Klaus Hart Brasilientexte

Aktuelle Berichte aus Brasilien – Politik, Kultur und Naturschutz

Paula Oliveira: „Narben einer Farce.“(Cicatrizes de uma farsa). Estadao bilanziert ganzseitig den bizarren Fall. Brasilia verdächtige die Schweiz, Telefone des Züricher Konsulats abgehört zu haben. Lula ist Mitte Juni in der Schweiz. Wird er sich entschuldigen?

Montag, 01. Juni 2009 von Klaus Hart

http://www.estadao.com.br/suplementos/not_sup379906,0.htm

Laut Estadao  wurde im Februar das Haus der brasilianischen Konsulin Vitoria Cleaver von Polizisten umkreist, die befürchteten, daß die brasilianische Regierung Paula Oliveira bei der Flucht aus der Schweiz hilft. In Brasilia hege man den Verdacht, daß die Telefone des Konsulats abgehört worden seien.

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Paula Oliveira – jetzt in psychiatrischem Hospital von Zürich, meldet „Estadao“. Polizei habe keinerlei Zweifel, daß angeblich Neonazi-Attacke nur simuliert war. Lulas Entschuldigung? SVP stellt Fragen.

Freitag, 29. Mai 2009 von Klaus Hart

Paula Oliveira in Zürich – derzeit psychiatrische Tests laut Staatsanwaltschaft, melden brasilianische Medien.

Montag, 27. April 2009 von Klaus Hart

Den Angaben zufolge könnten diese Untersuchungen Monate dauern, hieß es weiter. Weitere Fakten aus den Ermittlungen wurden nicht mitgeteilt. 

http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/31/paula-oliveira-weiter-in-zurich-von-arbeit-bei-maersk-suspendiert-noch-keine-verurteilung/

Was der Fall Paula Oliveira über Brasilien aussagt – Leitartikel im „O Estado de Sao Paulo“. Nationalcharakter, Mentalität, soziokulturelle Faktoren, „rule of law“, PMDB, Jarbas Vasconcelos, Zynismus, Lügen in der Politik… „Mas convenhamos que no Brasil o desapego à verdade dos fatos chegou a extremos.“

Dienstag, 17. März 2009 von Klaus Hart

http://www.estadao.com.br/estadaodehoje/20090317/not_imp340012,0.php

„Warum dieses schlechte Gefühl angesichts des Fakts? Zuerst, weil er im Ausland das Vorurteil verstärkt, daß wir, Brasilianer, nicht vertrauenswürdig sind. Viel wichtiger, daß das Vorurteil vielleicht nicht bar jeder Grundlage ist.“

„Mas quem de nos, brasileiros, há de negar que uma malandra propensáo a driblar a verdade, embrulha-la em artifi­cios retoricos ou esconda-la nas dobras de historias mal contadas é um incomodo traço do nosso modo de ser, náo raro socialmente valorizado como esperteza, „manha“ ou traquejo?“

 „Mas convenhamos que no Brasil o desapego   verdade dos fatos chegou a extremos.“

http://www.hart-brasilientexte.de/2008/08/05/bye-bye-brasil-weltsozialforum-erfinder-oded-grajew-aus-sao-paulo-zum-massenexodus-von-brasilianern-in-die-erste-welt/

„In einer Kultur wie der unseren, in der die Scheinheiligkeit mit Sicherheit die herrschende Moral ist, deklariert man nie die wahren Absichten.“ O Estado de Sao Paulo

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Paula Oliveira: Brasilianer beglückwünschen die Justiz der Schweiz, ziehen Vergleiche zu Brasilien, sparen nicht mit Kritik an P.O.:“Se ferrou, dondoca safada!!!“ Brasilia und Brasiliens Medien schweigen zu politischen Hintergründen der Affäre – weiter keine Entschuldigung von Lula.

Montag, 09. März 2009 von Klaus Hart

 http://www.hart-brasilientexte.de/2014/02/12/brasilien-soziokulturelle-faktoren-wir-sind-nicht-herzlich-wir-sind-grausam-und-es-ist-gut-das-die-welt-sich-vor-uns-vorsieht-groste-qualitatszeitung-folha-de-sao-paulo-zur-gewaltkultur-dar/

Leserkommentare: Parabens!parabens para a Justiça Suíça, é assim mesmo que se da exemplo de bom carater e conduta. „Escreveu náo leu, o pau comeu“! Nota 10 para a Justiça SuÃiça! Toma exemplo com isso ai viu povinho do PT!

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Schweizer Reisewarnung für Brasilien – die Botschaft informiert: „Rio de Janeiro – in dieser Stadt besteht die Gefahr, auf offener Straße unversehens in eine Schießerei zwischen rivalisierenden kriminellen Banden zu geraten. Derartige Konfrontationen finden häufig, zu jeder Tages-und Nachtzeit und über das ganze Stadtgebiet verteilt statt.“

Montag, 09. März 2009 von Klaus Hart

„Schenken Sie deshalb Ihrer persönlichen Sicherheit grosse Aufmerksamkeit.“

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/

Brasilianischer Leserkommentar zu niedrigen Touristenzahlen des Landes: „Gewalt hat seinen Preis.“ Violencia tem seu preço so o „desgoverno“ náo percebe que a violencia e a impunidade destrui o pai­s. Eu mesmo náo viajo mais no Brasil. Náo é so tiro que o turista recebe no Brasil. Sáo também assaltados, furtados, enganados e explorados.

http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/16/rio-de-janeiro-popularen-scheiterhaufen-rap-microondas-der-scheiterhaufen-stadt-anklicken-vacilou-bem-na-favela-microondas-te-torrou-a-tua-chance-acabou/

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„Lateinamerikaner haben akzentuierte Ausländerfeindlichkeit, enthüllt Studie.“ („Latino-americanos tem xenofobia acentuada, revela estudo“) Vielzitierter Bericht von Qualitätszeitung „Folha de Sao Paulo“, verbreitet auch von Brasiliens größtem Nachrichtenmagazin „Veja“. “ Mas convenhamos que no Brasil o desapego  verdade dos fatos chegou a extremos.“(Estadao) Auslaenderfrauen als Nutten beschimpft.

Freitag, 27. Februar 2009 von Klaus Hart

Im Zusammenhang mit dem Fall Paula Oliveira in Zürich ist kurioserweise  auch eine Diskussion über die Existenz von Fremdenhaß, Ausländerfeindlichkeit in Lateinamerika, speziell Brasilien entstanden. Dabei haben Brasiliens Medien über diese Frage in zahlreichen Veröffentlichungen immer wieder Klarheit geschaffen. Besonders häufig zitiert wird von politisch interessierten und informierten Brasilianern dabei ein Bericht aus der größten nationalen Qualitätszeitung „Folha de Sao Paulo“, der auch vom führenden Nachrichtenmagazin „Veja“ sowie zahlreichen anderen Medien weiterverbreitet wurde. Brasilien ist, wie es dort heißt, in Lateinamerika das siebte am meisten fremdenfeindliche Land. Nur 15 Prozent der Befragten, steht ferner im Text, äußerten sich zugunsten der Ankunft von Migranten aus ärmeren Ländern. Diese und andere Studien wurden auch im Falle Paula Oliveira in den Berichten und Kommentaren brasilianischer Medien sowie in den zahlreichen Organen der brasilianischen Auslandspropaganda nicht erwähnt – lediglich Leser äußerten sich zur Fremdenfeindlichkeit in Brasilien. In Leserkommentaren zum Rio-Karneval 2009 war wiederholt von einer „wachsenden Welle der Gewalt“ gegen Touristen die Rede, wurden die Gewalttaten gegen Ausländer der Ersten Welt teilweise explizit als Zeichen von „Xenofobia“ gewertet. In Brasilien tätige Ausländer aus Staaten wie Deutschland sind nur zu oft grotesk-absurden Schikanen ausgesetzt – die Berufsausübung wird teils enorm erschwert. Häufig muß für die Lösung banaler Angelegenheiten ein für europäische Begriffe unvertretbar hoher – und teurer – Aufwand betrieben werden, der beispielsweise Freiberuflern mit geringer „Kapitaldecke“ nicht selten das Genick bricht, zum Aufgeben zwingt. Wofür Brasilianer in Deutschland oder der Schweiz teils nur wenige Minuten aufwenden, braucht man in Brasiliens teilweise Jahre. Gewöhnlich sind derartige Probleme den Berufspartnern in Europa nicht mehr zu vermitteln. ”Man kann eigentlich davon ausgehen “ wenn man irgendwie mit den Behörden zu tun hat, hat man erst mal Probleme. Die Fälle, wo etwas sofort durchgeht, sind die Ausnahme.“(Karlheinz Naumann, Unternehmensberater, Sao Paulo)

Gerade im Vorfeld von Fussball-WM 2014 und Olympischen Sommerspielen 2016 scheinen auslaenderfeindliche Verbalattacken gegen mit Auslaendern verheiratete brasilianische Frauen zuzunehmen. Wie landesweit zu beobachten ist, werden diese regelmaessig an der Seite ihres auslaendischen Mannes, der ebenfalls einen Ehering traegt, als Nutten beschimpft. Die Verbalattacken kommen sowohl von Jugendlichen als auch von alten Menschen, darunter auffaellig vielen alten Frauen. Die Beschimpfungen treffen Brasilianerinnen der verschiedensten Berufsgruppen – von der Aerztin und Operationsschwester ueber die Bankmanagerin bis hin zur Anthropologin oder Biologin. Wie es heisst, waere riskant, sich beispielsweise gegenueber einer Gruppe von jungen Maennern gegen solche Verbalattacken zu verwahren – man riskierte, Opfer brutaler Gewalt zu werden. Bereits seit Anfang der 80er Jahre sind Vorfaelle bekannt, bei denen solche Auslaenderfrauen von Brasilianern aller gesellschaftlichen Schichten als Nutten beschimpft und entsprechend behandelt wurden – ob in Rio de Janeiro, Sao Paulo oder selbst an belebten Straenden des Landes. Da es sich um politisch unkorrekte Sachverhalte handelt, gibt es darueber auch u.a. keinerlei Berichterstattung.    

Fall Paula Oliveira Maciel:

http://www.hart-brasilientexte.de/2009/02/13/lula-regierung-wird-attacke-auf-brasilianerin-in-der-schweiz-nicht-akzeptieren-dazu-nicht-schweigen-brasilien-sei-beispiel-fur-gutes-zusammenleben-mit-auslandern/

„In einer Kultur wie der unseren, in der die Scheinheiligkeit mit Sicherheit die herrschende Moral ist, deklariert man nie die wahren Absichten.“ O Estado de Sao Paulo

http://www.hart-brasilientexte.de/2009/02/26/xenofobia-no-brasil-fremdenfeindlichkeit-in-brasilien/

UNO-Studie 2009: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/11/fremdenfeindlichkeit-in-brasilien-xenofobia-verde-amarela-43-prozent-der-brasilianer-fur-einwanderungsverbot-bzw-begrenzung-laut-neuer-uno-studie-das-brasilien-offen-gegenuber-auslandern-is/

„Estadao“ über brasilianische Mentalität: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/17/was-der-fall-paula-oliveira-uber-brasilien-aussagt-leitartikel-im-o-estado-de-sao-paulo-nationalcharakter-mentalitat-soziokulturelle-faktoren-rule-of-law-pmdb-jarbas-vasconcelos-zynis/

Eurolatina-Chef Karlheinz Naumann über Probleme in Brasilien: http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/11/deutsche-firmen-und-wirtschaftskriminalitat-in-brasilien1/

Empfehlenswertes Naumann-Buch: http://www.amazon.de/Wirtschaftsboom-Zuckerhut-Strategien-langfristigen-Brasilien/dp/3636015591/ref=cm_cr_pr_product_top

http://www.hart-brasilientexte.de/2009/02/16/stolz-ein-brasilianer-zu-sein-grosaufschrift-an-brasilianischen-supermarkten/

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Nach dem Fall Paula Oliveira der „Fall“ Warley Alves: Brasilianische Medien nehmen erneut unbewiesene „Neonazi-Attacke“ bei Zürich als Fakt.

Donnerstag, 26. Februar 2009 von Klaus Hart

Nach dem Fall Paula Oliveira bauen brasilianische Qualitätsmedien derzeit einen ähnlichen „Fall“ auf. Kurioserweise werden dabei erneut journalistische Grundsätze verletzt, wird eine ähnlich wie von Paula Oliveira ohne jegliche Beweise berichtete Version für bare Münze genommen. Diesmal heißt der Betroffene je nach Zeitung Warley Alves oder Warlei Alves Pinto. Der Mann wird als 19-jähriger Mechaniker beschrieben, der just in Dübendorf, dem Wohnort von Paula Oliveira, Ziel einer Attacke schweizerischer Neonazis gewesen sei. Die Tat habe sich bereits vor drei Jahren ereignet.

http://www.hart-brasilientexte.de/2009/02/25/noch-keine-offizielle-entschuldigung-lulas-bei-der-schweiz-wegen-fall-paula-oliveira-viele-brasilianer-fordern-stellungnahme-lulas-in-der-er-seine-motive-fur-kritik-an-der-schweiz-erlautert/

http://www.hart-brasilientexte.de/2009/02/18/todesschwadronen-in-paula-oliveiras-teilstaat-pernambuco-sehr-aktiv-berichten-brasiliens-medien-heute-etwa-55000-morde-jahrlich-in-brasilien-weniger-als-zehn-prozent-aufgeklart-fehlende-effiziente/

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Wachsender Überdruß von Öffentlichkeit und beruflich Beteiligten am Falle Paula Oliveira. 60000 Brasilianer leben in der Schweiz, zwei Drittel davon illegal, schätzt brasilianische Botschaft. „Brasileiros temem efeitos do caso Paula“.

Dienstag, 17. Februar 2009 von Klaus Hart

Laut brasilianischen Medienberichten sind die in der Schweiz lebenden Brasilianer derzeit von  schlechter Stimmung umkreist, man sei perplex, fürchte Imageschaden für das Tropenland. Nach der Solidarität der Brasilianer mit Paula Oliveira sei jetzt der Moment des Zweifelns, wurde eine brasilianische Kulturmitarbeiterin zitiert. In einem Zeitungskommentar werden jüngst begangene Verstöße gegen journalistische Grundsätze humorig-ironisch gegeißelt.

http://brasilblog.net/panorama/5033/schweizer-neonazis-foltern-schwangere-brasilianerin/print/(natürlich inzwischen gelöscht – war ein Zeitdokument)

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Hakenkreuz-Story vor Gericht – Fall von Mittweida. Urteil: Das Hakenkreuz selbst geritzt.

Montag, 16. Februar 2009 von Klaus Hart

    NEU: Fotoserie Gesichter Brasiliens

    Fotostrecken Wasserfälle Iguacu und Karneval 2008

    23' K23

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