Bereits im zweiten Quartal 2012, so die die Batista-Holding EBX, sollte an den Kaianlagen des “Superporto do Acu”, rund 300 Kilometer nördlich von Rio de Janeiro, mit dem Verschiffen von Eisenerz im großen Stil begonnen werden. Mitte April 2013 sind die Kaianlagen längst nicht fertig. Zudem wird sich der Bau einer Erzpipeline, die das benötigte Eisenerz aus einer Mine des britischen Bergbaukonzerns Anglo-American im Teilstaat Minas Gerais herantransportieren soll, gemäß Expertenangaben um mindestens zwei Jahre verzögern. Die Erzpipeline sollte im März 2012 in Betrieb gehen. Wie es hieß, bedeutet die Verzögerung für Anglo-American Umsatzverluste in Milliardenhöhe.
Mit dem Bau des Hafen-und Industriekomplexes war 2007 begonnen worden - laut neuen Medienfotos sind die Baufortschritte indessen sehr mäßig, kommen auch die Industrieansiedlungen nicht voran, haben große ausländische Konzerne ihr Interesse verloren, nehmen Zusagen zurück.
Im zweiten Halbjahr 2012 sollte zudem in dem Hafengebiet eine Großwerft ihre Arbeit aufnehmen - was indessen auch bis April nicht geschah, eine Fertigstellung nicht in Sicht ist. Die Werft wird zu 88 % mit staatlichen Krediten errichtet.
Auch der Bau der Verkehrsanbindungen verzögert sich immer mehr.
Laut Wirtschaftsmedien gibt es auch beim Bau des Eisenerz-Hafens “Superporto Sudeste” bei Rio de Janeiro enorme Verzögerungen von mindestens einem Jahr, ebenso bei Ölbohrungen in Kolumbien.
Unterdessen ist die Batista-Holding EBX in Nöten, weil der Wertverlust an der Börse immer dramatischer ausfällt, EBX zunehmend größere Verluste macht.
Lula und auch Amtsnachfolgerin Dilma Rousseff hatten das Projekt besucht und Batista mit Lob überschüttet. Rousseff nannte Batista “den Stolz von Brasilien”.
Inzwischen laufen laut Landesmedien umfangreiche Rettungsaktionen der Regierung für Batista: Die Entwicklungsbank BNDES gab dem noch unlängst als reichsten Milliardär Brasiliens gerühmten Batista einen weiteren Kredit von 935 Millionen Real, der staatliche Ölkonzern PETROBRAS wird möglicherweise den “Superporto do Acu” nutzen. Energieminister Lobao bestritt, daß damit Batista aus der Patsche geholfen werden solle.

Ausriß. Auch Staatspräsidentin Dilma Rousseff trägt ein Propaganda-Dreß von Batistas Ölfirma OGX, deren Aktien derzeit am stärksten absacken. Wie es hieß, kostete eine OGX-Aktie 2008 noch 1200 Real - heute nicht einmal mehr 150 Real.
In Brasiliens Logistikbranche ist dem Vernehmen nach das Mißtrauen gegenüber Batistas Kompetenz seit jeher sehr hoch. Umso kurioser, noch einmal mitteleuropäische Wirtschaftsreportagen über den einst reichsten Mann Brasiliens nachzulesen, in denen ihm hohe unternehmerische Kompetenz bescheinigt wird. Batista bekam stets sehr viel Raum für PR-Selbstdarstellung. Inzwischen ist die bisherige Jubel-Berichterstattung über den “Superhafen” verstummt.
Laut regierungsunabhängigen Wirtschaftsexperten Brasiliens von 2013 war der starke Wertverlust der Batista-Holding vorhersehbar. Batista übertreibe stets bei der Darstellung der Möglichkeiten seiner Firmen. Auf diese Weise habe er den Wert der Aktien steigern können. Bevor eine Firma zur Realität wurde, habe er bereits eine zweite gegründet, die von der ersten abhing. “Er verpackte Wind und verkaufte ihn so.” In drei Jahren habe die Hauptfirma OGX der Holding 94 % ihres Werts verloren, die Bergwerksfirma MMX 87 %. Kritische Stimmen seien nicht gehört worden. “Die Euphorie täuschte viele Leute.”2012 habe sich Batistas Verschuldung verdreifacht.
Laut Bloomberg war es Batista gelungen, nicht nur sich selbst gegenüber dem Ausland, ausländischen Investoren höchst positiv zu verkaufen, sondern ganz Brasilien gleich mit. Das Land prosperiere - und EBX sei voll dabei. Nunmehr sei Batista” aus seinem Traum erwacht”, hieß es.

Forbes Brasilien 2012.
http://www.focus.de/finanzen/boerse/tid-17712/rohstoffe-die-wilde-jagd-des-mister-x_aid_493134.html
Unterdessen kommt es auch bei anderen Hafenbauten Brasiliens, darunter Terminals, zu erheblichen Verzögerungen.
http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/
Das knallbunte Versionen-Karussell zur brasilianischen Wirtschaft: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/04/05/boomland-brasilien-knallbuntes-versionen-karussell-zu-brasilianischer-wirtschaft-dreht-sich-in-deutschsprachigen-medien-weiter-munter-aufschwung-abschwung-boom-stagnation-pessimismus-optimismu/
Wie es hieß, wurden bei den Verhafteten zudem Kokain, Feuerwaffen und Munition gefunden. Ein beträchtlicher Teil der Goldschürfer habe beim Eintreffen der Polizei fliehen können.
Nichtindianischer Goldgräber, Piste des Schürfgebiets “Malaria” in Roraima.
Vergewaltigung durch Indianer: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/04/vergewaltigung-von-indianermadchen-brasiliens-vieldiskutierte-indiokultur-im-amazonas-teilstaat-roraima-59-indianer-zumeist-wegen-vergewaltigung-im-gefangnis-laut-regionalmedien/
Leonardo Boff über die Indianer: ”Und ich habe sie immer bewundert, sie sind unsere großen Meister im Hinblick auf die Haltung gegenüber der Natur. Die sind technologisch gesehen rückständig, aber zivilisatorisch, sie sind vorwärts, sie sind reicher als wir. Wenn wir lernen wollen, was wir für eine Beziehung mit der Natur eingehen sollen, die Beziehung zwischen dem Alter und den Kindern, den Erwachsenen und alten Leuten, die Beziehung zwischen Arbeit und Freizeit, die Beziehung zwischen Leben und Tod, dann müssen wir die Indianer hören. Die haben eine große Weisheit und vieles haben sie uns zu sagen.” http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/20/brasilien-leonardo-boff-nennt-deutschstammigen-kardinal-odilo-scherer-reaktionar-und-autoritar-i-%C2%B4m-happy-that-odilo-scherer-is-not-the-pope-boff-gegenuber-clarinbuenos-aires/

