Klaus Hart Brasilientexte

Aktuelle Berichte aus Brasilien – Politik, Kultur und Naturschutz

Brasilien: Leonardo Boff nennt deutschstämmigen Kardinal Odilo Scherer aus Sao Paulo “reaktionär und autoritär”. “I ´m happy that Odilo Scherer is not the Pope”. (Boff gegenüber Clarin/Buenos Aires) “Mit Lula und PT kam die Befreiungstheologie an die Macht.”(Boff 2003) In Deutschland spielt Boff 2013 den großen Papstversteher.

http://www.cartacapital.com.br/sociedade/dom-odilo-nao-tem-altura-intelectual-para-ser-papa-diz-leonardo-boff/

Papstversteher Boff 2013 in Deutschland:  http://www.hart-brasilientexte.de/2013/09/13/leonardo-boff-spielt-papst-erklarer-papst-oberinterpretierer-in-deutschland-boff-sagt-wie-er-den-papst-haben-willangeblich-haben-die-armen-wahrend-der-beiden-franziskus-vorganger-keine-zentrale/

Da Kardinal Scherer, unter den aussichtsreichsten Papstkandidaten,  im größten katholischen Land der Erde wegen seiner Verdienste zu den geachtetsten Persönlichkeiten der Kirche zählt, von Boff indessen als “reaktionär und autoritär” eingestuft wird, ist Boff daher für den mitteleuropäischen kirchlichen Mainstream just der geeignetste Mann für Bewertungen und Urteile zu Papst und Kirche – Hinweis auf deutliche Unterschiede zwischen der deutschen und der brasilianischen katholischen Kirche.

De acordo com o teólogo, Dom Odilo não conhece o dia a dia dos fiéis, as contradições e as dificuldades da fé. “Há um vazio nele sobre isso. Por isso, ele pode ser tão duto na doutrina, porque está distante da realidade. (Carta Capital 2013)

Gemäß dem Theologen kennt Odilo Scherer nicht den Alltag der Gläubigen, die Widersprüche und Schwierigkeiten des Glaubens. `Da ist eine Leere in ihm.` Deshalb könne er in der Doktrin so streng sein, weil er der Realität fern ist.

Sekten heute:  http://www.hart-brasilientexte.de/2013/04/09/brasilien-warum-die-antikatholischen-wunderheilersekten-in-deutschlands-medien-so-gute-karten-haben-sektenpastor-marco-feliciano-zur-ermordung-von-john-lennonder-erste-schus-im-namen-des-vaters/

And what did you feel when the Brazilian cardinal was not chosen?

-I am happy that Odilo Sherer is not the Pope, because he is a reactionary, authoritarian cardinal, and he was the candidate of the Roman Curia. Thank God that he burned himself publicly defending the Roman Curia and the Vatican bank, as he did three days before. The media destroyed him for that and that is why he entered as a defeated candidate. Thank God we have an Argentine brother.

http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/11/brasilien-und-die-befreiungstheologie-clodovis-boff-bruder-von-leonardo-boff-stellt-sich-hinter-benedikt-xvi-essenz-der-befreiungstheologie-wurde-vom-papst-verteidigt-keinerlei-kritik-an-vatika/

Auffällig ist indessen, daß Kardinal Odilo Scherer ebenso wie zahlreiche Geistliche seiner Erzdiözese kontinuierlich gravierende Menschenrechtsverletzungen unter der Lula-Rousseff-Regierung anprangerte – während man vergeblich nach solchen Erklärungen beim “Befreiungstheologen” Leonardo Boff sucht. Er bescheinigte der Lula-Regierung “ethische Politik”. Das Mensalao-Demokratieprojekt unter Lula ist bekannt, auch die Verurteilung von Figuren der Lula-Führungsspitze durchs Oberste Gericht sogar wegen “Bandenbildung”. Folter, Todesschwadronen in der Lula-Amtszeit wurden u.a. von der katholischen Gefangenenseelsorge gut dokumentiert. 

Boff disqualifizieren u.a. seine teils lächerlichen Fehleinschätzungen von Lula und dessen Arbeiterpartei.  Wer noch einmal nachliest, was Boff anläßlich der Wahl von Lula 2002 und danach publizierte, kommt möglicherweise aus dem Staunen nicht heraus. 

Ein Zeitungstext beginnt so: “Lula: Die Revolution des Offensichtlichen.

Lula, Genosse, Freund, Bruder und Präsident. Am Tage deines und unseres Sieges flüsterte mir ein guter Engel zu, dir diesen Brief zu schreiben…”

Wie der deutschstämmige Kardinal Paulo Evaristo Arns, ganz im Gegensatz zu Boff, Lula und dessen Politik charakterisiert:  Hintergrund:

 Brasiliens Kardinal Paulo Evaristo Arns wird heute 85

“Bischof der Arbeiter und der Menschenrechte”

„Das ist doch Dom Paulo“, rufen sich die Menschen zu, wenn der 85-Jährige überraschend in einer Protestdemo der Megacity Sao Paulo gesichtet wird. Und dann umarmen sie ihren Kardinal, drücken ihm die Hand, wünschen ihm Gesundheit. Denn die braucht er derzeit am nötigsten. Wegen seines hohen Alters, gezeichnet von Krankheiten, kann Paulo Evaristo Arns längst nicht mehr so im öffentlichen Leben Brasiliens mitmischen, wie er gerne möchte. Zwar muß „Dom Paulo“ inzwischen auf den geliebten, scharf gerösteten Espresso verzichten, doch von eigentlichem Ruhestand, den er bereits 1998 antrat, kann keine Rede sein. Arns, den zu seinem Geburtstag ganz Brasilien feiert, schreibt weiterhin Bücher, spricht im Radio. Schon zur 21-jährigen Diktaturzeit zählte er zu den bestinformierten Brasilianern, wußte stets, wo gefoltert und gemordet wurde, stellte mutig die verantwortlichen Militärs zur Rede. Und auch heute weiß er genau, was sich hinter den Kulissen der Politik, im Präsidentenpalast Brasilias abspielt, verblüfft mit seinen scharfsinnigen Urteilen, Voraussagen. „O velho Conselheiro dos Catolicos“, der weise Ratgeber der Katholiken, wie man ihn rühmt, hatte selbst den Regierungsskandal um Abgeordneten-und Parteienkauf vorhergesagt, als die meisten Brasilianer derartiges noch für gänzlich unmöglich hielten. Massive Staatskorruption unter Präsident Lula, dem Hoffnungsträger der ganzen Dritten Welt? Doch in Fragen der christlichen Ethik kennt Dom Paulo nun einmal kein Pardon. Über ein halbes Jahr, bevor es Enthüllungen regnete, nennt er die Lula-Regierung unerträglich und enttäuschend, die Korruption den Hauptfeind Brasiliens und Lula für das höchste Staatsamt gar nicht präpariert. Im Grunde sei das Tropenland ohne Regierung, der Staat sehr schwach. Ex-Gewerkschaftsführer Lula, den der Kardinal zu Diktaturzeiten immerhin persönlich an die zwanzig Mal aus den Kerkern des Regimes herausgeholt hatte, beteuert stets, von den finsteren Machenschaften seiner engsten Vertrauten nichts gewußt zu haben. „Wir sind überzeugt, daß Lula es wußte“, kontert jetzt der Kardinal. „Wäre ich an Lulas Stelle, hätte ich den Rücktritt eingereicht, alle anderen Regierungsmitglieder ebenfalls darum gebeten, damit eine neue Phase authentischer Demokratie in Brasilien beginnen kann.“ Wieder einmal in seinem Kämpferleben vertritt der Franziskaner damit zunächst  eine Minderheitenposition, die vielen nicht paßt. Schließlich wird Staatschef Lula am 1. Oktober voraussichtlich mit großer Mehrheit wiedergewählt. Doch der Deutschstämmige weiß natürlich, wie man in Mitteleuropa bei einem solchen Regierungsskandal reagierte.

„Dom Paulo“ stammt aus dem relativ hochentwickelten, von vielen Deutschstämmigen bewohnten Süden Brasiliens, ist Nachfahre ausgewanderter Moselbauern. Er studierte an der Pariser Sorbonne und wurde 1970 zum Erzbischof Sao Paulos ernannt. Dort gründete er mitten in der Diktaturzeit Brasiliens erste katholische Kommission für Gerechtigkeit und Frieden. In Kooperation mit dem brasilianischen Presbyterianerpastor Jaime Wright und dem Weltkirchenrat veröffentlichte Arns das international Aufsehen erregende Werk „Brasil – nunca mais“ über die Diktaturverbrechen, eines seiner über fünfzig Bücher. Mehr als zwanzig Universitäten der Welt ernannten den Kardinal zum Ehrendoktor. Daß sein geliebtes Sao Paulo derzeit von Terroranschlägen des organisierten Verbrechens heimgesucht wird, schmerzt ihn sehr.Vor den Folgen des ausufernden Rauschgifthandels, der Straffreiheit für Drogengangster und der „Apartheid social“ hatte er die Autoritäten seit Jahrzehnten gewarnt. „Die Spirale der Gewalt führt uns in die Barbarei“.

http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/25/brasilien-deutschland-bischof-dom-sebastiao-bandeira-coelho-aus-coroatamaranhao-in-roxel/

Da Boff unweit der Scheiterhaufenstadt Rio de Janeiro lebt, wäre zudem denkbar, daß sich der Theologe tiefgründig mit der gravierenden Menschenrechtsverletzung des lebendigen Verbrennens von  Mißliebigen, auch zum Zwecke des Einschüchterns der Slumbewohner, befaßt hätte. Indessen taten dies andere.

