &#8211; doch er erzeugt unter den 26 Teilstaaten das sechstgrößte Bruttosozialprodukt, alles amtliche Daten des IBGE. Dies sollte notwendig erscheinen lassen, sich eine solche Region genau anzuschauen. Doch das geschieht nicht. Wenn Brasilien sich derzeit deindustrialisiert, industrialisieren wir uns in Santa Catarina immer mehr, gehen wir andere Wege. Doch die Regierung widmet uns deshalb nicht gerade größere Aufmerksamkeit, fördert uns gar bei Besteuerung und Infrastruktur, nichts dergleichen. Kein Zweifel &#8211; der brasilianische Staat kümmert sich nicht um Santa Catarina, will die hiesigen Realitäten einfach nicht wahrnehmen. Santa Catarina hat nicht nur eine starke metallverarbeitende Industrie, von Motoren bis Autoteilen, sondern zudem eine leistungsfähige Agroindustrie, ist in Brasilien größter Produzent von Geflügel und Schweinen. Joinville ist in Brasilien die einzige Stadt, die von der Einwohnerzahl her größer und zudem wirtschaftlich stärker als die Teilstaats-Hauptstadt ist &#8211; Florianopolis. Santa Catarina wurde immer diskriminiert, aber hat sich gut entwickelt, ist sehr gewachsen. Meine Familie kam 1881 aus Deutschland &#8211; meinem Urgroßvater hat man einen Mangrovensumpf zugewiesen &#8211; das ganze heutige Stadtgebiet war so, mußte von den deutschen Einwanderern erst entwässert werden &#8211; soviele sind durch Malaria umgekommen. </strong></p>
<p><strong>Vor vier Jahren hat unser Unternehmen noch über die Hälfte der Produktion exportiert. Doch weil sich der Wechselkurs extrem verschlechterte &#8211; von 2,8  auf 1,53 Real  pro Dollar,  verloren wir unsere Marktanteile im Ausland, exportieren nur noch 8 Prozent unserer Erzeugnisse, konzentrieren uns auf den Binnenmarkt, mit neuen Technologien &#8211; und kräftigem Produktionswachstum: 2011 erreichen wir gegenüber dem Vorjahr etwa 18 Prozent, nächstes Jahr dürften es zwischen 12 und 15 Prozent sein. Wir widerstehen der Versuchung, Produkte aus Asien zu importieren und dann hier nur noch das Etikett aufzukleben. So wie wir agiert die gesamte Industrie im Norden und Nordosten von Santa Catarina.”</strong></p>
<p><a href="http://www.dohler.com.br/pt/imprensa/ver_texto.php?banco-dados=9"><strong>http://www.dohler.com.br/pt/imprensa/ver_texto.php?banco-dados=9</strong></a></p>
<p><a href="http://www.dohler.com.br/pt/marketing/revista-dohler.php"><strong>http://www.dohler.com.br/pt/marketing/revista-dohler.php</strong></a></p>
<p><a href="http://www.dohler.com.br/pt/marketing/informativo-dohler.php"><strong>http://www.dohler.com.br/pt/marketing/informativo-dohler.php</strong></a></p>
<p><a href="http://www1.an.com.br/grande/dohler/0gra2.htm"><strong>http://www1.an.com.br/grande/dohler/0gra2.htm</strong></a></p>
<p><strong>Döhlers Position deckt sich in vielen Punkten mit der des FIESP von Sao Paulo:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/03/rousseff-regierung-in-brasilia-macht-spekulanten-neues-riesengeschenk-leitzinsen-auf-1175-prozent-erhoht-brasil-lider-global-em-juros-reais-folha-de-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/03/rousseff-regierung-in-brasilia-macht-spekulanten-neues-riesengeschenk-leitzinsen-auf-1175-prozent-erhoht-brasil-lider-global-em-juros-reais-folha-de-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><strong>Adveniat in Sao Paulo &#8211; die Realwirtschaft:<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/02/brasiliens-slums-die-krise-die-korruptionsfolgen/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/02/brasiliens-slums-die-krise-die-korruptionsfolgen/</a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/#more-11606"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/#more-11606</strong></a></p>
<h2>Brasilien nach acht Jahren Lula-Regierung:”Warum hat Sao Paulo noch 2627 Slums?”, fragt die wichtigste Qualitätszeitung “O Estado de Sao Paulo”. Adveniat in der Megacity. <a title="Beitrag bearbeiten" href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11661">**</a></h2>
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<p><strong>Wie aus den von der Qualitätszeitung unter Berufung auf unabhängige Experten und Präfekturangaben veröffentlichten Daten hervorgeht, hat sich die Zahl der Slums in der reichsten Stadt Lateinamerikas damit innerhalb weniger Jahre um etwa 500, auf nunmehr 2627 erhöht, hausen die Verelendeten zunehmend dichtgedrängter. Rund eine Million Familien, meist kinderreich, leben damit in Risikozonen, für Wohnbebauung ungeeigneten Stadtregionen bzw. auf illegal besetztem Grund, etwa in Trinkwasser-Einzugsgebieten, zerstörten Wäldern, als Stadtparks ausgewiesenen Grünflächen.</strong> <strong>Die Verslumungs-und Verwahrlosungsprozesse haben sich in ganz Brasiliens während der achtjährigen Amtszeit von Staatschef Lula deutlich beschleunigt &#8211; sichtbar besonders in den Millionenstädten, darunter Rio de Janeiro, Fortaleza oder Manaus. Der Großraum von Sao Paulo ist die Hochburg von Lulas Arbeiterpartei PT.<br />
</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/17/adveniat-in-brasilien-wie-lebt-es-sich-in-der-reichsten-stadt-lateinamerikas-der-siebtgrosten-wirtschaftsnation-nach-acht-jahren-lula-regierung-adveniat-gottesdienst-in-der-favela-cachoeirinha-von/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/17/adveniat-in-brasilien-wie-lebt-es-sich-in-der-reichsten-stadt-lateinamerikas-der-siebtgrosten-wirtschaftsnation-nach-acht-jahren-lula-regierung-adveniat-gottesdienst-in-der-favela-cachoeirinha-von/</strong></a></p>
<p><strong>Um in Sao Paulo das Wohndefizit einigermaßen zu beseitigen, müßten nach Angaben der Qualitätszeitung  in den nächsten 14 Jahren etwa 58 Milliarden Real, umgerechnet lediglich 24 Milliarden Euro, investiert werden. Bis 2014 würden in Sao Paulo wegen öffentlicher Projekte, darunter Stadtautobahnen, etwa 12000 Wohnbauten, meist in den Slums, enteignet. Da die betroffenen Slumbewohner nicht Besitzer ihres Wohnterrains sind, müssen sie, wie es hieß, die Gegend verlassen, bekämen eine Entschädigung. Diese reiche indessen nicht aus, um beispielsweise( zu derzeitigen Höchstpreisen) wenigstens eine Mini-Wohnung zu kaufen &#8211; so daß die Vertriebenen notgedrungen in einen anderen Slum umzögen.</strong></p>
<p><strong>Die Adveniat-Weihnachtsaktion von 2011 hat anschaulich daran erinnert, wie die Lage in den brasilianischen Slums ist:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach3.JPG" alt="cach3.JPG" /></p>
<p><strong>Gemäß europäischen Sichtweisen hatte Brasilien die Finanz-und Wirtschaftskrise recht gut überstanden.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/</strong></a></p>
<p><strong>Häufige Slum-Barackenbrände, anklicken:<a href="http://g1.globo.com/sao-paulo/noticia/2010/09/moradores-dizem-que-outro-incendio-havia-atingido-favela-na-madrugada.html"> http://g1.globo.com/sao-paulo/noticia/2010/09/moradores-dizem-que-outro-incendio-havia-atingido-favela-na-madrugada.html</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach5.JPG" alt="cach5.JPG" /></p>
