Klaus Hart Brasilientexte

Aktuelle Berichte aus Brasilien - Politik, Kultur und Naturschutz

Brasilien, Gewaltkultur: “Zwischen 2004 und 2007 wurden in Brasilien mehr Menschen gewaltsam getötet als in den 12 wichtigsten kriegerischen Konflikten der Erde dieser Jahre…Der Schauplatz der Gewalt, die harte Realität der Slumperipherien, veränderte sich wenig.” Miguel Reale Junior, Rechtsexperte, Ex-Justizminister, Professor an der Bundesuniversität von Sao Paulo, in Qualitätszeitung O Estado de Sao Paulo 2013

Sonntag, 03. Februar 2013 von Klaus Hart

In der genannten Zeitspanne war Luis Inacio Lula da Silva Staatschef von Brasilien.

“In Brasilien ist es für Touristen nicht gefährlicher als in Europa, wenn man einige Vorsichtsmaßnahmen beachtet.” Wikivoyage

“Südamerikas Vorzeigestaat”. Der Spiegel

Marseille - erfolgreiche Gewaltfoerderung in Westeuropa. Resultate weisen auf tatsaechliche Ziele - Politik & organisiertes Verbrechen. Wo die “informelle Ausgangssperre” laengst voellig normal ist. Jürgen Roth - „Schmutzige Hände – Wie die westlichen Staaten mit der Drogenmafia kooperieren“. (Bertelsmann)

Mittwoch, 17. Oktober 2012 von Klaus Hart

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/drogenkrieg-in-marseille-mordserie-erschuettert-frankreich-a-853547.html

Fotoserie über Brasiliens Realitäten: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/

http://www.hart-brasilientexte.de/2012/10/17/frankfurter-buchmesse-2013-gastland-brasilien-literatur-und-landesrealitaet-keinerlei-veranstalterhinweis-auf-gravierende-menschenrechtslage-auf-daten-und-fakten-von-amnesty-international-und-bras/

. Im Münchner Bertelsmann-Verlag veröffentlichte Jürgen Roth im Jahre 2000 ein gut recherchiertes Sachbuch mit dem Titel „Schmutzige Hände – Wie die westlichen Staaten mit der Drogenmafia kooperieren“. Im Pressetext wird auf „Verbrecher mit Parteibuch und Diplomatenpaß“ verwiesen, und daß die organisierte Kriminalität mit höchsten Regierungsstellen kooperiere: “Sie sind unangreifbar, mächtig und einflußreich, sie erpressen Regierungen, die sich wiederum ihrer bedienen – die auswechselbaren Protagonisten weltweit vernetzter krimineller Imperien. Wer wagt überhaupt einen Gedanken daran zu verschwenden, daß politische Entscheidungsträger demokratischer Staatengemeinschaften und mächtige westliche Konzerne genau das fördern, was sie vorgeben, mit aller Härte und Entschlossenheit zu bekämpfen? Sie scheinen – ob bewußt oder unbewußt, sei einmal dahingestellt – offensichtlich mit jenen anscheinend finsteren Kräften zu paktieren, die sie in aller Öffentlichkeit verdammen. Schlimmer noch: Sie gehen enge Allianzen mit mächtigen internationalen Verbrechern ein, ermöglichen ihnen die Anhäufung immenser Reichtümer, verschaffen ihnen Prestige in den staatlichen Institutionen….Warum werden Drogenkartelle und kriminelle Syndikate zur politischen Manövriermasse westlicher demokratischer Regierungen?…Weil in den letzten Jahren kriminelle Strukturen hofiert wurden, konnten sich diese Strukturen in unserem demokratischen System einnisten – insbesondere auch deshalb, weil sich kaum noch Widerstand gegen sie regt. Insofern ist das verbale und publizistische Trommelfeuer um den zu führenden Kampf gegen mafiose Strukturen und das organisierte Verbrechen in Wirklichkeit nicht mehr als eine Verhöhnung derjenigen, die bis heute davon überzeugt waren, genau diesen Kampf im Interesse einer intakten demokratischen Gesellschaft führen zu müssen. Aber die daran glaubten, sterben langsam aus. Sie resignieren. Und lassen sich ohne Gegenwehr die Hände binden, wenn ihre Ermittlungen in die Spitzen der Gesellschaft führen sollten.“

Rio de Janeiro, die Banditenkommandos, die Kindersoldaten. Anklicken. Die aktuelle Lage, die Gefechte in Vila Kennedy, bisher mindestens 31 Tote.

Dienstag, 06. September 2011 von Klaus Hart

Rio de Janeiros Favela “Park der Fröhlichkeit”: Sechsjähriges Mädchen durch verirrte Kugeln getötet, Polizist verwundet. Gewaltkultur am Zuckerhut - Scheiterhaufen, Todesschwadronen, teure Image-Kampagnen der Fußball-WM-Stadt. Die Rousseff-Menschenrechtspolitik - Fortsetzung der Lula-Rousseff-Linie.

