Klaus Hart Brasilientexte

Aktuelle Berichte aus Brasilien – Politik, Kultur und Naturschutz

Brasilien: Bombendrohung gegen Großbank in Rio-City, Gebäude geräumt, laut Augenzeugen. Lage weiter außer Kontrolle, bisher etwa 40 Tote. Erstmals Armeekonvoi mit US-Kettenpanzern in Slumregion „Vila Cruzeiro“.

Donnerstag, 25. November 2010 von Klaus Hart

In Vila Cruzeiro war der brasilianische TV-Journalist Tim Lopes von einem Banditenkommando bestialisch gefoltert und danach lebendig verbrannt worden. Seitdem überließ der Staat dort den Verbrecherorganisationen weiter die Macht, die Slumbewohner dem neofeudalen Terror der Banditen.

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/13/scheiterhaufen-morder-des-tv-journalisten-tim-lopes-verkauft-in-rio-de-janeiro-schwerbewaffnet-harte-drogen-wie-crack-und-kokain-in-slum-laut-landesmedien-resultate-der-lula-regierung/

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Scheiterhaufen-Opfer in Rio de Janeiro – während Lula-Amtszeit. Zeitungsfoto von Rio-Lokalzeitung.

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/25/der-krieg-von-rio-titelseite-zu-neuesten-feuergefechten/

Grünen-Politiker Fernando Gabeira macht in Vila Cruzeiro Wahlkampf mit Banditenerlaubnis, laut Landesmedien: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/06/brasiliens-grunen-kandidat-fernando-gabeira-macht-slum-wahlkampf-mit-banditenerlaubnis-laut-landesmedien-waffen-und-wahlerstimmen/

http://g1.globo.com/rio-de-janeiro/noticia/2010/11/bope-e-marinha-fazem-megaoperacao-com-blindados-no-rio.html

“Das Leben in Brasilien ist leicht und unbeschwert. Probieren Sie es selbst.” Wie die Tourismusbranche in deutschsprachigen Ländern mittels ganzseitiger Anzeigen die Lage in Brasilien interpretiert

„Der Krieg von Rio“. Titelseite zu neuesten Feuergefechten. „Rio und die Polizei vom organisierten Verbrechen eingekreist.“

Donnerstag, 25. November 2010 von Klaus Hart

Rio de Janeiro: Weiter Panik, Terror, brennende Busse, Feuergefechte – Autoritäten haben seit Sonntag Lage nicht im Griff. Guerrillhataktik der Banditenkommandos. Bilanz der Lula-Rousseff-Sicherheitspolitik. Wie China die Rio-Slums einstuft…

Donnerstag, 25. November 2010 von Klaus Hart

 http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/24/der-irak-ist-hier-menschenrechtssamba-von-jorge-aragao-erneut-recht-aktuell-in-der-olympia-stadt-rio-de-janeiro/

Bislang kamen bei den neuesten Feuergefechten in Rio de Janeiro nach den sehr unvollständigen offiziellen Angaben rund 30 Menschen ums Leben, darunter zahlreiche Unbeteiligte, die von verirrten Kugeln getroffen wurden. Konflikte wie der jüngste brechen seit vielen Jahren regelmäßig aus. Die Banditenkommandos verfügen auch über Granatwerfer sowie schwere Maschinengewehre zum Abschießen von Polizeihubschraubern – was bereits in zwei Fällen gelang. In ganzen Stadtvierteln haben Verbrecherorganisationen angeordnet, daß sämtliche Geschäfte geschlossen bleiben – wie an den Vortagen fällt für Zehntausende von Schülern der Unterricht aus. Die brasilianische Tourismusindustrie befürchtet Auswirkungen auf die beginnende Hochsaison. Mit Rücksicht auf das Rio-Image vor Fußball-WM und olympischen Spielen berichten die stark von Staats-und Regierungsanzeigen abhängigen lokalen Medien derzeit weit weniger konkret und anschaulich über die tatsächliche Situation – ist daher jeder Interessierte auf möglichst viele eigene Recherchen angewiesen. Rios Gouverneur gehört zum Lula-Regierungsbündnis, amtliche Angaben zur Lage sind wenig brauchbar.

http://extra.globo.com//_img/capas/capa.asp

Wie die Bewohner der über 1000 Rio-Slums ihrer Basis-Menschenrechte beraubt, dem Terror neofeudaler Banditenkommandos ausgesetzt sind, findet auch im europäischen NGO-Business kaum Interesse, neoliberale Herzenskälte überwiegt.

http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/28/katia-und-nem-rapperinnen-von-der-slumperipherie-rio-de-janeiros-die-geschlechterbeziehungen-der-macho-gesellschaft-gesichter-brasiliens/

Die Wirtschaftszeitschrift “Brasil Economico” zitiert einen Regierungsfunktionär Brasilias zum Ziel der Auslandspropaganda:”Unsere Priorität ist, das Image Brasiliens als einer großen, sozial, politisch und wirtschaftlich stabilen Demokratie zu positionieren.”

„Der Krieg von Rio“: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/25/der-krieg-von-rio-titelseite-zu-neuesten-feuergefechten/

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/25/banditenorganisationen-in-rio-de-janeiro-wer-herrscht-wo-stadtkarten-anklicken-satellitenfotos-nutzen/

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http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/09/das-menschenrecht-auf-personliche-sicherheit-unter-lula-die-deutsche-botschaft-in-brasilia-informiert/

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/

China zu Rio-Slums: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/25/nine-most-horrible-places-in-the-world-favela-slums-von-rio-de-janeiro-aus-sicht-des-bric-staats-china-subkultur-von-umweltzerstorung-armut-und-gangstern-cubatao-bei-sao-paulo-an-sieb/

Katholische Kirche, bischöfliche Slum-Seelsorge: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/05/rio-de-janeiros-bischofliche-slum-seelsorge-und-die-menschenrechtslage-in-der-olympia-stadt/

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Brasilien, Banditenorganisationen in Rio de Janeiro – wer herrscht wo? Stadtkarten anklicken, Satellitenfotos nutzen. Rio-Killer-Game „Call of Duty“. Menschenrechte der Slumbewohner. Favela-Tourismus…“Guerra ao terrorismo.“(Schlagzeilen)Bisher etwa 50 Tote, tatsächliche Opferzahlen unbekannt.

Donnerstag, 25. November 2010 von Klaus Hart

http://www.favelascariocas.blogspot.com/

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/24/der-irak-ist-hier-menschenrechtssamba-von-jorge-aragao-erneut-recht-aktuell-in-der-olympia-stadt-rio-de-janeiro/

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Rio-Zeitungsfoto: „Das Schicksal jedes Polizeispitzels“ (Zettelaufschrift) C.V. steht für Comando Vermelho(Rotes Kommando), eine der führenden Verbrecherorganisationen Brasiliens.

Katholischer Bischof Angelico Sandalo Bernardino in Sao Paulo 2011: “Brasiliens durchlebt derzeit eine enorme politische Krise. Brasilien ist zwar theoretisch eine Republik, doch die republikanischen Prinzipien werden mißachtet. In der Verfassung von 1988 heißt es, alle Brasilianer hätten die gleichen Rechte. Doch in Wahrheit ist dies eine Lüge. Es reicht aus, in die Slums zu gehen. Wir müssen uns von der Diktatur der wirtschaftlichen Macht befreien – und von einer politischen Macht, die sich der wirtschaftlichen Macht unterwirft.”

Der Unterschied zwischen der katholischen Kirche Brasiliens und den Staats-und Regierungskirchen Deutschlands ist sehr groß.

Die Rio-Äußerung 2010 von Bundesaußenminister Guido Westerwelle(FDP), die wegen der grauenhaften Menschenrechtslage in Brasilien besonders aufhorchen ließ:”Erneut lobte Westerwelle in seiner Rede Brasilien als wichtigen “strategischen Partner” Deutschlands. Die Interessen reichten weit über Wirtschaftsinteressen hinaus. “Wir wissen, dass wir im Geiste sehr eng verbunden sind.” (Tagesspiegel) Außenminister Westerwelle traf diese Bewertung vor dem Hintergrund sehr genauer Kenntnis der gravierenden, von Staat und Regierung/Staats-und Regierungsangestellten begangenen Menschenrechtsverletzungen in Brasilien. Dies läßt wichtige Rückschlüsse auf aktuelle Politikziele in Deutschland zu. 

Wie Barack Obama den Tropenstaat Brasilien bewertet: “Brasilien ist eine beispielhafte Demokratie. Dieses Land ist nicht länger das Land der Zukunft – die Menschen in Brasilien sollten wissen, daß die Zukunft gekommen ist, sie ist hier, jetzt”.

