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	<title>Klaus Hart Brasilientexte &#187; Windenergie</title>
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	<description>Aktuelle Berichte aus Brasilien - Politik, Kultur und Naturschutz</description>
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		<title>Wie gut ist Windenergie? Reiner Schopf, Wattenrat Ostfriesland. Brisante Statistiken über Artenvernichtung durch Windkraftwerke. Besonders betroffen auch theoretisch streng geschützte Fledermäuse. Bisher keine Greenpeace-Protestaktionen.</title>
		<link>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/31/wie-gut-ist-windenergie-reiner-schopf-wattenrat-ostfriesland/</link>
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		<pubDate>Sun, 31 May 2009 18:26:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Naturschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Artenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Windenergie]]></category>
		<category><![CDATA[Windkraft]]></category>

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		<description><![CDATA[Wattenpresse &#8211;  Pressedienst des Wattenrates Ost-Friesland http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/26/wer-windkraftanlagen-als-umweltfreundlich-einstuft-und-warum-das-beispiel-der-theoretisch-streng-geschutzten-fledermause-in-deutschland-werte-und-definitionswandel-und-der-heutige-rest-naturs/ Anmerkung: Von Reiner Schopf wurde am 22. Mai 2009 ein stark gekürzter Leserbrief in der Ostfriesen Zeitung zur Diskussion Kohle- und Windkraft veröffentlicht. http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/21/windkraftexperten-entdecken-ihre-leidenschaft-fur-den-atomstrom-die-zeit-windkraft-und-atomkraftwerke-schwestern-im-netz/ Anschluß 1990, gezielte Naturvernichtung in Ostdeutschland &#8211; Resultate und Ziele: http://www.hart-brasilientexte.de/2014/11/06/mauerfall-und-anschlus-1990-was-fur-natur-und-biodiversitat-der-zuvor-artenreiche-ex-ddr-geplant-war-erreichte-resultate-weisen-auf-umweltvernichtungsziele/ Brisante Statistiken: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/20/die-brisante-statistik-der-vogelschutzwarte-brandenburg-uber-anflug-und-schlagopfer-von-vogeln-und-fledermausen-an-windkraftwerken-deutschlands-fakten-contra-propaganda/ “Bei der Suche nach getöteten Vögeln durch Windenergieanlagen war bisher immer [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wattenpresse &#8211;  Pressedienst des Wattenrates Ost-Friesland</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/26/wer-windkraftanlagen-als-umweltfreundlich-einstuft-und-warum-das-beispiel-der-theoretisch-streng-geschutzten-fledermause-in-deutschland-werte-und-definitionswandel-und-der-heutige-rest-naturs/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/26/wer-windkraftanlagen-als-umweltfreundlich-einstuft-und-warum-das-beispiel-der-theoretisch-streng-geschutzten-fledermause-in-deutschland-werte-und-definitionswandel-und-der-heutige-rest-naturs/</a></p>
<p><strong>Anmerkung: Von Reiner Schopf wurde am 22. Mai 2009 ein stark gekürzter<br />
Leserbrief in der Ostfriesen Zeitung zur Diskussion Kohle- und<br />
Windkraft veröffentlicht.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/21/windkraftexperten-entdecken-ihre-leidenschaft-fur-den-atomstrom-die-zeit-windkraft-und-atomkraftwerke-schwestern-im-netz/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/21/windkraftexperten-entdecken-ihre-leidenschaft-fur-den-atomstrom-die-zeit-windkraft-und-atomkraftwerke-schwestern-im-netz/</a></p>
<p><strong>Anschluß 1990, gezielte Naturvernichtung in Ostdeutschland &#8211; Resultate und Ziele:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/11/06/mauerfall-und-anschlus-1990-was-fur-natur-und-biodiversitat-der-zuvor-artenreiche-ex-ddr-geplant-war-erreichte-resultate-weisen-auf-umweltvernichtungsziele/">http://www.hart-brasilientexte.de/2014/11/06/mauerfall-und-anschlus-1990-was-fur-natur-und-biodiversitat-der-zuvor-artenreiche-ex-ddr-geplant-war-erreichte-resultate-weisen-auf-umweltvernichtungsziele/</a></p>
<p><strong>Brisante Statistiken:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/20/die-brisante-statistik-der-vogelschutzwarte-brandenburg-uber-anflug-und-schlagopfer-von-vogeln-und-fledermausen-an-windkraftwerken-deutschlands-fakten-contra-propaganda/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/20/die-brisante-statistik-der-vogelschutzwarte-brandenburg-uber-anflug-und-schlagopfer-von-vogeln-und-fledermausen-an-windkraftwerken-deutschlands-fakten-contra-propaganda/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2013/09/wkavogelvorurteilbwe.jpg" alt="wkavogelvorurteilbwe.jpg" /></p>
<p><strong>“Bei der Suche nach getöteten Vögeln durch Windenergieanlagen war bisher immer Fehlanzeige.” Bundesverband WindEnergie e.V.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/17/immer-mehr-tote-vogel-durch-kollision-mit-windradern-in-brandenburg-betroffen-besonders-streng-geschutzte-arten-wie-seeadler-rotmilane-mausebussarde/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/17/immer-mehr-tote-vogel-durch-kollision-mit-windradern-in-brandenburg-betroffen-besonders-streng-geschutzte-arten-wie-seeadler-rotmilane-mausebussarde/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/21/windkraftwerke-toten-angeblich-streng-geschutzte-fledermause-sicher-ein-ubles-gerucht-boswilliger-zeitgenossen-schlieslich-lernt-jedes-kind-in-der-schule-das-windrader-umweltfreundlich-sind-verbr/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/21/windkraftwerke-toten-angeblich-streng-geschutzte-fledermause-sicher-ein-ubles-gerucht-boswilliger-zeitgenossen-schlieslich-lernt-jedes-kind-in-der-schule-das-windrader-umweltfreundlich-sind-verbr/</a></p>
<p><span id="more-2439"></span>Darauf gab es einen Antwort- Leserbrief, der<br />
die genannten Fakten als &#8222;angebliche Fakten&#8220; zurückweist, im Stile der<br />
Energieromantiker, die alle unliebsamen Argumente ausblenden, das ist<br />
pure Ideologie. Es ist völliger Unsinn, aber immer wieder gerne<br />
behauptet, dass Regelenergie gar nicht notwendig ist und die Windkraft<br />
bereits zur &#8222;Grundlast&#8220; beiträgt, das ist physikalisch gar nicht<br />
möglich. Windkraft wirkt auch nur dann &#8222;preisdämpfend an der<br />
Strombörse&#8220; (gemeint ist die European Energy Exchange in Leipzig,<br />
EEX), wenn der Wind ausreichend weht.</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/12/das-neue-natursterben-wirtschaftswoche-wie-die-oko-bluffer-deutschlands-natur-den-garaus-machen-nicht-anders-als-in-brasilien-die-rolle-der-subventionierten-alibi-umweltorganisationen-und/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/12/das-neue-natursterben-wirtschaftswoche-wie-die-oko-bluffer-deutschlands-natur-den-garaus-machen-nicht-anders-als-in-brasilien-die-rolle-der-subventionierten-alibi-umweltorganisationen-und/</a></p>
<p>Beispiel: Zitat: &#8222;An der hohen Volatilität der Spotpreise an der<br />
Leipziger Strombörse kann man erkennen, was mit den Strompreisen<br />
passiert, wenn plötzlich viel Wind weht. Dann wird der Strompreis an<br />
der Börse mitunter negativ, d.h., die Käufer der entsprechenden<br />
Stundenmenge bekommen den Strom nicht nur geschenkt, sondern noch Geld<br />
dazu. Um 7 Uhr waren es 1,03 â‚¬/MWh für rd. 17.080 MWh also rd. 17.592<br />
â‚¬ Gutschrift. Am 4.10. betrug die Windstromeinspeisung Im Mittel 5.844<br />
MW am 5.10. waren es 13.622 MW und am 6.10: 1.506 MW.&#8220;<br />
(<a href="{E9EF566A-7C35-4EE1-9E80-B6A14752D1FA}mid://00000005/!x-usc:http://www.wilfriedheck.de/">www.wilfriedheck.de</a>, 12.12.2008)</p>
<p>Die Auslastung der WKA an der Küste beträgt ca. 20 Prozent jährlich,<br />
d.h. die gesamte erbrachte Arbeitsleistung (nicht die Nennleistung,<br />
die nur die maximal mögliche Leistung der Anlage angibt, das wird oft<br />
verwechselt) wird an ca. 1750 Stunden von 8760 möglichen Jahresstunden<br />
ins Netz eingespeist, aber völlig unregelmäßig über das Jahr verteilt,<br />
damit lässt sich keine einzige Glühlampe betreiben, gäbe es nicht die<br />
notwendige Regelenergie aus Kohle- und Gaskraftwerken, die das Netz<br />
stabil halten. Würde man &#8222;aus Spaß&#8220; mal alle Wärmekraftwerke im Lande<br />
bei gutem Wind abschalten, ginge das Licht aus, trotz aller laufenden<br />
WKA, die nur einspeisen können, wenn Wärmekraftwerke am Netz sind.</p>
<p>Windkraft nützt nur den Betreibern und den Herstellern; diese Blase<br />
würde augenblicklich platzen, schaffte man das Erneuerbare<br />
Energiengesetz als Zwangsabgabe für alle Stromkunden ab. Der neue<br />
EEG-Paragraph 8 sieht im Abs. 3 sogar vor, daß Netzbetreiber den<br />
Lieferausfall der bei Starkwind und Niedriglast abgeregelten<br />
Windkraftanlagen entschädigen. Klartext: Windkraftanlagenbetreiber<br />
sollen trotzdem Gewinn erzielen &#8211; für nicht getätigte Leistungen. Das<br />
koste alle Stromkunden ca. 5 Millarden im Jahr, für nichts; zusätzlich<br />
müssen neue Regelkraftwerke ans Netz und neue Hochspannungstrassen<br />
durchs Land geschlagen werden, die öffentlich heftigst bekämpft<br />
werden.</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/18/der-bluff-um-den-sogenannten-okostrom-angst-vor-dem-kollaps/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/18/der-bluff-um-den-sogenannten-okostrom-angst-vor-dem-kollaps/</a></p>
<p>Diese nütztlichen Energieromantiker wie der nachstehende<br />
Leserbriefschreiber merken gar nicht, wie sie mit der Propaganda aus<br />
dem Hause Gabriel, der Betreiber und den Lobbyverbänden mit Hilfe der<br />
geneigten Presse über Tisch gezogen werden, aber bezweifeln schlicht<br />
nachprüfbbare Fakten: Enerergie-PISA in Deutschland. Windkraft ist<br />
eben schön, weil angeblich öko, Kohlekraft böse, weil schwarz.</p>
<p>MK</p>
<p>&#8212;-</p>
<p>Ostfriesen Zeitung, S. 16. 30.Mai 2009</p>
<p>Darüber kann man nur den Kopf schütteln Zum Leserbrief „Nicht alle<br />
Fakten werden einbezogen” von Reiner Schopf schreibt ERWIN BOOTSMANN<br />
aus Leer.</p>
<p>Über die angeblichen Fakten, die hier Herr Schopf präsentiert, kann<br />
man nur den Kopf schütteln. Wenn es so wäre, dass sogar Arbeitsplätze<br />
vernichtet werden würden, gäbe es diese Branche mit Sicherheit nicht.<br />
Fakt ist, und das lässt sich auf seriösen Web- Seiten wie denen des<br />
Bundesumweltministeriums nachlesen, dass etwa. 80 000 Jobs in der<br />
Branche geschaffen worden sind. Auch die Behauptung von angeblich<br />
notwendigen thermischen Regelkraftwerken, ist völlig unsinnig und wäre<br />
darüber hinaus gar nicht bezahlbar. Wer sich damit etwas intensiver<br />
auseinandersetzt, muss sich mit einen komplexen und dynamischen<br />
Regelvorgang auseinandersetzen. Hier sei gesagt, dass die Windenergie<br />
inzwischen auch einen wichtigen Beitrag zur Grundlast beiträgt und<br />
insgesamt preisdämpfenden Einfluss an der Leipziger Strombörse hat.<br />
Bis 2020 wird die Windenergie auch einen Beitrag von bis zu sieben<br />
Prozent zur Regelenergie beitragen. Die Kosten durch das<br />
Energie-Einspeisegesetz (EEG), welche an die Verbraucher weitergegeben<br />
werden, betragen derzeit ca. 3,10 Euro pro Durchschnittshaushalt.<br />
Gleichzeitig haben wir auf der Gegenseite, bedingt unter anderem durch<br />
weniger Brennstoffzukauf für konventionelle Kraftwerke und den Handel,<br />
erhebliches Einsparpotenzial, welches in der Größenordnung des<br />
20-Fachen liegt.</p>
<p>Ach ja, und da sei noch erwähnt, dass bedingt durch Ressourcenrückgang<br />
und Aufwendungen für die Energieversorgung die erneuerbaren Energien<br />
in nur wenigen Jahren billiger zu haben sein werden als die der<br />
konventionellen Kraftwerke. Beispiel: Im letzten Jahr war der<br />
Windstrom an 600 Stunden bereits günstiger als Atom-Strom. Tendenz<br />
steigend. Nicht umsonst wird das EEG von immer mehr Nachbarstaaten<br />
übernommen und sorgt für eine nachhaltige, sichere und bezahlbare<br />
Energieversorgung.</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Ostfriesen Zeitung, S.12, 22. Mai 2009</p>
<p>Nicht alle Fakten werden einbezogen Zum Bericht „Energie- Diskussion<br />
über Kohle und Windkraft” (OZ vom 7. Mai) schreibt REINER SCHOPF aus<br />
Jakobsdorf, der ehemalige Vogelwart der Insel Memmert.</p>
<p>Alle Fakten müssen auf den Tisch? Die wesentlichen werden aber fast<br />
immer „vergessen. &#8211; Charles B. Blankart, Professor der<br />
wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät an der Uni Berlin, beziffert<br />
die Belastungen der deutschen Stromkunden durch das EEG (erhöhte<br />
Einspeisevergütung) mit fünf Milliarden Euro pro Jahr.</p>
<p>Die Kosten für die Stromerzeugung mittels Windenergie gehen aber noch<br />
erheblich über diese Subventionierung durch das EEG hinaus: Der<br />
notwendige Bau und Betrieb von thermischen Regelkraftwerken um<br />
Netzschwankungen durch unterschiedliche Windstärken und Flauten<br />
auszugleichen, erhöhen den Strompreis ebenso, wie der Bau von<br />
Anschlusskabeltrassen und die Reparatur- und Wartungsarbeiten. Laut<br />
Bundesministerium für Arbeit wird jeder Arbeitsplatz in der<br />
Windindustrie gegenwärtig mit 150000 Euro pro Jahr subventioniert.<br />
Bezogen auf den 20-jährigen Betrieb einer Anlage vernichtet so jede<br />
Windkraftanlage acht Arbeitsplätze. Je mehr Windenergie ans Netz geht,<br />
desto mehr Regelenergie ist notwendig (Kohle, Gas, Atom, Faustregel:<br />
ein Megawatt Windenergie erfordert ein Megawatt Regelenergie). Für die<br />
Offshore-Standorte will die EU 200 Millionen Euro an Subventionen<br />
locker machen. Hinzu kommen die indirekten Kosten durch Landschafts-<br />
und Naturzerstörungen, die Gesundheitsschäden von Anwohnern und der<br />
Wertverlust von Immobilien in der Nachbarschaft von Windkraftanlagen.<br />
[&#8230; gekürzt]<br />
Müssen solche Fakten in die Energiediskussion nicht einbezogen werden?</p>
<p><strong>Dies wurde gestrichen und im Leserbrief nicht veröffentlicht:</strong></p>
<p><strong>Bei einer Fachtagung in Berlin haben schon 2004 Experten die<br />
Vogelverluste durch die deutschen WKAs mit mindestens 1 Millionen<br />
Individuen pro Jahr beziffert. Die Verluste steigen mit der Zahl der<br />
WKAs und werden vor allem Offshore ein ungeheures Vogelmassaker<br />
anrichten. (Zugwege und Überwinterungsgebiete nordischer Vögel in der<br />
Deutschen Bucht). Steht nicht im Grundgesetz etwas davon, dass<br />
Eigentum mit Verpflichtungen gegenüber der Allgenmeinheit verbunden<br />
ist, dass die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere geschützt<br />
sind? (Grundgesetz Art. 20 a).</strong></p>
<p>___________________________________________________</p>
<p>Â Â Â  Übermittelt vom WattenratÂ® Ost-Friesland<br />
Â Â Â Â Â  Büro und Koordination: Manfred Knake<br />
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<p>___________________________________________________</p>
<p><a href="http://www.imhof-verlag.de/2010/die-groessten-politik-irrtuemer-der-heutigen-zeit.htm"><strong>http://www.imhof-verlag.de/2010/die-groessten-politik-irrtuemer-der-heutigen-zeit.htm</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/08/politikirrtumercapa.JPG" alt="politikirrtumercapa.JPG" /></p>
<p><strong>Windkraftwerke als Politikirrtum…</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/08/politikirrtumer1.JPG" alt="politikirrtumer1.JPG" /></p>
<p>Zitat &#8211; Ausriß.</p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/08/politikirrtumer2.JPG" alt="politikirrtumer2.JPG" /></p>
<p>Ausriß.</p>
<h2>Rio+20-Konferenz: An den Resultaten der  UNO-Umweltkonferenz von 1992 lassen sich die tatsächlichen Ziele und  Absichten erkennen &#8211; damals unter Betroffenheitsgeschwätz und  Entschlossenheitsrhetorik versteckt. Brasiliens fortdauerndes  Hungerproblem. Armutsgrenze allen Ernstes bei etwa 65 Euro. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11473" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/hunger-in-brasilien/" rel="tag"> </a></p>
<p><strong>Brasiliens Qualitätsmedien betonen, daß sich seit  der Rio-Konferenz von 1992 der Zustand der Erde sichtlich verschlechtert  hat und nennen Fakten. So habe sich seit damals der Verbrauch  natürlicher Ressourcen um etwa 40 Prozent erhöht, stieg die  Weltbevölkerung um 26 Prozent/ 1,45 Milliarden Menschen. Die  Artenvielfalt des Planeten verringerte sich um 12 Prozent, der  CO2-Ausstoß wuchs um 36 Prozent. Die Zahl der Naturkatastrophen  verdoppelte sich, die Plasteproduktion stieg um 130 Prozent. 300  Millionen Hektar Wald wurden vernichtet. In Brasilien betraf die  Abholzung vor allem die Amazonas-Teilstaaten Rondonia, Pará und Mato  Grosso. </strong></p>
<p><strong>Das neue ThyssenKrupp-Stahlwerk in Rio de Janeiro emittierte 2010 5,7 Millionen Tonnen CO2 &#8211; laut Landesmedien. </strong></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/wissenschaft/1375344/"><strong>http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/wissenschaft/1375344/</strong></a></p>
<p><strong>Auf der UNO-Konferenz von 1992 hatten die jedermann bestens  bekannten Öko-Sprücheklopfer just die gegenteilige Entwicklung  zugesichert.  Auch in Mitteleuropa begann nach 1992 ein Großangriff auf  den Naturschutz &#8211; die Resultate sind überall sichtbar, besonders  aggressiv wurde gegen die Artenvielfalt und die Landschaft vorgegangen. </strong></p>
<p><strong>Für Rio+20 sitzen die üblichen Spesenritter bereits in den  Startlöchern, reichen ihre “Projekt”-Anträge ein, garantieren üppige  Kostenerstattung, schalten bereits das gängige Vorab-Öko-Gesülze in den  Mainstream durch.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/07/wwf-schweiz-am-pranger-wieso-nur-der-wwf-ungezahlte-oko-ngo-arbeiten-heute-in-wahrheit-fur-die-gegenseite-werden-von-ihr-gesponsert/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/07/wwf-schweiz-am-pranger-wieso-nur-der-wwf-ungezahlte-oko-ngo-arbeiten-heute-in-wahrheit-fur-die-gegenseite-werden-von-ihr-gesponsert/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/igelasphalt.jpg" alt="igelasphalt.jpg" /></p>
<p><strong>“Und die Naturschutzverbände sind selbst Teil des windigen   Systems geworden und keine Anwälte der Natur mehr, die kann man als   Verbündete vergessen.” Manfred Knaake, Wattenrat Ostfriesland</strong></p>
<h2>Rio+20.Brasiliens über 1000  Giftsprühflugzeuge &#8211; der Umwelthorror.  Monokulturen von Soja, Mais,  Kaffee, Zitrusfrüchten, Bananen und  Getreide aus der Luft eingenebelt.  Energische Proteste von  Umweltorganisationen. “Pestizid-Rekord”.  Gigantische Bienenvernichtung  wie in Europa, Deutschland. “Das neue  Natursterben”.  (Wirtschaftswoche-Chef Roland Tichy) Greenaction. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=8571" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://porkworld.com.br/noticias/post/aviacao-agricola-cresce-8-em-2010">http://porkworld.com.br/noticias/post/aviacao-agricola-cresce-8-em-2010</a></p>
<p><strong>Laut Landesmedien wuchsen die Agrarflugunternehmen 2010 um 8   Prozent, wird die Flotte der Giftsprühflugzeuge zügig vergrößert. Der   ungehemmte Gifteinsatz hat ebenso wie in Europa, Ländern wie   Deutschland, eine gigantische Bienenvernichtung bewirkt, zudem generell   die Artenvielfalt spürbar verringert.</strong> <strong>Aus Europa   bekommt Brasiliens Agrobusiness wegen der herausgestellten “Effizienz”   und der niedrigen Produktionskosten sehr viel Lob &#8211; ebenso die   Lula-Rousseff-Regierung wegen ihrer Umweltpolitik.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/04/neue-deutsche-umweltpolitik-in-brasilien-umweltjournalist-norbert-suchanek-uber-die-folgen-des-sojawahns-brachiale-naturvernichtung-dank-immer-hoherer-zucker-und-ethanolimporte-thyssenkrupp/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/04/neue-deutsche-umweltpolitik-in-brasilien-umweltjournalist-norbert-suchanek-uber-die-folgen-des-sojawahns-brachiale-naturvernichtung-dank-immer-hoherer-zucker-und-ethanolimporte-thyssenkrupp/</a></p>
<p><strong>Deutschlands Öko-Bluffer:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/12/das-neue-natursterben-wirtschaftswoche-wie-die-oko-bluffer-deutschlands-natur-den-garaus-machen-nicht-anders-als-in-brasilien-die-rolle-der-subventionierten-alibi-umweltorganisationen-und/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/12/das-neue-natursterben-wirtschaftswoche-wie-die-oko-bluffer-deutschlands-natur-den-garaus-machen-nicht-anders-als-in-brasilien-die-rolle-der-subventionierten-alibi-umweltorganisationen-und/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/02/agronegciovenenomst.JPG" alt="agronegciovenenomst.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/09/pestizid-rekord-in-brasilien-eine-million-tonnen-verspruht-umwelt-und-gesundheitspolitik-unter-lula-rousseff-agrobusiness-ist-gift/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/09/pestizid-rekord-in-brasilien-eine-million-tonnen-verspruht-umwelt-und-gesundheitspolitik-unter-lula-rousseff-agrobusiness-ist-gift/</a></p>
<p><strong>Greenaction:</strong>  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/12/samba-im-autotank-und-hungrige-zeiten-greenaction-zitiert-aus-website-text-uber-umwelt-und-menschenfeindliche-ethanol-und-zuckererzeugung-in-brasilien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/12/samba-im-autotank-und-hungrige-zeiten-greenaction-zitiert-aus-website-text-uber-umwelt-und-menschenfeindliche-ethanol-und-zuckererzeugung-in-brasilien/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/02/giftspritzer.jpg" alt="giftspritzer.jpg" /></p>
<p><strong>Giftspritzer in Deutschland.</strong></p>
<p><strong>“Neben dem Anbau von Monokulturen rollt eine Lawine von   chemischen Eingriffen über unsere Felder… Raps ist ein Farbtupfer in der   Landschaft, aber biologisch tot, zudem stark mit Agrargiften  gespritzt.  Wenn man durch die Weinberge des Rheinlandes fährt, sieht  man eine  gewachsene Kulturlandschaft. Aber wo ist da Biodiversität?  Über die  Weinberge gehen riesige Spritzgänge drüber &#8211;  die Bodenfauna  ist daher  gleich null, die Vogelfauna auf ein Minimum reduziert.”  (Michael und  Annegret Stubbe, Uni Halle)</strong></p>
<p><strong>Dr. Michael Stubbe, Halle: „Ich bemerke jedes Jahr, daß Arten   auf einmal fehlen in der Natur. Das ist verheerend! Wir haben als   Kinder noch riesige Maikäferschwärme erlebt, Maikäfer dienten sogar als   Schweinefutter. Wenn man dies heute berichtet, wird es für Jägerlatein   gehalten, erscheint unvorstellbar. Man muß hundertprozentig davon   ausgehen, daß der Agrargifteinsatz nach der politischen Wende deutlich   erhöht wurde. Insektizide beispielsweise wurden in der DDR relativ wenig   eingesetzt – nach der Wende wurden sie über Ostdeutschland geradezu   lawinenartig herübergewälzt. Allein in den Agrarregionen der DDR war die   Biodiversität, in erster Linie die Bodenfauna, etwa zehnfach höher als   auf westdeutschen Gefilden – dazu existieren wissenschaftliche   Untersuchungen.  Nach der Wende haben sich innerhalb weniger Jahre   spürbare Veränderungen vollzogen. Früher gab es  selbst nachts eine   vielfältige Insektenwelt zu beobachten, Nachtschmetterlinge und Käfer   der verschiedensten Gattungen – das ist heute fast alles weg! Bei   Exkursionen mit Studenten freue ich mich geradezu, wenn ich denen mal   einen Tagfalter zeigen kann. Das ist verheerend! Zwar wird viel von   Biodiversität gesprochen, auch von der Regierung – doch ist das alles   Schall und Rauch, wenn man zu solchen Konzeptionen nicht die nötigen   Mittel bereitstellt.”</strong></p>
