Klaus Hart Brasilientexte

Aktuelle Berichte aus Brasilien – Politik, Kultur und Naturschutz

Rio de Janeiro, „Tropa de Elite 2″: „Die Wahrheit ist, daß unsere Politiker in den letzten 30 Jahren zugeschaut haben, wie Unschuldige getötet wurden“, betont Regisseur José Padilha(Tropa de Elite 2). Armee-Major von Banditen erschossen. Bisher über 50 Tote bei jüngsten Zusammenstößen, laut Medien. Berlinale 2011.

Montag, 29. November 2010 von Klaus Hart

Wie Padilha in einer Analyse zu den jüngsten Ereignissen in Rio de Janeiro weiter schrieb, wuschen diese Politiker ihre Hände in Unschuld.

„A tragedia carioca, maldito fruto de instituicoes publicas que convertem miseria em violencia.“

Berlinale 2011: www.hart-brasilientexte.de/2011/02/10/hebbel-am-uferhau-mit-regisseur-jose-padilha-berlinale-film-tropa-de-elite-2/

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/29/rio-de-janeiro-leonel-brizola-vizeprasident-der-sozialistischen-internationale-spielte-wichtige-rolle-bei-ausbreitung-des-organisierten-verbrechens-erinnern-medien-und-fachleute-brasiliens/

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http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/26/brasiliens-streitkrafte-und-die-slum-diktatur-hintergrund/

Regelmäßig war Rios Polizei bisher in der Slumregion „Complexo do Alemao“ – nicht zuletzt, um die offiziellen Besuche von Staatschef Lula zu begleiten.

Fotodoku: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/

„Wo sind die Waffen und die Banditen?“: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/30/rio-de-janeiro-wo-sind-die-waffen-und-die-banditen-fragt-qualitatszeitung-o-globo-ruckzug-mit-guerrilhataktik-offenbar-wie-immer-gelungen-gute-geschaftsbedingungen-derzeit-im-mega-slum-ro/

Hintergrundtext

Köpfen, vierteilen, lebendíg verbrennen

Luxus und Elend von Rio

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„Boomland Brasilien – Aufbau am Amazonas“. Financial Times Deutschland

Montag, 29. November 2010 von Klaus Hart

Rio de Janeiro: Leonel Brizola(PDT), Vizepräsident der Sozialistischen Internationale, spielte wichtige Rolle bei Ausbreitung des organisierten Verbrechens, erinnern Medien und Fachleute Brasiliens. Willy Brandt, Helmut Schmidt, die deutsche SPD, die Sozialistische Internationale und Brizola, Judenhasser und Diktator Getulio Vargas. Mythen und Falschmeldungen…

Montag, 29. November 2010 von Klaus Hart

PDT-Chef Brizola hatte Kontakt zu Helmut Schmidt, nannte sich stets Freund von Willy Brandt.

„Com isto, seu alerta repercutiu mundialmente e logo recebeu saudações de personalidades internacionais, como o chanceler socialista da Alemanha, Helmut Schmidt.“ JB zu  Brizola-Gouverneurswahl

„Brizola foi o responsável por permitir que o crime organizado efetivamente se instalasse nos morros do Rio de Janeiro.“

Wikipedia: „A política de Segurança dos Governos de Leonel Brizola no Estado do Rio de Janeiro, é apontada como um dos fatores preponderantes para a situação caótica em que se encontra a ocupação e a segurança pública carioca atualmente. Sua política de „respeito e valorização dos trabalhadores“ acabou por favorer o aumento de construções irregulares do espaço urbano, causando uma proliferação geral das favelas por todos os locais. O governo de Brizola também proibiu qualquer tipo de incursão policial nas favelas, o que multiplicou a violência: tornando as favelas locais „imunes“ à qualquer tipo de vigilância do Poder Público, favoreceu a criação de organizações criminosas que existem até hoje, como o Comando Vermelho, especializado em tráfico de drogas.“

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/19/verhafteter-kolumbianischer-drogenbos-nestor-ramon-caro-chaparra-wohnte-in-luxusappartment-des-durch-leonel-brizola-vieprasident-der-sozialistischen-internationalesi-beruhmten-gebaudes-an-der-copac/ 

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Bodo Ramelow/LINKE und die Wertvorstellungen seiner Koalitionspartner SPD und GRÜNE. Wer in Deutschland stockreaktionär ist – und wer nicht:http://www.hart-brasilientexte.de/2014/12/05/bodo-ramelow-und-die-wertvorstellungen-seiner-spd-partner/

Wem nützen Banditendiktatur, organisiertes Verbrechen, No-Go-Areas?http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/15/wem-nutzen-banditendiktatur-und-immer-mehr-no-go-areas/

 Helmut Schmidt/SPD – Mitherausgeber des Wochenblatts DIE ZEIT, 2015 gestorben – was alles in den Nachrufen fehlt:http://www.hart-brasilientexte.de/2015/11/10/helmut-schmidtspd-2015-gestorben-was-alles-in-den-nachrufen-fehlt/

Walter Scheel (FDP) – was 2016 alles in den Nachrufen fehlt:http://www.hart-brasilientexte.de/2016/08/24/walter-scheelfdp-was-alles-in-den-nachrufen-fehlt-die-engen-beziehungen-zu-brasiliens-nazistisch-antisemitisch-orientierter-folterdiktatur-scheel-1978-beim-besuchs-von-diktator-ernesto-geisel/

Willy Brandt, SPD, Brizola.Enge Beziehungen zu rechtsgerichteten Regimes haben lange Tradition – die nazistisch-antisemitisch orientierte Folterdiktatur Brasiliens: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/11/19/brasiliens-folter-diktatur1964-1985-mit-wem-bundesausenminister-willy-brandt-damals-bilaterale-vertrage-unterzeichnet-das-massaker-an-stahlarbeitern-unter-gouverneur-jose-magalhaes-pinto/

Die westdeutschen Machteliten sind den archaischen brasilianischen Machteliten, Oligarchien ewig dankbar für Aufnahme und Schutz vieler Nazi-Kriegsverbrecher und anderer Nazi-Größen.

