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     Pressedienst des Wattenrates Ost-Friesland
     Datum: 20. Okt. 2009
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http://www.nabu.de/nh/300/adler300.htm
Der Abschuß von 1984 ereignete sich in der Favela „Morro do Juramento“. Seit den 80er Jahren, so heißt es weiter, haben die Banditenkommandos ihr Waffenarsenal und ihre Treffsicherheit vergrößert. In Kommentaren wurde als Glück bezeichnet, daß sich der neueste Abschuß eines Polizeihubschraubers nicht vor der Auswahl der Olympiastadt 2016 ereignet habe. Laut der Qualitätszeitung „O Estado de Sao Paulo“ fragen sich jetzt im Ausland viele, ob Rio de Janeiro überhaupt fähig sei, die olympischen Spiele von 2016 auszurichten. Die Olympia-Euphorie der Brasilianer habe in den letzten Tagen einen Dämpfer erhalten. „Rio verliert diesen Krieg“, ist der Leitartikel des Blattes überschrieben. „Das Volk will ein besseres Leben, keine olympischen Spiele“, lauten Leserkommentare in den führenden Blättern Brasilien. Viel Geld werde für Olympia ausgegeben, aber nicht für Sicherheit und Menschenrechte der Slumbewohner, eine bessere Polizeiausrüstung.
Marina Maggessi: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/20/marina-maggessi-gesichter-brasiliens/
Die Sicherheitsexperten erinnern daran, daß in Rio de Janeiro keineswegs Drogenbanden am Werk sind, sondern das Drogengeschäft lediglich ein Teilbereich der hoch lukrativen Aktivitäten des organisierten Verbrechens ist. Die brasilianischen Verbrechersyndikate erzielen hohe Gewinne auch durch Auftragsmorde, Bankraub, weltweiten illegalen Waffenhandel, Warenschmuggel, Erpressung, Entführungen sowie Überfälle auf Fracht-LKW. Laut „Folha de Sao Paulo“ rächt sich die Realität an jenem „Festival der Illusionen, das von Lula und seinen Claqueuren veranstaltet wird.“
Kriegs-Video aus Rio: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/17/krieg-auf-dem-morro-dos-macacos-von-rio-de-janeiro-youtube-anklicken-bope-im-einsatz/
 
 ”Es sind Tyrannen, ja, richtige Tyrannen, die barbarische Untaten begehen. Sie verbrennen Menschen lebendig, zerstückeln Personen, verüben Greueltaten jeder Art. In den Slums herrschen sie mit aller Bösartigkeit, brutaler Macht.“
http://www.adital.com.br/site/noticia.asp?boletim=1&lang=PT&cod=42059
http://www.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=132907
http://www.cnbb.org.br/ns/modules/articles/index.php?cat_id=47
http://g1.globo.com/Noticias/Politica/0,,MUL1346527-5601,00.html
Scheiterhaufen: http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/668242/
Kriegs-TV-Video aus Rio de Janeiro: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/17/krieg-auf-dem-morro-dos-macacos-von-rio-de-janeiro-youtube-anklicken-bope-im-einsatz/
http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/20/marina-maggessi-gesichter-brasiliens/
Der brasilianische Anwaltsverband OAB sprach von terroristischen Attacken in Rio de Janeiro und kritisierte, daß der Staat die Slumbewohner marginalisiere, deren Rechte nicht garantiere. Der Parallelstaat des Verbrechens „erniedrigt,  mordet und detoniert die Grundlagen der Republik.“
Erster Polizeihubschrauber bereits 1984 in Rio abgeschossen: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/20/erster-hubschrauber-in-rio-bereits-1984-von-banditenkommandos-abgeschossen-mehrere-beamte-tot-erinnern-medien-die-banditen-brauchten-25-jahre-um-einen-weiteren-polizeihelikopter-herunterzuholen/
Murilo de Carvalho über Slumdiktatur: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/08/jose-murilo-de-carvalho-mitglied-der-brasilianischen-dichterakademie-fuhrender-historiker-brasiliens/
Die jüngsten Feuergefechte haben deutlich gemacht, daß es sich in den Slums der brasilianischen Millionenstädte nicht vorrangig um ein Sicherheitsproblem, sondern um gravierende Menschenrechtsprobleme handelt. Die Lage der terrorisierten Slumbewohner, die Nichtexistenz der Basis-Menschenrechte wird gewöhnlich aus Herzenskälte und Zynismus systematisch ausgeblendet. In vielen Leserkommentaren wird kritisiert, daß zwar Unsummen für internationale Großveranstaltungen von Rio ausgegeben werden, nicht aber für die Sicherheit und die Menschenrechte der Slumbewohner sowie für die Ausrüstung der Polizei. Hochmoderne, präzise Sturmgewehre der Marken Heckler & Koch(Deutschland) oder Sig-Sauer(Schweiz), wie sie die Banditenkommandos benutzen, hätten Rios Polizisten auch gerne, werden indessen oft mit schlechtester Bewaffnung in den Kampf geschickt.
Scheiterhaufen und Menschenrechte unter Lula: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/16/scheiterhaufenstadt-rio-de-janeiro-der-grausame-tod-einer-48-jahrigen-frau-in-der-microondas-laut-lokalzeitung/
TV-Video zur Lage in Rio: http://globonews.globo.com/Jornalismo/GN/0,,MUL1345830-17665,00-EXCLUSIVO+COM+FOLGAS+SUSPENSAS+PMS+DORMEM+NO+CHAO+PARA+DESCANSAR.html
Hintergrundtext : http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/26/berlinale-hit-tropa-de-elite-und-baile-funk-populare-kultur-in-brasilien/

„Tropa-de-Elite“-Raubkopien des Straßenverkaufs.
Berlinale-Gewinner „Tropa de Elite“: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/07/09/tropa-de-elite-berlinale-gewinner-brasilianischer-filmhit-uberraschend-doch-noch-in-den-deutschen-kinos-start-am-6-august-fur-brasilieninteressiertebeinahe-ein-mus-dokumentarischer-spielfilm/
UNO-Index für menschliche Entwicklung – von Platz 75 auf 70 zurückgefallen: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/05/brasilien-auf-uno-index-fur-menschliche-entwicklung-jetzt-platz-75-hinter-argentinien-chile-und-kuba/
Laut „O Dia“ kaufte ein Banditenkommando erst jüngst eine Rakete zum Abschuß von Hubschraubern.
Rios Sicherheitschef José Beltrame befürchtet laut Presseberichten weitere Attacken der hochgerüsteten Banditenkommandos verschiedener Verbrechersyndikate. Gemäß den ersten Analysen der Feuergefechte vom Wochenende geschahen die Angriffe und der Terror in den vom „Comando Vermelho“(Rotes Kommando) beherrschten Teilen Rio de Janeiros. Das Comando Vermelho sei mit dem Verbrechersyndikat PCC verbündet, das seinen Sitz in Sao Paulo hat. In Kommentaren wird auch die offensichtliche Hilflosigkeit der Polizeispitze Rio de Janeiros beschrieben, die bei den Pressekonferenzen vom Wochenende sehr deutlich wurde. Brasiliens größte Qualitätszeitung „Folha de Sao Paulo“ fragt: „Wenn das kein Bürgerkrieg war, was ist es dann?“ Die Opferzahlen der jüngsten Gefechte wurden von offizieller Seite bewußt viel zu niedrig angegeben, wird vermutet.
Kriegs-Video aus Rio de Janeiro: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/17/krieg-auf-dem-morro-dos-macacos-von-rio-de-janeiro-youtube-anklicken-bope-im-einsatz/
AfroReggae spielte u.a 2006 im Haus der Kulturen der Welt in Berlin.
Vicente Maiolino, Ludmila Fragoso: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/12/ein-guter-freund-und-langjahriger-nachbar-theaterregisseur-vicente-maiolino-in-rio-de-janeiro-bergstadtteil-santa-teresa-durch-12-schusse-getotet-kein-hinweis-auf-tater/
Scheiterhaufen-Rap aus Rio de Janeiro: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/16/rio-de-janeiro-popularen-scheiterhaufen-rap-microondas-der-scheiterhaufen-stadt-anklicken-vacilou-bem-na-favela-microondas-te-torrou-a-tua-chance-acabou/
Hintergrund Favelas – Österreichs Südwind-Magazin:
http://www.suedwind-magazin.at/start.asp?ID=234729&rubrik=31&ausg=200304
Der Abschuß eines Polizeihubschrauber war laut Medienberichten seit mindestens drei Jahren erwartet worden, da seitdem zahlreiche Militär-und Zivilhubschrauber in Rio de Janeiros Risikozonen  von Banditen-MGs getroffen worden seien. Die Luftfahrtbehörde habe wegen der Gefahren zahlreiche Routenänderungen verfügt. Der Abschuß wird als Beweis gewachsener Stärke und Feuerkraft der Verbrechersyndikate Brasiliens gewertet. Am 18. Oktober kam es erneut zu zahlreichen Feuergefechten in Rio de Janeiro, offiziell hieß es, Polizeieinheiten hätten mehrere Slums der Nordzone umzingelt.
http://odia.terra.com.br/portal/rio/html/2009/10/primos_fuzilados_na_volta_de_festa_41304.html
Kriegs-Video von „Morro dos Macacos“: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/17/krieg-auf-dem-morro-dos-macacos-von-rio-de-janeiro-youtube-anklicken-bope-im-einsatz/