Brasiliens Landesmedien stellen heraus, daß die Olympischen Sommerspiele 2016 und ein wichtiger Teil der Fußball-WM 2014 just in einer Stadt mit besonders vergifteter Luft stattfinden werden – der Grad der Vergiftung liege in Rio de Janeiro um das Dreifache über den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation.
Ausriß – Sao Paulo.
„O Rio de Janeiro, cidade que irá sediar os Jogos Olímpicos de 2016 e parte importante da Copa do Mundo de 2014, tem um índice de poluição do ar três vezes superior aos níveis recomendados pela Organização Mundial da Saúde (OMS) e pior que o da cidade de São Paulo. Em uma avaliação inédita com 1,1 mil cidades pelo mundo, a OMS alerta que as cidades de países emergentes são hoje não apenas as que mais se beneficiam de uma expansão econômica, mas também são as mais poluídas, seja no Brasil, Indonésia, Coreia, China ou Índia.
Eigentlich für das erste Regierungsjahr von Staatschefin Dilma Rousseff vorgesehene Infrastrukturprojekte, darunter die Ausschreibung für einen Hochgeschwindigkeitszug zwischen Rio und Sao Paulo, werden laut Landesmedien auf 2012 verschoben, was von Wirtschaftsexperten heftig kritisiert wird, weil es Brasilien große Nachteile und Schäden verursache. Dazu gehörten mehr Deindustrialisierung und eine höhere Teuerung, hieß es.
Laut Landesmedien hält die Rousseff-Regierung Mittel für die Katastrophenvorsorge im Teilstaat Rio de Janeiro zurück, obwohl in nur drei Monaten bereits die Jahreszeit schwerer Regenfälle, Erdrutsche und Überschwemmungen beginne, mit neuen Tragödien wie Anfang des Jahres gerechnet werden müsse. In den Bergen bei Rio waren dabei mehr als 1000 Menschen ums Leben gekommen.
Ausriß – Angeli, Folha de Sao Paulo.
Wirtschaft kompakt:
Vorwurf, Lula sei Informant der Diktatur-Geheimpolizei Dops gewesen: http://www.hart-brasilientexte.de/2014/02/12/brasilien-die-folterdiktatur-lula-und-die-arbeiterpartei-pt-rufmord-ein-kapitalverbrechen-buch557-seiten-mit-schweren-vorwurfen-gegen-lula-macht-schlagzeilen/
Fotoserie:
http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/
“Doutor Lula”(O Estado de Sao Paulo)
“Der in Paris an Lula verliehene Ehrendoktortitel ist ein Witz oder Frucht der gewaltigen Ignoranz über die Vorgänge in unserem Land.”
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1624771/
Lula Dezember 2012 in Berlin: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/11/30/ig-metall-ladt-lula-zu-festveranstaltung-anfang-dezember-nach-berlin-ein-vom-armenhaus-zur-boomregion-lateinamerikas/
In seiner beliebten Sonntagskolumne, die landesweit in verschiedensten Qualitätszeitungen Brasiliens abgedruckt wird, reflektiert Joao Ubaldo Ribeiro unter der deutschen Überschrift „Lula der Grosse“ sarkastisch-ironisch über die Unmöglichkeit, Deutschen etwas Brasilien-Realität zu vermitteln, die offenbar kritiklos Lula-Propaganda verinnerlicht haben. Ribeiro beginnt mit einem Taxifahrer Berlins, gemäß dessen Aussage unter Präsident Lula Brasilien radikal verändert worden sei, befreit von Rückständigkeit und fürchterlichen Verhältnissen, „in denen unser Volk zuvor lebte, angefangen bei der öffentlichen Gesundheit. Beinahe hatte ich nicht die Courage, ihm ein wenig zu widersprechen, und erklärte ihm, falls er brasilianische öffentliche Hospitäler besuchte, würde er sich vielleicht nicht vom Schrecken erholen – denn so sei es nun einmal nicht. Aber er hörte ja garnicht auf meine Antwort. Ich entdeckte, daß ich in einem Taxi der PT saß, oder zumindest in dem eines fanatischen Lulisten. Oder daß wohl die Regierungspropaganda hier im Fernsehen gezeigt worden war. Wie es aussieht, ist die Popularität des Mannes nun mit Macht nach Berlin gekommen.“ Der Taxifahrer habe sich mit dem Ausruf „Lula!“ verabschiedet.

Ausriß. “Mit der SPD bin ich schon seit den Zeiten verbunden, als ich Gewerkschaftsführer war.” Hochrangige SPD-Politiker wie Willy Brandt und Helmut Schmidt pflegten enge Beziehungen zur nazistisch-antisemitisch orientierten brasilianischen Folterdiktatur.
”Hitler irrte zwar, hatte aber etwas, das ich an einem Manne bewundere – dieses Feuer, sich einzubringen, um etwas zu erreichen. Was ich bewundere, ist die Bereitschaft, die Kraft, die Hingabe.” Ist das Zitat von Lutz Bachmann, Björn Höcke oder von SPD-Idol Lula?
Leonardo Boff kritisiert das Urteil des Obersten Gerichts, die Vorgehensweise des schwarzen Präsidenten des Obersten Gerichts, Joaquim Barbosa. Es sei bestraft worden gegen die Prinzipien des Rechts. http://site.adital.com.br/site/noticia.php?lang=PT&cod=78939
Boffs Kritik sagt sehr viel über ihn selbst, seine Wertvorstellungen.

Ausriß, SPD-Video. “Mit der SPD bin ich schon seit den Zeiten verbunden, als ich Gewerkschaftsführer war.”
Lula hatte als Gewerkschaftsführer 1979 während des Militärregimes offenbar zur Freude der alten und neuen Rechten erklärt: ”Hitler irrte zwar, hatte aber etwas, das ich an einem Manne bewundere – dieses Feuer, sich einzubringen, um etwas zu erreichen. Was ich bewundere, ist die Bereitschaft, die Kraft, die Hingabe.”
Willy Brandt und sein Diktatur-Amtskollege José Magalhaes Pinto: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/11/19/brasiliens-folter-diktatur1964-1985-mit-wem-bundesausenminister-willy-brandt-damals-bilaterale-vertrage-unterzeichnet-das-massaker-an-stahlarbeitern-unter-gouverneur-jose-magalhaes-pinto/
1968 schenkt Willy Brandt dem brasilianischen Diktaturchef, General Costa e Silva, eine goldene Uhr, laut Veja: „…Presidente Costa e Silva, logo depois de receber, do Chanceler Willy Brandt, da Rep?blica Federal da Alemanha, um rel?gio de ouro de presente.“
„Brasilien schreibt Weltgeschichte – BILD.DE ERKLÄRT DAS WIRTSCHAFTS-WUNDERLAND.“

Ribeiro bemerkte auch bei anderen Gesprächspartnern ähnlichen „Lulismus“ wie beim Taxifahrer – „sie mochten keinen Widerspruch hören – und Lula ist noch mehr Teflon-verkleidet als in Brasilien, nichts gegen ihn bleibt haften. Wie soll man erklären, daß unsere Indikatoren für menschliche Entwicklung unter den niedrigsten der Welt sind? Wie soll man erklären, daß unsere Statistiken gewöhnlich trügerisch-irrig sind und daß wir, in Bezug auf öffentliche Gesundheit, ebenfalls zu den schändlichen Schlußlichtern zählen?“
„Jeden Tag wird in Brasilien gefoltert.“ Ausriß 2011http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/20/joao-ubaldo-ribeiro-gesichter-brasiliens/
Gleiches gelte, so Ribeiro in der Kolumne weiter, für die automatische Versetzung an Schulen. „…und die Tatsache, daß eine erschreckend hohe Zahl von Brasilianern, die zur Schule gingen, weder das Lesen noch Schreiben, noch das Lösen einer einfachen Rechenaufgabe lernten?“ Ribeiro bekam von seinen deutschen Gesprächspartnern indessen zurück, daß es so nicht sei – „sie läsen die Nachrichten und wüßten die Wahrheit. Wenn Deutschland einen Regierungschef wie Lula hätte, wäre das ein Glück. Das habe ich denen nicht gesagt, dachte das nur so bei mir – und hatte noch eine bessere Idee. Warum importieren sie nicht Lula, damit er sie regiert? Sicher würde er bekannt als Lula der Grosse“…Solcher Export, so Ribeiro abschließend, wäre eine enorme Wohltat. „Für Brasilien, nicht für Deutschland, dachte ich bei mir – aber habe es denen wiederum nicht gesagt.“
Ausriß O Globo, Rio de Janeiro.
