Straflosigkeit und das Scheitern der Agrarreformpolitik lassen die Sklaverei in Brasilien fortdauern, wirft gemäß Landesmedien die UNO-Sonderberichterstatterin für heutige Formen der Sklaverei, Gulnara Shahinian, den zuständigen brasilianischen Autoritäten vor. Nicht zufällig erhält daher die Lula-Regierung viel Lob auch aus europäischen Ländern wie Deutschland.
Ernst Klett Verlag und „verdeckte Sklaverei“(Schulbuch-Hintergrund): http://www.klett.de/sixcms/list.php?page=geo_infothek&node=Zuckerrohr
Tim Cahill, Brasilienexperte von Amnesty International hatte in Sao Paulo im Website-Exklusivinterview betont, klar erkennbar sei der fehlende politische Wille der Lula-Regierung bei den Menschenrechten. Gepflegt werde ein ”leerer Diskurs, die politische Praxis sei aber völlig anders. Unter der Lula-Regierung habe es zwar viele Versprechen, Pläne und Projekte gegeben, in der Realität seien die Probleme indessen tief eingewurzelt geblieben. Diese Situation laufe jener Anerkennung zuwider, die Brasilia derzeit weltweit suche. Besonders in Bezug auf die Slumbewohner sagte Tim Cahill:Ein Teil der Brasilianer wird behandelt, als sei es Wegwerf-Bevölkerung. Bei den wenigen von der Polizei besetzten Vorzeige-Slums von Rio de Janeiro handele es sich lediglich um ”Inseln, während in den restlichen weit über 1000 Favelas die Menschen weiterhin unter Gewalt und Diskriminierung litten.

NATO-Waffen und Banditenkommandos: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/26/rio-de-janeiro-favela-vidigal-gesichter-brasiliens/
„Favela-Tourismus„: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/16/der-spiegel-favela-tour-in-rio-de-janeiro-vorzeige-favelas-und-die-uber-1000-anderen/
Gemäß einer zitierten Lehrerin ereignete sich das gleiche im Jahr zuvor just an dieser Schule. Der Name des jetzt getöteten Jungen ist Wesley Rodrigues de Oliveira – er erhielt einen MG-Schuß in die Brust mitten in der Mathematikstunde, unter den Mitschülern brach Panik aus.
Der für die Slumregion zuständige Chef der Militärpolizei erklärte zum Tod des Schülers:Das ist nicht das erste Mal passiert und wird auch nicht das letzte Mal gewesen sein.
Rio hat etwa die gleiche Einwohnerzahl wie ganz Kuba.
Steinigen im Iran und in Brasilien: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/14/steinigen-im-iran-unter-ahmadinedschad-und-in-brasilien-unter-lula-lula-konnte-sich-uber-die-tatsache-beunruhigen-das-brasilien-zu-den-landern-gehort-in-denen-am-meisten-gelyncht-wird-jose/
Zeit-Leser:
“Hätte jedes Land einen Präsidenten wie Lula, dann wäre unsere Welt ein besserer Ort. Er ist kein Politiker, er ist ein Staatsmann.” Deutscher Leserbrief an die “Zeit”.
Zu Jahresbeginn waren in der Scheiterhaufenstadt bei einer einzigen Schießerei zwischen Banditenkommandos gemäß Landesmedien mindesten fünf völlig unbeteiligte Männer und Frauen durch verirrte Kugeln getötet worden.
Von Favela-Besuchen wird dringend abgeraten, heißt es in der Reisewarnung der deutschen Regierung für Brasilien. Damit sind große Teile der brasilianischen Städte No-Go-Areas, können sich Reisende beispielsweise in Rio de Janeiro nur in einem sehr begrenzten Teil der Stadt, die über 1000 Favelas zählt, relativ sicher bewegen. Doch auch in Copacabana, Ipanema oder Leblon sind verirrte Kugeln ein großes Problem.
Was alles in teuren deutschsprachigen Hochglanz-Reiseführern, in der Tourismuspropaganda fehlt?  http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/17/krieg-auf-dem-morro-dos-macacos-von-rio-de-janeiro-youtube-anklicken-bope-im-einsatz/
Scheiterhaufen und Tourismuspropaganda: http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/668242/
Den Berichten zufolge nehme die Zahl jener brasilianischen Frauen und Transsexuellen zu, die vor allem nach Westeuropa geschickt würden, um dort als „escravos sexuais“ zu dienen. Als wichtigste Empfängerländer werden Italien, Frankreich, Deutschland, Österreich, Schweiz, Holland und Belgien genannt. In Portugal liege der Anteil der „brasilianischen Opfer“ bei 40 Prozent. Brasilianerinnen würden vor allem in armen Gemeinden der Teilstaaten Amazonas, Pará, Roraima und Amapá ausgesucht. Als mittlerer Preis des kommerziellen Geschlechtsverkehrs werden 50 Euro angegeben. Etwa 70000 Personen würden jährlich nach Europa „exportiert“. Alle zwei Jahre, so werde angenommen, ersetze man die Sex-Sklaven durch neue. Der Anteil der Südamerikanerinnen wachse, die Ausbeutung werde zunehmen.

Rio, City-Telefon, Foto von 2012, am Franziskanerkloster. Facetten der “erotischen” Alltagskultur. Vielfältiges Anschauungsmaterial für soziokulturell interessierte Ausländer Mitteleuropas, die u.a. darüber reflektieren, wie Klischeevorstellungen, aber auch anthropologische Bewertungen anderer Kulturen, darunter zum Frauenbild, entstehen.
„Para a ONU, os dados mostram uma contradicao: embora os europeus acreditam que a escravidao tenha sido abolido há centenas de anos, ela subsiste.“
http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadtzuerich/story/27344355

Ausriß. Frauenbild im heutigen deutschen Fernsehen, 2013.
In Ländern wie Deutschland sind Pseudo-NGOs in der Szene tätig. Brasiliens katholische Kirche hat das Problem des Menschenhandels und der Zwangsprostitution seit Jahrzehnten angeprangert, ohne bei den europäischen Autoritäten auf entsprechendes echtes Interesse gestoßen zu sein.
sonntag, 20. januar 2013 von klaus hart **

Crack ist auch Anfang 2013 für die Dealer der Wachstumsbranche ein außerordentlich lukratives Geschäft – u.a. in Sao Paulo und Rio de Janeiro. Die sozialen Kosten sind entsprechend hoch. Sao Paulos Bürgermeister ist seit Anfang Januar Fernando Haddad, Ex-Bildungsminister, aus Lulas Arbeiterpartei PT.
Laut neuen brasilianischen Studien haben 7 Prozent der Crack-Konsumenten Aids – eine Rate zehnmal höher als im Durchschnitt der Gesamtbevölkerung.
 „Parece que virou polÃtica de governo mandar cocaÃna para acabar com nossa juventude.“ Â
Brasiliens Bundespolizei bestätigt Serras Ansicht über die Rolle Boliviens. 80 Prozent des in Brasilien umgesetzten Kokains sei aus Bolivien, hieß es.
Crackszene in Sao Paulo: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/30/crack-die-grose-offene-szene-in-sao-paulo-im-prasidentschaftswahlkampf-2010/


Taucht ein Crack-Dealer im „Cracolandia“, Crack-Land genannten Stadtteil an der staatlichen Kulturbehörde auf, drängen sich sofort teils Hunderte von Crack-Süchtigen um ihn herum, kaufen „Pedrinhas“, rauchen sie vor aller Augen. Ein Großteil der Süchtigen, meist Kinder und Jugendliche, ist zerlumpt, stark abgemagert, verdreckt, sichtlich psychisch gestört, mit irrem Blick.  In Mitteleuropa sind manche NGO für eine Drogenfreigabe, weil ihnen offenbar die Wirkungen einer Crackszene wie in Brasilien als erstrebenswert erscheinen.
Boliviens Präsident Evo Morales, der sich gerade in Rio de Janeiro aufhielt, wollte sich an der Seite Lulas zu den Vorwürfen Serras nicht äußern. Brasiliens Bundespolizei hat im Mai 2010 nach eigenen Angaben über eine Tonne Kokain aus Bolivien beschlagnahmt.
Position von Präsidentschaftskandidat José Serra: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/27/boliviens-regierung-ist-komplize-der-rauschgifthandler-laut-brasilianischem-prasidentschaftskandidat-jose-serra-rund-90-prozent-des-in-brasiliens-konsumierten-kokains-ist-aus-bolivien/

Dilma Rousseff in Wunderheilerkirche, Ausstellungsfoto.
Offene Crack-Szene in Sao Paulo: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/30/crack-die-grose-offene-szene-in-sao-paulo-im-prasidentschaftswahlkampf-2010/
Boliviens Regierung reagierte auf Serras Anschuldigungen sofort, nannte sie skrupellos. Wenn Serra Beweise habe, müsse er auf dem Rechtsweg eine Anzeige stellen. Falls er dies nicht tut, ist er der Komplize. In den bolivianischen Gefängnissen befänden sich brasilianische Rauschgifthändler.

http://g1.globo.com/brasil/noticia/2010/05/delegado-e-morto-em-emboscada-na-bahia.html

Französischer Tourist, der mit seiner Frau von einer Bande bewaffneter Brasilianer überfallen worden war, schildert am Tatort einem Zivilpolizisten die Details.