Gerbrandy erläuterte gegenüber Brasiliens Medien die Gründe für die zuvor zugesagte Teilnahme einer EU-Delegation.
http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/
„Atomenergie ist grüne Energie“: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/20/atomenergie-ist-grune-energieenergia-verde-laut-brasiliens-regierungs-atomkonzern-eletronuclear-brasiliens-atompolitik-von-1975-bis-heute-das-deutsche-atomabkommen-mit-der-militardiktatur/
Angeli-Karikatur zu Brasiliens ermordeten Umweltaktivisten, Ausriß. Seit der UNO-Konferenz 1992 ist eine große Zahl von brasilianischen Naturschützern liquidiert worden, von den meisten Fällen nahm man in Mitteleuropa aus den bekannten Gründen nicht einmal Notiz. Interessant wird sein, wie man auf der Event-Farce im Juni mit der heiklen Frage der Umweltaktivisten-Verfolgung umgeht.
UNO in Genf zu Menschenrechtslage Brasiliens: http://www.hart-brasilientexte.de/2008/03/13/unter-lula-starke-welle-des-konservativismus-in-brasilien-betont-aktion-der-christen-fur-die-abschaffung-der-folteracat/
Christen gegen Folter/ACAT:
ThyssenKrupp in Rio de Janeiro: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/06/thyssenkrupp-neues-stahlwerk-erhoht-den-co2-ausstos-von-rio-de-janeiro-um-763-prozent-melden-landesmedien-der-preis-des-fortschritts-o-precocruel-do-progressonoblat/

“Notstand am Amazonas”: http://wissen.dradio.de/brandrodung-notstand-am-amazonas.37.de.html?dram:article_id=5577&sid=
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/wissenschaft/1247712/
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/wissenschaft/1375344/
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/wissenschaft/1480331/
Lulas Atom-Förderung: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/27/brasiliens-atomkraftwerke-programm-lula-dekretierte-kurz-vor-amtsabtritt-noch-totale-steuerbefreiung-fur-nuklearimporte-laut-landesmedien/
In Sao Paulo beginnt der mit Spannung erwartete Prozeß um den Mord an Daniel und die politischen Hintergründe. Laut Landesmedien zitiert die Staatsanwaltschaft auch den heutigen Kommunikationsminister Gilberto Carvalho.
Die Tat ereignete sich bereits 2002, doch wie im Falle des Mensalao-Skandals, wurde der Prozeß immer wieder verzögert, gingen Angehörige von Daniel sogar jahrelang ins französische Exil. Wie der zuständige Staatsanwalt erklärte, wurde der damalige Bürgermeister Celso Daniel von Santo André ermordet, weil er entschieden hatte, ein Korruptionsnetzwerk in seiner eigenen Administration zu zerschlagen. Es habe Gelder für die schwarze Kasse der Arbeiterpartei beschafft, darunter für die damalige Präsidentschaftskampagne von Lula. Daniel habe sich vorbereitet, Lulas Wahlkampf zu führen.
Tags: Arbeiterpartei, Celso Daniel, Korruptionsskandale, Lula, Menschenrechtsverletzungen
Zu den Details gehört, daß die Bande in Santo André(Teilstaat Sao Paulo) agierte, dessen damaliger Bürgermeister Celso Daniel 2002 zu den wichtigsten Wahlkampfmanagern Lulas zählte, im selben Jahr indessen gefoltert und erschossen wurde. Wie es in den Landesmedien hieß, gehen die Ermittler davon aus, daß Daniel ermordet wurde, weil er nicht akzeptierte, daß Bestechungsgelder verwickelte Arbeiterpartei-Funktionäre bereicherten anstatt komplett in die Parteikasse abgeführt zu werden.
Westliche Staatschefs wie Angela Merkel sehen offenbar wenig Sinn darin, mit ihrer Präsenz bei der Event-Farce Rio+20 ausgerechnet die desaströse Umweltpolitik des Gastgeberlandes und seiner Regierung aufzuwerten. Brasilien war nach dem UNO-Umweltgipfel von 1992 mehrfach auch von UNO-Instanzen als weltgrößter Urwaldvernichter eingestuft worden. Zudem ist bestens bekannt, was aus dem 1992 gestarteten Pilotprojekt der G-7-Staaten zum Schutze der brasilianischen Regenwälder geworden ist, bei dem Deutschland mit dem Geld der Steuerzahler als Hauptfinanzier auftrat. Selbst nach Einschätzung der brasilianischen Grünen war das Ergebnis bedeutungslos, nationale Umweltexperten zählen das Pilotprojekt zu den größten Fehlschlägen im Umweltbereich.
“Atomenergie ist grüne Energie”: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/20/atomenergie-ist-grune-energieenergia-verde-laut-brasiliens-regierungs-atomkonzern-eletronuclear-brasiliens-atompolitik-von-1975-bis-heute-das-deutsche-atomabkommen-mit-der-militardiktatur/
ThyssenKrupp in Rio de Janeiro: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/06/thyssenkrupp-neues-stahlwerk-erhoht-den-co2-ausstos-von-rio-de-janeiro-um-763-prozent-melden-landesmedien-der-preis-des-fortschritts-o-precocruel-do-progressonoblat/
Nach bisherigem Stand kommen Angela Merkel, Barack Obama, David Cameron nicht zu Rio+20 – Francois Hollande und Vladimir Putin reisen an. Brasilia rechnet bisher mit 130 Staatschefs, 1992 kamen 108, hieß es.
-Rio-Gouverneur Sergio Cabral wegen Cachoeiragate Brasiliens neue Witzfigur-
Nicht einmal der Einsatz von Sklavenarbeitern zur Amazonas-Abholzung wurde gestoppt. Zudem kocht just vor Rio+20 ein neuer Mega-Korruptionsskandal hoch, mußten bereits im ersten Amtsjahr der jetzigen Staatschefin Dilma Rousseff auf öffentlichen Druck von Enthüllungen der brasilianischen Qualitätsmedien zahlreiche Minister entlassen werden, die ohne jene Presseenthüllungen problemlos bis heute weiter auf ihren Posten säßen.Auch andere Mega-Skandale, darunter der Mensalao-Skandal um Abgeordneten-und Parteienkauf, dessen Gerichtsprozeß ansteht, machen just im Vorfeld von Rio+20 täglich Schlagzeilen. Hinzu kommt der Gerichtsprozeß um die mysteriöse Ermordung eines Führers der Arbeiterpartei PT, Celso Daniel – die Tat ereignete sich bereits 2002, doch wie im Falle des Mensalao-Skandals, wurde der Prozeß immer wieder verzögert, gingen Angehörige von Daniel sogar jahrelang ins französische Exil. Wie der zuständige Staatsanwalt erklärte, wurde der damalige Bürgermeister Celso Daniel von Santo André ermordet, weil er entschieden hatte, ein Korruptionsnetzwerk in seiner eigenen Administration zu zerschlagen. Es habe Gelder für die schwarze Kasse der Arbeiterpartei beschafft, darunter für die damalige Präsidentschaftskampagne von Lula.
Derzeit gibt es zudem wieder Probleme um brasilianische Fleischexporte in die EU – wegen der Hygienebestimmungen. Die hohe Giftbelastung von brasilianischem Obst und Gemüse wird u.a. von der Landlosenbewegung MST Brasiliens permanent verurteilt, entsprechende Plakate hängen in den Straßen des Landes.
Unvergessen ist zudem das Treffen von Merkel-Rousseff auf der CeBIT Hannover 2012 – Äußerungen Rousseffs waren laut brasilianischen Landesmedien sowohl auf deutscher als auch brasilianischer Seite auf Kritik gestoßen.
Auf der CeBIT war Brasilien trotz schwacher Wirtschaftsdaten als Boomland herausgestellt worden – 2011 lag Deutschlands Wirtschaftswachstum bei 3 Prozent, das von Brasilien jedoch nur bei offiziell 2,7 Prozent. Seit der CeBIT hat sich Brasiliens Wirtschaftslage weiter verschlechtert.
“Notstand am Amazonas”: http://wissen.dradio.de/brandrodung-notstand-am-amazonas.37.de.html?dram:article_id=5577&sid=
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/wissenschaft/1247712/
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/wissenschaft/1375344/
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/wissenschaft/1480331/
Brasiliens Entwicklungsgrad – der UNO-Index für menschliche Entwicklung: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/
Laut brasilianischen Medienberichten hat haben zuständige EU-Behörden einem Import von Schweinefleisch aus Brasilien nicht zugestimmt, werde das Tropenland den Schweinefleischexport nach Europa wohl aufgeben. Festgestellt wurde, daß brasilianischen Tieren wachstumsfördernde Medikamente gefüttert werden, hieß es.
Ausriß O Globo.
CeBIT Hannover 2012: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/05/cebit-und-partnerland-brasilien-mangelnde-konkurrenzfahigkeit-von-brasilianischen-experten-beklagt/
„Ich gehöre zu den Leuten, die aktiv für eine Energiewende sind und habe immer gegen Atomkraft gekämpft. Energiewende hat aber für mich immer bedeutet, dass wir endlich Energie-Effizienz und Energiesparen in den Vordergrund stellen, statt weiter unverdrossen auf Verschwendung und Verbrauch zu setzen. Allein Standby-Geräte verbrauchen im Jahr rund 20 Milliarden Kilowattstunden. Das sind zwei Kernkraftwerke, nicht zu denken, wie viele Windräder!
(Deutsch-brasilianischer Atomvertrag: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/08/flughafen-willy-brandt-in-berlin-wird-verspatete-eingeweiht-was-brasilianer-mit-dem-namen-willy-brandt-verbinden/
“Atomenergie ist grüne Energie”: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/20/atomenergie-ist-grune-energieenergia-verde-laut-brasiliens-regierungs-atomkonzern-eletronuclear-brasiliens-atompolitik-von-1975-bis-heute-das-deutsche-atomabkommen-mit-der-militardiktatur/ )
Und ganz deutlich: Dafür, dass der deutsche Fernsehhintern sich abends nicht erheben will, um den Fernsehapparat auszuschalten, bin ich nicht bereit, meine Heimat aufzugeben. 55,7 Prozent Energie könnte man sparen, wenn man die Haushaltsgeräte in den Griff bekäme, bei den Industriemaschinen könnten 17,7 Prozent eingespart werden. Das sind Zahlen der Bundesregierung.
Mit riesigen Windkraft- und Photovoltaik-Anlagen wird deutschlandweit den Menschen die identitätsstiftende Heimat gestohlen, den Profiteuren sehr viel Geld in die Kassen gespült, und im Gegenzug werden dem kleinen Mann die Strompreise unverhältnismäßig erhöht. Das sollte man auch mal in diesem Kontext sehen.
Vor 35 Jahren hatte ich die Ehre, zusammen mit Bernhard Grzimek, Herbert Gruhl und Hubert Weinzierl den Bund Umwelt- und Naturschutz Deutschland mit zu begründen. Ich durfte mit diesen großen Leuten als Vorstandsmitglied einige Jahre die Geschicke der Organisation und die deutsche Umweltpolitik beeinflussen. Die Energiepolitik des BUND allerdings widerspricht heute diametral unserer damaligen Naturschutzphilosophie, die sich eben nicht vom Zeitgeist korrumpieren ließ, sondern den Schutz der Natur als intakten Lebensraum für den Menschen und seine Mitgeschöpfe ganz klar als seine vornehmste Aufgabe ansah.
Tatsache ist: Der BUND hat sich nicht dagegen gewehrt, dass Landschaftsschutzgebiete und Naturparks für die Bebauung mit Windrädern zur Zerstörung frei gegeben werden. Ich bin und bleibe aber Naturschützer. Insofern hat sich aus meiner Sicht der BUND verraten. Das geht leider so weit, dass es eine „Naturstrom AG“ gibt, eine Aktiengesellschaft mit Windrädern, die den BUND massiv finanziell unterstützt. Ich will dazu nicht mehr sagen als das: Ich habe da größte moralische Bedenken. Wenn sich einer der großen Umweltverbände dort bedienen kann, halte ich das für ein großes Problem.
Es ist erwiesen, dass mehr Vögel an den Windrädern kaputtgehen als in Italien beim berühmten Vogelmord. Wir haben so viele geschützte Arten wie Greifvögel, Uhu, Schwarz- und Weißstorch oder Fledermäuse, für deren Schutz wir alles getan haben. Die sterben jetzt in den Windrädern. Und zwar in Massen. Über den Artenschutz wird gar nicht geredet. Es ist unfassbar, was hier passiert. Der Chef des BUND, Hubert Weiger, hat mir persönlich geschrieben, im Straßenverkehr sei die Mortalität höher. Das passt doch alles mit meinem alten BUND nicht zusammen.
Ökostrom kann nicht Strom sein, der Ökologie zerstört. Punkt. Ich habe nichts dagegen, wenn ein Mann der Stromlobby so redet. Aber wir, die wir im Schulterschluss zum Beispiel gegen die Flurbereinigung oder Straßen durch Landschaftsschutzgebiete gekämpft haben, können doch jetzt nicht in derselben Gegend ohne Widerspruch 20 Windräder in einem Landschaftsschutzgebiet zulassen. Man muss doch wenigstens bei seinen Philosophien bleiben dürfen.
Ich sage es noch einmal: Ich bin gegen Atomkraft und würde jederzeit wieder dagegen kämpfen. Für mich ist die erste Devise Energie-Effizienz. Das heißt ganz klar: Strom sparen. Und das geht! Darüber hinaus gibt es in unserer ohnehin weitgehend zerstörten Welt sicher genügend Standorte für erneuerbare Energieträger.
Am 12. Mai um 15 Uhr wollen Sie sich mit einer großen Veranstaltung in der Kulmbacher Stadthalle an die Öffentlichkeit wenden. Welches Konzept steckt dahinter?
Wir wollen die Menschen damit vertraut machen, in welch katastrophalem Ausmaß unsere Heimat bedroht ist. Ich komme mit meinem Symphonieorchester und der Chorgemeinschaft Neubeuern, und wir werden zwischen den Reden Ausschnitte aus den „Jahreszeiten“ von Josef Haydn spielen. Ich wehre mich dagegen, dass unsere in tausenden Jahren gewachsene Kulturlandschaft in eine Industrielandschaft umgebaut wird. Ich bin einfach nicht bereit, meinen Kindern einen verhunzten Frankenwald zu übergeben. Es ist schon genug passiert.“
Zitate aus Neue Presse
Neues vom Energiewende -Bluff: Der Spiegel weist 2012 erstmals auf ein Uralt-Faktum – konventionelle Kraftwerke werden unrentabel wegen der antimarktwirtschaftlichen Zwangseinspeisung von extrem unrentabel erzeugtem Windkraftstrom. Zitiert wird u.a. E.on: “Der Betrieb der alten Gas-und Ölturbinen lohne sich nicht mehr. Weil immer mehr Sonnen-und Windstrom ins Netz drückten, seien die Anlagen nicht mehr ausgelastet, jedes der Kraftwerke schreibe Verluste, teilweise in zweistelliger Millionenhöhe pro Jahr…Immer öfter müssen sie ihre Kraftwerke herunterfahren, weil sie verpflichtet sind, Sonnen-und Windstrom vorrangig ins Netz einzuspeisen.” Das Hoch-und Herunterfahren der Kraftwerke erhöht laut Studien u.a. den Brennstoffverbrauch, darunter von Kohle, erheblich – entsprechend höher ist der Ausstoss klimaschädlicher Gase.
Da Windstrom nicht grundlastfähig ist, müssen nunmehr – laut Spiegel – die unrentabel gewordenen Kraftwerke dennoch weiterbetrieben werden, weil – ein weiterer Uraltfakt – sonst die Gefahr bestünde, “dass das Stromsystem zusammenbräche.”
Aus gleichem Grunde will die Regierung eine Anbindung des deutschen Stromnetzes an die grundlastfähigen Wasserkraftwerke Norwegens. Dafür seien Milliardeninvestitionen nötig, meldet die Frankfurter Allgemeine und titelt: “Berlin dringt auf Stromanschluss in Norwegen.”
Tags: Manfred Knake, Windkraftwerk und Silbermöwe

Foto: Manfred Knake, aufgenommen bei Utgast.
Der Windkraft-und Energiewende-Bluff – Text-und Foto-Sammlung:
http://www.hart-brasilientexte.de/2015/05/29/der-windkraft-und-energiewende-bluff-textsammlung/
– Wattenpresse –
Infodienst des Wattenrates Ost-Friesland
Datum: 10. Mai 2012
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Anmerkung:
Die Kritik des BUND-Mitbegründers zu Guttenberg am BUND ist
durchaus begründet, zählt der BUND doch selbst zu den
Windstromanbietern: Er ist Kooperationspartner von „naturstrom“
http://www.naturstrom.de/fileadmin/10-Kunden/1-Lightboxen/BUND-Lightbox.html
Der Film „Xingu“ war auf der Berlinale 2012 gezeigt worden: http://www.berlinale.de/de/archiv/jahresarchive/2012/02_programm_2012/02_filmdatenblatt_2012_20123252.php
„…na tradição do Xingu, os gêmeos têm de ser sacrificados porque um deles atrai má sorte e não se sabe qual é.“Dokfilmer und Umweltexperte Washington Novaes
http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/26/movement-against-indigenous-infanticide-open-letter/
Besonders bizarr-grotesk wird es, wenn sogenannte Frauenrechtlerinnen in Europa sich mit großer Pose für den unbedingten Schutz von Sitten, Gebräuchen, Traditionen der brasilianischen Indianer stark machen, aber all jene politisch unkorrekten Fakten bewußt verschweigen.
„Xingu, de Cao Hamburger, termina com a afirmação otimista de que o parque continua perfeitamente preservado. Ao contrário, um documentário de 2006, Xingu, a Terra Ameaçada, mostra motocicletas cruzando as aldeias e lixos repletos de plásticos. Numa cena desse documentário, crianças assistem à TV enquanto o cacique – esquecido de que veste camisa e usa óculos de grau – se diz preocupado com a perda de tradições e afirma não querer absolutamente nada dos brancos.
Não admira que Sydney Possuelo se tenha desiludido com a política de pacificação e proposto uma terceira política com base em zonas de exclusão, onde tribos isoladas viveriam de forma tradicional, sem risco de armas ou germes. Mas, sob a pressão de garimpeiros, grileiros e madeireiros, as zonas de exclusão são expediente temporário. Haja fé na lei para acreditar que as reservas poderão permanecer invioláveis por muito tempo.
Mesmo que zonas de exclusão fossem possíveis, essa política estaria moralmente correta? Se Sócrates fosse vivo, que perguntas ele escolheria para nos azucrinar? Com certeza perguntaria o que os índios preferem. Viver sem panelas e sem mosquiteiros? E mais: temos o direito de manter pessoas num museu cultural? Escolheríamos para nós mesmos uma vida curta, na ausência da medicina moderna, e dura, apesar da visão romântica e tão difundida do bom selvagem?
