Klaus Hart Brasilientexte

Aktuelle Berichte aus Brasilien – Politik, Kultur und Naturschutz

Kuba-Bloggerin Yoani Sanchez postet nach wie vor auf „Generation Y“ nichts über ihr Treffen mit Rechten und Rechtsextremen Brasiliens, darunter dem Diktatur-und Folter-Befürworter Jair Bolsonaro. Neue Gefangenrebellion in Brasilien – mindestens 9 Tote. Yoani Sanchez 2013 in den USA.

Dienstag, 12. März 2013 von Klaus Hart

http://www.desdecuba.com/generationy_de/

Pinochet-Thatcher-Sanchez:  http://www.hart-brasilientexte.de/2013/04/16/frauen-in-der-politik-viel-lob-aus-mitteleuropa-fur-margaret-thatcher-freedom-fighter-the-economist/

Sanchez traf sich im Februar 2013 in Brasilia mit Bolsonaro – Notizen über das freundschaftliche Treffen und Bolsonaros Auffassung  zum Massaker von Carandiru fehlen interessanterweise bis heute im mitteleuropäischen Mainstream. Bolsonaro sagte im Februar 2000 dem brasilianischen Nachrichtenmagazin “Isto é” auf die Frage, ob die Polizei im Carandiru-Gefängnis korrekt gehandelt habe:”Ich denke weiterhin, daß die Möglichkeit verpaßt wurde, da drinnen 1000 zu töten.” 

 Möglicherweise ist auch dieses Bolsonaro-Zitat ein Hinweis darauf, aus welchen Motiven der Mainstream bisher zu dem Treffen Sanchez-Bolsonaro schweigt. 

Bolsonaro befürwortete in dem Interview auch den Einsatz der Folter für heutige Straftäter, darunter Drogenhändler und Entführer. “O cara tem que ser arrebentado para abrir a boca.”

Yoani Sanchez in Berlin, Mai 2013:

http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/06/kuba-bloggerin-yoani-sanchez-in-berlin-auf-blogggerkongres-republica-mai-2013/

http://www.hart-brasilientexte.de/2013/04/24/yoani-sanchez-am-8-mai-2013-in-berlin-eingeladen-von-reporter-ohne-grenzen-kein-veranstalterhinweis-auf-freundschaftliche-treffen-mit-rechten-und-rechtsextremen-in-brasilien/

Yoani Sanchez 2013 in den USA:  http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/19/kuba-bloggerin-yoani-sanchez-derzeit-in-den-usa-in-new-york-weiter-schweigen-uber-ihr-treffen-mit-rechten-und-rechtsextremen-in-brasilien-auch-bloomberg-informiert-daruber-nicht/

Kurioserweise hatten die Medien der USA nicht die Freiheit, anläßlich des Sanchez-Besuchs über das aufsehenerregende Treffen der Kuba-Bloggerin mit Exponenten der Rechten und Rechtsextremen Brasiliens, darunter dem Diktatur-und Folter-Befürworter Jair Bolsonaro zu berichten. Das spricht Bände. 

Bolsonaro steht derzeit in Brasiliens wegen seines umstrittenen Auftretens vor der Menschenrechtskommission des Abgeordnetenhauses stark in der öffentlichen Kritik.  In Medienkommentaren heißt es:”Bolsonaro ist heute das bekannteste Gesicht der brasilianischen extremen Rechten. Er ist Verteidiger der Diktatur, er verteidigt die Folter.” Bolsonaro sei ein Samenkorn des Faschismus. Umso kurioser, daß auch über einen Monat nach dem Sanchez-Bolsonaro-Treffen selbst in deutschsprachigen Medien darüber Schweigen herrscht.

Todesschwadronen, Folter, Militärpolizei – unter den Relikten der Militärdiktatur:  http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/

http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/

Öffentliche Forderungen, darunter bei den Straßenprotesten 2013, nach Umwandlung der Militärpolizei in eine Zivilpolizei nach mitteleuropäischem Vorbild, blieben bisher erfolglos.

Kuba-Bloggerin Yoani Sanchez und ihr Treffen mit Rechten und Rechtsextremen in Brasilia:  Daß sich Sanchez ausgerechnet für rechte und rechtsextreme Diktaturanhänger Brasiliens interessiert, erscheint zusätzlich bizarr angesichts des kaum zu beschreibenden Sadismus, den der Repressionsapparat der von den USA unterstützten Militärdiktatur just an weiblichen Diktaturgegnern austobte: So war üblich, diese Frauen nahezu alle Formen entsetzlichsten sexuellen Mißbrauchs erleiden zu lassen – von massenhafter Vergewaltigung durch Folterknechte und andere Militärs bis hin zu schrecklichsten Folterungen an der Vagina und an den Brüsten. Sogar Genitalverstümmelung wurde angewendet. Am Ende stand fast stets die Ermordung. Diese Fakten sind weltweit bestens bekannt und werden derzeit von der Wahrheitskommission noch einmal bestätigt. 

http://terramagazine.terra.com.br/bobfernandes/blog/2013/03/15/bolsonaro-e-uma-semente-do-fascismo/

Bolsonaro é hoje o mais conhecido rosto da extrema direita brasileira. Defensor da ditadura, ele justifica a tortura. Já disse: “O cara tem que ser arrebentado para abrir a boca”. Sobre a busca de corpos dos desaparecidos na ditadura, diz: “Quem procura osso é cachorro”.

Claro que com frases e atitudes como estas o que Bolsonaro busca é manchetes. Assim ele está no sexto mandato e já tem dois filhos parlamentares. Isso é O Ovo da Serpente, na definição do cineasta Ingmar Bergman. É a semente do fascismo.

http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/11/brasilien-systemkritischer-journalist-rodrigo-neto38-in-ipatingaminas-gerais-erschossen-neto-prangerte-ua-todesschwadronen-an/

Brasiliens Grundfreiheiten:  http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/20/brasiliens-burgerfreiheiten-uber-8o-prozent-veranderten-wegen-zunehmender-gewalt-und-kriminalitat-die-lebensgewohnheiten-54-prozent-verlassen-nachts-nicht-mehr-das-haus-laut-neuer-studie/

Gefangenenrate in Brasilien – jeder 262. Brasilianer in Haft:    http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/25/brasiliens-uberfullte-gefangnisse-und-die-auffallig-grose-zahl-inhaftierter-jeder-262-erwachsene-brasilianer-im-gefangnis-laut-amtlichen-angaben-seit-1995-verdreifachte-sich-die-rate-der-eingespe/ 

“Syrien ist hier:In zwei Jahren starben im syrischen Bürgerkrieg 70 000 Menschen. Im selben Zeitraum wurden in Brasilien 120000 Menschen ermordet.” (O Globo)

„Brasilien ist globaler Führer bei Getöteten durch Feuerwaffen.“

http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/27/brasiliens-menschenrechtslage-unter-der-rousseff-regierung-weiterer-landlosenfuhrer-liquidiert-haufung-von-morden-an-systemkritikern/

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Ausriß.

“Frau Sanchez und der Nazi”:https://www.jungewelt.de/artikel/342320.getrennt-marschieren-frau-s%C3%A1nchez-und-der-nazi.html?sstr=

“Für die sich gern als »unpolitisch« und »pazifistisch« gebende Systemgegnerin war die so dokumentierte Nähe zu dem Ultrarechten eine publizistische Katastrophe. Die Empörung in Lateinamerika konnten auch bundesdeutsche »Qualitätsmedien« nicht mehr ignorieren. Es werde »gemutmaßt«, Yoani Sánchez »fühle sich zu faschistischen Politikern hingezogen, die sich nach dem Untergang des kubanischen sozialistischen Traumes sehnen«, schrieb die FAZ am 13. Mai 2013.”Junge Welt 2018.

Wahlzirkus 2018:http://www.hart-brasilientexte.de/2018/10/08/brasilien-wahlzirkus-2018-bolsonaro-46-haddad-29/.

Aus Brasilien nichts Neues: Machteliten schicken für Präsidentschaftswahlen 2018 mit Lula-Ersatz Haddad sowie Bolsonaro zwei der Oberschicht sehr genehme, zudem bislang politisch miteinander verbandelte Kandidaten ins Rennen. Millionär Lula hatte regelmäßig die extreme Rechte, darunter Bolsonaro als Koalitionspartner – der deutsche Mainstream unterschlägt dies systematisch…Warum das Lula-Bolsonaro-Brasilien strategischer Partner der Merkel-GroKo ist.

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Adolf Hitler: “Bolsonaro, manchmal machst du einem richtig Angst, Mensch!”

 http://www.hart-brasilientexte.de/2013/02/25/brasilien-bereits-im-jahr-des-militarputsches-von-1964-etwa-50000-verhaftete-laut-wahrheitskommission-diktaturaktivist-verteidigt-vor-kuba-bloggerin-yoani-sanchez-in-brasilia-den-militarputsch-als/

Nach dem freundschaftlichen Treffen von Yoani Sanchez mit Exponenten der Rechten und Rechtsextremen am 20. Februar in Brasilia gab es  danach in Sao Paulo auffällige Proteste gegen die Kubanerin. Man hätte erwarten können, daß jene mitteleuropäischen Medien, die Yoani-Sanchez-Texte veröffentlichen, ihrer Leserschaft das brisante Treffen der Kubanerin mit Rechten und Rechtsextremen nicht vorenthalten, darüber ausführlich berichten. Indessen ist dies bis heute nicht erfolgt. Über die Gründe kann man nur spekulieren. 

Nach dem sensationellen Treffen vom 20. Februar hatte man auch in Brasiliens Zeitungen Berichte und Analysen  erwartet – die indessen ausblieben. Auf eindrückliche, überraschende Weise zeigte sich, wo selbst bei den renommiertesten, angesehensten Kolumnisten und Kommentatoren Brasiliens die Meinungsfreiheit endet. Daß dies just sogar auf ein Treffen Yoani Sanchez – Jair Bolsonaro zutrifft, spricht Bände.

http://www.hart-brasilientexte.de/2013/02/20/brasilien-kuba-bloggerin-folgt-einladung-der-fur-gravierende-menschenrechtsverletzungen-verantwortlichen-partei-psdb-nach-brasilia-verfolgung-von-menschenrechtsaktivisten-in-dem-von-der-psdb-regiert/

Yoani Sanchez in Tschechien/Prag 2013:  http://www.hart-brasilientexte.de/2013/02/28/kuba-bloggerin-yoani-sanchez-medien-tschechiens-schweigen-ebenfalls-zu-ihrem-treffen-mit-rechten-und-rechtsextremen-in-brasilien-zur-fehlenden-positionierung-zum-mord-am-systemkritischen-brasilianis/

Gefangenenrebellion in Brasilien:  http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/11/brasilien-gefangenenrebellion-mit-mindestens-neun-toten-laut-landesmedien-gefangnishorror-unter-der-rousseff-regierung/
(more…)

Brasilien: Neue Gefangenenrebellion mit mindestens neun Toten, laut Landesmedien. Gefängnishorror unter der Rousseff-Regierung.

