Immer wieder sind von kirchlichen Menschenrechtsaktivisten, brasilianischen Fotoreportern in den Slums von Rio de Janeiro Kinder beobachtet, fotografiert worden, die mit abgeschlagenen Köpfen Fußball spielten.
Tags: Brasilien, Ex-Obdachloser, Fußball-WM, Nina Laurindo, Olympische Spiele 2016, Sebastiano Nicomedes, Tiao, Tribunal da Terra
 
”Für mein neuestes Stück bin ich durch ganz Brasilien gereist, habe in Millionenstädten wie Rio de Janeiro, Belo Horizonte, Curitiba und Porto Alegre beobachtet, wie man die Obdachlosen wegen der herannahenden Fußball-WM vertreibt. Denn jetzt werden ja ständig FIFA-Delegationen empfangen, will man denen die Austragungsorte so attraktiv wie möglich präsentieren. Bei diesen Säuberungen geht es um das Landesimage und um die Werbung für Investitionen. Unser Staatspräsident müßte den Austragungsorten die Bedingung stellen, mit den Geldern nicht nur teure Fußballstadien zu bauen, sondern auch die Obdachlosen zu integrieren, sie als Arbeitskräfte für die WM einzusetzen. Nach dem unaufgeklärten Massaker von 2004 wurden auch die Zeugen liquidiert – und wir stellen immer häufiger fest, daß Polizisten als Obdachlose verkleidet sich unter die Straßenbewohner mischen.”
Armutsgrenze in Deutschland und Brasilien: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/28/deutschlands-armutsgrenze-940-euro-monatseinkommen-in-brasilien-umgerechnet-rund-50-euro/
http://www.youtube.com/watch?v=AI0ztpJiOog
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/sonntagsspaziergang/1028582/
http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/14/brasilien-katholische-jugend-in-ouro-pretominas-gerais/
http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/02/ostern-in-ouro-preto-brasilien/
http://paroquiasantaefigenia-op.blogspot.com.br/2012/04/atividade-da-pj-de-ouro-preto-tem.html
http://www.pjmariana.org/#!about-us
http://www.dw.de/ouro-preto-statt-rio-de-janeiro-und-sao-paulo/a-4281011
Ostern/Pascoa 2015:
http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/07/brasiliens-boom-und-die-slumhutten/
O júri da premiação reconheceu na gestão do ex-presidente brasileiro uma „política de crescimento econômico justo, que colocou o país à frente de globalização, criando uma classe média e favorecendo a partilha mais justa da riqueza e das oportunidades“.
http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/
Lula war Informant der Diktatur-Geheimpolizei Dops, laut neuem Buch: http://www.hart-brasilientexte.de/2014/02/12/brasilien-die-folterdiktatur-lula-und-die-arbeiterpartei-pt-rufmord-ein-kapitalverbrechen-buch557-seiten-mit-schweren-vorwurfen-gegen-lula-macht-schlagzeilen/
O prêmio é oferecido às pessoas que contribuem com a promoção dos valores culturais, científicos e humanos em todo o mundo. Segundo o júri, Lula também foi agraciado por „sua trajetória pessoal e sua luta contra a pobreza e a desigualdade“.(Folha de Sao Paulo)
Laut Befreiungstheologe Frei Betto, Ex-Lula-Berater beim Anti-Hungerprogramm, liegt die Zahl der in extremer Armut, also in Hunger und Misere, lebenden Brasilianer, nicht wie offiziell angegeben, heute bei 16 Millionen, sondern ist doppelt so hoch. Nach derzeit geltendem mitteleuropäischen Werteverständnis hat damit die internationale Wirtschafts-und Finanzkrise, wie die Lula-Rousseff-Regierung verbreiten ließ, auf Brasilien nur geringe Auswirkungen gehabt.
Slumkind in Sao Paulo.
http://www.das-parlament.de/2010/12/Beilage/006.html
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/tagfuertag/1698492/
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1624771/
http://www.ila-web.de/brasilientexte/getuliovargas.htm
Wachstumsbranche Crack:
Hintergrund:
Brasilien: Die Milliardäre und die Hungernden(2011)
Kirche empört über starke Zunahme der Superreichen angesichts von Massenelend
Solidarity March with Brazilian Social Movements while Brazilian President Dilma Rousseff is in Washington, DC
International Civil Society Joins Brazilian Social Movements in Highlighting Brazilian President Dilma Rousseff’s Backsliding on Socio-Environmental Issues
Offenbar wird zwar sehr langsam in bestimmten Ländern bemerkt, wie stark sich Regierungspropaganda und tatsächliches Regierungshandeln in Brasilien unterscheiden.