„Das erfundene Paradies“:http://www.deutschlandradiokultur.de/das-erfundene-paradies.1013.de.html?dram:article_id=166512

Helmut Schmidt, Mythen und Falschmeldungen. SPD, Sozialistische Internationale und die Getulio-Vargas-Partei PDT:http://www.hart-brasilientexte.de/2015/11/11/helmut-schmidt-2015-gestorben-mainstream-verbreitet-falschmeldungen-kuriose-mythen-schmidt-hatte-angeblich-den-damaligen-gewerkschaftsfuehrer-lula-begehrt-bei-unternehmern-als-verhandlungs-und-g/

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Fußball-Ido Pelé mit Brizola, Chef der PDT, der auch lange Zeit(1980 bis 2001) Dilma Rousseff angehörte, bevor sie zu Lulas PT wechselte. Willy-Brandt-Freund Leonel Brizola berief sich stets auf Getulio Vargas, geistiger Ziehvater der Partei PDT, Mitglied der Sozialistischen Internationale/SI.

Getulio Vargas:http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/19/gestapo-folter-unter-brasiliens-diktator-getulio-vargas-trager-des-bundesverdienstkreuzes-der-fall-des-deutschen-harry-berger/

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/03/die-kontinuitat-der-eliten-frankfurter-rundschau-die-bundesrepublik-deutschland-und-brasiliens-judenhasser-getulio-vargas/

Getulio Vargas, Judenhaß und antisemitische Politik:http://www.hart-brasilientexte.de/2008/05/28/o-antisemitismo-nas-americas-der-antisemitismus-in-amerika-738-seiten-98-real-das-neue-werk-von-brasiliens-fuhrender-antisemitismus-expertin-maria-luiza-tucci-carneiro-diesmal-herausgeberin/

“Vargas-Regierung mitschuldig an nazistischer Ausrottung der Juden”. Antisemitismus-Forscherin Tucci Carneiro, Sao Paulo

Brasiliens wichtigster Befreiungstheologe, der Dominikaner  Frei Betto:“Mein Vater kämpfte gegen die Vargas-Diktatur, wurde deshalb dreimal eingesperrt.“

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Hakenkreuz und Getulio Vargas – “Ära Vargas”. Chemiearbeiterstadt Cubatao bei Sao Paulo.

Willy Brandt(SPD) – Todestag 8. Oktober 1992. Was in den offiziellen Würdigungen stets fehlt…”25. Todestag Brandts. Wie viel Willy braucht die SPD?” ARD:http://www.hart-brasilientexte.de/2017/10/08/willy-brandtspd-todestag-8-oktober-1992-was-in-den-offiziellen-wuerdigungen-stets-fehlt/

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Ausriß.

Gregor Gysi 70:http://www.hart-brasilientexte.de/2018/01/14/gregor-gysi-70/

Brasiliens heutiger Staatspräsident Luis Inacio Lula da Silva hatte bereits als Gewerkschaftsführer im Jahre 1979 klargestellt, wie er zu Hitler steht. In einem Interview sagte Lula damals: “Hitler irrte zwar, hatte aber etwas, das ich an einem Manne bewundere – dieses Feuer, sich einzubringen, um etwas zu erreichen. Was ich bewundere, ist die Bereitschaft, die Kraft, die Hingabe.”

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Ausriß. “Wir sind alle Lula”.

14. JULI 2017

„Lula Resiste! – Lula, halte durch!“: Solidarität mit Lula!/LINKE-Presseerklärung 2017

Vor wenigen Tagen wurde der in Brasilien noch immer sehr populäre Ex-Präsident Luiz Inácio „Lula“ da Silca wegen vermeintlicher passiver Korruption zu neuneinhalb Jahren Haft verurteilt – von einem dem großbürgerlichen Block willfährigen Richter

Katja Kipping, Bernd Riexinger (Parteivorsitzende der LINKEN) und Heinz Bierbaum (Vorsitzender der Internationalen Kommission der Partei DIE LINKE) erklären dazu:

„Wir sind bestürzt über die Verurteilung des brasilianischen Ex-Präsidenten Lula wegen angeblicher Korruption. Die Anklage wirkt konstruiert und politisch motiviert, die mehr als dürftige Beweislage stützt sich auf Kronzeugenaussagen. Erneut scheint die Justiz für politische Zwecke instrumentalisiert zu werden. Lulas Partei, die Partei der Arbeiter (Partido dos Trabalhadores – PT), sieht darin einen Anschlag auf die Demokratie und die Verfassung. Bereits im letzten Jahr wurde Dilma Rousseff durch einen parlamentarischen Putsch ihres Amtes enthoben. Nun entsteht der Eindruck, dass Lula, der die Umfragen zu den nächsten Präsidentschaftswahlen im Jahr 2018 anführt, mit einem fadenscheinigen Urteil aus dem Verkehr gezogen werden soll. Mit der PT hoffen wir darauf, dass in den nächsten Instanzen die Gerechtigkeit zum Zuge kommt. Unsere Solidarität gehört der PT und Luiz Inácio Lula da Silva.“

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Ausriß.

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Rio de Janeiro: Armee-Major von Banditen erschossen in Slumregion. Weiter unklare Lage in besetzten Vierteln. „Köpfen, vierteilen, lebendig verbrennen.“

Montag, 29. November 2010 von Klaus Hart

Brasilien: Rechtsexperte José de Souza Martins über den Militär-Zirkus von Rio de Janeiro. „Droga de combate“. „Die Niederlage der Slumbevölkerung ist offensichtlich.“ Folter unter der Lula-Regierung. ThyssenKrupp in Rio. Rasche Banditenrückkehr…

Montag, 29. November 2010 von Klaus Hart

„Seit den 90er Jahren wird die Armee gerufen, um Slumhügel von Rio de Janeiro zu besetzen – fast immer anläßlich internationaler Ereignisse oder wenn solche bevorstehen – wie jetzt die Fußball-WM und die olympischen Spiele.“

Banditen erschossen Armee-Major – bisher ranghöchstes Opfer während jüngster Zusammenstöße am Zuckerhut: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/29/rio-de-janeiro-armee-major-von-banditen-erschossen-in-slumregion/

http://www.ihu.unisinos.br/index.php?option=com_noticias&Itemid=29&task=detalhe&id=38769

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„Die Wiedereroberung“ – Lula war in dem „wiedereroberten“Slumgebiet seit 2008 dreimal, zuletzt im Oktober 2010. Rios Autoritäten-Agitprop wurde wie üblich problemlos in europäische Medien durchgeschaltet. Rasche Banditenrückkehr:  http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/11/schwerbewaffnete-drogenbanditen-kehren-in-complexo-do-alemao-zuruck-raumt-brasilianisches-militar-ein-morde-an-slumbewohnern-trotz-militaraufsicht-gemeinsame-banditen-und-militarprasenz-in/

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/01/rio-de-janeiro-schweine-fressen-getotete-auf-banditen-verliesen-slums-in-panzerwagen-bestochener-polizisten-massiver-raub-durch-beamte-und-soldaten-laut-berichten-der-folha-de-sao-paulo/

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/29/rio-de-janeiros-militar-zirkus-politik-feiert-sieg-gegen-nicht-vorhandene-feinde-der-slumregion-complexo-do-alemao-banditenkommandos-reichlich-zeit-zum-ruckzug-gelassen-wie-bei-uno-umweltg/

„Wo sind die Waffen und die Banditen?“: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/30/rio-de-janeiro-wo-sind-die-waffen-und-die-banditen-fragt-qualitatszeitung-o-globo-ruckzug-mit-guerrilhataktik-offenbar-wie-immer-gelungen-gute-geschaftsbedingungen-derzeit-im-mega-slum-ro/

Kirche zu Folter in Brasilien: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/12/die-folter-in-polizeiwachen-hat-in-ganz-brasilien-stark-zugenommen-gefangenenpriester-valdir-joao-silveira-die-anti-folter-konvention-wird-nicht-eingehalten-was-tut-denn-die-uno-damit-die-k/

http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/

Rio de Janeiro: Leonel Brizola(PDT), Vizepräsident der Sozialistischen Internationale, spielte wichtige Rolle bei Ausbreitung des organisierten Verbrechens, erinnern Medien und Fachleute Brasiliens. Willy Brandt, die deutsche SPD und Brizola. **

“Brizola foi o responsável por permitir que o crime organizado efetivamente se instalasse nos morros do Rio de Janeiro.”

Wikipedia: “A política de Segurança dos Governos de Leonel Brizola no Estado do Rio de Janeiro, é apontada como um dos fatores preponderantes para a situação caótica em que se encontra a ocupação e a segurança pública carioca atualmente. Sua política de “respeito e valorização dos trabalhadores” acabou por favorer o aumento de construções irregulares do espaço urbano, causando uma proliferação geral das favelas por todos os locais. O governo de Brizola também proibiu qualquer tipo de incursão policial nas favelas, o que multiplicou a violência: tornando as favelas locais “imunes” à qualquer tipo de vigilância do Poder Público, favoreceu a criação de organizações criminosas que existem até hoje, como o Comando Vermelho, especializado em tráfico de drogas.”

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/19/verhafteter-kolumbianischer-drogenbos-nestor-ramon-caro-chaparra-wohnte-in-luxusappartment-des-durch-leonel-brizola-vieprasident-der-sozialistischen-internationalesi-beruhmten-gebaudes-an-der-copac/ 

Willy Brandt, SPD, Brizola.Enge Beziehungen zu rechtsgerichteten Regimes haben lange Tradition – die nazistisch-antisemitisch orientierte Folterdiktatur Brasiliens: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/11/19/brasiliens-folter-diktatur1964-1985-mit-wem-bundesausenminister-willy-brandt-damals-bilaterale-vertrage-unterzeichnet-das-massaker-an-stahlarbeitern-unter-gouverneur-jose-magalhaes-pinto/

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Pelé mit Brizola, Chef der PDT, der auch lange Zeit Dilma Rousseff angehörte, bevor sie zu Lulas PT wechselte.

“Ausgerechnet ein Vizepräsident der Sozialistischen Internationale(SI), der Linkspopulist und Ex-Gouverneur Leonel Brizola, gilt als politisch hauptverantwortlich dafür, daß die Verbrechersyndikate in Rio de Janeiro seit den 80ern soviel Macht und Einfluß erreichten, sich derart mit der Politik verquickten. Soziologen, Kolumnisten, selbst Bischöfe der katholischen Kirche betonen einhellig, daß er in zwei Amtszeiten dem organisierten Verbrechen faktisch freien Lauf ließ – im Tausch gegen politische Unterstützung. Schließlich sind die Slumbewohner auch ein wichtiges Wählerreservoir, müssen gewöhnlich für jene Kandidaten stimmen, die die Slumbosse vorgeben. Brizola, reicher Großgrundbesitzer, Chef der „Demokratischen Arbeitspartei”(PDT), rühmte sich immer seiner Freundschaft zu Willy Brandt – und erntete von der SPD, in deren Gazetten, viel Lob für seine Politik. Nur ganz, ganz wenige in der Partei griffen sich deshalb stets an den Kopf, konnten sich aber nicht durchsetzen. Ein Filialleiter der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung räumte zumindest ein, Brizolas PDT sei aus „pragmatischen Gründen” in die Sozialistische Internationale aufgenommen worden:”Man war froh, daß überhaupt eine Partei aus Lateinamerika wie die PDT dazugehört – und schaute nicht so genau hin, was diese tut.” Brizola hielt beste Beziehungen zum letzten Diktaturpräsidenten, dem Geheimdienst-General Joao Figueiredo, seine PDT ging immer wieder Wahlbündnisse mit der Partei des Militärregimes ein. Alles kein Problem für SI und SPD. Die Gangsterbosse tauften eines ihrer wichtigsten Produkte, jene kleinen Kokaintütchen, auf „Brizola” – ihm zu Ehren. Des PDT-Chefs rechte Hand, der von Europas Intelligentsia bis heute vergötterte „Anthropologe”, Schriftsteller und Kongreßsenator Darcy Ribeiro, verstand sich gemäß hiesigen Medienberichten ebenfalls bestens mit dem organisierten Verbrechen. Historisch wurde ein Foto von 1986: Gouverneurskandidat Ribeiro auf einem Wahlkampfbankett mit schwerreichen Unterwelt-Bossen – Capitao Guimaraes, laut Zeugenaussagen einer der berüchtigtsten Folterknechte aus der Diktaturzeit sagt neben ihm ins Mikrophon:”Wir unterstützen den Kandidaten, der uns unterstützt.” Darcy Ribeiro, 1997 gestorben, Sexist und Stammtischpornograph der übelsten Sorte, fiel einmal , wie laut Zeitzeugen durchsickerte, beim Interview im Hotelzimmer sogar über eine Schweizer Journalistin her, belästigte sie sexuell. Auf der UNO-Umweltkonferenz von 1992 in Rio de Janeiro ließ sich Ribeiro vor NGO-Machos, so Zeitzeugen,  in nicht zitierfähiger Weise über die “Löcher”(Buracos) der schweizerischen, deutschen und nordamerikanischen Frauen aus. Brizola und Darcy Ribeiro verherrlichten stets den Diktator Getulio Vargas.”

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/29/rio-de-janeiro-armee-major-von-banditen-erschossen-in-slumregion/

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/

Hintergrundtext

Köpfen, vierteilen, lebendíg verbrennen.

Luxus und Elend von Rio.

Reinaldo Guarany, Stadtguerrilhero im Ruhestand, weiß, wie man mit Maschinenpistolen umgeht. 1970, wãhrend der Militärdiktatur, richtet er eine in Rio auf die Bewachertruppe des deutschen Botschafters Ehrenfried von Holleben.  Setzt sie mit einigen Feuerstõßen außerGefecht, reißt den verdatterten Dlplomaten aus seiner Luxuskarosse, packt ihn mit Hilfe eines Companheiro in eine nach Chloroform duftende Holzkiste. Die Entführung gelingt, von Holleben kommt frei, nachdem 40 Gegner der Foítergeneräle aus den Verließen geholt und nach Algerien ausgeflogen worden sind.  Deutsche, belgische oder nordamerikanische Maschinenpistolen, die Guarany seinerzeit vom chilenischen Exil aus für die Guerrilla in Argentinien, Uruguay und Brasiiien importierte, faßt der inzwischen úber 50-jährige heute nicht mehr an,sieht sie indessen alleTage, nurSchritte von seinem Hãuschen entfernt, auf sich gerichtet. Wir fahren eine enge steile Straße des malerisch wirkenden Bergstadtteils Santa Teresa hinunter – an der ersten Biegung blinkt bereits eine verchromte MPi. In fünfzehn langen Minuten, bis ein verkeilter LKW endlich weiterkommt, brauchte der nur mit Shorts bekleidete 12-jährige nur einmal durchzuziehen, und alle im Auto wären hinüber.  Guarany wird nicht ein bißchen mulmig: ,,Noch vor zwei Jahren habe ich hier viele Jungs Murmeln spielen sehen, die mir heute mit MPis begegnen – sie wurden Soldados des organisierten Verbrechens, prahlen damit herum, rühmen die Banditenchefs ais ihre Helden!”Die Zeiten haben sich geändert – seit 1985 ist Brasilien wieder eine Demokratie, und Entführungen von Geldleuten, nicht mehr Diplomaten und Politikern, wurden in Rio so hãufig, daß sich kaum noch jemand darüber aufregt und die Medien längst nicht mehr alle Fälle registrieren. Der illegale Besitz von eingeschmuggelten Mpi stieg enorm.  ,,Wáren wir damals nur fünfzehn Minuten bewaffnet in Santa Teresa auf der Straße geblieben”, so Guarany bitter-humorig, ,,hätten die sicher sogar ein Kriegsschiff hierher in die Berge geschickt.”Einen Steinwurf von Guaranys Häuschen entfernt,beginnt das pompöse Anwesen einer der reichsten Familien Brasiliens, die ein Bataillon von Hausbediensteten beschäftigt.  Schaut deralsRomanschreiber.Fachbuchautor, Ghostwriter, Úbersetzer, Rechtsexperte, Betriebswirt und auch noch erfolgreicher Bildermaler vielbeschàftigte Ex-Guerrilheiro dagegen von seinem Balkon die Santa-Teresa-Berge hinunter, sieht er nur Slums, Favelas, die wie sämtliche rund 800 Rios in Feudalmanier grausam wie im Mittelalter von Herren úber Leben und Tod regiert werden.  Manche lassen sich sogar die Füße küssen, haben mit Dutzenden von Geliebten Dutzende von Kindern, erhalten Heldenbegräbnisse. Banditenchefs mit Namen wie Rambo oder Robocop und Minireichen wie Ratolândia(Rattenland) oder Buraco Quente (Heißes Loch) dinieren in den besten Restaurants, kaufen in den teuersten Boutiquen der Mittel- und Oberschichtsviertel Ipanema, Leblon oder Barra, benutzen nicht selten sogar Computer, Laptop und Internet, haben indessen keine Hemmungen, Mißliebige, vom Normendiktat abweichende Slumbewohner zu kastrieren, zu köpfen, zu vierteilen, aufzuspießen oder sogar lebendig zu verbrennen.lm Slum Vidigal, der direkt an das Sheraton-Hotel grenzt, ließ Banditenboß Giovani zwei 14-jährige Màdchen von seinen meist minderjährigen Soldados aus ihren Baracken holen und auf die wichtigste Favela-Straße, die Avenida Presidente João Goulart bringen.  Dort wurden ihnen vor allen Leuten die Füße durchschossen.  Sie hatten gewagt, einem anderen, mit Giovani verwandten Mädchen eine Ohrfeige zu verpassen, weil es mit dem neuen Freund einer der beiden ausgegangen war.  Ein Bewohner kommentíerte: “Die beiden baten, bei der Liebe Gottes, nicht zu schießen, aber das half nichts. Hier ist es so. Wer sich nicht an die Regeln hält, hat die Strafe sicher.” Zu den Regeln gehört das “Lei do Silencio”, Gesetz des Schweigens: Zu niemandem ein Wort über Favela-Vorgänge!Zuvor verdächtigt Gringo, ein anderer Neofeudalist von Vidigal – den Bewohner Boca Mole, für die Polizei zu spionieren. Zeugen sehen, wie dem Mann mit einer Zange die Zunge herausgerissen und mit einem Messer die Ohren abgeschnitten werden. Zunge und Ohren werden auf öffentlichem Platz fúr jedermann sichtbar an einem Pfahl angenagelt.Nebenan in Ipanema, stimuliert derartiges keinen aus derreichlich vertretenen intellektuellen Elite mit den Sorbonne-und Harvard-Diplomen zu tieferem Nachdenken, Reflektieren oder gar zu einer Aktion. Staatschef FernandoHenrique Cardoso, Soziologe, und seine Frau Ruth, Anthropologin, úbergehen das Thema schließlich auch mit Schweigen. Die Boys und Girls from Ipanema, viele davon Uni-Studenten, mucksen sich gleich gar nicht. Sie haben Wichtigeres, Hehreres im Auge – für das Recht auf freien Marihuana-Konsum am vielbesungenen, weltbekannten Strand wurde mit allen politischen Mitteln, darunter Demos, Pfeifkonzerte, Flugblattaktionen und sogar Rund-Tisch-Gesprãche mit Politikern und Intellektuellen heftig gekämpft, die Presse war voll davon. Daß Marihuana (und die anderen ebenso rege verbrauchten Modedrogen wie Kokain und Crack) nur von moralisch-ethisch einwandfreien Lichtgestalten wie Giovani, Gringo und dessen Anhang zu haben ist, die freundschaftliche Beziehungen zu den immer unentbehrlicheren, sozial zusehends aufgewerteten Dienstleistern vom nahen Hügel als Kehrseite, Nebenprodukt das Terrorregime in den Slums haben, fällt dabei glatt unter den Tisch. Charles Fábio Vidal, 18, wollte in der an einem Steilhang úber Ipanema gelegenen Favela ‘Morro do Cantagalo’ kein Soldado an den von Studenten, Alternativen und Jungunternehmern frequentierten Drogendepots sein – zur Strafe durchschossen ihm die Banditen seines Slums die Hände mit einem Revolver. Wer die Rekrutierung ablehnt, kann sogar getòtet werden. In einem Slum der Nordzone wurden nicht weniger ais 21 Jugendlichen nach Folterungen die Hánde mit Schüssen perforiert Alba Zaluar, Brasiliens führende Gewaltexpertin, eine Art einsame Ruferin in der Wüste, sieht in den rasch wachsenden Slums eíneneue tyrannische Kultur feudalistisch-machistiscner Werte inzwischen fest installiert. Von den Autoritäten werde dies hingenommen.Ex-Guerrilheiro Guarany geht noch einen Schritt weiter – spricht von einer “Komplizenschaft des Staates” mit den Drogengangstern dês organísierten Verbrechens. Diese sind übrigens verrúckt nach importierten Brutalo-Filmen, holen sich aus ihnen womõglich Anregungen: Ein Geistlicher sieht, wie in einem Slum Rios mit einem abgehackten Kopf Fußball gespielt wird. Eine Rechtsanwältin kennt einen Zeugen, der ihr berichtete, wie inmitten von Freiluft-Discos Jugendliche lebendig  verbrannt wurden. Derartiges tat auch der 1995 von Rivalen erschossene Gangsterboß Nem Maluco: Ais die Eltern einer Jugendlichen nicht einverstanden waren, daß er ihre Tochter zur Geliebten machte, befahl er Kumpanen, ein großes Loch zu schaufeln.  Die Eltern wurden gezwungen, sích hineinzulegen.Nem Maluco úberschüttete sie mit Spiritus, ließ sie ver-brennen. Der Geruch verkohlten Fleisches zog úber dieFavela – doch jedermann blieb aus Angst passiv in seinerHútte. Ein Mädchen wollte sich nicht hingeben – derGangsterboß einer anderen Favela schlitzte sie daraufhinvon unten bis oben mit einem Messer auf. Leichen sollenoft zwecks Abschreckung ím Gassenlabyrinth liegenbleiben- jedermann jeden Alters muß mit ansehen, wieGeier und freilaufende Schweine diesen die Gedärme meterlang herauszerren, die Toten schlíeßlích ganz oder  teílweíse auffressen.Die Liste von nahezu unvorstellbaren Untaten läßt sich beliebig verlângern. Jurandir Freire Costa, Therapeut und Direktor des Instituts für Sozialmedizin an der Universitát von Rio, hat eine Erklärung fúr das Desinteresse der Bessergestellten Rios, Sao Paulos, Salvadors oder Fortalezas am Los der Slumbewohner: Die Mittel- und Oberschicht spricht diesen den Gleichheitsgrundsatz ab, definiert sie quasi ais Nicht-Menschen, reagiert daher mit extremer Indifferenz und Akzeptanz auf jede Art von Gewalt gegen diesen Bevölkerungsteil. Daß Slumbewohner kaum ein Minimum an Menschenrechten genießen, ist somit irrelevant.

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/30/rio-de-janeiro-rund-50-ngo-menschenrechtsaktivisten-fordern-liste-der-bei-militareinsatz-erschossenen-und-unabhangige-ermittlungen-berichten-von-polizeiubergriffen/

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Rio de Janeiros Militär-Zirkus: Politik feiert „Sieg“ gegen nicht vorhandene Feinde der Slumregion „Complexo do Alemao“(Lula war dort 2008, 2009 und Okt. 2010), Banditenkommandos reichlich Zeit zum Rückzug gelassen – wie bei UNO-Umweltgipfel 1992 am Zuckerhut. Touristeninfos. Über 25000 Gewalt-Tote in Rio seit 2007, laut NGO. „Der Drogenhandel wird nicht zurückgehen.“(Folha de Sao Paulo)Karneval und Scheiterhaufen. Banditen erschießen Armee-Major. Amy Winehouse – Brot und Spiele. Rasche Banditenrückkehr.

Montag, 29. November 2010 von Klaus Hart

In den wenigen kritischen Medienkommentaren der Qualitätszeitungen wird daran erinnert, daß Rio angesichts der bevorstehenden Fußball-WM und der olympischen Spiele Kompetenz demonstrieren mußte, um Milliardeninvestitionen zu erhalten. Der Bilder-Regen von den siegreich vorrückenden, vorstürmenden Truppen sei vor allem für die internationalen Medien gedacht – angesichts ernster Zweifel, ob Rio überhaupt fähig sei, die beiden Sportereignisse zu organisieren. Sehr vieles von den jüngsten Ereignissen in Rio de Janeiro sei bisher noch unklar bzw. nur sehr schlecht aufgeklärt und analysiert. Es gebe Zweifel und Mißtrauen, auf den sich bei der Suche nach Wahrheit jener Journalismus konzentrieren sollte, der Rios Gouverneur Sergio Cabral nicht verpflichtet sei.  Cabral gehört zur Partei PMDB, wichtigster Bündnispartner von Staatschef Lula.

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/01/rio-de-janeiro-schweine-fressen-getotete-auf-banditen-verliesen-slums-in-panzerwagen-bestochener-polizisten-massiver-raub-durch-beamte-und-soldaten-laut-berichten-der-folha-de-sao-paulo/

Amy Winehouse – Brot und Spiele: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/10/amy-winehouse-viel-tamtam-um-konzerte-in-rio/

Rasche Banditenrückkehr in „Complexo do Alemao“: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/11/schwerbewaffnete-drogenbanditen-kehren-in-complexo-do-alemao-zuruck-raumt-brasilianisches-militar-ein-morde-an-slumbewohnern-trotz-militaraufsicht-gemeinsame-banditen-und-militarprasenz-in/

http://pt.wikipedia.org/wiki/Complexo_do_Alem%C3%A3o

Lula nennt die jüngsten Militäroperationen einen vollen Erfolg – viele Brasilianer fragen sich, warum Lula dann angesichts der behaupteten Schwere des Gewalt-und Terrorproblems einen derartigen Militäreinsatz nicht bereits am Anfang seiner Amtszeit vor acht Jahren verfügte.  Just im Oktober 2010 war Lula im Slum „Complexo do Alemao“, zuvor 2008 sowie 2009 mit seiner Frau, Amtsnachfolgerin Dilma Rousseff und Gouverneur Cabral: http://g1.globo.com/Noticias/Politica/0,,MUL1175992-5601,00-NO+RIO+LULA+INAUGURA+OBRAS+NO+COMPLEXO+DO+ALEMAO.html

In Hurra-Medien ist jetzt von „Rückeroberung wichtiger Territorien“ Rio de Janeiros die Rede – das hieße mit anderen Worten, Lula und seine gewählte Nachfolgerin hatten bereits offiziell solche Territorien vor der „Rückeroberung“ besucht. Rios Polizei war regelmäßig im „Complexo do Alemao“.

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/30/rio-de-janeiro-2008-besetzt-die-polizei-die-slumregion-complexo-do-alemao-ahnliche-bilder-wie-heute-regelmasig-polizeieinsatze-lula-mehrmals-vor-ort/

Banditen erschossen Armee-Major – bisher ranghöchstes Opfer bei jüngsten Zusammenstößen am Zuckerhut: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/29/rio-de-janeiro-armee-major-von-banditen-erschossen-in-slumregion/

„Wo sind die Waffen und die Banditen?“: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/30/rio-de-janeiro-wo-sind-die-waffen-und-die-banditen-fragt-qualitatszeitung-o-globo-ruckzug-mit-guerrilhataktik-offenbar-wie-immer-gelungen-gute-geschaftsbedingungen-derzeit-im-mega-slum-ro/

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/27/rio-de-janeiro-und-tropa-da-midia-kommentarkritik-an-medien-triumphgeschrei-bei-derzeitigen-kriegshandlungen-am-zuckerhut/

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Medien und Siegesmeldungen.

Angesichts der Erfahrungen mit solchen Militäreinsätzen seit dem UNO-Umweltgipfel von 1992 in Rio de Janeiro sei empfehlenswert, besser keine größeren Hoffnungen zu hegen.  Brasiliens Banditenkommandos, zu denen guttrainierte Elitesoldaten gehören, hatten bei den vorangegangenen Militäroperationen ebenso reagiert wie dieses Mal – und stets später die Macht im Parallelstaat der Slums fast problemlos wieder übernommen.

http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/10/paulo-sergio-pinheiro-uno-sonderberichterstatter-menschenrechtsexperte-der-mehrheit-der-brasilianer-werden-deren-rechte-verweigert-in-allen-brasilianischen-polizeiwachen-wird-gefoltert-jeder-we/

 „Die wirklich großen Gangster, die eigentlichen Bosse, wohnen nicht in Slums, sondern in den Nobelvierteln Rios, bleiben ungestört, unangetastet.” Yvonne Bezerra de Mello, Sozialarbeiterin, Künstlerin, weltweit bekannte Slum-Expertin    http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/22/brasiliens-kindersoldaten-junge-kinder-mit-waffen-die-einfach-anderre-kinder-erschossen-haben-die-sie-gerade-mal-schief-angeschaut-habenlesermail/#more-141

Zu den zahlreichen Geschäftsfeldern des laut brasilianischen Experten eng mit der Politik liierten organisierten Verbrechens gehört neben Banküberfällen, Frachtraub, Autodiebstahl, Wegelagerei, Auftragsmorden, Waffen-und Munitionshandel, Wirtschaftsinvestitionen u.a. auch der Drogenhandel. Rio de Janeiros Präfekt Eduardo Paes hatte mit enormem Propagandaaufwand der Stadt seit mehreren Jahren einen sogenannten “Choque de ordem”, Ordnungs-Schock verordnet – die Lage in Rio spricht Bände über die Resultate.

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/29/rio-de-janeiro-medienfotos-von-der-militaroperation-im-slum-complexo-do-alemao-was-fehlt/

Wie starb der mehrfach preisgekrönte TV-Reporter Tim Lopes? Laut Polizeibericht entdeckten ihn Banditen in der Favela Vila Cruzeiro von Rio de Janeiro – Tim Lopes wurde zuerst gefoltert, dann rammten ihm die Gangster einen Spieß in den Brustkorb, hackten seine Füße ab und verbrannten ihn lebendig in Autoreifen – siehe Szene aus ”Tropa de Elite”.

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/

(more…)

Rio de Janeiro: Medienfotos von der Militäroperation im Slum „Complexo do Alemao“, den Lula mit Dilma Rousseff 2009 besuchte. Was fehlt…Fernando Canzian mit hochaktuellen Anmerkungen(von 2007). Banditen erschießen Armee-Major.

Montag, 29. November 2010 von Klaus Hart

Lula weilte auch 2008 zu einem offiziellen Besuch im „Complexo do Alemao“, zuletzt im Oktober 2010.

http://g1.globo.com/rio-de-janeiro/rio-contra-o-crime/fotos/2010/11/fotos-da-onda-de-violencia-no-rio-de-janeiro.html

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/29/rio-de-janeiro-einer-der-killer-von-tv-journalist-tim-lopes-erneut-gefast-slumregion-complexo-de-alemao-besetzt/

Wie starb der mehrfach preisgekrönte TV-Reporter Tim Lopes? Laut Polizeibericht entdeckten ihn Banditen in der Favela Vila Cruzeiro von Rio de Janeiro – Tim Lopes wurde zuerst gefoltert, dann rammten ihm die Gangster einen Spieß in den Brustkorb, hackten seine Füße ab und verbrannten ihn lebendig in Autoreifen – siehe Szene aus ”Tropa de Elite”.

Fotodoku: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/

http://www1.folha.uol.com.br/colunas/fernandocanzian/837598-rio-quem-paga-a-conta.shtml

„Segundo dados oficiais (IBGE e Ipea), a carga tributária sobre os pobres teria de cair 86% para se igualar à dos mais ricos. Quem ganha até dois salários mínimos hoje compromete 49% de seu rendimento com impostos. Quanto mais pobre, mais tungado. Portanto, é o pobre oprimido no Rio (pela conivência e desprezo desse mesmo Estado que o esfola com impostos, taxas e tributos) que deveria ter sido protegido, em primeiro lugar, de seus algozes. Durante muitos anos, a polícia (que custa muito mais ao pobre do que ao rico) foi justamente quem ajudou a instalar a indústria do tráfico no Rio. Por não combatê-la ou por ajudá-la diretamente pela via da corrupção. É, portanto, lamentável todo o ôba-ôba em torno da ação „heroica“ das „tropas de elite“ e outros superlativos a respeito do novo papel das polícias e das forças de segurança.“ (Folha de Sao Paulo) 

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/29/rio-de-janeiros-militar-zirkus-politik-feiert-sieg-gegen-nicht-vorhandene-feinde-der-slumregion-complexo-do-alemao-banditenkommandos-reichlich-zeit-zum-ruckzug-gelassen-wie-bei-uno-umweltg/

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Lula und Dilma – 2009 offizielle Besucher der Slumregion „Complexo do Alemao“ – laut amtlicher Lesart erst im November 2010 „zurückerobert“. Zuletzt weilte Lula im Oktober 2010 vor Ort.

Folter unter der Lula-Rousseff-Regierung: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/12/die-folter-in-polizeiwachen-hat-in-ganz-brasilien-stark-zugenommen-gefangenenpriester-valdir-joao-silveira-die-anti-folter-konvention-wird-nicht-eingehalten-was-tut-denn-die-uno-damit-die-k/

Armee-Major erschossen: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/29/rio-de-janeiro-armee-major-von-banditen-erschossen-in-slumregion/

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Rio de Janeiro: Einer der Killer von TV-Journalist Tim Lopes erneut gefaßt, Slumregion „Complexo do Alemao“ besetzt. Bislang kaum nicht-offizielle Informationen über Militäroperationen, fast nur offizielle Propaganda wie bei zahlreichen vorangegangenen Aktionen dieser Art. Filmhit „Tropa de Elite 2″ zeigt politische Hintergründe. Landesweit boomende Crack-Branche…

Montag, 29. November 2010 von Klaus Hart

Beim Eindringen der Truppen und Polizeieinheiten in die Slumregion „Complexo do Alemao“, den Lula mit Dilma Rousseff 2009 besuchte,  gab es den ersten Informationen zufolge offenbar kaum Gegenwehr – vermutlich hatten die Banditenkommandos die Nächte zuvor genutzt, um sich gemäß Guerrilhataktik in andere Slums zurückzuziehen. Bei ähnlichen Polizei-und Militäroperationen seit den 90er Jahren waren die schwerbewaffneten Banditengruppen später wieder in die betreffenden Slums eingesickert, hatten die neofeudale Macht im Parallelstaat wieder hergestellt.

http://g1.globo.com/rio-de-janeiro/rio-contra-o-crime/noticia/2010/11/zeu-cade-o-machao-vaiam-moradores-do-alemao.html

Wie starb der mehrfach preisgekrönte TV-Reporter Tim Lopes? Laut Polizeibericht entdeckten ihn Banditen in der Favela Vila Cruzeiro von Rio de Janeiro – Tim Lopes wurde zuerst gefoltert, dann rammten ihm die Gangster einen Spieß in den Brustkorb, hackten seine Füße ab und verbrannten ihn lebendig in Autoreifen – siehe Szene aus ”Tropa de Elite”.

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/13/scheiterhaufen-morder-des-tv-journalisten-tim-lopes-verkauft-in-rio-de-janeiro-schwerbewaffnet-harte-drogen-wie-crack-und-kokain-in-slum-laut-landesmedien-resultate-der-lula-regierung/

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/26/brasiliens-streitkrafte-und-die-slum-diktatur-hintergrund/

Hintergrund von Polizeieinsatz 2008 in „Complexo do Alemao“: http://www.hart-brasilientexte.de/2008/09/18/scheiterhaufen-in-rio-de-janeiro-mindestens-vier-manner-gleichzeitig-verbrannt-morte-no-microondas-meldet-o-globo/

Zu den zahlreichen Geschäftsfeldern des laut brasilianischen Experten eng mit der Politik liierten organisierten Verbrechens gehört neben Banküberfällen, Frachtraub, Autodiebstahl, Wegelagerei, Auftragsmorden, Waffen-und Munitionshandel, Wirtschaftsinvestitionen u.a. auch der Drogenhandel. Rio de Janeiros Präfekt Eduardo Paes hatte mit enormem Propagandaaufwand der Stadt seit mehreren Jahren einen sogenannten “Choque de ordem”, Ordnungs-Schock verordnet – die Lage in Rio spricht Bände über die Resultate.

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Rio de Janeiro und „Tropa da midia“: Kommentarkritik an Medien-Triumphgeschrei bei derzeitigen Kriegshandlungen am Zuckerhut. „Alten Film noch mal gezeigt.“ Armee-Major von Banditen erschossen.

Samstag, 27. November 2010 von Klaus Hart

Erinnert wird daran, daß die Spezialeinheit BOPE just 2008 schon einmal den jetzt umkämpften Rio-Slum Vila Cruzeiro besetzt – und dies enorm medial gefeiert hatte. Die „Besetzung“ dauerte indessen nur eine Woche – dann kehrten die Banditenkommandos zurück – und die üblichen Machtverhältnisse des Terrors über die Slumbewohner. Bereits 1994 hatte den Angaben zufolge die Stadtregierung ein Abkommen mit den Streitkräften zur Kriminalitätsbekämpfung beschlossen – mit den allseits bekannten „Erfolgen“. Bereits damals waren die üblichen Absichtserklärungen weltweit in Medien durchgeschaltet worden.

Rios Militär-Zirkus: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/29/rio-de-janeiros-militar-zirkus-politik-feiert-sieg-gegen-nicht-vorhandene-feinde-der-slumregion-complexo-do-alemao-banditenkommandos-reichlich-zeit-zum-ruckzug-gelassen-wie-bei-uno-umweltg/

 Die Empörung der Bevölkerung, daß Polizei und Armee jetzt – wie in zahlreichen vorangegangenen Fällen – den Rückzug der in Guerrilhataktik operierenden Banditenkommandos aus Vila Cruzeiro zugelassen hatten, dauert an. „Die Autoritäten wollten natürlich nicht ihre eigenen Angestellten töten“, lauten Kommentare auf der Straße.

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/26/rio-de-janeiro-nach-marineinfanterie-auch-fallschirmjager-in-slums-entsandt/

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/29/rio-de-janeiro-armee-major-von-banditen-erschossen-in-slumregion/

Leonel Brizola: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/29/rio-de-janeiro-leonel-brizola-vizeprasident-der-sozialistischen-internationale-spielte-wichtige-rolle-bei-ausbreitung-des-organisierten-verbrechens-erinnern-medien-und-fachleute-brasiliens/

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/26/brasiliens-katholische-nachrichtenagentur-adital-veroffentlicht-noam-chomskys-zehn-strategien-der-medienmanipulation/

Rio de Janeiro: Nach Marineinfanterie auch Fallschirmjäger in Slums entsandt. Eine Woche Feuergefechte, doch nur oberflächliche Medienfotos, die die Dramatik der Lage in den Favelas nicht realistisch abbilden. Was ist da los? Offenbar bisher keine unabhängigen Beobachter vor Ort.

Freitag, 26. November 2010 von Klaus Hart

    NEU: Fotoserie Gesichter Brasiliens

    Fotostrecken Wasserfälle Iguacu und Karneval 2008

    23' K23

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