Klaus Hart Brasilientexte

Aktuelle Berichte aus Brasilien – Politik, Kultur und Naturschutz

Brasilien: Der Jude(Sao-Paulo-Gouverneur Goldman) empört gegen den Lula-Minister( Samuel Pinheiro Guimaraes): „Anhänger der nazifaschistischen Achse existieren noch in der brasilianischen Diplomatie. In Erinnerung an die Millionen von Toten des Zweiten Weltkriegs ist hier mein Protest.“ Lula-Regierungsbilanz, Wikileaks. Wo Sympathien alter und neuer (verdeckter) Rechter liegen…

Donnerstag, 16. Dezember 2010 von Klaus Hart

„Adeptos do eixo nazifascista ainda existem na diplomacia brasileira. O que me deixa indignado é que alguém como o embaixador Samuel Pinheiro Guimarães, que teve a coragem de dizer que a Alemanha e o Japão estão excluídos do Conselho de Segurança da ONU por terem tido a ousadia de desafiar a liderança anglo-saxônica do mundo (Mundo, 6/12), seja ministro de Assuntos Estratégicos do Brasil.Em memória dos milhões de mortos da Segunda Guerra, fica aqui o meu protesto.“ALBERTO GOLDMAN , vice-governador de São Paulo (São Paulo, SP) – carta publicada na Folha de São Paulo em 15 de dezembro de 2009.

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/676160/

A reação de Goldman seguiu-se à declaração do Ministro, publicada na Folha de 6 de dezembro,em matéria de Claudia Antunes reproduzida abaixo. A frase sobre Alemanha e Japão, que omite o caráter totalitário e os crimes contra a humanidade do Eixo, cabe na perspectiva relativista que „naturaliza“ fatos históricos cujos detalhes são pouco conhecidos pelo público.

 http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/16/wikileaks-und-brasilien-der-interessante-fall-des-usa-hassers-und-strategieministers-samuel-pinheiro-guimaraes/ 

Lula war Informant der Diktatur-Geheimpolizei Dops, laut neuem Buch:  http://www.hart-brasilientexte.de/2014/02/12/brasilien-die-folterdiktatur-lula-und-die-arbeiterpartei-pt-rufmord-ein-kapitalverbrechen-buch557-seiten-mit-schweren-vorwurfen-gegen-lula-macht-schlagzeilen/

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Bestseller-Prachtausgabe in Brasilien. 

 http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/21/judische-gemeinde-sao-paulos-verurteilt-regierungssicht-zum-zweiten-weltkriegauserungen-des-ministers-fur-strategische-angelegenheiten-zeigen-ignoranz-oder-bose-absicht/

 Kriegsverbrecher Gustav Wagner, stellvertretender Kommandant des KZ Sobibor, SS-Oberscharführer,  berüchtigter sadistischer Judenmörder – von der Militärdiktatur Brasiliens nicht ausgeliefert:   „Die deutsche Regierung stellte ebenfalls ein Ersuchen auf Auslieferung, das jedoch vom Obersten Gerichtshof Brasiliens am 22. Juni 1979 zurückgewiesen wurde.“ Wikipedia

http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/10/bad-people-anti-semitism-in-south-america-widespread-and-rarely-explored-jewish-christian-relations/

Gregor Gysi, Linkspartei, Deutschland: “Von allen linken Präsidenten hat Lula, der als am wenigsten links eingeschätzt wird, die größten Erfolge.”

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/09/wikileaks-lula-und-die-leere-antiamerikanische-rhetorik-engste-freundschaftliche-beziehungen-zum-weisen-haus-doch-bitte-um-verstandnis-fur-spruche-gegen-die-usa-in-wahlkampfzeiten/

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Wikileaks und Lulas Brasilien – der interessante Fall des „USA-Hassers“ und Strategieministers Samuel Pinheiro Guimaraes. „A visao petista da Segunda Guerra“. Adolf Hitler, Zweiter Weltkrieg, Antisemitismus, Rechtsextremismus. Lula-Regierungsbilanz.

Donnerstag, 16. Dezember 2010 von Klaus Hart

 http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/16/der-judesao-paulo-gouverneur-goldman-und-der-lula-minister-samuel-pinheiro-guimaraes-anhanger-der-nazifaschistischen-achse-existieren-noch-in-der-brasilianischen-diplomatie-in-erinnerung-an-di/

In Brasiliens Öffentlichkeit hat zu enormer Aufregung geführt, daß der jetzige – und künftige – Verteidigungsminister Nelson Jobim seinen Kollegen, den Strategieminister Samuel Pinheiro Guimaraes laut Wikileaks-Enthüllungen gegenüber US-Botschafter Clifford Sobel 2008 als Feind der USA beschrieben hat. „Jobim sagte, daß Guimaraes `die USA haßt`und agiert, um Probleme in den Beziehungen zu schaffen“, zitiert Brasiliens größte Qualitätszeitung „Folha de Sao Paulo“ aus dem Wikileaks-Dokument. Wegen des Aufsehens sah sich Verteidigungsminister Jobim umgehend gezwungen, in einer offiziellen Erklärung die zitierten Äußerungen zu dementieren. Vielmehr habe Jobim den Ministerkollegen gegenüber dem US-Botschafter als  einen „Nationalisten“ charakterisiert, der Brasilien tief liebe. „Wenn der Botschafter sagte, daß Samuel die USA nicht mag, so ist das die Interpretation des Botschafters, ich habe das nicht gesagt. Samuel ist mein Freund.“ Wie Brasilianer kommentieren, macht dies die Sache womöglich nur noch schlimmer. Denn die antiamerikanische Haltung von Lulas Strategieminister, heißt es, ist in der Tat allgemein bekannt – und machte diesen damit womöglich auch manchen Pseudolinken Europas sehr sympathisch. Indessen sind die Hintergründe komplexer und auch historisch-politisch bemerkenswert. Denn 2009 bewirkte Strategieminister Guimaraes in Brasilien Schlagzeilen durch eine außerordentlich interessante Analyse, die bei alten und neuen Rechten(auch den verdeckten) womöglich spektakulär positiv ankam: „Deutschland und Japan wurden nach dem Zweiten Weltkrieg jahrelang dafür bestraft, litten im Fegefeuer dafür, daß sie der angelsächsischen Welt-Führung getrotzt, diese herausgefordert hatten.“ Brasiliens Qualitätszeitungen zitierten Guimaraes aus einer Rede im Außenministerium  von Brasilia und betonten danach ausdrücklich, daß Hitler-Deutschland und Japan keineswegs einer angelsächsischen Welt-Führung getrotzt, sondern vielmehr ihre Nachbarländer angriffen und viele Millionen Menschen in Konzentrationslagern ermordeten.  Die entsprechenden brasilianischen Zeitungstexte trugen unter Bezug auf Lulas Arbeiterpartei PT den Titel:“A visao petista da Segunda Guerra“(Die PT-Sicht des Zweiten Weltkriegs). Die Proteste der jüdischen Gemeinde fielen entsprechend scharf aus – in europäischen Medien war der Strategieminister indessen als Propagandist der Lula-Regierung stets wohlgelitten und willkommen, wurde dem Vernehmen nach kritikfrei gehalten.

