Klaus Hart Brasilientexte

Aktuelle Berichte aus Brasilien – Politik, Kultur und Naturschutz

Großer brasilianischer Architekt Joaquim Guedes, wichtigster Kritiker von Oscar Niemeyer, tot. In Sao Paulo von Stadtjeeplenker überrollt, der Fahrerflucht beging. Mysteriöser Vorfall, nicht aufgeklärt. Wußte Guedes zuviel über Machenschaften der Bauwirtschaft? Das Massaker an Bauarbeitern Brasilias – in Mitteleuropa gewöhnlich verschwiegen. Helmut Schmidt und Oscar Niemeyer…

Dienstag, 29. Juli 2008 von Klaus Hart

Joaquim Guedes, der zu den wichtigsten Architekten des Tropenlandes zählt, bekam zahlreiche Preise, realisierte hunderte Projekte, hatte einen Architekturlehrstuhl an der Bundesuniversität von Sao Paulo, war Präsident des brasilianischen Architekturinstituts. Andreas Hempel, Präsident des Internationalen Architekturkongresses von 2002 in Berlin, hatte Guedes ins wissenschaftliche Komitee des Expertentreffens geholt.

Guedes war Diktaturgegner, stets sehr politisch engagiert. 2008 kandidierte er für einen Parlamentssitz in Sao Paulo, für die Sozialistische Volkspartei(PPS). Auch wegen seiner vielen Medieninterviews, darunter in großen Nachrichtenmagazinen, war er weit über die Grenzen Brasiliens hinaus bekannt.

guedesklein1.jpgJoaquim Guedes 2007 bei einer Buchvorstellung in der Livraria Cultura des jüdischen Buchhändlers Herz in Sao Paulo, dem besten und wichtigsten Buchkaufhaus des Tropenlandes – Guedes signiert „Conversas com Gaudi“, übersetzte Ausgabe vom spanischen Verlag Perspectiva.

http://www.hart-brasilientexte.de/2013/11/29/brasilien-memorial-da-america-latina-in-sao-paulo-entworfen-von-oscar-niemeyer-teilweise-in-brand/

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Ausriß, Oscar Niemeyer neben José Sarney, Chef der Diktaturpartei ARENA während des Militärregimes, danach Staatschef Brasiliens – bei der Besichtigung des Memorials für Lateinamerika, 1988.

Chris Dercon wird Intendant der Berliner Volksbühne?

http://www.hart-brasilientexte.de/2015/04/23/berliner-volksbuehne-chris-dercon-wird-intendant-illustrierte-der-spiegel-chris-dercon-ueber-oscar-niemeyer-eine-unglaublich-sinnliche-architektur/#more-33926

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Ausriß. Lula bei Schmidt in Hamburg.

“Ich glaube, ihr seid auf einem fabelhaft gutem Wege.” Schmidt zu Lula 2009…

Schmidt:”Ich kenne Oscar Niemeyer – und ich habe einen großen Respekt vor ihm…Ich war einer, der dafür gesorgt hat, daß er den japanischen kaiserlichen Kunstpreis für Architektur bekommen hat. So habe ich Oscar Niemeyer in Tokio kennengelernt.”(Extrem stark beschnittenes Gespräch Schmidt-Lula auf youtube)

Henry Kissinger spricht auf Trauerfeier für Helmut Schmidt in Hamburg:http://www.hart-brasilientexte.de/2015/11/17/henry-kissinger-haelt-rede-auf-staatsakt-fuer-helmut-schmidtspd-am-23-11-2015-in-hamburg-kissinger-und-schmidt-viele-gemeinsame-wertvorstellungen/

DIE ZEIT und der Tod des Mitherausgebers Helmut Schmidt/SPD 2015 – was alles in den Nachrufen fehlt:http://www.hart-brasilientexte.de/2015/11/12/die-zeit-und-der-tod-des-mitherausgebers-helmut-schmidtspd-2015-was-alles-in-den-zeit-nachrufen-fehlt/

Kuriose Mythenbildung um Schmidt und Lula:

http://www.hart-brasilientexte.de/2015/11/11/helmut-schmidt-2015-gestorben-mainstream-verbreitet-falschmeldungen-kuriose-mythen-schmidt-hatte-angeblich-den-damaligen-gewerkschaftsfuehrer-lula-begehrt-bei-unternehmern-als-verhandlungs-und-g/

Wie Niemeyer mit der Militärdiktatur kooperierte:  http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/13/wie-oscar-niemeyer-mit-der-brasilianischen-militardiktatur-zusammenarbeitete-die-liste-aller-projekte-in-den-jahren-des-folterregimes-von-1964-bis-1985/

Wegen der in Mitteleuropa geltenden Berichterstattungsregeln wird Oscar Niemeyer dort gewöhnlich gelobt bis bejubelt – ganz im Gegensatz zu Brasilien, mit seiner auch in diesem Punkte viel größeren Presse-und Analysefreiheit.

Hintergrund-Links:

http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/11/staatsarchitekt-oscar-niemeyer-und-sein-kritiker-joaquim-guedes/

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Joaquim Guedes in Sao Paulo beim Website-Interview.

Niemeyer-Bauten in Sao Paulo: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/31/oscar-niemeyer-gebaude-in-sao-paulo-california-eiffel-montreal-copan/

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Brasiliens jüdischer Unternehmer Oded Grajew – er hatte die Idee des Weltsozialforums – und die Rolle der Machteliten des Tropenlandes. Grajew verließ Lulas Arbeiterpartei.

Donnerstag, 24. Juli 2008 von Klaus Hart

 Link zur Studie von Oded Grajew

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Oded Grajew, 64, geboren in Tel Aviv, Präsident des „Instituto Ethos“ in Sao Paulo, Führungsmitglied des „Movimento Nossa Sao Paulo“, Lula-Kritiker, enger Freund und Companheiro des katholischen Menschenrechtsaktivisten Chico Whitaker, der Träger des Alternativen Nobelpreises ist.

Weltsozialforum-Erfinder, Elitemitglied Oded Grajew, eine freie Stimme der freien Welt.  Der jüdische Ex-Berater Lulas über die vielgelobte Demokratie Brasiliens, Wahlen, Korruption, Atomkraft, Amazonien, Automultis, die brasilianische Elite.„Die brasilianischen Politiker sind heute enorm in Mißkredit”, sagt der jüdische Unternehmer und Leiter des Ethos-Instituts in Sao Paulo im Exklusivinterview gegenüber dieser Website. „Heute findet man schwerlich jemanden guten Willens, der in die Politik, in eine politische Partei geht. Die Glaubwürdigkeit des politischen Systems, von demokratischen Institutionen, Parlament, Justiz hat stark abgenommen. Besorgniserregend, wenn die Menschen weder in Politiker, Justiz, Parlament, Exekutive vertrauen. Die Brasilianer sehen die Politiker als Leute, die aus purem Eigeninteresse handeln –  daß es viel Korruption gibt und daß die Politiker lediglich „oben” sitzen, um zu rauben, zu stehlen, sich Gelder anzueignen. Deshalb sind ja auch die öffentlichen Dienste von niedrigster Qualität –  daher nutzt jeder, der etwas Geld hat, keinerlei öffentliche Dienstleistungen, ob Gesundheit, Bildung, öffentlicher Transport, öffentliche Sicherheit. Bestimmte ökonomische Machthaber, bestimmte Wirtschaftsinteressen haben sich des politischen Systems bemächtigt, finanzieren die Wahlkampagnen. Und fast alle Politiker dienen treu den Finanziers ihrer Wahlkämpfe –  denn ohne diese Finanziers würden sie nicht gewählt. Also wird die Hälfte des Mandats benutzt, um jenen Geldgebern nützlich zu sein –  denn wer Mittel lockermacht, will dafür Gegenleistungen. Und die andere Hälfte des Mandats sorgen sich die Politiker um die Finanzierung des nächsten Wahlkampfes. Noch besorgniserregender ist, daß mir kein Unternehmer bekannt ist, der als Finanzier genannt werden will. Denn 70 bis 90 Prozent der Gelder sind illegal, aus schwarzen Kassen, stammen aus illegalen bzw. kriminellen Aktivitäten. Und dies heißt: die Betreiber illegaler Aktivitäten haben heute ihre Repräsentanten im politischen System. In Amazonien nimmt stets vor Wahlen die Abholzung zu. Denn die Abholzer finanzieren  schließlich die Wahlkämpfe der Politiker. Und wer sich mit den Abholzern anlegt, hat dann eben kein Geld für die Kampagne. Nach einer Wahl werden in Brasilien alle Leute gewechselt, alle Posten der sogenannten politischen Vertrauensstellungen neu besetzt, selbst bei gleicher fortregierender Partei. Indessen bekommt man einen Posten nicht etwa wegen eigener Spezialkompetenz “ sondern nur, weil die eigene Partei zur Regierung gehört. Andere Verteilungskriterien sind familiärer Art –  Freunde, Verwandte, Wahlhelfer werden bedacht. Und daher funktionieren dann eben die öffentlichen Dienste nicht. Brasiliens Steuerlast ist auf dem Niveau der ersten Welt, doch was die Bevölkerung davon zurückerhält, ist fünftklassig. Siehe die Luftqualität. Bereits 2002 hat der staatliche Umweltrat bestimmt, den sehr hohen, tödlichen Schwefelgehalt im brasilianischen Diesel stark abzusenken, wenngleich immer noch nicht auf das viel niedrigere Niveau Europas. Doch Brasiliens nationale Petroleumagentur, die die entsprechenden Regelungen definieren müßte, hat dies auf Druck der Autoindustrie, darunter Mercedes-Benz und Volkswagen, sowie des Petrobras-Konzerns einfach nicht getan. Also haben wir vom Movimento Nossa Sao Paulo jetzt Druck gemacht “ in drei Wochen mußte die Petroleumagentur tun, was sie in fünf Jahren nicht zustandebrachte! Jetzt muß alles noch in Kraft treten “ falls nicht, wird das auch auf internationaler Ebene Konsequenzen haben: Wir werden das in Deutschland, in Schweden bekanntmachen, vor Gericht ziehen. Schließlich verursachen die angerichteten Gesundheitsschäden Kosten in Milliardenhöhe.”Im Jahre 2000 sagte Grajew, die Elite ändere sich. „Ich denke immer noch so “ wenngleich sich die Elite längst nicht in der nötigen Schnelligkeit verändert. Unser Movimento, das von 32 Unternehmen getragen wird,  will keineswegs etwa nur bestimmte soziale Aktivitäten unterstützen, etwa einen Kindergarten “ wir sind eine politische Bewegung und wollen das politische System verändern. Es gibt Leute aus der Elite, die sich bei uns engagieren “ sich in dieser Diesel-Schwefel-Frage mit der Ölindustrie, der Autoindustrie anlegen. Es gab bereits Movimentos, um bestimmte korrupte Leute aus der Politik zu entfernen “ und Leute der wirtschaftlichen, intellektuellen, sozialen Elite waren daran beteiligt. Es müßte alles schneller gehen “ und dafür arbeite ich hier. Fortschritte gibt es durchaus. Aber wir brauchen schnellere Fortschritte auch, um Schlimmeres verhüten zu können, ob bei Klima oder Nachhaltigkeit.” Wie ist zu erklären, daß Brasiliens Elite zwar häufig in der ersten Welt weilt, dort aufmerksam interessante Unterschiede zur Kenntnis nimmt, jedoch überhaupt nicht daran denkt, moderne, fortschrittliche Lösungen zu kopieren, in Brasilien zu übernehmen? Nicht einmal der Straßenbahnverkehr, die Radwege wie in der Schweiz oder Deutschland werden übernommen, entsprechende Forderungen der brasilianischen Öffentlichkeit ignoriert, abgeschmettert. „Ein großer Teil der brasilianischen Elite hält sich entfremdet, anstatt die eigene Macht für positive Veränderungen zu gebrauchen. Und genau diese Leute will ich beeinflussen, mobilisieren. In Wahrheit weiß ich nicht, ob diese Leute sich ändern. Und ich weiß auch nicht, was künftig in Brasilien geschehen wird. Ich versuche jedenfalls, Dinge in Gang zu bringen.”Gesellschaftliche Apathie, Lethargie, starker Individualismus, Schwächung der Sozialbewegungen “ all dies wird in den Medien heftig kritisiert.„Die Idee unseres Movimento ist, in einer der größten Städte der Welt zu zeigen, daß es anders gehen könnte. Wir wollen Beispiele schaffen “ denn was zählt, ist das Beispiel. Damit wollen wir ganz Brasilien anstecken. Wir haben bereits ein landesweites, ein Lateinamerika-weites Netzwerk geschaffen. Apathie, Hoffnungslosigkeit “ das ist die Wahrheit, wir wollen das ändern. Viele Organisationen, NGO haben auf die Regierung gesetzt “ erfolglos, ohne Resultat. Viele NGO wissen nicht, sich zu artikulieren, haben Finanzprobleme. Und viele Organisationen werden von Menschen geleitet, die gleichzeitig ums eigene Überleben kämpfen müssen, die arbeiten und erschöpft sind. Das erschwert den Aufbau von Netzwerken. Heute haben wir hier gerade über Deutschland, über Bundeskanzlerin Angela Merkel geredet “ sie kam 2008 lediglich nach Brasilien, um hier das Atomkraftwerk Angra 3 zu verkaufen. Ja, nur deshalb. Was geschah? Da die Regierenden eben Geiseln der Finanziers ihrer Wahlkampagnen sind, wurde halt akzeptiert, das AKW Angra 3 zu bauen. Denn da fließt viel Geld, gibt es viele Baustellen, sind viele Firmen beteiligt. Doch für mich ist das ein Verbrechen! Hier verdealt man Angra 3 “ doch in Deutschland treibt man die Atomkraft nicht weiter voran! Und für mich ist auch ein Verbrechen, daß die deutsche Autoindustrie in den unterentwickelten Ländern schlechtere Autos baut. Diese deutsche Autoindustrie ist daher für vieles Negative hier verantwortlich.  Angela Merkel würde nicht in Rio, Sao Paulo oder Angra leben wollen “ sie sieht ja schließlich die hiesigen Risiken! Brasilia akzeptiert den Bau eines weiteren AKW, obwohl hier so viele andere Energieressourcen existieren. Und Brasilia akzeptiert auch, daß die Auutomultis hier Wagen schlechterer Qualität produzieren, stellt dieser Industrie sogar öffentliche Mittel zur Verfügung “ von der staatlichen Entwicklungsbank. Das ist doch sehr interessant! Millionen gehen an diese Industrie, werden indessen nicht in den öffentlichen Transport investiert. Wir denken nicht, daß eine andere Regierung es anders machen würde “ das System hier ist einfach verfault. Bestimmte große Politiker Brasiliens wären anderswo im Gefängnis. Daher wollen wir dieses System hier verändern, das von einem Teil der Elite geschaffen wurde. Ein anderer Teil der Elite sieht sich dadurch geschädigt. Ich kenne viele Unternehmen, die nicht an öffentlichen Ausschreibungen teilnehmen, um sich nicht an Korruption beteiligen, mitkorrumpieren zu müssen. Diese Unternehmen wollen nicht korrupt werden “ und verlieren deshalb gute Geschäfte. Ein andereres Problem: Hier konkurriert man als Firma mit Unternehmen, die keine Steuern zahlen, illegal tätig sind, Sklavenarbeit nutzen “ das ist unlauterer Wettbewerb. Ethisch agierende Firmen sind also durch dieses System hier geschädigt. Unser Movimento hat ein absurd klingendes Programm: Gesetze einhalten! Schweizern, Deutschen ist dies sicherlich nicht zu vermitteln. Aber hier werden eben wichtige, komplexe Gesetze einfach nicht respektiert. Das ist unsere Realität.”Oded Grajew, sind sie noch Mitglied der Arbeiterpartei Lulas?„ Nein, ich bin längst ausgetreten. Als Korruptionsfälle wie der Mensalao ans Licht kamen, gab es eine parteiinterne Wahl. Bei dieser wurde ausgerechnet die alte Führung unter Berzoini wiedergewählt “ das hieß also, alles okay, alles in bester Ordnung. Da bin ich sofort raus aus der Arbeiterpartei, zu derartigem will ich nicht gehören. Das war etwa 2005, noch bevor mein Freund Chico Whitaker ebenfalls austrat.”Wie ist zu erklären, daß auch unter Lula das öffentliche Bildungssystem so schlecht ist?„Die Mehrheit unserers Volkes hat keine Bildung, da das Schulsystem ein sehr niedriges Niveau besitzt. Es ist ein Projekt des reaktionären Teils der Elite, dieses Volk nicht zu bilden, es nur auszubeuten. Ja, es handelt sich um ein regelrechtes politisches Projekt. Denn ein gebildetes Volk würde soziale Forderungen stellen, würde kontrollieren, aufpassen. Ein anderer Eliteteil indessen engagiert sich für bessere Bildung.” Der deutschstämmige Kardinal Aloisio Lorscheider sagte, die Herrschenden, zynisch und skrupellos agierende Clans, seien nicht gewillt, Macht und Privilegien abzutreten. Deshalb werde das Volk ganz bewußt dumm gehalten, da es dann leichter manipulierbar sei. Ungebildete, Analphabeten, so der Kardinal, „wissen nicht, wie sie sich in der heutigen Welt bewegen sollen. Sie kennen ihre Rechte nicht und fordern sie auch nicht ein. Sie lassen sich fatalistisch treiben, sie verbinden sich nicht mit anderen, sie organisieren sich nicht.” Grajew:”Genauso ist es, Lorscheider hat Recht. Dieser Teil der Elite, der Kampagnenfinanzierung mit Privatinteressen verquickt, hat als politisches Projekt, das Volk nicht zu bilden, will es manipulieren. Denn ein gebildetes Volk würde die Dinge hier nicht in diesem Zustand lassen, würde bestimmte Politiker einfach nicht wählen, würde die Einhaltung der Gesetze fordern “ und wäre nicht so passiv! Ein Teil der Elite leidet unter einem ungebildeten Volk “ selbst aus ureigenstem Interesse. Denn Ungebildete arbeiten sehr schlecht. Brasiliens Elite ist gespalten “ Ein Eliteteil wendet sich gegen den anderen. Ich arbeite dafür, den fortschrittlichen Teil zu stärken.”