Xingu, a Terra Ameaçada documenta o costume de enterrar vivos os filhos gêmeos. E mostra um parto que se estende por 48 horas, enquanto os pajés engolem fumaça e comem mingau para acalmar o espírito da mandioca, pois só ele pode liberar o bebê.“
Eliana Cardoso, O Estado de Sao Paulo
Tags: , Kindstötung, Ludwig-Maximilians-Universität München, Yanomami
Ludwig-Maximilians-Universität München Maria Christ- Skopal
Institut für Ethnologie 17.1.2011

Laut Landesmedien stellten sich Oberstleutnant Mario Pantoja und Major José Maria Oliveira in der Hauptstadt Belem des Amazonas-Teilstaates Pará, nachdem ein Gericht die Berufung beider gegen 2002 verhängte Gefängnisstrafen von 228 bzw. 158 Jahren letztendlich abgelehnt hatte. Wie lange die inzwischen pensionierten Offiziere tatsächlich in Haft bleiben müssen, ist noch unklar. Brasiliens Landlosenbewegung MST hatte alljährlich zum Jahrestag des Massakers landesweite Proteste gegen die Straffreiheit für alle beteiligten Militärpolizisten geführt. Damals waren mindestens 19 Landlose getötet und weitere 66 verwundet worden.
In den Qualitätsmedien wird indessen nachdrücklich gefragt, warum nur diese beiden Offiziere nun in Haft sind – nicht
aber andere Tatbeteiligte, darunter die Auftraggeber. Genannt werden u.a. der Gouverneur des Teilstaats, sein Sicherheitschef und der Chef der Militärpolizei. Zudem wird daran erinnert, daß verschiedene Demonstranten nicht durch Schüsse umkamen, sondern erschlagen wurden, die Gerichtsmediziner das Einschlagen des Schädels konstatierten. Sehr viele Fragen seien daher offengeblieben. Schriftsteller und Experte Eric Nepomuceno nennt Brasilien das Land der „permanenten Straflosigkeiten“.
Brasiliens Landlosenbewegung MST reagierte 2008 unter der Lula-Regierung entsetzt, “perplex und überrascht” auf die Beförderung von über 80 Soldaten der Militärpolizei des Amazonasteilstaates Pará, die 1996 an dem Massaker an Landlosen von Eldorado de Carajas teilgenommen hatten. Die Beförderung war von Pará-Gouverneurin Ana Julia Carepa vorgenommen worden, die zu Lulas Arbeiterpartei PT gehört.
Lula war Diktatur-Informant, laut neuem Buch:
http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/
MST-Aktivistin.
http://blogs.estadao.com.br/roldao-arruda/trabalho-escravo-resiste-na-sexta-maior-economia-do-mundo/
In der deutschen Parteipropaganda wird die brasilianische Regierung vor dem Hintergrund von Folter, aber auch Sklavenarbeit, als progressiv eingestuft.
http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/
“Notstand am Amazonas”: http://wissen.dradio.de/brandrodung-notstand-am-amazonas.37.de.html?dram:article_id=5577&sid=
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/wissenschaft/1247712/
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/wissenschaft/1375344/
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/wissenschaft/1480331/
Tags: , „Folter ohne Ende“, Dr. Fabio Olmos, Franziskaner, Greenpeace, Hunger, Klimapolitik, Lula, Lula-Merda-Funk, Smeraldi, Todesschwadronen, Umweltschutz
Brasiliens Umweltschutzexperten haben auch nach der Alibi-Konferenz von Kopenhagen die Kritik an der Umweltpolitik der Lula-Regierung fortgesetzt. Greenpeace-Experte Sergio Leitao nannte gegenüber der Presse das von Lula modifizierte und abgesegnete Klimaschutzgesetz eine “Deklaration guter Absichten”. “Wir haben ein Gesetz erfunden, dessen Einhaltung freiwillig ist. Es handelt sich um eine weitere alberne Dummheit im alten Festival des Blödsinns, das dieses Land heimsucht.” In Europa bekommt Lulas Umweltpolitik indessen zumeist begeistertes Lob.

Greenpeace-Experte André Muggiati in Amazonien: http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/wissenschaft/1081848/
Greenpeace-Experte Leitao weiter:”Brasilien pflegt auf internationalem Parkett einen guten Diskurs, wie jetzt in Dänemark. Unglücklicherweise passen aber Diskurs und Praxis nicht zusammen.”
http://www.pnn.de/brandenburg-berlin/646246/
Brasiliens Folter-Militärdiktator Geisel des nazistisch-antisemitisch orientierten Militärregimes(1960-1985) – Kämpfer für Freiheit und soziale Gerechtigkeit? Das “Forum Willy Brandt Berlin” bleibt bisher eine Erläuterung schuldig.http://www.hart-brasilientexte.de/2015/07/28/willy-brandt-und-lateinamerikanische-folterdiktatoren-die-kuriose-interpretation-des-forum-willy-brandt-berlin-unter-den-linden-in-lateinamerika-stellt-sich-der-si-praesident-an-die-seite-der/
Angesichts der starken Unterstützung für lateinamerikanische Foltergeneräle, nazistisch-antisemitisch orientierte Folterregimes gelten Brandt, Schmidt, Genscher in der offiziellen westdeutschen Geschichtsschreibung als ehrenwerte, vorbildhafte Personen.
http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/15/brasiliens-militardiktatur-uberlebende-von-verfolgung-und-folter-clarice-herzog-witwe-des-ermordeten-judischen-journalisten-vladimir-herzog-und-regimegegner-waldemar-rossi-heute-fuhrer-der-bisch/
Angriff auf Rabbiner in Berlin 2012: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/08/30/angriff-auf-rabbiner-in-berlin-das-ubliche-scheinheilige-betroffenheitsgesulze-der-politisch-verantwortlichen-autoritaten/
“Juni 1975. Brasilien und Deutschland schließen Abkommen zum Bau von Atomkraftwerken in Angra dos Reis.
1. November 1975. Etwa 8000 Menschen nehmen am Gottesdienst auf dem Sé-Platz zur Erinnerung an den Journalisten Vladimir Herzog teil, ermordet unter der Folter.
Lula war Informant der Diktatur-Geheimpolizei Dops, laut neuem Buch: http://www.hart-brasilientexte.de/2014/02/12/brasilien-die-folterdiktatur-lula-und-die-arbeiterpartei-pt-rufmord-ein-kapitalverbrechen-buch557-seiten-mit-schweren-vorwurfen-gegen-lula-macht-schlagzeilen/
Diktator General Ernesto Geisel, in dessen Amtszeit der jüdische Journalist Herzog gefoltert und ermordet wurde – und Friedensnobelpreistraeger Willy Brandt, Ausriß.