Ausriß: “Wir wollen nicht dein Gebet, wir wollen daß du endlich aktiv wirst!”
Brasiliens Staatschefin Dilma Rousseff war, wie die Landesmedien ausführlich berichteten, diesmal Ziel von Protesten in Petropolis - Wohnort des “Befreiungstheologen” Leonardo Boff, der für seine kitschig-infantile Propaganda für Rousseff bekannt ist. Demonstranten hielten der Präsidentin beim Gottesdienst in der Kathedrale für die Opfer der neuesten Umweltkatastrophe Protestplakate entgegen, verwiesen auf die schlechte Katastrophenvorsorge angesichts der tolerierten Bebauung von Risikozonen, darunter Steilhängen. Während bei der Katastrophe dieses Jahres vor allem durch Erdrutsche laut offiziellen Angaben in Petropolis 33 Menschen ums Leben kamen, waren es 2011 in der Region der Stadt immerhin über 1000. Auch an den Rousseff begleitenden Gouverneur des Teilstaats Rio de Janeiro, Sergio Cabral(PMDB) wurde die Forderung gerichtet, endlich seine großen Versprechen in Bezug auf Investitionen für Katastrophenschutz, Bau von Wohnungen fern der Risikozonen einzulösen. Einer Aktivistengruppe von Opfer-Angehörigen wurde zunächst der Zutritt zur Kathedrale verwehrt, kam es laut Medienangaben zu einem Zwischenfall. “Das ist hier totale Respektlosigkeit - die Trauer der Angehörigen von Toten interessiert nicht, nur der angereiste Apparat der Präsidentin?”, protestierten die Gruppe. Angesichts des Aufsehens wurde von den Body-Guards der Staatschefin dann doch noch der Zutritt gestattet. Die Presse gab die Zahl der Demonstranten an der Kathedrale mit etwa 100 an.
“Nao queremos sua oracao!Queremos sua acao! Nao á omissao!”
http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/
Während die katholische Kirche bereits während der Lula-Regierung die Wirtschafts-und Sozialpolitik, Staatskorruption und gravierende Menschenrechtsverletzungen, massive Mittelabzweigung, das Mensalao-Demokratieprojekt, das rasche Slumwachstum permanent anprangerte, fiel Leonardo Boff durch sein Schweigen zu schwersten Menschenrechtsverletzungen sowie sein überschwengliches Lob für die Politik von Lula und Rousseff auf.
Scheiterhaufen in Rio de Janeiro: http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/11/der-brasilianische-musiker-und-poet-marcelo-yuka1/
Morde an systemkritischen Journalisten Brasiliens: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/02/27/brasilien-weiterer-systemkritischer-journalist-ermordet-nach-morddrohungen-kubanische-bloggerin-yoani-sanchez-solidarisierte-sich-wahrend-ihres-brasilienbesuchs-nicht-mit-verfolgten-bedrohten-jour/
Derzeit protestieren auch Brasiliens Unternehmerverbände gegen die völlig verfehlte Wirtschafts-und Logistikpolitik der Regierungen von Lula und Rousseff, die ein beispielloses logistisches Chaos auf Fernstraßen und in den Häfen anrichtet:
“Die Hauptschuldige für das Hafendesaster denkt nur an die Wiederwahl-Kampagne des nächsten Jahres.” O Estado de Sao Paulo
Besonders anschaulich wird der Rückstand angesichts der neuesten Einstufung Brasiliens auf dem UNO-Index für menschliche Entwicklung - Brasilien fiel von Platz 84 auf Platz 85 zurück.
Lula, die Großspender der Arbeiterpartei: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/14/brasilien-unter-der-rousseff-regierung-land-fallt-auf-uno-index-fur-menschliche-entwicklung-vom-ohnehin-schlechten-84-platz-auf-den-85-platz-zuruck/
Dilma Rousseff, die Wunderheilersekten, die Reise zum neuen Papst in Rom: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/17/brasilien-prasidentin-dilma-rousseff-mit-blendendem-verhaltnis-zu-den-als-wahlstimmenbeschaffer-sehr-wichtigen-wunderheilersekten-fliegt-zur-papst-amtsubernahme-nach-rom/
Zum Regierungsbündnis von Dilma Rousseff gehört auch der zum rechtsextremen Spektrum gezählte Diktatur-und Folter-Befürworter Jair Bolsonaro, der sich erst unlängst in Brasilia mit Kuba-Bloggerin Yoani Sanchez traf: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/02/23/brasilien-das-historische-foto-kuba-bloggerin-yoani-sanchez-und-der-als-rechtsextrem-eingestufte-politiker-jair-bolsonaro-im-nationalkongres-von-brasilia-bolsonaro-verteidigt-in-anwesenheit-von-s/
Militärdiktatur und schwierige Vergangenheitsbewältigung unter Lula und Rousseff: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/26/brasilien-nationale-wahrheitskommission-zur-aufklarung-der-diktaturverbrechen-leiter-paulo-sergio-pinheiromitte-kommissionsmitglied-maria-rita-kehl-diktatur-widerstandskampfer-ivan-seixas-ged/
8 Jahre Lula aus Franziskaner-Sicht: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/27/acht-jahre-lula-regierung-aus-franziskaner-sicht/
Leonardo Boff über Lula und Rousseff: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/20/brasilien-leonardo-boff-nennt-deutschstammigen-kardinal-odilo-scherer-reaktionar-und-autoritar-i-%C2%B4m-happy-that-odilo-scherer-is-not-the-pope-boff-gegenuber-clarinbuenos-aires/
tags: brasilien - dilma rousseff-proteste

