Laut „Veja“ beabsichtigte Lula, nach seiner Amtszeit UNO-Generalsekretär zu werden und traf sich deshalb im Mai 2010 in Rio de Janeiro mit dem derzeitigen Amtsinhaber Ban Ki-moon, der ihm indessen eine negative Antwort gab. Daß sich Brasilien an die Seite totalitärer Regierungen wie die von Cuba, Iran und Venezuela stellte, habe den Präsidenten gegenüber der internationalen Gemeinschaft geschwächt, die entscheide, wer auf welchen Posten komme.
http://www.wdr.de/tv/neuneinhalb/sendungen/2009/09/2009_09_12.php5

Leonardo Boff: “Lula machte die größte Revolution der sozialen Ökologie des Planeten, eine Revolution für die Bildung, ethische Politik.“
Laut Professor Wegenast zählen fehlende Bildung und Korruption zu den Konstanten der Nationalgeschichte Brasiliens.
http://avaranda.blogspot.com/2010/10/tim-wegenast.html
http://www.adital.com.br/site/noticia.asp?boletim=1&lang=PT&cod=52039
Angeli-Karikatur.
Wieso Pflichtwahlen? http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/03/wahl-humor-in-brasilien-o-globo/
Baden-Württemberg exportiert mehr als ganz Brasilien: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/30/baden-wurttemberg-exportiert-mehr-als-ganz-brasilien/
Como será o futuro do Brasil com Serra ou Dilma?
O futuro do Brasil, num eventual governo Serra será, a meu ver, uma verdadeira catástrofe. O que os tucanos já fizeram de ruim para o país, seja no governo FHC (tendo Serra com um dos seus ministros), seja nos já 16 anos de governo em São Paulo (aqui o Serra entra direto), são coisas a serem qualificadas, com muita generosidade, como Crime de Lesa Pátria.

Waldemar Rossi als Jurymitglied des Internationalen Menschenrechtstribunals in Sao Paulo
http://www.marcelofreixo.com.br/site/noticias_do.php?codigo=94
Im brasilianischen Präsidentschaftswahlkampf spielte auch in den Medien keine Rolle, daß die brasilianische Lula-Rousseff-Regierung zwar die internatíonale Anti-Folter-Konvention unterzeichnet hat, sie indessen auch laut Einschätzung von Amnesty International nicht umsetzt. Dies erklärt nach acht Jahren Lula-Regierung die Gründung eines Anti-Folter-Komitees durch Marcelo Freixo.
Die Rolle eines Menschenrechtsaktivisten im neuen Filmhit „Tropa de Elite 2″ ist der Persönlichkeit von Marcelo Freixo nachempfunden. http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/19/erfolgsfilm-tropa-de-elite-2-und-ubersturzte-reaktionen-3-monate-vor-lulas-abtreten-besetzt-spezialeinheit-scheiterhaufen-hinrichtungsstatte-in-rio-slum/
http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html
Zu den kuriosen, auch medienwissenschaftlich interessanten Tatbeständen des brasilianischen Präsidentschaftswahlkampfs zählt, daß gewöhnlich von den Medien überaus ernst genommene Menschenrechtsfragen, Menschenrechtsresultate nahezu völlig unbeachtet bleiben. Strikt wird darauf geachtet, daß selbst in Wahl-Spezialbeiträgen jeglicher Hinweis auf gravierende Menschenrechtsverletzungen unter Lula und Dilma Rousseff unterbleibt, dafür Brasilia-Agitprop dominiert. PT-Medienfunktionäre vermeiden natürlich auch jeden Hinweis auf überbordende Korruption, Mensalao, Erenicegate…Dies alles ist umso verwunderlicher, da Amnesty International und auch die UNO die Menschenrechtspolitik unter Lula und seiner Chefministerin Dilma Rousseff ausführlich und sehr kritisch analysiert haben. Zahlreiche Fakten aus der achtjährigen Regierungszeit sprechen Bände zur Mitverantwortung Dilma Rousseffs. Die Präsidentschaftskandidatin hat sich im Wahlkampf bisher weder zu Folter, Todesschwadronen, Scheiterhaufen, Slum-Dikatur, Sklavenarbeit noch zur Verfolgung von Menschenrechtsaktivisten geäußert. Auch der Kindermord bei Indiostämmen war kein Thema. Viele Brasilianer stellen zudem die Frage, wieviele Landsleute vor Ermordung bewahrt worden wären, wenn die Lula-Rousseff-Regierung eine Sicherheitspolitik laut Verfassung und Gesetz realisiert hätte. Der neue Filmhit „Tropa de Elite 2″ zeichnet die Sicherheitslage Brasiliens dokumentarisch nach.
Auffällig ist indessen, wie die Lula-Regierung den Wahlkampf der bisherigen Chefministerin Dilma Rousseff mit immensem materiellen und politischen Aufwand führt – Gegenkandidat José Serra kann schon wegen fehlender Geldspenden nicht im geringsten mithalten. Der Regierungsapparat liegt derzeit quasi brach, weil alle verfügbaren Minister und Assessoren im Wahlkampf für Dilma Rousseff aktiv sind.
Der Stimmenkauf-Effekt des Anti-Hunger-Programms(Bolsa Familia) ist von Sozialwissenschaftlern und selbst Bischöfen der katholischen Kirche wiederholt kritisiert worden.
“Die Praxis der Folter ist als Form institutioneller Gewalt im Alltag des Sicherheitsapparats weiter präsent und richtet sich besonders gegen die Armen.” (Textzitat aus der Soziologiezeitschrift)