—
„Wehner hielt SPD für korrumpiert“. DER SPIEGEL 2016:“…Die SPD sei keine Partei mehr, die meisten Funktionäre seien korrumpiert und jüngere gutwillige Kräfte unerfahren, habe Wehner 1981 geurteilt…“
—
Diktator Geisel nennt die Ermordung von Regimegegnern eine Notwendigkeit – in Gespräch mit General Dale Coutinho(zitiert in Nachrichtenmagazin Veja 2003):
Geisel: „Brasilien wird heute als eine Oase angesehen.“
Dale Coutinho: „Ah, die Dinge haben sich sehr verbessert. Unter uns gesagt, läuft es besser, seit wir begonnen haben zu töten. Wir haben begonnen zu töten.“
Geisel:“Denn vorher hat man einen festgenommen – und der kam dann wieder frei. Coutinho, Töten ist zwar barbarisch, aber ich denke, das muß sein.“
Veja:“Der Kongreßabgeordnete Ulysses Guimaraes verglich Geisel mit Ugandas Diktator Idi Amin…Geisel, General der demokratischen Öffnung, war für politischen Mord…Geisel wollte die Fortsetzung der Ausrottungspolitik.“
Die brasilianische Militärdiktatur produzierte in Rio de Janeiro Napalm im Stadtteil Bonsucesso und setzte es gegen Regimegegner u.a. 1972 in Araguaia ein.
Willy Brandt und sein Diktatur-Amtskollege José Magalhaes Pinto: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/11/19/brasiliens-folter-diktatur1964-1985-mit-wem-bundesausenminister-willy-brandt-damals-bilaterale-vertrage-unterzeichnet-das-massaker-an-stahlarbeitern-unter-gouverneur-jose-magalhaes-pinto/
“Wir wollen mehr Demokratie wagen”: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/11/22/mehr-demokratie-wagen-willy-brandt-1969-jahr-in-dem-er-in-bonn-vertrage-mit-der-brasilianischen-folterdiktatur-unterzeichnete/
“Brizola foi o responsável por permitir que o crime organizado efetivamente se instalasse nos morros do Rio de Janeiro.”
Wikipedia: “A política de Segurança dos Governos de Leonel Brizola no Estado do Rio de Janeiro, é apontada como um dos fatores preponderantes para a situação caótica em que se encontra a ocupação e a segurança pública carioca atualmente. Sua política de “respeito e valorização dos trabalhadores” acabou por favorer o aumento de construções irregulares do espaço urbano, causando uma proliferação geral das favelas por todos os locais. O governo de Brizola também proibiu qualquer tipo de incursão policial nas favelas, o que multiplicou a violência: tornando as favelas locais “imunes” à qualquer tipo de vigilância do Poder Público, favoreceu a criação de organizações criminosas que existem até hoje, como o Comando Vermelho, especializado em tráfico de drogas.”
Willy Brandt, SPD, Brizola.Enge Beziehungen zu rechtsgerichteten Regimes haben lange Tradition – die nazistisch-antisemitisch orientierte Folterdiktatur Brasiliens: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/11/19/brasiliens-folter-diktatur1964-1985-mit-wem-bundesausenminister-willy-brandt-damals-bilaterale-vertrage-unterzeichnet-das-massaker-an-stahlarbeitern-unter-gouverneur-jose-magalhaes-pinto/

Pelé mit Brizola, Chef der PDT, der auch lange Zeit Dilma Rousseff angehörte, bevor sie zu Lulas PT wechselte.
“Ausgerechnet ein Vizepräsident der Sozialistischen Internationale(SI), der Linkspopulist und Ex-Gouverneur Leonel Brizola, gilt als politisch hauptverantwortlich dafür, daß die Verbrechersyndikate in Rio de Janeiro seit den 80ern soviel Macht und Einfluß erreichten, sich derart mit der Politik verquickten. Soziologen, Kolumnisten, selbst Bischöfe der katholischen Kirche betonen einhellig, daß er in zwei Amtszeiten dem organisierten Verbrechen faktisch freien Lauf ließ – im Tausch gegen politische Unterstützung. Schließlich sind die Slumbewohner auch ein wichtiges Wählerreservoir, müssen gewöhnlich für jene Kandidaten stimmen, die die Slumbosse vorgeben. Brizola, reicher Großgrundbesitzer, Chef der „Demokratischen Arbeitspartei”(PDT), rühmte sich immer seiner Freundschaft zu Willy Brandt – und erntete von der SPD, in deren Gazetten, viel Lob für seine Politik. Nur ganz, ganz wenige in der Partei griffen sich deshalb stets an den Kopf, konnten sich aber nicht durchsetzen. Ein Filialleiter der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung räumte zumindest ein, Brizolas PDT sei aus „pragmatischen Gründen” in die Sozialistische Internationale aufgenommen worden:”Man war froh, daß überhaupt eine Partei aus Lateinamerika wie die PDT dazugehört – und schaute nicht so genau hin, was diese tut.” Brizola hielt beste Beziehungen zum letzten Diktaturpräsidenten, dem Geheimdienst-General Joao Figueiredo, seine PDT ging immer wieder Wahlbündnisse mit der Partei des Militärregimes ein. Alles kein Problem für SI und SPD. Die Gangsterbosse tauften eines ihrer wichtigsten Produkte, jene kleinen Kokaintütchen, auf „Brizola” – ihm zu Ehren. Des PDT-Chefs rechte Hand, der von Europas Intelligentsia bis heute vergötterte „Anthropologe”, Schriftsteller und Kongreßsenator Darcy Ribeiro, verstand sich gemäß hiesigen Medienberichten ebenfalls bestens mit dem organisierten Verbrechen. Historisch wurde ein Foto von 1986: Gouverneurskandidat Ribeiro auf einem Wahlkampfbankett mit schwerreichen Unterwelt-Bossen – Capitao Guimaraes, laut Zeugenaussagen einer der berüchtigtsten Folterknechte aus der Diktaturzeit sagt neben ihm ins Mikrophon:”Wir unterstützen den Kandidaten, der uns unterstützt.” Darcy Ribeiro, 1997 gestorben, Sexist und Stammtischpornograph der übelsten Sorte, fiel einmal , wie laut Zeitzeugen durchsickerte, beim Interview im Hotelzimmer sogar über eine Schweizer Journalistin her, belästigte sie sexuell. Auf der UNO-Umweltkonferenz von 1992 in Rio de Janeiro ließ sich Ribeiro vor NGO-Machos, so Zeitzeugen, in nicht zitierfähiger Weise über die “Löcher”(Buracos) der schweizerischen, deutschen und nordamerikanischen Frauen aus. Brizola und Darcy Ribeiro verherrlichten stets den Diktator Getulio Vargas.”