<p><strong> ”Der starke Rückgang der Sperlinge könnte darauf   zurückzuführen sein, daß diese Vögel vergiftete Insekten gefressen haben   &#8211; der Gifteinsatz hat erheblich zugenommen, man riecht es überall.   Entsprechende Untersuchungen fehlen &#8211; man möchte solche Studien nicht…   Auffällig, wieviele Jungvögel an Nahrungsmangel sterben &#8211; wesentlich   eine Folge der neuen Gift-Landwirtschaft. Wir haben heute Monokulturen,   Agrarsteppen, die vor 1990 unvorstellbar waren &#8211; die Fruchtfolge wurde   abgeschafft. Überspitzt gesagt, haben Bauern heute doch fast nur noch   die Giftpritze und den Mähdrescher! Die spritzen ja schon Gifte, wenn   noch garnichts gewachsen ist. Zu den Ergebnissen zählt, daß Mäuse   seltener werden, die u.a. die Hauptnahrung für Eulen und Käuze sind &#8211;   was zu katastrophalem Nachwuchsrückgang bei solchen Arten führt. Fast   alle Eulen sind betroffen, auch die Greifvögel, ob Turmfalke, Rotmilan ,   Raubwürger oder Mäusebussard. Viele brüten garnicht, ziehen aus ihrer   Stammregion weg, bleiben weg. Es fehlt einfach die früher vorhandene   Nahrung. Der massive Rapsanbau ist eine absolute Katastrophe für den   Naturschutz, da gerade Vögel nicht mehr an Nahrung herankommen, auch die   Lerchen beispielsweise, die stark zurückgehen &#8211; genauso die Kiebitze.   Denen oben in den Regierungsstellen ist das alles bestens bekannt. Der   Rückgang der Sperlinge ist extrem &#8211; vermutlich liegt es an vergifteten   Insekten.” (Ostdeutsche Umweltexperten)</strong></p>
<p><strong>Bundesamt für Naturschutz: </strong></p>
<p><strong>“Ostdeutsche Agrarlandschaft hat größere Artenvielfalt</strong><strong> </strong></p>
<p><strong>Zitat:</strong></p>
<li><strong>Bundesamt für Naturschutz präsentiert die Ergebnisse eines dreijährigen Forschungsvorhabens:</strong></li>
<p><strong><strong>Bonn, 14.12.2001</strong>: Große Teile der   ostdeutschen Agrarlandschaft weisen im Vergleich zu Westdeutschland   immer noch eine relativ hohe Biotop- und Artenvielfalt auf. Dies belegt   ein vom Bundesamt für Naturschutz (<abbr title="Bundesamt für Naturschutz">BfN</abbr>)   in Auftrag gegebenes Forschungsvorhaben. Es wird allerdings auch   deutlich, dass gegenwärtig in Ostdeutschland eine zunehmende Angleichung   an die arten- und individuenarmen westdeutschen Verhältnisse zu   beobachten ist…</strong></p>
<p><strong>Auch wenn der vorgegebene finanzielle Rahmen nur eine   exemplarische Untersuchung ermöglichte und eine Reihe wichtiger   Primär-Daten zu den Bewirtschaftungsweisen in Ostdeutschland im Zuge der   Umstrukturierung der Landwirtschaft Anfang der 90er Jahre verloren   gegangen sind, können einige der dokumentierten Unterschiede in den   Bewirtschaftungsweisen mit der auch heute noch existierenden größeren   Artenvielfalt und den höheren Individuenzahlen der Tier- und   Pflanzenwelt in der intensiv genutzten Agrarlandschaft Ostdeutschlands   in Zusammenhang gebracht werden…”</strong></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/09/vogelkundler-uwe-westphal-und-die-folgen-grun-rot-schwarzer-naturschutzpolitik-was-bewirkten-alibi-umweltorganisationen-in-welchem-teil-deutschlands-war-vor-1990-die-artenvielfalt-am-hochsten/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/09/vogelkundler-uwe-westphal-und-die-folgen-grun-rot-schwarzer-naturschutzpolitik-was-bewirkten-alibi-umweltorganisationen-in-welchem-teil-deutschlands-war-vor-1990-die-artenvielfalt-am-hochsten/</a></strong></p>
<p><strong>Auf die Idee, beispielsweise einen Gifteinsatzstopp   durchzusetzen, bis sich die Bestände von Schmetterlingen und Maikäfern   wieder erholt haben, kommen die Alibi-Umweltschutzverbände und   sogenannten Öko-Parteien natürlich nicht.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/30/oko-protest-in-der-city-sao-paulos/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/30/oko-protest-in-der-city-sao-paulos/</a></p>
<p><strong>Brasiliens Kirche appelliert an Europas Christen: Schweigt nicht zu diesen Zuständen hier. Hintergrund von 2008</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Sklavenarbeit, Umweltvernichtung, teure   Nahrungsmittel und Misere in Brasilien – für volle Auto-Tanks in   europäischen Staaten wie Deutschland? Die katholische Kirche des   Tropenlandes hat jetzt an die deutschen Gläubigen appelliert, zu den   unmenschlichen Bedingungen bei der Erzeugung des Kraftstoffs Ethanol aus   Zuckerrohr nicht zu schweigen. Padre Antonio Garcia Peres,   Generalsekretär der brasilianischen Wanderarbeiter-Seelsorge, sagte, die   deutschen Kirchen müßten die Öffentlichkeit über die gravierenden   Hintergründe und Folgen der Ethanolproduktion aufklären, vor allem   brutale Menschenrechtsverletzungen  sowie Umweltzerstörung anprangern.   Padre Peres lebt, arbeitet seit vielen Jahren nahe der   Wirtschaftsmetropole Sao Paulo mitten in einer traditionellen   Landwirtschaftsregion. „Die Böden im Teilstaat Sao Paulo zählen zu den   fruchtbarsten der Erde – deshalb wurden hier früher alle wichtigen   Grundnahrungsmittel, von Bohnen bis Reis, Getreide aller Art, angebaut.   Wenn ich mich jetzt umschaue – ein wahrer Ozean von Zuckerrohr zur   Ethanolerzeugung. Es ist der reine Wahnsinn – pure Geld-und Profitgier   hat diesen absolut verrückten Ethanolboom ausgelöst, das muß man   entlarven!“ Durch die Ethanolproduktion werde die Nahrungserzeugung   stark reduziert, erhöhten sich die Lebensmittelpreise. In Sao Paulo,   Brasiliens größter Stadt, seien schwarze Bohnen, ein wichtiges, sehr   nährstoffhaltiges Grundnahrungsmittel im Lande, in den letzten zwölf   Monaten um 168 Prozent verteuert worden. Mit  zunehmenden   Ethanolexporten  auch nach Deutschland  werde all diese negative   Entwicklung weiter forciert.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Ist das die einsame Position eines   Provinzpadres, der die Welt, die neuen Zeiten nicht mehr versteht?   Schließlich rühmt auch Deutschlands Wirtschaft jenes Ethanol als   „Biosprit“, als sauber, umweltfreundlich, fortschrittlich. Padre Peres   ist längst gefragter Experte, reist häufig in europäische Länder, wird   von Nichtregierungsorganisationen ebenso wie von der UNO regelmäßig   konsultiert. Nicht zufällig nennt diese die Erzeugung von   Agro-Treibstoffen sogar „ein Verbrechen gegen die Menschheit“ –   Lateinamerika werde ebenfalls von der neuen, weltweiten Hunger-und   Nahrungsmittelkrise erfaßt.  Padre Peres hat die gesamte   Bischofskonferenz Brasiliens hinter sich, arbeitet eng mit kirchlichen,   nicht-kirchlichen Umwelt-und Menschenrechtsaktivisten zusammen. Und   beruft sich stets auf Jesus Christus: „Er hat uns gelehrt, brüderlich zu   handeln, für christliche Werte zu kämpfen. Kirche darf nicht heißen,   nur Gottesdienste zu zelebrieren, eine leere Spiritualität zu predigen.   Echter Glaube zeigt sich in der täglichen Praxis! Deshalb darf die   Kirche jetzt Jesus Christus nicht verraten, darf nicht mithelfen, diese   unerträglichen Zustände zu verstecken oder zu bemänteln, sondern muß   ganz im Sinne von Jesus klar Position beziehen, muß informieren und   hinterfragen, hat dort in Deutschland jetzt eine ganz wichtige Rolle.“   Vor dem Hintergrund der Nahrungskrise müßten die Kirchen zudem ein   weltweites Netz der Solidarität knüpfen, auf die Einhaltung der   Menschenrechte dringen. „Die Wohnlager der Zuckerrohrarbeiter erinnern   mich an deutsche KZs – nur durch abstoßendes, inhumanes Sozialdumping   sind brasilianisches Ethanol, brasilianischer Zucker auf dem Weltmarkt   so billig!“</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Padre Peres beobachtet, wie nicht nur im   Teilstaate Sao Paulo mit seinen deutschen Auto-Multis von VW bis   Mercedes-Benz europäische, darunter deutsche Investoren Milliarden Euro   in die Ethanolerzeugung stecken. „Pflegt man in Deutschland nicht  diesen  wunderschönen Diskurs von der sozialen Verpflichtung des  Eigentums, vom  Wert des human factor – vergißt das aber in Brasilien?“,  fragt er  ironisch. Und richtet auch an die Investoren einen  Appell:“Sie dürfen  nicht nur auf rasche Superprofite schauen, sondern  müssen hier beim  Respektieren von Menschenrechtsnormen und  Sozialstandards ein Beispiel  geben! Mit Menschenleben darf man nicht  spielen – Investoren sollten  sich nicht zu Komplizen skandalöser  Zustände machen!“</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Brasilien ist die zehntgrößte   Wirtschaftsnation, Sao Paulo ihr reichster , ökonomisch führender   Teilstaat. „Und dennoch verdeckte Sklaverei, viele Arbeiter sterben vor   Erschöpfung!“ Kaum zu fassen, aber Zuckerrohrarbeiter auf den endlosen   Plantagen verdienen monatlich allerhöchstens umgerechnet etwa 300 Euro.   Wer als Zuckerrohrschneider mit dem schweren Haumesser pro Tag nicht   mindestens acht Tonnen schafft, fliegt raus. Immer mehr Arbeiter nehmen   deshalb harte Drogen wie Crack, um durchzuhalten, die körperlichen   Schmerzen zu ertragen. „Das sind bitterarme, häufig schlecht ernährte   Wanderarbeiter aus dem tausende Kilometer entfernten Nordosten – man   braucht sich nur vorzustellen, wie die am Ende des Arbeitstages aussehen   – fix und fertig!“ Unter den Zuckerrohrplantagen liegt das bis   Argentinien reichende, weltgrößte Süßwasservorkommen. „Das wird durch   den massiven Pestizideinsatz kontaminiert.“</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Über dreitausend Kilometer von Padre Peres   entfernt, fordert in Amazonien der aus Österreich stammende Bischof   Erwin Kräutler sogar einen Stopp für weitere Zuckerrohrplantagen,   kritisiert den Ethanolboom ebenfalls scharf. „Wer im Weg ist, wird   erschossen“, sagt Kräutler zu den vielen Morden an Umwelt-und   Menschenrechtsaktivisten, die sich den Vernichtern der Schöpfung in den   Weg stellten. Der Bischof selbst überlebte Attentate, ist von Mord   bedroht, wird rund um die Uhr durch Polizisten bewacht. Daß man in   Europa meist so gleichgültig gegenüber den Zuständen in Lateinamerika   ist, erbittert ihn. „Es ist kurzsichtig zu sagen, damit habe ich nichts   zu tun! Wir sind in einer einzigen Welt. Wir tragen auch Verantwortung   für andere Teile der Welt und die Menschen, die dort leben.   Gerechtigkeit heißt, daß wir uns gerade für diese Völker, die heute im   Abseits stehen, einsetzen – und das ist auch Aufgabe der Kirche.   Profitgier zerstört Amazonien!“</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Aber was stimmt denn nun? Deutsche   Politiker, deutsche Wirtschaftsexperten sagen doch immer, die   Ethanolproduktion schädige Brasiliens Regenwälder nicht, in Amazonien   wachse gar kein Zuckerrohr, nur viel weiter südlich – und Brasiliens   Staatschef Lula sagt das auch. Der französische Menschenrechtsanwalt und   Franziskaner Xavier Plassat, der in Brasilien die   Anti-Sklaverei-Aktionen der Bischofskonferenz leitet, widerspricht    diesen „Experten“ und auch Lula:“Das ist die Unwahrheit. Lula sagte all   dies in Europa just an dem Tag, als auf einer Zuckerrohrplantage in   Amazonien über eintausend Sklavenarbeiter befreit worden sind! Ein alter   Hut, daß in vier Amazonas-Teilstaaten seit Jahren Zuckerrohr angebaut   wird!“</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Moment mal: Sagen nicht Lula, seine zu   einer Wunderheilersekte zählende Umweltministerin Marina Silva, zudem   europäische Politiker nicht immer, Ethanol-Treibstoff werde nachhaltig   erzeugt, europäische Nachhaltigkeitskriterien für den Ethanol-Import   würden bereits erfüllt? „Allein der massive Einsatz von Sklavenarbeitern   bei der Ethanolerzeugung beweist, daß von Nachhaltigkeit keine Rede   sein kann“, betont Padre Antonio Canuto, Generalsekretär der   bischöflichen Landpastoral (CPT). „Wenn unsere Ministerin Marina Silva   der deutschen Seite erklärt, daß die Ethanolproduktion weder zu Lasten   des Regenwaldes noch der Nahrungserzeugung gehe, sagt sie nicht die   Wahrheit!“ Roberto Malvezzi, Umweltexperte der Bischofskonferenz und   Misereor-Partner, ist gerade von einer Vortragsreise durch Deutschland   zurückgekehrt, stimmt im Interview Padre Canuto zu, weist auf die   grauenhafte Ausbeutung ungezählter Sklavenarbeiter. „Der Zuckerrohranbau   zerstört nicht nur Amazonien, sondern auch unsere wertvollen   Savannenregionen und das Pantanal!“ In dieses tierreichste Feuchtgebiet   der Erde reisen auch viele europäische Touristen – manche bemerken, wie   man auch das zerstört. Dort hatte sich bereits 2005 der bekannte   brasilianische Umweltaktivist Francisco Barros aus Protest gegen die   forcierte naturvernichtende Ethanolproduktion selbst verbrannt.</strong></p>
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<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/11/gritomannjustica.jpg" alt="gritomannjustica.jpg" /></p>
<p><strong>Hunger in Brasilien unter Lula-Rousseff:</strong></p>
<p><strong>Laut Befreiungstheologe Frei Betto, Ex-Lula-Berater beim      Anti-Hungerprogramm,  liegt die Zahl der in   extremer Armut, also in      Hunger und Misere, lebenden Brasilianer, nicht   wie offiziell      angegeben, heute bei 16 Millionen, sondern ist doppelt so hoch. </strong><strong>Nach     derzeit geltendem mitteleuropäischen Werteverständnis hat damit die     internationale Wirtschafts-und Finanzkrise, wie die     Lula-Rousseff-Regierung verbreiten ließ, auf Brasilien nur geringe     Auswirkungen gehabt. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/24/hunger-und-misere-unter-der-lula-rousseff-regierung-in-brasilien-was-wurde-aus-lulas-wahlversprechen-von-der-hungerbeseitigung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/24/hunger-und-misere-unter-der-lula-rousseff-regierung-in-brasilien-was-wurde-aus-lulas-wahlversprechen-von-der-hungerbeseitigung/</strong></a></p>
<p><strong>Wie laut UNO das Anti-Hunger-Programm finanziert wird:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/28/lulas-anti-hunger-programm-wird-just-zielgruppe-der-armen-und-verelendeten-finanziert-uber-absurd-hohe-indirekte-steuern-kritisiert-uno-programas-sao-financiados-pelas-mesmas-pessoas-que-pedem-o/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/28/lulas-anti-hunger-programm-wird-just-zielgruppe-der-armen-und-verelendeten-finanziert-uber-absurd-hohe-indirekte-steuern-kritisiert-uno-programas-sao-financiados-pelas-mesmas-pessoas-que-pedem-o</strong></a><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/08/brasilien-aufschrei-der-ausgeschlossenen-2011-proteste-in-sao-paulo-grito-dos-excluidos/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/08/brasilien-aufschrei-der-ausgeschlossenen-2011-proteste-in-sao-paulo-grito-dos-excluidos/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/01/brasiliens-mangelhafte-ernahrungsqualitat-pro-kopf-verbrauch-von-milchprodukten-niedriger-als-bisher-behauptet-nur-128-liter-jahrlich-200-liter-aus-gesundheitsgrunden-wunschenswert/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/01/brasiliens-mangelhafte-ernahrungsqualitat-pro-kopf-verbrauch-von-milchprodukten-niedriger-als-bisher-behauptet-nur-128-liter-jahrlich-200-liter-aus-gesundheitsgrunden-wunschenswert/</strong></a></p>
<h2>Hunger und Misere unter der  Lula-Rousseff-Regierung in Brasilien.  Was wurde aus Lulas  Wahlversprechen von der Hungerbeseitigung? <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=7445" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/neoliberale-werte/" rel="tag"> </a></p>
<p><strong> Brasiliens gewählte Präsidentin Dilma Rousseff,  bisherige  Chefministerin der Lula-Regierung, begann ihre erste Rede an  die Nation  mit einem bemerkenswerten Eingeständnis: In Lateinamerikas  größter  Demokratie, der immerhin achtgrößten Wirtschaftsmacht der Erde,   existieren weiterhin Hunger und Elend. Dabei hatte der jetzige   Staatschef Lula bereits vor seinem Amtsantritt 2002 versprochen, mit   Hunger und Elend Schluß zu machen, dieses Problem zu lösen. Kritik der   Kirche und selbst der UNO an unzureichender Elendsbekämpfung war bisher   stets als grundlos zurückgewiesen worden.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/30/holzfirmen-spenden-an-lulas-arbeiterpartei-pt-im-gegenzug-illegale-abholzung-in-amazonien-erlaubt-laut-veja/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/30/holzfirmen-spenden-an-lulas-arbeiterpartei-pt-im-gegenzug-illegale-abholzung-in-amazonien-erlaubt-laut-veja/</a></p>
<p><strong>„Mit aller Energie werden wir ein Programm gegen den Hunger   verwirklichen. Wir werden garantieren, daß alle Brasilianer ihre drei   Mahlzeiten am Tag haben – morgens, mittags und abends“ – erklärte 2002   Luis Inacio Lula da Silva.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/11/sarneydilmalula2010.JPG" alt="sarneydilmalula2010.JPG" /></p>
<p>Dilma Rousseff und Lula feiern Wahlsieg 2010 mit José Sarney, Ex-Chef der Folterdiktatorenpartei ARENA.</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/21/hausbesetzervertreibung-unter-lula-400-wohnungslose-familien-kampieren-vor-stadtparlament-von-sao-paulo/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/21/hausbesetzervertreibung-unter-lula-400-wohnungslose-familien-kampieren-vor-stadtparlament-von-sao-paulo/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/20/schwarze-in-brasilien-proteste-gegen-rassismus-in-der-demokratie-unter-lula-tag-des-schwarzen-bewustseins-dia-da-conciencia-negra-fotoserie/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/20/schwarze-in-brasilien-proteste-gegen-rassismus-in-der-demokratie-unter-lula-tag-des-schwarzen-bewustseins-dia-da-conciencia-negra-fotoserie/</a></p>
<p><strong>Nach seinem Amtsantritt verkündete er  acht Jahre lang nur  Erfolge beim Bekämpfen von Hunger und Misere, führte  den Wahlkampf  seiner Wunschnachfolgerin Dilma Rousseff und sprach  tagtäglich auf  Kundgebungen und in den Medien von erstaunlichen  Resultaten. Dank des  Anti-Hunger-Programms seien 28 Millionen Menschen  aus der Armut erlöst  worden, 36 Millionen sogar in die Mittelschicht  aufgestiegen. Nicht  wenige Brasilianer hielten daher für realitätsfremd,  als die Kirche  beim „Aufschrei der Ausgeschlossenen“, einer  landesweiten bischöflichen  Protestaktion, kurz vor den  Präsidentschaftwahlen auf weit verbreitete  Misere und Hunger hinwies.  Denn die Regierung  feierte Rekordausfuhren  bei Lebensmitteln, Brasilien  sei der weltweit führende  Fleischexporteur. Mit fortdauerndem Hunger  paßte dies ja wohl kaum  zusammen.“Es ist nicht gerecht, daß einige alle  Privilegien und Rechte  genießen – und so viele nicht einmal das Nötigste  zum Leben haben“,  ruft der deutschstämmige Erzbischof Sao Paulos,  Kardinal Odilo Scherer,  beim Protestgottesdienst  in der Kathedrale der  Megacity aus. „Wir  durchleben ständig soziale Spannungen – in einem so  reichen Land dürfte  es weder Hunger noch Elendsviertel, massenhaft auf  der Straße hausende  Menschen geben.“Sao Paulo ist Lateinamerikas  reichste Großstadt, zählt  jedoch über 2000 Slums. In einem davon wirkt  der Priester Aecio  Cordeiro da Silva, gleichzeitig enger Mitarbeiter von  Kardinal  Scherer.„Wir sehen mit offenen Augen all diese  Ungerechtigkeiten, all  die Menschen, die auf den Gehsteigen in Kälte und  Regen schlafen. Das  tut uns im Herzen weh. Es gibt noch so viel Hunger,  so viel Misere in  diesem reichen Land. Wir leben mit dem ganz einfachen  Volk und sehen,  wie es leidet. Brasiliens Mindestlohn ist Sünde, reicht  nicht zum  Überleben einer Familie, es müßte viermal so viel sein. Das   Hungerproblem existiert weiter. Das exportorientierte Agrobusiness   vertreibt viele Menschen in die Slums der Großstädte, in die Risikozonen   – das ist absurd.“Auffällig ist, daß die achtgrößte Wirtschaftsnation   Brasilien auf dem UNO-Index für menschliche Entwicklung nur den 73.   Platz belegt – und nur in Bolivien und Haiti die soziale Ungleichheit   krasser ist. Brasiliens Armutsgrenze ist erstaunlich niedrig angesetzt –   wer monatlich umgerechnet mehr als etwa 65 Euro verdient, ist nicht   mehr arm, statistisch jedenfalls. Und mit einem Familieneinkommen von   umgerechnet 500 Euro ist man schon Mittelschicht. Dabei zählt Brasilien   heute zu den teuren Ländern – für viele Grundnahrungsmittel, von   Frischmilch bis Käse und Joghurt zahlt man  erheblich mehr als in   Deutschland. Jene Familien, die Anti-Hunger-Hilfe bekommen – und das   sind längst nicht alle anspruchsberechtigten, erhalten minimal   umgerechnet etwa zehn Euro und maximal rund 100 Euro im Monat. Der   Schnitt liegt bei etwa 43 Euro – eine Familie mit drei, vier oder fünf   Kindern kommt damit nicht weit. Die UNO spricht daher von „offiziellen   Almosen“, ungeeignet den Hunger zu beseitigen. Laut unabhängigen   brasilianischen Studien leidet ein Großteil der Hilfsempfänger weiter   Hunger – und das sind Millionen.Drei junge deutsche Christinnen, Esther   Jagusch aus Gummersbach, Armina Harwig aus Schenefeld bei Hamburg und   Julia Schiller aus dem bayrischen Untereisenheim machen derzeit bei den   Franziskanern Sao Paulos ihr freiwilliges soziales Jahr  &#8211; und hatten   solche scharfen sozialen Kontraste in Brasilien nicht erwartet, dachten   eher an ein Urlaubsland mit viel Sonne und Samba: “Das hat mich nur   schockiert – was wir im Erdkundeunterricht  einfach nur so als Theorie   gelernt haben, mit der Schere zwischen Arm und Reich, das sieht man hier   live. Daß die Grundbedürfnisse der Ärmsten gestillt werden – das gibts   hier nicht. Leute, die frieren, die darum kämpfen, mal am Tag was zu   essen zu bekommen. Man hat nicht das Bild im Kopf, daß hier arme   Menschen auf der Straße leben, nichts zu essen haben. Wenn man das   Leiden hier sieht, fängt man an zu relativieren.“</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Sogar in Sao Paulos Zentrum reißen  verelendete, abgehungerte Menschen  tagtäglich  Müllsäcke auf und  schlingen verdorbenen Abfall in sich  hinein – ein grauenhafter Anblick.  Auch Menschen mit stabilster  Gesundheit, Kondition holten sich  verheerendste Infektionen. Wie viele  Brasilianer der Hunger auf diese  Weise dahinrafft, wird statistisch  nicht erfaßt.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Staatschef Lula hatte versprochen, solche  Szenen aus dem  brasilianischen Alltag zu verbannen. Jetzt bleibt seiner  gewählten  Nachfolgerin Dilma Rousseff nichts weiter übrig, als unter  dem Druck der  Fakten den kirchlichen Kritikern Recht zu geben –  Hungerbekämpfung war  also doch keine Priorität:“Mein wichtigstes  Versprechen ist die  Beseitigung des Elends. Solange Brasilianer unter  Hunger leiden, ganze  Familien auf der Straße leben, Straßenkinder ihrem  Schicksal überlassen  sind, dürfen wir nicht ruhen.“In der Kirche ist  man skeptisch. Die  Regierung werde die Almosen-Politik weiterführen,  anstatt jene  Strukturen zu verändern, die Armut und Elend erst  erzeugen, heißt es aus  der Sozialseelsorge.  </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/07/odilo-scherer-deutschstammiger-kardinal-von-sao-paulo/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/07/odilo-scherer-deutschstammiger-kardinal-von-sao-paulo/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/</a></p>
