
Wie Rio offenbar Freizügigkeit demonstrieren will? Links und rechts vom Telefon u.a. Transvestiten mit Spezial-Geschlechtsteil – sowie Prostituierte in Porno-Posen.
Drogen in Geschlechtsteil: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/01/04/brasilien-frauen-schmuggeln-im-geschlechtsteil-harte-drogen-in-gefangnisse-erneut-sechs-brasilianerinnen-bei-rio-de-janeiro-gefast/
Waffen-Rap – neoliberale Werte in der Zuckerhutstadt: http://www.youtube.com/watch?v=ZthNYozVwNM
2013 startet Deutschlandjahr in Brasilien: http://www.alemanha-e-brasil.org/de

Ausriß, Rio-Lokalzeitung, Scheiterhaufen-Opfer, 7.11.2012. http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/668242/
http://www.hart-brasilientexte.de/2012/09/04/brasilien-rio-de-janeiro-2012-as-aparencias-enganem/
Wahlen 2012 und politisch motivierte Morde: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/09/03/brasilien-wahlkampf-2012-bereits-mehr-politische-morde-attentate-in-nur-60-tagen-als-in-der-wahlkampagne-von-2010-laut-landesmedien-mindestens-22-morde-in-teilstaat-rio-funf-attentate-warum-br/

Trailer von „Tropa de Elite 2″: http://www.youtube.com/watch?v=SK8Mvd0u7YU

Lokalzeitung-Ausriß, September 2012.
Schriftsteller und Kolumnist Heitor Cony 2012: “Rio de Janeiro ist heute noch mittelmäßiger. Von weitem betrachtet, ist es die schönste Stadt der Welt, doch von nahem ist sie furchtbar(horrivel)”.
“Terror-Rap statt Samba” http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/terror-rap-statt-samba/763272.html
2013 startet Deutschlandjahr in Brasilien: http://www.alemanha-e-brasil.org/de

Ausriß, Rio-Lokalzeitung, Scheiterhaufen-Opfer, 7.11.2012. http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/668242/

“Während die Regierenden untätig bleiben, mordet PCC weiter Polizeibeamte” – Spruchband. (PCC – Brasiliens führende, mächtigste Verbrecherorganisation)
“PCC tötet Polizeibeamte rasch – die Regierung nach und nach.”
Ökumenische Gedenkveranstaltung für bei Attentaten getötete Polizeibeamte Sao Paulos: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/11/15/brasilien-eine-schwache-regierung-in-geheimem-einverstandnis-mit-dem-organisierten-verbrechen-okumenische-protestveranstaltung-zum-gedenken-an-die-rund-100-bisher-in-sao-paulo-bei-attentaten-d/
Waffen-Rap – neoliberale Werte in der Zuckerhutstadt: http://www.youtube.com/watch?v=ZthNYozVwNM
Tags: Lula, Lula in Berlin, Menschenrechte in Brasilien, Scheiterhaufen, Tropa de Elite 2
“In nur einer Woche 3 Millionen Zuschauer”.
“Mit Tropa de Elite 2 klagt Padilha die Politik und die Politiker an.” Kritiker Luiz Zanin Oricchio in “O Estado de Sao Paulo”.
Brasiliens vielgelobte „Demokratie“: “Oligarchisches Regime”: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/22/fabio-konder-comparato-wir-hatten-bis-heute-nie-demokratie-wir-leben-immer-unter-einem-oligarchischen-regime-menschenrechtsaktivist-rechtsprofessor-an-brasiliens-fuhrender-bundesuniversitat-us/
Zahlreiche Brasilianerinnen, die nicht in Rio de Janeiro wohnen, kommentieren 2012 bei Rio-Besuchen verwundert bis bestürzt, daß es u.a. am Strand von Ipanema nur noch vergleichsweise wenige Frauen gibt, die dem seit Jahrzehnten im In-und Ausland kultivierten Körper-Klischee entsprechen – inzwischen überwiegen u.a. als Folge steigenden Fastfood-Konsums, von weniger Sport und mehr Streß deutlich übergewichtige Frauen, oft vom Fastfood regelrecht aufgedunsen. Um so mehr interessieren sich Brasilianerinnen teils brennend für derartige, äußerst fragwürdige „Miss-Hintern“-Wettbewerbe – und wundern sich, daß sehr viele Brasilianer das äußere Erscheinungsbild von Frauen weit weniger wichtig nehmen, sogenannte Schönheitsoperationen nur zu oft völlig unnötig finden. Das Thema der übergewichtigen, fetten Brasilianer wird von den Medien, den Gesundheitsexperten fast täglich aufgegriffen.
T-Shirt.
http://www.ila-web.de/brasilientexte/slumdiktatur.htm
Wie es hieß, ist die Zahl der politisch motivierten Morde bereits 22 Prozent höher als bei den Wahlen von 2010, mit 18 Ermordeten in 118 Wahlkampftagen. Trotz der laut brasilianischen Experten sehr hohen Rate von Wahlbetrug, Stimmenkauf werden wegen der bekannten Gründe aus einschlägigen Staaten Mitteleuropas keinerlei Wahlbeobachter entsandt.
Brasilien bewegt den Bundespräsidenten: Während seines Besuchs zeigte sich Joachim Gauck beeindruckt von der Aufbruchstimmung im Land. Deutschland könne von dem Mut zu Veränderungen lernen. Regierungssender Deutsche Welle 2013
Waffen-Rap – neoliberale Werte in der Zuckerhutstadt: http://www.youtube.com/watch?v=ZthNYozVwNM

Sao-Paulo-Bürgermeisterkandidat Celso Russomanno: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/09/04/brasiliens-burgermeisterwahlen-2012-der-bislang-aussichtsreichste-kandidat-celso-russomanno-von-der-sektenpartei-prb-fast-als-karnevalsreporter-eine-knapp-bekleidete-frau-an-die-brust/

Monsenhor Lopes beim Website-Interview 2012.
Laut Monsenhor Lopes dauert der Terror der Banditenkommandos gegen die Favelabewohner weiter an.
Die Slums von Rio de Janeiro vor Fußball-WM und Olympischen Sommerspielen
In der Millionenstadt Rio de Janeiro hat ein weiteres Blutbad, bei dem mindestens acht junge Menschen ermordet wurden, jüngste Analysen der Kirche über gravierende Menschenrechtsverletzungen in den über eintausend Elends-und Armenvierteln bestätigt. Die Slum-Seelsorge wirft den Regierenden Brasiliens vor, viele Milliarden für die Vorbereitung von Fußball-WM und Olympischen Sommerspielen auszugeben, statt für die Lösung dringlichster sozialer Probleme.
„Die Herrschaft des organisierten Verbrechens über die Slums bedeutet, daß die Bewohner wie in einem System der Sklaverei, der Versklavung leben. Daß der Staat diese Menschen allein läßt, kostet soviele Menschenleben“, sagt Priester Luis Antonio Lopes, der die Slum-Seelsorge der Erzdiözese von Rio leitet und zudem Gemeindepfarrer in einer Peripherie-Region ist. „Das organisierte Verbrechen herrscht ungehindert dort, wo es keine sogenannten Befriedungseinheiten der Polizei gibt, also in den allermeisten Favelas. Und selbst in einigen Slums, wo der Staat angesichts der herannahenden Sportevents solche Befriedungseinheiten stationierte, geschehen weiter Morde.“
Anfang September 2012 verübte ein Banditenkommando just im Seelsorgebereich von Padre Lopes ein Blutbad an mindestens acht jungen Menschen, deren Leichen mit grauenhaften Folterspuren an der Stadtautobahn gefunden wurden. Entsprechend empört ist die brasilianische Öffentlichkeit, zumal die meisten dieser Blutbäder den Medien garnicht bekannt werden. Denn in die Parallelstaaten der Slums, wie es Soziologen nennen, wagt sich kaum jemand hinein, der dort nicht gezwungenermaßen hausen muß. Padre Lopes von der Slum-Seelsorge macht folgende Rechnung auf:
“Alle mehr als eintausend Favelas von Rio de Janeiro haben gravierende Gewaltprobleme – der Staat müßte dort etwa 200000 Sicherheitsbeamte stationieren – tut es aber nicht. Wie die Investitionen für Fußball-WM und Olympische Sommerspiele in Rio zeigen, sind Mittel durchaus vorhanden – aber eben nicht für soziale Zwecke, nicht für menschenwürdige Behausungen. Wie kann man angesichts so vieler drängender Probleme soviel Geld für Sportevents ausgeben, die nur ganz kurze Zeit dauern!“
Ein mehrstündiger Gang durch Slums an der Seite eines Priesters, der von den Banditenkommandos die nötige Zutrittserlaubnis hat, führt zu den Brennpunkten der barbarischen, bedrückenden Situation. Zu den Verhaltensregeln zählt: Nicht fotografieren, keine Mikrophonaufnahmen, weil sonst sofortige Ermordung drohte. So tun, als ob man die überall lauernden bewaffneten Banditen garnicht bemerkt und fast durchweg ein angeregtes Gespräch mit dem Priester über Religiöses führt. Elendskaten, Müll und Gestank, Unmengen von geraubten und zu Schrott gefahrenen Autos, sadistischer Gangsta-Rap in Hardrock-Lautstärke rund um die Uhr.