“Lula machte die größte Revolution der sozialen Ökologie des Planeten, eine Revolution für die Bildung, ethische Politik.“

Folter unter der Lula-Regierung:   http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/

Scheiterhaufen in Brasilien heute – wer dagegen protestiert, und wer nicht:  http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/11/der-brasilianische-musiker-und-poet-marcelo-yuka1/

http://www.hart-brasilientexte.de/2012/12/08/brasiliens-ex-prasident-lula-in-berlin-2012-brasilianer-in-berlin-weisen-auf-fehlende-kritische-fragen-an-lula-ua-angesichts-der-verurteilung-von-engen-lula-mitarbeiternmensalao-skandalheikle/

Während Kardinal Odilo Scherer die evangelikalen Sektenkirchen, ihre Machenschaften stets kritisierte und analysierte, begrüßte Leonardo Boff die evangelikalen Wunderheilersekten als  “Bereicherung”:

 “Saudo a expansao dos evangelicos, porque sou a favor de todo tipo de diversidade.” 

Sektenkirchen in Brasilien:  Sekten verfolgen Journalisten:  http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/14/brasilianische-sekten-verfolgen-journalisten-gesteuerte-prozeslawinen/

Brasiliens starkes Sekten-TV:  http://www.hart-brasilientexte.de/2012/07/27/brasilien-olympische-spiele-erstmals-von-sekten-tv-rede-record-ubertragen-staatsprasidentin-dilma-rousseff-trifft-sich-in-londoner-studios-mit-sektenchef-edir-macedo/

Antikatholische Wunderheilersekten – gute Karten in Deutschland:  http://www.hart-brasilientexte.de/2012/07/16/brasiliens-evangelikale-sekten-mit-guten-karten-in-landern-wie-deutschland-was-kritische-qualitatsmedien-brasiliens-berichten-und-was-deutsche-medien-beispiel-jesusmarsch-2012/

 http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/14/ex-sektenbischof-zu-stimmen-und-parteienkauf-skandal-lulas-arbeiterpartei-zahlte-an-sektenpartei/

http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/17/brasiliens-prediger-der-wunderheilersekten-viel-sympathie-und-werbung-fur-diese-antikatholischen-freikirchen/

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http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/15/papstwahl-2013-die-evangelikalen-wunderheilersekten-im-land-von-papst-franziskus-sekten-anhangerzahl-unter-10-der-argentinischen-bevolkerung-laut-brasiliens-medien/

Lula und die Sekten mit ihrer “Theologie der Prosperität”: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/17/fur-lulas-wahlsieg-von-2002-waren-evangelikale-kirchen-wie-die-universalkirche-edir-macedos-sehr-wichtig-das-gilt-auch-fur-die-prasidentschaftswahlen-20010-soziologe-edin-sued-abumanssur-von-de/

 Zu den für die lateinamerikanische Befreiungstheologie am meisten rufschädigenden Blamagen gehörten Äußerungen von Leonardo Boff von 2003, wonach mit Lula und dessen Arbeiterpartei PT die Befreiungstheologie an die Macht gekommen sei. Boff lobte sogar die Sektenpredigerin Marina Silva, die als Umweltministerin der Lula-Regierung für eine verheerende Umweltpolitik verantwortlich zeichnete. Dabei hatte die katholische Kirche bereits vor Lulas Übernahme der Regierungsgeschäfte auf die politischen Bündnisse mit den reaktionärsten Vertretern von Politik und Machteliten hingewiesen, darunter auf die Bände sprechende Wahl des Großunternehmers und Milliardärs José Alencar zum Vize. Bereits vor dem Amtsantritt war in der katholischen Kirche klar, welche politischen Methoden Lula und die PT-Führung anwenden würden – der Prozeß vor dem Obersten Gericht zum Mensalao-Demokratieprojekt hat dies noch einmal sehr anschaulich vor Augen geführt. http://www.hart-brasilientexte.de/2012/10/15/brasilien-das-mensalao-demokratieprojekt-unter-der-lula-regierung-fand-besonders-in-der-ersten-welt-sehr-viel-anklang-und-lob-kritik-indessen-aus-brasilien-selbst-sehr-haeufig-wurde-brasilien-im/

http://www.hart-brasilientexte.de/2012/10/23/brasilien-groses-echo-auf-mensalao-urteile-wegen-bandenbildung-all-honourable-mencarlos-heitor-cony-folha-de-sao-paulo-quadrilha-sofisticada-jose-dirceu-lulas-starker-mann-bandi/

Während beispielsweise Kardinal Odilo Scherer wiederholt auf die verheerenden Auswirkungen dieser politischen Bündnisse der Lula-Regierung hinwies, hat Leonardo Boff selbst im Wahlkampf für Lula-Nachfolgerin Rousseff erklärt, Lula habe eine ethische Politik betrieben, stehe gar für eine Revolution im Bildungsbereich. Boff vermied dabei indessen, auf die gravierenden Menschenrechtsverletzungen unter der Lula-Regierung hinzuweisen, die vor allem die Bevölkerungsmehrheit der Armen und Verelendeten treffen, darunter Folter, Todesschwadronen, Banditen-Diktatur im Parallelstaat der Slums, Sklavenarbeit etc. Aus Boffs Sicht hieß all dies kurioserweise, daß mit Lula also die Befreiungstheologie an die Macht gekommen sei. 

Hintergrundtext:

Lula und die Wunderheiler-Scharlatane
Brasiliens Eliten halten den Milliardär und Vize-Staatschef Alencar bisher aus Korruptionsskandalen heraus
Klaus Hart

Selbsternannte Sekten -„Bischöfe“ als Popstars, Großaktionäre, Fraktionschefs, Stimmenkäufer, Massen-Wunderheiler – in Brasilien, dem eigentlichen Land der unbegrenzten Möglichkeiten, geht fast alles. Daher hielt es der Ex-Arbeiterführer und jetzige Staatschef Luis Inacio Lula da Silva wohl für eine intelligente Idee, ausgerechnet die politisch aggressivste Sekte mit ins Regierungsboot zu holen. Die sogenannte „Universalkirche vom Reich Gottes“, gegründet vom kleinen Lotterieangestellten und jetzigen „Bischof“ Edir Macedo, dominiert Lulas wichtigsten Koalitionspartner, die rechtskonservative „Liberale Partei“(PL). In den jetzt aufgedeckten Skandalen um Stimmenkauf und Mittelabzweigung, die die Lula-Regierung ins Wanken bringen, spielt neben Lulas Arbeiterpartei die PL eine besonders zwielichtige Rolle. Auffällig indessen – Lulas Vize Josè Alencar, ein Milliardär und Großunternehmer, der die Militärdiktatur unterstützte und die Landlosenbewegung MST geradezu haßt, gehört zwar zur PL, wird von den Eliten aus den jetzigen Korruptionsskandalen völlig herausgehalten, in der aufgeheizten öffentlichen Diskussion so gut wie gar nicht erwähnt – offensichtlich ein Fall von Mediensteuerung.

Wie bekannt wurde, gelangten dubiose Gelder in Millionenhöhe an Politiker über eine große Werbefirma, dessen Mitbesitzer ein enger Verwandter von Alencar ist. Über ein Amtsenthebungsverfahren gegen Lula reden die Politiker bisher nur hinter vorgehaltener Hand. Denn Teilen der Unternehmerschaft graust vor dem Gedanken, daß nach Lulas Sturz dann Alencar die Geschicke des Landes leiten würde, die Wirtschaft durcheinanderbringen könnte. Die katholische Kirche, aber auch die Sozialbewegungen des Tropenlandes, hatten Lula bereits im Wahlkampf von 2002 immer wieder vor einer solchen dubiosen Allianz mit der PL gewarnt. „Die Universalkirche ist jetzt in der Klemme, weil jedermann sieht, wie Religion für politische und finanzielle Zwecke mißbraucht wird“, analysiert der Soziologe Rogerio de Carvalho vom religionswissenschaftlichen Forschungsinstitut CERIS in Rio de Janeiro. „Zahlreiche Kongreßabgeordnete und Senatoren der Universalkirche sind in Schmiergeldaffären verwickelt, bei ihr saß das Geld schon immer sehr locker.“ Sie werde wie eine Privatfirma geführt und solle zuallererst Gewinne erwirtschaften. „Einfach grauenhaft, wie sie den guten Willen der Bevölkerung ausnutzt. “

CERIS-Experte Carvalho ist gespannt, wie die Millionen von Anhängern der „Igreja Universal“ auf die neuesten Enthüllungen reagieren werden, ob diese dem Image der fundamentalistischen Wunderheilersekte womöglich schwer schaden. Den machthungrigen Sektenchefs war hochwillkommen, daß sich Lula den PL-Senator Alencar zum Vize und Verteidigungsminister erwählte, die Liberale Partei zum wichtigsten Koalitionspartner erkor. Das gab der PL Auftrieb – eine Flut von Sektenbischöfen und – pastoren gelangte in Nationalkongreß und Teilstaatsparlamente. In Brasilia führte der als besonders gerissen geltende „Bispo“ Carlos Rodrigues die PL-Kongreßfraktion. „Bispo“ Marcelo Crivella wurde Senator, ist zudem als Sänger sozusagen der Popstar der Universalkirche, mit mehr als vier Millionen verkauften CDs. Im Wahlkampf schüttelte er mit Maschinenpistolen bewaffneten Drogengangstern der Rio-Slums die Hand. Unter Staatschef Lula verdoppelte die PL ihre Kongreßabgeordneten in kürzester Zeit auf über fünfzig – gemäß den Enthüllungen wurden Parlamentarier anderer Parteien schlichtweg mit hohen Bestechungsgeldern zum Übertritt veranlaßt. PL- Fraktionschef Rodrigues mehrte die Konten von Sekte und PL auf besonders dreiste Art, wurde immer öfter ertappt, machte Negativschlagzeilen. Sektengründer Macedo degradierte ihn deshalb sicherheitshalber zum „normalen“ Abgeordneten. Gegen den singenden Bischof und Senator Crivella wird jetzt wegen Steuerhinterziehung und Devisenbetrug ermittelt. „Politische Strategie der Universalkirche ist, die eigenen Leute nicht nur in der PL zu konzentrieren, sondern auf verschiedene Parteien zu verteilen“, betont CERIS-Anthropologe Marcelo Gruman. Selbst in der Arbeiterpartei Lulas gebe es Sektenmitglieder. „So kann man viel geschickter Interessen manipulieren, politische Entscheidungen beeinflussen, durch Korruption und zwielichtige Abmachungen an das große Geld herankommen.“

