Jüngste NATO-Luftangriffe auf die libysche Fernsehanstalt in Tripolis sind von der Internationalen Journalisten-Föderation IFJ verurteilt worden. IFJ-Generalsekretärin Beth Costa erklärte, die Luftattacken hätten „auf Journalisten abgezielt und ihr Leben bedroht, was gegen internationales Recht verstößt.“ Nach libyschen Angaben waren drei Journalisten getötet und weitere Personen verwundet worden.
„Gewalt zur Unterdrückung kritischer Medien ist eine Katastrophe für die Pressefreiheit,“ sagte Beth Costa weiter und rief die NATO auf, nicht weiter libysche Medien anzugreifen.
Die Pariser Regierung räumt jetzt ein, die Widerstandskraft der Streitkräfte Libyens unterschätzt zu haben.Teure Kriege auf Pump.
“Zuletzt hatte es in Frankreich immer mehr kritische Stimmen gegeben, die die hohen Kosten beklagt hatten. Der Einsatz kostet das Land pro Tag 1,2 Millionen Euro.” (Handelsblatt)
Angesichts der unter dem Gespann Lula-Rousseff vorangetriebenen Deindustrialisierung Brasiliens haben die Wirtschaftsexperten des Tropenlandes entsprechend negativ auf den „Plan Größeres Brasilien“ reagiert: Er löse nichts, habe lediglich die Wirkung einer Aspirin, bekämpfe Ursachen nicht, verbessere die geringe Wettbewerbsfähigkeit Brasiliens keineswegs. In der aktuellen Statistik des Weltwirtschaftsforums für Wettbewerbsfähigkeit steht Brasilien nur auf Platz 58, China dagegen auf Platz 27.
Im Juni 2011 war die brasilianische Industrieproduktion gegenüber Mai offiziell um immerhin 1,6 Prozent zurückgegangen. Brasiliens wachstumshemmender, Spekulation kräftig fördernder Leitzins von 12,50 Prozent wird besonders von den Industriellen stark kritisiert. Brasiliens Börse ist auf den Stand von Anfang September 2009 abgefallen, die sich täglich ausweitende Korruptionskrise der Rousseff-Regierung verringert das Vertrauen ausländischer Investoren. Brasiliens Staatsschulden wachsen rasch – Anfang Juli nahm die Regierung im Ausland einen hohen Kredit mit einer Laufzeit von zehn Jahren auf, meldete die Wirtschaftspresse. In den globalen Finanzmedien sei es regelrecht Mode geworden, die brasilianische Wirtschaft praktisch tagtäglich zu kritisieren. Die nationalen Qualitätsmedien stellen heraus, daß von den auch in Europa hochgelobten Führungsqualitäten der Staatschefin nichts zu sehen ist – vielmehr sei das „Fehlen von Führung und politischer Kapazität evident“(O Estado de Sao Paulo).
Auch der neue Transportminister Paulo Sergio Passos sieht sich, kaum im Amt, bereits Korruptionsvorwürfen gegenüber – eine Oppositionspartei hat bei Brasiliens Bundesanwaltschaft Anzeige erstattet und intensive Ermittlungen gefordert. Bislang mußten von Rousseff nach Medienenthüllungen bereits rund 30 hochrangige Regierungsmitarbeiter entlassen werden, darunter zwei Minister sowie Regierungsdirektoren.
Rousseff „punktet“ auch im Umweltbereich weiter – selbst laut amtlichen Daten wurde 2011 im ersten Halbjahr in Amazonien bereits mehr abgeholzt als 2010.
Wirtschaftsmacht Brasilien?(2011)
http://www.thedialogue.org/page.cfm?pageID=32&pubID=2685
Peter Hakim, president emeritus of the Inter-American Dialogue: „No question, aside from President Dilma herself, Antonio Palocci was the most powerful person in the Brazilian government. Selected by Lula to manage Dilma’s campaign, he took over the job she once had-chief of the Casa Civil, effectively the prime minister.“
Ausriß.
Negative Reaktionen auf Rousseffs Industrie-Förderungsplan:
Ouro Preto.
Brasiliens TV-Ratte
Reality-Shows im Tropenland – Brutalo-Moderator Ratinho wurde Kultfigur
Klimawandel, Kriege, Kapitalismuskrise. Der Ausnahmezustand wird zum Normalfall. Wer geglaubt hat, es könnte nicht schlimmer kommen, wurde jüngst eines Besseren belehrt. Im April 2010 havarierte die Ölplattform Deepwater Horizon, fast genau ein Jahr später löste ein Tsunami im AKW Fukushima den Super-GAU aus. Erdöl und Atomkraft – die Pfeiler, auf denen die westliche Welt steht, wanken beträchtlich. Allen Warnzeichen zum Trotz lautet die Maxime: »Immer schneller, immer mehr«.