Informativo Eletrônico do SASOP
04 de abril de 2012
Längste Dürre seit 30 Jahren, akuter Wasser-und Nahrungsmangel: http://g1.globo.com/bom-dia-brasil/noticia/2012/04/municipios-da-bahia-vivem-seca-mais-prolongada-dos-ultimos-30-anos.html
Unterernährte Rinder werden rasch zum Opfer von Krankheiten und Schwäche.
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Über eine Autostunde von Jequié entfernt, hat der aus der Schweiz stammende Bischof Krapf eine Diözese-Fazenda gegründet, zählt ein Pionier-Aufforstungsprojekt bereits über 12000 Bäume – klar, alles bewässert mit den vom Bischof entwickelten Solarpumpanlagen. Als kleiner Junge hat er in Bernhardzell in der Familienlandwirtschaft mitgearbeitet, das Feld gehackt, Kühe auf die Weide getrieben. Und als Bischof in dem als Folge brutaler Abholzung von Dürre und Klimawandel geplagten Brasilien gibt er, kaum zu glauben, den Fazenda-Arbeitern detaillierte Anweisungen, was zu tun ist. Und faßt selber mit an, hackt Erde, macht sich die Klamotten dreckig.
Gerade wird Brasilien erneut von einer Umweltkatastrophe heimgesucht, mit den gleichen Ursachen und politischen Verwantwortlichkeiten wie bei den Überschwemmungen und Erdrutschen, der verheerenden Dürre von 2011. „Wie kann man Bebauung in Risikozonen direkt an Flüssen zulassen“, sagt er empört. Krapf ist nicht der einzige Öko-Bischof des Tropenlandes, der Landwirte, Großfazendeiros zu überzeugen versucht, systematisch aufzuforsten. „Sie machen es nicht, weil das eben dauert, bis man einen Nutzen davon hat.“
Bis zur Diözese-Fazenda auf beiden Seiten der Straße ist fast nur abgeholztes Land, mit armseliger Sekundärvegetation. „Das könnte alles aufgeforstet werden – doch die Flächen werden nicht einmal bepflanzt – im ganzen Nordosten ist es so! Eigentlich haben wir Regenzeit, doch der ersehnte Regen wird von Jahr zu Jahr schwächer, seltener.“ Früher, als noch Wald da war, stand auch das Grundwasser viel höher. Krapf setzt deshalb mit seinen über 12000 indischen Nimbäumen, aus deren Samen und Blättern sich Medizin gewinnen läßt, ein Zeichen, hofft auf Nachahmer. Gesunde Kühe weiden zwischen den Bäumen – doch warum sind die vielen Rinder auf der anderen Seite des Zauns so grauenhaft abgemagert, krank? „Als Dürrefolge konnte ein Fazendeiro die Herde nicht mehr ernähren, trieb sie in unsere Region“, erklärt der Vorarbeiter. „Viele Rinder sind vor Hunger und Schwäche an der Straße zusammengebrochen.“ Auf einem verendeten Rind sitzt bereits ein Dutzend Geier, wirkt als Gesundheitspolizei. „Das sind hier die Landwirtschaftsprobleme.“
Bischof Krapf.
In Wirtschaftskommentaren wurde das neue „Hilfsprogramm“ der Rousseff-Regierung gegen Deindustrialisierung sogar mit offenem Hohn und Spott belegt. Alte Artikel von 2007 könne man im Grunde erneut drucken, weil niemand den Unterschied bemerken würde. Gegen Brasiliens hohe Spezialkosten, „Custo Brasil“, darunter die archaische Infrastruktur und Logistik, werde nichts unternommen. Laut mitteleuropäischen Analysen erlebt Brasilien indessen ein Boom-Szenario.
och, 04. April 2012 von Klaus Hart **
Ausriß: „Neuer Versuch, um stagnierte Wirtschaft wiederzubeleben.“
Grüne Sicht auf Brasilien:
Unterdessen haben kurz vor Ostern Gewerkschaften und Unternehmer in Sao Paulo gemeinsam erneut „für die Verteidigung der Industrie und der Arbeitsplätze“ auf der Straße demonstriert.
Das neue Regierungsprogramm bedeute zudem einen Verstoß gegen die Regeln der Welthandelsorganisation sowie des Mercosul.
In Ländern wie Deutschland wird Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff als hervorragende Administratorin gerühmt.
