In Rio de Janeiro hatten Dilma-Rousseff-Anhänger das Wahlkampfteam von Oppositionskandidat José Serra attackiert, Serra war dabei zweimal am Kopf getroffen worden.
„Lula muß sich bei Serra entschuldigen. Er nannte ihn Lügner ohne die Videos gesehen zu haben, die den Zwischenfall rekonstruierten. Hätte er sie gesehen, hätte er nicht gelogen…“(O Globo)
http://das-blaettchen.de/brasiliens-konfuse-praesidentschaftswahlen/
„Unsere Politik hat immer zwei Gesichter: Eines für außen, zivilisiert, die Rechte respektierend – und eines für innen, grausam. Für mich ist das Konsequenz des Sklavenhalterregimes, das unsere kollektive Mentalität tief prägte…Wir halten diese Doppelzüngigkeit des Charakters im gesamten politischen Leben aufrecht…Die Wahlen sind Theater…Heute haben die brasilianischen Oligarchen eine Struktur aufgebaut, die die Wahlen schlicht zu einem politischen Theater werden läßt…Lula bewies, daß er für die Oligarchie nicht gefährlich ist. Er ist das größte populistische Talent der politischen Geschichte Brasiliens, viel besser noch als Getulio Vargas…Der Aufstieg Lulas in unserem politischen Leben ist für unsere Oligarchen, wie den höchsten Jackpot zu gewinnen…Wir müssen systematisch im Ausland anklagen, daß die Mörder und Folterer des Militärregimes heute durch die Justiz gedeckt werden…Der Staat, unsere Autoritäten fürchten die Anklagen aus dem Ausland, weil unser Verstellen, Verheimlichen auf internationalem Parkett dann offenläge…In Brasilien haben die Bankiers und Großunternehmer klar mit dem Militärregime zusammengearbeitet… Ich widerspreche dem Begriff Redemokratisierung. Wir hatten bis heute nie Demokratie…“(zitiert aus neuem Interview der Zeitschrift „Caros Amigos“ 2010)
“Fast vierzehn Jahre lang hatte die Arbeiterpartei das Land regiert.” Deutschlandradio Kultur, 11.10.2016. Bei den Wahlen von 2014 zum Nationalkongreß errang die Arbeiterpartei 70(!) von insgesamt 513 Sitzen des Abgeordnetenhauses, im Senat 12 von insgesamt 81 Sitzen.
Die “Stärke” der Arbeiterpartei Lulas im Nationalkongreß seit 2003:
Ausriß Wikipedia Brasil.
Brasiliens wichtigster Befreiungstheologe Frei Betto, Lulas Ex-Regierungsberater 2016: „Jene Arbeiterpartei von Dilma Rousseff und Lula paktierte mit den Feinden der Arbeiter, der Armen, änderte die archaischen Gesellschaftsstrukturen nicht.“
Allein im Nationalkongreß von 2016agieren 32(!) zumeist auf Mauscheleien aller Art spezialisierte Parteien, die auch in den Teilstaaten häufig irrwitzigste, absurdeste Bündnisse eingehen.
Brasilianer, Brasilianerinnen, die Deutschlandradio-Beiträge zum Deutschlernen nutzen, lachen immer wieder laut auf über die seltsame Darstellung ihres Landes.
DIE ZEIT und der Tod des Mitherausgebers Helmut Schmidt/SPD 2015 – was alles in den Nachrufen fehlt:http://www.hart-brasilientexte.de/2015/11/12/die-zeit-und-der-tod-des-mitherausgebers-helmut-schmidtspd-2015-was-alles-in-den-zeit-nachrufen-fehlt/
Tags: Brasilien, Sao Paulo, Sklavennachfahrin
Brasiliens heutiger Staatspräsident Luis Inacio Lula da Silva hatte bereits als Gewerkschaftsführer im Jahre 1979 klargestellt, wie er zu Hitler steht. In einem Interview sagte Lula damals: “Hitler irrte zwar, hatte aber etwas, das ich an einem Manne bewundere – dieses Feuer, sich einzubringen, um etwas zu erreichen. Was ich bewundere, ist die Bereitschaft, die Kraft, die Hingabe.”
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Ausriß. “Wir sind alle Lula”.
Vor wenigen Tagen wurde der in Brasilien noch immer sehr populäre Ex-Präsident Luiz Inácio „Lula“ da Silca wegen vermeintlicher passiver Korruption zu neuneinhalb Jahren Haft verurteilt – von einem dem großbürgerlichen Block willfährigen Richter
„Wir sind bestürzt über die Verurteilung des brasilianischen Ex-Präsidenten Lula wegen angeblicher Korruption. Die Anklage wirkt konstruiert und politisch motiviert, die mehr als dürftige Beweislage stützt sich auf Kronzeugenaussagen. Erneut scheint die Justiz für politische Zwecke instrumentalisiert zu werden. Lulas Partei, die Partei der Arbeiter (Partido dos Trabalhadores – PT), sieht darin einen Anschlag auf die Demokratie und die Verfassung. Bereits im letzten Jahr wurde Dilma Rousseff durch einen parlamentarischen Putsch ihres Amtes enthoben. Nun entsteht der Eindruck, dass Lula, der die Umfragen zu den nächsten Präsidentschaftswahlen im Jahr 2018 anführt, mit einem fadenscheinigen Urteil aus dem Verkehr gezogen werden soll. Mit der PT hoffen wir darauf, dass in den nächsten Instanzen die Gerechtigkeit zum Zuge kommt. Unsere Solidarität gehört der PT und Luiz Inácio Lula da Silva.“
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Comparato war zur Diktaturzeit in Sao Paulo vom deutschstämmigen Kardinal Evaristo Arns in die Kommission für Gerechtigkeit und Frieden berufen worden, die im Widerstand gegen das Regime eine wichtige Rolle spielte.
http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html

Professor Fabio Konder Comparato auf Konferenz des Goethe-Instituts Sao Paulo in der Rechtsfakultät der Stadt. http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/20/goethe-institut-sao-paulo-seminar-mit-marianne-birthler-uber-vergangenheitsbewaltigung-in-brasilien/
Dilma Rousseff feiert Wahlsieg mit Ex-Chef der Folterdiktatorenpartei ARENA: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/02/dilma-rousseff-und-partner-jose-sarney-ex-chef-der-diktatorenpartei-arena-bei-der-siegesfeier-linke-politik-unter-lula-und-dilma-rousseff-in-brasilien/
http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/02/memorial-da-resistencia-in-sao-paulo-goethe-institut/
Vor dem Hintergrund des enormen Publikumserfolgs von „Tropa de Elite 2″, der die Menschenrechtslage unter Lula kritisiert, hat die Polizei-Spezialeinheit BOPE in Rio de Janeiro jetzt kurz vor dem Ende von Staatschef Lulas Amtszeit noch den von Banditenkommandos des organisierten Verbrechens mit aller Grausamkeit beherrschten Hügelslum „Morro dos Macacos“ besetzt, melden die Landesmedien. Ein geheimer Friedhof sei entdeckt worden, auf dem laut Polizei Mißliebige u.a. in Autoreifen verbrannt worden seien. Das Feuer der „Microondas“ genannten Scheiterhaufen habe man in benachbarten Slums sehen können. „Sie wollten ihre Macht und die Grausamkeit demonstrieren, mit der sie Feinde behandelten“, wurde ein Polizist zitiert. Die Zustände auf dem „Morro dos Macacos“ sind nicht erst seit Lulas Amtsbeginn 2003 bestens bekannt. Von den weit über 1000 Rio-Slums hat die Polizei lediglich einige angesichts der nahenden Fußball-WM und der Olympischen Spiele besetzt.
Ausriß der Tageszeitung „O Dia“ – BOPE fand u.a. Totenköpfe, Menschenknochen, MG-Patronenhülsen und Reifenreste.

Ausriß, Rio-Lokalzeitung, Scheiterhaufen-Opfer, 7.11.2012. http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/668242/
Filmszene aus „Tropa de Elite 2″ – Banditen verbrennen eine Journalistin und einen Fotografen in Rio, ein Bandit hält einen verkohlten Menschenkopf in der Hand. Erinnert wird damit u.a. an die Verbrennung des TV-Journalisten Tim Lopes in Rio de Janeiro – der Haupttäter ist auf freiem Fuß. http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/19/brasiliens-organisiertes-verbrechen-hat-doppelt-soviel-waffen-wie-die-landespolizei-laut-genfer-institut-und-ngo-viva-rio/
Rio-Presse über Attentat auf Polizist. In der Stadt mit über 10 Millionen Einwohnern hat ein Großteil bereits derartige Szenen aus nächster Nähe gesehen. Realitätsvergleiche – eine Welt.
Prominente Unterstützer von Dilma Rousseff: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/19/dilma-rousseff-jose-serra-die-prominenten-unterstutzer-chico-buarque-und-leonardo-boff-mit-lulas-wunschkandidatin-grunen-politiker-gabeira-mit-serra/
Die Banditenkommandos hätten über 5,2 Millionen Waffen, die Polizei nur 2,1 Millionen. Brasilien sei unter den westlichen Ländern nach den USA inzwischen zweitgrößter Produzent von leichten Waffen und ein wichtiger Exporteur. Bei Munition zähle Brasilien zu den Marktführern, hat in jüngster Zeit sogar eine große Munitionsfabrik in Deutschland gekauft.
Persönliche Sicherheit und Menschenrechte in Rio de Janeiro unter Lula: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/20/rio-de-janeiro-und-gewalt-25000-menschen-getotet-seit-2007-laut-ngo-rio-de-paz-menschenrechtsbilanz-der-lula-regierung/
Tourismusinformationen, Reisewarnungen: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/09/das-menschenrecht-auf-personliche-sicherheit-unter-lula-die-deutsche-botschaft-in-brasilia-informiert/
Auch in der City Sao Paulos, nahe der Avenida Paulista, sind laut Aussagen von Bewohnern regelmäßig nachts Schüsse zu hören, werden Menschen liquidiert, dann in Lieferwagen geworfen, weggekarrt. Zahlreiche Bewohner wurden von ihren Appartements aus Zeugen von außergerichtlichen Exekutionen – bei denen der Betroffene sogar um den Gnadenschuß bat. Anders als in Rio de Janeiro werden derartige Vorfälle von den lokalen Zeitungen nur selten erwähnt – wird damit der Eindruck erweckt, Sao Paulo sei „sicherer“ als beispielsweise Rio de Janeiro. Die politischen Interessen sind bekannt. Offizielle Mordstatistiken Sao Paulos werden allgemein angezweifelt.

Zeitungsfoto – wer brasilianische Favelas besucht, trifft auf ähnlich bewaffnete Kinder, Jugendliche, junge Männer wie diesen.
Präsidentschaftskandidat José Serra hat erneut daran erinnert, daß Staatschef Lulas politische Partner des Regierungsbündnisses, José Sarney und Fernando Collor, nun auch wichtige Unterstützer der Präsidentschaftskandidatin Dilma Rousseff sind. Bei Sarney und Collor handelt es sich nach Einschätzung nationaler Politikexperten um berüchtigte, typische Vertreter der alten, reaktionären Oligarchie Brasiliens – verwickelt in eine große Zahl von Skandalen. Sarney war zudem ein Diktaturaktivist, Chef der Regimepartei ARENA. Collor wurde als Staatspräsident wegen Machtmißbrauch und Korruption per Impeachment aus dem Amt entfernt. Lula hält zu beiden Politikern ein freundschaftliches Verhältnis. In Senatspräsident Sarneys Teilstaat Maranhao wurde die Arbeiterpartei(PT) angewiesen, zugunsten von Sarneys Tochter Roseane bei den jüngsten Gouverneurswahlen keinen eigenen Kandidaten zu nominieren, dafür den PT-Funktionär Washington Luiz als Vizegouverneurskandidaten von Roseane Sarney aufzustellen, sie aktiv zu unterstützen. Gegen dieses Diktat der Parteiführung traten renommierte Mitglieder in den Hungerstreik. Diese Fakten erleichtern die politische Einschätzung von Lula und seiner Parteiführung stark. Gouverneurin Roseane Sarney(PMDB) gewann vorhersehbar die Wahl.

Dilma Rousseff und Ex-Diktaturparteichef José Sarney, Ausstellungsfoto. http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html
Dilma Rousseff feiert Wahlsieg mit Sarney: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/01/dilma-rouseff-siegesfeier-auf-der-avenida-paulista-in-sao-paulo-gesichter-brasiliens/
Gefangenaufstand in Sao Luis, Heimat des Sarney-Clans: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/09/gefangenenrebellion-in-sao-luismaranhao-bisher-mindestens-neun-getotete/
Franziskanerbischof zu Maranhao-Oligarchie: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/22/wir-leben-in-zeiten-in-denen-der-kapitalismus-die-liebe-zwischen-den-menschen-vernichtet-jose-belisario-da-silva-erzbischof-von-sao-luis-maranhao-zur-neuen-bruderlichkeitskampagne-der-katholi/
Tim Cahill, Amnesty International: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/02/die-lula-regierung-war-bei-den-menschenrechten-eine-enttauschung-tim-cahill-brasilienexperte-von-amnesty-international-in-london-weiter-alltagliche-folter-todesschwadronen-sklavenarbeit-sc/
„Große Siegeskundgebung“: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/28/dilma-rousseff-und-lula-grose-siegeskundgebung-grande-comicio-da-vitoria-in-sao-paulo/
„In nur einer Woche 3 Millionen Zuschauer“.
„Mit Tropa de Elite 2 klagt Padilha die Politik und die Politiker an.“ Kritiker Luiz Zanin Oricchio in „O Estado de Sao Paulo“.

Ausriß, Rio-Lokalzeitung, Scheiterhaufen-Opfer, 7.11.2012. http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/668242/
Brasilien bewegt den Bundespräsidenten: Während seines Besuchs zeigte sich Joachim Gauck beeindruckt von der Aufbruchstimmung im Land. Deutschland könne von dem Mut zu Veränderungen lernen. Regierungssender Deutsche Welle 2013
In der deutschen Parteipropaganda wird die brasilianische Regierung als progressiv eingestuft.
Laut Medienberichten sehen sich viele Eltern bereits mit elfjährigen Kindern den Film an, obwohl er erst ab 16 zugelassen ist. Ein Vater in Sao Paulo wurde zitiert:“Der Film ist etwas gewaltgeprägt – aber wir erleben das doch im Alltag. Es ist gut, daß meine Elfjährige dazulernt.“
Zeit-Leser:
“Hätte jedes Land einen Präsidenten wie Lula, dann wäre unsere Welt ein besserer Ort. Er ist kein Politiker, er ist ein Staatsmann.” Deutscher Leserbrief an die “Zeit”.
Verbrennen von Journalistin und Fotograf im Film – Bandit mit verkohltem Menschenkopf. Der TV-Reporter Tim Lopes wurde in der Olympia-Stadt Rio de Janeiro tatsächlich lebendig verbrannt – der hauptbeteiligte Killer ist auf freiem Fuß, wurde im Fernsehen bewaffnet beim Drogenhandel gezeigt.
Lula laut Presse mit mutmaßlichem Chef paramilitärischer Milizen auf Kundgebungsbühne in Rio: http://g1.globo.com/Noticias/Politica/0,,MUL319661-5601,00-SUPOSTO+CHEFE+DE+MILICIA+SOBE+AO+PALANQUE+DE+LULA+NO+RJ.html
Rio-Gouverneur Cabral und Milizen: http://veja.abril.com.br/blog/reinaldo/geral/video-mostra-cabral-ao-lado-de-lideres-de-milicia-no-rio/
Wagner Moura: „Todo mundo já teve vontade de dar um tapa num deputado safado.“

Ausriß. “Mit der SPD bin ich schon seit den Zeiten verbunden, als ich Gewerkschaftsführer war.” Hochrangige SPD-Politiker wie Willy Brandt und Helmut Schmidt pflegten enge Beziehungen zur nazistisch-antisemitisch orientierten brasilianischen Folterdiktatur.
”Hitler irrte zwar, hatte aber etwas, das ich an einem Manne bewundere – dieses Feuer, sich einzubringen, um etwas zu erreichen. Was ich bewundere, ist die Bereitschaft, die Kraft, die Hingabe.” Ist das Zitat von Lutz Bachmann, Björn Höcke oder von SPD-Idol Lula?
“Mit Tropa de Elite 2 klagt Padilha die Politik und die Politiker an.” Kritiker Luiz Zanin Oricchio in “O Estado de Sao Paulo”.