<p><strong>“Krise &#8211; was denn für eine Krise?”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/26/zdf-und-adveniat-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-verschiedene-sichtweisen-der-gravierenden-menschenrechtslage-brasiliens-je-nach-wertvorstellungen-und-vorschriftenkatalog/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/26/zdf-und-adveniat-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-verschiedene-sichtweisen-der-gravierenden-menschenrechtslage-brasiliens-je-nach-wertvorstellungen-und-vorschriftenkatalog/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/22/fabio-konder-comparato-wir-hatten-bis-heute-nie-demokratie-wir-leben-immer-unter-einem-oligarchischen-regime-menschenrechtsaktivist-rechtsprofessor-an-brasiliens-fuhrender-bundesuniversitat-us/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/22/fabio-konder-comparato-wir-hatten-bis-heute-nie-demokratie-wir-leben-immer-unter-einem-oligarchischen-regime-menschenrechtsaktivist-rechtsprofessor-an-brasiliens-fuhrender-bundesuniversitat-us/</strong></a></p>
<p><strong>Grüner Ministerpräsident Winfried Kretschmann in Brasilien 2011:</strong> <strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/23/gruner-ministerprasident-winfried-kretschmann-in-brasilien-2011/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/23/gruner-ministerprasident-winfried-kretschmann-in-brasilien-2011/</a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/thyssenkrupp-in-rio-de-janeirodas-stahlwerk-in-den-brasilianischen-mangroven-sumpfen-verbrennt-eine-milliarde-nach-der-anderen-statt-13-milliarden-kostete-es-acht-waz-top-entscheider-in-der-r/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/thyssenkrupp-in-rio-de-janeirodas-stahlwerk-in-den-brasilianischen-mangroven-sumpfen-verbrennt-eine-milliarde-nach-der-anderen-statt-13-milliarden-kostete-es-acht-waz-top-entscheider-in-der-r/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c1.JPG" alt="c1.JPG" /></p>
<p><strong>Hausen  an stinkender Kloake &#8211; in Lateinamerikas reichster Stadt Sao Paulo. “Ich lebe hier schon 14 Jahre so in dieser Kate.”(Mutter von vier Kindern)</strong><strong>Deutliches Wachstum bei Slums:</strong><br />
<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/07/brasiliens-boom-und-die-slumhutten/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/07/brasiliens-boom-und-die-slumhutten/</strong></a></p>
<h2>“Boomland” Brasilien &#8211; die angeblich aufstrebende Wirtschaftsmacht: “Warum sind wir so unproduktiv.” Führende Wirtschaftszeitschrift “Exame” beschreibt Brasiliens enormen wirtschaftlichen Rückstand. “Ein einziger Arbeiter in den USA produziert genausoviel wie fünf Brasilianer.” <a title="Beitrag bearbeiten" href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=13876">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasilien-produktivitat-2012/" rel="tag">Brasilien &#8211; Produktivität 2012</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/09/27/boomland-brasilien-zentralbank-reduziert-wachstumserwartung-fur-2012-von-zuletzt-25-auf-nunmehr-16-prozent-unabhangige-institute-liegen-deutlich-darunter/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/09/27/boomland-brasilien-zentralbank-reduziert-wachstumserwartung-fur-2012-von-zuletzt-25-auf-nunmehr-16-prozent-unabhangige-institute-liegen-deutlich-darunter/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/09/exameimprodutivos12.jpg" alt="exameimprodutivos12.jpg" /></p>
<p><strong>Laut Angaben von “Exame” stagniert Brasiliens Produktivität seit drei Jahrzehnten. In den Jahren nach 2000 stieg die Produktivität jährlich nur um 0,9 Prozent &#8211; was nicht ausreichte, die vorangegangene Produktivitätsverringerung auszugleichen. Die USA investieren sechsmal mehr als Brasilien, das Pro-Kopf-Einkommen in den Vereinigten Staaten ist fünfmal höher als in Brasilien. Brasilianer arbeiten mehr Stunden als die Bevölkerung in den meisten hochentwickelten Staaten, beispielsweise in Deutschland. Mit weniger Arbeitsstunden ist der deutsche Arbeiter viermal produktiver als der brasilianische, laut Exame. Brasiliens Produktivität ist die gleiche wie in den siebziger Jahren, was gravierende Auswirkungen auf das Land und dessen Unternehmen hat. </strong></p>
<p><strong>Zu den Gründen der niedrigen Produktivität zählt Exame das niedrige Bildungsniveau. Brasilien haben im Durchschnitt nur 7,5 Schuljahre aufzuweisen, die Nordamerikaner dagegen zwölf. Nur 35 Prozent der Schüler in den brasilianischen Mittelschulen sind tatsächlich alphabetisiert &#8211; sind also u.a. fähig, eine Gebrauchsanweisung komplett zu verstehen. Der Software-Hersteller Totvs in Sao Paulo mit 5600 Angestellten mußte in Mountain View im US-Silicone Valley eine Filiale mit 12 Angestellten eröffnen, um dort komplett die Totvs-Softwares zu entwickeln. Der Totvs-Chef Cosentini:”Es gibt in Brasilien schlichtweg keine Leute, die das machen könnten.” Ein brasilianischer Angestellter hat eine Anlernzeit von bis zu 120 Tagen &#8211; bei einem Beschäftigten in den USA reichen 30 Tage. “Der Nordamerikaner kommt schon zuverlässig und bereit ins Unternehmen”, laut Cosentini. “Brasilien ist mangelhaft und schwach bei allen für die Produktivität wichtigen Faktoren, wie Innovation, Bildung und Infrastruktur”, laut Gustavo Franco, Ex-Chef der Zentralbank. In Norwegen, so ein weiteres von Exame genanntes Beispiel, leisten drei Personen in einem Verkaufsunternehmen die gleiche Arbeit, für die in Brasilien 18 Leute nötig sind. In Brasiliens Landwirtschaft haben lediglich etwa 20 Prozent der Produzenten eine mittlere oder hohe Produktivität. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/09/27/doing-business-ranking-der-weltbank-brasilien-verschlechterte-sich-gegenuber-2011-um-sechs-platze-fiel-auf-rang-126-zuruck/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/09/27/doing-business-ranking-der-weltbank-brasilien-verschlechterte-sich-gegenuber-2011-um-sechs-platze-fiel-auf-rang-126-zuruck/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/08/14/brasiliens-grauenhaft-falsche-wirtschaftliche-vorhersagen-wirtschaftsjournalistin-miriam-leitaoo-globo-macht-sich-uber-fehlenden-okonomischen-sachverstand-von-regierung-banken-consulting-firmen-l/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/08/14/brasiliens-grauenhaft-falsche-wirtschaftliche-vorhersagen-wirtschaftsjournalistin-miriam-leitaoo-globo-macht-sich-uber-fehlenden-okonomischen-sachverstand-von-regierung-banken-consulting-firmen-l/</strong></a></p>
<p><strong>Anteil am Welthandel nur ein einziges Prozent:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/09/18/brasilien-anteil-am-welthandel-lediglich-ein-einziges-prozent-laut-neuer-landesstudie-billigprodukte-wie-commodities-sind-wieder-hauptexportguter/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/09/18/brasilien-anteil-am-welthandel-lediglich-ein-einziges-prozent-laut-neuer-landesstudie-billigprodukte-wie-commodities-sind-wieder-hauptexportguter/</strong></a><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/09/05/olriese-brasilien-nicht-mehr-selbstversorger-wachsende-kraftstoff-importe-sinkende-forderung-erstmals-hoher-verlust-laut-nationalen-wirtschaftsmedien/"><strong> </strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/09/05/olriese-brasilien-nicht-mehr-selbstversorger-wachsende-kraftstoff-importe-sinkende-forderung-erstmals-hoher-verlust-laut-nationalen-wirtschaftsmedien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/09/05/olriese-brasilien-nicht-mehr-selbstversorger-wachsende-kraftstoff-importe-sinkende-forderung-erstmals-hoher-verlust-laut-nationalen-wirtschaftsmedien/</strong></a></p>
<p><strong>“Die Welt”: </strong> <a href="http://www.welt.de/dieweltbewegen/article13665169/Brasilien-ist-die-Wirtschaftsmacht-der-Zukunft.html"><strong>http://www.welt.de/dieweltbewegen/article13665169/Brasilien-ist-die-Wirtschaftsmacht-der-Zukunft.html</strong></a></p>
