50 Jahre nach dem Putsch – Foltertechnologie aus Bundesrepublik Deutschland oder Großbritannien?http://www.hart-brasilientexte.de/2014/03/31/brasilien-50-jahre-nach-dem-militarputsch-vom-31-marz-1964-foltertechnologie-aus-der-bundesrepublik-deutschland-oder-aus-grosbritannien-fur-die-diktatoren-bis-heute-frage-nicht-exakt-geklart/
Kriegsverbrecher Gustav Wagner, stellvertretender Kommandant des KZ Sobibor, SS-Oberscharführer, berüchtigter sadistischer Judenmörder – von der Militärdiktatur Brasiliens nicht ausgeliefert: „Die deutsche Regierung stellte ebenfalls ein Ersuchen auf Auslieferung, das jedoch vom Obersten Gerichtshof Brasiliens am 22. Juni 1979 zurückgewiesen wurde.“ Wikipedia
Sobibor – rund 250000 ermordete Juden.

Volksempfänger-Journalismus heute.
Antisemitischer Angriff auf Rabbiner in Berlin: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/09/16/libyen-resultate-und-ziele-der-intervention-tunesien-sudan-afghanistanbrasiliens-andere-sicht/
„Von den Juden und ihren Lügen“: http://www.hart-brasilientexte.de/2008/07/17/von-den-juden-und-ihren-lugen1543-martin-luther-und-die-antisemitismus-diskussion/

Juden, Apolda.
In einer ausführlichen Analyse des Grass-Gedichts schreibt Folha-Autor Joao Pereira Coutinho, der Holocaust sei ein Schandfleck, der aus dem europäischen Bewußtsein nicht verschwinde. Und eine der Formen, um damit umzugehen, sei, die Rollen der Personen umzukehren – die Opfer in Henkersknechte zu verwandeln. In den letzten Jahren sei diese Metamorphose mit Feuer von der westlichen „Intelligentsia“ praktiziert worden: die Juden von heute seien nicht sehr anders wie die Nazis von gestern; Gaza sei ein neues Warschauer Ghetto; und Israel sei eine Art Drittes Reich im Mittleren Osten.Europa glaube, daß durch diese anachronistische Umkehrung die Schuld für das Verbrechen verschwinden werde. Und es werde der Tag kommen, an dem die Europäer bekräftigen können, mit sauberem Kopf und ohne Schande wegen ihres Bildes im Spiegel: „Sie, die Juden, sind nicht besser als wir.“ Dies sei, im Resümee, jenes Gedicht, das Günter Grass in der deutschen Presse publizierte und das Israel ihn zur „persona non grata“ erklären ließ. Interessanterweise, so Coutinho weiter, kommen jene direkten Drohungen des Iran gegen Israel, womit ja die Feindseligkeiten in Wahrheit begannen, in dem literarischen Werk von Grass nicht vor. „Und kommen nicht vor, weil Grass ein besonderer Fall ist: mit 17 Jahren marschierte der Schriftsteller in der Waffen-SS, der Elitetruppe Hitlers, und diente dem Dritten Reich in seinen letzten Momenten.“ Grass habe dieses schändliche Geheimnis erst in jüngster Zeit den Lesern in seiner Autobiographie mitgeteilt. Unglücklicherweise sei diese das ganze Leben versteckte Jugendsünde noch nicht überwunden. Und nur so sei zu erklären, daß sich Grass in dem Gedicht zu urteilen erlaubt, Israel sei heute die größte Bedrohung für den Weltfrieden.Der Satz könnte von Mahmoud Ahmadinejad stammen oder jedem anderen Antisemiten dieser Art. Das politische, wirtschaftliche und kulturelle Scheitern des Mittleren Ostens, jenes Ozeans aus einer Milliarde Moslems, erkläre sich nicht durch einen Tropfen von fünf Millionen Juden. Es erkläre sich durch den Autoritarismus, durch die Dummheit und den Fanatismus seiner Führer. Günter Grass widerspreche dem. Und in seinem Gedicht-Manifest beschränke er sich darauf, die alten Themen des klasssischen Judenhasses zusammenzustellen: Die Juden manipulieren die Welt – und in ihrer Begierde, diese zu beherrschen, zerstören sie sie letztlich. „Adolf Hitler hätte es nicht besser gesagt.“

Ausriß: “Die Wende kommt – durchhalten. Sieg oder Sibirien!”
