Parado há mais de 20 anos, o projeto de construção da terceira usina nuclear do país - Angra 3, no litoral do Rio de Janeiro – foi retomado pelo governo Lula. Esta decisão foi aprovada no último ano pelo Conselho Nacional de Política Energética (CNPE), apesar do voto contrário do ministério do Meio Ambiente, coordenado pela então ministra Marina da Silva. (weiterlesen…)
Die in Europa kaum wahrgenommene, in Brasilien jedoch mit dem wichtigsten Menschenrechtspreis geehrte Artikelserie der Tageszeitung “O Globo” über die gravierenden Menschenrechtsverletzungen in den Slums der Demokratie (”Os brasileiros que ainda vivem na ditatura”) hat jetzt erstmals zwei wichtige Auszeichnungen von Institutionen Lateinamerikas erhalten: Die für die Karibik und Lateinamerika zuständige Filiale des auch in Europa aktiven Anti-Korruptions-Netzwerks “Transparency International” sowie das “Instituto Prensa y Sociedad”(IPYS) mit Sitz in Lima vergaben den diesjährigen zweiten Preis an die von der investigativen Journalistin Carla Rocha und ihren Kollegen Dimmi Amora, Fabio Vasconcellos und Sergio Ramalho realisierte Serie. Der erste Preis ging an Reportagen von Mabel Rehnfeldt von ABC Color in Paraguay über die Bereicherung des Wasserkraftwerksdirektors von Itaipú - sowie an Americo Zambrano von der Zeitschrift “Caretas” in Peru, der Verbindungen von Mitgliedern der Sanchez-Paredes-Familie mit der Rauschgiftmafia offengelegt hatte.
Carla Rocha bei der Auszeichnung mit dem brasilianischen Menschenrechtspreis in Sao Paulo
Deutschlandradio Fazit: Brasilianischer Kulturminister Gilberto Gil besucht Slums… http://www.dradio.de/dlr/sendungen/fazit/337614/
Deutschlandfunk: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/marktundmedien/761337/
Gilberto Gil und die Slum-Diktatur: http://www.swr.de/swr2/programm/extra/lateinamerika/stimmen/beitrag28.html
Transparency International Deutschland: http://www.transparency.de/
Um weiter seiner Lieblingsbeschäftigung im Leben, dem Singen, frönen zu können, brauche er jetzt Zeit, verkündete Pop-Millionär Gil bereits vor mehreren Monaten öffentlich und wies auf die arg strapazierten Stimmbänder. Ministerium und Musikerkarriere hält er daher nicht länger für vereinbar.
Carlos Lyra gegenüber dieser Website:“In Wahrheit war ich der einzige Linke in der Bossa Nova – der Rest war garnichts, oder eben rechts. Ich hielt es für Feigheit, keinerlei Position gegen das Militärregime zu beziehen.”
Stephen Kanitz, Sozialwissenschaftler und Kolumnist, weist auf einen gravierenden Kulturverlust – die Abschaffung der noch in den Achtzigern auch bei jungen Leuten Brasiliens so unglaublich populären Paartanz-Bälle, Schule der Nation für sinnliches Körpergefühl. Ja, Brasilien war das letzte Paartanz-Paradies dieser Erde. Eine Frau, argumentiert Kanitz, brauche mehr Informationen als ein Mann, um sich verlieben zu können. Beim Paartanz erfahre sie in wenigen Minuten sehr viel über dessen Intelligenz, Kreativität, Takt, Zärtlichkeit, Körpergefühl, Kooperation, Geduld, Beharrlichkeit.
Joaquim Guedes, der zu den wichtigsten Architekten des Tropenlandes zählt, bekam zahlreiche Preise, realisierte hunderte Projekte, hatte einen Architekturlehrstuhl an der Bundesuniversität von Sao Paulo, war Präsident des brasilianischen Architekturinstituts. Andreas Hempel, Präsident des Internationalen Architekturkongresses von 2002 in Berlin, hatte Guedes ins wissenschaftliche Komitee des Expertentreffens geholt.
Guedes war Diktaturgegner, stets sehr politisch engagiert. 2008 kandidierte er für einen Parlamentssitz in Sao Paulo, für die Sozialistische Volkspartei(PPS). Auch wegen seiner vielen Medieninterviews, darunter in großen Nachrichtenmagazinen, war er weit über die Grenzen Brasiliens hinaus bekannt.
Joaquim Guedes 2007 bei einer Buchvorstellung in der Livraria Cultura des jüdischen Buchhändlers Herz in Sao Paulo, dem besten und wichtigsten Buchkaufhaus des Tropenlandes - Guedes signiert “Conversas com Gaudi”, übersetzte Ausgabe vom spanischen Verlag Perspectiva.
Hintergrund-Links:
Niemeyer-Bauten in Sao Paulo: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/31/oscar-niemeyer-gebaude-in-sao-paulo-california-eiffel-montreal-copan/
Laut Joao Ubaldo Ribeiro wiederholt sich vor den Oktoberwahlen das Schema früherer Wahlkämpfe - u.a. in Rio de Janeiro, dem zweitwichtigsten Wirtschaftszentrum Brasilien, dürfen Kandidaten nur mit spezieller Erlaubnis des organisierten Verbrechens die riesigen Slums betreten, um Politpropaganda zu betreiben. “In Wahrheit darf dort niemand ohne ausdrückliche Erlaubnis hinein. Der Präsident der Republik, beispielsweise, kann das indessen. Sofern er ein Sicherheitskontingent mobilisiert - ähnlich wie Bush im Irak, oder noch größer.”
Ribeiro erhielt 2008 den “Premio Camoes”, den wichtigsten Literatur-und Kulturpreis des portugiesischen Sprachraums, zugesprochen.
Schwule Indios leiden laut einem Bericht der “Folha de Sao Paulo” unter deutlicher Diskriminierung in ihrem Lebensumfeld, werden von anderen Indianern sogar mit Steinen und Flaschen beworfen, als “meia coisa”, halbe Sache, beschimpft. Im Stamme der Tikuna, der kopfstärksten Ethnie Amazoniens, bekennt sich danach erstmals eine Gruppe von Indios zum Schwulsein, akzeptiert nicht mehr Heiratsregeln, wonach künftige Paare bereits in der Jugend bestimmt werden.
Brasiliens Regisseur Breno Silveira schuf mit Hilfe des Schriftstellers Paulo Lins, der die Buchvorlage zum Streifen ”City of God” geliefert hatte, ein Meisterwerk, das hoffentlich bald auch in die europäischen Kinos kommt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Dois_Filhos_de_Francisco
http://www.estadao.com.br/estadaodehoje/20080617/not_imp190749,0.php
http://www.swr.de/swr2/programm/extra/lateinamerika/stimmen/beitrag21.html
Angelica Aparecida de Souza Teodoro, 18, mother of a two year old child only has a primary school education and works as a domestic but was unemployed when she was caught last November in a small supermarket in the Jardim dos Ipês in São Paulo accused of stealing a 200 gr. tin of “Aviação” butter which cost R$3.10 (US$ 2). She was taken to the 59th Police station which is known as the Pinheiros jail and was arrested by police officer Marco Arurélio Bolzini. (weiterlesen…)