Ausriß. Welches Tränengas bei solchen Protesten verwendet wird: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/07/23/syriens-fluchtlinge-und-brasiliens-export-hit-tranengas-turkische-polizei-verschiest-tranengasgranaten-gegen-syrier-in-fluchtlingslager-laut-landesmedien/
Tags: Brasiliens Sicherheitslage 2012
http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/
Fotodokumentation: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/
Wie China die Rio-Slums bewertet: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/25/nine-most-horrible-places-in-the-world-favela-slums-von-rio-de-janeiro-aus-sicht-des-bric-staats-china-subkultur-von-umweltzerstorung-armut-und-gangstern-cubatao-bei-sao-paulo-an-sieb/
Deutsch-brasilianische Beziehungen: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/07/14/brasiliens-nazistisch-antisemitisch-orientierte-militardiktatur-lieferte-waffen-fur-repression-in-chile-laut-jetzt-veroffentlichten-geheimdokumenten-abkommen-von-diktator-medici-mit-pinochet-geschlo/
Während in mitteleuropäischen Analysen von einer verbesserten Sicherheitslage u.a. in der Olympia-Stadt Rio de Janeiro, großen Sicherheitsanstrengungen der Regierung die Rede ist, kommen brasilianische Beobachter der Situation wie üblich zu einer völlig entgegengesetzten Einschätzung. So betont die angesehene Kolumnistin der größten Qualitätszeitung “Folha de Sao Paulo”, Eliane Cantanhede, der erst jüngst just mitten in Brasilia von Bewaffneten ihr Auto geraubt wurde, im August 2012 unter Hinweis auf eine Blitzentführung der Tochter des Fischereiministers Marcelo Crivella:””A capital da Republica esta perigosissima…A violencia no Brasil esta fora de controle.” Die Journalistin Eliane Cantanhede war ebenfalls von einer Entführung betroffen gewesen. Laut mitteleuropäischen Einschätzungen handelt es sich bei der in Brasilia residierenden Präsidentin Dilma Rousseff um eine sehr gute, sehr erfolgreiche Administratorin.Vor dem Hintergrund der aktuellen Situation erhält Rousseff auch von “Forbes” überschwengliches Lob: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/08/22/forbes-stuft-brasiliens-prasidentin-dilma-rousseff-als-drittmachtigste-frau-der-welt-ein/

Ausriß, Juli 2012, bei Rio de Janeiro. “Drei junge Männer wurden mit Schüssen in den Kopf und in den Rücken exekutiert…Sie mußten sich hinknien…”
Mutter und Sohn zünden Obdachlosen an, stechen ihn nieder: http://g1.globo.com/rn/rio-grande-do-norte/noticia/2012/08/mae-e-filho-ateiam-fogo-e-depois-esfaqueiam-morador-de-rua-em-natal.html
Tags: Dilma Rousseff 2012

Streik in Bundesjustiz.
http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/
“Effizienz” unter Rousseff-Regierung, laut nationalen Wirtschaftsexperten: Wegen der bizarren Staatsbürokratie dauert die Anmeldung selbst der kleinsten Firma 120 Tage. Eine Patentanmeldung dauert bis zur Anerkennung mindestens fünf Jahre, das Registrieren einer neuen Software mindestens ein Jahr. Das für Brasilien eigentlich notwendige Ambiente für das Entstehen neuer Ideen, Programme und kreativer Unternehmen existiere nicht.
“Nach drei Schuljahren ist die Mehrheit der brasilianischen Kinder nicht in der Lage, das Wechselgeld zu berechnen, kennt nicht den Unterschied zwischen einem Dreieck und einem Rechteck, erkennt nicht das Thema eines einfachen Textes und kann die Uhrzeit nicht lesen.” (Folha de Sao Paulo)
Tags: Brasiliens Streik im öffentlichen Dienst 2012

Gebäude des Innenministeriums in Sao Paulo.

