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http://www.dw.de/ouro-preto-statt-rio-de-janeiro-und-sao-paulo/a-4281011

Neue Gruppenvergewaltigung gemeldet – aus Nordostbrasilien: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/04/11/brasilien-14-jahrige-schulerin-durch-funf-brasilianer-vergewaltigt-laut-polizei-tatort-im-nordosten-wo-vergewaltigungen-ebenfalls-wie-in-rio-de-janeiro-alltaglich-sind/
André Martins gegenüber der Qualitätszeitung „O Estado de Sao Paulo“: „Wir erleben eine Täuschungspropaganda über die Gewaltsituation. Brasilien durchlebt derzeit eine Art von wildem Entwicklungskapitalismus, der im Grunde kein Geld für Soziales ausgeben will, sich nur für Gewinn um jeden Preis interessiert. Wir haben keinen Sozialpakt in Brasilien. Es gibt keinen Diskurs für einen wirklichen Aufbau eines Landes für alle. Was es gibt, und was noch trauriger ist, sogar akzeptiert wird, sind individuelle Interessen – oder von kleinen geizigen Gruppen. Aber keine Bereitschaft, über das Kollektive nachzudenken. „
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Mentalitätsreflexionen von Austregesilo de Athayde: “Halb Kind, halb Teufel…”

Bundesaußenminister Steinmeier vor seiner Reise 2015 nach Brasilien:”Wir teilen ein Fundament gemeinsamer Werte und kultureller Verbundenheit.”
Möglichkeiten, die sich aus der Fußball-WM und Olympia ergeben, so Martins, würden vertan. „Es gibt den allgemeinen Eindruck, daß alles, was heute in Brasilien getan wird, nur dem Bauen einer Fassade dient. Das ist sehr enttäuschend. Und aus meiner Sicht verstärkt das bei Personen mit geringerer psychischer Struktur die Idee, daß Brasilien ein Niemandsland ist, wo man alles tun kann, inclusive, schwere Verbrechen zu begehen.“
In der UNESCO-Bildungsstatistik liegt Deutschland auf Platz 13, Brasilien nur auf Platz 88. Entsprechend gering ist in Brasilien u.a. das Verständnis für deutsche Kultur – erheblich größer in Ländern Lateinamerikas, die bessere Plätze belegen. http://www.unesco.org/new/fileadmin/MULTIMEDIA/HQ/ED/pdf/gmr2011-efa-development-index.pdf
Martins zum jüngsten schweren Busunglück von Rio, bei dem ein Universitätsstudent einen Busfahrer mehrmals ins Gesicht trat, sodaß dieser ohnmächtig wurde, der Bus von einer Hochstraße herabstürzte – mindestens sieben Tote, viele Schwerverletzte: „Das öffentliche Nahverkehrssystem von Rio und Sao Paulo ist schlecht. Ab einem bestimmten Alter oder einem bestimmten sozialen Standard will hier niemand mehr mit dem Bus fahren – im Gegensatz zu den USA und Europa.“
Martins erinnert an die Disco-Tragödie von Santa Maria, die schlechten Beispiele aus Brasilia in puncto Korruption, zum Beispiel dem Mensalao-Skandal.
Zur sadistischen Gewalt in Brasilien:“Was wahrzunehmen ist, ist fehlendes Identifizieren mit dem anderen. Diese Täter manifestieren Perversität und Indifferenz gegenüber dem anderen…Die Propagierung, aus Markt-oder Finanzinteresse, eines Ideals des perfekten Körpers, der perfekten finanziellen Glückseligkeit, von Sex-Performance, schafft sozialen psychologischen Druck, der bei Menschen, die sich fern von diesem Ideal empfinden, ein negatives Gefühl schafft, das sich in Ressentiments äußern kann. Und, in gravierenden Fällen, in Gewalt, Zerstörung gegenüber dieser Gesellschaft, in die sie sich nicht eingliedern können.“
Martins führt den „gewalttätigen Charakter der brasilianischen Gesellschaft“ vor allem auf die Sklaverei zurück. Damals seien die Sklavinnen auch sexuelle Sklavinnen gewesen. „Dies verbreitete die Auffassung, Wahrnehmung, daß es legitim sei, den anderen sexuell zu unterwerfen bzw. mit Gewalt – daß Sex zwischen Partnern nicht gut und einvernehmlich sei und auch nicht zu sein brauche – also auch nicht gemeinsamer Lustgewinn oder eine geteilte Freude.“
In nahezu allen mitteleuropäischen Medien sind Kultur-und Mentalitätsvergleiche, die solche Faktoren beleuchten, aus Gründen der Berichterstattungsvorschriften politischer Korrektheit untersagt. Um so mehr, da nicht wenige Brasilianer betonen, das Land sei nach wie vor sehr stark von Indianermentalität geprägt, vor allem in jenen Regionen, in denen eine Vermischung von Indianern und Nicht-Indianern stattgefunden habe.
Sklaverei unter Indianerstämmen Brasiliens: http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/29/sklaverei-unter-indianerstammen-lateinamerikas-vor-der-ankunft-der-portugiesen-war-im-heutigen-brasilien-gemas-historischen-quellen-die-sklaverei-bereits-unter-den-indianern-ublich/
Sklaverei in Afrika und Brasilien: Historiker betonen, daß bedeutende Sklavenhändler Brasiliens Schwarze waren. Und daß schwarze Sklaven, die freikommen konnten, in Brasilien sofort Sklaven kauften, mit ihren eigenen Brüdern handelten. Bei einem großen Sklavenaufstand in Bahia wurden die Revoltierenden durchweg von Sklaven, die feindlichen Stämmen und Völkern angehörten, denunziert.
Nur wenige brasilianische Historiker wagen sich mit der Forderung an die Öffentlichkeit, endlich von unzulässigen Vereinfachungen zu lassen, Tabus zu brechen. Professor Manolo Florentino ist einer davon, lehrt an der Universität von Rio de Janeiro, wies sich durch ein vielbeachtetes Buch als Sklavereiexperte aus. Er wirft vielen Historikern von heute vor, schlichtweg zu unterschlagen, wie die afrikanischen Eliten beim Menschenhandel mitmachten. “Männer, Frauen und Kinder wurden versklavt und exportiert durch Afrikaner – ein Fakt, den auch die brasilianische Geschichtswissenschaft vergessen will.“ Für Florentino bringt es nicht weiter, die aktive Rolle der Afrikaner am Sklavenhandel unerwähnt zu lassen, zu verstecken. Auf beiden Seiten des Atlantik, in Afrika und in Brasilien, existierten archaische Gesellschaften – verbunden durch bestimmte Wertvorstellungen und eben den Handel mit Afrikanern. Jahrzehnte vor der offiziellen Sklaverei-Abschaffung kam es zu einem bezeichnenden Phänomen: Manche humaner gesinnten weißen Sklavenhalter gaben Schwarzen die Freiheit, nicht wenigen Afrikanern gelang es, sich freizukaufen. Kamen diese zu Geld, taten sie etwas Überraschendes – sie, die Ex-Sklaven, kauften sich auf den Menschenmärkten Rio de Janeiros oder Bahias Afrikaner, wurden somit selber Sklavenhalter. Verschleppte Afrikaner beuteten, so absurd es klingt, fern der Heimat ebenfalls verschleppte Leidensgenossen aus. Sklaverei – heute in Brasilien und in Afrika nur noch ein Thema für Historiker, Anthropologen ?Vor allem brasilianische Bischöfe sprechen von einer tiefverwurzelten Sklavenhaltermentalität, weisen auf die extrem kraß ungerechte Einkommensverteilung – und das Fortbestehen von Sklaverei.

Angeli, größte brasilianische Qualitätszeitung “Folha de Sao Paulo” Ende Oktober 2012 politisch unkorrekt zur Gewaltkultur in Lateinamerikas größter Demokratie:”Ja, wir überfallen, vergewaltigen und morden. Das hat einen Superspaß gemacht.”
Ausriß. Lula bei Schmidt in Hamburg.
“Ich glaube, ihr seid auf einem fabelhaft gutem Wege.” Schmidt zu Lula 2009…
Schmidt:”Ich kenne Oscar Niemeyer – und ich habe einen großen Respekt vor ihm…Ich war einer, der dafür gesorgt hat, daß er den japanischen kaiserlichen Kunstpreis für Architektur bekommen hat. So habe ich Oscar Niemeyer in Tokio kennengelernt.”(Extrem stark beschnittenes Gespräch Schmidt-Lula auf youtube)
Henry Kissinger spricht auf Trauerfeier für Helmut Schmidt in Hamburg:http://www.hart-brasilientexte.de/2015/11/17/henry-kissinger-haelt-rede-auf-staatsakt-fuer-helmut-schmidtspd-am-23-11-2015-in-hamburg-kissinger-und-schmidt-viele-gemeinsame-wertvorstellungen/
DIE ZEIT und der Tod des Mitherausgebers Helmut Schmidt/SPD 2015 – was alles in den Nachrufen fehlt:http://www.hart-brasilientexte.de/2015/11/12/die-zeit-und-der-tod-des-mitherausgebers-helmut-schmidtspd-2015-was-alles-in-den-zeit-nachrufen-fehlt/
Kuriose Mythenbildung um Schmidt und Lula:
Kreuz und Gedenkstein am Ort des Massakers: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/16/kreuz-und-gedenkstein-am-ort-des-massakers-an-bauarbeitern-brasilias-oscar-niemeyer-der-die-errichtung-brasilias-leitete-sagt-im-dokumentarfilm-von-dem-blutbad-nie-etwas-gehort-zu-haben/
Wie es hieß, hielt der Fahrer des Kleinbusses der Frau einen Revolver an den Kopf, fuhr mit ihr zu einer dunklen, abgelegenen Stadtregion und vergewaltigte sie dort. Am 30. März war in Copacabana eine US-Studentin in einem Kleinbus Opfer einer Gruppenvergewaltigung geworden. Gemäß den Ermittlungen hatten die Täter sogar einem Slumbewohner angeboten, die US-Amerikanerin ebenfalls zu vergewaltigen. Der Mann habe indessen abgelehnt, die US-Studentin sei bereits zu übel zugerichtet, nicht mehr attraktiv.
Laut Landesmedien werden Vergewaltigungen zunehmend sadistischer ausgeführt: Im April 2013 sei im Teilstaat Bahia eine Frau von Männern zuerst vergewaltigt worden. Wie es hieß, führten die Täter danach einen Gewehrlauf in die Vagina des Opfers ein – und drückten ab, ermordeten das Vergewaltigungsopfer auf diese Weise.
Argentinische Touristinnen: http://g1.globo.com/rio-de-janeiro/noticia/2013/04/homem-e-preso-suspeito-de-roubar-e-agredir-turistas-argentinas-no-rio.html
“Ausländer jagen”: Grupo que estuprou turista em van saiu para ‘caçar gringos’ Qualitätszeitung O Globo, Rio de Janeiro
Wer länger als Mitteleuropäer in brasilianischen Großstädten lebt, hat nicht selten spezielle Erfahrungen als “Gejagter”, erkennt inzwischen blitzschnell Situationen, in denen er urplötzlich zum Spurt ansetzen muß, um beispielsweise an der Copacabana Attacken mit Messern oder abgeschlagenen Flaschenhälsen, sogar Schußwaffen zu entgehen.
Laut deutsch-brasilianischer Auslandspropaganda wird Rio de Janeiro angesichts der herannahenden Sportevents zusehends sicherer.
Wie es hieß, erlitt die lokale lokale Wirtschaft der Dürreregionen einen wahren Kollaps. Die jüngste Dürrekatastrophe sei die verheerendste der letzten Jahrzehnte. Enormer Schaden von umgerechnet über 300 Millionen Euro sei laut Regierungsangaben allein für 22 Zuckerrohrbetriebe des Teilstaates Alagoas entstanden.
Dürrekatastrophe 2013: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/02/25/brasilien-hausgemacht-durrekatastrophe-bewirkt-im-nordosten-groses-viehsterben-sogar-die-bienen-verlassen-die-region/

Ausriß 2012.
Die Zeitung nennt als weitere Fälle von Homo-bzw. Bisexualität die Sängerinnen Ana Carolina, Preta Gil, Marina. Anthropologin Miriam Goldenberg sagte O Globo, in der Künstlerwelt könnten diese Frauen authentisch sein, außerhalb dieser müßten sie vielleicht das ganze Leben heucheln, sich verstellen.

Ausriß – Ehefrau enthüllt ihrem Mann, daß sie lesbisch ist, ein Verhältnis mit einer Freundin hat. Der Ehemann fragt:”Kann ich euch beim Sex zusehen?” (Ehe für alle)
Wie es hieß, hat die brasilianische Polizei bereits rund 500 Neonazis registriert2009 wurde ein Bombenanschlag auf eine Synagoge von Porto Alegre vereitelt. Im Juli 2013 würden vier Neonazis, darunter eine Frau, vor Gericht gestellt – wegen drei Mordversuchen und Bandenbildung.
Laut Landesmedien hat die brasilianische Fluglinie VARIG während des 2. Weltkriegs Offiziere eingestellt, die mit dem Nazismus Hitlers sympathisierten. Damals sei VARIG von dem deutschen Ex-Offizier Otto Ernst Meyer geführt worden. Die Abkürzung VARIG, so ein Humorist, bedeute:“Varios Alemaes Reunidos Iludindo Gauchos.“
Sao Paulo, Ibirapuera-Park, siebziger Jahre.

Ausriß. Baden zwischen Hakenkreuzen – Schwimmbecken in Rio de Janeiro.

Demokratie und alltägliche Folter.
Slum-Sondergerichte in Brasilien: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/15/brasiliens-slum-sondergerichte-der-banditenkommandos-existieren-weiter-todesurteile-folter-verstummelungen-laut-landesmedien/
Die Funktion der Banditendiktatur:http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/15/wem-nutzen-banditendiktatur-und-immer-mehr-no-go-areas/
http://www.ila-web.de/brasilientexte/slumdiktatur.htm
Deutschlandjahr 2013, Frankfurter Buchmesse – Gastland Brasilien: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/10/17/frankfurter-buchmesse-2013-gastland-brasilien-literatur-und-landesrealitaet-keinerlei-veranstalterhinweis-auf-gravierende-menschenrechtslage-auf-daten-und-fakten-von-amnesty-international-und-bras/
Wie es hieß, wurden bei den Verhafteten zudem Kokain, Feuerwaffen und Munition gefunden. Ein beträchtlicher Teil der Goldschürfer habe beim Eintreffen der Polizei fliehen können.
Nichtindianischer Goldgräber, Piste des Schürfgebiets “Malaria” in Roraima.
Vergewaltigung durch Indianer: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/04/vergewaltigung-von-indianermadchen-brasiliens-vieldiskutierte-indiokultur-im-amazonas-teilstaat-roraima-59-indianer-zumeist-wegen-vergewaltigung-im-gefangnis-laut-regionalmedien/
Leonardo Boff über die Indianer: ”Und ich habe sie immer bewundert, sie sind unsere großen Meister im Hinblick auf die Haltung gegenüber der Natur. Die sind technologisch gesehen rückständig, aber zivilisatorisch, sie sind vorwärts, sie sind reicher als wir. Wenn wir lernen wollen, was wir für eine Beziehung mit der Natur eingehen sollen, die Beziehung zwischen dem Alter und den Kindern, den Erwachsenen und alten Leuten, die Beziehung zwischen Arbeit und Freizeit, die Beziehung zwischen Leben und Tod, dann müssen wir die Indianer hören. Die haben eine große Weisheit und vieles haben sie uns zu sagen.” http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/20/brasilien-leonardo-boff-nennt-deutschstammigen-kardinal-odilo-scherer-reaktionar-und-autoritar-i-%C2%B4m-happy-that-odilo-scherer-is-not-the-pope-boff-gegenuber-clarinbuenos-aires/
http://www.budapestbar.hu/album
Der Auftritt von „Budapest Bár“ in Sao Paulo regte zu Vergleichen zwischen der Volksmusik in beiden Ländern an. Während die brasilianische, darunter Samba und Bossa Nova, seit Jahren zielstrebig von sogar staatlich geförderter Primitivmusik(„Baile Funk“) an die Wand gedrückt wird, in den allermeisten öffentlichen Schulen kein Musikunterricht existiert, hält sich die ungarische Volksmusik weiter auf sehr hohem Niveau, wird in jüngster Zeit von der jungen Generation des südosteuropäischen Landes sogar wiederentdeckt, erntet Ungarn nach wie vor die Früchte einer sehr guten, bereits in der Grundschule beginnenden Musikausbildung.

Die Auswahl der in Sao Paulo präsentierten Stücke zeigte, daß Ungarns Volksmusik um ein Vielfaches komplexer und virtuoser ist – selbst Brasiliens virtuoser Musikstil „Chorinho“ bei weitem nicht heranreicht.

Geiger Robert Farkas.
Hoher Schwierigkeitsgrad, teils enormes Tempo, durchweg Perfektion – nicht wenige Brasilianer im Publikum erlebten perplex, wie „Budapest Bár“ selbst nationale Klassiker wie „Carinhoso“, „Corcovado“ und „Brasileirinho“ originell verfeinerten, vergoldeten.
Nicht zufällig ist Brasiliens Kulturexport auffällig gering: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/22/brasiliens-kulturexport-nur-02-prozent-vom-weltvolumen-retrato-de-um-pais-que-nao-exporta-sua-cultura-o-estado-de-sao-paulo-brasilianische-musik-verkauft-sich-garnicht-so-gut-im-ausland/
„Budapest Bár“: http://www.youtube.com/artist/budapest-b%C3%A1r
Bela Bartok: http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%A9la_Bart%C3%B3k
Zoltan Kodaly: http://de.wikipedia.org/wiki/Zolt%C3%A1n_Kod%C3%A1ly