Montag, 11. März 2013 von Klaus Hart

http://g1.globo.com/ceara/noticia/2013/03/nove-presos-morrem-apos-briga-dentro-de-presidio-no-ceara.html

“In den brasilianischen Gefängnissen sind die Opfer des politisch-wirtschaftlichen Systems eingekerkert”:http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/17/in-den-brasilianischen-gefangnissen-sind-die-opfer-des-politisch-wirtschaftlichen-systems-eingekerkert-anwalt-bruno-alves-de-souza-29-prasident-des-menschenrechtsrates-im-teilstaat-espirito-san/

http://www.hart-brasilientexte.de/2012/11/20/brasilien-justizminister-cardozo-zu-mittelalterlichen-gefangnissen-in-dem-fur-gefangnishorror-beruchtigten-teilstaat-espirito-santo/

Gefangenenrate in Brasilien – jeder 262. Brasilianer in Haft:    http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/25/brasiliens-uberfullte-gefangnisse-und-die-auffallig-grose-zahl-inhaftierter-jeder-262-erwachsene-brasilianer-im-gefangnis-laut-amtlichen-angaben-seit-1995-verdreifachte-sich-die-rate-der-eingespe/ 

Welt-Sichten:  http://www.welt-sichten.org/artikel/221/der-hoelle-hinter-gittern

 http://www.hart-brasilientexte.de/2012/11/15/brasiliens-mittelalterliche-gefangnisse-laut-justizminister-zehn-jahre-an-der-regierungsmacht-diskutiert-die-arbeiterpartei-erst-jetzt-uber-gefangnishorror-weil-eigene-fuhrungsleute-hinter-git/

Vor dem Hintergrund gravierender Menschenrechtsverletzungen in den Gefängnissen erhielt Brasilia aus Mitteleuropa viel offizielles Lob für seine Politik, wurde zum strategischen Partner ausgewählt.

http://www.hart-brasilientexte.de/2012/11/14/brasilien-gefangnishorror-unter-rousseff-regierung-medienecho-welche-sozialpolitik-heute-als-progressiv-gilt/

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Chancenlos in den meisten deutschsprachigen Medien aus den bekannten Gründen – couragierter Kämpfer gegen die Folter: Katholischer Padre Valdir Joao Silveira erläutert gegenüber den nationalen TV-Sendern die weiterhin gravierende Situation in den brasilianischen Gefängnissen.   http://www.hart-brasilientexte.de/2012/07/26/brasilien-folter-unter-der-rousseff-regierung-folter-ist-routine-in-gefangnissen-allgemein-verbreitet-und-institutionalisiert-seit-der-militardiktatur-rechnet-die-gewaltpraxis-in-den-brasiliani/

http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/03/pressekonferenz-mit-lula-in-berlin-keine-einzige-frage-zu-gravierenden-von-amnesty-international-kritisierten-menschenrechtsverletzungen-wie-folter-scheiterhaufen-todesschwadronen-sklavenarbeit/

„Aufschrei der Ausgeschlossenen“ in der Erzdiözese Sao Paulo:

http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/12/brasilien-aufschrei-der-ausgeschlossenen-in-der-von-kardinal-odilo-scherer-geleiteten-erzdiozese-sao-paulo/

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“Wir müssen die Medien-Blockade brechen, alternative Informationsnetze aufbauen, Solidarität globalisieren”, sagt Gefangenenpriester und Systemkritiker Xavier Paolillo im Website-Interview.  http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/18/haftlinge-wurden-in-stucke-gehackt-anderen-wurde-das-herz-herausgerissen-zerstuckelte-gefangene-wurden-in-abfallkubeln-gefunden-padre-xavier-paolillo-leiter-der-gefangenenseelsorge-im-brasilia/

 http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/20/feel-brazil-go-bayao-deutsche-getrankefirma-veltins-wirbt-mit-brasilianischem-lebensstil-trotz-der-menschenrechts-und-sozialdaten-brasiliens/

Lukrative Auslandspropaganda:  http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/

Frankfurter Buchmesse 2013 – Gastland Brasilien:  http://www.hart-brasilientexte.de/2012/10/17/frankfurter-buchmesse-2013-gastland-brasilien-literatur-und-landesrealitaet-keinerlei-veranstalterhinweis-auf-gravierende-menschenrechtslage-auf-daten-und-fakten-von-amnesty-international-und-bras/

Keinerlei Kritik der Kuba-Bloggerin Yoani Sanchez während ihres Brasilienbesuchs am Gefängnis-Horror – Sanchez verzichtete auch auf ein Treffen mit brasilianischen Systemkritikern, Bürgerrechtsaktivisten:

http://www.hart-brasilientexte.de/2013/02/25/brasilien-bereits-im-jahr-des-militarputsches-von-1964-etwa-50000-verhaftete-laut-wahrheitskommission-diktaturaktivist-verteidigt-vor-kuba-bloggerin-yoani-sanchez-in-brasilia-den-militarputsch-als/

 http://www.hart-brasilientexte.de/2013/02/20/brasilien-kuba-bloggerin-folgt-einladung-der-fur-gravierende-menschenrechtsverletzungen-verantwortlichen-partei-psdb-nach-brasilia-verfolgung-von-menschenrechtsaktivisten-in-dem-von-der-psdb-regiert/

Kuba-Bloggerin Yoani Sanchez 2013 in Brasilien: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/02/20/brasilien-kuba-bloggerin-folgt-einladung-der-fur-gravierende-menschenrechtsverletzungen-verantwortlichen-partei-psdb-nach-brasilia-verfolgung-von-menschenrechtsaktivisten-in-dem-von-der-psdb-regiert/ 

http://www.hart-brasilientexte.de/2013/02/28/kuba-bloggerin-yoani-sanchez-medien-tschechiens-schweigen-ebenfalls-zu-ihrem-treffen-mit-rechten-und-rechtsextremen-in-brasilien-zur-fehlenden-positionierung-zum-mord-am-systemkritischen-brasilianis/

Papstwahl 2013: Deutschstämmiger Kardinal Odilo Scherer aus Sao Paulo mit wachsender Favoritenrolle, laut Landesmedien und brasilianischen Kirchenkreisen. Dominikaner Frei Betto, Brasiliens wichtigster Befreiungstheologe, aus Kardinal Scherers Erzdiözese.

Montag, 11. März 2013 von Klaus Hart

http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/02/papstwahl-2013-brasilianischer-kandidat-kardinal-odilo-scherer-aus-sao-paulo-gewinnt-an-gewicht-laut-internationalen-medienberichten/

http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/12/brasilien-aufschrei-der-ausgeschlossenen-in-der-von-kardinal-odilo-scherer-geleiteten-erzdiozese-sao-paulo/

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 http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/12/papstwahl-2013-internationale-privatmedien-auch-die-brasiliens-stellen-katholische-kirche-weiterhin-als-kriminelle-vereinigung-aus-sexualverbrechern-korrupten-hin-geleitet-von-niedrigsten-instink/

Leonardo Boff:  http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/20/brasilien-leonardo-boff-nennt-deutschstammigen-kardinal-odilo-scherer-reaktionar-und-autoritar-i-%C2%B4m-happy-that-odilo-scherer-is-not-the-pope-boff-gegenuber-clarinbuenos-aires/

Vom Mainstream wird im Kontext der Papstwahl über den weltweiten  Kampf der katholischen Kirche unter Benedikt XVI. für Menschenrechte, gegen eine menschenfeindliche, extrem unsoziale neoliberale Politik, gerade auch in Ländern wie Brasilien sowie für die Bewahrung der Schöpfung offenkundig bewußt  nicht informiert, ist das Fehlen entsprechender Analysen sehr aufschlußreich.

Brasiliens Atompolitik und Deutschland:  http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/03/bundesprasident-christian-wulff-dilma-rousseff-und-der-zugige-bau-des-neuen-atomkraftwerks-angra-3-bei-rio-de-janeiro-mit-deutscher-bundesburgschaft/

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Kardinal Scherer verabschiedet sich Ende Februar 2013 von Papst Benedikt XVI.

http://www.hart-brasilientexte.de/2013/02/13/papst-benedikt-xvi-und-die-auserordentlich-interessante-kritische-analyse-des-funktionierens-der-machtmechanismen-neoliberaler-staaten-beispiel-libyen-intervention/ odiloscherer.jpg

http://www.hart-brasilientexte.de/2013/02/28/papst-benedikt-xvi-und-die-bewahrung-der-schopfung-markante-momente-seiner-amtzeit-im-umwelt-und-naturschutz-des-grosten-katholischen-landes-hungerstreik-bischof-luiz-flavio-cappio-in-bahia-amazon/

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Die heftig störende Menschenrechtsarbeit der katholischen Kirche unter Papst Benedikt XVI. :http://www.hart-brasilientexte.de/2013/02/15/brasilien-kardinal-odilo-scherer-63-deutschstammiger-erzbischof-von-sao-paulo-aussichtsreichster-lateinamerikanischer-papstkandidat-laut-landesmedien-kirche-mus-courage-haben-ohne-angst-vor-d/

“Syrien ist hier:In zwei Jahren starben im syrischen Bürgerkrieg 70 000 Menschen. Im selben Zeitraum wurden in Brasilien 120000 Menschen ermordet.” (O Globo) odiloscherercacho1.jpg

Kardinal Scherer kritisierte stets die Lula-Regierung:”In der Wirtschafts-und Sozialpolitik fährt Lula einen Mitte-Rechts-Kurs. Lula und seine Arbeiterpartei griffen zu unethischen Metoden.”  ”Brasiliens Bischofskonferenz zählt seit mehreren Jahren zu den schärfsten Kritikern des Wirtschaftskurses der Lula-Regierung. Dieser wurde von der Kirche vorgeworfen, sich dem Diktat der Banken zu unterwerfen und das Land in ein Finanzparadies für Bankiers verwandelt zu haben, die Gewinne wie nie zuvor einstrichen. Der deutschstämmige Kardinal von Sao Paulo, Odilo Scherer, hat diese Zusammenhänge stets am präzisesten aufgezeigt. Statt gerechterer Einkommensverteilung zugunsten der armen Bevölkerungsmehrheit erlebe Brasilien Einkommenskonzentration zugunsten einer Minderheit.Brasiliens Privatbanken zählen unterdessen zu den wichtigsten Finanziers von Lulas Arbeiterpartei PT.” CNBB-Generalsekretär Odilo Scherer betonte, in den vergangenen Jahren sei die tiefe moralische Krise der Politik für alle Brasilianer offenbar geworden, habe es immer wieder Enthüllungen über Korruption und Machtmißbrauch durch Exekutive und Legislative gegeben. Die Politik müsse ihre ethische Dimension zurückgewinnen und nicht länger nur eine auf raschen Vorteil gerichtete Aktivität bleiben. Laut Scherer warnt die Bischofskonferenz Brasilia zudem vor einer »Merkantilisierung des Lebens in einem vorrangig auf Profit und unmittelbaren Nutzen gerichteten Wirtschaftsmodell«. Kardinal Odilo Scherer, Erzbischof von Sao Paulo, zeigt den Trend der Zeit am Beispiel von Brasilien auf: »Die Wirtschaft ist stark und das Land reich, aber die allermeisten Leute bleiben sehr arm.« Die Konzentration des Reichtums auf Wenige sei aber nicht allein ein lateinamerikanisches, sondern ein globales Problem.« Bei der Vorstellung der diesjährigen Brüderlichkeitskampagne, die den Behinderten gewidmet ist, sagte der deutschstämmige CNBB-Generalsekretär Odilo Scherer, Lulas konservative Wirtschaftspolitik garantiere kein ausreichendes Wachstum und begünstige lediglich die Banken. Diese machten unter Lula Rekordgewinne. Für die Bankiers sei Brasilien heute ein „Finanzparadies“. Die Kirche habe Kenntnis davon, welchem Druck die Regierung ausgesetzt sei, so Bischof Scherer weiter. Doch die Interessen der Gesellschaft müßten ebenfalls berücksichtigt werden. Statt gerechterer Einkommensverteilung zugunsten der armen Bevölkerungsmehrheit erlebe Brasilien eine Einkommenskonzentration, die nur bestimmten Gruppen nütze. Um die scharfen Sozialkontraste zu überwinden, müsse die wachstumshemmende Hochzinspolitik aufgegeben werden, seien Programme zur Schaffung von Arbeitsplätzen nötig. 

ZDF-Adveniat-Gottesdienst in der Erzdiözese von Kardinal Odilo Scherer:  http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/

Das brasilianische Volk, so Scherer, habe von der Lula-Regierung eine viel effizientere Sozialpolitik erwartet. Das Anti-Hunger-Programm sei bei weitem nicht ausreichend. Nur einen Tag später bekräftigte der Primas von Brasilien, CNBB-Präsident Kardinal Geraldo Agnelo, in Salvador da Bahia vor der Presse die Kritik Scherers. Nie zuvor, so Agnelo, habe sich eine Regierung den von Gläubigerbanken diktierten Bedingungen und Forderungen so unterworfen. Im Interview sagte der Kardinal:“ Die Lula-Regierung sorgt sich direkt übertrieben um das Wohl der Banken, tut alles, was sie wollen. Während der Arbeiter eben keinen gerechten Lohn, keinen Inflationsausgleich einfordern kann. Damit sind wir nicht einverstanden, das ist doch nicht gerecht. Denn dem Volke geht es überhaupt nicht gut. Es muß weiter darauf warten, daß Arbeitsplätze geschaffen werden. Denn ohne Arbeit ist kein Leben in Würde möglich. Die Leute können sich doch nicht nur von staatlichen Almosen ernähren.“ “Unsere Warnungen und Voraussagen haben sich leider bestätigt: An der Staatsspitze grassiert die Korruption”, sagt Weihbischof Odilo Pedro Scherer, der Generalsekretär der Brasilianischen Bischofskonferenz. Dabei klingt die Feststellung alles andere als triumphierend: “Diese Enthüllungen sind peinlich für Brasilien und schmerzlich für das Volk, das in die Lula-Regierung so große Hoffnungen setzte.”  Wer heute noch das römische Exorzismus-Ritual ausführt, handelt völlig falsch. Sao Paulos deutschstämmiger Erzbischof Odilo Scherer hat den Exorzismus hier abgeschafft.”(Padre Oscar Quevedo, Parapsychologe) Scherer privat: Er liebt klassische Musik, nahm als junger Mann klassische Stücke für seine Geschwister auf, hat offenbar eine besondere Vorliebe für Georg Friedrich Händel. Während seiner Zeit in Deutschland arbeitete er auch in einer Autofabrik. Scherer, dessen Eltern deutschstämmige Kleinbauern waren,  ist siebtes Kind von 13 Geschwistern, von denen zwei starben. Zehn der Geschwister lernten in kirchlichen Schulen. Odilo Scherer wollte bereits als Kind Priester werden, schlug nicht selten den anderen Kindern vor, statt Fußball einen Gottesdienst zu spielen. Klar – alle Scherers drückten Odilo die Daumen, daß er Papst wird. Er joggt, wandert gerne, twittert. In Sao Paulo hat er einen kleinen Garten, den er selber pflegt, dort pflanzt und jätet. Besondere Spannung herrscht vor der Papstwahl in Cerro Largo, wo Odilo Scherer 1949 ganz in der Nähe in einer kleinen, zum Distrikt gehörenden Deutschen-Siedlung namens Vila Sao Francisco geboren wurde. Sollte der Kardinal Papst werden, so der Bürgermeister, wird der betreffende Tag zum Feiertag der Gemeinde erklärt.   In Vila Sao Francisco wird heute noch recht viel deutsch gesprochen. Bischof Irineu Roque Scherer in Joinville ist Cousin von Kardinal Odilo Scherer. Sein Neffe Leo Konzen ist Priester in Santo Angelo(Rio Grande do Sul). Ein anderer Verwandter, Ignacio Scherer, ist Priester in Toledo, wohin Odilo Scherer mit zwei Jahren mit der ganzen Familie gezogen war.  In Toledo wurde Odilo Scherer zum Priester und zum Bischof geweiht. “Kann sich einer vorstellen, wie das ist, von einem Papst getauft worden zu sein”, sagen manche in Toledo im Blick auf die mögliche Wahl Scherers. Kurios, daß derzeit selbst die ausländische Presse, die sich bisher für die Aktivitäten von Scherer nicht oder kaum interessierte,  im Paparazzi-Stil sogar in Toledo einfiel, alle Welt, darunter Scherer-Verwandte ausfragt. http://de.wikipedia.org/wiki/Odilo_Pedro_Scherer

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/26/sao-paulos-deutschstammiger-kardinal-odilo-scherer-zelebriert-wie-im-vorjahr-einen-kampferischen-protest-gottesdienst-am-1-mai-warum-die-katholische-kirche-brasiliens-vollig-anders-ist-als-die-deuts/

http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/13/brasiliens-katholische-kirche-ruft-zu-protesten-gegen-massive-korruption-unter-der-rousseff-regierung-auf-viel-lob-fur-rousseff-regierungsstil-aus-europa/

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/02/sklavenarbeit-unter-lula-angeprangert-vom-deutschstammigen-kardinal-odilo-scherer-im-protest-gottesdienst-am-1-mai-in-der-kathedrale-sao-paulo/

Befreiungstheologie – Clodovis und Leonardo Boff:  http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/11/brasilien-und-die-befreiungstheologie-clodovis-boff-bruder-von-leonardo-boff-stellt-sich-hinter-benedikt-xvi-essenz-der-befreiungstheologie-wurde-vom-papst-verteidigt-keinerlei-kritik-an-vatika/

Deutschstämmiger Kardinal Odilo Scherer beim Protestgottesdienst in der Kathedrale von Sao Paulo. “Wir erleben ständig soziale Spannungen. Es ist nicht gerecht, daß einige alle Rechte genießen, privilegiert sind – und anderen die Rechte verweigert werden. Wir müssen ehrliche, würdige Leute wählen mit ernsthaften Projekten, damit die soziale Ungerechtigkeit überwunden wird. Brasilien ist so reich, daß alle gut leben könnten. Niemandem darf Leben verweigert werden – weder durch Hunger noch durch fehlende Sicherheit.”

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Kardinal Odilo Scherer als Junge – hinter seinem Vater.

Peinlich-infantile Äußerungen von Leonardo Boff über Benedikt XVI. nicht einmal von Bruder Clodovis Boff, Theologe an der Katholischen Universität von Paraná, unterstützt bzw. gutgeheißen: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/11/brasilien-und-die-befreiungstheologie-clodovis-boff-bruder-von-leonardo-boff-stellt-sich-hinter-benedikt-xvi-essenz-der-befreiungstheologie-wurde-vom-papst-verteidigt-keinerlei-kritik-an-vatika/

Befreiungstheologe Frei Betto aus der Erzdiözese Sao Paulo: http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/13/amazonia-an-ecocide-foreseen/

Brasiliens Padre Marcelo Rossi, sein Hit seit 2011: “O meu lugar é no céu.” (Agape musical) Leonardo Boff zählt erwartungsgemäß zu Rossis schärfsten Kritikern. Franziskanerbischof Fernando Figueiredo weist Vorwürfe als baren Unsinn zurück. **

tags:  http://www.youtube.com/watch?v=h8KBxfOrPrw http://www.hart-brasilientexte.de/2012/11/01/brasiliens-katholischer-priester-marcelo-rossi-gegen-den-strommainstream-padre-weiht-in-sao-paulo-den-grosten-tempel-des-landes-ein-kunftig-platz-fur-etwa-100000-glaubige-santuario-mae-de-de/ rossifigueiredo1.jpg Franziskanerbischof Fernando Figueiredo und Padre Marcelo Rossi in der neuen Kirche der Diözese Santo Amaro von Sao Paulo 2012.   

http://www.hart-brasilientexte.de/2012/11/01/brasiliens-katholischer-priester-marcelo-rossi-gegen-den-strommainstream-padre-weiht-in-sao-paulo-den-grosten-tempel-des-landes-ein-kunftig-platz-fur-etwa-100000-glaubige-santuario-mae-de-de/

Brasiliens Wunderheilersekten – in Mitteleuropa als “Freikirchen” beschönigt:  http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/12/brasiliens-wunderheiler-sektenkirchen-die-holle-der-bischofin-sonia-nachrichtenmagazin-istoe-zum-niedergang-von-renascer-em-cristo/

http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/17/fur-lulas-wahlsieg-von-2002-waren-evangelikale-kirchen-wie-die-universalkirche-edir-macedos-sehr-wichtig-das-gilt-auch-fur-die-prasidentschaftswahlen-20010-soziologe-edin-sued-abumanssur-von-de/

“Ihr elenden Ehebrecher, Masturbierer”:  Jesusmarsch 2010: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/25/sao-paulo-ist-456-interessanten-megacity-rundblick-anklicken/

http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/14/ex-sektenbischof-zu-stimmen-und-parteienkauf-skandal-lulas-arbeiterpartei-zahlte-an-sektenpartei/

Leonardo Boff, Marina Silva: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/11/leonardo-boff-wichtiger-wahlhelfer-der-evangelikalen-prasidentschaftskandidatin-marina-silva-estrela-de-festa-do-pv/

http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/22/ihr-elenden-irregeleiteten-ehebrecher-masturbierer-auf-sex-versessenen-raucher-trinker-tv-glotzer/

Besonders gut kommt in der mitteleuropäischen Sympathiewerbung für Wunderheilersekten stets die “Assembleia de Deus”(Gottesversammlung) weg, da ihr die Predigerin Marina Silva angehört, in Mitteleuropa als große Umweltschützerin gefeiert. Die Gottesversammlung ist dafür bekannt, laut Eigenwerbung auch Schwule zu Heteros zu “konvertieren”:  http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/14/schwule-und-lesben-heilen-auf-staatskosten-gesetzesinitiative-von-edino-fonseca-rio-abgeordneter-und-pastor-der-assembleia-de-deus-von-marina-silva-homosexuelle-zu-heteros-konvertieren/

http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/18/marina-silva-uberzeugte-kreationistin-radikal-gegen-abtreibung-als-prasidentschaftskandidatin-der-brasilianischen-grunen-im-gesprach/

Marina Silvas Assembleia de Deus ist laut Zeitzeugen u.a. im brasilianischen Nordosten dafür bekannt, selbst an der Peripherie von Millionenstädten wie Fortaleza Homosexuelle zu “konvertieren”. Häufig, so hieß es, schritten diese dann kurz darauf in Tempeln der Assembleia de Deus zur Eheschließung mit meist sehr jungen Frauen der Kirche. “In dieser Kirche sind sehr viele Frauen, fehlen Männer – viele dieser Frauen haben sich daher rasch jene Ex-Homos gegriffen”, schildert eine Nordestina.

