
Katholischer Priester Geraldo Marcos Nascimento der “Nationalen Kampagne gegen Gewalt und gegen Ausrottung junger Menschen” 2012. “Wir wollen, daß die ganze Welt sieht, was hier vor sich geht, in welcher Realität wir leben. Unsere Kampagne geht von den Sozialpastoralen der katholischen Kirche aus. Der brasilianische Polizeiapparat dient nicht der Verteidigung der Bevölkerung.”
Kirchenprotest gegen Folter unter Lula-Regierung durch Staatsangestellte: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/24/trotz-des-anti-folter-gesetzes-wird-in-ganz-brasilien-weitergefoltert-nicht-selten-aus-sadistischem-vergnugen-am-foltern-cecilia-amin-castro-exekutivsekretarin-der-kommission-fur-gerechtigkeit/
José Sarney, Ex-Chef der Folterdiktatorenpartei ARENA, feiert Wahlsieg 2010 mit Dilma Rousseff und Lula. Sarneys Tochter Roseane ist Gouverneurin des Teilstaats Maranhao – Schauplatz des jüngsten Häftlingsaufstands. Nachrichtenmagazin “Veja” über Rousseff und Sarney: http://alertabrasiltextos.blogspot.com/2009/08/quem-esta-dizendo-verdade.html
Joao Ubaldo Ribeiro – “Die neue Monarchie”: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/01/schriftsteller-und-daad-stipendiat-joao-ubaldo-ribeiro-uber-lula-die-neue-monarchie-europaer-bankiers-grosunternehmeno-presidente-que-nos-temos-e-que-eles-pediram-a-deus/
Zeitungsausriß.

Ausstellungsfoto – Rousseff, Sarney, Lula.
http://www.hrw.org/news/2012/10/16/libya-new-proof-mass-killings-gaddafi-death-site
http://www.hrw.org/de/news/2012/10/16/libyen-neue-beweise-f-r-massenhinrichtung-bei-gaddafis-tod
Die Methoden der Intervention:
Truppen in Tripolis.
Ausriß – Nicht-Regierungsgegner, gefesselt, liquidiert.
„Wir erleichtern Ihnen Ihre Berichterstattung mit unserem sorgfältig zusammengestellten Pressematerial.“
http://buchmesse.de/de/fbm/kundenservices/fuer_journalisten/pressemappen/
Soweit bekannt, wurden zur Frankfurter Buchmesse 2013 keinerlei namhafte brasilianische Dissidenten, Systemkritiker und renommierte Menschenrechtsaktivisten eingeladen – was Bände sprechen würde.
“Schönheit und Fäulnis”. Neue Zürcher Zeitung/NZZ – Klaus Hart:https://www.nzz.ch/schoenheit_und_faeulnis-1.700750
Lula war Informant der Diktatur-Geheimpolizei Dops, laut neuem Buch: http://www.hart-brasilientexte.de/2014/02/12/brasilien-die-folterdiktatur-lula-und-die-arbeiterpartei-pt-rufmord-ein-kapitalverbrechen-buch557-seiten-mit-schweren-vorwurfen-gegen-lula-macht-schlagzeilen/
Luiz Ruffato – Buchmesse-Eröffnungsrede: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/10/08/frankfurter-buchmesse-2013-eroffnungsrede-des-brasilianischen-schriftstellers-luiz-ruffato-aus-sao-paulo/
Luiz Ruffato, Mitglied der offiziellen brasilianischen Buchmesse-Delegation, in der Neuen Zürcher Zeitung 2013:
„Allerdings sind wir im Alltag noch immer mit einer institutionalisierten Barbarei konfrontiert, die sich nicht nur in einer konstanten physischen Bedrohung, sondern auch in der Korruption und in der absoluten Missachtung des menschlichen Lebens äussert. In Brasilien ist der Begriff des «wilden Kapitalismus» keine Metapher.“
Yanomami-Traditionen, Time-Life-Buch “Der Amazonas”:
Behinderte Kinder werden getötet, die eigene Frau wird dem Gast zum Geschlechtsverkehr angeboten. Auch die lukrative Indianer-Industrie Deutschlands legt großen Wert darauf, solche wichtigen Details indianischen Lebens, indianischer Wertvorstellungen zu verheimlichen, zu vertuschen, zu unterschlagen. “…und der Gastgeber – nun, er bietet ihm seine Frau an. Eine Form von Gastfreundschaft…Natürlich ist die Frau nicht immer einverstanden, und dann gibt es Ärger”. Google-Suche, Stichwort Yanomami… Mit Indianerverklärung läßt sich nach wie vor sehr viel Geld verdienen.