Im September 2010 traf Guimaraes in Berlin zu offiziellen Gesprächen mit Ministerin Annette Schavan zusammen.

http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/13/deutschland-und-japan-wurden-nach-dem-zweiten-weltkrieg-jahrelang-dafur-bestraft-das-sie-der-angelsachsischen-welt-fuhrung-getrotzt-diese-herausgefordert-hatten-die-sicht-der-lula-regierung-zu/

Brauner Bluff – Der Spiegel:  http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-81015408.html

Die Bundestagswahl steht bevor, und der Redner, ein kleingewachsener, schneidiger ehemaliger Oberleutnant, wirbt um Hitlers einstige Elitetruppe. Als alter Kriegskamerad müsse er sagen, dass er “immer das Gefühl besonderer Zuversicht” gehabt habe, wenn die Waffen-SS neben ihm kämpfte. Leider würden deren Angehörige oft mit denen der Gestapo verwechselt und zu Unrecht angeklagt, berichtet später erfreut eine Zeitschrift der Waffen-SS-Veteranen über die Veranstaltung…

Wie heute in Deutschlands großen Buchgeschäften, entsprechenden Werken, gemäß “Zeitgeist” die Aktivitäten der Wehrmacht im Angriffskrieg, der zwischen 50 und 80 Millionen Menschen das Leben kostete, interpretiert werden

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Ausriß:”…tapfer und treu, wie deutsche Soldaten seit Jahrhunderten für Volk und Vaterland ihr Leben hingegeben haben.”

http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/21/judische-gemeinde-sao-paulos-verurteilt-regierungssicht-zum-zweiten-weltkriegauserungen-des-ministers-fur-strategische-angelegenheiten-zeigen-ignoranz-oder-bose-absicht/

http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/21/der-mythos-lula-und-adolf-hitler-historiker-marco-antonio-villa-analysiert/

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Junge in Sao Paulos Ibirapuera-Stadtpark mit Hakenkreuz-Drachen,  in den Siebzigern.

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/676160/

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Zeitungsausriß – in zahlreichen brasilianischen Blättern so publiziert. „Im Zweifel reicht, `Mein Kampf`von Adolf Hitler noch mal zu lesen.“

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/17/interamerikanischer-menschenrechtsgerichtshof-verurteilt-brasilien-lulas-verteidigungsminister-lehnt-bestrafung-belasteter-militars-ab/

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Nur 29575 (Paß-) Deutsche leben in Brasilien – doch 89000 Brasilianer laut Schätzungen des brasilianischen Außenministeriums in Deutschland, rund 57500 in der Schweiz, melden Landesmedien. Wikileaks.

Dienstag, 14. Dezember 2010 von Klaus Hart

Dilma Rousseff macht Antonio Palocci zum Chefminister des Zivilkabinetts ihrer Regierung, hatte selber diesen Posten. Kommentar überflüssig. Wikileaks. “Die Korruption ist strukturell im brasilianischen Staat.” José Eduardo Cardozo, neuer Justizminister unter Dilma Rousseff, in Interview vor Amtsantritt, Dezember 2010.

Dienstag, 14. Dezember 2010 von Klaus Hart

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Zeitungsausriß.

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/16/lulas-palocci-skandal-hausmeister-der-den-finanzminister-und-jetzigen-dilma-rousseff-berater-sturzte-hohe-entschadigung-zugesprochen-orgien-viagra-huren/

O Estado de Sao Paulo: „…o toque de impropriedade que o episodio da violacao do sigilo bancario do caseiro Francenildo Costa confere á presenca dele em tao estrategico posto…È bonito todo isso? Feio de doer, mas é assim que a banda toca no retrogrado e viciado modo brasileiro de fazer politica e governar o pais.“

Die andere Sicht: Hillary Clinton bezeichnete 2012 laut Landesmedien den Kampf von Dilma Rousseff gegen die Korruption sowie die Regierungstransparenz unter Rousseff als beispielhaft. Die Staatschefin habe damit entsprechende globale Standards und Normen geschaffen.

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Zeitungsausriß.

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/02/dilma-rousseff-und-die-alten-skandale-der-lula-regierung-amtsvorganger-auf-chefministerposten-jose-dirceu-verteidigt-schwerbelasteter-ex-minister-antonio-palocci-rechte-hand-rousseffs-bei-der-regi/

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Wikileaks, Lula und die leere antiamerikanische Rhetorik. Engste freundschaftliche Beziehungen zum Weißen Haus, doch „Bitte um Verständnis für Sprüche gegen die USA in Wahlkampfzeiten“. US-Multis unter Lula in Brasilien immer stärker. „Anerkennung der Hegemonie des Partners.“