Eine Mitarbeiterin des Priesters berichtet über zahlreiche willkürliche Morde und Folterungen, teils direkt vor ihrer Katentür. Wer sich von den Slumbewohnern weigert, Raubgut oder Drogen zu transportieren, wird sofort erschossen – wer des Kontakts mit der Polizei verdächtigt wird, ebenfalls. Indessen – oft innerhalb von nur Monaten sind die Killer ebenfalls tot – kamen beispielsweise bei Schießereien zwischen rivalisierenden Banditenkommandos um. Und schon werden andere die neuen Slum-Herrscher. Für Padre Lopes von der Slum-Seelsorge handelt es sich bei jenen jungen Gangstern um Brasilianer, denen Staat und Gesellschaft keinerlei Chance gaben, sich zu bilden und zu entwickeln. Laut neuesten Studien ist beispielsweise der Handel mit harten Billig-Drogen wie Crack und Kokain landesweit der einfachste Weg für junge Menschen, um an Geld für schicke Markenklamotten und andere attraktive Dinge zu kommen.
“Wir haben jetzt bei der UNO und bei Amnesty International Anzeige erstattet, weil wegen der Fußball-WM gleich drei Stadtautobahnen durch Favelas gezogen werden, Zehntausende von Slumbewohnern ihre Behausung verlieren.“
Brasiliens Menschenrechtsministerin Maria do Rosario räumte wegen des neuesten Blutbads von Rio ein, daß bei den Heranwachsenden des Landes Gewalt die Haupt-Todesursache sei. Die katholische Kirche hatte deshalb bereits vor Jahren eine „Kampagne gegen Gewalt und gegen die Ausrottung von Jugendlichen“ gestartet. Priester Geraldo Nascimento zählt zu den Wortführern, den Organisatoren.
“Wir wollen, daß die ganze Welt sieht, was hier vor sich geht. Der brasilianische Polizeiapparat dient nicht dem Verteidigen der Bevölkerung – alle Arten von Verbrechen existieren weiter, weil die Polizei verwickelt ist.“
Derartige neofeudale Machtstrukturen existieren in den Slums von Rio seit Jahrzehnten – der dokumentarische Spielfilm „Tropa de Elite 2″ zeigt auch, wie politisch einflußreich das organisierte Verbrechen ist.
Die Situation u.a. in den Rio-Slums 2012 zeigt anschaulich, daß von ernsthafter Bekämpfung der Drogenmafia keine Rede sein kann – zumal die Wachstumsbranche Crack weiter stark im Aufwind ist. Daher wird viel offizielle Propaganda über Drogenbekämpfung nach Europa durchgeschaltet.
Weil die Herrschaft des organisierten Verbrechens über die Slumbewohner von den zuständigen Autoritäten zugelassen wird, stößt auch die Seelsorge der katholische Kirche, deren Sozial-und Politisierungsarbeit auf immense, für durchschnittlich über Brasilien informierte Mitteleuropäer schwerlich vorstellbare Schwierigkeiten.

Die Kirche – von den Gemeindemitgliedern in gemeinsamer Arbeit errichtet.
http://www.ila-web.de/brasilientexte/slumdiktatur.htm
Geistliche, kirchliche Menschenrechtsaktivisten wirken in den Favelas in permanenter Lebensgefahr, erleben tagtäglich bizarre, empörende Situationen. Das in mitteleuropäischen Ländern wie Deutschland u.a. vom neoliberalen Mainstream gezeichnete Bild der katholischen Kirche ist angesichts ihrer Menschenrechtsarbeit daher entsprechend.
http://www.matrizsantarosadelima.com.br/

Lage in Sao Paulo: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/
Tags: Luis Antonio Pereira Silva, Menschenrechte, Rio de Janeiro, Slum-Pastoral