Hintergrundtext
Köpfen, vierteilen, lebendíg verbrennen.
Luxus und Elend von Rio.
Reinaldo Guarany, Stadtguerrilhero im Ruhestand, weiß, wie man mit Maschinenpistolen umgeht. 1970, wãhrend der Militärdiktatur, richtet er eine in Rio auf die Bewachertruppe des deutschen Botschafters Ehrenfried von Holleben. Setzt sie mit einigen Feuerstõßen außerGefecht, reißt den verdatterten Dlplomaten aus seiner Luxuskarosse, packt ihn mit Hilfe eines Companheiro in eine nach Chloroform duftende Holzkiste. Die Entführung gelingt, von Holleben kommt frei, nachdem 40 Gegner der Foítergeneräle aus den Verließen geholt und nach Algerien ausgeflogen worden sind. Deutsche, belgische oder nordamerikanische Maschinenpistolen, die Guarany seinerzeit vom chilenischen Exil aus für die Guerrilla in Argentinien, Uruguay und Brasiiien importierte, faßt der inzwischen úber 50-jährige heute nicht mehr an,sieht sie indessen alleTage, nurSchritte von seinem Hãuschen entfernt, auf sich gerichtet. Wir fahren eine enge steile Straße des malerisch wirkenden Bergstadtteils Santa Teresa hinunter – an der ersten Biegung blinkt bereits eine verchromte MPi. In fünfzehn langen Minuten, bis ein verkeilter LKW endlich weiterkommt, brauchte der nur mit Shorts bekleidete 12-jährige nur einmal durchzuziehen, und alle im Auto wären hinüber. Guarany wird nicht ein bißchen mulmig: ,,Noch vor zwei Jahren habe ich hier viele Jungs Murmeln spielen sehen, die mir heute mit MPis begegnen – sie wurden Soldados des organisierten Verbrechens, prahlen damit herum, rühmen die Banditenchefs ais ihre Helden!”Die Zeiten haben sich geändert – seit 1985 ist Brasilien wieder eine Demokratie, und Entführungen von Geldleuten, nicht mehr Diplomaten und Politikern, wurden in Rio so hãufig, daß sich kaum noch jemand darüber aufregt und die Medien längst nicht mehr alle Fälle registrieren. Der illegale Besitz von eingeschmuggelten Mpi stieg enorm. ,,Wáren wir damals nur fünfzehn Minuten bewaffnet in Santa Teresa auf der Straße geblieben”, so Guarany bitter-humorig, ,,hätten die sicher sogar ein Kriegsschiff hierher in die Berge geschickt.”Einen Steinwurf von Guaranys Häuschen entfernt,beginnt das pompöse Anwesen einer der reichsten Familien Brasiliens, die ein Bataillon von Hausbediensteten beschäftigt. Schaut deralsRomanschreiber.Fachbuchautor, Ghostwriter, Úbersetzer, Rechtsexperte, Betriebswirt und auch noch erfolgreicher Bildermaler vielbeschàftigte Ex-Guerrilheiro dagegen von seinem Balkon die Santa-Teresa-Berge hinunter, sieht er nur Slums, Favelas, die wie sämtliche rund 800 Rios in Feudalmanier grausam wie im Mittelalter von Herren úber Leben und Tod regiert werden. Manche lassen sich sogar die Füße küssen, haben mit Dutzenden von Geliebten Dutzende von Kindern, erhalten Heldenbegräbnisse. Banditenchefs mit Namen wie Rambo oder Robocop und Minireichen wie Ratolândia(Rattenland) oder Buraco Quente (Heißes Loch) dinieren in den besten Restaurants, kaufen in den teuersten Boutiquen der Mittel- und Oberschichtsviertel Ipanema, Leblon oder Barra, benutzen nicht selten sogar Computer, Laptop und Internet, haben indessen keine Hemmungen, Mißliebige, vom Normendiktat abweichende Slumbewohner zu kastrieren, zu köpfen, zu vierteilen, aufzuspießen oder sogar lebendig zu verbrennen.lm Slum Vidigal, der direkt an das Sheraton-Hotel grenzt, ließ Banditenboß Giovani zwei 14-jährige Màdchen von seinen meist minderjährigen Soldados aus ihren Baracken holen und auf die wichtigste Favela-Straße, die Avenida Presidente João Goulart bringen. Dort wurden ihnen vor allen Leuten die Füße durchschossen. Sie hatten gewagt, einem anderen, mit Giovani verwandten Mädchen eine Ohrfeige zu verpassen, weil es mit dem neuen Freund einer der beiden ausgegangen war. Ein Bewohner kommentíerte: “Die beiden baten, bei der Liebe Gottes, nicht zu schießen, aber das half nichts. Hier ist es so. Wer sich nicht an die Regeln hält, hat die Strafe sicher.” Zu den Regeln gehört das “Lei do Silencio”, Gesetz des Schweigens: Zu niemandem ein Wort über Favela-Vorgänge!Zuvor verdächtigt Gringo, ein anderer Neofeudalist von Vidigal – den Bewohner Boca Mole, für die Polizei zu spionieren. Zeugen sehen, wie dem Mann mit einer Zange die Zunge herausgerissen und mit einem Messer die Ohren abgeschnitten werden. Zunge und Ohren werden auf öffentlichem Platz fúr jedermann sichtbar an einem Pfahl angenagelt.Nebenan in Ipanema, stimuliert derartiges keinen aus derreichlich vertretenen intellektuellen Elite mit den Sorbonne-und Harvard-Diplomen zu tieferem Nachdenken, Reflektieren oder gar zu einer Aktion. Staatschef FernandoHenrique Cardoso, Soziologe, und seine Frau Ruth, Anthropologin, úbergehen das Thema schließlich auch mit Schweigen. Die Boys und Girls from Ipanema, viele davon Uni-Studenten, mucksen sich gleich gar nicht. Sie haben Wichtigeres, Hehreres im Auge – für das Recht auf freien Marihuana-Konsum am vielbesungenen, weltbekannten Strand wurde mit allen