Donnerstag, 09. Dezember 2010 von Klaus Hart

Die Lula-Regierung erhielt auch von Pseudo-Linken Europas stets viel Lob für einen angeblich USA-kritischen, unabhängigen Kurs gegen die Interessen des Weißen Hauses, gar für angeblichen Widerstand gegen den Einfluß Washingtons – obwohl die Fakten von Anfang an das Gegenteil bewiesen. Jetzt haben Brasiliens Qualitätsmedien mit bissiger Ironie die neuesten Wikileaks-Enthüllungen zu diesem Thema präsentiert. „Es existierten zwei Beziehungen zwischen Brasilien und den Vereinigten Staaten während der acht Lula-Jahre im Präsidentenpalast“, analysiert Fernando Rodrigues von der „Folha de Sao Paulo“, Brasiliens größter Qualitätszeitung. „In der Öffentlichkeit gab es Prügel für die Nordamerikaner – im vertraulich-privaten Umgang indessen Liebkosungen für die Brüder im Norden.“ Bereits vor seinem Amtsantritt habe Lula US-Diplomaten sein Interesse an engeren Beziehungen bekundet, darunter gegenüber Donna Hrinack und Otto Reich. Lula, Palocci, Dirceu und Mercadante, so die Wikileaks-Telegramme,  hätten gegenüber Hugo Chaves und Fidel Castro eine bestimmte Distanzierung bekundet. Öffentlich habe Lula jedoch immer wieder auf brasilianische Unabhängigkeit gepocht, wieder und wieder in Interviews beschrieben, wie er einmal als einziger demonstrativ sitzenblieb, als die anderen anwesenden Welt-Führer beim Eintreten des US-Präsidenten in den Saal aufstanden. Indessen zeigten die von Wikileaks veröffentlichten Telegramme der US-Diplomaten aus den letzten acht Jahren, daß Lula bei vertraulichen Treffen nicht die geringste Aggressivität zeigte, sondern vielmehr immer Freundschaftlichkeit. In der Öffentlichkeit dominiere ein bestimmter infantiler Antiamerikanismus – im Wirtschaftlichen sowie privat dagegen die Anerkennung der Hegemonie des Partners. „Im kulturellen Bereich, um die Schizophrenie komplett zu machen, sieht man sogar eine enthusiastische Übernahme von Sitten, Gebräuchen, Moden.“

Erwartungsgemäß verteidigt Lula jetzt in der Öffentlichkeit den verhafteten Julian Assange.

http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/22/kulturminister-gilberto-gils-amtszeit-eine-grausige-bilanz-fur-brasilien/

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Lateinamerika-Memorial von Oscar Niemeyer in Sao Paulo.

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/17/obama-regierung-erfreut-uber-wachsende-exporte-nach-brasilien-spezielles-forderungsprogramm-gestartet-lulas-wirtschaftspolitik-nutzt-den-usa-sehr/

http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/23/unesco-zeichnet-lula-in-paris-wegen-forderung-des-friedens-und-der-rechtsgleichheit-aus-preis-mit-150000-dollar-dotiert-jury-von-henry-kissinger-gefuhrt/

„Von allen linken Präsidenten hat Lula, der als am wenigsten links eingeschätzt wird, die größten Erfolge.“ Gregor Gysi, Linkspartei, Deutschland, 2010. (more…)

Brasilien: „Der Alltag brasilianischer Jugendlicher unterscheidet sich gar nicht so stark von dem der deutschen.“ Tageszeitung „Schwäbische Post“, Deutschland – deutsche Sichtweisen über das Tropenland. „Entspannt und fleißig in Brasilien.“ Paulo Lins, „City of God“: „Brasilien mordet seine Kinder“. Wikileaks.

Montag, 06. Dezember 2010 von Klaus Hart

http://www.schwaebische-post.de/525332/

http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/14/brasiliens-umstrittener-umgang-mit-crack-suchtigenderzeit-werden-sie-serienweise-ermordet-geschaftsinhaber-bezahlen-dafur-killer-die-justiceiros-laut-augenzeugen/

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/ewelten/1651902/

„Stimmt es eigentlich, daß die Brasilianer immer so locker und immer positiv gestimmt sind?“

„Zwischen 2004 und 2007 wurden in Brasilien mehr Menschen gewaltsam getötet als in den 12 wichtigsten kriegerischen Konflikten der Erde dieser Jahre…Der Schauplatz der Gewalt, die harte Realität der Slumperipherien, veränderte sich wenig.“ Miguel Reale Junior, Rechtsexperte, Ex-Justizminister,  in Qualitätszeitung O Estado de Sao Paulo 2013

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/02/der-militar-und-polizeieinsatz-von-rio-de-janeiro-ist-eine-farce-und-entbehrt-jeglicher-rechtsstaatlichkeit-luis-de-barros-vidal-prasident-der-brasilianischen-richtervereinigung-fur-demokratiea/

„Brasilianer sehen das Leben nicht so schwer, sind offener und wirklich positiver gestimmt  als wir in Deutschland. Dadurch sind die Menschen viel lockerer. Jeder muss in die Schule gehen, wo es teilweise etwas anders zugeht als bei uns.
In der Freizeit werden aber dieselben Dinge gemacht wie bei hierzulande.“

“Brasilien boomt – und seine Jugend ist selbstbewußt wie nie.” Der Spiegel 2012. **

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http://www.spiegel.de/schulspiegel/ausland/boomland-brasilien-wie-junge-cariocas-leben-a-835370.html

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Genickschuß-Toter in Rio – Dezember 2010, Zeitungsausriß.

Wie Barack Obama den Tropenstaat Brasilien bewertet: “Brasilien ist eine beispielhafte Demokratie. Dieses Land ist nicht länger das Land der Zukunft – die Menschen in Brasilien sollten wissen, daß die Zukunft gekommen ist, sie ist hier, jetzt”.

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/06/brasiliens-schriftsteller-joao-ubaldo-ribeiro-zum-polizei-und-militareinsatz-in-rio-de-janeiroein-krieg-der-nicht-aufhort/

http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/10/brasilien-sex-mit-tierenzoophilie-verdoppelt-peniskrebs-risiko-laut-neuer-studie-zoophilie-verbreitet/

Fotodoku – Bilder von Kindern und Jugendlichen Brasiliens: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/

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Zeitungsfoto aus Rio de Janeiro – Slumbewohner, darunter Kinder und Jugendliche, betrachten Ermordete.

Brasiliens Kindersoldaten: http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/22/brasiliens-kindersoldaten-junge-kinder-mit-waffen-die-einfach-anderre-kinder-erschossen-haben-die-sie-gerade-mal-schief-angeschaut-habenlesermail/

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Kinder und Jugendliche Rio de Janeiros betrachten halbverbranntes Mordopfer.