Terror gegen Slumbewohner – Einschüchterung auch durch Scheiterhaufen. In Lula-Amtszeit lebendig verbrannte Frau – totales Desinteresse im NGO-Business. http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/
Frauen als Opfer von Scheiterhaufen: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/16/scheiterhaufenstadt-rio-de-janeiro-der-grausame-tod-einer-48-jahrigen-frau-in-der-microondas-laut-lokalzeitung/
Steinigen im Iran – und in Brasilien: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/14/steinigen-im-iran-unter-ahmadinedschad-und-in-brasilien-unter-lula-lula-konnte-sich-uber-die-tatsache-beunruhigen-das-brasilien-zu-den-landern-gehort-in-denen-am-meisten-gelyncht-wird-jose/

„Folter ohne Ende“.
Dokumentarischer Film-Hit „Tropa de Elite“ über Brasiliens aktuelle Lage: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/19/erfolgsfilm-tropa-de-elite-2-und-ubersturzte-reaktionen-3-monate-vor-lulas-abtreten-besetzt-spezialeinheit-scheiterhaufen-hinrichtungsstatte-in-rio-slum/
Wie es hieß, lag Brasilien 2002 auf dem 45. Platz, mit besserer Punktzahl. Laut NGO wurde das Korruptionsproblem durch die Lula-Regierung nicht gelöst, Brasilien habe 2010 die gleiche Punktzahl wie 2009. Selbst bestimmte afrikanische Staaten wie Botswana, Südafrika, Namibia und Ghana liegen vor Lula-Brasilien. Alejandro Salas, Lateinamerika-Experte von Transparency International, wies auf „interne Widersprüche“ in Ländern wie Brasilien. So funktioniere dort eine Parallelwelt mit stark verwurzelten alten Praktiken, gebe es beispielsweise weiterhin Stimmenkauf. Auch die Bürger müßten sich ändern. In Lateinamerika habe man das Gefühl, daß Korruption zur Kultur gehöre. Der Bürger sei dabei keineswegs ein passives Opfer. Salas äußerte sich auch zu dem Problem, daß Korrupte bei Wahlen immer wieder viele Stimmen erhalten. „Das Wählervotum sollte dazu dienen, Korrupte zu bestrafen und gute Politiker zu belohnen. Doch häufig geschieht dies eben nicht. Laut Salas ist das Szenario Lateinamerikas in all diesen Fragen von Stagnation geprägt. Zu den Ländern mit signifikanten Verbesserungen zählte er Chile.
Wie es hieß, hatten bereits im ersten Wahlgang die meisten vom geplanten Amazonas-Wasserkraftwerk „Belo Monte“ betroffenen Indianer für José Serra votiert. Der auch international bekannte Kaiapó-Häuptling Raoni habe bei den Stämmen entsprechende Wahlempfehlungen abgegeben. Raoni sagte, Lula habe nicht erfüllt, was er den Indios versprach – „die Lula-Regierung war sehr schlecht für die Indianer Brasiliens“. Lula bestand auf der Errichtung von Belo Monte. Indigenen-Führer Megaron, mit Raoni verwandt, betonte sogar, Lula habe gezeigt, daß er der Feind Nummer Eins der Indianer sei. Im Teilstaat Mato Grosso tendiere die Indiomehrheit dazu, in der Stichwahl für José Serra zu stimmen, melden die Landesmedien.
http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/25/brasiliens-konfuse-prasidentschaftswahlen/
Wahlhelfer von José Serra am Bandeirantes-Denkmal in Sao Paulo.
Zu den Details gehört, daß die Bande in Santo André(Teilstaat Sao Paulo) agierte, dessen damaliger Bürgermeister Celso Daniel 2002 zu den wichtigsten Wahlkampfmanagern Lulas zählte, im selben Jahr indessen gefoltert und erschossen wurde. Wie es in den Landesmedien hieß, gehen die Ermittler davon aus, daß Daniel ermordet wurde, weil er nicht akzeptierte, daß Bestechungsgelder verwickelte Arbeiterpartei-Funktionäre bereicherten anstatt komplett in die Parteikasse abgeführt zu werden.
Der katholische Menschenrechtsaktivist Chico Whitaker, Träger des Alternativen Nobelpreises, war Abgeordneter der Arbeiterpartei. Wegen der Korruptionsskandale trat er aus und wirft der Partei vor, Regierungsmacht vorrangig aus Bereicherungsgründen angestrebt zu haben. Im Website-Exklusivinterview sagte Whitaker: „Das Motto ist: jetzt sind wir dran, solange es geht. Wir verteilen unsere Leute auf möglichst viele Posten, um abzufassen. Dies habe ich oft in der Arbeiterpartei gehört. Grauenhaft, wenn man genau dasselbe will wie die Vorgänger!”
http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html
Erenicegate und Dilma Rousseff: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/11/erenicegate-kostete-dilma-rousseff-mehr-pflichtwahlerstimmen-als-religiose-themen-laut-umfragen/
2010 erhält der aus Österreich stammende Amazonas-Bischof Erwin Kräutler den Alternativen Nobelpreis. Kräutlers Kritik an den Zuständen in Brasilien ähnelt der von Chico Whitaker.
Mit der Zahl der Korruptionsskandale in Arbeiterpartei und Lula-Regierung sowie Amnesty-Kritik an gravierenden Menschenrechtsverletzungen nahm kurioserweise auch die Zahl europäischer Sympathiebekundungen für den Politikstil Brasilias deutlich zu.
Politisches Asyl in Frankreich: http://www.estadao.com.br/estadaodehoje/20080116/not_imp110106,0.php