Verbrennen von Obdachlosen: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/01/brasilien-lebendiges-verbrennen-von-obdachlosen-in-brasilianischen-stadten-wie-sao-paulo-in-landern-wie-deutschland-interessanterweise-vielen-garnicht-bekannt-deutschstammiger-kardinal-odilo-scher/
Tags: Brasilien, Der Schrei, Edvard Munch

http://exame.abril.com.br/brasil/noticias/estas-sao-as-20-estradas-que-mais-matam-no-brasil

Militärpolizisten schauen nahe der Avenida Paulista von Sao Paulo tatenlos zu, wie Fußgänger massenhaft bei roter Ampel über die Kreuzung laufen – entsprechend hoch ist in Brasilien die Zahl von Fußgängern, die von Autofahrern unabsichtlich getötet werden.
Thomas Ostermeier, künstlerischer Leiter der Schaubühne, nannte in dem O-Globo-Interview als Schwerpunkt, herauszufinden, wer die Spielregeln bestimmt – Wirtschaft oder Politik? „Das ist die wichtigste Frage unserer Zeit.“ Davon ausgehend, könne man auch verwandte Themen wie die Fußball-WM oder die Olympischen Sommerspiele in Brasilien untersuchen, die auch den Streit zwischen den Interessen der Wirtschaft und denen der Bevölkerung zeigen. „Aber am Schlimmsten ist, daß die Politik zu etwas Verfaultem geworden ist. Es gibt einen Graben, der die Menschen von den Politikern und der Politik trennt…Wir verlieren das Vertrauen in die Demokratie…Unsere `demokratische`Gesellschaft ist verfault, gibt nicht mehr die Möglichkeiten, die Wahrheit zu sagen.“ http://www.schaubuehne.de/de/personen/thomas-ostermeier.html/ID_Taetigkeit=5
Ostermeier kündigte an, 2014 zwei Stücke in Rio de Janeiro aufzuführen.
SPD-Bundesparteitag 2015 in Berlin – Helmut Schmidt, Willy Brandt und die nazistisch-antisemitisch orientierte Folterdiktatur Brasiliens:http://www.hart-brasilientexte.de/2015/12/07/spd-bundesparteitag-2015-in-berlin-wie-die-spd-tickt/
SPD-Politiker Andreas von Bülow:“ In den Industriestaaten, deren Bevölkerung die Komplexität der Lebensverhältnisse kaum noch durchschaut, lassen sich mit dem Instrumentarium der manipulierten Demokratie inzwischen Ergebnisse erreichen, die denen einer Diktatur in nichts nachstehen. Mit dem fernsehträchtigen Kandidaten im Schaufenster, einer wirtschaftlich und finanziell manipulierten Presse in der Hinterhand und dem geschickten Einsatz von Brot und Spielen, heute tititainment genannt, können die phantastischsten Kombinationen erreicht werden.“
Tendenzschutz und journalistische Freiheit in Deutschland, laut Wikipedia, Tendenzschutz in deutschen Medien. Wikipedia zu üblichen sehr starken Beschränkungen journalistischer Freiheit: …Unter Tendenzschutz wird verstanden, dass dem Verleger eines Mediums (z. B. einer Zeitung) ausdrücklich das Recht gewährt wird, die politische Meinung der jeweiligen Publikation festzulegen. Seine Macht erstreckt sich also nicht nur auf wirtschaftliche Entscheidungen (etwa zur Betriebsorganisation), sondern auch, wegen der besonderen Rolle derMassenmedien, auf politische Entscheidungen, die andere Unternehmen nicht treffen können, da sie nicht selbst publizieren.
Tendenzschutz bedeutet also konkret, dass der Verleger berechtigt ist, die politische Richtung der ihm gehörenden Medien zu bestimmen und seine Redakteure und freie Journalisten zu verpflichten, in einer bestimmten Art und einem bestimmten Stil Texte, Bilder und Filme in einer bestimmten politischen Sichtweise zu produzieren. Ein Recht von Redakteuren, journalistisch und inhaltlich vom Verleger unabhängig zu sein, besteht nicht…
Ausriß – Karikaturist Angeli der größten Qualitätszeitung zur politischen Stimmungslage. „Ja, die Szene ist fürchterlich, aber was soll man machen? Er hat parlamentarische Immunität.“
Leonardo Boff kritisiert das Urteil des Obersten Gerichts, die Vorgehensweise des schwarzen Präsidenten des Obersten Gerichts, Joaquim Barbosa. Es sei bestraft worden gegen die Prinzipien des Rechts. http://site.adital.com.br/site/noticia.php?lang=PT&cod=78939
Boffs Kritik sagt sehr viel über ihn selbst, seine Wertvorstellungen.

Ausriß, Nachrichtenmagazin “Istoé” zur Bündnispartner-Überwachung, Friedensnobelpreisträger Barack Obama und Bundeskanzlerin Angela Merkel. Wer bereits vor Jahren, als Obama von interessierter Seite noch bejubelt wurde, auf eine solche Abhöraffäre verwiesen hätte, wäre u.a. als Journalist in bestimmten mitteleuropäischen Mainstream-Medien vermutlich mit heute üblichen Sanktionen, darunter Abschaltung, belegt worden.
Willy Brandt und sein Diktatur-Amtskollege José Magalhaes Pinto: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/11/19/brasiliens-folter-diktatur1964-1985-mit-wem-bundesausenminister-willy-brandt-damals-bilaterale-vertrage-unterzeichnet-das-massaker-an-stahlarbeitern-unter-gouverneur-jose-magalhaes-pinto/
Zeitungsausriß – Lula bei der Einweihung 2010. Neben ihm der ThyssenKrupp-Chef, ferner Gouverneur Sergio Cabral und Bürgermeister Eduardo Paes Rio de Janeiros, jetzt federführend bei der Vorbereitung von Fußball-WM 2014 und Olympischen Sommerspielen 2016. Cabral untersteht die Militär-und Zivilpolizei des Teilstaats Rio de Janeiro: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/10/16/brasiliens-gravierende-menschenrechtslage-neue-einzelheiten-uber-foltermethoden-der-sogenannten-befriedungseinheiten-in-rio-slums-laut-landesmedien-in-rocinha-favela-ua-elektroschocks-und-kopf-des/
Regierungskritische Friedensdemonstration von 2013 – welche Medien Mitteleuropas nicht berichteten: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/11/26/brasilien-regierungskritische-friedensdemonstration-in-sao-paulo-slum-madchen-beobachtet-caminhada-pela-paz-da-brasilandia-am-tag-des-formel-1-rennens-der-autoindustrie/
Luiz Ruffato, Frankfurter Buchmesse 2013: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/10/07/luiz-ruffato-mitglied-der-offiziellen-brasilianischen-buchmesse-delegation-in-der-neuen-zurcher-zeitung-2013-allerdings-sind-wir-im-alltag-noch-immer-mit-einer-institutionalisierten-barbarei/
Die Macht der Berichterstattungsvorschriften:
Thomas Ostermeier: http://www.diplomatique.org.br/artigo.php?id=1404
„Das politische System hier ist verfault.“ Oded Grajew, Weltsozialforum-Erfinder, in Sao Paulo: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/20/weltsozialforum-2010-in-porto-alegre-und-brasilien-das-system-hier-ist-einfach-verfault-weltsozialforum-erfinder-oded-grajew-in-sao-paulo/
„Am besten nichts Neues“:
Theaterstück über Scheiterhaufen von Rio de Janeiro: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/29/brasiliens-scheiterhaufen-erstmals-in-einer-anklagenden-inszenierung-der-scheiterhaufenstadt-rio-de-janeiro-zu-sehen/
Das gefesselte Opfer in Autoreifen wird mit Benzin übergossen… Brasiliens Scheiterhaufen – kein Diskussionsthema auf der Frankfurter Buchmesse 2013. http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/668242/
Ausriß. Welches Tränengas bei solchen Protesten verwendet wird: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/07/23/syriens-fluchtlinge-und-brasiliens-export-hit-tranengas-turkische-polizei-verschiest-tranengasgranaten-gegen-syrier-in-fluchtlingslager-laut-landesmedien/

“Fuck FIFA”. Sao Paulo, Avenida Paulista, MASP.
Kölner Städtepartnerschaft mit Rio de Janeiro – was in den offiziellen Erklärungen fehlte: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/16/koln-schliest-stadtepartnerschaft-mit-rio-de-janeiro-oberburgermeister-jurgen-roters-reiste-zum-zuckerhut/
Bei den jüngsten Straßenprotesten in Rio de Janeiro http://www.hart-brasilientexte.de/2013/10/15/brasiliens-systemkritikerproteste-2013-wieder-massive-strasenproteste-der-streikenden-lehrer-von-rio-de-janeiro/ spielte der Fall eines gefolterten und seitdem verschwundenen Rocinha-Bewohners(Amarildo) eine sehr große Rolle. Zahlreiche Protestplakate und Spruchbänder fragten: „Wo ist Amarildo?“ Die Polizei des Teilstaats Rio de Janeiro untersteht Gouverneur Sergio Cabral(PMDB) http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/06/brasilien-lacht-uber-rio-de-janeiros-gouverneur-sergio-cabralpmdb-wegen-des-neuesten-mega-korruptionsskandals-wurde-cabral-zur-witzfigur-viele-mitteleuropaische-politiker-dinierten-mit-ihm/ , einem engen politischen Bündnispartner von Staatspräsidentin Dilma Rousseff, der regelmäßig hochrangige mitteleuropäische Politiker zu freundschaftlichen Gesprächen empfängt.
„Kopf unter Wasser“: http://www.amnesty.de/journal/2009/juni/kolumne-kopf-unter-wasser
In deutschsprachigen Medien erhalten die „Befriedungseinheiten“ teils sehr viel Lob.
„Folter ohne Ende“: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/
Leonardo Boff: “Lula machte die größte Revolution der sozialen Ökologie des Planeten, eine Revolution für die Bildung, ethische Politik.“
Zeitungsausriß – Lula bei der Einweihung 2010. Neben ihm der ThyssenKrupp-Chef, ferner Gouverneur Sergio Cabral und Bürgermeister Eduardo Paes Rio de Janeiros, jetzt federführend bei der Vorbereitung von Fußball-WM 2014 und Olympischen Sommerspielen 2016. Cabral untersteht die Militär-und Zivilpolizei des Teilstaats Rio de Janeiro: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/10/16/brasiliens-gravierende-menschenrechtslage-neue-einzelheiten-uber-foltermethoden-der-sogenannten-befriedungseinheiten-in-rio-slums-laut-landesmedien-in-rocinha-favela-ua-elektroschocks-und-kopf-des/
Kölner Städtepartnerschaft mit Rio de Janeiro – was in den offiziellen Erklärungen fehlte: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/16/koln-schliest-stadtepartnerschaft-mit-rio-de-janeiro-oberburgermeister-jurgen-roters-reiste-zum-zuckerhut/
Die Macht der Berichterstattungsvorschriften:
Korruptionsaffären, Rio de Janeiro, die Fußball-WM: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/18/rio20-brasiliens-neuer-mega-korruptionsskanda-cachoeiragate-parlamentarischer-untersuchungsausschus-spart-politiker-und-den-verwickelten-baukonzern-delta-aus-laut-landesmedien-arbeiterpartei/
Laut brasilianischen Sozialwissenschaftlern ist die Empörung über das Vorgehen der Befriedungseinheiten beträchtlich, zeigt sich besonders deutlich im Fall Amarildo. Sehr viel Wut in der Bevölkerung löst danach aus, daß Preise für den Stadioneintritt, für Hotels und nötige Flugreisen zwischen WM-Spielorten bereits teils sehr stark erhöht worden sind. So ist der Flug zwischen Rio und Sao Paulo während der WM teilweise teurer als ein Flug nach New York, kritisieren Landesmedien.
Mitteleuropäische Alibi-NGO verheddern sich derzeit auf kuriose Weise: Jahrelang hatte man den Propagandisten für die Lula-Rousseff-Regierung und die Arbeiterpartei gespielt – und steht nun vor der schwierigen Aufgabe, der verstörten NGO-Anhängerschaft angesichts der fortdauernden Systemkritikerproteste und gravierenden Menschenrechtsverletzungen irgendwie erklären zu müssen, daß die Fakten-und Datenlage ganz anders war – und ist, als immer behauptet. Das führt zu bizarren rhetorischen Verrenkungen auch mancher NGO-Funktionäre, Parteifunktionäre.
Hintergrundtext von 2006: “WM-Kandidatur Idiotie und schlechter Witz angesichts gravierender sozialer Lage.” Die PCC-Terroranschläge. http://www.hart-brasilientexte.de/2013/06/18/brasilien-und-die-fusball-wm-2014-hintergrundtext-von-2006-wm-kandidatur-idiotie-und-schlechter-witz-angesichts-gravierender-sozialer-lage/
In Sao Paulo versuchten Demonstranten, das Stadtparlament zu stürmen. Demonstranten der Wohnungslosen-Bewegung belagerten das Rathaus. Staatschefin Rousseff wurde u.a. auf Spruchbändern aufgefordert, die geplante Vergabe von Ölförderkonzessionen zu stoppen. In Rio richteten sich Proteste zudem gegen eine Fußball-WM in Brasilien 2014 – ein Mannschaftswagen und ein Polizeiauto gingen in Flammen auf, über 200 Festnahmen – mehr als 50 in Sao Paulo.
Bedrängte Polizisten gaben in der City von Rio de Janeiro unweit des Opernhauses mit Maschinenpistolen scharfe Warnsalven ab. Auch Männer in Zivilkleidung feuerten in Richtung der Demonstranten, wie auf Videos zu sehen ist – durch die Schüsse wurden Regierungsgegner verwundet, hieß es. Viele Bars und Restaurants des touristischen Viertels Lapa schlossen. Demonstranten errichteten zahlreiche Barrikaden, steckten sie in Brand.
Sehr viel Wut in der Bevölkerung löst gemäß Landesmedien aus, daß Preise für den Stadioneintritt, für Hotels und nötige Flugreisen zwischen WM-Spielorten bereits teils sehr stark erhöht worden sind. So ist der Flug zwischen Rio und Sao Paulo während der WM teilweise teurer als ein Flug nach New York, kritisieren Landesmedien.
Foltermethoden, der Fall Amarildo, die Straßenproteste von Rio: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/10/16/brasiliens-gravierende-menschenrechtslage-neue-einzelheiten-uber-foltermethoden-der-sogenannten-befriedungseinheiten-in-rio-slums-laut-landesmedien-in-rocinha-favela-ua-elektroschocks-und-kopf-des/
Proteste und Straßenschlachten werden vom TV-Kanal Globo News des Medienkonzerns Globo landesweit live übertragen, teils per Hubschrauber – wie an jedem Protesttag.
Besonders in Rio enormer, massiver Einsatz von Tränengasgranaten, die in der Stadt von einem Privatunternehmen hergestellt und weltweit vertrieben werden. http://www.hart-brasilientexte.de/2013/06/05/istanbul-proteste-polizei-setzt-vorhersehbar-tranengas-aus-brasilien-ein-laut-landesmedien-made-in-brazil-auf-benutzten-tranengasgranaten/

Ausriß. Proteste dieser Heftigkeit könnten die Fußball-WM 2014 empfindlich stören. In der mitteleuropäischen Medienpropaganda nach der Vergabe der WM an Brasilien fehlte jeder Hinweis auf das Protestpotential im Tropenland, auf die enorme Unzufriedenheit über die Verschwendung von Steuergeldern für Fußballstadien – angesichts von Hunger, Massenelend, immensen sozialen Problemen und Kontrasten.
Kölner Städtepartnerschaft mit Rio de Janeiro – was in den offiziellen Erklärungen fehlte: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/16/koln-schliest-stadtepartnerschaft-mit-rio-de-janeiro-oberburgermeister-jurgen-roters-reiste-zum-zuckerhut/
WM 2014 und Menschenhandel: http://www.hart-brasilientexte.de/2014/07/10/erfolgreicher-menschenhandel-aus-afrika-nicht-nur-nach-mitteleuropa-auch-nach-brasilien-zur-wm-mit-wm-spezialvisum/

Die politischen Verhältnisse in Ländern wie Deutschland, darunter die Prostitutions-und Gewaltförderung, sind für Menschenhändler aus Gewaltkulturen sehr günstig, heißt es. Auch Alibi-NGO fördern Prostitution dieser Art, das Thema hat zahlreiche politisch unkorrekte Aspekte. Besonders bizarr wird es, wenn sich u.a. Politiker, die de facto den Menschenhandel fördern, scheinheilig als Kritiker des perversen Geschäfts aufspielen. Der Mainstream bietet ihnen alle Möglichkeiten der Selbstdarstellung. Fragen stellen sich: Welche politisch Verantwortlichen haben die Menschenhändler des organisierten Verbrechens ins Land gelassen, wer erlaubt, daß sie in Deutschland agieren können, wer gibt politisch korrekte Rückendeckung? Nahezu jedermann trifft regelmäßig Täter und Opfer auf den Straßen.
Durch Menschenhandel, politisch korrekt von interessierter Seite auf kuriose Weise bemäntelt, läßt sich clever das Lohnniveau in hochentwickelten europäischen Ländern neoliberal verringern.
Bereits mehrere hunderttausend Menschen illegal in Deutschland, laut Landesmedien. Während für Deutsche weiterhin per Gesetz die Meldepflicht gilt, wurde diese de facto für jene mehrere hunderttausend Menschen bemerkenswerterweise außer Kraft gesetzt – mit den entsprechenden soziokulturellen Folgen.
Jahrzehntelang werden Brasiliens kirchliche Menschenrechtsaktivisten sogar von Europa aus belächelt, weil sie unermüdlich die Perversität von Menschenhandel und Prostitution anprangern, beim Kampf gegen die Schlepperbanden des organisierten Verbrechens ständig ihr Leben riskieren. Die Warnungen werden als überholte katholische Prüderie abgetan. Doch nun ist überraschend sogar die UNO aufgewacht, spricht von offener, brutaler Sex-Sklaverei. „Die Europäer glauben, daß die Sklaverei vor Jahrhunderten abgeschafft wurde – doch schaut euch um, die Sklaven sind mitten unter euch“, betont der zuständige UN-Exekutivdirektor Antonio Maria Costa bei der Vorstellung seiner alarmierenden Studie in Madrid. Laut Costa werden derzeit über 140.000 Frauen als „Sex-Slaves“ ausgebeutet – ein beträchtlicher Teil seien brasilianische Prostituierte, deren Gesamtzahl die UNO in Europa auf rund 75.000 beziffert. Der Jahres-Profit liege bei 2,5 Milliarden Euro. „Ein sehr altes Problem wird endlich zur Kenntnis genommen.“ Als wichtigste Empfängerländer nennt die UNO sowohl Deutschland, Österreich, die Schweiz als auch Spanien, Italien, Frankreich und Portugal. Letzterer EU-Staat mußte jetzt einräumen, daß unter den Sex-Sklavinnen des Landes immerhin 40 Prozent aus der einstigen Kolonie Brasilien stammen. http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/17/brasiliens-bischof-flavio-giovenale-neuer-caritas-prasident-des-landes-hochgeachtet-wegen-kampf-fur-menschenrechte/“ „Da sein, wo gelitten wird“: http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1624771/ (more…)
Wie es hieß, gelang es den paramilitärischen Milizen, die den öffentlichen Kleinbus-Transport in Rio de Janeiro kontrollieren, mehrere Tage lang massive Straßenproteste zu organisieren, und in ganzen Regionen von Rio den Verkehr lahmzulegen. Kleinbus-Fahrer demonstrierten auf Rios Straßen. Die Milizen, so hieß es, sind ein Arm des organisierten Verbrechens.
Von mitteleuropäischen Politikern hat Brasilien in letzter Zeit sehr viel Lob für seine Innen-und Sozialpolitik erhalten.
Unterdessen plant des organisierte Verbrechen Terrorattacken für die Fußball-WM 2014, laut Landesmedien.
Laut Landesmedien wird der touristische Bergstadtteil Santa Teresa derzeit von einer Welle von Überfällen durch Straßenräuber heimgesucht, die oft mit Motorrädern agieren.

Kioskaushang in Sao Paulo – gängige Überfall-Situation 2013, die Brasilianern und im Lande lebenden Ausländern gewöhnlich sehr geläufig ist.
Auf der Frankfurter Buchmesse 2013 kamen erwartungsgemäß auch derartige komplexe innenpolitische Aspekte angesichts der Berichterstattungsvorschriften nicht zur Sprache.
Slum-Sondergerichte: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/15/brasiliens-slum-sondergerichte-der-banditen-diktatur-in-zeiten-neoliberaler-herzenskalte-video-anklicken/
Brasilien bewegt den Bundespräsidenten: Während seines Besuchs zeigte sich Joachim Gauck beeindruckt von der Aufbruchstimmung im Land. Deutschland könne von dem Mut zu Veränderungen lernen. Regierungssender Deutsche Welle 2013
“Moderne Scheiterhaufen aus Autoreifen”:
Frankfurter Buchmesse 2013 und Brasiliens Realitäten:
Carlos Heitor Cony, Mitglied der offizieller Buchmesse-Schriftstellerdelegation 2013, über Rio de Janeiro: “Rio de Janeiro ist heute noch mittelmäßiger. Von weitem betrachtet, ist es die schönste Stadt der Welt, doch von nahem ist sie furchtbar(horrivel)”.
Ausriß O Globo. Patrouillierender Bandit an der Stadtautobahn von Rio de Janeiro, mit Mpi.
Joachim Gauck 2013 in Rio de Janeiro und Sao Paulo: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/17/brasilien-historischer-besuch-des-deutschen-bundesprasidenten-joachim-gauck-im-tropenland-trotz-gravierender-menschenrechtslage-folter-todesschwadronen-gefangnis-horror-sklavenarbeit-etc-b/
“Sowohl im wirtschaftlichen als auch im sozialen Bereich ist das größte Land Südamerikas zu einem Vorbild in der Region geworden. ” WeltTrends, Potsdam 2012
Wirtschaft und organisiertes Verbrechen in Brasilien: http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/11/deutsche-firmen-und-wirtschaftskriminalitat-in-brasilien1/

Ausriß. Welches Tränengas bei solchen Protesten verwendet wird: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/07/23/syriens-fluchtlinge-und-brasiliens-export-hit-tranengas-turkische-polizei-verschiest-tranengasgranaten-gegen-syrier-in-fluchtlingslager-laut-landesmedien/

“Fuck FIFA”. Sao Paulo, Avenida Paulista, MASP. http://www.hart-brasilientexte.de/2013/06/27/brasilien-systemkritikerproteste-2013-wo-ist-lula-schweigen-des-ex-prasidenten-zur-protestwelle-fallt-auf-erstmals-proteste-vor-seinem-wohnhaus-viel-lob-aus-mitteleuropa-fur-lulas-politik-an/
Laut Landesmedien hörten Ermittler entsprechende Telefongespräche der PCC-Führung ab. Sollten einsitzende Chefs der hochgerüsteten Banditenkommandos stärker isoliert werden, würden Vergeltungsaktionen gestartet. 2012 waren bei solchen Attacken laut amtlichen Angaben allein im Teilstaat Sao Paulo 106 Polizeibeamte ermordet worden. In Sao Paulo wirkt das organisierte Verbrechen sehr effizient als Instrument sozialer Kontrolle, schüchtert die Bevölkerung ein, paralysiert in Brasilien laut Sozialwissenschaftlern und katholischer Kirche sehr effizient Protestpotential. Ein solches Gesellschaftsmodell findet offenbar inzwischen auch in Mitteleuropa bei interessierter Seite Anklang.

Kioskaushang in Sao Paulo – gängige Überfall-Situation 2013, die Brasilianern und im Lande lebenden Ausländern gewöhnlich sehr geläufig ist.
Wem nützt die Banditendiktatur der Slums? http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/15/wem-nutzen-banditendiktatur-und-immer-mehr-no-go-areas/
„Die Tyrannei des organisierten Verbrechens verhindert jegliche demokratische Partizipation der Slumbewohner, das Protestpotential der Armenviertel wird von den lokalen Despoten völlig erstickt”, analysiert Luiz Eduardo Soares, einer der renommiertesten brasilianischen Sozialwissenschaftler, der das Bestseller-Buch zum sozialkritischen Berlinale-Film „Tropa de Elite” mitverfaßt hatte, im Website-Exklusivinterview.
Nicht zufällig wird in derzeitigen kuriosen mitteleuropäischen Analysen zur brasilianischen Protestwelle der Aspekt der Slum-Diktatur, der Paralysierung von Protestpotential aus verständlichen Gründen völlig ausgeklammert.
José Murilo de Carvalho, Mitglied der brasilianischen Dichterakademie und Lehrstuhlinhaber für Geschichte an der Bundesuniversität von Rio de Janeiro, schlußfolgert im Website-Interview, daß diese bedrückende Lage indessen systemstabilisierend wirkt. ”Die Existenz des organisierten Verbrechens in den Slums blockiert die Politisierung der Bewohner, hält sie ruhig, verhindert eine Rebellion, Protestaktionen jeder Art. Die Gangsterkommandos dienen damit der Aufrechterhaltung von politischer Stabilität im Lande – und das ist den Autoritäten sehr recht, ist gut für sie. Natürlich würden sie das nie eingestehen. Ohne Zweifel gehört zum strategischen Kalkül auch der jetzigen Regierung, daß es wegen der so hilfreichen Gangsterkommandos keine soziale Explosion geben wird – und das ist natürlich reiner Zynismus. Wir haben soviele Gewalttote wie in Bürgerkriegen.” Falls die Lage in den Slums doch einmal außer Kontrolle gerät, setzt der Staat die Armee oder Sondereinheiten der Polizei in Marsch. Nicht zufällig ist der Spielfilm „Tropa de Elite” der erfolgreichste und meistdiskutierte Streifen der letzten Jahre.
José Murio de Carvalho gehörte zur offiziellen Delegation Brasiliens auf der Frankfurter Buchmesse 2013 – per Internetsuche läßt sich leicht feststellen, ob und wie Carvalho auf der Messe auch zu diesen komplexen Aspekten der brasilianischen Innenpolitik befragt worden ist.
In einem sehr interessanten Menschenrechtssamba hat der Musiker und Komponist Jorge Aragao aus Rio de Janeiro diese Fragen verarbeitet:
http://www.youtube.com/watch?v=XkvjkxERac4
Gewaltförderung:
Frankfurter Buchmesse 2013 und Brasiliens Realitäten:
Ökumenische Gedenkveranstaltung für bei Attentaten getötete Polizeibeamte Sao Paulos 2012:http://www.hart-brasilientexte.de/2012/11/15/brasilien-eine-schwache-regierung-in-geheimem-einverstandnis-mit-dem-organisierten-verbrechen-okumenische-protestveranstaltung-zum-gedenken-an-die-rund-100-bisher-in-sao-paulo-bei-attentaten-d/

“Während die Regierenden untätig bleiben, mordet PCC weiter Polizeibeamte” – Spruchband. (PCC – Brasiliens führende, mächtigste Verbrecherorganisation)
“PCC tötet Polizeibeamte rasch – die Regierung nach und nach.”
“Terror-Rap statt Samba” http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/terror-rap-statt-samba/763272.html

Luiz sammelt in einem Strandort der Atlantikküste des Teilstaats Sao Paulo Alubüchsen, muß deshalb in Tropenhitze übel stinkende Müllcontainer ebenso durchwühlen wie Abfallhaufen, Gebüsch am Strand – alle Stellen, an denen Einheimische oder Touristen leere Cola-oder Bierbüchsen hingeworfen haben könnten. Luiz muß sehr fleißig sein, um sein Tagespensum zu schaffen – zumal er nicht wenige Konkurrenten hat. Man sieht ihn gegen 13 Uhr an einem Strandstück – und gegen 21 Uhr etwa sechs Kilometer weiter an einem anderen. Wie er sagt, müßten bis gegen Mitternacht noch einige Kilometer abgesucht werden. „Anders geht es nicht – von Freitag bis Sonntag bin ich immer den ganzen Tag auf Achse.“

Das Risiko einer Infektion mit Tropenkrankheiten ist bei dieser Arbeit enorm.
tags: brasilien – elendsberufe

Ausriß. Kinder, Erwachsene, die im Müll nach solchen Alu-Büchsen( Dosen für Bier, giftige Zuckerwasser-Brühe etc.) suchen, sieht man in Brasilien überall im Alltag.
Joachim Gauck 2013 in Brasilien: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/17/brasilien-historischer-besuch-des-deutschen-bundesprasidenten-joachim-gauck-im-tropenland-trotz-gravierender-menschenrechtslage-folter-todesschwadronen-gefangnis-horror-sklavenarbeit-etc-b/

http://www.die-andere-bibliothek.de/Originalausgaben/Fernstenliebe::180.html