Laut Brasiliens Qualitätsmedien sind unter Lula die Ausgaben für Regierungspropaganda enorm erhöht worden – was auch in Ländern wie Deutschland nicht ohne Wirkung blieb.
„In der Ersten Welt weiß man nichts über Brasilien, das gilt auch für die Deutschen. Doch umgekehrt gilt es auch für die Brasilianer in Bezug auf Deutschland. Wenn man die Mehrheit der Deutschen, überhaupt die Mehrheit der Leute in der Ersten Welt bittet, mal was über Brasilien zu sagen, dann kommt: Ach so, ja, Pelé, äh, Fußball, Karneval, äh, Nackte. Die Hauptstadt? Ãh, Rio de Janeiro. Die wissen nichts!” (Joao Ubaldo Ribeiro)
“Ausgedachte Wirklichkeiten: Die Distanz des politischen Journalismus zur tatsächlichen Politik war nie zuvor so groß wie heute.” Frankfurter Allgemeine Zeitung 2013
„Zwischen 2004 und 2007 wurden in Brasilien mehr Menschen gewaltsam getötet als in den 12 wichtigsten kriegerischen Konflikten der Erde dieser Jahre…Der Schauplatz der Gewalt, die harte Realität der Slumperipherien, veränderte sich wenig.“ Miguel Reale Junior, Rechtsexperte, Ex-Justizminister, in Qualitätszeitung O Estado de Sao Paulo 2013
„Das Leipziger Ballett wird mit der „Großen Messe“ auch in São Paulo gefeiert. Die strengen Sicherheitsvorkehrungen sind derweil für alle ungewohnt …
Donnerstag, 22. September 11
Auch die erste Vorstellung im ausverkauften „Theatro Municipal“ (1500 Plätze!) in São Paulo war ein riesiger Erfolg. Stehende Ovationen und für São Paulo ungewöhnlich langanhaltender und herzlicher Applaus!
Die kleinen und großen Probleme während des Aufbaus der Bühne haben unsere Techniker natürlich ganz wunderbar in den Griff bekommen! Auch hier, wie in Bogotá, gab es eine ganz besondere Spannung und Konzentration im Zuschauerraum.
Natürlich hat die Millionen-Metropole Brasiliens einiges spannendes und kurioses für uns bereit gehalten. Schon der Weg von Hotel zum „Teatro Municipal“ war etwas speziell. Ist der 650 Meter lange Weg tagsüber ungefährlich, ändert sich das mit Einbruch der Dunkelheit drastisch. So war es uns vor der Vorstellung nicht erlaubt, den kurzen Weg alleine zu gehen. Vor dem Hotel standen schon Bodyguards und egal ob man alleine, zu zweit oder in einer Gruppe gegangen ist, wurde man von mindestens drei Guards begleitet. Eine Erfahrung, die sehr nachdenklich macht …
Diese kleinen Momente des Unbehagens waren aber im Moment der Vorstellung schnell vergessen. Wir sind alle sehr glücklich über den mehr als positiven Zuspruch.“
Laut nationalen Wirtschaftsmedien steigerte die gefeierte Kapitalerhöhung nicht den Wert der Petrobrasaktien, die seitdem über 20 Prozent abfielen. Als Warnsignal gelte das Volumen notwendigen Kapitals, um geplante Investititionen realisieren zu können. Petrobras erkläre, in den nächsten fünf Jahren 224 Milliarden Dollar zu investieren – der Markt prognostiziere indessen, daß Petrobras noch mehr Kapital brauche, um geplante Vorhaben umzusetzen.