<p><strong>“Komplizen der Barbarei”: Brasiliens wichtigste   Qualitätszeitung “O Estado de Sao Paulo” über die Stimmenthaltung   Brasilias zur UNO-Resolution gegen Steinigen und andere   Menschenrechtsverletzungen im Iran. “Von den Nachbarn votierten Chile   und Argentinien gegen den Iran.” Die Zeitung kritisiert ausdrücklich   Lulas Verteidigungsminister Nelson Jobim. “Für ihn ist diese Frage der   Menschenrechte etwas Westliches und das Steinigen der Iranerin nicht   `unser Problem´…Jobim geht soweit, die Existenz universaler Werte zu   negieren.”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/14/steinigen-im-iran-unter-ahmadinedschad-und-in-brasilien-unter-lula-lula-konnte-sich-uber-die-tatsache-beunruhigen-das-brasilien-zu-den-landern-gehort-in-denen-am-meisten-gelyncht-wird-jose/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/14/steinigen-im-iran-unter-ahmadinedschad-und-in-brasilien-unter-lula-lula-konnte-sich-uber-die-tatsache-beunruhigen-das-brasilien-zu-den-landern-gehort-in-denen-am-meisten-gelyncht-wird-jose/</a></p>
<p>Hintergrundtext von 2010:</p>
<p><strong>Brasiliens Massengräber</strong><strong> </strong></p>
<p><strong>„Wenn die Toten da reingeschmissen werden, sind das Szenen   wie in diesen Holocaustfilmen“, beklagen sich Anwohner von   Massengräber-Friedhöfen der größten lateinamerikanischen Demokratie. In   der Tat wird seit der Diktaturzeit vom Staat die Praxis beibehalten,   nicht identifizierte, zu „Unbekannten“ erklärte Tote in Massengräbern zu   verscharren.  Die Kirche protestiert seit Jahrzehnten dagegen und  sieht  darin ein gravierendes ethisch-moralisches Problem, weil es in  einem  Land der Todesschwadronen damit auch sehr leicht sei,  unerwünschte  Personen verschwinden zu lassen. In der Megacity Sao Paulo  mit ihren  mehr als 23 Millionen Einwohnern empört sich der weltweit  angesehene  Menschenrechtspriester Julio Lancelotti: „In Brasilien wird  monatlich  eine erschreckend hohe Zahl von Toten anonym in Massengräbern   verscharrt, verschwinden damit Menschen auf offiziellem Wege, werden  als  Existenz für immer ausgelöscht. Wir von der Kirche nehmen das nicht   hin, versuchen möglichst viele Tote zu identifizieren, um sie  dann  auf  würdige Weise christlich zu bestatten. Wir brauchten einen großen   Apparat, ein großes Büro, um alle Fälle aufklären zu können – dabei ist   dies eigentlich Aufgabe des Staates!“</strong><strong>Padre Lancelotti   erinnert daran, daß während der 21-jährigen Diktaturzeit in Sao Paulo   von den Machthabern 1971 eigens der Friedhof Dom Bosco geschaffen wurde,   um dort zahlreiche ermordete Regimegegner heimlich gemeinsam mit jenen   unbekannten Toten, den sogenannten „Indigentes“, in Massengräber zu   werfen. Wie die Menschenrechtskommission des Stadtparlaments jetzt   erfuhr, wurden seit damals allen Ernstes 231000 Tote als Namenlose   verscharrt – allein auf d i e s e m Friedhof. Heute  kommen Monat für   Monat dort zwischen 130 und 140 weitere Indigentes hinzu. Nach einem   Massaker an Obdachlosen Sao Paulos kann Priester Lancelotti zufällig auf   dem  Friedhof Dom Bosco beobachten, wie sich der Staat der Namenlosen   entledigt: “Als der Lastwagen kommt und geöffnet wird, sehe ich mit   Erschrecken, daß er bis obenhin voller Leichen ist. Alle sind nackt und   werden direkt ins Massengrab geworfen. Das wird zugeschüttet &#8211; und   fertig. Sollten wir später noch Angehörige ermitteln, wäre es unmöglich,   die Verstorbenen in der Masse der Leichen wiederzufinden. Was sage ich   als Geistlicher dann einer Mutter?“ </strong><strong>Lancelotti hält   einen Moment inne, reflektiert: „Heute hat das Konzentrationslager   keinen Zaun mehr, das KZ ist sozusagen weit verteilt – die Menschen sind   nach wie vor klar markiert, allerdings nicht auf der Kleidung, sondern   auf dem Gesicht, dem Körper. Und sie werden verbrannt, verscharrt, wie   die Gefangenen damals, und es gibt weiter Massengräber.“ </strong><strong>Was   in Sao Paulo geschieht, ist keineswegs ein Einzelfall. In der   nordostbrasilianischen Millionenstadt Fortaleza leiden die Anwohner des   Friedhofs „Bom Jardim“ seit Jahren bei den hohen Tropentemperaturen   unter grauenhaftem Leichengeruch. „Die Toten werden oft schon verwest   hergebracht, wie Tiere verscharrt, wir müssen zwangsläufig zusehen, es   ist grauenhaft“, klagt eine Frau. „Fast jeden Tag kommt der Leichen-LKW –   doch bei den heftigen Gewitterregen wird die dünne Erdschicht über den   Toten weggeschwemmt, sehen wir die Massengräber offen, wird der Geruch   im Stadtviertel so unerträglich, daß viele Kopfschmerzen kriegen,   niemand hier eine Mahlzeit zu sich nimmt.“ Der Nachbar schildert, wie   das vergiftete Regenwasser vom Friedhof durch die Straßen und Gassen des   Viertels läuft: „Das Wasser ist grünlich und stinkt, manchmal werden   sogar Leichenteile mitgeschwemmt – und weggeworfene Schutzhandschuhe der   Leichenverscharrer. Die Kinder spielen damit – haben sich an die   schrecklichen Vorgänge des Friedhofs gewöhnt.  Wir alle haben Angst, daß   hier Krankheiten, Seuchen ausbrechen.“</strong><strong>Selbst in Rio  de  Janeiro sind die Zustände ähnlich, werden zahllose Menschen von   Banditenkommandos der über 1000 Slums liquidiert und gewöhnlich bei   Hitze um die 35 bis 40 Grad erst nach Tagen in fortgeschrittenem   Verwesungszustand zum gerichtsmedizinischen Institut abtransportiert.   Wie aus den Statistiken hervorgeht, werden in den Großstädten monatlich   stets ähnlich viele Tote als „Namenlose“ in Massengräber geworfen wie  in  Sao Paulo, der reichsten Stadt ganz Lateinamerikas. </strong><strong>Priester   Julio Lancelotti und seine Mitarbeiter stellen immer wieder   Merkwürdigkeiten und verdächtige Tatbestände fest. „Werden Obdachlose   krank und gehen in bestimmte öffentliche Hospitäler, bringt man an ihrem   Körper eine Markierung an, die bedeutet, daß der Person nach dem Tode   zu Studienzwecken Organe entnommen werden. Die Männer registriert man   durchweg auf den Namen Joao, alle Frauen als Maria. Wir streiten heftig   mit diesen Hospitälern und wollen, daß die Obdachlosen auch nach dem   Tode mit den echten Namen geführt werden. Schließlich kennen wir diese   Menschen, haben über sie Dokumente. Man meint eben, solche Leute sind   von der Straße, besitzen also weder eine Würde noch Bürgerrechte. Wir   haben in der Kirche eine Gruppe, die den illegalen, kriminellen   Organhandel aufklären will, aber rundum nur auf Hindernisse stößt. Denn   wir fragen uns natürlich auch, ob jenen namenlos Verscharrten vorher   illegal Organe entnommen werden.“</strong><strong>Fast in ganz   Brasilien  und auch in Sao Paulo sind Todesschwadronen aktiv, zu denen   Polizeibeamte gehören, wie sogar das Menschenrechtsministerium in   Brasilia einräumt. Tagtäglich würden mißliebige Personen   außergerichtlich exekutiert, heißt es. Darunter sind auch Obdachlose,   von denen allein in Sao Paulos Zentrum weit über zehntausend auf der   Straße hausen. Wie Priester Julio Lancelotti betont, ist zudem die Zahl   der Verschwundenen auffällig hoch. </strong><strong>„Auf den Straßen  Sao  Paulos werden viele Leichen gefunden. Denn es ist sehr einfach, so   einen Namenlosen zu fabrizieren. Man nimmt ihm die Personaldokumente   weg, tötet ihn und wirft ihn irgendwo hin. Wir gehen deshalb jeden Monat   ins gerichtsmedizinische Institut, um möglichst viele Opfer zu   identifizieren. Die Polizei ist immer überrascht und fragt, warum uns   das interessiert. Das Identifizieren ist für uns eine furchtbare,   psychisch sehr belastende Sache, denn wir müssen monatlich stets   Hunderte von Getöteten anschauen, die in großen Leichenkühlschränken   liegen &#8211; alle schon obduziert und wieder zugenäht. Und man weiß eben   nicht, ob da Organe entnommen wurden.“</strong><strong>Solchen Verdacht   hegen nicht wenige Angehörige von Toten, die seltsamerweise als   „Namenlose“ im Massengrab endeten. In der nordostbrasilianischen   Küstenstadt Maceio geht letztes Jahr der 69-jährige Sebastiao Pereira   sogar mit einem Protestplakat voller Fotos seines ermordeten Sohnes auf   die Straße. Dem Vater hatte man im gerichtsmedizinischen Institut die   Identifizierung der Leiche verweigert – diese dann mysteriöserweise auf   einen Indigentes-Friedhof gebracht. Kaum zu fassen – ein   Friedhofsverwalter bringt es fertig, Sebastiao Ferreira später  mehrere   Leichenteile, darunter einen Kopf zu zeigen. „Mein Sohn wurde allein am   Kopf von vier MG-Schüssen getroffen – und dieser Kopf war doch intakt!   Ich setzte eine DNA-Analyse durch – der Kopf war von einem Mann, das   Bein von einem anderen, der Arm wiederum von einem anderen – doch nichts   stammte von meinem Sohn“, sagt er der Presse. </strong><strong>In Sao   Paulo hat Priester Lancelotti durchgesetzt, daß ein Mahnmal auf dem   Friedhof Dom Bosco an die ermordeten Regimegegner, aber auch an die mehr   als 200000 „Namenlosen“ erinnern wird.</strong><strong> Neuerdings   macht der Friedhof in Brasilien immer wieder Schlagzeilen, allerdings   nicht wegen der Massengräber von heute. Progressive Staatsanwälte   versuchen das Oberste Gericht in Brasilia zu überzeugen, den zur   Diktaturzeit für den Friedhof verantwortlichen Bürgermeister Paulo Maluf   und den damaligen Chef der Politischen Polizei, Romeu Tuma, wegen des   Verschwindenlassens von Oppositionellen vor Gericht zu stellen.   Erschwert wird dies jedoch durch den Politikerstatus der Beschuldigten:   Paulo Maluf ist Kongreßabgeordneter und Romeu Tuma sogar Kongreßsenator  –  beide gehören zum Regierungsbündnis von Staatspräsident Lula.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/09/die-anti-hunger-hilfe-bolsa-familia-der-lula-regierung-die-aktuellen-daten-erlautert-von-pt-kongressenator-eduardo-suplicy-vor-obdachlosen-im-franziskanerkloster-sao-paulos/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/09/die-anti-hunger-hilfe-bolsa-familia-der-lula-regierung-die-aktuellen-daten-erlautert-von-pt-kongressenator-eduardo-suplicy-vor-obdachlosen-im-franziskanerkloster-sao-paulos/</strong></a></p>
<h2>Brasiliens “Arbeitslosenrate” &#8211; allen Ernstes  per Umfrage in einer  beschränkten Zahl von Haushalten ermittelt…Krise  und Entlassungen,  Obdachlosigkeit. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=5954" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/arbeitslosenrate-in-brasilien/" rel="tag"> </a></p>
<p><a href="http://www.ibge.gov.br/home/estatistica/indicadores/trabalhoerendimento/pme/pmemet2.shtm">http://www.ibge.gov.br/home/estatistica/indicadores/trabalhoerendimento/pme/pmemet2.shtm</a></p>
<p><strong>Das staatliche Statistikinstitut IBGE  befragt lediglich   Personen in 38500 Haushalten im Großraum von Recife, Salvador da Bahia,   Belo Horizonte, Rio de Janeiro, Sao Paulo und Porto Alegre: </strong></p>
<p><strong>“Os dados sáo obtidos de uma amostra probabil­istica de,   aproximadamente, 38.500 domicilios situados nas Regioes Metropolitanas   de Recife, Salvador, Belo Horizonte, Rio de Janeiro, Sáo Paulo e Porto   Alegre.”</strong></p>
<p><a href="http://www.dieese.org.br/ped/pedmet.xml"><strong>http://www.dieese.org.br/ped/pedmet.xml</strong></a></p>
<p><strong>Das gewerkschaftsnahe Institut DIIESE befragt im Großraum von   Sao Paulo, auf den, wie es heißt, etwa die Hälfte des nationalen   Arbeitsmarktes entfällt, lediglich Personen in etwa 3000 Haushalten,   sowie Haushalte in sechs weiteren Stadtregionen, darunter Brasilia und   Fortaleza.</strong></p>
<p><strong>Die IBGE-Arbeitslosenrate ist stets teils erheblich niedriger   als die von DIIESE, weil u.a. kraß Unterbeschäftigte bzw. nur sehr   prekär Beschäftigte als nicht arbeitslos angesehen werden. Als Beispiel   für die Tücken problematischer Untersuchungsmethoden wird etwa ein   hochqualifizierter Ingenieur genannt, der seit Monaten vergeblich nach   einer neuen Stelle sucht und unterdessen am Straßenstand als ambulanter   Händler von der Ehefrau gefertigte Häkelarbeiten anbietet, damit   wenigstens überhaupt etwas Geld in die Familienkasse kommt. Für das IBGE   gilt er, wie Arbeitssoziologen kritisieren, daher als beschäftigt,  wird  nicht als Arbeitsloser gezählt.</strong></p>
<p><strong>DIIESE indessen bezieht die versteckte Arbeitslosigkeit mit   ein, würde den Ingenieur als Arbeitslosen einstufen &#8211; ebenso wie jene   Arbeitswilligen, die es nach langer vergeblicher Arbeitssuche   schließlich enttäuscht aufgegeben haben, weiter nach einer Stelle zu   suchen und bestenfalls noch hier und da beispielsweise   Tagelöhnerarbeiten wie das Streichen einer Wand(nach mitteleuropäischen   Kriterien mithin Schwarzarbeit) ausführen.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/01/140000-sex-sklaven-laut-uno-in-europa-melden-brasiliens-landesmedien-brasilianerinnen-unter-den-haufigsten-opfern/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/01/140000-sex-sklaven-laut-uno-in-europa-melden-brasiliens-landesmedien-brasilianerinnen-unter-den-haufigsten-opfern/</a></p>
<p><strong>Für Mai 2010 nennt das IBGE eine Arbeitslosenrate in den   untersuchten sechs Regionen von 7,5 Prozent, für den Großraum Sao Paulos   7,8 Prozent. Wie es außerhalb dieser Regionen, in zahlreichen  mittleren  und kleinen Städten sowie Dörfern aussieht, bleibt im Dunkeln  &#8211; man  schaue nur auf Brasiliens Landkarte mit den vielen nicht  untersuchten  Gebieten. </strong></p>
<p><strong>DIIESE dagegen kommt für die gemessenen sieben Regionen auf   13,2 Prozent Arbeitslosenrate, für Sao Paulos Großraum auf 13,3   Prozent.  Das Institut stellt heraus, daß nur etwa die Hälfte der   brasilianischen Beschäftigten gemäß gesetzlichen Bestimmungen angestellt   ist &#8211; mit entsprechenden Garantien und Rechten. “Die große Mehrheit  ist  häufigem Stellenwechsel, niedrigen Löhnen und überlangen  Arbeitszeiten  unterworfen.”</strong></p>
<p><strong>Gemäß unabhängigen Studien verschiedener Institutionen   arbeitet in Städten wie Sao Paulo der größte Teil der Obdachlosen   prekär, u.a. als Müllsammler und Tagelöhner, ohne jedoch ein Einkommen   erzielen zu können, das einen Ausweg aus der Verelendung ermöglicht. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/24/sebastiano-nicomedes-tiao-ex-obdachloser-stuckeschreiber-buchautor-einer-der-fuhrer-der-nationalen-obdachlosenbewegung-gesichter-brasiliens-obdachlosenvertreibung-und-fusball-wm-2014-olympisc/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/24/sebastiano-nicomedes-tiao-ex-obdachloser-stuckeschreiber-buchautor-einer-der-fuhrer-der-nationalen-obdachlosenbewegung-gesichter-brasiliens-obdachlosenvertreibung-und-fusball-wm-2014-olympisc/</a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/06/obdachlcopan2.jpg" title="obdachlcopan2.jpg"><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/06/obdachlcopan2.jpg" alt="obdachlcopan2.jpg" /></a></p>
<p><strong>In Mitteleuropa beispielsweise wird häufig als Tatsache   hingestellt, daß die Arbeitslosenquote ganz Brasiliens bei rund 8   Prozent liege &#8211; ohne mitzuteilen, daß es sich dabei erstens um die   offizielle Rate handelt und zweitens nur um “hochgerechnete”   Umfrageergebnisse aus lediglich sechs Stadtregionen.</strong> <strong>Nicht   selten wird sogar als lobens-und anerkennenswert herausgestellt, daß   die brasilianische Arbeitslosenquote relativ gering sei, ohne auf   Hintergründe und Statistiktricks hinzuweisen.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/30/das-tropische-norwegen-von-lula-brasiliens-landesmedien-machen-sich-uber-lulas-groteske-einschatzungen-in-financial-times-lustig-lula-spricht-uber-brasilien-75-platz-auf-dem-uno-index-f/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/30/das-tropische-norwegen-von-lula-brasiliens-landesmedien-machen-sich-uber-lulas-groteske-einschatzungen-in-financial-times-lustig-lula-spricht-uber-brasilien-75-platz-auf-dem-uno-index-f/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/30/101000-feste-stellen-im-mai-2010-in-sao-paulo-gestrichen-laut-seade-und-diiese-wirtschaftlich-soziale-realitat-in-brasilien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/30/101000-feste-stellen-im-mai-2010-in-sao-paulo-gestrichen-laut-seade-und-diiese-wirtschaftlich-soziale-realitat-in-brasilien/</a></p>
<p><strong>Verdienst und Armutsgrenze in Brasilien:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/28/brasiliens-kuriose-armutsgrenze-wer-umgerechnet-etwa-65-euro-verdient-gilt-nicht-mehr-als-arm/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/28/brasiliens-kuriose-armutsgrenze-wer-umgerechnet-etwa-65-euro-verdient-gilt-nicht-mehr-als-arm/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/18/brasilien-was-verdient-man-dort-an-grundlohnen-brutto-in-wirtschaftszweigen-laut-neuester-diiese-statistik-umrechnen-laut-aktuellem-umtauschkurs/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/18/brasilien-was-verdient-man-dort-an-grundlohnen-brutto-in-wirtschaftszweigen-laut-neuester-diiese-statistik-umrechnen-laut-aktuellem-umtauschkurs/</a></p>
<p><strong>Krise und Entlassungen:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/23/rekord-entlassungen-in-brasilien-lula-spricht-von-porretada-im-dezember-fiquei-puto/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/23/rekord-entlassungen-in-brasilien-lula-spricht-von-porretada-im-dezember-fiquei-puto/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/31/krise-was-denn-fur-eine-krise-brasiliens-medien-spotten-uber-lulas-populistische-spruche-mit-denen-er-die-gravierenden-auswirkungen-der-finanzkrise-auf-das-tropenland-bestreitet/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/31/krise-was-denn-fur-eine-krise-brasiliens-medien-spotten-uber-lulas-populistische-spruche-mit-denen-er-die-gravierenden-auswirkungen-der-finanzkrise-auf-das-tropenland-bestreitet/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/20/krisen-weihnacht-in-brasilien-sogar-in-sao-paulo-geben-die-leute-fur-weihnachtsgeschenke-nur-etwa-halb-so-viel-aus-wie-2008/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/20/krisen-weihnacht-in-brasilien-sogar-in-sao-paulo-geben-die-leute-fur-weihnachtsgeschenke-nur-etwa-halb-so-viel-aus-wie-2008/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/brasiliens-wirtschaft-lediglich-in-erholungsphase-nicht-in-expansion-laut-oecd-stellen-landesmedien-heraus-widerspruch-zur-darstellung-europaischer-wirtschaftsmedien-die-lediglich-schwache-krisen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/brasiliens-wirtschaft-lediglich-in-erholungsphase-nicht-in-expansion-laut-oecd-stellen-landesmedien-heraus-widerspruch-zur-darstellung-europaischer-wirtschaftsmedien-die-lediglich-schwache-krisen/</a></p>
<h2>Brasiliens kuriose “Armutsgrenze” unter Lula &#8211;  wer umgerechnet etwa  65 Euro monatlich verdient, gilt nicht mehr als  arm…”Lulas Delirien in  der Financial Times”. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=5917" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/plinio-sampaio/" rel="tag"> </a></p>
<p><strong>Angesichts des aktuellen Preisniveaus, der  allgemeinen  Kosten für Mieten, Gesundheit, öffentlichen Transport wird  diese  “Armutsgrenze” von vielen Brasilianern mit Spott und Galgenhumor   kommentiert. Laut offiziellen Angaben gelten noch 29,9 Millionen   Brasilianer als arm, da ihr Pro-Kopf-Einkommen unter 137 Real monatlich   liege. Im Nordosten Brasiliens werden gemäß neuen soziologischen  Studien  an einen Teil der bedürftigen Familien monatlich im  Durchschnitt 70  Real an Anti-Hunger-Hilfe(Bolsa-Familia) gezahlt. Laut  Einschätzung  kirchlicher Menschenrechtsaktivisten wie  Präsidentschaftskandidat Plinio  Sampaio, sei zentrales Problem  Brasiliens die “Misere des Volkes”,  nicht nur wirtschaftlich, sondern  auch “physisch, intellektuell und  kulturell”.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/27/lula-erhalt-fur-31-diktatur-hafttage-4200-real-entschadigung-betont-brasilianische-landespresse/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/27/lula-erhalt-fur-31-diktatur-hafttage-4200-real-entschadigung-betont-brasilianische-landespresse/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/09/lulamantegachico.JPG" alt="lulamantegachico.JPG" /></p>
<p><strong>Lula in der Financial Times:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/30/das-tropische-norwegen-von-lula-brasiliens-landesmedien-machen-sich-uber-lulas-groteske-einschatzungen-in-financial-times-lustig-lula-spricht-uber-brasilien-75-platz-auf-dem-uno-index-f/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/30/das-tropische-norwegen-von-lula-brasiliens-landesmedien-machen-sich-uber-lulas-groteske-einschatzungen-in-financial-times-lustig-lula-spricht-uber-brasilien-75-platz-auf-dem-uno-index-f/</a></p>
<p><strong>Ab wieviel Familieneinkommen ist man in Brasilien schon Mittelschicht?</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/17/mit-rund-500-euro-familieneinkommen-in-brasilien-schon-mittelschicht-was-in-europa-gut-ankommt/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/17/mit-rund-500-euro-familieneinkommen-in-brasilien-schon-mittelschicht-was-in-europa-gut-ankommt/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/11/11/leben-wie-ein-brasilianer-der-bolsa-familiakriegt-die-ganze-familie-mit-27-euro-monatlich-uber-wasser-halten/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/11/11/leben-wie-ein-brasilianer-der-bolsa-familiakriegt-die-ganze-familie-mit-27-euro-monatlich-uber-wasser-halten/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/28/rio-beinahe-so-teuer-wie-berlin-laut-businessweek-ranking-und-die-einkommen-in-beiden-stadten/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/28/rio-beinahe-so-teuer-wie-berlin-laut-businessweek-ranking-und-die-einkommen-in-beiden-stadten/</a></p>
<p><strong>Menschenrechtsbewegung zu Einkommen:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/21/soziale-ungleichheit-gravierende-einkommensunterschiede-verhindern-verwirklichung-der-menschenrechte-in-brasilien-laut-nationaler-menschenrechtsbewegung-mndh-vor-uno-in-genf-lulas-basis-hungerhilfe/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/21/soziale-ungleichheit-gravierende-einkommensunterschiede-verhindern-verwirklichung-der-menschenrechte-in-brasilien-laut-nationaler-menschenrechtsbewegung-mndh-vor-uno-in-genf-lulas-basis-hungerhilfe/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/11/plinio-sampaio-wie-tickt-der-einzige-kirchliche-menschenrechtsaktivist-unter-den-prasidentschaftskandidaten-fur-die-pflichtwahl-brasiliens-im-oktober/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/11/plinio-sampaio-wie-tickt-der-einzige-kirchliche-menschenrechtsaktivist-unter-den-prasidentschaftskandidaten-fur-die-pflichtwahl-brasiliens-im-oktober/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/25/nine-most-horrible-places-in-the-world-favela-slums-von-rio-de-janeiro-aus-sicht-des-bric-staats-china-subkultur-von-umweltzerstorung-armut-und-gangstern-cubatao-bei-sao-paulo-an-sieb/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/25/nine-most-horrible-places-in-the-world-favela-slums-von-rio-de-janeiro-aus-sicht-des-bric-staats-china-subkultur-von-umweltzerstorung-armut-und-gangstern-cubatao-bei-sao-paulo-an-sieb/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/05/brasilien-auf-uno-index-fur-menschliche-entwicklung-jetzt-platz-75-hinter-argentinien-chile-und-kuba/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/05/brasilien-auf-uno-index-fur-menschliche-entwicklung-jetzt-platz-75-hinter-argentinien-chile-und-kuba/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/20/pfahlbauslum-bei-niedrigwasser-am-zentrum-von-manaus-amazonien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/20/pfahlbauslum-bei-niedrigwasser-am-zentrum-von-manaus-amazonien/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/11/obdachloserpappekleidung.JPG" alt="obdachloserpappekleidung.JPG" /></p>
<p><strong>Obdachloser alter Mann, mit Papperesten bekleidet, in der City von Sao Paulo.</strong></p>
<p><strong>Obdachlose und WM:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/24/sebastiano-nicomedes-tiao-ex-obdachloser-stuckeschreiber-buchautor-einer-der-fuhrer-der-nationalen-obdachlosenbewegung-gesichter-brasiliens-obdachlosenvertreibung-und-fusball-wm-2014-olympisc/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/24/sebastiano-nicomedes-tiao-ex-obdachloser-stuckeschreiber-buchautor-einer-der-fuhrer-der-nationalen-obdachlosenbewegung-gesichter-brasiliens-obdachlosenvertreibung-und-fusball-wm-2014-olympisc/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/15/dr-claudio-guimaraes-dos-santos-mediziner-therapeut-schriftsteller-sprachwissenschaftler-publizist-unter-den-wichtigsten-denkern-brasilien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/15/dr-claudio-guimaraes-dos-santos-mediziner-therapeut-schriftsteller-sprachwissenschaftler-publizist-unter-den-wichtigsten-denkern-brasilien/</a></p>
<h2>Mit rund 500 Euro  Familien-Haushaltseinkommen(!) in Brasilien schon  Mittelschicht. Was in  Europa gut ankommt…Lula-Regierungsresultate. Tim  Cahill, Amnesty  International London. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=6493" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><strong>Zu den kuriosen Erfolgsbotschaften der  Lula-Regierung zählt  der angebliche Aufstieg von zig Millionen  Brasilianern in die  Mittelschicht. Gemäß den entsprechenden  Veröffentlichungen, u.a. der  Getulio-Vargas-Stifung, wird dabei ein  Haushaltseinkommen(!) ab  umgerechnet rund 500 Euro zugrundegelegt. Wer  umgerechnet etwa 65 Euro  monatlich verdient, liegt überhalb der  Armutsgrenze…Wichtig für die  Bewertung ist, daß das brasilianische  Preisniveau beispielsweise bei  Waren des täglichen Bedarfs keineswegs  deutlich unter dem deutschen  liegt, viele Grundnahrungsmittel, von  Frischmilch bis Käse oder  Joghurt, erheblich teurer als in Deutschland  sind. </strong></p>
<p><strong>Gemäß dieser Berechnungsgrundlage wimmelt es in den   brasilianischen Slums geradezu von Mittelschichtlern &#8211; in einer einzigen   Slumbaracke drängen sich nicht selten über zehn Personen einer Familie   zusammen…</strong></p>
<p><strong>Was Lula verdient: </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/04/lula-bekommt-500000-dollar-von-lg-fur-vortrag-in-sudkorea-laut-brasilianischen-landesmedien-uber-eine-million-dollar-damit-vier-monate-nach-ende-der-amtszeit-kassiert-laut-kalkulation-von-parte/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/04/lula-bekommt-500000-dollar-von-lg-fur-vortrag-in-sudkorea-laut-brasilianischen-landesmedien-uber-eine-million-dollar-damit-vier-monate-nach-ende-der-amtszeit-kassiert-laut-kalkulation-von-parte/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/02/die-lula-regierung-war-bei-den-menschenrechten-eine-enttauschung-tim-cahill-brasilienexperte-von-amnesty-international-in-london-weiter-alltagliche-folter-todesschwadronen-sklavenarbeit-sc/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/02/die-lula-regierung-war-bei-den-menschenrechten-eine-enttauschung-tim-cahill-brasilienexperte-von-amnesty-international-in-london-weiter-alltagliche-folter-todesschwadronen-sklavenarbeit-sc/</a></p>
<p><strong>In den USA gilt laut Medienberichten eine vierköpfige Familie als arm, wenn sie bis zu 21954 Dollar jährlich als Einkommen hat. </strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/09/gritoigualdademann.jpg" alt="gritoigualdademann.jpg" /></p>
<p><strong>1970 hatte Brasilien 90 Millionen Bewohner, heute sind es   rund 192 Millionen. Die Bevölkerungsexplosion wird von vielen   Brasilianern zu den Hauptgründen der hausgemachten Probleme des Landes   gerechnet. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/28/brasiliens-kuriose-armutsgrenze-wer-umgerechnet-etwa-65-euro-verdient-gilt-nicht-mehr-als-arm/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/28/brasiliens-kuriose-armutsgrenze-wer-umgerechnet-etwa-65-euro-verdient-gilt-nicht-mehr-als-arm/</a></p>
<p><strong>Obdachloser alter Mann, mit Papperesten bekleidet, in der City von Sao Paulo.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/09/die-anti-hunger-hilfe-bolsa-familia-der-lula-regierung-die-aktuellen-daten-erlautert-von-pt-kongressenator-eduardo-suplicy-vor-obdachlosen-im-franziskanerkloster-sao-paulos/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/09/die-anti-hunger-hilfe-bolsa-familia-der-lula-regierung-die-aktuellen-daten-erlautert-von-pt-kongressenator-eduardo-suplicy-vor-obdachlosen-im-franziskanerkloster-sao-paulos/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/26/warum-ist-alles-so-teuer-in-brasilien-nachrichtenmagazin-epoca-zu-absurd-hohen-preisen-unter-lula-viele-alltagsprodukte-in-deutschland-deutlich-billigerund-besser/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/26/warum-ist-alles-so-teuer-in-brasilien-nachrichtenmagazin-epoca-zu-absurd-hohen-preisen-unter-lula-viele-alltagsprodukte-in-deutschland-deutlich-billigerund-besser/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/05/brasilien-auf-uno-index-fur-menschliche-entwicklung-jetzt-platz-75-hinter-argentinien-chile-und-kuba/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/05/brasilien-auf-uno-index-fur-menschliche-entwicklung-jetzt-platz-75-hinter-argentinien-chile-und-kuba/</a></p>
<p><strong>Karikatur von Chico, O Globo.  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/27/lula-erhalt-fur-31-diktatur-hafttage-4200-real-entschadigung-betont-brasilianische-landespresse/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/27/lula-erhalt-fur-31-diktatur-hafttage-4200-real-entschadigung-betont-brasilianische-landespresse/</a></strong></p>
<p><strong>Laut Befreiungstheologe Frei Betto, Ex-Lula-Berater beim     Anti-Hungerprogramm,  liegt die Zahl der in   extremer Armut, also in     Hunger und Misere, lebenden Brasilianer, nicht   wie offiziell     angegeben, heute bei 16 Millionen, sondern ist doppelt so hoch. </strong><strong>Nach    derzeit geltendem mitteleuropäischen Werteverständnis hat damit die    internationale Wirtschafts-und Finanzkrise, wie die    Lula-Rousseff-Regierung verbreiten ließ, auf Brasilien nur geringe    Auswirkungen gehabt. </strong></p>
<p><strong>Brasiliens investigative Journalisten wiesen indessen auf    Rekordentlassungen, den Stopp vieler  Industrieprojekte, auf    Exportprobleme und Deindustrialisierung,  geschönte offizielle    Statistiken.  </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/15/brasilia-gibt-erstmals-starkere-krisenwirkungen-zu-rezession-heftiger-als-bisher-stets-betont/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/15/brasilia-gibt-erstmals-starkere-krisenwirkungen-zu-rezession-heftiger-als-bisher-stets-betont/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/17/lulas-neuester-skandal-2-erenice-guerra-clanmitglieder-von-hohen-staatsfirma-posten-gefeuert-presseenthullungen-als-korrekt-bestatigt/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/17/lulas-neuester-skandal-2-erenice-guerra-clanmitglieder-von-hohen-staatsfirma-posten-gefeuert-presseenthullungen-als-korrekt-bestatigt/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/14/usa-exportieren-doppelt-soviel-nach-brasilien-als-sie-von-dort-importieren-freude-uber-wirtschafts-und-handelspolitik-der-lula-regierung-erfolgreiche-deindustrialisierung/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/14/usa-exportieren-doppelt-soviel-nach-brasilien-als-sie-von-dort-importieren-freude-uber-wirtschafts-und-handelspolitik-der-lula-regierung-erfolgreiche-deindustrialisierung/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/21/rund-600000-crack-suchtige-in-brasilien-laut-offiziellen-schatzungen-des-gesundheitsministeriums-lula-verkundet-im-prasidentschaftswahlkampf-weitere-crack-gegenkampagne-crack-und-steigende-kinderp/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/21/rund-600000-crack-suchtige-in-brasilien-laut-offiziellen-schatzungen-des-gesundheitsministeriums-lula-verkundet-im-prasidentschaftswahlkampf-weitere-crack-gegenkampagne-crack-und-steigende-kinderp/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/14/steinigen-im-iran-unter-ahmadinedschad-und-in-brasilien-unter-lula-lula-konnte-sich-uber-die-tatsache-beunruhigen-das-brasilien-zu-den-landern-gehort-in-denen-am-meisten-gelyncht-wird-jose/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/14/steinigen-im-iran-unter-ahmadinedschad-und-in-brasilien-unter-lula-lula-konnte-sich-uber-die-tatsache-beunruhigen-das-brasilien-zu-den-landern-gehort-in-denen-am-meisten-gelyncht-wird-jose/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/25/franziskaner-sao-paulos-verteilen-weihnachten-nahrungsmittel-an-tausende-von-armen-und-verelendeten/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/25/franziskaner-sao-paulos-verteilen-weihnachten-nahrungsmittel-an-tausende-von-armen-und-verelendeten/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/15/lulas-brasilien-drittschlechtester-ort-zum-sterben-vor-uganda-und-indien-laut-studie-von-the-economist-betonen-landesmedien-bilanz-der-gesundheitspolitik-brasilias/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/15/lulas-brasilien-drittschlechtester-ort-zum-sterben-vor-uganda-und-indien-laut-studie-von-the-economist-betonen-landesmedien-bilanz-der-gesundheitspolitik-brasilias/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/30/baden-wurttemberg-exportiert-mehr-als-ganz-brasilien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/30/baden-wurttemberg-exportiert-mehr-als-ganz-brasilien/</a></p>
<h2>“Die Gesundheit der Brasilianer hat sich  verschlechtert” unter  Lula. Nachrichtenmagazin “Epoca” zitiert aus neuer  Studie des  Gesundheitsministeriums. “Fettleibigkeit, Diabetes,  Bluthochdruck,  schlechte Ernährung, Alkoholismus, sitzende Lebensweise”.  Gewalt als  wichtiger Streßfaktor, Auslöser psychosomatischer  Störungen. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=5851" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://www.agenciaaids.com.br/noticias-resultado.asp?Codigo=15061">http://www.agenciaaids.com.br/noticias-resultado.asp?Codigo=15061</a></p>
<p><strong>Der häufige Bluthochdruck wird als wichtigster Risikofaktor für Infarkt und Schlaganfall genannt.</strong></p>
<p>Hoher Anteil von Kindern und Jugendlichen unter Crack-Süchtigen:</p>
<h2>Brasiliens Crack-Epidemie unter Lula-Rousseff  &#8211; Drogenboom 2011,  hohe Gewinne der Wachstumsbranche, mehr Morde.  Crackepidemie inzwischen  ein großes Problem für öffentliches  Gesundheitswesen, laut  Landesmedien. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11460" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/dilma-rousseff/" rel="tag"> </a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/crackhelvetiaestadao.JPG" alt="crackhelvetiaestadao.JPG" /></p>
<p><strong>Ausriß &#8211; Verkehrshindernis offene Drogenszene in der City von   Sao Paulo, nur einige Schritte von der Kulturbehörde des Teilstaats  Sao  Paulo entfernt. Die Crackepidemie läßt Brasiliens Mordrate deutlich   ansteigen.<br />
</strong></p>
<p><strong><a href="http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html"><strong>http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html</strong></a></strong></p>
<p><strong>“Crack atinge Saude das cidades.”(O Globo)</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/03/brasiliens-florierendes-crack-business-unter-der-rousseff-regierung-video-anklicken-hohe-gewinne-fur-die-unternehmer-dieser-branche/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/03/brasiliens-florierendes-crack-business-unter-der-rousseff-regierung-video-anklicken-hohe-gewinne-fur-die-unternehmer-dieser-branche/</strong></a></p>
<p><strong><a href="http://www.suedwind-magazin.at/start.asp?ID=234433&amp;rubrik=7&amp;ausg=200210"><strong>http://www.suedwind-magazin.at/start.asp?ID=234433&amp;rubrik=7&amp;ausg=200210</strong></a></strong></p>
<p>Rio+20:</p>
<p><strong>2011 konstatierten die Landesmedien, daß der Sao Paulo   passierende  Rio Tieté eine noch größere giftigere Kloake ist als vor 18   Jahren &#8211;  sowie nach zwischenzeitlicher Investition von 1,6 Milliarden   Dollar.</strong></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/26/brasilien-lacht-uber-lula-deppen-in-deutschland-lula-der-grosse-schriftsteller-joao-ubaldo-ribeiro-nimmt-lula-personenkult-in-deutschland-ironisch-auf-die-schippe-warum-importieren-sie-nicht/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/26/brasilien-lacht-uber-lula-deppen-in-deutschland-lula-der-grosse-schriftsteller-joao-ubaldo-ribeiro-nimmt-lula-personenkult-in-deutschland-ironisch-auf-die-schippe-warum-importieren-sie-nicht/</strong></a></strong></p>
<p>Schriftsteller Ribeiro über die gängigen Tricks der offiziellen Statistiken Brasiliens:</p>
<h3> João Ubaldo Ribeiro Não somos todos burros</h3>
<p><strong>Às vezes fico meio sem jeito para tratar de certos assuntos  aqui,  achando que vou chover no molhado ou repetir coisas que todo  mundo sabe.  Mas, em outras ocasiões, me bate sensação oposta, a de que a  maioria  não sabe. Hoje, por exemplo. Fico lendo os jornais, ouvindo  comentários e  sendo alvejado por declarações pomposas não contestadas  por ninguém e  penso que de fato conseguiram fazer um Brasil virtual,  distinto do real.  Aí corro o risco de provocar tédio nos que de fato já  sabem como somos  tapeados, e pouca serventia virá a ter a coluna de  hoje. Mas faz parte,  vamos lá.</strong></p>
<p><strong>Fala-se muito mal da Estatística. De um lado, constitui   grande injustiça para com uma ciência sem a qual hoje talvez nem   sobrevivêssemos direito. De outro, trata-se da compreensível reação   contra a maneira pela qual a Estatística é usada e abusada para “provar”   o duvidoso e manipular a chamada realidade objetiva. Compreendo o   sujeito que disse, como já lembrei aqui antes, que a Estatística é a   arte de mentir com precisão, porque de fato o seu uso inescrupuloso e   falsário equivale a isso.</strong></p>
<p><strong>Começo lembrando a famosa média. Em  grande parte dos casos  em que ela é empregada em indicadores sociais e  econômicos, não quer  dizer nada, ou melhor, quer dizer muito pouco. Se  Bill Gates passasse a  ser residente da cidade de Itaparica, teríamos  talvez a renda per  capita mais alta do planeta ou com certeza uma das  mais altas, sem que  um itaparicano sequer passasse a ganhar mais um  centavo. Isso porque a  renda per capita é uma média aritmética e, por  conseguinte, sensível em  excesso aos valores extremos. Então, numa  população em que um ganha  por mês um milhão de borodongas e os outros  cinco borodongas cada,  falar em renda per capita é ridículo.</strong></p>
<p><strong>Precisamos,  portanto, saber da mediana. Talvez por às vezes  revelar-se  incomodativa, não é muito mencionada, notadamente em  estatísticas  oficiais. A mediana dá mais peso e significado à média. É o  valor que se  encontra exatamente no meio dessa coletividade. Ou seja,  não é bastante  saber que a renda média é 1.000. É preciso saber também  (estou  simplificando e peço desculpas a estatísticos e matemáticos em  geral) o  valor que divide esses indivíduos pela metade, ou seja, o  ponto em  relação ao qual exatamente a metade ganha menos e a metade  ganha mais.  Quando a média é próxima da mediana, isso significa que a  distribuição é  mais ou menos simétrica. Quando não, a distribuição é  tortinha. Logo, a  mediana pode, por exemplo, desmoralizar a renda per  capita, se  demonstrar que metade da população ganha muito abaixo desta e  a outra  metade muito acima. Mas ninguém fala na mediana.</strong></p>
<p><strong>Também tem,  desculpem, a moda. Não a moda fora da qual  estou, mas a moda estatística  mesmo, ou seja, o valor mais freqüente, o  que mais ocorre numa  população determinada. Assim, se a renda média  dos habitantes da  próspera comunidade de Lulalápolis, é R$ 1.000 por  mês, mas a mediana é  100 e/ou a moda é oitentinha, já vemos bem como  podemos (e somos) ser  engabelados. É por isso que até a Bethânia, que  não é de sair por aí  falando ou fazendo manifestações, se revelou na  imprensa um pouco  irritada com esse país maravilhoso (virtual,  estatisticamente  siliconado, digo eu) a que ela não consegue chegar.</strong></p>
<p><strong>Também  convivemos acriticamente com uma porção de chutes que  desonram e  desmerecem a Estatística, tais como a conversão de  coexistência numa  relação de causa e efeito. É como o torcedor do  Flamengo achar que a  causa da vitória do time dele foi ter entrado um  urubu em campo, logo  antes do jogo. Não vamos discutir com torcedor,  tudo bem. Mas coisas  boas que acontecem são vinculadas a outras de  maneira absolutamente  arbitrária e aí, em propaganda comercial por  exemplo, para esquecer um  pouco a política, acabamos acreditando em  afirmações que não passam de  reformulações de vigarices como “todos os  que morreram de enfarte do  miocárdio no ano passado faziam uso de  água”. Verdade, mas claro que não  prova que tomar banho faz mal ao  coração. Com espertas artes, porém,  nos enrolam muito nessa linha.</strong></p>
<p><strong>E as categorias? O sujeito enche a  boca e diz: “Depois de  tantos anos de meu governo, o número de ricos  cresceu em 20% e o de  pobres diminuiu em 32%.” Além dos probleminhas de  média, mediana e  moda, que sempre estão rondando, é muito fácil (e é  isso que se faz)  dizer que rico é quem ganha mais de R$ 2.000 por mês.  Fico até admirado  por não haverem proposto R$ 1.500, porque o número de  ricos ia bombar.  Até a felicidade é quantificada e lemos a sério, como  parvos, que o  povo tal tem o maior índice de felicidade do mundo ou  semelhantes  despautérios.</strong></p>
<p><strong>E a coleta dos dados? Desde antes da  definição das  categorias e das perguntas, desde o início do  planejamento, um dos  maiores problemas que o estatístico sério encontra é  a feitura de uma  coleta de dados “neutra”, que não influencie as  respostas. Em rigor,  impossível, porque até condições meteorológicas  podem influir nas  respostas. As próprias perguntas podem induzir a  determinado tipo de  resposta. A roupa, o sexo, a idade, o sotaque, o  local, a época, a  hora, as palavras e expressões usadas, a ordem das  perguntas, o tamanho  do questionário, e centenas de outros fatores  podem, mesmo nas  pesquisas mais honestas e cientificamente orientadas,  levar à distorção  de resultados. Há até, em confusão com esses e outros  fatores, o  perigo de o entrevistado querer responder o que acredita que  se espera  dele e não o que de fato pensa.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Há muito mais, um dia  desses falo mais.  Enche mesmo o saco nos tratarem como a uma tropa de  burros, que não  somos. Somos, sim, otários, comodistas, coniventes e  subservientes, mas  isso já é outro problema. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/09/23/soziale-ungleichheit-in-brasilien-folha-de-sao-paulo-wirft-offiziellen-statistikinstituten-falschinformation-vor/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/09/23/soziale-ungleichheit-in-brasilien-folha-de-sao-paulo-wirft-offiziellen-statistikinstituten-falschinformation-vor/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/08/06/offizielle-statistiken-brasiliens-und-ihre-kritiker-beispiel-mordrate/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/08/06/offizielle-statistiken-brasiliens-und-ihre-kritiker-beispiel-mordrate/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/angelipesquisas.jpg" alt="angelipesquisas.jpg" /></p>
<p>Ausriß.</p>
<p><strong>Ausländische Journalisten sind gewöhnlich angewiesen, sich im  Falle des Hochkorruptionslandes Brasilien unbedingt an die offiziellen  Zahlen aus Brasilia zu halten.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/</strong></a></p>
<h2>Buchkirchen in Österreich: “Buchkirchner  Schüler helfen Kindern in  Brasilien.” Spenden für die achtgrößte  Wirtschaftsnation.  Österreichischer Gefangenenpriester Günther Zgubic.  Schüler in  Österreich &#8211; und Brasilien…Kindersoldaten. Weltsozialforum  2010. José  Zapatero, EU-Ratspräsident, Brasiliens viele Milliardäre. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=4256" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/weltsozialforum-2010/" rel="tag"> </a></p>
<p><a href="http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/wels/ticker/art1100,319098">http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/wels/ticker/art1100,319098</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/01/spenden-fur-die-achtgroste-wirtschaftsnation-benefizkonzert-mit-dem-konig-der-bachtrompete-fur-strasenkinder-bei-sao-paulo/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/01/spenden-fur-die-achtgroste-wirtschaftsnation-benefizkonzert-mit-dem-konig-der-bachtrompete-fur-strasenkinder-bei-sao-paulo/</a></p>
<p><a href="http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/wels/ticker/art1100,490067">http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/wels/ticker/art1100,490067</a></p>