Ausriß - Streikende vor Rousseff-Palast. Wegen ihrer Politik erhält die Staatspräsidentin aus Mitteleuropa seit Amtsantritt sehr viel Lob, wird als hervorragende Administratorin gerühmt.

Hausen an stinkender Kloake - in Lateinamerikas reichster Stadt Sao Paulo. “Ich lebe hier schon 14 Jahre so in dieser Kate.”(Mutter von vier Kindern) Cachoeirinha-Slum, nahe dem Platz des Adveniat-Gottesdiensts.
Rousseffs Wirtschaftspolitik - die Versionen: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/08/16/brasilien-boom-oder-absturz-der-wirtschaft-viele-versionen-zur-brasilianischen-wirtschaftslage-zum-aussuchen-in-deutschsprachigen-medien/

Nachrichtenmagazin “Veja”: “Der Kapitalismus-Schock von Dilma”.
Tags: Dilma Rousseff, Drogenpolitik, Kinderrechte, Menschenrechte, Ouro Preto, Tiradentes
“Von 100 Schülern, die in Sao Paulo die Mittelschule verlassen, können nur 5 Prozent richtig lesen und schreiben. Es ist eine Tragödie.” Gilberto Dimenstein, Journalist der Folha de Sao Paulo, Bildungsexperte, 2010
In den tonangebenden Zeitungen Brasiliens wurden die unübersehbaren, unüberhörbaren Proteste entweder völlig übergangen bzw. wurde allen Ernstes behauptet, es habe weder Proteste noch Protestplakate gegeben…
(weiterlesen…)
Der Spiegel, 13/2013
Geld oder Klage
https://magazin.spiegel.de/reader/index_SP.html#j=2013&h=13&a=91675475
Der Artikel (mit obigen Link nur in Kurzform abrufbar) behandelt den
Ablasshandel der Naturschutzverbände.
Der Wattenrat wurde während der Entstehung des Artikels von einem
Spiegelredakteur zum Thema kontaktiert.
UNO-Konferenz 2012 in Rio: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/06/23/rio20-2012-welttreffen-der-naturvernichter-oko-zyniker-und-verdranger-mit-prognostizierten-resultaten-zuendegegangen-neoliberale-wirtschaft-siegte-mit-ihrer-strategie-wie-vor-20-jahren-bedrucke/

“Und die Naturschutzverbände sind selbst Teil des windigen Systems geworden und keine Anwälte der Natur mehr, die kann man als Verbündete vergessen.” Manfred Knaake, Wattenrat Ostfriesland
http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/13/amazonia-an-ecocide-foreseen/
http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/04/gesteuerte-medien-spitze-des-eisbergs/
| Kapitel 5 - Schutz der wild lebenden Tier- und Pflanzenarten, ihrer Lebensstätten und Biotope (§§ 37 - 55) |
| Abschnitt 3 - Besonderer Artenschutz (§§ 44 - 47) |
§ 44
Vorschriften für besonders geschützte und bestimmte andere Tier- und Pflanzenarten
(1) Es ist verboten,
| 1. | wild lebenden Tieren der besonders geschützten Arten nachzustellen, sie zu fangen, zu verletzen oder zu töten oder ihre Entwicklungsformen aus der Natur zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören, | |
| 2. | wild lebende Tiere der streng geschützten Arten und der europäischen Vogelarten während der Fortpflanzungs-, Aufzucht-, Mauser-, Überwinterungs- und Wanderungszeiten erheblich zu stören; eine erhebliche Störung liegt vor, wenn sich durch die Störung der Erhaltungszustand der lokalen Population einer Art verschlechtert, | |
| 3. | Fortpflanzungs- oder Ruhestätten der wild lebenden Tiere der besonders geschützten Arten aus der Natur zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören, | |
| 4. | wild lebende Pflanzen der besonders geschützten Arten oder ihre Entwicklungsformen aus der Natur zu entnehmen, sie oder ihre Standorte zu beschädigen oder zu zerstören |
montag, 11. märz 2013 von klaus hart **
Die Energiewende zerstört die Lebensgrundlage für seltene Vögel und andere Tiere. Die Grünen lässt das kalt. Wenn es um das Weltklima geht, so scheint es, ist echter Naturschutz nur noch lästig. Von Ulli Kulke
Brasiliens Atompolitik und Deutschland: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/03/bundesprasident-christian-wulff-dilma-rousseff-und-der-zugige-bau-des-neuen-atomkraftwerks-angra-3-bei-rio-de-janeiro-mit-deutscher-bundesburgschaft/