<h2 class="beitrags-titel">Gesichter Brasiliens – Megacity Sao Paulo 2015. <span class="kleiner"><a class="post-edit-link" href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?post=50359&amp;action=edit">**</a></span></h2>
<div class="beitrags-info">tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/gesichter-brasiliens-sao-paulo-2015/" rel="tag">gesichter brasiliens &#8211; sao paulo 2015</a></div>
<div class="beitrag">
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/10/SPGesichter15.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-50361" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/10/SPGesichter15.jpg" alt="SPGesichter15" width="925" height="768" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>-<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2015/10/31/weg-mit-der-vergewaltigungskultursao-paulobrasilien-30-10-2015-in-laendern-wie-deutschland-wird-die-vergewaltigungskultur-gerade-eingefuehrt/">http://www.hart-brasilientexte.de/2015/10/31/weg-mit-der-vergewaltigungskultursao-paulobrasilien-30-10-2015-in-laendern-wie-deutschland-wird-die-vergewaltigungskultur-gerade-eingefuehrt/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/10/ObdachloserKr%C3%BCckeS%C3%A915.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-50559" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/10/ObdachloserKr%C3%BCckeS%C3%A915.jpg" alt="ObdachloserKrückeSé15" width="888" height="768" /></a></p>
<p>Lepraopfer.</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/10/AbtreibungKathedrale15.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-50364" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/10/AbtreibungKathedrale15-1024x620.jpg" alt="AbtreibungKathedrale15" width="1024" height="620" /></a></p>
<p>“Ja zur Abtreibung”. Kathedrale von Sao Paulo.</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2015/09/08/brasilien-2015-aufschrei-der-ausgeschlossenen-am-nationalfeiertag7-september-was-ist-das-fuer-ein-land-das-menschen-toetet-wo-die-medien-luegen-und-uns-verbrauchenmotto/">http://www.hart-brasilientexte.de/2015/09/08/brasilien-2015-aufschrei-der-ausgeschlossenen-am-nationalfeiertag7-september-was-ist-das-fuer-ein-land-das-menschen-toetet-wo-die-medien-luegen-und-uns-verbrauchenmotto/</a></p>
<p>-<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2015/10/30/aparecida-brasiliens-wichtigster-wallfahrtsort-2015-deutliche-zunahme-der-pilgerzahlen-in-letzten-jahren/">http://www.hart-brasilientexte.de/2015/10/30/aparecida-brasiliens-wichtigster-wallfahrtsort-2015-deutliche-zunahme-der-pilgerzahlen-in-letzten-jahren/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/10/PunkSP15.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-50567" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/10/PunkSP15.jpg" alt="???????????????????????????????" width="846" height="768" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/10/PunkSP152.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-50569" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/10/PunkSP152-681x1024.jpg" alt="???????????????????????????????" width="681" height="1024" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2015/10/29/juedische-prostituierte-in-brasilien-der-einzige-denkmalsgeschuetzte-friedhof-juedischer-putaspolacas-der-zuhaelterinnen-und-zuhaelter-in-cubatao-fotoserie/">http://www.hart-brasilientexte.de/2015/10/29/juedische-prostituierte-in-brasilien-der-einzige-denkmalsgeschuetzte-friedhof-juedischer-putaspolacas-der-zuhaelterinnen-und-zuhaelter-in-cubatao-fotoserie/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/10/ObdachloserLatasammlerCecil15.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-50563" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/10/ObdachloserLatasammlerCecil15-1024x708.jpg" alt="???????????????????????????????" width="1024" height="708" /></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/10/ObdachloserLatasammlerCecil152.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-50565" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/10/ObdachloserLatasammlerCecil152-1024x387.jpg" alt="???????????????????????????????" width="1024" height="387" /></a></p>
<p>Obdachloser Alubüchsensammler, an katholischer Kirche.</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/10/ArmenspeisungKathedrale15.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-50369" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/10/ArmenspeisungKathedrale15.jpg" alt="ArmenspeisungKathedrale15" width="780" height="768" /></a></p>
<p>Gratis-Suppenausgabe für Arme an der Kathedrale.</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2015/10/27/global-player-brasilien-2015-die-rueckkehr-des-elends-arg-qualitativ-abgestuerzte-brasilianische-medien-entdecken-stark-verspaetet-ein-phaenomen-der-dauerkrise-des-landes/">http://www.hart-brasilientexte.de/2015/10/27/global-player-brasilien-2015-die-rueckkehr-des-elends-arg-qualitativ-abgestuerzte-brasilianische-medien-entdecken-stark-verspaetet-ein-phaenomen-der-dauerkrise-des-landes/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/10/SPS%C3%A9Suppenesser15.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-50371" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/10/SPS%C3%A9Suppenesser15.jpg" alt="SPSéSuppenesser15" width="768" height="942" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Sao Paulo – Fotoserie:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/18/sao-paulo-fotoserie-uber-brasiliens-megacity/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/18/sao-paulo-fotoserie-uber-brasiliens-megacity/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/10/SPObdachlosePutakirche15.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-50373" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/10/SPObdachlosePutakirche15-1024x451.jpg" alt="SPObdachlosePutakirche15" width="1024" height="451" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/10/PMMGSPAusstellung15.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-50375" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/10/PMMGSPAusstellung15.jpg" alt="PMMGSPAusstellung15" width="962" height="768" /></a></p>
<p><strong>City-Ausstellung zur Gewalt in Sao Paulo: </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2015/08/09/brasilien-2015-polizei-in-sao-paulo-geht-jetzt-auch-in-city-bezirken-mit-maschinenpistolen-sturmgewehren-auf-streife-hinweis-auf-stark-gestiegene-bedrohung-durch-banditenkommandos-des-organisierte/">http://www.hart-brasilientexte.de/2015/08/09/brasilien-2015-polizei-in-sao-paulo-geht-jetzt-auch-in-city-bezirken-mit-maschinenpistolen-sturmgewehren-auf-streife-hinweis-auf-stark-gestiegene-bedrohung-durch-banditenkommandos-des-organisierte/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/10/BocetaresisteKathSP15.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-50377" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/10/BocetaresisteKathSP15-1024x601.jpg" alt="BocetaresisteKathSP15" width="1024" height="601" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Radikalfeminismus und Kathedrale. “Boceta resiste”.</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/10/LulaStr%C3%A4flingVejaSP15.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-50379" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/10/LulaStr%C3%A4flingVejaSP15-1024x768.jpg" alt="LulaSträflingVejaSP15" width="1024" height="768" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/10/CracolandiaSP15.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-50385" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/10/CracolandiaSP15-1024x416.jpg" alt="???????????????????????????????" width="1024" height="416" /></a></p>
<p>Offene Crack-Szene in der City von Sao Paulo: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/20/crack-jugendpolitik-unter-lula-und-jose-serra-dunkelhautige-kinder-und-jugendliche-sind-crack-hauptkonsumenten/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/20/crack-jugendpolitik-unter-lula-und-jose-serra-dunkelhautige-kinder-und-jugendliche-sind-crack-hauptkonsumenten/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/15/franziskanerpater-hans-stapel-aus-paderborn-in-alagoas-piaui-und-ceara-weihte-er-jetzt-drei-weitere-fazendas-der-hoffnung-fur-drogensuchtige-ein-weltweit-bereits-60/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/15/franziskanerpater-hans-stapel-aus-paderborn-in-alagoas-piaui-und-ceara-weihte-er-jetzt-drei-weitere-fazendas-der-hoffnung-fur-drogensuchtige-ein-weltweit-bereits-60/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/10/CracolandiaSP152.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-50387" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/10/CracolandiaSP152-1024x471.jpg" alt="???????????????????????????????" width="1024" height="471" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2 class="beitrags-titel">Brasilien 2015 – Lösungsmittel, Farbverdünner schnüffeln und gratis Bus fahren in der City von Sao Paulo. Sehr hohes Unfallrisiko u.a. wegen Wirkung der Droge.</h2>
<div class="beitrag">
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/09/SPSchn%C3%BCffelkinderBus1.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-43724" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/09/SPSchn%C3%BCffelkinderBus1.jpg" alt="SPSchnüffelkinderBus1" width="768" height="768" /></a></p>
<p><strong>Sao Paulo, Avenida Paulista 2015. Schnüffel-Drogen befinden sich üblicherweise in Mineralwasserflaschen.</strong></p>
</div>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/10/CaipiraS%C3%A915.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-50389" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/10/CaipiraS%C3%A915.jpg" alt="???????????????????????????????" width="941" height="768" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/10/CaipiraS%C3%A9152.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-50391" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/10/CaipiraS%C3%A9152.jpg" alt="???????????????????????????????" width="768" height="933" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/10/BettlerinschwangerAp15.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-50277" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/10/BettlerinschwangerAp15.jpg" alt="???????????????????????????????" width="838" height="768" /></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/10/KarrenM%C3%BCllSPBrigad15.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-49896" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/10/KarrenM%C3%BCllSPBrigad15-1024x470.jpg" alt="KarrenMüllSPBrigad15" width="1024" height="470" /></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/09/Grito151.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-44154" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/09/Grito151.jpg" alt="Grito151" width="768" height="935" /></a></p>
<p><strong>Obdachloser greift zum Mikrophon vor der Kathedrale Sao Paulos, schreit Verzweiflung heraus. Aufschrei der Ausgeschlossenen 2015.</strong></p>
<p><strong>Brasilien – Daten, Statistiken:</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/08/SPSchlafenderFahrradPaulista15.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-42270" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/08/SPSchlafenderFahrradPaulista15.jpg" alt="SPSchlafenderFahrradPaulista15" width="981" height="768" /></a></p>
<p><strong>“Schlafen” mittags in Abgasgestank an der Avenida Paulista in Sao Paulo – erschöpfter verdreckter Obdachloser, Habseligkeiten in Plastiktüten am Fahrrad. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2015/08/25/brasilien-2015-rasche-verelendungs-und-verwahrlosungsprozesse-in-derzeit-verschaerfter-wirtschaftskrise/">http://www.hart-brasilientexte.de/2015/08/25/brasilien-2015-rasche-verelendungs-und-verwahrlosungsprozesse-in-derzeit-verschaerfter-wirtschaftskrise/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2015/09/08/brasilien-2015-aufschrei-der-ausgeschlossenen-am-nationalfeiertag7-september-was-ist-das-fuer-ein-land-das-menschen-toetet-wo-die-medien-luegen-und-uns-verbrauchenmotto/">http://www.hart-brasilientexte.de/2015/09/08/brasilien-2015-aufschrei-der-ausgeschlossenen-am-nationalfeiertag7-september-was-ist-das-fuer-ein-land-das-menschen-toetet-wo-die-medien-luegen-und-uns-verbrauchenmotto/</a></p>
<h2 class="beitrags-titel">“Die Armen zahlen für die Sünden der Korrupten. Papst Franziskus.”</h2>
<div class="beitrag">
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/09/GritoPobrespagamSP15.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-44369" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/09/GritoPobrespagamSP15.jpg" alt="??????????" width="962" height="768" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Katholische Protestaktion in Sao Paulo vor der Kathedrale am Nationalfeiertag des 7.9.2015.</strong></p>
<p><strong>Brasilien – Verelendung und menschliche Verhaltensweisen:</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/03/17/brasilien-2014-wie-verelendung-menschliche-verhaltensweisen-andert-altere-obdachlose-frau-wascht-sich-allabendlich-vollig-nackt-an-strasenkreuzung-von-sao-paulo-reichste-stadt-lateinamerikas-viele/">http://www.hart-brasilientexte.de/2014/03/17/brasilien-2014-wie-verelendung-menschliche-verhaltensweisen-andert-altere-obdachlose-frau-wascht-sich-allabendlich-vollig-nackt-an-strasenkreuzung-von-sao-paulo-reichste-stadt-lateinamerikas-viele/</a></p>
<h2 class="beitrags-titel">“Weg mit der Vergewaltigungskultur”(Sao Paulo/Brasilien, 30.10.2015).</h2>
<div class="beitrag">
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/10/VergewaltigungskulturDemoSP15.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-50286" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/10/VergewaltigungskulturDemoSP15-1024x571.jpg" alt="VergewaltigungskulturDemoSP15" width="1024" height="571" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/10/FundamentalismusStimmeSP15.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-50292" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/10/FundamentalismusStimmeSP15-418x1024.jpg" alt="FundamentalismusStimmeSP15" width="418" height="1024" /></a></p>
<p><strong>“Deine Stimme ist fundamental gegen den Fundamentalismus”. Avenida Paulista, Sao Paulo, 30.10. 2015.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/10/VergewaltigungskulturDemoSP152.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-50294" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/10/VergewaltigungskulturDemoSP152-1024x649.jpg" alt="VergewaltigungskulturDemoSP152" width="1024" height="649" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/10/FrauendemoSP15Corpo.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-50474" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/10/FrauendemoSP15Corpo-570x1024.jpg" alt="FrauendemoSP15Corpo" width="570" height="1024" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/10/VergewaltigungskulturSP134.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-50349" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/10/VergewaltigungskulturSP134.jpg" alt="VergewaltigungskulturSP134" width="768" height="797" /></a></p>