<p>Â <strong>“Kindern, den Armen der Ã„rmsten, wollten die SchülerInnen   der 4. Klassen Hauptschule Buchkirchen helfen. Im Rahmen des   Religionsunterrichtes haben die SchülerInnen der 4 a und 4 b um Spenden   in ihrer Nachbarschaft oder bei Firmen gebeten und so 1200 Euro   gesammelt.</strong><strong>Diese werden direkt der Organisation Axe, die   in der Drei-Millionenmetropole San Salvador in Brasilien Straßenkinder   unterstützt, zukommen. Das Geld wird unter anderem für Arbeitsmittel  und  den Bustransport der Straßenkinder verwendet und ermöglicht somit  den  Kindern in Salvador in die Schule zu kommen.”</strong>Â <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/15/brasilias-u-boot-geschaft-mit-paris-so-teuer-wie-zwei-jahre-anti-hunger-programmbolsa-familia-meldet-o-globo/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/15/brasilias-u-boot-geschaft-mit-paris-so-teuer-wie-zwei-jahre-anti-hunger-programmbolsa-familia-meldet-o-globo/</a></p>
<p><strong>Donaukurier: Spenden für Slumkinder von Sao Paulo:</strong> <a href="http://www.donaukurier.de/lokales/pfaffenhofen/Spenden-fuer-Slumkinder-von-Sao-Paulo;art600,1831139">http://www.donaukurier.de/lokales/pfaffenhofen/Spenden-fuer-Slumkinder-von-Sao-Paulo;art600,1831139</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/09/zeitungsfotomordstrasenkind.JPG" alt="zeitungsfotomordstrasenkind.JPG" /></p>
<p><strong>Mord an Straßenkind in Rio de Janeiro &#8211; Zeitungsausriß.</strong></p>
<p><strong>Brasiliens Milliardäre:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/11/18-brasilianische-milliardare-auf-neuer-forbes-liste-schuler-in-buchkirchenosterreich-spenden-fur-verelendete-kinder-in-der-achtgrosten-wirtschaftsnation-brasilianer-eike-batista-ist-mit-27-milliar/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/11/18-brasilianische-milliardare-auf-neuer-forbes-liste-schuler-in-buchkirchenosterreich-spenden-fur-verelendete-kinder-in-der-achtgrosten-wirtschaftsnation-brasilianer-eike-batista-ist-mit-27-milliar/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/26/wohlhabende-verbrauchen-in-drei-tagen-wozu-arme-ein-ganzes-jahr-brauchen-brasiliens-soziale-kontraste-ipea-studie/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/26/wohlhabende-verbrauchen-in-drei-tagen-wozu-arme-ein-ganzes-jahr-brauchen-brasiliens-soziale-kontraste-ipea-studie/</a></p>
<p><a href="http://www.domradio.de/website/elementPrint.asp?id=41073">http://www.domradio.de/website/elementPrint.asp?id=41073</a></p>
<p>Häftlingsrevolten, Überfüllung, Aids – der Alltag des   österreichischen Gefangenenseelsorgers Günther Zgubic in   Brasilien(Hintergrund)</p>
<p>„Viele Haftanstalten des Tropenlandes sind  Konzentrationslagern   vergleichbar“, sagt Pfarrer Günther Zgubic, „mit Folter und Gewalt wird   ein völlig überholtes Strafsystem unter Kontrolle gehalten.“ Mehr als   fünf Jahre ist er bereits fast täglich Zeuge der Zustände, wirkt vor   allem in der Gefängnispastoral des Teilstaates São Paulo, der Brasiliens   Kontraste und sozialen Widersprüche am krassesten offenbart. Weniger   als ein Viertel der rund 170 Millionen Brasilianer lebt in der einstigen   Kaffeeprovinz, heute Wirtschaftslokomotive ganz Lateinamerikas, mit   über eintausend deutschen Unternehmen, von VW bis Daimler-Benz, den   Villendistrikten  der Geldelite  – doch immerhin  fast die Hälfte der   weit über 200000 brasilianischen Strafgefangenen ist hier konzentriert.   Die größte Anstalt Südamerikas, Carandirù, berüchtigt wegen zahlloser   Revolten und des größten Häftlingsmassakers der brasilianischen   Geschichte, kennt Padre Zgubic gut wie kaum ein anderer, betreute,   beriet zahllose Insassen. Was er vor Ort sieht und erfährt, ist   Hauptthema seiner täglichen Unterredungen mit Staatssekretären, Richtern   und Staatsanwälten, Gefängnisdirektoren, Politikern in Brasilia. Seine   Dossiers landen auf dem Tisch der UN-Menschenrechtskonferenz in Genf,   trugen mit dazu bei, daß es die letzten Jahre einige zaghafte   Fortschritte gab. „Staatspräsident Fernando Henrique Cardoso, Chef der   Mitte-Rechts-Regierung, möchte natürlich nicht international als   Folterpräsident dastehen, sondern als Humanist“. Immerhin ist Cardoso   auch Ehrendoktor der Freien Universität Berlin – „doch sein   Anti-Folter-Gesetz wurde nur durch den Druck der kritischen   Öffentlichkeit und der Menschenrechtsbewegung erzwungen, zu der die   Gefängnispastoral gehört.“ Zgubic weist auf den gerade veröffentlichen    Amnesty-Bericht über Folter in Brasilien. Tatverdächtige,  Festgenommene,  Untersuchungshäftlinge und Strafgefangene systematisch  Torturen zu  unterwerfen, auch von völlig Unschuldigen Geständnisse  unter Folter zu  erpressen gehört danach weiterhin zur Alltagsroutine im  Apparat der  Militär-und Zivilpolizei. Diese hat in ihren Zellen einen  Großteil der  Gefangenen, weil Haftanstalten fehlen. „Im stark  unterentwickelten  Nordosten wurden in den letzten Jahren die  Gefängnisse regelrecht  remilitarisiert, indem man pensionierte  Offiziere der Militärpolizei zu  Direktoren ernannte, die selbst bei  kleineren Gefangenenprotesten sofort  brutale Sondereinheiten  einsetzen.“ Der Padre analysiert, daß zuviele  Richter noch  „faschistisch oder repressiv“ denken, absurd drakonische  Strafen  verhängen. „Ein Mann stahl ein paar Kuchenstücke und Milch,  alles keine  zwanzig Mark wert – bekam deshalb fünf Jahre Gefängnis!“  Zgubic lassen  solche Fälle emotional und heftig reagieren:“Wer für mich  da ins  Gefängnis gehört, ist der Richter – er zerstörte einem Menschen  das  Leben, verursachte den öffentlichen Kassen enorme Kosten.“ Im Staate   São Paulo sind es monatlich pro Gefangenen umgerechnet etwa 700 Mark,   in der Hauptstadt Brasilia sogar über eintausend.</p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/06/gobellepraneu1.jpg" alt="gobellepraneu1.jpg" /></p>
<p><strong>Weltweit höchste Dichte der mittelalterlichen Lepra in Brasilien. Deutscher Lepraexperte Manfred Göbel.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/07/lula-steht-rechts-ich-habe-ihn-immer-fur-einen-rechten-gehalten-ele-e-da-direitafrancisco-de-oliveira-renommierter-brasilianischer-soziologe-in-caros-amigos/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/07/lula-steht-rechts-ich-habe-ihn-immer-fur-einen-rechten-gehalten-ele-e-da-direitafrancisco-de-oliveira-renommierter-brasilianischer-soziologe-in-caros-amigos/</a></p>
<p><strong>Die Existenz zahlreicher Milliardäre und Millionäre direkt   neben extremem Elend, über 2000 Slums wie in Lateinamerikas reichster   Stadt Sao Paulo, weist auf den perversen Sozialdarwinismus, fehlende   Minimalstandards der Solidarität, auf Kolonial-und   Sklavenhaltermentalität(wie die Kirche stets betont)was sich zudem   beinahe überall im Arbeitsalltag auf abstoßende Weise manifestiert:   Neid, Mißgunst, Bösartigkeit, Intrigen, Rassismus sind nur zu oft die   eigentlichen Triebfedern im Haifischbecken des Arbeitslebens, in dem   letztlich nur die Cleversten, Brutalsten aufsteigen. In Ländern wie   Deutschland herrschen dagegen &#8211; bei aller Kritik &#8211; direkt paradiesische   Zustände, was die legale oder illegale Übersiedlung vieler Brasilianer,   darunter vieler Mittelschichtler, nach Mitteleuropa mit erklärt.</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/26/die-werte-und-die-gier-wolfgang-kessler-christliche-zeitschrift-publik-forum-nicht-solidaritat-herrscht-in-vielen-unternehmen-sondern-gier/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/26/die-werte-und-die-gier-wolfgang-kessler-christliche-zeitschrift-publik-forum-nicht-solidaritat-herrscht-in-vielen-unternehmen-sondern-gier/</a></p>
<p><strong>Brasiliens Millionäre und Milliardäre könnten sozusagen aus   der Portokasse den Haushalt jener brasilianischen Sozialprojekte   finanzieren, die heute nur zu oft noch von Spenden aus Europa, darunter   von Misereor oder Adveniat, leben, gar EU-und UNESCO-Gelder erhalten.</strong></p>
<p><strong>Priester Günther Zgubic aus Österreich:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/09/gunther-zgubic-gefangenenpriester-aus-osterreich-etwa-15-millionen-brasilianer-leiden-hunger-das-offentliche-gesundheitswesen-ist-eine-katastrophe-die-offentlichen-schulen-sind-miserabel-doch/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/09/gunther-zgubic-gefangenenpriester-aus-osterreich-etwa-15-millionen-brasilianer-leiden-hunger-das-offentliche-gesundheitswesen-ist-eine-katastrophe-die-offentlichen-schulen-sind-miserabel-doch/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/01/strasenkindersp1.jpg" alt="strasenkindersp1.jpg" /></p>
<p><strong>Straßenkinder in Sao Paulo an abgasverseuchter Avenida.</strong></p>
<p><strong>Brasiliens Kindersoldaten: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/22/brasiliens-kindersoldaten-junge-kinder-mit-waffen-die-einfach-anderre-kinder-erschossen-haben-die-sie-gerade-mal-schief-angeschaut-habenlesermail/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/22/brasiliens-kindersoldaten-junge-kinder-mit-waffen-die-einfach-anderre-kinder-erschossen-haben-die-sie-gerade-mal-schief-angeschaut-habenlesermail/</a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/25/franziskaner-sao-paulos-verteilen-weihnachten-nahrungsmittel-an-tausende-von-armen-und-verelendeten/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/25/franziskaner-sao-paulos-verteilen-weihnachten-nahrungsmittel-an-tausende-von-armen-und-verelendeten/</a></p>
<p><strong>Schüler in Österreich und Brasilien:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/22/fast-60-prozent-der-brasilianer-ab-15-sind-laut-pisa-kriterien-funktionelle-analphabeten-warnt-bildungsexperte-joao-batista-araujo-e-oliveira/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/22/fast-60-prozent-der-brasilianer-ab-15-sind-laut-pisa-kriterien-funktionelle-analphabeten-warnt-bildungsexperte-joao-batista-araujo-e-oliveira/</a></p>
<p><strong>Google-Foto Günther Zgubic:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/30/die-top100-website-beitrage-des-2halbjahrs-2009-regelmasige-website-nutzer-in-uber-90-landern-das-meist-genutzte-google-foto-der-website-gefangenenpriester-gunther-zgubic-aus-osterreich-koordinat/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/30/die-top100-website-beitrage-des-2halbjahrs-2009-regelmasige-website-nutzer-in-uber-90-landern-das-meist-genutzte-google-foto-der-website-gefangenenpriester-gunther-zgubic-aus-osterreich-koordinat/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/</a></p>
<p><strong>Weltsozialforum 2010:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/11/weltsozialforum-2010-in-porto-alegre-25-29januar/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/11/weltsozialforum-2010-in-porto-alegre-25-29januar/</a></p>
<p><strong>Sozialkritischer Samba &#8211; anklicken:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/12/o-iraque-e-aqui-der-irak-ist-hier-hit-von-jorge-aragao/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/12/o-iraque-e-aqui-der-irak-ist-hier-hit-von-jorge-aragao/</a></p>
<p><strong>Bia &#8211; die hochengagierte katholische Entwicklungshelferin aus   Österreich, Gründerin der lokalen KinderpastoralÂ &#8211; unvergessen von   allen in Vila Embratel, Sao Luis:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/25/padre-carlo-bianchi-aus-italien-und-maria-rodrigues-leiterin-der-kinderpastoral-im-armenviertel-vila-embratel-von-sao-luis-maranhao-gesichter-brasiliens/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/25/padre-carlo-bianchi-aus-italien-und-maria-rodrigues-leiterin-der-kinderpastoral-im-armenviertel-vila-embratel-von-sao-luis-maranhao-gesichter-brasiliens/</a></p>
<p><strong>José Zapatero, amtierender EU-Ratspräsident:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/11/jose-zapatero-spaniens-premierminister-lobt-lula-uber-alle-masen-der-mann-der-die-welt-uberrascht-esse-homem-honesto-integro-e-admiravel-von-amnesty-international-angeprangerte-folter/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/11/jose-zapatero-spaniens-premierminister-lobt-lula-uber-alle-masen-der-mann-der-die-welt-uberrascht-esse-homem-honesto-integro-e-admiravel-von-amnesty-international-angeprangerte-folter/</a></p>
<p><strong>Neue Bildungsstudie in Brasilien:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/03/brasilianischer-staat-erfullt-nur-ein-drittel-der-gesetzlichen-bildungsvorgaben-laut-studie-fortschrittliche-regierungspolitik-lob-aus-europa/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/03/brasilianischer-staat-erfullt-nur-ein-drittel-der-gesetzlichen-bildungsvorgaben-laut-studie-fortschrittliche-regierungspolitik-lob-aus-europa/</a></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1201698/">http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1201698/</a></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1124312/">http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1124312/</a></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/919048/">http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/919048/</a></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/879347/">http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/879347/</a></p>
<p><a href="http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/der-schwierige-ausbruch-aus-dem-stahlkorsett/5810270.html"><strong>http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/der-schwierige-ausbruch-aus-dem-stahlkorsett/5810270.html</strong></a></p>
<p><strong>“Zwölf Jahre nach dieser Fusion ist der Ruhrkonzern aber mit   6,25  Milliarden Euro verschuldet. Das ist mehr als das Dreifache des   für das  Geschäftsjahr 2010/11 geplanten operativen Gewinns. Grund für   die  Schuldenlast sind die neuen Stahlwerke in Brasilien und den USA,   die mit  zehn Milliarden Euro viel teurer wurden als geplant. Nun fehlt   in allen  Geschäftsfeldern das Geld für Investitionen.”</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/lulastatuspaulista.JPG" alt="lulastatuspaulista.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/27/das-thyssenkrupp-stahlwerk-und-die-von-der-who-konstatierte-luftvergiftung-von-rio-de-janeiro-brasiliens-umweltschutzer-weisen-auf-den-interessanten-zusammenhang/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/27/das-thyssenkrupp-stahlwerk-und-die-von-der-who-konstatierte-luftvergiftung-von-rio-de-janeiro-brasiliens-umweltschutzer-weisen-auf-den-interessanten-zusammenhang/</strong></a></p>
<p><strong>“Ein gutes Beispiel für gelungene Globalisierung”:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/19/thyssenkrupp-in-rio-de-janeiro-neues-stahlwerk-wird-immer-teurer-laut-handelsblatt-lokale-militardiktatur-im-umfeld-laut-grunen-politiker-alfredo-sirkis-todesschwadronen-folter-scheiterhauf/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/19/thyssenkrupp-in-rio-de-janeiro-neues-stahlwerk-wird-immer-teurer-laut-handelsblatt-lokale-militardiktatur-im-umfeld-laut-grunen-politiker-alfredo-sirkis-todesschwadronen-folter-scheiterhauf/</strong></a></p>
<h2>Rio+20. Neue deutsche “Umweltpolitik” in  Brasilien:  Umweltjournalist Norbert Suchanek über die Folgen des  “Sojawahns”;  brachiale Naturvernichtung dank immer höherer Zucker- und   Ethanolimporte, ThyssenKrupp in Rio de Janeiro, die “Resultate” des   Pilotprogramms zum Schutz der Regenwälder. ARD-Monitor: “Versklavt und   vertrieben”. Weltsozialforum-Erfinder Oded Grajew. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=8479" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/oded-grajew/" rel="tag"> </a></p>
<p><strong>Jeder erinnert sich: Jahrhunderte ging es in  Deutschland  sehr gut ohne Soja &#8211;  wurden die Nutztiere, ob Schwein, Rind  oder Huhn,  sehr gesund mit den vielfältigsten Futterpflanzen meist  frisch von  nahen Feldern und Weiden ernährt. Wer aus der Landwirtschaft  kommt,  kennt die Details. Heute können einem die Tiere nur leid tun &#8211;   deren  langweilige, unnatürlich aussehende Nahrung kommt meist aus   (Dioxin-)Futterfabriken &#8211; die Fleischqualität ist entsprechend.   Wirtschaftspolitisch erzwungen von den Tierfabrik-Bossen und ihren   politischen Handlangern, wurde massiv ausgerechnet auf extrem   umweltschädlich herantransportiertes Soja-Futtermittel meist   aus Brasilien umgestellt, wird politisch und über die Mainstream-Medien   der Eindruck erweckt, als ginge ohne Soja in der deutschen   Landwirtschaft nichts mehr. Der renommierte deutsche Umweltjournalist   Norbert Suchanek hat in seinem neuen Buch “Der Sojawahn. Wie eine Bohne   ins Zwielicht gerät” wissenschaftlich analysiert, was die von jedermann   bekannten Figuren politisch verantwortete,  durchgepeitschte Soja-Politik  für ein Entwicklungsland wie Brasilien  bedeutet:”Unsere Kühe weiden am  Rio de la Plata &#8211; mit diesem nach wie  vor gültigen Spruch haben bereits  vor gut 20 Jahren  Entwicklungsorganisationen auf die Problematik der  Erzeugung von Futter  in Brasilien für deutsche Milchkühe hingewiesen.  Geändert hat sich  nichts. Die ökologischen und sozialen Folgen sind  dramatisch: In  Lateinamerika wurden Millionen von Hektar artenreiche  Regenwald-und  Trockengebiete, Naturweiden und kleinbäuerliche  Kulturräume für Soja  vernichtet, Tausende von Menschen aus ihren  traditionellen Lebensräumen  vertrieben, Flüsse und Grundwasser mit  Pestiziden verseucht.” Norbert  Suchanek beschreibt wohlgemerkt einen  akuten Straftatbestand.</strong></p>
<p><strong>Auch die Schweiz kauft Soja größtenteils in Brasilien.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/24/vorsicht-quer-gedacht-nichts-fur-die-zugig-wachsende-masse-der-mainstream-nachbeter-suchaneks-neues-buch-vom-oekom-verlag-munchen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/24/vorsicht-quer-gedacht-nichts-fur-die-zugig-wachsende-masse-der-mainstream-nachbeter-suchaneks-neues-buch-vom-oekom-verlag-munchen/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/02/canabrand4.JPG" alt="canabrand4.JPG" /></p>
<p><strong> </strong><strong>Wer länger in Brasilien lebt, hat   mitbekommen, in welch atemberaubendem Tempo diese neue deutsche   “Umweltpolitik” Brasiliens Natur mit ruiniert, wie rasch gerade die   exotischen Klischee-Tropenvögel verschwinden. Und hört gerade von   kirchlichen Umweltexperten des Tropenlandes, darunter Bischöfen und   Kardinälen, permanent scharfe Kritik an den Folgen steigender Sojakäufe   durch das wirtschaftlich tonangebende EU-Land. Franziskaner-Erzbischof   José Belisario dos Santos in Sao Luis/Maranhao ist nur einer von vielen   hochsensiblen Kirchenmännern, die detaillierte  Vorher-Nachher-Vergleiche  anstellen. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/11/brasiliens-uber-1000-giftspruhflugzeuge-der-umwelthorror-monokulturen-von-soja-mais-kaffee-zitrusfruchten-bananen-und-getreide-aus-der-luft-eingenebelt-energische-proteste-von-umweltorganisati/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/11/brasiliens-uber-1000-giftspruhflugzeuge-der-umwelthorror-monokulturen-von-soja-mais-kaffee-zitrusfruchten-bananen-und-getreide-aus-der-luft-eingenebelt-energische-proteste-von-umweltorganisati/</a></p>
<p><strong>Eine Welt, ein Umweltschutz-Kodex &#8211; ebenso wie in Deutschland   müssen auch in Brasilien die genau aufgelisteten Umweltschäden, die   Artenverluste von den Schuldigen wieder rückgängig gemacht werden, ohne   Kosten für den Steuerzahler. Alibi-Umweltorganisationen,   Alibi-Öko-Parteien haben es stets bei den üblichen Alibi-Erklärungen   belassen, das Betroffenheitsgesülze von Alibi-Klima-und   Artenschutzkonferenzen ist jedermann bekannt. Derzeit &#8211; und wieder   wirtschaftspolitisch erzwungen &#8211; wird bei Zucker und dem Agrotreibstoff   Ethanol aufgedreht, steigen die Käufe aus Brasilien stark an &#8211; und  damit  die gigantischen Flächenbrände auf den brasilianischen   Zuckerrohrplantagen. </strong></p>
<p><strong>ARD-Monitor, anklicken:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/02/monitorversklavt-und-vertrieben-die-verlierer-des-biosprit-booms-die-rolle-der-deutschen-banken-warum-lula-rousseff-soviel-lob-aus-europa-bekommen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/02/monitorversklavt-und-vertrieben-die-verlierer-des-biosprit-booms-die-rolle-der-deutschen-banken-warum-lula-rousseff-soviel-lob-aus-europa-bekommen/</a></p>
<p><strong>USA tanken bereits Amazonas-Ethanol:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/05/15/usa-tanken-bereits-amazonas-ethanol-umweltjournalist-norbert-suchanek-aus-rio-de-janeiro/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/05/15/usa-tanken-bereits-amazonas-ethanol-umweltjournalist-norbert-suchanek-aus-rio-de-janeiro/</a></p>
<p><strong> </strong><strong>Wie das neue ThyssenKrupp-Stahlwerk in Rio   de Janeiro u.a. den CO2-Ausstoß der Zuckerhutmetropole sehr   “umweltfreundlich” verändert, hat sich inzwischen herumgesprochen. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/03/thyssenkrupp-in-rio-de-janeiro-neue-millioneninvestitionen-wegen-starker-luftverschmutzung-in-nahen-wohnvierteln-deutsche-umweltpolitik-im-ausland-siehe-ethanolproduktion/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/03/thyssenkrupp-in-rio-de-janeiro-neue-millioneninvestitionen-wegen-starker-luftverschmutzung-in-nahen-wohnvierteln-deutsche-umweltpolitik-im-ausland-siehe-ethanolproduktion/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/07/thyssenkrupp-in-rio-de-janeiro-brasiliens-wichtigste-qualitatszeitung-mit-spezialreportage-uber-viele-pannen-und-fehler-des-neuen-stahlwerks/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/07/thyssenkrupp-in-rio-de-janeiro-brasiliens-wichtigste-qualitatszeitung-mit-spezialreportage-uber-viele-pannen-und-fehler-des-neuen-stahlwerks/</a></p>
<p><strong> R</strong><strong>enommierte brasilianische Umweltexperten   wie der Grünen-Politiker Fabio Feldmann und UNO-Berater Dr. Fabio   Olmos haben mehrfach klar ausgesprochen, was von dem mit großem Pomp   verkündeten Pilotprogramm zum Schutze der Regenwälder Brasiliens zu   halten ist, als dessen Hauptfinanzier Deutschland auftrat:</strong>  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/das-ergebnis-war-bedeutungslos-fabio-feldmann-judischer-umweltexperte-brasiliens-zum-g-7-pilotprojekt-zum-schutz-der-brasilianischen-regenwalder-hauptfinanzier-deutschland/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/das-ergebnis-war-bedeutungslos-fabio-feldmann-judischer-umweltexperte-brasiliens-zum-g-7-pilotprojekt-zum-schutz-der-brasilianischen-regenwalder-hauptfinanzier-deutschland/</a></p>
<p><strong>Umwelt-Betrügereien:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/07/pilotprojekt-der-g-7-staaten-zum-schutz-der-brasilianischen-regenwalder-zahlt-zu-den-grosten-fehlschlagen-und-umwelt-betrugereien-dr-fabio-olmos-biologe-und-umweltexperte-uno-berater-deutschl/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/07/pilotprojekt-der-g-7-staaten-zum-schutz-der-brasilianischen-regenwalder-zahlt-zu-den-grosten-fehlschlagen-und-umwelt-betrugereien-dr-fabio-olmos-biologe-und-umweltexperte-uno-berater-deutschl/</a></p>
