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	<title>Klaus Hart Brasilientexte &#187; PEGIDA Dresden-Manipulationstricks.</title>
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	<description>Aktuelle Berichte aus Brasilien - Politik, Kultur und Naturschutz</description>
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		<title>TU Dresden und Medien vergeigen halbgare &#8222;Studie&#8220; über Pegida. TU Dresden traut sich allen Ernstes damit an die Öffentlichkeit, obwohl nur 400(!) Menschen befragt wurden&#8230;Uni-Ruf hinüber. Kuriose Forsa-Studie, von stark angeschlagener Hamburger Illustrierte &#8222;Stern&#8220; bezahlt: &#8222;Für die Erhebung des &#8222;Stern&#8220; befragte Forsa im Januar 1001 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger.&#8220; Angebliches Unwort &#8222;Lügenpresse&#8220;.</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Jan 2015 11:51:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[PEGIDA Dresden-Manipulationstricks.]]></category>
		<category><![CDATA[Stefan Niggemeier]]></category>

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		<description><![CDATA[http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/studie-zu-pegida-demonstranten-die-alltaegliche-unzufriedenheit-13369494.html Medienkonsumenten bemerken üble Tricks sofort: Völlig nutzlose Untersuchung  MICHAEL KLEINSZMIT  3  (D353RT) &#8211; 14.01.2015 14:13 Folgen Wenn 2 von 3 Befragten keine Auskünfte erteilen wollten, dann ist diese Untersuchung weniger wert als Toilettenpapier. Sorry. Da muss die Uni Dresden wohl noch etwas nacharbeiten, RAINER BIERMANN  4  (WERTEWANDEL) &#8211; 14.01.2015 13:40 Folgen und Herr Locke meines Erachtens auch: Weder werden in der veröffentlichten [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/studie-zu-pegida-demonstranten-die-alltaegliche-unzufriedenheit-13369494.html">http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/studie-zu-pegida-demonstranten-die-alltaegliche-unzufriedenheit-13369494.html</a></p>
<p><strong>Medienkonsumenten bemerken üble Tricks sofort:</strong></p>
<p><strong>Völlig nutzlose Untersuchung </strong></p>
<p><strong><a title="Alle Beiträge von Michael Kleinszmit (d353rt)" href="http://www.faz.net/suche/?query=&amp;BTyp=lesermeinungen&amp;username=%22d353rt%22">MICHAEL KLEINSZMIT  3  (D353RT)</a> &#8211; 14.01.2015 14:13</strong></p>
<p><a title="Michael Kleinszmit folgen"><strong>Folgen </strong></a><strong><a title="Alle Beiträge von Michael Kleinszmit (d353rt)" href="http://www.faz.net/suche/?query=&amp;BTyp=lesermeinungen&amp;username=%22d353rt%22"><img src="http://www.faz.net/userImage/d353rt" alt="" width="60" height="60" /></a>Wenn 2 von 3 Befragten keine Auskünfte erteilen wollten, dann ist diese Untersuchung weniger wert als Toilettenpapier. Sorry.</strong></p>
<p>Da muss die Uni Dresden wohl noch etwas nacharbeiten,</p>
<p><a title="Alle Beiträge von Rainer Biermann (Wertewandel)" href="http://www.faz.net/suche/?query=&amp;BTyp=lesermeinungen&amp;username=%22Wertewandel%22">RAINER BIERMANN  4  (WERTEWANDEL)</a> &#8211; 14.01.2015 13:40</p>
<p><a title="Rainer Biermann folgen">Folgen </a><a title="Alle Beiträge von Rainer Biermann (Wertewandel)" href="http://www.faz.net/suche/?query=&amp;BTyp=lesermeinungen&amp;username=%22Wertewandel%22"><img src="http://www.faz.net/userImage/Wertewandel" alt="" width="60" height="60" /></a>und Herr Locke meines Erachtens auch: Weder werden in der veröffentlichten Studie die Fragestellungen genannt, noch wird aus der Zusammenfassung von Herrn Locke klar, dass zum Teil keine Mehrfachantworten möglich waren. So ergibt sich ein völlig schiefes Bild. Beispiel: In den einleitende Sätzen schreibt Herr Locke, dass für 54% der PEGIDA-Anhänger &#8222;Unzufriedenheit mit der Politik&#8220; der Hauptgrund für die Teilnahme sind, aber nur für 15% Vorbehalte gegenüber Zuwanderern und Asylbewerbern. Diese Aussage ist verfälschend, weil sich die Antwortenden bei dieser Frage für eine von 5 Antworten entscheiden mussten. Klar und hervorzuheben ist, dass die Teilnehmer in hohem Maße männlich, konfessionslos, gut gebildet und parteiunabhängig sind. Wer die Studie liest, sieht, dass die Teilnehmer extrem enttäuscht von Politik und Medien sind, dass ihre Bedürfnisse nicht berücksichtigt werden. Schwere Kritik an der Asylpolitik und Vorbehalte gegenüber dem Islam stehen im Vordergrund.</p>
<p>Lügenpressse ??</p>
<p><a title="Alle Beiträge von Gerhard Hornig (kolokasimebrizoles)" href="http://www.faz.net/suche/?query=&amp;BTyp=lesermeinungen&amp;username=%22kolokasimebrizoles%22">GERHARD HORNIG  1  (KOLOKASIMEBRIZOLES)</a> &#8211; 14.01.2015 13:33</p>
<p><a title="Gerhard Hornig folgen">Folgen </a><a title="Alle Beiträge von Gerhard Hornig (kolokasimebrizoles)" href="http://www.faz.net/suche/?query=&amp;BTyp=lesermeinungen&amp;username=%22kolokasimebrizoles%22"><img src="http://www.faz.net/userImage/kolokasimebrizoles" alt="" width="60" height="60" /></a>Also soweit würde ich gerade bei der FAZ nicht gehen aber was ist eine Umfrage wert bei der 400 Leute (vielleicht mal 3, vielleicht auch nicht) befragt werden wovon sich nur 1/3 geäußert hat. Eine derartige Umfrage bzw. die Antworten daraus sind in keiner Weise repräsentativ und sollte erst gar nicht veröffentlicht werden weil die Aussagen wertlos sind.</p>
<p>Statistiken</p>
<p><a title="Alle Beiträge von Lieschen Müller (Ukulele15)" href="http://www.faz.net/suche/?query=&amp;BTyp=lesermeinungen&amp;username=%22Ukulele15%22">LIESCHEN MÜLLER  (UKULELE15)</a> &#8211; 14.01.2015 14:13</p>
<p><a title="Lieschen Müller folgen">Folgen </a><a title="Alle Beiträge von Lieschen Müller (Ukulele15)" href="http://www.faz.net/suche/?query=&amp;BTyp=lesermeinungen&amp;username=%22Ukulele15%22"><img src="http://www.faz.net/userImage/Ukulele15" alt="" width="60" height="60" /></a>Leider erfahren wir nicht, wo die restlichen mehr als 50% der Demonstrierer herkommen, &#8222;ein Drittel aus Dresden und Sachsen&#8220;, 9% aus Ostdeutschland (ohne Sachsen?) und 6% aus Westdeutschland. Mhm??? Von 400 Befragten auf 25 000 schließen auch viel zu ungenau. Unsere Journalisten umüssen sich heute schon fragen lassen, was sie da eigentlich schreiben. Viele Medein sind leider immer mehr &#8222;gleichgeschaltet&#8220;. Hat es die Süddeutsche oder die FAZ ziehen andere schnell nach.</p>
<p>Dann stimmt das alles gar nicht, was uns die Medien und die Politiker über PEGIDA erzählt haben?</p>
<p><a title="Alle Beiträge von Ludowig Erik Bockel (Das-Pinguin)" href="http://www.faz.net/suche/?query=&amp;BTyp=lesermeinungen&amp;username=%22Das-Pinguin%22">LUDOWIG ERIK BOCKEL  4  (DAS-PINGUIN)</a> &#8211; 14.01.2015 13:34</p>
<p><a title="Ludowig Erik Bockel folgen">Folgen </a><a title="Alle Beiträge von Ludowig Erik Bockel (Das-Pinguin)" href="http://www.faz.net/suche/?query=&amp;BTyp=lesermeinungen&amp;username=%22Das-Pinguin%22"><img src="http://www.faz.net/userImage/Das-Pinguin" alt="" width="60" height="60" /></a>Der Großteil der PEGIDA-Teilnehmer entspricht tatsächlich eher der Gesellschaftsgruppe, aus der z.B. auch die FAZ ihre Leserschaft rekrutiert und dessen sie sich rühmt? Ja, also wie kann man diese ungeheuerliche Falschinformation seitens journalistischer Profis denn nun nennen? Wenn es doch nur ein Wort dafür geben würde&#8230;</p>
<p>Es sind also nicht</p>
<p><a title="Alle Beiträge von peter surok (pontifactus)" href="http://www.faz.net/suche/?query=&amp;BTyp=lesermeinungen&amp;username=%22pontifactus%22">PETER SUROK  (PONTIFACTUS)</a> &#8211; 14.01.2015 13:32</p>
<p><a title="peter surok folgen">Folgen </a><a title="Alle Beiträge von peter surok (pontifactus)" href="http://www.faz.net/suche/?query=&amp;BTyp=lesermeinungen&amp;username=%22pontifactus%22"><img src="http://www.faz.net/userImage/pontifactus" alt="" width="60" height="60" /></a>die Unzufriedenen, die Abgehängten und die Ungebildeten. Die Politik hats herausgeschrien und die Medien haben es unreflektiert so weitergegeben. Es wurden also Lügen verbreitet. Noch Fragen zum Unwort des Jahres?</p>
<p><strong> Und nun ZDF+ARD ? </strong></p>
<p><strong><a title="Alle Beiträge von Maik Landel (UAW244)" href="http://www.faz.net/suche/?query=&amp;BTyp=lesermeinungen&amp;username=%22UAW244%22">MAIK LANDEL  8  (UAW244)</a> &#8211; 14.01.2015 13:17</strong></p>
<p><a title="Maik Landel folgen"><strong>Folgen </strong></a><strong><a title="Alle Beiträge von Maik Landel (UAW244)" href="http://www.faz.net/suche/?query=&amp;BTyp=lesermeinungen&amp;username=%22UAW244%22"><img src="http://www.faz.net/userImage/UAW244" alt="" width="60" height="60" /></a>Seit Monaten wird uns das Bild vom dümmlichen, meist arbeitslosen und vom Leben abgehängten verkümmerten Ossi quasi stündlich verabreicht. Jetzt wird ein Herr Kleber rotieren, um diese wissenschaftlichen Erhebungen doch irgendwie rassistisch umzudeuten und das dem Volk flockig erklären zu können&#8230;</strong></p>
<p>Es läuft Phase Drei</p>
<p><a title="Alle Beiträge von Jürgen Dietze (dietzej)" href="http://www.faz.net/suche/?query=&amp;BTyp=lesermeinungen&amp;username=%22dietzej%22">JÜRGEN DIETZE  (DIETZEJ)</a> &#8211; 14.01.2015 13:15</p>
<p><a title="Jürgen Dietze folgen">Folgen </a><a title="Alle Beiträge von Jürgen Dietze (dietzej)" href="http://www.faz.net/suche/?query=&amp;BTyp=lesermeinungen&amp;username=%22dietzej%22"><img src="http://www.faz.net/userImage/dietzej" alt="" width="60" height="60" /></a>Nach der Wut gegen Pegida wird jetzt verhandelt, beschwichtigt, unter den Teilnehmern huldvoll sektiert. Zurückgewinnen der Leute. Wird nicht funktionieren, da durchschaut.</p>
<p>Am 14. Januar 2015 um 15:29 von elchico</p>
<h3><a href="http://meta.tagesschau.de/id/94185/typischer-pegida-anhaenger-ist-maennlich-und-gebildet#comment-1889274">Unmöglich!</a></h3>
<p>Was? Sämtliche großen Zeitungen und Medien-Portale haben sich SO geirrt?</p>
<p>Keine rechtsradikalen Ausländerhasser mit mittlerem IQ von 80? Keine neidgeplagten Frustarbeitslosen?Keine weltfremden Verschwörungstheoretiker? Keine Goebbels-Verehrer?</p>
<p>Wie konnte man sich nur SO irren?</p>
<p>Aber besser späte Erkenntnis, als gar keine&#8230;</p>
<p>Am 14. Januar 2015 um 15:37 von MichaMann</p>
<h3><a href="http://meta.tagesschau.de/id/94185/typischer-pegida-anhaenger-ist-maennlich-und-gebildet#comment-1889298">ungültige statistische Interpretation</a></h3>
<p>&#8222;Für die Studie [&#8230;] wurden bei drei Demonstrationen im Dezember und Januar rund 400 Personen befragt. Dabei lehnten zwei Drittel der ursprünglich angesprochenen Menschen eine Befragung ab.&#8220;</p>
<p>Da 2/3 die Befragung ablehnten, handelt es sich offensichtlich um reine Spekulationen, wenn der &#8222;typische Pegida-Anhänger&#8220; beschrieben wird.<br />
Es kann sehr gut sein, dass nur diejenigen die Befragung beantwortet haben, die ein bestimmtes Profil aufweisen, und dass diejenigen nicht geantwortet haben, die ein anderes Profil aufweisen.<br />
DAs einzige, was sich sagen lässt, ist: Bei 1/3 der Pegida-Anhänger lässt sich generalisierend sagen, dass all dies zutrifft. Und das ist kein Wunder.</p>
<p>Ich finde es bedenkens- und bedauernswert, dass hier Aussagen über den &#8222;typischen&#8220; Pegida-Anhänger öffentlich publiziert werden, die ganz offensichtlich nicht validiert wurden. Die Prüfung der Gültigkeit statistischer Daten ist meines Erachtens eine NOTWENDIGE Voraussetzung</p>
<p>Am 14. Januar 2015 um 15:46 von Klausewitz</p>
<h3><a href="http://meta.tagesschau.de/id/94185/typischer-pegida-anhaenger-ist-maennlich-und-gebildet#comment-1889323">Eine Ohrfeige für TAGESCHAU</a></h3>
<p>Eine Ohrfeige für TAGESCHAU de und die bisherige Berichterstattung</p>
<p><strong>Wie es die westdeutsche &#8222;Sächsische Zeitung&#8220; macht:</strong> <a href="http://www.sz-online.de/nachrichten/wer-geht-eigentlich-zu-pegida-und-warum-3014801.html">http://www.sz-online.de/nachrichten/wer-geht-eigentlich-zu-pegida-und-warum-3014801.html</a></p>
<p><strong>&#8222;Sächsische Zeitung&#8220;, kein ostdeutsches Blatt, </strong><strong> vom westdeutschen Bertelsmann-Konzern kontrolliert: &#8222;Das Dresdner Druck- &amp; Verlagshaus GmbH &amp; Co KG (DD+V-Mediengruppe), in dem die <em>Sächsische Zeitung</em> erscheint, ist zu 60 Prozent im Besitz der<a title="Bertelsmann AG" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bertelsmann_AG">Bertelsmann</a>-Tochter <a title="Gruner + Jahr" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gruner_%2B_Jahr">Gruner + Jahr</a>, 40 Prozent der Anteile gehören der <a title="Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Druck-_und_Verlagsgesellschaft">Deutschen Druck- und Verlagsgesellschaft</a>, einem Medienbeteiligungsunternehmen der <a title="Sozialdemokratische Partei Deutschlands" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands">SPD</a>.  Wikipedia</strong></p>
<p><strong>Eriträer in Dresden tot aufgefunden:</strong><a href="http://www.sz-online.de/nachrichten/junger-asylbewerber-tot-gefunden-3014095.html"> http://www.sz-online.de/nachrichten/junger-asylbewerber-tot-gefunden-3014095.html</a></p>
<p><strong>Pegida Dresden und Manipulationstricks:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2015/01/12/pegida-dresden-1212015-die-manipulationstricks-der-deutschen-lugenpresse-um-teilnehmerzahlen-tagesschau-spricht-von-mehreren-tausend-menschen-obwohl-es-rund-40000-waren/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2015/01/12/pegida-dresden-1212015-die-manipulationstricks-der-deutschen-lugenpresse-um-teilnehmerzahlen-tagesschau-spricht-von-mehreren-tausend-menschen-obwohl-es-rund-40000-waren/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2015/01/14/die-tagesschau-wo-man-schone-inszenierungen-nicht-blod-hinterfragt-stefan-niggemeier-zum-alibi-event-von-paris-von-den-allermeisten-inszenierungen-dieser-und-ublerer-art-erfahren-die-medienkons/">http://www.hart-brasilientexte.de/2015/01/14/die-tagesschau-wo-man-schone-inszenierungen-nicht-blod-hinterfragt-stefan-niggemeier-zum-alibi-event-von-paris-von-den-allermeisten-inszenierungen-dieser-und-ublerer-art-erfahren-die-medienkons/</a></p>
<p><strong>Viele Moslems feiern üblicherweise lautstark Attentate &#8211; allgemein bekannt:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2015/01/12/pariser-attentate-2015-moslems-feiern-ublicherweise-die-anschlage-laut-landesmedien-in-deutschland-ist-das-feiern-antisemitischer-attentate-seit-jahrzehnten-ublich-wird-von-autoritaten-nicht-unter/">http://www.hart-brasilientexte.de/2015/01/12/pariser-attentate-2015-moslems-feiern-ublicherweise-die-anschlage-laut-landesmedien-in-deutschland-ist-das-feiern-antisemitischer-attentate-seit-jahrzehnten-ublich-wird-von-autoritaten-nicht-unter/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2014/11/jerusalemattentatfeiern2.jpg" alt="jerusalemattentatfeiern2.jpg" /></p>
<p><strong>Laut Merkel gehört Islam zu Deutschland &#8211; wie Islamisten Attentate bejubeln, offenkundig kein Problem für deutsche Regierung: Ausriß, brasilianische Qualitätszeitung zu “Feier in Gaza, mit Tänzen und Fahnen” wg. Attentat auf Synagoge. Warum radikale Judenhasser von EU-Staaten finanziell und politisch stark unterstützt werden.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2014/11/jerusalemattentatfeiern1.jpg" alt="jerusalemattentatfeiern1.jpg" /></p>
<p><strong>Ausriß, brasilianische Qualitätszeitung &#8211; stands in Ihrem Lieblingsmedium?</strong></p>
<p><strong>Judenhasser feiern Attentate. Islam und Nazismus &#8211; zumeist verschwiegen, besonders von rechtsextremen Politschauspielern:</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/11/19/judenhasser-feiern-attentat-auf-synagoge-in-jerusalem-2014-politisch-korrekter-deutscher-mainstream-verschweigt-das-stets-auch-in-deutschland-derartige-attentate-gros-gefeiert-werden-autoritaten-e/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2014/11/19/judenhasser-feiern-attentat-auf-synagoge-in-jerusalem-2014-politisch-korrekter-deutscher-mainstream-verschweigt-das-stets-auch-in-deutschland-derartige-attentate-gros-gefeiert-werden-autoritaten-e/</a></p>
<p><strong>Zu den Kuriositäten im Deutschland von heute zählt, daß immer noch manche Bürger meinen, was Politiker/Islamvertreter öffentlich sagen und verbreiten lassen, sei identisch mit dem, was sie tatsächlich denken und vorhaben. Nach der Pariser Anschlagsserie gilt dies besonders.</strong></p>
<p><strong>Forsa-Studie, gerade einmal 1001(!) Menschen befragt, wie mitgeteilt wird. Was die andere Hamburger Illustrierte, Der Spiegel, daraus macht &#8211; Kommentar überflüssig: </strong></p>
<h2>&#8222;Forsa-Umfrage: Das deutsche Volk mag den Islam&#8220; (Illustrierten-Schlagzeile)</h2>
<p><strong>Wie es um die stark angeschlagene Hamburger Illustrierte &#8222;Stern&#8220; steht &#8211; Produkte von Medienkonzern Gruner + Jahr nicht zufällig immer weniger gefragt:</strong> <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/gruner-jahr-will-400-stellen-abbauen-a-988307.html">http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/gruner-jahr-will-400-stellen-abbauen-a-988307.html</a></p>
<p>&#8220; <strong>Die Auflage sinkt trotz Relaunch und Redaktionsumbau.&#8220; Konkurrierende Illustrierte Der Spiegel.</strong></p>
<p><strong>Westdeutsche &#8222;Sächsische Zeitung&#8220; von Bertelsmann/Gruner + Jahr kontrolliert, berichtet entsprechend: &#8222;</strong><strong>Das Dresdner Druck- &amp; Verlagshaus GmbH &amp; Co KG (DD+V-Mediengruppe), in dem die <em>Sächsische Zeitung</em> erscheint, ist zu 60 Prozent im Besitz der<a title="Bertelsmann AG" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bertelsmann_AG">Bertelsmann</a>-Tochter <a title="Gruner + Jahr" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gruner_%2B_Jahr">Gruner + Jahr</a>, 40 Prozent der Anteile gehören der <a title="Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Druck-_und_Verlagsgesellschaft">Deutschen Druck- und Verlagsgesellschaft</a>, einem Medienbeteiligungsunternehmen der <a title="Sozialdemokratische Partei Deutschlands" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands">SPD</a>.&#8220;  Wikipedia</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/03/mentetododiasp.jpg" alt="mentetododiasp.jpg" /></p>
<p><strong> Sao Paulo. “Die Wahrheit ist, daß du jeden Tag lügst.”</strong></p>
<p><strong>Lügenpresse:</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2015/01/13/lugenpresse-sogenannte-jury-von-darmstadt-blamiertverheddert-sich-bei-unwort-des-jahres-2014/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2015/01/13/lugenpresse-sogenannte-jury-von-darmstadt-blamiertverheddert-sich-bei-unwort-des-jahres-2014/</a></p>
<p><strong>Pegida Dresden in Medien Brasiliens:</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/01/pegidamerkelglobo1.jpg" alt="pegidamerkelglobo1.jpg" /></p>
<p><strong>“Hier ist das Volk”. Im Protest gegen die “Islamisierung des Westens” trägt eine Demonstrantin ein Plakat mit Kritik an Merkel.</strong></p>
<p><strong>Großfoto-Ausriß, Qualitätszeitung O Globo in Rio de Janeiro.</strong></p>
<p><strong>“Die Bewegung, die in Dresden vor drei Monaten  begann,  wuchs mit fulminanter Geschwindigkeit und konnte in in den letzten Tagen als Konsequenz der Attentate von Paris die Zahl der Anhänger vergrößern.” O Globo</strong></p>
<p><strong>Antisemitismusförderung in Frankreich und Deutschland:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2015/01/14/antisemitismusforderung-in-frankreich-judenflucht-nach-israel-der-fall-des-als-franzosischer-komiker-bezeichneten-dieudonne/">http://www.hart-brasilientexte.de/2015/01/14/antisemitismusforderung-in-frankreich-judenflucht-nach-israel-der-fall-des-als-franzosischer-komiker-bezeichneten-dieudonne/</a></p>
<p><strong>“Vorbild” Willy Brandt:</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/11/19/brasiliens-folter-diktatur1964-1985-mit-wem-bundesausenminister-willy-brandt-damals-bilaterale-vertrage-unterzeichnet-das-massaker-an-stahlarbeitern-unter-gouverneur-jose-magalhaes-pinto/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2013/11/19/brasiliens-folter-diktatur1964-1985-mit-wem-bundesausenminister-willy-brandt-damals-bilaterale-vertrage-unterzeichnet-das-massaker-an-stahlarbeitern-unter-gouverneur-jose-magalhaes-pinto/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/10/20/spd-in-thuringen-auf-wen-sie-sich-beruft-willy-brandt-ans-fenster/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2014/10/20/spd-in-thuringen-auf-wen-sie-sich-beruft-willy-brandt-ans-fenster/</a></p>
<p><a href="http://www.bpb.de/internationales/amerika/lateinamerika/44678/umgang-mit-der-vergangenheit?p=all">http://www.bpb.de/internationales/amerika/lateinamerika/44678/umgang-mit-der-vergangenheit?p=all</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2014/09/willybrandtansfenster1.jpg" alt="willybrandtansfenster1.jpg" /></p>
<p><strong>“Willy Brandt ans Fenster”(1970). Im Jahr vor dem Erfurter Treffen hatte Willy Brandt das Kulturabkommen sowie das Wissenschafts-und Technologieabkommen mit der Folterdiktatur Brasiliens unterzeichnet. </strong><a href="http://www.brandtschool.de/"> http://www.brandtschool.de/</a></p>
<h2> “Wer nicht täuschen kann, soll nicht Politiker werden.” Konrad Adenauer, zitiert nach Weimarer Taschenbuchverlag.</h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/11/22/mehr-demokratie-wagen-willy-brandt-1969-jahr-in-dem-er-in-bonn-vertrage-mit-der-brasilianischen-folterdiktatur-unterzeichnete/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2013/11/22/mehr-demokratie-wagen-willy-brandt-1969-jahr-in-dem-er-in-bonn-vertrage-mit-der-brasilianischen-folterdiktatur-unterzeichnete/</a></p>
<p><strong>Bei Agitprop-Events zu Willy Brandt, darunter in Erfurt,  wird dessen bemerkenswerte Haltung etwa zur Folterdiktatur Brasiliens stets verschwiegen, was Bände spricht. </strong></p>
<p><strong>Amnesty International &#8211; erste Urgent Action: </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/25/amnesty-international-und-die-militardiktatur-brasiliens-erste-urgent-action-zugunsten-des-verhafteten-brasilianers-luiz-basilio-rossi-1973/">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/25/amnesty-international-und-die-militardiktatur-brasiliens-erste-urgent-action-zugunsten-des-verhafteten-brasilianers-luiz-basilio-rossi-1973/</a></p>
<p><strong>Große Sozialdemokraten und ihre besonderen Beziehungen zu Brasilien &#8211; Willy Brandt und Helmut Schmidt:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/16/helmut-schmidt-und-lula-lulas-sonderbeziehungen-zu-deutschland/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/16/helmut-schmidt-und-lula-lulas-sonderbeziehungen-zu-deutschland/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/08/brandtgeisel.JPG" alt="brandtgeisel.JPG" /></p>
<p><strong>Diktator  General Ernesto Geisel(Operation Condor), deutschstämmig, in dessen Amtszeit der jüdische Journalist Herzog gefoltert und ermordet wurde &#8211;  und Willy Brandt, Ausriß. </strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/diktaturopfercpi.JPG" alt="diktaturopfercpi.JPG" /></p>
<p><strong>Diktaturopfer &#8211; getötete Regimegegnerin, Foto von kirchlichen Menschenrechtsaktivisten.</strong></p>
<p><strong>Joachim Gauck 2013 über Willy Brandt:</strong>“ <strong><ins>Er verkörpere Werte wie Freiheitsliebe und Streben nach Frieden und Gerechtigkeit”(Münchner Merkur)</ins></strong></p>
<p><strong>Der “Rohrkrepierer” vom Brandenburger Tor 2015:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2015/01/13/pariser-attentate-nur-rd-4000-laut-tagesspiegel-bei-veranstaltung-mit-gauck-am-brandenburger-tor-tagesschau-spricht-indessen-von-rd-10000-teilnehmern-zuvor-wurde-von-nur-3000-berichtet-was/">http://www.hart-brasilientexte.de/2015/01/13/pariser-attentate-nur-rd-4000-laut-tagesspiegel-bei-veranstaltung-mit-gauck-am-brandenburger-tor-tagesschau-spricht-indessen-von-rd-10000-teilnehmern-zuvor-wurde-von-nur-3000-berichtet-was/</a></p>
<p><span id="more-20485"></span></p>
<p><strong>Der Vorwurf einer Nazi-Beteiligung an der islamkritischen Bewegung “PEGIDA” erscheint besonders aberwitzig, da es just die Nazis unter Adolf Hitler waren, die sehr eng mit dem Islam koopierierten und voll des Lobes über den Judenhaß von Moslems waren. Bemerkenswert ist, daß just PEGIDA-Gegner diese Fakten permanent unterschlagen:</strong></p>
<p><strong>Hitler empfängt Großmufti von Jerusalem: </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2015/02/04/islam-und-nazismus-adolf-hitler-empfaengt-den-grossmufti-von-jerusalem-anklicken/">http://www.hart-brasilientexte.de/2015/02/04/islam-und-nazismus-adolf-hitler-empfaengt-den-grossmufti-von-jerusalem-anklicken/</a></p>
<p><strong>Merkel und Abbas – der symbolische Händedruck von Paris:</strong></p>
<p>“<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2015/01/15/abbas-neben-merkel-in-paris-ein-politikum/">http://www.hart-brasilientexte.de/2015/01/15/abbas-neben-merkel-in-paris-ein-politikum/</a>“&gt;<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2015/01/15/abbas-neben-merkel-in-paris-ein-politikum/">http://www.hart-brasilientexte.de/2015/01/15/abbas-neben-merkel-in-paris-ein-politikum/</a></p>
<p><strong>…Amin al-Husseini</strong> war Großmufti von Jerusalem, geistiger und politischer Führer der arabischen Bevölkerung im Nahen Osten, stand hinter den Pogromen an Juden, schmiedete einen Pakt mit Adolf Hitler, rekrutierte tausende Moslems für die muslimische Waffen-SS-Division „Handschar“ und ließ 5000 jüdische Kinder zur Vergasung nach Auschwitz schicken…</p>
<p><strong>Islam und Adolf Hitler :</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/11/19/judenhasser-feiern-attentat-auf-synagoge-in-jerusalem-2014-politisch-korrekter-deutscher-mainstream-verschweigt-das-stets-auch-in-deutschland-derartige-attentate-gros-gefeiert-werden-autoritaten-e/">http://www.hart-brasilientexte.de/2014/11/19/judenhasser-feiern-attentat-auf-synagoge-in-jerusalem-2014-politisch-korrekter-deutscher-mainstream-verschweigt-das-stets-auch-in-deutschland-derartige-attentate-gros-gefeiert-werden-autoritaten-e/</a></p>
<p><strong>Nazistische Denkweisen in Nahost:</strong></p>
<p><strong>Schweizer “Weltwoche”:</strong> <a href="http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2004-29/artikel-2004-29-der-zwoelfte-ima.html">http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2004-29/artikel-2004-29-der-zwoelfte-ima.html</a></p>
<p><strong>Hitler im Nahen und Mittleren Osten</strong></p>
<h1>Der zwölfte Imam</h1>
<p><strong>Für Palästinenser ist «Hitler» ein Kosename für Männer mit Schnäuzchen, für Ägypter ein «natürlicher Freund».</strong></p>
<p><strong>Von Pierre Heumann</strong></p>
<p><strong>Hitler, Eichmann, Rommel sind im arabischen Raum nach wie vor präsent – als beliebte Namen. In Kairo ging General Hitler Tantawi bis vor kurzem im Auftrag von Hosni Mubarak gegen korrupte ägyptische Chefbeamte vor, in Ramallah befehligte ein Mann namens Abu Hitler Arafats Sicherheitskräfte, und in der Westbankstadt Nablus kannte jeder den Antiquitätenhändler Abu Rommel, der seine Söhne Rommel und Eichmann genannt hatte. Adolf Hitler, Adolf Eichmann, der Leiter des Referats «Judenangelegenheiten und Räumung» im Reichssicherheitshauptamt, oder Erwin Rommel, dem ab Februar 1941 das Deutsche Afrika-Korps unterstand, gaben in den vierziger Jahren ehrenwerte Vornamen her. Noch heute ist «Hitler» bei Palästinensern ein beliebter Kosenamen. Bedacht werden damit Männer mit kleinen Schnäuzchen…</strong></p>
<p><strong> Von Hitler begeistert zeigte sich bereits Ägyptens Präsident Gamal Abdel Nasser, als er 1964 die Niederlage des Naziregimes ausdrücklich bedauerte. Sein Nachfolger Anwar Sadat betrachtete Hitler gar als «natürlichen Alliierten». Selbst nach den Nürnberger Prozessen drückte er in einem Leserbrief seine Bewunderung für Hitler aus.</strong></p>
<p><strong><br />
Mit der Person des Führers verbanden die Araber Hoffnungen, die auch Jahrzehnte nach seinem Tod nachwirken: etwa Hitler würde die Engländer besiegen und die Juden aus Palästina vertreiben. Der Mufti von Jerusalem, Haj Amin al-Husseini, brachte die arabische Hitler-Begeisterung auf den Punkt, als er sich 1941 mit Hitler und anderen Nazigrössen traf: «Die Deutschen wissen, wie man es anstellt, um die Juden loszuwerden.» Er wollte Berlin überzeugen, den Juden auch in der arabischen Welt den Krieg zu erklären. Bei einem Empfang bei Hitler am 30. November 1941 nannte Husseini die Araber «die natürlichen Freunde Deutschlands». Denn sie hätten die «gleichen Feinde wie Deutschland, nämlich die Engländer, die Juden und die Kommunisten».</strong></p>
<p><strong>Hitlers Ideologie und Ziele sind im arabischen Mittleren Osten bis heute relevant. Für Michel Aflaq, den Gründer der syrischen und der irakischen Baath-Partei, war Hitler-Deutschland ein leuchtendes Vorbild; seinen Parteigenossen empfahl Aflaq die Lektüre des NS-Ideologen Alfred Rosenberg. Der Nationalsozialismus war vor allem unter arabischen Christen populär, weil sie hofften, dadurch ihren Minderheitsstatus überwinden zu können. Im Vielvölkerstaat Libanon prägte das braune Gedankengut während Jahren die politischen Aktionen christlicher Araber. Pierre Gemayel, der Gründer der rechtsextremen Falange-Partei, erhielt seine Ausbildung in Nazideutschland und baute in den 30er Jahren die Falange nach faschistischem Vorbild auf. Besonders Zucht und Ordnung der Hitler-Jugend hatten es ihm angetan, und er importierte deren rassistische Intoleranz in den Vielvölkerstaat an der Levante. Im libanesischen Bürgerkrieg, der 1975 ausbrach, war die Falange eine der blutrünstigsten Parteien im Kampf gegen linke und muslimische Gruppen.</strong></p>
<p><strong>Die libanesische Journalistin Alia Ibrahim stellt heute bei einem Teil ihrer Landsleute eine positive Neubewertung Hitlers fest. Sie schildern Hitler «als einen Führer, der den Krieg verloren hat und danach dämonisiert wurde, obwohl er nicht schlechter als andere Politiker» gewesen sei. Hitler springe in die Lücke, die Saddam hinterlassen hat, meint Ibrahim. Kenntnisse über Hitler sind allerdings rudimentär, sagt Ibrahim: «Im Libanon weiss man über ihn vor allem, dass seine Leiche nie gefunden wurde und dass Eva Braun seine Geliebte war.» Und natürlich zirkulieren Verschwörungstheorien. «Wir diskutierten im Geschichtsunterricht, ob Hitler den Krieg am Ende doch überlebt habe», erinnert sie sich.</strong></p>
<p><strong>Statt «Hallo» ein höfliches «Heil Hitler»</strong></p>
<p><strong>Der dürftige Informationsstand macht anfällig für Manipulationen. Der Zweite Weltkrieg wird in arabischen Ländern übersprungen. «In der Schule habe ich nichts darüber erfahren», sagt der ägyptische Politologe Gehad Auda. Weil das Dritte Reich im Mittleren Osten nicht Fuss fasste, blieb das Hitler-Bild im arabischen Raum intakt, meint Auda. «In Kairo gilt Hitler heute als Staatsmann, der den Ruhm seines Landes anstrebte. Er machte es wohlhabend, indem er den Volkswagen lancierte und Autobahnen baute.»</strong></p>
<p><strong>Verbreitet wird Halbwissen. So büffeln Gymnasiasten im Iran nur eine Kurzbiografie des Führers, die sich zu neunzig Prozent auf seinen Werdegang vor 1933 bezieht. Hitlers Verbrechen rufen keine negativen Reaktionen hervor. Der Iran ist vermutlich das einzige Land der Welt, in dem das Wort «Arier» wie selbstverständlich gebraucht wird. Denn der Begriff wurde dort lange vor Hitlers Machtergreifung 1933 verwendet. «Iran» heisst auf Altpersisch «Land der Arier», und «Arier» bedeutet «Söhne der Sonne». Persien war während des Zweiten Weltkrieges ein ausgesprochen germanophiles Land. Mehrere hundert deutsche Ingenieure arbeiteten an verschiedenen Projekten, und es gab sogar eine kleine faschistische Partei. Die Feinde Deutschlands – Grossbritannien, die UdSSR und die USA – besetzten Persien von 1941 bis 1945. Damals waren viele Perser überzeugt, Hitler sei der zwölfte Imam, der die Welt von den Imperialisten befreien würde, meint ein iranischer Politologe. Die Beziehungen zwischen Hitler und dem persischen Herrscherhaus waren so gut, dass Hitler dem Schah eines seiner Bilder schenkte.</strong></p>
<p><strong>«Die Juden haben nicht genug gelitten»</strong></p>
<p><strong>Bei den Palästinensern ist Hitler heute noch beliebt. Der Diktator sei bei ihnen ein positives Markenzeichen für Deutschland, sagt der deutsche Journalist Ulrich Sahm, und er werde von Arabern des Öftern freundlich mit «Heil Hitler» begrüsst. Nur ein leiser Vorwurf mischt sich manchmal in die Begeisterung: «Wenn Hitler seine Arbeit [sprich: Vernichtung der Juden] beendet hätte, ginge es uns heute besser», gab ein palästinensischer Händler Sahm zu Protokoll.</strong></p>
<p><strong>Hitlers Buch «Mein Kampf» figurierte vorübergehend auf der palästinensischen Bestsellerliste. Übersetzer Luis al-Haj preist in der Einführung Hitler als «einen der grossen Männer der Geschichte». Hitler sei Dank, hiess es folgerichtig im April 2001 in der vom ägyptischen Staat finanzierten Zeitung Al-Akhbar: Er habe das Leid der Palästinenser, das sie «vom argsten Kriminellen auf dieser Erde [gemeint ist Scharon, Red.] erleiden müssen, im Voraus gerächt». Nur eine Klage hat der Kolumnist Achmed Ragab anzubringen: «Die Juden haben nicht genug gelitten.»</strong></p>
<p><strong>Eines werfen Araber aber Hitler vor: dass er das «jüdische Problem» auf ihre Kosten lösen wollte. Die meisten Palästinenser seien noch heute überzeugt, dass der Anfang der zionistischen Bewegung auf Hitler zurückgehe, sagt Scharif Kanaana, der an der Bir-Zeit-Universität Ethnologie unterrichtet.</strong></p>
<p><strong>Dachau? Eine «Desinfektionsanlage»</strong></p>
<p><strong>Im arabischen Raum zirkulieren über den Holocaust unterschiedliche Auffassungen. Von «Er ist ein Hirngespinst der Juden» bis «Das Ausmass wird masslos übertrieben» sind in offiziellen Lehrmitteln alle Varianten zu hören. Statt von «Genozid» spricht man in der Regel lediglich von «Verfolgung». Der Holocaust, eine Erfindung der Juden, habe nie stattgefunden, unterstellt zum Beispiel ein Kapitel in einem ägyptischen Lehrbuch.</strong></p>
<p><strong>Auschwitz und Dachau seien «Desinfektionsanlagen» gewesen, behauptet unverfroren Dr. Issam Sissalem von der Islamischen Universität in Gaza, der sich als «Experte des Judentums» bezeichnet. Für ihn ist der Holocaust eine «unbewiesene Tatsache», für die Hamas gar eine der «grössten Lügen der Geschichte». Im syrischen Gymnasiasten-Lehrmittel «Moderne Geschichte» wird den Schülern eingetrichtert, die Juden, «die Feinde Gottes», hätten antisemitische Strömungen selber verursacht. Der Holocaust sei deshalb gerechtfertigt.</strong></p>
<p><strong>Westliche historische Werke über den Holocaust werden entweder totgeschwiegen oder als Machwerk «der zionistischen Lobby» abgetan. «Wir werden den Holocaust nie im Lehrplan palästinensischer Schulen aufnehmen», sagte vor drei Jahren der Vorsitzende der Erziehungskommission des palästinensischen Parlamentes, Musa al-Zu’but: «Wir haben unser Land Palästina verloren, nachdem es durch Israel besetzt worden ist. Wir müssen unseren Studenten beibringen, was unser Volk durchgemacht hat.»(Weltwoche)</strong></p>
<p><strong>“  Man kann Palästinenser finden, die „Hitler“ als Vornamen bekommen haben.”</strong></p>
<table border="0" width="100%" align="center">
<tbody>
<tr>
<td align="center"><strong>Hamas-Zeitung prahlt:<br />
Hitler bezeichnete die Palästinenser als Muster-Revolutionäre </strong>Überblick: Die Bewunderung Hitlers unter den PalästinensernVon Itamar Marcus und Barbara Crook<br />
Palestinian Media Watch, 24. Mai 2006</td>
<td align="center" valign="top" width="100"><a href="http://www.nicht-mit-uns.com/nahost-infos/"><img src="http://www.nicht-mit-uns.com/nahost-infos/bilder/inhaltno.gif" alt="" border="0" /></a></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p align="right"><a href="http://www.pmw.org.il/LatestBulletins.htm#b240506">Original</a></p>
<p><strong>Die Hamas-Zeitung brachte diese Woche voller Stolz eine Chronik der Art und Weise, in der verschiedene führende Politiker des Auslands die Palästinenser als Beispiele idealer Revolutionäre heraushoben. Der erste von der Hamas-Wochenzeitung „Al-Rissala“ zitierte Führer des Lobpreises der Palästinenser war Adolf Hitler:</strong></p>
<p><strong>„Adolf Hitler sagte den Deutschen im Sudetenland – das Sudetenland ist eine deutsche Provinz, die die Alliierten nach dem Ersten Weltkrieg der Tschechoslowakei einverleibt hatten – in seinen sie freudig erregenden Radioansprachen: Seht, was die palästinensischen Revolutionäre mit Großbritannien machen!“<br />
[Al-Rissala, 18. Mai 2006]</strong></p>
<p><strong>Überblick: Bewunderung Hitlers in der palästinensischen Autonomie:</strong></p>
<p><strong>Es mag für westliche Beobachter überraschend sein zu sehen, wie stolz die Palästinenser darauf sind von Hitler gelobt worden zu sein. Es ist aber wichtig zu verstehen, dass die entschiedene Abscheu vor Hitler, die im Westen erwartet wird, in der palästinensischen Gesellschaft nicht vorhanden ist. Man kann Palästinenser finden, die „Hitler“ als Vornamen bekommen haben: Hitler Salah (al-Hayat al-Jadida, 28. Sept. 2005), Hitler Abu-Alrab (Al-Hayat al-Jadida, 27. Jan. 2005), Hitler Mahmud Abu-Libda (Al-Hayat al-Jadida, 18. Dez. 2000).</strong></p>
<p><strong>Dieses Phänomen der Namensgebung nach Hitler wurde in einem Artikel der offiziellen PA-Zeitung erklärt, in der die Umschreibung der Geschichte gepriesen und Hitler „Gerechtigkeit“ gegeben wurde:</strong></p>
<p><strong>„Selbst Adolf Hitler, der nach dem Fall Nazi-Deutschlands für die meisten Autoren und Künstler in einen politischen Horror gedreht wurde, begann in den letzten Jahrzehnten als Teil des Bildes zurückzukehren. Es gibt in Großbritannien Leute, die Hitler verteidigten und versuchten ihm Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Diese älteren Menschen, darunter Araber, die den Namen Hitler seit ihren Vätern tragen, die seinem Charme erlagen, verbanden sie [ihre Kinder] mit seinem Namen.“<br />
[Al-Hayat al-Jadida, 13. April 2000]</strong></p>
<p><strong>Ein Artikel erklärte das Phänomen der Benennung von Palästinensern nach bewunderten Führen des Auslands, wie Napoleon oder Nazi-General Rommel:</strong></p>
<p><strong>„Manchmal benennen Eltern ihre Kinder mit fremden Namen, weil der Vater eine Persönlichkeit aus dem Ausland bewundert. Dies ist die Quelle der Namen: Rommel [berühmter Nazi-General] und Napoleon.“<br />
[Al-Ayyam, 15. November 2001 in der Beilage „Stimme der Frau“]</strong></p>
<p><strong>Die Bewunderung Hitlers steht im Einklang mit dem Status von „Mein Kampf“, das von einer PA-Zeitung Buch der Bestseller-Liste zitiert wird (Al-Hayat al-Jadida, 2. Sept. 1999; dazu Bilder von Hitler mit Hadsch Amin al-Husseini und der Inspektion von Nazitruppen durch Husseini).</strong></p>
<p><strong>Ein Faktor, der zu dieser Bewunderung beigetragen hat, könnte die Geschichte der Allianz Hitlers mit den Arabern im Zweiten Weltkrieg sein. Der arabische Führer im britischen Palästina, Mufti Hadsch Amin al-Husseini, war aktiv mit Hitler verbündet. Die zahlreichen Treffen zwischen dem Mufti und Hitler sind gut dokumentiert.</strong></p>
<p><strong>Schließlich veröffentlichte die PA-Zeitung ein Interview mit einem alten Libanesen, das die angebliche Freundschaft des Mannes mit Hitler beschreibt, wie auch seinen Stolz für Hitler gekämpft zu haben. Es handelt sich zwar hierbei um eine persönliche Geschichte, deren historische Genauigkeit nicht wichtig ist, aber bedeutsam ist die positive, sogar stolze Haltung wegen seiner Freundschaft mit Hitler, die er so gewöhnlich ausdrückt.</strong></p>
<p><strong>Das Interview mit Scheik Ali Hussein Abu-Ibrahim, einem im Libanon wohnenden Palästinenser, der behauptet er sei 116 Jahre alt:</strong></p>
<p><strong>Frage: Was sind die wichtigsten Ereignisse in Ihrem Leben, was hat den größten Eindruck hinterlassen?<br />
Antwort: Das erste war das Ereignis Hitler. Ich traf ihn in Jerusalem in einem der türkischen Armeelager und die Freundschaft zwischen uns war sehr eng. Damals war ich Unteroffizier, Hitler ein einfacher Gefreiter. Die Beziehung zwischen uns wurde immer enger, nachdem die Türkei auf Seiten Deutschlands in den Krieg eintrat. Das zweite Ereignis war, als ich [mit der Nazi-Armee] in Frankreich einmarschierte und es eroberte. Ich kommandierte die Kanone, die Paris beschoss, was aktiven Einfluss auf den Fall der französischen Hauptstadt und ihre Eroberung ohne nennenswerten Widerstand hatte. Hitler gratulierte mir wegen des Beschusses und seiner Folgen… Als Artillerie-Offizier nahm ich an vielen Operationen gegen die Engländer und Franzosen teil, bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs…<br />
[Al-Hayat al-Jadida, 12. Mai 2003]</strong></p>
<p><strong>Der Name Hitler hat in der PA-Gesellschaft deutlich nicht dasselbe Stigma, den er im Westen hat. In der Tat haben nicht nur die Hamas-Zeitung, sondern auch die von der Fatah kontrollierten Zeitungen in positivem Ton über Hitler geschrieben. Für einige Palästinenser sind der Mann und sein Name deutlich Quelle der Bewunderung.</strong></p>
<p><strong>Judenhasser-Video:</strong><a href="http://vimeo.com/16779150"> http://vimeo.com/16779150</a></p>
<h4>ZUR GESCHLECHTERIDEOLOGIE DER HAMAS</h4>
<p>Über die Konsequenzen des Wahlerfolges der Hamas bei den palästinensischen Parlamentswahlen zu Beginn dieses Jahres wird viel spekuliert. Ein systematischer Einbezug der Geschlechterperspektive fehlt allerdings in vielen Analysen. Dies, obwohl Geschlechterverhältnisse und Sexualität im politischen Programm der Hamas eine zentrale Rolle spielen. Vor dem Hintergrund neuerer Theorieansätze zu Geschlecht und Nation wird klarer, warum.</p>
<p><strong>SOZ-MAG Beitrag von Nicole Burgermeister</strong></p>
<p>Das politische Programm der Hamas verspricht für die palästinensischen Frauen wenig Gutes. Insbesondere nicht für diejenigen unter ihnen, die sich für eine laizistische und demokratische Gesellschaft einsetzen, in welcher Frauen und Männer gleiche Rechte haben. In der 1988 aufgestellten Charta der Bewegung ist nachzulesen, wer massgeblich dahinter steckt, wenn muslimische Frauen sich nicht ihrer traditionellen Bestimmung entsprechend verhalten. Artikel 17 und 18 der Charta sind den palästinensischen Frauen gewidmet: „The Muslim women have a no lesser role than that of men in the war of liberation; they manufacture men and play a great role in guiding and educating the [new] generation. The enemies have understood that role, therefore they realize that if they can guide and educate [the Muslim women] in a way that would distance them from Islam, they would have won that war.”</p>
<p>Wer „die Feinde“ sind, wird deutlich in der Charta, die explizit auf die „Protokolle der Weisen von Zion“ verweist, einer antisemitischen Hetzschrift aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert, in der eine angebliche jüdische Weltverschwörung zur Beherrschung der Welt aufgedeckt wird. Es sind die Zionisten, denen der Hamas zufolge nicht nur die Verantwortung für die Französische und die Oktoberrevolution, für den Ersten und den Zweiten Weltkrieg, und für die weltweite Kontrolle über die Medien zukommt: Sie stecken offenbar auch hinter dem Feminismus. Über Medien, Filme, Kultur und Lehrpläne würden zionistische Organisationen, als Feinde des Islam und der Menschlichkeit, die muslimischen Frauen zu beeinflussen trachten. Umso wichtiger sei es, den Schulen und Lehrplänen, nach denen muslimische Mädchen erzogen werden, wachsam zu begegnen, um aus diesen rechtschaffene Mütter zu machen, die sich ihrer Pflichten im Befreiungskrieg bewusst sind: “The women in the house and the family of Jihad fighters, whether they are mothers or sisters, carry out the most important duty of caring for the home and raising the children upon the moral concepts and values which derive from Islam; and of educating their sons to observe the religious injunctions in preparation for the duty of Jihad awaiting them.”</p>
<h4>GESCHLECHT UND NATION</h4>
<p>Dass es gerade die Frauen waren, die während der ersten Intifada und mit wachsendem Einfluss der islamistischen Bewegung Opfer des von der Hamas vor allem im Gazastreifen verfolgten Kampfes gegen alle Manifestationen „unislamischen Verhaltens“ geworden sind, ist kein Zufall. Damals wurden Dutzende von Frauen, Homosexuelle und andere „Kollaborateure“ verfolgt oder gar ermordet, weil ihr Verhalten nicht den von der Hamas auferlegten Normen entsprach. Wer keinen Schleier trage, kollaboriere mit dem Feind, hiess es damals (Shehada 2002a, Abdo 1994).</p>
<p>Man würde es sich allerdings zu einfach machen, führte man die von den Hamas verfolgte repressive Politik alleine auf das „rückschrittliche Frauenbild des Islam“ zurück. Antifeminismus ist keineswegs bloss Merkmal islamistischer Bewegungen: Während bislang die Kategorie Geschlecht in Diskussionen rund um Nationen und Nationalismen meist ausgeblendet wurde, versuchen seit Anfang der 90er Jahre vorwiegend feministische Wissenschaftlerinnen, die Zusammenhänge zwischen Nation, Nationalismus und Geschlecht vermehrt ins Blickfeld zu rücken. Sie zeigen auf, wie Geschlecht und Nation als gesellschaftliche Konstrukte gerade bei ihrer Herausbildung eng miteinander verknüpft sind. Geschlechterverhältnisse und Sexualität spielen im Prozess des „Nation Building“ und bei der Herausbildung nationaler Identitäten insofern eine wichtige Rolle, als die Abgrenzung zwischen ethnischen und nationalen Gruppen oft zentral konstituiert ist durch die Kontrolle des sexuellen Verhaltens ihrer Mitglieder. Es ist kein Zufall, dass jene, die um die „Reinheit“ von „rassischen“, nationalen oder ethnischen Kollektiven besorgt sind, sich auch mit den sexuellen Beziehungen zwischen Mitgliedern verschiedener Kollektive beschäftigen (Yuval-Davis 2001). Diskurse und Politiken um Verhütung, Abtreibung, forcierte Sterilisation, Belohnungen für Mütter, die viele Kinder zur Welt bringen, die Ausgrenzung von Homosexuellen, aber auch Heiratsregeln müssen vor diesem Hintergrund verstanden werden.</p>
<h4>GESCHLECHTERROLLEN IN PALÄSTINA UND ISRAEL</h4>
<p>Wie aus der Charta der Hamas hervorgeht, werden Frauen und Männern im nationalen Kontext je spezifische Bedeutungen und Rollen zugeschrieben: Während die Männer kämpfen – die Teilnahme am Djihad wird als männliche Pflicht definiert – sorgen die Frauen für den Nachschub an kämpfenden Männern, an Märtyrern und nationalen Helden. Die Frau wird als diejenige definiert, welche die Nation biologisch, ideologisch und kulturell reproduziert. Zentral ist dabei auch das, was die Frauen auf einer symbolischen Ebene verkörpern: Häufig stehen sie für Reinheit und Tugend des Kollektivs, für Fruchtbarkeit, gelten als Repräsentantinnen von kulturellen Traditionen, als zu beschützende Jungfrauen und als dem Land Söhne schenkende Mütter. Über ihren Körper, Kleidung oder das Einhalten von gewissen Tugenden wird ihnen die Aufgabe der symbolischen Repräsentation übertragen. Reinheit, Keuschheit und Ehre im Zusammenhang mit Geschlecht und Sexualität sind zentrale Themen in nationalen Narrativen; Mythen, die auf traditionellen Geschlechterrollen basieren, vermitteln spezifische Bilder davon, wie Männer und Frauen sein sollten, sie „naturalisieren“ gleichsam Konstruktionen von Männlichkeit und Weiblichkeit. Die männlichen Helden ziehen in den grossen Kampf, während die Mütter ihre Söhne und Ehemänner der Nation opfern und die Wunden der Krieger pflegen, die treuen Ehefrauen zuhause den Herd warm halten und die nächste Generation an Helden zur Welt bringen (Mostov 2000).</p>
<p>Parolen wie „Israeli beat us at the border but we beat them in the bedroom“ (zit. in Abdo 1994) oder die in Israel populäre Redensart: „The best man to the airforce, the best woman to the airman“ stehen exemplarisch für die Bedeutung, welche Sexualität, Sexismus und damit verbundenen Männlichkeits- und Weiblichkeitskonzeptionen im Nahostkonflikt zukommen. Der heroische Kämpfer ist sowohl in der israelischen wie auch der palästinensischen Gesellschaft der Mann; trotz Soldatinnen in Israel und der Beteiligung von Palästinenserinnen an der Intifada sind die Frauen hauptsächlich in ihrer reproduktiven Rolle ins nationale Kollektiv eingebunden. So gilt Mutterschaft trotz der Präsenz von Frauen in der Armee als erste nationale Pflicht für jüdische Frauen; nicht nur, um Söhne für die Verteidigung der Nation zu gebären, sondern auch, um das demographische Wettrennen mit der palästinensischen Bevölkerung zu gewinnen. Eine pro-natalistische Familienpolitik steht dabei im Widerspruch zur zionistischen Gleichheitsideologie. Für die israelische Gesellschaft liegen inzwischen einige Untersuchungen vor, die zeigen, wie der israelische Nationalismus sowohl auf politischer, sozialer als auch auf symbolischer Ebene „gendered“ ist (vgl. u.a. die Arbeiten von Simona Sharoni, Tamar Mayer oder Uta Klein). Auch für die palästinensische Gesellschaft gibt es inzwischen einige solcher Untersuchungen (u.a. Shehada 2002, Abdo 1994). In vielen politischen Analysen über die Region fehlt allerdings ein systematischer Einbezug der Geschlechterperspektive. Ist von den palästinensischen Frauen und den gegen sie gerichteten Repressionen die Rede, geschieht das häufig in zweierlei Hinsicht: Entweder werden die Frauen in erster Linie als Opfer der israelischen Besatzungspolitik dargestellt, wobei zuweilen gar die Behauptung zu vernehmen ist, auch die Gewalt gegen Frauen innerhalb der palästinensischen Gesellschaft sei in erster Linie eine der Konsequenzen der israelischen Besatzung. Oder dann wird auf die traditionellen patriarchalen Strukturen der palästinensischen Gesellschaft, die Situation der Frauen zwischen Tradition und Moderne sowie auf das „rückschrittliche Frauenbild des Islam“ hingewiesen, alle diese Probleme aber als Überbleibsel aus patriarchalen Zeiten eingeordnet, verknüpft mit der Erwartung, der nationale Befreiungskampf führe auch zu einer Befreiung der Frauen.</p>
<p>Zwar mögen für die Situation der Palästinenserinnen in den besetzten Gebieten verschiedene dieser Einflussfaktoren eine wichtige Rolle spielen. Vor dem Hintergrund gesellschaftstheoretischer Ansätze, die den Zusammenhang zwischen Geschlecht und Nation beleuchten, zeigt sich, dass die Problematik komplexer ist. Gerade die Tendenz, die Ideologie von Gruppierungen wie der Hamas als nicht ganz ernst zu nehmende überholte Weltsicht einiger „Extremisten“ zu verharmlosen, ist nicht nur im Hinblick auf den zuletzt am aktuellen Wahlerfolg ersichtlichen enormen Rückhalt der Hamas in der Bevölkerung problematisch. Es zeigt sich auch, dass eine Perspektive, welche eine repressive Geschlechterpolitik allein auf den Einfluss des Islamismus zurückführt, verkürzt wäre. Darauf weist nicht nur die Toleranz hin, mit der auch säkulare Nationalisten wie PLO-Angehörige der Politik der Hamas begegneten (vgl. hierzu die Kritik von Shehada 2002 und Abdo 1994). Zu berücksichtigen ist zudem, dass die Hamas im Gegensatz zu anderen Vertretern des politischen Islams sich nicht nur zum Ziel gesetzt hat, die Gesellschaft zu islamisieren, sondern nationalistisch agiert und die PLO mit einer eigenen, islamischen Version des palästinensischen Nationalismus konfrontiert. Eine Strategie, die Mishal und Sela (2000) zufolge einem allgemeinen Trend hin zur Territorialisierung und Nationalisierung entspricht, während islamistische Bewegungen lange Zeit eher universal und panarabisch orientiert waren. Die Vorstellung, bei den Palästinensern handle es sich um ein Jahrhunderte altes „Volk“ mit einer eigenen Identität, erweist sich als so ahistorisch, wie das Sprechen über kollektive Identitäten ein überhaupt erst seit wenigen Jahrzehnten feststellbares Phänomen ist. Vielmehr handelt es sich beim palästinensischen Nationalbewusstsein um eine relativ neue Erscheinung: Die Konstituierung einer vom Panarabismus abgegrenzten, genuin palästinensischen Identität – die gedankliche Neuerfindung der Nation – war, so Schröder (2001), die entscheidende Innovationsleistung der 1958 gegründeten und bald von Yassir Arafat angeführten Fatah. Der bewaffnete Kampf des palästinensischen Volkes gegen Israel wurde von der Fatah und nahezu allen anderen Organisationen zum Kern der palästinensischen Nationalmythologie und der nationalen Identität verklärt, verbunden mit einem Kult um die Figur des Fedajin, des Märtyrers.</p>
<h4>FRAUEN ALS SYMBOLE</h4>
<p>Vor diesem Hintergrund erscheint ein Ansatz wie derjenige der palästinensischen Sozialwissenschafterin Nahda Shehada fruchtbarer, welche die oft gemachte Gegenüberstellung zwischen modern-säkular/traditionell, verwestlicht/authentisch kritisiert und im Hinblick auf die Geschlechterfrage auf die Gemeinsamkeiten zwischen islamistischen und nationalistischen Bewegungen hinweist. Frauen fungieren nicht nur in islamistischen Ideologien als essentielle Symbole. Yuval-Davis hat darauf hingewiesen, dass seit Ende des Kalten Krieges Identitätspolitiken an Relevanz gewonnen haben. In einem zunehmend kulturalisierten Diskurs nehmen, so Yuval-Davis, geschlechtlich definierte Körper und Sexualität eine zentrale Rolle ein. „Sie fungieren als Territorien, Markierungen und Reproduzenten der Nation und anderer Gruppen.“ (2001)</p>
<p>Gerade weil den Frauen eine solch wichtige Rolle für die Konstruktion und Reproduktion kollektiver Identitäten zukommt, müssen sie auch in besonderer Weise kontrolliert werden; in der Charta der Hamas wird das sehr deutlich. Palästinensische Frauen, so Shehada, würden als „Behälter der palästinensischen Identität“ wahrgenommen (2002b). Einer von ihr durchgeführten Studie zufolge wird in nationalen Diskursen explizit die weibliche Fruchtbarkeit glorifiziert, die Körper der Frauen werden als wichtigste nationale Ressource dargestellt und sie selbst zum Gebären von noch mehr Kindern ermutigt. Dass solche Vorstellungen nicht nur von Gruppierungen wie der Hamas propagiert werden, zeigt sich in Erklärungen und Schriften, die von der Führung der Intifada und der PLO herausgegeben wurden: Dort werden die Frauen kaum je erwähnt, und wenn doch, dann werden sie „Mütter von Märtyrern“ oder „manabit“ genannt, was soviel wie „Gewächshaus“ bedeutet (Klein 1997).</p>
<p>Frauen, welche die festgelegten Normen durchbrechen und ihre Sexualität nicht in den Dienst des Kollektivs stellen, werden als Gefahr für die soziale Ordnung wahrgenommen. Von Islamisten werde jeglicher Versuch, die Situation von palästinensischen Frauen zu verbessern, als westliche Verschwörung gegen den Islam wahrgenommen, so Shehada (2002a). Die Rolle, welche den Frauen auf politischer und symbolischer Ebene zukommt, ist also ambivalent: Gerade durch den ihnen zugeschriebenen Objektstatus sind Frauen auch leicht zu erobernde Objekte für den Feind (Yuval-Davis 2001): Sie sind verletzlich im Bezug auf das, was von aussen kommt. Angriffe auf oder die Beeinflussung von Frauen, die sich in der ihnen zugeschriebenen passiven, empfangenden Rolle nicht wehren können, haben eine signifikante Bedeutung auf einer kollektiven Ebene, sind ein feindlicher Akt gegenüber dem Kollektiv der Männer einer Nation. So ist es kein Zufall, dass es, der Hamas zufolge, die Frauen sind, welche von den Zionisten, den westlichen Einflüssen verdorben werden, die so leicht beeinflussbar und somit das Ziel jener sind, welche die „Gesellschaft zerstören, Werte vernichten, Tugenden ins Schwanken bringen und den Islam auslöschen wollen“. Dass Frauen ihren eigenen Interessen gemäss handeln und sich aktiv entscheiden könnten, sich den traditionellen Rollen zu entziehen und für eine emanzipierte Gesellschaft zu kämpfen, wird gar nicht in Betracht gezogen.</p>
<p>Die „anderen“ werden in vielen nationalen Narrativen imaginiert als die, welche in den nationalen Raum eindringen, „unsere“ Frauen entführen, damit „unsere Identität“ stehlen und „unsere Kultur“ zersetzen (Mostov 2000: 92). So beschreibt die Palestinian National Charta beispielsweise die „zionistische Invasion von Palästina“ als eine Vergewaltigung des Landes; die Zionisten werden als männliche Feinde „gewaltbereiter sexueller Natur“ dargestellt (Klein 1997: 342). Die Gleichsetzung von Land und Frauen ist im nationalistischen Kontext häufig anzutreffen. So wird Gaza beispielsweise in einem Gedicht von Nabil Hawajri (1990) als „Braut des Landes“, Haifa als „die ewige Dame“, die Frau als „Symbol der fruchtbaren Erde“ besungen oder Palästina als Mutter dargestellt (Klein 1997). Die Nation wird sexualisiert und feminisiert. Das Land wird als weiblicher Körper dargestellt, der die Männer lockt, es wird als nährende Mutter oder aber als rein, jungfräulich verehrt, wobei es auch geschändet, vergewaltigt werden kann und deshalb geschützt werden muss.</p>
<h4>MÜTTER DES DJIHAD</h4>
<p>Die Politik der Gewalt, auf welche die Hamas im Zuge der zweiten Intifada mehr und mehr setzte (Shehada 2002a), wird begleitet von einem regelrechten Märtyrerkult in der Öffentlichkeit. Auch hierbei werden hegemoniale Männlichkeits- und Weiblichkeitsbilder reproduziert; bis hin zu den 72 Jungfrauen, die den gefallenen Märtyrer im Paradies erwarten sollen. Suizidale Massenmörder werden in grossangelegten Zeremonien bejubelt und mit viel Revolutionskitsch im palästinensischen Fernsehen medial inszeniert. Selbstmordattentaten gehen regelmässig Sendungen voraus, in denen die Mütter mit ihren Söhnen gezeigt werden. „Palestinian Media Watch“ hat mehrere Fälle dokumentiert, in denen in offiziellen TV-Sendungen und Publikationen Mütter gezeigt werden, die mit Stolz die Opferung ihres Sohnes preisen (Marcus 2002). So verkündete die Mutter eines toten Märtyrers im „PA official daily“, dass der Tod ihres Sohnes als Märtyrer das beste Muttertagsgeschenk sei, das sie dieses Jahr erhalten habe. Kürzlich erschien in der NZZ ein Beitrag über die frisch gewählte Parlamentarierin und Hamas-Anhängerin Mariam Farhat; sie gilt in Gaza-City als „Mutter des Kampfes“. Drei ihrer Söhne sind den „Märtyrertod“ gestorben, einer davon, als er 2002 bei einem Angriff auf die jüdische Siedlung Gush Katif zehn Israeli umbrachte und 23 weitere verletzte. Das sei ihr „Geschenk“ an Palästina, erklärte Farhat gegenüber einer Journalistin der NZZ (NZZ am Sonntag vom 12. Februar 2006). Auch der Mufti von Jerusalem, Sheik Ikrima Sabri, betont die Bedeutung der Frauen für den Dhijad. Auf die Frage eines Journalisten der ägyptischen Wochenzeitung Al-Ahram Al-Arabi, warum die Mütter der Selbstmordattentäter vor Freude weinen würden, wenn sie vom Tod ihrer Söhne erfahren, antwortete er: „Sie opfern ihre Nachkommen absichtlich dem Ziel der Freiheit […] Die Mutter hat Anteil an der grossen Belohnung des Heiligen Krieges zur Befreiung der Al-Aksa-Moschee […] Ich sprach mit einem jungen Mann, der mir sagte, er wolle die schwarzäugigen Frauen im Himmel heiraten – am Tage darauf wurde er zum Märtyrer. Ich bin sicher, dass seine Mutter vor Freude über seine himmlische Hochzeit erfüllt war. Solch ein Sohn muss solch eine Mutter haben!“ [1]</p>
<p>Wie es nach dem Wahlsieg der Hamas weitergeht, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Fest steht: Was als Revolutionsromantik, religiöses Traditionsbewusstsein und verklärende Nostalgie im Hinblick auf Familienleben und traditionelle Geschlechterrollen daherkommt, ist immer auch ein Versuch, politische Kontrolle zu erhalten und zu legitimieren. Bereits Hobsbawm (1983) hat auf den Zusammenhang des „Inventing Traditions“ mit gesellschaftlichen Herrschafts- und Machtverhältnissen sowie den politischen Interessen von nationalen oder religiösen Eliten aufmerksam gemacht. Mit Hobsbawm liesse sich also sagen, dass die Konstruktion von kulturellen und religiösen Traditionen und die Propagierung von deren Erhalt gerade auch hinsichtlich der Machterhaltung, Unterdrückung und Kontrolle über Frauen eine wichtige Funktion erfüllt. Nicht nur in Palästina. Gerade am Beispiel der Hamas zeigt sich aber sehr gut, wie relevant Geschlechterfragen im Zusammenhang mit den auf globaler Ebene wichtiger werdenden Identitätspolitiken künftig werden könnten.</p>
<p>[1] <a href="http://www.whrnet.org/fundamentalisms">www.israel-nachrichten.de</a></p>
<p><em>Nicole Burgermeister (26) schreibt zur Zeit an ihrer Lizentiatsarbeit in Soziologie an der Universität Zürich. Der obige Artikel basiert auf einer Seminararbeit zur Geschlechterpolitik der Hamas, die sie am Ethnologischen Seminar verfasst hat.</em></p>
<h4>LITERATURAUSWAHL:</h4>
<p>Abdo, N. (1994): Nationalism and Feminism. Palestinian Women and the Initifada – No Going Back? In: Moghadam, Valentine M. (Hrsg.): Gender and National Identity. London, New Jersey and Karachi. S. 148-170.<br />
Hawajri, N. (1990): Traum vom Leben. Gedichte zur Intifada. Frankfurt a.M.<br />
Hamas Charta (1988). Englischsprachige Fassung. » www.palestinecenter.org/cpap<br />
Hobsbawm, E. und Ranger, T. (1983): The invention of tradition, Cambridge.<br />
Klein, U. (1997): The Gendering of National Discourses and the Israeli-Palestinian Conflict. In: European Journal of Women’s Studies. Volume 4. S. 341-351.<br />
Marcus, I. (2002): Ask for Death. The Indoctrination of Palestinian Children to Seek Death for Allah – Shehada. Palestinian Media Watch Special Report, Jerusalem.<br />
Mayer, T. (2000): Gender Ironies of Nationalism. Setting the Stage. In: Ders. (Hrsg.): Gender Ironies of Nationalism. Sexing the nation. London. S. 1-22.<br />
Mostov, J. (2000): Sexing the Nation/ Desexing the Body. Politics of National Identity in the Former Yugoslawia. In: Mayer, T. (Hrsg.): Gender Ironies of Nationalism. Sexing the Nation. London und New York. S. 88-107.<br />
Mishal, S. und Sela, A. (2000): The Palestinian Hamas. Vision, Violence and Coexistence. New York.<br />
Schröder, R. (2001): Volkskrieg, Intifada, Jihad. In: Gremliza, H. L. (Hrsg.): Hat Israel noch eine Chance? Palästina in der neuen Weltordnung. Hamburg. S. 19-43.<br />
Shehada, N. Y. (2002a): The Rise of Fundamentalism and the Role of the „State“ in the specific political Context of Palestine.<a href="http://www.whrnet.org/fundamentalisms">www.whrnet.org/fundamentalisms</a><br />
Shehada, N. Y. (2002b): A significant step towards linking women’s issues with National Concerns.<a href="http://www.whrnet.org/fundamentalisms">www.whrnet.org/fundamentalisms</a><br />
Yuval-Davis, N</p>
<h1><img src="http://jungle-world.com/gfx/floris/article-head/000000/ffffff/QnLDpHV0ZSBkZXMgTGFuZGVz.gif" alt="Bräute des Landes" />(Jungle World)</h1>
<p>Anderthalb Jahre nach dem Wahlsieg der Hamas bei den palästinensischen Parlamentswahlen ist die Situation für viele Frauen im Gaza-Streifen prekär. Wenig überraschend, wie ein Blick auf das politische Programm der Bewegung zeigt.</p>
<p>VON NICOLE BURGERMEISTER</p>
<ul>
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</ul>
<p>Morde im Namen der Familienehre, Todesdrohungen gegen Journalistinnen, Politikerinnen und Frauen, die sich nicht an die von den Fundamentalisten auferlegte Kleiderordnung halten – Angst und Gewalt gehören heute für viele Frauen in Gaza zum Alltag. Bereits vor der Machtergreifung der Hamas vor zwei Monaten traute sich im Gaza-Streifen kaum eine Frau unverschleiert auf die Straße. Die jüngsten Ereignisse bieten wenig Anlass zur Annahme, dass sich an dieser Situation bald etwas ändern wird.</p>
<p>Trotz dieser Realität findet eine tiefer gehende Auseinandersetzung mit den Konsequenzen, welche die machtvolle Position der Hamas in der palästinensischen Gesellschaft für die Situation der Frauen hat, in aktuellen Debatten über den Nahost-Konflikt kaum statt. Auch in linken Auseinandersetzungen besteht die Tendenz, die zutiefst frauenfeindliche Ideologie der Bewegung zu verharmlosen und sie auf ein vernachlässigbares Überbleibsel eines überholten islamischen Frauenbildes zu reduzieren, das im Zuge »progressiverer« Formen des palästinensischen Nationalismus bald überwunden sein werde. Interpretationen, die den Hauptgrund für die schwierige Lage vieler palästinensischer Frauen in den Folgen der israelischen Besatzungspolitik sehen und die Beteiligung von Frauen an der Intifada als emanzipatorischen Akt darstellen, sind gang und gäbe.</p>
<p>Eine Sichtweise, nach der Ehrenmorde und Todesdrohungen von kleinen Extremistengruppen zu verantwortende Einzelfälle sind, greift eindeutig zu kurz. Dass es während der ersten Intifada gerade Frauen und Homosexuelle waren, die neben anderen »Kollaborateuren« zu Dutzenden verfolgt und im Zuge des Kampfes der Hamas gegen alle Manifestationen »unislamischen Verhaltens« ermordet wurden, ist ebenso wenig Zufall wie die gegenwärtige Gewalt gegen Frauen im Gaza-Streifen. Seit Beginn der neunziger Jahre machen feministische Wissenschaftlerinnen darauf aufmerksam, welch zentrale Rolle Ge­schlech­ter­verhältnisse und Sexualität sowie spezifische Weiblichkeits- und Männlichkeitskonzeptionen bei der Herausbildung nationaler und anderer kollektiver Identitäten spielen. Frauen fungieren dabei als Territorien, Markierungen und Reproduzentinnen von Kollektiven. In der 1988 verfassten Charta der Hamas werden Frauen und Männern im »Befreiungskampf« spezifische Rollen zugeschrieben: »Die Frauen im Haus und die Familie der Jihad-Krieger, gleich ob sie Mütter oder Schwes­tern sind, tragen die größte Verantwortung für die Fürsorge um das Zuhause und für die Aufzucht der Kinder im Sinne der moralischen Konzepte und Werte des Islam, und für die Erziehung ihrer Söhne, dass sie die religiösen Vorschriften einhalten und auf die Aufgaben des Jihad, die sie erwarten, vorbereitet werden.«</p>