Ausriß: “Häufig werden Frauen aus anderen Stämmen geraubt. Einige von ihnen werden die Ehefrauen der Männer, die sie geraubt haben. Sie können sich glücklich preisen, denn nicht wenige ihrer Leidensgenossinnen erwartet ein anderes Schicksal – das von Prostituierten in dem neuen Verband. Diese Frauen haben kaum den Rang von menschlichen Wesen…”
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Brasilien bewegt den Bundespräsidenten: Während seines Besuchs zeigte sich Joachim Gauck beeindruckt von der Aufbruchstimmung im Land. Deutschland könne von dem Mut zu Veränderungen lernen. Regierungssender Deutsche Welle 2013
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Der Papst 2015 in Kuba – Vergleiche mit Brasilien, strategischer Partner der deutschen Merkel-Regierung:http://www.hart-brasilientexte.de/2015/09/20/der-papst-2015-in-kuba-deutscher-mainstream-mit-kurios-bizarren-suggestiv-kommentaren-statt-information-orientierenden-fakten-daten-franziskus-will-alle-kubaner-umarmen-trost-und-hoffnung-spend/
Leonardo Boff: “Lula machte die größte Revolution der sozialen Ökologie des Planeten, eine Revolution für die Bildung, ethische Politik.“
Rassismus-Vorwurf – nur ein Schwarzer in 70-köpfiger Schriftstellerdelegation Brasiliens: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/10/01/frankfurter-buchmesse-2013-gastland-brasilien-rassismus-vorwurf-von-messe-chef-jurgen-boos-zuruckgewiesen-nur-ein-schwarzer-unter-70-mitgliedern-der-offiziellen-brasilianischen-schriftstellerdele/
Willy Brandt und sein Diktatur-Amtskollege José Magalhaes Pinto: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/11/19/brasiliens-folter-diktatur1964-1985-mit-wem-bundesausenminister-willy-brandt-damals-bilaterale-vertrage-unterzeichnet-das-massaker-an-stahlarbeitern-unter-gouverneur-jose-magalhaes-pinto/
Der französische Folterlehrer, General Paul Aussaresses, unter deutschstämmigem Diktatur-General Ernesto Geisel: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/12/05/brasiliens-militardiktatur1964-1985-folterlehrer-aus-frankreich-general-paul-aussaresses-mit-95-jahren-verstorben-aussaresses-war-wahrend-der-amtszeit-des-deutschstammigen-generals-ernesto-geise/
http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/10916/highlight/Brasilien
Überraschend gehört indessen Maria Rita Kehl, Mitglied der nationalen Wahrheitskommission, zur offiziellen brasilianischen Schriftstellerdelegation:

Maria Rita Kehl über Folter heute in Brasilien: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/10/04/frankfurter-buchmesse-2013-gastland-brasilien-schriftstellerin-und-therapeutin-maria-rita-kehleine-stadt-mit-ungleichheit-ist-die-hollees-wird-weiter-gefoltert-folter-bleibt-weiter-straffrei/
Mary del Priore, Mitglied der offiziellen Delegation: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/06/brasilianerinnen-in-der-politiksie-rauben-genauso-lugen-genauso-sind-genauso-scheinheilig-und-zynisch-wie-die-manner-mensalao-skandale-tricks-und-betrugereien-jeder-grosenordnung-politikerinn/
Paulo Lins, Mitglied der offiziellen brasilianischen Schriftstellerdelegation: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/09/21/frankfurter-buchmesse-2013-gastland-brasilien-paulo-lins-mitglied-der-offiziellen-brasilianischen-schriftstellerdelegation-ist-mit-seinem-sohn-eis-auf-der-avenida-paulista-in-sao-paulo/
“Ausgedachte Wirklichkeiten: Die Distanz des politischen Journalismus zur tatsächlichen Politik war nie zuvor so groß wie heute.” Frankfurter Allgemeine Zeitung 2013
Gastland China 2009 – Gastland Brasilien 2013 – interessante Unterschiede: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/09/10/frankfurter-buchmesse-gastland-china-2009-interessante-unterschiede-zum-umgang-mit-gastland-brasilien-2013/
„Der Neoliberalismus haßt Kultur“ – Brasiliens katholischer Bestsellerautor Frei Betto: http://www.hart-brasilientexte.de/2008/09/16/der-neoliberalismus-hast-kultur-deshalb-zwingt-er-unterhaltung-auf-brasiliens-wichtigster-befreiungstheologe-frei-betto/
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Thomas Ostermeier, künstlerischer Leiter der Schaubühne, nannte in dem O-Globo-Interview als Schwerpunkt das Herausfinden, wer die Spielregeln bestimmt – Wirtschaft oder Politik? “Das ist die wichtigste Frage unserer Zeit.” Davon ausgehend, könne man auch verwandte Themen wie die Fußball-WM oder die Olympischen Sommerspiele in Brasilien untersuchen, die auch den Streit zwischen den Interessen der Wirtschaft und denen der Bevölkerung zeigen. “Aber am Schlimmsten ist, daß die Politik zu etwas Verfaultem geworden ist. Es gibt einen Graben, der die Menschen von den Politikern und der Politik trennt…Wir verlieren das Vertrauen in die Demokratie…Unsere `demokratische`Gesellschaft ist verfault, gibt nicht mehr die Möglichkeiten, die Wahrheit zu sagen.”
Kissinger hält Rede für Schmidt in Hamburg:
Kuriose Mythenbildung um Schmidt und Lula:
1978 besuchte Brasiliens Militärdiktator Ernesto Geisel die Bundesrepublik Deutschland – in einer Tischrede lobte Bundeskanzler Helmut Schmidt(SPD) die “Konvergenz der Ziele” und die “Übereinstimmung der Werte” der sozialliberalen Bundesregierung und der brasilianischen Militärdiktatur. Beide Seiten hätten die gleichen Grundkonzeptionen über die Gesellschaft.“Mit Brasilien hatten wir nie Interessenunterschiede oder Divergenzen im Nord-Süd-Dialog”.
“Konvergenz der Ziele, Übereinstimmung der Werte”, gleiche Grundkonzeptionen über die Gesellschaft – diese Bewertungen von Helmut Schmidt sind politisch und zeitgeschichtlich brisant. Immerhin handelt es sich bei ihm um eine Führungsfigur, ein Idol der deutschen Sozialdemokratie – bei General Geisel indessen um einen Folterdiktator. In Geisels Amtszeit (1974-1979) war u.a. 1975 der sehr bekannte jüdische TV-Direktor, Journalist, Dramaturg und Professor Vladimir Herzog in einem heute unter Denkmalsschutz stehenden Repressionszentrum Sao Paulos extrem sadistisch totgefoltert worden – von vielen anderen Ermordeten, Verschwundenen ganz zu schweigen.Unterdessen wurde ermittelt, daß unter Geisel gefolterte Regimegegner auch durch Giftspritzen umgebracht wurden, das Militär zahlreiche Oppositionelle außergerichtlich exekutierte.
Die SPD, etwa der jetzige Parteichef Gabriel, haben sich nie vom engen Verhältnis von SPD-Politikern wie Brandt und Schmidt zu Brasiliens Folterdiktatur distanziert…
Wie die von interessierter Seite unterstützte Militärdiktatur Brasiliens Frauen folterte: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/26/brasiliens-komplizierte-vergangenheitsbewaltigung-maria-amelia-de-almeida-teles-grauenhaft-gefolterte-regimegnerin-heute-mitglied-der-wahrheitskommission-des-teilstaats-sao-paulo-zur-aufklarung-der/

Ausriß, deutschstämmiger Folterdiktator Ernesto Geisel des nazistisch-antisemitisch orientierten Militärregimes von Brasilien und Helmut Schmidt 1978 im Bundeskanzleramt von Bonn.