Ausriß.
http://g1.globo.com/rio-de-janeiro/noticia/2013/03/chuva-deixa-mais-de-10-mortos-em-petropolis.html
UNO bot vergeblich Hilfe an: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/15/uno-bot-brasilien-katastrophenhilfe-an-regierung-lehnte-ab-laut-landesmedien-uber-600-todesopfer-amtlich-registriert/
“In Portugal und Australien regnete es mehr als in Rio.”
Weiter scharfe Expertenkritik: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/16/rio-katastrophe-weiter-scharfe-expertenkritik-an-bewuster-fahrlassigkeit-von-staat-und-regierung-sturzbach-der-emporung-uber-600-katastrophentote-amtlich-registriert/
Tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/brasilien-nicht-der-regen-ist-schuld/3704196.html
Dürrekatastrophe 2013: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/02/25/brasilien-hausgemacht-durrekatastrophe-bewirkt-im-nordosten-groses-viehsterben-sogar-die-bienen-verlassen-die-region/

Ausriß 2012.
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/wissenschaft/1779605/


“Coletivo Urubus” - Künstlerischer Protest gegen Naturzerstörung, hohe Luftvergiftung in Sao Paulo, die City-Bäume absterben läßt. “Praca da Republica”.
Brasiliens Atompolitik und Deutschland: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/03/bundesprasident-christian-wulff-dilma-rousseff-und-der-zugige-bau-des-neuen-atomkraftwerks-angra-3-bei-rio-de-janeiro-mit-deutscher-bundesburgschaft/