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/19/martin-sorell-prasident-der-weltgrosten-werbe-holding-fur-mich-ist-brasilien-bereits-ein-entwickeltes-land-ich-kenne-das-land-gut-nie-war-es-so-leicht-die-marke-brasilien-zu-verkaufen/

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Ausriß, Rio. Das Kleinkind, die schwangere Mutter, die Mordopfer.

Rio de Janeiro: Leonel Brizola(PDT), Vizepräsident der Sozialistischen Internationale, spielte wichtige Rolle bei Ausbreitung des organisierten Verbrechens, erinnern Medien und Fachleute Brasiliens. Willy Brandt, die deutsche SPD und Brizola. **

“Brizola foi o responsável por permitir que o crime organizado efetivamente se instalasse nos morros do Rio de Janeiro.”

Wikipedia: “A política de Segurança dos Governos de Leonel Brizola no Estado do Rio de Janeiro, é apontada como um dos fatores preponderantes para a situação caótica em que se encontra a ocupação e a segurança pública carioca atualmente. Sua política de “respeito e valorização dos trabalhadores” acabou por favorer o aumento de construções irregulares do espaço urbano, causando uma proliferação geral das favelas por todos os locais. O governo de Brizola também proibiu qualquer tipo de incursão policial nas favelas, o que multiplicou a violência: tornando as favelas locais “imunes” à qualquer tipo de vigilância do Poder Público, favoreceu a criação de organizações criminosas que existem até hoje, como o Comando Vermelho, especializado em tráfico de drogas.”

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/19/verhafteter-kolumbianischer-drogenbos-nestor-ramon-caro-chaparra-wohnte-in-luxusappartment-des-durch-leonel-brizola-vieprasident-der-sozialistischen-internationalesi-beruhmten-gebaudes-an-der-copac/ 

Willy Brandt, SPD, Brizola.Enge Beziehungen zu rechtsgerichteten Regimes haben lange Tradition – die nazistisch-antisemitisch orientierte Folterdiktatur Brasiliens: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/11/19/brasiliens-folter-diktatur1964-1985-mit-wem-bundesausenminister-willy-brandt-damals-bilaterale-vertrage-unterzeichnet-das-massaker-an-stahlarbeitern-unter-gouverneur-jose-magalhaes-pinto/

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Pelé mit Brizola, Chef der PDT, der auch lange Zeit Dilma Rousseff angehörte, bevor sie zu Lulas PT wechselte.

“Ausgerechnet ein Vizepräsident der Sozialistischen Internationale(SI), der Linkspopulist und Ex-Gouverneur Leonel Brizola, gilt als politisch hauptverantwortlich dafür, daß die Verbrechersyndikate in Rio de Janeiro seit den 80ern soviel Macht und Einfluß erreichten, sich derart mit der Politik verquickten. Soziologen, Kolumnisten, selbst Bischöfe der katholischen Kirche betonen einhellig, daß er in zwei Amtszeiten dem organisierten Verbrechen faktisch freien Lauf ließ – im Tausch gegen politische Unterstützung. Schließlich sind die Slumbewohner auch ein wichtiges Wählerreservoir, müssen gewöhnlich für jene Kandidaten stimmen, die die Slumbosse vorgeben. Brizola, reicher Großgrundbesitzer, Chef der „Demokratischen Arbeitspartei”(PDT), rühmte sich immer seiner Freundschaft zu Willy Brandt – und erntete von der SPD, in deren Gazetten, viel Lob für seine Politik. Nur ganz, ganz wenige in der Partei griffen sich deshalb stets an den Kopf, konnten sich aber nicht durchsetzen. Ein Filialleiter der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung räumte zumindest ein, Brizolas PDT sei aus „pragmatischen Gründen” in die Sozialistische Internationale aufgenommen worden:”Man war froh, daß überhaupt eine Partei aus Lateinamerika wie die PDT dazugehört – und schaute nicht so genau hin, was diese tut.” Brizola hielt beste Beziehungen zum letzten Diktaturpräsidenten, dem Geheimdienst-General Joao Figueiredo, seine PDT ging immer wieder Wahlbündnisse mit der Partei des Militärregimes ein. Alles kein Problem für SI und SPD. Die Gangsterbosse tauften eines ihrer wichtigsten Produkte, jene kleinen Kokaintütchen, auf „Brizola” – ihm zu Ehren. Des PDT-Chefs rechte Hand, der von Europas Intelligentsia bis heute vergötterte „Anthropologe”, Schriftsteller und Kongreßsenator Darcy Ribeiro, verstand sich gemäß hiesigen Medienberichten ebenfalls bestens mit dem organisierten Verbrechen. Historisch wurde ein Foto von 1986: Gouverneurskandidat Ribeiro auf einem Wahlkampfbankett mit schwerreichen Unterwelt-Bossen – Capitao Guimaraes, laut Zeugenaussagen einer der berüchtigtsten Folterknechte aus der Diktaturzeit sagt neben ihm ins Mikrophon:”Wir unterstützen den Kandidaten, der uns unterstützt.” Darcy Ribeiro, 1997 gestorben, Sexist und Stammtischpornograph der übelsten Sorte, fiel einmal , wie laut Zeitzeugen durchsickerte, beim Interview im Hotelzimmer sogar über eine Schweizer Journalistin her, belästigte sie sexuell. Auf der UNO-Umweltkonferenz von 1992 in Rio de Janeiro ließ sich Ribeiro vor NGO-Machos, so Zeitzeugen,  in nicht zitierfähiger Weise über die “Löcher”(Buracos) der schweizerischen, deutschen und nordamerikanischen Frauen aus. Brizola und Darcy Ribeiro verherrlichten stets den Diktator Getulio Vargas.”

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/29/rio-de-janeiro-armee-major-von-banditen-erschossen-in-slumregion/

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/

Hintergrundtext

Köpfen, vierteilen, lebendíg verbrennen.

Luxus und Elend von Rio.

