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	<title>Klaus Hart Brasilientexte &#187; Wegwerf-Sex weltweit</title>
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	<description>Aktuelle Berichte aus Brasilien - Politik, Kultur und Naturschutz</description>
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		<title>Wegwerf-Sex weltweit: Über 40 Millionen Prostitutierte in 24 Ländern, laut französischer NGO. Crack-Wegwerfsex in Brasilien. Migration von brasilianischen Prostitutierten nach Europa unter Lula-Rousseff.</title>
		<link>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/18/wegwerf-sex-weltweit-uber-40-millionen-prostitutierte-in-24-landern-laut-franzosischer-ngo-crack-wegwerfsex-in-brasilien/</link>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 11:40:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Crack-Prostitution in Brasilien]]></category>
		<category><![CDATA[Wegwerf-Sex weltweit]]></category>

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		<description><![CDATA[http://g1.globo.com/mundo/noticia/2012/01/mais-de-40-milhoes-se-prostituem-no-mundo-diz-estudo.html Gerhard Polt: &#8222;Wahrscheinlich hat die Pornographie heute nur deshalb so eine Chance, weil das öffentliche Ansehen des Erotischen nicht mehr im Lot ist. Heute haben wir eine Gesellschaft, die sich um ihre Sinnlichkeit selbst betrügt.&#8220; Enterotisierung: “Die Enterotisierung der Gesellschaft ist also kein Gewinn, der etwa sexuellen Beziehungen zugute käme, im Gegenteil, diese werden [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://g1.globo.com/mundo/noticia/2012/01/mais-de-40-milhoes-se-prostituem-no-mundo-diz-estudo.html">http://g1.globo.com/mundo/noticia/2012/01/mais-de-40-milhoes-se-prostituem-no-mundo-diz-estudo.html</a></strong></p>
<p><strong>Gerhard Polt: &#8222;Wahrscheinlich hat die Pornographie heute nur deshalb so eine Chance, weil das öffentliche Ansehen des Erotischen nicht mehr im Lot ist. Heute haben wir eine Gesellschaft, die sich um ihre Sinnlichkeit selbst betrügt.&#8220;</strong></p>
<p><strong>Enterotisierung: </strong></p>
<p><font face="Arial" size="2"></p>
<p align="left"><strong>“Die Enterotisierung der Gesellschaft ist also kein Gewinn, der</strong></p>
<p align="left"><strong>etwa sexuellen Beziehungen zugute käme, im Gegenteil, diese werden ja durch die Erotik vorbereitet</strong></p>
<p align="left"><strong>und vermittelt und sind stets Teil komplexer Sozialverhältnisse. Das Verschwinden der Erotik aus der</strong></p>
<p align="left"><strong>gesellschaftlichen Kommunikation ist also mit der Auflösung der sozialen Bindung gleichzusetzen und</strong></p>
<p><strong>führt als Reaktionsbildung zu Fluchtbewegungen, sei es in die Droge oder in die Aktion.” Horst Kurnitzky</strong></p>
<p><strong>Siehe auch Herbert Marcuse, Der eindimensionale Mensch</strong></p>
<p></font>Hintergrund:</p>
<h2>Über 75000 brasilianische Prostituierte  verkaufen in Europa Wegwerf-Sex. Bevorzugte Länder: Spanien, Holland,  Schweiz, Deutschland, Italien, Österreich. Zusätzlich ungezählte  Stricher aus Brasilien. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=522" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><strong>Die brasilianische Presse berichtet unter Berufung  auf UNO-Angaben, daß derzeit in Europa etwa 75000 Brasilianerinnen  illegal oder legal als Prostituierte arbeiten. Sich in den Sex-Anzeigen  der Medien als Brasilianerin auszugeben, bringe mehr Kunden undÂ  mache  höhere Preise möglich. Auch in Sao Paulo sind viele Fälle bekannt, in  denen zunächst eine junge Frau zwecks Markttest sich in Europa verdingte  und dann sämtliche 4-5 Schwestern nachholte, ihnen den Einstieg in die  Prostitution erleichterte. Dies deutet darauf hin, daß sich  Brasilianerinnen gewöhnlich freiwillig für den Wegwerf-Sex-Job  entscheiden &#8211; von Zwang zur Prostitution also kaum die Rede sein kann.  Politisch korrekte Erklärungsmuster lauten natürlich anders.</strong></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/01/140000-sex-sklaven-laut-uno-in-europa-melden-brasiliens-landesmedien-brasilianerinnen-unter-den-haufigsten-opfern/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/01/140000-sex-sklaven-laut-uno-in-europa-melden-brasiliens-landesmedien-brasilianerinnen-unter-den-haufigsten-opfern/</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/03/crackamor1.JPG" alt="crackamor1.JPG" /></p>
<p><strong>Crack und Kinderprostitution in Cracolandia/Sao Paulo. </strong></p>
<p><strong>Die Bereitschaft der  weiblichen Crack-Süchtigen, sich auch mit  dem nächstbesten Süchtigen zu  prostituieren, um an Geld für Crack  heranzukommen, ist sehr hoch &#8211; auf  diese Weise verbreiten sich Aids,  Geschlechtskrankheiten, Hepatitis etc.  sehr rasch. </strong><strong>Auffällig, wieviele   Minderjährige sich feilbieten, um Crack kaufen zu können. </strong><strong> </strong><strong>Crack-Mädchen lautstark auf den Straßen Sao Paulos: “A minha bucetinha nao é caro nao!”</strong></p>
<p><span id="more-12139"></span></p>
<p><strong><a href="http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/frankfurt/1687386_Prostitution-Steuerfrei-auf-den-Strich.html">http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/frankfurt/1687386_Prostitution-Steuerfrei-auf-den-Strich.html</a></strong></p>
<p><strong> </strong><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/28/brasiliens-abgebrochene-schul-aufklarungskampagne-uber-schwule-lesben-transvestiten-wir-machen-keine-propaganda-fur-sexuelle-optionen-laut-staatsprasidentin-dilma-rousseff-morde-an-homosexu/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/28/brasiliens-abgebrochene-schul-aufklarungskampagne-uber-schwule-lesben-transvestiten-wir-machen-keine-propaganda-fur-sexuelle-optionen-laut-staatsprasidentin-dilma-rousseff-morde-an-homosexu/</a></strong></p>
<p><strong>Nicht zufällig gäben sich andere  ausländische Prostituierten als Brasilianerinnen aus, um beim Anwerben  von Konsumenten besser mitkonkurrieren zu können. In den  Prostitutionsstraßen von Genf sei Portugiesisch die meistgesprochene  Sprache. In Zürich unterhalte ein brasilianischer Transvestit ein  dreistöckiges Bordell mitÂ 40 Brasilianerinnen. In Italien seien von den  legal im Lande lebendenÂ 19000 Brasilianern immerhin Â 14000 Frauen,  was mit dem hohen Prostituiertenanteil zu tun habe. In PortugalÂ lag  Â zwischen 2003 und 2007 an den Orten der Prostitution der Anteil von  Brasilianerinnen bei 79,5 Prozent. Auf der Ferieninsel Mallorca sind  ebenfalls die meisten Prostituierten aus Brasilien.</strong></p>
<p><a href="http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadtzuerich/story/27344355">http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadtzuerich/story/27344355</a></p>
<p><strong>Nach Angaben von Brasilianerinnen in London ist der Anteil  der illegalen Prostituierten aus Brasilien in der britischen Hauptstadt  auffällig hoch. Zudem sei vor allem von dunkelhäutigen Brasilianerinnen,  die als Tänzerinnen registriert sind, ein Großteil illegal als  Prostituierte tätig. Fast alle von diesen beklagten indessen, immer nur  “Fette, Häßliche und Stinkende” als Kunden zu haben.</strong></p>
<p><strong>Zudem hält sich laut Presseberichten eine große Zahl von  brasilianischen Strichern in diesen Ländern auf, reist gewöhnlich mit  einem Touristenvisum ein.</strong></p>
<p><strong>“Mein deutscher Ehemann weiß bis heute nicht, daß ich eine  Prostituierte bin und bei Verwandtenbesuchen in Brasilien immer noch auf  den Strich gehe”, sagt eine in Deutschland lebende Brasilianerin in  einer Küstenstadt des Tropenlandes. </strong></p>
<p><strong>In der Tat fällt auf, wie viele Deutsche bis heute nicht  wissen, daß sie eine brasilianische Prostituierte geheiratet haben, die  u.a. bei Besuchen an der Copacabana bei ihren alten Freundinnen  belustigt über diesen Fakt spricht. </strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/03/hurenanzeigentelefoncopa.JPG" alt="hurenanzeigentelefoncopa.JPG" /></p>
<p><strong>Hurenanzeigen an öffentlichen Telefonen an der Copacabana in Rio de Janeiro.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/29/brasiliens-prostituiertenheere-nur-ein-bruchteil-der-freier-sind-auslandische-touristen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/29/brasiliens-prostituiertenheere-nur-ein-bruchteil-der-freier-sind-auslandische-touristen/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/16/wie-in-brasilien-seit-zig-jahren-ublich-die-madames-frauen-handeln-mit-frauen-nigerianerinnen-als-zuhalterinnensie-stehen-an-der-spitze-eines-ausschlieslich-von-frauen-organisierten-verbrech/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/16/wie-in-brasilien-seit-zig-jahren-ublich-die-madames-frauen-handeln-mit-frauen-nigerianerinnen-als-zuhalterinnensie-stehen-an-der-spitze-eines-ausschlieslich-von-frauen-organisierten-verbrech/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/03/06/sextourismus-und-kirche-in-brasilienprostituierte-sind-oft-psychisch-gestort-und-drogenabhangig/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/03/06/sextourismus-und-kirche-in-brasilienprostituierte-sind-oft-psychisch-gestort-und-drogenabhangig/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/29/kinderprostitution-in-brasilien-madchen-bieten-sich-fur-achtzig-cents-an/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/29/kinderprostitution-in-brasilien-madchen-bieten-sich-fur-achtzig-cents-an/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/12/brasiliens-erotischer-sex/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/12/brasiliens-erotischer-sex/</a></p>