Ausriß.
http://www.agrarheute.com/logistikprobleme-soja-brasilien
Brasilien – Logistikprobleme 2013 – große Regierungsversprechen
Selbst das Weltwirtschaftsforum hat die letzten Jahre eine deutlich verschlechterte Infrastruktur Brasiliens konstatiert. So reduzierte allein das nationale Transportministerium 2012 laut amtlichen Angaben seine entsprechenden Investitionen um immerhin umgerechnet rund 1,6 Milliarden Euro . Indessen betonen nicht wenige Unternehmer des Landes, daß mit einer Umsetzung der Regierungsversprechen schwerlich zu rechnen sei, man für die nächsten Jahre nicht oder kaum Verbesserungen erwarte. Zumal gemäß brasilianischen Wirtschaftsexperten bereits so gut wie feststeht, daß wegen neuen enormen Verzögerungen bei der Konzessionsvergabe kein einziges der vorgesehenen Infrastrukturprojekte noch in diesem Jahr gestartet wird. Brasiliens Wirtschaftslage wird allgemein als schwierig bewertet.
Gemäß brasilianischen Hafenexperten gab es zwar Fortschritte bei Terminals, Produktivität, Umschlag und Investitionen.
Nach wie vor hinke aber die Hafeninfrastruktur den Anforderungen hinterher, fehle dort adäquate Planung, aber auch die Umsetzung der entwickelten Problemlösungen. „In Wahrheit greifen wir deshalb gezwungenermaßen bis heute zu den typisch brasilianischen Improvisationstricks, dem Jeitinho, um unsere Aufgaben zu schaffen. Die Logistik-Probleme nehmen zu – unsere größte Besorgnis angesichts der Engpässe ist daher ein Logistik-Kollaps.“ Der Containerumschlag sei immer noch sehr schwierig, die logistische Kette von den Erntegebieten bis zu den Häfen werde durch die schlechte Transport-Infrastruktur geschädigt. Die gesamte brasilianische Bevölkerung leide darunter, daß das Land über kein ordentliches, effizientes Fernstraßennetz verfüge.
Nicht nur die Soja-LKW stünden im Endlos-Stau, sondern auch die Schiffe. Weil vorgesehene Investitionen und Anpassungsprogramme nicht realisiert wurden, so Salgado, seien die Logistikkosten in Brasilien stark angestiegen. Man erleide viele Restriktionen in der maritimen Infrastruktur, weil sich Brasiliens Häfen nicht rechtzeitig auf die Ankunft der lange vorher angekündigten größeren Schiffsklassen vorbereitet haben. Nachts sei keine Einfahrt möglich, zudem seien die entsprechenden Kanäle zu eng, könnten zwei Frachter nicht gleichzeitig anlegen. Zudem hapere es auch bei den Hafenausrüstungen, die Lagerfläche hinter den Kais sei viel zu gering. „Wir möchten unseren Kunden günstige Kosten anbieten – doch unglücklicherweise sind diese auch wegen zu langsamer Abläufe, vieler Wartezeiten und eines damit verbundenen größeren Treibstoffverbrauchs sehr hoch.“ An der brasilianische Küste stelle sich stets die Frage, welche Häfen man aktuell anlaufen könne und welche nicht.
Es sei ein Unding, nach wie vor auf die erwähnten Improvisationstricks angewiesen zu sein. Jedermann in der Branche wisse seit vielen Jahren bis ins Detail, was längst hätte getan werden müssen. „Die vielen phantastischen Modernisierungsprojekte auch wirklich umzusetzen – das fehlt in Brasilien.“ Immer wieder würden staatliche Versprechen und Zusagen nicht eingehalten.
Nicht zufällig weist das Weltwirtschaftsforum unter 144 bewerteten Ländern dem Tropenland in Bezug auf die Qualität der Hafenstruktur lediglich einen sehr schlechten 135. Platz zu – während Chile an 34. und Uruguay an 46. Stelle rangieren.
Ausländische Unternehmen nervt, daß in Brasilien die Spielregeln, darunter die gesetzlichen, sehr häufig wechseln, was gerade auch 2013 Investoren abschreckt und verunsichert. Viele der für die neuen Infrastruktur-Pakete der Regierung nötigen Rahmenbedingungen haben danach noch längst nicht die nötigen Hürden im Nationalkongreß passiert – was erfahrungsgemäß noch unbestimmte Zeit dauern kann. Mit einer Unmasse neuer Regelungen ist zu rechnen – mit deren buchstabengetreuer Anwendung in der Praxis indessen keineswegs, wie die Erfahrung zeigt. Vieles an den neuen Infrastruktur-Plänen gilt noch als unausgereift, überarbeitungsbedürftig.
Hohe Logistikkosten seien wesentlich dafür verantwortlich, daß Brasiliens Exporte seit 2012 in die EU deutlich sinken, Deutschland allein in den ersten drei Monaten dieses Jahres gegenüber dem Tropenland einen Handelsüberschuß von 3,6 Milliarden EUR erzielte. Der Umschlag eines Containers kommt in Santos dreimal so teuer wie in Rotterdam, hieß es.
http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/13/amazonia-an-ecocide-foreseen/
http://jeversches-wochenblatt.de/nachrichten.aspx?ArtikelNr=9660&ReturnTab=374
Bislang ist unumstrittene Position der Physiker, daß Windkraftanlagen, wegen ihrer Abhängigkeit vom unsteten Wind, nicht zur Erzeugung von Grundlast taugen, stets konventionelle Kraftwerke(Kohle, Öl, Gas, Atom, Pumpspeicherwerke) nötig sind.
Aus dem RP-Energielexikon zur aktuellen Situation:
Für die Erzeugung von Grundlast werden in der Regel Kraftwerke mit den folgenden Charakteristika eingesetzt:
Solche Kraftwerke werden als Grundlastkraftwerke (selten auch als Grundleistungskraftwerke) bezeichnet. Sie erreichen typischerweise über 5000 Volllaststunden pro Jahr, manchmal gar über 8000 Volllaststunden.
Häufig für die Grundlast eingesetzte Kraftwerkstypen sind:
Mit der Grundlastfähigkeit von Kraftwerken ist gemeint, dass sie kontinuierlich Strom liefern können, mit nicht allzu häufigen und langen Unterbrechungen z.?B. für Revisionen und Reparaturen. In diesem Sinne grundlastfähig sind z.?B. Geothermiekraftwerke, nicht aber Windenergieanlagen und Photovoltaikanlagen.
Check 24:
Die Grundlast ist der Strombedarf, der rund um die Uhr in einem Stromnetz gedeckt werden muss. Es ist der Stromverbrauch, der im Netzgebiet im Laufe eines Tages nicht unterschritten wird. Die Grundlast ist unabhängig von den Schwankungen, die zum Beispiel von der Tageszeit abhängen - diese werden als Mittel- oder Spitzenlast bezeichnet. weil die niedrigsten Stromverbräuche meist nachts auftreten, wird die Grundlast vor allem durch nachts produzierende Industrieanlagen, Straßenbeleuchtung und Dauerverbraucher in Haushalten und Bürogebäuden beeinflusst. Die Grundlast wird vorwiegend von Kraftwerken gedeckt, die berechenbar ins Netz einspeisen können und deren Dauerbetrieb technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist. Das sind vor allem Braunkohle- und Atomkraftwerke sowie Laufwasserkraftwerke. Windenergie und Sonnenenergie sind dagegen zur Deckung der Grundlast nur eingeschränkt geeignet, da ihre Einspeisung vom Wetter abhängt. Bei einem zunehmenden Anteil von erneuerbaren Energien, deren Einspeisemengen schwanken, benötigen dieStromanbieter vermehrt schnell startende und flexibel regelbare Kraftwerke, die den Sonnen- und Windstrom bei Bedarf ergänzen können. Dies sind vor allem Erdgas- und Biogas-Kraftwerke sowie Pumpspeicherkraftwerke.
samstag, 02. märz 2013 von klaus hart **