<!–[if gte mso 9]> Normal 0 21 false false false MicrosoftInternetExplorer4 <![endif]–><!–[if gte mso 9]> <![endif]–><!–[if gte mso 10]> /* Style Definitions */ table.MsoNormalTable {mso-style-name:“Tabela normal“; mso-tstyle-rowband-size:0; mso-tstyle-colband-size:0; mso-style-noshow:yes; mso-style-parent:““; mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; mso-para-margin:0cm; mso-para-margin-bottom:.0001pt; mso-pagination:widow-orphan; font-size:10.0pt; font-family:“Times New Roman“; mso-ansi-language:#0400; mso-fareast-language:#0400; mso-bidi-language:#0400;} <![endif]–>„Warum sage ich jetzt erst, gealtert und mit letzter Tinte: Die Atommacht Israel gefährdet den ohnehin brüchigen Weltfrieden?“ Grass
Wie heute in Deutschlands großen Buchgeschäften, entsprechenden Werken, gemäß “Zeitgeist” die Aktivitäten der Wehrmacht im Angriffskrieg, der zwischen 50 und 80 Millionen Menschen das Leben kostete, interpretiert werden:

Ausriß:“…tapfer und treu, wie deutsche Soldaten seit Jahrhunderten für Volk und Vaterland ihr Leben hingegeben haben.“

Die Amtszeit von Diktator Ernesto Geisel: Das offizielle Foto vom angeblichen Selbstmord des jüdischen Journalisten und Fernsehdirektors von TV Cultura, Vladimir Herzog 1975 in einer Zelle der politischen Polizei Sao Paulos – in Wahrheit wurde er totgefoltert. Bundesrichter Marcio José de Morais annullierte 1979 das offizielle Dokument der Diktatur über die Todesursache, gab indessen Zeugen recht, denen zufolge Herzog gefoltert worden war, machte den Staat für den Tod des Juden verantwortlich. Unterdessen wurde ermittelt, daß unter Geisel gefolterte Regimegegner auch durch Giftspritzen umgebracht wurden, das Militär zahlreiche Oppositionelle außergerichtlich exekutierte.
Herzog war 1937 in Kroatien geboren worden, floh im zweiten Weltkrieg mit den Eltern Zigmund und Zora Herzog wegen der Besetzung durch die Nazis über Italien nach Brasilien.
Der Fernsehdirektor und Journalist war vom Militärregime nicht festgenommen oder verhaftet, sondern für den 25. Oktober 1975 zwecks Erteilung von Auskünften zum Sitz der politischen Polizei bestellt worden – das macht vorstellbar, wie die Diktatur mit nicht bekannten Oppositionellen, mutmaßlichen Oppositionellen etwa der Unterschicht, in den Slums umging, Aktionsfeld der Todesschwadronen des Regimes.
http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html
Willy Brandt und sein Diktatur-Amtskollege José Magalhaes Pinto: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/11/19/brasiliens-folter-diktatur1964-1985-mit-wem-bundesausenminister-willy-brandt-damals-bilaterale-vertrage-unterzeichnet-das-massaker-an-stahlarbeitern-unter-gouverneur-jose-magalhaes-pinto/

Peter Franz: Der gewöhnliche Faschismus.

Ausriß.
http://www.hart-brasilientexte.de/2012/07/14/brasiliens-nazistisch-antisemitisch-orientierte-militardiktatur-lieferte-waffen-fur-repression-in-chile-laut-jetzt-veroffentlichten-geheimdokumenten-abkommen-von-diktator-medici-mit-pinochet-geschlo//
Ausriß.
