Libyen wird im UNO-Ranking für menschliche Entwicklung in der Kategorie “High Human Development” geführt, liegt in der Statistik auf Platz 53, nur einen Platz hinter Uruguay.
Befreiungstheologe Frei Betto zur Tötung von Bin Laden und möglicherweise Gaddafis:
Ausriß – Brasiliens größte Qualitätszeitung „Folha de Sao Paulo“ mit Foto von gefesselten Toten nahe dem Gebäudekomplex von Bab al Azizia.
„Es wurden dort Leichen mit gefesselten Händen gefunden, mit Plastiksäcken über dem Kopf oder Injektionen im Arm. Details wie das grüne Tuch, Farbe des Gaddafi-Regimes, an der Uniform…zeigen, daß die Opfer Mitglieder der Truppen des Diktators waren.“(Folha de Sao Paulo)
Libysche Rebellen schiessen mit Schweizer Munition
Patronen zunächst offiziell nach Katar exportiert
Die libyschen Rebellen schiessen im Kampf gegen die Gaddafi-Truppen auch mit Schweizer Munition. Dabei handelt es sich nach Angaben der Sendung «Rundschau» des Schweizer Fernsehens SF um Nato-taugliche Gewehrmunition M80.(NZZ)
Die brasilianische Qualitätszeitung „O Estado de Sao Paulo“ berichtet über gefangengenommene Frauen und Männer, Anhänger der libyschen Regierung, die in eine bisherige Schule in Tripolis, jetzt Militärbasis der Regierungsgegner, gebracht werden. Zitiert wird ein bewaffneter Regierungsgegner, der das Eingangstor bewacht, zum Schicksal der Frauen und Männer:“Sie werden verhört, abgeurteilt und gegebenenfalls erschossen.“
Berichtet wird zudem über mehr als 30 Nicht-Regierungsgegner, die tot in einem Militärcamp von Tripoli aufgefunden worden seien. „Mindestens zwei waren gefesselt – ein Hinweis, daß sie exekutiert wurden.
Nicht-Mainstream-Medien hatten seit Kriegsbeginn über derartige Methoden der Regierungsgegner berichtet. Entsprechend groß war den Berichten zufolge die Angst von Libyern, in deren Hände zu fallen. Unter den Regierungsgegnern befinden sich den Berichten zufolge viele islamische Terroristen, deren Methoden recht gut dokumentiert sind.
Indessen blieben bisher entsprechende Reaktionen des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag aus.
Auffällig ist das Fehlen von Videos mit Volksmassen-Jubel für die Regierungsgegner und die NATO-Truppen in Tripolis.
U.a. laut CNN und Daily Telegraph kämpfen NATO-Bodentruppen in und um Tripoli seit Beginn der Offensive gemeinsam mit den Regierungsgegnern, wären daher Zeugen der Greueltaten. Das Vorgehen der Regierungsgegner wird von Anfang an von den NATO-Ländern finanziert.
„Anistia Internacional acusa os dois lados de cometerem abusos.“(O Globo)
Greueltaten der Truppen Frankreichs in Nordafrika – Hintergrund:
Libyenkrieg und Ölinteressen:
http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/25/libyenkrieg-und-olinteressen-suddeutsche-zeitung/
Libyen wird im UNO-Ranking für menschliche Entwicklung in der Kategorie “High Human Development” geführt, liegt in der Statistik auf Platz 53, nur einen Platz hinter Uruguay.
„Fördern von Rache“ – Menschenrechtsorganisation „Human Rights Watch“:
Denn an Libyens natürlichen Ressourcen seien sie schließlich alle interessiert, meint Monsignor Innocenzo Martinelli, der katholische Bischof in Tripolis:
“In diesem Krieg gibt es nur ein Ziel: sich die besten Förderstellen zu sichern, Libyens Gas- und Ölvorräte auszubeuten. Alle überlegen sich, wie sie als Erste an die Energievorräte herankommen. Tut mir leid, dass ich das so unverblümt sagen muss, aber der Egoismus der beteiligten Länder ist unübersehbar.”(Deutschlandfunk)
Libyen wird im UNO-Ranking für menschliche Entwicklung in der Kategorie “High Human Development” geführt, liegt in der Statistik auf Platz 53, nur einen Platz hinter Uruguay.