Die Neue Zürcher Zeitung 1994 zum 30. Jahrestag des Militärputsches von 1964:
…Exponenten der Diktatur als starke Männer demokratischer Parteien
Politik-und Wirtschaftswissenschaftler sowie die führenden Kommentatoren der Qualitätszeitungen begründen die Rückständigkeit Brasiliens in Artikelserien zum Putschjubiläum unter anderem damit, daß nach 1985 kein echter demokratischer Wandel begann, sondern die Kontinuität gewahrt blieb. Politiker, Bürokraten und Parteien, die die Diktatur aktiv unterstützten, behielten Einfluß und Macht. Sie gehen heute auch Koalitionen mit einstigen Gegnern ein, was bisweilen irrational erscheint. Erster Zivilpräsident nach dem Generalsregime wurde der frühere Chef der Militärpartei PDS José Sarney. Der derzeitige Finanzminister Fernando Henrique Cardoso, Inhaber des wichtigsten Kabinettsressorts, fungierte damals als Sarneys Interessenvertreter(portugiesisch: „Lider do Governo“) im Senat. Bei der Übernahme des Ministerpostens sagte 1993 das bisher zu den Linksintellektuellen gerechnete Mitglied der Sozialdemokratischen Partei(PSDB):“Vergessen Sie alles, was ich bisher geschrieben habe.“…Führende Intellektuelle, wie etwa der Schriftsteller Antonio Callado, nennen es bezeichnend für Brasiliens Zustand, für fehlende politische Kultur und kollektiven Gedächtnisschwund, daß hohe Amtsinhaber der Diktaturregierungen , die sich damals schamlos bereicherten, heute immer noch zu den wichtigsten Meinungsmachern zählen und ihre Wochenkolumnen auch noch in den Provinzblättern der entlegensten Amazonasregionen erscheinen…Der ehemalige Justizminister Armando Falcao bekommt derzeit nicht weniger Platz in den Medien für schönfärberische Interpretationen. Seiner Meinung nach begann 1964 eine vom Volk gewollte demokratische Revolution. Exekutionen, Folter, Gewalt und illegale Verhaftungen habe es nicht gegeben, von Diktatur könne keine Rede sein, behauptet er. Der damalige Planungsminister und heutige PPR-Abgeordnete Roberto Campos hebt seinerseits den „triumphalen Erfolg“ des sogenannten „brasilianischen Wunders“ 1968-1973 hervor, als Brasilien jährlich über zehnprozentige Wachstumsraten in der Wirtschaft verzeichnete. Laut Campos erhöhten sich damals das Pro-Kopf-Einkommen und der Lebensstandard für die gesamte Bevölkerung. Davon kann indessen keine Rede sein; vom „Milagre brasileiro“ profitierten lediglich die Eliten, die Mittelschicht und nur ein Bruchteil der unterprivilegierten Bevölkerungsmehrheit, während die Arbeitslosigkeit erheblich zunahm. Campos verschweigt natürlich auch, daß 1964 Brasiliens Schuldenlast bei nur fünf Milliarden Dollar lag, von den Generalsregierungen aber auf über 100 Milliarden hochgetrieben wurde. Zu den hyperteuren pharaonischen Projekten jener Zeit ist auch das mit der Regierung des deutschen Bundeskanzlers Helmut Schmidt vereinbarte Nuklearprogramm zu zählen.
Spätfolgen in Mentalität und Psyche
Das autoritäre Regime von 1964 hinterließ in Mentalität und Psyche der Brasilianer tiefe Spuren. Politische Gefangene wurden damals lebendig den Haien zum Fraß vorgeworfen, Studentenführer zuerst gefoltert und dann vor die Wahl gestellt, entweder zu sterben oder im Fernsehen vorfabrizierte Erklärungen abzugeben. Bis heute fordern Menschenrechtler und Angehörige vergeblich Aufklärung über die „Verschwundenen“, deren Zahl nicht einmal annähernd bekannt ist. Aus Angst vor Repressalien gehen wichtige Zeugen barbarischer Diktaturverbrechen nicht an die Öffentlichkeit – schließlich gibt es weiterhin die Todesschwadronen und auch die berüchtigte Militärpolizei, die immer noch nicht auf Folter verzichtet.
Für den Anthropologen Gilberto Velho resultiert das Ausmaß an Gewalt in der heutigen brasilianischen Gesellschaft unter anderem aus der vom Militärregime entwickelten „Kultur der Brutalität“. Die seinerzeit institutionalisierte Gewalt und Korruption ist nach Darstellung von Rechtsexperten hauptverantwortlich für die tiefe ethisch-moralische Krise Brasiliens, für den extremen Egoismus, das Fehlen von Solidarität und das Mißtrauen gegenüber den sogenannten demokratischen Institutionen, für die kalte Indifferenz und den Zynismus der Politiker…
Aus Neue Zürcher Zeitung, Brasiliens Last der Militärdiktatur, Klaus Hart, Freitag/Samstag 1./2.April 1994
Militärdiktatur, Folter, Karneval in Rio de Janeiro, Kulturpolitik: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/10/06/brasilien-populares-glucksspiel-wuchs-in-rio-de-janeiro-mit-hilfe-von-folterknechten-der-militardiktatur-laut-o-globo/
Bundespräsident Joachim Gauck – Reise nach Brasilien 2013: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/17/brasilien-historischer-besuch-des-deutschen-bundesprasidenten-joachim-gauck-im-tropenland-trotz-gravierender-menschenrechtslage-folter-todesschwadronen-gefangnis-horror-sklavenarbeit-etc-b/
“Da sein, wo gelitten wird”: http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1624771/
“Es sind einfach die ökonomischen Interessen, die politischen, das gehört zusammen. Da gefährdet man nicht seine Beziehung, indem man den Brasilianern sozusagen mal den Spiegel vorhält und sagt, ihr habt hier ne schöne Verfassung und schöne Gesetze, aber warum werden die nicht eingehalten?”