Lula-Vize im Zwielicht

Bereits vor dem Amtsantritt von 2003 wurde ein Skandal um Vize Alencar abgebogen: Ein Baumwoll-Zulieferant war gegen Alencar und dessen Textilkonzern Coteminas wegen mutmaßlichen hohen Subventionsbetruges vor Gericht gegangen. Danach hatte Alencars Unternehmen auf Auktionen große Baumwollmengen erworben, die ihm bereits gehörten – nur, um bei solchen Anlässen fällige Regierungszuschüsse einzustreichen. Daß Coteminas den betreffenden Baumwollfarmern ihr Produkt bereits lange vor der Ernte abgekauft hatte, um einen planbaren, sicheren Materialfluß zu garantieren, war nach Darstellung des Klägers und laut vorgelegten Dokumenten geschickt vertuscht worden. Ende Dezember 2002 stellte indessen die zuständige Regierungsbehörde alle Ermittlungen gegen Coteminas nach nur wenigen Tagen überraschend ein – in Deutschland etwa hätte ein solcher Fall Alencar vermutlich das Amt gekostet, das Kabinett ins Wanken gebracht. Doch für Lula und die PT-Spitze war die Sache erledigt. „Ein sehr schlechtes Zeichen am Start der Lula-Regierung, außerdem eine Schande, lächerlich, surrealistisch“, nennt dies auf Anfrage Josias de Souza, Chef der Hauptstadtredaktion von Brasiliens auflagenstärkster Qualitätszeitung „Folha de Sao Paulo“, die über den Skandal ausführlich berichtet, immerhin anderthalb Monate aufwendig recherchiert hatte. „Niemand hat unsere Artikel dementiert oder zurückgewiesen – gravierend ist, daß andere Firmen jetzt natürlich genauso betrügen, die gleiche Praxis pflegen werden wie Coteminas.“ Denn Straffreiheit sei ja sicher.

Angesichts tiefverwurzelter Korruption, so der renommierte Journalist, erwarteten die Brasilianer nicht nur soziale, wirtschaftliche Veränderungen, sondern eben auch solche im ethisch-moralischen Bereich. „Und gerade dort beginnt die Lula-Regierung denkbar schlecht – alle Politiker, die so handeln, bezahlen dafür einen Preis – das alles läßt sich nicht so einfach unter den Teppich kehren!“ Lulas Team dürfte daher schon bald ähnliche Probleme haben wie die Vorgänger, betont Josias de Souza immerhin bereits zum Lula-Amtsantritt. Auffälligerweise hatten sämtliche anderen Qualitätsblätter über den Fall Alencar keine einzige Zeile berichtet – schließlich war der Milliardär zuvor stets als superintegrer „Unternehmer des Volkes“ gerühmt worden. Laut Gewerkschaftsangaben wurde Alencar von den meisten Arbeitern seiner zahlreichen Fabriken jedoch als übler Ausbeuter direkt gehaßt, deshalb schon im Präsidentschaftswahlkampf von 2002 als gnadenloser Menschenschinder bezeichnet. Seit Alencar Lulas Vize ist, stiegen die Coteminas-Aktien kräftig, wurde der Konzern gar „Unternehmen des Jahres 2004“.

Daß Lula in Europas Medien zum Amtsantritt geradezu eine Welle von Lob und Hudel erntete, nennt Folha-Journalist Souza wohlgemerkt bereits Anfang Januar 2003 „direkt lächerlich“. –„Brot statt Bomber“—Wer erinnert sich nicht an jenen ersten sehr erfolgreichen PR-Coup von Lulas Propagandakompanie: Während gerade in Europa immer mehr Menschen über eine drohende völkerrechtswidrige Aggression gegen den Irak besorgt sind, setzt die neue, scheinbar fortschrittliche Regierung Brasiliens für die ganze Welt ein wichtiges Zeichen von hoher Symbolkraft. Gleich nach der Amtsübernahme wurde die laufende Ausschreibung für zwölf neue Überschalljäger der Luftwaffe gestoppt – und offiziell verkündet, die damit eingesparten Gelder sollten für die Bekämpfung von Hunger und Misere eingesetzt werden. Denn dies habe jetzt oberste Priorität. Wie von Brasilia erwartet, erntete Lula für die noble Entscheidung gerade in den Medien der USA und Europas allerhöchstes Lob – sogar die angesehene BBC titelte:“Brasil opts für butter before guns.“ Auch in Deutschland druckten selbst Qualitätszeitungen den Unsinn nach, kommentierten begeistert und politisch korrekt, nicht selten unter der Überschrift „Brot statt Bomber“. Weit über 700 Millionen Euro sofort gegen den Hunger, statt für Kampfjets, das war doch mal was! Nur wurde die Unwahrheit in Brasilien rasch entlarvt – im Haushalt für 2003 waren für einen Ankauf der Jagdbomber gar keine Gelder eingeplant, wurden somit, wie der Öffentlichkeit vorgespielt, also keineswegs den Militärs beträchtliche Mittel entzogen, die den verelendeten Massen zugute kämen.

 Sektenmitglied Benedita da Silva – ein trister Fall

Bezeichnend zudem auch, wie die PT-Spitze das zwielichtige Sektenmitglied Benedita da Silva puschte. 1998 bestimmt die Basis der Arbeiterpartei (PT) Rio de Janeiros den angesehenen Linken Wladimir Palmeira, Widerstandskämpfer und Studentenführer während des Militärregimes, zum Gouverneurskandidaten. Doch Lula und seine rechte Hand Josè Dirceu, inzwischen über den jüngsten Korruptionsskandal gestolpert, verbieten die Kandidatur, peitschen undemokratisch die bei deutschen Drittweltbewegten sehr beliebte, unangenehm populistische und privilegiensüchtige Kongreßsenatorin Benedita da Silva von der „Gottesversammlung“ durch. Zunächst als Vizegouverneurin, dann als Gouverneurin, regiert sie vorhersehbar desaströs – wird als schlechteste Gouveneurin eines brasilianischen Teilstaates eingestuft. In ihrer Amtszeit dominierten Mißwirtschaft sowie schwerste Menschenrechtsverletzungen in den riesigen Rio-Slums. Sie akzeptierte allen Ernstes, daß Banditenmilizen des organisierten Verbrechens kinderreiche Familien aus ihren Slumkaten vertrieben. Mit Maschinenpistolen bewaffnete Militärpolizisten sicherten zumindest den Abtransport der wenigen Habe aus den Elendsvierteln. Dennoch schanzte Lula ausgerechnet Benedita da Silva einen Ministerposten zu, mußte sie indessen schon bald wegen zahlreicher Verfehlungen sicherheitshalber in der Versenkung verschwinden lassen. Jetzt stellt sich heraus, daß Benedita da Silva auch in den jüngsten Korruptionsskandal verwickelt ist. Zur „Gottesversammlung“ gehört auch Umweltministerin Marina da Silva – nicht nur wegen der fortdauernden Rekord-Urwaldvernichtung in Amazonien empfahl ihr selbst Greenpeace mehrfach, besser zurückzutreten.

Anmerkung:  Leonardo Boff lobte auch jene Sozialministerin Benedita da Silva über den grünen Klee, nannte sie “companheira”. In diesem Sinne war die kritische Position der brasilianischen Bischofskonferenz zur Lula-Rousseff-Regierung befreiungstheologisch inspiriert, jedoch nicht die von Boff. 

Lulas Vize José Alencar:  http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/20/brasiliens-nukleare-vision-o-globo-kolumnist-merval-pereira-analysiert-die-position-von-vizeprasident-jose-alencar-wonach-eine-atombombe-des-iran-der-abschreckung-diente-den-frieden-garantierte/

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/14/lula-skandal-des-amtsantritts-bei-amtsende-wieder-da-bundespolizei-bestatigt-vorwurfe-gegen-lula-vize-jose-alencar-laut-landespresse-verdacht-auf-bandenbildung-und-betrug/#more-5405

http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/29/sklavenarbeit-in-firma-von-lulas-vize-jose-alencar-aufnahme-in-schmutzige-liste-droht-trabalho-escravo/

Nicht zuletzt wegen der politischen Bündnisse war für Brasiliens katholische Kirche absehbar, klar, welche Menschenrechtspolitik die Lula-Regierung betreiben würde. Umso blamabler für die Befreiungstheologie, daß Leonardo Boff  sich von dieser Menschenrechtspolitik keineswegs distanzierte, sondern die Lula-Regierungslinie und die Befreiungstheologie zusammenrührte. Auch Amnesty International hat die unter der Lula-Regierung begangenen gravierenden Menschenrechtsverletzungen ausführlich dokumentiert:

 http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/

http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/

Leonardo Boff betrieb auch sehr aktiv Wahlkampf für Dilma Rousseff, lobte sie über alle Maßen. Wie es der Slumbevölkerung unter der jetzigen Regierung ergeht, zeigen auch die täglichen Informationen der brasilianischen Medien:  http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/21/brasilien-die-scheiterhaufen-praxis-2013-lokalmedien-der-fusball-wm-stadt-rio-de-janeiro-berichten-regelmasig-in-wort-und-bild-wie-slumbewohner-lebendig-verbrannt-werden/

Die Sicht, Position des Vatikans, der katholischen Kirche zu diesen Menschenrechtsverletzungen  ist bekannt – umso bemerkenswerter ist daher die Haltung von Leonardo Boff. Wie sich Boff zur Lula-Rousseff-Regierung bzw. zur Lula-Rousseff-Regierungslinie positionierte, bot eine gute Möglichkeit, Boffs gewöhnlich sofort in Medien von Ländern wie Deutschland durchgeschaltete “befreiungstheologische” Texte und Äußerungen mit Boffs “befreiungstheologischer” Praxis zu vergleichen. 

http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/02/papstwahl-2013-brasilianischer-kandidat-kardinal-odilo-scherer-aus-sao-paulo-gewinnt-an-gewicht-laut-internationalen-medienberichten/

Morde an Kindern und Jugendlichen in Brasilien:  http://www.hart-brasilientexte.de/2012/07/18/brasilien-morde-an-kindern-und-jugendlichen-nahmen-seit-1980-um-uber-346-prozent-zu-laut-neuer-studie-mord-epidemie-eine-brasilianische-tragodie/

Brasilien: Sao Paulos deutschstämmiger Kardinal Odilo Scherer von der Papstwahl aus Rom zurück – Pressekonferenz mit Analysen, Wertungen, Foto von Papst Franziskus. **

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http://www.hart-brasilientexte.de/2013/02/15/brasilien-kardinal-odilo-scherer-63-deutschstammiger-erzbischof-von-sao-paulo-aussichtsreichster-lateinamerikanischer-papstkandidat-laut-landesmedien-kirche-mus-courage-haben-ohne-angst-vor-d/

http://www.hart-brasilientexte.de/2013/02/26/brasilien-sao-paulos-deutschstammiger-kardinal-odilo-scherer-zelebriert-gottesdienst-in-der-kathedrale-zur-wurdigung-der-leistungen-von-papst-benedikt-xvifebr-2013/

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“Das mit meiner Kandidatur habt  ihr von der Presse aufgebracht!”

http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/02/papstwahl-2013-brasilianischer-kandidat-kardinal-odilo-scherer-aus-sao-paulo-gewinnt-an-gewicht-laut-internationalen-medienberichten/

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Kardinal Scherer verabschiedet sich Ende Februar 2013 von Papst Benedikt XVI.

http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/12/papstwahl-2013-brasilianischer-kandidat-odilo-scherer-nimmt-mit-ironie-und-humor-das-politisch-korrekte-gesulze-uber-sexuelle-identitat-und-homo-ehe-aufs-korn-hinweis-auf-biologische-anthropologis/

http://www.hart-brasilientexte.de/2013/02/13/papst-benedikt-xvi-und-die-auserordentlich-interessante-kritische-analyse-des-funktionierens-der-machtmechanismen-neoliberaler-staaten-beispiel-libyen-intervention/

http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/20/brasilien-leonardo-boff-nennt-deutschstammigen-kardinal-odilo-scherer-reaktionar-und-autoritar-i-%C2%B4m-happy-that-odilo-scherer-is-not-the-pope-boff-gegenuber-clarinbuenos-aires/

Befreiungstheologen freuen sich über neuen Papst

„Aufatmen in der Kirche“

 Peinliche Rolle des selbsternannten Wortführers Leonardo Boff

Das war nicht zu erwarten: Der neue, von  vielen Medien als konservativ geziehene Papst Franziskus bekommt  just von führenden Befreiungstheologen des größten katholischen Landes sozusagen stehend Beifall. Allen voran die Symbolfigur der „Teologia da Libertacao“, Menschenrechts-Bischof Pedro Casaldaliga, der 1976 mit ansehen muß, wie Diktatur-Militärs den Priester an seiner Seite mit ihm verwechseln, den Padre vor seinen Augen foltern und erschießen.

 „Unsere ganze Kirche atmet auf – wir sind alle tief berührt vom Geist der Evangelisierung, den der Papst ausstrahlt, und von seiner Einfachheit“, sagt Casaldaliga in seinem winzigen Dorfhäuschen, ähnlich einer Kleinbauernkate,  an einem Erdweg des zentralbrasilianischen Sao Felix do Araguaia.  Der Bischof, inzwischen im Ruhestand, lebt bis heute mit den Armen und Verelendeten. Verständlich, daß ihm die Schlichtheit des Jesuiten aus Buenos Aires, seine Seelsorgearbeit und genaue Kenntnis der  Realität sehr imponieren. Wer die Gesellschaft verändern wolle, so Casaldaligas Motto, müsse erst einmal die Wirklichkeit gut kennen. Das gibt er auch jungen Menschen stets mit auf den Weg.

Das Militärregime verleumdet Casaldaliga  als „Bispo comunista“, will den Spanier fünfmal ausweisen – der Papst, damals Paul IV., hat es stets verhindert.

Und Brasiliens befreiungstheologische Jesuiten? Auch sie waren platt, perplex, feiern jetzt ihren „Papa dos pobres“, Papst der Armen. „Der hat Qualität“, sagt Padre und Professor Joao Batista Libanio an der Jesuitenfakultät für Philosophie und Theologie in der Millionenstadt Belo Horizonte. „So wie Casaldaliga war  auch Erzbischof Bergoglio stets bei den Armen.“

Ist es daher ein Papst, der auch der Befreiungstheologie nahesteht? Ja und nein, antwortet Libanio, Franziskus halte es mit der Praxis, nicht mit den Theoretikern, die sich auf Kritik am Kapitalismus konzentrieren.

Dabei  ist schwer zu übersehen: In Chile, Argentinien und Brasilien spricht kaum jemand noch von der Befreiungstheologie, jener klaren Option für die Armen – während sich in Deutschland selbst die theologische Intelligentsia unentwegt den Kopf darüber zerbricht, ob die „Teologia da Libertacao“ am Zuckerhut  nun mausetot ist oder nicht, Benedikt XVI. sie nun haßte, tolerierte, gar mit Feuer und Schwert bekämpfte. Wer sich beispielsweise in der Erzdiözese Sao Paulo des deutschstämmigen Kardinals Odilo Scherer umsieht, umhört, die ungeheuer vielfältige Arbeit der Pastoralen beobachtet, kommt rasch dahinter, wieso die Befreiungstheologie kein Thema mehr ist: Warum noch groß drüber reden, wo sie doch im kirchlichen Alltag längst zum Allernormalsten von der Welt gehört? Selbst Johannes Paul II. hatte sie 1986 in einem Brief an die brasilianischen Bischöfe als „opportun, nützlich und notwendig“ bezeichnet.

Dominikaner Frei Betto in Sao Paulo, Brasiliens wichtigster, landes-und weltweit meistgelesener Befreiungstheologe, dessen Bücher Millionenauflagen erreichen,  belustigt regelrecht, daß selbst in Lateinamerika den meisten Katholiken  garnicht mehr bewußt sei, daß sie Tag für Tag befreiungstheologisch handelten, tief von dieser Richtung inspiriert seien. Frei Betto mit seinem beängstigend großen Ausstoß an Texten, auch für nichtkirchliche Medien in aller Welt, dazu fast ständig auf Achse zu Vorträgen, Diskussionen, Nachwuchs-Schulungen in Gemeinden und katholischen Universitäten, ist bestes Beispiel dafür, wie lebendig die gelegentlich sogar in die Nähe des Vulgärmarxismus gerückte „Teologia da Libertacao“ heute ist. Für ihn manifestiert sie sich besonders in den vielen Pastoralen, ob für Arbeiter, Migranten, Indianer, Gefangene, Heranwachsende, Aids-Infizierte, die Familien. „Die Befreiungstheologie widmet sich weiter den sozialen Problemen, bezieht aber aktuelle Fragestellungen wie die Ökologie stark ein, analysiert den Neoliberalismus, führt einen fruchtbaren Dialog mit den Wissenschaften. Als ich im Diktaturgefängnis eingekerkert war, schickte mir Papst Paul VI. ein Kreuz aus Olivenholz, aus Jerusalem.“

Nur ein paar Schritte aus dem Kloster heraus – und schon stößt der Dominikaner auf das Heer der Obdachlosen Sao Paulos, ein Großteil davon in entsetzlichstem Miserestadium. Nicht zufällig hat daher die Erzdiözese sogar ein eigenes Vikariat für die Bewohner der Straße, das der auch bei deutschen Hilfswerken sehr angesehene Menschenrechtspriester Julio Lancelotti führt.  Das Wort “Befreiungstheologie” kommt ihm schwerlich über die Lippen.

Aber gab es nicht aufsehenerregende Querelen zwischen dem brasilianischen Befreiungstheologen Leonardo Boff und Kardinal Ratzinger, die sich enorm zuspitzten, als dieser Papst wurde? Kirchengegner, darunter in deutschen Medien, nutzten Boffs infantiles Eindreschen  auf  Benedikt VI. als  hochwillkommene Munition. Doch seit den neunziger Jahren wird  Boff  in Brasilien zunehmend  kritisiert – frühere Anhänger werfen ihm Fehleinschätzungen, intellektuelle Unehrlichkeit und Opportunismus vor.

1992 trat er aus dem Franziskanerorden aus, legte sein Priesteramt nieder. Seit 1981 lebte er indessen bereits mit seiner Privatsekretärin Marcia Miranda, Mutter von sechs Kindern, Frau eines Freundes,  zusammen, die sich erst Ende der 80er Jahre scheiden ließ.

Bei manchen fällt der Groschen erst, als Leonardo Boff im Jahre 2000 öffentlich die Ausbreitung der evangelikalen, religiös-fundamentalistischen Wunderheilersekten  vorbehaltlos als „Bereicherung“ begrüßt, weil er für jede Art von Vielfalt sei. Sektenführer Edir Macedo beispielsweise besitzt ein Privatvermögen von 950 Millionen Dollar –   das  US-Wirtschaftsmagazin „Forbes“ veröffentlichte ein Ranking der brasilianischen Sekten-Multimillionäre.

Nicht einmal der angesehene Universitätstheologe  Clodovis Boff stellt sich an die Seite seines Bruders,  unterstützt jedoch die Position von Benedikt VI.,der bereits als Kardinal das essentielle Projekt der Befreiungstheologei verteidigt habe –  nämlich die Verpflichtung gegenüber den Armen als Konsequenz aus dem Glauben. Wie Benedikt VI. kritisiert Clodovis Boff den marxistischen Einfluß. Und sagt zu den Maßnahmen Ratzingers gegen Befreiungstheologen wie seinen Bruder:”Er(Ratzinger) brachte die Essenz der Kirche zum Ausdruck, die nicht in Verhandlungen eintreten kann, wenn es sich um den Kern des Glaubens handelt. Wenn jemand etwas abweichend von diesem Glauben predigt, schließt er sich selbst aus der Kirche aus.”

Die Kirche deklariere, wenn sich jemand aus der Gemeinde der Gläubigen ausschließe, weil er beginne, einen anderen Glauben zu lehren. Clodovis Boff betonte, er sei von Anfang an gegen die gängige Befreiungstheologie gewesen und habe stets klargestellt,wie wichtig es sei, Christus als Fundament aller Theologie zu definieren. “Im hegemonialen Diskurs der Befreiungstheologie bemerkte ich indessen, daß dieser Glaube in Christus lediglich an zweiter Stelle erschien. Ich dachte, das würde sich mit der Zeit korrigieren. Doch das geschah nicht.”  Alle Ideologien, darunter Liberalismus und Neoliberalismus,  hätten heute  ihre Glaubwürdigkeit verloren. “Wer hat noch etwas mitzuteilen? Die Religionen – und vor allem in der westlichen Welt, die katholische Kirche.”

Leonardo Boff war sogar  zum Aktivisten des nicht selten als links eingestuften Präsidenten Lula und seiner Arbeiterpartei PT geworden, verteidigte diese selbst dann noch, als sie tief im kriminellen Korruptionssumpf steckte. Inzwischen verurteilte das Oberste Gericht Brasiliens einen beträchtlichen Teil  der damaligen Regierungs-und Parteispitze u.a. wegen Bandenbildung und aktiver Korruption zu Gefängnisstrafen. Solche Machenschaften hatte Brasiliens Bischofskonferenz bereits vor Lulas Amtsantritt vorausgesagt, während Boff auf seiner Linie beharrte. Und  Benedikt VI. als Geißel, Krankheit, Pest titulierte, der katholischen Kirche „totalitäre Ideologie und mittelalterliche Strukturen“ vorwarf.

Kurioserweise gelingt es dem sehr medienerfahrenen Boff in Mitteleuropa bis heute, sich erfolgreich als Fahnenträger, Hauptfigur und Märtyrer der Befreiungstheologie aufzuspielen.

Zur Papstwahl äußerte sich Boff  vorhersehbar:“Jesus wurde der Zutritt zum Konklave der Kardinäle versperrt“, überschrieb er einen Medientext – in einem zweiten wird den beiden Vorgängern von Papst Franziskus  „monarchisches und absolutistisches“ Regieren vorgeworfen. Der neue, so Boff, könnte als „Papa buono“, als ein guter Papst, verlorene Glaubwürdigkeit zurückgewinnen. Nicht zufällig meinen daher brasilianische Theologen, daß Boff selbst mit 75 schlichtweg die Dynamik, Entwicklung und Komplexität der katholischen Kirche immer noch nicht begriffen hat. 

Wie Boff die Rousseff-Lula-Regierung bewertet – und wie  ganz anders die katholische Kirche, die Protestbewegung urteilt: 

Brasiliens Systemkritikerproteste – Auftakt am Nationalfeiertag durch “Aufschrei der Ausgeschlossenen – organisiert von der katholischen Kirche. Straßenschlachten in Millionenstädten, während Militärparade in Rio de Janeiro – massives Polizeiaufgebot selbst in “ruhigen” Regionen. TV-Teams europäischer Propagandamedien bei Protestgottesdiensten wie üblich abwesend. **

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“Die Wirtschaft blüht, und im Land herrscht Vollbeschäftigung.” Frankfurter Allgemeine Zeitung, Juni 2013

“Das Dilma-Modell ist gescheitert.” O Globo über die Wirtschaftspolitik von Präsidentin Dilma Rousseff, September 2013

http://www.hart-brasilientexte.de/2013/09/07/brasiliens-nationalfeiertag-schwarzer-block-black-bloc-von-sao-paulo-blockierte-stadtautobahnen-strasenschlachten-mit-der-polizei/ 

Jugendpastoral der Erzdiözese Sao Paulo:”Wir kämpfen gegen dieses System!” Kardinal Odilo Scherer prangert während Protestgottesdienst  Rechtlosigkeit und Korruption in Brasilien an,  betet mit  den Gläubigen für Frieden in Syrien, gegen eine militärische Aggression von außen. 

Sprecher der Sozialbewegungen nannten gängige Einschätzungen Unsinn, daß bei der jüngsten Protestwelle die brasilianische Mittelschicht auf die Straße gegangen sei. Daß bei den Straßenprotesten die ausufernde Regierungskorruption eine solche Rolle spiele, zeige deutlich, daß anders als selbst in europäischen Medien behauptet, unter der Rousseff-Regierung von konsequentem Kampf gegen die Korruption keine Rede sein könne. Auffällig sei die zunehmende Staatsverschuldung Brasiliens, darunter die Außenverschuldung. Trotz wachsender Bevölkerungszahl gehe der Konsum, darunter der Kauf in Supermärkten zurück. 

Typisch ist, daß bei Beschreibungen angeblichen brasilianischen Konsumrauschs gewöhnlich auf Vergleichszahlen, darunter zu Einkommen und Preisen, bewußt verzichtet wird.

http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/20/brasilien-teuerung-druckt-22-millionen-brasilianer-wieder-ins-elend-laut-landesmedien-langst-wegen-starken-preissteigerungen-uberholter-indikator-versteckt-jene-22-millionen-verelendeten-hies-es/

“Es gibt in Brasilien noch soviel Armut und Elend, gesellschaftlichen Ausschluß, soziale Ungerechtigkeit, Korruption – noch soviel Gewalt:Wir sehen, daß es strukturelle Gewalt gibt, die sich immer mehr organisiert als eine Parallelmacht – die innerhalb des Staates existiert und die Gesellschaft unterdrückt. Die Justiz ist in Brasilien noch sehr prekär und langsam – weit davon entfernt, die Bedürfnisse des Volkes adäquat zu erfüllen. “

Joachim Gauck im Mai 2013 in Sao  Paulo:  ”Und zweitens ist der weitere Erfolg Brasiliens auch deswegen für uns eine Chance, da Brasilien unsere Werte – Demokratie, Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit – teilt und seine wirtschaftliche Potenz in den Dienst auch dieser Werte stellt.”

Neueste Studie zu Korruption in Parteien, Nationalkongreß, Polizei, Justiz, Gesundheitswesen Brasiliens: Korruption der brasilianischen Parteien:  http://www.hart-brasilientexte.de/2013/09/04/brasiliens-demokratie-81-der-brasilianer-halten-die-parteien-fur-korrupt-oder-sehr-korrupt-laut-studie-von-transparency-international-viel-lob-fur-brasiliens-demokratie-aus-mitteleuropa/

http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/17/brasilien-historischer-besuch-des-deutschen-bundesprasidenten-joachim-gauck-im-tropenland-trotz-gravierender-menschenrechtslage-folter-todesschwadronen-gefangnis-horror-sklavenarbeit-etc-b/

“Perfekte Partner”:  http://www.hart-brasilientexte.de/2013/06/09/wirtschaftswoche-uber-brasilien-perfekte-partner-rohstoffe-im-uberfluss-wachsende-kaufkraft-junge-bevolkerung-was-brasilien-zu-bieten-hat/

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Kardinal Odilo Scherer(r.) neben Bischof Milton Kenan Junior beim Protestgottesdienst in der Kathedrale von Sao Paulo.

Bischof Milton Kenan Junior im Website-Interview:  http://www.hart-brasilientexte.de/2012/11/24/brasilien-sao-paulo-brasiliandia-bischof-milton-kenan-juniorweiterhin-regionen-mit-extremem-elend-groser-armut-im-lande-bischof-ist-initiator-einer-friedensdemonstration-an-der-slumperipherie/

Der deutsche katholische Priester Konrad Körner aus Ampferbach/ Bayern:  http://www.hart-brasilientexte.de/2012/11/28/brasilien-der-deutsche-katholische-priester-konrad-korner-aus-ampferbach-friedenskundgebung-in-brasilandiasao-paulo-2012/

http://www.hart-brasilientexte.de/2013/09/06/brasilien-wieder-katholischer-padre-erschossen-diesmal-in-fortaleza-nach-dem-gottesdienst-priester-regelmasig-opfer-der-gewaltkultur-des-landes/

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Waldemar Rossi, Führer der Arbeiterseelsorge der Erzdiözese Sao Paulo.

Ausgerechnet Leonardo Boff spielt derzeit wieder einmal den Papst-Erklärer für deutsche Medien:  http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/15/jesus-wurde-der-zutritt-zum-konklave-der-kardinale-verweigert-wie-sich-leonardo-boff-die-wahl-von-papst-francisco-einem-jesuiten-vorstellte/

http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/11/brasilien-und-die-befreiungstheologie-clodovis-boff-bruder-von-leonardo-boff-stellt-sich-hinter-benedikt-xvi-essenz-der-befreiungstheologie-wurde-vom-papst-verteidigt-keinerlei-kritik-an-vatika/

http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/20/brasilien-leonardo-boff-nennt-deutschstammigen-kardinal-odilo-scherer-reaktionar-und-autoritar-i-%C2%B4m-happy-that-odilo-scherer-is-not-the-pope-boff-gegenuber-clarinbuenos-aires/

Während Kardinal Odilo Scherer die evangelikalen Sektenkirchen, ihre Machenschaften stets kritisierte und analysierte, begrüßte Leonardo Boff die evangelikalen Wunderheilersekten als  ”Bereicherung”:

 “Saudo a expansao dos evangelicos, porque sou a favor de todo tipo de diversidade.” 

Sektenkirchen in Brasilien:  Sekten verfolgen Journalisten:  http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/14/brasilianische-sekten-verfolgen-journalisten-gesteuerte-prozeslawinen/

Brasiliens starkes Sekten-TV:  http://www.hart-brasilientexte.de/2012/07/27/brasilien-olympische-spiele-erstmals-von-sekten-tv-rede-record-ubertragen-staatsprasidentin-dilma-rousseff-trifft-sich-in-londoner-studios-mit-sektenchef-edir-macedo/

Antikatholische Wunderheilersekten – gute Karten in Deutschland:  http://www.hart-brasilientexte.de/2012/07/16/brasiliens-evangelikale-sekten-mit-guten-karten-in-landern-wie-deutschland-was-kritische-qualitatsmedien-brasiliens-berichten-und-was-deutsche-medien-beispiel-jesusmarsch-2012/

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Stefania Carvalho, Jugendpastoral der Erzdiözese Sao Paulo.

http://www.hart-brasilientexte.de/2013/09/09/brasilien-stefania-carvalho-sprecherin-der-jugendpastoralpj-der-erzdiozese-von-sao-paulo-vor-der-kathedrale-kundgebung-des-aufschreis-der-ausgeschlossenen-2013-wir-kampfen-gegen-dieses-sy/

Deutung der Straßenproteste 2013:  http://www.hart-brasilientexte.de/2013/09/09/brasilien-kuriose-deutung-der-strasenproteste-des-nationalfeiertags792013-durch-in-und-auslandische-medien-landesweite-protestaktion-der-katholischen-kirche-aufschrei-der-ausgeschlossenen/

http://www.hart-brasilientexte.de/2012/11/26/brasilien-friedensdemo-in-sao-paulo-caminhada-pela-paz-na-regiao-brasilandia-im-november-2012/

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Obdachlosenseelsorge beim “Aufschrei der Ausgeschlossenen”: “Wir wollen Wohnung”.

http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/30/brasilien-weiter-land-mit-weltweit-hochster-mord-zahl-stellen-landesmedien-zum-jahresende-heraus-regierungsprojekt-fur-mord-reduzierung-gestoppt-hies-es/

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http://g1.globo.com/protestos-no-brasil/2013/cobertura/

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“Nieder mit der NATO-Intervention in Syrien! Zerbrecht die Opposition der CIA-”Rebellen”.  Spruchband auf den Stufen der Kathedrale der drittgrößten katholischen Diözese der Erde. 

Waldemar Rossi:

http://www.hart-brasilientexte.de/2013/09/06/brasilien-aufschrei-der-ausgeschlossenen-am-nationalfeiertag-2013-waldemar-rossi-leiter-der-katholischen-arbeiterseelsorge-der-erzdiozese-sao-paulo-mit-analyse/

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Weltsozialforum-Miterfinder, katholischer Menschenrechtsaktivist Chico Whitaker, Mitglied der “Brasilianischen Kommission für Gerechtigkeit und Frieden” der Bischofskonferenz CNBB – im Website-Interview am Rande der Kundgebung kritisiert er die Atompolitik der Rousseff-Regierung, den Bau des AKW “Angra 3? bei Rio mit deutscher Hilfe,  das zur Diktaturzeit mit Bonn geschlossene Atomabkommen.

“Das Bildungs-und Gesundheitswesen funktioniert nicht – oft brauchen die Leute einen Arzt, kriegen einen Termin aber erst in drei Monaten – und sind dann schon tot. Die Politiker hören nicht auf das Volk, wollen die Gesellschaft garnicht anhören –  die reden nur, haben sich vom Volk entfernt. Die heutigen Forderungen der Straßenproteste vertritt die katholische Kirche bereits seit Jahrzehnten – ich inbegriffen.  In Brasilien sehen wir heute plastisch, was Desinformation bewirkt – die Regierungspropaganda deckt alles zu. Der größte Teil der Brasilianer kämpft ja ums tägliche Überleben.”

http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/29/unter-lula-hat-die-soziale-ungleichheit-zugenommen-chico-whitaker-trager-des-alternativen-nobelpreises-weltsozialforum-mitgrunder-katholischer-menschenrechtsaktivist/

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http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/21/lula-kritiker-francisco-whitaker-trager-des-alternativen-nobelpreises-mitgrunder-des-weltsozialforums-katholischer-menschenrechtsaktivist/

Scharfe Sicherheitsvorkehrungen verhinderten laut Landesmedien jegliche Störung der Militärparade in Brasilia, mit Präsidentin Rousseff.  

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/23/den-leuten-zu-sagen-in-was-fur-einer-verlogenen-scheise-wir-alle-leben-schlingensief-in-sao-paulo/

http://www.hart-brasilientexte.de/2013/06/19/brasilien-proteste-mpi-salven-verwundete-demonstranten-in-rio-de-janeiro-militarpolizei-mus-einsatz-von-schuswaffen-untersuchen-laut-landesmedien/

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Obdachloser zerrt am Nationalfeiertag in der City von Sao Paulo, reichste Stadt Lateinamerikas, eine Sperrmüllmatratze hinter sich her.

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http://www.hart-brasilientexte.de/2013/09/06/brasilien-prasidentin-spricht-mit-obama-uber-ihre-ausspionierung-lulaobama-mus-dilma-und-brasilien-demutig-um-entschuldigung-bitten/

http://www.hart-brasilientexte.de/2013/09/06/usa-und-sturz-der-gewahlten-iran-regierung-1953-freigegebene-geheimdokumente-beweisen-das-putsch-gegen-premierminister-mohamad-mossadegh-von-cia-gefuhrt-wurde-laut-brasiliens-medien/

“Schluß mit der  Vergewaltigungskultur!”:  http://www.hart-brasilientexte.de/2013/08/31/brasilien-proteste-schlus-mit-der-vergewaltigungskultur-kundgebung-und-protestmarsch-von-internationalen-frauenrechtlerinnen-protest-gegen-sexuelle-ausbeutung-in-rua-augusta-fim-da-cultura/

Brasilien-Systemkritikerproteste 2013: “Eh-Dilma-vai tomando cú” skandiert das Menschenmeer der Avenida Paulista in Sao Paulo am Tag nach der mißglückten TV-Ansprache von Präsidentin Dilma Rousseff. “Lula – der Krebs von Brasilien! Ermittelt gegen den Chef der Bande!” “Dilma – sprich mit der Presse live!” “Die Fußball-WM hat schon begonnen.” “Auch Dilma hat sich, ganz im Sinne ihres Vorgängers, der Sozialpolitik verschrieben.” WeltTrends, Potsdam 2012 **

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In deutschsprachigen Deppen-Medien heißt es, die Proteste richteten sich nicht gegen das Staatsoberhaupt Dilma Rousseff.

Lachhaft ist, daß mitteleuropäische Medien, die noch am Tage vor dem Losbrechen der Demonstrationen banalste Propaganda für Lula/Rousseff und deren Politik betrieben, inzwischen ins andere Extrem verfallen, kitschig-infantil Partei für die Systemkritiker ergreifen – und auf diese Weise ebenso unglaubwürdig sind wie zuvor beim Verfolgen der anderen Agitprop-Linie.  

Staat und Gewalt:  http://www.hart-brasilientexte.de/2012/07/17/brasiliens-armeepolizei-unter-der-rousseff-regierung-schlage-zu-prugele-schlage-zu-bis-zum-tod-reis-den-kopf-ab-und-wirf-ihn-ins-meer-trainingsgesange-der-soldaten-in-rio-de-janeiro-laut-lan/

Brasilianerinnen in der Politik:”Sie rauben genauso, lügen genauso, sind genauso scheinheilig und zynisch wie die Männer. Mensalao-Skandale, Tricks und Betrügereien jeder Größenordnung – Politikerinnen sind überall tief verwickelt!” Brasilianische Historikerin Mary del Priore, 57, zum Internationalen Frauentag 2010.

http://www.hart-brasilientexte.de/2013/06/22/brasilien-systemkritiker-proteste-2013-massive-wochenend-manifestationen-landesweit-tv-ansprache-von-prasidentin-dilma-rousseff-offenbar-wirkungslos/

Die Führer, Organisatoren der Proteste sind allgemein bekannt und von den brasilianischen Medien seit langem ausführlich vorgestellt worden. Wer die Vorgänge vor Ort beobachtet und nicht nur abstrakt aus weiter  Ferne, wie heute üblich, kennt beinahe zwangsläufig Führer und Organisatoren persönlich.

Nicht zufällig hatte die katholische Kirche Brasiliens ihre Brüderlichkeitskampagne 2013 dem öffentlichen Gesundheitswesen gewidmet:  http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/01/brasiliens-offentliches-gesundheitswesen-unter-rousseff-bemerkenswerte-medienfotos-anklicken-wer-teuerste-privatkliniken-nutzt/

http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/17/papst-franziskus-uber-die-heutigen-mediensie-desinformierendesinformam-papstwahl-als-bestes-beispiel-kein-wort-uber-das-dringliche-vatikanproblem-der-christenermordung-christenverfolgun/

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Bundespräsident Joachim Gauck 2013 in Brasilien, “Wertegemeinschaft”:  http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/17/brasilien-historischer-besuch-des-deutschen-bundesprasidenten-joachim-gauck-im-tropenland-trotz-gravierender-menschenrechtslage-folter-todesschwadronen-gefangnis-horror-sklavenarbeit-etc-b/

http://www.youtube.com/watch?v=1DWiB7ZuLvI&feature=player_embedded

 Präsidentin Dilma Rousseff ist seit langem sehr unpopulär –  was von brasilianischen Meinungsumfragen zur Popularität von Politikern zu halten ist, weiß in Brasilien jedermann. 

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Sao Paulo – die Massenproteste nach der TV-Ansprache von Präsidentin Dilma Rousseff. Der Ton gegen Lula und Dilma Rousseff wird deutlich schärfer.

In deutschsprachigen Medien wurde Lula von Partei-und Regierungsfunktionären häufig als  ”Hoffnungsträger der lateinamerikanischen Linken” bezeichnet – obwohl die lateinamerikanische Linke dies völlig anders sah.

Bemerkenswerte Proteste vor Lulas Wohngebäude, gegen Lulas Arbeiterpartei: “Eh-PT-vai tomando cú!”: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/06/20/brasilien-proteste-demonstranten-erstmals-vor-dem-wohngebaude-von-lula-in-sao-bernardo-do-campo-nahe-sao-paulo/

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“Dilma, wenn Gott Brasilianer ist, schämt er sich wegen Dir!!!”

“Auch Dilma hat sich, ganz im Sinne ihres Vorgängers, der Sozialpolitik verschrieben.” WeltTrends, Potsdam 2012

“Kein anderes aufstrebendes Land balanciert Demokratie und breit gestreuten Wohlstand so gut aus wie Brasilien.” Financial Times Deutschland

Im wirtschaftlich-politischen Brasilien-Agitprop hieß es bislang, das  Land boome in allen Sektoren, Präsidentin Rousseff leite das Land außerordentlich kompetent, realistisch, sensibel, diszipliniert, pragmatisch, effizient und mit sehr großem Erfolg. Unter ihrer Leitung floriere die Wirtschaft, sei das Land ein “Vorbild”. Gelegentlich wurde Brasilien sogar schon Weltmacht-Status zuerkannt, war allen Ernstes von “Wirtschaftswunder” die Rede – für Rousseff könne es garnicht besser laufen.  Dilma Rousseff werde geliebt, zeige Frauenpower. Während selbst Brasiliens führender Industriellenverband FIESP in Sao Paulo besorgniserregende Deindustrialisierung konstatierte, das Problem auch öffentlich diskutierte, hieß es auf der anderen Seite des Atlantik, Brasiliens Industrie boome und werde immer stärker. 

In Brasilien stationierte deutsche Politfunktionäre stuften den Regierungskurs  vor dem Hintergrund gravierender Menschenrechtsverletzungen immer wieder als progressiv ein. 

http://www.hart-brasilientexte.de/2013/06/22/brasilien-proteste-2013-rousseff-regierung-befurchtet-das-manifestationen-bis-zum-juli-besuch-des-papstes-andauern-laut-landesmedien-fifa-lobt-tv-rede-von-prasidentin-dilma-rousseff-entsprechend/

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“Dilma, mach mich nicht für deine Inkompetenz verantwortlich.” (In deutschen Leitmedien wurde immer wieder die Kompetenz von Dilma Rousseff gelobt)

http://www.hart-brasilientexte.de/2013/06/22/brasilien-proteste-2013-tv-ansprache-von-prasidentin-dilma-rousseff-kein-wort-zu-brutalen-polizeieinsatzen-darunter-der-auslosernacht-vom-13-juni-2013-wird-von-kritisiert/

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“Dilma, hattest du die Krebskrankheit im öffentlichen Gesundheitswesen behandeln lassen?”

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“Ich bin gegen Korruption.”

http://www.hart-brasilientexte.de/2013/06/21/brasilien-proteste-2013-neue-manifestationen-landesweit-blockierung-von-autobahnen-fernstrasen/

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Ausriß – Kavallerie der Militärpolizei in Rio de Janeiro gegen Demonstranten.

http://www.hart-brasilientexte.de/2013/06/18/brasilien-und-die-fusball-wm-2014-hintergrundtext-von-2006-wm-kandidatur-idiotie-und-schlechter-witz-angesichts-gravierender-sozialer-lage/

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“Weg mit Dilma”. In deutschsprachigen Deppen-Medien heißt, es die Proteste richteten sich nicht gegen das Staatsoberhaupt Dilma Rousseff.

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“Es werden Guillotinen fehlen!”

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“Dilma – sprich mit der Presse live!”

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“Während sie dich ausrauben, schreist du Tooor!” 

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“Die Centavos zurückzukriegen, ist uns gelungen. Jetzt fehlen noch die Milliarden. Schluß mit der Korruption!”

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“Die neue Ära ist da!!!”

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“Die Regierung muß dem Volk dienen – und nicht umgekehrt” 

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“Die tatsächlichen Vandalen sind in Brasilia – und alle auf freiem Fuß!”

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“Ärzte aus Cuba? Wir hätten lieber Politiker aus Schweden.” 

http://www.hart-brasilientexte.de/2013/04/16/brasilien-das-fortdauernde-landlosenproblem-morde-an-landlosenfuhrern/

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Petra Pfaller, Vize-Koordenatorin der bischöflichen Gefangenenseelsorge in Brasilien:  http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/12/brasilienes-wird-immer-noch-sehr-viel-gefoltertdeutsche-petra-pfaller-aus-der-katholischen-gefangenenseelsorge-brasiliens-2011-uber-die-menschenrechtslage-unter-lula-rousseff/

http://www.welt-sichten.org/artikel/221/der-hoelle-hinter-gittern

Teuerung drückt über 22 Millionen Brasilianer ins Elend:  http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/20/brasilien-teuerung-druckt-22-millionen-brasilianer-wieder-ins-elend-laut-landesmedien-langst-wegen-starken-preissteigerungen-uberholter-indikator-versteckt-jene-22-millionen-verelendeten-hies-es/

Frankfurter Buchmesse 2013 – Gastland Brasilien:  http://www.hart-brasilientexte.de/2012/10/17/frankfurter-buchmesse-2013-gastland-brasilien-literatur-und-landesrealitaet-keinerlei-veranstalterhinweis-auf-gravierende-menschenrechtslage-auf-daten-und-fakten-von-amnesty-international-und-bras/

http://www.hart-brasilientexte.de/2012/10/30/brasilien-gewalttote-in-afghanistan-und-in-sao-paulo-beeindruckende-vergleiche-der-qualitatszeitung-folha-de-sao-paulo-zwischen-den-opferzahlen-beider-lander-afghanistan-ist-dagegen-sogar-f/

http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/

In der UNESCO-Bildungsstatistik liegt Deutschland auf Platz 13, Brasilien nur auf Platz 88. Entsprechend gering ist in Brasilien u.a. das Verständnis für deutsche Kultur – erheblich größer in Ländern Lateinamerikas, die bessere Plätze belegen.  http://www.unesco.org/new/fileadmin/MULTIMEDIA/HQ/ED/pdf/gmr2011-efa-development-index.pdf

http://www.hart-brasilientexte.de/2013/06/28/edward-snowden-everybodoy-under-control-brasiliens-wichtigster-befreiungstheologe-frei-bettothe-documents-prove-that-the-nsa-became-the-true-big-brother-described-in-george-orwell%E2%80%99s-c/

Brasilien: Teuerung drückt 22 Millionen Brasilianer wieder ins Elend, laut Landesmedien. Längst wegen starken Preissteigerungen überholter Indikator versteckt jene 22 Millionen Verelendeten, hieß es. Deutlich zunehmende Obdachlosigkeit in Sao Paulo – im Mai 2013 von deutschem Bundespräsidenten Joachim Gauck besucht. Auslandspropaganda und Realitäten. “Aufschrei der Ausgeschlossenen 2013?. **

tags: 

Protestwelle 2013: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/09/07/brasiliens-nationalfeiertag-schwarzer-block-black-bloc-von-sao-paulo-blockierte-stadtautobahnen-strasenschlachten-mit-der-polizei/

http://www.derwesten.de/politik/mit-dem-wirtschaftsaufschwung-ist-brasilien-auf-dem-weg-nach-oben-id7949837.html

“Die Wirtschaft blüht, und im Land herrscht Vollbeschäftigung.” Frankfurter Allgemeine Zeitung, Juni 2013

http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/12/elendsbeseitigung-in-brasilien-karikatur-von-angeli-in-der-grosten-qualitatszeitung-des-landes-folha-de-sao-paulo-von-2011/

Wie es in den Berichten der Qualitätsmedien hieß, werde seit 2011 von der Regierung an der Elendsgrenze eines Pro-Kopf-Einkommens von 70 Real pro Monat(umgerechnet rund 27 Euro) festgehalten, obwohl es seit 2011 starke Preissteigerungen für Produkte gebe, die vor allem die Unterschicht kaufe, darunter Grundnahrungsmittel. Die derzeitige Staatspräsidentin Dilma Rousseff habe versprochen, bis 2014, dem Jahr ihrer geplanten Wiederwahl, das Elend im Lande auszutilgen. Selbst wenn man monatliche Einkünfte und die staatliche Anti-Hungerhilfe “Bolsa Familia” addiere, kämen 22,3 Millionen Brasilianer im Monat nicht auf jene 70 Real. http://www.hart-brasilientexte.de/2013/04/25/brasilien-unterschicht-kauft-wegen-teuerung-11-weniger-basisprodukte-wie-lebensmittel-laut-neuen-verbraucherstudien/

Die brasilianischen Supermärkte, preiswerteste Einkaufsquelle des Landes, haben im April 2013 über 14 % weniger verkauft als im Vormonat März, laut Branchenstatistik.