”Die Slumbewohner wurden ihrer Basis-Menschenrechte beraubt – die tatsächlichen Opferzahlen werden verschleiert. In den letzten zehn Jahren hat sich die Zahl der Slums in Rio verdoppelt, liegt jetzt offiziell bei 1043. Ein Drittel der Rio-Bewohner haust in Favelas. Die jüngsten Ereignisse haben das Desaster der Sicherheits-und Menschenrechtspolitik offenbart.
Anteil am Welthandel nur ein einziges Prozent:
http://www.hart-brasilientexte.de/2012/09/18/brasilien-anteil-am-welthandel-lediglich-ein-einziges-prozent-laut-neuer-landesstudie-billigprodukte-wie-commodities-sind-wieder-hauptexportguter/ http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/08/brasilien-steht-fur-rasantes-wachstum-hannover-feiert-brasilien-financial-times-deutschland-in-brasilien-scharfe-kritik-an-schwachem-wirtschaftswachstum-unter-weltdurchschnitt/
Daß Brasilien aufgrund offizieller Daten Brasilias wirtschaftlich ausgerechnet Großbritannien überholt haben sollte, hatte bei brasilianischen Analysten sehr viel Skepsis sowie Ironie hervorgerufen – Brasilien liegt auf dem UNO-Index für menschliche Entwicklung lediglich an 84. Stelle.Laut mitteleuropäischen Analysen ist die derzeitige Wirtschaftslage Brasiliens sehr gut, die Industrie, die gesamte Wirtschaft des Landes erlebe einen Boom.
Venezuela – 5,4 % Wachstum im ersten Halbjahr 2012.
„Mit Volldampf nach oben“: http://www.siemens.com/innovation/apps/pof_microsite/_pof-spring-2012/_html_de/boom-in-suedamerika.html

EBX-Holding-Sitz von „Vorzeige-Unternehmer“ Eike Batista in Rio de Janeiros City.
Tags: Brasiliens Wirtschaftslage 2012
Laut Miriam Leitao hatten auf Anfrage der Zentralbank 100 Banken und Consulting-Firmen 2011 für 2012 ein Wirtschaftswachstum Brasiliens von 4,5 Prozent vorausgesagt. Jetzt sei die Vorhersage auf 1,81 Prozent Wachstum reduziert worden. “Die frühere Vorhersage hatte keinerlei Basis.”
“08.12.2011
Laut Austin Rating liegt Brasilien unter 35 Ländern beim Wachstum im zweiten Quartal 2012 nur auf Platz 23 – BRIC-Staat China liegt auf Platz 1, Indien auf Platz 4, Rußland auf Platz 11. Während Brasilien in Mitteleuropa weiterhin als sechstgrößte Wirtschaftsnation gefeiert wird, stufen es die brasilianischen Landesmedien nur auf Platz 7 ein. Der Produktionsrückgang der brasilianischen Industrie wurde in mitteleuropäischen Analysen vom Juli 2012 gemäß heutigen Kriterien als Boom bewertet.Ebensoviel Auslandslob gibt es für den staatlich kontrollierten ÖlkonzernPETROBRAS, während brasilianische Wirtschaftsexperten zu anderen Einschätzungen kommen. http://www.hart-brasilientexte.de/2012/08/14/brasiliens-olkonzern-petrobras-doch-nicht-so-doll-wie-jahrelang-in-mitteleuropa-behauptet-interessante-ruckzieher-in-der-petrobras-pr/
„Reino Unido volta a ser a sexta maior economia.“
Die brasilianische Industrie, heißt es, hatte im zweiten Quartal 2012 das schlechteste Resultat seit 2009. Angesichts der sehr speziellen Wirtschaftspolitik in den acht Amtsjahren unter Lula-Rousseff zeigen jüngste Konjunkturprogramme so gut wie keine Wirkung.
Leider liegen zu den neuesten Wachstumsdaten Brasiliens nur offizielle Angaben vor – wie die Wachstumsrate Brasiliens, der Rückgang der Industrieproduktion tatsächlich ist, läßt sich daher bis auf weiteres angesichts fehlender Daten aus unabhängiger Quelle nur vermuten.
„Die Welt“: http://www.welt.de/dieweltbewegen/article13665169/Brasilien-ist-die-Wirtschaftsmacht-der-Zukunft.html
„Mit wahnsinnigen Zahlen in allen Wirtschaftszweigen ist es bald eines der wichtigsten Länder der Welt.„Versionen: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/08/16/brasilien-boom-oder-absturz-der-wirtschaft-viele-versionen-zur-brasilianischen-wirtschaftslage-zum-aussuchen-in-deutschsprachigen-medien/

EBX-Holding-Sitz von “Vorzeige-Unternehmer” Eike Batista in Rio de Janeiros City.
Weltwirtschaftsforum-Daten zu Brasilien 2012: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/09/06/brasilien-neue-statistische-daten-des-weltwirtschaftsforums-fur-2012-bemerkenswerte-verschlechterungen-gegenuber-2011/
“Mit Volldampf nach oben”: http://www.siemens.com/innovation/apps/pof_microsite/_pof-spring-2012/_html_de/boom-in-suedamerika.html

Brasilianische Analysten halten nunmehr ein Wirtschaftswachstum für 2012 von nur 1,3 Prozent für möglich. Die Wirtschaft bewege sich „im Rhythmus der Krise“, die Investitionen sinken weiter. Diese Entwicklung ist seit Anfang 2011 bestens bekannt – daher häuften sich seit diesem Zeitraum mitteleuropäische Analysen über „Boom“, „brasilianisches Wirtschaftswunder“ – und angesichts rasch fortschreitender Deindustrialisierung wurde sogar ein Industrialisierungsprozeß in Brasilien ausgemacht. Die hausgemachten Gründe der problematischen Wirtschaftslage Brasiliens werden im Lande selbst ebenfalls seit Anfang 2011 heftig von den Fachleuten debattiert.
Wie üblich wird von Brasilia die Schuld für neueste Daten internationalen Einflüssen gegeben – in Brasiliens Wirtschaftsmedien wird dagegen betont:“Es geht nicht an, Diagnosen der Regierung zu akzeptieren, wonach das Fiasko vor allem auf die Schwäche der Weltwirtschaft zurückgeht. Schließlich seien Länder wie die USA Kanada, Rußland, Indien, Chile, Mexiko, Kolumbien und andere Staaten 2012 wirtschaftlich mehr gewachsen als Brasilien.
Pussy Riot und der neoliberale Wertewandel:
http://www.ila-web.de/brasilientexte/slumdiktatur.htm
Derzeit ist Rio de Janeiro regelrecht mit Fotos von Eduardo Paes(PMDB) bepflastert – Wiederwahl-Kandidat für das Bürgermeisteramt. Auffällig ist die extrem flächendeckende Paes-Propaganda in den von Banditenkommandos neofeudal beherrschten Slums. Wie katholische Geistliche dazu im September 2012 erklärten, läßt das organisierte Verbrechen in den dominierten Elendsvierteln nur Wahlpropaganda von genehmen Kandidaten zu.
Bürgermeister Eduardo Paes hat ein Mega-Wahlbündnis von sage und schreibe 20(!) Parteien geschmiedet – Herausforderer Marcelo Freixo(PSOL):“Paes ist verantwortlich für die Zunahme der paramilitärischen Milizen.“ Wie diese Milizen Rio-Politiker begünstigen, wie die Kooperation funktioniert, zeigt der Spielfilm „Tropa de Elite 2″ dokumentarisch.
Die katholische Kirche Brasiliens ist u.a. mit ihrer Favela-Seelsorge die einzige landesweite Institution, die die gravierenden Menschenrechtsverletzungen, den Terror der Banditenkommandos, in den rasch wachsenden Elendsvierteln permanent kritisiert, analysiert und anprangert – entsprechend ist auch in mitteleuropäischen Ländern die (Medien-)Reaktion auf das Wirken der Kirche. Anzeigen bei Amnesty International oder der UNO wegen der Zustände im Vorfeld von Fußball-WM und Olympischen Sommerspielen sind daher in mitteleuropäischen Medien gewöhnlich chancenlos.

Lula in TV-Propaganda für Eduardo Paes(PMDB), Rio de Janeiro. Paes hatte als damaliges Mitglied des PSDB wegen der Mensalao-Enthüllungen ein Impeachment für Lula gefordert, laut Landesmedien – sich später bei Lula dafür entschuldigt, als er auf dessen Seite wechselte.
“Lula sabe de tudo. A sede da quadrilha do mensalão é o Palácio do Planalto.
“O conjunto de escândalos que envolvem o governo é tanto, e a desfaçatez dos principais atores envolvidos neles tão grande, que às vezes parece que a CPI não conseguiu ainda provar muita coisa” .
“Comprovamos o mensalão com cópia de recibo e tudo. Como é que o Lula ainda tem coragem de negar?”
Wahlen von 2008: http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/23/fernando-gabeira-oder-eduardo-paes-brasilianische-realpolitik-und-die-burgermeisterwahlen-in-rio-de-janeiro/