<p><a href="http://www.bpb.de/themen/AG8OHL,0,0,Brasiliens_Widerspr%C3%BCche.html">http://www.bpb.de/themen/AG8OHL,0,0,Brasiliens_Widerspr%FCche.html</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/08/05/bye-bye-brasil-weltsozialforum-erfinder-oded-grajew-aus-sao-paulo-zum-massenexodus-von-brasilianern-in-die-erste-welt/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/08/05/bye-bye-brasil-weltsozialforum-erfinder-oded-grajew-aus-sao-paulo-zum-massenexodus-von-brasilianern-in-die-erste-welt/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2008/10/sextelefonspjpg.jpg" alt="sextelefonspjpg.jpg" /><strong>Wegwerfsex-Werbung an öffentlichem Telefon in der City Sao Paulos.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/09/analsex-haufig-erste-sexuelle-erfahrung-von-mannlichen-jugendlichen-in-brasilien-troca-troca-brasil-ato-sexual-em-que-parceiros-masculinos-se-alternam-na-penetracao-anal/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/09/analsex-haufig-erste-sexuelle-erfahrung-von-mannlichen-jugendlichen-in-brasilien-troca-troca-brasil-ato-sexual-em-que-parceiros-masculinos-se-alternam-na-penetracao-anal/</a></p>
<p><a href="http://das-blaettchen.de/2011/06/brasiliens-kreuz-mit-dem-sex-5182.html">http://das-blaettchen.de/2011/06/brasiliens-kreuz-mit-dem-sex-5182.html</a></p>
<h2>Sextourismus und Kirche in Brasilien:”Prostituierte sind oft psychisch gestört und drogenabhängig” <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=194" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasilien/" rel="tag">Brasilien</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/katholische-kirche/" rel="tag">katholische Kirche</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/menschenrechte/" rel="tag">Menschenrechte</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/prostitution/" rel="tag">Prostitution</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/sextourismus/" rel="tag">Sextourismus</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/sexualita%c2%a4t/" rel="tag">SexualitÃ¤t</a></p>
<p><strong>Padre Renato Chieira: “Ihr italienischen Schweine &#8211; macht euch zurück nach Italien!”</strong></p>
<p><strong>75000 brasilianische Prostituierte verkaufen in Europa illegal oder legal Wegwerf-Sex.</strong></p>
<p><strong>Im Drittweltland Brasilien grassieren weiterhin Sextourismus  und Kinderprostitution, treten sogar nordamerikanische Soldaten, die am  Irakkrieg teilnehmen und in Rio de Janeiro Fronturlaub machen, als  Sextouristen in Erscheinung. Bereits zehn-und elfjährige Mädchen bieten  keineswegs nur in den Fremdenverkehrszentren ihren Körper  für  umgerechnet achtzig Cents feil.  Brasiliens katholische Kirche bekämpft  das sehr komplexe Phänomen mit Projekten verschiedenster Zielrichtung,  beklagt indessen die fehlende Unterstützung des Staates ebenso wie die  Förderung und Verharmlosung der Prostitution. Diese zerstöre die  geistige und körperliche Gesundheit von Frauen so gravierend, daß selbst  die brasilianische Caritas eine Frührente für Prostituierte ab vierzig  befürworte.</strong></p>
<p><strong> „Sehr viele Brasilianer reisen  als Sextouristen in den Norden und Nordosten, Ausländer fallen lediglich  mehr auf”, sagt Monique Laroche, Präsidentin der katholischen Pastoral  für marginalisierte Frauen in ihrem Büro der Wirtschaftsmetropole Sao  Paulo. „Auch von Brasilianern selbst wird sehr viel Geld für  Sextourismus ausgegeben. Wer hier in Sao Paulo die Hotels bevölkert, als  Sextourist agiert, sind zuallererst Brasilianer.”</strong></p>
<p><strong>Monique Laroche fährt regelmäßig auch in die  nordostbrasilianische Küstenstadt Fortaleza, um Projekte der Pastoral zu  kontrollieren und anzuleiten. An den Stränden Fortalezas attackiert ihr  Kollege, der aus Italien stammende Priester Renato Chiera mit seinem  Team ausländische Sextouristen ganz direkt. Sein Ausruf „Ihr  italienischen Schweine, macht euch zurück nach Italien”, sorgte für  Schlagzeilen &#8211; erstmals wurden Ausländer verhaftet und sogar zwei nur  mit italienischen Männern besetzte Chartermaschinen von Fortaleza sofort  nach Rom zurückgeschickt. Monique Laroche lobt Brasiliens Bischöfe,  welche kontinuierlich auch in den Medien den Sextourismus anprangern,  von der Regierung schärfere Gegenmaßnahmen fordern. ”Die Bischöfe haben  indessen eine sehr begrenzte Sicht des Problems, kennen nicht den  schwierigen Alltag der Prostituierten. Diese werden gewöhnlich von einer  Zuhältermafia und sogar Verbrecherkommandos beherrscht, erleiden viel  Gewalt, haben eine stark angeschlagene Gesundheit, sind häufig psychisch  gestört, drogenabhängig, halten sich für den Müll, den Abschaum der  Stadt. Daher ist es sehr schwierig, Prostituierten den Ausstieg zu  ermöglichen, sie aus ihrer Lage zu befreien. Viele in der Kirche wollen  rasche Erfolge sehen, doch das ist unmöglich. Wir gehen zu den  Prostituierten auf die Straße, suchen ihr Vertrauen, überzeugen  möglichst viele in langsamen Schritten, daß der Ausstieg, daß ein  besseres Leben möglich ist. Dann erarbeiten wir mit ihnen  erfolgversprechende Projekte, etwa die Gründung einer Kooperative,  berufsbildende Kurse.”In Brasilien herrscht nach wie vor Massenarmut,  Massenarbeitslosigkeit “ müssen die Ausstiegsprojekte daher gut überlegt  sein. ”Manche Prostituierte absolvieren einen berufsbildenden Kurs,  finden hinterher aber keine Arbeit “ und da sie ja von irgendetwas leben  müssen, kehren sie in die Prostitution und zu den Drogen zurück. Wir  suchen daher gemeinsam mit den Frauen Berufe aus, die tatsächlich  passen. Viele Prostituierte wurden Friseusen, Pediküren, andere sogar  Anwältinnen “ eine praktiziert heute als Ã„rztin. Eine andere gründete  just im Hinterland mit Hilfe von Misereor ein Ausstiegsprojekt für  jugendliche Prostituierte. Unsere Pastoral tut landesweit, soviel sie  kann “ doch angesichts der gravierenden Lage ist es dennoch viel zu  wenig.”Das bestätigt auch Maria do Rosario, Leiterin der Kinderpastoral  in der Erzdiözese von Sao Paulo, zu der auch über zweitausend Slums  zählen. ”Wir als Kirche können nur einer beschränkten Zahl betroffener  Mädchen helfen. Wir leisten ohnehin Sozialarbeit, die eigentlich Sache  des Staates ist. Für Mädchen, die der Prostitution entfliehen wollen,  gibt es in Brasilien immer noch keine staatliche Struktur, die sie  auffängt. Zerrüttete, verwahrloste Familien der Slums stimulieren  Mädchen nur zu oft zur Prostitution, um daraus Gewinn zu schlagen. In  Sao Paulo betreuen wir daher rund 14000 solcher Familien, um genau das  zu verhindern. Und das funktioniert auch. Aber die Zahl bedürftiger  Familien ist natürlich viel höher. Daher nimmt die Kinderprostitution  weiter zu. Die Regierung hat versprochen, die sexuelle Ausbeutung von  Kindern und Jugendlichen völlig zu stoppen. Doch den Worten folgten  keine Taten.”</strong></p>
<p><strong>In europäischen Ländern wird der Hurenjob gewöhnlich aus  wirtschaftlichen Motiven verklärt, woran sich auch Sparten des  NGO-Business beteiligen.</strong></p>
<h2>75000 brasilianische Prostituierte verkaufen in Europa Wegwerf-Sex.  Bevorzugte Länder: Spanien, Holland, Schweiz, Deutschland, Italien,  Österreich.Â <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=522" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags:</p>
<p>Die brasilianische Presse berichtet unter Berufung auf UNO-Angaben,  daß derzeit in Europa etwa 75000 Brasilianerinnen illegal oder legal als  Prostituierte arbeiten. Sich in den Sex-Anzeigen der Medien als  Brasilianerin auszugeben, bringe mehr Kunden undÂ  mache höhere Preise  möglich.</p>
<p>Â Nicht zufällig gäben sich andere ausländische Prostituierten als  Brasilianerinnen aus, um beim Anwerben von Konsumenten besser  mitkonkurrieren zu können. In den Prostitutionsstraßen von Genf sei  Portugiesisch die meistgesprochene Sprache. In Zürich unterhalte ein  brasilianischer Transvestit ein dreistöckiges Bordell mitÂ 40  Brasilianerinnen. In Italien seien von den legal im Lande  lebendenÂ 19000 Brasilianern immerhin  14000 Frauen, was mit dem hohen  Prostituiertenanteil zu tun habe. In Portugal lag Â zwischen 2003 und  2007 an den Orten der Prostitution der Anteil von Brasilianerinnen bei  79,5 Prozent.</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/08/06/aids-in-brasilien-nicht-unter-kontrolle-gesundheitsministerum-weist-auf-deutlichen-anstieg-bei-jungen-homosexuellen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/08/06/aids-in-brasilien-nicht-unter-kontrolle-gesundheitsministerum-weist-auf-deutlichen-anstieg-bei-jungen-homosexuellen/</a></p>
<p>Von der Irak-Aggression zum Fronturlaub nach Rio</p>
<p>US-Militärs als Sextouristen machen Negativschlagzeilen<br />
Seit Beginn des Kriegs gegen den Irak bemerkte man sie immer häufiger am  Zuckerhut, im Vietnamkrieg flogen sie von Saigon nach Bangkok ein &#8211;  Artilleristen, Elite-Scharfschützen, Panzerbesatzungen, Bomber-und  Hubschrauberpiloten, reichlich Offiziere. Inzwischen sind sie sogar in  der jetzigen Sommer-Hochsaison im Gewimmel an den Rio-Stränden nicht  mehr zu übersehen.</p>
<p>Die Stadtregierung und ihre Tourismusverantwortlichen sind gar nicht erfreut, daß die Soldaten als Sextouristen auffallen.<br />
Der Strand von Ipanema zählt zu den attraktivsten Sehenswürdigkeiten der  Zuckerhutmetropole –und im weltbekannten Bossa-Nova namens „Girl from  Ipanema“ wird die Schönheit und Sinnlichkeit der Frauen des schicken,  noblen Strandviertels treffend und poetisch besungen.<br />