Tripolis-Bischof Martinelli zu Kriegsziel Öl:
Der Irakkrieg und die Position der brasilianischen Bischofskonferenz:
O Globo: „Vatikan: Bomben töteten Zivilisten“. Ausriß. Bisher offenbar noch keine Ermittlungen.
euronews:
Die NATO will keine Bodentruppen einsetzen. Wie kann sie ohne diesen Schritt den Rebellen weiter helfen, Gaddafi nieder zu ringen?
Britische Bodentruppen seit Wochen in Libyen um Tripolis, laut Daily Telegraph:
Christian Le Mière:
Die NATO ist dringend daran interessiert, Präsenz am Boden zu vermeiden. Man hat gesehen, dass die Rebellen eine Reihe von Beratern und Ausbildern haben, woher auch immer. Wobei nicht klar ist, ob die dieser bunten Truppe Disziplin und Ordnung beibringen können.
Ich denke, kein Land will mit eigenen Truppen eingreifen.
Zu groß ist die Furcht vor politischem Schaden, falls NATO oder andere mit erheblicher Truppenstärke eingreifen.
http://www.youtube.com/watch?v=UMr05hPRKQ8&feature=related
http://www.youtube.com/watch?v=FNf3aHK7PaQ
Britische Bodentruppen seit Wochen in Libyen um Tripolis, laut Daily Telegraph:
Libysche Rebellen schiessen mit Schweizer Munition
Patronen zunächst offiziell nach Katar exportiert
Die libyschen Rebellen schiessen im Kampf gegen die Gaddafi-Truppen auch mit Schweizer Munition. Dabei handelt es sich nach Angaben der Sendung «Rundschau» des Schweizer Fernsehens SF um Nato-taugliche Gewehrmunition M80.(NZZ)
Im fortdauernden Libyen-Medienzirkus haben unerfahrene Medienkonsumenten eine immer reichere Auswahl an Versionen zum Geschehen. So können sie sich der Version anschließen, daß Tripolis gefallen ist, die Hauptstadt von den Regierungsgegnern beherrscht wird, alles entschieden ist. So heißt es in einer Version definitiv, daß die Straßen von Tripolis von den Regierungsgegnern kontrolliert werden – die Gegen-Version beschreibt das Gegenteil, weist u.a. auf die Lage um das Korrespondentenhotel, auf schwere heftige Kämpfe sogar im Zentrum von Tripolis.“So much gunfire in Tripolis“(CNN).
Bei Bedarf steht zudem auch die Version bereit, daß nicht nur in Tripolis, sondern anderen Landesteilen noch heftige Kämpfe toben, die Lage unübersichtlich ist. Beim Zurückblättern in führenden Zeitungen Europas stößt man auf die als Fakt dargestellte Version, daß u.a. Gaddafi-Sohn Saif al-Islam von den Regierungsgegnern gefangen genommen wurde, was auch der internationale Gerichtshof in Den Haag offiziell bestätigte. Man kann aber auch jene Medien-Version auswählen, nach der Saif al-Islam garnicht gefangen genommen wurde. Ähnlich steht es um die Frage, wer die Kämpfe in Libyen entscheidet. Eine Version stellt die Regierungsgegner als jubelnde Sieger heraus, während eine weitere Version die NATO und deren offenes sowie geheimes Eingreifen als entscheidend betont. Gerade über Letzteres hätte mancher gerne nähere Details erfahren, aber irgendwie stockt da der Medien-Nachschub – oder werden Korrespondentenberichte über NATO-Bodentruppen möglicherweise wegen der Vorschriften bisher noch nicht veröffentlicht.
Nicht wenige Medienversionen stehen bereit, die die Regierungsgegner als wahre Freiheitshelden, tief erfüllt von hehren humanen Motiven, schildern. Indessen existieren seit Kriegsbeginn auch weniger herausgestellte Versionen, wonach es unter den Regierungsgegnern viele islamische Terroristen mit ihren recht gut dokumentierten Kampfmethoden und Vorgehensweisen gibt. Wer sich der Freiheitshelden-Version nicht anschließen mag, hätte zur Auswahl auch Versionen, wonach die Regierungsgegner willkürlich Nicht-Regierungsgegner foltern und erschießen, diese vorm Durchsieben sogar fesseln, ihnen einen Plastiksack über den Kopf stülpen. Zitiert wird ein bewaffneter Regierungsgegner zum Schicksal der Frauen und Männer:”Sie werden verhört, abgeurteilt und gegebenenfalls erschossen.”