“Mit wahnsinnigen Zahlen in allen Wirtschaftszweigen ist es bald eines der wichtigsten Länder der Welt.” (Die Welt)
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,825688,00.html
Der Freitag – Weißer Schnee am Zuckerhut: http://www.freitag.de/2000/48/00481001.htm
Die Szenen sind in vielen brasilianischen Städten nicht neu, sondern besonders seit dem Start der Lula-Regierung 2003 so gut wie jedermann bekannt. Massenhafter Drogenkonsum hat in Brasilien seit langem Tradition, Fotos langer Schlangen von Drogenkonsumenten an den Verkaufspunkten der Slums von Rio de Janeiro sind seit den 80er Jahren bekannt – lediglich die Crack-Wachstumsbranche ist neu hinzugekommen, richtet sich mit Billigstpreisen vor allem an die Verelendeten, Verarmten, an denen Konjunkturauf-und -abschwünge vorübergehen. Brasiliens Eliten, Autoritäten werden von den Entwicklungen keineswegs unvorbereitet getroffen – wie brasilianische Experten seit sehr langer Zeit betonen, seien Politik und organisiertes Verbrechen liiert. Eliten, Autoritäen praktizieren längst ihre „Antworten“ – Spielfilme wie „Tropa de Elite „(1 + 2) haben sehr didaktisch auch dem deutschen Publikum vorgeführt, wie die Dinge in Brasilien politisch, sozial, wirtschaftlich strukturiert sind. Von einem ernstzunehmenden Kampf gegen die Drogenmafia kann, wie auch diese Filme zeigen (Tropa de Elite 1 war 2008 Berlinale-Sieger), gar keine Rede sein. Infantil politisch korrekt wird natürlich auch stets die Rolle Boliviens unter Evo Morales ausgeblendet.
Brasiliens Crack-Epidemie zählt zu den folgenreichsten Resultaten der Lula-Rousseff-Regierungszeit. Auffällig ist, daß besonders die einfachen Menschen des Landes, ob in Dörfern des Hinterlands oder in großen Städten, bei Gesprächen fast sofort auf die gewachsene Sozialstrukturen zerstörende Wirkung der Crack-Epidemie hinweisen.
Politisch korrekt wird auch systematisch die tatsächliche Lage in den brasilianischen Slums unterschlagen: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/
Brasilien bewegt den Bundespräsidenten: Während seines Besuchs zeigte sich Joachim Gauck beeindruckt von der Aufbruchstimmung im Land. Deutschland könne von dem Mut zu Veränderungen lernen. Regierungssender Deutsche Welle 2013
“Moderne Scheiterhaufen aus Autoreifen”:
Brasilien und Manipulationsmethoden:http://www.hart-brasilientexte.de/2015/08/24/brasilien-und-aktuelle-manipulationsmethoden-wie-medienkonsumenten-teils-ueber-jahrzehnte-fuer-dumm-verkauft-werden-mottowas-kuemmert-mich-mein-geschwaetz-von-gestern-prof-robert-kappel-darf-na/
Crack ist keine typische Droge der brasilianischen Mittelschicht, sondern wird hauptsächlich von den am meisten Verelendeten konsumiert. Interessant ist, daß stets verschwiegen wird, wievielen Menschen die geförderte Wachstumsbranche Crack bereits das Leben gekostet hat, wieviele Crack-Konsumenten bereits als „Nichtindentifizierbare“ in den allseits bekannten Massengräbern endeten.
Systematische Morde an Crack-Süchtigen: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/18/brasiliens-umgang-mit-dem-drogenproblem-ermordung-von-suchtigen-landesweit-gangige-praxis-laut-slum-geistlichen/
Ausriß.
Immer mehr Crack-süchtige Schwangere in der offenen Crackszene Brasiliens. Nicht wenige Crack-Babies sind Resultat von gängiger Kinderprostitution in der Crackszene – auffällig, wieviele Minderjährige sich feilbieten, um Crack kaufen zu können. Crack-Mädchen bieten sich lautstark an: “A minha bucetinha nao é caro nao!”
Laut der größten brasilianischen Qualitätszeitung “Folha de Sao Paulo” “ertrinkt Lateinamerika in einem Blutbad. Es ist die gewalttätigste Region der Welt, viel mehr als Afrika.” Zu Brasilien heißt es im April 2012:”Wir sind das Land, wo man am meisten in der Welt mordet.” Die Rate sei höher als etwa in Afghanistan.
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/tagfuertag/1698492/
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1624771/
“Cracolandia” – Wandbild in Sao Paulo.
http://www.kleinezeitung.at/magazin/reise/2986281/brasilien.story
Hintergrund: