„Ich spreche mit vielen Slumbewohnern – wir von Adveniat sind Anwalt der Verelendeten, Marginalisierten!“Engagiertes Lateinamerika-Hilfswerk bereitet 50-jähriges Jubiläum vor
Katholische Kirchen Rio de Janeiros im MG-Kugelhagel von Banditengefechten, himmelschreiendes Elend in einem Slum Sao Paulos, das Heer von zerlumpten und abgehungerten Obdachlosen in der brasilianischen Megacity – Bischof Overbeck muß gleich bei seiner ersten Lateinamerika-Reise aufwühlende Eindrücke, schockierende soziale Kontraste verkraften. http://www.dw-world.de/dw/article/0,,6259125,00.html
Wer herrscht wo? http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/25/banditenorganisationen-in-rio-de-janeiro-wer-herrscht-wo-stadtkarten-anklicken-satellitenfotos-nutzen/
José Padilha (Tropa de Elite): http://g1.globo.com/rio-de-janeiro/noticia/2010/11/dia-d-sera-quanto-tiver-um-plano-de-seguranca-serio-diz-jose-padilha.html
„Die Realität ist schlimmer als der Film“: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/13/tropa-de-elite-2-die-realitat-ist-schlimmer-als-der-film-laut-regisseur-jose-padilha/
„Além das ações contra o tráfico, o diretor cobrou a reforma da polícia e do sistema prisional brasileiro.“http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/
O Globo, Ausriß.
http://www.adital.com.br/site/noticia.asp?lang=PT&cod=52520
„Manter o público na ignorância e na mediocridade. Fazer com que o público seja incapaz de compreender as tecnologias e os métodos utilizados para seu controle e sua escravidão. „A qualidade da educação dada às classes sociais menos favorecidas deve ser a mais pobre e medíocre possível, de forma que a distância da ignorância que planeja entre as classes menos favorecidas e as classes mais favorecidas seja e permaneça impossível de alcançar (ver „Armas silenciosas para guerras tranquilas“).“
Tom Schimmeck über den verordneten Untergang des unabhängigen Journalismus: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/29/der-untergang-des-unabhangigen-journalismus-am-besten-nichts-neues-medien-macht-und-meinungsmache-tom-schimmeck/
Hunderttausende Bewohner Rio de Janeiros hatten die TV-Direktübertragung vom problemlosen Rückzug der schwerbewaffneten Banditenkommandos aus dem Slum Vila Cruzeiro mitverfolgt – entsprechend laut macht sich jetzt u.a. in Leserbriefen die Empörung über das fehlende Eingreifen von ganz in der Nähe stationierten Elitepolizisten und Marineinfanteristen Luft. Die gewählten Rückzugswege, darunter eine breite Erdstraße zum Slum „Complexo do Alemao“, seien vorhersehbar gewesen – warum wurden also etwa per Hubschrauber dorthin keine Polizisten gebracht? Die Konditionen, um die Banditen zu ergreifen, seien bestens gewesen, ohne Gefahren zudem für die Slumbevölkerung. „Fehlende Planung war eine Schande für die Kommandanten der Operation.“ Die Banditen dürften sich jetzt über uns lustig machen – unglaublich, mit welcher Ruhe die Banditen agierten, hieß es weiter in Leserbriefen. Vorgeschlagen wurde, von Israel einen Spezialhubschrauber für präzise Bombardements auszuleihen. Polizeihubschrauber hätten die Banditenkommandos lediglich überflogen.
Was viele Brasilianer als Hintergründe vermuten, generell von der neuesten Militäraktion halten, ist leicht vorstellbar.
Streitkräfte und Slum-Diktatur: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/26/brasiliens-streitkrafte-und-die-slum-diktatur-hintergrund/
Unterdessen wurde bereits FIFA-Personal zur Vorbereitung der Fußball-WM nach Rio de Janeiro verlegt, das die jüngsten Vorgänge entsprechend aufmerksam verfolgt.
Zahlreiche berühmte Sambaschulen haben wegen der jüngsten Gewaltwelle die Karnevalsvorbereitung gestoppt.
Fotodokumentation zu Gewaltkultur: .hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/
Polizeihubschrauber sind unter Banditenbeschuß. Ein SWAT-Waffenexperte identifizierte bei Rios Banditen MGs, die im Irakkrieg verwendet werden. Das Verteidigungsministerium will 800 Soldaten, Panzer, Hubschrauber und andere Militärtechnik nach Rio de Janeiro schicken. Die staatlichen Autoritäten versprechen erneut, was sie bei ähnlichen Einsätzen in den vergangenen Jahrzehnten versprachen, jedoch nie einhielten. Der neue Filmhit „Tropa de Elite 2″ zeigt dokumentarisch die Hintergründe staatlicher Politik, gibt derzeitige Propagandaerklärungen, die wie üblich in europäische Medien durchgeschaltet werden, der Lächerlichkeit preis. http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/08/tropa-de-elitenoch-dokumentarischer-als-der-berlinale-gewinner-landeskunde-pur-uber-das-heutige-brasilien/
Aus dem jetzt von Polizei und Marineinfanteristen besetzten Slum Vila Cruzeiro haben sich die Banditenkommandos in üblicher Guerrilhataktik ohne Verluste in andere der über 1000 Slums von Rio zurückgezogen, da Attacken auf Panzer natürlich sinnlos wären. Die Medien wiesen bei den Direktübertragungen der Banditenaktionen darauf hin, daß nicht wenige der Gangster just in Spezialeinheiten der Streitkräfte die Guerrilhataktik erlernten. Das organisierte Verbrechen schicke regelmäßig junge Leute in solche Militäreinheiten zur Ausbildung.
Zu den zahlreichen Geschäftsfeldern des laut brasilianischen Experten eng mit der Politik liierten organisierten Verbrechens gehört neben Banküberfällen, Frachtraub, Autodiebstahl, Wegelagerei, Auftragsmorden, Waffen-und Munitionshandel, Wirtschaftsinvestitionen u.a. auch der Drogenhandel. Rio de Janeiros Präfekt Eduardo Paes hatte mit enormem Propagandaaufwand der Stadt seit mehreren Jahren einen sogenannten „Choque de ordem“, Ordnungs-Schock verordnet – die Lage in Rio spricht Bände über die Resultate.
In Brasilien werden laut einheimischen Experten jährlich über 55000 Menschen ermordet.
http://odia.terra.com.br/portal/galerias/geradas/O_DIA_ONLINE_o_iraque_e_aqui_1673_5.html#foto_5
Zeitungsfoto. http://g1.globo.com/rio-de-janeiro/fotos/2010/11/veja-fotos-dos-carros-incendiados-no-rio.html
Langjährige Wandaufschrift in Vila Cruzeiro:“Achtung, Bewohner, vermeidet an Kriegstagen die Behausungen zu verlassen. In Dankbarkeit: CV“ (CV – Comando Vermelho, Rotes Kommando, eine der führenden Verbrecherorganisationen Brasiliens)
Menschenrechtspolitiker Marcelo Freixo zu Folter heute: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/29/marcelo-freixo-grundet-in-rio-de-janeiro-komitee-zum-kampf-gegen-folter-lula-regierunsbilanz/
Microondas: http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/668242/


Ausriß, Rio-Lokalzeitung, Scheiterhaufen-Opfer, 7.11.2012. http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/668242/
“Das Leben in Brasilien ist leicht und unbeschwert. Probieren Sie es selbst.” Wie die Tourismusbranche in deutschsprachigen Ländern mittels ganzseitiger Anzeigen die Lage in Brasilien interpretiert
Ausriß. Zuschauen, wie jemand in Rio de Janeiro lebendig verbrennt…Könnten Sies?
Irak ist hier – Vergleichsfotos: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/26/irak-ist-hier-tageszeitung-von-rio-de-janeiro-publiziert-vergleichsfotos/
Die Situation ist so bizarr, daß ein zugeschalteter Chef der Polizei-Spezialeinheiten die Direktübertragung von der Banditenkonzentration sogar analysiert. Die Banditenkommandos können sich in Guerrilhataktik problemlos zurückziehen, erreichen den riesigen Nachbarslum „Complexo do Alemao“, ungezählte Brasilianer schauen live zu – die Polizei räumt ebenso live eigene Unfähigkeit(?) ein, die Gangsterkommandos zu verfolgen und zu bekämpfen. Einmal im „Complexo do Alemao“ angekommen, seien diese Banditenkommandos weit schwieriger zu bekämpfen als zuvor in Vila Cruzeiro. Die mindestens 300 Banditen tragen moderne MGs, ein Großteil sind NATO-Marken.
Geier und TV-Hubschrauber über den Köpfen der Banditenkommandos – doch von Polizei, gar BOPE keine Spur. Die Panzerattacke ging vorhersehbar ins Leere.
Globo-News live: http://globonews.globo.com/videos/v/globo-news-ao-vivo/61910
Zeitungsfoto.
Rios Autoritäten versprechen derzeit zum x-ten Male in mehreren Jahrzehnten, das organisierte Verbrechen effizient zu bekämpfen. Laut Landesmedien hat die Polizei indessen einen beträchtlichen Teil der gewaltgeprägtesten Slums die letzten zehn Jahre nicht ein einziges Mal betreten, hatten also die dortigen Banditenkommandos in ihrem Parallelstaat völlig freie Hand. http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/25/banditenorganisationen-in-rio-de-janeiro-wer-herrscht-wo-stadtkarten-anklicken-satellitenfotos-nutzen/
„Frieden ist möglich“ – Panzer in Vila Cruzeiro, Medienfotoausriß.
Mit Rücksicht auf das Rio-Image angesichts der herannahenden Fußball-WM und der olympischen Spiele berichten die lokalen Medien derzeit weit weniger konkret und anschaulich als zuvor. Interessierte sind daher weitgehend auf eigene Recherchen angewiesen, um sich einen Überblick über die Lage zu verschaffen. Amtliche Angaben sind wie üblich wenig brauchbar.
Fotodokumentation: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/
Scheiterhaufen-Rap, anklicken: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/16/rio-de-janeiro-popularen-scheiterhaufen-rap-microondas-der-scheiterhaufen-stadt-anklicken-vacilou-bem-na-favela-microondas-te-torrou-a-tua-chance-acabou/
Derartige US-Kettenpanzer werden auch im Irakkrieg eingesetzt, melden die Landesmedien. In der Penha-Slumregion der Rio-Nordzone gebe es bereits Gefechte zwischen der Panzereinheit und den Banditenkommandos. Die Panzer sind indessen im Gassenlabyrinth nur wenig manövrierfähig, werden durch Barrikaden blockiert.
Panzer waren bereits 1992 in Rio eingesetzt worden, um die UNO-Umweltkonferenz zu sichern. Die Panzer wurden u.a. vor Slums postiert. „Es ist zum Weinen, daß wir jetzt in Rio de Janeiro Szenen wie in Afghanistan haben“, kommentierte das Nachrichten-TV.
Marine-Panzer in Rio-Slums – Medienfotoausriß.