Doch wo soll diese Tempofahrt hinführen? Bleibt auf dieser Flucht nicht gerade das auf der Strecke, was unser Menschsein wirklich ausmacht?
http://g1.globo.com/politica/noticia/2011/08/governo-exonera-mais-tres-diretores-do-dnit.html
In Brasiliens Qualitätsmedien wird als geradezu „unglaublich“ herausgestellt, daß sich die Staatschefin ihre Regierungsmannschaft nicht sorgfältiger aussuchte – nun auf Druck der nationalen Medien erst ihre rechte Hand, den Lieblingsminister Palocci und danach immer mehr hohe Regierungsbeamte entlassen muß – die ohne Enthüllungen investigativer Journalisten alle noch im Amt wären und weiter unter den Augen des Präsidentenpalasts Delikte begingen. Aus Mitteleuropa erhielt die ursprüngliche Regierungsmannschaft viel Lob, waren Präsidentin Rousseff ein guter Regierungsstart und große Führungsfähigkeiten bescheinigt worden.
Negative Reaktionen auf Rousseffs Industrie-Förderungsplan:
Angeli – Ausriß.
Spenden für Straßenkinder im Land der Milliardäre:
“Das bestehende System ent-erzieht uns. Nur so ist es möglich, dass für einen Menschen ein Kratzer an seinem neuen Auto schlimmer sein kann, als dass ein Mensch vor seiner Haustür an Hunger stirbt.” Frei Betto, Brasiliens wichtigster Befreiungstheologe
https://www.youtube.com/watch?v=gBxEeQT9WcQ&feature=view_all&list=PLDAA149F68F640EBD&index=1
AFRIKA/LIBYA – Mons. Martinelli: „Lebensmittellager werden bombardiert, mit welchem Recht?“
Tripolis (Fidesdienst) – „Zivile Objektive wie Lebensmittellager werden bombardiert“ verurteilt S.E. Mons. Giovanni Innocenzo Martinelli, der Apostolische Vikar von Tripolis“. Dem Fidesdienst gegenüber erklärt er:“Vor wenigen Tagen haben NATO-Flugzeuge ein Lebensmittellage außerhalb von Tripolis angegriffen, in dem Öl, Nudeln und Tomatensauce gelagert waren. Ein Fluss von Öl strömte aus dem zerstörten Lager. Ich weiß, dass auch ein Sozialzentrum getroffen wurde. Mit welchem Recht wird das getan?“, fragt sich der Bischof.
„Außerdem gibt es in den Bergen oberhalb von Tripolis Pro-Ghaddafi-Demonstrationen – das ist allerdings eine Nachricht, die indirekt erfahren und nicht persönlich nachgeprüft habe. Und auch in diesem Fall seien Bomben gefallen. Ich habe nichts über evtl. Opfer erfahren, und ich glaube auch, dass es keine gegeben hat, aber es ist ganz klar, dass man den Menschen Angst einflößen will, indem man in der Nähe der Demonstrationen Bomben abwirft“, erklärt Mons. Martinelli; er berichtet auch über den psychologischen Druck, dem die Bevölkerung durch „das ständige Überfliegen der NATO-Flugzeuge, vor allem nachts ausgesetzt ist.“
„Die Libyer zeigen sich jedoch dankbar der Kirche gegenüber. Vor 2 Tagen kam eine Gruppe von Frauen zu uns, um uns für die Gebete zu danken, die wir für den Frieden gesprochen haben. Gestern habe ich auch noch ein weiteres Zeichen, ein einfaches aber bewegendes Zeichen von der Dankbarkeit der Libyer gegenüber der Kirche erfahren: ein Mann schenkte uns einen Korb voller Kaktusfrüchte und sagte ‚diese Früchte sind für euch, weil ihr ein Zeichen der Freundschaft verdient‘, „ schließt Mons. Martinelli seinen Bericht (LM) ( Fidesdienst 26/07/2011)
Die Pariser Regierung räumt jetzt ein, die Widerstandskraft der Streitkräfte Libyens unterschätzt zu haben.Teure Kriege auf Pump.
“Zuletzt hatte es in Frankreich immer mehr kritische Stimmen gegeben, die die hohen Kosten beklagt hatten. Der Einsatz kostet das Land pro Tag 1,2 Millionen Euro.” (Handelsblatt)
“Das bestehende System ent-erzieht uns. Nur so ist es möglich, dass für einen Menschen ein Kratzer an seinem neuen Auto schlimmer sein kann, als dass ein Mensch vor seiner Haustür an Hunger stirbt.” Frei Betto, Brasiliens wichtigster Befreiungstheologe
Nach wie vor sollen zahlreiche Staatsgeheimnisse für immer „ultrassecreto“ bleiben.
„Die Geheimnisse, die Brasilien verstecken will.“
Angeli-Karikatur in der auflagenstärksten Qualitätszeitung – Ausriß.
http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/04/friedensnobelpreistrager-barack-obama-50/
http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html