Nachdem Ex-Staatschef Lula wegen der Palocci-Krise nunmehr wie vorhergesagt sogar ganz offen wieder ins Regierungsgeschäft eingestiegen ist, weisen die brasilianischen Politik-Analysten immer intensiver auf die bereits im Wahlkampf von 2010 prognostizierte mangelnde Regierungsfähigkeit von Präsidentin Dilma Rousseff. Lulas Eingreifen zum Kontrollieren der Krise sei zwar offensichtlich notwendig gewesen, sei indessen ungünstig für Rousseff, weil sie deren Schwierigkeiten mit politischer Führung aufgezeigt habe, heißt es in den Qualitätsmedien. Durch Lulas Eingreifen stehe Dilma Rousseff nunmehr als fragile Präsidentin, ohne Fähigkeit zu politischer Artikulation da.
Daß Dilma Rousseff wenig äußere, liege an ihrer Unfähigkeit, sich in der Öffentlichkeit auszudrücken – zudem habe sie schlichtweg wenig zu sagen.
Der wegen seiner Bereicherungsaffäre geschwächte Minister Palocci werde inzwischen zunehmend von der Lula-Partei(PT) sowie den anderen Regierungsparteien attackiert. PT-Senatorin Gleisi Hoffmann, Frau des Kommunikationsministers Paulo Bernardo, habe Lula die Entlassung Paloccis vorgeschlagen.Die Senatorin erinnerte Lula an dessen Mensalao-Skandal um Abgeordneten-und Parteienkauf. Bei diesem Skandal seien schwere Fehler im Namen eines „kollektiven Projekts“ begangen worden – bei der sensationellen Bereicherung Paloccis handele es sich indessen um ein rein „persönliches Projekt“.In der PT sind unterdessen wegen des Palocci-Skandals heftige innerparteiliche Kämpfe ausgebrochen. Als stark belastendes Argument wird in der brasilianischen Öffentlichkeit empfunden, daß Palocci 2010 von Dilma Rousseff zum Chef ihrer Präsidentschaftswahlkampagne gemacht wurde, jedoch seine private Beratungsfirma trotz des (ethischen)Interessenkonflikts weiterführte und just in diesem Jahr, besonders nach dem Rousseff-Wahlsieg die auffällig größte Vermögensvergrößerung verzeichnete.
Nach welchen Kriterien Rousseff u.U. Amtsträger aussucht, ist noch wegen der Erenicegate-Affäre um die Nachfolgerin im Chefministeramt bestens bekannt – Lula hatte die von Rousseff bestimmte Erenice Guerra schon bald wegen Skandalen entlassen müssen.
Die Palocci-Krise hatte dazu geführt, daß gegen den Willen der Rousseff-Regierung das heftig umstrittene Waldgesetz durch eine große Mehrheit von Abgeordneten der PT und der anderen Regierungsparteien(zum Regierungsbündnis gehören allen Ernstes zehn Parteien!) angenommen wurde. Dieser politische Fakt wurde von den politischen Kommentatoren als „Beweis der Schwäche“ von Dilma Rousseff bewertet. Kongreßparteien nutzen inzwischen die Palocci-Krise ganz offen als Trumpf, um der Rousseff-Regierung weitere Zugeständnisse abzutrotzen. So mußte die Präsidentin u.a. eine geplante Schul-Aufklärungskampagne über Schwule, Lesben und Transvestiten zurückziehen. Falls Rousseff nicht bei anderen Forderungen nachgebe, werde Palocci vor den Kongreß zitiert und ein parlamentarischer Untersuchungsausschuß zu seinem Fall gebildet, hieß es.
Während Präsidentin Rousseff in Brasilien wegen ihrer vorhergesagten Regierungsleistungen, darunter der gravierenden Menschenrechtslage, der Verfolgung und Ermordung von Umwelt-und Menschenrechtsaktivisten, stark kritisiert wird, erhält sie vorhersehbar aus Mitteleuropa zumeist Bestnoten, teils überschwengliches Lob.
Brasiliens Landesmedien berichten über die sensationelle Zunahme des Vermögens von Palocci und Lula ebenso regelmäßig wie über die Abnahme des Realeinkommens der Bevölkerung infolge der Preiswelle. Laut neuesten Studien ist das Durchschnittseinkommen der brasilianischen Arbeiter in den ersten vier Monaten von 2011 wegen der Inflation gesunken. Gemäß amtlichen brasilianischen Kriterien gilt im Tropenland nicht mehr als arm, wer umgerechnet monatlich etwa 65 Euro verdient. Mit umgerechnet rund 500 Euro Familieneinkommen(!) zählt man schon zur Mittelschicht.
Obdachlose lebendig verbrannt während Bundespräsidentenbesuch: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/25/obdachlose-in-sao-paulo-protestieren-gegen-lebendiges-verbrennen-von-strasenbewohnern-und-andere-gewalttaten-in-brasilien-viele-greueltaten-garnicht-amtlich-registriert-obdachlosenvertreibung-bea/
http://revistaepoca.globo.com/Revista/Epoca/0,,EMI236889-15223,00-A+SAUDE+DE+DILMA+TRECHO.html
Großes Lob für ihre Regierungspolitik auch aus Deutschland.
Rousseff sagte weiter, man werde sich nicht in das Privatleben der Leute einmischen. Der sogenannte „Kit Anti-Homofobia“ sollte an 6000 öffentliche Mittelschulen verteilt werden. Dazu gehörten Videos, die Transsexualität, Bisexualität und lesbische Beziehungen plastisch darstellten. All dies ist indessen brasilianischen Kindern und Jugendlichen bereits in allen Details aus ihrem Lebensumfeld bestens bekannt. Brasilien gilt als größtes bisexuelles Land der Welt.
http://das-blaettchen.de/2011/06/brasiliens-kreuz-mit-dem-sex-5182.html
Alljährlich analysieren Medien und Fachleute Brasiliens das Problem – weisen auf entsprechende polizeiliche Fahndungsmaßnahmen, die indessen weitgehend unwirksam sind. Nicht zufällig nimmt in Brasilien die Aids-Epidemie von Jahr zu Jahr zu, steigt die Zahl der Aids-Toten. Gemäß den neuesten Ermittlungen haben jene “Serienkiller” regelrechte Klubs gegründet, um andere anzustecken, darunter in Gay-Saunas und Homosexuellen-Treffpunkten des Landes. Zudem werden Tips, wie man andere infiziert, per Internet verbreitet, sogar mit Videos und Fotos. Schulferien und Karneval werden als besonders geeignete Zeiten genannt, um Jugendliche und junge Männer anzustecken. Qualitätsmedien nennen Fälle, in denen ganzen Familien bestens bekannt ist, daß ein Familienmitglied teils seit über einem Jahrzehnt kriminell den Aidsvirus auf andere überträgt. Wie es heißt, kennen auch viele heterosexuelle Ausländer Mitteleuropas, die in Brasilien leben, zwangsläufig nach einiger Zeit derartige Personen aus dem persönlichen Umfeld von Rio oder Sao Paulo, wissen von deren Handlungen, sehen die Folgen. Auch in der oberen, sehr gut betuchten Mittelschicht des Landes gebe es derartige Straftäter. Benutzte Spezialbegriffe der “Serienkiller” sind bareback, conversion-parties, bug-chasers, gift-givers. In manchen Homosexuellen-Treffpunkten würden pro Nacht mehrere Dutzend infiziert. In Sao Paulo habe die Zahl regelrechter Ansteckungs-Feste in den letzten fünf, sechs Jahren stark zugenommen. Zu den Motiven zählten Perversität, das Fehlen einer persönlichen Perspektive und von ethisch-moralischen Werten. Es gebe gar die Überzeugung, daß man selber nie angesteckt werde. In Brasilien, so ein US-Experte, sei eine neuartige Aids-Epidemie zu beobachten – was an der großen Zahl von Ansteckungen in der Homosexuellen-Szene zu erkennen sei. Unternehmen hätten seit langem erkannt, daß sich aus dem Gay-Publikum hoher Gewinn ziehen lasse.
Fachleute des brasilianischen Gesundheitsministeriums betonten, der deutliche Anstieg der Aidsrate unter jungen Männern habe damit zu tun, daß erneut allgemein verbreitet sei, in einer Nacht drei, vier verschiedene Sexpartner zu haben. 2013 lag danach die Zahl der Aidstoten in Brasilien bei offiziell 12431 – indessen gilt die Dunkelziffer als sehr hoch.
Frauen verschiedenster Altersgruppen in Brasilien kommentieren permanent, daß Aids und Homosexualität zu den Gründen zählten, weshalb es immer schwieriger werde, einen Partner zu finden.
Anders als in Deutschland, begegnet man HIV-Infizierten in Brasilien tagtäglich auf der Straße, sieht ihnen die Krankheit an. Das “Serienkiller”-Problem ist in Brasilien seit Jahrzehnten ein großes Thema – da politisch sehr unkorrekt, unterlassen europäische Medien gewöhnlich eine Berichterstattung, da es u.a. die sehr begrenzte Schutzwirkung von Kondomen beweist.
Als Vorsichtsmaßnahme wird genannt, beim homosexuellen Geschlechtsverkehr stets eigene Kondome zu benutzen – oder andernfalls genau zu kontrollieren, ob das Kondom des anderen womöglich mit Löchern versehen ist. Andere mit dem Aids-Virus bewußt anzustecken, wird als Verbrechen definiert, das jeder Betroffene anzeigen solle. Die Gefängnisstrafe für die Täter liegt, wie es heißt, bei bis zu vier Jahren.
tags: sex-werbung in rio de janeiro

Wie Rio offenbar Freizügigkeit demonstrieren will? Links und rechts vom Telefon u.a. Transvestiten mit Spezial-Geschlechtsteil – sowie Prostituierte in Porno-Posen.
Wie es hieß, stieß sich die Staatspräsidentin an Texten des „Kit Anti-Homofobia“ , in denen als Vorteil der Bisexualität genannt wird, doppelt soviele Chancen zu haben, eine attraktive Person zu treffen: „Tinha duas vezes mais chance de encontrar alguem.“ „Gostando dos dois(garotos e garotas), a probabilidade de encontrar alguem por quem sentisse atracao era quase 50% maior.“
Wie Brasilianer kommentieren, ging die geplante Anti-Homofobia-Kampagne ohnehin an den Landesrealitäten vorbei, weil sie die gravierendsten Probleme aussparte – wohl um keine schlafenden Hunde zu wecken. Einen wichtigen Hinweis hatte 2010 der brasilianische Erzbischof Dadeus Grings gegeben, der als Problem bezeichnete, daß die heutige Gesellschaft pädophil sei, die Menschen leicht dafür anfällig seien. Als Erzbischof konnte er schwerlich in die Details gehen. Sexualität, so Grings, werde banalisiert. „Nos sabemos que o adolescente é espontaneamente homosexual.“
Bereits in den 90er Jahren sagte Yvonne Bezerra da Silva, bildende Künstlerin und Favela-Sozialexpertin, im Exklusivinterview:“Sexualerziehung bereits für Siebenjährige, Kenntnisse der Familienplanung an sämtlichen Grundschulen für Arme! Die große Mehrheit der Unterschichtskinder ist Teil völlig zerrütteter Familien, nicht selten hausen auf nur neun Quadratmetern zehn Personen; Jungen und Mädchen sehen täglich homo-und heterosexuellen Verkehr, betrachten diesen Umstand gleichwohl als natürlich, nicht etwa als unmoralisch oder Sünde. Auch der Umgang mit Rauschgift ist alltäglich. Für die Mädchen gehört zu den gängigen Erfahrungen, mit acht, neun oder zehn Jahren vergewaltigt zu werden. Alles ist für sie Teil eines bekannten und akzeptierten Konzepts, integrierender Bestandteil ihrer Existenz. . Die Zahl der Babies, die von den Kindsmüttern mit Schädigungen bzw. Aids zur Welt gebracht werden, ist enorm.“ Als sehr dramatisch stuft Yvonne Bezerra de Mello die Situation der Jungen ein:“ Bereits von sechs oder sieben Jahren an lassen sie sich von Jugendlichen oder erwachsenen Männern sexuell mißbrauchen, kennen bis 13 oder 14 nur homosexuellen Verkehr. Keineswegs selten ist, daß bereits Zehnjährige zwei-bis dreimal pro Tag Sex mit Männern haben – und wie die anderen stets im Tausch gegen irgendetwas, häufig umgerechnet nur 75 Cents; im Unterschied zu den Mädchen, die sich sexuell mißbrauchen lassen, als ob es ihr Schicksal wäre.“ Weit mehr Jungen von fünf Jahren an als Mädchen haben danach Geschlechtskrankheiten wie Syphilis oder Gonorrhoe; wie Yvonne Bezerra de Mello in einem von ihr betreuten Slum Rios feststellt, waren sämtliche männlichen Minderjährigen betroffen.
Nicht wenige Brasilianer nennen Fälle allgemein bekannt, daß sogar an öffentlichen Schulen schwächere Schüler von den stärkeren selbst in Gruppen vergewaltigt, zu Analverkehr gezwungen werden, was für die Betroffenen keineswegs selten zu einem lebenslangen Trauma und gestörten Beziehungen zum anderen Geschlecht führt. Denn was jene Jungen, die sich in der brutalen Macho-Gesellschaft nicht gegen Vergewaltigung wehren konnten, durch andere erlitten, wird verbreitet, herumerzählt – mit den entsprechenden psychologischen Wirkungen.
Allgemein bekannt ist zudem, daß aufgrund der in Brasilien praktizierten Sozialpolitik die Elendsviertel weiter wachsen – damit auch die sexuelle Verwahrlosung zunimmt. Es bleibt nach wie vor bei der Situation, daß ungezählte Eltern mit ihren meist vielen Kindern in einem einzigen Hüttenraum hausen – und die Kinder den Eltern zwangsläufig beim Sex zuschauen, dann das Gesehene selber ausprobieren, kopieren wollen. Lange vor der ersten Menstruation haben daher Mädchen mit ihren teils jüngeren Brüdern Geschlechtsverkehr, sind der treibende Teil, regen ihre männlichen Geschwister auf vorstellbar sehr drastische Weise an, mit ihnen Sex zu machen. Gängig ist zudem die Favela-Situation, daß Mütter mit ihren sieben, acht Kindern, die alle von jeweils anderen Männern sind, in einem Katenraum allein leben, aber sich wechselnde Liebhaber zum Sex holen. Natürlich schauen die Kinder am liebsten aus nächster Nähe zu und werden von der Mutter zurechtgewiesen: „Saia daqui, deixa me foder!“

Brasiliens soziokulturelle Besonderheiten – die deutliche, unübersehbare Präsenz der Transvestiten im Alltags-und Kulturleben: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/29/transvestiten-in-brasilien-eine-neue-aufklarungskampagne-des-gesundheitsministeriums-sou-travesti-tenho-direito-de-ser-quem-eu-sou/
Gemäß der von den Qualitätsmedien verbreiteten Studie eines Urologenteams aus Sao Paulo hatten von den untersuchten, auf dem Lande aufgewachsenen Brasilianern etwa 35 Prozent bereits Sex mit Tieren praktiziert, meist im Alter zwischen 13 und 18 Jahren, ein Teil auch noch danach. Als meistzitierte Sexpartner wurden Stuten genannt, gefolgt von Eseln, Maultieren, Ziegen, Hühnern und Kälbern. Der biologische Mechanismus, der zu mehr Peniskrebs führt, ist laut Studie noch nicht klar – möglicherweise bewirke die härte Genital-Schleimhaut der Tiere mehr Verletzungen am Penis – es könne indessen auch an Sekreten oder Mikroben der Tiere liegen. Als weitere Länder für Zoophilie wurden Angola und Bangladesh genannt.Die vergleichsweise hohe Rate von Penisamputationen in Brasilien wird von den Medien regelmäßig analysiert.