“ Vendas reais dos supermercados recuam 14,06% em abril” (Valor economico)

Derzeit müssen laut neuesten statistischen Angaben rd. 44 % des Jahreseinkommens für Schuldentilgung aufgebracht werden. Auffällig viele Arme haben sich hoch verschuldet, fielen häufig auf hinterhältige Kreditgeber herein, heißt es in Studien. http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/22/boomland-brasilien-immer-mehr-sozialwissenschaftler-machen-sich-uber-den-angeblichen-aufstieg-von-zig-millionen-brasilianern-in-die-mittelschicht-lustig-bisher-war-man-laut-offizieller-bemessung/

Nicht zufällig erleben die brasilianischen Großstädte, darunter Sao Paulo und Rio de Janeiro, Mitte 2013 heftige Straßenproteste gegen Fahrpreiserhöhungen:  http://www.hart-brasilientexte.de/2013/06/14/brasilien-amnesty-international-kritisiert-polizeigewalt-gegen-demonstranten-in-sao-paulo-und-rio-de-janeiro-bei-jungsten-strasenprotesten-gegen-fahrpreiserhohungen/

“Sowohl im wirtschaftlichen als auch im sozialen Bereich ist das größte Land Südamerikas zu einem Vorbild in der Region geworden. ” WeltTrends, Potsdam 2012

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/09/die-anti-hunger-hilfe-bolsa-familia-der-lula-regierung-die-aktuellen-daten-erlautert-von-pt-kongressenator-eduardo-suplicy-vor-obdachlosen-im-franziskanerkloster-sao-paulos/

OECD-Ranking 2013 –  Deutsche glücklicher als Brasilianer:  http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/29/brasilien-in-oecd-ranking-2013-der-lander-mit-den-glucklichsten-menschen-nur-auf-viertletztem-platz-deutschland-platz-17-brasilien-platz-33-brasil-e-o-4-pais-mais-infeliz/

Laut Qualitätsmedien existiert zudem Misere im Bildungswesen, den öffentlichen Schulen, hat sich unter der Rousseff-Regierung der Zugang von Armen und Verlendeten zur Bildung nicht verbessert. Es wurde Bezug genommen auf Regierungsdaten.

“Da sein, wo gelitten wird”:  http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1624771/

“Auch Dilma hat sich, ganz im Sinne ihres Vorgängers, der Sozialpolitik verschrieben.” WeltTrends, Potsdam 2012

Preis für Lula:  http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/09/brasiliens-ex-staatschef-lula-erhalt-spanischen-preis-wegen-politik-im-dienste-eines-gerechten-wirtschaftswachstums-sowie-kampf-gegen-hunger/

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Bettelnde kranke alte Frau in Sao Paulo.  http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/

OECD-Ranking 2013 –  Deutsche glücklicher als Brasilianer:  http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/29/brasilien-in-oecd-ranking-2013-der-lander-mit-den-glucklichsten-menschen-nur-auf-viertletztem-platz-deutschland-platz-17-brasilien-platz-33-brasil-e-o-4-pais-mais-infeliz/

http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/27/brasilien-facetten-von-elend-hunger-unterernahrung-mullfahrer-ein-elendsberuf-schlaft-erschopft-in-abfall-der-city-von-sao-paulo/

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Hungernde essen verdorbene Essensreste aus Müllsäcken – auch 2013 ein normaler Anblick in Lateinamerikas reichster Stadt Sao Paulo.

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Ausriß.

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Alter geschwächter Mann ißt stinkende Essensreste aus Müllsäcken an der Rua Augusta, Sao Paulo – das Risiko einer schweren Vergiftung oder Ansteckung mit Elendskrankheiten ist sehr hoch.

http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/07/wie-brasilianer-konsumieren-die-kaufkraft-im-tropenland-unter-lula-rousseff/

“Inflacao devolve 22 milhoes para a situacao de miseria.”

“Indicador defasado esconde 22 milhoes de miseraveis do pais.”

In der deutsch-brasilianischen Auslandspropaganda wird dieser Sachverhalt erheblich anders dargestellt, wird stets erklärt, zig Millionen Brasilianer seien sogar in die Mittelschicht aufgestiegen.  

http://www.hart-brasilientexte.de/2013/04/25/lateinamerikas-einkommensunterschiede-laut-uno-2013-brasilien-mit-viertschlechtester-position/

http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/02/brasilien-lohne-und-gehalter-20122013-mittleres-einkommen-der-brasilianischen-beschaftigten-im-februar-2013-umgerechnet-rd-620-euro/

http://www.hart-brasilientexte.de/2013/04/28/brasilien-massenentlassungen-und-deutlich-grosere-obdachlosigkeit-in-sao-paulo-reichste-stadt-lateinamerikas-mit-uber-2600-slums/

Die Deutsche in den Slums:  http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/03/elend-in-brasilien-unter-lula-rousseff-die-deutsche-missionarin-marianne-diener/

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City von Sao Paulo, Lateinamerikas reichste Stadt: Obdachlose hausen notdürftig unter Planen an einer vielbefahrenen Straßenkreuzung, “schlafen”direkt in den Abgaswolken von LKW und Bussen.  Tag der Virada Cultural 2013.

http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/20/brasilien-heftige-medienkritik-an-prafektur-kulturfestival-virada-cultural-tote-massenhafte-uberfalle-kennzeichnen-virada-cultural-deutscher-beitrag-an-gewalt-gescheitert/

Soweit bekannt, hatte der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck zur Frage des Massenelends in der siebtgrößten Wirtschaftsnation  und größten Demokratie Lateinamerikas während seines Besuchs 2013 nicht Stellung genommen:

http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/17/brasilien-historischer-besuch-des-deutschen-bundesprasidenten-joachim-gauck-im-tropenland-trotz-gravierender-menschenrechtslage-folter-todesschwadronen-gefangnis-horror-sklavenarbeit-etc-b/

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Obdachlose Frau vor der Kathedrale von Sao Paulo, April 2013.  ”Brasilien verabschiedet sich von der Armut” – Die Welt: http://www.welt.de/wirtschaft/article112414503/Brasilien-verabschiedet-sich-von-der-Armut.html

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Ausriß, Angeli, Folha de Sao Paulo.

http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/17/brasilien-offentliche-sicherheit-und-basis-menschenrechte-unter-der-rousseff-regierung-hier-wurde-ich-uberfallen-poster-aktion-in-sudbrasilianischer-millionenstadt-porto-alegre-weist-auf-gewalt/

Obdachlose lebendig verbrannt:  http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/25/obdachlose-in-sao-paulo-protestieren-gegen-lebendiges-verbrennen-von-strasenbewohnern-und-andere-gewalttaten-in-brasilien-viele-greueltaten-garnicht-amtlich-registriert-obdachlosenvertreibung-bea/

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Obdachloser wird verbrannt in Sao Paulos Zentrum – rechts – Autos fahren vorbei, Leute schauen zu…Bis heute keine Angaben der Polizei über Ermittlungsergebnisse. 

Brasiliens Scheiterhaufen:  http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/29/brasiliens-scheiterhaufen-erstmals-in-einer-anklagenden-inszenierung-der-scheiterhaufenstadt-rio-de-janeiro-zu-sehen/

 Auswanderungsland Brasilien: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/24/brasilien-wurde-unter-lula-rousseff-zum-auswanderungsland-bye-bye-brasil-sergio-costa-soziologie-professor-an-der-fu-berlin-bestatigt-die-entwicklung/

Brasilien-Klischees:  http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/29/brasilien-in-oecd-ranking-2013-der-lander-mit-den-glucklichsten-menschen-nur-auf-viertletztem-platz-deutschland-platz-17-brasilien-platz-33-brasil-e-o-4-pais-mais-infeliz/

Aktueller Polithumor aus Brasilien, anklicken:

http://www.hart-brasilientexte.de/2013/06/28/brasilien-systemkritikerproteste-2013-wir-mussen-weniger-rauben-polithumor-uber-eine-prasidentin-und-ihre-minister-anklicken/

“Die Parasiten”:  http://www.hart-brasilientexte.de/2013/06/25/brasilien-systemkritikerproteste-2013-die-parasiten-mich-uberrascht-nicht-das-die-proteste-eine-gewalttatige-seite-haben-was-in-unseren-hospitalern-gefangnissen-polizeiwachen-und-politike/

Sekten und organisiertes Verbrechen:  http://www.hart-brasilientexte.de/2013/09/23/brasilien-kultur-jose-junior-leiter-von-afroreggae-in-rio-de-janeiro-wegen-morddrohungen-durch-zehn-wachleute-beschutzt-klagt-verwicklung-von-evangelikalen-kirchen-ins-organisierte-verbrechen-an/

Dieser Beitrag wurde am Mittwoch, 20. März 2013 um 15:16 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Kultur, Politik abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen.

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