„Es ist acht Uhr. Weißt du, was dein Sohn denkt?“ Angeli, Folha de Sao Paulo
Slumkaten in Elendsviertel 2012.
http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/07/brasiliens-boom-und-die-slumhutten/
Deutsche Grüne zu “fortschrittlicher Regierungspolitik” Brasiliens: http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/08/menschenrechtstribunal-und-die-grunen-trotz-der-fortschrittlichen-regierungspolitik-steht-brasilien-weltweit-an-vorderster-stelle-bei-morden-an-homosexuellen-und-transgendern/

Oscar-Niemeyer-Bau in Sao Paulo.
Ausriß. Lula bei Schmidt in Hamburg.
“Ich glaube, ihr seid auf einem fabelhaft gutem Wege.” Schmidt zu Lula 2009…
Schmidt:”Ich kenne Oscar Niemeyer – und ich habe einen großen Respekt vor ihm…Ich war einer, der dafür gesorgt hat, daß er den japanischen kaiserlichen Kunstpreis für Architektur bekommen hat. So habe ich Oscar Niemeyer in Tokio kennengelernt.”(Extrem stark beschnittenes Gespräch Schmidt-Lula auf youtube)
Henry Kissinger spricht auf Trauerfeier für Helmut Schmidt in Hamburg:http://www.hart-brasilientexte.de/2015/11/17/henry-kissinger-haelt-rede-auf-staatsakt-fuer-helmut-schmidtspd-am-23-11-2015-in-hamburg-kissinger-und-schmidt-viele-gemeinsame-wertvorstellungen/
DIE ZEIT und der Tod des Mitherausgebers Helmut Schmidt/SPD 2015 – was alles in den Nachrufen fehlt:http://www.hart-brasilientexte.de/2015/11/12/die-zeit-und-der-tod-des-mitherausgebers-helmut-schmidtspd-2015-was-alles-in-den-zeit-nachrufen-fehlt/
Kuriose Mythenbildung um Schmidt und Lula:
Kreuz und Gedenkstein am Ort des Massakers: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/16/kreuz-und-gedenkstein-am-ort-des-massakers-an-bauarbeitern-brasilias-oscar-niemeyer-der-die-errichtung-brasilias-leitete-sagt-im-dokumentarfilm-von-dem-blutbad-nie-etwas-gehort-zu-haben/
http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/02/brasilien-leben-im-slum-sao-paulo/
Wachstumsbranche Crack: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/04/brasiliens-stark-geforderte-wachstumsbranche-crackdie-kehrseite-des-wohlstands-der-spiegel/
Wachstumsbranche Crack: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/04/brasiliens-stark-geforderte-wachstumsbranche-crackdie-kehrseite-des-wohlstands-der-spiegel/
Brasilianische Autoritäten lassen regelmäßig Beteuerungen über eine Besserung der Gewalt-Situation in auflagenstarke europäische Medien durchschalten.
Laut der größten brasilianischen Qualitätszeitung „Folha de Sao Paulo“ „ertrinkt Lateinamerika in einem Blutbad. Es ist die gewalttätigste Region der Welt, viel mehr als Afrika.“ Zu Brasilien heißt es im April 2012:“Wir sind das Land, wo man am meisten in der Welt mordet.“ Die Rate sei höher als etwa in Afghanistan.
‚É muito grave que a autoridade máxima do País se declare incapaz de coibir o crime de tortura nas delegacias‘, diz Conectas e outras 14 organizações parceiras
As entidades que aderem a esta nota repudiam a declaração da presidente e esperam, ainda, que a Presidência aclare com rapidez em que medida tal declaração reflete a posição do Estado brasileiro sobre o assunto.