http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/
Brasiliens Zoophilie-Praktiken sind allgemein bekannt, werden zudem in der Populärmusik, der Literatur sowie in Theater und Kabarett häufig aufgegriffen.
http://noticias.terra.com.br/ciencia/interna/0,,OI2329657-EI238,00.html
Liedtext der mit großem Erfolg auch durch Deutschland tourenden brasilianischen Sängerin Tati Quebra-Barraco:
Ersten Angaben zufolge handelt es sich um José Cláudio Ribeiro da Silva und dessen Frau Maria do Espírito Santo. Beide hatten immer wieder illegale Abholzung durch Holzunternehmen angeprangert und wurden deshalb seit langem terrorisiert – u.a. durch offene Morddrohungen sowie Warnschüsse an deren Kate und durch die Tötung von deren Haustieren, hieß es. Dennoch erhielt das Ehepaar keinerlei Schutz durch die zuständigen Behörden – im Falle von Dorothy Stang war es genauso.
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/wissenschaft/1081848/
Im April waren nahe der Millionenstadt Curitiba fünf renommierte Umweltaktivisten sadistisch ermordet worden. Anschläge auf brasilianische Umweltaktivisten unter der Lula-oder Rousseff-Regierung sind Normalität.
Gewöhnlich gibt es in Europa so gut wie keinerlei Interesse und Sensibilität für die schwierige Situation von Menschenrechts-und Umweltaktivisten in Brasilien, Morde und außergerichtliche Exekutionen werden kaum zur Kenntnis genommen – entsprechende Interessenlobbys arbeiten sehr effizient.
Keineswegs selten werden politische Morde als Raubüberfälle mit Todesfolge hingestellt.
http://www.estadao.com.br/noticias/cidades,casal-de-extrativistas-e-assassinado-no-para,723508,0.htm
Anschlag auf Systemkritiker in Rio: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/30/yoani-sanchez-systemkritische-bloggerin-in-kuba-kollege-ricardo-gama-in-brasilien-erlitt-jetzt-attentat-doch-offenbar-keinerlei-reaktion-des-auslands/
Indianerprotest in Sao Paulo gegen das Belo-Monte-Projekt. http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/20/belo-monte-und-der-indianerprotest-in-sao-paulo-2011-scharfe-kritik-an-brasiliens-prasidentin-dilma-rousseff-belo-monte-de-merda-fotoserie/
http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/26/funf-umweltaktivisten-in-brasilien-ermordet-serie-von-gewalttaten-gegen-umweltschutzer-des-tropenlandes/
http://das-blaettchen.de/2011/05/wirtschaften-in-brasilien-4924.html
Hintergrund:
“Wirtschaftsentwicklung” bedeutet Kahlschlag, Brandrodungen, Mord
Brasiliens große Zeitungen berichteten über die Protestaktion nicht.
http://pib.socioambiental.org/pt/povo/kalapalo
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1333914/
http://pib.socioambiental.org/backend/pt/povo/xingu
http://plattformbelomonte.blogspot.com/
In meinungsbildenden deutschen Analysen wird die brasilianische Regierung ausdrücklich als „progressiv“ eingestuft.
Wie es hieß,wurden die Maxi-Honorare an Palocci im November und Dezember 2010 gezahlt, nachdem Dilma Rousseff als neue Präsidentin feststand. Rousseff hatte auf Palocci als Wahlkampfmanager bestanden – laut Medienberichten wurde die Wahlkampagne vor allem mit Unternehmerspenden finanziert. Zumindest ein Baukonzern – mit Interessen in der Regierung – war Klient Paloccis und gleichzeitig Spender für die Präsidentschaftswahlkampagne von Dilma Rousseff, schrieb die Qualitätszeitung „Folha de Sao Paulo“, von der die ersten Enthüllungen über „Patrimoniogate“ stammen.
Im Skandal um Antonio Palocci, Chefminister des Zivilkabinetts, berichten die Qualitätsmedien, daß dieser etwa 20 Großunternehmen und Banken beriet, ein Großteil der üppigen Honorare im November und Dezember 2010 gezahlt wurde, als feststand, daß Palocci mächtigster Minister der Rousseff-Regierung werden wird. Auch ein Baukonzern mit Regierungsaufträgen nahm Paloccis Beratung in Anspruch, hieß es. Im Jahr der Wahl von Dilma Rousseff habe Paloccis Beraterfirma 20 Millionen Real eingenommen. Präsidentin Rousseff äußere sich öffentlich nicht zum Skandal, spreche aber von einer Diffamierungskampagne gegen Palocci, dem verschiedene frühere Skandale anhängen. Die Rousseff-Regierung zeige derzeit Schwäche, Präsidentin Rousseff mache keine Politik, hieß es in Kommentaren.
Wie es ferner hieß, erzielte Brasiliens Superminister Palocci höchste Millioneneinkünfte just nach der von ihm erfolgreich geführten Präsidentschaftswahlkampagne Dilma Rousseffs. Diese hatte auf Palocci als Wahlkampfmanager bestanden – laut Medienberichten wurde die Wahlkampagne vor allem mit Spenden der Unternehmerschaft geführt, zu der Palocci ebenso wie Lula ein sehr gutes Verhältnis pflege.
Zeitungsausriß
Zeitungsausriß.
Zeitungsausriß – Dilma Rousseff übergibt als Chefministerin Lulas ihr Amt an enge Freundin Erenice Guerra – nach Presseenthüllungen muß diese bald entlassen werden…
Brasiliens Politikerinnenskandale – Erenicegate: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/24/lula-raumt-schuld-der-entlassenen-ministerin-erenice-guerra-ein-sie-verlor-die-auserordentliche-chance-eine-grose-staatsfunktionarin-zu-sein/
Hohe Politik und Landesalltag: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/10/crack-kind-in-sao-paulo-2011-gesichter-brasiliens-drogen-und-kinderpolitik-unter-der-regierung-rousseff/
Die von Umweltorganisationen wie Greenpeace – trotz üblicher Abwiegelung durch die Regierung – permanent angeprangerte starke Umweltvernichtung, darunter in Amazonien, war wenige Monate nach dem mißglückten Start des Rousseff-Kabinetts schließlich nicht länger zu verheimlichen, nicht-regierungshörige investigative Journalisten enthüllten diesen Skandal ebenso wie jenen um Chefminister Antonio Palocci – mächtigster Mann in der Ministerriege, von Dilma Rousseff speziell ausgewählt, die erwartungsgemäß auch aus Europa von interessierter Seite zum Beginn ihrer Amtszeit sehr viel Lob erhielt. Ein Blick ins Internet zeigt, daß auch die Lula-Regierung wegen ihrer Umweltpolitik gerade in Mitteleuropa immer wieder massives Lob erhielt – die am besten honorierte Ankündigungsberichterstattung(„gute und beste Regierungsabsichten“, „…die Regierung will…“) über immer neue Versprechen der Lula-Regierung, nun aber wirklich gegen die Amazonaszerstörung energisch vorzugehen, wurde flächendeckend in die allermeisten Medien durchgeschaltet. Sogar auf der Klimakonferenz von Kopenhagen erhielt Brasilia Klimaschutz-Bestnoten, daß sich Brasiliens renommierteste Umweltexperten zuhause nur noch an den Kopf griffen.Führende Intellektuelle Brasiliens wie der Befreiungstheologe Frei Betto konstatieren 2011, daß indessen wegen immer mehr Zuckerrohrplantagen für „Biosprit“ riesige Urwaldgebiete Amazoniens abgeholzt wurden, „was das ökologische Gleichgewicht, die Ökosysteme in Nord-und Südamerika schädigte, sich auf die ganze Welt negativ auswirkt. Denn Amazoniens Tropenwald ist der größte des Planeten. Und die Regenfälle, ob im Süden Floridas oder Argentiniens, hängen von der Verdunstung in Amazonien ab.“ Umso interessanter, wie durch clevere Lobbyarbeit von interessierter Seite gewünschte anderslautende Einschätzungen über Brasilias Umweltziele lanciert wurden.