<p><strong>Brasilien und die Schlachthöfe:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/06/brasilianer-beherrschen-schlachthofe-der-welt-handelsblatt-greenpeace-zu-forderung-von-urwald-vernichtenden-fleischunternehmen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/06/brasilianer-beherrschen-schlachthofe-der-welt-handelsblatt-greenpeace-zu-forderung-von-urwald-vernichtenden-fleischunternehmen/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/24/es-gibt-kein-umweltbewustsein-in-brasilien-die-kultur-des-landes-ist-zerstorung-mario-mantovani-umweltexperte-nao-ha-consciencia-ecologica-no-pais-a-cultura-do-brasil-e-de-degradacao/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/24/es-gibt-kein-umweltbewustsein-in-brasilien-die-kultur-des-landes-ist-zerstorung-mario-mantovani-umweltexperte-nao-ha-consciencia-ecologica-no-pais-a-cultura-do-brasil-e-de-degradacao/</a></p>
<p><strong>Uran, Atomkraftwerke, Norbert Suchaneks Anti-Atom-Filmfestival:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/02/brasiliens-rousseff-regierung-will-etwa-50-atomkraftwerke-bauen-anti-atom-filmfestival-in-rio-de-janeiro-und-sao-paulo-von-norbert-suchanek-organisiert/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/02/brasiliens-rousseff-regierung-will-etwa-50-atomkraftwerke-bauen-anti-atom-filmfestival-in-rio-de-janeiro-und-sao-paulo-von-norbert-suchanek-organisiert/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/03/brasilia-unter-dilma-rousseff-betont-strategische-bedeutung-der-eigenen-uranvorkommen-grosenordnung-wie-australien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/03/brasilia-unter-dilma-rousseff-betont-strategische-bedeutung-der-eigenen-uranvorkommen-grosenordnung-wie-australien/</a></p>
<p>Brasiliens Kirche appelliert an Europas Christen: Schweigt nicht zu diesen Zuständen hier. Hintergrund von 2008</p>
<p>Sklavenarbeit, Umweltvernichtung, teure Nahrungsmittel und Misere in   Brasilien – für volle Auto-Tanks in europäischen Staaten wie   Deutschland? Die katholische Kirche des Tropenlandes hat jetzt an die   deutschen Gläubigen appelliert, zu den unmenschlichen Bedingungen bei   der Erzeugung des Kraftstoffs Ethanol aus Zuckerrohr nicht zu schweigen.   Padre Antonio Garcia Peres, Generalsekretär der brasilianischen   Wanderarbeiter-Seelsorge, sagte, die deutschen Kirchen müßten die   Öffentlichkeit über die gravierenden Hintergründe und Folgen der   Ethanolproduktion aufklären, vor allem brutale   Menschenrechtsverletzungen  sowie Umweltzerstörung anprangern. Padre   Peres lebt, arbeitet seit vielen Jahren nahe der Wirtschaftsmetropole   Sao Paulo mitten in einer traditionellen Landwirtschaftsregion. „Die   Böden im Teilstaat Sao Paulo zählen zu den fruchtbarsten der Erde –   deshalb wurden hier früher alle wichtigen Grundnahrungsmittel, von   Bohnen bis Reis, Getreide aller Art, angebaut. Wenn ich mich jetzt   umschaue – ein wahrer Ozean von Zuckerrohr zur Ethanolerzeugung. Es ist   der reine Wahnsinn – pure Geld-und Profitgier hat diesen absolut   verrückten Ethanolboom ausgelöst, das muß man entlarven!“ Durch die   Ethanolproduktion werde die Nahrungserzeugung stark reduziert, erhöhten   sich die Lebensmittelpreise. In Sao Paulo, Brasiliens größter Stadt,   seien schwarze Bohnen, ein wichtiges, sehr nährstoffhaltiges   Grundnahrungsmittel im Lande, in den letzten zwölf Monaten um 168   Prozent verteuert worden. Mit  zunehmenden Ethanolexporten  auch nach   Deutschland  werde all diese negative Entwicklung weiter forciert.</p>
<p>Ist das die einsame Position eines Provinzpadres, der die Welt, die   neuen Zeiten nicht mehr versteht? Schließlich rühmt auch Deutschlands   Wirtschaft jenes Ethanol als „Biosprit“, als sauber, umweltfreundlich,   fortschrittlich. Padre Peres ist längst gefragter Experte, reist häufig   in europäische Länder, wird von Nichtregierungsorganisationen ebenso  wie  von der UNO regelmäßig konsultiert. Nicht zufällig nennt diese die   Erzeugung von Agro-Treibstoffen sogar „ein Verbrechen gegen die   Menschheit“ – Lateinamerika werde ebenfalls von der neuen, weltweiten   Hunger-und Nahrungsmittelkrise erfaßt.  Padre Peres hat die gesamte   Bischofskonferenz Brasiliens hinter sich, arbeitet eng mit kirchlichen,   nicht-kirchlichen Umwelt-und Menschenrechtsaktivisten zusammen. Und   beruft sich stets auf Jesus Christus: „Er hat uns gelehrt, brüderlich zu   handeln, für christliche Werte zu kämpfen. Kirche darf nicht heißen,   nur Gottesdienste zu zelebrieren, eine leere Spiritualität zu predigen.   Echter Glaube zeigt sich in der täglichen Praxis! Deshalb darf die   Kirche jetzt Jesus Christus nicht verraten, darf nicht mithelfen, diese   unerträglichen Zustände zu verstecken oder zu bemänteln, sondern muß   ganz im Sinne von Jesus klar Position beziehen, muß informieren und   hinterfragen, hat dort in Deutschland jetzt eine ganz wichtige Rolle.“   Vor dem Hintergrund der Nahrungskrise müßten die Kirchen zudem ein   weltweites Netz der Solidarität knüpfen, auf die Einhaltung der   Menschenrechte dringen. „Die Wohnlager der Zuckerrohrarbeiter erinnern   mich an deutsche KZs – nur durch abstoßendes, inhumanes Sozialdumping   sind brasilianisches Ethanol, brasilianischer Zucker auf dem Weltmarkt   so billig!“</p>
<p>Padre Peres beobachtet, wie nicht nur im Teilstaate Sao Paulo mit   seinen deutschen Auto-Multis von VW bis Mercedes-Benz europäische,   darunter deutsche Investoren Milliarden Euro in die Ethanolerzeugung   stecken. „Pflegt man in Deutschland nicht diesen wunderschönen Diskurs   von der sozialen Verpflichtung des Eigentums, vom Wert des human factor –   vergißt das aber in Brasilien?“, fragt er ironisch. Und richtet auch  an  die Investoren einen Appell:“Sie dürfen nicht nur auf rasche   Superprofite schauen, sondern müssen hier beim Respektieren von   Menschenrechtsnormen und Sozialstandards ein Beispiel geben! Mit   Menschenleben darf man nicht spielen – Investoren sollten sich nicht zu   Komplizen skandalöser Zustände machen!“</p>
<p>Brasilien ist die zehntgrößte Wirtschaftsnation, Sao Paulo ihr   reichster , ökonomisch führender Teilstaat. „Und dennoch verdeckte   Sklaverei, viele Arbeiter sterben vor Erschöpfung!“ Kaum zu fassen, aber   Zuckerrohrarbeiter auf den endlosen Plantagen verdienen monatlich   allerhöchstens umgerechnet etwa 300 Euro. Wer als Zuckerrohrschneider   mit dem schweren Haumesser pro Tag nicht mindestens acht Tonnen schafft,   fliegt raus. Immer mehr Arbeiter nehmen deshalb harte Drogen wie  Crack,  um durchzuhalten, die körperlichen Schmerzen zu ertragen. „Das  sind  bitterarme, häufig schlecht ernährte Wanderarbeiter aus dem  tausende  Kilometer entfernten Nordosten – man braucht sich nur  vorzustellen, wie  die am Ende des Arbeitstages aussehen – fix und  fertig!“ Unter den  Zuckerrohrplantagen liegt das bis Argentinien  reichende, weltgrößte  Süßwasservorkommen. „Das wird durch den massiven  Pestizideinsatz  kontaminiert.“</p>
<p>Über dreitausend Kilometer von Padre Peres entfernt, fordert in   Amazonien der aus Österreich stammende Bischof Erwin Kräutler sogar   einen Stopp für weitere Zuckerrohrplantagen, kritisiert den Ethanolboom   ebenfalls scharf. „Wer im Weg ist, wird erschossen“, sagt Kräutler zu   den vielen Morden an Umwelt-und Menschenrechtsaktivisten, die sich den   Vernichtern der Schöpfung in den Weg stellten. Der Bischof selbst   überlebte Attentate, ist von Mord bedroht, wird rund um die Uhr durch   Polizisten bewacht. Daß man in Europa meist so gleichgültig gegenüber   den Zuständen in Lateinamerika ist, erbittert ihn. „Es ist kurzsichtig   zu sagen, damit habe ich nichts zu tun! Wir sind in einer einzigen Welt.   Wir tragen auch Verantwortung für andere Teile der Welt und die   Menschen, die dort leben. Gerechtigkeit heißt, daß wir uns gerade für   diese Völker, die heute im Abseits stehen, einsetzen – und das ist auch   Aufgabe der Kirche. Profitgier zerstört Amazonien!“</p>
<p>Aber was stimmt denn nun? Deutsche Politiker, deutsche   Wirtschaftsexperten sagen doch immer, die Ethanolproduktion schädige   Brasiliens Regenwälder nicht, in Amazonien wachse gar kein Zuckerrohr,   nur viel weiter südlich – und Brasiliens Staatschef Lula sagt das auch.   Der französische Menschenrechtsanwalt und Franziskaner Xavier Plassat,   der in Brasilien die Anti-Sklaverei-Aktionen der Bischofskonferenz   leitet, widerspricht  diesen „Experten“ und auch Lula:“Das ist die   Unwahrheit. Lula sagte all dies in Europa just an dem Tag, als auf einer   Zuckerrohrplantage in Amazonien über eintausend Sklavenarbeiter  befreit  worden sind! Ein alter Hut, daß in vier Amazonas-Teilstaaten  seit  Jahren Zuckerrohr angebaut wird!“</p>
<p>Moment mal: Sagen nicht Lula, seine zu einer Wunderheilersekte   zählende Umweltministerin Marina Silva, zudem europäische Politiker   nicht immer, Ethanol-Treibstoff werde nachhaltig erzeugt, europäische   Nachhaltigkeitskriterien für den Ethanol-Import würden bereits erfüllt?   „Allein der massive Einsatz von Sklavenarbeitern bei der   Ethanolerzeugung beweist, daß von Nachhaltigkeit keine Rede sein kann“,   betont Padre Antonio Canuto, Generalsekretär der bischöflichen   Landpastoral (CPT). „Wenn unsere Ministerin Marina Silva der deutschen   Seite erklärt, daß die Ethanolproduktion weder zu Lasten des Regenwaldes   noch der Nahrungserzeugung gehe, sagt sie nicht die Wahrheit!“ Roberto   Malvezzi, Umweltexperte der Bischofskonferenz und Misereor-Partner,  ist  gerade von einer Vortragsreise durch Deutschland zurückgekehrt,  stimmt  im Interview Padre Canuto zu, weist auf die grauenhafte  Ausbeutung  ungezählter Sklavenarbeiter. „Der Zuckerrohranbau zerstört  nicht nur  Amazonien, sondern auch unsere wertvollen Savannenregionen  und das  Pantanal!“ In dieses tierreichste Feuchtgebiet der Erde reisen  auch  viele europäische Touristen – manche bemerken, wie man auch das   zerstört. Dort hatte sich bereits 2005 der bekannte brasilianische   Umweltaktivist Francisco Barros aus Protest gegen die forcierte   naturvernichtende Ethanolproduktion selbst verbrannt.</p>
<p><strong>Politisches Umfeld:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/01/jose-sarney-ex-chef-der-diktaturpartei-arena-wurde-zum-vierten-mal-prasident-des-brasilianischen-kongressenats-und-damit-machtigster-mann-des-landesparlaments/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/01/jose-sarney-ex-chef-der-diktaturpartei-arena-wurde-zum-vierten-mal-prasident-des-brasilianischen-kongressenats-und-damit-machtigster-mann-des-landesparlaments/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/01/berlinale-2011-tropa-de-elite-2-nicht-verpassen-erfolgreichster-streifen-der-brasilianischen-filmgeschichte-trailer-anklicken/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/01/berlinale-2011-tropa-de-elite-2-nicht-verpassen-erfolgreichster-streifen-der-brasilianischen-filmgeschichte-trailer-anklicken/</a></p>
<p><strong>Folter, Todesschwadronen:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/03/brasiliens-neue-prasidentin-dilma-rousseff-schweigt-zu-verurteilung-durch-interamerikanischen-menschenrechts-gerichtshof-rechtsexperte-fabio-konder-comparato-analysiert/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/03/brasiliens-neue-prasidentin-dilma-rousseff-schweigt-zu-verurteilung-durch-interamerikanischen-menschenrechts-gerichtshof-rechtsexperte-fabio-konder-comparato-analysiert/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/05/brasilien-auf-uno-index-fur-menschliche-entwicklung-jetzt-platz-75-hinter-argentinien-chile-und-kuba/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/05/brasilien-auf-uno-index-fur-menschliche-entwicklung-jetzt-platz-75-hinter-argentinien-chile-und-kuba/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</a></p>
<p><strong>HSBC, Finanznachrichten:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/01/anlegerfernsehen-die-sicht-der-anderen-auf-brasilien-anklicken/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/01/anlegerfernsehen-die-sicht-der-anderen-auf-brasilien-anklicken/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/23/den-leuten-zu-sagen-in-was-fur-einer-verlogenen-scheise-wir-alle-leben-schlingensief-in-sao-paulo/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/23/den-leuten-zu-sagen-in-was-fur-einer-verlogenen-scheise-wir-alle-leben-schlingensief-in-sao-paulo/</a></p>
<p><strong>Weltsozialforum-Erfinder Oded Grajew:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/20/weltsozialforum-2010-in-porto-alegre-und-brasilien-das-system-hier-ist-einfach-verfault-weltsozialforum-erfinder-oded-grajew-in-sao-paulo/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/20/weltsozialforum-2010-in-porto-alegre-und-brasilien-das-system-hier-ist-einfach-verfault-weltsozialforum-erfinder-oded-grajew-in-sao-paulo/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/30/oko-protest-in-der-city-sao-paulos/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/30/oko-protest-in-der-city-sao-paulos/</a></p>
<h2>Massenhafte Vernichtung theoretisch streng geschützter Fledermäuse durch Windkraftwerke in Deutschland. Wattenrat Ostfriesland zu Uralt-Fakten, bestätigt durch eine neue Studie. Umweltfreundlichkeit &#8211; die Neudefinition eines Begriffs. (”umweltfreundliche Windräder”) ”Wir fördern erneuerbare Energien, die ungefährlich für Mensch und Umwelt sind” &#8211; Motto einer teuren, landesweiten PR-Kampagne des deutschen Umweltministeriums unter Minister Jürgen Trittin. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=16161" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/fledermaus-vernichtung-durch-windkraftwerke-in-deutschl/" rel="tag">fledermaus-vernichtung durch windkraftwerke in deutschl</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/wolfgang-sauerbier/" rel="tag">wolfgang sauerbier</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/05/27/offizieller-artenschutz-in-deutschland-beispiel-rotmilan-nabu-vogel-des-jahres-2000/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/05/27/offizieller-artenschutz-in-deutschland-beispiel-rotmilan-nabu-vogel-des-jahres-2000/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/06/23/rio20-2012-welttreffen-der-naturvernichter-oko-zyniker-und-verdranger-mit-prognostizierten-resultaten-zuendegegangen-neoliberale-wirtschaft-siegte-mit-ihrer-strategie-wie-vor-20-jahren-bedrucke/">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/06/23/rio20-2012-welttreffen-der-naturvernichter-oko-zyniker-und-verdranger-mit-prognostizierten-resultaten-zuendegegangen-neoliberale-wirtschaft-siegte-mit-ihrer-strategie-wie-vor-20-jahren-bedrucke/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/08/15/das-schmutzige-geheimnis-der-energiewende-financial-times-deutschland-zur-abzocke-in-deppenland/">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/08/15/das-schmutzige-geheimnis-der-energiewende-financial-times-deutschland-zur-abzocke-in-deppenland/</a></p>
<p>16. August 2013</p>
<h1>Windenergie und Fledermäuse: Massentod für das Investitionsklima</h1>
<h2></h2>
<p><a href="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2013/08/Fledermaus_WKA_EGE.jpg"><img src="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2013/08/Fledermaus_WKA_EGE.jpg" width="575" height="373" /></a></p>
<p>Tote Fledermaus unter Windkraftanlage, Foto (C): Archiv EGE</p>
<p>Von Januar 2007 bis Dezember 2009 untersuchten Wissenschaftler der Universität Hannover – Institut für Umweltplanung &#8211;  das Tötungsrisiko von Fledermäusen in dem Forschungsprojekt <a href="http://www.umwelt.uni-hannover.de/219.html?&amp;tx_tkforschungsberichte_pi1[showUid]=68&amp;tx_tkforschungsberichte_pi1[backpid]=90&amp;cHash=83df935b74" title="Forschungsvorhaben Fledermäuse-Windkraftanlagen">„Entwicklung von Methoden zur Untersuchung und Reduktion des Kollisionsrisikos von Fledermäusen an Onshore-Windenergieanlagen“</a>. Einer der Kooperationspartner des Projektes war der Windkraftanlagenhersteller Enercon aus Aurich.</p>
<p>Gefördert wurde das Vorhaben mit öffentlichen Mitteln des Bundesumweltministeriums mit 1,1 Millionen Euro. An insgesamt 84 (vierundachtzig) bundesweit ausgewählten Windkraftanlagen- von derzeit mehr als 23.000 in Deutschland – wurden Fledermausaktivitäten und -verluste ermittelt und modellhaft fledermausfreundliche Betriebsalgorithmen zur Reduzierung des Schlagrisikos entwickelt. Ganz nebenbei: Das Institut der Universität Hannover geht in seiner Projektbeschreibung tatsächlich davon aus, dass Windkraftanlagen einen Einfluss auf das Wetter und damit in der Folge auch auf das Klima und die “globale Erwärmung” haben, obwohl seit mehr als zehn Jahren keine messbare Erwärmung mehr festgestellt wird und die Temperaturen sinken.</p>
<blockquote><p><strong>Auszug aus der Projektbeschreibung:</strong></p>
<p><strong>Hintergrund und Ziel des Vorhabens:</strong><br />
<strong>Angesichts der globalen Erwärmung ist schon vor Jahren das politische Ziel formuliert worden, den weiteren Ausstoß von klimaschädlichen Gasen zu begrenzen. In Deutschland wurde daher schon 1991 eine gesetzlich gesicherte Einspeisevergütungen geführt, mit der Elektrizitätsversorgungsunternehmen verpflichten werden elektrische Energie aus regenerativen Quellen abzunehmen. Das hieraus resultierende günstige Investitionsklima hat dazu geführt, dass Deutschland heute das Land mit der größten installierten Windenergieleistung weltweit ist. Trotzdem sind weitere Anstrengungen im Klimaschutz notwendig um die bislang formulierten Ziele zu erreichen. In der Folge wird die Bedeutung der regenerativen Energien – auch der Windenergie – weiter zunehmen und ihr Ausbau weiter voranschreiten. Seit einigen Jahren ist jedoch bekannt, dass Fledermäuse auch in Deutschland an bestimmten Standorten an Windkraftanlagen verunglücken. Zuvor war dieses Phänomen aus den USA und anderen Ländern bekannt geworden. Mittlerweile wurden von den 24 in Deutschland vorkommenden Arten 13 Arten als Schlagopfer unter hiesigen Windkraftanlagen gefunden. Nach dem aktuellen Kenntnisstand scheinen fünf Arten, auf die 90 % aller bisher gefundenen verunglückten Tiere entfallen, besonders betroffen zu sein (Dürr 2007). Auf der anderen Seite genießen Fledermäuse europa- und bundesweit (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie 92/43/EWG bzw. Bundesnaturschutzgesetz) einen strengen Schutz. Sie gehören zu den streng geschützten Arten, die – neben anderen Verboten – nicht getötet werden dürfen. […]</strong></p></blockquote>
<p>Das Ergebnis: Es wurden dramatisch hohe Verluste an einzelnen Anlagen festgestellt, durchschnittlich mehr als neun – nach anderen Zahlen der Universität Hannover durchschnittlich 12 – und bis zu 57 tote Tiere je Anlage zwischen Juli und September eines Jahres. Hochgerechnet (durchschnittlich 9,5 Fledermäuse x 23.300 Windkraftanlagen) kommt man bei der Anzahl von Windkraftanlagen in Deutschland auf fast eine Viertelmillion getötete, aber streng geschützte Fledermäuse, pro Jahr! Die Fledermäuse kommen entweder durch den direkten Rotorkontakt ums Leben oder werden durch das Barotrauma getötet, das durch den enormen Luftdruckunterschied vor und hinter dem Rotor die inneren Organe der Tiere zerfetzt. Auch für Fledermäuse gilt ein Tötungsverbot nach § 44 Bundesnaturschutzgesetz. Vermutlich ist die Zahl der getöteten Tiere noch wesentlich höher, da als Erfassungszeitraum nur die Monate Juli bis September vorliegen, Fledermäuse aber schon von April bis in den Oktober hinein aktiv sind. Fledermäuse, die durch die Rotoren weit in angrenzende Getreide- oder Maisfelder geschleudert werden, werden ohnehin kaum gefunden.</p>
<table width="678">
<tr>
<td>
<blockquote><p><strong>§ 44 Vorschriften für besonders geschützte und bestimmte andere Tier- und Pflanzenarten</strong></p>
<p><strong>(1) Es ist verboten, wild lebenden Tieren der besonders geschützten Arten nachzustellen, sie zu fangen, zu verletzen oder zu töten oder ihre Entwicklungsformen aus der Natur zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören,[…]</strong></p></blockquote>
</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
</table>
<p>Die untersuchten 84 Anlagen wurden nicht öffentlich bekannt gemacht. Es wurde vereinbart, die Anlagenstandorte aufgrund der Ergebnisse nicht bekanntzugeben, aus Rücksicht auf mögliche Ertragseinbußen für die Windkraftbetreiber, obwohl das Projekt mit öffentlichen Mitteln finanziert wurde.</p>
<p>Die <a href="http://www.egeeulen.de/inhalt/nachrichten.php" title="EGE">Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen (EGE)</a> hat diesen Skandal öffentlich gemacht. Dem Vernehmen nach hat die EGE auch versucht, die großen Umweltverbände NABU und BUND mit ins Boot zu holen. Diese Naturschutzverbände reagierten aber gar nicht. Das Bundesumweltministerium hat angeblich keine Kenntnis von den untersuchten Anlagenstandorten und antwortete nicht mehr auf ein Schreiben der EGE. Nachfolgend veröffentlichen wir den Text von der Webseite der Eulenfreunde ungekürzt mit deren freundlicher Genehmigung:</p>
<p><strong>Das Verschleiern und Vertuschen von Fakten hat Methode in Deutschland – nicht nur beim Doping im Sport, Ausspähen der Bürger oder Spenden an Parteien. Die Verschleierung von Daten ist auch Geschäftsvereinbarung des mit 1,1 Millionen Euro vom Bundesumweltministerium (BMU) geförderten Forschungsvorhabens der Universität Hannover. Das Forschungsvorhaben dient fraglos dem besseren Schutz von Fledermäusen, die in besorgniserregend hoher Zahl an den Anlagen ums Leben kommen. Den Ergebnissen des Forschungsvorhabens zufolge sterben an den 25.000 Windenergieanlagen in Deutschland eine Viertelmillion Fledermäuse in einem einzigen Sommer.</strong></p>
<p><strong>Dem Forschungsvorhaben haftet indessen ein Makel an: Damit die Betreiber der für das Forschungsvorhaben zufällig ausgewählten Anlagen nicht nachträglich mit Betriebsbeschränkungen konfrontiert werden können und vor Gewinneinbußen geschützt sind, hat ihnen die Universität Hannover mit Billigung des BMU Diskretion zugesichert. Die Anlagenstandorte werden nicht bekanntgemacht.</strong></p>
<p><strong>Die EGE hatte dieses Gebaren kritisiert und sich mehrfach (zuletzt am 22.07.2013) an das BMU gewandt, es möge den im Rahmen des Forschungsvorhabens bekanntgewordenen hohen Verlusten nachgehen und für die betreffenden Einzelanlagen die Festlegung befristeter Abschaltzeiten veranlassen. Nachdem eine Antwort des BMU ausgeblieben ist, wendet sich die EGE in einer Presseinformation an die Medien. <a href="http://www.egeeulen.de/files/ege_presseinfo_15082013.pdf">Klicken Sie bitte hier</a> (pdf-Datei, ca. 140 KB), wenn Sie die Presseinformation lesen möchten.</strong></p>
<p>—</p>
<p><em><strong>#edit 19. August:</strong></em> Die Nachrichtenagentur dpa berichtete am 17., 18. und 19. August bundesweit ausführlich über den von der EGE berichteten Skandal:</p>
<blockquote><p><strong>Spiegel online, 19. August 2013</strong></p>
<h2><strong><a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/windkraft-tausende-fledermaeuse-sterben-an-windraedern-in-deutschland-a-917385.html#spRedirectedFrom=www&amp;referrrer=" title="SPON_Fledermäuse_WKA_19Aug2013">Hochrechnung: Studie sieht Fledermaus-Massensterben an Windrädern</a></strong></h2>