Montag, 05. September 2011 von Klaus Hart

http://g1.globo.com/rio-de-janeiro/noticia/2011/09/morre-crianca-ferida-por-bala-perdida-em-favela-no-rio-diz-hospital.html

Das Mädchen wurde auf dem Schulweg von den Kugeln getroffen - es war eine MG-Garbe.

http://das-blaettchen.de/2011/01/panzer-und-crack-3265.html

Laut Landesmedien sind tagtägliche Gefechte zwischen rivalisierenden Banditenkommandos in der Favela Vila Kennedy von Rio de Janeiro seit vier Monaten Alltag - bisher wurden dabei mindestens 31 Menschen erschossen. In der Favela herrscht die berüchtigte informelle Ausgangssperre - ab 19 Uhr bleiben auch die dortigen Geschäfte geschlossen. Rio de Janeiros Autoritäten werden daher in Europa häufig für  sogenannte energische Kriminalitätsbekämpfung gelobt.Auch Parteifunktionäre stufen den Regierungskurs ausdrücklich als “progressiv” ein.

http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/02/rio-de-janeiro-neues-vom-complexo-do-alemao/

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Ausriß - durch Attentat unter der Rousseff-Regierung umgekommene Richterin von Rio de Janeiro. Desinteresse in Mitteleuropa für Brasiliens Menschenrechtsverteidiger und Systemkritiker nicht zu übersehen, nur leeres Alibi-Gerede von der “Einen Welt”.

http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/05/rio-de-janeiros-couragierte-richterin-gegen-die-todesschwadronen-bei-attentat-ermordet-wie-ublich-desinteresse-in-der-sog-drittweltszene-mitteleuropas/

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Ausriß, Rio-Lokalzeitung, Scheiterhaufen-Opfer, 7.11.2012.   http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/668242/

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London:”Die Stadt der Kriminellen”. Brasiliens Medien zu den Massen-Straftaten von Großbritannien. “Londres tem até arrastao”.

Samstag, 13. August 2011 von Klaus Hart

Brasilien: Lula-Politiker erschießt Grünen-Politiker bei Sao Paulo. Mutmaßlich machistischer Ehrenmord.

Donnerstag, 11. August 2011 von Klaus Hart

In Franco da Rocha bei Sao Paulo hat der Abgeordnete von Lulas Arbeiterpartei PT, Leozildo Barros, während einer Prozession den Grünen-Abgeordneten Rodrigo Franca(Partido Verde PV) erschossen. Der Mordschütze flüchtete zunächst, stellte sich dann aber der Polizei. Nach ersten Medienberichten handelte es sich möglicherweise um einen machistischen Ehrenmord, da Franca die Ehefrau von Barros kurz vor der Tat als “gostosa”(köstlich) bezeichnet haben soll. Dies reicht unter den soziokulturellen Bedingungen Brasiliens häufig bereits als “Mordmotiv”.

Lulas Arbeiterpartei hat den Killer inzwischen aus der Partei ausgeschlossen, hieß es. 

Ehrenmorde in Brasilien:

http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/07/brasiliens-kollektive-scheidungen-70-paare-auf-einmal-machistische-ehrenmorde-in-brasilien-fast-tagtaglich/

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/28/8-jahre-lula-regierung-die-ministerinnen-riege-veranderungen-bei-geschlechterungleichheit-und-frauenrechten/

Brasiliens Raubüberfälle auf vollbesetzte Restaurants - zwei Deutsche in Sao Paulo betroffen, von Banditen geschlagen.

Dienstag, 09. August 2011 von Klaus Hart

Piraten in Brasilien: Überfall auf Amazonas-Schiff mit 150 Passagieren - alle ausgeraubt.

Montag, 08. August 2011 von Klaus Hart

Rio+20. Rio de Janeiro - neue Proteste gegen Gewaltkultur in der WM-und Olympiastadt. “92 Prozent der Morde straffrei”. Lynchjustiz, Scheiterhaufen, Folter, Todesschwadronen, Menschenrechte in Brasilien. “A barbarie”. Kommerzielle Tourismuspropaganda und Realität. “Rap das Armas”, Ehrenmorde.

Montag, 01. August 2011 von Klaus Hart

 Beim “Marsch gegen Straflosigkeit” an der Copacabana wurde besonders des von der Staatspolizei ermordeten elfjährigen Jungen Juan de Morais  gedacht - im Sand des berühmten Strandes waren zahlreiche Fotos von Juan neben 3000 Rosen - die Menschen verharrten in Trauer. Die NGO Rio pela Paz erinnerte an die über 30000 Mordopfer der Scheiterhaufen-und Todesschwadronen-Stadt seit 2007.

http://g1.globo.com/rio-de-janeiro/noticia/2011/07/ato-em-copacabana-protesta-contra-impunidade-em-crimes-no-rio.html

Viel Lob für Regierungspolitik aus Mitteleuropa - dortige zuständige  einflußreiche Parteifunktionäre bestreiten in ihren Brasilienverlautbarungen seit den neunziger Jahren derartige Fakten über die Gewalt-und Menschenrechtssituation, verschweigen ganz bewußt, was in Brasiliens Medien sogar ganz offen von Menschenrechtsexperten kritisiert wird, beschönigen die Zustände. Anmerkungen zu systematischer Folter, Todesschwadronen oder Scheiterhaufen sucht man in solchen Parteiverlautbarungen ebenso wie in Kommerz-Reiseführern gewöhnlich vergebens. Brasiliens Qualitätsmedien haben glücklicherweise andere Wertekriterien - Brasiliens katholische Kirche prangert die Menschenrechtsverletzungen permanent an.

http://www.hart-brasilientexte.de/2011/07/21/wie-tickt-brasiliens-polizei-unter-rousseff-der-fall-des-in-rio-de-janeiro-von-der-polizei-erschossenen-elfjahrigen-juan-de-mo

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Zuschauen, wie jemand in Rio de Janeiro lebendig verbrennt. Könnten Sies, so wie die Abgebildeten?

Was Parteipropaganda verschweigt - kein Herz für die Betroffenen: Brasilianisches Nachrichtenmagazin “Isto é” berichtet über Lynchjustiz in Rio de Janeiro - das Opfer wird lebendig verbrannt. “Isto é interviewt die Lyncherin, die Holz aufschichtete und das Feuer entzündete, schürte.”

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Ausriß, Rio de Janeiro: “Papiersammler von Nachbarn lebendig verbrannt”.

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Zeitungsfoto aus Rio, Ausriß: Ermordeter in Favela neben Ziege.

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/14/steinigen-im-iran-unter-ahmadinedschad-und-in-brasilien-unter-lula-lula-konnte-sich-uber-die-tatsache-beunruhigen-das-brasilien-zu-den-landern-gehort-in-denen-am-meisten-gelyncht-wird-jose/

”Das Leben in Brasilien ist leicht und unbeschwert. Probieren Sie es selbst.” Deutschsprachige kommerzielle Tourismuspropaganda, vor WM und Olympischen Spielen besonders lukrativ.

Verbrennen von Obdachlosen:

http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/09/ein-brasilianischer-obdachloser-wird-in-sao-paulo-lebendig-verbrannt-autos-fahren-vorbei-leute-schauen-zuvideo-anklicken/

“Diese Akte der Barbarei sind ein solcher Rückschritt im zivilisatorischen Prozess, dass viele Leute den Tatsachen nicht ins Auge sehen, dies alles nicht wahrhaben wollen.”(Rio-Fotograf Rogerio Reis)

Folter in Lateinamerikas größter Demokratie: 

http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/

Grünen-Politiker Sirkis: 

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/07/weiter-folter-in-brasilien-lokale-militardiktatur-des-organisierten-verbrechens-uber-slums-unter-lula-regierung-laut-brasilianischem-grunen-politiker-alfredo-sirkis-peter-scholl-latour-uber-bra/

Rassismus in Brasilien:

http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/24/mauricio-pestana-herausgeber-von-brasiliens-schwarzen-zeitschrift-%E2%80%9Craca-brasil%E2%80%9D-2010%E2%80%9Des-gibt-keinerlei-zweifel-das-im-demokratischen-brasilien-von-heute-schwarze-burger-me/

Hintergrund Favelas - Österreichs Südwind-Magazin:

http://www.suedwind-magazin.at/start.asp?ID=234729&rubrik=31&ausg=200304

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Rio de Janeiro: Wieder spektakulärer Banditenüberfall - auf Promi-Luxushotel, in dem Amy Winehouse nächtigte. 15 Gäste, meist Ausländer, ausgeraubt. Der Fall des elfjährigen Juan de Morais…

Dienstag, 19. Juli 2011 von Klaus Hart

Das “Hotel Santa Teresa” befindet sich nur etwa 500 Meter von einer Polizeiwache entfernt, der Bergstadtteil ist auch wegen der in den zahlreichen Slums verübten Gewalttaten berüchtigt.Laut neuen statistischen Angaben konnte Rio de Janeiros Polizei mindestens 60000 Morde der letzten zehn Jahre nicht aufklären und rund 24000 Mordopfer nicht einmal  identifizieren. Dies betrifft auch Menschen, die auf Scheiterhaufen Rios umkamen.

http://www.hart-brasilientexte.de/2011/07/21/wie-tickt-brasiliens-polizei-unter-rousseff-der-fall-des-in-rio-de-janeiro-von-der-polizei-erschossenen-elfjahrigen-juan-de-morais/

Zudem werden mindestens 2500 brasilianische Kinder von Banditenkommandos mit Mord bedroht und leben deshalb derzeit unter dem Schutz von NGO oder dem Staat.

http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/09/das-menschenrecht-auf-personliche-sicherheit-unter-lula-die-deutsche-botschaft-in-brasilia-informiert/

http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/08/amy-winehouse-zeigt-bruste-in-rio-hotel-o-globo-show-da-amy-winewhiskyvodcahouse/

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    NEU: Fotoserie Gesichter Brasiliens

    Fotostrecken Wasserfälle Iguacu und Karneval 2008

    23' K23

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