Brasilianischer UNO-Beobachter Pinheiro: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/02/19/die-syrien-intervention-brasilianischer-uno-beobachter-paulo-sergio-pinheiro-weist-auf-kampfer-aus-mindestens-12-landern-europas-afrikas-und-asiens-auslandische-waffen/
Vatikan und Libyen-Intervention: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/02/13/papst-benedikt-xvi-und-die-auserordentlich-interessante-kritische-analyse-des-funktionierens-der-machtmechanismen-neoliberaler-staaten-beispiel-libyen-intervention/
DOCUMENT – SYRIA: SUMMARY KILLINGS AND OTHER ABUSES BY ARMED OPPOSITION GROUPS
AMNESTY INTERNATIONAL
BRIEFING
AI Index: MDE 24/008/2013
14 March 2013
Syria: Summary killings and other abuses by armed opposition groups
“My daughter shouted to me, ‘mum, come quick and see dad.’ He was on TV… as he was shown being killed, I pushed my daughter away to block her from seeing… but she did see.”
Widow of Colonel Fou’ad Abd al-Rahman, as identified by his family, whose beheading with Colonel Izz al-Din Badr was aired on television and the Internet.
The dead bodies found every day in towns and villages across Syria bearing marks of execution-style killing and torture are the grim evidence of mounting war crimes and other abuses being committed not just by government forces, but also by armed opposition groups – some but not all more or less loosely affiliated with the Free Syrian Army (FSA)? – in the context of the country’s bitter internal armed conflict. Such groups are summarily killing people with a chilling sense of impunity, and the death toll continues to rise as more towns and villages come under the control of armed opposition groups.?
Brasilien – Logistikprobleme 2013 – große Regierungsversprechen
Selbst das Weltwirtschaftsforum hat die letzten Jahre eine deutlich verschlechterte Infrastruktur Brasiliens konstatiert. So reduzierte allein das nationale Transportministerium 2012 laut amtlichen Angaben seine entsprechenden Investitionen um immerhin umgerechnet rund 1,6 Milliarden Euro . Indessen betonen nicht wenige Unternehmer des Landes, daß mit einer Umsetzung der Regierungsversprechen schwerlich zu rechnen sei, man für die nächsten Jahre nicht oder kaum Verbesserungen erwarte. Zumal gemäß brasilianischen Wirtschaftsexperten bereits so gut wie feststeht, daß wegen neuen enormen Verzögerungen bei der Konzessionsvergabe kein einziges der vorgesehenen Infrastrukturprojekte noch in diesem Jahr gestartet wird. Brasiliens Wirtschaftslage wird allgemein als schwierig bewertet.
Gemäß brasilianischen Hafenexperten gab es zwar Fortschritte bei Terminals, Produktivität, Umschlag und Investitionen.
Nach wie vor hinke aber die Hafeninfrastruktur den Anforderungen hinterher, fehle dort adäquate Planung, aber auch die Umsetzung der entwickelten Problemlösungen. „In Wahrheit greifen wir deshalb gezwungenermaßen bis heute zu den typisch brasilianischen Improvisationstricks, dem Jeitinho, um unsere Aufgaben zu schaffen. Die Logistik-Probleme nehmen zu – unsere größte Besorgnis angesichts der Engpässe ist daher ein Logistik-Kollaps.“ Der Containerumschlag sei immer noch sehr schwierig, die logistische Kette von den Erntegebieten bis zu den Häfen werde durch die schlechte Transport-Infrastruktur geschädigt. Die gesamte brasilianische Bevölkerung leide darunter, daß das Land über kein ordentliches, effizientes Fernstraßennetz verfüge.
Nicht nur die Soja-LKW stünden im Endlos-Stau, sondern auch die Schiffe. Weil vorgesehene Investitionen und Anpassungsprogramme nicht realisiert wurden, so Salgado, seien die Logistikkosten in Brasilien stark angestiegen. Man erleide viele Restriktionen in der maritimen Infrastruktur, weil sich Brasiliens Häfen nicht rechtzeitig auf die Ankunft der lange vorher angekündigten größeren Schiffsklassen vorbereitet haben. Nachts sei keine Einfahrt möglich, zudem seien die entsprechenden Kanäle zu eng, könnten zwei Frachter nicht gleichzeitig anlegen. Zudem hapere es auch bei den Hafenausrüstungen, die Lagerfläche hinter den Kais sei viel zu gering. „Wir möchten unseren Kunden günstige Kosten anbieten – doch unglücklicherweise sind diese auch wegen zu langsamer Abläufe, vieler Wartezeiten und eines damit verbundenen größeren Treibstoffverbrauchs sehr hoch.“ An der brasilianische Küste stelle sich stets die Frage, welche Häfen man aktuell anlaufen könne und welche nicht.
Es sei ein Unding, nach wie vor auf die erwähnten Improvisationstricks angewiesen zu sein. Jedermann in der Branche wisse seit vielen Jahren bis ins Detail, was längst hätte getan werden müssen. „Die vielen phantastischen Modernisierungsprojekte auch wirklich umzusetzen – das fehlt in Brasilien.“ Immer wieder würden staatliche Versprechen und Zusagen nicht eingehalten.
Nicht zufällig weist das Weltwirtschaftsforum unter 144 bewerteten Ländern dem Tropenland in Bezug auf die Qualität der Hafenstruktur lediglich einen sehr schlechten 135. Platz zu – während Chile an 34. und Uruguay an 46. Stelle rangieren.
Ausländische Unternehmen nervt, daß in Brasilien die Spielregeln, darunter die gesetzlichen, sehr häufig wechseln, was gerade auch 2013 Investoren abschreckt und verunsichert. Viele der für die neuen Infrastruktur-Pakete der Regierung nötigen Rahmenbedingungen haben danach noch längst nicht die nötigen Hürden im Nationalkongreß passiert – was erfahrungsgemäß noch unbestimmte Zeit dauern kann. Mit einer Unmasse neuer Regelungen ist zu rechnen – mit deren buchstabengetreuer Anwendung in der Praxis indessen keineswegs, wie die Erfahrung zeigt. Vieles an den neuen Infrastruktur-Plänen gilt noch als unausgereift, überarbeitungsbedürftig.
Hohe Logistikkosten seien wesentlich dafür verantwortlich, daß Brasiliens Exporte seit 2012 in die EU deutlich sinken, Deutschland allein in den ersten drei Monaten dieses Jahres gegenüber dem Tropenland einen Handelsüberschuß von 3,6 Milliarden EUR erzielte. Der Umschlag eines Containers kommt in Santos dreimal so teuer wie in Rotterdam, hieß es.
Der gegenüber Brasilien viel höhere Entwicklungsstand Argentiniens, der sich auch im neuesten UNO-Ranking für menschliche Entwicklung deutlich zeigt(Argentinien Platz 45, Brasilien weit abgeschlagen nur Platz 85), reflektiert sich auch in viel geringeren Ausbreitungschancen der antikatholischen evangelikalen Wunderheilersekten, die in Brasilien sogar starke Förderung durch Staat und Regierung genießen. Wie Brasiliens Landesmedien betonen, besitzen in Argentinien die antikatholischen evangelikalen Sekten keine parteienübergreifende Parlamentsfraktion, wie sie seit langem in Brasilien existiert. In Argentinien verfügten die Sektenkirchen auch nicht über ein TV-Sendernetz. In Brasilien gehört immerhin sogar der zweitgrößte Fernsehsender der evangelikalen Wunderheilersekte „Universalkirche vom Reich Gottes“. Deren Chef Edir Macedo verfügt nach einer Statistik der US-Wirtschaftszeitschrift „Forbes“ über ein Vermögen von 950 Millionen Dollar. Entsprechend viel Sympathiewerbung wird für die brasilianischen Wunderheilersekten daher auch in mitteleuropäischen Medien betrieben.
Auffällig ist, daß im kirchlichen deutschsprachigen Mainstream selbst sog. christliche Zeitschriften wichtige Basisfakten zum von verschiedenster Seite stark geförderten Wachstum der Wunderheilersekten offensichtlich bewußt verschweigen. Dadurch erfährt man eine Menge über die Wertvorstellungen der zuständigen Medienfunktionäre.
Warum vielen in Deutschland die antikatholischen brasilianischen Wunderheilersekten so sympathisch sind – Hintergrund:
Brasilien
Wieviele Millionen Dollar scheffeln eigentlich die Sektenbosse?
US-Wirtschaftszeitschrift „Forbes“ mit erstem Ranking der Wunderheiler-Multimillionäre
“Wohlstand ist Gottesgabe“/
„The Richest Pastors In Brazil“
In Deutschland heißen sie meist beschönigend “Freikirchen” – in Brasilien nennt der Volksmund die Wunderheiler-Sektenkirchen dagegen drastisch „Gelddruckmaschinen“, empört sich mancher über den luxuriösen Lebensstil selbsternannter Apostel und Bischöfe. Nun hat die auf Millionärs-Statistiken spezialisierte US-Zeitschrift „Forbes“ erstmals amtliche Daten von Regierung und Bundespolizei des Tropenlandes durchforstet und eine gut fundierte Hitliste der Sekten-Multimillionäre erstellt. Bischof Edir Macedo, Chef der weltweit agierenden „Universalkirche vom Reich Gottes“, ist mit 950 Millionen Dollar der Spitzenreiter. Ihm gehört Brasiliens zweitgrößte TV-Station „Rede Record“, mit fast durchweg rein kommerziellem Programm, die 2012 sogar die Exklusiv-Übertragungsrechte der Olympischen Sommerspiele in London kaufte – und daran entsprechend verdiente. Hinzu kommen Musikfirmen, Verlage – der Privatjet des „Bischofs“ ist 45 Millionen Dollar wert. Macedo, „Brazils Richest Pastor“, hat seine ersten Millionen, wie jetzt die Landesmedien erinnern, just im berühmtesten Stadion der nächsten Fußball-WM 2014, dem „Maracaná“ von Rio de Janeiro verdient – mit spektakulärsten Wunderheilungen. Bizarr, wie Macedo, zuvor Lotterieangestellter, vor den Mikros wild gestikuliert und mit dem Fuß aufstampft, böse Geister und den Satan auffordert, sofort zu verschwinden. „Raus, raus raus“ skandiert die Menge der über 100000, und glaubt, weil es ihr Führer ja sagt, von allen Krankheiten, sogar Krebs, Aids, Blindheit geheilt zu sein. Auf Anweisung Macedos werfen Zehntausende begeistert ihre Brillen auf den Fußballrasen, die säckeweise weggetragen werden. „Wunderheilungen geschehen kontinuierlich in den Tempeln der Universalkirche“, heißt es auf ihrer offiziellen Website. Weil Macedo und seine Manager längst politisch einflußreich zum Regierungslager zählen, Parteien gründeten, Parlamentsabgeordnete und einen Minister stellen, für die Wahl von Staatschef Lula und seiner Nachfolgerin Dilma Rousseff unverzichtbar sind, bleiben selbst Anklagen der Bundesanwaltschaft wegen Scharlatanerie, Bandenbildung, Geldwäsche oder Betrug letztlich folgenlos. Kein Problem, teuerste Top-Anwälte einzuschalten. Ein Bischof zumindest, der laut Polizei mit zwei Pastoren einen 14-jährigen Jungen sexuell mißbraucht und danach lebendig verbrannt hat, sitzt im Gefängnis, wartet auf den Prozeß. In einem Tempel der Universalkirche findet die Polizei gar Mpis und reichlich Munition.
Nur folgerichtig, daß Valdemiro Santiago 18 Jahre lang als Bischof an der Seite Macedos alle Tricks zum Reichwerden erlernt, dann eine eigene „Freikirche“, die „Weltkirche der Macht Gottes“ aufmacht, sich zum Apostel ernennt – und nun auf der Forbes-Liste mit 220 Millionen Dollar Vermögen den zweiten Platz belegt. „Ich halte es nicht mehr aus, bin an der Grenze, helft mir, meine Brüder“, schluchzt Santiago noch vor wenigen Jahren am Altar. „Ich brauche dringend sieben Millionen Real, damit ich dieses TV-Programm unserer Kirche nicht stoppen muß – bitte zahlt rasch!“ Solche Appelle funktionieren bis heute. Drei Pastoren Santiagos werden wegen Waffenschmuggels verhaftet, weil sie US-Maschinengewehre für Banditenkommandos von Rio transportierten.
Der „Apostel“ jagt Macedo inzwischen aggressiv die Anhänger ab, nennt ihn gar einen Säufer, einen Verrückten.
Drittreichster ist laut Forbes mit 150 Millionen Dollar der TV-Prediger Silas Malafaia von der „Gottesversammlung“ , gefolgt von Romildo Ribeiro Soares(„Internationale Kirche der Güte Gottes“) mit 125 Millionen Dollar – und dem Ehepaar Estevam und Sonia Hernandes – er „Apostel“ und Ex-Werbemanager, sie Bischöfin. Beide saßen bereits wegen Geldwäsche und Betrug im US-Knast.
Hat die Forbes-Statistik gerade bei den Sektenanhängern, zumeist Arme und Verelendete aus den Slums, einen Sturm der Entrüstung ausgelöst? Schließlich müssen sie monatlich ein Zehntel ihrer mageren Einkünfte an die Sektenkirchen abliefern. Zorn oder Proteste keineswegs. In den Wunderheilerkirchen wird schließlich die Theologie der Prosperität gepredigt – am überzeugendsten just von Bischof Edir Macedo:“Wer ein üppig-reiches Leben führt, genießt die Segnungen des Herrn – Wohlstand ist eine Gabe Gottes.“ Laut Religionswissenschaftler Edin Abumanssur in Sao Paulo denken die Anhänger, Gott gab all das meinem Kirchenführer – und wird es mir auch geben. “Unsere religiöse Realität ist völlig anders als in Deutschland – hier existiert eine Art religiöser Markt, auf dem Wirtschaftsunternehmen derartige Kirchen wie ein Produkt anbieten. Da wird heftig und aggressiv um Marktanteile gestritten.“
Absurd überhöhte Gläubigenzahlen
Alle Multimillionäre sind besonders in Politik und dem TV-Business aktiv, organisieren mit Ausnahme Santiagos den jährlichen Jesusmarsch in der Megacity Sao Paulo, ein Barometer für die Stärke der evangelikalen Sektenkirchen. 2012 feierte man einen angeblichen neuen Teilnehmerrekord – über fünf Millionen! Die größte Qualitätszeitung Brasiliens, Folha de Sao Paulo, hatte indessen von 71 Statistik-und Umfrageexperten die tatsächliche Zahl ermitteln lassen – kam nur auf 335000 Marschierer. Zur Freude der brasilianischen „Freikirchen“ wurden, wie man per Internetsuche leicht feststellen kann, von zahlreichen deutschsprachigen Zeitungen nicht die reellen Teilnehmerzahlen gemeldet, sondern die stark überhöhten der Wunderheilerkirchen, war allen Ernstes von über einer Million die Rede.
Nicht zufällig wurde in Brasilien die Ausbreitung der evangelikalen Wunderheilersekten durch Leonardo Boff öffentlich begrüßt:
Boffs Zölibatsbruch:
Leonardo Boff hatte 1993 in einem Zeitungsinterview mitgeteilt, daß er trotz Zölibatsverpflichtung seit 1981 als katholischer Priester mit der anfangs noch nicht geschiedenen Frau seines Freundes, Marcia Miranda, zusammenlebte, die aus ihrer Ehe sechs Kinder hatte. Marcia Miranda war Boffs Sekretärin. Wie es in dem Interview hieß, lebte Boff mit Marcia Miranda und deren Ex-Mann über ein Jahrzehnt, bis 1991 in einem Haus von Petropolis bei Rio de Janeiro zusammen. Erst Ende der 80er Jahre, hieß es, wurde juristisch die Scheidung zwischen Marcia Miranda und dem Vater ihrer Kinder vollzogen.

“Amoröse Geständnisse eines Priesters.”

“Die Leidenschaft von Boff. Der polemischste Theologe der Kirche offenbart alles über das Liebesverhältnis, das er seit 12 Jahren mit seiner Sekretärin Marcia Miranda pflegt.”
Wikipedia: Em 1992, ante novo risco de punição, desligou-se da Ordem Franciscana e pediu dispensa do sacerdócio. Sem que esta dispensa lhe fosse concedida, uniu-se, então, à educadora popular[2] e militante dos direitos humanos Márcia Monteiro da Silva Miranda, divorciada e mãe de seis filhos, com quem mantinha uma relação amorosa em segredo desde 1981[3]
http://acervo.folha.com.br/fsp/1993/11/21/101//5677787
Befreiungstheologe Frei Betto zur Rolle des US-Geheimdienstes CIA bei der Sekten-Förderung in Brasilien:
Brasiliens Kirche war zur Diktaturzeit weitgehend regimekritisch, war Opposition. Um ein Gegengewicht zu schaffen, so Frei Betto, habe die CIA deshalb die Ausbreitung von Sekten gefördert – und tue dies offenbar bis heute. “Die USA finanzierten jene Sektenkirchen, denen es darum geht, Brasiliens Christen zu spalten und progressive Tendenzen in der katholischen Kirche auszulöschen. Jene „elektronischen Kirchen“ propagierten sogar eine Theologie des Wohlstands. Dagegen stehe die Botschaft Jesu für Gerechtigkeit und Frieden in der Welt. Dies sollten die Gläubigen nicht entdecken. Bezeichnend sei, daß die brasilianischen Chefs wichtiger evangelikaler Kirchen heute alle in den Vereinigten Staaten wohnten, nicht in Brasilien.
Frei Bettos Argumentation fehlt natürlich vorhersehbar auch in deutschsprachigen Analysen über evangelikale Wunderheilersekten, die gewöhnlich beschönigend als Freikirchen bezeichnet werden. Auch im Kontext der Papstwahl 2013 fielen diese Argumente und Fakten unter den Tisch.
http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/13/amazonia-an-ecocide-foreseen/
Der Papst, die Franziskaner, der Libyenkrieg – warum man davon im deutschsprachigen Mainstream nichts liest: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/12/brasiliens-franziskaner-frei-jose-francisco-zu-libyenkrieg-und-kriegswaffenmesse-in-rio-de-janeiro-weltsozialforum-aktivist-oded-grajew-analysiert-vollig-korrekt/
Wie es hieß, verfolgten Minister der Rousseff-Regierung im Präsidentenpalast am Fernseher die Papstwahl, wobei die Mehrheit der Minister hoffte, daß Kardinal Scherer nicht Papst wird. Die Aversion gegen Scherer sei stark, die Arbeiterpartei habe gefeiert, daß Kandidat Scherer nicht durchkam.
Brasiliens Bischofskonferenz, Scherer inbegriffen, hatten bereits vor dem Amtsantritt von Lula das Mensalao-Demokratieprojekt scharf kritisiert – welches in Ländern Mitteleuropas auf teils begeisterte Zustimmung stieß. Sehr zum Unwillen auch des mitteleuropäischen Mainstreams hatte Kardinal Scherer immer wieder in Predigten u.a. die gravierenden Menschenrechtsverletzungen unter Lula-Rousseff verurteilt, darunter Folter, Hunger, Massenelend, rasches Slumwachstum, Sklavenarbeit, Terror gegen Slumbewohner, generell fehlende Rechtsstaatlichkeit sowie Staats-und Regierungskorruption.
“Aufschrei der Ausgeschlossenen” in Brasilien: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/12/brasilien-aufschrei-der-ausgeschlossenen-in-der-von-kardinal-odilo-scherer-geleiteten-erzdiozese-sao-paulo/
Scheiterhaufen in Brasilien heute: http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/11/der-brasilianische-musiker-und-poet-marcelo-yuka1/

Brasilien unter der Rousseff-Regierung auf dem UNO-Index für menschliche Entwicklung: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/14/brasilien-unter-der-rousseff-regierung-land-fallt-auf-uno-index-fur-menschliche-entwicklung-vom-ohnehin-schlechten-84-platz-auf-den-85-platz-zuruck/
Sehr bezeichnend war auch, wie sich die Erzdiözese Sao Paulo zur Libyen-Intervention positionierte, sogar bei Gottesdiensten in der Kathedrale von Sao Paulo. Eine Berichterstattung darüber war aus naheliegenden Gründen nicht möglich.
Vatikan und Libyen-Intervention: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/02/13/papst-benedikt-xvi-und-die-auserordentlich-interessante-kritische-analyse-des-funktionierens-der-machtmechanismen-neoliberaler-staaten-beispiel-libyen-intervention/
Wie Lateinamerikas katholische Kirche auf Christenermordung, Christenverfolgung während der Syrien-Intervention reagiert – Poster mit Hilfsappellen selbst in den Kirchen von Chile:

Klarer Hinweis auf Christenverfolgung durch „Gruppen islamischer Fundamentalisten“.
Vatikanischer Fidesdienst zur Christenverfolgung heute – wer sie fördert, finanziert: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/01/04/syrien-fidesdienst-des-vatikans-uber-christenverfolgung-durch-islamisten-heute-haben-wir-angst-vor-radikalen-islamisten-bei-vielen-handelt-es-sich-um-soldner-warum-radikale-islamistengruppen-i/
Der Papst, die Franziskaner, der Libyenkrieg – warum man davon im deutschsprachigen Mainstream nichts liest: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/12/brasiliens-franziskaner-frei-jose-francisco-zu-libyenkrieg-und-kriegswaffenmesse-in-rio-de-janeiro-weltsozialforum-aktivist-oded-grajew-analysiert-vollig-korrekt/
Ober-Papstversteher Leonardo Boff: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/09/13/leonardo-boff-spielt-papst-erklarer-papst-oberinterpretierer-in-deutschland-boff-sagt-wie-er-den-papst-haben-willangeblich-haben-die-armen-wahrend-der-beiden-franziskus-vorganger-keine-zentrale/
12.03.13 – Mundo
Jesus barrado no conclave dos Cardeais
Cardeais da Igreja Católica vieram de todas as partes do mundo, cada qual carregando as angústias e as esperanças de seus povos, alguns martirizados pela Aids e outros atormentados pela fome e pela guerra. Mas todos mostravam certo constrangimento e até vergonha, pois vieram à luz os escândalos, alguns até criminosos, ocorridos em muitas dioceses do mundo, com os padres pedófilos; outros implicados na lavagem de dinheiro de mafiosos e superricos italianos que para escapar dos duros ajustes financeiros do governo italiano, usavam o bom nome do Banco Vaticano para enviar milhões de Euros para a Alemanha e para os USA. E havia ainda escândalos sexuais no interior da Cúria bem como intrigas internas e disputas de poder.
Sex mit Kindern:
Scheiterhaufen in Brasilien heute: http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/11/der-brasilianische-musiker-und-poet-marcelo-yuka1/
http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/13/jorge-begoglio-el-primer-papa-argentino-la-nacion-buenos-aires/
(more…)
Wie es hieß, waren diese Stimmen bereits im ersten Wahlgang ausschlaggebend, um die Kandidatur des Erzbischofs von Buenos Aires zu stärken.
Kardinal Odilo Scherer über Benedikt XVI. : Scherer nennt als Problem, daß der Papst garnicht verstanden worden sei in der Konfrontation der Ideen, im Bereich der Kultur, dem Medien-Streit, daß man den Papst falsch interpretierte. Scherer benannte als Tatsache, daß es heute eine neue Kultur ohne solide, konsistente Werte, voller Subjektivismus und totalem Werte-Relativismus gebe, selbst in bezug auf ethische, anthropologische und sogar religiöse Werte. Diese neue Kultur sei verwässert. “Das ist die Kultur des totalen Subjektivismus.” Dies sei die Herausforderung für eine katholische Kirche, die in ihrer Geschichte bereits viele Herausforderungen bestehen mußte.
Die ersten Reaktionen aus Deutschland, darunter aus dem kirchlichen Mainstream, auf den neuen Papst, auf die Resultate der Amtszeit von Benedikt XVI. zeigen, daß Kardinal Scherers Analyse den Kern trifft. Bislang herrscht das übliche politisch korrekte, eurozentristische Blabla.
Zu den “Kunststücken” der Mediensteuerung gehört, im Zusammenhang mit der Papstwahl das Problem der Christenermordung, Christenverfolgung während der derzeitigen Syrienintervention nicht als Priorität zu behandeln. http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/12/neuer-papst-mus-sich-christenermordung-christenverfolgung-durch-radikale-islamisten-des-nahen-ostens-widmen-laut-brasiliens-qualitatszeitung-o-estado-de-sao-paulo-in-landern-wie-deutschland-nah/
Der Papst, die Franziskaner, der Libyenkrieg – warum man davon im deutschsprachigen Mainstream nichts liest: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/12/brasiliens-franziskaner-frei-jose-francisco-zu-libyenkrieg-und-kriegswaffenmesse-in-rio-de-janeiro-weltsozialforum-aktivist-oded-grajew-analysiert-vollig-korrekt/
„Aufschrei der Ausgeschlossenen“ in Brasilien: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/12/brasilien-aufschrei-der-ausgeschlossenen-in-der-von-kardinal-odilo-scherer-geleiteten-erzdiozese-sao-paulo/

Brasiliens wichtigster Befreiungstheologe Frei Betto, Dominikaner aus der Erzdiözese Sao Paulo: http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/13/amazonia-an-ecocide-foreseen/
Kardinal Odilo Scherer über Benedikt XVI. : Scherer nennt als Problem, daß der Papst garnicht verstanden worden sei in der Konfrontation der Ideen, im Bereich der Kultur, dem Medien-Streit, daß man den Papst falsch interpretierte. Scherer benannte als Tatsache, daß es heute eine neue Kultur ohne solide, konsistente Werte, voller Subjektivismus und totalem Werte-Relativismus gebe, selbst in bezug auf ethische, anthropologische und sogar religiöse Werte. Diese neue Kultur sei verwässert. “Das ist die Kultur des totalen Subjektivismus.” Dies sei die Herausforderung für eine katholische Kirche, die in ihrer Geschichte bereits viele Herausforderungen bestehen mußte.
Die ersten Reaktionen aus Deutschland, darunter aus dem kirchlichen Mainstream, auf den neuen Papst, auf die Resultate der Amtszeit von Benedikt XVI. zeigen, daß Kardinal Scherers Analyse den Kern trifft. Bislang herrscht das übliche politisch korrekte, eurozentristische Blabla.
Zu den “Kunststücken” der Mediensteuerung gehört, im Zusammenhang mit der Papstwahl das Problem der Christenermordung, Christenverfolgung während der derzeitigen Syrienintervention nicht als Priorität zu behandeln. http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/12/neuer-papst-mus-sich-christenermordung-christenverfolgung-durch-radikale-islamisten-des-nahen-ostens-widmen-laut-brasiliens-qualitatszeitung-o-estado-de-sao-paulo-in-landern-wie-deutschland-nah/
“Aufschrei der Ausgeschlossenen” in Brasilien: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/12/brasilien-aufschrei-der-ausgeschlossenen-in-der-von-kardinal-odilo-scherer-geleiteten-erzdiozese-sao-paulo/
tags: brasiliens kirche und libyen-intervention, kriegsgrund öl, libyen-intervention
2012 bittet Obama laut Medienberichten um Entschuldigung wegen des Verbrennens von Korankopien in Afghanistan. An eine Entschuldigung wegen der zivilen Opfer der Libyen-Intervention ist offensichtlich bisher nicht gedacht…
Der Papst, die Franziskaner, der Libyenkrieg – warum man davon im deutschsprachigen Mainstream nichts liest: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/12/brasiliens-franziskaner-frei-jose-francisco-zu-libyenkrieg-und-kriegswaffenmesse-in-rio-de-janeiro-weltsozialforum-aktivist-oded-grajew-analysiert-vollig-korrekt/
http://oglobo.globo.com/economia/brasil-fica-estagnado-na-85-posicao-do-ranking-do-idh-7838965
Auch in puncto sozialer Ungleichheit wurde Brasilien auffällig schlecht bewertet, liegt lediglich auf Platz 97.
Die meisten südamerikanischen Länder schnitten teils erheblich besser ab als Brasilien: Chile 40, Argentinien 45, Uruguay 51, Panama 59(mit Kuba gleichauf), Peru 77.
Laut Leonardo Boff hatte es unter der Lula-Rousseff-Regierung u.a. eine Revolution im Bildungswesen gegeben: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/20/brasilien-leonardo-boff-nennt-deutschstammigen-kardinal-odilo-scherer-reaktionar-und-autoritar-i-%C2%B4m-happy-that-odilo-scherer-is-not-the-pope-boff-gegenuber-clarinbuenos-aires/
Schlechter als Brasilien: Ekuador 89, Kolumbien 91, Surinam 105, Bolivien 108.
Brasiliens Wirtschaftszeitschrift EXAME listet die Unterschiede zwischen Brasilien und Norwegen(1. Platz) auf: http://exame.abril.com.br/brasil/noticias/o-que-falta-para-o-brasil-alcancar-a-noruega
Brasiliens gravierende Menschenrechtsverletzungen, von Folter, Todesschwadronen, Scheiterhaufen bis Sklavenarbeit, werden beim UNO-Index für menschliche Entwicklung nicht berücksichtigt. http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/
Brasiliens Kongreßsenator Cristovam Buarque: „Unser Platz auf dem UNO-Ranking wäre viel schlechter, wenn beispielsweise Tod durch Gewalt, Einkommenskonzentration, Stadtzerstörung und andere soziale Probleme berücksichtigt würden.“
http://www.welt-sichten.org/artikel/221/der-hoelle-hinter-gittern
“Aufschrei der Ausgeschlossenen” in Brasilien: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/12/brasilien-aufschrei-der-ausgeschlossenen-in-der-von-kardinal-odilo-scherer-geleiteten-erzdiozese-sao-paulo/
Scheiterhaufen in Brasilien heute: http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/11/der-brasilianische-musiker-und-poet-marcelo-yuka1/

http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/
Lula, das tropische Norwegen: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/30/das-tropische-norwegen-von-lula-brasiliens-landesmedien-machen-sich-uber-lulas-groteske-einschatzungen-in-financial-times-lustig-lula-spricht-uber-brasilien-75-platz-auf-dem-uno-index-f/
Was es in Chile und Argentinien wegen anderer Werte, anderer Mentalität, anderer Regierungspolitik nicht gibt – brasilianische Medienfotos zur Gewaltkultur: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/
tags: brasiliens gesundheitswesen, müllabfuhr in brasilien, oded grajew, weltsozialforum
Grajew, der die NGO “Rede Nossa Sao Paulo” führt, ermittelte, wielange Stadtbewohner, die auf das öffentliche Gesundheitswesen angewiesen sind, auf einen vereinbarten Arztbesuch warten müssen – durchschnittlich 61 Tage. Nur 1,5 Prozent der rund 12 Millionen Stadtbewohner sind an ein Müllabfuhr-System ähnlich wie in Deutschland, die “Coleta seletiva”, angeschlossen, der große Rest hat keine Mülltonnen zur Verfügung, wirft den Müll in Plastiktüten oder lose an die Straße – zur Freude der Ratten. In Porto Alegre funktioniert moderne Müllabfuhr bereits für 100 Prozent der Bewohner, hieß es. Sao Paulos Flüsse “Rio Tieté” und “Rio Pinheiros” sind pure Kloake, geben massenhaft klimaschädliche Giftgase wie Methan an die Atmospäre ab. Sao Paulo ist Lateinamerikas reichste Großstadt.
Deutsche Deppen machen sich häufig über deutsche Tugenden wie Sauberkeit und Hygiene lustig, begreifen indessen intellektuell nicht, daß just deshalb Deutschland viele der in Ländern wie Brasilien vorkommenden Krankheiten und Epidemien, darunter Lepra, sowie die damit verbundenen sozialen Probleme seit langem nicht mehr hat. Nicht nur auf den Straßen und in den Armen-und Elendsvierteln Brasiliens, sondern auch in Häusern und Wohnungen der Mittelschicht herrschen nicht selten hanebüchen unhygienische Verhältnisse, was entsprechenden Krankheiten viel Vorschub leistet.
Müllsituation in Sao Paulo – Abfälle werden zumeist auf diese Weise an die Straße geworfen, meist nachts von Müllabfuhr eingesammelt. Ein Fest für die Ratten, Schadinsekten.

Bevor die Müllabfuhr kommt, werden Abfälle zumeist von Hungernden, Verelendeten nach Eßbarem durchwühlt.
Ausriß.
http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/30/gewalt-an-den-schulen-brasiliens/
Bei Tropenhitze ist der Geruch entsprechend.
Wie es hieß, stürzte der Aktienwert der Batista-Ölfirma OGX um 86 Prozent. 2010 erreichte er 23 Real, derzeit liegt er nur noch bei 2,37 Real.
Mitteleuropäische Wirtschaftsmedien hatten viele Lob-und Hudel-Stories über Batista veröffentlicht. 2007, bei der Gründung von OGX, hatte Batista von der „größten privaten Ölförderfirma des Landes“ gesprochen, sein OGX-Team als das beste bezeichnet. Indessen blieben die versprochenen Förderresultate aus.

Die Bild-Zeitung über Eike Batista: http://www.bild.de/geld/wirtschaft/eike-batista/eike-batista-brasilianer-will-reichster-mann-der-welt-werden-20080864.bild.html
Financial Times Deutschland über Eike Batista: http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/:partner-von-eon-eike-batista-der-scheich-vom-amazonas/70026172.html
http://www.focus.de/finanzen/boerse/eike-batista-die-jagd-des-mr-x_aid_492365.html
Der Ölkonzern OGX ist das Triebwerk von Batistas raketenhaftem Aufstieg. Obwohl OGX noch keinen einzigen Tropfen Öl gefördert hat, ist der Konzern an der Börse bereits rund 30 Milliarden Dollar wert. Ende 2007 schnappte sich Batista für rund eine Milliarde Dollar die Förderlizenzen für 21 Ölfelder. Ein halbes Jahr später, mitten in der Finanzkrise, brachte er OGX an die Börse – sammelte rund vier Milliarden Dollar für etwas mehr als ein Drittel der Anteile ein. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Konzern noch nicht einmal gesicherte Öl-vorkommen vorzuweisen. Nur die Lizenzen. Und die Schätzung eines amerikanischen Öl-Analysehauses: 6,7 Milliarden Barrel könnten zu heben sein. Inzwischen gab es sechs erfolgreiche Probebohrungen. Mehr als ein Drittel der geschätzten Vorkommen gelten jetzt als gesichert. Ab 2011 soll das Öl sprudeln. In zehn Jahren will Batista 1,4 Millionen Barrel Öl pro Tag fördern. Brasiliens staatlicher ÖlriesePetrobras+2,46%fördert derzeit 2,4 Millionen Barrel. Batista taxiert die Förderkosten pro Barrel auf nur zehn Dollar. Kein Wunder, dass die Analysten euphorisch sind. Schon 2012 rechnet die InvestmentbankJP Morgan+0,57%bei OGX mit einem Umsatz von 438 Millionen Dollar – und einem Ergebnis von 253 Millionen. Treffen Batistas Versprechungen nur einigermaßen ein, wird der Höhenflug der Aktie wohl weitergehen.…(Focus)