Der französische Folterlehrer, General Paul Aussaresses, unter deutschstämmigem Diktatur-General Ernesto Geisel: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/12/05/brasiliens-militardiktatur1964-1985-folterlehrer-aus-frankreich-general-paul-aussaresses-mit-95-jahren-verstorben-aussaresses-war-wahrend-der-amtszeit-des-deutschstammigen-generals-ernesto-geise/
Deutsche Grüne zu „fortschrittlicher „Regierungspolitik“ Brasiliens: http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/08/menschenrechtstribunal-und-die-grunen-trotz-der-fortschrittlichen-regierungspolitik-steht-brasilien-weltweit-an-vorderster-stelle-bei-morden-an-homosexuellen-und-transgendern/
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/941885/
“Wo sind unsere Toten?”http://www.domradio.de/aktuell/46257/brasilien-scheut-strafen-fuer-diktatur-verbrechen.html
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1624771/
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/tagfuertag/1698492/
Dilma Rousseff feiert mit dem Ex-Chef der Diktatorenpartei ARENA, José Sarney, 2010 ihren Wahlsieg. Ausriß. Heute ist Sarney als starker Mann der größten Koalitionspartei PMDB der wichtigste politische Partner Rousseffs, zudem Chef des Kongreßsenats…
http://www.das-parlament.de/2010/12/Beilage/006.html
Wie es in den Landesmedien weiter hieß, haben die Menschenrechtsorganisationen Rousseffs Erklärungen zur Folter, die sie in der Harvard-Universität abgab, kritisiert. Brasiliens führendes Nachrichtenmagazin „Veja“ wies auf die von den Autoritäten geduldete Folterung von Gefangenen im Lande, wobei es sich um „Barbarei“ handele.
Nicht zufällig wird daher vor dem Hintergrund der allseits bekannten Folterpraktiken und heute dominierender Wertvorstellungen in der deutschen Parteipropaganda die brasilianische Regierung vorhersehbar als progressiv eingestuft.
Deutsche Grüne zu “fortschrittlicher Regierungspolitik” Brasiliens: http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/08/menschenrechtstribunal-und-die-grunen-trotz-der-fortschrittlichen-regierungspolitik-steht-brasilien-weltweit-an-vorderster-stelle-bei-morden-an-homosexuellen-und-transgendern/
“É muito grave que a autoridade máxima do país se declare incapaz para coibir o crime de tortura nas delegacias. E é ainda mais grave que tenha escolhido um momento de enorme visibilidade para fazer tal declaração”
Dilma Rousseff feiert mit dem Ex-Chef der Diktatorenpartei ARENA, José Sarney, 2010 ihren Wahlsieg. Ausriß. Heute ist Sarney als starker Mann der größten Koalitionspartei PMDB der wichtigste politische Partner Rousseffs, zudem Chef des Kongreßsenats…
Todesschwadronen 2011, Ausriß. „In ganz Brasilien gibt es Todesschwadronen.“
Lulas vielkritisierte Äußerung über Gewalt gegen Häftlinge.
Lula zu Gefängnis-Folter: http://www.hart-brasilientexte.de/2008/03/03/menschenrechtsexperten-lula-ironisiert-alltagliche-folter-in-staatsgefangnissen-brasiliens/
In “Caros Amigos” publizieren Brasiliens wichtigster Befreiungstheologe Frei Betto sowie Landlosenführer Joao Pedro Stedile.
Deutscher Gefangenenpastor Wolfgang Lauer: „Da sein, wo gelitten wird“: http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1624771/
Pastor Lauer sieht den Grund für das mangelnde Engagement des deutschen Staats ganz klar bei den zuständigen Regierungsstellen in Berlin:
„Es sind einfach die ökonomischen Interessen, die politischen, das gehört zusammen. Da gefährdet man nicht seine Beziehung, indem man den Brasilianern sozusagen mal den Spiegel vorhält und sagt, ihr habt hier ne schöne Verfassung und schöne Gesetze, aber warum werden die nicht eingehalten?“
Kirchliche Bürgerrechtler Brasiliens vermissen seit langem klare Stellungnahmen hochrangiger europäischer Besucher zur gravierenden Menschenrechtslage in Lateinamerikas größter Demokratie. Weil damit der Eindruck entstehe, Wirtschaftsinteressen hätten Vorrang vor den Menschenrechten.