Ähnlich steht es um die Bewaffnung der Regierungsgegner. Auf Mainstream-Fotos sind fast ausschließlich Männer mit Handfeuerwaffen zu sehen, während in anderen Versionen, darunter aus Die Zeit, von gelieferten deutsch-französischen Milan-Raketen berichtet wird – von denen aber derzeit Fotos fehlen. Ähnlich steht es um die Versionen über Luftangriffe durch die NATO – entweder dementiert oder als Fakt gemeldet.
Am 24. 8. stand in den Medien zudem zur Auswahl, ob es sich um Luftangriffe auf Gaddafi, Gaddafis Militär und Festungen – oder aber um „Angriffe auf Libyen“ handelt.
Ausriß.
Die Süddeutsche Zeitung weist auf NATO-Spezialtruppen in Libyen – doch merkwürdigerweise fehlen sogar Fotos, nähere Berichte anderer Medien darüber.
Wer sich Informationen aus Nicht-NATO-Ländern zuwendet, beispielsweise aus Brasilien, liest zudem, daß die NATO auf dem Luftweg massiv Waffen und Munition nach Tripolis transportiert, NATO-Maschinen seit Wochen auf Behelfspisten vor Tripolis landen und starten.
Eine reiche Auswahl von Versionen existiert zudem über den Entwicklungsstand Libyens. So kann man sich der Version anschließen, daß die politisch-soziale Rückständigkeit des Landes unter der libyschen Regierung geradezu grauenhaft sei. Zur Auswahl stehen indessen auch internationale Statistiken, die Libyen als das hochentwickeltste Land Afrikas benennen. Vor den Bombenangriffen lag Libyen auf dem neuesten UNO-Index für menschliche Entwicklung auf dem 53. Platz, Lateinamerikas größte Demokratie Brasilien, aus Europa mit viel Lob bedacht, dagegen nur auf dem 73. Platz. Wer sich nicht für die Rückständigkeits-Version entscheiden mag, kann sich mit dem UNO-Bildungsindex bedienen. Dort liegt Libyen auf dem 66. Platz, Brasilien weit abgeschlagen auf dem 93.
Libyen wird in der UNO-Kategorie „High Human Development“ geführt, liegt in der Statistik nur einen Platz hinter Uruguay.
Nicht wenige Versionen widmen sich der Frage, wie es eigentlich der libyschen Zivilbevölkerung unter dem Bombenteppich der letzten Monate ergangen ist, besonders in der zuvor recht modernen Hauptstadt Tripolis. Man hätte Versionen der katholischen Kirche zur Auswahl, wonach es sehr viele zivile Opfer der Luftangriffe gegeben hat, viele Wohnhäuser und sogar Lebensmittelvorräte durch Bomben und Raketen zerstört wurden, selbst Kleinkinder umkamen. Derzeit sind viele Journalisten nach Tripolis eingeströmt, die, wie es sich gehört, ganz sicher über fundierte arabische Sprachkenntnisse verfügen, um ordentliche journalistische Arbeit zu leisten, die mit Übersetzern völlig unmöglich wäre. Also wäre jetzt gute Gelegenheit zu Recherchen über die Folgen der Bombardements auf die Zivilbevölkerung. Indessen fehlen merkwürdigerweise derartige Berichte, stehen daher die Versionen der katholischen Kirche, darunter von Tripolis-Bischof Martinelli noch alleine in der Medienlandschaft.
Während es Versionen gibt, die vom begeisterten Empfang der Bewohner von Tripolis für die Regierungsgegner sprechen, wird das Fehlen von Medien-Videos mit begeisterten Volksmassen, den Regierungsgegnern auf den Straßen zujubelnd, offenbar von vielen bemerkt.
Wie Brasiliens wichtigste Qualitätszeitung „O Estado de Sao Paulo“ weiter berichtete, erkläre die Behelfspiste auf einer Tripolis-Zufahrtsstraße die plötzliche, heftige Offensive der Regierungsgegner in Richtung auf die Hauptstadt in den letzten zwei Wochen. Zuvor umzingelt in Enklaven wie Zintan und Nalut, konnten sie durch den Erhalt von Waffen und Munition der NATO vorankommen, hieß es. Entsprechende Gerüchte, daß sich NATO-Flugzeuge nicht nur auf das Bombardieren von militärischen Zielen beschränkten, zirkulierten danach seit Wochen. Laut Qualitätszeitung stellte der Sprecher der Regierungsgegner klar, daß die NATO-Waffenlieferungen geheim bleiben müßten.Der Estadao-Korrespondent beschrieb die NATO-Behelfspiste vor Ort. In mitteleuropäischen Medien fehlten bisher Berichte über derartige NATO-Waffentransporte aus der Luft bis kurz vor Tripolis. Brasiliens Qualitätsmedien berichten seit Beginn der Intervention wegen unterschiedlicher Kriterien und Regeln deutlich anders als Europas tonangebende Medien über den Konflikt.
Libysche Rebellen schiessen mit Schweizer Munition
Patronen zunächst offiziell nach Katar exportiert
Die libyschen Rebellen schiessen im Kampf gegen die Gaddafi-Truppen auch mit Schweizer Munition. Dabei handelt es sich nach Angaben der Sendung «Rundschau» des Schweizer Fernsehens SF um Nato-taugliche Gewehrmunition M80.(NZZ)
Bisher ist nicht klar, ob und wie lange bereits NATO-Bodentruppen, NATO-Spezialeinheiten in und um Tripolis im Einsatz sind. Gewöhnlich gelten bei derartigen Konflikten ausgefeilte Nachrichtensperren, denen sich nicht wenige Medien zwangsläufig unterwerfen: Vor-Ort-Korrespondenten sehen und recherchieren viel, haben indessen keinerlei Veröffentlichungsmöglichkeiten. Korrespondenten aus Ländern, die nicht zur NATO gehören, wie Brasilien, sind offenbar häufig in einer komfortableren Lage – Vergleiche gestalten sich für Medieninteressierte entsprechend aufschlußreich. Besonders deutlich wurde dies während der Bombardierung von Tripolis: Während u.a. der katholische Bischof Martinelli als Nicht-Journalist regelmäßig über zivile Opfer, die Wirkung der Luftangriffe auf die Zivilbevölkerung (u.a.im Fidesdienst des Vatikans) berichtete, fehlten derartige Berichte nebst Fotos von den scharenweise in Tripolis stationierten Korrespondenten großer Weltmedien.
Süddeutsche Zeitung zu Brechung des NATO-Mandats in Libyen:
Fehlende Verurteilung von Kriegsverbrechern wird von Menschenrechtsexperten kritisiert:
Andreas von Bülow:
Saif al-Islam, Maler und Architekt, 2010 in Sao Paulo.
Der unter einem Vorwand begonnene Irakkrieg – wieviele Menschenleben er forderte – Verantwortliche immer noch nicht vor internationalen Gerichten: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/21/schatzungsweise-15-millionen-iraker-sind-durch-den-krieg-ums-leben-gekommen-ippnw-2013/
Wie es hieß, könnten nach der Bildung einer neuen libyschen Regierung das brasilianische Ölunternehmen Petrobras sowie große Baufirmen des Tropenlandes ihre Verträge sowie Geschäftsmöglichkeiten verlieren. Petrobras fördert für Libyen seit 2005 Öl im Mittelmeer. Drei große brasilianische Baufirmen, Odebrecht, Queiroz Galvao und Andrade Gutierrez, waren bis zum Beginn der Intervention in Libyen tätig. Die Regierungsgegner erklärten danach, mit Unternehmen Großbritanniens, Frankreichs und Italiens werde es keine Probleme geben.
Die in Libyen tätigen Unternehmen Brasiliens sind in Wartestellung, heißt es weiter – seit Februar seien alle Aktivitäten gestoppt, , brasilianische Mitarbeiter nach Brasilien zurückgebracht worden. Bei einer Normalisierung der Lage sollten die Projekte fortgesetzt werden. Die Baufirma Odebrecht ist auf dem internationalen Flughafen von Tripolis tätig.