http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/13/sao-paulos-folgenreiche-luftvergiftung-und-die-eliten-herzspezialist-dr-ubiratan-de-paula-santos-und-weltsozialforum-erfinder-oded-grajew-sexualitat-durch-luftvergiftung-betroffen/

Die weltgrößte Gay-und Lesben-Parade in Sao Paulo. Mai 2008. Morde an Schwulen. Transvestiten im Rio-Karneval. Fotos der Gay-Parade 2010. Luiz Mott. Brasiliens soziokulturelle Besonderheiten, Landesnormalität und (häufig) verstörter Blick aus Europa.

Sonntag, 25. Mai 2008 von Klaus Hart

Brasilien: „Virada Cultural “ – Kultur-Hit von Lateinamerikas Kulturhauptstadt Sao Paulo mit über vier Millionen Besuchern.

Montag, 28. April 2008 von Klaus Hart

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Renato Borghetti, Brasiliens bester Akkordeonvirtuose – eine von über 800 Gratis-Attraktionen bei der vierten „Virada Cultural“ Sao Paulos – ein Nonstop-Kulturprogramm für alle Altersgruppen von Sonnabend 18.00 Uhr bis Sonntag 18.00 Uhr auf 26 Bühnen allein im Zentrum der Megacity.

http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/07/brasiliens-kulturszene-virada-cultural-2012/

.“Schönheit und Fäulnis”. Neue Zürcher Zeitung/NZZ – Klaus Hart:https://www.nzz.ch/schoenheit_und_faeulnis-1.700750

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Die Scheiterhaufen von Rio de Janeiro – ein Thema für Brasiliens Künstler

Sonntag, 20. April 2008 von Klaus Hart

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„Area de Microonda“ – Ort der modernen Scheiterhaufen aus Autoreifen, zynisch genannt „Microondas“, Mikrowelle. „Local de Desova“ – Ort zum Abwerfen von Ermordeten. Die etwa anderthalb Meter hohe Favela-Holzskulptur eines brasilianischen Bildhauers, ausgestellt in Embu das Artes bei Sao Paulo.

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/ewelten/1651902/

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Brasiliens größtes, bestes, meistbesuchtes Buchkaufhaus – von verfolgten Berliner Juden 1948 in Sao Paulo gegründet. Pedro Herz.

Sonntag, 20. April 2008 von Klaus Hart

livrariacultura.jpg1938 flüchtet die jüdische Familie Herz vor den Nazis aus Berlin nach Lateinamerika – zehn Jahre später gründet Eva Herz dort einen winzigen Buchladen.

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Brasiliens angesehenste Candomblé-Priesterin: Mae-de-Santo Sylvia de Oxalá. Die Situation der afrobrasilianischen Religionen. Rituale, Homosexuelle und Aids.

Dienstag, 15. April 2008 von Klaus Hart

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http://brightsblog.wordpress.com/2008/06/25/der-kult-der-schwarzen-gotter/

Die Yalorixá Sylvia de Oxalá, 70, Präsidentin des „Instituto Axé Ilé Obá“, in ihrem Kabinett neben dem Candomblé-Kultraum des denkmalsgeschützten Terreiro der Megacity Sao Paulo.Sylvia de Oxalá war Kinderärztin und Besitzerin von Exportunternehmen, machte den Außenhandels-Hochschulabschluß, bevor sie zur Candomblé-Priesterin berufen wurde. Zu ihren zahlreichen internationalen Auszeichnungen zählt auch der „Humanismus-Preis“ der Lomonossow-Universität in Moskau. Zweimal jährlich fliegt sie nach New York,  zelebriert  Candomblé-Rituale, trifft  zahlreiche Anhänger in Privatkonsultationen, praktiziert mit ihnen u.a. Jogo de Buzios und Numerologia.

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/10/umbanda-in-sao-paulo-gesichter-brasiliens-wir-wahlen-nur-kandidaten-die-unsere-rechte-vertreten/

Die afrobrasilianischen Religionen: Komplexe Transformationsprozesse, Abwehr von Sektenattacken, überraschende Ausbreitung auf Argentinien und Uruguay, Rituale und Aids

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Sao Paulo – Reichtum, Elend, Obdachlose. Hedwig Knist.

Samstag, 08. März 2008 von Klaus Hart

Bei Brasilien denken die meisten Europäer immer zuerst an Rio de Janeiros kleine Schokoladenseite, den Zuckerhut, den Copacabanastrand, Samba und Karneval. Dabei ist das 430 Kilometer entfernte subtropische Sao Paulo zwar keineswegs schöner, aber viel interessanter und nicht nur Brasiliens, sondern ganz Lateinamerikas Kultur-und Gastronomiehauptstadt. Hier dirigierte John Neschling das beste Sinfonieorchester Lateinamerikas, hier leben die populärsten Musiker des Tropenlandes “ das Sertaneja-Duo Zezè di Camargo und Luciano. Hier werden jährlich an die tausend Theaterstücke inszeniert.

Wie Barack Obama den Tropenstaat Brasilien bewertet: “Brasilien ist eine beispielhafte Demokratie. Dieses Land ist nicht länger das Land der Zukunft – die Menschen in Brasilien sollten wissen, daß die Zukunft gekommen ist, sie ist hier, jetzt”.

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Südamerikas Tourismusmetropole Sao Paulo

Mittwoch, 05. März 2008 von Klaus Hart

 Rio längst abgehängt bei Besucherzahlen und Einnahmen

Bei Brasilien denken viele Europäer sofort an das tropische Rio de Janeiro, halten die Stadt am Zuckerhut sogar für Südamerikas Tourismusmagnet. Das 450 Kilometer südlicher gelegene subtropische Sao Paulo hat zwar keine Strände,  schlägt indessen gerade im Fremdenverkehr Rio de Janeiro nach Längen, empfängt auch viel mehr deutsche Besucher, wurde zum neuen Geheimtip für deutsche Kulturtouristen. Lateinamerikas bestes Sinfonieorchester, die interessantesten Theaterstücke, die meisten Konzerte “ alles in Sao Paulo. 

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Mit Schlingensief in Sao Paulo Operngeisterbahn fahren!

Dienstag, 04. März 2008 von Klaus Hart

Diese Website anklicken: http://www.schlingensief.com/index_ger.html In der Rubrik „Jüngste Projekte“ dann „Trem Fantasma“ anklicken – in der rechten Spalte ist die MP3-Datei „Geisterbahntour“  – und los gehts mit Christoph Schlingensief!

    NEU: Fotoserie Gesichter Brasiliens

    Fotostrecken Wasserfälle Iguacu und Karneval 2008

    23' K23

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