In diesen Tagen sonnen sie sich zu Tausenden am Atlantikstrand und haben  unter ihren Bewunderern auffällig viele US-Militärs. Zumeist  wohltrainierte, muskulöse Männer mit kurzem Militärhaarschnitt,  auffälligen Tätowierungen, an denen man häufig ihre Waffengattungen  erkennt. Erstmals machen die Soldaten in Brasilien Schlagzeilen, sind in  Rio de Janeiro Stadtgespräch, weil sie „turismo sexual“ betreiben, als  zahlungskräftige Gäste nicht nur in den exklusivsten Bars, Nachtclubs  und Restaurants, sondern auch in den Ipanema-Bordellen und der  berüchtigten Prostituierten-Großdiskothek „Help“ an der Copacabana gern  gesehen sind. Bereits vor der Diskothek, auf dem Pflaster, bieten sich  auch junge schwangere Mulattinnen, in knappstem Glitter-Bikini,  hochhackigen Metallic-Sandalen nicht nur den Soldaten an, feilschen um  den besten Preis.<br />
„Nach dem Irak – „welcome to Rio“, titelt eine Qualitätszeitung – und  eine andere: „Die Truppe auf der Suche nach Sex provoziert Polemik“.<br />
“Wir wollen, daß die amerikanischen Soldaten ebenso wie alle anderen  ausländischen Touristen wegen der Naturschönheiten, wegen des Karnevals  oder unserer restaurierten Altstadt herkommen“, erklärt Rios  Fremdenverkehrsbehörde. „Unter den ausländischen Gästen haben die  US-Amerikaner mit 21 Prozent den größten Anteil, und da sie hier viel  Geld ausgeben, werben wir um sie besonders. Aber Soldaten als  Sextouristen wollen wir hier nicht.“<br />
Daß US-Militärs vorrangig wegen Frauen und Sex nach Rio fliegen, hat  indessen gemäß den Medienberichten bereits zu Verstimmung zwischen den  Autoritäten Brasiliens und der Vereinigten Staaten geführt. Die  Regierung des Teilstaates Rio de Janeiro schaltete das Außenministerium  in Brasilia ein, um zu erfahren, auf welche Weise die Soldaten ein  Einreisevisum erhalten. Den Angaben zufolge hat das nordamerikanische  Konsulat in Rio unterdessen bestätigt, daß Washington den im Irak  eingesetzten Militärs den Fronturlaub finanziert. Für Sextourismus  würden indessen keine Regierungsgelder ausgegeben.<br />
Seit dem Beginn des Irakkriegs, so heißt es, habe sich die Zahl der nordamerikanischen Soldaten in Rio vervierfacht.<br />
Ausdrücklich kritisiert wird das Reisebüro „Tours gone Wild“ in Miami.  Es hat sich offenbar besonders auf die Soldatenkundschaft spezialisiert  und wirbt auf seiner Website mit zahlreichen Fotos von Frauen Rios in  aufreizenden Posen.<br />
“Diese Art von Propaganda für Rio verurteilen wir scharf“, betont die  Fremdenverkehrsbehörde. „Wir werden jetzt gemeinsam mit dem  brasilianischen Tourismusministerium eine neue Kampagne gegen  Sextourismus starten, die jedoch nicht nur auf die Soldaten aus den USA,  sondern generell auf alle Urlauber zielt. Denn Brasilianer sind  schließlich auch unter den Sextouristen.“<br />
Gemäß brasilianischen Sozialwissenschaftlerinnen, die Untersuchungen  über Prostitution führen, sind entgegen landläufiger Auffassung die  Sextouristen hauptsächlich brasilianische Männer – Ausländer stellten  nur einen geringen Bruchteil.<br />
–Weiblicher Sextourismus—<br />
Renommierte Anthropologen wie Dr. Alberto Albergaria von der  Bundesuniversität in Salvador da Bahia kritisieren zudem, daß aus  Gründen „politischer Korrektheit“ der weibliche Sextourismus nur zu oft  völlig unterschlagen wird. „Deutsche Sextouristinnen sind hier meist  junge, intellektualisierte Frauen am Ende des Uni-Studiums oder am  Berufsbeginn. Sie suchen die Nähe afro-brasilianischer Musikgruppen,  treffen schwarze Intellektuelle, Schwarzenführer, gehen mit denen ins  Bett. Und für einen Schwarzen ist es außerordentlich spannend und  wertsteigernd mit einer weißen Deutschen auszugehen, die als reich gilt,  in der Werteskala Bahias weit höher angesiedelt ist als eine Frau von  hier. Denn je weißer man ist, umso mehr Wert hat man. Diese deutschen  Frauen halten den Schwarzen für einen sexuellen Athleten, obwohl das ja  gar nicht stimmt. Ich beobachte diese Dinge häufig unter den  Akademikerinnen in meiner Umgebung. Da gibt es auch diesen berühmten  Fall einer US-Amerikanerin, die von der staatlichen Indiobehörde nach  drei Monaten aus dem Xingu-Reservat ausgewiesen wurde, weil sie mit der  Hälfte der Indianer geschlafen hatte. Sie kam nach Bahia, schlief hier  mit der Hälfte der Schwarzenführer, wurde richtig berühmt. Wenn ich in  Bahia solche Dinge analysiere, schreiben das die Zeitungen nicht, halten  solche Informationen für unbequem. Journalisten sind zudem meist  Frauen, die Nichtregierungsorganisationen haben viel Kontrolle und Macht  über die Medien, da geht nur politisch Korrektes durch. Das ist doch  eine Kultur der Scheinheiligkeit.“<br />
Laut Albergaria wurden von feministischen NGOs aus Europa regelrechte  Mythen über den Sextourismus geschaffen – auch, um Gelder abfassen zu  können. Die Frage sei sehr komplex, doch stets werde unredlich  vereinfacht. Das Verhalten von Frauen, die auf der Suche nach Sex in  tropische Länder reisten, unterscheide sich nicht im geringsten von dem  männlicher Sextouristen, heißt es in neueren Studien.</p>
<p><strong>Hintergrund Kirche und Sexualität:</strong></p>
<p><strong>In Brasilien, dem größten katholischen Land der Welt, hat  sich der angesehene Bischof Amaury Castanho gegen eine absurd  verantwortungslose, unethische, kommerzielle Sex-Verherrlichung gewandt &#8211;  wie sie in Europa nicht anzutreffen sei.  Die Folgen für den Einzelnen,  die Familie, die ganze Gesellschaft seien gravierend &#8211; schließlich  begünstige der übersteigerte Sex-und Pornographie-Kult auch  Vergewaltigungen, Pädophilie. Bischof Amaury Castanhos Stimme, seine  Warnungen werden in Brasilien gehört &#8211; er zählt zu den Journalisten der  Bischofskonferenz CNBB. Seine Diözese der Großstadt Jundiai liegt in  Brasiliens politisch-wirtschaftlich führendem Teilstaat Sao Paulo &#8211; der  Industrielokomotive ganz Lateinamerikas, mit weit über tausend deutschen  Unternehmen, von VW bis BASF und Daimler-Benz.</strong></p>
<p><strong>Bischof Amaury Castanho gilt bei den Priestern seiner Diözese  als Workoholic, als einer, der die Vorgänge, die Veränderungen in  seiner Region, in Brasilien, überhaupt in der Welt besonders scharf  beobachtet, analysiert, als gelernter Journalist beschreibt, auffällig  engen Kontakt zu den Menschen von Jundiai hält, über deren Sorgen  bestens im Bilde ist. Daß Castanho gerade das Thema Sex aufgreift, ist  nicht zufällig &#8211; abgesehen von den Geistlichen, den Pädagogen, haben  sehr viele Eltern und natürlich die Heranwachsenden damit ihre Probleme,  wenden sich an ihn, erwarten klare Antworten. Und bekommen sie auch:</strong></p>
<p><strong>“Sex, Sexualität ist etwas Positives, Gutes, ein Wert &#8211; eine  Gabe der Natur, eine Gabe Gottes &#8211; etwas Edles. Sex zielt auf die  legitime Befriedigung der Lust, des Fortpflanzungstriebs. Doch Sex  existiert aus christlicher Sicht eben nicht nur des Sexes wegen, wie es  heute massiv propagiert wird. Ein Sex-Kult, die Suche nach Lust um der  Lust willen &#8211; eine grenzenlose Ausbeutung des Erotischen, des  Pornographischen &#8211; als Ware, zum Verhökern. Bier, Zigaretten, Autos  werden in der Propaganda zusammen mit halbnackten Frauen angepriesen &#8211;  die Massenmedien nutzen die Übersteigerung des Sex, der Pornographie zur  Verkaufsförderung. Ich glaube, wir sind derzeit in einer Phase des  Pansexualismus &#8211; die Geschichte bewegt sich in eine Richtung wie vor  Christus, im römischen Imperium.  Wir sehen eine Umkehrung der Werte.”</strong></p>
<p><strong>Bischof Castanho bemerkt viel Pharisäertum, Scheinheiligkeit,  Zynismus. Einerseits fördert die Gesellschaft diesen überdrehten  Sex-und Pornographie-Kult &#8211; oder verhält sich zumindest passiv &#8211; beklagt  dann aber lautstark den Zerfall der Verhaltensnormen, die Zerstörung  der Familien, zunehmende auch sexuelle Gewalt gegen Mädchen, Frauen,  dazu verfrühte Sexualität, ausufernde Kinderprostitution.</strong></p>
<p><strong>“Überall sieht man die Resultate &#8211; im Leben des Einzelnen und der Ehen, der Familien &#8211; und selbst im Leben der Kirche.”</strong></p>
<p><strong>Überall die Ersatzbefriedigung von Ersatzbedürfnissen &#8211;  Bischof Castanho macht besonders das Fernsehen für die Situation, den  Wertewandel verantwortlich.</strong></p>
<p><strong>“Unser TV ist technologisch hochmodern &#8211; aber was die  Wertevermittlung betrifft, das denkbar schlechteste. Anders als in  Europa sieht hier in Brasilien ein aufgewecktes Kind vorm Schlafengehen,  zur besten Sendezeit Dinge, für die es psychisch noch nicht vorbereitet  ist, noch ohne ohne kritisches Bewußtsein.”</strong></p>
<p><strong>Gelingt es Brasiliens Kirche, in irgendeiner Weise  gegenzusteuern? Schließlich gibt es anders als in Deutschland sehr viele  katholische Radiosender, katholisches Fernsehen.</strong></p>
<p><strong>“Wir wollen Orientierung geben, jungen Menschen, aber auch  den Ehepaaren &#8211; uns geht es um den Respekt vor dem eigenen Körper &#8211; und  gerade um die Aufwertung der menschlichen Sexualität. Doch in einem  solchen gesellschaftlichen Ambiente ist das sehr, sehr schwierig.  Denn  ein einziges abendliches Kapitel einer Fernsehserie von TV Globo, dem  quotenstärksten Privatsender Brasiliens, macht nicht selten unsere  jahrelange Bildungsarbeit etwa mit Jugendlichen zunichte, anulliert  alles. Bildung zu vermitteln, ist heute weit schwieriger als vor  fünfzig, hundert Jahren. Und eine so erotisierte, so geprägte  Gesellschaft fördert letztlich eben Vergewaltigungen, Pädophilie.”</strong></p>
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<h2>Die enterotisierte Gesellschaft</h2>
<p><strong>Ohne Begehren keine Erotik – den Deutschen kommt derzeit beides abhanden, sagen die Experten , sehen darin einen enormen Kulturverlust. Sinnliches Verhalten, Verführen werde verlernt. Schon die Jüngeren sind durch  aufgestanzte Schönheitsideale, den Sexismus der Werbung tief verunsichert, erleben Ängste als größte Lust-und Erotikkiller.</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Sabine Bertram aus Berlin-Charlottenburg, Anfang Zwanzig, freut sich aufs Studium, jobbt bis dahin weiter in der Theaterzsene, macht Workshops, übernimmt kleine Rollen, wirkt offen, natürlich, voller Lebenslust. Doch im Alltag, auf der Straße, vergeht ihr die jäh, fühlt sie sich hilf-und wehrlos, wenn ein Mann ganz nahe vorbeigeht, ihr „geile Titten“ und ähnlich Obszönes  direkt ins Gesicht sagt. „Da denke ich, na super, danke, wie schön, wieder mal auf meine Oberweite reduziert zu werden. Das passiert mir wirklich einmal am Tag – ich bin sogar schon betatscht worden, manche flüstern mir eklige Sachen direkt ins Ohr. Lust auf Männer macht mir das nicht gerade.“ Fünf Jahre früher hatte sie die noch reichlich, war neugierig auf die schönste, prickelndste Sache der Welt, bekam indessen schnell eine aufs Dach:“Ein paarmal sind Dinge absolut gegen meinen Willen passiert – ich wills nicht deutlicher ausdrücken – bin ich extrem sexistisch behandelt worden. Nach diesen Erlebnissen habe ich eine richtige Barriere, traue mich nicht mehr, denke, ich werde wieder verletzt. Diese schönen kleinen Signale, so wie früher, wenn mir einer gefiel – die sende ich schon lange nicht mehr aus.“ </strong></p>
<p><strong>Am noblen Kurfürstendamm schiebt ein Sozialarbeiter eine schwerbehinderte junge Frau im Rollstuhl  an einer hohen, sich drehenden, nachts beleuchteten  Litfaßsäule vorbei – auch Sabine Bertram muß dort fast täglich entlang, ärgert sich jedesmal. „Auf allen Werbepostern nur nackte Frauen, mit großer Oberweite, richtig prall, drauf steht Kurvenreich und 100% Streckeneinsicht – damit machen sie Reklame für  Motorradrennen auf dem Eurospeedway Lausitz“. Ganz Berlin ist voll mit solchen Plakaten – die ekligen Titten-Sprüche, meint die absolut nicht kämpferisch-feministisch Gesinnte, kommen von solcher Vermarktung. „Die beeinflußt Männer, aber die Frauen eben auch – nur anders.“</strong></p>
<p><strong> Einst strömte Ostberlins Jugend zu Nina Hagen und Manfred Krug, Karat oder den Puhdys zum Schwoofen in die Kongreßhalle am Alexanderplatz –  seit der Wende gibts dort stattdessen  jetzt fast jeden Monat „Deutschlands größte Erotikmesse“ mit Go-Go-Dance und „Striptease/SM“. Die tausenden Farbposter dafür kleben mit dem Segen der Kulturbehörden  auch direkt vor den Amtssitzen von Schröder, Fischer und Trittin. Kindergartenkinder, Schüler, alte Frauen bleiben stehen, schauen sich die enormen nackten Brüste eines appellativen Models an, das, ohne Höschen, die Beine ganz, ganz weit aufspreizt. Aha, vermuten da schon manche Minderjährigen, das ist also heutzutage, in rot-grünen Zeiten, Erotik – sowas, denken sich Mädchen, erwarten also die Jungen, die Männer von unsereinem, so müßten wir aussehen, uns geben, weil die das wohl erotisch finden. Auf manchen Postern im Osten klebt auf den Schamhaaren ein weißer Protest-Zettel:“Atomkraftwerke zerstören die Umwelt! Pornographie zerstört die Seele!“ Sabine Bertram ärgert auch diese Reklame – eher aus dem Bauch heraus – Sexualforscher wie der Hamburger Gunter Schmidt oder Kurt Starke aus Leipzig, Vorsitzender der Gesellschaft für Sexualwissenschaften, haben durch Untersuchungen herausgefunden, daß Deutschlands Erotik auch wegen solcher  Brutal-Reklame rapide verödet. „Die Vermarktung, Entwertung des Sexuellen, von weiblichen Körpern besonders in der Werbung“, so Starke, „ist außerordentlich gefährlich für Lust, da läuft als Gegenprozeß dann die Entsinnlichung, Desexualisierung, sinkt das Maß an Sinnlichkeit einer Gesellschaft. Es wird eigentlich auch Begehren von Männern mißbraucht, man kommt in `ne ganz eigenartige Situation.“ Was läuft im Kopfe von Durchschnittsfrauen ab, die täglich, an Zeitungskiosken, Werbetafeln, im Fernsehen umzingelt sind von nackten Models in Verführ-Posen, und viel, viel schöner? „Die fühlen sich dann im Grunde klein, ein Nichts, und das ist nicht gerade selbstbewußtseinsfördernd.“ </strong></p>
<p><strong>Vorgestanzte, aggressiv wie nie propagierte Leitbilder von Erotik und Schönheit, die nachdenklichen Zeitgenossen sogar kryptofaschistisch vorkommen, an die SS-Idealmenschen erinnern, sorgen heute für beträchtliche Ängste und Leidensdruck. Erika Maas, Lektorin,  wird von ihren grade erwachsenen Jungs gefragt, ob sie und ihre Freundinnen damals auch so kompliziert im Bett gewesen sind:“Die Mädchen von meinen Söhnen haben alle Angst, Idealen nicht zu entsprechen. Daß sie nicht schlank genug sind, daß der Busen zu klein oder zu groß ist, nicht fest genug, der Bauch nicht richtig flach, die Beine nicht schön lang, die Haare nicht so glänzen, wie man sichs vorstellt. All das, womit sie ja in den Medien, den Hochglanzzeitschriften, in Filmen berieselt werden. Und nicht entspannt, wollüstig, erotisch im Bett liegen, sondern sich im Hinterkopf überlegen, wie muß ich mich jetzt ausstrecken, damit mein Rücken schön grade, mein Bauch gut rauskommt, die Haare sich um mein Gesicht schlängeln. Das sind doch alles Dinge, die einen fertigmachen.“ Hinzu komme, daß man wohl heute nicht mehr mit dem Gedanken aufwachse, Erotik, Sinnlichkeit und Sex seien was Tolles, Aufregendes. „Verrückt – aber viele empfinden Sexualität als schmutzig, weil sie oft ja auch so eklig, dreckig und ordinär unter die Leute gebracht wird &#8211;  daß es garnicht schön ist, was man da miteinander treibt.“ Sabine Bertram, Jahrzehnte jünger,  bestätigts, sechs von zehn Mädchen, so ihre Erfahrung, könnten sich selbst nicht leiden, just wegen des Diktats der Leitbilder. Und blockten dann jeden noch so ehrlich gemeinten Annäherungsversuch ab, kämen überhaupt nicht auf die Idee, erotische Signale auszusenden. Kalkül:“Früher oder später würde der ja im Bett mitkriegen, wie furchtbar ich aussehe, ich womöglich noch ungeschminkt.“ </strong></p>
<p><strong>Auch Ulrike Brandenburg, Sexualwissenschaftlerin am Universitätsklinikum Aachen, registriert gerade bei jungen Frauen zunehmende Angst vor Hingabe und Intimität. „Wir kriegen eine Höllenangst, wenn es darum geht, uns schutzlos und intim zu zeigen.“ Man fühle große emotionale Unsicherheit, leugne sie aber meistens weg. </strong></p>
<p><strong>Benjamin Werner, wirklich  gutaussehend, fast am Ende seines Jurastudiums, kennt die Clubs, die HipHop-Szene. Jede Menge schöner Menschen unterwegs, doch irgendwie unnahbar, hip und scheinbar sich selbst genügend, zugeballert mit Ego-Drogen.“ Wie soll das denn `ne erotische Stimmung fördern?“ So viele schöne Frauen, aber unfähig, sich selbst zu genießen, oder, wie er meint, völlig unfähig zur Zärtlichkeit. Nur nicht in aller Öffentlichkeit küssen, wo jemand zuschauen könnte. Tatsächlich, in den Siebzigern, Achtzigern sah man noch häufiger Leute beim Herumknutschen, Schmusen. Walther nervt, wenn Leute, besonders aber Frauen, sich nicht mehr wie selbstverständlich  als attraktiv, begehrenswert, erotisch empfinden, sondern Aussehen und Erotik, sinnliche Ausstrahlung nur noch als Marktwert ansehen und entsprechend einsetzen. „Gerade das wirkt so  enterotisierend, bei solchen Frauen blitzt, prallst du nur knallhart ab.“ </strong></p>
<p><strong>Zwanzig-bis Dreißigjährige, so Professor Starke, schlafen heute seltener mit jemandem, den sie mögen, als Fünfzigjährige – das gabs sicher noch nie in diesem Land, wo es immer heißt, nie sei die persönliche Freiheit größer gewesen als heute. Denn ausgerechnet für die schönsten Dinge des Lebens gilt das nicht, da trauen sich die Leute immer weniger. „Angst ist der größte Lust-und Erotikkiller. Diese latente Kriminalisierung von Erotik, daß man dem anderen, vor allen den Männern, nur Schlechtes zutraut, wirkt sich so aus, daß diese verunsichert werden. Die haben Berührungsängste, Angst vorm ersten Mal, vorm Versagen, nicht so zu sein, wie das öffentliche Bild vom überlegenen Mann das nahelegt. Und da lassen sies ganz einfach.“ Ängste kämen aber auch von Arbeitslosigkeit, Mobbing, Streß, beruflicher Abwertung, Spott und Hohn. In gnadenlosen Konkurrenz-Hierarchien komme man sich lieber persönlich nicht zu nahe, weil das verletzlich mache, ausgenutzt werden könnte.  „Mit vierzig kommt man sich heute oft schon vor wie ein alter Knochen,“, moniert Erika Maas, „verliert an Selbstwertgefühl, findet sich nicht mehr arbeitsmarktfähig – und eben auch nicht mehr begehrenswert.“</strong></p>
<p><strong> Clever und effizient und cool zu sein, immer selbstkontrolliert, das wird heute belohnt. Sehr anstrengend, weil man dann nicht mehr echt, bestenfalls geheuchelt spontan sein kann. Deutliche, interessante erotische Signale aussenden, Lust auf Verführen zu signalisieren – das passiert dann natürlich nicht mehr. Wer sich in den bewegendsten Situationen gelassen, scheinbar gefühllos verhält, cool eben, der wird dann auch so, analysiert Starke. Wer hats nicht schon erlebt? Die Parties immer langweiliger, nichts knistert und prickelt, nicht passiert da mehr. In der Disco-Szene meist das gleiche. Bestenfalls manchmal grotesker Narzißmus, wie auf der Love-Parade. Die Partnersuche – deshalb unerhört schwierig. Frauen, Männer, soviele Singles, die gerne einen Partner hätten, gehen selbst zum feurigen Salsa-Ball, lassen sich aber nichts anmerken. Kommen alleine, tanzen ab, gehen alleine, manchmal jahrelang. Erwecken gar den Eindruck, jemanden zu haben.  Ganz extrem in der Technoszene. „Man zeigt sich da, präsentiert sich mit viel Körperbewußtsein“, beobachtet Starke, „aber die Körper sind eigentlich isolierte Wesen, kommen nicht zueinander. Erotische Kultur ist nicht ohne weiteres erlernbar, die Kunst des Verführens kam in Mißkredit – das ist ein Kulturverlust!“ </strong></p>
