Brasiliens auflagenstärkste Qualitätszeitung „Folha de Sao Paulo“ hat unter der Überschrift „Farce und Realität“ am Sonntag in einem Kommentar den Fall um die brasilianische Anwältin Paula Oliveira neu analysiert. Niemand habe irgendeinen Skinhead gesehen, die Frau sei nicht einmal schwanger gewesen. „Estamos todos morrendo de vergonha com a reviravolta do caso Paula Oliveira…Um vexame!“
http://brasilblog.net/panorama/5033/schweizer-neonazis-foltern-schwangere-brasilianerin/print/
Der brasilianische Anwalt Paulo Oliveira hat laut brasilianischen Medienberichten in Zürich erklärt, seine Tochter sei entweder „Opfer schwerer psychologischer Störungen oder Opfer einer Attacke“, die von ihr seit Anfang an betont worden sei.
Die großen brasilianischen Qualitätszeitungen berichten, daß Staatschef Lula nunmehr seinen Diskurs zu dem Fall geändert habe und nicht mehr eingehender Position beziehen wolle. Zitiert werden zudem Diplomaten des Außenministeriums in Brasilia, denen zufolge alles daraufhin deute, daß die Version der schweizerischen Polizei, und nicht die der Anwältin Paula Oliveira stimme. Entscheidend dafür, daß das Außenministerium auf die Bremse getreten habe, seien jene medizinischen Untersuchungen, die bewiesen, daß die behauptete Zwillingsschwangerschaft lediglich erfunden war.Â
„Estadao“ Sao Paulo über Mentalität: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/17/was-der-fall-paula-oliveira-uber-brasilien-aussagt-leitartikel-im-o-estado-de-sao-paulo-nationalcharakter-mentalitat-soziokulturelle-faktoren-rule-of-law-pmdb-jarbas-vasconcelos-zynis/
Blick: Brasilien gegen Schweiz
Von Karin Baltisberger und Anna Vonhoff | 23:58 | 13.02.2009Schwangerschaft, Überfall “ alles eine Ausgeburt von Paula Oliveiras Fantasie. Doch die Brasilianer toben trotzdem.—–Â http://www.hart-brasilientexte.de/2009/02/12/fall-der-attackierten-brasilianerin-in-der-schweiz-weist-auf-horror-des-holocaust-sagt-brasiliens-menschenrechtsminister-vannuchi/
http://g1.globo.com/Noticias/Ciencia/0,,MUL1000575-5603,00-CASOS+DE+AIDS+TRIPLICAM+ENTRE+BRASILEIRAS+COM+MAIS+DE+ANOS.html (more…)
Nach der gewaltigen  öffentlichen Empörung über die angeblichen Neonazi-Attacken auf Anwältin Paula Oliveira ist  Brasilien jetzt schockiert  über die ersten Ermittlungsresultate aus Zürich. Erstmals wird an Fälle wie in Mittweida erinnert. Qualitätszeitungen hatten Leserbriefe unter dem Motto „Horror na Suica“ (Horror in der Schweiz) veröffentlicht, in der die Schweizer Regierung der Ausländerfeindlichkeit bezichtigt wird. Wenn das brasilianische Außenministerium nicht entsprechend interveniere, sei anzunehmen, daß der Mord an den Zwillingen ungestraft bleibe, hieß es.
Von offizieller Seite, darunter von Staatschef Lula und Menschenrechtsminister Vannuchi, doch auch von den brasilianischen Medien waren sämtliche Aussagen der Anwältin Paulo Oliveira zum Tathergang  stets als Fakt, hundertprozentig korrekt angesehen worden. In ersten Nachrichten über die Darstellung der Züricher Stadtpolizei werden weiterhin die Aussagen von Paulo Oliveira nicht in Zweifel gezogen. Aus der Familie der Anwältin hieß es, diese könne beweisen, schwanger gewesen zu sein. Ein schweizerischer Arzt habe die Schwangerschaft begleitet.
Lula sagte in Recife:“Hier leben wir in Frieden, hier empfangen wir Ausländer, seit Cabral hier landete – und wir behandeln sie gut. Wir wollen indessen, daß man die Brasilianer im Ausland so respektiert, wie wir die Ausländer hier respektieren, wie wir sie hier gut behandeln.“ Lula nahm zu Ausländerfeindlichkeit oder Antisemitismus in Brasilien nicht Stellung. Er sagte zudem, man habe Kontakt zu der schweizerischen Regierung aufgenommen, damit diese in dem Fall ebenfalls ermittele. Laut Presseberichten erwägt die brasilianische Regierung, den Fall vor die UNO zu bringen.
1/02/09 – 19h15 – Atualizado em 12/02/09 – 08h55
Paula Oliveira foi atacada por três homens na noite de segunda-feira (8).
Nesta quarta-feira, ela recebeu vacinas antivirais em hospital de Zurique.
Tagesanzeiger, Zürich, „Zweifel und Fragen“: http://www.tagesanzeiger.ch/panorama/vermischtes/Neonaziberfall-Zweifel-und-Fragen/story/17760253
Wie der Fall Paula Oliveira Maciel endete: