http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/20/mullsammler-in-sao-paulo-gesichter-brasiliens/

Entkräftete schlafen direkt im Eingang der Kathedrale von Sao Paulo.
http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/07/odilo-scherer-deutschstammiger-kardinal-von-sao-paulo/
Brasiliens Staatschefin führt die Atompolitik ihres Landes seit dem Amtsantritt 2003 als Energieministerin – entsprechend viel Lob erhält ihre Politik aus Mitteleuropa.
Atomvertrag mit Brasilien – Verlängerung 2014? http://www.hart-brasilientexte.de/2013/11/26/brasiliens-militardiktatur-der-atomvertrag-mit-bonn-von-1975-brasilianische-organisationen-mobilisieren-gegen-verlangerung-2014-willy-brandt-helmut-schmidt-hans-dietrich-genscher-und-die-bilater/
http://www.estadao.com.br/estadaodehoje/20101217/not_imp654765,0.php
http://www.jornalagora.com.br/site/content/noticias/detalhe.php?e=6&n=5221
Sporttreiben ist unpopulär – hinzu kommt, daß ein beträchtlicher Teil der Brasilianer angesichts der hohen Behinderten-und Krankheitsrate zu Sport nicht in der Lage ist. Diese Raten bedeuten wiederum für die Pharmaindustrie einen Glücksfall, Brasilien ist ein wachsender Pharmamarkt. http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/brasiliens-hohe-rate-von-behinderten-2391-prozent-der-bevolkerung-gegenuber-rund-1-prozent-in-hochentwickelten-landern-laut-studien/
Übergewicht und Fettleibigkeit als Resultate schlechterer Lebensbedingungen, schlechterer Ernährung setzen die Leistungsfähigkeit und Effizienz der Beschäftigten herab.
T-Shirt.
Zudem werden vom System ungesunde, Krankheiten bewirkende Lebensweisen gefördert, was auf eine Förderung der (internationalen)Pharmaindustrie, ihrer Umsätze und Gewinne hinausläuft. In diesem Kontext spielt Aids eine besondere Rolle – Aids ist in Brasilien eine Epidemie – der Aidscocktail, die Aids-Behandlung bürden dem öffentlichen Gesundheitswesen enorme Lasten auf. Präventivkampagnen haben relativ wenig Wirkung, besonders in den Haupt-Risikogruppen nimmt Aids weiter zu.
„Brasilianer aller Einkommensschichten wechseln von frischen Lebensmitteln auf industriell verarbeitete Nahrung – womit sich die Ernährungsqualität verschlechtert. Der Zuckerkonsum ist in allen Einkommensschichten exzessiv.“
http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/15/diabetes-drittwichtigste-todesursache-in-brasilien/
http://www.hart-brasilientexte.de/2013/09/19/charles-aznavour-du-last-dich-gehn/
Brasiliens Regierung hatte offiziell weltweit verbreitet, daß die Wirtschafts-und Finanzkrise lediglich geringe Auswirkungen auf das Land habe, laut Staatschef Lula handele es sich höchstens um eine kleine Welle statt eines Tsunami. Umso heftiger spotten derzeit die Wirtschaftsexperten und Kommentatoren, weil Brasilia selbst offiziell erneut frühere Daten berichtigte. So war sogar in die internationalen Wirtschaftsmedien durchgeschaltet worden, daß Brasilien schon 2009 wieder ein Wirtschaftswachstum zwischen 4 und 5 Prozent erreichen werde. Das staatliche Statistikinstitut IBGE mußte indessen später einräumen, daß 2009 nicht einmal ein Nullwachstum, sondern ein Rückgang des Bruttosozialprodukts um 0,2 Prozent erreicht wurde. Im Dezember 2010 kam schließlich das Eingeständnis, daß es nicht 0, 2 Prozent, sondern sogar 0,6 Prozent waren – regierungsunabhängige Daten liegen nicht vor. Bei einem von Massenelend gezeichneten Land, das weniger exportiert als Baden-Württemberg, hatte die Rezession entsprechend gravierendere Auswirkungen, vor allem durch Massenentlassungen – bei nicht vorhandenen Arbeitslosenhilfen wie etwa in Europa. Die jetzt veröffentlichten Daten zeigten, daß jener amtlich verkündete Schutz gegen die Krise nur aus Papier gewesen sei, hieß es in Kommentaren – Brasiliens Exporte seien 2009 um 30 Prozent gesunken. Wichtige Firmen seien beinahe pleite gegangen – und selbst der Ölkonzern PETROBRAS habe Regierungsgelder benötigt. Die Industrieproduktion sei 2009 gemäß den neuen Daten nicht nur um 5,5 Prozent, sondern sogar um 6,4 Prozent zurückgegangen. In den acht Jahren der Lula-Regierung verzeichnete Brasilien danach lediglich ein durchschnittliches Wirtschaftswachstum von 4 Prozent – deutlich weniger als in den BRIC-Staaten China, Indien und Rußland – und sogar unter dem Durchschnitt Lateinamerikas. Argentinien erreichte durchschnittlich 7,4 Prozent, Venezuela 5,7 Prozent, Kolumbien 4,4 Prozent.
In Brasilien nimmt die Besorgnis wegen der fortschreitenden Deindustrialisierung zu. Das Land wird in Europa gelegentlich als „Großmacht“ bezeichnet.
Gewerkschaftsprotest gegen Massenentlassungen in Sao Paulo.
„Krise – was denn für eine Krise?“ – Kloake-Slum in Sao Paulo.
„Großmacht“ Brasilien: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/30/baden-wurttemberg-exportiert-mehr-als-ganz-brasilien/
Brasiliens gewählte Präsidentin Dilma Rousseff, bisherige Chefministerin der Lula-Regierung, begann ihre erste Rede an die Nation mit einem bemerkenswerten Eingeständnis: In Lateinamerikas größter Demokratie, der immerhin achtgrößten Wirtschaftsmacht der Erde, existieren weiterhin Hunger und Elend. Dabei hatte der jetzige Staatschef Lula bereits vor seinem Amtsantritt 2002 versprochen, mit Hunger und Elend Schluß zu machen, dieses Problem zu lösen. Kritik der Kirche und selbst der UNO an unzureichender Elendsbekämpfung war bisher stets als grundlos zurückgewiesen worden.
Brasilien bewegt den Bundespräsidenten: Während seines Besuchs zeigte sich Joachim Gauck beeindruckt von der Aufbruchstimmung im Land. Deutschland könne von dem Mut zu Veränderungen lernen. Regierungssender Deutsche Welle 2013
„Mit aller Energie werden wir ein Programm gegen den Hunger verwirklichen. Wir werden garantieren, daß alle Brasilianer ihre drei Mahlzeiten am Tag haben – morgens, mittags und abends“ – erklärte 2002 Luis Inacio Lula da Silva.
Brasilien – Gesundheits-Ranking: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/08/14/brasilien-und-die-40-lander-mit-der-hochsten-gesundheitsqualitat-laut-bloomberg-das-tropenland-ist-nicht-darunter-auch-nicht-unter-den-besten-zehn-landern-von-nord-und-sudamerika/
Bundesaußenminister Guido Westerwelle:
“Brasilien ist das Kraftzentrum Südamerikas geworden und zu einer Gestaltungsmacht mit globalem Anspruch herangewachsen”.
Dilma Rousseff und Lula feiern Wahlsieg 2010 mit José Sarney, Ex-Chef der Folterdiktatorenpartei ARENA.
Angesichts des aktuellen Preisniveaus, der allgemeinen Kosten für Mieten, Gesundheit, öffentlichen Transport wird diese „Armutsgrenze“ von vielen Brasilianern mit Spott und Galgenhumor kommentiert. Laut offiziellen Angaben gelten noch 29,9 Millionen Brasilianer als arm, da ihr Pro-Kopf-Einkommen unter 137 Real monatlich liege. Im Nordosten Brasiliens werden gemäß neuen soziologischen Studien an einen Teil der bedürftigen Familien monatlich im Durchschnitt 70 Real an Anti-Hunger-Hilfe(Bolsa-Familia) gezahlt. Laut Einschätzung kirchlicher Menschenrechtsaktivisten wie Präsidentschaftskandidat Plinio Sampaio, sei zentrales Problem Brasiliens die „Misere des Volkes“, nicht nur wirtschaftlich, sondern auch „physisch, intellektuell und kulturell“.
Armutsgrenze in Deutschland und Brasilien: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/28/deutschlands-armutsgrenze-940-euro-monatseinkommen-in-brasilien-umgerechnet-rund-50-euro/
Adveniat in Sao Paulo:
Lula in der Financial Times: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/30/das-tropische-norwegen-von-lula-brasiliens-landesmedien-machen-sich-uber-lulas-groteske-einschatzungen-in-financial-times-lustig-lula-spricht-uber-brasilien-75-platz-auf-dem-uno-index-f/
Ab wieviel Familieneinkommen ist man in Brasilien schon Mittelschicht? http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/17/mit-rund-500-euro-familieneinkommen-in-brasilien-schon-mittelschicht-was-in-europa-gut-ankommt/
Laut DIEESE schreibt die Verfassung vor, daß der von der Regierung festgelegte Mindestlohn die Ausgaben eines Arbeiters und seiner Familie für Ernährung, Wohnen, Gesundheit, Bildung, Kleidung, Hygiene, Transport, Freizeit und Vorsorge decken muß. Der nötige Mindestlohn müßte daher derzeit 3,9-mal höher als der derzeit unter der Lula-Regierung geltende sein, argumentiert das Institut in Sao Paulo.
Brasiliens Umweltschutzexperten haben auch nach der Alibi-Konferenz von Kopenhagen die Kritik an der Umweltpolitik der Lula-Regierung fortgesetzt. Greenpeace-Experte Sergio Leitao nannte gegenüber der Presse das von Lula modifizierte und abgesegnete Klimaschutzgesetz eine „Deklaration guter Absichten“. „Wir haben ein Gesetz erfunden, dessen Einhaltung freiwillig ist. Es handelt sich um eine weitere alberne Dummheit im alten Festival des Blödsinns, das dieses Land heimsucht.“ In Europa bekommt Lulas Umweltpolitik indessen zumeist begeistertes Lob.

Greenpeace-Experte André Muggiati in Amazonien: http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/wissenschaft/1081848/
 Greenpeace-Experte Leitao weiter:“Brasilien pflegt auf internationalem Parkett einen guten Diskurs, wie jetzt in Dänemark. Unglücklicherweise passen aber Diskurs und Praxis nicht zusammen.“
Top-Info der deutschen Ärzte-Zeitung: http://www.aerztezeitung.de/panorama/article/582329/brasilien-anstrengungen-klimaschutz-fortsetzen.html
Holzfirmen spenden an Lulas Arbeiterpartei: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/30/holzfirmen-spenden-an-lulas-arbeiterpartei-pt-im-gegenzug-illegale-abholzung-in-amazonien-erlaubt-laut-veja/
http://g1.globo.com/Noticias/Brasil/0,,MUL1415181-5598,00-TANQUES+DE+GUERRA+CHEGAM+AO+BRASIL.html
Aufrüstung unter Lula, Lula-Vize Alencar zu Atomwaffen: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/24/nicolas-sarkozy-fur-standigen-uno-sicherheitsratssitz-brasiliens-lula-bestreitet-begunstigung-wegen-jungsten-milliarden-rustungskaufen-in-frankreich/

Panzer in Sao Paulos Ibirapuera-Park.
http://news.onvista.de/politik-volkswirtschaft/artikel/11.12.2009-10:11:06-kein-anlass-zur-euphorie
Lula und Krise, Dichtung und Wahrheit: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/23/rekord-entlassungen-in-brasilien-lula-spricht-von-porretada-im-dezember-fiquei-puto/
Obdachloser in Sao Paulo. http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/22/obdachlose-bevolkerung-sao-paulos-wachst-unter-lula-jahrlich-um-9-prozent-laut-franziskaner-zeitschrift-franziskaner-mission-fur-2009-groserer-zuwachs-erwartet/
Manager-Magazin: „Brasilien hat die Krise abgeschüttelt wie eine lästige Fliege. Präsident Lula verbindet den Kampf gegen die Armut mit rasendem Wachstum des Konsummarkts.“http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/10/brasilien-hat-die-krise-abgeschuttelt-wie-eine-lastige-fliege-manager-magazin-ethik-und-politik/