<p>Während die Männer ihre Pflicht erfüllen und kämpfen, sorgen die Frauen für den Nachschub an kämpfenden Männern, an »Märtyrern« und »nationalen Helden«, als diejenigen, welche die Nation biologisch, kulturell und ideologisch reproduzieren. Sie stehen für »Reinheit« und Tugend des Kollektivs, für Fruchtbarkeit, gelten als Repräsentantinnen überlieferter Traditionen, als zu beschützende Jungfrauen und als dem Land Söhne schenkende Mütter. Ihnen wird die Aufgabe der symbolischen Repräsentation über ihren Körper, ihre Kleidung oder das Einhalten von gewissen Tugenden übertragen. »Reinheit«, Keuschheit und Ehre sind im Zusammenhang mit Geschlecht und Sexualität zentrale Themen in nationalen Narrativen, sexualisierende Darstellungen des »Mutterlandes« sind in populären Liedern und Gedichten häufig anzutreffen. So wird beispielsweise Gaza als »Braut des Landes«, Haifa als »die ewige Dame« oder die Frau als »Symbol der fruchtbaren Erde« zelebriert.</p>
<p>Die heute in den Niederlanden lehrende palästinensische Sozialwissenschaftlerin Nahda Shehada hat die palästinensisch-nationalistischen Diskurse sehr genau untersucht und zeigt, wie wenig sich säkular-nationalistische und islamistisch-nationalistische Diskurse oft widersprechen, sobald es um eine romantische Konzeption von Geschichte, die Konstruktion von Feindbildern und Geschlechterideologien geht. Glorifizierungen der weiblichen Fruchtbarkeit, die Darstellung von Frauenkörpern als wichtigste nationale Ressource und Appelle zum Gebären von noch mehr Kindern werden nicht nur von Gruppierungen wie der Hamas propagiert, sondern sind auch in Erklärungen und Schriften der PLO zu finden. Palästinensische Frauen werden dabei als »Behälter der palästinensischen Identität«, als »Mütter von Märtyrern« und als »manabit« – was so viel wie »Gewächshaus« bedeutet – dargestellt.</p>
<p>Es zeigt sich immer wieder, dass auch »widerständige« Formen von Identitätspolitik nicht notwendigerweise fortschrittlich in Bezug auf die Geschlechter sind. Wie wenig realistisch die Situation von Frauen in als »ursprünglich« vorgestellten Gesellschaften oft eingeschätzt wird, wird in den romantisierenden Projektionen pro-palästinensischer Linker wiederholt deutlich, wenn Darstellungen von Frauen als Trägerinnen von exotischen Traditionen und Repräsentantinnen widerständiger Identitäten kritiklos übernommen werden.</p>
<p>Die Rolle, die Frauen auf politischer und symbolischer Ebene zugeschrieben wird, ist ambivalent. Frauen, welche die festgelegten Normen durchbrechen und ihre Sexualität nicht in den Dienst des Kollektivs stellen, werden als Gefahr für die soziale Ordnung wahrgenommen. Versuche, die Situation von palästinensischen Frauen zu verbessern, werden dabei häufig als Kollaboration mit einer westlichen Verschwörung gegen den Islam denunziert. Frauen gelten in nationalistischen Diskursen häufig als leicht zu erobernde Objekte für den Feind, als besonders verletzlich im Hinblick auf von außen kommende Gefahren. Angriffe auf oder die Beeinflussung von Frauen, die sich in der ihnen zugeschriebenen passiven, empfangenden Rolle nicht wehren können, kommt dabei eine große Bedeutung auf einer kollektiven Ebene zu, werden als feindlicher Akt gegenüber dem Kollektiv der Männer einer Nation interpretiert. In der Hamas-Charta ist zu lesen: »Die muslimischen Frauen haben im Krieg um Befreiung keine weniger bedeutende Rolle als die Männer; sie erzeugen Männer und spielen eine wichtige Rolle in der Anleitung und Erziehung der (neuen) Generation. Die Feinde haben das verstanden und realisiert, dass sie, wenn sie sie (die muslimischen Frauen) auf eine Weise anleiten und erziehen würden, die sie vom Islam wegführt, den Krieg gewonnen hätten.«</p>
<p>Nicht nur an der Französischen Revolution, dem Ersten und Zweiten Weltkrieg und allen anderen Übeln der modernen Welt sind der sich explizit auf die »Protokolle der Weisen von Zion« berufenden Charta zufolge die »Zionisten« schuld, auch für den Feminismus werden sie offenkundig verantwortlich gemacht. Dass Frauen ihren eigenen Interessen gemäß handeln, sich bewusst dafür entscheiden könnten, sich den traditionellen Rollen zu entziehen und sich für eine emanzipierte Gesellschaft einzusetzen, wird nicht in Betracht gezogen.</p>
<p>Die Soziologin Uta Klein hat in einer Untersuchung zum Thema Geschlecht und Nation darauf hingewiesen, dass Fantasien vom aggressiven männlichen Eindringling nicht nur in der Hamas-Charta, sondern auch in der Palestinian National Charta von 1968 manifest werden. Darin ist die Rede von den Zionisten als männlichen Feinden »gewaltbereiter sexueller Natur«, und die »zionistische Invasion« von Palästina wird als eine Vergewaltigung des Landes dargestellt.</p>
<p>»Gendered« ist auch der Märtyrerkult in der palästinensischen Öffentlichkeit; Selbstmordattentaten gehen regelmäßig mit viel Revolutionskitsch inszenierte Sendungen im palästinensischen Fernsehen voraus, in denen der Weg suizidaler Massenmörder zu den 72 Jungfrauen im Paradies inszeniert wird. »Palestinian Media Watch« hat mehrere Fälle dokumentiert, in denen Mütter voller Stolz die Opferung ihres Sohnes preisen. So verkündete die Mutter eines toten suicide bombers in der Zeitung PA official daily, dass der Tod ihres Sohnes als Märtyrer das beste Muttertagsgeschenk sei, das sie dieses Jahr erhalten habe.</p>
<p>Die von der Hamas propagierte Geschlechter­ideologie findet weit über den rechten Rand der palästinensischen Gesellschaft hinaus Resonanz. Solange die Akzeptanz der frauenverachtenden Politik islamistischer Kräfte im Gaza-Streifen nicht gebrochen ist, auch säkularere Parteien die Interessen von Frauen immer wieder ganz unten auf die Agenda setzen und auch viele palästinensische Frauenorganisationen die feministischen Ziele den nationalen unterordnen (müssen), ist kaum davon auszugehen, dass sich die Situation für die palästinensischen Frauen in Gaza verbessern wird.</p>
<h3>Hamas pushes for Sharia punishments</h3>
<p><img src="http://www.jpost.com/servlet/Satellite?blobcol=urlimage&amp;blobheader=image%2Fjpeg&amp;blobheadername1=Cache-Control&amp;blobheadervalue1=max-age%3D420&amp;blobkey=id&amp;blobtable=JPImage&amp;blobwhere=1139395546655&amp;cachecontrol=5%3A0%3A0+*%2F*%2F*&amp;ssbinary=true" alt="Hamas" />Hamas leader Ismael Haniyeh attends the first<br />
session of Hamas-dominated Palestinian parliament.</p>
<p align="justify">The Hamas parliament in the Gaza Strip voted in favor of a law allowing courts to mete out sentences in the spirit of Islam, the London-based Arab daily Al Hayat reported Wednesday.</p>
<p>According to the bill, approved in its second reading and awaiting a third reading before the approval of Palestinian Authority President Mahmoud Abbas, as the Palestinian constitution demands, courts will be able to condemn offenders to a plethora of violent punitive measures in line with Sharia Law.</p>
<p>Such punishments include whipping, severing hands, crucifixion and hanging. The bill reserves death sentences to people who negotiate with a foreign government “against Palestinian interests” and engage in any activity that can “hurt Palestinian morale.”</p>
<p>…<strong>Ein Pärchen aus den Reihen der Gegendemonstranten griff immer wieder verbal die Demoteilnehmer an und kamen diesen bedrohlich nahe. Der Mann dieses Pärchens, der sich später als Marokkaner entpuppte, schrie und beleidigte die Demonstranten. Als er einen älteren Mann (ca. 75 Jahre) erblickte, sprach er ihn direkt an und rief: „Du scheiss Nazi!“</strong></p>
<p><strong>Der alte Mann ging einige Schritte auf den Schreihals zu und sagte ihm: „Mein lieber Herr, ich bin kein Nazi, denn ich bin ein Jude!“<br />
Was jetzt geschah war unfassbar! Denn das schien den Marokkaner noch mehr in Rage zu bringen. Er brüllte jetzt so, dass jeder es hören konnte: „Euch sollte man zuerst vergasen!“… PI, Dezember 2014</strong></p>
<p><strong>Daß deutsche Autoritäten gemäß ihren Wertvorstellungen die Zahl der engagierten Judenhasser in Deutschland zügig erhöhen, ist inzwischen allgemein bekannt.</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.hart-brasilientexte.de/2015/01/14/tu-dresden-und-medien-vergeigen-studie-uber-pegida-tu-dresden-traut-sich-allen-ernstes-damit-an-die-offentlichkeit-obwohl-nur-400-menschen-befragt-wurdenuni-ruf-hinuber/feed/</wfw:commentRss>
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		</item>
		<item>
		<title>Pegida Dresden, 12.1.2015. &#8222;Wir fordern ein Ende der Kriegstreiberei gegen Rußland.&#8220; Rechtsextremisten störten die Pegida-Demonstration wiederum durch Sprechchöre, Sitzblockaden etc. Tendenzschutz-Journalisten des gesteuerten deutschen Mainstreams blamieren sich erneut. 2017 Tillich weg &#8211; wie Pegida wirkt&#8230;</title>
		<link>http://www.hart-brasilientexte.de/2015/01/12/pegida-dresden-1212015-wir-fordern-ein-ende-der-kriegstreiberei-gegen-rusland-rechtsextremisten-storten-die-pegida-demonstration-wiederum-durch-sprechchore-etc-tendenzschutz-journalisten-des/</link>
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		<pubDate>Mon, 12 Jan 2015 19:34:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[PEGIDA Dresden-Manipulationstricks.]]></category>
		<category><![CDATA[Stefan Niggemeier]]></category>

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		<description><![CDATA[ Video der Demonstration vom 12.1. 2015 &#8211; deutsches &#8222;Fernsehen&#8220; übertrug wiederum nicht live&#8230;https://www.youtube.com/watch?v=s34s775UIt0#t=584 Pegida und vom Mainstream unterschlagene Positionen: http://www.hart-brasilientexte.de/2015/03/30/deutscher-mainstream-unterschlaegt-2015-weiter-die-positionierung-der-oppositionsbewegung-pegida-zu-nazis-ukraine-konflikt-russland/ http://www.hart-brasilientexte.de/2015/01/12/zeitungsverleger-instrumentalisieren-charlie-hebdo-anschlag-fur-kampf-gegen-pegida-stefan-niggemeier-2015-terrorismus-und-antisemitismusforderung-in-frankreich-und-deutschland/ SPD-Politiker Andreas von Bülow:” In den Industriestaaten, deren Bevölkerung die Komplexität der Lebensverhältnisse kaum noch durchschaut, lassen sich  mit dem Instrumentarium der manipulierten Demokratie inzwischen Ergebnisse erreichen, die denen einer Diktatur in nichts nachstehen. [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong> Video der Demonstration vom 12.1. 2015 &#8211; deutsches &#8222;Fernsehen&#8220; übertrug wiederum nicht live&#8230;</strong><a href="https://www.youtube.com/watch?v=s34s775UIt0#t=584">https://www.youtube.com/watch?v=s34s775UIt0#t=584</a></p>
<p><strong>Pegida und vom Mainstream unterschlagene Positionen:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2015/03/30/deutscher-mainstream-unterschlaegt-2015-weiter-die-positionierung-der-oppositionsbewegung-pegida-zu-nazis-ukraine-konflikt-russland/">http://www.hart-brasilientexte.de/2015/03/30/deutscher-mainstream-unterschlaegt-2015-weiter-die-positionierung-der-oppositionsbewegung-pegida-zu-nazis-ukraine-konflikt-russland/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2015/01/12/zeitungsverleger-instrumentalisieren-charlie-hebdo-anschlag-fur-kampf-gegen-pegida-stefan-niggemeier-2015-terrorismus-und-antisemitismusforderung-in-frankreich-und-deutschland/">http://www.hart-brasilientexte.de/2015/01/12/zeitungsverleger-instrumentalisieren-charlie-hebdo-anschlag-fur-kampf-gegen-pegida-stefan-niggemeier-2015-terrorismus-und-antisemitismusforderung-in-frankreich-und-deutschland/</a></p>
<p><strong>SPD-Politiker Andreas von Bülow:” In den Industriestaaten, deren Bevölkerung die Komplexität der Lebensverhältnisse kaum noch durchschaut, lassen sich  mit dem Instrumentarium der manipulierten Demokratie inzwischen Ergebnisse erreichen, die denen einer Diktatur in nichts nachstehen. Mit dem fernsehträchtigen Kandidaten im Schaufenster, einer wirtschaftlich und finanziell manipulierten Presse in der Hinterhand und dem geschickten Einsatz von Brot und Spielen, heute tititainment genannt, können die phantastischsten Kombinationen erreicht werden.”</strong></p>
<p><strong>Beeindruckende neoliberale Herzenskälte in Deutschland gegenüber dem Leiden der ostukrainischen Bevölkerung – war es so unter Adolf Hitler? Behinderte Ostukrainer sogar im Rollstuhl ermordet. </strong></p>
<div class="beitrag">
<p><strong>Opfer der Kiewer Terrorangriffe – Video.</strong></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/02/UkrainekriegRollstuhl1.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-24433" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/02/UkrainekriegRollstuhl1.jpg" alt="UkrainekriegRollstuhl1" width="640" height="374" /></a></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Video anklicken:</strong></p>
<p><a href="http://voicesevas.ru/news/yugo-vostok/9574-donbass-za-liniey-fronta.html">http://voicesevas.ru/news/yugo-vostok/9574-donbass-za-liniey-fronta.html</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/02/UkrainekriegRollstuhl2.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-24436" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/02/UkrainekriegRollstuhl2.jpg" alt="UkrainekriegRollstuhl2" width="640" height="378" /></a></p>
<p><strong>Ausriß, Kriegsverbrechen der Kiewer NATO-Marionetten. Deutsche Autoritäten positionieren sich nicht zu solchen gravierenden Menschenrechtsverletzungen. Warum das deutsche Fernsehen solche Kriegsverbrechen nicht zeigt.</strong></p>
<p><strong>Deutsche Verteidigungsministerin von der Leyen:</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2015/02/06/deutsche-verteidigungsministerin-von-der-leyen-aeussert-sich-in-tagesschau-interview-nicht-zu-nato-waffen-finanz-und-soeldnerhilfe-an-die-marionettenregierung-in-kiew-kein-wort-zu-verdeckten-cia-op/">http://www.hart-brasilientexte.de/2015/02/06/deutsche-verteidigungsministerin-von-der-leyen-aeussert-sich-in-tagesschau-interview-nicht-zu-nato-waffen-finanz-und-soeldnerhilfe-an-die-marionettenregierung-in-kiew-kein-wort-zu-verdeckten-cia-op/</a></p>
<p><strong>Auch Angela Merkel hat bisher zu den Kriegsverbrechen Kiews nicht Stellung genommen…</strong></p>
</div>
<p><strong>Schaubühne-Regisseur Thomas Ostermeier: </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/10/16/schaubuhne-regisseur-thomas-ostermeier-in-rio-de-janeiro-oktober-2013-wahrend-der-strasenprotesteam-schlimmsten-ist-das-die-politik-zu-etwas-verfaultem-geworden-isto-globo/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2013/10/16/schaubuhne-regisseur-thomas-ostermeier-in-rio-de-janeiro-oktober-2013-wahrend-der-strasenprotesteam-schlimmsten-ist-das-die-politik-zu-etwas-verfaultem-geworden-isto-globo/</a></p>
<p><strong>Pegida Dresden in Medien Brasiliens:</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/01/pegidamerkelglobo1.jpg" alt="pegidamerkelglobo1.jpg" /></p>
<p><strong>“Hier ist das Volk”. Im Protest gegen die “Islamisierung des Westens” trägt eine Demonstrantin ein Plakat mit Kritik an Merkel.</strong></p>
<p><strong>Großfoto-Ausriß, Qualitätszeitung O Globo in Rio de Janeiro.</strong></p>
<p><strong>“Die Bewegung, die in Dresden vor drei Monaten  begann,  wuchs mit fulminanter Geschwindigkeit und konnte in in den letzten Tagen als Konsequenz der Attentate von Paris die Zahl der Anhänger vergrößern.” O Globo</strong></p>
<p><strong>Merkel/Gauck/Steinmeier &#8211; weiter warten auf Positionierung zu Jazenjuk:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2015/01/13/weiter-warten-auf-positionierung-von-merkelgaucksteinmeier-zu-geschichtsverfalschung-durch-ihr-hatschelkind-jazenjuk-ministerprasident-bestatigt-in-der-ard-seine-von-den-antinazistischen-regier/">http://www.hart-brasilientexte.de/2015/01/13/weiter-warten-auf-positionierung-von-merkelgaucksteinmeier-zu-geschichtsverfalschung-durch-ihr-hatschelkind-jazenjuk-ministerprasident-bestatigt-in-der-ard-seine-von-den-antinazistischen-regier/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2015/01/12/terrorismus-und-antisemitismusforderung-in-der-eu-vorhersehbare-resultate-2015-systematische-erhohung-der-zahl-von-judenhassern-in-deutschland-und-frankreich/">http://www.hart-brasilientexte.de/2015/01/12/terrorismus-und-antisemitismusforderung-in-der-eu-vorhersehbare-resultate-2015-systematische-erhohung-der-zahl-von-judenhassern-in-deutschland-und-frankreich/</a></p>
<p><strong>Reaktionen auf Gauck-Weihnachtsansprache 2014:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/24/reaktionen-auf-weihnachtsansprache-von-joachim-gauck-2014-was-in-der-ansprache-alles-fehlt/">http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/24/reaktionen-auf-weihnachtsansprache-von-joachim-gauck-2014-was-in-der-ansprache-alles-fehlt/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2014/12/vollverschleierungmu14.jpg" alt="vollverschleierungmu14.jpg" /></p>
<p><strong>München 2014. Was Pegida-Gegner ganz toll, kulturbereichernd und weltoffen finden, in Übereinstimmung mit ihren tatsächlichen Wertvorstellungen über Frauenrechte.  </strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2014/12/moslemkopftuchfr1.jpg" alt="moslemkopftuchfr1.jpg" /></p>
<p><strong>Ausriß &#8211;  Türke, Frankfurt. </strong></p>
<p><strong>&#8222;Islam ist Deutschland fremd&#8220; &#8211; Lucke, AfD: </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2015/01/13/islam-ist-deutschland-fremd-lucke-afd-was-alles-fur-deutsche-politiker-bestens-zu-deutschland-past/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2015/01/13/islam-ist-deutschland-fremd-lucke-afd-was-alles-fur-deutsche-politiker-bestens-zu-deutschland-past/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/11/24/1153-nur-usa-kanada-und-ukraine-stimmen-gegen-un-resolution-zur-bekampfung-des-nazismus-der-dritte-ausschuss-der-un-vollversammlung-hat-mit-groser-mehrheit-eine-von-russland-eingebrachte-resolut/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2014/11/24/1153-nur-usa-kanada-und-ukraine-stimmen-gegen-un-resolution-zur-bekampfung-des-nazismus-der-dritte-ausschuss-der-un-vollversammlung-hat-mit-groser-mehrheit-eine-von-russland-eingebrachte-resolut/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/05/07/the-imf-goes-to-war-in-ukraine-nazis-vor-dem-parlament-in-kiew-mit-dem-in-deutschland-verbotenen-nazi-symbol-wolfsangel-deutsche-medien-weisen-nie-darauf-hin/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2014/05/07/the-imf-goes-to-war-in-ukraine-nazis-vor-dem-parlament-in-kiew-mit-dem-in-deutschland-verbotenen-nazi-symbol-wolfsangel-deutsche-medien-weisen-nie-darauf-hin/</a></p>
<p><strong>Deutschlands starke Neue Rechte solidarisiert sich mit Gewalt-Gesellschaftsmodellen, hochprofitablem Menschenhandel, Judenhassern,  Ehrenmördern, Vergewaltigern, sexistischen Frauenhassern, Brutalo-Machos, organisiertem Verbrechen, Drogendealern, Parallelgesellschaften etc. in Deutschland &#8211; besonders bemerkenswert ist die hingenommene brutale Unterdrückung ausländischer Frauen bestimmter Herkunftsländer in Deutschland. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/02/13/papst-benedikt-xvi-und-die-auserordentlich-interessante-kritische-analyse-des-funktionierens-der-machtmechanismen-neoliberaler-staaten-beispiel-libyen-intervention/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2013/02/13/papst-benedikt-xvi-und-die-auserordentlich-interessante-kritische-analyse-des-funktionierens-der-machtmechanismen-neoliberaler-staaten-beispiel-libyen-intervention/</a></p>
<p><strong>Das Anti-Islamismus-Manifest von 2006 &#8211; die rechten, rechtsextremen Politschauspieler machten dennoch unbeirrt weiter, förderten Terrorismus und Judenhaß:</strong> <a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/gegen-den-islamismus-das-manifest-der-zwoelf-13357663.html">http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/gegen-den-islamismus-das-manifest-der-zwoelf-13357663.html</a></p>
<p><strong> ”Nachdem die Welt den Faschismus, den Nazismus und den Stalinismus besiegt hat, sieht sie sich einer neuen weltweiten totalitären Bedrohung gegenüber: dem Islamismus.</strong></p>
<p><strong>Wir Schriftsteller, Journalisten, Intellektuellen rufen zum Widerstand gegen den religiösen Totalitarismus und zur Förderung der Freiheit, Chancengleichheit und des Laizismus für alle auf.</strong></p>
<p><strong>Die jüngsten Ereignisse nach der Veröffentlichung der Mohammed-Karikaturen in europäischen Zeitungen zeigt die Notwendigkeit des Kampfes für die universellen Werte. Dieser Kampf kann nicht mit Waffen, sondern muß auf dem Feld der Ideen gewonnen werden. Es handelt sich nicht um ein Aufeinanderprallen der Kulturen oder einen Gegensatz von Okzident und Orient, sondern um einen weltweiten Kampf der Demokraten gegen die Theokraten.</strong></p>
<p><strong>Wie alle Totalitarismen nährt sich der Islamismus aus der Angst und der Frustration. Auf diese Gefühle setzen die Haßprediger, um mit ihren Bataillonen eine Welt der Unfreiheit und Ungleichheit zu erzwingen. Wir aber sagen laut und deutlich: Nichts, nicht einmal Verzweiflung, rechtfertigt Massenverdummung, Totalitarismus und Haß. Der Islamismus ist eine reaktionäre Ideologie. Überall, wo er sich breit macht, zerstört er Gleichheit, Freiheit und Laizismus. Wo er erfolgreich ist, führt er nur zu einer Welt des Unrechts und der Unterdrückung: Der Frauen durch die Männer und aller anderen durch die Integristen.</strong></p>
<p><strong>Wir lehnen den „kulturellen Relativismus“ ab, der im Namen der Achtung der Kulturen und der Traditionen hinnimmt, daß den Frauen und Männern der muslimischen Kultur das Recht auf Gleichheit, Freiheit und Laizität vorenthalten wird.</strong></p>
<p><strong>Wir weigern uns, wegen der Befürchtung, die „Islamophobie“ zu fördern, auf den kritischen Geist zu verzichten. Dies ist ein verhängnisvolles Konzept, das die Kritik am Islam als Religion und die Stigmatisierung der Gläubigen durcheinanderbringt…”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/30/russen-in-deutschland-schicken-hilfsguter-in-die-ostukraine/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/30/russen-in-deutschland-schicken-hilfsguter-in-die-ostukraine/</a></p>
<p><strong>“Die Verbrechen von NSA und CIA müssen vor Gericht”:</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/30/die-verbrechen-von-nsa-und-cia-mussen-vor-gericht-frankfurter-allgemeine-zeitung-30122014/">http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/30/die-verbrechen-von-nsa-und-cia-mussen-vor-gericht-frankfurter-allgemeine-zeitung-30122014/</a></p>
<p><strong>Oligarchin Timoschenko(”Russen abschlachten”) und Joachim Gauck:</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/11/28/tagesschau-28nov2014es-lag-zum-beispiel-daran-dass-politikerinnen-wie-julia-timoschenko-im-westen-als-demokratinnen-bezeichnet-und-unterstutzt-wurden-wahrend-sie-in-der-ukraine-als-mitglied-de/">http://www.hart-brasilientexte.de/2014/11/28/tagesschau-28nov2014es-lag-zum-beispiel-daran-dass-politikerinnen-wie-julia-timoschenko-im-westen-als-demokratinnen-bezeichnet-und-unterstutzt-wurden-wahrend-sie-in-der-ukraine-als-mitglied-de/</a></p>
<p><img src="https://diemuellhalde.files.wordpress.com/2014/06/de5eb9bd0f9ef4488f987e22751cb263.jpg" alt="" /></p>
<p><strong>“Russen in Deutschland:</strong></p>
<h1>„Wir sind stolz auf Putin“ (Handelsblatt) <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/international/russen-in-deutschland-wir-sind-stolz-auf-putin/10347274.html">http://www.handelsblatt.com/politik/international/russen-in-deutschland-wir-sind-stolz-auf-putin/10347274.html</a></h1>
<p><strong>Angela Merkel und Oligarchin Timoschenko:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/03/27/weiter-warten-auf-merkel-positionierung-zu-ihrer-freundin-timoschenko-bisher-nur-2-satze-armselig-oberflachliche-alibi-kritik-von-regierungssprecher-%E2%80%9Egewaltbilder-gewaltphantasien-liegen-we/">http://www.hart-brasilientexte.de/2014/03/27/weiter-warten-auf-merkel-positionierung-zu-ihrer-freundin-timoschenko-bisher-nur-2-satze-armselig-oberflachliche-alibi-kritik-von-regierungssprecher-%E2%80%9Egewaltbilder-gewaltphantasien-liegen-we/</a></p>
<p><strong>“Russen an den Galgen”: </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/03/20/ukraine-2014-was-im-deutschen-mainstream-fehlt-schulkinder-schreien-russen-an-den-galgen-video-anklicken/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2014/03/20/ukraine-2014-was-im-deutschen-mainstream-fehlt-schulkinder-schreien-russen-an-den-galgen-video-anklicken/</a></p>
<p><strong>Peter Scholl-Latour:</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/03/24/peter-scholl-latour-2014-und-da-spielen-die-usa-verruckt-im-moment-die-fuhren-den-kalten-krieg-fort-es-war-putin-der-mit-der-annexion-der-krim-das-volkerrecht-gebrochen-hat-tagesspiegel/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2014/03/24/peter-scholl-latour-2014-und-da-spielen-die-usa-verruckt-im-moment-die-fuhren-den-kalten-krieg-fort-es-war-putin-der-mit-der-annexion-der-krim-das-volkerrecht-gebrochen-hat-tagesspiegel/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/30/wirtschaftskrise-in-der-ukraine-illustrierte-der-spiegel-deutsche-steuerzahler-mussen-kiewer-putschregierung-mitfinanzieren/">http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/30/wirtschaftskrise-in-der-ukraine-illustrierte-der-spiegel-deutsche-steuerzahler-mussen-kiewer-putschregierung-mitfinanzieren/</a></p>
<p><strong>Manipulationsmethoden der &#8222;Lügenpresse&#8220;:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/05/05/ukraine-2014-die-manipulations-und-propagandamethoden-deutscher-medien-und-westlicher-politiker-deutsche-medienkonsumenten-weisen-auf-gangige-methoden-der-letzten-monate/">http://www.hart-brasilientexte.de/2014/05/05/ukraine-2014-die-manipulations-und-propagandamethoden-deutscher-medien-und-westlicher-politiker-deutsche-medienkonsumenten-weisen-auf-gangige-methoden-der-letzten-monate/</a></p>
<p><span id="more-20459"></span></p>
<h2>Deutschlands Medien, Manipulationstricks 2014: Statt Fakten-Information immer mehr Kommentierung, realitätsfremde Bewertung, infantiler Subjektivismus &#8211; selbsternannte “Erklärer” als neue Ideologen…PEGIDA-Kundgebung in Dresden &#8211; und bizarre Medienberichterstattung. PEGIDA-Positionierung zu Ukraine-Krieg, Irakkrieg, Libyenkrieg etc. verschwiegen. <a title="Beitrag bearbeiten" href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=20235">**</a></h2>
<p>tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/pegida-dresden/" rel="tag">pegida-dresden</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/scholl-latour-und-desinformation/" rel="tag">scholl-latour und desinformation</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/ukraine-kalter-krieg-2014/" rel="tag">ukraine-kalter krieg 2014</a></p>
<p><a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/verschwoerungstheoretiker-formieren-sich-in-deutschland-13306679.html">http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/verschwoerungstheoretiker-formieren-sich-in-deutschland-13306679.html</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/08/deutsche-medien-blamieren-sich-sogar-wegen-unfahigkeit-uber-kundgebungen-und-demonstrationen-faktengetreu-zu-berichten/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/08/deutsche-medien-blamieren-sich-sogar-wegen-unfahigkeit-uber-kundgebungen-und-demonstrationen-faktengetreu-zu-berichten/</a></p>
<p><strong>Offenkundig &#8211; in deutschen Medien ist verboten, über gravierende Aspekte von Mentalität, soziokulturellen Faktoren zu berichten. Auffällig ist, daß deutsche Autoritäten keinerlei geförderte Studienreisen in typische islamische Länder wie Afghanistan oder Pakistan anbieten &#8211; wer sich dort auch nur einige Wochen aufhielt, hat einen sehr guten Eindruck darüber bekommen, was nunmehr auch in Deutschland massiv in Landes-und Alltagskultur übernommen werden soll. </strong><strong>Etwa in Pakistan u.a. einer Steinigung durch Jugendgruppen entgangen zu sein, wirkt ausgesprochen prägend, ebenso die Rettung unverschleierter mitteleuropäischer Frauen vor angreifenden fanatischen Horden. Anthropologisch Interessierte verwiesen in Bezug auf Afghanistan und Pakistan immer wieder auf den Umstand, daß extrem strenggläubige Moslems das mafiöse Geschäft mit harten Drogen auf allen Aktionsebenen managen, auch bewaffnet.</strong><strong> Auch geförderte Studienreisen in bestimmte afrikanische Länder könnten dazu dienen, die Menschenhandels-Diskussion zu versachlichen, stärker auf eine Faktenbasis zu stellen. Denn sehr auffällig ist, daß deutsche Medien just angesichts der derzeitigen öffentlichen Diskussion überraschend auf Kultur-, Mentalitäts-und Ländervergleiche verzichten, statt mit Reportagen etc. für plastischen Anschauungsunterricht zu sorgen. </strong></p>
<p><strong>“Ehemalige ZDF-Mitarbeiterin packt aus” &#8211; anklicken:</strong><a href="https://www.youtube.com/watch?v=iSzOQ5hiZxM"> https://www.youtube.com/watch?v=iSzOQ5hiZxM</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2014/12/pedigarusland1.jpg" alt="pedigarusland1.jpg" /></p>
<p><strong>Ausriß, PEGIDA-Kundgebung.  </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/03/06/ukraine-2014-rusland-bereitet-sanktionen-vor-falls-westliche-lander-gegen-rusland-sanktionen-verhangen-bisher-keinerlei-sanktionen-gegen-lander-die-volkerrechtswidrige-irak-aggression-rund-15-m/">http://www.hart-brasilientexte.de/2014/03/06/ukraine-2014-rusland-bereitet-sanktionen-vor-falls-westliche-lander-gegen-rusland-sanktionen-verhangen-bisher-keinerlei-sanktionen-gegen-lander-die-volkerrechtswidrige-irak-aggression-rund-15-m/</a></p>
<p><strong>Die PEGIDA-Kundgebung von Dresden &#8211; was am Tag danach in der Berichterstattung deutscher Medien alles fehlt. Vergleiche zwischen Reden, Teilnehmerreaktionen  und der veröffentlichten Meinung weisen auf üble Manipulationstricks. Für Kommunikationswissenschaftler, falls sie sich trauen, ein ausgezeichnetes Forschungsmaterial über heutige Manipulations-und Propagandamethoden.</strong></p>
<p><strong>Mißlich für Ostdeutsche &#8211; nach 1990 verloren sie die auf ihrem Territorium befindlichen tonangebenden Medien, darunter Zeitungen  &#8211; diese wurden fast durchweg an westdeutsche Medienkonzerne verkauft und berichten entsprechend &#8211; gemäß dem Tendenzschutz-Prinzip.</strong></p>
<p><strong> Die bedenkliche Rolle des sog. “Tendenzschutzes” &#8211; vielen Medienkonsumenten garnicht bekannt:</strong></p>
<p><strong>Tendenzschutz und journalistische Freiheit in Deutschland, laut Wikipedia: Tendenzschutz in deutschen Medien: Wikipedia zu üblichen sehr starken Beschränkungen journalistischer Freiheit:  …Unter Tendenzschutz wird verstanden, dass dem <a title="Verleger" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Verleger">Verleger</a> eines <a title="Medium" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Medium">Mediums</a> (z. B. einer <a title="Zeitung" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zeitung">Zeitung</a>) ausdrücklich das Recht gewährt wird, die politische Meinung der jeweiligen Publikation festzulegen. Seine Macht erstreckt sich also nicht nur auf wirtschaftliche Entscheidungen (etwa zur <a title="Betriebsorganisation" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Betriebsorganisation">Betriebsorganisation</a>), sondern auch, wegen der besonderen Rolle der<a title="Massenmedien" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Massenmedien">Massenmedien</a>, auf politische Entscheidungen, die andere <a title="Unternehmen" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Unternehmen">Unternehmen</a> nicht treffen können, da sie nicht selbst publizieren.</strong></p>
<p><strong><em>Tendenzschutz</em> bedeutet also konkret, dass der Verleger berechtigt ist, die politische Richtung der ihm gehörenden Medien zu bestimmen und seine <a title="Redakteur" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Redakteur">Redakteure</a> und <a title="Freier Journalist" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Freier_Journalist">freie Journalisten</a> zu verpflichten, in einer bestimmten Art und einem bestimmten Stil Texte, Bilder und Filme in einer bestimmten politischen Sichtweise zu produzieren. Ein Recht von <a title="Redakteur" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Redakteur">Redakteuren</a>, journalistisch und inhaltlich vom Verleger unabhängig zu sein, besteht nicht…</strong></p>
<p><strong>Bestes Beispiel ist die Sächsische Zeitung in Dresden, die vom westdeutschen Bertelsmann-Konzern kontrolliert wird: Das Dresdner Druck- &amp; Verlagshaus GmbH &amp; Co KG (DD+V-Mediengruppe), in dem die <em>Sächsische Zeitung</em> erscheint, ist zu 60 Prozent im Besitz der<a title="Bertelsmann AG" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bertelsmann_AG">Bertelsmann</a>-Tochter <a title="Gruner + Jahr" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gruner_%2B_Jahr">Gruner + Jahr</a>, 40 Prozent der Anteile gehören der <a title="Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Druck-_und_Verlagsgesellschaft">Deutschen Druck- und Verlagsgesellschaft</a>, einem Medienbeteiligungsunternehmen der <a title="Sozialdemokratische Partei Deutschlands" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands">SPD</a>.  Wikipedia</strong></p>
<p><strong>Auch die Freie Presse in Chemnitz ist kein ostdeutsches Medium &#8211; und berichtet entsprechend:   ”Sie ging ohne Ausschreibung für umgerechnet 100 Millionen Euro an die <a title="Medien-Union" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Medien-Union">Medien-Union</a> GmbH mit Sitz in Ludwigshafen, welche auch die Tageszeitung <em><a title="Die Rheinpfalz" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Rheinpfalz">Die Rheinpfalz</a></em> publiziert.”</strong></p>
<p><strong>Thüringer Allgemeine:</strong></p>
<p><strong>Sie ist Teil der zur <a title="Funke Mediengruppe" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Funke_Mediengruppe">Funke Mediengruppe</a>, ehemals WAZ-Mediengruppe, gehörenden <a title="Zeitungsgruppe Thüringen" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zeitungsgruppe_Th%C3%BCringen">Zeitungsgruppe Thüringen</a> (gemeinsam mit <em><a title="Ostthüringer Zeitung" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ostth%C3%BCringer_Zeitung">Ostthüringer Zeitung</a></em> und <em><a title="Thüringische Landeszeitung" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Th%C3%BCringische_Landeszeitung">Thüringische Landeszeitung</a></em>) und zählt zu den auflagenstärksten Regionalzeitungen in Deutschland…Die Funke Mediengruppe mit Sitz in <a title="Essen" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Essen">Essen</a> ist ein Medienkonzern mit Beteiligungen an Zeitungen, Anzeigenblättern, Zeitschriften und elektronischen Medien in Deutschland, Österreich, Kroatien und Ungarn…Wikipedia</strong></p>
<p><strong>Volksstimme Magdeburg:  ”Die <em>Volksstimme</em> erscheint seitdem bei der Magdeburger Verlags- und Druckhaus GmbH, einer hundertprozentigen Tochter der für ihre Programm- und <a title="Regenbogenpresse" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Regenbogenpresse">Yellowpress-Blätter</a> bekannten<a title="Bauer Verlagsgruppe" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bauer_Verlagsgruppe">Bauer Verlagsgruppe</a> Hamburg, der heutigen <a title="Bauer Media Group" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bauer_Media_Group">Bauer Media Group</a>.” Wikipedia</strong></p>
<p><strong>Berliner Zeitung:  …Die Verlagsgruppe Holtzbrinck verkaufte daher im Herbst 2005 den Berliner Verlag für geschätzte 150 bis 180 Millionen Euro an die <a title="BV Deutsche Zeitungsholding" href="http://de.wikipedia.org/wiki/BV_Deutsche_Zeitungsholding">BV Deutsche Zeitungsholding</a>. Die Übernahmepläne waren nach deren Bekanntgabe innerhalb des Verlages auf starke Kritik gestoßen, weil befürchtet wurde, dass zu hohe Renditeerwartungen des britischen Medienmanagers <a title="David Montgomery (Medieninvestor)" href="http://de.wikipedia.org/wiki/David_Montgomery_(Medieninvestor)">David Montgomery</a> die journalistische Qualität der Zeitung beeinträchtigen könnten. Ebenfalls wurde kritisiert, dass Chefredakteur <a title="Josef Depenbrock" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Josef_Depenbrock">Josef Depenbrock</a> gleichzeitig als Geschäftsführer fungierte. Mit dem Verkauf des Berliner Verlages war erstmals ein deutsches Zeitungshaus in den Besitz eines ausländischen <a title="Anleger (Finanzmarkt)" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anleger_(Finanzmarkt)">Finanzinvestors</a> gelangt…</strong></p>
<p><strong>Schweriner Volkszeitung: ”…Der <a title="Burda-Verlag" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Burda-Verlag">Burda-Verlag</a>, in dem Zeitschriften wie <em><a title="Bunte" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bunte">Bunte</a></em>, <em><a title="Focus" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Focus">Focus</a></em> und <em><a title="Freundin (Zeitschrift)" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Freundin_(Zeitschrift)">Freundin</a></em> erscheinen, kaufte 1991 von der <a title="Treuhandanstalt" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Treuhandanstalt">Treuhandanstalt</a> neben dem Rostocker Blatt <em>Norddeutsche Neueste Nachrichten</em> die<em>Schweriner Volkszeitung</em>. Im Jahre 2005 wurde das Blatt vom Burda-Konzern an den <a title="Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schleswig-Holsteinischer_Zeitungsverlag">Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag</a> (sh:z) veräußert und ist heute, wie der sh:z, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der <em>medien holding:nord GmbH</em> mit Sitz in Flensburg.<sup><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schweriner_Volkszeitung#cite_note-3">[3]</a>.. Wikipedia</sup></strong></p>
<p><strong>Ostsee-Zeitung:</strong> <strong> …Die <em>Ostsee-Zeitung</em> ist ein Tochterunternehmen der <em><a title="Lübecker Nachrichten" href="http://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCbecker_Nachrichten">Lübecker Nachrichten</a></em>. Seit 31. Dezember 2009 wird das Unternehmen direkt als 100-prozentiges Tochterunternehmen der <a title="Verlagsgesellschaft Madsack" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Verlagsgesellschaft_Madsack">Verlagsgesellschaft Madsack</a> in dessen Unternehmensbilanz geführt… Wikipedia</strong></p>
<p><strong>Welche  deutschen Medien gemäß Tendenzschutz-Gebot berichteten…</strong></p>
<p><a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/pegida-proteste-widerstand-gegen-demos-in-dresden-a-1006585.html"> http://www.spiegel.de/politik/deutschland/pegida-proteste-widerstand-gegen-demos-in-dresden-a-1006585.html</a></p>
<p><a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/pegida-innenpolitiker-sorgen-sich-wegen-anti-islam-bewegung-13310618.html"> http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/pegida-innenpolitiker-sorgen-sich-wegen-anti-islam-bewegung-13310618.html</a></p>
<p><a href="http://www.fr-online.de/flucht-und-zuwanderung/pegida-dresden-patt-in-dresden,24931854,29272364.html"> http://www.fr-online.de/flucht-und-zuwanderung/pegida-dresden-patt-in-dresden,24931854,29272364.html</a></p>
<p><a href="http://www.focus.de/politik/deutschland/pegida-und-duegida-8000-menschen-bei-anti-islam-demo-in-dresden-kaum-teilnehmer-in-duesseldorf_id_4330934.html">http://www.focus.de/politik/deutschland/pegida-und-duegida-8000-menschen-bei-anti-islam-demo-in-dresden-kaum-teilnehmer-in-duesseldorf_id_4330934.html</a></p>
<p><a href="http://www.freiepresse.de/SACHSEN/Dresden-steht-auf-fuer-Toleranz-und-Weltoffenheit-artikel9058114.php"> http://www.freiepresse.de/SACHSEN/Dresden-steht-auf-fuer-Toleranz-und-Weltoffenheit-artikel9058114.php</a></p>
<p><a href="http://www.dnn-online.de/dresden/web/dresden-nachrichten/detail/-/specific/Bis-zu-10-000-Menschen-bei-Pegida-Kundgebung-Teilnehmer-greifen-Gegendemonstranten-an-3325738581">http://www.dnn-online.de/dresden/web/dresden-nachrichten/detail/-/specific/Bis-zu-10-000-Menschen-bei-Pegida-Kundgebung-Teilnehmer-greifen-Gegendemonstranten-an-3325738581</a></p>
<p><strong>Video &#8211; was die tatsächlichen Themen der PEGIDA-Kundgebung waren:</strong></p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=y3VlgH3A9JY#t=1985">https://www.youtube.com/watch?v=y3VlgH3A9JY#t=1985</a></p>
<p><strong>Redner: “Gab es auch nur einen objektiven Grund, in den Irak einzumarschieren? Gab es nur einen objektiven Grund, Gaddafi zu stürzen?” “Nein!”(Ausruf der Kundgebungsteilnehmer).</strong></p>
<p><strong>Auffällig, daß deutsche Medien, die Hauptnachrichtensendungen des deutschen Fernsehens,  über diese Positionierung nicht berichten.</strong></p>
<p><strong>“Gibt es auch nur einen objektiven Grund, Rußland mit der Ukraine zu provozieren?” “Nein!” </strong></p>
<p><strong>Auffällig, daß deutsche Medien über diese Positionierung nicht berichten.</strong></p>
<p><strong>“Frieden mit Rußland! Nie wieder Krieg in Europa.”</strong></p>
<p><strong>“Können wir Parallelgesellschaften dulden, in denen weder unser Grundgesetz noch die allgemeine Rechtsprechung die Norm sind? In denen die Zwangsheirat geduldet wird? In denen die Rechte der Frau mit Füßen getreten werden? In denen sogenannte Ehrenmorde faktisch normal sind? In denen es kein Recht auf sexuelle Selbstbestimmung gibt?”</strong></p>
<p><strong>Auffällig, daß deutsche Medien über diese Positionierung nicht berichten.</strong></p>
<p><strong>“…einfach mal die Bücher vom Neuköllner Bezirksbürgermeister Buschowski lesen…unsere Politiker die größte Schuld für die schleichende Islamisierung tragen…Ungläubige deshalb, weil wir die Rechte der Frau respektieren…Ungläubige deshalb, weil wir keine Ehrenmorde dulden…Wer in unserm Land lebt, hat auch unsere Gesetze zu respektieren.”</strong></p>
<p><strong>Auffällig, daß deutsche Medien über diese Positionierung nicht berichten.</strong></p>
<p><strong>Forderung an Autoritäten, die Asylgesetze einzuhalten und nicht permanent zu verletzen.  </strong></p>
<p><strong>“Es ist in ganz Europa so, daß die Presse alles verdreht… Spätestens seit 2003 erleben wir, wie die USA ihre Probleme auf andere Länder, vorzugsweise auf Europa abwälzen.” </strong></p>
<p><strong>Auffällig, daß deutsche Medien über diese Positionierung nicht berichten.</strong></p>
<p><strong>Test für Politisierte &#8211; ergibt der Vergleich mit den Kundgebungsreden(siehe youtube), daß deutsche Medien korrekt über die Veranstaltung berichten &#8211; oder wird gelogen, manipuliert, unterschlagen, verfälscht?</strong></p>
<p><strong>Betrifft Lügen, Manipulieren, Verfälschen auch die sogenannten deutschen TV-Talkshows zu PEGIDA?</strong></p>
<p><strong>Zu den kuriosen Mythen, die westdeutsche Medien unter Ausnutzung der zunehmenden Unkenntnis Westdeutscher über Ostdeutschland pflegen, gehört die kuriose These, Ostdeutsche, DDR-Bürger hätten sehr wenig bzw. keine Kennis/Erfahrung im Umgang mit Ausländern gehabt. Dabei ist just das Gegenteil richtig: Ostdeutsche reisten sehr viel ins Ausland, waren zudem am Arbeitsplatz, in Schule und Studium nahezu permanent mit Ausländern im Kontakt, lebten, feierten zudem mit ihnen zusammen, etwa in Wohnheimen, Internaten. Wer etwa in den sechziger, siebziger, achtziger Jahren in der DDR lebte, war sehr oft bereits als Schüler im Rahmen der üblichen Integrations-Patenschaften mit Ausländern im Kontakt. Dies konnten u.a. Vietnamesen, Staatsbürger zahlreicher afrikanischer und lateinamerikanischer  Länder, Syrer sein, die in der DDR studierten oder eine Berufsausbildung machten &#8211; der Kontakt zu Ausländern aus dem RGW ergab sich ohnehin.  Westdeutsch Sozialisierten ist derartiges gewöhnlich nicht zu vermitteln &#8211; nach dem Anschluß von 1990 noch weniger. Zudem ist nach wie vor üblich, daß Westdeutsche, die nicht selten die DDR lediglich von ein paar Leipziger Messetagen kennen, sich als DDR-Experten ausgeben und allen Ernstes DDR-Bürgern/Ostdeutschen erklären, erläutern wollen, wie die DDR ist/war. </strong></p>
<p><strong>NATO-Regierungen finanzierten mit Steuergeldern die Syrien-Intervention, die zur Ermordung von weit über 100000 Syriern, darunter sehr vielen Christen führte &#8211; und eine gewaltige Flüchtlingswelle auslöste. Jetzt sollen erneut die Steuerzahler der NATO-Länder zur Kasse gebeten werden, um Teillösungen des Flüchtlingsproblems zu finanzieren. Selbst aus Deutschland wurden zahlreiche Christenmörder nach Syrien geschickt. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/03/PegidaGegenNazis.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-29775" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/03/PegidaGegenNazis-667x1024.jpg" alt="PegidaGegenNazis" width="667" height="1024" /></a></p>
<p><strong>“Gegen Nazis” – Pegida-Anhänger im Spaziergang vom 23.3. 2015. Pegida-Protestaktionen werden bundesweit immer wieder von Rechtsextremisten attackiert. </strong></p>
<p><strong>Islam und Adolf Hitler :</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/11/19/judenhasser-feiern-attentat-auf-synagoge-in-jerusalem-2014-politisch-korrekter-deutscher-mainstream-verschweigt-das-stets-auch-in-deutschland-derartige-attentate-gros-gefeiert-werden-autoritaten-e/">http://www.hart-brasilientexte.de/2014/11/19/judenhasser-feiern-attentat-auf-synagoge-in-jerusalem-2014-politisch-korrekter-deutscher-mainstream-verschweigt-das-stets-auch-in-deutschland-derartige-attentate-gros-gefeiert-werden-autoritaten-e/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/12/wesbrotichesse.jpg" alt="wesbrotichesse.jpg" /></p>
<p><strong>Wandbehang in idyllischer deutscher Kleinstadt.</strong></p>
<p><strong>Wer Nazis, Rechtsextremisten, Judenhasser, SS-Verherrlicher unterstützt, finanziert:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/11/25/ukrainekrieg-die-nazis-rechtsextremisten-auf-fuhrungsposten-der-kiewer-marionettenregierung-wie-der-rechtsextremist-wadim-trojan-polizeichef-des-kiewer-gebietes-werden-konntefaz/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2014/11/25/ukrainekrieg-die-nazis-rechtsextremisten-auf-fuhrungsposten-der-kiewer-marionettenregierung-wie-der-rechtsextremist-wadim-trojan-polizeichef-des-kiewer-gebietes-werden-konntefaz/</a></p>
<h2>“Deutschland! Alles ist schön, das Volk ist sensationell!” Größte Tourismuszeitschrift Brasiliens 2014, Schlagzeile auf Titelseite. Qualität und Glaubwürdigkeit heutiger Reisezeitschriften. Brasilianische Mittelschichtler machen zunehmend in Deutschland Urlaub, sind des Lobes voll, vergleichen mit Gewalt-Gesellschaftsmodell zuhause. <a title="Beitrag bearbeiten" href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=20232">**</a></h2>
<p>tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/deutschland-tourismus-brasilien/" rel="tag">deutschland-tourismus-brasilien</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2014/12/alemanhalindosensacional.jpg" alt="alemanhalindosensacional.jpg" /></p>
<p><strong>Kiosk in Sao Paulo, Dezember 2014.</strong></p>
<h2>”Das Leben in Brasilien ist leicht und unbeschwert. Probieren Sie es selbst.” Deutschsprachige Tourismuspropaganda in großen Zeitschriften.</h2>
<p><strong>Fotoserien &#8211; warum viele Brasilianer so gerne nach Deutschland reisen:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/04/26/brasiliens-zeitungen-brasilianischer-fotojournalismus-teil-2-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/04/26/brasiliens-zeitungen-brasilianischer-fotojournalismus-teil-2-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/01/18/brasilien-land-der-fusball-wm-2014-ist-der-staat-mit-den-weltweit-meisten-morden-an-schwulen-laut-nationaler-homosexuellenbewegung-dennoch-redet-mitteleuropas-gesteuerter-mainstream-derzeit-nur-di/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2014/01/18/brasilien-land-der-fusball-wm-2014-ist-der-staat-mit-den-weltweit-meisten-morden-an-schwulen-laut-nationaler-homosexuellenbewegung-dennoch-redet-mitteleuropas-gesteuerter-mainstream-derzeit-nur-di/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/05/bodo-ramelow-und-die-wertvorstellungen-seiner-spd-partner/">http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/05/bodo-ramelow-und-die-wertvorstellungen-seiner-spd-partner/</a></p>
<p><strong>Brasilien &#8211; Daten, Statistiken:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/</a></p>
<p><strong>Deutsche Autoritäten wollen PEGIDA-Proteste verhindern bzw. kleinhalten &#8211; aus Brasilien, Testlabor des Neoliberalismus, ist bekannt, wie man die Proteste gegen die Fußball-WM 2014 sehr effizient kleinhielt, u.a. durch gesteuerte Medienkampagnen und Polizeigewalt:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/06/24/brasilien-geldfusball-wm-2014-systemkritikerproteste-sao-paulos-militarpolizei-umzingelt-anti-wm-demonstration-nur-rd-200-teilnehmer-mit-etwa-700-teils-sogar-mit-mpi-bewaffneten-beamten-schwe/">http://www.hart-brasilientexte.de/2014/06/24/brasilien-geldfusball-wm-2014-systemkritikerproteste-sao-paulos-militarpolizei-umzingelt-anti-wm-demonstration-nur-rd-200-teilnehmer-mit-etwa-700-teils-sogar-mit-mpi-bewaffneten-beamten-schwe/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2014/06/wmopressaofrau.jpg" alt="wmopressaofrau.jpg" /></p>
<p><strong>“Die Repression bringt uns nicht zum Schweigen.”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/07/26/absturz-der-malaysischen-passagiermaschine-im-juli-2014-wer-schickt-zivilflugzeuge-uber-ein-heftig-umkampftes-kriegsgebiet-der-ostukraine-um-diese-dem-abschussrisiko-auszusetzen-fragen-deutsche-med/">http://www.hart-brasilientexte.de/2014/07/26/absturz-der-malaysischen-passagiermaschine-im-juli-2014-wer-schickt-zivilflugzeuge-uber-ein-heftig-umkampftes-kriegsgebiet-der-ostukraine-um-diese-dem-abschussrisiko-auszusetzen-fragen-deutsche-med/</a></p>
<p><strong>Unterstützung islamischer Terroristen durch westliche Regierungen &#8211; siehe Afghanistans Mujaheddin:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/09/28/brasilianischer-syrien-experte-der-uno-paulo-sergio-pinheiro-uber-die-unterstutzung-der-usa-und-europaischer-staaten-fur-islamistische-extremisten-die-derzeit-ua-partiell-bombardiert-werden/">http://www.hart-brasilientexte.de/2014/09/28/brasilianischer-syrien-experte-der-uno-paulo-sergio-pinheiro-uber-die-unterstutzung-der-usa-und-europaischer-staaten-fur-islamistische-extremisten-die-derzeit-ua-partiell-bombardiert-werden/</a></p>
<p><strong>Keine Forderung nach Bestrafung der Irakkrieg-Verantwortlichen &#8211; wieviele Iraker noch leben könnten:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/02/04/mitteleuropaische-ausenminister-schweigen-weiter-zu-15-millionen-getoteten-in-dem-unter-einem-lugenvorwand-begonnenen-irakkrieg-keinerlei-druck-auf-die-verantwortlichen-des-irakkriegs-keinerlei-bes/">http://www.hart-brasilientexte.de/2014/02/04/mitteleuropaische-ausenminister-schweigen-weiter-zu-15-millionen-getoteten-in-dem-unter-einem-lugenvorwand-begonnenen-irakkrieg-keinerlei-druck-auf-die-verantwortlichen-des-irakkriegs-keinerlei-bes/</a></p>
<p><strong>SPD-Politiker Andreas von Bülow: </strong> <strong>“Das allseits zu beobachtende Festhalten an geopolitischen Spielen zeigt sehr deutlich, daß ein erheblicher Teil auch der westlichen Machteliten wenig Vertrauen in die Wirksamkeit der Ideale der westlichen Staatsform, der Demokratie, des Rechtsstaates, der Geltung völkerrechtlicher Regeln setzt und sich lieber hinter dem Rücken des Volkes und von öffentlicher Kritik freigehalten, auf die Durchsetzung der angeblichen Staatsräson mit den verdeckten Mitteln und Methoden der Geheimdienste verläßt.”</strong></p>
<p><strong>Islamisten mit deutschen Waffen:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/01/23/syrien-intervention-islamisten-mit-deutsche-waffen-sogar-milan-raketen-laut-berliner-zeitung-sie-bringen-uns-den-tod-mit-deutschen-waffen-bisher-noch-nicht-ermittelt-wieviele-bewohner-syrien/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2014/01/23/syrien-intervention-islamisten-mit-deutsche-waffen-sogar-milan-raketen-laut-berliner-zeitung-sie-bringen-uns-den-tod-mit-deutschen-waffen-bisher-noch-nicht-ermittelt-wieviele-bewohner-syrien/</a></p>
<p><strong>Lula war Diktatur-Informant, laut neuem Buch: </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/02/12/brasilien-die-folterdiktatur-lula-und-die-arbeiterpartei-pt-rufmord-ein-kapitalverbrechen-buch557-seiten-mit-schweren-vorwurfen-gegen-lula-macht-schlagzeilen/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2014/02/12/brasilien-die-folterdiktatur-lula-und-die-arbeiterpartei-pt-rufmord-ein-kapitalverbrechen-buch557-seiten-mit-schweren-vorwurfen-gegen-lula-macht-schlagzeilen/</a></p>
<p><strong>Antisemitismusförderung in Frankreich und Deutschland:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2015/01/14/antisemitismusforderung-in-frankreich-judenflucht-nach-israel-der-fall-des-als-franzosischer-komiker-bezeichneten-dieudonne/">http://www.hart-brasilientexte.de/2015/01/14/antisemitismusforderung-in-frankreich-judenflucht-nach-israel-der-fall-des-als-franzosischer-komiker-bezeichneten-dieudonne/</a></p>
<p><strong>Wie kommen eigentlich in Drittweltländern Studienabschlüsse, Examensarbeiten, Diplome, Doktorarbeiten zustande, die dann auch in Ländern wie Deutschland geltend gemacht werden? Eine politisch äußerst unkorrekte Analyse:</strong> <a href="http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/brasilien-riesiger-markt-fuer-gekaufte-examensarbeiten-a-446410.html">http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/brasilien-riesiger-markt-fuer-gekaufte-examensarbeiten-a-446410.html</a></p>
<h2 class="beitrags-titel">“1500 Euro netto. So viel bekommt inzwischen eine fünfköpfige Flüchtlingsfamilie in Stuttgart. Unterkunft inklusive. Das ist unterm Strich mehr, als manche Arbeitnehmer-Familie in Deutschland im Monat zum Leben hat.” Stuttgarter Zeitung. “Wegen seiner hohen Leistungen ist Deutschland für Flüchtlinge zum Zielland Nummer eins in Europa geworden.” <span class="kleiner"><a class="post-edit-link" href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?post=30291&amp;action=edit">**</a></span></h2>
<div class="beitrags-info">tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/deutschland-asylbewerber-kosten-taschengeld/" rel="tag">deutschland &#8211; asylbewerber &#8211; kosten &#8211; taschengeld</a></div>
<div class="beitrag">
<div id="id_cfcaeb5b_abeb_44cf_8486_759760c8f482" class="contentbrick regPaidContent">
<h1 class="articleHeader">Pauschal großzügig</h1>
<p><strong><span class="address">Rainer Wehaus, </span><span class="time">22.09.2014 15:30 Uhr</span></strong></p>
</div>
<div class="teaserText"><strong>1500 Euro netto. So viel bekommt inzwischen eine fünfköpfige Flüchtlingsfamilie in Stuttgart. Unterkunft inklusive. Das ist unterm Strich mehr, als manche Arbeitnehmer-Familie in Deutschland im Monat zum Leben hat.</strong><strong> Und sehr viel mehr als das, was in weiten Teilen der Welt verdient werden kann. Seit Mitte 2012 zahlt Deutschland Asylbewerbern rund das Vierfache mehr an sogenanntem Taschengeld. Seitdem hat sich auch die Zahl der <a class="art_thema" title="Asylbewerber" href="http://www.stuttgarter-nachrichten.de/thema/Asylbewerber">Asylbewerber</a> in etwa vervierfacht.</strong></div>
<section id="id_53967328_714f_451b_b5e2_2083a4880984" class="brickgroup art_body"><strong>Wegen seiner hohen Leistungen ist Deutschland für Flüchtlinge zum Zielland Nummer eins in Europa geworden. Keiner beantragt mehr in Ungarn oder Italien Asyl, wenn er es auch bis nach Deutschland schaffen kann. Vor Ort, wo seit Monaten hektisch Notunterkünfte geschaffen und Asylheime gebaut werden müssen, wächst darüber der Unmut. Die Wahlerfolge der rechtsgerichteten Alternative für Deutschland (AfD) zeugen davon…</strong><strong>Angesichts all dessen verwundert es einen, wie wenig die Politiker in Deutschland gegen den wachsenden Asyl-Zustrom tun. Man beginnt gar zu frösteln, wenn Baden-Württembergs Integrationsministerin Bilkay Öney (SPD) allen Ernstes vorschlägt, mehr Asylbewerber in Ostdeutschland unterzubringen. Haben unsere Politiker in Sachen Asyl gar nichts aus der Vergangenheit gelernt?</strong><br />
<section id="id_671cae81_5a27_4edf_a81d_6c96d3ca24e7" class="contentbrick art_verweis"></section>
<h2><strong>Sachleistungen gelten nicht mehr als politisch korrekt</strong></h2>
<p><strong>Nach den bitteren Erfahrungen Anfang der neunziger Jahre war es weitgehender politischer Konsens, dass man die Anreize für Flüchtlinge möglichst gering halten muss. Fortan gab es nur noch Sachleistungen und wenig Bargeld. Dieser Konsens ist aufgekündigt. Sachleistungen gelten nicht mehr als politisch korrekt; sie sind zur Ausnahme geworden. Obendrauf kam das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom Juli 2012, in dem das sogenannte Taschengeld als „unzureichend“ kritisiert wurde. Seitdem bekommen Asylbewerber fast so viel Geld wie Hartz-IV-Empfänger. Und genau das ist das Problem.</strong></p>
<p><strong>Die Politiker aber reden um den heißen Brei herum. Sie wollen Verfahren beschleunigen, Ausweisungen erleichtern und erklären einzelne Länder zu sicheren Herkunftsstaaten. Doch das wird das Problem nicht lösen. Der deutsche Rechtsstaat bietet jedem Flüchtling zahlreiche Möglichkeiten, seinen Aufenthalt auf mehrere Monate auszudehnen. Und diese Monate bedeuten für ihn bares Geld. Das ist kein Vorwurf an die Flüchtlinge. Sie handeln durchaus rational. Es ist die deutsche <a class="art_thema" title="Politik" href="http://www.stuttgarter-nachrichten.de/thema/Politik">Politik</a>, die irrational handelt.</strong></p>
<p><strong>Das Problem lässt sich nur lösen, indem die Anreize wieder gesenkt werden. Doch darüber redet keiner, weil das angeblich seit dem Urteil aus Karlsruhe nicht mehr geht. Das stimmt aber nicht. Das Verfassungsgericht hat es in seinem Urteil sehr wohl für zulässig erklärt, Asylbewerbern weniger Geld zu gewähren. Der Gesetzgeber müsse dies nur nachvollziehbar begründen. Angesichts der Entwicklung seit Anhebung der Leistungen dürfte der Politik eine solche Begründung eigentlich nicht schwerfallen – wenn sie nur wollte.</strong></p>
<p><strong>Auszubaden haben die Misere jene Flüchtlinge, die tatsächlich – und wohl über Jahre hinaus – unseren Schutz brauchen, weil sie zum Beispiel aus Bürgerkriegsländern kommen. Ihnen das Arbeiten zu ermöglichen und sie finanziell zu unterstützen ist ein Gebot der Menschlichkeit. Deutschland aber ist pauschal großzügig – auch gegenüber jenen, die offenkundig und in erster Linie wegen des Geldes da sind. Die Asyl-Leistungen gehören daher dringend reformiert.”</strong></p>
</section>
</div>
<p>&nbsp;</p>
<h2 class="beitrags-titel">“Lügenpresse” – woher der Begriff stammt…Warum selbst die sogenannte Jury von Darmstadt dies verschweigt. Eine Blamage der “Lügenpresse” nach der anderen…“Antisemitismus ist unsere bürgerliche und staatliche Pflicht”. Angela Merkel, youtube. ” Freud’scher-Versprecher”. <span class="kleiner"><a class="post-edit-link" href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?post=20878&amp;action=edit">**</a></span></h2>
<div class="beitrags-info">tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/luegenpresse/" rel="tag">lügenpresse</a></div>
<div class="beitrag">
<p><strong>“Lügenpresse” – woher der Begriff stammt – warum die “Lügenpresse”, die sog. Jury von Darmstadt darauf nicht hinweist…. Per Google-Suche hat man rasch heraus, welche deutschen Medien das Foto, den Fakt bewußt unterschlugen:</strong></p>
<p><a href="http://www.pi-news.net/2015/01/deutsche-linke-und-die-luegenpresse/"><img class="aligncenter size-medium wp-image-444268" src="http://www.pi-news.net/wp/uploads/2015/01/lp-440x288.jpg" alt="lp" width="440" height="288" /></a></p>
<p><strong>Ausriß “Politically Incorrect” 2015. </strong></p>
<p><a href="https://sicherungsblog.files.wordpress.com/2015/01/lc3bcgenpresse2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-9964" src="https://sicherungsblog.files.wordpress.com/2015/01/lc3bcgenpresse2.jpg?w=620" alt="lügenpresse2" /></a></p>
<p><strong>Ausriß. Welche Berliner Medien nicht zufällig im aktuellen Zusammenhang diesen Hintergrund unterschlugen…</strong></p>
<p><strong>Wie es die “Tagesschau” hindreht, warum natürlich der Hinweis auf die 68er-Bewegung dreist verschwiegen wird:</strong></p>
<p><a href="http://www.tagesschau.de/inland/unwort-115.html">http://www.tagesschau.de/inland/unwort-115.html</a></p>
<p><strong>“Das Wort “Lügenpresse” ist ein Begriff, der bei den “Pegida”-Demonstrationen immer wieder skandiert wird. Jetzt wurde es zum Unwort des Jahres gewählt. Wohl auch, weil es eine eigene, sehr deutsche Geschichte hat.”</strong></p>
<p><strong>“Die Tagesschau als Lügenpresse”: </strong> <a href="http://meedia.de/2015/01/14/die-tagesschau-als-luegenpresse-wenn-dr-kai-gniffke-sauer-wird/">http://meedia.de/2015/01/14/die-tagesschau-als-luegenpresse-wenn-dr-kai-gniffke-sauer-wird/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2015/01/13/lugenpresse-sogenannte-jury-von-darmstadt-blamiertverheddert-sich-bei-unwort-des-jahres-2014/">http://www.hart-brasilientexte.de/2015/01/13/lugenpresse-sogenannte-jury-von-darmstadt-blamiertverheddert-sich-bei-unwort-des-jahres-2014/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2014/12/pegidamedienplakat1.jpg" alt="pegidamedienplakat1.jpg" /></p>
<p><strong>Ausriß. </strong></p>
<h2 class="beitrags-titel">“Antisemitismus ist unsere bürgerliche und staatliche Pflicht”. Angela Merkel, youtube. ” Freud’scher-Versprecher”.</h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2015/01/18/antisemitismus-ist-unsere-buergerliche-und-staatliche-pflicht-angela-merkel-youtube-warum-alle-abgeordneten-klatschen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2015/01/18/antisemitismus-ist-unsere-buergerliche-und-staatliche-pflicht-angela-merkel-youtube-warum-alle-abgeordneten-klatschen/</a></p>
<p><strong>Pegida Dresden in Medien Brasiliens:</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/01/pegidamerkelglobo1.jpg" alt="pegidamerkelglobo1.jpg" /></p>
<p><strong>“Hier ist das Volk”. Im Protest gegen die “Islamisierung des Westens” trägt eine Demonstrantin ein Plakat mit Kritik an Merkel.” Großfoto-Ausriß, Qualitätszeitung O Globo in Rio de Janeiro.</strong></p>
<p><strong>“Die Bewegung, die in Dresden vor drei Monaten  begann,  wuchs mit fulminanter Geschwindigkeit und konnte in in den letzten Tagen als Konsequenz der Attentate von Paris die Zahl der Anhänger vergrößern.” O Globo</strong></p>
<p><strong>Weiter Kulturbereicherung in Hamburg:</strong></p>
<div class="articleLinksTop">
<div class="floatLeft">27.03.2015 &#8211; Kopp-Online</div>
<div class="floatRight"></div>
<div class="clearFloats"><strong> Buntes Hamburg: Afghanischer Intensivtäter tötet deutsche Freundin</strong></div>
</div>
<div class="teaserText">
<h2>Torben Grombery</h2>
<p><strong>Der Hamburger Polizei ist nach dem brutalen Mord an einer 21-jährigen Deutschen ein schneller Fahndungserfolg gelungen. Der aus Afghanistan stammende Hamed H. (18), der bei der Polizei schon als Intensivtäter geführt wurde und der brutalen Tat dringend verdächtigt wird, konnte jetzt durch Spezialeinsatzkräfte der Sicherheitsbehörden im Hamburger Stadtteil Boberg festgenommen werden.</strong></p>
</div>
<h2 class="article-title"><span class="headline-intro">Hinweise auf Terroranschläge:</span> <span class="headline">Bundesregierung will Panik vermeiden. Illustrierte Der Spiegel zu Resultaten der Regierungspolitik</span></h2>
<p><strong>Die Medienlüge von Paris in Brasiliens Medien:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2015/01/14/pariser-trauermarsch-2015-wie-die-medienluge-weltweit-durchgeschaltet-wurde-beispiel-brasilien-hollande-fuhrt-den-marsch-an-im-schulterschlus-mit-ibrahim-keitamali-und-angela-merkeldeutschl/">http://www.hart-brasilientexte.de/2015/01/14/pariser-trauermarsch-2015-wie-die-medienluge-weltweit-durchgeschaltet-wurde-beispiel-brasilien-hollande-fuhrt-den-marsch-an-im-schulterschlus-mit-ibrahim-keitamali-und-angela-merkeldeutschl/</a></p>
<h2 class="beitrags-titel">Aus Brasilien nichts Neues – verirrte Kugeln verwundeten, töteten rund 30 Menschen im Januar 2015 allein in Rio de Janeiro. Geräusch vorbeipfeifender Revolver-oder Mpi-Geschosse ist meisten Rio-Bewohnern sehr geläufig. Viel Lob deutscher Politiker für das Gewalt-Gesellschaftsmodell Brasiliens. Gravierende Ereignisse der letzten 15 Jahre(Regierungskorruption, Regierungs-Fehlverhalten, Autoritarismus etc.) wiederholen sich in Brasilien auf bemerkenswerte Weise – keine Änderung der Lage in Sicht. Ein Land in der Mentalitätsfalle. <span class="kleiner"><a class="post-edit-link" href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?post=23158&amp;action=edit">**</a></span></h2>
<div class="beitrags-info">tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasilien-in-der-mentalitaetsfalle-2015/" rel="tag">brasilien in der mentalitätsfalle 2015</a></div>
<div class="beitrag">
<p><strong>Viele Fälle verirrter Kugeln, zumeist von der enormen Zahl Krimineller abgefeuert,  garnicht amtlich registriert – allgemein bekannt.</strong></p>
<p><a href="http://oglobo.globo.com/rio/sobe-para-19-numero-de-casos-de-bala-perdida-na-regiao-metropolitana-somente-este-mes-15182637">http://oglobo.globo.com/rio/sobe-para-19-numero-de-casos-de-bala-perdida-na-regiao-metropolitana-somente-este-mes-15182637</a><br />
<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/14/wieder-kind-in-olympiastadt-rio-durch-verirrte-kugel-getotet-nach-elfjahrigem-madchen-durch-bauchschus-jetzt-dreizehnjahriger-junge-lula-regierungsbilanz/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/14/wieder-kind-in-olympiastadt-rio-durch-verirrte-kugel-getotet-nach-elfjahrigem-madchen-durch-bauchschus-jetzt-dreizehnjahriger-junge-lula-regierungsbilanz/</a><br />
