„Krupp – ein Name wie Donnerhall. Synonym für Erfolg in der Stahlbranche, für Qualität („Hart wie Krupp-Stahl“), für die Tradition des Reviers. 1811 wurde das Unternehmen in Essen gegründet. Unsere Sonderveröffentlichung gibt einen Überblick über die wechselvolle Geschichte des Weltkonzerns.“(WAZ)
“Made in Germany” – anklicken: http://www.youtube.com/watch?v=kX_W2cZTFV4

“Gutes Beispiel für gelungene Globalisierung”: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/19„Der Preis des Fortschritts“:
„Ein gutes Beispiel für gelungene Globalisierung“:
Die andere Brasilienkarte:
http://www.ila-web.de/archiv/2011/347inhalt.htm
Rios Scheiterhaufen:
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/668242/
Amy Winehouse – Zeitungsausriß.
Gesichter einer Metropole – authentische Medienfotos aus Rio de Janeiro:
Minc, früherer Umweltminister unter Staatschef Lula, sagte als Chef der Rio-Umweltbehörde bei der Verhängung des Baustopps, die krassen Fehler seien bei Projektierung, Betrieb und Leitung des Werks gemacht worden. „Wir sind weder Schiiten noch Unterwürfige. Das Stahlwerk muß Brasiliens Regeln einhalten – oder es wird geschlossen.“ Bereits vor dem Betriebsbeginn stand das Werk u.a. wegen Umweltverstößen in der Kritik. Der deutsche Bundespräsident Christian Wulff hatte einen Besuch im Mai 2011 kurzfristig abgesagt.In Deutschland hatte das Werk von interessierter Seit sehr viel Lob erhalten.
Bundespräsident in Obdachlosengemeinde Sao Paulos.
„In Brasilien etwa mussten die Demonstranten vor dem Stahlwerk CSA von ThyssenKrupp vergebens auf den deutschen Präsidenten warten. Wulff hatte den Besuch kurzfristig abgesagt. Er protestierte damit gegen die unmittelbar zuvor angekündigte Entlassung von 35.000 Angestellten. Der Gast aus Deutschland entging so zugleich einer Konfrontation mit den Anwohnern des Mega-Stahlwerks, das pro Jahr fünf Millionen Stahlblöcke produzieren soll.
Tausende Fischerfamilien, die an der Bucht von Sepetiba, rund 70 Kilometer von São Paulo entfernt wohnen, setzen sich seit Jahren gegen den deutschen Großkonzern zur Wehr, weil sie durch das Megaprojekt ihrer Lebensgrundlage beraubt wurden. Ihren Protest gegen den ThyssenKruppp-Konzern wollen sie nun in Brasilien und Deutschland fortführen.
Dabei hätte das Treffen mit den Anwohnern für Wulff lehrreich sein können. Vor allem in dem Schwellenland Brasilien wollen deutsche Konzerne Fuß fassen.“(Telepolis)
Verbrennung von Obdachlosen in Sao Paulo: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/09/ein-brasilianischer-obdachloser-wird-in-sao-paulo-lebendig-verbrannt-autos-fahren-vorbei-leute-schauen-zuvideo-anklicken/
Bislang fehlen in der Medienberichterstattung über die Wulff-Brasilienreise Angaben über die gravierende Menschenrechtslage im Tropenland.
„Feel Brazil. Go Bayao!“: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/20/feel-brazil-go-bayao-deutsche-getrankefirma-veltins-wirbt-mit-brasilianischem-lebensstil-trotz-der-menschenrechts-und-sozialdaten-brasiliens/
„Wulff will keine Werbekulisse für ein Unternehmen abgeben, bei dem Tausende Jobs gefährdet sind.
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Es sollte eine Reise des Bundespräsidenten ohne Fallstricke sein. Doch sie endete mit einem Kommunikations-GAU. Die Nachricht aus Deutschland über den Umbau des Stahlgiganten ThyssenKrupp , der tausende Jobs gefährdet, erwischte Christian Wulff völlig ahnungslos – wenige Stunden vor der Besichtigung eines Stahlwerks der Gruppe in Brasilien.
Wulff reagierte stocksauer und sagte den Termin kurzerhand ab. Von São Paulo reiste er am Samstag nicht mehr nach Rio, sondern wollte direkt nach Deutschland zurück. Dazu kam es dann nicht, weil die Regierungsmaschine defekt ist. Wulff muss auf ein Ersatzteil warten.“ (Financial Times)
„Selbst langjährige Begleiter von Bundespräsidenten auf Reisen können sich nicht daran erinnern, dass ein mit so großem Aufwand geplanter Besuchstermin aus innenpolitischen Gründen vom Staatsoberhaupt kurzerhand gekippt wurde.
Wulff hatte in den Tagen seines Brasilien-Besuchs wiederholt das Werk am Atlantik, rund 80 Kilometer westlich von Rio de Janeiro, als Vorzeige-Projekt gepriesen. Mit 5,2 Milliarden Euro ist es die größte Investition der Konzerngeschichte. „Er musste die Reißleine ziehen“, war man sich unter den deutschen Wirtschaftsleuten in der Wulff-Begleitung rasch einig, als Hiesingers Umbaupläne in Brasilien bekannt wurden.
ThyssenKrupp will sich von rund 35 000 seiner weltweit 177 000 Mitarbeiter trennen – 14 000 davon allein in Deutschland. Fotos oder TV-Mitschnitte mit dem Bundespräsidenten, der sich fröhlich den Betrieb in Brasilien anschaut, während in Deutschland Tausende Beschäftigte des Konzerns um ihren Arbeitsplatz fürchten, waren für Wulff schlicht ein Unding. Auf das diskret übermittelte Angebot der Konzernspitze, die Visite ihrerseits abzusagen, ging er nicht ein und entschied selbst.“(Deutsche Zeitungen)
In der jüdischen Gemeinde von Sao Paulo.
Der Bundespräsident bleibt einen Tag länger in der Megacity, unternimmt eine Stadtbesichtigung. http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/18/sao-paulo-fotoserie-uber-brasiliens-megacity/
Dilma Rousseff, Christian Wulff, Brasiliens Atomkraftwerke-Programm: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/dilma-rousseff-appelliert-an-bundesprasident-wulff-sich-fur-den-bau-des-atomkraftwerks-angra-3-bei-rio-die-exportburgschaft-einzusetzen-melden-brasiliens-medien-die-grosen-atom-plane-brasilias/
ThyssenKrupp hatte Massenentlassungen angekündigt – und damit u.a. Voraussagen von in-und ausländischen Kritikern bestätigt, die bereits vor der Errichtung vor den Folgen des ThyssenKrupp-Stahlwerks im Billigstlohnland Brasilien gewarnt hatten.
Financial Times Deutschland zur Besuchsabsage: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/07/wulff-lasst-thyssen-krupp-stehen-financial-times-der-deutsche-bundesprasident-in-brasilien-keine-station-mehr-in-der-scheiterhaufenstadt/
Selbst langjährige Begleiter von Bundespräsidenten auf Reisen können sich nicht daran erinnern, dass ein mit so großem Aufwand geplanter Besuchstermin aus innenpolitischen Gründen vom Staatsoberhaupt kurzerhand gekippt wurde.
Wulff hatte in den Tagen seines Brasilien-Besuchs wiederholt das Werk am Atlantik, rund 80 Kilometer westlich von Rio de Janeiro, als Vorzeige-Projekt gepriesen. Mit 5,2 Milliarden Euro ist es die größte Investition der Konzerngeschichte. „Er musste die Reißleine ziehen“, war man sich unter den deutschen Wirtschaftsleuten in der Wulff-Begleitung rasch einig, als Hiesingers Umbaupläne in Brasilien bekannt wurden.
ThyssenKrupp will sich von rund 35 000 seiner weltweit 177 000 Mitarbeiter trennen – 14 000 davon allein in Deutschland. Fotos oder TV-Mitschnitte mit dem Bundespräsidenten, der sich fröhlich den Betrieb in Brasilien anschaut, während in Deutschland Tausende Beschäftigte des Konzerns um ihren Arbeitsplatz fürchten, waren für Wulff schlicht ein Unding. Auf das diskret übermittelte Angebot der Konzernspitze, die Visite ihrerseits abzusagen, ging er nicht ein und entschied selbst. (Deutsche Zeitungen)
ThyssenKrupp und Klimaschutz in Rio de Janeiro: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/06/thyssenkrupp-neues-stahlwerk-erhoht-den-co2-ausstos-von-rio-de-janeiro-um-763-prozent-melden-landesmedien-der-preis-des-fortschritts-o-precocruel-do-progressonoblat/
„Gutes Beispiel für gelungene Globalisierung“: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/19/thyssenkrupp-in-rio-de-janeiro-neues-stahlwerk-wird-immer-teurer-laut-handelsblatt-lokale-militardiktatur-im-umfeld-laut-grunen-politiker-alfredo-sirkis-todesschwadronen-folter-scheiterhauf/
Wulff vor der Obdachlosenwerkstatt.
Bundespräsident Wulff in Sao Paulo: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/07/deutscher-bundesprasident-christian-wulff-macht-ungeplante-stadtbesichtigung-in-sao-paulo-prasidentenmaschine-defekt/
Brasiliens Atomkraftwerke-Programm: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/27/brasiliens-atomkraftwerke-programm-lula-dekretierte-kurz-vor-amtsabtritt-noch-totale-steuerbefreiung-fur-nuklearimporte-laut-landesmedien/
http://amerika21.de/nachrichten/2011/02/24765/thyssenkrupp
http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/04/neue-deutsche-umweltpolitik-in-brasilien-umweltjournalist-norbert-suchanek-uber-die-folgen-des-sojawahns-brachiale-naturvernichtung-dank-immer-hoherer-zucker-und-ethanolimporte-thyssenkrupp/
http://www.amnesty.de/jahresbericht/2010/brasilien?destination=node%2F2891
Folter und Haftbedingungen in Brasilien – Amnesty-Bericht 2010
Nach wie vor waren Häftlinge grausamen, unmenschlichen oder erniedrigenden Bedingungen ausgesetzt. Folter wurde als gängige Verhörmethode zur Bestrafung, Kontrolle, Erniedrigung und Erpressung eingesetzt. Auch die Überbelegung der Haftanstalten blieb ein ernsthaftes Problem. Die Kontrolle der Hafteinrichtungen durch Banden führte zu einer hohen Gewalttätigkeit unter den Häftlingen. Das Fehlen unabhängiger Kontrollinstanzen sowie ein hohes Maß an Korruption sorgten für eine weitere Verfestigung der Gewaltprobleme im Straf- und Jugendstrafvollzug.
Bischofskonferenz Brasiliens für Rückverstaatlichung von Minenkonzern Vale
Handelsblatt: http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/huettenwerks-neubau-thyssens-teure-fehler-in-brasilien;2753901
Kurios, von welchen permanenten Erfolgsmeldungen Bau und Start des Stahlwerks begleitet waren, das Projekt gar als gutes Beispiel gelungener Globalisierung gelobt wurde.
Menschenrechtslage in umliegenden Slums: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/14/rio-de-janeiro-neue-erkenntnisse-uber-die-farce-der-slumbesetzung-durch-militar-und-polizei/
Ausriß – Titelseite „O Globo“.
http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html
Zu den auffälligen Resultaten der vom Ausland viel gelobten Politik der Lula-Rousseff-Regierung zählt, daß sich die Gewalt gerade in Teilstaaten des Nordostens, aus dem Lula stammt, spürbar stark erhöht hat. Laut einer neuen Studie wuchs die Zahl der Morde in Maranhao in den letzten zehn Jahren um 242 Prozent, in Piaui um 203 Prozent, in Rio Grande do Norte um 178 Prozent und in Paraiba um 158 Prozent. Brasilianische Kolumnisten fragen angesichts solcher Resultate stets, wieviele Menschen noch leben könnten, wenn die in Wahlkämpfen versprochenen Schritte für mehr öffentliche Sicherheit auch tatsächlich verwirklicht worden wären. Zudem ist anzufügen, daß gemäß brasilianischen Analysen die offiziellen Gewaltraten gewöhnlich stark geschönt, die Dunkelziffern daher hoch sind. Nicht zufällig hat der brasilianische Berlinale-Film „Tropa de Elite 2″ daher soviel Publikumserfolg.

Fotoserie über Gewalt in Lateinamerikas größter Demokratie: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/