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/08/tropa-de-elite-2-noch-dokumentarischer-als-der-berlinale-gewinner-landeskunde-pur-uber-das-heutige-brasilien/

http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/11/schwerbewaffnete-drogenbanditen-kehren-in-complexo-do-alemao-zuruck-raumt-brasilianisches-militar-ein-morde-an-slumbewohnern-trotz-militaraufsicht-gemeinsame-banditen-und-militarprasenz-in/

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/04/lula-lobt-in-rio-uberschwenglich-auslandsmedien-fur-deren-berichterstattung-stets-harsche-kritik-an-nationalen-medien-elogios-para-a-imprensa-de-fora/

Verglichen mit anderen Tourismusdestinationen, hat Rio de Janeiro etwa annähernd soviel Einwohner wie ganz Kuba.

Slumstrukturen, Kontrolle von Protestpotential: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/08/jose-murilo-de-carvalho-mitglied-der-brasilianischen-dichterakademie-fuhrender-historiker-brasiliens/

 Mit Rücksicht auf das Rio-Image vor Fußball-WM und olympischen Spielen berichten die stark von Staats-und Regierungsanzeigen abhängigen lokalen Medien derzeit weit weniger konkret und anschaulich über die tatsächliche Situation – ist daher jeder Interessierte auf möglichst viele eigene Recherchen angewiesen.

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/01/rio-de-janeiro-wer-herrscht-wo-neue-karte-der-herrschaftsgebiete-von-verbrecherorganisationen-anklicken/

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/16/der-spiegel-favela-tour-in-rio-de-janeiro-vorzeige-favelas-und-die-uber-1000-anderen/

Videogame: http://www.videolog.tv/video.php?id=489938

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/

Tourismusinfos: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/09/das-menschenrecht-auf-personliche-sicherheit-unter-lula-die-deutsche-botschaft-in-brasilia-informiert/

„Das Leben in Brasilien ist leicht und unbeschwert. Probieren Sie es selbst.“ Deutschsprachige, meist ganzseitige deutschsprachige Tourismuspropaganda

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/16/olympia-stadt-rio-de-janeiro-verirrte-kugel-totet-elfjahriges-slumkind-mitten-im-unterricht-fast-taglich-werden-brasilianer-opfer-von-balas-perdidas-schul-und-sicherheitspolitik-unter-lula/

http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/28/katia-und-nem-rapperinnen-von-der-slumperipherie-rio-de-janeiros-die-geschlechterbeziehungen-der-macho-gesellschaft-gesichter-brasiliens/

Karte der bisherigen Banditenattacken in Rio de Janeiro: http://g1.globo.com/rio-de-janeiro/noticia/2010/11/mapa-dos-ataques-no-rio.html

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Schwerbewaffnete Karnevalstänzerin – Wandmalerei in Rio de Janeiro.

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„Wer Autos abbrennt, hat kleinen Schwanz.“ Bizarr vergeigte Titelblatt-Schlagzeile von Rio-Boulevardzeitung „Meia hora“ zu Terrorwelle am Zuckerhut. Bisher offiziell 26 Tote, viele Verwundete, Busse und Autos in Flammen.

Mittwoch, 24. November 2010 von Klaus Hart

„Der Irak ist hier“ – Menschenrechtssamba von Jorge Aragao erneut recht aktuell in der Olympia-Stadt Rio de Janeiro…Mindestens 50 Tote bei Feuergefechten. Informationen für Brasilien-Touristen. „Rio sob ataque“. Filmhit „Tropa de Elite 2″ und die Realität.

Mittwoch, 24. November 2010 von Klaus Hart

 http://g1.globo.com/rio-de-janeiro/noticia/2010/11/dez-pessoas-morrem-durante-operacoes-da-policia-militar-no-rio.html

Systemkritikerproteste 2013:  http://www.hart-brasilientexte.de/2013/10/08/brasiliens-systemkritikerproteste-2013-wieder-kundgebungen-der-streikenden-lehrer-von-rio-de-janeiro-citystrasen-besetzt/

Banditenkommandos stoppen Polizei-Panzerauto mit Molotow-Cocktails, Insassen retten sich. Polizei rückte in 26 der über 1000 Slums von Rio ein, hieß es offiziell. 18 öffentliche Schulen seien geschlossen worden, Banditen stecken überall im Stadtgebiet Busse, LKW und PKW in Brand. Mit Rücksicht auf das Rio-Image angesichts der herannahenden Fußball-WM und der olympischen Spiele berichten die stark von staatlichen Anzeigen abhängigen lokalen Medien derzeit weit weniger konkret und anschaulich als zuvor. Interessierte sind daher weitgehend auf eigene Recherchen angewiesen, um sich einen Überblick über die Lage zu verschaffen. Amtliche Angaben sind wie üblich wenig brauchbar.