<p><strong>Eine Stichprobe alarmiert Behörden: Eine Viertelmillion Fledermäuse könnten demnach pro Jahr in Deutschland durch Windräder zu Tode kommen. Vogelschützer fordern, gefährliche Rotoren zu bremsen – doch die untersuchten Anlagen bleiben geheim. […] “Rechnet man den Befund auf die aktuell 25.000 Windenergieanlagen in Deutschland hoch, sterben an ihnen jährlich eine Viertelmillion Fledermäuse”, warnt die Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen (EGE), die auch für die fliegenden Säugetiere kämpft. […] </strong>B<strong>risant auch: Das Bundesumweltministerium (BMU) hat die Studie mit rund 1,1 Millionen Euro gefördert. Der Vorwurf der EGE lautet nun, dass der Bund Steuergeld für ein Projekt ausgebe, bei dem herauskomme, dass untersuchte Windanlagen womöglich nur mit neuen Auflagen gesetzeskonform sind. […] Bislang hatte das Bundesumweltministerium stets bestritten, dass Windräder eine erhebliche Bedrohung für Vögel wären. Ein BMU-Sprecher weist nun darauf hin, dass seine Behörde die Daten nicht habe. “Gleichwohl nehmen wir das Thema des Kollisionsrisikos von Fledermäusen mit Windkraftanlagen sehr ernst.” […]</strong></p>
<p><strong>Hintergrund:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/26/wer-windkraftanlagen-als-umweltfreundlich-einstuft-und-warum-das-beispiel-der-theoretisch-streng-geschutzten-fledermause-in-deutschland-werte-und-definitionswandel-und-der-heutige-rest-naturs/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/26/wer-windkraftanlagen-als-umweltfreundlich-einstuft-und-warum-das-beispiel-der-theoretisch-streng-geschutzten-fledermause-in-deutschland-werte-und-definitionswandel-und-der-heutige-rest-naturs/</a></p></blockquote>
<blockquote><p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/07/31/windkraft-und-vogel-der-wattenrat-ostfriesland-2012/">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/07/31/windkraft-und-vogel-der-wattenrat-ostfriesland-2012/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2013/09/wolfgangsauerbier1.jpg" alt="wolfgangsauerbier1.jpg" /></p></blockquote>
<blockquote><p><strong>Wolfgang Sauerbier, Fledermausforscher aus Bad Frankenhausen, 2013:”Es gibt verheerende Verluste durch Windkraftwerke &#8211; wie die neue Studie zeigt. Windkraftwerke sind eine neue Gefahr für Fledermäuse &#8211; die zahlreichen Totfunde beweisen dies seit langem.”  </strong></p>
<p><a href="http://fledermaeuse-in-thueringen.de/">http://fledermaeuse-in-thueringen.de/</a></p></blockquote>
<blockquote><p><a href="http://www.stiftung-fledermaus.de/projekte/abgeschlossene-projekte/fledermausfauna-kyffhauser/">http://www.stiftung-fledermaus.de/projekte/abgeschlossene-projekte/fledermausfauna-kyffhauser/</a></p></blockquote>
<blockquote><p> <a href="http://fledermaeuse-in-thueringen.de/uber-uns/">http://fledermaeuse-in-thueringen.de/uber-uns/</a></p></blockquote>
<blockquote><p> <a href="http://www.kyffhaeuser-nachrichten.de/news/news_lang.php?ArtNr=131632">http://www.kyffhaeuser-nachrichten.de/news/news_lang.php?ArtNr=131632</a></p></blockquote>
<blockquote><p> <a href="http://www.zeit.de/news/artikel/2006/10/27/78609.xml">http://www.zeit.de/news/artikel/2006/10/27/78609.xml</a></p></blockquote>
<blockquote><p> <a href="http://www.fmthuer.de/">http://www.fmthuer.de/</a></p></blockquote>
<blockquote><p> <strong>Wolfgang Sauerbier, Norbert Röse, Lothar Hörning &amp; David Petrat</strong></p></blockquote>
<p><strong>Geheimnisse der Nacht. Verbreitung der Fledermäuse (Chiroptera) in der Kyffhäuserregion, Schutzstrategien und Öffentlichkeitsarbeit</strong><br />
<strong>Sondershausen, 2010</strong><br />
<strong>76 Seiten, 82 Abb.</strong><br />
Erhältlich über</p>
<p>Schlossmuseum Sondershausen, Schloss, PF 1120, 99701 Sondershausen<br />
Tel. 03632 / 622 420, Fax 03632 / 622 410, Mail schlossmuseum@sondershausen.de</p>
<p>Landratsamt Kyffhäuserkreis, Markt 8, 99706 Sondershausen<br />
Tel. 03632/ 7410, Fax 03632/ 741-352, Mail pressestelle@kyffhaeuser.de</p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2013/09/wolfgangsauerbier2.jpg" alt="wolfgangsauerbier2.jpg" /></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2013/09/fledermausewkadurr1.jpg" alt="fledermausewkadurr1.jpg" /></p>
<p><strong>Tobias Dürr: “Fledermäuse als Opfer von Windkraftanlagen in Deutschland”(2002)</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2013/09/wkasymbolumweltfreundlichkeit1.jpg" alt="wkasymbolumweltfreundlichkeit1.jpg" /></p>
<p><strong>“Windenergieanlagen sind ein Symbol für Umweltfreundlichkeit.” Erika Vauk-Hentzelt und Susanne Ihde</strong></p>
<p><strong>Vernichtung von Fledermäusen aus Skandinavien in Deutschland ebenfalls Hinweis auf gewachsene neoliberale Herzenskälte bei politischen und wirtschaftlichen Entscheidern und Akteuren Deutschlands:</strong>  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/08/13/deutschlands-wertloses-bundesnaturschutzgesetz-mindestens-200000-fledermause-aus-nordosteuropa-lassen-jedes-jahr-an-deutschen-windradern-ihr-lebenfrankfurter-allgemeine-zeitung-wie-heute-auc/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/08/13/deutschlands-wertloses-bundesnaturschutzgesetz-mindestens-200000-fledermause-aus-nordosteuropa-lassen-jedes-jahr-an-deutschen-windradern-ihr-lebenfrankfurter-allgemeine-zeitung-wie-heute-auc/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/01/mowe2utgast1999-jpg.JPG" alt="mowe2utgast1999-jpg.JPG" /></p>
<p><strong> Foto von Manfred Knake.  </strong></p>
<p><strong>Was tut die evangelische Kirche Deutschlands, damit die Schöpfung bewahrt und Geschöpfe Gottes nicht durch Windkraftanlagen umkommen? Liegt der Kirche der Schutz von Uhus, Greifvögeln, Fledermäusen am Herzen &#8211; oder nicht, wird die Kirche entsprechend aktiv?</strong></p>
<p><strong>“Eine interessante Ergänzung zum Bezug von Ökostrom ist die Investition in Windkraftanalagen.”</strong></p>
<p><a href="http://www.kirchefuerklima.de/sites/default/files/Klimaschutzbroschuere_Nordkirche_Kurzfassung.pdf">http://www.kirchefuerklima.de/sites/default/files/Klimaschutzbroschuere_Nordkirche_Kurzfassung.pdf</a></p>
<p><a href="http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1086241">http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1086241</a></p>
<p><a href="http://www.epd.de/landesdienst/landesdienst-ost/schwerpunktartikel/mitteldeutsche-kirche-will-%C3%B6kostromerzeugung-einste">http://www.epd.de/landesdienst/landesdienst-ost/schwerpunktartikel/mitteldeutsche-kirche-will-%C3%B6kostromerzeugung-einste</a></p>
<p><strong>Und was tut die deutsche katholische Kirche, damit Uhus, Greifvögel, Fledermäuse nicht an Windkraftwerken umkommen? </strong> <a href="http://www.rp-online.de/niederrhein-nord/emmerich/nachrichten/kirche-gewinne-mit-windkraft-1.2706583">http://www.rp-online.de/niederrhein-nord/emmerich/nachrichten/kirche-gewinne-mit-windkraft-1.2706583</a></p>
<p><a href="http://www.dekanat-lb.de/de/aktuelles/meldungen/2012_12_07-Windkraft.php">http://www.dekanat-lb.de/de/aktuelles/meldungen/2012_12_07-Windkraft.php</a></p>
<p><a href="http://www.windwahn.de/index.php/oekodiktatur/kirche-als-oekodiktator">http://www.windwahn.de/index.php/oekodiktatur/kirche-als-oekodiktator</a></p>
<p><a href="http://www.eike-klima-energie.eu/climategate-anzeige/das-wort-zum-sonntag-kirche-und-energiewende/">http://www.eike-klima-energie.eu/climategate-anzeige/das-wort-zum-sonntag-kirche-und-energiewende/</a></p>
<p><a href="http://www.dekanat-lb.de/de/aktuelles/meldungen/2012_12_07-Windkraft.php">http://www.dekanat-lb.de/de/aktuelles/meldungen/2012_12_07-Windkraft.php</a></p>
<h2>”Wir fördern erneuerbare Energien, die ungefährlich für Mensch und Umwelt sind” &#8211; Motto einer teuren, landesweiten PR-Kampagne des deutschen Umweltministeriums unter Minister Jürgen Trittin.  Wie das Umweltministerium den Begriff der Ungefährlichkeit völlig neu definiert.</h2>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2013/03/pelikanwindkraftwerk13.jpg" alt="pelikanwindkraftwerk13.jpg" /></p>
<p><strong>Ausriß.  </strong><strong>“Windenergieanlagen sind ein Symbol für Umweltfreundlichkeit.” Erika Vauk-Hentzelt und Susanne Ihde</strong></p>
<p><strong>Massentötung von streng geschützten Fledermäusen durch Windkraftwerke &#8211; nach heutigem neoliberalen Werteverständnis werden die Industrieanlagen daher als “umweltfreundlich” eingestuft… </strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2013/09/wkavogelvorurteilbwe.jpg" alt="wkavogelvorurteilbwe.jpg" /></p>
<p><strong>“Bei der Suche nach getöteten Vögeln durch Windenergieanlagen war bisher immer Fehlanzeige.” Bundesverband WindEnergie e.V.</strong></p>
<blockquote><p> <a href="http://www.fr-online.de/frankfurt/naturschutz-windraeder-massakrieren-fledermaeuse,1472798,20722496.html">http://www.fr-online.de/frankfurt/naturschutz-windraeder-massakrieren-fledermaeuse,1472798,20722496.html</a></p></blockquote>
<blockquote><p>2007:  Über den Schutzstatus der Fledermäuse und dessen Bedeutung</p></blockquote>
<p>in Bauleitplanungs- und Genehmigungsverfahren</p>
<p>von</p>
<p>Rechtsanwalt Dr. Christian-W. Otto1<br />
Potsdam/Berlin</p>
<p>1. Einleitung<br />
Fledermäuse und ihre Lebensräume werden zunehmend bedroht. Bei Errichtung, Änderung oder Abbruch baulicher Anlagen ebenso wie bei der Abholzung von Bäumen können die Wochenstuben der Fledermäuse zerstört oder ihre Lebens-und Jagdräume vernichtet werden. Ohne daß bislang abschließend geklärt werden konnte, warum und wie Fledermäuse durch Windenergieanlagen getötet werden, läßt sich doch inzwischen der Fledermausschlag an Windkraftanlagen als verbreitetes Phänomen nachweisen [2]. Deshalb ist die Zulässigkeit von genehmigungspflichtigen Bauvorhaben, insbesondere von Windkraftanlagen, auch danach zu beurteilen, ob die rechtlich geschützten Belange der Fledermäuse der Erteilung einer Genehmigung oder der Aufstellung eines Bebauungsplans entgegenstehen. Im Folgenden wird deshalb zunächst der Schutzstatus der Fledermäuse bestimmt. Sodann wird die Bedeutung dieses Schutzstatus’ für die Bauleitplanung oder die Erteilung einer Bau-oder immissionsschutzrechtlichen Genehmigung dargelegt.</p>
<p>2. Der Schutzstatus der Fledermaus nach Europäischem Gemeinschaftsrecht<br />
Das Artenschutzrecht im Europäischen Gemeinschaftsrecht kennt grundsätzlich zwei verschiedene Ansätze zum Schutz von Tierarten. Zum einen setzt es auf die Ausweisung von Schutzräumen nach der Vogelschutzrichtlinie bzw. der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie &#8211; FFH-RL &#8211; [3]. In diesen Schutzgebieten sind die Lebensräume der Tiere vor Eingriffen geschützt. Nach Art. 6 Abs. 2 FFH-RL muß in den besonderen Schutzgebieten die Verschlechterung der natürlichen Lebensräume und der Habitate der Arten sowie Störungen von Arten vermieden werden, sofern solche Störungen sich im Hinblick auf die Ziele dieser Richtlinie erheblich auswirken können.</p>
<p>Danben setzt das Europäische Recht in Art. 12 FFH-RL auf das Verbot bestimmter schädigender Handlungen für solche Tierarten, die in Anhang der FFH-RL genannt sind. Da alle Arten von Fledermäusen in Anhang IV Buchstabe a der FFH-RL aufgelistet sind [4], sind Fledermäuse Tierarten von gemeinschaftlichem Interesse, die nach Art. 12 FFH-RL einen strengen Schutz genießen. Jedoch gilt das Schutzsystem des Art. 12 FFH-RL nicht uneingeschränkt. Nach Art. 16 FFH-Richtlinie ist eine Störung der Art bzw. eine Beschädigung oder Vernichtung der Fortpflanzungs- und Ruhestätten unter bestimmten Voraussetzungen zulässig.</p>
<p>Dieser strenge Schutz bestimmter Tierarten wird von den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union durch den Erlaß entsprechender gesetzlicher Regelungen garantiert. In der Bundesrepublik sind die die Regelungen in §§ 42 ff. und § 62 BNatSchG sowie auf Länderebene die entsprechenden Regelungen in den Landesnaturschutzgesetzen.</p>
<p>3. Der Schutz von Fledermäusen nach nationalem Recht<br />
a) Schutzstatus<br />
Alle Fledermausarten gelten gemäß § 10 Abs. 2 Nr. 10 b aa) BNatSchG i.V.m. Anhang IV FFH-RL als besonders geschützte Arten. Fledermäuse sind darüber hinaus auch nach § 10 Abs. 2 Nr. 11 b BNatSchG streng geschützte Arten, da sie als besonders geschützte Arten in Anhang IV FFH-RL aufgeführt sind. Bei der Anwendung des Bundesnaturschutzgesetzes gelten für Fledermäuse die Vorschriften über besonders geschützte Arten und über streng geschützte Arten.</p>
<p>Der Schutz der Fledermäuse in besonderen Schutzgebieten &#8211; FFH-Gebieten &#8211; wird bereits über die Verschlechterungsverbote nach Art. 6 Abs. 2 FFH-RL bzw. § 34 BNatSchG und das Vorsorgeprinzip nach Art 6 Abs. 3 FFH-RL gewährleistet [5]. Dort sind Windkraftanlagen regelmäßig unzulässig. Außerhalb dieser Gebiete greifen die artenschutzrechtlichen Verbote des § 42 BNatSchG bzw. Art. 12 FFH-RL, so daß dieses Schutzregime im Mittelpunkt dieses Beitrags steht.</p>
<p>b) Artenschutzrechtliche Verbote nach nationalem Recht<br />
Nach § 42 Abs. 1 Nr. 1 BNatSchG ist es verboten, wildlebenden Tieren der besonders geschützten Arten, zu denen alle Fledermausarten gehören, nachzustellen, sie zu fangen, zu verletzen, zu töten oder ihre Entwicklungsformen, Nist-, Brut-, Wohn- oder Zufluchtstätten der Natur zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören. Nicht zu den Nist-, Brut-, Wohn- oder Zufluchtstätten gehören die Nahrungs- und Jagdreviere der Fledermäuse. In diesen greift jedoch das Tötungs- und Verletzungsverbot, so daß dort Windkraftanlagen, die ein besonderes großes Kollisionspotential für Vögel und Fledermäuse besitzen, unzulässig sein können [6]. Nach Auffassung des Bundesverwaltungsgerichts ist der durch § 42 BNatSchG vermittelte Schutz der Tierarten nicht populationsbezogen, sondern individuumbezogen. Jedes einzelne Individuum wird also geschützt [7].</p>
<p>Von besonderer Relevanz sind bei Errichtung und Betrieb von Windkraftanlagen das Verletzungs- und Tötungsverbot sowie das Verbot, Nist-, Brut-, Wohn- oder Zufluchtsstätten dieser Tierarten zu stören. Störungen können physische Zerstörung aber auch durch Einwirkungen infolge Lärms, Luftschadstoffen, Verschattungen, Vibrationen sein. Eine Störung der Nist-, Brut-, Wohn- oder Zufluchtstätten in diesem Sinne ist deshalb bereits dann anzunehmen, wenn die Scheuchwirkung durch den Betrieb der Windkraftanlagen zur Aufgabe der Nist-, Brut-, Wohn- oder Zufluchtstätten führt. Unzulässig ist es auch, Großbäume zu entfernen, wenn dadurch die im Gehölz vorhandener Sommerquartiere der betroffenen Fledermausarten endgültig verloren gehen. Denn dies stellt eine Zerstörung von Wohnstätten im Sinne der Vorschrift dar [8]. Dem steht nicht entgegen, dass sich die Fledermausarten typischerweise nur während ihrer Aktivitätsphase im Gehölz aufhalten und während ihrer Winterstarre andere Wohnstätten aufsuchen. Auch wenn das Gehölz den Tieren nicht ganzjährig als Schlaf- und Ruheplatz dient, handelt es sich um einen regelmäßigen Aufenthaltsort während eines beträchtlichen Teil des Jahres, der in den Schutzbereich des § 42 Abs. 1 Nr. 1 BNatSchG fällt. Ebenso werden die von § 42 Abs. 1 Nr. 1 geschützten Nist- und Brutstätten nicht typischerweise während des gesamten Jahres genutzt werden [9].</p>
<p>Die Verbote in § 42 Ab. 1 Nr. 1 BNatSchG, das Tötungs-/Verletzungsverbot und das Störungsverbot, sind jedoch von unterschiedlicher Schutzqualität. Dies ist darauf zurückzuführen, daß das Tötungs-/Verletzungsverbot nur die absichtliche Tötung erfaßt. Die unabsichtliche Tötung ist also nicht durch § 42 Abs. 1 Nr. 1 BNatSchG verboten. Absicht in diesem Sinne liegt vor, wenn der Handlungserfolg erkannt und die Handlung dennoch vorgenommen wird [10]. Deshalb ist die Errichtung einer Windkraftanlage etwa in einem Jagdgebiet der Fledermäuse, wo es zwangsläufig zu Kollisionen kommen muß, wegen eines Verstoßes gegen das Tötungs-/Verletzungsverbotes mit § 42 Abs. 1 Nr. 1 BNatSchG unvereinbar.</p>
<p>Hingegen umfaßt das Störungsverbot nach § 42 Abs. 1 Nr. 1 BNatSchG jede, also auch die nicht absichtliche Störung von Nist-, Brut-, Wohn- oder Zufluchtsstätten dieser Tierarten. Diese Auslegung ist nach der entsprechenden Regelung in Art. 12 Abs. 1 lit. d) FFH-Richtlinie zwingend, die den Schutz &#8211; anders als bei anderen unzulässigen Handlungen &#8211; nicht auf die absichtliche Beschädigung oder Vernichtung von Ruhestätten beschränkt [11]. In der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes ist anerkannt, daß die Zerstörung von Wohnstätten verboten ist, wenn die Zerstörung zwar nicht das Ziel des Eingriffs darstellt, wenn dies aber in Kenntnis und im Bewußtsein dieses Erfolges erfolgt [12].</p>
<p>c) Ausnahmen von den artenschutzrechtlichen Verboten<br />
Ausnahmsweise ist eine Störung von Nist-, Brut-, Wohn- oder Zufluchtsstätten der Fledermäuse jedoch zulässig, wenn die Voraussetzungen nach § 62 Abs. 1 BNatSchG vorliegen. Durch § 62 Abs. 1 BNatSchG wird die die Ausnahmeregelung des Art. 16 Abs. 1 FFH-Richtlinie nicht nur umgesetzt, sondern auch in das deutsche Recht inkorporiert. Nach § 62 Abs. 1 BNatSchG darf von den Verboten des § 42 auf Antrag Befreiung gewährt werden, wenn</p>
<p>1. die Durchführung der Vorschriften im Einzelfall</p>
<p>a) zu einer nicht beabsichtigten Härte führen würde und die Abweichung mit den Belangen des Naturschutzes und der Landschaftspflege zu vereinbaren ist oder<br />
b) zu einer nicht gewollten Beeinträchtigung von Natur und Landschaft führen würde oder</p>
<p>2. überwiegende Gründe des Gemeinwohls die Befreiung erfordern [13] und die Artikel 12, 13 und 16 der FFH-Richtlinie oder die Artikel 5 bis 7 und 9 der Vogelschutzrichtlinie [14] nicht entgegenstehen. Bei diesen Ausnahmevoraussetzungen handelt es sich um strikte rechtliche Schranken für die Planungs- und Genehmigungsverfahren, die auch im Wege der fachplanerischen Abwägung nicht überwunden werden können [15].</p>
<p>Da durch § 62 Abs. 1 BNatSchG die unmittelbare Geltung des Art. 16 Abs. 1 FFH-Richtlinie vorgeschrieben ist, kommt es entscheidend darauf an, ob die gemeinschaftsrechtlichen Ausnahmevoraussetzungen erfüllt sind. Nach Art. 16 FFH-RL darf es im Rahmen der Verwirklichung des Gesamtvorhabens “keine andere zufriedenstellende Lösung“ geben, die den Erhalt der geschützten Tiere an dem Standort des Vorhabens ermöglicht, die Nist-, Brut-, Wohn- oder Zufluchtsstätten der Fledermausarten also unverändert erhalten bleiben [16]. Gemeint ist damit die Prüfung von Alternativen. Diese können eine Änderung des Standortes, den Verzicht auf einzelne Standorte aber auch Beschränkungen im Betriebsumfang (Nutzungsbeschränkungen) umfassen.</p>
<p>Zudem muß, wie der Verweis in § 42 Abs. 1 BNatSchG auf Art. 16 FFH-RL deutlich macht, das Vorhaben im Interesse der Volksgesundheit und der öffentlichen Sicherheit liegen oder aus anderen zwingenden Gründen des überwiegenden öffentlichen Interesses, einschließlich solcher sozialer oder wirtschaftlicher Art oder positiver Folgen für die Umwelt erforderlich sein [17]. Zwingende Gründe liegen nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts jedenfalls dann vor, wenn eine Enteignung zulässig wäre [18]. Regelmäßig wird die Errichtung eines Windparks nicht von überwiegenden Gründen des Gemeinwohls gerechtfertigt, weil das öffentliche Interesse an dem Ausbau von Anlagen der Erneuerbaren Energien nicht auf die Errichtung einzelner Windkraftanlagen an einem konkreten Standort gebunden ist. Auch überwiegen die Belange des Naturschutzes regelmäßig dem wirtschaftlichen Interesse des Windfarmbetreibers. Windkraftanlagen sind insoweit keine Infrastruktureinrichtungen wie Straßen oder Flughäfen.</p>
<p>4. Artenschutzrechtliche Anforderungen an Planung- und Genehmigungsverfahren<br />
Aus den Verboten nach § 42 Abs. 1 BNatSchG ergeben sich für die Fachplanungs- und Genehmigungsverfahren besondere Anforderungen an die Ermittlung und Bewertung der Belange der Fledermäuse [19]. Dazu gehört unbedingt die vollständige Erstellung des Abwägungsmaterials, das der Bewertung der Belange von Natur und Landschaft zugrunde zu legen ist. Dies umfaßt eine Bestandsaufnahme des Lebensraumes von Tieren und Pflanzen und eine sachkundige Auswertung derselben und der Eingriffsfolgen sowie eine Zusammenstellung möglicher Ausgleichsmaßnahmen [20]. Erforderlich ist dabei die standortgerechte Ist-Aufnahme der vorfindlichen Tierbestände im Plangebiet und dem betroffenen Nahbarbereich [21]. Die Kartierung der faunistischen einschließlich der ornithologischen Bestandsergebnisse, insbesondere auch der Fledermauspopulationen ist erforderlich, damit die planaufstellende Behörde sie bei ihrer Abwägung der Belange des Naturschutzes berücksichtigen kann [22]. Zu prüfen ist insbesondere, welche Bedeutung Winter- oder Sommerquartiere im konkreten Gebiet für die ansässigen Fledermausarten und deren Population haben, ob dies also als Nist-, Brut-, Wohn- oder Zufluchtsstätten gemäß § 42 Abs. 1 Nr. 1 BNatSchG einzustufen sind. Dazu gehört auch die Feststellung, ob etwa ihr zielgerichteter Wegfall in der Natur, z. B. durch die Fällung von Bäumen, eine absichtliche Störung nach Art. 12 Abs. 1 b FFH-Richtlinie darstellt. Darüber hinaus ist zu prüfen, ob es durch den Betrieb der Windkraftanlagen zu einer, wenn auch nur unabsichtlichen Störung der Nist-, Brut-, Wohn- oder Zufluchtsstätten im Sinne von Art 12 Abs. 1 d) FFH-RL oder wegen der erkennbaren Kollisionsgefahr zu einem Verstoß gegen das Verletzungs-/Tötungsverbotes kommen wird.</p>
<p>Stellt sich bei dieser Prüfung heraus, daß es zu einer verbotenen Verletzung-/Tötung der Individuen oder zu einer Störung der Nist-, Brut-, Wohn-oder Zufluchtsstätten kommen kann, ist zu prüfen, ob eine alternative Verwirklichung des Vorhabens möglich ist. Der Zweck der Regelung sowie die weiteren Tatbestandsmerkmale des Art. 16 Abs. 1 FFH-Richtlinie machen deutlich, daß diese Frage nicht allein im Hinblick auf die Zielsetzung des Gesamtvorhabens (Betrieb einer Windfarm an einem bestimmten Standort) zu beurteilen ist, sondern auch im Hinblick auf die konkrete, den artenschutzrechtlichen Eingriff auslösende Maßnahme bei der Verwirklichung des vorgesehen Vorhabens. Denn der Erhalt von artenschutzrelevanten Fortpflanzungs- oder Ruhestätten kann typischerweise auch einzelne Betriebsweisen eines Vorhabens betreffen, die die Verwirklichung des Gesamtvorhabens nicht in Frage stellen. Deshalb ist zu prüfen, ob Einzelheiten in der Betriebsweise den artenschutzrechtlichen Zielsetzungen Rechnung tragen. Dazu gehören im Hinblick auf den Schutz der Fledermäuse insbesondere die Bestimmung von Abschaltzeiten von Windkraftanlagen. Ist eine alternative Lösung nicht möglich, ist zu prüfen, ob zwingende Gründe des überwiegenden Interesses einschließlich wirtschaftlicher Art das Vorhaben angesichts der Betroffenheit der besonders geschützten Fledermausarten rechtfertigen [23]. Dies ist bei öffentlichen Infrastrukturvorhaben oftmals [24], bei Windkraftanlagen regelmäßig nicht der Fall.</p>
<p>Ist das Vorhaben danach gem. § 42 BNatSchG ausnahmsweise zulässig, sind in der genehmigungsrechtlichen und planungsrechtlichen Abwägung schließlich diese europarechtlichen Vorgaben des Naturschutzes bzw. Artenschutzes mit einzubeziehen. Kollidiert das geplante Vorhaben am vorgesehenen Standort mit dem Belang des Fledermausschutzes und ist diese Kollision unvermeidbar, ist eine Abwägung zwischen dem privilegierten Vorhaben und dem berührten Belang der Fledermäuse durchzuführen. In diese Abwägung ist sowohl die Privilegierung mit dem gebotenen Gewicht einzustellen [25] als auch der berührte öffentliche Belang entsprechend seiner allgemeinen Bedeutung und konkreten Beeinträchtigung zu gewichten. Bei der Gewichtung des Belanges des Fledermausschutzes im Rahmen der vorzunehmenden Abwägung sind in erster Linie die Schutzwürdigkeit der Fledermäuse und des betroffenen Lebensraumes sowie die Intensität und die Auswirkungen des Eingriffes zu berücksichtigen. Dabei ist für die Bewertung der Schutzwürdigkeit der Fledermäuse auf deren Schutzstatus nach § 10 Abs. 2 Nr. 10 und 11 BNatSchG in Verbindung mit Anhang IV der FFH-RL maßgebend. Insbesondere folgt daraus, dass bei der Frage der Gewichtung der jeweiligen Belange dem Artenschutz im Hinblick auf die Fledermausarten, die von gemeinschaftlichem Interesse sind, ein hohes Gewicht zukommt [26]. Je schutzwürdiger danach die Fledermäuse und deren durch das Vorhaben beeinträchtigter Lebensräume sind, umso geringere Anforderungen sind an die Schwere des Eingriffs und an die Wahrscheinlichkeit einer Schädigung des geschützten Bestandes und dessen Lebensraum zu stellen [27].</p>
<p>5. Artenschutzrechtliche Besonderheiten bei der Bauleitplanung<br />
Die Bauleitplanung unterliegt den gleichen Voraussetzungen, die auch für die Genehmigungs- und Fachplanung gelten. Von den Verboten des § 42 BNatSchG ist auch die Bauleitplanung nach § 43 Abs. 4 BNatSchG nicht freigestellt ist. Die Verbote sind auch im Rahmen der Bauleitplanung abwägungsfest. Von ihnen kann nur unter den Voraussetzungen des § 62 BNatSchG befreit werden. Gleichfalls genießen die Belange besonders oder streng geschützter Tierarten aufgrund ihres Schutzstatus ein entsprechend großes Gewicht [28].</p>
<p>In der Bauleitplanung sind artenschutzrelevante Eingriffe nicht auf der Grundlage der Ausnahmeregelung in § 43 Abs. 4 BNatSchG in Verbindung mit § 19 BNatSchG zulässig. Die Verbote des § 42 BNatSchG werden durch diese Regelungen nicht aufgehoben. Von § 43 Abs. 4 BNatSchG wird nämlich gerade nicht der Fall erfaßt, daß die Zulassung des Vorhabens erstmals durch den Bebauungsplan erfolgen soll [29]. Angesichts des Wortlauts des § 43 Abs. 4 BNatSchG hat der Europäische Gerichtshof zudem in seinem Urteil vom 10. Januar 2006 [30] u. a. die Feststellung getroffen, dass § 43 Abs. 4 BNatSchG keinen rechtlichen Rahmen vorsehe, der mit der durch Art. 16 FFH-Richtlinie eingeführten Ausnahmeregelung in Einklang stehe [31]. § 43 Abs. 4 BNatSchG ist deshalb in der Planung nicht anwendbar [32]. In Planungsverfahren ist folglich § 42 in Verbindung mit § 62 BNatSchG in Übereinstimmung mit Art. 16 FFH-RL anzuwenden [33].</p>
<p>Bei der Prüfung von Alternativen im Sinne von Art. 16 FFH-RL ist in der Bauleitplanung zu berücksichtigen, daß die Belange von Vögeln und Fledermäusen häufig nicht durch die Existenz der Windkraftanlagen an einzelnen Standorten, sondern durch deren Betrieb gestört wird. Deshalb sind in der Bauleitplanung zunächst Festsetzungen zu prüfen, die einen mit den Anforderungen des Artenschutzes vereinbaren Betrieb bestimmen. Auf diese Weise können nicht nur ungeeignete Standorte von einer Bebauung freigehalten und diesen eine artenschutzverträgliche Nutzung zugewiesen werden. Die Ermächtigungsgrundlage in § 9 Abs. 2 BauGB erlaubt es auch, die Nutzungsdauer von Anlagen so zu bestimmen, daß der Betrieb der Anlagen in Zeiträumen, in denen die Fledermäuse gestört werden können, unzulässig ist. Gem. § 9 Abs. 2 BauGB darf die Nutzungsdauer sogar in nach Tagen bestimmte Zeiträume festgesetzt werden [34] Zulässig, wenn auch umstritten [35] ist es, Festsetzungen über die Zulässigkeit zu bestimmten Tageszeiten zu treffen [36].</p>
<p>Auch kann das schutzbedürftige Verhalten der Fledermäuse als besondere Umstände nach § 9 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 BauGB zur Festsetzung von Betriebsbeschränkungen führen. Alternativ können auf der Grundlage von § 9 Abs. 4 BauGB in Verbindung mit den Grünordnungsplänen, z. B. § 6 BbgNatSchG, Festsetzungen über Maßnahmen des Naturschutzes zur Vermeidung von Beeinträchtigungen von Natur und zum Schutz bestimmter Teile von Natur erlassen werden. Maßnahmen in diesem Sinne können auch Betriebsbeschränkungen sein. Ergänzend können derartige Betriebsbeschränkungen auch durch städtebauliche Verträge vereinbart werden. Jedenfalls sind die zum Schutz der Fledermäuse erforderlichen Beschränkungen in die Begründung des Bebauungsplans zu beschreiben. Wenn der Betrieb der Windkraftanlagen planerisch jedoch nicht gesteuert werden kann und auch die Befreiungsvoraussetzungen nach § 62 BNatSchG iVm. Art. 16 FFH-RL nicht vorliegen, muß auf die Festsetzung von Standorten verzichtet werden.</p>
<p>6. Zusammenfassung<br />
Alle Fledermausarten gelten gemäß § 10 Abs. 2 Nr. 10 b aa) und Nr. 11 BNatSchG i.V.m. Anhang IV FFH-RL als besonders geschützte und als streng geschützte Arten. In Planungs- und Genehmigungsverfahren gelten die artenschutzrechtlichen Verbote nach § 42 Abs. 1 Nr. 1 BNatSchG. Von diesen darf nur unter den strengen Voraussetzungen des § 62 BNatSchG in Verbindung mit Art. 16 FFH-RL befreit werden. In Nahrungs- und Jagdreviere der Fledermäuse greift das Tötungs- und Verletzungsverbot, so daß dort Windkraftanlagen unzulässig sind. Für Nist-, Brut-, Wohn-oder Zufluchtsstätten (Wochenstuben) gilt ein auch unabsichtliche Störungen erfassendes Verbot.</p>
<p>1<br />
Der Autor ist Partner der Kanzlei Thur Fülling Otto in 10719 Berlin, Meinekestraße 26.<br />
2<br />
Vgl. hierzu: Institut für Tierökologie und Naturbildung im Auftrag des Landratsamtes Bautzen, “Gutachterliche Stellungnahme zum Einfluss von Windenergieanlagen auf Fledermäuse“ m.w.N. und die aus Mitteln des Bundesumweltministeriums finanzierte und vom Bundesamt für Naturschutz fachlich betreute Studie des Michael-Otto-Instituts im NABU “Auswirkungen regenerativer Energiegewinnung auf die biologische Vielfalt am Beispiel der Vögel und der Fledermäuse“ ( http://www.nabu.de/m05/m05 -03/03410.html).</p>
<p>3<br />
Vgl. Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wild lebenden Tiere und Pflanzen, zuletzt geändert durch Verordnung (EG) Nr. 1882/2003 des Europäischen Parlamentes und des Rates vom 29. September 2003.</p>
<p>4<br />
alle Arten Microchiroptera; das sind alle in Europa verbreiteten Fledermausarten.</p>
<p>5<br />
Vgl. dazu Sobotta, ZUR 2006, 353 ff.</p>
<p>6<br />
Vgl. auch Nr. 12 der Tierökologischen Abstandskriterien des Landes Brandenburg und 4.4 der Empfehlungen zur Berücksichtigung der Belange des Naturschutzes und der Landschaftspflege bei Entscheidungen über Standorte für Windenergieanlagen der Arbeitsgruppe Naturschutz und Windenergie des Niedersächsischen Landkreistages vom 1.10. 2004.</p>
<p>7<br />
Vgl. dazu BVerwG, Beil. Nr. I 8/2006 zu NVwZ H. 8/2006, Rdnr. 563.</p>
<p>8<br />
Vgl. OVG Hamburg, NuR 2006, 459 &#8211; 464.</p>
<p>9<br />
Vgl. z.B. Gassner/Bendomier-Kahle/Schmidt-Räntsch, BNatSchG, 2. A., § 42 Rn. 7; Schumacher/Fischer-Hüftle, a.a.O., § 42 Rn. 14.</p>
<p>10<br />
Vgl. Gellermann, NuR 2003, 385; Fischer-Hüftle, NuR 2005, 768, 770; EuGH, NuR 2004, 596 (Caretta); VGH Kassel, NuR 2004, 393 f. und NuR 2004, 397 f.; Schlußantrag Kokott in: Rs C-221/04 Rdnr. 49.</p>
<p>11<br />
Vgl. zur richtlinienkonformen Auslegung EuGH, U. v. 4. 7. 2006 &#8211; C-212/04 -, NJW 2006, 2465.</p>
<p>12<br />
Vgl. EuGH, NUR 2004, 596 (Caretta) ferner U. v. 17. 9. 1987 &#8211; E 1987, 3503 ff.; Gellermann, Artenschutz in der Fachplanung und der kommunalen Bauleitplanung, NuR 2003, 385, 388; so Louis, NuR 2004, 557, 559; VGH Kassel NuR 2004, 393 f. und NuR 2004, 397 f.</p>
<p>13<br />
Vgl. dazu BVerwG, Beil. Nr. I 8/2006 zu NVwZ H. 8/2006, Rdnr. 566 (Schönefeld); BVerwG, NVwZ 2006 1161 (Ortsumgehung Stendal).</p>
<p>14<br />
79/409/EWG.</p>
<p>15<br />
Vgl. BVerwG, Urt. v. 1.4.2004, BVerwGE 120, S. 276, 288 zur Vogelschutz-Richtlinie</p>
<p>16<br />
Vgl. OVG Münster, U. v. 13.07.2006 &#8211; 20 D 80/05.AK</p>
<p>17<br />
Vgl. dazu auch Wrase, NuR 2004, 356 ff. m. w. N.</p>
<p>18<br />
Vgl. dazu BVerwG, Beil. Nr. I 8/2006 zu NVwZ H. 8/2006, Rdnr. 566 (Schönefeld).</p>
<p>19<br />
Dazu auch Vogt, ZUR 2006, 21 ff.</p>
<p>20<br />
Vgl. VGH Kassel, U. vom 31. 5. 2001 &#8211; 3 N 4010/97.</p>
<p>21<br />
Vgl. VGH Kassel, NuR 1995, 147.</p>
<p>22<br />
Vgl. VGH Kassel in den Urteilen vom 24. November 2003 &#8211; 3 N 1080/03 &#8211; und 25. 2. 2004 &#8211; 3 N 1699/03 -; VG Dresden U. v. 2. 6. 2003 &#8211; 7 K 253/02 -; BVerwG, B. v. 3. 6. 2004 &#8211; 4 BN 25.04.</p>
<p>23<br />
Vgl. VG Koblenz, ZfB 2006, 209-211.</p>
<p>24<br />
Vgl. BVerwG, NVwZ 2006, 1161.</p>
<p>25<br />
BVerwGE 68, 311 in NVwZ 1984, 367.</p>
<p>26<br />
Vgl. VG Gera, RdL 2006, 63-65.</p>
<p>27<br />
Vgl. VG Stuttgart, NuR 2005, 673-675; OVG Koblenz, NuR 2006, 520 ff.</p>
<p>28<br />
Vgl. Louis/Wolf, NuR 2002, 455, 460.</p>
<p>29<br />
zur unzureichenden inhaltlichen Umsetzung des Art. 16 FFH-Richtlinie durch § 43 Abs. 4 BNatSchG, vgl. z.B. Louis, Artenschutz in der Fachplanung, NuR 2004, S. 557, 559.</p>
<p>30<br />
Rs. C-98/03.</p>
<p>31<br />
S. a. VG Koblenz, ZfB 2006, 209 &#8211; 211.</p>
<p>32<br />
Vgl. BVerwG, NVwZ 2006, 1161; Vogt, ZUR 2006, 21, 24.</p>
<p>33<br />
Ebenso Nr. 2 der LANA-Hinweise.</p>
<p>34<br />
Vgl. Söfker, in: Ernst/Zinkahn/Bielenberg/Krautzberger, BauGB § 9 Rn. 240k;Battis/Otto, UPR 2006, 165 ff.</p>
<p>35<br />
Ablehnend Kuschnerus, Der sachgerechte Bebauungsplan, Rn. 660.</p>
<p>36<br />
Vgl. Söfker, in: Ernst/Zinkahn/Bielenberg/Krautzberger, BauGB § 9 Rn. 240k.</p>
<p><strong> ”Wir fördern erneuerbare Energien, die ungefährlich für Mensch und Umwelt sind” &#8211; Motto einer teuren, landesweiten PR-Kampagne des deutschen Umweltministeriums unter Minister Jürgen Trittin.</strong></p>
<p><strong> <a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/wissenschaft/2218551/">http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/wissenschaft/2218551/</a></strong></p>
<h2>“Autobahn-Pelikan von Windrad zerteilt” (Bild) Warum Windkraftwerke heute laut strengen Berichterstattungsvorschriften als “umweltfreundlich” bezeichnet werden müssen. “Bewahrung der Schöpfung &#8211; nein, danke…” Uhus, Fledermäuse… <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=15000" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/windkraftwerke-in-deutschland-pelikan-getotet-2013/" rel="tag">windkraftwerke in deutschland-pelikan getötet 2013</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2013/03/pelikanwindkraftwerk13.jpg" alt="pelikanwindkraftwerk13.jpg" /></p>
<p><strong>Ausriß.</strong></p>
<p><strong>Wenn 2013 in Deutschland bei Schwegenheim(Rheinland-Pfalz) ein streng geschützter Pelikan von einem Windkraftwerk  getötet wird, ist dies gemäß heute in deutschen Medien geltenden Vorschriften ein klarer Beweis, daß Windkraftwerke zutiefst umweltfreundlich sind. Vor über einem Jahrzehnt hätte sich womöglich noch eine Bevölkerungsmehrheit an den Kopf gegriffen, wäre einer solchen Logik nicht gefolgt. Inzwischen, dank entsprechender Gehirnwäsche, sind noch ganz andere Absurdidäten möglich &#8211; siehe Energiewende-Bluff, siehe Soja-Bluff…</strong></p>
<p><strong>Parteien, Verbände und Gruppierungen, die sich für Windkraftwerke, und damit für die zielgerichtete, nachgewiesene Zerstörung von Natur und Heimat, gegen die Bewahrung der Schöpfung, für die Außerkraftsetzung des Bundesnaturschutzgesetzes einsetzen, erleichtern damit den Bürgern enorm die Einordnung dieser Parteien, Verbände und Gruppierungen im politischen Spektrum. </strong></p>
<h2>“Wer nicht täuschen kann, soll nicht Politiker werden.” Konrad Adenauer, zitiert nach Weimarer Taschenbuchverlag.</h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/07/02/der-energiewende-bluff-und-die-macht-der-solarlobby-im-prinzip-muss-jede-solaranlage-durch-ein-konventionelles-reservekraftwerk-abgesichert-werden-eine-teure-doppelstruktur-der-spiegel-2012-mit/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2012/07/02/der-energiewende-bluff-und-die-macht-der-solarlobby-im-prinzip-muss-jede-solaranlage-durch-ein-konventionelles-reservekraftwerk-abgesichert-werden-eine-teure-doppelstruktur-der-spiegel-2012-mit/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/09/06/soja-und-die-folgen-des-imports-nach-deutschland-in-die-schweiz-sogenannte-oko-parteien-pseudo-umweltverbande-und-die-realitat-hintergrund-wie-war-es-vor-der-soja-schwemme-in-welchen-deutschen-r/">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/09/06/soja-und-die-folgen-des-imports-nach-deutschland-in-die-schweiz-sogenannte-oko-parteien-pseudo-umweltverbande-und-die-realitat-hintergrund-wie-war-es-vor-der-soja-schwemme-in-welchen-deutschen-r/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/02/28/papst-benedikt-xvi-und-die-bewahrung-der-schopfung-markante-momente-seiner-amtzeit-im-umwelt-und-naturschutz-des-grosten-katholischen-landes-hungerstreik-bischof-luiz-flavio-cappio-in-bahia-amazon/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/02/28/papst-benedikt-xvi-und-die-bewahrung-der-schopfung-markante-momente-seiner-amtzeit-im-umwelt-und-naturschutz-des-grosten-katholischen-landes-hungerstreik-bischof-luiz-flavio-cappio-in-bahia-amazon/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/06/23/rio20-2012-welttreffen-der-naturvernichter-oko-zyniker-und-verdranger-mit-prognostizierten-resultaten-zuendegegangen-neoliberale-wirtschaft-siegte-mit-ihrer-strategie-wie-vor-20-jahren-bedrucke/">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/06/23/rio20-2012-welttreffen-der-naturvernichter-oko-zyniker-und-verdranger-mit-prognostizierten-resultaten-zuendegegangen-neoliberale-wirtschaft-siegte-mit-ihrer-strategie-wie-vor-20-jahren-bedrucke/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/14/toter-uhu-unter-windkraftwerk-warum-bestimmte-oko-politiker-windanlagen-als-umweltfreundlich-bezeichnen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/14/toter-uhu-unter-windkraftwerk-warum-bestimmte-oko-politiker-windanlagen-als-umweltfreundlich-bezeichnen/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/04/28/herausragende-resultate-offizieller-umweltschutzpolitik-im-nachwende-deutschland-prasentiert-vom-bundesamt-fur-naturschutz/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/04/28/herausragende-resultate-offizieller-umweltschutzpolitik-im-nachwende-deutschland-prasentiert-vom-bundesamt-fur-naturschutz/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2013/09/wkabilddiesel13.jpg" alt="wkabilddiesel13.jpg" /></p>
<p><strong>Bildzeitung, 2013.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2013/09/wkadieselbild2.jpg" alt="wkadieselbild2.jpg" /></p>
<p>Ausriß.</p>
<p>Anmerkung:</p>
<p>Mit den Ostfriesen kann man es ja machen: Man nehme den<br />
Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Leer-Wittmund, einen pensionierten<br />
Landrat aus Wittmund und einen Geschäftsführer eines universitären<br />
Zentrums für Windenergieforschung, das auf Drittmittel z.B. vom<br />
Bundesumweltministerium angewiesen ist, um existenzfähig zu sein, und<br />
erzähle der staunenden Leserschaft das Märchen von den “Investitionen<br />
in diese Branche”, die “auf jeden Fall ein lohnenswertes Geschäft”<br />
sein solle. Es fehle den erneuerbaren Energien aber noch eine Lobby<br />
wie der Atomindustrie, so der Herr Geschäftsführer von “ForWind”.<br />
Irgendwie muss dieser windige Klüngel übersehen haben, dass das<br />
Offshore-Geschäft erheblich stockt: Zurückhaltung der Banken und<br />
Investoren, BARD-Emden notleidend, BARD- Insolvenz in der<br />
Fundamentefertigung, keine Netzanbindung, bei Riffgat drehen<br />
Dieselgeneratoren die Propeller. Und vor allem die Unwägbarkeiten beim<br />
Erneuerbare Energien Gesetz EEG), der Zwangsabgabe für alle<br />
Stromkunden, das der eigentliche Motor für die hochsubventionierte<br />
Windbranche ist. Der Präsident des Bundeskartellamtes und der Chef der<br />
Deutschen Energieagentur forderten kürzlich im Handelsblatt eine<br />
grundlegende Änderung des EEG, das mit der Rundumsorglosversicherung<br />
der Windmacher zu Lasten der Stromkunden Schluss machen soll, damit<br />
die Strompreise nicht weiter durch die Decke gehen, man solle den<br />
Strom gefälligst selbst vermarkten. Dazu kommt auch, dass auch der<br />
Offshore-Strom nicht grundlastfähig ist, aber enorme Strommengen zur<br />
falschen Zeit völlig unregelmäßig ins Netz eingespeist werden, die dem<br />
Verbraucher nichts nützen und deshalb an der Börse zu Minuspreisen<br />
verschenkt werden; auch auf See weht der Wind unregelmäßig, das weiß<br />
jeder Segler. Die hohen Wartungskosten der Offshore-Anlagen mit<br />
Schiffs- und Hubschrauberinfrastruktur verteuern das Geschäft weiter<br />
enorm. Und die erwähnte Atomlobby ist längst umgestiegen zur<br />
Windlobby. Die großen Energieversorger, die vorher mit Atomstrom<br />
handelten, sind jetzt im Windgeschäft tätig; fragt sich nur, wie lange<br />
noch. Und ausgerechnet in Wittmund bietet man die letzten Reserven<br />
auf, um das angeschlagene Offshore-Geschäft schönzureden, damit die<br />
Forschungsmittel weiter fließen.Wer´s glaubt…</p>
<p>—-</p>
<p>Anzeiger für Harlingerland, Wittmund/NDS,<br />
Veröffentlicht: 29.08.2013<br />
<a href="http://harlinger.de/Nachrichten.aspx?ArtikelNr=12844&amp;ReturnTab=125">http://harlinger.de/Nachrichten.aspx?ArtikelNr=12844&amp;ReturnTab=125</a></p>
<p>„Wir müssen den Wind genau verstehen lernen“<br />
„ForWind“ kommt bei der Erforschung von Offshore voran –<br />
Investitionen sollten sich auf jeden Fall lohnen<br />
WITTMUND<br />
|<br />
WJA</p>
<p>„ForWind“-Geschäftsführer Dr. Stephan Barth, in die Mitte genommen<br />
von Heinz Feldmann (links) und Henning Schultz. Die beiden Botschafter<br />
der Oldenburger Universitätsgesellschaft luden Barth zu einem Vortrag<br />
ein.   © WILKO JANßEN</p>
<p>Die Nordsee ist weltweit eine der besten Standorte für Offshore-Parks.</p>
<p>Forschung und Industrie verfolgen oft unterschiedliche Interessen,<br />
bestes Beispiel ist dafür momentan die Diskussion um die<br />
Offshore-Windparks. Während die Industrie diese Projekte langsam aus<br />
dem Auge zu verlieren scheint und die Politik offensichtlich die<br />
Weichen falsch gestellt hat, gibt es bei den für die Erforschung<br />
dieser Technik Verantwortlichen eine Hochstimmung. Dies wurde in den<br />
Ausführungen von Dr. Stephan Barth aus Jever, Geschäftsführer von<br />
„ForWind“, vor 60 Interessierten in der Wittmunder Sparkasse deutlich.<br />
Eingeladen zu dieser Veranstaltung hatten Henning Schultz und Heinz<br />
Feldmann, ihres Zeichens Botschafter der Universitätsgesellschaft<br />
Oldenburg.</p>
<p>Und die Universitäten Oldenburg, Hannover sowie mittlerweile auch<br />
Bremen haben ihre Windenergieforschung in dem Zentrum „ForWind“<br />
zusammengefasst. Seit zehn Jahren wird dort nun an inzwischen 14<br />
verschiedenen Standorten geforscht und gelehrt. Der Hauptsitz von<br />
„ForWind“ ist die Universität Oldenburg , ein zentrales Thema ist die<br />
Nutzung der Offshore-Windenergie. „Eine Windmühle beinhaltet ein<br />
extrem kompliziertes System mit viel Elektronik“, stimmte Barth die<br />
Besucher denn auch gleich entsprechend ein. Außerdem sei Wind eine<br />
fluktuelle Energiequelle und müsse weiter erforscht werden, damit die<br />
Energiewende gelingen könne. So seien die Off-shore-Windparks<br />
komplexen Windströmungen ausgesetzt. Es gelte noch, den optimalen<br />
Abstand der Anlagen zueinander herauszufinden. Barth nannte übrigens<br />
einen entscheidenden Vorteil von Offshore- gegenüber<br />
Onshore-Windmühlen: „An Land reibt sich der Wind stark an dem Boden<br />
und an Bauten, dadurch entsteht ein turbulenterer Windkanal als auf<br />
hoher See.“</p>
<p>Überhaupt machten die Eigenschaften des Windes es den Menschen<br />
schwer, ihn rentabel zu nutzen. Schließlich wechsele der Wind ständig<br />
seine Richtung und Geschwindigkeit. „Wir müssen den Wind genau<br />
verstehen lernen“, war somit eine Schlussfolgerung des<br />
Geschäftsführers. Bei Offshore-Anlagen komme die Problematik der<br />
Tragstrukturen hinzu. So seien bei einer Wassertiefe von 40 Metern<br />
dreibeinige Träger notwendig, bei einer Wassertiefe von über 50 Metern<br />
müssten es sogar schwimmende Windenergieanlagen sein. Der sich<br />
momentan in der Diskussion befindliche Offshore-Windpark Riffgat stehe<br />
übrigens „nur“ 20 Meter über den Meeresgrund.</p>
<p>Überhaupt nicht verstehen kann der Jeveraner die mittlerweile<br />
aufgekommene Skepsis gegenüber der Offshore-Technik. So stellten<br />
während der sich anschließenden Diskussion einige Teilnehmer die<br />
Rentabilität von Offshore in Frage und forderten vielmehr eine<br />
verstärkte Erforschung der Energiespeicherung. Dem entgegnete Barth:<br />
„Wenn On-shore und Offshore erst richtig laufen, ergänzen sich die<br />
beiden Techniken wunderbar und man braucht kaum noch<br />
Speicherkapazitäten.“ Die Bevölkerung vergesse leicht, dass sich die<br />
Windenergieforschung durch eine schnell ansteigende Lernkurve<br />
auszeichne. Eine Windmühle sei außerdem eine kompliziertere Maschine<br />
als ein Flugzeug. Zwar gebe es auch in der Speicherforschung enorme<br />
Fortschritte, aber noch nicht für große Kapazitäten.</p>
<p>Des Weiteren brach der Geschäftsführer eine Lanze für die Nordsee als<br />
Standort für Offshore-Windparks, da es hier eine optimale Wassertiefe<br />
gebe. Außerdem wehe ein ausreichend starker Wind, ohne dass<br />
Extremwindsituationen vorlägen. Die Ostsee sei dagegen zu klein und<br />
von einer starken Schifffahrtsnutzung geprägt. Standorte in Richtung<br />
des Äquators hätten mit tropischen Winden zu kämpfen. Die Nordsee sei<br />
somit eine der weltweit besten Standorte für Offshore-Windparks.<br />
Barths Fazit: „ Hier entsteht ein Multimilliarden-Euro-Markt direkt<br />
vor unserer Haustür.“ Investitionen in diese Branche sind auf jeden<br />
Fall ein lohnenswertes Geschäft. Den erneuerbaren Energien fehle aber<br />
noch eine Lobby wie der Atomindustrie.</p>
<p>___________________________________________________</p>
<p>Übermittelt vom Wattenrat® Ost-Friesland<br />
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<p><strong>Tagesspiegel, Berlin 1999: “Die Natur verlor bei der Wende”.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/bfnartenvielfalt2001.JPG" alt="bfnartenvielfalt2001.JPG" /></p>
<p><strong>Mythen und Fakten. Bundesamt für Naturschutz 2001: “Ostdeutsche Agrarlandschaft hat größere Artenvielfalt”. “…gegenwärtig in Ostdeutschland eine zunehmende Angleichung an die arten-und individuenarmen westdeutschen Verhältnisse zu beobachten ist.”</strong></p>
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