Ausriß.
Brasiliens Qualitätsmedien berichten über geheime Waffen-Transportflüge der NATO zu Behelfspiste kurz vor Tripolis:
„Ihren militärischen Erfolg verdanken die Aufständischen vor allem den westlichen Alliierten, die, wie jetzt ans Licht kommt, auch Spezialtruppen am Boden einsetzten – und damit das Nato-Mandat durchbrochen haben.“(Süddeutsche Zeitung)
Syrien und Libyen:
Während der Mainstream die Regierungsgegner herausstellt und auf Personalisierung der Politik setzt, betonen Brasiliens Qualitätsmedien, daß „Kampfflugzeuge der NATO bei der Rebellenoffensive in Tripoli entscheidend waren“. Die NATO habe eine aktive Rolle nicht nur beim Vorrücken der Rebellen, wie der Übergangsrat bestätigte, sondern auch bei der politischen Artikulation der Zukunft Libyens, analysiert Brasiliens wichtigste Qualitätszeitung „O Estado de Sao Paulo“. Gegen Libyen sind der Zeitung zufolge 7459 Luftangriffe geflogen worden – besonders die Kirche hatte auf die vielen zivilen Opfer der Bombardements verwiesen.
Brasiliens Qualitätsmedien berichten über geheime Waffen-Transportflüge der NATO zu Behelfspiste kurz vor Tripolis:
Eine brasilianische Delegation von Abgeordneten und Menschenrechtsaktivisten berichtete gegenüber der brasilianischen Presse über das Aushungern der libyschen Bevölkerung. Danach wurde durch die Rebellen die Lieferung von Lebensmitteln und Treibstoff nach Tripolis gestoppt. Viele abgehungerte und verletzte Libyer seien zwangsläufig nach Tunesien geflüchtet.
Ausriß.
Gemäß den Konflikt-Anfangsberichten wurden die Regierungsgegner von NATO-Bodeneinheiten auf libyschem Territorium militärisch gedrillt und mit NATO-Waffen ausgerüstet. Berichterstattung über den Fortgang der militärischen Aufrüstung der Regierungsgegner verstummte indessen später kurioserweise. So hatte der brasilianische Außenminister Patriota gefragt: „Wie kann man denn beispielsweise Waffen an die Rebellen liefern, wenn es ein entsprechendes Embargo gegen Libyen gibt?”
Bombardierung von Lebensmittellagern und Sozialzentrum:
Brasiliens Qualitätsmedien berichten über geheime Waffen-Transportflüge der NATO zu Behelfspiste kurz vor Tripolis:
Libyen, das entwickeltste Land Afrikas, lag vor den Bombenangriffen auf dem UNO-Index für menschliche Entwicklung auf dem 53. Platz, Brasilien auf dem 73. Auf dem UNO-Bildungsindex liegt Libyen auf dem 66. Platz, Brasilien weit abgeschlagen auf dem 93.
Radio Vatikan in einer Bewertung des Tripolis-Bischofs Martinelli und des Libyen-Kriegs – Vergleich mit dem Irakkrieg:
Der Italiener Martinelli ist seit 1985 Bischofsvikar in der libyschen Hauptstadt. Von Anfang an hat er sich gegen die Nato-Operationen ausgesprochen. Er sieht das wie der italienische Friedensbischof Giovanni Giudici, der die italienische Sparte der katholischen Friedensbewegung Pax Christi leitet:
„Was die Ineffizienz eines Krieges betrifft, was die Tatsache betrifft, dass ein Krieg große Probleme schafft und Wunden schlägt, die so schnell nicht verheilen, kann man den Libyen-Einsatz durchaus mit dem Irakkrieg vergleichen. Hier sieht man, dass nicht nur Menschen sterben, sondern auch auf lange Sicht Ungleichgewichte entstehen, dass das Zusammenleben der Menschen schwierig wird, dass die Entwicklung eines Landes blockiert wird!“
Brasiliens Medien über die Rolle der NATO, die militärische Ausbildung und Ausrüstung der Regierungsgegner durch die NATO auf libyschem Boden:
Ausriß – Brasiliens größte Qualitätszeitung „Folha de Sao Paulo“.