In Brasilien werden jährlich über 55000 Menschen ermordet.

“Schönheit und Fäulnis”. Neue Zürcher Zeitung/NZZ – Klaus Hart:https://www.nzz.ch/schoenheit_und_faeulnis-1.700750

Wie Barack Obama den Tropenstaat Brasilien bewertet: “Brasilien ist eine beispielhafte Demokratie. Dieses Land ist nicht länger das Land der Zukunft – die Menschen in Brasilien sollten wissen, daß die Zukunft gekommen ist, sie ist hier, jetzt”.

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Kioskaushang in Sao Paulo – gängige Überfall-Situation 2013, die Brasilianern und im Lande lebenden Ausländern gewöhnlich sehr geläufig ist.  

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/25/rio-de-janeiro-polizeipannen-ohne-ende-tv-helikopter-zeigt-live-lange-zeit-uber-250-schwerbewaffnete-slum-banditen-wahrend-die-spezialeinheiten-unfahig-zu-entsprechendem-eingreifen-sind/

Schriftsteller und Kolumnist Heitor Cony 2012:  “Rio de Janeiro ist heute noch mittelmäßiger. Von weitem betrachtet, ist es die schönste Stadt der Welt, doch von nahem ist sie furchtbar(horrivel)”.

Warum ließ man Banditenkommandos problemlos entkommen? http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/26/rio-de-janeiro-bewohner-diskutieren-warum-polizei-und-armee-die-banditenkommandos-problemlos-entkommen-liesen-unerklarlich-weiter-guerrilhataktik/

„Wir lernen von anderen und besonders gerne von Brasilien.“ Bundesaußenminister Guido Westerwelle/FDP

Irak-Vergleichsfotos: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/26/irak-ist-hier-tageszeitung-von-rio-de-janeiro-publiziert-vergleichsfotos/

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/25/rio-de-janeiro-polizeipannen-ohne-ende-tv-helikopter-zeigt-live-lange-zeit-uber-250-schwerbewaffnete-slum-banditen-wahrend-die-spezialeinheiten-unfahig-zu-entsprechendem-eingreifen-sind/

Menschenrechtssamba anklicken: http://www.youtube.com/watch?v=XkvjkxERac4

http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/12/o-iraque-e-aqui-der-irak-ist-hier-hit-von-jorge-aragao/

Jorge Aragao – Hintergrundtexte:

Der dunkelhäutige Aragao schafft bis zu zweiundvierzig Auftritte pro Monat, kämpft seit jeher für authentischen, sehr gut tanzbaren Samba – und für schwarzes Selbstbewußtsein, ist einer von den ganz politischen Sambistas. Jahrelang schleppt er Kühlschränke und Möbel, macht nur nebenbei Musik. Doch dann läßt er Brasiliens Schwarze vor zwei Jahrzehnten mit dem Lied „Coisa de Pele”, die Sache mit der Haut, aufhorchen, protestiert gegen kulturelle Überfremdung. „Als ich diesen Samba schrieb,” sagt er im Website-Exklusivinterview, „wurden in Brasilien zu achtzig Prozent nur ausländische, anglo-amerikanische Titel gespielt –  fast nichts von uns, genau das Gegenteil von heute. Dieser Samba steht für eine Zeit, als sich auf einmal die Dinge änderten.” Martinho da Vila, Zeca Pagodinho, neugegründete Sambabands feierten zuvor undenkbare Erfolge. Einen Samba-Hit, „Hot-Saia”, hat Aragao auf Tanzstar Jaime Aroxa gemünzt:”Der hat mich immer angefeuert, solche Sambas für die Schwoofdielen zu komponieren, für Leute, die gerne zusammentanzen, frei, leicht, fließend. Genau mein Ding.” Schauen wir auf die „Hitparade” der CD-Straßenhändler “ Aragao und die göttliche Alcione sind natürlich immer reichlich im Angebot.
Brasiliens größtes Nachrichtenmagazin „Veja” schrieb, daß die Erste Welt in Wahrheit gar nicht daran interessiert sei, die echte nationale Musik des Tropenlandes kennenzulernen. Man wolle doch nur ein bißchen andere Würze, die zum sonst üblichen Musikgeschmack der Nordamerikaner und Europäer passe. Brasilianische Musik guter Qualität klinge nicht exotisch genug, sei gar zu sanft. Um in der Ersten Welt Erfolg zu haben, müßten sich die brasilianischen Musikusse daher den dortigen Stilen, Genres anpassen –  das typisch Brasilianische werde dann lediglich zu etwas Temperinho, Würze. Bebel Gilberto “ für „Veja” das beste Beispiel. Andere mixen ebenfalls Elektronik, sogar Tecno mit Bossa-Nova, damits ankommt. Nichts für Jaime Aroxa, der gerade in Rio de Janeiro den Zouk, die charmantere, elegantere, sinnlichere Version der Lambada populär macht.
„Der Irak ist hier”, singt Jorge Aragao auf seiner neuesten CD, „das Volk in den Ghettos hat Angst”. Der Sambista bedient keines der in Deutschland so beliebten sozialromantischen Brasil-Klischees “ schließlich werden in dem Tropenland mehr Menschen umgebracht als im Irakkrieg, ermordete eine Todesschwadron 2005 dreißig Menschen an Rios Slum-Peripherie, eines von vielen Massakern. Kein Wunder, daß so gut wie niemand in Deutschland den Menschenrechtssamba „Der Irak ist hier“ kennt – nicht einmal im Staatsfunk wird er gespielt.

Gewaltkultur, Rio de Janeiro, Fotos: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/

http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/28/katia-und-nem-rapperinnen-von-der-slumperipherie-rio-de-janeiros-die-geschlechterbeziehungen-der-macho-gesellschaft-gesichter-brasiliens/

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Wieder schwere Gefechte in Rio de Janeiro – Zeitungsausriß. http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/17/krieg-auf-dem-morro-dos-macacos-von-rio-de-janeiro-youtube-anklicken-bope-im-einsatz/

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Zeitungsfoto – Bandit in Rio de Janeiro. http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/19/erfolgsfilm-tropa-de-elite-2-und-ubersturzte-reaktionen-3-monate-vor-lulas-abtreten-besetzt-spezialeinheit-scheiterhaufen-hinrichtungsstatte-in-rio-slum/

http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/10/paulo-sergio-pinheiro-uno-sonderberichterstatter-menschenrechtsexperte-der-mehrheit-der-brasilianer-werden-deren-rechte-verweigert-in-allen-brasilianischen-polizeiwachen-wird-gefoltert-jeder-we/

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/25/rio-de-janeiro-weiter-panik-terror-brennende-busse-feuergefechte-autoritaten-haben-seit-sonntag-lage-nicht-im-griff-guerrillhataktik-der-banditenkommandos/

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Hunger und Misere unter der Lula-Rousseff-Regierung in Brasilien. Was wurde aus Lulas Wahlversprechen von der Hungerbeseitigung?

Mittwoch, 24. November 2010 von Klaus Hart

 “Ich habe mich geirrt”: http://www.hart-brasilientexte.de/2014/11/10/brasilien-und-jim-o-neill-verbreiter-exzessiven-optimismus-uber-wirtschaftlich-soziale-zukunft-brasiliens-schopfer-der-abkurzung-bric-2014-zu-brasilien-voraussagen-ich-habe-mich-geirrt-fo/

Brasiliens gewählte Präsidentin Dilma Rousseff, bisherige Chefministerin der Lula-Regierung, begann ihre erste Rede an die Nation mit einem bemerkenswerten Eingeständnis: In Lateinamerikas größter Demokratie, der immerhin achtgrößten Wirtschaftsmacht der Erde, existieren weiterhin Hunger und Elend. Dabei hatte der jetzige Staatschef Lula bereits vor seinem Amtsantritt 2002 versprochen, mit Hunger und Elend Schluß zu machen, dieses Problem zu lösen. Kritik der Kirche und selbst der UNO an unzureichender Elendsbekämpfung war bisher stets als grundlos zurückgewiesen worden.

BRASILIEN

Gauck: Von Brasilien lernen

Brasilien bewegt den Bundespräsidenten: Während seines Besuchs zeigte sich Joachim Gauck beeindruckt von der Aufbruchstimmung im Land. Deutschland könne von dem Mut zu Veränderungen lernen. Regierungssender Deutsche Welle 2013

Gauck sieht Kolumbien und Brasilien “auf gutem Wege”/Deutschlandradio Kultur

http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/30/holzfirmen-spenden-an-lulas-arbeiterpartei-pt-im-gegenzug-illegale-abholzung-in-amazonien-erlaubt-laut-veja/

„Mit aller Energie werden wir ein Programm gegen den Hunger verwirklichen. Wir werden garantieren, daß alle Brasilianer ihre drei Mahlzeiten am Tag haben – morgens, mittags und abends“ – erklärte 2002 Luis Inacio Lula da Silva.

Brasilien – Gesundheits-Ranking:  http://www.hart-brasilientexte.de/2012/08/14/brasilien-und-die-40-lander-mit-der-hochsten-gesundheitsqualitat-laut-bloomberg-das-tropenland-ist-nicht-darunter-auch-nicht-unter-den-besten-zehn-landern-von-nord-und-sudamerika/

Bundesaußenminister Guido Westerwelle:  

 “Brasilien ist das Kraftzentrum Südamerikas geworden und zu einer Gestaltungsmacht mit globalem Anspruch herangewachsen”.

Wie Barack Obama den Tropenstaat Brasilien bewertet: “Brasilien ist eine beispielhafte Demokratie. Dieses Land ist nicht länger das Land der Zukunft – die Menschen in Brasilien sollten wissen, daß die Zukunft gekommen ist, sie ist hier, jetzt”.

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Dilma Rousseff und Lula feiern Wahlsieg 2010 mit José Sarney, Ex-Chef der Folterdiktatorenpartei ARENA.

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/21/hausbesetzervertreibung-unter-lula-400-wohnungslose-familien-kampieren-vor-stadtparlament-von-sao-paulo/

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/20/schwarze-in-brasilien-proteste-gegen-rassismus-in-der-demokratie-unter-lula-tag-des-schwarzen-bewustseins-dia-da-conciencia-negra-fotoserie/

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Rund 40 Prozent der brasilianischen Aids-Fälle im Teilstaat Sao Paulo, laut Soziologe Claudio Monteiro, Leiter der bischöflichen Aidspastoral von Sao Paulo. Brasilianische Indianer, Aids, Kondome.

Mittwoch, 24. November 2010 von Klaus Hart

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/22/der-papst-und-die-kondome-fortdauernde-desinformation-uber-katholische-praxis-bei-aids-pravention-kirchliche-kondomverteilung-seit-16-jahren-in-brasilien-dem-grosten-katholischen-land-unterstellt/

Aus soziokulturellen Gründen nimmt Aids unter brasilianischen Indios deutlich zu, die Kondome gewöhnlich ablehnen. Wie Aidsexpertin Vera Lopes auf einem Fachkongreß erläuterte, werde in bestimmten Kulturen der Austausch von Körperflüssigkeiten, wie Blut, Samen und Muttermilch, als essentiell für Vitalität und soziale Rollen angesehen – das Kondom verhindere indessen solchen Austausch. Zu den Faktoren der Anfälligkeit für Aids-Ansteckung bei brasilianischen Indios zählte Vera Lopes auch die häusliche und sexuelle Gewalt gegen Indianerfrauen in bestimmten Stammesgruppen. Laut Landesmedien lag die Aidsrate bei Indios bereits 2002 weit über dem Landesdurchschnitt. Viele Indioväter wollten nicht, daß ihre Söhne Kondome benutzten, hieß es.

http://www.dw-world.de/dw/article/0,,6259125,00.html

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/23/sex-mit-kindern-zahlreiche-brasilianische-indianer-wegen-dieses-delikts-im-gefangnis/

Aus Rio nichts Neues – Feuergefechte, Attacken der Banditenkommandos, hilflose Autoritäten. Lula-Regierungsbilanz – acht Jahre Sicherheitspolitik. Menschenrechte der Slumbewohner unter Lula-Rousseff.

Mittwoch, 24. November 2010 von Klaus Hart

Der Papst und die Kondome – fortdauernde Desinformation über katholische/vatikanische Praxis bei Aids-Prävention: Kirchliche Kondomverteilung seit 16 Jahren in Brasilien, dem größten katholischen Land. Unterstellte „Weltfremdheit“ der katholischen Kirche. „Weltfremde“ Medien? Forderung nach „Humanisierung der Sexualität“ wird offenbar nicht kapiert. Bewußt-fahrlässiger Risikosex, soziokulturelle Faktoren, Kondomeffizienz.

Montag, 22. November 2010 von Klaus Hart

Auffällig bis kurios ist, daß die Faktenlage ebenso wie die tatsächlichen Aussagen des Papstes in europäischen Medien kaum zur Kenntnis genommen werden, Desinformation weiter dominiert.

Anfang November 2010 weilte Bischof Eugenio Rixen, Präsident der brasilianischen Aids-Pastoral, im Vatikan, wobei der Papst ausdrücklich den Einsatz aller Pastoralmitarbeiter würdigte und ihnen den Segen erteilte. Auch dies wurde in Brasiliens Kirche als klares Signal aufgefaßt, daß der Papst mit der langjährigen Kondomverteilung einverstanden ist.

http://www.dw-world.de/dw/article/0,,6259125,00.html

Der deutschstämmige Kardinal Evaristo Arns in Sao Paulo hatte klargestellt, daß es sich beim Kondom um „das kleinere Übel“ handele, das bei der Aids-Prävention genutzt werden müsse. „Wenn beispielsweise in einer Beziehung zwischen Frau und Mann einer Aids hat, muß er sich schützen, um den anderen nicht anzustecken.“

http://www.katholische-kirche.de/2904.html

In deutschsprachigen Medien hieß es jetzt, der Papst erlaube Kondome – was angesichts der seit über 16 Jahren vom Vatikan gebilligten Kondomverteilungspraxis in Einrichtungen der katholischen Kirche Brasiliens stutzig macht. Kondomeinsatz zur Aidsprävention sei von der katholischen Kirche bislang strikt abgelehnt worden, hieß es weiter – ohne auf die kirchliche Verteilungspraxis beispielsweise im größten katholischen Land einzugehen.

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/10/cefran-weltweit-beispielhaftes-aids-projekt-der-franziskaner-in-sao-paulo-feiert-16-jahriges-bestehen-kondomverteilung-von-anfang-an/

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http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/05/die-aids-epidemie-in-brasilien-ist-nicht-unter-kontrolle-analia-maria-de-paula-leiterin-der-bischoflichen-aids-pastoral-in-nordbrasilien-gesichter-brasiliens/

taz:“Papst erlaubt Kondome“.

Leitmedium „Die Zeit“ zum „Kondomverbot“ (siehe katholische/vatikanische Kondom-Praxis im größten katholischen Land): http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2010-11/kirche-katholizismus-papst-verhuetung

Sex in Brasilien – die “Serienkiller” – bewußtes und systematisches Anstecken anderer mit dem Aidsvirus. Soziokulturelles Phänomen seit Jahrzehnten in Brasilien bekannt – auch 2015 von Medien und Experten herausgestellt. **

Alljährlich analysieren Medien und Fachleute Brasiliens das Problem – weisen auf entsprechende polizeiliche Fahndungsmaßnahmen, die indessen weitgehend unwirksam sind. Nicht zufällig nimmt in Brasilien die Aids-Epidemie von Jahr zu Jahr zu, steigt die Zahl der Aids-Toten. Gemäß den neuesten Ermittlungen haben jene “Serienkiller” regelrechte Klubs gegründet, um andere anzustecken, darunter in Gay-Saunas und Homosexuellen-Treffpunkten des Landes. Zudem werden Tips, wie man andere infiziert, per Internet verbreitet, sogar mit Videos und Fotos. Schulferien und Karneval werden als besonders geeignete Zeiten genannt, um Jugendliche und junge Männer anzustecken. Qualitätsmedien nennen Fälle, in denen ganzen Familien bestens bekannt ist, daß ein Familienmitglied teils seit über einem Jahrzehnt kriminell den Aidsvirus auf andere überträgt. Wie es heißt, kennen auch viele heterosexuelle Ausländer Mitteleuropas, die in Brasilien leben, zwangsläufig nach einiger Zeit derartige Personen aus dem persönlichen Umfeld von Rio oder Sao Paulo, wissen von deren Handlungen, sehen die Folgen. Auch in der oberen, sehr gut betuchten Mittelschicht des Landes gebe es derartige Straftäter. Benutzte Spezialbegriffe der “Serienkiller” sind bareback, conversion-parties, bug-chasers, gift-givers. In manchen Homosexuellen-Treffpunkten würden pro Nacht mehrere Dutzend infiziert. In Sao Paulo habe die Zahl regelrechter Ansteckungs-Feste in den letzten fünf, sechs Jahren stark zugenommen. Zu den Motiven zählten Perversität, das Fehlen einer persönlichen Perspektive und von ethisch-moralischen Werten. Es gebe gar die Überzeugung, daß man selber nie angesteckt werde. In Brasilien, so ein US-Experte, sei eine neuartige Aids-Epidemie zu beobachten – was an der großen Zahl von Ansteckungen in der Homosexuellen-Szene zu erkennen sei. Unternehmen hätten seit langem erkannt, daß sich aus dem Gay-Publikum hoher Gewinn ziehen lasse.

Fachleute des brasilianischen Gesundheitsministeriums betonten, der deutliche Anstieg der Aidsrate unter jungen Männern habe damit zu tun, daß erneut allgemein verbreitet sei, in einer Nacht drei, vier verschiedene Sexpartner zu haben. 2013 lag danach die Zahl der Aidstoten in Brasilien bei offiziell 12431 – indessen gilt die Dunkelziffer als sehr hoch. 

Frauen verschiedenster Altersgruppen in Brasilien kommentieren permanent, daß Aids und Homosexualität zu den Gründen zählten, weshalb es immer schwieriger werde, einen Partner zu finden. 

Anders als in Deutschland, begegnet man HIV-Infizierten in Brasilien tagtäglich auf der Straße, sieht ihnen die Krankheit an. Das “Serienkiller”-Problem ist in Brasilien seit Jahrzehnten ein großes Thema – da politisch sehr unkorrekt, unterlassen europäische Medien gewöhnlich eine Berichterstattung, da es u.a. die sehr begrenzte Schutzwirkung von Kondomen beweist. 

Als Vorsichtsmaßnahme wird genannt, beim homosexuellen Geschlechtsverkehr stets eigene Kondome zu benutzen – oder andernfalls genau zu kontrollieren, ob das Kondom des anderen womöglich mit Löchern versehen ist. Andere mit dem Aids-Virus bewußt anzustecken, wird als Verbrechen definiert, das jeder Betroffene anzeigen solle. Die Gefängnisstrafe für die Täter liegt, wie es heißt, bei bis zu vier Jahren. 

Hochrisiko-Lebensweisen garantieren der Pharma-Industrie wachsende Gewinne – zumal Krankenkassenbeiträge weiterhin nicht differenziert werden, gesund Lebende genausoviel einzahlen wie ungesund Lebende(Deutschland).

http://g1.globo.com/fantastico/noticia/2015/03/novas-vitimas-contam-como-foram-contaminadas-de-proposito-pelo-hiv.html

Aids-Pastoralleiter Claudio Monteiro neben Kondom-Poster: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/11/claudio-monteiro-soziologe-leiter-der-bischoflichen-aids-pastoral-in-sao-paulo-gesichter-brasiliens-die-aids-epidemie-in-brasilien-hat-ein-kritisches-stadium-erreicht-die-zahl-der-jahrlich-neu/

Zu den kuriosen Tatbeständen in Brasilien zählt, daß selbst ein als sehr versiert und gut informiert geltender Mediziner wie Drauzio Varella, der noch dazu in Sao Paulo wohnt, noch 2013 gegen die katholische Kirche des Landes wettert, weil sie gegen Kondome sei. Drauzio Varella in einem Zeitschrifteninterview: „In einer Welt, in der es Aids gibt, werden sie sagen, daß man keine Kondome verwenden soll? Das ist ein Verbrechen.“ Varella wirft, so komisch es klingt, der katholischen Kirche in der Kondomfrage auch noch Autoritarismus vor.  Man mag kaum glauben, daß der Mediziner nicht mitbekommen haben soll, daß die katholische Kirche Brasiliens seit fast zwei Jahrzehnten im Lande an jedermann gratis Kondome verteilt. 

Odilo Scherer – der Kardinal und die komplexen Herausforderungen: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/07/odilo-scherer-deutschstammiger-kardinal-von-sao-paulo/

http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/22/viele-aids-infizierte-brasilien-stecken-aus-rache-und-wutgefuhlen-heraus-sowie-aus-bosartigkeit-ganz-bewust-andere-menschen-mit-dem-hiv-virus-an-patienten-des-franziskaner-aids-projekts-in-sao-pa/

Brasilianische Indianer, Aids, Kondome: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/24/rund-40-prozent-der-brasilianischen-aids-falle-im-teilstaat-sao-paulo-laut-soziologe-claudio-monteiro-leiter-der-bischoflichen-aidspastoral-von-sao-paulo/

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    NEU: Fotoserie Gesichter Brasiliens

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