Reinaldo Guarany, Stadtguerrilhero im Ruhestand, weiß, wie man mit Maschinenpistolen umgeht. 1970, wãhrend der Militärdiktatur, richtet er eine in Rio auf die Bewachertruppe des deutschen Botschafters Ehrenfried von Holleben.  Setzt sie mit einigen Feuerstõßen außerGefecht, reißt den verdatterten Dlplomaten aus seiner Luxuskarosse, packt ihn mit Hilfe eines Companheiro in eine nach Chloroform duftende Holzkiste. Die Entführung gelingt, von Holleben kommt frei, nachdem 40 Gegner der Foítergeneräle aus den Verließen geholt und nach Algerien ausgeflogen worden sind.  Deutsche, belgische oder nordamerikanische Maschinenpistolen, die Guarany seinerzeit vom chilenischen Exil aus für die Guerrilla in Argentinien, Uruguay und Brasiiien importierte, faßt der inzwischen úber 50-jährige heute nicht mehr an,sieht sie indessen alleTage, nurSchritte von seinem Hãuschen entfernt, auf sich gerichtet. Wir fahren eine enge steile Straße des malerisch wirkenden Bergstadtteils Santa Teresa hinunter – an der ersten Biegung blinkt bereits eine verchromte MPi. In fünfzehn langen Minuten, bis ein verkeilter LKW endlich weiterkommt, brauchte der nur mit Shorts bekleidete 12-jährige nur einmal durchzuziehen, und alle im Auto wären hinüber.  Guarany wird nicht ein bißchen mulmig: ,,Noch vor zwei Jahren habe ich hier viele Jungs Murmeln spielen sehen, die mir heute mit MPis begegnen – sie wurden Soldados des organisierten Verbrechens, prahlen damit herum, rühmen die Banditenchefs ais ihre Helden!”Die Zeiten haben sich geändert – seit 1985 ist Brasilien wieder eine Demokratie, und Entführungen von Geldleuten, nicht mehr Diplomaten und Politikern, wurden in Rio so hãufig, daß sich kaum noch jemand darüber aufregt und die Medien längst nicht mehr alle Fälle registrieren. Der illegale Besitz von eingeschmuggelten Mpi stieg enorm.  ,,Wáren wir damals nur fünfzehn Minuten bewaffnet in Santa Teresa auf der Straße geblieben”, so Guarany bitter-humorig, ,,hätten die sicher sogar ein Kriegsschiff hierher in die Berge geschickt.”Einen Steinwurf von Guaranys Häuschen entfernt,beginnt das pompöse Anwesen einer der reichsten Familien Brasiliens, die ein Bataillon von Hausbediensteten beschäftigt.  Schaut deralsRomanschreiber.Fachbuchautor, Ghostwriter, Úbersetzer, Rechtsexperte, Betriebswirt und auch noch erfolgreicher Bildermaler vielbeschàftigte Ex-Guerrilheiro dagegen von seinem Balkon die Santa-Teresa-Berge hinunter, sieht er nur Slums, Favelas, die wie sämtliche rund 800 Rios in Feudalmanier grausam wie im Mittelalter von Herren úber Leben und Tod regiert werden.  Manche lassen sich sogar die Füße küssen, haben mit Dutzenden von Geliebten Dutzende von Kindern, erhalten Heldenbegräbnisse. Banditenchefs mit Namen wie Rambo oder Robocop und Minireichen wie Ratolândia(Rattenland) oder Buraco Quente (Heißes Loch) dinieren in den besten Restaurants, kaufen in den teuersten Boutiquen der Mittel- und Oberschichtsviertel Ipanema, Leblon oder Barra, benutzen nicht selten sogar Computer, Laptop und Internet, haben indessen keine Hemmungen, Mißliebige, vom Normendiktat abweichende Slumbewohner zu kastrieren, zu köpfen, zu vierteilen, aufzuspießen oder sogar lebendig zu verbrennen.lm Slum Vidigal, der direkt an das Sheraton-Hotel grenzt, ließ Banditenboß Giovani zwei 14-jährige Màdchen von seinen meist minderjährigen Soldados aus ihren Baracken holen und auf die wichtigste Favela-Straße, die Avenida Presidente João Goulart bringen.  Dort wurden ihnen vor allen Leuten die Füße durchschossen.  Sie hatten gewagt, einem anderen, mit Giovani verwandten Mädchen eine Ohrfeige zu verpassen, weil es mit dem neuen Freund einer der beiden ausgegangen war.  Ein Bewohner kommentíerte: “Die beiden baten, bei der Liebe Gottes, nicht zu schießen, aber das half nichts. Hier ist es so. Wer sich nicht an die Regeln hält, hat die Strafe sicher.” Zu den Regeln gehört das “Lei do Silencio”, Gesetz des Schweigens: Zu niemandem ein Wort über Favela-Vorgänge!Zuvor verdächtigt Gringo, ein anderer Neofeudalist von Vidigal – den Bewohner Boca Mole, für die Polizei zu spionieren. Zeugen sehen, wie dem Mann mit einer Zange die Zunge herausgerissen und mit einem Messer die Ohren abgeschnitten werden. Zunge und Ohren werden auf öffentlichem Platz fúr jedermann sichtbar an einem Pfahl angenagelt.Nebenan in Ipanema, stimuliert derartiges keinen aus derreichlich vertretenen intellektuellen Elite mit den Sorbonne-und Harvard-Diplomen zu tieferem Nachdenken, Reflektieren oder gar zu einer Aktion. Staatschef FernandoHenrique Cardoso, Soziologe, und seine Frau Ruth, Anthropologin, úbergehen das Thema schließlich auch mit Schweigen. Die Boys und Girls from Ipanema, viele davon Uni-Studenten, mucksen sich gleich gar nicht. Sie haben Wichtigeres, Hehreres im Auge – für das Recht auf freien Marihuana-Konsum am vielbesungenen, weltbekannten Strand wurde mit allen politischen Mitteln, darunter Demos, Pfeifkonzerte, Flugblattaktionen und sogar Rund-Tisch-Gesprãche mit Politikern und Intellektuellen heftig gekämpft, die Presse war voll davon. Daß Marihuana (und die anderen ebenso rege verbrauchten Modedrogen wie Kokain und Crack) nur von moralisch-ethisch einwandfreien Lichtgestalten wie Giovani, Gringo und dessen Anhang zu haben ist, die freundschaftliche Beziehungen zu den immer unentbehrlicheren, sozial zusehends aufgewerteten Dienstleistern vom nahen Hügel als Kehrseite, Nebenprodukt das Terrorregime in den Slums haben, fällt dabei glatt unter den Tisch. Charles Fábio Vidal, 18, wollte in der an einem Steilhang úber Ipanema gelegenen Favela ‘Morro do Cantagalo’ kein Soldado an den von Studenten, Alternativen und Jungunternehmern frequentierten Drogendepots sein – zur Strafe durchschossen ihm die Banditen seines Slums die Hände mit einem Revolver. Wer die Rekrutierung ablehnt, kann sogar getòtet werden. In einem Slum der Nordzone wurden nicht weniger ais 21 Jugendlichen nach Folterungen die Hánde mit Schüssen perforiert Alba Zaluar, Brasiliens führende Gewaltexpertin, eine Art einsame Ruferin in der Wüste, sieht in den rasch wachsenden Slums eíneneue tyrannische Kultur feudalistisch-machistiscner Werte inzwischen fest installiert. Von den Autoritäten werde dies hingenommen.Ex-Guerrilheiro Guarany geht noch einen Schritt weiter – spricht von einer “Komplizenschaft des Staates” mit den Drogengangstern dês organísierten Verbrechens. Diese sind übrigens verrúckt nach importierten Brutalo-Filmen, holen sich aus ihnen womõglich Anregungen: Ein Geistlicher sieht, wie in einem Slum Rios mit einem abgehackten Kopf Fußball gespielt wird. Eine Rechtsanwältin kennt einen Zeugen, der ihr berichtete, wie inmitten von Freiluft-Discos Jugendliche lebendig  verbrannt wurden. Derartiges tat auch der 1995 von Rivalen erschossene Gangsterboß Nem Maluco: Ais die Eltern einer Jugendlichen nicht einverstanden waren, daß er ihre Tochter zur Geliebten machte, befahl er Kumpanen, ein großes Loch zu schaufeln.  Die Eltern wurden gezwungen, sích hineinzulegen.Nem Maluco úberschüttete sie mit Spiritus, ließ sie ver-brennen. Der Geruch verkohlten Fleisches zog úber dieFavela – doch jedermann blieb aus Angst passiv in seinerHútte. Ein Mädchen wollte sich nicht hingeben – derGangsterboß einer anderen Favela schlitzte sie daraufhinvon unten bis oben mit einem Messer auf. Leichen sollenoft zwecks Abschreckung ím Gassenlabyrinth liegenbleiben- jedermann jeden Alters muß mit ansehen, wieGeier und freilaufende Schweine diesen die Gedärme meterlang herauszerren, die Toten schlíeßlích ganz oder  teílweíse auffressen.Die Liste von nahezu unvorstellbaren Untaten läßt sich beliebig verlângern. Jurandir Freire Costa, Therapeut und Direktor des Instituts für Sozialmedizin an der Universitát von Rio, hat eine Erklärung fúr das Desinteresse der Bessergestellten Rios, Sao Paulos, Salvadors oder Fortalezas am Los der Slumbewohner: Die Mittel- und Oberschicht spricht diesen den Gleichheitsgrundsatz ab, definiert sie quasi ais Nicht-Menschen, reagiert daher mit extremer Indifferenz und Akzeptanz auf jede Art von Gewalt gegen diesen Bevölkerungsteil. Daß Slumbewohner kaum ein Minimum an Menschenrechten genießen, ist somit irrelevant.