<p><strong>Lektorin Erika Maas fände Blickkontakte, Komplimente, so wie in Italien oder in Brasilien, gar nicht übel, trifft hierzulande aber eher verschlossene Gesichter. Und hat in ihrem Freundes-und Bekanntenkreis viele Hochflexible, darunter Journalisten, die etwa fürn halbes Jahr in Hamburg arbeiten, dann zwei Jahre in Köln, hinterher ein halbes Jahr in New York sind, sich dem heute geforderten Tempo bis zur Selbstaufgabe anpassen. „Doch die leben völlig ohne Sexualität und Erotik. Wenn du immerzu in einer fremden Stadt bist, immerzu mit neuen Kollegen, mußt du aufpassen, Boden unter die Füße zu kriegen, immer aufs neue checken, wie du dich in diesen Kreisen zu bewegen hast, bist für anderes garnicht offen, fehlt dir dafür Zeit.“  Doch wie Studien zeigen, träumen die meisten heute in Wahrheit eben doch vom freien Ausleben erotischer Gefühle, möglichst romantisch, leiden unter der enterotisierten Gesellschaft. Müssen wir die nun leider Gottes hinnehmen? Starke wird da sehr politisch, nimmt sich den modernen Kapitalismus vor:“Wir müssen aus angstsozialisierten Individuen freie, optimistische  machen, und sicherlich ständig dafür kämpfen, daß lust-und glücksverheißende Bedingungen geschaffen werden – zum Beispiel, daß die Leute gerne Kinder kriegen – das ist auch etwas sehr Lustvolles. Dann  geht die Angst weg“ – er lacht – „und die Menschen können sich fröhlich ineinander verlieben!“</strong></p>
<h2>Vergewaltigung von Indianermädchen durch  Indios &#8211; Brasiliens vieldiskutierte Indianerkultur. Im  Amazonas-Teilstaat Roraima 59 Indianer zumeist wegen Vergewaltigung im  Gefängnis, laut Regionalmedien. Sexuelle Gewalt gegen Indianerkinder in  den Stämmen &#8211; in Brasilien heftig debattiert, in Mitteleuropa banales,  verlogenes, politisch korrektes Schweigen. Leonardo Boff. Brasiliens  Indianerfilm “Xingú” auf Berlinale 2012. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=12008" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/berlinale-2012/" rel="tag">Berlinale 2012</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasilien/" rel="tag">Brasilien</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/indianerfilm-xingu/" rel="tag">Indianerfilm &#8222;Xingú&#8220;</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/leonardo-boff/" rel="tag">Leonardo Boff</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/roraima/" rel="tag">Roraima</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/vergewaltigung-von-indianermadchen-durch-indianer/" rel="tag">Vergewaltigung von Indianermädchen durch Indianer</a></p>
<p><font color="#000000" face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif" size="2"><strong>Laut  dem zuständigen Bundesstaatsanwalt Wilson Précoma existiert eine  Fehlinterpretation der Gesetzgebung in Bezug auf derartige Fälle. In den  Indianergemeinden werde ein Mädchen nach der ersten Menstruation als  Frau angesehen, fähig für ein aktives Sexualleben. “Wir verstehen diese  Fälle daher nicht als Vergewaltigung von Minderjährigen.”Andere  Rechtsexperten widersprechen dieser Position, da es u.a. um  Indianerkinder unter zehn Jahren geht.</strong></font></p>
<p><strong>Geschildert wird der Fall eines sadistisch vergewaltigten  Yanomami-Mädchens, das gemäß dem Bericht von einem Yanomami-Mann   mißbraucht worden war. Das stark blutende Mädchen mußte in einem  Hospital einer Notoperation unterzogen werden.</strong></p>
<p><strong>Bestimmte, selbst in Europa recht bekannte selbsternannte  weiße Indianervertreter schweigen in der Öffentlichkeit zu derartigen   Fakten auf direkt infantile Weise &#8211; und meinen offenbar, in Zeiten des   Zensur knackenden Internets funktioniere eine Deutungs-und  Interpretationshoheit immer noch so wie früher. Der  aus Bernhardzell  stammende Schweizer Bischof Cristian Jakob Krapf in der Diözese Jequié/  Bahia hat sich 2011 im Website-Interview klar von solchen Leuten  distanziert, die es auch in seiner eigenen Kirche und reichlich in  seinem Heimatland gibt. </strong></p>
<p><strong>Bischof Krapf:</strong> <strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/26/dom-cristiano-krapf-aus-der-schweiz-ein-ausergewohnlicher-bischof-brasiliens-in-jequie-bahia/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/26/dom-cristiano-krapf-aus-der-schweiz-ein-ausergewohnlicher-bischof-brasiliens-in-jequie-bahia/</a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/23/sex-mit-kindern-zahlreiche-brasilianische-indianer-wegen-dieses-delikts-im-gefangnis/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/23/sex-mit-kindern-zahlreiche-brasilianische-indianer-wegen-dieses-delikts-im-gefangnis/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/07/kindermord-gewaltsam-traumatische-abtreibung-verprugeln-der-eigenen-frau-mit-freunden-polygamie-sex-mit-kindern-brasilianische-indiotraditionen-finden-auch-in-deutschland-viel-bewunderung-auch/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/07/kindermord-gewaltsam-traumatische-abtreibung-verprugeln-der-eigenen-frau-mit-freunden-polygamie-sex-mit-kindern-brasilianische-indiotraditionen-finden-auch-in-deutschland-viel-bewunderung-auch/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/26/movement-against-indigenous-infanticide-open-letter/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/26/movement-against-indigenous-infanticide-open-letter/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/18/brasilien-kindsmord-am-amazonas-ard-weltspiegel-berichtet-erstmals-uber-infantizid-bei-brasilianischen-indianerstammen/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/18/brasilien-kindsmord-am-amazonas-ard-weltspiegel-berichtet-erstmals-uber-infantizid-bei-brasilianischen-indianerstammen/</strong></a></p>
<p><strong>Was alles in der “Amazonasoper ” fehlte:<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/12/die-mit-grosen-medialen-vorschuslorbeeren-bedachte-amazonasoper-eine-sammlung-von-theaterkritiken-uber-das-resultat/">   http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/12/die-mit-grosen-medialen-vorschuslorbeeren-bedachte-amazonasoper-eine-sammlung-von-theaterkritiken-uber-das-resultat/</a></strong></p>
<p><strong> ”Folha de Boa Vista:<br />
</strong></p>
<p><strong><font color="#000000" face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif" size="2">Cinquenta  e nove  indígenas estão recolhidos no sistema prisional de Roraima,  segundo levantamento  da Secretaria de Justiça e Cidadania (Sejuc).  Desses, 33 estão custodiados na  Penitenciária Agrícola do Monte Cristo,  onde foram submetidos a uma pesquisa da  Advocacia Geral da União  (AGU), em conjunto com a Associação Brasileira de  Antropologia.</font></strong></p>
<p><strong><font color="#000000" face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif" size="2">O  estudo, iniciado há dois anos, quer saber a situação   jurídico-processual de cada um dos indígenas e dar os encaminhamentos   pertinentes. “Com a pesquisa, verificamos que é necessário participar  mais  ostensivamente no patrocínio deles [índios]”, disse o procurador  federal Wilson  Précoma, responsável pela seção indígena da AGU.</font></strong></p>
<p><strong><font color="#000000" face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif" size="2">Desses,  11 são  preventivados e 22 já foram condenados, sendo que cinco desses  já estão com a  sentença transitada em julgado e o restante em grau de  recurso. A maioria  responde por estupro de vulnerável. Não há  ocorrência de crimes de furto, roubo  e tráfico de drogas. Contudo,  assegura, o consumo de bebida alcoólica ocorre em  todos os registros,  tornando a tônica para o cometimento de crimes.</font></strong></p>
<p><strong><font color="#000000" face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif" size="2">Précoma  disse que há uma interpretação equivocada da legislação  pertinente  sobre o que é ser vulnerável no território indígena. “Vamos mostrar  que  a vulnerabilidade não se aplica à questão indígena em sua plenitude, é  muito  relativo, porque o rito de passagem da fase de criança para  mulher nas áreas  indígenas difere do nosso”, pontuou.</font></strong></p>
<p><strong><font color="#000000" face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif" size="2"> </font></strong><strong><font color="#000000" face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif" size="2">Nas  comunidades indígenas, observa,  a menina torna-se mulher com a  menarca, que é a primeira menstruação, estando  pronta para ter uma vida  sexual ativa. “Não entendemos nesses casos que houve  estupro de  vulnerável. Ao contrário, não está é sendo respeitado o trato  cultural  das comunidades, mas isso é uma coisa que teremos que discutir com   laudo antropológico em cada uma das ações que vamos propor”,  explicou.(Roraima-Zeitung)</font></strong></p>
<h2 align="center">Uma abordagem transdisciplinar da violência  sexual sofrida por criança índia.</h2>
<p><font color="#000000" face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif" size="2">Mauro Campello *</font></p>
<p><font color="#000000" face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif" size="2">Os  dois últimos ensaios  publicados nesta coluna (dias 28.11 e 05.12),  onde tratamos de temas  inquietantes entre duas áreas do direito, o da  criança e o indígena, referentes  à violência sexual sofrida por criança  índia e à aplicação do Estatuto da  Criança e do Adolescente aos  curumins, acabaram provocando acalorados debates  nas salas de aula e  nos corredores das academias de Roraima.</font></p>
<p><font color="#000000" face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif" size="2">Recebemos   diversos e-mails de universitários, de professores e também de agentes  sociais  que concordavam ou discordavam, total ou parcialmente, com  seus conteúdos e  outros que indagavam sobre as formas de intervenções a  serem adotadas no caso da  violência sexual que sofreu a criança índia  por parte de seu  “tio”.</font></p>
<p><font color="#000000" face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif" size="2">Então,  resolvemos que nesta segunda-feira daríamos preferência a  busca de uma  resposta a esta indagação.  Trabalharemos neste ensaio a construção  de  uma solução que se funda na transdisciplinariedade da abordagem ao  caso, ou  seja, no respeito às opiniões de diversos campos do  conhecimento humano que  estarão atuando simultaneamente sob o mesmo  fato.</font></p>
<p><font color="#000000" face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif" size="2">O  abuso  sexual de criança índia deve ser visto tanto como uma questão  jurídica, de  violação aos direitos da criança, como um problema de  saúde física, mental e  também antropológico, que por isso envolve não  só as agências de proteção à  criança, como os profissionais do direito,  da saúde e da Fundação Nacional do  Índio.</font></p>
<p><font color="#000000" face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif" size="2">As  agências de proteção deverão intervir para garantir a  integridade  física e psicológica da criança índia vitimizada, no sentido desta   receber os atendimentos médicos e psicológicos necessários ao caso e que  não  venha sofrer novamente abuso sexual, enquanto os operadores da lei  deverão  buscar a responsabilização do abusador.</font></p>
<p><font color="#000000" face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif" size="2">Dessa  maneira, os profissionais  da saúde estabelecerão programas de  tratamento para lidar com as seqüelas  físicas e psicológicas da  violência sexual sofrida pela criança índia, enquanto  a FUNAI  colaborará para que os diversos profissionais que atuam no atendimento   do caso possam compreender a cultura, tradições e costumes da comunidade   indígena que pertence aquela, para aplicarem as medidas protetivas  mais  apropriadas.</font></p>
<p><font color="#000000" face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif" size="2">O  envolvimento dos profissionais de diversas áreas na  análise do abuso  sexual de criança índia faz-se exigir uma abordagem integrada e   transdisciplinar, onde cada qual deve colaborar com o outro, a fim de  que se  possa alcançar um resultado positivo para a vitimizada.</font></p>
<p><font color="#000000" face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif" size="2">Acreditamos  que  os vários agentes envolvidos nas diferentes intervenções do caso,  por exemplo,  psicólogo, assistente social, médico, juiz, advogado,  promotor, delegado,  conselheiro tutelar, antropólogo e etc, devem estar  coordenados para não  confundir os papéis.</font></p>
<p><font color="#000000" face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif" size="2">Sobre  este tema, a profª. Maria Amélia de Azevedo  afirma, com bastante  propriedade, que estas diferentes intervenções podem  ocorrer quase  simultaneamente e será a diversificação concomitante dos liames  entre  os diferentes campos e não a adição de resultados de várias relações e   técnicas complementares se sucedendo que possibilitará um efeito   sinérgico.</font></p>
<p><font color="#000000" face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif" size="2">Assim,  será extremamente útil para o caso da criança índia  abusada  sexualmente por seu “tio”, que o conselho tutelar, a justiça, a FUNAI e   as entidades de atenção à saúde de vítimas de abuso, trabalhem  simultaneamente e  de forma articulada, para garantir que a criança  índia receba o atendimento à  sua saúde, que não continue sendo  violentada e que o agressor seja  responsabilizado ou mesmo afastado do  convívio da vitimizada, na forma da lei ou  de suas tradições.</font></p>
<p><font color="#000000" face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif" size="2">A  criança índia ao sofrer abuso sexual, caracterizado  no descuido e na  desatenção daqueles que tinham o dever de protegê-la, acaba se  situando  no que a doutrina resolveu denominar de situação de risco pessoal e   social, obrigando a intervenção imediata do conselho tutelar, a fim de  aplicar  medida protetiva autorizada pelo ECA.</font></p>
<p><font color="#000000" face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif" size="2">Este  tipo de violência, quando  impingidos na infância, muitas vezes leva a  uma internalização dessa prática  como “normal”, e acaba fixando esta no  imaginário da criança vitimizada, que,  mais tarde, se transfere para o  seu mundo adulto. A esta criança vitimizada  devemos proporcionar-lhe o  quanto antes uma intervenção  terapêutica.</font></p>
<p><font color="#000000" face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif" size="2">Logo,  a criança índia passará a ser credora de atendimentos  médicos e  psicossociais especializados para vítimas de abuso sexual, a ser   garantido pelo conselho tutelar e, neste caso, com o apoio e  acompanhamento pelo  órgão tutor – FUNAI, a fim de respeitar as  características culturais do grupo  indígena.</font></p>
<p><font color="#000000" face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif" size="2">Em  que pese existir opiniões contrárias, negar a criança índia  o acesso  às intervenções médicas e psicossociais e mantê-la segregada na   reserva, como animal exótico junto com seu abusador, correndo o risco de  novo  ataque, é desrespeito intolerável aos foros humanitários que a  ela são  devidos.</font></p>
<p><font color="#000000" face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif" size="2">O Brasil sempre foi exemplo de integração e manda nossa tradição   proteger e cuidar da índia vitimizada do abuso sexual, trazendo-a ao  nosso  convívio para os atendimentos emergenciais e depois em sua  comunidade, a fim de  que se garanta o bem maior vida, com respeito e  dignidade.</font></p>
<p><font color="#000000" face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif" size="2">O conselho  tutelar ao aplicar a medida de proteção deverá inserir a  criança vitimizada em  um contexto que lhe permita um desenvolvimento  bio-psico-social pleno, sempre  respeitando, no caso, a especificidade  cultural da comunidade indígena.</font></p>
<p><font color="#000000" face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif" size="2">Ressalta-se que esta medida poderá ser aplicada isolada ou   cumulativamente, bem como substituída a qualquer tempo e deverá ser  aplicada  levando-se em conta as necessidades pedagógicas da criança   índia.</font></p>
<p><font color="#000000" face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif" size="2">Evidentemente que o conselho tutelar deverá realizar o chamado   “estudo de caso”, onde se verificará a necessidade ou não da aplicação  de outras  medidas protetivas, como por exemplo, a institucionalização  da vitimizada em  entidade abrigo, com a finalidade de dar continuidade  ao tratamento médico ou  deixá-la a salvo de ser novamente abusada, ou  ainda, representar ao ministério  público estadual para que  judicialmente afaste o agressor da comunidade indígena  ou mesmo de sua  moradia.</p>
<p>Entendemos que o agressor do abuso sexual,  apesar de culpado, deve  também ser encarado como vítima, a reclamar tratamento e  a necessária  punição como forma de contenção. A nossa maior preocupação neste  caso  deve ser em garantir que toda criança índia tenha uma convivência no  âmbito  de sua comunidade de forma saudável, infenso à promiscuidade com  abusadores  sexuais, sejam estes índios ou não-índios.</p>
<p>Toda criança deve ficar  afastada da marginalidade em qualquer lugar  do mundo, seja na cidade, na sua  família, em entidade de atendimento,  seja também numa aldeia indígena, pelo  único fato de ser uma pessoa em  desenvolvimento, merecedora da proteção integral  – forma de inclusão  social.</p>
<p>Portanto é nosso dever velar pela dignidade  da criança índia,  abusada sexualmente por um membro de sua comunidade, pondo-a a  salvo de  novo tratamento desumano e violento</p>
<p></font><font color="#000000" face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif" size="2">*  Professor de direito da criança na UFRR, UERR e  Faculdade  Estácio/Atual da Amazônia; desembargador do Tribunal de Justiça de   Roraima; diretor da Escola do Judiciário de Roraima 2011/2013; MBA em  Política,  Estratégia e Gestão Pública pela Universidade Federal do Rio  de Janeiro –  UFRJ/2007; e pós-graduação em Violência doméstica contra  criança pela  Universidade de São Paulo – USP/2000 &#8211;  maurocampello@tjrr.jus.br  </font></p>
<h2 align="center">O abuso sexual de criança índia e a infância  como valor universal</h2>
<p><font color="#000000" face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif" size="2">Mauro Campello *</font></p>
<p><font color="#000000" face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif" size="2">Nos  idos dos anos 2000,  lendo as notícias dos periódicos de Roraima,  chamou-nos à atenção para a prática  de um crime que começava a ocupar  as páginas policiais – o de crianças índias  serem abusadas sexualmente  por membros de sua própria comunidade.</font></p>
<p><font color="#000000" face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif" size="2">Numa   destas matérias, o Jornal Folha de Boa Vista registrou o caso de uma  criança  índia da aldeia Ianomâmi ou Yanomami, de dois anos de idade,  que havia sido  estuprada pelo próprio tio, quando estava sob  responsabilidade deste em uma  entidade com função de acolher os índios  que vinham à cidade a procura de  assistência médica. A mãe da criança  índia encontrava-se com outro filho enfermo  no hospital de nossa  capital.</font></p>
<p><font color="#000000" face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif" size="2">De  acordo com as informações da imprensa, a  índia vítima chegou  gravemente ferida ao pronto socorro infantil, sangrando  muito pela  vagina, sendo submetida a uma cirurgia de emergência. A médica de   plantão, que atendeu o caso, esclareceu aos meios de comunicação, que a  criança  índia teve ferimentos no períneo, ou seja, teve um rompimento  entre o ânus e a  vagina, que ficaram interligados externamente.</font></p>
<p><font color="#000000" face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif" size="2">A  assistente social do  pronto-socorro comunicou o fato ao conselho  tutelar de nossa cidade, que  imediatamente iniciou o atendimento do  caso, sendo informado pela direção da  entidade, onde em tese ocorreu o  crime, que em casos dessa natureza o  procedimento era encaminhar o  autor do delito para o órgão de assistência ao  índio – Fundação  Nacional do Índio, para os devidos fins legais.</font></p>
<p><font color="#000000" face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif" size="2">Os   conselheiros tutelares ao chegarem neste órgão ficaram sabendo que o  índio autor  do estupro já havia sido entregue para uma organização  não-governamental, que  prestava atendimento aos Ianomâmi em suas  terras, para que fosse apresentado ao  tuxaua da aldeia, a fim de sofrer  as penalidades de acordo com sua cultura e  tradições. O conselho  tutelar preocupado com o desdobramento do caso informou à  polícia  federal, que acabou instaurando inquérito policial em seu  âmbito.</font></p>
<p><font color="#000000" face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif" size="2">Com  efeito, a violência sexual contra criança não é fato novo. A  própria  bíblia nos relata abuso sexual de criança por adulto e de incesto   praticado pelos próprios pais ou parentes, desde épocas remotas. Na  história da  humanidade temos como exemplo, os ptolomeus do Egito, que  após vários casamentos  entre irmãos, produziram Cleópatra. Outro  exemplo está na mitologia grega, onde  Édipo mata o pai para se casar  com a mãe.</font></p>
<p><font color="#000000" face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif" size="2">Poucos  são os estudos e  levantamentos estatísticos sobre a violência sexual  envolvendo criança índia no  Brasil, mas se sabe que esta não integra a  cultura Ianomâmi. Por outro lado,  este caso revela que o abuso sexual  de uma criança índia é a demonstração que a  violência sexual é um  fenômeno que pode ocorrer em qualquer etnia, uma vez que a  cultura da  violência é geral e comum a todos e os laços de consangüinidade e   afetividade não asseguram sempre o amor necessário para a proteção das   crianças.</font></p>
<p><font color="#000000" face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif" size="2">No  México, para os índios da Sierra Madre, o incesto pai-filha  faz parte  da cultura indígena, o mesmo ocorrendo no Brasil, na reserva indígena   Caiuas, em Mato Grosso do Sul, onde as meninas bem cedo são privadas da   companhia dos pais para não serem submetidas a abuso sexual,  considerado como  atitude normal. Como se percebe, o conceito de abuso  sexual contra criança está  na dependência de padrões culturais.</font></p>
<p><font color="#000000" face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif" size="2">No  caso noticiado o abuso sexual foi  praticado distante da aldeia  indígena, dentro de um órgão de proteção ao índio  em Boa Vista/RR, a  indicar que tal violência ocorreu devido à relação  interétnica de  integração que se desenvolveu, de forma acelerada e sem  planejamento,  principalmente nas décadas de 80 e 90, fundamentalmente com os  contatos  com os garimpeiros que exploravam os minérios, com a população dos   povoados que surgiram e com os soldados que serviam nos pelotões, todos  situados  em território Ianomâmi, uma vez que a violência sexual contra  suas crianças,  como já afirmado, não integrava a cultura desses índios.</font></p>
<p><font color="#000000" face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif" size="2">Este  caso é um  exemplo de que a preservação dos índios em redomas, para que  se mantenham  distantes de contatos humanos, não passa de uma tentativa  de fazer parar o  tempo, como se isso fosse possível, em territórios  cujas dimensões e natureza  tornam impossível um policiamento protetor.</font></p>
<p><font color="#000000" face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif" size="2">A  proposta de segregação é um  equívoco. O mundo real tem demonstrado a  impossibilidade do isolamento dos  índios. O resultado do contato  clandestino destes com ações do que há de pior na  sociedade  contemporânea tem sido cruel e perverso para sua  subsistência.</font></p>
<p><font color="#000000" face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif" size="2">Para o pesquisador Bruce Albert, especialista em Ianomâmi,  esta  comunidade, em nome dos direitos humanos universais, deve ter estes   direitos respeitados como também observá-los. Sustenta que não podemos  defender  os Yanomami em nome de direitos humanos universais e, ao mesmo  tempo, eximi-los  da responsabilidade de observar tais direitos. Não  podemos sustentar um  equivalente ético do paradoxo de Zenon de Eléia,  que, enquanto caminhava, negava  a existência do movimento.</font></p>
<p><font color="#000000" face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif" size="2">E arremata que se assim fosse, estaríamos  diante de um relativismo  cultural radical (“diferencialismo”) ou, pior ainda,  num uso  oportunista e casuístico do universalismo jurídico, o que seria capaz de   criar situações interétnicas insustentáveis.</font></p>
<p><font color="#000000" face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif" size="2">O Estado brasileiro tem  implementado políticas e programas de  assistência aos índios sem levar em  consideração o conhecimento  disponível sobre estas populações e mesmo à opinião  destes grupos, em  verdadeiro desrespeito a sua autodeterminação. Preconceito,   desinformação e intolerância têm, assim, cercado as comunidades  indígenas no  Brasil, fomentando a discriminação e segregação.</font></p>
<p><font color="#000000" face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif" size="2">Disto podemos concluir  que é preciso intervir, através do repasse de  informações sobre os danos as  crianças índias vítimas de abuso sexual,  para que se possa interromper a sua  absorção pela sociedade indígena,  originada no contato com as ditas civilizações  não-índias, ou mesmo  possa mudar a cultura, tradição e prática desta violência,  onde for  aceita.</p>
<p>Não seria inviável tal controle, desde que as  informações fossem  introduzidas em acordo com as características culturais e  situacionais,  sobretudo em consonância com as expectativas da comunidade  indígena.  Evidentemente, isto a exigir um planejamento didático de informações a   serem repassadas ao grupo indígena.</p>
<p>Segundo a profª. Dominique Tilkin  Gallois esta forma de atuação  implica, aparentemente, numa imersão no mundo dos  “brancos”, na medida  em que promove a adaptação e a instrumentalização dos  índios com  técnicas e saberes novos.</p>
<p>Em função disto, tal orientação  confronta-se habitualmente com os  ideários preservacionistas, cujos critérios de  ‘respeito’ absoluto à  cultura, ao nosso sentir, não só controlam, mas também  isolam os grupos  indígenas do conhecimento da realidade diversificada do mundo  de fora,  em verdadeiro prejuízo para garantia da sua própria autonomia e   existência.</p>
<p>Torna-se importante para a comunidade indígena que esta  integração  ocorra mediante o acesso ao diálogo com múltiplos agentes da  sociedade,  bem como conhecimento de diversas situações, que favoreçam a reflexão   sobre sua posição no jogo de poder das relações interétnicas.</p>
<p>A partir  disso, podem ser encorajados a debater entre si o abuso de  crianças índias e de  suas mulheres e a encontrar maneiras adequadas de  se apropriar socialmente do  princípio dos direitos humanos universais.</p>
<p>Assim, mediante o repasse  eficaz de informações sobre abuso sexual e  seus efeitos danosos contra crianças  índias ocorrido em outros povos  indígenas e no próprio segmento da sociedade  nacional, estaríamos  promovendo a reflexão pretendida.</p>
<p>Independentemente  da cultura, da sociedade e da comunidade ou do  grupo étnico em que se insira a  infância, esta deve ser reconhecida  como um valor universal de que as crianças  enquanto pessoas em  desenvolvimento necessitam de proteção e cuidados especiais  e são,  enquanto seres políticos, sujeitos de direitos, cidadãos de primeira   classe. Este tema foi devidamente abordado no ensaio publicado nesta  coluna do  dia 05.12.2011, sob o título “a criança índia e a infância  cidadã”.</p>
<p>A  infância não é uma natureza, mas é uma condição concreta de  existência, em  qualquer parte do mundo. Isto significa que em todo o  planeta Terra é preciso –  partindo do sentimento e da idéia de  infância, construir a cultura da infância e  de que a infância cidadã  pode ser uma das manifestações.</p>
<p></font><font color="#000000" face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif" size="2">*  Desembargador, professor de direito da criança na  UFRR, UERR e  Faculdade Estácio/Atual da Amazônia &#8211;  maurocampello@tjrr.jus.br</font></p>
<p><strong>Methoden der Kindstötung bei Indianerstämmen<br />
Die renommierte Anthropologin Ligia Simonian von der Bundesuniversität   in BelÃ¨m/ParÃ  hat die Praxis der Kindstötung(Infantizid) bei   machistischen brasilianischen Indianerstämmen seit langem intensiv   untersucht und darüber immer wieder auch in Büchern entsprechende   Feldstudien veröffentlicht.<br />
