http://www.nachrichten.ch/detail/469661.htm

http://www.merkur-online.de/sport/fussball/dfb-laesst-brasilien-hinter-sich-1048411.html
Wegen der sexistisch-pornographischen, sadistisch-machistischen Werte, die über Texte und Musik vermittelt werden, wird “Baile Funk” inzwischen auch in Deutschland kräftig gefördert und in Medien vermarktet.
“Sex und Gewalt sind das Geheimrezept des Funk Carioca…Proibidao ist die Glorifizierung von Verbrechen und Verbrechern…Die Mordrate in Rio ist etwa 60-mal höher als in Deutschland und Frankreich.” TV Arte, Reportage)
Das Umfeld des Baile Funk – je nach Wertvorstellung erschreckend und bedenklich – oder völlig normal für heutige neoliberale Zeiten, neoliberalen Zeitgeist:
“Terror da Linha Amarela e da av. Brasil
Nosso bondeé preparado
Nao to de sacanagem
Um monte de homem-bomba
No estilo Osama Bin Laden
(Gangsta-Funk-Text aus Rio)

Der Nationale Gemeindenverband hatte eine entsprechende Studie angefertigt und von einer nationalen Crack-Epidemie gesprochen. In Millionenstädten wie Sao Paulo kann sich jedermann sogar in der City davon überzeugen, daß ein etwaiger ernsthafter Kampf von Polizei und anderen zuständigen Behörden gegen die Rauschgiftbranche de facto nicht existiert – die harte Droge Crack wird in unmittelbarer Nähe von Polizeiwachen, unter den Augen von Polizeipatrouillen völlig frei gehandelt und von Hunderten Süchtigen offen konsumiert. Suchtexpertin Ana Raquel de Lima definierte Crack gegenüber der Presse als „Droge für eine Gesellschaft unter Streß und Druck, ohne Werte“.
Laut neuen brasilianischen Studien haben 7 Prozent der Crack-Konsumenten Aids – eine Rate zehnmal höher als im Durchschnitt der Gesamtbevölkerung.

Crack-Kind auf Treppe von Sao Paulos Kulturbehörde und OSESP-Konzertsaal.
Crackkonsument – laut brasilianischen Augenzeugen.
Crack-Süchtige, laut brasilianischen Augenzeugen, vor Bahnhofseingang, Dezember 2011, nahe der Kulturbehörde des Teilstaats Sao Paulo.
Brasilien bewegt den Bundespräsidenten: Während seines Besuchs zeigte sich Joachim Gauck beeindruckt von der Aufbruchstimmung im Land. Deutschland könne von dem Mut zu Veränderungen lernen. Regierungssender Deutsche Welle 2013
“Moderne Scheiterhaufen aus Autoreifen”:
„O prazer deixa muito a desejar“. Brasiliens bekanntester Kolumnist und Filmemacher Arnaldo Jabor über menschliche Genüsse, Freuden, Sex in der heutigen brasilianischen Gesellschaft:“ È…fazer o que, se o sexo esta tomando o lugar de todos os outros desejos? A verdade é que o prazer anda de cabeca baixa, deprimido, apesar do euforico exibicionismo em revistas de celebridades.“
Brasiliens Regierung hatte offiziell weltweit verbreitet, daß die Wirtschafts-und Finanzkrise lediglich geringe Auswirkungen auf das Land habe, laut Staatschef Lula handele es sich höchstens um eine kleine Welle statt eines Tsunami. Umso heftiger spotten derzeit die Wirtschaftsexperten und Kommentatoren, weil Brasilia selbst offiziell erneut frühere Daten berichtigte. So war sogar in die internationalen Wirtschaftsmedien durchgeschaltet worden, daß Brasilien schon 2009 wieder ein Wirtschaftswachstum zwischen 4 und 5 Prozent erreichen werde. Das staatliche Statistikinstitut IBGE mußte indessen später einräumen, daß 2009 nicht einmal ein Nullwachstum, sondern ein Rückgang des Bruttosozialprodukts um 0,2 Prozent erreicht wurde. Im Dezember 2010 kam schließlich das Eingeständnis, daß es nicht 0, 2 Prozent, sondern sogar 0,6 Prozent waren – regierungsunabhängige Daten liegen nicht vor. Bei einem von Massenelend gezeichneten Land, das weniger exportiert als Baden-Württemberg, hatte die Rezession entsprechend gravierendere Auswirkungen, vor allem durch Massenentlassungen – bei nicht vorhandenen Arbeitslosenhilfen wie etwa in Europa. Die jetzt veröffentlichten Daten zeigten, daß jener amtlich verkündete Schutz gegen die Krise nur aus Papier gewesen sei, hieß es in Kommentaren – Brasiliens Exporte seien 2009 um 30 Prozent gesunken. Wichtige Firmen seien beinahe pleite gegangen – und selbst der Ölkonzern PETROBRAS habe Regierungsgelder benötigt. Die Industrieproduktion sei 2009 gemäß den neuen Daten nicht nur um 5,5 Prozent, sondern sogar um 6,4 Prozent zurückgegangen. In den acht Jahren der Lula-Regierung verzeichnete Brasilien danach lediglich ein durchschnittliches Wirtschaftswachstum von 4 Prozent – deutlich weniger als in den BRIC-Staaten China, Indien und Rußland – und sogar unter dem Durchschnitt Lateinamerikas. Argentinien erreichte durchschnittlich 7,4 Prozent, Venezuela 5,7 Prozent, Kolumbien 4,4 Prozent.
In Brasilien nimmt die Besorgnis wegen der fortschreitenden Deindustrialisierung zu. Das Land wird in Europa gelegentlich als „Großmacht“ bezeichnet.
Gewerkschaftsprotest gegen Massenentlassungen in Sao Paulo.
„Krise – was denn für eine Krise?“ – Kloake-Slum in Sao Paulo.
„Großmacht“ Brasilien: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/30/baden-wurttemberg-exportiert-mehr-als-ganz-brasilien/
Brasiliens wichtigste Qualitätszeitung „O Estado de Sao Paulo“ hat laut eigenen Angaben eine derartige Studie vom Sozialministerium in Brasilia erbeten – in den Jahren zuvor habe das Ministerium abgelehnt, derartige Informationen herauszugeben. 5,3 Millionen Brasilianer, die die Hilfe „Bolsa Familia“ erhielten, also 42 Prozent aller Empfänger, seien nach wie vor verelendet. Die Basishilfe pro Familie von derzeit umgerechnet etwa 30 Euro monatlich, so das Ministerium, müßte mehr als verdoppelt werden. Die Zeitung kritisiert in ihrer Analyse:“Die Möglichkeit, eine angemessene Hilfe zu zahlen, die umgehend das Elend unter den Bezugsempfängern beseitigt, wird nicht einmal erwogen.“
Lateinamerikas teure Lebensmittel – Preissteigerungen um 40 Prozent in den letzten vier Jahren – Gefahr für Hungerbekämpfung: http://exame.abril.com.br/economia/mundo/noticias/precos-dos-alimentos-na-america-latina-sobem-40-em-4-anos–2
In meinungsbildenden deutschen Analysen wird die brasilianische Regierung ausdrücklich als “progressiv” eingestuft.
Laut Befreiungstheologe Frei Betto, Ex-Lula-Berater beim Anti-Hungerprogramm, liegt die Zahl der in extremer Armut, also in Hunger und Misere, lebenden Brasilianer, nicht wie offiziell angegeben, heute bei 16 Millionen, sondern ist doppelt so hoch. Nach derzeit geltendem mitteleuropäischen Werteverständnis hat damit die internationale Wirtschafts-und Finanzkrise, wie die Lula-Rousseff-Regierung verbreiten ließ, auf Brasilien nur geringe Auswirkungen gehabt.
Brasiliens investigative Journalisten wiesen indessen auf Rekordentlassungen, den Stopp vieler Industrieprojekte, auf Exportprobleme und Deindustrialisierung, geschönte offizielle Statistiken.
Der niedrigste Hilfssatz pro Familie liegt den Angaben zufolge derzeit bei umgerechnet etwa zehn Euro monatlich – der höchste bei rund 90 Euro. Viele Grundnahrungsmittel, von Frischmilch bis Käse und Joghurt, sind in Brasilien deutlich teurer als beispielsweise in Deutschland.
Bettelnde kranke alte Frau in der City von Sao Paulo, reichste Stadt Lateinamerikas.
Obdachloser Alubüchsensammler, an katholischer Kirche.

Brasilien – Verelendung und menschliche Verhaltensweisen:http://www.hart-brasilientexte.de/2014/03/17/brasilien-2014-wie-verelendung-menschliche-verhaltensweisen-andert-altere-obdachlose-frau-wascht-sich-allabendlich-vollig-nackt-an-strasenkreuzung-von-sao-paulo-reichste-stadt-lateinamerikas-viele/
Obdachloser greift zum Mikrophon vor der Kathedrale Sao Paulos, schreit Verzweiflung heraus. Wie üblich bei den landesweiten Protestaktionen des “Grito dos Excluidos” seit dem Amtsantritt der Lula-Rousseff-Regierung von 2003 – keine Medienfunktionäre, TV-Kamerateams des gesteuerten mitteleuropäischen Mainstreams für eventuelle Berichterstattung präsent, auch nicht bei den Protestgottesdiensten.
Brasilien – Daten, Statistiken, Rankings:http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/
“Schlafen” mittags in Abgasgestank an der Avenida Paulista in Sao Paulo – erschöpfter verdreckter Obdachloser, Habseligkeiten in Plastiktüten am Fahrrad.

Kurioses Schönreden Brasiliens durch mitteleuropäische Politiker, Schönschreiben durch gesteuerten europäischen Mainstream, obwohl Brasilien auf dem UNO-Index für menschliche Entwicklung lediglich Platz 79 belegt…Dieser Ranking-Platz wird vom Mainstream fast ausnahmslos unterschlagen.
http://www.arte.tv/de/programm/242,day=4,dayPeriod=night,week=50,year=2010.html
MC Catra mit Scheiterhaufen-Rap: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/16/rio-de-janeiro-popularen-scheiterhaufen-rap-microondas-der-scheiterhaufen-stadt-anklicken-vacilou-bem-na-favela-microondas-te-torrou-a-tua-chance-acabou/
Wegen der sexistisch-pornographischen, sadistisch-machistischen Werte, die über Texte und Musik vermittelt werden, wird “Baile Funk” inzwischen auch in Deutschland kräftig gefördert und in Medien vermarktet. Verrohende Musik, verrohende Texte sind inzwischen erwünscht.
http://www.bpb.de/popup/popup_druckversion.html?guid=H7AN0Y
http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/terror-rap-statt-samba/763272.html
“Sex und Gewalt sind das Geheimrezept des Funk Carioca…Proibidao ist die Glorifizierung von Verbrechen und Verbrechern…Die Mordrate in Rio ist etwa 60-mal höher als in Deutschland und Frankreich.” TV Arte, Reportage)
Das Umfeld des Baile Funk – je nach Wertvorstellung erschreckend und bedenklich – oder völlig normal für heutige neoliberale Zeiten, neoliberalen Zeitgeist:
Brasiliens Todesschwadronen, alltägliche Blutbäder – verherrlicht in Baile-Funk-Texten:
“Nutzt doch die US-Armee gerade auch solche Computersimulationen, um Soldaten die Hemmung vorm Töten eines Menschen zu nehmen. Der 19-jährige Täter von Erfurt ist sicherlich nicht durch Computerspiele zum Mörder geworden. Aber er konnte vorm Bildschirm die Tatabläufe beim Schießen einstudieren und jene Schnelligkeit trainieren, die er brauchte. Psychologen sprechen auch von `heimlichen Lehrplänen “in Gewaltspielen. Diese , sagen sie, lehrten Konfliktlösungsmodelle und Rollenmuster, die jegliche demokratischen und sozialen Aspekte gesellschaftlichen Zusammenlebens ausblenden – so wie am 26. April 2002 am Erfurter Gutenberg-Gymnasium. “ Kai Mudra, Mitteldeutsche Zeitung 2009, zur Militarisierung der Gesellschaft.
“Terror da Linha Amarela e da av. Brasil
Nosso bondeé preparado
Nao to de sacanagem
Um monte de homem-bomba
No estilo Osama Bin Laden
(Gangsta-Funk-Text aus Rio)


„Blutbad auf Baile Funk“ – Zeitungstitelseite aus Rio de Janeiro.
Laut Gesundheitsministerium ist Schlaganfall die wichtigste Todesursache, gefolgt von Herzinfarkt. Wegen der Diabetes-Zunahme ist Mord jetzt nur noch die viertwichtigste Todesursache.
http://acritica.uol.com.br/noticias/Diabetes-causa-mortalidade-Pais_0_389961112.html
Sporttreiben ist unpopulär – hinzu kommt, daß ein beträchtlicher Teil der Brasilianer angesichts der hohen Behinderten-und Krankheitsrate zu Sport nicht in der Lage ist. Diese Raten bedeuten wiederum für die Pharmaindustrie einen Glücksfall, Brasilien ist ein wachsender Pharmamarkt. http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/brasiliens-hohe-rate-von-behinderten-2391-prozent-der-bevolkerung-gegenuber-rund-1-prozent-in-hochentwickelten-landern-laut-studien/
Zudem werden vom System ungesunde, Krankheiten bewirkende Lebensweisen gefördert, was auf eine Förderung der Pharmaindustrie, ihrer Umsätze und Gewinne hinausläuft. In diesem Kontext spielt Aids eine besondere Rolle – Aids ist in Brasilien eine Epidemie – der Aidscocktail, die Aids-Behandlung bürden dem öffentlichen Gesundheitswesen enorme Lasten auf. Präventivkampagnen haben relativ wenig Wirkung, besonders in den Haupt-Risikogruppen nimmt Aids weiter zu.
Menschenrechtsminister Paulo Vannuchi, Lula und Valdir Silveira, Leiter der bischöflichen Gefangenenseelsorge Brasiliens, bei Festakt in Brasilias Präsidentenpalast am 13. 12. 2010. Padre Silveira bekräftigte danach exklusiv gegenüber dieser Website die scharfe Kritik der Gefangenenpastoral an der Fortexistenz der Folter unter dieser Regierung. „Wir wissen nur zu gut, daß das Gefängnis der bevorzugte Folterort ist. Die Gefangenenseelsorge will viel mehr als nur Anerkennung durch solcherlei Preise. Wir erwarten von den staatlichen Autoritäten, daß sie alles tun, um die Haftanstalten zu leeren, die Rechte der Gefangenen zu garantieren – und vor allem in nicht-gewaltätige Formen der gesellschaftlichen Konfliktlösung investieren. Wichtigste Aufgabe ist die Schaffung eines Mechanismus zum Kampf gegen Folter – damit die Anti-Folter-Konvention der Vereinten Nationen in Brasilien verwirklicht wird. Wir bitten die Regierung und alle anderen staatlichen Stellen, über einen solchen Mechanismus definitiv die Folter aus unserer Kultur zu verbannen. Wir hoffen, daß der Moment kommt, in dem niemand mehr Aufmerksamkeit erregt, weil er dieses Attentat gegen die Menschlichkeit bekämpft, das uns seit über 500 Jahren heimsucht.“
In den offiziellen Verlautbarungen zur Preisverleihung im Präsidentenpalast, darunter in Lulas Rede, werden die Gefangenenseelsorge und ihr Kampf gegen Folter nicht erwähnt – die großen brasilianischen Medien, darunter die Qualitätszeitungen, haben darüber ebenfalls nicht berichtet.
Ausriß, Radio Vatikan. “Die Stimme des Papstes und der Weltkirche”. “Brasilien: Kirchliche Menschenrechtler enttäuscht über Merkel”. Österreichischer Priester Günther Zgubic, Plinio Sampaio…
Auch 2010 hat die Lula-Regierung in der Auslandspropaganda große Erfolge erzielt.
In meinungsbildenden deutschen Analysen wird die brasilianische Regierung ausdrücklich als “progressiv” eingestuft.
Leonardo Boff :“Lula machte die größte Revolution der sozialen Ökologie des Planeten, eine Revolution für die Bildung, ethische Politik.“