Zuenir Ventura rechts neben dem Alt-68-er Oskar Negt 2008 im Goethe-Institut von Sao Paulo
Zeitungsausriß NZZ.
Kuba-Systemvergleich:
Hintergrundtexte:
Wahlen in Brasilien, Angeli, Karikaturist der größten Qualitätszeitung „Folha de Sao Paulo“ zu Wahl-Fakten, Ausriß: „Informiere dich vor der Stimmabgabe über deinen Kandidaten.“ Suchplakat mit folgenden Straftatbeständen:“Diebstahl, Raub, Raubmord, Betrug, Veruntreuung, Erpressung.“
Unter der Überschrift „Loteria“ hat Tim Wegenast, Professor an der Universität Konstanz, in der brasilianischen Qualitätszeitung „O Globo“ kurz vor den Kommunalwahlen in Lateinamerikas größter Demokratie eine Einschätzung der politischen Situation des Tropenlandes veröffentlicht.
Lula war Diktatur-Informant, laut neuem Buch:
Vor den Kommunalwahlen am 5. Oktober wird in Lateinamerikas größter Demokratie erneut darüber debattiert, warum die von Diktator Getulio Vargas 1932 eingeführte Wahlpflicht nicht endlich abgeschafft wird. Zu den Argumenten zählt, Wahlpflicht sei ein „Markenzeichen totalitärer Staaten“ und nütze im Falle Brasiliens gerissenen Politikern, weil selbst Analphabeten massenhaft zu den Urnen getrieben würden.
„Die brasilianischen Politiker sind heute enorm in Mißkredit”, sagt der jüdische Unternehmer und Leiter des Ethos-Instituts in Sao Paulo im Exklusivinterview gegenüber dieser Website. „Heute findet man schwerlich jemanden guten Willens, der in die Politik, in eine politische Partei geht. Die Glaubwürdigkeit des politischen Systems, von demokratischen Institutionen, Parlament, Â Justiz hat stark abgenommen. Besorgniserregend, wenn die Menschen weder in Politiker, Justiz, Parlament, Exekutive vertrauen.“

Der von Angehörigen eines zur Diktaturzeit totgefolterten Journalisten angestrengte Prozeß gegen einen mutmaßlichen Hauptverantwortlichen ist von einem Gericht in Sao Paulo aufgehoben worden. Bei dem Angeklagten handelte es sich um den Ex-Obersten Carlos Brilhante Ustra, Chef des Militärobjekts DOI-CODI, in dem zur Diktaturzeitgemäß Historikerangaben (1964-1985) zahlreiche politische Gefangene gefoltert und sogar ermordet worden waren.
Brasilien bewegt den Bundespräsidenten: Während seines Besuchs zeigte sich Joachim Gauck beeindruckt von der Aufbruchstimmung im Land. Deutschland könne von dem Mut zu Veränderungen lernen. Regierungssender Deutsche Welle 2013
Im Rio-Slum „Vila Alianca“ hat laut Presseberichten der lokale Chef des „Terceiro Comando“, Aranha, den dortigen staatlichen Gesundheitsposten aufgefordert, die Namen der Aidskranken des Slums herauszugeben, um sich an jenem rächen zu können, der ihn infiziert habe.
Die Rückstufung Brasiliens vom 72. auf den 80. Platz im Welt-Korruptionsindex von „Transparency International“ hat die Lula-Regierung offenbar stark verärgert. Minister Jorge Hage erklärte gegenüber der Presse:“Transparency International weiß nichts über Brasilien, war nie hier, äußert sich aus weiter Ferne, ohne echte Untersuchungen über die Korruption und ihre Bekämpfung anzustellen.“