Die Wissenschaftlerin nennt die verschiedensten gängigen Methoden der   Tötung: So wird das betreffende Kind von der Mutter bei den Fußknöcheln   gepackt und mit dem Kopf gegen einen Baumstamm geschlagen. Kinder  werden  zudem mit Pfeilen oder Wurfspießen ermordet; Babies erstickt  oder  irgendwo im Regenwald noch lebend zurückgelassen. Aus anderen  Studien  ist bekannt, daß Indianermütter die Kleinkinder lebendig  begraben.</strong></p>
<p><strong>Infantizid, so die Wissenschaftlerin, sei ein   soziokultureller Imperativ in vielen Gesellschaften und werde u.a. als   Strategie der Populationskontrolle, etwa beim Fehlen ausreichender   Ressourcen, gerechtfertigt. Der Infantizid könne bei der Geburt, kurz   danach oder sogar noch in der Kindheit und Jugend ausgeführt werden. Zu   den Gründen zählten die Geburt von Zwillingen, aber auch Motive der   Ã„sthetik. Bekannt ist zudem, daß Albinos gewöhnlich umgebracht werden.<br />
Infantizid, so Simonian, habe es bereits bei den Hindus, Chinesen,   Ã„gyptern, Römern und Griechen gegeben. Auch im Europa des Mittelalters   sei der Kindsmord sehr verbreitet gewesen. Trotz vieler moralischer   Restriktionen existiere Infantizid weiterhin in zahlreichen   Gesellschaften.<br />
Ligia Simonian widmet sich besonders den brasilianischen Stämmen der   Amundawa und Urueu-wau-wau. Dabei führt sie eine Reihe von   Infantizid-Gründen aus dem Untersuchungszeitraum der neunziger Jahre   auf: Mädchen werden getötet, weil sie als Erwachsene in ihrem Stamm nur   einen gering bewerteten Status haben. Die Möglichkeit, daß niemand die   Vaterschaft für ein Kind erklärt, „rechtfertige” ebenfalls die Tötung.   Die Geburt von Zwillingen, Drillingen motiviere den Tod von einem oder   allen Neugeborenen “ vor allem dann, wenn die Gruppe häufig den Ort   wechsle. Im Falle von Zwillingsgeburten werde gewöhnlich das Mädchen   getötet, sofern noch ein Junge mit zur Welt gekommen sei. Außerdem   würden mißgebildete Babies getötet.<br />
Zu den Überlegungen der Tötenden zählt laut Simonian, daß Neugeborene   die Tötung nicht fühlten, daß Mißgebildete „unnütz” seien. Katholische   Missionare hätten den Infantizid unter Stämmen wie den Bororo als   barbarischen Akt, als unmoralisch und kriminell charakterisiert.<br />
“„Mauer des Schweigens” aus politischer Korrektheit”<br />
Bemerkenswert, wie die Anthropologin darauf hinweist, daß Forscher über den Kindermord bei Stämmen schlichtweg schweigen.<br />
In der Tat reagieren in Brasilien gerade weibliche Indioforscher   regelrecht geschockt, wenn man sie auf politisch unkorrekte Tatsachen   aus der Indianerkultur anspricht. Manchen verschlägt es buchstäblich vor   Schreck regelrecht erst einmal die Sprache “ andere leiern routiniert   herunter, trotz intensiver Feldstudien von all dem nie und nimmer etwas   bemerkt, gar gehört zu haben. Ligia Simonian fühlt sich indessen   offenbar ausschließlich der Wahrheit verpflichtet.<br />
Wie es in ihren Studien weiter heißt, seien gewöhnlich die Indiofrauen   für die Kindstötung verantwortlich, würden daher gelegentlich als   widernatürlich und unmenschlich, als gefühlsarm hingestellt.<br />
Die Amundawa und Urueu-wau-wau leben seit den achtziger Jahren im   Kontakt mit Nicht-Indios, darunter mit Angestellten der staatlichen   Indianerschutzbehörde FUNAI. In der Periode vor der Entdeckung des   heutigen Brasilien hätten die Indiomänner die Tötung ausgeführt, erst   später die Frauen. Falls eine Mutter das betreffende Kind nicht   umbrachte, habe eine andere Frau diese Aufgabe übernommen. Im Falle von   deutlichen Mißbildungen seien Babies kurz nach der Geburt getötet   worden. Hatten Kinder das Down-Syndrom, stellten Eltern dies gewöhnlich   erst später fest und praktizierten dann den Infantizid. Laut Simonian   haben viele Nicht-Indios Druck auf die Indianer ausgeübt, aus Gründen   der Menschlichkeit, der Religion und selbst angesichts der geringen Zahl   der Stammesmitglieder mit dem Infantizid aufzuhören, der als   animalische, feige Tat charakterisiert worden sei. Die geringe Zahl von   Stammesangehörigen, so die Nicht-Indios, folge schließlich aus der   Kindstötung.<br />
Geschildert wird auch folgender Fall: Ein verheirateter Mann schwängert   außerehelich zweimal eine andere Frau “ seine eigene Frau ist jedoch   nicht einverstanden, daß er sich eine zweite nimmt. Daraufhin werden die   beiden unehelichen Kinder getötet.<br />
Simonian beobachtete indessen auch, daß Kritik von Nicht-Indios,   darunter Missionaren und FUNAI-Angestellten bewirkten, daß sich Indianer   mit einer Adoption von zur Tötung vorgesehenen Kindern durch   Nicht-Indios einverstanden erklärten.<br />
Die Zahl der Kindstötungen bei beiden Stämmen nennt die Anthropologin   hoch. Zitiert wird ein weiter zurückliegender Fall, bei dem 18   Indianerinnen bestätigten, von ihren insgesamt 98 Kindern exakt 38   Mädchen getötet zu haben. Der Männerüberschuß bei den beiden Stämmen ist   beträchtlich.<br />
Berichtet wird zudem ein Fall aus dem kolonialen Venezuela, bei der eine   Indianerin die Tötung all ihrer weiblichen Kinder damit begründete,   diesen ersparen zu wollen, was sie selbst erlitten habe. Später wären   diese Mädchen zwangsläufig zu Ehefrauen geworden, würden durch ihre   Indio-Männer ausgebeutet und mißhandelt. Und später, als alte Frauen,   hätten sie zudem auch noch die Mißhandlungen durch die neuen, jüngeren   Ehefrauen des eigenen Mannes zu ertragen.<br />
Eine Amundawa-Frau, so Simonian, habe 1990 darauf verzichtet, auf   Anraten des Bruders ihr Kind unmittelbar nach der Geburt zu töten. Der   Bruder habe ihr geraten, den Vater des Kindes aufzusuchen und   argumentiert, daß die Weißen ihre Kinder nicht töteten, „wir das daher   auch nicht tun sollten”. Doch auf dem Weg zum Dorf des Vaters habe die   betreffende Frau ihr Kind dann doch umgebracht.<br />
All diese komplexen Situationen, so Simonian, weisen auf die Problematik   menschlicher Sensibilität, wenngleich häufig die   Infantizid-Verantwortlichen jegliche emotionale Anteilnahme negieren.   Kindstötung sei nicht nur kulturelle Praxis dieser beiden Stämme,   sondern existiere auch bei vielen anderen. Es handele sich um eine   widersprüchliche Realität, die diskutiert werden müsse.<br />
Der Yanomami-Stamm in Amazonien wird in vielen deutschen Medien   besonders positiv hervorgehoben. Indessen fehlt stets ein Fakt, den der   für Gesundheitsbetreuung im Stammesgebiet zuständige Mediziner Marcos   Pelegrini gegenüber der „Folha de Boa Vista” betonte: Allein 2004 wurden   mindestens 98 Yanomami-Kinder von den eigenen Müttern per Infantizid   umgebracht.Â  Bestimmte Indianer-Experten, die Infantizid nach wie vor   verharmlosen, haben die Angaben des Mediziners bis heute weder   dementiert noch kommentiert.</strong></p>
<p><strong>Während es um vergleichsweise wenige Kindermorde in Ländern   wie Deutschland berechtigterweise enormes öffentliches Aufsehen gab,   werden bei einem Stamm wie die Yanomami, der in Brasilien nur etwa 15000   Mitglieder zählt, die Ermordung von mindestens 98 Kindern in nur einem   Jahr gemäß dieser Logik als sehr wenig betrachtet. Man müßte sich nur   einmal die öffentlichen Reaktionen vorstellen, wenn beispielsweise in   einer deutschen, österreichischen oder schweizerischen Stadt mit etwa   15000 Einwohnern 2004 rund 100 Kinder ermordet worden wären. Eine Welt &#8211;   oder sehr banale Mediensteuerung?</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/07/der-hauptanlas-fur-krieg-ist-der-wunsch-nach-jungen-frauen-yanomami-buch-vom-pinguin-verlag-innsbruck-neugeborene-madchen-werden-haufiger-getotet-als-jungen-die-sehr-begehrt-sind-yanomami/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/07/der-hauptanlas-fur-krieg-ist-der-wunsch-nach-jungen-frauen-yanomami-buch-vom-pinguin-verlag-innsbruck-neugeborene-madchen-werden-haufiger-getotet-als-jungen-die-sehr-begehrt-sind-yanomami/</strong></a></p>
<p><strong>Leonardo Boff über die Indianer: ”Und ich habe sie immer   bewundert, sie sind unsere großen Meister im Hinblick auf die Haltung   gegenüber der Natur. Die sind technologisch gesehen rückständig, aber   zivilisatorisch, sie sind vorwärts, sie sind reicher als wir. Wenn wir   lernen wollen, was wir für eine Beziehung mit der Natur eingehen sollen,   die Beziehung zwischen dem Alter und den Kindern, den Erwachsenen und   alten Leuten, die Beziehung zwischen Arbeit und Freizeit, die Beziehung   zwischen Leben und Tod, dann müssen wir die Indianer hören. Die haben   eine große Weisheit und vieles haben sie uns zu sagen.”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/26/brasilianer-der-in-der-schweiz-ein-vierjahriges-madchen-vergewaltigte-in-luzern-zu-lebenslanglich-verurteilt-laut-landesmedien-rio-de-janeiro-alle-zwei-stunden-eine-vergewaltigung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/26/brasilianer-der-in-der-schweiz-ein-vierjahriges-madchen-vergewaltigte-in-luzern-zu-lebenslanglich-verurteilt-laut-landesmedien-rio-de-janeiro-alle-zwei-stunden-eine-vergewaltigung/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.guiademidia.com.br/acessar-jornal.htm?http://www.jornalatribuna.com.br/"><strong>http://www.guiademidia.com.br/acessar-jornal.htm?http://www.jornalatribuna.com.br/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1624771/"><strong>http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1624771/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/29/brasilianer-vertrauen-weltweit-am-meisten-in-produkt-propaganda-europaer-am-wenigsten-laut-studie-consumidor-confia-na-propaganda-kulturelle-unterschiede-bildungsniveau-kritikfahigkeit/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/29/brasilianer-vertrauen-weltweit-am-meisten-in-produkt-propaganda-europaer-am-wenigsten-laut-studie-consumidor-confia-na-propaganda-kulturelle-unterschiede-bildungsniveau-kritikfahigkeit/</strong></a></p>
]]></content:encoded>
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