<p><strong>“Tire sua doutrina da minha vagina!”</strong></p>
</div>
</div>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2015/09/10/die-armen-zahlen-fuer-die-suenden-der-korrupten-papst-franziskus-bewertung-als-spruchband-zwei-tage-vor-sp-herabstufung-bei-landesweiter-katholischer-protestaktion-aufschrei-der-ausgeschl/#more-44368">http://www.hart-brasilientexte.de/2015/09/10/die-armen-zahlen-fuer-die-suenden-der-korrupten-papst-franziskus-bewertung-als-spruchband-zwei-tage-vor-sp-herabstufung-bei-landesweiter-katholischer-protestaktion-aufschrei-der-ausgeschl/#more-44368</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/08/DilmaprotSP11.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-41301" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/08/DilmaprotSP11-499x1024.jpg" alt="???????????????????????????????" width="499" height="1024" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/08/DilmaprotSP12.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-41303" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/08/DilmaprotSP12-1024x698.jpg" alt="???????????????????????????????" width="1024" height="698" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/08/DilmaprotSP13.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-41305" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/08/DilmaprotSP13-642x1024.jpg" alt="???????????????????????????????" width="642" height="1024" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/08/DilmaprotSP14.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-41307" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/08/DilmaprotSP14-1024x947.jpg" alt="???????????????????????????????" width="1024" height="947" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2015/10/25/islamisierung-und-islamismus-im-groessten-katholischen-land-der-erde-brasilien-regen-theatergruppen-vor-katholischen-kirchen-zum-nachdenken-an-vor-regierungs-und-staatskirchen-in-deutschland-ist/">http://www.hart-brasilientexte.de/2015/10/25/islamisierung-und-islamismus-im-groessten-katholischen-land-der-erde-brasilien-regen-theatergruppen-vor-katholischen-kirchen-zum-nachdenken-an-vor-regierungs-und-staatskirchen-in-deutschland-ist/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/08/DilmaprotSP2.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-41282" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/08/DilmaprotSP2.jpg" alt="???????????????????????????????" width="922" height="768" /></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/08/DilmaprotSP3.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-41284" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/08/DilmaprotSP3-702x1024.jpg" alt="???????????????????????????????" width="702" height="1024" /></a></p>
<p><strong>“Höre nie auf zu kämpfen.”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/08/DilmaprotSP7.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-41292" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/08/DilmaprotSP7.jpg" alt="???????????????????????????????" width="768" height="1010" /></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/08/DilmaprotSP4.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-41286" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/08/DilmaprotSP4-1024x546.jpg" alt="???????????????????????????????" width="1024" height="546" /></a></p>
<p><strong>“Schluß mit der Straflosigkeit”. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/08/DilmaprotSP5.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-41288" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/08/DilmaprotSP5-557x1024.jpg" alt="???????????????????????????????" width="557" height="1024" /></a></p>
<p><strong>“Brasilia stinkt”. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/08/DilmaprotSP15.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-41309" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/08/DilmaprotSP15-615x1024.jpg" alt="???????????????????????????????" width="615" height="1024" /></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/08/DilmaprotSP6.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-41290" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/08/DilmaprotSP6-525x1024.jpg" alt="???????????????????????????????" width="525" height="1024" /></a></p>
<p><strong>“Ergreift den Chef!”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/08/DilmaprotSP8.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-41294" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/08/DilmaprotSP8-1024x683.jpg" alt="???????????????????????????????" width="1024" height="683" /></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/08/DilmaprotSP9.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-41296" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/08/DilmaprotSP9.jpg" alt="???????????????????????????????" width="948" height="768" /></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/08/DilmaprotSP10.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-41298" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/08/DilmaprotSP10-1024x583.jpg" alt="???????????????????????????????" width="1024" height="583" /></a><br />
<span id="more-41253"></span></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2014/01/spobdoper5.jpg" alt="spobdoper5.jpg" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/08/AntiGewaltProtestSP153.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-41883" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/08/AntiGewaltProtestSP153-617x1024.jpg" alt="AntiGewaltProtestSP153" width="617" height="1024" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/08/AntiGewaltProtestSP15.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-41870" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/08/AntiGewaltProtestSP15-1024x705.jpg" alt="AntiGewaltProtestSP15" width="1024" height="705" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/08/AntiGewaltProtestSP152.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-41879" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/08/AntiGewaltProtestSP152-397x1024.jpg" alt="AntiGewaltProtestSP152" width="397" height="1024" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/03/DilmaProtestItanhaem1.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-28863" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/03/DilmaProtestItanhaem1.jpg" alt="DilmaProtestItanhaem1" width="768" height="928" /></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/06/01/brasilien-gewalt-und-wandmalerei-in-crack-region-cracolandia-von-sao-paulo-2013/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/06/01/brasilien-gewalt-und-wandmalerei-in-crack-region-cracolandia-von-sao-paulo-2013/</a><br />
<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/02/16/brasilien-karneval-zum-totlachen-2013/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/02/16/brasilien-karneval-zum-totlachen-2013/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/10/ObdachloserKr%C3%BCckeS%C3%A9152.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-50561" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/10/ObdachloserKr%C3%BCckeS%C3%A9152.jpg" alt="ObdachloserKrückeSé152" width="798" height="768" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/10/AngeliFrenteBarbarie15.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-50571" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/10/AngeliFrenteBarbarie15-1024x619.jpg" alt="AngeliFrenteBarbarie15" width="1024" height="619" /></a></p>
<p>Angeli, “Nationale Front für die Freigabe der Barbarei.” Größte nationale Qualitätszeitung “Folha de Sao Paulo”.</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2015/10/28/brasilien-2015-weiter-faelle-von-kannibalismusmenschenfresserei-sogar-in-gefaengnissen-staatsanwalt-zeigt-fall-in-beruechtigtem-gefaengnis-von-pedrinhas-teilstaat-maranhao-an/">http://www.hart-brasilientexte.de/2015/10/28/brasilien-2015-weiter-faelle-von-kannibalismusmenschenfresserei-sogar-in-gefaengnissen-staatsanwalt-zeigt-fall-in-beruechtigtem-gefaengnis-von-pedrinhas-teilstaat-maranhao-an/</a></p>
<h2 class="beitrags-titel">Brasiliens kurioses, recht störanfälliges Leitungsnetz für Strom, Telefon etc. – Beispiel Sao Paulo 2015, gern studiert von mitteleuropäischen Elektrotechnikern, Elektroingenieuren. <span class="kleiner"><a class="post-edit-link" href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?post=40590&amp;action=edit">**</a></span></h2>
<div class="beitrags-info">tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasilien-leitungsnetz-2015/" rel="tag">brasilien – leitungsnetz 2015</a></div>
<div class="beitrag">
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/08/LeitungenSP151.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-40591" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/08/LeitungenSP151-1024x768.jpg" alt="LeitungenSP151" width="1024" height="768" /></a></p>
<p>Mittelschichtsviertel in Sao Paulo nahe der Avenida Paulista.</p>
<p>-<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2015/08/07/mercedes-benz-in-sao-bernardo-do-campobrasilien-schickt-ab-7-8-2015-rd-7000-beschaeftigte-des-lkw-werks-vorerst-nach-hause-stoppt-produktion-wirtschaftskrise-im-boomland-brasilien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2015/08/07/mercedes-benz-in-sao-bernardo-do-campobrasilien-schickt-ab-7-8-2015-rd-7000-beschaeftigte-des-lkw-werks-vorerst-nach-hause-stoppt-produktion-wirtschaftskrise-im-boomland-brasilien/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/08/LeitungenSP152.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-40593" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/08/LeitungenSP152-1024x768.jpg" alt="LeitungenSP152" width="1024" height="768" /></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2015/08/07/aids-epidemie-in-brasilien-2015-katholische-bischofskonferenz-cnbb-ruft-bevoelkerung-zu-aids-tests-auf-jeder-kann-sich-anstecken/">http://www.hart-brasilientexte.de/2015/08/07/aids-epidemie-in-brasilien-2015-katholische-bischofskonferenz-cnbb-ruft-bevoelkerung-zu-aids-tests-auf-jeder-kann-sich-anstecken/<br />
</a><br />
<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/08/LeitungenSP153.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-40596" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/08/LeitungenSP153-1024x768.jpg" alt="LeitungenSP153" width="1024" height="768" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/08/SPDr%C3%A4hteMast1.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-45053" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/08/SPDr%C3%A4hteMast1-1024x768.jpg" alt="???????????????????????????????" width="1024" height="768" /></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/08/LeitungenKabelSP157.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-50472" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/08/LeitungenKabelSP157.jpg" alt="LeitungenKabelSP157" width="777" height="768" /></a></p>
<p>Reichlich Ersatzkabel schon mal hingehängt…</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/08/SPKabelLeitungen15.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-47116" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/08/SPKabelLeitungen15-585x1024.jpg" alt="SPKabelLeitungen15" width="585" height="1024" /></a></p>
</div>
<div class="feedback"></div>
</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/06/brasiliens-industriellenverband-fiesp-zu-wirtschaftsstagnation-warnungen-seit-jahresbeginn-bestatigt-schadliche-wirkung-der-hohen-zinsen-uberbewertete-landeswahrung-real/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>&#8222;Boomland&#8220; Brasilien: Regierung revidiert Wachstumszahlen des Jahresbeginns nach unten. Hausgemachte Ursachen der Wirtschaftsstagnation. Hunger und extreme Armut, rasches Wachstum bei Slums.. ThyssenKrupp in Rio.</title>
		<link>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/06/boomland-brasilien-regierung-revidiert-wachstumszahlen-des-jahresbeginns-nach-unten/</link>
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		<pubDate>Tue, 06 Dec 2011 13:03:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[]]></category>
		<category><![CDATA[Brasiliens Wirtschaftslage]]></category>

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		<description><![CDATA[http://www.valor.com.br/brasil/1125236/ibge-reve-para-baixo-crescimento-do-pib-no-1 http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/06/boomland-brasilien-stagnierende-wirtschaft-im-dritten-quartal-industrieproduktion-schrumpfte-um-09-prozent-gegenuber-zweitem-quartal/ &#8222;O Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE) aproveitou a divulgação do desempenho do Produto Interno Bruto (PIB) do terceiro trimestre de 2011 para apresentar algumas revisões do desempenho da economia brasileira em outros períodos. De janeiro a março deste ano, a economia brasileira teve crescimento de 0,8%, no comparativo com os três [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.valor.com.br/brasil/1125236/ibge-reve-para-baixo-crescimento-do-pib-no-1"><strong>http://www.valor.com.br/brasil/1125236/ibge-reve-para-baixo-crescimento-do-pib-no-1</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/06/boomland-brasilien-stagnierende-wirtschaft-im-dritten-quartal-industrieproduktion-schrumpfte-um-09-prozent-gegenuber-zweitem-quartal/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/06/boomland-brasilien-stagnierende-wirtschaft-im-dritten-quartal-industrieproduktion-schrumpfte-um-09-prozent-gegenuber-zweitem-quartal/</strong></a></p>
<p><strong>&#8222;O Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE) aproveitou a  divulgação do desempenho do Produto Interno Bruto (PIB) do terceiro  trimestre de 2011 para apresentar algumas revisões do desempenho da  economia brasileira em outros períodos. </strong></p>
<p><strong>De janeiro a março deste ano, a economia brasileira teve crescimento  de 0,8%, no comparativo com os três meses antecedentes. Originalmente, o  IBGE apontou expansão de 1,2%. No segundo trimestre de 2011, o  resultado do PIB foi revisado de uma alta de 0,8% para 0,7%.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Vale notar que o PIB teve variação nula entre julho e setembro deste ano, em relação aos três meses anteriores.&#8220;(Valor economico)</strong></p>
<p><strong>Brasilianische Unternehmer und Unternehmensberater verwiesen im  Website-Interview auf die geringe Präzision der Landesstatistiken &#8211; ein  treffendes Beispiel seien die niedrigen offiziellen Inflationsraten, die  sich nie mit der eigenen Wahrnehmung deckten, hieß es.   </strong></p>
<p><strong>Spürbare Preissprünge bei  brasilianischen Lebensmitteln in den letzten Monaten.</strong></p>
<p><strong>Lateinamerikas teure Lebensmittel &#8211; Preissteigerungen um 40 Prozent in den letzten vier Jahren &#8211; Gefahr für Hungerbekämpfung:</strong> <a href="http://exame.abril.com.br/economia/mundo/noticias/precos-dos-alimentos-na-america-latina-sobem-40-em-4-anos--2"><strong>http://exame.abril.com.br/economia/mundo/noticias/precos-dos-alimentos-na-america-latina-sobem-40-em-4-anos–2</strong></a></p>
<p><strong>Brasiliens Wirtschaftsexperten stellten zu den neuesten Daten klar,  daß es sich dabei um keinerlei Überraschung handele, lediglich Prognosen  regierungsunabhängiger Institutionen seit dem ersten Halbjahr 2011  bestätigt wurden &#8211; die Flaute zeichnet sich bereits seit den ersten  Monaten des Jahres ab. </strong><strong> Die Wirtschaftsflaute des dritten Quartals war in den betreffenden Monaten in Brasilien ausführlich analysiert worden.<br />
</strong></p>
<p><strong>“Wirtschaftsmacht der Zukunft”:</strong></p>
<p><a href="http://www.welt.de/dieweltbewegen/article13665169/Brasilien-ist-die-Wirtschaftsmacht-der-Zukunft.html"><strong>http://www.welt.de/dieweltbewegen/article13665169/Brasilien-ist-die-Wirtschaftsmacht-der-Zukunft.html</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/industrieflautequedafolha.JPG" alt="industrieflautequedafolha.JPG" /></p>
<p>Ausriß Folha de Sao Paulo.</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/06/boomland-brasilien-wegen-bip-nullwachstum-schluslicht-unter-bric-staaten-laut-landesmedien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/06/boomland-brasilien-wegen-bip-nullwachstum-schluslicht-unter-bric-staaten-laut-landesmedien/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-anti-hunger-programm-bolsa-familia-an-schulbesuch-der-begunstigten-kinder-gekoppelt-propaganda-und-realitat/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/brasiliens-anti-hunger-programm-bolsa-familia-an-schulbesuch-der-begunstigten-kinder-gekoppelt-propaganda-und-realitat/</strong></a></p>
<p><strong>ThyssenKrupp:</strong> <strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/02/thyssenkrupp-in-rio-de-janeiro-stahlkonzern-gesteht-erst-jetzt-ein-was-selbst-laien-bereits-vor-baubeginn-wustenkatholische-kirche-brasiliens-kritisierte-das-stahlwert-katholische-kirche-deutsc/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/02/thyssenkrupp-in-rio-de-janeiro-stahlkonzern-gesteht-erst-jetzt-ein-was-selbst-laien-bereits-vor-baubeginn-wustenkatholische-kirche-brasiliens-kritisierte-das-stahlwert-katholische-kirche-deutsc/</a></strong></p>
<p><span id="more-11759"></span></p>
<p><strong>Adveniat in Sao Paulo &#8211; die Realwirtschaft:<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/02/brasiliens-slums-die-krise-die-korruptionsfolgen/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/02/brasiliens-slums-die-krise-die-korruptionsfolgen/</a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/#more-11606"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/#more-11606</strong></a></p>
<h2>Brasilien nach acht Jahren  Lula-Regierung:”Warum hat Sao Paulo noch  2627 Slums?”, fragt die  wichtigste Qualitätszeitung “O Estado de Sao  Paulo”. Adveniat in der  Megacity. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11661" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/sozialpolitik-in-der-siebtgrosten-wirtschaftsnation/" rel="tag"> </a></p>
<p><strong>Wie aus den von der Qualitätszeitung unter Berufung  auf  unabhängige Experten und Präfekturangaben veröffentlichten Daten   hervorgeht, hat sich die Zahl der Slums in der reichsten Stadt   Lateinamerikas damit innerhalb weniger Jahre um etwa 500, auf nunmehr   2627 erhöht, hausen die Verelendeten zunehmend dichtgedrängter. Rund   eine Million Familien, meist kinderreich, leben damit in Risikozonen,   für Wohnbebauung ungeeigneten Stadtregionen bzw. auf illegal besetztem   Grund, etwa in Trinkwasser-Einzugsgebieten, zerstörten Wäldern, als   Stadtparks ausgewiesenen Grünflächen.</strong> <strong>Die  Verslumungs-und  Verwahrlosungsprozesse haben sich in ganz Brasiliens  während der  achtjährigen Amtszeit von Staatschef Lula deutlich  beschleunigt &#8211;  sichtbar besonders in den Millionenstädten, darunter Rio  de Janeiro,  Fortaleza oder Manaus. Der Großraum von Sao Paulo ist die  Hochburg von  Lulas Arbeiterpartei PT.<br />
</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/17/adveniat-in-brasilien-wie-lebt-es-sich-in-der-reichsten-stadt-lateinamerikas-der-siebtgrosten-wirtschaftsnation-nach-acht-jahren-lula-regierung-adveniat-gottesdienst-in-der-favela-cachoeirinha-von/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/17/adveniat-in-brasilien-wie-lebt-es-sich-in-der-reichsten-stadt-lateinamerikas-der-siebtgrosten-wirtschaftsnation-nach-acht-jahren-lula-regierung-adveniat-gottesdienst-in-der-favela-cachoeirinha-von/</strong></a></p>
<p><strong>Um in Sao Paulo das Wohndefizit einigermaßen zu beseitigen,   müßten nach Angaben der Qualitätszeitung  in den nächsten 14 Jahren etwa   58 Milliarden Real, umgerechnet lediglich 24 Milliarden Euro,   investiert werden. Bis 2014 würden in Sao Paulo wegen öffentlicher   Projekte, darunter Stadtautobahnen, etwa 12000 Wohnbauten, meist in den   Slums, enteignet. Da die betroffenen Slumbewohner nicht Besitzer ihres   Wohnterrains sind, müssen sie, wie es hieß, die Gegend verlassen,   bekämen eine Entschädigung. Diese reiche indessen nicht aus, um   beispielsweise( zu derzeitigen Höchstpreisen) wenigstens eine   Mini-Wohnung zu kaufen &#8211; so daß die Vertriebenen notgedrungen in einen   anderen Slum umzögen.</strong></p>
<p><strong>Die Adveniat-Weihnachtsaktion von 2011 hat anschaulich daran erinnert, wie die Lage in den brasilianischen Slums ist:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach3.JPG" alt="cach3.JPG" /></p>
<p><strong>Gemäß europäischen Sichtweisen hatte Brasilien die Finanz-und Wirtschaftskrise recht gut überstanden.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/</strong></a></p>
<p><strong>Häufige Slum-Barackenbrände, anklicken:<a href="http://g1.globo.com/sao-paulo/noticia/2010/09/moradores-dizem-que-outro-incendio-havia-atingido-favela-na-madrugada.html"> http://g1.globo.com/sao-paulo/noticia/2010/09/moradores-dizem-que-outro-incendio-havia-atingido-favela-na-madrugada.html</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach5.JPG" alt="cach5.JPG" /></p>
<p><strong>“Krise &#8211; was denn für eine Krise?”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/26/zdf-und-adveniat-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-verschiedene-sichtweisen-der-gravierenden-menschenrechtslage-brasiliens-je-nach-wertvorstellungen-und-vorschriftenkatalog/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/26/zdf-und-adveniat-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-verschiedene-sichtweisen-der-gravierenden-menschenrechtslage-brasiliens-je-nach-wertvorstellungen-und-vorschriftenkatalog/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/22/fabio-konder-comparato-wir-hatten-bis-heute-nie-demokratie-wir-leben-immer-unter-einem-oligarchischen-regime-menschenrechtsaktivist-rechtsprofessor-an-brasiliens-fuhrender-bundesuniversitat-us/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/22/fabio-konder-comparato-wir-hatten-bis-heute-nie-demokratie-wir-leben-immer-unter-einem-oligarchischen-regime-menschenrechtsaktivist-rechtsprofessor-an-brasiliens-fuhrender-bundesuniversitat-us/</strong></a></p>