Brasiliens Weltkulturerbe-Stadt Ouro Preto zu Ostern(Pascoa) 2012 – Leiden und Sterben des Jesus von Nazareth(Paixao de Cristo), interpretiert von der katholischen Jugendpastoral. Beklemmende aktuelle Bezüge. “Pastoral da Juventude. Arquidiocese de Mariana”. (more…)

Der Energiewende-Bluff: Kritik dieser Art war vor über einem Jahrzehnt noch existenzvernichtend, konnte einen(etwa als Angestellter in staatlichen Umweltbehörden) den Job kosten – heute, wo es zu spät ist, steht diese Kritik sogar in der „Welt“…Deutschlands Alibi-„Umweltorganisationen“.

Montag, 11. März 2013 von Klaus Hart

http://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article114216742/Oeko-Strom-vertreibt-Voegel-von-deutschen-Feldern.html

http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/05/windkraftwerke-aus-grunen-sicht-grundlast-fahig-kurioses-neues-positionspapier-in-dem-vom-kreisverband-wittmund-erarbeiteten-papier-wird-gefordert-die-anzahl-der-offshore-windenergieanlagen-in-d/

Brasiliens Atompolitik und Deutschland:  http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/03/bundesprasident-christian-wulff-dilma-rousseff-und-der-zugige-bau-des-neuen-atomkraftwerks-angra-3-bei-rio-de-janeiro-mit-deutscher-bundesburgschaft/

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Ausriß.

Energiewende-Bluff: “Rotmilan von Windkraftanlage getötet”. Lübecker Nachrichten. Noch keine Protestaktionen von Greenpeace gegen Vernichtung streng geschützter Tierarten durch Windkraftwerke. **

tags: http://www.ln-online.de/Lokales/Segeberg/Rotmilan-von-Windkraftanlage-getoetet ”Ein Jammer: Dieser Rotmilan, den Hans Wirth hier in den Händen hält, wurde von der Windkraftanlage im Hintergrund förmlich enthauptet.” Lübecker Nachrichten

 ”Am Wochenende wurde bereits der vierte Rotmilan ein Opfer der Anlagen im Tralauer Windpark.”

Bisher gab es dort offenbar noch keine Protestaktionen von Greenpeace, auch nicht von sogenannten Umweltschutz-Parteien.  Daher wird nun mit Spannung erwartet, ob und wie in den nächsten Tagen Greenpeace und andere Umweltorganisationen vor Ort gegen die Vernichtung von Milanen durch Windkraftwerke protestieren werden. Schließlich ist bestens dokumentiert, daß Rotmilane deutschlandweit zu den am meisten betroffenen Greifvogelarten gehören. Trotz des  theoretisch hohen Schutzstatus waren mitten in den Lebensräumen der Rotmilane solche Industrieanlagen errichtet worden – wo diese stehen, hat vielerorts die Zahl der Milan-Brutpaare deutlich abgenommen – Hinweis auf unchristliche neoliberale Herzenskälte u.a. bei den politisch Verantwortlichen.

Greenpeace:  ”Immer wieder wird befürchtet, Windräder würden die Vogelwelt beeinträchtigen. Bis jetzt konnten aber bei den betriebenen Anlagen keine negativen Auswirkungen auf Vögel nachgewiesen werden.”

rotmilanwkaln13.jpg

Ausriß. Greenpeace, das durch seine spektakulären Umweltschutzaktionen bekannt ist, hat bisher noch nicht verlauten lassen, ob es jetzt zum Schutz der Rotmilane vor Ort aktiv wird.  

http://www.hart-brasilientexte.de/2013/09/30/der-energiewende-bluff-fakten-zur-vernichtung-von-vogeln-und-fledermausen-durch-windkraftwerke-und-peter-berthold-professor-und-direktor-ir-der-vogelwarte-radolfzell/

“Wenn die Natur unter die Räder kommt” – Nachrichtenmagazin FOCUS 2013

158.000 Vögel sterben jährlich durch Windräder – als besonders gefährdert gilt der Rote Milan – noch gibt es in Deutschland noch etwa 12.000 Brutpaare.

305.000 Fledermäuse werden pro Jahr getötet – den Säugetieren platzen in der Nähe der Rotoren durch den Luftdruck oft die Lungen.
10.000 Quadratmeter Wald fallen für ein Windrad – für Großanlagen bis in 196 m Höhe werden straßenbreite Transportschneisen in den Forst geschlagen. wenn die Natur unter die Räder kommt

Wenn die Natur unter die Räder kommt – ein erschütternder Bericht in der Focus-Druckausgabe 39/2013, Rubrik Forschung und Technik. “Selbst Naturschutzgebiete sind nicht mehr tabu für Windkraftinvestoren. Seltene Tiere können zwar Autobahnen stoppen, aber für die Energiewende werden sie bedenkenlos geopfert. Doch der Widerstand wächst. Oft stehen Grüne gegen Grüne.”

Auszug: Die Täter fuhren mit schwerer Technik vor: Im Sommer 2013 verschwand der Horst des seltenen Schwarzstorchs im Roßbacher Forst bei Bad Kissigen über Nacht vom Baum. Im matschigen Waldboden fanden Unterstützer des Bayerischen Landesverbandes Vogelschutz noch Reifenspuren eines großen Fahrzeugs…
Weitere Stichwörter: Ein derart rüdes Vorgehen schockiert die meisten Naturfreunde – Manche Touristen, meint die Ministerin, kämen extra in den Wald, um Windräder zu bestaunen. – Ein Großwindrad im Wald bringt bis zu 40.000 Euro Pacht – pro Jahr. Enoch zu Guttenberg, Dirigent,über den exzessiven Ausbau der Windenergie: “Da ist nur eine schädliche Großtechnologie durch die nächste ersetzt worden”. Speziell greift er den BUND an: “Ich sage, der BUND ist käuflich. Ich warte darauf, dass der BUND mich verklagt. Diesen Prozess würde ich gerne führen”. Focus-Druckausgabe 39/2013

(zitiert aus Website von Wilfried Heck)

Brasilien und die Befreiungstheologie: Clodovis Boff, Bruder von Leonardo Boff, stellt sich hinter Benedikt XVI. „Essenz der Befreiungstheologie wurde vom Papst verteidigt.“ Keinerlei Kritik an Vatikan-Maßnahmen gegen Leonardo Boff – dieser nennt Kardinal Odilo Scherer „reaktionär und autoritär“.

Montag, 11. März 2013 von Klaus Hart

 http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/11/papstwahl-2013-deutschstammiger-kardinal-odilo-scherer-aus-sao-paulo-mit-wachsender-favoritenrolle-laut-landesmedien-und-brasilianischen-kirchenkreisen/

Leonardo Boff über Odilo Scherer:  http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/20/brasilien-leonardo-boff-nennt-deutschstammigen-kardinal-odilo-scherer-reaktionar-und-autoritar-i-%C2%B4m-happy-that-odilo-scherer-is-not-the-pope-boff-gegenuber-clarinbuenos-aires/

Der angesehene brasilianische Theologe Clodovis Boff hat sich in einem Interview für die größte Qualitätszeitung „Folha de Sao Paulo“ gegen gängige Vorwürfe gewandt, Benedikt XVI. sei ein Gegner der Befreiungstheologie. Clodovis Boff bezeichnete derartiges als Karikatur – in zwei Dokumenten habe Ratzinger das essentielle Projekt der Befreiungstheologie verteidigt, nämlich den Kompromiß mit den Armen als Konsequenz aus dem Glauben. Gleichzeitig habe er den marxistischen Einfluß kritisiert. „Das übrigens ist etwas, das ich auch kritisiere.“ Zu den Maßnahmen Kardinal Ratzingers gegen Befreiungstheologen wie sein Bruder Leonardo Boff sagte Clodovis Boff:“Er(Ratzinger) brachte die Essenz der Kirche zum Ausdruck, die nicht in Verhandlungen eintreten kann, wenn es sich um den Kern des Glaubens handelt. Wenn jemand etwas abweichend von diesem Glauben predigt, schließt er sich selbst aus der Kirche aus.“Die Kirche deklariere, wenn sich jemand aus der Gemeinde der Gläubigen ausschließe, weil er beginne, einen anderen Glauben zu lehren. Clodovis Boff betonte, er sei von Anfang an gegen die gängige Befreiungstheologie gewesen und habe stets klargestellt,wie wichtig es sei, Christus als Fundament aller Theologie zu definieren. „Im hegemonialen Diskurs der Befreiungstheologie bemerkte ich indessen, daß dieser Glaube in Christus lediglich an zweiter Stelle erschien. Ich dachte, das würde sich mit der Zeit korrigieren. Doch das geschah nicht.“ 

Clodovis Boff äußerte sich auch zur Vatikankritik an  dem spanischen Jesuiten Jon Sobrinho:“Er sagte, die Theologie gehe vom Armen aus.  Rom antwortete schlichtweg: Nein, der Glaube gehe von Christus aus und kann nicht auf andere Weise entstehen. Das unterschreibe ich.“ 

Clodovis Boff sagte weiter, alle Ideologien, darunter Liberalismus und Neoliberalismus,  hätten ihre Glaubwürdigkeit verloren. „Wer hat noch etwas mitzuteilen? Die Religionen – und vor allem in der westlichen Welt, die katholische Kirche.“

http://www.hart-brasilientexte.de/2013/04/09/brasilien-warum-die-antikatholischen-wunderheilersekten-in-deutschlands-medien-so-gute-karten-haben-sektenpastor-marco-feliciano-zur-ermordung-von-john-lennonder-erste-schus-im-namen-des-vaters/

Hintergrund von 2008: Zwischen den Gebrüdern Leonardo und Clodovis Boff, beides Befreiungstheologen, ist heftiger Streit entbrannt. Nicht Gott, sondern der Arme sei zum Wirkprinzip der Befreiungstheologie geworden –  der Arme sei auf den Platz von Jesus Christus gesetzt worden, betont Clodovis Boff. Eine solche Umkehrung sei nicht nur ein Irrtum im Prinzip, im Vorrang und deshalb auch in der Perspektive. Der Glaube werde für politische Zwecke instrumentalisiert, er werde entleert, in Ideologie verwandelt. Das schwäche die christliche Identität.

http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/14/ex-sektenbischof-zu-stimmen-und-parteienkauf-skandal-lulas-arbeiterpartei-zahlte-an-sektenpartei/

Leonardo Boff war u.a. zum Aktivisten des nicht selten als links eingestuften Lula und seiner Arbeiterpartei PT geworden, hatte diese selbst dann noch verteidigt, als sie tief im kriminellen Korruptionssumpf steckte. Inzwischen hat das Oberste Gericht Brasiliens einen beträchtlichen Teil  der damaligen Regierungs-und Parteispitze u.a. wegen Bandenbildung und aktiver Korruption zu Gefängnisstrafen verurteilt. Boff hatte mit einem Teil dieser Figuren aktiv Wahlkampf betrieben. Brasiliens Bischofskonferenz hatte indessen bereits vor Lulas Amtsantritt all diese Machenschaften klar vorhergesagt, während Boff auf seiner Linie beharrte. Da Boff zwischen diesen inzwischen zu Gefängnisstrafen verurteilten Figuren stets als Bannerträger der Befreiungstheologie auftrat, bedeutet das für diese eine echte Blamage :

 “Lula machte die größte Revolution der sozialen Ökologie des Planeten, eine Revolution für die Bildung, ethische Politik.“(Boff) Was die Teilnehmer der jetzigen Straßenproteste Brasiliens völlig anders sehen…

Boff disqualifizieren u.a. seine teils lächerlichen Fehleinschätzungen von Lula und dessen Arbeiterpartei.  Wer noch einmal nachliest, was Boff anläßlich der Wahl von Lula 2002 und danach publizierte, kommt möglicherweise aus dem Staunen nicht heraus. 

Ein Zeitungstext beginnt so: “Lula: Die Revolution des Offensichtlichen.

Lula, Genosse, Freund, Bruder und Präsident. Am Tage deines und unseres Sieges flüsterte mir ein guter Engel zu, dir diesen Brief zu schreiben…”

Scheiterhaufen in Brasilien heute:  http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/11/der-brasilianische-musiker-und-poet-marcelo-yuka1/

 Zu den für die lateinamerikanische Befreiungstheologie am meisten rufschädigenden Blamagen gehörten Äußerungen von Leonardo Boff von 2003, wonach mit Lula und dessen Arbeiterpartei PT die Befreiungstheologie an die Macht gekommen sei. Boff lobte sogar die Sektenpredigerin Marina Silva, die als Umweltministerin der Lula-Regierung für eine verheerende Umweltpolitik verantwortlich zeichnete. Dabei hatte die katholische Kirche bereits vor Lulas Übernahme der Regierungsgeschäfte auf die politischen Bündnisse mit den reaktionärsten Vertretern von Politik und Machteliten hingewiesen, darunter auf die Bände sprechende Wahl des Großunternehmers und Milliardärs José Alencar zum Vize. Bereits vor dem Amtsantritt war in der katholischen Kirche klar, welche politischen Methoden Lula und die PT-Führung anwenden würden – der Prozeß vor dem Obersten Gericht zum Mensalao-Demokratieprojekt hat dies noch einmal sehr anschaulich vor Augen geführt. http://www.hart-brasilientexte.de/2012/10/15/brasilien-das-mensalao-demokratieprojekt-unter-der-lula-regierung-fand-besonders-in-der-ersten-welt-sehr-viel-anklang-und-lob-kritik-indessen-aus-brasilien-selbst-sehr-haeufig-wurde-brasilien-im/

http://www.hart-brasilientexte.de/2012/10/23/brasilien-groses-echo-auf-mensalao-urteile-wegen-bandenbildung-all-honourable-mencarlos-heitor-cony-folha-de-sao-paulo-quadrilha-sofisticada-jose-dirceu-lulas-starker-mann-bandi/

Während beispielsweise Kardinal Odilo Scherer wiederholt auf die verheerenden Auswirkungen dieser politischen Bündnisse der Lula-Regierung hinwies, hat Leonardo Boff selbst im Wahlkampf für Lula-Nachfolgerin Rousseff erklärt, Lula habe eine ethische Politik betrieben, stehe gar für eine Revolution im Bildungsbereich. Boff vermied dabei indessen, auf die gravierenden Menschenrechtsverletzungen unter der Lula-Regierung hinzuweisen, die vor allem die Bevölkerungsmehrheit der Armen und Verelendeten treffen, darunter Folter, Todesschwadronen, Banditen-Diktatur im Parallelstaat der Slums, Sklavenarbeit etc. Aus Boffs Sicht hieß all dies kurioserweise, daß mit Lula also die Befreiungstheologie an die Macht gekommen sei. 

Lula und die Wunderheiler-Scharlatane
Brasiliens Eliten halten den Milliardär und Vize-Staatschef Alencar bisher aus Korruptionsskandalen heraus
Klaus Hart

Selbsternannte Sekten -„Bischöfe“ als Popstars, Großaktionäre, Fraktionschefs, Stimmenkäufer, Massen-Wunderheiler – in Brasilien, dem eigentlichen Land der unbegrenzten Möglichkeiten, geht fast alles. Daher hielt es der Ex-Arbeiterführer und jetzige Staatschef Luis Inacio Lula da Silva wohl für eine intelligente Idee, ausgerechnet die politisch aggressivste Sekte mit ins Regierungsboot zu holen. Die sogenannte „Universalkirche vom Reich Gottes“, gegründet vom kleinen Lotterieangestellten und jetzigen „Bischof“ Edir Macedo, dominiert Lulas wichtigsten Koalitionspartner, die rechtskonservative „Liberale Partei“(PL). In den jetzt aufgedeckten Skandalen um Stimmenkauf und Mittelabzweigung, die die Lula-Regierung ins Wanken bringen, spielt neben Lulas Arbeiterpartei die PL eine besonders zwielichtige Rolle. Auffällig indessen – Lulas Vize Josè Alencar, ein Milliardär und Großunternehmer, der die Militärdiktatur unterstützte und die Landlosenbewegung MST geradezu haßt, gehört zwar zur PL, wird von den Eliten aus den jetzigen Korruptionsskandalen völlig herausgehalten, in der aufgeheizten öffentlichen Diskussion so gut wie gar nicht erwähnt – offensichtlich ein Fall von Mediensteuerung.

Wie bekannt wurde, gelangten dubiose Gelder in Millionenhöhe an Politiker über eine große Werbefirma, dessen Mitbesitzer ein enger Verwandter von Alencar ist. Über ein Amtsenthebungsverfahren gegen Lula reden die Politiker bisher nur hinter vorgehaltener Hand. Denn Teilen der Unternehmerschaft graust vor dem Gedanken, daß nach Lulas Sturz dann Alencar die Geschicke des Landes leiten würde, die Wirtschaft durcheinanderbringen könnte. Die katholische Kirche, aber auch die Sozialbewegungen des Tropenlandes, hatten Lula bereits im Wahlkampf von 2002 immer wieder vor einer solchen dubiosen Allianz mit der PL gewarnt. „Die Universalkirche ist jetzt in der Klemme, weil jedermann sieht, wie Religion für politische und finanzielle Zwecke mißbraucht wird“, analysiert der Soziologe Rogerio de Carvalho vom religionswissenschaftlichen Forschungsinstitut CERIS in Rio de Janeiro. „Zahlreiche Kongreßabgeordnete und Senatoren der Universalkirche sind in Schmiergeldaffären verwickelt, bei ihr saß das Geld schon immer sehr locker.“ Sie werde wie eine Privatfirma geführt und solle zuallererst Gewinne erwirtschaften. „Einfach grauenhaft, wie sie den guten Willen der Bevölkerung ausnutzt. “

CERIS-Experte Carvalho ist gespannt, wie die Millionen von Anhängern der „Igreja Universal“ auf die neuesten Enthüllungen reagieren werden, ob diese dem Image der fundamentalistischen Wunderheilersekte womöglich schwer schaden. Den machthungrigen Sektenchefs war hochwillkommen, daß sich Lula den PL-Senator Alencar zum Vize und Verteidigungsminister erwählte, die Liberale Partei zum wichtigsten Koalitionspartner erkor. Das gab der PL Auftrieb – eine Flut von Sektenbischöfen und – pastoren gelangte in Nationalkongreß und Teilstaatsparlamente. In Brasilia führte der als besonders gerissen geltende „Bispo“ Carlos Rodrigues die PL-Kongreßfraktion. „Bispo“ Marcelo Crivella wurde Senator, ist zudem als Sänger sozusagen der Popstar der Universalkirche, mit mehr als vier Millionen verkauften CDs. Im Wahlkampf schüttelte er mit Maschinenpistolen bewaffneten Drogengangstern der Rio-Slums die Hand. Unter Staatschef Lula verdoppelte die PL ihre Kongreßabgeordneten in kürzester Zeit auf über fünfzig – gemäß den Enthüllungen wurden Parlamentarier anderer Parteien schlichtweg mit hohen Bestechungsgeldern zum Übertritt veranlaßt. PL- Fraktionschef Rodrigues mehrte die Konten von Sekte und PL auf besonders dreiste Art, wurde immer öfter ertappt, machte Negativschlagzeilen. Sektengründer Macedo degradierte ihn deshalb sicherheitshalber zum „normalen“ Abgeordneten. Gegen den singenden Bischof und Senator Crivella wird jetzt wegen Steuerhinterziehung und Devisenbetrug ermittelt. „Politische Strategie der Universalkirche ist, die eigenen Leute nicht nur in der PL zu konzentrieren, sondern auf verschiedene Parteien zu verteilen“, betont CERIS-Anthropologe Marcelo Gruman. Selbst in der Arbeiterpartei Lulas gebe es Sektenmitglieder. „So kann man viel geschickter Interessen manipulieren, politische Entscheidungen beeinflussen, durch Korruption und zwielichtige Abmachungen an das große Geld herankommen.“

Lula-Vize im Zwielicht

Bereits vor dem Amtsantritt von 2003 wurde ein Skandal um Vize Alencar abgebogen: Ein Baumwoll-Zulieferant war gegen Alencar und dessen Textilkonzern Coteminas wegen mutmaßlichen hohen Subventionsbetruges vor Gericht gegangen. Danach hatte Alencars Unternehmen auf Auktionen große Baumwollmengen erworben, die ihm bereits gehörten – nur, um bei solchen Anlässen fällige Regierungszuschüsse einzustreichen. Daß Coteminas den betreffenden Baumwollfarmern ihr Produkt bereits lange vor der Ernte abgekauft hatte, um einen planbaren, sicheren Materialfluß zu garantieren, war nach Darstellung des Klägers und laut vorgelegten Dokumenten geschickt vertuscht worden. Ende Dezember 2002 stellte indessen die zuständige Regierungsbehörde alle Ermittlungen gegen Coteminas nach nur wenigen Tagen überraschend ein – in Deutschland etwa hätte ein solcher Fall Alencar vermutlich das Amt gekostet, das Kabinett ins Wanken gebracht. Doch für Lula und die PT-Spitze war die Sache erledigt. „Ein sehr schlechtes Zeichen am Start der Lula-Regierung, außerdem eine Schande, lächerlich, surrealistisch“, nennt dies auf Anfrage Josias de Souza, Chef der Hauptstadtredaktion von Brasiliens auflagenstärkster Qualitätszeitung „Folha de Sao Paulo“, die über den Skandal ausführlich berichtet, immerhin anderthalb Monate aufwendig recherchiert hatte. „Niemand hat unsere Artikel dementiert oder zurückgewiesen – gravierend ist, daß andere Firmen jetzt natürlich genauso betrügen, die gleiche Praxis pflegen werden wie Coteminas.“ Denn Straffreiheit sei ja sicher.

Angesichts tiefverwurzelter Korruption, so der renommierte Journalist, erwarteten die Brasilianer nicht nur soziale, wirtschaftliche Veränderungen, sondern eben auch solche im ethisch-moralischen Bereich. „Und gerade dort beginnt die Lula-Regierung denkbar schlecht – alle Politiker, die so handeln, bezahlen dafür einen Preis – das alles läßt sich nicht so einfach unter den Teppich kehren!“ Lulas Team dürfte daher schon bald ähnliche Probleme haben wie die Vorgänger, betont Josias de Souza immerhin bereits zum Lula-Amtsantritt. Auffälligerweise hatten sämtliche anderen Qualitätsblätter über den Fall Alencar keine einzige Zeile berichtet – schließlich war der Milliardär zuvor stets als superintegrer „Unternehmer des Volkes“ gerühmt worden. Laut Gewerkschaftsangaben wurde Alencar von den meisten Arbeitern seiner zahlreichen Fabriken jedoch als übler Ausbeuter direkt gehaßt, deshalb schon im Präsidentschaftswahlkampf von 2002 als gnadenloser Menschenschinder bezeichnet. Seit Alencar Lulas Vize ist, stiegen die Coteminas-Aktien kräftig, wurde der Konzern gar „Unternehmen des Jahres 2004“.

Daß Lula in Europas Medien zum Amtsantritt geradezu eine Welle von Lob und Hudel erntete, nennt Folha-Journalist Souza wohlgemerkt bereits Anfang Januar 2003 „direkt lächerlich“. –„Brot statt Bomber“—Wer erinnert sich nicht an jenen ersten sehr erfolgreichen PR-Coup von Lulas Propagandakompanie: Während gerade in Europa immer mehr Menschen über eine drohende völkerrechtswidrige Aggression gegen den Irak besorgt sind, setzt die neue, scheinbar fortschrittliche Regierung Brasiliens für die ganze Welt ein wichtiges Zeichen von hoher Symbolkraft. Gleich nach der Amtsübernahme wurde die laufende Ausschreibung für zwölf neue Überschalljäger der Luftwaffe gestoppt – und offiziell verkündet, die damit eingesparten Gelder sollten für die Bekämpfung von Hunger und Misere eingesetzt werden. Denn dies habe jetzt oberste Priorität. Wie von Brasilia erwartet, erntete Lula für die noble Entscheidung gerade in den Medien der USA und Europas allerhöchstes Lob – sogar die angesehene BBC titelte:“Brasil opts für butter before guns.“ Auch in Deutschland druckten selbst Qualitätszeitungen den Unsinn nach, kommentierten begeistert und politisch korrekt, nicht selten unter der Überschrift „Brot statt Bomber“. Weit über 700 Millionen Euro sofort gegen den Hunger, statt für Kampfjets, das war doch mal was! Nur wurde die Unwahrheit in Brasilien rasch entlarvt – im Haushalt für 2003 waren für einen Ankauf der Jagdbomber gar keine Gelder eingeplant, wurden somit, wie der Öffentlichkeit vorgespielt, also keineswegs den Militärs beträchtliche Mittel entzogen, die den verelendeten Massen zugute kämen.

 Sektenmitglied Benedita da Silva – ein trister Fall

Bezeichnend zudem auch, wie die PT-Spitze das zwielichtige Sektenmitglied Benedita da Silva puschte. 1998 bestimmt die Basis der Arbeiterpartei (PT) Rio de Janeiros den angesehenen Linken Wladimir Palmeira, Widerstandskämpfer und Studentenführer während des Militärregimes, zum Gouverneurskandidaten. Doch Lula und seine rechte Hand Josè Dirceu, inzwischen über den jüngsten Korruptionsskandal gestolpert, verbieten die Kandidatur, peitschen undemokratisch die bei deutschen Drittweltbewegten sehr beliebte, unangenehm populistische und privilegiensüchtige Kongreßsenatorin Benedita da Silva von der „Gottesversammlung“ durch. Zunächst als Vizegouverneurin, dann als Gouverneurin, regiert sie vorhersehbar desaströs – wird als schlechteste Gouveneurin eines brasilianischen Teilstaates eingestuft. In ihrer Amtszeit dominierten Mißwirtschaft sowie schwerste Menschenrechtsverletzungen in den riesigen Rio-Slums. Sie akzeptierte allen Ernstes, daß Banditenmilizen des organisierten Verbrechens kinderreiche Familien aus ihren Slumkaten vertrieben. Mit Maschinenpistolen bewaffnete Militärpolizisten sicherten zumindest den Abtransport der wenigen Habe aus den Elendsvierteln. Dennoch schanzte Lula ausgerechnet Benedita da Silva einen Ministerposten zu, mußte sie indessen schon bald wegen zahlreicher Verfehlungen sicherheitshalber in der Versenkung verschwinden lassen. Jetzt stellt sich heraus, daß Benedita da Silva auch in den jüngsten Korruptionsskandal verwickelt ist. Zur „Gottesversammlung“ gehört auch Umweltministerin Marina da Silva – nicht nur wegen der fortdauernden Rekord-Urwaldvernichtung in Amazonien empfahl ihr selbst Greenpeace mehrfach, besser zurückzutreten.

Anmerkung:  Leonardo Boff lobte auch jene Sozialministerin Benedita da Silva über den grünen Klee, nannte sie “companheira”. In diesem Sinne war die kritische Position der brasilianischen Bischofskonferenz zur Lula-Rousseff-Regierung befreiungstheologisch inspiriert, jedoch nicht die von Boff. 

Lulas Vize José Alencar:  http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/20/brasiliens-nukleare-vision-o-globo-kolumnist-merval-pereira-analysiert-die-position-von-vizeprasident-jose-alencar-wonach-eine-atombombe-des-iran-der-abschreckung-diente-den-frieden-garantierte/

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/14/lula-skandal-des-amtsantritts-bei-amtsende-wieder-da-bundespolizei-bestatigt-vorwurfe-gegen-lula-vize-jose-alencar-laut-landespresse-verdacht-auf-bandenbildung-und-betrug/#more-5405

http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/29/sklavenarbeit-in-firma-von-lulas-vize-jose-alencar-aufnahme-in-schmutzige-liste-droht-trabalho-escravo/

Nicht zuletzt wegen der politischen Bündnisse war für Brasiliens katholische Kirche absehbar, klar, welche Menschenrechtspolitik die Lula-Regierung betreiben würde. Umso blamabler für die Befreiungstheologie, daß Leonardo Boff  sich von dieser Menschenrechtspolitik keineswegs distanzierte, sondern die Lula-Regierungslinie und die Befreiungstheologie zusammenrührte. Auch Amnesty International hat die unter der Lula-Regierung begangenen gravierenden Menschenrechtsverletzungen ausführlich dokumentiert:

 http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/

http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/

Leonardo Boff betrieb auch sehr aktiv Wahlkampf für Dilma Rousseff, lobte sie über alle Maßen. Wie es der Slumbevölkerung unter der jetzigen Regierung ergeht, zeigen auch die täglichen Informationen der brasilianischen Medien:  http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/21/brasilien-die-scheiterhaufen-praxis-2013-lokalmedien-der-fusball-wm-stadt-rio-de-janeiro-berichten-regelmasig-in-wort-und-bild-wie-slumbewohner-lebendig-verbrannt-werden/

Die Sicht, Position des Vatikans, der katholischen Kirche zu diesen Menschenrechtsverletzungen  ist bekannt – umso bemerkenswerter ist daher die Haltung von Leonardo Boff.  Wie sich Boff zur Lula-Rousseff-Regierung bzw. zur Lula-Rousseff-Regierungslinie positionierte, bot eine gute Möglichkeit, Boffs gewöhnlich sofort in Medien von Ländern wie Deutschland durchgeschaltete “befreiungstheologische” Texte und Äußerungen mit Boffs “befreiungstheologischer” Praxis zu vergleichen. 

http://www.hart-brasilientexte.de/2012/12/08/brasiliens-ex-prasident-lula-in-berlin-2012-brasilianer-in-berlin-weisen-auf-fehlende-kritische-fragen-an-lula-ua-angesichts-der-verurteilung-von-engen-lula-mitarbeiternmensalao-skandalheikle/

Sex mit Kindern:

 http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/23/sex-mit-kindern-zahlreiche-brasilianische-indianer-wegen-dieses-delikts-im-gefangnis/

Hintergrund:

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Brasilien, Zeitgeist, Sao Paulo: Autofahrer rammt Radfahrer, trennt ihm dabei den Arm ab, begeht Fahrerflucht, wirft Arm in Fluß. Politisch Verantwortliche verhindern absichtlich humaneres Verkehrssystem. Personenzugverbindung von Sao Paulo nach Santos, an die Strände des Teilstaats Sao Paulo wurde zerstört, zum Vorteil der Autoindustrie.

Montag, 11. März 2013 von Klaus Hart

http://www1.folha.uol.com.br/cotidiano/1244035-motorista-que-atropelou-ciclista-na-paulista-permanecera-preso.shtml

Bei dem Autofahrer handelt es sich um einen Psychologiestudenten.

http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/19/brasiliens-grausiger-entwicklungsruckstand-bei-fahrradwegen-fehlende-fahrradkultur-und-deutschlands-fahrradfahrer-normalitat/

Brasilien Rekord bei Verkehrstoten: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/24/brasiliens-neuer-rekord-bei-verkehrstoten-2010-uber-40600-laut-offiziellen-zahlen-152000-brasilianer-wurden-durch-verkehrsunfalle-zu-invaliden/

Auch der neueste spektakuläre Unfall erreignete sich auf der City-Avenida Paulista.

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Stelle des Gedenkens an die 2012 auf der Avenida Paulista von Sao Paulo getötete  Biologin Juliana Dias. Absolut bizarr, daß diese Avenida immer noch keinen Radweg besitzt – Hinweis auf groteske Entwicklungsrückstände.

Brasiliens Umweltexperte Fabio Feldmann:”Es ist keineswegs originell, noch einmal zu bekräftigen, daß das Verhalten der Menschen im Straßenverkehr den Grad der Zivilisiertheit einer Gesellschaft widerspiegelt.”(2012)

http://www.hart-brasilientexte.de/2012/09/11/brasiliens-grausig-unterentwickelter-fahrradverkehr-kein-radwegenetz-in-der-megacity-sao-paulo-neuerdings-blamableciclofaixa-nur-sonntags-auf-der-avenida-paulista/

BRASILIEN

Gauck: Von Brasilien lernen

Brasilien bewegt den Bundespräsidenten: Während seines Besuchs zeigte sich Joachim Gauck beeindruckt von der Aufbruchstimmung im Land. Deutschland könne von dem Mut zu Veränderungen lernen. Regierungssender Deutsche Welle 2013

Gauck sieht Kolumbien und Brasilien “auf gutem Wege”/Deutschlandradio Kultur

“Moderne Scheiterhaufen aus Autoreifen”:

-http://www.deutschlandradiokultur.de/moderne-scheiterhaufen-aus-autoreifen.1013.de.html?dram:article_id=167263

 

Brasiliens Pressefreiheit: Systemkritischer Journalist Rodrigo Neto(38) in Ipatinga(Minas Gerais) erschossen. Neto prangerte u.a. Todesschwadronen an. Jahreskonferenz der interamerikanischen Pressegesellschaft in Puebla/Mexiko mit Kuba-Bloggerin Yoani Sanchez.

Montag, 11. März 2013 von Klaus Hart

Brasilianische Journalistenverbände verurteilten den Mord an Rodrigo Neto, der erst vor kurzem die Menschenrechtskommission  des Teilstaatsparlaments von Minas Gerais über neue Einzelheiten im Zusammenhang mit Todesschwadronen, die in Brasilien landesweit aktiv sind, unterrichtet hatte. Neto hatte in letzter Zeit Morddrohungen erhalten, hieß es. Er habe an einem Buch über Todesschwadronen gearbeitet. 

http://www.diariopopularmg.com.br/vis_noticia.aspx?id=4793

http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/26/pressefreiheit-in-brasilien-von-58-auf-99-platz-zuruckgefallen-auf-welt-ranking-von-reporter-ohne-grenzen/

Laut mitteleuropäischen Analysen erfreut sich indessen Brasilien einer freien Presse.

Todesschwadronen unter den Regierung von Lula und Rousseff:  http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/

“Syrien ist hier:In zwei Jahren starben im syrischen Bürgerkrieg 70 000 Menschen. Im selben Zeitraum wurden in Brasilien 120000 Menschen ermordet.” (O Globo)

ttp://www.bpb.de/publikationen/JU16H0,0,Vom_Umgang_mit_der_Diktaturvergangenheit.html

Gefangenenrate in Brasilien – jeder 262. Brasilianer in Haft:    http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/25/brasiliens-uberfullte-gefangnisse-und-die-auffallig-grose-zahl-inhaftierter-jeder-262-erwachsene-brasilianer-im-gefangnis-laut-amtlichen-angaben-seit-1995-verdreifachte-sich-die-rate-der-eingespe/ 

http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/03/todesschwadronen-in-rio-de-janeiro-polizeioffizier-bei-attentat-erschossen-der-an-ermittlungen-teilnahm-militarpolizisten-anzeigte/

„Aufschrei der Ausgeschlossenen“ in der Erzdiözese Sao Paulo:

http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/12/brasilien-aufschrei-der-ausgeschlossenen-in-der-von-kardinal-odilo-scherer-geleiteten-erzdiozese-sao-paulo/

todesschwadronenglobocapa.JPG

Todesschwadronen 2011: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/09/todesschwadronen-in-brasilien-menschenrechtspolitik-unter-lula-rousseff-polizisten-kommandieren-ausrottungskommandos-im-ganzen-land-viel-lob-aus-europa-fur-brasilias-kurs/

Erst kürzlich war der systemkritische Rundfunkjournaliste Mafaldo Bezerra Gois ermordet worden.

http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/07/kuba-bloggerin-yoani-sanchez-in-pueblamexiko-zur-jahreskonferenz-der-interamerikanischen-pressegesellschaftsip-erwartet-bisher-keinerlei-medienberichte-zu-ihrem-freundschaftlichen-treffen-mit-rech/

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Ausriß.

 http://www.hart-brasilientexte.de/2013/02/25/brasilien-bereits-im-jahr-des-militarputsches-von-1964-etwa-50000-verhaftete-laut-wahrheitskommission-diktaturaktivist-verteidigt-vor-kuba-bloggerin-yoani-sanchez-in-brasilia-den-militarputsch-als/

Nach dem freundschaftlichen Treffen von Yoani Sanchez mit Exponenten der Rechten und Rechtsextremen am 20. Februar in Brasilia gab es  danach in Sao Paulo auffällige Proteste gegen die Kubanerin. Man hätte erwarten können, daß jene mitteleuropäischen Medien, die Yoani-Sanchez-Texte veröffentlichen, ihrer Leserschaft das brisante Treffen der Kubanerin mit Rechten und Rechtsextremen nicht vorenthalten, darüber ausführlich berichten. Indessen ist dies bis heute nicht erfolgt. Über die Gründe kann man nur spekulieren. 

Brasiliens Grundfreiheiten:  http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/20/brasiliens-burgerfreiheiten-uber-8o-prozent-veranderten-wegen-zunehmender-gewalt-und-kriminalitat-die-lebensgewohnheiten-54-prozent-verlassen-nachts-nicht-mehr-das-haus-laut-neuer-studie/

Nach dem sensationellen Treffen vom 20. Februar hatte man auch in Brasiliens Zeitungen Berichte und Analysen  erwartet – die indessen ausblieben. Auf eindrückliche, überraschende Weise zeigte sich, wo selbst bei den renommiertesten, angesehensten Kolumnisten und Kommentatoren Brasiliens die Meinungsfreiheit endet. Daß dies just sogar auf ein Treffen Yoani Sanchez – Jair Bolsonaro zutrifft, spricht Bände.

Brasilien: Weiterer systemkritischer Journalist – Mafaldo Gois –  ermordet, nach Morddrohungen. Starke Einschüchterungswirkung auf Kollegen, investigative Auslandskorrespondenten. Mord während des Brasilien-Besuchs der kubanischen Bloggerin Yoani Sanchez, die auf Stellungnahme verzichtete, sich während ihres Brasilienbesuchs nicht mit verfolgten, bedrohten Journalisten des Tropenlandes solidarisierte.”Das Land der 30 Berlusconis”. **

tags: 

http://www.hart-brasilientexte.de/2012/11/22/brasiliens-fuhrende-wirtschaftszeitung-valor-economico-uber-lugende-top-managerstudie-uber-330-top-manager-zeigt-das-entscheider-die-angestellten-kunden-und-sogar-die-regierung-anlugen-top/

Laut Landesmedien wurde der 51-jährige Radiojournalist Mafaldo Bezerra Gois in der Stadt Jaguaribe des nordöstlichen Teilstaates Ceará von zwei Männern erschossen. Gois habe zuvor bereits bei der Polizei Anzeige wegen Morddrohungen erstattet, die u.a. auf seinem Handy eingingen und dort gespeichert waren. Wie üblich, erhielt der systemkritische Journalist daraufhin keinerlei Schutz. Der populäre Journalist war dafür bekannt, daß er in einer  durch gravierende Menschenrechtsverletzungen und Korruption gezeichneten Region Brasiliens Kritik an Politikern übte. Sein Programm war das meistgehörte von Jaguaribe FM. Der brasilianische Journalistenverband ANJ hat in einer Erklärung die Liquidierung des systemkritischen Journalisten verurteilt und an die Ermordung von systemkritischen Journalisten von 2012 erinnert. Die Morde in Serie an brasilianischen Journalisten sind ein wichtiger Einschüchterungsfaktor, was auch für investigative Auslandskorrespondenten gilt. 

mafaldogoismord13.jpg

Ausriß, Mafaldo Bezerra Gois, am 22. Februar 2013, während des Yoani-Sanchez-Besuchs in Brasilien, mit fünf Schüssen liquidiert. Brasiliens unbekannte Helden – das täglich sehr hohe Lebensrisiko. 

Hinter welchen Ländern Brasilien derzeit in puncto Pressefreiheit rangiert, laut Reporter ohne Grenzen:

95 Guatemala Amerika +2 (97)
96 Elfenbeinküste Afrika +63 (159)
97 Liberia Afrika +13 (110)
98 Mongolei Asien/Pazifik +2 (100)
99 Mali Afrika -74 (25)
100 Georgien Europa/GUS +4 (104)
101 Libanon Naher Osten/Nordafrika -8 (93)
102 Albanien Europa/GUS -6 (96)
103 Malediven Asien/Pazifik -30 (73)
104 Uganda Afrika +35 (139)
105 Peru Amerika +10 (115)
106 Kirgistan Europa/GUS +2 (108)
107 Fidschi Ozeanien +10 (117)
108 Brasilien

Die kubanische Bloggerin Yoani Sanchez hatte während ihres einwöchigen Brasilienbesuches überraschend auf jegliches Treffen mit Systemkritikern und Menschenrechtsaktivisten, aber auch verfolgten Journalisten wie  Mafaldo Bezerra Gois verzichtet, jegliche Solidarisierung vermieden. Indessen hatte sich Sanchez mit Politikern des rechten und rechtsextremen Spektrums getroffen, die bis heute die Militärdiktatur verteidigen, in der Freiheitsrechte auf die bekannte Art ausgetilgt worden waren. Einer der von Sanchez besonders bevorzugten Politiker, Jair Bolsonaro, verteidigt bis heute sogar die Folter des Diktatur-Repressionsapparates. Zwischen 1964 bis 1985 waren selbst Kinder gefoltert worden.

Jüngste Kritik von “Reporter ohne Grenzen” an der mangelnden Pressefreiheit in Brasilien wurde just während des Sanchez-Besuchs bestätigt: Die führenden Qualitätszeitungen berichteten nicht über das Treffen mit Rechten und Rechtsextremen, die bekanntesten Kommentatoren Brasiliens berührten das heikle Thema nicht, was Bände spricht.

Auch in mitteleuropäischen Medien ist bisher nicht über das historische Treffen berichtet worden, erschienen auch keine Kommentare. Brasiliens verfolgte, ermordete Systemkritiker, Bürgerrechtler, Journalisten sind in Ländern wie Deutschland wegen der gepflegten Berichterstattungspraxis so gut wie unbekannt – auch systemkritische Blogger sind chancenlos.

Am Tag der Ermordung des systemkritischen Journalisten Mafaldo Bezerra Gois, dem 22. Februar, weilte Yoani Sanchez in Sao Paulo, traf sich dort mit dem von der Menschenrechtsbewegung Brasiliens scharf kritisierten PSDB-Gouverneur Geraldo Alckmin. Bis zum Abflug am darauffolgenden Montag vermied Sanchez auch jegliche Stellungnahme am Mord an dem Journalisten.
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„Firmen schwächeln immer öfter in Brasilien.“ Cash.

Samstag, 09. März 2013 von Klaus Hart

Brasilien: Sojaernte und enorme Logistikprobleme 2013. Riesen-LKW-Staus – täglich Verkehrsfunk-Thema in Sao Paulo. Soja auch für Deutschland.

Samstag, 09. März 2013 von Klaus Hart

http://www.agrarheute.com/logistikprobleme-soja-brasilien

Brasilien – Logistikprobleme 2013 – große Regierungsversprechen

Selbst das Weltwirtschaftsforum hat die letzten Jahre eine deutlich verschlechterte Infrastruktur Brasiliens konstatiert.  So reduzierte allein das nationale Transportministerium 2012 laut amtlichen Angaben seine entsprechenden Investitionen um immerhin umgerechnet rund 1,6 Milliarden Euro . Indessen betonen nicht wenige Unternehmer des Landes, daß mit einer Umsetzung der Regierungsversprechen schwerlich zu rechnen sei, man für die nächsten Jahre nicht oder kaum Verbesserungen erwarte. Zumal gemäß brasilianischen Wirtschaftsexperten bereits so gut wie feststeht, daß wegen neuen enormen Verzögerungen bei der Konzessionsvergabe kein einziges der vorgesehenen Infrastrukturprojekte noch in diesem Jahr gestartet wird. Brasiliens Wirtschaftslage wird  allgemein als schwierig bewertet.

Gemäß brasilianischen Hafenexperten gab es zwar Fortschritte bei Terminals, Produktivität, Umschlag und Investitionen.

Nach wie vor hinke aber die Hafeninfrastruktur den Anforderungen hinterher, fehle dort adäquate Planung, aber auch die Umsetzung der entwickelten Problemlösungen. „In Wahrheit greifen wir  deshalb gezwungenermaßen bis heute zu den typisch brasilianischen Improvisationstricks, dem Jeitinho,  um unsere Aufgaben zu schaffen. Die Logistik-Probleme nehmen zu – unsere größte Besorgnis angesichts der Engpässe ist daher ein Logistik-Kollaps.“ Der Containerumschlag sei immer noch sehr schwierig, die logistische Kette von den Erntegebieten bis zu den Häfen werde durch die schlechte Transport-Infrastruktur geschädigt. Die gesamte brasilianische Bevölkerung leide darunter, daß das Land über kein ordentliches, effizientes Fernstraßennetz verfüge.

Nicht nur die Soja-LKW stünden im Endlos-Stau, sondern auch die Schiffe. Weil vorgesehene Investitionen und Anpassungsprogramme nicht realisiert wurden, so Salgado,  seien die Logistikkosten in Brasilien stark angestiegen. Man erleide viele Restriktionen in der maritimen Infrastruktur, weil sich Brasiliens Häfen nicht rechtzeitig auf die Ankunft der lange vorher angekündigten größeren Schiffsklassen vorbereitet haben.  Nachts sei keine Einfahrt möglich, zudem seien die entsprechenden Kanäle zu eng, könnten zwei Frachter nicht gleichzeitig anlegen. Zudem hapere es auch bei den Hafenausrüstungen, die Lagerfläche hinter den Kais sei viel zu gering. „Wir möchten unseren Kunden günstige Kosten anbieten – doch unglücklicherweise sind diese auch wegen zu langsamer Abläufe, vieler Wartezeiten und eines damit verbundenen größeren Treibstoffverbrauchs sehr hoch.“  An der brasilianische Küste stelle sich stets die Frage, welche Häfen man aktuell anlaufen könne und welche nicht.

Es sei ein Unding, nach wie vor auf die erwähnten Improvisationstricks angewiesen zu sein. Jedermann in der Branche wisse seit vielen Jahren bis ins Detail, was längst hätte getan werden müssen. „Die vielen phantastischen Modernisierungsprojekte auch wirklich umzusetzen – das fehlt in Brasilien.“ Immer wieder würden staatliche Versprechen und Zusagen nicht eingehalten.

Nicht zufällig weist das Weltwirtschaftsforum unter 144 bewerteten Ländern dem Tropenland in Bezug auf die Qualität der Hafenstruktur lediglich einen sehr schlechten 135. Platz zu – während Chile an 34. und Uruguay an 46. Stelle rangieren.

Ausländische Unternehmen nervt, daß in Brasilien die Spielregeln, darunter die gesetzlichen, sehr häufig wechseln, was gerade auch 2013 Investoren abschreckt und verunsichert. Viele der für die neuen Infrastruktur-Pakete der Regierung nötigen Rahmenbedingungen haben danach noch längst nicht die nötigen Hürden im Nationalkongreß passiert  – was erfahrungsgemäß noch unbestimmte Zeit dauern kann. Mit einer Unmasse neuer Regelungen ist zu rechnen –  mit deren buchstabengetreuer  Anwendung in der Praxis indessen keineswegs, wie die Erfahrung zeigt. Vieles an den neuen Infrastruktur-Plänen gilt noch als unausgereift, überarbeitungsbedürftig.

Hohe Logistikkosten seien wesentlich dafür verantwortlich, daß Brasiliens Exporte seit 2012 in die EU deutlich sinken, Deutschland allein in den ersten drei Monaten dieses Jahres gegenüber dem Tropenland einen Handelsüberschuß von 3,6 Milliarden EUR erzielte. Der Umschlag eines Containers kommt in Santos dreimal so teuer wie in Rotterdam, hieß es. 

 http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/13/amazonia-an-ecocide-foreseen/

Brasilien – Papstrücktritt, Papstwahl 2013, Erzdiözese Mariana in Minas Gerais. Die Jugendpastoral von Mariana.

Samstag, 09. März 2013 von Klaus Hart
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geraldoBento XVI: o papa e servo na vinha do Senhor

 

Geraldo Trindade – seminarista da Arquidiocese de Mariana

http://pensarparalelo.blogspot.com

 

            Agora com a Sé de Roma vacante, a Igreja Católica experimenta, após anos, a sensação de ter um papa emérito enquanto se espera um conclave para a eleição de Sumo Pontíficie. Para meu espanto a grande mídia cobriu com avidez esta troca na suprema hierarquia da Igreja Católica. Primeiro, pode ter sido por interesse, por garantia de ibope; mas também não descarto que, por mais que se tente apagar, o papa representar valores e posturas morais porque ele não age, não se pronuncia e não se porta ao sabor das ondas, mas a partir, invariavelmente, do Evangelho. O título que é concedido ao papa de vigário de Cristo simboliza muito bem que na terra ele faz a ponte com o sagrado, com o divino. Viver e pautar-se pelo Evangelho é um dos grandes convites que um papa faz a toda a humanidade e isso sempre chamará a atenção do mundo.

 „Aufschrei der Ausgeschlossenen“ in der Erzdiözese Sao Paulo: 

http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/12/brasilien-aufschrei-der-ausgeschlossenen-in-der-von-kardinal-odilo-scherer-geleiteten-erzdiozese-sao-paulo/

 

            Bento XVI esteve à frente da Igreja foi um período de drásticas mudanças no mundo e no cristianismo. Ele se esforçou para tornar a fé mais clara e inteligível para que assim fosse abraçada com certeza e convicção vital. Lutou para que os esforços burocráticos, pastorais e evangelizadores da Igreja não perdessem o seu foco – Cristo. Sempre convidou todos os católicos a terem Jesus como centro da vida cristã. Quando se perde o sentido referencial, que é Cristo, a Igreja corre o risco de tornar-se tudo, menos o corpo de Cristo, que traduz no mundo os valores pregados e vividos pelo Verbo encarnado.

 

            No dia 19 de abril de 2005, o cardeal Ratzinger aparecia na sacada de São Pedro como novo papa sob o nome de Bento XVI e dirigindo à multidão reunida disse: “Depois do grande Papa João Paulo II, os Senhores Cardeais elegeram-me, simples e humilde trabalhador na vinha do Senhor. Consola-me saber que o Senhor sabe trabalhar e agir também com instrumentos insuficientes.” Colocou-se humildemente como servo do Senhor. Muitas vezes o servo é dispensável à gosto do Senhor. Agora, surpreende-nos com a sua despedida serena, de fato, como um servo que fez o que deveria fazer e que não fica a aguardar a recompensa de seu Senhor. Na noite do dia 28 de fevereiro se despede do mais alto posto da Igreja Católica com as singelas palavras, porém não menos profundas de que “sou simplesmente um peregrino que inicia a última etapa de sua peregrinação nesta terra. Mas gostaria ainda com o meu coração, com o meu amor, com a minha oração, com a minha reflexão, com todas as minhas forças interiores, de trabalhar em prol do bem comum e do bem da Igreja e da humanidade. E me sinto muito apoiado pela simpatia de vocês. Sigamos adiante com o Senhor para o bem da Igreja e do mundo.”

            O cardeal Ratzinger viveu o pontificado não aprisionado a moldes ou pressão, mas soube interpretá-lo e dá-lo uma nova configuração. Se ele não tinha o trejeito com o público como seu antecessor, mas teve e tem a capacidade de refletir com profundidade e originalidade, ao mesmo tempo, entende que o seu papel como papa não se restringe a grupos seletos, mas como ele mesmo disse em sua última audiência: “O Papa nunca está sozinho, pude experimentá-lo agora mais uma vez e duma maneira tão grande que toca o coração. O Papa pertence a todos, e muitíssimas pessoas se sentem estreitamente unidas a ele.”

 

            Agora, o papa emérito descansa, pois completara suas atividades às 20 horas  do dia 28 de fevereiro, mesma hora em que encerrava seu expediente de trabalho como um servo que se coloca a disposição de seu amo; assim, mais uma vez Bento XVI dá o exemplo de levar a bom termo a sua missão, pois a Igreja não é dos homens, mas de Cristo. Resta a cada batizado abraçar Cristo e por consequência a missão com o intuito de deixar com que a fé entranhe até as profundezas da existência humana.

 

“Deus guia a sua Igreja; sempre a sustenta mesmo e sobretudo nos momentos difíceis. Nunca percamos esta visão de fé, que é a única visão verdadeira do caminho da Igreja e do mundo.” (Bento XVI, papa emérito)

 

 

Minha fé é política porque ela não suporta separação entre o corpo de Jesus e o corpo de um irmão.

Minha fé é política porque crê que a economia pode mudar um dia e ser toda solidária

Minha fé é política porque acredito na juventude, na sua força e inquietude, no seu poder de diferença.

 Pastoral Fé e Política

Arquidiocese de São Paulo

 A partir de Jesus Cristo em busca

http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/06/brasilien-schlus-mit-der-gewalt-der-ausrottung-junger-menschen-die-jugendpastoral-der-erzdiozese-marianaouro-preto-vor-ostern/

ourojesus1.JPG

http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/02/papstwahl-2013-brasilianischer-kandidat-kardinal-odilo-scherer-aus-sao-paulo-gewinnt-an-gewicht-laut-internationalen-medienberichten/

odiloscherercacho1.jpg

http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/

 http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/05/brasilien-die-aufarbeitung-der-diktaturvergangenheit-yoani-sanchez-diktaturdokumente-werden-von-regierungsorganen-darunter-ministerien-den-forschern-vorenthalten-laut-landesmedien/

    NEU: Fotoserie Gesichter Brasiliens

    Fotostrecken Wasserfälle Iguacu und Karneval 2008

    23' K23

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