<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/19/150000-schuler-der-olympiastadt-rio-de-janeiro-lernen-in-todesgefahr-sind-in-risikozonen-mit-tagtaglichen-schiesereien-und-verirrten-kugeln-laut-landesmedien-menschenrechtsbilanz-der-lula-regierung/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/19/150000-schuler-der-olympiastadt-rio-de-janeiro-lernen-in-todesgefahr-sind-in-risikozonen-mit-tagtaglichen-schiesereien-und-verirrten-kugeln-laut-landesmedien-menschenrechtsbilanz-der-lula-regierung/</a></p>
<p><strong>Wie ein Blick auf die Berichterstattung deutscher Medien zeigt, ist weiterhin strikt verboten, über den realen Alltag in anderen Ländern und Kulturen zu berichten, dabei auf politisch unkorrekte Details einzugehen. Besonders strikt verboten ist die Alltagsberichterstattung aus Ländern, in denen das Geschäft des Menschhandels nach Europa, in Länder wie Deutschland floriert.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2014/11/kardinalhohenzollern2.jpg" alt="kardinalhohenzollern2.jpg" /></p>
<p><b>Brasilien – wo sich der falsche Kardinal aus Deutschland immer wieder tummelt. Zuletzt wurde der “Kardinal” in Würzburg gesichtet:</b><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2015/01/29/falscher-kardinal-jetzt-sogar-in-wuerzburg-deutsche-justiz-schliesst-die-augen-wie-im-falle-der-islamisten/">http://www.hart-brasilientexte.de/2015/01/29/falscher-kardinal-jetzt-sogar-in-wuerzburg-deutsche-justiz-schliesst-die-augen-wie-im-falle-der-islamisten/</a></p>
<p><strong>Gezielte Gewaltförderung in Deutschland:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/11/27/gezielte-gewaltforderung-in-deutschland-autoritaten-kopieren-zugig-gewalt-gesellschaftsmodelle-nichteuropaischer-staaten-erzielte-resultate-weisen-auf-tatsachliche-ziele-groses-lob-deutscher-politi/">http://www.hart-brasilientexte.de/2014/11/27/gezielte-gewaltforderung-in-deutschland-autoritaten-kopieren-zugig-gewalt-gesellschaftsmodelle-nichteuropaischer-staaten-erzielte-resultate-weisen-auf-tatsachliche-ziele-groses-lob-deutscher-politi/</a></p>
<p><strong>Was Dresdner in ihrer Stadt nicht wollen – keine Berliner Zustände, keine Kopie von Gewalt-Gesellschaftsmodellen:</strong></p>
<p><a href="http://www.deutschlandradiokultur.de/moderne-scheiterhaufen-aus-autoreifen.1013.de.html?dram:article_id=167263">http://www.deutschlandradiokultur.de/moderne-scheiterhaufen-aus-autoreifen.1013.de.html?dram:article_id=167263</a></p>
<p><strong>“Diese Akte der Barbarei sind ein solcher Rückschritt im zivilisatorischen Prozess, dass viele Leute den Tatsachen nicht ins Auge sehen, dies alles nicht wahrhaben wollen. Ich sehe da auch viel Scheinheiligkeit. Über diese grausamen Menschenrechtsverletzungen muss man diskutieren – doch just dies ist nicht erwünscht. Der Staat hat sämtliche Machtmittel, um diese Barbarei sofort zu beenden, doch dazu fehlt politischer Wille.”</strong></p>
<p><strong>…Vertreter der Kirche, doch auch der renommierte Historiker Josè Murilo de Carvalho von der Bundesuniversität Rios sind der Auffassung, dass durch die Slumdiktatur Rebellionen der Slumbewohner verhindert werden sollen. Eine Politisierung der Verarmten und Verelendeten werde ebenfalls blockiert. Die Gangsterkommandos dienten damit der Aufrechterhaltung politischer Stabilität – ganz im Sinne der Eliten…</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/09/microondaspensionista.jpg" alt="microondaspensionista.jpg" /></p>
<p><strong>Frau – Opfer der Banditen-Diktatur in Rio, Ausriß.</strong></p>
<p><strong>Fotoserie:</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</a></p>
<p><strong>Bundesaußenminister Westerwelle in Brasilien:”Brasilien ist mit seiner Lebendigkeit, Kreativität und kulturellen Vielfalt ein ungemein inspirierender Partner, der gleichzeitig durch Exzellenz in Wirtschaft und Wissenschaft besticht.” Nachfolger Steinmeier kritisiert ebenfalls die gravierenden Menschenrechtsverletzungen nicht…</strong></p>
<p><strong>Teil 2:</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/04/26/brasiliens-zeitungen-brasilianischer-fotojournalismus-teil-2-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/04/26/brasiliens-zeitungen-brasilianischer-fotojournalismus-teil-2-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</a></p>
<p><strong>Wem nützen Banditendiktatur und immer mehr No-Go-Areas?</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/15/wem-nutzen-banditendiktatur-und-immer-mehr-no-go-areas/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/15/wem-nutzen-banditendiktatur-und-immer-mehr-no-go-areas/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/29/brasiliens-scheiterhaufen-erstmals-in-einer-anklagenden-inszenierung-der-scheiterhaufenstadt-rio-de-janeiro-zu-sehen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/29/brasiliens-scheiterhaufen-erstmals-in-einer-anklagenden-inszenierung-der-scheiterhaufenstadt-rio-de-janeiro-zu-sehen/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2013/04/microondas113rio.jpg" alt="microondas113rio.jpg" /></p>
<p><strong>Ausriß. Scheiterhaufenopfer(Microondas), Januar 2013, Rio de Janeiro.</strong></p>
<p><strong>Sebastian Krumbiegel beim Anti-Pegida-Festival in Dresden: “In Rio war ich leider bis jetzt noch nicht.” Ob er sich dort wohl Scheiterhaufen, Banditenterror, extrem sadistischen Machismus, Aktionen der Todesschwadronen anschauen will?</strong></p>
<p><strong>Deutscher Bundespräsident Joachim Gauck 2013 in Brasilien: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/17/brasilien-historischer-besuch-des-deutschen-bundesprasidenten-joachim-gauck-im-tropenland-trotz-gravierender-menschenrechtslage-folter-todesschwadronen-gefangnis-horror-sklavenarbeit-etc-b/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/17/brasilien-historischer-besuch-des-deutschen-bundesprasidenten-joachim-gauck-im-tropenland-trotz-gravierender-menschenrechtslage-folter-todesschwadronen-gefangnis-horror-sklavenarbeit-etc-b/</a></p>
<p><a href="http://www.welt-sichten.org/artikel/221/der-hoelle-hinter-gittern">http://www.welt-sichten.org/artikel/221/der-hoelle-hinter-gittern</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2013/05/deutschlandjahrplakat1.jpg" alt="deutschlandjahrplakat1.jpg" /></p>
<p><strong>Gescheiterter Deutschlandjahr-Event in Sao Paulo: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/22/brasilien-das-deutschlandjahr-kulturfiasko-auf-festival-virada-cultural-offenbar-nachrichtensperre-nur-brasilianische-medien-berichteten-kultur-tour-projekt-muste-bereits-am-start-wegen-gewal/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/22/brasilien-das-deutschlandjahr-kulturfiasko-auf-festival-virada-cultural-offenbar-nachrichtensperre-nur-brasilianische-medien-berichteten-kultur-tour-projekt-muste-bereits-am-start-wegen-gewal/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/</a></p>
<p><strong>Reisewarnungen für Lateinamerikas größte Demokratie: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/09/das-menschenrecht-auf-personliche-sicherheit-unter-lula-die-deutsche-botschaft-in-brasilia-informiert/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/09/das-menschenrecht-auf-personliche-sicherheit-unter-lula-die-deutsche-botschaft-in-brasilia-informiert/</a></p>
<p><strong>“Wir sind das Land, wo man am meisten in der Welt mordet”: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/13/brasilienwir-sind-das-land-wo-man-am-meisten-in-der-welt-mordet-groste-nationale-qualitatszeitung-folha-de-sao-paulo-2012/">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/13/brasilienwir-sind-das-land-wo-man-am-meisten-in-der-welt-mordet-groste-nationale-qualitatszeitung-folha-de-sao-paulo-2012/</a></p>
<p><a href="http://www.bpb.de/internationales/amerika/lateinamerika/44672/gesundheitssystem">http://www.bpb.de/internationales/amerika/lateinamerika/44672/gesundheitssystem</a></p>
<p><a href="http://www.bpb.de/internationales/amerika/lateinamerika/44678/umgang-mit-der-vergangenheit?p=all">http://www.bpb.de/internationales/amerika/lateinamerika/44678/umgang-mit-der-vergangenheit?p=all</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/24/brasilien-die-verbrechen-der-antikatholischen-evangelikalen-wunderheilersekten-in-mitteleuropaischen-medien-gewohnlich-systematisch-verschwiegen-mord-waffen-und-drogenhandel-erpressung-vergewal/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/24/brasilien-die-verbrechen-der-antikatholischen-evangelikalen-wunderheilersekten-in-mitteleuropaischen-medien-gewohnlich-systematisch-verschwiegen-mord-waffen-und-drogenhandel-erpressung-vergewal/</a></p>
<p><strong>“Folter ohne Ende”: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/</a></strong></p>
<p><strong>Scheiterhaufen in Brasilien: </strong> <a href="http://www.deutschlandradiokultur.de/moderne-scheiterhaufen-aus-autoreifen.1013.de.html?dram:article_id=167263">http://www.deutschlandradiokultur.de/moderne-scheiterhaufen-aus-autoreifen.1013.de.html?dram:article_id=167263</a></p>
<p><strong>Bemerkenswert ist, wieviel Lob daher ein Gewalt-Gesellschaftsmodell diesen Zuschnitts von hochrangigen mitteleuropäischen Politikern, darunter aus Deutschland, seit Jahren erhält.</strong></p>
<p><strong>“Gemeinsame Werte”: </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/30/brasilien-weiter-land-mit-weltweit-hochster-mord-zahl-stellen-landesmedien-zum-jahresende-heraus-regierungsprojekt-fur-mord-reduzierung-gestoppt-hies-es/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/30/brasilien-weiter-land-mit-weltweit-hochster-mord-zahl-stellen-landesmedien-zum-jahresende-heraus-regierungsprojekt-fur-mord-reduzierung-gestoppt-hies-es/</a></p>
<h2>Politische Beziehungen</h2>
<p>Die deutsch-brasilianischen Beziehungen sind politisch, wirtschaftlich, kulturell und gesellschaftlich breit verankert. Sie basieren auf gemeinsamen Werten und übereinstimmenden Auffassungen zur globalen Ordnung. Brasilien ist das einzige Land in Lateinamerika, mit dem Deutschland durch eine „strategische Partnerschaft“ verbunden ist. (Auswärtiges Amt, Berlin)</p>
<p><strong>Wem nützt die Banditendiktatur?</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/15/wem-nutzen-banditendiktatur-und-immer-mehr-no-go-areas/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/15/wem-nutzen-banditendiktatur-und-immer-mehr-no-go-areas/</a></p>
<h1>“Gauck: Von Brasilien lernen”</h1>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/01/PetrobrasKiosk15.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-23229" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/01/PetrobrasKiosk15-658x1024.jpg" alt="PetrobrasKiosk15" width="658" height="1024" /></a></p>
<p><strong>Nichts Neues beim staatlich kontrollierten Ölkonzern Petrobras – ein Skandal nach dem anderen. Kiosk an der Banken-Avenida Paulista in Sao Paulo 2015.</strong></p>
<p><strong>Der straff gesteuerte deutsche Wirtschaftsmainstream hatte die letzten Jahre entgegen der Faktenlage eine bizarr-groteske Petrobras-Propaganda betrieben, sogar die jetzige Petrobras-Chefin Foster allen Ernstes in den höchsten Tönen gelobt. Ausgerechnet Foster wurde als kompetente Expertin gerühmt – inzwischen zeigt sich täglich, was an dem deutschen Petrobras-Agitprop dran war. Auch in jüngsten Agitprop-Büchern über Brasilien wurde Petrobras auf bemerkenswerte Art schöngeschrieben, gar als Modell für andere Welt-Ölkonzerne hingestellt. </strong></p>
<p><strong>Bild-Zeitung in Jubelstory:</strong>“<strong>Gregor Eder, Wirtschaftsexperte der Allianz: „Brasilien wird zur Energiemacht. Sie decken jetzt schon ihren kompletten Eigenbedarf und sind praktisch unabhängig von Erdölimporten.“</strong></p>
<p><strong>Bekanntlich muß Brasilien nach wie vor massiv Erdöl importieren, Treibstoffe ebenfalls. </strong></p>
<h1 id="cover"><span class="kicker">“BRASILIEN BOOMT. </span><span class="headline">Wirtschafts-Sensation am Zuckerhut</span></h1>
<h2 class="subhead">Neuer Super-Konzern verblüfft mit Rekord-Anleihe” Bild-Zeitung</h2>
<p><strong>“Ölmacht, Selbstversorger”: </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/09/brasilien-olmacht-selbstversorger-weniger-produktion-geringere-investitionen-hohere-benzin-und-ethanolimporte-petrobras-vom-3-auf-den-5-platz-der-grosten-olkonzerne-zuruckgefallen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/09/brasilien-olmacht-selbstversorger-weniger-produktion-geringere-investitionen-hohere-benzin-und-ethanolimporte-petrobras-vom-3-auf-den-5-platz-der-grosten-olkonzerne-zuruckgefallen/</a></p>
<p><strong>Falschprognosen für Brasilien – sehr begehrt in Deutschlands Medien, sehr gut bezahlt.</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/06/wirtschaftliche-falschprognosen-fur-2011-alles-lacht-uber-die-analytiker-und-ihre-hochbezahlten-verstarker-in-den-wirtschaftsmedien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/06/wirtschaftliche-falschprognosen-fur-2011-alles-lacht-uber-die-analytiker-und-ihre-hochbezahlten-verstarker-in-den-wirtschaftsmedien/</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/16/brasiliens-schwierige-wirtschaftslage-2014-der-vom-straff-gesteuerten-deutschen-wirtschaftsmainstream-hochgelobte-petrobras-olkonzern-grostes-landesunternehmen-kann-seit-langem-bekannte-schwachen-n/">http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/16/brasiliens-schwierige-wirtschaftslage-2014-der-vom-straff-gesteuerten-deutschen-wirtschaftsmainstream-hochgelobte-petrobras-olkonzern-grostes-landesunternehmen-kann-seit-langem-bekannte-schwachen-n/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/18/bomland-brasilien-in-europa-vielbejubelter-staatlicher-olkonzern-petrobras-verlor-2012-bisher-31-milliarden-dollar-an-wert-ist-nur-noch-zweiter-in-lateinamerika-kolumbiens-olkonzern-ecopetrol/">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/18/bomland-brasilien-in-europa-vielbejubelter-staatlicher-olkonzern-petrobras-verlor-2012-bisher-31-milliarden-dollar-an-wert-ist-nur-noch-zweiter-in-lateinamerika-kolumbiens-olkonzern-ecopetrol/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2013/05/wellenolpetrobras.jpg" alt="wellenolpetrobras.jpg" /></p>
<p><strong>Verölte Wellen am Atlantik Brasiliens. Petrobras hat eine Unzahl brasilianischer Strände, darunter in den Teilstaaten Rio de Janeiro und Sao Paulo, zerstört, vergiftet.</strong></p>
<p><strong>Brasiliens Wirtschaftslage – Rezession</strong>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/01/Autozerst%C3%B6rtSP.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-23231" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/01/Autozerst%C3%B6rtSP.jpg" alt="AutozerstörtSP" width="768" height="778" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/01/INSSToter.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-23237" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/01/INSSToter.jpg" alt="INSSToter" width="240" height="320" /></a></p>
<p><strong>Junger Mann stirbt gemäß Zeugenaussagen wegen unterlassener Hilfeleistung direkt vor dem Gebäude des brasilianischen Sozialministeriums in Sao Paulo – Januar 2015. Laut Zeugenaussagen lag der Tote dort etwa fünf Stunden, vorher nahmen weder Passanten noch Polizei etc. davon Notiz. </strong></p>
<h2 class="beitrags-titel">Brasilien: Der kranke, sich krümmende, hustende, barfüßige Schwarze und die Indifferenz. City Sao Paulos, die Sklavennachfahrin. <span class="kleiner"><a class="post-edit-link" href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?post=12270&amp;action=edit">**</a></span></h2>
<div class="beitrags-info">tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-schwarze/" rel="tag">brasiliens schwarze</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/gesellschaftliche-indifferenz/" rel="tag">gesellschaftliche indifferenz</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/rassismus-in-brasilien/" rel="tag">rassismus in brasilien</a></div>
<div class="beitrag">
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/02/schwarzerkrank3.JPG" alt="schwarzerkrank3.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/23/brasilien-ist-antisemitisch-und-rassistisch-dberg-autor-eines-buchs-uber-anne-frank-auf-der-avenida-paulista-von-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/23/brasilien-ist-antisemitisch-und-rassistisch-dberg-autor-eines-buchs-uber-anne-frank-auf-der-avenida-paulista-von-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/22/prof-dr-marcus-mazzari-prasident-der-goethe-gesellschaft-brasiliens-associacao-goethe-do-brasil-gesichter-brasiliens/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/22/prof-dr-marcus-mazzari-prasident-der-goethe-gesellschaft-brasiliens-associacao-goethe-do-brasil-gesichter-brasiliens/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/02/schwarzerkrank2.JPG" alt="schwarzerkrank2.JPG" /></p>
<p><strong>Rassismus:  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/09/26/brasilien-ist-das-rassistischste-land-der-erde-mauricio-pestana-herausgeber-von-raca-brasil-der-einzigen-schwarzen-zeitschrift-des-tropenlandes/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/09/26/brasilien-ist-das-rassistischste-land-der-erde-mauricio-pestana-herausgeber-von-raca-brasil-der-einzigen-schwarzen-zeitschrift-des-tropenlandes/</a></strong></p>
</div>
<p><strong>“Perfekte Partner” – Handelsblatt</strong></p>
<p><strong>Wenn an den Stränden von Copacabana und Ipanema von Rio de Janeiro jemand ermordet wird, ist es für die Bewohner von Rio keinerlei Problem, sich direkt neben dem Toten zu sonnen – da dieser ohnehin erst nach Stunden abtransportiert wird. Üblicherweise legen Bewohner von Rio ihre Badetücher bestenfalls im Abstand von 30 bis 50 cm von dem Ermordeten entfernt. Brasilien gilt als Testlabor des Neoliberalismus.</strong></p>
<h2 class="beitrags-titel">“Wirtschaftswoche” über Brasilien: “Perfekte Partner. Rohstoffe im Überfluss, wachsende Kaufkraft, junge Bevölkerung – was Brasilien zu bieten hat.” “Land des Aufbruchs”. “Brasilien forciert die Industrialisierung.” Mindestlohn derzeit bei umgerechnet rd. 242 Euro. “Olympische Spiele und Fußball lassen Brasilien boomen.” Das Investment. <span class="kleiner"><a class="post-edit-link" href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?post=15869&amp;action=edit">**</a></span></h2>
<div class="beitrags-info">tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/wirtschaftswoche-brasilien-2013/" rel="tag">wirtschaftswoche-brasilien 2013</a></div>
<div class="beitrag">
<p> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/</a></p>
<p><strong>“Warum Deutschland und Brasilien wie geschaffen füreinander sind: Nicht nur, weil sich unsere Mentalitäten und Wirtschaftsstrukturen ideal ergänzen.”</strong></p>
<p><strong>“Die Regierung von Dilma Rousseff trimmt das Land auf Wachstumskurs”.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/12/26/guido-westerwelle-war-gestern-der-spiegel-westerwelle-in-brasilien-keinerlei-kritik-an-gravierenden-menschenrechtsverletzungensystematische-folter-todesschwadronen-liquidierung-von-menschen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/12/26/guido-westerwelle-war-gestern-der-spiegel-westerwelle-in-brasilien-keinerlei-kritik-an-gravierenden-menschenrechtsverletzungensystematische-folter-todesschwadronen-liquidierung-von-menschen/</a></p>
<p><strong>“Brasiliens Mittelschicht wächst rapide und verfügt über eine hohe Kaufkraft”.</strong></p>
<p><strong>“Boom”:</strong></p>
<p><a href="http://www.dasinvestment.com/investments/maerkte/news/datum/2012/08/15/olympische-spiele-und-fussball-wm-lassen-brasilien-boomen/">http://www.dasinvestment.com/investments/maerkte/news/datum/2012/08/15/olympische-spiele-und-fussball-wm-lassen-brasilien-boomen/</a></p>
<p><strong>“WM und Olympia kurbeln die Wirtschaft an”: </strong><a href="http://www.bild.de/politik/wirtschaft/wirtschaftspolitik/wirtschafts-sensation-am-zuckerhut-14026806.bild.html">http://www.bild.de/politik/wirtschaft/wirtschaftspolitik/wirtschafts-sensation-am-zuckerhut-14026806.bild.html</a></p>
<p><strong>Joachim Gauck 2013 in Brasilien: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/17/brasilien-historischer-besuch-des-deutschen-bundesprasidenten-joachim-gauck-im-tropenland-trotz-gravierender-menschenrechtslage-folter-todesschwadronen-gefangnis-horror-sklavenarbeit-etc-b/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/17/brasilien-historischer-besuch-des-deutschen-bundesprasidenten-joachim-gauck-im-tropenland-trotz-gravierender-menschenrechtslage-folter-todesschwadronen-gefangnis-horror-sklavenarbeit-etc-b/</a></p>
<p><strong>Werbe-Gläubigkeit der Brasilianer: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/29/brasilianer-vertrauen-weltweit-am-meisten-in-produkt-propaganda-europaer-am-wenigsten-laut-studie-consumidor-confia-na-propaganda-kulturelle-unterschiede-bildungsniveau-kritikfahigkeit/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/29/brasilianer-vertrauen-weltweit-am-meisten-in-produkt-propaganda-europaer-am-wenigsten-laut-studie-consumidor-confia-na-propaganda-kulturelle-unterschiede-bildungsniveau-kritikfahigkeit/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/06/07/boomland-brasilien-leitborse-in-sao-paulo-reagiert-mit-weiteren-deutlichen-kursverlusten-auf-negative-bewertungen-von-standard-poors/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/06/07/boomland-brasilien-leitborse-in-sao-paulo-reagiert-mit-weiteren-deutlichen-kursverlusten-auf-negative-bewertungen-von-standard-poors/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/06/07/global-player-brasilien-herabstufung-durch-standard-poors/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/06/07/global-player-brasilien-herabstufung-durch-standard-poors/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/08/13/boomland-brasilien-wegen-wirtschaftsflaute-stellen-grosunternehmen-alleinletzte-zwei-monate-zuvor-gros-angekundigte-investitionen-von-95-milliarden-dollar-zuruck-laut-landesmedien-ex-zentralban/">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/08/13/boomland-brasilien-wegen-wirtschaftsflaute-stellen-grosunternehmen-alleinletzte-zwei-monate-zuvor-gros-angekundigte-investitionen-von-95-milliarden-dollar-zuruck-laut-landesmedien-ex-zentralban/</a></p>
<p><strong>“Warum sind wir so unproduktiv”: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/09/27/boomland-brasilien-die-angeblich-aufstrebende-wirtschaftsmacht-warum-sind-wir-so-unproduktiv-fuhrende-wirtschaftszeitschrift-exame-beschreibt-brasiliens-enormen-wirtschaftlichen-ruckst/">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/09/27/boomland-brasilien-die-angeblich-aufstrebende-wirtschaftsmacht-warum-sind-wir-so-unproduktiv-fuhrende-wirtschaftszeitschrift-exame-beschreibt-brasiliens-enormen-wirtschaftlichen-ruckst/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/09/exameimprodutivos12.jpg" alt="exameimprodutivos12.jpg" /></p>
<p><strong>Laut Angaben von “Exame” stagniert Brasiliens Produktivität seit drei Jahrzehnten. In den Jahren nach 2000 stieg die Produktivität jährlich nur um 0,9 Prozent – was nicht ausreichte, die vorangegangene Produktivitätsverringerung auszugleichen. Die USA investieren sechsmal mehr als Brasilien, das Pro-Kopf-Einkommen in den Vereinigten Staaten ist fünfmal höher als in Brasilien. Brasilianer arbeiten mehr Stunden als die Bevölkerung in den meisten hochentwickelten Staaten, beispielsweise in Deutschland. Mit weniger Arbeitsstunden ist der deutsche Arbeiter viermal produktiver als der brasilianische, laut Exame. Brasiliens Produktivität ist die gleiche wie in den siebziger Jahren, was gravierende Auswirkungen auf das Land und dessen Unternehmen hat.</strong></p>
<p><strong>Teuerung drückt 22 Millionen Brasilianer zurück ins Elend: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/20/brasilien-teuerung-druckt-22-millionen-brasilianer-wieder-ins-elend-laut-landesmedien-langst-wegen-starken-preissteigerungen-uberholter-indikator-versteckt-jene-22-millionen-verelendeten-hies-es/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/20/brasilien-teuerung-druckt-22-millionen-brasilianer-wieder-ins-elend-laut-landesmedien-langst-wegen-starken-preissteigerungen-uberholter-indikator-versteckt-jene-22-millionen-verelendeten-hies-es/</a></p>
<p><strong> </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/22/boomland-brasilien-immer-mehr-sozialwissenschaftler-machen-sich-uber-den-angeblichen-aufstieg-von-zig-millionen-brasilianern-in-die-mittelschicht-lustig-bisher-war-man-laut-offizieller-bemessung/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/22/boomland-brasilien-immer-mehr-sozialwissenschaftler-machen-sich-uber-den-angeblichen-aufstieg-von-zig-millionen-brasilianern-in-die-mittelschicht-lustig-bisher-war-man-laut-offizieller-bemessung/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/17/brasilien-historischer-besuch-des-deutschen-bundesprasidenten-joachim-gauck-im-tropenland-trotz-gravierender-menschenrechtslage-folter-todesschwadronen-gefangnis-horror-sklavenarbeit-etc-b/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/17/brasilien-historischer-besuch-des-deutschen-bundesprasidenten-joachim-gauck-im-tropenland-trotz-gravierender-menschenrechtslage-folter-todesschwadronen-gefangnis-horror-sklavenarbeit-etc-b/</a></p>
<p><strong>OECD-Ranking 2013 –  Deutsche glücklicher als Brasilianer: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/29/brasilien-in-oecd-ranking-2013-der-lander-mit-den-glucklichsten-menschen-nur-auf-viertletztem-platz-deutschland-platz-17-brasilien-platz-33-brasil-e-o-4-pais-mais-infeliz/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/29/brasilien-in-oecd-ranking-2013-der-lander-mit-den-glucklichsten-menschen-nur-auf-viertletztem-platz-deutschland-platz-17-brasilien-platz-33-brasil-e-o-4-pais-mais-infeliz/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/02/brasilien-lohne-und-gehalter-20122013-mittleres-einkommen-der-brasilianischen-beschaftigten-im-februar-2013-umgerechnet-rd-620-euro/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/02/brasilien-lohne-und-gehalter-20122013-mittleres-einkommen-der-brasilianischen-beschaftigten-im-februar-2013-umgerechnet-rd-620-euro/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/04/28/brasilien-massenentlassungen-und-deutlich-grosere-obdachlosigkeit-in-sao-paulo-reichste-stadt-lateinamerikas-mit-uber-2600-slums/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/04/28/brasilien-massenentlassungen-und-deutlich-grosere-obdachlosigkeit-in-sao-paulo-reichste-stadt-lateinamerikas-mit-uber-2600-slums/</a></p>
<p><strong>Deindustrialisierung: </strong>  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/30/brasiliens-grosunternehmer-jorge-gerdau-bestatigt-deindustrialisierung-des-landes-unter-lula-rousseff-enorm-gestiegenes-handelsdefizit-der-verarbeitenden-industrie-als-wichtiges-argument-laut-landes/">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/30/brasiliens-grosunternehmer-jorge-gerdau-bestatigt-deindustrialisierung-des-landes-unter-lula-rousseff-enorm-gestiegenes-handelsdefizit-der-verarbeitenden-industrie-als-wichtiges-argument-laut-landes/</a></p>
<p><strong>Wirtschaftskriminalität: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/11/deutsche-firmen-und-wirtschaftskriminalitat-in-brasilien1/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/11/deutsche-firmen-und-wirtschaftskriminalitat-in-brasilien1/</a></p>
<p><strong>Das knallbunte Versionen-Karussell: </strong>  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/04/05/boomland-brasilien-knallbuntes-versionen-karussell-zu-brasilianischer-wirtschaft-dreht-sich-in-deutschsprachigen-medien-weiter-munter-aufschwung-abschwung-boom-stagnation-pessimismus-optimismu/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/04/05/boomland-brasilien-knallbuntes-versionen-karussell-zu-brasilianischer-wirtschaft-dreht-sich-in-deutschsprachigen-medien-weiter-munter-aufschwung-abschwung-boom-stagnation-pessimismus-optimismu/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/08/14/brasiliens-grauenhaft-falsche-wirtschaftliche-vorhersagen-wirtschaftsjournalistin-miriam-leitaoo-globo-macht-sich-uber-fehlenden-okonomischen-sachverstand-von-regierung-banken-consulting-firmen-l/">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/08/14/brasiliens-grauenhaft-falsche-wirtschaftliche-vorhersagen-wirtschaftsjournalistin-miriam-leitaoo-globo-macht-sich-uber-fehlenden-okonomischen-sachverstand-von-regierung-banken-consulting-firmen-l/</a></p>
<p><strong>Brasiliens Löhne: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/07/brasilien-mindestlohn-muste-bei-289247-real-liegen-statt-bei-nur-678-real-laut-gewerkschaftsnahem-statistikinstitut-dieese/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/07/brasilien-mindestlohn-muste-bei-289247-real-liegen-statt-bei-nur-678-real-laut-gewerkschaftsnahem-statistikinstitut-dieese/</a></p>
<p><strong>Politisches System: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/10/02/brasilien-oberstes-gericht-bestaetigt-abgeordnetenkauf-unter-der-lula-regierung-nach-enthuellung-2005-hatte-lob-fuer-lula-regierungsstil-in-mitteleuropa-stark-zugenommen-bekam-lula-zahlreiche-inter/">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/10/02/brasilien-oberstes-gericht-bestaetigt-abgeordnetenkauf-unter-der-lula-regierung-nach-enthuellung-2005-hatte-lob-fuer-lula-regierungsstil-in-mitteleuropa-stark-zugenommen-bekam-lula-zahlreiche-inter/</a></p>
<p><strong>Öffentliche Sicherheit, Menschenrechte: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/06/10/brasilien-gewalt-und-menschenrechte-unterschiedliche-sichtweisen-der-lage-im-tropenlandverschlechterung-und-in-deutschen-medienverbesserung/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/06/10/brasilien-gewalt-und-menschenrechte-unterschiedliche-sichtweisen-der-lage-im-tropenlandverschlechterung-und-in-deutschen-medienverbesserung/</a></p>
<p><strong>Zu den Kuriositäten im Deutschland von heute zählt, daß immer noch manche Bürger meinen, was Politiker öffentlich sagen und verbreiten lassen, sei identisch mit dem, was sie tatsächlich denken und vorhaben. So begreifen offenbar nach wie vor viele Deutsche nicht, daß es sich bei der gegenwärtigen “Flut von Asylbewerbern” um eine langfristig und planmäßig vorbereitete Aktion der deutschen Machteliten und ihrer Politmarionetten handelt – mit entsprechenden wirtschaftlichen sowie soziokulturellen Zielen zwecks Transformation Deutschlands.</strong></p>
<p><strong>Merkel und die Brasilianisierung Deutschlands:</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2015/08/18/brasilien-praesentiert-vor-merkel-ankunft-2015-sehr-anschaulich-sein-gewalt-gesellschaftsmodell-mord-und-ueberfallserien-in-rio-und-sao-paulo-feuergefechte-brennende-busse-chaos-und-panik-verschi/">http://www.hart-brasilientexte.de/2015/08/18/brasilien-praesentiert-vor-merkel-ankunft-2015-sehr-anschaulich-sein-gewalt-gesellschaftsmodell-mord-und-ueberfallserien-in-rio-und-sao-paulo-feuergefechte-brennende-busse-chaos-und-panik-verschi/</a></p>
<p><strong>Deutscher Bundespräsident Joachim Gauck 2013 von Zuständen in Brasilien regelrecht begeistert: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/17/brasilien-historischer-besuch-des-deutschen-bundesprasidenten-joachim-gauck-im-tropenland-trotz-gravierender-menschenrechtslage-folter-todesschwadronen-gefangnis-horror-sklavenarbeit-etc-b/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/17/brasilien-historischer-besuch-des-deutschen-bundesprasidenten-joachim-gauck-im-tropenland-trotz-gravierender-menschenrechtslage-folter-todesschwadronen-gefangnis-horror-sklavenarbeit-etc-b/</a></p>
<p><a href="http://www.welt-sichten.org/artikel/221/der-hoelle-hinter-gittern">http://www.welt-sichten.org/artikel/221/der-hoelle-hinter-gittern</a></p>
<p><strong>Merkel-Außenminister Westerwelle zu “gemeinsamen Werten” 2010 in Sao Paulo:</strong></p>
<p><strong>“Die brasilianische Regierung, mit der Autorität ihrer Erfolgsgeschichte im Hintergrund, sie macht ihr Wort in der Weltpolitik…Aber, meine Damen und Herren, was uns verbindet, das sind gemeinsame Werte. Und wenn man gemeinsame Werte hat, wenn man Ansichten zur Rechtsstaatlichkeit, zur Notwendigkeit internationaler Kooperation, zum Primat des Völkerrechts teilt, so ist das eine ganz besonders verlässliche Basis für eine strategische Partnerschaft. Wir haben ähnliche Vorstellungen über den Wert individueller Freiheit…”</strong></p>
<p><strong>Was ist “Brasilianisierung”?</strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Brasilianisierung">https://de.wikipedia.org/wiki/Brasilianisierung</a></p>
<h1 id="firstHeading" class="firstHeading">Brasilianisierung/Wikipedia</h1>
<div id="bodyContent" class="mw-body-content">
<div id="contentSub"></div>
<div id="jump-to-nav" class="mw-jump"></div>
<div id="mw-content-text" class="mw-content-ltr" dir="ltr" lang="de">
<p><b>Brasilianisierung</b> des Westens ist eine vom deutschen Soziologen <a title="Ulrich Beck" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ulrich_Beck">Ulrich Beck</a> Ende der 1990er Jahre in die<a title="Soziologie" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Soziologie">soziologische Debatte</a> eingeführte Kurzformel für den von ihm vermuteten<a title="Sozialer Wandel" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sozialer_Wandel">sozialen Wandel</a> Europas in Richtung einer zunehmenden <a title="Soziale Ungleichheit" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Soziale_Ungleichheit">sozialen Ungleichheit</a>. So sagt er: <i>Brasilianisierung meint den Einbruch des <a title="Prekariat" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Prekariat">Prekären</a>, Diskontinuierlichen, Flockigen, Informellen in die westlichen Bastionen der <a title="Vollbeschäftigung" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Vollbesch%C3%A4ftigung">Vollbeschäftigungs</a>gesellschaft. Damit breitet sich im Zentrum des Westens der sozialstrukturelle Flickenteppich aus, will sagen: die Vielfalt, Unübersichtlichkeit und Unsicherheit von Arbeits-, Biographie- und Lebensformen des Südens.</i><sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Brasilianisierung#cite_note-1">[1]</a></sup></p>
<p>Der Begriff wurde auch durch <a title="Franz Josef Radermacher" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Josef_Radermacher">Franz Josef Radermacher</a> in der Forderung nach einer Änderung des politischen Systems in Richtung einer weltweiten <a title="Ökosoziale Marktwirtschaft" href="https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96kosoziale_Marktwirtschaft">ökosozialen Marktwirtschaft</a>aufgegriffen.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Brasilianisierung#cite_note-2">[2]</a></sup></p>
<p>Beck sieht als Folge der <a title="Globalisierung" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Globalisierung">Globalisierung</a> unter dem <a title="Neoliberalismus" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Neoliberalismus">neoliberalen</a> Paradigma eines vollständig freien Marktes Tendenzen zur Veränderung der <a class="mw-redirect" title="Soziale Schichtung" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Soziale_Schichtung">Schichtung</a> <a title="Postindustrielle Gesellschaft" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Postindustrielle_Gesellschaft">postindustrieller</a> <a title="Westliche Welt" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Westliche_Welt">westlicher</a>Gesellschaften in Richtung auf eine Angleichung der Arbeitskultur an die Standards der Entwicklungsländer und auf einen Zerfall der <a title="Bürgergesellschaft" href="https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCrgergesellschaft">Bürgergesellschaft</a> voraus. Seine Skizze sagt somit den europäischen Staaten einen Entwicklungsrückgang voraus, der sich – seit den 1920er Jahren vorweggenommen – im (zu Europa relativen) Abstieg etlicher lateinamerikanischer Staaten bereits durchgesetzt hat, charakterisiert durch eine Zerrüttung der Mittelschichten, eine Öffnung der Einkommensschere und durch<a title="Armut" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Armut">Armutsszenarien</a>, die bislang nur aus Ländern der <a title="Dritte Welt" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Dritte_Welt">Dritten Welt</a> bekannt waren. <a title="Brasilien" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Brasilien">Brasilien</a>, aber auch Chile, Argentinien, Uruguay oder Costa Rica könnten hier genannt werden.</p>
<p>-<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/10/brasilianisierung/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/10/brasilianisierung/</a></p>
<p><strong>“Laut Beck droht die Brasilianisierung des deutschen Arbeitsmarktes”.</strong></p>
<p><strong>:</strong><a href="http://gazette.de/Archiv2/Gazette10/Radermacher.html">http://gazette.de/Archiv2/Gazette10/Radermacher.html</a></p>
<p>DIE ZEIT:</p>
<p><strong>…Brasilianisierung bedeutet für Beck, daß immer mehr Menschen ohne sozialen Schutz, als Scheinselbständige oder schlicht schwarz arbeiten, daß oft mehrere Jobs zum Überleben notwendig sind und daß Gewerkschaften nichts mehr zu sagen haben. “Länder der sogenannten ,Vormoderne’ mit ihrem hohen Anteil an informeller, multiaktiver Arbeit können den sogenannten ,spätmodernen’ Ländern des Kernwestens das Spiegelbild vorhalten”, schreibt Beck. Früher zeigte der Norden dem Süden, wie man arbeitet, heute ist es umgekehrt…</strong></p>
<p><strong>Brasilianisierung erst in den USA – dann beim Vasallen Deutschland – Hintergrundtext von 1997:</strong></p>
<p><strong>USA fürchten  „Brazilianization“</strong></p>
<h1>Freiwillig eingesperrt</h1>
<p><strong>Privilegierten-Ghettos als Gesellschaftsmodell</strong></p>
<p><strong>Übermannshohe Mauern, obendrauf zusätzlich Hochspannungs-Drahtverhaue, Überwachungskameras, mißtrauisch dreinblickende Privatpolizei mit Walky-Talkys am pompösen Tor – dahinter Villen oder luxuriöse Penthouse-Blocks, viel Grün, Swimmingpools, Tennisplätze: Brasiliens Betuchte schotten sich immer perfekter gegen Misere und ausufernde Kriminalität ab. Fährt der Dominikaner Frei Betto durch die besseren Viertel der 18-Millionen-Stadt Sao Paulo, kommt er immer wieder an solchen „Condominios fechados“, geschlossenen Wohnanlagen vorbei, nennt sie ironisch „Luxusgefängnisse“. Über dreihundert gibt es bereits im größten deutschen Wirtschaftsstandort außerhalb Deutschlands, die Nachfrage ist enorm, auf den Wartelisten stehen auch deutsche Manager. Kein Tag ohne ganzseitige Farbanzeigen in den großen Blättern:“Komm und lebe in Freiheit, Sicherheit, Grün!“ – ob im neuen „Swiss Park“, im „Liberty Village“, der „Ville Versailles“. Familienfreundlichkeit ist ein wichtiges Werbeargument:“Hier werden Deine Kinder wie VIPs behandelt!“. Zehn Megaprojekte, jedes mit durchschnittlich 1300 Villen-Geländen, sind brasilienweit im Bau. Vor sechs Jahren lebte nur rund eine halbe Million in solchen Privilegiertenghettos, heute etwa dreimal soviel. Nimmt man die abgesperrten Villen-Privatstraßen der besseren Viertel hinzu kommt man brasilienweit sogar auf über sechs Millionen. Allein Rio de Janeiros Südzone der Strandviertel zählt rund sechzig „Ruas fechadas“.  Pionier-„Ghetto“  Sao Paulos war Alphaville, gegründet vor fast dreißig Jahren – heute eine Stadt in der Stadt mit rund vierzigtausend Bewohnern, einziges Condominio Brasiliens in dieser Größenordnung. Zwischen Lateinamerikas Wallstreet, der Avenida Paulista in Sao Paulos City, und Alphaville pendeln ständig komfortable Sonderbusse.</strong></p>
<p><strong> Alles nicht nur für den in Deutschland durch Bücher, soziologische Vorträge bekannten Frei Betto ein Absurdum: “Die Stadt sollte Ort des Zusammentreffens, Austauschs, der Solidarität sein – wurde stattdessen zur Geisel der Banditengewalt – mit Condominios provozierender Opulenz, eingekesselt von Misere. Wir sind Fußball-Weltmeister – aber unglücklichweise auch Weltmeister in sozialer Ungleichheit.“ Vierundsechzig Prozent des Volkseinkommens, so der einstige enge Berater von Staatschef Luis Inacio Lula da Silva, seien in der Hand von nur zehn Prozent der Brasilianer, also von nur siebzehn Millionen. Ein Bauarbeiter, der solche “Luxusgefängnisse“  miterrichtet, verdient nur umgerechnet zwischen siebzig Cents und zwei Euro die Stunde, wohnt deshalb an der ausgedehnten Slumperipherie. „Anstatt die Ursachen von Misere, Armut und Massenarbeitslosigkeit zu beseitigen, flieht Lateinamerikas Elite vor den Folgen eigener Politik, zieht es vor, den eigenen Reichtum herauszustellen, baut deshalb diese Condominios fechados, Inseln der Phantasie – voller Angst vor denen auf der Straße, vor dem öffentlichen Raum.“ Denn dort schlägt dieser Elite nur zu oft blanker Haß der in Jahrhunderten durch Elend Brutalisierten entgegen, wie Brasiliens größte Qualitätszeitung, die „Folha de Sao Paulo, kommentiert.</strong></p>
<p><strong>Die Gewaltbereitschaft vor allem der perspektivlosen Unterschichtsjugend ist so groß, daß etwa in Sao Paulo selbst Großdiskotheken und Samba-Ballhäuser nachts vorsorglich von schwerbewaffneter Militärpolizei und Munizipalgarde umstellt werden.</strong></p>
<p><strong>             Man muß sich nur einige Basisfakten vor Augen führen: In Südamerikas reichster Stadt genießen gemäß einer neuen Präfekturstudie gerade 3,46 Prozent der Bevölkerung einen europäischen Sozialstandard und nur zehn Prozent den durchschnittlich asiatischen – doch über die Hälfte lebt wie in Afrika, fast ein Drittel wie in Indien. Etwa alle acht Tage entsteht ein neuer Slum, obwohl allein in der City ganze Wohnblocks, mit über vierzigtausend meist gutausgestatteten Appartements, teils seit sieben Jahren leerstehen. Besetzer werden gnadenlos von der Polizei herausgeprügelt.</strong></p>
<p><strong>Die größtenteils in Aachen aufgewachsene Afghanin Maryam Alekozai machte in einem Slum Sao Paulos, der jährlich über fünfhundert Mordtote zählt,  ihr soziales Jahr, zeigte sich über die Sozialkontraste schockiert:“Tagsüber, nachts fallen Schüsse, immer wieder verlieren Kinder ihre Väter. Das ist hier gar nicht so anders wie damals in Afghanistan, als ich klein war. Der Unterschied zwischen einem fünfjährigen Mädchen hier und in Deutschland ist so groß! In den Augen der brasilianischen Kinder sehe ich Haß, ganz tiefen Haß – und Wut. Man blickt nicht in Kinderaugen, sondern eigentlich in Augen von Erwachsenen, die voller Aggressionen sind. Gewalt und Ungerechtigkeit, die in diesem Land herrschen, spiegeln sich in deren Augen – unübersehbar!“ In Sichtweite glitzernder Hightech-Geschäftshäuser und Condominios sind neofeudale Banditenmilizen, die Maschinenpistolen der NATO-Armeen tragen, unumschränkte Herrscher, terrorisieren Bewohner, verhängen Ausgangssperren – manche minderjährige Kindersoldaten Sao Paulos killten bereits bis zu vierzig Menschen. Immer wieder werden auch in Rio de Janeiro Slumbewohner, die sich dem Normendiktat widersetzen, zur Abschreckung lebendig verbrannt. Hätte Deutschland eine Gewaltrate wie Brasilien, würden dort jährlich nicht über tausend, sondern weit über zwanzigtausend Menschen umgebracht, befänden sich mehr als zehn Millionen illegaler Waffen fast jeden Kalibers in Privat-bzw. Gangsterhand.</strong></p>
<p><strong>–granatensichere Bunker im Penthouse –</strong></p>
<p><strong>Der neueste Hit – Spezialbunker in der Villa, im Luxusappartement, sogar granatensicher. Falls doch einmal hochspezialisierte Einbrecherbanden, Geiselnehmer die „erste Verteidigungslinie“ des Condominio fechado durchbrechen sollten, hätte man hier noch eine Rückzugsmöglichkeit. Kostenpunkt – ab umgerechnet 150000 Euro aufwärts. Damit es möglichst nicht soweit kommt, haben manche Condominios mehr als 180 Überwachungskameras in Korridoren, Treppenhäusern, Liften, Garagen, Sportanlagen, am Schwimmbad – Big Brother is watching you. Das Verrückteste –  neuerdings haben vielerorts auch die Bewohner per Internet Zugang zum Monitor der Sicherheitsleute, können damit beobachten, was Nachbarn, Gäste gerade im Aufzug oder anderswo tun und treiben.</strong></p>
<p><strong>Lateinamerikas Betuchten  geht es materiell prächtig. Die  Zahl der brasilianischen Millionäre wuchs seit 1997 um die Hälfte,  2001 gar um zwölf Prozent – im Rest der Welt nur um drei. Brasiliens Vermögende bedankten sich beim sozialdemokratischen Staatschef und FU-Berlin-Ehrendoktor Fernando Henrique Cardoso – seine neoliberale Politik war für sie  in dessen zweiter, bis Ende 2002 reichender Amtszeit besonders segensreich, förderte die Einkommenskonzentration enorm. Unter Lula ging es so weiter – gleich im ersten Amtsjahr schlitterte Brasilien zwar in die Rezession, verzeichnete Rekordarbeitslosigkeit, starken Reallohnverlust, doch immerhin fünftausend Betuchte wurden interessanterweise (Dollar-)Millionäre, erhöhten deren Zahl im Lande auf etwa neunzigtausend. Inzwischen sind es über hunderttausend. Unter den ersten zehn Milliardären des Erdballs sind auch zwei Brasilianer, leben wie die meisten Reichen in Sao Paulo, haben allerdings wie die anderen Begüterten an den traditionellen Elitedistrikten nicht mehr viel Freude. Entführungen gleich in Serie schlagen aufs Gemüt; auch fast alle ausländischen Manager, darunter die deutschen, fahren nur in gepanzerten Limousinen.   Und nur in Indien gibt es mehr Arbeitslose als in Brasilien, Misere und Kriminalität nehmen unaufhörlich zu; pro Jahr werden selbst nach den geschönten offiziellen Daten in der immerhin vierzehnten Wirtschaftsnation über vierzigtausend Menschen ermordet. Da auch unter dem neuen sozialdemokratischen Staatschef Lula Slumwachstum und Arbeitslosigkeit bisherige Rekorde brechen, dauert die Flucht in die Condominios weiter an, freuen sich Baufirmen und Architektenbüros über ein regelrechtes „Boom-Fieber“.</strong></p>
<p><strong> Aber nehmen wir den Jugendlichen  Alvaro, aus guter Anwaltsfamilie, der in Rio de Janeiros Strandviertel Barra da Tijuca realitätsfremd fast ständig hinter Gittern lebt – in einem weitläufigen Bilderbuch-Kondominium  der Mittel-und Oberschicht mit allem Drum und Dran.  Swimmingpools, Spiel-und Tennisplätze, Golfwiesen und etwas Park, ferner eine Bäckerei, eine Apotheke, ein Fitneß-Center und vor allem Sicherheit im Übermaß. Denn der ganze Condomínio ist von hohen Gitterstäben umgeben und wird von einer bewaffneten Spezialgarde überwacht – ein Berufsstand, dreimal so kopfstark wie die brasilianischen Streitkräfte. Auch Alvaros Familie hat natürlich mehrere Hausangestellte – am stabilen Portal  mit den TV-Kameras  werden sie wie andere Ortsfremde gefilzt, die Gutbetuchten lassen sich ihre Sicherheit jährlich nicht weniger als 28 Milliarden Dollar kosten.</strong></p>
<p><strong>Das Kontroll-Ritual an der Einfahrt erinnert an das von Militär-oder Geheimdienst-Objekten: Will ein Wagen hinein, wird er zunächst mißtrauisch beäugt, passiert dann die erste übermannshohe Sperre, die sich hinter ihm sofort wieder schließt. Doch die zweite Sperre wird erst nach eingehender Kontrolle des Wagens und seiner Insassen geöffnet.</strong></p>
<p><strong>Ein Fahrer bringt den jungen Alvaro morgens zur Privatschule, nachmittags zurück. Für ihn besteht kaum noch die Notwendigkeit, den  Condomínio, gelegentlich „goldener Käfig“ genannt, zu verlassen, andere Viertel oder gar den nahen Atlantikstrand zu frequentieren. In Barra da Tijuca, einer Miami-Kopie für Neureiche und Aufsteiger, zählt Alvaro zu jenen Kids, die von Rest-Rio weit weniger kennen als der oberflächlichste Copacabana-Tourist. Das berühmte Opernhaus, Klöster und Kirchen der Altstadt haben sie bestenfalls auf Prospektfotos gesehen. Besorgte bildungsbeflissene Eltern organisieren deshalb regelmäßig Bustouren, die den Sightseeing-Trips für Ausländer aufs Haar gleichen – auch Alvaro mußte einmal mit. Sein bester Freund Patrick wohnt im selben Condominio, der Vater, ein Unternehmer, bedauert:“Mit meinen  Geschwistern habe ich früher noch vor dem Elternhaus auf der Straße Fußball gespielt, sind wir mit dem Rad einfach so rumgefahren – für meine Kinder wäre das alles heute dort völlig unmöglich, wegen der Kidnapper und Straßenräuber viel zu gefährlich. Nur hier, im Condominio, brauche ich mir um sie keinerlei Sorgen zu machen.“</strong></p>
<p><strong>Schon absurd – in Barra da Tijuca werden die neuesten Wohnanlagen mit immer größeren Freizeitparks, Pools, Spaßbädern bestückt – als läge einer der schönsten, saubersten Strände der Welt nicht wenige Fußminuten entfernt. „Das ist der neueste Trend beim Condominio-Bau“, erläutert ein Chefarchitekt, „keineswegs zusätzlicher Luxus, sondern eine Notwendigkeit.” Denn die Zehn-Millionen-Stadt Rio sei nun einmal nicht sicher. Für Sao Paulo und die anderen Millionenstädte gilt das gleiche – und solange die Prominentenghettos noch nicht über Privatschulen verfügen, wird für Alvaros Altersgenossen an den College-Toren täglich ein Sicherheits-Zirkus veranstaltet, der Mitteleuropäern den Mund offenstehen läßt: Damit nach Schulschluß alle Privilegiertenkids wohlbehütet wieder zu ihren Condominios und Villen gelangen, wird beispielsweise am „Colègio Dante Alighieri“ Sao Paulos das halbe Viertel durch Militärpolizisten und  Body-Guards abgeriegelt, sperrt  die Verkehrspolizei sogar Straßen ab, damit die Panzerlimousinen zügig davonbrausen können. Auch diese Kids sagen stets, die Stadt nur wenig zu kennen.</strong></p>
<p><strong>Hat diese sogenannte Condominio-Generation ein bestimmtes Profil? Soziologen, Anthropologen haben sich der Frage bereits ausführlich gewidmet, Fallstudien angefertigt. Denn so nobel, kultiviert, geordnet, zvilisiert, wie manche denken, geht es in den Elite-Enklaven keineswegs zu – vieles erinnert vielmehr an Gepflogenheiten aus der Kolonialzeit. In einem Luxus-Condominio bei Sao Paulo bespielsweise wurden sogar schon Elf-und Zwölfjährige beim Haschischrauchen angetroffen, den Eltern offenbar egal. Gar nicht wenige erlauben zudem ihren Kindern, im Condominio mit dem schweren Wagen der Familie heraumzubrausen, dort sogar Rennen zu veranstalten. Natürlich versuchten die Wachleute einzugreifen, das Treiben unter Hinweis auf die Condominio-Ordnung zu beenden. Doch da griffen sofort die betuchten Eltern ein, verteidigten ihre Kids, verbaten sich solche Verbote. Und die schlechtbezahlten Wachleute ignorierten künftig alles, aus Angst, die Stelle zu verlieren. Gewöhnlich haben weder Militär-noch Zivilpolizei Zutritt zu den Condominios. Als ein besorgter Vater den ausufernden  Konsum auch harter Drogen beenden wollte, deshalb eine Gruppe von Polizeibeamten hineinließ, wurde er von einer Elternkommission beinahe gelyncht: „Im Condominio bestimmen nur wir.“ Sogar Diebstähle werden in Brasiliens Reichenghettos vertuscht. Auch andere Straftaten, die außerhalb der Condominio-Mauern natürlich ein Fall für Justiz und Polizei wären, werden vergeben. Deshalb betont die angesehene Psychoanalytikerin Maria Rita Kehl, daß die schlimmsten Beispiele von Verantwortungslosigkeit und fehlender Bildung stets die nationale Elite liefere, seit jeher daran gewöhnt, mit einer Serie illegaler Praktiken verschiedenster Schwere zu leben. „Väter bieten dem Verkehrspolizisten ein Bestechungsgeld an, damit er von einer Bestrafung läßt, fordern in der Privatschule die Entlassung jenes Lehrers, der aus objektiven Gründen den Sohn nicht versetzte.“ Den Kindern werde von klein an gezeigt, daß sich mit Geld aber wirklich alles kaufen, erkaufen lasse. Und daß selbst aus Luxuskarossen immer wieder Flaschen, Büchsen anderer Müll auf die Straße geworfen werden, beobachtet jeder einmal in Brasilien – dieser Teil der Stadt, so Maria Rita Kehl, sei schließlich nicht ihrer, sondern jener „der anderen“.  Zynismus und illegale Praktiken der Elite korrumpierten, bildeten für das Verbrechen sehr effizient einen beträchtlichen Teil der jungen Generation heran, schlußfolgert die Therapeutin. Elitekids, jene zukünftigen neoliberalen Entscheidungsträger der Mittel-und Oberschicht, werden in repräsentativen Studien als antisozial, superindividualistisch, apolitisch sowie zu Autoritarismus und Gewalt neigend beschrieben. Fast 98 Prozent nennen als allerersten Lebensinhalt einen guten Posten und ein hohes Gehalt, um absolut desinteressiert am Zustand und der Zukunft des Landes ein sorgenfreies Leben führen zu können. Ein Gefühl von Verantwortlichkeit für die soziale Misere, die kraß ungerechte Einkommensverteilung existiere nicht. Auffällig zudem, daß unter diesem Jugend-Segment der Einfluß der nordamerikanischen Kultur am stärksten sei.</strong></p>
<p><strong>Aber ist es wirklich nur das immer wieder herausgestellte Sicherheitsargument, das Betuchte in die Condominio-Ghettos zieht? Die Soziologin Ana Roberts verneint dies nach ausgedehnten Untersuchungen. Am meisten habe sie überrascht, daß es den Bewohnern sehr wesentlich um Status gehe. Wer im Condominio lebe, betone damit vor aller Welt, „ich bin anders“, gehöre zu den Privilegierten. Ebenso werde immer  die „bessere Bildung und Erziehung der Kinder“ als Wohnargument betont. Auch da sind laut Ana Roberts große Zweifel angebracht, weil innerhalb des Condominios nur zu oft den Heranwachsenden kaum Grenzen gesetzt würden. Sie nannte den Fall einer Mutter, die ihr Kind zwar seit sage und schreibe drei Tagen überhaupt nicht gesehen habe, dennoch völlig unbesorgt sei – in der Gewißheit, daß es irgendwo im Condominio stecke.</strong></p>
<p><strong>–USA fürchten „Brazilianization“–</strong></p>
<p><strong>Michel Lind, Buchautor, neokonservativer Herausgeber der US-Zeitschrift „The New Republic“, hat diese seit Jahrzehnten existierenden Sozialstrukturen nicht nur in Rio, sondern auch in São Paulo ausgiebig studiert, im Buch „The Next American Nation“ eine ernste Warnung an seine Landsleute gerichtet:“ Wir befinden uns in einem besorgniserregenden Prozeß der Brasilianisierung, hin zu einem tyrannischen System immer ungleicherer sozialer Klassen.“ Für Lind bedeutet Brazilianization, “daß sich die dominierende weiße amerikanische Klasse innerhalb der eigenen Nation noch weiter in eine Art Barrikadennation zurückzieht – in eine Welt abgeschirmter Viertel mit Privatschulen, Privatpolizei, privater Gesundheitsbetreuung und selbst Privatstraßen.“ Nicht anders als eine lateinamerikanische Oligarchie könnten die reichen und mit wohlfeilen Kontakten ausgestatteten Mitglieder der herrschenden Oberschicht prosperieren – draußen das dekadente Amerika mit Ungleichheit und Kriminalitätsraten ähnlich Brasilien, all die Miserablen, Bettler, Straßenkinder. Und ebenso wie in Brasilien sei dann die Mehrheit der Schwarzen und Mischlinge in der Unterschicht anzutreffen – und zwar für immer.</strong></p>
<p><strong>Schon 1996 urteilte Victor Bulmer-Thomas, Direktor des Zentrums für lateinamerikanische Studien an der Londoner Universität:“Ebenso wie die alte französische Aristokratie, fühlen sich die Eliten Lateinamerikas nur dann erst richtig reich, wenn sie von Armen umgeben sind.“ Cristovam Buarque, Brasiliens neuer Bildungsminister, geht sogar soweit, die Eliteangehörigen nicht zu den Staatsbürgern zu zählen:“Die Ungleichheit zwischen Reichen und Armen, ob in Einkommen, Bildung, Wohnniveau, Transport, Freizeitverhalten, Ernährung und Umgangsformen, ist so gewaltig, daß die Elite im Grunde nicht mit am gleichen Tisch sitzt, nicht über die gleichen Themen spricht, nicht jenes Gefühl hat, zum selben Volk zu gehören…Im Brasilien des 21. Jahrhunderts sieht sich die Elite so entfernt vom Volke wie im 19.Jahrhundert.“ </strong></p>
<p><strong>Kirchliche Soziologen wie Eva Turin aus Sao Paulo machen bei den vielen betuchten Deutschen der Megametropole ähnliche Haltungen aus:“Sie benehmen sich wie die Elite der Elite, noch über den reichsten Brasilianern, mischen sich nicht mit uns, solidarisieren sich nicht.“</strong></p>
<p><strong>–„Sklavenhaltermentalität“—</strong></p>
<p><strong>Brasiliens katholische Kirche hat die Abschottungs-und Ausgrenzungspolitik der Geld-und Politikerelite stets hart kritisiert – deutliche Worte kamen vor allem von dem deutschstämmigen Kardinal Aloisio Lorscheider und natürlich Kardinal Evaristo Arns in Sao Paulo, der die  „Sklavenhaltermentalität“ immer noch tief verwurzelt sieht. Schwarze, Mulatten sind in Brasilien die typischen Slumbewohner und werden mittels eines verdeckten Systems der Apartheid am sozialen Aufstieg gehindert. Der zu PR-Zwecken noch von jeder brasilianischen Regierung um die Welt geschickte Multimillionär, Ex-Fußballspieler und Ex-Sportminister Pelè ist jene Ausnahme, die die Regel bestätigt. Die Brasilianisierungsdebatte wurde auch durch Roberto da Matta, einen der bekanntesten, derzeit in den USA lehrenden brasilianischen Anthropologen bereichert. Michel Lind habe die Dinge korrekt charakterisiert, die hierarchische Gesellschaftsstruktur genau beschrieben:“Die Elite hat immer Paris, London und New York viel mehr geliebt; im Grunde genommen heißt, zur Brasiliens Elite zu gehören, Ausländer im eigenen Land zu sein.“ Als schwerwiegendes Problem sieht Da Matta, daß die Oberschicht Brasilien nicht mag, „und was man nicht gern hat, kann man nicht kultivieren, pflegen.“</strong></p>
<p><strong>Seine Kollegin Teresa Caldeira hat über Condominios fechados sogar ein vielbeachtetetes Buch, „Stadt der Mauern“,  geschrieben. Sie nennt es verhängnisvoll, daß sich die Elite einmauere, aus dem öffentlichen Raum der Städte zurückziehe, anstatt diesen zu verbessern.“Die Begüterten bewegen sich in gepanzerten Limousinen oder Helikoptern, mit Leibwächtern fort, kaufen in gutbewachten Shopping Centers ein, arbeiten in abgeschirmten Bürokomplexen, wohnen in den Condominios fechados.“</strong></p>
<p><strong>Der Vorgänger von Staatschef Luis Inacio Lula da Silva, der heutige UNO-Berater  und FU-Berlin-Ehrendoktor Fernando Henrique  Cardoso, war gerne in den Condominios, mied die Slums, verdrängte die dortigen Zustände, den Banditenterror. Für Marcelo Rubens Paiva, Kolumnist der auflagenstärksten Qualitätszeitung „Folha de Sao Paulo“, und Bestseller-Autor, ein  besonders kurioser Sachverhalt: Der neoliberale Interessenvertreter der  Oligarchien, Eliten war in den 50ern eingeschriebenes KP-Mitglied, ist gleichzeitig Großgrundbesitzer und Soziologe, der sich immer noch gelegentlich rühmt, einst als Dozent in Frankreich auch Daniel Cohn-Bendit unterrichtet zu haben. Für Paiva führte  Cardoso eine Mitte-Rechts-Regierung aus Intellektuellen und Akademikern – auf dem Throne sitzend, schauten sie auf Brasilien aus der Distanz, seien der Ersten Welt indessen nahe.“ Bedenklich, daß Cardoso-Nachfolger Lula bislang einen sehr ähnlichen neoliberalen Kurs verfolgt, sich zum Vize den Milliardär und Großunternehmer Josè Alencar erwählte, der zu einer rechten Sektenpartei gehört.  Vanilda Paiva, Schriftstellerin und Soziologie-Doktorin der Uni Frankfurt, schlußfolgert nicht zufällig, daß sich in der neoliberalen brasilianischen Gesellschaft  heute „Ultraarchaisches mit Ultramodernem mischt.“</strong></p>
<p><strong>        Unterdessen haben Sozialforscher und Demographen nachgezählt – über vier Millionen Nordamerikaner wohnen bereits in Condominios fechados a la Rio de Janeiro und Sao Paulo. In den USA werden die größten Fortschritte aus Kalifornien gemeldet – Braszilianization-Experte Dale Maharidge zeichnet es im neuen Buch „The Coming White Minority“ ausführlich nach: Weiße konzentrieren sich zunehmend in städtischen „Inseln“ – eingekreist von Minoritäten in regelrechten Enklaven und Ethno-Ghettos. Stabile Gitterstäbe vor sämtlichen Fenstern parterre und im ersten Stock – auch das wird in vielen nordamerikanischen Städten zunehmend normaler. Condominios fechados trifft man zunehmend häufiger in Johannesburg und  Lagos, doch auch in anderen afrikanischen Millionenstädten schreitet diese Art der Ghettoisierung munter fort.</strong></p>
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<h2 class="beitrags-titel">Der Tillich-Rücktritt 2017 – wie PEGIDA und AfD wirken. Die Medien der Bananenrepublik:</h2>
<h2 class="beitrags-titel">“Ist es nicht herrlich still geworden um Pegida, Legida und AfD in eben jenen Tagen, da Hunderttausende Muslime das Abendland bestürmen?” Hamburger Wochenblatt DIE ZEIT am 17. September 2015…Pure Wahrheit oder Fake News, Falschmeldung?</h2>
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<h2 class="beitrags-titel">“Wilders Rede an einen politischen Kadaver. Geert Wilders hält in Dresden eine Rede, die Pegida nicht wiederbelebt.” Mainstream-Blatt FAZ</h2>
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<h2 class="beitrags-titel">“Pegida schafft sich ab…Für die Montagsmärsche durch Dresden war es das wohl.”</h2>
<h2 class="beitrags-titel"> Hamburger Illustrierte Der Spiegel im Februar 2015.</h2>
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<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2017/05/AfDPegidaBILD517.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-96438" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2017/05/AfDPegidaBILD517-1024x808.jpg" alt="AfDPegidaBILD517" width="1024" height="808" /></a></p>
<p><strong>“Demo in Dresden. AfD verbündet sich mit Pegida-Hetzern.” BILD, 8.Mai 2017.</strong></p>
<h2 class="beitrags-titel">“Sachsens AfD-Basis rebelliert gegen Frauke Petry”. DNN</h2>
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<p><strong>“Hier lebt der Widerstand – wir gehen gemeinsam!”. AfD-Redner in Dresden zur Zusammenarbeit mit Pegida. </strong></p>
<h1>“Pegida und AfD üben Schulterschluss”. n-tv.</h1>
<h2 class="beitrags-titel">“Pegida ist Geschichte… Es ist vorbei… Danke, Pegida, das war’s!…Viele Politiker werden jetzt zum Alltag übergehen, so als ob es den Protest nie gegeben hätte. Auch aus der Berichterstattung wird Pegida rasch verschwinden…” Hamburger Illustrierte DER SPIEGEL im Februar 2015.</h2>
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<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/PegidaZDFSchweinejournaille16.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-60857" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2016/02/PegidaZDFSchweinejournaille16-1024x567.jpg" alt="PegidaZDFSchweinejournaille16" width="1024" height="567" /></a></p>
<p><strong>Ausriß, Pegida-Protestplakate vom 6.2. 2016 in Dresden: “Mit dem Zweiten lügt sichs besser! ZDF” – “Verlogene Schweinejournaille: ARD – ZDF – Der Tagesspiegel – Bild – taz – DIE WELT – Frankfurter Allgemeine”.</strong></p>
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<p><strong>Werbung für PEGIDA…</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/03/PegidaProminenteBild.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-28186" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/03/PegidaProminenteBild.jpg" alt="PegidaProminenteBild" width="959" height="768" /></a></p>
<p><strong>Ausriß, Pegida-Werbung. “Prominente setzen in BILD ein Zeichen – Nein zu Pegida”. Schröder, von der Leyen, Steinmeier…</strong></p>
<h2 class="beitrags-titel">“Pegida löst sich auf. Führerlose Bewegung”. Frankfurter Allgemeine Zeitung, Januar 2015.</h2>
<h2 class="beitrags-titel">“Wenn dieses Unbehagen geführt wird vom Hitlerbärtchen, dann ist es vorbei. Wir erleben den Anfang vom Ende von Pegida.” Chefredakteur Heribert Prantl, Süddeutsche Zeitung</h2>
<p><strong>“Es bedarf einer gewissen Schere im Kopf.” Als der SPIEGEL noch ein Nachrichtenmagazin, keine Illustrierte war.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2017/01/SPIEGELSchereimKopf84.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-87657" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2017/01/SPIEGELSchereimKopf84-1024x1015.jpg" alt="SPIEGELSchereimKopf84" width="1024" height="1015" /></a></p>
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<p><strong>“Fernsehen als Spiegel der Wirklichkeit oder Sprachrohr der Regierenden?…SPIEGEL-Report 1984 über die politische Wende in den deutschen Funk-und Fernsehanstalten.” Ausriß</strong></p>
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<p><strong>Augstein-Meinungs- und Gerüchte-Blatt Der Freitag Mai 2015 ganzseitig, sogar Seite 3: “Der Protest hat sich totgelaufen…Heute ist Pegida vor allem eins:langweilig…Es scheint niemanden mehr so wirklich zu interessieren…die Bewegung hat weder ein sichtbares Ziel noch eine Strategie…”(keinerlei Hinweis auf klar definierte Ziele und Strategien von Pegida, auf Positionspapiere etc., den bundesweiten Pegida-Demonstrationskalender 2015)</strong></p>
<p class="Copy"><strong>Zahlreiche deutsche Zeitungen Ende Mai 2015 mit gleichem Artikel: “Warum die Anti-Islam-Bewegung in Dresden offenbar vor dem Aus steht…die absterbende Pegida-Bewegung…Pegida wird verlöschen und im Nirwana verschwinden…”</strong></p>
<h2 class="beitrags-titel">“Pegida ist zu einer Art Zombie-Bewegung geworden: Sie ist tot, läuft aber noch lärmend herum.” Journalistischer Leckerbissen der westdeutschen Berliner Zeitung am 15.4. 2015</h2>
<p><strong>“Doch der Zug der Unermüdlichen kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Pegida-Bewegung sich totgelaufen hat.” Süddeutsche Zeitung, Mai 2015</strong></p>
<h1>“Dresdner Politologe Patzelt sieht Pegida-Bewegung vor dem Ende”. Leipziger Volkszeitung 2015</h1>
<p><strong>FAZ: “Über kurz oder lang werde wohl auch der heute noch hartnäckige Rest von der Bildfläche verschwinden, prognostiziert Patzelt.”</strong></p>
<h1><strong>“Vizekanzler Sigmar Gabriel sieht den Zenit der Pegida-Demonstrationen überschritten. Dies könne auch eine Erlösung für Dresden sein.” Süddeutsche Zeitung 2015</strong></h1>
<p><strong>“Pegida erlebt ein Aus auf Raten.” Westdeutsche Freie Presse, Chemnitz 2015. Wahrheit oder Fake News?</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/03/PegidaAusdieMausD%C3%BC15.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-29593" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/03/PegidaAusdieMausD%C3%BC15.jpg" alt="PegidaAusdieMausDü15" width="640" height="354" /></a></p>
<p><strong>Pegida-Versteher in Düsseldorf, Karnevalsumzug 2015. Ausriß.</strong></p>
<p><strong>“Pegida wird vergessen werden”. Hamburger Wochenblatt “Die Zeit” 2015. Wahrheit oder Fake News?</strong></p>
<p><strong>“Die islamfeindliche Pegida-Bewegung siecht vor sich hin.” Deutscher Regierungssender Deutsche Welle</strong></p>
<p><strong>Abgehalfterter Lucke in  Focus 2015:</strong></p>
<p><strong>Lucke: “Pegida wird es im nächsten Jahr wohl nicht mehr geben”</strong></p>
<p>Ausriß:</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/10/PegidaMerkelWarnung15.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-48444" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/10/PegidaMerkelWarnung15.jpg" alt="PegidaMerkelWarnung15" width="772" height="768" /></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2016/10/14/verlaengertes-demowochenende-in-dresden-dnn-okt-2016-zwei-jahre-pegida-pegida-ist-geschichte-es-ist-vorbei-danke-pegida-das-warsviele-politi/">http://www.hart-brasilientexte.de/2016/10/14/verlaengertes-demowochenende-in-dresden-dnn-okt-2016-zwei-jahre-pegida-pegida-ist-geschichte-es-ist-vorbei-danke-pegida-das-warsviele-politi/</a></p>
<p><strong>Tillich und Merkel in Heidenau/Sachsen: “Sie schieben nicht ab, Herr Tillich!”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/08/MerkelHeidenau2.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-42538" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/08/MerkelHeidenau2-1024x521.jpg" alt="MerkelHeidenau2" width="1024" height="521" /></a></p>
<p>Ausriß. <strong>Tillich – de facto durch PEGIDA zum Rücktritt gezwungen…</strong></p>
<p><strong>“Die ham keene Kinder. Die Frau Merkel hat keene Kinder – das sind Kriterien für mich. Die ham keine Verantwortung für ihre Nachkommen.” Mann im Mitschnitt.</strong></p>
<p><strong>13:48 Uhr: Merkel tritt unter lauten Buhrufen und Pfiffen vom Rednerpult. “Verpiss Dich”, “Volksverräter” und “Lügenpresse” rufen die Asyl-Gegner ihr hinterher. Merkel steigt in ihre Limousine und fährt weg.(Mopo)</strong></p>
<p><strong>“Rede mal mit deinem Volk” – Ruf an Merkel bei ihrer Abfahrt. “Pfui, Pfui”-Rufe”</strong></p>
<p>-<a href="https://mopo24.de/#!nachrichten/ticker-livestream-bundeskanzlerin-merkel-besucht-fluechtlingsheim-in-heidenau-10147">https://mopo24.de/#!nachrichten/ticker-livestream-bundeskanzlerin-merkel-besucht-fluechtlingsheim-in-heidenau-10147</a></p>
<p><strong>Focus München:”Männer aus Pakistan erzählten, dass sie gar nicht wussten, wer sie da besucht. Sie hätten auch keinerlei Möglichkeit gehabt, mit der Frau zu sprechen.”</strong></p>
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<p><strong>…Von der Kanzlerin fordert er:”Merkel sagte, sie will mit den Flüchtlingen sprechen. Die sollte auch mit uns sprechen!”Ein anderer Mann pflichtet bei: “Die Politiker ziehen ihre Betroffenheitsmasche ab. Die sollten mit uns sprechen, uns einbeziehen.”</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>“Wir stehen auch nicht so, daß wir großartig was sehen.” Banaler Alltag handverlesener Medienfunktionäre, Beispiel Heidenau, Medien-Inszenierung, Armseligkeit des heutigen deutschen Mainstream-Journalismus offenkundig, Riesentroß obrigkeitshöriger Journaille blamiert sich vor zuschauenden Bürgern.</strong></p>
<p><strong>Heidenau – der Gesamtmitschnitt:</strong><a href="https://www.youtube.com/watch?t=1546&amp;v=9kIG66WRm38">https://www.youtube.com/watch?t=1546&amp;v=9kIG66WRm38</a>  <strong>- sehr entlarvendes Video, rasch kopieren, da es vermutlich bald gelöscht wird!</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>“Sie schieben nicht ab, Herr Tillich!”</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Bürger sagen in Heidenau Tillich: “Sie sollen sich mal mehr Wutbürger anhören!…Sie schieben auch nicht ab, das ist das zweite Problem.Sie schieben nicht ab, Herr Tillich!..Sie können die eine Seite nicht gegen die andere Seite ausspielen!…Mein Problem liegt darin, daß sie nicht unterscheiden können zwischen Kriegsflüchtlingen aus Syrien…und irgendwelchen jungen Leuten aus Tunesien…junge kräftige Männer, zu über 90 Prozent, die wir hier durchfüttern, und die dann im Winter wieder nach Tunesien abwandern…Das ist die Wahrheit!..Sie sind doch völlig überfordert, sie kommen doch mit der Registratur garnicht mit!…”</strong></p>
<p><strong>Frage der Andersdenkenden-Gruppe an Polizist:”Müssen wir schweigen?” “Nein, natürlich nicht.”</strong></p>
<p><strong>“…Honecker…DDR…”</strong></p>
<p><strong>“Alles klar. Ich guck maln bißchen, ob Merkel kommt. Daß ich euch vorwarnen kann.”(Reporterin)</strong></p>
<p><strong>“Der Medientroß ist dann auch wahrscheinlich ein bißchen einschüchternd.”</strong></p>
<p><strong>“Was soller denn sagen. Wird ja von oben bestimmt…Es gibt im Osten keene Arbeit…Meine Kinder gehn in Westen arbeiten, die pendeln Woche für Woche.”</strong></p>
<p><strong>Andersdenkender zweifelt sog. Fachkräftemangel an:”Der wird von der Industrie beschworen, um die Leute in Konkurrenz zueinander zu setzen, um die Löhne zu drücken.”</strong></p>
<p><strong>“…die blöden Ossis…”</strong></p>
<p><strong>“…die müssen doch schreiben, was die Redaktion vorschreibt…Wir haben Tillich unsere Meinung gesagt…Hier diskriminiert niemand die Flüchtlinge, erzählen sie nicht son Blödsinn!…Frau Merkel ist ausgestiegen, die hat nicht mal Guten Tag zu uns gesagt. So werden wir von der Frau Merkel behandelt…Dort wird verbreitet in Albanien, die kriegen 40000 Euro…Deshalb sind doch soviele Albanier hier…Neunzig Prozent der Flüchtlinge sind junge Männer…Wie steht denn die Frau im Islam da…Die wird weggesperrt, die muß eine Burka tragen…Warum war denn die gestern in Duisburg, unsere Kanzlerin?…Wir sind das Pack…Wo issn hier ein  Nazi? Wenns die Nazis nicht gäb, müßten sie erfunden werden, damit die Polizei geholt werden kann!”</strong></p>
<p><strong>Bürger weisen auf die Fragwürdigkeit des Afghanistan-Einsatzes u.a. der Bundeswehr. “Unsere Bundeswehr ist mit dem Mandat des Bundestages nach Afghanistan gezogen…Zirka 60 tote Soldaten…Jetzt sitzt der Afghane hier in dem Lager und sagt, ich mußte dort abhauen, weil ich verfolgt bin. Warum waren wir denn dann dort? Warum haben wir dort Millionen reingesteckt? Der Afghane sitzt jetzt hier – und wir haben unser Geld und unsere Leute dort hingeschafft…Es ist eine Politik im Interesse derjenigen, die schon sehr viel haben…die großen Konzerne, unsoweiter und so fort…Kennen sie den Scholl-Latour, ein ganz gebildeter Mann…Der hat gesagt – das Versagen des Westens in der arabischen Welt…Die Schleuser sagen, schmeißt die Pässe weg…Wir müssen erstmal unsere Grenzen kontrollieren, da fängts an, das machen andere Staaten auch…Wer nur Geld haben will, der darf nicht zu uns kommen…Es wird natürlich nicht gesendet – sie senden nur was ihnen gefällt”(an Reporter und Kameramann gerichtet)</strong></p>
<p><strong>“Opitz stellt sich nicht hinter seine Bevölkerung…Hier bei der Sache wird einfach über die Bürger hinweg entschieden…Ich habe auch nichts gegen die Frau Merkel, die tut mir auch nur leid…”</strong></p>
<p><strong>“Ich habe die Kanzlerin angezeigt…unsere Steuergelder sind überall…Man darf nicht vergessen, die Kanzlerin hat Flüchtlinge erzeugt, indem sie Waffen dorthin geschickt hat…Staatskassen, die ohnehin längst leer sind…”</strong></p>
<p><strong>“Bringt wieder mal deutsche Musik im MDR!”</strong></p>
<p><strong>“Sind sie von der Presse? Ich will mich nicht von der Antifa filmen lassen…Wir wissen natürlich, daß die NSA überall eingreifen kann…”</strong></p>
<p><strong>“Lügenpresse, Lügenpresse!” – häufig zu hören</strong></p>
<p><strong>“Wir sind das Volk” – Sprechchöre.</strong></p>
<p><strong>“Die Kriminellen müssen aussortiert werden.”</strong></p>
<p><strong>“Heute abend ist sowieso Lüge drinne im Fernsehen!” Mann zu ARD-Reporter “Eh nur Lügen!”</strong></p>
<p><strong>“Ich weiß, daß der Staat ein Raubritterstaat ist, weil er sich aneignet, was ihm nicht gehört!”</strong></p>
<p><strong>“Jeder Mensch hat ein Recht auf ein schönes Leben – aber nicht, wenn er sich hier benimmt wie die Axt im Walde! Bisschen Respekt, Dankbarkeit, Anstand sollte man zeigen…daß es genauso wie im Westen wird. Daß die denken, sie können machen, was sie wollen…Stehlen Fahrräder, ist ja leider ne Tatsache, daß die Übergriffe zunehmen werden…Viele sagen, wir wollen keine West-Verhältnisse haben, was ich auch verstehen kann.”</strong></p>
<p><strong>ARD-Reporter: “Westverhältnisse heißt”:</strong></p>
<p><strong>Befragter Bürger:”Gewalt gegenüber den Deutschen, freche Rufe `Scheiß-Deutsche`- oder wie jetzt zum Beispiel in Suhl, wo sie Krawalle gemacht ham, wo sie ein ganzes Gebäude zerstört ham, mit diesem muslimischen Ruf. So gehts nicht, irgendwo reichts langsam. Hier ist Deutschland – die haben sich unseren Regeln zu unterwerfen, nicht wir ihnen.”</strong></p>
<p><strong>ARD-Reporter: “Was erwarten sie von der Politik?”</strong></p>
<p><strong>Bürger: “Von der Politik erwarte ich schon lange nichts mehr. Die haben versagt von vorne bis hinten…Das ist doch bloß ein Schauspiel, weiter nichts.”</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2 class="beitrags-titel"> “Die Strategie Angela Merkels zielte auf assymmetrische Demobilisierung ab, auf einen Sieg durch Entpolitisierung…In Deutschland breiten sich amerikanische Verhältnisse aus…” Der Spiegel 2015</h2>
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<p><strong>13.06 Uhr:Immer wieder beschweren sich die Menschen lautstark darüber, dass für die Flüchtlinge so viel Geld ausgegeben werde. “Was wird für uns getan?”, fragen sie. Zitat Focus München</strong></p>
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<p><strong>“Auch das Wort Lügenpresse ist zu hören”. Tagesschau zur Medieninszenierung von Heidenau.</strong></p>
<p><strong>FAZ:„Volksverräter, Volksverräter“, skandierten die Schaulustigen vor einem Supermarkt, der gegenüber die Flüchtlingsunterkunft liegt. Demonstranten vor der Unterkunft riefen: „Dem deutschen Volke“ und „Wir sind das Pack“. <a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/nach-den-krawallen-in-heidenau-besucht-sigmar-gabriel-den-ort-13766916.html">Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel hatte rechtsradikale Demonstranten und Rassisten bei seinem Besuch am Montag in Heidenau als „Pack“ bezeichnet.</a> Während des Besuchs der Kanzlerin fuhren mehrere Autos hupend an der Unterkunft vorbei. In sozialen Netzwerken hatten rechtsextreme Gruppen zu einer solchen Aktion aufgerufen.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Der Spiegel:..Als die Kanzlerin in Heidenau eintraf, <a class="text-link-int" title="wurde sie von Buh-Rufen empfangen " href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/angela-merkel-in-heidenau-mit-buhrufen-empfangen-a-1049908.html">wurde sie von Buh-Rufen empfangen</a>, Schaulustige skandierten “Volksverräter, Volksverräter” vor einem Supermarkt, der gegenüber der Flüchtlingsunterkunft in dem ehemaligen Baumarkt liegt. Demonstranten vor der Unterkunft riefen: “Dem deutschen Volke” und “Wir sind das Pack”. SPD-Chef <a class="text-link-int" title="Sigmar Gabriel" href="http://www.spiegel.de/thema/sigmar_gabriel/">Sigmar Gabriel</a> hatte die rechtsradikalen Demonstranten und Rassisten zuvor in dem Ort <a class="text-link-int" title="als Pack bezeichnet" href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/sigmar-gabriel-in-heidenau-spd-bekommt-massenweise-hass-mails-a-1049756.html">als Pack bezeichnet</a>…</strong></p>
<p><strong>Bild-Zeitung: …Die Stimmung in Heidenau war aufgeheizt. Trotz hoher Polizeipräsenz störten etwa 300 rechte Demonstranten die Ankunft mit Buhrufen, Hupsirenen und Pfiffen. In Sichtweite zur Flüchtlingsunterkunft kam es zum Eklat: „Volksverräter, Volksverräter“, skandierten Pöbler vor einem Supermarkt gegenüber.</strong></p>
<p><strong>Demonstranten riefen: „Wir sind das Pack“. Die Bundeskanzlerin ließ sich nicht provozieren von den „Wut-Bürgern“, verließ das Gelände nach ihrem Statement auf direktem Weg…</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/08/MerkelHeidenau1.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-42337" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/08/MerkelHeidenau1-1024x616.jpg" alt="MerkelHeidenau1" width="1024" height="616" /></a></p>
<p>Ausriß Mopo.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/08/MerkelPlakatVolksverr%C3%A4terinHeidenau.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-42351" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/08/MerkelPlakatVolksverr%C3%A4terinHeidenau-1024x590.jpg" alt="MerkelPlakatVolksverräterinHeidenau" width="1024" height="590" /></a></p>
<p><strong>Ausriß.</strong></p>
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]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.hart-brasilientexte.de/2015/01/12/pegida-dresden-1212015-wir-fordern-ein-ende-der-kriegstreiberei-gegen-rusland-rechtsextremisten-storten-die-pegida-demonstration-wiederum-durch-sprechchore-etc-tendenzschutz-journalisten-des/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>&#8222;Zeitungsverleger instrumentalisieren Charlie-Hebdo-Anschlag für Kampf gegen Pegida&#8220;. Stefan Niggemeier 2015. Terrorismus-und Antisemitismusförderung in Frankreich und Deutschland durch rechtes/rechtsextremes Spektrum,  durch die sich progressiv gebende Neue Rechte &#8211; Autoritäten akzeptieren Attentatsrisiken. Pegida demonstriert am 12. Januar 2015 in Dresden &#8211; Forderungen durch Pariser Anschlagsserie bestätigt: &#8222;Gegen religiösen Fanatismus&#8220;(Pegida-Transparente)</title>
		<link>http://www.hart-brasilientexte.de/2015/01/12/zeitungsverleger-instrumentalisieren-charlie-hebdo-anschlag-fur-kampf-gegen-pegida-stefan-niggemeier-2015-terrorismus-und-antisemitismusforderung-in-frankreich-und-deutschland/</link>
		<comments>http://www.hart-brasilientexte.de/2015/01/12/zeitungsverleger-instrumentalisieren-charlie-hebdo-anschlag-fur-kampf-gegen-pegida-stefan-niggemeier-2015-terrorismus-und-antisemitismusforderung-in-frankreich-und-deutschland/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 12 Jan 2015 11:05:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[PEGIDA Dresden-Manipulationstricks.]]></category>
		<category><![CDATA[Stefan Niggemeier]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.hart-brasilientexte.de/2015/01/12/zeitungsverleger-instrumentalisieren-charlie-hebdo-anschlag-fur-kampf-gegen-pegida-stefan-niggemeier-2015-terrorismus-und-antisemitismusforderung-in-frankreich-und-deutschland/</guid>
		<description><![CDATA[http://www.stefan-niggemeier.de/blog/20077/zeitungsverleger-instrumentalisieren-charlie-hebdo-anschlag-fuer-kampf-gegen-pegida/ EU-Innenminister blamieren sich mit &#8222;Sicherheitspaket gegen Terror&#8220; &#8211; wer hatte die Zahl von Terroristen, engagierten Judenhassern in den EU-Staaten zügig und systematisch erhöht? Politik-Resultate weisen auf tatsächliche Ziele. Jedem EU- Politschauspieler, der  Judenhaß und Terrorismus mit förderte, war natürlich klar, daß sich schon in absehbarer Zeit entsprechende Attentate wie jetzt in Paris ereignen würden.  [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/20077/zeitungsverleger-instrumentalisieren-charlie-hebdo-anschlag-fuer-kampf-gegen-pegida/">http://www.stefan-niggemeier.de/blog/20077/zeitungsverleger-instrumentalisieren-charlie-hebdo-anschlag-fuer-kampf-gegen-pegida/</a></p>
<p><strong>EU-Innenminister blamieren sich mit &#8222;Sicherheitspaket gegen Terror&#8220; &#8211; wer hatte die Zahl von Terroristen, engagierten Judenhassern in den EU-Staaten zügig und systematisch erhöht? Politik-Resultate weisen auf tatsächliche Ziele.</strong></p>
<p><strong>Jedem EU- Politschauspieler, der  Judenhaß und Terrorismus mit förderte, war natürlich klar, daß sich schon in absehbarer Zeit entsprechende Attentate wie jetzt in Paris ereignen würden. </strong></p>
<p><strong>Vorhersehbare Terroranschläge von Paris im November 2015 – eindringliche Warnungen von Pegida-Legida und AfD:</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2015/11/14/terroranschlaege-in-paris-angesichts-der-von-den-politisch-verantwortlichen-in-eu-staaten-und-nato-verfolgten-politik-ist-jeder-kommentar-ueberfluessig/">http://www.hart-brasilientexte.de/2015/11/14/terroranschlaege-in-paris-angesichts-der-von-den-politisch-verantwortlichen-in-eu-staaten-und-nato-verfolgten-politik-ist-jeder-kommentar-ueberfluessig/</a></p>
<p><strong>Pegida Dresden in Medien Brasiliens:</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/01/pegidamerkelglobo1.jpg" alt="pegidamerkelglobo1.jpg" /></p>
<p><strong>“Hier ist das Volk”. Im Protest gegen die “Islamisierung des Westens” trägt eine Demonstrantin ein Plakat mit Kritik an Merkel.</strong></p>
<p><strong>Großfoto-Ausriß, Qualitätszeitung O Globo in Rio de Janeiro.</strong></p>
<p><strong>“Die Bewegung, die in Dresden vor drei Monaten  begann,  wuchs mit fulminanter Geschwindigkeit und konnte in in den letzten Tagen als Konsequenz der Attentate von Paris die Zahl der Anhänger vergrößern.” O Globo</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/25/kulturbereicherer-reda-seyam-war-is-bildungsminister/">http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/25/kulturbereicherer-reda-seyam-war-is-bildungsminister/</a></p>
<p><strong>Die antisemitische Politik französischer Autoritäten führte dazu, daß Juden aus Frankreich in den letzten Jahren zur größten Zuwanderergruppe Israels wurden.  </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/11/22/syrienintervention-2014-wieviele-syrische-staatsburger-wurden-bisher-von-terroristen-aus-deutschland-ermordet-jahrelange-westliche-hilfe-fur-terroristengruppen-aufrustung-auch-uber-deutschland-rus/">http://www.hart-brasilientexte.de/2014/11/22/syrienintervention-2014-wieviele-syrische-staatsburger-wurden-bisher-von-terroristen-aus-deutschland-ermordet-jahrelange-westliche-hilfe-fur-terroristengruppen-aufrustung-auch-uber-deutschland-rus/</a></p>
<p><strong>Was Frankreich die Antisemitismusförderung kostet:</strong> &#8222;<strong>Zum Schutz jüdischer Schulen werden 4700 Polizisten abgestellt, 10.000 Soldaten kommen an „anfälligen Punkten“ des Landes zum Einsatz.&#8220; FAZ</strong></p>
<p><strong>Islamismus in Aktion:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/11/21/syrien-intervention-sadistisches-kopfabschneiden-durch-terroristen-die-von-westlichen-landern-finanziert-militarisch-trainiert-wurden-video-anklicken-neoliberale-werte-die-umsetzung-die-result/">http://www.hart-brasilientexte.de/2014/11/21/syrien-intervention-sadistisches-kopfabschneiden-durch-terroristen-die-von-westlichen-landern-finanziert-militarisch-trainiert-wurden-video-anklicken-neoliberale-werte-die-umsetzung-die-result/</a></p>
<p><strong>&#8222;In Frankreich stellt der 7%-Anteil der Muslime einen 60%-Anteil der Gefängnisinsassen&#8220; (FAZ)</strong></p>
<p><strong>Auch deutsche Autoritäten bewerten, wie die Praxis zeigt, Bevölkerungsgruppen mit Gewaltmentalität  sehr positiv. Derzeit häufen sich nach den Pariser Anschlägen scheinheilige Alibi-Aktionen, Alibi-Erklärungen deutscher Politiker.</strong></p>
<p><strong>Das Anti-Islamismus-Manifest von 2006 &#8211; die rechten, rechtsextremen Politschauspieler machten dennoch unbeirrt weiter, förderten Terrorismus und Judenhaß:</strong> <a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/gegen-den-islamismus-das-manifest-der-zwoelf-13357663.html">http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/gegen-den-islamismus-das-manifest-der-zwoelf-13357663.html</a></p>
<p><strong> &#8222;Nachdem die Welt den Faschismus, den Nazismus und den Stalinismus besiegt hat, sieht sie sich einer neuen weltweiten totalitären Bedrohung gegenüber: dem Islamismus.</strong></p>
<p><strong>Wir Schriftsteller, Journalisten, Intellektuellen rufen zum Widerstand gegen den religiösen Totalitarismus und zur Förderung der Freiheit, Chancengleichheit und des Laizismus für alle auf.</strong></p>
<p><strong>Die jüngsten Ereignisse nach der Veröffentlichung der Mohammed-Karikaturen in europäischen Zeitungen zeigt die Notwendigkeit des Kampfes für die universellen Werte. Dieser Kampf kann nicht mit Waffen, sondern muß auf dem Feld der Ideen gewonnen werden. Es handelt sich nicht um ein Aufeinanderprallen der Kulturen oder einen Gegensatz von Okzident und Orient, sondern um einen weltweiten Kampf der Demokraten gegen die Theokraten.</strong></p>
<p><strong>Wie alle Totalitarismen nährt sich der Islamismus aus der Angst und der Frustration. Auf diese Gefühle setzen die Haßprediger, um mit ihren Bataillonen eine Welt der Unfreiheit und Ungleichheit zu erzwingen. Wir aber sagen laut und deutlich: Nichts, nicht einmal Verzweiflung, rechtfertigt Massenverdummung, Totalitarismus und Haß. Der Islamismus ist eine reaktionäre Ideologie. Überall, wo er sich breit macht, zerstört er Gleichheit, Freiheit und Laizismus. Wo er erfolgreich ist, führt er nur zu einer Welt des Unrechts und der Unterdrückung: Der Frauen durch die Männer und aller anderen durch die Integristen.</strong></p>
<p><strong>Wir lehnen den „kulturellen Relativismus“ ab, der im Namen der Achtung der Kulturen und der Traditionen hinnimmt, daß den Frauen und Männern der muslimischen Kultur das Recht auf Gleichheit, Freiheit und Laizität vorenthalten wird.</strong></p>
<p><strong>Wir weigern uns, wegen der Befürchtung, die „Islamophobie“ zu fördern, auf den kritischen Geist zu verzichten. Dies ist ein verhängnisvolles Konzept, das die Kritik am Islam als Religion und die Stigmatisierung der Gläubigen durcheinanderbringt&#8230;&#8220;</strong></p>
<p>Eine Religion,</p>
<p><a title="Alle Beiträge von Jürgen Himbert (Motorschrauber)" href="http://www.faz.net/suche/?query=&amp;BTyp=lesermeinungen&amp;username=%22Motorschrauber%22">JÜRGEN HIMBERT  (MOTORSCHRAUBER)</a> &#8211; 12.01.2015 10:41</p>
<p><a title="Jürgen Himbert folgen">Folgen </a><a title="Alle Beiträge von Jürgen Himbert (Motorschrauber)" href="http://www.faz.net/suche/?query=&amp;BTyp=lesermeinungen&amp;username=%22Motorschrauber%22"><img src="http://www.faz.net/userImage/Motorschrauber" alt="" width="60" height="60" /></a>welche in der Gebrauchsanweisung die Ermordung ungläubiger fordert, passt nicht in die heutige Zeit und nicht in unsere Gesellschaft. Menschen die unsere Gesellschaft ablehnen und zum Widerstand aufrufen dürfen nicht geduldet werden. Wer in unserer Gesellschaft leben will muss sich anpassen oder gehen. Sofort! (FAZ)</p>
<p><strong>Zu den Kuriositäten im Deutschland von heute zählt, daß immer noch manche Bürger meinen, was Politiker öffentlich sagen und verbreiten lassen, sei identisch mit dem, was sie tatsächlich denken und vorhaben. Nach der Pariser Anschlagsserie gilt dies besonders.</strong></p>
<p><strong>Pegida-Demonstration vom 12.1.2015 wiederum von Rechtsextremisten durch Sprechchöre etc. gestört. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/08/30/judische-allgemeine-interviewt-das-opfer-des-antisemitischen-angriffs-die-resultate-der-antisemitismus-forderung/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2012/08/30/judische-allgemeine-interviewt-das-opfer-des-antisemitischen-angriffs-die-resultate-der-antisemitismus-forderung/</a></p>
<p><strong>&#8222;Die Islamisten, vor denen Pegida seit nunmehr 12 Wochen warnt, haben heute in Frankreich gezeigt, daß sie eben nicht demokratiefähig sind, sondern auf Gewalt und Tod als Lösung setzen! Unsere Politiker wollen uns aber das Gegenteil glauben machen. Muß eine solche Tragödie etwa erst in Deutschland passieren???&#8220; (Pegida-Website)</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2015/01/12/terrorismus-und-antisemitismusforderung-in-der-eu-vorhersehbare-resultate-2015-systematische-erhohung-der-zahl-von-judenhassern-in-deutschland-und-frankreich/">http://www.hart-brasilientexte.de/2015/01/12/terrorismus-und-antisemitismusforderung-in-der-eu-vorhersehbare-resultate-2015-systematische-erhohung-der-zahl-von-judenhassern-in-deutschland-und-frankreich/</a></p>
<p><strong>Deutschlands kuriose Gutmenschen-Szene weigert sich nach wie vor, in Bezug auf den Islam so etwas wie einen eigenen Erfahrungshorizont aufzubauen, beispielsweise in Gruppen islamische Länder, u.a. Pakistan und Afghanistan, zu bereisen und islamische Alltagskultur zu studieren, islamische Mentalität und Werte mit denen der Deutschen zu vergleichen. </strong></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/pages/PEGIDA/790669100971515"> https://www.facebook.com/pages/PEGIDA/790669100971515</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/30/antisemitismus-in-deutschland-2014-simon-wiesenthal-center-uber-inge-hoger-und-annette-grothdie-linke/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/30/antisemitismus-in-deutschland-2014-simon-wiesenthal-center-uber-inge-hoger-und-annette-grothdie-linke/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2014/11/jerusalemattentatfeiern2.jpg" alt="jerusalemattentatfeiern2.jpg" /></p>
<p><strong>Ausriß, brasilianische Qualitätszeitung zu “Feier in Gaza, mit Tänzen und Fahnen” wg. Attentat auf Synagoge. Warum radikale Judenhasser von EU-Staaten finanziell und politisch stark unterstützt werden.</strong></p>
<p><strong>Judenhasser feiern Attentate. Islam und Nazismus &#8211; zumeist verschwiegen, besonders von rechtsextremen Politschauspielern:</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/11/19/judenhasser-feiern-attentat-auf-synagoge-in-jerusalem-2014-politisch-korrekter-deutscher-mainstream-verschweigt-das-stets-auch-in-deutschland-derartige-attentate-gros-gefeiert-werden-autoritaten-e/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2014/11/19/judenhasser-feiern-attentat-auf-synagoge-in-jerusalem-2014-politisch-korrekter-deutscher-mainstream-verschweigt-das-stets-auch-in-deutschland-derartige-attentate-gros-gefeiert-werden-autoritaten-e/</a></p>
<p><strong>Terrorförderung:</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/16/gewalt-und-terrorforderung-in-deutschland-was-den-zustandigen-autoritaten-bereits-gelangwir-beobachten-eine-rasant-wachsende-zahl-an-salafisten-prasident-des-bundesamtes-fur-verfassungsschutz/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/16/gewalt-und-terrorforderung-in-deutschland-was-den-zustandigen-autoritaten-bereits-gelangwir-beobachten-eine-rasant-wachsende-zahl-an-salafisten-prasident-des-bundesamtes-fur-verfassungsschutz/</a></p>
<p><strong>Neoliberale Methoden der Paralysierung von Protestpotential &#8211; Beispiel Brasilien:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/26/musterbeispiel-brasilien-wie-man-sich-effizient-vor-mitmenschen-schutzt-nato-draht-schweinestallchen-uberwachungskameras-etc-groses-interesse-bei-touristen-aus-mitteleuropa-die-derartiges-a/">http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/26/musterbeispiel-brasilien-wie-man-sich-effizient-vor-mitmenschen-schutzt-nato-draht-schweinestallchen-uberwachungskameras-etc-groses-interesse-bei-touristen-aus-mitteleuropa-die-derartiges-a/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2014/12/natodrahtsp1.jpg" alt="natodrahtsp1.jpg" /></p>
<p><strong>Nato-Draht, Schweineställchen, bewaffnete Wächter &#8211; demnächst auch in Deutschland vor Wohngebäuden?</strong></p>
<p><strong>Wem nützt Banditendiktatur?</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/15/wem-nutzen-banditendiktatur-und-immer-mehr-no-go-areas/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/15/wem-nutzen-banditendiktatur-und-immer-mehr-no-go-areas/</a></p>
<p><strong>Bemerkenswert viel Lob hochrangiger deutscher Politiker für das brasilianische Gewalt-Gesellschaftsmodell.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/29/brasiliens-gewaltkultur-2014-mord-an-italienischer-touristin-gaia-molinari-in-jericoacoara-brasilianerin-aus-rio-de-janeiro-wegen-mutmaslicher-mittaterschaft-verhaftet/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/29/brasiliens-gewaltkultur-2014-mord-an-italienischer-touristin-gaia-molinari-in-jericoacoara-brasilianerin-aus-rio-de-janeiro-wegen-mutmaslicher-mittaterschaft-verhaftet/</a></p>
<p><strong>Reaktionen auf Gauck-Weihnachtsansprache 2014:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/24/reaktionen-auf-weihnachtsansprache-von-joachim-gauck-2014-was-in-der-ansprache-alles-fehlt/">http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/24/reaktionen-auf-weihnachtsansprache-von-joachim-gauck-2014-was-in-der-ansprache-alles-fehlt/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2014/12/vollverschleierungmu14.jpg" alt="vollverschleierungmu14.jpg" /></p>
<p><strong>München 2014. Was Pegida-Gegner ganz toll, kulturbereichernd und weltoffen finden, in Übereinstimmung mit ihren tatsächlichen Wertvorstellungen über Frauenrechte.  </strong></p>
<p><strong>Deutschlands starke Neue Rechte solidarisiert sich mit Gewalt-Gesellschaftsmodellen, hochprofitablem Menschenhandel, Judenhassern,  Ehrenmördern, Vergewaltigern, sexistischen Frauenhassern, Brutalo-Machos, organisiertem Verbrechen, Drogendealern, Parallelgesellschaften etc. in Deutschland &#8211; besonders bemerkenswert ist die hingenommene brutale Unterdrückung ausländischer Frauen bestimmter Herkunftsländer in Deutschland. </strong></p>
<p><strong>Gezielte Gewalt-und Terror-Förderung:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/16/gewalt-und-terrorforderung-in-deutschland-was-den-zustandigen-autoritaten-bereits-gelangwir-beobachten-eine-rasant-wachsende-zahl-an-salafisten-prasident-des-bundesamtes-fur-verfassungsschutz/">http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/16/gewalt-und-terrorforderung-in-deutschland-was-den-zustandigen-autoritaten-bereits-gelangwir-beobachten-eine-rasant-wachsende-zahl-an-salafisten-prasident-des-bundesamtes-fur-verfassungsschutz/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/22/gelockerte-zensur-bei-islam-verbrechen-noch-unlangst-wurde-taterschaft-moglichst-komplett-durch-deutsche-medien-vertuscht-lugenpresse-lugenpresse/">http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/22/gelockerte-zensur-bei-islam-verbrechen-noch-unlangst-wurde-taterschaft-moglichst-komplett-durch-deutsche-medien-vertuscht-lugenpresse-lugenpresse/</a></p>
<p><strong>Unterstützung islamischer Terroristen durch westliche Regierungen &#8211; siehe Afghanistans Mujaheddin:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/09/28/brasilianischer-syrien-experte-der-uno-paulo-sergio-pinheiro-uber-die-unterstutzung-der-usa-und-europaischer-staaten-fur-islamistische-extremisten-die-derzeit-ua-partiell-bombardiert-werden/">http://www.hart-brasilientexte.de/2014/09/28/brasilianischer-syrien-experte-der-uno-paulo-sergio-pinheiro-uber-die-unterstutzung-der-usa-und-europaischer-staaten-fur-islamistische-extremisten-die-derzeit-ua-partiell-bombardiert-werden/</a></p>
<p><strong>Keine Forderung nach Bestrafung der Irakkrieg-Verantwortlichen &#8211; wieviele Iraker noch leben könnten:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/02/04/mitteleuropaische-ausenminister-schweigen-weiter-zu-15-millionen-getoteten-in-dem-unter-einem-lugenvorwand-begonnenen-irakkrieg-keinerlei-druck-auf-die-verantwortlichen-des-irakkriegs-keinerlei-bes/">http://www.hart-brasilientexte.de/2014/02/04/mitteleuropaische-ausenminister-schweigen-weiter-zu-15-millionen-getoteten-in-dem-unter-einem-lugenvorwand-begonnenen-irakkrieg-keinerlei-druck-auf-die-verantwortlichen-des-irakkriegs-keinerlei-bes/</a></p>
<p><strong>SPD-Politiker Andreas von Bülow: </strong> <strong>“Das allseits zu beobachtende Festhalten an geopolitischen Spielen zeigt sehr deutlich, daß ein erheblicher Teil auch der westlichen Machteliten wenig Vertrauen in die Wirksamkeit der Ideale der westlichen Staatsform, der Demokratie, des Rechtsstaates, der Geltung völkerrechtlicher Regeln setzt und sich lieber hinter dem Rücken des Volkes und von öffentlicher Kritik freigehalten, auf die Durchsetzung der angeblichen Staatsräson mit den verdeckten Mitteln und Methoden der Geheimdienste verläßt.”</strong></p>
<p><strong>Islamisten mit deutschen Waffen:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/01/23/syrien-intervention-islamisten-mit-deutsche-waffen-sogar-milan-raketen-laut-berliner-zeitung-sie-bringen-uns-den-tod-mit-deutschen-waffen-bisher-noch-nicht-ermittelt-wieviele-bewohner-syrien/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2014/01/23/syrien-intervention-islamisten-mit-deutsche-waffen-sogar-milan-raketen-laut-berliner-zeitung-sie-bringen-uns-den-tod-mit-deutschen-waffen-bisher-noch-nicht-ermittelt-wieviele-bewohner-syrien/</a></p>
<p><strong>“Islam ist Deutschland fremd” &#8211; Lucke, AfD: </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2015/01/13/islam-ist-deutschland-fremd-lucke-afd-was-alles-fur-deutsche-politiker-bestens-zu-deutschland-past/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2015/01/13/islam-ist-deutschland-fremd-lucke-afd-was-alles-fur-deutsche-politiker-bestens-zu-deutschland-past/</a></p>
<p><strong>Lula war Diktatur-Informant, laut neuem Buch: </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/02/12/brasilien-die-folterdiktatur-lula-und-die-arbeiterpartei-pt-rufmord-ein-kapitalverbrechen-buch557-seiten-mit-schweren-vorwurfen-gegen-lula-macht-schlagzeilen/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2014/02/12/brasilien-die-folterdiktatur-lula-und-die-arbeiterpartei-pt-rufmord-ein-kapitalverbrechen-buch557-seiten-mit-schweren-vorwurfen-gegen-lula-macht-schlagzeilen/</a></p>
<p><strong>Antisemitismusförderung in Frankreich und Deutschland:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2015/01/14/antisemitismusforderung-in-frankreich-judenflucht-nach-israel-der-fall-des-als-franzosischer-komiker-bezeichneten-dieudonne/">http://www.hart-brasilientexte.de/2015/01/14/antisemitismusforderung-in-frankreich-judenflucht-nach-israel-der-fall-des-als-franzosischer-komiker-bezeichneten-dieudonne/</a></p>
<h2 class="beitrags-titel">“Lügenpresse” – woher der Begriff stammt…Warum selbst die sogenannte Jury von Darmstadt dies verschweigt. Eine Blamage der “Lügenpresse” nach der anderen…“Antisemitismus ist unsere bürgerliche und staatliche Pflicht”. Angela Merkel, youtube. ” Freud’scher-Versprecher”. <span class="kleiner"><a class="post-edit-link" href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?post=20878&amp;action=edit">**</a></span></h2>
<div class="beitrags-info">tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/luegenpresse/" rel="tag">lügenpresse</a></div>
<div class="beitrag">
<p><strong>“Lügenpresse” – woher der Begriff stammt – warum die “Lügenpresse”, die sog. Jury von Darmstadt darauf nicht hinweist…. Per Google-Suche hat man rasch heraus, welche deutschen Medien das Foto, den Fakt bewußt unterschlugen:</strong></p>
<p><a href="http://www.pi-news.net/2015/01/deutsche-linke-und-die-luegenpresse/"><img class="aligncenter size-medium wp-image-444268" src="http://www.pi-news.net/wp/uploads/2015/01/lp-440x288.jpg" alt="lp" width="440" height="288" /></a></p>
<p><strong>Ausriß “Politically Incorrect” 2015. </strong></p>
<p><a href="https://sicherungsblog.files.wordpress.com/2015/01/lc3bcgenpresse2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-9964" src="https://sicherungsblog.files.wordpress.com/2015/01/lc3bcgenpresse2.jpg?w=620" alt="lügenpresse2" /></a></p>
<p><strong>Ausriß. Welche Berliner Medien nicht zufällig im aktuellen Zusammenhang diesen Hintergrund unterschlugen…</strong></p>
<p><strong>Wie es die “Tagesschau” hindreht, warum natürlich der Hinweis auf die 68er-Bewegung dreist verschwiegen wird:</strong></p>
<p><a href="http://www.tagesschau.de/inland/unwort-115.html">http://www.tagesschau.de/inland/unwort-115.html</a></p>
<p><strong>“Das Wort “Lügenpresse” ist ein Begriff, der bei den “Pegida”-Demonstrationen immer wieder skandiert wird. Jetzt wurde es zum Unwort des Jahres gewählt. Wohl auch, weil es eine eigene, sehr deutsche Geschichte hat.”</strong></p>
<p><strong>“Die Tagesschau als Lügenpresse”: </strong> <a href="http://meedia.de/2015/01/14/die-tagesschau-als-luegenpresse-wenn-dr-kai-gniffke-sauer-wird/">http://meedia.de/2015/01/14/die-tagesschau-als-luegenpresse-wenn-dr-kai-gniffke-sauer-wird/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2015/01/13/lugenpresse-sogenannte-jury-von-darmstadt-blamiertverheddert-sich-bei-unwort-des-jahres-2014/">http://www.hart-brasilientexte.de/2015/01/13/lugenpresse-sogenannte-jury-von-darmstadt-blamiertverheddert-sich-bei-unwort-des-jahres-2014/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2014/12/pegidamedienplakat1.jpg" alt="pegidamedienplakat1.jpg" /></p>
<p><strong>Ausriß. </strong></p>
<h2 class="beitrags-titel">“Antisemitismus ist unsere bürgerliche und staatliche Pflicht”. Angela Merkel, youtube. ” Freud’scher-Versprecher”.</h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2015/01/18/antisemitismus-ist-unsere-buergerliche-und-staatliche-pflicht-angela-merkel-youtube-warum-alle-abgeordneten-klatschen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2015/01/18/antisemitismus-ist-unsere-buergerliche-und-staatliche-pflicht-angela-merkel-youtube-warum-alle-abgeordneten-klatschen/</a></p>
<p><strong>Pegida Dresden in Medien Brasiliens:</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/01/pegidamerkelglobo1.jpg" alt="pegidamerkelglobo1.jpg" /></p>
<p><strong>“Hier ist das Volk”. Im Protest gegen die “Islamisierung des Westens” trägt eine Demonstrantin ein Plakat mit Kritik an Merkel.” Großfoto-Ausriß, Qualitätszeitung O Globo in Rio de Janeiro.</strong></p>
<p><strong>“Die Bewegung, die in Dresden vor drei Monaten  begann,  wuchs mit fulminanter Geschwindigkeit und konnte in in den letzten Tagen als Konsequenz der Attentate von Paris die Zahl der Anhänger vergrößern.” O Globo</strong></p>
<h2 class="article-title"><span class="headline-intro">Hinweise auf Terroranschläge:</span> <span class="headline">Bundesregierung will Panik vermeiden. Illustrierte Der Spiegel zu Resultaten der Regierungspolitik</span></h2>
<p><strong>Die Medienlüge von Paris in Brasiliens Medien:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2015/01/14/pariser-trauermarsch-2015-wie-die-medienluge-weltweit-durchgeschaltet-wurde-beispiel-brasilien-hollande-fuhrt-den-marsch-an-im-schulterschlus-mit-ibrahim-keitamali-und-angela-merkeldeutschl/">http://www.hart-brasilientexte.de/2015/01/14/pariser-trauermarsch-2015-wie-die-medienluge-weltweit-durchgeschaltet-wurde-beispiel-brasilien-hollande-fuhrt-den-marsch-an-im-schulterschlus-mit-ibrahim-keitamali-und-angela-merkeldeutschl/</a></p>
</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.hart-brasilientexte.de/2015/01/12/zeitungsverleger-instrumentalisieren-charlie-hebdo-anschlag-fur-kampf-gegen-pegida-stefan-niggemeier-2015-terrorismus-und-antisemitismusforderung-in-frankreich-und-deutschland/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>&#8222;Prof. Sinn deckt Medienlüge auf&#8220;(Bereits am 17.12.2014 veröffentlicht!). Reaktionen auf Klarstellungen von Ifo-Chef Sinn in der FAZ zur &#8222;falsch interpretierten&#8220; Bertelsmann-Migrations-Studie 2014. Deutsche Medien arbeiten inzwischen mit nahezu allen Mitteln&#8230;</title>
		<link>http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/29/prof-sinn-deckt-medienluge-auf-reaktionen-auf-klarstellungen-von-ifo-chef-sinn-in-der-faz/</link>
		<comments>http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/29/prof-sinn-deckt-medienluge-auf-reaktionen-auf-klarstellungen-von-ifo-chef-sinn-in-der-faz/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 29 Dec 2014 12:29:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[PEGIDA Dresden-Manipulationstricks.]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/29/prof-sinn-deckt-medienluge-auf-reaktionen-auf-klarstellungen-von-ifo-chef-sinn-in-der-faz/</guid>
		<description><![CDATA[Ifo-Chef Sinn „Migration ist ein Verlustgeschäft“ (FAZ) http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/oliver-janich/prof-sinn-deckt-medienluege-auf-jeder-einwanderer-kostet-79-1-euro.html Vergewaltigungskultur in Entwicklungsländern. Neues Gesetz über Indianerverbrechen: http://www.hart-brasilientexte.de/2015/10/09/brasilien-2015-spektakulaeres-politisch-unkorrektes-gesetz-gegen-indianer-verbrechen-von-abgeordnetenhaus-in-brasilia-erlassen-buerger-staatliche-institutionen-und-ngo-muessen-indio-verbrechen-anz/ “Es gibt Trends und Moden in der Berichterstattung, die so übermächtig sind, daß es vollkommen egal ist, was wirklich passiert ist.” Dagobert Lindlau im Deutschlandfunk über Wege zur desinformierten, leichter manipulierbaren Gesellschaft.  http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/29/pegida-2014-und-manipulationstricks-wie-eine-bertelsmann-studie-von-medien-und-politikern-vollig-falsch-interpretiert-wurde/ “Wer nicht täuschen kann, soll nicht Politiker werden.” [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ifo-Chef Sinn</strong></p>
<h2>„Migration ist ein Verlustgeschäft“ (FAZ)</h2>
<p><a href="http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/oliver-janich/prof-sinn-deckt-medienluege-auf-jeder-einwanderer-kostet-79-1-euro.html">http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/oliver-janich/prof-sinn-deckt-medienluege-auf-jeder-einwanderer-kostet-79-1-euro.html</a></p>
<p><strong>Vergewaltigungskultur in Entwicklungsländern.</strong> <strong>Neues Gesetz über Indianerverbrechen: </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2015/10/09/brasilien-2015-spektakulaeres-politisch-unkorrektes-gesetz-gegen-indianer-verbrechen-von-abgeordnetenhaus-in-brasilia-erlassen-buerger-staatliche-institutionen-und-ngo-muessen-indio-verbrechen-anz/">http://www.hart-brasilientexte.de/2015/10/09/brasilien-2015-spektakulaeres-politisch-unkorrektes-gesetz-gegen-indianer-verbrechen-von-abgeordnetenhaus-in-brasilia-erlassen-buerger-staatliche-institutionen-und-ngo-muessen-indio-verbrechen-anz/</a></p>
<h2>“Es gibt Trends und Moden in der Berichterstattung, die so übermächtig sind, daß es vollkommen egal ist, was wirklich passiert ist.” Dagobert Lindlau im Deutschlandfunk über Wege zur desinformierten, leichter manipulierbaren Gesellschaft.</h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/29/pegida-2014-und-manipulationstricks-wie-eine-bertelsmann-studie-von-medien-und-politikern-vollig-falsch-interpretiert-wurde/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/29/pegida-2014-und-manipulationstricks-wie-eine-bertelsmann-studie-von-medien-und-politikern-vollig-falsch-interpretiert-wurde/</a></p>
<h2>“Wer nicht täuschen kann, soll nicht Politiker werden.” Konrad Adenauer, zitiert nach Weimarer Taschenbuchverlag.</h2>
<p><strong>Zu den Kuriositäten im Deutschland von heute zählt, daß immer noch manche Bürger meinen, was Politiker öffentlich sagen und verbreiten lassen, sei identisch mit dem, was sie tatsächlich denken und vorhaben. Dies gilt auch besonders für die Migrationspolitik. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/16/dresdner-christen-grusen-die-pegida-kirchenfunktionare-mussen-auf-der-seite-derer-mitrennen-die-sie-bezahlen/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/16/dresdner-christen-grusen-die-pegida-kirchenfunktionare-mussen-auf-der-seite-derer-mitrennen-die-sie-bezahlen/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2014/12/pegidamedienplakat1.jpg" alt="pegidamedienplakat1.jpg" /></p>
<p><strong>Ausriß.</strong></p>
<p><strong>Reaktionen auf Gauck-Weihnachtsansprache 2014:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/24/reaktionen-auf-weihnachtsansprache-von-joachim-gauck-2014-was-in-der-ansprache-alles-fehlt/">http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/24/reaktionen-auf-weihnachtsansprache-von-joachim-gauck-2014-was-in-der-ansprache-alles-fehlt/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2014/12/vollverschleierungmu14.jpg" alt="vollverschleierungmu14.jpg" /></p>
<p><strong>München 2014. Was Pegida-Gegner ganz toll, kulturbereichernd und weltoffen finden, in Übereinstimmung mit ihren Wertvorstellungen über Frauenrechte.  </strong></p>
<p><strong>Judenhasser feiern Attentate. Islam und Nazismus &#8211; zumeist verschwiegen, besonders von rechtsextremen Politschauspielern:</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/11/19/judenhasser-feiern-attentat-auf-synagoge-in-jerusalem-2014-politisch-korrekter-deutscher-mainstream-verschweigt-das-stets-auch-in-deutschland-derartige-attentate-gros-gefeiert-werden-autoritaten-e/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2014/11/19/judenhasser-feiern-attentat-auf-synagoge-in-jerusalem-2014-politisch-korrekter-deutscher-mainstream-verschweigt-das-stets-auch-in-deutschland-derartige-attentate-gros-gefeiert-werden-autoritaten-e/</a></p>
<p><strong>Deutschlands starke Neue Rechte solidarisiert sich mit Gewalt-Gesellschaftsmodellen, hochprofitablem Menschenhandel, Judenhassern,  Ehrenmördern, Vergewaltigern, sexistischen Frauenhassern, Brutalo-Machos, organisiertem Verbrechen, Drogendealern, Parallelgesellschaften etc. in Deutschland &#8211; besonders bemerkenswert ist die hingenommene brutale Unterdrückung ausländischer Frauen bestimmter Herkunftsländer in Deutschland. </strong></p>
<p><strong>Gezielte Gewalt-und Terror-Förderung:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/16/gewalt-und-terrorforderung-in-deutschland-was-den-zustandigen-autoritaten-bereits-gelangwir-beobachten-eine-rasant-wachsende-zahl-an-salafisten-prasident-des-bundesamtes-fur-verfassungsschutz/">http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/16/gewalt-und-terrorforderung-in-deutschland-was-den-zustandigen-autoritaten-bereits-gelangwir-beobachten-eine-rasant-wachsende-zahl-an-salafisten-prasident-des-bundesamtes-fur-verfassungsschutz/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/03/mentetododiasp.jpg" alt="mentetododiasp.jpg" /></p>
<p><strong> Sao Paulo. “Die Wahrheit ist, daß du jeden Tag lügst.”</strong></p>
<h2>Medienkritische Website “Propagandaschau” kürt Maulhuren des Jahres: Kleber(1), Atai(2), Jauch(3), Will(4), Lielischkies(5). <a title="Beitrag bearbeiten" href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=20393">**</a></h2>
<p>tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/propagandaschau-maulhuren-2014/" rel="tag">propagandaschau-maulhuren 2014</a></p>
<p><a href="http://propagandaschau.wordpress.com/2014/12/28/maulhure-des-jahres-2014-wahlergebnis-und-laudatio/">http://propagandaschau.wordpress.com/2014/12/28/maulhure-des-jahres-2014-wahlergebnis-und-laudatio/</a></p>
<p>“Die Maulhure 2014 ist…</p>
<p><img src="https://propagandaschau.files.wordpress.com/2014/12/kleber-maulhure-2014.jpg?w=529" alt="Kleber Maulhure 2014" /><br />
<a href="http://propagandaschau.wordpress.com//?s=claus+kleber&amp;search=Los">Claus-Detlev Walter Kleber</a></p>
<p>Mit 4.686 bei insgesamt 44.221 abgegebenen Stimmen konnte der ZDF-Mann die nicht minder begabten Realitäts- und Wahrheitsfälscher, Lügner und Hetzer<strong><a href="http://propagandaschau.wordpress.com//?s=atai&amp;search=Los">Golineh Atai</a></strong> (3279 Stimmen) und <a href="http://propagandaschau.wordpress.com//?s=jauch&amp;search=Los"><strong>Günther Jauch</strong></a> (2694 Stimmen) von der ARD auf die Ränge verweisen.</p>
<p><a href="https://propagandaschau.files.wordpress.com/2014/12/maulhure_2014_ergebnis.png"><img src="https://propagandaschau.files.wordpress.com/2014/12/maulhure_2014_ergebnis.png?w=529&amp;h=461" alt="Maulhure_2014_Ergebnis" width="529" height="461" /></a>Berufslügner <strong><a href="http://propagandaschau.wordpress.com//?s=lielischkies&amp;search=Los">Udo Lielischkies</a> </strong>schaffte nur einen enttäuschenden fünften Platz. Ein klares Zeichen dafür, dass auch viele nicht regelmäßige Leser der Propagandaschau an der Abstimmung teilgenommen haben. Das Gesamtergebnis als <a href="https://propagandaschau.files.wordpress.com/2014/12/ergebnis-maulhure-2014.doc">Download</a>.”</p>
<p>Ausriß</p>
<h2>Peter Scholl-Latour 2014: “Und da spielen die USA verrückt im Moment. Die führen den Kalten Krieg fort.” “Es war Putin, der mit der Annexion der Krim das Völkerrecht gebrochen hat.” (Tagesspiegel-Einwand.) “Die Amerikaner müssen vom Völkerrecht reden! Wer Leute mit Drohnen ermorden lässt! Die sind selber in genügend Länder einmarschiert. Und im Irak haben sie uns total angeschmiert. Putin hat hundertmal Recht auf die Krim. Die Menschen dort sind prorussisch.” (Tagesspiegel-Interview)</h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/05/05/ukraine-2014-die-manipulations-und-propagandamethoden-deutscher-medien-und-westlicher-politiker-deutsche-medienkonsumenten-weisen-auf-gangige-methoden-der-letzten-monate/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2014/05/05/ukraine-2014-die-manipulations-und-propagandamethoden-deutscher-medien-und-westlicher-politiker-deutsche-medienkonsumenten-weisen-auf-gangige-methoden-der-letzten-monate/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/19/ukrainekrieg-2014-die-falle-von-ilowajsk-ein-typischer-tv-streifen-von-udo-lielischkies-gut-geeignet-fur-den-medienkundeunterricht-an-deutschen-schulen-was-fehlt-welche-ideologie-wird-transpo/">http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/19/ukrainekrieg-2014-die-falle-von-ilowajsk-ein-typischer-tv-streifen-von-udo-lielischkies-gut-geeignet-fur-den-medienkundeunterricht-an-deutschen-schulen-was-fehlt-welche-ideologie-wird-transpo/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/19/ukrainekrieg-2014-ilowajsk-wie-das-hamburger-wochenblatt-die-zeit-berichtet-was-alles-fehlt-die-macht-der-oligarchen-tagesschau/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/19/ukrainekrieg-2014-ilowajsk-wie-das-hamburger-wochenblatt-die-zeit-berichtet-was-alles-fehlt-die-macht-der-oligarchen-tagesschau/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/22/gezielte-einschleusung-von-mitgliedern-des-global-vernetzten-organisierten-verbrechens-nach-deutschland-autoritaten-und-polizei-geben-sich-vor-der-offentlichkeit-naiv-und-uberrascht-tun-so-als-wus/">http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/22/gezielte-einschleusung-von-mitgliedern-des-global-vernetzten-organisierten-verbrechens-nach-deutschland-autoritaten-und-polizei-geben-sich-vor-der-offentlichkeit-naiv-und-uberrascht-tun-so-als-wus/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2014/12/pegidatvinterviewtrick1.jpg" alt="pegidatvinterviewtrick1.jpg" /></p>
<p><strong>Ausriß. Warum das deutsche Fernsehen gleich an erster Stelle das Falsch-Interview als angeblich authentisch brachte…</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/22/falscher-pegida-demonstrant-faz-die-methoden-des-heutigen-mainstreams-manchmal-nur-manchmal-kommts-halt-raus/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/22/falscher-pegida-demonstrant-faz-die-methoden-des-heutigen-mainstreams-manchmal-nur-manchmal-kommts-halt-raus/</a></p>
<p><strong>Mißlich für Ostdeutsche &#8211; nach 1990 verloren sie die auf ihrem Territorium befindlichen tonangebenden Medien, darunter Zeitungen  &#8211; diese wurden fast durchweg an westdeutsche Medienkonzerne verkauft und berichten vorhersehbar entsprechend &#8211; gemäß dem Tendenzschutz-Prinzip.</strong></p>
<p><strong>Die bedenkliche Rolle des sog. “Tendenzschutzes” &#8211; vielen Medienkonsumenten garnicht bekannt:</strong></p>
<p><strong>Tendenzschutz und journalistische Freiheit in Deutschland, laut Wikipedia: Tendenzschutz in deutschen Medien: Wikipedia zu üblichen sehr starken Beschränkungen journalistischer Freiheit:  …Unter Tendenzschutz wird verstanden, dass dem <a title="Verleger" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Verleger">Verleger</a> eines <a title="Medium" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Medium">Mediums</a> (z. B. einer <a title="Zeitung" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zeitung">Zeitung</a>) ausdrücklich das Recht gewährt wird, die politische Meinung der jeweiligen Publikation festzulegen. Seine Macht erstreckt sich also nicht nur auf wirtschaftliche Entscheidungen (etwa zur <a title="Betriebsorganisation" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Betriebsorganisation">Betriebsorganisation</a>), sondern auch, wegen der besonderen Rolle der<a title="Massenmedien" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Massenmedien">Massenmedien</a>, auf politische Entscheidungen, die andere <a title="Unternehmen" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Unternehmen">Unternehmen</a> nicht treffen können, da sie nicht selbst publizieren.</strong></p>
<p><strong><em>Tendenzschutz</em> bedeutet also konkret, dass der Verleger berechtigt ist, die politische Richtung der ihm gehörenden Medien zu bestimmen und seine <a title="Redakteur" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Redakteur">Redakteure</a> und <a title="Freier Journalist" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Freier_Journalist">freie Journalisten</a> zu verpflichten, in einer bestimmten Art und einem bestimmten Stil Texte, Bilder und Filme in einer bestimmten politischen Sichtweise zu produzieren. Ein Recht von <a title="Redakteur" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Redakteur">Redakteuren</a>, journalistisch und inhaltlich vom Verleger unabhängig zu sein, besteht nicht…</strong></p>
<p><strong>Bestes Beispiel ist die Sächsische Zeitung in Dresden, die vom westdeutschen Bertelsmann-Konzern kontrolliert wird: Das Dresdner Druck- &amp; Verlagshaus GmbH &amp; Co KG (DD+V-Mediengruppe), in dem die <em>Sächsische Zeitung</em> erscheint, ist zu 60 Prozent im Besitz der<a title="Bertelsmann AG" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bertelsmann_AG">Bertelsmann</a>-Tochter <a title="Gruner + Jahr" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gruner_%2B_Jahr">Gruner + Jahr</a>, 40 Prozent der Anteile gehören der <a title="Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Druck-_und_Verlagsgesellschaft">Deutschen Druck- und Verlagsgesellschaft</a>, einem Medienbeteiligungsunternehmen der <a title="Sozialdemokratische Partei Deutschlands" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands">SPD</a>.  Wikipedia</strong></p>
<p><strong>Auch die Freie Presse in Chemnitz ist kein ostdeutsches Medium &#8211; und berichtet entsprechend:   ”Sie ging ohne Ausschreibung für umgerechnet 100 Millionen Euro an die <a title="Medien-Union" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Medien-Union">Medien-Union</a> GmbH mit Sitz in Ludwigshafen, welche auch die Tageszeitung <em><a title="Die Rheinpfalz" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Rheinpfalz">Die Rheinpfalz</a></em> publiziert.”</strong></p>
<p><strong>Thüringer Allgemeine:</strong></p>
<p><strong>Sie ist Teil der zur <a title="Funke Mediengruppe" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Funke_Mediengruppe">Funke Mediengruppe</a>, ehemals WAZ-Mediengruppe, gehörenden <a title="Zeitungsgruppe Thüringen" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zeitungsgruppe_Th%C3%BCringen">Zeitungsgruppe Thüringen</a> (gemeinsam mit <em><a title="Ostthüringer Zeitung" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ostth%C3%BCringer_Zeitung">Ostthüringer Zeitung</a></em> und <em><a title="Thüringische Landeszeitung" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Th%C3%BCringische_Landeszeitung">Thüringische Landeszeitung</a></em>) und zählt zu den auflagenstärksten Regionalzeitungen in Deutschland…Die Funke Mediengruppe mit Sitz in <a title="Essen" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Essen">Essen</a> ist ein Medienkonzern mit Beteiligungen an Zeitungen, Anzeigenblättern, Zeitschriften und elektronischen Medien in Deutschland, Österreich, Kroatien und Ungarn…Wikipedia</strong></p>
<p><strong>Volksstimme Magdeburg:  ”Die <em>Volksstimme</em> erscheint seitdem bei der Magdeburger Verlags- und Druckhaus GmbH, einer hundertprozentigen Tochter der für ihre Programm- und <a title="Regenbogenpresse" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Regenbogenpresse">Yellowpress-Blätter</a> bekannten<a title="Bauer Verlagsgruppe" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bauer_Verlagsgruppe">Bauer Verlagsgruppe</a> Hamburg, der heutigen <a title="Bauer Media Group" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bauer_Media_Group">Bauer Media Group</a>.” Wikipedia</strong></p>
<p><strong>Berliner Zeitung:  …Die Verlagsgruppe Holtzbrinck verkaufte daher im Herbst 2005 den Berliner Verlag für geschätzte 150 bis 180 Millionen Euro an die <a title="BV Deutsche Zeitungsholding" href="http://de.wikipedia.org/wiki/BV_Deutsche_Zeitungsholding">BV Deutsche Zeitungsholding</a>. Die Übernahmepläne waren nach deren Bekanntgabe innerhalb des Verlages auf starke Kritik gestoßen, weil befürchtet wurde, dass zu hohe Renditeerwartungen des britischen Medienmanagers <a title="David Montgomery (Medieninvestor)" href="http://de.wikipedia.org/wiki/David_Montgomery_(Medieninvestor)">David Montgomery</a> die journalistische Qualität der Zeitung beeinträchtigen könnten. Ebenfalls wurde kritisiert, dass Chefredakteur <a title="Josef Depenbrock" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Josef_Depenbrock">Josef Depenbrock</a> gleichzeitig als Geschäftsführer fungierte. Mit dem Verkauf des Berliner Verlages war erstmals ein deutsches Zeitungshaus in den Besitz eines ausländischen <a title="Anleger (Finanzmarkt)" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anleger_(Finanzmarkt)">Finanzinvestors</a> gelangt…</strong></p>
<p><strong>Schweriner Volkszeitung: ”…Der <a title="Burda-Verlag" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Burda-Verlag">Burda-Verlag</a>, in dem Zeitschriften wie <em><a title="Bunte" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bunte">Bunte</a></em>, <em><a title="Focus" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Focus">Focus</a></em> und <em><a title="Freundin (Zeitschrift)" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Freundin_(Zeitschrift)">Freundin</a></em> erscheinen, kaufte 1991 von der <a title="Treuhandanstalt" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Treuhandanstalt">Treuhandanstalt</a> neben dem Rostocker Blatt <em>Norddeutsche Neueste Nachrichten</em> die<em>Schweriner Volkszeitung</em>. Im Jahre 2005 wurde das Blatt vom Burda-Konzern an den <a title="Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schleswig-Holsteinischer_Zeitungsverlag">Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag</a> (sh:z) veräußert und ist heute, wie der sh:z, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der <em>medien holding:nord GmbH</em> mit Sitz in Flensburg.<sup><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schweriner_Volkszeitung#cite_note-3">[3]</a>.. Wikipedia</sup></strong></p>
<p><strong>Ostsee-Zeitung:</strong> <strong> …Die <em>Ostsee-Zeitung</em> ist ein Tochterunternehmen der <em><a title="Lübecker Nachrichten" href="http://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCbecker_Nachrichten">Lübecker Nachrichten</a></em>. Seit 31. Dezember 2009 wird das Unternehmen direkt als 100-prozentiges Tochterunternehmen der <a title="Verlagsgesellschaft Madsack" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Verlagsgesellschaft_Madsack">Verlagsgesellschaft Madsack</a> in dessen Unternehmensbilanz geführt… Wikipedia</strong></p>
<p><strong>Tendenzschutz der beschriebenen Art gilt für nahezu alle anderen existierenden Medien auf dem Gebiet Ostdeutschlands &#8211; entsprechend sind Qualität und niedriger Grad wiedergespiegelter Realität.</strong></p>
<p><strong>Was in Tendenzschutz-Medien noch alles an heiklen Themen fehlt:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/14/brasiliens-folterdiktatur-abschlusbericht-der-wahrheitskommission-2014-auffalliges-schweigen-deutschsprachiger-medien-zum-thema-foltertechnologie-folterinstrukteure-aus-der-bundesrepublik-deutschla/">http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/14/brasiliens-folterdiktatur-abschlusbericht-der-wahrheitskommission-2014-auffalliges-schweigen-deutschsprachiger-medien-zum-thema-foltertechnologie-folterinstrukteure-aus-der-bundesrepublik-deutschla/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/24/ukraine-2014-warum-hochrangige-deutsche-politiker-eines-der-korruptesten-lander-der-erde-stark-unterstutzen/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/24/ukraine-2014-warum-hochrangige-deutsche-politiker-eines-der-korruptesten-lander-der-erde-stark-unterstutzen/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/05/19/es-gibt-trends-und-moden-in-der-berichterstattung-die-so-ubermachtig-sind-das-es-vollkommen-egal-ist-was-wirklich-passiert-ist-dagobert-lindlau-im-deutschlandfunk-uber-wege-zur-desinformierten/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/05/19/es-gibt-trends-und-moden-in-der-berichterstattung-die-so-ubermachtig-sind-das-es-vollkommen-egal-ist-was-wirklich-passiert-ist-dagobert-lindlau-im-deutschlandfunk-uber-wege-zur-desinformierten/</a></p>
<h2> <img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2014/04/volkischerbeobachter.jpg" alt="volkischerbeobachter.jpg" /></h2>
<p><strong>Volksempfänger-Journalismus heute.</strong></p>
<p><strong>Kuba und Manipulationstricks:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/27/usa-and-cuba-break-the-ice-frei-betto-brasiliens-wichtigster-katholischer-befreiungstheologe-kuba-und-aktuelle-manipulationstricks-im-deutschen-mainstream-was-alles-in-kuba-artikeln-fehlt/">http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/27/usa-and-cuba-break-the-ice-frei-betto-brasiliens-wichtigster-katholischer-befreiungstheologe-kuba-und-aktuelle-manipulationstricks-im-deutschen-mainstream-was-alles-in-kuba-artikeln-fehlt/</a></p>
<p><span id="more-20396"></span></p>
<h2><a title="Permanent Link zu Herzlich willkommen!" href="http://www.dr-thomas-hartung.de/?p=1" rel="bookmark">Herzlich willkommen!</a></h2>
<p>10. Januar 2011 von <a title="Artikel von Thomas Hartung" href="http://www.dr-thomas-hartung.de/?author=1">Thomas Hartung</a></p>
<h4>Als Dozent informiere ich Sie auf meiner Webpräsenz über meine Aktivitäten rings um die hochschulische Ausbildung angehender Medienmacher.</h4>
<h4>Als Mensch lasse ich Sie gern an meinen freizeitlichen Aktivitäten teilhaben, zu denen nicht zuletzt Kochen gehört <img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif" alt=";-)" /></h4>
<h4>Als Bildungsbürger kommentiere/rezensiere ich außerdem vielerlei kulturelle Phänomene – vom Roman über den Musikergeburtstag bis zum Regisseurstod.</h4>
<h4>Und als (Ex-)Journalist blogge ich daneben unregelmäßig Betrachtungen zu Interessantem und Wissenswertem nicht nur aus der Welt der Medien.</h4>
<h4>Warum gerade Betrachtungen?</h4>
<p>Ich empfinde dieses Genre – eine Meinungsdarstellungsform übrigens – als eins der zeitgemäßen schlechthin.</p>
<p>Eine Betrachtung soll durch Beschreibungen und Schilderungen, Vergleiche und Annäherungen bis hin zur Analyse einem Ereignis, einer Situation, einem Gegenstand oder auch einem (gesellschafts-) politischen Problem Individualität verleihen: Recherche darf in gewissem Maße substitutiert werden durch Subjektivität.</p>
<p>Die Betrachtung ist durchaus mit derselben eines Kunstwerks in einer Ausstellung vergleichbar: man wählt zunächst die Gesamtschau und wechselt dann zu einzelnen Aspekten.</p>
<p>Dabei ist dem Genre eigen, dass die Prioritäten dieser Aspekte oft im Vagen bleiben: aus der Betrachtung erwächst ein Gedanke, der das formale Ziel darstellt.</p>
<p>Der Gegenstand darf dabei Randerscheinung eines größeren Zusammenhangs bleiben: “die Bedeutung des Unbeachteten birgt den Kern ihrer Aussage” (Degen 2004).</p>
<p>Viel Spass beim Lesen – und natürlich beim Kommentieren!</p>
<p>Geschrieben in <a title="Alle Artikel in Allgemeines ansehen" href="http://www.dr-thomas-hartung.de/?cat=1" rel="category">Allgemeines</a> | <a title="Kommentiere Herzlich willkommen!" href="http://www.dr-thomas-hartung.de/?p=1#respond">0 Kommentare »</a></p>
<h2><a title="Permanent Link zu Was wollen die PEGIDA-Anhänger, wer sind die, wie ticken die?" href="http://www.dr-thomas-hartung.de/?p=2543" rel="bookmark">Was wollen die PEGIDA-Anhänger, wer sind die, wie ticken die?</a></h2>
<p>17. Dezember 2014 von <a title="Artikel von Thomas Hartung" href="http://www.dr-thomas-hartung.de/?author=1">Thomas Hartung</a></p>
<p>Dass auch ich überzeugter <a href="https://www.facebook.com/pages/PEGIDA/790669100971515">PEGIDA</a>-Gänger bin, ist allgemein bekannt. Leider nur einigen, dass ich letzten Montag von einem französischen TV-Team interviewt und vor allem einem Team der „Deutschen Welle“ begleitet wurde, das eine Reportage drehen wollte, die bis heute nicht gesendet wurde – vielleicht waren meine Aussagen zu lang und zu differenziert. Daher diese Annäherung als objektivierte Selbstvergewisserung, ohne den Anspruch, für alle Demonstranten zu sprechen. Es sind für mich im Wesentlichen 3 Problemkreise, die hier zu einer Melange verschmelzen: ein glaubenskritischer, ein juristisch-medialer und ein sozioökonomisch-psychologischer.</p>
<p><strong>* * *</strong></p>
<p>Der glaubenskritische: unter Glauben versteht man teleologisch zunächst eine Wahrscheinlichkeitsvermutung: ein Sachverhalt kann hypothetisch wahr sein. Das bedeutet: Glauben unterscheidet sich einerseits strikt von Wissen als wahre und gerechtfertigte Meinung. „Glauben“ unterscheidet sich andererseits vom religiösen Glauben, der stets auf der Volition beruht, an bestimmte Inhalte „zu glauben“ (z. B. die Existenz Gottes), hier wird oft die indogermanische Wurzel „leubho“ herangezogen für „begehren“, „preisen”, „schätzen”, „loben“. Die Konfession (lat. „Geständnis“, „Bekenntnis“) bezeichnet die Zugehörigkeit zu einer Religions- im Sinne von Glaubensgemeinschaft.</p>
<p>Sachsens Bevölkerung nun ist zu 75 % konfessionslos, in Dresden liegt die Zahl noch höher. Ob areligiös, Heide, Agnostiker… sei dahingestellt, ich verorte mich bei den altgriechischen “Unwissenden”. Aber diese Bevölkerung hat abendländisches Wissen, vor allem Geschichtswissen: befreit man bspw. die DDR-Lehrpläne von ihrem ideologischen Ballast, bleiben erstaunlich konservative Traditionslinien übrig. Und diese Bevölkerung ist erst recht mit christlich-abendländischen Werten wie Toleranz und Nächstenliebe sowie konfessionellen Traditionen wie Weihnachten, Ostern usw. sozialisiert (ja, die wurden auch in der DDR gelebt); von der Rolle der Kirchen 1989 ganz zu schweigen.</p>
<p>Der Islam nun ist nicht nur eine Religion, deren Werte unseren konträr gegenüberstehen (Rolle der Frau, Rolle der Gewalt, Dschihad, Scharia usw.), sondern darüberhinaus auch noch Ideologie im Sinne von Staatsdoktrin: es gibt derzeit 42 islamische Länder, keins davon ist eine Demokratie. Der Islam kennt keine Trennung von geistlicher und weltlicher Gewalt, der Islam ist mit Deutschland nicht kompatibel, er gehört nicht hierher, nur weil das ein Bundespräsident im Anfall kognitiver Büberei mal <a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/welcher-satz-mit-christian-wulff-verbunden-bleibt-12911532.html">sagte.</a> Ralph Giordano hatte das in seinen 10 <a href="http://www.welt.de/debatte/article9722366/Die-Gutmenschen-und-die-dunklen-Seiten-des-Islam.html">Thesen</a>zur Integrationsdebatte schon 2010 prominent betont:</p>
<blockquote><p>“Solange nicht offen gesprochen wird über islamische Sitten, Gebräuche und Traditionen, die mit Demokratie, Menschenrechten, Meinungsfreiheit, Gleichstellung der Geschlechter und Pluralismus nicht vereinbar sind – so lange hat Thilo Sarrazin Recht.”</p></blockquote>
<p>Diesen Islam lehnen inzwischen 52 % der Deutschen laut “<a href="http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/umfragen/id_70536422/knappe-mehrheit-der-deutschen-sieht-islam-nicht-als-teil-deutschlands.html">Stern</a>“, 58 % laut <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/mehr-als-ein-viertel-der-deutschen-wuerde-auf-pegida-demos-gehen-a-1009257.html">BILD</a>, ja 95% laut <a href="http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/umfragen/id_70536422/knappe-mehrheit-der-deutschen-sieht-islam-nicht-als-teil-deutschlands.html">t-online</a> ab. Wohin aber doktrinäre Ideologie führt – IS, Salafismus, Boko Haram, Al Kaida, Taliban usw. – erleben wir nicht nur medial, sondern, zumal durch Missionierung wie eben im Bonner <a href="http://www.kath.net/news/47866">Stellvertreterkonflikt</a>, auch bei uns.</p>
<p>Die Welt <a href="http://www.welt.de/politik/ausland/article135296527/Islamisten-toeten-im-November-5042-Menschen.html">berichtete</a> „Islamisten töten im November 5042 Menschen“, sie verüben 66 Prozent aller Bluttaten. Was diese Woche in Sydney, vor allem aber in Peschawar im Namen des Islam geschah, muss man nicht mehr diskutieren. In Sydney nahm<strong>ein</strong> Attentäter <strong>50</strong> Menschen als Geiseln – er hatte rund 15.000 Facebook-Fans. Das sind etwa so viele Menschen, wie Schand-Bürger (frei nach unserem Bundesjustizminister) auf der Straße waren.</p>
<p>Dann wahlweise von einem “verwirrten Einzeltäter” oder davon zu sprechen, für die Verfehlungen weniger (es waren <a href="http://www.bild.de/politik/ausland/taliban/taliban-nimmt-hunderte-schueler-gefangen-38996666.bild.html">neun</a> Taliban) “keine Religion in Sippenhaft” zu nehmen, zeugt von einer, wie ich sie nenne, „minderheitlich-statistischen“ Weltsicht: dann kann man sich sämtliche Abstraktionen, Gesetze und Ordnungen sparen, da nichts mehr irgendeinen systemischen Charakter aufweisen, sondern alles vom konkreten Einzelfall abhängen soll. Lieber Niklas, rotiere sanft.</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/12/3-format14.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/12/3-format14-300x165.jpg" alt="Trauer in Peschawar. Quelle: http://www.tagesspiegel.de/politik/nach-dem-anschlag-auf-schule-in-peschawar-der-11-september-pakistans/11134514.html" width="450" height="247" /></a></p>
<p>Trauer in Peschawar. Quelle: http://www.tagesspiegel.de/politik/nach-dem-anschlag-auf-schule-in-peschawar-der-11-september-pakistans/11134514.html</p>
<p>Bei alldem muss noch mitgedacht werden, dass die Polizei inzwischen vor „tickenden Zeitbomben“ warnt: die Gefahr islamistischer Anschläge sei laut <a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article135405837/Polizei-warnt-vor-den-tickenden-Zeitbomben.html">WELT</a>so hoch wie selten zuvor, Polizei und Verfassungsschutz seien überfordert mit der wachsenden Zahl der Dschihadisten. Gegen diese primäre Befürchtung zu protestieren, dass es hierzulande Gewalttäter, ja gar wie in England und Australien kopfabschneidende Gewalttäter geben könnte, ist nicht nur nach meinem Dafürhalten völlig normal und kein Diskussionsgegenstand, sondern diese Woche bspw. auch nach dem von Heiner <a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article135524667/Geissler-nennt-Furcht-vor-Islamismus-berechtigt.html">Geißler</a>:</p>
<blockquote><p>„Die Menschen demonstrieren nicht gegen den Islam, sondern gegen den Missbrauch des Islam zur Begründung von unmenschlichen Verbrechen.” Er nannte die „Furcht vor dem Islam in seinen exzessiven Erscheinungsformen durchaus berechtigt“. Wenn Menschen geköpft, Tausende verfolgt und wegen ihrer Religion getötet würden, sei das „kein Popanz“, wie von Justizminister Heiko Maas (SPD) dargestellt. „In Deutschland führen Salafisten und Islamisten das große Wort und propagieren die Scharia. Es ist nicht nachvollziehbar, warum sogenannte Hassprediger in den Moscheen unter dem Vorwand der Meinungsfreiheit die Menschen aufhetzen können“.</p></blockquote>
<p>Überhaupt: „<a href="http://www.hogrefe.de/programm/media/catalog/Book/978-3-8017-1960-9_lese.pdf">Angst</a>“. Sie begleitet sekundär das Denken, richtig, ist aber eine Primäremotion, die unsere Wahrnehmung mehrdimensional beeinflusst. Wenn nun der Direktor der sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, Frank Richter,<a href="http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/id_72148858/protestbewegung-pegida-die-angst-muss-weg-.html">fordert</a> „Die Angst muss weg“, verkennt er einerseits die menschliche Natur. Konrad Adam <a href="http://www.focus.de/politik/deutschland/ein-einzelner-genuegt-afd-vorstand-adam_id_4349751.html">konterte</a>:</p>
<blockquote><p>„Ob man sich sicher fühlt oder nicht, entscheidet nicht der Blick in die Statistik. Das glauben nur Politiker, die von der Wirklichkeit keine Ahnung haben.“</p></blockquote>
<p>Andererseits, und das ist viel schlimmer, belegt diese Forderung erneut meine These, dass uns der politmediale Apparat nicht mehr nur vorschreiben will, was, wie und worüber wir denken sollen, sondern auch, wie wir wahrzunehmen haben. Aber – wie <a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/?p=2507">schonmal</a> geschrieben – entzieht sich Wahrnehmung größtenteils dem bewussten Zugriff, und das ist auch gut so. Denn ist Angst nicht evolutionär wichtig, weil sie vor unüberlegten Handlungen schützt?</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/12/Emotionsraum.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/12/Emotionsraum.jpg" alt="Emotionsraum. Quelle: http://tschroeder.eu/weblog/?page_id=2" width="450" height="387" /></a></p>
<p>Emotionsraum. Quelle: http://tschroeder.eu/weblog/?page_id=2</p>
<p>Angst – hier um Ressourcen und die Natur – hat eine Partei in den 80ern groß gemacht: die Grünen, die diese Ängste artikuliert und politisch verwertet haben. So übertrieben sie vielleicht waren (Waldsterben, Weltkrieg, Nuklearkatastrophe) – sie hatten entscheidenden Einfluss auf die politische Kultur der BRD.</p>
<p>Die Angst bei der Wahrnehmung der Islamisierung ist eine ebenso leicht zu erklärende Projektionsfläche. Durch die Barbarei vor allem der IS (die ohne „den Westen“ wohl nie entstanden wäre, und bei der man fragen sollte, woher sie Geld und Waffen bekommen – aber das führt hier zu weit) muss man niemandem mehr erklären, was mit Islamismus gemeint ist. Die Frage „Das wollt ihr hier?“ ist dann nur mit „Nein“ zu beantworten.</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/12/londonterror.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/12/londonterror-300x169.jpg" alt="Terror in London. Quelle: http://www.pi-news.net/wp/uploads/2013/05/londonterror.jpg" width="450" height="253" /></a></p>
<p>Enthauptung in London, 22.5.2013. Quelle: http://www.pi-news.net/wp/uploads/2013/05/londonterror.jpg</p>
<p>Im Heft 13/2007 bereits kritisierte der Spiegel die stille Islamisierung Deutschlands, die zudem sogar nach <a href="http://www.idea.de/nachrichten/detail/thema-des-tages/artikel/ist-in-deutschland-eine-islamisierung-im-gange-83043.html?tx_themadestages_pi1[uuid]=83043&amp;cHash=796cc14e2a2595c869da45a5add1c8c7">Kirchenmeinung</a> „voll im Gange“ sei. Sie werde sichtbar an der wachsenden Zahl von Muslimen, von ihnen geprägten Wohnvierteln und einer zunehmenden Zahl repräsentativer Moscheen im orientalischen Stil: 3211 Moscheen gibt’s inzwischen, knapp 30 weitere sind in Bau oder Planung. Zum Vergleich: die Zahl jüdischer Synagogen beträgt 154, die Zahl orthodoxer Kirchen 96. Außerdem werde immer mehr Rücksicht genommen auf die muslimische Lebensweise, etwa beim Essen in öffentlichen Einrichtungen, auf Gebetszeiten am Arbeitsplatz bis hin zur Einrichtung von Gräberfeldern.</p>
<p>Ein Kommentator <a href="http://journalistenwatch.com/cms/2014/12/15/letzte-hoffnung-pegida/">empört</a> sich:</p>
<blockquote><p>„Immer mehr Schlachtbetriebe schlachten halal und das Schächten ist hier erlaubt. In den Kindergärten dürfen aus Rücksicht auf muslimische Kinder keine Krippenspiele mehr aufgeführt werden und christliche Symbole werden aus den Schaufenstern verbannt. Aus Rücksicht auf die Muslime gibt es sogar Weihnachtsmärkte ohne Alkoholausschank. Die Liste ist noch beliebig fortzusetzen… Muss der Bürger das alles stillschweigend hinnehmen? Ist er bereits soweit entmündigt? Soll er in Angst verharren und abwarten, was sich die Politiker noch alles für ihn ausdenken?“</p></blockquote>
<p>In einem <a href="http://www.zeit.de/2010/41/Schule-Mobbing-Gewalt">anderen</a> Kommentar heißt es</p>
<blockquote><p>„Wir haben Angst im Alltag, das fängt in der Schule an, wo deutsche Kinder von Zuwandererkindern als “Schweinefresser” gehänselt werden, deutsche Mädchen in Diskotheken fast nur von Südländern belästigt werden und Erwachsene aufpassen müssen, niemanden “respektlos” anzuschauen, um keine körperlichen Übergriffe von “gekränkten Einwanderern” zu erleiden.“</p></blockquote>
<p>Apropos Schule: neben der zur Asylbewerberunterkunft umgebauten Turnhalle in Großröhrsdorf tauchten Handzettel von Lehrern auf, die die Eltern im Vorfeld aufforderten, dafür Sorge zu tragen, dass nach Ankunft der (tunesischen) Asylbewerber die Schüler lange Kleidung anlegen, langes Haar nicht offen tragen und möglichst keine Haut zeigen sollten. Die möglicherweise zur Religionsgemeinschaft des Islam gehörende Gruppierung sollte quasi nicht mit den hier traditionellen Lebensgewohnheiten behelligt werden. Minderheitenanpassung als Selbstverständlichkeit, kulturelle Selbstaufgabe als Schulprogramm, und die wird Heinz Buschkowsky nicht müde zu <a href="http://www.derhauptstadtbrief.de/cms/index.php/105-der-hauptstadtbrief-126/677-ein-teil-der-gesellschaft-wendet-sich-ab">geißeln</a>:</p>
<blockquote><p>Wir müssen klar und deutlich sagen: Das ist etwas, das uns nicht gefällt. Wir dürfen nicht einfach nur zusehen, wenn vor unseren Schulen allmorgendlich Flugblätter verteilt werden, mit denen junge Mädchen unter Druck gesetzt werden, die in Jeans oder mit Make-up zur Schule kommen: Warum trägst du Lidschatten, Schwester? Weißt du, dass das Sünde ist?</p></blockquote>
<p>Da passt ins Bild, dass der Berliner SPD-Fraktionschef Raed Saleh <a href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/vorstoss-des-spd-fraktionschefs-raed-saleh-regt-staatsvertrag-mit-muslimen-in-berlin-an/11127748.html">anregt</a>, einen Staatsvertrag mit islamischen Verbänden zu prüfen, und sich Migrantenverbände in Nordrhein-Westfalen seit einem Jahr <a href="http://www.rp-online.de/nrw/landespolitik/tuerkisch-unterricht-an-allen-gymnasien-aid-1.3613050">wünschen</a>, dass es an jedem Gymnasium möglich ist, Türkisch zu wählen. Da passt aber nicht mehr ganz so gut ins Bild, dass sich aus der Türkei eingewanderte Väter Gedanken um die Entwicklungschancen ihrer Söhne in der neuen Heimat machen, da der Sprössling zwar einen Kindergartenplatz erhalten hatte, sich aber in einer Gruppe mit babylonischem Sprachgewirr wiederfand: 90 Prozent der Kinder in dem Hort kamen aus Ausländerfamilien. „Wie soll mein Sohn hier denn Deutsch lernen?“, fragte sich der besorgte Vater. Dazu wiederum <a href="http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.100-prozent-quote-deutsch-ist-im-hort-auf-der-burg-nur-eine-fremdsprache.13688958-705f-498c-bf88-ff1256ae1ce6.html">passt</a>, dass es inzwischen Kindergärten mit 47 Kindern gibt, die alle aus Familien mit einem Migrationshintergrund stammen.</p>
<p>Islamisierung kann man eben nicht an einer reinen Prozentzahl von Muslimen festmachen, sondern daran, wie sich diese Muslime in Deutschland bewegen, an der Tatsache, dass diese religiöse Minderheit Privilegien einfordert wie keine andere Religionsgemeinschaft, sich aber gleichzeitig den gesellschaftlichen Normen und Regeln zu entziehen versucht. H. Buschkowsky gewohnt <a href="http://www.derhauptstadtbrief.de/cms/index.php/105-der-hauptstadtbrief-126/677-ein-teil-der-gesellschaft-wendet-sich-ab">drastisch</a>:</p>
<blockquote><p>Wenn etwa eine Klasse mit drei muslimischen Mädchen eine Klassenreise macht, dann muss mittlerweile eine Person mitfahren, um sie auf der Reise muslimisch zu betreuen. Nun haben wir ja bei uns Klassen mit 95 Prozent Muslimen und vielleicht drei katholische Mädchen. Käme jemand auf die Idee, ein Pastor müsse mitfahren, um die drei Mädchen unterwegs katholisch zu betreuen?</p></blockquote>
<p>Wer aber ein fremdes Haus  betritt, hat sich ohne Wenn und Aber den Gepflogenheiten anzupassen, die in diesem Haus gelten. Das überhaupt erwähnen zu müssen, empfinden viele Demonstranten als Zumutung. Bei meinen Reisen in islamische (und andere) Länder habe ich mich ebenso den dortigen Gepflogenheiten angepasst, einerlei, ob das mehrmals die Türkei und Ägypten oder je einmal die Malediven, Tunesien, Marokko, Dubai oder Malaysia betraf – die Masjid Negara Moschee in Kuching beschuht in kurzen Hosen zu besichtigen wäre mir nie in den Sinn gekommen. Gangsta-Rapper Aykut Anhan alias „Haftbefehl“ meint:</p>
<blockquote><p>„Man muss hier nicht kriminell werden, weil man keine Chance hat. Die Gastfreundschaft, die du hier erfährst, erfährst du nirgendwo auf der Welt. Wenn sich ein Deutscher in der Türkei benehmen würde, wie die Türken sich hier in Kreuzberg benehmen – die würden den wahrscheinlich niederstechen.“ (SPIEGEL vom 8.12.2014)</p></blockquote>
<p>Prozentzahlen jedoch haben es sowieso in sich. Nach <a href="http://www.landtag.sachsen.de/dokumente/sab/Herkunftslaender-2013.pdf">Landtagsangaben </a>lag die Zahl der Ausländer in Sachsen, die aus den Ländern Türkei, Irak, Syrien, Pakistan, Tunesien, Afghanistan und Iran stammen, im Jahr 2013 bei über 12.000 Menschen. Diese sind sicherlich nicht allesamt Muslime, mehrheitlich aber wohl schon. Abgesehen davon erfasst diese Tabelle wohl wirklich nur Ausländer und nicht Deutsche mit Migrationshintergrund in Sachsen, unter denen sich noch zahlreiche weitere Muslime befinden dürften. Laut „Statistisches Jahrbuch Sachsen 2014“ hatte 2013 der Freistaat 4.046.385 Einwohner, Leipzig 531.562 Einwohner. Der Anteil der Muslime läge laut Pegida-<a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/pegida-die-thesen-im-faktencheck-a-1008098.html">Faktencheck</a> bei Spiegel Online vom 12.12.14 bei 0,1 % der Bevölkerung Sachsens. D.h. es lebten danach ca. 4.050 Muslime in Sachsen. Was stimmt hier nicht?</p>
<p>Und: laut Angabe der Stadt <a href="http://www.leipzig.de/jugend-familie-und-soziales/auslaender-und-migranten/migration-und-integration/?eID=dam_frontend_push&amp;docID=30426">Leipzig</a> vom Mai 2014 leben in der Messestadt „schätzungsweise 9.000 bis 10.000“ Einwohner mit muslimischem Hintergrund, d.h. es leben alleine ca. 222 bis 247 % der Muslime Sachsens in Leipzig! Was für ein mathematisches Kunststück! Es sind eben auch diese und viele andere mediale “Kunststücke”, um es euphemistisch zu sagen, die zur Unglaubwürdigkeit der Politik beitragen und die ich <a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/?p=2463">hier </a>bereits untersucht hatte. Das jüngste Beispiel bietet jene gewiss unabsichtlich komplett falsch verstandene und falsch zitierte<a href="http://ftp.zew.de/pub/zew-docs/gutachten/ZEW_BeitragZuwanderungStaatshaushalt2014.pdf">Bertelsmannstudie</a>, deren <a href="http://www.zeit.de/wirtschaft/2014-11/sozialsystem-deutschland-auslaender-bringen-milliardeneinnahmen">Schlagzeile</a> fast durchgängig „Zuwanderung entlastet deutschen Sozialstaat“ oder ähnlich lautete. Schlage ich diese Studie aber auf S. 3 auf, lese ich verdutzt:</p>
<blockquote><p>„Stellt man alle allgemeinen Staatsausgaben, etwa für Verteidigung oder Straßenbau, mit in Rechnung, schlägt für jeden lebenden Ausländer ein langfristiges Staatsdefizit von 79 100 Euro, für jeden lebenden Deutschen von 3100 Euro zu Buche. Wegen dieses Defizits weist das Staatsbudget, wenn nicht gehandelt wird, langfristig eine Tragfa?higkeitslu?cke von fast 150 Prozent des Bruttoinlandsprodukts auf.“</p></blockquote>
<p>Die sekundäre Befürchtung also positivierte Sachsens Ex-Ausländerbeauftragter Martin Gillo mit seiner <a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/www.landtag.sachsen.de/dokumente/newsletter/Newsletter_06_12.docx">Einteilung</a> nach Herkunfts- und Zukunftsdeutschen: je nach Schätzung wird es in Deutschland in <a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/sendung-verpasst#/beitrag/video/2289472/Wie-viele-Ausl%C3%A4nder-Deutschland-vertr%C3%A4gt">50</a> bis 200 Jahren mehr Muslime als Deutsche geben. Interessanterweise ist dieser Text (wie auch die zugehörige Veranstaltung) aus dem Internet fast komplett getilgt: er findet sich weder auf Gillos privater Seite noch ist er als Landtagsdokument im *.docx-Format zu öffnen; aber als html-<a href="http://www.landtag.sachsen.de/dokumente/newsletter/">Version</a> steht er noch bereit (von den vielen Netz-Sammlern mal abgesehen).</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/12/Bild1.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/12/Bild1-300x224.jpg" alt="Zukunftsmatinee. Quelle: http://www.landtag.sachsen.de/de/integration_migration/aktuelles_presse/pressemitteilungen/6844_8218.aspx" width="450" height="335" /></a></p>
<p>Zukunftsmatinee. Quelle: http://www.landtag.sachsen.de/de/integration_migration/aktuelles_presse/pressemitteilungen/6844_8218.aspx</p>
<p>Eine Zukunft als “Herkunftsdeutscher” abzulehnen und diese Ablehnung öffentlich zu bekunden ist ebenfalls völlig legitim: es gibt nichts, was von Menschen verursacht wurde, das nicht wieder durch Menschen verändert werden kann. Die Islamisierung muss daher auch als Kehrseite der Schwäche der traditionellen Gesellschaft <a href="http://www.idea.de/nachrichten/detail/thema-des-tages/artikel/ist-in-deutschland-eine-islamisierung-im-gange-83043.html?tx_themadestages_pi1[uuid]=83043&amp;cHash=796cc14e2a2595c869da45a5add1c8c7">angesehen</a> werden:</p>
<blockquote><p>„Materialismus und Egoismus haben zur Kinderarmut und zum Schrumpfen der altdeutschen Gesellschaft geführt.“</p></blockquote>
<p>Damit dürfte auch klar sein, dass die Islamisierung wie auch die zunehmende Zuwanderung aus dem Ausland lediglich als Katalysator eines bereits seit längerem zu beobachtenden gesellschaftlichen Zersetzungsprozesses zu verstehen sind. Eines Zersetzungsprozesses, der seine ursächlichen Wurzeln nicht im Islam oder der Einwanderung hat! Die eigentlichen Ursachen sind unser Fiskalsystem und in letzter Zeit auch die Zersplitterung der Kräfte unseres Landes bei der Lösung von EU-Problemen.</p>
<p>Es ist offenbar ein (ideologisches?) Merkmal dieser Gesellschaft, nichts mehr aktiv zu verfolgen und also nur noch zu re-agieren. „Ossis“ aber agieren: sie antizipieren Entwicklungen wie im Ruhrgebiet mit teilweise 35% oder wie in Berlin-Neukölln mit über 40 % Migrantenanteil und sagen „Nein, das wollen wir nicht“. PEGIDA fungiert hier als jene „Prophylaxe mit den Füßen“, die medial mit Worten schon lange betrieben wird – auch wenn sich die Medien an ihre eigenen Texte offenbar nicht mehr erinnern wollen/können.</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/12/10556985_10152457643226583_8097312286943386456_o.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/12/10556985_10152457643226583_8097312286943386456_o-300x165.jpg" alt="" width="450" height="247" /></a></p>
<p>Collage deutsche Zeitschriften. Quelle: https://www.facebook.com/KenFM.de/photos/a.402486811582.184264.352426141582/10152457643226583/?type=1</p>
<p>Überhaupt: Prophylaxe. Auch wenn diese Anmerkung nicht unbedingt in diesen Kontext passt: der nachgeradezu den Begriff „Deutungswut“ herausfordernden Ratlosigkeit vieler Journalisten vor allem aus den gebrauchten Ländern sei gesagt: hier gibt es tatsächlich noch Sinn für Doppeldeutiges, Hintergründiges, genannt Ironie. Niemand hat bis jetzt thematisiert, ob das für manche martialisch anmutende Akronym nicht vielleicht auch als Seitenhieb auf die Akronymisierungswut deutscher Politik gedacht ist. Über bengo = „Beratungsstelle für private Träger in der Entwicklungszusammenarbeit“, Bufdi = „Bundesfreiwilligendienstleistender” oder BUKO = „Bundeskongress Entwicklungspolitischer Aktionsgruppen“ mokiert sich ja auch niemand.</p>
<p><strong>* * *</strong></p>
<p>Der juristisch-mediale Problemkreis weist mehrere Facetten auf.</p>
<p>Zum ersten die unsäglich erbärmliche Skandalisierung von Lutz Bachmann als “Straftäter”: dass Ausgrenzung immer Solidarisierung bewirkt, ist für viele offenbar ebenso neu wie Bachmanns Hinweis auf die praktizierte Einwanderungspolitik in Südafrika. Die folgende unvollständige Liste zeigt, welche durchaus namhafteren Politiker von deutschen Gerichten warum verurteilt wurden:</p>
<ul>
<li>Otto Graf Lambsdorf (FDP) – Steuerhinterziehung</li>
<li>Hans-Christian Ströbele (GRÜNE) – Unterstützung einer kriminellen Vereinigung (RAF)</li>
<li>Reinhard Klimmt (SPD): Beihilfe zur Untreue</li>
<li>Corinna Werwigk-Hertneck (FDP): Verrat von Dienstgeheimnissen</li>
<li>Kai Schürholt (CDU): Titelmissbrauch</li>
<li>Klaus Landowsky (CDU): Untreue</li>
<li>Matthias Wissmann (CDU): steuerrechtswidrige Wahlkampffinanzierung</li>
<li>Otto Wiesheu (CDU): fahrlässige Tötung</li>
<li>Thomas Pietzsch (CDU): Erwerb und Besitz kinderpornographischer Schriften</li>
<li>Harry Fuß (SPD): Beihilfe zur Untreue</li>
<li>Norbert Rüther (SPD): Abgeordnetenbestechung und Beihilfe zur Bestechlichkeit…</li>
</ul>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/12/lutz-bachmann.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/12/lutz-bachmann-300x156.jpg" alt="Lutz Bachmann. Quelle: http://p5.focus.de/img/incoming/crop4332887/6322711364-w1200-h627-o-q75-p5/lutz-bachmann.jpg" width="450" height="234" /></a></p>
<p>Lutz Bachmann. Quelle: http://p5.focus.de/img/incoming/crop4332887/6322711364-w1200-h627-o-q75-p5/lutz-bachmann.jpg</p>
<p>Die zweite Facette ist die politische Art des Umgangs mit Willensbekundungen. Als im September der Zentralrat der Juden in Deutschland – unterstützt von allen Parteien im Bundestag, dem Deutschen Gewerkschaftsbund, den Kirchen, dem Deutschen Fußballbund und der Bild-Zeitung – zu einer Demonstration vor dem Brandenburger Tor unter dem Motto „Steh auf! Nie wieder Judenhass!“ aufrief, kamen bei bestem Wetter an einem Sonnabend im Herzen der Hauptstadt gerade mal 5.000 Menschen, Touristen inklusive. Und das, obwohl sogar die Kanzlerin und der Bundespräsident als Redner <a href="http://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2014/aufstand-der-anstaendigen/">auftraten</a>:</p>
<blockquote><p>Schon allein vor diesem Hintergrund sind die -zigtausend Demonstranten, die sich jeden Montag selbst bei Regen und Kälte in Dresden einfinden, ein nicht zu ignorierender Denkzettel für Politik und Medien. Möglicherweise wären auch mehr Teilnehmer zu der Demonstration des Zentralrats nach Berlin gekommen, wenn klar benannt worden wäre, von wem der Judenhass in Deutschland überwiegend ausgeht. Von moslemischen Einwanderern nämlich, und nicht von Deutschen. Doch das war nicht der Fall, denn das hätte eben bedeutet, einzugestehen, dass mit der Einwanderungs- und Integrationspolitik in Deutschland etwas nicht in Ordnung ist. Genau darauf macht nun Pegida aufmerksam.</p></blockquote>
<p>Dazu passt leider, dass die gegenwärtigen Anti-Aufrufe der Systemparteien, der Gewerkschaften, der Kirchen, dutzender linker Vereine, der Oberbürgerbürgermeisterin und vor allem des <a href="http://www.preussische-allgemeine.de/nachrichten/artikel/zweifel-an-unparteilichkeit-des-staates.html">Rektors</a> der TU Dresden gemeinsam mit lokalen Medien weniger Gegendemonstranten als Demonstranten mobilisieren konnten:</p>
<blockquote><p>“…Hans Müller-Steinhagen, dessen Stimme erhebliches Gewicht besitzt – immerhin ist die Hochschule ja der größte Arbeitgeber von „Elbflorenz“. Er bezeichnete die Aktionen der Pegida als „falsch und gefährlich“ und verkündete dann am 4. Dezember unter klarer Verletzung des politischen Neutralitätsgebotes: „Als Rektor der TU Dresden distanziere ich mich im Namen meiner Universität von diesen Veranstaltungen und rufe alle Mitarbeiter und Studierenden auf, nicht an den von Pegida organisierten Demonstrationen teilzunehmen.“ Dem folgte die Aufforderung an sämtliche Angehörige der Einrichtung, sich der von der Hochschule organisierten Gegendemonstration „Open Your Mind – Stop Racism!“ anzuschließen. Dabei kamen dann aber trotz der Behauptung, dass die Universität „geschlossen“ hinter ihrer Leitung stehe, nur 3000 Personen – bei immerhin 37000 Studenten und 8000 Beschäftigten!”</p></blockquote>
<p>Ganz zu schweigen davon, dass in die Gegendemo offenbar Steuergelder gepumpt wurden (eine Anfrage unserer Landtagsfraktion dazu läuft), die für Lehrer, Polizisten und Schulbauten sinnvoller eingesetzt wären. Und: durch den Verfassungsschutz selbst wurde bei den Demos eine Woche früher festgestellt: 25 bekannte rechtsextreme Personen bei PEGIDA – 200 linksextreme Personen bei den Gegendemonstranten. Über die war bis heute nirgends etwas zu lesen.</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/12/3w559c0.bild_.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/12/3w559c0.bild_-300x170.jpg" alt="Linke Drohungen. Quelle: http://www.bild.de/regional/dresden/asyl/antifa-geht-auf-pegida-teilnehmerin-los-38921568.bild.html" width="450" height="254" /></a></p>
<p>Linke Drohungen aus dem Netz. Quelle: http://www.bild.de/regional/dresden/asyl/antifa-geht-auf-pegida-teilnehmerin-los-38921568.bild.html</p>
<p>Wenn sich nun plötzlich Montag für Montag inzwischen 15.000 Menschen trotz winterlicher Kälte aufmachen zu demonstrieren, ohne dass eine bestehende Organisation diesen erheblichen Meinungsblock zuvor kanalisiert hat, beweist das, dass die Zivilgesellschaft mindestens beim Thema Zuwanderung nicht funktioniert. Das ist nicht nur für die dort Engagierten eine Blamage, sondern wegen der finanziellen Zuwendungen an diese Vereine auch eine wirtschaftliche Bedrohung. Apropos Bedrohung: die Qualität <em>dieser</em> Bedrohungslagen ist <a href="http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/von_wutbuergern_und_trotzbuergern">rational</a> kaum noch zu fassen…</p>
<blockquote><p>“Es wird die Plötzlichkeit betont, mit der Pegida völlig überraschend aus dem Nichts auftauchte, ganz so als müssten in einer Demokratie erst die Medien und Parteien gefragt werden, bevor sich Menschen zusammenschließen dürfen. Hier scheint ein ungeschriebenes Gesetz der demokratischen Kontrolle verletzt worden zu sein.”</p></blockquote>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/12/10378259_1583226835241957_4436893113013451610_n.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/12/10378259_1583226835241957_4436893113013451610_n-200x300.jpg" alt="Alliierte rufen. Quelle: privat." width="369" height="553" /></a></p>
<p>Linker Journalist ruft nach Alliierten. Quelle: privat.</p>
<p>Die dritte Facette nun ist die wesentliche: Pegida und AfD fordern nicht mehr als die Anwendung bestehender Gesetze. Wir haben nun mal keine klare Trennung zwischen Asyl- und Einwanderungsrecht, das wird wie ein rechtsfreier Raum wahrgenommen, in dem sich auch Wirtschaftsflüchtlinge leicht und problemlos einnisten können. Gerade kam eine von deutschen Unternehmern entwickelte Handy-App auf den <a href="http://www.geolitico.de/2014/12/14/aus-migranten-kapital-schlagen/">Markt</a>, mit der für 7,99 Euro Rumänen und Bulgaren einen kompletten Hartz-IV-Antrag in ihrer Landessprache ausfüllen können, Französisch und Türkisch sollen folgen. Allein 2012 kamen aus unterschiedlichsten Gründen 966 000 Ausländer nach Deutschland.</p>
<p>Aber erst wenn die Politik glaubhaft die juristisch drei verschiedenen Ausländerherkünfte unterscheidet, kann sie Probleme auch lösen: 1. Ausländer aus EU?Ländern. 2. Asylbewerber aus der ganzen Welt (ohne EU). 3. Zuwanderer aus der ganzen Welt, ohne Asylgrund (ohne EU). Erst wenn sie es schafft, diese Sachverhalte zu differenzieren und dem Bürger auch zu erklären, erst dann hat sie das Prädikat „ehrlich“ verdient! Aber die Politik wirft alles in einen Topf, rührt um, und was entsteht, riecht und schmeckt so ungenießbar, dass beim Bürger außer Kopfschütteln, manchmal gar Ekel, nichts anderes bleibt!</p>
<p>Jeder Ausländer aus der EU kann einwandern, wie er will: Personenfreizügigkeit heißt das Zauberwort. Wenn morgen ganz Rumänien hier einwandert, kann niemand etwas dagegen unternehmen, weil die entsprechenden Verträge (Maastricht, Nizza, Lissabon) lange unterschrieben sind. Egal, wie viele aus EU-Ländern kommen, egal wie qualifiziert sie sind, all das spielt keine Rolle – die Politik hat es verschwiegen, als die Systemparteien diesen Verträgen zugestimmt haben. Verhindert werden kann das nur durch eine Grundgesetzänderung! Wir können aber weder Rumänien geschweige das über Italien an <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Verordnung_%28EU%29_Nr._604/2013_%28Dublin_III%29">Dublin III</a> vorbei gereiste Afrika retten, indem wir Rumänien oder ganz Afrika nach Deutschland holen! Inwieweit allerdings Deutschland dadurch “gerettet” werden soll, ist wenigstens nach diesem <a href="https://www.facebook.com/video.php?v=803731759673299">Statement</a> des Dresdner Politikwissenschaftlers Werner Patzelt durchaus diskutabel:</p>
<blockquote><p>“Hinter dem Plädoyer für die multikulturelle Gesellschaft lag ja relativ oft auch folgendes Argument: Der Deutsche an sich neigt zum Faschismus. Wenn wir die deutsche Kultur aufbrechen, weltweit öffnen, liberal machen, sozusagen das Deutsche in Deutschland durch die Aufnahme weiterer Kulturen verdünnen, dann machen wir dieses Land nazisicher.”</p></blockquote>
<p>Dazu kommt die nicht vorhandene Abschiebepraxis. 145 000 Asyl-Anträge sind abgelehnt, die Abgelehnten aber nach wie vor in Deutschland. Von den 127.023 Asylanträgen des letzten Jahres (fast zwei Drittel mehr als im Vorjahr) wurden gerade 13,5 Prozent anerkannt (und 11,4 Prozent geduldet), andererseits lockt die geringe Zahl an Abgeschobenen weitere Flüchtlinge förmlich an. Wären alle Nichtbewilligten und kriminell Aufgefallenen konsequent abgeschoben worden, hätten wir genug Platz, und das Problem für wirkliche Kriegsflüchtlinge stellte sich gar nicht.</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/12/DWO-IP-Asyl-Abschiebung-js-Aufm.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/12/DWO-IP-Asyl-Abschiebung-js-Aufm-300x168.jpg" alt="Abschiebung in der BRD. http://img.welt.de/img/deutschland/crop133533150/0559402986-ci16x9-w780/DWO-IP-Asyl-Abschiebung-js-Aufm.jpg" width="450" height="252" /></a></p>
<p>Abschiebung in der BRD. http://img.welt.de/img/deutschland/crop133533150/0559402986-ci16x9-w780/DWO-IP-Asyl-Abschiebung-js-Aufm.jpg</p>
<p>Stichwort Kriminalität: selbst Merkel beklagte eine hohe Zahl von Migranten-Straftaten, schwört auf einen Aktionsplan, um Sicherheit zu garantieren, und fordert null Toleranz bei Gewalt. Knapp 80 Prozent der 520 Intensivtäter in der Hauptstadt haben einen Migrationshintergrund. „Die meisten von ihnen – 43 Prozent – sind arabischer Herkunft, 32 Prozent stammen aus der Türkei“, <a href="http://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2013/80-prozent-der-intensivtaeter-haben-nichtdeutsche-wurzeln/">sagte </a>der Berliner Oberstaatsanwalt Rudolf Hausmann.</p>
<p>In Sachsen wurden knapp 2000 Straftaten durch 5800 Asylbewerber begangen – das entspricht, ohne Mehrfachtäter herausgerechnet zu haben, einer Quote von 34 %; d.h. jeder dritte Asylbewerber wurde straffällig. Und dann stellt sich ein SPD-Justizminister hin und erklärt uns einerseits zur Schande für Deutschland und andererseits, dass es kein <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/kritik-von-heiko-maas-mit-uns-kann-man-nicht-umgehen-wie-mit-der-fdp-1.2266780">Grundrecht</a> auf Innere Sicherheit gibt. Wozu braucht man dann überhaupt einen Staat? Wenn Bürger  stattdessen erleben, dass afrikanische Drogendealer ungestört ihre illegale Ware unters Volk bringen können, während bei ihnen schon harmlose Verstöße wie Falschparken rigoros geahndet werden, müssen sie zu dem Schluss kommen: der Staat braucht uns als Melkkuh, ist aber zu keiner Gegenleistung bereit. Abgesehen davon, dass man von Flüchtlingen Dankbarkeit und nicht Besetzung, Erpressung oder schlimmere Verhaltensweisen erwarten kann.</p>
<p>In diesem juristischen Umfeld erlebte Dresden eine verspätete salamitaktische Kommunikation, die zudem die finanziellen Probleme kleinredet. Aber man lädt sich weder als Stadt noch als Staat Gäste ein, wenn man kein Geld für sie hat. Insoweit man gezwungen ist, die Kosten der Gastfreundschaft zu delegieren, würde es sich zumindest gehören, die Kostenträger vorher zu fragen!</p>
<p>Es ist es eben keine Vereinfachung, wenn nicht zwischen Asyl und Zuwanderung, und keine Pauschalisierung, wenn nicht zwischen verschiedenen Zuwanderergruppen unterschieden wird! Oder wenn PEGIDA eine menschenfeindliche Gesinnung vorgeworfen wird – aber gleichzeitig Gegendemonstranten „Nieder mit dem Volk!“ skandieren und gewählte Repräsentanten die eigene Bürgerschaft beleidigen und behaupten, Dresden ohne Asylbewerber wäre „finstere Provinz“? Diese Debatte verkennt, dass es nie um Dresdens Internationalität oder Weltoffenheit ging – hier werden einfach die unterschiedlichen Herkünfte und Intentionen vermengt! Schon Sachsens Ex-Bundespräsidentschaftskandidat Steffen Heitmann <a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-12/pegida-dresden-politische-tradition">beklagte</a> 1993 (!!!)</p>
<blockquote><p>„eine intellektuelle Debattenlage, die nicht unbedingt dem Empfinden der Mehrheit der Bürger entspricht, die man aber nicht unbestraft verlassen kann. Und dazu gehört das Thema Ausländer“.</p></blockquote>
<p>Einwanderung hat per se als alternativlose „Bereicherung“ zu gelten, einerlei ob als Asylbewerber oder Zuwanderer. Bei solcherart Klima wundert mich nicht, dass eine Hamburger Linken-Politikerin wie Kerstin Artus deutsche Kinderbücher ohne Ausländerfiguren schon als rassistisch <a href="http://www.spiegel.de/video/voll-doof-und-inkorrekt-das-pixi-wissensbuch-video-1019217.html">verurteilt</a>.<br />
Aber selbst noch 2010 hat CDU-Vize V. Bouffier bestritten, dass Deutschland ein Einwanderungsland ist, und eindringlich dazu <a href="http://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article1706666/CDU-Vize-Deutschland-ist-kein-Einwanderungsland.html">aufgerufen</a>, dem Fachkräftemangel nicht mit Zuwanderung zu begegnen, sondern zunächst diejenigen, die in Deutschland leben, zu qualifizieren (die Forderung erheben inzwischen wir als AfD). „Ich warne davor, den Fehler zu wiederholen, den wir in den 50er-Jahren mit den Gastarbeitern gemacht haben“, sagte er. „Fachkräfte kommen nicht allein, sondern bringen ihre Familien mit. Und viele wollen bleiben.“ Werner Patzelt <a href="http://www.dnn-online.de/dresden/web/dresden-nachrichten/detail/-/specific/Dresdner-Politikwissenschaftler-Werner-Patzelt-Pegida-hat-einen-Nerv-getroffen-4250740945">meinte</a>:</p>
<blockquote><p>“Viele Deutsche machen sich tatsächlich Sorgen darüber, wie es mit unserer Gesellschaft weitergehen soll, wenn wir zwar ein Einwanderungsland sind, aber weder eine klare Einwanderungspolitik haben noch eine Integrationspolitik haben, die über die Aufforderung an die Bürger hinausgeht, nett zu sein und Flüchtlinge willkommen zu heißen.“</p></blockquote>
<p>Flüchtlingspolitik ist aber mehr als eine Willkommenstorte zu backen, eine – nach linksgrüner Vision – multikulturelle Einwanderungsgesellschaft ist kein immerwährendes Straßenfest! Henryk M. Broder <a href="http://www.welt.de/print/die_welt/debatte/article135589729/Fest-des-Wahnsinns.html">brachte</a> das Problem auf den Punkt:</p>
<blockquote><p>Die Menschen da draußen im Lande sind freilich nicht dumm. Sie mögen noch nie einen Film von Steven Soderbergh gesehen oder ein Buch von Richard David Precht gelesen haben, aber sie haben ein Gespür für das Falsche, Pathetische, Verlogene. Sie ahnen, dass irgendetwas nicht stimmt, wenn ihnen immer wieder gesagt wird, es gebe keine “Armutseinwanderung”, sie aber gleichzeitig jeden Tag hören und lesen, dass die Gemeinden mit dem nicht vorhandenen Problem nicht fertig werden.</p></blockquote>
<p>Noch 2004 hatte Edmund Stoiber gefordert, die Einwanderer zu mehr Integration zu zwingen sowie die christliche Prägung des Landes zu verteidigen, und sich für einen selbstverständlichen Patriotismus als unverzichtbar für die Zukunft Deutschlands ausgesprochen. Selbst Bundeskanzler Gerhard Schröder <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/integration-neuer-streit-um-deutsche-leitkultur-a-328781.html">erklärte</a>: „Wir müssen darauf bestehen, dass unserer Integrationsbereitschaft ein Integrationswille bei denen entspricht, die zu uns kommen.“ All das ist heute nicht nur vergessen, sondern ins Gegenteil gekippt.</p>
<p>Vor produktiven Immigranten, die sich mit Deutschland identifizieren und seine Werte teilen, hat doch niemand Angst – warum auch? Ich gehe ebenso gern in die türkische Fladenbrotbäckerei wie in das libanesische Restaurant oder den vietnamesischen Supermarkt – gerade Vietnamesen (man denke an die “<a href="http://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2014/die-unsichtbaren/">Boat People</a>“) gehören, dem Konfuzianismus sei Dank, zu den bestintegrierten Ausländern. Die Akzeptanz der Einwanderer hängt laut Norbert Bolz daran, dass die Immigration nicht als Invasion <a href="http://www.taz.de/!62281/">erscheint</a>.</p>
<blockquote><p>Der Eindruck der Invasion entsteht am leichtesten bei Wirtschaftsflüchtlingen und beim Nachzug von Großfamilien. Multikulturalismus hieß bisher nur: Abschaffung der Qualitätskriterien bei der Einwanderung. Seither gibt es ein humanitaristisches Tabu über der einfachen Frage: Können wir die Leute, die zu uns wollen, brauchen? Früher hat man selbstverständlich nach Leistungsfähigkeit und Job-Qualifikation gefragt. Heute gelten solche Fragen als unmenschlich.</p></blockquote>
<p>Aber die forcierte Zuwanderung wird in Deutschland einzig von den oberen Zehntausend gefordert, die von deren Folgen gar nicht oder nur am Rande betroffen sind:</p>
<blockquote><p>Sie konkurrieren nicht um Arbeitsplätze im Niedriglohnbereich. Sie haben kein Problem, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Sie schicken ihre Kinder auch nicht auf Grundschulen, in denen die Zahl der Ausländerkinder überwiegt. Die deutschen Wirtschaftseliten exportieren Arbeitsplätze, weil in anderen Ländern die Löhne niedriger sind, und befürworten eine Zuwanderung, um das deutsche Lohnniveau zu drücken. (Oskar Lafontaine: Politik für Alle, Berlin 2005:243 f.)</p></blockquote>
<p>Man denke an die Berichte Dresdner<a href="http://www.sz-online.de/sachsen/azubis-aus-spanien-firmen-werben-um-nachwuchs-2912024.html"> Medien</a> bspw. über Ex-Studenten aus Spanien, die hier Backwarenverkäufer lernen. Damit wird, ohne deutsche Bewerber zu qualifizieren, die Intelligenz fremder Länder zu Gunsten des eigenen ausgezehrt – und dann wirft man der AfD Nationalismus vor! Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen! Hier stimmen einfach die Relationen nicht mehr, und um diese Wertigkeiten wieder herzustellen, protestiere ich bei Pegida.</p>
<p><strong>* * *</strong></p>
<p>Der dritte Problemkreis ist der komplizierteste: Dresdner sind Ossis (als Thüringer darf ich das sagen), und Ossis haben zunächst ein sehr feines Gespür für Gerechtigkeit, nicht zuletzt aufgrund der auch außerschulisch oft zitierten DDR-Forderung “keinen zurücklassen”. Was aber erleben die Dresdner gerade? Ob es statistisch „richtig“ ist, dass „Deutschland ein sehr reiches Land“ ist, sei dahingestellt. Aber solche Statistiken sagen nichts über die konkrete lokale und individuelle Verteilung dieses „Reichtums“ aus, sondern belegen bestenfalls die Zahlenhörigkeit einer Elite, die alles <a href="http://www.deutscherarbeitgeberverband.de/aktuelles/2014_12_07_dav_aktuelles_Therapiepflicht.html">quantifizieren</a> und damit marktfähig machen will!</p>
<blockquote><p>Wir bauen für 400.000 Euro Fledermausbrücken, weil uns die Sorge um diese Tiere um den Schlaf zu bringen scheint, und wir schreddern in Windwahnparks gleichzeitig hunderttausende Tiere ohne jedes Mitgefühl. Wir opfern hunderte Milliarden Euro für eine Energiewende, die Millionen Arbeitsplätze kosten kann. Wir glauben an 60 Geschlechter, investieren Millionen in die Umrüstung von Ampelmännchen auf Ampelfrauchen, werfen ein Vermögen zum Fenster heraus für eine Voodoo-Genderforschung, die nichts weiter als ein in sich geschlossenes Illusionssystem bedient. Man kann lange nach den Ursachen suchen und wird am Ende doch bei enthemmtem Fanatismus ankommen, einer Kraft, die stets das Gute will und nur das Böse schafft.</p></blockquote>
<p>Eine der „guten Kräfte“ ist Gleichstellungsministerin Petra Köpping (SPD), die<a href="http://www.welt.de/regionales/sachsen/article135365854/Tillich-mahnt-Solidaritaet-mit-Fluechtlingen-an.html">erklärte</a> „Es ist unsere Pflicht und Verantwortung, zusammenzustehen und gerade den Schwächeren unsere Solidarität auszusprechen“. Nicht nur, dass aus Toleranz jetzt <a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/?p=2507">erneut</a> Solidarität wird, die uns in der DDR schon mal <strong>befohlen</strong> war – das dahinterliegende Demokratieverständnis hatte Broder als gewollt statischen, finalen Zustand <a href="http://www.welt.de/print/die_welt/debatte/article135589729/Fest-des-Wahnsinns.html">kritisiert</a>:</p>
<blockquote><p>„So viel Paternalismus war lange nicht mehr. Nicht nur, dass immer mehr Projekte für “alternativlos” erklärt werden – der Euro, die Energiewende, das Klima –, die Politiker wetteifern miteinander, “die Menschen dort abzuholen, wo sie sind”, als wären diese Invaliden oder Rekonvaleszenten, die nicht aus eigener Kraft gehen können oder zu blöd sind, eine Fahrkarte an einem Automaten zu ziehen. Wenn sich aber diese Menschen von allein auf den Weg machen und demonstrieren, dann sind es “Angstbürger”, “Nationalisten”, “Rassisten” und “Nazis in Nadelstreifen”.</p></blockquote>
<p>Nein, hier stimmt etwas Grundsätzliches nicht.</p>
<p>Wie stehts denn mit Solidarität, wenn (laut <a href="http://www.welt.de/wirtschaft/article134634585/Jeder-Siebte-verdient-weniger-als-800-Euro-brutto.html">DGB-Angaben</a>) mehr als jeder dritte Arbeitnehmer unter 35 nicht über einen Monatslohn von 1500 Euro brutto hinauskommt, jeder siebte nicht über 800 Euro, und im Gegenzug Flüchtlingsfamilien ein Rundum-Sorglos-Unterbringungspaket idealerweise noch im Sternehotel ohne eigenes Zutun erhalten – und vielleicht auch noch mehr Geld, als sie je mit Arbeit in ihrem Land verdienen können, wie Serbiens Regierungschef Ivica Da?i? kritisierte?</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/12/Mindestlohn-Serbien.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/12/Mindestlohn-Serbien-300x186.jpg" alt="Da?i?-Kritik. Quelle: Netzfund" width="450" height="278" /></a></p>
<p>Da?i?-Kritik. Quelle: Netzfund</p>
<p>Wie stehts denn mit Solidarität, wenn 19 % aller Sachsen unterhalb der Armutsgrenze leben?</p>
<p>Wie stehts denn mit Solidarität, wenn in Sachsen 96.731 Kinder finanziell benachteiligt und von Armut bedroht sind – das ist jedes fünfte Kind!</p>
<p>Wie stehts denn mit Solidarität, wenn in Sachsen neben 8 % Arbeitslosen auch 109.000 Aufstocker (Anteil an der Gesamtzahl der erwerbstätigen Leistungsberechtigten: 35,1 Prozent) sowie knapp 50 000 Zeitarbeiter registriert sind, aber der Arbeitsmarkt weiter aus dem Ausland geflutet wird? Mehr als ein Drittel der Arbeitslosen in Deutschland aber hat ausländische Wurzeln (Tendenz stark steigend), drei Viertel davon erhalten Hartz IV! Mehr als 60.000 Bulgaren und Rumänen leben mittlerweile in Deutschland von Hartz IV – bei steigender Tendenz. Das sind 60% mehr als vor einem Jahr. 36?960 Libanesen leben in Deutschland, 90 Prozent von ihnen beziehen Hartz IV. Es gibt auf der ganzen Welt kein Land, in dem die Wirtschaft die Arbeiter mit sittenwidrigen Löhnen abspeist und zugleich nach mehr Arbeitern ruft. S. Tillich <a href="http://www.mdr.de/sachsen/dgb-konferenz-sachsen100.html">wirbt</a> mit „Niedriglohn als Standortvorteil“ und faselt zugleich etwas von „Respekt“ und einer „<a href="http://www.lvz-online.de/nachrichten/mitteldeutschland/fuer-respekt-und-miteinander-ministerpraesident-tillich-und-stellvertreter-dulig-rufen-zu-sternlauf-in-dresden-auf/r-mitteldeutschland-a-265877.html">Kultur </a>des Miteinanders“? Wo ist sie denn, diese Kultur? Gilt sie nicht für alle?</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/12/Bild2.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/12/Bild2-300x128.jpg" alt="Statistik ausländischer Arbeitsloser. Quelle: https://statistik.arbeitsagentur.de/Statischer-Content/Statistische-Analysen/Analytikreports/Zentrale-Analytikreports/Monatliche-Analytikreports/Generische-Publikationen/Analyse-Arbeitsmarkt-Auslaender/Analyse-Arbeitsmarkt-Auslaender-201411.pdf" width="450" height="192" /></a></p>
<p>Statistik ausländischer Arbeitsloser. Quelle: https://statistik.arbeitsagentur.de/Statischer-Content/Statistische-Analysen/Analytikreports/Zentrale-Analytikreports/Monatliche-Analytikreports/Generische-Publikationen/Analyse-Arbeitsmarkt-Auslaender/Analyse-Arbeitsmarkt-Auslaender-201411.pdf</p>
<p>Andererseits ist jeder 6. Ostdeutsche immer noch – 2014 – überqualifiziert und unterbezahlt. Ein Grund dafür sei, dass nach der Wiedervereinigung viele Stellen für gut ausgebildete Arbeitnehmer weggefallen seien. Zudem besäßen ältere Ostdeutsche häufig Kenntnisse, die sie zu DDR-Zeiten erworben hätten, inzwischen aber nicht mehr gefragt seien. Das hat etwas mit einer Entwertung der Kenntnisse, der Biographien zu tun, deren Druck irgendwann unerträglich wird.</p>
<p>Ende Juli gab es 2,2 Millionen als Arbeit suchend gemeldete Hartz-IV-Empfänger, die in den vergangenen zwei Jahren länger als 21 Monate auf Stütze angewiesen waren. Von ihnen hatten fast 210 000 einen höheren Bildungsabschluss, darunter knapp 66 000 einen Studienabschluss. Aber ein Kaufmann wie Ralf <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ralf_J%C3%A4ger">Jäger</a> kann mit nicht abgeschlossenem Studium und SPD-Parteibuch Innenminister werden und etwas von “Neonazis in Nadelstreifen” herbei halluzinieren. Wenn nun noch ein sächsischer Industriekaufmann ohne Studienabschluss mit FDP-Parteibuch erst nach einer gepfefferten Pressemitteilung zugibt, dass er zwar Fraktionsvorsitzender, aber “nicht Minister kann”, wenn ein ungelernter sächsischer Hilfsarbeiter mit Abitur und FDP-Parteibuch Staatssekretär in Berlin wird, muss doch jeder DDR-Bürger mit ehrlich erworbenem Lehr- oder gar Hochschulabschluss, der sich wirklich einbringen, das Land verändern will,  an die Decke gehen! „…so richtig wollen sie uns nicht an ihrem Tisch Platz nehmen lassen…“ <a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/?p=602">empörte</a> sich schon 2011 Silly-Gitarrist Uwe Hassbecker.</p>
<p>In einer Rezension (Sitzungsberichte der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin 95/2008:173–178) hat das Klaus Mylius nur für Sachsens Wissenschaftslandschaft grob skizziert (es gibt weitere Publikationen, doch auch das würde hier zu weit führen); aber die Mechanismen waren überall dieselben. Wer in der DDR Verantwortung erhielt, musste dieser Verantwortung zunächst<em>fachlich </em>gewachsen sein (dass es leider auch andere Gründe gab, lag an der Natur der DDR, nicht an der der Verantwortung). Nach der Wende aber wurden aus Stasi-, SED-, anderen ideologischen oder auch ganz einfach persönlichen Gründen genau diese erst-, meinethalben auch zweit- und drittklassigen Persönlichkeiten durch viert-, fünft- und sechstklassige unbelastete Emporkömmlinge ersetzt, die – so sie links der Elbe aufwuchsen – die hiesigen Zustände wenn überhaupt meist nur mediengeprägt kannten. Selbst MDR-Intendant Udo Reiter fand für sein Haus drastische <a href="http://www.zeit.de/2013/07/Udo-Reiter-MDR-Autobiografie/seite-4">Worte</a>:</p>
<blockquote><p>Da ist zum Teil richtiges Gesindel rübergekommen! Leute, die drüben nichts geworden waren – und die dann hier die Menschen beschissen haben, nach Strich und Faden. Ich habe mich oft geschämt für das Pack.</p></blockquote>
<p>Daneben sterben jene langsam weg, deren Fachwissen heute schmerzlich <a href="http://www.zeit.de/wirtschaft/2013-12/interview-rohnstock-ddr-geschichte">vermisst</a>wird:</p>
<blockquote><p>“… es gab auch ein großes Wissen über staatliche Planung, das uns heute nützen kann. Zum Beispiel bei der Bewältigung so großer Probleme wie der Energiewende. Uns geht dieses Wissen gerade verloren… Kurz nach dem Mauerfall gab es noch Artikel in Wirtschaftsmagazinen, in denen stand, wie fähig und gut ausgebildet die DDR-Wirtschaftskapitäne waren. Doch der Mainstream der Meinungen hat sich verändert.”</p></blockquote>
<p>Mylius <a href="http://leibnizsozietaet.de/wp-content/uploads/2012/11/16_mylius.pdf">schreibt</a> unter anderem mit Blick auf Ex-Wissenschaftsminister <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Joachim_Meyer">Hans-Joachim Meyer</a> von Diskriminierung, vulgärer Rache und dem Willen zur Demütigung – Meyer war übrigens<br />
a) vor der Wende Stellvertreter des Direktors für Erziehung und Ausbildung an der Sektion Anglistik/Amerikanistik der Humboldt-Universität zu Berlin, Reisekader und Dolmetscher des vorletzten DDR-Hochschulministers (SED),<br />
b) nach seinem Ministeramt bis 2009 Präsident des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken: soviel zu <em>seiner</em> christlich-abendländischen Prägung.<br />
Zu den finstersten Erscheinungen seiner „Wissenschaftsabwicklung“ gehörte die in Sachsen aufgestellte und bundesweit verschickte Schwarze Liste mit Namen unerwünschter Hochschullehrer. Nicht zuletzt aufgrund dieser Liste wurden in Sachsen 81,9 Prozent aller Hochschullehrer bis zum 1. Juli 1993 entlassen, verbunden mit einem Wiedereinstellungsverbot für 884 Wissenschaftler. Aber welcher viert-, fünft- und sechstklassige Verantwortungsträger zumal außerhalb der Wissenschaft besitzt schon die Reife, einen Erst-, Zweit- oder wenigstens Drittklassigen neben sich zu dulden?</p>
<p>Es ist genau diese Verstetigung, ja Potenzierung von Inkompetenz, die in Sachsen allenthalben – nicht nur bei der Dresdner Asylpolitik – zutage tritt und die zudem kaum zur Übernahme irgendeiner persönlichen Verantwortung führt: die ebenso hochbezahlten wie unfähigen Manager der<a href="http://www.sz-online.de/sachsen/kein-strafprozess-gegen-zwei-ex-sachsen-lb-manager-2774267.html"> SachsenLB</a> bieten mit ihren Milliardendefiziten das beste Beispiel. Irgendwann ist die kritische Masse erreicht, brechen die Empörung über diese überbezahlte Inkompetenz, gepaart mit der Erinnerung an solche Demütigungen auf und verschaffen sich Raum. Insofern ist die medial mehrmals erwähnte Kluft “oben – unten” eine sehr reale.</p>
<p>Und weiter: wie stehts denn mit Solidarität, wenn in Sachsen fast 2 300 (die Zahl wird – warum eigentlich – seit 2008 nicht mehr erhoben) Obdachlose registriert sind?</p>
<p>Wie stehts denn mit Solidarität, wenn in Bautzen wegen Flüchtlingszuzugs Mietern im Gewerbegebiet <a href="http://www.blaulicht-paparazzo.de/bautzen-wegen-asylheim-15-firmen-muessen-ausziehen/">gekündigt</a> wird, wenn in Klotzsche Anwohner wegen Flüchtlingsnähe massive Wertverluste ihrer Anwesen hinnehmen müssen, wenn in Pappritz Hotelangestellte wegen Flüchtlingsumnutzung ihren Job verlieren? Zumal sich neben dem Ortsbeirat auch 600 von 2000 Pappritzern per Unterschriftenaktion gegen das Heim aussprachen? Das kann man alles einfach so übergehen? Und: von welcher erbärmlichen Doppelmoral zeugt es, wenn sich der<a href="http://www.zdf.de/maybrit-illner/pegida-aufstand-fuer-das-abendland-wut-auf-die-politik-oder-fremdenhass-36307634.html">Mischpokenhetzer</a>, <a href="http://www.handelsblatt.com/archiv/joschka-fischer-stinkesauer-ueber-affaere-oezdemir-stolpert-ueber-bonus-flugmeilen/2185632.html">Bonusmeilenbetrüger</a> und <a href="http://www.derwesten.de/politik/cem-oezdemir-unter-verdacht-der-korruption-id6309326.html">Korruptionsverdächtige</a> Cem Özdemir über den „Lärm“ aus der kurdischen Moschee in seinem Haus ärgert und gemeinsam mit der Eigentümergemeinschaft die Kurden aus dem Wohnhaus<a href="http://www.berliner-zeitung.de/archiv/laerm-aus-moschee-aergerte-die-eigentuemergemeinschaft-cem-oezdemir-klagt-kurden-aus-seinem-wohnhaus,10810590,10590120.html">klagt</a>?</p>
<p>Und: wie stehts denn mit Solidarität, wenn nach den Wunschutopien der Grünen  in die gesetzliche Krankenversicherung auch Flüchtlinge aufgenommen werden sollen, andererseits bundesweit 137 000 vor allem Kleinselbständige und Freiberufler sich keine Beiträge leisten können? Es gibt auf der ganzen Welt kein einziges Land, in dem die Regierung bei den Alten und Kranken spart, während sie für Ausländer unbegrenzte Mittel zur Verfügung stellt. Wieso, fragt sich der Bürger, bekommen die die gleichen (und teilweise höheren) Sozialleistungen wie Menschen, die hier 30 Jahre und mehr gearbeitet und reichlich Steuern eingezahlt haben?</p>
<blockquote><p>„Dass Spiegel- oder tagesschau-Redakteure nicht verstehen können, dass ein 61jähriger, der 40 Jahre gearbeitet hat, verbittert ist ob einer Hartz-IV-ähnlichen Rente und diese Stellungnahme als Indiz für die »wirre Welt« der Pegida-Demonstranten heranzieht, zeigt mehr als alles andere die beträchtliche Entfernung dieser Journalisten von der sogenannten Bevölkerung.“</p></blockquote>
<p>Hinzu kommt, dass es seit über 50 Jahren ein Sozialversicherungsabkommen mit der Türkei gibt, das die kompletten daheim gebliebenen Familien incl. Eltern und mehrerer Ehefrauen und Kinder ohne Zuzahlung mitversorgt. Sie sind also deutlich gegenüber deutschen Familien bevorzugt, während ihr eigenes Erspartes dank der Eurorettungspolitik stetig an Wert verliert. Ist das kein Grund, auf die Straße zu gehen?</p>
<p>Und bei alldem bleibt noch unberücksichtigt, dass allein in Dresden -zig Projekte vor allem aus dem Bereich des Baubürgermeisters wegen Geldmangels gestrichen wurden, bspw. sind für die Sanierung der Fetscherstraße nur noch 2 statt 4,8 Millionen Euro geplant. Der Ausbau des Elberadweges oder die Sanierung des Blauen Wunders müssen ebenso erwähnt werden wie die gestrichene Sanierung des Gymnasiums Cotta und die Streichung von 4 Millionen Euro für den Bau neuer Spielplätze in der Geburtenhauptstadt Deutschlands.</p>
<p><strong>Wer aus Flüchtlingsfreundlichkeit Bürgerfeindlichkeit werden lässt, hat den Bogen überspannt</strong> – Lutz Bachmann hat das  in den drastischen Satz gekleidet, dass „aus Volksvertretern Volksverräter“ würden. Da soll es von Rassismus, Intoleranz etc. zeugen, zuerst Verbesserungen für sich als Bürger dieses Landes zu erlangen und sein Unverständnis zu artikulieren, wenn andere per se besser dastehen? So lange es auch nur einem Dresdner Bürger schlechter geht als jedem Zuzügler aus dem Ausland, so lange hat sich die Dresdner Politik um Dresdner Bürger zu bemühen! Diese Selbstverständlichkeit überhaupt einfordern zu müssen grenzt für die Demonstranten an Schizophrenie!</p>
<p>Im Lichte dieser Ungerechtigkeitsliste dürfte klar geworden sein, dass jegliche staatliche Leistungen an fremde Menschen als falsch verwendetes Volksvermögen erscheinen – von der dranhängenden Sozialindustrie ganz zu schweigen. Indem man also dagegen protestiert, wird man als Ratte, Schande, ja in Goebbels’scher Manier als Mischpoke bezeichnet. Politiker, die vom Steuerzahler bezahlt werden, beschimpfen ihren Arbeitgeber – das kann auch nur in Deutschland <a href="http://www.derfflinger.de/politik/pegida-volksmassen-in-dresden-ver%C3%A4ndern-deutschland.html">passieren</a>.</p>
<blockquote><p>Der Machtblock ist  auf fast alles gefasst, nur nicht auf das unerwartete Aufbegehren des Souveräns. Selten zuvor ist so deutlich erkennbar geworden, dass sich auch in einer Demokratie eine abgehobene Nomenklatura bilden kann, die es nicht hinnehmen will, wenn sie selbst und ihre Vorstellung gesellschaftlicher Ordnung völlig demokratisch in Frage gestellt werden.</p></blockquote>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/12/Bild3.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/12/Bild3-300x229.jpg" alt="Pegida und EU-Parlament. Quelle: https://www.facebook.com/afdberlin?pnref=lhc" width="450" height="344" /></a></p>
<p>Unterschiedliche &#8222;Arbeitsweisen&#8220;: Pegida und EU-Parlament. Quelle: https://www.facebook.com/afdberlin?pnref=lhc</p>
<p>Ich maße mir nicht an, über die Ost-West-Verteilung der Demonstranten zu spekulieren, aber das gute alte Paretoprinzip „80 (Ost) – 20 (West)“ sollte auch hier aussagefähig sein. Und vielleicht nähern wir uns damit dem eigentlichen emotionalen Kern der Proteste eben dieses „Volks“.</p>
<p>Für immer mehr Menschen verfestigt sich der Eindruck, dass wir etwas bekommen haben, was wir 1989/90 so nicht wollten. Die versprochene „süße Pille Einheit” sollte Demokratie und Freiheit in jedwedem Sinne bringen, blühende Landschaften und ein <a href="http://www.kas.de/wf/de/71.4516/">System</a>, in dem es „keinem schlechter, aber vielen besser“ gehen sollte. Das Gegenteil ist eingetreten: es geht nur wenigen besser, aber vielen immer<a href="http://www.defa.de/DesktopDefault.aspx?TabID=412&amp;FilmID=Q6UJ9A00AA1N">schlechter</a>. Wenn sich jedoch eine anfangs süße Arznei als bittere Pille entpuppt, deren Risiken und Nebenwirkungen die Heilkräfte aufheben, ja ins Gegenteil kehren, muss man über eine neue Medikation, ja vielleicht gar eine ganz neue Therapie nachdenken: “Dass der Osten zusammengebrochen ist, bedeutet doch nicht, dass der Westen Recht hat” sprach mir in einem Interview zur Leipziger Buchmesse 1993 Elke Heidenreich ins Mikrofon. Zumal wenn sich Freiheit als Meinungsfreiheit nach 24 Jahren – wie im Sommer erlebt – gegen einen selbst richtet.</p>
<p>Der soziale Erfahrungsschatz der Wendemonate, diese Größe und Kraft, diese Idee nicht nur einer „Machbarkeit von Zukunft“, sondern auch dieses Gefühl einer jenseits allen Systems gelegenen, fast absoluten Freiheit – das ist es, was die Bürger der Neuen Länder im Erlebnis zweier Systeme mit Stärken und Schwächen unbequem sein lässt. Was genau diese Fragen provoziert, die sonst niemand stellt. Was dieses Querulantentum hervorbringt, das sich oft aus Ohnmacht speist. Was das aufstört, was S. Žižek im begrifflichen Raster von „formaler“ Freiheit als „ungestörte soziale und ideologische Balance der Demokratie“ bezeichnete und dieser Balance einen Spiegel vorhält. Was mit – wie westdeutsche Unternehmer bis heute neidvoll konstatieren – „Chaoskompetenz“ dazu drängt, Probleme zu lösen, statt mit ihnen nur diskursiv, ja ritualisiert umzugehen. Weil da irgendwo, diesseits gängigen Freiheitsverständnisses, noch etwas anderes ist.</p>
<p>Etwas, das die Luhmannschen „selbsterzeugten Unbestimmtheiten des Systems“ schon fast verzweifelt zu bestimmen sucht. Ja etwas, das trotz seiner Vagheit einfach nur des Wiederfindens zu harren scheint: das beginnt bei der Bildungspolitik, setzt sich fort über die Sozialpolitik und endet nicht bei der Gesundheitspolitik – der Tenor lautet “Merkt ihr nicht, das wir von dort, wo ihr hoffentlich hinwollt, schon lange wieder herkommen”? Wer dann spürt, dass “dort” gar nicht hingewollt wird, ja dass ein “dort” oder “da” oder “ganz woanders” gar nicht mehr existiert, mutiert vom Veränderungs- zum Wutbürger.</p>
<p>Dieses Gefühl ist nicht nur latent. Latent in einem Maße, das manche Politikwissenschaftler mit dem „fremden Blick“ wie etwa den Kanadier Laurence McFalls sogar zu der <a href="http://www.bpb.de/apuz/26402/die-kulturelle-vereinigung-deutschlands">Annahme</a> verleitete, dass die Ostdeutschen offenbar der Wende und damit des Verlusts der DDR bedurften, um endlich zu einer vollwertigen DDR-Identität zu finden. Nein, dieses Gefühl verstärkt sich sogar. Gerade heute. Und gerade deshalb kann es niemand absprechen oder gar unterdrücken. Am allerwenigsten die Politik. Einerlei, wie rot, schwarz, bunt (oder grau) die auch immer sein mag.</p>
<p>Und ebendieses Gefühl ist es, das spätestens jetzt nach Entäußerung drängt: man kann ebenso wie kein biologisches auch kein soziales Entwicklungsstadium überspringen. Das Gefühl sagt: unsere alte Identität ist seit dem Beitritt, diesem „Coitus interruptus“ (Daniela Dahn, “Westwärts und nicht vergessen”, Reinbek 1996:23) vor 25 Jahren zerbrochen, die immer noch unfertige neue aber scheint aufgrund ungeregelten fremden Zuzugs schon wieder zerbrochen zu werden: hier lautet der Tenor “Fremd im eigenen Land”, W. Thierse <a href="http://www.vorwaerts.de/artikel/pluralismus-halt-kein-idyll">sprach</a> von “Entheimatung”. Aber das hat sich lange angedeutet – wer es nicht sah, wollte es nicht sehen. Christoph Dieckmann hat den psychologischen Mechanismus schon 1998 (!)<a href="http://www.zeit.de/1998/25/199825.hauser_.xml">analysiert</a>:</p>
<blockquote><p>Bar aller Psychologie schien der Westen zu glauben, der DDR-Anschluss nach Artikel 23 des Grundgesetzes habe nicht nur das Verfahren der Vereinigung geregelt, sondern auch ihr Wesen. Die Ostdeutschen wollten die Einheit, also würde Einheit werden. Sie hatten ihre Eigenstaatlichkeit beendet, also war da nichts Eigenes. Sie wünschten parlamentarische Demokratie, also würden sie Demokraten sein… Aber wer heiratet, vermählt sich nicht mit der eigenen Geschichte, sondern mit einer fremden. Das gilt für Aschenputtel und Prinz.</p></blockquote>
<p>Im “Deutschen <a href="http://www.freiheit.org/webcom/show_article_bb.php/_c-616/_nr-10435/i.html">Wertemonito</a>r” von 2009 mit 3000 Probanden stimmten fast 50 Prozent der Befragten dem Satz zu: „Den DDR-Bürgern ist das westliche System, ohne sie zu fragen, aufgezwungen worden.“ Mit der politischen Ordnung in Deutschland waren zwei Drittel zufrieden, im Osten war die Mehrheit mit 53 Prozent knapp. Fehlende Bürgernähe der Parteien und zu geringe direkte Bürgerbeteiligung werden als Gründe genannt. Im Osten sind auch 51 Prozent mit dem Rechtsstaat unzufrieden. Zu viele Gesetze, mangelhafter Schutz gegen Verbrechen und die Forderung nach härteren Strafen werden hier als Gründe genannt. Mit der Gerechtigkeit in der Gesellschaft sind die Menschen im Osten mehrheitlich unzufrieden, Hauptkritikpunkte sind die Belastung zukünftiger Generationen durch den Sozialstaat (von 88 Prozent genannt), das Steuersystem (85 Prozent) sowie fehlende Bildungschancen für alle (69 Prozent). Die soziale Marktwirtschaft wird von gerade noch 50 Prozent der Befragten im Osten begrüßt. Die Einkommensverteilung wird als Kritikpunkt (83 Prozent) am häufigsten genannt.</p>
<p>Nochmals: diese hälftige Unentschiedenheit war bereits vor 5 Jahren existent. Sie beweist zunächst, dass die “Mehrheitsgesellschaft”, die “Konsensdemokratie” schon längst nicht mehr ist. Sie beweist aber auch das Drama, ja Dilemma des Beitritts von unerhörten 16 Millionen zu 65 Millionen, deren Lautheit bis heute wirkt. Die FAZ <a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/harte-bretter/pegida-tunnelblick-kennt-vor-allem-verachtung-von-politikern-13331373.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2">textet</a> prompt:</p>
<blockquote><p>“Aus „Pegida“ spricht das abgrundtiefe Misstrauen von Außenseitern gegenüber der traditionellen, bürgerlichen Öffentlichkeit, in der sich aus einer Fülle von Perspektiven „die“ öffentliche Meinung bildet.”</p></blockquote>
<p>Die “beleidigte Entschlossenheit”, die die ZEIT jetzt <a href="http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2014-12/pegida-dresden-klotzsche-asylbewerberheim/seite-2?commentstart=1">konstatiert</a>, ist ergo nichts weiter als die Entschlossenheit, die nicht erfolgte oberflächliche Einheit nun zu Ende zu bringen als Wiederaneignung von Entwendetem. Es ist die vielleicht sogar trotzige Entschlossenheit, im eigenen Land endlich anzukommen und gegen die Missstände anzugehen, die ich zu diesen 7 verallgemeinern will:</p>
<ul>
<li>die immer umfassendere soziale Polarisierung, die u.a. zu immer weniger Bildung und zunehmender gesellschaftlicher Verrohung führt.</li>
<li>die Verluste an sozialer Sicherheit,</li>
<li>die berechtigten, menschlichen Ängste vor Status- und Vermögensschwund,</li>
<li>die zunehmende Konkurrenz zwischen Menschen (etwa am Arbeitsmarkt), die zu Hass, Abgrenzungen und „Treten nach unten“ führt,</li>
<li>der politische Einheitsbrei aller (großen neoliberalen) Parteien mit Ausnahme „Linke“ und „AfD“, die genau deswegen dämonisiert werden (wobei sich das für die Linken nach Thüringen bereits erledigt zu haben scheint),</li>
<li>die “Entheimatung” durch unkontrollierten Zuzug von außen, wobei die Religionszugehörigkeit vieler Zuzügler Anlass zu ernster Sorge gibt,</li>
<li>die Arroganz und der Machtdünkel der herrschenden, klüngelnden Funktionselite gegenüber den sozialen Bedürfnissen und politischen Wünschen der Bevölkerungsmehrheit.</li>
</ul>
<p>Außer der AfD aber hat bislang niemand irgendeine “Entschlossenheit” gezeigt, weshalb wir bis zu den Wahlen als Projektionsraum (ich antwortete in den Wahlkampf-Interviews  gern „virtuelle Nikolaikirche“) wahrgenommen wurden. Da aber im parlamentarischen Alltag sowohl in Europa wie auch in den drei Ländern Sachsen, Thüringen und Brandenburg konkrete, vor allem spürbare Veränderungen auf sich warten lassen, der Druck aber immer weiter zunimmt, braucht es nun jenes Ventil namens PEGIDA. Die Flüchtlingspolitik war nur der Anlass, der Auslöser; die Ursachen gehen, wie hier und auch in vielen anderen meiner Beiträge etwa zum deutschen Bildungsdesaster gezeigt, viel tiefer. Hoffentlich werden sie gründlich gewürdigt. Und hoffentlich singen kommenden Montag 20 000 Menschen auf dem Dresdner Theaterplatz mit mir Weihnachtslieder.</p>
<p>Geschrieben in <a title="Alle Artikel in Allgemeines ansehen" href="http://www.dr-thomas-hartung.de/?cat=1" rel="category">Allgemeines</a>, <a title="Alle Artikel in Massenmediales ansehen" href="http://www.dr-thomas-hartung.de/?cat=4" rel="category">Massenmediales</a>, <a title="Alle Artikel in Regionales ansehen" href="http://www.dr-thomas-hartung.de/?cat=7" rel="category">Regionales</a>, <a title="Alle Artikel in Spezielles ansehen" href="http://www.dr-thomas-hartung.de/?cat=9" rel="category">Spezielles</a> | <a title="Kommentiere Was wollen die PEGIDA-Anhänger, wer sind die, wie ticken die?" href="http://www.dr-thomas-hartung.de/?p=2543#comments">14 Kommentare »</a></p>
<h2><a title="Permanent Link zu Lölke, üb‘ dich in Logik!" href="http://www.dr-thomas-hartung.de/?p=2507" rel="bookmark">Lölke, üb‘ dich in Logik!</a></h2>
<p>25. November 2014 von <a title="Artikel von Thomas Hartung" href="http://www.dr-thomas-hartung.de/?author=1">Thomas Hartung</a></p>
<p>Da stellt einer im ach so staatsfernen <a href="http://www.mdr.de/mdr-info/kommentar-asyl100.html">Rundfunk</a> die richtigen Fragen, beantwortet sie aber nicht (wie auch) und übt sich stattdessen in dem, was sowohl Politik als auch Flüchtlinge gerade ebenso machen: Forderungen stellen. In diesem Fall die, dass die „Ossis“ (!) den Zuwanderern gegenüber gefälligst tolerant zu sein hätten. Weil: als DDR-Flüchtlinge haben die Ossis „ja auch auf die Solidarität der Stärkeren gehofft“. Mit Verlaub: geht’s noch?</p>
<p>Dass Toleranz und <a href="http://www.welt.de/debatte/kommentare/article134429395/Wer-Solidaritaet-sagt-will-das-Geld-anderer-Leute.html">Solidarität</a> zwei grundverschiedene Dinge sind – geschenkt.</p>
<blockquote><p>„Wer Solidarität organisiert, kann im Gegenzug praktisch alles verlangen. Sie ist als Instrument immer Propaganda im Mantel der Fürsorge. Sie ist nie selbstlos, denn sonst wäre sie tatsächlich Philanthropie und Wohltätigkeit. Mit ihr werden immer moralische Schulden aufgebaut, die politisch nutzbar gemacht werden sollen.“</p></blockquote>
<p>Dass damit alle Flüchtlinge in einen Topf geworfen und also auch Wirtschaftsflüchtlinge verteidigt werden – geschenkt. Dass selbst wir damit als einstige „Wirtschaftsflüchtlinge“ herabgewürdigt werden, denen es damals nicht um ein neues Deutschland, sondern nur darum gegangen sei, Bananen zu bekommen, und denen es heute nur darum ginge, die Bananen zu behalten – auch geschenkt.</p>
<p>Dass damit normalisiert wird, dass für ein neues Asylbewerberheim wie jetzt in Bautzen 15 Unternehmen ihre Gewerberäume gekündigt werden, Wohngegenden insgesamt unattraktiv werden… und dass das alles per Salamitaktik und viel zu spät kommuniziert wird – ebenfalls geschenkt.</p>
<p>Aber dass damit die anderen Worte, Traditionen und Wertvorstellungen der Flüchtlinge anderer Völker und anderer Kontinente mit den gemeinsamen Worten, Traditionen und Wertvorstellungen in einen Topf geworfen werden, die uns als Ost- und Westdeutsche in einem geteilten Land desselben Kontinents einen – das nun ist nicht mehr geschenkt.</p>
<p>Denn darum geht es der PEGIDA. Wir haben unsere Werte, die wir niemandem aufzwingen wollen, aber selbst gern behalten möchten und von denen wir erwarten, dass sie von unseren Gästen akzeptiert werden – ebenso wie wir im Ausland die Werte der anderen zu akzeptieren haben. Dass die christliche Kirche zur Zeit der Kreuzzüge, die aber rund 800 Jahre zurückliegen, eben das andernorts versuchte, rechtfertigt nicht, dass das der Islam heute in Europa ebenso versuchen darf. Insofern haben wir es hier mit einer völlig anderen Dimension von Flucht zu tun, die nur der nicht erkennen kann, dessen politisches und historisches Hintergrundwissen, nun ja, ausbaufähig ist.</p>
<p>In Ihrer Argumentation bleibt dagegen ausgeblendet, dass in der DDR<a href="http://www.auslaender-in-der-ddr.com/"> zuletzt</a>(1990) knapp 60 000 Vietnamesen arbeiteten, studierten, lebten, mehr als 40 000 Polen, über 15 000 Mosambikaner, fast 10 000 Kubaner… weit über 100 000 Ausländer also, mit denen die gut 16 Millionen „Ossis“ in der übergroßen Mehrheit blendend klarkamen. „Abkapselung“ definiere ich anders.</p>
<p>Ebenso bliebt in Ihrer Argumentation ausgeblendet, dass von den 127.023 Asylanträgen des letzten Jahres (fast zwei Drittel mehr als im Vorjahr) gerade 13,5 Prozent <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/zahl-der-asylbewerber-in-deutschland-erneut-massiv-gestiegen-a-942890.html">anerkannt</a> (und 11,4 Prozent geduldet) wurden, andererseits die geringe Zahl an Abgeschobenen weitere Flüchtlinge förmlich <a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article133533153/Niedrige-Abschiebezahl-lockt-Fluechtlinge-an.html">anlockt</a> – die jetzt im jahrelangen Duldungsfall sogar ein dauerhaftes Bleiberecht erhalten sollen. Ganz zu schweigen davon, dass Deutschland europaweit sowieso schon die Hauptlast schultern muss (da redet niemand mehr von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Verordnung_%28EU%29_Nr._604/2013_%28Dublin_III%29">Dublin</a>).</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/11/DWO-IP-Asylanten-bn-Aufm.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/11/DWO-IP-Asylanten-bn-Aufm.jpg" alt="Aufnahmen 2014. Quelle: http://img.welt.de/img/deutschland/crop133304307/5169407530-ci16x9-w780/DWO-IP-Asylanten-bn-Aufm.jpg" width="501" height="281" /></a></p>
<p>Aufnahmen 2014. Quelle: http://img.welt.de/img/deutschland/crop133304307/5169407530-ci16x9-w780/DWO-IP-Asylanten-bn-Aufm.jpg</p>
<p>Erst recht zu schweigen davon, dass es in der Regel junge Männer sind (werden Frauen nicht verfolgt?) oder Männer, die dann ein Geschrei um ihre verbliebenen Familien erheben, die sie offensichtlich im Stich gelassen haben?</p>
<p>Ebenso bleibt in Ihrer Argumentation ausgeblendet, dass in Sachsen im letzten Jahr 1.972 Straftaten durch 5800 Asylbewerber (0,18 % der sächsischen Bevölkerung) begangen wurden. Das entspricht (ohne Mehrfachtäter) einer Quote von 34 %; d.h. jeder dritte Asylbewerber wurde straffällig. Von den ca. 100.000 Ausländern in Sachsen (Bevölkerungsanteil 2,5 %) wurden 15 689 Straftaten begangen, das sind ca. 15% aller Straftaten.</p>
<p>Ebenso bliebt in Ihrer Argumentation ausgeblendet, dass einerseits Flüchtlinge vielerorts ihre Unterkünfte <a href="http://www.fr-online.de/bad-homburg-und-hochtaunus/hochtaunus-fluechtlinge-protestieren,1472864,29098532.html">kritisieren</a> (es gebe kein Internet, nur schwaches Mobilfunknetz, keine Ärzte oder Apotheke, keinen Supermarkt und kaum Busse in benachbarte Städte und Gemeinden – da will ich mir gar nicht vorstellen, wie es die ortsansässigen Deutschen so lange dort ausgehalten haben), ja dagegen (wie in Berlin sogar gewaltsam: Oranienplatz, Grünenzentrale, Fernsehturm…) demonstrieren und andererseits die Willkommenskultur bereits so weit gediehen ist, Burkinis in Schwimmhallen zuzulassen sowie männerfreie Badezeiten für Muslima einzuführen. Das nenne ich Diskriminierung Einheimischer.</p>
<p>Das eigentlich Erbärmliche dieser Orwell‘schen Propaganda aber ist die Perfidie, mit der hier von „den Ossis“ als insulär-gemeinschaftlicher Haufen gefaselt wird, der weder etwas anzuziehen noch Fernseher oder Autos hatte und also alles, was nach 25 Jahren Einheit geschieht, nur im Modus grenzenloser Akzeptanz und Dankbarkeit hinzunehmen habe.</p>
<p>Können Sie den Ossis in die Augen schauen, Herr Lölke, die teilweise jahrzehntelang arbeiteten, in das Sozialsystem einzahlten und dennoch ihre karge Rente aufstocken müssen – und die jetzt erleben, dass es Fremden ohne deren Dazutun besser geht?</p>
<p>Können Sie den Ossis in die Augen schauen, Herr Lölke, die als Arbeitslose, unterbezahlte Zeitarbeiter oder trotz zweier Jobs kaum über die Runden kommen – und die jetzt erleben, dass es Fremden ohne deren Dazutun besser geht?</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/11/Bild6.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/11/Bild6-300x206.jpg" alt="Beispielrechnung. Quelle: http://www.netzplanet.net/4-500-euro-monatlich-hartz-iv-problemlos-moeglich" width="300" height="206" /></a></p>
<p>Beispielrechnung. Quelle: http://www.netzplanet.net/4-500-euro-monatlich-hartz-iv-problemlos-moeglich</p>
<p>Laut <a href="http://www.welt.de/wirtschaft/article134634585/Jeder-Siebte-verdient-weniger-als-800-Euro-brutto.html?wtrid=socialmedia.socialflow....socialflow_facebook">DGB</a> kommt mehr als jeder dritte Arbeitnehmer unter 35 Jahren nicht über einen Monatslohn von 1500 Euro brutto hinaus, jeder siebte verdient sogar nur bis zu 800 Euro brutto!</p>
<p>Können Sie den Ossis in die Augen schauen, Herr Lölke, die unter schwierigen Verhältnissen Geld und Herzblut in ein Haus oder einen Garten investierten – und die jetzt erleben, dass es/er allein durch die Anwesenheit von Fremden massiv an Wert verliert?</p>
<p>Können Sie den Ossis in die Augen schauen, Herr Lölke, die als<a href="http://www.l-iz.de/Leben/Gesellschaft/2012/09/Immer-mehr-Obdachlose-in-Sachsen-44020.html"> Obdachlose</a> auf der Straße hausen, als Student in <a href="http://www.zeit.de/studium/uni-leben/2014-10/wohnungsnot-studenten-uni-goettingen">Zelten</a> oder als Schüler in <a href="http://www.ostsee-zeitung.de/Vorpommern/Ruegen/Werden-Schueler-bald-in-Containern-unterrichtet">Containerschulen</a> – und die jetzt erleben, dass Fremde in Zwei-, Drei-, ja <a href="http://www.sz-online.de/sachsen/bautzen-bringt-asylbewerber-in-vier-sterne-hotel-unter-2848699.html">Viersternehotels</a> einziehen?</p>
<p>Würde es allen Menschen in (Ost-)Deutschland gut gehen, Herr Lölke, würde es dieses Thema gar nicht geben! Was Sie – mit vielen anderen politischen und medialen Einflüsterern – versuchen, ist nicht nur, uns das <strong>Denken</strong> vorzuschreiben, sondern inzwischen schon zu verordnen, was und wie wir <strong>wahrzunehmen</strong> haben. Das aber – glücklicherweise – entzieht sich dem bewussten Zugriff; es ist kein Reflex (der nämlich ist bereits eine<em> Reaktion</em>), sondern ein Perzept.</p>
<p>Die SPD hat übrigens heute <a href="http://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2014/gabriel-fordert-eine-milliarde-euro-bundeshilfen-fuer-asylbewerber/">gemeint</a></p>
<blockquote><p>„Wenn die Kommunen wegen der Kosten für die Unterbringung und Versorgung der Asylbewerber kein Geld mehr für Museen und Freibäder hätten, könnte die Zustimmung in der Bevölkerung für die Aufnahme von weiteren Asylbewerbern kippen… und dies Wähler der Rechten in die Hände spielen.“</p></blockquote>
<p>Scheinheiliger geht‘s nimmer: eine Regierungspartei interessiert mitnichten Flüchtlinge oder von Flüchtlingspolitik Betroffene, sondern höchstens, wie sie per Milliardenforderung ihre Angst vor dem Verlust weiterer Wählerstimmen kaschieren kann.</p>
<p>Ebenso wie zu Ihrem Pamphlet fallen mir dazu nur drei Adjektive ein: lächerlich, armselig, erbärmlich.</p>
<p>Geschrieben in <a title="Alle Artikel in Allgemeines ansehen" href="http://www.dr-thomas-hartung.de/?cat=1" rel="category">Allgemeines</a>, <a title="Alle Artikel in Massenmediales ansehen" href="http://www.dr-thomas-hartung.de/?cat=4" rel="category">Massenmediales</a>, <a title="Alle Artikel in Regionales ansehen" href="http://www.dr-thomas-hartung.de/?cat=7" rel="category">Regionales</a> | <a title="Kommentiere Lölke, üb‘ dich in Logik!" href="http://www.dr-thomas-hartung.de/?p=2507#comments">4 Kommentare »</a></p>
<h2><a title="Permanent Link zu Halbe Ladung Wahrheit" href="http://www.dr-thomas-hartung.de/?p=2463" rel="bookmark">Halbe Ladung Wahrheit</a></h2>
<p>10. November 2014 von <a title="Artikel von Thomas Hartung" href="http://www.dr-thomas-hartung.de/?author=1">Thomas Hartung</a></p>
<p>Sehr geehrter Herr Pörksen,</p>
<p>in einer „Widerrede aus gegebenem Anlass“ widmeten Sie sich in der ZEIT 44/2014 (und zeitversetzt im <a href="http://www.zeit.de/2014/44/medien-qualitaet-journalismus-vertrauen">Internet</a>) unter dem – von Iljoma Mangolds Rezension zu Akif Pirinçci – plagiierten Titel „Volle Ladung Hass“ dem Phänomen der Medienverdrossenheit. Sie konstatierten eine milieuunabhängige Bewegung des „bösen Blicks“ auf Journalisten wie Medien gleichermaßen. Diese Bewegung sei „weltanschaulich pluralistisch“, „nicht eindeutig rechts oder links“ und formuliere „großformatige Verfalls- und Verwahrlosungsthesen“. Thesen, die Sie für falsch halten „und in ihrer Wucht gefährlich, weil sie das Vertrauen in den Journalismus untergraben und den bösen Blick seltsam starr werden lassen.“</p>
<p>Diese Widerrede hat mich zu einer ebensolchen in Form eines “Offenen Briefes” herausgefordert, entlang geschrieben an Ihren Basisvokabeln „Grenzüberschreitungen“, „Systempresse“, „Gewalt des Publikums“, „Schicksal der Skandalisierung“ und „Vertrauen“; gleichwohl diese natürlich kaum strikt zu trennen sind.</p>
<p>Ich teile diesen Brief zunächst auf meiner Homepage und gebe ihn zugleich der Redaktion der ZEIT zur Kenntnis; eine weitere digitale Distribution behalte ich mir vor.</p>
<p><strong>+ + +</strong></p>
<p>Grenzüberschreitungen und Verfehlungen sind für Sie „Medien- und Fälschungsaffären, die Boulevardisierung der Berichterstattung, der Negativismus der Nachrichten, der Einfluss von PR-Agenturen und Lobbyorganisationen“. Diese Aufzählung ist natürlich unvollständig: Recherchemängel, semantische Unsinnigkeiten, stilistische Schnitzer, publizistische Entgleisungen, ethische Fragwürdigkeiten, Text-Bild-Schwächen, ja Bildfehler, unvollständige Berichterstattung sowie orthographische, grammatische und grafische Peinlichkeiten sind mindestens zu ergänzen. Ich will diese Kategorien keiner Systematik unterziehen (obwohl sich mehrere anböten, etwa thematische und formale), sondern lediglich durch folgende wahllose Beispiele aus meinen Lehrveranstaltungen illustrieren.</p>
<p>So war Anfang Mai gefälschtes Filmmaterial in die ARD-„Tagesschau“ gelangt, um einen Hubschrauberabschuss bei Slowjansk in der Ostukraine zu bebildern. Die Sequenz aus einem Youtube-Video aus dem Jahre 2013 zeigte in Wirklichkeit einen Abschuss in Syrien. Nur wenige Tage später hat die ARD jenen „Tagesthemen“-Beitrag über den Ukraine-Konflikt zurückgezogen, für den sich Moderator Thomas Roth „on Air” entschuldigte. Nichtsdestotrotz hat dann Anfang August der WDR im Internet den Ukraine-Konflikt mit einem alten Foto aus dem Kaukasus-Krieg 2008 bebildert und das alte Motiv auch noch ins Fernsehen gebracht.</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/1-Ukraine.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/1-Ukraine-300x168.jpg" alt="Screenshot. Quelle: http://www.google.de/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=1&amp;ved=0CCEQFjAA&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.tagesspiegel.de%2Fmedien%2Fukraine-konflikt-im-wdr-neuer-aerger-um-altes-panzer-bild%2F10651538.html&amp;ei=EHFMVNbTMIW8ygPM54G4BA&amp;usg=AFQjCNHFfWWq01QtXNQFsEVIBx6D-ELgbw&amp;bvm=bv.77880786,d.bGQ&amp;cad=rjt" width="450" height="251" /></a></p>
<p>Screenshot. Quelle: http://www.tagesspiegel.de%2Fmedien%2Fukraine-konflikt-im-wdr-neuer-aerger-um-altes-panzer-bild%2F10651538.html</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/1-Ukraine2.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/1-Ukraine2-300x212.jpg" alt="Screenshot. Quelle: http://www.google.de/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=1&amp;ved=0CCEQFjAA&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.tagesspiegel.de%2Fmedien%2Fukraine-konflikt-im-wdr-neuer-aerger-um-altes-panzer-bild%2F10651538.html" width="450" height="317" /></a></p>
<p>Screenshot. Quelle: http://www.tagesspiegel.de%2Fmedien%2Fukraine-konflikt-im-wdr-neuer-aerger-um-altes-panzer-bild%2F10651538.html</p>
<p>Auch der ARD-Programmbeirat hatte<a href="http://www.heise-medien.de/presse/Telepolis-ARD-Programmbeirat-bestaetigt-Publikumskritik-2395251.html"> festgestellt</a>, dass Beiträge zum Ukraine-Konflikt „einseitig, lückenhaft und voreingenommen“ seien. Beiträge von Sendern übrigens, für die zu zahlen jeder gezwungen ist, einerlei, ob er sie bestellt hat und/oder nutzen will. Grafikfälschungen lassen sich ebenso nachweisen, bspw. im ZDF, wie die unverhältnismäßigen Balkenlängen der Diagramme zwischen 4 und 8,5 bzw. 9 sowie zwischen 1,4 und 4 zeigen.</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/Grafik.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/Grafik-300x225.jpg" alt="Screenshot ZDF. Quelle: zdf.de" width="450" height="337" /></a></p>
<p>Screenshot ZDF. Quelle: zdf.de</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/1-Ukraine3.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/1-Ukraine3-300x169.jpg" alt="Screenshot. Quelle: zdf.de" width="450" height="253" /></a></p>
<p>Screenshot. Quelle: zdf.de</p>
<p>Negativismus ist bspw. in der Psychiatrie eine sich vor allem in krankhaft-misstrauischer Verweigerungshaltung manifestierende Persönlichkeitsstörung, ein anthropologisches Konzept oder auch eine Perspektive des Kritischen Rationalismus (aus dieser heraus kann sie auch medienfunktional intendiert sein); also weit mehr als nur ein Nachrichtenwert (vgl. bspw. Rentsch 2000, Bohrer 2002, Lengauer 2007). Als solcher festmachen lässt er sich an Ereignismerkmalen wie Konflikt und Kontroverse, Schaden, Gewalt und Aggression, wie sie typisch sind für Kriege und politische Auseinandersetzungen, Krisen und Skandale, deviantes Verhalten und Kriminalität, Unfälle und Naturkatastrophen. Ob das evolutionär bedingt sei,<a href="http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/oeffentliche-wahrnehmung-schlechte-nachrichten-sind-glaubwuerdiger-12638879.html">diskutierte</a> u.a. Bretschneider:</p>
<blockquote><p>Wenn man in der Steinzeit auf die Jagd ging, war die Warnung „Achtung, Säbelzahntiger!“ wichtiger als die Meldung „Alles ist ruhig“.</p></blockquote>
<p>Daraus folgt mindestens dreierlei. Zuerst: negative Nachrichten werden als glaubwürdiger und wichtiger wahrgenommen, da sie auch eine Indikatorfunktion für die Gesellschaft ausüben: sie können auf Krisen, Gefährdungen und Bedrohungen hinweisen und rechtzeitige Gegenmaßnahmen ermöglichen; sind also nicht per se von Übel.</p>
<p>An zwei: Negativismus bedient insofern das Bedürfnis nach Sensation, Erregung, Dramatik, hat also einen Stimulationswert, der das natürliche Unterhaltungs-/ Zerstreuungsbedürfnis des Menschen befriedigt. Solcherart Themen steigern damit den Behaltenswert.</p>
<p>An drei: bei einer – entsprechend unglaubwürdiger und langweiliger empfundenen – Positivmeldung wird sofort nach dem Urheber und seinen eventuellen Interessen gefragt, wie ebenfalls Bretschneider (ebd.) auf den Punkt bringt:</p>
<blockquote><p>“Wenn die CDU mitteilt, dass es dem Land gut geht, werden SPD-Anhänger das erst einmal für wenig glaubwürdig halten. Anders herum gilt genau dasselbe.“</p></blockquote>
<p>Das alles ist an sich (noch) kein Problem. Zum Problem wird die <em>manipulatorisch intendierte Melange</em> dieser drei Aspekte unter publizistischer Perspektive, die Winfried Schulz bereits 2001 treffend so <a href="http://www.infoamerica.org/documentos_pdf/schulz_1.pdf">charakterisierte</a>:</p>
<blockquote><p>„Negative Ereignisse lassen sich relativ leicht inszenieren und manipulieren, indem man Protest organisiert, Konflikte provoziert, gewaltsame Aktionen unternimmt. Und man kann auch Ereignisse, denen negative Elemente fehlen, durch geringe Zutaten so aufladen und “medialisieren”, dass sie die an Negativismus orientierte Aufmerksamkeit der Medien auf sich ziehen. Schon ein polemischer Seitenhieb, eine Kritik am politischen Gegner, in ein Statement gegenüber der Presse eingeflochten, genügt, um dem Statement einen negativen Aspekt zu geben und seinen Nachrichtenwert zu erhöhen.“</p></blockquote>
<p>Das erste Beispiel hierzu illustriert die „Leichtigkeit der Organisation“. Am 22. September 2006 hatte die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) eine Kundgebung vor dem Reichstag veranstaltet. Dabei hatten Männer Garderobenstangen getragen, an denen 4500 Arztkittel hingen, um die Abwanderung von jungen Ärzten ins Ausland anzuprangern. Inzwischen steht fest (vgl. <a href="http://www.3sat.de/page/?source=/scobel/147195/index.html">hier</a>, <a href="http://www.bild.de/news/2006/aerzte-streik-1148524.bild.html">hier</a>, <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-49929780.html">hier</a>, <a href="http://www.berliner-zeitung.de/archiv/aerzte-lassen-protestieren---gegen-bezahlung-demonstration-oder-pr-aktion-,10810590,10442616.html">hier</a> und <a href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/die-gekaufte-demo/789302.html">hier</a>), dass knapp 170 Teilnehmer Studenten und Arbeitslose waren, die bei Arbeitsvermittlern als Demonstranten gemietet wurden. Die Demo, die es damals in sämtliche Medien geschafft hatte, sucht man online heute fast vergebens.</p>
<p>Das zweite illustriert die „Leichtigkeit negativer Informationsgewichtung“. Unter der Schlagzeile “AfD-Spitzenkandidat Bernd Lucke in Dresden – Störer zu Boden gestoßen“ berichten die <a href="http://www.dnn-online.de/dresden/web/regional/politik/detail/-/specific/AfD-Spitzenkandidat-Bernd-Lucke-in-Dresden-Ordner-stossen-Stoerer-zu-Boden-2083977096">DNN</a> am 10. Mai 2014 in 358 Worten vom Wahlkampfauftritt des AfD-Vorsitzenden. Der Leadsatz lautet: „Bei der Kundgebung der Alternative für Deutschland (AfD) mit Spitzenkandidat Bernd Lucke in Dresden haben Gegendemonstranten die Versammlung mit Lärm versucht zu stören.“ Zum Vergleich: als Angela Merkel in Grimma auftrat, lautete die inhaltsorientierte Schlagzeile der <a href="http://www.lvz-online.de/nachrichten/aktuell_themen/landtagswahl-2014/bundeskanzlerin-merkel-bei-wahlkampf-veranstaltung-in-grimma-keine-militaereinsaetze-im-irak/r-landtagswahl-2014-a-251550.html">LVZ </a>: “Bundeskanzlerin Merkel in Grimma: Keine Militäreinsätze im Irak”, der Leadsatz “Deutschland wird nach den Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel keine Soldaten zu Militäreinsätzen in den Irak schicken.” Dass rund 50 friedliche AfD-Gegendemonstranten mit Bernd Lucke und Sachsens Landeschefin Frauke Petry vor Ort waren, blieb unerwähnt.</p>
<p>Zurück zur DNN: die ersten beiden von vier Absätzen befassen sich nur mit den 15 Randalierern sowie den Einzelheiten des „Störens“, wobei das Alter der Störer, die Zahl der eingesetzten Polizeibeamten etc. prominent erwähnt sind. Erst im 3. Absatz erfährt der Leser in gerade 105 überdies distanzierenden Worten über einige Inhalte (genauer: drei Themen) der knapp einstündigen Rede sowie der halbstündigen Fragerunde des Publikums, und erst am Ende dieses Absatzes erfährt er auch, dass „rund 350 Zuhörer“ anwesend waren. Der letzte Absatz widmet sich der Pressemitteilung der Dresdner Grünen-Sprecherin, in der sie – als eine der 15 Randaliererinnen! – mitteilt, „Strafanzeige wegen Körperverletzung“ gestellt zu haben.</p>
<p>Um es nochmals ganz deutlich zu machen: <strong>105 Worte über die Inhalte eines anderthalbstündigen Wahlkampfauftritts des Bundeschefs einer neuen Partei vor 350 Zuhörern, </strong><strong>253 dagegen über 15 Störer dieses Auftritts.</strong>Unter diesen 253 Worten finden sich u.a. folgende Verben (die in der Grundschule als “Tu-Wörter” gelernt werden), die Tätigkeiten/Aktivitäten ausdrücken, mit denen also das “Tun” der AfD in Verbindung gebracht wird: stören, angehen, stoßen, abdrängen, unterbrechen, eingreifen, trennen, protestieren, entreißen, wegwerfen, verletzen, beleidigen, ermitteln.</p>
<p>Das dritte, aktuellste illustriert die „Leichtigkeit negativer Dämonisierung“. Der Bericht über die „PEGIDA“-Demonstration (Patriotische Europäer gegen Islamisierung des Abendlandes) der „<a href="http://mopo24.de/Home#!nachrichten/hunderte-demonstrieren-auf-dem-postplatz-1918">Morgenpost</a>“ sollte laut Titel folgende Fragen beantworten: „Was wollen die? Wer sind die? Droht Gefahr?“ Dass von einer Demonstration ein Gefahrenpotential herzuleiten sei, mag bei entsprechenden Teilnehmerzahlen noch angehen – auch wenn die <a href="http://www.dnn-online.de/dresden/web/regional/politik/detail/-/specific/Erneute-Pegida-Demo-in-Dresden-die-0-2-Prozent-Bewegung-2294221491">DNN</a> bezeichnenderweise das Gegenteil texten: „Erneute Pegida-Demo in Dresden: die 0,2 Prozent-Bewegung“ (gemeint sind 0,2 % der Dresdner Bevölkerung – dass da auch Nicht-Dresdner dabei sein könnten, wurde offenbar gar nicht bedacht). Was aber mit „Gefahr“ gemeint war, wurde dann rasch klar mit Antworten auf Fragen wie „Was ist mit den Vorwürfen, die Gruppe sei „Rechts“?“ oder gar „Was sagt der Verfassungsschutz?“ Schon allein diese Frage aufzuwerfen unterstellt Verbotenes, Gefahr, Gesetzlosigkeit.</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/hooligan2.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/hooligan2.jpg" alt="Screenshot Dresdner Morgenpost 04.11.2014. Quelle: https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10201771851896430&amp;set=a.1913758422077.78120.1785425805&amp;type=1&amp;theater" width="450" height="563" /></a></p>
<p>Screenshot Dresdner Morgenpost 04.11.2014. Quelle: https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10201771851896430&amp;set=a.1913758422077.78120.1785425805&amp;type=1&amp;theater</p>
<p>So lautet die Antwort auf die erste Frage, in die ein Zitat des Initiators einfloss:</p>
<blockquote><p>„Auf den Demos wurden auch gewaltbereite Fußballfans und rechte Extremisten gesichtet, die ähnliches Gedankengut wie am 13. Februar verbreiten. „Wir distanzieren uns von allen radikalen Gruppierungen“, so Bachmann. Sie seien aber offen für alle. Jeder könne sich friedlich beteiligen.“</p></blockquote>
<p>Ein Beleg der Behauptung, um welche gewaltbereiten Fans oder rechte Extremisten es sich denn handele, wurde weder im Bild noch im Text erbracht. Das Verfassungsschutz-Zitat lautet „Die Organisation ist bislang nicht extremistisch in Erscheinung getreten“, so Sprecher Falk Kämpf“. Die Polizei muss so zitiert werden: „Polizeisprecher Thomas Geithner: “Insgesamt blieb es friedlich. Keine Zwischenfälle!“ Fazit: damit hat sich die Gefahr in das aufgelöst, was die Berichterstattung über sie nicht hervorruft: Wohlgefallen.</p>
<p>Boulevardisierungstendenzen (für Jarchow 2008 gar “Schweinejournalismus”) sind inzwischen gut untersucht (u.a. Hoffmann 2000, Dulinski 2003, Schütz 2003, Hülk/Schuhen 2012, Pfetsch/Greyer/Trebbe 2013, Vögele 2013), wir sehen am Beispiel der BILD-Berichterstattung zum Ottawa-Attentat sowie zum Island-Vulkanausbruch, wie die journalistischen Techniken Personalisierung, Emotionalisierung sowie Visualisierung exemplarisch genutzt und dabei die primären Funktionen Sensationismus und Negativismus umgesetzt werden können, ohne dass wesentliche Erkenntnisgewinne zu erzielen sind. Ähnliches trifft auf die konsonante Berichterstattung der Dresdner Tageszeitungen über die Pannen beim Aufstellen der Weihnachtsfichte 2014 zu (gestalterische und sprachliche Elemente wie inflationär genutzte Wortspiele spare ich aus).</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/2-Boulevard.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/2-Boulevard-300x226.jpg" alt="Screenshot. Quelle: Bild.de" width="450" height="338" /></a></p>
<p>Screenshot. Quelle: Bild.de</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/2-Negativit%C3%A4t.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/2-Negativit%C3%A4t-209x300.jpg" alt="Bild-Titel. Quelle: privat" width="380" height="545" /></a></p>
<p>Bild-Titel. Quelle: privat</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/Tanne.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/Tanne-300x225.jpg" alt="Weihnachtstitel DD. Quelle: https://www.facebook.com/photo.php?fbid=383929471760774&amp;set=a.218755768278146.1073741825.100004311729219&amp;type=1&amp;theater" width="450" height="337" /></a></p>
<p>Weihnachtsbaumtitel DD. Quelle: https://www.facebook.com/photo.php?fbid=383929471760774&amp;set=a.218755768278146.1073741825.100004311729219&amp;type=1&amp;theater</p>
<p>Auch der Einfluss von PR-Agenturen und Lobbyorganisationen kann nicht zuletzt durch die Archive der <a href="http://www.presserat.de/presserat/">Presserats</a>-Entscheidungen sowie der Sendungen des TV-Formats “<a href="http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/">Zapp</a>” (NDR) als gut <a href="http://www.presseportal.de/pm/6561/743489/-zapp-spezial-verdeckt-versteckt-verboten-schleichwerbung-und-pr-in-den-medien-sendetermin-mittwoch">dokumentiert</a> gelten (wenn auch mit Ausnahme des Radios nicht unbedingt wissenschaftlich befriedigend aufbereitet, vgl. Volpers 2007):</p>
<blockquote><p>“Pharmakonzerne produzieren Filmbeiträge, die im Fernsehen laufen. Automobilkonzerne verstecken ihre Werbung in redaktionellen Beiträgen. Tatort-Kommissare werben für Hustenbonbons. Arbeitgeberverbände platzieren ihre Botschafter in Talkshows.”</p></blockquote>
<p>Ich erinnere an den von Volker <a href="http://www.wiso.uni-hamburg.de/professuren/rudolf-augstein-stiftungsprofessur/team/prof-dr-volker-lilienthal/">Lilienthal</a> nach langen juristischen Händeln aufgedeckten „Marienhof“-<a href="http://www.carta.info/8355/ard-schleichwerbeskandal/">Skandal</a>, in den u.a. ein Reisebüro verwickelt war; den dank <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lobbycontrol#Aufdeckung_der_PR-Aff.C3.A4re_der_Deutschen_Bahn">LobbyControl</a> zutage beförderten DB-Skandal (u.a. BILD, SPON u.a.) oder die ominösen Geschäfte mit Schleichwerbung, die Sebastian Heiser <a href="http://blogs.taz.de/rechercheblog/2011/04/01/die-schleichwerbe-recherche/">enthüllte</a>. Unberücksichtigt bleibt noch das “Polit-” oder “Propaganda-Placement” einzelner politischer Organisationen, bspw. Ursula von der Leyens <a href="http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/prtricks100.html">Elterngeldkampagne</a> im Privatradio oder öffentlich-rechtliche TV-<a href="http://drpr-online.de/05-2007-schleichwerbung-durch-eine-behorde/">Kooperationen</a> bspw. mit der Bundesanstalt für Arbeit. Es ist leider unbestreitbarer Fakt, dass potente Lobbygruppen immer mehr in Richtung PR aufrüsten, während in den Medien überall Redaktionen verkleinert werden: hier ist eine neue Konvergenztheorie zur Konstruktion von Medienöffentlichkeit nötig. Wolfgang Michal <a href="http://www.wolfgangmichal.de/2014/09/panik-im-mittelstand-oder-wohin-driftet-der-journalismus/">prophezeite</a>:</p>
<blockquote><p>Der Journalist der Zukunft wird so im weitesten Sinne dem Öffentlichen Dienst angehören und als Vermittler von Informationen um größtmögliche Neutralität, Ausgewogenheit und Distanz bemüht sein. Oder er wird im Sinne der ihn beauftragenden ‚Gemeinde’ ganz bestimmte Ziele verfolgen und eine neue Form des Partei- und PR-Journalismus etablieren.</p></blockquote>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/3-Marienhof.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/3-Marienhof-208x300.jpg" alt="Screenshots. Quelle: http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/204704/Mehr-Marienhof-wagen und privat" width="358" height="516" /></a></p>
<p>Screenshots &#8222;Marienhof&#8220;. Quelle: http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/204704/Mehr-Marienhof-wagen und privat</p>
<p>Recherchemängel: gut und ausführlich <a href="http://recherche-info.de/2006/02/27/neujahrsente-offenbart-mangelnde-online-recherche/">dokumentiert </a>ist der Hoax „Bund Deutscher Juristen fordert Aussagen unter ‘leichter Folter’“. An den 11. <a href="http://www.bildblog.de/5704/wie-ich-freiherr-von-guttenberg-zu-wilhelm-machte/">Vornamen</a> des Plagiatsfreiherrn können Sie sich sicher auch noch erinnern. Ein aktuelles und sicher extremes Beispiel aus der “Tagesschau” <a href="http://www.preussische-allgemeine.de/nachrichten/artikel/man-wird-nervoes.html">kommentierte</a> Hans Heckel jetzt in der PAZ:</p>
<blockquote><p>“Die Sendung hatte behauptet, in der Ostukraine würden „OSZE-Beobachter“ von „prorussischen Separatisten“ festgehalten, was ein Skandal gewesen wäre. Allerdings handelte es sich bei den Leuten gar nicht um OSZE-Beobachter, sondern um eine undurchsichtige Gruppe westlicher Militärs, denen die Ostukrainer wohl mit einer gewissen Berechtigung skeptisch gegenüberstanden. Bis auf die PAZ und einige wenige andere Medien wollte den Deutschen diese Faktum aber kaum jemand verraten, auch die „Tagesschau“ nicht. Die Behauptung, Putins Spießgesellen hielten unschuldige Vertreter der „europäischen Staatengemeinschaft“ fest, passte einfach besser ins gewünschte Gesamtbild. Gniffke rechtfertigte die „Tagesschau“- Enten später damit, dass „OSZE-Beobachter“ doch im Einklang mit der Wortwahl „von Nachrichtenagenturen und Qualitätszeitungen“ gestanden habe. Die „FAZ“ nannte das jetzt „eine der traurigst möglichen Rechtfertigungen“. Gniffke hat zugegeben, dass man einfach woanders abgeschrieben hatte.</p></blockquote>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/guttenberg.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/guttenberg-300x228.jpg" alt="BILD-Titel. Quelle: http://www.bildblog.de/5704/wie-ich-freiherr-von-guttenberg-zu-wilhelm-machte/" width="450" height="341" /></a></p>
<p>BILD-Titel. Quelle: http://www.bildblog.de/5704/wie-ich-freiherr-von-guttenberg-zu-wilhelm-machte/</p>
<p>Semantische Unsinnigkeiten liefern bspw. die „Nordwest Zeitung” mit einem unsensiblen Tweet, die „Rhein-Zeitung” mit undurchdachter Blattstruktur (“journalistische Komposition”, vgl. Vicari 2014) oder die „Landeszeitung Lüneburg“ mit gelinde geschrieben misslungenem Annoncenmanagement.</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/J-Baby-gestorben-Tweet.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/J-Baby-gestorben-Tweet.jpg" alt="Screenshot NWZ-Tweet. Quelle. privat" width="450" height="674" /></a></p>
<p>Screenshot NWZ-Tweet. Quelle. privat</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/J-Komas%C3%A4ufer-Politik.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/J-Komas%C3%A4ufer-Politik.jpg" alt="" width="451" height="401" /></a></p>
<dl>
<dd>Screenshot “Rhein-Zeitung”. Quelle: privat</dd>
</dl>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/3-eon-gas.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/3-eon-gas-195x300.jpg" alt="" width="355" height="546" /></a></p>
<p>Screenshot &#8222;Landeszeitung Lüneburg&#8220;. Quelle: privat</p>
<p>Als stilistische Schnitzer mögen dieser Schüleraufsatz der „Rheinischen Post Online“ (die “Erwachsenenversion” gibts <a href="http://www.rp-online.de/panorama/deutschland/rentner-steckte-kopfueber-in-gartenschacht-fest-aid-1.2012771">hier</a>) sowie zwei Texte der “Sächsischen Zeitung” herhalten (sie “Bericht”, “Bildunterschrift” oder “Sportreportage” zu nennen verbietet sich); die Festplatte meines Hochschul-Laptops ist gefüllt mit solcherart Sottisen.</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/3-Stilistik.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/3-Stilistik.jpg" alt="Screenshot RPO. Quelle: http://www.stefan-niggemeier.de/blog/7566/doofe-schreiben-fuer-doofe/" width="450" height="392" /></a></p>
<p>Screenshot RPO. Quelle: http://www.stefan-niggemeier.de/blog/7566/doofe-schreiben-fuer-doofe/</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/J-ich-wurde-freiberg-geboren.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/J-ich-wurde-freiberg-geboren.jpg" alt="" width="442" height="960" /></a></p>
<p>Screenshot &#8222;SZ&#8220; 09.10.2014. Quelle: https://www.facebook.com/photo.php?fbid=4651058289713&amp;set=a.1158145769083.18709.1690941490&amp;type=3&amp;theater</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/Grammatik-1.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/Grammatik-1-300x186.jpg" alt="Screenshot SZ Online. Quelle: privat" width="450" height="278" /></a></p>
<p>Screenshot SZ Online 12.08.2011. Quelle: privat</p>
<p>Bei den publizistischen Entgleisungen verweise ich auf die Begründung der <a href="https://www.openpetition.de/petition/online/raus-mit-markus-lanz-aus-meiner-rundfunkgebuehr">Petition</a>„Raus mit Markus Lanz aus meinem Rundfunkbeitrag!“ (nach seiner Sendung mit Sahra Wagenknecht), die binnen weniger Tage über 200 000 (!) Unterschriften erhielt: „Ein Moderator, der nicht fähig ist, ohne Entgleisungen zu moderieren, den Offenheit und der Umgang mit abweichenden Meinungen offenbar überfordern, der Fragen stellt und die Antworten nicht hören will und der seine eigene Meinung stets über die seiner Gäste stellt, sollte nicht vom Beitragszahler alimentiert werden.“ Georg Dietz <a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/das-undemokratische-zdf-markus-lanz-und-sahra-wagenknecht-a-945361.html">schrieb</a> im SPIEGEL unter der Überschrift “Der Pesthauch des Konformismus”, die wir uns mal merken, von der</p>
<blockquote><p>“Wut auf einen Sender und auf ein System, das einen wesentlichen Teil seiner Zuschauer seit Jahren mit Verachtung straft und diese Verachtung nun in Form einer zornigen Online-Petition zurück bekommt.”</p></blockquote>
<p>Eine <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/17162/die-zeit-erinnert-anti-lanz-petition-an-anti-juden-kampagne-der-nazis/">Entgleisung</a> ist ebenfalls die Äußerung von ZEIT-Herausgeber <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Josef_Joffe">Josef Joffe</a>, der meinte, eine Online-Petition gegen einen öffentlich-rechtlichen Moderator sei das heutige Pendant zum „Kauft nicht beim Juden!“ der Nationalsozialisten in den dreißiger Jahren.</p>
<p>Und zu diesen Entgleisungen gehören erst recht die aktuellen Ausfälle vieler Medien gegen GdL-Chef Claus Weselsky. So befragt die Dresdner <a href="http://mopo24.de/Home#!nachrichten/bahnstreik-gdl-chef-weselsky-ex-frau-1979">MoPo</a> unter der Überschrift „Er ist ein Diktator“ die Exfrau von Weselsky, um seine angebliche Charakterveränderung durch Geld und Macht darzustellen. „Unterster ekelhaftester Gossenjournalismus“ war noch einer der netteren Kommentare. Und die Aufforderung, dem “Bahnsinnigen” unter Angabe seiner Privatnummer oder der Abbildung seines Wohnhauses in teilweise beleidigenden Worten die “Meinung zu geigen”, verletzt die Privatsphäre des Gewerkschafters, der prompt die Polizei einschaltete.</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/11/Bild2.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/11/Bild2-300x146.jpg" alt="Collage Titelseitenauswahl 05.11.14. Quelle: meedia.de" width="450" height="219" /></a></p>
<p>Collage Titelseitenauswahl 05.11.14. Quelle: meedia.de</p>
<p>Bei den ethischen Fragwürdigkeiten denke ich vor allem an die gut dotierten<a href="http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/nebenerwerb100.html">Nebenjobs</a> von Claus Kleber, Petra Gerster, Michael Antwerpes etc. Ich denke jedoch auch an die vielen Ranking-<a href="http://www.hna.de/nachrichten/leute/fernsehen/ranking-schummeleien-auch-wdr-zr-3777013.html">Schummeleien</a>, beginnend beim ZDF mit „Deutschlands Beste“ (aber auch WDR, HR, RBB…). Und ich denke natürlich an die vielen <a href="http://www.tagesspiegel.de/medien/braucht-scripted-reality-ein-warnschild-achtung-alles-erfunden/9088656.html">Scripted-Reality</a>-Formate (Fake-Dokus: „Alle Personen und Handlungen sind frei erfunden“) sowie ihre manchmal teilidentischen “produzierten Proleten”, die mit der „Sachsen-WG“ der <a href="http://www.bild.de/regional/leipzig/sachsen-wg/seite-willkommen-in-der-sachsen-wg-26143932.bild.html">BILD</a> auch Einzug ins gedruckte Medium hielten.</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/3-Ethik.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/3-Ethik.jpg" alt="Screenshots RTL. Quelle: privat." width="450" height="503" /></a></p>
<p>Screenshots RTL. Quelle: privat.</p>
<p><a href="http://www.alexander-kissler.de/">Alexander Kisslers</a> verbale <a href="http://www.focus.de/magazin/archiv/debatte-rettet-die-realitaet_aid_595210.html">Vernichtung</a> dieser Formate darf hier nicht fehlen (Hervorhebung von mir):</p>
<blockquote><p>„Menschen ohne schauspielerisches Talent, aber mit Geltungsdrang und Geldsorgen sagen in erfundenen Szenen geflunkerte Sätze auf.<strong>Das Derbe soll das Echte verbürgen</strong>… Die Aushöhlung von Wahrhaftigkeit wird nicht folgenlos bleiben.<strong> Wer sich um die Demokratie sorgt, muss die Realität vor dem Fernsehen schützen</strong>.“</p></blockquote>
<p>Text-Bild-Schwächen – da gibt es drei: die Text-Bild-Schere, die den Inhalt konterkariert (Bild zeigt A, Text sagt B oder M oder R…),die Text-Bild-Kollision, die den Inhalt reziprokisiert, Anfang und Ende, Ursache und Wirkung etc. verwechselt (Bild zeigt A, Text sagt Z oder umgekehrt) sowie die Text-Bild-Verklebung, die den Inhalt nur illustriert / beschreibt im Sinne einer Dopplung, Wiederholung, Redundanz (Bild zeigt A, Text sagt AAA). Ein Krokodil abzubilden, wo laut Text eigentlich das Opossum „Heidi“ hin gehört, zieht den Inhalt ebenso ins – hoffentlich unbeabsichtigt? – Lächerliche wie die Darstellung eines noch oder schon wieder verlassenen Schlagzeugs vor bzw. nach einem Konzert. Und dass der SPIEGEL inzwischen meint, seinen Lesern erklären zu müssen, dass sich Oliver Bierhoff auf dem Schnappschuss gerade sein Jackett überzieht, lässt ebenso Rückschlüsse auf das Rezipientenbild der Redaktion zu wie auch auf deren eigenes publizistisches Niveau.</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/2-BildTextSchere.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/2-BildTextSchere-279x300.jpg" alt="Screenshot SZ Online. Quelle: privat" width="450" height="483" /></a></p>
<p>Screenshot Text-Bild-Schere SZ Online. Quelle: privat</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/2-BildTextKollision.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/2-BildTextKollision-300x222.jpg" alt="Screenshot DNN Online. Quelle: privat" width="450" height="332" /></a></p>
<p>Screenshot Text-Bild-Kollision DNN Online. Quelle: privat</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/2-Bild-Text-Verklebung.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/2-Bild-Text-Verklebung-169x300.jpg" alt="Screenshot SPON mobil. Quelle: privat" width="450" height="797" /></a></p>
<p>Screenshot Text-Bild-Verklebung SPON mobil. Quelle: privat</p>
<p>Bildfehler häufen sich in allen Medien. Als das MDR-Regionalmagazin “Sachsenspiegel” einen Beitrag zu Zwickau mit Sequenzen von Meißen bebildert, fühlte sich der Chef des FSV Zwickau, Gerhard Neef, zur der <a href="http://zwickautopia.blogspot.de/2013/02/archivmaterial-falsch-beschriftet-mdr.html">Aussage</a>herausgefordert, man müsse als Fußballfan „Angst kriegen, dass der MDR ein Spiel des FSV ankündigt und Dynamo zeigt.“ Wenn die „Leipziger Volkszeitung“ einen nackten Mann mit dem Symbolbild einer Nacktschnecke visualisiert, ist das schwer in passende Worte zu kleiden. Wenn ARD und ZDF an ein und demselben Abend dieselbe Bewegtbild-Sequenz nutzen, um sowohl den „Kampf um Homs/Syrien“ als auch „Taliban-Anschläge in Kabul/Afghanistan“ zu thematisieren, ist das kein Armutszeugnis mehr, sondern ein <a href="http://www.bildblog.de/38145/wie-eine-explosion-der-anderen/">Systemfehler</a>.</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/J-Meissen-statt-Zwickau.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/J-Meissen-statt-Zwickau-300x187.jpg" alt="Screenshot MDR. Quelle: privat" width="451" height="280" /></a></p>
<p>Screenshot MDR 18.02.2013. Quelle: privat</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/J-Nackter-Mann-Nacktschnecke.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/J-Nackter-Mann-Nacktschnecke-300x248.jpg" alt="Screenshot LVZ Online. Quelle: privat" width="450" height="371" /></a></p>
<p>Screenshot LVZ Online. Quelle: privat</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/Syrien.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/Syrien-300x246.jpg" alt="Screenshots ARD/ZDF. Quelle: http://www.bildblog.de/38145/wie-eine-explosion-der-anderen/" width="450" height="368" /></a></p>
<p>Screenshots ARD/ZDF. Quelle: http://www.bildblog.de/38145/wie-eine-explosion-der-anderen/</p>
<p>Unvollständige Berichterstattung: hier geht es vor allem um die Faktenauswahl, die dem Medienrezipienten gewährt, manchmal auch zugemutet werden muss, damit er sich ein möglichst umfassendes Bild von den berichteten Ereignissen, Geschichten und Situationen machen kann. Wer einerseits Wichtiges resp. Unpassendes verschweigt und damit unterschlägt, andererseits Unwichtiges, Abseitiges, aber Passendes priorisiert, handelt persuasiv, manipulativ; denn:</p>
<blockquote><p>„Jede Absicht, durch Vorenthalten von Informationen Gutes bewirken oder Böses bekämpfen zu wollen, kann zum Vehikel von Ideologien werden, die einem freien öffentlichen Diskurs nicht standhalten würden.“ (Horst Pöttker)</p></blockquote>
<p>Das journalistische Credo dazu stammt von Hajo <a href="http://www.hanns-joachim-friedrichs.de/">Friedrichs</a>; bis heute werden Journalisten tatsächlich dafür geehrt, dass sie diesem Credo in ihrer Karriere – nach Ansicht einer Jury – mustergültig folgten:</p>
<blockquote><p>„Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache; dass er überall dabei ist, aber nirgendwo dazugehört.“</p></blockquote>
<p>Das umfassende theoretische Modell dazu hat <a href="http://www.kepplinger.de/content/zur-person">Kepplinger</a> in Form seiner „Instrumentellen Aktualisierung“ vorgelegt (vgl. 1989:199 ff.). Ein gravierender Fall war im August der „Offene Brief an CDU-Abgeordnete“ von Ex-Thyssen-Vorstandschef Dieter Spethmann anlässlich des Ukraine-Konflikts, den die FAZ<a href="http://www.geolitico.de/2014/08/22/berlin-und-der-krieg-der-kiew-junta/">verschwieg</a>. Tage später blies auch „<a href="http://www.bild.de/regional/chemnitz/apfel/obstbauern-bleiben-auf-aepfeln-sitzen-38225204.bild.html">BILD</a>“ Sachsen in das Ukraine-Horn. Die Aussage „Bis zu 10 Prozent der sächsischen Ernte landete in Russland. Doch im Sommer verhängte Putin wegen des Ukraine-Konfliktes einen Einfuhrstopp!“ in einem Bericht darüber, dass die sächsischen Obstbauern auf ihren Äpfeln sitzen bleiben, ist faktisch nicht falsch. Es fehlt aber der entscheidende Verständnishinweis, dass Putin die Sanktionen gegen die EU erst <strong>nach</strong> denen der EU gegen Russland verhängte!</p>
<p>Schon Anfang September allerdings hatten der <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/christian-schmidt-zu-russland-embargo-essen-gegen-sanktionen-a-989392.html">SPIEGEL</a>, die <a href="http://www.tagesschau.de/wirtschaft/schmidt-russland-embargo-100.html">Tagesschau</a>, der<a href="http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/obst-gegen-russland-landwirtschaftsminister-schmidt-ruft-zum-apfel-essen-auf/10641952.html">Tagesspiegel</a>, <a href="http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Politik/d/5339990/das-grosse-apfelessen-gegen-putin.html">N 24</a>, die <a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/landwirtschaftsminister-schmidt-russland-kann-importstopp-fuer-agrargueter-kaum-durchhalten-13102348.html">FAZ</a> und viele andere (nicht nur Leit-) Medien mit der Aktion “Äpfel gegen Putin” bereits vorgeschrieben. Der Verdacht liegt nahe, dass Konrad <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Konrad_Adam">Adams</a> Verdikt den Sachverhalt punktgenau <a href="http://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2014/hochmut-kommt-vor-dem-fall/">wiedergibt</a>:</p>
<blockquote><p>“Parteilichkeit wird längst nicht mehr als Vorwurf betrachtet. Im Gegenteil sind viele Journalisten stolz darauf, Partei zu sein; sie nennen es nur anders, … sprechen statt von Parteilichkeit vom Einsatz für die gute Sache. Fragt man sie, was an der guten Sache denn so gut sei, woran man sie erkennt und wer das definiert, erfährt man nicht viel mehr als das, was in der Zeitung steht. Damit schließt sich der Kreis: Der Journalist wird zum Parteiarbeiter und lebt von der Wiederholung dessen, was er selbst in die Welt gesetzt hat.”</p></blockquote>
<p>Als drittes wahlloses, aber <a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/?p=1702">mir</a> wichtiges Beispiel sei der Dortmunder Emeritus Horst<a href="http://www.horstpoettker.de/">Pöttker</a> erwähnt, der vor ziemlich genau einem Jahr – interessanterweise in der<a href="http://www.zeit.de/2013/41/pressekodex-straftaeter-herkunft">ZEIT</a> ebenso wie Sie – forderte, den <a href="http://www.presserat.de/pressekodex/pressekodex/#panel-ziffer_12____diskriminierungen">Pressekodex </a>zu ändern: Journalisten sollten die Herkunft von Straftätern erwähnen dürfen, selbst wenn die Erwähnung „Vorurteile gegenüber Minderheiten schüren könnte“ (herangetastet an das Thema hatte er sich bereits in der „Publizistik“, Heft 3, September 2002, 47. Jahrgang, S. 265 ff. „Wann dürfen Journalisten Türken Türken nennen?“). Der Schluss ist naheliegend: erfülle eine Mitteilung die im Diskriminierungsverbot formulierten Kriterien, soll sie auch dann unveröffentlicht bleiben, wenn sie stimmt. Pöttker begründete seine Forderung vor allem damit, dass „das starre Formulierungsverbot Journalisten vom Nachdenken über mögliche Problemursachen, die mit der Gruppenzugehörigkeit eines Täters zu tun haben könnten“, entlaste. Und weiter:</p>
<blockquote><p>„Wer möchte, dass Journalisten verantwortlich handeln, sollte ihnen die Freiheit zu eigenem Abwägen zugestehen, denn sonst können sie Verantwortung weder empfinden noch wahrnehmen. Hinzu kommt, dass die Richtlinie das Publikum für dümmer hält, als es ist…“</p></blockquote>
<p>Ein Nachdenken, das nicht nur ich gerade angesichts aktueller Kriminalitätsstatistiken für dringend geboten halte: selbst Deniz Yücel monierte in der „<a href="http://www.taz.de/!104064/">taz</a>“, das Verschweigen von Migrantengewalt bei der Berichterstattung habe sich</p>
<blockquote><p>„zu einem Verschleierungsinstrument verselbstständigt; zu einer Ansammlung von ,Du-darfst-nicht‘-Sätzen, die die Glaubwürdigkeit von Medien erschüttern, aber jede Erkenntnis verhindern. Antirassismus auf Knigge-Niveau.“</p></blockquote>
<p>Allein im „taz“-Sitz Berlin hat 2012 die Polizei 1.049 Rohheits-Delikte registriert. 32 Prozent der Tatverdächtigen waren ausländische Staatsbürger (ohne Illegale), weitere 41,5 Prozent deutsche Staatsbürger mit Migrationshintergrund. Macht zusammen 73,5 Prozent – bei einem Anteil von 43,1 Prozent an allen jugendlichen Einwohnern.</p>
<p>Und allein im Berliner Bezirk Neukölln haben laut SPD-Bezirksbürgermeister <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Buschkowsky">Heinz Buschkowsky</a> von 200 Intensivtätern 90 Prozent einen Migrationshintergrund. Die jungen arabischstämmigen Männer würden die größten Probleme bereiten: „Sie machen neun Prozent der Bevölkerung aus, aber jeder zweite Intensivtäter trägt einen arabischen Namen“, lässt er sich im „<a href="http://www.focus.de/politik/deutschland/da-hilft-kein-sozialarbeiter-buschkowsky-wettert-gegen-intensivtaeter-mit-migrationshintergrund_aid_1121738.html">Focus</a>“ zitieren.</p>
<p>Auf Pöttkers Betrachtung folgten nur wenige Aufregungen, u.a. von Stefan<a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/16518/es-waren-auslaender-der-falsche-kampf-gegen-die-vermeintliche-selbstzensur/">Niggemeier</a> („Der falsche Kampf gegen die vermeintliche Selbstzensur“) und Canan<a href="http://www.zeit.de/2013/44/berichterstattung-straftaeter-herkunft?commentstart=569#comments">Topcu</a> („Lieber politisch korrekt als politisch falsch“), dafür aber Diskussionen en masse: nach dem 569. Kommentar auf Topcu kapitulierte die ZEIT-Redaktion und schloss die Kommentarfunktion. Das lässt nicht nur auf ein Diskursbedürfnis, sondern vor allem darauf schließen, dass diese Forderung aus bestimmten Gründen einen bestimmten Nerv eines bestimmten Publikums getroffen hat, das sich von der kodexkonformen Berichterstattung offenbar für dumm verkauft sah. Das hat nichts mit dem Bedienen von Vorurteilen zu tun, sondern dem Einordnen von Einzelheiten in die individuellen Denksysteme mündiger Bürger.</p>
<p>Orthographische, grammatische und grafische Peinlichkeiten erkläre ich in meinen Vorlesungen seit Jahren zu Grundübeln des modernen deutschen Journalismus – die wenigen Beispiele mögen genügen; ich verweise erneut auf meine wohlgefüllte Festplatte. Hinzu kommen Online-Patzer, hier häufen sich Verlinkungen oft nach Art von “<a href="http://www.pcwelt.de/ratgeber/Was-sind-das-fuer-gruene-Links-1213332.html">IntelliTXT</a>“, die jedem ethisch empfindenden Menschen die Haare zu Berge stehen lassen: in der Meldung, dass zu Ermittlungszwecken einer Baby-Auktion bei ebay die Computer beschlagnahmt wurden, beim Schlagwort “Computer” auf einen PC-Onlineshop zu verlinken, ist mehr als skandalös.</p>
<p>Technische Patzer im Fernsehen müssen in diesem Zusammenhang ebenfalls genannt werden: was allein in öffentlich-rechtlichen Morgenmagazinen an falschen Inserts, falschen Tonspuren, falschen Grafiken, falschen Kameraschalten und Regiefehlern in einer Woche zu erleben ist, stellt die Leidensfähigkeit derer, die von Berufs wegen Sendungen verfolgen, die sie vor anderthalb Jahrzehnten selbst ähnlich produzierten, auf eine harte Probe. Ob diese Fehler Schludrigkeit, Überforderung oder schlichter Unkenntnis bspw. wegen Ausbildungsdefiziten geschuldet sind, soll und muss hier nicht diskutiert werden.</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/Grammatik2.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/Grammatik2-300x172.jpg" alt="Screenshot unbearbeitete Bildunterschrift. Quelle: privat" width="450" height="257" /></a></p>
<p>Screenshot unredigierte Bildunterschrift. Quelle: privat</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/Grammatik4.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/Grammatik4-300x158.jpg" alt="Screenshot SZ Online. Quelle: privat" width="450" height="236" /></a></p>
<p>Screenshot dpa bei gmx.de. Quelle: privat</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/Grammatik5.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/Grammatik5-300x225.jpg" alt="Screenshot BILD. Quelle: privat" width="450" height="337" /></a></p>
<p>Screenshot BILD. Quelle: privat</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/3-Verlinkung.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/3-Verlinkung-300x214.jpg" alt="Screenshot Baby-Auktion. Quelle: privat" width="450" height="320" /></a></p>
<p>Screenshot Baby-Auktion. Quelle: privat</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/Grammatik3.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/Grammatik3-267x300.jpg" alt="" width="450" height="505" /></a></p>
<p>Screenshot-Collage &#8222;Har(t)z&#8220; bei ARD/ZDF. Quelle: privat</p>
<p><strong>Erstes Zwischenfazit:</strong> in unseren Medien, dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen zumal, häufen sich gattungsübergreifend bestimmte Auffälligkeiten, die Anlass zu ernster Sorge geben, ob diese Medien die ihnen innewohnenden Aufgaben noch wahrnehmen (wollen), wie sie das tun und welche Publikumsperspektive diesem Tun oder Lassen zugrunde liegt. Auffälligkeiten, für die ich (noch) keine statistische Repräsentativität beanspruchen kann, wohl aber Evidenz – das muss uns gleich nochmal interessieren. Dass Sie, Herr Pörksen, die Chuzpe haben, von „all den<em>angeblichen oder tatsächlichen</em> Grenzüberschreitungen und Verfehlungen“ zu schreiben und beide Modi ebenso unkommentiert wie undifferenziert in einer Wanne zu baden, fällt da ebenso auf wie sie zum leicht versnobten Tenor Ihres Textes passt.</p>
<p><strong>+ + +</strong></p>
<p>Um den – mit Vorliebe von der NPD genutzten – Begriff der Systempresse als dem systemkonformen Teil der Meinungswirtschaft zu diskutieren, muss man zunächst Einigkeit über den Systembegriff erzielen. Ich verstehe Sie so, dass Sie im Rekurs auf Luhmann das Gesellschaftssystem meinen, das als wichtigste Subsysteme Wirtschaft, Politik, Religion, Recht, Wissenschaft und Medien beinhaltet. Als binäre Codes von Politik und Medien werden gemeinhin „Macht/keine Macht“ bzw. „Information/Nichtinformation“ angesehen. Unter Systempresse müssten dann alle (reichweitenstarken und/oder Leit-) Medien subsummiert werden (zuletzt u.a. Müller/Ligensa/Gendolla 2009, Krüger 2013), die ebenso machtkonform wie -stabilisierend über Art, Auswahl, Umfang, Anordnung und Gestaltung von Information und deren mehr oder weniger <strong>öffentliche</strong> Distribution <em>entscheiden</em>: ein Prozess, den wir als Agenda Setting kennen (u.a. Bonfadelli 2004, Eichhorn 2005). Sein Kerngedanke ist, dass Massenmedien auch beeinflussen, was der Rezipient denken soll, aber eher bestimmen, worüber er nachzudenken habe, d.h. die „Bilder im Kopf“ in Form einer „Tagesordnungs“- oder auch „Aufdringlichkeits-“Funktion verantworten.</p>
<p>Nun liegt auf der Hand, dass moderne, arbeitsteilige Gesellschaften, um Probleme verarbeiten und sich selbst regulieren zu können, die Öffentlichkeit brauchen als</p>
<blockquote><p>„Sphäre <strong>ungehinderter, unbeschränkter</strong> Kommunikation, die darauf zielt, die mit der hochgradigen funktionalen Differenzierung und sozialen Parzellierung verbundene <strong>Borniertheit des Erfahrungs-, Wissens- und Interessenshorizonts ihrer Subjekte aufzuheben</strong>, indem sie die voneinander getrennten Erfahrungen, Erkenntnisse und Interessen allgemein bekannt macht und zueinander vermittelt.“ (Pöttker 2002:170, Hervorhebung von mir)</p></blockquote>
<p>Man kann über Pöttkers heimeligen Borniertheitsbegriff streiten (und ihn manchmal durch “Arroganz der Macht” substituieren), nicht streiten kann man darüber, dass eine Systempresse an ungehinderter, unbeschränkter Kommunikation nicht interessiert sein kann, da diese das Machtmonopol in Frage stellt. Daraus folgen ambivalente Zusammenhänge für verschiedene publizistische Strukturen.</p>
<p>Für das ideale journalistische Ethos etwa ergibt sich aus dem zentralen Standard “Wahrheit” beispielsweise die „Pflicht zur grundsätzlichen Distanz von der Herrschaftselite einschließlich der politischen Opposition, deren Auseinandersetzungen nicht Wahrheit, sondern Macht zum Gegenstand haben.“ (ebd.) Dabei setzt sich Wahrheit aus einer Reihe von Einzelqualitäten wie Richtigkeit, Vollständigkeit oder Wahrhaftigkeit zusammen (ebd.).</p>
<p>Aber bereits die Wahrhaftigkeit scheint ein mindestens dehnbarer Begriff zu sein. Unter der Schlagzeile „Nationalstolz U21: ‚Was soll die Schlaaand-Euphorie?‘“ publizierte <a href="http://www.spiegel.de/schulspiegel/leben/deutschland-ist-weltmeister-jugendliche-ueber-nationalstolz-a-980908.html">SPON</a> eine Umfrage mit folgendem Teaser „Sie fieberten mit, feuerten an und freuten sich, als die DFB-Elf in Brasilien Weltmeister wurde. Aber sind sie jetzt stolz, Deutsche zu sein? Zehn junge Fans U21 erzählen von ihren Schland-Gefühlen.“ Mag sein, dass es die negative Konsonanz zum Zusammenhang “Sportstolz – Nationalstolz” war, die in mir zuerst Unbehagen und dann Misstrauen weckte: nach einer Blitzrecherche entpuppten sich sechs der zehn jugendlichen Erzähler als (Ex-)Schülerzeitungsredakteure, die vom „Spiegel“ in den letzten Jahren beim verlagseigenen Schülerzeitungspreis ausgezeichnet wurden, eine weitere wird als Freie der Ostthüringer Zeitung geführt. Da bleibt bei sieben von zehn Stimmen doch ein G’schmäckle.</p>
<p>Wahrheit aber – oder was dafür gehalten wird – scheint zum einen zunehmend unerwünscht, da unverkäuflich. Ergo <a href="http://www.djv-sachsen.de/kurier56/Sorben/sorben.html">spricht</a> DJV-Chef Michael Konken von der Schere im Kopf der Journalisten, die sich darin ausdrückt, die Beiträge so zu schreiben, dass „kein Schaden“ entsteht. Es entsteht so aber ein weichgespülter Journalismus, der die Potenzen der Pressefreiheit brach liegen lässt:</p>
<blockquote><p>Die alten Verleger hätten ihre Redakteure geschützt, heutzutage jedoch stehen kalt kalkulierende Geschäftsführer an der Spitze vieler deutscher Zeitungsverlage, denen das Betriebsergebnis wichtiger ist als das journalistische Produkt.</p></blockquote>
<p>Zum anderen muss Wahrheit zunehmend als interessensgeprägt gelten:</p>
<blockquote><p>„Da der Arm der politischen Klasse lang ist und weit reicht, kann diese bei ihrem – bewussten oder unbewussten – Bestreben, an den Vorstellungen festzuhalten, die das System (und damit die politische Klasse selbst) legitimieren, normalerweise auf überwältigende Unterstützung rechnen. Die politische Klasse wird getragen von einem vieltausendstimmigen Chor derer, die ihr durch die schon erfolgte oder noch erhoffte Vergabe von Ämtern und Würden verpflichtet sind. Sie suchen die Lücke zwischen Norm und Wirklichkeit nicht etwa durch Verbesserungen der Wirklichkeit zu schließen, sondern dadurch, dass sie die Norm lax interpretieren oder die Wirklichkeit vernebeln.“ (<a href="http://www.dhv-speyer.de/vonarnim/Einfuehrungsystem.htm#_ftnref10">von Arnim</a> 2001).</p></blockquote>
<p>Wie Journalisten in diesem Chor mitsingen, beweisen nicht zuletzt diverse personelle Rochaden, bspw. die von Ulrich Wilhelm, der 2011 Intendant des Bayerischen Rundfunks wurde, nachdem er zwischen 2005 und 2010 Chef des Bundespresseamts und Regierungssprecher der Bundesregierung für das Kabinett Merkel I und Merkel II war; natürlich auch die von ZDF-Nachrichtenmann Steffen Seibert, der Wilhelms Nachfolger als Regierungssprecher wurde; und erst recht die<a href="http://www.geolitico.de/2014/11/18/wie-medien-gesteuert-werden/">Ablösung </a>des Chefredakteurs der „Wirtschaftswoche“, Roland Tichy, durch die im politischen System aufgestiegene Miriam Meckel, die u.a. Staatssekretärin für Medien und Regierungssprecherin in Nordrhein-Westfalen unter SPD-Ministerpräsident Wolfgang Clement und zuletzt Professorin war. Ein Journalist mit volkswirtschaftlichem Hintergrund, ein unbequemer Mahner der herrschenden Politik, ausgewechselt durch eine stromlienienförmige Kommunikations- und Medienwissenschaftlerin.</p>
<p>Welche publizistischen Blüten manche Stimme dieses Chores treiben kann, zeigt die “Neue Osnabrücker Zeitung”.</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/Trittin.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/Trittin-300x218.jpg" alt="Screenshot NOZ online. Quelle: privat" width="450" height="326" /></a></p>
<p>Screenshot NOZ online. Quelle: privat</p>
<p>Ob dieser Chor auch darum ab und an schief singt, weil die SPD mit Medienbeteiligungen an über 70 Zeitungen die öffentliche Meinung für eigene Zwecke zu beeinflussen sucht, sei dahingestellt. Wie groß und wirkmächtig aber dieser Chor tatsächlich ist, wurde spätestens am 8. Oktober 2008 klar, als die Bundeskanzlerin die bedeutenden Chefredakteure der (Leit-)Medien <a href="http://www.sueddeutsche.de/medien/serie-wozu-noch-journalismus-das-ist-nicht-ihr-kanzleramt-1.63398">eingeladen</a>hatte – zur Zeit des Ausbruchs der großen Finanzkrise:</p>
<blockquote><p>„Man findet keinen ausführlichen Bericht über dieses Treffen, der veröffentlicht worden wäre und überhaupt nur wenige Erwähnungen in den Archiven, nur hin und wieder einen Nebensatz, eine knappe Bemerkung. An einer Stelle liest man in dürren Worten, worum es an diesem Abend im Kanzleramt ging: Merkel bat die Journalisten, zurückhaltend über die Krise zu berichten und keine Panik zu schüren.”</p></blockquote>
<p>Berliner Journalisten berichteten erst am 02.02.2009 (!) über dieses Geheimtreffen, das mich schwer an eine Inkarnation Honecker’schen Gebarens<a href="http://www.ifkw.uni-muenchen.de/lehrbereiche/meyen/grenze/tagespost_ddr_buch.pdf">erinnert</a>. Augstein weiter (Hervorhebung von mir):</p>
<blockquote><p>„Sie haben sich daran gehalten, die Chefredakteure. Noch im Februar 2009, vier Monate später, wunderte sich die taz über die Medien: “<em>Sie halten die Bürger bei Laune, auf dass diese stillhalten</em>. Wie viel Geld bereits in die Banken gepumpt wurde, wie viele Milliarden Bürgschaftszusagen vergeben wurden (und wie viele Hartz-IV-Monats„löhne“ das sind), das steht auch nicht in der Zeitung.” (ebd.)</p></blockquote>
<p>Sein <a href="http://www.sueddeutsche.de/medien/serie-wozu-noch-journalismus-das-ist-nicht-ihr-kanzleramt-1.63398">Kommentar</a> anlässlich eines weiteren Merkel-Termins lässt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig:</p>
<blockquote><p>„Merkel hat zu den Journalisten geredet, als seien sie Mitarbeiter einer Abteilung im Kanzleramt. Und wenn man es sich recht überlegt, kommt man zu dem Schluss: Ja, so sehen sich mehr und mehr Journalisten auch selbst. Und wenn das so weitergeht, dann braucht man in der Tat keine Journalisten mehr…“ (ebd.)</p></blockquote>
<p>Wer je nach Lebenssituation Gefahr läuft, zu verwahrlosen und unterschiedliche Formen der Hilfe zu benötigen, kann in Formen des betreuten Wohnens unterstützt werden: alte, psychisch kranke bzw. seelisch, geistig und/oder körperlich behinderte Menschen, Obdachlose oder Jugendliche, die dann durch Sozialarbeiter bzw. Psychologen, Erzieher, Therapeuten oder Pflegekräfte (Sozialbeistand) betreut werden. Was ich – und viele andere mit mir – in unserer aktuellen Medienberichterstattung wahrnehmen, ist die Pervertierung dieses Prinzips. Es heißt „Betreutes Denken“.</p>
<p>Wir werden von Politik und Medien behandelt wie kranke, behinderte, entmündigte Menschen, denen die vorgeblich Gesunden beistehen und ihre Agenda aufoktroyieren wollen… und sich dann irritiert bis wütend wundern, dass viele dieses penetrierende Setting nicht mehr klaglos hinnehmen. Demokratie ist auch das Recht, Macht anzuzweifeln.</p>
<p>Drittletzter Coup der (inzwischen neuen) Merkel-Regierung: Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) <a href="http://de.reuters.com/article/domesticNews/idDEKBN0EZ1OJ20140624">bestätigte</a> Ende Juni, dass die Zeitungsbranche als teilweisen Ausgleich für die Mehrkosten durch den gesetzlichen Mindestlohn ab 2015 einen Rabatt bei den Sozialbeiträgen für Zeitungsboten bekommen soll. Gegenwert: 225 Mio. Euro. „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing“ lautet das geläufige Sprichwort dazu. Vorletzter <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/fernsehrat-wer-beaufsichtigt-das-zdf-13169673.html">Coup</a>: Das Geschacher der Länder um die Verteilung der Plätze im Fernsehrat des ZDF führt dazu, dass die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts zur Staatsferne nicht umgesetzt werden. Und der letzte <a href="http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2014/10/2014-10-29-aufgabenplanung-deutsche-welle.html?nn=391850">Coup</a> passt auch ins Bild: Die Deutsche Welle, der im Kulturministerium angesiedelte Auslandssender, soll die Zusammenarbeit mit ARD, ZDF und Deutschlandradio noch weiter ausbauen und erhält zehn Millionen Euro mehr im Jahr. Erst vor wenigen Tagen hatte Intendant Peter Limbourg <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/plaene-des-intendanten-deutsche-welle-soll-anti-putin-sender-werden/10749874.html">erklärt</a>, der Propaganda des russischen Präsidenten Wladimir Putin künftig stärker Paroli zu bieten.</p>
<p>Inzwischen ist die staatliche Alimentierung dessen, was staatlicherseits “Journalismus” genannt wird, auch auf Länderebene angekommen. Im sächsischen<a href="http://www.sz-online.de/includes/dokumente/koav-sn.pdf">Koalitionsvertrag</a> zwischen SPD und CDU lesen wir nicht nur, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk einen “unverzichtbaren Beitrag zum publizistischen Wettbewerb” und “zu einer inhaltlichen Vielfalt” leiste, wie sie “allein über den freien Markt nicht gewährleistet werden kann”. Nein, darin findet sich tatsächlich der Satz:</p>
<blockquote><p>“Gemeinsam mit der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien trägt der Freistaat durch finanzielle Förderung und Unterstützung zum Erhalt des Lokalfernsehens bei.”</p></blockquote>
<p>Damit wird Berichterstattung erkauft, das ist Medienkonvergenz in Reinkultur. Ein öffentlich-rechtlicher Rundfunk<em> muss</em> dadurch überflüssig werden, andernfalls würde der Bürger doppelt bezahlen. Er würde zum einen per Zwangsabgabe direkt diese Sender alimentieren – und die Sächsische Landesmedienanstalt über die zugewiesenen zwei Prozent der Zwangsabgabe sowie indirekt eben die Staatsregierung über die Steuern der Bürger auch noch die (kleinen) privaten Sender, von weiteren öffentlich-rechtlichen Geschenken gar nicht zu reden. Unter anderem Klaus <a href="http://klaus-meier.net/">Meier</a> hatte solch ein alternativ-meritorisches Modell bereits 2012 ins Spiel gebracht, als er <a href="http://www.dw.de/zeitungskrise-bedroht-qualit%C3%A4tsjournalismus/a-16473575">erklärte:</a></p>
<blockquote><p>“…dass Journalismus nicht zu 100 Prozent marktfähig ist, sondern dass wir über Stiftungsmodelle, vielleicht auch über staatliche Beteiligungen nachdenken müssen.”</p></blockquote>
<p>Zum weiteren stellen Geheimnis, Fremdheit oder Andersheit Hindernisse für eine grenzenlose Kommunikation dar, wie<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Byung-Chul_Han"> Byung-Chul Han</a> <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-124276508.html">erkannte</a>:</p>
<blockquote><p>„So werden sie im Namen der Transparenz abgebaut. Vom Dispositiv der Transparenz geht ein Konformismuszwang aus. Zur Logik der Transparenz gehört es, dass sie ein weitgehendes Einvernehmen erwirkt. Eine totale Konformität ist die Folge.“</p></blockquote>
<p>Zudeick erweiterte in einer <a href="http://www.buecher.de/shop/journalismus-allgemein/meinungsmacht/krueger-uwe/products_products/detail/prod_id/36408035/">Rezension</a> Ihren Begriff der Gleichschaltung, der Konformität ja beinhaltet, etwas unfein zu „freiwilliger Selbstgleichschaltung“. Die hat bspw. Gabor<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gabor_Steingart"> Steingart</a> mittels eines Schlagzeilenvergleichs einiger Leitmedien zum Ukraine-Konflikt im <a href="http://www.handelsblatt.com/meinung/kommentare/politik-der-eskalation-der-irrweg-des-westens-seite-all/10308844-all.html">Handelsblatt</a> prägnant auf den Punkt gebracht (Hervorhebung von mir):</p>
<blockquote><p>„Der „Tagesspiegel“: „Genug gesprochen!“ Die „FAZ“: „Stärke zeigen“. Die „Süddeutsche Zeitung“: „Jetzt oder nie“. Der „Spiegel“ ruft zum „Ende der Feigheit“ auf: „Putins Gespinst aus Lügen, Propaganda und Täuschung ist aufgeflogen. Die Trümmer von MH 17 sind auch die Trümmer der Diplomatie.“ <strong>Westliche Politik und deutsche Medien sind eins</strong>.</p></blockquote>
<p>Auch Willi Wimmer hat sich vor wenigen Wochen so <a href="http://archiv.jungewelt.de/2014/09-13/007.php">zitieren</a> lassen:</p>
<blockquote><p>Als ich 1985 Verteidigungspolitischer Sprecher wurde, hat mich ein leitender Mitarbeiter der Pressestelle der CDU/CSU ausdrücklich gewarnt vor einem Netzwerk der NATO in der deutschen Presse. Wenn es heute irgend etwas zu kommentieren gibt im Zusammenhang mit Entwicklungen innerhalb der Russischen Föderation, werden dafür in unseren Medien immer amerikanische Institutionen mit Sitz in Moskau herangezogen. Sie hören keine Stimme aus Moskau, die russisch ist.</p></blockquote>
<p>Dass diese Behauptungen nicht weit hergeholt sind, bewies ausgerechnet eine Satiresendung ausgerechnet eines öffentlich-rechtlichen Senders: die Zeit-Journalisten Josef Joffe und Jochen Bittner erwirkten eine<a href="http://meedia.de/2014/07/29/einstweilige-verfuegung-gegen-die-anstalt-zdf-wehrt-sich-gegen-zeit-journalisten-joffe-und-bittner/"> Einstweilige Verfügung</a>gegen einen Beitrag der ZDF-Sendung „Die Anstalt“. Darin hatten die Kabarettisten Max Uthoff und Claus von Wagner Verbindungen deutscher (Leitmedien-) Journalisten zu transatlantischen Lobbyverbänden kritisiert. Auch Kleinert hatte jüngst unter Verweis auf Krüger 2013 und Ulfkotte 2014 <a href="http://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/4192181/Wenn-Journalisten-sich-aneinander-orientieren">bestätigt</a>, dass der als CIA-nah geltenden “Atlantik-Brücke”, gegründet als „Gesellschaft ehemaliger Besatzungsfunktionäre im Nachkriegsdeutschland“, zahlreiche Spitzenjournalisten angehören:</p>
<blockquote><p>“…unter anderem die künftige Leiterin des Berliner ARD-Studios, Tina Hassel, der Chefredakteur der „Bild“-Zeitung, Kai Diekmann, Claus Kleber (ZDF), Stefan Kornelius („Süddeutsche Zeitung“), Klaus-Dieter Frankenberger („FAZ“) usw. Allein in den Jahren 2006 bis 2012 werden in den Jahresberichten 88 Journalisten erwähnt.”</p></blockquote>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/Leitmedienjpg.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/Leitmedienjpg-300x239.jpg" alt="USA-Verbindungen deutscher Leitmedien. Quelle: http://spiegeldich.net/wp-content/uploads/2014/08/Leitmedien4.jpg" width="450" height="358" /></a></p>
<p>USA-Verbindungen deutscher Leitmedien. Quelle: http://spiegeldich.net/wp-content/uploads/2014/08/Leitmedien4.jpg</p>
<p>Das Monströse dieser freiwilligen Selbstgleichschaltung im Dienst der Macht ließ sich bereits an der Berichterstattung zur Bundestagswahl 2013 beobachten. Fast jedes deutsche Medium übte sich im Zusammenhang mit Angela Merkel in Schlagworten wie “<a href="http://www.fr-online.de/bundestagswahl---hintergrund/prost--merkel-feiert-ihren-wahlerfolg,23998104,24406152.html">Wahlerfolg</a>“, “<a href="http://www.merkur-online.de/aktuelles/politik/bundestagswahl-2013/feiert-wahlsieg-toten-hosen-song-tage-diese-zr-3127228.html">Wahlsieg</a>” (wahlweise verknüpft mit “<a href="http://german.china.org.cn/international/2013-09/23/content_30106227.htm">triumphal</a>“, “<a href="http://www.freenet.de/nachrichten/bundestagswahl/presse-wuerdigt-merkels-historischen-wahlsieg_4119090_4089466.html">historisch</a>“, “<a href="http://www.schwaebische.de/politik_artikel,-Eine-Wahl-wie-ein-Erdbeben-_arid,5503463.html">fulminant</a>“, “<a href="http://www.junge-union.de/aktuelles/klarer-wahlsieg-fuer-die-union/">klar</a>“, “<a href="http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/MAeRKTE-EUROPA-Merkels-grosser-Wahlsieg-laesst-die-Boersen-kalt-2672282">groß</a>“, “<a href="http://www.domradio.de/nachrichten/2013-09-22/kanzlerin-merkel-erzielt-deutlichen-wahlsieg">deutlich</a>” oder “<a href="http://aktuell.evangelisch.de/artikel/88593/bundestagswahl-2013-ergebnis">Riesen-</a>“) oder gar “<a href="http://www.focus.de/politik/deutschland/bundestagswahl-2013/tid-33672/endergebnis-der-bundestagswahl-merkels-triumph-mit-schattenseiten-kanzlerin-braucht-spd-oder-gruene_aid_1109019.html">Triumph</a>“. Den wenigsten wie etwa dem <a href="http://www.cicero.de/berliner-republik/wahlsieger-merkel-und-ihr-scheinsieg/55912">Cicero</a> fiel auf, dass das Gegenteil der Fall war: dass die CDU zwar die stärkste Fraktion stellte, dass es aber dennoch seit dem 22.9.2013 wieder eine linke Mehrheit im Bundestag gab und der ach so siegreichen Angela Merkel mit 311 zu 320 Abgeordneten 10 Stimmen zur dritten Kanzlerschaft fehlten. Noam Chomsky warf den Medien schon zu internetlosen Zeiten vor, ihr Geschäftsmodell laute „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Propagandamodell">manufactoring consent</a>“.</p>
<p>Zwischen Professionalität und Moral gibt es immer sowohl Kongruenzen als auch Diskrepanzen. Aber die Professionalität einer fragwürdigen, weil ideologisch intendierten Moral unterzuordnen, führt den Journalismus in eine Sackgasse.</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/Spiegel-Ukraine1.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/Spiegel-Ukraine1-300x191.jpg" alt="Screenshot Spiegel-Kommentar FB. Quelle: privat" width="450" height="286" /></a></p>
<p>Screenshot Spiegel-Kommentar FB. Quelle: privat</p>
<p>In der Zusammenschau – <strong>zweites Zwischenfazit</strong> – muss man zu dem Schluss kommen: ja, wir haben eine Systempresse. Eine Presse, die nicht nur ihre Systemdistanz verloren hat, sondern sich – wie die Banken – inzwischen selbst als systemrelevant definiert und / oder von der Politik so definiert wird; unabhängig aller ethisch-moralischen Skrupel und/oder publizistischen Wahrhaftigheiten. Konrad Adam hat das sehr gallig auf den Punkt <a href="http://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2014/hochmut-kommt-vor-dem-fall/">gebracht</a> (Hervorhebung von mir):</p>
<blockquote><p>Distanzlosigkeit „rein als solche“, sagt Max Weber, sei eine der Todsünden des Politikers und eine jener Qualitäten, deren Züchtung den intellektuellen Nachwuchs <strong>zur politischen Unfähigkeit</strong>verurteilen werde. Diese Sünde wird nicht nur von Politikern begangen, sondern auch von all den Journalisten, die ihnen aus der Hand fressen.</p></blockquote>
<p>Dass sich viele Bürger, zumal als “Regierte”, in diesem System nicht mehr wiederfinden und eigene Wahrheiten suchen, dass diese eigenen, zum Teil jahrzehntelang aufgebauten, realitätsbestätigten und gültigen Wahrheiten nicht mehr greifen (sollen) und zu politischer Verhandlungsmasse werden, dass aus dieser Verhandlungsmasse bisherige Gewissheiten herausgelöst werden und zu wandelbaren Vagheiten mutieren… all das ist einzupreisen, wenn es um das von Ihnen heraufbeschworene „Bild des Niedergangs und der Verwahrlosung“ geht.</p>
<p>„Wer Zuwanderung für unser dicht besiedeltes Land fordert, gefährdet den inneren Frieden.“ hieß es bspw. im CDU-Wahlprogramm von 1998 (S. 17) – heute rufen CDU-Politiker dazu auf, Zuwanderungswillige bei sich zu Hause aufzunehmen, und werden dabei medial gut unterstützt (bspw.<a href="http://www.tagesspiegel.de/politik/cdu-politiker-fordert-fluechtlinge-sollen-bei-familien-unterkommen/10793320.html"> hier</a>, <a href="http://www.n-tv.de/politik/Sollten-Privatleute-Fluechtlinge-aufnehmen-article13850186.html">hier</a> und <a href="http://www.berliner-zeitung.de/berlin/vorschlag-von-martin-patzelt--cdu--unterkunft-fuer-fluechtlinge-auch-in-privathaushalten,10809148,28217848.html">hier</a>). Dass kein Medium thematisiert, warum das niemand für die Obdachlosen fordert, deren Zahl jedes Jahr zweistellig steigt und inzwischen die 300 000 erreicht hat, ist ebenso bezeichnend wie die Tatsache, dass in denselben Medien jeder sofort als ausländerfeindlich und damit „rechts“ diffamiert wird, dem die Sorge um die eigenen Mitbürger wichtiger ist als die um Fremde: “Wir lassen uns auch nicht einreden, dass man ausländerfeindlich ist, nur weil man sich für ein geordnetes Zuwanderungsrecht einsetzt”, <a href="http://www.stern.de/politik/deutschland/afd-chef-frankreich-sollte-euro-aufgeben-2144746.html">ärgerte</a> sich Bernd Lucke.</p>
<p>Das führt zu der absurden Situation, dass Anwohner, wenn sie, um ihre Ängste vor dem Maß an Zuwanderung zu artikulieren, von ihrem Demonstrationsrecht Gebrauch machen, inzwischen Plakate vor sich hertragen, auf denen zu lesen ist: „Für Presse und Schmierfinken: wir sind keine Nazis.“</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/keine-nazis.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/keine-nazis-300x193.jpg" alt="Ottendorf-Okrilla: Erneute Demo gegen Asylbewerberheim. Quelle: http://www.blaulicht-paparazzo.de/ottendorf-okrilla-erneute-demo-gegen-asylbewerberheim/" width="450" height="289" /></a></p>
<p>Ottendorf-Okrilla: Erneute Demo gegen Asylbewerberheim. Quelle: http://www.blaulicht-paparazzo.de/ottendorf-okrilla-erneute-demo-gegen-asylbewerberheim/</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/11/klotzsche.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/11/klotzsche-300x225.jpg" alt="Dresden-Klotzsche, Bürgerdemo 10.11.14. Quelle: https://www.facebook.com/636833049762948/photos/a.636836113095975.1073741827.636833049762948/637982559647997/?type=1&amp;theater" width="450" height="337" /></a></p>
<p>Dresden-Klotzsche, Bürgerdemo 10.11.14. Quelle: https://www.facebook.com/636833049762948/photos/a.636836113095975.1073741827.636833049762948/637982559647997/?type=1&amp;theater</p>
<p>Ein vorauseilendes Dementi auf eine wie selbstverständlich antizipierte Unterstellung: so vergiftet ist inzwischen das öffentliche Klima bei manchen Themen in manchen Gegenden. Hier schließt sich der Bogen zum “Pesthauch des Konformismus”. Die Absurdität erfährt dann noch eine schizophren-groteske Steigerungsvariante, wenn selbst die denkbetreuenden Medien Opfer ihrer eigenen Denkverbote (oder neuen Wahrheiten, je nach Perspektive) werden. Das ZDF-Morgenmagazin entschuldigte sich ebenso vorauseilend für “den entstandenen Eindruck”, dass das olivgrüne Hemd seines Moderators “auf dem Bildschirm tatsächlich braun wirkte”. „Die journalistische Selbstzensur verkauft sich heute bevorzugt als demokratische Gesinnung“, erklärte Michael Klonovsky solches Gebaren. Was das ZDF mit dem “braunen Eindruck” meinte, blieb offen (eine Entschuldigung setzt Schuld voraus – wer hat hier welche Schuld auf sich geladen?). Welchen Eindruck allerdings das Publikum hatte, ist in der Tendenz den ersten beiden Kommentaren zu entnehmen.</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/ZDF.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/ZDF-561x1024.jpg" alt="Screenshot Montage ZDF/Facebook. Quelle: privat" width="450" height="822" /></a></p>
<p>Screenshot Montage ZDF/Facebook. Quelle: privat</p>
<p>Diesem dystopischen Bild also, das „von Auflösung und von Zerstörung“ erzählt, wie Sie durchaus melodramatisch anmerken, eignet etwas wagnerianisches, was Angela Merkel ja so fern nicht <a href="http://www.bild.de/politik/inland/angela-merkel/sie-kommt-heimlich-um-zu-geniessen-31583550.bild.html">ist</a>:</p>
<blockquote><p>„Und vielleicht zieht sie auch Parallelen zur wahren Machtpolitik. Wagner lehrt: Götter, die sich in Verträgen und Lügen verstricken, richten die Welt zugrunde.“</p></blockquote>
<p>Das Adjektiv „alternativlos“ hat nicht nur etwas (Melo)Dramatisches, sondern etwas ausgesprochen Totalitäres. Seine pseudoreligiöse Allgewalt bezieht es aus dem Bewusstsein, dass es immer Alternativen gab und gibt, diese aber verschwiegen, ja gar nicht gedacht werden sollen und dürfen. Das ist Götzendienst. Solcherart Despotismen, Absolutismen, ja Tyrannismen führen „Macht“ einem Höhepunkt und damit ihrem Ende zu.</p>
<p><strong>+ + +</strong></p>
<p>In Bezug auf die Publikumsgewalt haben Sie zunächst formal Recht mit der Aussage: „Niemand ist heute mehr zur Rolle des Leserbriefschreibers verdammt, der auf die Gnade des unredigierten Abdrucks hoffen muss.“ Wenn sich aber zu vielfachen Erfahrungen nicht gewährter Gnade auch noch solche der politischen Ohnmacht als dem Betreuten Denken unterworfener mündiger Bürger gesellen, können zwei Dinge geschehen. Zum einen wird die nicht gewährte Gnade mit unterstellt nicht genehmem politischem Denken verknüpft und den Medien in der Hoffnung vorgeworfen, dass die Verknüpfung eine falsche Annahme sei. Manchmal stellen sich Erfolgserlebnisse ein.</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/Leserbrief.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/Leserbrief-967x1024.jpg" alt="Screenshot Leserbrief SZ Online. Quelle: privat" width="450" height="476" /></a></p>
<p>Screenshot Leserbrief SZ Online. Quelle: privat</p>
<p>Zum anderen bricht sich die Ohnmacht in neuen Medien Bahn: in sozialen Netzwerken, ja eigenen Blogs/Watchblogs und Internetpräsenzen. Konrad Adam hat dabei gerade die Printmedien im Blick, die – um es besser zu machen – sich daran <a href="http://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2014/hochmut-kommt-vor-dem-fall/">erinnern</a> sollten,</p>
<blockquote><p>… daß Leser unterrichtet statt bevormundet, daß sie belehrt, aber nicht erzogen werden wollen; geschurigelt schon gar nicht. Sie mögen es nicht, wenn man ihnen nur deshalb aufs Maul schaut, um es ihnen gründlich zu stopfen. Kommt man ihnen so, dann wandern sie dorthin ab, wo sie den Mund noch auftun können.</p></blockquote>
<p>Dieses Bahnbrechen wider einem missionarischen <a href="http://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/4192181/Wenn-Journalisten-sich-aneinander-orientieren">Berufsverständnis</a>, “das geprägt ist von einer volkspädagogischen Haltung, die ihr Glaubensgebäude als allein selig machend ansieht und all jene ruinieren will, die nicht ihrem Glauben folgen”, dieses Auftun wirkt auf Sie bereits wie „eine fünfte Gewalt in Gestalt des Publikums…, eine Gewalt, die sich selbst massiv öffentlich artikulieren und eine eigene Agenda durchsetzen kann“. Hier sollte sich zunächst die Frage stellen, warum Sie letztere offenbar für gefährlich halten. Diese „andere Agenda“ bringt nämlich genau jene basisdemokratischen Elemente vor allem von Kritik (wieder) zur Geltung, die der „vierten Gewalt“ nicht mehr eignen und die man laut Weischenberg inzwischen „mit der Lupe“ suchen müsse:</p>
<blockquote><p>„Im gesamten Journalismus wird zunehmend mehr die Kritikerrolle zur Disposition gestellt. Die Krise des Journalismus […] erweist sich vor allem als Krise seiner Kritikfunktion; sie wird obsolet, wenn die Distanz fehlt und die Relevanz sowieso.“ (Weischenberg 2006:18)</p></blockquote>
<p>Bezahlte Journalisten seien, um ihre immer knappere Arbeit zu behalten, wegen der Einschaltquoten und der Werbeabhängigkeit tendenziell am Mainstream orientiert. Unabhängiger Fach- und Bürgerjournalismus sei investigativer (ebd.). Bürger als bessere Journalisten – das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/Bild9.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/Bild9.jpg" alt="Screenshot Grüne-Kritik. Quelle: privat" width="450" height="408" /></a></p>
<p>Screenshot Grüne-Kritik. Quelle: privat</p>
<p>Hier sollte sich also vor allem die Frage stellen – und ich finde keinen plausiblen Grund, wieso Sie die nicht auch gestellt haben – warum die Agenda der Medien und die des Publikums so massiv divergieren. Als primäre Ursache identifiziere ich, dass die von den (Leit-)Medien an Ereignisse, Themen und Personen angelegten Nachrichtenwerte (vgl. zuletzt bspw. Ruhrmann/Göbbel 2007, Fretwurst 2008, Uhlemann 2011, Ruhrmann 2013) und/oder die vermeintlich danach selektierten und journalistisch dargebotenen Inhalte nicht mehr den Präferenzen des Publikums sowie dessen epistemologischen, informationellen, politischen…, aber auch professionellen und ästhetischen Werten entsprechen.</p>
<p>Der „Tagesspiegel“ bspw. etablierte einen <a href="http://www.tagesspiegel.de/meinung/jugendblog/">Jugendblog</a>, auf dem 15 – 19jährige die Frage „Was bewegt die junge Generation?“ beantworten (sollen). Neben Veranstaltungstipps und Rezensionen, unauffällig platzierten Links zu Beiträgen des Muttermediums sowie Mehrfach-Verlinkungen finden sich Themen wie:</p>
<ul>
<li>Das Paradies der Individualisten: Wir sind alle hirnlose Phonies (2 Kommentare)</li>
<li>Selbstversuch Trampen: Kostenlos von Berlin nach Leipzig? (0 Kommentare)</li>
<li>Interview mit dem Meister: Wie baut man den perfekten Papierflieger? (0 Kommentare)</li>
<li>Dan Bilzerian: Wenn sich Frauen mit Kuchen einreiben (1 Kommentar)</li>
<li>MC Fitti in Berlin: Fun ist ein Stahlbad (0 Kommentare)</li>
</ul>
<p>Die „Nachwuchsjournalisten“ konterkarieren mit derart <em>relevanten</em> Texten ihre eigenmotivierende Aussage „Orientierungslosigkeit ist nämlich nichts Schlechtes“ und beweisen die Gültigkeit des Satzes von Meike <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Meike_Winnemuth">Winnemuth</a>: “Je weniger wir das Große kapieren, desto fanatischer widmen wir uns dem Kleinen” – als Nachwuchs übrigens jenes Mediums, das sich laut Eigenwerbung als „Leitmedium der Hauptstadt“ versteht und immerhin Redakteure wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Harald_Martenstein">Harald Martenstein</a> unter Vertrag hat.</p>
<p>Die Gründe für diese Divergenz sind vielschichtig und kaum vollständig zu erörtern. Ich beschränke mich auf zwei: auf einen themen- und einen redaktions/ redakteursorientierten, den ich im letzten Punkt „Vertrauen“ verhandle. Ein publikumsorientierter (wen wollen heutige Medien eigentlich womit erreichen und warum) ist mitzudenken und wird implizit durch den Text mit beantwortet.</p>
<p>Zunächst – themenorientiert – <a href="http://www.heise.de/tp/artikel/42/42837/1.html">erkannte</a> u.a. Ruprecht Polenz einen weitverbreiteten Sachverhalt, den ich “Verwechslung von quantitativer Relevanz und qualitativer Evidenz” nenne (Hervorhebung von mir):</p>
<blockquote><p>„…ein Hang zur Dramatisierung. Kleinigkeiten werden hysterisch aufgebauscht, Menschen medial (vor)verurteilt. Zudem kommt es immer häufiger vor, dass die Überschrift nicht zum Inhalt des Textes passt… Diese Art der Irreführung hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Die Menschen bekommen häufig den Eindruck, das Neue, das Außergewöhnliche, sei eher die Regel… Damit besteht zumindest die Gefahr, dass sie ein schräges Bild der Wirklichkeit bekommen. <strong>Die Medien haben indes die Verantwortung, in ihren Berichten immer wieder zu erklären: Was ist Regel, was ist Ausnahme.</strong>“</p></blockquote>
<p>Drei wahllose Beispiele der letzten sieben Tage. I) Die NWZ <a href="http://www.nwzonline.de/politik/ungewoehnliche-fluege-werfen-fragen-auf_a_19,0,3353323490.html">berichtet</a> unter der Schlagzeile „Russisches Militär fliegt ungewöhnliche Manöver über Europa“ darüber, dass Langstreckenbomber und Kampfjets im internationalem Luftraum über der Nord- und Ostsee, dem Schwarzen Meer und dem Atlantik geflogen seien. Mit dem Bericht, der sich identisch in vielen Zeitungsangeboten findet, darunter auch in Sachsen, wird der Eindruck eines berichtenswerten, unterschwellig bedrohlichen Ereignisses erweckt. Erst nach quälenden 463 Wörtern wird im letzten von neun Absätzen aufgeklärt:</p>
<blockquote><p>„Die Deutsche Flugsicherung betonte, diese Flüge seien „völlig legal“ gewesen. Die Bomber und Kampfjets hätten sich in internationalem Luftraum bewegt, sagte DFS-Sprecher Axel Raab in einem Interview mit dpa-audio. Die Russen seien auch nicht verpflichtet, ihre Transponder einzuschalten oder einen Flugplan mitzuteilen.“</p></blockquote>
<p>II) Die Geschäftsbelastung deutscher Gerichte und Staatsanwaltschaften für den Bereich freiwillige Gerichtsbarkeit weist für den Zeitraum 1995 bis 2013 etwa 15 000 Verfahren nach dem Transsexuellengesetz (TSG, Verfahren zur Namens- und Personenstandsänderung) aus. Damit wird klar, dass Transsexuelle allein in Deutschland bei einer Einwohnerzahl von 80 Millionen Menschen eine Randgruppe bilden. Unter dem Teaser „Ein ganzer Mann“ – Wenn das Leben richtig scheint und sich trotzdem so falsch anfühlt, ist man dann verrückt? Lange dachte Gloria genau das. Bis sie begriff, dass sie eigentlich Egon ist.“ widmete der „Stern“ 45/2014 von insgesamt 146 Seiten allein neun (5 Textseiten + 4 Fotoseiten) dieser Geschichte eines Italieners (!) – zum Vergleich: das Gespräch mit Innenminister Thomas de Maiziere über deutsche Dschihadisten und die Gefahr von IS erhielt 3 Textseiten, eine Geschichte über die 43 verschwundenen mexikanischen Studenten immerhin 6.</p>
<p>III) Die Leipziger Volkszeitung <a href="http://www.lvz-online.de/leipzig/citynews/wagenplaetze-in-leipzig-juliane-nagel-schlaegt-runden-tisch-fuer-alle-beteiligten-vor/r-citynews-a-259918.html">berichtet</a> unter der Schlagzeile „Wagenplätze in Leipzig – Juliane Nagel schlägt runden Tisch für alle Beteiligten vor“ vom entsprechenden Vorschlag einer linken Landtagsabgeordneten. Deren Credo „Eine wachsende Stadt muss sich auch auf einen größeren Bedarf an Flächen und Räumen für alternative Lebensformen einstellen“ – es geht um bislang zwei solcher Flächen. Damit entsteht der Eindruck, dass es völlig normal sei, „die Interessen der Grundstückseigentümer als auch das Bedürfnis nach solchen Plätzen“ in Einklang zu bringen – obwohl nirgends dieses Bedürfnis als Bedarf qualifiziert wird. In den 27 Kommentaren finden sich neben Kritik an der Einseitigkeit des Berichts und der (nicht)zitierten betroffenen Anwohner und Eigentümer sowie der falschen lokalen Einordnung des Fotos auch die Sätze:</p>
<blockquote><p>„…an dem runden Tisch, an dem derjenige Forderungen stellen kann, dem das Eigentum eines anderen de facto kostenlos zur Verfügung gestellt wird, möchte ich nicht sitzen. Fehlt eigentlich nur noch, dass Enteignungen ins Spiel gebracht werden, um alternative Lebensformen zu ermöglichen…“</p></blockquote>
<p>Diese Verwechslung nun zeitigt zwei Entwicklungen: eine medienbezogene interne und eine publikumsbezogene externe. Die interne ist – in Verbindung mit dem eben erwähnten weichgespülten Journalismus und Weischenbergs Mainstream-Orientierung – eine auffällige Themenarmut, die zu mehr als nur jener Themengleichheit führt, die man inhaltsanalytisch etwa bei Titelseitenvergleichen nachweisen kann: eine Folge der erwähnten “freiwilligen Selbstgleichschaltung”.</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/Titelident.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/Titelident-300x198.jpg" alt="Screenshot FOCUS/SPIEGEL-Titel. Quelle: privat" width="450" height="297" /></a></p>
<p>Screenshot FOCUS/SPIEGEL-Titel. Quelle: privat</p>
<p>Sie führt dazu, dass ein Thema von Medien derselben Gattung quasiidentisch aufbereitet wird (intramediale Einfalt). Sie führt je nach Eigentümerstruktur dazu, dass ein Thema identisch in vielen <a href="http://kreuzer-leipzig.de/2014/07/22/ab-und-zu-kommt-mal-ein-praktikant/">Publikaten</a> auftaucht (monopolistische Einfalt). Sie führt je nach Redaktionsstruktur dazu, dass ein Thema mehrfach im selben Publikat auftaucht (monothematische Einfalt). Diese betrifft zunehmend auch die Selbstreferentialität der vor allem öffentlich-rechtlichen Programme: es vergeht kaum ein Tag, da in den Morgenmagazinen nicht die Themen abendlicher Sendungen vorgewärmt werden.</p>
<p>Am 03.11. lautete das Servicethema im ARD-MoMa 5.30 Uhr bis 09.00 Uhr “Das richtige Fleckenmittel” mit Yvonne Willicks, Hauswirtschaftsmeisterin. Um 20.15 Uhr gab es dann den „Haushalts-Check mit Yvonne Willicks“, der sich zur besten Sendezeit damit befasste, wie hygienisch sauber in deutschen Haushalten wirklich gewaschen wird, daneben mit optimalen Fleckweg-Tipps, der richtigen Pflege der Waschmaschine und den ökologischen Folgen unseres täglichen Wäschewaschens.</p>
<p>Und sie führt sogar dazu, dass unterschiedliche Medien derselben Gattung zum selben Thema voneinander abschreiben. Man kann das durchaus als mediale „Warholisierung“ bezeichnen:</p>
<blockquote><p>„Je öfter man dasselbe sieht, desto mehr verschwindet die Bedeutung, und desto besser und leerer fühlt man sich.“ (Andy Warhol, 1964)</p></blockquote>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/Themenident.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/Themenident-300x264.jpg" alt="Montage Themenidentität H. Klum. Quelle: privat" width="450" height="396" /></a></p>
<p>Montage Themenidentität H. Klum. Quelle: privat</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/gleich.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/gleich-300x223.jpg" alt="Themenidentität. Quelle: privat" width="450" height="334" /></a></p>
<p>Montage Themenidentität Rhein-Zeitung. Quelle: privat</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/nordseezeitung181210-9-22-41.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/nordseezeitung181210-9-22-41-300x224.jpg" alt="Nordseezeitung 18.12.2010, S. 9, 22, 41. Quelle: privat" width="450" height="335" /></a></p>
<p>Montage Themenidentität Nordseezeitung 18.12.2010, S. 9, 22, 41. Quelle: privat</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/Bild1.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/Bild1-290x300.jpg" alt="Montage Selbstreferentialität ARD. Quelle: privat" width="450" height="466" /></a></p>
<p>Montage Selbstreferentialität ARD 03.11.2014. Quelle: privat</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/DNN-SZ.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/DNN-SZ-284x300.jpg" alt="Textidentität SZ-DNN. Quelle: http://www.flurfunk-dresden.de/2014/10/17/ohne-viele-worte-nicht-akzeptabel/" width="450" height="475" /></a></p>
<p>Montage Textidentität SZ-DNN. Einzelquellen: http://www.flurfunk-dresden.de/2014/10/17/ohne-viele-worte-nicht-akzeptabel/</p>
<p>Die externe Entwicklung wiederum lässt sich unter zwei Perspektiven gliedern: einer laienhaften und einer professionellen. Die laienhafte des Netzes (die natürlich auch von Profis angewendet werden kann) hat Bettina Röhl <a href="http://www.wiwo.de/politik/deutschland/bettina-roehl-direkt-politik-mit-brauner-suppe-seite-all/10740366-all.html">so</a> zusammengefasst:</p>
<blockquote><p>Die artifiziellen Vernazifizierungen, die fatalerweise in Mode geraten sind, die Hochrechnungen von einem Wort oder einem Satz oder einer FB-Bekanntschaft oder einem zufälligen Vorbeiradeln hier oder dort auf den Menschen als Ganzes, sind ein unmenschliches und teuflisches Spiel. Diejenigen, die solcherlei, auf die Vernichtung meist wahllos ausgesuchter Menschen zielende Qualifikationen benutzen, praktizieren genau das, was sie zu bekämpfen vorgeben, nämlich Ausgrenzung und vom Spielfeld jagen.</p></blockquote>
<p>Die Gründe mögen vielfältig sein: Beanspruchen eines Wahrheitsmonopols, Durchsetzungswille der eigenen Meinung, Angst vor Ablehnung/Ausgrenzung, Verabsolutierung der eigenen Subjektivität, Spott und Häme ob eines Fauxpas, virtuelle Abenteuerlust aus realer Langeweile, Frustabbau aus verletzter Eitelkeit, Aggressionsverschiebung vom Mächtigen gegen den Schwachen… Gerade letztere hat Inflation angesichts effizienzgetriebener Biographien, Paul Verhaeghe <a href="https://www.freitag.de/autoren/the-guardian/der-neoliberale-charakter">erklärte</a>das u.a. so:</p>
<blockquote><p>Permanente Evaluationen … führen zu einem Verlust von Autonomie und einer steigenden Abhängigkeit von externen Normen, die sich darüber hinaus ständig ändern. Dies führt zu dem, was der Soziologie<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Sennett">Richard Sennett</a> als „Infantilisierung der Angestellten“ bezeichnet hat. Erwachsene Menschen zeigen kindliche Gefühlsausbrüche; Nichtigkeiten erwecken Neid und Eifersucht. Sie greifen zu Notlügen und Betrug, freuen sich über den Misserfolg anderer und kultivieren kleinliche Rachegefühle. Das alles sind die Folgen eines Systems, das die Menschen systematisch daran hindert, selbständig zu denken und … nicht wie erwachsene Menschen behandelt.</p></blockquote>
<p>Ein weiterer Grund ist natürlich der klassische Protest (vgl. zuletzt Bernold / Henaine 2011, Reißmann/Stöcker 2012, Schröder 2012, Sonntag/Baringhorst 2013, Balint/ Dingeldein 2014, Voss 2014). Protest dagegen, dass die eigene Meinung ungewürdigt bleibt oder, wenn sie wenigstens zu interessieren scheint, in ebenso unwissenschaftlicher wie hochnäsiger und daneben manipulativer Weise erhoben wird.</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/Bild11.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/Bild11-300x225.jpg" alt="Screenshot Spiegel-Umfrage. Quelle: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/gauck-darf-npd-mitglieder-spinner-nennen-a-974368.html" width="450" height="337" /></a></p>
<p>Screenshot Spiegel-Umfrage. Quelle: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/gauck-darf-npd-mitglieder-spinner-nennen-a-974368.html</p>
<p>Oder dass die erhobene eigene Meinung redaktionell ungewürdigt bleibt, wie bspw. bei t-online: das Contentportal, das im August 300.979.557 Visits zählte,<a href="http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/umfragen/id_70536422/knappe-mehrheit-der-deutschen-sieht-islam-nicht-als-teil-deutschlands.html">berichtete </a>am 6. August über eine FORSA-Umfrage des „Stern“, wonach eine knappe Mehrheit der Deutschen (52%) den Islam nicht als Teil Deutschlands sähe. Integriert war eine eigene Umfrage, deren Ergebnis (bei 19 257 Beteiligten) 95,1 % (!!!) betrug – aus “knapp” wurde plötzlich “absolut”. Bis auf den technischen Hinweis „Diese Nutzerumfrage ist nicht repräsentativ für die Gesamtbevölkerung. Online-Umfragen sind einem hohen technischen Missbrauchsrisiko ausgesetzt, die Ergebnisse dieser Umfrage könnten eventuell von Dritten manipuliert worden sein.“ erfolgte keinerlei redaktionelle Bezugnahme.</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/t-online.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/t-online-1024x766.jpg" alt="Screenshot TO-Umfrage. Quelle: http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/umfragen/id_70536422/knappe-mehrheit-der-deutschen-sieht-islam-nicht-als-teil-deutschlands.html " width="450" height="336" /></a></p>
<p>Screenshot TO-Umfrage. Quelle: http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/umfragen/id_70536422/knappe-mehrheit-der-deutschen-sieht-islam-nicht-als-teil-deutschlands.html,30.10.2014</p>
<p>Zu dieser widersprüchlichen Wahrnehmung treten gelernte Äußerungen wie die von Ex-Bundespräsident Christian <a href="http://www.focus.de/politik/deutschland/20-jahre-wende/christian-wulff-der-islam-gehoert-zu-deutschland_aid_558481.html">Wulff</a> oder Kanzlerin Angela <a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2012-09/merkel-islam">Merkel</a>, wonach der Islam zu Deutschland gehöre. Der Rezipient sieht sich also mit gleich mehreren Inkonsistenzen konfrontiert, aus denen unter bestimmten subjektiven Prädispositionen kognitive Dissonanzen erwachsen können; dazu am Ende mehr.</p>
<p>Oder dass die eigene Meinung per nicht zugelassener, vorzeitig geschlossener und/oder von vornherein <a href="https://www.freitag.de/autoren/jan-jasper-kosok/die-sz-schliesst-ihre-kommentarfunktion">themenreglementierter</a> Kommentarfunktion formal zensiert wird – und bisweilen sogar inhaltlich.</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/11/10676294_839065112823203_3660858245301791540_n.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/11/10676294_839065112823203_3660858245301791540_n-300x225.jpg" alt="Meinungsvorgabe beim Kommentieren. Quelle: https://www.facebook.com/photo.php?fbid=839065112823203&amp;set=gm.1575020966050995&amp;type=1" width="450" height="337" /></a></p>
<p>Meinungsvorgabe beim Kommentieren. Quelle: https://www.facebook.com/photo.php?fbid=839065112823203&amp;set=gm.1575020966050995&amp;type=1</p>
<p>Oder dass sie spätestens im Publikationsfall manipuliert wird, wie hier “<a href="http://silly.de/home">Silly</a>“-Gitarrist Uwe <a href="http://www.hassbecker.de/">Hassbecker</a> auf Facebook beklagt.</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/PK-Silly.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/PK-Silly.jpg" alt="Screenshot FB-Eintrag. Quelle: privat" width="450" height="421" /></a></p>
<p>Screenshot FB-Eintrag. Quelle: privat</p>
<p><strong>Drittes Zwischenfazit</strong>: Angesichts massiver Themendivergenz und ebenso massiver Protesthaltungen wünschen Sie sich einen „Mittelweg… der sich nicht opportunistisch einem vermeintlichen Publikumswillen und der Diktatur der Klickzahlen beugt oder aber selbst in die Abwertungsspirale einsteigt und jede kritische Regung pauschal als Shitstorm gekaufter Trolle oder dumpfes Gröhlen eines digitalen Mobs verunglimpft.“ Also weisen Sie einem „Qualitätsjournalismus“ die Aufgabe zu, „auf die Ad-hoc-Attacken, die Einsprüche und die Ideen der Leser und Zuschauer dialogisch und im Sinne einer kritischen Partnerschaft zu reagieren.“ Das Problem scheint hier in der ungelösen Willensdivergenz zu liegen:<strong>den</strong> Publikumswillen gibt es sicher nicht, den systemischen Medienwillen dagegen schon. Ich erinnere gern an eine Kernaussage aus Brechts „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Radiotheorie">Radiotheorie</a>“, die Hans Magnus <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Baukasten_zu_einer_Theorie_der_Medien">Enzensberger</a>, Friedrich <a href="http://www.phonostar.de/radio/radiotheorie-schriftsteller-und-der-hoerfunk-friedrich-kittler/v/99672/2014-01-18">Kittler</a> oder Norbert <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-47602988.html">Bolz</a> emanzipatorisch ebenfalls aufgriffen, womit wir erstmals beim Konzept der Gegenöffentlichkeit angelangt wären:</p>
<blockquote><p>„Ein Mann, der was zu sagen hat und keine Zuhörer findet, ist schlimm daran. Noch schlimmer sind Zuhörer daran, die keinen finden, der ihnen etwas zu sagen hat.“</p></blockquote>
<p><strong>+ + +</strong></p>
<p>Das „neue Genre der journalismuskritischen Abrechnungsliteratur“, wie Sie es nennen, sei nun eine wütende Reaktion über diesen „real existierenden Journalismus“, der Menschen verbinde, „die so unterschiedlich sind und die gewiss keinen entspannten Abend miteinander verbringen könnten“. Gemeint sind einerseits „Entsetzensschreie über die Erfahrung der Mediengewalt am eigenen Leibe“ (Wulff/Wulff, Sarrazin, Gaschke) als andererseits auch Empörungen über den „Niedergang der Qualitätsmedien und der von ihnen produzierten ‚Scheiße‘“ (Ulfkotte), womit wir bei der professionellen Perspektive der externen Entwicklung wären.</p>
<p>Hier sind zwei Aspekte hervorzuheben: ein methodisch-formaler und ein emotionaler. Den formalen nenne ich „Induktionsaversion“; eine Aversion, die zunächst eigentlich in einem “Top-Down – Bottom-Up”-Diskurs <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Top-down_und_Bottom-up">geklärt</a> werden müsste. Ihnen missfällt, dass das Unbehagen „sich stets am konkreten Beispiel [entzündet], das mit großer Entschiedenheit zum allgemeinen Schicksal umgedeutet wird. Eigene Erfahrungen in der Politik, ein individuelles Skandalisierungserlebnis – stets führt der Weg des Denkens vom Einzelfall zum grundsätzlichen Urteil…“ Dabei meinen Sie sowohl die o.g. Autoren aus auch Personen der Berichterstattung wie „Karl-Theodor zu Guttenberg, Günter Grass (Israel-Gedicht), Thilo Sarrazin, Peer Steinbrück“.</p>
<p>Dieses Missfallen kann ich, zumal mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Georgi_Walentinowitsch_Plechanow">Plechanows</a> Ansichten zur Dialektik von Wesen und Erscheinung sozialisiert, nicht nachvollziehen – im Gegenteil. Für <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/John_Stuart_Mill">John Stuart Mill</a> als ein Hauptvertreter empirisch orientierten Denkens ist</p>
<blockquote><p>„die Induktion […] diejenige Verstandesoperation, durch welche wir schließen, dass dasjenige, was für einen besonderen Fall oder besondere Fälle wahr ist, auch in allen Fällen wahr sein wird, welche jenem in irgend einer nachweisbaren Beziehung ähnlich sind.“ (Mill 1980:160)</p></blockquote>
<p>Der entscheidende Punkt ist, welche Relevanz den besonderen Fällen unter quantitativer (Stichprobengröße/Repräsentativität) und qualitativer (Evidenz) Perspektive zukommt; wann also aufgrund einer “nachweisbaren Beziehung” tatsächlich ein Syllogismus, ja eine All-Aussage statthaft ist. Und hier muss sehr fein zwischen der Relevanz der (Medien)Machthabenden und der der Ohnmächtigen differenziert werden.</p>
<p>Meine erste These dazu lautet: wenn die (Medien)Machthabenden aus besonderen Fällen auf allgemeine Befunde schließen, ist das legitim und richtig. Wenn das die Ohnmächtigen tun, unstatthaft und falsch. Die AfD Sachsen hatte unter ihren damals über 600 Mitgliedern ca. 15 der islamkritischen Partei „Die Freiheit“, d.h. 2,5 %. Dieser Prozentsatz wurde medial mindestens als „<a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article120741246/Das-Problem-der-AfD-mit-der-Freiheit.html">Problem</a>“, ja als Gefahr „rechter <a href="http://www.sz-online.de/nachrichten/afd-landesverbaende-fuerchten-rechte-unterwanderung--2653078.html">Unterwanderung</a>“ hochgeschrieben. Derselbe Mechanismus war bei der oben erwähnten Lucke-Berichterstattung der DNN feststellbar: 15 Störer sind danach relevanter als 350 potentielle Wähler und die ihnen vermittelten Inhalte.</p>
<p>Wenn Sachsens AfD-Vorsitzende Frauke Petry Ende Juni 2014 vom <em>Bildungskollaps</em>in Sachsen spricht, weil der Versand zehntausender Elternbescheide zum Gymnasialbesuch gestoppt, 4000 zusätzliche Schüler in der Bildungsplanung nicht berücksichtigt und, da mindestens 500 Lehrer fehlen, in Landschulen schon die Einführung zweizügigen Unterrichts angekündigt wurde, werden weder der Begriff akzeptiert geschweige die Argumente.</p>
<p>Meine zweite, schwerwiegendere These dazu lautet: wie evident bestimmte Einzelfälle sind, liegt im Ermessen der (Medien)Machthabenden. So schrieb Susanne Kailitz in der <a href="http://www.zeit.de/2013/51/leipzig-moscheebau-proteste/seite-2">ZEIT</a> in einem Stück über den Widerstand gegen einen Moscheebau in Leipzig:</p>
<blockquote><p>„57 Prozent der Ostdeutschen fühlen sich durch den Islam bedroht, so war es gerade im Religionsmonitor der Bertelsmann-Stiftung zu lesen. Für diese Mehrheit muss ein Weg gefunden werden, wie sie sich mit einer Moschee vor der Haustür arrangieren kann.“</p></blockquote>
<p>Das bedeutet: die Minderheit der (Medien)Machthabenden darf ganz selbstverständlich den Mehrheitswillen ignorieren und sich anmaßen zu bestimmen, was die Mehrheit zu tun, zu lassen, zu akzeptieren und, wie wir eben sahen, auch zu denken hat. Demokratie definiere ich anders.</p>
<p>Und nicht nur ich – bspw. für Alexander <a href="http://www.sezession.de/45827/alexander-dugin-der-postmoderne-antimoderne-2.html">Dugin</a> (zu dem als Person man durchaus geteilter Meinung sein kann) ist diese Anmaßung inzwischen gar kennzeichnend für Westeuropa:</p>
<blockquote><p>„Im liberalen postmodernistischen Westen aber wird Demokratie heute als Herrschaft der Minderheit verstanden. Weil diese Mehrheit verdächtigt wird, sie neige freiwillig zum Populismus, zu Sozialismus oder Faschismus. Deswegen ist es die Aufgabe der regierenden Minderheiten, gegen die Mehrheit zu kämpfen. Eine abartige Logik.“ (vgl. SPIEGEL 29/2014)</p></blockquote>
<p>Ganz anders verhielten sich die Medien dagegen, als Bernd Lucke den Begriff „Entartung“ von Max <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Max_Nordau">Nordau</a> (1892) <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/tv-kritik/fruehkritik-hart-aber-fair-sie-haben-entartet-gesagt-12598287.html">nutzte</a>: das hatten davor bspw. bereits Franz Joseph Strauß (Süddeutsche Zeitung, 15.07.1983), Hans Zehetmair (SPIEGEL, 16.03.1987). Helmut Schmidt (Frankfurter Rundschau, 12.09.1992) und am 15. Juni 2011 Wolfgang<a href="http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Reden/2011/2011-06-15-rede-minister-mauerbau.html"> Schäuble</a> getan, ohne dass es einem Journalisten ein- geschweige denn auffiel. Bei einem ungeliebten Konkurrenten dagegen – Quod licet Iovi, non licet bovi – wurde sofort die rechte, ja braune Keule herausgeholt (etwa <a href="http://www.derwesten.de/meinung/lucke-und-der-nazi-jargon-gut-dass-die-afd-gestoppt-wurde-cmt-id8479460.html">hier</a>, <a href="http://www.stern.de/politik/deutschland/afd-chef-lucke-biedermann-oder-brandstifter-2060931.html">hier</a>, <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/bundestagswahl-2013/tv-kritik-anne-will-demokratie-als-krebsgeschwuer/8849476.html">hier</a>, <a href="http://www.fr-online.de/tv-kritik/tv-kritik--maybrit-illner-rechte-demagogen,1473344,28833814.html">hier</a> oder <a href="http://www.welt.de/vermischtes/article120394946/Lucky-Lucke-und-der-illiberale-Geist-der-AfD.html">hier</a>). Wenn nun ein so Verunglimpfter vorrechnet, dass unter Wolfgang Schäuble bislang 2 Billionen Euro Schulden, 6 Billionen Euro Bürgschaften u. 700 Milliarden offene Target 2-Posten aufgelaufen sind, wird das ignoriert und stattdessen dem Finanzminister solide Finanzpolitik <a href="http://www.focus.de/finanzen/steuern/konjunktur-oekonomen-fordern-von-deutschland-ein-ende-des-sparkurses_id_4193561.html">attestiert</a>.</p>
<p>Zum Vergleich: als Katrin Müller-Hohenstein im Juni 2010 in der Halbzeitpause des WM-Spiels Australien gegen Deutschland im Zusammenhang mit Kloses Tor von einem „inneren Reichsparteitag“ für den zuletzt häufig gescholtenen Torschützen sprach, beeilte sich Vorzeigeblogger Stefan Niggemeier, dieses <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/9479/ein-innerer-reichsparteitag/">Statement</a> zu liefern: „Für mich ist das eine alltägliche Redewendung, um einen besonderen Triumph zu beschreiben, ein Gefühl von Schadenfreude oder die Genugtuung, es allen gezeigt zu haben“. Ich will mir nicht vorstellen, was geschehen wäre, wenn Bernd Lucke oder gar ein einfaches AfD-Mitglied an den Wahlabenden dieses Jahres von einem „inneren Reichsparteitag“ schwadroniert hätte. Harald Schmidt war es 1992 übrigens noch ohne Empörung möglich, die Stimmung bei „Verstehen Sie Spaß?“ mit der Atmosphäre im „Reichssportpalast“ zu vergleichen.</p>
<p>Nur am Rande soll hier noch die Dissonanz notiert sein, dass auch die Evidenz nach nicht mehr vollständig nachvollziehbaren Kriterien interpretiert und bewertet wird. Andernfalls ist kaum erklärbar, dass derselbe quantifizierbare Sachverhalt gegensätzliche Interpretationen erfährt.</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/J-Berliner-Morgenpost-vs.-Berliner-Zeitung.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/J-Berliner-Morgenpost-vs.-Berliner-Zeitung-300x224.jpg" alt="Screenshot zweier Berliner Zeitungen. Quelle: privat." width="450" height="335" /></a></p>
<p>Screenshot zweier Berliner Zeitungen. Quelle: privat.</p>
<p>Der zweite, emotionale Aspekt berührt den Umgang der Medien mit Personen. Und hier lässt die Tatsache, dass „eigene Erfahrungen in der Politik“ oder „individuelle Skandalisierungserlebnisse“ nach Artikulation drängen, auf einen Paradigmenwechsel schließen: der Semantik von „Mediengewalt“ ist eine weitere, verbale Bedeutungsnuance hinzuzufügen. Denn offenbar können diese Erlebnisse als so gravierend empfunden werden, dass sie subjektiv nicht (mehr) bewältigt werden (wollen). Medien berichten nicht mehr über Schicksale, sie machen sie. Sie, Herr Pörksen, nennen es Kampagnen, ich Mediendarwinismus.</p>
<p>Obwohl ich jetzt als befangen gelten mag, dürfte mein Rücktritt als AfD-Landesvize ein illustratives Beispiel dafür sein, dass es den meisten Medien nicht um Wahrheit, sondern um die Aufgeregtheit geht, um die täglich neue Sau, die durchs Dorf getrieben werden muss, wie<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Oberreuter"> Heinrich Oberreuter</a> schon vor Jahren anmerkte. Er begründete das mit dem Zwang zur „Inszenierung“, deren dramaturgische Notwendigkeiten – Spannung, Verkürzung, Simplifizierung – zu ungeheurem Themenverschleiß, zu kontinuitätsverschlingender Kurzatmigkeit und zur problemverschleiernden Suggestion rascher Lösungen führe.</p>
<p>Ich wurde im fast wahrsten Wortsinn „zur Sau gemacht“, da ich über einen <a href="http://www.badische-zeitung.de/panorama/auch-ich-kann-es-schaffen--12913307.html">Artikel</a>über einen zunächst zweimal sitzengebliebenen, danach hochschulisch qualifizierten Lehrer mit Trisomie 21 aus dem EU-Staat Spanien erschrak und ihn sarkastisch kommentierte. Denn im ebenfalls EU-Staat Deutschland haben wir einerseits zwar Trisomie 21-Gymnasiasten, die aber nochmal keinen Hauptschulabschluss <a href="http://www.zeit.de/gesellschaft/schule/2014-06/inklusion-gymnasium/seite-2">schaffen</a>, und andererseits geistig nicht behinderte Abiturienten, die zu 28 % ihr Studium <a href="http://www.his.de/pdf/pub_fh/fh-201203.pdf">abbrechen</a>. Wenn nun ein individuell hochgeförderter Hochschulabsolvent mit geistiger Behinderung unter der Überschrift „Auch ich kann es schaffen“ als erstrebenswertes Ideal dargestellt wird, das jeder unabhängig von allen natürlichen Voraussetzungen und Unterschieden erreichen könne, so er sich nur anstrenge, dann ist das für mich eine klassische Verwechslung von Ausnahme und Regel. Solcherart Simplifizierung von natürlicher Vielfalt und Euphemisierung von geistiger Behinderung halte ich für das Niveau eines nicht nur im Sinkflug, sondern im Absturz befindlichen Bildungssystems für gelinde geschrieben unmöglich. Und nicht nur ich, auch der – dem Vertreten von AfD-Positionen sicher völlig unverdächtige – SPD-Bildungsminister Mecklenburg-Vorpommerns, <a href="http://www.regierung-mv.de/cms2/Regierungsportal_prod/Regierungsportal/de/bm/Der_Minister/index.jsp">Mathias Brodkorb</a> äußerte sich schon zwei Jahre vorher ebenso (<a href="http://www.bildung-mv.de/export/sites/bildungsserver/bilder/logos_icons/inklusionsband1_Menschenbild_2.pdf">2012:18</a>):</p>
<blockquote><p>„Wie soll es funktionieren, wenn alle Kinder in ihrer Unterschiedlichkeit demselben Lernstoff folgen? Die einfache Antwort lautet: Das ist unmöglich. Die Anhänger einer radikalen Inklusion verabschieden sich daher ganz klar von zentralen Bildungsstandards. Die Standards sollen nicht zentral vorgegeben werden und im Grundsatz für alle gelten, sondern es soll umgekehrt Schule ausgehend von jedem einzelnen Schüler und jeder einzelnen Schülerin her gedacht werden: Nicht die behinderten Kinder müssen für das System fit gemacht werden, sondern umgekehrt das System für das behinderte Kind.“</p></blockquote>
<p>In der Facebook-Diskussion vertrat ich also meine Meinung: gegen die Nivellierung von Bildungsstandards, gegen geistig behinderte Lehrer in unserem Regelschulsystem und gegen Inklusion geistig Behinderter (von anderen Behinderten war keine Rede) sowie für die Beibehaltung unseres Förderschulsystems. Aber: diese abstrahierte Ambivalenz und ihre Folgen für unsere Bildung, vor allem die Folgen für den „<a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/inklusion-alle-einschliessen-wollen-wir-das-12980560.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2">Inklusionskitsch</a>“, den auch andere Pädagogen geißeln, spielte gar keine Rolle mehr. Nach dem entsprechenden Spin der – nicht nur dafür ausgiebig abgestraften – FDP ging es einzig und allein um das konkrete Schicksal jenes Spaniers, den ich damit, so die Interpretation, beleidigt hätte, sowie darum, dass sich alle anderen deutschen Behinderten dadurch auch beleidigt fühlen <em>könnten</em> – obwohl ich weder den Spanier noch sonst einen Behinderten konkret ansprach und erst recht von niemandem wegen Beleidigung (immerhin ein justitiables “Ehrdelikt”) angezeigt wurde. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach brachte den der <em>political correctness</em>zuzuschlagenden Mechanismus im <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-110117944.html">SPIEGEL</a> trefflich auf den Punkt (Hervorhebung von mir):</p>
<blockquote><p>Die Intelligenz eines Wissenschaftlers zum Beispiel ist in der Politik oft nicht nur wertlos, sie schadet sogar. Wissenschaftliche Intelligenz bedeutet, dass man abstrahiert. In der Politik zählt jedoch das Konkrete. Wissenschaftler lieben Details und lange Vorträge, Politik braucht eine extreme Zuspitzung durch Bilder, plakative Sätze oder eine Story. Wissenschaftler glauben, dass sich am Ende immer das bessere Argument durchsetzt. Das ist aber eher die Ausnahme. <strong>Man muss sein Argument auch darauf überprüfen, ob es verhetzbar ist, ob es absichtlich missverstanden werden kann</strong>.</p></blockquote>
<p>Ebenso, wie man ausländerfeindlich ist, weil man sich für ein geordnetes Zuwanderungsmodell einsetzt, ist man also behindertenfeindlich, weil man das Förderschulsystem bewahren und das Bildungsniveau der Schülermehrheit vor der Nivellierung durch eine Minderheit schützen will. Auch das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Mit derselben Logik ist man dann feminophob, weil man Quoten und gegenderte Sprache ablehnt, oder homophob, weil man die Gleichstellung der „Homoehe“ nicht befürwortet. Da brauchte es wirklich erst einen Dieter <a href="http://www.nuhr.de/">Nuhr</a>, dem ein solcher <a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article133657850/Herr-Nuhr-sind-Sie-ein-islamophober-Hassprediger.html">Satz</a> abgenommen wird:</p>
<blockquote><p>„Ich habe kein Verständnis dafür, dass die bei uns lange erkämpfte Meinungsfreiheit nicht mehr ernst genommen wird, wenn sich jemand beleidigt zeigt.“</p></blockquote>
<p>Kein Nachsinnen über die Möglichkeit eines geistig behinderten Lehrers in Sachsens Schulsystem, kein Abwägen der Autorität eines solchen Lehrers bei nichtbehinderten Kindern, keine Umfrage zur Zahl jener Eltern, die ihre nichtbehinderten Kinder von einem geistig behinderten Lehrer unterrichten lassen würden… kein Medium versuchte, all diese Sachverhalte zu recherchieren <a href="http://www.handelsblatt.com/panorama/aus-aller-welt/entstehung-eines-shitstorms-warum-die-medien-eine-mitschuld-haben/10778756.html">im Sinne</a>bspw. von Okke Schlüter:</p>
<blockquote><p>„Die Aufgabe eines seriösen Mediums sollte es sein, das Thema zu versachlichen, gegebenenfalls sogar vermittelnd zwischen den Kontrahenten aufzutreten. Darin sehe ich eine große Chance für alle Medien, denn sie können sich auf diese Weise Autorität und eine gute Reputation erwerben.“</p></blockquote>
<p>Die Medien schossen sich dagegen – wie das Netzpublikum auch – auf die Interpretation der unterstellten Beleidung sowie deren Folgen ein: aus der Verkürzung „AfD-Landesvize hetzt gegen Behinderte“ wurde gar ein „<a href="http://www.bild.de/regional/dresden/dresden-regional-politik-und-wirtschaft/afd-hetzer-hartung-ist-seinen-job-an-der-tu-dresden-los-36542206.bild.html">AfD-Hetzer</a>“, dessen Existenz dann durch die Zerstörung des Geschäftsmodells als Freier Dozent nach 16 Jahren Lehre vernichtet wurde. Den Machtmechnismus hat Volker Zastrow so <a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/rechte-konkurrenz-durch-afd-schande-13216838.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2">formuliert</a>:</p>
<blockquote><p>“Aus dem demokratischen Spektrum dürfen nur die Standpunkte und Forderungen ausgegrenzt werden, die auf Abschaffung der Demokratie und der Menschenrechte zielen, zum Beispiel der Meinungsfreiheit selbst. So viel Ausgrenzung muss sein, aber mehr auch nicht. <strong>Denn Ausgrenzung betrifft nicht die Richtigkeit, sondern die Zulässigkeit von Argumenten. Genau genommen entscheidet sie nicht einmal darüber, was man sagen darf, sondern wer was sagen darf.</strong> Sie dient nicht der fairen Auseinandersetzung, sondern setzt ihr ein Ende. Ausgrenzung ist ein Werkzeug der Macht.”</p></blockquote>
<p>Es kam kaum jemandem in den Sinn (und wenn, dann erst spät, nach eingeschaltetem Denken), dass sich das Posting weder gegen Pablo Pineda im Besonderen noch Behinderte im Allgemeinen richtete, sondern einen geistig behinderten Hochschulabsolventen als Argument dafür hernahm, die schockierenden Konsequenzen eines EU-harmonisierten Bildungssystems zu entlarven: es gibt kein weltgeschichtliches Beispiel für eine Harmonisierung nach einem jeweils höchsten Standard. Der Mann hätte also auch eine Frau sein, aus jedem anderen EU-Staat kommen, jeden beliebigen Namen tragen und jeden anderen Hochschulabschluss haben können. Dass gerade einmal fünf Journalisten direkt und zwei per Mail mit mir sprachen, passt ebenso ins Bild wie das schon beim Rektor der TU Dresden beginnende kollektive Vergessen, dass im GG die Ziff. 3 des Artikels 3 <a href="https://www.bundestag.de/bundestag/aufgaben/rechtsgrundlagen/grundgesetz/gg_01/245122">lautet</a> (Hervorhebung von mir):</p>
<blockquote><p>„Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder <strong>politischen Anschauungen</strong> benachteiligt oder bevorzugt werden.“</p></blockquote>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Christiane_Florin">Christiane Florin</a> hat den zugrundeliegenden publizistischen Prozess knapp und treffend <a href="http://www.christundwelt.de/detail/artikel/gnade-mit-uns-journalisten/">charakterisiert</a>:</p>
<blockquote><p>„Zuerst begleiten wir unsere Helden freundlich, aber während wir da unten herumkriechen, sehen wir genau, worüber unser Heros stolpern könnte: über seine eigenen Beine, über Steine, die ihm andere in den Weg legen, über Stöckchen, die wir ihm hinhalten. Wenn er am Boden liegt, fühlen wir uns groß. Wir haben einen Mächtigen zu Fall gebracht, die Demokratie gerettet. Manchmal leisten wir uns einen Anflug von Selbstzweifel und fragen, ob wirklich jeder Kommentar nötig war. Und während wir Nachdenklichkeit simulieren, robben wir uns an das nächste Objekt heran.“</p></blockquote>
<p><strong>Vorletztes Zwischenfazit:</strong> Sie gestehen selbst, dass Sie nicht alles gut finden, „was ARD und ZDF senden oder was im Spiegel, in der ZEIT, in der FAZ oder in der Süddeutschen steht“. Sie gestehen weiter, dass Sie sich mitunter ärgern „über den real existierenden Journalismus, über manche Selbstgerechtigkeit und einen Skandalisierungsfuror, der mich frösteln lässt.“ Aber ist angesichts der bislang explizierten Auffälligkeiten einer offensichtlichen Systempresse, die weder die Realität in allen Facetten noch das Publikum in all seinen Wünschen und Sorgen ernst zu nehmen scheint, ja angesichts der Schicksalhaftigkeit mancher journalistischen Entartungen nicht nachvollziehbar, dass „inzwischen … etwas gekippt [ist]“, sich auf einmal „Skepsis in Wut, ja sogar in Hass verwandelt [hat]“? Druck erzeugt Gegendruck, Ausgrenzung Solidarisierung. Wer sich nicht mehr vertreten fühlt, vertritt sich selbst; auch medial. Das Resultat ist (noch?) keine neue, gewandelte Öffentlichkeit, sondern Gegenöffentlichkeit – in welcher Evidenz, wird sich in den nächsten Wochen, Monaten… zeigen.</p>
<p><strong>+ + +</strong></p>
<p>Vertrauen nun – der letzte, schwierigste Punkt, der zugleich die redaktions/redakteursorientierte Begründung für die Divergenz zwischen Medien und Publikum liefern soll. Sicher aus gutem Grund hat die DGPuK-Fachgruppe Journalistik/Journalismusforschung ihre Tagung 2014 diesem<a href="http://www.uni-muenster.de/DGPuK-Vertrauen-Journalismus/"> Thema</a> gewidmet. Und sicher auch aus gutem Grund haben Sie sich zu der abenteuerlichen Behauptung verstiegen, dass Journalisten „für die misstrauische Beschreibung kritikwürdiger Zustände selbst das Vertrauen ihres Publikums [benötigen], weil sich nur so die Wirkung einer kritischen Enthüllung wirklich entfalten kann.“ Ohne Vertrauen entfaltet sich Kritik nicht bzw. wird nicht als solche wahrgenommen???</p>
<p>Aus persönlichkeitspsychologischer Perspektive fasst man unter Vertrauen die subjektive Überzeugung (das Gefühl) von der Richtigkeit, Wahrheit und Redlichkeit von Handlungen, Einsichten und Aussagen eines anderen Menschen/einer Organisation – Eigenschaften, um die es nicht nur angesichts des bis hierhin verfolgten Textes schlecht bestellt ist. Stefan Niggemeier hat das jetzt ebenfalls<a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/journalismus-unter-verdacht-vom-wachsenden-populaeren-misstrauen-gegenueber-der-presse-13242833.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2">bilanziert</a>:</p>
<blockquote><p>“So wie aus Politikverdrossenheit bei vielen Menschen Politikverachtung geworden ist, ist aus Journalismusverdrossenheit Journalismusverachtung geworden – und Journalistenverachtung.”</p></blockquote>
<p>Sie selbst fassen die Befunde von Donsbach 2009 zusammen, wonach Journalisten von der Bevölkerung für <em>unmoralisch</em>, rücksichtslos, <em>manipulativ</em>, bestechlich und deutlich zu mächtig gehalten werden (Hervorhebung von mir). Drei wahllose Beispiele.</p>
<ul>
<li>Kann man einer Ex-DFF-Journalistin vertrauen, die 1986 – 1989 SED-Mitglied war und heute „publizistisch objektiv“ eine Talkshow über Für und Wider eines linken Ministerpräsidenten in Thüringen moderiert? Spätestens bei der<a href="http://www.fr-online.de/tv-kritik/tv-kritik--maybrit-illner-rechte-demagogen,1473344,28833814.html"> Entartungskeule</a> war das Vertrauen verspielt.</li>
<li>Kann man FAZ- und SZ-Journalisten vertrauen, die als <a href="https://www.baks.bund.de/de/die-baks/der-beirat">Beiräte</a> der Bundesakademie für Sicherheitspolitik im Geschäftsbereich des Bundesverteidigungsministeriums eingebunden sind? Spätestens nach, man muss es so deutlich sagen, „kriegsgeilen“ Kommentaren wie <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/g-gipfel-und-die-syrien-frage-russland-spielt-weltmacht-1.1698883">diesem</a>(„Die USA können… nicht tatenlos zusehen, wenn sie ihren Anspruch als Ordnungsmacht aufrecht erhalten wollen.“) war das Vertrauen verspielt.</li>
<li>Kann man einem öffentlich-rechtlichen Sender vertrauen, dessen Intendant als Tagesthemen-Moderator fünfstellige <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/fernsehen-und-stars-tom-buhrow-und-die-gier-1.444302">Honorare</a> für firmeneigene Politikergespräche kassierte und der sich wegen meteorologischer Fehlinformationen mit <a href="http://www.spiegel.de/panorama/leute/nach-unwetter-toten-fordert-kachelmann-ruecktritt-von-buhrow-a-974377.html">Rücktrittsforderungen</a> konfrontiert sah? Spätestens bei diesem <a href="http://www.youtube.com/watch?v=JBP7xvb8jxc">Dialog</a> in der WDR-produzierten „Lindenstraße“ (einem Fiction-Format!) vor den Landtagswahlen in Thüringen und Brandenburg war das Vertrauen verspielt.
<ul>
<li>
<h5>„Mutter Beimer: Was hältst Du eigentlich von der AfD? Es ist doch erstaunlich, dieser Wahlerfolg in Sachsen, oder?</h5>
</li>
<li>
<h5>Vater Beimer: Es gibt mehr Konservative in Deutschland als man denkt.</h5>
</li>
<li>
<h5>Mutter Beimer: Das ist mehr als konservativ, es ist geradezu fremdenfeindlich! Und dann fordern die auch noch mehr deutsche Musik, populistischer gehts doch gar nicht*. Aber wenigstens fallen die jungen Leute nicht auf diese neuen Rechten rein.“</h5>
</li>
</ul>
</li>
</ul>
<p>* Anmerkung: Die rot-grüne Berliner Koalition wollte im Herbst 2004 die Rundfunkstationen unter anderem dazu <a href="http://www.stern.de/kultur/musik/radiomusik-bundestag-macht-druck-bei-der-deutsch-quote-531708.html">verpflichten</a>, deutsche Nachwuchskünstler besser zu fördern und in ihren Musikprogrammen 35 Prozent deutschsprachige Rock- und Popmusik zu spielen. Den Dirigismus einer “Quote” hat noch mal nicht die AfD Sachsen in ihr Wahlprogramm einfließen lassen.</p>
<p>Wer sich einer Sache sicher sein kann, braucht qua definitionem nicht vertrauen: Vertrauen wird vor allem in Situationen gebraucht, deren Verlauf und Ausgang unsicher, risikohaft sind. Dazu benötigt es immer eine sogenannte „Vertrauensgrundlage“: gemachte Erfahrungen oder die Persönlichkeit einer Person/Institution. Hat man diese Grundlage nicht, braucht es einen „Vertrauensvorschuss“. Den aber erhält bestimmt nicht, wer als “Schmierfink” angesehen wird, gegen den man meint, sich im Vorhinein verwahren zu müssen.</p>
<p>Für unsere Belange wesentlich sind die gemeinsam geteilten Normen und Werte von Vertrauensgeber und Vertrauensnehmer (im soziologischen Fachwortschatz „identifikationsbasiertes Vertrauen“) und die wahrgenommene Vertrauenswürdigkeit des Rezipienten als Vertrauensnehmer („eigenschaftsbasiertes Vertrauen“).</p>
<p>Die redaktions-/redakteursorientierte Begründung für die Divergenz zwischen Medien und Publikum ist zunächst im fehlenden identifikationsbasierten Vertrauen zu finden: es geschieht keine Meinungs- und Willens<strong>bildung</strong> mehr, sondern – durch überdies wenig vertrauenswürdige Journalisten – eine <strong>Darstellung</strong> jener Meinungen/jenes Willens, die zwar gesellschaftlich gewünscht und akzeptiert sind, aber individuell nicht als identifikativ, sondern bevormundend wahrgenommen werden. Das Vertrauen, das vom Publikum erwartet wird, sind die Medien selbst nicht bereit zu bedienen: „Vertrauen ist der Wille, sich verletzlich zu zeigen.“ (Osterloh/Weibel 2006:35) Wohin das führen könnte, hat jetzt Stefan Niggemeier<a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/journalismus-unter-verdacht-vom-wachsenden-populaeren-misstrauen-gegenueber-der-presse-13242833.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2">thematisiert</a>:</p>
<blockquote><p>“Viele der seriösen Medien scheinen noch nicht zu ahnen, wie groß die Erosion des Vertrauens in ihre Arbeit ist und dass dieses Vertrauen die Grundlage für alles ist. Die Gefahr für uns alle ist, dass Menschen, die ihnen nicht mehr glauben, alles glauben.”</p></blockquote>
<p>Das eigenschaftsbasierte Vertrauen nun erweist sich als umfänglicher. Denn welche Eigenschaften sind es, die Vertrauen in ein Medium bzw. in die es produzierenden Journalisten projizieren? Nach Grosser 2014 seien es sechs „Faktoren“, die „Vertrauenswürdigkeit im System Journalismus“ indizierten, wobei unter Koordinierung auch noch der Umgang mit Leserkommentaren zu fassen wäre (eigentlich eine eigene, siebte Kategorie) und das Vertrauen in die optische Anmutung, die “Inszenierung” fehlt – eine achte Kategorie, die ich angesichts der Möglichkeiten digitaler Bildbearbeitung und damit -fälschung für immens wichtig halte und deren Notwendigkeit u.a. durch weitere nachgewiesene Manipulationen der ARD bei der <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/19865/super-symbolbilder-putin-einsam-und-verlassen/">Berichterstattung</a> über Rußland/Putin bekräftigt wird:</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/Bild4.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/10/Bild4-300x214.jpg" alt="Faktoren von Vertrauenswürdigkeit im System Journalismus. Quelle: Grosser 2014:20" width="450" height="321" /></a></p>
<p>Faktoren von Vertrauenswürdigkeit im System Journalismus. Quelle: Grosser in DGPuK 2014:20</p>
<p>Da Recherchefehler bereits weiter vorn konstatiert wurden, betrachten wir gleich den Selektionsaspekt: Sie meinen, den dramatischen „Vertrauensverlust in die Orientierungs- und Informationsleistung des Qualitätsjournalismus“ mit Beispielen für einen „oft mustergültigen, gleichermaßen orientierenden und informierenden Journalismus“ zu kontern wie diese: „Berichterstattung über den Missbrauch von Kindern in der Odenwaldschule, die hartnäckigen Recherchen in der NSA-Affäre, die Aufbereitung des NSU-Prozesses“. Ohne eine weitere Themendiskussion aufzumachen: sind die von Ihnen genannten Symptom für die allgemeine Publizistik oder doch eher die Ausnahme? Vielleicht will das Publikum lieber andere, ebenso drängende Probleme und vor allem Problemzusammenhänge „mustergültig, orientierend und informierend“ verhandelt wissen wie im Inland Bildungsnotstand und „Fachkräftemangel“, Zuwanderung und Islamismus oder Misswirtschaft und Verantwortungslosigkeit (Stichworte SachsenLB, BER oder Elbphilharmonie Hamburg); im Ausland Ukrainekonflikt und Friedenspolitik, Nahostkrise und IS oder TTIP und EU-Recht?</p>
<p>Oder regional: Meldungen, wonach die Polizei <a href="http://www.dnn-online.de/dresden/web/regional/specials/polizeiticker/detail/-/specific/22-Jaehriger-wird-bei-Auseinandersetzung-in-Dresden-Pieschen-schwer-verletzt-2973484757">Zeugen</a> zu einer Auseinandersetzung sucht, bei der ein 22-Jähriger durch einen Unbekannten schwer verletzt wurde, sowie zu einem <a href="http://www.dnn-online.de/dresden/web/regional/specials/polizeiticker/detail/-/specific/Einbrecher-stehlen-aus-Dresdner-Pizzalieferservice-Lebensmittel-im-Wert-von-900-Euro-3325883971">Einbruch</a> in einen Pizza-Service sind den DNN 111 + 61 = 172 Worte wert. Wenn andererseits Gäste einer AfD-Jugendparty einen jungen Radebeuler an der Elbe “attackiert” haben sollen, ist die Skandalisierung mit dem Einstieg “Schwere Vorwürfe gegen die AfD…” den <a href="http://www.dnn-online.de/web/dnn/nachrichten/detail/-/specific/Gaeste-einer-AfD-Party-attackieren-jungen-Radebeuler-an-der-Elbe-151348410">DNN</a> 356 Worte wert – mehr als das Doppelte.</p>
<p>Ohne damit die anderen Faktoren gering zu schätzen, soll hier nur noch das Vertrauen in die Darstellungsleistung kurz diskutiert werden, wobei ich der inhaltlichen Einordnung und Bewertung auch noch die formale Gestaltung beigesellen möchte. Und da ist seit rund anderthalb Jahrzehnten ein Prozess beobachtbar, den Konrad Adam so <a href="http://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2014/hochmut-kommt-vor-dem-fall/">beschrieb </a>(Hervorhebung von mir):</p>
<blockquote><p>Die Buchstaben wurden fetter, die Farben greller, Bilder bunter, die Thesen <strong>fetziger</strong>, der Tonfall <strong>simpler</strong> und <strong>brutaler</strong>. Wenn sie schon nicht mehr viel zu sagen hatten, so sollte doch der Auftritt stimmen. Inszenieren statt informieren hieß das gar nicht einmal heimliche Rezept, nach dem gearbeitet und angerichtet wurde. Gebracht hat es nichts, weil man die schnelle Konkurrenz nicht dadurch einholt, dass man ihr nachläuft. Neue Leser sind kaum gewonnen worden, und alte kamen nicht zurück.</p></blockquote>
<p>Was jetzt folgt, sind nur die Startseite-Schlagzeilen des Onlineauftritts der größten Dresdner (und zweitgrößten sächsischen) Tageszeitung vom 3.11.2014, 13.50 Uhr, in dieser Reihenfolge</p>
<ul>
<li><strong>Topthema:</strong></li>
<li>Wer wird Oberbürgermeisterkandidat in Dresden?</li>
<li><strong>Dresden:</strong></li>
<li>Bahnunfall im Alberthafen</li>
<li>Dresdens Pannen-Fichte</li>
<li>Zwei Demos für Montag angekündigt</li>
<li>Drei neue Flugverbindungen</li>
<li><strong>Sachsen</strong></li>
<li>Druck auf die Hochschulen</li>
<li>Indernäd auf Säggsch</li>
<li>Der tägliche Autoklau</li>
<li>Daniel überzeugt Dieter Bohlen</li>
<li><strong>Politik</strong></li>
<li>Von der DDR haben viele genug</li>
<li>Verlust von Senatsmehrheit droht</li>
<li>Abgekanzelt mit links</li>
<li>Die schwedische Sünde</li>
<li><strong>Panorama</strong></li>
<li>„Ade, Welt“</li>
<li>„Bring‘ den Hintern da rüber“</li>
<li>Geld zurück</li>
<li>Karibische Ebola-Offensive</li>
<li><strong>Sport</strong></li>
<li>Die verdammte Nachspielzeit</li>
<li>Wer rasiert, verliert nicht immer</li>
<li>Doc im doppelten Einsatz</li>
<li><strong>Kultur</strong></li>
<li>„Deutsche Pazifisten können nicht mal Sahne schlagen“</li>
<li>Die Katastrophe hat jetzt erst begonnen</li>
<li>„Wir Musiker brauchen auch mal Stille“</li>
<li><strong>Wirtschaft</strong></li>
<li>Neuer Lokführerstreik droht</li>
<li>„Das Laptop wird aussterben“</li>
<li>Hautkrebs wird Berufskrankheit</li>
<li><strong>Leben und Stil</strong></li>
<li>Meine Tochter verdient etwas Besseres</li>
<li>Happy Kids in Tollywood</li>
<li><strong>Multimedia</strong></li>
<li>Gefahr durch Cyberangriffe wächst</li>
<li>Facebook bringt „Hidden Service“ für Tor-Nutzer</li>
<li>Pirate-Bay-Mitgründer schuldig gesprochen</li>
<li><strong>Wissen</strong></li>
<li>Der Salamanderfresser</li>
<li>Kathedralen für Stromspeicher</li>
</ul>
<p>Fetziger, simpler, brutaler – von den 34 Themen/34 Schlagzeilen kommen 15 mit drei oder weniger Worten aus, ebenso viele ohne Voll- oder Hilfsverben. Mit Fresser, Gefahr, Angriff, Hautkrebs, Krankheit, Streik, Katastrophe, Ebola, Sünde, Verlust, Autoklau, Druck, Demo, Panne und Unfall finden sich 15 Substantive, die eine Droh- oder Gefahrensemantik initiieren. Rechnet man (in)finite Verbformen, Adjektive und Adverbien wie schuldig, aussterben, drohen (2 x), schlagen, verlieren, verdammt, abgekanzelt oder genug hinzu, wächst die Zahl auf 24 negativ konnotierte Wörter. Positiv besetzte Wörter wie Tochter, Stille, Sahne oder neu sowie das englische Kids muss man suchen.</p>
<p>Der <a href="http://www.sz-online.de/sachsen/der-taegliche-autoklau-2964224.html">Autoklau-Bericht</a> bspw. wird so angeteast: „In der jährlichen Statistik der Versicherer bleibt Görlitz ein Spitzenreiter. Doch Sachsen wird für Diebe unattraktiver.“ Dieses Prinzip kann man gekreuzte semantische Präfigurierung nennen: ein im ersten Satz vermeintlich „objektiv“ gesetztes Thema wird im zweiten subjektiv verstärkt oder abgeschwächt bis negiert. Der 20. von 29 Sätzen liefert dann die Begründung:</p>
<blockquote><p>„Der Schwerpunkt Frankfurt/Oder bestätigt aber auch eine Tendenz, die Kriminaloberrat Daniel Mende von der Polizeidirektion Görlitz schon lange bemerkte: ‚Diebe weichen mehr auf Brandenburg aus, weil in Ostsachsen Fahndungserfolge zunehmen.‘“</p></blockquote>
<p>Darüber hinaus werden aber überwiegend statistisch untersetzte Diebstahl-Fakten dargeboten und der Leser mit dem Satz entlassen: „Conny Stiehl, Präsident der Polizeidirektion Görlitz, sieht keine Veranlassung, drumherumzureden: ‚Bei Aktivitäten gegen Autodiebstahl besteht Handlungsbedarf.‘“ Damit sind die beruhigende Schlagzeile und der beunruhigende Text nicht kongruent – wieder haben wir es mit einer Inkonsistenz zu tun, die gerade regional betroffene Leser, Politikinteressierte und mit dem Themenverlauf vertraute Abonnenten als kognitive Dissonanz erleben (vgl. jüngst Festinger 2012, Irle/Möntmann 2012).</p>
<p>Kognitive Dissonanz schafft zunächst Desorientierung, da bisher Gelerntes bezweifelt werden muss, und motiviert dadurch, die entsprechenden Kognitionen miteinander vereinbar zu machen.</p>
<blockquote><p>„Dabei kann die bestehende Dissonanz durch eine bewusste Vermeidung zusätzlicher dissonanter Informationen und die bewusste Zuwendung zu konsonanten Inhalten verringert werden. Ist die Dissonanzreduktion erfolgreich, überwiegen im Resultat konsonante, also mit vorliegenden Prädispositionen verträgliche Informationen gegenüber dissonanten, kognitiv unvereinbaren Inhalten und führen gemäß einem Mehrheitsverhältnis zum Bedeutungsverlust der Dissonanz hervorrufenden Information.“ (Mothes 2008:153)</p></blockquote>
<p>Weitere Strategien sind Einstellungsänderungen (Rechtfertigungen) oder gleich Verhaltensänderungen, die das Maß temporärer Rationalisierungen übersteigen. Den „Prädispositionen“ entspricht das Phänomen der Perserveranz, wonach einmal Gelerntes bewahrt werden will, denn:</p>
<blockquote><p>„…die Parteien selbst [rücken] neben Inszenierungsmaßnahmen oft wechselseitig Probleme und Missstände in den Vordergrund…, steht der Rezipient als Bürger und Wahlberechtigter im Zentrum von Interessenkonflikten. Ihm wird es aufgrund der Handlungsweisen von Politik und Medien erschwert, eindeutige, konsistente Einstellungen zu wahren.“ (ebd.:162)</p></blockquote>
<p>Man wehrt sich prompt gegen die als so empfundene „Umerziehung“, die im vorliegenden Fall darin zu bestehen scheint, trotz Faktenlage das sächsische Kriminalitätsproblem nach Brandenburg wegzuschreiben, um eine “Es ist doch nicht so schlimm”-Beruhigung zu produzieren. Das ist unredlich.</p>
<p>Selbst wenn das nur eine oberflächliche Ad-hoc-Analyse war – Michael <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Haller_%28Medienwissenschaftler%29">Haller</a> führt unter seinen “Zehn <a href="http://www.halem-verlag.de/2014/brauchen-wir-zeitungen/">Gründen</a>, warum die Zeitungen untergehen” als ersten an: “Der Journalismus, warum missachtet er sein Handwerk?” Dem wäre eigentlich nichts hinzuzufügen, ist es aber doch.</p>
<p>Denn an diesem Punkt treffen sich Publizistik und Medienökonomie. Sie bezeichnen es als tragisch, „dass die pauschale Kritik die Qualitätsmedien in einem Moment trifft, in dem manche von ihnen um ihre Existenz kämpfen.“ Aber wer hat denn wirklich ernsthaft und unvoreingenommen die Ursachen <em>jenseits</em> des multischuldigen Internet systematisiert? Andreas Vogel hat das dieses Jahr versucht und kam zu mindestens diesem einen bemerkenswerten <a href="http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=fl&amp;dig=2014%2F08%2F01%2Fa0068&amp;cHash=f81582dc754c24bec5a3ef02ca4e20cc">Resultat</a>:</p>
<blockquote><p>„Befragt man die Zeitungsabbesteller, warum sie kündigen, nennt kaum jemand das Internet. Die meisten sagen, sie läsen keine Zeitung mehr, weil viele Inhalte sie nicht betreffen oder sie sei zu teuer geworden.“</p></blockquote>
<p>Dabei wurden noch nicht mal die „Inhalte“ ausdifferenziert und angesichts von „native Advertising“ sowie anderen Formen nach der Attraktivität von Werbung gefragt, da auch die klassischen Anzeigenerlöse weiter zurückgehen. Stellenabbau, zu dem seit wenigen Tagen sogar eine <a href="http://meedia.de/2014/10/30/die-selbstmoerder-von-gj-und-die-neue-brigitte-diaet-stimmen-zum-stellenabbau-bei-brigitte-und-geo/">Selbstmord</a>-Metapher kursiert, Outsourcing, Billiglöhner und allgegenwärtige Qualitätseinbußen sind die logische Folge. Nochmals Vogel:</p>
<blockquote><p>Die Verlage können natürlich nicht einerseits die Redaktionen verkleinern und andererseits die Zeitung ausdifferenzieren. Die Verleger müssen ihre Renditeerwartungen zurückfahren: Zweistellige Renditen im Zeitungsgeschäft sind heute eben nicht mehr realistisch. (ebd.)</p></blockquote>
<p><strong>Letztes Zwischenfazit</strong>: damit häuft sich ein unlösbares, weil systemisches Problem an: das Publikum soll mit Geld, von dem es immer weniger hat und das immer weniger wert ist, bezahlen für wenige und zunehmend dieselben Inhalte, die nicht seine sind, aufbereitet von wenigen Personen, denen es kaum vertraut, in einer Qualität, die mindestens verbesserungsbedürftig ist, innerhalb eines publizistischen Systems, das es nicht (mehr) als Partner wahrnimmt. Alexander Kissler hat das recht derb auf den Punkt <a href="http://www.cicero.de/salon/medien-und-meinungsbildung-hochmut-nach-dem-fall/57493">gebracht</a>:</p>
<blockquote><p>Immer mehr Menschen haben den Eindruck, da werde an ihrem Leben, ihren Eindrücken, ihren Haltungen vorbei geschrieben. Da bastle sich eine abgehobene Medienelite die Welt, wie sie ihr und nur ihr gefalle. … Man achte nur auf die stetig wachsende Schere zwischen dem Tenor der jeweiligen Kommentare zum Weltgeschehen und den Leserbemerkungen gleich darunter. Die Entfremdung macht Fortschritte. Leser an Medium: du lügst, es ist ganz anders. Medium an Leser: Schnauze.</p></blockquote>
<p>Ein praktisches Beispiel liefert der oben erwähnte MoPo-Beitrag zum Interview mit Claus Weselkys Ex-Frau, dessen Thema und Tenor u.a. so bei Facebook kritisiert wurden:</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/11/Bild1.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/11/Bild1-203x300.jpg" alt="" width="450" height="677" /></a></p>
<p>FB-Screenshot &#8222;MoPo&#8220; (Auszug), 06.11.14. Quelle: privat</p>
<p>Meine <strong>Bilanz</strong> könnte schlechter nicht ausfallen. Sie, verehrter Herr Pörksen, nehmen eine „spürbare Neuordnung der Kommunikations- und Machtverhältnisse“ wahr und meinen: „Eigentlich müsste in diesen Zeiten die Solidarität besonders groß sein.“ Der Schluss wäre nur dann gerechtfertigt, wenn diese Verhältnisse zu einer gerechteren Ordnung für alle Beteiligten – Publikum, Redaktionen und Redakteure, Medien, Politik – führen würden. Hier aber hege ich massive Zweifel.</p>
<p>Um Vertrauen kann man werben, man kann darum bitten. Man kann es auch fordern. Man kann aber auch darum betteln. Genau diesen Eindruck vermittelt Ihr Text. Damit konterkariert er Ihr Eingangsstatement „Ich bin nicht als PR-Söldner im Dienste der Leitmedien unterwegs“. Als <a href="http://www.klmonline.de/redaktion/autoreninfo/textstruktur/">Küchenzuruf</a> bleibt nämlich für mich haften: „Es ist gerade ziemlich kompliziert mit den Medien, aber eigentlich ist doch alles nicht sooo schlimm, das System funktioniert, also lasst uns bitte so weiter machen.“ Genau das ist es, was viele Bürger nicht mehr wollen, genau das ist es, was nicht mehr funktioniert, sondern im Gegenteil zu kollabieren droht.</p>
<p>Mag sein, dass mein Text ein wenig zu AfD-lastig wurde, aber das liegt ebenso in der Natur der Sache wie schlussendlich der erneute Verweis auf Brecht, diesmal auf sein Gedicht „Die Lösung“ (in „Buckower <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Buckower_Elegien">Elegien</a>“, 1953), das den Aufstand vom 17. Juni des Erscheinungsjahres zum Thema hat und dessen Ende sich – umgeschrieben mit Brechts dramatischer Lieblingstechnik, der Verfremdung – heute vielleicht so lesen mag:</p>
<p>„Das Volk hat das Vertrauen der Medien verscherzt. Wäre es da nicht doch einfacher, die Medien lösten das Volk auf und schrieben ein anderes herbei?“</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Dr. Thomas Hartung</p>
<p>+ + +</p>
<p>Der Autor ist diplomierter Pädagoge und promovierter Germanist, baute zwischen 1992 und 2001 als Journalist „Radio SAW“, „Antenne Sachsen“ und „Sachsen Fernsehen“ mit auf und arbeitete 32 Semester lang als Dozent für Medienkommunikation und -produktion an diversen deutschen Hochschulen. Seit der Gründung im April 2013 bis 24. Juni diesen Jahres war er stellv. Vorsitzender und Pressesprecher des AfD-Landesverbands Sachsen.</p>
<p>Geschrieben in <a title="Alle Artikel in Allgemeines ansehen" href="http://www.dr-thomas-hartung.de/?cat=1" rel="category">Allgemeines</a>, <a title="Alle Artikel in Massenmediales ansehen" href="http://www.dr-thomas-hartung.de/?cat=4" rel="category">Massenmediales</a> | <a title="Kommentiere Halbe Ladung Wahrheit" href="http://www.dr-thomas-hartung.de/?p=2463#comments">2 Kommentare »</a></p>
<h2><a title="Permanent Link zu Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung 2014" href="http://www.dr-thomas-hartung.de/?p=2118" rel="bookmark">Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung 2014</a></h2>
<p>31. August 2014 von <a title="Artikel von Thomas Hartung" href="http://www.dr-thomas-hartung.de/?author=1">Thomas Hartung</a></p>
<p>Dieser ebenso kleine wie feine Exkurs soll dem viel zu ernsten deutschen Publikum die Klein- und Feinheiten teutonischen Humors etwas näher bringen. „Sarkasmus ist die niedrigste Form des Witzes, aber die höchste Form der Intelligenz“, meinte Val McDermid in „Ein Ort für die Ewigkeit“. Na, das kann ja heiter werden… <img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif" alt=";-)" /></p>
<blockquote><p><a href="http://afdsachsen.de/index.php?ct=kreis&amp;kreis=dresden">Arndt Noack</a> ist Kreisvorstand der AfD Dresden.</p></blockquote>
<p>Das ist ein sachlicher, wertfreier Satz.</p>
<p>*Fiktionsmodus on* (schlimm, das betonen zu müssen)</p>
<blockquote><p>Arndt Noack – der bestangezogenste Mann der AfD Dresden.</p></blockquote>
<p>Das ist Ironie (Verstellung, Vortäuschung), die verschiedene Graduierungen zwischen Sagen und Meinen ausdrückt; im Extremfalle gar das Gegenteil dessen, was sie meint. Ihr wohnt eine gewisse Leichtigkeit, Gewaltlosigkeit in der Attitüde inne – was jetzt folgt, wird zunehmend gewaltsamer.</p>
<blockquote><p>Herr Noack, wohnen Sie auf einer Müllkippe? Ihr Anzug, ihr Auto und ihre Frau sehen so aus.</p></blockquote>
<p>Das ist eine Beleidigung und damit ein <strong>justitiables Ehrdelikt</strong>, das mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr geahndet werden kann. Strafbar ist sie als Kundgabe von Miss- oder Nichtachtung gegenüber dem Beleidigten oder Dritten, die über bloße Unhöflichkeiten oder Taktlosigkeiten <em>hinausgeht</em>. Der ethische oder soziale Wert des Beleidigten wird geringer dargestellt als er ist.</p>
<blockquote><p>Arndt Noack trägt gern T-Shirts mit AfD-Logo. Wenigstens das Logo sieht gut aus.</p></blockquote>
<p>Das ist Hohn, der das Aussehen eines Menschen abschätziger beurteilt als ein Accessoire seiner Kleidung. Hohn kann verschiedene Anteile aufweisen von Verachtung, Lächerlichkeit oder Schadenfreude und wirkt in der sozialen Interaktion oft als Demütigung.</p>
<blockquote><p>Arndt Noack hat heute einen Anzug an. Er sagt, es sei sein bester. Dann will ich nie die anderen sehen.</p></blockquote>
<p>Das ist Spott, der einem Menschen bestimmte usuelle Werte zu- oder abspricht; in diesem Falle Billigkeit bzw. Modebewusstsein. Im Gegensatz zum Hohn wird weniger Verachtung ausgedrückt, eher Häme.</p>
<blockquote><p>Herr Noack, Sie und ihre AfD werden morgen dasselbe anziehen, was Sie auch schon heute anzogen: Spinner, Idioten und Trottel.</p></blockquote>
<p>Das ist Zynismus, der als potenzierter Spott bewusst und tabulos die Gefühle anderer Personen oder gesellschaftliche Konventionen missachtet, ja deren Verletzung billigend in Kauf nimmt, in diesem Falle alle Parteimitglieder und Interessenten pauschal herabwürdigt – ohne damit freilich neue Konventionen zu schaffen. Der wenig bis gar nichts ernst nehmende Zyniker verletzt vor allem, weil er die vermeintlich verletzenden Umstände ins Bewusstsein heben und damit Spießern und Mitläufern einen Spiegel vorhalten will.</p>
<blockquote><p>Leider sind wir nicht alle mit Blindheit geschlagen. Arndt Noack hat, wie wir also sehen müssen, heute seinen besten Anzug im Schrank gefunden. Schade, dass er dazu nicht auch sein bestes Gehirn gefunden hat.</p></blockquote>
<p>Das endlich ist Sarkasmus (altgriechisch „sarkazein“: sich das Maul zerreißen, zerfleischen, verhöhnen), der zum Zeitpunkt des Sprechakts zerstörerisch, ja vernichtend, tödlich wirkt. Sarkasmus kann Elemente von Ironie, Zynismus, Spott usw. beinhalten, die aber nur punktuell wirken sollen – im Gegensatz zum Zynismus, der häufig charakterlich bedingt ist und verallgemeinert. Sarkasmus ist oft Ausdruck von Enttäuschung, Frustration und Verbitterung, die wiederum belegen, dass sarkastische Menschen sich von Normen und Werten innerlich noch nicht verabschiedet haben – im Gegensatz zu Zynikern. Aber selbst der Sarkasmus kann noch gesteigert werden.</p>
<blockquote><p>Arndt Noack hat also seinen besten Anzug im Schrank gefunden. Schade, dass er dazu nicht auch sein bestes Gehirn gefunden hat. Aber da ist er in guter Gesellschaft. Merkel, Gauck und Tillich suchen auch noch.</p></blockquote>
<p>Das ist Sardonismus als potenzierter Sarkasmus: im Gegensatz zu den Aspekten von Hohn und Häme wird hier seine grimmige, schmerzvoll-spöttische Seite verallgemeinert, ja verabsolutiert.</p>
<blockquote><p>Arndt Noack ist Kreisvorstand der AfD Dresden. Einst galt er als bester Mann der Landeshauptstadt, heute nur noch als bestangezogenster. Vor allem seine T-Shirts mit AfD-Logo sind legendär. Keine Frage, das Logo sieht gut aus. Der Mann, der es trägt, dagegen, als wohne er auf einer Müllkippe. Auch Auto und Frau machen nicht den Eindruck, dass sie weit entfernt davon untergekommen sind. Nur selten noch sieht man Noack im Anzug. Wenn er dann sagt, das sei sein bester, will ich nie die anderen sehen. Aber einerlei, ob T-Shirt oder grobes Stöffchen: Arndt Noack und seine AfD werden morgen dasselbe anziehen, was beide auch schon heute anzogen: Spinner, Idioten und Trottel. Ein paar davon hatten ihn zur IceBucketChallenge nominiert, diesem geheimen IQ-Test der NSA. Noack spielte nicht mit. Das würde seine T-Shirts ruinieren und die Anzüge erst recht, sagte er dem ZDF. Im Anzug, natürlich. Offenbar dem besten, den er im Schrank gefunden hatte. Schade, dass er dazu nicht auch sein bestes Gehirn fand. Aber da ist er in guter Gesellschaft. Merkel, Gauck und Tillich suchen auch noch.</p></blockquote>
<p>Das nun ist <strong>Satire</strong>, eine Spottdichtung bzw. ein Spotttext, der Personen, Ereignisse, Zustände oder Missstände in sprachlich überspitzter Form angeprangert. Satire bedient sich häufig der Übertreibung, kontrastiert Widersprüche und Wertvorstellungen in übertriebener Weise, verzerrt Sachverhalte, vergleicht sie höhnisch mit einem vorgestellten Idealzustand und gibt ihren Gegenstand der Lächerlichkeit preis. Zu ihren Stilmitteln gehören Parodie, Travestie und Persiflage, zu ihren Tonalitäten Ironie, Spott, Sarkasmus, ja manchmal sogar Pathos.</p>
<p><em>*Fiktionsmodus off*</em></p>
<p>Dieses je nach Perspektive literaturtheoretische bzw. stilistische Wissen hatten und haben alle Deutschlehrer, die in der DDR studierten. Und das Wissen um Ironie, Zynismus und Sarkasmus wurde mindestens bis 1990 von diesen Deutschlehrern an satirischen Tucholsky-Texten im Literaturunterricht der Oberstufe vermittelt, kann also als Allgemeinwissen vorausgesetzt werden.</p>
<p>Dass dieses Wissen offenbar ausstirbt, befremdet und ärgert mich natürlich. Harald Martenstein geißelte das in einer seiner köstlichen <a href="http://www.zeit.de/zeit-magazin/2014/28/harald-martenstein-rassismus-marius-jung">Kolumnen</a> mit dem bemerkenswert deutlichen Vorwurf:</p>
<blockquote><p>Die Vorstellung, dass vermutlich zumeist schwanenweiße Jungs und Mädels in Deutschland einen rabenschwarzen Künstler wegen Rassismus an den Pranger stellen, nur weil dieser schwarze Bengel sich die Frechheit erlaubt, so etwas ihren deutschen Quadratschädel Überforderndes wie Satire und Sarkasmus zum Einsatz zu bringen, hat etwas Gespenstisches, oder? Das Cover kann man missglückt finden, wer es rassistisch findet, hat vor allem ein Bildungsproblem.</p></blockquote>
<p>Und eben dies befremdet mich noch viel mehr: dass sich Menschen offenbar aus dieser Unkenntnis heraus anmaßen zu bestimmen, für bzw. gegen wen sich – auch problematische – sprachliche Mittel richten dürfen. Aber wer „dazu gehören“ will, muss sich auch kommunikativen Unannehmlichkeiten aussetzen. Und wer dazu gehören <em>soll</em>, erst recht. Wenn Dummheit dort anfängt, wo Sarkasmus nicht mehr verstanden wird, dann hört Demokratie auf, wo sie nicht mehr alle betreffen soll.</p>
<p>Geschrieben in <a title="Alle Artikel in Allgemeines ansehen" href="http://www.dr-thomas-hartung.de/?cat=1" rel="category">Allgemeines</a>, <a title="Alle Artikel in Literarisches ansehen" href="http://www.dr-thomas-hartung.de/?cat=5" rel="category">Literarisches</a>, <a title="Alle Artikel in Spezielles ansehen" href="http://www.dr-thomas-hartung.de/?cat=9" rel="category">Spezielles</a> | <a title="Kommentiere Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung 2014" href="http://www.dr-thomas-hartung.de/?p=2118#respond">0 Kommentare »</a></p>
<h2><a title="Permanent Link zu Warum deutsch können, wenns auch englisch geht…" href="http://www.dr-thomas-hartung.de/?p=1897" rel="bookmark">Warum deutsch können, wenns auch englisch geht…</a></h2>
<p>25. Juli 2014 von <a title="Artikel von Thomas Hartung" href="http://www.dr-thomas-hartung.de/?author=1">Thomas Hartung</a></p>
<p>Wolfgang Herrmann, Präsident der TU München, will bis 2020 alle Master-Studiengänge an der TU auf die Standard-Unterrichtssprache Englisch <a href="http://www.sueddeutsche.de/muenchen/tu-muenchen-in-english-please-1.2058535">umstellen</a>. Da muss ich wieder mal fragen: Geht’s noch?</p>
<p>Die Muttersprache, das Denken, Überlegen, Erwägen, Spekulieren, Nachsinnen, Grübeln, Reflektieren usf. – soll jetzt einfach durch eine fremde Sprache ersetzt werden? Wie identitätsvergessen gegenüber der eigenen Sprache und überheblich gegenüber der englischen ist das eigentlich? Wir wissen nicht erst seit der Kolonialzeit, dass es schon immer eine wirkungsvolle Methode war, Menschen zu unterdrücken und gleichzuschalten, indem man ihnen die Muttersprache, damit einen wesentlichen Teil ihrer Identität und auch die Möglichkeit nimmt, sich wirklich differenziert auszudrücken.</p>
<p>Als Christian <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Thomasius">Thomasius</a> am Reformationstag 1687 eine deutschsprachige Vorlesung ankündigte, galt das als Beginn der Aufklärung. Latein wurde als Wissenschaftssprache abgeschafft. Der Vorteil: in der Muttersprache lässt sich präziser denken als in Fremdsprachen. Wird also nur noch Englisch gelehrt, wird wohl endgültig jede kritische Stimme zum Schweigen gebracht. Nach dem Studium, in der Arbeit … spricht man dann auch nur englisch? Wer wünscht, dass sich das Berufsleben in Zukunft nur noch auf englisch/amerikanisch abspielt?</p>
<p>Doch nicht nur das, in dem Artikel schreibt der Autor tatsächlich: „Noch ist die Angst vor dem Deutschen ein Punkt, der viele ausländische Studenten abhält, sich hierzulande zu bewerben.“ Und weiter zitiert er den Präsidenten: „Es kann dazu kommen, dass bestimmte Quoten gesetzt werden: für Studenten aus Deutschland und der EU einerseits und für Studenten aus aller Welt andererseits.“ Zum zweiten Mal: Geht’s noch? Nicht nur, dass unsere Universitäten aus unseren Steuergeldern bezahlt werden. Nein, so werden unsere Hochschulen mit hochwertigen und noch dazu kostenlosen Studienangeboten auf Englisch künftig wirklich das Schlaraffenland für angehende Ingenieure aus aller Welt. Da tröstet nicht, dass der Präsident dann die Kostenfreiheit der Studiengänge zur Debatte stellt – und damit klar macht, dass es ihm wohl eher um zahlende Studenten geht, die hoffentlich Grips mitbringen, denn um intelligente, die nicht unbedingt Geld mitbringen (können).</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/07/f6a52cb60f.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/07/f6a52cb60f.jpg" alt="TU München. Quelle: https://www.tum.de/typo3temp/pics/f6a52cb60f.jpg " width="659" height="494" /></a></p>
<p>TU München. Quelle: https://www.tum.de/typo3temp/pics/f6a52cb60f.jpg</p>
<p>Immerhin: auch der bayerische Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle merkt, dass das eine Entwicklung befördert, „die Deutsch trotz seiner Bedeutung im weltweiten Kontakt weiter zurückdrängt. Daran kann einer Kulturnation nicht gelegen sein.“ Erst recht, wenn der Bundestag tatsächlich mal macht, was er soll, und sich bei den Ländern dafür einsetzt, dass an Hochschulen in der akademischen Lehre ein ausgewogenes Verhältnis zwischen deutschsprachigen und fremdsprachigen Studienangeboten und Veranstaltungen gefunden wird. Und das umso mehr, als auch wir fordern, die Diskriminierung der deutschen Sprache in Brüssel zu verringern. Wenn nun eine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Eliteuniversit%C3%A4t">Elite-Universität</a>, die mit erheblichen Steuergeldern gefördert wird, ihrerseits der deutschen Sprache Zweitrangigkeit einräumt, erscheinen die europäischen Bemühungen wie ein Hohn. Dazu die wirtschaftliche Bedeutung: Unternehmen weisen auf den Zusammenhang zwischen der Kenntnis der deutschen Sprache und dem Kauf deutscher Produkte hin.</p>
<p>Die TU München sollte Respekt vor der Mehrsprachigkeit zeigen. Es gab mal eine Zeit, in der an deutschen Gymnasien drei Sprachen als die übliche Qualifikation, die man am Ende haben sollte, vorgesehen waren. Es ist nicht so leicht einzusehen, warum auf der höchsten akademischen Ebene nicht auch mehrere Sprachen benutzt werden sollen. Zumal wenn ein ausländischer Student in Deutschland studieren will, sollte es eher normal sein, dass er sich der Sprache des Gastlandes anpasst und diese lernt, statt umgekehrt zu erwarten, sich ins gemachte Studiennest zu legen.</p>
<p>Monoglossie bedingt Traditionsverlust, Werteverlust, geistige Verarmung. Deutsch Gedachtes englisch auszudrücken entstellt das Gedachte. “In alten Zeiten gingen die Leute nicht so leichtfertig mit der Sprache um, denn sie hatten Skrupel, daß sie hinter ihren eigenen Worten zurückbleiben könnten.” (Konfuzius)</p>
<p>Geschrieben in <a title="Alle Artikel in Allgemeines ansehen" href="http://www.dr-thomas-hartung.de/?cat=1" rel="category">Allgemeines</a>, <a title="Alle Artikel in Hochschulisch-Pädagogisches ansehen" href="http://www.dr-thomas-hartung.de/?cat=6" rel="category">Hochschulisch-Pädagogisches</a>, <a title="Alle Artikel in Massenmediales ansehen" href="http://www.dr-thomas-hartung.de/?cat=4" rel="category">Massenmediales</a> | <a title="Kommentiere Warum deutsch können, wenns auch englisch geht…" href="http://www.dr-thomas-hartung.de/?p=1897#respond">0 Kommentare »</a></p>
<h2><a title="Permanent Link zu Mal wieder ein Rezept… Chicoree" href="http://www.dr-thomas-hartung.de/?p=1788" rel="bookmark">Mal wieder ein Rezept… Chicoree</a></h2>
<p>15. Mai 2014 von <a title="Artikel von Thomas Hartung" href="http://www.dr-thomas-hartung.de/?author=1">Thomas Hartung</a></p>
<p>Lang lang ist’s her seit dem letzten kulinarischen Exkurs – aber angesichts der vielen Sonderangebote des unterschätzten Gemüses teile ich völlig unpolitisch vor der Europawahl diese leckere Eigenkreation eines vollwertigen Abendessens:</p>
<p>2 EL Olivenöl<br />
2 EL Schinken<br />
1 kleine Zwiebel<br />
1 Knoblauchzehe<br />
2 Chicorée (250 gr.)<br />
Salz, weißer Pfeffer, Muskat, Zimt<br />
2 x 2 Scheiben Toastbrot<br />
Kräuterbutter<br />
2 Scheiben Käse</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/05/HauptSchmorChicoree2.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/05/HauptSchmorChicoree2.jpg" alt="gebratener Chicoree" width="330" height="396" /></a></p>
<p>gebratener Chicoree</p>
<p>Olivenöl und Schinken in einer Pfanne erhitzen. Zwiebel und Knoblauch kleinschneiden und im heißen Öl anbräunen. Die Chicorée vierteln, die bitteren Strünke entfernen (kleingeschnitten mit Agavensirup munden sie köstlich) , klein schneiden und dazu geben. Mit Salz, weißem Pfeffer, Muskat und Zimt abschmecken. Toastbrot mit Kräuterbutter bestreichen und Scheibenkäse darauf legen (Edamer, Gouda o.ä.). Den angebräunten Pfanneninhalt darüber geben, den Käse darunter kurz anschmelzen lassen und sofort servieren.</p>
<p>Wohl bekomm’s!</p>
<p>Geschrieben in <a title="Alle Artikel in Allgemeines ansehen" href="http://www.dr-thomas-hartung.de/?cat=1" rel="category">Allgemeines</a> | <a title="Kommentiere Mal wieder ein Rezept… Chicoree" href="http://www.dr-thomas-hartung.de/?p=1788#respond">0 Kommentare »</a></p>
<h2><a title="“Karrierekiller Bundestag”" href="http://www.dr-thomas-hartung.de/?p=1775" rel="bookmark">Keine Satire: “Karrierekiller Bundestag”</a></h2>
<p>1. April 2014 von <a title="Artikel von Thomas Hartung" href="http://www.dr-thomas-hartung.de/?author=1">Thomas Hartung</a></p>
<p>Da ist wieder mal eine Studie erschienen, deren publizistische Verwertung durch den SPIEGEL an manipulativer Scheinheiligkeit nicht zu überbieten ist. Der Fakt:<a href="http://www.kienbaum.de/desktopdefault.aspx/tabid-68/149_read-769/148_read-194/">Kienbaum</a> hat unsere Ex-Bundestagsabgeordneten nach ihrer „Anschlussverwendung“ befragt, 47 antworteten. Wesentliches Ergebnis: Knapp 15 Prozent waren fünf Monate nach der Bundestagswahl 2013 noch arbeitslos. Leider wird dabei nicht nach den Ursprungsberufen und der Parteizugehörigkeit differenziert, was den wissenschaftlichen Aussagewert durchaus schmälert. Aber die Tendenz ist mehr als deutlich.</p>
<p>Schon ein Satz bei der Vorstellung der Studienergebnisse lässt aufhorchen: Thorsten Alsleben, der Hauptstadt-Repräsentant von Kienbaum, „forderte die Fraktionen und die Bundestagsverwaltung auf, sich besser um die Berufsperspektive von Ex-Abgeordneten zu kümmern.“ Aha. Endlich ist der Bundestag, wofür wir ihn schon immer halten sollten: eine Institution wie viele andere auch, mit Neueinstellungen, aber auch Entlassungen. Und um diese Entlassenen solle man sich doch bitte sorgen. Darauf haben alle, die in der freien Wirtschaft ihren Job verloren, in den Jobcentern schließlich ebenso Anspruch: auf Beratung, Trainingsmaßnahmen, Umschulungen, Bewerbungskontrolle…</p>
<p>Die Perfidie dieser Forderung liegt nicht nur darin, dass das Übergangsgeld für Abgeordnete über 7000 € monatlich beträgt und zu Rentenbeginn nach bspw. 7 Jahren Bundestag ein Betrag über 1600 € lockt. Die Perfidie liegt aktuell auch darin, dass sich die Abgeordneten kürzlich eine Diätenerhöhung von 10% mit der Begründung genehmigten, dies müsse sein, weil die Abgeordneten sonst in die freie Wirtschaft wechseln. Wie die Studie zeigt, ist das Gegenteil richtig: die freie Wirtschaft kann mit Abgeordneten gar nichts anfangen.</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/04/DWO-WI-Beruflich-1500x1000.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/04/DWO-WI-Beruflich-1500x1000.jpg" alt="Grafik Karrierekiller" width="540" height="360" /></a></p>
<p>Quelle: http://www.welt.de/wirtschaft/karriere/article126401899/Job-im-Bundestag-ist-spaeter-oft-ein-Karrierekiller.html</p>
<p>Autor Alexander Neubacher nun nahm die Studie zum Anlass für eine Geschichte unter dem Titel „Karrierekiller Bundestag“. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Wenn also Fachkräfte wie der ungelernte Hilfsarbeiter <a href="http://jan-muecke.de/">Jan Mücke</a>(FDP) in den Bundestag gelangen und danach als vorgeblich selbständiger Immobilienverwalter arbeiten, dann ist der Bundestag ein Karrierekiller?</p>
<p>Mit keinem Wort wird hier thematisiert, dass im gegenwärtigen Politikzirkus das Leistungsprinzip ausgehebelt ist. Darum hüten sich ebenso gut ausgebildete wie intelligente Menschen in großer Mehrheit, sich diesen Zirkus freiwillig zu geben. Sie aber hätten die größten Chancen, nach einer politischen Auszeit wieder tätig zu werden. Wer dagegen von vornherein nur als schlecht oder gar nicht ausgebildeter „Parteisoldat“ in die Politik geht, muss natürlich damit rechnen, am Ende der Politik schlechte Voraussetzungen für einen neuen Anfang zu haben – aber genau diese Parteisoldaten sind es, die gegenwärtig an den Hebeln der Macht sitzen. Ein Bewerbungstraining für einen Jan Mücke hätte eben darum keinerlei Effekt, weil es keine Substanz gibt, die man trainieren könnte. Vor 12 Jahren sah das dasselbe Medium noch selbst ein: “Vielen Hinterbänklern mangelt es erschreckend an Fachkompetenz.” Das Problem ist nur, dass Mücke parlamentarischer Staatssekretär war…</p>
<p>Die eigentliche Frage muss also lauten: wie können solche Personen überhaupt in den Bundestag gelangen, der sich dann zwar nicht als Karriereturbo, wohl aber als Geldvermehrungsturbo erweist? Und also muss die nächste Frage lauten, wie eine solche Überschrift zustande kommt, obwohl es in Wirklichkeit um die Betrachtung von Personen geht, die das verflossene Mandat dann als Geldvermehrungskiller ansehen? 70 Prozent der Befragten haben durch den Mandatsverlust Einbußen zu verkraften, so Kienbaum. Jeder Fünfte verdiene jetzt weniger als 30 000 Euro im Jahr – angeblich das deutsche Durchschnittsbrutto für Vollzeitbeschäftigte. Aber solche Fragen zu stellen ist ja verpönt, abgesehen davon, dass ich als promovierter Dozent auch gern mal 30 000 Euro im Jahr verdient hätte…</p>
<p>Da wundert allerdings auch nicht, dass die Mehrheit der Befragten auf den Politbetrieb nicht gut zu sprechen ist. Drastisch und <a href="http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/persoenlich-ehemalige-bundestagsabgeordnete-muss-putzen-gehen-1353747.html">medienwirksam</a> hatte das seit 2006 die Ex-SPD-Abgeordnete <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lilo_Friedrich">Lilo Friedrich</a> thematisiert, die nach rund 100 fehlgeschlagenen Bewerbungen in die Selbstständigkeit als „Putzfee“ ging:</p>
<blockquote><p>“Ich habe Hartz IV mitentschieden. Aber wir müssen viel genauer hinsehen, wen es trifft und wie. Denn es ist ja keine Arbeit da, in die man die Leute bringen könnte.”</p></blockquote>
<p>Eben. * Ein Diplom-Medizinpädagoge wie <a href="http://www.mz-web.de/mitteldeutschland/fdp-politiker-jens-ackermann-vom-bundestag-auf-den-fahrersitz-eines-krankenwagens,20641266,25914118.html">Jens Ackermann</a> (FDP), immerhin im Gesundheitsausschuss des Bundestags, hat tatsächlich eine Stelle gefunden, die seiner Qualifikation entspricht: als Notfallsanitäter. * (Ironiemodus aus) Nicht in seiner eigenen Firma auf dem freien Markt, den die Liberallala ja nicht aufhört zu beschwören, dem auszusetzen sie sich aber wenn irgendmöglich verweigert. Nein, in der Firma seines Vaters. Soviel zum Fachkräftemangel in diesem Land. Aber immerhin: ein Taxifahrer ohne Schulabschluss konnte nach seiner Entlassung als Minister sogar Professor in Princeton werden – ganz ohne dass sich jemand um ihn kümmern musste…</p>
<p>Geschrieben in <a title="Alle Artikel in Allgemeines ansehen" href="http://www.dr-thomas-hartung.de/?cat=1" rel="category">Allgemeines</a>, <a title="Alle Artikel in Massenmediales ansehen" href="http://www.dr-thomas-hartung.de/?cat=4" rel="category">Massenmediales</a>, <a title="Alle Artikel in Spezielles ansehen" href="http://www.dr-thomas-hartung.de/?cat=9" rel="category">Spezielles</a> | <a title="“Karrierekiller Bundestag”" href="http://www.dr-thomas-hartung.de/?p=1775#respond">0 Kommentare »</a></p>
<h2><a title="Permanent Link zu Geschlecht, schlecht, schlechter…" href="http://www.dr-thomas-hartung.de/?p=1755" rel="bookmark">Geschlecht, schlecht, schlechter…</a></h2>
<p>18. März 2014 von <a title="Artikel von Thomas Hartung" href="http://www.dr-thomas-hartung.de/?author=1">Thomas Hartung</a></p>
<p>Zugegeben: ich habe schon mehrere akademische Zumutungen rings um „Genderismus“ erlebt; die Leipziger „<a href="http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/gleichberechtigung-uni-leipzig-bleibt-bei-weiblicher-grundordnung-a-903957.html">Professorinnen</a>“ waren unrühmlicher Höhepunkt. Aber worauf ich am Wochenende aufmerksam gemacht wurde, übertrifft alles: es scheint sich an der Berliner <a href="http://www.hu-berlin.de/">Humboldt-Universität</a> eine regelrechte Parallelwelt etabliert zu haben, die ihre „verqueeren“ Ideologismen nicht nur zum Maßstab allen hochschulischen Handelns erheben, sondern dieses Handeln auch noch gesinnungspolizeilich in der „unqueeren Realität“ durchsetzen will.</p>
<p>Die Geschichte ist schnell erzählt: in einer erziehungswissenschaftlichen Einführungsvorlesungsreihe hat der männliche Professor Autoren wie Rousseau, Kant, Bourdieu und sogar Humboldt (!) zitiert. Einigen Studenten stießen diese Autoren im pädagogischen Kontext als ahistorisch, rassistisch, ableistisch, adultistisch… auf; sie führten am 10. Februar, nachdem sie ihre Kritik inner- wie außerhalb der Vorlesung nicht angemessen gewürdigt fanden, eine „Klatsch-Intervention“ auf. Auf gut deutsch: sie protestierten mit Applaus, so dass die Vorlesung nicht gehalten werden konnte. Resultat: ein Kommilitone (!!!) verständigte die Polizei (!!!), unter deren schützender Anwesenheit die Vorlesung dann weiterging. Über die Aktion und die Beweggründe wurde universitätsin- und extern in „gendergerechter Stilistik“ <a href="http://akuniwatch.wordpress.com/2014/01/31/februar-2014/">hier</a> berichtet.</p>
<p>Als ich das las, wähnte ich mich in mindestens drei falschen Filmen zugleich.</p>
<p>Der erste und wirkmächtigste: die Minderheit fordert die Mehrheit auf, ihr „falsches“ Verhalten gefälligst zu ändern und dem vermeintlich „richtigen“ anzupassen! So wird von den Gegnern schon zu Beginn als besonders schockierend empfunden, „dass auch viele Besuchxs der Vorlesung darin nichts Problematisches zu sehen schienen.“ Das setzt sich fort über negativ kommentierte Protest-Emails; hier „wurden contra_/antidiskriminierende, widerständige Handlungen negativ bewertet und durch das Innehaben der “Mehrheitsmeinung” legitimiert.“ Und es gipfelt in der Behauptung „Ferner sehen wir* in dem Verhalten der selbsternannten “Mehrheit der StudentInnen” ein beunruhigendes Beispiel für unhinterfragte Autoritätenhörigkeit und wie leicht diese zu Hass gegen Andersdenkxs gesteuert werden kann.“</p>
<p>Mit Verlaub: geht’s noch??? Eine echte Mehrheit als falsche dastehen zu lassen und jener Autoritätenhörigkeit zu unterstellen ist gelinde geschrieben undemokratisch. Ein Facebook-Kommentar der <a href="https://www.facebook.com/groups/363577509790/10152286542929791/?comment_id=10152286828084791&amp;notif_t=like">Gruppe</a> „Da kotzt das Texterherz“, in der ich mich über die Causa empörte, gab sich mitleidig „Ich habe nur ein Drittel gelesen und der Professor hat mein Mitgefühl…“ Ein anderer war da undiplomatischer: „…Klatschintervention interpretiere ich so, dass die Spinner die Vorlesung so lange störten, bis jemand die Polizei rief. Und das, um ihre Meinung durchzusetzen. Das nenn ich nicht wissenschaftlichen Diskurs. Das sind klassische SA-Methoden…“</p>
<p>Sekundär geht es darum, dass sich diese Minderheit anmaßen darf, den Kenntnisstand des promovierten und um einiges älteren Dozenten derart abzuqualifizieren, ja ihm „männliches_dominantes Redeverhalten und somit genderistische Verletzungen“ zu unterstellen. Und nicht zuletzt geht es auch darum, dass seit Jahrzehnten, ja fast seit Jahrhunderten akzeptierte wissenschaftliche Kapazitäten wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jean-Jacques_Rousseau">Rousseau</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant">Kant</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pierre_Bourdieu">Bourdieu</a>… als rassistisch oder<a href="http://www.kinderstaerken-ev.de/kiwi-wiki/index.php?title=Adultismus">adultistisch</a> herabgewürdigt und ersetzt werden sollen durch Kapazitäten wie bspw. „Maureen Maisha Eggers, Professorin für Kindheit und Differenz (Diversity Studies) an der Hochschule Magdeburg-Stendal im Studiengang Angewandte Kindheitswissenschaften…“, deren Beiträge zur disziplinären Weiterentwicklung der Pädagogik gen Null tendieren.</p>
<p>Der zweite: was wird hier im Namen eines übersteigert rationalen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Egalitarismus">Egalitarismus</a> für Schindluder mit der schönen deutschen Sprache getrieben? Wie die grusligen Formalia zustande kommen (die z.T. sogar die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kanak_Sprak">Kanaksprak</a> beleihen), ist an folgender Grafik nachzuvollziehen (die Langfassung dazu gibt’s <a href="http://feministisch-sprachhandeln.org/leitfaden/kapitel4/">hier</a> )</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/03/Gender.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2014/03/Gender.jpg" alt="Gegenderte Sprache. In: http://feministisch-sprachhandeln.org/leitfaden/kapitel4/" width="508" height="418" /></a></p>
<p>Gegenderte Sprache. In: http://feministisch-sprachhandeln.org/leitfaden/kapitel4/</p>
<p>Viel schlimmer aber ist das mündlich kaum zu lautende Kunstsprech in Bezug auf die Semantik: im Namen einer strikten, allumfassenden Antidiskriminierung (u.a. in den Phänotypen Sexismus, Genderismus, Rassismus, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Behindertenfeindlichkeit">Ableismus</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Klassismus">Klassismus</a> oder<a href="http://infragenstellen.wordpress.com/glossar/">Migratismus</a>) werden tradierte Wortformen erweitert, um sie zu „enthindern“. So entsteht aus dem finiten „dargestellt“ jetzt „dar_ge_stellt_setzt_legt“, das Substantiv „Standpunkt“ mutiert zu einem „Stand_Sitz_Liegepunkt“, oder wird aus einem simplen „widersprechen“ das Kunstverb „widersprechen_gebärden_schreiben“.</p>
<p>Zum zweiten Mal: geht’s noch? Manche Kommentatoren konnten diese Vertextung mit Humor gerade noch ertragen, bspw. „Die haben mit ihrem Liegepunkt ja wohl einen Knallxs“ oder „würde mich mit einer strafbefreienden Selbstanzeige wegen vorsätzlicher Sprachverhunzung zufriedengeben.“ Andere kamen rasch auf den Punkt: „Für mich sind Worte eher beschreibend, um <strong><em>Unterschiede</em></strong> klarzumachen. Ist das Wort Frau, als Abgrenzung zu den Männern, auch politisch inkorrekt? Irgendwann ist es kein Scherz mehr, wenn „Menschen mit Menstruationshintergrund“ gesagt wird.“</p>
<p>Und der dritte: wofür werden an dieser Universität staatliche und <a href="http://www.laendercheck-wissenschaft.de/drittmittel/drittmittel_allgemein/index.html">Drittmittel</a>ausgegeben? Da gibt es zunächst eine „<a href="http://feministisch-sprachhandeln.org/ag-feministisch-sprachhandeln/">AG</a> Feministisch Sprachhandeln“, die den oben verlinkten Leitfaden verbrach und dem „Referent_innenRat der HU“ sowie dem „Lehrstuhl für Gender Studies und Sprachanalyse am Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien der HU“ für die finanziellen Hilfen dankt. Dann gibt es eben dieses „<a href="http://www.gender.hu-berlin.de/">Zentrum</a> für transdisziplinäre Geschlechterstudien“, bestehend aus 3 Sprecherinnen mit einer Geschäftsstelle, in der der Geschäftsführerin 7 klassische und 9 studentische Mitarbeiterinnen zur Verfügung stehen. Da gibt es über 30 Lehrveranstaltungen beisteuernde Professoren, darunter jene Lehrstuhlinhaberin für Gender Studies und Sprachanalyse, die ihr mittleres vierstelliges <a href="http://www.w-besoldung.net/informationen/wie-hoch-ist-das-grundgehalt/">Monatsgehalt</a> im beendeten Semester mit sage und schreibe 3 (!!!) Lehrveranstaltungen a 90 Minuten „verdiente“: „schreiben einer abschlussarbeit“, „trans_x_ing feminismen“ und „wut als intervenierende handlung“. Der Wert der ersten – wenn die Regeln der Groß- und Kleinschreibung beachtet werden – steht nicht zur Debatte. Aber was ist mit den anderen beiden? In der Seminarbeschreibung zu letzterer lese ich [sic!]</p>
<blockquote><p>„das seminar nähert sich der frage feministischer wissensproduktion von der ebene der gefühlsproduktionen und –konstruktionen her und betrachtet so das verhältnis von unterschiedlich positionierten subjekten zu wissenschaft und den entscheidungen, die in diesem prozess jeweils getroffen werden.“</p></blockquote>
<p>Zum dritten Mal: geht’s noch? Der von mir hochgeschätzte Harald Martenstein<a href="http://www.zeit.de/2013/24/genderforschung-kulturelle-unterschiede">schrieb</a> vor einem Jahr „Die Paläontologie, die für die Klimaforschung und die Erdölindustrie recht nützlich ist, hat seit 1997 bei uns 21 Lehrstühle verloren. In der gleichen Zeit wurden 30 neue Genderprofessuren eingerichtet.“ Nicht nur, dass die Uni Leipzig darum ringt, dass Studiengänge wie „Pharmazie“ erhalten bleiben, nicht nur, dass an der Dresdner TU weit über 80 % aller Lehrkräfte, auch in den ingenieurstechnischen Fächern, befristet angestellt sind, damit wenigstens ein Grundstock an Lehre angeboten werden kann – hier dürfen fest angestellte, staatlich bezahlte Hochschullehrer ihre privaten Hobbys zum Fach machen! Wofür benötigt ein junger Mensch Universitätsseminare zum Umgang mit Wut? Ist uns Fach- und Sachkompetenz einerlei, stehen nur noch Sozial-, ja Lebenskompetenz im Mittelpunkt? Ein Kommentar brachte es sportlich auf den Punkt: „Ich würde den Spinnern einen Besxen oder eine Schauxel in die Hand gebxen und sie schuften lassxen, bis sie zu erschöpft für so ein blödsinniges Gesabbxel sind. Man bedenke bitte, diese Knalltüten dürfen studieren, und der Strassenreinigung gehen die fähigen Hilfskräfte aus.“</p>
<p>Ich versuche diplomatischer zu sein: Martenstein behauptet, dass Gender-Politik und Voodoo aufs Gleiche hinauslaufen. Ich würde Voodoo durch akademische Esoterik ersetzen. Wenn Genderismus/Feminismus „Wissenschaft“ sein wollten, wären sie einfach nur akademische Filialen der Soziologie und/oder Psychologie. Doch Sinn und Zweck ist doch offensichtlich, der feministischen Ideologie eine (pseudo-) wissenschaftliche Grundlage zu verschaffen mit dem Ziel, Probleme nicht zu lösen, sondern welche zu schaffen. Das dürfte bei den überwiegend weiblichen Studenten zu einer aus der Tunnelperspektive herzuleitenden Radikalisierung führen, aus der sich u.a. der missionarische Nachschub für viele Positionen bspw. als Gleichstellungsbeauftragte ergibt.</p>
<p>Es wäre viel gewonnen, wenn Forschung allgemein ergebnisoffen betrieben würde und jeder Forschungsbereich auf Erkenntnisse rekurrieren müsste, die dem aktuellen Erkenntnisstand entsprechen. Wo er die nicht befürwortet, müsste er akzeptierten wissenschaftlichen Standards genügen, um sie zu widerlegen, statt mit neuen sprachlichen Standards unbewiesene und also unwissenschaftliche Behauptungen zu verbreiten. Aber wenn es möglich ist, eine „Wissenschaft“ zu betreiben, die die Erkenntnisse der Medizin und Psychologie vernachlässigt und dennoch mit Etats in Größenordnungen ausgestattet wird, läuft etwas falsch. In Norwegen ist die Genderwissenschaft einer kritischen Prüfung unterzogen worden mit der Folge, dass die 56 Millionen Euro, die der Forschungsbereich jährlich erhielt, per Ende 2011 ersatzlos gestrichen wurden.</p>
<p>Geschrieben in <a title="Alle Artikel in Allgemeines ansehen" href="http://www.dr-thomas-hartung.de/?cat=1" rel="category">Allgemeines</a>, <a title="Alle Artikel in Hochschulisch-Pädagogisches ansehen" href="http://www.dr-thomas-hartung.de/?cat=6" rel="category">Hochschulisch-Pädagogisches</a>, <a title="Alle Artikel in Spezielles ansehen" href="http://www.dr-thomas-hartung.de/?cat=9" rel="category">Spezielles</a> | <a title="Kommentiere Geschlecht, schlecht, schlechter…" href="http://www.dr-thomas-hartung.de/?p=1755#comments">4 Kommentare »</a></p>
<h2><a title="Permanent Link zu Schule braucht Noten und Biologieunterricht!" href="http://www.dr-thomas-hartung.de/?p=1750" rel="bookmark">Schule braucht Noten und Biologieunterricht!</a></h2>
<p>22. Februar 2014 von <a title="Artikel von Thomas Hartung" href="http://www.dr-thomas-hartung.de/?author=1">Thomas Hartung</a></p>
<p>Da der Wahlkampf naht (oder eigentlich schon begonnen hat), muss ich jetzt doch mal ein privates Statement zu dem Blödsinn posten, mit dem sich diese Woche zwei rot-grüne Regierungen anschicken, Deutschlands Bildungspolitik zu ruinieren.</p>
<p>Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Waltraud Wende kündigt an, dass Schüler erst in der 8. Klasse erstmals Notenzeugnisse erhalten sollen. Diese Verkürzung des Leistungsbegriffs ist dumm, kinderfeindlich und lebensfremd. Kinder lieben Leistung und Erfolg, denn beides stärkt das Selbstbewusstsein. Ohne Stolz auf die eigene Leistung entsteht keine feste Identität.</p>
<p>Die rot-grüne Regierung senkt das Niveau, um möglichst viele Kinder in die Oberstufe zu bringen. Dabei sind ihnen die Gymnasien im Weg. Das beweist, dass die Koalition jeglichen Leistungsgedanken aus den Schulen verbannen will. In Schulen aber muss gefördert, zugleich aber auch gefordert werden. Auch Alt-Bundespräsident Roman Herzog erklärte schon 1997, man müsse wieder Mut finden, gute Schüler gut und schlechte Schüler schlecht nennen zu können: wer Noten verbannt, schafft möglicherweise Kuschelecken.</p>
<p><strong>Abschaffung des Biologieunterrichts „völlig falsches Signal“</strong></p>
<p>Außerdem halte ich es für ein völlig falsches Signal, dass die grün-rote Regierung in Stuttgart unter dem ehemaligen Biologielehrer (!) Winfried Kretschmann den Biologieunterricht und weitere naturwissenschaftliche Fächer zugunsten eines Fachverbunds „Naturphänomene“ als selbständige Schulfächer abschaffen will.</p>
<p>Die methodischen und inhaltlichen Schnittmengen vieler Fächer sind viel zu gering. Es kommt doch auch niemand auf den Gedanken, die Fächer Englisch, Französisch und Spanisch zu einem Fächerverbund „Moderne Fremdsprachen“ zusammenzuschließen. Hinzu tritt die ebenso falsche Regelung, dass künftig auch fachfremd unterrichtet werden kann, sofern den Schulen nicht genügend geeignete Lehrer zur Verfügung stehen. Das erinnert fatal an Sachsens „Kompetenzentwicklungspläne“ in den Fachschulen. Außerdem muss sich gerade die Kretzschmann-Regierung fragen lassen, wie sich ihr Agieren mit den Prinzipien der Transparenz und des Gehörtwerdens verträgt: die Pädagogen sollen offiziell erst einbezogen werden sollen, wenn alles vorbei ist.</p>
<p>Gleich zwei rot-grüne Landesregierungen haben damit gezeigt, wie sie die Bildung in Deutschland ruinieren wollen: durch politisch motivierte Bildungsnivellierung. Hier besteht die massive Gefahr, dass das Niveau von Gymnasien auf das von Gemeinschaftsschulen heruntergeschraubt wird. Uns ist aber nicht mit mehr Abiturienten gedient, sondern mit weniger und vor allem besseren. Dieses Land braucht eine andere Politik. Dieses Land braucht uns.</p>
<p>Geschrieben in <a title="Alle Artikel in Allgemeines ansehen" href="http://www.dr-thomas-hartung.de/?cat=1" rel="category">Allgemeines</a>, <a title="Alle Artikel in Hochschulisch-Pädagogisches ansehen" href="http://www.dr-thomas-hartung.de/?cat=6" rel="category">Hochschulisch-Pädagogisches</a> | <a title="Kommentiere Schule braucht Noten und Biologieunterricht!" href="http://www.dr-thomas-hartung.de/?p=1750#respond">0 Kommentare »</a></p>
<h2><a title="Permanent Link zu Fack ju Schbrache" href="http://www.dr-thomas-hartung.de/?p=1735" rel="bookmark">Fack ju Schbrache</a></h2>
<p>8. Dezember 2013 von <a title="Artikel von Thomas Hartung" href="http://www.dr-thomas-hartung.de/?author=1">Thomas Hartung</a></p>
<p>Ich bestreite es ja gar nicht. „Fack ju Göhte“ ist, nein, nicht der beste, wohl aber der erfolgreichste Film des Jahres. Ob oder wegen Aussagen wie diesen, sei zunächst dahin gestellt:</p>
<blockquote><p>„Gib zwei Euro. Ich muss Guthaben kaufen.“<br />
„Ey, red ma’ höflich, du Opfer.“<br />
„Heb dir das Gelutsche für die Kundschaft auf. Wo ist die Kohle?“<br />
„Halt Fresse und gib mir den Nagellack.“<br />
„Geh putzen, und danach kannst du mir einen blasen.“</p></blockquote>
<p>Die Handlung ist ein „routiniert gebauter Schwachsinn“ (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Moritz_von_Uslar">v. Uslar</a>), mit einem Kommentator: „Ein proletarisches Fusselhirn allererster Güte und eine an ihr pädagogischen Ethos gebundene Heulboje auf Liebesentzug schweißen eine Klasse asozialer Arschlochkinder zusammen und erkennen dabei, was wirklich zählt im Leben.“ Dafür können die Schauspieler nichts, allen voran Karoline Herfurth, mit der ich auch mal spielen würde…</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2013/12/2.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2013/12/2.jpg" alt="Fack ju Göhte - Bilder - http://www.moviepilot.de/movies/f-you-gothe/images" width="515" height="343" /></a></p>
<p>Fack ju Göhte &#8211; Bilder &#8211; http://www.moviepilot.de/movies/f-you-gothe/images</p>
<p>Nun gut. Was ist das Problem? Für mich ist es der Umgang mit der Sprache, damit der Kultur – Sprachkultur, Schulkultur, Schülerkultur… – der hier in einer Weise ad absurdum geführt wird, die jedem halbwegs kulturvollen Zeitgenossen erst die Schames- und dann die Zornesröte ins Gesicht treiben muss. Und nicht nur mir, auch anderen Kommentatoren, die ich in gewohnter Weise einarbeite.</p>
<p>Nach Ansicht Moritz von Uslars in der <a href="http://www.zeit.de/2013/50/teenagerkomoedie-fack-ju-goehte-sprachkritik">ZEIT </a>geht es den Autoren des Films darum, beim jugendlichen Zuschauer mit der denkbar brachialsten Sprache um Vertrauen zu werben: „Wir kennen dich. Wir wissen, wie du und deine Freunde miteinander reden, und wir sprechen dieselbe Sprache. Also lehn dich zurück, und genieß diesen Film.“ Das ist genau dieses sozialarbeiterische Dogma (oder Credo): „Wir holen dich dort ab, wo du bist; um Himmels beweg dich nicht, es könnte ja die falsche Richtung sein.“ Also am untersten Sprachniveau ansetzen, ein grammatisch sehr entspanntes Idiom sprechen und damit dem großen Trend der Vereinfachung folgen: Artikel werden weggelassen, Fallendungen abgeschliffen, der Konjunktiv wird gar nicht, Präpositionen beliebig verwendet.</p>
<p>Was soll das? Deutsch ist zu vernachlässigen, wir verstehen uns schon irgendwie? Sprachlevels und Sprachkulturen benötigt man angesichts jenes Einheitsbreis, der politisch in Berlin schon lange angerührt wurde und jetzt offizialisiert wird, sowieso nicht mehr? Entweder bin ich Babo und fordere Geld, Sex oder sonstige Dienstleistungen (wenn ich sie mir nicht einfach nehme) oder ich bin Opfer und muss dieselben liefern? Was spiegelt dieser Film für einen Trend – und ich nehme mal nur „meine“ Branche?</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2013/12/5.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2013/12/5.jpg" alt="Fack ju Göhte - Bilder - http://www.moviepilot.de/movies/f-you-gothe/images" width="515" height="343" /></a></p>
<p>Fack ju Göhte &#8211; Bilder &#8211; http://www.moviepilot.de/movies/f-you-gothe/images</p>
<p>Vor 2 Jahren ergab die <a href="http://www.bpmo.de/bpmo/export/sites/default/de/know_how/downloads/Kommunikationsbranche_2010_Fakten_Erwartungen_und_Trends.pdf">Umfrage</a> „Kommunikationsbranche 2010 – Fakten, Erwartungen und Trends“, für die die Wirtschaftspsychologische Gesellschaft München 477 Unternehmen befragte, dass auf einer Liste mit 17 Indikatoren für „Mitarbeiter-Auswahlkriterien“ die Kriterien „Studium“ und „Abschlussnoten“ gerade noch auf den Plätzen 12 und 13 landeten (22.03.2013). „Deutschkenntnisse“ dagegen rangieren nach „Leidenschaft“ an zweiter Stelle, gefolgt u.a. von Sozialkompetenz und Kreativität. „Deutschkenntnisse der Bewerber sind von herausragender Bedeutung für die Entscheider. Das deckt sich mit den Meldungen aus anderen Branchen, die ebenfalls desaströse Deutschmängel bei Bewerbern beklagen“ (ebd.)</p>
<p>Im Oktober 2012 schreckte ein „<a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-88861729.html">SPIEGEL</a>“-Interview mit dem Bayreuther Altphilologen Gerhard Wolf nicht nur die Kommunikationsabteilungen deutscher Unternehmen auf. Wolf hatte andere Professoren zur Studierfähigkeit ihrer Studenten befragt – und von 70 Kollegen vernichtende Urteile wie die folgenden erhalten:<br />
&#8211; „Die mangelnde Studierfähigkeit zeigt sich vor allem in der stark unterentwickelten Fähigkeit, kompetent und souverän mit der (deutschen) Sprache umzugehen.“<br />
&#8211; „Konjunktive schwinden aus den schriftlichen Arbeiten ebenso wie zunehmend alle Zeitformen jenseits des Präsens.“<br />
&#8211; „Der aktive Wortschatz schrumpft auf wenige hundert Ausdrücke, die penetrant wiederholt werden.“ (18.03.2013)</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2013/12/4.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2013/12/4.jpg" alt="Fack ju Göhte - Bilder - http://www.moviepilot.de/movies/f-you-gothe/images" width="515" height="343" /></a></p>
<p>Fack ju Göhte &#8211; Bilder &#8211; http://www.moviepilot.de/movies/f-you-gothe/images</p>
<p>Zuletzt bekräftigte die „GWA-<a href="http://www.gwa.de/index.php?id=195&amp;show=gwa&amp;news_id=8040&amp;pos=0&amp;lang=de">Studie</a> zum Agenturnachwuchs“ im Januar 2013 einen Schwund an Textkompetenz: „Gerade in den Bereichen Strategie, Online und Text haben die Agenturen Schwierigkeiten, Nachwuchs mit gewünschtem Qualifikationsniveau zu rekrutieren.“ (22.03.2013)</p>
<p>Nach einer teilweise noch unveröffentlichten Studie der Universität Duisburg-Essen betrifft das inzwischen sogar Lehramtsstudenten „Deutsch“. Die Forscher haben Lehramtsstudenten dreier nordrhein-westfälischer Hochschulen jeweils zwei verschiedenen Tests unterzogen. Mit dem ersten wurden die allgemeinen Sprach- und Rechtschreibfähigkeiten von fast 2900 Studenten geprüft. Dabei erwies sich jeder fünfte angehende Lehrer als stark oder sehr stark förderbedürftig. Im zweiten Test, an dem fast 300 Studenten teilnahmen, sollte ein Zeitungsartikel mit eigenen Worten zusammengefasst werden. Jeder achte künftige Pädagoge gebrauchte dabei vielfach Wörter im falschen Sinnzusammenhang, mehr als jeder dritte machte häufig Grammatikfehler. Studierende mit Migrationshintergrund, die noch schlechter abschnitten, sind dabei nicht mitgerechnet. „Der Test war leichter als eine Abituraufgabe“, sagt Studienautor Dirk Scholten-Akoun (vgl. <a href="https://magazin.spiegel.de/digital/index_SP.html#SP/2013/50/123678960">SPIEGEL, 49/2013</a>).</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2013/12/7.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2013/12/7.jpg" alt="Fack ju Göhte - Bilder - http://www.moviepilot.de/movies/f-you-gothe/images" width="515" height="365" /></a></p>
<p>Fack ju Göhte &#8211; Bilder &#8211; http://www.moviepilot.de/movies/f-you-gothe/images</p>
<p>Uslar ficht das alles nicht an – ich behaupte, er kennt diese Befunde gar nicht. Entsprechend würdigt er die Autorität des Aushilfslehrers, der nur bis zur achten Klasse zur Schule ging („Das war meine Crackphase“), deswegen, weil er,</p>
<blockquote><p>„wenn die Konflikte hart auf hart kommen, die härtere, bösere, asozialere, verbotenere Sprache spricht als die Schüler selbst. Die Maßregelung eines Krawallbruders lautet: “Achte auf deine Ausdrucksweise, du Wichser.” Einer pubertären Schülerin empfiehlt er: “Friss nicht so viel. Oder willst du als Jungfrau sterben?” Der Lehrer, der kein Lehrer ist, sagt seiner Schulklasse: “Ihr seid Abschaum. Und jetzt Fresse halten und sitzen bleiben, bis es vorbei ist.”</p></blockquote>
<p>Vollends vorgeführt wird das Ideal zivilisierten pädagogischen Umgangs, wenn der Lehrer mit einer Paintball-Kanone auf seine Schüler schießt: „Durchsetzen kann sich in dieser Welt der deutschen Problemschule nur der, der über die schwerste sprachliche Schusswaffe verfügt und nicht zögert, sie einzusetzen.“</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2013/12/1.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2013/12/1.jpg" alt="Fack ju Göhte - Bilder - http://www.moviepilot.de/movies/f-you-gothe/images" width="515" height="323" /></a></p>
<p>Fack ju Göhte &#8211; Bilder &#8211; http://www.moviepilot.de/movies/f-you-gothe/images</p>
<p>EBEN NICHT!!! Mit der Paintball-Kanone ist eine Grenze überschritten, die ein Kommentator auf „moviepilot.de“ auf den Punkt bringt: „Es ist unlustig für einen aktiven Paintballer, wenn man mit ansehen muss, wie verharmlosend damit umgegangen wird. Es war sowieso sehr schwer, dass dieses Spiel in Deutschland anerkannt wird und ein Schuss direkt ins Gesicht ist alles Andere als lustig! Es gibt genug hirnlose Jugendliche, die so etwas dann nachmachen wollen und die Folgen bei einem Fehltreffer sind sehr schwerwiegend. Deshalb finde ich das sehr verantwortungslos – auch wenn ich jetzt dadurch als Nörgler angeschaut werde oder mit Dreck beworfen werde.“ Durchsetzen kann sich also nur der mit den besseren Waffen, die – wenn es halt Worte nicht mehr bringen – nur noch verletzende „Taten“ sein können?</p>
<p>Dazu kommt: das Lehrerbild, das ebenfalls ein moviepilot-Kommentator auf den Punkt bringt „… einer der undankbarsten Jobs überhaupt. Stress ohne Ende, täglich mit zu vielen Kindern pro Klasse einen viel zu vollen Lehrplan abarbeiten, dabei über Provokationen hinwegsehen, Probleme der Schüler erkennen, sie erziehen, bilden, individuell fördern. Und das alles, während in der Öffentlichkeit ein Bild gezeichnet wird von verklemmten, stur nach Schema F vorgehenden Korinthenkackern mit Stock im Arsch, die auch noch viel zu viel Freizeit haben (Stichwort: nur vormittags arbeiten und dann auch noch ständig Ferien), eher weltfremd sind und dafür zu viel verdienen.“</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2013/12/3.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2013/12/3.jpg" alt="Fack ju Göhte - Bilder - http://www.moviepilot.de/movies/f-you-gothe/images" width="515" height="343" /></a></p>
<p>Fack ju Göhte &#8211; Bilder &#8211; http://www.moviepilot.de/movies/f-you-gothe/images</p>
<p>Mag sein, dass der Film nicht den Anspruch hat, ein realistisches Bild eines Lehrers zu zeigen. Aber ich halte es für mehr als ärgerlich, wenn dadurch impliziert wird, jeder dahergelaufene Idiot könne Lehrer werden, wenn er nur cool genug ist oder Vorgaben missachtet – das ist die Bestätigung des neoliberalen Politikerbilds, bspw. ungelernte Hilfsarbeiter zu Staatssekretären mutieren zu lassen.</p>
<p>Natürlich ist ein Draht zu den Schülern wichtig – aber wie im Film gezeigt, nur noch traurig. Überhaupt gibt es keinen einzigen normalen Menschen in diesem Film. Zeki ist ein Betrüger, der – brutal, eklig – mit allem durchkommt. Die Schüler sind entweder die größten Assis aller Zeiten oder so süße kleine Engelchen, dass, wenn man sie aufschlagen würde, nur noch Schleim aus ihnen trieft. Alles ist so vollgepackt, so sehr übertrieben, bunt, laut, schrill und eklig, dass man sich irgendwann nur noch abwenden kann.</p>
<p><a href="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2013/12/6.jpg"><img src="http://www.dr-thomas-hartung.de/wp-content/uploads/2013/12/6.jpg" alt="Fack ju Göhte - Bilder - http://www.moviepilot.de/movies/f-you-gothe/images" width="515" height="342" /></a></p>
<p>Fack ju Göhte &#8211; Bilder &#8211; http://www.moviepilot.de/movies/f-you-gothe/images</p>
<p>Der erfolgreichste deutsche Film…<br />
„…die darüber lachen, besuchen vermutlich genau so eine Schule oder lachen, wie sie es auch tun, wenn sie eine Affenhorde im Zoo sehen, die Unfug macht.“</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/29/prof-sinn-deckt-medienluge-auf-reaktionen-auf-klarstellungen-von-ifo-chef-sinn-in-der-faz/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>PEGIDA Dresden 22.12.2014 &#8211; und übliche Manipulationstricks. Keine Zitate aus Ansprachen, dafür Bewertungen, an Skurrilität kaum zu überbieten. Kuriosität in der deutschen Mediengeschichte &#8211; Deutsche, die wissen wollen, wie die PEGIDA-Kundgebung tatsächlich ablief, sind auf den Komplett-Mitschnitt von &#8222;Russia Today&#8220; angewiesen, weil deutsche TV-Sender nicht übertrugen&#8230;</title>
		<link>http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/23/pegida-dresden-22122014-und-ubliche-manipulationstricks-keine-zitate-aus-ansprachen-dafur-bewertungen-an-skurrillitat-kaum-zu-uberbieten/</link>
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		<pubDate>Tue, 23 Dec 2014 13:41:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[PEGIDA Dresden-Manipulationstricks.]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8222;Lauter wurde es erst wieder, als die Demonstranten bei der an Skurrilität kaum noch zu überbietenden Veranstaltung einen auftretenden Weihnachtsmann feierten, der „Selbstgedichtetes“ vorlas sowie einen französischen Staatsbürger, der in Leipzig gegen den Bau einer Moschee kämpft, und sich in unzähligen Schimpfworten, Hasstiraden, Obszönitäten sowie Vulgarismen vor allem gegen Politiker erging.&#8220; FAZ &#8211; was die [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8222;Lauter wurde es erst wieder, als die Demonstranten bei der an Skurrilität kaum noch zu überbietenden Veranstaltung einen auftretenden Weihnachtsmann feierten, der „Selbstgedichtetes“ vorlas sowie einen französischen Staatsbürger, der in Leipzig gegen den Bau einer Moschee kämpft, und sich in unzähligen Schimpfworten, Hasstiraden, Obszönitäten sowie Vulgarismen vor allem gegen Politiker erging.&#8220; FAZ &#8211; was die Bewerteten tatsächlich sagten, wird bewußt verschwiegen, zumal es auffällig starke Zustimmung gab.</strong></p>
<p><a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/pegida-in-dresden-waechst-weiter-auf-17500-menschen-13338552.html"> http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/pegida-in-dresden-waechst-weiter-auf-17500-menschen-13338552.html</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2014/12/moslemkopftuchfr1.jpg" alt="moslemkopftuchfr1.jpg" /></p>
<p><strong>Ausriß &#8211;  Türke, Frankfurt. </strong></p>
<h2>Politschauspieler-und Medienreaktionen zeigen, daß es mit der Freiheit der Andersdenkenden &#8211; siehe Zitat von Rosa Luxemburg &#8211; in Deutschland nicht weit her ist. <a title="Beitrag bearbeiten" href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=20357">**</a></h2>
<p><strong> <em>“Freiheit nur für die Anhänger der Regierung, nur für Mitglieder einer Partei &#8211; mögen sie noch so zahlreich sein &#8211; ist keine Freiheit. Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden.”</em></strong></p>
<h2>“Politiker sagen etwas, denken aber völlig anders &#8211; und handeln davon ganz verschieden.” Folha de Sao Paulo”</h2>
<p><strong>Zu den Kuriositäten im Deutschland von heute zählt, daß immer noch manche Bürger meinen, was Politiker öffentlich sagen und verbreiten lassen, sei identisch mit dem, was sie tatsächlich denken und vorhaben. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/22/pegida-dresden-22122014-das-komplette-kundgebungsvideo-von-russia-today-deutsche-tv-sender-ubertrugen-nicht-live-trotz-des-grosen-interesses/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/22/pegida-dresden-22122014-das-komplette-kundgebungsvideo-von-russia-today-deutsche-tv-sender-ubertrugen-nicht-live-trotz-des-grosen-interesses/</a></p>
<h2>“Wer nicht täuschen kann, soll nicht Politiker werden.” Konrad Adenauer, zitiert nach Weimarer Taschenbuchverlag.</h2>
<p><strong>Scheiterhaufenpraxis in Brasilien &#8211; und Schweigen hochrangiger deutscher Politiker:</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/04/15/brasilien-scheiterhaufen-microondas-bis-2011-auch-rio-favela-mangueira-sitz-der-gleichnamigen-beruhmten-sambaschule-laut-qualitatszeitung-o-globo/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2013/04/15/brasilien-scheiterhaufen-microondas-bis-2011-auch-rio-favela-mangueira-sitz-der-gleichnamigen-beruhmten-sambaschule-laut-qualitatszeitung-o-globo/</a></p>
<p><strong>Scheiterhaufen in Brasilien &#8211; keinerlei Reaktionen deutscher Politiker:</strong> <a href="http://www.deutschlandradiokultur.de/moderne-scheiterhaufen-aus-autoreifen.1013.de.html?dram:article_id=167263">http://www.deutschlandradiokultur.de/moderne-scheiterhaufen-aus-autoreifen.1013.de.html?dram:article_id=167263</a></p>
<p><strong>Der bemerkenswerte Besuch von Joachim Gauck in Brasilien:</strong></p>
<p><strong> </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/17/brasilien-historischer-besuch-des-deutschen-bundesprasidenten-joachim-gauck-im-tropenland-trotz-gravierender-menschenrechtslage-folter-todesschwadronen-gefangnis-horror-sklavenarbeit-etc-b/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/17/brasilien-historischer-besuch-des-deutschen-bundesprasidenten-joachim-gauck-im-tropenland-trotz-gravierender-menschenrechtslage-folter-todesschwadronen-gefangnis-horror-sklavenarbeit-etc-b/</a></p>
<p><a href="http://www.welt-sichten.org/artikel/221/der-hoelle-hinter-gittern">http://www.welt-sichten.org/artikel/221/der-hoelle-hinter-gittern</a></p>
<p><strong>Gauck und Oligarch Poroschenko</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/06/07/deutscher-bundesprasident-joachim-gauck-bei-amtseinfuhrung-des-neonazi-und-faschisten-finanzierers-poroschenko-am-762014-in-kiew-eine-historisch-bemerkenswerte-positionierung-der-deutschen-seite/"><strong>:</strong> http://www.hart-brasilientexte.de/2014/06/07/deutscher-bundesprasident-joachim-gauck-bei-amtseinfuhrung-des-neonazi-und-faschisten-finanzierers-poroschenko-am-762014-in-kiew-eine-historisch-bemerkenswerte-positionierung-der-deutschen-seite/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/06/06/ukraine-2014-joachim-gauck-allen-ernstes-zur-amtseinfuhrung-des-neonazi-und-faschisten-finanzierers-poroschenko-nach-kiew/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2014/06/06/ukraine-2014-joachim-gauck-allen-ernstes-zur-amtseinfuhrung-des-neonazi-und-faschisten-finanzierers-poroschenko-nach-kiew/</a></p>
<p><strong>“Die Macht der Oligarchen”:</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/18/die-macht-der-oligarchen-tagesschau-am-18122014-uber-die-ziele-des-kiewer-putsches-die-grunde-der-unterstutzung-durch-hochrangige-deutsche-politiker-entsprechend-deren-wertvorstellungen/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/18/die-macht-der-oligarchen-tagesschau-am-18122014-uber-die-ziele-des-kiewer-putsches-die-grunde-der-unterstutzung-durch-hochrangige-deutsche-politiker-entsprechend-deren-wertvorstellungen/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/07/LutzBachmann1.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-37542" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/07/LutzBachmann1-1024x739.jpg" alt="LutzBachmann1" width="1024" height="739" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Lutz Bachmann, Leipzig 6.7. 2015.</strong></p>
<p><strong>Fotoserie:</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2015/07/07/oppositionsbewegungen-pegida-und-legida-am-6-7-2015-in-leipzig-fotoserie/">http://www.hart-brasilientexte.de/2015/07/07/oppositionsbewegungen-pegida-und-legida-am-6-7-2015-in-leipzig-fotoserie/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/07/LutzBachmann2.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-37544" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2015/07/LutzBachmann2-1024x739.jpg" alt="LutzBachmann2" width="1024" height="739" /></a><br />
–</p>
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