<p><strong>Grüner Ministerpräsident Winfried Kretschmann in Brasilien 2011:</strong> <strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/23/gruner-ministerprasident-winfried-kretschmann-in-brasilien-2011/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/23/gruner-ministerprasident-winfried-kretschmann-in-brasilien-2011/</a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/thyssenkrupp-in-rio-de-janeirodas-stahlwerk-in-den-brasilianischen-mangroven-sumpfen-verbrennt-eine-milliarde-nach-der-anderen-statt-13-milliarden-kostete-es-acht-waz-top-entscheider-in-der-r/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/thyssenkrupp-in-rio-de-janeirodas-stahlwerk-in-den-brasilianischen-mangroven-sumpfen-verbrennt-eine-milliarde-nach-der-anderen-statt-13-milliarden-kostete-es-acht-waz-top-entscheider-in-der-r/</strong></a></p>
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		<title>&#8222;Boomland&#8220; Brasilien: Stahl-Flaute, Stagnation bei Ölförderung, Exportrückgang, Industriellenkritik an wachstumshemmender Hochzinspolitik. Brasiliens hohe Auslandsschulden.</title>
		<link>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/30/boomland-brasilien-stahl-flaute-stagnation-bei-olforderung-industriellenkritik-an-wachstumshemmender-hochzinspolitik/</link>
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		<pubDate>Wed, 30 Nov 2011 11:45:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Boom]]></category>
		<category><![CDATA[Brasiliens Wirtschaftslage]]></category>
		<category><![CDATA[Flaute]]></category>
		<category><![CDATA[heutige Bewertungskriterien für Boom]]></category>

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		<description><![CDATA[Brasiliens Stahl-Institut IABr hat seine Prognose für die Stahlproduktion 2011 um 11,7 Prozent gesenkt &#8211; während man zu Jahresbeginn von einer Produktion von 39,4 Millionen Tonnen ausging, sind es jetzt nur noch 35,26 Millionen Tonnen. 2011, hieß es, sei für die brasilianische Stahlindustrie ein schwieriges Jahr gewesen, für neue Investitionen sei die Lage nicht günstig. [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Brasiliens Stahl-Institut IABr hat seine Prognose für die Stahlproduktion 2011 um 11,7 Prozent gesenkt &#8211; während man zu Jahresbeginn von einer Produktion von 39,4 Millionen Tonnen ausging, sind es jetzt nur noch 35,26 Millionen Tonnen. 2011, hieß es, sei für die brasilianische Stahlindustrie ein schwieriges Jahr gewesen, für neue Investitionen sei die Lage nicht günstig. Brasiliens Stahlimport dürfte 2011 bei 3,6 Millionen Tonnen liegen, 37,9 Prozent weniger als 2010. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/02/brasiliens-industrieproduktion-fallt-dritten-monat-hintereinander-laut-landesmedien-boom-laut-europaischen-kriterien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/02/brasiliens-industrieproduktion-fallt-dritten-monat-hintereinander-laut-landesmedien-boom-laut-europaischen-kriterien/</strong></a></p>
<p><strong>Laut Wirtschaftsmedien wird der staatlich kontrollierte Ölkonzern Petrobras auch 2011 wie im Vorjahr sein Förderziel nicht erreichen, 2,5 Prozent weniger als geplant produzieren. Als Grund wird u.a. fehlende Technologie genannt. </strong></p>
<p><strong>ThyssenKrupp in Rio:</strong><br />
<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/02/thyssenkrupp-in-rio-de-janeiro-stahlkonzern-gesteht-erst-jetzt-ein-was-selbst-laien-bereits-vor-baubeginn-wustenkatholische-kirche-brasiliens-kritisierte-das-stahlwert-katholische-kirche-deutsc/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/02/thyssenkrupp-in-rio-de-janeiro-stahlkonzern-gesteht-erst-jetzt-ein-was-selbst-laien-bereits-vor-baubeginn-wustenkatholische-kirche-brasiliens-kritisierte-das-stahlwert-katholische-kirche-deutsc/</strong></a></p>
<p><strong>Der Präsident des führenden brasilianischen Industriellenverbands FIESP in Sao Paulo, Paulo Skaf, wies auf die verlangsamte Wirtschaftstätigkeit, den Rückgang der Produktion von Industrieprodukten allein zwischen August und September um 2 Prozent, den Rückgang der Wirtschaftsleistung im dritten Quartal gegenüber dem zweiten von 2011. Auch der Handelssektor sei geschrumpft. Skaf forderte erneut eine Senkung der sehr hohen wachstumshemmenden Zinsen. </strong></p>
<p><strong>Der Wertverlust an der brasilianischen Börse liegt für 2011 bis jetzt bei rund 20 Prozent.</strong></p>
<p><strong>Auslandsschulden:<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/02/hochverschuldetes-brasilien-bietet-eu-wegen-krise-erneut-finanzhilfe-an-iwf-chefin-christine-lagarde-und-finanzminister-guido-mantega/">   http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/02/hochverschuldetes-brasilien-bietet-eu-wegen-krise-erneut-finanzhilfe-an-iwf-chefin-christine-lagarde-und-finanzminister-guido-mantega/</a></strong></p>
<p><strong>Im dritten Quartal 2011 gingen den Angaben zufolge die brasilianischen Exporte gegenüber dem Vor-Quartal um 6,3 Prozent zurück.</strong></p>
<p><strong>Wegen fallender Produktion verordnen im Großraum der Wirtschaftsmetropole Sao Paulo laut Landesmedien 27,5 Prozent mehr Firmen als zum Jahresende 2010 Zwangsferien für die Beschäftigten.</strong></p>
<p><strong>Auch nach der jüngsten Leitzinssenkung von Ende November hat Brasilien laut Finanzexperten weiterhin die höchsten Realzinsen des Planeten, gefolgt von Ungarn und Indonesien.</strong></p>
<p><a href="http://www.welt.de/dieweltbewegen/article13665169/Brasilien-ist-die-Wirtschaftsmacht-der-Zukunft.html"><strong>http://www.welt.de/dieweltbewegen/article13665169/Brasilien-ist-die-Wirtschaftsmacht-der-Zukunft.html</strong></a></p>
<p><strong>Gemäß mitteleuropäischen Analysen handelt es sich bei dieser brasilianischen Wirtschaftslage eindeutig um Boom, um blühendes Wirtschaftsleben &#8211; entsprechende Voraussagen waren entgegen den brasilianischen Analysen bereits zu Jahresbeginn gemacht worden.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/28/starkes-boomland-brasilien-qualitatszeitung-folha-de-sao-paulo-verdeutlicht-grosenordnungen/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/28/starkes-boomland-brasilien-qualitatszeitung-folha-de-sao-paulo-verdeutlicht-grosenordnungen/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach3.JPG" alt="cach3.JPG" /></p>
<p><strong>&#8222;Die Wirtschaftskrise hat Brasilien kaum gespürt&#8220;(WAZ)</strong></p>
<p><strong>Gemäß europäischen Sichtweisen hatte Brasilien die Finanz-und  Wirtschaftskrise von 2008/2009 recht gut überstanden.</strong></p>
<p><strong>Der soziale Aufstieg von Lula:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/04/lula-bekommt-500000-dollar-von-lg-fur-vortrag-in-sudkorea-laut-brasilianischen-landesmedien-uber-eine-million-dollar-damit-vier-monate-nach-ende-der-amtszeit-kassiert-laut-kalkulation-von-parte/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/04/lula-bekommt-500000-dollar-von-lg-fur-vortrag-in-sudkorea-laut-brasilianischen-landesmedien-uber-eine-million-dollar-damit-vier-monate-nach-ende-der-amtszeit-kassiert-laut-kalkulation-von-parte/</strong></a></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/</strong></a><br />
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