Brasiliens größte Qualitätszeitung „Folha de Sao Paulo“ hat den zwei offiziellen Statistikinstituten Ipea und IBGE erneut Falschinformation über den Grad der sozialen Ungleichheit im Tropenland vorgeworfen.
Am 25. September wurde der PPS-Kandidat Carlos de Souza Silva, 47, in Nova Iguacu bei Rio de Janeiro von einem Killer mit 12 Schüssen getötet. Im Teilstaate Rio waren zuvor zwei weitere Kandidaten ermordet worden.
Os excluÃdos ocupam seus espaços
Willy Brandt und sein Diktatur-Amtskollege José Magalhaes Pinto: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/11/19/brasiliens-folter-diktatur1964-1985-mit-wem-bundesausenminister-willy-brandt-damals-bilaterale-vertrage-unterzeichnet-das-massaker-an-stahlarbeitern-unter-gouverneur-jose-magalhaes-pinto/
Brasiliens führende Qualitätszeitung „Folha de Sao Paulo“ über die Sicht auf die größte weibliche Berufsgruppe des Tropenlandes, die meist in den Slums lebt. Laut Angaben der katholischen Kirche von 2008 arbeiten über sechs Millionen Brasilianerinnen als Hausangestellte, Hausdienerinnen – weit über siebzig Prozent davon unregistriert. In Autoreklame wird darauf hingewiesen, daß selbst fürs Kindermädchen genügend Platz im Wagen sei.
Im demokratisch regierten Rio de Janeiro sind im Ghetto „Complexo do Alemao“ laut Qualitätszeitung „O Globo“ mindestens vier Männer gleichzeitig auf einem Scheiterhaufen aus Autoreifen, der sogenannten „microondas“(Mikrowelle), lebendig verbrannt worden. Die Zeitung publizierte ein Foto, das die noch rauchenden Reste der Körper und der Reifen zeigte.
Bemerkenswert ist, wieviel Lob daher ein Gewalt-Gesellschaftsmodell diesen Zuschnitts von hochrangigen mitteleuropäischen Politikern, darunter aus Deutschland, seit Jahren erhält.
Die deutsch-brasilianischen Beziehungen sind politisch, wirtschaftlich, kulturell und gesellschaftlich breit verankert. Sie basieren auf gemeinsamen Werten und übereinstimmenden Auffassungen zur globalen Ordnung. Brasilien ist das einzige Land in Lateinamerika, mit dem Deutschland durch eine „strategische Partnerschaft“ verbunden ist. (Auswärtiges Amt, Berlin)
Wem nützt die Banditendiktatur?
http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/15/wem-nutzen-banditendiktatur-und-immer-mehr-no-go-areas/
„Man schaue sich nur die TV-Programme an“, sagte Frei Betto weiter im Exklusivinterview gegenüber dieser Website. „Diese Programme nähren nicht unser Bewußtsein, unseren Geist. Der kulturelle Nutzen von einer Woche TV-Konsum ist sehr gering. Nur Unterhaltung, Zerstreuung – alles Dinge, die uns nicht humanisieren.“
Der UNO-Sonderberichterstatter Philip Alston hat den Einmarsch von Militär in Rio-Slums kurz vor den Oktoberwahlen als sinnlos bezeichnet.
Fotogalerie von „O Dia“: http://odia.terra.com.br/rio/galeria_foto/120908_militares/