Ausriß.
Wenn 2013 in Deutschland bei Schwegenheim(Rheinland-Pfalz) ein streng geschützter Pelikan von einem Windkraftwerk getötet wird, ist dies gemäß heute in deutschen Medien geltenden Vorschriften ein klarer Beweis, daß Windkraftwerke zutiefst umweltfreundlich sind. Vor über einem Jahrzehnt hätte sich womöglich noch eine Bevölkerungsmehrheit an den Kopf gegriffen, wäre einer solchen Logik nicht gefolgt. Inzwischen, dank entsprechender Gehirnwäsche, sind noch ganz andere Absurdidäten möglich - siehe Energiewende-Bluff, siehe Soja-Bluff…

Ausriß.
Wenn 2013 in Deutschland bei Schwegenheim(Rheinland-Pfalz) ein streng geschützter Pelikan von einem Windkraftwerk getötet wird, ist dies gemäß heute in deutschen Medien geltenden Vorschriften ein klarer Beweis, daß Windkraftwerke zutiefst umweltfreundlich sind. Vor über einem Jahrzehnt hätte sich womöglich noch eine Bevölkerungsmehrheit an den Kopf gegriffen, wäre einer solchen Logik nicht gefolgt. Inzwischen, dank entsprechender Gehirnwäsche, sind noch ganz andere Absurdidäten möglich - siehe Energiewende-Bluff, siehe Soja-Bluff…