Tags: , Brasilien, Dilma Rousseff, Folter, Lula, Menschenrechte
http://www.suedwind-magazin.at/start.asp?ID=234433&rubrik=7&ausg=200210
Angesichts der Foltersituation unter der Lula-Rousseff-Regierung sagte Zgubic im Website-Interview in Sao Paulo:”An die Gefangenen wird zuletzt gedacht.” Zgubic übergab jetzt seine Funktion als Leiter der bischöflichen Gefangenenseelsorge Brasiliens an den bisherigen Stellvertreter, Padre Valdir Joao Silveira. Dieser betonte im Website-Interview, Folter in Polizeiwachen führe sogar zu Todesopfern. Allein im Teilstaat Sao Paulo seien innerhalb weniger Monate neun Tote registriert worden. “Wir haben im November eine Frau betreut, die hier in der Megacity Sao Paulo gefoltert worden ist – man hat ihr einen Plastiksack über den Kopf gestülpt, was u.a. zu Erstickungsanfällen führt. Der nordöstliche Teilstaat Maranhao, in dem jetzt bei einem Gefangenenaufstand mindestens 18 Häftlinge umkamen, steht nach unseren Ermittlungen bei Folter im Gefängnissystem landesweit an der Spitze.
http://www.das-parlament.de/2010/12/Beilage/006.html
Staatschefin Rousseff hat laut Landesmedien just vor Studenten und Professoren der Harvard-Universität eingestanden, daß es in Brasilien unter ihrer Präsidentschaft gravierende Menschenrechtsverletzungen gibt. Rousseff sagte zu einer Studentenfrage:“In Brasilien gibt es eine große Mißachtung der Menschenrechte. Ich weiß, was geschieht. Ich kann nicht in allen Polizeiwachen Brasiliens verhindern, daß es dort Folter gibt.“
Elf Menschenrechtsorganisationen Brasiliens haben in einer Erklärung die Äußerungen Rousseffs verurteilt – sie seien besonders schwerwiegend angesichts der hitzigen innenpolitischen Debatte über die Einrichtung einer Wahrheitskommission über Diktaturverbrechen, darunter Folter.
Nicht zufällig erhält die Rousseff-Regierung wegen ihrer Politik sehr viel Lob aus Europa. Bezeichnend ist, wer und welche Organisationen, Institutionen, Regierungen sich vor der Event-Farce Rio+20 nicht zu Folter und anderen gravierenden Menschenrechtsverletzungen in Brasilien äußerten, diese Frage ganz bewußt und gezielt ausklammern.
Dilma Rousseff feiert mit dem Ex-Chef der Diktatorenpartei ARENA, José Sarney, 2010 ihren Wahlsieg. Ausriß. Heute ist Sarney als starker Mann der größten Koalitionspartei PMDB der wichtigste politische Partner Rousseffs, zudem Chef des Kongreßsenats…
“Jeden Tag wird in Brasilien gefoltert.” Ausriß 2011
Viel Lob von interessierter Seite aus Mitteleuropa angesichts der Folter-Fakten.
Zeitungsausriß O Globo.
Vor dem Hintergrund der allseits bekannten Folterpraktiken und heute dominierender Wertvorstellungen wird in der deutschen Parteipropaganda die brasilianische Regierung vorhersehbar als progressiv eingestuft.