politischen Mitteln, darunter Demos, Pfeifkonzerte, Flugblattaktionen und sogar Rund-Tisch-Gesprãche mit Politikern und Intellektuellen heftig gekämpft, die Presse war voll davon. Daß Marihuana (und die anderen ebenso rege verbrauchten Modedrogen wie Kokain und Crack) nur von moralisch-ethisch einwandfreien Lichtgestalten wie Giovani, Gringo und dessen Anhang zu haben ist, die freundschaftliche Beziehungen zu den immer unentbehrlicheren, sozial zusehends aufgewerteten Dienstleistern vom nahen Hügel als Kehrseite, Nebenprodukt das Terrorregime in den Slums haben, fällt dabei glatt unter den Tisch. Charles Fábio Vidal, 18, wollte in der an einem Steilhang úber Ipanema gelegenen Favela ‘Morro do Cantagalo’ kein Soldado an den von Studenten, Alternativen und Jungunternehmern frequentierten Drogendepots sein – zur Strafe durchschossen ihm die Banditen seines Slums die Hände mit einem Revolver. Wer die Rekrutierung ablehnt, kann sogar getòtet werden. In einem Slum der Nordzone wurden nicht weniger ais 21 Jugendlichen nach Folterungen die Hánde mit Schüssen perforiert Alba Zaluar, Brasiliens führende Gewaltexpertin, eine Art einsame Ruferin in der Wüste, sieht in den rasch wachsenden Slums eíneneue tyrannische Kultur feudalistisch-machistiscner Werte inzwischen fest installiert. Von den Autoritäten werde dies hingenommen.Ex-Guerrilheiro Guarany geht noch einen Schritt weiter – spricht von einer “Komplizenschaft des Staates” mit den Drogengangstern dês organísierten Verbrechens. Diese sind übrigens verrúckt nach importierten Brutalo-Filmen, holen sich aus ihnen womõglich Anregungen: Ein Geistlicher sieht, wie in einem Slum Rios mit einem abgehackten Kopf Fußball gespielt wird. Eine Rechtsanwältin kennt einen Zeugen, der ihr berichtete, wie inmitten von Freiluft-Discos Jugendliche lebendig verbrannt wurden. Derartiges tat auch der 1995 von Rivalen erschossene Gangsterboß Nem Maluco: Ais die Eltern einer Jugendlichen nicht einverstanden waren, daß er ihre Tochter zur Geliebten machte, befahl er Kumpanen, ein großes Loch zu schaufeln. Die Eltern wurden gezwungen, sích hineinzulegen.Nem Maluco úberschüttete sie mit Spiritus, ließ sie ver-brennen. Der Geruch verkohlten Fleisches zog úber dieFavela – doch jedermann blieb aus Angst passiv in seinerHútte. Ein Mädchen wollte sich nicht hingeben – derGangsterboß einer anderen Favela schlitzte sie daraufhinvon unten bis oben mit einem Messer auf. Leichen sollenoft zwecks Abschreckung ím Gassenlabyrinth liegenbleiben- jedermann jeden Alters muß mit ansehen, wieGeier und freilaufende Schweine diesen die Gedärme meterlang herauszerren, die Toten schlíeßlích ganz oder teílweíse auffressen.Die Liste von nahezu unvorstellbaren Untaten läßt sich beliebig verlângern. Jurandir Freire Costa, Therapeut und Direktor des Instituts für Sozialmedizin an der Universitát von Rio, hat eine Erklärung fúr das Desinteresse der Bessergestellten Rios, Sao Paulos, Salvadors oder Fortalezas am Los der Slumbewohner: Die Mittel- und Oberschicht spricht diesen den Gleichheitsgrundsatz ab, definiert sie quasi ais Nicht-Menschen, reagiert daher mit extremer Indifferenz und Akzeptanz auf jede Art von Gewalt gegen diesen Bevölkerungsteil. Daß Slumbewohner kaum ein Minimum an Menschenrechten genießen, ist somit irrelevant.
Zusammenarbeit von multinationalen Unternehmen mit dem Militärregime:
Wie brasilianische Medien unter Berufung auf Dossiers und Aktenfunde berichten, wurden bei VW und Mercedes-Benz Spitzel in die Versammlungen der Metallarbeiter und ihrer Gewerkschaften geschickt, die Spitzelberichte sofort an die politische Polizei Deops weitergegeben. Brasilianische Qualitätsblätter wie das „Jornal do Brasil“ schrieben bereits vor über einem Jahrzehnt ausführlich darüber. Gewerkschafter und andere „verdächtige“ Angestellte seien beim Deops denunziert worden, auch Streikende. Zudem sei angefragt worden, ob gegen Mitarbeiter, die eingestellt werden sollten, „etwas vorliegt“. Unter Diktator Ernesto Geisel wurde VW do Brasil um Angaben über oppositionelle Arbeiterinnen gebeten – und gab derartige Daten auch heraus, wie es hieß.
Andere Multis gingen nicht anders vor. Die Diktatur verhaftete daraufhin eine beträchtliche Zahl an Beschäftigten, ließ sie foltern.
http://www.pstu.org.br/node/20027
Wie die brasilianische Qualitätszeitung “Jornal do Brasil” am 25.12. 1994 über die Zusammenarbeit von multinationalen Unternehmen, darunter Vokswagen, mit der Folterdiktatur berichtet:



Waldemar Rossi, Leiter der Arbeiterseelsorge der Erzdiözese Sao Paulo, hat Anfang 2014 gegenüber der Website die Angaben des “Journal do Brasil” als richtig bezeichnet. Als besonders übel, so der damalige Metallarbeiter, habe man empfunden, daß multinationale Unternehmen Spitzel anwarben, die für entsprechendes Honorar die Regimegegner der Betriebe ausspionierten. Die Repression durch die Folterdiktatur sei von multinationalen Unternehmen auch mit hohen Summen unterstützt worden.