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/30/rio-de-janeiro-rund-50-ngo-menschenrechtsaktivisten-fordern-liste-der-bei-militareinsatz-erschossenen-und-unabhangige-ermittlungen-berichten-von-polizeiubergriffen/

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/30/baden-wurttemberg-exportiert-mehr-als-ganz-brasilien/

Kindstötung bei Indianern: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/18/brasilien-kindsmord-am-amazonas-ard-weltspiegel-berichtet-erstmals-uber-infantizid-bei-brasilianischen-indianerstammen/

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„Der Militär-und Polizeieinsatz von Rio de Janeiro ist eine Farce und entbehrt jeglicher Rechtsstaatlichkeit.“ Luis de Barros Vidal, Präsident der brasilianischen Richtervereinigung für Demokratie(AJD), im Website-Interview. „Was derzeit in Rio geschieht, hat starke Merkmale der Aktion eines totalitären Staats, der das Gesetz nicht respektiert.“ Wikileaks. Rasche Banditenrückkehr in „Complexo do Alemao“.

Donnerstag, 02. Dezember 2010 von Klaus Hart

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http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/01/rio-de-janeiro-richtervereinigung-fur-demokratieajd-verurteilt-militar-und-polizeieinsatz-in-slums-staat-verletzt-verfassung-summarische-exekutionen-ausrottung-unerwunschter-bevolkerung/

“Die derzeitigen Polizei-und Militäroperationen von Rio de Janeiro sind eine Farce – wir erkennen starke Merkmale der Aktion eines totalitären Staates, der das Gesetz nicht respektiert und die Rechte der Slumbewohner mit Füßen tritt. Das organisierte Verbrechen, die Banditenkommandos existieren nur deshalb in den Armenvierteln, weil der Staat dort nicht präsent ist – und auch garnicht präsent sein will. Und wenn er sich doch einmal wie derzeit in den Slums sehen läßt, verbreitet er Terror.“ Richter Barros Vidal erinnert an die Klagen von Kardinal Eugenio Salles, der zu seiner Residenz auf den Slumhügeln nur dann gelange, wenn er sich vor den  dortigen Banditenkommandos als religiöser Führer ausweise. Was derzeit in Rio de Janeiro geschehe, so Barros Vidal, müsse die Gesellschaft äußerst kritisch beobachten, da man den Versprechen der Regierenden nicht trauen könne.  “Mit Blick auf die bevorstehende Fußball-WM und die Olympischen Spiele am Zuckerhut wird derzeit ein Medienspektakel veranstaltet und ein völlig unakzeptabler offizieller Diskurs gepflegt. Für die Slumbewohner wird all dies auf lange Sicht keinerlei soziale Verbesserungen bringen. Der Kampf für das Menschenrecht auf öffentliche Sicherheit muß strikt legal geführt werden, was aber nicht geschieht. Stattdessen werden ganze Bevölkerungsteile kriminalisiert. Wenn in den jetzt von Polizei und Militär besetzten Slumregionen die Bewohner im Durchschnitt nur über eine fünfjährige Schulbildung verfügen, zeigt dies ebenfalls, wie der Staat diese Menschen verachtet, vernachlässigt und sich selbst überläßt – statt das verfassungsmäßige Recht auf Bildung zu garantieren. In Brasilien fehlt eine Kultur der Menschenrechte.“http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/15/annette-schavan-deutschlands-bildungs-und-forschungsministerin-mit-brasiliens-wissenschaftsminister-sergio-rezende-in-sao-paulo/

Laut Barros Vidal hätten ihn Richterkollegen aus Rio de Janeiro informiert, daß die großen Medien derzeit Gewaltakte und Polizeiwillkür unterschlagen.

AJD-Leiter für Rio de Janeiro, Rubens Casara: http://www.cartacapital.com.br/sociedade/quando-a-acao-policial-perde-a-legitimidade

Richterin Kenarik Felippe: “Der Staat ist in das organisierte Verbrechen verwickelt – und  derzeit ereignen sich während der Operationen barbarische Dinge, die nicht zu rechtfertigen sind. Besonders die Slumbewohner leiden stark unter der Gewalt durch Polizei, paramilitärische Milizen und die Banditenkommandos. Im ganzen Land, und nicht nur in Rio de Janeiro, foltern Staatsangestellte, gibt es Todesschwadronen, zu denen Staatsbeamte gehören. Bei dem jetzigen Konflikt in Rio spielen wirtschaftliche Aspekte, darunter der Drogenhandel, eine wichtige Rolle. Derzeit geht er überall in der Stadt ganz offen weiter, redet man nur von den kleinen Fischen im Rauschgiftgeschäft, nicht aber den Drogenbaronen.“

http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/26/was-gut-ist-stellen-wir-gros-heraus-was-schlecht-ist-verstecken-wir-rubens-ricupero-brasilianischer-politiker-ex-finanzminister-karrierediplomat-vertreter-brasiliens-in-uno-organisationen/

Der katholische Priester André Hombrados, Leiter der bischöflichen Gefangenenseelsorge des Staates Rio de Janeiro, stimmte gegenüber der Website den Einschätzungen der Richter zu, nannte die Militär-und Polizeioperationen ebenfalls eine „Farce“ und sprach von gravierenden Menschenrechtsverletzungen.

Italienischer Menschenrechtspriester Renato Chieira in Rio de Janeiro: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/04/krieg-in-rio-gegen-wen-krieg-in-rio-gegen-die-diktatur-des-organisierten-drogen-verbrechens-krieg-gegen-die-die-jungen-und-heranwachsenden-die-die-gesellschaft-und-die-regierenden-seit-vielen-j/

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/01/rio-de-janeiroich-habe-nicht-die-absicht-mit-dem-drogenhandel-schlus-zu-machen-sagt-sicherheitschef-beltrame-drogenhandel-gibts-auch-in-london-und-paris/

In brasilianischen Qualitätsmedien hieß es, die jüngsten Polizei-und Militäroperationen seien nur für das Ausland gedacht, bisher seien lediglich kleine Fische gefaßt worden. Es gebe korrupte Polizisten, engstens liiert mit dem organisierten Verbrechen. De facto ändere sich nichts. Es werde wieder Wahlen geben – und die Politiker würden erneut Gelder des organisierten Verbrechens brauchen, lauten Argumente.

http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/18/im-complexo-do-alemao-geschah-eine-raubzug-operation-dutzende-von-reportern-und-kameraleuten-waren-dort-doch-dies-entging-ihrer-beobachtung-o-estado-de-sao-paulo-kritik-an-unkritischer-hurra/

Kurios war auch diesmal das heftige Feuern von  Polizei und Militär auf nicht vorhandene Gegner, von zahlreichen TV-Teams direkt an der Seite der Einheiten begeistert abgefilmt und teuer weltweit verbreitet. Entsprechend fielen dann “Erstürmung” und “Eroberung” der Slumregion aus. Staats-Agitprop des Gouverneurs Cabral wird derzeit direkt nach Europa durchgeschaltet, Menschenrechtsorganisationen und Rechtsexperten haben mit ihrer Kritik im Mainstream keine Chance.

Rasche Banditenrückkehr: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/11/schwerbewaffnete-drogenbanditen-kehren-in-complexo-do-alemao-zuruck-raumt-brasilianisches-militar-ein-morde-an-slumbewohnern-trotz-militaraufsicht-gemeinsame-banditen-und-militarprasenz-in/

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Wikileaks-Enthüllungen und Brasilien: Ahmadinedschad rechtfertigt iranisches Atomprogramm mit Hinweis auf Brasiliens Nuklearaktivitäten:“Wír machen nichts anderes!“

Dienstag, 30. November 2010 von Klaus Hart

„Deutschland und Japan wurden nach dem zweiten Weltkrieg jahrelang dafür bestraft, litten im Fegefeuer dafür, daß sie der angelsächsischen Welt-Führung getrotzt, diese herausgefordert hatten.“ Die Sicht der Lula-Regierung zu den Angriffskriegen Hitler-Deutschlands und Japans, zitiert von der brasilianischen Presse. Proteste der brasilianischen Juden. „Anti-Semitism in South-America“. José Zapatero, EU-Ratspräsident. Wikileaks.

Sonntag, 13. Dezember 2009 von Klaus Hart

Brasiliens Qualitätszeitungen zitierten den Minister für Strategische Angelegenheiten, Samuel Pinheiro Guimaraes, aus einer Rede im Außenministerium von Brasilia und betonten danach ausdrücklich, daß Hitler-Deutschland und Japan  keineswegs einer angelsächsischen Führung getrotzt hatten, sondern vielmehr ihre Nachbarländer angriffen und viele Millionen Menschen in Konzentrationslagern ermordeten. Die entsprechenden Zeitungstexte trugen unter Bezug auf Lulas Arbeiterpartei PT den Titel:“ A visao petista da Segunda Guerra“(Die PT-Sicht des Zweiten Weltkriegs).

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Ausriß: “Die Wende kommt – durchhalten. Sieg oder Sibirien!

Protest der jüdischen Gemeinde Sao Paulos: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/21/judische-gemeinde-sao-paulos-verurteilt-regierungssicht-zum-zweiten-weltkriegauserungen-des-ministers-fur-strategische-angelegenheiten-zeigen-ignoranz-oder-bose-absicht/

Der Mythos Lula und Adolf Hitler: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/21/der-mythos-lula-und-adolf-hitler-historiker-marco-antonio-villa-analysiert/

Das Israel-Gedicht von Günter Grass und die Reaktionen in Brasilien: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/13/grass-gedicht-und-kritische-reaktion-in-brasilien-sein-fuhrer-in-der-jugend-adolf-hitler-hatte-es-nicht-besser-gesagt-groste-qualitatszeitung-folha-de-sao-paulo/

Wie heute in Deutschlands großen Buchgeschäften, entsprechenden Werken, gemäß “Zeitgeist” die Aktivitäten der Wehrmacht im Angriffskrieg, der zwischen 50 und 80 Millionen Menschen das Leben kostete, interpretiert werden:

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Ausriß:”…tapfer und treu, wie deutsche Soldaten seit Jahrhunderten für Volk und Vaterland ihr Leben hingegeben haben.”

http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/19/curt-meyer-clason-ubersetzer-und-schriftsteller-mit-101-jahren-gestorben-was-in-nachrufen-fehlt/

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Vorname: Hitler, Interviewpartner in Sao Paulo.

Wikileaks: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/16/wikileaks-und-brasilien-der-interessante-fall-des-usa-hassers-und-strategieministers-samuel-pinheiro-guimaraes/

http://www.hart-brasilientexte.de/2008/11/02/hitler-anrufen-telefonnummern-anklicken-brasiliens-internet-telefonlisten-haben-unzahlige-nummern-parat/

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Junge mit Hakenkreuzdrachen in Sao Paulos Ibirapuera-Stadtpark, siebziger Jahre.

http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/25/lulas-vize-jose-alencar-fur-nukleartechnologie-zur-entwicklung-von-atomwaffen-lander-mit-atomwaffen-verschaffen-sich-mehr-respekt/

Lula knickt vor Militärs ein: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/30/lula-knickt-erneut-vor-militars-ein-dekret-uber-aufklarung-von-diktaturverbrechen-wird-revidiert-melden-landesmedien/

José Zapatero, amtierender EU-Ratspräsident: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/11/jose-zapatero-spaniens-premierminister-lobt-lula-uber-alle-masen-der-mann-der-die-welt-uberrascht-esse-homem-honesto-integro-e-admiravel-von-amnesty-international-angeprangerte-folter/

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Prof. Dr. Marcus Mazzari, Präsident der Goethe-Gesellschaft Brasiliens. „Associacao Goethe do Brasil“. Gesichter Brasiliens. Goethe und Martius: „Neigung zum Harmonisieren der Konflikte und Widersprüche Brasiliens.“ Stefan Zweig habe ebenfalls vieles beschönigt. Wikileaks.

Dienstag, 22. September 2009 von Klaus Hart

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Dr. Mazzari, Professor an der Bundesuniversität Sao Paulo,  betonte im Website-Interview seine tiefe Bewunderung für Johann Wolfgang von Goethe, ebenso für dessen engen Freund Carl Friedrich Philipp von Martius. Dies verleitet Dr. Mazzari indessen keineswegs zu Einseitigkeiten, wie nicht selten in der Goethe-Szene zu beobachten ist. Vielmehr besticht an dem Präsidenten der Goethe-Gesellschaft Brasiliens neben der profunden wissenschaftlichen Kenntnis beider Persönlichkeiten auch die kritische Sicht: „Sowohl Goethe als auch Martius haben eine Neigung zum Harmonisieren der Konflikte und Widersprüche. Die haben über vieles hinweggesehen in Brasilien. Martius schrieb an Goethe, daß Brasilien eine große Zukunft bevorstünde: `Brasilien macht eine harmonische Entwicklung durch.` Und so war es ja nicht. Diese tiefen Widersprüche in der brasilianischen Gesellschaft sind damals von Goethe nicht erfaßt worden. Heute sind diese Widersprüche noch tiefer.“

Als Martius Brasilien bereiste, herrschte dort u.a. grauenvollste Sklaverei. Bis heute ist die Sklavenarbeit nicht abgeschafft worden.

Wie Barack Obama den Tropenstaat Brasilien bewertet: “Brasilien ist eine beispielhafte Demokratie. Dieses Land ist nicht länger das Land der Zukunft – die Menschen in Brasilien sollten wissen, daß die Zukunft gekommen ist, sie ist hier, jetzt”.

 

Goethe-Kongreß in Sao Paulo 2009 mit Dr. Marcus Mazzari und Dr. Jochen Golz aus Weimar: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/04/goethe-institut-sao-paulo-erster-internationaler-kongres-der-neu-gegrundeten-goethe-gesellschaft-brasiliens/

In der UNESCO-Bildungsstatistik liegt Deutschland auf Platz 13, Brasilien nur auf Platz 88. Entsprechend gering ist in Brasilien u.a. das Verständnis für deutsche Kultur – erheblich größer in Ländern Lateinamerikas, die bessere Plätze belegen.  http://www.unesco.org/new/fileadmin/MULTIMEDIA/HQ/ED/pdf/gmr2011-efa-development-index.pdf

http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/

Deutscher Bundespräsident Walter Scheel, FDP: “Die Toleranz ist das Grundprinzip der brasilianischen Rassendemokratie. Konflikte friedlich zu lösen, ist alte Tradition in ihrem Land.” Scheel zeichnete den Folterdiktator Ernesto Geisel während der Militärdiktatur mit dem Großkreuz zum Bundesverdienstorden der Sonderklasse aus.

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    NEU: Fotoserie Gesichter Brasiliens

    Fotostrecken Wasserfälle Iguacu und Karneval 2008

    23' K23

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