Horst Seehofer in „Powerregion“: http://www.idowa.de/aktuell/container/container/con/995474.html
Deutsche Grüne zu “fortschrittlicher Regierungspolitik” Brasiliens: http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/08/menschenrechtstribunal-und-die-grunen-trotz-der-fortschrittlichen-regierungspolitik-steht-brasilien-weltweit-an-vorderster-stelle-bei-morden-an-homosexuellen-und-transgendern/
Wachstumsbranche Crack: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/04/brasiliens-stark-geforderte-wachstumsbranche-crackdie-kehrseite-des-wohlstands-der-spiegel/
Brasiliens Staatschefin Rousseff hat laut Landesmedien in Brasilia auf einem Treffen mit Klimaexperten auf die schwache, ungenügende Leistung der Windkraftwerke verwiesen und an eigene Vor-Ort-Beobachtungen in Spanien erinnert. Das Land werde stets als Referenz bei der Nutzung der Windenergie genannt – Rousseff habe indessen dort bei einem Besuch festgestellt, daß die Windpropeller seit acht Monaten nicht funktionierten, die Windkraftwerke acht Monate keinen Strom erzeugten. „Es gab schlichtweg keinen Wind“, wurde die Präsidentin zitiert. Weder mit Wind-noch Solarenergie könne man Licht für den Planeten erzeugen. „Alle Welt weiß das.“ Windenergie sollte als eine Art alternativer Reserve für die Wasserkraft dienen, falls einmal Regen fehle. „Wasserspeicherung können wir machen. Aber Windspeicherung geht nun einmal nicht.“ Es handele sich nicht um fehlenden politischen Willen – das Problem sei ein technisches. Wer gegen die Wasserkraftwerke in Amazonien sei, lebe in einer Welt der Phantasie.
„Não venta igual todo o horário do dia e não há como estocar vento“, disse. Dilma citou um exemplo de uma vez que foi a Espanha e há oito meses não havia produção de energia eólica por falta de ventos. „Não é possível sobrar vento para produzir energia.“
„Não tem como estocar vento, não tem. Não sei se vocês sabem, mas não venta 24 horas por dia nem 365 dias por ano. Eu testou falando isso porque eu já medi vento em Porto Alegre.“
“Gefährlich sind sie jedenfalls weder für Mensch noch Tier.” (Bekannter deutscher Windkraftpropagandist über Windkraftwerke)

Foto: Manfred Knake
Windkraft und Umwelt… Ein Herz für Tiere?
Neues vom Energiewende -Bluff: Der Spiegel weist 2012 erstmals auf ein Uralt-Faktum – konventionelle Kraftwerke werden unrentabel wegen der antimarktwirtschaftlichen Zwangseinspeisung von extrem unrentabel erzeugtem Windkraftstrom. Zitiert wird u.a. E.on: “Der Betrieb der alten Gas-und Ölturbinen lohne sich nicht mehr. Weil immer mehr Sonnen-und Windstrom ins Netz drückten, seien die Anlagen nicht mehr ausgelastet, jedes der Kraftwerke schreibe Verluste, teilweise in zweistelliger Millionenhöhe pro Jahr…Immer öfter müssen sie ihre Kraftwerke herunterfahren, weil sie verpflichtet sind, Sonnen-und Windstrom vorrangig ins Netz einzuspeisen.” Das Hoch-und Herunterfahren der Kraftwerke erhöht laut Studien u.a. den Brennstoffverbrauch, darunter von Kohle, erheblich – entsprechend höher ist der Ausstoss klimaschädlicher Gase.
Da Windstrom nicht grundlastfähig ist, müssen nunmehr – laut Spiegel – die unrentabel gewordenen Kraftwerke dennoch weiterbetrieben werden, weil – ein weiterer Uraltfakt – sonst die Gefahr bestünde, “dass das Stromsystem zusammenbräche.”
Aus gleichem Grunde will die Regierung eine Anbindung des deutschen Stromnetzes an die grundlastfähigen Wasserkraftwerke Norwegens. Dafür seien Milliardeninvestitionen nötig, meldet die Frankfurter Allgemeine und titelt: “Berlin dringt auf Stromanschluss in Norwegen.”