Die Neue Zürcher Zeitung 1994 zum 30. Jahrestag des Militärputsches von 1964:
…Exponenten der Diktatur als starke Männer demokratischer Parteien
Politik-und Wirtschaftswissenschaftler sowie die führenden Kommentatoren der Qualitätszeitungen begründen die Rückständigkeit Brasiliens in Artikelserien zum Putschjubiläum unter anderem damit, daß nach 1985 kein echter demokratischer Wandel begann, sondern die Kontinuität gewahrt blieb. Politiker, Bürokraten und Parteien, die die Diktatur aktiv unterstützten, behielten Einfluß und Macht. Sie gehen heute auch Koalitionen mit einstigen Gegnern ein, was bisweilen irrational erscheint. Erster Zivilpräsident nach dem Generalsregime wurde der frühere Chef der Militärpartei PDS José Sarney. Der derzeitige Finanzminister Fernando Henrique Cardoso, Inhaber des wichtigsten Kabinettsressorts, fungierte damals als Sarneys Interessenvertreter(portugiesisch: „Lider do Governo“) im Senat. Bei der Übernahme des Ministerpostens sagte 1993 das bisher zu den Linksintellektuellen gerechnete Mitglied der Sozialdemokratischen Partei(PSDB):“Vergessen Sie alles, was ich bisher geschrieben habe.“…Führende Intellektuelle, wie etwa der Schriftsteller Antonio Callado, nennen es bezeichnend für Brasiliens Zustand, für fehlende politische Kultur und kollektiven Gedächtnisschwund, daß hohe Amtsinhaber der Diktaturregierungen , die sich damals schamlos bereicherten, heute immer noch zu den wichtigsten Meinungsmachern zählen und ihre Wochenkolumnen auch noch in den Provinzblättern der entlegensten Amazonasregionen erscheinen…Der ehemalige Justizminister Armando Falcao bekommt derzeit nicht weniger Platz in den Medien für schönfärberische Interpretationen. Seiner Meinung nach begann 1964 eine vom Volk gewollte demokratische Revolution. Exekutionen, Folter, Gewalt und illegale Verhaftungen habe es nicht gegeben, von Diktatur könne keine Rede sein, behauptet er. Der damalige Planungsminister und heutige PPR-Abgeordnete Roberto Campos hebt seinerseits den „triumphalen Erfolg“ des sogenannten „brasilianischen Wunders“ 1968-1973 hervor, als Brasilien jährlich über zehnprozentige Wachstumsraten in der Wirtschaft verzeichnete. Laut Campos erhöhten sich damals das Pro-Kopf-Einkommen und der Lebensstandard für die gesamte Bevölkerung. Davon kann indessen keine Rede sein; vom „Milagre brasileiro“ profitierten lediglich die Eliten, die Mittelschicht und nur ein Bruchteil der unterprivilegierten Bevölkerungsmehrheit, während die Arbeitslosigkeit erheblich zunahm. Campos verschweigt natürlich auch, daß 1964 Brasiliens Schuldenlast bei nur fünf Milliarden Dollar lag, von den Generalsregierungen aber auf über 100 Milliarden hochgetrieben wurde. Zu den hyperteuren pharaonischen Projekten jener Zeit ist auch das mit der Regierung des deutschen Bundeskanzlers Helmut Schmidt vereinbarte Nuklearprogramm zu zählen.
Spätfolgen in Mentalität und Psyche
Das autoritäre Regime von 1964 hinterließ in Mentalität und Psyche der Brasilianer tiefe Spuren. Politische Gefangene wurden damals lebendig den Haien zum Fraß vorgeworfen, Studentenführer zuerst gefoltert und dann vor die Wahl gestellt, entweder zu sterben oder im Fernsehen vorfabrizierte Erklärungen abzugeben. Bis heute fordern Menschenrechtler und Angehörige vergeblich Aufklärung über die „Verschwundenen“, deren Zahl nicht einmal annähernd bekannt ist. Aus Angst vor Repressalien gehen wichtige Zeugen barbarischer Diktaturverbrechen nicht an die Öffentlichkeit – schließlich gibt es weiterhin die Todesschwadronen und auch die berüchtigte Militärpolizei, die immer noch nicht auf Folter verzichtet.
Für den Anthropologen Gilberto Velho resultiert das Ausmaß an Gewalt in der heutigen brasilianischen Gesellschaft unter anderem aus der vom Militärregime entwickelten „Kultur der Brutalität“. Die seinerzeit institutionalisierte Gewalt und Korruption ist nach Darstellung von Rechtsexperten hauptverantwortlich für die tiefe ethisch-moralische Krise Brasiliens, für den extremen Egoismus, das Fehlen von Solidarität und das Mißtrauen gegenüber den sogenannten demokratischen Institutionen, für die kalte Indifferenz und den Zynismus der Politiker…
Aus Neue Zürcher Zeitung, Brasiliens Last der Militärdiktatur, Klaus Hart, Freitag/Samstag 1./2.April 1994
„1976 wird er zudem Präsident der Sozialistischen Internationale, an deren Spitze er sich weltweit für Frieden, Demokratie und Menschenrechte engagiert.“ (Willy-Brandt-Forum Unter den Linden, Berlin)
„Willy Brandt wollte Welt ohne Armut…Er baute auch Brücken zwischen den reichen Industrieländern im Norden und den armen Entwicklungsländern im Süden.“ Thüringer Allgemeine 2012
Wie die Diktatur sogar Geistliche folterte – Beispiel Frei Tito, der sich später in Frankreich das Leben nahm: http://www.adital.com.br/freitito/por/pedras.html
Helmut Schmidt zum Ausstieg aus dem Atomausstieg:

“Ich habe nur fortgesetzt, was unter Brandt, Kiesinger, Erhard und Adenauer begonnen wurde…” Ausriß.Fall Olga Benario: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/19/gestapo-folter-unter-brasiliens-diktator-getulio-vargas-trager-des-bundesverdienstkreuzes-der-fall-des-deutschen-harry-berger/
http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/05/era-da-desinformacao-stephen-kanitz/
http://www.pnn.de/politik/646257/

Niemeyer-Fassade in Sao Paulo 2012.
Kraftwerk-Musiker Ralf Hütter gegenüber der brasilianischen Presse: „Oscar Niemeyer habe ich schon immer für genial gehalten.“
Tags: Brasilia, Oscar Niemeyer
Unter den Teilstaaten steht Espirito Santo bei Morden an Frauen an der Spitze. Wie es hieß, liege Brasilien auf einer Liste von 87 Staaten bei diesem Delikt auf Platz 7. Die Dunkelziffer der Morde dürfte hoch sein. Größtenteils seien die Täter der Freund, der Ex-Mann, der Ex-Freund. Im Norden und Nordosten Brasiliens sei die Situation am problematischsten.
Brasiliens Entwicklungsgrad – der UNO-Index für menschliche Entwicklung: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/