Indianerproteste in Sao Paulo: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/20/belo-monte-und-der-indianerprotest-in-sao-paulo-2011-scharfe-kritik-an-brasiliens-prasidentin-dilma-rousseff-belo-monte-de-merda-fotoserie/
Candido Vaccarezza(PT), „Führer der Regierung im Abgeordnetenhaus“, oberster Palocci-Schützer, laut Landesmedien. Vaccarezza-Wahlkampf an der Avenida Paulista in Sao Paulo.
Der Skandal um Chefminister Antonio Palocci – Dilma Rousseff hatte unter Lula den selben Posten inne – zieht indessen täglich weitere Kreise – laut Analysen der Qualitätszeitungen könnte es „die erste Welle eines Tsunami sein.“ Vor dem Ende des ersten Regierungshalbjahrs von Präsidentin Dilma Rousseff beginne eine Phase politischer Unsicherheit und enormer Energieverluste der Regierung. Palocci kompromittiere diese Regierung. Ihr gelang es unterdessen, dank ihrer Kongreßmehrheit eine Vorladung Paloccis ins Abgeordnetenhaus zwecks Auskunftserteilung über dessen raschen Aufstieg zum Millionär zu verhindern. Der jüdische Ex-Gouverneur von Sao Paulo, Alberto Goldman warf Palocci „trafico de influencia“, Handel mit Einflußnahme, vor. Palocci, der wegen eines früheren Skandals seinen Posten als Finanzminister verloren hatte und wieder Kongreßabgeordneter geworden war, hat laut Goldman sein vertrauliches Wissen, seinen Einfluß in einer Regierung genutzt, die er selbst als Abgeordneter noch mitkommandierte.
Als Hauptakteuer in der sogenannten „Tropa de Choque“(Polizei-Spezialeinheit) zum Schutz des angeschlagenen Palocci wird Candido Vaccarezza genannt, sogenannter „Lider der Regierung“ im Abgeordnetenhaus, aus Lulas Arbeiterpartei PT. Den Angaben zufolge wurden ganze Plenarsitzungen abgesagt, um unliebsame Überraschungen, Meinungsäußerungen zu verhindern. Body-Guards verhinderten danach sogar den Zutritt von oppositionellen Abgeordneten zu Versammlungsräumen des Kongreßgebäudes. Die Rousseff-Regierung habe eine regelrechte „operacao de guerra“, Kriegsoperation zugunsten Paloccis gestartet, hieß es in den Qualitätsmedien. Rousseffs widersprüchliche politische Basis im Kongreß besteht aus zehn teils fragwürdigen Parteien, die schwerlich auf eine einigermaßen einheitliche Linie eingeschworen werden können. Wie es weiter hieß, habe der weiter als Mitregierer geltende Lula seiner Nachfolgerin geraten, der jetzigen Isolation zu entgehen und wie seinerzeit er Reisen durchs Land zu machen, Kontakte zum Volk zu suchen. Für Lulas Propagandareisen durch ganz Brasilien war stets ein enormes Medienecho organisiert worden.
Dilma Rousseff übergibt als Chefministerin Lulas ihr Amt an enge Freundin Erenice Guerra – nach Presseenthüllungen muß diese bald entlassen werden…
Zeitungsausriß – Dilma Rousseff und Erenicegate: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/24/lula-raumt-schuld-der-entlassenen-ministerin-erenice-guerra-ein-sie-verlor-die-auserordentliche-chance-eine-grose-staatsfunktionarin-zu-sein/
Brasiliens beschönigte Umweltkatastrophen: http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/wissenschaft/1375344/
Brasiliens vielgelobter „Biosprit“: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/19/brasiliens-vielgelobter-biosprit-wieder-massives-abfackeln-der-zuckerrohrplantagen-kurz-vor-der-ernte-laut-landesmedien/
Rousseff-Regierungsskandale 2011: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/19/lulas-erbe-voraussehbarer-skandal-um-stark-gestiegene-illegale-amazonasvernichtung-und-den-machtigsten-minister-der-neuen-rousseff-regierung-antonio-palocci-machen-in-brasilien-schlagzeilen/
„Kampf für die Schöpfung“ – Bischof Erwin Kräutler: http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1333914/