Wilfried-Heck-Website:
„Não venta igual todo o horário do dia e não há como estocar vento“, disse. Dilma citou um exemplo de uma vez que foi a Espanha e há oito meses não havia produção de energia eólica por falta de ventos. „Não é possível sobrar vento para produzir energia“. Sind andere Staatenlenker und Staatenlenkerinnen dümmer als unsere? Brasiliens einstige Energieministerin und gegenwärtige Staatschefin Dilma Rousseff hat laut Landesmedien in Brasilia auf einem Treffen mit Klimaexperten auf die schwache, ungenügende Leistung der Windkraftwerke verwiesen und an eigene Vor-Ort-Beobachtungen in Spanien erinnert.
KLAUS HART BRASILIENTEXTE
Aktuelle Berichte aus Brasilien – Politik, Kultur und Naturschutz…
Die Event-Farce Rio+20:
„gravíssimo“ o atraso na educação no Brasil.
“Von 100 Schülern, die in Sao Paulo die Mittelschule verlassen, können nur 5 Prozent richtig lesen und schreiben. Es ist eine Tragödie.” Gilberto Dimenstein, Journalist der größten brasilianischen Qualitätszeitung Folha de Sao Paulo, Bildungsexperte, 2010
Brasilien auf Welt-Bildungsstatistik der UNESCO auf 88. Platz, hinter Honduras.
Lateinamerika-Vergleich: Kuba 14., Argentinien 38., Uruguay 39., Chile 51., Mexiko 55. Platz.
In der deutschen Parteipropaganda wird die brasilianische Regierung als progressiv eingestuft.
Auffällig niedrige Produktivität Brasiliens: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/09/27/boomland-brasilien-die-angeblich-aufstrebende-wirtschaftsmacht-warum-sind-wir-so-unproduktiv-fuhrende-wirtschaftszeitschrift-exame-beschreibt-brasiliens-enormen-wirtschaftlichen-ruckst/
Realistische deutsche Unternehmensmanager erklärten indessen 2012 in Sao Paulo im Interview, daß die brasilianische Regierung „die Bildung absichtlich niedrig hält, die Klassenunterschiede brisant sind. Die Leute aus der Unterschicht haben garnicht die Chance, nach oben zu kommen, weil ihnen für Privatschulen das Geld fehlt. Für jene, die im Slum aufwachsen, ist daher vorprogrammiert, in der Favela zu bleiben bzw. bestenfalls nur einen sehr geringen sozialen Aufstieg zu schaffen. Sechste Wirtschaftsnation – aber nur Platz 84 auf dem UNO-Ranking für menschliche Entwicklung, das paßt nicht zusammen.“
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,446410,00.html
Protest gegen schlechtes Bildungssystem, Sao Paulo 2011. Viel Lob für Lula-Rousseff-Politik von interessierter Seite aus Mitteleuropa.
Pedro Herz, jüdischer Besitzer der größten brasilianischen Buchkaufhauskette “Livraria Cultura” bedrückt 2011, daß der größte Teil der Brasilianer wegen des immer schlechteren Schulsystems garnicht verstehe, was er lese. “Die Leute könnten nicht mal einen kleinen Text lesen und wiedergeben, kapieren den Text nicht – und das ist grauenhaft.” Der Kulturverlust, die Medienkrise schreite fort – ob in Brasilien oder im Rest der Welt. “Alle träumen von der erlebten Vergangenheit, weil das Heute reizlos, enttäuschend ist.”
Brasiliens Basisdaten: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/
http://www.dw.de/ouro-preto-statt-rio-de-janeiro-und-sao-paulo/a-4281011
Ostern/Pascoa 2015:
Jugendpastoral von Ouro Preto, Parabens! http://paroquiasantaefigenia-op.blogspot.com.br/2012/04/atividade-da-pj-de-ouro-preto-tem.html
http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/02/ostern-in-ouro-preto-brasilien/