Klaus Hart Brasilientexte

Aktuelle Berichte aus Brasilien - Politik, Kultur und Naturschutz

Greenpeace Brasilien gegen weitere Atomkraftwerke:”Teile der brasilianischen Regierung, des Militärs und unserer Diplomatie haben nie den Traum aufgegeben, daß Brasilien sein Programm zur Produktion von Atomwaffen wiederaufnimmt.”

Donnerstag, 31. Juli 2008 von Klaus Hart

Parado há mais de 20 anos, o projeto de construção da terceira usina nuclear do país - Angra 3, no litoral do Rio de Janeiro – foi retomado pelo governo Lula. Esta decisão foi aprovada no último ano pelo Conselho Nacional de Política Energética (CNPE), apesar do voto contrário do ministério do Meio Ambiente, coordenado pela então ministra Marina da Silva. (weiterlesen…)

Globo-Serie über die Diktatur in den brasilianischen Slums erhält Transparency-International-Preis. Glückwunsch an Carla Rocha!

Donnerstag, 31. Juli 2008 von Klaus Hart

Die in Europa kaum wahrgenommene, in Brasilien jedoch mit dem wichtigsten Menschenrechtspreis geehrte Artikelserie der Tageszeitung “O Globo” über die gravierenden Menschenrechtsverletzungen in den Slums der Demokratie (”Os brasileiros que ainda vivem na ditatura”) hat jetzt erstmals zwei wichtige Auszeichnungen von Institutionen Lateinamerikas erhalten: Die für die Karibik und Lateinamerika zuständige Filiale des auch in Europa aktiven Anti-Korruptions-Netzwerks “Transparency International” sowie das “Instituto Prensa y Sociedad”(IPYS) mit Sitz in Lima vergaben den diesjährigen zweiten Preis an die von der investigativen Journalistin Carla Rocha und ihren Kollegen Dimmi Amora, Fabio Vasconcellos und Sergio Ramalho realisierte  Serie. Der erste Preis ging an Reportagen von Mabel Rehnfeldt von ABC Color in Paraguay über die Bereicherung des Wasserkraftwerksdirektors von Itaipú - sowie an Americo Zambrano von der Zeitschrift “Caretas” in Peru, der Verbindungen von Mitgliedern der Sanchez-Paredes-Familie mit der Rauschgiftmafia offengelegt hatte.

carlarochalacht.jpgCarla Rocha bei der Auszeichnung mit dem brasilianischen Menschenrechtspreis in Sao Paulo

Hintergrund: http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/16/tropa-de-elite-gewann-goldenen-baren-der-berlinale-politisch-korrekte-mainstream-kritiken-blieben-auf-jury-ohne-wirkung/

Deutschlandradio Fazit: Brasilianischer Kulturminister Gilberto Gil besucht Slums… http://www.dradio.de/dlr/sendungen/fazit/337614/

Deutschlandfunk: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/marktundmedien/761337/

Gilberto Gil und die Slum-Diktatur: http://www.swr.de/swr2/programm/extra/lateinamerika/stimmen/beitrag28.html

Transparency International Deutschland: http://www.transparency.de/

Kulturminister und Musiker Gilberto Gil verläßt Lula-Regierung. In Europa stets viel politisch korrekte Jubel-PR für Gil - in Brasilien überwiegend scharfe Kritik.

Donnerstag, 31. Juli 2008 von Klaus Hart

Um weiter seiner Lieblingsbeschäftigung im Leben, dem Singen, frönen zu können, brauche er jetzt  Zeit, verkündete Pop-Millionär Gil bereits vor mehreren Monaten öffentlich und wies auf die arg strapazierten Stimmbänder. Ministerium und Musikerkarriere hält er daher nicht länger für vereinbar.

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50 Jahre Bossa-Nova(3): Carlos Lyra aus Rio signiert in der “Livraria Cultura” von Sao Paulo sein neuestes Buch: “Eu & a Bossa”

Mittwoch, 30. Juli 2008 von Klaus Hart

carloslyra1kleinjpg.jpgCarlos Lyra gegenüber dieser Website:“In Wahrheit war ich der einzige Linke in der Bossa Nova – der Rest war garnichts, oder eben rechts. Ich hielt es für  Feigheit, keinerlei Position gegen das Militärregime zu beziehen.”

http://www.folker.de/200805/07bossanova.htm

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Warum es mit Brasiliens erotischem Sex bergab geht, ganz zu schweigen vom Rest der Welt: Stephen Kanitz nennt einen wichtigen Aspekt - die stupide Abschaffung des sinnlichen Paartanzes.

Dienstag, 29. Juli 2008 von Klaus Hart

Stephen Kanitz, Sozialwissenschaftler und Kolumnist, weist auf  einen gravierenden Kulturverlust – die  Abschaffung der noch in den Achtzigern auch bei jungen Leuten Brasiliens so unglaublich populären Paartanz-Bälle, Schule der Nation für sinnliches Körpergefühl. Ja, Brasilien war das letzte Paartanz-Paradies dieser Erde. Eine Frau, argumentiert Kanitz, brauche mehr Informationen als ein Mann, um sich verlieben zu können. Beim Paartanz erfahre sie in wenigen Minuten sehr viel über dessen Intelligenz, Kreativität, Takt, Zärtlichkeit, Körpergefühl, Kooperation, Geduld, Beharrlichkeit.

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Großer brasilianischer Architekt Joaquim Guedes, wichtigster Kritiker von Oscar Niemeyer, tot. In Sao Paulo von Stadtjeeplenker überrollt, der Fahrerflucht beging. Mysteriöser Vorfall, nicht aufgeklärt. Wußte Guedes zuviel über Machenschaften der Bauwirtschaft?

Dienstag, 29. Juli 2008 von Klaus Hart

Joaquim Guedes, der zu den wichtigsten Architekten des Tropenlandes zählt, bekam zahlreiche Preise, realisierte hunderte Projekte, hatte einen Architekturlehrstuhl an der Bundesuniversität von Sao Paulo, war Präsident des brasilianischen Architekturinstituts. Andreas Hempel, Präsident des Internationalen Architekturkongresses von 2002 in Berlin, hatte Guedes ins wissenschaftliche Komitee des Expertentreffens geholt.

Guedes war Diktaturgegner, stets sehr politisch engagiert. 2008 kandidierte er für einen Parlamentssitz in Sao Paulo, für die Sozialistische Volkspartei(PPS). Auch wegen seiner vielen Medieninterviews, darunter in großen Nachrichtenmagazinen, war er weit über die Grenzen Brasiliens hinaus bekannt.

guedesklein1.jpgJoaquim Guedes 2007 bei einer Buchvorstellung in der Livraria Cultura des jüdischen Buchhändlers Herz in Sao Paulo, dem besten und wichtigsten Buchkaufhaus des Tropenlandes - Guedes signiert “Conversas com Gaudi”, übersetzte Ausgabe vom spanischen Verlag Perspectiva.

Hintergrund-Links:

http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/11/staatsarchitekt-oscar-niemeyer-und-sein-kritiker-joaquim-guedes/

Niemeyer-Bauten in Sao Paulo: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/31/oscar-niemeyer-gebaude-in-sao-paulo-california-eiffel-montreal-copan/

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Brasilien: Wahlkampf in Lateinamerikas größter Demokratie - Bestsellerautor und DAAD-Stipendiat Joao Ubaldo Ribeiro analysiert Banditen-Diktatur.

Montag, 28. Juli 2008 von Klaus Hart

Laut Joao Ubaldo Ribeiro wiederholt sich vor den Oktoberwahlen das Schema früherer Wahlkämpfe - u.a. in Rio de Janeiro, dem zweitwichtigsten Wirtschaftszentrum Brasilien, dürfen Kandidaten nur mit spezieller Erlaubnis des organisierten Verbrechens die riesigen Slums betreten, um Politpropaganda zu betreiben. “In Wahrheit darf dort niemand ohne ausdrückliche Erlaubnis hinein. Der Präsident der Republik, beispielsweise, kann das indessen. Sofern er ein Sicherheitskontingent mobilisiert - ähnlich wie Bush im Irak, oder noch größer.” 

Ribeiro erhielt 2008  den “Premio Camoes”, den wichtigsten Literatur-und Kulturpreis des portugiesischen Sprachraums, zugesprochen.

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Homosexuelle Indianer in Brasilien - diskriminiert und attackiert in den eigenen Stämmen.

Montag, 28. Juli 2008 von Klaus Hart

Schwule Indios leiden laut einem Bericht der “Folha de Sao Paulo” unter deutlicher Diskriminierung in ihrem Lebensumfeld, werden von anderen Indianern sogar mit Steinen und Flaschen beworfen, als “meia coisa”, halbe Sache, beschimpft. Im Stamme der Tikuna, der kopfstärksten Ethnie Amazoniens, bekennt sich danach erstmals eine Gruppe von Indios zum Schwulsein, akzeptiert nicht mehr Heiratsregeln, wonach künftige Paare bereits in der Jugend bestimmt werden.

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“Era uma vez…” - nach “Tropa de Elite” der neue Filmhit aus Brasilien. Extrem realitätsnahe Schilderung der Zustände in Lulas Spezialdemokratie - Schauplatz Ipanema in Rio; das bizarre, komplexe Verhältnis der Betuchten zu den Slumbewohnern, der Diktatur des organisierten Verbrechens gleich nebenan.

Sonntag, 27. Juli 2008 von Klaus Hart

Brasiliens Regisseur Breno Silveira schuf mit Hilfe des Schriftstellers Paulo Lins, der die Buchvorlage zum Streifen ”City of God” geliefert hatte, ein Meisterwerk, das hoffentlich bald auch in die europäischen Kinos kommt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Dois_Filhos_de_Francisco

http://www.estadao.com.br/estadaodehoje/20080617/not_imp190749,0.php

http://www.swr.de/swr2/programm/extra/lateinamerika/stimmen/beitrag21.html

“Small fishes and sharks” - Befreiungstheologe Frei Betto.

Donnerstag, 24. Juli 2008 von Klaus Hart


Angelica Aparecida de Souza Teodoro, 18, mother of a two year old child only has a primary school education and works as a domestic but was unemployed when she was caught last November in a small supermarket in the Jardim dos Ipês in São Paulo accused of stealing a 200 gr. tin of “Aviação” butter which cost R$3.10 (US$ 2). She was taken to the 59th Police station which is known as the Pinheiros jail and was arrested by police officer Marco Arurélio Bolzini.
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