tags: aufschrei 2013, stefania carvalho- pj-jugendpastoral sao paulo 2013

In der UNESCO-Bildungsstatistik liegt Deutschland auf Platz 13, Brasilien nur auf Platz 88. Entsprechend gering ist in Brasilien u.a. das Verständnis für deutsche Kultur – erheblich größer in Ländern Lateinamerikas, die bessere Plätze belegen. http://www.unesco.org/new/fileadmin/MULTIMEDIA/HQ/ED/pdf/gmr2011-efa-development-index.pdf
Ausriß, Wochenzeitung DER FREITAG 2002
Deutschlandjahr Brasilien und Menschenrechtslage:
Brasilien stürzt auf Pressefreiheit-Ranking 2013 weiter ab: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/01/30/brasilien-unter-lula-rousseff-auf-pressefreiheit-ranking-weiter-abgesturzt-nur-noch-platz-108-mali-platz-99-uganda-platz-104-guatemala-platz-95-nicht-zufallig-soviel-lob-aus-mitteleuropa-fur-bra/
Neue Gruppenvergewaltigung gemeldet – aus Nordostbrasilien: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/04/11/brasilien-14-jahrige-schulerin-durch-funf-brasilianer-vergewaltigt-laut-polizei-tatort-im-nordosten-wo-vergewaltigungen-ebenfalls-wie-in-rio-de-janeiro-alltaglich-sind/
Übersetzer Curt Meyer-Clason:

Ausriß,Karikaturist Angeli: “Besuche Sao Paulo”. “Graffiti? Ich weiß nicht, sieht mehr nach Blutbad aus.” Folha de Sao Paulo, größte Qualitätszeitung Brasiliens, 25.11. 2012, Tag der Friedensdemonstration der katholischen Kirche.
„Sowohl im wirtschaftlichen als auch im sozialen Bereich ist das größte Land Südamerikas zu einem Vorbild in der Region geworden. “ WeltTrends, Potsdam 2012
Website-Interviewpartner, Delegationsmitglied Joao Ubaldo Ribeiro: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/20/joao-ubaldo-ribeiro-gesichter-brasiliens/
Website-Interviewpartnerin, Delegationsmitglied Maria Rita Kehl: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/09/09/frankfurter-buchmesse-2013-gastland-brasilien-maria-rita-kehl-therapeutin-und-mitglied-der-wahrheitskommission-zur-aufarbeitung-der-diktaturverbrechen-uberraschend-teil-der-offiziellen-brasiliani/
Website-Interviewpartner, Delegationsmitglied Ferrez: http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/29/berichte-direkt-von-brasiliens-stadtkriegsfront-romanautor-ferrez-aus-sao-paulos-slumregion-capao-redondo/
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/526447/
Website-Interviewpartner, Delegationsmitglied Ignacio de Loyola Brandao: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/09/brasiliens-schriftsteller-ignacio-loyola-brandao-zum-zeitgeist-2012ich-weis-das-sich-die-welt-verandert-hat-und-wenn-ihr-meine-meinung-wollt-die-welt-wurde-langweilig-fad-ode/#more-12580
Website-Interviewpartner, Delegationsmitglied José Murilo de Carvalho: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/08/jose-murilo-de-carvalho-mitglied-der-brasilianischen-dichterakademie-fuhrender-historiker-brasiliens/
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/668242/
Auswanderungsland Brasilien:
„Zwischen 2004 und 2007 wurden in Brasilien mehr Menschen gewaltsam getötet als in den 12 wichtigsten kriegerischen Konflikten der Erde dieser Jahre…Der Schauplatz der Gewalt, die harte Realität der Slumperipherien, veränderte sich wenig.“ Miguel Reale Junior, Rechtsexperte, in Qualitätszeitung O Estado de Sao Paulo 2013
Brasiliens Vergewaltigungskultur: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/04/01/brasilien-gruppenvergewaltigung-einer-auslandischen-touristin-in-rio-de-janeiro-partner-der-auslanderin-war-zeuge-die-brasilianische-vergewaltigungskultur-besonders-ausgepragt-in-der-fusball-wm-s/
„Das Land der Selbsttäuschung“: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/04/07/brasilien-das-land-der-selbsttauschung-philosoph-und-psychoanalytiker-andre-martins-analysiert-vor-deutschlandjahr-2013-die-situation-des-tropenlandes-aufgebaute-fassade-hinter-der-unsere-g/
Leonardo Boff – Befreiungstheologie an der Macht?
Obdachloser wird in Sao Paulo lebendig verbrannt: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/09/ein-brasilianischer-obdachloser-wird-in-sao-paulo-lebendig-verbrannt-autos-fahren-vorbei-leute-schauen-zuvideo-anklicken/
Katholischer Priester Günther Zgubic aus Österreich, langjähriger Leiter der Gefangenenseelsorge Brasiliens, zum beredten Schweigen ausländischer Medien angesichts gravierender Menschenrechtsverletzungen in dem Tropenland: „Die internationalen Medien sind total manipuliert – wenn eine Oberschicht einfach nicht will, daß international hinterfragt wird, dann wird darüber eben nicht berichtet.”
Menschenrechts-Samba von Jorge Aragao, anklicken: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/09/13/der-irak-ist-hier-menschenrechts-samba-von-jorge-aragao-aus-rio-de-janeiro-seit-jahren-hochaktuell-das-blutbad-vom-september-2012/
Ganz gleich, in welcher Gesellschaftsschicht die Vignetten angesiedelt sind: In der Mehrzahl spielt Gewalt eine Rolle. Direkte Gewalt wie Überfälle und Schusswechsel oder strukturelle Gewalt, also Armut und menschenunwürdige Lebensbedingungen, prägen das Bild São Paulos, das Luiz Ruffato zeichnet. „Es waren viele Pferde“ vermittelt somit eine Stimmung der Aussichtslosigkeit und Angst, wie schon Paulo Lins‘ 1997 erschienener Roman „Die Stadt Gottes“, der in den Favelas von Río de Janeiro angesiedelt ist. Auch die zwischenmenschlichen Beziehungen sind von Angst und Aussichtslosigkeit geprägt, man belügt sich, betrügt sich und letztlich ist jeder auf sich allein gestellt. Von der Leichtigkeit des Karnevals und seinen Sambarhythmen, die wir gewöhnlich mit Brasilien verbinden, ist in Ruffatos São Paulo der Einsamkeit, der Alkoholexzesse und des Rassismus nichts zu spüren. In Ruffatos São Paulo halten Weiße Schwarze zunächst einmal für Verbrecher und Indianer für dumm.
Es waren viele Pferde – der Titel stammt von einer Vignette – ist ein bedrückendes und beeindruckendes Buch, das hinter die Fassaden der Glitzerwelt der berühmten Avenida Paulista blickt. Luiz Ruffato beschreibt eine soziale Wirklichkeit Brasiliens, die wie seine Prosa ihren eigenen Regeln gehorcht, und wie sie in den offiziellen Werbebroschüren für die Fußballweltmeisterschaft 2014 und die Olympischen Sommerspiele zwei Jahre später nicht vorkommt.
Literatur:
Luiz Ruffato: Es waren viele Pferde. Aus dem Portugiesischen von Michael Kegler. Assoziation A, Berlin und Hamburg 2012, 160 Seiten, EUR 18,00. (Deutschlandfunk 2013)
“Brasilien verabschiedet sich von der Armut”: http://www.welt.de/wirtschaft/article112414503/Brasilien-verabschiedet-sich-von-der-Armut.html
Armutsgrenze in Brasilien: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/28/deutschlands-armutsgrenze-940-euro-monatseinkommen-in-brasilien-umgerechnet-rund-50-euro/
Slum-„Säuberungen“: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/01/05/brasilien-limpeza-sauberung-wie-der-begriff-in-vielen-slums-des-nordostens-in-millionenstadten-wie-fortaleza-gebraucht-wird/
Was alles in der offiziellen Landesvorstellung fehlte:

Ausriß, Rio-Lokalzeitung, Scheiterhaufen-Opfer, 7.11.2012. http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/668242/
Scheiterhaufen in Brasilien heute: http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/11/der-brasilianische-musiker-und-poet-marcelo-yuka1/
“The worlds happiest cities” – Rio Platz 1: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/04/the-worlds-happiest-cities-forbes-rio-de-janeiro-top-of-our-list-good-humor-good-living-carnaval/
http://www.welt-sichten.org/artikel/221/der-hoelle-hinter-gittern
Gefängnishorror 2012: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/11/14/brasilien-gefangnishorror-unter-rousseff-regierung-medienecho-welche-sozialpolitik-heute-als-progressiv-gilt/
Zwischen Deutschland und Brasilien besteht eine strategische Partnerschaft. Der 2008 beim Besuch von Bundeskanzlerin Merkel mit Präsident Lula in Brasília vereinbarte Aktionsplan verfolgt das Ziel, die bi- und multilaterale Zusammenarbeit beider Länder zu intensivieren. Die deutsch-brasilianischen Beziehungen basieren auf gemeinsamen Werten und übereinstimmenden Auffassungen bei einer Vielzahl von internationalen Themen und gehen weit über den wirtschaftlichen Bereich hinaus. (Auswärtiges Amt)
Auch Friedensnobelpreisträger Barack Obama machte in der WM-und Olympia-Stadt die Scheiterhaufen nicht zum Thema – von anderen Politikern ganz zu schweigen: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/17/barack-obama-redet-in-scheiterhaufen-stadt-rio-de-janeiro-brasiliens-filmemacher-jose-padilha-thematisierte-rios-scheiterhaufen-in-filmen-von-zwei-berlinalen-kaum-reaktionen-aus-der-gutmenschenszen/
Afghanistan und Sao Paulo: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/10/30/brasilien-gewalttote-in-afghanistan-und-in-sao-paulo-beeindruckende-vergleiche-der-qualitatszeitung-folha-de-sao-paulo-zwischen-den-opferzahlen-beider-lander-afghanistan-ist-dagegen-sogar-f/
Obdachlosenverbrennung: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/10/19/brasilien-wieder-obdachloser-diesmal-ein-rollstuhlfahrer-lebendig-mit-benzin-verbrannt-worden-tat-in-belo-horizonte-verubt/
Bestsellerautor Joao Ubaldo Ribeiro: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/08/26/brasilien-morden-mit-effizienz-bestsellerautor-joao-ubaldo-ribeiro-in-rio-de-janeiro-analysiert-gewaltkultur-des-tropenlandes-unter-lula-rousseff-morden-in-brasilien-ist-viel-banaler-als-jed/
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1624771/

Katholischer Priester Geraldo Marcos Nascimento der “Nationalen Kampagne gegen Gewalt und gegen Ausrottung junger Menschen” 2012. “Wir wollen, daß die ganze Welt sieht, was hier vor sich geht, in welcher Realität wir leben. Unsere Kampagne geht von den Sozialpastoralen der katholischen Kirche aus. Der brasilianische Polizeiapparat dient nicht der Verteidigung der Bevölkerung.”
„Wir teilen die gleichen Vorstellungen von der Freiheit und Würde des einzelnen Menschen, von Demokratie, Rechtsstaat und Marktwirtschaft. Für einen Jugendlichen in Brasilia bedeutet Selbstverwirklichung etwas ganz Ähnliches wie für seine Altersgenossen in Berlin. Ihr Wahlrecht ist den Bürgern von Rio de Janeiro genauso wichtig wie denen von Rios Partnerstadt Köln. Ein Mittelständler in Sao Paulo sieht im freien Handel die gleichen Chancen wie sein Geschäftspartner in München.
Diese gemeinsamen Interessen und Überzeugungen haben ein festes Fundament: Als Lateinamerikaner und Europäer, als Brasilianer und Deutsche teilen wir die gleichen Werte.“
Morde an systemkritischen Journalisten Brasiliens:
mittwoch, 27. februar 2013 von klaus hart **

Ausriß, Mafaldo Bezerra Gois, am 22. Februar 2013, während des Yoani-Sanchez-Besuchs in Brasilien, mit fünf Schüssen liquidiert. Brasiliens unbekannte Helden – das täglich sehr hohe Lebensrisiko. http://www.hart-brasilientexte.de/2013/02/25/brasilien-bereits-im-jahr-des-militarputsches-von-1964-etwa-50000-verhaftete-laut-wahrheitskommission-diktaturaktivist-verteidigt-vor-kuba-bloggerin-yoani-sanchez-in-brasilia-den-militarputsch-als/
Offenbar haben mitteleuropäische Zeitungen, die Sanchez-Kolumnen veröffentlichen, bisher noch nicht darüber informiert, daß ihre Mitarbeiterin zum während ihres Brasilienbesuchs geschehenen Mord an einem systemkritischen Journalisten geschwiegen hat.
IFEX:
A local radio reporter who often denounced crime on his show was shot dead on 22 February 2013 in northern Brazil. Family members told the local media that Mafaldo Bezerra Goes had recently received death threats.
Die Militärdiktatur – Hintergrundtext: http://www.das-parlament.de/2010/12/Beilage/006.html
Brasilianische Bürgerrechtler und Systemkritiker arbeiten derzeit in Sao Paulo die Diktaturverbrechen auf – Bitte um Auskunft über Rolle eines US-Diplomaten: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/02/19/brasilien-wahrheitskommission-sao-paulos-zur-aufarbeitung-der-diktaturverbrechen-entschied-von-us-regierung-erklarung-zu-us-diplomat-claris-halliwell-zu-erbitten-der-haufig-ein-beruchtigtes-folterz/
Überlebende Diktaturgegner – wer das Folterregime aktiv unterstützte: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/15/brasiliens-militardiktatur-uberlebende-von-verfolgung-und-folter-clarice-herzog-witwe-des-ermordeten-judischen-journalisten-vladimir-herzog-und-regimegegner-waldemar-rossi-heute-fuhrer-der-bisch/

Ausriß. Yoani Sanchez und Kongreßabgeordneter Jair Bolsonaro – Verteidiger des Militärregimes und der Folter, damals und heute, laut brasilianischer Menschenrechtsbewegung. Der Militärputsch von 1964, so Bolsonaro neben der Bloggerin, war eine Forderung des Volkes. Während der Militärdiktatur wurden sogar Kinder gefoltert.
Tödliche Attentate auf Menschenrechtsaktivisten in Brasilien:
Frankfurter Buchmesse 2013 – Gastland Brasilien. Was alles in den Ankündigungen fehlt. Deutschlandjahr 2013 in Brasilien:
http://www.adveniat.de/service/aktuelle-nachrichten/brasilien-ist-gastland-der-buchmesse-2013.html
Fotoserie über Brasiliens Realitäten: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/
Vergewaltigungspraktiken in BRICS-Staaten Indien, Brasilien, Südafrika: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/12/28/vergewaltigungen-in-bestimmten-brics-staaten-brasiliens-medien-berichten-ausfuhrlich/
Pressefreiheit in Brasilien: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/26/brasiliens-medien-berichten-in-groser-aufmachung-uber-den-absturz-auf-dem-pressefreiheit-ranking-von-reporter-ohne-grenzen-warum-brasilien-aus-mitteleuropa-soviel-lob-erhalt/
Morde an systemkritischen Journalisten: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/23/unesco-verurteilt-jungste-morde-an-journalisten-in-brasilien-angriff-auf-journalismus-und-ausdrucksfreiheit-brasiliens-gravierende-menschenrechtslage/
Slum-Sondergerichte: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/15/brasiliens-slum-sondergerichte-der-banditen-diktatur-in-zeiten-neoliberaler-herzenskalte-video-anklicken/
Warum Brasiliens Menschenrechtsaktivisten in Deutschland fast unbekannt sind:
Tags: Menschenrechte in Brasilien – Valdenia Aparecida Paulin
Aus den bekannten Gründen ist die Menschenrechtsaktivistin in Ländern wie Deutschland völlig unbekannt.
“Brasilien ist eine stabile Demokratie und respektiert die Menschenrechte.” Staatspräsidentin Dilma Rousseff bei der Stimmabgabe 2012 in Porto Alegre, laut Landesmedien.
Brasilien – die Faktenlage: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/
Brasilien – Folter heute: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/
Zeit-Leser:
“Hätte jedes Land einen Präsidenten wie Lula, dann wäre unsere Welt ein besserer Ort. Er ist kein Politiker, er ist ein Staatsmann.” Deutscher Leserbrief an die “Zeit”.

Ausriß.
Tags: , , , Adolf Hitler, Brasilien, City of God, Dr. Jochen Golz, F.J.F. Meyen, Filmemacher Paulo Lins, Gesichter Brasiliens, GESTAPO, Goethe, Goethe-Institut, Hans Magnus Enzensberger, Marcus Mazzari, Martius, Stefan Zweig, Weimar, Wikileaks

Tags: Brasilien Ölkonzern Petrobras 2012
Der im Ausland regelmäßig gefeierte Ölkonzern Petrobras steht in Brasiliens selbst seit Jahren in der Kritik.Die Aktien von Exxon und Chevron stiegen in den letzten zwei Jahren laut Valor economico um 55 Prozent, während die von Petrobras in diesem Zeitraum um 21,5 Prozent fielen. Petrobras habe das Problem der Glaubwürdigkeit, hieß es.
Kolumbiens Ölkonzern Ecopetrol hat inzwischen Petrobras in Lateinamerika überholt: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/18/bomland-brasilien-in-europa-vielbejubelter-staatlicher-olkonzern-petrobras-verlor-2012-bisher-31-milliarden-dollar-an-wert-ist-nur-noch-zweiter-in-lateinamerika-kolumbiens-olkonzern-ecopetrol/
Wenn eine Regierungspartei im Parlament der Schweiz, Deutschland oder Oesterreichs so handelte wie die Arbeiterpartei PT, gaebe es diese Partei heute noch? Und wuerde diese Partei, so wie derzeit die PT, erfolgreich Wahlkaempfe fuehren, wuerden die Fuehrungsleute aus dem Ausland mit viel Lob bedacht?
Tags: Korruption unter Lula, Lula im Karneval 2012 Brasiliens, Mensalao-Skandal
Laut “Epoca” erhielt die Sambaschule wegen des Lula-Mottos weit mehr Sponsorengelder als in den Vorjahren, die Ausgaben sollen bei 3,5 Millionen Real liegen. Geplant war, daß Lula mit seiner Familie mitdefiliert – wegen der Krebsbehandlung ist dies nunmehr nicht sicher. “Epoca” erinnert daran, daß indessen kritische Punkte, darunter der größte Korruptionsskandal in der Geschichte Brasiliens, unerwähnt bleiben:”Cadé a ala dos mensaleiros?”
“Die vitale Frage des Mensalao-Skandals: War Lula blind, taub und stumm?” (Estadao)
“Öffentliche Innen-und Außenschulden wuchsen unter Lula um 105 Prozent.” Estadao 2011
http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/02/brasiliens-slums-die-krise-die-korruptionsfolgen/
“Este pais paralisado, onde tudo sao expectativas e adivinhacoes baratas.” Arnaldo Jabor 2011
José Neumanne Pinto über Lula in Folha do Sao Paulo:”O Lula é o retrato do cidadao brasileiro: oportunista, vagabundo, inimigo da leitura e da educacao.”
“A crise etica e social nao é apenas dos nossos politicos; é do nosso pais, é de todos nos, e se revela nos dados sobre a confianca interpessoal. Somente um em cada desoito brasileiros confia nos demais. A metade no nivel uruguaio, perto de um terco do argentino.” Glaucio Soares
Ausriß.
Die Banditen, nicht wenige mit NATO-Heereswaffen selbst deutscher Marken ausgerüstet, sind Herren über Leben und Tod, halten ein neofeudales Schreckensregime aufrecht, verhängen Ausgangssperren, Staat und Eliten schauen zu: Eine junge Frau aus Jacarezinho wird verdächtigt, der Polizei Informationen zu liefern – man hackt sie zur Abschreckung in Stücke, eine andere Frau wird auf ähnliche Weise liquidiert.(Hintergrundtext)
Fotoserie über Brasiliens Realitäten: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/
Gewaltkultur und Psyche: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/12/gewalt-und-psyche-in-brasilien-uber-650000-bewohner-sao-paulos-mental-gestort/
Privilegiertenghettos als Gesellschaftsmodell: http://www.hart-brasilientexte.de/2008/03/02/brasiliens-privilegiertenghettos-als-gesellschaftsmodell/
Hintergrund von 2004 – von damals bis heute hatten die Banditenkommandos voellig freie Hand:
Bauhaus und Banditen
Österreichischer Diplomat: Slumprojekt in Rio von Drogenbossen kontrolliert, Slumbewohner deren Geiseln
(more…)
In den 60er Jahren wurden laut Expertenangaben in Brasilien jaehrlich etwa 100 Millionen Menschen mit Personenzuegen zwischen Staedten und Doerfern transportiert. Heute sind es nur noch 1,5 Millionen Menschen jaehrlich, existieren lediglich noch zwei Strecken – Belo Horizonte-Vitoria und Sao Luis-Carajas. Brasilien ist immerhin rund 24-mal groesser als Deutschland. Um die Automobilindustrie zu foerdern, wurde von den einst zahlreichen Staedteverbindungen sogar die wichtigste, zwischen Rio de Janeiro und Sao Paulo, gekappt, um auf unbequeme, teure und rasch verschleissende Busflotten umstellen zu koennen. Wegen der immer schlechteren Mobilitaet in Brasilien, den immer bizarreren Problemen des Berufsverkehrs angesichts gigantischer Dauerstaus wird derzeit ueber die Wiedereroeffnung frueherer Bahnstrecken nachgedacht. Vicente Abate, Praesident des Verbands der brasilianischen Eisenbahnindustrie: „Zuege mittlerer Geschwindigkeit sind eine Alternative fuer die Mobilitaet zwischen den Staedten – heute ein Desaster.“
Die Umstellung von umweltfreundlicher Bahn auf abgasintensive Busse hat auch die Zahl der Todesopfer bei den taeglichen Busunfaellen drastisch erhoeht.
Großraum der Megacity Sao Paulo hat übelste Giftluft seit acht Jahren, laut neuer Studie. Viele brasilianische Großstädte verzichten auf Messung der Luftvergiftung: Manaus, Fortaleza, Recife…“Südamerikas Shooting Star”(CeBIT) **
Tags: Brasiliens Gesundheitspolitik, Sao Paulos Giftluft
http://wissen.dradio.de/megastadt-sao-paulo-macht-krank.37.de.html?dram:article_id=4122
Das hochgiftige Ozon hatte den Angaben zufolge 2011 die höchste Konzentration seit 2001. Umweltexperten verweisen in diesem Kontext u.a. auf die erfolgreiche Stimulierung des Individualverkehrs, die ebenso erfolgreiche Benachteiligung, Verschlechterung des öffentlichen Nahverkehrs. Sao Paulo besitzt nicht einmal ein Radwegenetz – Hinweis auf den ständig wachsenden Entwicklungsrückstand zu Ländern der Ersten Welt, darunter Mitteleuropas. Die rund 24 Millionen Bewohner der Megacity immer schlechterer Giftluft auszusetzen, zeigt zudem, welcher Begriff von Gesundheitspolitik in Brasilien vorherrscht. Die gravierenden Wirkungen der Giftluft auf die Gesundheit der Stadtbewohner sind bestens bekannt. In Ländern wie Deutschland macht man sich keinen Begriff, wieviele Menschen in Sao Paulo an Tagen besonders großer Hitze und Ozonbelastung an Herzinfarkten sterben, Schlaganfälle erleiden. Es trifft besonders Menschen in den Elends-und Armenvierteln, deren Immunsystem u.a. wegen Mangelernährung sowie Favela-Streß sehr schwach ist.
Sao Paulos folgenreiche Luftvergiftung: http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/13/sao-paulos-folgenreiche-luftvergiftung-und-die-eliten-herzspezialist-dr-ubiratan-de-paula-santos-und-weltsozialforum-erfinder-oded-grajew-sexualitat-durch-luftvergiftung-betroffen/
Wie es hiess, hat sich der Ankauf brasilianischer Firmen durch auslaendische von 2006 bis heute fast verdoppelt. Besonders begehrt seien derzeit die Branchen Konsumgueter, Handel und Dienstleistungen – ein betraechtlicher Teil der Industrie, darunter der Fahrzeugbau, ist bereits seit langem nicht mehr brasilianisch.
http://www1.folha.uol.com.br/especial/2012/ojulgamentodomensalao/
Wenn eine Regierungspartei im Parlament der Schweiz, Deutschland oder Oesterreichs so handelte wie die Arbeiterpartei PT, gaebe es diese Partei heute noch? Und wuerde diese Partei, so wie derzeit die PT, erfolgreich Wahlkaempfe fuehren, wuerden die Fuehrungsleute aus dem Ausland mit viel Lob bedacht?
Hintergrund von 2005:
Der sehr vermögende, zwielichtige Werbe-Unternehmer Mendonca hatte bisher rechtsgerichteten Politikern wie Paulo Maluf in Sao Paulo Wahlkampagnen geführt, bis ihn Lula engagierte. Mendonca formuliert Lulas Reden mit, baut u.a.jene populistischen Gags ein, die beim Wahlvolk ankommen sollen. Dem Vernehmen nach hatte ihm der Manager jetzt geraten, sich derzeit bei öffentlichen Kundgebungen auf die relativ schlecht informierte, kaum politisierte Unterschicht zu konzentrieren, da er vor Studenten, Intellektuellen und anderen Angehörigen der gebildeten Mittelschicht gnadenlos ausgepfiffen bzw. ausgebuht würde. Überraschend hatte Mendonca vor einem parlamentarischen Untersuchungsauschuß in Brasilia eingeräumt, auf illegalem Wege Millionensummen vor der Arbeiterpartei Lulas erhalten zu haben und in ein System der Geldwäsche eingebunden worden zu sein.
Nach Ansicht der Opposition wird damit Lulas Vize, der Milliardär und Großunternehmer Josè Alencar ebenfalls schwer belastet, da beide Politiker ihre Wahlkampagne gemeinsam geführt hatten. Gemäß neuesten Meinungsumfragen sind bereits fast dreißig Prozent der Brasilianer für ein Amtsenthebungsverfahren gegen den Staatschef, für rund achtzig Prozent trägt Lula Verantwortung für die Korruptionsfälle. Bei Neuwahlen würde Lula gegen den derzeitigen Bürgermeister Sao Paulos, Josè Serra von der Sozialdemokratischen Partei Brasiliens(PSDB) unterliegen. Zahlreiche Kongreßpolitiker nennen ein Impeachmentverfahren jetzt unausweichlich. Lula sei nicht bereit, sich den Fakten zu stellen. Selbst Politiker der Arbeiterpartei PT bezeichneten Lulas Fernsehrede als außerordentlich schwach, inhaltsleer und keineswegs ausreichend, der Staatschef müsse erneut vor die Kameras treten.
Als Mendonca das illegale System der Geldtransaktionen enthüllte, brachen anwesende PT-Parlamentarier in Tränen aus. Wie es hieß, weinte auch Lula vor dem Palast-Fernseher. Die brasilianische Bischofskonferenz(CNBB) hatte den Staatschef ebenfalls nach den neuesten Enthüllungen gedrängt, der Nation die Hintergründe des Skandals offenzulegen. Vermutlich sei im Zuge der dreimonatigen Ermittlungen durch parlamentarische Untersuchungsauschüsse und die Bundespolizei jedoch nicht einmal die Hälfte des bislang Verschwiegenen an die Öffentlichkeit gekommen. Hauptopfer der derzeitigen politischen Krise sei die Bevölkerungsmehrheit der armen Brasilianer. Für Brasiliens Komikprogramme und Karikaturisten sind Lula und der Korruptionsskandal derzeit das gefundene Fressen – für sein Beharren, von den im Präsidentenpalast geplanten und koordinierten Machenschaften nichts gewußt zu haben, erntet er permanent Hohn und Spott.
http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/28/favelakinder-in-sao-paulo-gesichter-brasiliens/

Crackkind in Sao Paulo – wie Kinder in Brasilien leben. Straßenkinder, Drogen-Kids, Kindersoldaten, Slumkinder…
Tags: , Brasilien, Joao Ubaldo Ribeiro, Korruption, Literaturzeitschrift Lettre, Mentalität, Unehrlichkeit
“…fica cada vez mais dificil nao reconhecer, vamos e venhamos, que somos um povo desonesto.”
Joao Ubaldo Ribeiro in einer landesweit publizierten Wochenkolumne des Juni 2011, betitelt “Desonestidade é cultura”.
“Nos sabemos de tudo e nao somos bobos, somos apenas omissos, submissos, cinicos e cada vez mais moralmente insensiveis – ningem é perfeito.” (Kolumne “Estao querendo enganar quem?”)

Joao Ubaldo Ribeiro beim Website-Interview in Rio de Janeiro. http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/20/joao-ubaldo-ribeiro-gesichter-brasiliens
In Lateinamerikas Wirtschafts-und Kulturhauptstadt Sao Paulo hat die Macht des organisierten Verbrechens gemaess Sicherheitsexperten ein Stadium erreicht, in dem sich die Polizisten in ihrer Freizeit vor den hochbewaffneten Banditenkommandos verstecken muessen, teils Bewachung durch Kollegen anfordern. Gangster, die Polizisten liquidierten, bekaemen Auszeichnungen, darunter Geldsummen. Bedrohte Beamte seien gezwungen, rasch ihre Wohnungen zu verlassen und in weit entfernte Teilstaaten umzuziehen. Wie aus einer Mitteilung der groessten Verbrecherorganisation PCC hervorgeht, lautet die Anweisung, fuer jeden durch Polizisten getoeteten Gangster einen Beamten umzubringen.
Fotoserie über Brasiliens Realitäten: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/
Ausriss, Anschlag auf Polizist von Rio de Janeiro in Lula-Amtszeit.
Bemerkenswert ist, wieviel Lob daher ein Gewalt-Gesellschaftsmodell diesen Zuschnitts von hochrangigen mitteleuropäischen Politikern, darunter aus Deutschland, seit Jahren erhält.
Die deutsch-brasilianischen Beziehungen sind politisch, wirtschaftlich, kulturell und gesellschaftlich breit verankert. Sie basieren auf gemeinsamen Werten und übereinstimmenden Auffassungen zur globalen Ordnung. Brasilien ist das einzige Land in Lateinamerika, mit dem Deutschland durch eine „strategische Partnerschaft“ verbunden ist. (Auswärtiges Amt, Berlin)
Wem nützt die Banditendiktatur?
http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/15/wem-nutzen-banditendiktatur-und-immer-mehr-no-go-areas/
Wie in deutschsprachigen Zeitungen und Zeitschriften die Situation interpretiert wird:
”Das Leben in Brasilien ist leicht und unbeschwert. Probieren Sie es selbst.” Deutschsprachige Tourismuspropaganda. Was in Kommerz-Reiseführern fehlt…