Real-Abwertung mit negativen Konsequenzen für PETROBRAS:
George Soros verkaufte alle Petrobras-Aktien:
http://www.cash.ch/news/boerse_ausland/george_soros_verkauft_alle_petrobrasaktien-940062-598
Gewicht der hohen Dollar-Schulden:
Brasiliens Ölkonzern PETROBRAS, größtes Unternehmen des Landes, im Ausland enorm bejubelt, sackte am stärksten ab.
„Um levantamento da consultoria Economática mostra que as empresas brasileiras perderam 378 bilhões de dólares em valor de mercado em 2011, até 22 de setembro – uma queda de 26,4%. A queda equivale ao valor, somado, de Petrobras, Vale, Ambev e Banco do Brasil, em 20 de setembro.
Wirtschaft kompakt:
O estudo ainda mostrou que a Petrobras teve a maior queda nominal de valor de mercado no ano na América Latina e Estados Unidos: perdeu 87 bilhões de dólares – ontem, valia 141,2 bilhões de dólares na bolsa, 38% menos que no final de 2010. Em segundo lugar, aparece o Bank of America, com queda de 73 bilhões de dólares, seguido por Citigroup, com queda de 67 bilhões de dólares.
O estudo considerou 1207 empresas com dados disponíveis no final de 2010 e no dia 22 de setembro. (Exame)
“Berlin hilft Brasilien bei AKW-Bau”:
http://www.youtube.com/watch?v=YMsOf-onIow
Wieder Blutbad an Jugendlichen 2012 : http://www.hart-brasilientexte.de/2012/09/10/brasilien-wieder-blutbad-an-jugendlichen-in-der-wm-und-olympia-stadt-rio-de-janeiro-sechs-heranwachsende-erschossen-viel-lob-aus-mitteleuropa-fur-angeblich-bessere-sicherheitslage-in-rio/
Zu den auffälligeren Ehrenmorden zählte 2011 ein Fall im brasilanischen Nordosten, bei dem ein Mann seiner Frau das Herz herausschnitt und es aß, weil sie ihn mit einem anderen Mann betrogen hatte.
“In puncto Gleichberechtigung ist Brasilien weiter als viele westliche Länder.”(National Geographic Deutschland 2011)

Proteste gegen Macho-Gewalt, „Ehrenmorde“ – Sao Paulo.
„Terror da Linha Amarela e da av. Brasil
Nosso bondeé preparado
Nao to de sacanagem
Um monte de homem-bomba
No estilo Osama Bin Laden
(Gangsta-Funk-Text aus Rio)
http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/11/der-brasilianische-musiker-und-poet-marcelo-yuka1/
Text des Scheiterhaufen-Songs von Marcelo Yuka:
“Aber es ist doch Geruch von verbrannten Autoreifen in der Luft”
Marcelo Yuka – Mitglied von Menschenrechtsjury in Sao Paulo.
Brasiliens offizielle Regierungssicht zur Krise wird wiederum problemlos in Medien der Ersten Welt durchgeschaltet, Kritik regierungsunabhängiger Fachleute am verfehlten Wirtschaftskurs Brasilias, darunter aus der führenden lateinamerikanischen Industriellenvereinigung FIESP in Sao Paulo, ist chancenlos. FIESP hat seit langem vor den Risiken der Deindustrialisierung, der wachstumshemmenden Hochzinspolitik, der hemmungslosen Begünstigung spekulativen Kapitals sowie der wachsenden Abhängigkeit von Rohstoff-Exporten gewarnt. Zudem hat die Regierung mit ihrer Politik die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Landes immer mehr verschlechtert – ein Blick auf entsprechende Rankings, darunter das Doing-Business-Ranking, spricht Bände. Auch wegen ausbleibender Modernisierung der haarsträubend schlechten Infrastruktur ist die Kostenstruktur im Vergleich zu Nachbarländern wie Argentinien oder Chile bzw. zu Ländern der Ersten Welt auffällig problematisch.
„Berlin hilft Brasilien bei AKW-Bau“: