Klaus Hart Brasilientexte

Aktuelle Berichte aus Brasilien – Politik, Kultur und Naturschutz

Libyenkrieg: Brasiliens Medien berichten über weitere zivile Opfer. TV Libyens zeigt Sohn von Gaddafi.

Mittwoch, 10. August 2011 von Klaus Hart

Libyenkrieg – weiteres Flüchtlingsdrama nach NATO-Angriffen – wieder viele Tote, berichten Brasiliens Medien. Krieg gegen Libyen kostet Frankreich täglich 1,2 Millionen Euro, laut Handelsblatt. Teure Kriege auf Pump – und die Folgen in der Eurozone.

Freitag, 05. August 2011 von Klaus Hart

Libyenkrieg: Brasiliens Medien nennen Mord an Militärchef Younes “ schweren Schlag“ für Rebellen. „Mord erhöhte Spannungen in Bengasi.“ US-Pleite und Kriege.

Sonntag, 31. Juli 2011 von Klaus Hart

Wie es hieß, gehören dem sogenannten Übergangsrat der Rebellen „nicht nur inkompetente Personen an, sondern sogar sich gegenseitig feindlich gesinnte.“ Nunmehr bestehe die Gefahr, daß Islamisten dominierten.

„Jihadistas sao acusados de matar lider libio“. 

http://www.hart-brasilientexte.de/2011/07/29/us-pleite-libyen-und-afghanistankrieg-brasiliens-sichtweisen-rebellen-militarchef-ermordet/

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Ausriß.

Libyen, das entwickeltste Land Afrikas,  liegt auf dem UNO-Index für menschliche Entwicklung auf dem 53. Platz, Brasilien auf dem 73. Auf dem UNO-Bildungsindex liegt Libyen auf dem 66. Platz, Brasilien weit abgeschlagen auf dem 93.  

Zivile Opfer der Libyenintervention: 

http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/11/nach-luftterror-uber-tripolis-untergang-eines-fluchtlingsschiffs-aus-der-bombardierten-hauptstadt-uno-bestatigt-starke-zunahme-der-zivilen-opfer-der-libyen-intervention-wegen-provozierter-massenfluc/

Befreiungstheologe Frei Betto:

http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/12/das-system-libyens-die-dortige-regierung-ist-popular-hat-im-lande-die-mehrheit-hinter-sich-ich-befurchte-das-wie-im-falle-von-bin-laden-ein-solches-kommando-in-libyen-eindringt-um-gaddafi-zu-to/

http://www.hart-brasilientexte.de/2011/07/26/andreas-von-bulow-im-namen-des-staates-cia-bnd-und-die-kriminellen-machenschaften-der-geheimdienste-piper-verlag-viele-interessante-infos-uber-libyen-und-afghanistan-im-heutigen-banalen-mai/

Libyenkrieg, Pax Christi, libysche Zivilbevölkerung. „Eine Welt“. Andreas von Bülow. „Nato räumt Tod von Zivilisten bei Atacke auf Libyen ein“.

Montag, 25. Juli 2011 von Klaus Hart

„Libyen braucht Waffenstillstand

Pax Christi fordert Bundesregierung auf, diplomatische Lösung vorzubereiten

Im Hinwirken auf eine Verhandlungslösung und einen Waffenstillstand sieht die pax christi-Kommission Friedenspolitik die einzige Möglichkeit, den Schutz der libyschen Zivilbevölkerung zu gewährleisten. Die Kämpfe in Libyen und die Luftangriffe der NATO dauern nun seit über vier Monaten, ohne dass ihr Ende absehbar ist.“

Franziskaner und Libyenkrieg:

http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/01/morde-an-zivilisten-in-libyen-durch-bombardements-brasilianischer-franziskaner-jose-francisco-fordert-bestrafung-der-tater-und-auftraggeber-rasche-entschadigung-und-wiedergutmachung-fur-die-hinterbl/

In Mitteleuropa ist u.a. in Medien kein Mitgefühl für die bei Luftangriffen zerfetzten libyschen Zivilisten spürbar, für entsprechende Fotos herrscht offenbar eine Sperre. „Eine Welt“.

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Ausriß O Globo.

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Aus: Andreas von Bülow, Im Namen des Staates. CIA, BND und die kriminellen Machenschaften der Geheimdienste, Serie PIPER

http://www.hart-brasilientexte.de/2011/07/26/andreas-von-bulow-im-namen-des-staates-cia-bnd-und-die-kriminellen-machenschaften-der-geheimdienste-piper-verlag-viele-interessante-infos-uber-libyen-und-afghanistan-im-heutigen-banalen-mai/

Internet-Hit Padre Haroldo Coelho:

http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/21/brasiliens-anderdenker-mord-an-gaddafi-katholischer-priester-haroldo-coelho-libyenkenner-emport-uber-ermordung-befreiungstheologe-frei-betto/

„Matices“ – Medien, Staat und Gesellschaft in Lateinamerika. Wessen Stimme zählt. Anklicken. Schlingensief. „Brasiliens beneidenswerte (relative) Pressefreiheit“. Oskar Negt, Wallraff. Daniel Piza(1970-2011) Pussy Riot und Reaktionen.

Mittwoch, 18. Mai 2011 von Klaus Hart

Matices – Zeitschrift zu Lateinamerika, Spanien und Portugal: http://www.matices.de/66/index/

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/573062/

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/668242/

http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/schweiz/der_untergang_der_alten_medien-schweiz_1.2055912.html

http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/02/daniel-piza-1970-2011-unersetzlich-brasilianischer-journalist-unter-den-wichtigsten-des-tropenlandes-starb-kurz-vorm-jahreswechsel-mit-41-an-einem-schlaganfall-por-que-nao-me-ufano/

Wallraff – kritische Journalisten, eine aussterbende Gattung: http://www.hart-brasilientexte.de/2008/08/18/wo-sind-die-kritischen-journalisten-es-ist-eine-aussterbende-gattung-aber-es-gibt-sie-noch-gunter-wallraff-in-der-zeitschrift-berliner-journalisten/

Brasiliens beneidenswerte (relative) Pressefreiheit- Text nachträglich Daniel Piza(1970-2011) gewidmet.

Die Presselandschaft des Tropenlandes bietet ein eher erfreuliches Bild. Investigativer Journalismus ist auffällig stark in Qualitäts-und Alternativmedien – unabhängig agierende Reporter und Redakteure widersetzen sich den weltweit üblichen Medien-Eingriffen durch Parteien oder Regierungsfunktionäre und enthüllen kontinuierlich gravierende Skandale um Machtmißbrauch und Korruption an der Staatsspitze. Auch der Libyenkrieg zeigt es plastisch – es gibt viel weniger Mainstream als in Deutschland.

http://www.hart-brasilientexte.de/2008/11/21/journalistischer-einheitsbrei-zeitungsforscher-horst-roper/

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http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/20/belo-monte-und-der-indianerprotest-in-sao-paulo-2011-scharfe-kritik-an-brasiliens-prasidentin-dilma-rousseff-belo-monte-de-merda-fotoserie/

http://www.dailytalk.ch/wenn-aus-lebensfreude-mordlust-wird/

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Schlingensief:  >http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/23/den-leuten-zu-sagen-in-was-fur-einer-verlogenen-scheise-wir-alle-leben-schlingensief-in-sao-paulo/

(Schlingensief brachte es auf den Punkt – das Welt-Mediensystem ist auch in Europa heute vielerorts von Zensur und Mediensteuerung, Manipulation geprägt – der Medienkonsument durchschaut nur selten, wie man ihn zum Deppen macht, ihm wichtige orientierende Informationen und Einschätzungen systematisch vorenthält. Von einer demokratischen Kontrolle der Medien kann keine Rede sein – investigativer Journalismus wurde längst größtenteils durch Propagandajournalismus abgelöst – im Interesse der jedermann bekannten Interessengruppen. Auf perfide Weise wird die sogenannte politische Korrektheit als wirksames Zensurinstrument eingesetzt.)

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Ausriß, Rio-Lokalzeitung, Scheiterhaufen-Opfer, 7.11.2012.   http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/668242/

http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/16/koln-schliest-stadtepartnerschaft-mit-rio-de-janeiro-oberburgermeister-jurgen-roters-reiste-zum-zuckerhut/

(more…)

NATO entschuldigt sich wegen ziviler Opfer bei Bombardierung von Brega, melden Brasiliens Medien. Offiziell „Schutz von Zivilisten“ behauptet, doch Opferzahlen steigen auch laut Kirche stark an. Luftterror und provozierte Massenfluchten aus Libyen. Frei Betto: „Ein Volk wird zerstört.“ Tripolis-Bischof Martinelli zum psychologischen Krieg.

Samstag, 14. Mai 2011 von Klaus Hart

Otan pede desculpas por vítimas civis em ataque a cidade líbia

Segundo a imprensa estatal líbia, pelo menos 16 civis morreram.

http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/13/luftterror-und-fluchtlingstod-un-fluchtlings-hochkommissariat-spricht-von-moglicherweise-1200-umgekommenen-libyenfluchtlingen-zahl-der-zivilen-opfer-der-libyen-intervention-steigt-steil-an-kritisch/

Brasiliens Befreiungstheologe Frei Betto spricht von „Genozid“, befürchtet Kommando-Attacke auf Gaddafi wie im Falle Bin Ladens, ein Sohn und mehrere Enkelkinder wurden bereits umgebracht:  http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/12/das-system-libyens-die-dortige-regierung-ist-popular-hat-im-lande-die-mehrheit-hinter-sich-ich-befurchte-das-wie-im-falle-von-bin-laden-ein-solches-kommando-in-libyen-eindringt-um-gaddafi-zu-to/

Tripolis-Bischof Martinelli zu psychologischem Krieg mit Behauptungen, die auch ihn betreffen- laut vatikanischem Fides-Dienst:

Bischof Martinelli: „Wir brauchen einen Waffenstillstand, damit die Zivilbevölkerung durchatmen kann“

Tripolis (Fidesdienst) – „Ich möchte noch einmal betonten, dass ich nie gesagt habe, dass Gaddafi verletzt sei oder sich gar ins Ausland abgesetzt haben soll“, so der Apostolische Vikar in Tripolis, Bischof Giovanni Innocenzo Martinelli, im Hinblick auf jüngste Berichte der internationalen Presse zum Fidesdienst. „Meine Position habe ich auch schriftlich dem italienischen Außenministerium mitgeteilt“, so Bischof Martinelli weiter, „und dabei den Wunsch geäußert, dass die italienische Regierung einen Waffenstillstand unterstützt, wie ihn auch der Heilige Vater und die Vereinten Nationen fordern.“
Bischof Martinelli erinnert auch daran, dass „es bei einem Angriff in Marsa Brega 16 Tote gab und weitere Menschen in anderen Teilen von Tripolis ums Leben kamen. Die Luftangriffe fordern also weitere Todesopfer. Ein Waffenstillstand erscheint mir dringend notwendig, damit die Zivilbevölkerung durchatmen kann. Auch heute Nacht gab es wieder verschiedene Luftangriffe. Den heftigsten haben wir heute Nacht um 3.00 Uhr gehört. Man kann nicht mehr schlafen.“

Papst zu Libyenkrieg laut Radio Vatikan: 

Mit großer Sorge verfolgt Benedikt XVI. die Nachrichten über Luftschläge der Nato in Libyen. Das sagte er an diesem Sonntag in Rom beim Gebet des österlichen „Regina Coeli“ vom Fenster seines Arbeitszimmers aus. Der Konflikt in Libyen führe „vor allem in der Zivilbevölkerung zu großem Leid“, so der Papst, der die Rückkehr „zum Weg der Verhandlungen“ forderte.

Tripolis-Bischof Martinelli zu Luftterror:“Das Problem ist, daß bei Bombenangriffen auch immer Zivilisten ums Leben kommen.“ Vatikanischer Fides-Dienst. Brasiliens Befreiungstheologe Frei Betto:“Ein Volk wird zerstört – einziges Interesse ist das Öl Libyens.“ Psychologische Kriegführung.

Freitag, 13. Mai 2011 von Klaus Hart

Bischof Martinelli aus Tripolis: „Ich bete zur Gottesmutter von Fatima, damit sie uns hilft, uns von der ‚Pest’ der Bomben und jeder Art der Gewalt zu befreien. Ich habe den Eindruck, dass keinerlei Versuch des Dialogs stattfindet. Dies macht mir große Sorge, denn man möchte alle Probleme mit Gewalt lösen. Doch Gewalt führt nie zu positiven Ergebnissen“. „Heute Nacht waren die Luftangriffe weniger häufig als in den beiden vergangenen Nächten. Das Problem ist jedoch, dass bei Bombenangriffen auch immer Zivilisten ums Leben kommen. Im Radio werden Hilferufe von Müttern und Kindern ausgestrahlt, die darum bitten, keine weiteren Bomben abzuwerfen“, so Bischof Martinelli abschließend. (LM) (Fidesdienst, 13/05/201

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Befreiungstheologe Frei Betto:  http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/12/das-system-libyens-die-dortige-regierung-ist-popular-hat-im-lande-die-mehrheit-hinter-sich-ich-befurchte-das-wie-im-falle-von-bin-laden-ein-solches-kommando-in-libyen-eindringt-um-gaddafi-zu-to/

„Vorgeschobene Kriegsgründe“:  http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/15/vorgeschobene-kriegsgrunde-us-sympathisanten-der-union-in-der-klemme-der-spiegel-zum-irak-krieg-die-bedrohung-durch-saddam-hussein-und-seine-massenvernichtungswaffen-ist-real/

Luftterror und Flüchtlingstod:  http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/12/jungste-nato-luftangriffe-forderten-auch-zivile-opfer-meldet-radio-vatikan-bomben-trafen-hauser-von-zivilisten-luftterror-und-fluchtlingstod/

Jüngste NATO-Luftangriffe forderten auch zivile Opfer, meldet Radio Vatikan. Bomben trafen Häuser von Zivilisten. Luftterror und Flüchtlingstod. „Schwere Vorwürfe gegen die NATO. Innerhalb weniger Monate haben mehr als tausend Menschen im Meer den Tod gefunden.“ Immer mehr zivile Opfer der Libyen-Intervention. Frei Betto, Friedensnobelpreisträger Obama.

Donnerstag, 12. Mai 2011 von Klaus Hart

Libyen: Auch zivile Opfer
Auch Zivilisten sind beim jüngsten NATO-Einsatz in Libyen verletzt worden. Bei den letzten Bombardements auf Tripolis in der Nacht zum vergangenen Dienstag seien vier Kinder verletzt worden, berichtet der Apostolische Vikar von Tripolis, Giovanni Innocenzo Martinelli, gegenüber Asianews. Die Bomben hätten Häuser von Zivilisten getroffen, einige seien in der Nähe eines Krankenhauses abgeworfen worden, so Martinelli. Die NATO hat zwischen dem 9. und 10. Mai erneut die Bombardierung der libyschen Hauptstadt aufgenommen.(RadioVatikan)

http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/11/nach-luftterror-uber-tripolis-untergang-eines-fluchtlingsschiffs-aus-der-bombardierten-hauptstadt-uno-bestatigt-starke-zunahme-der-zivilen-opfer-der-libyen-intervention-wegen-provozierter-massenfluc/

Libyen wird im UNO-Ranking für menschliche Entwicklung in der Kategorie “High Human Development” geführt, liegt in der Statistik auf Platz 53, nur einen Platz hinter Uruguay. 

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Friedensnobelpreisträger Obama leitet Start der Luftangriffe vom Marriott-Hotel der Copacabana aus.

2012 bittet Obama laut Medienberichten um Entschuldigung wegen des Verbrennens von Korankopien in Afghanistan. An eine Entschuldigung wegen der zivilen Opfer der Libyen-Intervention ist offensichtlich bisher nicht gedacht…

Befreiungstheologe Frei Betto zum Libyenkrieg – „Ein Volk wird zerstört – einziges Interesse ist das Öl Libyens“:  http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/12/das-system-libyens-die-dortige-regierung-ist-popular-hat-im-lande-die-mehrheit-hinter-sich-ich-befurchte-das-wie-im-falle-von-bin-laden-ein-solches-kommando-in-libyen-eindringt-um-gaddafi-zu-to/

Flüchtlingsdrama: „Jemand muss die Verantwortung übernehmen!“


Vier Tage nach der Flüchtlingstragödie vor der libyschen Küste ist noch immer unklar, wie viele Menschen in den Tod gerissen wurden. Überlebende hatten berichtet, dass am vergangenen Freitag ein nicht mehr seetauglicher Kahn, überfüllt mit bis zu 800 Menschen an Bord, rund eine Stunde nach Abfahrt von Tripolis gekentert sei. Bislang sind erst 16 Leichen aufgetaucht.
Unterdessen werden schwere Vorwürfe gegen die NATO laut: Die Streitkräfte hätten Ende März die Hilferufe eines Bootes in Seenot ignoriert und den Tod von 61 Menschen, darunter Frauen und Kinder, zu verantworten. Sprecher des Militärbündnisses haben die Vorwürfe umgehend dementiert. Der Direktor des Flüchtlingshilfswerks Habeshia, Pater Moses Zerai, war als Letzter mit dem Unglücksboot per Funk in Verbindung. Er fordert Gerechtigkeit für die Toten:

„Ich beharre vor allem darauf, dass eine verweigerte Hilfeleistung nicht als eine Art verdeckte Abschiebung benutzt wird. Die internationalen Gesetze sagen klar: In dem Moment, in dem das Leben von Menschen auf hoher See in Gefahr ist, hat jeder in diesem Bereich – egal ob Kriegs- oder Handelsschiff – die Pflicht, Hilfe zu leisten. Und das ist nicht passiert: Diese internationalen Gesetze der Schifffahrt sind missachtet und gebrochen worden. Und jemand muss dafür Verantwortung übernehmen!“

Nach den Aussagen von Pater Zerai und Überlebenden trieb das nicht mehr manövrierfähige Schiff 16 Tage lang auf offener See, obwohl die italienische Küstenwache alarmiert worden sei und ein Militärhubschrauber sowie ein Transportflugzeug die in Seenot geratenen Flüchtlinge gesehen haben sollen.

„Innerhalb weniger Monate haben mehr als tausend Menschen im Meer den Tod gefunden. Diese Tragödien hätten und könnten auch in Zukunft verhindert werden, wenn die internationale Gemeinschaft, allen voran Europa, die Möglichkeit eines geregelten und geschützten Zugangs schaffen würde. Viele Menschen, sogar aus Tunesien, kehren momentan nach Libyen zurück, um von dort auf einem Schiff überzusetzen. Und zwar deshalb, weil sie in den tunesischen Flüchtlingslagern keine konkrete Antwort darauf bekommen haben, wie es nun weitergehen soll. Mit einer Politik der Abschottung können diese Probleme nicht gelöst werden!“

Unterdessen gehen die Flüchtlingskatastrophen zwischen Afrika und Europa weiter: Vergangenen Sonntag ist vor den Klippen von Lampedusa ein weiteres Boot gekentert. Bei der spektakulären Rettungsaktion sind die rund 500 Flüchtlinge per Menschenkette aus dem Wasser gezogen worden. Allerdings wurden am nächsten Tag unter dem Wrack die Leichen von drei jungen Männern entdeckt. (Vatikanradio)

http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/15/vorgeschobene-kriegsgrunde-us-sympathisanten-der-union-in-der-klemme-der-spiegel-zum-irak-krieg-die-bedrohung-durch-saddam-hussein-und-seine-massenvernichtungswaffen-ist-real/

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Waldemar Rossi in der Kathedrale von Sao Paulo.

Waldemar Rossi, Führer der bischöflichen Arbeiterpastoral in der Erzdiözese Sao Paulo, betonte im Website-Interview angesichts der eskalierenden Lage:”Wer wieder einmal bezahlt, ist das Volk. Wieviele tausend Arbeiter Libyens sind durch die Intervention umgekommen,  die den Reichtum dieses Landes schufen? Wegen des Interesses am libyschen Öl wird unbegrenzt gemordet, das Leben herabgewürdigt, banalisiert.”

http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/14/tripolis-bischof-martinelli-gegen-waffenlieferungen-an-libysche-aufstandige-meldet-radio-vatikan/

Libyen steht auf dem UNO-Index für menschliche Entwicklung auf Platz 53, Brasilien abgeschlagen nur auf Platz 73. Durch die Libyen-Intervention wurde indessen offenkundig der Entwicklungsvorsprung Libyens zunichtegemacht. 

Libysche Rebellen schiessen mit Schweizer Munition

Patronen zunächst offiziell nach Katar exportiert

Die libyschen Rebellen schiessen im Kampf gegen die Gaddafi-Truppen auch mit Schweizer Munition. Dabei handelt es sich nach Angaben der Sendung «Rundschau» des Schweizer Fernsehens SF um Nato-taugliche Gewehrmunition M80.(NZZ)

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„Gaddafi, Märtyrer.“

http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/24/gaddafis-tod-es-war-kaltblutiger-mord-brasiliens-befreiungstheologerischer-padre-haroldo-coelho-in-fortalezaceara-im-website-interview-solche-rasch-wachsenden-elendsviertel-wie-in-fortalez/

Luftangriffe auf Libyen und vorhersehbare Resultate der ausgelösten Massenflucht: UNO bestätigt Untergang von Flüchtlingsschiff vor der libyschen Küste mit Tod fast aller 600 Insassen, melden Brasiliens Medien. Flüchtlingsschiff legte in Tripolis nach jüngsten NATO-Luftangriffen auf die Hauptstadt ab. Zahl der zivilen Opfer der Libyen-Intervention damit stark erhöht.

Mittwoch, 11. Mai 2011 von Klaus Hart

Wie es hieß, war der Untergang des Tripolis-Flüchtlingsschiffes der bisher größte seit dem Beginn der Massenfluchten aus dem bombardierten Libyen und seiner Hauptstadt. Schon kurz nach dem Start der Intervention hatte Radio Vatikan gemeldet, nach den Informationen von Bischof Martinelli in Tripolis “hätten die Luftangriffe mittlerweile bereits 400000 Libyer zu Flüchtlingen in Tunesien und Ägypten gemacht.“ Entsprechend scharf fiel  auch die Kritik aus der Kirche im größten katholischen Land an den NATO-Bombardements aus. Der Luftterror auch besonders gegen die Hauptstadt Tripolis erhöht damit die Zahl der zivilen Interventionsopfer offensichtlich stark.

2012 bittet Obama laut Medienberichten um Entschuldigung wegen des Verbrennens von Korankopien in Afghanistan. An eine Entschuldigung wegen der zivilen Opfer der Libyen-Intervention ist offensichtlich bisher nicht gedacht…

Laut westlichen Nachrichtenagenturen zeigt die Entsendung von NATO-Militärs nach Libyen sowie  die Belieferung der prowestlichen Rebellen mit modernen Waffen inzwischen offensichtlich Wirkung. So hieß es, in Misrata hätten die Rebellen zahlreiche Raketen auf die libyschen Regierungstruppen abgeschossen. Die modernen Raketen, darunter deutsch-französische des Typs Milan waren zuvor mit Schiffen nach Misrata transportiert worden. 

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Christus in Mariana/Brasilien.

Waldemar Rossi, Führer der bischöflichen Arbeiterpastoral in der Erzdiözese Sao Paulo, betonte im Website-Interview angesichts der eskalierenden Lage:“Wer wieder einmal bezahlt, ist das Volk. Wieviele tausend Arbeiter Libyens sind durch die Intervention umgekommen,  die den Reichtum dieses Landes schufen? Wegen des Interesses am libyschen Öl wird unbegrenzt gemordet, das Leben herabgewürdigt, banalisiert.“

Rossi:  http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/01/der-libyen-krieg-die-sicht-der-bischoflichen-arbeiterseelsorge-im-grosten-katholischen-land-brasilien-waldemar-rossi-pastoralleiter-in-der-erzdiozese-von-sao-paulo/

Vatikan über schwere Vorwürfe gegen die NATO:  http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/12/jungste-nato-luftangriffe-forderten-auch-zivile-opfer-meldet-radio-vatikan-bomben-trafen-hauser-von-zivilisten-luftterror-und-fluchtlingstod/

http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/05/brasiliens-medien-bestatigen-vatikanangaben-uber-starke-fluchtwelle-wegen-nato-bombardements-in-libyen/

http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/09/libyenkrieg-illegaler-olhandel-durch-prowestliche-rebellen-betonen-brasiliens-medien-kriegsgrund-ol-laut-kirche-und-politikexperten-brasiliens/

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Brasilianische Karikatur zu Folgen der Luftangriffe – Zeitungsausriß.

http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/01/wir-verabscheuen-die-bombenangriffe-auf-libyen-ich-erklare-mich-solidarisch-mit-dem-libyschen-volk-bischof-angelico-bernardino-in-der-kathedrale-von-sao-paulo-im-arbeiter-gottesdienst-zum-1/

http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/18/libyenkrieg-gaddafi-hat-wachsende-volksunterstutzung-gegen-die-westliche-intervention-laut-candido-mendes-einem-fuhrenden-intellektuellen-brasiliens-in-groster-qualitatszeitung-folha-de-sao/

Libyenkrieg: Illegaler Ölhandel durch prowestliche Rebellen, betonen Brasiliens Medien. Kriegsgrund Öl laut Kirche und Politikexperten Brasiliens. „Wie kann man denn beispielsweise Waffen an die Rebellen liefern, wenn es ein entsprechendes Embargo gegen Libyen gibt?” Brasiliens Außenminister Patriota. Luftterror und Flüchtlingstod…

Montag, 09. Mai 2011 von Klaus Hart

In den Berichten über den Verkauf von libyschem Öl durch die von der NATO offen unterstützten prowestlichen Rebellen heißt es, der Kauf des Öls von den Rebellen sei illegal, da sie nicht die rechtmäßigen Besitzer der libyschen Ölressourcen seien.

Brasiliens Kirche hat ebenso wie brasilianische Politikwissenschaftler wiederholt das Petroleum Libyens als Kriegsgrund genannt: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/01/wir-verabscheuen-die-bombenangriffe-auf-libyen-ich-erklare-mich-solidarisch-mit-dem-libyschen-volk-bischof-angelico-bernardino-in-der-kathedrale-von-sao-paulo-im-arbeiter-gottesdienst-zum-1/

Brasiliens Außenminister Patriota zu Ölinteressen:  http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/28/libyenkrieg-brasilia-mit-bisher-scharfster-kritik-an-nato-intervention-laut-ausenminister-patriota-konnten-olinteressen-hinter-der-hilfe-fur-die-rebellen-stehen-melden-brasilianische-medien/

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Brasilianisches Buch über Gaddafi – Lizenzausgabe von Chelsea House Publishers.

Luftterror über Tripolis und Flüchtlingstod:  http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/11/nach-luftterror-uber-tripolis-untergang-eines-fluchtlingsschiffs-aus-der-bombardierten-hauptstadt-uno-bestatigt-starke-zunahme-der-zivilen-opfer-der-libyen-intervention-wegen-provozierter-massenfluc/

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    NEU: Fotoserie Gesichter Brasiliens

    Fotostrecken Wasserfälle Iguacu und Karneval 2008

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